Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-19.01.18  Titus

 

 

Lehrer der guten Botschaft: Der Brief an Titus (61 u.Z.)

 

Bariloche,  18. Januar 2019

 

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben!

Liebe Suchende nach unverfälschter Wahrheit

 

Der Brief an Titus ist einige Zeit nach dem 1.Brief an Timotheus zu datieren, der gegen das Ende der ersten Gefangenschaft in Rom einzureihen ist, während der Titusbrief danach geschrieben wurde. Er zeigt auf, dass Paulus den Titus nach seiner Freilassung auf dem Weg nach Griechenland und Mazedonien auf Kreta zurückgelassen hatte. Paulus plante inzwischen kurz vor dem Winter des Jahres 61 u.Z. im Norden, in Nikopolis die kalte Jahreszeit dort zu verbringen, bevor er seinen Weg wie versprochen zu den Philippern fortsetzen würde.

 

Der 2.Brief an Timotheus dagegen erfolgte erneut aus Rom, aus der 2.Gefangenschaft in der Zeit 63 oder 64 u.Z. und gibt uns viele weitere wichtige Hinweise.

 

Die 4.Missionreise des Paulus, von der in der Christenheit wenig oder gar nichts bekannt ist kann aber aufgrund seiner Angaben in den Briefen an die Philipper, dem 1. und 2. Brief an Timotheus und dem an Titus mit hoher Genauigkeit rekonstruiert werden.

 

Die 4. Missionsreise des Paulus nach der Freilassung aus der Haft in in Rom
  

Wir müssen dabei in Berechnung ziehen, dass die von Lukas aufgezeichnete Apostelgeschichte vor der Freilassung des Paulus abrupt am Ende von zwei Jahren in Rom etwa im Sommer 61 u.Z. endete.

 

(Apostelgeschichte 28:30, 31)  Dann blieb er zwei ganze Jahre in seinem eigenen gemieteten Haus, und er nahm alle freundlich auf, die zu ihm hereinkamen, 31 predigte ihnen das Königreich Gottes und lehrte sie ungehindert und mit dem größten Freimut der Rede die Dinge, die den Herrn Jesus Christus betreffen.

 

Damit schliesst der Bericht des Lukas. Er hatte Paulus ab Troas auf der 2.Missionsreise nach Philippi begleitete, wo er möglicherweise als Stärkung der neuen Versammlung zurückblieb, bis Paulus auf der 3.Missionsreise dorthin zurückkehrte. Dann blieb er an dessen Seite auf der Reise nach Jerusalem und war indirekt Zeuge seiner 1.Gefangennahme (Apg 21:7, 8, 15, 27, 28, 31, 32).

 

Offenbar war Lukas auch während der Gefangenschaft des Paulus in Cäsarea und dann bis nach Rom treu an seiner Seite: Als Hilfe und Zeuge der Geschehnisse bis zum Jahr 61 u.Z. wie dies aus den Grüssen im Brief an Philemon hervorgeht.

 

Lukas schrieb möglicherweise in Cäsarea sein EvangeliumMöglicherweise schrieb er in Cäsarea sein Evangelium als Dokumentation eines Aussenstehenden Jüngers unter Mithilfe vieler Augenzeugen die er zuvor in Jerusalem direkt befragen konnte. Dies geht zu Beginn seines Evangeliums hervor: „Da es viele unternommen haben, eine Darlegung der unter uns völlig beglaubigten Tatsachen zusammenzustellen, so wie sie uns die überlieferten, die von Anfang an Augenzeugen und Diener der Botschaft wurden, beschloß auch ich, weil ich allen Dingen von Anbeginn genau nachgegangen bin, sie dir, vortrefflichster Theophilus, in logischer Reihenfolge zu schreiben, damit du die Gewißheit der Dinge völlig erkennst, über die du mündlich belehrt worden bist.“ (Lu 1:1-4)

 

Aus dem 2. Brief an Timotheus, kurz vor seiner Hinrichtung geht aus den Worten des Paulus hervor:

 

(2. Timotheus 4:9-13)  Tu dein Äußerstes, binnen kurzem zu mir [[(nach Rom)]] zu kommen. 10 Denn Dẹmas hat mich verlassen, weil er das gegenwärtige System der Dinge geliebt hat, und er ist nach Thessalọnich gegangen, Krẹszens nach Galạtien, Titus nach Dalmạtien [[(nachdem er von Kreta her zu Paulus in Nikopolis gekommen war)]]. 11 Lukas allein ist bei mir. Nimm Markus und bring ihn mit dir, denn er ist mir für den Dienst nützlich. 12 Tỵchikus aber habe ich nach Ẹphesus weggesandt [[(wo Paulus aufgrund der gegnerischen Aktivität Juden Alexander offenbar in die 2.Gefangenschaft nach Rom gesandt wurde)]]. 13 Wenn du kommst, so bring den Mantel [mit], den ich in Trọas [[(vom letzten, angekündeten Besuch aus Philippi herkommend)]] bei Kạrpus zurückgelassen habe, und die Buchrollen, besonders die Pergamente.

 

Die vielen kleinen Details in den Briefen lassen das Bild der 4.Missionsreise somit recht deutlich erscheinen!

 

4.Missionsreise des Paulus nach Entlassung aus 1.Haft in Rom
 

Was nach dem Märtyrertod des Paulus mit Lukas geschah ist aus biblischer Aufzeichnung nicht ersichtlich. Bestimmt blieb er ein treuer Zeuge des Christus und dessen Königreich und der erwarteten Wiederkunft!

  

Nikopolis im Norden GriechenlandsGehen wir nun auf einige herausragende Details im Brief an Titus ein. Paulus war ja inzwischen im Norden Griechenlands in Nikopolis, bestimmt damit beschäftigt auch dort eine Versammlung aufzubauen.

 

Paulus erinnert Titus im 1.Kapitel daran auf Kreta, in den dortigen Versammlungen fähige Älteste einzusetzen. Damit die feste Ordnung nicht verloren gehe und das Zusammenkommen am Sabbat, den Neumonden und Festzeiten aufrecht bliebe. Paulus wünschte Bericht über Fehlverhalten. Das ständige Belehren mittels der Schrift durch Vorlesen bildet Grundlage für das korrekte Handeln jedes getreuen Christen! „Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ (Heb 10:24, 25)

 

Dazu gehört auch das Richtigstellen von falschen Lehren, die sich immer wieder einschleichen aus verkehrten Überlegungen und früheren Belehrungen durch das System, die wir ungeprüft übernommen haben. Dazu gehörte bei den der Gruppe der „Ebioniten“ das Festhalten, dass Männer der Nationen, „Paulikaner“ sich ebenso beschneiden lassen müssten, was Jesus selbst im Fall der Taufe des Kornelius doch aufgehoben hatte! Petrus selbst war Zeuge als jene in unbeschnittenem Zustand heiligen Geist erhielten und erst danach durch ihn getauft wurden. Keine Beschneidung erfolgte: Gott hatte die Herzen gereinigt und jene Personen zufolge ihrer Glaubenshandlungen angenommen. 

 

Titus war angewiesen, dass solche, welche auf Korrektur gemäss unveränderter Lehre nicht handelten, eine öffentlich Zurechtweisung folgte bis hin sie gekennzeichnet zu halten, um nicht Gefahr für andere zu bilden.

 

Im 2.Kapitel erinnert Paulus Titus und dessen Versammlungen daran, am „GESETZ des Christus“ festzuhalten, was die Veränderungen gegenüber den Geboten Mose mit beinhaltet und jene Gebote hoch über jene Cäsars stellt.

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
  

Paulus bezieht junge Männer und Frauen wie die Betagten und Sklaven mit in seine Ermahnungen ein. Keiner steht über der „festen Ordnung“ die Christen aufgebunden sind, Teil des „leichten Jochs“ Jesu das er beständig lehrte.

 

(Matthäus 11:29, 30)  Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

 

Dieses Joch beinhaltet auch sich gegen die Begierden des Systems zur Wehr zu setzen. Da wir Teil dessen gebildet hatten, so wollen jene draussen uns erneut in ihre Bräuche einbinden. So dass wir dieselben Gewohnheiten wie die vielen religiösen, staatlichen und privaten Feste, die doch meist heidnischen Ursprungs sind wie Weihnachten, Jahresende, Ostern, Geburts- und Heiratstag: Alles Festzeiten die sich durchaus verteidigen lassen aber bei genauer Untersuchung der Schrift dort kein Entsprechen finden innerhalb von fast 6000 Jahren Geschichtsaufzeichnung! Die Feste und Sabbate Jehovas aber halten jene die zum System gehören nicht ein, Gottes Worte missachtend:

 

(2. Mose 31:12-17)  Und Jehova sagte ferner zu Moses: 13 Was dich betrifft, rede zu den Söhnen Israels, indem [du] sprichst: ‚Besonders meine Sabbate sollt ihr halten, denn es ist ein Zeichen zwischen mir und euch durch eure Generationen hindurch, damit ihr erkennt, daß ich, Jehova, euch heilige. 14 Und ihr sollt den Sabbat halten, denn er ist euch etwas Heiliges. Wer ihn entweiht, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. Falls irgend jemand an ihm Arbeit verrichtet, so soll diese Seele von der Mitte ihres Volkes abgeschnitten werden. 15 Sechs Tage kann Arbeit getan werden, aber am siebten Tag ist ein Sabbat vollständiger Ruhe. Er ist etwas Heiliges für Jehova. Jeder, der am Sabbattag Arbeit verrichtet, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. 16 Und die Söhne Israels sollen den Sabbat halten, um den Sabbat durch ihre Generationen hindurch zu begehen. Es ist ein Bund auf unabsehbare Zeit. 17 Zwischen mir und den Söhnen Israels ist er ein Zeichen auf unabsehbare Zeit, denn in sechs Tagen hat Jehova die Himmel und die Erde gemacht, und am siebten Tag ruhte er und ging daran, sich zu erquicken.‘ “

 

Der Sabbat bestand seit dem Abschluss der Schöpfung! Die ganze Sabbatordnung mit den Neumonden und Festzeiten wurden Israel gegeben: Wir sind Israel, wenn wir Gottes Gebote halten! Sie sind doch ewiger Natur und gelten denen, die ewiges Leben in Jehovas neuer Weltordnung anstreben!

 

Das 3.Kapitel ermuntert Titus darauf zu bestehen, dass wir uns weltlicher Staatsordnung insoweit unterordnen, wo diese nicht Gottes eigenen Gebote ungültig macht. Gott lässt diese Art Ordnung Satans nur so lange gewähren, wie deren faulen Früchte allen Menschen offenkundig werden. Im Fall des Petrus, der zusammen mit den übrigen Aposteln vom Sanhedrin angeklagt war, weil sie weiterhin den Namen, die Taten und Lehren des Christus trotz deren Verbot verbreiteten:

 

(Apostelgeschichte 4:19, 20)  „Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst. 20 Wir aber, wir können nicht aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben.“

 

Wir sind alle durch das Taufgelübde verpflichtet für Jesus Zeugnis abzulegen, dass dieser der Auserwählte ist, der zufolge seiner Treue bis in den Tod von Gott an höchste Stelle der Autorität gleich nach Ihm eigesetzt wurde!

 

Abspaltungen und Sekten aus der Katholischen ReligionDas Thema Sektenbildung war vorab in Ephesus durch Hymenäus, Alexander und Philetus an den Tag getreten. Paulus nannte es „Gangrän“, das den Leib zerfrisst und zum Tode führt, wird s nicht rechtzeitig durch Amputation entfernt! Inzwischen glaubten sich immer mehr der „falschen Apostel“ dazu berechtigt anderslautende Lehren zu verbreiten, die dem Sinn der Aussagen Gottes widersprachen.

 

Paulus erklärt, dass Sektenbildungen unumgänglich wären aber gerade diese Abspaltungen die an der unveränderten Lehre Festhaltenden in den Vordergrund rücken würden:

 

(1. Korinther 11:18, 19)  Denn fürs erste höre ich, daß, wenn ihr in einer Versammlung zusammenkommt, Spaltungen unter euch bestehen; und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

„Die Bewährten“ sind es, welche die abweichenden Lehren offenlegen und anklagen! Sie haben die Aufforderung des „starken Engels“, jene Michaels ausgeführt, der doch in der Offenbarung deutlich dazu auffordert: „Geht aus ihr hinaus, mein [[(Michaels = Jesu)]] Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.“ (Off 18:4, 5)

 

Wir können nicht Teilhaber an sektiererischen Lehren haben, wie jene des Hymenäus, die Toten wären bereits auferstanden oder anderen, die das Ende von Gottes GESETZ durch Christus verkünden. Nur zwei unter Dutzenden von Beispiele3n abweichender Lehren, welche sowohl Religionen wie Sekten in Gottes Augen zu etwas Abscheulichem gemacht haben. Das Gericht an ihnen wartet nicht und die Worte des Johannes in der Offenbarung werden sich bald schon erfüllen:

 

(Offenbarung 19:1-3)  „Preiset Jah! [[(Kurzform von Jahwe)]] Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht gehören unserem Gott, 2 denn seine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Denn er hat das Gericht an der großen Hure vollzogen, die die Erde mit ihrer Hurerei verdarb, und er hat das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand gerächt.“ 3 Und gleich darauf sagten sie zum zweitenmal: „Preiset Jah! Und der Rauch von ihr steigt weiterhin auf für immer und ewig.“

 

Ja, der Auftrag an Titus an der unveränderlichen Lehre festzuhalten gilt auch uns, auf die das „Ende dieses Systems der Dinge“ gekommen ist. Ausharren ist es nun, was uns betrifft und das Gericht überall bekannt zu machen, wo Menschen bereit sind zu hören! Wir sollen unseren Gott lobpreisen für Seine Gerechtigkeit!

 

Mormononen: Genealogical Society of UTAHTitus wird durch Paulus aufgefordert „Streitfragen um Geschlechtsregister“ keine Aufmerksamkeit zu geben. Einige wollten dadurch ihre höhere Abstammung seitens Levi und Aarons beweisen. Heute sind es die Mormonen, welche dieses Gebot missachten und der Ahnenforschung viel Zeit widmen, statt der unveränderten Wahrheit und gesunden Lehre ihre Aufmerksamkeit zu widmen!

 

Israels Ahnenregister diente vor allem dazu, den Messias als aus der Linie Davids stammend, dem „Spross aus Isai“ zu kennzeichnen. Das Erbe Abrahams an seine fleischlichen Nachkommen wird an Hand des fehlerfreien himmlischen Registers vorgenommen, das ausser Erstgeburt vor allem Berufung und Auserwählung in den Vordergrund rückt. Das betrifft auch die Geschlechtslinie Mose, Aarons und der Leviten!

 

Zum Abschluss folgt die feste Aufforderung an Titus zu ihm, zu Paulus nach Nikopolis zu kommen, um ihm bei der Aufbauarbeit der dortigen Versammlung vorab zur Seite zu stehen.

 

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Der Brief an Titus zeigt den Eifer des Paulus seinen Gehilfen und Glaubensbruder nicht nur zu stärken, um seine Aufgabe als Vorsteher von Ältesten ganzherzig auszuführen, sondern stärkt auch uns sich als „Bewährte“ zu zeigen inmitten eines Meeres unterschiedlichster religiöser Lehren und Bestrebungen den Kult hin zur Satansanbetung durch Widerstand gegen Gottes Lehren und gegen die Autorität seines Christus standzuhalten und Widerstand zu leisten.

 

Wie stets ist dieser Brief nur eine kurze Einführung zum NEWSLETTER mit der Wort-zu-Wort Betrachtung der Aussagen des Paulus und der Analyse in welcher Form diese uns betreffen! Dir, lieber Bruder, liebe Schwester und liebe Interessierte an unverfälschter Wahrheit empfehlen wir das Studium zur eigenen Stärkung und damit der Aufmunterung derer, die mit Dir verbunden sind.

