Newsletter „DER WEG“ 7/11-3   November 2007

Neubearbeitung: 10.5.14

 

 

Lehrer der guten Botschaft:  7.11.3  Jesus vernichtete die trennende Zwischenwand die Völker getrennt hat  

 

3.Teil:   Die Paulusbriefe im Lichte der Apostelgeschichte betrachtet

 

   Im 2.Teil vom Oktober 2007 im Artikel 7.10.3  Die Apostelgeschichte und die vier Missionsreisen des Paulus im Hinblick darauf, wie die „Zwischenwand“ entfernt wurde Behandelten wir die folgenden Hauptthemen:

 

   Die 1.Missionsreise des Paulus: 46-48 u.Z.; Die Beschneidungsfrage und das Apostelkonzil in Jerusalem: 49 u.Z.

   Die 2.Missionsreise des Paulus nach Asien, Mazedonien und Griechenland: 49-51 u.Z.

   Die 3.Missionsreise des Paulus nach Ephesus, Mazedonien und Griechenland: 53-56 u.Z.

   Die 1.Gefangenschaft in Jerusalem, Cäsarea und Rom: 56-61 u.Z.

   Die 4.Missionsreise des Paulus: Die Zeit der Freilassung bis zur 2.Gefangenschaft & Tod: 61-64 u.Z.

 

Mosaik des Paulus   Dass Paulus der wahre zwölfte Apostel war, der von Gott und durch Jesus für diese Aufgabe auserkoren worden war, dies geht eindeutig aus all dem hervor, was durch Lukas in der Apostelgeschichte über ihn geschrieben wurde und was der Apostel selbst in seinen Briefen zum Thema schreibt. Die Apostelgeschichte zeigt nur auf den ersten paar Seiten, was die elf von Jesus Erwählten getan haben, alles Übrige handelt von Paulus!

 

   Von Seiten einiger „Ebioniten“ und „falscher Apostel“ unter den „Paulikanern“ wurde ihm dieses Apostelamt immer wieder streitig gemacht und verneint. Bis heute lehnen viele Kirchen Paulus als wahren Apostel ab und zählen statt ihn den noch vor Pfingsten an die Stelle des Judas durch das Los gewählten Matthias. Nach seiner wohl etwas voreiligen Erwählung wird nichts mehr über Matthias berichtet. Viele christliche Religionen, auch Jehovas Zeugen unter ihnen folgen der Katholische Kirche und deren Beispiel. Sie setzen den Entscheid des Petrus über den Entscheid Gottes und Jesu! Das brachte für Paulus damals grosse Probleme, Anfeindungen und harte Konfrontationen, um seine wahre Stellung zu verteidigen!

 

Das Werk EINSICHTEN IN DIE HEILIGE SCHRIFT erklärt [1]

Wie aus den Worten des Apostels Petrus hervorgeht, einigte man sich darauf, daß nur solche Personen in Frage kamen, die Stellung eines Apostels Jesu Christi einzunehmen, die Jesus persönlich gekannt hatten und Augenzeugen seiner Werke, seiner Wunder und besonders seiner Auferstehung gewesen waren. Das zeigt deutlich, daß im Laufe der Zeit eine apostolische Nachfolge unmöglich wurde, es sei denn, Gott hätte in jedem einzelnen Fall die Voraussetzungen geschaffen. Damals, vor Pfingsten, jedoch gab es Männer, die den Erfordernissen entsprachen, und zwei von ihnen hielt man für geeignet, den untreuen Judas zu ersetzen. Zweifellos mit Sprüche 16:33 im Sinn wurden Lose geworfen. Aufgrund dessen wurde Matthias ausgewählt und „den elf Aposteln zugezählt“ (Apg 1:23-26). Er gehörte somit zu den „Zwölfen“, die das Problem der griechisch sprechenden Jünger beilegten (Apg 6:1, 2), und offensichtlich rechnete Paulus ihn dazu, als er in Verbindung mit den Erscheinungen Jesu nach seiner Auferstehung von „den Zwölfen“ sprach (1Ko 15:4-8). Zu Pfingsten waren somit 12 apostolische Grundlagen da, auf denen das damals gegründete geistige Israel ruhen konnte.

 

   Stimmt dies aber wirklich? War es tatsächlich an den Aposteln einen zwölften Apostel von sich heraus zu bestimmen, um Judas zu ersetzen oder war der Hinweis in Psalm 109:8 Seine Tage mögen sich als wenige erweisen; Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer vielmehr eine Anordnung an den auferstandenen Jesus, der ja „für immer und ewig lebt“? (Off 1:17, 18) Jesus überliess es nicht dem Los, seine Apostel zu wählen! In der Auferweckung werden es zwölf und nicht dreizehn Richterthrone sein und Paulus ist die „Krone der Gerechtigkeit“ zugesichert. Nur er hoffte an der „Frühauferstehung“ (Php 3:11, 20, 21) Anteil zu haben und Teil der „Frau, der Braut des Lammes“ zu sein (Php 3:11, 20, 21; 2.Ti 4:6-8; Off 21:9) Diese Fragen zu klären ist wichtig! (Mat 19:28; Lu 22:28, 29)

 

   Warum? Weil sie demselben Muster von Amtseinsetzung des Moses folgen! Ein genauer Untersuch aller Beweise bringt die wahren Gründe an den Tag, warum Paulus von Jesus direkt bestimmt wurde und daher der wahre zwölfte Apostel ist: Paulus hatte herausragende Eigenschaften als „Apostel der Nationen“. Er hasste Gesetzlosigkeit und Männer die sich selbst erhöht als Vertreter Gottes ausgeben (2.Kor 11:13-15) aber durch ihre Heuchelei und ihr gesetzloses Handeln sich selbst identifizieren!

 

Todbringendes Ganggrän beginnt an einer Stelle um sich dann über den ganzen Leib auszubreiten   Nahezu alle christlichen Religionen folgen in der einen oder anderen Form den wahren ursprünglichen „Kirchenvätern“ der Katholischen Kirche: Hymenäus, Alexander und Philetus, die behauptet hatten die Auferstehung der Seele erfolge direkt nach dem Tode vor dem Richter im Himmel, wo sie bleiben dürften oder in der Hölle landeten. Paulus hatte jene Abtrünnigen als „Gangrän“ bezeichnet und aus der Versammlung geworfen, weil sie zu Gottlosigkeit hinführten! Ohne solche falschen Lehren zu eliminieren wird die ganze Versammlung angesteckt.

 

   Die Rekonstruktion der Reiserouten der ersten drei Missionsreisen, des Gefangenentransportes nach Rom und einer vierten Missionsreise nach der Freilassung zeigte viele der bisher wenig oder gar nicht beachteten Zusammenhänge. An unterschiedlichen Orten, wo er hinkam und die Synagogen der Juden besuchte war dies stets jeweils an den Sabbaten, um jene herauszulesen, die sich durch Glauben und Handeln „für das ewige Leben als würdig erwiesen“. Immer waren es zuerst Juden, dann erst Menschen der Nationen. In Antiochia verwarfen die Juden Paulus und sein Predigen über den Messias nach einiger Zeit und so begann er dort Menschen aus den Nationen herauszusuchen.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:46 ***

Da redeten Paulus und Barnabas mit Freimut, indem sie sagten: „Es war notwendig, daß das Wort Gottes zuerst zu euch geredet wurde. Da ihr es von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht für würdig erachtet, siehe, so wenden wir uns den Nationen zu.

 

   Die Hausversammlungen die dadurch entstanden, diese hatten fast stets ein paar Juden die an Jesus gläubig geworden waren, also „Ebioniten“ zur Grundlage, als Älteste! Diese kannten Gottes GESETZ und wendeten es auch weiterhin an und lehrten die Hinzugekommenen der Nationen ebenso zu handeln! „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“ (Rö 3:31) Für sie waren die Veränderungen, die das „GESETZ des Christus“ mit sich brachten nicht so gravierend, wie die Veränderung, die Menschen der Nationen durch „Beschneidung des Herzens“ an Geboten neu anerkennen mussten! Alle Grundlagen der Lehre hatten „Ebioniten“ von Kindheit auch durch das wöchentliche Vorlesen des GESETZES und der PROPHETEN gelernt! Alle Christen des ersten Jahrhunderts versammelten sich ebenso wue Juden stets am Sabbat und wie die verschiedenen Ereignisse der Apostelgeschichte und der Paulusbriefe deutlich zeigen wurden alle jüdischen Feste weiterhin an den von Gott vorgeschrieben Daten gehalten!

 

   Erst nachdem Juden zum Christus umkehrten und Glauben in ihn als Messias setzen wendete sich Paulus und seine Helfer jeweils Menschen der Nationen zu! Diese bildeten die Grundlage für eine neue Versammlung. Würdig für das ewige Leben“ können nur Menschen sein, die bereit sind die Worte Jesu und der Apostel anzunehmen und sie zu untersuchen, um dann entsprechend zu handeln! Heute wären es bestimmt sehr wenige Menschen, die Paulus zuhören würden und entsprechend reagierten! Die Macht der Religionen und Sekten auf ihre Mitglieder ist oft sehr stark oder eine vollkommene Unabhängigkeit von jeder biblischen Lehre, Agnostiker und Atheisten haben das Denken der Menschen im Griff, die jede neue Norm wie sie die Heilige Schrift gibt zurückweisen!

 

   Da christliche Religionen sich in zu vielen Punkten von der der Lehre gesunder Worte“ des Paulus entfernt haben versuchen sie alles, was er sagte zu relativieren und auf ihre eigenen abtrünnigen Lehren anzupassen. Man redet dann von Denkstrukturen des einundzwanzigsten Jahrhunderts und glaubt, dass die Normen Gottes vorübergehenden Charakter besässen.

 

Paulus am Ende der 2. Gefangenschaft in Rom  Lukas  zeigt in der Apostelgeschichte die Gefahren und offenen Feindseligkeiten, denen Paulus unerschrocken zu begegnen hatte. Offenbar war es die harte Arbeit und der Glaube an den Christus und sein bald kommendes Königreich, was ihn festigte! Nie wich er von der Naherwartung ab!

 

   In Verbindung Apostelgeschichte mit den Briefen können wir erkennen, wann, wo, welche Probleme  erstmals auftauchten und welche Art von Lösung Paulus dafür anbietet. Es sind dieselben Herausforderungen denen auch wir heute ausgesetzt sind. Im Sinne des Verständnisses des biblischen „Gesamtbildes“ zeigen wir ursprüngliche falsche Tendenzen und was daraus entstanden ist, wo solche in Versammlungen durch Vorsteher damals nicht unmittelbar korrigiert wurden! Heute existieren dieselben Tendenzen hin zu Abspaltungen aufgrund von Sonderlehren.

 

   Allgemein wird in religiösen Standardwerken nur von drei Missionsreisen des Paulus berichtet. Ein eifriger Bibelforscher aber stellt schnell fest, dass Paulus nach seiner Freilassung in Rom eine vierte Reise unternahm. Die Bruchstücke an Information aufgrund der Hinweise in seinen letzten drei Briefen an seine Vertrauten Timotheus und Titus lassen aber ein ziemlich exaktes Bild entstehen. Ob weitere Briefe des Paulus oder gar eine Fortsetzung der Apostelgeschichte seitens Lukas existierten kann weder gross bestätigt noch verneint werden. So oder so geben die vorhandenen Informationen ein abgerundetes Bild über die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, den Aufbau und die Organisation von Christenversammlungen, den Anspruch an Vorsteher, die sich als „treue und verständige Sklaven“ ihres Herrn um ihr Verwalteramt kümmern.

 

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   Was nun behandeln wir in diesem 3. Artikel zur „Zwischenwand“ die Jesus abgeschafft hatte und welche Auswirkungen dies auf die Gründung neuer Versammlungen durch Paulus hatte und das Verhältnis der Anhänger „des Weges“ untereinander und hin zu Juden und Heiden.

 

   Die Paulusbriefe sind weitgehend die Folge der ersten und dann der zweiten Missionsreise! Sie enthalten viele Details über die in den jeweiligen Versammlungen vorherrschenden Probleme und Sorgen, aber auch gewichtige Informationen über das bisher „heilige Geheimnis“ der kommenden Verwaltung, die Paulus mittels „Visionen und Offenbarungen durch Christus“ erhalten hatte und die nun kein Geheimnis mehr darstellten. Auch da ist wichtig die Ereignisse damals und heute, im Zusammenhang mit der Aufrichtung auf der Zeitachse korrekt einzureihen!

 

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   Aufgrund der lokal in einelnen Versammlungen entstandenen Probleme wurden Paulus später Informationen darüber zugetragen, durch Briefe und Angesandte. Er musste die jeweiligen Versammlungen bei seiner Abreise ja wiederum sich selbst überlassen. Wie beim Prozess des Erwachsenwerdens von Kindern mussten Versammlungen nun selbständig das anwenden, was er sie gelehrt hatte! Nun aber, wo er Kenntnis von lauernder Gefahr hatte galt es jeweils unmittelbar zu reagieren. War er in der Nähe, so besuchte er jene Versammlung, den Fernen schrieb er und gab schriftlich Anweisungen! Diese Briefe sind uns bis heute genau so Anleitung! Dieselben Probleme treffen uns auch heute erneut.

 

   In direkten Anweisungen innerhalb der gerade erneut besuchten Versammlungen oder aus der Ferne mittels Briefen, gab er daher Rat und Hinweise oder eine konkrete Anweisung, was nun getan werden musste, um einen vorherrschenden Missstand zu beheben! Er füllte Erkenntnislücken, indem er konkrete Antworten auf Fragen gab. Die Mitteilungen waren oft verblüffend einfach und deutlich, andere dagegen „schwer verständlich, und wurden daher von den in den Schriften „Ungeübten und Unbefestigten“ verdreht. Gleichzeitig aber waren diese Erklärungen für alle jene beunruhigend, die als Verursacher der Probleme herausstachen, gegen welche die Nachricht gerichtet war, weil Paulus sich durchaus auf seine Autorität berief und für Unbelehrbare auch sein Gericht ankündigte.

 

Agora von Korinth: Plan*** Rbi8  2. Korinther 1:23-24 ***

Nun rufe ich Gott zum Zeugen gegen meine eigene Seele an, daß ich, um euch zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen bin. 24 Nicht, daß wir die Herren über euren Glauben sind, sondern wir sind Mitarbeiter an eurer Freude, denn ihr steht durch [euren] Glauben.

 

   Die Freude kommt durch korrektes Ausüben dessen, was Gott von uns erwartet! Das kann auch mit Unannehmlichkeiten verbunden sein, wie uns das Leben des Paulus deutlich vor Augen führt! Ein gutes Gewissen können nur jene haben, die das, was richtig ist auch tun! Paulus schonte einige für eine gewisse Zeit und ging nicht unmittelbar nach Korinth, um ihnen Gelegenheit zur Einsicht und Änderung zu geben!

 

   wahrscheinlich noch bevor er in der Ferne in Babylon vom Tod des Paulus hörte, schrieb Petrus in seinem 2.Brief lobend über die verschiedenen Sendschreiben des Paulus aber auch beunruhigt darüber, was gewisse Kreise Abgefallener daraus heraus in Verdrehung der Tatsachen ableiteten:

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:15-16 ***

Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

   Die weisen Worte des Paulus sind nur im Lichte des GESETZES Gottes und der Vorhersagen der PROPHETEN verständlich! Es war nicht seine Aufgabe die ganze Grundlage jedes Mal zu wiederholen, nein, vollkommen unmöglich! Jeder Versammlung die er gegründet hatte baute auf der Gruppe der Judenchristen auf mit grossem Verständnis der Schriften des GESETZES und der PROPHETEN. Mit der Zeit kamen aber auch reife Heidenchristen in den Kreis derer, welche die Führung innehatten. Dies erhöhte die Möglichkeit Vorhersagen zu missdeuten.

 

   Paulus kündigte mit vorsichtig gefassten Worten in symbolischer Sprache immer wieder den Untergang des bestehenden Systems, der „alten Himmel“ korrumpierter Macht und all jener an, die diese Gottlosigkeit unterstützen. Erst in der „Zeit des Endes“ würde man aber viele dieser Zusammenhänge vollumfänglich verstehen können, wie dies bereits schon Daniel der Prophet angekündigt hatte! Gewisse Vorhersagen müssten sich vorab erst erfüllen. Einsicht und genaue Erkenntnis sind der Schlüssel, die nur auf wahrer Gottesfurcht gedeihen und dem Wunsch Jesu Gebote zu halten, weil wir ihn lieben! Dadurch erst werden wir „geläutert“! (Heb 10:26, 27; Joh 14:15-17)

 

Der gealterte Prophet Daniel und die letzten Visionen kurz vor dem Ende des babylonischen Exils*** Rbi8  Daniel 12:9-10 ***

Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

   Die warnenden Worte des Propheten Daniel an die Bösen müssen sich wie alle übrigen Vorhersagen „im GESETZ und den PROPHETEN“ im Zusammenhang mit Jesus Wiederkehr und der Aufrichtung von Gottes Königreich erst noch endgültig erfüllen! „Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen. Wiederum existiert zwischen dem Reinen und dem Unreinen einer unüberwindbare „Zwischenwand“. Verstehen wir nun bereits besser worauf dabei zu achten ist, um wirklich zu verstehen und zu handeln?

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

11.3......... Die Paulusbriefe im Lichte der Geschehnisse der Apostelgeschichte. 3

11.3.1         Die beiden Korintherbriefe im Zusammenhang der damaligen Situation und ihre Lehre für heute verstehen lernen. 3

11.3.1.1       Wunder, die einerseits von Gott und andererseits von den Dämonen stammen. 3

11.3.1.2       In reinem, geistig beschnittenem Zustand am Abendmahl teilhaben. 3

11.3.1.3       Die Heiligkeit von Namen und Gegenständen darf nicht missbraucht werden! 3

11.3.1.4       Der Reliquienkult als Form des Spiritismus und Dämonismus erkennen. 3

11.3.1.5       Die Geistesgaben sollten vorerst mit den Aposteln enden. 3

11.3.1.6       Magische Künste und deren Literatur für Glaubende keine Quelle der Belehrung. 3

11.3.2         Die zwei Korintherbriefe: 1.Brief vor dem Passah 54 und der 2.Brief nach Pfingsten 55 geschrieben. 3

11.3.2.1       Der 1.Brief an die Korinther aus Ephesus vor dem Passah 54. 3

11.3.2.2       Die Details aus dem 1. und 2. Korintherbrief beachten: Unsicherheit der Datierung des ersten Briefes. 3

11.3.2.3       Zeitliche Verbindungen aus den beiden Briefen an die Korinther und aus der Apostelgeschichte ersichtlich. 3

11.3.2.4       Verschiedene Ereignisse die Paulus durch Titus aus Korinth erfahren hatte. 3

11.3.3         Der spezifische Einfluss des Hymenäus, Alexander und Philetus, der von Ephesus und der Privinz Asien ausging. 3

11.3.3.1       Beginn des Abfalls durch falsche Lehren in Ephesus und Asien: Durch Hymenäus, Alexander und Philetus; Beginn des Katholizismus. 3

11.3.3.2       Nur wer in der Lehre des Christus bleibt wird nicht vom Weinstock abgeschnitten! Synkretismus, der zum katholischen Glauben hinführte. 3

11.3.3.3       Der fortschreitende  Abfall ist in der Bibel mit dem Namen Hymenäus verbunden! 3

11.3.3.4       Der Sauerteig beginnt von Ephesus ausgehend die ganze Masse aller Christenversammlungen zu durchsäuern. 3

11.3.3.5       Timotheus als Überbringer der Hirtenbriefe aus Rom.. 3

11.3.3.6       Der Abfall in Asien schreitet voran: Getreue Versammlungen entstehen neu! 3

11.3.3.7       Die Macht die von magischen und von spiritistischen Bräuchen ausgeht nicht verkennen! 3

11.3.4         Nützliche Hinweise aus den Briefen des Paulus an Timotheus und Titus im Hinblick auf die entfernte „Zwischenwand. 3

11.3.4.1       Der Kriegszug des Timotheus gegen Abtrünnige wie Hymenäus, Philetus und Alexander 3

11.3.4.2       Der Kampf des Timotheus gegen den Abfall von unverfälschter Milch der Lehre: Die Sabbatheiligung. 3

11.3.4.3       Sabbatheiligung oder Gottes geistigen Tempel zur Räuberhöhle machen?. 3

11.3.4.4       Weder unwahre Lehren, noch unwahre Geschichten noch Geschlechtsregister 3

11.3.4.5       Wo Gesetzeslehrer zu Gesetzesbruch ermuntern und das GESETZ ungesetzmässig anwenden. 3

11.3.4.6       Die Anweisung des Paulus Sünder öffentlich zurechtzuweisen. 3

11.3.4.7       Böse Menschen schreiten vom Schlechten zum Schlimmeren fort 3

11.3.5         Ist Rom wirklich der Ort des Martyriums von Petrus?. 3

11.3.5.1       Starb Petrus in Rom oder in Babylon oder irgend einem unbekannten Ort?. 3

11.3.5.2       Der Bischof Clemens von Rom und sein 1.Brief: Bischöfe, die Rom durch den Namen von Petrus und Paulus als Kirchenzentrum fördern wollten. 3

11.3.5.3       Starben der Apostel Johannes und Maria, die Mutter Jesus in Ephesus?. 3


 

11.3         Die Paulusbriefe im Lichte der Geschehnisse der Apostelgeschichte

 

11.3.1      Die beiden Korintherbriefe im Zusammenhang der damaligen Situation und ihre Lehre für heute verstehen lernen

 

11.3.1.1     Wunder, die einerseits von Gott und andererseits von den Dämonen stammen

Paulus schreibt im zweiten Jahr aus Ephesus den 1.Korintherbrief und spricht darin über ein aktuelles Thema: Die bevorstehende Passahfeier und die Form, wie diese zu begehen ist. Es wurde ihm zugetragen, dass solche Feiern zuvor zu Spaltungen in der Versammlung geführt hatten. Er erwähnt nun deutlich im Brief, dass nur Personen in reinem, geistig beschnittenen Zustand daran teilhaben dürfen, da sie sich ansonsten ein Gericht essen! Dies schliesst Fremde aus, nicht aber ungetaufte Familienangehörige (1.Kor 7:12-16; 11:27-30).

