Newsletter „DER WEG“ 7/01-3   Januar 2007

Neubearbeitung: 8.5.09 / 22.12.17

 

 

Lehrer der guten Botschaft:  7.1.3  Bist du ein reines Gefäss, zu einem edlen Zweck oder ein Gefäss für die Zerstörung bestimmt?

 

   Ob wir Gottes Willen tun oder ob wir uns gegen ihn auflehnen und Gottes ausdrücklichen Auftrag widerstehen, dies entscheidet jeder von uns selbst! Wenn Gott uns gewisse Dinge zu tun gebietet und andererseits bittet andere Dinge zu unterlassen, so entscheidet unser Handeln darüber, wie unser Urteil am Tag des Gerichts ausfallen wird: Ein „reines Gefäss, zu einem erhaben Zweck zu sein oder „ein Gefäss, das der Zerstörung dient!

 

   Die Nation Israel unterliess es mit der Zeit auf Gott zu hören, obwohl Jehova sie aus allen anderen Völkern erwählt hatte. Er musste sie mehrmals hart massregeln, nachdem sie nicht auf seine Abgesandten, die Propheten gehört hatten! Sie stammten dem Fleische nach von Abraham ab, hatten aber durch Abstumpfung des Empfindungsvermögens vergessen, dass Jehova warnend sagte, dass das, was „Same Abrahams“ genannt werden würde von Isaak her stamme, der die Verheissung erhalten hatte! Ismael, obwohl auch Same Abrahams hatte die Verheissung nicht erhalten.

 

Abrahams Same, Jehovas "Frau": Das symbolische Drama von Hagar und Sara
  

Genauso ist nur jener wahrer Same des Christus, der den Glauben und die Werke des Christus nachahmt, so wie jener sich als wahrer Same Abrahams erwiesen hatte, weil er Glauben durch Werke des Glaubens bekräftigte! Nur jene haben die Verheissung auf ewiges Leben! Der Jünger Jakobus weisst auf diesen Umstand deutlich hin: (Rö 9:6-9; 11:7-10)

 

*** Rbi8  Jakobus 2:14 ***

Von welchem Nutzen ist es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Dieser Glaube kann ihn doch nicht etwa retten?

 

   Bei unserer Taufe werden wir dazu berufen Jesu Fussstapfen exakt nachzufolgen. Nur wenn wir der Berufung getreu bis zum Ende ausharren, dann wird unsere Berufung auch durch Auserwählung festgemacht! Jesus und die Apostel gaben hierzu Beispiel, wie vor ihnen bereits die Propheten. Gottes Gebote zu halten ist nicht zu schwer für den Menschen!

 

   Wir sollten uns hüten uns darüber vor Gott zu beklagen, wie wir gemacht sind! Der Töpfer wird schlussendlich bestimmen, ob unser Gebilde zu einem vornehmen Zweck dienen wird oder ob es zerstört werden wird! Wer Gottes ausdrücklichem Willen widersteht und Gott widerspricht soll bedenken, dass er zwar wegen Gottes Geduld lange geduldet sein kann, der Tag an dem Gott seinen Zorn entlädt aber nahe gekommen ist!

 

Hoseas Frau und Kinder: Die logischen Zusammenhänge im Ablauf der Ereignisse im Überblick *** Rbi8  Römer 9:19-26 ***

Du wirst daher zu mir sagen: „Warum bemängelt er noch? Denn wer hat seinem ausdrücklichen Willen widerstanden?“ 20 O Mensch, wer bist du denn in Wirklichkeit, daß du Gott widersprichst? Wird das Gebilde zu seinem Bildner sagen: „Warum hast du mich so gemacht?“? 21 Was? Hat der Töpfer nicht Gewalt über den Ton, um aus derselben Masse ein Gefäß für einen ehrenhaften Gebrauch, ein anderes für einen unehrenhaften Gebrauch zu machen? 22 Wenn nun Gott, obwohl gewillt, seinen Zorn zu zeigen und seine Macht kundzutun, [die] Gefäße des Zorns, die zur Vernichtung passend gemacht sind, mit viel Langmut duldete [[(„Lo Ruhama“)]], 23 damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte, die er zur Herrlichkeit im voraus bereitet hat, 24 nämlich uns, die er nicht nur aus [den] Juden berufen hat [[„Lo-Ammi“]], sondern auch aus [den] Nationen, [was dann]? 25 Es ist so, wie er auch in Hosea sagt: „Die nicht mein Volk sind, will ich ‚mein Volk‘ nennen und sie, die Nichtgeliebte, ‚Geliebte‘; 26 und an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: ‚Ihr seid nicht mein Volk‘, dort werden sie ‚Söhne des lebendigen Gottes‘ genannt werden.“

 

   Deutlich bestätigt Paulus, dass Hoseas zweite Tochter, „Lo-Ruhama“, das aus dem Exil zurückgekehrte Juda von Jehova keine Barmherzigkeit mehr haben wird, Paulus aber, der sich zum dritten und letzten Sohn von der „Hure“ „Gomer“ mit einbezieht, als Getaufter in „Lo-Ammi“, die Gott „nicht (als) mein Volk“ anerkennt die Christenheit. Wir sind doch Jesu Volk im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und erlangen Gottes Gunst ausschliesslich über den Mittler Jesu. Erst mit Ausscheidung der „Schafe“ zur Rechten Jesu beginnt unsere Anerkennung.

 

   Paulus spricht zweifelsfrei von Gottes bevorstehendem Gerichtstag! Er spricht von einer Zeit, wo Jehova mit uns Geduld geübt hat und einer Zeit, wo er seinen Zorn über jene ergehen lässt, die ihm willentlich widerstanden haben. Es ist ebenso eine Zeit, wo Gott grosse Barmherzigkeit denen gegenüber zeigen wird, die ihre Berufung nach oben festgemacht haben, um im kommenden System innerhalb der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ allen Menschen offenbar gemacht zu werden und Jesus und den Aposteln als Priesterkönige zu dienen!

 

   Was aber meint Paulus mit Gefässen, die Gott „zur Herrlichkeit im voraus bereitet hat“? „... damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte, die er zur Herrlichkeit im voraus bereitet hat, nämlich uns, die er nicht nur aus [den] Juden berufen hat, sondern auch aus [den] Nationen, [was dann]? Gemeint ist ganz offensichtlich „Lo-Ammi“, all jene, die sich in Christus taufen liessen und das „GESETZ des Christus“ angenommen haben und danach leben.

 

   Paulus spricht vorab von den zwölf Aposteln, ihn eingeschlossen, die von Jehova durch Jesus zu einem besonderen Zweck auserwählt worden waren! Jesus hatte nur dieser, seiner „kleinen Herde“ bestätigt, dass es Jehova wohlgefallen habe ihnen „das Königreich zu geben“.  Nun aber war diese Barmherzigkeit ausser auf Juden die Jesus als Messias angenommen hatten zudem auch auf Menschen aus den Nationen erweitert worden, um Anteil an der kommenden Verwaltung und am ewigen Leben zu haben!

 

   Jeder von uns muss somit selbst durch Prüfung des Glaubens und der Werke erkennen, ob er wirklich ein „Gefäss der Barmherzigkeit“ darstellt oder ein „Gefäss der Zerstörung“ sein wird! Die Richtlinien waren hierzu seit langer Zeit offengelegt worden! Der Tag der Urteilsvollstreckung wird es an den Tag legen, wer erniedrigt und wer erhöht werden wird.

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

1.3............. Bist du ein „reines Gefäss, zu einem edlen Zweck“ bestimmt oder ein „Gefäss für die Zerstörung“ ausgesondert?.. 3

1.3.1........... Gefässe, die Gott auf ihre Nützlichkeit hin beurteilt 3

1.3.1.1........ Der Töpfer entscheidet über den Ton! 3

1.3.1.2........ Anhand eines zerbrochenen Töpfergefässes soll Jehovas Vorsatz deutlich werden. 4

1.3.1.3........ Die Nation Israel war ein „zu einem heiligen Zweck auserwähltes Gefäss 5

1.3.1.4........ Nationen als „unreine Gefässe“, um Menschen darin zu sammeln. 6

1.3.1.5........ Das Königreich der Himmel sammelt die „guten Fische“ in „reine Gefässe 7

1.3.1.6........ Die „unreinen Gefässe“ der Kirchen „Babylons der Grossen“ verlassen, bevor jene zerschlagen werden! 7

1.3.1.7........ Eine untgereue Ehefrau die vom Besitzer weggesandt wurde. 9

1.3.2........... Paulus als das von Gott durch Jesus „auserlesene Gefäss, zu einem vorherbestimmten Zweck“. 10

1.3.2.1........ Paulus, ein „auserlesenes Gefäss. 10"

1.3.2.2........ Paulus wird durch den Propheten Agabus auf seine Art zu sterben vorbereitet 11

1.3.2.3........ Paulikaner“ und „Ebioniten“ bildeten in ihrer Gesetzestreue eine Einheit 12

1.3.3........... Der unbegründete Vorwurf, Paulus „lehre Abfall vom GESETZ Mose. 13

1.3.3.1........ Lehrte Paulus wirklich „Abfall vom GESETZ Mose“ oder wurde ihm das nur durch seine Feinde unterschoben?  13

1.3.3.2........ Das Gerücht, Christen ständen nicht unter Mose GESETZ zeigte sich als bösartige Irreführung. 14

1.3.3.3........ Jesu Joch ist sanft und befreit vom harten Joch und „Sklaverei der Sünde 15

1.3.3.4........ Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ behauptet, dass Christen nicht unter den Geboten stehen würden. 16

1.3.3.5........ Paulus verteidigt sich, dass er und seine Nachfolger das ganze GESETZ Mose halten! 16

1.3.3.6........ Die Festnahme des Paulus im Tempelbezirk aufgrund falscher Beschuldigungen durch Juden. 17

1.3.3.7........ Nur ein reiner, beschnittener Jude darf den inneren Tempelbezirk betreten! 18

1.3.3.8........ Paulus war von Jesus zu den Nationen in der Ferne ausgesandt 19

1.3.4........... Was wird mit deinem „Gefäss“ am Tag der Urteilsvollstreckung geschehen?. 21

1.3.4.1........ Die „Gefässe des öffentlichen Dienstes“ wurden mit Blut gereinigt 21

1.3.4.2........ Der Brief an die Hebräer war in erster Linie an beschnittene Ebioniten gerichtet 22

1.3.4.3........ Die „Gefässe des Zorns“ werden zerschlagen. 25

1.3.4.4........ Die „Trennwand“ die „unreine von reinen Gefässen abtrennte“ wurde eingerissen und eine neue Wand zwischen Reinem und Unreinem aufgerichtet 28

1.3.4.5........ Sünden die „wie Scharlach“ sind sollen reingewaschen werden! 28

1.3.5........... Die „edlen Gefässe“, die dem König der ganzen Erde dienstbar sein werden. 29

1.3.5.1........ Edle Gefässe“ zur heiligen Verwendung. 29

1.3.5.2........ Literale Gefässe und ihre menschliches Sinnbild. 30

1.3.5.3........ Gefässe“, die durch „Berührung mit Heiligem“ geheiligt werden. 31

1.3.5.4........ In der Umgebung des Königs werden nur „wertvolle Gefässe“ anerkannt 32

1.3.5.5........ Wertvolle Gefässe“ im Zusammenhang zum Dienst im lebendigen Tempel Gottes. 33

1.3.5.6........ Keiner soll den „Augapfel antasten“ des von Jehova Gesandten! 34

1.3.5.7........ Die dreifache Bedeutung der „sieben Zeiten 35


 

1.3                 Bist du ein „reines Gefäss, zu einem edlen Zweck“ bestimmt oder ein „Gefäss für die Zerstörung“ ausgesondert?

 

                                    

1.3.1           Gefässe, die Gott auf ihre Nützlichkeit hin beurteilt 

 

1.3.1.1          Der Töpfer entscheidet über den Ton!

Jeremia musste eine schwierige Lektion von Seiten Jehovas lernen, bevor er weitere Gerichtsurteile über die schon innerhalb kurzer Frist von den Babyloniern belagerte Stadt Jerusalem aussprechen musste. Jehova bittet Jeremia zu einer anschaulichen Lektion in „das Haus des Töpfers“ hinabzugehen. Er wollte ihm dadurch zeigen, dass der Töpfer Macht über den Lehm hat! Dass in diesem Vorbild Jehova selbst der Töpfer ist und wir die Gefässe, die aus dem Staub des Erdbodens, dem Lehm gemacht sind. Dies sollte uns bis in alle Ewigkeit zur Unterweisung dienen!

 

Der Töpfer bearbeitet seinen Ton zum Gefäss, wie er es wünscht*** Rbi8  Jeremia 18:1-4 ***

Das Wort, das von Jehova an Jeremia erging, lautete: 2 „Mache dich auf, und du sollst zum Haus des Töpfers hinabgehen, und dort werde ich dich meine Worte hören lassen.“ 3 Und ich ging dann zum Haus des Töpfers hinab, und da verrichtete er Arbeit auf den Töpferscheiben. 4 Und das Gefäß, das er aus dem Ton machte, verdarb unter der Hand des Töpfers, und er begann wiederum und machte es dann zu einem anderen Gefäß, so wie es zu machen in den Augen des Töpfers recht aussah.

 

Wie bei der Arbeit eines Töpfers nicht jedes Gefäss in der Herstellung so gelingt, wie der Töpfer es sich in seinen Vorstellungen ausmalt, so ist es auch mit den Menschen! Der Töpfer entscheidet, ob ein Gefäss seinen Qualitätsansprüchen entspricht oder eben nicht! So wie der Töpfer weichen Ton einstampft, um daraus ein neues Objekt zu fertigen, so werden all jene für ewig „zum Staub des Erdbodens“ zurückkehren, die Gottes Ansprüche nicht zu erfüllen bereit waren! Wir haben nicht ein Anrecht auf ewiges Leben ererbt, sondern Sterblichkeit zufolge falschen Handelns von Adam und Eva. Die Zusage ewigen Lebens gebührt nur denen, die wahre Gottesfurcht zeigen und Seine Gebote halten. Jesus wird schlussendlich als Richter die „Schafe von den Böcken trennen“, hin zur ewigen Abschneidung, zurück zum „Staub des Erdbodens“ oder hin zu „ewigem Leben“ im kommenden System.

 

Jehova gibt Jeremia selbst seine tiefen Gedanken zur Kenntnis, damit er verstehen möge, was in Kürze mit den Vornehmen und dem König Judas geschehen werde und was der Grund für die weitestgehende Zerstörung Jerusalems einschliesslich es Tempels und des Exils des Volkes sein würde:

 

*** Rbi8  Jeremia 18:5-10 ***

Und das Wort Jehovas erging weiter an mich und lautete: 6 „ ,Vermag ich euch nicht ebenso zu tun wie dieser Töpfer, o Haus Israel?‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Siehe! Wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, o Haus Israel. 7 In irgendeinem Augenblick, da ich gegen eine Nation und gegen ein Königreich reden mag, um [sie] auszurotten und [sie] niederzureißen und [sie] zu vernichten, 8 und jene Nation tatsächlich umkehrt von ihrer Schlechtigkeit, gegen die ich redete, so will ich Bedauern empfinden über das Unglück, das ich an ihr zu vollstrecken gedacht hatte [[(denken wir an Jonas und die Umkehr Assyriens)]]. 9 Aber in irgendeinem Augenblick, da ich über eine Nation und über ein Königreich reden mag, um [sie] aufzubauen und zu pflanzen, 10 und sie tatsächlich tut, was böse ist in meinen Augen, indem [sie] meiner Stimme nicht gehorcht, so will ich Bedauern empfinden über das Gute, das zu ihrem Guten zu tun ich [bei mir selbst] sagte.‘

 

Jehova spricht von irgendeinem Königreich, über das er sein Urteil fällen wird! Was somit Israel durch die Assyrer und Juda durch die Heere Nebukadnezars geschah, dies schattet nur das viel grössere Urteil wieder, das Jehova nun über „die Könige der Nationen“ gesprochen hat, die sich am Tag Harmagedons im Aufstand an Seinen Besitzanspruch über das Gelobte Land und seine für sich auserwählte Stadt Jerusalem zusammengefunden haben! „Und ich sah drei unreine inspirierte Äußerungen, [die aussahen] wie Frösche, aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des wilden Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten ausgehen. Sie sind tatsächlich von Dämọnen inspirierte Äußerungen und vollbringen Zeichen, und sie ziehen aus zu den Königen der ganzen bewohnten Erde, um sie zu versammeln zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen. ‚Siehe! Ich komme wie ein Dieb. Glücklich ist, wer wach bleibt und seine äußeren Kleider bewahrt, damit er nicht nackt einhergehe und man seine Schande sehe.‘ Und sie versammelten sie an den Ort, der auf hebräisch Har-Magẹdon genannt wird.“ (Off 16:13-16)

 

Der Ton muss mit Wasser gemischt geknetet werden um zur richtigen Masse zu werdenWie der Töpfer ein einzelnes Töpfergefäss, das unter seiner Hand verdarb in die Töpfermasse zurückwirft, wo die Masse neu geknetet wird, so kündigt Jehova jeder Nation Unglück und Urteilsvollstreckung an, die nicht von ihrem schlechten Weg umkehrt! Als Jonas in der Mitte des neunten vorchristlichen Jahrhunderts nach Ninive gesandt wurde, um jener blutvergiessenden Stadt Gottes Botschaft der kommenden Zerstörung zu bringen, da bereuten jene in Sacktuch und Asche, vom König bis zum Sklaven!

 

Schon hört man aus den Worten Jeremias aber auch auferbauende Töne heraus, wo Jehova bereits an den Überrest der Juden im Exil Babylons denkt, die inzwischen bereut haben. Siebzig Jahre nach Jerusalems Zerstörung würden die Zurückgekehrten die von Hosea vorhergesagte zweite Tochter „Lo-Ruhama“ derselben Mutter „Gomer“ bilden. Wie zuvor „Jesreel“, die Nation Samaria, deren Untergang Assyrien 740 v.u.Z. verursacht hatte. Gottes Wohlwollen hatten jene zufolge ihres überbordenden Götzendienstes endgültig verloren, so sollte nun „Lo Ruhama“ die Folgenation sein, der Gott dieses eine Mal Barmherzigkeit erwies und einen Neubeginn gewährte, um Jerusalem und seinen Tempel neu aufzurichten. Als jene aber gar den von Gott gesandten Messias verwarfen kam ihre endgültige Verurteilung: „Kein Erbarmen mehr“ war am Ende der „siebzigsten Jahrwoche“ gegenüber „den vielen“ mehr zu erwarten, bis hin zur völligen Zerstörung am Tag Harmagedons.

 

Nur Anerkennung des Messias und dessen Schuldopfers, das „unverdiente Güte“ bewirken würde stand zur Rettung offen.

 

Prophezeiung und Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
  

Der Erzieher der Juden im Exil war das götzendienerische Babylon, von wo sie viele heidnische Lehren mitbringen würden! Da auch sie später wiederum von Jehova abfallen würden, nachdem sie nach Jerusalem und Juda zurückgekehrt waren, sollte ihr auf Hoseas Androhung hin diesmal „kein Erbarmen mehr“ zukommen! Als die Bewohner Judas Gottes abgesandten Sohn Jesus, den vorhergesagten Christus töteten, da war Gottes Geduld mit ihnen am Ende!

 

Jehova redet aber auch von einer künftigen „neuen Nation“, die er aus einem „Überrest“ aufbauen und pflanzen will! Er spricht vom „Israel Gottes“, der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, wo ein auserwählter gerechter Teil hin zur „Vollzahl“ aus dieses System versiegelt würde und die kommende Zerstörung am Tag Harmagedons überleben werde. So wie Jeremia Jehovas Worte Jerusalem und Juda gegenüber verbreitete, so redeten die „zwei Zeugen“ als Propheten der Endzeit im Angesicht des wahren Gottes und kündigten kommendes Unheil deutlich an!

 

*** Rbi8  Jeremia 18:11-12 ***

Und nun sprich bitte zu den Männern von Juda und zu den Bewohnern von Jerusalem: Dies ist, was Jehova gesagt hat: „Siehe, ich bilde Unglück gegen euch und denke gegen euch einen Gedanken. Kehrt bitte um, jeder von seinem schlechten Weg, und macht eure Wege und eure Handlungen gut.“ ‘ “ 12 Und sie sprachen:Es ist hoffnungslos! Denn unseren eigenen Gedanken werden wir nachgehen, und wir werden ein jeder nach dem Starrsinn seines schlechten Herzens handeln.“

 

Der „Starrsinn des Herzens“ verhindert die neutrale Betrachtung der eigenen Wege, wo sie entgegen Im Starrsinn ihres Herzens sind sie Baalen nachgelaufenGottes Ratschluss verdreht sein könnten. Statt daran zu denken, wo auch wir heute unsere Lebensweise nach göttlichem Massstab ausrichten sollten wiederholt die Mehrheit die Fehler der Vorväter und gar noch schlimmere eigene, die frühere Generationen nicht kannten.

 

Der Papst und seine Getreuen verbleiben im Starrsinn ihres Herzens der Dogmen und ÜberlieferungenEbenso grosser Starrsinn ist bei den heutigen Religionsführern und den von ihnen Geführten zu beobachten, der diese Einsicht des verdrehten Denkens verhindert, so dass eine Umkehr erfolgen könnte und Gott das Gericht auch an unserer Generation vorbeigehen lassen könnte! Ohne Verständnis sagen auch sie: „Denn unseren eigenen Gedanken werden wir nachgehen, und wir werden ein jeder nach dem Starrsinn seines schlechten Herzens handeln.“

 

Die Mahner waren nie sehr angenehm! Propheten hatten von Gott her die Aufgabe zu warnen und Kommendes anzukünden! Jeremia stand in Verbindung zur Stadt Jerusalem in den Jahren vor ihrer Zerstörung! Da seine Warnungen und sein beissender Spott zu den Ohren jener gekommen waren die es betraf, weil er gegen die „getünchten Gräber“ redete, welche die Vorsteher Israels darstellen, die doch in ihrem Inhalt nach tot sind, darum versuchten sie zerstörerische Pläne gegen ihn zu schmieden (vergl. Mat 23:27; Apg 23:2,3).

 

*** Rbi8  Jeremia 18:18 ***

Und sie sprachen dann: „Kommt, und laßt uns gegen Jeremia einige Gedanken ausdenken, denn das Gesetz [[(GESETZ)]] wird nicht schwinden vom Priester noch der Rat vom Weisen, noch das Wort vom Propheten. Kommt, und laßt uns ihn mit der Zunge schlagen, und laßt uns nicht aufmerken auf irgendeines seiner Worte.“

 

Statt auf Jeremias Worte zu achten und sie zu Herzen zu nehmen suchten sie ihn zu vernichten! Dieselbe Situation beschreibt Johannes in der Offenbarung mit den „zwei Zeugen“, die Kommendes anzukünden hatten! Die Machtvollen dieses Systems lassen sie „töten“ oder „mundtot machen“ und in den „breiten Strassen“ der endzeitlichen „grossen Stadt“ , „die in geistigem Sinne Sodom und Ägypten genannt wird“ drei Tage lang ohne sie zu bestatten liegen! Von Gott her aber kam Geist des Lebens in sie und die sie ermordet hatte erkannten ihre erhöhte Stellung vor Gott und deren Nachfolger verkündeten ihre Botschaft weiter, zum grossen Schrecken ihrer Feinde (Off 11:3, 9, 10)

 

Jeremia bittet Gott, er möge die Ungerechtigkeit seiner Gegner „auf deren eigenes Haupt kommen lassen“! Jene waren in grosser Überzahl und hatte alle Macht und Autorität in ihren Händen. Unbesehen davon hatte Jeremia lange Zeit für sie Fürsprache bei Gott eingelegt!

 

Gutes mit Bösem vergelten *** Rbi8  Jeremia 18:19-22 ***

Schenke du mir Aufmerksamkeit, o Jehova, und höre auf die Stimme meiner Gegner.   20  Sollte Gutes mit Bösem vergolten werden? Denn sie haben für meine Seele eine Grube ausgehoben. Gedenke, wie ich vor dir stand, um sogar über sie Gutes zu reden, um deinen Grimm von ihnen abzuwenden. 21 Darum gib ihre Söhne der Hungersnot hin, und überliefere sie der Macht des Schwertes; und mögen ihre Frauen der Kinder beraubt und Witwen werden. Und mögen ihre eigenen Männer solche werden, die durch [die] tödliche Plage getötet werden, ihre jungen Männer solche, die mit dem Schwert in der Schlacht erschlagen werden. 22 Ein Schrei werde gehört aus ihren Häusern, wenn du plötzlich eine Plündererstreifschar über sie bringst. Denn sie haben eine Grube ausgehoben, um mich zu fangen, und Fallstricke haben sie versteckt für meine Füße.

 

Die List, mit der die Gegner Jeremia mit ihren Fallstricken zu fangen suchten, diese sollten schon bald über sie selbst kommen! Die Heere Nebukadnezars waren nicht mehr weit! Das ganze Volk, Frauen, Kinder, Witwen, Männer jeden Alters hatten sich eher hinter ihren geistigen Führern versteckt und jenen das Wort geredet, wie auf Jehovas Worte durch Jeremia zu achten!

 

1.3.1.2          Anhand eines zerbrochenen Töpfergefässes soll Jehovas Vorsatz deutlich werden

Jeremia war nun aufgefordert zum Eingang des Scherbentores (das Dung- oder Misttor) gegen das Tal Hinnom hin zu gehen und einen irdenen Töpferkrug mitzunehmen. Dort musste er ausrufen:

 

Jerusalems Altstadt und dessen Tore *** Rbi8  Jeremia 19:3-5 ***

Hört das Wort Jehovas, o ihr Könige von Juda und ihr Bewohner von Jerusalem. Dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat:

Siehe, ich bringe Unglück über diesen Ort, wovon jedem, der es hört, die Ohren gellen werden; 4 darum, daß sie mich verlassen haben und darangegangen sind, diesen Ort unkenntlich zu machen und darin anderen Göttern zu räuchern, die sie nicht gekannt hatten, sie und ihre Vorväter und die Könige von Juda; und sie haben diesen Ort mit dem Blut der Unschuldigen erfüllt. 5 Und sie bauten die Höhen des Baal, um ihre Söhne dem Baal als Ganzbrandopfer im Feuer zu verbrennen [[(entsprechend der heutigen Abtreibungsproxis, wo die Föten in der Kehrrichtverbrennung enden)]], etwas, was ich nicht geboten und wovon ich nicht geredet hatte und was nicht in meinem Herzen aufgekommen war.“ ‘

 

Die Opferung der Söhne an Baal hat heute ein weit grösseres Ausmass erreicht. Jährlich sind es über fünfzig Millionen ungeborene Kinder die dem Gott der sexuellen Freiheiten geopfert werden! Jerusalem ist mit heidnischen und pseudo-christlichen Anbetungsstätten angefüllt, die Stadt nach unterschiedlichen Religionsgruppen unterteilt. Wie könnte uns Gottes Zorn da verschonen? Sind es nicht die heutigen Machthaber, die fast ausnahmslos durch spiritistische Machenschaften die Zukunft zu ergründen versuchen und jede Form Unrecht in Gottes Augen dulden? Waren es nicht die multireligiösen Gebete in Assisi, welche den himmlischen Hohepriester Jesu dazu brachten das goldene Räucherfass zur Erde hin zu schleudern? [A1] Jeremia musste das veranschaulichen, was nun folgen würde!

