Newsletter „DER WEG“ 7/01-5   Januar 2007

Neubearbeitung: 8.5.09 / 17.2.17

 

 

SONDERBEITRAG:  7.1.5  Gottes Sabbatjahr beachten!

 

4.Teil:  Die Bewährten zeigen ihre Treue zum ganzen Gebot des Herrn

 

Mein Sabbatjahr?   Im ersten Teil dieser dreiteiligen Artikelserie im Monat Oktober 2006, im Artikel unter dem Titel: 6.10.5  Warum sollten wir dem Sabbat- und dem Jubeljahr unsere besondere Beachtung schenken? betrachteten wir Gottes Vorkehrung für Israel des Sabbatjahres. Dabei zeigte sich der spezifische Nutzen, den diese Vorkehrung für das ganze Volk mit sich brachte. Allerdings verliessen die Israeliten schon bald Gottes Gebot und wurden für die Unterlassung jener göttlichen Vorkehrung mit siebzig Jahren Exil bestraft, während welcher Zeit „das ganze Land Sabbat hielt“!

  

   Wir sollten uns deshalb wirklich fragen, ob all diese Vorkehrungen wie Sabbate, Festzeiten, Sabbat- und Jubeljahre für die Endzeit dieses Systems nicht wiederum eine spezifische Beziehung haben? Die Propheten sprechen einerseits vom „annehmbaren Jahr Jehovas“, andererseits einem „Jahr der Vergeltung und der Rache“ am Ende des Systems. Gott tut nichts, ohne dass es einen tieferen Sinn hat! Jesus hatte deutlich gesagt, dass er gekommen war, um das GESETZ zu erfüllen, nicht um es aufzuheben!

 

Das vierte der Zehn Gebote betrifft die Sabbatordnung Jehovas   Im 2.Teil dieser mehrteiligen Artikelserie im Monat November 2006, im Artikel unter dem Titel: 6.11.5  Das Sabbatjahr und das Jubeljahr und ihre herausragende Bedeutung in unseren Tagen gingen wir auf die Erfüllung prophetischer Vorhersagen zum Sabbatjahr und zum Jubeljahr ein. Die Wichtigkeit der Sabbate als Gesamtordnung in Gottes GESETZ, vom Wochensabbat, dem Neumondfest über die Feiertagssabbate hin zu den Sabbatjahren und ihre Einhaltung durch treue Christenversammlungen während aller Jahrhunderte wurde darin erklärt. Bedenken wir, dass auch die Konsequenz der Nichteinhaltung anhand des babylonischen Exils zu unserer Unterweisung aufgezeichnet wurde: Für uns, „auf die das Ende des Systems“ kommt!  

 

*** Rbi8  Römer 15:4-6 ***

Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können. 5 Möge nun der Gott, der Ausharren und Trost verleiht, euch gewähren, untereinander die gleiche Gesinnung zu haben, die Christus Jesus hatte, 6 damit ihr einmütig, mit einem Mund, den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlichen könnt.

 

   Massstab ist die Gesinnung des Christus, welcher den ganzen Willen Jehovas tat! Damit musste er in Konflikt zu den religiösen Führern und ihren Überlieferungen geraten! Der Trost, den uns die Schriften geben ist der, dass Gott absolut zuverlässig ist und denen schlussendlich Lohn gibt, die ausgeharrt haben!

 

Ostern oder Passah?   Im 3. Teil dieser Serie Gottes Sabbatjahr beachten! über das Erlass- und das Jubeljahr gingen wir im 3. Sonderbeitrag im Dezember 2006 im Artikel 6.12.5  Am Festhalten an der Sabbatordnung zeigt sich, dass guter Same und Unkraut bis zur Endzeit gemeinsam wachsen auf einige weitere wichtige Zusammenhänge ein, die uns Propheten und Apostel offen legen. Es bedingt genaues hinhören und die Zusammenhänge zu verstehen!

 

    Ein Rückblick auf die christliche Kirchengeschichte zeigt, das ab dem vierten Jahrhundert der Abfall hin vom Sabbat zum Sonntag und vom Passah am 14.Nissan hin zum Osterfest zu ständigen Auseinandersetzung der Amtskirchen gegen die Bewährten führte, welche an Gottes Wort und der Überlieferung der Apostel festhielten! Was taten die Urgemeinden und was erklärten die Kirchenväter und die Apologeten? Der gute Same den Jesus säte wuchs mitten unter dem Unkraut während aller Jahrhunderte! Das wahre Verständnis konnte nie vollkommen ausgelöscht werden und flammte immer wieder auf! Aber erst während der Endzeit soll das Verständnis überströmend werden!

 

*** Rbi8  Daniel 12:3-4 ***

Und die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit, ja für immer.

4 Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“

 

   Welches ist „die wahre Erkenntnis“ zum Thema Sabbat- und Jubeljahr? Wurden diese Dinge abgeschafft, wie die meisten Religionsführer dies behaupten oder haben sie gerade in der Endzeit eine herausragende Bedeutung? Wenn sie nicht abgeschafft sind, welche Konsequenzen bringen das Sabbat- und das Jubeljahr für Christen in der Endzeit? Worauf sollen wir ganz besonders achten? Die Schriften geben auch darüber deutlich Auskunft!

 

   In diesem 4.Teil fahren wir mit dem Rückblick auf die christliche Kirchengeschichte fort, stets aus dem Blickpunkt, wie gewisse Gruppierungen sich an die Lehre der Apostel klammerten, was auch gerade durch die Einhaltung des Sabbatgesetzes zum Ausdruck kam! Die Christen rund um die Apostel in Jerusalem wurden „die Armen“ (aram. Translit.: Ebioniten) genannt, weil sie ihren Besitz verkauft hatten und alles miteinander teilten. Nach ihrer Flucht aufgrund von Verfolgung ins Westjordanland und später nach Syrien wurden ihnen derselbe Titel auf aramäisch verliehen, der transliteriert weiterhin „die Ebioniten“ heisst. Andererseits wurden die Anhänger der Versammlungen der Nationen, welche Paulus gegründet hatte „Paulikaner (oder Paulaner) genannt. Paulus galt als Führer der Versammlungen unter den Heiden: „Wir [[(dem Paulus gegenüber gegnerische Juden insbesondere Pharisäer)]] haben nämlich diesen Mann [[(Paulus)]] als eine Pest befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände erregt, und als einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarẹner, als einen, der auch den Tempel zu entweihen versucht hat und den wir festgenommen haben.“ (Apg 24:5, 6) Ab dem siebten Jahrhundert nannte man eine Nachfolgegruppe zudem „Paulikianer“, was ein minimaler Wortunterschied, aber grossen Unterschied in Lehre und Verhalten beinhaltete.

 

Ist der Sonntag oder der Samstag Gottes Ruhetag?   In all diesen geschichtlichen Rückblicken geht es darum herauszufinden, inwieweit sich Christenversammlungen weiterhin an die Lehren der Apostel treu blieben und wo sie offensichtlich davon abzuweichen begannen und sich der Mehrheit der späteren Katholischen Staatskirche und dann ihren abtrünnigen Töchtern annäherten. Welche Gruppen blieben den ersten vier Geboten treu? Den einen Gott, Jehova anzuerkennen und keine anderen Götzen und Bilder zu verehren? Wer heiligte Gottes Namen und bezeugte weiter, dass der Sabbat der Tag ist, den Gott als Zeichen zwischen sich und Seinem Volk gesetzt hat?

 

    Da das Sabbatgesetz beständig von Wichtigkeit ist, wollen wir untersuchen welches die Auswirkungen sind, die Gottes Gebot zudem im Hinblick auf das Sabbat- und schlussendlich das Jubeljahr mit sich bringt, voran etwas generell über alle Jahrhunderte, dann aber spezifisch im Hinblick auf die Aufrichtung von Gottes Königreich hier auf der Erde während der „Zeit des Endes.

      

   Die Päpste beanspruchten das alleinige Lehrrecht für sich, festzulegen, was „apostolisch“ sei und was nicht! Christen wurden dadurch zu Unmündigen erklärt den eigenen Verstand anzustrengen und eigene Schlussfolgerungen aufgrund eines exakten Verständnisses zu ziehen! Durch die straffe Kirchenhierarchie wurden all jene unmittelbar ausgemerzt, welche der Kirchenführung gegenüber eine andere Meinung vertraten. Das führte zwar zu einer einheitlichen Lehre, die Konsequenz aber war das vollkommene Verlassen dessen, was die unverfälschte Wahrheit des Christus und der Lehre der Apostel war!

 

   Der Apostel Johannes, der mit dem Abfall zum Ende des ersten Jahrhunderts besonders konfrontiert war, er gab jedem aufrechten Christen den Rat sich vor denen in Acht zu nehmen, die uns in die Irre zu führen versuchen!

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:26-29 ***

Diese Dinge schreibe ich euch über die, die versuchen, euch irrezuführen. 27 Und was euch betrifft: Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr benötigt niemand, der euch lehre; sondern wie euch die von ihm [kommende] Salbung über alle Dinge belehrt und wahr ist und keine Lüge ist, und so, wie sie euch belehrt hat, bleibt in Gemeinschaft mit ihm. 28 Und nun, Kindlein, bleibt in Gemeinschaft mit ihm, damit wir, wenn er offenbar gemacht wird, Freimut der Rede haben mögen und nicht beschämt von ihm weichen müssen bei seiner Gegenwart [[(Wiederkehr)]]. 29 Wenn ihr wißt, daß er gerecht ist, erkennt ihr, daß jeder, der Gerechtigkeit übt, aus ihm geboren worden ist.

 

   Gottes GESETZ bestimmt, was „gerecht“ du was „ungerecht“ in Jehovas Augen ist, nicht ein Priester oder eine Kirche! Um mit Christus in Gemeinschaft zu bleiben braucht es Freimut der Rede, die zur unverfälschten Wahrheit der Schrift ein Bekenntnis ablegt! Diese Art der Belehrung aus der Schrift teilt keine Lüge mit, auch wenn es  zu Beginn nicht einfach erscheint, ein klares Verständnis zu erlangen! Die christlichen Religionen und deren eigene, abweichende Lehren widersprechen sich untereinander sehr und stehen somit oft in Konflikt mit der Aussage der Bibel! Jede Streitfrage aber, die wir anhand der Schrift endgültig lösen bringt uns auf dem Weg zur Wahrheit einen grossen Schritt weiter!

 

   Wir nun leben in der vorherbestimmten Zeit von Jesu Wiederkehr. Die Worte sind somit ganz speziell an uns gerichtet! Achtest Du genau auf alles, was Jesus lehrte oder hängst du dich doch eher an Kirchenüberlieferungen? Gerechtigkeit zu üben bedeutet vorab zu erkennen, was Gott als gerecht erklärt!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

1.5............. Die Bewährten zeigen ihre Treue zum ganzen Gebot des Herrn.. 4

1.5.1........... Die ersten Juden-Christen wurden „der Weg“ genannt und waren die „die Armen“ oder „die Ebioniten. 4

1.5.1.1........ Zeigt sich Rechtgläubigkeit aufgrund der Zahl von Glaubenden oder anhand Treue zum geschriebenen Wort Gottes?  4

1.5.1.2........ Die „Ebioniten“, Judenchristen unter Verfolgung. 6

1.5.1.3........ Ebioniten“ und Christen aus den Heiden, „Paulikaner“ müssen sich denselben alten wie erneuerten gesetzlichen Richtlinien unterordnen. 7

1.5.1.4........ Das Verbreitungsgebiet der „Ebioniten“ reichte von Syrien bis nach Babylon. 8

1.5.1.5........ Der Einfluss der „Ebioniten“ auf andere christlich-sabbatistische und -unitarische Gruppen. Harte Gegnerschaft seitens der abgefallenen Christenheit 9

1.5.1.6........ Die „Ebioniten“ oder „die Armen“ der Christenversammlung Jerusalems, jener Versammlung der elf Apostel 11

1.5.2........... Versammlungen der Beschnittenen „Ebioniten“ und der Unbeschnittenen, der „Paulikaner“ kommen zur Harmonie  12

1.5.2.1........ Die Beschneidungsfrage brachte zwischen „Ebioniten“ und ersten „Paulikanern“ eine gewisse Zeit lang Spannung  12

1.5.2.2........ Statt für Gott und Jesus Stellung zu beziehen wird Zwietracht gesät 13

1.5.2.3........ Ebioniten“ und Nazaräer als dieselbe Gruppe um die Apostel waren und blieben Sabbatisten und Unitarier 15

1.5.2.4........ Ebioniten“ der ersten Zeit wurden Nazaräer und zudem auch als Sekte „der Weg“ erwähnt! Paulus bekannte sich zu beidem. 16

1.5.3........... Erste Vorsteher der Unbeschnittenen waren meist Beschnittene. 17

1.5.3.1........ Die Juden bildeten zu Beginn stets den Grundstock neuer Versammlungen unter den Nationen! 17

1.5.3.2........ Die Versammlungen Satans unterwandern die Versammlungen des Paulus und der Judenchristen! 17

1.5.3.3........ Den Aposteln und ersten Christen wurden durch ihre gesetzlosen Feinde die Worte im Mund verdreht 18

1.5.3.4........ Den Rahmenbau der Christenversammlung bilden das GESETZ und die PROPHETEN! 19

1.5.3.5........ Die Auseinandersetzung zwischen Anhängern des Paulus und den „Ebioniten“ von Gegnern fälschlich hochgespielt! 20

1.5.3.6........ Die „Ebioniten“ waren Täter des GESETZES, die nicht pharisäerhaft am Buchstaben des GESETZES festhielten: Sie waren „Erstlinge Gottes“! 21

1.5.4........... Eine klare Trennlinien zwischen jenen die den Sabbat heiligen und jenen, die den Sonntag ehren! 22

1.5.4.1........ Jüdische Aufstände zur Wiederherstellung des Königreiches. 22

1.5.4.2........ Falsche Messiasse als Befreier vom römischen Joch. 23

1.5.4.3........ Die Khazaren, Aschkenasi-Juden Osteuropas: Auch Juden haben den Sabbat zu halten missioniert! Sie anerkannten niemals einen dreieinigen Gott! 25

1.5.5........... Die „Paulikaner“, Bogomilen und Katharer als weitgehende Verteidiger des urchristlichen Lebens. 25

1.5.5.1........ Verfolgung führt nur zur weiteren Verbreitung des Gedankengutes: Des Falschen wie des Richtigen! Ideen lassen sich nicht töten! 25

1.5.5.2........ Die Montanisten erwarteten das Ende des Systems in ihren Tagen. 26

1.5.5.3........ Auf die „Ebioniten“ und auf die ursprünglichen „Paulikaner“ folgen ab dem fünften Jahrhundert ähnlich gesinnte Gruppen unter gleicher und veränderter Bezeichnung. 27

1.5.5.4........ Der geschichtliche Werdegang der Paulikianer ab dem siebten bis zum achten Jahrhundert 28

1.5.5.5........ Das Gebiet der alten römischen Provinz Asien, Anatolien als Wiege vieler unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse  29

1.5.5.6........ Der spätere Einfluss der Paulikianer auf die Bogomilen, Katharer und die Waldenser 30

1.5.5.7........ Der positive Einfluss der „Ebioniten“ und „Paulikaner“ konnte nie ganz ausgerottet werden! 31


 

1.5                       Die Bewährten zeigen ihre Treue zum ganzen Gebot des Herrn

 

 

1.5.1           Die ersten Juden-Christen wurden „der Weg“ genannt und waren die „die Armen“ oder „die Ebioniten

 

1.5.1.1          Zeigt sich Rechtgläubigkeit aufgrund der Zahl von Glaubenden oder anhand Treue zum geschriebenen Wort Gottes?

Es ist ein äusserst schweres Unterfangen in der Geschichte rückwirkend den Beweis anzutreten, welche christlichen Gruppen über all die Jahrhunderte am getreuesten zu den Lehren Jesu und der Apostel hielten. Es bleibt dabei stets zu bedenken, dass mit dem Anwachsen der Hauptgruppe sich Untergruppen am Rand bildeten, die sich durchaus anderer Lehren bedient haben mochten oder mit der Zeit Umwandlungen von falscher zu richtiger Lehre im einen oder anderen und umgekehrt vorkamen, aber auch von richtiger bibelgemässer Lehre hin zu falschen, verdrehten Lehre zu dem, was ist. Viele vermischten sich mit der Zeit unter ihre Häscher und gaben die ursprüngliche Treue auf, andere wurden durch die Verfolger erniedrigt und grausam hingeschlachtet, weil sie an ihrem unveränderbaren Glauben festhielten!

 

Papst Johannes-Paul II.Die Offenbarung zeigt, dass alle Religionen die sich von Wahrheit abgewendet haben und Irrtum und Lüge verbreiten dadurch verantwortlich für den Tod anderer wurden und in Gottes Augen Blutschuld auf sich geladen haben! Dass ausnahmslos alle Religionen, die für sich dies abstreiten oder oberflächlich anerkennen wie der Papst Johannes-Paul II., aber ohne entsprechende Busse zu tun und Widergutmachung anzustreben, ändert nichts an Gottes Urteil über sie! (Hes 18:21-23, 30, 31)

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:3-6 ***

Und in [der Kraft des] Geistes trug er mich in eine Wildnis hinweg. Und ich erblickte eine Frau, die auf einem scharlachfarbenen wilden Tier saß, das voll lästerlicher Namen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. 4 Und die Frau war in Purpur und Scharlach gehüllt und war mit Gold und kostbaren Steinen und Perlen geschmückt und hatte in ihrer Hand einen goldenen Becher, der voll von abscheulichen Dingen und den Unreinheiten ihrer Hurerei war. 5 Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: „Babylon die Große, die Mutter der Huren und der abscheulichen Dinge der Erde. 6 Und ich sah, daß die Frau trunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu.

 

Diese hurerische Mutter hat auch Töchter, die ihr an Grausamkeit nicht nachstehen!

 

Je nachdem man die Literatur der Befürworter jener Glaubensgruppen oder die ihrer erklärten Feinde liest kann man zu vollkommen gegenteiligen Ansichten gelangen. Die Verketzerung des Feindes ist eine alte Taktik und nur wer zwischen den Zeilen der Häscher zu lesen imstande ist entdeckt die Wahrheit! Wir versuchen hier das Thema vom Standpunkt biblischer Lehre zu betrachten. Wer in einer Sache der Lüge zuneigt wird durchaus auch in anderen Punkten der Lüge Glauben schenken! Wahrheit aber lässt keine Verdrehung der Tatsachen zu! Dabei erweist sich die Literatur der Gegner oft wirkungsvoller, weil sie ungehemmt Frontalangriffe führen, ihre Literatur nicht vernichtet wurde wie die der Gegner, und daraus offensichtlich wird, wo der Gegner ihre eigene falsche Ansicht nicht teilt, wenn er gar mutig gegen den übermächtigen Feind antritt, um für Wahrheit Stellung zu beziehen! Wenn nun die Ansicht der Grosskirchen vehement vom Standpunkt der Bibel abweichen, der Angegriffene aber wegen  Übereinstimmung mit biblischem Gebot verfolgt wird, so ist leicht zu erkennen, wo Lüge und wo Wahrheit sich scheiden!

 

Was ist Wahrheit?
 

Die Schwerpunkte für eine Beurteilung des Grades an Abweichung ist alleine die Aussage der Bibel. Die Masse von folgsamen Anbetern, die einem bestimmten religiösen Ritual folgen oder eine Doktrin anerkennen hat keine Aussagekraft, ob die Handlung oder die Aussage der sie frönen „apostolisch“ sei oder nicht! Die Schrift als Gesamtes muss Antwort geben! Keines der göttlichen Gebote darf verdreht werden!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Nach neutralem Untersuch, ob gewisse Glaubensaussagen von der Bibel gestützt werden oder nicht entstand ein deutliches Bild von wesentlichen Abweichungen gegenüber der von Gott festgelegten Norm bei allen grossen christlichen Religionen! Da die katholische Kirche mit aller Gewalt ihre „offizielle Wahrheit“ durchsetzt sind die von ihr abgespaltenen Töchter in vielen falschen Lehrer ebenso schuldig geworden! Gott gab niemandem das Recht ungestraft dem Unrecht und der Lüge anzuhangen, nur weil es einfacher ist nicht persönlich entscheiden zu müssen! Jeder ist Gott gegenüber für sich und sein Handeln selbst verantwortlich!

  

Biblisch fundierte Fragestellung

Katholische Kirche

Orthodoxe Kirchen

Protestanten

Evangelikale

Bibel

Wird Jehova als einziger Gott oder als Teil einer Dreieinigkeit anerkannt? (1. der 10 Gebote)

Dreieinigkeit

Dreieinigkeit

Dreieinigkeit

Unitarier: Ein Gott, der Vater; Jesus ist Sohn, dem Vater unterordnet, er kann nichts aus sich selbst tun (2Mo 20:2; Joh 6:19-24; 14:28)

Wie ist der Zustand der Toten: schlafend im Todesschlaf oder auferweckt mit geistigem Leben im Himmel oder der Hölle?

Himmel/Hölle

Himmel/Hölle

Himmel/Hölle

Im Todesschlaf; Erstaufer-

stehung erst nach Harmage-

don; Hölle bedeutet 2.Tod ohne Auferstehungshoffnung (Pr 9:5, 10; 1.Th 4:15; Off 19:19-20:6; 20:13-15)

Was ist Götzendienst? Ist die Anbetung Jesu erlaubt oder nicht? (1. der 10 Gebote)

Zu Jesus darf gebetet werden

Zu Jesus darf gebetet werden

Unterschiedlich

Gebete sind nur an Gott im Namen Jesu zu richten (Mat 6:9; Joh 14:13, 14)

Dürfen Engel, Maria oder Heilige als Bittsteller vor Gott verehrt werden? (1.Gebot der 10 Gebote)

Engel , Maria und Heilige als Bittsteller

Engel , Maria und Heilige als Bittsteller

Keine Heiligen als Bittsteller

Allein Jesus ist Mittler zwi-

schen Menschen und Gott (1.Ti 2:5)

Anerkennung oder Ablehnung der Bilderverehrung (2. der 10 Gebote)

Bilderverehrung

Bilderverehrung

Keine Bilder; Kreuz ja

Keine Art Bilder, auch keine Kreuzverehrung (2.Mo 20:4, 5)

Welcher Tag ist der Gottesanbetung vorbehalten? (4. der 10 Gebote)

Sonntag

Sonntag

Sonntag (Adventisten: Sabbat)

Sabbatisten: Sabbat (2.Mo 20:8-11)

Tag des Abendmahls und Form der Begehung

Ostersonntag, in der Kirche

Ostersonntag, in der Kirche

Ostersonntag, in der Kirche (gew. Gruppen Abendmahl)

Quartodezimaner: 14.Nisan, am  Abend; im Familienkreis (2.Mo 12:17, 18; Mat 26:17)

Existiert ein menschliches Oberhaupt, dem Verehrung und absolute Unterordnung gebührt?

Papst, Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, Priester

Patriarch, Bischöfe, Priester

Bischofskonferenz; Bischöfe

Nur Jesus ist Herr (Eph 4:5); sich vor Götzendienst hüten (2.Mo 20:3-5; Spr 16:18; Mat 23:12; 1.Joh 5:20, 21)

Ort der Zusammenkunft.  Ein Messritual als Voraussetzung sich Gott zu nähern?

Kirche, Kathedrale,

katholische Messe

Kirchen; orthodoxe Messe

Kirchen, Tempel; protestantische Messe

Privathäuser, im Freien: Gott wünscht Anbetung mit Geist und Wahrheit (Joh 4:20-22; Eph 2:21, 22)

Absonderung von der Welt, insbesondere der Politik

Bildet eine Einheit

Bildet eine Einheit

Bildet eine Einheit

Leben abgesondert; erwarten Gottes Königreich (Mat 6:9; 2Thess 2:8; Heb 11:8-10; Off 14:1-4)

Glaube an Jesu Rückkehr zur Erde im Fleische und Auferstehung der Toten aus den Gräbern?