 

Das Schreiben muss somit einige Wochen vor der Passahfeier beendet worden sein und die Versammlung rechtzeitig vor der Feier erreicht haben! Ganz offensichtlich wusste er um gravierende Missstände in Korinth bei der Durchführung dieser Feier! Kein Zweifel, dass dieses Fest am 14. Nisan gemäss Brauch der Juden stattfand! Allerdings machten Spannungen sich breit die zur Sektenbildung neigten:

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:17-22 ***

Während ich aber diese Anweisungen gebe, lobe ich euch nicht, denn es ist nicht zum Besseren, sondern zum Schlimmeren, daß ihr zusammenkommt. 18 Denn fürs erste höre ich, daß, wenn ihr in einer Versammlung zusammenkommt, Spaltungen unter euch bestehen; und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

20 Wenn ihr also an einem Ort zusammenkommt, ist es nicht möglich, das Abendmahl des Herrn zu essen. 21 Denn wenn ihr [es] eßt, nimmt jeder zuvor sein eigenes Abendessen ein, so daß einer hungrig ist, ein anderer aber ist betrunken. 22 Habt ihr denn nicht Häuser, um [dort] zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Versammlung Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierin lobe ich euch nicht.

 

Das GESETZ Mose sah vor, und Jesus selbst führte diese Feier exakt so durch wie es das GESETZ vorschrieb und zwar innerhalb von einer oder zwei Familien, als ein Erinnerungsmahl an das, was beim Auszug aus Ägypten in jener Nacht geschah. Ebenso wie Jesus dies tat, der das Passahmahl nur im Kreise seiner zwölf Apostel, seiner geistigen Familie feierte und sie nun zudem aufforderte, jährlich der Einsetzung des neuen Bundes zu gedenken.

 

17. Juni, Sankt Antonius, Trier: Heilige Messe zum Dank für den Abschluss des Diözesanprozesses zur Seligsprechung Josef Englings: Wer aber hat das Recht einen Menschen als gerecht zu erklären?In Korinth war diese Feier erstmals zu einem Grossanlass verkommen, wo alle „an einem Ort“ in „einer Versammlung“ zusammenkamen und darum kein Erinnerungsmahl mehr hatten, so wie Jehova es Israel geboten hatte. Sie führten eher etwas wie eine erste Messe für die Volksmassen durch! Es war zudem eine schlecht inszenierte Show. Einige waren dabei betrunken, weil sie zuvor üppig gegessen hatten andere gingen dagegen hungrig weg, die zuvor nichts gegessen hatten. Schon das Wort „Abendmahl“ weisst auf eine wirkliche Mahlzeit hin!

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:20-22 ***

Wenn ihr also an einem Ort zusammenkommt, ist es nicht möglich, das Abendmahl des Herrn zu essen. 21 Denn wenn ihr [es] eßt, nimmt jeder zuvor sein eigenes Abendessen ein, so daß einer hungrig ist, ein anderer aber ist betrunken. 22 Habt ihr denn nicht Häuser, um [dort] zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Versammlung Gottes und beschämt die, die nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben?

 

Paulus ist ehrlich und zu Recht erbost! Der Anlass war zu einer Grossveranstaltung verkommen und der ursprüngliche Sinn davon, innerhalb der vereinten Familie von Getauften und gereinigten Personen gemeinsam beim Abendmahl zu essen und zu trinken wurde mittels eines Rituals umgangen. Statt Jehovas grosser Tat an Israel zu gedenken und sich nun zudem Jesu Opfertod zu erinnern wurde ein lautes, verkommenes Fest gefeiert. Die Armen, die nichts erhielten gingen hungrig und durstig davon weg.

 

Paulus lobt sie nicht und bringt es mit Sektenbildung in Verbindung! „Die Bewährten“, die „vom Hause der Chloe“ hatten diese Veränderung an ihn berichtet! (1.Kor 1:11)

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:17 ***

Deswegen sende ich Timotheus zu euch, da er mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; und er wird euch an meine Methoden in Verbindung mit Christus Jesus erinnern, so wie ich überall in jeder Versammlung lehre.

 

Kein Sauerteig und kein Produkt aus ihm soll wöhrend der 8 Tage Passah im Hause sein!Die Methode wie eine Versammlung durchgeführt werden soll und wie der Ablauf der Passahfeier ist, all dies wurde bereits durch Moses vorgegeben! Jesus handelte stets entsprechend und gab dadurch ein Beispiel für seine Nachfolger! Das Essen des Passahlammes seit den Tagen Israels im Sinau sollte doch Jesu Opfertod zu Gunsten der Vielen vorschatten!

 

Daher verspricht Paulus den Timotheus mit dem 1.Brief nach Korinth zu senden, während er selbst über das bevorstehende Passahfest hinaus noch bis Pfingsten in Ephesus zu verweilen plante (1.Kor 16:8-10).

 

11.3.1.2     In reinem, geistig beschnittenem Zustand am Abendmahl teilhaben

Der Altar, an dem Christen am Opfer Jesu teilhaben muss hochheilig bleiben und darf nicht verunreinigt werden mit Dingen die im Zusammenhang mit Götzen stehen. Das hinauswischen des Sauerteigs hat den Sinn jede Art von Verunreinigung aus dem Haus zu entfernen! Nur wer in reinem Zustand ist und als am Geist Beschnittener, getaufter Erwachsener darf am Opfer Jesu, seinem Fleisch und Blut in sinnbildlicher Form am jährlichen Passah teilhaben und ist dadurch geheiligt. Christen haben ja wie die Priester und deren Familien Anteil vom Altar unseres Hohepriesters! Aussenstehenden ist eine Teilhabe bei Todesstrafe verboten! Die Versammlung Gottes muss sich zudem von jeder Form des Sauerteigs von falschen Lehren frei machen! Vieles davon lag davon in Korinth im Argen!

 

image020Diese Passahfeier war und blieb ein ganz spezifischer jährlicher Erinnerungsakt! Das Freimachen von jeder Form von Gesäuertem im Haus ist somit nur Symbol für das herauswischen jeder Form geistigen Sauerteigs! Durch die Teilhabe am Fleisch und Blut Jesu werden jene geheiligt, von den Sünden erneut gereinigt, die während des Jahres unterlaufen sind. Nur wer am Abendmahl teilhat bleibt in Einheit mit dem geistigen Leib des Christus!

 

*** Rbi8  Johannes 6:52-56 ***

Daher begannen die Juden miteinander zu streiten und sprachen: „Wie kann uns dieser sein Fleisch zu essen geben? 53 Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm.

 

Leben hängt somit davon ab Jesu Gebot zu erfüllen! Paulus weist die Korinther zurecht, weil jene eine geänderte Methode eingeführt hatten, ein Massentreffen das nur noch eine Imitation dessen ist, was Gott verlangt hatte, ein Vorläufer dessen, was einer späteren Messe entsprach!

 

Um in Gemeinschaft mit Jesus zu bleiben ist es notwendig sein Gebot zu erfüllen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“! Das ist nicht ein tägliches Ritual, das besonders feierlich am Sonntag zum Massenanlass wurde, sondern wie Jesus es vormachte ein jährliches Gedenkdatum, stets am 14. Nisan, nach Sonnenuntergang !

 

11.3.1.3     Die Heiligkeit von Namen und Gegenständen darf nicht missbraucht werden!

Lukas erwähnt ein anderes verwandtes Thema in der Apostelgeschichte. Wir haben das Thema im vorhergehenden Artikel zum Ende des Besuches des Paulus in Ephesus auf der 3.Missionsreise erwähnt. Dort wurde diese Vorkehrung Gottes der Heiligung durch geheiligte Gegenstände schon früh von abgefallenen Gläubigen missbraucht, in diesem Fall von Juden, Söhnen eines Oberpriesters, die sich der Heiligkeit des Namens Jesu und des Paulus bemächtigten, um Dämonen auszutreiben. Heute haben wir einen ähnlichen Fall, wo sich die Religionsgemeinschaft von Jehovas Zeugen gar den Namen Gottes zueignete.

 

Lukas erklärt das Geschehen und zeigt im Anschluss daran, dass all dies in Verbindung mit anderen magischen und spiritistischen Handlungen in Verbindung stand! Wer daran teilhat behindert dadurch die Verbreitung von Gottes Wort (Apg 19:18-20).

 

Die sieben Söhne des Skeva, die Dämonen im Namen Jesu und des Paulus austrieben*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:11-17 ***

Und Gott vollbrachte durch die Hände des Paulus weiterhin außergewöhnliche Machttaten, 12 so daß man von seinem Leib weg sogar Tücher und Schürzen zu den Leidenden brachte, und die Krankheiten wichen von ihnen, und die bösen Geister fuhren aus. 13 Aber gewisse von den umherziehenden Juden, die Dämonen auszutreiben pflegten, unternahmen es ebenfalls, den Namen des Herrn Jesus über denen auszusprechen, die von bösen Geistern besessen waren, indem sie sagten: „Ich befehle dir feierlich bei Jesus, den Paulus predigt. 14 Nun waren da sieben Söhne eines gewissen Skeva, eines jüdischen Oberpriesters, die das taten. 15 Als Antwort sprach jedoch der böse Geist zu ihnen: „Ich kenne Jesus, und Paulus ist mir bekannt; wer aber seid ihr?16 Darauf sprang der Mensch, in dem der böse Geist war, auf sie los, erlangte die Herrschaft über einen nach dem anderen und gewann die Oberhand über sie, so daß sie nackt und verwundet aus jenem Haus flohen. 17 Das wurde allen bekannt, sowohl den Juden als auch den Griechen, die in Ephesus wohnten; und Furcht befiel sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde weiterhin verherrlicht.

 

Den Handlungen des Paulus wird das Verhalten der Söhne des Skeva entgegengesetzt! Der eine handelt mit Gottes Unterstützung, der andere entgegen Gottes Willen, obwohl beide möglicherweise dasselbe taten! Paulus tat es aus Liebe zum Nächsten, die anderen aber aus Hab- und Machtsucht heraus! Das Motiv, die Reinheit und die Form waren es, was Gott beachtete!

 

Sieben Söhne des jüdischen Oberpriesters Skeva hatten diese Möglichkeit der Heilkraft und der Befreiung Besessener von Dämonen durch den Gebrauch der Namen von Jesus und des Apostels Paulus missbraucht: „Aber gewisse von den umherziehenden Juden, die Dämonen auszutreiben pflegten, unternahmen es ebenfalls, den Namen des Herrn Jesus über denen auszusprechen, die von bösen Geistern besessen waren, indem sie sagten: ‚Ich befehle dir feierlich bei Jesus, den Paulus predigt.‘ “ Allerdings zeigte es sich im Falle jener sieben Söhne, dass der von Dämonen Besessene sich nicht irreführen liess und jene Söhne zerschlagen und nackt zurückliess.

 

Padre Amorth, der Exorzist des Vatikans: Unter welcher Hilfe treibt er Dämonen aus?Das erinnert an Katholischen Exorzismus, der bis heute ausgeübt wird! Die falsche Benutzung von Jesu Namen, zusammen mit spiritistischen Bräuchen kann von unserem Herrn Jesus und von Gott unmöglich anerkannt werden! Schon viele Exorzisten wurden von Menschen die besessen sind misshandelt und einige gar getötet! Viele Menschen mit einer geistigen Krankheit wurden von Exorzisten gar in den Tod getrieben. Jesus hatte aber selbst davor gewarnt, dass Menschen seinen Namen missbrauchen würden und in Verbindung damit grosse Machttaten ausübten! Jesus nennt sie „Täter der Gesetzlosigkeit“!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht? 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Der Wille des Vaters zu jeder wichtigen Angelegenheit ist im „GESETZ und den PROPHETEN“ aufgezeichnet! Jesus hat alles erfüllt und uns Beispiel hinterlassen, ebenso Paulus! Wenn die „Ungelehrten und Unbewährten“ dies geschickt zu verdrehen wussten, so tun sie es nur zum eigenen Verderben! Aus all solch gesetzlosem Handeln wurde allgemein ausgeübter religiöser Kult. Jesus war es, der seinen Jüngern die Macht gab unreine Geister auszutreiben! Wer nicht göttlich verliehene Autorität besitzt, welche über der Macht von Dämonen steht, wie wird er Dämonen befehlen können? Wir sollen uns von jeder Form Spiritismus und Kontakten mit Dämonen hüten, statt Konfrontation zu suchen! Wir sollen „gegen die Machenschaften des Teufels standhalten“, nicht den Teufel zum Kampf herausreizen! Im Brief an die Epheser erklärte Paulus:

 

*** Rbi8  Epheser 6:11-13 ***

Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; 12 denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern. 13 Darum nehmt die vollständige Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alle Dinge gründlich getan habt, standhalten könnt.

 

Indem wir die Dinge tun, die Gottes Willen entsprechen können wir auch den bösen Geistermächten, den Dämonen in den „himmlischen Örtern“, ihren Machbereichen widerstehen! Das schliesst auch Menschen ein, die durch Dämonen in machtvollen Positionen in Kirche und Staat stehen! Die „Weltbeherrscher dieser Finsternis“ sind all jene, die Gottes Willen widerstehen, Satan und sein ganzer Same! Dass der Glaube in Dämonen und Teufel wach bleibt und dort mittels Spiritismus gar Geschäft getrieben wird zeigt ein Interview mit dem offiziellen Exorzisten Roms, des Vatikans Paper Amorth.

 

 

http://www.bibliotheka-phantastika.de/wp-content/uploads/2011/02/cover_der_rat_der_hexer_lynn_a_elizabeth.jpgPater Amorth, warum glauben die Leute nicht mehr an den Teufel? [2]

 

   «Ich persönlich bezweifle, dass die Leute heute nicht mehr an den Teufel glauben. Der Teufel existiert — und wie! Die Civiltà Cattolica (angesehene Zeitschrift der Jesuiten) hat auf einem Kongress eine Studie mit erschütternden Zahlen vorgestellt: ca. 12 Millionen Italiener wenden sich an Kartenleser, Zauberer, Hexer, satanische Sekten... Sie zahlen 100 Fr. für eine Antwort oder einen Rat und mehrere 1000 Fr. für eine Behexung

   Das ist ja ein Riesengeschäft. Wie kann man so etwas erklären? Wenn der Glaube abnimmt, nimmt der Aberglaube auch unter gebildeten Leuten zu. Heute existieren in Rom über 100 satanische Sekten. In Europa gibt es einen grossen spirituellen Niedergang. Der Glaube schwindet. Die Zahl der Kirchgänger fällt ins Bodenlose. Ich betrachte die Europäer als ein Volk von getauften Heiden. Scheidung, Abtreibung, Auflösung der Familien: eine Katastrophe.»

 

 

Und wie fing der Abfall von den Religionen der Christenheit an? Indem Gläubige die Heuchelei durchschauten und sich durch die gottlosen Taten der Kirchenvorsteher zurückgestossen fühlten. 

 

11.3.1.4     Der Reliquienkult als Form des Spiritismus und Dämonismus erkennen

Lukas erklärt, wie Gott zu jener spezifischen Zeit des ersten Jahrhunderts und der Ausbreitung des Christentums unter den Nationen  handelte, um den Beweis der Heiligkeit des Apostelamtes von Paulus Zeugnis abzulegen: „Und Gott vollbrachte durch die Hände des Paulus weiterhin außergewöhnliche Machttaten, so daß man von seinem Leib weg sogar Tücher und Schürzen zu den Leidenden brachte, und die Krankheiten wichen von ihnen, und die bösen Geister fuhren aus.“ Das war an Paulus und die Zeit gebunden, in der er wirkte!

 

image027In späteren Jahrhunderten wurde von der inzwischen machtvoll gewordenen Katholischen Kirche das Benutzen von Gegenständen, die angeblich von den Aposteln und Heiligen der Urversammlungen benutzt wurden erneut zur Wunderheilung verwendet. Daraus heraus wurde ein ganzer Reliquienkult aufgebaut. Es war die zum Katholizismus bekehrte Mutter Kaiser Konstantins, die „Heilige“ Helena, die im vierten Jahrhundert u.Z. jede Art Gegenstände zu sammeln begann, die laut höchst fragwürdigen Überlieferungen mit Jesus oder einem der Apostel oder Jünger irgend einen behaupteten Zusammenhang hatten. Ein unglaublicher Missbrauch kam auf, der einen rasanten Handel mit solchen angeblich „heiligen“ Objekten und selbst mit jeder Art menschlicher Knochenfunde förderte. Von kaum irgendeinem jener Gegenstände konnte zu Recht behauptet werden authentisch zu sein! Ein Gewebe von Lügen und mystischen Geschichten kam auf. Gottes GESETZ aber wurde durch jenen Missbrauch vollkommen ungültig gemacht. Die Anbetung solcher Spiritismus betreibenden Personen wird von Gott überhaupt nicht gehört!

 

*** Rbi8  Matthäus 15:8-9 ***

‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. 9 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘

 

Nicht der Gebrauch des Namens Jesu und das Verwenden gewisser Gegenstände hat Heiligung und Heilung zur Folge, sondern, dass wir Gottes Willen tun und sein GESETZ einzuhalten. „Täter der Gesetzlosigkeit“ erlangen weder Jesu noch Gottes Anerkennung!

 

Das GESETZ Mose war bereits deutlich gegen Reliquienverehrung gerichtet, weil solches unweigerlich zu Götzendienst führt! Den Juden ist solches vollkommen fremd und so war es auch bei den ersten Christen! So schrieb das GESETZ die Toten betreffend:

 

Im Altar eingesetzte Knochen von angeblich Heiligen sollen Segenswirkung haben*** Rbi8  4. Mose 19:11 ***

Wer die Leiche irgendeiner Menschenseele berührt, wird dann sieben Tage unrein sein müssen.

 

Priester, die den Altar berühren, in welchem gar Knochenstücke von angeblichen Heiligen eingelassen sind, sie werden demnach Unrein, ebenso die Hostie und der Kelch, die darauf bereitet werden und angeblich sich zu Jesu Leib verwandeln! Das ist mystischer Hokuspokus, den Jesus vollkommen ablehnt!

 

Trotzdem ist die Kirche stolz darauf, dass durch solche Gegenstände angeblich Wunder bewirkt werden. Ganz offensichtlich gehen solcherlei gewirkte Wunder aber nicht auf jene Gegenstände zurück, sondern stehen in Verbindung mit Dämonismus, dem Anrufen von „Toten“, was Verbindung zur Geisterwelt bedeutet. Jene Geister, die Dämonen sind in den Augen Gottes wahrlich tot, obwohl sie handeln! Sie erwartet nur noch Vernichtung!

 

Andererseits waren jene frühen Glaubenden, die aufgrund von Dingen die Paulus getragen hatte gesund wurden einen deutlichen Schritt weitergegangen, wie Lukas den Zusammenhang aufzeigt:

 

Bücher über magische Künste sind weit verbreitet. Paulus liess sie in Ephesus verbrennen.*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:18-20 ***

Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und berichteten offen ihre Taten. 19 Ja, eine ganze Anzahl von denen, die magische Künste getrieben hatten, trugen ihre Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen. Und man rechnete den Wert derselben zusammen und fand, daß sie fünfzigtausend Stück Silber wert waren. 20 So wuchs das Wort Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] fortwährend mit Macht und gewann die Oberhand.

 

Taten im Zusammenhang mit magischen Küsten waren es, die jene für Geld betrieben hatten. Glauben aber in Jesus liess sie mit solchen Dingen aufhören!

 

Die Oberhand über spiritistisches Verhalten wird dadurch erreicht, dass wir deren Literatur vernichten, unabhängig des Handelswertes jener Literatur! Jeder der mit den millionenfach verbreiteten Literatur der Religionen, die fast alle in irgendwelcher Form zum Spiritismus auffordert oder dazu verführt im GESETZ Gottes zu straucheln ist ein Hemmnis, dass sich Gottes Wort und Jesu Lehre, die er ja als Wortführer Gottes übergibt wirklich verbreitet wird!

 

Der Reliquienkult steht somit eindeutig im Zusammenhang mit Spiritismus und magischen Künsten! Beachten wir, dass solche Reliquien selbst dann, wenn sie noch echt wären durch den unlauteren Gebrauch verunreinigt würden! Die Heiligkeit geht dadurch verloren! Warum sonst hätten die Juden den Tempel und den Altar erneut durch ihren Hohepriester Judas Makkabäus heiligen und einweihen müssen, nachdem durch Antiochus IV. Epiphanes um 165 v.u.Z. dort ein Schwein vor dem Bild des Zeus geopfert wurde? Die Juden erinnern jedes Jahr am Chanukkafest am 25.Kislev (Dezember) daran! Heiligkeit geht durch Missbrauch verloren, selbst beim Tempel Gottes! Die Christenversammlung ist ein geistiger Tempel. Die christliche Priesterschaft ist in unreinem Zustand! Ihre Sünden haben sich bis zum Himmel aufgehäuft! Damit Gott uns aufnimmt sind keine Religionsorganisationen notwendig, nein, im Gegenteil, sie verhindern dies gar! (Off 18:4, 5)

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:17-18 ***

„ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Wir sollen uns absondern, anstatt mit ihnen Anteil zu haben an ihren fruchtlosen Werken!

 

Wo solche Wunder durch Reliquienverehrung nicht reine Autosuggestion ist, da sind es somit vielmehr Dämonen, die diese Wunderwirkungen als Propaganda zu ihren Zwecken bewirken und gebrauchen, um vom wahren Glauben abzuziehen, der nicht aufgrund des Sehens, handelt! Schon zur Zeit Mose zeigten ägyptische Priester, dass auch sie Wunder zu wirken in der Lage sind! Das war bestimmt nicht durch Jehova bewirkt! (2.Mo 7:10-12)

 

Dass durch das GESETZ Gottes und die Besprengung mit Blut von Opfertieren das Gewand des Priesters geheiligt wurde, das wurde für sich sowohl bei Jesus wie den Aposteln offensichtlich! All jene Glaubenden, die sie berührten wurden geheilt. Dies ist biblisch durch vielerlei Augenzeugenberichte bestätigt, wie dies im Falle Jesu und der Apostel durch treue Jünger dokumentiert wurde. Es sind Engel die hinter jenen Wunderwirkungen stehen und solche Heilungen ausführten, um den Glauben an jene heiligen Männer zu erhöhen, dass auf diesen nun wirklich Gottes Gunst lag!

 

11.3.1.5     Die Geistesgaben sollten vorerst mit den Aposteln enden

Dass aber Jesus, die Apostel und andererseits auch Engel nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung hatten, um diesen Glauben durch Wunder zu bestätigen, wird durch die Vorhersagen des Paulus und früherer Propheten im Zusammenhang mit dem Messias bestätigt! Diese besonderen Geistesgaben wurden aufrechterhalten bis zum Tag, wo „das Vollständige“ gekommen war, die Schriften abgeschlossenen wurden. Das war kurz vor dem Tod des letzten Apostels, des Johannes, am Ende des ersten Jahrhunderts. „Das Teilweise“, das Prophezeien in kleinen Portionen und die Wunder wurden weggetan!

 

Anstatt durch Schauen sollen Christen seither durch wahren Glauben wandeln. Das hatte Jesus schon dem ungläubigen Thomas gesagt! Wenn unser Glaube allein von Wundern abhängt, wo ist es da noch unser Glaube?

 

*** Rbi8  2. Korinther 5:6-7 ***

Wir sind daher allezeit guten Mutes und wissen, daß, solange wir im Leib daheim sind, wir vom Herrn fern sind; 7 denn wir wandeln durch Glauben, nicht durch Schauen.