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

5.3............. Der Brief an Titus. 4

5.3.1........... Den Brief an Titus im Umfeld korrekt einordnen. 4

5.3.1.1........ Titus, ein persönlicher Begleiter des Paulus. 4

Paulus hatte ein inniges Vertrauensverhältnis zu Titus. 6

5.3.1.2........ Die Auserwählten Gottes“: Wer sind sie?. 8

Der Auserwählte“ Gottes. 8

Die zwölf auserwählten Apostel des Christus, seine „Braut, die Frau des Lammes 9

Die von Gott durch Christus auserwählten 144.000 kommenden Priesterkönige. 9

Die auserwählten Gäste am Hochzeitsfest des Sohnes. 10

Nur die Apostel waren seit Beginn durch Christus auserwählt; Paulus eingeschlossen! 11

5.3.1.3........ Der Inhalt des Briefes an Titus. 12

5.3.2........... Kapitel 1: Älteste einsetzen, die an der Wahrheit und Gottergebenheit festhalten. 13

5.3.2.1........ Tit 1:1-9: Titus sollte Dinge berichtigen die nicht richtig sind. 13

5.3.2.2........ Tit 1:10-16: Mit Strenge jene zurechtweisen, die an der Beschneidung festhalten. 15

5.3.3........... Kapitel 2: Gesetzestreues Benehmen fördern und weltliche Begierden zurückweisen. 16

5.3.3.1........ Tit 2:1-10: Das Benehmen junger und betagter Männer und Frauen, von Sklaven. 16

5.3.3.2........ Tit 2:11-15: Gottlosigkeit und weltliche Begierden zurückweisen. 18

5.3.4........... Kapitel 3: Regierungen untertan sein, Sektarismus ablehnen. 19

5.3.4.1........ Tit 3:1-7: Regierungen und Gewalten untertan sein. 19

5.3.4.2........ Tit 3:8-15: Jene die Sekten fördern abweisen. 19

Tit 3:8: Am zuverlässigen Wort Gottes festhalten. 19

Tit 3:9-11: Streitfragen um Geschlechtsregister und Zank um Fragen des GESETZES. 20

Tit 3:12-14: Paulus fordert Titus mit Amtsgewalt dazu auf unverzüglich zu ihm zu kommen. 22

5.3.5........... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief an Titus. 24

 

 

Welche Zusammenhänge und Schlussfolgerungen konntest Du aufgrund des Studiums des Inhaltverzeichnisses für Dich ziehen? Nutze Deine freie Zeit um Dich mit den Gedanken des Paulus in deren Tiefe der Aussage zu beschäftigen. Ein Klick und Du befindest Dich im Artikel!

 

Lehrer der guten Botschaft: Der Brief an Titus (61 u.Z.)

 

Hatten wir in früheren Briefen mehr Einblick über den Islam als Hauptgegner Israels und der Christen der Endzeit erhalten, so wollen wir unseren Lernvorgang nun auf den "Zionismus" erweitern. Es gilt Zionismus klar und deutlich vom Judaismus zu trennen: Beim Zweiten geht es um das Festhalten an der Tora und den Propheten, beim Ersteren um die Wiederaufrichtung einer eigenständigen Nation für Juden. Dazu aber ist es notwendig die Aussagen der Propheten zu kennen, was "Spross" und was "Emanuel" betrifft, welche  Zionisten in Ablehnung Jesus als Messias in vollkommen eigensinniger Weise auszulegen versuchen. Viele christliche Denominationen wurden durch deren Argumentation mitgerissen, vor allem zu Folge fehlender Gesamtsicht aller Aussagen der Propheten, von Jesus und seiner Jünger! Ohne „Gesamtbild“ sind Fehlschlüsse unausweichlich!

 

Wer das „Neue Testament“ als Fortsetzung der Aussagen der Propheten und Erfüllung deren Vorsagen durch den Messias, den „Spross Isais“ ablehnt und zurückweist, dem fehlen die wichtigsten Teilbilder um das Gesamtbild zu erkennen! Deren Schlussfolgerungen sind daher „auf Sand Gebaut“, weil der „Fels“, der „Stein“ aus dem himmlischen Zion und die Grundlage der Apostel für die künftige erdenweite Verwaltung fehlen und daher auch das Endgericht und dessen Folgen noch deren korrekte zeitliche Einreihung müglich ist

 

Das Gesamtbild der Bibel
  

Da es im Judaismus tief verankert ist Jesus als den von Gott her gesandten "Propheten gleich mir (Moses)" anzuerkennen sind auch alle Prophezeiungen über dessen Wiederkehr und der Aufrichtung der "Verwaltung am Ende der Zeiten der Nationen" dem "Königreich für Israel" obsolet.

 

Wir halten uns an das Schema, welches Petrus am Pfingstfest 33 u.Z. gab, als wegen der äusserlichen Erscheinungen im Zusammenhang mit dem Herabkommen des "heiligen Geistes" in Form von Feuerzungen auf hundertzwanzig Jünger, Männer wie Frauen zufolge der starken Geräusche eine grosse Mengen an gottgetreuen Juden zusammenlief:

 

Rund 5000 Juden versammelten sich an Pfingsten 33 u.Z. (Apostelgeschichte 2:1-13)  Während nun der Tag des Pfingst[festes] seinen Verlauf nahm, waren sie alle am gleichen Ort beisammen, 2 und plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, 4 und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen [[(Sprachen)]] zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.

5 Nun wohnten in Jerusalem Juden, ehrfurchtsvolle Männer aus jeder Nation [[(mit deren unterschiedlichen Sprachen)]] von denen unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde fassungslos, weil ein jeder sie in seiner eigenen Sprache reden hörte. 7 In der Tat, sie waren erstaunt und begannen sich zu wundern und zu sagen: „Seht, sind nicht alle diese, die reden, Galilạ̈er? 8 Und doch, wie kommt es, daß jeder von uns seine eigene Sprache hört, in der wir geboren wurden? 9 Pạrther und Meder und Elamịter und die Bewohner von Mesopotạmien und Judạ̈a und Kappadọzien, Pọntus und dem [Bezirk] Asien 10 und Phrỵgien und Pamphỵlien, Ägypten und den Gegenden Lịbyens, das gegen Kyrẹne hin liegt, und aus Rom Zugezogene, sowohl Juden als auch Proselyten, 11 Kreter und Ạraber, wir hören sie in unseren Zungen über die großen Dinge Gottes reden.“ 12 Ja, sie staunten alle und waren in Verlegenheit und sagten zueinander: „Was hat das zu bedeuten? 13 Andere jedoch spotteten über sie und begannen zu sagen: „Sie sind voll süßen Weins.“

 

Dieses Sprachwunder kann nur mit dem beim Turmbau von Babel verglichen werden. Damals ging es darum, die Sprachen zu verwirren, damit der rasante Fortschritt zur Zeit des Königs Nimrod im Widerstand zu Jehovas Vorgaben ein Ende finde: "Die ganze Erde nun hatte weiterhin eine Sprache und einerlei Wortschatz. Und es geschah, daß sie, als sie ostwärts zogen, schließlich eine Talebene im Land Schinar entdeckten, und sie schlugen dort ihren Wohnsitz auf. Und sie begannen zueinander zu sprechen: 'Auf! Laßt uns Ziegelsteine machen und sie zu Backsteinen brennen.' So diente ihnen der Ziegel als Stein, der Asphalt aber diente ihnen als Mörtel. Nun sagten sie: 'Auf! Laßt uns eine Stadt und auch einen Turm bauen mit seiner Spitze bis in die Himmel, und machen wir uns einen berühmten Namen, damit wir nicht über die ganze Erdoberfläche zerstreut werden.' “ (1.Mo 11:1-4)

 

Das Pfingstwunder der Sprachenkenntnis ohne jene zu lernen war Gottes Zeichen, dass jener Christus Jesus der wahre Messias war. Es diente dazu, die gute Botschaft unter allen Nationen und Sprachen zu verbreiten!

 

Fünftausend der damaligen Juden, welche Petrus hörten bereuten ihre Vergehungen gegen Jehovas Rechtsordnung liessen sich am selben Tag in den Namen Jesu taufen, anerkannten ihn als Messias und wandten nun die Prophezeiungen auf ihn an, als erster Teil der vorhergesagten Erfüllungen. Durch "unverdiente Güte" wurden ihnen der auf Sünde lastende "Fluch" mit Todesfolge verziehen!

 

Die Verbindung der "unverdienten Güte" zu Gottes GESETZ
  

Ihr Glaube stärkte nun ihre Hoffnung auf die Wiederkehr Jesu, um auf der Erde Gottes Königreich aufzurichten und das ursprüngliche Paradies, den räumlich begrenzten ursprünglichen "Garten Eden" nun erdenweit aufzurichten. All dies können Juden wie Zionisten nicht verstehen, weil sie die Schrift frei interpretieren, das erste Kommen des Messias in der Zukunft sehen und das Neue Testament und damit die Worte Jesu die Licht auf diese Zusammenhänge werfen missachten und verwerfen!

 

Petrus zitiert im Gefolge des Volksauflaufs an Pfingsten 33 u.Z. das "GESETZ des Glaubens", das im "Bund von Moab" im Zusammengang mit dem "Segen und dem Fluch" im 5.Buch Mose steht (5.Mo 18:15-19)

 

(Apostelgeschichte 3:19-26)  Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus [[(endgültig)]] sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge [[(der Aufrichtung des „Königreiches für Israel“, das „Reich Gottes“)]], von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat. 22 In der Tat, Moses hat gesagt: ‚Einen Propheten gleich mir wird euch Jehova Gott aus der Mitte eurer Brüder erwecken. Auf ihn sollt ihr hören gemäß all den Dingen, die er zu euch redet. 23 Wahrlich, jede Seele, die auf jenen Propheten nicht hört, wird aus der Mitte des Volkes ausgerottet werden.‘ 24 Und alle Propheten, ja von Samuel an und die nachfolgenden, so viele geredet haben, haben auch diese Tage deutlich verkündet. 25 Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vorvätern geschlossen hat, indem er zu Abraham sagte: ‚Und in deinem Samen werden alle Familien der Erde gesegnet werden.‘ 26 Gott sandte seinen Knecht [[(Jesus)]], nachdem er ihn erweckt hatte, zuerst zu euch [[(seinen Jüngern, nicht zu seinen Feinden die ihn ablehnten!)]], um euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von euren bösen Taten abwendet.“

 

Es bedeutete das Abwenden von falschen, irrigen religiösen Lehren gleich dem Sauerteig und Anerkennung des Schriftwortes, seinem wirklichen Sinn gemäss.

 

Der Prophet Daniel hatte den genauen Zeitpunkt für das Erscheinen des wahren Messias, seinen Opfertod und das Ende des „Bundes mit den vielen“, mit den aus dem Exil zurückgekehrten Juden, „Lo-Ruhama“ deutlich aufgrund der Aussagen des Engels Gabriel aufgezeichnet:

 

Prophezeiung und Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels"
 

Ein Grossteil der Schuld, dass heutige Juden grosse Probleme haben mit Anerkennung Jesus als dem Christus hat damit zu tun, dass sie am einen Gott Jehova festhalten, Namenchristen aber eine Dreieinigkeit verkünden die biblisch nicht aufrecht erhalten werden kann! Juden wie Christen sind somit weit von der Wahrheit abgewichen, ihnen beiden zum "Fluch":

 

(Galater 1:8, 9)  Aber selbst wenn wir [[(die Apostel)]] oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Augustinus: KonfessionenWorte, die denen, die an den Überlieferungen ihrer Vorväter, der Glaubensgründer festhalten ein Stich ins Herz bedeuten, jedem ehrlichgesinnten Nachforscher nach Wahrheit dagegen eine Herausforderung bilden seinen Glauben zu überprüfen!

 

Versuchen wir die Erkenntnis zu vertiefen, wo Fehlverhalten, falsche Auslegung und offensichtliche Lügen seitens religiöser Gruppierungen, hier der "Zionisten", aufgedeckt werden müssen: Dies  führt unweigerlich zu Konfrontation (Joh 15:20). Da wir in der Zeit von Gottes Endgericht leben kann ein klares Verständnis dazu beitragen Fehlverhalten auszumerzen und Jehovas Rechtsmassstab und Seine Vorhersagen korrekt einzureihen und von Ihm Vergebung zu erlangen.

 

Wir gehen von der Publikation der WIKIPEDIA zum Thema "Zionismus" aus, der heute weit verbreitetsten und meistgenutzten Version von Enzyklopädie. Wir ziehen einiges der "Erkenntnisse" der Schreiber der Zusammenhänge der Aufrichtung von Gottes Königreich auf der Erde in arges Zwielicht! Wir ergänzen biblische Richtigstellung respektive weisen gewisse Aussagen deutlich zurück, wie dies offenbar auch gewisse orthodoxe Juden tun! Wir bleiben unserer Methode treu, dies direkt zwischen den Zeilen vorzunehmen, um so den "roten Faden" nicht zu verlieren in blauer Farbe und kleinerer Schrift unsere Ergänzungen. Betreffend der Chronologie der Ereignisse ihrer Einreihung auf der Zeitachse siehe Artikel: "Anmerkungen zur CHRONOLOGIE biblischer Geschichte"

 

Wir sollten unser geschichtliches Wissen um die Juden aus der Sicht biblischer Prophetie und Erfüllung sehen, was nicht mit mystischem Wunschdenken vereinbar ist!

 

Zionismus  [1]

 

(von Zion, dem Namen des Tempelberges in Jerusalem) bezeichnet eine Nationalbewegung und nationalistische Ideologie von Juden, die auf einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zielt, diesen bewahren und rechtfertigen will.

 

Ben Gurion: Zionismus ein Mythos [[(Zionisten sind davon überzeugt, dass vor dem Erscheinen ihres erwarteten Messias Israel und Jerusalem bereits in ihren Händen sein muss. Jesus lehrte wie die Propheten, dass dies Aufgabe des "Spross" sei (Jes 11:1-9): "Und es soll geschehen an jenem Tag, daß die Wurzel Ịsaïs [(Jesus als der angekündigte Messias)] es sein wird, die dastehen wird als ein Signal für die Völker. An ihn werden sich auch die Nationen [(vegl. Off 7:9)] fragend wenden, und seine Ruhestätte [(das „neue Jerusalem“, „die Stadt die wahre Grundlagen hat“, das vom Himmel herabkommt (Off 20:1-5))] soll herrlich werden. Und es soll geschehen an jenem Tag, daß Jehova wieder seine Hand darbieten wird, ein zweites Mal, um den Überrest seines Volkes zu erwerben [(somit waren sie zuvor „nicht mein Volk“, niemand kann etwas erwerben, was schon sein ist! (Hos 2:23))], der übrigbleiben wird aus Assyrien und aus Ägypten und aus Pạthros und aus Kusch und aus Ẹlam und aus Schịnar und aus Hạmath und von den Inseln des Meeres. Und er wird gewiß ein Signal für die Nationen erheben und die Versprengten Israels sammeln; und die Zerstreuten Judas wird er von den vier äußersten Enden der Erde zusammenbringen [(Das kann erst nach Harmagedon sein und muss durch „Spross“ erfolgen. Jes 11:10-12))]

„Spross“, Jesus, der zuerst zurückkkommen muss wird das "Königreich der (neuen) Himmel" inmitten seiner Feinde errichtet und erst danach folgt die erdenweite Einsammlung seiner zerstreuten "Schafe", um sie der künftigen „Verwaltung“ zuzuweisen die das Erbe verteilen wird (Joh 10:16).)]]

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
 

Historische Wurzeln

 

Antike

   Der Ausdruck „Zionismus“ bezieht sich auf Zion als Name für den Tempelberg in Jerusalem. Nach der Zerstörung des um 800 v. Chr. [[(11.Jh v.u.Z. durch Salomo  1026 v.u.Z.)]] dort erbauten ersten Jerusalemer Tempels (586 v. Chr. [[(607 v.u.Z.)]]) und Exilierung eines Großteils der Judäer wurde Zion im Babylonischen Exil (586–539 v. Chr.) [[(= 47 Jahre: Falsch gem. Jeremia waren es 70 Jahre Exil (Jer 25:11): 607-537 v.u.Z.)]] zum Synonym für die Tempelstadt und die mit ihrem Wiederaufbau verknüpften Hoffnungen des Judentums [[(auf das Erscheinen des Messias gem. Vorhersage der 70 Jahrwochen in Da 9:24-27)]].

 

Sanheribs Angriffe gegen das Zehnstämmereich Israel   Exilierte Juden bildeten seit dem Untergang des Nordreichs Israel (722 v. Chr. [[(744 v.u.Z.)]]) und des Südreichs Juda (586 v. Chr. [[(607 v.u.Z.)]]) Gemeinden außerhalb des Kernlandes Israel (jüdische Diaspora, hebr. galuth). Ihre Hoffnung auf Rückkehr nach Zion und Erneuerung eines eigenen Gemeinwesens in Israel wurde durch Propheten geweckt, die im Exil die Heimkehr der nach Babylon deportierten Judäer und den Neuaufbau des Tempelkults im eigenen Land ankündigten. Sie bezogen die verheißene Sammlung aller zerstreuten Juden im Land Israel auch auf die Land-, Volk- und Segensverheißung JHWHs an Abraham (Gen 12,1-3; 17,8 EU), mit der im Tanach die Geschichte Israels beginnt [[(was aber in Beziehung zum "einen Samen", dem Haupterben steht und daher erst nach Harmagedon einzureihen ist! "Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: ‚Und den Samen‘ wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: ‚Und deinem Samen‘, welcher Christus ist." (Gal 3:16))]]. Damit verknüpften sie die Erwartung, dass eines Tages alle Völker den Gott Israels anerkennen und sein Abrüstungsgebot befolgen würden [[Jes 2:1-4]]. Dies werde den Völkerfrieden herbeiführen (Jes 2,3f EU; Mi4,2f EU; siehe Schwerter zu Pflugscharen).

