6.11   Das Glaubensbekenntnis der christlichen Kirchen

X4.1-6.11   Christliche Glaubensbekenntnisse   Neubearbeitung: 27.6.14

 

 

 

Wie viele unterschiedliche christliche Glaubensbekenntnisse darf es wirklich geben?

 

   Weder Moses noch Jesus noch die Apostel verfassten ein Glaubensbekenntnis! Jedes Glaubensbekenntnis, das sich als „apostolisch“ bezeichnet müsste sich auf die Worte des Paulus in der Apostelgeschichte berufen, da Paulus seinen Glauben wie folgt definierte:

 

image003*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-16 ***

14 Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.

 

   Diese einfachen, kurzen und klaren Worte äusserte Paulus als Angeklagter mutig vor dem weltlich-römischen Prokurator Felix, als Richter der Provinz Judäa, um ihn von seiner Glaubensgrundlage zu unterrichten! Dieselbe Grundlage hatten alle, die sich der von ihren Gegnern bezeichneten jüdischen „Sekte“ „vom Weg angeschlossen hatten. Später, in Antiochia nannte man sie erstmals Christen. Die Gegner beschuldigten Paulus zudem ein „Vorkämpfer“ jenes Nazareners Jesus zu sein (Apg 24:5). Paulus sah dies nicht als Beleidigung an, sondern wiederholte die Ansicht seiner Gegner, welche Christen deutlich von den Sekten des Judaismus abgrenzten.

 

   Nicht ein Auszug einiger Wahrheiten aus „dem „GESETZ und den PROPHETEN“ und der Lehren Jesu genügt als „Glaubensbekenntnis“, sondern vielmehr Kenntnis und Glauben in die „ganze Schrift“, erklärt Paulus. Dem Timotheus schrieb er zu demselben Thema:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:14-17 ***

Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus. 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei,.

 

   Der „Mensch Gottes oder anders formuliert, der Mensch, der von Gott anerkannt wird ist der, welcher Gottes Massstab für Recht und Gerechtigkeit im Leben anwendet! Mit dem Studium der Schrift werden wir „vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“, dies wird nie der Fall werden durch ein Glaubensbekenntnis, weil dieses uns daran hindert die wahren Grundlagen des Glaubens persönlich zu erforschen! Das Glaubensbekenntnis der christlichen Kirchen kannten wir auswendig, weil wir es in der Messe so oft repetiert hatten, dass es uns schon zum Hals heraus hing. Wenn aber eine Umfrage in Deutschland unter Studenten ergab, dass nicht einer von zehn Jugendlichen auch nur drei der zehn Gebote kannte, so ist dies ein geistiges Armutszeugnis ganz besonderer Art! Die Grundlage der christlichen Kultur nicht einmal ansatzweise zu kennen bedeutet die Vergangenheit zu leugnen und einer düsteren Zukunft entgegen zu blicken!

 

 image004

 

   Die Schriften des „alten Bundes“, des Gesetzesbundes machen uns „weise“, da dort der ganze inspirierte Rat Jehovas festgelegt ist! Der Bund für ein Priester-Königtum oder der „neue Bund“ löste lediglich den „Bund mit Levi“ ab, weil er bessere Bedingungen bot, die unter dem bisherigen Bund unbefriedigend waren! Erst unter dem „neuen Bund“ war durch den neuen Hohepriester ein vollkommenes menschliches Opfer erbracht worden im Ausgleich zur Sünde Adams! Nur wer ohne Sünde ist darf sich Gott nähern!

 

   Was Paulus dem Timotheus schreibt gilt ebenso für uns! „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert“, sagt er und dies umfasst vorab das so genannte „Alte Testament“, weil auf dem GESETZ (den fünf Büchern Mose, dem Pentateuch) und auf den inspirierten Aussagen der PROPHETEN auch alles weitere im fälschlich so genannten „Neuen Testament“ aufbaut! Darum gab Jesus zu Beginn seiner Predigttätigkeit als den durch Johannes den Täufer von Gott her ordinierter Priester und Mittler des „neuen Bundes“ in der Bergpredigt allen die auf ihn hören wollen deutlich zur Kenntnis:

 

image006*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19  Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

   Heute müsste Jesus noch ergänzen, dass wer die Gerechtigkeit christlicher Führer nicht bei weitem übertrifft, ebenso wenig wie jene Pharisäer und Schriftgelehrten ins Königreich eingehen wird! Darum gab er sein künftiges Urteil über diese Heuchler schon zu Beginn bekannt:

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht? 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

   Wer all die Kirchen etwas näher kennt, die sich unter mehr oder weniger ein und demselben Glaubensbekenntnis vereinigt haben erkennt schon bald, dass sie Jesu Worte nicht ernst genommen haben. Sie alle haben sich mehr und mehr vom GESETZ und den Aussagen der PROPHETEN entfernt und hinterlassen Gläubige, die oft näher an Sodom und Gomorra erinnern, wie zum Vergleich an Urchristen herangezogen werden könnten!

 

   Wer ein einziges der göttlichen Gebote als nicht weiter bindend erklärt, der zeichnet sich bereits als „Täter der Gesetzlosigkeit“ aus! Deutlich sagte unser Christus, dass wir alle Gebote halten und lehren sollen, auch die scheinbar geringen! Jesu Worte haben nichts an Wert verloren: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.Dies entspricht dem Willen des Vaters! Der Apostel Johannes erklärt in seinem 1.Brief zum Ende des ersten Jahrhunderts:

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:3-4 ***

Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, 4 denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.

 

   Diese Siegesmacht stellt Gottes Gebote über menschliche Verordnungen, die selbst da, wo sie gut gemeint sind, allzu oft Gottes Gebote ungültig machen! Wir müssen darum eindeutig auf der Seite Jesu und damit auf Gottes Seite und auf Seite von dessen GESETZEN oder Geboten Stellung beziehen!

 

   Wie lautet demnach das Glaubensbekenntnis eines Christen? Dass er wie Paulus „…alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht“ und was zudem alles einschliesst, was Jesus als grösster der Propheten ausgesagt hat und was die durch ihn ernannten zwölf Apostel später unter Inspiration von Gottes Geist bezeugten!“ Sie sind es, die uns in Zukunft richten werden, auf sie sollten wir hören!

  

 

 

Inhaltsverzeichnis der Grafik

 

Inhalt

 

1......... Gegenüberstellung der lateinischen, der ökumenischen und Luthers Verfassung des Glaubensbekenntnisses. 2

2......... Das Nicäische Glaubensbekenntnis (325 u.Z.) im Vergleich mit dem späteren Nicäno-Konstantinopolitanum (381 u.Z.) 3

3......... Das Neuapostolische Glaubensbekenntnis. 4

4......... Was waren die Lehren des Paulus bezüglich des Glaubens?. 5

5......... Paulus belehrt uns die Veränderungen innerhalb des „GESETZES des Christus“ verstehen lernen! 5

6......... Verstehen lernen, dass nicht der Gesetzesbund endete, sondern nur der „Bund mit Levi“ ersetzt wurde! 6

7......... Wer darf bestimmen, was unser Glaube beinhalten muss?. 8

8......... Lehrte Jesus und seine Apostel so genannte „Glaubensfreiheit“ oder war der Glaube der ersten Christen klar definiert?. 8

9......... Grundlegende Glaubensfragen, welche die Kirchenväter nie exakt anhand der Schrift geklärt haben! 9

10....... Das Glaubensbekenntnis des Papstes. 9

 

 

 

1.         Gegenüberstellung der lateinischen, der ökumenischen und Luthers Verfassung des Glaubensbekenntnisses

 

Noch bevor wir das erste offizielle „ökumenische“, das athanasische Glaubensbekenntnis aus dem vierten Jahrhundert betrachten, was jenes ursprünglich aussagt, wollen wir drei heute gängige Glaubensbekenntnisse ansehen. Auf deren Grundlage erst wird eine Kirche nach offiziellem, gängigem Massstab als „christlich“ eingestuft. Hatte Jesus so etwas gefordert? Sind jene Bekenntnisse überhaupt im Einklang mit den Aussagen der Schrift, sollten wir uns ehrlicherweise fragen?

 

Titel: Konzil von Nizäa - Beschreibung: Konzil von Nizäa unter Leitung des Heidenkaisers Konstantin 325 u.Z. wo der Sabbat durch den Sonntag ersetzt und Jesus als Gott-gleich erklärt wurde Das lateinische „Te Deum Athanasium“ wurde in der ursprünglichen Form am Konzil von Nizäa im Jahre 325 u.Z. unter der Führung von Kaiser Konstantin von der Mehrheit der Bischöfe angenommen, insgesamt waren es 318 unter etwa 2000 Teilnehmern. Diese Mehrheit war bereits Athanasius und damit Rom getreu, es waren solche, die den Kaiser als Freund suchten. Die Arianer sind zu grossen Teilen der Einladung des heidnischen Kaisers Konstantin gar nicht erst gefolgt!