 

Dieser Leib ist sterblich und vergänglich. Erst der Leib den Gott uns im kommenden System bereitet kann die Bedingungen für das „ewige Leben“ erfüllen. Der Bibelübersetzer Ludwig Albrecht übersetzte 2.Korinther 5:1 wie folgt:

 

Wir wissen ja: Wenn unser Zelt – das Haus, worin wir hier auf Erden wohnen – (im Tod) abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott bereitet, ein himmlisches Haus, das nicht mit Händen gemacht ist, sondern ewig bleiben soll.

 

$R068C01Dieser Körper ist sterblich und ohne Unsterblichkeit anzuziehen können wir nicht ewig Leben! Das ist aber nicht gleichbedeutend einen „geistigen Leib“ zu erhalten, wie ihn Engel besitzen! Die Auferstehung der Toten bedingt eine Re- und Neukonstruktion des Hauses und kann nur durch himmlische Wesen vollbracht werden! Der Bauplan hierzu ist bei Gott im Himmel! Er allein kennt die DNS, welche uns bei der Zeugung gegeben wurde, er hat zudem eine Kopie jedes unserer Gedanken und weiss den exakten Zustand jeder Zelle beim Tod! Die vom Himmel her gewährte kommende „Behausung“ ist dagegen unsterblich, dem unsterblichen physischen Leib des Christus angepasst. Künftiger Tod kommt wenn wir willentlich gegen den heiligen Geist sündigen! Paulus gibt jene Details im 1.Brief an die Korinther preis:

 

(1. Korinther 15:21, 22)  Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.

 

Jesus als „Mensch“, als „letzter Adam“ wird die Toten aus den Gräbern befreien. „Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen“ sagt Petrus zu Recht die Erklärungen des Paulus betreffend! (2.Pe 3:15, 16) Sie sind aber im Lichte der übrigen Prophezeiungen der Schrift nicht unverständlich! Wir müssen uns nur um das wahre Verständnis selbst bemühen. Wenn wir alle Teile ordnen kommt erst ein genaues Bild zustande und etwas weniger leichtgläubig den Religionsführern vertrauen würde vielen gut anstehen! „Blinde Leiter“ und „blinde Geführte“ stolpern doch in dieselbe Grube!

 

(1. Korinther 15:50-57)  Indes sage ich dies, Brüder, daß Fleisch und Blut Gottes Königreich nicht erben können, noch erbt die Verweslichkeit die Unverweslichkeit. 51 Seht, ich sage euch ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle [im Tod] entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn das, was verweslich ist, muß Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, muß Unsterblichkeit anziehen. 54 Wenn aber [dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und] dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: „Der Tod ist für immer verschlungen. 55 „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ 56 Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das GESETZ. 57 Gott aber sei Dank, denn er gibt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus!

 

Da Jesus durch seinen Tod den „Fluch“ der bei Übertretung vom GESETZ ausgeht, das darauf lastende Todesurteil durch „unverdiente Güte“ beseitigt hat ist nun ewiges Leben wie es Adam hatte erneut möglich!

 

Das Geschehen rund um die Wunder Jesu waren dazu angetan, dass alle Juden erkennen konnten, dass der Christus den vollkommenen Zuspruch Gottes besass und die Himmel zu seinen Gunsten an denen handelte, die Glauben in ihn setzten. Das waren Zeichen, die auf die kommende Königreichsherrschaft unter Jesus und den Aposteln hinweisen und Beweis über weit Grösseres ergeben, das erst noch kommen soll!

 

*** Rbi8  Matthäus 14:36 ***

Und sie begannen ihn inständig zu bitten, nur die Fransen seines äußeren Kleides anrühren zu dürfen; und alle, die sie anrührten, wurden vollständig gesund.

 

Jesus war das Sündopfer für die Nation Israel etwas „Hochheiliges“! Gemäss mosaischem GESETZ galt das Gebot: „... was sein Fleisch berühren mag, wird heilig werden“. Die Gegenstände also, die mit Jesus in Berührung kamen waren heilig. Eine blosse glaubensvolle Berührung seines Gewandes hatte bei einer Frau Heilung vom Blutfluss zur Folge!

 

Die Berührung von Jesu Rocksaum brachte einer Frau die unter Blutfluss litt Heilung aufgrund ihres Glaubens.*** Rbi8  Matthäus 9:19-22 ***

Da stand Jesus auf und schickte sich an, ihm zu folgen, ebenso seine Jünger. 20 Und siehe, eine Frau, die zwölf Jahre an einem Blutfluß litt, trat von hinten herzu und rührte die Fransen seines äußeren Kleides an; 21 denn fortwährend sagte sie bei sich: „Wenn ich nur sein äußeres Kleid anrühre, werde ich gesund werden.“ 22 Jesus wandte sich um, bemerkte sie und sagte: „Fasse Mut, Tochter; dein Glaube hat dich gesund gemacht.“ Und von jener Stunde an wurde die Frau gesund.

 

Ebenso werden künftig nicht nur Jesus und die Apostel Wunderheilungen vornehmen und selbst Tote auferwecken: Dies wird auch eine freie Gabe Jesu an die 144.000 Priesterkönige sein, die kommende Verwaltung der „neuen Erde“!

 

Moses hatte über die Heiligung von Gegenständen, die das Fleisch des Sündopfers berührt folgendes gesagt:

 

*** Rbi8  3. Mose 6:25-28 ***

Rede zu Aaron und seinen Söhnen und sprich: ‚Dies ist das Gesetz [[GESETZ]] des Sündopfers: An dem Ort, wo man jeweils das Brandopfer schlachtet, wird das Sündopfer vor Jehova geschlachtet werden. Es ist ein Hochheiliges. 26 Der Priester, der es für Sünde darbietet, wird es essen. An heiliger Stätte wird es gegessen werden, im Vorhof des Zeltes der Zusammenkunft.

27 Alles, was sein Fleisch berühren mag, wird heilig werden, und wenn irgend jemand etwas von seinem Blut auf das Kleid spritzt, wirst du das, worauf er Blut spritzt, an heiliger Stätte waschen. 28 Und das irdene Gefäß, in dem es gekocht wird, soll zerschlagen werden. Aber wenn es in einem Kupfergefäß gekocht worden ist, dann soll es gescheuert und mit Wasser gespült werden.

 

Jesus war der von Gott auserwählte Hohepriester des „neuen Bundes“, der erst nach dem Salzbund mit Levi kam, der das weit grössere Sündopfer darbrachte, seinen eigenen, unbefleckten Leib. Die Apostel waren seine geistigen Söhne, die direkt am Altar Anteil hatten. Wir sollen ebenso am Altar Teilhaber sein, als deren geistige Kinder! Dazu dient das Abendmahl doch.

 

Der Wunderglaube ein gutes Geschäft für die Religionen das propagiert wirdAufgrund mystifizierter Angaben über Wunderheilungen wurde ab dem vierten Jahrhundert fieberhaft nach jeder Art von Gegenständen gesucht, die irgendwie mit Jesu Blut oder auch nur mit einem Gegenstand im Besitz Jesu oder der mit einem Apostel angeblich in Berührung gekommen sein konnte. Legenden um den heiligen Gral, den Kelch aus dem Jesus und die Apostel beim Abendmahl tranken, über das Grabtuch Jesu, Nägel und Holz des Kreuzes kursierten schon früh. Jede Form lügenhafter Sagen waren die Folgen davon, die den wahren Glauben an kommende Erlösung von jedem Übel zu Gunsten sofortiger Heilungen durch Wunder ersetzten. Nach katholischer Lehre lebten die Apostel und die von der Kirche ernannten Heiligen im Himmel bei Jesus und bei Gott. Allen voran die Jungfrau Maria. Zu ihnen sollte nun gebetet werden, eine Form des Spiritismus, die Gott deutlich verabscheut! Jesaja gab Jehovas Wort mit Deutlichkeit bekannt:

 

*** Rbi8  Jesaja 8:19-20 ***

Und falls sie zu euch sagen sollten: „Wendet euch an die spiritistischen Medien oder an diejenigen, die einen Geist der Voraussage haben, die flüstern und [Äußerungen] murmeln“, sollte sich nicht jedes Volk an seinen Gott wenden? [Sollte man sich] an Tote zugunsten Lebender [wenden]? 20 Zum Gesetz [[GESETZ]] und zum bestätigenden Zeugnis!

 

Die heiligen Schriften geben beständiges Zeugnis der Wahrheit von Gottes Wort! Dort ist Gottes GESETZ aufgezeichnet, zu diesen Dingen sollten wir uns hinwenden! Die Toten dagegen sind sich nicht des Geringsten bewusst und können niemandem helfen. Dämonen nutzen diesen Aberglauben aus!

 

(Prediger 9:5, 6)  Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. 6 Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.

 

Von Religionsführern wurde daraufhin Leichtgläubigkeit als tiefer Glaube in den Vordergrund gestellt, dass wer geheilt wurde Glauben hatte, wer nicht geheilt wurde, dem fehlte es an Glauben: So wird bis heute oft argumentiert. Sie vergessen aber, dass jene Toten die Jesus auferweckte selbst keinen Glauben zeigen konnten, da sie ohne Bewusstsein im Tode schliefen. Die warnenden Worte des Paulus, dass Wundertaten mit dem Tod des letzten Apostels aufhören würden wurden vollkommen ignoriert! Wundergaben waren Teil der Geistesgaben, welche weggetan würden, nachdem „das Vollständige“ gekommen wäre.

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:8-10 ***

Die Liebe versagt nie. Seien es aber [Gaben des] Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden.

 

Die Hostie ist kein Ersatz für ungesäuertes Brot zur Passahfeier am 14.Nisan. Jesu Gebot lautet: "Tut dies (nicht etwas vollkommen anderes) zu meinem Gedächtnis". Das Gedächtnismahl an Jesu Tod ist einmal jährlich!Auch die ungesäuerten Brote, die an heiliger Städte gebacken wurden galten als etwas Hochheiliges! Auch dieser und ähnliche Texte wurden auf Jesus und später seine Jünger übertragen. Nach Katholischer Lehre verwandelt sich gar die Hostie in Jesu Leib und der Wein in Jesu Blut. Mystizismus in reiner Form! Ungesäuertes aber bedeutet ohne Flecken und Makel, geistig rein zu sein!

 

Das Anteilhaben an blutigen Opfern endete mit Jesu Tod! Er sagte zu den Aposteln, dass das ungesäuerte Brot das er mit ihnen beim Abendmahl brach, seinen Leib bedeute und der Wein sein vergossenes Blut darstelle! Daran wird jährlich bei Passahmahl gedacht, wie Jesus dies befahl! Damit haben wir am heiligen Leib des Christus Anteil. Wer es nicht isst und nicht trinkt hat keinen Anteil mit Jesus! Alle Söhne des Hohepriesters müssen davon Anteil haben (Joh 6:52-59; 1.Kor 11:27-30).

 

*** Rbi8  3. Mose 6:18 ***

Jede männliche Person unter den Söhnen Aarons wird es essen. Es ist eine bestimmte Zuwendung auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] durch eure Generationen hindurch von den Feueropfern Jehovas. Alles, was mit ihnen in Berührung kommt, wird heilig werden.‘ “

 

Mystizismus im Zusammenhang mit angeblichen Reliquien von Petrus und Paulus im Petersdom bilden Hintergrund für Massentourismus zu den Festtagen der Kirche.Jesus gilt als das „ungesäuerte Brot“, da sein Fleisch ohne jede Sünde blieb, das lebengebende „Manna“, das vom Himmel kam. Er sagte: „Tut dies zu meinem Gedächtnis ... bis ich wiederkommen bin“ (Mat 26:26-30; Lu 22:15-18). Alles, was somit in Berührung mit Jesus kam wurde heilig. Dazu gehörten eben auch die Apostel. Die Apostel waren wie durch Feuer geläutert worden! All dies wurde durch die Priesterschaft der aufkommenden Katholischen Kirchen vor allem ab dem Konzil von Nicäa immer mehr mystifiziert und kommerzialisiert, wie dies bis heute der Tourismus hin zu Verehrungsstätten früherer Heiliger zeigt, wo so genannte „Wunder“ in Verbindung mit physischem Kontakt zu Gegenständen oder heiligem Wasser bis heute nichts an Anziehungskraft einbüssten. All jene setzen ihre Hoffnung in einen von Menschen errichteten Tempel! Jeremia warnte:

 

*** Rbi8  Jeremia 7:4 ***

Setzt euer Vertrauen nicht in täuschende Worte, indem [ihr] sprecht: ‚Der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas, der Tempel Jehovas sind sie!‘

 

Nicht die Behauptung Gottes Haus, Sein Tempel zu sein zählt, es sind vielmehr die Werke, die jene als Lügner und Heuchler ausweisen (Jer 6:26-7:7).

 

11.3.1.6     Magische Künste und deren Literatur für Glaubende keine Quelle der Belehrung

Diejenigen nun, die in Ephesus (1) Glauben in Paulus zeigten bekannten und berichteten offen ihre Taten und brachten nun ihre spiritistischen Bücher, welche sie gemeinsam verbrannten, unabhängig ihres hohen Wertes. An deren Stelle begannen nun die Schriften der Apostel zu zirkulieren! Wir erinnern uns des Textes bereits:

 

Bücherverbrennung mit okultistischem, spiritistischen Hintergrund in Ephesus*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:18-20 ***

Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und berichteten offen ihre Taten. 19 Ja, eine ganze Anzahl von denen, die magische Künste getrieben hatten, trugen ihre Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen. Und man rechnete den Wert derselben zusammen und fand, daß sie fünfzigtausend Stück Silber wert waren. 20 So wuchs das Wort Jehovas fortwährend mit Macht und gewann die Oberhand.

 

Während viele Menschen in der Christenheit sich heute auf Wunder verlassen und gleichzeitig aktiv in „magische Künste“ und Spiritismus verstrickt sind zeigt die Apostelgeschichte andererseits, dass jene Christen in Ephesus sich davon abwandten. Paulus lehrte Gottes GESETZ zu respektieren, auch was Verbindung zu Dämonen betrifft!

 

Jesaja beschrieb, was die Folge ist, sobald Magie sich mit Gottes Lehren zu mischen beginnt: Gott verliess sein eigenes Volk, weil er diese Dinge unmöglich dulden kann!

 

*** Rbi8  Jesaja 2:6-9 ***

Denn du hast dein Volk verlassen, das Haus Jakob. Denn sie sind voll von dem geworden, was aus dem Osten ist, und sie treiben Magie wie die Philister, und es wimmelt bei ihnen von den Kindern der Ausländer. 7 Und ihr Land ist voll Silber und Gold, und da ist kein Ende ihrer Schätze. Und ihr Land ist voller Pferde, und da ist kein Ende ihrer Wagen. 8 Und ihr Land ist voll wertloser Götter. Vor dem Werk der Hände jemandes beugen sie sich nieder, vor dem, was jemandes Finger gemacht haben. 9 Und der Erdenmensch beugt sich nieder, und der Mann wird erniedrigt, und du kannst ihnen unmöglich verzeihen.

 

Das Beten zu Maria und den Heiligung und Anbetung Jesus fallen unter Spiritismus! Wir sollen im Namen Jesu zum Vater beten!Jesus wandte sich ebenso entschlossen wie Jesaja gegen jede Form der Kontakte mit spiritistischen Mächten! Diese führen unweigerlich zu Götzendienst und dies wiederum führt hin zu geistiger wie auch physischer Hurerei. Die weiterhin trennende „Zwischenwand“ zwischen Heiligem und Unheiligem wird dadurch niedergewalzt, die das GESETZ Gottes zwischen die Dinge der Welt und die Form eines Christen zu leben setzt!

 

Das Aufhäufen von Gold und Silber, die Habsucht ist wiederum eines der herausragenden Kennzeichen „Babylons der Grossen“! Das ist auch bis heute weiterhin direkt mit spiritistischen Bräuchen verbunden! In einigen Fällen zeigt sich das aufgehäufte „Gold und Silber“ der Kirchen in immer mehr religiösen Sakralbauten, in Anteilen an multinationalen Unternehmungen die nur einen religiösen Schein tragen!

 

Gott kündet durch Jesus tödliche Plagen für all jene an, die sich an Dämonen wenden und den einen wahren Gott gegen wertlose Götzen vertauschen! Das Resultat der Belehrungen des Paulus in Ephesus war, dass „viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und (sie) bekannten und berichteten offen ihre Taten.“ Reue und Umkehr und Taten der Reue waren die Folge, indem sie Literatur mit magischem und spiritistischem Inhalt öffentlich verbrannten. Alles, was Gottes Normen missachtet! Das Feuer nach Harmagedon wird gross sein, wenn all diese aufgehäuften Bücher und Dinge verbrannt werden, die im Zusammenhang mit wertloser und götzendienerischer Belehrung in Zusammenhang stehen!

 

Johannes sieht am Ende dieses Systems, der Zeit die Harmagedon vorausgeht, eine ähnliche Situation wie in Israel zur Zeit Jesajas. Die Menschen die sich Christen nennen sind zu denselben Dingen zurückgekehrt und das Schlechte wie Götzendienst, Hurerei und Habsucht haben die Kontrolle über die Menschen wiederum erlangt. Trotz heftiger tödlicher Plagen kehren die Überlebenden nicht um, ihr unsinniges Verhalten nicht erkennend und zu keiner Reue bereit! Bedenken wir, dass z.B. die Pandemie von AIDS bei weitem nicht beendet ist und etwa 35 Millionen infiziert sind und darunter Millionen an Menschleben jährlich kostet! Eine kaum schätzbar hohe Zahl lebt mit HIV ohne es bisher bemerkt zu haben!

 

*** Rbi8  Offenbarung 9:20-21 ***

Aber die übrigen der Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, bereuten die Werke ihrer Hände nicht, so daß sie die Dämonen nicht [mehr] angebetet hätten sowie die Götzen aus Gold und Silber und Kupfer und Stein und Holz, die weder sehen noch hören, noch gehen können; 21 und sie bereuten ihre Mordtaten nicht noch ihre spiritistischen Bräuche, noch ihre Hurerei, noch ihre Diebstähle.

 

All dies war es, was Paulus in den Anfängen innerhalb seiner Versammlungen bekämpfte, indem er die Menschen Gottes Willen und sein GESETZ lehrte und vom kommenden Königreich Gottes predigte, das all diesen Dingen nun schon bald ein Ende setzen wird!

 

 

11.3.2      Die zwei Korintherbriefe: 1.Brief vor dem Passah 54 und der 2.Brief nach Pfingsten 55 geschrieben

 

11.3.2.1     Der 1.Brief an die Korinther aus Ephesus vor dem Passah 54

Paulus hatte den 1.Brief an die Korinther im Jahre 54 u.Z. aus Ephesus geschrieben, nachdem er von der Versammlung Korinth her einen Brief mit verschiedenen Fragen u.a. betreffend die Ehelosigkeit und Ehe, dem Verhältnis der Ehepartner untereinander und ähnlichem erhalten hatte (1.Kor 7:1). Durch die „Hausgenossen der Chloe“ und auch von Stephanas, Fortunatus und Achaikus, die ebenso von dort nach Ephesus gekommen waren (1.Kor 16:15-17) hatte Paulus von den verschiedenartigen Schwierigkeiten in der Versammlung Korinth Kenntnis erhalten. (1.Kor 15:32; 16:19)

 

In Ephesus war es somit, wo Paulus auf seiner 3.Missionsreise beunruhigende Nachrichten aus jener  Versammlung Korinth (5) erreichten, dass es dort zu Streitigkeiten, zu Spaltungen, bereits zur Sektenbildung und zudem zu gravierenden  Gesetzesverletzungen gekommen wäre.

 

Brookhaus 1886: Sekten - DefinitionSomit bildeten sich innerhalb der Versammlung Korinth erstmals Fraktionen, Abspaltungen hin zu einer Führerpersönlichkeit, wo sich die einen zu Apollos, andere zu Kephas oder eine dritte Gruppe zu Paulus gehörend bezeichneten. „Kephas“ bedeutet „Stein“ in aramäisch, wie „Petros“ dies in griechisch und „Petrus“ in lateinisch bedeuten.

 

Jesus hatte Paulus gesagt, dass er in jener Stadt „viel Volk“ aus Menschen der Nationen hätte, sich vor den Juden nicht fürchten und er eine Zeit lang dort bleiben sollte (Apg 18:9-11). Eine grosse Versammlung bedeutet aber auch vielerlei und gar grosse Probleme! Nur einige wenige Aufmerksame waren sich der Gefahr dieser inneren Spaltung bewusst geworden, dass alle Christen ausschliesslich in das eine „Haupt“ des Jesus getauft wurden und informierten nun den Paulus über schwelende Gefahren! (1.Kor 1:10-15).

 

In Korinth hatte sich zudem auch verschiedenartige Gesetzlosigkeit unter Brüdern breit gemacht. Ausserdem wurde die Gerichtsbarkeit der Ältesten umgangen und weltliche Richter zur Streitbelegung zugezogen, so kam Schande auf die Versammlung!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-8 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir [[die Apostel]] Engel [[gr.: aggelos = Boten, Vorsteher]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

Eine Niederlage, wenn Bruder mit Bruder vor staatliche Gerichte geht, dessen Richter Gottes GESETZ doch zurückweisen7 Nun bedeutet es tatsächlich durchaus eine Niederlage für euch, daß ihr Prozesse miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Im Gegenteil, ihr verübt Unrecht und Übervorteilung, und das an euren Brüdern.

 

Jene Vorsteher in Korinth hatten bei Verletzung des GESETZES nicht die vom GESETZ vorgesehenen Sanktionen ausgeübt oder gar nicht erst Gericht gehalten oder den Entscheid ungebührlich hinausgezögert!