Alles im Himmel; behaupten die Kirche sei Gottes Königreich

Alles im Himmel

Alles im Himmel, mit Differenzierung

Rückkehr zur Erde mit der 7.Posaune; Verbleib auf der Erde auf Davids Thron (Lu 1:32, 33; 26:36-43; Apg 1:9, 10;  1.Thess 4:15, 16; Off 11:14, 15; 20:4-6)

 

Wir dürfen uns somit getrost fragen: Welche der frühchristlichen Gruppen und Strömungen bis hin zur Endzeit sind am wenigsten von der Lehre Christi und jener der Apostel abgewichen? Wir unternehmen den Versuch ein paar der bis heute bekannteren Gruppierungen zu untersuchen! Es gibt viele weitere Punkte die ebenso auf obige Liste gehören, die ebenso gewichtig sind, wie z.B. die Erwachsenen statt der Kindstaufe, Verzicht auf Essen von Blut, Schweinefleisch etc., Verweigerung von Kriegsdienst und vieles mehr, wo die Grossreligionen allgemein vom biblischen Standpunkt gänzlich und mehr oder weniger stark abweichen. Alle verwenden stets biblische Textstellen, um ihr verdrehtes Denken und Handeln zu rechtfertigen, weil sie in der Wahrheit nicht feststehen! Nicht die Übereinstimmung zum einen oder anderen Text, der korrekt oder falsch angewendet werden mag ist von Wichtigkeit, sondern ob die Aussage mit Gottes geäussertem Willen im Einklang steht! Dazu muss man ein Gesamtbild der biblischen Aussagen erarbeiten!

 

Wir massen uns nicht das Urteil zu, dass jene im Gefolge behandelten Gruppen keinerlei Irrlehren anhingen, sondern viel mehr, ob sie Wahrheit und GESETZ Gottes gegenüber den Abweichung der Grossreligionen in einem oder mehreren dieser Punkte verteidigten und darum verfolgt wurden! Wir weisen auf die Methode des „Etikettieren“ der Feinde hin, indem man sie aufgrund der einen oder anderen falschen Erkenntnis anprangert und verfolgt ohne die weit grösseren Vergehen in den eigenen Reihen zu beachten! Der Abfall vom GESETZ, den PROPHETEN und den Lehren der Apostel begann schon zur Zeit der Zwölf. Die falschen Lehren zu erkennen und anzuprangern ist nicht mit Verurteilung gleichzusetzen, den Richter wird Jesus sein und sein Urteil folgt auf Gottes Zeugenaussage hin! (Mal 3:5; Joh 5:22) Religionen richteten all jene, die ihre falschen Doktrinen aufdeckten, warfen sie hinaus, verfolgten und töteten sie. Untereinander bekriegten sie sich aufs Blut während vieler Jahrhunderte.

 

Schismen als Abtrennung der Lehre von der Urgemeinde*** Rbi8  Matthäus 7:1-5 ***

Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.

 

Protestanten neigen eher als Katholiken oder Orthodoxe zur Verteidigung jener frühchristlichen Gruppen, weil sie in ihnen Vorläufer des Protestes gegen den Amtsmissbrauch der abtrünnigen Grosskirchen sehen, obwohl sie selbst in vielen Punkten vom biblisch korrekten Verhalten genauso abweichen und ebenso katholischen Irrlehren verhaftet sind. Da jene Gruppen aber als Märtyrer wegen Verfolgung durch die katholische- und orthodoxe Kirche dargestellt werden, stärkt dies die eigene Lehrmeinung, wo man  selbst im Gegensatz zum katholischen Glaubensansichten und Dogmen steht, aber auch nicht in voller Harmonie mit der Schrift.

 

1.5.1.2          Die „Ebioniten", Judenchristen unter Verfolgung

Beginnen wir in der Geschichte der Glaubensverfolgung von Minderheiten in Jerusalem, bei der Unterdrückung der Lehre der Apostel nach Jesu Tod! Der Sanhedrin, das höchste Gericht der Juden, das von den Pharisäern dominiert wurde verbot den Aposteln weiterhin diesen Jesus als Messias zu predigen, den sie selbst kurz zuvor getötet hatten.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 5:27-32 ***

Sie brachten sie also herbei und stellten sie in den Saal des Sanhedrins. Und der Hohepriester befragte sie 28 und sprach: „Wir haben euch ausdrücklich befohlen, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und dennoch, seht, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und ihr seid entschlossen, das Blut dieses Menschen über uns zu bringen.“ 29 Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. 30 Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. 31 Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“

 

Die Apostel verteidigten nicht den Standpunkt der Religionsführer, dass man ihnen unbesehen, was sie tun als Nachfolger anhängen sollte! Der Jünger Stephanus widerstand dem Sanhedrin gar noch weit offener und wurde deshalb zur Abschreckung anderer gesteinigt. Vor seinem Tod griff er das Gericht frontal an und klagte sie des Mordes an Jesus an!

 

Wir können daraus die Lehre ziehen: Entweder beziehen wir für die Wahrheit und das Recht eindeutig Stellung oder wir machen uns zu Mittätern der Gesetzesbrecher! Jesus gab als weitere Möglichkeit die Flucht an, nicht aber bewaffnete Gegenwehr! Zu Petrus sagte er, als jener ihn bei der Gefangennahme zu verteidigen suchte: „Doch siehe, einer von denen, die mit Jesus waren, streckte seine Hand aus und zog sein Schwert und schlug den Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. Da sagte Jesus zu ihm: ‚Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen‘ “ (Mat 26:51, 52)

 

Die Apostel hielten sich an Jesu Worte, verkauften alles und teilten es mit den Armen! Sie wurden später, als sie ausserhalb Judäas fliehen mussten von jenen die sie aufnahmen als Ebioniten bezeichnet (aramäisch: Bedeutet „die Armen“). Ebenso wurden später während der ersten fünf Jahrhunderte auch messianische Juden bezeichnet, die an Christus glaubten, weil sie das mosaische GESETZ weiter hielten. Die „Ebioniten“ sind somit die direkten Nachkommen der ersten Christengemeinde Jerusalems rund um die elf Apostel.

 

Paulus als Träger des Schwertes des GeistesSaulus aus Tarsus war ein erster Verfolger jener Christen, die von den Pharisäern und vom Sanhedrin als eine Abspaltung vom Judaismus angesehen wurden und denen es bei Gefängnis und Todesstrafe verboten war, Jesus als den Messias zu verkünden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 8:1 ***

Saulus seinerseits stimmte [[(als Richter des Sanhedrins)]] seiner [[(des Stephanus)]] Ermordung zu.

An jenem Tag setzte eine große Verfolgung gegen die Versammlung ein, die in Jerusalem war; alle, ausgenommen die Apostel, wurden in die Gegenden von Judäa und Samaria zerstreut.

 

Saulus wurde aber kurze Zeit danach selbst zu einem glühenden Verkünder der Wahrheit über den Christus, als er von Jesus durch ein Licht geblendet und durch eine unerklärbare Stimme gefragt wurde: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ (Apg 9:3, 4) Nun neu benannt als Paulus veranstaltete er Jahre später selbst in seinem Predigtgebiet Sammlungen für jene Christen, die wegen Verfolgung ihr Eigentum verloren hatten und unverschuldet in Armut „die Armen“ und Not geraten waren (1.Kor 16:1-4).

 

*** Rbi8  Römer 15:26 ***

Denn denen in Mazedonien und Achaia hat es gefallen, zu einem Beitrag für die Armen der Heiligen in Jerusalem ihre Dinge [mit ihnen] zu teilen.

 

Jene messianischen Judenchristen wurden mit den Jahren als eine neue „Sekte“, unter den anderen jüdischen eingestuft, nachdem die Verfolgung seitens der Juden selbst etwas abgeflacht war. Das ist durchaus verständlich, wenn wir daran denken, dass selbst Christen aus den Nationen von Paulus auch als „geistige Juden“ bezeichnet werden, die eine „Beschneidung des Herzens“ erfahren haben, indem sie sich das göttliche Gebot sinnbildlich ins Herz schrieben. Sünde ist die Übertretung von Gottes GESETZ oder einer Handlung gegen Seinem Willen. Dieses Sündigen bedeutet dagegen „Unbeschnittenheit“, unabhängig ob durch Juden- oder Heidenchristen! Paulus bezeichnet Juden die das GESETZ brechen als Unbeschnittene!

 

*** Rbi8  Römer 2:25-26 ***

Beschneidung ist tatsächlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz [[GESETZ]] hältst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26 Wenn daher ein Unbeschnittener die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden?

 

An jene Gruppe Christen aus den Juden richtete sich der Hebräerbrief des Paulus. Darin wurden gewisse tiefsinnige Dinge im Wechsel des Hohepriesters von Aaron zu Jesus und Änderungen des GESETZES für die Leviten erklärt!

 

Vollkommenheit im physischen ruft nach Vollkommenheit im Geistigen*** Rbi8  Hebräer 7:11-14 ***

Wenn also Vollkommenheit wirklich durch das levitische Priestertum käme (denn mit ihm als einem Grundzug [[(nicht dem Wesen selbst)]] wurde dem Volk das GESETZ [[(die Verordnungen an Levi)]] gegeben), welche weitere Notwendigkeit bestände da für einen anderen Priester, der nach der Weise Melchisedeks aufstünde und von dem man nicht sagen würde, er sei nach der Weise Aarons? 12 Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes [[(innerhalb des GESETZES)]] ein. 13 Denn der, von dem diese Dinge gesagt werden [[(Jesus)]], ist ein Glied eines anderen Stammes [[(als Levi)]] gewesen, von dem keiner am Altar amtiert hat. 14 Denn es ist ganz klar, daß unser Herr dem Stamm Juda entsprungen ist, einem Stamm, über den Moses in bezug auf Priester nichts gesagt hat.

 

Die levitische Priesterschaft hatte das ihnen gesetzte Ziel, Israel zur Vollkommenheit zu führen, nicht geschafft. Gottlosigkeit und gesetzloses Handeln nahm überhand. Darum hatte nicht wie viele behaupten der Gesetzesbund gewechselt oder gar geendet, sondern der „Bund mit Levi“ wurde durch den Königreichsbund mit Jesus ersetzt! Damit kam auch „ein Wechsel im GESETZ (oder innerhalb des Gesetzes)“, jenem Teil der die Leviten betraf. Jesu Jünger wurden andere Dinge aufgetragen, wie sie die Leviten im Zusammenhang mit dem Dienst im Tempel zu halten verpflichtet waren! Jesu letztes grosses blutiges Opfer beendete jenen Teil.

 

Da Israel den Messias verwarf galt es seither abzuwarten, bis Gott ihn erneut in die bewohnte Erde einführt (Heb 1:6), um sein Werk zu vollenden: „Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist: ‚Setze dich zu meiner Rechten, Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.‘ Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:] ‚Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.‘ Dein Volk wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht. In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte Hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft. Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —: ‚Du bist Priester auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] Nach der Weise Melchisẹdeks!‘ “ (Ps 110:1-4)

 

1.5.1.3          „Ebioniten“ und Christen aus den Heiden, „Paulikaner“ müssen sich denselben alten wie erneuerten gesetzlichen Richtlinien unterordnen

Die Veränderung im GESETZ durch das Wegfallen der blutigen Opfer, Wegfall der aaronischen Priesterschaft, des Tempels und die neuen Regelungen, die nach Christi Tod in Kraft traten, die viele jener an Levi ersetzten, all diese Veränderungen waren für Judenchristen weit schwieriger anzunehmen wie für Heidenchristen! Aber genau zu dieser Aufgabe hatte Jesus Paulus zum Apostel erwählt! Er sollte die Nationen lehren aber auch die Hebräerchristen, die Ebioniten von Veränderungen unterrichten! An die Christen in Rom, die keine jener Versammlungen waren, die Paulus selbst gegründet hatte, schrieb er erklärend betreffend seiner Aufgabe:

 

Saulus der zum Paulus wurde*** Rbi8  Römer 1:1-7 ***

Paulus, ein Sklave Jesu Christi und zu einem Apostel berufen, abgesondert für Gottes gute Botschaft, 2 die er zuvor durch seine Propheten in den heiligen Schriften verhieß, 3 in bezug auf seinen Sohn, der dem Fleische nach aus dem Samen Davids hervorging, 4 der aber mit Macht zum Sohn Gottes erklärt wurde nach dem Geist der Heiligkeit durch [die] Auferstehung von den Toten — ja, Jesus Christus, unser Herr, 5 durch den wir unverdiente Güte und ein Apostelamt empfangen haben, damit es unter allen Nationen zum Glaubensgehorsam komme hinsichtlich seines Namens, 6 unter welchen [Nationen] ihr auch dazu berufen seid, Jesus Christus anzugehören —, 7 an alle die, die als Geliebte Gottes, zu Heiligen Berufene in Rom sind:

 

Dieser Paulus, der zuerst die Christen in Judäa verfolgt hatte und zum Apostel der Nationen aufstieg, er musste seine ihm von Gott und Christus zugeordnete Stellung vorab gegen Vorurteile der „Ebioniten“, ja selbst der Apostel und führenden Vorstehern Jerusalems verteidigen! Die Gruppe rund um Jakobus, Jesu Halbbruder hatte offensichtlich sich Fehler zukommen lassen die Spannungen entstehen liessen! Die Versammlung in Rom war wahrscheinlich von Juden gegründet worden, die an Pfingsten unter jenen 3000 waren, die getauft wurden! Sie bestand inzwischen aus Hebräerchristen und Heidenchristen. Ihnen gegenüber verteidigt Paulus den Vorteil des GESETZES Gottes gegenüber dem Gesetz der Nationen (Apg 2:10, 37-42).

 

*** Rbi8  Römer 2:13 ***

Denn nicht die Hörer des Gesetzes [[GESETZES]] sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des [[GESETZES]] es werden gerechtgesprochen werden.

 

Paulus zeigt sich als ein Zurechtweiser und einer, der falsche Ansichten korrigiert, nicht aber die Hebräerchristen deswegen einfach verworfen hätte, weil sie noch zu sehr an der alten Tradition im Zusammenhang mit dem Dienst im Tempel festhielten! Der Jünger Jakobus gibt bei der Bereinigung der Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der Streitfrage um die Beschneidung offen zu, dass einige der „Ebioniten“ aus seiner Umgebung voreilig und falsch gehandelt hatten! Sie hatten Paulus in der Frage wegen der Beschneidung der Christen aus den Heiden und der Beseitigung der „trennenden Zwischenwand“ innerhalb Juden- und Heidenchristen Probleme verursacht! Paulus wird nun als „Geliebter“ bezeichnet, was die herzliche Einvernahme andeutet, die trotz der anfänglichen Auseinandersetzung wiederhergestellt war!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:24-29 ***

Da wir [[(Jakobus, die Apostel Jerusalems und Vorsteher)]] gehört haben, daß einige aus unserer Mitte [[(gewisse Judenchristen aus den Pharisäern)]] euch durch Reden beunruhigt haben, indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben, 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus, zu euch zu senden, 26 Menschen, die ihre Seele für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben. 27 Wir senden daher Judas und Silas, damit sie dieselben Dinge auch mündlich berichten. 28 Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

 

Die Bürde der Beschneidung am Fleische war kein Thema mehr, ebenso wenig das frühe Gebot der Trennung zwischen Juden- und Heidenchristen! Einige andere wichtige Punkte wurden nun ihrerseits durch die Apostel im Gebiet des Paulus richtiggestellt, auf welche durch die Versammlungen zu wenig Augenmerk geworfen worden war! Petrus hatte diese Dinge offensichtlich bereits bemängelt, als er dort in Antiochia weilte. Gegenseitig wurde auf Gesetzestreue hingewiesen, ohne zum Regelwerk des Pharisäismus Zuflucht zu nehmen, das sich an den Buchstaben des GESETZES und nicht die dahinterliegenden Prinzipien hält! Teile des levitischen GESETZES wie Götzen Geopfertes, Blut, Erwürgtes und Hurerei blieben unverändert in Kraft! Nur jene Punkte wurden dabei herausgehoben, die in Antiochia im Argen lagen! Offensichtlich hatte Paulus selbst zu wenig Augenmerk auf jene Dinge gesetzt. Die Jünger korrigierten sich so gegenseitig in Liebe (Gal 2:11-14).

 

Zugang zum Tempel nur für BeschnitteneJakobus hatte sich zwar nach dem Streit um die Beschneidungsfrage der Christen aus den Nationen in Antiochia und Galatien von dieser engen Auslegung der Vorschriften gegenüber jenen Heidenchristen deutlich distanziert, aber die Beschneidung offensichtlich für Christen aus den Juden weiterhin empfohlen (siehe Apg Kap 15; Gal Kap 1, 2). Diese bildet Teil des „Bundes mit Abraham“ für dessen Samen mit Erbanspruch in Israel. Das mag seinen Ursprung darin gehabt haben, dass jene Judenchristen in Jerusalem nur in beschnittenem Zustand zum Tempel und den jüdischen Synagogen Zugang hatten und dadurch vielerlei Problemen im Staat Juda entgehen konnten. Zudem hatten sie dadurch leichten Zugang zu allen Juden, auch in der Diaspora, während sie als Unbeschnittene fast überhaupt keinen Kontakt hätten pflegen können, um dadurch wenigstens einige zu gewinnen!

 

Paulus selbst hatte dieses Vorgehen für sich und seine Gefährten empfohlen und entsprechend gehandelt, als er eigenhändig Timotheus beschnitt! (Apg 16:3) Weder gegen die Beschneidung, noch gegen den Besuch des Tempels oder der Synagoge gab es ein GESETZ, sofern Judenchristen ihr Herz beschnitten hatten! Das Handeln eines Christen muss der Verherrlichung Gottes dienen und niemandem Anlass zum Straucheln zu geben! (1.Kor 12:13)

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:31-33 ***

Darum, ob ihr eßt oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes. 32 Bewahrt euch beständig davor, Juden wie auch Griechen und der Versammlung Gottes Anlaß zum Straucheln zu geben, 33 so wie auch ich allen Menschen in allen Dingen zu Gefallen bin, indem ich nicht meinen eigenen Vorteil suche, sondern den der vielen, damit sie gerettet werden.

 

Wenn Beschnittenheit der Rettung von Juden diente, so gab es keinen Grund, dass die „Ebioniten“ sich nicht weiterhin an jene Verordnung Mose hielten. Nach Christi Tod bestand dazu jedoch keine Verpflichtung mehr für Christen aus den Heiden!

 

1.5.1.4          Das Verbreitungsgebiet der „Ebioniten“ reichte von Syrien bis nach Babylon

Schon aus diesem Zusammenhang ihrer engen Verbindung zu den Juden scheint es wahrscheinlich, dass es die „Ebioniten“ waren, welche die gute Botschaft nach Babylon zu jenem grossen jüdischen Bevölkerungsteil brachte, der nach dem Exil nicht nach Judäa zurückgekehrt war. Petrus besuchte um das Jahr 62 bis 64 u.Z. jene Christengemeinde, von wo aus er schrieb:

 

*** Rbi8  1. Petrus 5:12-14 ***

Durch Silvanus, einen treuen Bruder, wie ich ihn schätze, habe ich euch in wenig [Worten] zur Ermunterung und zum ernsten Zeugnis davon geschrieben, daß dies die wahre unverdiente Güte Gottes ist; in dieser steht fest. 13 Es grüßt euch, die in Babylon ist, eine Auserwählte wie [ihr], ebenso Markus, mein Sohn. 14 Grüßt einander mit einem Kuß der Liebe.

 

Als nur zwei Jahre nach dem Schreiben des Petrusbriefes in Palästina um 66 u.Z. die Zelotenaufstände gegen die römische Herrschaft aufflammten, die zur Aufrichtung eines selbständigen Königreiches Judäa führten, da flohen jene ersten ebionitischen oder eben „armen“ oder verarmten Christen erneut aus Judäa, Jerusalem und Samaria vorab ins Westjordanland, einige zu Bekannten und Verwandten bis nach Babylon oder Rom und andere Gebiete mit Judenchristen.

 

Sie entgingen durch ihre Flucht der Repression Roms, die bis zum Jahre 70 u.Z. in der Zerstörung Jerusalems und der meisten Städte Israels endeten. Sie hatten Jesu Worte in Matthäus Kapitel 24 beachtet, wo die Zeichen für die Flucht für jene Tage beschrieben standen. Das „abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht“, von dem Daniel der Prophet schrieb, dieses hatten die Zeloten mit ihrer bewaffneten Unabhängigkeitsbewegung aufgestellt, als sie vorab die römische Festung Masada im Sommer des Jahres 66 u.Z. erobert hatten und dann den Tempel in Jerusalem besetzten. Damit begann die erste Kriegsphase des grossen jüdischen Krieges! Nach nur dreieinhalb Jahren war der Aufstand seitens der Römer niedergeworfen! Auch die Warnung des Paulus im ersten Brief an die Thessalonicher, dass wenn immer sie „Frieden und Sicherheit“ ausrufen würden, sie plötzliche Vernichtung überfalle, dies hatte damals eine erste Erfüllung! (1.Thess 5:3)

 

Todesgefahr! *** Rbi8  Matthäus 24:15-22 ***

Wenn ihr daher das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, von dem Daniel, der Prophet, geredet hat, an heiliger Stätte stehen seht (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an [[(was Jerusalem damals, respektive in der Endzeit bei Jesu Wiederkehr betrifft)]]), 16 dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge zu fliehen beginnen. 17 Wer auf dem Hausdach ist, steige nicht hinab, um die Güter aus seinem Haus zu holen; 18 und wer auf dem Feld ist, kehre nicht ins Haus zurück, um sein äußeres Kleid mitzunehmen. 19 Wehe den schwangeren Frauen und denen, die ein Kleinkind stillen in jenen Tagen! 20 Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge noch am Sabbattag; 21 denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird. 22 Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

 

Daniels Prophezeiung und Jesu Erklärungen betreffend der Zeichen die das Unglück ankündigten hatte damit eine erste Erfüllung. All jene, die an die Zuverlässigkeit der Propheten und Jesu Worte geglaubt hatten fanden sich nun in relativer Sicherheit im Exil, zwar ihrer Habe verlustig, aber mit Leben und in Freiheit!

 

Christliche Leser des Matthäusevangeliums wurden aufgefordert Unterscheidungsvermögen anzuwenden, welche der zwei Erfüllungen, jene des ersten Jahrhunderts oder jene der Endzeit zur Anwendung gelangt! Jesu Rückkehr erfüllte sich damals nicht, sie ist weiterhin zu erwarten!

 

Schon am 15.Tag des Monats Loos (Anfang September) unternahmen die aufständischen Zeloten in Jerusalem einen ersten Angriff auf die römische Festung Antonia, die direkt an der Tempelmauer liegt, ohne sie einzunehmen. Die Stadt war bereits in ihrer Hand! Am 6.Gorpiäus (9.Tischri 3827) wurde durch die Aufständischen der Hohepriester Ananias und sein Bruder Ezechias getötet, die den Aufstand z.T. missbilligten, weil sie sich ihres Einflusses verlustig sahen. 

 

Karte mit Galiläa und PeräaIm graphischen Zeitband zum jüdischen Krieg schrieben wir die Geschehnisse die Flavius Josephus in seinem Buch „Der jüdische Krieg“ überlieferte in Kurzform zum Geschehen jener Tage:

 

Jerusalem: 6./7.Gorpiäus (16./17.9 66 u.Z.): Der Hohepriester Ananias wird durch Aufständische gefasst und getötet; Menahim,  der Oberkomandierende von Masada wird umgebracht, Eleazar (2) flüchtet nach Masada zurück. Römischen Truppen wird freier Abzug zugesagt, sie werden jedoch alle am Sabbat umgebracht: Dies ist der definitive Anlass für den Krieg [1]

 

 Am 7.Gorpiaius (10.Tischri 3827 = 17. Sept. 66 u.Z.) wurde nach Vorverhandlungen der Aufständischen mit den römischen Truppen aus der Burg Antonia freier Abzug zugesagt. Sie wurden dann aber hinterhältig ermordet, als sie dem Abkommen gemäss waffenlos die Stadt zu verlassen suchten. Das geschah gemäss dem jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus an einem „Sabbat“, wahrscheinlich war es gar der Sühnetag vom 10.Tischri. Flavius berichtet: „Die Mordtat hatte sich nämlich an einem Sabbat ereignet, wo man sich wegen des Gottesdienstes auch jener Handlungen enthält, die an sich nicht sündhaft sind“. Laut Josephus „sahen die Juden darin das Vorspiel für die Einnahme ihrer Stadt“. [2] 

 

Am selben Tag wurden in Cäsarea in einer einzigen Stunde 20.000 Juden umgebracht. Ihrerseits sammelten sich die Juden und zerstörten im Gefolge die Städte Philadelphia, Esebon, Gerasa, Pella und Skytopolis. Beachten wir, dass jene Städte im Ostjordanland liegen und somit die Ebioniten ein weiteres Mal hart trafen! Dadurch wurden sie erneut in weiter entfernte Gebiete zerstreut, wo sie trotz der Geschehnisse fortgesetzt predigten und Versammlungen gründeten! Das Zeichen, von dem Jesus für die Flucht gesprochen hatte war damit deutlich erfüllt worden! Der Krieg war offen ausgebrochen. Wie Jesus es vorhergesagt hatte, begann alles mit „Kriegen und Kriegsberichten“. Er sagte aber: „Es ist noch nicht das Ende“ (Mat 24:6).