 

In späteren Konzilen und Synoden wurde über Jahrhunderte dieses erste Glaubensbekenntnis mehrfach angepasst. Damit sollte eine innere Entzweiung der Katholischen Kirche oder der „allgemeinen“ Kirche bereinigt werden, die schon lange vor dem Konzil in das Lager des Athanasius und das des Arius gespalten war. Der arianische Streit, was nun biblische Aussage sei und was durch Abgefallene als Irrlehre verbreitet worden war hatte noch nicht den Höhepunkt erreicht! Die Falken verteidigten ihren Standpunkt, die Tauben beider Gruppen suchten durch Kompromisse zu Lasten der Unveränderlichkeit der Schriften eine Einigung zu erzielen!

 

Bis heute schimmert dieselbe Uneinigkeit weiterhin durch. Die Abweichungen der modernen, ökumenischen Fassung zu der von Luther aus dem 16. Jahrhundert zeigt einige dieser Ungleichheiten. Das aber ist nur der sichtbare Teil des Eisberges über der Oberfläche! Jeder Christ, der unparteilich die Schriften untersucht stolpert schon bald über die unterschiedlichsten Ungereimtheiten! Der Prophet Jeremia sagt über solche, die Gottes Wort nach ihrer Weise interpretieren:

 

(Jeremia 8:8-9) 8 ‚Wie könnt ihr sagen: „Wir sind weise, und das Gesetz Jehovas ist bei uns.“? Nun, sicherlich hat der falsche Griffel der Sekretäre in völliger Falschheit gearbeitet. 9 Die Weisen sind beschämt worden. Sie sind erschrocken und werden gefangen. Siehe! Sie haben sogar das Wort Jehovas verworfen, und welche Weisheit haben sie?

 

image010Das Nicäno-Konstantinopolitanum ist das am weitesten anerkannte Glaubensbekenntnis, das am Konzil von Chalcedon 451 u.Z. als autoritativ für alle Christen bezeichnet wurde. Sowohl das Konzil von Nicäa (325), das von Konstantinopel (381), das von Ephesus (431) und von Chalcedon (451) wurde jeweils durch die weltliche Macht Roms, dessen Kaiser einberufen! Allein schon diese Tatsache muss uns stutzig machen, wenn wir Jesu Worte verstanden haben:

 

(Johannes 15:18-19)  Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.

 

Die Kaiser wussten diejenigen Bischöfe zu beschenken, die seinem Aufruf sich zu versammeln Folge leisteten, die Romgetreuen: Mit vielerlei Aufmerksamkeiten, mit Ländereien, mit prachtvollen Kirchen, mit Pfründen und Anteilen aus Steuereinnahmen und Titeln die Macht bedeuten! Damit übernahm der Staat, „die Welt“ in Wirklichkeit die Vormacht innerhalb der Kirche ein, weil sich der Bischof von Rom sich jenem zum Teil unter Druck, zum anderen freiwillig unterordnete und im Gegenzug Macht, Ansehen und Güter erhielt! Dass die Arianer in vielen Fällen eine Teilnahme an diesem Polit-Theater ablehnten ist verständlich! Der Historiker H.G. Wells schrieb diesbezüglich, dass die Angelegenheiten der Kirche vom Geist Konstantins beherrscht gewesen wären. Er führte aus:

 

„Die Idee, jegliche Kontroverse und Spaltung sowie jede Erwägung auszumerzen, indem man allen Gläubigen ein dogmatisches Glaubensbekenntnis aufzwingt, . . . ist die Idee eines auf eigene Faust handelnden Mannes, der denkt, er müsse frei von Opposition und Kritik sein, um arbeiten zu können. Die Geschichte der Kirche unter Konstantins Einfluß wird daher jetzt zu einer Geschichte der Machtkämpfe, die auf seine plötzlichen und rauhen Aufrufe zur Einmütigkeit folgen mußten. Von ihm übernahm die Kirche das Bestreben, autoritativ und unangefochten zu sein, eine zentralisierte Organisation zu entwickeln und parallel zum Reich zu arbeiten.“

 

Was „parallel zum Reich“ bedeutet können wir uns ausmahlen, wenn wir bedenken, dass nach dem Untergang des Kaisertums die Macht in den inzwischen in verschiedene Reiche aufgespaltenen Imperiums in den Händen der Katholischen Kirche und damit Roms verblieb! Eine direkte Folge dieses Machanspruchs über ein Glaubensbekenntnis alles zu einen waren die Auswüchse der Inquisition und der Kreuzzüge mit Millionen von Toten! 

 

Das Konzil von Chalzedon besagt im Schlusswort zum damals erneut veränderten Glaubensbekenntnis:

 

Wir haben durch gemeinsames Urteil die Lehren des Irrtums verjagt und den irrtumslosen Glauben erneuert; wir haben das Glaubenssymbol der 318 [Väter] allen verkündet und diejenigen Väter als die unsrigen anerkannt, die diese Kurzformel des rechten Glaubens angenommen haben; es sind die 150 [Väter], die danach im großen Konstantinopel zusammengekommen sind und ihrerseits denselben Glauben besiegelten … Um ihnen [=den Häretikern] alle Machenschaften gegen die Wahrheit zu verwehren, hat deshalb diese jetzt versammelte heilige, große und ökumenische Synode, die lehrt, was von Anfang an unerschütterlich verkündet wird, entschieden, daß vor allem der Glaube der 318 heiligen Väter unangetastet bleibt. Ferner bestätigt sie wegen der Kämpfer gegen den Heiligen Geist die Lehre über das Wesen des Geistes, die einige Zeit später von den 150 in der Kaiserstadt versammelten Vätern überliefert wurde.“

 

Muss die Wahrheit beständig neuen Situationen angepasst werden? Seit wann bestimmen Mehrheiten, ob etwas wahr und gerecht ist? Zeigt nicht die Geschichte, dass eher das Gegenteil der Fall ist? Mehrheiten tendieren zum Schlechten, zum Kompromiss, zu Brot und Spielen!

 

image012Jesus bereits warnte vor Abfall und vor falschen Propheten die Unkraut zwischen den Weizen sähen würden! Am Ende des ersten Jahrhunderts sagte Johannes, dass es „die letzte Stunde“ sei, wo „das, was von Anfang an unerschütterlich verkündet wurde“, nämlich das, was die Apostel lehrten unter ihrem Schutz stand! Wer sich ehrlich um Vergleich der Lehren bemüht ist erschüttert, mit welcher Arroganz jene „falschen Apostel“ nach dem Tod des Johannes die Wahrheit verdrehten! Jene Bischöfe hatten sich längst an die Stelle der Apostel gedrängt! Paulus warnte vor Ansinnen, die bereits im Jahre 55 u.Z. in der Versammlung Korinth zu Problemen geführt hatten, weil einige sich als Vorsteher über andere erhoben! Das mag mit zwei oder drei einen Anfang gehabt haben!

 

(2. Korinther 11:12-15)  Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

War dies aber wirklich der in Chalcedon behauptete „irrtumslose Glaube“ oder wurde gar im Gegenteil der Irrtum zur „offiziellen Wahrheit“ erhoben? Wer sich die Mühe macht es zu prüfen kann auch seine eigene Schlussfolgerung ziehen! Paulus empfiehlt doch deutlich: „Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder.“ (2.Kor 13:5) Bewährung besteht somit darin, Irrtum zu verwerfen und offenzulegen! Heutige Christen sind kritischer geworden, nach all den Skandalen in Religion, Politik und Wissenschaft! Wir lassen uns nicht mehr am Gängelband wie kleine Kinder führen, sondern setzen unseren Verstand ein, um zu hinterfragen! Nur ein ehrlicher Vergleich jede der Aussagen der Kirchen mit denen der Heiligen Schrift abzuwägen kann dies bestätigen oder verneinen! Das bedeutet Arbeit, Aufwand aber auch Sicherheit, was Glauben betrifft!

 

Bedenken wir, dass der kleine Zusatz „… und dem Sohn“ durch die Kirche von Rom im Jahre 1054 u.Z. zum grossen Schisma führte, der Abtrennung der Ostkirche! Ein weit grösseres Schisma fordert der Engel in der Offenbarung von jedem von uns:

 

image014 (Offenbarung 18:4-8) 4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Der Tag der Urteilsvollstreckung an der Hure „Babylon die Grosse ist nahe heran gekommen! Diese geheimnisumwitterte Reiterin auf der siebenköpfigen „wilden Tier“ der Endzeit, also in unseren Tagen, gilt es zu verstehen! Das siebenköpfige „wilde Tier“ stellt die UNO dar, da jenes Tier erst ganz zum Ende der Geschichte in Erscheinung tritt und selbst „ein achter König“ oder eine Weltmacht bedeutet! Wer mit dem „Bild“ des „wilden Tieres“ das Johannes in der Offenbarung sieht gemeint ist, das sollten wir verstehen, weil das Glaubensbekenntnis dort mit hineinspielt (Off Kap.17)

 

 

Lateinisch (Te Deum Athanasium)

(Apostolisches Glaubensbekenntnis)

Deutsch (ökumenische Fassung)

Deutsch (Luthers Fassung)

Credo in Deum, Patrem omnipotentem,

Creatorem caeli et terrae.

Et in Iesum Christum, [[Zusatz 1054]]

Filium eius unicum,

Dominum nostrum:

qui conceptus est de Spiritu Sancto,

natus ex Maria Virgine,

passus sub Pontio Pilato,

crucifixus, mortuus, et sepultus,

descendit ad inferos:

tertia die resurrexit a mortuis;

ascendit ad caelos;

sedet ad dexteram Dei Patris omnipotentis:

inde venturus est iudicare vivos et mortuos.