 

Ein Hurer, der seine eigene Mutter zur Geliebten hatte wurde in der Versammlung geduldet! Diebstahl wurde nicht sanktioniert, deshalb gingen Brüder miteinander vor weltliche Richter. Paulus musste unverzüglich eingreifen und kündete mittels dem 1.Brief den Korinthern sein Erscheinen an, um selbst Ordnung zu schaffen, wenn dies nicht bereits in der Zwischenzeit geschehen sein würde! Timotheus sollte der Überbringer des Briefes sein. Er hatte von Paulus die Autorität über die Vorsteher erhalten. Die klaren harten Worte hatten ihre Wirkung! (1.Kor Kap 5, 6)

 

Es gab zudem Fragen betreffend der Auferstehung. Sauerteig verschiedener Lehren machte sich breit. Aber nicht nur jene Gruppe um Hymenäus hatte ihren Einfluss offenbar inzwischen nicht alleine in Ephesus und in Asien! Von der unmittelbaren Auferstehung nach dem Tod redeten auch bereits einige in Korinth. Die Philosophie Platons mit christlicher Lehre vermischt zeigte verheerende Auswirkungen. Jedes Verständnis über Kommendes wird dadurch versperrt! Es gab auch Meinungsverschiedenheiten über die Rangfolge der Auferstehung. Paulus warnte aber auch vor der anderen Gruppen, die offenbar den Lehren der Sadduzäer nahe standen, die besagen, dass es überhaupt keine Auferstehung der Toten gäbe. Er selbst hatte wegen derselben Lehre die er öffentlich bekämpfte mit „wilden Tieren“ kämpfen müssen, was auch Menschen als symbolische „wilde Tiere“, respektive die römische Weltmacht einschliessen kann wie den Kampf in der Arena gegen Bestien!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:32-34 ***

Mosaik mit Kampf mit wilden Tieren in römischer ArenaWenn ich nach Menschenweise in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was trägt mir das Gutes ein? Wenn die Toten nicht auferweckt werden, so „laßt uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben. 33 Laßt euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten. 34 Wacht in gerechter Weise zur Nüchternheit auf, und treibt nicht Sünde, denn einige haben keine Erkenntnis Gottes. Ich sage es euch zur Beschämung.

 

Paulus verteidigt vehement die kommende Auferstehung der Toten und das darauf folgende Gericht! Wer etwas anderes behauptet ist „schlechte Gesellschaft“. Wer ungesetzlich handelt treibt Sünde!

 

Nicht an die Auferstehung und das Endgericht zu glauben, wo die Toten nicht nur gerichtet werden, sondern für schlechte Handlungen auch die vom GESETZ vorhergesehenen Strafen zu tragen haben, dies hat zur Folge, dass Gottesfurcht ein Ende findet und Gesetzlosigkeit sich ausbreitet und damit Gottlosigkeit! Jehova zieht seinen Geist von Versammlungen zurück, die in Sünde verharren! In Korinth standen bei vielen trägen und geistig toten Christen nur noch die Befriedigung der vom Fleisch gewünschten Genüsse im Vordergrund!

 

11.3.2.2     Die Details aus dem 1. und 2. Korintherbrief beachten: Unsicherheit der Datierung des ersten Briefes

Als Paulus auf der 3.Missionsreise von Ephesus (1) kommend her nach Troas (2) kam war er enttäuscht und niedergeschlagen, weil er dort Titus nicht antraf und reiste dann nach Mazedonien weiter (2.Kor 2:12, 13). Das müsste eigentlich somit kurz nach Pfingsten,  im Sommer 55 gewesen sein, da er ja im 1.Brief an die Korinther gesagt hatte bis Pfingsten in Ephesus (1) zu bleiben! (2.Kor 2:12, 13). Da gibt es aber eine Schwierigkeit, ein Rätsel, das wir nachfolgend zu erörtern suchen, da im 2. Brief dagegen von einer Zeitspanne von „einem Jahr“ die Rede ist.

 

Hier entsteht mit dieser anderen Aussage im 2.Brief an die Korinther eine Frage, die es aufgrund von logischen Kriterien zu lösen gilt. Paulus schreibt:

 

*** Rbi8  2. Korinther 8:10-12 ***

Und hierin äußere ich eine Meinung: Denn diese Sache gereicht euch zum Nutzen, da ihr schon vor einem Jahr nicht nur mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen [dazu] den Anfang gemacht habt; 11 so vollendet nun auch das Tun desselben, damit, wie die Bereitschaft zum Wollen vorhanden gewesen ist, so auch das Vollenden gemäß dem sei, was ihr habt. 12 Denn wenn vorerst die Bereitschaft da ist, so ist sie besonders annehmbar gemäß dem, was jemand hat, nicht gemäß dem, was jemand nicht hat.

 

Offenbar hat Titus bei seiner Ankunft in Philippi darüber berichtet, dass die Korinther wohl Bereitschaft gezeigt hatten an dieser Aktion Geld für die Armen in Jerusalem zu spenden teilgenommen hatten, dass der Bereitschaft aber keine Aktion folgte!

 

Es geht somit um die Geldsammlung für die Ebioniten in Jerusalem. Im 1.Korintherbrief schrieb Paulus, dass er Titus dazu mit Timotheus von Ephesus her sandte diese Geldsammlung durchzuführen.

 

Am Sabbat wurden keine Geldsammlungen durchgeführt!*** Rbi8  1. Korinther 16:1-3 ***

Was nun die Sammlung betrifft, die für die Heiligen [bestimmt] ist: So, wie ich den Versammlungen von Galatien Weisung gegeben habe, tut auch ihr. 2 An jedem ersten Tag der Woche [[(dem Tag nach dem Sabbat!)]] lege jeder von euch bei sich zu Hause etwas als Ersparnis beiseite, wie er Gedeihen haben mag, damit nicht dann, wenn ich angekommen bin, Sammlungen stattfinden. 3 Wenn ich aber dort eingetroffen bin, werde ich, wen immer ihr durch Briefe als bewährt befindet, zum Überbringen eurer Liebesgabe nach Jerusalem senden.

 

Nun schreibt Paulus im 2.Brief an die Korinther, dass inzwischen „ein Jahr“ vergangen sei. In der Zeit vor der Passahfeier bis etwas nach Pfingsten 55 u.Z. liegt aber nur eine Zeitspanne von etwas über 50 Tagen! Auch wenn die Abreise rund einen Monat vor der Passahfeier war, um das Fest in Korinth neu zu organisieren, wie Paulus es schrieb ist die Zeitspanne nur 3 bis 4 Monate, nicht ein Jahr. Selbst für eine direkte Schiffsreise von Ephesus nach Korinth und zurück bis nach Troas wäre dies eine kurz bemessene Zeitspanne, aber bestimmt nicht unmöglich, dennoch ein weiteres Indiz, dass Paulus den ersten Brief bereits vor dem Passah 54 sandte, wo er tatsächlich bereits in Ephesus weilte. Schiffsreisen hingen von guten Winden ab; ob Ladung oder genügend Passagiere vorhanden sind und von vielen anderen Faktoren abhängig, die schwer berechenbar sind! Wenn er darin schrieb, dass er noch bis zum Pfingstfest in Ephesus bleibe ist nicht auszuschliessen, dass er damit Pfingsten 55 meinte.

 

*** Rbi8  1. Korinther 16:7-9 ***

Doch bleibe ich in Ephesus bis zum Pfingst[fest]; 9 denn eine große Tür, die zur Tätigkeit führt, hat sich mir geöffnet, doch gibt es viele Gegner.

 

Auch der Hinweis, dass eine „grosse Tür , die zur Tätigkeit führt“ sich geöffnet hätte lässt eher auf eine längere Zeitspanne wie bloss 50 Tage schliessen! Offenbar bildeten sich zu jener Zeit in Asien die neuen Versammlungen, die später in der Offenbarung erwähnt werden! Dasselbe kann wegen der Gegnerschaft gesagt werden, die ursprünglichen Pläne verändern konnten, wo er offenbar von Hymenäus, Alexander und Philetus spricht aber auch von vielen aktiven Neueintritten!

 

Phönizische Handelsschiffe als Transportmittel des Paulus und seiner BegleiterObwohl der exakte Ort, wo Paulus den 2.Brief an die Korinther schrieb nicht erwähnt wird weist doch einiges auf Philippi (3) hin, da er kaum in Mazedonien angekommen war auch Titus dort ankam und gute Nachrichten aus Korinth (11) überbrachte. Es war die nächst logische Station auf der Reise des Paulus nach Troas, wo Titus offensichtlich nicht rechtzeitig hingelangte oder kein Schiff zurzeit dorthin fuhr. Die Ankunft und Nachricht des Titus aber ermunterte Paulus unmittelbar seinen 2.Korintherbrief an jene Versammlung zu schreiben, zufolge der guten Nachrichten, die sich im 2.Korintherbrief wiederfinden.

 

*** Rbi8  2. Korinther 7:6-7 ***

Gott aber, der die Niedergeschlagenen tröstet, hat uns durch die Gegenwart [[Ankunft]] des Titus getröstet; 7 doch nicht allein durch seine Gegenwart [[Ankunft]], sondern auch durch den Trost, mit dem er euretwegen getröstet worden war, da er uns wieder Nachricht brachte von eurer Sehnsucht, eurer Trauer, eurem Eifer für mich, so daß ich mich noch mehr freute.

 

Offenbar traf Paulus also nun erst in Philippi auf Titus (2.Kor 7:5, 6) der mit guter Nachricht auf den 1.Brief hin aus Korinth zurückkehrte. Die Korinther hatten die Zurechtweisung wegen des Unrechts das sie geduldet hatten angenommen und scheinbar entsprechend reagiert, zumindest was fehlbare Versammlungsglieder anging. Sie waren traurig gestimmt worden aufgrund der Zurechtweisung, voll Eifer das Unrecht wieder zu sühnen und hatten Sehnsucht Paulus zu sehen. Paulus freute sich, war beruhigt und befriedigt (Apg 19:22; 2.Kor 1:1; 7:5-14).

 

Aus der Antwort im 2.Korinherbrief geht aber deutlich hervor, dass noch weitere gravierendere Missstände geduldet wurden, für die offensichtlich die Vorsteher selbst verantwortlich waren. Darunter gehörte die allgemeine Ordnung in den Versammlungen. Aus den Anweisungen im 1.Korintherbrief ist ersichtlich, Was das Zungenreden und Prophezeien anging kam es zu ungehörigem Verhalten. Wer in fremder Sprache etwas zu sagen hatte musste einen Übersetzer haben, damit alle es verstehen könnten (1.Kor 14:27-28).

 

*** Rbi8  1. Korinther 14:29-33 ***

Ferner mögen zwei oder drei Propheten reden, und die anderen mögen den Sinn beurteilen. 30 Wenn aber einem anderen, während er dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der erste. 31 Denn ihr könnt alle, einer nach dem anderen, prophezeien, damit alle lernen und alle ermuntert werden. 32 Und [die Gaben] des Geistes der Propheten werden von den Propheten beherrscht. 33 Denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens.

 

Das Prophezeien bedeutet nicht alleine Dinge der Zukunft darzulegen, sondern auch Dinge zu wiederholen, welche die Propheten geäussert haben! Die Propheten handelten auch als Zurechtweiser und als Leiter für das Volk in schwierigen Situationen. Die spezifische Geistesgabe der Propheten zu beherrschen war aber nicht allen gegeben! Indem alles ordentlich geschehen würde wäre es zur Erbauung der Versammlung! Dazu war notwendig, dass ein Vorsteher die Leitung der Versammlung innehatte!

 

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Auch beanstandet Paulus, dass Frauen offensichtlich selbstsicher und gar dominant auftraten, ihren eigenen Männern zur Schande und offenbar gar den Vorsitz führten und öffentlich Gebete sprachen. Paulus weist sie darauf hin, dass dies in keiner Christenversammlung so sei! Er weisst auf die Regelung des göttlichen GESETZES hin, das die Frau als Gehilfin des Mannes bezeichnet, nicht ihren Beherrscher.

 

http://www.unserekirche.de/data/images/520/277799077303.jpg*** Rbi8  1. Korinther 14:33-35 ***

Wie in allen Versammlungen der Heiligen 34 sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen; denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das GESETZ sagt. 35 Wenn sie dann etwas lernen wollen, so mögen sie zu Hause ihre eigenen Männer befragen, denn es ist schändlich für eine Frau, in einer Versammlung zu reden.

 

Welch ein Widersinn jene doch behaupten, dass Paulus das Ende des GESETZES erkläre und er hier deutlich auf die Verordnungen des GESETZES Mose verweist. Alle aber die dem GESETZ trotzen verwerfen auch die übrigen Aussagen des Paulus, haben ihre eigene Gerechtigkeit aufgerichtet und werden dem Gericht nicht entgehen! Heute nehmen Frauen jede Stellung in Kirchen und Staat ein ihre Aufgabe von Gott aus zugeteilt, im Geiste gesunde Familien aufzubauen haben die meisten verlassen. Die Resultate sind offensichtlich: Familienzerfall, Hurerei, Homosexualität, Abtreibungen, Jugendkriminalität und so viele Übel es gibt sind die Folge davon. Gottes gerechte Normen über Bord zu werfen!  

 

Die Anweisungen mögen heutige Frauen befremden, die sich ihres Rechtes ihre Meinung zu äussern sehr wohl bewusst sind. Sie sollten aber bereit sein einzugestehen, dass dies viele unnötigen Konflikte und Streitereien heraufbeschwören und der Ordnung weder in der Familie, noch in der Versammlung zuträglich sind! Offenbar hatten Frauen geringes Verständnis gewichtiger Lehrpunkte gezeigt und durch banale Fragen den geistigen Fortschritt der Versammlung behindert. Paulus verweist sie darum an ihre eigenen Männer, die zu ihrer Belehrung ja verpflichtet sind! Jeder man hat in der Familie Priesterpflichten, was Belehrung und Richteramt mit einschliesst!

 

Ein weiterer Punkt den wir bereits erwähnt haben aber nun noch aus einem anderem Blickwinkel betrachten möchten waren die Veränderungen in Bezug auf das Fest des Abendmahls und das darauf folgende siebentägige „Fest der ungesäuerten Brote“. Paulus erwähnt dieses Fest als er auf der Rückreise in Philippi ist. Erneut hält er sich an die Festzeiten Jehovas, was ein deutliches Anzeichen dafür ist, dass alle Versammlungen die richterlichen Entscheidungen Jehovas beachteten, mit gewissen Abweichungen die der Korrektur bedurften!

 

Das Abendmahl der Christenheit hat wenig bis nichts mit dem zu tun, was Jesus mit den Aposteln durchführte!Offenbar war aus dem Abendmahl ein öffentlicher Anlass und gar ein üppiges Essen und ein Trinkgelage der Reichen gemacht worden, wo die Armen von der Mahlzeit ausgeschlossen waren. Nicht davon zu reden, zu was es in unserer Zeit verkehrt wurde: Nur noch eine grossartige Show, mit priesterlichem Talar das nichts mit dem ursprünglichen Fest gemeinsam hatte, das Jehova Israel geboten hatte!

 

Im Kapitel 11 des 1.Korintherbriefes, in den Versen 11:17 bis 34  verweist Paulus auf die Regeln des Christus, der sich strikte an Gottes Anordnungen für das Passah gehalten hatte! Es war eine Mahlzeit mit Fleisch, bitteren Kräutern, ungesäuertem Brot und Wein. Kein Ungetaufter Aussenstehender und kein Unreiner darf daran teilhaben! Jesus verwies Judas gar vom Tisch weg.

 

Paulus zeigt, dass das Passah ein von Jehova angeordnetes Gedenkmahl, ein Essen ist, wie Jesus es bei seinem letzten Abendmahl gehalten hatte und dabei bat seiner zu gedenken, bis er wiedergekommen sei! Er erklärte: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ und nicht etwas vollkommen anderes! Wer es in unwürdiger Weise zu sich nimmt isst und trinkt sich gar ein Gericht und „schläft im Tod“. Ein ganze Anzahl in der Versammlung Korinth zeigte sich „schwach und kränklich“.

 

Paulus weist die Korinther zu Recht, weil sie statt eines Passahmahls im Kreis einer beschränkten Gruppe, wie es Mose befohlen hatte einen Massenanlass veranstalteten*** Rbi8  1. Korinther 11:29-34 ***

Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet. 30 Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]. 31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet werden. 32 Wenn wir aber gerichtet werden, werden wir von Jehova in Zucht genommen, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden. 33 Darum, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um [es] zu essen, so wartet aufeinander. 34 Ist jemand hungrig, so esse er zu Hause, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Die übrigen Dinge aber will ich in Ordnung bringen, wenn ich dorthin komme.

 

Gewisse Dinge musste Paulus somit persönlich in Ordnung bringen, weil sie innerhalb seines Kompetenzbereiches lagen. Die Antwort auf das, was ihm Titus zugetragen hat zeigt, dass einige seine Autorität weiterhin missachteten: Ihnen kündigte er mit klaren Worten darauf sein Einschreiten an!

 

11.3.2.3         Zeitliche Verbindungen aus den beiden Briefen an die Korinther und aus der Apostelgeschichte ersichtlich

Betrachten wir noch etwas näher die zeitliche Übereinstimmung gewisser Aussagen, die Lukas in der Apostelgeschichte erwähnt und auf die Paulus in den beiden Korintherbriefen hinweist. Welcher der Begleiter war, zu welchem Zeitpunkt, wo? 

 

Gemäss den Angaben im 2.Korintherbrief wurde Timotheus von Titus begleitet, der dort in Korinth ein Jahr zuvor die Geldsammlung einführen musste (2.Kor 7:13). Titus blieb somit in Korinth (3M: 5), nachdem er mit Timotheus den 1.Brief an die Korinther im Jahre 54 von Ephesus (3M: 1) her überbracht hatte (1.Kor 4:17) hatte für rund ein Jahr in der dortigen Versammlung. Dies geht aus dem 2.Korintherbrief hervor, der kurze Zeit nach Pfingsten 55 entstanden ist und wahrscheinlich aus Philippi gesandt wurde. Titus wird darin als Überbringer guter Nachricht bezeichnet, als er von Korinth (3M: 5) kommend in Philippi (3M:3) angekommen war. Kurz nach Paulus dort eintraf muss auch Titus dort angekommen sein (2.Kor 7:5-7). Paulus hatte ihn zuvor in Troas (3M: 2) nicht gefunden und war darüber enttäuscht gewesen (2.Kor 2:12, 13).

 

Paulus grüsste in den Briefen auch mit den Namen seiner treuen BegleiterAuch Timotheus wird im 2.Korintherbrief an der Seite des Paulus in Philippi unter den Absendern genannt  (2.Kor 1.1). Er hatte ihn aus Ephesus (3M: 1) schon zuvor zusammen mit Erastus nach Mazedonien (Philippi) gesandt (Apg 19:22).

 

Aus Mazedonien, somit aus Philippi (3) schrieb Paulus also den 2.Brief an die Korinther, wahrscheinlich um den Frühsommer 55, wenige Wochen nach Pfingsten. Im 1.Korintherbrief hatte er von seinem bevorstehenden zweiter Besuch in Korinth (3M: 5) gesprochen, um dann nach erledigter Aufgabe erneut nach Mazedonien zu gehen, um dann ein drittes Mal nach Korinth (3M: 5) zurückzukehren  (2.Kor 13:1). Auch den Winter 55/56 beabsichtigte er gemäss dem 1.Brief in Korinth (5) zu verbringen, und von dort aus dann im Frühjahr, wahrscheinlich kurz nach dem Passahfest 56 von dort nach Jerusalem (9) zurückzukehren, um fünfzig Tage später an Pfingsten in Jerusalem (9) zu sein(1.Kor 16:5, 6; 2.Kor 1:15, 16; 2.Kor 12:14; 13:1).

 

Überbringer des 2.Korintherbriefes von Philippi aus war wiederum Titus, der die Sammlung für die Heiligen nun auch in Korinth abschliessen sollte. Mit ein Grund, um direkt mit den Spenden nach Jerusalem zu fahren. Seit Paulus den Titus mit dieser Aufgabe des Sammelns im 1.Korintherbrief beauftragt und angekündigt hatte war inzwischen wie es sagt ein Jahr vergangen (2.Kor 8:6).

 

image068*** Rbi8  2. Korinther 8:10-15 ***

Und hierin äußere ich eine Meinung: Denn diese Sache gereicht euch zum Nutzen, da ihr schon vor einem Jahr nicht nur mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen [dazu] den Anfang gemacht habt; 11 so vollendet nun auch das Tun desselben, damit, wie die Bereitschaft zum Wollen vorhanden gewesen ist, so auch das Vollenden gemäß dem sei, was ihr habt. 12 Denn wenn vorerst die Bereitschaft da ist, so ist sie besonders annehmbar gemäß dem, was jemand hat, nicht gemäß dem, was jemand nicht hat. 13 Denn ich meine es nicht so, daß es für andere leicht, für euch aber schwer sein soll, 14 sondern daß durch einen Ausgleich euer Überfluß gerade jetzt ihrem Mangel abhelfe, damit ihr Überfluß auch eurem Mangel abhelfen möge, so daß es zu einem Ausgleich komme, 15 so wie geschrieben steht: Wer viel hatte, hatte nicht zu viel, und wer wenig hatte, hatte nicht zu wenig.“

 

Paulus spricht von einem Mangel, den die „Ebioniten“, „die Armen“ in Jerusalem erneut litten. Unter Christenversammlungen sollte es somit zu einem Ausgleich  kommen, wie dies schon innerhalb der Versammlung so sein musste, dass die Begüterten auch denen halfen, die weniger besassen.

 

Die Sommermonate blieb Paulus dann in Mazedonien, wo er „diejenigen, die dort waren, mit manchem Wort ermuntert hatte“ bis er wie geplant nach Griechenland kam und dort drei Monate, offensichtlich den Herbst 55 verbrachte. Das mag in Athen und in Korinth gewesen sein (Apg 20:1-3). Er hatte geplant in Korinth (5) zu überwintern, wo ihn offenbar die Nachricht eines geplanten jüdischen Anschlags erreichte und er nun durch Mazedonien zurückreiste (Apg 20:3). Während Paulus seine Begleiter Sopater aus Beröa, Aristarchus und Sekundus aus Thessalonich, sowie Gajus und Timotheus aus Derbe sowie Tychikus und Trophimus aus Asien vor sich her nach Troas (3M: 2) sandte, um ihn selbst dort zu erwarten, während er nach Philippi (3M: 3) ging.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 20:5-6 ***

Diese gingen weiter und warteten in Troas auf uns; 6 wir aber stachen nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi aus in See, und wir kamen innerhalb von fünf Tagen zu ihnen nach Troas; und dort verbrachten wir sieben Tage.

 

Paulus war zum Passahmahl am 14.Nisan 56 somit in Philippi und wartete dort das Ende der siebentägigen „Feier der ungesäuerten Brote“ ab, das war vom 15. bis 21. Nisan. Wiederum ein Beweis dafür, dass die ersten Christen die Festzeiten in Jehovas GESETZ beachteten! Aus dieser Mitteilung des Lukas darf geschlossen werden, dass die Wintermonate 55/56 zuvor in den Versammlungen in Mazedonien verbracht wurden!

 

11.3.2.4     Verschiedene Ereignisse die Paulus durch Titus aus Korinth erfahren hatte

Paulus berichtet im 2.Brief an die Korinther auch über die Leiden und Lebensgefahr, die er zuvor in Ephesus (1) im Bezirk Asien durchzustehen hatte und freut sich nun darüber, dass die Versammlung so positiv auf seinen 1.Korintherbrief hin reagiert hatten und einige notwendigen Korrekturen vorgenommen hatten.