 

*** Rbi8  Jeremia 19:10-11 ***

Und du sollst den Krug vor den Augen der Männer, die mit dir gehen, zerbrechen. 11 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Ebenso werde ich dieses Volk und diese Stadt zerbrechen, wie jemand das Gefäß des Töpfers zerbricht, so daß es nicht mehr ausgebessert werden kann; und im Tophet wird man begraben, bis es keinen Platz zum Begraben mehr gibt.“ ‘

 

Die Begebenheiten um Jeremia und seinen Versuch die Juden zu warnen hat eine weitere Erfüllung in der Endzeit! Alle Nationen und Völker sind heute aufgefordert Gottes durch den zurückgekehrten Jesus aufgerichtete Königreich anzuerkennen und Busse zu tun, um nicht selbst wie missratene Töpfergefässe zerstört zu werden! Was kommen wird entspricht dem, was Jeremia gegenüber Jerusalem anzukünden hatte.

 

Diesmal ist es nicht der Platz, der zum Begraben der Toten fehlt, sondern Überlebende fehlen, die eine solche Menge an Getöteten in die Erde bringen könnte. Die Natur muss diese Arbeit übernehmen! Der Engel, der „in der Sonne steht“ muss die „Vögel des Himmels“ zum „grossen Abendessen Gottes“ herbeirufen!

 

Ein Engel ruft die Vögel zum Abendessen Gottes*** Rbi8  Offenbarung 19:17-18 ***

Ich sah auch einen Engel in der Sonne stehen, und er schrie mit lauter Stimme und sagte zu allen Vögeln, die in der Mitte des Himmels fliegen: „Kommt hierher, werdet versammelt zum großen Abendessen Gottes, 18 damit ihr die Fleischteile von Königen freßt und die Fleischteile von Militärbefehlshabern und die Fleischteile von Starken und die Fleischteile von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und die Fleischteile von allen, von Freien wie auch von Sklaven und von Kleinen und Großen.“

 

Gott lässt sich nicht verspotten, was der Mensch sät, das wird er bestimmt auch ernten! Wir wissen alle, dass unser Planet durch die Mächtigen der Erde wegen deren Macht- und Habsucht in die Zerstörung gelenkt wird. Trotz täglichen Warnungen vor den immer schlimmer werdenden Folgen der Klimaveränderung sind die Reaktionen der Mächtigen sehr gering. Das System steht von mehreren Seiten her am Scheideweg: Wenn wir nicht sehr schnell reagieren werden die Schäden so gross werden, dass es daraus kein Zurück mehr gibt! Handeln die Regierenden aber übereilig, so bricht das fragile Gebilde zusammen, das wir mit so viel Mühe aufgebaut haben. Reagieren wir nicht schnell genug zu Gunsten der Ärmsten, werden wir mit den sich ständig ausweitenden Unruhen, Kriminalität und Terrorismus nicht mehr fertig. Was aber weit grössere Gefahr als all dies beinhaltet ist die deutlich angekündigte bevorstehende Urteilsvollstreckung von Jehovas Gerichtsentscheid, der ebenso wie Jeremia ihn Juda ankündigte, nun von den „zwei Zeugen  gegenüber den Religionsführern und gegenüber den Politikern angekündigt worden ist: (Gal 6:7; Off 11:18)

 

An Gottes Tag der Rache gibt es keinen sicheren Zufluchtsort*** Rbi8  Jeremia 25:34-38 ***

Heult, ihr Hirten, und schreit! Und wälzt euch, ihr Majestätischen der Herde, denn eure Tage zur Schlachtung und zu eurem Zerstreutwerden sind erfüllt, und ihr sollt fallen wie ein begehrenswertes Gefäß! 35 Und ein Zufluchtsort ist den Hirten entschwunden und ein Mittel des Entrinnens den Majestätischen der Herde. 36 Horch! Das Geschrei der Hirten und das Geheul der Majestätischen der Herde, denn Jehova verheert ihre Weide. 37 Und an den friedlichen Aufenthaltsorten gibt es kein Leben mehr wegen der Zornglut Jehovas. 38 So wie ein mähniger junger Löwe hat er sein Dickicht verlassen, denn ihr Land ist zu einem Gegenstand des Entsetzens geworden wegen des gewalttätigen Schwertes und wegen seiner Zornglut.“

 

Dass diese Zeichen sich bereits deutlich vor uns als Kommendes abzeichnen ist vielen Menschen inzwischen bewusst. Es ist nicht ein Tag des Krieges, wie ihn die Geschichte so oft schon kannte, es ist eine Zeit, wo die Angst unter den Völkern zunimmt, weil viele Menschen aller Nationen diese Zeichen mit Gottes grossem Gerichtstag in Verbindung bringen! Die Offenbarung zeigt, dass auch Refugien der Mächtigen keinen Schutz mehr darstellen, vor dem, was bald schon kommen wird!

 

*** Rbi8  Offenbarung 6:15-17 ***

Und die Könige der Erde und die Personen von oberstem Rang und die Militärbefehlshaber und die Reichen und die Starken und jeder Sklave und [jeder] Freie verbargen sich in den Höhlen und in den Felsen der Berge [[(in ihren Bunkern)]]. 16 Und sie sagen fortgesetzt zu den Bergen und zu den Felsen: „Fallt über uns, und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, 17 denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen, und wer vermag zu bestehen?“

 

Da die Phänomene am Tag der Urteilsvollstreckung an diesem System jedermann gut ersichtlich und aus einer höheren Quelle stammen, so sind die Schutzmassnahmen für den Ungerechten zu keinerlei Nutzen, welche die Mächtigen mit den Steuergeldern ihrer Untergebenen vorbereitet haben! Gottes Zorn über die, die seine Schöpfung vernichten und die geistlichen Führer, die das Volk in die Irre geleitet hatten, er wird sich bestimmt an dem von Gott festgesetzten Zeitpunkt erfüllen! 

 

1.3.1.3          Die Nation Israel war ein „zu einem heiligen Zweck auserwähltes Gefäss

So wie Juda ein heiliges Gefäss vor Jehova war und Israel eine Nation zum besonderen Besitz, so sollte auch jeder nach freiem Entscheid als erwachsener getaufte Christ für sich selbst für Jehova ein „reines Gefäss“ darstellen! Paulus braucht denselben Vergleich wie ihn Jeremia verwendete. Jehova entscheidet über den Ton als Töpfer!

 

*** Rbi8  Römer 9: 21 ***

Was? Hat der Töpfer nicht Gewalt über den Ton, um aus derselben Masse ein Gefäß für einen ehrenhaften Gebrauch, ein anderes für einen unehrenhaften Gebrauch zu machen?

 

Die Abschriften des GESETZES und der PROPHETEN waren geradezu vollkommen, zu unserer Unterweisung! Jeder von uns muss selbst bestimmen, zu welchem Zweck er seinen Körper benutzt, ob er den Geist mit Informationen füllt die der Wahrheit entsprechen deren Inhalt einem reinen Zweck dienen oder ob sie einem unedlen Zweck zugeführt werden!

 

Ob Jude oder Christ aus den Nationen, somit geistigen Juden, für beide besteht in Wirklichkeit nur eine Form der Beschneidung die Leben bringt und die uns am Tag des Zorns Gottes Schutz gewähren wird: Die „Beschneidung des Herzens“ mittels des vollkommenen GESETZES Jehovas, das Leben bedeutet! Nur den fleischlichen Juden aber wurden die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut! Die zwölf Apostel und die Jünger Judas und Jakobus, Markus und Lukas, sie waren alle Beschnittene! Jede Behauptung späterer Inspiration durch Gott würde der Aussage des Paulus widersprechen!

 

 *** Rbi8  Römer 3:1-6 ***

Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2 In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden. 3 Was denn [ist der Fall]? Wird vielleicht, wenn einige nicht Glauben bekundeten, ihr Unglaube die Treue Gottes unwirksam machen? 4 Das geschehe nie! Sondern Gott werde als wahrhaftig befunden, wenn auch jeder Mensch als Lügner erfunden werde, so wie geschrieben steht: „Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst.“ 5 Wenn jedoch unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn entlädt? (Ich rede wie ein Mensch.) 6 Das geschehe nie! Wie wird Gott sonst die Welt richten?

 

Gott wird seine Wahrhaftigkeit auch was die Vorhersagen für unsere Tage betrifft bestimmt bestätigen! Unsere eigenen Worte und Werke müssen mit Gottes Wort und GESETZ im Einklang sein! Gott muss und wird die Welt richten und sein Urteil ausführen! Je nachdem, welche „Art von Gefäss“ wir sind, bedeutet dies Ehre zu erlangen, indem er uns dank seiner „unverdienten Güte“ ewiges Leben schenkt, oder aber, dass wir von den Lebenden abgeschnitten werden.

 

Die Verbindung der "unverdienten Güte Gottes" zu Gottes GESETZ
  

1.3.1.4          Nationen als unreine Gefässe, um Menschen darin zu sammeln

Jeremia musste aber noch weitere Vergleiche im Zusammenhang mit dem „Töpfer und dem Ton“ bringen. Der Töpfer stellt ausser Gefässen für den täglichen Gebrauch auch grosse Gefässe her, um Vorräte darin aufzubewahren. So waren zum Beispiel die Schriftrollen vom Toten Meer in solche grossen tönernen Krügen aufbewahrt, die sonst zur Konservierung von Lebensmitteln gebraucht wurden oder als Wasser-, Wein- und Ölbehälter Nutzung fanden. Jehova betrachtete die Nation Israel als ein „grosses Gefäss“, das einem „edlen Zweck“ dienen sollte, der Gottesverehrung in Heiligkeit!

 

Amporen TransportAls Jehova Juda ins Exil führte war dies nach Jeremias Worten wie das Umgiessen aus einem Gefäss in ein anderes Gefäss. Im ersteren Teil stellte es die Nation Juda dar, von der ausgegossen wurde im zweiten die Nation Babylon, wohin die Juden sinnbildlich hineineingegossen wurden, das aber „unreinen Zwecken“ diente. Juda hat durch das Umgiessen seinen Geschmack und den Geruch verändert, wie Wein, der zum Reifeprozess von einem Gefäss in ein anderes umgegossen wird, wie zum Beispiel heute in Eichenfässer. Amphoren nannte man diese Art Weinbehälter aus Ton.

 

Jeremia braucht dieselben Vergleiche aus Gottes Mund, als er über die Moabiter Zeugnis ablegen musste. Wie Wein, der in den Amphoren auf ihren Hefen stehen gelassen wird, so hatten jene den Angriff der Babylonier auf Israel überstanden. Israel ging ins Exil, die Moabiter verblieben in ihrem Besitz. 

                                  

*** Rbi8  Jeremia 48:11-14 ***

Die Moabiter sind sorglos gewesen von ihrer Jugend an, und sie bleiben ruhig auf ihren Hefen. Und sie sind nicht von einem Gefäß in ein anderes Gefäß geleert worden, und ins Exil sind sie nicht gegangen. Darum ist ihr Geschmack in ihnen steckengeblieben, und sogar ihr Geruch hat sich nicht verändert.

12 ‚Daher siehe, es kommen Tage‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚da will ich zu ihnen [Gefäß]kipper senden, und sie werden sie gewiß kippen; und ihre Gefäße werden sie ausleeren, und ihre großen Krüge werden sie zerschmettern. 13 Und die Moabiter werden sich wegen des Kamos schämen, so wie die vom Hause Israel Bethels, ihrer Zuversicht, wegen beschämt worden sind. 14 Wie wagt ihr zu sagen: „Wir sind starke Männer und Männer von leistungsfähiger Kraft für den Krieg.“?‘

 

Präsident Trump & der Baals von Peor Nationen, wie Moab, die zum Unglück der Juden beigetragen haben wird nun selbst durch Jeremia Unglück angekündigt! Der Inhalt jener „Gefässe“ oder Nationen soll nicht umgefüllt, sondern ausgeschüttet werden! Dies bedeutet Untergang, da jene Nationen wie grosse Krüge schlussendlich zerschmettert werden! Ebenso wie in Bethel dem Götzendienst in Israel gefrönt wurde und deshalb Strafe erlitt, so wird es der Brudernation Moab aus der Linie von Abrahams Neffen Lot gehen. Sie dienten dem Gott Kamos (Baal von Peor), dem Kindesopfer dargebracht wurden, obwohl Lot Jehova angebetet hatte! Kamos war ein kämpferischer Gott, der angeblich Kriege befahl und dem die Moabiter ihre Siege zuschrieben. Jehova kündigte ihrem Gott und der Nation Vernichtung an!

 

In der Endzeit in der wir heute leben wird ebenfalls vom Ende, diesmal aber aller Nationalstaaten gesprochen. Sie haben als Gefässe nicht richtig gedient und zum Verderbnis des Inhalts beigetragen! Joel spricht vom „grossen Tag der Rache“ Jehovas, was geschehen soll, wenn Jehova die Gefangenen befreit, die ihm gedient haben und die von den Nationen schlecht behandelt wurden. Die Befreiung erfolgt durch Harmagedons Endschlacht und die Rückführung steht im Zusammenhang mit Gottes grossem Jubeljahr!

 

*** Rbi8  Joel 3:1-3 ***

Denn siehe, in jenen Tagen und in jener Zeit, wenn ich die Gefangenen Judas und Jerusalems zurückführen werde, 2 will ich auch alle Nationen zusammenbringen und sie zur Tiefebene Josaphat hinabführen; und ich will dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreuten; und mein Land verteilten sie. 3 Und über mein Volk warfen sie ständig Lose; und sie gaben gewöhnlich das männliche Kind um eine Prostituierte, und das weibliche Kind verkauften sie um Wein, damit sie trinken konnten.

 

Megiddo und die Ebene von Jesreel wo die letzte Schlacht stattfindet Die Tiefebene Josaphat (der Name bedeutet „Jehova ist Richter“) wird auch mit der Tiefebene Jesreel in Verbindung gebracht, wo der Berg von Megiddo liegt, der Ort, den die Bibel Har-Magedon nennt. Der Name Josaphat bedeutet „Jehova ist Richter“ und passt somit sehr gut zur Situation der Endschlacht Harmagedons, wo „die Könige der Erde“ unter Anführung „des wilden Tieres“, der letzten führende Weltmacht sich einfinden. Zum selben Zeitpunkt wird auch „der falsche Prophet“ zu finden sein, der grosse Zeichen wirkte, um als Herausforderer gegen Jesus anzutreten, der als gesetzmässiger Verteidiger des Rechtsanspruchs auf Davids Thron dastehen wird!

 

Wie Moab, so sollen ebenso „die Gefässe der Nationen“ in Harmagedon, die unreinem Gebrauch dienten zerbrochen werden, ihr aus Gottes Sicht wertloser Inhalt wird ebenso zur Erde hin ausgeschüttet. Jehova hat keinen Gefallen an den Nationen gefunden, keine von ihnen ist von ihrem schlechten Lauf umgekehrt!

 

*** Rbi8  Jeremia 48:38-39 ***

„ ,Auf allen Dächern Moabs und auf seinen öffentlichen Plätzen — überall — ist Klage; denn ich habe Moab zerbrochen so wie ein Gefäß, an dem man kein Gefallen hat‘ ist der Ausspruch Jehovas. 39 ‚O wie ist es erschrocken! Heult! O wie Moab den Rücken gewandt hat! Er ist beschämt worden. Und Moab ist für alle rings um ihn her zum Gegenstand des Gespötts und zum Schrecknis geworden.‘ “

 

Auch die Offenbarung redet davon, dass die Grossen und Starken der Nationen erschrecken werden, wenn Gottes Gericht sie eingeholt haben wird!

 

Wenn Jesus sein Königreich über die ganze Erde aufrichtet und die „grosse Volksmenge“ sich unter der neuen, theokratischen Struktur frisch organisiert haben wird, dann werden die heutigen Nationen und die Urteilsvollstreckung an ihnen für alle Ewigkeit als abstossendes Beispiel erwähnt werden und ein Gegenstand des Gespötts sein, eine deutliche Warnung darüber, wohin Permissivität und Korruption führen. Jehovas gerechte Wege zu verlassen bringt unweigerlich Konsequenzen! Der Schrecken über Gottes Gerichtsvollzug wird allen heilsam sein, nicht wieder in die alten Gewohnheiten zurückzufallen!

 

1.3.1.5          Das Königreich der Himmel sammelt die „guten Fische“ in „reine Gefässe

Auch Jesus sprach von symbolischen „Gefässen“, worin am Ende des Systems die Engel die „guten Fischen“ hin sammeln, wenn die Netze an Land gezogen werden. Was sind jene „Gefässe“, in welche nun Menschen am Gerichtstag eingesammelt werden? Nationen können es nicht sein und ebenso wenig die Kirchen „Babylons der Grossen“, da ja beide Gegenstand des Gerichtes sind.

 

Zu Petrus hatte Jesus gesagt, dass er ihm nachfolgen solle, um andere Art von Fischen zu fangen, Menschen, welche auf die gute Botschaft des Königreiches hören würden. Petrus betreute später die ersten Christen Jerusalems, daraus entstanden einzelne Versammlungen mit ihren eigenen, treuen Vorstehern. „Reine Gefässe“ zu einem „heiligen Zweck“.

 

Schleppnetz wird an Land gezogen und die guten Fische in Gefässe gesammelt*** Rbi8  Matthäus 13:47-50 ***

Wiederum ist das Königreich der Himmel einem Schleppnetz gleich, das ins Meer hinabgelassen wurde und [Fische] von jeder Art zusammenbrachte. 48 Als es voll wurde, zog man es herauf an den Strand, und nachdem man sich gesetzt hatte, las man die vortrefflichen [[(gemäss GESETZ mit Flossen und Schuppen)]] in Gefäße zusammen, die unbrauchbaren [[(z.B. Meerfrüchte wie Krebse, Langusten oder Muscheln)]] aber warf man weg. 49 So wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten trennen 50 und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.

 

In der Offenbarung zeigt Jesus, dass die „sieben Versammlungen“ immer noch dieselben „Gefässe“ waren wie zu Beginn des Predigens, wo Christen belehrt wurden und geistige Reife erlangten. Jesus selbst hielt deren Vorsteher die wie „Sterne“ sind „in seiner rechten Hand“ und leitete sie mittels der Schriften an, wie er dies durch die Briefe an die siebe Versammlungen deutlich zeigte!

 

Was nun sind jene „Gefässe“ der Endzeit, wohin die „guten Fische“ gesammelt werden? Bedenken wir, dass viele Religionen die Funktion des „Schleppnetzes“ für Gottes Königreich innehatten. Sie alle werden nun auf den Strand gezogen und entleert. Engel sind es, die die Auswahl besorgen. Christenversammlungen und deren Vorsteher, die bisher intakt blieben und nicht Teil „Babylons der Grossen“ bildeten werden auch künftig als „edle Gefässe“ einem „hervorragenden Zweck“ dienen! Vorsteher, die treu bis zum Ende ausharrten werden über ganze Orte und Stadtteile und deren Versammlungen gesetzt werden! (Lu 19:16-19)

 

1.3.1.6          Die „unreinen Gefässe“ der Kirchen „Babylons der Grossen“ verlassen, bevor jene zerschlagen werden!

Jesus spricht in der Offenbarung deutlich davon, dass die Religionen „Babylons der Grossen“ zu verlassen seien, da sie alle  sich durch Gesetzlosigkeit auszeichnen und ausnahmslos mit dem System Satans Kompromisse schlossen. Sie alle tragen an ihrer „Stirn“ oder/und ihrer „Hand“ das „Kennzeichen des wilden Tieres“, die symbolische „666“, die absolute Unvollkommenheit bedeutet, Monstrosität, wie Goliath, der sechs Finger je Hand und sechs Zehen je Fuss hatte. Der Befehl lautete darum, lange bevor die Engel die „Schleppnetze“ an Land ziehen und wurde deutlich geäussert:

 

„Geht aus ihr hinaus, mein Volk"*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Diese grosse religiöse Hure hatte von Anfang an ein Techtelmechtel mit Königen und Kaisern, jeder Art Politiker, an deren Seite sie sich als „Königin“ aufspielte! Sie behauptet zudem, dass sie die „Ehefrau“ des grossen Königs, von Jehova sei! Da sie „nicht Witwe“ ist, wie sie doch selbst es behauptet und da Jehova lebt, glaubt sie sich in Sicherheit, obwohl Gott sie klar und unmissverständlich längst verstossen hatte! Jeremia hatte doch deutlich gesagt, was mit einer hurerischen „Ehefrau“ wie es Israel war, die andern Göttern nachgeht geschehen wird! Jehova war, ist und bleibt „ein eifersüchtiger Gott“, der seine Ehre mit keinen andern Göttern teilt!

 

"Babylon die Grosse" prostituierte Kirchen, verunreinigt durch geistige Hurerei *** Rbi8  Jeremia 3:1-5 ***

Und du selbst hast Prostitution begangen mit vielen Gefährten; und sollte es eine Rückkehr zu mir geben?“ ist der Ausspruch Jehovas. 2 Erheb deine Augen zu den gebahnten Pfaden und sieh. Wo bist du nicht vergewaltigt worden? An den Wegen hast du auf sie [wartend] gesessen wie ein Araber in der Wildnis; und du entweihst fortgesetzt das Land mit deinen Taten der Prostitution und mit deiner Schlechtigkeit. 3 Somit werden ausgiebige Regenschauer zurückgehalten, und nicht einmal ein Frühlingsregen ist eingetroffen. Und dein ist die Stirn einer Ehefrau geworden, die Prostitution begeht. Du hast dich geweigert, dich gedemütigt zu fühlen. 4 Hast du mir von jetzt an zugerufen: ‚Mein Vater, du bist der vertraute Freund meiner Jugend! 5 Sollte man auf unabsehbare Zeit grollen oder fortfahren, immerdar [auf etwas] achtzugeben?‘? Siehe! Du hast geredet, und du fuhrst fort, schlechte Dinge zu tun und die Oberhand zu gewinnen.“

 

Bis heute rufen die Kirchenvertreter Gott als ihren Vater an, obwohl er sich deutlich weigert auf sie zu hören! (Spr 1:22-33). Sie glauben nach wie vor Gottes vertraute Freunde zu sein, Jehova aber antwortet unumwunden: „Siehe! Du hast geredet, und du fuhrst fort, schlechte Dinge zu tun und die Oberhand zu gewinnen.“ Er hat ihr längst das „Scheidungszeugnis“ ausgestellt.

 

Jeremia hatte das Urteil gegen Israel zuvor begründet gehabt und deutliche Anklage gegen Priester und Fürst erhoben. Sollte Jehovas Rechtsmassstab nun gegenüber dem geistigen Israel, den Christen plötzlich ein anderer sein?

 

*** Rbi8  Jeremia 2:8 ***

Die Priester selbst sagten nicht: ‚Wo ist Jehova?‘ Und gerade die, die das Gesetz [[GESETZ]] handhabten, kannten mich nicht; und die Hirten, sie vergingen sich gegen mich, und sogar die Propheten prophezeiten durch Baal, und sie gingen denen nach, die keinen Nutzen bringen konnten.

 

Die Politiker, welche die Liebhaber der Religionsführer waren und mit denen sie sich ständig verbanden und all die verschiedenartigen Götzen, zu denen sie in ihren Kirchen um Schutz und Hilfe beteten, zum Kreuz, zu Engeln, zu Jesus und zu Maria, zu den Aposteln und Heiligen und was immer sie sonst noch verehrten, all dies wird sich gegen sie wenden, weil sie Jehova als „Quell lebender Wasser“ verlassen haben!

 

*** Rbi8  Jeremia 2:12-13 ***

Starrt vor Entsetzen darüber, o ihr [[(alten)]] Himmel; und schaudert vor gewaltigem Grauen‘, ist der Ausspruch Jehovas,   13 ‚denn zweifach Schlechtes hat mein Volk getan: Mich, den Quell lebendigen Wassers [[(lebengebender Unterweisung)]], haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, zerbrochene Zisternen, die das Wasser nicht halten können.‘

 

Die Religionen gleichen somit „Zisternen“, die kein „Wasser“ der wahren Weisheit zurückhalten können, weil sie zerbrochen sind! Ihre Priester und Propheten müssten sich schämen und spielen sich dagegen voller Stolz auf. So wie Israel seinen Stolz auf deren Könige und Fürsten setzte und weil jene Gott verlassen hatten, diese nun selbst in der Stunde des Unglücks von Jehova verlassen blieben, obwohl sie ihn flehentlich anriefen!

 

 *** Rbi8  Jeremia 2:26-27 ***

Wie sich ein Dieb schämen muß, wenn er ertappt wird, so haben sich die vom Hause Israel geschämt, sie, ihre Könige, ihre Fürsten und ihre Priester und ihre Propheten. 27 Sie sagen zu einem Baum: ‚Du bist mein Vater‘ und zu einem Stein: ‚Du selbst hast mich geboren.‘ Aber mir haben sie den Nacken zugewandt und nicht das Gesicht. Und zur Zeit ihres Unglücks werden sie sprechen: ‚Steh doch auf, und rette uns!‘

 

Die Kirchen waren und sind bis heute die Orte, wo man zu einem aus einem Stück Holz geschnitzten Heiligen oder zur Jungfrau betete, um deren Wohlwollen und Hilfe zu erlangen. Dadurch aber wird Gott der Rücken zugewandt! Dies gilt genauso für die Christenheit!

 

Darwins Evolution oder intelligentes Design?Darwins Evolutionstheorie hat längst aus „Stein“, unbelebter Materie ohne intelligentes Eingreifen eines schöpferischen, kreativen Geistes die Linie der Spezies entworfen, indem Äusserlichkeiten die sich ähneln als Stufen der Evolution erklärt wurden: Damit war „Gott tot“!