 

Schwerter zu Pflugscharen[["Und es soll geschehen im Schlußteil der Tage [(am Ende dieses Systems)], [daß] der Berg des Hauses Jehovas [[(Zion)]] fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge [[(aller hierarchischen Strukturen)]], und er wird gewiß erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen Völker strömen. Und viele Nationen werden bestimmt hingehen und sagen: ‚Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen und zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.‘ Denn von Zion wird [das] Gesetz ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem. Und er wird gewiß [[(mittels der „Verwaltung an der Grenze der Zeiten“)]] Recht sprechen unter vielen Völkern und die Dinge richtigstellen hinsichtlich mächtiger Nationen in der Ferne. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht werden sie [das] Schwert erheben, Nation gegen Nation, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen. Und sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der [sie] aufschreckt; denn der Mund Jehovas der Heerscharen selbst hat [es] geredet" (MI 4:1-4)

Wohl kein Zweifel, dass dies seit 1948 sich nicht an Israel und den Nationen erfüllte, sondern mit Harmagedons Endgericht in Verbindung steht!)]]

 

   Nach der Eroberung Babylons durch die Perser konnten die Juden im Jahr 538 v. Chr. [[(537 v.u.Z. durch Freilassung seitens des Persers Cyrus d.Gr.)]]  in ihre Heimat Israel zurückkehren, doch blieben mehrere jüdische Diaspora-Gemeinschaften [[(in und um Babylon vergl. 1.Pe 5:13)]] bestehen.

 

Zerstörung des Tempels 70 u.Z. durch Rom   Gegen die römische Herrschaft über Judäa kam es wiederholt zu Aufständen von Juden. Die Römer siegten im jüdischen Krieg (66–70), zerstörten den zweiten Jerusalemer Tempel und deportierten zahlreiche Bewohner Judäas nach Rom.

 

   Nach dem Bar-Kochba-Aufstand (135) verboten die Römer den Juden die Ansiedlung in Jerusalem und benannten die Provinz Judäa in Syria Palaestina um. Jüdisches Zentrum dort wurde Tiberias, doch die meisten Juden siedelten sich außerhalb Palästinas an. Die Verbindung zum biblischen „gelobten Land“ und die Zionssehnsucht blieben bestehen. Im täglichen Achtzehnbittengebet des Judentums ist die Bitte für den baldigen Wiederaufbau Jerusalems und damit für die Erneuerung Israels enthalten.

 

Mittelalter

   In der Spätantike und im frühen Mittelalter lebten die Juden anfänglich als geduldete Minderheiten in zahlreichen Diaspora-Gemeinden. Mit der Verbreitung des Christentums verschlechterte sich die Situation der Juden in den christlichen Ländern, später zum Teil auch in muslimischen zusehends.

 

Judenfeindlichkeit im Mittelalter   Die in Palästina verbliebenen jüdischen Gemeinschaften wurden 1096, beim Ersten Kreuzzug, von den Kreuzfahrern nahezu ausgerottet. Im 12. Jahrhundert begannen Juden ihrer Sehnsucht nach Eretz Israel vermehrt Ausdruck zu geben. Der spanisch-jüdische Dichter Jehuda ha-Levi, Verfasser der Zionslieder, starb vermutlich 1141 auf der Überfahrt ins gelobte Land, der 1204 in Kairo verstorbene jüdische Arzt und Gelehrte Moses ben Maimon wurde seinem Wunsch gemäß in Tiberias begraben. Zwischen 1210 und 1211 begab sich eine größere Anzahl französischer Tosafisten nach Palästina, um sich dort dauernd niederzulassen (Einwanderung der dreihundert Rabbiner).

 

Kabalismus: Jüdische Mystik   Nach der Vertreibung der Juden aus Spanien (1492) und Portugal nahm das Osmanische Reich viele verfolgte Juden auf, von denen sich einige in Palästina ansiedelten. In Safed bildeten sie ein neues theologisches Zentrum des damaligen Judentums. Hier wurde die Kabbala gepflegt [[(mystische Tradition des abgefallenen Judentums: „Sauerteig der Lehre“)]], der Schulchan Aruch und der Zohar gedruckt. Darin wurde das Land Israel zum Mittelpunkt der Welt erklärt, in dem Gott „einwohne“ (Schechina). Daher sei die Erlösung aller Völker von der Heimkehr der Israeliten abhängig.

 

Frühe Neuzeit

   Im 17. Jahrhundert versuchten größere Gruppen europäischer Juden immer wieder, nach Israel auszuwandern. Sie sammelten sich oft um Rabbiner, die den Anbruch eines messianischen Zeitalters versprachen: so Jesaja Horovitz 1621 in Prag, besonders aber Schabbtai Zvi, der sich 1666 zum Messias erklärte und auch nach seiner Zwangsbekehrung zum Islam Erwartungen einer baldigen Heimkehr aller verstreuten Juden weckte. Seine Anhänger erklärten das Jahr 1706 zum Jahr seiner Wiederkunft [[(die Adventisten 1844, Jehovas Zeugen 1914 usw.)]]. Juda ha-Chassid sammelte die Ausreisewilligen und erreichte im Jahr 1700 mit etwa 1000 Gefolgsleuten Jerusalem, wo damals etwa 1200 Juden lebten.

 

Hurva-Synagogue in Jerusalem   Auf dem von ihm gekauften Grundstück bauten seine Anhänger die Hurva-Synagoge. Doch Judas Tod, nur Tage nach dem Grundstückskauf, veranlasste viele seiner Anhänger, die Stadt wieder zu verlassen oder zu anderen Religionen zu konvertieren. Die Hurva-Synagoge wurde im Arabisch-Israelischen Krieg 1948 vollständig zerstört und erst sechzig Jahre später wieder aufgebaut und am 15. März 2010 neu eingeweiht.

 

   Vertreter des englischen Puritanismus glaubten, erst die Zulassung von Juden in England, dann die in der Bibel verheißene Rückkehr aller zerstreuten Juden nach Israel (restoration of the jews) und dann ihre Bekehrung zu Christus als Vorstufe der Endzeit bewirken zu können. Dazu schrieb Henry Finch 1621 das Buch The Worlds Great Restauration. Or, the Calling of the Jewes.[4] Auf ihr Verlangen hob Oliver Cromwell das seit 1290 bestehende Ansiedlungsverbot für Juden in England 1655 auf. Nach seinem Tod blieb die Idee einer jüdischen Besiedlung Palästinas bei allen christlichen Konfessionen Englands populär und wurde von Aufklärern wie John Locke und Isaac Newton vertreten. Entsprechende Vorstellungen sind im christlichen Zionismus bis in die Gegenwart verbreitet.

 

[[(Das ist die Grundlage, warum heute nahezu alle christlichen Denominationen den Judenstaat befürworten, damit aber die Zurückerwartung des Messias gemäss den Aussagen der Propheten, von Jesus und den Aposteln ungültig machen: Wunschdenken anstelle von neutraler Schriftanalyse)]]

                                                                                                                                                                                                                

   Der um 1750 entstandene Chassidismus [[(von hebräisch חסידות chassidut, chassidus ‚Frömmigkeit)]] betrachtete die Rückkehr der Juden nach Palästina als Beginn der Erlösung. Ab 1777 wanderten einige Tausend chassidische Juden nach Safed und machten Rabbi Menachem Mendel von Kotzk aus Wizebsk zu ihrem Oberhaupt. Viele dieser Ansiedlungsversuche waren nicht von Dauer, da wechselnde Regionalherrscher jüdische Gemeinden Palästinas mit hohen Steuern und Zöllen belegten, so dass ihre Mitglieder das Land wieder verließen. So lebten um 1800 nur etwa 5000 Juden in Palästina.

 

Entstehungsbedingungen

 

Europäischer Nationalismus und Kolonialismus

   Seit 1789 verstärkte der Aufschwung europäischer Nationalstaaten deren Konkurrenzkämpfe um die Vorherrschaft im Nahen Osten. Nun entwickelten liberale Philanthropen und Philosemiten Pläne für jüdische Gemeinwesen außerhalb Europas. 1800 warnte der Brite James Bicheno in seinem Buch Restoration of the Jews – The Crisis of all Nations vor dem Vormarsch Napoleons, der 1798 Ägypten erobert hatte, nach Syrien. Er drängte Großbritannien zum Eingreifen, um Juden die Ansiedlung in Palästina zu ermöglichen.

 

Lord Anthony Ashley-Cooper: Schriften   1833 unternahm der Vizekönig Ägyptens, Muhammad Ali, einen Aufstand im Gebiet Syriens und Palästinas, der zu deren Trennung vom Osmanischen Großreich führte. In Großbritannien erwogen Regierungskreise daraufhin, Juden ohne autonomen Staat in einem selbstverwalteten Palästina anzusiedeln, um das Osmanische Großreich zu erhalten. 1838 beschrieb der Globe, Organ des britischen Außenministeriums, erstmals diese Idee. Die 1809 gegründete Society for Promoting Christianity Amongst the Jews, der erste europäische Judenmissions-Verein, beeinflusste unter Lord Anthony Ashley-Cooper, 7. Earl of Shaftesbury (1801–1885) die britische Nahostpolitik mit neopuritanischen Bekehrungs- und Ansiedlungsplänen für Juden.

 

   1840 kam es im Gefolge der Damaskusaffäre zu Pogromen an Juden in Syrien. Daraufhin ließ die britische Regierung Truppen in Damaskus einmarschieren. Ihre Vertreter begründeten dies als Beitrag zur nationalen Emanzipation der palästinischen und europäischen Juden.

 

   In der Schweiz trat Henry Dunant (1828–1910), der Begründer des Roten Kreuzes, für die Ansiedlung von Juden in Palästina ein.

 

Jüdische Siedlungsprojekte

   Mordechai Immanuel Noah (1785–1851), Konsul der USA in Tunis bis 1815, vertrat nach seiner Abberufung die Idee einer eigenen Judenstadt als Zufluchtsort für alle verfolgten Juden, bevor die Wiederinbesitznahme Palästinas möglich sei. 1825 gründete er auf Grand Island im Bundesstaat New York die Stadt Ararat. Er warb international bei jüdischen Gemeinschaften für die Einwanderung dorthin, stieß aber weithin auf Ablehnung und Spott. In Deutschland erwogen nur einige Mitglieder des Vereins für Kultur und Wissenschaft der Juden eine Auswanderung. Noah veröffentlichte 1844 seinen Discourse on the Restoration of the Jews, einen Aufruf zur Unterstützung eines Judenstaats in Palästina.

 

   Sir Moses Montefiore (1784–1885) hatte Palästina erstmals 1827 bereist und war danach strenggläubig geworden. Er plante fortan, die jüdische Emigration in das „gelobte Land“ finanziell wie durch industrielle und landwirtschaftliche Ansiedlungen zu fördern. 1840 verhinderte er durch seinen Besuch weitere Pogrome im Osmanischen Reich. Er plante ein Siedlungsprojekt, kaufte Land von arabischen Großgrundbesitzern in Palästina und stellte es verfolgten Juden zur Verfügung. 1857 gründete er die erste neue jüdische Siedlung außerhalb der Jerusalemer Altstadt, nachdem das jüdische Viertel dort für die Zugereisten zu klein geworden war.

 

   Der Franzose Adolphe Crémieux (1796–1880) gründete 1860 die Alliance Israélite Universelle AIU. Diese förderte nur eine begrenzte Einwanderung von in ihrer Heimat gefährdeten europäischen Juden nach Palästina, gleichrangig damit auch in andere Gebiete etwa in Lateinamerika. Wegen ihres Kosmopolitismus lehnte die AIU eine massenhafte Einwanderung von Juden in ein einziges Land ausdrücklich ab; dadurch werde die Sicherheit aller Juden gefährdet. Sie versuchte unter anderem die Osmanen davon abzubringen, eine stärkere Einwanderung nach Palästina zuzulassen.

 

Frühe Gegner des Zionismus   Die meisten europäischen Juden lehnten die Auswanderung nach Palästina und das Programm einer zionistischen Nation ab. Für orthodoxe Juden war ursprünglich die Rückkehr nach Eretz Israel nur denkbar durch das Eingreifen Gottes in die Geschichte, das Menschen durch ihr Vorgreifen nur aufhalten, liberale Juden betrachteten sich als Angehörige ihrer jeweiligen Nationen und traten dort für ihre Emanzipation ein, die ihnen mehr religiöse Toleranz und demokratische Rechte bringen sollte. Sie betrachten den Zionismus als Gefährdung ihrer sozialen Assimilation und als Verrat an ihrer Nation, sowie als Faktor, der dem Antisemitismus Vorschub leistete. 1912 wurde in Deutschland das ‚‚Antizionistische Komitee‘‘ gegründet, das den Zionismus energisch als schädlichen und das Judentum spaltenden Chauvinismus bekämpfte.

 

   Als Mevassre Zion („Vorboten der Zionsidee“) gelten für jüdische Historiker wie Jakob Katz erst Autoren, die direkt zur Entstehung des Zionismus im religiösen Judentum beitrugen. Der Rabbiner Judah Alkalai (1798–1878) aus Sarajewo etwa veröffentlichte 1834 seine Schrift Höre Israel; 1845 folgte Die Gabe Judas. Darin erklärte er das reine Warten auf Gottes Erlösung als falsch. Diese beginne vielmehr mit einer eigenen Anstrengung der Juden: „Sie müssen sich vereinigen und organisieren, Führer wählen und ihr Exil verlassen. […] Die Organisation einer internationalen Körperschaft ist bereits der erste Schritt zur Erlösung. Aus der Mitte der Ältesten wird der Messias, Sohn des Josef, hervorgehen.“ Für dessen Ankunft sei die nationale Einung und Wiedergeburt des Judentums Bedingung. Damit verband erstmals ein traditionell sozialisierter Rabbiner den orthodoxen Messiasglauben mit moderner demokratischer Politik.

 

[[(Die Worte des Petrus an Pfingsten 33 u.Z. zu den etwa 5000 versammelten Juden aus allen Teilen der Nationen gelten bis heute: (Apostelgeschichte 3:19-26) „Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat. [zur Endzeit, 3 ½ Jahre [B], dann Harmagedon [B3] und erst 30 Tage danach folgt am Tag des Trompetenfestes [Bb, a1] die Rückkehr des Messias Jesus] In der Tat, Moses hat gesagt: ‚Einen Propheten gleich mir wird euch Jehova Gott aus der Mitte eurer Brüder erwecken. Auf ihn sollt ihr hören gemäß all den Dingen, die er zu euch redet. Wahrlich, jede Seele, die auf jenen Propheten nicht hört, wird aus der Mitte des Volkes ausgerottet werden.‘ [Vorab ist die Rede von Juden, die den Messias nicht anerkennen!] Und alle Propheten, ja von Samuel an und die nachfolgenden, so viele geredet haben, haben auch diese Tage [(, wo sich der Messias seinem Volk als „König der Juden“ präsentieren musste)] deutlich verkündet. Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vorvätern geschlossen hat, indem er zu Abraham sagte: ‚Und in deinem Samen werden alle Familien der Erde gesegnet werden.‘ [das kann sich erst nach Harmagedon erfüllen!] Gott sandte seinen Knecht, nachdem er ihn erweckt hatte, zuerst [während 40 Tagen] zu euch, um euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von euren bösen Taten abwendet.“)]]

 

   Zwi Hirsch Kalischer (1795–1874) aus Thorn schrieb 1861 das Buch Drischath Zion (Zions Herstellung). Erst in Palästina sei das jüdische Volk vor weiterer Zerstreuung, Auflösung und Verfolgung sicher und könne seine Bestimmung erkennen. In diesem Kampf um nationale Unabhängigkeit sollten sich die Juden den Nationalismus der europäischen Völker als Beispiel nehmen: „Wenn sich viele Juden [im Land Israel] ansiedeln und ihre Gebete am heiligen Berg sich mehren, dann wird der Schöpfer sie erhören und den Tag der Erlösung beschleunigen.“ Beide Rabbiner brachten ein Umdenken in der jüdischen Orthodoxie in Gang, das die spätere zionistische Bewegung vorbereitete.