Credo in Spiritum Sanctum,

sanctam Ecclesiam catholicam,

Sanctorum communionem,

remissionem peccatorum,

carnis resurrectionem,

vitam aeternam. Amen.

 

Textfassung aus dem Missale Romanum von 1970. Te Deum Athanasium (Quicumque „Wer selig werden will“)

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus,

gekreuzigt, gestorben und begraben,

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel;

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;

von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige katholische Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen.

 

Übersetzung, die am 15./16. Dezember 1970 von der Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte der Kirchen des deutschen Sprachgebietes verabschiedet wurde.

Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen
Schöpfer Himmels und der Erde.

Und an Jesum Christum,
Gottes eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
der empfangen ist vom Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontio Pilato,
gekreuziget, gestorben und begraben,
niedergefahren zur Hölle,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren gen Himmel,
sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.
von dannen er kommen wird,
zu richten die Lebendigen und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
eine heilige christliche Kirche,
die Gemeinde der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung des Fleisches
und ein ewiges Leben. Amen.

 

Martin Luther hat neben dem „Apostolischen Glaubensbekenntnis“ und dem Te Deum das Athanasianum („Quicumque“, „Wer da selig werden will“) als das dritte Glaubensbekenntnis bezeichnet.

Textfassung gemäss dem „Kleinen Katechismus“ von Martin Luther

 

In der Kirche von England wird dieses „Apostolische Glaubensbekenntnis“ morgens und abends rezitiert. Dabei werden Jesu Worte übergangen, welche er zu Beginn des Vaterunser äusserte:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:7 ***

Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen.

 

Wo nun wiederholen Gläubige diese Gebetsformeln? Bei der römisch-Katholischen Kirche ist es während der Messe, beim Taufbekenntnis und zu Beginn des Rosenkranzgebetes. Die calvinistisch-Reformierte Kirche gebraucht das Glaubensbekenntnis ausschliesslich im Taufritus. Die Ostkirchen dagegen verwenden das ältere Nicäische Glaubensbekenntnis, lehnen somit alle späteren Veränderungen ab!

 

Welches von diesen Ritualen ist nun für Christen von Gott her gesehen verbindlich? Die Antwort braucht etwas Zeit und wird viele ehrlich gesinnte Christen erstaunen!

 

2.         Das Nicäische Glaubensbekenntnis (325 u.Z.) im Vergleich mit dem späteren Nicäno-Konstantinopolitanum (381 u.Z.)

 

Hier kommen die Unterschiede und Zusätze respektive Weglassungen besonders zur Geltung. Die Grundaussage vom Konzil von Chalcedon 451  u.Z. darf daher mit allem Recht angezweifelt werden! „Wir haben durch gemeinsames Urteil die Lehren des Irrtums verjagt und den irrtumslosen Glauben erneuert“. Nein, wir haben im Gegenteil den Irrtum und die Lüge nur umso fester zur „offiziellen Wahrheit“ erhoben! Die Vermischung von wahrer Aussage, von Weglassung wichtiger Teilinformation, von Hinzufügen von Irrtum und offensichtlicher Lüge macht es so schwer, die Grundwahrheit erneut herauszufinden! Wenn dann zudem der Glaubenszwang kommt, der gar Todesstrafe und oh Weh die ewige Höllenqual all denen androht, die etwas in Zweifel ziehen, dann ist der Cocktail „offizieller Wahrheit“ als ein teuflischer Mischwein fertig gepanscht! Zufügungen, Weglassungen, Veränderungen kennzeichnen wir mit zwei roten Farben.

 

Nicäisches Bekenntnis

Nicäno-Konstantinopolitanum

Wir glauben an einen Gott,

Wir glauben an einen Gott,

den allmächtigen Vater,

den allmächtigen Vater,

der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,

den Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren.

den Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

Und an den einen Herrn Jesus Christus,

den Sohn Gottes,

den Sohn Gottes,

der als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist d. h. aus dem Wesen des Vaters

der als Einziggeborener aus dem Vater gezeugt ist vor aller Zeit,

Gott von Gott, Licht vom Licht,

Licht vom Licht,

wahrer Gott vom wahren Gott,

wahrer Gott vom wahren Gott,

gezeugt, nicht geschaffen,

gezeugt, nicht geschaffen,

eines Wesens mit dem Vater;

eines Wesens mit dem Vater;

durch den alles geworden ist, was im Himmel und was auf Erden ist;

durch den alles geworden ist;

der für uns Menschen und wegen unseres Heils herabgestiegen

der für uns Menschen und wegen unseres Heils vom Himmel herabgestiegen

und Fleisch geworden ist,

und Fleisch geworden ist durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria,

Mensch geworden ist,

Mensch geworden ist,

der für uns gekreuzigt wurde unter Pontius Pilatus

gelitten hat

gelitten hat und begraben worden ist,

und am dritten Tage auferstanden ist

und am dritten Tage auferstanden ist nach der Schrift

und aufgestiegen ist zum Himmel,

und aufgestiegen ist zum Himmel,

Er sitzt zur Rechten des Vaters

und wird wiederkommen, um die Lebenden und die Toten zu richten;

und wird wiederkommen in Herrlichkeit, um die Lebenden und die Toten zu richten;

und seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

und an den Heiligen Geist.

Und an den Heiligen Geist,

Diejenigen aber, die da sagen „es gab eine Zeit, da er nicht war“
und „er war nicht, bevor er gezeugt wurde“,
und er sei aus dem Nichtseienden geworden,
oder die sagen, der Sohn Gottes stamme aus einer anderen Person oder Wesenheit,
oder er sei geschaffen oder wandelbar oder veränderbar,
die verdammt die katholische Kirche.

der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

 

Wenn wir diese Aussagen mit jener des Paulus vergleichen, der sagt, dass er „alles glaubt, was im GESETZ und den PROPHETEN“ geschrieben steht, dann hat sich an seinem Glaubensbekenntnis während aller Jahrhunderte bis heute nichts geändert! Die Schriften blieben unverändert dieselben, von einigen Übersetzungsfehlern abgesehen! Die Aussagen der Kirchen passten sich aber beständig der Mehrheitsmeinung von Bischöfen an oder unterwarfen sich dem Diktat von Kaisern und Päpsten! Wer es wagt die Dogmen der Päpste und von Konzilen anzutasten sagt das Glaubensbekenntnis von Nicäa am Schluss: „… die verdammt die katholische Kirche“. Damit waren die Arianer verdammt, weil sie weiterhin z.B. das vierte Gebot die Sabbate Gottes betreffend, den Wochensabbat, den 14.Nisan als Tag für das Abendmahl, die jüdischen Feste gemäss Gottes GESETZ usw. respektierten! Hundertausende wurden dafür im Namen Christi gefoltert und umgebracht!

 

3.          Das Neuapostolische Glaubensbekenntnis

 

image016Eine weitere etwas exotischere Verfassung eines Glaubensbekenntnisses, aufgrund veränderter Grundlagen der Lehre finden wir bei den Neuapostolen. Die Neuapostolische Kirche hat ihr eignes Glaubensbekenntnis seit 1912, das sie in 10 Glaubenssätze zusammenfasst. Herausragend dabei ist der Unterschied in den Artikeln 4 und 5, dass es nicht nur 12 Apostel sind, die Jesus einsetzte, sondern jene bis heute Nachfolger besitzen die auf derselben Rangstufe stehen. Dies ist nur eine veränderte Fortsetzung der Behauptung der Bischöfe, die sich ebenso im Rang mit den Aposteln gleich gestellt sehen und behaupten, Jesu „Braut“ darzustellen. Die Artikel 6 bis 8 beschreiben drei Sakramente die laut Kirchenaussagen für das Heil notwendig seien. Der 10.Artikel hat mit der Beziehung zu Obrigkeit und Staat zu tun. 

 

Das erste Bekenntnis erschien 1912, dann eine geänderte Version 1914, eine weitere 1916. 1922 wurde der 10.Glaubenssatz gestrichen, 1932 wieder aufgenommen. 1938 erschien es in neuer Version im Katechismus. Grössere Veränderungen gab es 1951. 1992 erschien eine veränderte Version, wieder eine andere 1997, um dann am 6.Juni 2010 in einer aktuellsten Version zu erscheinen. 

 

Alle diese Glaubensbekenntnisse setzen an erste Stelle den Glauben in einen dreieinigen Gott, etwas, was die Heilige Schrift eindeutig nicht kennt, sondern sich auf Beschlüsse vom Konzil von Nicäa 325 u.Z. (Jesus zur 2.Person „Gott“ erklärt) und Konstantinopel 381 u.Z. (3.Person hinzugefügt: Heiliger Geist) zurückgeht!

 

Diese Version des Neuapostolischen Glaubensbekenntnisses wurde in dem neuapostolischen Katechismus "Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben" von 1992 veröffentlicht:

 

 

Glaubensbekenntnis der Neuapostolischen Kirchen

1.Glaubensartikel:

Ich glaube an Gott den Vater, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden.