 

*** Rbi8  2. Korinther 1:8-10 ***

Denn wir wünschen nicht, Brüder, daß ihr unwissend seid über die Drangsal, die uns in dem [Bezirk] Asien widerfahren ist, daß wir unter schwerstem Druck standen, über unsere Kraft hinaus, so daß wir selbst wegen unseres Lebens sehr im ungewissen waren. 9 Tatsächlich, wir hatten in unserem Innern das Gefühl, daß wir das Todesurteil empfangen hatten. Dies war, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf den Gott, der die Toten auferweckt. 10 Von etwas so Großem wie dem Tod hat er uns befreit und wird uns befreien; und auf ihn setzen wir unsere Hoffnung, daß er uns auch weiterhin befreien wird.

 

Indem Paulus auf die eigenen Leiden hinwies, die ihn nahe an den Tod herangeführt hatten und die bestandenen Prüfungen erwähnte, versuchte er dadurch die Getreuen zu stärken selbst unter Verfolgung und Not auszuharren! Gott befreit schlussendlich selbst seine Getreuen vom erlittenen Tod, wenn er sie in der Auferstehung neu erschafft! Die Erwartung, dass uns Gott aus jeder Art Prüfungen befreit bleibt eine Illusion die viele Religionen zum Fang von Anhängern vermitteln.

 

Jener im 1.Korintherbrief im Kapitel 5 und 6 erwähnte Hurer war inzwischen aus der Versammlung entfernt worden. Damit war die „Zwischenwand“ für jenen Unreinen wiederum aufgerichtet, die das „Reine“ vom „Unreinen“ abtrennt. Nachdem jener Übertreter jedoch nach einiger Zeit reuig zurückgekehrt war und seinen Lauf geändert hatte war er von den Vorstehern wiederum aufgenommen worden! Paulus sagt, dass auch er ihm verzeihen würde. Die „Zwischenwand“, der „Soreg“ war somit für jenen Reuigen erneut durchlässig geworden! Paulus begrüsste dies:

 

Wer auf Verweise der Versammlung positiv reagiert und bereut soll Trost empfangen*** Rbi8  2. Korinther 2:5-7 ***

Wenn nun irgend jemand Traurigkeit verursacht hat, hat er nicht mich traurig gemacht, sondern in gewissem Maße — um in dem, was ich sage, nicht zu streng zu sein — euch alle. 6 Dieser Verweis von seiten der Mehrheit genügt für einen solchen Menschen, 7 so daß ihr im Gegenteil jetzt verzeihen und [ihn] trösten solltet, damit ein solcher nicht etwa von seiner übergroßen Traurigkeit verschlungen werde.

 

War der 1.Korintherbrief zwar freundlich aber doch mit klarer Bestimmtheit das Unrecht zurechtweisend, so war der 2.Korintherbrief nun aufmunternd aber auch die Unreuigen warnend!

 

Paulus fühlte sich als geistiger Vater jener Versammlungen Korinth, obwohl schon einige Zeit vor ihm Apollos dort gepredigt hatte. Insbesondere erwähnt er jene Versammlung wegen der Bildung von Fraktionen dort, hin zu Apollos, zu Petrus oder zu ihm, statt sich in Christus als Einheit zu fühlen. Nun aber sollten sie  wie gehorsame Kinder dem Vater gegenüber seine Nachahmer werden (Apg 19:1).

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:15-17 ***

Denn obwohl ihr zehntausend Erzieher in Christus haben mögt, [habt ihr] bestimmt nicht viele Väter; denn in Christus Jesus bin ich durch die gute Botschaft euer Vater geworden. 16 Ich bitte euch daher inständig: Werdet meine Nachahmer. 17 Deswegen sende ich Timotheus zu euch, da er mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; und er wird euch an meine Methoden in Verbindung mit Christus Jesus erinnern, so wie ich überall in jeder Versammlung lehre.

 

Was Paulus an „Methoden in Verbindung mit Christus“ in den Versammlungen eingeführt hatte war verbindlich und musste weiter so durchgeführt werden: Timotheus sollte sie an diese, „meine Methoden in Verbindung mit Christus Jesus erinnern.“ Es gab nicht die Freiheit, dass jede Versammlung sich ihren Tag der Zusammenkunft oder die Feiertage selbst erwählen konnte! Er liess es als Vater der Versammlung auch nicht zu, dass Apollos noch Petrus eine andere Methode einführten wie die, welche er in allen Versammlungen anwendete!

 

 

11.3.3      Der spezifische Einfluss des Hymenäus, Alexander und Philetus, der von Ephesus und der Provinz Asien ausging

 

11.3.3.1     Beginn des Abfalls durch falsche Lehren in Ephesus und Asien: Durch Hymenäus, Alexander und Philetus; Beginn des Katholizismus

Abfall beginnt unscheinbar, mit etwas das man als unwichtig betrachtet. Auf den ersten Blick mag die Lehre des Hymenäus, dass die Toten bereits auferstanden wären fast unwichtig erscheinen. Es ist wie Jesus es nannte ein klein wenig Sauerteig. Wer aber sich die Mühe nimmt die Konsequenzen anhand dieses Falles zu überdenken, der kann erkennen, warum Paulus diesen Hymenäus aus der Versammlung entfernte! Die gesamte Lehre der Propheten und die Glaubwürdigkeit Jesu und der Apostel standen dadurch auf der Waagschale! Waren die Vorhersagen über ein Endgericht und die Auferstehung der Toten zuverlässig? Kann man Gottes Wort Vertrauen schenken?

 

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Die Glaubenslehre des Paulus musste offenbar nach Meinung jener Gruppe und nach deren privater Auffassung ihrer philosophischen Vorbildung auf die besonderen Umstände die in Ephesus herrschten angepasst werden. Eine Vermischung heidnischer Lehren Platons, wie jene der Unsterblichkeit der Seele wurde dort erstmals als „christlich“ proklamiert. Die Verehrung von Götzen war ein gewohntes Bild in Ephesus und wurde offensichtlich auch bei einigen die sich hatten taufen lassen in ihrem Umfeld weiterhin als eine mögliche weitere Option des Glaubens geduldet. Der einträgliche Broterwerb mittels Herstellung und Vertrieb von Kultgegenständen war bei jenen nicht anrüchig.

 

image074Jener Alexander, den Paulus zusammen mit Hymenäus aus der Versammlung geworfen hatte scheint offenbar als Jude schon zuvor sein Handwerk als Kupferschmied verteidigt zu haben, der am Kult in Ephesus ebenso sein Geld verdiente, wie der Heide Demetrius dies als Silberschmied tat! Als ihr Glaube auf der Prüfung stand erlitten sie daran Schiffbruch. Alexander liebte sein einträgliches Handwerk in Verbindung mit Werken zum Götzendienst mehr als die Forderung Gottes nichts „Unreines“ anzurühren!

 

Diese, ihre abweichende Lehre, „die Auferstehung habe bereits stattgefunden“ diente als „Entschuldigung für Zügellosigkeit“ im Hinblick auf Habsucht mittels eines leicht veränderten Götzendienstes. Kein Zweifel, dass Paulus sie, nachdem er sie vor die Wahl stellte für ihre abweichende Lehre entschieden und sie dadurch seine Lehrautorität in Frage stellten. Aufgrund der vollzogenen Disziplinierung mittels Hinauswurf hassten jene den Apostel, der keinerlei Kompromisse in solchen Dingen kannte.

 

Viele der Juden in Ephesus hatten diese Anpassung weg von den Gesetzesbestimmungen Mose hin zu weltlichen Verordnungen offensichtlich schon gemacht, indem sie sich in die Geschäfte der Stadt und ihren Kult integrieren liessen. Das Vorbild lieferten ihnen die Pharisäer in Jerusalem, die sich doch mit den Römern ebenso engagiert hatten. Gewisse fremde Lehren werden dabei stillschweigend in die eigene Lehre mit aufgenommen. Dadurch aber weichten sie Gottes Wort auf durch ihre neuen Überlieferungen machten sie es ungültig. Sie setzten Menschen an die Stelle Gottes als höchste königliche und richterliche Autorität! Sie anerkannten neue höchste Autoritäten in Form von götzengleicher Verehrung. Jesus hatte dies deutlich schon im Falle jener Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrten seiner Tage abgelehnt, stets auf Jehovas eigene Worte verweisend. An einer Stelle zitiert er die durch Jesaja geredeten Worte!

 

Anbetung im Tempel in Jerusalem oder der Christenversammlung von jenen, die Menschengebote lehren ist für Gott unannehmbar*** Rbi8  Matthäus 15:6-9 ***

Und so habt ihr das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig gemacht. 7 Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: 8 ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. 9 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ “

 

Beachten wir, dass solche Mischung der Lehre jedes Gebet für Jehova unannehmbar werden lässt, so laut und wiederholt es vorgetragen wird und so umfangreich der Aufwand im Gottesdienst mit Kirchenmusik untermahlt in pompöser Form vorgetragen wird! Alles blosses Blendwerk, das Millionen von Menschen in den Bann zu ziehen vermag jedoch von Gott vollkommen unerhört bleibt! Der Tempel in Jerusalem wurde Jehova etwas verabscheuungswürdiges, weil er verunreinigt war.

 

Genauso sind es heutige altehrwürdige Dome mit ihren gigantischen Ausmassen und auch Kirchen bescheidener Art die doch alle beständig durch falsche Lehren verunreinigt werden!

 

Halbnakte Frau tanzt auf dem Altar des Kölner Doms Extreme wie eine halbnackte tanzende Frau auf dem Altar des Kölner Doms, die für den Feminismus warb, solches hat ihren Ursprung in Ephesus, wo der Beginn der Marienverehrung anstatt der Artemis ihren Anfang hatte. Feminismus als Ersatzgötter die Jehova als Schöpfer und Jesus als „Haupt“ zu verdrängen suchen, deren Grenzen im GESETZ und den PROPHETEN und den Lehren Jesu und der Apostel immer weiter hinausschieben!

 

Nackt-Protest im Kölner Dom  [3]

 

Kardinal Messner verurteil fehlgeleitete Feministinnen und deren Auftritt im Kälner Dom26. Dezember 2013 | 19.28 Uhr

Kardinal Meisner nennt Femen-Aktivistin "verwirrt"

 

Der Kölner Kardinal Meisner reagierte gelassen.

FOTO: dpa, Henning Kaiser

 

Berlin. Die Protestaktion einer nackten Aktivistin auf dem Altar des Kölner Doms während der Messe am ersten Weihnachtstag ist auf deutliche Kritik gestoßen. Der Kölner Kardinal Meisner gibt sich unbeeindruckt. Die Frau sei verwirrt gewesen.

 

 

Ein Beispiel solcher Handlungen scheint, als man in Jerusalem zur Zeit des Judas Makkabäus, damals unter der Herrschaft des „Königs des Nordens“, des syrisch-griechischen Königs Antiochus IV Epiphanes, des seleukischen Imperiums vollkommen von der wahren Anbetung abkam. Jener opferte am 25. Kislev 168 v.u.Z. ein Schwein auf dem Altar, den er über den Altar Jehovas im Tempel in Jerusalem errichtet hatte. Mit der Brühe eines Teils des gekochten Schweines liess er den ganzen Tempel besprühen. Heidenkult wurde mit der Anbetung Jehovas verschmolzen. Antiochus IV nannte sich Theós Epiphanḗs, „Gott, der sich offenbart [der in Erscheinung tritt]“ (1.Makkabäer 1:54-59). Später wurde Jehovas Tempel gar dem Zeus Olympios geweiht!

 

"König des Nordens": Beginn mit dem seleukischen Imperium und "König des Südens" mit dem Imperium des Ptolomäus. Ihr Kampf um Weltmacht zieht sich bis Harmagedon hin.Ein wenig Toleranz von Heidenkult führt stets zu vollkommenem Abfall mit der Zeit und unter besonderen Umständen! Die Vereinigung der christlichen Kirchen im WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS tendiert vollkommen in dieselbe Richtung: Eine Mischreligion die zu einer Universalreligion hin tendiert. Diese wird nach der Zerstörung „Babylons der Grossen“ durch den heute herrschen „König des Südens“ [Anglo-Amerika in Fortsetzung der ägyptischen Pharaonenherrschaft (vergl. Off 11:8) und des Ptolemäischen Imperiums] errichtet werden! Eine Kopie von Dingen die früher schon dagewesen waren!

 

Die heutige Verunreinigung der christlichen Anbetungsstätten endet somit in deren völligen Zerstörung!

 

Im Jahre 165 v.u.Z. musste daher jener verunreinigte Altar und Tempel Jehovas zeremoniell neu eingeweiht werden. Das Chanukka-Fest der Einweihung erinnert Juden jeweils am 25. Kislew daran und Jesus war zu diesem Fest im Tempel. Nach Harmagedon wird ein geistiger Tempel aus 144.000 lebendigen Steinen durch den einzig waren Hohepriesterkönig Jesus errichtet werden!

 

(Johannes 10:22-30)  Zu jener Zeit fand in Jerusalem das Fest der Einweihung statt. Es war Winterzeit, 23 und Jesus ging im Tempel in der Säulenhalle Sạlomos umher. 24 Daher umringten ihn die Juden und begannen zu ihm zu sagen: „Wie lange hältst du unsere Seele in Spannung? Wenn du der Christus bist, so sage es uns freiheraus.“ 25 Jesus antwortete ihnen: „Ich habe [es] euch gesagt, und doch glaubt ihr nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters tue, diese legen Zeugnis über mich ab. 26 Aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. 28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden keinesfalls je vernichtet werden, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Was mein Vater mir gegeben hat, ist größer als alles andere, und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.“

 

Jesu heutige Reinigung der Versammlung von allen HabgierigenHymenäus, Alexander und Philetus glaubten weder den Worten Jesu noch verstanden sie die Anweisungen des Paulus! Sie fühlten sich gedrängt ihre eigenen Lehren aufzurichten, weil sie „nicht zu meinen Schafen gehören“. Jesus lehnte die aus ihnen entstandene Nikolaus-Sekte ab, wie er auch deren Weiterentwicklung zur Katholischen Kirche nicht duldet. Sie ist voll des Raubes aller Jahrhunderte! Ihre Götzenverehrung geht weit über den Artemiskult in Ephesus hinaus! Noch sind die aus ihr herausgewachsenen Töchter über all die Jahrhunderte bis hin zu den Endzeitsekten für ihn annehmbar! Lassen wir uns nicht irreführen: „Ein bisschen Sauerteig durchsäuert die ganze Masse“.

 

Der Christus wird seinen Tempel als Hohepriesterkönig mit der Peitsche und dem eisernen Stab zu reinigen wissen! Jesu „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Kol 1:13) benötigt keine Steinbauten zur Anbetung Gottes, noch grossartige Organisation mit pyramidaler Hierarchie, sondern „Geist und Wahrheit“ zur annehmbaren Verehrung Gottes! „Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ (Joh 4:23, 24) Dazu sind Jehova voneinander unabhängige Hausversammlungen wie „Inseln“ genügend!

 

Beschneidung des Herzens bedeutet doch Gottes Wort an die erste Stelle in unserem Denken zu setzen! Gottesfurcht bedeutet zudem, dass wir Menschenfurcht bekämpfen, um das zu tun, was Gottes Wille von uns verlangt! Sich einer Lehre zu unterordnen, nur weil alle anderen es auch tun bedeutet nicht, dass wir eine ehrliche Prüfung jener Lehre im Vergleich hin zu Gottes Wort gemacht haben! Wenn wir aber geprüft haben und eine Lehre als verwerflich betrachten müssen, dann zeigen wir Gottesfurcht wenn wir uns davon entfernen, wenn wir die Lehre Gottes nun öffentlich gegen jene Verfälscher verteidigen! Genau dies tat Paulus und wir sollten seine Nachahmer werden!

 

Man nennt dieses integrieren falscher Lehren Synkretismus, das Adaptieren von Lehren aus anderen Religionen und verschmelzen mit der eigenen Lehre oder mit Gottes Wort zu einem neuen Gemisch. Im GESETZ Mose hatte Jehova eindringlich vor solchen Dingen gewarnt!

 

11.3.3.2     Nur wer in der Lehre des Christus bleibt wird nicht vom Weinstock abgeschnitten! Synkretismus, der zum katholischen Glauben hinführte

Die Apostel als Früchte am Weinstock, den Jesus darstelltJeder Versuch die Lehre des Christus zu verfälschen muss zur Folge haben, dass jemand vom Weinstock abgetrennt wird! Jesus allein ist der saftige Weinstock an dem wir wahre Früchte hervorbringen! Der Vater selbst lässt nicht zu, dass daran Zweige existieren die keine Frucht für das Königreich hervorbringen! So hat es Jesus in einer eindrücklichen Veranschaulichung erklärt:

 

*** Rbi8  Johannes 15:1-10 ***

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. 2 Jeden Zweig an mir, der nicht Frucht trägt, nimmt er weg, und jeden, der Frucht trägt, reinigt er, damit er mehr Frucht trage. 3 Ihr seid bereits rein des Wortes wegen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit euch. So, wie der Zweig nicht von sich selbst Frucht tragen kann, es sei denn, er bleibe am Weinstock, so könnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in Gemeinschaft mit mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Zweige. Wer in Gemeinschaft mit mir bleibt und ich in Gemeinschaft mit ihm, der trägt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts tun. 6 Wenn jemand nicht in Gemeinschaft mit mir bleibt, wird er wie ein Zweig hinausgeworfen und verdorrt; und man sammelt diese Zweige und wirft sie ins Feuer, und sie werden verbrannt. 7 Wenn ihr in Gemeinschaft mit mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so bittet, was immer ihr wünscht, und es wird für euch geschehen. 8 Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr fortwährend viel Frucht tragt und euch als meine Jünger erweist. 9 So, wie der Vater mich geliebt hat und ich euch geliebt habe, bleibt in meiner Liebe. 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote des Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

 

Um in Gemeinschaft mit Jesus zu bleiben müssen wir seine Gebote halten, niemand, der Gottes GESETZ ablehnt kann in Gemeinschaft mit Jesus bleiben. Jesus verblieb mit dem Vater in Gemeinschaft, weil er selbst jedes Seiner Gebote hielt! Wir sollen ihn nachahmen wie auch die Apostel uns dies vormachten! „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“ (Joh 14:21)

 

Göttliches Gebot an fleischliches, beschnittenes Israel

(2.Mo Kap.20)

Siehe Grafik: 4.2 Prinzipien und Gesetze

 

Mat 5:17-20: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

Prinzip

 

S.Grafik: 4.1 Baum der Erkenntnis

 

Das Prinzip zeigt den Sinn, der hinter einem Gesetz steht, das eine Limite oder ein Erfordernis bedeutet.

 

Die Liebe ist das höchste der Prinzipien

 

 

 

Jesus und die Apostel wiederholen die Gebote gegenüber geistigen Israeliten

 

Rö 2:15, 15: Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz [[GESETZ (Gottes)]] sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes [[GESETZES (Gottes)]] tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, sich selbst ein Gesetz [[GESETZ]]. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes [[GESETZES]] ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden.

Rö 2:28, 29: Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht [[nicht (bloss) durch den Buchstaben des GESETZES]].

Rö 7:12: Somit ist das GESETZ an sich heilig, und das Gebot ist heilig und gerecht und gut.

Off 12:17: Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes [[das GESETZ]] halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

1

2Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben.

Eine einzige höchste Autori-

tät im Himmel und auf Erden

Mat 4:10: Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.

2

4 Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch eine Gestalt wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. 5 Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert, der für die Vergehung von Vätern Strafe bringt über Söhne, über die dritte Generation und über die vierte Generation, im Fall derer, die mich hassen, 6 aber liebende Güte übt an der tausendsten Generation im Fall derer, die mich lieben und meine Gebote halten.

Anbetung gebührt ausschliesslich Gott! Kein Objekt und weder Engel noch Menschen dürfen ungebührlich verehrt werden

(Lu 4:5-8)

1.Joh 5:21: Kindlein, hütet euch vor Götzen.

Gal 4:8-9: Damals jedoch, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen als Sklaven, die von Natur nicht Götter sind. 9 Jetzt aber, da ihr Gott kennengelernt habt, oder vielmehr jetzt, da ihr von Gott erkannt worden seid, wie kommt es, daß ihr wieder zu den schwachen und armseligen elementaren Dingen zurückkehrt und wieder deren Sklaven sein wollt?

Off 19:10: Darauf fiel ich vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Er aber sagt zu mir: „Sieh dich vor! Tu das nicht! Ich bin nichts weiter als ein Mitsklave von dir und deinen Brüdern, die das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben. Bete Gott an; denn das Zeugnisgeben für Jesus ist das, was zum Prophezeien inspiriert.“

3

7 Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise gebrauchen, denn Jehova wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen in unwürdiger Weise gebraucht.

Jehovas Name steht über jedem anderen Namen! Missbrauch wird bestraft!

Mat 6:9: Ihr sollt daher auf folgende Weise beten:

,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt.

1.Ti 6:1: So viele, die als Sklaven unter einem Joch sind, sollen ihre Besitzer weiterhin aller Ehre würdig achten, damit von dem Namen Gottes und der Lehre nie nachteilig geredet werde.

4

8 Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, 9 sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. 10 Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, [weder] du noch dein Sohn, noch deine Tochter, [noch] dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist. 11 Denn in sechs Tagen hat Jehova die Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er begann am siebten Tag zu ruhen. Darum segnete Jehova den Sabbattag und ging daran, ihn zu heiligen.

Gottes Sabbate und Festzeiten sind eine feste Grundlage für alle Zeiten! Sie dienen der Festigung der Bindung Mensch zu Jehova Gott.

Mat 24:20-21: Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge noch am Sabbattag; 21 denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird.

Mar 2:27-28: Dann sagte er weiter zu ihnen: „Der Sabbat ist um des Menschen willen ins Dasein gekommen und nicht der Mensch um des Sabbats willen; 28 somit ist der Menschensohn Herr auch des Sabbats.“

Apg 15:21: Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[Versammlungen]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

5

12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit sich deine Tage als lang erweisen auf dem Erdboden, den Jehova, dein Gott, dir gibt.

Kinder müssen Eltern gegenüber Respekt zeigen

Mat 19:19: Ehre [deinen] Vater und [deine] Mutter‘ und ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘.

Eph 6:1, 2: Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit [dem] Herrn, denn das ist gerecht: 2Ehre deinen Vater und [deine] Mutter“, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist:

6

13 Du sollst nicht morden.

Menschliches Leben gehört Gott

Rö 13:9: Denn das [geschriebene Recht]: „... du sollst nicht morden, ...“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

7

14 Du sollst nicht ehebrechen.

Die Ehe muss ehrbar gehalten werden

(Heb 13:4)

Mat 5:32: Doch ich sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

Rö 13:9: ... Du sollst nicht ehebrechen ...10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

8

15 Du sollst nicht stehlen.

Achtung vor dem Besitz des Nächsten

Rö 13:8: Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt.

