6.2  Karte Kanaans zur Zeit Abrahams

 

X4.3-6.2   Karte Kanaans Zeit Abrahams          V:4.5.11

 

 

Gottes Schwur, dass Abrahams Nachkommen die Erde Kanaans zum Erbe erhalten werden

 

http://classic.scriptures.lds.org/de/biblemaps/map10.jpgNur über genaue Erkenntnis der verbindlichen Zusagen Gottes an Abraham können wir gewisse geschichtliche Zusammenhänge in der Vergangenheit, vorab bei der Eroberung des Gelobten Landes durch Mose und dann Josua bis hin zu David und Salomo verstehen!

 

Vorab aber sollten wir Noahs Fluch gegen Kanaan, seinen Enkel, den Sohn Hams verstehen lernen, weil darin bereits eine klare Subordination späterer Nachkommen Kanaans (1.Mo 10:15-20) unter die Herrschaft der Nachkommen Sems gezeigt wird. Kanaan hatte sich an Noah in homosexueller Beziehung vergangen. Seine sexuelle Abartigkeit sollte sich später unter seinen Söhnen und Töchtern ausweiten und zu Exzessen führen, wie sie in der kanaanitischen Religion zu Tage treten und im Vergehen Sodoms und Gomorras Gottes Vergeltung erfuhren. Gottes Urteil der Vernichtung der Völker Kanaans durch die Heere Josuas muss somit im geschichtlichen Zusammenhang anhand Gottes Wort deutlich erkannt werden!

 

(1. Mose 9:24-27)  Schließlich erwachte Noah von seinem Wein[rausch] und erfuhr, was sein jüngster Sohn ihm angetan hatte. 25 Darauf sprach er:

Verflucht sei Kạnaan.

Er werde der niedrigste Sklave seiner Brüder.“

26 Und er fügte hinzu: „Gesegnet sei Jehova, der Gott Sems,

Und Kạnaan werde ihm zum Sklaven.

27 Gott gewähre Jạphet weiten Raum

Und lasse ihn weilen in den Zelten Sems.

Kạnaan werde auch ihm zum Sklaven.“

 

Ganz offensichtlich war Noahs Urteil über Kanaan im Himmel verbindlich! Dass Gott durch seinen Engel und Wortführer, respektive durch Jesus, den Christus Menschen solche Macht zuspricht, dies geht deutlich aus Jesu Worten Petrus gegenüber hervor:

 

(Matthäus 16:19)  Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“

  

Gottes Auserwählte können verbindliche Urteile fällen! Gott hält seine Zusagen stets, sowohl zum Guten wie hin zum Schlechten, zum Segen wie zum Fluch! Dabei spielt bei Ihm der Zeitfaktor nicht dieselbe Rolle wie bei uns sterblichen Menschen! Weil auch Abram Gott seit Beginn in herausragender Art durch Glauben „in allem“ Gehorsam zeigte erhielt er in sich steigerndem Ausmass von Gott her Zusagen, was ihn, seine Nachkommen und den Grundbesitz Kanaans und dann auch der gesamten Erde betraf! 

 

(1. Mose 12:4-9)  Darauf ging Ạbram, so wie Jehova zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Und Ạbram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Hạran auszog. 5 So nahm Ạbram Sạrai, seine Frau, und Lot, den Sohn seines Bruders, und alle Habe, die sie angesammelt hatten, und die Seelen, die sie in Hạran erworben hatten, und sie machten sich auf den Weg, um in das Land Kạnaan zu ziehen. Schließlich kamen sie in das Land Kạnaan. 6 Und Ạbram durchzog nun das Land bis zur Stätte von Sịchem bei den großen Bäumen von Mọre; und zu jener Zeit war der Kanaanịter im Land. 7 Jehova erschien nun dem Ạbram und sprach: „Deinem Samen werde ich dieses Land geben.“ Danach baute er dort Jehova, der ihm erschienen war, einen Altar. 8 Später zog er von dort zur Berggegend östlich von Bẹthel und schlug sein Zelt so auf, daß Bẹthel im Westen [lag] und Ai im Osten. Dann baute er dort Jehova einen Altar und begann den Namen Jehovas anzurufen. 9 Danach brach Ạbram das Lager ab und zog dann von Lagerplatz zu Lagerplatz zum Nẹgeb.