 

Die „Ebioniten“ flohen somit erneut, zu jener Zeit aus dem Ostjordanland Peräa und der Dekapolis und ein Teil ging nach Damaskus und andere Gebiete in Syrien erneut bis hin nach Babylon. Sie hielten auch dort an den Lehren des Jakobus fest, dem Halbbruder Jesu, den sie als ihr geistiges Haupt anerkannten und der ihnen empfohlen hatte weiterhin alle GESETZE Mose einzuhalten, auch das der Beschneidung. Dem Paulus mögen einige Judenchristen weiterhin skeptisch gegenüber gestanden haben.

 

1.5.1.5          Der Einfluss der „Ebioniten“ auf andere christlich-sabbatistische und -unitarische Gruppen. Harte Gegnerschaft seitens der abgefallenen Christenheit

Geschichtlich herausragend war Symmachus der Ebionit. Er hatte im späten 2.Jahrhundert in Cäsarea eine griechische Version des Alten Testament verfasst, die für die Verbreitung unter griechisch sprechenden Christengemeinden von Wichtigkeit war.

 

OrigenesOrigenes verwendete sie später in seiner Hexapla (sechs Spalten mit je einer anderen Übersetzung) und sich wegen ihrer Genauigkeit und wegen des guten Textstils des Symmachus sehr lobend darüber geäussert.

 

Als praktizierende christliche Juden hielten die „Ebioniten“ den Sabbat, die Neumonde und alle Festzeiten Jehovas strikte  ein und offensichtlich wurden auch die Sabbatjahre weiter heilig gehalten. Das war auch bei den „Paulikanern“ derselbe Brauch.

 

Das musste ab dem 11. Dezember 321 u.Z. zu weiteren Konflikten führen, wo durch Konstantin im ganzen römischen Reich der Sonntag zum Tag der Anbetung der Götter durch Dekret erklärt wurde! Die „Ebioniten“ aber auch die „Paulikaner“ waren nun offen Zielscheibe all jener, die Cäsars Normen über jene Jehovas und des Christus stellten!

 

Die Dekrete Kaiser Konstantins I (306 - 337)  [3]

 

   Im Jahr 212 wurden die Juden des römischen Reiches durch Kaiser Caracalla als Vollbürger anerkannt und gingen Berufen aller Art nach, als Legionäre, Handwerker oder Kaufleute. 


   Das Leben der Juden änderte sich erst, als das Christentum Staatsreligion wurde. Im Jahr 313 schlossen der weströmische Kaiser Konstantin I und der oströmische Kaiser Licinius die Mailänder Vereinbarung, in der festgelegt wurde:

 

   „Nachdem wir beide, Kaiser Konstantin und Kaiser Licinius, durch glückliche Fügung bei Mailand zusammenkamen, um zum Wohle aller ... zu regeln ... sowohl den Christen als auch allen Menschen freie Vollmacht zu gewähren ... ihre Religion zu wählen ... damit die himmlische Gottheit uns und allen ... gnädig und gewogen bleiben kann.“


Konstatins Erlass von 321 u.Z. betreffend Sonntag als Ruhetag   321 ließ Kaiser Konstantin den Sonntag zum allgemeinen Ruhetag erklären. Obwohl die Bezeichnung des Tages (dies solis, Tag der Sonne) der heidnischen Tradition folgt, gilt er als Tag des (christlichen Gottes). Diese Regelung stärkte die Position der Christen im römischen Reich.

 

Judentum und Christentum

 

   Die jüdische Haltung zum Christentum bezog ihre Vorstellungen aus einem biblisch geprägten Erfahrungshorizont, in dem die Abgrenzung von den umgebenden Völkern in Begriffe des monotheistischen Sendungsbewusstseins gekleidet und als Abscheu vor Vielgötterei und Götzenverehrung formuliert wurde. Die frühchristlichen Theologen vertraten unnachgiebig die Lehre, die Thora habe ihren Wert verloren. Das Christentum stellte auch den jüdischen Erwählungsanspruch in Frage.

 

Konstantin I. und das Judentum

 
   Konstantin ist das früheste Beispiel eines christlichen Herrschers, der den Juden als Bürger des römischen Reiches radikale Beschränkungen der zivilen und politischen Rechte auferlegte.

 

·                     Sklavengesetzgebung: Nichtchristen ist es verboten, christliche Sklaven zu besitzen oder ihre Sklaven zu beschneiden.

·                     Konversion: Der Übertritt von Christen zum Judentum oder zu anderen Religionen ist verboten. Ein Jude, der einen Christen zwingt zum Judentum zu konvertieren, wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Konstantin fördert jedoch den Übertritt von Juden zum Christentum. "Alle, die zum Christentum übergetretene Juden mit Steinen oder auf eine andere Art des Unwillens angreifen, sollen sofort den Flammen übergeben und zusammen mit ihren Helfern verbrannt werden. Ferner, wer aus der Bevölkerung dieser abscheulichen Religion beitritt und ihren Zusammenkünften beiwohnt, soll mit ihnen die verdiente Strafe erhalten." Konstantin ernennt den ehemaligen Juden Josephus von Tiberias zu einem "Comes" (Kamerad) und gibt ihm Geld um Kirchen in den jüdischen Städten Galiläas zu bauen.

·                     Liturgie: Versammlungen für jüdische Gottesdienste werden eingeschränkt, erhalten aber einen höheren Status als heidnische Religionen. Juden ist es erlaubt, Jerusalem an einem Tag im Jahr zu betreten. Jüdische Kleriker erhalten dieselben Ausnahmeregelungen wie christliche.

·                     Konstantin unterstützte auch die Trennung der Daten des Oster- und Pesachfestes. In seinem Brief nach dem Konzil von Nicäa (325) schreibt er:

 

„Zunächst schien es unwürdig zu sein, jenes hochheilige Fest nach dem Gebrauch der Juden zu feiern, die ihre Hände durch ihr gottloses Verbrechen befleckt haben und darum mit Recht als Menschen, auf denen Blutschuld lastet, mit Blindheit des Geistes geschlagen sind. Wir können ja, wenn wir deren Gewohnheit zurückweisen, in der richtigeren Ordnung, die wir seit dem ersten Tage des Leidens bis zur gegenwärtigen Stunde eingehalten haben, die Beobachtung dieses Gebrauches auch auf die Zukunft ausdehnen. Nichts soll uns also gemein sein mit dem verhassten Volke der Juden! Denn wir haben vom Erlöser einen andern Weg erhalten, vorgezeichnet ist unserer heiligsten Religion eine Bahn, die gesetzmäßig und gebührend ist, diese wollen wir einmütig einhalten und von jener schimpflichen Gemeinschaft uns trennen, geliebte Brüder! 
(Eusebius von Cäsarea: Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin und des Kaisers Konstantin Rede an die Versammlung der Heiligen (Vita Constantini et Oratio ad coetum sanctorum), Buch III, Kapitel XVIII.)“

 

Soweit aus jüdischer Sicht die Betrachtung der Namenchristen, die der Päpste Roms und deren Anbändeln an die Staatsmacht der Kaiser zu Recht beanstanden. Die wahren Christen stellten weder das GESETZ, noch die Sabbatordnung und auch nicht den Erwählungsanspruch Israels als Gottes Volk in Frage, sondern wussten um Hoseas Vorhersagen und der Verwerfung „Lo-Ruhamas“ und des „Bundes mit Levi“, als auserwählter „Ehefrau“ Jehovas aufgrund der geistigen Hurerei und Ermordung ihres eigenen Messias: Dies zufolge Nichtbeachtung des „GESETZES des Glaubens“. Das fleischliche Israel trat die Erwählung an jene ab, die den Messias anerkannten, seine Gebote hielten und das GESETZ der Liebe erfüllten. Es gilt daher gutes Unterscheidungsvermögen zu entwickeln!

 

Konstantin und Helena Die Mutter Konstantins, die „Heilige“ Helena hatte sich zum bereits weit vom Glauben der Apostel abgefallenen Christentum bekehrt und förderte jede Form von Götzendienst durch den Bau von Kirchen, Verehrung von Reliquien, von Gegenständen wie angeblichen Teilen des Kreuzes und von Orten, die mit Jesus und den Aposteln im Zusammenhang standen, wie der sogenannten „Grabeskirche“. Mit Bilderkult und Heiligen- und vor allem der Marienverehrung wurden göttliche festgelegte Normen mit Füssen getreten und weiterem heidnischem Einfluss Tür und Tor geöffnet! Der indirekte Einfluss dieser Frau auf die Politik Konstantins ist geschichtlich nicht zu unterschätzen! In den Ebioniten fand das inzwischen romgetreue Christentum aber harte Kritiker, was die Wut der römischen Bischöfe gegen sie nur umso leichter verständlich werden lässt! Jener antwortete mit Verfolgung und Ermordung, wo er der Ebioniten handhaft wurde! Dies zerstreute sie weiter bis ausserhalb der Reichsgrenzen Roms, in Gebiete des heutigen Irak, Armenien in der heutigen Türkei, nach dem heutigen Iran und weiter nach Osten bis Indien.

 

Einige der Ebioniten lehnten gemäss gewissen alten Quellen inzwischen Jesu jungfräuliche Geburt ab und betrachteten ihn als einen Menschen und nicht als Gott. Dabei wird nicht erwähnt, ob die von Päpsten verkündete ewigwährende Jungfrauschaft Marias abgelehnt wurde oder gar die jungfräuliche Empfängnis Marias. Dazwischen besteht ein sehr grosser Unterschied! Behauptungen seitens der Feinde sind somit nicht zwangsläufig das, was die „Ebioniten“ wirklich glaubten und Praktizierten!

 

Da Jakobus und Judas, als Halbbrüder Jesu in ihren Briefen sehr wohl Auskunft über ihren ältesten Bruder Jehoschua (Jesus auf Hebräisch) zu erteilen in der Lage waren und Maria, die Mutter Jesu und die elf Apostel und auch die direkten Jünger Jesu während den ersten Jahrzehnten des Christentums innerhalb der Gruppe der „Ebioniten gewirkt haben, so müssen jene „die Armen“ bestimmt aus erster Quelle Informationen besessen haben! Sie waren weit näher der Lehre Jesu und der Apostel als jene Abtrünnigen mit ihren abweichenden Lehren wie z.B. Hymenäus, die sich wie „Gangrän“ in Christenversammlungen auszubreiten begannen, sich zur Nikolaus-Sekte erweiterten und in der Katholischen Staatskirche ihre Kulmination in Synkretismus mit Heidenlehren fanden! Auch hat die Situation der Abgeschiedenheit und Flucht eher zur Stärkung als zur Schwächung ihres Glaubens und der Treue zum überlieferten Wort beigetragen!

 

Das Evangelium des Matthäus und Johannes entstanden im Kreise der „Ebioniten“! Das musste später zum Konflikt mit Roms Machtanspruch und deren unchristlichen Dogmen geführt haben! Deren behauptete Nähe zu den Aposteln, der Christen Roms, wird durch die Tatsachen weit eher das Gegenteil bezeugt! Markus und Lukas schrieben ihre Evangelien unter der Obhut des Paulus. Gegenseitig bestätigen und ergänzen sie sich.

 

Die Briefe des Jakobus und des Judas, die zwei Briefe des Petrus, der Hebräerbrief des Paulus und die drei Briefe des Johannes waren offensichtlich spezifisch vorab an die „Ebioniten“ gerichtet, worin ihre Treue zu allen GESETZEN Gottes und zur Wahrheit die ihnen die Apostel und direkten Jünger Jesu übermittelt hatten hervorgehoben und gelobt werden. Johannes bezeichnet sie in seinem zweiten Schreiben gar als die „edle auserwählte Frau und ihre Kinder“!

 

 

Wer sind die "auserwählte Frau" und ihre "Schwester"?
  

Johannes unterschied „die auserwählte edle Frau“ und ihren Kindern, die „Ebioniten“ von deren „Schwester und ihren Kindern“, den „Paulikanern“.

 

*** Rbi8  2. Johannes 1-2 ***

Der ältere Mann [[(Johannes)]] an die auserwählte edle Frau [[(vorab Apostel und Berufene)]] und ihre Kinder [[(Judenchristen)]], die ich in Wahrheit liebe, und nicht ich allein, sondern auch alle, die die Wahrheit kennengelernt haben, 2 wegen der Wahrheit, die in uns bleibt, und sie wird immerdar mit uns sein.

 

Von Johannes wird gesagt, dass er Maria bis zu ihrem Tod wie ein Sohn betreut habe, nachdem Jesus ihm am Stamm seine Mutter anempfohlen hatte. (Joh 19:26, 27)

Niemand konnte somit bessere Auskunft erteilen und schon früh gegen den aufkommenden Mystizismus ankämpfen wie jene Augenzeugen! Johannes schrieb:

 

Thomas prüft Jesu Wunde im Fleische *** Rbi8  1. Johannes 1:1-4 ***

Das, was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir aufmerksam angeschaut und unsere Hände betastet haben, in bezug auf das Wort des Lebens 2 (ja, das Leben wurde offenbar gemacht, und wir haben gesehen und legen Zeugnis ab und berichten euch über das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbar gemacht wurde), 3 das, was wir gesehen und gehört haben, berichten wir auch euch, damit auch ihr mit uns [daran] teilhabt. Außerdem ist diese unsere Teilhaberschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und so schreiben wir diese Dinge, damit wir Freude in vollem Maße haben.

 

Die Empfänger jener Schreiben waren die, welche direkt von den Aposteln belehrt worden waren, also Juden, die Jesus als den Christus Gottes angenommen hatten und weiterhin getreu in dessen Fussstapfen folgten! Die Gesetzlosigkeit jener dagegen, die von Christus abgefallen waren und die Fundamente zu einer kommenden Weltreligion mit Macht und Reichtum legten, diese wurden in diesen Briefen hart bekämpft! Dazu gehörte auch die zunehmend stärkere Gruppe falscher Christen um Hymenäus, Alexander und Philetus, die öffentlich lehrten, die Toten wären im Himmel bereits auferstanden und so die Basis zum heidnischen Glauben der Christenheit legten. Solches war von den Aposteln nie gelehrt worden und wurde hart angefochten! Johannes bezeichnet offen alle als Lügner, die sich nicht an Jesu Gebote halten! Jesus selbst aber erklärte schon zu Beginn seines Verkündigens in der Bergpredigt, dass er Gottes Gebote nicht abgeschafft habe, sondern gekommen war, sie als erster vollständig zu erfüllen, um uns ein nachahmenswertes Muster zu liefern! (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-19)

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:3-6 ***

Und dadurch wissen wir, daß wir ihn [[(Jesus)]] kennengelernt haben, nämlich wenn wir fortfahren, seine Gebote zu halten. 4 Wer sagt: „Ich habe ihn kennengelernt“ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. 5 Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind. 6 Wer sagt, er bleibe in Gemeinschaft mit ihm, ist verpflichtet, selbst auch weiterhin so zu wandeln, wie jener wandelte.

 

Die „Ebioniten“ und die treuen Anhänger des Paulus wandelten in dem vorgegebenen, durch die Gebote eingeengten  Weg, den Jesus vorausgegangen war!

 

Das GESETZ des Chjristus: Was schliesst es mit ein?
 

Wenn somit spätere Kirchenväter, den Bischöfen von Rom gegenüber getreu, nun schlecht über die Ebioniten redeten, so klingt es einem analytisch untersuchenden Christen eher wie ein Loblied! Bereits Jesus wurden von seinen Gegnern die grössten Untaten in die Schuhe geschoben, obwohl er ohne Sünde war!

 

Papst Franciskus: Mutter Gottes! Das ist der wicvhtigste und wesentlichste Titel Marias ?????Ab dem Ende des zweiten bis zum vierten Jahrhundert, mit den ersten Vorläufern der Trinitarier, die Jesus schon bald Göttlichkeit zusprachen und dadurch Maria zur Gottesmutter erklärt wurde, mussten die Ebioniten seitens ihrer Gegner grossen Hass auf sich gezogen haben, weil sie das GESETZ Gottes verteidigten und jene Auswüchse als gesetzlos offenlegten! Dass viele jener, die solche abtrünnigen Lehren förderten aus Abgefallenen von den Lehren des Paulus stammten oder aus der Gruppe der Pharisäer kamen, die sich als „falsche Brüder“ in die Christenversammlung eingeschlichen hatten, ist leicht feststellbar! Der Ebionit, Bruder und Jünger Jesu, Judas erklärt in seinem Brief:

 

*** Rbi8  Judas 4 ***

Ich habe Grund dazu, denn es haben sich gewisse Leute eingeschlichen, die durch die Schriften vor langem für dieses Gericht bestimmt worden sind, gottlose Menschen, welche die unverdiente Güte unseres Gottes zu einer Entschuldigung für Zügellosigkeit verkehren und sich gegenüber unserem alleinigen Besitzer und Herrn, Jesus Christus, als falsch erweisen.

 

Solche falsche Brüder trugen zur Diffamierung, Verfolgung und systematischen Vernichtung der Ebioniten durch die spätere römische Amtskirche bei, wobei die Dekrete des Konstantin gegen die Juden eine gewichtige Rolle spielten! Die „Ebioniten“ hatten ausser der römischen Autorität der erstarkenden, hierarchisch organisierten und gut nach heidnischem Vorbild straff organisierten Katholischen Amtskirche und des römischen Staatsapparates auch noch die fleischlichen, unbelehrbaren Juden und die von Paulus abgefallenen Christen aus den Heiden zum Gegner!

 

Während sich Paulus und die anderen Apostel nicht über die Brüder erhöhten und kostenfrei ihre Arbeit in der Verkündigung der guten Botschaft leisteten, so war es das zur römischen Staatskirche avancierte Papsttum, das mehr und mehr um Geld, Macht und Ansehen willen unbiblische Dienste lieferte! Paulus schreibt den Korinthern:

 

*** Rbi8  2. Korinther 11:7 ***

Oder habe ich eine Sünde begangen, indem ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, weil ich euch kostenlos [und] gern die gute Botschaft Gottes verkündet habe?

 

Die Sakramente der katholischen Kirche dienen seit langem weit eher der Bereicherung des Geldbeutels und der Verstärkung der religiösen Macht, wie der geistigen Bereicherung! Die Anfänge solcher Dinge gehen schon in apostolische Zeit zurück!

 

1.5.1.6          Die „Ebioniten“ oder „die Armen“ der Christenversammlung Jerusalems, jener Versammlung der elf Apostel

Wir sehen, dass es von Anfang an stets eine Kerngruppe gab, welche die Wahrheit in allen Aspekten gegenüber dem rasch zunehmenden Abfall verteidigte! Das ist auch in der Zeit vor Harmagedon der Fall, wo Ehrlichgesinnte zum GESETZ zurückkehren, da Daniel schreibt: „Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen [[(gesetzlos Handelnden)]] werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.“ (Da 12:10) Christus als Gott zu verehren und Maria als Gottesgebärerin zu bezeichnen lag mit heidnischem Gedankengut um Jupiter, Zeus und Artemis weit näher als mit jeder einfachen biblischen Aussage! Bis heute stolpern viele Christen, die Maria als ewigwährend jungfräulich wähnen, über den folgenden Text im Matthäusevangelium:

 

*** Rbi8  Matthäus 13:54-56 ***

Und nachdem er in sein Heimatgebiet gekommen war, begann er sie in ihrer Synagoge zu lehren, so daß sie höchst erstaunt waren und sagten: „Woher hat dieser Mensch eine solche Weisheit und diese Machttaten? 55 Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas? 56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat dieser Mensch denn all dies?“

 

Maria hatte offensichtlich zumindest sieben Kinder zur Welt gebracht! Zwei ihrer Söhne, Jakobus und Judas gehörten zu den führenden Köpfen der „Ebioniten“-Gemeinde! Ob Joseph und Simon zu jenem Zeitpunkt oder erst später auch Jünger wurden ist aus den Schriften nicht erkenntlich. Bereits an Pfingsten aber waren „Maria, die Mutter Jesu und seine Brüder Jakobus und (Joseph? und Simon? und) Judas“ offenbar im Obergemach anwesend und erhielten heiligen Geist!

 

Heiliger Geist an Pfingsten 33 u.Z.*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:13-14 ***

Als sie nun hineingekommen waren, begaben sie sich in das Obergemach hinauf, wo sie sich aufhielten, Petrus wie auch Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, [der Sohn] des Alphäus, und Simon, der Eiferer, und Judas, [der Sohn] des Jakobus. 14 Diese alle verharrten einmütig im Gebet, zusammen mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.

 

Die elf Apostel, Jesu Mutter Maria und mindestens zwei der Brüder Jesu bildeten von Pfingsten an den Grundkern der „Ebioniten“-Gemeinde oder eben der „Gemeinde der Armen“. Jede Art aufgehäuftem Reichtum war für jene eine Last, weil er sie von der wichtigsten Aufgabe ablenkte, jener einzigartigen „Perle“ von der Jesus gesprochen hatte! Da ihr Wirkungskreis vorab Jerusalem sein sollte und sie zudem einer besonderen Verfolgung ausgesetzt waren verkauften sie all ihre Habe, die sie in Galiläa hatten. Sie teilten ihre Ersparnisse und Einnahmen untereinander, um ihren Auftrag von Jerusalem ausgehend das Wort zu predigen so wahrnahmen, wie Jesus es ihnen erklärt hatte! (Ps 102:19-22; Jes 51:11; Mat 13:44)

 

*** Rbi8  Lukas 12:32-34 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde [[(der Apostel)]], denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben. 33 Verkauft die Dinge, die euch gehören, und gebt Gaben der Barmherzigkeit [[(vorab innerhalb der Versammlung)]]. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln [[(dem ersten der Apostel und dem 2.des Christus, dem 3.Jehovas)]], wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

 

Jesus wusste sehr wohl um die Habgier dieses Systems, das jedem, der nicht mit den Abtrünnigen in ihrem unredlichen Lauf einig geht und deren unlautere Bemühungen nicht weiter unterstützt, sondern anprangert dem Diebstahl durch jene ausgesetzt wird! Paulus nannte es unter jenen Dingen, die er eine „Menge Kehricht“ bezeichnet! Wer die Habgier jüdischer, christlicher und heidnischer Religionsführer untersucht versteht Jesu Worte nur zu gut! Gottes Königreich und Jesus als dessen Vorsteher sollten verkündigt werden und darauf würde erst späterer Lohn folgen, in der Auferstehung der Gerechten! (Phi 3:8, 9; Off 13:16, 17)

 

Der bekehrte Paulus aber wurde von Jesus seinerseits als „auserwähltes Gefäss“ zu den Nationen und zu Königen gesandt! Dort aber lehrte er deutlich, dass „die Armen“ oder eben diejenigen, die alle Güter verlassen hatten, um Jesus ganzherzig als Verkünder der „guten Botschaft“ nachzufolgen, nicht vergessen werden dürften! Er führte Geldsammlungen durch, um jene Bedrängten Jerusalems zu unterstützen (Mat 13:44; 19:29).

 

*** Rbi8  Römer 15:26-28 ***

Denn denen in Mazedonien und Achaia hat es gefallen, zu einem Beitrag für die Armen [[(die „Ebioniten“)]] der Heiligen in Jerusalem ihre Dinge [mit ihnen] zu teilen. 27 Zwar hat es ihnen gefallen, das zu tun, und doch waren sie deren Schuldner; denn wenn die Nationen an ihren geistigen Dingen teilgehabt haben, sind sie auch schuldig, diesen mit Dingen für den Fleischesleib öffentlich zu dienen. 28 Nachdem ich dies also beendet und ihnen diese Frucht sicher überbracht habe, werde ich über euch nach Spanien reisen.

 

Paulus selbst überbrachte die Sammlung von Unterstützungsgeldern nach Jerusalem und demonstrierte dadurch die Einheit zwischen seinen ihm getreuen Versammlungen und den Versammlungen der „Ebioniten“ Jerusalems! Er anerkannte die Schuld den übrigen Aposteln gegenüber, welche den Überrest aus den Juden stärken würde und damit die „Erstlingsfrucht aus den Juden“ mehrte. Dadurch wurde der Wurzelstock gewässert, in welchen die Christen aus den Nationen eingepfropft wurden!

 

Erstlingsfrucht aus den Juden: Auserwählung Gottes, nicht Bestimmung durch Menschen!*** Rbi8  Römer 11:16-24 ***

Ferner, wenn [der Teil, der als] Erstlingsfrucht [genommen wird,] heilig ist, ist es auch die Masse; und wenn die Wurzel heilig ist, sind es auch die Zweige.

