Newsletter „DER WEG“ 7/11-1   November 2007

Neubearbeitung: 19.5.14

 

 

7.11.1  Was war die Lehre der „Nikolaus-Sekte“ des 1.Jahrhunderts und welche Bewandtnis hat diese mit der Endzeit?

 

   Die Nikolaus-Sekte“ (oder Nikolaiten) werden in den Sendschreiben Jesu an die sieben Versammlungen der Offenbarung zwei Mal genannt, dies sowohl im Falle der Versammlung Ephesus wie auch Pergamon. Da die Offenbarung einerseits die Gegenwart zur Zeit des Schreibers, des Apostel Johannes betrifft, andererseits aber eine Vorherschau der Ereignisse der Endzeit dieses Systems umfasst, so müssen wir die Informationen miteinander verbinden: Grundsätzliche Ursache und langfristige Auswirkung von Fehlverhalten in Christenversammlungen! Jesu Ermahnung betrifft vorab die Aufsichtspflicht der Vorsteher, welche unmittelbar handeln müssen, wo Abweichungen der göttlichen Normen bestehen, um langfristigen Schaden von sich und der Versammlung abzuwenden!

 

Die sieben Versammlungen Asiens   An die Versammlung Ephesus schrieb Jesus:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:5-7 ***

Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust. 6 Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. 7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘

 

   Jeder Vorsteher einer Christenversammlung ist durch Jesu Worte direkt angesprochen! Das Thema ist Abfall von ursprünglicher christlicher Lehre hin zu verwerflichen falschen Lehren und zu ungesetzlichen Taten! Abfall von Wahrheit hin zu Irrtum und Lüge, Abfall vom GESETZ hin zu Gesetzlosigkeit, von Liebe zu Hass! Der „Leuchter“ bedeutet die Versammlung. Wer als Verantwortlicher nicht handelt, der wird aus seiner Stellung entfernt, respektive die Versammlung verliert Jesu Gunst! Nur wer dagegen das Schlechte besiegt wird Zugang zum Paradies Gottes erhalten!

 

   Da Jesus, so wie Johannes es umschreibt jene Sekte hasst und jedem Strafe ankündet der sie duldet, unterstützt oder deren Lehren verbreitet, ist ein klares Verständnis über die Lehren der „Nikolaus-Sekte“ von grosser Wichtigkeit! Heute gibt es wohl keine Religion die sich so nennt. Wenn wir aber die Charakteristik jener Sekte des ersten Jahrhunderts untersuchen merken wir schnell, dass deren Lehren und Verhalten sich zu fast allen christlichen Religionen und  Christenversammlungen verbreitet hat! Paulus sprach im 2.Brief an Timotheus im Vers 2:16 symbolisch von tödlichem „Gangrän“.

 

Falsche Lehren wie schäumende Meereswellen   Dabei ist kaum zu erwarten, dass jene heutigen Religionen und Endzeitgruppen, welche dieselben Lehren und Charakteristiken der „Nikolaus-Sekte“ aufweisen ihre Mitglieder durch Hinweise informieren, dass die Worte Jesu sie selbst betreffen würden! Vielmehr werden offizielle Erklärungen von Kirchen alles so darstellen, dass kein Schatten auf sie selbst fallen könnte! Wie Verbrecher versuchen sie die Spuren die auf sie hinweisen und zu ihnen hinführen zu verwischen!

 

   Verwundert es, dass kaum irgendwelche tiefsinnigen Informationen, z.B. im Internet zu finden sind, wo doch nahezu jede Form von Literatur dokumentiert ist? Wer im Internet in Google nach dem Wort Nikolaus-Sekte sucht erhielt im Januar 2008 gerade 31 Antworten auf Deutsch! Mehrere davon sind Fragen von Internauten in verschiedenen Foren. Wer dagegen nach „Harmagedon“ fragt erhält 1.660.000 Internetseiten, welche das Wort verwenden! Das Wort „Nikolaus-Sekte“ erscheint in der Bibel (NEUE WELT ÜBERSETZUNG) zwei Mal, das Wort Harmagedon gar nur einmal! Beide haben aber miteinander zu tun! Denn Harmagedon bedeutet die Urteilsvollstreckung an den „Böcken“, die auf die Warnung nicht reagiert haben. Was somit die wenigsten wissen ist, dass die Endschlacht von Harmagedon auch direkt etwas mit Anhängern der „Nikolaus-Sekte“ zu tun hat, weil deren Lehren bis zur Endzeit zu einem nahezu vollkommenen Abfall von wahren Glauben hin zu Aberglauben an „falsche guten Botschaften“ geführt haben werden! (Gal 1:8-10)

 

   Der Apostel Johannes beklagte sich nur zwei Jahre nachdem er die Offenbarung und die Sendschreiben an die sieben Versammlungen gesandt hatte, dass Antichristen in einigen Versammlungen das Ruder an sich gerissen hatten. Er sprach von der „letzten Stunde“ der apostolischen Zeit und der Verkündigung unverfälschter guter Botschaft. 

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Wälfe in Schafspelzen inmitten der Herde   Jene die weggehen ziehen nicht aus einer Kirche zu einer anderen, sondern entfernen sich von der Wahrheit und werden dadurch zu “Antichristen“! Die Wahrheit aber lässt sich anhand der Aussagen der Schrift, der zugehörigen Kontexte und Parallelschriftstellen erkennen! Durch Vergleich kann Lüge und die dahinterstehenden Lügner die sie verbreiten identifiziert werden! Das ist mit Mühe und Arbeit verbunden aber offenbart „die Bewährten“! Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.“ (2.Kor 13:5, 6) Viele solche Lügner nehmen „die Gestalt von Aposteln Christi“ an, verstellen sich und ihren Betrug als Nachahmer des „Engels des Lichts“, Satan! Sie sind die Wölfe in Schafspelzen!

 

   Die sieben Empfänger-Versammlungen des Schreibens der Offenbarung hatten die Apostel noch persönlich gekannt, wussten um deren Einheit in der Lehre. Nun aber vermischte sich die christliche Lehre, die jüdische Tradition, das unverfälschte Gebot mit Menschenlehren und weltlichen Philosophien. Die „Nikolaus-Sekte“ war zu jenem Zeitpunkt am Ende des 1.Jahrhunderts der gemeinsame Sammelpunkt der Abgefallenen, die sich um eine neue Führerpersönlichkeit zu scharen begannen, welche sich auf dieselbe Stufe der Apostel stellte und behauptete selbst von Gott inspiriert zu sein und Jesus zu vertreten. Paulus hatte im 2.Schreiben an die Korinther darauf hingewiesen:

 

Gibt der Fischer Petrus seine Schuhe jemand anders?*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

   Niemand stand auf derselben Stufe des Paulus oder des Petrus ausser den anderen zehn Aposteln. Ihr Rang war höher wie der jedes anderen Vorstehers! Sie alleine waren von Jesus auserwählt und eingesetzt! Ihnen sind die zwölf Throne zum Richten des Israels Gottes vorbehalten! (Mat 19:28; Lu 22:28-30; Off 19:4)

 

   Es wäre also wirklich wissenswert, was hinter dem symbolischen Begriff „Nikolaus-Sekte“ sich verbirgt! Jesus hasst jene Sekte und wird sie bestimmt am Tag der Urteilsvollstreckung vernichten! Beachten wir, dass die ganze Offenbarung in Symbolsprache geschrieben ist! So wie es mehrere verschiedene „wilde Tiere aber nur ein dahinterstehendes Prinzip in der Offenbarung gibt, so ist es mit „Babylon der Grossen“ und dem Bild des wilden Tieres! „Wilde Tiere“ stellen vorab politische Gebilde dar. Ein „zweihörniges wildes Tier“ ist ein Zusammenschluss von zwei Nationen mit zwei „Hörnern“ oder Verteidigungssystemen unter einem „Kopf, einer Leitung! Das ist in der Endzeit die Beschreibung der Doppelweltmacht Anglo-Amerika, ohne deren Namen zu nennen! „Siebenköpfig“ und „zehnhörnig“ bedeutet nur ein Zusammenschluss von mehreren Einzelköpfen und verschiedenen Verteidigungsystemen zu einem erdenweit agierenden politischen Grossgebilde. Gemeint ist die UNO, ein „achter König“ (Off 17:11) der keine Nation darstellt, sondern den Zusammenschluss aller Nationen wiederum ohne Namen zu gebrauchen, vielmehr exakt bezeichnende Etiketten verwendend! Das Bild“ des „siebenköpfigen wilden Tieres“ stellt eine Imitation der Verbindung aller Nationen dar, darum erscheint es ohne Diademe oder ohne Kronen

 

Die drei "wilden Tiere" der Endzeit

   In diesem Sinne muss unser Augenmerk nicht auf den Namen „Nikolaus“ gerichtet werden, offenbar dem Namen des Sektengründers oder herausragenden abgefallenen christlichen Führers jener Epoche. Er wird zu einem Zeitpunkt vor oder bis zum Jahre 96 u.Z. existiert haben, wo Johannes die Offenbarung von Gott durch Jesus und durch dessen Engel als Sendboten erhielt. Weit eher muss unser Augenmerk auf das Schlüsselwort Sekte“ gerichtet werden, was Abspaltung von der Lehre des Christus bedeutet! So ist zu vermerken, dass alle christlichen Religionen genau betrachtet Abspaltungen darstellen, da Jesus nicht ein Religionsgründer ist, sondern der Wiederhersteller einer staatlichen Ordnung die Gott Israel gab! Christen sind geistige Juden, die ihr Herz aufgrund der Rechtsordnung Israels beschnitten haben! Paulus spricht vom Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Jesus ist darin König und Hoherpriester! (Ps 110:4; Kol 1:13)

 

   Die Jünger stellten Jesus vor seiner Himmelfahrt eine allerletzte Frage, die Israel als Nation betraf:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:6 ***

„Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“

 

   Die „Wiederherstellung des Königreiches für Israel“ muss somit unser Augenmerk erlangen, weil es eine erdenweite Regierung unter Jesu Führung und einem einheitlichen GESETZ darstellt: Dem „GESETZ des Christus“! Es ist das von Gott an Israel gegebene GESETZ, das im „GESETZ des Christus“ von der schattenhaften Anwendung im Tempel nun auf den dahinterliegenden Prinzipien ruhenden Grundlage angewendet werden muss; Aktive Liebe zu Gott und zum Nächsten!

 

*** Rbi8  Galater 6:2 ***

Fahrt fort, einander die Bürden zu tragen, und so erfüllt das Gesetz [[GESETZ]] des Christus.

 

   Diese Prinzipien, die alle Dinge regeln müssen, gründen sich auf die „zehn Gebote“ und auf die übrigen GESETZE und richterlichen Entscheidungen Gottes! Jedes Wort aus Gottes Mund muss sich bis ins Kleinste erfüllen, dazu kam Jesus in die Welt, um die Machenschaften Satans abzubrechen, der ein Gegensystem schuf, das die ganze Welt unter seiner Kontrolle hält! (Eph 6:10-13)

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:19-21 ***

Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen zu erkennen. Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben. 21 Kindlein, hütet euch vor Götzen.

 

   Verstandesmässig müssen wir unsere Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen, mit Gott JHWH durch den Christus erfassen und die Gefahr sehen, die von „Götzen“ mittels Sekten und deren vergötterten Gründern und Führern ausgeübt wird! Da steinerne „Götzen“ weder Verstand, noch Augen, noch Ohren, noch einen Mund, noch Hände, noch Füsse haben müssen wir uns vor den Menschen hüten, die jene Sekten oder Religionen anführen oder sie vertreten! (Ps 82:6, 7; 115:4-8; Joh 10:34-36; 1.Kor 8:5, 6)

 

Wir Vögel gefangen auf der Leimrute der religiösen Vogelfänger   Ihre Argumente sind oft sehr verführerisch, so wie die Leimruten des Vogelfängers! Diese vergötterten menschlichen Führer stellen die Gefahr dar, da sie durch verleitende Argumente und reichliche Verwendung biblischer Aussagen unsere Aufmerksamkeit auf ihre Mitteilung hin lenken wollen! Sie stellen sich als Vertreter des Christus dar, als dessen Abgesandte und zeigen dadurch, dass sie „falsche Christusse“ sind vor denen Jesus deutlich gewarnt hat! (Mat 24:23-25) Sie stellen mit Vorliebe ihr eigenes organisatorisches Gebilde als das dar, was „Gottes Königreich“ sei. Sowohl Jesus und die Apostel warnten vor falschen Aposteln und falschen Lehrern, die von der Wahrheit und von Gottes GESETZ wegführen! (Ps 119:118) Jesus hatte schon von den Vertretern der jüdischen Sekten seiner Tage gesagt:

 

*** Rbi8  Matthäus 23:13-14 ***

Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch erlaubt ihr, daß die hineingehen, die sich auf dem Weg dorthin befinden.

 

   Wie weit mehr gelten diese Worte für die heutigen Vertreter christlicher Religionen, die doch jede für sich einen getrennten „Leib des Christus“ mit jeweils unterschiedlichem Haupt darstellen? Alle sind darauf gerichtet Proselyten für ihre Gemeinschaft zu machen, statt das „Königreich des Sohnes der Liebe“ und das „GESETZ des Christus“ zu verkünden!

 

   Die Nikolaus-Sekte“ richtete sich somit als einem Anfang des Abspaltens und falscher Lehren gegen das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, das eine Vorstufe oder Vorbereitung zum kommenden Königreich des Vaters für die Wiederherstellung vom „Israel Gottes“, der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ darstellt!

 

*** Rbi8  Epheser 1:8-14 ***

Diese [[unverdiente Güte]] hat er auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir [[die Apostel]], die wir zuerst auf den Christus gehofft haben. 13 Doch auch ihr [[die Getauften]] habt auf ihn gehofft, als ihr das Wort der Wahrheit, die gute Botschaft über eure Rettung, gehört habt. Durch ihn seid ihr auch, als ihr gläubig geworden seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, 14 der ein im voraus gegebenes Unterpfand unseres Erbes ist, zum Zwecke der Befreiung durch ein Lösegeld des besonderen Besitzes [Gottes], zum Lobpreis seiner Herrlichkeit.

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie

 

   Die Apostel sind vorab die ersten Erben zusammen mit Christus, weil sie die weiteren Erben, die 144.000 Mit-Priesterkönige richten werden. Sie sind es, die beurteilen müssen, wer auf Gott und auf den Christus gehofft und gehört hat und wer in Jesu Geboten geblieben ist! Im Mund jener zum Abschluss Auserwählten bisher „treuer Sklaven“, der künftigen Priesterkönige wird „keine Unwahrheit“ und weniger noch eine Lüge gefunden!

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:4-5 ***

Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

 

   Aus diesem Blickwinkel betrachtet dürfen die Versammlungsvorsteher falsche, lügenhafte Lehren keinesfalls dulden und müssen selbst Gottes GESETZ gegenüber ohne Makel sein.

 

   Das „heilige Geheimnis seines (Gottes) Willens“ ist offengelegt und längst kein Geheimnis mehr! Wir können die Wahrheit durchaus verstandesmässig begreifen! Sobald wir dies tun, sind wir in der Lage den Einfluss der Sekten und Religionen auf unser Leben zu kontrollieren und die von Jesus verkündigte Freiheit erlangen!

 

*** Rbi8  Johannes 8:31-32 ***

Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

   Wahrheit ist unabhängig von Religion an Gottes Wort gebunden! „Dein Wort ist Wahrheit“ hatte Jesus gesagt (Joh 17:17).

 

   Ein Zusammenschluss der wichtigsten Sekten und Religionen zu einem geeinten Gebilde, wie dies z.B. die Katholische Kirche darstellt, die aus 23 voneinander unabhängigen Religionsgruppen unter einem Haupt, dem Papst stehen, oder dem Lutherischen Weltbund, der die meisten lutherischen Kirchen mit einschliesst usw. sind organisatorische Gebilde, wie es in der Politik die Nationen darstellen. Wenn nun mehrere dieser religiösen Grossgebilde zu einer übergesetzten Organisation, wie es die UNO auf politischem Gebiet darstellt vereinigen, so ist dies ein „Abbild“ oder „Bild“ der politischen UNO auf religiösem Gebiet.

 

   Das „World Council of Religious Leaders“ oder WCRL, ist ein Zusammenschluss, ein künstliches Gebilde, eine Supersekte der wichtigsten 13 Weltreligionen. Das wird exakt durch den biblischen Begriff „Babylon die Grosse“ dargestellt und besitzt in der Endzeit als „Bild“ ebenfalls einen Namen und ein eigenes Symbol: Die Erkennungszeichen der einzelnen Religionen kreisen dabei wie „Sterne“ oder Planeten um die politische „Sonne“, das Symbol der „gekrönten“ UNO, von der die Offenbarung erklärt: „Und das wilde Tier, das war, aber nicht ist, es ist auch selbst ein achter [König], aber entstammt den sieben, und es geht hin in [die] Vernichtung. (Off 17:11).

 

   Die „Nikolaus-Sekte“ steht somit für den Anfang vom grossen Abfall und stellte bereits zu Beginn das religiöse Gegenstück zum „Königreich des Sohnes der Liebe dar! Wer die biblischen Grundbegriffe und Symbole noch nicht versteht sollte sich ehrlich um Verständnis bemühen!

 

Jesus als himmlischer Reiter auf dem weissen Pferd, als Erzengel und Anführer der Engelheere   Jesu Worte an die sieben Versammlungen sind sowohl an Versammlungsvorsteher wie auch an Versammlungsglieder gerichtet! „Bereue also. Wenn du es nicht tust, komme ich eilends zu dir, und ich will mit dem langen Schwert meines Mundes Krieg mit ihnen führen.“ Jesus spricht hier von der Urteilsvollstreckung des „Reiters auf dem weissen Pferd“ in Harmagedons Endschlacht, zu der er „eilends kommt“(Off 2:16; 3:11; 19:11, 19-21)

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:6-7 ***

Und er sprach zu mir: „Diese Worte sind zuverlässig und wahr; ja, Jehova, der Gott der inspirierten Äußerungen der Propheten, sandte seinen Engel aus, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. 7 Und siehe, ich komme eilends. Glücklich ist jeder, der die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle hält.“

 

   Bereits im 2.Brief an die Thessalonicher, um das Jahr 51 u.Z. sagte Paulus weiteren Abfall voraus (2.Thess 2:3). Abfall hat Gründe und einige, die im ersten Jahrhundert vorkamen sind namentlich erwähnt. Wir sollten aufgrund der Geschehnisse jener Zeit im Zusammenhang mit den von Jesus in der Offenbarung gegen die „Nikolaus-Sekte“ erwähnten Vorwürfe in den beiden Versammlungen Ephesus und Pergamon untersuchen, was jene hassenswerte Sekte wirklich getan hat. Daraus heraus sind Schlussfolgerungen zu ziehen, was dies in der Gerichtszeit des Endes für eine Bedeutung hat!

 

   Die einzige Art zu wissen, was jene Sekte in der Endzeit darstellt, ist aufgrund von in der Schrift vorhandenen Indizien Rückschlüsse zu ziehen, welche Art von Lehren jene Sekte damals verbreitete und was die tödliche Gefahr für Versammlungsglieder wirklich beinhaltet, damals wie heute! Wie beim Untersuch eines Verbrechens sind wir somit auf die Verknüpfung von Hinweisen und belegten Tatsachen angewiesen! Die doppelte Warnung an zwei von sieben Versammlungen lässt erkennen, dass Jesus darin eine grosse Gefahr sah! Da Johannes sich „am Tag des Herrn“ sieht, muss dies für unsere Tage von besonderer Wichtigkeit sein! (Off 1:10)

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

11.1  Was war die Lehre der „Nikolaus-Sekte“ des 1.Jahrhunderts und welche Bewandtnis hat diese mit der Endzeit?.. 7

11.1.1         Jesu Worte an die sieben Versammlungen und die „Nikolaus-Sekte. 7"

11.1.1.1...... Sich um genaues Verständnis der Zusammenhänge bemühen! 7

11.1.1.2...... Sekte bedeutet jede Form der Abspaltung vom einen, geeinten „Leib des Christus“! 8

11.1.1.3...... Die Proselytenmacherei der Pharisäer und ihr Einfluss durch jene, die sich inzwischen zu Christus bekannten. 12

11.1.1.4...... Paulus wehrt dem Einfluss falscher Lehrer aus Jerusalem von Seiten der Pharisäer 16

11.1.1.5...... Jede Abweichung von der „guten Botschaft“ lässt uns vom geraden Weg abirren. 20

11.1.1.6...... Die heutigen goldenen Kälber erkennen, um welche Christen tanzen. 22

11.1.1.7...... Wahre Lehre verkünden und der reinen, unverfälschten „guten Botschaft“ erneut zum Durchbruch verhelfen! 25

11.1.2         Die Stadt Ephesus und ihr Einfluss auf die „Nikolaus-Sekte. 27"

11.1.2.1...... Der Einfluss der Stadt Ephesus mit ihrem Arthemis-Tempelkult auf die ganze Provinz Asien. 27

11.1.2.2...... Die Tätigkeit des Paulus in Ephesus. 28

11.1.2.3...... Der Aufenthalt von Paulus in Ephesus zeigte Früchte und erzeugte harte Gegnerschaft 30

11.1.2.4...... Der Kampf des Paulus gegen Abgefallene wie Hymenäus und Alexander und deren Anhänger und ihrer verdrehten Lehren. 32

11.1.2.5...... Die Verbindung zwischen Hymenäus, Alexander und Philetus und der „Nikolaus-Sekte“ und der daraus resultierende schädliche Einfluss. 32

11.1.3         Jesu verbindet die Charakteristiken der „Nikolaus-Sekte“ mit den Lehren des Propheten Bileam und der Prophetin Isebel 37

11.1.3.1...... Was beanstandete Jesus spezifisch an der Versammlung Ephesus und Pergamon?. 37

11.1.3.2...... Wer sich von Anhängern Bileams verführen lässt muss mit demselben Urteil rechnen! 39

11.1.3.3...... Die falsche Prophetin Isebel als schlechtes Vorbild des ersten Jahrhunderts und der Endzeit erkennen. 39

11.1.3.4...... Die Begleitumstände des jüdischen Krieges beeinflussen die Christenversammlungen als Teil des Judaismus. 41

11.1.3.5...... Der jüdische Krieg und seine Auswirkungen. 43

11.1.4         Die Aufgabe des Johannes aufgrund der sieben Sendschreiben. 45

11.1.4.1...... Johannes muss die sieben Versammlungen in Asien stärken, um gegen die Lehren und Handlungen der Abtrünnigen zu bestehen. 45

11.1.4.2...... Johannes gibt die Grundelemente bekannt, um heutige Nachfolger der „Nikolaus-Sekte“ zu identifizieren. 46

11.1.4.3...... Die Versammlung Philadelphia erhält einen Überrest aus der Versammlung Satans. 48

11.1.4.4...... Jesus kam nicht um das GESETZ abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen! 49

11.1.4.5...... Lehrten die Apostel in Jerusalem oder Paulus die Heidenchristen Abfall vom GESETZ?. 50

11.1.5         Die Hinweise Jesu auf das Verhalten der „Nikolaus-Sekte“ im Umfeld von Ephesus, Pergamon und der Provinz Asien untersuchen! 51

11.1.5.1...... Die Lehre Bileams auf das Geschehen im ersten Jahrhundert und auf unsere Tage übertragen: Götzen Geopfertes essen. 51

11.1.5.2...... Wie Bileam, der Israel zur Hurerei verführte: Was dem heute entspricht 52

11.1.5.3...... Die Form der Anbetung respektieren, die Gott durch die Versammlung des Christus wünscht 54

11.1.5.4...... Welchen Einfluss hatte der Kaiserkult in Asien und die Verehrung der Muttergöttin Artemis auf die Christenversammlungen?. 56

11.1.5.5...... Paulus bedauert den Abfall von früheren, der Wahrheit Getreuen, hin zum Sektarismus. 57

11.1.5.6...... Welche Grundlehren führten offenbar zur Bildung der „Nikolaus-Sekte“?. 59

11.1.5.7...... Johannes korrigierte den Einfluss der „Nikolaus-Sekte“ in Ephesus und Asien! Er identifiziert die Antichristen. 60

11.1.5.8...... Warum hasst Jesus die „Nikolaus-Sekte“?. 63

11.1.5.9...... Keinerlei veränderte gute Botschaft weiterverbreiten: Am Wahren festhalten! 64

11.1.6         Lehren für Versammlungsleiter der Endzeit aus der Betrachtung der „Nikolaus-Sekte. 65

11.1.6.1...... Jesus verschiebt die „Leuchter“ und führt Krieg mit Uneinsichtigen! 65

11.1.6.2...... Die Katholische Kirche und ihr Versuch vom wahren Objekt der Nikolaiten abzulenken. 65

11.1.6.3...... Unwahre Geschichten und Altweibergeschwätz mit aller Kraft zurückweisen! 68

11.1.6.4...... Jene die das Wort der Wahrheit recht handhaben, sie werden mit Christus mitregieren! 68

11.1.7         Der absolute Führungsanspruch als Kennzeichen aller falschen Christusse. 69

11.1.7.1...... Stellt irgendeine Religion den „Leib des Christus“ dar? Wer ist „Gottes auserwählte Organisation“?. 69

11.1.7.2...... Die veränderte Lehre wird erneut verändert: Wer glaubt einem chronischen Lügner?. 71

11.1.7.3...... Warum anerkennt Jesus im Endgericht keinerlei bestehende religiöse Hierarchie?. 73

11.1.7.4...... Jene Sektenführer, die sich auf den Stuhl Mose setzen. 74

11.1.7.5...... Welche Religion hält und lehrt das ganze „GESETZ des Christus“?. 75

11.1.7.6...... Gott nicht auf die Probe stellen! 76

11.1.7.7...... Geht aus ihr hinaus, mein Volk“! 77

11.1.7.8...... Der Schleier, der bis heute auf den Augen der Nachfolger der „Nikolaus-Sekte“ liegt 78

  

11.1         Was war die Lehre der „Nikolaus-Sekte“ des 1.Jahrhunderts und welche Bewandtnis hat diese mit der Endzeit?

 

 

11.1.1      Jesu Worte an die sieben Versammlungen und die „Nikolaus-Sekte

 

11.1.1.1     Sich um genaues Verständnis der Zusammenhänge bemühen!

Wer die Sendschreiben Jesu an die sieben Versammlungen in Asien kennt und sie im Gesamtzusammenhang der Offenbarung einzureihen weiss, dem fällt schnell auf, dass diese nicht bloss an jene Versammlungen des ersten Jahrhunderts gerichtet waren, sondern, dass sie vielmehr Ratschlag an Christenversammlungen aller Zeiten, besonders aber jener der Endzeit bedeuten. Wir sollten uns deshalb um ein genaues Verständnis bemühen, was Jesus durch seine Ratschläge und Warnungen uns zu vermitteln sucht. 