Rö 13:9: ... du sollst nicht stehlen

9

16 Du sollst nicht falsch zeugen als Zeuge gegen deinen Mitmenschen.

Jehovas Wort ist Wahrheit

Mat 19:18: Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen

Off 14:4-5: ... und in ihrem Mund [[144.000]] wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

10

17 Du sollst nicht das Haus deines Mitmenschen begehren. Du sollst nicht die Frau deines Mitmenschen begehren noch seinen Sklaven, noch seine Sklavin, noch seinen Stier, noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Mitmenschen gehört.“

Jede Form der Sünde beginnt in den Gedanken. Habsucht beginnt mit Begehrlichkeit

Rö 13:9: ... du sollst nicht begehren

1.Kor 10:6: Diese Dinge nun sind Vorbilder für uns geworden, damit wir nicht Menschen sind, die schädliche Dinge begehren, so wie jene sie begehrten.

Kol 3:5: Ertötet daher die Glieder eures Leibes, die auf der Erde sind, in bezug auf ... schädliche Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist.

 

Wenn wir Jesu Worte aufnehmen und entsprechend handeln, ebenso wie die Apostel dies vormachten, dann sind wir um jener Worte Willen bereits rein! Die unverdiente Güte Gottes hat uns von früheren Sünden gereinigt und den auf uns lastenden Fluch entfernt! In Gemeinschaft mit Jesus zu bleiben heisst an seiner Lehre festzuhalten und ebenso wie er es vorgemacht hatte, ihn nachahmend die göttlichen Gebote zu halten!

 

Viele, die vom wahren Weinstock abgeschnitten wurden liessen sich später in falsche Weinstöcke einpflanzen, um von deren Saft der Lehre am Leben zu bleiben. Wer von einer Religion abgeschnitten wird oder freiwillig sie verlässt, um nur eine andere zu suchen und dort integriert zu werden, der wechselt damit nur gewisse Teile der Lehre! Den „wahren Weinstock“ hat er dadurch noch nicht gefunden, obwohl alle Religion dies von sich behaupten mögen! „Babylon die Grosse“, die totale Verwirrung von unterschiedlichen Lehren ist gänzlich zu verlassen, die Endzeit ist nicht die Zeit sich zu Strukturen zu organisieren und unter den Bergen“ von Religionsorganisationen Schutz zu suchen, sondern die Zeit die „Berge und Hügel“ einzuebnen! Das betrifft alle Erhöhungen, politische und religiöse! Alle Macht und Autorität dieses Systems, die „alten Himmel“ wird zunichte gemacht werden!

 

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Jesus selbst ist es, der nun in seine Hürde all jene Schafe einsammelt, die auf ihn gehört haben und nachdem „das Königreich für Israel“ errichtet ist und seine 144.000 Auserwählten, „das Israel Gottes“ zu einem einzigen „Berg“ einer erdenweiten Verwaltung, der „neuen Himmel“ werden lässt, der die ganze Erde bedecken wird!

 

*** Rbi8  Daniel 2:34-35 ***

Du schautest weiter, bis ein Stein herausgehauen wurde, nicht mit Händen, und er schlug das Bild an seine Füße aus Eisen und geformtem Ton und zermalmte sie. 35 Zu dieser Zeit [[(dem Abschluss des „Systems der Dinge“)]] wurden das Eisen, der geformte Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold alle zusammen zermalmt und wurden wie die Spreu von der Sommerdreschtenne, und der Wind trug sie weg, so daß gar keine Spur davon gefunden wurde. Und was den Stein betrifft, der das Bild traf, er wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

 

Die Königreiche der Erde sind nichts als ein verfälschtes Bild von Gottes Königreich, das zudem mit jedem Machtwechsel mehr an Glanz einbüsste.

 

11.3.3.3     Der fortschreitende  Abfall ist in der Bibel mit dem Namen Hymenäus verbunden!

Hymenäus hat offenbar mit Philetus zusammen einen eigenen christlich geprägten „wilden Weinstock“ gepflanzt! (Hos 10:1) Daraus heraus wurde offensichtlich wenige Jahrzehnte später die Nikolaus-Sekte, die Jesus unter anderen eine „Synagoge“ oder Versammlung Satans nennt! (Off 2:6, 7, 9) Die Worte Hoseas sind auch auf jene Abgefallenen von Christus anzuwenden:

 

*** Rbi8  Hosea 10:1-2 ***

„Israel ist ein verwildernder Weinstock. Frucht bringt er ständig für sich hervor. Entsprechend der Fülle seiner Frucht hat er [seine] Altäre gemehrt. Entsprechend dem Guten seines Landes stellten sie gute Säulen auf. 2 Ihr Herz ist heuchlerisch geworden; nun werden sie für schuldig befunden werden.

 

Die von Jesus in den Sendschreiben an die sieben Versammlungen erwähnte Versammlung Ephesus und Smyrna, die in Verbindung mit der Nikolaus-Sekte stehen liegen nicht weit voneinander entfernt! Pergamon nennt Jesus als den „Thron Satans“. Alle gehören zu jenen Versammlungen Asiens, die sich vor dem Jahr 63 u.Z. bereits von Paulus abgewandt hatten! Im 2.Brief aus der erneuten Gefangenschaft in Rom schrieb er: „Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phỵgelus und Hermọgenes gehören zu ihnen.“ (2.Ti 1:15) Es wird aus dem Zusammenhang klar, wem sie sich zugewandt hatten! Von den sieben Versammlungen der Offenbarung war  die Versammlung Laodicea, von der Christus überhaupt nichts Gutes sagte und alleine die Versammlung Philadelphia hatte seine volle Anerkennung. In allen übrigen Versammlungen gab es nun Dinge zu korrigieren! Die Verantwortlichen aber sind die „Sterne“, die „Engel der Versammlungen“, deren Vorsteher!

 

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Alexander dagegen hatte sich offenbar erneut mit den Juden verbunden, die ihn nun als „Kenner“ der Christen und als deren Gegner beim Aufruhr in Ephesus in den Vordergrund schoben! Das umgekehrte Schicksal wie mit Saulus, der zum Paulus wurde! Da war ein Christ, der sich nun zu einem schadenstiftenden Pharisäer zurück verwandelte! Offenbar waren es seine Anhänger die später den Aufruhr im Tempel verursachten, der zur ersten Verhaftung des Paulus in Jerusalem und später auch der zweiten in Ephesus führte!

 

Die Pharisäer und Sadduzäer hatten schon seit der Zeit des Exils in Babylon all jenen Synkretismus zugelassen der ihrer Macht und ihrer Habsucht zuträglich war und das Umgehen von Gottes GESETZES in gewichtigeren Dingen scheinbar gestattet! Jesus hatte immer wieder vor dieser Art geistigen Sauerteigs von abweichenden Lehren eindringlich gewarnt!

 

Sich vor dem Sauerteig der religiösen Lehren und Rituale in Acht nehmen!*** Rbi8  Matthäus 16:11-12 ***

Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, daß ich nicht von Broten zu euch gesprochen habe? Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer in acht.“ 12 Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

Synkretismus der Lehre ist eine der grundlegenden Eigenschaften, welche die Katholische Kirche seit ihrem Entstehen im vierten Jahrhundert charakterisiert. Die abgefallenen Versammlungen, vorab jene Roms aber auch jene in Asien, die Paulus verlassen hatten, diese vereinten sich unter dem äusseren Druck zu immer grösseren Gebilden. Überall, wo diese Kirche hinkam adaptierte sie die dort gerade vorherrschenden Lehren, umso schneller Anhänger zu erlangen. Die Umstellung vom Heidentum zum Namen-Christentum wurde dadurch leicht gemacht. Zudem ging sie mit dem politischen System Kompromisse ein, die Gottes GESETZ deutlich missbilligte.

 

Wer das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im Fall der Klage um Anerkennung von Jehovas Zeugen als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ studiert und es aus dem Blickwinkel der Aussagen Jesu beurteilt, „kein Teil der Welt“ zu sein bemerkt sehr schnell, dass jede Religionsgemeinschaft vollkommen „Teil der Welt“ ist. Dies darm, da ja die Autorität des gerade herrschenden „Cäsars“ über Gottes Recht gestellt wird. Das Gesetz der Nation steht doch nun über Gottes GESETZ. Der Auszug aus der Pressemitteilung des Deutschen Bundesgerichts vom 1.9.2000 bestätigt dies vollauf und kann daher auf jede Religionsgemeinschaft in jedem Land erweitert gesehen werden:

 

 

Anerkennung Bundesgericht BRD von Jehovas Zeugen als Körperschaft des öffentlichen Rechts

 

Anlage zur Pressemitteilung Nr. 116/2000 vom 1. September 2000

 

Art. 137 WRV

 

(1) Es besteht keine Staatskirche.

 

(2) Die Freiheit der Vereinigung zu Religionsgesellschaften wird gewährleistet. Der Zusammenschluss von Religionsgesellschaften innerhalb des Reichsgebiets unterliegt keinen Beschränkungen.

 

(3) Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Sie verleiht ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinde.

 

(4) Religionsgesellschaften erwerben die Rechtsfähigkeit nach den allgemeinen Vorschriften des bürgerlichen Rechts.

 

(5) Die Religionsgesellschaften bleiben Körperschaften des öffentlichen Rechtes, soweit sie solche bisher waren. Anderen Religionsgesellschaften sind auf ihren Antrag gleiche Rechte zu gewähren, wenn sie durch ihre Verfassung und die Zahl ihrer Mitglieder die Gewähr der Dauer bieten. Schließen sich mehrere derartige öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften zu einem Verbande zusammen, so ist auch dieser Verband eine öffentlich-rechtliche Körperschaft.

 

(6) Die Religionsgesellschaften, welche Körperschaften des öffentlichen Rechtes sind, sind berechtigt, auf Grund der bürgerlichen Steuerlisten nach Maßgabe der landesrechtlichen Bestimmungen Steuern zu erheben.

 

(7) Den Religionsgesellschaften werden die Vereinigungen gleichgestellt, die sich die gemeinschaftliche Pflege einer Weltanschauung zur Aufgabe machen.

 

(8) Soweit die Durchführung dieser Bestimmungen eine weitere Regelung erfordert, liegt diese der Landesgesetzgebung ob.

 

 

Kein Zweifel, dass es dabei auch um wirtschaftliche Vorteile geht, wie Steuereintreibung, Steuererleichterungen usw. Jesu Worte im Evangelium von Johannes zeigen deutlich, dass die Grenzen die er gesetzt hat von allen Religionen und Sekten verletzt werden!

 

Jesu Gebet und Belehrung der Apostel nach dem Abendmahl im Johannesevangelium(Johannes 15:17-27)  Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt. 20 Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 21 Alle diese Dinge aber werden sie euch um meines Namens willen antun, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. 22 Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. 23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. 24 Wenn ich unter ihnen nicht die Werke getan hätte, die niemand sonst getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie sowohl mich als auch meinen Vater gesehen und gehaßt. 25 Doch ist es, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem GESETZ geschrieben steht: ‚Sie haben mich ohne Ursache gehaßt.‘ 26 Wenn der Helfer gekommen ist, den ich euch vom Vater her senden will, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird dieser Zeugnis von mir ablegen; 27 und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr bei mir gewesen seid, seitdem ich begann.

 

Jesu Worte zu missachten bedeutet somit „Hass“ sowohl ihm als auch dem Vater gegenüber. Alle christlichen Religionen nehmen sowohl Jesu Namen wie den des Vaters in ihren Mund, aber ihr Herz ist weit entfernt von jenen! Keine einzige hält all seine Gebote!

 

Jesus wie auch Paulus und die anderen Apostel haben solches im ersten Jahrhundert stets bekämpft! Es gibt keine Verbindung zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit! Entweder wir sind stark und konsequent auf der Seite Gottes oder aber wir lassen uns von Satan und seinen System vereinnahmen!

 

In Beräa untersuchten die Zuhörer des Paulus seine Aussagen anhand der SchriftenJeder Einzelne von uns hat für sich selbst Stellung zu beziehen! Jeder Vorsteher einer Christenversammlung muss zeigen, wem er wirklich gehorcht: Einer Organisation oder dem Christus? Beröa war dazu ein geeignetes Beispiel, wo nahezu eine jüdische Synagoge als Ganzes zu Paulus hinneigte, nachdem sie seine Lehren anhand der Bibel untersucht hatten! (Apg 17:11, 12) Das waren offensichtlich Vorsteher, die ihr Unterscheidungsvermögen zuvor schon geübt hatten! In allen übrigen Versammlungen waren es Einzelpersonen, welche die Lehre annahmen und Hausgemeinschaften aufzubauen begannen! Das ist heute nicht anders!

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:14-18 ***

Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Jede Form der Veränderung der „guten Botschaft“ hin zu einer „andersartigen guten Botschaft“ hatte Paulus im Brief an die Galater gar mit dem Fluch belegt! (Gal 1:8, 9) Dort wurde erstmals der Versuch unternommen, die „Zwischenwand“ die Jesus zwischen „Ebioniten“ und „Paulikanern“ entfernt hatte erneut aufzurichten, die der Christus selbst niedergebrochen hatte, als er auf die Hausgemeinschaft des Kornelius heiligen Geist ausgoss. Menschen der Nationen wurde die „unverdiente Güte“ genauso zugänglich gemacht wie zuvor den Juden! Gott hatte die Herzen von früheren Sünden gereinigt! Petrus erkannte, dass das, was Gott gereinigt hatte nicht weiter „unrein“ genannt werden durfte.

 

Bedeutet dies aber, dass es keine Grenzen zwischen „Reinem“ und „Unreinem“ mehr gibt? Ganz eindeutig sind die durch Gott im mosaische GESETZ gesetzten Grenzen zwischen dem „Reinen“ und dem „Unreinen“ auch unter Christen im „GESETZ des Christus“ weiterhin undurchdringliche „Zwischenwände“! Jeder, der sie niederreisst oder diesen geistigen „Soreg“ in unreinem Zustand durchschreitet, um innerhalb des Heiligen, der Versammlung zu gelangen, dieser wird bestimmt von Jesus zur Rechenschaft gezogen werden! Er „schleicht sich“ sozusagen durch Verstellung an den geheiligten Ort ein!

 

11.3.3.4     Der Sauerteig beginnt von Ephesus ausgehend die ganze Masse aller Christenversammlungen zu durchsäuern

Die Reinheit der Lehre Gottes darf nicht mit Sauerteig falscher Lehre vermischt werden, weil dies schon bald „die ganze Masse“ durchsäuert! „Masse“ bedeutet hier einerseits die Versammlung oder den „Leib des Christus“ anderseits auch die Lehrmasse, die Essenz des gesamten Lehrinhalts!  

 

Diese Gruppe um Hymenäus, Alexander und Philetus lehrten zweifelsfrei eine ganz andere „gute Botschaft“ als Paulus sie verbreitet hatte, indem sie behaupteten, „die Auferstehung habe bereits stattgefunden“ widerstanden sie der unverfälschten Lehre des Paulus innerhalb der Versammlung in „ausserordentlichem Mass“: Indem sie sich selbst als Apostel aufführten und die Autorität des Paulus dadurch als wahren, von Gott und Christus ernannten und durch Jesus instruierten Apostel unterminierten! Diese scheinbar kleine Veränderung im Zeitpunkt der Auferstehung (unmittelbar nach dem Tod statt am jüngsten Tag) und dem Ort (Himmel statt Erde) verändert fast sämtliche Lehrinhalte der Propheten! Die Bibel als Gesamtwerk wird fraglich, weil dadurch unlösbare Konflikte und scheinbare Widersprüche entstehen!

 

Wir möchten dies anhand einiger Beispiele zeigen:

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:4-6 ***

Und ich sah Throne, und da waren solche, die sich darauf setzten, und es wurde ihnen Macht zu richten gegeben. Ja, ich sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, und weil sie von Gott geredet hatten, und die, die weder das wilde Tier noch sein Bild angebetet und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn und auf ihre Hand empfangen hatten. Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre. 5 (Die übrigen der Toten kamen nicht zum Leben, bis die tausend Jahre zu Ende waren.) Das ist die erste Auferstehung. 6 Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

 

Wann beginnen die „tausend Jahre“? Die „Heiligen“ sind ja nach Hymenäus seit ihrem Tod im Himmel auferweckt! Somit würde Stephanus der im Jahre 34 u.Z. getötet wurde im Jahre 1034 das Ende seiner Regierungszeit erreicht haben, die letzten „Getöteten“ aber, die das „Bild“ nicht angebetet haben, das ja erst kurze Zeit vor dem Ende des Systems den „Odem, des Lebens“ erhält (Off 13:14, 15), diese würden erst in unserer Zeit, nachdem sie verstorben sind zu regieren beginnen. Das steht aber im Konflikt mit der Aussage des Paulus gegenüber den Korinthern:

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:8 ***

Ihr seid wohl schon gesättigt? Ihr seid wohl schon reich? Habt ihr etwa ohne uns als Könige zu regieren begonnen? Und ich wünschte tatsächlich, ihr hättet als Könige zu regieren begonnen, damit auch wir mit euch als Könige regieren könnten.

 

Keine der Kategorien Auferstandener kommt der anderen im Regieren zuvor! Die Apostel und die 144.000 beginnen gemeinsam nach dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ zu regieren, natürlich hier auf der Erde, wo die letzten „Brautjungfrauen“ die ihre Lampen bereit gemacht hatten hineingelassen werden und hinter ihnen die Türe versperrt wird! (Mat 25:1-10)

 

Zudem spricht Paulus von irdischer Ausübung von Regierungsgewalt und das tut auch Jesus, wenn er von den Brautjungfrauen spricht! Sie gehen ja dem Bräutigam mit ihren angezündeten Lichtern entgegen, wenn er von der Hochzeit her kommt, wo er sich mit seiner Braut vermählt hat. Braut (die frühauferstanden Apostel), Bräutigam (Jesus) und die verständigen fünf Brautjungfrauen (der lebende Überrest) sind klar auf der Erde, nicht im Himmel!

 

Wer kommt auf die Idee, dass Menschen in einer „Rapture“ von der Erde in den Himmel gelangen würden? Mystische Phantasie in reinster Form aber weitverbreitet geglaubt!

 

Wie aber bringen jene die Hymenäus mehr Glauben schenken als den Worten des Paulus nun die Worte Jesu in Einklang mit ihren Himmelslehren?

 

*** Rbi8  Johannes 5:25-30 ***

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist jetzt, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die darauf geachtet haben, werden leben. 26 Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.

 

Auferstehung des Lazarus als Grundmusster kommender Auferstehung aus den GräbernSchon damals hörten Tote Jesu Stimme und kamen zur Auferstehung: Hier auf der Erde! Lazarus war eines der herausragenden Beispiele! Aber erst am künftigen Gerichtstag Gottes kommen all jene gemeinsam zum Leben, die gutes getrieben haben: Die Apostel in der „Frühauferstehung“ (gr. exánastasin)(PHP 3:11; s. FN NWÜ), dann jene, die zu den Erstauferstandenen gehören! (Off 20:5, 6) Auch dies ist alles zweifelsfrei auf der Erde, weil sie zusammen mit dem Christus und zusammen mit den Aposteln vorab Israel und dann auch die ganze Erde regieren werden! Der „grosse Berg, der die ganze Erde erfüllen wird“ (Da 2:35), die „neuen Himmel“, die anstelle der „alten Himmel“, der heutigen erdenweiten korrupten Verwaltung die in Harmagedon vergeht herrschen werden. Es ist „Gottes Königreich für Israel“ (Apg 1:6) das nun im Millennium handeln wird!

 

Oder gibt es im Himmel vielleicht Gräber, respektive sind die Toten gar nicht im Himmel, sondern „schlafen im Tode“ und sind sich im Scheol, dem Grabe weiterhin „nicht des Geringsten bewusst“ wie dies Salomo im Buch Prediger erwähnt? (Pr 9:5)

 

(Prediger 9:10)  Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [[das menschliche Grab]], dem Ort, wohin du gehst.

 

Jesus und Paulus sind mit den Aussagen der Propheten im Einklang, nicht aber jene die Hymenäus nachfolgen! Sie bringen nur dadurch „Harmonie“ in ihre Aussagen, indem sie biblische Aussagen verdrehen, „wie sie es mit den übrigen Schriften“ ebenso schon getan haben! Sie folgen ihrem Vater, dem Teufel, „der in der Wahrheit nicht fest stand“! (Joh 8:44; 2.Pe 3:15, 16)

 

Da jene so genannt „bereits Auferstandenen“ nicht unter den Menschen weilten wurden sie in den geistigen Himmel versetzt, an Jesu Seite, hin zu den Engeln. Selbst Schriftveränderungen, Zufügungen und Weglassungen lagen ihnen und ihren Nachfolgern nicht fern, um ihre Lehre scheinbar biblisch korrekt erscheinen zu lassen. Die platonische Lehre der Unsterblichkeit der Seele war eine „andersartige gute Botschaft“, die Paulus nie gelehrt hat! (Gal 1:6-9) Auch die Auferweckung im geistigen Bereich im Sinne von Seelenwanderung wurde damit der griechischen Mythologie entlehnt! Das hatte vielerlei weitere Konsequenzen! Der Sauerteig begann seine zerstörerische Macht immer weiter auszubreiten!

 

Der Artemis-Kult in Ephesus bildetete Grundlage für den Marienkult als "Mutter Gottes" erst nach dem Konzil von Nicäa 325 u.Z.Damit musste auch das Endgericht vorverschoben werden, auf den Tag des Todes. Die Bösen kamen in eine mystische Hölle, als Übersetzung des griechischen Wortes „Hades“ (Grab). Die Guten aber kamen zu den dreieinigen Göttern Jesus und Jehova und den Heiligen Geist in den Himmel und wurden dort zu Engeln. Maria wurde zur „Mutter Gottes“ emporgehievt, war nun wie die Artemis der Epheser Muttergöttin und Beschützerin jener die sie anriefen, selbst göttliches Gericht umwerfend, ihrem Sohn und Engeln befehlend! Keine Frage: Die wahren Väter der katholischen Kirche hiessen Hymenäus, Alexander und Philetus!

 

Das war alles derselben griechischen Mythologie Platons entlehnt, die jener bereits von den Ägyptern und deren Priestern kopiert hatte. Wir finden dieselben mystischen Lehren bereits in den Totenbüchern der alten Ägypter, die den Mumien mit ins Grab beigelegt wurden. Paulus aber hatte jene Männer um Hymenäus und deren Lehre deutlich verurteilt, indem er sie aus der Versammlung warf und damit aus dem „Königreich des Sohnes“ hinaus, hin dem System Satans  übergab.