 

Es braucht weit mehr Glauben dieser Theorie zu folgen als den vertrauten Fakten der Hyperkomplexität lebender Wesen, beginnend beim Einzeller, die Stufe um Stufe eine nach der anderen zu einem für jede bestimmten Zweck und fast ausschliesslich zudem als „männlich und weiblich“ erschaffen wurden. Viele Arten bedingen sich gegenseitig: Wie sollen sie sich mutierend zur selben Zeit gebildet haben? Millionen Jahre verändern nicht daran, dass Zellmutationen zu 98% tödlich verlaufen. Was über 50% liegt führt zum Aussterben!

 

Auch Gebete zu einer Dreieinigkeit sind in Gottes Augen ein klarer Verstoss gegen seine ersten drei Gebote! Gott ist einer, sein Name ist Jehova oder Jahwe, und er will „mit Geist und Wahrheit“ mit seinem Namen angerufen werden! Dies taten Jesus, zuvor die Propheten und danach seine Apostel und Jünger bis heute so!

 

*** Rbi8  Jeremia 2:33-37 ***

Warum, o Frau, besserst du deinen Weg, um Liebe zu suchen? Darum hast du auch in bösen Dingen deine Wege unterwiesen. 34 Auch sind an deinen Rocksäumen die Blutspuren der Seelen unschuldiger Armer gefunden worden. Nicht beim Einbruch habe ich sie gefunden, sondern [sie sind] auf allen diesen.

35 Aber du sprichst: ‚Ich bin unschuldig geblieben. Gewiß hat sich sein Zorn von mir abgewandt.‘

Siehe, ich trete in einen Rechtsstreit mit dir ein, weil du sagst: ‚Ich habe nicht gesündigt.‘ 36 Warum achtest du es als sehr unbedeutend, deinen Weg zu ändern? Auch Ägyptens wegen wirst du beschämt werden, so wie du Assyriens wegen beschämt wurdest. 37 Aus diesem Grund wirst du auch mit deinen Händen auf deinem Kopf ausziehen, weil Jehova die Gegenstände deines Vertrauens verworfen hat, und du wirst keinen Erfolg damit haben.“

 

Die Gegenstände, worauf die Religionen heute vertrauen setzen, ihre selbst aufgerichteten, usurpierten Königreiche, ihre klerikale Beamtenschaft, ihre Bündnisse mit der Politik, ihre Massen von Gläubigen die sie wie „Wasser“ umgeben, sie werden ihr weder Schutz noch Erfolg geben! Jehova hat all dies verworfen, sein Urteil ist längst gesprochen! Johannes wiederholt denselben Gedanken Gottes in der Offenbarung, ihre das kommende Ende deutlich ankündend.

 

Kirche: "Ich bin Königin, und Witwe bin ich nicht"??? *** Rbi8  Offenbarung 18:7-8 ***

Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen. 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Die Rocksäume christlicher Priester triefen vom Blut all der „Heiligen“, die Gott und dessen Geboten die Treue hielten und für Jesus Zeugnis ablegten und seine Richtlinien eingehalten haben, während die Kirchenvorsteher in ihrer Gesamtheit vom geraden Weg abgewichen waren!

 

Gott sieht die Kirchen verantwortlich für alles Blut das auf der Erde vergossen worden ist!

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:4-6 ***

Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: „Babylon die Große, die Mutter der Huren und der abscheulichen Dinge der Erde.“ 6 Und ich sah, daß die Frau trunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu.

 

Wie sehr behaupten doch heutige Kleriker aller Religionen, so wie das damalige Jerusalem von Schuld frei und ohne Sünde zu sein! Gott aber hat mit ihnen allen einen Rechtsstreit, keine ist ausgenommen! Das damalige Assyrien stellt den „Nordkönig“, den kommunistischen Block und alle damit Verbündeten dar und Ägypten den „Südkönig“, das heutige Anglo-Amerika und seine Alliierten.

 

1.3.1.1          Eine ungetreue Ehefrau die vom Besitzer weggesandt wurde

So wie Israel Jehova verlassen hatte, um sich anderen Männern als Liebhabern zuzuwenden, so die Christenheit! Jehova stellt durch Jeremia eine wichtige Frage, betreffend einer einmal infolge Untreue weggesandten Ehefrau:

 

*** Rbi8  Jeremia 3:1 ***

Es gibt einen Spruch: „Wenn ein Mann seine Frau wegsenden sollte und sie tatsächlich von ihm weggehen und eines anderen Mannes werden würde, sollte er je wieder zu ihr zurückkehren? Ist jenes Land nicht wirklich entweiht worden?

 

Vom Standpunkt Jehovas aus gesehen ist wirklich ganz Israel entweiht, deren Erstlinge, Die Priesterschaft „Levis“, so wie Gomer fremdgegangen war, Israel aber mit anderen Göttern! Die Nation „Jakob“, deren Erstlingen gebildet durch den Stamm Levi  wurden als Mutter, als „Gomer“ bezeichnet. „Jesreel“, das abgetrennte Zehnstämmereich Israel war ihr erster „Sohn“, später die Nation Juda, als der Rest „Jakobs“, die aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrten formierten die „Tochter Lo-Ruhama“. Jesus formierte das vom Vater gebildete „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, das wie das dritte uneheliche Kind, der Sohn „Gomers“ „Lo-Ammi“ genauso von der Nachfolge Jesu und damit Jehovas abfiel. Jesus, die Apostel und Jünger stellten das ursprüngliche „Jakob“ dar, treu zu Jehova haltend. Der Einfluss der Juden und deren Führer „Gomer“ ging nicht spurlos vorüber. Johannes schrieb im ersten Brief: „Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben.“ (Joh 2:18, 19)  Die drei „Kinder“, die aus „Hurerei geboren“ waren und Nationen darstellen, sie hatten Jehova verlassen. Jehovas Worte an Hosea hatten sich erfüllt!

 

Wir wollen keine Hurenkinder mehr (Hosea 1:2)  Da war ein Beginn des durch Hosẹa [ergangenen] Wortes Jehovas, und Jehova sprach dann zu Hosẹa: Geh, nimm dir eine Frau der Hurerei und Kinder der Hurerei, denn durch Hurerei wendet sich das Land ganz bestimmt davon ab, Jehova zu folgen.“

 

Das „reine Gefäss Israel“, jenes Gelobte Land und sein auserwähltes Volk war eindeutig entweiht worden! Jehova hatte „seine Ehefrau“ vollkommen zu Recht verstossen und erwartete von ihr Umkehr! Ihre eigenen Kinder waren aufgefordert gegen sie Klage zu führen und Zeugnis gegen sie abzulegen! Jehova erklärte durch Hosea:

 

(Hosea 4:5-8)  Und ich will deine Mutter [[(„Gomer“; der Stamm Levi als „Erstlinge“)]] zum Schweigen bringen. 6 Mein Volk [[(Isralel (Juda))]] wird gewiß zum Schweigen gebracht werden, weil keine Erkenntnis da ist. Weil du selbst sogar die Erkenntnis verworfen hast, werde ich auch dich verwerfen, so daß du [[(Aarons Nachkommen)]] mir nicht als Priester dienst; und [weil] du ständig das Gesetz [[GESETZ]] deines Gottes vergißt, werde ich deine Söhne vergessen, ja ich. Entsprechend ihrer Menge, so haben sie gegen mich gesündigt. Meine eigene Herrlichkeit haben sie für bloße Unehre [[(fremder Götzen))]] vertauscht. 8 Die Sünde [[(Sündopfer)]] meines Volkes verzehren sie ständig, und zu ihrer Vergehung erheben sie unablässig ihre Seele.

 

Hosea kündet Gottes Gericht und Urteilsvollstreckung an! Jesaja bestätigt Gottes Absicht sich von seiner „Ehefrau“, voran „Gomer“ und dann ihren abtrünnigen Kindern „Jesreel, Lo-Ruhama und Lo-Ammi“ zu trennen.

 

(Jesaja 50:1)  Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Wo ist denn das Scheidungszeugnis eurer Mutter, die ich wegsandte? Oder wer von meinen Gläubigern ist es, dem ich euch verkauft habe? Siehe! Wegen eurer eigenen Vergehungen seid ihr [[(an andere „Herren“ (Götzen))]] verkauft worden, und wegen eurer eigenen Übertretungen ist eure Mutter [[(„Gomer“)]] weggesandt worden.

 

Jehova zog sich von seinem eigenen Volk zurück: Würden sie eine Lehre daraus ziehen? Nein, sie gingen in ihrem Starrsinn so weit, Seinen eigenen Sohn Jesus zu verwerfen und so traf sie das Gericht bei Jesu Tod mit aller Härte. Im Jahre 70 u.Z. zerstörten die Römer die Nation Israel, Jerusalem wurde zu einem Schutthaufen einschliesslich des Tempels und ein Grossteil der Überlebenden ging in römische Gefangenschaft unter alle Nationen.

 

In den Klageliedern bedauert Jeremia das, was Juda geschehen musste, er redete vom Exil Babylons, das für die Nation Juda eine Lehre sein sollte das GESETZ, einschliesslich der Neumonde und Sabbatjahre einzuhalten, weil Gott es zuvor lange angekündigt hatte!

 

*** Rbi8  Klagelieder 2:7 ***

Jehova hat seinen Altar verstoßen. Er hat sein Heiligtum [[(den durch Priester und unreine Opfer verunreinigten Tempel)]] mit Verachtung von sich gewiesen.

Der Hand des Feindes [[(Babylon)]] hat er die Mauern ihrer Wohntürme ausgeliefert.

Im Haus Jehovas haben sie [ihre] eigene Stimme erschallen lassen wie am Tag eines Festes.

 

Kein Zweifel, dass auch in der Zeit vor dem Ende Altar und Opfer und Priesterschaft zurückgewiesen werden, weil stets dasselbe Vergehen auch dieselbe Strafe nach sich zieht. Jehova hat sich nicht geändert!

 

So wie die Urteilsvollstreckung an Israel durch Assyrien erfolgte, an Juda durch Babylon und an Jakobs Überrest („Lo-Ruhama“) schlussendlich durch Rom, so wird das Gericht an der Christenheit durch die „Könige der Nationen“, dem siebenköpfigen „wilden Tier“ (UNO), deren „zehn Hörner“ vollstreckt werden! Jedes Mal hörten die für Gott unannehmbaren Opfer durch fremde Gewalteinwirkung auf! Daniel sagte für unsere Zeit vorher:

 

Christensterben: Mehr Beerdigungen als Taufen*** Rbi8  Daniel 8:11-12 ***

Und bis zum Fürsten des Heeres [[(der „Himmel“; Jesus als Herrführer der Engel)]] tat es [[(das kleine Horn (Anglo-Amerika)]] groß, und das beständige [Opfer] wurde von ihm weggenommen, und die feste Stätte seines Heiligtums [[(deren Kirchen)]] wurde niedergeworfen. 12 Und ein Heer [[(der Gläubigen der Religionen „Babylons der Grossen“)]] selbst wurde allmählich übergeben [[(Flucht der Gläubigen aus den Religionen)]], zusammen mit dem beständigen [Opfer] [[(das Messopfer)]], wegen der Übertretung; und es warf die Wahrheit fortgesetzt zur Erde, und es handelte und hatte Gelingen.

 

Babylon die Grosse“ ist vor ihrer Vernichtung zu verlassen! Die Worte in der Offenbarung lassen daran keinen Zweifel offen (Off 18:4). Im ersten Jahrhundert, als Petrus den Auftrag Jesu auszuführen begann, Menschen wie Fische zu fangen, waren die „Gefässe“ die Kleinversammlungen, die sich in Privathäusern um die Apostel und glaubensfesten Jünger als deren Älteste zu sammeln begannen. Judenchristen wurden aus ihren jüdischen Synagogen ausgestossen, weil sie sich zu Jes als dem Christus bekannten. Um das göttliche Gebot der Sabbatversammlung, das durch Mose gegeben wurde nicht zu verletzen, begannen sich jene ersten Christen Judäas und Samarias, die „Ebioniten“ sich in Gruppen zu ordnen, die sich mit der Zeit vergrösserten, um sich bei einer gewissen Grösse immer wieder auf eine weitere Hausversammlung aufzuteilen. Die Grösse wurde durch jenes Haus bestimmt, wo die Zusammenkünfte stattfanden! Erste Christenversammlungen umfassten vielleicht zehn bis höchstens um die fünfzig Personen, einschliesslich der Kinder! Die Christen hatten zu Beginn keine eigenen „Synagogen“, steinerne Versammlungsgebäude, das wurde erst viel später üblich, als Rom erstmals Religionsfreiheit gewährte und Christenverfolgung und Enteignungen aufhörten. Der Jünger Jakobus erklärte am Ende des Apostelkonzils:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Das Wort „Synagoge“ bedeutet „Versammlung“ obwohl es nach dem Exil in Babylon auch auf das steinerne Versammlungsgebäude in jeder Stadt Judas angewandt wurde. Dasselbe, sich neu zu ordnen und wiederum in irgendeinem anderen Haus sich zu versammeln geschah jedes Mal in Situationen der Flucht wegen Verfolgung! Heute, in der Endzeit, kurz vor der Vernichtung „Babylons der Grossen“ herrschen ähnliche Zustände. Jesaja nennt diese Versammlungen „Inseln“.

 

Jesus zeigte in der Offenbarung, dass er inmitten der „Leuchter“ steht, welche solche Versammlungen darstellen die ihre Erkenntnis Gottes und Jesu mit anderen teilen und dass er deren „Boten“ (Vorsteher) oder „Engel“ (gr.: aggelos) jeder Versammlung direkt in seiner Hand hält! Sein (Off 1:20) Das Versprechen bei denen zu sein, die seine Gebote , das „GESETZ des Christus“ halten und dadurch in seiner Liebe bleiben, dies bleibt bis zum Abschluss des Systems gültig! Die Versammlungen können somit reine Gefässe oder auch Gefässe zu einem unreinen Zweck darstellen, wenn sie den geraden Weg der Wahrheit verlassen!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
  

Zum Abschluss des Systems werden jene „guten Fische“ aus ihren „Schleppnetzen“, den Kirchen, die durch das Verlassen ihrer Religionen wie auf den Strand ausgeschütteten Fang  erscheint und die nun durch Engel sortiert und eingesammelt werden. Es sind jene Personen, welche auf die gute Botschaft reagiert haben und sich Gottes GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen auf ihr Herz geschrieben haben. Sie halten sich von der Welt und ihrer Ungesetzlichkeit getrennt. Unter ihnen sind auch die „Auserlesenen“, die in Gottes Königreich als Priesterkönige dienen werden und somit die neuen „reinen Gefässe“ darstellen, die „der Töpfer“ selbst bildet. Jesus versprach Getreuen, die „über weniges getreu“ waren, dass er sie über Städte setzen würde!

 

Jesu Abrechnung mit seinen Sklaven  *** Rbi8  Lukas 19:15-19 ***

Als er [[Jesus]] schließlich zurückkam, nachdem er die Königsmacht erlangt hatte, gebot er, daß jene Sklaven, denen er das Silbergeld gegeben hatte, zu ihm gerufen würden, um festzustellen, was sie durch ihre geschäftliche Tätigkeit gewonnen hätten. 16 Da trat der erste herzu und sprach: ‚Herr, deine Mine hat zehn Minen gewonnen.‘ 17 Somit sagte er zu ihm: ‚Wohlgetan, guter Sklave! Weil du dich in einer sehr kleinen Sache als treu erwiesen hast, so habe Gewalt über zehn Städte.‘ 18 Dann kam der zweite und sprach: ‚Herr, deine Mine hat fünf Minen eingetragen.‘ 19 Zu diesem sprach er ebenfalls: ‚Auch du sollst über fünf Städte gesetzt sein.‘

 

Wenn wir erst einmal die in den Gleichnissen besprochenen Personengruppen in unseren Gedanken geordnet haben, deren Symbolik verstanden haben, die Handlung auf der Zeitachse einzureihen wissen, wann und wo eine bestimmte Sache stattfindet, dann können wir deutlich erkennen, was Jesus aussagen will!

 

Im Vergleich der „Schleppnetze“ werden die „schlechten Fische“ (ohne Flossen und Schuppen) weggeworfen. Jesus spricht an anderer Stelle vom „Feuerofen“ der Vernichtung, sowohl im Vergleich bei den „Fischen“ wie im Vergleich mit „Babylon der Grossen“!

 

 

1.3.2           Paulus als das von Gott durch Jesus „auserlesene Gefäss, zu einem vorherbestimmten Zweck

 

1.3.2.1          Paulus, ein „auserlesenes Gefäss

Eines jener „auserlesenen Gefässe“ die uns der Bibelbericht übermittelt ist Paulus und damit verbunden all jene Versammlungen die er beaufsichtigte! Er hatte die Meisten von ihnen nicht nur selbst gegründet, sondern auch weiterhin betreut durch seine Briefe, auch wenn er ihnen fern war. Seine Gedanken kreisten immer um seine „Schafe“, die er für Jesus zu hüten bereit war! Was er jenen Versammlungen zur Ermunterung schrieb, dies dient uns bis heute zur Unterweisung!

 

Jesus gab in Visionen dem Jünger Ananias in Damaskus Anweisung, wie er sich gegenüber dem bisherigen Christenverfolger Saulus verhalten solle, um ihn zum Prediger Paulus zu verwandeln, den vormaligen Pharisäer zum „Soldaten Christi“ zu verändern.

 

Ananias heilt in Damaskus den Saulus von seiner Blindheit*** Rbi8  Apostelgeschichte 9:10-16 ***

In Damaskus befand sich ein gewisser Jünger namens Ananias, und der Herr sprach in einer Vision zu ihm: „Ananias!“ Er sagte: „Hier bin ich, Herr.“ 11 Der Herr sprach zu ihm: „Steh auf, geh in die Straße, die man die Gerade nennt, und such im Haus des Judas einen Mann namens Saulus aus Tarsus. Denn siehe, er betet, 12 und in einer Vision hat er einen Mann namens Ananias eintreten und ihm die Hände auflegen sehen, damit er wieder sehend werde.“ 13 Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wieviel Schaden er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. 14 Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen [[(Jesus)]] anrufen, in Fesseln zu legen.“ 15 Aber der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu Königen und den Söhnen Israels zu tragen. 16 Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er für meinen Namen leiden muß.“

 

Saulus hatte die Versammlungen der Judenchristen in Jerusalem und Judäa zuvor verfolgt und hart bedrängt. Es waren „die Armen„ was auf aramäisch „Ebioniten“ bedeutet, jene Versammlungen Jerusalems rund um die elf Apostel, die alle ihre Habe in Galiläa verkauft hatten. So wurden sie auch von den aramäisch sprechenden Versammlungen im syrischen Teil Kleinasiens genannt. Paulus selbst nennt sie in seinen Briefen später wiederholt „die Armen“, wenn er in griechischer Sprache seine Briefe schrieb. Auch die Christen Jerusalems erwähnten sich selbst unter dieser Bezeichnung:

 

*** Rbi8  Römer 15:26 ***

Denn denen in Mazedonien und Achaia hat es gefallen, zu einem Beitrag für die Armen [[(„die Ebioniten“)]] der Heiligen in Jerusalem ihre Dinge [mit ihnen] zu teilen.

 

Nun sollte Ananias zu Saulus gehen und ihn heilen, der seitens Jesus auf dem Weg nach Damaskus durch einen hellen Lichtstrahl geblendet worden war und das Sehvermögen verloren hatte. Dies alles, das Erblinden und das Geheilt werden durch einen den er zuvor verfolgt hatte, dies sollte Paulus bestimmt als Beweis dafür sehen, dass jene ganze Gruppe die er verfolgt hatte in Wirklichkeit Gottes Wohlwollen besass! Er, als Verfolger und für den Tod vieler Christen Verantwortlicher müsste schlussendlich Strafe dafür erdulden, sollte ihm durch Ananias angekündigt werden: „... ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er für meinen Namen leiden muß“. Die, die ihn dazu ausgesandt hatten Christen zu verfolgen, der Sanhedrin und die Oberpriester der Juden, jene ganze Generation war dagegen von Gott verlassen worden.

 

Paulus sollte nun als Verkündiger der guten Botschaft, als ein von Gott durch Jesus auserwähltes „besonderes Gefäss“, ein Gelehrter im GESETZ und den PROPHETEN einerseits den Nationen predigen, bis hin zu Königen und zum Cäsar und andererseits auch den Söhnen Israels, die überall verstreut waren! Paulus kannte den Preis den er nun zu zahlen hatte, denn Jesus zeigte sich ihm später in Visionen selbst deutlich und auch durch andere Propheten unter den ersten Christen die ihm Bevorstehendes ankünden mussten!

 

1.3.2.2          Paulus wird durch den Propheten Agabus auf seine Art zu sterben vorbereitet

Als Paulus um das Jahr 58 u.Z. nach Jerusalem kam, da wusste er bereits, was ihm dort geschehen würde. Ein jüdisch-christlicher Prophet mit Namen Agabus aus Judäa hatte es ihm deutlich durch Jesu Vorhersage mittels heiligem Geist erklärt!

 

Der Prophet Agabus warnt Ppaulus vor dem kommenden Geschehen der Haft in Jerusalem*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:10-14 ***

Während wir aber eine Reihe von Tagen dablieben [[(in Cäsarea)]], kam von Judäa ein gewisser Prophet namens Agabus herab, 11 und er kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus, band sich Füße und Hände und sagte: „So spricht der heilige Geist: ‚Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden auf diese Weise in Jerusalem binden und in die Hände der Leute der Nationen ausliefern.‘ “ 12 Als wir das nun hörten, begannen wir und auch die von jenem Ort ihn inständig zu bitten, nicht nach Jerusalem hinaufzugehen. 13 Da antwortete Paulus: „Was tut ihr da, indem ihr weint und mich im Herzen schwach macht? Seid versichert: Ich bin bereit, mich nicht nur binden zu lassen, sondern in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus auch zu sterben.“ 14 Als er sich nicht überreden ließ, beruhigten wir uns mit den Worten: „Der Wille Jehovas [[des Herrn (Jesus ?)]] geschehe.“

 

Wie damals, als Petrus Jesus davon abhalten wollte nach Jerusalem zu gehen, um dort zu leiden und zu sterben, so versuchten nun Christen den Paulus daran zu hindern dasselbe Schicksal zu erleiden.

 

*** Rbi8  Matthäus 16:21-23 ***

Von dieser Zeit an begann Jesus Christus seine Jünger darauf hinzuweisen, daß er nach Jerusalem gehen und von den älteren Männern und Oberpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse. 22 Daraufhin nahm ihn Petrus beiseite und fing an, ihm ernste Vorhaltungen zu machen, indem er sprach: „Sei gütig mit dir selbst, Herr; dieses [Geschick] wird dir bestimmt nicht widerfahren. 23 Er aber drehte sich um und sagte zu Petrus: „Tritt hinter mich, Satan! [[(bedeutet „Widerstandsleistender“)]] Du bist für mich eine Ursache des Strauchelns, weil du nicht Gottes Gedanken denkst, sondern die der Menschen.“

 

Paulus war bereit zu leiden wie Jesus gelitten hatte, um erhöht zu werden und Anteil an den zwölf Thronen zu erlangen! Im Brief an die Philipper hatte er bereits beschrieben, was geschehen würde. Paulus war bereit auf alles zu verzichten und zurückzulassen, wenn er dadurch den Christus gewinnen könnte!

 

*** Rbi8  Philipper 3:4-11 ***

Wenn irgendein anderer denkt, er habe Gründe, auf das Fleisch zu vertrauen, ich um so mehr: 5 Beschnitten am achten Tag, aus dem Familiengeschlecht Israels, aus dem Stamm Benjamin, ein Hebräer, [geboren] von Hebräern; was [das] Gesetz [[GESETZ]] betrifft: ein Pharisäer; 6 was Eifer betrifft: ein Verfolger der Versammlung; was Gerechtigkeit betrifft, die durch Gesetz [[GESETZ]] kommt: einer, der sich als untadelig erwiesen hat. 7 Doch welche Dinge mir Gewinn waren, diese habe ich um des Christus willen als Verlust betrachtet. 8 Ja, tatsächlich betrachte ich überhaupt auch alle Dinge als Verlust wegen des alles übertreffenden Wertes der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne 9 und in Gemeinschaft mit ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus Gesetz [[GESETZ]] kommt, sondern die, die durch Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt, 10 um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung [[(gr: exanastasin; s.FN NWÜ)] ]von den Toten gelangen könnte.

 

Paulus wollte alles tun, um zu jenen zu gehören, die an der Frühauferstehung [B1] Anteil haben werden: Jesu „Braut, die Frau des Lammes“, er sollte anstelle Judas zu Jesu Aposteln gehören: Er musste sich bewähren. Die Ehre die er als geachteter Pharisäer und richterliches Mitglied des Sanhedrins genossen hatte betrachtete er dagegen „als eine Menge Kehricht“.

 

Paulus in Milet vor der Abreise nach Jerusalem: "Ihr werdet mein Angesicht nicht mehr sehen" Paulus war somit bereit den Willen Gottes auch da zu tun, wo es für ihn Misshandlung bedeutete. Schon beim Abschied von den Brüdern in Milet, bevor er nach Jerusalem segelte, sagte er jenen am Ende, dass sie sein Angesicht nicht wiedersehen würden. Dort anwesend waren auch die Vorsteher aus Ephesus, die Paulus dorthin bestellt hatte Er warnte sie davor, dass schon bald nach seinem Weggang „reissende Wölfe“ die Versammlungen zu verheeren beginnen würden! Er wusste somit mit Deutlichkeit, was mit ihm und vielen anderen künftig geschehen würde! Paulus wollte aber sein inneres „Gefäss“, seinen eigenen geistigen Tempel auch unter harter Prüfung rein erhalten, um dadurch anderen Beispiel sein! Als die Brüder der Versammlung des Philippus in Cäsarea ihn später von der Weiterreise nach Jerusalem abzuhalten versuchten, liess er sich nicht überreden, sondern blieb fest! Er wollte dem, was ihm zugedacht war nicht ausweichen. (Apg 20:25-30, 36-38)

 

Paulus zeigte sich auch später durch Treue als „reines Gefäss“, obwohl diese und weitere Warnungen an ihn mehrfach herangetragen wurden, doch ja nicht nach Jerusalem hinaufzugehen. Man kannte unter den „Ebioniten“ die Feindschaft, die Paulus sich unter gewissen Judenversammlungen der Nationen vor allem in der Region Asien zugezogen hatte, weil er viele der Juden zu überzeugen vermocht hatte, dass jener Jesus wirklich der Messias war und die daraufhin jene die jüdische Synagoge verlassen hatten! Nun aber, nachdem er trotz aller Warnungen nach Jerusalem hinaufgegangen war, stand er zuerst vor den Brüdern und Aposteln, die dort die Führung innehatten.