17 Wenn indes einige der Zweige ausgebrochen wurden, du aber, obwohl du ein wilder Olivenbaum bist, zwischen sie eingepfropft und des Olivenbaums Wurzel der Fettigkeit teilhaftig wurdest, 18 so überhebe dich nicht über die Zweige. Überhebst du dich aber über sie: nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel [trägt] dich. 19 Du wirst nun sagen: „Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde.“ 20 Richtig! Wegen [ihres] Unglaubens sind sie ausgebrochen worden, du aber stehst durch Glauben. Hege nicht mehr überhebliche Gedanken, sondern fürchte dich. 21 Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Sieh also Gottes Güte und Strenge. Gegen die, die gefallen sind, Strenge, gegen dich aber Gottes Güte, vorausgesetzt, daß du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden. 23 Auch werden sie, wenn sie nicht in ihrem Unglauben bleiben, eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem von Natur wilden Olivenbaum herausgeschnitten und entgegen der Natur in den edlen Olivenbaum eingepfropft wurdest, wieviel eher werden diese, die natürliche [Zweige] sind, in ihren eigenen Olivenbaum eingepfropft werden!

 

Die Fettigkeit der jüdischen Wurzel ist das GESETZ und sind die PROPHETEN! Sich darüber zu erheben muss zum Fall führen! Schon aus dieser Erklärung des Paulus ist es unsinnig zu behaupten, Christen ständen nicht unter GESETZ oder das „Alte Testament“ sei nicht weiter gültig und verbindlich! Das ist Überheblichkeit, die Juden sind die älteren Brüder der Christen! Jene aber, die Christus nicht annahmen, „Lo-Ruhama“ sie wurden vom Wurzelstock abgetrennt, von Gott verworfen weiterhin Sein Volk zu sein! Das kann auch uns innerhalb „Lo-Ammi“ geschehen, wenn wir nicht wahre Gottesfurcht zeigen. Um in Gottes Güte zu verbleiben müssen wir unseren Bund der Taufe auch erfüllen. Die messianischen Juden der Endzeit und deren sind es viele wurden wiederum in den Wurzelstock eingepfropft! Sie, die in jüdischer Tradition und Gesetzestreue erzogen sind und Sabbat und Festzeiten von Natur aus halten sind uns dadurch zumindest gleichgestellt oder eben überlegen!

 

Die Bischöfe Roms und später auch deren uneheliche christlichen Tochterreligionen überhoben sich über ihren jüdisch-christlichen Wurzelstock, das Alte Testament bildet doch die Grundlage und sind nahe daran endgültig abgeschnitten und verbrannt zu werden!

 

 

1.5.2           Versammlungen der Beschnittenen „Ebioniten“ und der Unbeschnittenen, der „Paulikaner“ kommen zur Harmonie

 

1.5.2.1          Die Beschneidungsfrage brachte zwischen „Ebioniten“ und ersten „Paulikanern“ eine gewisse Zeit lang Spannung

Einige Schriften über die „Paulikaner“ deuten an, dass jene Christen aus den Versammlungen der Nationen in Kleinasien entstammten, deren Gründer Paulus war. Dass die Anhänger der Lehren des Paulus schon sehr früh unter diesem Namen oder verwandten Ausdrücken wie Paulaner, Paulikianer usw. auftauchten erscheint erwiesen oder zumindest wahrscheinlich zu sein, so dass entweder von der Gruppe der „Ebioniten“, „der Armen“ aus den Versammlungen der Beschnittenen um jene Apostel in Jerusalem oder aber jener der Unbeschnittenen der Nationen um Paulus die Rede war, da Paulus doch selbst äusserte: „Nun rede ich zu euch, die ihr Menschen von den Nationen seid. Insofern als ich in Wirklichkeit ein Apostel für die Nationen bin, verherrliche ich meinen Dienst, ob ich irgendwie [die, die] mein eigenes Fleisch [sind,] [[(die Juden)]] zur Eifersucht reize und einige aus ihnen rette.“ (Rö 11:13, 14)

 

Während der ersten Jahrhunderte bis heute kreuzen sich ihre Wege immer wieder, vor allem in Zeiten der Flucht und Not. Obwohl sie von Beginn an aufgrund der geographischen Distanz eine getrennte Entwicklung durchmachten, blieben sie doch in der Grundlehre weitestgehend von Anfang an gleich! Eigentlich sollten wir doch das Verbindende und nicht das Trennende suchen! Sind wir denn in irgendeine Religion getauft oder wurden wir ausschliesslich in den Christus getauft? Paulus erklärte dies den Korinthern:

 

Taufe durch Untertauchen im Wasser*** Rbi8  1. Korinther 1:11-17 ***

Denn mir ist über euch, meine Brüder, durch die [Hausgenossen] der Chloe enthüllt worden, daß Streitigkeiten unter euch bestehen. 12 Was ich meine, ist dies, daß jeder von euch sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, „Ich aber zu Apollos“, „Ich aber zu Kephas“, „Ich aber zu Christus.“ 13 Der Christus besteht geteilt. Paulus wurde doch nicht etwa für euch an den Pfahl gebracht? Oder wurdet ihr im Namen des Paulus getauft? 14 Ich bin dankbar, daß ich niemand von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus, 15 so daß keiner sagen kann, daß ihr in meinem Namen getauft worden seid. 16 Ja, ich habe auch die Hausgenossen des Stephanas getauft. Im übrigen weiß ich nicht, ob ich sonst jemand getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht ausgesandt, zu taufen, sondern um die gute Botschaft zu verkündigen, nicht mit Redeweisheit, damit der Marterpfahl des Christus nicht nutzlos gemacht werde.

 

Unterschiede, die nicht das GESETZ verletzen oder gegen Gottes und Jesu deutlich geäusserten Willen sind, solche bestanden von Anfang an und werden bis in alle Ewigkeit bestehen! Streitigkeiten wie sie aus dem Hause der Chloe gemeldet wurden, die in der Versammlung Korinth existierten sind es, die zu vermeiden sind. Oft kommt es, weil ein Personenkult getrieben wird, der in einem Organisationskult endet! Ob Paulus, Apollos oder Johannes oder Matthäus getauft hatten spielte grundsätzlich keine Rolle, sofern die Taufe gültig vollzogen wurde! Alle als Erwachsene durch Untertauchen getaufte vollzogen einen willentlichen Akt sich Gott, Jesus und heiligem Geist der Bibel zu unterziehen! Der heilige Geist ist „der Geist der Wahrheit“ der aus der Schrift spricht, nicht eine eigenständige Person! „Der Helfer“, den Jesus sandte sind die in Schriften festgelegten Anleitungen des „Neuen Testaments“ die wir nun alle als Teil der gesamten Bibel haben, nachdem jene ersten Getreuen alles aufgezeichnet hatten wie der Geist Gottes sie durch Inspiration anleitete! „Nun haben wir nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott ist, damit wir die Dinge erkennen könnten, die uns Gott gütigerweise gegeben hat.“ (1.Kor 2:12)

 

*** Rbi8  Johannes 15:26-27 ***

Wenn der Helfer gekommen ist, den ich euch vom Vater her senden will, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird dieser Zeugnis von mir ablegen; 27 und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr bei mir gewesen seid, seitdem ich begann.

 

Die „Ebioniten“ hielten auch später an der Beschneidung fest, „weil Jesus beschnitten gewesen“ ist, da dies wie Paulus es zeigte weiterhin Erfordernis war für fleischliche Juden, nicht aber für Christen aus den Nationen. Die Feinde des Paulus unter den Juden und selbst pharisäische „Ebioniten“ klagten zudem fälschlich, dass Paulus ein Ketzer gewesen war, „ein Verräter des GESETZES“. Nur wer den selben Standpunkt der Pharisäer vertritt wird zu solchem Entscheid gelangen. Jesus selbst aber warnte vor jener Art „Sauerteig“ eindringlich! Wer die Schrift aufmerksam studiert merkt schnell, woher die Streitigkeiten in ihrem Ursprung stammten:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:3-5 ***

Nachdem also diese Männer von der Versammlung ein Stück Weges das Geleit erhalten hatten, zogen sie weiter, sowohl durch Phönizien als auch durch Samaria, und erzählten eingehend von der Bekehrung der Leute aus den Nationen, und sie bereiteten allen Brüdern große Freude. 4 Als sie in Jerusalem eintrafen, wurden sie von der Versammlung und den Aposteln und den älteren Männern freundlich aufgenommen, und sie berichteten die vielen Dinge, die Gott durch sie getan hatte. 5 Doch einige derer von der Sekte der Pharisäer, die gläubig geworden waren, erhoben sich von ihren Sitzen und sprachen: „Es ist notwendig, daß man sie [[(die Männer aus den Nationen)]] beschneide und ihnen gebiete, das Gesetz [[GESETZ]] Mose zu halten [[(was Beschneidung und das Getrennthalten der „Ebioniten“ von unbeschnittenen „Paulikanern“ anbetrifft )]].“

 

Die Pharisäer wollten, dass weiterhin der Buchstabe des GESETZES erfüllt werde und anerkannten nicht an, dass Jesus als neuer Hohepriester in der Anwendung des GESETZES an Levi Veränderungen gebracht hatte!

 

Was bewirkt Sauerteig in der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

1.5.2.2          Statt für Gott und Jesus Stellung zu beziehen wird Zwietracht gesät

Wir sollten von Gegnern verliehene „Etiketten“ frühchristlicher Gruppierungen mit gesunder Skepsis betrachten, wenn wir dabei beachten, dass dies Äusserungen eben von erklärten Gegnern sowohl der Ebioniten als auch der Paulikanerstammen. Sie erwiesen sich schlussendlich während aller Jahrhunderte stets als Gegner dessen, was wahr und gerecht ist! Warum? Indem sie die zwei Gruppen der Beschnittenen „Ebioniten“ und der unbeschnittenen „Paulikaner“ als verfeindet darstellten, versuchten sie die eigene Abweichung vom „GESETZ des Christus“ zuzudecken! Der Teufel versucht Streit zwischen jene zu streuen, die in Harmonie mit Gott und dem Nächsten zu leben versuchen, weil sie Jesu Gebote halten und Zeugnis über ihn als „Haupt“ ablegen! Wer aber Wind sät wird schlussendlich Sturm ernten!

 

Jehova kündete durch seine Propheten deutlich an, dass „Juda und Ephraim“, die beide unter die Nationen zerstreut sind durch den „einen Hirten“, durch Jesus in einer einzigen Hürde vereint werden. „Ephraim und Manasse“, die Söhne stammten von der ägyptischen Frau Josephs, Asenath, der Tochter des Hohepriesters Potipheras von On ab! All dies bildet zudem Teil des grossen Dramas um Sara und Hagar!

 

Das biblische Drama der "Magd Hagar" und der "Freien, Sara"?
 

Jene Theologen die „Etiketten“ verteilen versuchen seit jeher eher auf ihre eigene katholische, protestantische oder allgemein bibelkritische Mühle Wasser zu tragen! Oft halten sie weiterhin direkt und indirekt an den Dogmen und Überlieferungen der Kirchenväter und jenen Beschlüssen der ersten Konzile fest, selbst dann, wenn jene Aussagen haarsträubend göttlichem Gebot widerstehen! Wer die Dreieinigkeit lehrt, der kann kaum Freund der Apostel genannt werden und gehört bestimmt nicht zum selben „Wurzelstock“!

 

Wer die ersten drei Kapitel des Galaterbriefes mit der Apostelgeschichte Kapitel 15 vergleicht erkennt schnell, dass während einer kurzen Zeitspanne eine gewisse Feindlichkeit zwischen den zwei Gruppen existierte, die aber durch Intervention des Paulus vollkommen beigelegt wurde! Wie in einer Familie eine Auseinandersetzung zu einem Streitpunkt entstehen kann, dann aber gelöst wird und Friede neuerlich herrscht, so war es im Streit um die Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit der Beschneidung der Heidenchristen! Paulus selbst ordnete an, dass jeder das bleibe, was er vor seiner Taufe war, beschnitten oder unbeschnitten!

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:17-20 ***

Nur wie Jehova einem jeden einen Teil gegeben hat, so wandle ein jeder, wie Gott ihn berufen hat. Und so ordne ich es in allen Versammlungen an. 18 Ist einer als Beschnittener berufen worden? Er werde nicht unbeschnitten. Ist einer als Unbeschnittener berufen worden? Er werde nicht beschnitten. 19 Die Beschneidung bedeutet nichts, und das Unbeschnittensein bedeutet nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes. 20 In welchem Stand auch jeder berufen wurde, darin bleibe er.

 

Das Halten der Gebote Gottes“ ist es, was Beschnittenheit am Herzen bedeutet! Dieses GESETZ bestimmt auch, wer die Führung im Königreich des Christus innehat! Jesus ist der vom Vater eingesetzte König und Hohepriester, die zwölf Apostel wurden durch Jesus als seine direkten Mitkönige auserwählt! Alle gehören zu den Beschnittenen und dies gibt deutlich die von Gott her bestimmte Priorität bekannt! Dass sich die Päpste und später auch andere Religionsführer auf dieselbe Stellung der Apostel, als „falsche Apostel“ gar auf die Stellung Jesu, als „falsche Christusse“ und als Götter darstellten, das alles wird Jesus am Gerichtstag [B2] richtigstellen!

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung [[(des „Königreiches für Israel“)]], wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt [B1], werdet auch ihr selbst [[(die zwölf Apostel)]], die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Niemand hat das Recht den Aposteln ihre Stellung streitig zu machen. Wer selbst ein von Menschen errichtetes ungesetzliches, ein religiöses Königreich fördert, der zeigt sich gar als Gegen des wahren Königreiches Gottes, das ja erst nach Jesu erster Wiederkehr durch den Messias selbst hier auf der Erde als „neue Nation“ durch Frühauferweckung der Apostel errichtet werden soll! Zu seinen Feinden, den Pharisäern, Sadduzäern, Herodianern und Schriftgelehrten gewendet erklärte Jesus:

 

*** Rbi8  Matthäus 15:6-9 ***

Und so habt ihr das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig gemacht. 7 Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: 8 ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. 9 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘

 

Nach den pharisäischen Juden waren es nun gegen Ende des ersten Jahrhunderts beginnend die abgefallen Christen, welche in dieselbe Falle der Selbstüberheblichkeit getreten waren! Die Gruppe der Ebioniten dagegen blieb dem Glauben der Apostel treu und hielt sich weiterhin an Gottes Normen! Niemand von ihnen erklärte irgendeines der göttlichen GESETZE als aufgehoben oder veränderte es durch eigene Überlieferungen! Die wahren „Paulikaner“ taten in Wirklichkeit dasselbe, während die Anhänger neuer Sekten ihr eigenes Regelwerk zu errichten begannen!

 

Kirchenväter die ihre eigene unbiblische Religion aufrichteten mit eigenem GesetzDie Ebioniten waren somit ganz offensichtlich dogmenfeindlich und lebten in jeder Hinsicht wirklich schriftgemäss, indem sie Jesu Verhalten kopierten, der selbst keines der göttlichen Gebote übertrat! Für sie war das „GESETZ und die PROPHETEN“ weiterhin gültig, wie es Jesus dargelegt hatte! Die Ablehnung des Alten Testaments“ als „veraltet und durch das „Neue Testament“ ersetzt zu deklarieren, solches geht auf gewisse Kirchenväter zurück und zeigt unzweideutig deren fehlendes Gesamtverständnis der Zusammenhänge, ihre Überheblichkeit eigenes Regelwerk über Gottes und Christi Anweisungen zu setzen, was später den gesamten katholischen Glauben geprägt hat und zum Dogmatismus der Kirche führte! „Sie standen in der Wahrheit nicht fest“, wie Satan ihr Vater und waren für den Teufel dadurch eine leichte Beute! „Ein wenig Sauerteig durchsäuert die ganze Masse“, hatte Paulus doch deutlich im Brief an die Galater gewarnt! (Gal 5:9) Jesus hatte bereits erwähnt:

 

*** Rbi8  Matthäus 16:11-12 ***

Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, daß ich nicht von Broten zu euch gesprochen habe? Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer in acht.“ 12 Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

Augustinus, als Vater des katholischen Lehrgebäudes und eingefleischter Trinitarier bezeichnete die Ebioniten in seinen Schriften als Häretiker. Das tat er mit allen übrigen Sabbatisten und Unitariern ebenso. Frühe Kirchenväter und Apologeten wie Irenäus, Hippolyt, Origenes, Eusebios, Epiphanios und Hieronimus überschütteten jene Gruppe teils mit harter Kritik, andere unter ihnen lobten ihr standhaftes Verhalten über die Massen. Wir sollen den eigenen Verstand anstrengen und selbst das Etikett „Kirchenvater“ oder „Apologet“ durchaus mit Vorsicht anfassen! Der Grund war durch die Propheten und die Apostel gelegt worden, den Grundeckstein bildet Jesus! Wer sollte denn nach dem ersten Jahrhundert und den Aposteln noch kommen, „um einen anderen Grund zu legen“? Den Korinthern erklärte Paulus den wahren Sachverhalt:

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:10-17 ***

Gemäß der unverdienten Güte Gottes, die mir verliehen worden ist, habe ich als weiser Arbeitsleiter einen Grund gelegt, aber jemand anders baut darauf. Doch jeder wache beständig darüber, wie er darauf baut. 11 Denn kein Mensch kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist. 12 Wenn nun jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Hölzer, Heu, Stoppeln baut, 13 so wird eines jeden Werk offenbar werden, denn der Tag wird es zeigen, weil er durch Feuer geoffenbart werden wird; und das Feuer selbst wird erproben, von welcher Art das Werk eines jeden ist. 14 Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, wird er Lohn empfangen; 15 wenn jemandes Werk verbrannt wird, wird er Verlust erleiden, er selbst aber wird gerettet werden; doch wenn solches [geschieht, wird es sein] wie durch Feuer.

16 Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

Wozu dienten all jene „Kirchenväter“, wenn doch kein neuer Grund gelegt werden konnte? Viele von ihnen legten einen anderen Grund, lehrten ein anderes Königreich als das des Christus, obwohl sie sich dessen Namen zu Nutzen machten und selbst im Namen Jehovas und Seines Christus zu reden vorgaben! Andere Kirchenväter und Apologeten aber verteidigten später mit harten, zurechtweisenden Worten die Angriffe der Gegner auf „den (lebendigen, geistigen) Tempel des wahren Gottes“, Jehovas und dessen Hohepriesterkönig Jesu!

 

Der DogmenwahnTheologen lehren ganz offensichtlich sowohl das, was Gott betrifft als auch das, was Götzen und fremde Götter betrifft! Wir sollten somit auch dort nicht leichtgläubig sein! Sie sind doch meist die gut bezahlten Verteidiger der falschen Lehren ihrer eigenen Kirche, deren Anwälte und deren „Schriftgelehrte“!

 

Einer jener frühen Verteidiger war offensichtlich Epiphanios von Salamis, eines „christlichen“ Bischofs (Presbyters) in Zypern, der von jüdischen Eltern stammte. Als harter Kämpfer für den Trinitarismus war er der Urheber des „Origenischen Streites“, wo er in seinen Schriften Origenes der Häresie anklagte und ihn als Grund für den Arianismus nennt, der die Trinität verurteilte und am Sabbatgebot festhielt. Er zeigte sich als ein harter Gegner der Unitarier, die  Jesus nicht als Gott anerkennen! Sein Hauptwerk Ancoratus („Der Festverankerte“) ist voller Zynik gegen all jene, die Jehova als den einzigen Gott anerkennen und Jesus als den vom Himmel her gesandten Sohn betrachten, der zuvor ein Engel war und dann nach seiner Treue als Mensch bis in den Tod zum höchsten der Engel, von JHWH zum Erzengel erklärt wurde! Jesus erklärte den Aposteln nach dem Abendmahl unmissverständlich:

 

*** Rbi8  Johannes 17:3-5 ***

Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus. 4 Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und habe das Werk vollendet, das du mir zu tun gegeben hast. 5 Und nun, Vater, verherrliche mich an deiner Seite mit der Herrlichkeit, die ich an deiner Seite hatte, ehe die Welt war.

 

Jehova erhörte Jesu Gebet unmittelbar nach seinem letzten Atemzug! Er gab ihm nicht bloss dieselbe Stellung innerhalb der vierundzwanzig gekrönten Engelfürsten, nein, er erhöhte ihn unmittelbar auf die Position gleich nach ihm! (Mat 28:18; Off Kap. 4, 5)

 

Über einige der positiven Argumente des Epiphanias gegen die Bilderverehrung berichtete ein Artikel im WACHTTURM der Zeugen Jehovas, dabei aber leider ausser Acht lassend, dass Epiphanias seinerseits den Athanasius unterstützte, der die Grundlage zur Dreieinigkeitslehre legte. Damit zeichnen sie ein ungenaues Bild über Epiphanias, den man leicht als wahren Verteidiger der Wahrheit sehen könnte, das andere Bild aber vergisst.

 

   Zum Beispiel gab es unter den frühen Christen keine religiöse Kunst, und die Verehrung von Bildern wurde von den sogenannten Kirchenvätern als „Verirrung und Verfehlung“ betrachtet. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts waren die Kirchen jedoch bereits voll von Darstellungen Jesu, Marias, der Apostel, der Engel und der Propheten. Gemäß Epiphanios von Salamis brachte man den im Bilde Dargestellten auch ungebührliche Verehrung entgegen, indem man einen Fußfall vollzog. Allmählich begann man also, die Warnung „Hütet euch vor Götzen“ zu mißachten (1. Johannes 5:21; vergleiche Apostelgeschichte 10:25, 26). [4]

 

Ohne zuerst zu klären, was die Aussage der Bibel zu einem bestimmten Thema wirklich ist sind wir nicht in der Lage zwischen falschen und richtigen „Kirchenvätern“ und ebensolchen „Apologeten“ zu unterscheiden, Männern, die noch durch die Apostel unterwiesen wurden oder zu deren Zeit lebten! Aus dem Zitat des Wachtturms alleine könnte Epiphanias als ein den Aposteln getreuer Nachfolger erscheinen. Genauere Untersuchung zeigen aber, dass er sehr wohl romgetreu war!

 

Jakobus warnt vor solchen Quellen, die bitteres und süsses Wasser hervorbringen!

 

*** Rbi8  Jakobus 3:8-12 ***

Die Zunge aber, kein einziger Mensch kann sie zähmen. Ein widerspenstiges, schädliches Ding voll todbringenden Giftes ist sie. 9 Mit ihr segnen wir Jehova, ja [den] Vater, und doch verfluchen wir mit ihr die Menschen, die „gemäß dem Gleichnis Gottes“ ins Dasein gekommen sind. 10 Aus demselben Mund kommen Segen und Fluch hervor.

Es ist nicht richtig, meine Brüder, daß diese Dinge so weitergeschehen. 11 Eine Quelle läßt doch nicht etwa aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere hervorsprudeln? 12 Meine Brüder, ein Feigenbaum kann doch nicht etwa Oliven hervorbringen oder ein Weinstock Feigen? Auch kann salziges Wasser nicht süßes Wasser hervorbringen.

 

Wer sich an jene sich streitenden und unter sich zerstrittenen „Kirchenväter“ hält muss schlussendlich verwirrt aufgeben, weil jene fast ausnahmslos im einen oder anderen Jesu oder den Aposteln widersprechen!

 

1.5.2.3          „Ebioniten“ und Nazaräer als dieselbe Gruppe um die Apostel waren und blieben Sabbatisten und Unitarier

Möglicherweise stammte jener weiter oben erwähnte ebionitische Vorsteher Symmachus, der eine hervorragende Übersetzung der Hebräischen Schriften ins Griechische angefertigt hatte, die Origenes später verwendet hat, aus einer der Juden-Christengemeinden Samarias, wie einige vermuten. Offensichtlich war er von Hebräern erzogen und sprach und verstand die Tiefe jener Sprache, dasselbe galt auch für das Griechische.

 

Symachos übertrug in seine Übersetzung den Gottesnamen des TeragrammatonsNoch im 4.Jahrhundert nannte man von katholischer Seite her die „Ebioniten“ auch Nazoräer (Nazaräer) und Symmachianer! Ihre grösste Ausbreitung erreichten die „Ebioniten“ im 2. und 3. Jahrhundert vom östlichen Teil des Toten Meeres bis nach Damaskus und in ganz Syrien, was ja seit dem Judenaufstand Bar-Kochbas 135 u.Z., zur Zeit Kaiser Hadrians auch Palästina mit einschloss. Sie waren somit auch in Israel, wie z.B. in Cäsarea schon bald nach den Aufständen und der Vertreibung wiederum vertreten! Symmachus verwendete auch das Tetragrammaton in seinen Übersetzungen ins Griechische, was zeigt, dass der Eigenname Gottes auch unter den ersten Christen sehr wohl bekannt war und im Neuen Testament seinen Platz zu Recht hat. Natürlich war dies ein Dorn im Auge der Trinitarier, denn zwischen Jesus als „Herr“ und Gott „JHWH“ konnte so deutlich unterschieden werden.