2.Glaubensartikel:

Ich glaube an Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben, begraben, eingegangen in das Reich der Entschlafenen, auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er wiederkommen wird.

3.Glaubensartikel:

Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige Apostolische Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und ein ewiges Leben.

4.Glaubensartikel:

Ich glaube, dass der Herr Jesus seine Kirche durch lebende Apostel regiert bis zu seinem Wiederkommen, dass er seine Apostel gesandt hat und noch sendet mit dem Auftrag, zu lehren, in seinem Namen Sünden zu vergeben und mit Wasser und dem Heiligen Geist zu taufen.

5.Glaubensartikel:

Ich glaube, dass sämtliche Ämter in der Kirche Christi nur von Aposteln erwählt und in ihr Amt eingesetzt werden und dass aus dem Apostelamt Christi sämtliche Gaben und Kräfte hervorgehen müssen, auf dass, mit ihnen ausgerüstet, die Gemeinde ein lesbarer Brief Christi werde.

6.Glaubensartikel:

Ich glaube, dass die Heilige Taufe mit Wasser ein Bestandteil der Wiedergeburt ist und der Täufling dadurch die Anwartschaft zur Empfangnahme des Heiligen Geistes erlangt. Sie ist ferner der Bund eines guten Gewissens mit Gott.

7.Glaubensartikel:

Ich glaube, dass das Heilige Abendmahl zum Gedächtnis an das einmal gebrachte, vollgültige Opfer, an das bittere Leiden und Sterben Christi, vom Herrn selbst eingesetzt ist. Der würdige Genuss des Heiligen Abendmahls verbürgt uns die Lebensgemeinschaft mit Christo Jesu, unserem Herrn. Es wird mit ungesäuertem Brot und Wein gefeiert; beides muss von einem priesterlichen Amt der Kirche gesegnet und gespendet werden.

8.Glaubensartikel:

Ich glaube, dass die mit Wasser Getauften durch einen Apostel zur Erlangung der Gotteskindschaft den Heiligen Geist empfangen müssen, wodurch sie als Glieder dem Leibe Christi eingefügt werden.

9.Glaubensartikel:

Ich glaube, dass der Herr Jesus so gewiss wiederkommen wird, wie er gen Himmel gefahren ist, und die Toten in Christo sowie die lebenden Brautseelen, die auf sein Kommen hofften und zubereitet wurden, verwandelt und zu sich nimmt, dass er nach der Hochzeit im Himmel mit diesen auf die Erde zurückkommt, sein Friedensreich aufrichtet und sie mit ihm als Könige und Priester regieren. Nach Abschluss des Friedensreiches wird er das Endgericht halten, wo alle Seelen, die nicht an der Ersten Auferstehung teilhatten, ihr Teil empfangen, wie sie gehandelt haben, es sei gut oder böse.

10.Glaubensartikel:

Ich glaube, dass ich der weltlichen Obrigkeit zum Gehorsam verpflichtet bin, soweit nicht göttliche Gesetze dem entgegenstehen.

 

Auch hier geht es um Etablierung von Machtstrukturen, die Menschen als von Gott her bestimmt berechtigen Gottes Rechtsordnung frei zu verändern, andere in Amt und Ehre einzusetzen und daraus zu entfernen. Kein Zweifel, dass man damit zu einer geeinten Lehre gelangt. Niemals aber kommt Einheit mit Christus und mit Gott!

 

Nur genaue Erkenntnis der Aussagen von GESETZ und PROPHETEN, sowie Jesu und der Apostel lassen den Irrtum und die Lüge in den Aussagen klar erscheinen. Jedes Glaubensbekenntnis hat den Sinn, dass gewisse Punkte über- und andere unterbewertet werden! Menschen beginnen zu bestimmen, wo Gottes Gebot gehalten und wo es aufgehoben wird!

 

4.         Was waren die Lehren des Paulus bezüglich des Glaubens?

 

Paulus ist der „Apostel der Nationen“ und musste somit von diesem Standpunkt her betrachtet die Grundlagen der Organisation der Christengemeinden aus den Heiden festlegen.

 

image018Seine Gegner unterstellten fälschlich dem Paulus am Tag des Pfingstfestes des Jahres 56 u.Z., er hätte Unbeschnittene hinter den Soreg, die Abschrankung auf dem Tempelvorplatz gebracht. Das war bei seiner Gefangennahme im Tempel (Apg 21:27-32). Damit hätten Paulus und jener Begleiter Gottes Gebot diesbezüglich verletzt, dass kein Unbeschnittener sich Seinem Heiligtum nähern darf. Das GESETZ besagte betreffend des „Bundes mit Levi“ und dem Zelt der Zusammenkunft und dem damit verbundenen Dienst:

 

*** Rbi8  4. Mose 3:10 ***

Und du solltest Aaron und seine Söhne einsetzen, und sie sollen ihr Priesteramt besorgen; und der Fremde, der sich nähert, sollte zu Tode gebracht werden.“

 

Das Priesteramt war unantastbar, wer sich diesem näherte, um es an sich zu reissen musste mit dem Tode bestraft werden! Ganz ähnlich verhielt es sich mit den unterschiedlichen Bezirken im Tempelbereich, wo das „Allerheiligste“ nur vom Hohepriester und auch nur zu einer ganz bestimmten Zeit und in einer vorgegebenen Form betreten werden durfte. In das „Heilige“ durften nur die Priester allezeit eintreten. Der Vorhof der Priester durfte von den Leviten betreten werden, in den Vorhof Israels durfte kein fremdländischer Unbeschnittener kommen.

 

Das war alles auch ein Muster kommender Dinge, wenn Jesus den geistigen Tempel aufrichtet, was aber erst noch in Zukunft folgen wird [Bb], wo er bestimmt, wer ausser den zwölf Aposteln, „der Braut, der Frau des Lammes“, noch Mitpriester und König sein wird! Wir verrichten nur ein sinnbildliches Priestertum, bis das Wahre gekommen ist!

 

image020

 

5.         Paulus belehrt uns die Veränderungen innerhalb des „GESETZES des Christus“ verstehen lernen!

 

Eine steinerne Abschschrankung mit Durchgängen unterteilte den Vorhof der Heiden vom Vorhof Israels im Tempel. Ein Schild besagte in Hebräisch, Griechisch und Lateinisch:

 

image022 „Kein Fremdvölkischer soll hineingehen in die um das Heiligtum gezogene Schranke und Umfriedung. Wer aber (darin) ergriffen wird, der soll selbst schuld sein, weil darauf der Tod folgt

 

In Wirklichkeit waren es beschnittene Juden gewesen, die Paulus begleiteten, da alle Opfer Gemäss dem GESETZ für ihr erfülltes Gelübde darbrachten, für welche Kosten gar Paulus persönlich aufgekommen war! Er hatte sich auch in jenem Fall vollkommen an die Worte Jesus in der Bergpredigt gehalten und hielt sich selbst und alle die er belehrte und die auf ihn hörten an das ganze GESETZ. Er sah sich und seine Zuhörer gar dazu verpflichte, dieses „unter den Nationen aufzurichten“!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ (Mose)]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ (des Christus)]] auf.

 

Paulus aber kannte auch die Veränderungen innerhalb des GESETZES, die durch Jesus als Hohepriesterkönig verkündet wurden! (Heb 7:12) Diese Veränderungen lehnten allen voran die Pharisäer und Schriftgelehrten und später die Abtrünnigen unter den Christen ganz oder teilweise ab! Einige der Veränderungen waren Verschärfungen der Anwendungs- und Strafbestimmungen der Gebote! (Mat 5:21-48) Andere Veränderungen betrafen das Muster „kommender Dinge“, das nun der „Wirklichkeit des (Hohepriesterkönigs) Christus“ weichen musste.

 

Statt des steinernen Tempels in Jerusalem kam der geistige Tempel, jede Christenversammlung (Joh 4:21-24), statt der physischen Beschneidung der männlichen Kinder der Christen aus den Heiden, der „Paulikaner“ kam die Beschneidung des Herzens geistig Erwachsener (Rö 2:25-29). Statt der levitischen Priesterschaft mit männlichen Nachkommen waren es Jesu geistige Söhne, die Apostel mit ihrem „Samen“ (Rö 4:13; 9:7, 8; 2.Kor 11:22, 23; Gal 3:29; Off 12:17), welche priesterliche Dienste verrichteten ohne hierzu von Gott eine spezifische Erwählung und Weihe erhalten zu haben (1.Pe 2:9). Johannes erklärt uns, dass jeder Christ ein „Gesalbter“ ist, weil er Kenntnis erlangt hat!

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:20-21 ***

Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Haben wir beachtet, dass solch grundlegende Gedanken betreffend der Glaubensgrundsätze in keinem der christlichen Glaubensbekenntnisse erscheinen! Der Glaube aber in Gottes unverbrüchliche Rechtsordnung die er Israel durch Moses gab, die im „GESETZ des Christus“ zum Tragen kommt, ist Grundlage in der ganzen Schrift, sowohl im „Alten Testament“ wie im „Neuen Testament“. Jede der vielen heutigen Kirchen aber hat eine andere Rechtsordnung als die der Heiligen Schrift!