 

Jahre später, nachdem er jene Hinausgeworfen hatte warnte Paulus Timotheus im 1.Brief an ihn erneut vor jener Gruppe, die offensichtlich inzwischen während er in Gefangenschaft in Rom war, inzwischen in Ephesus (4M: 8) und der ganzen Provinz Asien eine eigene, konkurrierende Namen-Christenversammlungen bildeten. Er stärkte Timotheus und dessen Begleiter, um jenen Männern mutig entgegenzutreten, ohne Angst zu haben wegen seiner Jugend. Paulus forderte Timotheus dabei auf weiterhin „ein gutes Gewissen zu bewahren“, das jene anderen durch ihre Lügen von sich geworfen hatten! Der Glaube an das Endgericht und die Auferstehung der Toten aus den Gräbern während des Millenniums sollte er weiterhin unverändert bewahren!

 

Paulus hatte Timotheus sowohl über die Rangfolge wie den wahren Zeitpunkt jeder einzelnen Gruppe die auferstehen werden nicht im Unklaren gelassen. Da er den 1.Brief an die Korinther in Ephesus (3M: 1) schrieb, wo er kurz zuvor oder danach Hymenäus aus der Versammlung geworfen hatte, so war jene Versammlung über den Inhalt des 1.Korintherbriefes bereits informiert, als Timotheus sich kurz darauf auf den Weg machte!

 

Hymenäus, Alexander und Philetus waren Gründer der ersten Sekte, die behauptete, die Toten wären schon auferstandenDas aufkeimende Problem mit dem Zeitpunkt und dem Ort der Auferstehung war eindeutig in Ephesus (4M: 8)  durch Hymenäus aufgeworfen worden. Paulus wollte der Ausbreitung solchen „Gangräns“ zu anderen Versammlungen hin zuvorkommen! Der Brief wurde bestimmt in den Versammlungen Asiens schon bald nachdem er geschrieben war vorgelesen, noch bevor er in Korinth ankam! Der Inhalt war ja Allgemeingut! Das führte zu Aufspaltung innerhalb den Versammlungen, da einige den Inhalt und die Erklärungen des Paulus weiterhin ablehnten und Stellung zu Gunsten jener „falschen Apostel“ um Hymenäus bezogen und sich abspalteten! Die erste Sektenbildung fand statt. Die Getreuen mussten dadurch zum Vorschein kommen! Nicht die Einheit gegenüber der Aussage der einen oder anderen Gruppe stand im Vordergrund, sondern ausschliesslich darin, wo die Wahrheit ist! Jesus steht niemals auf der Seite des Irrtums oder der Lüge, noch weit weniger Jehova!

 

(1. Korinther 11:19)  Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

Das Kapitel 15 des 1.Korintherbriefes, den ja Timotheus selbst überbringen und bestimmt jenen Korinthern die Details mündlich erläutern sollte, sowie deren darauf entstehende Fragen beantworten musste: Dieser Brief ist eindeutiger Beweis für den Kampf des Paulus die Wahrheit herauszustreichen! „Vieles ist darin nicht leicht zu verstehen“, das die „Unverständigen“ nun nur noch weiter verdrehen würden! (2.Pe 3:15, 16) Jeder aber, der mit Verstand und ohne Vorurteil die Dinge exakt untersucht, kommt selbst zu einem klaren Verständnis im Einklang mit Jesu Worten und den früheren Aussagen der Propheten! Das mag vorab schmerzlich sein für solche, die an himmlische Auferstehung geglaubt haben. Wahrheit zu erkennen aber ist immer besser wie in Irrtum oder gar Lüge zu verharren! Kein Lügner kann das Königreich Gottes ererben (Off 14:4; 21:8).  Nun, wo Timotheus am Ende der Gefangenschaft des Paulus im Jahre 61 u.Z. von Rom (4M: 1) nach Ephesus gesandt wurde stand ein weiterer, ein fortgesetzter Kriegszug zu Gunsten von Wahrheit und göttlichem Recht für Timotheus bevor! Wir kennen den Text bereits:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Auch wir, die wir versuchen den Fussstapfen des Paulus nachzufolgen sind aufgefordert den Kriegszug fortzusetzen!

 

image107Der Schiffbruch am Glauben jener Männer, die Paulus solche Schwierigkeiten bereitet hatten riss viele weitere Leben mit sich in die Todesfalle des Verleugnens des wahren Glaubens. Dadurch, dass Paulus sie aus der Versammlung entfernt hatte waren sie erneut draussen, im System Satans, frei sich der Gesetzlosigkeit zu bedienen! Die unverdiente Güte hatten sie dadurch vollkommen verloren, weil es Sünde wider den heiligen Geist bedeutet willentlich Gottes Normen zu übertreten.

 

Die fünfjährige Gefangenschaft die am Ende der 3.Missionsreise des Paulus folgte war offensichtlich durch die Juden um Alexander im Tempel in Jerusalem ausgelöst worden! Auch hier ist eine deutliche Kausalität zu erkennen! Paulus verteidigte sich daher zu Recht, dass es beim ganzen Spektakel um die Auferstehungsfrage gegen würde! Bis heute hat sich an dieser Aufspaltung offenbar wenig verändert: Während die einen an eine kommende Auferstehung glauben lehnen andere diese Aussage der Propheten ab und wieder andere verlegen dies in den dritten Himmel Gottes:

 

(Apostelgeschichte 23:6-10)  Als nun Paulus merkte, daß der eine Teil Sadduzạ̈er, der andere aber Pharisäer waren, rief er darauf im Sanhedrịn aus: Männer, Brüder, ich bin ein Pharisäer, ein Sohn von Pharisäern. Wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten werde ich gerichtet.“ 7 Weil er das sagte, entstand ein Zwiespalt zwischen den Pharisäern und den Sadduzạ̈ern, und die Menge wurde gespalten. 8 Die Sadduzạ̈er sagen nämlich, es gebe weder eine Auferstehung noch Engel, noch Geist, die Pharisäer aber verkünden all dies öffentlich. 9 Da brach ein lautes Geschrei aus, und einige Schriftgelehrte von der Partei der Pharisäer standen auf und begannen, heftig zu streiten, und sagten: „Wir finden nichts Unrechtes an diesem Menschen; wenn aber ein Geist oder ein Engel zu ihm geredet hat — 10 Als nun der Zwiespalt groß wurde, befürchtete der Militärbefehlshaber, Paulus könnte von ihnen in Stücke gerissen werden, und er gebot der Truppe, hinabzugehen und ihn aus ihrer Mitte herauszureißen und ihn in die Kaserne zu bringen.

 

Paulus schrieb den 2.Brief an Timotheus in der Gefangenschaft in RomNur wenige Jahre danach, während seiner Fesseln aus Rom (4M: 11) musste Paulus im 2.Brief an Timotheus während seiner 2.Gefangenschaft und kurz vor seinem Tod den Verlust gar aller Versammlungen im Bezirk Asien eingestehen, die sich während der 1.Gefangenschaft alle gegen ihn gewandt hatten und nun offensichtlich hin zu jenen „Wölfen“ abgefallen waren! Ganz offensichtlich hatte sich das „Gangrän“ inzwischen überallhin verbreitet. Die Lehre der unmittelbaren Auferstehung nach dem Tod und ein Leben im Himmel hatte grössere Anziehungskraft, wie die simple Wahrheit, dass der Mensch von Anfang an für das ewige Leben auf der Erde erschaffen wurde und willentlich fortgesetztes Treiben von Sünde ewiges Leben verhindert!

 

Der Tod kam erst durch die Sünde, die Auferstehung zu ewigem Leben aber nur durch den Glauben an den Opfertod und die göttliche Auferweckung des Menschen Christus. Dazu gehört der Glaube, dass Jesus im Fleische wiederkommen wird und dass der Mensch Jesus die Toten am „Jüngsten Tag“ auferwecken wird! (1.Joh 2:18)

 

*** Rbi8  Römer 5:12-14 ***

Darum, so wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten — 13 Denn bis zum GESETZ war Sünde in der Welt, doch wird Sünde niemandem zugerechnet, wenn kein Gesetz [[GESETZ]] da ist. 14 Nichtsdestoweniger regierte der Tod als König von Adam bis auf Moses, sogar über die, die nicht nach der Gleichheit der Übertretung Adams gesündigt hatten, der mit dem Ähnlichkeit hat, der kommen sollte.

 

Seit Gott Israel das GESETZ gegeben hatte unterstand es dem GESETZ, nachdem Menschen der Nationen sich in der Taufe Gottes GESETZ unterordnet haben unterstehen sie demselben GESETZ, dem „GESETZ des Christus“! Sie sind ja geistige Juden geworden durch Beschneidung ihres Herzens mittels eines „vollkommenen GESETZES“ und bilden Teil des „Königreiches des Sohnes der Liebe“. Jeder wird laut Jesu Worten gemäss dem gerichtet, was Christus geredet hatte! Jesus kam nicht um das GESETZ oder die Vorhersagen der Propheten abzuschaffen, sondern um sie zu erfüllen! (Mat 5:17-20; Rö 2:25-29)

 

Der Apostel Johannes gibt am Ende des ersten Jahrhunderts in seinen drei Hirtenbriefen deutliche Anweisung, wie solche vom wahren Glauben Abgefallene zu behandeln seien: Er bezeichnet sie alle gemeinsam als „Antichristen“, wenn sie Jesu Wiederkommen „im Fleische“ leugnen. Er spricht von vielen die inzwischen zu Antichristen geworden sind. (1.Joh 2:18-23)

 

In der Lehre des Christus verbleiben und nicht "Teil der Welt" sein!*** Rbi8  2. Johannes 7-11 ***

Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

8 Gebt acht auf euch selbst, damit ihr die Dinge nicht verliert, die wir erarbeitet haben, sondern daß ihr vollen Lohn erlangen mögt. 9 Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

 

Jene vom Glauben abgefallenen Männer um Hymenäus drängten in der Lehre voraus, indem sie als bereits erfüllt erklärten, was noch in der Zukunft liegt: Was auf der Erde geschehen muss, dies verlegten sie in einen imaginären Himmel und in eine unbiblische Hölle.

 

Auch, dass die Auferstehung der Toten durch „einen Menschen“ erfolgen muss, die dann erst aus den Gräbern kommen werden, das verneinen jene „Antichristen“. Jesus muss als Mensch bei uns Menschen weilen, wenn er als König in Israel herrschen soll auf Davids Thron, denn nur dies gestattet Gottes GESETZ. Der König in Israel muss doch aus den Söhnen Israels kommen, er muss ein Bruder unter Brüdern sein! Zudem muss er aus der Geschlechtslinie Davids kommen, weil Gott mit David dieses Bündnis schloss: „Wenn deine Tage voll werden und du dich zu deinen Vorvätern niederlegen wirst, dann werde ich bestimmt deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Innern kommen wird; und ich werde zweifellos sein Königtum festigen. Er ist es, der meinem Namen ein Haus bauen wird, und ich werde den Thron seines Königreiches gewiß bis auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] festigen.“ (2Sa 7:12, 13). Als Engel und Geistwesen erfüllt Jesus diesen Anspruch nicht! Darum hat Jesus doch seinen eigenen „Tempel des Leibes“ wiederhergestellt, damit er ihm für ewige diene! (Luk 24:36-43; Joh 2:18-22; Off 1:17, 18) An den Worten des Paulus im 1.Korinther wird kein Buchstabe genommen werden!

 

Jehovas Zeugen und das Jahr 1914, das dreieinhalb Jahre danach in Harmagedon enden sollte*** Rbi8  1. Korinther 15:21 ***

Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen.

 

Nicht in der Lehre des Christus zu bleiben, vorausdrängen, über das hinaus zu gehen, was uns die Apostel von Jesus übermittelt haben, dies bedeutet Dinge zu erfinden, die jene uns nicht mitgeteilt haben! Dazu gehört auch die Auferstehung und das Endgericht auf andere Daten zu legen, wie uns dies die biblische Logik vorgibt! Sei dies die Dinge auf ein Datum zu früh oder in eine unbestimmbare Zukunft hinauszuschieben!

 

Das darf aber auch nicht damit verwechselt werden, dass die Naherwartung uns daran hindert nach den vorhergesagten „Zeichen“ und nach der Erfüllung von vorgegebenen „Zeiten und Zeitabschnitten“ zu forschen! Das war ein deutliches Gebot auf die Frage der Jünger hin: „Sag uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ (Mat 24:3)

 

image115

 

Das Geschehen der Endzeit kann nicht berechnet werden, sondern ist eindeutig an „Zeichen“ geknüpft, die vom System her kommen und die sich erfüllen müssen! „Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß“ befielt Johannes! Aber auch hier gilt die Devise Jesu im Zweifelsfalle:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:44-48 ***

Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? 48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

 

Die Worte des Johannes ergeben nur im Kontext Sinn: Wenn innerhalb der Versammlung die Gottes Wort wirklich verstanden hat solche Männer aufstehen, die nun Hymenäus erneut verteidigen, dann sind sie eindeutig zu meiden!

 

Inquisition über alle Jahrhunderte seit Jesu OpfertodWenn wir dagegen keinen Menschen mehr grüssen sollen, der heute den Lehren des Hymenäus Glauben schenkt, ohne dass wir versuchten ihm zuvor zu genauer Erkenntnis zu verhelfen, der baut eine neue, eine ungewollte „Scheidewand“ auf, indem er jedes Predigen unter Christen unterbindet! Alle christlichen Religionen lehren doch in der einen oder anderen Form himmlische Auferstehung! Diese „Scheidewand“ errichtete die Inquisition zwischen all jenen, die den Päpsten widersprachen und denen, die den Dogmen ohne Widerrede annahmen.

 

Dasselbe machen heute Zeugen Jehovas mit all jenen, die ihrer „Leitenden Körperschaft“ und den „Gesalbten“ mit offener Stirn entgegentreten. Jeder Versuch jenen Führern die biblische Wahrheit an der Stelle ihrer „offizieller Wahrheit“ näher zu bringen endet dem Hinauswurf dessen, der es wagt etwas anzuzweifeln oder sie aufgrund ihrer Engstirnigkeit gar offen der Verbreitung von Irrtum und offensichtlichen Lügen oder gesetzlosem Handeln bezichtigen!

 

Der Druck seitens jener, die im ersten Jahrhundert abgefallen waren auf die, welche dem Paulus weiterhin getreu blieben war so gross geworden, dass die meisten der Versammlungen in Asien aufgegeben hatten! All jene wollten die Erfüllung im Moment, drängten somit den Vorhersagen voraus. Jene „Schwachen“ nahmen den Abgefallenen nicht nur in ihr Haus auf, assen und tranken nicht mit ihnen, sie akzeptierten deren Lehren, die doch deutlich der Lehre der Apostel entgegengesetzt war! Paulus schreibt in innerer Bitterkeit über den bedauernswerten Verlust an wertvollen Menschen, die er bis zum Jahr 63 u.Z. hinnehmen musste im 2.Brief an Timotheus und nennt weitere Namen jener Vorkämpfer, aus denen offenbar sich die Nikolaus-Sekte entwickelte: „Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen.  (2.Ti 1:15)

 

11.3.3.5     Timotheus als Überbringer der Hirtenbriefe aus Rom

Timotheus hatte doch gerade dort in Asien mit Paulus zusammen in Ephesus (3M: 1) auf der 3.Missionsreise gedient. Als Abgesandter des Paulus musste er nun auch nach der 1.Gefangenschaft dort erneut für Ordnung und unverfälschte Glaubenslehre sorgen. Er war von Paulus noch vor der Freilassung aus der Haft aus Rom (4M: 1) mit mindestens vier der Hirtenbriefe (Philipper, Kolosser, Philemon und Epheser) als dem Endziel der Reise nach Ephesus gesandt worden! Jede Versammlung unterwegs erhielt wahrscheinlich bereits eine Kopie von jedem der Briefe, die alle öffentlich vorgelesen werden mussten! Das verbreitete die Information weit schneller und verhinderte zum vornherein, dass verantwortliche Vorsteher die eine Zurechtweisung erhielten ihren Brief verändern oder verschwinden lassen konnten.

 

$R5PACMRPaulus sandte Timotheus somit vorab nach Philippi (4M: 6), wie er es im Philipperbrief ankündigt (Phi 1:1; 2:19). Ob Timotheus noch andere Versammlungen auf dem Weg schon zuvor und danach besuchte kann nur vermutet werden. Korinth (4M: 10), Beröa (4M: 4), Thessalonich(4M: 5), Troas (4M: 7) und auch andere christliche Hausgemeinschaften wie vorab in Athen lagen mehr oder weniger direkt auf dem Weg! Ziel des Paulus war es bestimmt, Kopien aller seiner Hirtenbriefe so schnell als möglich allen Versammlungen zukommen zu lassen! Die Getreuen mussten durch die bevorstehende Freilassung des Paulus ermuntert und gestärkt werden. Die Abtrünnigen und jene die zügellos handelten mussten wissen, dass Paulus nun erneut persönlich für Ordnung sorgen würde! Von Philippi aus musste Timotheus nach Ephesus (4M: 8) weiter reisen, dem schlussendlichen Zielpunkt für das Vorlesen des Epheserbriefes und er sollte dann dort bleiben, die frühere Ordnung wieder herstellen, bis Paulus selbst später von Mazedonien her zu ihm hinkommen würde.

 

Ruinenbogen in Laodicea (Denizli, Türkei)Von Ephesus aus brachte er in Begleitung des Onesimus wahrscheinlich persönlich den Kolosserbrief (1:1, 2) nach dem nahe gelegenen Kolossä (4M: 12), um dort gleichzeitig noch den Brief an Philemon dem Empfänger zu überreichen. Diesem brachte er zudem seinen entlaufenen Sklaven Onesimus zurück, der in der Zwischenzeit ein getaufter Christ war und den Paulus ihm als wertvollen Mitarbeiter empfiehlt. Im Haus des Philemon befand sich doch die Versammlung Kolossä (Phm 1, 2). Die Stadt lag ebenso in der Provinz Asien, im Osten von Ephesus und etwa 18 Kilometer östlich von Laodicea, der heutigen Stadt Denizli (Photo) in der Türkei, die am Fluss Lykos liegt.

 

Möglicherweise hatte Timotheus auch bereits den Hebräerbrief bei sich, um ihn in allen Versammlungen unterwegs, vorab aber den hebräisch sprechenden „Ebioniten“ zu unterbreiten. Darin wird spezifisch auf die Veränderungen im GESETZ Mose hingewiesen, die durch den Wechsel im Hohepriesteramt notwendig geworden waren.

 

image122Auch könnte Timotheus bereits eine Kopie der Apostelgeschichte des Lukas bei sich gehabt haben, um sie den zu besuchenden Versammlungen vorzulegen! Zumindest wurden all diese Dokumente nahezu zur selben Zeit in Rom fertiggestellt, noch bevor Paulus aus der Gefangenschaft entlassen wurde.

 

Paulus selbst ging nach seiner Freilassung im Sommer bereits im Herbst des Jahres 61 u.Z. erneut nach Mazedonien, wie er dies im Brief an die Philipper bereits angekündigt hatte (Phi 2:34; 1.Ti 1:3). Nachdem er vorab Cypern besucht hatte überwinterte er in Nikopolis (4M: 3) (1.Ti 1:1-3), um dann schlussendlich zu Timotheus in Ephesus (4M: 8) zu stossen, wie dies im 1.Brief an Timotheus bereits erwähnt ist (1.Ti 3:14).

 

Nun, am Ende wenige Monate vor dem Tod schrieb er erneut an Timotheus den 2.Brief aus der 2.Gefangenschaft aus Rom (4M: 11). Das muss im Spätsommer oder Frühherbst des Jahres 63 gewesen sein. Offenbar war es Tychikus der Timotheus den 2.Brief als Bote überbringen musste, der über Troas (4M: 7) reisen sollte, um dort den Mantel, die Schriftrollen und Pergamente des Paulus zu Timotheus zu bringen. Timotheus seinerseits sollte nun von Markus begleitet noch vor dem Winter 63 diese für Paulus wichtigen Dinge nach Rom mitbringen (2.Ti 4:11, 12).

 

11.3.3.6     Der Abfall in Asien schreitet voran: Getreue Versammlungen entstehen neu!

Im 2.Brief an Timotheus kommt eine beunruhigende Tendenz zur Erscheinung. Der Abfall der von Ephesus ausgegangen war breitete sich aus. Sektarismus war die Folge, welche wie Paulus es zuvor schon im 1.Brief an die Korinther warnend ausgedrückt hatte um sich griff.

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:19 ***

Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

Die Bewährten, die an der Lehre des Paulus festhielten mussten nun zeigen, dass sie bereit waren zu reagieren. Einerseits sollten getreue Vorsteher jene aus ihren Versammlungen entfernen, welche die Lehre der Abgefallenen übernommen hatten und sie selbst zu verbreiten begannen! Das Vorgehen hierzu erläutert Paulus im Brief an Titus:

 

*** Rbi8  Titus 3:9-11 ***

Doch meide törichte Streitfragen und Geschlechtsregister und Zank und Streitigkeiten wegen des GESETZES, denn sie sind nutzlos und nichtig. 10 Einen Menschen, der eine Sekte fördert, weise ab nach einer ersten und zweiten ernsten Ermahnung, 11 da du weißt, daß sich ein solcher vom Weg abgewandt hat und sündigt, wobei er durch sich selbst verurteilt ist.

 

Die Tora, die fünf Bücher Mose als Teil des TanachUnter GESETZ können alle fünf Bücher Mose zusammengefasst werden, die Juden sprechen von der Tora, dem ersten Teil des Tanach oder wie es allgemein genannt wird, des Alten Testaments, besser der hebräisch- aramäischen Schriften. Das GESETZ Mose war keine Grundlage, um darüber zu diskutieren! Jesus war nicht gekommen das GESETZ abzuschaffen, sondern, um es zu erfüllen und dasselbe tat auch Paulus!

 

Auch erklärte er vor dem römischen Statthalter Felix: „Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird.“ (Apg 24:14, 15)

 

Jedes Abweichen von den Aussagen der Tora fördert somit Sektarismus! Den Zeitpunkt der Auferstehung (der mit Jesu Wiederkehr zur Erde als Mensch fest verbunden ist) und den Ort hierzu (die Erde, Auferstehung aus den Gröbern) zu verändern bedeutet somit Sektarismus! Jeder nun, der innerhalb der Versammlung versuchte eine Sekte zu fördern musste vorab ernstlich ermahnt werden! Wenn er nach zwei ernsten Ermahnungen nicht hören würde, so war er durch sein eigenes Verhalten verurteilt! Paulus redet von sündigen, was bedeutet gegen das GESETZ zu verstossen, Jehovas Wort zu verwerfen! Innerhalb des GESETZES, im 2. Buch Mose oder Exodus sind die zehn Gebote und richterlichen Entscheidungen, die Jehova Israel als Rechtsgrundlage gab, von der Paulus im Römerbrief erklärt: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“ (Rö 3:31) 

 

Durch das Predigen der guten Botschaft war Menschen aus den Juden und aus den Nationen Gottes Plan betreffend der „Wiederherstellung des Königreiches für Israel“ (Jes 1:26; Da 7:27; Apg 1:6) und einer „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ vor allem durch die Verkündigung des Paulus überallhin in der damaligen bekannten Welt verbreitet worden! Für alle war es dieselbe Mitteilung und dasselbe GESETZ, dem sie sich unterordnen mussten und das die freie Gabe der Sündenvergebung und Aufnahme in das „Königreich des Sohnes“ zur Folge hatte! Wer dies erst einmal verstanden hatte und sich in der Glaubenstaufe verpflichtet hatte Gottes Willen künftig zu tun, nun später aber davon abgefallen war, der sündigte wider den heiligen Geist! Er verleugnet dadurch den Christus, dem er sich hingegeben hat, weil er anerkannte, dass Jesus seine früheren Sünden selbst an den Stamm getragen hat! Paulus warnt im Brief an die Hebräer, dass solche Menschen unmöglich zur Reue belebt werden können!