 

Die Bekehrung des ersten Heiden zum jüdisch-christlichen Glauben, jene des römischen Offiziers Kornelius in Cäsarea im Herbst 36 u.Z. war offensichtlich durch Mitglieder der Ebioniten veranlasst worden. Jene „Ebioniten“ oder „Armen“ hatten Petrus gerufen und sie begleiteten ihn dann zusammen auch zu Kornelius. Dort in seinem Haus wurde Kornelius als erster aus den Nationen zusammen mit seiner Hausgemeinschaft als Christen getauft! Die Trennwand zwischen Juden und Menschen der Nationen war damit niedergerissen worden! Jene „Ebioniten“ waren somit Zeuge davon, dass heiliger Geist auf Menschen der Nationen fiel, gar noch bevor jene getauft waren!

 

Offensichtlich zeigte sich jener heilige Geist durch die Gabe des „Zungenredens“ und http://www.thestudiesinthescriptures.com/0%20images/PhotoDrama/PD%2071-80/PD_75D.JPGdes Verständnisses, dass jene aus Italien lateinisch sprechende Gruppe um Kornelius nun die hebräische Sprache perfekt verstanden und redeten, so dadurch die heiligen Schriften zu lesen und nun auch anderen zu erklären in der Lage waren! Dazu dienten doch die Geistesgaben des „Zungenredens“! Dadurch konnten jene Getauften nun auch den Worten in der Christenversammlung der „Ebioniten“ in Cäsarea genau folgen, wo ja bisher nur Beschnittene waren und somit hebräisch und wohl auch griechisch gesprochen wurde!

 

 *** Rbi8  Apostelgeschichte 10:45-48 ***

Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren, die zu den Beschnittenen [[den „Ebioniten“]] gehörten, staunten, weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde. 46 Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen. Da ergriff Petrus das Wort: 47 „Kann jemand das Wasser verwehren, so daß diese nicht getauft würden, die den heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?“ 48 Hierauf gebot er, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden. Dann baten sie ihn, einige Tage dazubleiben.

 

Zudem war dadurch eine neue Hausversammlung entstanden. Die Getreuen aus den Beschnittenen Judenchristen in Cäsarea mussten sich sehr über die Stärkung gefreut haben!

 

Die Ebioniten haben offensichtlich einen unschätzbar grossen Beitrag geleistet, dass das jüdische Gedankengut des Alten Testaments bei vielen christlichen Gruppen weiterhin, ja, weit bis ins fünfte Jahrhundert lebendig blieb! Spätere Christengemeinden, welche Sabbatisten blieben und Unitarier waren, welche die Dreieinigkeitslehre als heidnisch ablehnen und den Sonntag als der Sonnenanbetung gewidmet betrachten, sie alle setzten die Tradition der ursprünglichen „Ebioniten“ fort!

 

1.5.2.4          „Ebioniten“ der ersten Zeit wurden Nazaräer und zudem auch als Sekte „der Weg“ erwähnt! Paulus bekannte sich zu beidem.

Schon aus den Streitschriften ihrer Gegner ist deutlich ersichtlich, dass diese herausragenden Christen sich stark an Jesu Verhalten orientierten, seine Lehren befolgten und dessen Gesetzestreue ernst nahmen und sie kopierten! Ihre Gegner dagegen zeichneten sich ebenso deutlich durch Gesetzlosigkeit und Verbündung mit „der Welt“ aus und weiter dadurch, dass sie Jesu Worte missachteten und dessen Anhänger beschimpften und verfolgten und als Sekte verschrien! Paulus verteidigte sich in Jerusalem auf Angriffe jüdischer Priester um Ananias. Paulus wurde beschuldigt ein „Nazaräer“ zu sein, somit den „Ebioniten“ zuzugehören!

 

Anklage des Paulus durch den Hohepriester vor Felix in Cäsarea*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:4-8 ***

Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände erregt, und als einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarener, 6 als einen, der auch den Tempel zu entweihen versucht hat und den wir festgenommen haben. 7 —— 8 Durch ein Verhör kannst du selbst von ihm über alle diese Dinge Kenntnis erhalten, deren wir ihn anklagen.“

 

Paulus leugnete nicht ein „Nazaräer“ zu sein, weil er sich doch offen zu Jesus von Nazareth bekannte, er sagte zudem, dass er jener Sekte angehöre, die die Juden „den Weg“ nennen! Nicht wie Hymenäus glaubte er an eine unmittelbare Auferstehung nach dem Tode, sondern an die Künftige, nach Jesu Wiederkehr.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-16 ***

Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird [[(Zukunft!)]]. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.

 

Paulus glaubte nicht bloss, was im GESETZ steht, er folgte auch getreu dem, was das GESETZ sagt!

 

Dieselben eigenen Worte und Anweisungen Jesu erfüllten die „Ebioniten“ und auch Paulus und seine Anhänger offensichtlich getreu und verurteilten dadurch viele jener, die später „Kirchenväter“ genannt wurden. Jesu Worte gelten für die Getreuen zum Guten, für jene die ihn umdeuten und verneinen zum Schlechten:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:19-20 ***

Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Dass die „Ebioniten“ beständig unter Angriff kamen hatte somit nicht zuletzt damit zu tun, dass sie Gottes GESETZ wie die früheren treuen Juden als weiterhin verbindlich betrachteten, während der ständig zunehmend stärkere Einfluss der abgefallenen Bischöfe, die zudem den Bischof von Rom zu ihrem „Führer“ gemacht hatten das GESETZ und das gesamte Alte Testament, ja alles, was mit Judaismus zu tun hatte mit den Jahrhunderten in aller Schärfe verwarfen! Ein wichtiger Grund dazu lag darin, dass sie sich mit aller Deutlichkeit von den Juden unterscheiden wollten, auch darum, weil jene wegen ihrer Aufstände im ganzen römischen Reich grossen Hass auf sich gezogen hatten! Ihr Hauptargument lag im Widerstand gegen die Christen die behaupteten, dass die Juden Jesus, ihren eigenen Messias getötet hätten und damit die Vorhersagen der Propheten erfüllten. Jesus selbst und die Apostel aber waren und blieben selbst Juden! Paulus schrieb: „Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden.“ (Rö 3:1, 2)

 

 

1.5.3           Erste Vorsteher der Unbeschnittenen waren meist Beschnittene

 

1.5.3.1          Die Juden bildeten zu Beginn stets den Grundstock neuer Versammlungen unter den Nationen!

Paulus richtete sein Bemühen im Predigtwerk stets vorab an die Juden, wo er zuerst in ihren Synagogen lehrte und dort Nachfolger für den Christus suchte, sie belehrte und taufte. Das trug ihm jeweils die Gegnerschaft der den Pharisäern treuen Juden jener Synagogen ein, die Jesus als den Christus und als Sohn Gottes ablehnten.

 

Taufe des Johannes*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:5-10 ***

Als sie [[(Juden in Ephesus, die in der Taufe des Johannes verblieben waren, von Jesus wenig wussten)]] das gehört hatten, wurden sie im Namen des Herrn Jesus getauft. 6 Und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der heilige Geist über sie, und sie begannen in Zungen zu reden und zu prophezeien. 7 Insgesamt waren es etwa zwölf Männer.

8 Er ging in die Synagoge und sprach mit Freimut drei Monate hindurch, indem er Ansprachen hielt und mit Überzeugung vom Königreich Gottes redete. 9 Als sich aber einige verhärteten und nicht glaubten und vor der Menge nachteilig vom WEG redeten, zog er sich von ihnen zurück und sonderte die Jünger von ihnen ab und hielt in [dem Hörsaal] der Schule des Tyrannus täglich Ansprachen. 10 Das geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in dem [Bezirk] Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.

 

Nur als beschnittener Jude durfte Paulus in den Synagogen lehren und in Jerusalem den Tempel besuchen! Als Schüler des Pharisäers und Gesetzeslehrers Gamaliel hatte er eine hervorragende Reputation! Jene Juden nun, welche „nachteilig vom Weg redeten“ sprachen sich gegen die Judenchristen aus, welche an Jesus glaubten und wollten die Argumente des Paulus nicht weiter anhören.

 

Als Paulus beim Besuch des Tempels in Jerusalem verhaftet wurde, da geschah dies wegen falscher Anklage durch einige der Juden aus Asien, die behaupteten, er hätte das GESETZ gebrochen, weil er Unbeschnittene in den Tempel geführt habe! Das war eindeutig Verleumdung! Er verteidigte sich öffentlich mit folgenden Worten: (Apg 21:28)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 22:3 ***

Ich bin ein Jude, in Tarsus in Zilizien geboren, aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer für Gott, wie ihr es alle heute seid.

 

Paulus bezeichnete sich als „Eiferer“ für denselben Gott der Juden! So zeigte er sich auch in den Synagogen, wo er Einzelne oder die ganze Synagoge mittels Argumenten aus dem GESETZ und den PROPHETEN zu überzeugen suchte, dass jener Jesus wirklich der verheissene Messias war! Oft konnte er einige wenige überzeugen, die seinen Worten durch Nachprüfung Glauben schenkten! Wenn dann Gegnerschaft entstand begann er im Hause eines jener Juden die Glauben ausübten eine neue Versammlung (gr: „Synagoge“) einzurichten, nachdem jene vorab getauft worden waren!

 

Erst aufgrund eines jüdisch-christlichen Grundstockes begann Paulus später auch heidnischen Griechen jener Orte das Wort des Herrn zu lehren und gewann so Heidenchristen dazu, welche von den Judenchristen ebenso im GESETZ und den PROPHETEN jeweils in der Sabbatversammlung belehrt wurden. Gemeinsam bildeten sie so eine neue Parallelversammlung ausserhalb der jüdischen Synagoge, darum nannte man sie eine Sekte! Somit waren mit Bestimmtheit die ersten Vorsteher stets Juden, welche an den Christus zu glauben begonnen hatten und im Glauben der Hebräer, in den Büchern des GESETZES und denen der PROPHETEN standfest waren! 

 

1.5.3.2          Die Versammlungen Satans unterwandern die Versammlungen des Paulus und der Judenchristen!

Neue Versammlungen im Gebiet Asien, wahrscheinlich inzwischen von Heidenchristen gegründet, erwiesen sich später unter Druck und Verfolgung nicht genügend standfest, so dass Paulus im zweiten Brief an Timotheus beklagen musste, dass jene Versammlungen wiederum von ihm und dem geraden Weg der Wahrheit abgefallen waren. Vielleicht deswegen, weil sie von der zweiten Einkerkerung des Paulus hörten und die religiös-politische Gegnerschaft sich auf  all jene „vom Weg“ verschärfte! Entweder kehrten jene Glieder zu ihren früheren Gruppen zurück, seien es Heiden oder jüdische Synagogen oder weit wahrscheinlicher bildeten sie nun eigenständige christlich-jüdisch gefärbte Sekten, mit abgeändertem Lehrinhalt, Kompromisse eingehend, um nicht weiter verfolgt zu werden. Phygelus und Hermogenes werden als herausstehende Anführer genannt, die wahrscheinlich zuvor Vorsteher gewesen waren und ganze Versammlungen wegzogen. Paulus schrieb aus 2. römischer Haft an Timotheus in Ephesus voll Trauer:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:15-18 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen. 16 Der Herr gewähre dem Hause des Onesiphorus Barmherzigkeit, denn oft hat er mir Erquickung verschafft, und er hat sich meiner Ketten nicht geschämt. 17 Im Gegenteil, als er sich in Rom befand, suchte er fleißig nach mir und fand mich. 18 Der Herr gewähre ihm, daß er bei Jehova Barmherzigkeit finde an jenem Tag. Und all die Dienste, die er in Ephesus geleistet hat, kennst du gut genug.

 

Aber auch innerhalb jener abtrünnigen Versammlungen gab es Männer, die offensichtlich weiterhin treu zu Paulus und zu den glaubensstarken „Ebioniten“ standen. Hierzu gehörte offenbar jener Onesiphorus, der Paulus auch in der Gefangenschaft in Rom weiter unterstützt hatte! Er mag die Quelle der Mitteilung an Paulus gewesen sein über die verschlechterten Umstände in Asiens Versammlungen.

 

Jesus berichtete gegenüber Johannes später in der Offenbarung über das Phänomen, dass sich Satan von Teilen oder ganzer Versammlungen wiederum bemächtigen würde, wie er ja schon zuvor mittels Sauerteig der Lehre sich der jüdischen Sekten der Pharisäer, der Sadduzäer und Herodianer bemächtigt hatte. Er stärkte dadurch treue Vorsteher an ihm als wahrem „Haupt“ festzuhalten!

 

Jesus inmitten der sieben Leuchter und sein Schwert des Urteils aus seinem Mund*** Rbi8  Offenbarung 2:8-11 ***

Und dem Engel [[(gr. aggelos = Boten, Vorsteher)]] der Versammlung in Smyrna schreibe: Diese Dinge sagt ‚der Erste und der Letzte‘, der ein Toter wurde und [wieder] zum Leben kam: 9 ‚Ich kenne deine Drangsal und Armut — doch du bist reich — und die Lästerung von seiten derer, die sagen, sie selbst seien Juden, und sie sind es doch nicht, sondern sind eine Synagoge [[(Gemeinde, Kirche, Versammlung)]] des Satans. 10 Fürchte dich nicht vor den Dingen, die zu leiden du im Begriff bist. Siehe! Der Teufel wird fortfahren, einige von euch ins Gefängnis zu werfen, damit ihr völlig auf die Probe gestellt werdet, und ihr werdet zehn Tage lang Drangsal haben. Erweise dich als treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod [[(im Feuersee)]] Schaden erleiden.‘

 

Zu behaupten ein geistiger Jude zu sein, aber trotzdem Gottes GESETZ nicht zu halten, weist solche Personen als zu Satan gehörig aus, der doch als Lügner damit begann, Gottes Verbot als ungültig zu erklären! Dass jene ungerecht handelnden Personen gegen solche lästern, die den geraden Weg des Rechts und der Wahrheit gehen und sie ins Gefängnis zu werfen versuchen, braucht uns daher nicht zu verwundern! Wer in der Wahrheit fest steht, der weicht auch unter Druck oder Verführung nicht davon ab! Die „Krone des Lebens“, das ewige Leben gehört nur denen, die dem geschrieben Wort der Wahrheit treu bleiben!

 

Offensichtlich stiessen die Ebioniten aber auch „Paulikaner“ somit weit eher mit den falschen Auslegungen der Gegner des Paulus zusammen, jenen aus der „Synagoge Satans“, als mit dem Apostel selbst oder dessen direkten Gefolgsleuten! Jene „Ebioniten“ und die wahren „Paulikaner“ richteten sich entschieden gegen die Lehre des Hymenäus, der sagte, die Toten seien im Himmel bereits auferstanden. Paulus selbst kämpfte verbissen gegen jede Art „falscher Lehrer“ und „falscher Apostel“, die sich alle im „Wort der Wahrheit“ als unbewährt erwiesen. Er beliess solche Abtrünnigen wie Hymenäus und dessen Mitstreitern Philetus und Alexander nicht innerhalb der Christenversammlung, sondern warf sie hinaus. Er übergab sie damit zur Züchtigung dem System Satans! Jene Abtrünnigen waren es, die sowohl gegen Paulus als auch gegen die „Ebioniten“ wetterten, weil sie am wahren Glauben Schiffbruch erlitten hatten, die andern aber auch unter Verfolgung ein gutes Gewissen bewahrten!

 

Die Lehre des Hymenäus, Alexander und Philetus  *** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Getreue Männer wie Timotheus aber forderte Paulus auf weiterhin den Kampf um die Gerechtigkeit gemäss Gottes Rechtsmassstab zu führen! Daraus heraus resultiert ein gutes Gewissen! Das „Wort der Wahrheit“ bedeutet vorab die hebräischen Schriften, da ja das, was später das „Neue Testament“ genannt wurde und heute Teil der christlichen Bibel bildet zu jener Zeit noch gar nicht existierte, wo Paulus den Brief als künftigen Teil der Schriftensammlung schrieb! Das „Wort der Wahrheit“ war das „Alte Testament“ und jene Worte, welche Jesus geäussert hatte!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:15-19 ***

Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt. 16 Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[(des Herrn (Jesus; vergl. Mat 10:32, 33))]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit [[(= Ungesetzlichkeit)]].“

 

Ungerechtigkeit ist all das, was Gott im GESETZ als Unrecht definiert! Weitere falsche Auslegungen in den Briefen des Paulus, die später von Abtrünnigen dem Paulus als „dessen Aussagen“ erst unterschoben wurden, zu einer Zeit, als sich jener nicht mehr verteidigen konnte. Sie wollten Paulus dadurch ebenso zum Gesetzlosen erklären, wie sie selbst gesetzlos handelten! Sie waren und blieben bis heute das „Gangrän“, das später nach der Zeit der Apostel zur Hauptsekte der Abtrünnigkeit wurde, dem katholischen Glauben, wo nun alle ebenso behaupten, „die Toten seien bereits auferstanden“!

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

1.5.3.3          Den Aposteln und ersten Christen wurden durch ihre gesetzlosen Feinde die Worte im Mund verdreht

Wortverdrehungen der Feinde des Paulus, die bis heute unbesehen in den meisten Übersetzungen übernommen wurden, wie „Christus ist das Ende [[(statt der Höhepunkt; die Erfüllung; das Ziel)]] des GESETZES“ (Rö 10:4) gehen schon auf sehr frühe Übersetzungen der Paulusbriefe in andere Sprachen zurück!

 

Die meisten heutigen Übersetzungen, inklusive jener Luthers übernahmen dies unbesehen, obwohl es deutlich anderen gewichtigeren Schriftstellen widerspricht, nämlich Jesu eigenen Worten (Mat 5:17-20) und selbst denen des Paulus selbst (Rö 3:31)! Die Übersetzung von Abraham Meister sagt dagegen „Christus ist das Ziel des GESETZES“, Ziel, im Sinne dessen, was wir selbst anzustreben haben! Der Bibelgelehrte und Übersetzer Ludwig Albrecht geht dagegen sogar so weit zu behaupten: „Christus hat dem GESETZE ein Ende gemacht“. Wie kann Albrecht das so übersetzen, wenn er anderseits im Matthäus 5:17 Jesus zitiert: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen“. Merken diese Übersetzer denn nicht, dass sie widersprüchlich sind und zur Verdunkelung der Wahrheit beitragen? Oder ist es so, dass sie eher ihren Arbeits- und Geldgebern, den Kirchen und ihren Glaubensgründern das Wort reden, wie für die Wahrheit Stellung zu beziehen?

 

Jesu Gleichnis vom Reichen und dem armen Lazarus Jesus zeigte im Gleichnis des armen Lazarus und des Reichen, dass wer nicht auf Moses hört auch nicht auf Abraham oder selbst auf den auferstandenen Jesus hören wird!

 

*** Rbi8  Lukas 16:29-31 ***

Abraham aber sprach: ‚Sie haben Moses und die Propheten; mögen sie auf diese hören.‘ 30 Da sagte er: ‚Nicht doch, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen geht, werden sie bereuen.‘ 31 Er aber sprach zu ihm: Wenn sie nicht auf Moses und die Propheten hören, werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn einer von den Toten aufersteht.‘ “

 

Jesus war der einzige, der von den Toten zu ewigem Leben auferstand und Zeugnis darüber ablegte, was während jener Zeit der himmlischen Auferweckung mit ihm geschah! (Off Kap. 4, 5) Er ging aber während der vierzig Tage nicht zu seinen Gegnern, um jenen zu beweisen, dass er auferstanden sei, sondern zu den im Voraus dazu Auserwählten!  Wenn Jesus heute zur Erde zurückkehren würde und zu den Juden nach Jerusalem oder den Katholiken in den Vatikan, zu den Mormonen nach Salt Lake City oder Jehovas Zeugen nach Brooklyn kommen würde: Ebenso würde ihm keiner glauben, noch zuhören, weil sie alle viel mehr an ihre eigenen geistlichen Führer glauben, als an das überlieferte Wort Gottes!

 

Jesus war der Erste, der das ganze GESETZ erfüllte und dadurch ohne jegliche Sünde war! Ihn gilt es zu kopieren, nicht jene, die das GESETZ übertreten und sich gar ausser Stande zeigen Jesus wirklich zuzuhören! An den beiden Hauptprinzipien, der Liebe zu Gott und zu Jesus hängen alle übrigen Gebote! Was aber an etwas hängt ist nicht davon abgeschnitten! „Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des GESETZES.“ Paulus spricht somit vom Erfüllen des GESETZES, nicht von dessen Aufhebung! Jesus klagte jene Rechtsverdreher offen an: (Rö 13:10)

 

*** Rbi8  Johannes 8:42-47 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und bin hier. Auch bin ich ja nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern jener hat mich ausgesandt. 43 Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Jesus war ohne Sünde, weil er das ganze GESETZ in all seinen Schattierungen erfüllte! Wer Jesus nicht zuhört, der ist nicht aus Gott!

 

1.5.3.4          Den Rahmenbau der Christenversammlung bilden das GESETZ und die PROPHETEN!

Wie hätte Paulus Jesus verleugnen können, der sich doch selbst gewissenhaft um die Einhaltung aller GESETZE bemühte? Er verurteilt in aller Schärfe doch jene, die dem „Namen nach Juden“, also „geistige Juden“ sind und das GESETZ trotzdem übertreten! Der Rahmenbau jeder Christenversammlung ist derselbe der jüdischen Synagoge, im „Wort der Wahrheit“, den prophetischen Schriften und im „GESETZ“, den fünf Büchern Mose! Den Christen Roms schrieb er das, was bis heute jedem Katholiken oder Protestanten und Evangelikalen gilt.

 

*** Rbi8  Römer 2:17-24 ***

Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]] ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat — 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

Ja, Gottes GESETZ zu verlassen, dessen deutliche Warnungen zu missachten und die Schriften zu verdrehen hat zur Folge, dass der Name Gottes unter den Nationen bis heute gelästert wird! Umgekehrt sind es jene der „Unbeschnittenen“, der „Paulikaner“ die sich fest an Gottes Wort klammern und zufolge ihrer Gesetzestreue als „Beschnittene“ gerechnet werden!

 

*** Rbi8  Römer 2:26 ***

Wenn daher ein Unbeschnittener die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden?

 

Die Beschneidung der Christen aus den Nationen muss die „Beschneidung des Herzens“ sein, mittels des scharfen Messers des göttlichen GESETZES, das nicht in Steintafeln geritzt wird, sondern auf Herzen geschrieben ist!

 

1.5.3.5          Die Auseinandersetzung zwischen Anhängern des Paulus und den „Ebioniten“ von Gegnern fälschlich hochgespielt!

Sie mögen solche frühen falschen Schriftauslegungen wie jene des Hymenäus, Alexanders und Philetus, oder von verdrehten Übersetzungen der Schriften des Paulus ins Hebräische oder Griechische oder das Latein einige der Ebioniten im Umfelds der elf Apostel zeitweise möglicherweise gegen Paulus voreingenommen gemacht haben. Eher ab ist gar das Gegenteil zu erwarten, da jene ja „in der Wahrheit feststanden“ und genaue Kenntnis „der übrigen Schriften“ hatten, so konnten sie auch die schwierigen Passagen des Paulus verstehen, die nur aufgrund guter Kenntnis von GESETZ und Propheten verständlich sind!

 

Bedenken wir dabei aber, dass diese von Theologen und frühen Kirchenvätern behaupteten Streite zwischen Ebioniten und den Anhängern des Paulus, den „Paulikanern erst ab dem 2.Jahrhundert aufkamen, nachdem Rom sich seinerseits den Paulus durch Textmanipulationen und falsche Interpretationen „unterworfen“ hatte, er scheinbar ihre falschen Lehren unterstützte! Solange die Apostel lebten, also bis zum Ende des ersten Jahrhunderts verteidigten sie die Einheit und die eine Lehre der guten Botschaft!

 

Alle die den „Ebioniten“ zugehörten oder wahre „Paulikaner“ waren, diese nannte Johannes am Ende des ersten Jahrhunderts „seine Kindlein“. Der Abfall hin zu den Antichristen war bereits so weit fortgeschritten, dass es nur noch wenige Versammlungen waren, die wirklich die reine Lehre der Apostel weiterhin verteidigten! Aber es gab sie und gibt sie bis heute! Johannes beklagte um das Jahr 98 u.Z. im ersten seiner drei Briefe:

 

Menschen die nicht lügen, die zeigen, was sie sind *** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns [[(den Aposteln und Getauften)]] ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Aus der Wahrheit stammt somit keine Lüge. Jeder Christ muss somit für sich selbst feststellen, ob seine geglaubte, so genannte „offizielle Wahrheit“ seiner Religion auch wirklich in allen Punkten biblischer Aussage entspricht! Das kann er nicht dem Pfarrer oder dem Pastor oder dem Ältesten seiner Gemeinde überlassen. Jeder muss als Mensch mit Unterscheidungsvermögen selbst für sich beurteilen, was recht und was unrecht ist, wo Götzendienst nach Gottes Rechtsmassstab beginnt, wo Wahrheit endet und Lüge beginnt!