 

Logisches Ablaufschema der 16 Visionen der Offenbarung

 

Zu Recht stellte Sir Isaac Newton in einer seiner vielschichtigen Abhandlungen zu biblischen Themen und bei seinem Bestreben alle Dinge die „verschlossen und versiegelt“ blieben zu enträtseln: „Wenn sie nie verstanden werden sollten, wofür hätte sie Gott dann in die Bibel geschrieben?

 

 

Sir Isaac Newton erkennt, dass nur wenige, zerstreute Menschen Gottes Plan der Endzeit zu entziffern vermögen!

 

Sir Isaac Newton erkannte, dass gewisse Rätsel der Visionen Daniels erst in der Zeit des Endes definiert werden könntenEs wurde Daniel enthüllt, dass die Prophezeiungen bezüglich der ‚letzten Zeiten’, bis zur Zeit des Endes verschlossen und versiegelt bleiben sollten. Doch dann würde der Weise sie verstehen und die Erkenntnis würde gemehrt werden (Daniel 12:3, 4, 9, 10). Je mehr Zeit daher verstrichen ist, in der sie im Geheimen blieben, desto eher können wir die Hoffnung hegen, dass die Zeit nahe ist und die Dinge bekannt gemacht werden.

Wenn sie nie verstanden werden sollten, wofür hätte sie Gott dann in die Bibel geschrieben?

Sicherlich tat er es zur Erleuchtung der Kirche [[lat.: ecclesia = Versammlung]]. Und wenn es so ist, dann ist es gewiss, dass die Kirche [[Versammlung]] mit der Dauer der Zeit ein Verständnis der Dinge erlangen würde. Ich meine nicht alle die sich ‚Christen’ nennen, sondern ein Überrest, einige weit verstreute Personen, die Gott erwählet hat. Solche, die ohne von Gier, Gelehrsamkeit oder menschlicher Autorität getrieben zu werden, ernsthaft und aufrichtig nach der Wahrheit forschen. Denn Daniel sprach dereinst, dass die Weisen es verstehen würden, also sagte er auch, dass kein Böser es je werde. 

 

 

Newton stellt unabhängiges, ehrliches „ernsthaft und aufrichtig nach der Wahrheit forschen“ den Kirchendienern gegenüber, welche „durch menschliche Autorität getrieben“ religiös gefärbte „offizielle Wahrheit“ fördern. Diese veränderte Form der „Scheinwahrheit“ läuft Gottes Wort oft diametral zuwider, um den Kircheninteressen, der „Gier“ nach finanzieller Sicherheit und dem Erhalten von deren Autorität zu dienen!

 

Newton selbst gehörte zu jener Klasse eifriger Bibelforscher die schon seit langer Zeit gewisse herausragende falsche Kirchenlehren als der Bibel widersprechend offenlegte, z.B. die Lehre der Dreieinigkeit Gottes, das Blutgenussverbot erkannte er [1] und etliches mehr. Andererseits hielt er an gewissen anderen religiösen Ansichten seiner Zeit fest. In richtiger Weise anerkannte er, dass während der letzten Periode [B] nach Jesu erster Wiederkehr [B1] der Christus noch nicht physisch anwesend sein werde [B1>-Bb]. Das würde sich aber mit der „Wiederkehr mit den Wolken“ ändern [Bb]. Das wäre jedoch erst nach Harmagedons Endschlacht [B3], die er ja gemäss Offenbarung 19:11-20 als „Reiter auf dem weissen Pferd“ schlägt und laut Daniel 8:25 „ohne Hand“ die Menschenherrschaft brechen würde. Dies muss er noch vom Himmel her ausführen, welches auch das Festsetzen Satans und der Dämonen im Abgrund beinhaltet! (Da 8:25; 1.Kor 15:24; Off 19:19-20:3)

 

Ablaufschema der Geschehnisse der Endzeit

 

Eines der Rätsel, das die Offenbarung uns für unsere Zeit des Endes zu lösen aufträgt hat mit der „Nikolaus-Sekte“ zu tun! Offenbar hatte sie unter dieser Bezeichnung im ersten Jahrhundert unter „Paulikanern“ (Christen aus den Heiden) und „Ebioniten“ (Christen aus den Juden) zu Abfallerscheinung und zum Nachlassen in der Beachtung göttlicher Gebote geführt. Jesus führt sie aber im Zusammenhang mit den „sieben Versammlungen“ auf, die in der Endzeit alle Christenversammlungen repräsentieren! Damals nannte Jesus die Sekte in zwei von den sieben Versammlungen als ein Problem! Am Ende der „Zeiten der Nationen“ wird es ein grosses Problem in fast jeder Christengemeinde bedeuten, da das Übel sich ja schnell wie „Gangrän“ ausbreitet!

 

Analysieren wir mit Verstand und Unterscheidungsvermögen alle Details, die uns die Schrift liefert!

 

11.1.1.2     Sekte bedeutet jede Form der Abspaltung vom einen, geeinten „Leib des Christus“!

Ob die von Jesus genannte ”Nikolaus-Sekte“ etwas mit jenem Dienstamtgehilfen gleichen Namens zu tun hat, welche die Apostel im Jahre 34 erwählten, dies wurde von frühen Kirchenschriftstellern angenommen, ist aber aus der Heiligen Schrift nirgends direkt bestätigt! Einige Verbindungen deuten allerdings in diese Richtung.

 

Wenn wir das Umfeld etwas näher betrachten, wie es zur Wahl des Nikolaus als Dienstamtgehilfen gekommen ist, die im Kapitel 6 der Apostelgeschichte erwähnt ist, dann gibt es doch bereits einige feine Hinweise. Es geht um die Ernennung von insgesamt sieben ersten Dienstamtgehilfen (gr. presbyteros) innerhalb der Versammlungen in Jerusalem, die hauptsächlich durch hebräisch sprechende „Ebioniten“ gebildet wurden, wo es aber auch Witwen von „griechisch sprechenden Juden“ gab. Das deutet somit auf Juden hin, die aus der Diaspora nach Jerusalem gekommen waren, noch bevor Paulus sein Werk begann! Das Geschehen ist um das Jahr 34 u.Z. einzureihen, somit kurz vor der Taufe des Kornelius.

 

Die Auswahl der Diakone erfolgte nicht durch die Apostel, sondern  durch die "Menge der Jünger"!*** Rbi8  Apostelgeschichte 6:1-4 ***

Als nun in diesen Tagen die Jünger an Zahl zunahmen, entstand ein Murren der griechisch sprechenden Juden gegen die hebräisch sprechenden Juden, weil ihre Witwen bei der täglichen Austeilung übersehen wurden. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zu sich und sprachen: „Es gefällt uns nicht, daß wir das Wort Gottes zurückstellen, um [Speise] an Tische auszuteilen. 3 Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus, die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind, damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können; 4 wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.“

 

Scheinbar weniger Wichtiges wurde nun an eine weitere Gruppe Männer delegiert: Das Austeilen von Speise! Die Versammlung selbst sollte sich jene unter sich auswählen, welche die Bedingung erfüllten um gerechte Verhältnisse zu schaffen. Das kann ausser der Austeilung der gemeinsamen Mahlzeiten auch geistige Speise betreffen, da jene Männer ja „ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind! Da es zwei Gruppen waren, die „Ebioniten“ aus Jerusalem und Judenchristen aus den griechisch sprechenden Gebieten wurden aus beiden Presbyter erwählt!

 

Eine erste Vernachlässigung der einen Gruppe, der „griechisch sprechenden ... Witwen“ war durch die andere Gruppe, die „hebräisch sprechenden Juden“ vorgekommen! Das gefiel den Aposteln nicht, die sich mehr um die Verbreitung der Lehre und um das gemeinsame Gebet kümmern wollten, dadurch die Grundlage mittels Schriften wie z.B. dem Evangelium des Matthäus zu schaffen, die zu schnellerer Verbreitung der guten Botschaft und dadurch zu mehr Gerechtigkeit führen würden. Der Hinweis zeigt, dass gewisse Vorsteher von Anfang an durch die Gemeinde mittels Selektion aufgrund vorgegebener Kriterien erwählt wurden, diese dann durch Auflegen der Hände seitens der Apostel ihre Bestätigung fanden. So kam auch jener „Nikolaus, ein Proselyt aus Antiochia“ zur Gruppe der Auserwählten.

 

Die Apostel legten den erwählten sieben Dienstamtgehilfen die Hand auf die über jenen beteten.*** Rbi8  Apostelgeschichte 6:5-6 ***

Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und man wählte Stephanus aus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia; 6 und man stellte sie vor die Apostel, und nachdem diese gebetet hatten, legten sie ihnen die Hände auf.

 

Nur über Nikolaus wird hier gesagt, dass er ein (beschnittener) Proselyt war. Er kam zudem aus Antiochia, wo Paulus später das grosse Problem der Beschneidungsfrage lösen musste, wo „einige von Jakobus her“ eine andere gute Botschaft „als die wir euch gelehrt haben“ gebracht hatten. Offenbar geschah dies mit einer gewissen Autorität. Trotzdem verwundert sich Paulus wie leicht die Galater sich von dem abwendeten, was er ihnen gesagt hatte:

 

*** Rbi8  Galater 1:6-7 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen.

 

Paulus nennt keine Namen derer, welche die Unruhe verursacht hatten ausser dem Petrus, den er mit „Kephas“ anredete und ihn wegen des Verhaltens öffentlich verurteilte, weil es zu Abspaltung führte und der Lehre der guten Botschaft widersprach (Gal 2:9). Die „unverdiente Güte“ hatten die Galater in unbeschnittenem Zustand erhalten, wegen ihres Glaubens in den Christus!

 

Die Beschneidungsfrage der Christen aus den Heiden wirbelte grosse Emotionen auf!Jene von Jerusalem her Zugereisten versuchten nun in Veränderung der guten Botschaft die „trennende Zwischenwand“ zwischen „Ebioniten“ und „Paulikanern“ erneut aufzurichten, durch das Gebot der fleischlichen Beschneidung und des Halten des „ganzen GESETZES Mose“. Ob jener proselytische Dienstamtgehilfe Nikolaus mit dabei war, dies wird nicht gesagt aber es könnte Sinn ergeben, da er doch aus Antiochia kam. (Gal 1:6-9; Gal 2:11-14; 1.Ti 1:39)

 

Die Bezeichnung das „ganze GESETZ Mose“ verdient unsere Beachtung, weil offensichtlich das GESETZ Mose weiterhin galt, aber gewisse Teile, wie eben das Gebot der fleischlichen Beschneidung unter dem „GESETZ des Christus“ dahingefallen war, respektive durch den dahinterliegenden Sinn ersetzt worden waren: Das Herz aufgrund der Gebote zu beschneiden. Das aber stand doch bereits im GESETZ Mose als Gottes ursprüngliche Richtlinie! Gottes Unparteilichkeit wurde schon damals in den Vordergrund gerückt im Zusammenhang mit dem Einhalten Seiner Gebote!

 

*** Rbi8  5. Mose 10:16-19 ***

Und ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und euren Nacken nicht länger verhärten. 17 Denn Jehova, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchteinflößende Gott, der niemand parteiisch behandelt noch eine Bestechung annimmt, 18 der dem vaterlosen Knaben und der Witwe Recht schafft und den ansässigen Fremdling liebt, so daß er ihm Brot und einen Überwurf gibt. 19 Auch ihr sollt den ansässigen Fremdling lieben, denn ansässige Fremdlinge wurdet ihr im Land Ägypten.

 

Durch das Ausgiessen des heiligen Geistes auf die Hausgemeinschaft des Kornelius hatte Jesus selbst bestätigt, dass Gott die Beschneidung des Herzens jener Gruppe der ersten Christen aus den Nationen anerkannt hatte, die später erst „Paulikaner“ genannt wurden weil Paulus deren Apostel wurde. Diese waren nun gleichwertige „ansässige Fremdlinge“. Auch das, was Gerechtigkeit gegenüber Witwen betrifft ist Gott unparteiisch und dies musste nun Paulus in Antiochia verteidigen!

 

Jesus hatte zuvor von Proselytenmacherei (Anhänger gewinnen mittels aggressiver Methoden) der Pharisäer gewarnt. Von jenen waren nun einige innerhalb der Reihen der Christen, die für Unruhe sorgten, weil ihre frühere Zugehörigkeit sie geprägt hatte. Es ist nicht leicht alte Gewohnheiten aufzugeben. Sie lehrten „Sauerteig, der schlussendlich die ganze Masse durchsäuern würde, hatte Jesus jedoch gewarnt!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:15 ***

Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Meer und das trockene Land durchreist, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es wird, macht ihr ihn zu einem Gegenstand für die Gehenna, doppelt so schlimm wie ihr selbst.

 

Christen, die somit von den Pharisäern her kamen waren es, die vorab in Jerusalem und später in Antiochia für Unruhe gesorgt hatten. Das kann, muss aber nicht in Verbindung mit dem Dienstamtgehilfen Nikolaus sein.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:5 ***

Doch einige derer von der Sekte der Pharisäer, die gläubig geworden waren, erhoben sich von ihren Sitzen und sprachen: „Es ist notwendig, daß man sie beschneide und ihnen gebiete, das Gesetz [[GESETZ]] Mose zu halten.“

 

Somit kann im Falle des Nikolaus reine Koinzidenz sein aber auch ein gewichtiger Hinweis über Verkettung von Dingen darstellen! Nikolaus war aus Antiochia, war ein (beschnittener) jüdischer Proselyt und diente als Dienstamtgehilfe, war somit von den Aposteln mit Autorität ausgestattet worden. Johannes sagt später von jenen „Antichristen“ die u.a. in der ”Nikolaus-Sekte“ vereinigt waren: „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind.“ (1.Joh 2:19) Über Nikolaus wird nur seine Erwählung genannt, später gibt es keinerlei Nennung des Namens mehr ausser der zweimaligen Warnung über die „Nikolaus-Sekte“ durch Jesus in der Offenbarung. Über Stephanus und Philippus wird dagegen viel Gutes berichtet!

 

Diese Worte wurden im Jahre 98 u.Z. geschrieben, also etwa 62 Jahre nach Ernennung des Nikolaus. Wäre jener bei seiner Ernennung etwa 25 Jahre alt gewesen, so wäre er inzwischen gegen die 90 Jahre gegangen. Von diesem Gesichtspunkt per käme er als Kandidat für die Sektengründung ebenfalls in Frage. Bedenken wir: Von den zwölf von Jesus erwählten Aposteln war einer ein Verräter!

 

Die Briefe der Apostel wurden in jeder der Hausversammlungen zur Belehrung und Erbauung verlesenDie Art, von der Johannes positiv redet sind all jene, die auf Jesu Worte achten und sich der Autorität der Apostel unterordnen! In der Versammlung sind es jene Glieder, die auf Anweisungen der Vorsteher achten und diesen nachkommen, im Bewusstsein dessen, was Paulus an Timotheus sagt:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 5:17 ***

Die älteren Männer, die in vortrefflicher Weise als Vorsteher dienen, halte man doppelter Ehre für würdig, besonders die, die hart arbeiten in Wort und Lehre.

 

Jene Männer aber, die „nicht von unserer Art“ sind, die eine veränderte gute Botschaft verkünden und zu Gesetzlosigkeit verführen, „wer immer sie auch seien“ sollen uns zu Vorsicht ermahnen! Der Hass, den Jesus gegen die „Nikolaus-Sekte“ hat steht somit in Verbindung zu einer „veränderten guten Botschaft“ die gelehrt wird und die zu immer mehr Gottlosigkeit und zunehmender Gesetzlosigkeit hinführt! Paulus wehrte dem von Anfang an mit aller Heftigkeit und stellte jene gar unter den Fluch Gottes:

 

*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Um Nachdruck auf seine Aussage zu legen wiederholt Paulus die Verfluchung all jener, die eine veränderte gute Botschaft verkünden! Er verschonte mit dieser Aussage nicht einmal den Mitapostel Petrus (Kephas) noch seinen bis dahin treuen Gefährten Barnabas. Dies, weil jene sich aus Furcht vor jenen Abgesandten aus dem Kreis der Pharisäerchristen Jerusalems der verdrehten Meinung jener angeschlossen hatten, die eine veränderte Lehre brachten. Jene Männer aus Jerusalem hatten somit eine höhere Autorität ausgeübt und schienen in den Augen der Irregeführten mit Amtsgewalt zu befehlen.

 

Paulus aber bezieht sich auf eine weit höhere Autorität, die des Christus und die damit von Gott her kommende. Er war nicht von Menschen in sein Amt eingesetzt worden, sondern durch Jesus der von Jehova her autorisiert war! Nicht Menschen hatten ihn über die gute Botschaft instruiert, sondern er erhielt sein Wissen durch Offenbarung und durch Visionen von Christus! Er verfiel nicht dem Druck falscher Unterordnung unter angebliche Obrigkeit, sondern war sich der wahren Herrschaft bewusst, der nicht widersprochen werden darf!

 

*** Rbi8  Galater 1:10-12 ***

Versuche ich jetzt tatsächlich, Menschen zu überreden oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, wäre ich nicht Christi Sklave. 11 Denn ich bringe euch zur Kenntnis, Brüder, daß die gute Botschaft, die von mir als gute Botschaft verkündigt worden ist, kein Menschenwerk ist; 12 denn ich habe sie weder von einem Menschen empfangen, noch bin ich [darüber], außer durch Offenbarung Jesu Christi, belehrt worden.

 

Paulus redet von seiner früheren Stellung als Pharisäer und mit Mitglied des Sanhedrinds als "einer Menge von Kehricht" Als Christi Sklave musste er den Standpunkt des Christus vertreten, auch wenn jene die in Jerusalem die Autorität ausübten eine andere Meinung vertraten! Darin gibt Paulus jedem Christen ein Vorbild selbst höchster Autorität entgegenzutreten, wenn jene Gottes Wort missachtet! Er nannte seine früheren Auftraggeber innerhalb der Pharisäer und deren Doktrinen sogar „eine Menge Kehricht“! Den Philippern schrieb er daher: „Ja, tatsächlich betrachte ich überhaupt auch alle Dinge als Verlust wegen des alles übertreffenden Wertes der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne und in Gemeinschaft mit ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus Gesetz [[dem Regelwerk der Pharisäer]] kommt, sondern die, die durch Glauben an Christus kommt [[dem GESETZ des Christus]], die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt, …“ (Php 3:8, 9)

 

Petrus und Barnabas und offensichtlich auch ein guter Teil der Versammlungen Galatiens hörten schlussendlich erneut auf Paulus. Das musste nun aber von jenen die für die Unruhe verantwortlich zeichneten noch schriftlich bestätigt werden, um die Autorität des Paulus wiederherzustellen. Darum reisten Paulus und Barnabas nach Jerusalem, wo Petrus bereits gewisse Vorbereitungen getroffen hatte. Jene Gruppe der Pharisäer, die Spaltungen verursacht hatten mussten zurechtgewiesen und sollten nun im Auge behalten werden! Paulus schrieb im Brief an die Römer warnend vor solchem Einfluss insbesondere denen, welche die Speisevorschriften des GESETZES verneinten und andere dadurch zum „Götzen Bauch hinführten:

 

Die Speisegebote zeigen, wer den eigenen Bauch zum Götzen macht*** Rbi8  Römer 16:17-20 ***

Nun ermahne ich euch, Brüder, die im Auge zu behalten, die Spaltungen hervorrufen und Ursachen zum Straucheln geben entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie. 18 Denn Menschen von dieser Art sind Sklaven, nicht unseres Herrn Christus, sondern ihres eigenen Bauches; und durch glatte Worte und schmeichelhafte Reden verführen sie das Herz der Arglosen. 19 Denn euer Gehorsam ist allen bekanntgeworden. Ich freue mich daher über euch. Doch will ich, daß ihr weise seid in bezug auf das, was gut ist, aber unschuldig in bezug auf das, was übel ist. 20 Der Gott, der Frieden gibt, wird seinerseits den Satan in kurzem unter euren Füßen zermalmen. Die unverdiente Güte unseres Herrn Jesus sei mit euch.

 

Die Lehre, die ihr gelernt habt“ stammt von den Aposteln und es ist unsere eigene Pflicht dies immer wieder zu prüfen, wenn wir andersartige Lehren vernehmen. Die Kirchen haben so viele Lehrmeinungen und trotzdem lassen sie sich in zwei Grundzüge zusammenfassen: Abweichung von den Lehren Jesu und der Apostel und Abweichung die GESETZE Gottes betreffend!