 

Indem Unbeschnittene sich dem GESETZ Gottes freiwillig unterordneten wurde für sie die „Zwischenwand“ oder eben der „Soreg“ im geistigen Tempel, der Christenversammlung entfernt! Darauf muss somit jedes Glaubensbekenntnis eines Christen aufbauen!

 

Paulus aber verletzte an Pfingsten 52 u.Z. nicht das GESETZ betreffend des physischen Tempels in Jerusalem, im Gegenteil er respektierte es vollkommen! Dieser „Soreg“ aber war nur ein Muster kommender Dinge: Niemand darf sich das Priesteramt anmassen, da Jesus erst in der Erstauferstehung jene Priester in ihr wahres Amt einsetzt, die der Christus mit seiner Amtsbefugnis als Hohepriesterkönig den durch ihn Auserwählten 144.000 zuteilen wird! Kein Papst und kein Neuapostel können Menschen zu „Heiligen“ erklären, wenn unsere Heiligung durch die Taufe und durch unsere reinen Werke erlangt wird!

 

image024Diese Heiligung geschah dadurch, dass Menschen aus den Völkern, die auf die gute Botschaft hörten ihr Herz, somit in geistigem Sinne beschnitten, indem sie sich das GESETZ oder die Gebote Jesu auf „Tafeln des Fleisches“, in ihr Herz, respektive in ihren Verstand eingruben! Sie näherten sich damit dem „Staatswesen Israels“ an und unterwarfen sich freiwillig dessen Bündnissen mit Gott. Paulus selbst hielt wie Jesus, als sein Vorbild, sich an das „vollkommene GESETZ, das zur Freiheit gehört“ (Jak 1:25).

 

*** Rbi8  Epheser 2:11-18 ***

Behaltet daher im Sinn, daß ihr früher nach dem Fleische Leute von den Nationen gewesen seid; „Unbeschnittenheit“ wurdet ihr genannt von dem, was „Beschneidung“ genannt wird, die mit Händen am Fleisch vorgenommen wird — 12 daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber, in Gemeinschaft mit Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. 14 Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand [[(den Soreg)]], die sie voneinander abzäunte, vernichtete. 15 Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf, das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote [[das Gesetz der Gebote in Satzungen (ELBERFELDER)]], damit er die beiden Völker in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und damit er durch den Marterpfahl beide Völker in einem Leib mit Gott völlig versöhne, weil er die Feindschaft durch sich selbst getötet hatte. 17 Und er kam und verkündete die gute Botschaft des Friedens euch, den Fernen [[den Heiden, Paulikanern]], und Frieden den Nahen [[den Juden, den Ebioniten]], 18 denn durch ihn haben wir, beide Völker, durch einen Geist den Zutritt zum Vater.

 

Nicht das GESETZ hatte Jesus im „neuen Bund“ beendet, es waren lediglich die Satzungen an Levi den steinernen Tempel und den Dienst der Leviten und der Priester Aarons betreffend, die im „neuen Bund“ eine andere Bedeutung erhielten! Jesus erbrachte das letzte Schlachtopfer, welches das GESETZ fordert: Ein sündenloses menschliches Leben, um die Übertretung Adams und seiner unvollkommenen Kinder auszugleichen! Damit wurde der diesbezügliche Dienst der Priester und Leviten im Tempel überflüssig! Jesus bringt als Hoherpriester den Dienst und die Opfer direkt vor Gottes Thron im Himmel dar, die nun geistiger Natur sind, die Schlachtopfer unserer Lippen und der guten Werke! (Heb 13:15, 16)

 

image026*** Rbi8  Hebräer 9:23-28 ***

Deshalb war es notwendig, daß die sinnbildlichen Darstellungen der Dinge in den Himmeln durch diese Mittel gereinigt würden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese. 24 Denn Christus begab sich nicht an eine mit Händen gemachte heilige Stätte, die ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen. 25 Auch sollte er sich nicht oftmals selbst darbringen, wie der Hohepriester tatsächlich Jahr für Jahr mit Blut, das nicht sein eigenes ist, in die heilige Stätte hineingeht. 26 Sonst hätte er von Grundlegung der Welt an oftmals leiden müssen. Nun aber hat er sich beim Abschluß der Systeme der Dinge ein für allemal offenbar gemacht zur Beseitigung der Sünde durch das Opfer seiner selbst. 27 Und wie es Menschen aufbehalten ist, ein für allemal zu sterben, doch danach ein Gericht, 28 so wurde auch der Christus ein für allemal [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen; und das zweite Mal, da er erscheint, wird es getrennt von Sünde sein und für die, die ihn zu [ihrer] Rettung ernstlich erwarten.

 

Paulus selbst übertrat keines der göttlichen Gebote, er wusste ja, dass er als fleischlicher Israelit unter dem Gesetzbund verblieb und lehrte dies der unverfälschten Wahrheit gemäss in allen Versammlungen, dabei den Worten Jesu folgend: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.“ (Mat 5:19) Paulus gehört zu denen die im kommenden System „Gross“ genannt werden!

 

Er bildet wie Jesus es auch ihm zusprach Teil des kommenden zwölfköpfigen Regierungskabinetts im erneuerten „Königreich für Israel“! (Mat 19:28; Gal 1:1) Jesus sagte somit unmissverständlich, dass die hebräisch-aramäischen Schriften alles andere als veraltet waren, sondern alles musste eingehalten und gelehrt werden! Darum erklärt Paulus im Brief an die Römer: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“ Etwas, das aufgerichtet wird ist weder veraltet noch am Verschwinden! (Rö 3:31)

 

6.         Verstehen lernen, dass nicht der Gesetzesbund endete, sondern nur der „Bund mit Levi“ ersetzt wurde!

 

Was somit „veraltet“ war und durch einen besseren, den „neuen Bund für ein Königreich“ ersetzt wurde, dies war ausschliesslich der „Bund mit Levi“, der so genannte „Salzbund“, der mit Jesu Tod endete, weil er von Gott als Hoherpriester und König im „Königreich des Sohnes der Liebe“ eingesetzt wurde (Kol 1:13; Off 5:11, 12),  nur einen Teil der Bündnisse bildete. Die levitische Priesterschaft hatte nicht erreicht, dass jenes GESETZ Gottes unverändert gelehrt und durch sie selbst und das Volk angewendet wurde! Jehovas warnende Worte durch den Propheten Maleachi hatten sie nicht beachtet und schlussendlich Gottes Abgesandten selbst an einen Stamm geheftet!

 

image028*** Rbi8  Maleachi 2:3-9 ***

Siehe! Ich schelte euretwegen die Saat, und ich will Mist auf eure Gesichter streuen, den Mist eurer Feste; und jemand wird euch tatsächlich zu ihm hinwegtragen. 4 Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Lẹvi weiterbestehe“, hat Jehova der Heerscharen gesagt. 5 „Was meinen Bund betrifft, er war erwiesenermaßen mit ihm, [ein Bund] des Lebens und des Friedens, und ich gab sie ihm fortgesetzt, mit Furcht. Und er fürchtete mich weiterhin; ja, meines Namens wegen wurde er sogar in Schrecken versetzt. 6 Es erwies sich, daß das Gesetz der Wahrheit selbst in seinem Mund war, und da war keine Ungerechtigkeit auf seinen Lippen zu finden. In Frieden und in Geradheit wandelte er mit mir, und viele waren es, die er von Vergehung zurückbrachte. 7 Denn die Lippen eines Priesters sind es, die Erkenntnis bewahren sollten, und [das] Gesetz sollte man aus seinem Mund suchen; denn er ist der Bote Jehovas der Heerscharen. 8 Ihr aber — ihr seid vom Weg abgewichen. Ihr habt viele veranlaßt, im Gesetz zu straucheln. Ihr habt den Bund Lẹvis verderbt“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen. 9 „Und auch ich meinerseits werde euch gewiß für das ganze Volk verächtlich und niedrig machen entsprechend dem, wie ihr meine Wege nicht bewahrtet, sondern Parteilichkeit bekundet habt im Gesetz.“

 

Jesus aber hielt den ganzen Bund vollkommen ein und übertrat keines der Gebote, er blieb ohne jede Sünde, war vollkommen unparteilich und lehrte das ganze GESETZ zu halten, auch die geringsten der Gebote! Was er aber strikt ablehnte, das waren die religiösen Regeln, „dem Buchstabe des Gesetzes“, statt dem Sinn dahinter zu dienen, den Prinzipien. Die pharisäerhaften Regeln bezeichnete er als eine „schwere Last“! Jesus wurde wegen dieser Treue unmittelbar nach seiner „Auferweckung im Geiste“ (1.Pe 3:18) im Himmel als neuer Hoherpriester und König „gleich Melchisedek“ ernannt und damit an die Spitze des „Königreich des Sohnes der Liebe“ gesetzt. Er wurde damit das durch die Propheten angekündigte Haupt „gleich Melchisedek“, dem Priesterkönig zu Salem zur Zeit Abrahams! Deutlich erfüllten sich an ihm die Worte aus Psalm 110:

 

*** Rbi8  Psalm 110:1-4 ***

image030110 Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist:

„Setze dich zu meiner Rechten,

Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

 2 Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:]

Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.“

 3 Dein Volk wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht.

In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte

Hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft.

 4 Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —:

Du bist Priester auf unabsehbare Zeit

Nach der Weise Melchisedeks!