 

Die Streitfrage, ob Christen das ganze GESETZ Mose, einschliesslich Beschneidung und Getrenntsein von Nichtjuden einhalten müssten oder nicht hatte „Ebioniten“ und „Paulikaner“ bis zu einem gewissen Grad zu trennen vermocht. Der Hauptstreitpunkt, die fleischliche Beschneidung, dieser war längst am so genannten Apostelkonzil 49 u.Z. bereinigt worden und die Apostel hatten die „Beschneidung des Herzens“ für alle Christen aus den Nationen schriftlich bestätigt. Dies war die anerkannte Bedingung, um zum geistigen Israel gerechnet zu werden mittels der Glaubenstaufe! Nun sollte Paulus den Beweis gegen jene Gerüchte, dass er „Abfall vom GESETZ Mose“ lehre dadurch erbringen, dass er selbst das GESETZ Mose auch in scheinbar geringen Dingen halte, die den Tempel betrafen, der zu jenem Zeitpunkt doch bereits Gottes Wohlwollen verloren hatte und nur noch der Zerstörung harrte. Jesus hatte angekündet:

 

*** Rbi8  Matthäus 23:37-39 ***

Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind — wie oft habe ich [[(als Gottes Wortführer „Michael“ und dann als Mensch Jesus)]] deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel versammelt! Ihr aber habt nicht gewollt. 38 Seht! Euer Haus wird euch verödet überlassen. 39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von nun an auf keinen Fall mehr sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!‘ “

 

Jesus hatte von einer Flucht aus Jerusalem erst dann gesprochen, wenn „die Stadt von fremden Heeren umlagert“ wäre. Dieser Zeitpunkt lag damals noch rund 33 Jahre wenige Jahre in Zukunft! Zwischen 66 und 70 u.Z., wo Titus den Tempel vollkommen zerstörte.

 

1.3.2.3          „Paulikaner“ und „Ebioniten“ bildeten in ihrer Gesetzestreue eine Einheit

Die „Ebioniten“ Jerusalems waren unterdessen zu Tausenden angewachsen, sie wurden von den anderen Juden in der Zwischenzeit als die neue jüdische Sekte „des Nazaräers“ oder auch als „die Nazoräer“ insoweit anerkannt, weil sie sich weiterhin an die Verordnungen im ganzen GESETZ Mose hielten.

 

Diese Judenchristen selbst aber nannten sich „der Weg“, vom Weg her ausgehend, den Jesus vorgezeichnet hatte, um zum Vater in das „Königreich der Himmel“ zu gelangen. Dieses Königreich kommt ja wiederum aus dem Himmel zur Erde herab, ist also schlussendlich nicht mehr „im“ Himmel, sondern wiederum bei den Menschen auf der Erde. Ebenso und weit besser wie es „Gottes Königreich für Israel“ vorab schon gewesen war! So wie Jesus es dem Thomas auf dessen Frage hin erklärte hatte, als jener im sagte: „Wie kennen wir denn den Weg?

 

Jesus „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben."*** Rbi8  Johannes 14:5-7 ***

Thomas sagte zu ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie kennen wir denn den Weg?

6 Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

 

Einerseits waren jene ersten jüdischen Christen, die „Ebioniten“ Eiferer für das GESETZ, wie es Jesus war und andererseits hörten sie auf diesen vom GESETZ vorhergesagten „grösseren Propheten als Mose“, sie gehorchten dem verheissenen Messias, als er sich deutlich mittels seiner Werke als Gottes Gesandten zeigte! Sie übten aktiven Glauben in den Christus aus. Sie hielten dessen Gebote, weil sie sich der Worte Mose deutlich erinnerten!

 

*** Rbi8  5. Mose 18:14-19 ***

Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Jene Juden-Christen, die „Ebioniten“, von denen viele noch lebende Augenzeugen waren, sie erinnerten sich der vielen Machttaten und der guten Worte die Jesus verkündet und Werke die er vollbracht hatte, als er mitten unter ihnen wandelte! Der Arzt und Jünger Lukas, der die Aufzeichnungen der Apostelgeschichte um das Jahr 61 u.Z. fertig schrieb hatte selbst gründlich nachgeforscht, bevor er auch noch sein eigenes Evangelium schrieb, das nach logischen Grundsätzen vielerlei zusätzliche Hinweise auf die Wahrheit liefert! Er war lange Zeit Wegbegleiter des Paulus gewesen und nun, wo jener in römischer Gefangenschaft war, nahm er die Gelegenheit war, alle Dinge und Tatsachen nochmals genau zu hinterfragen.

 

*** Rbi8  Lukas 1:1-4 ***

Da es viele unternommen haben, eine Darlegung der unter uns völlig beglaubigten Tatsachen zusammenzustellen, 2 so wie sie uns die überlieferten, die von Anfang an Augenzeugen und Diener der Botschaft wurden, 3 beschloß auch ich, weil ich allen Dingen von Anbeginn genau nachgegangen bin, sie dir, vortrefflichster Theophilus, in logischer Reihenfolge zu schreiben, 4 damit du die Gewißheit der Dinge völlig erkennst, über die du mündlich belehrt worden bist.

 

Nun galt es in Jerusalem diesen Disput betreffend der Einhaltung der Gebote Mose zwischen beiden Gruppen, den „Ebioniten“ Jerusalems und Judäas und den „Paulikanern“, den Christen aus den Nationen ein für alle Mal auszuräumen. Paulus sollte seine eigene Gesetzestreue unter Beweis stellen und dies direkt im Tempel Jerusalems, allen zu einem Zeugnis.

 

 

1.3.3           Der unbegründete Vorwurf, Paulus „lehre Abfall vom GESETZ Mose

 

1.3.3.1          Lehrte Paulus wirklich „Abfall vom GESETZ Mose“ oder wurde ihm das nur durch seine Feinde unterschoben?

Paulus war von den Brüdern Jerusalems inzwischen freudig aufgenommen worden. Es bestand somit keine Animosität. Als Paulus vor Jakobus, Jesu Halbbruder der den Vorsitz der Versammlungen in Jerusalem hatte, seinen Bericht über die Taten Gottes unter Menschen der Nationen erklärt hatte, zeigten sich die Anwesenden hoch erfreut. Sie konnten erkennen, dass sich Jesu Worte erfüllten, dass die gute Botschaft „bis an die Enden der Erde“ ausgebreitet wurde.

 

Paulus in Jerusalem bebor seiner Gefangennahme*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:20-25 ***

Nachdem sie dies gehört hatten, begannen sie Gott zu verherrlichen, und sie sagten zu ihm: „Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ. 21 Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln. 22 Was also ist diesbezüglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du angekommen bist. 23 So tu denn das, was wir dir sagen: Es sind vier Männer bei uns, die ein Gelübde auf sich haben. 24 Nimm diese Männer mit, und reinige dich mit ihnen gemäß den Zeremonien, und trage für sie die Kosten, damit sie sich das Haupt scheren lassen können. Und so wird jedermann wissen, daß an den Gerüchten, die über dich mitgeteilt wurden, nichts ist, sondern daß du ordentlich wandelst, indem du selbst auch das GESETZ hältst. 25 Was die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gefällt und hingesandt, daß sie sich bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und Erwürgtem und vor Hurerei.“

 

Offensichtlich hatte der Jünger Jakobus und die Apostel in Jerusalem von Paulus diese Reise erwartet gehabt, als die Frage um die Beschneidung der Heidenchristen zu Gunsten des Paulus endgültig entschieden war. „Was die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gefällt und hingesandt, daß sie sich bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und Erwürgtem und vor Hurerei. Nun sollte er die Einheit innerhalb „Ebioniten“ und „Paulikanern“ demonstrieren.

 

Paulus sollte seinerseits jenen Gerüchten in Jerusalem unter Judenchristen und vor allem unter den Juden entgegentreten, dass er „Abfall von den GESETZEN Mose lehre“, um solche Reden zu beenden. Christen, ob aus den Juden oder den Heiden standen sehr wohl weiterhin unter dem GESETZ Mose, auch wenn Jesus das Ende des „Bundes mit Levi“ bedeutete!

 

*** Rbi8  5. Mose 7:9-11 ***

Und du weißt wohl, daß Jehova, dein Gott, der [wahre] Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die liebende Güte bis auf tausend Generationen hin im Fall derer bewahrt, die ihn lieben, und derer, die seine Gebote halten, 10 aber demjenigen ins Angesicht vergilt, der ihn haßt, indem [er] ihn vernichtet. Er wird seinem Hasser gegenüber nicht zögern; er wird ihm ins Angesicht vergelten. 11 Und du sollst das Gebot und die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen, die ich dir heute gebiete, beobachten, indem [du] sie tust.

 

Jesus ist Mittler eines besseren BundesJene Gerüchte stammten von eifersüchtigen Juden in jenen Städten Asiens und Griechenlands, wo Paulus eigene Versammlungen gegründet hatte, indem er in den Synagogen der Juden den Christus gepredigt hatte, den neuen Hohepriester, der an Stelle Aarons kam, nachdem der „alte Bund“ mit Levi, wie von Jeremia vorhergesagt endete und durch den „neuen Bund kraft eines besseren Lebens“ ersetzt wurde! Jesus war der Mittler des neuen, des besseren Bundes als dem Mit Levi! (Jer 31:31-34).

 

*** Rbi8  Hebräer 8:6 ***

Nun hat aber [Jesus] einen vorzüglicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler eines entsprechend besseren Bundes [[(als Hoherprieser und König in Personalunion)]] ist, der aufgrund besserer Verheißungen [[(gem. 5.Mo 18:15-19; vergl. Ps 2 und 110:1-4)]] gesetzlich festgelegt worden ist.

 

Die besseren Verheissungen lauteten auf ein König-Priestertum, gleich Melchisedek! (Ps 110:4) Das war Aaron nie versprochen worden, sondern der Auftrag an ganz Israel hatte gelautet, dass sie eine „Nation aus Priestern und Königen“ werden sollten, indem sie auf ihren Gott Jehova in allem hören würden und sein ganzes GESETZ einhalten!

 

*** Rbi8  2. Mose 19:4-6 ***

Und nun, wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen [anderen] Völkern                [[Als das „Israel Gottes“]] werden, denn die ganze Erde gehört mir. 6 Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“

 

Da Israel dieses Ziel zu vervollständigen nicht erreichte sollte es unter Jesus schlussendlich erreicht werden, durch die von Paulus erwähnte „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, das „Israel Gottes“, das sowohl aus Juden wie aus Getreuen aus allen Nationen und aller Zeitepochen seit Adam bestehen soll.

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung: für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
  

Alle Christen sollten jährlich beim Abendmahl an diesen Bund erinnert werden, den Gott mit Israel einging, nachdem er sie aus Ägypten befreit hatte und den Jesus als „neuen Bund“ mit seinen Aposteln beim Herrenmahl schloss, dass auch sie mit ihm „zusammen auf zwölf Thronen sitzen“ würden, um das „Israel Gottes“, die künftige Verwaltung auszuwählen als ersten Akt nach ihrer „Hochzeit des Lammes“, als dessen „Ehefrau“ oder „Gehilfin“ und als Vorsteher von je 12.000 Gesalbten jeder der „zwölf  Stämme Israels“ (Lu 22:28-30; Off 7:5-8).

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:25 ***

Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes. Tut dies immer wieder, sooft ihr ihn trinkt, zur Erinnerung an mich.“

 

Wie oft schauen Sie am Tag in den Spiegel?Im „Brief an die Hebräer“ hatte Paulus diese Zusammenhänge den Juden deutlich erklärt, die bereit waren auf schriftgemässe Argumente einzugehen, so “daß wir den Dingen, die wir gehört haben, mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit schenken“! Im ersten Kapitel im Hebräerbrief tritt Paulus den Beweis an, dass Jesus von den Propheten mit aller Deutlichkeit vorhergesagt war. Ab dem 2.Kapitel spricht er dagegen vom neuen, mitfühlsamen Hohepriester Jesus, der selbst als „Fleisch und Blut“ eines Israeliten, als Nachkomme Davids teilhatte, um durch seinen eigenen Tod „den zunichte zu machen, der den Tod verursacht“, den Teufel! Als Abgesandter des Himmels sollte Jesus „sich des Samens Abrahams annehmen“ (Heb 2:14-18).

 

*** Rbi8  Hebräer 2:1-4 ***

Darum ist es nötig, daß wir den Dingen, die wir gehört haben, mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit schenken, damit wir niemals abgleiten. 2 Denn wenn sich das durch Engel geredete Wort als fest erwies und jede Übertretung und jede ungehorsame Handlung gemäß dem Recht eine Vergeltung empfing, 3 wie werden wir entrinnen, wenn wir eine so große Rettung vernachlässigt haben, die ja durch [unseren] Herrn verkündigt zu werden begann und uns durch die, die ihn hörten, bestätigt worden ist, 4 wobei Gott mit Zeichen und auch mit Wundern und mancherlei Machttaten und mit Austeilungen des heiligen Geistes seinem Willen gemäß mitzeugte?

 

Jene eifersüchtigen Juden fehlte es an genauer Gottes- und Schriftkenntnis. Sie hatten behauptet, die Christen der Nationen würden sich überhaupt nicht an das GESETZ Mose halten und Paulus würde auch Juden belehren das GESETZ nicht weiter zu halten. Jene, die das Gerücht verbreiteten waren somit Juden der Synagogen, Gegner des Paulus, nicht Christen in ihren Versammlungen unter den Nationen! „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[(GESETZ)]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“ (Rö 3:31) Bis heute sind es die Gegner des Paulus die ihm die Wort unterschieben: „Denn Christus ist das Ende [[(statt „Ziel“, oder „höchste Erfüllung“)]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt“ (Rö 10:4)

 

1.3.3.2          Das Gerücht, Christen ständen nicht unter Mose GESETZ zeigte sich als bösartige Irreführung

Solche Gerüchte erwiesen sich für die Ebioniten als sehr schädlich und setzten sie jüdischen Schikanen und Verfolgung aus. Jeder, der zur jüdischen Nation gehören wollte musste beschnitten sein, um den Tempel in Jerusalem zu besuchen! Daran hatte nichts geändert!

 

*** Rbi8  1. Mose 17:14 ***

Und ein unbeschnittener Männlicher, der das Fleisch seiner Vorhaut nicht beschneiden läßt, ja diese Seele soll von ihrem Volk abgeschnitten werden. Er hat meinen Bund gebrochen.“

 

Die Beschneidung des Fleisches war nun jedoch für geistige Juden aus den Nationen mit dem „neuen Bund“ der Beschneidung des Herzens gewichen! „Ebioniten“ in den Versammlungen der Nationen mussten weiterhin ihre Kinder am achten Tag beschneiden, das war aber nicht Pflicht für Eltern und deren männliche Kinder aus den Nationen! So hatte es Paulus geboten und dies Jakobus und die Apostel und Jünger in ihrem Schreiben an die Galater bestätigt!

 

Im Schreiben an die Korinther bestätigt Paulus diesen Unterschied der beschnittenen „Ebioniten“ und der unbeschnittenen „Paulikaner“! Es war eine Anordnung an alle Versammlungen, die er bereits im Jahre 55 u.Z. geschrieben hatte!

 

Jeder wandle seiner Berufung gemäss*** Rbi8  1. Korinther 7:17-24 ***

Nur wie Jehova einem jeden einen Teil gegeben hat, so wandle ein jeder, wie Gott ihn berufen hat. Und so ordne ich es in allen Versammlungen an. 18 Ist einer als Beschnittener [[(als Jude, als „Ebionit“)]] berufen worden? Er werde nicht unbeschnitten. Ist einer als Unbeschnittener [[(aus den Nation, „Paulikaner“)]] berufen worden? Er werde nicht beschnitten. 19 Die Beschneidung bedeutet nichts, und das Unbeschnittensein bedeutet nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes. 20 In welchem Stand auch jeder berufen wurde, darin bleibe er. 21 Wurdest du berufen, als du ein Sklave [[(der Sünde)]] warst? Laß es dich nicht kümmern; doch wenn du auch frei werden kannst, so ergreife lieber die Gelegenheit. 22 Denn jemand im Herrn, der berufen wurde, als er ein Sklave war, ist ein Freigelassener des Herrn [[(vom „Gesetz der Sünde“ und des „Fluches“)]]; ebenso wer berufen wurde, als er ein Freier war [[(ein Jude)]], ist ein Sklave Christi. 23 Ihr seid um einen Preis erkauft worden; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen [[(deren gesetzlosem Handeln)]]. 24 In welchem Zustand auch jeder berufen wurde, Brüder, darin bleibe er mit Gott verbunden.

 

Nicht der Zustand der Beschnittenheit machte den Unterschied aus, es war die Berufung durch den Christus, die Wiedergeburt aus „Geist und Wasser“, die eine neue Schöpfung bedeutet, für beide aber galt dasselbe: „... sondern das Halten der Gebote Gottes“. Paulus hatte nie gelehrt, dass Christen die Gebote Gottes nicht halten müssten!

 

Jene Juden hatten Mitglieder in ihrer Synagoge verloren, welche den Zehnten entrichteten und waren eifersüchtig auf Paulus, der kostenfrei gab! Sie wollten aufgrund der „Frage der Beschneidung“ jene „Ebioniten“ erneut versklaven! Paulus warnte dagegen: „Ihr seid um einen Preis erkauft worden; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen“.

 

Von welcher Art Sklaverei spricht nun Paulus, von der jemand aus den Nationen „befreit“ wurde, als er sich taufen liess? Es war die „Sklaverei“ der Gesetzlosigkeit und Sünde, die durch das Beschneiden des Herzens abgelegt wurde! Wenn jemand auf die Berufung hin zur Reinheit des Christus zu hören begonnen hat, so ist er immer noch unter dem schweren Joch der Sünde! Um davon frei zu werden, musste er sich vorerst taufen lassen. Erst dadurch wird frühere Sünde, der „Fluch auf Sünde“ abgewaschen, um nun die „neue Persönlichkeit“ anzuziehen, nach dem Vorbild des Christus!

 

1.3.3.3          Jesu Joch ist sanft und befreit vom harten Joch und „Sklaverei der Sünde

Jedermann, der sich taufen liess begab sich unter das gleiche Joch wie Jesus, ein sanftes Joch, das aus Gottes Geboten besteht und zudem auch noch darin, Gottes Willen künftig in allem zu vollbringen! Schlachtopfer für Sünden waren daher nicht weiter notwendig! „Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.“ (1.Joh 5:3, 4)

 

*** Rbi8  Hebräer 10:5-10 ***

Daher sagt er bei seinem Eintritt in die Welt: „ ,Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. 6 Du hast kein Wohlgefallen an Ganzbrandopfern und Sünd[opfern] gehabt.‘ 7 Da sprach ich: ‚Siehe! Ich bin gekommen (in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben), um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘ “ 8 Nachdem er zuerst sagte: Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sünd[opfer] hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt“ — [Schlachtopfer,] die gemäß dem GESETZ dargebracht werden —, 9 sagt er darauf wirklich: „Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.“ Er beseitigt das erste [[(die „Schlachtopfer gemäss GESETZ“, nicht „das GESETZ“)]], auf daß er das zweite aufrichte [[(den Willen Gottes zu tun, das GESETZ einzuhalten!)]]. 10 Durch den besagten „Willen“ sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden [[(ausser wir fallen danach erneut zurück zu sündigen, missachten Gottes Willen!!!)]].

 

Das grösste und letzte blutige Opfer stammte von Jesus, seinem „sündenlosen Leib“ und seinem Blut, das er für unsere Sünden geopfert hat! Damit war mit Gott Versöhnung für all jene gekommen, die dieses Opfer freiwillig anerkannten.

 

Jesus hatte dasselbe Joch getragen wie wir! Um Jesu Jünger zu sein und in seiner Liebe zu verbleiben, dazu müssen wir sein Wort halten! Die Wahrheit des aufgezeichneten Wortes Gottes kann erkannt werden und diese Wahrheit befreit uns vom Joch der Sünde! Das ist nicht Mystizismus, wie ihn viele Kirchen lehren, welche um die Taufe ein Hokuspokus veranstalten, sondern einfache, zusammenhängende Logik!

 

Die Juden, die Jesus glaubten, sie verstanden die Worte die er zu ihnen redete, während jene, die keinen Glauben in Jesus setzten überhaupt nicht verstanden, dass sie unter der „Sklaverei der Sünde“, unter dem darauf liegenden „Fluch der Sünde“ verblieben, obwohl sie zu jenen gehörten, die seit Abraham beschnitten waren! Jesus redete von der „Beschneidung des Herzens“ indem das GESETZ darauf eingebrannt wurde, auf „lebende Tafeln des Fleisches“ statt auf Stein, ohne dies direkt zu erwähnen!

 

Jesus erklärte den Juden in seinem Wort zu bleiben. Pharisäer versuchen ihn zu täten*** Rbi8  Johannes 8:31-41 ***

Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ 33 Sie entgegneten ihm: „Wir sind Nachkommen Abrahams und sind niemals jemandes Sklaven gewesen. Wieso sagst du: ‚Ihr werdet frei werden.‘?“ 34 Jesus antwortete ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde. 35 Überdies bleibt der Sklave nicht für immer im Haus; der Sohn [[(und alle die Gott als „Söhne“ anerkennt)]] bleibt für immer. 36 Darum, wenn euch der Sohn frei [[(vom „Fluch“)]] macht, werdet ihr tatsächlich frei sein. 37 Ich weiß, daß ihr Nachkommen Abrahams seid; ihr aber sucht mich zu töten, weil mein Wort keine Fortschritte unter euch macht. 38 Was ich bei meinem Vater gesehen habe, das rede ich; und daher tut ihr die Dinge, die ihr von [eurem] Vater [[(dem Teufel)]] gehört habt.“ 39 Als Antwort sagten sie zu ihm: „Unser Vater ist Abraham.“ Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr Abrahams Kinder seid, so tut die Werke Abrahams. 40 Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan [[(als Jesus als „Geist Gottes“, als Wortführer Jehovas zu Abraham redete)]]. 41 Ihr tut die Werke eures Vaters.“ Sie sagten zu ihm: „Wir sind nicht durch Hurerei geboren worden; wir haben einen Vater, Gott [[(ja: den „Gott dieses Systems!“)]].

 

Damit Jesu Worte in uns Fortschritt machen können müssen wir vorab bereit sein auf ihn und seine Abgesandten, die Apostel und Jünger zu hören! „Sohn“ wird somit nur jener, der nicht weiter unter Sünde verbleibt! Da nur Gottes ausgesandter Sohn das Mittel zur Vergebung von Sünden und Auslöschung des „Fluches“ der an ihn Glaubenden zu erbringen bereit war, seinen eigenen Tod auf sich nahm, war es notwendig dieses „Lösegeld“ oder „Loskaufsopfer“ anzuerkennen, um von der „Sklaverei der Sünde“ und deren Folge, dem „Fluch“ wirklich befreit zu werden! Das ist nur durch Gottes „unverdiente Güte“ möglich. Das galt für Juden wie für Menschen aus den Nationen, denn beide „haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“! Das geschieht in der Erwachsenentaufe. Damit erfolgt auch der Eintrag in die „Buchrolle des Lebens des Lammes“.

 

Die Verbindung der "unverdienten Güte Gottes" zum GESETZ
  

Jesus war als himmlischer „Erstgeborener“, als Engelfürst Michael jener, der direkt mehrmals zu Abraham sprach und ihm Gottes Willen mitteilte und ihn daran hinderte Isaak als Opfer darzubringen! Dies war das Muster für ihn selbst, sich als künftiger „Menschensohn“ als Opfer sein eigenes Leben hinzugeben! Nun stand derselbe fleischgewordene Engel vor den Juden, die sich auf Abraham als ihren Vater bezogen. Da sie Jesus zu töten beabsichtigten bezichtigte sie der Christus „aus ihrem Vater“, dem Teufel zu sein, der in der Wahrheit nicht feststand und von Beginn in Eden an ein Mörder war!

 

1.3.3.4          Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ behauptet, dass Christen nicht unter den Geboten stehen würden

Auch Johannes bestätigt diesen Zusammenhang zwischen Wahrheit, GESETZ und dem Verlassen von Sünde hin zur Freiheit!

 

Mensch der Gesetzlosigkeit" *** Rbi8  1. Johannes 2:1-6 ***

Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. 2 Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. 3 Und dadurch wissen wir, daß wir ihn kennengelernt haben, nämlich wenn wir fortfahren, seine Gebote zu halten. 4 Wer sagt: „Ich habe ihn [[(Jesus, den Messias)]] kennengelernt“ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. 5 Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind. 6 Wer sagt, er bleibe in Gemeinschaft mit ihm, ist verpflichtet, selbst auch weiterhin so zu wandeln, wie jener wandelte.

 

Wer diese Zusammenhänge deutlich zu erkennen vermag verwundert sich über die Dreistigkeit gewisser Religionslehrer, die uns klar zu machen suchen, dass wir nicht unter Gottes GESETZ stehen würden, einige behaupten, nicht einmal unter den Zehn Geboten zu stehen! Sie lehren damit Abfall vom Königreich Gottes und dessen Geboten, um uns unter ihr eigenes, usurpiertes Königreich zu versklaven und deren anderslautende Menschengebote zu erfüllen! Das ist wahrlich bezeichnend für den „der Mensch der Gesetzlosigkeit“, vor dem Paulus für die Endzeit so deutlich gewarnt hat!

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:3-5 ***

Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?

 

Jesu Wiederkehr zum Gericht [B2] und zur Urteilsvollstreckung [B3] steht bevor! Wir müssen unser Inneres wie ein „heiliges, reines Gefäss“ erhalten und nicht bloss den äusseren Anschein von Reinheit erwecken, wie dies den religiösen Heuchlern so gut gelingt! Jesus und auch Paulus waren sich der Worte Gottes an Moses stets bewusst! Keiner von beiden lehrte, Gottes Gebote zu übertreten!

 

*** Rbi8  5. Mose 10:16-19 ***

Und ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und euren Nacken nicht länger verhärten. 17 Denn Jehova, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchteinflößende Gott, der niemand parteiisch behandelt noch eine Bestechung annimmt, 18 der dem vaterlosen Knaben und der Witwe Recht schafft und den ansässigen Fremdling liebt, so daß er ihm Brot und einen Überwurf gibt. 19 Auch ihr sollt den ansässigen Fremdling lieben, denn ansässige Fremdlinge wurdet ihr im Land Ägypten.

 

Die Nachfolger Jesu aus den Juden sollen an die Christen aus den Heiden denken! „Ebioniten“ tragen für „Paulikaner“ Verantwortung und Nachfolger des Paulus sollen sich nicht über den „Wurzelstock“ der sie trägt erheben, sonst werden sie davon abgeschnitten werden!