 

Diese Dinge spalten uns vom „Leib des Christus“ ab, weil wir der „unverdienten Güte“ verlustig gehen, uns Jesus seine Gemeinschaft entzieht wenn wir seine Gebote missachten! (Joh 14:21) In diesem Zustand sind wir Sekten und Religionen auf ihrem Fang nach Seelen ausgeliefert, weil sie ein Ersatzhaupt und eine scheinbare Geborgenheit unter gleich Denkenden anbieten und uns auf ihren „breiten Weg der in die Vernichtung führt“ zu lenken versuchen. Die Einengung des „Weges“ sind doch gerade Gottes Vorschriften die zu unseren Gunsten wirken! „Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“ (Mat 7:13, 14)

 

Besser ist es wie Paulus es vormachte an der unveränderlichen Lehre Jesu festzuhalten, die Dinge richtig zu stellen, auch wenn dies unangenehme Folgen hat, als in blindem Gehorsam „blinden Leitern“ hinterher zu eilen. Die Sektenbildung bringt ja erst die Getreuen ans Licht! Paulus hatte dies als Erkennungsmerkmal genannt:

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:19 ***

Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

Bewährung zeigt sich anhand der Treue zum Zeugnisgeben für Jesus und am Festhalten an Jesu Geboten! Die Treue und Loyalität muss somit Gott und seinem Christus gehören, indem wir achtsam sind auf deren Wort bei genauem Verständnis und uns nicht allzu sehr von menschlicher Autorität, Überredungskunst und Organisationstalent blenden lassen!

 

11.1.1.3     Die Proselytenmacherei der Pharisäer und ihr Einfluss durch jene, die sich inzwischen zu Christus bekannten

Wer waren die Ketzer von Antiochia, welche die Beschneidung forderten?Die Pharisäer waren straff und gut organisiert und machten Proselyten, das heisst Nachfolger oder Jünger. Das hat Vorteile, weil sie zu Unterordnung unter eine höhere Autorität führt. Die Anerkennung eines „Hauptes“ ist wichtig, wo eine Organisation funktionieren soll. Es ist aber ebenso wichtig die Grenze zu kennen, wo man sich falsch ausgeübter Autorität nicht unterordnen darf, weil sonst die höchste Autorität Gottes und seines Christus missachtet würde! Darin besteht die grosse Gefahr von Organisationsgläubigkeit, dass wir der wahren Realität gegenüber blind gemacht werden!

 

Erinnern wir uns nun einiger Zusammenhänge: Ein Proselyt namens Nikolaus aus Antiochia war in Jerusalem zum Dienstamtgehilfen erwählt worden. Das war im Jahre 34 u.Z., jene sieben Männer mögen jung gewesen sein, irgendwo zwischen zwanzig und dreissig. In Antiochia kam es zu Problemen wegen der Beschneidungsfrage von Anhängern der Gruppe Bekehrter aus den Pharisäern.

 

Jesus hatte schon im Voraus vor dem „Sauerteig“ der Lehren der Pharisäer und Sadduzäer gewarnt: Eine Mischung von Wahrheit, Irrtum und Lüge.

 

*** Rbi8  Matthäus 16:11-12 ***

Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, daß ich nicht von Broten zu euch gesprochen habe? Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer in acht.“ 12 Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?

 

Die Apostel waren vorab angesprochen sich vor dieser Art Sauerteig falscher Lehren in Acht zu nehmen! Jesus wusste, dass nach seinem Tod solche Einflüsse zunehmen würden! Nachdem Petrus, um den Herbst 36 u.Z. den Kornelius getauft hatte, waren es Männer in Jerusalem aus der Gruppe der Pharisäer die Christen geworden waren die verlangten, dass jene Hausgemeinschaft nun nachträglich noch am Fleische beschnitten werden solle. Es wird auch hier nicht erwähnt, dass Nikolaus in dieser Gruppe gewesen sei. Aufgrund seiner Stellung und seiner Herkunft wäre dies nicht auszuschliessen, da er ja ein geweihter Vorsteher war. Petrus wehrte sich gegen jenen Einfluss, indem er erklärte, dass Gott selbst durch Austeilen des heiligen Geistes vor der Taufe bestimmt hatte, dass jene Hausgemeinschaft von zuvor Unreinen in Gottes Augen nun rein sei. Die Verfechter der Beschneidung hatten sich inzwischen formiert und sich um eine Führerpersönlichkeit, um einen Sprecher gesammelt.

 

Petrus verteidigt seine Erfahrung des Ausgiessen heiligen Geistes auf die unbeschnittenen der Hausgemeinschaft des Kornelius*** Rbi8  Apostelgeschichte 11:1-4 ***

Nun hörten die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, daß auch Leute aus den Nationen das Wort Gottes angenommen hatten. 2 Als daher Petrus nach Jerusalem hinaufkam, begannen die [Verfechter] der Beschneidung mit ihm zu streiten, 3 indem sie sagten, er sei in das Haus von Männern gegangen, die nicht beschnitten waren, und habe mit ihnen gegessen. 4 Darauf fing Petrus an und erklärte ihnen dann die Einzelheiten, indem er sprach: …

 

Zwei Punkte, die später in Antiochia zu Problemen führten kamen somit aus jener Gruppe von Pharisäerchristen: Die Beschneidungsfrage und das gemeinsame Essen zwischen Beschnittenen und Unbeschnittenen. Das zweite hatte zuvor schon bestanden und ausgelöst, dass die sieben Dienstamtgehilfen eingesetzt wurden! Man machte beim Austeilen des Essens einen Unterschied zu Witwen der griechisch sprechenden Beschnittenen! Man separierte Menschen gemäss äusserlichen Merkmalen!

 

Petrus verteidigte sein Handeln und erklärte anschliessend den ganzen Ablauf, wie er seinen Traum im Trancezustand hatte, wo er drei Mal aufgefordert war: „Schlachte und iss!“ und wie er später zu Kornelius geführt wurde und erst dort erkannte, was der symbolische Traum wirklich bedeutet hatte:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:27-29 ***

Und während er sich mit ihm unterhielt, ging er hinein und fand viele Leute versammelt, 28 und er sprach zu ihnen: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte. 29 Infolgedessen bin ich wirklich ohne Widerrede gekommen, als nach mir gesandt wurde. Daher erkundige ich mich nach dem Grund, aus dem ihr mich habt holen lassen.“

 

Ein einzelnes Gebot innerhalb des GESETZES Mose stand nun im Zentrum: Sich von Menschen der Nationen abgesondert zu halten! Dieses Gebot stand aber dem anderen Gebot Jesu, zu Menschen der Nationen zu gehen und Jünger zu machen vollkommen entgegen. Gott selbst hatte somit einen Entscheid gefällt, dass das spätere Gebot das frühere ersetzt! Nichts hatte dies in Wirklichkeit damit zu tun, dass nun unreine Tiere wie z.B. das Schwein gegessen werden durfte. Das verdrehten jene Abgefallenen vom GESETZ erst weit später! Jesus redete nur das, was er von Gott gehört hatte und Petrus handelte so wie er es verstand! Er schlachtete nichts Unreines, sondern hielt sich nicht an das frühere Gebot sich von unreinen Menschen getrennt zu halten! Diese hatte doch Gott dadurch gereinigt, dass jene auf die Belehrung durch das GESETZ und die gute Botschaft bereit waren Gottes Gebote nun zu respektieren und dadurch „unverdiente Güte“ mittels der Taufe, dem „Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches“ anzunehmen (Rö 8:6, 7; 2.Kor 7:1; 1.Pe 3:21) Jesus selbst bestätigt, dass alles was er lehrte von Gott stammte! Er verteidigte das GESETZ Mose, das seine Gegner beständig übertraten, während Jesus als Vorbild für alle keines der Gebote übertrat!

 

*** Rbi8  Johannes 7:16-19 ***

Jesus dagegen antwortete ihnen und sprach: Was ich lehre, ist nicht mein, sondern gehört dem, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand SEINEN Willen zu tun begehrt, wird er erkennen, ob die Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. 18 Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. 19 Hat nicht Moses euch das GESETZ gegeben? Doch niemand von euch gehorcht dem GESETZ. Warum sucht ihr mich zu töten?

 

Die Verbindung der "unverdienten Güte Gottes" zu Gottes GESETZ Jesus brach nach Auffassung der Pharisäer beständig das Sabbatgebot, weil er am Sabbat Heilungen vornahm und gute Werke tat, was jene als „Arbeit“ auslegten, die Gott im GESETZ am Sabbat verboten hatte. Jesus ass auch mit Steuereinnehmern und Sündern, was laut Auslegung der Schriftgelehrten dem zuwider lief, dass im Gebot steht, dass nichts Unreines anzurühren sei.

 

Deutlich zeigte Jesus, dass er das Prinzip hinter dem GESETZ nicht nur verstand, sondern auch lebte und es lehrte! „Die Gesunden benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden“ hatte er erklärt, um zu zeigen, warum er sich denen näherte, die physische oder geistige Hilfe benötigten und, dass das Gebot der Nächstenliebe jedes andere Gebot übertrifft!

 

Aus dem Gleichnis des barmherzigen Samariters ging dies deutlich hervor! Diese Dinge waren Israel zwar bekannt aber deren erweiterte Anwendung blieb für sie ein „heiliges Geheimnis“ bis Jesus kam, der den Schleier entfernte! (Lu 5:31; 10:25-37)

 

Paulus hatte jenes Verständnis über das „heilige Geheimnis des Christus“ vollkommen verstanden. Obwohl er selbst Pharisäer war hatte er das pharisäerhafte abgelegt, ohne dadurch die Gesetzestreue einzubüssen!

 

*** Rbi8  Epheser 3:4-6 ***

Im Hinblick darauf könnt ihr, wenn ihr dies lest, das Verständnis erkennen, das ich von dem heiligen Geheimnis des Christus habe. 5 In anderen Generationen wurde dieses [Geheimnis] den Söhnen der Menschen nicht so bekanntgemacht, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch [den] Geist geoffenbart worden ist, 6 nämlich daß Leute von den Nationen Miterben sein sollten und Miteinverleibte sowie Mitgenossen der Verheißung mit uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus durch die gute Botschaft.

 

Diese Menschen der Nationen mussten aber vorher mit der guten Botschaft vertraut gemacht werden. Geistige Heilung musste den Leidenden gebracht werden!

 

Petrus erhielt von Jesus drei Schlüssel um das "Königreich des Sohnes seiner Liebe" mittels dre Türen, drei Volksgruppen zu öffnenDie Vision die Petrus im Zusammenhang mit dem Kornelius erhielt hatte damit zu tun, dass Gott jene trennende Schranke, wo nur Beschnittene als „rein“ galten entfernt wurde und Petrus damit die Möglichkeit erhielt sich Menschen anderer Nationen zu nähern. Das war aber keine Generalisierung, welche die Abschaffung des GESETZES bedeutet hätte, wie dies einige Abtrünnige hinein interpretiert haben! Jesus hatte dem Petrus die „drei Schlüssel“ des Königreiches überreicht, welche zuerst den Juden, dann den Samaritanern und nun den Menschen aus den Nationen das „eingeengte Tor“ zum Eintritt in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mittels der Glaubenstaufe öffnen sollte. Ohne Niederwerfen der Abschrankung wäre der Predigtauftrag undurchführbar gewesen! Paulus erklärte hierzu im Brief an die Kolosser:

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

Jünger aus der Gruppe der Pharisäer unter den Vorstehern Jerusalems forderten somit bereits um das Jahr 36 u.Z. „das ganze GESETZ (Mose) zu halten“, was die Beschneidung und die Trennung von Menschen der Nationen bei gemeinsamen Essen wie eine Trennwand neu aufgerichtet hätte! (Apg 11:1-3, 18). Sie lehnten dadurch aber das „GESETZ des Christus“ ab, das deutlich gewisse Änderungen mit sich brachte: „Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete.“ (Eph 2:13)

 

Paulus schrieb darum im Brief an die Epheser im Jahre 60 oder 61 bezüglich das „Staatswesen Israels“ erläuternd, das doch vollkommen auf den Bündnissen Gottes und dem GESETZ Mose aufbaut:

 

*** Rbi8  Epheser 2:11-18 ***

Behaltet daher im Sinn, daß ihr früher nach dem Fleische Leute von den Nationen gewesen seid; „Unbeschnittenheit“ wurdet ihr genannt von dem, was „Beschneidung“ genannt wird, die mit Händen am Fleisch vorgenommen wird 12 daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber, in Gemeinschaft mit Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. 14 Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete. 15 Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf, das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote [[das GESETZ mit seinen Geboten und Verordnungen (Beschneidung, von Unbeschnittenen sich getrennt halten) (Albrecht)]], damit er die beiden Völker in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und damit er durch den Marterpfahl beide Völker in einem Leib mit Gott völlig versöhne, weil er die Feindschaft [[(aufgrund des Fluches wegen Gesetzesverletzung)]] durch sich selbst getötet hatte. 17 Und er kam und verkündete die gute Botschaft des Friedens euch, den Fernen, und Frieden den Nahen, 18 denn durch ihn haben wir, beide Völker, durch einen Geist den Zutritt zum Vater.

 

Nur die „Zwischenwand“ aus „Geboten und Verordnungen“ innerhalb des GESETZES wurde niedergebrochen, damit Menschen aller Art am „Leib des Christus“ teilhaftig werden konnten. Das Thema war „Unbeschnittenheit“ am Geiste, die Feindschaft bedeutet und nicht das gesamte GESETZ, das ja gerade die „Beschneidung des Herzens“ ausmacht!

 

Jüdische Proselyten mussten sich der Beschneidung unterziehenNur durch die fleischliche Beschneidung konnten sich zuvor Proselyten aus Menschen der Nationen dem „Staatsgebilde Israels“ nähern. Dieses war aber nun kurz davor verurteilt worden und stand davor vernichtet zu werden. Gott hatte aber dem Christus als neu erhöhten Hohepriesterkönig einen Überrest aus Israel zugeteilt und zudem all jene Menschen aus den Nationen gegeben, die auf das Predigen der guten Botschaft reagieren würden und Glauben in diese Vorkehrung setzten und ihr Herz anhand des „GESETZES des Christus“ beschneiden würden. Die Taufe war das Gütesiegel.

 

Jene Jünger aus den Pharisäern wollten offenbar erneut durch ihr Verlangen der Beschneidung und Trennung bei Essen eine Vorrangstellung der Beschnittenen Juden über die Unbeschnittenen der Heiden zeigen, damit sie jene kontrollieren könnten, indem sie die Beschneidung am Fleische der Paulikaner verlangten. Dies aber hätte zur Spaltung führen müssen. Die fleischlichen Juden mussten dagegen weiterhin ihre männlichen Kinder am achten Tag beschneiden lassen, was keine Verletzung des GESETZES bedeutete. Ein falsches Gerücht besagte, dass Paulus selbst diese Beschneidung verboten hätte, was nicht stimmte und durch seine Gegner, offenbar jene Gruppe der Pharisäer verbreitet wurde!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:21 ***

Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln.

 

Die Apostel in Jerusalem mussten diesem Gerücht entgegenwirken und Paulus selbst tat alles, dieses zu unterbinden, indem er seine eigene Gesetzestreue zeigte! Dem Juden blieb er Jude, dem Menschen der Nationen zeigte er, dass er unter dem „GESETZ des Christus“ stand.

 

(1. Korinther 9:20, 21)  Und so bin ich den Juden wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen; denen unter Gesetz [[GESETZ]] bin ich wie [einer,] der unter Gesetz [[GESETZ]] ist, geworden, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz [[GESETZ Mose (sondern unter dem „GESETZ des Christus“)]]  bin, um die zu gewinnen, welche unter Gesetz [[GESETZ]] sind. 21 Denen, die ohne Gesetz [[GESETZ Mose]] sind, bin ich wie [einer] ohne Gesetz [[GESETZ]] geworden, obwohl ich nicht ohne Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Gott, sondern unter Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Christus bin, um die zu gewinnen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind.

 

Im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gilt das „GESETZ des Christus“ er ist König und Hoherpriester! Menschen der Nationen waren dagegen vor der Taufe nicht unter GESETZ, weder dem von Mose noch dem von Christus! Juden dagegen unterstanden seit ihrer Geburt und Beschneidung dem „GESETZ Mose“, das Paulus respektierte, obwohl auch er und jene Juden die auf Jesus hörten durch Taufe sich dem “GESETZ des Christus“ unterordneten, indem sie das im Gebot Mose aufgezeichnete „GESETZ des Glaubens“ „in den Propheten gleich mir“ erfüllten (5.Mose 18:15-19). Dazu wollte Paulus so viele wie möglich gewinnen!

 

Das Opferblut Jesu reinigte jene Juden und ebenso uns in der Taufe von jeder Unreinheit! Sie „handschriftliche gegen uns lautende Urkunde“, den „Fluch“ zufolge früherer Gesetzesübertretungen. 

 

(Kolosser 2:13, 14)  Überdies hat [Gott] euch, obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und in dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, zusammen mit ihm lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Verfehlungen verziehen 14 und die gegen uns [lautende] handschriftliche Urkunde, die aus [[Gerichts-]]Verordnungen [[aus Urteilen]]  bestand und gegen uns war, ausgelöscht; und ER hat sie aus dem Weg geräumt, indem sie an den Marterpfahl genagelt wurde.

 

Der gegen uns lautende „Fluch“ für jede Gesetzesübertretung auf die Todesstrafe steht wurde mit der Taufe ausgelöscht! Dadurch erst durften wir gleich wie die Juden unsere Hoffnung auf Gott und auf unsere Rettung und ewiges Leben richten. Paulus bestätigt erneut das, was er am Apostelkonzil verteidigt hatte: „Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete.

 

11.1.1.4     Paulus wehrt dem Einfluss falscher Lehrer aus Jerusalem von Seiten der Pharisäer

Nachdem Paulus im Jahre 48 u.Z. von seiner ersten Missionsreise nach Antiochia an der Grenze zwischen Phrygien und Pisidien zurückgekehrt war kamen gewisse Männer von Judäa herab, die erneut dieselbe Forderung der fleischlichen Beschneidung stellten. Sie mussten inzwischen somit vom Erfolg des Paulus gehört haben und bereiteten dadurch nicht nur in der Versammlung in syrischen Stadt Antiochia grosse Verwirrung, sondern in allen Versammlungen der Nationen, auch denen in Galatien, das an die Provinz Asien angrenzt!

 

Das Problem der Beschneidungsfrage ginf von Jerusalem aus und musste dort von den Aposteln und Vorstehern gelöst werden!*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1-2 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden.“ 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und Barnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten.

 

Hier werden ebenso keine Namen derer genannt, welche die Unruhe verursachten. Sie kamen aber aus Judäa, aus Jerusalem. Es ist nicht ersichtlich, ob der Dienstamtgehilfe Nikolaus unter jenen Brüdern war. Offensichtlich handelte es sich aber um Männer mit Autorität, Vorstehern die nicht zu den Aposteln gehörten. Paulus und Barnabas sollten den Standpunkt den Paulus aufgrund der Visionen von Christus her bisher gelehrt hatte nun direkt vor den übrigen Aposteln und Ältesten in Jerusalem verteidigen, um der Unruhe ein Ende zu setzen mittels eines gemeinsamen Entscheides. Den Versammlungen der Nationen drohte ein innerer Bruch!

 

Paulus beschreibt dieselbe Situation im Brief an die Galater um das Jahr 51 u.Z., kurz nach dem Apostelkonzil in Jerusalem, wo ihm volle Unterstützung und Anerkennung seines Apostolats erteilt wurde. Er bezeichnet jene die den Zwist ausgelöst hatten offen aber als „falsche Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden“, um die Freiheit der Versammlungen auch ausserhalb des Einflussbereiches der Versammlung Jerusalem zu belauern. Jene wollten offensichtlich eine zentrale Hierarchie aufrichten, um jedem Christen erneut in pharisäerhafter Weise zu sagen, wie sie ihren Glauben leben sollten und um die Vorsteher zu kontrollieren. Dagegen aber verwehrte sich Paulus. Jede seiner Versammlungen war hin zu Unabhängigkeit erzogen aber zur Unterordnung unter seine mündlichen Lehren und schriftlichen Anweisungen durch Briefe und ebenso jene von den Aposteln her aus Jerusalem. Darum kam auch der Entscheid das Problem dort zu lösen, wo sein Quell war: In Jerusalem, bei den Aposteln und in deren Umgebung!

 

Jesus steht inmitten der sieben Versammlungen und hält dessen Vorsteher in seiner HandEine „leitende Körperschaft“ (Jehovas Zeugen) oder ein Papst (Katholiken) entspricht auch nicht dem, was Jesus in den Sendschreiben an die sieben Versammlungen später in der Offenbarung zeigt, dass jeder Vorsteher ihm gegenüber direkt rechenschaftspflichtig ist. Jeder „Stern“ ist in seiner Hand sei und da er „für immer und ewig lebt“ wandelt er inmitten der „sieben Leuchter“, inmitten aller Versammlungen bis zum Abschluss des Systems (Off 1:17-19).

 

Jesus erwähnt am Ende des Jahrhunderts nichts von einer Unterordnung der Versammlungen unter einen anderen Stellvertreter, wie die Apostel, die ausser Johannes inzwischen alle verstorben waren! Darum erwählte er Johannes, den letzten noch lebenden Apostel, um diese Sendschreiben zu verfassen und zu versenden! Da ist nicht die Rede von einem Stellvertreter des Petrus! Jesus benutze zuvor Paulus für weitere und andere Aufgaben wie er dies Petrus mit den drei Schlüsseln zugeteilt hatte. Paulus erklärt den Widerstand gegen eine aufgezwungene Zentralgewalt:

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Nicht einmal eine Stunde lang, sollte man den modernen goldenen Kälbern Unterordnung zeigen!Paulus zeigt seine Entschlossenheit auf solche Veränderungen der guten Botschaft nicht einmal für eine einzige Stunde einzugehen! Keinerlei Versklavung unter eine Zentralmacht, wie wir dies heute in nahezu allen Religionen feststellen können, die doch abgespaltene Töchter und Grosstöchter ein und derselben Katholischen Kirche sind. Ein neues „goldenes Kalb“ sollte umtanzt werden! So gab es bis zum Ende des ersten Jahrhunderts bereits zumindest zwei namentlich bekannte Abspaltungen: Zuerst jene des Hymenäus, Alexanders und des Philetus, die Paulus aus der Versammlung Ephesus geworfen hatte. Später die durch Jesus in der Offenbarung genannte „Nikolaus-Sekte“ im Zusammenhang mit Ephesus und Pergamon kam offensichtlich durch dieselben Abtrünnigen der Provinz Asien. Sie waren nun ausserhalb des geeinten „Leibes des Christus“! Sie versuchten die Getreuen zu beeinflussen und auf ihre Seite zu ziehen.

 

Zu keinem Zeitpunkt ging es beim Streit von Antiochia um die Frage, ob nur die „zehn Gebote Mose“ gültig wären und die Gebote im Buch Levitikus abgeschafft seien. Ob Schweinefleisch und andere unreine Tiere nun doch gegessen werden dürfen war damals noch keinerlei Streitfrage zu jenem Zeitpunkt des Konzils! Blutgenuss dagen schon. Das Hauptproblem war und blieb die Beschneidungsfrage und ob die trennende Zwischenwand zwischen „Ebioniten“ und „Paulikanern“ wirklich entfernt worden sei.