 

   Nicht alle Gruppierungen der Orthodoxie schlossen sich jedoch dem säkularen zionistischen Programm an: 1912 wurde die Agudat Jisra’el gegründet, die noch heute dem säkularen Programm kritisch gegenübersteht. Auch die 1938 gegründete Neturei Karta lehnt den israelischen Staat ab.

 

   Der Frühsozialist Moses Hess (1812–1875) schrieb 1862 Rom und Jerusalem mit dem Untertitel Die letzte Nationalitätenfrage. Darin sah er die Epoche nach der Französischen Revolution als „Völkerfrühling“, in dem ein Volk nach dem anderen zu neuem nationalen Leben erwache. Nach Italien („Rom“), das 1859 seine Nationalstaatlichkeit erreichte, sei nun als letztes das jüdische Volk an der Reihe, „das nicht umsonst zwei Jahrtausende hindurch dem Sturm der Weltgeschichte getrotzt und […] von allen Enden der Welt aus den Blick stets nach Jerusalem gerichtet hat und noch richtet.“ Damit sprach Hess als erster jüdischer Autor der Neuzeit den Gedanken an eine jüdische Nation im „gelobten Land“ aus. Er glaubte, die jüdische Wiederbesiedlung Palästinas sei die Bedingung für eine neubelebte jüdische Kultur, die in der Diaspora in Europa allmählich absterbe: „Bei den Juden weit mehr noch als bei den Nationen, die auf ihrem eigenen Boden unterdrückt sind, muss die nationale Selbständigkeit jedem politisch-sozialen Fortschritt vorausgehen.“

 

[[(Moses schrieb Gottes Worte auf, was den „Fluch“ beinhaltet, sollte Israel von Seinen Worten abweichen: (5. Mose 4:27, 28) „Und Jehova wird euch bestimmt unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet in der Tat als eine geringe Zahl übriggelassen werden unter den Nationen, [(nur jene, welche das „GESETZ des Glaubens“ in den Messias erfüllen)] wohin Jehova euch vertreiben wird. Und dort werdet ihr Göttern [(Satan als „Gott dieses Systems“ (z.B. Freimaurer) und menschlichen „Göttern“ und deren Götzen)] dienen müssen, dem Erzeugnis von Menschenhänden, Holz und Stein, die nicht sehen oder hören oder essen oder riechen können.)]]

 

   Das Buch beschrieb noch keine praktischen Siedlungsschritte und wurde 1862 öffentlich kaum beachtet. Es fand erst in den 1890er Jahren begeisterte Zustimmung bei den Zionisten. Fortan galt Hess als Gründer des sozialistischen Zionismus, aus dem später die Kibbuz-Bewegung und die israelische Arbeitspartei hervorgingen.

 

AntisemitismusAntisemitismus

   Im 19. Jahrhundert verbreitete sich der Antisemitismus als politische Ideologie in Europa, vor allem in Russland, Deutschland, Österreich und Frankreich. Sein Ziel war die Ausgrenzung und Vertreibung aller, der getauften [[(„Ebioniten“)]] wie sozial integrierten Juden. Die Begrenzung und Rücknahme gerade erst erworbener Bürgerrechte der Juden verlangten darüber hinaus bürgerliche und christlich-konservative Gesellschaftskreise, wie der Berliner Antisemitismusstreit zeigte. Dies stellte sämtliche Versprechen des Liberalismus von Gleichheit und Toleranz in Frage und ließ sie mehr und mehr als Illusion erscheinen.

 

   Im März 1881 kam es in Russland zu einer Pogromwelle, die den Auftakt für weitere schwere Ausschreitungen gegen Juden in den Folgejahren bildete. Sie wurden oft von lokalen Autoritäten initiiert oder angeführt und vom Zarismus geduldet und geschürt.

 

Erste Alija

Auswanderer nach Israel aus Osteuropa in sozialistischen Komuneen in Israel   Die russischen Pogrome bewirkten eine fluchtartige, unkoordinierte Auswanderung von Juden aus Osteuropa mit verschiedenen Zielen. Einige Gruppen wollten in den USA eigene Siedlungsräume erwerben, um dort sozialistische Kommunen aufzubauen. Sie bezeichneten sich als Am Olam („Weltvolk“) und grenzten sich gegen diejenigen ab, die lieber nach Palästina wollten. Ihre Pläne scheiterten jedoch in den Folgejahren.

 

   Nur ein Bruchteil auswandernder Juden wählte Palästina zur neuen Heimat. Seit etwa 1870 hatten sich osteuropäische jüdische Familien allmählich dort angesiedelt. Sie betrieben als Landwirte Ackerbau und Viehzucht und kultivierten dazu Wüstenland. Diese Perspektive schien vielen einfachen und religiösen Juden naheliegend, war aber kaum von zionistischen Motiven bestimmt und organisiert. Bis 1904 wuchs ihre Zahl auf etwa 24.000 meist osteuropäische Juden.

 

Geschichte bis 1945

 

Chibbat Zion

   Als eigentlicher Beginn der zionistischen Bewegung gilt die ab 1880 entstandene osteuropäische Sammlungsbewegung Chibbat Zion („Zionsliebe“). Deren Ortsvereine waren in vielen russischen und rumänischen Städten vertreten und nannten sich Chowewe Zion („Zionsfreunde“). Sie sammelten etwa 3000 Auswanderungswillige für gemeinsame Siedlungsprojekte in Palästina. Im Sommer 1882 erreichte die Studentengruppe Bilu als erste dieses Ziel und baute die Siedlung Rischon-le-Zion („Erste in Zion“) auf.

 

   Diese Pionierarbeit mit dem Pflug wurde zum Vorbild für weitere Siedlergruppen. So entstanden Gedera im ehemaligen Judäa, Rosch Pinah und Jessod Hamaalah in Galiläa, Zichron Ja’akow in Samarien. Die 1878 von Jerusalemer Juden gegründete Siedlung Petach Tikwah nördlich von Jaffa wurde erneuert.

 

Arzt Leo Pinsker: PalästinaliebeLeo Pinsker

   Der Arzt Leo Pinsker (1821–1891) hatte bis 1881 in seiner Heimatstadt Odessa nationaljüdische Bestrebungen strikt abgelehnt. Unter dem Eindruck der landesweiten Pogrome bereiste er Westeuropa, um die Aufnahmebereitschaft für verfolgte russische Juden zu sondieren. Im Sommer 1882 schrieb er in Berlin in wenigen Wochen das Buch Autoemanzipation und mahnte darin: „Als Jude geplündert sein oder als Jude beschützt werden müssen ist gleich beschämend, gleich peinlich für das menschliche Gefühl der Juden.“ Kern des Problems sei deren Ausgrenzung durch den Hass ihrer Umwelt. Dessen Ursache sei das Festhalten der verstreuten jüdischen Gemeinden an ihrer Einheit als Judentum. Dies habe auf die Völker Europas wie die „geisterhafte Erscheinung eines wandelnden Toten“ gewirkt und eine „Judophobie“ ausgelöst. Alle oft unlogischen vorgebrachten Argumente der Judenfeinde seien nur rationale Verschleierung ihrer tiefen Psychose, die sich seit 2000 Jahren weitervererbe. Diese Krankheit sei nur durch Beseitigen ihrer Ursache zu heilen, der außerordentlichen Lage der Juden. Sie müssten wie alle Völker endlich eine eigene Heimat, einen Staat erhalten, um so den übrigen Nationen ebenbürtig zu werden.

 

[[(Auch Leo Pinsker stellt nicht Gottes Forderung in den Vordergrund, sondern nur die Auswikungen des „Fluches“ wegen Missachtung des „GESETZES des Glaubens“ in den „Propheten gleich mir (Mose)“ (5.Mo 18:15-19))]]

 

    Nur die Juden selbst könnten diese Lösung der Judenfrage erreichen [[(??? Dies ist Sache Jesu, wen er als „Juden“ anerkennt, als sein „Schaf“ am Gerichtstag zur Rechten stellt)]]. Nicht die Gewährung ihrer Gleichberechtigung durch andere, sondern nur ihre Selbstbefreiung als selbständige und selbstbewusste Nation könne ihnen Achtung verschaffen. Wo sie verfolgt würden, sollten sie sofort auswandern: nicht in neue Zerstreuung, sondern in ein geschlossenes Gebiet, um dort mit Zustimmung der Großmächte ein Gemeinwesen aufzubauen. Der Ort sei dafür zweitrangig: Er könne in Palästina oder in Nord- oder Südamerika liegen. Dieser Aufruf erschien anonym und fand zunächst nur ein geringes Echo. 1884 wurde Pinsker ein Führer der osteuropäischen „Zionsfreunde“ und übernahm damit deren Ziele in Palästina. Durch die zum Teil unerwarteten praktischen Probleme der Siedler trat das ursprüngliche Ziel Pinskers, einen jüdischen Nationalstaat aufzubauen, jedoch zunächst zurück: Die Selbstorganisation der Zionsfreunde drohte zu scheitern und musste Spenden von reichen Gönnern annehmen. Vor allem das Engagement von Edmond Rothschild (1845–1934) verhalf ihr zum Fortbestand und veränderte sie zu einem philanthropischen Hilfswerk ohne nationale Ansprüche.

 

Nathan Birnbaum

   Der aus Wien stammende Nathan Birnbaum (1864–1937) gilt als Schöpfer des Begriffs Zionismus, der erstmals schriftlich in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Selbst-Emancipation am 16. Mai 1890 auftaucht und sich schnell als geläufigen Bezeichnung für die jüdische Nationalbewegung durchsetzte, nicht nur bei Befürwortern und Gegnern des Zionismus, sondern auch bei Antisemiten. Obwohl Zionist, forderte Birnbaum, anders als Theodor Herzl, die volle, auch die ethnisch-kulturelle Gleichberechtigung der Juden in der Diaspora (Die nationale Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Land, 1893) und wandte sich später vom Zionismus ab.

 

USA

 

Louis Brandeis

   Louis Brandeis war ein US-amerikanischer Jurist und erster jüdischer Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Er wurde 1916 von US-Präsident Woodrow Wilson ernannt und blieb bis 1939 im Amt. Brandeis war ein zentraler Wortführer des amerikanischen Zionismus sowie Unterstützer des progressiven Flügels der Demokratischen Partei in den USA.

 

Theodor Herzl

Theodor Herzl: Der Judenstaat   Angesichts des deutschen Rasse-Antisemitismus, wie ihn 1880 etwa Karl Eugen Dühring vertrat, hatte sich Theodor Herzl (1860–1904) zum Zionisten gewandelt. Während der Dreyfus-Affäre in Frankreich schrieb er 1896 das Buch Der Judenstaat – Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage. Darin führte er seine Idee einer souveränen staatlichen Organisation aus, um dem planlosen und zerstreuten Auswandern von europäischen Juden ein gemeinsames Ziel zu geben und Siedlungsaktionen völkerrechtlich abzusichern. Dabei dachte Herzl anfangs noch nicht unbedingt an einen jüdischen Staat in Palästina; Ostafrika oder Südamerika waren ihm ebenfalls genehm. Er begründete seine Idee kaum mit religiösen Motiven, sondern mit dem Scheitern der Jüdischen Emanzipation gerade in den angeblich „zivilisierten“ Ländern Europas. So hatte er bis dahin besonders Frankreich als Hort des sozialen und kulturellen Fortschritts gesehen. Nun urteilte er, der Antisemitismus werde nie verschwinden, alle Bemühungen der Juden um Assimilation würden ihn eher noch verstärken. Nur die Sammlung der Juden in einem eigenen Land könne daher der Ausweg sein.

 

(Erstausgabe von Herzls Der Judenstaat)

 

   Herzls Buch wurde anders als die Bücher seiner Vorläufer viel beachtet und gab den Anstoß zum internationalen Zusammenschluss der bestehenden nationaljüdischen Vereine. Am 29. August 1897 trafen daraufhin 200 von ihren Vereinen gewählte Delegierte in Basel zum ersten Zionistenkongress zusammen. Dort forderte Herzl zusammen mit dem Organisator David Farbstein erstmals einen völkerrechtlich legalisierten Judenstaat in Palästina. Daraufhin gründete sich die Zionistische Weltorganisation (World Zionist Organisation, abgekürzt WZO) mit dem Programm: „Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina.“ Dies wurde das gemeinsame Ziel aller zionistischen Strömungen. Das Wort „Judenstaat“ wurde dabei vermieden, um die Gestalt des angestrebten Gemeinwesens nicht festzulegen. Um die Zionsfreunde einzubinden, nannte die Erklärung als erstes Mittel zum Erreichen des Ziels: „Die zweckdienliche Förderung der Besiedelung Palästinas mit jüdischen Ackerbauern, Handwerkern und Gewerbetreibenden.“ Herzl erreichte damit den Vorrang für Diplomatie und konnte Pläne für neue jüdische Siedlungen ohne völkerrechtliche Absicherung zunächst zurückweisen. Er verwies darauf, dass illegaler Siedlungsbau vom Machthaber Osmaniens und damit Palästinas, Sultan Abdülhamid II., nur als Faustpfand für Bedingungen benutzt würde. In den Folgejahren versuchte er ihn und weitere Staatsführer zu überzeugen, darunter Wilhelm II., jedoch ohne entscheidenden Erfolg. Trotz zunehmender Kritik an seinem Vorgehen blieb er bis zu seinem Tod 1904 Vorsitzender des Aktionskomitees.

 

Richtungen

 

Sozialistischer Zionismus

   Ab 1900 entwickelte sich vor allem von Russland aus ein sozialistischer Zionismus. Die marxistische Poalei Tzion und ihr Theoretiker Ber Borochov erlangten darin größte Bedeutung und prägten die spätere Kibbuz- und Arbeiterbewegung in Israel. In Osteuropa gab es zudem die nichtmarxistischen Zionisten-Sozialisten um Nachman Syrkin, die sich nicht auf Palästina als zukünftiges Siedlungsgebiet festlegten, und die Sejmisten um Chaim Shitlowskij, die kulturelle und politische Autonomie in Russland als Zwischenschritt zu einem eigenen Gebiet erreichen wollten. Auch bürgerliche, religiöse und nationalistische Zionisten bildeten eigene Organisationen mit je eigenen Vorstellungen vom Erreichen und Gestalten des erstrebten Judenstaats.

 

   Derweil fand der Zionismus in der europäischen Arbeiterbewegung auch entschiedene Gegenwehr. Ideologisch widersprach die Grundidee des Zionismus von einer „ewigen Judenfeindschaft“ der sozialistisch-materialistischen Gesellschaftsanalyse. Vorgeworfen wurde den Zionisten, dass sie das Problem des Antisemitismus dadurch lösen wollten, dass sie letztlich die Forderung der Antisemiten nach Ausschluss der Juden durch Auswanderung erfüllen würden, statt für eine grundlegende Umgestaltung der Verhältnisse zu kämpfen, die schließlich auch dem Antisemitismus den Nährboden entziehen würde. Die Einschätzungen sozialdemokratischer Theoretiker reichten vom Vorwurf, der Zionismus sei pure Utopie, bis zu seiner Einordnung als erzreaktionäre Ideologie. Jakob Stern schlussfolgerte in einer Rezension von Herzls „Judenstaat“, dass der Zionismus dem Kampf gegen den Antisemitismus aus dem Weg gehen wolle.

 

E.Bernstein: Von den Aufgaben der Juden im Weltkrege    Anders verhielten sich seit dem Stuttgarter Kongress der Internationale 1907, auf der Kolonialismus eine herausragende Rolle spielte, die Sozialistischen Monatshefte, das wichtigste Organ der Revisionisten in der SPD. Sie sahen fortan den Zionismus als eine Art der „sozialistischen Kolonialpolitik“ und betonten die Leistungen der Zionisten im Sinne einer „Kulturmenschheit“, etwa das Urbarmachen von Land. Nachdenklich betrachtete vor allem Eduard Bernstein das Verhältnis von Zionismus, Antisemitismus und Sozialismus. Als einer der wenigen Sozialdemokraten sah Bernstein den Antisemitismus nicht als ein Problem, das sich durch Lösung ökonomischer Widersprüche erledigen lasse, und warnte vor dessen Aufkommen in weiten Teilen des Bürgertums und betrachtete ihn als gefährlicher als den „Radau-Antisemitismus“. Diese Ausweitung antisemitischer Haltungen betrachtete Bernstein als förderlich für den Zionismus und schlussfolgerte daraus, dass auch der Zionismus als emanzipatorische Bewegung gegen Unterdrückungsmechanismen, wie etwa den Antisemitismus, fungieren würde.