 

Isais Wurzel und der Baum der einen Spross treibt
   

1.3.3.5          Paulus verteidigt sich, dass er und seine Nachfolger das ganze GESETZ Mose halten!

Paulus sollte den Beweis antreten, dass er das ganze GESETZ Mose durchaus respektierte, weil ihn seine Feinde angeklagt hatten es u brechen. Jakobus forderte ihn auf vier griechisch-stämmige Ebioniten, die ein Gelübde abgelegt hatten, gemäss den Vorschriften des GESETZES zu begleiten, um ihre siebentägige zeremonielle Reinigung zu erfüllen und ihre Opfer im Tempel darzubringen. Wir kennen den Text inzwischen bereits, nun aber zeigen wir, welche Auswirkungen dies haben sollte!

 

Allen alles zu sein bedeutet Anpassung, um gehört zu werden! *** Rbi8  Apostelgeschichte 21:21-24 ***

Sie [[(die „Ebioniten“ Jerusalems und die Juden)]] haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln. 22 Was also ist diesbezüglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du angekommen bist. 23 So tu denn das, was wir dir sagen: Es sind vier Männer bei uns, die ein Gelübde auf sich haben. 24 Nimm diese Männer mit, und reinige dich mit ihnen gemäß den Zeremonien, und trage für sie die Kosten, damit sie sich das Haupt scheren lassen können. Und so wird jedermann wissen, daß an den Gerüchten, die über dich mitgeteilt wurden, nichts ist, sondern daß du ordentlich wandelst, indem du selbst auch das GESETZ hältst.

 

Paulus hatte versprochen, dass er „den Juden ein Jude“, „den Griechen ein Grieche“ sei, um wenigstens einige zu gewinnen! Er und die Christen aus den Nationen standen nicht weiter unter Zeremonialgesetz, einem Teil des „Bundes mit Levi“, der mit Jesu Tod geendet hatte! Im ersten Brief an die Korinther hatte Paulus diesen Zusammenhang beschrieben.

 

Paulus stand nicht unter Oberaufsicht der Männer um Jakobus in Jerusalem, viel weniger noch unter jener Macht der Pharisäer oder des Sanhedrins. Er stand unter einem einzigen „Haupt“, dem Christus, der seinerseits unter Gott steht und dessen erwählter und eingesetzter „Hohepriesterkönig gleich Melchisedek“ Jesus ist! Andererseits wollte er sich auch nicht über den Wurzelstock erheben!

 

*** Rbi8  1. Korinther 9:19-23 ***

Denn obwohl ich von allen frei bin, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, damit ich die meisten gewinne. 20 Und so bin ich den Juden wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen; denen unter [[GESETZ]] bin ich wie [einer,] der unter [[GESETZ]]  ist, geworden, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz [[(Gesetzeswerken wie Beschneidung usw.]] bin, um die zu gewinnen, welche unter Gesetz [[GESETZ]] sind. 21 Denen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind [[(Menschen er Nationen)]], bin ich wie [einer] ohne Gesetz [[(„GESETZ des Christus“)]] geworden, obwohl ich nicht ohne Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Gott, sondern unter Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Christus bin, um die zu gewinnen, die ohne Gesetz [[„GESETZ des Christus“]] sind. 22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin Menschen von allen Arten alles geworden, damit ich auf jeden Fall einige rette. 23 Alles aber tue ich um der guten Botschaft willen, damit ich mit [anderen] Teilhaber an ihr werde.

 

Obwohl frei machte sich Paulus auch auf jener Reise nach Jerusalem zum Sklaven aller, um deren Liebe zu gewinnen und zu behalten! Er unterordnete sich den GESETZEN Mose an Levi, die im Zusammenhang mit dem Tempel in Jerusalem standen, obwohl Jesus ihn von diesen GESETZEN im Zusammenhang mit dem Tempeldienst befreit hatte! Ziel war es, die Juden, die unter GESETZ stehen zu gewinnen, seine Brüder der Abstammung nach!

 

Den Menschen der Nationen aber war Paulus einer geworden, der nicht weiter unter jüdischem Geboten die den „Bund mit Levi“ betrafen, da das „GESETZ des Christus“ die „Ebioniten“ von gewissen Pflichten befreit hatte, aber diese deshalb nicht ohne GESETZ waren, sondern dem GESETZ des „neuen Bundes“ mit Christus verpflichtet sind! Paulus versuchte Menschen für den Christus zu gewinnen, damit sie alle gemeinsam, ob Jude oder Grieche ihr Herz gemäss dem „GESETZ des Christus“ beschneiden, dieses in ihr Herz schreiben würden!

 

1.3.3.6          Die Festnahme des Paulus im Tempelbezirk aufgrund falscher Beschuldigungen durch Juden

Paulus unterordnete sich den Männern der Versammlung in Jerusalem freiwillig. Was sie anordneten war er bereit so auszuführen wie sie es wünschten, um den Frieden zwischen „Ebioniten“ und „Paulikanern“ zu festigen und keinem „ein Stein des Anstosses“ zu sein! Auch wollte er sich Jesu Vorhersage, was sein Leiden betrifft nicht durch Flucht entziehen.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:26 ***

Da nahm Paulus die Männer am nächsten Tag mit und reinigte sich mit ihnen gemäß den Zeremonien und ging in den Tempel, um die Tage anzumelden, die für die zeremonielle Reinigung erfüllt werden mußten, bis die Opfergabe für einen jeden von ihnen dargebracht werden sollte.

 

Als Juden aus Asien dann aber im Bereich des Tempels einen Aufruhr verursachten, weil sie einen unbeschnittenen Heidenchristen Namens Trophimus aus Ephesus bei Paulus im Tempelbereich wähnten, der Paulus zuvor begleitet hatte und in der Stadt mit ihm war, wo sie zusammen gesehen wurden. Diesen nun verwechselten jenen mit einem jener vier jungen „Ebioniten“. Da kam es zur Ergreifung des Paulus durch den Pöbel, der ihn zu töten suchte.

 

Paulus wird im Ttempel Jerusalem vor dem Aufruhr der Juden durch Soldaten in Schutz genommen*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:27-32 ***

Als nun die sieben Tage nahezu abgelaufen waren, begannen die Juden aus Asien, als sie ihn im Tempel sahen, die ganze Volksmenge in Verwirrung zu bringen, und sie legten Hand an ihn 28 und schrien: „Männer von Israel, helft! Das ist der Mensch, der überall jedermann gegen das Volk und das GESETZ und diese Stätte lehrt, und was noch mehr ist, er hat sogar Griechen in den Tempel gebracht und hat diese heilige Stätte entweiht.“ 29 Sie hatten nämlich vorher Trophimus, den Epheser, in der Stadt bei ihm gesehen, meinten aber, Paulus habe ihn in den Tempel gebracht. 30 Und die ganze Stadt wurde in Aufruhr versetzt, und es entstand ein Volksauflauf; und man ergriff Paulus und schleppte ihn aus dem Tempel hinaus. Und sogleich wurden die Türen geschlossen. 31 Und während man ihn zu töten suchte, kam die Meldung zum Befehlshaber der Abteilung hinauf, daß ganz Jerusalem in Verwirrung sei; 32 und er nahm sogleich Soldaten und Offiziere und lief zu ihnen hinab. Als sie den Militärbefehlshaber und die Soldaten erblickten, hörten sie auf, Paulus zu schlagen.

 

Das ganze Durcheinander, wurde verursacht von übereifrigen und eifersüchtigen Juden, die ohne genaue Erkenntnis waren. Dies führte später zur Inhaftierung des Paulus durch die römischen Truppen, unter der falschen Beschuldigung durch Juden, den Tempel verunreinigt zu haben. Der Hauptmann der Wache dagegen glaubte, einen gesuchten Anstifter für Unruhen in Gewahrsam genommen zu haben. Es waren aber dieselben römischen Truppen, die das Schlimmste durch die Gefangennahme des Paulus verhindern konnten, seine Ermordung durch den aufgebrachten Pöbel!

 

Klar und deutlich klagte ihn nun die führenden Juden an, dass er jener sei, „der überall jedermann gegen das Volk und das GESETZ und diese Stätte lehrt“. Für Paulus war der Tempel Gottes heilige Städte, allerdings war er sich der Worte Jesu bewusst, dass Gott diesen Tempel bereits der Zerstörung anheimgegeben hatte und seinen Schutz zurückgezogen hatte. Die Christenversammlungen hatten die Funktion des Tempels übernommen. „Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.“ (1.Kor 3:16, 17) Zudem wusste Paulus, dass jene levitische Priesterschaft die dort gemäss dem „Bund mit Levi“ Opfer darbrachte Gottes Anerkennung verloren hatte und die Opfer nicht weiter von Gott annehmbar waren, jene die sie darbrachten „unreine Gefässe des Zorns Gottes“ darstellten!

 

Geisselung des Paulus als römischer Bürger?Der Grund des Aufruhrs ist somit schnell ersichtlich! Es waren dieselben „Aufrührer“ für jene Juden überall da, wo Paulus ihre Synagogen besucht hatte und vom Christus redete, die Jesus als Messias ablehnten, die er nun gegen sich hatte! Fast überall hatten jene versucht ihn zum Schweigen zu bringen, ihn oft aus der Synagoge geworfen, ihn geisseln lassen und ihn verfolgt und gar gesteinigt! Sie wollten die Botschaft über den Christus nicht hören und nicht annehmen und waren überzeugt, dass Paulus ein Abtrünniger, ein Ketzer wäre. Dasselbe hatten schon die anderen Apostel von Anfang an in Jerusalem erlebt! 

 

Es waren dieselben Juden gewesen, die das Gerücht in Umlauf gesetzt hatten, dass Paulus gegen das GESETZ und gegen den Tempel lehren würde. Dieselbe Lüge ist heute in allen Christenreligionen zu finden!

 

Diese Menschen hatten nicht verstanden, dass fast alle Propheten vom kommenden Ende des Tempels und der damit verbundenen Form der Anbetung mittels der levitischen Priesterschaft geredet hatten! Selbst nur wenige gute Christen wissen, dass auch im künftigen neuen Jerusalem kein Tempel existieren wird! „Und ich sah keinen Tempel darin, denn Jehova Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel und das Lamm. Und die Stadt hat es nicht nötig, daß die Sonne oder der Mond auf sie scheint, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtete sie, und ihre Lampe war das Lamm.“ (Off 21:22, 23) Die Worte Jeremias, wo er von einem „neuen Bund“ spricht waren jenen Juden nicht verständlich, ebenso wenig wie die Worte über den Messias und dessen Aufgabe. Sie verstanden die Ankündigung Daniels nicht, dass der Christus in der Mitte der siegzigsten Jahrwoche „ohne nichts für sich von den Lebenden abgeschnitten würde“, welche Prophezeiung sie selbst erfüllten!

 

Jesus nun stellte sich als wahrer Messias heraus, wie die Geschichte bewies! Alle Vorhersagen der Propheten über sein erstes Kommen erfüllten sich! Bloss rund zwölf Jahre nach jenem Geschehen im Tempel rund um die Festnahme des Paulus zerstörten die Römer im Jahre 70 u.Z. jenes unantastbare Heiligtum! Gott hatte sich offensichtlich von jener Generation zurückgezogen! Jesu Worte erfüllte sich, dass dort „kein Stein auf dem anderen belassen“ würde! Seither sind selbst die Nachkommen jener Juden gezwungen all die Ritten des levitischen Zeremonialgesetzes zu unterlassen! Tempel, Priesterschaft und blutige Opfer sollten aufhören, bis der neue, der endgültige geistige Tempel eingeweiht sein würde, mit einer neuen Priesterschaft und einer neuen Form von Gott gefälligen Opfern!

 

Juden beten an der KlagemauerDie Form der Anbetung von äusserlichen Ritten hin zu einer Verinnerlichung der Dinge im Herzen des Einzelnen war gekommen. Diese Form der Anbetung kannte aber schon Abel und später Abraham! Sie ging mit der Anerkennung Gottes und dem Wunsch Hand in Hand ein Kind-Vater-Verhältnis zum Schöpfer aufzubauen. Bis heute pilgern gläubige Juden zur Klagemauer in Jerusalem, um dort um ihren verlorenen Tempel zu trauern und zu beten.

 

Jesu Worte an die samaritische Frau am Brunnen von Sychar sollten sich somit erst noch voll erfüllen! Eine neue Ära war angebrochen, die Zeit, wo Menschen Gott wiederum „mit Geist und Wahrheit“ anbeten würden. Der tiefere Sinn des Wortes „beten“ sollte wiederum in den Vordergrund gerückt werden, nämlich mit Gott in ein von Herzen kommendes Zwiegespräch zu treten.

 

*** Rbi8  Johannes 4:19-26 ***

Die Frau sagte zu ihm: „Herr, ich merke, daß du ein Prophet bist. 20 Unsere Vorväter haben auf diesem Berg [[(Gerisim)]] angebetet; ihr [[(Juden)]] aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ 21 Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Gott mit Geist und Wahrheit anzubeten bedeutet Gott wirklich zu erkennen und das zu tun, was er von seinen Geschöpfen erwartet! Da die meisten der Juden nicht bereit waren solche Worte direkt von Jesus zu hören, so erklärte er sie einer Samaritanerin und Johannes zeichnete sie für Menschen auf, die später bereit wären darauf zu achten. Die Zeit steinerner Tempel und einer geweihten Priesterschaft waren zu ihrem Ende gelangt. Der Zweck den der Tempel in Jerusalem erreichen sollte war nicht erfüllt worden, darum wurden beide gewechselt, Tempel und Priesterschaft!

 

1.3.3.7          Nur ein reiner, beschnittener Jude darf den inneren Tempelbezirk betreten!

Paulus durfte sich hin auf Erlaubnis des römischen Offiziers vor dem Volk verteidigen. Wäre Paulus als „unreines Gefäss“, das Gottes GESETZE übertreten hatte, damit zurecht im inneren des Tempelgebietes festgenommen worden, so hätte er nach Gottes GESETZ die Todesstrafe verdient! Paulus wusste somit genau, dass Gottes GESETZ nach wie vor gültig war und er hatte es in nichts übertreten! Im Brief an die Korinther wendet Paulus dieselben Regeln auf jene an, die in unreinem Zustand am Abendmahl teilhaben und daher in Gottes Augen Tote sind! (1.Kor 11:27-30)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 22:1-5 ***

Männer, Brüder und Väter, hört jetzt meine Verteidigung vor euch an! 2 (Als sie nun hörten, daß er sich in der hebräischen Sprache an sie wandte, wurden sie noch stiller, und er sprach:) 3 „Ich bin ein Jude, in Tarsus in Zilizien geboren, aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer für Gott, wie ihr es alle heute seid. 4 Und ich verfolgte diesen WEG bis auf den Tod, indem ich sowohl Männer als auch Frauen band und Gefängnissen übergab, 5 wie mir das sowohl der Hohepriester als auch die ganze Versammlung der älteren Männer bezeugen können. Von ihnen verschaffte ich mir auch Briefe an die Brüder in Damaskus, und ich ging hin, um auch die, die sich dort befanden, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.

 

Paulus zeigt, dass seine ganze Erziehung dahingehend war Gottes GESETZ zu kennen und zu respektieren! Er war zuvor ein so starker Eiferer für das GESETZ gewesen, dass er all jene „Ebioniten“ die „zum Weg“ gehörten verfolgte, jene Band und vor Gericht stellte, deren er im Auftrag der Oberpriester und des Sanhedrins habhaft werden konnte! Als er den erstaunten hebräischen Zuhörern in ihrer eigenen Sprache sein Erlebnis erklärte, das sein Leben vollkommen verändert hatte, erkannten sie, dass einer sprach, der zu ihnen gehört hatte, ein Jude, ein Pharisäer, ein ehemaliger Abgeordneter des Sanhedrins! (Apg 9:1, 2)

 

Spaulus wird blind vom Licht Jesu *** Rbi8  Apostelgeschichte 22:6-11 ***

Als ich aber hinreiste und mich Damaskus näherte, da umblitzte mich um die Mittagszeit plötzlich aus dem Himmel ein großes Licht, 7 und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme zu mir sagen: ‚Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?‘ 8 Ich antwortete: ‚Wer bist du, Herr?‘ Und er sprach zu mir: ‚Ich bin Jesus, der Nazarener, den du verfolgst.‘ 9 Die Männer nun, die bei mir waren, sahen zwar das Licht, hörten aber die Stimme dessen nicht, der zu mir redete. 10 Darauf sagte ich: ‚Was soll ich tun, Herr?‘ Der Herr sprach zu mir: ‚Steh auf, geh deines Weges nach Damaskus, und dort wird zu dir über alles gesprochen werden, was dir zu tun verordnet ist.‘ 11 Da ich aber wegen der Herrlichkeit jenes Lichts nichts sehen konnte, kam ich, an der Hand derer geführt, die bei mir waren, in Damaskus an.

 

Paulus hatte eine übernatürliche, direkte Begegnung mit jenem Jesus, den die Juden einige Jahre zuvor als einen Gotteslästerer getötet hatten. Jene Israeliten nun, die da als Häscher vor Paulus standen, nur durch eine Abteilung Soldaten von ihm getrennt, sie waren durch dieselben Vorsteher gegen alle Anhänger jenes Jesu aufgestachelt und bereit jede Übertretung des mosaischen GESETZES mit aller Härte zu bestrafen.

 

Da sie den grösseren Propheten als Moses nicht anerkannten konnten sie auch nicht „sehen“ oder erkennen, dass ein neuer Hohepriester der zudem Königsgewalt hat aber vom Himmel her handelt und damit verbunden eine neue Priesterschaft an der Stelle der Vertreter Levis gekommen war. Ein Wechsel im Priestertum und damit im GESETZ hatte inzwischen stattgefunden: Nicht identisch mit dem „Ende des GESETZES“!

 

*** Rbi8  Hebräer 7:11-12 ***

Wenn also Vollkommenheit [[(die Löschung des Fluches)]] wirklich durch das levitische Priestertum käme (denn mit ihm [[(dem „Bund mit Levi“)]] als einem Grundzug wurde dem Volk das GESETZ gegeben), welche weitere Notwendigkeit bestände da für einen anderen Priester, der nach der Weise Melchisedeks [[(als Hoherpriesterkönig)]] aufstünde und von dem man nicht sagen würde, er sei nach der Weise Aarons? 12 Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes [[(innerhalb des GESETZES)]] ein.

 

Wer seither den neuen Hohepriesterkönig und seine priesterlichen Söhne, die Apostel als Autorität ablehnte, der richtete sich gegen Gott selbst! Das aber konnten sie in ihrer Verblendung nicht sehen, obwohl es deutlich in den Schriften seit Moses angekündigt war! Sie selbst waren es, die eigentlich an der Hand geführt werden mussten, dies aber entschieden ablehnten und bis heute verneinen!

 

Ananias heilt Paulus und gibt ihm mehr Erkenntnis JesuPaulus erklärte zu seiner Verteidigung weiter, was Ananias ihm durch Jesu Auftrag damals in Damaskus gesagt hatte: Jesus hatte schon gegenüber den Aposteln und Jüngern erklärt, dass die Juden ihn verfolgen und töten würden und auch, dass jene ebenso sie verfolgen würden, gleich wie sie ihn verfolgt hatten. Nun wendete Jesus in seiner Erklärung durch Ananias, der inzwischen Saulus wieder sehend machte diese Zusammenhänge in direkter Sprache auf den bisherigen Verfolger der Anhänger des Christus an, auf Saulus, der es nun den perplexen Juden wiedererzählt! Saulus sollte „den Gerechten“, Jesus sehen, weil er dazu von Gott auserlesen war! Dazu musste er sich vorab taufen lassen, was bedeutete, dass er jenen Jesus im Zusammenhang mit Gottes Heilsplan anerkennen musste, den dahinter wirkenden heiligen Geist Gottes erkennen konnte! Seine Aufgabe war es nun Zeugnis zu Gunsten dessen abzulegen, gegen den er bisher Zeugnis abgelegt hatte!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 22:14-16 ***

Er [[(Ananias)]] sprach: ‚Der Gott unserer Vorväter hat dich erwählt, seinen Willen kennenzulernen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören, 15 denn du sollst ihm vor allen Menschen ein Zeuge von den Dingen sein, die du gesehen und gehört hast. 16 Und nun, warum zögerst du? Steh auf, laß dich taufen, und wasch deine Sünden ab, indem du seinen [[()Jehovas]] Namen anrufst.‘

 

Paulus erfüllte nun vor einer grossen jüdischen Volksmenge diesen Auftrag, den Jesus ihm erteilt hatte, um nun auch den Juden gegenüber Zeugnis für ihn und die Wahrheit abzulegen! Jesus war der Gerechte, den Paulus verfolgte und den er nun sehen durfte! Jehovas Wille lautete, dass er sich taufen lassen müsste und die Sünde, die er durch die Verfolgung begangen hatte bereuen sollte, damit sie durch Jesu Opfer abgewaschen würden!

 

1.3.3.8          Paulus war von Jesus zu den Nationen in der Ferne ausgesandt

Paulus war ursprünglich aber nicht dazu berufen worden in Jerusalem Zeugnis abzulegen, sondern vor Juden die unter den Nationen lebten und unter Heiden! Jene Juden ausserhalb des Staatsgebildes Israels waren schon seit je nur bedingt verpflichtet, das Zeremonialgesetz zu halten! Vielen von ihnen wäre es gar nicht möglich gewesen den Tempel in Jerusalem zu den obligatorischen Festzeiten zu besuchen, weil sie zu entfernt wohnten! Das war seit dem Exil in Babylon noch vermehrt der Fall gewesen. An die Stelle des Tempels war schon bei jenen Juden die Synagoge getreten, wo über Gott belehrt und wo angebetet wurde!

 

Jerusalems Tempel und der "Soreg", die ZwischenmauerDass Jesus nun gewisse Gebote im Zeremonialgesetz änderte, als er den Befehl gab Menschen aller Nationen die gute Botschaft zu verbreiten, dies war somit bereits zu einem guten Teil Realität jener Tage! Die Trennwand zwischen Menschen der Nationen und der jüdischen Nation wurde durch ihn vollkommen niedergerissen! Im Tempel hiess jene Zwischenwand die den Tempelvorplatz in den Teil der Juden und den äusseren Teil der Heiden teilte „Soreg“. Durch die Römer wurde bei der Zerstörung Jerusalems und des Tempels jene Trennwand im Jahre 70 u.Z. auch physisch zerstört.

 

Paulus war nach seiner Erscheinung auf dem Weg nach Damaskus erst einige Jahre später nach Jerusalem zurückgekehrt. Er begann Visionen von Jesus erhalten, unmittelbar nachdem er sich nach dem Besuch bei Ananias in die arabische Wildnis zurückgezogen hatte, die ihn für seine neue Aufgabe vorbereiteten.

 

*** Rbi8  Galater 1:15-17 ***

Als aber Gott, der mich vom Schoß meiner Mutter an absonderte und [mich] durch seine unverdiente Güte berief, es für gut erachtete, 16 seinen Sohn in Verbindung mit mir zu offenbaren, damit ich den Nationen die gute Botschaft über ihn verkündige, ging ich nicht sogleich mit Fleisch und Blut zu Rate [[(er liess sich nicht durch andere Christen zur Wahrheit hin führen)]]. 17 Auch ging ich nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich ging fort nach Arabien, und ich kehrte wieder nach Damaskus zurück.

 

Jesus selbst aber hatte ihm damals gar verboten Zeugnis für ihn in Jerusalem abzulegen, weil dies nicht angenommen würde! Jesus sandte ihn zu den Nationen in der Ferne, um Zeugnis zu geben!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 22:17-21 ***

Als ich aber nach Jerusalem zurückgekehrt war und im Tempel betete, geriet ich in einen Trancezustand 18 und sah ihn [[(Jesus, seinen neuen Herrn)]], der zu mir sprach: ‚Beeil dich, und geh schnell aus Jerusalem hinaus, denn man wird dein Zeugnis über mich nicht annehmen.‘ 19 Und ich sagte:Herr [[(Jesus)]], sie selbst wissen wohl, daß ich es war, der diejenigen, die an dich [[(Jesus als Messias)]] glauben, jeweils ins Gefängnis bringen und in einer Synagoge nach der anderen auspeitschen ließ; 20 und als das Blut deines Zeugen Stephanus vergossen wurde, stand ich selbst auch dabei und gab meine Zustimmung und bewachte die äußeren Kleider derer, die ihn umbrachten.‘ 21 Und dennoch sagte er zu mir: ‚Geh deines Weges, denn ich werde dich zu Nationen in die Ferne senden.‘ “

 

Damals, zu Beginn war es somit Jesus gewesen, der ihn aufgefordert hatte aus Jerusalem hinauszuziehen, damit er seine Aufgabe unter den Nationen erfüllen könnte. Nun aber als Gefangener Roms war es derselbe Geist gewesen, der ihn aufgefordert hatte aus den Nationen zum Tempel zurückzukehren, um die Zweifler und Falschankläger zum Schweigen zu bringen, die behaupteten, er lehre unter den Juden der Nationen „Abfall von den Zeremonien und vom GESETZ“, um nun in Jerusalem Zeugnis abzulegen und dafür zu leiden und dadurch selbst Zeugnis für die Gesetzestreue abzulegen!

 

Paulus wird im Tempelbereich  jerusalems GefangengenommenDamit nun war der Punkt erreicht, wo seine jüdischen Zuhörer und die Häscher die Geduld verloren. Wo er nun erklärte, wie ihm Jesus bei der Anbetung im Tempel wiederum erschienen war, da wollten sie ihn nicht weiter anhören. Sie alle wussten um die Verfolgung des Saulus all jener, die sich zu dem „Nazarener“ bekannten, welche die Oberpriester doch seither als grösste Gefahr für die „rechtgläubigen“ Juden bezeichneten! Jene aber wurden dadurch verblendet zu sehen, dass sie in Wirklichkeit gegen die Propheten und damit gegen Gott selbst handelten!