 

Schweinefleisch gehört zu den verboteten Speisen genauso wie der Blutgenuss!Einige andere Dinge, welche in Antiochia und in Galatien möglicherweise im Argen lagen, kamen offenbar in Jerusalem ebenso zur Diskussion. So wurde in gewissen Versammlungen der Nationen das Blutverbot, die Abstinenz von Götzen gegenüber Geheiligtem und von Fleisch von erwürgten Tieren, die alle innerhalb der Speisevorschriften im Buch Levi waren nicht genügend Beachtung geschenkt worden. Zudem kam es vermehrt zu Fällen von Hurerei in ihren verschiedenen Formen (7. der 10 Gebote), die in ihren Einzelverordnungen ebenso Teil des Buches Levitikus bilden. Das in einer schriftlichen Resolution Festgehaltene war somit seitens der Apostel und Vorsteher Jerusalems eine Richtigstellung von Dingen, welche „notwendig“ waren, nicht eine Beurteilung darüber, welches der Gebote Gottes gültig oder ungültig wäre! Damit wurde Paulus nur unterstützt bei seiner Bemühung das GESETZ Gottes unter den Nationen aufzurichten!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Paulus bezeichnet jene Verteidiger der Beschneidung als „falsche Brüder“, sie hatten sich unauffällig eingeschlichen mit dem Ziel der Unterwerfung und damit Abspaltung von Paulus! Jede Form von Religion bildet seit je für sich einen getrennten „Leib“, mit einem anderen „Haupt“ als dem Christus. Israel war ein „Staatswesen“ und das „Königreich der Liebe seines Sohnes“ ist und bleibt ebenso ein Staatswesen und nicht eine Religion! Dieses „Staatswesen“ wird anhand des göttlichen GESETZES definiert! Mit der Taufe treten wir diesem Staatswesen bei, werden Teil vom „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Wir können uns aber durch ungesetzliches und nicht loyales Verhalten dem „Haupt“ gegenüber auch wieder davon getrennt werden: Dann aber ist die Situation schlimmer als zuvor: „... daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.“

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel

 

Diese Hoffnung wurde durch die „unverdiente Güte“ zufolge von Belehrung mittels heiligem Geist der Schrift jedem von uns zuteil. Wer diese Dinge verstanden hatte und sich nun gegen sie zu wenden begann, um der Sünde erneut anzuhangen, der verleugnete den Christus und seinen Opfertod! Paulus schrieb an die Versammlungsvorsteher die meist doch hebräische Juden waren, zu den „Ebioniten“ gezählt wurden:

 

*** Rbi8  Hebräer 6:4-6 ***

Denn es ist unmöglich, diejenigen, die ein für allemal erleuchtet worden sind und die die himmlische freie Gabe geschmeckt haben und die [des] heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und die das vortreffliche Wort Gottes und die Kräfte des kommenden Systems der Dinge geschmeckt haben, 6 die aber abgefallen sind, wiederum zur Reue zu beleben, da sie den Sohn Gottes für sich aufs neue an den Pfahl bringen und ihn der öffentlichen Schande aussetzen.

 

Die „Kräfte des kommenden Systems“ bestanden damals in ausgeteilten Geistesgaben und Wundern, heute sind es die vollkommen vorhandenen Schriften. Beide vermitteln uns Erkenntnis darüber, was das kommende System unter Gottes Herrschaft alles zu tun vermag.

 

Paulus zeigt wie eine solche Trennung von der „unverdienten Güte“ und damit ein Abschneiden von Jesus kommt: Wenn wir Gottes GESETZ leichtsinnig verletzen, Sünde fortgesetzt treiben! Es geht hierbei um ein Unterscheiden dessen, was eine Verfehlung und was eine Sünde wider den heiligen Geist ist! Abgefallene können nicht zur Reue belebt werden, weil ja „kein weiteres Schlachtopfer“ für die inzwischen begangenen Sünden mehr übrigbleibt! Jesus stirbt kein zweites Mal für willentliche Sünde. Paulus zeigt dies im selben Brief an die Hebräer etwas später im Kapitel 10.

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick

 

Das göttliche Gebot einen willentlichen Sünder von Israel „abzuschneiden“, ihn aus dem „Staatswesen Israels“ mittels Todesstrafe zu entfernen, dieses wandte Paulus ohne Mitleid gegenüber Hymenäus, Alexander und Philetus an, indem er sie aus der Versammlung entfernte (1.Ti 1:20). Das Strafmass für Abtrünnige wird ganz offensichtlich nach den Worten des Paulus rigoros angewendet. Das mag sehr hart tönen und einige abschrecken, scheint aber wirklich die einige Form zu sein, um Gottes GESETZ Nachachtung zu verschaffen. Die Mehrheit wird wie Eva und Adam weit eher dem Verführer zuhören, als Gottes Worte ernst nehmen! Moses schrieb im GESETZ, von dem Paulus doch erklärt, dass es mit weit grösserer Härte innerhalb der Christenversammlung zur Anwendung komme, weil wir unter „unverdiente Güte“ stehen, die wir nicht gröblich verletzen dürfen:

 

Die Seele des Fleisches ist im Blut! Das Blut muss weggeschüttet werden zur Erde hin!*** Rbi8  3. Mose 17:10-12 ***

Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich bestimmt mein Angesicht http://tbn0.google.com/images?q=tbn:tScfRnKiGs7DDM:http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/b/b5/Blutwurst.jpg/180px-Blutwurst.jpgrichten, und ich werde sie tatsächlich von den Reihen ihres Volkes abschneiden. 11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele [darin]. 12 Darum habe ich zu den Söhnen Israels gesagt: „Keine Seele von euch soll Blut essen, und kein ansässiger Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, soll Blut essen.“

 

Jesu Blut wurde auf den Altar gegeben, um unsere Sünden zu löschen. Wer nun Gottes GESETZ erneut missachtet, wo Todesstrafe auf das Vergehen festgesetzt wurde, der muss mit Vergeltung rechnen! Das Blutgebot steht gesondert, weil es auf Jesu Blut hinweist. Das Verbot Schweinefleisch oder Fett zu essen ist im selben Buch Levitikus beschrieben.

 

Aus dem Blickwinkel des GESETZES an das „Staatswesen Israel“ sind wir dort erst „ansässige Fremdlinge“, bis Gott uns als „sein Volk“ und als „seine Söhne“ anerkennt, wenn der Sohn dem Vater das gereinigte, aufgerichtete „Königreich der (neuen) Himmel“ übergibt! (1.Kor 15:24; Rö 9:25, 26)

 

Das „GESETZ des Christus“ enthält das ganze GESETZ Mose mit gewissen veränderten „Geboten und Verordnungen“, wie das ursprüngliche GESETZ im Einzelfall anzuwenden sei! Jesus ging es nicht wie den Pharisäern um den „Buchstaben des GESETZES“, der von den Schriftgelehrten als Advokaten verteidigt wird, sondern vielmehr um Verständnis des tieferen Sinnes des GESETZES, das dahinterliegende Prinzip und dessen Anwendung! Alle Religionen und Sekten richten dagegen ihr eigenes Gesetz auf, Menschengebote, indem sie im einen oder anderen Punkt von der „guten Botschaft“ abweichen, welche die Apostel verkündeten!

 

In Antiochia kamen „einige von Jakobus her“, von Jesu Halbbruder, der in Jerusalem offensichtlich inzwischen den Vorsitz führte, was bedeutet, dass jene von Paulus offen denunzierten „falschen Brüder“ somit vom inneren Kreis um den Jünger Jakobus stammten, der den Vorsitz in Jerusalem hatte. Paulus redet nicht vorteilhaft von jenen, weil sie selbst Petrus und Barnabas mit sich fortgerissen hatten! Paulus ist in jenem Moment Richter seines Mitapostels Petrus, dem Kephas und urteilt unmittelbar aufgrund des Fehlverhaltens und verurteilte ihn zufolge dessen Glaubensschwäche!

 

Paulus widerstand Petrus ins Angesicht, als er sich betören liess durch die Streitfragen der Gruppe aus den Pharisäern*** Rbi8  Galater 2:11-12 ***

Als Kephas jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen.

 

Wenn selbst Petrus menschenfurcht vor jenen Männern hatte, muss deren Stellung dominant gewesen sein! Paulus schrieb den Brief an die Galater um das Jahr 51 u.Z., somit musste das Geschehen damals  schon zurückliegen, vor dem Apostelkonzil eingeordnet werden, das 49 u.Z. stattfand. Ob der Dienstamtgehilfe Nikolaus an jenem Treffen in Jerusalem dabei war wird nicht erwähnt, bleibt somit Spekulation. Was aber klar und deutlich ist, dass drei Jahre nach dem Geschehen dessen Auswirkungen nachwirkten und zu einer Spaltung geführt hatten. Der Brief an die Galater sollte das innerste des Herzens Getreuer ansprechen und die Gefahr offenlegen, der selbst bestandene Männer wie Petrus und Barnabas erlegen konnten!

 

Paulus wehrt sich vehement gegen einen Zentralismus, weil er exakt wusste, dass der Mensch niemals ohne Gottes Führung eine Hierarchie errichten kann, die nicht innert kurzer Zeit von Satans Gehilfen infiltriert wird! Das Gangrän geht in solchen Organisationen vom befallenen Glied schnell hin bis zum Haupt! Der Heuchler und Lügner mag sich lange versteckt halten und durch unlautere Machenschaften schneller auf der Leiter der Hierarchie emporsteigen als jene, die redliche Mittel anwenden und weder zur Lüge noch zur Bestechung noch zur Heuchelei Zuflucht nehmen! Paulus folgte darin Jesus nach, der jedes Überhöhen des einen über den anderen ablehnte!

 

Was bewirkt Sauerteig in christlichen Organisationen?

 

11.1.1.5     Jede Abweichung von der „guten Botschaft“ lässt uns vom geraden Weg abirren

All diese Dinge aber haben mit jener am Ende des Jahrhunderts durch Jesus in der Offenbarung erwähnten „Nikolaus-Sekte“, rund 50 Jahre später einen direkten Zusammenhang, wie wir nun weiter betrachten werden, denn jede Abweichung von der Grundlehre der Propheten und Apostel und jede Zuwiderhandlung gegen Gottes GESETZ führt zum Abfall und zum Sektarismus!

 

Zeitband Israel vierzig Jahre in der WildnisJesus zeigt in seiner Zurechtweisung der Versammlungen die Verknüpfungen hin zum Beginn Israels in die Zeit, wo die Nation vierzig Jahre in der Wildnis war und welche Art von Fehlern sie dort vor Gott straffällig machte! Die Anwendung ist somit sowohl auf das fleischliche Israel, als auch auf die ersten Christen und auf die Christen der Endzeit zu übertragen! Das Strafmass zu Beginn, in der Wildnis, – die Todesstrafe an den Israeliten die sich schuldig machten, - sollte wie im Falle des Hymenäus, Alexander und Philetus durch Entfernung aus der Versammlung nun auch in unseren Tagen, der Endzeit ihr Gegenstück finden: Wer Jesus nicht gehorcht wird die angekündigte Strafe in Harmagedon erleiden!

 

Dieses kommende selbe Strafmass wie zu Beginn Israels hatte Paulus erneut im Brief an die Römer bestätigt! Auch wenn Religionen aus Angst Glieder zu verlieren uns diese Dinge bewusst nicht lehren: Wir sollten weise sein und darauf durch persönliches Studium achten! Gesunde Gottesfurcht wird das Resultat sein!

 

*** Rbi8  Römer 11:20-24 ***

Richtig! Wegen [ihres] Unglaubens sind sie ausgebrochen worden, du aber stehst durch Glauben. Hege nicht mehr überhebliche Gedanken, sondern fürchte dich. 21 Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Sieh also Gottes Güte und Strenge. Gegen die, die gefallen sind, Strenge, gegen dich aber Gottes Güte, vorausgesetzt, daß du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden. 23 Auch werden sie, wenn sie nicht in ihrem Unglauben bleiben, eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem von Natur wilden Olivenbaum herausgeschnitten und entgegen der Natur in den edlen Olivenbaum eingepfropft wurdest, wieviel eher werden diese, die natürliche [Zweige] sind, in ihren eigenen Olivenbaum eingepfropft werden!

 

Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dichWir stehen nur dann vor Gott, wenn wir im unverfälschten Glauben verbleiben und dessen Wurzel ist fest und untrennbar mit Gottes GESETZ verbunden! Petrus hatte in zwei Fällen gezeigt, dass selbst er zu selbstsicher war. Daraus sollten wir Lehren für uns selbst ziehen, nicht zu hoch von uns selbst zu denken! Paulus zeigt uns anhand des Vergleiches mit dem Olivenbaum, dass wir von Gottes „unverdienter Güte“ wiederum losgetrennt werden können und als unfruchtbare „Zweige“ unbarmherzig abgeschnitten werden! Nur wahre Gottesfurcht und Liebe zum Schöpfer und zu Seinem ganzen GESETZ kann dies verhindern!

 

Der Wurzelstock des edlen Olivenbaumes wurde seit Abraham durch dessen fleischliche Nachkommen gebildet, dann durch Moses als Nation gebildet, aus Ägypten befreit und unter ein GESETZ am Sinai zum Staatswesen vereint. Dies dauerte an, dass der Baum gross wurde „bis zum Himmel“, bis zur Zeit als Jehova in Juda durch Nebukadnezar jenen Baum, das Königtum Juda fällen liess.

 

Mit Jesu entstand ein neuer Spross aus demselben Wurzelstock. Jesus ist jener Engel, der Moses das GESETZ vermittelte und Israel während vierzig Jahren in der Wolke begleitete. Dieselben „heiligen Aussprüche Gottes“ die er Israel vermittelte gelten auch geistigen Israeliten, den Christen! Jesus ist der „Prophet gleich mir“, den Jehova nach Moses „aus der Reihe der Brüder“ zu erwecken versprochen hatte! Jehova redete schon am Sinai zu Moses durch Seinen Wortführer, als jener auf dem Berg säumte und Aaron das Volk nicht zurückhalten konnte sich ein Bild zu machen und darum zu tanzen!

 

*** Rbi8  2. Mose 32:7-10 ***

Jehova sprach nun zu Moses: Geh, steig hinab, denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, hat verderblich gehandelt. 8 Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den zu gehen ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Standbild eines Kalbes gemacht und beugen sich fortwährend vor ihm nieder und opfern ihm und sagen: ‚Das ist dein Gott, o Israel, der dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat.‘ “ 9 Und Jehova sprach weiter zu Moses: „Ich habe dieses Volk angesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. 10 So laß mich nun, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und ich sie ausrotte, und laß mich dich zu einer großen Nation machen.“

 

In Jehovas Augen ist besser ein einzelner Mann wie Moses, der Gottesfurcht zeigt, wie eine ganze Nation die sich von Satan beständig verführen lässt, wo es an Unterscheidungsvermögen und echter Gottesfurcht fehlt! Übertragen wir dies doch bitte auf uns, in der Endzeit!

 

Goldene Kälber wurden zu allen Zeiten angebetet: Wir sind gewarnt!Ebenso wie die Israeliten handelten,  die ersten Christen gegen Ende des ersten Jahrhunderts! „Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den zu gehen ich ihnen geboten habe.“ Dieselbe Halsstarrigkeit hat auch Hymenäus und seine Nachfolger, jene die später die „Nikolaus-Sekte“ bildeten ergriffen. Diesmal aber wartete Gott geduldig zu, damit die Getreuen sich aus den Fängen jener Sektengründer befreien würden und erneut Versammlungen aufbauten, die in Treue zu Gott und zu ihrem Führer Jesus handelten.

 

Wie aus Moses, wo Gott aus diesem getreuen Führer eine Nation aufzubauen bereit war, so auch aus jedem Ältesten, der in unseren Tagen seine Kleinversammlung in Gerechtigkeit gemäss Jesus als „Haupt“ anleitet und Gottes Rechtsmassstab erneut ganz anwendet und sich von der Verdorbenheit der Christennationen getrennt hält!

 

Jesus und alle seine „Schafe“ sind in der Endzeit zu einer „grossen Volksmenge“ angewachsen, ein Volk aus unterschiedlichsten Nationen und aus vielen Rassen und Sprachen, die alle ausschliesslich Jesus als ihr einzigen „Haupt“ und Jehova als einzigen Gesetzgeber und Gott anerkennen!

 

11.1.1.6     Die heutigen goldenen Kälber erkennen, um welche Christen tanzen

So wie die Israeliten nicht auf die Wiederkehr von Mose warteten, als jener bei Gott vierzig Tage und Nächte auf dem Berg Sinai war, um die mündlich von Gott verkündeten GESETZE nun in Stein geschrieben zu empfangen, ebenso wenig warten heute die wenigsten Christen auf die Wiederkehr Jesu im Fleische, der in den Himmel gegangen ist, um Königreichsmacht über die ganze Erde über seine Feinde zu erlangen (Lu 19:11, 12; Off 11:14, 15).

 

Die Gebote Mose zeigen deutlich, wer angebetet werden darf!*** Rbi8  Lukas 18:8 ***

Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?

 

Wir sollen Glauben in Jesu Wiederkehr beweisen bis zu seinem Kommen und Offenbarwerden oder bis zu unserem Tod, welches auch immer zuerst kommen sollte.

 

So wie die Israeliten sich ein goldenes Kalb als Götzen machten, der sie führen sollte brauchen Christen ihre Religionen und deren Führer, die sie wie goldene Götzen verehren, sie anflehen, um sie anzuführen! Sie zeigen dabei, dass sie nicht wie Erwachsene sind, die keine Milch mehr benötigen, sondern sich selbständig mit fester Speise aus der Schrift zu ernähren wissen! Wiederum bringen sie dem ganzen „Heer der Himmel“, ihren Vorstehern die Jesus doch „Sterne“ nennt und der kirchlichen Hierarchie, den „alten Himmeln“ heiligen Dienst dar! (Off 1:20) Sie geben dem neuzeitlichen „goldenen Kalb“ erneut Namen, wie z.B. „dreieiniger Gott“, nennen es „Jesus“ den sie anbeten, Maria „Mutter Gottes“ und verehren Heilige und Engel wie Götzen. Oder sie nennen ihr selbst erschaffenes Gebilde und jene die es vertreten „Jehova“, eine Organisation der sie dienen, als ob diese Gott selbst wäre. Auch darin stehen sie somit den Israeliten in keiner Form nach:

 

*** Rbi8  2. Mose 32:25-29 ***

Und Moses sah dann, daß das Volk zügellos war, denn Aaron hatte sie zügellos werden lassen, zum Schimpf unter ihren Gegnern. 26 Dann stellte sich Moses in das Tor des Lagers und sagte: Wer ist auf der Seite Jehovas? Zu mir!“ Und alle Söhne Levis begannen sich zu ihm zu sammeln. 27 Er sprach nun zu ihnen: Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Jeder von euch lege sein Schwert an seine Seite. Schreitet hindurch, und kehrt zurück von Tor zu Tor im Lager, und tötet ein jeder seinen Bruder und ein jeder seinen Mitmenschen und ein jeder seinen vertrauten Bekannten.‘ “ 28 Und die Söhne Levis gingen daran, zu tun, wie es Moses gesagt hatte, so daß dort an jenem Tag vom Volk etwa dreitausend Mann fielen. 29 Und Moses sprach weiter: Füllt eure Hand heute mit Macht für Jehova, denn jeder von euch ist gegen seinen eigenen Sohn und seinen eigenen Bruder, und damit er euch heute Segen verleiht.“

 

Auch die Apostel mussten diese Form der Zügellosigkeit im ersten Jahrhundert feststellen und baten „Wer ist auf der Seite Jehovas? Zu mir!“ Paulus warf die Gruppe um Hymenäus zur Versammlung hinaus! Jesus muss nun schon bald inmitten des Lagers mit seinen Engeln das Urteil an den „Böcken“ vollstrecken, die sich geweigert haben zu hören, zu bereuen und umzukehren, so lange Gott Gelegenheit dazu gab!

 

Menschenmengen beeindrucken Gott überhaupt nicht, die seine Gebote wie das Sabbatgesetz missachtenDie Behauptung Jesus oder Gott seien anwesend, wo Gesetzlosigkeit herrscht, diese ist bestimmt nicht richtig, denn Gott ist niemals auf der Seite jener, die Seine GESETZE missachten und gar offen Lügen verbreiten und die ihre Hände mit Blut Unschuldiger beschmutzt haben, indem sie Gesetzlosigkeit lehrten und Getreue zur Versammlung hinaus warfen! Zügellos wird um das „goldene Kalb“ der jeweiligen Religionsorganisation getanzt! Öffentliche Grossveranstaltungen mit Tausenden, ja Zehntausenden von Anwesenden, sei dies in Kathedralen oder auf öffentlichen Plätzen, in Kongresssälen oder Stadien: Die Führer lassen sich besingen, bejubeln und beklatschen. Gott und Jesus aber sind solchen Spektakeln bestimmt fern. Auch noch so anmutige und das Herz höher schlagenden Musikbegleitungen und Orchester sind kein Beweis dafür, dass Gott zuhört oder sich daran erfreut! „Babylon die Grosse“ wird ja exakt durch solches identifiziert:

 

Kein Mühlstein eines Handwerkers wird mehr in "Babylon der Grossen" gefunden werden*** Rbi8  Offenbarung 18:21-24 ***

Und ein starker Engel hob einen Stein auf gleich einem großen Mühlstein und schleuderte ihn ins Meer, indem er sprach: „So wird Babylon, die große Stadt, mit Schwung hinabgeschleudert werden, und sie wird nie wieder gefunden werden. 22 Und die Stimme von Sängern, die sich auf der Harfe begleiten, und von Musikern und von Flötenspielern und von Posaunenbläsern wird nie wieder in dir gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks wird je wieder in dir gefunden werden, und kein Geräusch eines Mühlsteins wird je wieder in dir gehört werden, 23 und kein Licht einer Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden; denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt. 24 Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.“

 

Jesus Worte in der Offenbarung sind deutliche Warnung, um nicht auf diese Art der Verführung hereinzufallen. Gott hört nicht auf Gebete von Sündern, im Gegenteil verstopft er seine Ohren und wird am Tag ihres Niedergangs Freude empfinden. Warum? Sie waren nicht bereit auf ihn zu hören! Wenn Gott den Sabbat und seine Festzeiten bestimmt, so hat er keine Freude am sonntäglichen Gottesdienst, wenn Jehova drei Festzeiten an vorherbestimmten Daten im GESETZ festsetzt, so wird er nicht auf drei Kongresse an vollkommen anderen Daten reagieren, auch dann nicht, wenn Jehovas Zeugen dort seinen Namen in Gebeten beschwören mögen! Wir können nicht auf Menschengebote reagieren, um damit Gottes Gebot zu übertreten und Gottes Wohlwollen erwarten! (Spr 2:22-32)

 

*** Rbi8  Johannes 9:31 ***

Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört, doch wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, hört er auf diesen.

 

Stephanus erklärte diese Zusammenhänge des Ungehorsams Israels vor dem Sanhedrin, um jenen Vorstehern Israels ihre grosse Sünde zu zeigen. Statt auf jenen treuen Diener Gottes zu hören steinigten sie ihn!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 7:37-43 ***

Dieser ist der Moses, der zu den Söhnen Israels sprach: Einen Propheten gleich mir wird Gott euch aus der Mitte eurer Brüder erwecken. 38 Dieser [[Moses]] ist es, der dann inmitten der Versammlung in der Wildnis bei dem Engel [[Jehovas]] war, der auf dem Berg Sinai zu ihm und zu unseren Vorvätern redete, und er empfing lebendige, heilige Aussprüche, um sie euch zu geben. 39 Unsere Vorväter wollten ihm aber nicht gehorsam werden, sondern sie stießen ihn von sich und kehrten in ihrem Herzen nach Ägypten zurück, 40 indem sie zu Aaron sagten: ‚Mache uns Götter, damit sie vor uns hergehen. Denn dieser Moses, der uns aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, wir wissen nicht, was ihm widerfahren ist.‘ 41 Da machten sie in jenen Tagen ein Kalb und brachten ein Schlachtopfer zu dem Götzen hinauf und begannen sich der Werke ihrer Hände zu erfreuen. 42 Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, dem Heer des Himmels heiligen Dienst darzubringen, so wie es im Buch der Propheten geschrieben steht: ‚Ihr habt doch nicht etwa mir vierzig Jahre lang in der Wildnis Opfertiere und Schlachtopfer dargebracht, o Haus Israel? 43 Sondern das Zelt des Moloch und den Stern des Gottes Rephan habt ihr aufgenommen, die Figuren, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. Demzufolge will ich euch über Babylon hinaus wegführen.‘

 

So wie Israel in der Wildnis „den Engel Jehovas“ zurückstiessen (2.Mo 23:20-24; Ri 13:20, 21), den Paulus etwas später mit dem Mensch gewordenen Jesus (Heb 2:5-9), Gottes „persönlichen Boten“ (Jes 63:9). Denselben, welchen die Schrift mit dem grossen „Engelfürsten Michael“ identifiziert, der doch seit Beginn „zu Gunsten der Söhne deines Volkes steht“ (Da 12:1; Off 19:11-16). So stiessen die Juden Jesus, den vom Himmel her gesandten Boten, ihren Messias von sich (Joh 15:5).