 

Kulturzionismus

   Als Kulturzionismus wurde das von Achad Ha'am in der zionistischen Bewegung um 1900 vertretene Streben nach einer grundlegenden Erneuerung der jüdischen Kultur als unabdingbarer Voraussetzung für ein jüdisches Nationalbewusstsein bezeichnet. Die „Judenfrage“, die der Zionismus beantworten sollte, war in den Augen der Kulturzionisten zuerst die Frage nach der Zukunft des Judentums unter den Bedingungen der Moderne.

 

      Achad Ha'am distanzierte sich früh vom „Kongresszionismus“ Herzls, der den Zionismus eher pragmatisch als Antwort auf den europäischen Antisemitismus und die ökonomische Not der Juden Osteuropas und nicht als kulturelle Erneuerungsbewegung sah. Dennoch spielten seine Ideen schon beim Gründungskongress der WZO vor allem in den Debatten zur „Kulturfrage“ eine wichtige Rolle. In deren Zentrum stand die Wiederbelebung der hebräischen Sprache als künftige Nationalsprache.

 

Erez Palästina: Konflikt um Land   Achad Ha'am hatte im Gegensatz zu Herzl eine realistische Einschätzung der arabischen Reaktionen auf eine jüdische Einwanderung, die Herzl in naiver Hoffnung als Willkommenheißen einschätzte. Die Bedrohung europäischer Juden durch den Antisemitismus hatte Ha'am hingegen deutlich unterschätzt, sodass der Kulturzionismus nach dem Holocaust und der Gründung Israels an Bedeutung verlor. Als Ostjude war er trotz seiner rationalen Einstellung stärker als Herzl mit jüdischen Traditionen und insbesondere mit dem Chassidismusverbunden, weshalb er einer kulturell-religiösen Renaissance des Judentums die Priorität einräumte, während Herzl und andere Zionisten die antisemitische Gefahr in den Vordergrund stellten.

 

   Die Kulturzionisten organisierten sich 1901 im Rahmen der WZO durch die Gründung der Demokratisch-Zionistischen Fraktion.

 

Gegner im Judentum

   Der 1897 in Wilna gegründete Allgemeine jüdische Arbeiterbund („Bund“) lehnte die Ideen der Zionsfreunde und eines Judenstaates ganz ab und forderte stattdessen die volle Gleichberechtigung der jüdischen Arbeiterschaft Osteuropas und eine national-kulturelle Autonomie für die dort ansässigen Juden. Manche orthodoxen Juden wiederum sahen in den Zionisten abtrünnige Ketzer, die sich gegen das von Gott verfügte jüdische Exil auflehnten und sich selbst erlösen wollten, statt „demütig“ auf die Ankunft des von Gott gesandten Messias zu warten. Heute gibt es jedoch sehr viele orthodoxe Juden, die Zionisten sind.

 

   In Westeuropa lehnte ein Großteil der Juden Europas zionistische Ziele und Organisationen bis 1933 ab. Liberal-bürgerliche Gruppen wie der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hielten den Antisemitismus weiterhin für „heilbar“ und den Judenstaat für unnötig oder utopisch. Sie befürchteten, zionistische Forderungen würden die Lage europäischer Juden nur verschlechtern und ihren Integrationsbemühungen schaden. Das Ziel eines Judenstaats galt ihnen als Hindernis zur Anerkennung der jüdischen Minderheiten in den jeweiligen Heimatstaaten Europas. Sie kritisierten früh, dass der Zionismus die Juden ebenso wie der Antisemitismus als „fremden Körper“ in den europäischen Nationalstaaten betrachte.

 

   Diese Kritik wird in der Gegenwart von einigen israelischen Historikern wie Anita Shapira aufgenommen.

 

Uganda-Programm

   1903 kam es in und um Kischinew erneut zu einer Pogromwelle gegen russische Juden. Auf dem 6. Zionistenkongress in Basel am 26. August 1903 schlug Herzl daher das britische Uganda-Programm als vorläufige Lösung vor. Er betonte, es berühre nicht das eigentliche Ziel einer Heimstätte in Palästina. Dennoch rief sein Vorschlag heftige Proteste hervor und spaltete fast die zionistische Bewegung. Es kam zu einem Bündnis verschiedener Gruppen, die die Uganda betreffenden Vorschläge in der Zeit von 1903 bis 1905 unterstützten. Daraus ging die Jewish Territorialist Organization (JTO) hervor.

 

   Am 6. Zionistenkongress nahm unter anderem Wladimir Jabotinsky teil. Von da an identifizierte er sich völlig mit Herzls Zielen und wurde zu einem Sprecher des Zionismus. 1923 gründete er dessen revisionistischen Flügel und die Jugendbewegung Betar. Auf dem 7. Zionistenkongress 1905 wurde das Uganda-Programm endgültig fallengelassen. Herzls Nachfolger wurde David Wolffsohn (1905–1911), der die praktische Kolonisation Palästinas unabhängig von der Zustimmung dafür maßgebender Staaten befürwortete. Die „Perspektive Palästina“, mit oder ohne eigenen Staat, verfolgte ebenfalls der „kulturelle Zionismus“ unter Ascher Ginsberg (Ahad Ha'am).

 

Zweite Alija

   Ausgelöst durch die Pogrome von Kischinew im heutigen Moldawien 1903, die Judenverfolgungen nach dem Russisch-Japanischen Krieg und nach der gescheiterten Russischen Revolution 1905, wanderten von 1904 bis 1914 etwa 40.000 meist junge russische Juden nach Palästina aus. Dort wuchs die jüdische Bevölkerung bis 1914 auf etwa 85.000 Menschen an. Die Einwanderer waren von den russischen sozialen Bewegungen geprägt und brachten deren Gedankenwelt nach Palästina mit (Ber Borochov, Aharon David Gordon). Von den eher sozialreformerischen Einwanderern wurde der Hapoel Hazair gegründet, während die sozialrevolutionären, zu denen damals der spätere Ministerpräsident David Ben Gurion gehörte, die Poalei Tzion formierten, die allerdings im Laufe der Jahre ebenfalls eine reformerische Linie einschlug.

 

   1901 gründete die Zionistische Weltorganisation den Jüdischen Nationalfonds (JNF), um nun erstmals jüdische Ansiedlungen in Palästina gezielt zu fördern. 1907 gründete sie das Palästina-Amt in Jaffa, das Arthur Ruppin leitete. 1909 wurden die Jüdische Kolonialbank („Jewish Colonial Trust“) und die Stadt Tel Aviv gegründet, die bis 1938 auf 150.000 Einwohner anwuchs. Die Einwanderer der zweiten Alija verstanden sich als landwirtschaftliche Pioniere (Chaluzim). 1909 gründeten sie den ersten Kibbuz am See Genezareth.

 

Balfour-DeklarationBalfour-Deklaration

   Der Erste Weltkrieg warf die jüdischen Siedler zunächst enorm zurück, da sie zwischen die Fronten des Osmanischen Reichs und Großbritanniens gerieten. Unter osmanischer Hoheit hätten sie nur bei Annahme der türkischen Staatsbürgerschaft in Palästina bleiben dürfen. Dies verschärfte die Konflikte der „praktischen“ Zionisten, die Tatsachen schaffen wollten, mit den „politischen“ Zionisten, die erst die Unterstützung europäischer Großmächte erlangen wollten.

 

   Vor allem Chaim Weizmann erreichte als Vertreter der WZO jedoch durch geschicktes Verhandeln die Zusage der britischen Regierung, die schon bestehenden jüdischen Siedlungen unter ihren Schutz zu stellen und weitere Einwanderung zuzulassen. Am 2. November 1917 gab der britische Außenminister Arthur Balfour brieflich die nach ihm benannte Balfour-Deklaration gegenüber dem engagierten britischen Zionisten Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild ab: Die Regierung betrachte die „Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk mit Wohlwollen“ und werde die „größten Anstrengungen unternehmen, um das Erreichen dieses Ziels zu erleichtern.“ Diese Erklärung übernahm die Zielformulierung der WZO; damit hatte erstmals ein europäischer Staat deren Ziel eines jüdischen Staates in Palästina anerkannt. Dabei sollten die Rechte der ansässigen nichtjüdischen Bevölkerung wie der jüdischen Minderheiten Europas gewahrt werden.

 

Abkommen mit Syrien

   1922 übertrug der Völkerbund Großbritannien das seit 1918 faktisch ausgeübte Mandat, die Balfour-Erklärung zu verwirklichen. Da diese offenließ, wie die „nationale Heimstätte“ der Juden aussehen und erreicht werden sollte, suchte die WZO diese Fragen zunächst einvernehmlich mit den Arabern zu klären. Diese hatten die Balfour-Deklaration nicht abgelehnt und die jüdische Einwanderung begrüßt, sofern dabei arabische Interessen berücksichtigt blieben.

 

König Faisal v. Saudi-Arabien   Am 3. Januar 1919 schloss Weizmann mit Faisal I. das Faisal-Weizmann-Abkommen, in dem Syrien die weitere jüdische Ansiedlung und eine jüdische Interessenvertretung in Palästina anerkannte. Die WZO verzichtete auf eine autonome Regierung und stimmte ihrerseits zu, das Streben der Araber nach einem unabhängigen arabischen Staat zu unterstützen.

 

   Faisal machte seine Zustimmung zu dem Abkommen von der britischen Zusage für ein selbständiges Großarabien abhängig. Diese Zusage hatte der britische Hochkommissar Ägyptens, Henry McMahon, Faisals Vater, König Hussein ibn Ali, 1916 schriftlich gegeben. Dafür hatten die Araber die Briten im Kampf gegen die Osmanen unterstützt.

 

Ausgleich mit den Siegermächten

   Am 27. Februar 1919 erläuterten die Vertreter der WZO, darunter Weizmann, dem Obersten Alliierten Rat ihre Vorstellungen: die Förderung jüdischer Zuwanderung und Ansiedlung von jährlich bis zu 80.000 Juden, ihre offiziell anerkannte Vertretung in Palästina, die Erlaubnis zum Aufbau eines hebräischen Bildungssystems und die bevorzugte Vergabe von Konzessionen für unerschlossenes Land an Juden. Sie verzichteten gegen erheblichen Widerstand in den eigenen Reihen erneut darauf, bereits jetzt eine autonome jüdische Staatsregierung zu fordern. Erst mit einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit in Palästina könne dies geschehen. Dafür erreichten sie die Zustimmung der europäischen Staaten.

 

Beginnender Nahostkonflikt

   Großbritannien konnte sich mit Frankreich nicht über die Aufteilung der Interessenssphären in Nahost einigen und erkannte weder das Faisal-Weizmann-Abkommen an noch die eigenen während des Weltkriegs den Haschemitengemachten Zusagen für ein selbständiges Großarabien, was arabischen Widerstand gegen eine weitere jüdische Besiedlung Palästinas, die nun als gegen die Interessen der großarabischen Nation gerichtete imperialistische britische Politik angesehen wurde, hervorrief.

 

Premierminister David Lloyd George: Herbert Samuel,  Hochkommissar   Daraufhin entstand Widerstand gegen eine weitere jüdische Besiedlung Palästinas bei den dort ansässigen Arabern und denen der weiteren Region. Sie sahen diese nun als Ausdruck imperialistischer britischer Politik, die gegen ihr Ziel einer großarabischen Nation gerichtet sei. Eine Resolution des syrischen Kongresses vom 2. Juli 1919 wandte sich gegen ein jüdisches Gemeinwesen „im südlichen Teil Syriens, Palästina genannt“. Arabische Delegierte protestierten vor einer von US-Präsident Woodrow Wilson entsandten Kommission gegen einen Judenstaat.

 

   Im April 1920 übertrug der Völkerbund Großbritannien das Mandat zur Verwaltung Palästinas und damit zur Erfüllung der Balfour-Deklaration. Premierminister David Lloyd George ernannte mit Sir Herbert Samuel einen britischen Juden zum Hochkommissar in Palästina. Dadurch wuchs die Erbitterung vieler Araber über die Briten und die jüdischen Siedler Palästinas, die sie nun als gegen sich verbündet ansahen.

 

   Im selben Monat griffen Araber in Jerusalem erstmals Juden an, plünderten jüdische Geschäfte, töteten und verletzten jüdische Anwohner. Das britische Militär griff nicht ein. Im Mai 1921 wurden bei neuen arabischen Ausschreitungen 43 Juden in Jaffa ermordet; die ebenfalls angegriffene jüdische Siedlung Petach Tikwa konnte sich erfolgreich verteidigen.

 

Britische Mandatspolitik

   Daraufhin ließ der britische Hochkommissar die weitere jüdische Einwanderung stoppen, um zunächst die Ursachen der Unruhen aufzuklären. Die Untersuchungskommission stellte fest, dass arabische Polizei sich an Übergriffen auf Juden beteiligt hatte, statt diese zu schützen. Zuvor hätten zionistische Behörden „hebräische Arbeit“ propagiert. Juden, die arabischen Großgrundbesitz gekauft hatten, stellten bevorzugt jüdische Neusiedler ein und entließen die ansässige arabische Bevölkerung. Die britische Verwaltung erlaubte nun Juden, aber nicht Arabern, Waffen zu ihrer Selbstverteidigung zu tragenWinston Churchill, damals britischer Kolonialminister, erlaubte weitere jüdische Einwanderung, ohne dass die Gestalt und Grenze des künftigen jüdischen Staates geklärt war.

 

   1920 wurde die zionistische Gewerkschaft Histadrut mit dem Ziel gegründet, die von privaten Investoren gemiedenen Branchen zu besetzen, und wurde so im Laufe der Zeit größter Arbeitgeber in Palästina.

 

   Im Sommer 1921 erklärte ein Zwischenbericht des Hochkommissars, die Umsetzung der Balfour Declaration sei von den „Rechten der ansässigen Bevölkerung“ abhängig. Damit räumte er der arabischen Bevölkerungsmehrheit praktisch das Recht ein, den jüdischen Staat abzulehnen. Zudem machte er den arabischen Nationalisten Mohammed Amin al-Husseini, einen späteren Kollaborateur der Nationalsozialisten, zum Mufti von Jerusalem.

 

   1923 wurde Palästina aufgeteilt. Der kleinere Teil wurde von nun an „Palästina“ genannt, während aus dem größeren Teil Transjordanien (erst als Sultanat, dann als Königreich Jordanien) entstand. Damit sahen die Panarabisten ihre Chancen auf ein eigenes Großpalästina weiter geschwächt.

 

   Seit etwa 1925 fand sich dann die zionistische Hachschara („Vorbereitung“ auf die Auswanderung) in Deutschland. Der Zionismus blieb jedoch Angelegenheit einer jüdischen Minderheit; von etwa 580.000 deutschen Juden gehörten 1932 nur 7500 einer zionistischen Organisation an. Die Mehrheit wollte in Europa bleiben und dort an der Verbesserung der sozialen und rechtlichen Lage für alle Bürger mitwirken.

 

Zeit des Nationalsozialismus

 

Deutschland

   Mit dem Machtantritt der NSDAP am 30. Januar 1933 begann die gesamtstaatliche Judenverfolgung in Deutschland. Erste Maßnahmen des NS-Regimes waren der „Judenboykott“ vom 1. April sowie das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ und das „Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft“ vom 7. April 1933, wodurch viele deutsche Juden Eigentum, Beruf und soziale Stellung verloren.

 

   Am 25. August 1933 trat das Ha’avara-Abkommen („Transfer“) zwischen der Jewish Agency, der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und dem deutschen Reichsministerium für Wirtschaft in Kraft, um die Emigration deutscher Juden nach Palästina zu erleichtern und zugleich den deutschen Export zu fördern. Bis zum Jahresende emigrierten etwa 37.000 der 525.000 in Deutschland lebenden Juden, die meisten (ca. 73 %) zogen zunächst in die europäischen Nachbarstaaten, 19 % nach Palästina, 8 % entschieden sich für ein Land in Übersee. In den Folgejahren bis 1937 blieb die jährliche Zahl der Auswanderer weit unter dem Wert im Jahr der Machtergreifung (1934 waren es 23.000, 1935 21.000, 1936 25.000 und 1937 23.000). Die zionistischen Vereine wuchsen bis 1934 auf 43.000 Mitglieder.

 

   Am 13. September 1933 schlossen sich alle großen deutschjüdischen Verbände, einschließlich der zionistischen, zur Reichsvertretung der Deutschen Juden unter Leo Baeck zusammen. Diese wollte deren Zusammenhalt stärken und die fluchtartige Auswanderung steuern. Dazu beschaffte sie z. B. Einreisepapiere und verwaltete zurückgelassene Immobilien.