 

Das war dem aufgewühlten Pöbel zu viel, dass einer von jenen auserwählten Urteilsvollstreckern sich zu Gunsten eines Verurteilten äusserte, welchen ihre Oberpriester zu steinigen befohlen hatte. Sie zeigten deutlich, dass ihre Götter die hasserfüllten Vorsteher waren und nicht Jehova! Der ermordete Stephanus hatte nun nachträglich in Paulus gar einen Verteidiger, der diesen seinen Tod durch Steinigung doch veranlasst hatte! Diese indirekte Aussage des Paulus machte sie doch zu Mitmördern am christusgläubigen Stephanus, der unschuldig zu Tode gebracht worden war! Sie waren damit gar indirekte Mittäter und damit zudem schuldig am Tod des Christus! Darüber aufgebracht suchten sie nun Paulus zu töten! Einer der Vorsteher unter ihnen heizte in die Volksmenge erneut an. Bestimmt glaubte er, durch einen weiteren Mord von der beständig zunehmenden Anklage befreit zu werden.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 22:22-28 ***

Sie hatten ihm nun bis zu diesem Wort zugehört, und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: „Weg von der Erde mit einem solchen [Menschen], denn es gehörte sich nicht, daß er lebte! 23 Und weil sie schrien und ihre äußeren Kleider herumwarfen und Staub in die Luft schleuderten, 24 befahl der Militärbefehlshaber, daß er in die Kaserne geführt werde, und sagte, er solle unter Geißelung verhört werden, damit man genau erfahre, um welcher Ursache willen sie derart gegen ihn schrien. 25 Als sie ihn jedoch zum Peitschen ausgestreckt hatten, sagte Paulus zu dem Offizier, der dort stand: „Ist es euch Männern erlaubt, einen Menschen, der Römer ist, zu geißeln, und [dies] unverurteilt?“ 26 Als nun der Offizier das hörte, begab er sich zum Militärbefehlshaber, erstattete Bericht und sprach: „Was beabsichtigst du zu tun? Dieser Mensch ist nämlich ein Römer.“ 27 Da trat der Militärbefehlshaber herzu und sprach zu ihm: „Sag mir: Bist du ein Römer?“ Er sagte: „Ja.“ 28 Der Militärbefehlshaber erwiderte: „Ich habe [mir] dieses Bürgerrecht mit einer großen Summe [Geld] erkauft.“ Paulus sagte: „Ich aber habe [es] sogar von Geburt.

 

Der Militärbefehlshaber verstand vorerst die Zusammenhänge ebenso wenig wie das gemeine, von ihren Führern aufgepeitschte Volk! Mit der Peitsche wollte der Militärbefehlshaber nun die Wahrheit herauspressen, weil er annahm Paulus sei ein gefährlicher Aufwiegler. Als er nun hörte, dass Paulus ein römischer Bürger sei und damit Privilegien besass, da war er doppelt verunsichert.

 

All dies sollte in Erfüllung der Worte Jesus einen langfristigen Sinn zeigen, dass Paulus nun vor Richter, Statthaltern und Königen gebracht würde, um vor ihnen Zeugnis für Jesus, die Wahrheit und über die gute Botschaft über Gottes Königreich abzulegen! Da er sich auch sein römisches Bürgerrecht berief wurde er schlussendlich bis vor Cäsar gebracht, um auch an höchster Stelle in Rom für den Christus als dem von Gottes auserwähltem König Zeugnis abzulegen!

 

Zeitband Jehovas Königtum
  

Paulus berief sich damals zu seiner Verteidigung durchaus auch auf römisches Recht und suchte es zu seinem eigenen Nutzen und durch Wahrheit anzuwenden! Da er damit kein göttliches Gebot verletzte wurde sein „Gefäss“ dadurch auch nicht verunreinigt! Damit gibt er Christen ebenso eine Richtlinie, wie sie sich bei ungerechtfertigten Angriffen durch die eigene Glaubensgemeinschaft oder staatliche Institutionen zu verhalten haben.

 

 

1.3.4           Was wird mit deinem „Gefäss“ am Tag der Urteilsvollstreckung geschehen?

 

1.3.4.1          Die „Gefässe des öffentlichen Dienstes“ wurden mit Blut gereinigt

Wir haben inzwischen ein ganz besonderes „Gefäss des öffentlichen Dienstes“ kennen gelernt, das viel Raum in den Schriften einnimmt: Paulus. Er war zuerst ein Verfolger der Christenversammlung und wurde dann zu einem der wichtigsten Apostel, die der Ausbreitung des christlichen Glaubens einen grossen Dienst tat. Obwohl er sich am Vergiessen des Blutes des unschuldigen Stephanus und anderer mitschuldig machte, zufolge Irreführung durch seine Lehrer und Befehlsgeber, war er trotzdem von Gott der die Herzen kennt nicht verworfen, sondern wurde wiederum annehmbar durch Belehrung und Umkehr. Nach seiner Erleuchtung als Folge von Jesu Erscheinen, wo er durch Instruktion eine genaue Erkenntnis erreichte: Sowohl über Jesu Leben, Handeln, seine Lehren und seinen Tod, sowie auch über kommende Ereignisse der Endzeit und des zu erwartenden Systems. All dies hat ihn zum Glauben in den Messias gebracht und ihn zur Reue und Umkehr bewegt. Jehova kannte die Einstellung des Herzens des Paulus, dass es zuvor religiöse Verblendung war, die ihn davon zurückhielt das zu tun, was in Gottes Augen wirklich Recht und Gerecht war!

 

Beim früheren "Bund mit Levi" wurde das Opfer durch Feuer vom Himmel verzehrt (3.Mo 9:23, 24)Paulus wurde nun zum exponierten Verteidiger Jesu, jenes Mittlers des neuen Bundes! Er wusste um die eigene Schuld und um den hohen Preis, den Jesus für ihn bezahlt hatte, ihn vom eigenen todbringenden „Fluch“ zu erlösen:.

 

 *** Rbi8  Hebräer 9:15-22 ***

Darum ist er [[(Jesus)]] also Mittler eines neuen Bundes, damit die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen könnten, weil zu [ihrer] Befreiung durch Lösegeld von den Übertretungen unter dem früheren Bund [[(mit Levi und dessen Sündopfern)]] ein Tod eingetreten ist. 16 Denn wo es einen Bund gibt, da muß der Tod des [[(im Falle Jesu)]] [menschlichen] Bundesschließers beigebracht werden. 17 Denn ein Bund ist über toten [Opfern] rechtskräftig, da er zu keiner Zeit in Kraft ist, solange der [[(im Falle Jesu)]]  [menschliche] Bundesschließer lebt. 18 Demzufolge wurde auch der frühere [Bund] [[(Mose und danach mit mit Levi und Aarons Priestertum (durch Tieropfer))]] nicht ohne Blut eingeweiht. 19 Denn als jedes Gebot gemäß dem GESETZ [[(das knapp ein Jahr zuvor am Sinai von Gott gesprochen wurde)]] von Moses zum ganzen Volk gesprochen worden war, nahm er das Blut der jungen Stiere und der Ziegenböcke mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch [[(das er inzwischen geschrieben hatte)]] selbst und das ganze Volk, 20 indem er sprach: „Dies ist das Blut des Bundes, den Gott euch als Gebot auferlegt hat. 21 Und er besprengte das Zelt und alle Gefäße des öffentlichen Dienstes gleicherweise mit dem Blut [[(die während jenes Jahres in Gottes Auftrag erstellt worden waren)]]. 22 Ja, fast alle Dinge werden mit [[Tier-]] Blut gereinigt nach dem GESETZ, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.

 

Deutlich ist durch Paulus der Unterschied der zwei Bündnisse zu Beginn, an Pfingsten 1513 v.u.Z. ersichtlich: Jener Gesetzesbund zu Beginn am Sinai, wo Jehova mündlich das GESETZ der Zehn Gebote und die richterlichen Entscheidungen gab, der durch das Blut von Tieropfern in Kraft trat (kein Mensch starb wie dies die NWÜ uns glauben machen will!). Dann am 1.Nisan 1512 v.u.Z. wurde das inzwischen erstellte „Zelt der Zusammenkunft“ aufgestellt mit ihren heiligen Utensilien und Aaron und seine Söhne wurden eingekleidet, und geweiht. Ab dem 2.Tag folgte die siebentägige Einweihung mit ihren täglichen Tieropfern!

 

Zeitband Moses II
  

Dieser zweite „Bund mit Levi“ und nur dieser „veraltete“, weil seine Repräsentanten, die Leviten und Priester der Nachfolge Aarons ihn übertraten und das Heilige Zelt und sich selbst als „heilige Gefässe“ verunreinigten. Darum wurde der „neue und bessere Bund“ mit Jesu und seinem weit höherwertigen reinen Blut notwendig! Der Wechsel erfolgte nicht durch ein anderslautendes GESETZ, sondern durch gewisse Veränderungen an den Normen die Levi und das Zelt, die Opfer und Dienstvorschriften betrafen!

 

Paulus spricht im Kapitel 9 des Hebräerbriefes vom „neuen Bund“ für ein Priesterkönigtum gleich Melchisedek, im Vergleich zum „alten Bund“, der nur mit den Stamm Levi geschlossen wurde! Es geht hierbei um jene, die das Recht haben im inneren des Zeltes der Zusammenkunft, respektive im Tempel oder dessen Nachfolger, dem geistigen „Zelt Gottes“, der Christenversammlung Dienst zu leisten.

 

Glaubenstaufe: Das Anziehen der "neuen Persönlichkeit" Er spricht vom Königreichsbund und von „Berufenen zum ewigen Erbe“ im geistigen Tempel, um Gott Dienst darzubringen. Dazu mussten jene „Berufenen“ durch ein Lösegeld von früherer Schuld, vom darauf lastenden „Fluch“ befreit werden, der dadurch entstand, weil sie alle Gottes Normen übertreten hatten. Dies geschieht zufolge „unverdienter Güte“ in der Taufe, durch Ablegen beim Untertauchen in der Taufe der früheren Unreinheit und Anziehen der neuen Persönlichkeit beim Auftauchen aus dem Wasser mittels Anerkennung des „GESETZES des Geistes“.

 

So wie beim früheren Bund unter Moses mit Levi, als das Zelt der Zusammenkunft und Aaron und seine Söhne eingeweiht mit Blut von Tieren wurde, das auf die Gegenstände des heiligen Dienstes und auf die Priester gesprengt jene rein werden liess, so wirkt das unendlich viel kostbarere Blut Jesu zur Reinigung der Dinge im geistigen Tempel und derer, die den Dienst erfüllen! Jedes der Gefässe im Tempel musste durch jenes Blut gereinigt werden!

 

Paulus spricht nicht vom Gesetzesbund, einem nicht endenden Bund, sondern eindeutig vom Bund mit Levi, der erst zu Beginn des zweiten Jahres in der Wildnis im Zusammenhang mit der Aufrichtung des Zeltes der Zusammenkunft geschlossen wurde! Paulus erklärt doch deutlich: „... er besprengte das Zelt und alle Gefäße des öffentlichen Dienstes gleicherweise mit dem Blut“.

 

Fast alle christlichen Religionen folgen darin ihrer Katholischen Mutter, indem sie den Gesetzesbund als „veraltet“ bezeichnen, vom „Alten Testament“ reden, um das „Neue Testament“ in den Vordergrund zu rücken. Das ist aber eine verheerende Irreführung, denn Paulus redet ja deutlich nur vom weiteren Bund innerhalb des Gesetzesbundes, den Gott zusätzlich mit Levi schloss, der enden würde und durch einen besseren Bund ersetzt werden sollte! Es geht anstelle des levitischen Priestertums um ein Priesterkönigtum, das jenen in Aussicht gestellt wurde, die der Berufung treu nachfolgen würden!

 

Aus dem obigen Text aus der NEUE WELT-ÜBERSETZUNG von Jehovas Zeugen könnte wegen des durch jene eingefügten Texteinschlusses „... der [menschliche] Bundesschliesser“ der Eindruck entstehen, dass jeder Bund den Tod des Bundesschliessers mit einschliesst. Moses aber starb nicht, als der Bund mit Israel rechtskräftig wurde und auch Aaron nicht, als der Bund mit Levi eingesetzt wurde.

 

Wenn wir die Worte des Paulus aber auf Jesus, als neuen und grösseren Bundesschliesser beziehen, so erfüllten sich die Vorhersagen, dass jenerneue Bund“ erst durch den Tod des vollkommen sündenfreien menschlichen Bundesschliessers rechtskräftig wurde!

 

Wenn nun Jesu Tod das „auserwählte Gefäss“ des Paulus zu reinigen vermochte, so haben auch wir die Hoffnung, Zuversicht und den festen Glauben, dass durch unser Untertauchen in der Taufe auch unsere früheren Sünden im Blute Jesu vollkommen abgewaschen wurden!

 

1.3.4.2          Der Brief an die Hebräer war in erster Linie an beschnittene Ebioniten gerichtet

Der Brief an die Hebräer war ein wichtiger Beitrag des Paulus den Beschnittenen Juden die Wichtigkeit des Christus als neuer Hoherpriester, dessen Amt und Stellung besser verstehen zu lassen. Sie sollten dadurch ein starkes Hilfsmittel in die Hand bekommen, um andere Juden zu überzeugen. Da beide Themen, jene des alten „Bundes mit Levi“ und des neuen „Bundes für ein Königreich gleich Melchisedek“ mit Christus ineinanderfliessen, ist der Brief nicht leicht zu verstehen und richtet sich vorab an jene, welche mit den Dingen des Tempels und der Priesterschaft bereits wohl vertraut waren.

 

Paulus gehörte zu jenen „reinen Gefässen“, die einem höheren Zwecke dienten und im Tempelinneren des geistigen Tempels priesterlichen Dienst verrichteten! Vorstehern und Christen ist der Brief Anleitung zum eigenen Dienst am neuen, geistigen Tempel! Im Brief an die Korinther ermahnt er:

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:16-17 ***

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

Eine Strukturierung des Hebräerbriefes mit Über- und Untertiteln, welche den Inhalt in zusammenhängende Abschnitte aufteilt und den Inhalt jeden Teils zusammenfasst hilft uns einen schnelleren Überblick auf den ganzen, komplexen Inhalt zu gewinnen. Die gewohnte ursprüngliche Nummerierung aus dem 16.Jahrhundert durch Pater Etienne der Kapitel entspricht der sachlichen Unterteilung nur bedingt und unterbricht oft zusammenhängende Teile. Geistig wertvolle Gefässe für den Dienst im Tempel und jene anderen, die der Zerstörung dienen werden, sie sind deutlich auszumachen!

Die Struktur und Aussage des Hebräerbriefes

Thema: Das Hohepriesteramt Christi und die Berufung aller Heiligen zum Dienst an der guten Botschaft.

Paulus spricht die Brüder an, die alle zum Dienst im Heiligtum berufen sind und sich als würdig erweisen müssen.

Kapitel

 

I.              Christus als Person in seiner Stellung höher als Engel und Mensch; Eingang in Gottes Ruhe

 

1:4-4:16

Gott redete durch seinen Sohn zu uns. Der Sohn, Erbe aller Dinge die durch ihn gemacht wurden ist getreues Abbild Gottes

1:1-3

Der Sohn ist höher als die Engel, als „Erzengel“ (als himmlischer Michael) wird neuerlich in die bewohnte Erde eingeführt werden [B1-Bb3]. Engel sind ihm Diener. Der Sohn hasst Gesetzlosigkeit. Vater legt dem Sohn die Feinde unter die Füsse [B1].

1:4-14

Warnung an die Hörer: Jede Gesetzesübertretung und Ungehorsam hat weiterhin Vergeltung!

2:1-4

Gottes Vorsatz: Die künftige Erde soll Menschen und nicht Engeln unterworfen werden.

2:5-7

Jesus wurde für kurze Zeit „niedriger als die Engel“, danach aber wegen des Opfertodes erhöht (Off 5:11, 12):  Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.“ (Mat 28:18).

2:8, 9

Der Hauptvermittler der Rettung nennt alle Geheiligten seine Brüder, nimmt sich als Hohepriester des Samens Abrahams und nicht der Engel an.

2:10-18

Alle Heiligen zur Teilhabe am „neuen Himmel, der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeitenberufen (Eph 1:10). Christus, der Sohn Gottes ist höher als Moses, der „Knecht“ und wie jener über sein Haus treu: „Wir sind sein Haus“, Hausgenossen Gottes und „Mitbürger der Heiligen“ des Allerhöchsten (Da 7:18; Eph 2:19).

3:1-6

Ermahnung das Herz nicht zu verhärten: Die Generation, die Ägypten verliess, konnte wegen ihres Unglaubens „nicht in die Ruhe Gottes“ eingehen. Trügerische Macht der Sünde verhärtet das Herz. Ungehorsam verhindert Eingang in Gottes Ruhe [Bb].

3:7-19

Eingang kommt in die bessere Ruhe Gottes für den Glaubenden, der hört und handelt und sein Herz nicht verhärtet. Die Generation Israels vom Sinai ging nicht in Gottes Ruhe ein!

4:1-10

Wort Gottes ist lebendig, übt Macht aus, imstande Gedanken und Absichten zu beurteilen. Jede Schöpfung ist vor Gott offenbar. Wir sind rechenschaftspflichtig. Bekenntnis zum Hohepriester Jesus gefordert. Er wurde auf die Probe gestellt, blieb frei von Sünde. Freimut der Rede von jedem Christen gefordert

4:11-16

 

II.            Der Vorrang und die Endgültigkeit des König-Priestertums Christi

 

5:1-10:25

Hohepriester der Linie Aarons wurden zu Gunsten der Menschen gesetzt, um Opfer für Sünden darzubringen. Aufgrund eigener Schwachheit kann er Massvoll mit Unwissenden und Irrenden umgehen. Niemand nimmt diese Ehre des Hohepriesteramtes von sich aus an. Der Vater verherrlicht jene die er will. Christus wurde wegen seiner vollkommenen Treue zum Hohepriesterkönig, nach der Weise Melchisedeks, an Stelle Aarons und seiner Söhne.

5:1-6

Jesus wegen Gottesfurcht erhöht, war gehorsam, litt, wurde für Rettung derer verantwortlich, die ihm gehorchen

5:7-10

Aufforderung an alle Lehrer und geistig Mündige zu sein, Warnung davor, „Milch“ der Worte der Gerechtigkeit von Dritten zu benötigen, was Unmündigkeit bedeutet; Gefordert ist die eigene Mündigkeit zu erreichen in der Unterscheidung von Recht und Unrecht.

5:11-14

Fortschritt zu geistiger Reife. Unmöglichkeit Abgefallene zur Reue zu beleben. Disteln enden in Verbrennung. Jeder muss den Heiligen dienen, Fleiss und Hoffnung bis zum Ende zeigen.

6:1-12

Abraham erlangte Verheissung aufgrund von Glaubenswerken. Flucht wird uns an den Zufluchtsort als Hoffnung gegeben: Gottes Thron. Dorthin ist unser Hohepriesterkönig durch den Vorhang (sein Fleisch) ins Allerheiligste Gottes vorausgegangen.

6:13-20

 

Das Priestertum des Melchisedek ist grösser als das Levis durch Aarons Söhne

 

Melchisedek stand als Priesterkönig über Abraham und erhielt von jenem Zehnten und segnete ihn

 

7:1-8:6

a)     Weil Melchisedek (Sem?) nur ein „Schattenbild“ auf den Christus war, der selbst höher als Abraham ist, ewiger Priester und ewiger König.

7:1-3

b)     Weil Levi als Abrahams Same symbolisch an Melchisedek den Zehnten gab; Melchisedek segnete Abraham, obwohl jener die Verheissung Gottes besass.

7:4-10

c)     Weil das Priestertum Levis nichts vollkommen machen konnte. Das levitische Priestertum stellte nur einen Grundzug des GESETZES dar und Levi war für die Lehre und Einhaltung des GESETZES verantwortlich (Mal 2:5-7). Durch den Wechsel des Priestertums kam auch ein Wechsel innerhalb des GESETZES. Wegen Unvollkommenheit war ein Wechsel im Priestertum notwendig und von Anfang an vorhergesagt. Eine bessere Hoffnung sollte durch den „Bürgen eines besseren Bundes“ kommen.

7:11-22

d)     Weil die Priester aus Aarons Geschlecht starben folgte Jesus, der im Hohepriester-Königamt keinen Nachfolger hat. Er kann die vollständig retten, die sich durch ihn Gott nahen. Jesus ist „höher als die (erste & zweite) Himmel und da er ohne Sünde ist und ein einmaliges Opfer darbrachte, muss er keine weiteren Opfer darbringen.

7:23-28

e)     Weil Jesus allein als Hohepriesterkönig zur Rechten Gottes sitzt und Diener des wahren Zeltes ist. Er ist der einzige, der vom Himmel her kam und dorthin zurückkehrte (Joh 6:38; 8:22, 23; 16:28).

8:1-3

f)      Weil auf der Erde Männer gemäss dem GESETZ an Levi waren, die Opfer nur in sinnbildlicher Weise darbrachten, die als Schatten des Himmlischen dienten. Christus aber dient der Wirklichkeit, nämlich der Erfüllung jener irdischen „Schattenbilder“ direkt vor Gott im himmlischen Allerheiligsten.  

8:4, 5

g)     Weil Christus der Mittler eines besseren Bundes ist, aufgrund besserer gesetzlicher Verheissungen als jene, die durch Moses an Levi, die aaronischen Priester gegeben wurden.

8:6

Der neue Bund mit Christus ersetzte den „Bund mit Levi“ wegen dessen Mängeln. Gott hatte an Israel und Juda etwas zu bemängeln, darum hörte er auf für sie zu sorgen. Der frühere Gesetzesbund war dadurch nicht aufgelöst! (Mat 5:17-20; Rö 3:31) Gott will künftig, nach Harmagedon [Bb] einen neuen Bund mit den Auserwählten des „Israel Gottes“ schliessen, den Bund für ein Priester-Königtum, nicht so wie im Horeb (vergl. Hos 2:20). Das GESETZ wird in Sinn und Herz geschrieben. Alle werden Gott erkennen vom Kleinsten bis zum Grössten.

8:7-13

 

Alter Bund Levis“ und „neuer Bund mit Christus“; Dienst im Heiligen des geistigen Tempels

 

Der „alte Bund mit Levi“ und dessen Dienst im „Zelt der Zusammenkunft“ wird dem „neuen Bund mit Christus“ und dem Dienst im geistigen Tempel gegenübergesetzt.

 

9:1-10:25

1)       Satzungen des heiligen Dienstes im Zelt, in ersten Abteil und im Allerheiligsten. Die heiligen          Gegenstände im Heiligen und im Allerheiligsten. Priesterlicher Dienst im Heiligen und des          Hohepriesters im Allerheiligsten. Die Handlungen im Zelt waren gesetzliche Erfordernisse, „was das Fleisch betraf.

9:1-10

2)       Durch Christus als Hohepriester kam das grössere, vollkommenere „Zelt, nicht mit Händen gemacht“.

Durch sein Blut erlangte Jesus für uns ewige Befreiung. Es ist weit besser wie Blut und Asche von

Opfertieren. Es reinigt das Gewissen der Getauften, Löscht Sünden aus, damit sie Gott heiligen Dienst darbringen können.

9:11-14

3)       Der neue Bund ist für die „Berufenen, um die Verheissung ewigen Lebens [Bb] empfangen und an der Auserwählung der Priesterkönige Anteil haben zu können. Jesu Tod hat Befreiung vom (Fluch) des (dritten) „Bundes von Moab“ gebracht (Gal 3:10, 13, 14). Ohne Blutvergiessen gibt es keine Vergebung. Die Opfer im Tempel waren Sinnbild des kommenden, grösseren Opfers Jesu.

9:15-22

4)       Die Reinigung der himmlischen Dinge, des geistigen Zeltes brauchte ein besseres Schlachtopfer. Jesus erschien vor Gott im Himmel ein einziges Mal, beim Abschluss des levitischen Systems. Beim zweiten Erscheinen Jesu ist es „getrennt von Sünde, für die, die ihn ernstlich zur Rettung erwarten“. Sünder sterben am Tag Harmagedons, Jesu endgültiges Herabkommen ist dreissig Tage danach [Bb, a1].

9:23-28

5)       Das GESETZ an Levi, die Verordnungen des Dienstes im Zelt waren nur ein Schatten künftiger Dinge. Die Hinzukommenden werden in der Taufe durch Jesu Opfer ein für alle Mal gereinigt. Darum hörten Schlachtopfer im Tempel auf. Tieropfer können unmöglich menschliche Sünden wegnehmen.

10:1-4

6)       Gott hat kein Wohlgefallen an Sündopfern, sondern daran, dass wir Seinen Willen tun. Jesus „beseitigte das Erste“, die Schlachtopfer, um das zweite zu tun, den Willen Gottes zu erfüllen, dass Jesus selbst sich als reines Opfer darreichen konnte. Christen sind „ein für allemal geheiligt“ durch die Opfergabe des Leibes Jesu. Schwere, willentliche Sünde nach der Taufe muss jedoch mit dem „zweiten Tod“ des Sünders gesühnt werden (Heb 10:26-31).

10:5-10

7)       Die täglichen Schlachtopfer im Tempel vermochten Sünden nicht vollständig zu löschen. Jesu Opfer befreit die Geheiligten für immer von früherem „Fluch“ zur vollen Reinheit. Sein Blut erreicht (in der Taufe) vollständige Sündentilgung. Jesus setzt sich nach der Rückkehr in den Himmel zur Rechten Gottes, abwartend, dass ihm die Feinde unter die Füsse gelegt werden [B1].

10:11-18

8)       Christen haben Freimut oder die Zuversicht des „Eingangs in die heilige Stätte (Versammlung = Tempel, Vorhof Israels und „das Heilige“). Jesus ging als designierter Hohepriester mit seinem Blut hinter den Vorhang des Allerheiligsten des Himmels und erreichte für uns die Reinigung. Unser Leib wurde im Wasser er Taufe reingewaschen. Gott gab die Verheissung und ist treu. Das Zusammenkommen zu den Sabbaten, Neumonden und Festzeiten soll nicht aufgegeben werden (Heb 10:24, 25).

10:19-25

 

III.            Gesetzesübertretung; Glaube; Dienst; Vorbilder im Glauben

 

10:26-3:25

Für willentliche Sünde nach der Taufe gibt es kein Schlachtopfer mehr, sondern Erwartung des Gerichts des lebendigen Gottes [B2, B3]. Wer das GESETZ Mose übertritt wird aufgrund dem Zeugnis von zwei oder drei hingerichtet. Wer Jesu Tod leichtfertig zur Deckung weiterer Sünden erachtet wird strengere Strafe ewiger Abschneidung erleiden!

10:26-31

Ein Kampf  unter Leiden, Schmähungen, Drangsal und Anteilhaben daran mit anderen wird durch Ausharren und Freimut der Rede die Erfüllung der Verheissungen erbringen. „Der Kommende wird nicht säumen“. Zurückweichen hat Vernichtung zur Folge.

10:32-39

Der Glaube erwartet die erhofften Dinge, die noch nicht zu sehen sind. Alle Systeme der Dinge sind durch Gottes Wort geordnet und treten so erst in Erscheinung.