 

Als Moses zu Beginn etwas länger als erwartet auf dem Berg Sinai verblieb um Gottes Gebote aus der Hand „des Engels Jehovas“ zu erhalten, der die zwei Steintafeln mit seinem Finger beschrieb, da rebellierte das Volk in der Wartezeit und verlangte einen Götzen, um vor ihnen herzugehen! Aaron war ihnen zu Diensten und machte jenen das „goldene Kalb“. Vergleichbares finden wir heute in jeder Katholischen Kirche!

 

Götzenverehrung und Mystizismus der christlichen FührerEbenso stossen die christlichen Führer heute erneut Jesus zurück, den sie weder erwarten noch willkommen heissen werden, obwohl ihm die ganze Erde von Gott her unter die Füsse gelegt wurde, seine Feinde dann mit eingeschlossen! [B1](Ps 110:1-4; Mat 28:18; Off 11:14, 15) Sie haben längst erneut ihre eigenen Götter die vor ihnen hergehen und ihren eigenen Weg aufzeigen. Weder ist Jesus „GOTT“, noch Maria die „Mutter Gottes“, noch sollen Engel angebetet werden.

 

Es sind andere Wege, die aber nicht zu Gott, sondern zum Gott dieses Systems hinführen, zurück zum symbolischen „Ägypten“ und dessen Götzen. Sie erfreuen sich ihrer grossartigen Werke, der Kathedralen, der Dome, der Tempel, der Kirchen, der Kongresssäle, was immer ihre Versammlungsorte sind, obwohl weder Gott, noch Christus noch die Apostel solches gefordert haben! (vergl. Joh 4:20-26)

 

Wenn Gott sich von Israel abwandte, wie viel weniger wird er hier anwesend sein bei jenen, zu denen er so oder so schon durch Hosea zum dritten unehelichen Sohn „Lo-Ammi“ vorhergesagt hat: „Sie sind nicht mein Volk“! Die Opfer, welche die Christenheit darbringt sind vor Gott so wenig wert, wie jene die Israel vierzig Jahre lang in der Wildnis darbrachte, während es rebellisch war! Von jener Generation die Ägypten verliess waren es nur zwei Männer, Kaleb und Josua, welche die Erde des Gelobten Landes betreten durften. Alle übrigen starben in der Wildnis wegen ihrer verstockten Herzen.

 

Der heilige Nikolaus, Anführer der Nikolaiten innerhalb der Christen die 325 u.Z. zur Katholischen Staatskirche wurdenWie viel grösser noch ist die Schuld christlicher Führer, die all diese Dinge kennen und doch an ihren verdrehten Lehren festhalten und sich selbst als „Göttern“ dienen und als „Heilige“ anbeten lassen: Die ihre Gläubigen vorgaukeln sie retten zu vermögen, als ob Tote irgend etwas hören oder unternehmen könnten? (Pr 9:5) Anbetung ist hier zudem im Sinne von Unterwerfung und Unterordnung gemeint, die eher den kirchlichen Amtsträgern und deren angemassten Titeln und Stellungen und Lehren erwiesen wird, wie Gottes Wort und der Autorität des Christus und seiner Apostel!

 

Jesus sprach im Sendschreiben der Offenbarung im Zusammenhang mit der „Nikolaus-Sekte“ die Sünde Bileams an, der Israel verführte „Götzen Geopfertes“ zu essen und Hurerei zu begehen. Im Jahre 96 u.Z. waren somit die Regeln im Buch Levitikus weiterhin verbindlich, was Speisevorschriften betraf! Ob nun „Götzen Geopfertes“, ob Konsum von Blut oder Blutbestandteilen, ob Schweinefleisch verzehrt wird: Alles gehört in dasselbe Pack von Verordnungen geschnürt! Wenn Jesus zudem von „Hurerei“ redet, dann schliesst dies Homosexuelle und Lesben mit ein: Ein und dasselbe siebte Gebot, das die Ehe als geheiligt erklärt und Ehebruch unter Strafe stellt!

 

Wenn „der Engel Jehovas“, Michael in Israel unbarmherzig die Strafe an denen vollzog, die durch Bileam in der Wildnis zum Straucheln veranlasst wurden, so bleibt dieselbe gerechte Regel aufrecht! Ebenso wird derselbe Engel Michael, „das WORT Gottes“ nun als „Reiter auf dem weissen Pferd“ mit der gleichen Konsequenz in Harmagedon göttliches Urteil an denen vollstrecken, die zuerst sein Loskaufsopfer in der Taufe angenommen hatten.

 

(Offenbarung 19:12, 13)  Er trägt einen Namen geschrieben, den niemand außer ihm selbst kennt, 13 und er ist in ein mit Blut besprengtes äußeres Kleid gehüllt, und der Name, nach dem er genannt wird, ist Das Wort Gottes.

 

Dadurch wurde von Christen mittels „unverdienter Güte“ die Löschung früherer Sünden und des darauf lastenden Fluches anerkannt, Jesu Opfertod dann aber durch erneutes Sündigen gröblich verworfen, indem sie sein Gebot erneut übertraten! Wer aber von den Predigern der Christenheit erklärt ihren Anhängern diese tieferen Zusammenhänge?

 

Der treue Jünger Stephanus, einer der sieben „Episkopus“, Dienstamtgehilfen, denen die Apostel die Hand aufgelegt hatten, er gab darin ein Beispiel, dass Ungerechtigkeit an hoher Stelle der Hierarchie nicht geduldet werden soll! Wir sollen uns gemäss Paulus „nicht für eine Stunde“ vor deren unrechten Lehren und Handeln niederbeugen! Jene, an die Stephanus seine anklagenden Worte richtete steinigten ihn danach! (Gal 2:4, 5)

 

Die Kirchen schweigen zu grossem Unrecht innerhalb ihrer Reihen*** Rbi8  Apostelgeschichte 7:51-53 ***

[Ihr] Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen, ständig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr. 52 Welchen von den Propheten haben eure Vorväter nicht verfolgt? Ja, sie töteten die, die über das Kommen des Gerechten im voraus Ankündigung machten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, 53 ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln übermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt.“

 

Der mutige Jünger Stephanus gehörte also zu jenen sieben glaubensstarken Männern, wie jener „Nikolaus, einem Proselyten aus Antiochia“, welchen die Apostel die Hand aufgelegt hatten. Ohne Scheu vor den Folgen legte er gegen seine Richter Zeugnis ab, die ihrerseits wutentbrannt über dessen freie Rede ihn töten liessen. Saulus war selbst einer von ihnen, der die Stimme gegen Stephanus abgab. Wenn Judas, einer der Zwölf Jesus verriet, könnte es da sein, dass Nikolaus gerade weil Saulus seinen Mitgenossen Stephanus gesteinigt hatte nun in der Versammlung Antiochia an ihm Rache nahm und mit Autorität selbst Petrus und Barnabas durch ihre verdrehten Lehren auf ihre Seite zogen? Nun, einiges deutet darauf hin.

 

Auch Paulus spricht öfters von jener vierzigjährigen Zeit Israels in der Wildnis und legt es Christen als warnendes Beispiel kommender Dinge vor! Er identifizierte Jesus als den Engel, der Israel „in der Wolke“ bei Tag und Nacht begleitete und beschützte.

 

Die Wolke und Feuersäule verdeckte "den Engel Jehovas", der Strafe an der Erstgeburt Ägyptens ausübte und Israel durchs Rote Meer führte*** Rbi8  1. Korinther 10:1-5 ***

Ich will nun nicht, daß ihr unwissend seid, Brüder, daß unsere Vorväter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgingen 2 und alle in Moses getauft wurden durch die Wolke und das Meer; 3 und alle aßen dieselbe geistige Speise, 4 und alle tranken denselben geistigen Trank. Denn sie pflegten aus dem geistigen Felsen zu trinken, der ihnen folgte, und dieser Fels bedeutete den Christus. 5 Dessenungeachtet bekundete Gott gegenüber den meisten von ihnen kein Wohlgefallen, denn sie wurden in der Wildnis niedergestreckt.

 

Jesus ist jener Engel, der Israel führte und ihnen das GESETZ übermittelte und sie als Volk taufte! Er gab das Manna, das auf ein weit höheres „Brot“ als Speise zum ewigen Leben hindeutete! Als Christen sind wir alle in den grösseren Propheten getauft, als dass es Moses war, in Jesus, Gottes Fleisch gewordenen Geistsohn. Wir erhielten alle denselben „geistigen Trank“ und dieselbe „geistige Speise“ wie zuvor Israel, die doch in den fünf Büchern des GESETZES aufgezeichnet sind. So wie Gott an den meisten Israeliten kein Wohlgefallen gefunden hatte, so findet Er auch heute keinen Gefallen an Namenchristen. Es genügt nicht sich nach dem Namen unseres Erlösers oder nach dem Namen Jehovas zu nennen, wir müssen durch das Halten der Gebote auch unsere Liebe und Unterordnung beweisen! (Joh 6:35-51) Paulus schrieb an die Vorsteher aller Christenversammlungen:

 

*** Rbi8  Hebräer 3:7-11 ***

Darum, wie der heilige Geist sagt: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört, 8 verhärtet euer Herz nicht wie zu der Zeit, da zur Erbitterung Anlaß gegeben wurde, wie an dem Tag, an dem in der Wildnis die Probe gemacht wurde, 9 wo eure Vorväter mich durch eine Prüfung auf die Probe stellten, und doch hatten sie meine Werke vierzig Jahre lang gesehen. 10 Darum wurde mir diese Generation zum Abscheu, und ich sprach: ‚Immer gehen sie in ihrem Herzen irre, und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt.‘ 11 Da schwor ich in meinem Zorn: ‚Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.‘ “

 

Wir leben nun in der Zeit, wo einige in die Ruhe Gottes eingehen werden, weil sie den „schmalen, eingeengten Weg“ gewählt haben. Jene aber die den “breiten Weg“ gehen, sie werden in der Endschlacht zugrunde gehen!

 

11.1.1.7     Wahre Lehre verkünden und der reinen, unverfälschten „guten Botschaft“ erneut zum Durchbruch verhelfen!

Paulus gab später mittels jener Beschneidungsfrage in Antiochia ein Beispiel, wie durch aktive Teilhabe am Entscheidungsprozess der darauf in Jerusalem folgte, dem Nachachtung verschafft wird, was gemäss den Propheten und gemäss Jesus und laut den Zeichen des heiligen Geistes als wahre Lehre zu gelten hat. Dieser unverfälschten guten Botschaft muss heute erneut zum Durchbruch verholfen werden! Falsche Lehre und falsches Verhalten muss offen denunziert, ans Licht gebracht werden und „nicht einmal eine Stunde“ soll ein Christ daran Anteil haben! Das Apostelkonzil in Jerusalem musste die durch ihre eigenen Vertreter in Antiochia aufgeworfenen Probleme lösen! Der Entscheid fiel zu Gunsten des Paulus aus: Christen aus den Nationen brauchten sich nicht zu beschneiden! Man hob vier unterschiedliche Punkte aus dem Buch Levitikus als „notwendige Dinge  hervor.

 

Das bedeute aber ganz offensichtlich nicht, wie es einige Kirchenführer auszulegen versuchen, dass die übrigen Gebote dahingefallen seien. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen wie die Grafik 4.5  Anwendung von Geboten für Christen: Das GESETZ des Christus deutlich aufzeigt! Das „Königreich des Sohnes der Liebe“ richtete sich nach denselben Grundsätzen aus wie das Königreich für Israel! Es sind Staatsgesetze nach denen sich christliche Nationen auszurichten haben! David schrieb im Psalm 10:

 

Jesus als Hohepriesterkönig ist über jede Autorität im Himmel und auf der Erde gesetzt worden*** Rbi8  Psalm 2:8-12 ***

8 Erbitte von mir, daß ich Nationen zu deinem Erbe gebe

Und die Enden der Erde zu deinem eigenen Besitz.

 9 Du wirst sie mit eisernem Zepter zerbrechen,

Wie ein Töpfergefäß wirst du sie zerschmettern.“

10 Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht,

Und frohlockt mit Zittern.

12 Küßt den Sohn, daß ER nicht in Zorn gerät

Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg,

Denn leicht entbrennt sein Zorn.

 

Was aber drückt Paulus aus, wenn er den Galatern betreffend der Beschneidung gebietet, sie müssten, wenn sie sich am Fleische beschneiden lassen würden das „ganze GESETZ“ erfüllen? Deutlich geht es um die Folgen von Gesetzesübertretung, die dadurch ja nicht durch „unverdiente Güte“ gelöscht wären, weil doch Glaube an den Christus fehlt, Glaube, dass sein Tod unsere früheren Sünden vor Gott ausgelöscht hat! Rettung wird durch neuerliche fleischliche Beschneidung somit auf eine im GESETZ vorgeschriebene Handlung, das Beschneiden reduziert und was damit auch erneut die Opferhandlungen des GESETZES erfordert um jenen Fluch zuzudecken den Sünde zur Folge hat!

 

Kornelius und seine Hausgemeinschaft aber hatten heiligen Geist erhalten noch bevor sie getauft waren, wodurch Jesus mittels des Ausgiessens bestätigte, dass das „Unreine“ gereinigt worden war, die Sünden Vergebung erlangt hatten! Daraufhin taufte Petrus sie ohne sie nachträglich zu beschneiden!

 

Taufe der Hausgemeinschaft des Kornelius, die heiligen Geist ohne Beschneidung empfing*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:44-48 ***

Während Petrus noch von diesen Dingen redete, fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. 45 Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren, die zu den Beschnittenen gehörten, staunten, weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde. 46 Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen. Da ergriff Petrus das Wort: 47 „Kann jemand das Wasser verwehren, so daß diese nicht getauft würden, die den heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?“ 48 Hierauf gebot er, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden. Dann baten sie ihn, einige Tage dazubleiben.

 

Was Petrus und die Treuen die mit ihm waren sahen, das war Jesu eigenes Wirken durch Ausgiessen des heiligen Geistes, die „unverdiente Güte“ hatte Anwendung gefunden und konnte nicht später von Übereifrigen ohne genaue Erkenntnis zunichte gemacht werden! Die Hausgemeinschaft des Kornelius war durch Jesus im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ willkommen und durch die Taufe aufgenommen!

 

Durch die nachträgliche Beschneidung würden doch die Folgen der Sünden wieder aktiv und würden neuerlich blutige Opfer bedingen, welche das GESETZ vorsieht! Der Fluch des GESETZES für jede Form der Übertretung wäre erneut auf jenen und damit die Forderung des GESETZES aktiviert! Eine Loslösung von Jesus wäre die Folge und damit verbunden ein Verlust der „unverdienten Güte“. Paulus erklärte diese zusammenhänge im Brief an die Galater, dessen Grundinhalt doch die Verwerfung der falschen Forderungen aus dem Kreis von Pharisäerchristen aus Jerusalem war:

 

*** Rbi8  Galater 5:2-6 ***

Seht! Ich, Paulus, sage euch, daß Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden laßt. 3 Überdies lege ich noch einmal vor jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, Zeugnis ab, daß er verpflichtet ist, dem ganzen GESETZ nachzukommen. 4 Ihr seid von Christus losgetrennt, wer ihr auch seid, die ihr versucht, durch Gesetz [[Gesetzeswerke]] gerechtgesprochen zu werden; ihr seid von seiner unverdienten Güte abgefallen. 5 Wir für unseren Teil erwarten durch den Geist sehnlich die erhoffte Gerechtigkeit als Folge des Glaubens. 6 Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

Liebe ist die volle Erfüllung des GESETZES. Sie bedeutet das Grundprinzip hinter allen GESETZEN; durch Liebe werden alle Gebote Gottes mit eingeschlossen: Vorab die zwei Hauptgebote, einerseits Gott zu lieben, welches das erste bis dritte Gebot beinhaltet und dann ebenso gewichtig den Nächsten zu lieben, was das vierte bis zum zehnten Gebot einschliesst. So ist ein einziges Wort oder Prinzip „Liebe“, welches das ganze GESETZ zusammenfasst! Paulus macht diesen Zusammenhang im Brief an die Römer deutlich: „Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?

 

*** Rbi8  Römer 13:8-10 ***

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Zu Lieben bedeutet somit keines der Gebote zu übertreten! Die Gebote definieren all das, was in Gottes Augen „böse“ ist. Da Jesus die „Nikolaus-Sekte“ hasst und Paulus von Jesus sagt, dass der Christus Gesetzlosigkeit hasse, so muss dies deshalb sein, weil jene „Nikolaus-Sekte“ Gesetzesübertretung bis hin zu Gesetzlosigkeit lehrt und damit fehlende wahre Liebe zeigt! Damit können wir sie von Beginn bis in unsere Zeit verfolgen!

 

 

11.1.2      Die Stadt Ephesus und ihr Einfluss auf die „Nikolaus-Sekte

 

11.1.2.1     Der Einfluss der Stadt Ephesus mit ihrem Arthemis-Tempelkult auf die ganze Provinz Asien

Die erste Stadt, die Jesus in den sieben Sendschreiben nennt ist Ephesus. Der Vorsteher in Ephesus hasste die ”Nikolaus-Sekte“, ebenso wie Jesus jene hasst. Dafür erhält er Lob des Christus! Es gibt somit guten „Hass (gegen das Böse in Gottes Augen)“, wie es schlechten Hass gibt, den wir meiden sollen!

 

Ruinen des Artemis-Tempels von Ephesus, wo der Geburtsort der Marienverehrung liegt*** Rbi8  Offenbarung 2:6 ***

Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse.

 

Die Stadt Ephesus mit ihrem Artemis-Tempel, der zu den sieben Weltwundern der Antike zählte hatte einen grossen Einfluss auf den Glauben der Menschen nicht nur dort, sondern in grossen Teilen Asiens und darüber hinaus. Die Handelsstadt Ephesus war reich, an einem wichtigen Knotenpunkt der Handelsrouten zwischen Rom und Asien gelegen. Es gab dort ein grosses Stadion, das Nero in der Zeit zwischen 54 und 68 u.Z. erbaute und zudem ein bekanntes, grosses Amphitheater.

 

Auf der 3.Missionsreise des Paulus und gegen Ende des über zweijährigen Aufenthaltes in Ephesus, etwas vor Pfingsten des Jahres  55 u.Z., kam in jenem Amphietheater eine durch den Silberschmied Demetrius aufgehetzte Volksmenge zusammen. Sie hatte zwei Reisegefährten des Paulus, Gajus und Aristarchus mit sich geschleppt, weil jene gegen den Artemiskult geredet hatte und dadurch für das Geschäft der Stadt einen negativen Einfluss ausübten. Der ganze Bezirk Asien begann auf die Lehren des Paulus zu achten und die Kunsthandwerker die in Ephesus Anbetungsgegenstände produzierten fürchteten um ihr Geschäft.

 

Die Artemis der Epheser als Vorbild des Kultes um die Himmelskönigin MariaEin Jude, mit Namen Alexander, möglicherweise der Kupferschmied, der wollte offenbar die Juden verteidigen, da der Pöbel Christen vom „Weg“ als „Sekte des Judaismus“ betrachteten, als „Anhänger des Nazareners Jesus“, wie andere erklärten (Apg 24:5, 6). Dieser selbe Alexander war gemäss späteren Angaben offenbar ein arger Gegner des Paulus und aller Anhänger „des Weges“, weil Paulus ihn zusammen mit Hymenäus aus der Versammlung geworfen hatte!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:33-34 ***

Da brachten sie zusammen Alexander aus der Volksmenge heraus, da die Juden ihn vorschoben; und Alexander winkte mit der Hand und wollte vor dem Volk seine Verteidigungsrede halten. 34 Als sie aber erkannten, daß er ein Jude war, schrien sie alle wie aus einem Mund etwa zwei Stunden lang: „Groß ist die Artemis der Epheser!

 

Der Einfluss der Artemis und all jener, die durch jenen Religionskult viel Geld verdienten ergibt ein deutliches Bild für unsere Tage, wenn Wallfahrtsstätten in den Ruf kommen Götzendienst zu betreiben. Die Geschäftsleute die Andenken produzieren und verkaufen und am Heiligentourismus Geld verdienen wehren sich heftig zu Gunsten ihrer Anbetungsstätte, sobald jemand kommt und gegen diese Form der Geschäftemacherei spricht. Dasselbe leitende Motiv wie in Ephesus besteht auch in der Christenheit: Habsucht all jener, die mit der Religion Geschäfte machen! In der Offenbarung werden sie auch die „reisenden Kaufleute“ genannt, die mit Hilfe und durch die Religion reich geworden sind. In Wirklichkeit sind jene die mittels Religion Reichtum erwerben gegenüber Christus aber „lau und blind“! Dies zeigt Jesu Worte gegenüber der Versammlung Laodicea (Off 18:11-17)

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:14-18 ***

Und dem Engel der Versammlung in Laodicea schreibe: Diese Dinge sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: 15 ‚Ich kenne deine Taten, daß du weder kalt noch heiß bist. Ich wünschte, du wärst kalt oder heiß. 16 Weil du nun lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich aus meinem Mund ausspeien. 17 Weil du sagst: „Ich bin reich und habe Reichtum erworben und benötige gar nichts“, du aber nicht weißt, daß du elend und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist, 18 rate ich dir, durch Feuer geläutertes Gold von mir zu kaufen, damit du reich wirst, und weiße äußere Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Nacktheit nicht offenbar gemacht wird, und Augensalbe, um deine Augen einzureiben, damit du siehst.

 

Die Ansicht, dass Reichtum in diesem System genügend wäre, wird durch Jesu Worte widerlegt. Wer nicht reich gegenüber Gott ist, der ist in Wirklichkeit arm. Der Reichtum hindert die Wirklichkeit des Armen klar zu sehen. Jesus klagt nicht an, dass einige mehr haben als andere in materiellem Sinn, sondern dass sie die gewichtigeren Dinge dadurch vernachlässigen, die Dinge die zum Erreichen des ewigen Lebens von Wichtigkeit sind! Es fehlt ihnen an wahrer Weisheit die wertvoller ist als geläutertes Gold, reich zu sein an guten Werken, die einen Christen erst kleiden.

 

Geistige Augensalbe um klar zu sehenGeistige Augensalbe sollte den Blick auf die Tatsachen öffnen und dadurch die Gefahr erkennen lassen, dass jene die in geistigem Sinne „lauwarm“ oder gar „kalt“ sind nicht in Gemeinschaft mit Christus verbleiben. Jesus spuckt solche förmlich wie lauwarmes Wasser aus seinen Mund aus, das weder Erfrischung noch Erwärmung bedeuten! Christus selbst bestimmt, wer im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ verbleibt und wer daraus entfernt wird! Wenn Vorsteher die Gebote Christi in diesem System in duldender, lauer Form anwenden mögen, so bedeutet dies keine Sicherheit für Missetäter! Jesus bleibt schlussendlich Richter und er wird im kommenden System für Ordnung sorgen bei der Auferstehung, wenn er Gericht hält! Der Preis für Unrechttun und für das Unterlassen unserer Pflicht zur Nächstenliebe wird so oder so bezahlt werden!