 

    Nachdem die Nürnberger Gesetze vom 15. September 1935 den deutschen Juden die Staatsbürgerrechte entzogen hatten, wuchs die Zahl der Ausreisewilligen, obwohl Verbände wie der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens weiterhin zum Bleiben ermutigten.

 

3.Stufe der Nürnberger Gesetze   250.000 deutsche Juden wanderten von 1933 bis zum Kriegsbeginn 1939 in andere Länder aus. Dafür musste ihre Reichsvertretung immer mehr Mittel aufbringen, bis ihre Mitglieder etwa 10 Prozent ihres Einkommens an sie abgeben mussten. Die zionistische Vereinigung durfte von diesen Einnahmen Schulungsfarmen (Hachschara) aufbauen, auf denen Ausreisewillige Landwirtschaft erlernten, um ihren Neuanfang in Palästina zu erleichtern. Von 1933 bis 1941 erreichten etwa 55.000 Juden aus dem Deutschen Reich – etwa ein Viertel aller jüdischen Einwanderer – Palästina. 15.000 bis 20.000 von ihnen missachteten die britischen Einreisevorschriften.

 

Adolf Eichmann in Palästina mit dem Grossmufti    1937 blockierten die deutschen Behörden die Auswanderung deutscher Juden trotz des Ha'avara- Abkommens zunehmendAdolf Eichmann wurde nach Palästina gesandt, um dort Kontakt zur israelischen Untergrundorganisation Hagana aufzunehmen. Eichmann wurde jedoch des Landes verwiesen. In Ägypten traf er al-Husseini, den Großmufti von Jerusalem, der sich seit 1933 mit dem NS-Regime verbündet hatte und später am Holocaust mitwirkte.

 

  Nach dem Anschluss Österreichs am 12. März 1938 verschärfte sich die Lage reichsdeutscher Juden nochmals: Die Novemberpogrome 1938 vom 7. bis 14. November zerstörten Leben und Eigentum Hunderter sowie mit den Synagogen auch die jüdische Kultur in Deutschland und Österreich. Die Konferenz von Évian vom Juli 1938, an der auf Initiative des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt Vertreter von 32 Nationen Möglichkeiten der Auswanderung von Juden aus Deutschland und Österreich diskutierten, verlief praktisch ergebnislos.

 

   1939 richtete die Gestapo auf Anordnung Hermann Görings eine „Reichszentrale für jüdische Auswanderung“ ein. Der Überfall auf Polen am 1. September 1939 brachte drei Millionen polnischer Juden in den deutschen Machtbereich. Bis zum Jahresende wurden 7.000 von ihnen ermordet. Der deutsche Einmarsch in die neutralen Niederlande („Fall Gelb“) am 10. Mai 1940 zwang etwa 20.000 deutschjüdische Emigranten erneut zur Flucht, aus Belgien dann 25.000, aus Frankreich 35.000.

 

Palästina

   Die nationalsozialistische Judenverfolgung beschleunigte den Zustrom europäischer Juden nach Palästina ab 1935 erheblich. Da die Flüchtlinge damals noch bis zu 1000 englische Pfund mitnehmen durften, erlebte Palästina einen wirtschaftlichen Aufschwung, der wiederum den Zustrom von Arabern dorthin verstärkte.

 

Arabischer Aufstand 1936 gegen palästinische Juden   Nachdem 1936 der arabische Aufstand gegen die palästinensischen Juden einsetzte, lehnte die britische Peel-Kommission die Umsetzung der Balfourdeklaration ab und legte im Juli 1937 einen Teilungsplan vor. Danach sollte ein Großteil Palästinas den Arabern, der kleinere Teil mit den meisten jüdischen Siedlungen den Juden zugeteilt werden, Jerusalem und ein Küstenstreifen sollten britisches Mandatsgebiet bleiben. Weizmann, der die WZO seit 1935 leitete, sprach sich auf dem 20. Zionistenkongress für die Annahme dieses Plans aus, um so viele verfolgte Juden wie möglich zu retten. Die Vertreter der Araber lehnten den Plan jedoch ab und verlangten, ganz Palästina zu einem arabischen Staat zu machen.

 

   Dies entflammte den arabischen Aufstand erneut. Die Abwehrkämpfe der Briten zwangen den Mufti al-Husseini zur Flucht aus Palästina. Die Hagana baute mit Hilfe des prozionistischen Briten Orde Wingate eine schlagkräftige, aber rein defensiv ausgerichtete Einheit zum Schutz der jüdischen Siedlungen auf, die Plugot Laila. Ihre Devise lautete Hawlaga (Selbstbeherrschung).

 

International partition proposels   Nachfolgekommissionen der Briten schränkten das den Juden zuerkannte Gebiet immer weiter ein und ließen den Plan Peels schließlich ganz fallen. Im Weißbuch von 1939 legte die britische Regierung einseitig fest, die Balfourdeklaration sei bereits verwirklicht; in fünf Jahren sollten noch maximal 75.000 Juden in Palästina einwandern dürfen. Auf einer Konferenz in London im August 1939 versuchte Neville Chamberlain erfolglos, die Vertreter der WZO zum Verzicht auf einen jüdischen Staat in Palästina zu bewegen.

 

   Die WZO, der Völkerbund und Winston Churchill als Oppositionsführer im britischen Unterhaus lehnten dieses Weißbuch als mit dem britischen Mandat unvereinbaren Vertragsbruch ab. Doch als Premierminister behielt Churchill den Beschluss Chamberlains über das Kriegsende hinaus bei.

 

   1937 gründete sich in Paris der Mossad le Alija Bet, um die illegale Auswanderung (Alija Bet) von europäischen Juden zu koordinieren, meist mit Booten über die Donau nach Rumänien und weiter über den Bosporus nach Palästina. Viele der völlig überladenen Boote sanken unterwegs oder wurden von den Briten vor Erreichen der Küste Palästinas aufgebracht, ihre Insassen in Sammellagern interniert und später auf die Insel Mauritius verbannt. Die WZO erhielt nicht einmal eine britische Erlaubnis zur legalen Aufnahme jüdischer Kinder.

 

   In dieser Zeit begannen jüdische Untergrundorganisationen, gegen die Briten Anschläge zu verüben: ab 1937 der Irgun (Etzel) unter Führung von Jabotinsky, wozu nach einer Aufspaltung der Gruppe 1940 Lechi unter Führung von Avraham Stern hinzukam. 1941 wurde in Palästina die Palmach als jüdische „Elite-Einheit“ der Hagana gegründet, während Al-Husseini in Berlin mit Hitler zusammentraf und Erwin Rommels Afrikakorps sich bereits in Libyen befand. Sein militärischer Vorstoß konnte in der zweiten Schlacht von el-Alamein gestoppt werden, bevor er jüdische Siedlungen erreichte.

 

[[(Die heutigen Bewohner des „Gelobten Landes“ werden am Tag Harmagedons zu „Erblassern“, während „Spross“ die zerstreuten „Schafe Israels“, die „Ebioniten“ oder das endzeitliche „Manasse“ nach dem Israel in den Grenzen die Gott vorsieht sammeln wird)]]

 

Schoah

   Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann der Holocaust (auch Schoah genannt) mit organisierten Massenmorden zunächst an sowjetischen Juden und Deportationen deutscher und osteuropäischer Juden in Ghettos und Lager in Osteuropa. Zwischen Juli und Oktober 1941 fielen die wichtigsten Entscheidungen zur Ausweitung der Judenvernichtung: Nun begann der Bau von Vernichtungslagern, und für deutsche Juden wurde reichsweit das Tragen des Judensterns angeordnet.

 

Die Wannsee-Konferenz zur "Endlösung der Judenfrage"   Am 23. Oktober 1941 erließ Heinrich Himmler ein allgemeines Auswanderungsverbot für Juden in von Deutschland besetzten Gebieten, im November zudem ihre Enteignung und den Verlust ihrer Staatsangehörigkeit bei ihrer Deportation. Seitdem konnten Juden nicht mehr legal auswandern. Am 20. Januar 1942 wurde auf der Wannsee-Konferenz die seit Juni 1941 begonnene „Endlösung der Judenfrage“ von führenden NS-Behördenvertretern für ganz Europa koordiniert und organisiert. Im April 1942 befahl Himmler die vollständige Deportation aller europäischen Juden in die nun fertiggestellten osteuropäischen Vernichtungslager. Ab Juli 1942 wurden die meisten deportierten Neuankömmlinge unmittelbar nach ihrer Ankunft in den Lagern vergast.

 

The Holocaust    Der laufende Holocaust wurde im Herbst 1941 außerhalb Deutschlands bekannt, dies führte aber zu keinen gezielten Gegenmaßnahmen. Eine Jüdische Brigade formierte sich in der britischen Armee (siehe Hannah Szenes). Auf der Biltmore-Konferenz in New York City 1942 forderten die US-Delegierten der WZO und die Gruppe um Ben Gurion erstmals, „die Tore Palästinas zu öffnen“ und dort ein jüdisches Commonwealth mit demokratischer Verfassung nach europäischem Vorbild einzurichten. Dies lehnte die britische Regierung ab und untersagte die Veröffentlichung des Biltmore-Programms in Großbritannien und Palästina.

 

   Seit dem Aufstand im Warschauer Ghetto im Januar 1943 wuchs die Zahl jüdischer Flüchtlinge erneut. Die britische Regierung ließ nun immer häufiger jüdische Siedlungen in Palästina durchsuchen, illegale Einwanderer verhaften und verbot zionistische Zeitungen. 1944 weiteten die Organisationen Irgun und Lechi ihre Anschläge gegen die Briten aus. Die Hagana nahm Irgunmitglieder fest und lieferte einige von ihnen den Briten aus. Gleichzeitig kämpften etwa 100.000 von bis dahin 500.000 palästinischen Juden mit den Alliierten in Europa gegen die Deutschen.

 

Geschichte seit 1945

 

Auschwitz 1945: Befreiung.. Und dann?Nachkriegszeit

   In den letzten Kriegsmonaten befreiten die Alliierten einige der nationalsozialistischen Vernichtungslager, darunter am 27. Januar 1945 das KZ Auschwitz. Doch kein europäischer Staat außer Frankreich und Schweden erklärte sich nach Kriegsende am 8. Mai 1945 bereit, die Überlebenden aufzunehmen.

 

   Im britischen Wahlkampf versprach die Conservative Party, Palästina aufzuteilen, um den Streit mit den Arabern beizulegen. Die Labour-Partei legte einen Palästinaplan vor, der vorsah, die ganze Region in einen jüdischen Staat umzuwandeln und die arabischen Bewohner durch großzügige Geldmittel zum Auswandern zu bewegen. Nach ihrem Wahlsieg ließ die Labourregierung jedoch nur 1500 Juden monatlich einwandern.

 

   Die WZO forderte, wenigstens die überlebenden KZ-Häftlinge einwandern zu lassen; US-Präsident Harry S. Truman forderte die Briten auf, sofort 100.000 jüdische Einwanderer zuzulassen. Eine auf seinen Druck hin gebildete angloamerikanische Kommission bereiste Palästina und die europäischen Sammellager für Displaced Persons. Sie übernahm danach Trumans Forderung, doch der britische Außenminister Ernest Bevin hielt an dem niedrigen Monatskontingent fest.

 

   Daraufhin nahm der Zionistenkongress in Genf [[(in Basel)]] 1946 das Biltmore-Programm als Basis für seine Ziele an. Dies blieb in der WZO umstritten; radikale Gruppen forderten offenen Widerstand gegen die britische Mandatsregierung, andere einen binationalen Staat mit gleichen Rechten für Juden und Araber. Denn nur im Einvernehmen mit den arabischen Nachbarstaaten sei ein jüdischer Staat dauerhaft lebensfähig, wobei die arabischen Teile Palästinas jüdischer Besiedlung offenstehen müssten. Araber sollten sich mit Juden gegen Großgrundbesitzer zusammenschließen können. Dies vertraten säkulare linksgerichtete Zionisten, die später die Mapam-Partei gründeten, und deutschjüdische Zionisten wie Martin Buber, Hugo Bergmann, Ernst Simon sowie der Rabbiner und spätere Universitätsleiter Judah Leon Magnes. Die US-amerikanischen Zionisten um Ben Gurion und die sozialistische Mapai-Partei lehnten einen binationalen Staat ab, um den displaced persons mit einem begrenzten jüdischen Staat sofort einen Zufluchtsort anbieten zu können. Die Araber in und um Palästina lehnten einen binationalen Staat ebenfalls ab.

 

   Aus der Sowjetunion wurden seit Februar 1946 etwa 175.000 vom NS-Regime vertriebene polnische Juden in ihr Heimatland abgeschoben, dort aber von den ortsansässigen Polen, die ihren Besitz vielfach übernommen hatten, abgelehnt. 95.000 von ihnen flohen daraufhin, besonders seit dem Pogrom von Kielce am 4. Juli 1946, weiter über Westeuropa nach Palästina. Die Hagana, die jüdische Brigade der britischen Armee und der Mossad organisierten nun gemeinsam diese illegale Einwanderung der Shoa-Überlebenden („Bericha“).

 

   Die Briten ließen 50.000 von ihnen 1945–1946 in DP-Lager in die Amerikanische Besatzungszone nach Deutschland zurückbringen, andere in Zypern internieren. Sie inhaftierten bei einer Razzia am 29. Juni 1946 alle in Palästina auffindbaren Mitglieder der Jewish Agency und andere führende Zionisten und hielten sie wochenlang in einem Lager in Lod gefangen.

 

Gründung des Staates Israel

 

Jüdische Einwanderer 1948Jüdische Einwanderer gehen 1948 nahe Naharija an Land.

   Im Jahr 1946 nahmen dann Etzel-Angriffe, vor allem auf britische Eisenbahnlinien, zu. Palmach-Einheiten sprengten (vom 16. bis 17. Mai) zehn Brücken. Im Gegenzug zu den Terroranschlägen verhafteten die Mandatsträger am 29. Juni alle zionistischen Führer, worauf am 22. Juli Irgun einen Seitenflügel des King David Hotels in Jerusalem sprengte, in dem sich das britische Hauptquartier befand.

 

UNO Beschluss zu Palästina und der Staatsgründung Israels 29.11.47   Die Eskalation der Unruhen zog sich dann durch das ganze Jahr 1947 – bis die Vereinten Nationenam 29. November über den UN-Teilungsplan für Palästina und die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates abstimmten.

 

   Mit dem UN-Beschluss und dem Beginn des britischen Rückzugs nahmen nun die arabischen Unruhen und Anschläge wieder zu. Am Tag nach der Verkündung des UN-Teilungsplans (30. November) begann der zionistisch-arabische Bürgerkrieg. Arabische Kräfte, bestehend aus Dorfmilizen, die von der Arabischen Befreiungsarmee (Arab Liberation Army) unterstützt und durch europäische Söldner wie zum Beispiel Deserteure der britischen Armee und Veteranen der kroatischen Waffen-SS verstärkt wurden, standen jüdischen Milizen, darunter zahlreichen Veteranen des Zweiten Weltkriegs und den Palmach-Truppen, gegenüber. Anfang Dezember rief das Arabische Hochkomitee einen dreitägigen Generalstreik aus. Die Arabische Liga konnte vor dem vollständigen britischen Rückzug keine Invasion durchführen, plante jedoch eine Invasion am Tag nach Abschluss des Rückzugs.

 

   Am 14. Mai 1948 verlas David Ben Gurion in Tel Aviv die israelische Unabhängigkeitserklärung; damit wurde das zionistische Ziel eines Judenstaates erreicht. Die USA erkannten den neuen Staat am selben Tag, die Sowjetunion am 17. Mai an. Das britische Mandat endete am 15. Mai: Mit Beginn dieses Tages griffen die Armeen Transjordaniens, des Irak, des Libanon, Ägyptens und Syriens Israel an. Israel besiegte sie im Palästinakrieg mit Hilfe von Waffenlieferungen aus West- und Osteuropa, der Sowjetunion und den USA. Nun begann die legale Masseneinwanderung von Juden aus Europa in Israel. Als ersten gesetzgeberischen Akt verabschiedete die Knesset 1950 das Rückkehrgesetz, das allen Juden das Recht zusichert, sich in Israel niederzulassen und sofort die israelische Staatsbürgerschaft zu erhalten.

 

Neue Programmatik

   Seit Israels Staatsgründung finden WZO-Kongresse nur noch in Jerusalem statt. Der 23. Kongress 1951 ersetzte das Basler Programm durch das Jerusalem Programm, das als Ziele der zionistischen Bewegung bestimmte:

 

     *  die Stärkung des Staates Israel,

     *  die Einsammlung der Zerstreuten in Eretz Israel,

     *  die Pflege der Einheit des jüdischen Volkes.