11:1-3

 

Beispiele von Männern und Frauen  des Glaubens

 

11:4-40

1)     Abel

11:4

2)     Henoch

11:5, 6

3)     Noah

11:7

4)     Abraham und Sara

       Alle starben im Glauben ohne die Verheissung empfangen zu haben, suchten nach der besseren Stadt mit wahren Fundamenten (Gottes GESETZ)

11:8-19

5)     Isaak

11:20

6)     Jakob

11:21

7)     Joseph

11:22

8)     Die Eltern des Moses

11:23

9)     Moses

11:24-29

10)  Josua und Israel in Jericho

11:30

11)  Rahab

11:31

12)  Viele weitere herausragende Vorbilder des Glaubens

11:32-40

 

Der Dienst und der Wandel der Glaubenden. Das Ziel vor Augen behalten: Das neue Jerusalem

 

12:1-13:19

1)      Jesus ist das vollkommene Vorbild eines gesetzestreuen Lebens ohne Sünde

12:1-17

a) Wie die treuen Zeugen es taten, so ist den Ballast von Sünde abwerfen. Der Blick ist auf den Hauptvermittler ewigen Lebens gerichtet zu halten, der Schande und Tod erduldete, um erhöht zu werden.

12:1-3

b) Die Züchtigung des Vaters gilt legitimen Söhnen. Zucht ist mit Respekt tragen. Zucht trägt friedsame Frucht ein. Dem Frieden und der Heiligung ist nachzujagen, um den Herrn zu sehen. Keine giftige Wurzel dulden, die Unruhe verursacht. Kein Hurer und niemand der heilige Dinge nicht schätzt.

12:4-16a

c) Esau gilt als Warnung, dass nachträgliche Sinnesänderung nicht möglich ist.

12:16b, 17

2)      Israel flehte am Sinai, dass kein Wort hinzugefügt werde. Christen haben sich dem himmlischen Zion, dem „himmlischen Jerusalem“ genähert, der Stadt die wahre Grundlagen hat (Heb 11:10), der allgemeinen Versammlung der Engel und „der Erstgeborenen, die im Himmel eingetragen sind“ und Jesus, dem „Mittler eines besseren Bundes.

12:18-24

3)      Warnungen Jesu sind nicht abzuweisen, der von den Himmeln her redet. „Gott ist ein verzehrendes Feuer“ und wird die Erde und ihre Systeme erschüttern [B3]. Die Erstgeborenen sollen ein Königreich empfangen, durch „unverdiente Güte“ bringen sie weiterhin heiligen Dienst dar.

12:25-29

4)      Gastfreundschaft, Mitgefühl mit den Gefesselten, die Ehe ehrbar halten, Gott richtet Hurer und Ehebrecher, frei von Geldliebe sein. Derer gedenken, „die die Führung innehaben“.

13:1-7

5)      Jesus ist unverändert derselbe, er wird weiterhin die Aussagen des ganzen GESETZES und die der Propheten erfüllen! Nicht durch andersartige „fremde Lehren“ fortreissen lassen, nutzlose Speisevorschriften bringen keinen Vorteil (nicht jenes des GESETZES gemeint!).

13:8, 9

6)      Christen die im Zelt heiligen Dienst verrichten haben Anteil am Altar, von dem die Priester im Tempel in diesem Ausmass nicht Anteil hatten. Sündopfer mussten dort verbrannt werden. Christen haben „am Blut und am Fleisch des Christus Anteil“, sofern sie an der Schmach des Christus Anteil haben. Sie müssen darum aus dem alten „Jerusalem“, der Religionen hinausgehen, vor die Tore. Christen suchen „die kommende Stadt“, das „neue Jerusalem“ und geben öffentliches Zeugnis durch Schlachtopfer der Lippen. Mit andern die vorhandenen Dinge zu teilen, dies sind annehmbare Schlachtopfer für Gott.

13:10-16

7)      Gehorsam denen gegenüber, welche die Leitung der Versammlung innehaben. Jene selbst legen Rechenschaft über ihre „Schafe“ ab. Jesus hat die Vorsteher direkt „in seiner rechten Hand“ (Off 1:20). Für die Apostel beten, dass sie uns umso eher zurückgegeben werden (Frühauferstehung (Kol 1:13) und ihr Offenbarwerden nach Harmagedon).

13:17

 

 

Schluss:  Ermunterung, Segenswunsch und Grüsse

13:20-25

 

1.3.4.3          Die „Gefässe des Zorns“ werden zerschlagen

Ohne Reinigung durch Jesu Blut ist somit jeder Mensch ein „Gefäss des Zorns Gottes“, weil ja kein Mensch ohne Sünde ist! Johannes erklärt: „Wer sagt: ‚Ich habe ihn kennengelernt‘ und dennoch seine Gebote [[(das GESETZ des Christus))]] nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem.(1.Joh 2:4) Paulus ergänzt: „Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld“ (Rö 3:23, 24)

 

Wir reden von erwachsener Männern und Frauen, nicht von Kleinkindern, die keine eigene Sünde haben können, weil dazu ja eine Erkenntnis von Fehlverhalten und um Übertretung eines GESETZES notwendig ist, die erst das Gewissen in späteren Jahren dem Verstand offenlegt! Kleinkindertaufen sind schon darum gegen Gottes Willen! Die Beschneidung am Fleische von männlichen Söhnen am achten Tag dagegen war ein äusserliches Zeichen, das die Zugehörigkeit zu den Nachkommen Abrahams bestätigte! Wer dies auf Christen zu übertragen sucht müsste anerkennen, dass in diesem Sinne demnach auch nur männliche Kleinkinder hätten getauft werden können, was die Kirche wohlweislich auf beide Geschlechter ausdehnte, um auf einfachste Weise Anhänger zu machen! Die geschürte Angst vor der Hölle tat das ihre dazu.

 

Der Gehilfe den sich Paulus auserwählt und herangebildet hatte, Timotheus, dieser hatte sich als sehr nützlich erwiesen, um jenes Haus des Paulus weiterhin in Ordnung zu halten, auch während Paulus abwesend war. Er ermahnte ihn zudem wie ein Soldat sich nicht in andere Dinge verwickeln zu lassen oder wie ein Wettkampfteilnehmer nach den Regeln zu kämpfen.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:1-7 ***

Du nun, mein Kind, erwirb weiterhin Kraft in der unverdienten Güte, die mit Christus Jesus verbunden ist, 2 und die Dinge, die du von mir mit der Unterstützung vieler Zeugen gehört hast, diese Dinge vertraue treuen Menschen an, die ihrerseits hinreichend befähigt sein werden, andere zu lehren. 3 Nimm als ein vortrefflicher Soldat Christi Jesu teil am Erleiden von Ungemach. 4 Kein Mensch, der als Soldat dient, verwickelt sich in die Geschäfte des Lebens, damit er das Wohlgefallen dessen erlange, der ihn als Soldat angeworben hat. 5 Außerdem wird jemand, auch wenn er in Wettspielen kämpft, nicht gekrönt, wenn er nicht nach den Regeln gekämpft hat. 6 Der hart arbeitende Landwirt soll als erster an den Früchten teilhaben. 7 Denke beständig an das, was ich sage; der Herr wird dir wirklich in allen Dingen Unterscheidungsvermögen geben.

 

Timotheus war vorab angehalten diese Dinge anderen mitzuteilen, indem er sie dasselbe lehren sollte. Dann aber erinnert Paulus ihn daran, dass ein Christ bei der Verteidigung seines Glaubens auch Angriffen ausgesetzt sein wird und wie ein Soldat in einer Armee Ungemach erleiden muss! Da er unter „Sold“, dem Lohn den Jesus am Ende bezahlt steht, der darf er nicht auch noch Dinge verrichten, die zu den Geschäften des Lebensdieses Systems gehören, er muss sich ausschliesslichen den Interessen dessen annehmen, der ihn als Soldat eingestellt hat! Die Regeln, nach denen nun Timotheus kämpfen muss sind die GESETZE des Königreiches Gottes und die Gebote des Herrn Jesus! All dies muss Timotheus bedenken, um weiterhin als nützliches und brauchbares „Gefäss“ im Hause seines Herrn zu dienen! Schlussendlich würde er an den Früchten teilhaben, am Tag, wo Gottes Königreich aufgerichtet würde, soll er seine eigene Siegeskrone erlangen. Paulus ermahnt ihn zu Unterscheidungsvermögen, das wir vom Herrn her erhalten, wenn wir auf Jesu Worte hören.

 

Nur wer Stroh im Kopf hat fürchtet den Funken der WahrheitGleich anschliessend spricht Paulus von „unreinen Gefässen“, die im selben Hause waren, aber daraus entfernt werden mussten. Er zeigte, dass Hymenäus und Philetus vom „Weg der Wahrheit“ abgewichen waren! Jene hatten behauptet, die Auferstehung habe bereits stattgefunden. Das mag zu Beginn ein Irrtum gewesen sein, durch den starken heidnisch-platonischen Einfluss im Gebiet der „Paulikaner“. Da jene auf Zurechtweisung und Richtigstellung nicht reagierten, forderte dies Paulus zu energischem Eingreifen auf. Eine solche Lehre stellt eine vollkommen veränderte gute Botschaft dar. Entweder ist die Auferstehung unmittelbar nach dem Tode, wie jene Lügner behaupteten (zum Himmel hinauf oder zur Hölle hinab) oder eben erst am Ende, bei Aufrichtung von Gottes Königreich. Entweder kommen die Guten „in den (dritten) Himmel“ oder zur Teilhabe in Zukunft an der kommenden irdischen Verwaltung, den „ersten Himmeln“ hier auf Erden aufgrund Auserlesung. Die Bösen aber in die platonischen „Hades“ (gr.), den „Invernus“ (lat.) oder das „Grab“ (heb.) den Luther mit „Hölle“ übersetzte. Gute und Böse sterben, kommen ins Grab der Menschen und haben laut der Heiligen Schrift eine irdische Auferstehung, entweder zu ewigem Leben oder zu Gericht. Unterscheidungsvermögen bedeutet, zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden zu können!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Wer in dieser Lehre die Wahrheit nicht zu unterscheiden vermag hat in der Christenversammlung bestimmt keinen bleibenden Platz! Jene beiden Vorstreiter einer Sekte, Hymenäus und Alexander, etwas später auch Philetus wollten auf zwei oder drei Ermahnungen des Paulus hin nicht umkehren, blieben bei ihrer Behauptung „die Toten seien bereits auferstanden“ und wurden aus der Versammlung hinausgeworfen (1.Ti 1:18-20; 2.Kor 13:1; 5:19, 20; Heb 10:28, 29).

 

Paulus zieht dies als Vergleich zu „unreinen Gefässen“ hinzu, die weder für Christus noch für Gott einen Nutzen haben, um zu zeigen, dass solche nur noch der Zerstörung dienen, da sie nicht gereinigt werden wollen! Sie werden für ihren Besitzer unbrauchbar!

 

Goldene und silberne Gefässe für den Tempel *** Rbi8  2. Timotheus 2:20-22 ***

Nun gibt es in einem großen Haus nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und einige zu einem ehrenhaften Zweck, andere aber zu einem unehrenhaften Zweck. 21 Wenn sich daher jemand von den letzteren rein erhält, wird er ein Gefäß für einen ehrenhaften Zweck sein, geheiligt, brauchbar für seinen Besitzer, bereitet für jedes gute Werk. 22 So fliehe vor den Begierden, die der Jugend eigen sind, jage aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.

 

Timotheus sollte zur Gruppe der „goldenen und silbernen Gefässe“ zählen, die ausschliesslich einem ehrenhaften Zweck dienten! Was nun sollte mit den Menschen-Gefässen geschehen, die einem „unehrenhaften Zweck“ dienten und unbrauchbar für den Besitzer geworden sind? Im Brief an die Römer hatte Paulus dasselbe Thema aufgegriffen und geht auf das Ur-Thema ein, das Jehova Jeremia gezeigt hatte, als er ihn zum Haus des Töpfers geschickt hatte. Wir haben den Text bereits in der Einführung zum Artikel erwähnt. Nun sehen wir die Anwendung innerhalb der Versammlung und am Gerichtstag Gottes:

 

*** Rbi8  Römer 9:20-26 ***

O Mensch, wer bist du denn in Wirklichkeit, daß du Gott widersprichst? Wird das Gebilde zu seinem Bildner sagen: „Warum hast du mich so gemacht?“? 21 Was? Hat der Töpfer nicht Gewalt über den Ton, um aus derselben Masse ein Gefäß für einen ehrenhaften Gebrauch, ein anderes für einen unehrenhaften Gebrauch zu machen? 22 Wenn nun Gott, obwohl gewillt, seinen Zorn zu zeigen und seine Macht kundzutun, [die] Gefäße des Zorns, die zur Vernichtung passend gemacht sind, mit viel Langmut duldete, 23 damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte, die er zur Herrlichkeit im voraus bereitet hat, 24 nämlich uns, die er nicht nur aus [den] Juden berufen hat, sondern auch aus [den] Nationen, [was dann]? 25 Es ist so, wie er auch in Hosea sagt: „Die nicht mein Volk sind [[(„Lo-Ammi“)]], will ich ‚mein Volk‘ nennen und sie, die Nichtgeliebte, ‚Geliebte‘; 26 und an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: ‚Ihr seid nicht mein Volk‘, dort werden sie ‚Söhne des lebendigen Gottes‘ genannt werden.“

 

Der „Töpfer“ ist es somit, der bestimmt, ob ein gewisses „Gefäss“ im Hause verbleibt oder daraus entfernt werden muss! Diese Richtlinien sind im GESETZ Gottes festgelegt und für Christen genauso verbindlich wie sie es für fleischliche Juden waren und blieben. Paulus zeigt dies anhand des Hebräerbriefes, wo er über die Ausführung der Todesstrafe spricht, die ja unter Christen den Ausschluss aus der Versammlung bedeutet und wo notwendig, die Übergabe eines Übeltäters selbst an die weltliche Autorität beinhaltet. Paulus hatte gesagt, dass auch jene weltliche Autorität „das Schwert zu Recht trägt“, um die Gerechten vor Ungerechten zu schützen. Er warnt mit harten Worten uns Christen:

 

Todesstrafe und Freispruch *** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben [[(das GESETZ missachten)]], nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit [[(über Gottes Rechtsmassstab)]] empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig [[(Jesus stirbt kein zweites Mal für uns!)]], 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er [[(dank der „unverdien Güte“)]] geheiligt worden ist [[(alle Sünden und der darauf lastende „Fluch“ ausgetilgt wurde)]], als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova [[(„der Herr“ Jesus]] wird sein Volk richten [[(das Christus doch im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gesammelt hat)]]. 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Lassen wir uns weder von Religionsführern noch von Verteidigern der so genannten „Menschenrechte“ Sand in die Augen streuen: Der Strafvollzug an Christen, welche die „unverdiente Güte Gottes“ und das Blut Jesu zur Tilgung früherer Sünden beansprucht haben und wissentlich-willentlich Gottes GESETZ missachten ist mit strengerer Strafe verbunden, als die unter GESETZ Mose vorgesehen war: Weil kein weiteres Schlachtopfer für Sünde übrigbleibt! Während Menschen die unter GESETZ Mose zum Tode verurteilt waren ein Tieropfer darbringen konnten und eine Auferstehung der Ungerechten ermöglicht wird, so sind es jene, die im Endgericht sterben, die zur „Gehenna“, zur „ewigen Abschneidung“ gelangen! Da Christen Jesu Loskaufsopfer in der Erwachsenentaufe bereits angenommen haben stehen sie auch unter grösserer Verantwortung!

 

Christliche Religionsführer aller Richtungen wissen geschickt solche Schlüsseltexte zu umschiffen. Für sie ist es „der liebe Gott“ der alles und jedes zu jederzeit vergibt. Solche Schriftstellen aber sind vielen Christen vollkommen unbekannt, andere dagegen wünschen sie gar nicht erst zu hören und weigern sich Verständnis zu suchen, weil sie instinktiv wissen, dass diese Dinge sie selbst berühren. Viele aber erinnern sich nachträglicher Textverfälschungen, wie der Einschub in Johannes 8:1-11, wo Jesus angeblich einer Ehebrecherin verziehen habe und gesagt haben soll: „Wer von euch ohne Schuld ist werfe den ersten Stein“. An solches können sich gewisse Menschen aus dem Stegreif erinnern. Klüger aber ist es, die Worte des Paulus in seinem Zusammenhang zu kennen und auf der Hut zu bleiben! Petrus schreibt diesbezüglich:

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:8-10 ***

Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten, 10 besonders aber diejenigen, die weiterhin dem Fleisch nachgehen mit der Begierde, [es] zu beflecken, und die auf [die] Herrschaft [[(der christlichen „obrigkeitlichen Gewalt“)]] herabblicken.

 

Die Herrschaft Jesu und die seiner bevollmächtigten Apostel, auch nicht der Ältesten und der Familienvorsteher sollten wir nicht missachten! Gerechtigkeit ist an Gottes Gerichte und Sein GESETZ gebunden! Wie sonst wäre es Gott möglich Sein Volk künftig zu richten, wenn er wiederum jede Gesetzesverletzung einfach zudecken sollte? Hüten wir uns vor falschen Schlussfolgerungen! Jesus und seine 144.000 mit-Priesterkönige werden die Erde künftig „mit eisernem Stab“ unter Jesu „Zepter“ regieren müssen! Das ist nur zum Guten aller gerechtigkeitsliebender Menschen!

 

Jesus zerschlägt die "unreinen Gefässe" mit eisernem Stab*** Rbi8  Psalm 2:9 ***

Du wirst sie mit eisernem Zepter zerbrechen,

Wie ein Töpfergefäß wirst du sie zerschmettern.“

 

Aufseher, die ihre Versammlungen zur Gerechtigkeit hinführten wird in der Offenbarung ein Versprechen gemacht. Sie werden auch künftig für Recht und Gerechtigkeit eintreten! Jetzt aber sind auch sie zur Zurückhaltung aufgefordert, die „Schafe“, die es verdienen in Liebe zurechtzubringen aber auch nicht davor zurückzuschrecken jene aus der Versammlung zu entfernen, die nicht bereit sind zu hören!

 

Die Geduld Jehovas mit der Nation Israel, mit „Lo-Ruhama“ den aus dem Exil zurückgekehrten, die der Rettung eines „Überrests“ diente hat auch mit dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ein Ebenbild aber auch ein Ende! Jesus sollte mit der Vollstreckung an ungetreuen „Ebioniten und Paulikanern“ des Urteils ebenso zuwarten, wie dies Jehova mit den Juden des ersten Jahrhunderts tat! „Wenn nun Gott, obwohl gewillt, seinen Zorn zu zeigen und seine Macht kundzutun, [die] Gefäße des Zorns, die zur Vernichtung passend gemacht sind, mit viel Langmut duldete, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte, die er zur Herrlichkeit im voraus bereitet hat, nämlich uns, die er nicht nur aus [den] Juden berufen hat, sondern auch aus [den] Nationen, [was dann]?

 

Jesus verspricht, dass jene, welche mit ihm als Mitkönige im kommenden System regieren werden Macht über die „unedlen Tongefässe“ erhalten werden, welche keinem edlen Zweck dienen!

 

Der "eiserne Stab" zum Hüten der Menschen *** Rbi8  Offenbarung 2:26-29 ***

Und dem, der siegt und meine Taten bis zum Ende hin bewahrt, will ich Gewalt über die Nationen geben, 27 und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten, so daß sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden, ebenso wie ich von meinem Vater empfangen habe, 28 und ich will ihm den Morgenstern geben. 29 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Wenn wir reine Gefässe sein wollen, wie es Paulus und wie es offensichtlich auch Timotheus war, so müssen wir das „Licht der Wahrheit“ um uns herum deutlich sehen lassen. Dass die Religionen voll von „Finsternis“ an wahrer Erkenntnis Gottes und Jesu sind, das brauchen wir nicht speziell hervorzuheben, es ist zu offensichtlich! Wie Waschmittelfirmen werben sie dadurch, dass bei ihnen alles reinweiss gewaschen wird. Ihre Schwärz, der Schmutz bleibt aber nicht weiter verborgen, sondern kommt nun vollkommen ans Licht, wenn Jehova sie wie grosse, unnütze vollkommen „unreine Gefässe“ innerhalb „Babylons der Grossen“ zerstören lässt, über sie durch Jesus das Todesurteil fällt bei seiner ersten Wiederkehr [B1], die Apostel, die Führer der „neuen Verwaltung“ aber aus dem Todesschlaf aufweckt und sie über das ganze Werk setzen wird! [B2e]

 

*** Rbi8  Lukas 8:16-18 ***

Niemand, der eine Lampe angezündet hat, deckt sie mit einem Gefäß zu oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie auf einen Leuchter, damit die Eintretenden das Licht sehen können. 17 Denn da ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, noch irgend etwas sorgsam verheimlicht, was nie bekanntwerden und nie an die Öffentlichkeit kommen wird. 18 Gebt daher acht, wie ihr zuhört; denn wer immer hat, dem wird mehr gegeben werden, wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er zu haben meint, weggenommen werden.“

 

Unsere Form des Zuhörens ist es, die unseren geistigen Besitz mehrt! Wer sich überhaupt keinen geistigen Besitz aufgehäuft hat wird das wenige, das er haben mag durch ewige Abschneidung vom Leben verlieren!

 

1.3.4.4          Die „Trennwand“ die „unreine von reinen Gefässen abtrennte“ wurde eingerissen und eine neue Wand zwischen Reinem und Unreinem aufgerichtet

Petrus war es, der eine andere Lektion lernen musste, die er bisher noch nicht verstand. Die bekehrten Menschen der Nationen, „Paulikaner“ waren unter jenen Juden Jerusalems, die unter mosaischem GESETZ standen wie „unreine Gefässe“ betrachtet worden, da sie weiterhin „am Fleische Unbeschnittene“ waren, denen es einem Juden nicht gestattet war sich auch nur zu nähern! Nach Jesu Tod, exakt dreieinhalb Jahre danach am Ende der „siebzigsten Jahrwoche“, von der Daniel der Prophet geredet hatte, wurde diese Trennwand zwischen Juden und Menschen der Nationen niedergerissen. Wenigen war dies bewusst bis Paulus dies richtigstellte und das Apostelgericht im Jahre 49 u.Z. ihm Recht gab.  Gleichzeitig wurde jedoch zum Schutz eine neue „Trennwand“ aufgestellt!

 

Apostelgeschichte 10: „Steh auf, Petrus, schlachte und iß!“ - Gotte reinigte *** Rbi8  Apostelgeschichte 10:10-16 ***

Er [[(Petrus)]] wurde aber sehr hungrig und wollte essen. Während man etwas herrichtete, fiel er in einen Trancezustand 11 und sah den Himmel geöffnet und eine Art Gefäß herabkommen gleich einem großen Leinentuch, das an seinen vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen wurde; 12 und es waren alle Arten vierfüßiger und kriechender Tiere der Erde und Vögel des Himmels darin. 13 Und eine Stimme erging an ihn: „Steh auf, Petrus, schlachte und iß! 14 Petrus aber sagte: Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“ 15 Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.“ 16 Dies geschah ein drittes Mal, und sogleich wurde das Gefäß in den Himmel hinaufgenommen.

 

Da es eine Vision war und das Gefäss in den Himmel hinaufgenommen wurde musste Petrus schlussendlich keines der unreinen Tiere schlachten und essen: Er hatte das GESETZ diesbezüglich ins Zentrum gestellt und Zeugnis dafür abgelegt! Der Zusammenhang zeigt aber deutlich, dass es nicht um die „unreinen Tiere ging, sondern um das Recht Gottes, bisher Unreines als Rein zu erklären! Aus dem Gesamtzusammenhang wird deutlich, dass Menschen der Nationen, die wie „unreine Gefässe“ eigentlich der Zerstörung oder aufgrund ihrer Sünden der „Hinschlachtung“ dienten, nun die Möglichkeit zu vollkommener Reinigung erhielten! Dazu musste Petrus hingehen und jene „Trennwand“ erstmals durchschreiten oder Niederreissen und den römischen Offizier Kornelius und seine Hausgemeinschaft taufen! Die „Trennwand“ nach GESETZ Mose war damit von Gott entfernt worden, als Petrus sah, dass jene Männer und Frauen aufgrund ihrer Busse und Umkehr heiligen Geist empfingen, noch bevor sie getauft waren! (Apg 10:42-48)

 

Wir sollen unser "Gefäss" nicht verunreinigen mit menschlicher Tradition, die Gottes GESETZ ungültig machenWas war nun die neue „Trennwand“, die mit Christus aufgerichtet wurde? Christliche Jünger die belehrt wurden durften bereits vor ihrer Taufe nicht weiter „am Tisch der Dämonen“ teilhaben. Es gab somit eine neue Art von „Trennwand“, die noch undurchdringlicher sein sollte. Die Apostel und Jünger Jerusalems hatten speziell darauf hingewiesen, als sie den Christen in Antiochia erklärten, dass die Beschneidung am Fleische kein weiteres Thema mehr sei! „Was Götzen Geopfertes“ war durfte auch für Christen nicht zu sich genommen werden! Die Hauptpunkte, die mit Götzendienst in Verbindung stehen und ein „reines Gefäss“ verunreinigen wurden dabei in den Vordergrund gerückt:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:28-29 ***

Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

 

All diese Dinge waren für Heiden, die vor ihrer Taufe ausserhalb Gottes GESETZ lebten, keine Vergehen gewesen. Im Gegenteil, im Zusammenhang mit dämonischen Sitten treten sie gar in den Vordergrund und gehörten zur Anbetung, wie zum Beispiel die Tempelprostitution. Wir wollen dieses Thema hier gar nicht näher berühren, es ist schon abscheulich auch nur daran zu denken!

 

Menschen, die zuvor nicht zwischen Dingen zu unterscheiden wussten, die in Gottes Augen unrein sind, sie mussten nun lernen selbst diese Trennlinie zu respektieren! Der Altar christlicher Kirchen ist durch den Spiritismus vollkommen verunreinigt!

 

(Offenbarung 18:22-24)  Und die Stimme von Sängern, die sich auf der Harfe begleiten, und von Musikern und von Flötenspielern und von Posaunenbläsern wird nie wieder in dir [[(„Babylon der Grossen“, den Religionen und ihren Kirchen)]] gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks wird je wieder in dir gefunden werden, und kein Geräusch eines Mühlsteins [[(um Marmorböden auf Hochglanz zu bringen)]] wird je wieder in dir gehört werden, 23 und kein Licht einer [[(ewig brennenden)]] Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden; denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt. 24 Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.“

 

Das Ende aller Anbetung in steinernen Gotteshäusern hatte schon Jesus gegenüber der Frau am Brunnen von Sychar angekündet! Da alle Religionen Gottes Gebote in der einen oder anderen Form missachten haben sie als „Gott“ den „Herrn der Dämonen“, Satan, den „Vater der Lüge“.