 

11.1.2.2     Die Tätigkeit des Paulus in Ephesus

Auf der 2.Missionsreise, etwa um den Winter des Jahres 52/53 u.Z. kam Paulus von Korinth her erstmals nach Ephesus. Er kam dort mit Aquila und Priscilla an, die wegen der Judenverfolgung aus Rom vertrieben worden waren (Apg 18:1, 2, 18).

 

Die 2. Missionsreise des PaulusPaulus hatte sich in Kenchreä wie es das GESETZ verlangt das Haupthaar schneiden lassen, weil er sich zu einem Gelübde vielleicht gar als Nasiräer gebunden hatte. Wo und wann und in welchem genauen Zusammenhang er dieses Gelübde eingegangen war steht nicht geschrieben. Möglicherweise, nachdem er von Jesus die Visionen erhalten hatte.

 

Dieses Detail, das Schneiden des Haupthaares ist wichtig, weil es zeigt, dass Paulus das mosaische GESETZ sehr wohl weiter achtete und weil dies später beim Besuch in Jerusalem beim Aufruhr im Tempel durch Juden aus Asien erneut eine Rolle spielt. Dort erfüllte Paulus erneut alle Dinge gemäss GESETZ, um dem Gerücht entgegenzuwirken, er lehre Abfall vom GESETZ. Wenn ein Nasiräergelübde gegenüber Gott gemacht wurde, so musste im Tempel hierfür zum Ende ein Ganzbrandopfer dargebracht werden. Dies sollte zu den Festzeiten geschehen (4.Mo  6:1-21; 29:29; 5.Mo 23:21-23; Ps 66:13; Apg 21:23-25)

 

*** Rbi8  4. Mose 30:1-2 ***

Dann redete Moses zu den Häuptern der Stämme der Söhne Israels, indem [er] sprach: „Dies ist das Wort, das Jehova geboten hat: 2 Falls ein Mann Jehova ein Gelübde ablegt oder einen Eid schwört, um sich ein Enthaltungsgelübde auf seine Seele zu binden, so soll er sein Wort nicht brechen. Gemäß allem, was aus seinem Mund gegangen ist, sollte er tun.

 

Auch Jesus nahm darauf Bezug, als er zeigte, dass Gelübde bezahlt werden müssen. Er zeigte, dass das GESETZ somit weiterhin Gültigkeit besitzt! Er meinte daraufhin, dass es besser sei kein Gelübde zu machen als sein Gelübde nicht einzulösen:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:33 ***

Ferner habt ihr gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht schwören, ohne entsprechend zu handeln, sondern du sollst Jehova deine Gelübde bezahlen.‘

 

Gottes Worte an Mose wurden durch Jesus nicht aufgehoben! Jesus selbst nimmt doch darauf Bezug und zeigt, dass es eine fortdauernde Wirkung hat! Ein Gelübde nicht zu bezahlen wird zur Sünde! Gott fordert unweigerlich dessen Erfüllung und Paulus und jene vier Begleiter in Jerusalem zeigten, dass dies auch unter Christen weiterhin bindend war!

 

Der Bundesbrief der Eidgenossen von 1291 u.Z. als ein Zeichen brüderlicher Verbundenheit und gegenseitiger Verantwortung*** Rbi8  5. Mose 23:21-23 ***

Falls du Jehova, deinem Gott, ein Gelübde ablegst, sollst du nicht langsam sein, es zu bezahlen, denn Jehova, dein Gott, wird es unweigerlich von dir fordern, und es würde dir wirklich zur Sünde werden. 22 Falls du es aber unterläßt, ein Gelübde abzulegen, wird es dir nicht zur Sünde werden. 23 Die Äußerung deiner Lippen solltest du einhalten, und du sollst so tun, wie du als freiwilliges Angebot Jehova, deinem Gott, gelobt hast, wovon du mit deinem Mund redetest.

 

Der Schweizer Bundesbrief, die Gründungsurkunde der Eidgenossenschaft beginnt: „Im Namen Gottes, des Allmächtigen …“, darauf wurde so mancher Eid geleistet.

 

image099Vergleichen wir dies nun mit der Lehre Bileams und mit Jesu Worten gegen die „Nikolaus-Sekte“, so sehen wir, dass diese beiden zur Nichteinhaltung von göttlichen Geboten verführten und Jesus sie aus diesem Grund hasste! Dieselbe Übertretung unter dem alten „Bund mit Levi“ wurde mit dem „Neuen Bund“, der Taufe in den Vater, den Sohn und den heiligen Geist als feierliches Gelübde anerkennt und würde für beide auch dieselben Folgen haben! Jesus war ja nicht gekommen um das GESETZ oder die Propheten aufzuheben, sondern um sie zu erfüllen und damit das vollkommene Beispiel zur Nachahmung zu geben!

 

Paulus konnte nur zu den Juden in die Synagoge gehen, weil er das göttliche GESETZ einhielt und so taten es seine Begleiter. Um den Juden keinen Anlass zu geben hatte er auf der 2.Missionsreise im Jahre 49 u.Z. gar Timotheus am Fleische beschnitten, weil dieser ihn sonst nicht hätte in die Synagogen der Juden und in den Tempel begleiten dürfen. Die Beschneidung an sich war somit weiterhin nicht etwas Schlechtes, sondern blieb für die fleischliche Nation Israel weiterhin verbindlich. Sie war aber zur Rettung weder förderlich noch hinderlich, dazu war Glaube in den Christus die Voraussetzung! 

 

Der junge Timotheus darf Paulus begleiten*** Rbi8  Apostelgeschichte 16:1-4 ***

So gelangte er nach Derbe und auch nach Lystra. Und siehe, dort befand sich ein gewisser Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen Jüdin, aber eines griechischen Vaters, 2 und er stand bei den Brüdern in Lystra und Ikonion in gutem Ruf. 3 Paulus drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe, und er nahm ihn und beschnitt ihn der Juden wegen, die sich an jenen Orten befanden, denn sie allesamt wußten, daß sein Vater ein Grieche war. 4 Als sie nun durch die Städte reisten, überbrachten sie denen, die dort waren, die zu beachtenden Verordnungen, welche von den Aposteln und älteren Männern, die sich in Jerusalem befanden, beschlossen worden waren.

 

Diese im Jahre 49 u.Z. in Jerusalem beschlossenen Verordnungen lösten somit ebenso wenig das GESETZ Mose auf, sondern regelten gewisse Dinge wie die Beschneidungsfrage und hoben andere Bestimmungen des GESETZES gar hervor, weil bei den Versammlungen der Paulikaner gewisse Dinge nicht korrekt ausgeführt wurden. Paulus unterordnete sich hierin gefügig den Anordnungen der übrigen Apostel und Vorsteher und überbrachte das Sendschreiben den Versammlungen, das seine eigene Stellung als dem zwölften „Apostel für die Nationen“ stärkte! (Rö 11:13) Die Streitfrage der Beschneidung und der Aufhebung der „trennende Zwischenwand“ die Beschnittene und Unbeschnittene zu trennen drohte, war dadurch behoben! Um der Mitteilung zusätzliches Gewicht zu verleihen begleiteten zur Bestätigung auch noch führende Glieder der Versammlung Jerusalem den Apostel Paulus, Judas-Barsabbas und Silas!

 

 *** Rbi8  Apostelgeschichte 15:22-29 ***

Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, der Barsabbas genannt wurde, und Silas, führende Männer unter den Brüdern; 23 und durch ihre Hand schrieben sie:

Das "Apostelkonzil" musste die von Jerusalem ausgegangene Streitfrage lösen und Paulus in seiner Ehre als 12. Aposten bestätigen und rehabilitieren„Die Apostel und die älteren Männer, Brüder, den Brüdern in Antiochia und Syrien und Zilizien, die aus den Nationen sind: Grüße! 24 Da wir gehört haben, daß einige aus unserer Mitte euch durch Reden beunruhigt haben, indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben, 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus, zu euch zu senden, 26 Menschen, die ihre Seele für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben. 27 Wir senden daher Judas und Silas, damit sie dieselben Dinge auch mündlich berichten. 28 Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

 

Genau diesen Dingen widersprachen nun die Anhänger der „Nikolaus-Sekte“ am Ende des ersten Jahrhunderts, die offensichtlich Dinge lehrten, wie dass Gottes GESETZ betreffend Hurerei und betreffend Götzen geweihten Dingen nicht weiter gültig seien! Sie hatten sich zu Paulus in Opposition gesetzt und offenbar war diese Bewegung von Ephesus ausgegangen. Die Apostel hatten keine Veranlassung das gesamte GESETZ zu widerholen, sondern erwähnten lediglich jene Dinge, die in den Versammlungen des Paulus zu Problemen geführt hatten!

 

11.1.2.3     Der Aufenthalt von Paulus in Ephesus zeigte Früchte und erzeugte harte Gegnerschaft

Gehen wir erneut zurück zu den Geschehnissen in Ephesus ab Beginn: Auf der 2.Missionsreise ging Paulus in Ephesus seiner Gewohnheit entsprechend nun am Sabbat in die Synagoge und unterredete sich dort mit den Juden, die ihn baten längere Zeit zu bleiben aber er willigte nicht ein, versprach aber mit Gottes Hilfe zurückzukehren (Apg 18:19). Von dort ging Paulus mit dem Schiff nach Cäsarea und kam zur Versammlung in Antiochia in Syrien zurück, von woher er ja nach seiner Rückkehr vom Apostelkonzil her ausgegangen war.

 

Auf der 3.Missionsreise etwa im Frühjahr 53 u.Z. kam Paulus zu den Versammlungen Galatiens und Phrygiens und kam von dort her später erneut nach Ephesus. Dort befand sich bereits zuvor Apollos, ein beredter Mann, der in den Schriften gut bewandert war. Dieser war glühend im Geist und im Weg des Herrn Jesus unterrichtet. Er kannte aber nur die Taufe des Johannes. Als er freimütig in der Synagoge in Ephesus predigte nahmen in Priscilla und Aquila zur Seite und erklärten ihm den Weg Gottes noch genauer (Apg 18:24-26). Apollos ging dann von dort mit einem Schreiben versehen zur Versammlung Korinth.

 

Das Erhalten von Geistesgaben stand in Verbindung mit den Aposteln und endete mit dem Tod des JohannesPaulus traf nun wie erwähnt von Galatien und Phrygien her kommend erneut in Ephesus ein. Dort fanden er und seine Begleiter zwölf Juden, die mit der Taufe des Johannes getauft worden waren. Nachdem Paulus ihnen gezeigt hatte, dass Johannes Reue gepredigt hatte, dabei auf den nach ihn folgenden Messias verwies und Paulus ihnen anschliessend den Christus gepredigt hatte, da wurden sie nun im Namen des Christus getauft. Paulus legte ihnen die Hände auf und sie empfingen heiligen Geist und begannen in Zungen zu reden und zu prophezeien (Apg 19:1-7). Damit war in Ephesus aus der bestehenden kleinen Gruppe um Aquila und Priscilla mit Hilfe des Paulus eine Versammlung entstanden.

 

Als Paulus in der Synagoge der Juden jeweils am Sabbat während drei Monaten das kommende Königreich Gottes predigte entstand unter ihnen eine Spaltung. Einige der Juden verhärteten sich, weil sie Jesus nicht als den Messias anerkannten und nun nachteilig von denen redeten, die sich zum eingeengten Weg gehörend bezeichneten, den Jesus lehrte, den Getauften im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:9-10 ***

Als sich aber einige verhärteten und nicht glaubten und vor der Menge nachteilig vom WEG redeten, zog er sich von ihnen zurück und sonderte die Jünger von ihnen ab und hielt in [dem Hörsaal] der Schule des Tyrannus täglich Ansprachen. 10 Das geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in dem [Bezirk] Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.

 

Paulus im Hause des Aquila und der Priska in EphesusOffensichtlich war das Haus des Aquila und der Priska oder Priscilla, die Paulus erneut zu sich aufgenommen hatten, wo die neue Versammlung sich jeweils am Sabbat vereinte. Der Ort war möglicherweise aber nicht geeignet, um auch noch täglich eine öffentliche Unterweisung durchzuführen, um die vielen Interessierten aus den Juden und Heiden zu unterweisen. Zumindest einige von den Hörern wurden dort auf ihre Taufe vorbereitet, um der Versammlung hinzugefügt zu werden. Darum erwählte sich Paulus offenbar jenen geräumigeren Hörsaal des Tyrannus (Apg 18:26).

 

Im Brief an die Römer erwähnt er um das Jahr 56 u.Z., da Aquila und Priska inzwischen von Ephesus her nach Rom zurückgekehrt waren, dass sie erneut in ihrem Hause nun auch die Versammlung Roms zusammenkam:

 

*** Rbi8  Römer 16:3-5 ***

Richtet meine Grüße aus an Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, 4 die ihren eigenen Hals für meine Seele eingesetzt haben, denen nicht nur ich Dank sage, sondern auch alle Versammlungen der Nationen; 5 und [grüßt] die Versammlung, die in ihrem Haus ist.

 

Dies gibt uns ein gutes Beispiel, dass wo immer wir hinkommen, wo keine bereits bestehende Gruppe in der Nähe ist unsere eigene kleine Versammlung aufrichten sollen, die ja mit zwei oder drei Personen ihren Beginn nimmt und dadurch das Gebot des Zusammenkommens am Sabbat und zu den Festzeiten Jehovas erfüllen können. Jesaja nennt es „Inseln“ des Glaubens.

 

Wir sehen aus der Beschreibung der Apostelgeschichte, dass ein Teil der Juden in Ephesus sich gegen die Lehren des Paulus und gegen jene auflehnten, die sich zum Weg bekannten. Aquila und Priska riskierten ihr Leben zu Gunsten des Paulus und der Versammlung, indem sie Paulus beherbergten!

 

Eine weitere Gruppe Juden, die in Asien umherzogen und die im Namen des „Jesus, den Paulus predigt“ Dämonen auszutreiben pflegten machten von sich reden. Sie bestand aus sieben Söhnen des jüdischen Oberpriesters Skeva, die offenbar der Synagoge Ephesus zugehörig waren. Es war somit jene Gruppe, die Paulus und den Weg ablehnten aber die Wunderheilungen des Paulus zu kopieren suchten durch Verwendung des Namens Jesu, somit eine gesonderte Bewegung abseits der Jünger vom „Weg“ bildeten. Lukas berichtet darüber in der Apostelgeschichte:

 

Harra Potter ist ein Symptom der Endzeit wie bereits Kinder hin zum Spiritsmus verführt werden*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:13-20 ***

Aber gewisse von den umherziehenden Juden, die Dämonen auszutreiben pflegten, unternahmen es ebenfalls, den  Namen des Herrn Jesus über denen auszusprechen, die von bösen Geistern besessen waren, indem sie sagten: Ich befehle dir feierlich bei Jesus, den Paulus predigt.“ 14 Nun waren da sieben Söhne eines gewissen Skeva, eines jüdischen Oberpriesters, die das taten. 15 Als Antwort sprach jedoch der böse Geist zu ihnen: Ich kenne Jesus, und Paulus ist mir bekannt; wer aber seid ihr? 16 Darauf sprang der Mensch, in dem der böse Geist war, auf sie los, erlangte die Herrschaft über einen nach dem anderen und gewann die Oberhand über sie, so daß sie nackt und verwundet aus jenem Haus flohen. 17 Das wurde allen bekannt, sowohl den Juden als auch den Griechen, die in Ephesus wohnten; und Furcht befiel sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde weiterhin verherrlicht. 18 Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und berichteten offen ihre Taten. 19 Ja, eine ganze Anzahl von denen, die magische Künste getrieben hatten, trugen ihre Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen. Und man rechnete den Wert derselben zusammen und fand, daß sie fünfzigtausend Stück Silber wert waren. 20 So wuchs das Wort Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] fortwährend mit Macht und gewann die Oberhand.

 

Magische Künste standen in Verbindung mit Dämonen, die dadurch Besitz von Menschen erlangten. Ganz offensichtlich reagierten gewisse bösartige Geister auf das Predigen jener Priestersöhne, allerdings nicht in der Form, wie jene es sich erwünschten! Dadurch aber wurde der Name Jesu überall bekannt und die Jünger vom „Weg“ konnten weitere Glieder der Versammlung zufügen. Viele von den Neubekehrten waren somit zuvor aktiv in Magie verwickelt und damit spiritistischen Lehren verfallen gewesen. Die Lehren über den Christus und damit heiliger Geist gewannen über jene Gruppe daher die Oberhand! Das muss unter den anderen den Hass geschürt haben und verstärkte deren Gegnerschaft unter Führung des Alexander des Kupferschmieds, den Paulus zuvor neben Hymenäus aus der Versammlung geworfen hatte: „... er hat unseren Worten in außerordentlichem Maße widerstanden.“ (2.Ti 4.15)

 

All dies hat Zusammenhang mit der späteren „Nikolaus-Sekte“ die Jesus hasst und deren Spuren bis hin zum Abschluss des Systems verfolgt werden können! Nicht der Name steht im Vordergrund, sondern die gottentfremdete Verhaltensweise! Die Verkündigung an Jugendliche, dass mit Magie spielerisch umgegangen werden könne, wie dies die Bücher und Verfilmungen zu Harry Potter vermitteln sind eine äusserst gefährliche Verführung!

 

11.1.2.4     Der Kampf des Paulus gegen Abgefallene wie Hymenäus und Alexander und deren Anhänger und ihrer verdrehten Lehren

Paulus berichtet im 1.Korintherbrief um das Jahr 55, vor Ende seiner 3.Missionsreise aus Ephesus, dass er dort gar mit wilden Tieren kämpfen musste. Ob dies in der Arena war oder gegen Menschen, die wie wilde Tiere waren ist ungesichert. Er und seine treuen Gefährten standen jedoch beständig in Todesgefahr von Seiten ihrer Feinde!

 

Im selben Zusammenhang warnt Paulus vor Menschen mit schlechtem Einfluss, die nicht an die künftige Auferstehung der Toten im Fleische glauben. Das muss sich somit auf die Gruppe um Hymenäus und Alexander beziehen, deren Einfluss bereits in anderen Versammlungen verspürt wurde. Das Verständnis einiger Getaufter war sehr gering und sie machten geistig kaum Fortschritte. Darum machte sich heidnischer Einfluss innerhalb der Christenversammlung breit. Paulus muss seinen Glauben und die reine Lehre nun zudem gegen Angriffe Abgefallener verteidigen, die eine „veränderte gute Botschaft“ predigen: Auferstehung der Toten und Gericht unmittelbar nach dem Versterben. „Die Auferstehung sei bereits gewesen“ lautete doch die Lehre des Hymenäus! (2.Ti 2:16-19) Paulus dagegen lehrte, dass die Auferstehung und das Gericht mit Jesu Wiederkehr und dem Abschluss des Systems in Verbindung stehe! Andere wiederum behaupteten, es gäbe gar keine Auferstehung der Toten, die den Lehren Sadduzäer zuneigten!

 

Paulus war unter jenen, die in der Arena dieses Systems mit den "wilden Tieren" kömpfen musste *** Rbi8  1. Korinther 15:29-34 ***

Was werden sonst die tun, die getauft werden, um Tote [zu sein]? Wenn die Toten überhaupt nicht auferweckt werden, warum werden sie auch getauft, um solche [zu sein]? 30 Warum sind wir auch jede Stunde in Gefahr? 31 Täglich sehe ich dem Tod ins Auge. Das bestätige ich beim Frohlocken über euch, Brüder, das ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe. 32 Wenn ich nach Menschenweise in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was trägt mir das Gutes ein? Wenn die Toten nicht auferweckt werden, so „laßt uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben“. 33 Laßt euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten. 34 Wacht in gerechter Weise zur Nüchternheit auf, und treibt nicht Sünde, denn einige haben keine Erkenntnis Gottes. Ich sage es euch zur Beschämung.

 

Der Aufruf aufzuwachen ist an Schläfer gerichtet, an solche, die das GESETZ missachten und dadurch sündigen, weil sie dem schlechten Einfluss solcher ausgesetzt sind, die dem Gebot Christi trotzen. Die Gegnerschaft war offensichtlich nicht nur von Seiten der Juden und der Heiden gross, sondern zunehmend auch von innerem Abfall geprägt. Obwohl Paulus warnend den Korinthern wegen deren eigenen Problemen schreibt, wo ebenso zunehmende Gesetzlosigkeit zu sündigem Verhalten führte, erwähnt er gegenwärtige Probleme in der Versammlung Ephesus! Die kommende Auferstehung der Toten blieb ein fundamentaler Gedanke, der mit Gericht und späterer Strafe für ungesühnte Sünden im Zusammenhang steht. Der Tod löst keine nicht vergebenen Sünden! Paulus und die Getreuen aber hoffen auf eine Auferstehung in Ehre und zu Macht in den „neuen Himmeln“, der künftigen Verwaltung!

 

Etwa ein Jahrzehnt später sollte es bereits zu einem umfassenden grossen Abfall gekommen sein, der von Ephesus ausging dem die ganze Region Asien erlag. Das war die Zeit der Bildung der „Nikolaus-Sekte“. Paulus schrieb darüber im 2.Brief an Timotheus aus der Gefangenschaft in Rom, kurz vor seinem Tod!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:15-18 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen. 16 Der Herr gewähre dem Hause des Onesiphorus Barmherzigkeit, denn oft hat er mir Erquickung verschafft, und er hat sich meiner Ketten nicht geschämt. 17 Im Gegenteil, als er sich in Rom befand, suchte er fleißig nach mir und fand mich. 18 Der Herr gewähre ihm, daß er bei Jehova Barmherzigkeit finde an jenem Tag. Und all die Dienste, die er in Ephesus geleistet hat, kennst du gut genug.

 

Selbst früher getreue Menschen wie Onesiphorus schlossen sich den Abtrünnigen an! Paulus ist voller Trauer und Sorge um jene Christen, die er von Herzen geliebt hatte und die den verführerischen Worten der Gegner erlegen waren. Die meisten hatten nicht geduldig auf den kommenden „Tag des Herrn“ zu warten vermocht, sondern die sofortige Schnelllösung vorgezogen, die Hymenäus anbot: „Die Toten seien bereits auferstanden“ und weilten nun im Himmel bei Jesus und bei Gott. Das Versprechen, Christen müssten die GESETZE nicht weiter einhalten verführte viele zum Straucheln! Dennoch verblieben ein getreuer Überrest in jenen sieben Versammlungen die Jesus im Jahre 96 u.Z. in der Offenbarung durch Johannes anschrieb.

 

11.1.2.5     Die Verbindung zwischen Hymenäus, Alexander und Philetus und der „Nikolaus-Sekte“ und der daraus resultierende schädliche Einfluss

Wir wollen nun diese Behauptung, die Toten würden unmittelbar nach dem Sterben im Himmel auferweckt nochmals im Zusammenhang mit der „Nikolaus-Sekte“ näher betrachten! Einige Parallelen stechen dabei ins Auge. Auf der 4.Missionsreise nach seiner Freilassung in Rom schrieb Paulus im Herbst 61 u.Z. an Timotheus den 1.Brief aus Nikopolis, wo er im Jahre 61/62 u.Z. überwinterte und die Ankunft des Titus aus Kreta erwartete.

 

*** Rbi8  Titus 3:12 ***

Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir sende, so tu dein Äußerstes, zu mir nach Nikopolis zu kommen, denn ich habe beschlossen, dort zu überwintern

 

Er war auf dem Weg zu ihm nach Ephesus über die gewohnte Route durch Mazedonien, wo er bestimmt die dortigen Versammlungen besuchte und bestärkte. Da konnte ihm Timotheus eine grosse Hilfe sein.