 

Die Kirchen erweisen sich durch ihr gesetzloses Verhalten, indem sie das „GESETZ des Christus“, einen gewichtigen Teil der Gebote ihres Herrn missachten in Wirklichkeit als „Feinde des Pfahls“ und damit als Feinde des Christus und Feinde Gottes! Sie haben gar die Schlechtigkeit der levitischen Priesterschaft noch übertroffen! Paulus zeigt, dass dies schon früh seinen Beginn inmitten der Urchristenversammlung nahm:

 

*** Rbi8  Philipper 3:18-19 ***

Denn es gibt viele, ich pflegte sie oft zu erwähnen, erwähne sie jetzt aber auch weinend, die als die Feinde des Marterpfahls [[Pfahls]] des Christus wandeln, 19 und ihr Ende ist Vernichtung, und ihr Gott ist ihr Bauch, und ihre Herrlichkeit besteht in ihrer Schande, und ihr Sinn steht nach Dingen auf der Erde.

 

image032Indem diese Kirchen ihre eigenen Gebote aufstellten machten sie dadurch Gottes Gebote ungültig, auch die Speisevorschriften da nun ihr „Bauch ihr Gott ist“, der alles zu essen verlangt auch wenn Gott es verbietet, wie z.B. Blutkonsum oder Schweinefleisch oder Meerfrüchte.

 

Jesus starb am Pfahl für jene Vergehen, die gemäss Gottes Geboten Todesstrafe auf uns gebracht haben! Indem wir erneut dieselben Dinge treiben zeigen wir, dass wir seinen Tod an unserer Stelle gering achten und ihn in Wirklichkeit erneut für uns sterben lassen würden (Heb 10:26-31).

 

Trotzdem hat Jesus seinen eigenen geistigen „Leib“, gebildet, der aus seinem eigenenVolk“ besteht, wo er das einzige legitime „Haupt“ jedes Christen und jeder Versammlung bildet. Darin sind all jene, welche wirklich auf ihn hören und die seinem Befehl gehorchten und „Babylon die Grosse“ rechtzeitig verlassen haben, jenes Weltreich der Religionen die alle Gottes Wort im einen oder anderen widersprechen (Off 18:4). Alle Kirchenorganisationen bilden von Christus unabhängige unterschiedliche „Leiber“, die jeweils ihrer Kirchenführung als „Haupt“ gehorchen. Sie konnten sich nie auf „die eine Taufe“, den „einen Glauben“ und die „eine Lehre“ einigen! Paulus dagegen erklärt vom „Königreich des Sohnes der Liebe“ redend:

 

*** Rbi8  Epheser 4:4-6 ***

Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

image034

 

Kein dreieiniger Gott ist es, sondern „Gott und Vater“ und Jesus als einziger wahrer „Herr“ und „Führer“, den Paulus unter den Nationen verkündet! Alle die sich dieses einen Glaubens bewusst werden suchen Zuflucht beim Vater und beim Sohn, indem sie bei ihrer Glaubenstaufe im „Königreich des Sohnes der Liebe“ aufgenommen werden. Die „Gewalt der Finsternis“ unterschiedlicher Glaubensansichten haben sie verlassen!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt

 

Wie all jene Christen des ersten Jahrhunderts finden sie Zuflucht bei Jehova, dem einzig wahren Gott und Herrscher und Seinem Christus, unserem König und Hohepriester, so wie all jene, die sich selbst als „den Weg“ nannten, weil sie Jesus in seinen Fussstapfen ebenso wie die Apostel genau nachfolgen, dem einzigen Weg, der zum Vater führt! So wie die Judenchristen ihre jüdischen Synagogen mit dem Sauerteig der Lehren der Pharisäer und Sadduzäer verlassen mussten, so sollen auch heutige Christen ihre Kirchen fluchtartig verlassen und müssen sich erneut absondern in Familiengruppen, die sich zu Versammlungen zusammenfinden! Bedenken wir Jesu Worte und versuchen sie zu verstehen:

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[gr. aggelos = Bote, Vorsteher]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Jesus spricht nicht von einer Kirchenhierarchie, sondern, dass er jeden Versammlungsältesten direkt in seiner Hand hält und inmitten aller Endzeitversammlungen wandelt, jede kennt und kontrolliert und individuell zurechtweist! Hören wir auf seine Belehrung!

 

image036

 

7.         Wer darf bestimmen, was unser Glaube beinhalten muss?

 

Da es Gott Jehova ist, in den wir zu allererst unsere Liebe und unseren Glauben setzen, so ist Er allein dafür verantwortlich zu bezeugen, was wir glauben sollen! Da jedes seiner Worte „Wahrheit“ ist und der Psalmist Sein GESETZ als „Wahrheit“ bezeichnet, muss jede Abweichung davon strikt zurückgewiesen werden!

 

*** Rbi8  Psalm 119:142 ***

Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]],

Und dein Gesetz [[GESETZ]] ist Wahrheit.

 

Jeder Kompromiss gegen das GESETZ ist somit ein Kompromiss gegen die Wahrheit! Das bedeutet „Sauerteig der Lehre“. Jesus lehrte zudem, dass jedes Wort aus Gottes Mund „Wahrheit“ ist und deshalb geglaubt werden sollte und volles Vertrauen hinein gesetzt werden darf! „Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh 17:17)

 

Jesu sprach sich ebenso deutlich gegen eine Formel aus, welche den Glauben definiert, als er Auftrag erteilte Jünger zu machen:

 

*** Rbi8  Matthäus 28:18-20 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

image038Alles, was Jesus geboten hatte sollte nun gelehrt werden! Dazu diente „der Helfer“, der „heilige Geist“ den Jesus zu senden versprach und den zuerst seine Apostel empfingen, als er sie nach seiner Auferstehung und vor der Himmelfahrt anhauchte: „Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: „Empfangt heiligen Geist.“ (Joh 20:22; Apg 2:1-4). Etwas später waren es hundertzwanzig Jünger, auf welche „heiliger Geist ausgegossen“ wurde: „Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, 4 und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.“ (Apg „:3, 4). In beiden Fällen war dieser „heilige Geist“ keine Person, sondern die Vermittlung besonderer Erkenntnis und von Verständnis und Wissen, z.B. unterschiedlicher Sprachen, „Zungen“.

 

Die Begünstigten konnten nun Gottes Wort verstehen, die Logik der Zusammenhänge erfassen, um dadurch nun andere zu belehren, um ihnen denselben „Geist“, dasselbe Verständnis zu vermitteln! „Der Geist (Gottes)“ oder „der Engel Jehovas“, der mit dem himmlischen Jesus identifiziert werden muss, der hatte sie bleibend belehrt!

 

(Lukas 11:13)  Wenn nun ihr, obwohl ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird der Vater im Himmel denen heiligen Geist geben, die ihn bitten!

 

Zusätzlich ermöglichte ihnen der Geist Fremdsprachen zu reden, zu verstehen und darin zu schreiben, um die gute Botschaft dadurch anderen Völkern und Sprachen verständlich zu machen!

 

Jesus hatte seine Apostel dazu bestimmt exakt zu definieren, was unser Glauben umfassen soll und all ihre Schriften sind uns Anleitung! Paulus bat Christen „übereinstimmend zu reden“, was stets im Einklang mit der offenbarten Wahrheit sein musste!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:10 ***

Nun ermahne ich euch, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle übereinstimmend redet und daß keine Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt.

 

image040Wer dem Glaubensbekenntnis und den Dogmen der Päpste, den Kanons der Konzilien aufgrund besserer biblischer Beweise widersprach, der wurde schon bald verfolgt, gefangengesetzt, einem Inquisitionsgericht vorgeführt und wenn er nicht abschwor, dann landete er auf dem Scheiterhaufen! Auch über solche Mittel lassen sich Einheit im Reden erzwingen! Das Denken wird dadurch nicht umgepolt! Jehovas Zeugen sind da behutsamer: Sie verbrennen niemanden im Feuer. Wer aus Gewissensgründen einer ihrer Dogmen widerspricht wird schon bald aus der Organisation ausgeschlossen! Der Vorwurf lautet oft: Abtrünnigkeit (Häresie) und wenn mit anderen darüber gesprochen wurde war es bereits Sektenbildung.

 

Jesus aber warnte davor „gegen den heiligen Geist“ zu reden, gegen den wahren Sinn der Worte Gottes oder den Seines GESETZES zu lästern! "... dem aber, der gegen den heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden.“ (Lu 12:10)

 

(Matthäus 12:32)  Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

 

Gott selbst wird beurteilen, ob die unterschiedlichen Glaubensbekenntnisse mit ihren gravierenden Abweichungen zum Wort Gottes nicht der Todsünde entsprechen. Der Glaube, dass es „sieben Todsünden“ gäbe ist reiner Aberglaube, denn Gott selbst hat bestimmt, was keinerlei Vergebung erlangt! 

 

8.         Lehrte Jesus und seine Apostel so genannte „Glaubensfreiheit“ oder war der Glaube der ersten Christen klar definiert?