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:14-15 ***

Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst. 15 Ich rede wie zu Menschen mit Unterscheidungsvermögen; urteilt selbst über das, was ich sage.

 

Petrus, der von Paulus im Streit um die Beschneidung im Galaterbrief hart zurechtgewiesen wurde und in der Beschneidungsfrage dann gemäss seiner eigenen Erfahrung im Falle des Kornelius nachgeben musste, er bestätigte später die Vorzüglichkeiten der Paulusbriefe, beklagte aber die leichte Möglichkeit falscher Interpretation des Paulus durch die „Ungelehrten und Unbefestigten“! Er spricht von Ungelehrten in den hebräischen Schriften und Unbefestigten im Halten des göttlichen GESETZES! Er schätzte die Weisheit und Schriftkundigkeit des Paulus und seine Festigkeit keinerlei Verdrehung zuzulassen inzwischen hoch ein! Im 2.Brief schrieb er allen Christenversammlungen:

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:14-16 ***

Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge [[(das kommende Gericht und die Vernichtung Gesetz- und Gottloser)]] erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten [[(in den göttlichen Aussagen und im GESETZ)]] verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften  [tun].

 

Fleckenlos und Makellos hat mit Liebe zum GESETZ und Treue zu Jehovas Willen tun, da ja erst das GESETZ definiert, was Sünde ist! Im GESETZ legt Gott selbst fest, was gut und was schlecht ist! Das GESETZ abzulehnen oder es auf eigene Bedürfnisse umzuinterpretieren bedeutet dagegen „Gesetzlosigkeit“, was Paulus, Petrus, Johannes, Judas und Jakobus in ihren Reden und Schriften stets aufs Härteste bekämpft haben! „Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. Denn der, der gesagt hat: ‚Du sollst nicht ehebrechen‘, hat auch gesagt: ‚Du sollst nicht morden.‘ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden.“ (Jak 2:10, 11) Ein Christ kehrt sich bei seiner Taufe von früherer Gesetzlosigkeit hin zu Gottestreue, zum Einhalten von Gottes GESETZ und Gottes Werten der Gerechtigkeit! Nur dadurch wird Heiligkeit erreicht und erhalten!

 

Sklaven der Sünde*** Rbi8  Römer 6:19-20 ***

Ich rede in menschlichen Worten wegen der Schwachheit eures Fleisches; denn ebenso, wie ihr eure Glieder als Sklaven der Unreinheit und Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit dargestellt habt, so stellt jetzt [[(ab der Taufe)]] eure Glieder als Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit dar. 20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, wart ihr frei hinsichtlich der Gerechtigkeit [[(des GESETZES)]].

 

Paulus spricht von Gottes Gerechtigkeit, die nur dadurch kommt, dass wir Sein GESETZ kennen und halten! Die „Gerechtigkeit der Nationen“ aber ist in Gottes Augen weiterhin Sünde, auch wenn sich die Religionen eher dieser Gerechtigkeit fügen! Christen sind verpflichtet den Nationen das göttliche Recht zu unterbreiten und zu erklären, es unter ihnen aufzurichten (Rö 3:31) weil es den Gesetzen der Nationen weit überlegen ist! Jesus zitiert aus Jesaja, den Text auf sich anwendend: (Jes 42:1; 61:1)

 

*** Rbi8  Matthäus 12:18 ***

„Siehe! Mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat! Ich will meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen das Recht erklären.

 

Ein Erforscher alter Schriften über die „Ebioniten“ erklärt: „Letztlich haben sie [[die „Ebioniten“]] als Judenchristen das GESETZ von Jesus her beurteilt; in seinem Leben und in seiner Lehre sahen sie die rechte Erfüllung des mosaischen GESETZES”, beurteilt dieser Kenner die Lebensweise jener Christen!

 

1.5.3.6          Die „Ebioniten“ waren Täter des GESETZES, die nicht pharisäerhaft am Buchstaben des GESETZES festhielten: Sie waren „Erstlinge Gottes“!

Die Nachfolger der Apostel unterschieden dabei aber deutlich zwischen dem Anwenden des Buchstaben des GESETZES, wie dem des Pharisäertums und dem Vollbringen des Willen Gottes, den dahinterliegenden Prinzipien zufolge Verständnis! Die Predigttätigkeit der elf Apostel richtete sich hauptsächlich an die Juden vorab Jerusalems und der Besucher des Tempels, die sie nach wie vor als „Erstlinge“ Jehovas aufgrund der Auserwählung Jehovas betrachteten, um so viele wie es Jehova gewährte für den Messias zu gewinnen. Bedenken wir hierbei, dass „der Bund mit den vielen“ erst am Ende der siebzigsten Jahrwoche endete. Paulus dagegen suchte neue „Erstlinge“ für Gott aus den Nationen, um sie in der neuen „Hürde“ des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ miteinander zu vereinen.

 

Auch darin scheinen die ersten Christen ein weit korrekteres Verständnis gehabt zu haben, da ja nicht die Juden als Gesamtes verworfen wurden, sondern lediglich jene Generation, die Jesus getötet hatte und nicht bereit war sich Jehovas Auserwählten und Auferweckten zu unterordnen! Daraus heraus liessen sich jedoch beständig weitere jüdische Menschen durch Umkehr erretten. Sie verstanden die Worte des Paulus ganz offenbar richtig, warum nach wie vor ein Unterschied bestehen blieb. Paulus verbindet seine Aussage mit dem Gerichtstag, was unsere Aufmerksamkeit erregen muss:

 

*** Rbi8  Römer 3:1-6 ***

Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2 In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden. 3 Was denn [ist der Fall]? Wird vielleicht, wenn einige nicht Glauben bekundeten, ihr Unglaube die Treue Gottes unwirksam machen? 4 Das geschehe nie! Sondern Gott werde als wahrhaftig befunden, wenn auch jeder Mensch als Lügner erfunden werde, so wie geschrieben steht: „Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst. 5 Wenn jedoch unsere [[(der Juden, worunter er sich zählt)]] Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn entlädt? (Ich rede wie ein Mensch.) 6 Das geschehe nie! Wie wird Gott sonst die Welt richten?

 

Auch wenn die ganze Welt als Lügner erfunden wird, Gott bleibt Wahrhaftig! Nur wer sich in seinen Worten als gerecht erweist, indem er für die Wahrheit Stellung bezieht, kann in Gottes Augen gerecht sein. Das ist nicht identisch blindlings für die offiziell so erklärte „Wahrheit“ einer Religionsgemeinschaft zu kämpfen, die doch ihre Glieder durch geschickte Manipulation an der Nase herum führen! Zu blindem Gehorsam ihren Dogmen gegenüber aber fordern alle Religionen ihre Anhänger auf.

 

Konflikt des Athanasius und Roms mit Arius und dessen Verteidigung der SchriftGanz offensichtlich lehnten die Ebioniten und die Paulikaner als Unitarier es ab, Jesus als Teil einer geheimnisumwitterten Dreieinigkeit anzubeten (drei Götter in einem). Jene, die an den einen Gott, den Vater glauben, wie es der Diakon Arius im 4.Jh. gegenüber Athanasius, verteidigte, der Jesus zu GOTT erklärte. Dies brachte den Ebioniten die Feindschaft und den Hass der Anhänger der „rechtgläubigen Gruppe“ des Erzdiakons aus Alexandria, des Bischofs Athanasius ein, dem Vater der Dreieinigkeitslehre. Die Aussage Jehovas durch Jesaja wird durch Trinitarier bis heute ignoriert:

 

*** Rbi8  Jesaja 43:10-11 ***

„Ihr [[(Israel)]] seid meine Zeugen“, ist der Ausspruch Jehovas, „ja mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und damit ihr versteht, daß ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir war weiterhin keiner. 11 Ich — ich bin Jehova, und außer mir gibt es keinen Retter.“

 

Als fleischliche beschnittene Juden und als geistige Juden aus den Heiden, die beide mittels Gottes GESETZ am Herz beschnitten sind, müssen wir wahrhaftige Zeugen unseres Gottes Jehovas sein, dies in allen Belangen! Auch dann, wenn es am Gerichtstag keine Rettung gibt ausser durch den erhöhten Jesus, so bleibt doch Jehova allein allmächtiger Schöpfer und Gott, der Vater aller, Jesus als Sein Geschöpf einschliessend. Das „GESETZ des Glaubens“ wurde von Jehova gegeben!

 

Alle die seit dem ersten Konzil von Nicäa 325 u.Z. und später bis zum vierten Konzil von Chalcedon um 451 u.Z. her statt an die Dreieinigkeit weiter an einen Gott, den Vater, Jehova glaubten und die weiterhin den Sabbat heiligten, sie wurden von der Katholische Kirche zum Erzfeind erklärt, verfolgt, vor Richter geschleppt und getötet! Jesu Worte sollten sich erneut erfüllen!

 

100 Millionen Christen wegen des Glaubens weltweit verfolgt*** Rbi8  Matthäus 10:21-22 ***

Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden gegen die Eltern aufstehen und werden sie zu Tode bringen lassen. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden.

 

Die Päpste ihrerseits reden von einer „Inkarnation Gottes in Jesus“ oder „Menschwerdung Gottes“! Wie absonderlich! Somit betete Jesus in einer geistigen Verwirrung nach Ansicht der Bischöfe Roms zu sich selbst, wenn er sagte:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:9-10 ***

Ihr sollt daher auf folgende Weise beten:

,Unser Vater in den Himmeln, dein Name [[(JHWH)]] werde geheiligt. 10 Dein Königreich [[(die Königsherrschaft des Vaters!)]] komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde.

 

Konnte Jesus zwischen „mein“ und „Dein“ nicht unterscheiden oder sind es nicht vielmehr die Theologen, die ein gravierendes geistiges Problem haben und deshalb von „heiligen Geheimnissen“ reden, wo ihr Verstand aufhört auch nur einfache Dinge zu erkennen? Jesus lehrt seine Apostel nach Ansicht der Bischöfe und Priester der Christenheit zu jemandem zu Beten, der gar nicht dort ist, wohin das Gebet gerichtet ist? Er und die Apostel waren doch auf der Erde! Warum sollten sie zum „Vater in den Himmeln“ beten, wenn der Vater doch Mensch geworden war und vor ihnen stand? Warum erklärte Jesus dann seinen Aposteln nicht einfach: „Betet zu mir, denn ich bin der Vater?“ Ganz einfach deswegen, weil Jesus die Wahrheit redet, wenn er sagt: „Der Vater ist grösser als ich“ und erklärt “der Vater hat mich ausgesandt“, „der Vater liebt den Sohn“ usw., usw., usw. Alles widerspricht jenen Kirchenführern und trotzdem beharren sie auf der „offiziellen Wahrheit“. Schande über sie!

 

Die Antwort ist einfach: Jesus wird niemals lügen, seine selbst ernannten Vertreter aber stehen in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihnen ist! Religion verblendet, so dass auch das einfache Licht der Wahrheit wegen altgewohnter mystischer Geheimnis nicht durchzudringen vermag. Die Wahrheit aber befreit von religiöser Verknechtung!

 

Wenn wir zudem die antisemitische Einstellung der Katholischen Kirche aller Jahrhunderte und die einiger der frühen Kirchenschriftsteller in Rechnung ziehen, dürften viele der Aussagen von führenden Kirchenführern gegenüber den „Ebioniten“, wie den „Paulikanern“ und aller ähnlich eingestellter christlicher Gruppen späterer Jahrhunderte nicht mehr an Wert haben, als ein diffamierendes Etikett, das dem erklärten Feind umgehängt wurde, weil er die Wahrheit nicht verhehlt und die Lüge und jene die sie zur „offiziellen Wahrheit“ erklärt haben öffentlich anprangern!

 

 

1.5.4           Eine klare Trennlinien zwischen jenen die den Sabbat heiligen und jenen, die den Sonntag ehren!

 

1.5.4.1          Jüdische Aufstände zur Wiederherstellung des Königreiches

Nach dem grossen jüdischen Freiheitskrieg ab dem Jahre 66 u.Z. die in der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 u.Z. durch den römischen General Titus endete.

 

Titus, nun ab dem Jahre 79 u.Z. als Kaiser beabsichtigte aus Jerusalem ein heidnisches Anbetungszentrum machen! Die Christen aber die Jesu Worte im Sinn hatten, wussten, dass weder Jerusalem noch irgendwelche anderen steinernen Tempel und Kirchen zur Anbetung Gottes notwendig oder auch nur von Vorteil wären! In Gegenteil, sie verhindern eher Worte der Wahrheit und mit Geist gegenüber Gott zu beten! Kirchen benötigen Rituale und dumpfe Wiederholungen, führen zur Mystik statt Verstand anzuwenden.

 

Das furcheinflössende "wilde Tier", RomIm Jahre 115 bis 117 u.Z. kam es zu einem zweiten, dem babylonischen Aufstand unter der Führung des Juden Andreas (gr.: Lukas), der in Kyrene in Libyen seinen Anfang nahm. Diese Rebellion gegen Roms Herrschaft war während der Zeit Kaiser Trajans, der von dessen Feldherr Julius Quintus schlussendlich blutig unterdrückt wurde. Die Juden nennen den Aufstand den Kitos-Krieg (Kitos = Quintus).

 

Der Aufstand fand auf fünf verschiedenen Territorien statt: Der Kyreneika (Kyrene, Libyen), in Ägypten (Alexandria bis nach Theben (oder No)), Zypern, Mesopotamien (Babylon) und in Palästina selbst. In all jenen Gebieten lebten Hunderttausende von Juden, z.T. seit dem babylonischen Exil (607-537 v.u.Z.), wie z.B. in der grossen jüdischen Diaspora in und rund um Babylon, andere flüchteten in jene Gebiete und Städte während des jüdischen Krieges 66-70 u.Z..

 

Ein Grossteil der jüdischen Bevölkerung wurde im Verlauf dieses Aufstandes niedergemacht, was für das jüdische Volk, seine Kultur und Sprache verheerend war! Aus Sicht der römische Geschichtsschreiber Cassius Dios, der in seinem Werk Römische Geschichte die Ereignisse phantasievoll und grausam ausschmückend beschrieb, war die Sache so:

 

Inzwischen hatten die Juden der Kyrenaika einen gewissen Andreas zum Anführer gemacht und vernichteten sowohl Römer als Griechen. Sie aßen vom Fleisch ihrer Opfer, machten sich Gürtel aus Eingeweiden, schmierten sich mit dem Blut ein und kleideten sich in die Häute; viele zersägten sie von oben nach unten, andere warfen sie wilden Tieren vor und wieder andere zwangen sie, als Gladiatoren zu kämpfen. Insgesamt starben 220000 Menschen. [5]

 

Die Beschreibung der Grausamkeit der Juden scheint nur noch von den Römern selbst übertroffen worden zu sein, jenem vierten, „furchterregenden wilden Tier“ in den Visionen des Propheten Daniel, dessen Zähne aus Eisen sind! Die Amphitheater waren doch wohl kaum eine jüdische Erfindung!  Offensichtlich ist man zu jeder Grausamkeit berechtigt, sofern man dem Gegner dasselbe oder weit mehr unterschiebt. Das Geschichtswerk des Flavius Josephus zum grossen jüdischen Krieg zeigte allerdings bereits eindrücklich aus der Hand eines Juden geschrieben, zu welchen Grausamkeiten religiöse Fanatiker bereit sind! Das Werk Wikipedia schreibt zum zweiten Aufstand: (Da 7:7)

 

Jedenfalls bildet sich der Eindruck einer von religiösem Massenwahn angeheizten hemmungslosen Grausamkeit und Zerstörungswut, die jede Rückkehr zu einem friedlichen Miteinander ein für allemal ausschließt - in den Kriegen der Endzeit brauchen Rücksichten ja nicht genommen zu werden. [6]

 

Es ist interessant zu bemerken, dass die erwähnte Internet-Enzyklopädie Wikipedia das Geschehen des Aufstandes aus Glaubensüberzeugung mit Geschehnissen der „Endzeit“ in Verbindung bringt! Auch in unseren Tagen, welche wiederum als „die Endzeit“ bezeichnet werden können wir Grausamkeit von religiösen und politischen Gegnern feststellen, die oft unsere Vorstellungskraft übertrifft! Selbstmordattentäter aus Glaubensgründen sind dabei nichts neues, die versuchen möglichst viele Menschen mit in den Tod zu reissen! In den Twin-Towers starben um die 3000 Menschen!

 

Nachdem Griechen, die während dem Aufstand in Kyrene vor den Juden nach Alexandria geflohen waren, nun dort die jüdische Bevölkerung der Stadt hinmordeten, kamen wenig später die Juden unter der Führung des Andreas und brannten die Stadt Alexandria nieder und richteten unter den Griechen ein Blutbad an. Das Feuer des Aufstandes schwappte bis in den Süden von Ägypten, nach Theben. Der Funken kam auf die Judengemeinde in Zypern hinüber, wo ebenfalls Hunderttausende auf beiden Seiten sich gegenseitig hinschlachteten. Allerorts wurden jüdische Synagogen und heidnische Tempel zerstört. Die Hauptstadt Salamis wurde niedergebrannt. Den überlebenden Juden wurde nach dem Aufstand in Zypern per Gesetz verboten je wieder die Insel zu betreten!

 

Im von den Römern unter Kaiser Hadrian nach 130 u.Z. um Jerusalem gebaute Stadt, die nun Jerusalem: Die römische Stadt Aelia Capitolina und der Jupitertempelden Namen Aelia Capitulina trug, errichteten die Römer einen heidnischen Tempel, der dem Jupiter geweiht wurde. Eine neue Herausforderung der Juden, denen Jerusalem ihre ewige Hauptstadt blieb und ab 132 u.Z. Bar-Kochba zum Widerstand herausforderte. folgte rund fünfundsechzig Jahre nach der ersten Zerstörung Jerusalems im Jahre 135 u.Z. der Bar-Kochba-Aufstand, der eine vollständige Vertreibung der Juden aus Palästina durch Kaiser Hadrian zur Folge hatte. Die wiedererbaute Stadt Jerusalem wurde für Juden und Christen zur verbotenen Stadt! Juden aber auch „Ebioniten“ wurden in alle Himmelsrichtungen zerstreut.

 

Es kam danach über Jahrhunderte zu ständigen Judenverfolgungen, Pogrome und Massaker seitens heidnischer und dann christlicher Kaiser und Päpste gegenüber der jüdischen Bevölkerung, wo immer diese siedelten. Ab der Religiosgründung des Islam durch Mohammed kam ein neuer, permanenter Feind hinzu. Seine Nachfolger behaupteten Mohammeds Himmelfahrt wäre vom Tempelberg aus geschehen und darum sei Jerusalem für den Islam der drittheiligste Ort.

 

Juden: "Arbeit macht frei"Der Antisemitismus der Katholischen Kirche ist aus all ihren Handlungen und Schriften über eineinhalb Jahrtausende allzu deutlich zu erkennen, als dass er verleugnet werden könnte! Hitlers Kampf in unserer Zeit mittels des dritten „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ zur Vernichtung der Juden, ihrer „Endlösung“ war nur Fortsetzung und Höhepunkt in einem langen, ständigen Auseinandersetzung der römischen Kaiser und Päpste! Ab dem siebten Jahrhundert kam zudem die aktive Feindschaft des Islam hinzu.

 

Aber auch messianische Juden, die Ebioniten die man doch schon seit Beginn „den Weg“ nannte wurden in ähnlicher Weise verfolgt, weil es zwischen ihnen und den Juden kaum einen wahrnehmbaren Unterschied gab, weil beide sich an das GESETZ hielten und den Sabbat als Tag der Heiligung Jehovas einhielten! Die frühen Christen allerdings lehnten jede Art Gewalt ab, nach dem Muster das Jesus und seine Apostel gegeben hatten! Ihre Gottesverehrung zeigte sich durch Werke, mittels „Geist und Wahrheit“:

 

*** Rbi8  Johannes 4:19-26 ***

Die Frau [[(eine Samaritanerin, am Brunnen von Sychar)]] sagte zu ihm: Herr, ich merke, daß du ein Prophet bist. 20 Unsere Vorväter haben auf diesem Berg angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ 21 Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Der Messias ist der wichtigste Gesandte Gottes und nicht GOTT selbst, sein Sohn, wie Adam „Sohn Gottes“ und Engel „Söhne Gottes“ genannt werden. Für Juden aus Jehova einen dreieinigen Gott zu machen, wie dies ab dem Konzil von Nicäa 325 u.Z. proklamiert wurde, war ein Sakrileg. Die ersten drei der Zehn Gebote wurden ignoriert! Weder „Ebioniten“ noch „Paulikaner“ unterwarfen sich den Kirchengeboten.

 

Wie aber kann jemand Gott „mit Geist und Wahrheit anbeten“, wenn er schon die Grundbegriffe der Anbetung nicht zu unterscheiden weiss?

 

1.5.4.2          Falsche Messiasse als Befreier vom römischen Joch

Mehr noch gab es Verfolgung und ständige Unterdrückung nach dem bereits erwähnten dritten Judenaufstand unter dem falschen Messias Simon Bar-Kochba im Jahre 132 bis 135 u.Z. gegen Kaiser Hadrian, um wiederum einen eigenständigen Staat aufzurichten. Ausgelöst wurde der Aufstand durch das neue erlassene kaiserliche Verbot der Beschneidung jüdischer Knaben. Der damals führende jüdische Rabbi Akiba hielt Bar-Kochba für den nach Jesu Ablehnung immer noch erwarteten Messias und prophezeite, der Aufstand werde Erfolg haben. Er war erwiesenermassen ein „falscher Prophet“, der einem „falschen Christus (Messias)“ Glauben geschenkt hatte!

 

Bar Kokhba Neben Jerusalem wurden durch Bar-Kochba‘s Aufständische noch weitere fünfzig Städte besetzt. Der Feldherr Julius Severus eroberte im Gefolge Judäa aus der Hand der Aufständischen zurück und etwa 580.000 Juden verloren dabei ihr Leben! Ausser jenen Städten wurden noch 980 Dörfer zerstört!

 

Büste des HadrianAuf dem Schutt Jerusalems ward wenige Jahre zuvor die römische Stadt Aelia Capitolina gebaut und auf dem Berg Zion ein Jupitertempel errichtet worden, an derselben Stelle, wo er schon zuvor nach dem Jahre 70 u.Z. unter Kaiser Vespasian errichtet worden war. Wie jener erste Jupitertempel, so stellte auch dieser für die Juden eine Verletzung ihres heiligen Berges Zion dar und war mit dem Beschneidungsgesetz zusätzlicher Auslöser des Befreiungskrieges gewesen.

 

Kaiser Hadrian (76-138 u.Z.) vertrieb alle Juden aus Jerusalem und erliess jenes erwähnte Gesetz, das ihnen das Betreten der Stadt verbot. Jede Heiligung des Sabbats oder jüdischer Feste wurde im gesamten römischen Reich verboten! Das richtete sich natürlich genauso gegen glaubenstreue Christen! Zudem wurde selbst das Benützen des jüdischen Kalenders verboten, was eben der Einhaltung ihrer Festtage und Sabbatjahre entgengerichtet war und Juden dazu zwang, heidnische Bezeichnungen der Wochentage und Monate zu verwenden. Selbst das Lesen der Tora, der fünf Bücher Mose wurde per Gesetz verboten! Jüdische Gelehrte wurden auf dem Tempelberg hingerichtet und die heiligen Schriftrollen die man fand wurden dort öffentlich verbrannt. Im neuen Jupitertempel stand auch eine Statue Kaiser Hadrians, der ja als „Pontifex Maximos“ höchster Priester Roms und als ein Gott verehrt wurde. Sein Titel und seine Machtbefugnisse gingen ab dem vierten Jahrhundert mehr und mehr auf die Päpste über.

 

Natürlich betraf diese Verbote auch gleichzeitig die Judenchristen, vorab der Ebioniten, jene Christen „vom Weg“ wurde hart bedrängt, obwohl sie sich von den Aufständischen fern hielten, so lebten sie doch mitten unter ihnen! Auch ihnen wurde verboten Jerusalem zu betreten! Für sie waren die fünf Bücher Mose ebenso heilige Schriften, die wöchentlich am Sabbat gelesen wurden. Auch sie hielten dieselben Festzeiten ein und beachteten dasselbe Sabbat- und Jubeljahr wie die Juden, wie es Christus und die Apostel gehalten und gelehrt hatten! Viele der Vorsteher der „Ebioniten“ zogen es vor mit den Vorstehern der Heidenchristen gleich zu ziehen, die ihrerseits sich Rom unterordnet hatten und nun den Sonntag ehrten, die Speisevorschriften im GESETZ ebenso missachtend.