 

Timotheus wurde im 1.Brief angewiesen jenen Männern den Mund zu stopfen, die Anhänger des Hymenäus waren und offenbar weiter eine andere Lehre lehrten. Paulus hatte zwei jener Unbelehrbaren schon zuvor aus der Versammlung geworfen gehabt, Hymenäus und Alexander. Wie er etwas später im Vers 1:16-18 und dann im 2.Brief im Vers 2:16-20 erklärte ging es auch um Philetus und weiter Phygelus, Hermogenes und Onisipherus (2.Ti 1:15). Er nennt das, was jene verbreiteten „unwahre Geschichten“. Da jene behaupteten die Toten seiner bereits auferstanden interessierte man sich inzwischen auch für Ahnenregister, denen man eifrig nachforschte, um zu sehen, welcher Verstorbene möglicherweise herausragend als „Heiliger“ nun im Himmel Fürbitten und Hilfe für ihre Nachkommen leisten könnten.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:3-7 ***

So, wie ich dich ermuntert habe, in Ephesus zu bleiben, als ich im Begriff war, meines Weges nach Mazedonien zu gehen, so tue ich es jetzt, damit du gewissen Leuten gebietest, nicht eine andere Lehre zu lehren 4 noch unwahren Geschichten und Geschlechtsregistern Aufmerksamkeit zu schenken, die zu nichts führen, sondern eher Fragen zur Nachforschung hervorrufen, als etwas von Gott darzureichen, was mit Glauben in Verbindung ist. 5 Das Ziel dieses Auftrags ist tatsächlich Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 6 Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

Liebe und ungeheuchelter Glaube aus reinem Herzen war das Ziel für Christen. Eitles Gerede über die so genannt Auferstandenen führte dagegen zu Gottlosigkeit. Da sie gleichzeitig behaupteten nicht unter Gottes GESETZ zu stehen entwarfen sie ein eigenes Konzept menschlicher Gebote, wurden ihre eigenen Gesetzeslehrer. Dazu gehörte auch, dass sie das Heiraten verboten, wie dies in der Sekte der Gnostiker im zweiten Jahrhundert extrem zum Ausdruck kam und bis heute auf den Katholischen Klerus angewendet wird: Lehren von Dämonen!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 4:1-3 ***

Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen.

 

Vielerlei Vorschriften kennzeichnen die Kirchen aber die Speisegebote Jehovas ignorieren siePaulus zeigt den Ursprung solcher Lehren, die vom „Vater der Lüge“, von Satan durch Dämonen verbreitet wurden. Dabei kamen Verbote auf, gewisse Speisen oder Getränke seien zu vermeiden, die nichts mit den weiterhin bestehenden Vorschriften im GESETZ Mose betreffend unreine Tiere zu tun hatten.

 

Einige christliche Religionen verbieten allen ihren Gliedern alkoholische Getränke, was aber ein Gebot Gottes nur an jene blieb, die unter dem Nasiräergelübde stehen und an Priester, zur Zeit, wenn sie am Altar dienen. Die Katholische Kirche verbot das Fleischessen am Freitag, das noch bis vor wenigen Generationen allgemein angewendet wurde. Die meisten lassen das Blutgebot, das den Verzehr von Blut auch für Christen verbietet dagegen unbeachtet (Apg 15:28). Die Adventisten predigen, dass nur Vegetarier wahre Christen wären und predigen damit sich von „Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen.“

 

Die Mormonen verbieten gar das Trinken von Tee, Kaffee und Colagetränken. Jehovas Zeugen werfen jemanden aus ihrer Versammlung, der Zigaretten raucht, was der Todesstrafe gleich kommt. Sie alle „... wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

All diese Dinge nahmen in Ephesus ihren Anfang und erweiterten sich bis zum Ende des Jahrhunderts zur „Nikolaus-Sekte“. Ob man diese Abspaltungen in späterer Zeit als „Gnostiker“ (Gnosis = religiöses Geheimwissen) von Seiten ihrer Gegner hin etikettierte, dies scheint mit deren Aufteilung in gewisse Vorlieben der falschen Lehre und in deren Kirchenväter oder Sektengründer zu haben. Alle hatten gemeinsam, dass sie vom Schriftwort im einen oder anderen Bereich abwichen. Jesus fasste alle unter den Begriff „Nikolaus-Sekte“ zusammen, weil sie nicht ihm als Haupt dienten und nicht Jehova als Gott anerkannten, sondern Dämonen verehrten. Angeführt von Männern, die „… vom Glauben abgefallen (sind) ..., indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben.“

 

Offenbar war Lukas der treue Begleiter und Schreiber der Apostelgeschichte kurz vor Abschluss der Gefangenschaft des Paulus zu einer anderen Dienstzuteilung hin unterwegs, da er nichts über den Ausgang des Prozesses berichtet. Dieser endete im Sommer oder Herbst 61 mit der Freilassung des Paulus.

 

Die fast unbekannte 4.Missionsreise des Paulus nach der ersten Gefangenschaft in RomDie ursprünglichen Anschuldigungen der Juden Jerusalems, Paulus hätte das GESETZ des Tempels und des Soreg verletzt und zum Abfall vom GESETZ und zum Aufstand gegen Cäsar aufgerufen, diese erwiesen sich als unbegründet. Die Beschreibung der Apostelgeschichte berichtet nichts über das Urteil in Rom durch den Cäsar an den er appelliert hatte, ebenso wenig über die nachfolgende vierte und letzte Missionsreise des Paulus, wo er offensichtlich die Versammlungen in Kreta, Griechenland, Troas und Asien besuchte. Keine der vielen christlichen Religionen und Sekten berichtet von jener vierten Reise, obwohl alle Stationen klar und deutlich in seinen letzten Briefen erwähnt sind! Timotheus wurde aufgefordert den „Kriegszug“ fortzusetzen!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Hymenäus und Alexander waren das führende Gespann, mit dem der Abfall in Asien seinen Lauf nahm. Sie waren vom Glauben an die Worte der Propheten, an die Worte der Apostel und damit an die Worte Jesu und Gottes abgewichen! Paulus verurteilt dies als „Schiffbruch am Glauben“. Offenbar waren jene geistigen Schiffsführer ohne auf die vorgegebene Richtung zu achten durch die Windströmungen falscher heidnischer Lehren vom Kurs abgewichen! Indem Paulus sie aus der Versammlung warf, weil sie auf seine zwei oder drei Ermahnungen nicht gehört hatten waren sie nun ausserhalb des „Königreiches des Sohnes der Liebe“, gehörten erneut Satans System an. Da Paulus davon spricht dass die zwei namentlich Erwähnten „zu denen gehören“ die er hinauswarf, musste es bereits eine Gruppe gewesen sein, denen er wegen Abtrünnigkeit die Gemeinschaft entzog! Jene waren offenbar später die Anführer der „Nikolaus-Sekte“.

 

Kupfer- und Silberschmiede hatten ihr gutes Geschäft mit der Artemis und deren Tempel in EphesusDiese Vorkommnisse um die Aufrührer und Abgefallenen des Hymenäus musste beim zweiten Besuch in Ephesus gewesen sein, als Paulus dort auf der 3.Missionsreise während drei Jahren lehrte: Das war zwischen dem Jahre 53 und 55 u.Z. Nach dem Hinauswurf der Abtrünnigen bereitete ihm vor allem der (Silber- ? und) Kupferschmied Alexander und dessen Anhänger erbitterten Widerstand. Wie weit dieser Kupferschmied Alexander mit dem anderen Silberschmied Demetrius unter einer Decke steckt ist nicht direkt ersichtlich. Aufgrund ihres Handwerkes aber mögen sie in enger Beziehung gestanden haben! Die Schaffung von Artikeln der Götterverehrung ist bis heute ein einträgliches Geschäft, wo immer Verehrungs- und Anbetungsstätten erdenweit existieren! Jerusalem, Rom, Lourdes, Fatima usw. sind nur Abbilder dessen, was in Ephesus existierte!

 

Wahrscheinlich verband sich Alexander nach dem Hinauswurf erneut mit den Juden der Synagoge von Ephesus, welche der Lehre des Paulus doch von Anfang an widerstanden hatten. Zumindest tritt er nun auf der Seite der Juden auf, um sie zu verteidigen, da der Aufstand des Demetrius sich gegen die Juden im Allgemeinen und nicht spezifisch gegen „den Weg“, gegen die Paulikaner richtete. Bereits nach mosaischem GESETZ war die Anbetung der Artemis verabscheuungswürdiger Götzendienst! Auch sein früheres Handwerk scheint Alexander als Kupferschmied erneut im Dienste des Artemiskultes ausgeübt zu haben, was ihn für deren Anbeter vielleicht aus Sicht der Juden als Mittler geeignet erscheinen liess.

 

Im zweiten Brief an Timotheus schrieb Paulus darüber im Jahre 64 u.Z. von Rom her, nachdem er in Asien, vielleicht gar in Ephesus selbst im Sommer oder Herbst 63 u.Z. in die 2.Gefangenschaft geraten war und erneut von dort nach Rom transportiert wurde, weil Paulus doch römisches Bürgerrecht besass. Möglicherweise war auch dort jener Jude und abgefallene Christ Alexander dafür verantwortlich. Das Schreiben datiert somit nach dem Ende der 4. und letzten Missionsreise die rund zwei Jahre gedauert hatte, der 2.Brief aus römischer Gefangenschaft an Timotheus zeigt Details an, was geschehen war.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:14-15 ***

Alexander, der Kupferschmied, hat mir viel Schaden zugefügt — Jehova [[der Herr (Jesus)]] wird ihm gemäß seinen Taten vergelten —, 15 und auch du, hüte dich vor ihm, denn er hat unseren Worten in außerordentlichem Maße widerstanden.

 

Dieser ausserordentliche Widerstand war auf die Sektenbildung zurückzuführen, die zum Abfall aller Versammlungen in Asien führte, worin sich Paulus in diesem 2.Brief bei Timotheus bitter beklagt. Seinen getreuen Gefährten ermuntert er in Ephesus „leere Reden, die verletzen, was heilig ist“ zu meiden. Offenbar hatte die Lehren der Abtrünnigen zu Streitgesprächen um gewisse Schlüsselworte geführt, welche jene Sektenbildner auf ihre Mühle hin ausgelegt hatte. Nun sollte Timotheus die Getreuen anweisen bei den Dingen zu bleiben, über die sie mündlich und schriftlich durch Paulus belehrt worden waren. Es ging dabei um die Aufrichtung von Gottes erdenweiter Herrschaft durch sein Königreich, die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ und die Früh- und Erstauferstehung der Toten, die in diesem Zusammenhang nur Sinn ergibt! Paulus hatte das göttliche „GESETZ des Christus“ für die Nationen aufgerichtet, gelehrt und vorgelebt!

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:14-19 ***

Erinnere sie beständig an diese Dinge, indem du ihnen vor Gott, deinem Zeugen, feierlich gebietest, nicht um Worte zu streiten, was gar nichts nützt, denn es führt zum Sturz derer, die zuhören. 15 Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt. 16 Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Geistiger Ursprung oder die wahren Kirchenväter des Abfalls scheinen somit Hymenäus und später Philetus gewesen zu sein, Alexander war der Vorkämpfer der neuen Sekte. Der Sturz derer, die zuhören, diese waren die im Geiste noch „Unbefestigten“, welche durch die Auseinandersetzung wer nun recht habe vollkommen verwirrt wurden und daher eher den leichten, den „breiten Weg der in die Vernichtung führt“ sich erwählten, der Lüge Glauben schenkten. Jesus hatte doch bereits gewarnt, dass nur wenige den „eingeengten Weg“ finden würden:

 

*** Rbi8  Matthäus 7:13-14 ***

Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

 

Woher stammt die Lehre von Auferstehung im Himmel, der Hölle und dem Fegefeuer?Das „Tor“ ist die Unterweisung zur Lehre der Wahrheit, die auf „den Weg des Lebens“ führt! Das „enge Tor“, die Glaubenstaufe, wo wir das „GESETZ des Christus“ in unserem Herzen vorab aufrichten müssen und danach der „eingeengte Weg“ wird durch die göttlichen Gebote markiert! Theologisches Geschwafel, „leere Reden“ über Himmel, Hölle und Fegefeuer sind Produkte die auf der falschen Lehre des Hymenäus aufbauen!

 

Timotheus sollte aber den Beweis als fähiger Vorsteher durch seine Werke erbringen, dadurch, dass er weiterhin im Gebot des Christus ausharrte und „das Wort der Wahrheit“ in korrekter Form zu handhaben wusste. Das bedingte Argumente mittels der Schrift bereit zu haben bei jedem, der wegen eines Zweifels eine Antwort forderte. Die Frage, wo die Toten nun wirklich sind, ob im Himmel, der Hölle, im Fegefeuer oder weiterhin im Todesschlaf schlummern, diese bewegt bis heute viele zweifelnde Gläubige.

 

Es können nicht beide Antworten wahr sein! Paulus lässt aber keinen Zweifel daran offen, welches die Wahrheit ist die er und die Apostel gelehrt haben: „Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger.“ Die Erstauferstehung liegt weiterhin in der Zukunft [Bb], ist erst nach Harmagedon zu erwarten! Die allgemeine „Auferstehung zum Leben (oder) … zum Gericht“ bildet Teil des Millenniums! (Joh 5:25-30) Die Toten bleiben sich „nicht des Geringsten bewusst“, hatte Salomo gesagt! Hesekiel hatte erklärt, dass die Seele die sündigt sterblich sei und wir alle haben gesündigt! (Pr 9:5, 10; Hes 18:4) „Wenn wir erklären: ‚Wir haben nicht gesündigt‘, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“, erklärt Johannes (1.Joh 1:10)

 

Der Glaube an die unmittelbare Auferstehung der Toten nach ihrem Ableben verurteilt Paulus somit deutlich als sich schnell ausbreitendes tödliches „Gangrän“, weil solcher Aberglaube zu Gottlosigkeit führt! Gott ist niemals auf der Seite der Lüge und der von Wahrheit Abtrünnigen zu finden!

 

Der Katholische Kirchenhistoriker Eusebius ist ein herausragendes Beispiel der Nachfolge des Glaubens des Hymenäus. Er verleugnet Jesu Wiederkehr im Fleische, zeichnet sich dadurch auch als Antichrist aus. Das Buch Offenbarung lehnt er rundweg ab, weil es überhaupt nicht in das Konzept des Glaubens an die himmlische Auferstehung nach dem Tode passt. So schreibt Eusebius in seinem dritten Buch der Kirchengeschichte: [2]

 

Die gepantschte Kirchengeschichte des Eusebius von Cäsarea „Zur erwähnten Zeit lebte, wie wir erfahren haben, Cerinth, der Führer einer anderen Häresie. Gaius, den wir schon oben zitiert haben, schreibt über ihn in seiner Untersuchung: „Und Cerinth gibt uns in Offenbarungen, die den Anschein erwecken, als wären sie von einem großen Apostel geschrieben, wunderliche Berichte, von welchen er fälschlich behauptet, daß sie ihm von Engeln gegeben worden seien. Er sagt nämlich, daß nach der Auferstehung das Reich Christi auf Erden sein werde und daß die Leiber in Jerusalem leben und sich wiederum Leidenschaften und Vergnügungen hingeben werden. Und im Widerspruch mit den Schriften Gottes und in verführerischer Absicht erklärt er, daß ein Zeitraum von tausend Jahren in freudiger Hochzeitsfeier verfließen werde.“

 

Er schreibt vom Abschreiber des Schreibers, der den Schreiber beschreibt! Darin wird durch Cerinth offenbar verteidigt, dass der Apostel Johannes der Schreiber der Offenbarung sei und er von Engeln durch Visionen instruiert wurde. Cerinth wird den Gnostikern zugeteilt und damit wird auch gleich die Offenbarung in dieselbe Schublade gelegt. Aufgrund der Darstellung als „Häretiker“ muss Cerinth zumindest im Fall der obigen Aussage wohl eher auf der Seite „des Weges“ zu suchen gewesen sein!

 

Eusebius von Cäsarea: Eine schillernde Persönlichkeit mit flexibler WahrheitEusebius (264 ? – 340 ? u.Z.) dagegen erlaubt sich den Ursprung der Offenbarung in Frage zu stellen, „von welchen er [[der Apostel Johannes]] fälschlich behauptet, daß sie ihm von Engeln gegeben worden seien.“ Der Weg Jehova – Jesus – Engel – Apostel – Vorsteher der Versammlungen schliesst den Weg über den Papst und die Bischöfe als göttlichen Kommunikationsweg aus! Petrus war nicht das Haupt der Kirche, da ja Johannes nicht Stellvertreter des Petrus war, nicht in der Linie der Päpste erscheint.

 

Die Naherwartung, welche den Glauben der sieben Versammlungen Asiens stärken sollte musste im vierten Jahrhundert ein Dorn im Auge der Athanasier gewesen sein, welche Rom, das Papsttum, die Staat-Kirche-Verbindung und die heidnische Trinität ab dem Konzil von Nicäa 325 u.Z. verteidigten! Die ganze Himmels- und Höllenlehre war durch die Offenbarung als Unsinn gekennzeichnet!

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:1-3 ***

Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte [sie] durch ihn in Zeichen seinem Sklaven Johannes dar, 2 der von dem Wort, das Gott gab, Zeugnis ablegte und von dem Zeugnis, das Jesus Christus gab, ja von allem, was er sah. 3 Glücklich der, der laut liest, und diejenigen, die die Worte dieser Prophezeiung hören und die darin geschriebenen Dinge halten; denn die bestimmte Zeit ist nahe.

 

Freizügig werden die Angaben verdreht und verstellt: “... daß nach der Auferstehung das Reich Christi auf Erden sein werde und daß die Leiber in Jerusalem leben und sich wiederum Leidenschaften und Vergnügungen hingeben werden.

 

Dass die Auferstandenen der 144.000 in Jerusalem als „Gottes Königreich“ oder als „Israel Gottes“, als die „neuen Himmel“, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ regieren werden war der herrschenden Amtsmacht des Bischofs von Rom, die ja behauptete Gottes aufgerichtetes Königreich bereits zu repräsentieren ein Dorn im Auge. Wie wohl passen die Worte des Paulus an Timotheus auf den Bischof Eusebius zu:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:6-7 ***

Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

Die Glaubwürdigkeit solcher Kirchenschriftsteller wie Eusebius erweist sich als vollkommen trügerisch, die ihr Unverständnis der heiligen Aussprüche zu offensichtlich darlegen! Er widerspricht auch den Aussagen des Irenäus und jenen des Klemens von Alexandria, die beide bestätigen, dass der Apostel Johannes der Schreiber der Offenbarung gewesen sei. Irenäus schrieb in seiner Schrift „Gegen die Häresien“:

 

Alle Presbyter, welche in Asien mit Johannes, dem Jünger des Herrn, beisammen gewesen waren, bezeugen, daß Johannes so gelehrt habe. Denn er lebte noch bei ihnen bis zu den Zeiten Trajans.

 

Im dritten Buch „Gegen die Häresien“ ergänzt Irenäus:

 

Auch die von Paulus gegründete Kirche in Ephesus, in welcher Johannes bis zu den Zeiten Trajans lebte, ist eine wahrheitsgemäße Zeugin der apostolischen Überlieferung.

 

 

11.1.3      Jesu verbindet die Charakteristiken der „Nikolaus-Sekte“ mit den Lehren des Propheten Bileam und der Prophetin Isebel

 

11.1.3.1     Was beanstandete Jesus spezifisch an der Versammlung Ephesus und Pergamon?

 

Schauen wir uns nun noch etwas näher die Briefe an die zwei Versammlungen an, jenen nach Ephesus und den nach Pergamon, um sie auf andere Aspekte hin zu untersuchen. Der Bericht Jesu an Ephesus rückt deutlich den Abfall in den Vordergrund. Taten der Liebe wurden durch Taten der Gesetzlosigkeit ersetzt. Statt Liebe zu den Abgefallenen bekennt Jesus offen deren Taten zu hassen, was er auch dem Vorsteher selbst bestätigt:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:5-7 ***

Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust.  6 Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. 7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘

 

Jesus zeigt hiermit deutlich ausgedrückten Hass gegenüber jener Sekte der Nikolaiten, weil deren Taten offensichtlich gesetzlos sind! Was sagt Paulus über Jesus betreffend Abschaffung oder Übertretung des GESETZES, das doch Gesetzlosigkeit bedeutet, sei es ein einzelnes Gebot oder das ganze GESETZ beiseite zu schieben. Er schrieb doch schon im Brief an die Hebräer, dass Jesus Gesetzlosigkeit hasst. Er spricht von göttlichen GESETZEN und nicht von Gesetzen der Religionen oder des Staates, die niemals über Gottes Geboten stehen können!

 

Jesus Gesetzestreue war es doch, die Jehova nach seinem Tod durch Erhöhung „über jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ (Mat 28:18) auszeichnete und dasselbe versprach Jesus seinen Nachfolgern: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.“ Kein Zweifel, Jesus lehrte Unterordnung unter das ganze göttliche GESETZ! (Mat 5:17-20) Was nun schreibt Paulus zum selben Thema an alle Versammlungsvorsteher im Hebräerbrief?

 

*** Rbi8  Hebräer 1:8-12 ***

Aber mit Bezug auf den Sohn: Gott ist dein Thron für immer und ewig, und [das] Zepter deines Königreiches ist das Zepter der Geradheit. 9 Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt. Darum hat dich Gott, dein Gott, mit [dem] Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen.“ 10 Und: Du, o Herr, hast im Anfang die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind [die] Werke deiner Hände. 11 Sie selbst werden zugrunde gehen, du aber, du wirst fortwährend bleiben; und so wie ein äußeres Kleid werden sie alle veralten, 12 und du wirst sie zusammenrollen wie einen Mantel, wie ein äußeres Kleid; und sie werden gewechselt werden, du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nie enden.“

 

Gott selbst hatte den „Himmel“ oder die Autorität Satans geschaffen, als er ihm als „hellglänzenden Cherub“ auf dem himmlischen Berg Zion die Aufsicht über das Paradies und später die Erde überliess (Hes 28:14, 15). Nun aber kommt der Zeitpunkt, wo „die (alten) Himmel mit zischendem Geräusch vergehen“. Satan missbrauchte sein ihm verliehene Autorität:

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?

 

Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb, an welchem [Tag] die [[alten, die heute herrschenden]] Himmel mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde [[die gottentfremdeten Menschen]] und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden.“ (2.Pe 3:10). Die Gottes GESETZ widersprechenden Gebote dieses Systems der Dinge gehen mit all denen in Harmagedon zu Ende, die sie aufgestellt haben, die sie lehrten und die in Gottes Augen daher „Geringste“ sind! Gottes GESETZ aber hat ewigen Charakter, ebenso wie der Gesetzgeber und Richter ewigen Bestand hat! Der Gottesfürchtige richtet sich danach.

 

*** Rbi8  Psalm 119:44 ***

Und ich will dein Gesetz [[GESETZ]] beständig halten,

Auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], ja immerdar.

 

Die Worte die Paulus wiederholt, das „Zepter deines Königreiches ist das Zepter der Geradheit“ bedeutet doch gerade, dass Jesus dem GESETZ mit göttlich verliehener Autorität Nachachtung zu verschaffen hat, ja, mit „eisernem Zepter“ für Einhaltung der Gebote einstehen wird! Wie könnte Jesus nach göttlichem Massstab in Gerechtigkeit richten, wenn das GESETZ abgeschafft wäre? Es gäbe keine Grundlage zum Gericht! (Ps 2:9, 10; 110:2, 6; Off 12:5) „Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt“, unterscheidet deutlich zwischen denen, die das GESETZ achten und anderen, welche es übertreten!