 

Paulus definierte exakt, was bereits Jesus zuvor in der Bergpredigt vorgegeben hatte! Damit wurde der Rahmen des „Glaubensbekenntnisses“ festgelegt, von dem niemand abzuweichen hat! Das kann nicht in eine Formel gefasst werden, weil diese viel zu enge Grenzen setzt: „… da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht“. Wir kennen die Aussage bereits und vergleichen sie mit modernen „Menschenrechten“.

 

image042*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-16 ***

Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.

 

Wir müssen uns somit um dasselbe Verständnis bemühen, welches Paulus durch Studium der Schriften sich angeeignet hatte! Er fordert dies sogar, wenn er sagt, dass wir ihm in allem nacheifern sollen! Indem er alles einhielt, was Gott geboten hatte war er sich keinerlei Übertretung weder Gott noch Menschen gegenüber bewusst! Dass er aber pharisäische und sadduzäisches Regelwerk mit Routine übertrat und auch mit Sicherheit römische Gesetze brach, dies war ihm vollkommen bewusst und es war der Preis, der zu entrichten ist, um Gott gegenüber loyal zu sein! Er rückte den Glauben an die Auferstehung zudem ins Zentrum. Er selbst glaubte an eine Auferstehung auf der Erde, wie alle übrigen Apostel, um zusammen mit dem wiedergekehrten Jesus und 144.000 Mitpriestern das „Israel Gottes“ zu bilden, jene vorhergesagte „neue Nation“ aus Priestern und Königen, welche die Macht über alle Nationen und Länder erhalten werden: Die „neuen Himmel“!

 

image044

 

Jesus gab keinen Freibrief, sich den Glauben nach eigenem Gutdünken zusammenzustellen. Im Gegenteil wies er die Schriftgelehrten, die Pharisäer und Sadduzäer immer da zurecht, wo sie eine anderslautende Lehrmeinung vertraten! Paulus korrigierte selbst mit harten Worten den Mitapostel Petrus, als jener einer Strömung aus Christen die von bekehrten Pharisäern kamen für eine Zeit lang das Wort redete, die eine „veränderte gute Botschaft“ verkündete!

 

*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

image046Auch hier ist keinerlei Abweichung vom gepredigten Wort zulässig, weit entfernt von der Behauptung Religionen seien nur verschiedene Wege zum selben Gott. Im Gegenteil, jeder dieser unterschiedlichen  Glaubenswege führt von Gott weg in die Irre und hat Tod und gar ewige Vernichtung zur Folge!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:13-14 ***

Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

 

Was diesen „Weg“ einengt sind Gottes und Jesu Gebote! Jedes von ihnen aber bedeutet Leben, jede Übertretung führt in Richtung Tod! Das einengende Tor, um diesen Weg zu erreichen, ist die Taufe zufolge von Glauben und Reue! Viele suchen diesen Weg, wenige aber finden ihn, erklärte Jesus weiter! „Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“(Joh 12:50)

 

9.         Grundlegende Glaubensfragen, welche die Kirchenväter nie exakt anhand der Schrift geklärt haben!

 

Johannes erhielt am Ende des ersten Jahrhunderts in Visionen eine Offenlegung der Geschehnisse unmittelbar nach Jesu Tod, als das auferweckte „Lamm“ sich vor Gottes Thron befand und Jehova ihm „alle Autorität im Himmel und auf der Erde“ übertrug: (Mat 28:18)

 

*** Rbi8  Offenbarung 5:11-12 ***

Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron und die lebenden Geschöpfe und die Ältesten, und ihre Zahl war Myriaden mal Myriaden und Tausende mal Tausende, 12 die mit lauter Stimme sprachen: Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen.“

 

image048Jesus ist seither oberste Autorität nach Jehova, sowohl im Himmel über die Engel, wie auf der Erde über jede Form von Menschen aufgerichteter Autorität, sei dies in der Religion, der Politik oder der Wirtschaft. Alle drei Bereiche werden aber bis zum Ende der „sieben Zeiten der Nationen“ von Satan beherrscht und jene Mächtigen hören weit eher auf den Widersacher Gottes, wie auf dessen Sohn. Sie berufen sich gern darauf Jesu Vertreter zu sein aber ihre eigenen Worte überführen sie als Heuchler und Lügner, da sie weder Gottes Gebote noch jene die Jesus verkündete halten, noch sie lehren. Allesamt verkünden sie eine eigene Version der „veränderten guten Botschaft“, was laut den Worten des Paulus im Brief an die Galater unter einem Fluch steht! „Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht.“ (Gal 1:8)

 

Jesu Worte betreffend des Beginns des Gerichtes der Endzeit, das im „inneren des Tempels“ beginnt, bei dessen Vorstehern, der Priesterschaft, diese lassen keine Zweifel offen, was die Grundlage für das Gericht bildet: Es richtet sich gegen die „Täter der Gesetzlosigkeit“ vorab unter den Führern der Christenheit, die den „Willen des Vaters“ sehr wohl kannten aber als „veraltet“ betrachteten, um ihren eigenen Willen und Menschengebot an dessen Stelle zu setzen!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Jesus anerkennt keine gesetzlos Handelnden und niemanden, der Gottes Gebote als veraltet und überholt erklärt!

 

Mit der Erhöhung der Katholischen Amtskirche Roms durch Konstantin und später durch Kaiser Theodosius I. kam es zur vollständigen Vermischung von dieser Welt mit dem „Königreich der Kirche“, eine Vermischung, die Jesus nie gutheissen konnte und niemals Gottes Anerkennung finden wird! Roms Bischöfe versuchten „Freund der Welt“ zu sein und machten sich dadurch deutlich zu Feinden Gottes!

 

*** Rbi8  Jakobus 4:4 ***

Ihr Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer immer daher ein Freund der Welt sein will, stellt sich als ein Feind Gottes dar.

 

Die römische Amtskirche hatte sich somit schon sehr früh als Ehebrecherin hervorgetan! Dies gilt in der einen oder anderen Form für alle christlichen Kirchen, die alle Töchter ein und derselben untreuen Mutter sind, somit jeweils ein eigenes von Jesus abgesondertes Königreich vertreten, mit ihrem eigenen „Haupt“ oder „Herrn“ oder „Vater“ oder „Führer“ oder „Apostel“ an ihrer Spitze. Sie vertreten alle etwas Verändertes gegenüber der wahren guten Botschaft und haben ihr eigenes religiöses Gesetz! Als Grundlage ihrer Glaubensbekenntnisse halten sie an unbiblische Dogmen fest!

 

10.      Das Glaubensbekenntnis des Papstes

 

In einem Sonderdruck der Katholischen Kirche unter dem Titel „Das Glaubensbekenntnis des Papstes“ ist zu lesen:

 

Das Reich Gottes auf Erden [1]

image050Wir bekennen, dass das Reich Gottes, das hier auf Erden in der Kirche Christi Gestalt angenommen hat, nicht von dieser Welt, deren Form vergeht, ist; so kann auch das ihm eigentümliche Wachstum nicht dem Fortschritt der menschlichen Kultur, der Wissenschaft oder der Technik gleichgeachtet werden; dieses Reich Gottes strebt vielmehr dahin, dass der urgründliche Reichtum Christi immer besser erkannt, die Hoffnung immer entschiedener auf die ewigen Güter gesetzt und die Liebe Gottes immer glühender beantwortet werde und dass so Gnade und Heiligkeit unter den Menschen immer reicher sich ausbreiten.

Aber die liebende Sorge drängt die Kirche auch dazu, sich um das wahre zeitliche Wohl und die äusseren Güter der Menschen zu mühen. Wenn sie auch nicht müde wird, alle ihre Kinder daran zu erinnern, dass sie keine bleibende Städte hier auf Erden haben, so fordert sie andererseits dieselben doch auf, dass jeder entsprechend der eigenen Berufung und der gegebenen Möglichkeiten zum Fortschritt seiner irdischen Heimat beitrage, Gerechtigkeit, Friede und brüderliche Eintracht unter den Menschen fördere und vor allem den ärmeren und unglücklicheren Mitmenschen helfe.

Wenn nun aber die Kirche, die Braut Christi, die Nöte der Menschen, ihre Freuden und Erwartungen, ihre Leiden und Mühen mit sorgendem Eifer verfolgt, so zeigt sich hierin nichts anderes als ihr aufrichtiges Bestreben, ihnen nahe zu sein, um sie zu erleuchten mit dem Lichte Christi und alle in ihm, ihrem einzigen Retter, zu sammeln und zu einen. Ihre Sorge darf also niemals so verstanden werden, als ob die Kirche den Dingen dieser Welt sich gleichförmig mache oder im Eifer, mit dem sie den Herrn und sein ewiges Reich erwartet, nachlasse.“

 

Jesus hatte verkündet: „… mein Reich ist kein Teil dieser Welt“! Das „Königreich des Sohnes der Liebe“ wurde dagegen zuerst im Himmel eröffnet, mit Jesu Erhöhung und die einzigen wahren Vertreter die Jesus auf der Erde anerkannt und eingesetzt hatte waren seine zwölf Apostel, Paulus darin mit eingeschlossen! Jeder der sich taufen lässt erhält Gottes Gnade oder die „unverdiente Güte“, so dass seine früheren Sünden und der Fluch gegen ihn gelöscht werden.