 

   Damit rückte das Verhältnis Israels zur jüdischen Diaspora und ihre beiderseitigen Pflichten zum Erhalt des Judentums ins Zentrum der Überlegungen.

Neo-Zionismus.

 

[[((1. Mose 12:6, 7) . . .Und Ạbram durchzog nun das Land bis zur Stätte von Sịchem bei den großen Bäumen von Mọre; und zu jener Zeit war der Kanaanịter im Land. Jehova erschien nun dem Ạbram und sprach: „Deinem Samen werde ich dieses Land geben.“ Die Frage nun lautet, wer die wahren Erben des Gelobten Landes nach Harmagedon und während des tausendjahrreiches Jesu in der allgemeinen Auferstehung sein werden? Die Grafik über Erblasser und Erben gibt klaren biblischen Aufschluss!)]]

 

Erblasser und Erben in Israel
  

Gelb: Gebietsgewinne im Sechstagekrieg    Der Traum der Zionisten, durch die Errichtung eines eigenen jüdischen Staates eine sichere Heimstätte zu finden, erfüllte sich nicht. In einer ihnen feindlich gesinnten Umwelt mussten sich die Israelis ihre Existenz hart erkämpfen und von einer Normalität des Lebens konnte keine Rede sein. Im Juni 1967 besiegte Israel dann im Sechstagekrieg die bedrohlich aufziehende arabische Allianz und konnte gleichzeitig mit der ägyptischen Sinai-Halbinsel samt Gazastreifen, dem jordanischen Westjordanland sowie den syrischen Golanhöhen weitere Gebiete des biblischen Eretz Israel erobern. Dieser Triumph löste eine nationale und religiöse Euphorie aus und belebte den alten zionistischen Geist wieder. Im Zuge dieser Entwicklung brach auch die Diskussion über die Grenzen Israels wieder auf. Gleichzeitig wurde die Awoda als führende zionistische Partei wegen der zögernden Besiedlung der besetzten Gebiete in Frage gestellt. Für den Neo-Zionismus ist die Besiedlung der besetzten Gebiete von zentraler Bedeutung.

 

Gegenpositionen

 

Antizionismus

   Eine besonders verbreitete Gegenposition ist der Antizionismus, der den Zionismus und den Staat Israel ablehnt und bekämpft. Viele Antizionisten betonen den Unterschied ihrer Überzeugung zum Antisemitismus, während Kritiker die Gemeinsamkeiten beider Ideologien betonen.

 

   Antizionisten verstehen den Zionismus heute generell als eine politische Strömung, die die Errichtung und Vergrößerung eines israelischen Territoriums zu Lasten der arabischen Bevölkerung unterstützt. In der arabischen und islamischen wie in der restlichen Welt gibt es Organisationen und Personen, die den Zionismus als solchen kritisieren.

 

   Insbesondere die Mehrheit der Palästinenser und der arabischen Staaten beschuldigen die zionistische Bewegung der Vertreibung der Palästinenser aus ihren Siedlungsgebieten und stellen das Existenzrecht des Staates Israel überhaupt in Frage. Der Zionismus wird von ihnen als fortbestehende Form des Kolonialismus kritisiert. Dieser Streit bildet den ideologischen Hintergrund des Nahostkonflikts.

 

 1975 die Resolution 3379 der UN-Generalversammlung: Zionismus eine Form des Rassismus   Aufsehen erregte im Jahre 1975 die Resolution 3379 der UN-Generalversammlung, in der Zionismus als eine Form des Rassismus bezeichnet wurde. Die Resolution wurde am 16. Dezember 1991 durch die Resolution 4686 von der UN-Generalversammlung mit 111 zu 25 Stimmen bei 13 Enthaltungen zurückgenommen. Nach Verlautbarung des israelischen Außenministeriums habe Israel seine Teilnahme an der Madrider Friedenskonferenz 1991 von der Rücknahme der Resolution abhängig gemacht. 1998 bezeichnete UN-Generalsekretär Kofi Annan die Resolution 3379 als einen Tiefpunkt in der Geschichte der Vereinten Nationen. Die vom Europarat eingesetzte Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) veröffentlichte im Jahr 2005 ein Arbeitspapier über die Formen des heutigen Antisemitismus, in dem sie betonte, dass sich in der Behauptung, der Staat Israel sei „ein rassistisches Vorhaben“, Antisemitismus manifestiere.

 

   Der Zionismus ist bis heute eine Projektionsfläche für Verschwörungstheorien wie die Protokolle der Weisen von Zion.

 

   Auf diese Protokolle berufen sich noch heute verschiedene islamistische Vereinigungen wie die Hamas. Norman Finkelstein vertritt die Theorie, dass das Schlagwort „Zionismus“ von manchen israelischen Parteien dazu benutzt würde, Israel in einem Dauerkriegszustand zu halten, um damit die eigene Macht zu festigen. Er unterstellt dabei den heutigen zionistischen Interessengruppen eine Art Pakt mit den palästinensischen Terrororganisationen.

 

Postzionismus

   Während die WZO diese Verbindung als wesentlich ansieht, ihre Stärkung und die Sammlung der Juden in und um Israel als noch nicht beendet betrachtet, verlangt der Postzionismus die Lösung des Staates Israel von zionistischen Vorgaben, um seine Eigenstaatlichkeit unabhängig von Einflüssen der Diaspora zu begründen.

 

Der Zionismus ist aufgrund der Judenverfolgung durchaus aus menschlicher Sicht verständlich, bleibt aber vergängliches „Menschenwerk“. Die aus dem Exil Babylons zurückgekehrten Israeliten, der Prophet Hosea nennt sie als zweite Tochter „Lo-Ruhama“, die aus Hurerei der symbolischen „Ehefrau“ Jehovas, der aaronischen Priesterschaft und Levis entstand. Die drei Kinder aus ausserehelichem Verkehr stellten Nationen dar.

 

Gottes Drohung wurde Wahrheit und dauert bis zum letzten Tag dieses Systems: „Und sie wurde dann abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und ER sprach weiter zu ihm: „Nenne ihren Namen Lo-Ruhama, denn ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen, weil ich sie ganz bestimmt hinwegnehmen werde.“ (Hos 1:6)

 

Der „Bund mit Levi“ wird einem Ehebund gleichgesetzt. Gott stellte Levi das „Scheidungszeugnis“ (5.Mo 24:1; Jes 50:1) aus, als jene seinen Abgesandten, den Messias getötet hatten, erhöhte Er an ihrer Stelle Jesus zu weit grösserer Macht und Autorität. Jesus bestätigte während der 40 Tage nach der Auferstehung „im Fleische“ dies selbst, was bei seiner Auferweckung unmittelbar nach dem Tod im Himmel als dasselbe Geistwesen Michael (Da 12:1), das er zuvor war geschah: (Joh 17:5) „Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: ‚Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.‘ “ (Mat 28:18 vergl. Off 5:11, 12)

 

An Pfingsten 33 u.Z. öffnete das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Kol 1:13) seine Tore: „Lo-Ammi“ das dritte Kind derselben Mutter begann zu wirken. „Der Bund mit den vielen“ (Da 9:27), mit „Lo-Ruhama“ (Ne 9:38) endete zum Abschluss der siebzigsten Jahrwoche Daniels, als Kornelius als erster der Nationen getauft wurde.

 

Hoseas Prophezeiungen: Gomer und ihre drei Kinder
  

Jedem Juden sind diese Zusammenhänge unverständlich, da sie die Schriften des „neuen Bundes“ zurückweisen, Namenchristen ebenso, weil sie das „Alte Testament“ als vom Neuen abgelöst betrachten. Nur beide als Gesamtes lassen die korrekte Schlussfolgerung zu. Wer eines ablehnt handelt „bestimmt böse“:

 

(Daniel 12:9, 10)  Und er [[(der Engel Jehovas)]] sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse [[(ungesetzlich)]] handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Ohne die Identifikation der im Drama Hoseas handelnden Völker, Kinder derselben hurerischen Mutter „Gomer“ und der korrekten Einreihung der Geschehnisse auf der Zeitachse ist kein Verständnis möglich!

 

Satans Ziel bleibt, dass alle ihm dienen und vor ihm knien, wie er es von Jesus verlangte. Israel, die Namenchristen und die Nationen tun dies, vereint in der UNO, dem „siebenköpfigen wilden Tier“ und sind daher mit der symbolischen „666“ gekennzeichnet (Off 13:11-18).

 

Die arabischen und muslimischen Völker haben das Ziel Juden wie Christen zu vernichten, um schlussendlich unter ihrem Mahdi-Messias Weltherrschaft von Jerusalem her erdenweit auszuüben: Der Staat Israel ist daher „… gegen ihr Ziel einer großarabischen Nation gerichtet“

 

Schauen wir uns aktuelles Geschehen in und um Israel an und vergleichen es mit bisher erlernten Zusammenhängen aus der Sicht Gottes zu betrachten:

 

Palästinensische Autonomiebehörde möchte volle UN-Mitgliedschaft  [2] Mittwoch, 16. Januar 2019 |  NAI Redaktion

 

Riyad al-Maliki, palästinensischer Aussenminister    Die Palästinensische Autonomiebehörde gibt nicht auf. Einem Bericht des Nachrichtenportals Arutz 7 zufolge werden die Palästinenser einen Antrag stellen, als volles Mitglied der Vereinten Nationen anerkannt zu werden. Man würde dies trotz des zu erwartenden amerikanischen Vetos tun, sagte der "palästinensische Außenminister” Riyad al-Maliki.

 

(Archivbild: Riyad al-Maliki (Foto: Flash90))

 

   Seit dem Jahr 2012 hat die Palästinensische Autonomiebehörde den Status eines “Nicht Mitglied - Staates”, was de facto als eine Anerkennung des “Palästinensischen Staates” durch die Generalvollversammlung der Vereinten Nationen angesehen werden könnte. Eine Vollmitgliedschaft würde die internationale Anerkennung des “Staates Palästina” bedeuten.

 

   Eine Mitgliedschaft in der UNO muss zuvor vom Sicherheitsrat bestätigt werden, wo die Vereinigten Staaten das Vetorecht haben. “Es ist uns klar, dass wir von den USA ein Veto bekommen werden, aber das hält uns nicht davon ab, unseren Antrag zu stellen, soll der palästinensische “Außenminister” vor Journalisten gesagt haben. Man werde sich mit den Mitgliedern des Sicherheitsrats beschäftigen, um den Antrag auf Vollmitgliedschaft in einigen Wochen vorzulegen, sagte al-Maliki, der sich zurzeit zusammen mit Palästinenserchef Mahmud Abbas in New York aufhält, um den palästinensischen Vorsitz für die Gruppe der 77 zu übernehmen, einen Zusammenschluss von UNO-Staaten, die vorwiegend zu den Entwicklungsländern gezählt werden.

 

Kritik an Israel

 

Mahmud Abbas (Foto: Flash90)

 

   Mahmud Abbas nutzte die Gelegenheit, um Israel vorzuwerfen, die Entwicklung im Nahen Osten zu behindern. “Die fortgesetzte israelische Kolonialisierung und Besetzung des Staates Palästina untergraben unsere Entwicklung und Fähigkeit zur Zusammenarbeit und behindert die zukünftige Entwicklung aller Völker in der Region”, sagte er. Weiter sagte er, dass er einer friedlichen Lösung verpflichtet sei, um die Besetzung zu beenden und einen unabhängigen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zu realisieren, der Seite an Seite in Frieden und Sicherheit mit dem Staat Israel bestehen werde.

 

   Bis jetzt hat Palästinenserchef Abbas immer wieder die Aufrufe von Ministerpräsident Netanjahu, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, abgelehnt und neue Gespräche von Vorbedingungen abhängig gemacht. Ein von der USA in Vorbereitung befindlichen Friedensplan wurde schon vor seiner Veröffentlichung abgelehnt. Mahmud Abbas boykottiert die USA, seitdem Präsident Trump Jerusalem offiziell als Israel Hauptstadt anerkannt hatte.

 

Das Boykott von Präsident Abbas wird seinem Ziel Vollmitglied der UNO – des „siebenköpfigen wilden Tieres“ zu werden bestimmt hinderlich bleiben. Präsident Trumps Friedensplan für den Nahen Osten bleibt abzuwarten! Dessen Annahme – mit oder ohne Veränderungen – sollte mit der Aussage des Paulus im 1. Brief an die  Thessalonicher in Verbindung gesehen werden:

 

(1. Thessalonicher 5:2-5)  Denn ihr selbst wißt sehr wohl, daß Jehovas Tag genauso kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wann immer sie sagen: „Frieden und Sicherheit!“, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen wie die Geburtswehe eine Schwangere; und sie werden keinesfalls entrinnen. 4 Ihr aber, Brüder, ihr seid nicht in Finsternis, so daß jener Tag euch so überfalle, wie er Diebe [überfallen] würde, 5 denn ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören weder zur Nacht noch zur Finsternis.

 

Satans System ist „Nacht und Finsternis“, nur wo Jesu Worte mit denen der Propheten und Apostel anerkannt und verstanden werden, da herrscht wahre Erkenntnis!

 

Wird Trumps Friedensplan Jerusalem teilen?    [3] Donnerstag, 17. Januar 2019 |  NAI Redaktion

 

US-Präsident Trump an der Klagemauer (Archivbild: US-Präsident Donald Trump an der Klagemauer während seines Besuches in Jerusalem im Mai 2017 (Foto: Nati Shohat/Flash90)

 

   Der israelische Fernsehsender Channel 13 gab gestern in seinen Abendnachrichten Einzelheiten des als “Jahrhundert-Deal” bezeichneten Friedensplans von US-Präsident Donald Trump bekannt. Der Sender bezog sich dabei auf eine amerikanische Quelle.

 
   Dieser Quelle zufolge würde der Friedensplan die Errichtung eines Palästinensischen Staates auf etwas 90 Prozent der Fläche von Judäa und Samaria beinhalten. Hauptstadt dieses Staates soll Ost-Jerusalem sein.

 

   Weiter würden die Amerikaner verlangen, das sich isolierte jüdische Siedlungen nicht über ihre Grenzen hinaus ausweiten dürften, illegale Außenposten sollen dem Plan zufolge evakuiert werden. Insgesamt würde der Palästinensische Staat auf einer Flächer größer als ein zweidrittel der heutigen A- und B-Gebiete sein, die schon jetzt unter der Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde stehen.

 

   Trump würde, so die zitierte Quelle, versuchen wollen, Jerusalem in zwei Hauptstädte aufzuteilen, der Westen der Stadt als israelische und die arabischen und palästinensischen Stadtteile im Osten als palästinensische Hauptstadt.

 

   Der Tempelberg, die Klagemauer und der Ölberg sollen unter israelischer Souveränität verbleiben, allerdings gemeinsam mit den “Palästinensern” verwaltet werden.

 

   Nach der Veröffentlichung des Plans gab die “Neue Rechte”-Partei von Naftali Bennet und Ayelet Shaked eine Erklärung ab und sagte, dass man niemals in einer Regierung sitzen würde, die Jerusalem teilen und einen palästinensischen Staat errichten würde.

 

   Später meldete sich auch der amerikanische Sondergesandte Jason Greenblatt zu Wort. Auf seinem Twitterkonto schrieb er: “Spekulationen über den Inhalt des Friedensplan ist nicht hilfreich. Nur sehr wenige Menschen auf dem Planeten kennen seinen Inhalt... In der nächsten Zeit werden ungenannte Quellen aus nicht reinen Gründen Berichte an die Medien und andere weitergeben. Die Verbreitung von verzerrten oder voreingenommene Geschichten an die Medien ist unverantwortlich und schädlich für den Prozess. Israelis und Palästinenser verdienen es besser...”

 

 

Weder Präsident Trump noch Premierminister Netanjahu werden Gott das Recht streitig machen können, das „Erbe“ dem zu geben, den Er dazu bestimmt hat! „In Trümmer, Trümmer, Trümmer werde ich es legen. Auch was dies betrifft, es wird gewiß [niemandes] werden, bis der kommt, der das gesetzliche Recht hat, und ihm will ich [es] geben.“ (Hes 21:27) Dies bleibt Jesus vorbehalten!

 

Wird der Friedensplan angenommen, so folgt „plötzliche Vernichtung“, weil die heutigen „Assyrer“ kein Israel auf dem von ihnen beanspruchten ganzen Territorium „Palästina“ zulassen. Die Vorhersagen ihres „Allah“ durch dessen Propheten Mohamed verbietet dies klar und deutlich in der „Scharia“.