 

Auch im anderen Brief an die Versammlung Pergamon wird die „Nikolaus-Sekte“ erneut erwähnt: Aus der Zurechtweisung des Vorstehers der Versammlung Pergamon geht ein weiteres gewichtiges Detail hervor, das im Zusammenhang mit dem „falschen Propheten“ Bileam steht! Jener hatte vom moabitischen König Balak den Auftrag erhalten gegen Lohn das auserwählte Volk Gottes zu verfluchen. Als Bileam das nicht konnte, sondern statt Israel zu verfluchen er es mehrfach segnete, da gab Bileams um dennoch den versprochenen Lohn zu erhalten Rat und Auftrag die Nation Israel durch Frauen zur Hurerei und dazu zu verführen Götzen Geopfertes zu essen! Er wusste, dass Gott sie dadurch selbst verfluchen und strafen würde! Das gelang ihm und hatte den Tod von 24.000 Israeliten durch göttliches Gericht in der „schlagartigen Plage“ zur Folge!

 

Pinehas, ein Priester tötete einen Vorsteher Israels und die Minianiterin Kosbi, die zur Hurerei verführte mit der LanzeErst als Pinehas, ein Priester einen Vorsteher Israels samt der midianitische Verführerin Kosbi mit seiner Lanze durchstach hielt die Plage ein! Offenbar war Pinehas der einzige, der mit Mut dem Gebot Gottes Nachachtung verschaffte und das Urteil an den Schuldigen unmittelbar vollstreckte. (4.Mo 24:7-9; siehe: 4.Mo Kap 22-25)

 

Aufgrund dieses Hintergrundes muss somit die „Nikolaus-Sekte“ ebenfalls betrachtet werden, um deren Vergehen aufzudecken, das uns in der Endzeit ganz besonders zu schaffen macht! Verfehlungen wie im Falle Bileams und Baraks müssen auch heute zu finden sein! Der Prophet Bileam hat in „dem falschen Propheten“ der Endzeit sein Gegenbild: Jemand der Christen lehrt sich nach dem Kampfplatz Harmagedon hin zu versammeln, auf der Seite des „wilden Tieres“ und  der „Könige der Erde“, um gegen die Aufrichtung von Gottes Königreich in Israel Stellung zu beziehen! Der heutige Status quo mit der jüdischen Nation Israel die Jesus als Messias ablehnt und den Palästinensern in ihrem Territorium soll aufrecht erhalten bleiben: „Eine Ursache des Strauchelns“, da der Kampf des „Nordkönigs“ gegen den „Südkönig“ sich eigentlich darauf richtet, dass das „Israel Gottes“ nicht auf der Erde als „Königreich des Vaters“ von Jerusalem aus zu handeln beginnt (Off 16:13-16). Dasselbe wollte doch schon König Balak durch Bileams Verfluchung verhindern, dass Israel in das „gelobte Land“ einziehen könne und die Feinde Gottes darin vernichte.

 

Bileams Plan, „eine Ursache zum Straucheln“ zu geben hatte zwei grundlegende Punkte als Grundlage, um Gott gegen sein eigenes Volk aufzubringen: Die Speisevorschriften zu brechen, was Götzen Geopfertes betrifft und Hurerei zu begehen! Der Bericht Jesu an Pergamon lautet:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:14-16 ***

Dessenungeachtet habe ich einige wenige Dinge gegen dich, daß du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten, der hinging, Balak zu lehren, den Söhnen Israels eine Ursache zum Straucheln zu geben, so daß sie Dinge essen würden, die Götzen geopfert sind, und Hurerei begingen. 15 So hast auch du solche, die in gleicher Weise an der Lehre der Nikolaus-Sekte festhalten. 16 Bereue also. Wenn du es nicht tust, komme ich eilends zu dir, und ich will mit dem langen Schwert meines Mundes Krieg mit ihnen führen.

 

Deutlich sagt Jesus, dass die Anhänger der „Nikolaus-Sekte“ in „gleicher Weise“ wie die Anhänger der Lehre Bileams zum Straucheln im GESETZ Anlass geben, zu Hurerei verführen und dazu Götzen Geopfertes zu essen. Dabei spielt nicht eine Rolle, welches der GESETZE übertreten wird, den wer alle GESETZE hält und ein einziges übertritt ist ein Gesetzesbrecher, erklärt Jakobus zu Recht!

 

*** Rbi8  Jakobus 2:10-13 ***

Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Shabbat Shalom! Ein Gebot für jeden Christen!Wenn wir somit die Ehe nicht brechen dürfen, ansonsten wir Ehebrecher sind, worauf Todesstrafe steht, so ist derselbe Massstab auf das 4.Gebot anzuwenden: Den Sabbat nicht zu brechen, sondern ihn zu heiligen, worauf bei Übertretung ebenso Todesstrafe steht! Nahezu alle christlichen Religionen verletzen das Gebot, indem sie den Sonntag heiligen und Gottes Festzeiten nicht einhalten! Die Regel die auf Bileam zutrifft muss auch auf christliche falsche Propheten Anwendung finden!

 

Bereuen bedeutet vom Unrecht abzukehren. Die hat andernfalls zu Folge, dass Vorsteher im Sinne des Pinehas oder wie des Paulus handeln und jene Schuldigen, die nicht hören wollen und bereuen und umkehren, aus der Versammlung entfernen, sinnbildlich die Todesstrafe vollziehen! Der Levit Pinehas durchstach einen Vorsteher Israels, der mit einer Midianiterin Ehebruch begab in dessen Zelt. Er war nicht von Moses dazu aufgefordert worden, sondern handelte aus eigenem Antrieb gemäss GESETZ, um das Böse aus Israel zu entfernen! Er erhielt dafür deutlich Gottes Lob!

 

Heute lautet Jesu Befehl deutlich „Babylon die Grosse“ zu verlassen, „geht aus ihr hinaus, mein Volk“ und unabhängig der Religionen in Gruppen und Kleinversammlungen sich gegenseitig zu stärken und auszuharren! Es ist nicht die Zeit Religionen von innen her reformieren zu wollen! (Off 18:4)

 

11.1.3.2     Wer sich von Anhängern Bileams verführen lässt muss mit demselben Urteil rechnen!

Nicht zu bereuen, keine Einsicht in die Gesetzesverletzungen zu zeigen und ebenso zu handeln wie die Versammlung und der Vorsteher von Pergamon bedeutet dieselbe Gefahr: Von Jesus mit dem Schwert aus seinem Mund bekriegt zu werden! (Off 19:11-16) Jehovas Urteil für dasselbe Vergehen steht bereits fest und Jesus wird ihm im Endgericht bestimmt Nachachtung verschaffen! Dabei gibt es keine Geschlechtsunterschiede und keine Altersbegrenzungen. Unschuldige aber sollen und werden geschont werden.

 

*** Rbi8  4. Mose 31:16-20 ***

Siehe! Sie sind es, die auf das Wort Bileams hin den Söhnen Israels Anlaß gegeben haben, wegen der Angelegenheit des Peor Untreue gegen Jehova zu begehen, so daß die schlagartige Plage über die Gemeinde Jehovas kam. 17 Und nun, tötet alles Männliche unter den Kleinen, und tötet jede Frau, die mit einem Mann Verkehr gehabt hat, indem sie bei einer männlichen Person lag. 18 Und erhaltet alle Kleinen unter den Frauen für euch am Leben, die den Akt, bei einer männlichen Person zu liegen, nicht gekannt haben. 19 Was euch betrifft, lagert sieben Tage außerhalb des Lagers. Ein jeder, der eine Seele getötet hat, und ein jeder, der einen Erschlagenen berührt hat, ihr solltet euch am dritten Tag und am siebten Tag entsündigen, ihr und eure Gefangenen. 20 Und jedes Kleid und jeden Gegenstand aus Fell und alles, was aus Ziegenhaar gemacht ist, und jeden Gegenstand aus Holz solltet ihr für euch entsündigen.“

 

Alle die an der Urteilsvollstreckung Anteil hatten wurden durch ihren Umgang mit Unreinem unrein und mussten sich danach reinigen. Das ist ein Muster dafür, was auch nach Harmagedon sein wird, wenn die niedergestreckten entfernt werden müssen!

 

Petrus nennt solche Menschen „Kinder des Fluches“, die durch „trügerische Lehren“ zu Ehebruch und Hurerei verführen, weil dies zu ihrem luxuriösen Lebensstil gehört, der seinerseits Ausdruck ihrer Habsucht ist. Er identifiziert solche Verführer ebenso mit Bileam und seinem falschen Weg, der den „Lohn des Unrechttuns“ liebte.

 

Die Ehe sei ehrar: Gott wird Hurer und Ehebrecher richten! Einziger Scheidungsgrund ist Hurerei! Gott erwartet Bundestreue*** Rbi8  2. Petrus 2:13-16 ***

Sie betrachten ein luxuriöses Leben bei Tag als ein Vergnügen. Sie sind Flecken und Makel, die sich ungehemmt an ihren trügerischen Lehren ergötzen, während sie mit euch Festmahl halten. 14 Sie haben Augen voll Ehebruchs und sind unfähig, von Sünde abzulassen, und sie locken unbefestigte Seelen an. Sie haben ein Herz, das in Habsucht geübt ist. Sie sind Kinder des Fluches. 15 Da sie den geraden Pfad verlassen haben, sind sie irregeführt worden. Sie sind dem Pfad Bileams, [des Sohnes] Beors, gefolgt, der den Lohn des Unrechttuns liebte, 16 aber für seine eigene Verletzung dessen, was recht war, eine Zurechtweisung erhielt. Ein stummes Lasttier, das sich mit der Stimme eines Menschen äußerte, hinderte den Propheten an seinem wahnsinnigen Lauf.

 

Ein sprechender Esel hinderte den abtrünnigen Propheten Bileam seinen Lauf in jenem Moment fortzusetzen. Später erkannte er den Engel Gottes mit gezücktem Schwert, der ihm sein Tun verwehrte!  Bileam aber liess sich durch ungerechten Gewinn erneut verlocken und zahlte schlussendlich mit seinem Leben (4.Mo 22:26-31).

 

11.1.3.3     Die falsche Prophetin Isebel als schlechtes Vorbild des ersten Jahrhunderts und der Endzeit erkennen

In der Versammlung Thyatira gab es eine weitere Person, welche wie Bileam zur Hurerei aufrief und ebenso dazu aufforderte Götzen Geopfertes zu essen: Die falsche Prophetin namens Isebel. Der Vorsteher duldete jene einflussreiche und gefährliche Frau statt sie aus der Versammlung zu werfen!

 

Was schon im Zusammenhang mit der „Nikolaus-Sekte“ in den Sendschreiben an Ephesus und Pergamon gesagt wurde, das wird hier erneut gegenüber dem Vorsteher in Thyatira wiederholt!

 

Die Prophetin Isebel in der Versammlung Thyatira verleitete zu Hurerei und hin zu Baalskulten*** Rbi8  Offenbarung 2:20-23 ***

Dessenungeachtet halte ich dir entgegen, daß du das Weib Isebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt meine Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind. 21 Und ich gab ihr Zeit zu bereuen, aber sie will ihre Hurerei nicht bereuen. 22 Siehe! Ich bin im Begriff, sie auf ein Krankenbett zu werfen und die, die mit ihr Ehebruch begehen, in große Drangsal, wenn sie ihre Taten nicht bereuen. 23 Und ihre Kinder will ich mit tödlichen Plagen töten, so daß alle Versammlungen erkennen werden, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht, und ich will euch, jedem einzelnen, gemäß euren Taten geben.

 

Jene Isebel, die sich in der Versammlung Thyatira als Prophetin aufspielte war gewarnt worden, änderte ihr Verhalten aber nicht! Sie hatte in der Königin Isebel, der Frau des Königs Ahab ein unrühmliches Vorbild gehabt. Jene war eine fanatische Verfechterin des Baalskultes gewesen. Offenbar war diese Frau in Thyatira selbst eine Hure, die andere Männer zum Ehebruch mit ihr verführte! Zudem hatte sie Anteil an Götzendienst und veranlasste Christen ebenso Götzen Geopfertes zu essen.

 

Im römischen Reich war es üblich, dass geschlachtetes Fleisch im Tempel von den Priestern gesegnet wurde, wo ein Teil als Entgelt für ihre Dienste verblieb, der Rest aber auf dem Markt verkauft wurde. Paulus geht darauf im 1.Brief an die Korinther ein. Er unterscheidet zwei Kategorien von Christen: Die Überängstlichen, die sich fürchten, dass irgendetwas das sie essen mit Götzen zu tun haben könnte und den anderen, die sich gar nicht darum kümmern oder aus Aberglauben gar in Heidentempeln Gesegnetes essen. Jene Isebel gehörte offensichtlich zu diesen Personen, die Gottes Gebot missachteten. Heute bedeutet jede Teilhabe mit denen, die als „Babylon die Grosse“ zu verlassen sind Anteil zu haben an „Götzen geopfertem“. Was Jehova unannehmbar ist, weil es verunreinigt und mit Sünde beladen ist gilt als Dämonen Geopfertes!

 

(1. Korinther 10:18-20)  Seht auf das, was Israel in fleischlicher Hinsicht ist: Sind nicht die, welche die Opfer essen, Teilhaber mit dem Altar? 19 Was soll ich also sagen? Daß das, was einem Götzen geopfert ist, etwas sei oder daß ein Götze etwas sei? 20 Nein; sondern ich sage, daß die Dinge, die die Nationen opfern, sie Dämọnen opfern und nicht Gott; und ich will nicht, daß ihr Teilhaber mit den Dämọnen werdet.

 

Paulus beruhigt die Ersteren, die Überängstlichen, da sie vor Jehova und seinem Gebot Ehrfurcht zeigen und den Herrn und seinen geopferten Leib und sein vergossenes Blut nicht missachten.

 

*** Rbi8  1. Korinther 8:4-6 ***

Was nun das Essen von Speisen betrifft, die Götzen dargebracht worden sind, so wissen wir, daß ein Götze nichts ist in der Welt und daß es keinen GOTT gibt außer einem. 5 Denn wenn es auch solche gibt, die „Götter“ genannt werden, ob im Himmel oder auf der Erde, wie es ja viele „Götter“ und viele „Herren“ gibt, 6 so gibt es für uns tatsächlich einen GOTT, den Vater, aus dem alle Dinge sind und wir für ihn; und es gibt einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

 

Nun aber geht er auf die andere Gruppe ein, der es an Erkenntnis fehlt und die Gottes Anordnung gröblich missachten. Sie sind in ihrem Gewissen immer noch überzeugt, dass Götzen Gutes oder Schlechtes tun könnten. Der Unterschied zwischen einem gegossenen Stück Metall, das weder sehen, hören, reden, gehen oder etwas tun kann und dem lebendigen Gott, der handeln wird, da gibt es für sie keinen Unterschied. Dadurch beflecken sie ihr schwaches Gewissen und häufen sich Zorn auf!

 

*** Rbi8  1. Korinther 8:7-13 ***

Dessenungeachtet haben nicht alle diese Erkenntnis; sondern einige, die bis jetzt an den Götzen gewöhnt sind, essen Speise als etwas einem Götzen Geopfertes, und ihr Gewissen, das schwach ist, wird befleckt. 8 Aber Speise wird uns bei Gott nicht empfehlen; wenn wir nicht essen, haben wir keinen Nachteil, und wenn wir essen, ist dies für uns kein Verdienst. 9 Doch wacht beständig darüber, daß diese eure Befugnis nicht irgendwie eine Ursache zum Straucheln für die werde, die schwach sind. 10 Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, in einem Götzentempel bei einem Mahl liegen sieht, wird nicht das Gewissen des Schwachen so weit erbaut, daß er Speisen ißt, die Götzen dargebracht worden sind? 11 Tatsächlich geht durch deine Erkenntnis der Schwache zugrunde, [dein] Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist. 12 Doch wenn ihr so gegen eure Brüder sündigt und ihr Gewissen, das schwach ist, verletzt, sündigt ihr gegen Christus. 13 Wenn daher Speise meinen Bruder zum Straucheln bringt, will ich überhaupt nie wieder Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zum Straucheln bringe.

 

Die Erkenntnis, dass Götzen Nichtigkeit sind darf uns nicht zu unsinnigem Handeln bringen! Wer den Bruder der glaubt überhaupt kein Fleisch essen zu dürfen zum Straucheln bringt versündigt sich gegen Christus! Wir müssen in allem mit Unterscheidungsvermögen handeln, um keinen Anlass zum Straucheln zu geben!

 

Wer Vegetarier sein will, dem sei dies freigestellt aber es ist kein biblisches Erfordernis!Paulus redet nicht zu Gunsten der Vegetarier. Wenn aber ein Vegetarier durch mein Fleischessen zum Straucheln gebracht wird und sein Glaube an Christus in Gefahr kommt, weil er davon überzeugt ist, dass mein Verhalten schlecht sei, so rät Paulus eher kein Fleisch zu essen, als den Bruder zum Straucheln zu bringen.

 

Jehova reagiert nicht darauf, ob wir eine bestimmte Speise essen oder dies unterlassen. Sehr wohl aber reagiert er, wenn wir sein Gebot uns gewisser bestimmter unreine Speisen zu enthalten verletzen und gar hierzu andere ebenso verführen daran Anteil zu haben. Darin würden wir die Befugnis als freie Christen, die nicht an abergläubische Regeln gebunden sind verletzen und Ursache zum Straucheln geben! Die Speisevorgaben im GESETZ Mose waren nie abgeschafft worden, einige aber, wie die Prophetin Isebel und wie die modernen Anhänger der Lehren Bileams behaupteten dies!

 

Paulus warnt andererseits auch solche Christen, die ein gut trainiertes Gewissen hatten und sich bewusst waren, dass auf gewissen Tischen solche Dinge aufgetragen wurden die möglicherweise vom Markt waren und Götzen geopfert waren, wie dies damals Sitte war. Um jener Willen die ein schwaches Gewissen hatten, sei es besser nicht davon zu nehmen, um jene Schwachen nicht in ihrer Schwachheit zu bestärken und dann überhaupt das Gebot nicht weiter ernst zu nehmen. Es war nicht Pflicht des Christen bei jedem Kauf auf dem Markt zu fragen, ob eine bestimmte Speise Götzen geopfert worden sei oder nicht. Das forderte ja nur die Händler zum Lügen heraus, die ja ihre Ware verkaufen wollen. Es war aber Sünde, wenn jemand wusste, dass ein bestimmter Händler all seine Ware im Tempel segnen liess von jenem zu kaufen! Gar noch Feste zu besuchen, die im Zusammenhang mit der Heiligung von Speisen und dem Tempel in Verbindung stehen, das war Übertretung und Anreiz für andere das schlechte Beispiel nachzuahmen!

 

Wenn wir das auf die Endzeit übertragen und mit den Tagen der „Hure Babylon die Grosse“ vergleichen, so erkennen wir eine Parallele, die in einer frühen Versammlung klein begann und sich hin zur gesamten Christenheit erweiterte!

 

Wir wissen, dass die Kirchen der Christenheit heidnische Feste feiert, wie Weihnachten, das St. Nikolaus-Fest, das Fest der drei Könige und viele andere, die ebenso mit Speisen verbunden sind. Diese sollen die in Wirklichkeit an Christus oder verstorbene „Heilige“ erinnern, in einer Form die Gott missbilligt und dadurch in Wahrheit eine moderne Form desselben Götzendienstes darstellen. Wir sollten an keiner Form von Lügen Anteil haben! Jede Heiligenverehrung missachtet Gottes GESETZ und solche Feste verunehren einen Christen! Er hält sich solcher Dinge fern! Die Christenheit dagegen missachtet die von Gott vorgeschriebenen Festzeiten!

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:10-12 ***

Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.

 

Die Lüge um die Verwandlung von Wein in Jesu Blut und Brot in Jesu Leib verhindert Erkenntnis über das wirkliche Abendmahl JesuWas auf dem Altar einer christlichen Kirche während der Messe als Blut des Herrn und als sein Leib deklariert wird, in Form der Hostie und in Form eines gesegneten Kelches, dies hat vor Gott keine Anerkennung! Jesus gebot das Abendmahl in derselben Art und Form zu halten, wie er es selbst mit seinen Aposteln am 14.Nisan tat und dabei alle die Normen die Gott im GESETZ aufführt weiterhin zu respektieren! Das ist eine ernste Angelegenheit, weil sie an Jesu Tod und sein Erlösungsopfer erinnern soll, aber auch Erinnerung an den Auszug aus Ägypten und Gottes Gericht an deren Erstgeburt ist!

 

Eine andere Form Gottes Gebote wie im Falle der Isebel zu verletzen sei hier ebenso erwähnt. Paulus verbot Frauen in den Versammlungen zu lehren, weil dies bereits im GESETZ Mose göttliche Vorschrift war.

 

(1. Korinther 14:33-35)  Wie in allen Versammlungen der Heiligen 34 sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen; denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das GESETZ sagt. 35 Wenn sie dann etwas lernen wollen, so mögen sie zu Hause ihre eigenen Männer befragen, denn es ist schändlich für eine Frau, in einer Versammlung zu reden.

 

Heute sind in christliche Gemeinschaften Frauen gar in führender Position und spotten über so „alte Zöpfe“ im Zeitalter der Gleichberechtigung. Sie vergessen dabei, dass Gottes Gebote auch auf Sie Anwendung finden und keiner sich über Jesu und der Apostel Weisungen überheben sollte!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:11-14 ***

Eine Frau lerne in Stille mit aller Unterwürfigkeit. 12 Ich erlaube einer Frau nicht, zu lehren oder Gewalt über einen Mann auszuüben, sondern sie sei in [der] Stille. 13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. 14 Auch wurde Adam nicht betrogen, aber die Frau wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung.

 

Auch heute sind offenbar Frauen leichter durch die Religionen zu verführen und zu bekehren wie Männer. Es liegt in der andersgearteten Form der Frauen eher auf Gefühle zu reagieren, wie auf rationelles Denken und dem nüchternen Unterscheiden zwischen Recht und Unrecht gemäss Gottes Vorgaben. Eva liess sich gründlich verführen, Isebel versuchte andere zum Sündigen zu verleiten wie Eva dies tat, als sie Adam von der Frucht gab. Jesaja warnte Israel vor den Folgen auf verführerische Vorgaben der Vorsteher zu achten, die Gottes Normen verletzen.

 

*** Rbi8  Jesaja 9:14-17 ***

Und Jehova wird von Israel Kopf und Schwanz abhauen, Schößling und Binse an einem Tag. 15 Der Betagte und Hochgeachtete ist der Kopf, und der Prophet, der falsche Unterweisung erteilt, ist der Schwanz. 16 Und die dieses Volk leiten, erweisen sich als die, die [es] irreführen; und die von ihnen Geleiteten [als] die, die verwirrt sind. 17 Darum wird Jehova sich nicht einmal über ihre jungen Männer freuen, und ihrer vaterlosen Knaben und ihrer Witwen wird er sich nicht erbarmen; denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.

 

Wir stehen in einer Gerichtszeit und tun besser daran auf Gottes Wort auch in scheinbar geringen Dingen zu achten!

 

Im ersten Jahrhundert war solch ungesetzliche Verhalten durch gewisse Vorsteher in den „sieben Versammlungen“ geduldet worden, aber bis hin in unsere Endzeit ist dies ein allgemein anerkanntes Verhalten geworden. Nur noch einzelne Christen würden sich der grossen Sünde bewusst werden, in der die Religionen verharren und der Aufforderung Jesu Folge leisten: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“. Jene wenigen aufrichtigen Jünger die nach wie vor am einzigen „Haupt“, dem Christus als ihrem König und Hohepriester festhalten hören auf das Gebot! Dabei sind gewissenhafte Vorsteher besonders gefordert, weil sie ja der Herde vorausgehen sollen und sie zu nicht verschmutzten Wassern des Lebens und auf grüne Weiden die nicht zertreten sind hinführen müssen (Hes 32:2b; 34:11-19; Off 22:17).