 

image052

 

Paulus verteidigte die Unabhängigkeit jeder Versammlung und anerkannte keine zentrale Führung, die schon damals einige aus dem Kreis der Pharisäer einführen wollten. Das so genannte Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. bestätigte die Lehren und unabhängige Organisationsform der Versammlungen des Paulus unter den Nationen (Apg Kap. 15).

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

image054Das Führungsinstrument des Paulus waren seine Briefe und persönlichen Besuche. In der Offenbarung bestätigt Jesu seine eigene Kontrolle der Versammlungen in deren Mitte er sich bewegt und deren „Engel“ (gr. aggelos = Bote; Älteste) er in seiner rechten Hand hält. Die Apostel waren bis zu ihrem Tod auf der Erde, seither „ruhen sie im Tod“ (Joh 11:11-14) und in ihrer Frühauferstehung (gr. exanástasin s. FN NWÜ Phi 3:11, 20, 21) kommen sie wiederum auf der Erde zum Leben, bei Jesu erster Wiederkehr. In der Zwischenzeit sagt uns das Bibelbuch Prediger über ihren Zustand:

 

*** Rbi8  Prediger 9:4-6 ***

Denn wer immer allen Lebenden zugesellt ist, für den ist Zuversicht da, weil ein lebender Hund besser daran ist als ein toter Löwe. 5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. 6 Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.

 

Die Apostel sind weder im Himmel noch in der Hölle, sondern „schlafen im Tode“, sind „zum Staub zurück gekehrt“. Ihre ganzen Erinnerungen, ihr „Geist“ aber ist bei Gott und wird jedem von ihnen in der Auferweckung zurückgegeben.

 

image056

 

Da auch jene zwölf Apostel Jesu eine Auferstehung haben gibt es keine Rechtsnachfolger wie Päpste, Bischöfe oder Stammapostel usw., was doch in der Auferstehung zu einem Gerangel führen müsste, wer nun die echten und wer die von Paulus denunzierten „falschen Apostel“ seien! In der Offenbarung wird im Zusammenhang mit dem „neuen Jerusalem“ von nur zwölf Aposteln geredet, die als „die Braut, die Frau des Lammes“ durch Johannes identifiziert wird!

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:9-14 ***

Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, die voll der sieben letzten Plagen waren, und er redete mit mir und sprach: „Komm hierher, ich will dir die Braut, die Frau des Lammes, zeigen.“ 10 Und er trug mich in [der Kraft des] Geistes weg zu einem großen und hohen Berg, und er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herniederkam 11 und die Herrlichkeit Gottes hatte. Ihr strahlender Glanz war gleich einem überaus kostbaren Stein, wie ein Jaspisstein, der kristallklar leuchtet. 12 Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel [[gr: aggelos = Vorsteher, Bote]], und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind. 13 Von Osten waren es drei Tore und von Norden drei Tore und von Süden drei Tore und von Westen drei Tore. 14 Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

 

image058Die Namen der zwölf Apostel stehen auf den Grundsteinen der zwölf Tore Jerusalems! Nur durch jene Tore wird denen Zugang gewährt, welche durch Jesus und die Apostel versiegelt sind und die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ bilden werden (Eph 1:10). Johannes der Täufer identifizierte nur die zwölf Apostel als Jesu Braut, mit der er sich während der „tausendzweihundertsechzig Tage“, wo „die Frau“ in der Wildnis ist (Off 12:6, 17)[B] verheiratet [B2e]. Die fünf „verständigen Brautjungfrauen“ (Mat 25:1-10; Lu 12:35-40) erwarten den „Bräutigam“ mit ihren angezündeten „Lampen“ (Licht = Verständnis), wenn er von der „Heirat“ zurückkehrt.

 

Offenbar kann gemäss dessen „Glaubensbekenntnis“ der Papst den Unterschied zwischen Braut“ und „Brautjungfrauen nicht unterscheiden, ebenso wenig die Zeit der „Hochzeit des Lammes“ [B2e] (Off 19:7) und des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ [Bb](Off 19:9), das zwei getrennte Ereignisse an zwei unterschiedlichen Orten zu zwei verschiedenen Terminen darstellt. Auch die jeweils an den Ereignissen Beteiligten sind nicht stets dieselben! Einmal ist Jesus der „Bräutigam“ beim andern ist es Jehova selbst, der das „Israel Gottes“, die neue Verwaltung aus Priesterkönigen, die „neuen Himmel“ aus der Hand Jesu annimmt und erneut einen eheähnlichen Bund mit ihnen eingeht! „Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. 20 Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.“ (Hos 2:19, 20 vergl. 1.Kor 15:24) Ja die schon von Moses angekündigte „königliche Priesterschaft“ wird Gott wie eine treue Ehefrau dienen!

 

image060Die Päpste sind die Rechtsnachfolger des Hymenäus, der verkündigte „die Auferstehung sei bereits geschehen“ und eine unmittelbare Auferstehung der Toten im Himmel verkündete. Dies bedingt ein unmittelbar anschliessendem Gericht und Verurteilung der Bösen zum Fegefeuer oder zur Hölle. So hat die Katholische Kirche diese Lehren ausgeschmückt, wozu die Bibel wenig oder gar keinen Anhaltspunkt liefert. Auch von noch so imposanten Bildern und Fresken sollten wir uns nicht beirren lassen: „Die Toten sind sich nicht des Geringsten bewusst“, weder verstorbene so genannte „Heilige“, noch Päpste, noch Kardinäle oder Bischöfe und Äbte sind in jenem Himmel Gottes zu finden. Sie alle ruhen im Staub des Erdbodens. Erst bei Jesu Wiederkehr folgt die Erstauferstehung und jene erlauchten Männer werden kaum in jener Gruppe der Auserwählten Gottes zu finden sein!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:18-19 ***

Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Alle christlichen Kirchen lehren in der einen oder anderen Form, „… die Auferstehung sei bereits geschehen“ und glauben daran, dass ihre Auserwählten im Himmel bei Jesus und Gott die Dinge ihrer Kirche lenken würden.

 

Jede Lehre einer himmlischen Auferstehung ausser der des Christus aber ist eine fehlleitende Illusion, da Gott die Erde den Menschen gegeben hat, den Himmel aber Engeln vorbehalten bleibt! Jesus sagte deutlich, dass er der einzige sei, der vom Himmel herabgekommen ist und dorthin zurückkehrte! Die Apostel und Jünger des ersten Jahrhunderts erwarteten seine Wiederkehr im Fleische, da er ja „für immer und ewig lebt“! (Off 1:17, 18)

 

Die Behauptung vom Konzil von Nicäa, Jesus sei eine Inkarnation Gottes oder „Gott in Menschengestalt“ ist schlichtweg ein Grabstein mehr für den christlichen Glauben! Genauso sind es jene, die behaupten Jesu sei bloss als Geist auferstanden und habe irgendeinen menschlichen Körper angenommen. Jesus bewies sowohl den Aposteln wie am „Berg in Galiläa“ etwa 500 Jüngern genau das Gegenteil (Lu 24:36-43; 1.Kor 15:3-7).

 

*** Rbi8  2. Johannes 7 ***

Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

 

Ein Bekenntnis darüber, was ich glaube, das muss somit im Einklang mit den Aussagen der ganzen Schrift sein, nicht allein mit einem oder mehreren aus dem Kontext herausgelösten Schriftstellen! Hier folgt eine Liste von einigen Glaubensgrundsätzen, die auf Synoden und Konzilien beschlossen wurden und die niemals in Einklang mit der Schrift zu bringen sind, einige wurden später gar widerrufen:

 

Glaubensdogma

Jahr

Synode / Konzil

Kindertaufe

253

Karthago 

Scheidung bei Ehebruch          

314

Arles

Inkarnation Gott als Christus I

325

Nizäa     

Dreieinigkeit

325

Nizäa

Erklärung „Heiliger Geist“ als 3.Person Gottes

381

Konstantinopel

Wer Dreieinigkeit ablehnt begeht Häresie

Himmel- & Höllenlehre I

451

Chalcedon

Bilderverehrung abgelehnt

730

Konstantinopel     

Bilderverehrung wieder eingeführt I

                do                                      II

787

842

Nizäa

Konstantinopel     

Keine Laienprediger auf Kanzel

681

Konstantinopel     

Höllenlehre II

1274

Lyon

Unbefleckte Empfängnis Maria

1457

Avignon

Fegefeuer I

Scheidung verboten

Zölibat der Priester & Mönche

1545

Trient

Fegefeuer II

Höllenfeuer II

1573

Florenz 

 

 

Vergessen wir nie die Warnung des Paulus, dass jeder unter einem Fluch steht, der eine „veränderte gute Botschaft“ lehrt. Jesus dagegen erklärte: „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört. … Glücklich sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, da sie gesättigt werden.“ (Mat 5:3, 6) Der Anfang der Weisheit ist statt Menschenfurcht erneut echte Gottesfurcht zu entwickel! (Spr 1:7; 2:1.9)

 

 

Home ¦ Eingang ¦ Erkenntnis ¦ Was tun? ¦ Portrait ¦ Bestellung ¦ Mail ¦ Forum ¦ Links ¦ Copyright

 

© 2004-2014 DER WEG, Urs Martin Schmid, Bariloche, AR  www.harmagedon.com.ar  / All rights reserved / E-Mail: ms@bariloche.com.ar