 

Später durften Juden Jerusalem jeweils an einem Tag im Jahr betreten, dem Tish‘a B’aw, am 9. des jüdischen Monats Aw, um der Niederlage, der Tempelzerstörung und der Vertreibung des Jahres 70 u.Z. zu gedenken und sie zu beklagen.

 

Bedeutung und Ablauf  [7]

 

   Die rabbinische Überlieferung (m Taan 4,6) verlegte die Zerstörung des 1. und des 2. Tempels sowie die Zerstörung Betars im Bar-Kochba-Aufstand (132–135 n. Chr.) auf den „tish‘a beAv“. Ebenso fällte angeblich Gott am 9. Av das Urteil über die jüdischen Vorfahren nach der Sünde des Goldenen Kalbs. Am 9. Av geschah auch das "Umpflügen" der Stadt Jerusalem durch die Römer.

 

   Der 9. Av ist neben Jom Kippur der einzige öffentliche Fasttag. Er dauert 25 Stunden, von Sonnenuntergang am Vorabend bis zum Erscheinen der Sterne am nächsten Tag.

Im synagogalen Gottesdienst werden unter anderem die Klagelieder und besondere Qinot gelesen. Zum Verständnis für die Hintergründe der Zerstörung des Zweiten Tempels dient unter anderem die talmudische Erzählung von Kamza und Bar-Kamza.

 

   Eine chassidische Sage besagt, dass der Maschiach (hebräisch Messias) ebenfalls am 9. Av geboren werden wird. Dies solle ein Zeichen dafür sein, dass Gott den Juden und der gesamten Welt ihre Vergehen verziehen hat.

 

Tertullian (160-230 u.Z.) schrieb in seinem Werk „Gegen die Juden“, dass Gott die Juden zu Gunsten der römisch-ausgerichteten Christen verworfen habe! Das vom apostolischen Glauben abgefallene Rom hatte über das geistige Jerusalem einen weiteren Sieg errungen!

 

Konzil von Nicäa 325 u.Z.Am Konzil von Elvira 305 u.Z. wurde Christen generell verboten den Sabbat zu heiligen und mit Juden auch nur zu essen! Am Konzil von Nicäa im Jahre 325 wurden Vorsteher der Ebionitengemeinden von der Teilnahme am Konzil ausgeschlossen! Kaiser Konstantin der nun die römischen Bischöfe und ihr Christentum zur Reichskirche erhoben hatte schrieb gemäss dem Katholischen Geschichtsschreiber Eusebius:

 

   Als die Frage des heiligen Festes, der Auferstehung, aufkam, wurde einstimmig beschlossen, dass dieses Fest von allen und überall am gleichen Tag gefeiert werden sollte. Denn es erschien jedem eine äußerst unwürdige Tatsache, dass wir in diesem äußerst heiligen Fest den Gewohnheiten der Juden folgen sollten, welche - verdorbene Schufte! - ihre Hände befleckt haben mit einem ruchlosen Verbrechen, es ist nur gerecht, dass sie in ihrem Sinn erblindet sind.

 

   Es ist daher passend, wenn wir die Praktiken dieses Volkes zurückweisen und in alle Zukunft das Begehen dieses Festes auf eine legitimere Art feiern. Lasst uns also nichts gemeinsam haben mit dem äußerst feindlichen Pöbel der Juden. Wir haben eine andere Methode erhalten von unserem Retter. Ein gesetzmäßigerer und passenderer Kurs ist offen für unsere heiligste Religion. Indem wir diesem Kurs folgen, lasst uns uns zurückziehen, meine geehrten Brüder, von dieser abscheulichen Gemeinschaft. [8]

 

Am Konzil von Laodicea im Jahre 364 u.Z. wurden Christen bei Kirchenbann und Todesstrafe verboten den Sabbat zu heiligen!

 

Entfernung des 4.Gebotes, der Sabbatheiligung durch das Sonntagsgebot Kanon 29: „Dass die Christen nicht judaisieren und am Sabbat nicht müssig  sein, sondern an diesem Tage arbeiten sollen; den Tag des Herrn aber [den Sonntag] sollen sie besonders ehren und wenn möglich an demselben als Christen nicht arbeiten. Werden sie aber als Judaisten erfunden [jemand der mit den Juden Gemeinschaft hat], so sollen sie vor Christus mit dem Kirchenbann belastet sein.     

Kanon 37: „Dass man keine Geschenke von Festen der Juden und Häretikern annehmen und auch die Feste nicht mit ihnen halten soll.

Kanon 38: „Es ist nicht rechtmässig, ungesäuertes Brot von den Juden anzunehmen noch teilzunehmen an ihrer Gottlosigkeit.

 

Auch Konstantins Judenhass ging schon auf viele frühere Kaiser zurück, denen die Gesetzestreue der Juden und später der Judenchristen stets ein Dorn im Auge war, weil jene aufgrund des göttlichen GESETZES Personenverehrung als Götzendienst ablehnten, was doch die Kaiser und später die Päpste bei Todesstrafe forderten! (vergl. Daniel Kap.3) 

 

Bereits jener Kaiser Hadrian war es gewesen, der begann das Recht für jeden Bewohner seiner Territorien in letzter Instanz zu bestimmen und über jeden Zweifel erhaben zu sein. Eines selbsternannten „Gottes“ natürlich würdig. Wer sich dem Kaiser widersetzte, der widersetzte sich Gott! Zum Zeitpunkt seines Todes war sein vollständiger Name:  Imperator Caesar Traianus Hadrianus Augustus, Pontifex maximos, Tribuniciae potestatis XXII, Imperator III, Consul III, Pater patriae“ Nur die Katholischen Päpste tragen noch etwas höher klingende Titel! Diese sind gar unfehlbar und dürfen selbst Gottes GESETZ ausser Kraft setzen, sagen sie dank ihres adaptierten heidnisch-kaiserlichen Titels „Pontifex Maximos“!

 

Der Staat der Juden muss auf ihrem heiligsten Platz, dem Berg Zion eine muslimische Mosche dulden Die letzten jüdischen Siedlungen Judäas waren nach dem Aufstand unbewohnbar und die Diaspora-Situation der Juden sollte von da an bis 1948 dauern, wo den Zionisten durch die UNO ehemalige Mandatsgebiete Palästinas der Engländer zugesprochen wurden, um einen eigenständigen Judenstaat Israel wiederum aufzurichten. Die Zionisten legten die Schrift so aus, dass damit messianische Vorhersagen scheinbar erfüllt wurden.

 

Heute steht auf dem Berg Zion nun ein muslimische Heiligtum, der Felsendom mit seiner goldenen Kuppel als ständige Herausforderung strenggläubiger orthodoxer Juden! 1969 wurde die daneben erbaute Al-Aqsa-Moschee von jüdischen Extremisten in Brand gesteckt.

 

Bis 1855 war allen nicht-Muslimen jeder Zutritt zum Heiligtum verwehrt!

 

Der offizielle Besuch jenes Heiligtums durch Ariel Scharons am 28. September 2000 löste die grosse Al-Aqsa-Tempelintifada aus, die blutigste Reaktion der Muslime gegen die Israelische Präsenz in Palästina!

 

1.5.4.3          Die Khazaren, Aschkenasi-Juden Osteuropas: Auch Juden haben den Sabbat zu halten missioniert! Sie anerkannten niemals einen dreieinigen Gott!

Durch die drei Judenaufstände und den schlussendlichen Erlass Kaiser Hadrians, kam es zu Ansiedlungen von vertriebenen Juden in drei Hauptgebieten Europas: In Spanien mit einem maurischen Einschlag und später Britannien, Holland und Norddeutschland.

 

Migration und Ansiedelung der spanischen JudenHier einerseits die sephardischen Juden.

 

Das Königreich der KhazarenIm Osten Europas nannte man sie die Aschkenasi (plural von Aschkenasim). In beiden Verbreitungsgebieten konnten sie ihren Glauben über längere Perioden weitgehend frei ausüben!

 

 Man nannte sie im Osten von den dort Ansässigen Stämmen der Khazaren (Chasaren) oder Cazzari, wo sie zur führenden Macht und dominierenden Religion um das achte Jahrhundert wurden. Ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet lag voran in Südosteuropa, von wo sie weiter nach Norden drangen. Man identifiziert die ursprünglichen Bewohner jener gebiete als Aschkenasi oder als das Volk des Aschkenas. Gewisse Geschichts- und Namenforscher führten jene Stämme ursprünglich auf den Sohn Gomers, Aschkenas zurück, der aus Noahs Linie über Japhet stammte, der selbst oder dessen Nachfahren in jenes Gebiet zogen. So wurde jenen viel später zugewanderten Juden aus der Linie Sems ein Name zuteil, der ihnen eigentlich nicht zukommt, nur weil sie dort „ansässige Fremdlinge“ im Stammesgebiet des Aschkenas wurden. Der Name ist somit in Wirklichkeit ein weiteres irreführendes Etikett! (1.Mo 10:3)

 

Andreas Fischer: Die sabattisten und Anabaptisten Als Zweitnamen oder weiteres Etikett nannte man jene jüdischen Flüchtlinge dort auch Sabbatati, weil sie an der jüdischen Tradition den Sabbat zu heiligen und die jüdischen Festzeiten zu halten auch in den neuen Siedlungsgebieten unverändert weiter festhielten. Auch an die Speisevorschriften im mosaischen GESETZ hielten sie sich weitgehend. Sie legten den Inhalt des Alten Testaments meist wörtlich aus. Zwischen den nach Spanien geflüchteten sephardischen Juden und dem inzwischen aufgerichteten jüdischen Königreich der Khazaren herrschte zudem ein reger Briefverkehr und damit ein Gedankenaustausch innerhalb der zwei Hauptgruppen von Juden!

 

Im Jahre 723 u.Z. schlossen sich dem Königreich der Khazaren weitere jüdische Flüchtlinge aus Griechenland an. Bis hin um das Jahr 740 u.Z. kam es in ihrem Verbreitungsgebiet zudem zu Vermischung mit Einheimischen durch Heirat und auch Konversionen zum Judaismus und dadurch zu einer starken Erweiterung ihres Einflusses. Das Reich erstreckte sich von der Krim, entlang dem Kaspischen Meer und gegen Osten bis zum Aralsee und dem Oxus. Nach Norden reichte ihre Ausbreitung bis an die Wolga und nach Südbulgarien. Später herrschten sie weiter im Nordwesten von Ungarn bis zur Ukraine.

 

Ab dem Jahre 970 u.Z. begannen die Russen das Reich der Khazaren anzugreifen und es wurde im Jahre 1016 u.Z. von einer russisch-byzantinischen Streitmacht geschlagen und zerstört. Damit endete das Königreich der jüdischen Khazaren. Der orthodox-christliche Einfluss auf das gesamte Reichsgebiet der Aschkenasi begann sich auszudehnen. Viele der Überlebenden  zogen aus dem Gebiet weg nach Konstantinopel, Trebizond, Alexandria südlich und nordwestlich nach Charkow und Chernigow, um 1350 weiter nach Kiew und um 1445 bis nach Litauen.

 

Auch in Ungarn gab es zwischen 1349 und 1360 eine Verfolgung der Juden die von dort nach dem nördlich gelegenen Tarnapol auswanderten. Umgekehrt wanderten nach der protestantischen Revolution einige protestantisch puritanische Gruppen nach Ungarn und in die Karpatenregion und Rumänien aus. Da auch sie den Sabbat heiligten wurden auch sie Sabbatarier genannt! Nun vermischten sich jüdische und christliche Sabbatarier, wobei beide sich weiterhin eng an das GESETZ Mose hielten.

 

Die Verfolgung der Juden in Ungarn und Polen durch das Dritte Reich Hitlers steht in gerader Linie als Fortsetzung des Antisemitismus der Katholischen Kirche und den Hass gegen jede Form der Sabbatisten in all den eroberten Gebieten, seien es Juden oder sabbatistische Christen!

 

 

1.5.5           Die „Paulikaner“, Bogomilen und Katharer als weitgehende Verteidiger des urchristlichen Lebens

 

1.5.5.1          Verfolgung führt nur zur weiteren Verbreitung des Gedankengutes: Des Falschen wie des Richtigen! Ideen lassen sich nicht töten!

Alle, die am Sabbat anstelle des Sonntags als Gottes Tag der Anbetung festhielten wurden in die Gruppe der Sabbatisten eingeordnet, ob nun Juden oder Ebioniten, die wie wir bereits gesehen haben als „jüdische Sekte“ galten, die man von Beginn an auch „den Weg“ nannte. Alle waren im Verlauf der Zeit aus dem Ursprungsgebiet Israels vertrieben worden und missionierten eifrig wohin immer sie kamen! Die Namengebung in Form des Etikettierens hatte seitens ihrer Feinde inzwischen oft geändert, die einzelnen Gruppen mögen auch vielerlei unbiblische Lehren adaptiert haben, ihre Wurzeln aber reichten zurück ins Judentum.

 

Die Quartodecimaner-Auseinandesretzung Auch unter dem Sammelbegriff Quartodezimaner, all jenen also, die das Abendmahl zur selben Zeit wie die Juden das Passah am 14.Nisan feierten, wurden von den Abtrünnigen so etikettiert, die an dem Konzil von Nicäa das heidnische Osterfest als die Festzeit an einem Sonntag angenommen hatten! Wiederum gab es kaum Unterschied, ob Jude oder Christ. Zumeist aber nicht immer waren Quartodezimaner auch gleichzeitig Sabbatisten. Heute z.B. feiern Jehovas Zeugen das Abendmahl am 14.Nisan, den Sabbat allerdings heiligen sie nicht und auch nicht die übrigen Festzeiten!

 

Die freie Festlegung der von Jehova vorgegebenen Festzeiten und deren Übertragung auf andere Jahrestage hatte schon ein Vorbild bei König Jerobeam im Nordreich Israels, laut dem Propheten Hosea der erste Sohn „Jesreel“ der hurerischen Mutter „Gomer“, der sich vom Gott Israels wegwandte. Er führte die ägyptische Kälberverehrung an zwei Punkten des Zehnstämmereiches ein, denselben Kult dem Israel frönte, als Moses auf dem Berg Horeb verweilte. Er veränderte zudem die Zeiten der Feierlichkeiten die Jehova im GESETZ dafür festgelegt hatte, damit das Volk nicht mehr nach Jerusalem zur Anbetung gehe!

 

*** Rbi8  1. Könige 12:26-30 ***

Und Jerobeam begann in seinem Herzen zu sagen: „Nun wird das Königreich an das Haus Davids zurückkommen. 27 Wenn dieses Volk weiterhin hinaufzieht, um Schlachtopfer im Haus Jehovas in Jerusalem darzubieten, dann wird das Herz dieses Volkes bestimmt zu ihrem Herrn, Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren; und sie werden mich gewiß töten und zu Rehabeam, dem König von Juda, zurückkehren.“ 28 Somit beriet sich der König und machte zwei goldene Kälber und sprach zum Volk: „Es ist zuviel für euch, nach Jerusalem hinaufzugehen. Hier ist dein Gott, o Israel, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.“ 29 Dann stellte er das eine in Bethel auf, und das andere tat er nach Dan. 30 Und diese Sache wurde eine Ursache zur Sünde, und das Volk begann vor das eine hinzugehen bis nach Dan.

 

Marienheiligtum in Caacupe in Paraguay Den gleichen gravierenden Fehler machten auch die römischen Bischöfe und verschlimmerten die Sünde Jerobeams nur noch! Machtgelüste und Angst den Einfluss auf die Volksmassen und deren Steueraufkommen zu verlieren waren ähnliches Motiv für die römischen Päpste die bisher angewandten Festzeiten Jehovas nach dem Diktat Konstantins in seiner Bulle vom Jahr 321 u.Z. zu verändern! Die Grabeskirche in Jerusalem und der Petersdom zu Rom dienen als einige der vielen „goldenen Kälber“! Wallfahrtsheiligtümer zur Marien- und Heiligenverehrung entstanden überall, wo immer die Katholische Kirche Fuss fasste! (Bild: Marienheiligtum Caacupe in Paraguay)

 

Unitarien Universalist Church Auch das Etikett Unitarier weist sowohl auf Juden wie auf Christen hin, die einen Dreieinigen Gott ablehnen! Der Unterschied liegt nicht bei Gott, bei Jehova, sondern, ob man Jesus als Messias annimmt oder nicht! Die Zehn Gebote sind für beide gleich verbindlich und lassen neben Jehova keinerlei andere Götter zu! So sind Unitarier stets Gegenstand des Hasses all derer, die irgendwelche Götter aufstellen, seien es Götter aus Holz, Metall und Stein oder lebende Götter wie Menschen, die Gottes Gebote ablehnen! Auch Kirchenorganisationen sind Götter, weil ihnen mehr gehorcht wird als Gott und Jesus!

 

Die Juden hatte etwa ein Jahrhundert vor Christus den Aberglauben entwickelt, dass der göttliche Name nicht ausgesprochen werden dürfte und ihn jeweils durch „Gott“ oder „Adonaj“ ersetzt, was „Herr“ bedeutet.  Jene Christen dagegen, die Jesus zu Gott erklärten störte der Name Jehova in der Bibel, weil er die Unterscheidung ermöglichte, ob nun von Jehova als „Herr“ oder von Jesus als „Herr“ gesprochen wurde. Da sie schon die ersten zwei Gebote veruntreut hatten wurde von den Trinitariern auch das dritte Gebot, Jehovas Namen zu heiligen ausser Acht gelassen! In vielen modernen Bibelübersetzungen wurde das Tetragrammaton, die vier Buchstaben YHWH nun weggelassen und in deutschen Bibeln durch „Herr“ oder „HERR“ und gar „HErr“ ersetzt. Dadurch sollte der Eindruck verstärkt werden, dass der Gott der Christen Jesus sei und von Jehova des Alten Testaments sich unterscheide. Das aber ist schlichtweg als Fälschung zu verurteilen!

 

1.5.5.2          Die Montanisten erwarteten das Ende des Systems in ihren Tagen

Die Montanisten waren im 2.Jahrhundert als christlich-prophetische Bewegung in Phrygien entstanden. Montanus, ihr Gründer erwartete das kommende Weltende und sie lebten nach einer strengen biblischen Moral. Er und seine Anhänger glaubten durch heiligen Geist Offenbarungen zu haben. Das Märtyrertum erachtete Montanus als direkten Weg zu Gott. Die Montanisten glaubten zudem, dass Jehova in Jesus leiblich gewohnt habe: „Ich bin der Herr, Gott, der Allmächtige, wohnend in einem Menschen.“ wird Montanus zitiert. (Epiph., Pan. 48,11,1) Richtigerweise lehrte Montanus dagegen die fleischliche Auferstehung der Toten, die er nach der erwarteten Endschlacht einordnete (Off 19:19-20:6). Jesu Worte wurden korrekt angewendet und der Gedanke der Naherwartung der Ereignisse (Parusieerwartung) liess jene Gruppe um Montanus nicht schläfrig werden, wie ein grosser Teil der vom Abfall gezeichneten Christen.

 

*** Rbi8  Johannes 5:28-29 ***

Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.

 

Montanus und seine Gefolgschaft Eine der Nachfolgerinnen des Montanus in der Rolle als Prophetin erhoffte das Herabkommen des „neuen Jerusalem“ in der phrygischen Ortschaft Pepuza, wo sie und die Anhänger die Aufrichtung des tausendjährigen Reiches durch Jesus erwarteten. Als das erwartete Ereignis ausblieb wurde dies göttlicher Langmut zugeordnet. Der Montanismus dehnte sich von Syrien nach Thrakien und Nordafrika aus. Die Gaben des Geistes, die Paulus im 1. Korintherbrief erwähnt wurden speziell betont (1.Kor 14:12, 32). Tertullian trat im Jahre 207 u.Z. zum Montanismus über. Bis ins 5. und 6. Jahrhundert finden sich Spuren des Montanismus in Kleinasien. In Wirklichkeit war es aber so, dass jeder, der die Wiederkunft Jesu im Fleische erwartete von den Anhängern der Amtskirche das Etikett „Montanist“ umgehängt wurde, selbst dann, wenn er gewisse falschen Lehren der Montanisten mit aller Deutlichkeit zurückwies!

 

Die Amtskirche verfolgte die Montanisten schon bald wegen ihres Endzeitglaubens. Die Katholische Kirche behauptete ihrerseits, dass der heilige Geist nur durch sie wirken würde, nicht durch Einzelpersonen und dass sie selbst die Verwirklichung des göttlichen Königreiches auf Erden wäre.

 

Viele der Gedanken der Montanisten finden sich auch in modernen Endzeitsekten wie den Adventisten und Jehovas Zeugen in unterschiedlicher Abwandlung. Auch sie erwarteten zu bestimmten, vorherberechneten Zeiten das kommende Ende und deuteten schlussendlich ihre eigenen Prophezeiungen um, als die vorhergesagten Zeitpunkte kamen und vergingen und das Erwartete nicht eintraf. In der einen oder anderen Form glauben die Endzeitsekten, dass ihre eigenen Propheten Gottes Sprachrohr zu den Menschen ihrer Zeit wären. Paulus hatte aber erklärt, dass wenn „das Vollständige gekommen sei“, die abgeschlossenen heiligen Aussprüche Gottes in der Bibel, dann das Teilweise, – das Prophezeien, Zungenreden, Erkenntnisrede – weggetan würden.

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:8-13 ***

Die Liebe versagt nie. Seien es aber [Gaben des] Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden. 11 Als ich ein Unmündiger war, pflegte ich wie ein Unmündiger zu reden, wie ein Unmündiger zu denken, wie ein Unmündiger zu überlegen; nun aber, da ich ein Mann geworden bin, habe ich die [Merkmale] eines Unmündigen abgelegt. 12 Denn jetzt sehen wir mit Hilfe eines metallenen Spiegels in verschwommenen Umrissen, dann aber [[(bei Jesu fleischlicher Wiederkehr)]] wird es von Angesicht zu Angesicht sein. Jetzt erkenne ich teilweise, dann aber werde ich genau erkennen, so wie ich genau erkannt worden bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

 

Jeder Christ war nun verpflichtet mündiger Mann zu werden im Denken und Handeln, um den Christus nachzuahmen!

 

Jehovas Formen der Kommunikation mit den Menschen
 

Der Bibelkanon war am Ende des ersten Jahrhunderts durch die Schriften des Johannes mit der Offenbarung, dem Johannesevangelium und den drei Briefen vervollständigt! Die ganze Wahrheit war damit gekommen und weitere Prophezeiungen waren nicht zu erwarten, sondern Ausschau nach Erfüllung der Zeichen war gefordert, die das Ende des Systems ankündigten! „Als er auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: ‚Sag uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart [[(Wiederkunft)]] und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?‘ “ (Mat 24:3) Die Frage lautete nicht, wie können wir Jesu Wiederkehr berechnen, sondern auf welche „Zeichen“ gilt es zu achten!

 

Johannes erklärte: Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.“ (Joh 2:21).

 

Christen sollten ihr Vorbild Jesus in allem nachahmen. Nicht die Macht über andere und ihr Denken an sich reissen, um sie zu dominieren, sondern um ihren Nächsten wirklich zu dienen, sie aufzubauen, zu ermuntern, anzuleiten und nötigenfalls zurechtzuweisen, wo sie Gottes Gebot missachten.

 

Leiden wie Christus und darin seinen Fussspuren folgen *** Rbi8  1. Johannes 2:4-6 ***

Wer sagt: „Ich habe ihn kennengelernt“ und dennoch seine Gebote [[(das „GESETZ des Christus“)]] nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. 5 Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind. 6 Wer sagt, er bleibe in Gemeinschaft mit ihm, ist verpflichtet, selbst auch weiterhin so zu wandeln, wie jener wandelte.

 

Die Schriften mussten nun aus Unmündigen Mündige machen, indem sie der Sinn hinter den Worten erforscht würde und die Menschen aufgrund göttlicher Wahrheit und Weisheit mittels seiner Gebote wandeln würden! Christen aus den Nationen würden Gottes Aussprüche ebenso lernen wie Juden aus den Beschnittenen, indem sie Glauben in Gottes Wort ausüben, ihre Hoffnung auf Gott und seinen Retter Jesus setzen und untereinander bis hin zu Feinden die Liebe des Christus zeigen!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:3 ***

Als er auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: „Sag uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart [[(deiner Wiederkunft)]] und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?