 

Beachten, wir, dass Abram als Fremdling in jenem Land Kanaan weilte und die Erde „deinem Samen“ zugesprochen wurde! Dieser „(eine) Same“ sollte laut Paulus Jesus, der Christus sein und damit verbunden all jenen, die zusammen mit ihm „Miterben“ sein werden! (Rö 8:17)

 

Galater 3:16-18)  Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: „Und den Samen“ wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: „Und deinem Samen“, welcher Christus ist. 17 Ferner sage ich dies: Was den zuvor von Gott rechtskräftig gemachten Bund betrifft, so macht ihn das GESETZ, das vierhundertdreißig Jahre später entstanden ist, nicht ungültig, um die Verheißung aufzuheben. 18 Denn wenn das Erbe aus [dem] Gesetz [kommt], so [kommt es] nicht mehr aus [der] Verheißung, während Gott es Abraham gütigerweise durch eine Verheißung gegeben hat.

 

Genauswenig wie der Gesetzesbund die Bündnisse mit Abraham ungültig machte, so auch nicht der „neue Bund“ mit Jesus für ein Priester-Königtum den Gesetzesbund ungültig, denn auf ihm als Grundlage fusst er doch! Was abgelöst wurde durch den „besseren Bund“ war der Salzbund mit Levi!

 

Jesus soll aber auch Erbe der ganzen Erde sein und damit verbunden die „grosse Volksmenge“ als Erben von Landbesitz überall auf der Welt! (Ps 37:29)

 

(1. Mose 22:15-18)  Und Jehovas Engel rief dann dem Abraham zum zweiten Mal von den Himmeln her zu 16 und sprach: „ ‚Ich schwöre in der Tat bei mir selbst‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß wegen der Tatsache, daß du dies getan hast und [mir] deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast, 17 ich dich bestimmt segnen werde und deinen Samen bestimmt mehren werde wie die Sterne der Himmel und wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind; und dein Same wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. 18 Und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde zufolge der Tatsache segnen, daß du auf meine Stimme gehört hast.‘ “

 

Das „Tor seiner Feinde“ nimmt Jesus an jenem Tag in Besitz, wo er mit der „Neuen Nation“, dem „Israel Gottes“, den 144.000 Auserwählten Versiegelten und Erstauferstandenen „Sternen der Himmel“ durch die zwölf Tore“ Jerusalems zum Berg Zion hinaufzieht! Diese Zusagen und die Bundesversprechungen an Israel haben somit eine weit grössere und ewige Bedeutung, die sich erst nach Harmagedon erfüllen wird: Jesus wird den 144.000 Mit-Priesterkönigen am Ende ihrer Einweihung zu Priestern (Off 20:5, 6) jedem einen Teil aller Reiche der Erde in Form von einzelnen Städten und den zugeteilten Landgebieten und Königreichen geben! (Da 7:27; Lu 19:17-19) Dem fleischlichen Israel, den „Ebioniten“ (Manasse) werden die Landstreifen Kanaans gemäss ihren Stämmen und die Städte Israels zugeteilt, den Auserwählten unter den „Paulikanern“ (Ephraim) die Städte der Erde!

 

Die vollkommene Erfüllung von Jehovas Zusagen innerhalb von Bündnissen mit Abraham liegt somit in der Zukunft und muss vollkommen unabhängig der heutigen Nation Israel und ihrer physischen Grenzen betrachtet werden! Wir können nicht das „fleischliche Israel“, die von der UNO zugeteilte Erde an die heutigen Juden mit der Erfüllung am „Israel Gottes“, den durch Christus und seine Apostel am kommenden Gerichtstag Gottes Auserwählten „Schafen“ und darin den „Ebioniten“ (Mat 25:31-33) und dem versiegelten Überrest verwechseln! (Off 7:1-8)