 

Venezuela: Proklamation zum Interimspräsidenten von Juan Guaido Nicht bloss die Wahlen in Israel verhindern die Veröffentlichung des Friedensplanes sondern auch der neue „Hotspot“, die zwei Präsidenten Venezuelas: Ein drohender Bürgerkrieg und Eingriff von Drittnationen wird im Moment das Interesse der Welt auf jene Region richten!

 

Das Ultimatum von Präsident Maduro, dass sämtliches Botschaftspersonal der USA und anderer Nationen innert 72 Stunden aus Venezuela zurückgezogen werden müsse bleibt dessen Wunschdenken! Diese Forderung wurde vom Interimspräsidenten Juan Guaidó als ungültig erklärt, der innert kürzester Zeit die Anerkennung einer Vielzahl der Staaten auf sich vereinte. Die Legimitation Maduros als Präsident wird ausser seiner Anhänger von der Mehrheit abgelehnt. Er wurde als illegitimer Usurpator deklariert! Führt dies nun zu einer Kriegserklärung? Es gilt abzuwarten. Die Sicherheit des Weltfriedens hängt erneut am seidenen Faden!

 

Unser Blickpunkt bleibt Israel und die sie umgebenden Feinde. Selbst die heutigen „Freunde“ können ihre Position schnell verändern, wenn wie z.B. wie in Venezuela unerwartet ein Interimspräsident aufgestanden ist sich unter den Muslimnationen einer als der verheissene „Mahdi“ deklariert, was schon einige in der Vergangenheit versucht hatten: Zuletzt der Anführer der ISIS, Abu Bakr al-Baghdadi, der seit dem 10. Mai 2010 jenes Terrornetzwerk anführt. Paulus erklärt: „…denn die Szene dieser Welt wechselt“ und dies ohne Voranmeldung. Selbst Jesus erklärt: „Siehe! Ich komme wie ein Dieb. Glücklich ist, wer wach bleibt und seine äußeren Kleider bewahrt, damit er nicht nackt einhergehe und man seine Schande sehe.“ (Off 16:15) Die Mehrheit der Menschen wird unvorbereitet sein!

 

Netanjahu verspricht weitere Angriffe auf iranische Truppen in Syrien  [4] Dienstag, 15. Januar 2019 |  NAI Redaktion

 

Netanjahu verspricht weitere Angriffe auf iranische Truppen in Syrien Israel hat seine frühere Politik der Zweideutigkeit beendet und sagt heute ganz klar, dass es iranische Ziele in Syrien angegriffen hat und dies wieder tun wird.

 

   Nur wenige Tage nachdem die israelischen Behörden die Bombardierung eines iranischen Waffenlagers in Damaskus bestätigt hatten, warnte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Iraner "schnell dort rauszukommen, weil wir unsere Offensivpolitik wie versprochen fortsetzen werden, und dies ohne Furcht und ohne Pause."

 

   Netanjahu sprach während der Zeremonie zur Befehlsübergabe vom bisherigen Generalstabschef Gadi Eizenkot an seinen Nachfolger, Aviv Kochavi.

 

   Eizenkot gab zu, dass Israel in den letzten Jahren "Tausende" Bomben auf iranische und Hisbollah-Ziele in Syrien abgeworfen und Rebellengruppen im kriegszerstörten Land materiell unterstützt hatte.

 

   Der neue Generalstabschef Kochavi wird auch als Falke in Bezug auf die Situation in Syrien gesehen. Jüngsten Berichten zufolge schlug er vor einigen Jahren vor, den Diktator Bashar Assad zu töten und das syrische Regime zu stürzen, der Plan wurde jedoch von der politischen Führung Israels abgelehnt.

 

Da Jehova sich nicht geändert hat, seine Satzungen dieselben sind und bleiben und die Art Seiner Feinde Sein Wort zu missachten bis zum Abschluss des Systems dieselbe bleibt, so sind die Worte Gottes durch Hesekiel an Israel gerichtet auch heute zu beachten! Jehovas grosser Zorn gegen jene, die sich „sein Volk“ nennen, es aber durch ihr Handeln bestimmt nicht sind hat sich nicht abgewendet und wird in vollem Umfang gegen dieses System losgelassen werden!  

 

Die Schutzmauer um Jerusalem: Farbige Tünche gemäss Hesekiel? (Hesekiel 13:1-7)  Und das Wort Jehovas erging weiter an mich und lautete: 2 „Menschensohn, prophezeie hinsichtlich der Propheten Israels, die prophezeien, und du sollst zu denen, die aus ihrem eigenen Herzen prophezeien, sagen: ‚Hört das Wort Jehovas. 3 Dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat: „Wehe den unverständigen Propheten, die nach ihrem eigenen Geist wandeln, wenn nichts da ist, was sie gesehen haben! 4 Wie Füchse an den verwüsteten Stätten sind deine eigenen Propheten geworden, o Israel. 5 Ihr werdet bestimmt nicht in die Breschen steigen, noch werdet ihr eine Steinmauer aufbauen zugunsten des Hauses Israel, um am Tag Jehovas in der Schlacht standzuhalten.“ 6 „Sie haben in einer Vision geschaut, was unwahr ist und lügenhafte Wahrsagung, die, die sagen: ‚Der Ausspruch Jehovas ist‘, wenn Jehova selbst sie nicht gesandt hat, und sie haben darauf gewartet, daß ein Wort wahr wird. 7 Ist es nicht eine unwahre Vision, die ihr geschaut habt, und eine lügenhafte Wahrsagung, die ihr ausgesprochen habt, als ihr sagtet: ‚Der Ausspruch Jehovas ist‘, wenn ich selbst nichts geredet habe?“ ‘

 

Jehova hat Seinem Sohn Jesus alles übergeben, was existiert, nichts davon ist ausgenommen: „Alle Dinge sind mir von meinem Vater übergeben worden, und wer der Sohn ist, weiß niemand als der Vater, und wer der Vater ist, [weiß] niemand als der Sohn und der, dem der Sohn ihn offenbaren will.“ (Lu 10:22) Nur wer den Sohn anerkennt wird auch vom Vater anerkannt werden!

 

(Matthäus 10:32-39)  Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; 33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl [[(Pfahl)]] nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

 

Die Namenchristenheit ist mit dem „Gott Jesus“ in der Dreieinigkeit verbunden, nicht mit dem „Menschensohn“ der als Gottes himmlischer Abgesandter „Fleisch wurde“. Die fleischlichen Juden lehnen ihn als Messias ab!

 

Eine Mauer die Palästina und Israel trennt und Schutz vor Terrorangriffen bietetVergleichen  wir Jesu Aussage mit den weiteren Worten Jehovas durch Hesekiel an jene, die falsches Prophezeien:

 

 (Hesekiel 13:8-12)  ‚Dies ist daher, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat: „ ,Weil ihr Unwahres geredet und ihr in einer Vision Lüge geschaut habt, darum, siehe, bin ich gegen euch‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova.“ 9 Und meine Hand hat sich schließlich gegen die Propheten gewandt, die in einer Vision Unwahres schauen und Lüge wahrsagen. In der Gruppe der Vertrauten meines Volkes werden sie nicht verbleiben, und in das Verzeichnis des Hauses Israel werden sie nicht geschrieben werden, und auf den Boden Israels werden sie nicht kommen; und ihr werdet erkennen müssen, daß ich der Souveräne Herr Jehova bin, 10 darum, ja darum, daß sie mein Volk irregeführt und gesagt haben: „Es ist Frieden!“, wenn kein Frieden da ist, und einer ist da, der eine Scheidewand baut, doch umsonst sind welche da, die sie mit Tünche verputzen.‘

11 Sprich zu denen, die mit Tünche verputzen, daß sie fallen wird. Ein flutender Regenguß wird gewiß eintreten, und ihr, o Hagelsteine, werdet fallen, und selbst ein Schnauben von Sturmwinden wird Spaltung verursachen. 12 Und siehe, die Wand muß fallen. Wird man nicht zu euch sagen: ‚Wo ist der Verputz, mit dem ihr verputzt habt?‘?

 

Ganz ähnliche Worte finden wir in der Offenbarung für den Tag der Abrechnung Jehovas! „Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde [[(gr. pneuma: Geister, Engel)]] der Erde festhalten, damit kein Wind über die Erde oder über das [[(Menschen-)]]Meer oder über irgendeinen Baum [[(Vorsteher)]] wehe. Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen und sagte: ‚Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.‘ “ (Off 7:1-3)

 

Inzwischen handeln Gottes Verworfene so wie sie von ihrem „Gott dieses Systems“ geführt werden:

 

Syrien droht, den Ben-Gurion-Flughafen zu bombardieren  [5] Mittwoch, 23. Januar 2019 |  NAI Redaktion

 

Ben-Gurion Flughafen: Bald schon unter syrischem Angriff?   Der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen sagte am Dienstag der Weltorganisation, dass sein Land (vermutlich mit Hilfe seiner iranischen Verbündeten) den internationalen Ben-Gurion-Flughafen angreifen würde, wenn Israel die Bombardierung von Zielen in dem vom Krieg zerrütteten Land nicht einstellen würde.

 

   "Syrien wird sein legitimes Recht auf Selbstverteidigung ausüben und auf die israelische Aggression gegen den internationalen Flughafen von Damaskus auf dieselbe Weise gegen den Flughafen von Tel Aviv reagieren", warnte der syrische Botschafter Bashar Jaafari die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und forderte, "die wiederholten israelischen Angriffe auf die syrischen Gebiete der Arabischen Republik zu stoppen."

 

   Anfang dieser Woche führte Israel mehrere Luftangriffe gegen iranische Militärziele in der Nähe von Damaskus durch. Der kürzlich pensionierte Stabschef der israelischen Armee, Gadi Eisenkot, bestätigte Anfang dieses Monats, dass Israel in den vergangenen Jahren Tausende Bomben auf iranische Ziele und die Ziele der Hisbollah in Syrien abgeworfen hatte.

 

   Die israelischen Angriffe wurden größtenteils mit stillschweigender russischer Zustimmung und klarem grünem Licht der Trump-Regierung durchgeführt.

 

   Es ist unwahrscheinlich, dass Syrien selbst die Fähigkeit hat, seine Drohung wahr zu machen, aber der Iran und die Hisbollah können es. Und obwohl beide sicher wissen, dass ein Angriff auf den Ben-Gurion-Flughafen eine große Eskalation bedeuten würde und eine vernichtende israelische Reaktion zur Folge hätte, fürchten manche, sie könnten verrückt genug sein, um die Folgen zu missachten.

 

Wir erwarten gespannt, wie sich die Lage in und um Israel weiter entwickelt. Wir möchten nicht in „Finsternis“ sein, was der „Ruf ‚Frieden und Sicherheit‘ “ mit sich bringen wird. 2019 ist zudem ein Ausgleichsjahr mit dem Monat Veadar, der in der Zeitangabe von Daniel mit 1335 Tagen eine Rolle spielt.

 

Dass die Angst vor einem kommenden Krieg und um der Misere in Gasa zu entweichen dazu geführt hat, dass Tausende von Jugendlichen und Gebildeten aus dem Gasa-Streifen ihrer Heimat den Rücken zukehren erscheint aufgrund der Glut kommenden Feuers mehr als verständlich zu sein! Nicht alle lassen sich für die fanatischen Ideen der Führer der Hamas begeistern! Vor allem gut ausgebildete ziehen ein Exil der kommenden Auseinandersetzung vor!

 

Die Flucht aus Gaza  [6] Montag, 14. Januar 2019 |  NAI Redaktion

 

Flucht aus Gaza   Tausende junge Gazaner haben in den letzten acht Monaten den Gazastreifen verlassen. Unter ihnen auch viele Ärzte. Wie das Nachrichtenportal Ynet berichtet, ist zwischen den Monaten Mai und September 2018 jeder zweite Mensch, der den Gazastreifen verlassen hatte, nicht zurückgekommen. Eine Tatsache, die die Hamas gerne verheimlichen würde.

 

(Bild: Bewohner des Gazastreifens warten am Grenzübergang in Rafah (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90))

 

   Dem Bericht von Ynet zufolge haben in den Monaten Mai bis September, an denen der Rafah-Grenzübergang geöffnet war, 36000 Bewohner den Gazastreifen nach Ägypten verlassen. Bis heute sind jedoch nur 17000 von ihnen in den Gazastreifen zurückgekehrt, was bedeutet, dass jeder zweite den Gazastreifen verlassen hatte, um zu einem anderen Ort auf der Welt zu gelangen.

 

   Grund dafür ist die schwierige Lage im Gazastreifen, wo die Arbeitslosenquote bei 53 Prozent liegt und der durchschnittliche Tageslohn um die 62 Shekel (ca. 15 Euro) beträgt. Viele junge gebildete Menschen sehen im Gazastreifen keine Möglichkeit, sich zu entfalten. Auch ein erfolgreiches Studium garantiere keine sichere Zukunft, wie ein junger erfolgreicher Absolvent der Wirtschaftswissenschaften sagte.

 

   Doch die Ausreise aus dem Gazastreifen ist keine billige Angelegenheit. So verlassen täglich nur zwischen einigen Dutzend oder einigen Hundert Menschen den Gazastreifen, je nachdem, welche Zahl die ägyptischen Behörden genehmigen. Daher ist die Warteliste lang, es sei denn, man trägt sich in eine besondere Liste ein, die von einem privaten Büro in Zusammenarbeit mit ägyptischen Beamten geführt wird. Um in diese Liste zu kommen, muss allerdings bezahlt werden. Und das nicht zu wenig. Dem Bericht zufolge kostet die Eintragung in die Liste 1500 US-Dollar, eine enorme Summe im Vergleich zum durchschnittlichen Einkommen im Gazastreifen. Doch oft ist dies der einzige Weg, um den Gazastreifen verlassen zu können, es sei denn, man ist krank und benötigt eine besondere Behandlung oder Student.


Passkontrolle am Rafa-Grenzübergang aus Gasa nach Ägypten(Passkontrolle am Rafah-Grenzübergang nach Ägypten (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90))

 

   Die Tatsache, dass ausgerechnet viele Ärzte den Streifen verlassen, ist zu einem großen Problem geworden. Die medizinische Versorgung dort steht eh immer wieder vor dem Zusammenbruch, es fehlen ohnehin viele Ärzte. Doch einigen Ärzten war die persönliche Zukunft von ihnen und ihren Familien wichtiger. Daher entschieden sie sich, den Gazastreifen zu verlassen. Dem Bericht zufolge haben bis zum November 82 Ärzte den Gazastreifen verlassen und sind nicht wieder zurückgekommen.

 

   Für die schlechte wirtschaftliche Lage wird von einem der Ärzte, die Gaza verlassen haben, übrigens nicht Israel, sondern Palästinenserchef Mahmud Abbas verantwortlich gemacht. Die Lage habe sich durch die wirtschaftlichen Sanktionen der Palästinensischen Autonomiebehörde verschlechtert, sagte ein Arzt, dessen Gehalt um 60 Prozent gekürzt wurde, was dem Arzt keine andere Wahl ließ, als den Gazastreifen mit seiner Familie zu verlassen, als der Grenzübergang geöffnet wurde.

 

   Der Trend, dass immer mehr junge Menschen den Gazastreifen verlassen, veranlasste einen Professor der islamischen Universität in Gaza in einem Post auf Facebook ein Gesetz zu fordern, dass qualifizierten Menschen und Angestellten wichtiger Berufe die Ausreise untersagen soll, aus Angst, sie könnten nicht wieder zurückkommen.

 

Damit sind wir am Ende aktueller Meldungen im Vergleich mit biblischen Vorhersagen angelangt. Es gäbe noch vieles zu berichten aber die herausragendsten Ereignisse helfen uns etwas höhere Gewissheit zu erlangen, dass sich Gottes „Tag der Rache“ und unserer Befreiung aus der Sklaverei dieses Systems nähert!

 

Dir, lieber Bruder, liebe Schwester und liebe Interessierte wünschen wir Gottes Segen vor allem, dass er Euch und uns genaues Verständnis ermöglicht, welches die „Zeichen“ der Endzeit anbetrifft, damit wir wachsam bleiben und ausharren im Zeugnisgeben für Jesus, unseren Retter!

 

 

„DER WEG“

 

Urs Martin Schmid

 

 

 

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Lehrer der guten Botschaft: Der Brief an Titus (61 u.Z.)

 

 

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[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus 

[2] http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/34832/Default.aspx

[3] http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/34839/Default.aspx

[4] http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/34828/Default.aspx

[5] http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/34873/Default.aspx

[6] http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/34822/Default.aspx