 

Der Wunsch, Gottes Plan der Endzeit zu verstehen tauchte seit der Offenbarung des Johannes bei Christen aller Jahrhunderte immer wieder auf! Bei den Juden zeigte sich der Wunsch zum messianischen Königreich dadurch, dass sie  durch Pseudo-Messiasse immer wieder den eigenen Staat aufzurichten versuchten, der ihnen zufolge Abkehr von Jehova genommen wurde. Die Montanisten und spätere Gruppen die sie kopierten unternahmen meist den Versuch selbst ein Gebilde aufzurichten, so wie die katholische Kirche es darstellte und förderten dadurch ihr eigenes Königreich, das nicht durch Jesus als dem Spross gegründet war, was zu ihrem Untergang führte! Dasselbe Schicksal erwartet nun die Kirchen innerhalb „Babylon der Grossen“!

 

Kennst du die Hauptereignisse der Endzeit im logischen Ablauf?
 

1.5.5.3          Auf die „Ebioniten“ und auf die ursprünglichen „Paulikaner“ folgen ab dem fünften Jahrhundert ähnlich gesinnte Gruppen unter gleicher und veränderter Bezeichnung

Je nachdem wohin die verfolgten christlichen Ebioniten hin flohen, da gingen aus ihnen neue Gruppierungen hervor, indem gepredigt und getauft wurde. Ständig wurden neue Versammlungen gegründet, wo immer jene hinkamen! Sie brauchten nirgends eine hierarchische Struktur aufzubauen, um ihre Aufgabe zu erfüllen! Jeder Einzelne wusste, was er zu tun hatte! Über den Glauben zu sprechen und ihn zu leben, das war Teil ihres Lebens! Das Versammlungsgebot hielten sie in Privathäusern ein, ohne steinerne Gebäude zu errichten. Jesu Gebot war jedem verständlich:

 

Boots mit Bibel; Jesu Nachfolge *** Rbi8  Matthäus 28:19-20 ***

Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Da sowohl vertriebene Juden wie Christen Gebiete bevorzugten, wo grössere Religionsfreiheit herrschte oder ihr Glaubensweise bevorzugt wurde, mussten zwangsläufig am Rand oder ausserhalb des römischen Imperiums jene vertriebenen Juden und jene verfolgten Christen sich wiederum begegnen, die sich nicht dem System anpassten, sondern am Urchristentum festhielten! Zudem verbindet gemeinsames Leid und deckt Unterschiede zu! Die Wahrheit lässt sich nicht mittels des Schwertes ausrotten, nicht bei redlichen Juden und nicht bei wahren Christen! So kam es immer wieder zu gegenseitiger Beeinflussung: Stärkung dahingehend, weiter Gottes Gebote an Moses zu beachten, am Sabbat und dem einen Gott festzuhalten, aber auch über den Messias zu reden!

 

Ein zusätzlicher Faktor, der eine Affinität auslösen mochte war das Bewusstsein, dass in der Auferstehung beide Teile wiederum zu einem Teil vereint sein werden!

 

Ein anderer Punkt war bestimmt nicht positiv, aber wirkte ebenfalls zur Untermischung bei, das waren die Perioden von Zwangsbekehrungen wie zum Teil bei den Khazaren Bulgariens zum Judaismus oder unter dem byzantinischen Kaiser Leo dem III. die Zwangstaufe zum Christentum.

 

1.5.5.4          Der geschichtliche Werdegang der Paulikianer ab dem siebten bis zum achten Jahrhundert

Die späteren neu erscheinenden Paulikianer (beachte den kleinen Wortunterschied „Paulikaner“ und Paulikianer), die ab den siebten Jahrhundert erwähnt werden, diese wurden zudem auch Paulizianer, Paulicianer genannt (abgeleitet von „Paulikaner“ oder Paulaner). Sie entstanden bereits mit einem Gemisch von Glaubensansichten. Die Reinheit der Lehre des Paulus stand nun nicht mehr so sehr im Vordergrund, wie zu Beginn der Bewegungen. Auch anerkannten jene Paulikianer nun Gewaltanwendung als gerechtfertigt, um sich zu verteidigen, was die „Paulikaner“ ursprünglich abwiesen!

Paulicianer-Verfolgung und Hinschlachtung seitens der Amtskirche

Diese neue Gruppierung Paulikianer soll aus dem aus Syrien stammenden Konstantin von Mananalis hervorgegangen sein, der sich selbst den Namen Silvanus gab, nach dem Vorbild des Helfers des Paulus! 684 u.Z. wurde Silvanus durch seine Gegner gesteinigt. 694 u.Z. soll ein weiterer herausragender Führer, Simeon-Titus den Märtyrertod durch Verbrennung an derselben Stelle erlitten haben (2.Kor 1:19). Unter Kaiserin Theodora II. erfolgte 843 u.Z. ein grausames Hinschlachten all derer, die den Paulikianern angehörten und dies bekundeten. Um die 100.000 wurden ihres Glaubens wegen getötet.

 

Die christliche Lebensweise die sie vorlebten liess soziale Unterschiede verblassen. Die Ablehnung des Klerus, der sich den Laien übergestellt fühlte und sie ausnutzte musste, zusammen mit der Ablehnung jeder Art Kulthandlungen und Bilderverehrung musste die herrschende Katholische Amtskirche zur Reaktion herausfordern! Zusammen mit der Aristokratie versuchten die Kleriker die Ausbreitung durch Pogrome zu verhindern. Die christlichen Bauern begannen sich gegen die Unterdrückung und ständiges Ausrauben der Mächtigen zu wehren und zu organisieren! Kirchen wurden gestürmt und Bilder und Ikonen verbrannt, die anderen Christen zur Anbetung dienten! Ein politischer Umschwung im römischen Ostreich kam ihnen dabei sehr gelegen!

 

Die Paulikianer unterstützten während der Zeit des Bilderstreits zwischen 726 und 843 die byzantinischen Herrscher Leo  III. und dessen Nachfolger Konstantin V., welche die Bilderverehrung hart bekämpften und auch vor harten Massnahmen gegen Bischöfe und Priester nicht Einhalt machten. Die Verehrung des Kreuzes wurde durch die Paulikianer abgelehnt als Folter- und Mordinstrument. Leo der III. revoltierte als Heerführer unter Kaiser Theodosius III. und wurde an dessen Stelle zum Cäsar erwählt. Er stammte aus Germanikeia in der Provinz Syrien. Er wurde als militärischer Führer Anatoliens den Paulikianern positiv gesinnt, weil er ihre Ordentlichkeit und ihren Glauben achtete. Der Angriff der muslimischen Araber auf Konstantinopel zu Beginn seiner Herrschaft konnte er abwehren. Indem er slawische Siedler in bevölkerungsarme Gebiete brachte und die Verwaltung neu organisierte stärkte er diesen Teil des Reiches. Dabei aber kamen jene Slawen in Kontakt mit den Paulikianern und deren urchristlichen Gedankengutes!

 

Solidus Leo III. und seines Sohnes und späteren Kaisers Konstantin V.Kaiser Leo III. von Byzanz liess 722 u.Z. alle Juden und Montanisten in seinem Reichsteil zwangstaufen. Er begann zudem einen erbitterten Kampf gegen die Bilderverehrung der Mehrheit seiner Völker mittels des Erlasses von Edikten (726-729 u.Z.) und liess Ikonen und Statuen, wo immer sie gefunden wurden vernichten. Dagegen führte er eine exzessive Kreuzverehrung ein. Der Patriarch Paulus von Konstantinopel wurde abgesetzt und die Opposition unterdrückt. Der Westteil des Reiches unter Auflehnung der Päpste weigerte sich die Edikte auszuführen. Griechenland revoltierte, der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen.

 

Das römische Westreich unter dem Einfluss der römischen Päpste widerstand Kaiser Leo III. Papst Gregor II. rief in Rom ein Konzil (730, 732 u.Z.) ein, um den Kampf gegen die Bilderstürmer zu organisieren und Bilderstürmer zu exkommunizieren, zu verbannen und zu verbrennen. Leo der III. rächte sich dadurch, dass er Süditalien und Griechenland aus der päpstlichen Diözese herauslöste und sie dem Patriarchat Konstantinopel zuordnete. In diesen Wirren löste sich die Provinz Ravenna (727 u.Z.) vom römischen Reich los.

 

Die Verachtung Kaiser Leo III. gegen die Bilderverehrung, die für ihn heidnisch beeinflusste Götzenanbetung bedeutete, mag auf seine syrische Herkunft hindeuten, wo ja jahrhundertelang starker Einfluss der ursprünglichen Paulikaner und Ebioniten geherrscht hatte, die Jesu Verehrung als Gott, den Maria- und Heiligenkult vollkommen ablehnten! Auch jüdischer und islamischer Einfluss ist nicht vollkommen auszuschalten, da auch bei jenen keine Bilder verehrt werden und der muslimische Einfluss ab dem 7.Jahrhundert ständig stark anwuchs. 

 

Der Nachfolger Leos III. auf dem Thron von Byzanz war Konstantin V. Er schloss aufgrund der Auflehnung der Bischöfe Kirchen und Klöster und liess Kirchengüter beschlagnahmen. Konstantin V. war mit einer Khazarenprinzessin verheiratet, was seine guten Beziehungen zu jenem Königreich der jüdischen Khazaren zusätzlich erklärt. Der Einfluss seiner Frau auf den Bildersturm ist nicht nachzuweisen, aber bestimmt zu vermuten.

 

SPIEGEL: ByzanzKaiser Michael I. (811-813 u.Z.) erhöhte den wirtschaftlichen und politischen Druck auf die Paulikianer. Unter den Herrschern der amorischen Dynastie ab 820 u.Z., beginnend mit dem byzantinischen Kaiser Michael II. Psellos („der Lispler“ oder „der Stotterer“) (820-829 u.Z.), der Leo V. nach dessen Ermordung folgte, kaum eine Änderung im Bilderstreit, da Michael II. eine gemässigtere Haltung einnahm. Die bisher eher pazifistischen Paulikianer waren nun ständigen Plünderungen und Verfolgungen durch militärisch geführte Kampagnen ausgesetzt, weil jene den Bilderstreit der byzantinischen Herrscher gegen die Amtskirche unterstützt hatten und wurden dadurch zunehmend militanter.

 

Da die Paulikianer einen Aufstand unter Führung Thomas dem Slawen der die Macht im Osten des Reiches an sich riss nicht bekämpft oder verhindert hatten, waren sie nun Staatsfeinde. Thomas der Slawe wurde durch den Patriarchen von Antiochia als Gegenkaiser ausgerufen. Zusammen mit den Paulikianern gelangten deren Truppen bis vor die Mauern Konstantinopels, wo sie von Michael II. abgewehrt werden konnten. Die neue Gruppierung der Paulikianer bildete ab jener Zeit ein eigenes Staatssystem (820-872 u.Z.) ausserhalb des byzantinischen Reiches mit einer Armee unter Führung Karbeas zu ihrer Verteidigung. Die Südfront gegen Persien bildete eine Pufferzone.

 

843 u.Z. befahl die bilderverehrende Kaiserin Theodora II. (830-856 u.Z.) die Vernichtung der Paulikianer, der etwa 100.000 Anhänger zum Opfer fielen. Der militärische Führer der Paulikianer Karbeas machte die Stadt Tephrike (das heutige Divrigi in der Osttürkei, Zentralanatolien) zur Hauptstadt. Der muslimische Kalif von Bagdad wurde als Schutzmacht anerkannt. Die Paulikianer hatten zeitweise die Macht über ganz Anatolien. Sie lagen nun als Puffer zwischen dem Reich der Muslime und der Christenheit!

 

Erst 871 u.Z. gelang es dem byzantinischen Kaiser Basileios I. die Paulikianer vernichtend zu schlagen. 872 u.Z. fiel deren letzte Bastion, ihre Hautstadt Tephrike. Die Zwangsdeportation der Überlebenden in andere Teile des byzantinischen Reiches brachte die Weiterverbreitung des Gedankengutes zu den später sich bildenden von Roms Amtskirche unabhängigen Bogomilen, Katharern und den Waldensern mit sich!

 

Die Paulikianer wurden aufgrund ihrer religiösen Überzeugung zeitweise ebenso hart verfolgt wie die Juden und die „Ebioniten“, weil sie urchristliches Gedankengut weiter pflegten. Das Etikett „Paulikianer“ wurde ihnen durch die Kleriker verpasst, da Paulus bei ihnen besondere Verehrung genoss und dessen Briefe neben den Evangelien Wegleitung waren! Zwei Fliegen wurden durch die Verleumdung seitens der Kleriker mit einem Schlag erwischt: Die generelle Verunglimpfung der verfolgten Anhänger des Paulus, der „Paulikaner“ und die Verketzerung der späteren Paulikianer durch nahezu dieselbe Wortwahl! 

 

1.5.5.5          Das Gebiet der alten römischen Provinz Asien, Anatolien als Wiege vieler unterschiedlicher Glaubensbekenntnisse

Was kann zusammenfassend erwähnt werden, wie wahres Christentum sich nie völlig verloren hat: Gewisses heidnisch-dualistisches Gedankengut hatte sich seit Anfang einen Platz bei den Paulikianern erobert. Sie hingen nicht mehr der reinen Lehre der „Paulikaner“ der ersten Jahrhunderte an. Sie waren aber entschiedene Feinde der Bilder- und der Kreuzverehrung! Offensichtlich waren sie Unitarier und auch Sabbatisten. Sie entwickelten sich ab dem 7.Jahrhundert im Gebiet der byzantinischen Ostkirchen in der Gegend von Kibossa, im heutigen Nordwesten der Türkei, in Anatolien.

 

Heutige Türkei: Turkmenistan und seine kleinen ChristengemeindenDas gibt einen Hinweis auf Verbindungen zu den heutigen christlichen Kurden in jener Gegend, die ähnliches Gedankengut weitergetragen haben. Eine Zwangsbekehrung des Volkes der Kurden geschah im siebten Jahrhundert zum Islam unter dem Kalifen Umar ibn-Chattab. Dieser Bekehrung fügten sich aber nicht alle Christen! Heute sind es eine kleine Minderheit die der Orthodoxen Tradition zuneigen.

 

Das christliche Armenien (in Ostanatolien, der heutigen Nordtürkei und Süden Russlands) war der erste Staat, der sich seit dem Jahre  391 u.Z. unter ihrem König Trdat III. zum Christentum bekannte! Die Armenisch Apostolische Kirche rühmt sich auf das Fundament der Apostel zu gründen. Die Apostel Judas-Thaddäus und Bartholomäus hätten in Armenien in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts gepredigt. Damit wäre dies Missionsgebiet der Ebioniten gewesen! Die Lehren des Konzils von Chalkedon (451 u.Z.) lehnten sie an einer späteren Synode (506) ab. Sie gelten somit zusammen mit der koptischen-, äthyopischen-, eritreischen-, syrisch-orthodoxen- und der malankarischen Kirche zu den vorchalkedonischen Orientalisch-Orthodoxen Kirchen, die als Altorientalisch eingeordnet werden. 

 

All diese verwirrenden Einstufungen und Abgrenzungen lassen sich gedanklich dadurch begrenzen, dass wir alleine danach fragen, welche der ursprünglichen Lehren jede dieser Gruppen bis heute bewahrt hat und wo sie später Kompromisse eingegangen sind, die eindeutig apostolischer Lehre widersprechen!

 

Das Osmanische Reich und die ArmenienfrageDas Osmanisch-türkische Reich unter muslimischer Führung hat während des Ersten Weltkriegs 1915-1917 und dem türkischen Befreiungskrieg 1919-1921 ein Genozid unter jenen Christen Armeniens angerichtet, wobei bis zu 1,5 Millionen Menschen aus Glaubensgründen hingeschlachtet wurden. Diese Tatsachen werden aber abgestritten oder wesentlich verwässert. Im Jahre 2016 hat Angela Merkel, die Bundespräsidentin Deutschlands das Massaker an Armenier als Völkermord eingestuft.   

 

Bis heute haben die Armenier eine patriarchalische Familienstruktur wie sie die Bibel übermittelt und in der Zeit des Paulus gelehrt wurde! Viele Armenier gingen während der Verfolgungen in den Untergrund und blieben dort ihrem Glauben treu, den sie auf die Apostel und deren direkte Nachfolger zurückführten!

 

All jene Gebiete Asiens und Anatoliens und Armeniens wird heute als Turkmenistan bezeichnet. Deren unterschiedliche Völker die in den ersten zwei Jahrhunderten durch Ebioniten und Paulikaner evangelisiert wurden bildeten die Wiege späterer christlichen Religionsgruppen, die sich weit verbreiteten aber an den ursprünglichen Glaubensbestimmungen weitgehend festhielten. Jede dieser Gruppen muss aber am tausendjährigen Gerichtstag für sich selbst vor dem „Richter der ganzen Erde“ in der Auferstehung Rechenschaft ablegen, wo sie den Worten des Christus gehorchten und wo sie eher den „Feinden des Pfahls“ anhingen, den Abtrünnigen, den frühen Antichristen folgten!

 

1.5.5.6          Der spätere Einfluss der Paulikianer auf die Bogomilen, Katharer und die Waldenser

Aus den Khazaren und den Paulikianern gingen schlussendlich die Bogomilen Osteuropas als nächste führende Macht hervor, welche der Ost- und Westkirche Widerstand leisteten.

 

Ketzer: Katharer, Waldenser, Hussiten, Jean d'Arc ???Die Katharer, die Waldenser und die Hussiten und vielerlei andere Christengemeinden mit urchristlichem Gedankengut und Ablehnung der Kirchenstrukturen und deren Dogmatik kamen mit der Zeit in Süd- und Nordeuropa zum Vorschein. Wo nur immer genügen Zeit existierte sich in Freiheit zu etablieren entstanden neue Gruppen, Gemeinden und ganze Regionen, die sich wiederum an die Kerngedanken der Bibel hängten. Übersetzungen von Gottes Wort in die Landessprachen waren die Folge, die halfen wahres von falschem Gedankengut zu scheiden!

 

Sobald dann wiederum Verfolgung einsetzte blühte das Predigtwerk im Untergrund. Gefängnis und Deportation vermochten die Gedanken nicht auszulöschen und Martyrium stärkte die Zurückgebliebenen. Die Reinheit der ursprünglichen Lehre war aber bei den meisten Christenversammlungen und Folgeorganisationen nicht mehr dieselbe, wie zu Beginn bei den „Ebioniten“ und „Paulikanern“! Versuche, um das eine oder andere wiederum richtigzustellen gab es allerorts und zu jeder Zeit! Das sie alles verbindende Element waren die Schriften und war die gemeinsame Ablehnung des dreieinigen Gottes (als Unitarier), des Marienkultes und der Heiligenverehrung, der Ablehnung von Bildern in der Anbetung und das Einhalten des Sabbats (Sabbatisten), das viele dieser Gruppen und Versammlungen untereinander lose verband!

 

Alle gemeinsam aber lehnten einheitlich die Hierarchie der katholischen und orthodoxen Kirche und deren schamlose Ausnutzung der Armen ab und forderten höhere soziale Gerechtigkeit! Kleriker und Adel waren daher stets ihre härtesten Gegner! Viele jener Dissidenten lehnten ab dem sechzehnten Jahrhundert auch die Verbindung zum Protestantismus ab, weil dort eine starke Anpassung in Richtung Amtskirche erfolgte und die Dreieinigkeit als Grundvoraussetzung, um „Christ“ zu sein anerkannt wurde. Es braucht wenig zu verwundern, dass diejenigen, welche die religiöse und weltliche Macht innehatten jenen anderen das Etikett „Ketzer“ umhängten. Bedenken wir, dass nicht diejenigen die Macht im System Satans ausüben schlussendlich die Richter sein werden sondern Gottes Christus, der erklärt hat: „Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll.“ (Joh 12:48, 49)

 

Satans Wirken als "Gott dieses Systems"
 

Denkmal von Peter Waldes Ihr geschichtliche Hervortreten einzelner Christenversammlungen und deren Namengebung seitens der Gegner war hin und wieder auch an eine Person in der Führungsrolle des Verkündens gebunden oder, sobald Verfolgung aufkam, jene der Person, der die unabhängigen Versammlungen sammelte und stärkte. Nach solchen Personen wurden sie dann somit meist  durch ihre Feinde benannt, wie zum Beispiel die Waldenser nach Peter Waldes.

 

Andere Forscher in der Religionsgeschichte sind jedoch der Ansicht, der Name komme vom Rückzugsgebiet jener verfolgten Christen, dem Vaudoise, dem Wallis und hätte schon lange vor dem Auftauchen des Peter Waldes existiert. Oft aber liegt der wahre Ursprung des Namens gewisser Gruppen im Verdeckten ihrer Lehren, wie jener der „Paulikaner“ oder „Ebioniten“. Oft war es eben nicht die Gruppe selbst, die sich die jeweils später gebräuchlichen Namen gab, sondern wie erwähnt meist deren Feinde!

 

Der Name konnte als fehlleitendes Etikett auch zur Diffamierung benutzt werden, wie Zusatzetiketten die sie als „Marcionisten“ (genannt nach Marcion, um 160 u.Z.), als „Manichäer“ (nach dem Perser Mani um 250 u.Z.) und als „Donatisten“ (nach Donatus von Karthago, um 250 u.Z.) verschrie, weil irgend ein Detail an jene bereits abgestempelten und von der Amtskirche verurteilten Gruppierungen erinnerte. Wer immer der römischen Amtskirche und deren Bischof und seinem Führungsanspruch widerstand war ein „Ketzer“!

 

Bei der Namengebung der Katharer war es entweder ihre Liebe zur geistigen Reinheit, die ihr den Namen „die Reinen“ katharos gab oder aber ihre Verbindung zu den jüdischen Khazaren, weil ihre Lehren und Lebensweise denen sehr ähnlich waren. Die Theologen und Geschichtsforscher mögen sich weiterhin die Köpfe darüber erhitzen.

 

1.5.5.7          Der positive Einfluss der „Ebioniten“ und „Paulikaner“ konnte nie ganz ausgerottet werden!

Uns interessiert die Beweisführung, dass der „gute Same“, den Jesus gestreut hatte über alle Jahrhunderte bis zum Abschluss hin unter dem „Scheinweizen“ weiter wuchs! Zeitweise wurde er vom „Unkraut“ überdeckt, andere versuchten ihn auszureissen und zerstreuten dadurch nur mehr Samen! Der Gedanke an die Einhaltung des Sabbats, der Feste und Festzeiten Jehovas und seiner Sabbat- und Jubeljahre ging niemals ganz verloren! Gerechte Menschen aller Jahrhunderte behielten Jesu Worte im Gedächtnis:

 

Engel werden die Ernte einbringen und das Unkraut verbrennen *** Rbi8  Matthäus 13:37-43 ***

Er gab darauf zur Antwort: Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Menschensohn; 38 das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, 39 und der Feind, der es säte, ist der Teufel. Die Ernte ist ein Abschluß eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel. 40 So, wie nun das Unkraut [[(die gesetzlos Handelnden)]] zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten [[(die Gesetzestreuen)]] so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

 

Bis zum Abschluss wird Satan dem „Menschensohn“, Jesus widerstehen und den „guten Samen“ gewaltsam zu vernichten suchen. Der „gute Same“ dagegen wirkt pazifistisch und greift nicht zur Gewalt. Sein „Schwert“ ist das Wort Gottes, das er zu gebrauchen weis! Wir nun haben uns dem „Ende des Systems“, der Abrechnung mit Jesu Sklaven genähert. Wir sollen trotz harter Bedrängung unser Haupt hochheben, weil Befreiung naht! „Wenn aber diese Dinge zu geschehen anfangen, dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor, denn eure Befreiung naht.“ (Lu 21:28)

 

Alle die Anlass zu Gesetzesübertretung von Gottes Normen geben werden herausgelesen, um verbrannt zu werden! All jene gerechten Menschen aber, die Gottes GESETZ auch unter Widerstand einhielten werden nun zum Glanz in der Auferstehung kommen! Gottes Wort ist zuverlässig! Das Königreich des Vaters wird schon in kurzer Zeit die Herrschaft über die ganze Erde übernehmen!

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

Uns aber interessiert zudem der Kern der Sache, warum man jene Glaubensgruppen über alle Jahrhunderte so gnadenlos verfolgte, sie um jeden noch so hohen Preis auszurotten bereit war! Da die meisten dieser Strömungen aus verhältnismässig armen Menschen bestanden ging es nicht um Geld und Güter, die jene doch gar nicht besessen hatten. Da sie zudem doch keine Autorität ausser dem Christus anerkannten ging es ihnen nicht um Ehre und Machtgerangel. Da sie zumeist kein Staatsgebiet beanspruchten ging es ihnen auch ni