 

1.3.4.5          Sünden die „wie Scharlach“ sind sollen reingewaschen werden!

Wir haben gesehen, dass viele „unreine Gefässe“, Juden die unter GESETZ gesündigt haben und Menschen der Nationen, die ohne GESETZ in Sünde gelebt haben, dass beide eine Auferstehung in Aussicht haben, jene der Ungerechten, so lange sie nicht „gegen Gottes Geist gesündigt“ haben. Ihre Sünden sind somit durch den Tod nicht ausgelöscht, obwohl dies Religionsführer behaupten mögen. Gottes Wort lässt dem aufmerksamen Zuhörer keinen Raum für Zweifel über sein Vorgehen bei „der Auferstehung zum Gericht“! Würden Sünden mit dem adamischen Tod gelöscht, wie viele Theologen und Glaubenslehrer behaupten, dann gäbe es auch kein kommendes Gericht! Dasselbe gilt, wo es kein GESETZ gibt, weil Jesus „das Ende des GESETZES“ sei (Rö 10:4), da es dadurch auch keine Sünde und keinen „Fluch“ gibt! Ein bisschen eigene Denkkraft und man erkennt die Verführung die von Dämonen durch die Religionen ausgeht!

 

Jeder muss gemäss seinen eigenen Werken die Strafe tragen. Das Strafmass, das im GESETZ Mose vorgesehen ist mag gewisse Änderungen erfahren, so wie Jesus gewisse Dinge für das „Königreich des Sohnes der Liebe“ der neuen Wirklichkeit des geistigen Tempels angepasst hatte, den Versammlungen, die ohne eigene Nation und damit ohne höhere Instanz der Jurisdiktion aufgebaut wurden. Nun aber werden gewisse Dinge wie die Zucht und Strafausübung wiederum verschärft werden, um wahren „Frieden und Sicherheit“ im kommenden System zu sichern. Ganz eindeutig wird innerhalb der künftigen „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ die Todesstrafe wiederum existieren, so wie es Gott Moses im GESETZ vorschrieb!

 

(Jesaja 26:9, 10)  Mit meiner Seele habe ich dich in der Nacht begehrt; ja mit meinem Geist in mir suche ich dich unablässig; denn wenn es für die Erde Gerichte von dir gibt, werden die Bewohner des ertragfähigen Landes bestimmt Gerechtigkeit lernen. 10 Auch wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.

 

Sünden so rot wie ScharlachDie Barmherzigkeit aber soll all jenen zur Verfügung stehen, die ihre früheren Sünden wirklich bereuen und mittels Taten der Reue diesen Beweis angetreten haben! Es waren im früheren Leben Menschen, die als „unreine Gefässe“ im Tod zerbrochen sind, nicht aber „Sünde wider den heiligen Geist“ begangen haben, nun aber in der „Auferstehung zum Gericht“ ihr „Inneres und Äusseres des Gefässes“ gründlich reinigen werden! Die Worte Jesajas haben in diesem wie im kommenden System somit Gültigkeit!

 

 *** Rbi8  Jesaja 1:18-20 ***

„Kommt nun, und laßt uns die Dinge zwischen uns richtigstellen“, spricht Jehova. „Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden. 19 Wenn ihr Willigkeit zeigt und tatsächlich zuhört, so werdet ihr das Gute des Landes essen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und tatsächlich rebellisch seid, so werdet ihr von einem Schwert verzehrt werden; denn Jehovas Mund selbst hat [es] geredet.“

 

Was wird vorab für jene Auferstandenen somit notwendig sein? Willigkeit zu zeigen und nun auf Jesus und die von ihm Auserwählten zu hören, welche nun die Richter, Priester und Könige der Erde sind! Wie Kornelius die Möglichkeit erhielt gegenüber den Juden sich durch gute Werke auszuzeichnen und so seine Hinwendung zum Volk Israel offen zu zeigen, so wird es in der Auferstehung sein! Jene, die nach einen von Gott vorgegebenem System und nach Ordnung auferstehen werden, Gerechte wie Ungerechte, sie erhalten von den Lebenden vorab die notwendigen Dinge wie Bekleidung, Essen und Dach, bis sie sich in die neuen Bedingungen der Erde, die sich zum ausgedehnten Paradies oder Garten entwickelt eingefügt haben. Sie werden im Recht Gottes geschult werden und wie heute Versammlungen besuchen, wo sie wöchentlich am Sabbat belehrt werden!

 

Auch die Ungerechten werden sich nun als nützliche Glieder erweisen müssen und sie werden ihre Bereitschaft zeigen, frühere ungerechte Taten abzulegen und wahre Gerechtigkeit zu lernen!

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!

 

1.3.5           Die „edlen Gefässe“, die dem König der ganzen Erde dienstbar sein werden

 

1.3.5.1          „Edle Gefässe“ zur heiligen Verwendung

Wir haben in der Zwischenzeit viel über „edle“ und „unedle Gefässe“ und ihre Verwendung gesehen und daraus gelernt. Nun kommt der geistige Tempel zu seiner Vollendung und die letzten Säulen werden darin gesetzt werden! Dies steht in Verbindung mit der Einweihung der neuen, auserwählten Priesterschaft während der von Moses im GESETZ beschriebenen siebentägigen Feier! Am Ende wird jedem sein Königtum in Form von Städten zugeteilt (Lu 19:15-20).

 

Aus diesem Blickwinkel betrachtet erfährt der Text im 4.Buch Mose, wo ganz besondere „Gefässe“ auf dem Altar Gottes als „Einweihungsopfergabe“ aus allen zwölf Stämmen durch deren Vorsteher dargebracht wurden eine neue, grössere Erfüllung:

 

Einwehungsopfergabe bei der Salbung des Altars *** Rbi8  4. Mose 7:84-88 ***

Dies war die Einweihungsopfergabe des Altars an dem Tag, an dem er gesalbt wurde, von seiten der Vorsteher Israels: zwölf silberne Schüsseln, zwölf silberne Schalen, zwölf goldene Becher; 85 hundertdreißig [Schekel] jede silberne Schüssel und siebzig jede Schale: alles Silber der Gefäße [betrug] zweitausendvierhundert [Schekel] nach dem Schekel der heiligen Stätte; 86 die zwölf goldenen Becher voll Räucherwerk von je zehn [Schekel] für einen Becher nach dem Schekel der heiligen Stätte: alles Gold der Becher [betrug] hundertzwanzig [Schekel]; 87 alles Vieh für das Brandopfer war: zwölf Stiere, zwölf Widder, zwölf männliche Lämmer, jedes einjährig, und ihre Getreideopfer und zwölf Ziegenböckchen für ein Sündopfer; 88 und alles Vieh des Gemeinschaftsschlachtopfers war: vierundzwanzig Stiere, sechzig Widder, sechzig Ziegenböcke, sechzig männliche Lämmer, jedes einjährig. Das war das Einweihungsopfer des Altars, nachdem er gesalbt worden war.

 

Wenn Menschen als „reine geistige Gefässe“ zu einem vorherbestimmten Zweck betrachtet werden, so stellen die zwölf silbernen Schüsseln, die zwölf silbernen Schalen und die zwölf goldenen Becher drei verschiedene Kategorien von Dienern im Dienst am Tempel dar! Sie stehen mit Opfern in Verbindung, welche Jehova durch die Priesterschaft und das Volk dargereicht werden. Sie sind von auserlesenem Wert, wie die Verbindung zum Gewicht und Wert der edlen Metalle zeigt!

 

Paulus verwendet Begriffe in diesem Zusammenhang im Brief an die Philipper um das Jahr 60 oder 61 u.Z., wo er seinen bevorstehenden Tod ankündigt. Er spricht von der Auferstehung, wo er jene herausragenden Männer der Versammlung wiederzusehen erhofft, weil auch sie sich weiterhin fest an das Wort der Wahrheit klammerten! Seine harte Arbeit im Zusammenhang mit der geistigen Auferbauung sollte nicht ohne Erfolg sein! 

 

*** Rbi8  Philipper 2:14-18 ***

Tut weiterhin alles ohne Murren und Widerreden, 15 so daß ihr euch als untadelig und unschuldig erweist, Kinder Gottes ohne Makel inmitten einer verkehrten und verdrehten Generation, unter der ihr wie Lichtspender in der Welt leuchtet, 16 indem ihr euch mit festem Griff an das Wort des Lebens klammert, damit ich am Tag Christi Ursache zum Frohlocken habe, daß ich nicht vergeblich gelaufen bin oder vergeblich hart gearbeitet habe. 17 Doch wenn ich auch gleich einem Trankopfer über das Schlachtopfer und den öffentlichen Dienst, wozu der Glaube euch geführt hat, ausgegossen werde, bin ich fröhlich, und ich freue mich mit euch allen. 18 Nun seid auch ihr selbst in gleicher Weise fröhlich, und freut euch mit mir.

 

Paulus war einer der zwölf goldenen Becher, der nun in den Tod hin ausgegossen werden sollte. Er hatte sein „Gefäss“ bis zum Ende rein erhalten und war Jesus überall dorthin gefolgt, wo er von ihm hingesandt wurde! Er bat seine Mitbrüder darüber, dass sein Tod sich näherte nicht traurig zu sein, weil all dies zur Ehre und zum Lobpreis Gottes einen Sinn hatte!

 

1.3.5.2          Literale Gefässe und ihre menschliches Sinnbild

Was ist in Verbindung mit Schlachtopfern für Sünden, am Tag der Salbung des Hohepriesters Aaron und seiner priesterlichen Söhne zu sagen, welche im Zelt der Zusammenkunft dargebracht wurden, als dieses eingeweiht wurde? Die Gaben mussten durch den dazu bestimmten neuen Hohepriester geopfert werden, der hierzu von Moses gesalbt und eingekleidet wurde. Auch Getreideopfer waren dazu notwendig. Jene Opfer, das Fleisch der Tiere und das Getreideopfer musste vollkommen als Ganzbrandopfer verbrannt werden (3.Mo 6:19-23). Hierzu wurden während der Opferhandlungen verschiedenartige Gefässe verwendet, um die Opfergaben zu bereiten und bestimmte Anweisungen mussten erfüllt werden.

 

Später, bei der Darbringung von jeder Art Sündopfer brachte dies auch eine äusserliche Verunreinigung der Kleider der Priester und der verwendeten Gefässe mit sich. Das Opfertier selbst aber galt als hochheilig. Der Priester, der es darbrachte, ihm gehörte es und er sollte es innerhalb des Vorhofes essen (3.Mo 3:24-26). Es war jeder männlichen Person unter den Priestern vorbehalten (3.Mo 6:25b, 26, 29).

 

Das GESETZ unterschied verschiedene Massnahmen, welche danach zur Reinigung notwendig waren, je nach dem, was es war, das verunreinigt wurde.

 

*** Rbi8  3. Mose 6:27-28 ***

Alles, was sein [[(des Sündopfers)]] Fleisch berühren mag, wird heilig werden, und wenn irgend jemand etwas von seinem Blut auf das Kleid spritzt, wirst du das, worauf er Blut spritzt, an heiliger Stätte waschen. 28 Und das irdene Gefäß, in dem es gekocht wird, soll zerschlagen werden. Aber wenn es in einem Kupfergefäß gekocht worden ist, dann soll es gescheuert und mit Wasser gespült werden.

 

Ob ein edles Gefäss aus Kupfer Verwendung fand oder ein unedles, irdenes Gefässes aus Lehm war entscheidend, was schlussendlich mit dem Gefäss geschehen sollte: Im einen Fall war es Reinigung für die Wiederverwendung, im anderen Fall musste es zerschlagen werden. 

 

Das Blut des Schlachtopfers am Sühnetag wurde aufgefangen und durch den Hohepüriester etwas davon im Allerheiligsten an den Sühnedeckel gespritztDie Priester, die das Schlachtopfer berührten und die Gegenstände die dazu verwendet wurden, sie wurden durch das Fleisch der Opfer geheiligt. Auch das Blut, das auf die weissen Kleider der Priester spritzen mochte verunreinigte jene nur insofern, dass sie diese an der heiligen Städte waschen mussten. Dazu diente das Wasser im „kupfernen Meer“, einem grossen kupfernen Kessel in der Nähe des Altars.

 

All dies hat auch einen Zusammenhang mit dem geistigen Tempel und denen, die darin dienen und darin die neuen Opfer darbringen! Alles muss rein sein und den Ansprüchen Jehovas genügen! Darum musste Johannes im Jahre 96 u.Z. in der Offenbarung den Tempel, den Altar und die darin Anbetenden ausmessen! (Off 11:1, 2)

 

Was nun ist die Bedeutung von irdenen Gefässen ausserhalb des Tempels und warum werden sie auch dort der Zerstörung anheimgegeben, wenn sie durch bestimmte Dinge verunreinigt sind? Weil Jehova zwischen Gefäss und Gefäss und zwischen Unrein und Unrein Unterschiede macht! Beides ist auf Menschen als „Gefässe“ und geistige Verunreinigung übertragbar!

 

Alle Gegenstände die mit einem Kadaver, ob Mensch oder Tier, in Berührung geraten werden dadurch verunreinigt. Nicht jeder Gegenstand aber war bei der Reinigung gleich zu behandeln!

 

*** Rbi8  3. Mose 11:32-38 ***

Irgend etwas nun, worauf irgendeines von ihnen in seinem toten Zustand fallen sollte, wird unrein sein, ob es irgendein hölzernes Gefäß oder ein Kleid oder ein Fell oder Sacktuch ist. Jedes Gefäß, von dem Gebrauch gemacht wird, wird ins Wasser getan, und es soll unrein sein bis zum Abend und dann rein sein. 33 Was irgendein irdenes Gefäß betrifft, in das irgendeines von ihnen fallen sollte, was immer sich darin befindet, wird unrein sein, und ihr werdet es zerschlagen. 34 Jede Art Speise, die gegessen wird, auf die daraus Wasser kommen mag, wird unrein sein, und jedes Getränk, das in irgendeinem [solchen] Gefäß getrunken wird, wird unrein sein. 35 Und alles, worauf irgendeiner ihrer toten Körper fällt, wird unrein sein. Ob Ofen oder Topfgestell, es soll abgebrochen werden. Sie sind unrein, und sie werden für euch unrein werden. 36 Nur eine Quelle und eine Grube mit eingedämmtem Wasser werden weiterhin rein sein, wer aber ihre toten Körper berührt, wird unrein sein. 37 Und sollte irgendeiner ihrer toten Körper auf irgendwelchen Pflanzensamen fallen, der ausgesät werden soll, so ist dieser rein. 38 Falls aber Wasser auf den Samen getan würde, und etwas von ihren toten Körpern wäre darauf gefallen, so ist er für euch unrein.

 

Jehova gibt im Falle von Verunreinigung eine Zeitgrenze „bis zum Abend“, um den Gegenstand im Wasser zur Reinigung zu belassen. Verunreinigte irdene Gefässe mussten zerschlagen werden!

 

Sowohl im Tempel wie im täglichen Gebrauch zeigt es sich, ob ein Gefäss aus einem edlen Metall gefertigt ist, das sich leicht von Verunreinigung reinigen lässt oder aus Lehm, das die Tendenz aufweist Unreinheit in den Poren zu behalten! Wenn daraus später gegessen oder Wasser getrunken wird, so mag etwas davon zur Übertragung von Giftstoffen oder Krankheiten beitragen. Als Hygienemassnahme war dies ganz offensichtlich eine äusserst sinnvolle Vorkehrung! Die Anweisungen verraten eine tiefe Kenntnis von Hygiene und Krankheitsübertragung!

 

*** Rbi8  3. Mose 15:11-12 ***

Und ein irdenes Gefäß, das derjenige, der einen Ausfluß hat, berührt, sollte zerschlagen werden; und irgendein hölzernes Gefäß sollte mit Wasser abgespült werden.

 

David wird vom Propheten Natan zurechtgewiesenJede Art von Gefäss das nicht gereinigt werden kann, weil es aus porösem Ton gemacht ist soll der Vernichtung anheimfallen!

 

All diese verschiedenartigen Beispiele haben auch einen geistigen Hintergrund! Jeder Mensch muss zeigen, ob sein geistiger „Leib“ aus „Lehm“ oder aus „edlem Metall“ gefertigt ist, ob sich daraus Verunreinigung leicht entfernen lässt oder ob die Verunreinigung bleibend ist!

 

Die Art der Verunreinigung im geistigen Sinn hat mit Sünde zu tun. Obwohl Hurerei und Mord wie im Falle Davids und dem Ehebruch mit Bathseba und der späteren Tötung ihres Mannes von David verschuldet war und die Todesstrafe auf beide Vergehen bestand, so machte Jehova doch einen Unterschied und liess die Sünde vorübergehen. David hatte sich zuvor schon lange zuvor als nützliches „reines Gefäss“ erwiesen, das aus edlem Metall gefertigt war!

 

*** Rbi8  2. Samuel 12:13-14 ***

David sagte nun zu Nathan: „Ich habe gegen Jehova gesündigt.“ Darauf sprach Nathan zu David: „Jehova seinerseits läßt sicherlich deine Sünde vorübergehen. Du wirst nicht sterben. 14 Dessenungeachtet wird, weil du durch diese Sache ohne Zweifel Jehova gegenüber respektlos gehandelt hast, auch der Sohn, der dir eben geboren worden ist, ganz bestimmt sterben.“

 

Die begangene Sünde versuchte David nicht zuzudecken, als er überführt wurde, sondern gestand sie unumwunden ein! Obwohl Gott die Todesstrafe vorbeigehen liess blieb David deswegen aber nicht straflos! Die Zeitgrenze für seine Strafe endete erst bei seinem Tod, „am Abend“ seines Lebens!

 

1.3.5.3          „Gefässe“, die durch „Berührung mit Heiligem“ geheiligt werden

Ein weiteres anschauliches Beispiel dafür, was es mit einem reinen, menschlichen „Gefäss“ auf sich hat geht aus einem früheren Geschehen im Zusammenhang mit David hervor. Er war bereits der neu als König Gesalbte Jehovas, auf der Flucht vor König Saul, der von Jehova verworfen worden war. Als ihn und seine Begleiter hungerte und er vom Priester einen Anteil von den Schaubroten erhielt, die aus dem Zelt der Zusammenkunft stammten und die ausschliesslich Priestern vorbehalten waren, weil es hochheilige Dinge waren. 

 

David und seine Männer durften von den letzten Schaubroten essen, die sonst nur den Priestern vorbehalten sind *** Rbi8  1. Samuel 21:5-6 ***

Da antwortete David dem Priester und sagte zu ihm: „Doch, die Frauen sind von uns ferngehalten worden, ebenso wie früher, als ich auszog, und die Gefäße [[(der Leib und das Gewissen)]] der jungen Männer sind noch heilig, obwohl es an sich ein gewöhnlicher Auftrag ist. Und wieviel mehr so heute, da einer in [seinem] Gefäß heilig wird?“ 6 Darauf gab ihm der Priester, was heilig war, weil zufällig kein Brot da war als das Schaubrot, das von [der Stelle] vor Jehova entfernt worden war, damit man am Tag seiner Wegnahme dort frisches Brot auflege.

 

Die Frage des Priesters an David zeigte, dass jener und seine Begleiter als „Gefässe“ sich nicht mit Frauen verunreinigt hatten und rein waren, um von jenem geheiligten Brot zu essen, er wusste, was es bedeutet: „Und wieviel mehr so heute, da einer in [seinem] Gefäß heilig wird?“ Die Offenbarung attestiert den 144.000 Priesterkönigen dieselbe Reinheit nach ihrer Einsetzung zu Priesterkönigen: „Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind. Diese sind es, die sich nicht mit Frauen befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.“ (Off 14:3-5)

 

Etwas Vergleichbares geschieht beim Abendmahl, wo nur geistig reine Personen am Brechen des ungesäuerten Brotes teilhaben dürfen, der Jesu Leib darstellt. Wer von den Symbolen Brot und Wein dagegen in unreinem Zustand nimmt, „isst sich selbst ein Gericht“, erklärte Paulus den Korinthern! Somit sind die GESETZE betreffend Reinheit nicht ausser Kraft, um an Heiligen teilzuhaben! „Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein. Zuerst möge sich ein Mensch nach genauer Prüfung als bewährt befinden, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Becher. Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet. Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]. Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet werden. Wenn wir aber gerichtet werden, werden wir von Jehova in Zucht genommen, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden. Darum, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um [es] zu essen, so wartet aufeinander. Ist jemand hungrig, so esse er zu Hause, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Die übrigen Dinge aber will ich in Ordnung bringen, wenn ich dorthin komme.“ (1.Kor 11:27-32) Schon gar nicht sind Unbeteiligte dazu als Zuschauer geladen, was doch einer Verunreinigung der „heiligen Dinge“ gleichkommt! Auf Gottes Trennwand zwischen „Heilige und Unheiligem“ ist genau zu achten!

 

Der symbolische Gebrauch des Wortes „Gefäss“ wird in der Bibel somit sehr oft auf Menschen und ihren geistigen Zustand angewendet. Das Herz und unser Verstand, der Erkenntnis aufbewahrt wird mit einem „kostbaren Gefäss“ verglichen.

 

*** Rbi8  Sprüche 20:15 ***

Es gibt Gold, auch eine Fülle von Korallen; aber die Lippen der Erkenntnis sind kostbare Gefäße.

 

Wer Erkenntnis bewahrt und diese zur gegebenen Zeit äussert, der gleicht in Gottes Augen einem „kostbaren Gefäss“.

 

1.3.5.4          In der Umgebung des Königs werden nur „wertvolle Gefässe“ anerkannt

Jesaja durfte über solche Personen prophezeien, die Jehova als wertvoll erachtet und die in der Umgebung des Königs sein durften, um dort zu bestimmen, wer dem König dienen sollte und wer nicht. Die Worte Gottes durch Jesaja sind an Jesus und durch ihn an Die Apostel gerichtet, welche ihrerseits ihre je 12.000 Unterordneten Priesterkönige versiegeln werden.

 

König Sanherib von Assyrien, der Israel ins Exil führte und Jerusalem bedrohte *** Rbi8  Jesaja 22:20-24 ***

Und es soll geschehen an jenem Tag, daß ich meinen Knecht rufen will, nämlich Eljakim [[(oberster Verwalter der Angelegenheiten des Hauses Hiskias, des Königs von Juda, zu der Zeit, als der assyrische König Sanherib (Bild) im Jahre 732 v. u. Z. in Juda einfiel.)]], den Sohn Hilkijas. 21 Und ich will ihn mit deinem langen Gewand bekleiden, und deine Schärpe werde ich ihm fest umbinden, und deine Herrschaft werde ich in seine Hand geben; und er soll dem Bewohner Jerusalems und dem Hause Juda ein Vater werden. 22 Und ich will den Schlüssel des Hauses Davids [[(Jesu, des Sohnes Davids)]] auf seine Schulter legen, und er soll öffnen, ohne daß jemand schließt, und er soll schließen, ohne daß jemand öffnet [[(die Apostel: vergl. Jesu Worte an sie in Mat 18:18-20)]]. 23 Und ich will ihn als Pflock an einem dauernden Ort [[(in Jerusalem, auf dem Berg Zion)]] einschlagen, und er [[(Jesus)]] soll dem Hause seines Vaters [[(dem geistigen, lebendigen Tempel)]] zu einem Thron der Herrlichkeit werden. 24 Und sie sollen all die Herrlichkeit des Hauses seines Vaters [[(Jehovas Auserlesene aller Zeiten)]] an ihn hängen, die Nachkommen und die Sprößlinge, all die Gefäße von kleiner Art, die Gefäße in der Art von Schalen wie auch alle großen Kruggefäße.‘

 

Im Zentrum steht Jesu, als „vollkommenes Gefäss“ zum Dienst Jehovas! Ihm folgen die Apostel, als sein ‚Regierungskabinett‘. Diese bestimmen ihre Untergebenen gemäss den Aufgaben die jenen zukommen aufgrund Auserwählung gemäss Verdienst, so wie sie es vom Vater als „Zeugen“ hören.

 

Diese Art Vorhersage muss somit bestimmt auf die Früh- und Erstauferstehung der Gerechten übertragen werden, die nun „an einem dauernden Ort“, dem Tausendjahrreich des Christus Verantwortung erhalten. Selbst „ein Thron der Herrlichkeit“ wurde jenem Eljakim versprochen, der als Muster an Treue und Auftragserfüllung gesehen werden soll Dies deutet darauf hin, dass er selbst einer der künftigen Priesterkönige sein wird und wiederum über „Davids Haus“ gesetzt wird, möglicherweise über das Königshaus des auferstanden David, der mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederum über das fleischliche Israel gesetzt wird, während Jesus über dem „Israel Gottes“, den 144.000 erdenweit herrschenden Königen thront. Jesus als „Spross Davids“ wird dann wiederum der „Herr“ Davids in Jerusalem sein, wenn alle Feinde des Königreiches in Harmagedon durch den „Reiter auf dem weissen Pferd“ besiegt sind und der letzte Feind, der Tod am ersten Tag des Laubhüttenfestes danach zunichte gemacht ist! [Bb1; e1; M]

 

Jesus zur Techten Gottes *** Rbi8  Psalm 110:1 ***

Der Ausspruch Jehovas an meinen [[Davids]] Herrn ist:

„Setze dich zu meiner Rechten,

Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

 

Ich will den Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen war die Vorhersage an Eljakim. Jesus benutzte gegenüber Petrus ähnliche Worte, als er ihm die Schlüssel des „Königreiches der (neuen) Himmel“ übergab und ihm dadurch anzeigte, wie wertvoll sein „Gefäss“ für Jesus war. Er sollte die Pforten des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ den drei Gruppen in aufsteigender Reihenfolge nutzen und Zugang ermöglichen: Zuerst den an Jesus glaubenden Juden, dann den Samaritanern und schlussendlich mit Kornelius beginnend den Christen aus den Heiden.:

 

*** Rbi8  Matthäus 16:18-20 ***

Auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen [[(Jesus)]] will ich meine Versammlung bauen, und die Tore des Hades [[(des Todes)]] werden sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“ 20 Dann gebot er den Jüngern ernstlich, niemandem zu sagen, daß er der Christus sei.

 

Noch in weit höherem Mass wie Jesaja Dinge zu binden vermochte hat Jesus als der Christus die Macht solche Versprechen seiner Diener einzulösen! Petrus ist von Jesus als einer der zwölf Richter der 144.000 Priesterkönige eingesetzt worden! Ob er Eljakim in grösserem Stil symbolisiert? Jesaja sprach prophetisch von jenen Auserwählten des versiegelten „Überrests in der Endzeit, die dreissig Tage nach Harmagedons Endschlacht, zum Trompetenfest wie eine kostbare „Gabe in einem reinen Gefäss in das Haus Jehovas“ nach Jerusalem hinauf gebracht werden, zusammen mit denen, die der zurückgekehrte Jesus, als „Menschensohn“ in der Erstauferstehung aus den Toten hervorgebracht hat! (Hes Kap. 37)