 

Vom Glauben Abgefallene schmähen den getöteten Jesus bis zum Tag Harmagedons.*** Rbi8  Hebräer 6:4-6 ***

Denn es ist unmöglich, diejenigen, die ein für allemal erleuchtet worden sind und die die himmlische freie Gabe geschmeckt haben und die [des] heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und die das vortreffliche Wort Gottes und die Kräfte des kommenden Systems der Dinge geschmeckt haben, 6 die aber abgefallen sind, wiederum zur Reue zu beleben, da sie den Sohn Gottes für sich aufs neue an den Pfahl bringen und ihn der öffentlichen Schande aussetzen.

 

Solche Menschen übertreten Gottes gerechte Verordnungen, um ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten! Damit sündigen sie aber willentlich, was erneut einen Fluch und Tod für sie bedeutet. Jesus aber wird kein zweites Mal für solche willentlichen Übertreter sterben, sondern jeder muss nach der Taufe für sein Tun selbst die Verantwortung tragen! „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte“ hatte Paulus die Vorsteher in Korinth aufgefordert.

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:12-13 ***

Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.“

 

Gott hat Israel zu einer Einheit unter seinem GESETZ vereint. Wer sich gegen jenes GESETZ auflehnte wurde von Gott verworfen! Gottes Bestimmungen gelten für alle gleich, auch für geistige Israeliten, die ansässige Fremdlinge sind!  Ein GESETZ soll für den Einheimischen und für den ansässigen Fremdling bestehen, der als Fremdling in eurer Mitte weilt.“ (2.Mo 12:49)

 

Der Schreiber des Psalm 119 zeigt deutlich, dass Jehova die verwirft, welche mittels Trugkunst und Falschheit seine Bestimmungen ausser Kraft setzen! Gottes GESETZ für Israel gilt für ewig! Das „GESETZ des Christus“ beinhaltet alle Neuerungen die er von Gott her gebracht hat: Zum Teil sind dies Verschärfung der Strafbestimmungen (Mat 5:21-48), dann auch die Entfernung der „Zwischenwand“, physische Handlungen wie Beschneidung des Fleisches hin zur Beschneidung des Herzens mittels des GESETZES!

 

*** Rbi8  Psalm 119:118 ***

Du hast alle, die von deinen Bestimmungen abirren, beiseite geworfen;

Denn ihre Trugkunst ist Falschheit.

 

Jene Abtrünnigen versuchen durch ihre „Trugkunst“ von Gottes Bestimmungen abzulenken, um ihr eigenes Gebot zu verkünden! Das Werk hin zum Abfall des Hymenäus hatte reiche Frucht in der Provinz Asien getragen! 

 

Die rämische Provinz Asien*** Rbi8  2. Timotheus 1:15-18 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen. 16 Der Herr gewähre dem Hause des Onesiphorus Barmherzigkeit, denn oft hat er mir Erquickung verschafft, und er hat sich meiner Ketten nicht geschämt. 17 Im Gegenteil, als er sich in Rom befand, suchte er fleißig nach mir und fand mich. 18 Der Herr gewähre ihm, daß er bei Jehova Barmherzigkeit finde an jenem Tag. Und all die Dienste, die er in Ephesus geleistet hat, kennst du gut genug.

 

Paulus zeigt seine Liebe zu denen, die ihm weiterhin zu Diensten stehen, wie dem Onesiphorus und seiner Hausgemeinschaft, die offensichtlich zu den Bestandenen gehören!

 

Paulus nennt aber auch namentlich die Abgefallenen, wie Phygelus, Hermogenes, die es nun zu meiden gilt, die inzwischen der Verführung von Seiten früherer Abgefallener, deren Zug oder Druck von aussen und dem neu entstandenen inneren Gruppenzwang gewichen waren!

 

Onesiphorus aber war dem Paulus und der guten Botschaft treu geblieben, war ihm sogar nach Rom (4M: 11) in die 2.Gefangenschaft nachgeeilt. Im Haus des Onesiphorus entstand nun nach der Rückkehr jenes Getreuen offenbar eine neue Versammlung.

 

Jesus inmitten der sieben Leuchter (aller Versammlungen bis zur Endzeit) hält in seiner Hand sieben Sterne (alle Vorsteher)Alle „Bestandenen“, die sich plötzlich in Versammlungen vorfanden, deren Vorsteher während der fünf Jahre, wo Paulus gefangen war eher ihr Vertrauen in die Abgefallenen gesetzt hatten, sie mussten nun ihrerseits reagieren. Innerhalb einer „Versammlung (Synagoge) Satans“ zu verbleiben bringt Mitschuld und Mitverurteilung!

 

Jesus schrieb die sieben Sendschreiben nicht aus Zufall genau in diese Gegend von Asien, die sich drei Jahrzehnte zuvor von Paulus abgewandt hatten! In all jenen Städten wie Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodicea waren wiederum neue Versammlungen entstanden die wie zuvor treu am Wort festhielten! Die wahren „Paulikaner“ und die Bestandenen „Ebioniten“ waren erneut wie „Leuchter“ geworden, in deren Mitte Jesus weilt. Jeden der Vorsteher hält Jesus wie einen leuchtenden „Stern“ in seiner Hand!

 

Jesus hatte Grund gefunden den Johannes anzurühren und zu ermuntern, der wie tot zu Füssen Jesu lag. Was er jeder Versammlung mitzuteilen hatte gilt in gleicher Weise für uns heute. Wir sind als Individuen gefordert selbst zu handeln, je nach Situation in der wir stehen! 

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:8-11 ***

Und dem Engel der Versammlung in Smyrna schreibe: Diese Dinge sagt ‚der Erste und der Letzte‘, der ein Toter wurde und [wieder] zum Leben kam: 9 ‚Ich kenne deine Drangsal und Armut — doch du bist reich — und die Lästerung von seiten derer, die sagen, sie selbst seien Juden, und sie sind es doch nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans. 10 Fürchte dich nicht vor den Dingen, die zu leiden du im Begriff bist. Siehe! Der Teufel wird fortfahren, einige von euch ins Gefängnis zu werfen, damit ihr völlig auf die Probe gestellt werdet, und ihr werdet zehn Tage lang Drangsal haben. Erweise dich als treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod Schaden erleiden.‘

 

Ob wir aus einer „Synagoge Satans“ wegen unserer Treue gegenüber Gott und Jesus hinausgeworfen wurden, weil sie Unrecht und Lügen bekämpft haben oder ob wir sie aus eigenem Entscheid verlassen haben oder ob sie wie Paulus zufolge Falschanklage eingesperrt sind: Unsere Treue bis in den Tod oder bis Harmagedon ist es, die Gott und Jesus beachten! Jesus selbst ist Richter, nicht ungetreue Vorsteher die vorgeben ihm zu dienen und Jehova selbst gibt Zeugnis! Er wird an den Ungetreuen, die von sich behaupten „reich zu sein“ aber geistig arm und bemitleidenswert sind selbst das Gericht vollziehen! Jesus hatte bereits vor ihnen gewarnt:

 

*** Rbi8  Matthäus 10:16-18 ***

Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch an örtliche Gerichte ausliefern, und sie werden euch in ihren Synagogen geißeln. 18 Ja, ihr werdet vor Statthalter und Könige geschleppt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zu einem Zeugnis.

 

Jesu Aufforderung an alle die ihm die Treue halten, uns, die er durch den Apostel Johannes in der Offenbarung anspricht sind deutlich: Wir sollen mit denen die Gottes Recht mit Füssen treten keinen Anteil haben!

 

Die Hure "Babylon die Grosse" mit ihren polititischen Liebhabern*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Sünden können sich nur dann aufhäufen, wo es keine Vergebung mehr gibt, sondern nur noch Rache, weil Gottes Rechtsmassstab mutwillig übertreten wird,  der zur Vergebung von Sünden ja bereit ist! Gott verspricht, dass da, wo keine Wiedergutmachung für angerichteten Schaden erfolgt er selbst Rache nehmen wird! Die Geschichte vom „Liebgott“ der alles und jedes vergibt, wenn wir ihn bloss darum bitten und zum Pfarrer gehen um zu beichten sollte wirklich anhand der Schrift überprüft werden! (Heb 10:26-31)

 

Der Sauerteig der Lehren, Bräuche und Talare  der christlichen Sekten und Religionen soll  mittels der Ökumente vertuscht werdenJesus fordert Menschen auf die babylonische Verwirrung der christlichen Kirchen zu verlassen, nicht in sie einzutreten oder zur anderen unter ihnen hin zu wechseln!

 

Was damals im Kleinen durch den Abfall begonnen hatte ist bis zur Endzeit zu einem weltweit agierenden grossen Gebilde geworden, das Jesus „Babylon die Grosse“ nennt! Voller Stolz behauptet sie Gottes Vertreterin zu sein, ja gar als Ehefrau an dessen Seite zu sitzen. Weder Gott noch Jesus anerkennen sie, weil sie als Gesamtes „Täter der Gesetzlosigkeit“ sind! Was zu Beginn im ersten Jahrhundert gegolten hat, das gilt auch am Ende vor Gottes grossem Gerichtstag für uns! (Mat 7:21-23)

 

Besser ist es eine Zeit lang als Christ isoliert zu sein, das kann „zehn Tage“ sein, die ganze übrigbleibende Zeit bis wir erneut eine Gruppe finden, die wirklich Gottes Normen respektiert oder wir selbst eine eigene Hausgemeinschaft aufgebaut haben, die ihrerseits die unveränderlichen Normen anwendet. Keinesfalls aber dürfen wir Anteil haben an der Gesetzlosigkeit und damit verbunden den Sünden „Babylons der Grossen“!

 

11.3.3.7     Die Macht die von magischen und von spiritistischen Bräuchen ausgeht nicht verkennen!

Das Verbrennen der Bücher über magische Künste in Ephesus hatte somit bei vielen nicht auch gleichzeitig die Auslöschung jener Dinge in den Herzen verursacht, die mit Magie im Zusammenhang stehen. Der Hang hin zum Unerklärbaren, zu Kontakten mit Toten und Dämonenengeln mittels spiritistischer Gepflogenheiten, dem Anrufen der so genannt „Auferstandenen“ im Totenreich, all dem, was zuvor schon im Heidenkult üblich war. Dies wurde durch Hymenäus, Alexander und Philetus und deren Nachfolger erneut gefördert. Dazu fanden sie stets irgendwelche Schriftstellen die sie scheinbar in ihrem Tun unterstützten. Der wahre Sinn der Schrift ging ihnen vollkommen verloren!  All dies musste hin zum immer weiteren Abfall von der Wahrheit, zu immer mehr Götzendienst und zur vollkommenen Gottlosigkeit hinführen!

 

Paulus warnte Timotheus erneut im 2. Brief eindringlich vor jener Gruppe um Hymenäus und Philetus, zu der ja zuvor auch Alexander gehört hatte, die nun inzwischen um Phygelus und Hermogenes aus den andern Versammlungen Asiens erweitert wurde. Die Worte des Paulus sollten uns inzwischen gut bekannt sein, sie verraten die Grundlage aller christlich genannten Religionen, die nicht mit der „Grundlage Gottes“ im Einklang zu bringen sind:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[Der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

 Das Gangrän von Lehren des Synkretismus, der selbst heidnische Glaubensansichten mit biblischen Lehren mischt hatte somit nicht bloss die Versammlung Ephesus (4M: 8) ergriffen, es hatte sich zu allen übrigen Versammlungen in Asien ausgebreitet!

 

Marias Kränung als Himmelskönigin und Gottesmutter obwohl sich die Toten nicht des geringsten bewusst sind?! (Pr 9:5)Die Auferstehung habe bereits stattgefunden“ ist heute eine der Hauptlehren nahezu aller christlichen Kirchen! Selbst die Juden lehren sie in einigen ihrer Sekten. Auch einige Gruppen von messianischen Juden haben sie von ihren Lehrern kopiert. Die Himmelslehre, wo Seelen der Verstorbenen bei Gott seien dominiert bei weitem! Paulus bezeichnet sie als todbringendes Gangrän!

 

Die Aufnahme Marias in den Himmel, ihre Krönung als „Gottesmutter“ wird von Katholiken gelehrt, obwohl Maria wie alle übrigen Verstorbenen ihre Auferstehung erst während des Millenniums haben wird. Lügen, wenn sie glaubhaft erzählt werden haben grosse Anziehungskraft, bleiben aber todbringend, wie Paulus deutlich warnt! Gebete zu den Toten werden nur von Dämonen erhört, denn „die Toten sind sich nicht des geringsten bewusst“ erklärt doch Salomo deutlich! (Pr 9:5) Dämonen fördern solche Lehren, weil sie damit indirekt angebetet werden.

 

Paulus wird über so grossen Abfall nach seiner im Brief an die Philipper angekündigten Hoffnung auf Teilhabe an der Frühauferstehung der Apostel (gr. exanástasin) (Phi 3:11) stöhnen, wenn er erneut von Jesus zum Leben erweckt wird! Andererseits wird er darüber Kenntnis erhalten, dass überall auf der Erde zerstreut weiterhin christliche Versammlungen existieren, die seine Lehre bewahrt haben und gemeinsam nach dem Gerichtstag [B2] „eine grosse Volksmenge“ bilden werden, die niemand zu zählen vermag!

 

 

11.3.4      Nützliche Hinweise aus den Briefen des Paulus an Timotheus und Titus im Hinblick auf die entfernte „Zwischenwand

 

11.3.4.1     Der Kriegszug des Timotheus gegen Abtrünnige wie Hymenäus, Philetus und Alexander

Wir möchten uns an dieser Stelle nun noch etwas intensiver mit den zwei Briefen an Timotheus befassen, der den spezifischen Auftrag am Ende des Lebens von Paulus erhalten hat, sein Werk zu überwachen und fortzusetzen! Derselbe Auftrag wird auch jedem anderen Vorsteher einer Versammlung erteilt, vor allem solchen, die mehrere Versammlungen zu überwachen oder solchen, die Älteste und ihre Arbeit oder gar deren ungesetzliches Verhalten zu beurteilen haben! Welche Lehren ziehen wir in dieser Beziehung aus den Briefen an Timotheus und der Aufgabenstellung seitens des Paulus an ihn als seinen Abgesandten gegenüber den Vorstehern in Ephesus?

 

Falsche Apostel und betrügerische Mitarbeiter erscheinen wie "Engel des Lichts" in Nachahmung SatansGanz offensichtlich verdrehten in jener Versammlung und im Gebiet Asien gewisse Vorsteher bestimmte Dinge des GESETZES und der PROPHETEN, vorab jene Dinge, welche die Auferstehung der Toten betrifft: Sowohl was den Zeitpunkt der Auferweckung der Toten, wie auch den Ort der Auferstehung betrifft, kamen durch die Lehren des Hymenäus bei einigen nun Zweifel auf, ob Paulus sich irren würde oder ob Paulus wirklich ein Apostel Christi sei! Einige stellten sich auf dieselbe Stufe der Apostel und erwiesen sich dadurch als falsche, sich selbst erhöhende Apostel!

 

*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Jeder, der sich auf dieselbe Stufe der Apostel stellt ist somit ein Diener Satans! Paulus drückt sich doch genügend klar und deutlich aus! Es gibt keinen 13. Apostel, geschweige denn eine Unzahl von Aposteln wie in der heutigen Zeit von verschiedenen Religionen behauptet wird! Paulus rechnet sie unter „betrügerische Arbeiter“. Kein Betrüger aber wird Gottes Königreich sehen!

 

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Die Werke der wahren Christen müssen im Einklang mit Gottes Wort und GESETZ sein! Ihre Lehre darf in keinem wesentlichen Punkt von der Lehre der Propheten, der Apostel und vor allem der Lehre Jesu abweichen! Selbst dann, wenn sehr Befähigte Berufene das erfüllen, so gehören sie trotzdem nicht zu den Aposteln, deren Kreis auf zwölf beschränkt bleibt! Johannes der Täufer nannte sie bereits die „Braut“ des Christus! Es ist alleine Jesus, der sich seine Apostel erwählt hat und von Anfang an deren Zahl auf zwölf festgelegt hatte, weil es so der Wille des Vaters war! In der Offenbarung wird eine Stadtmauer rund um das neue Jerusalem erwähnt, wo zwölf Grundsteine gelegt sind, worauf die Namen der zwölf Apostel des Lammes stehen!

 

Das neue Jerusalem mit seinen zwölf Toren und deren Grundsteinen, welche die Namen der 12 Apostel tragen*** Rbi8  Offenbarung 21:14 ***

Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

 

Jeder geistige „Stein“ der auf die zwölf Grundsteine gesetzt wird musste zuvor ein exakter Nachahmer der Apostel gewesen sein, so wie jene exakte Nachahmer Christi waren. Keiner von ihnen aber erreichte die Stellung des Christus! Keiner der Apostel gründete eine Religion und machte sich dadurch selbständig eine Sekte, sie alle bildeten gemeinsam Teil des Leibes des Christus! Wir sollten ihren Fussstapfen nachfolgen.

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:1 ***

Werdet meine Nachahmer, so wie ich Christi [Nachahmer] bin.

 

Die beiden voneinander abweichenden Lehren, jene von Jesus und seiner Apostel und die andere von Hymenäus und dessen Nachfolgern stehen sich bis zum Abschluss des Systems unversöhnlich gegenüber! Da gab es keine Form eines Kompromisses, um des lieben Friedens willen! Jene Abtrünnigen behaupteten weiterhin, „die Toten seien bereits auferstanden“ und damit verbunden natürlich im Himmel, bei Jesus, da ja keiner der Toten bisher gesehen werden konnte. Paulus hatte diese Lehre als „Schiffbruch am Glauben“ und später im 2.Brief an Timotheus gar als tödliches Gangrän bezeichnet und deswegen bereits zuvor, als er auf 3.Missionsreise noch in Ephesus weilte Hymenäus und Alexander aus der Versammlung geworfen! Timotheus sollte somit weiterhin denselben, bisher bereits an der Seite des Paulus gekämpften Kriegszug gegen abtrünnige Lehren fortsetzen! Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest“ (1.Ti 1:18) Hymenäus, Philetus und Alexander fuhren auch nach dem Hinauswurf weiter fort gegen Paulus zu lästern!

 

Züchtigung“ bedeutet eine Strafe für Sünde zu verhängen, in diesem Falle die Höchststrafe, Entfernung aus der Versammlung, was ja gemäss GESETZ der Todesstrafe entspricht. Wer nicht innerhalb vom „Königreich des Sohnes“ gefunden wird, auf dem lastet wiederum das Todesurteil!

 

*** Rbi8  Johannes 3:17-21 ***

Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat. 19 Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. 21 Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht, damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

 

Die „Welt“, die das Gebot Mose beachtet und das „GESETZ des Glaubens“ in Jesus als dem verheissenen Messias wird durch das „Königreich des Sohnes der Liebe Jehovas“ am Gerichtstag Gottes gerettet. Wer sich in der Glaubenstaufe als Erwachsener im Wasser untertauchen lässt, der kommt in das Königreich hinein, wer die Gebote gemäss dem „GESETZ des Christus“ hält, der bleibt darin und wird kein Gericht erhalten!

 

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Es ist leicht erkenntlich, warum jene abgefallenen Versammlungsglieder nicht weiter zu Paulus kamen! Im Gegensatz zu jenem Hurer, der bereut hatte und von den Vorstehern in Korinth erneut aufgenommen wurde bereuten jene nicht. Jene Sektengründer „fürchteten das Licht“ und fürchteten den Paulus und dessen Unterscheidungsvermögen zu entscheiden, was „im Einklang mit dem Licht“ und was „Finsternis“ ist!

 

Paulus sprach davon, dass jeder der die „gute Botschaft“ verändere unter einem Fluch stehe, weil damit Sünde gegen den heiligen Geist verbunden ist! (Gal 1:6-8) Jesus selbst hatte definiert, dass wer gegen den heiligen Geist sündigt, gegen die Wahrheit der Schrift redet, die Gott durch seine Propheten verkünden liess, jener keine Vergebung dieser Sünde erlangen kann, weder in diesem, noch im kommenden System!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:32 ***

Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

 

Heiliger Geist“ bedeutet hier klar und deutlich die von Gott offenbarten Wahrheiten in der Schrift, das „Wort der Wahrheit“ (Ps 119:43; Jer 23:28; Joh 17:17; Eph 1:13). Darum verbot Paulus ebenso klar und deutlich, dass über solche Wahrheit nicht gestritten werden darf, da sie unantastbar ist! Entweder sind die Toten lebendig und haben eine unsterbliche Seele, oder aber die Toten schlafen im Todesschlaf und die Auferstehung der Toten entspricht einer Wiederherstellung ihres früheren Zustandes vor dem Tod im physischen Leib den sie zuvor hatten! Es kann unmöglich gleichzeitig beides wahr sein!

 

Der Grund für die Entfernung aus der Versammlung, die „Züchtigung“ von der im 1. Brief an Timotheus die Rede ist wird erst im 2.Brief an Timotheus erklärt! Das macht es Kirchenfürsten einfacher den Zusammenhang zu verdunkeln! Nur beide Teile zusammen aber ergeben ein deutliches Bild! Wer es versteht kann die verheerende Wirkung bis in die heutige Zeit schnell verstehen, weil der Abfall sich fast zur ganzen Christenheit ausgeweitet hat! Das Gangrän hatte tödliche Auswirkungen gehabt. Nur aufmerksame Bibelleser konnten diese Zusammenhänge sehen, die von den Religionen gut zugedeckt werden, da sie ja wegen derselben Verbreitung „leerer Reden“ über himmlische Auferstehung unmittelbar nach dem Tod selbst unter der Anklage des Paulus stehen!

 

Fragen betreffend Geschlechtsregistern zurückweisenAuch Fragen betreffend Geschlechtsregistern tauchten auf, wo möglicherweise gewisse „Ebioniten“ ihre Abstammung aus den zwölf Stämmen Israels respektive ihrer Vorfahren aus levitischer Linie nachzuweisen suchten, um wahrscheinlich ihre Vorrangstellung daraus abzuleiten oder zu bestätigen (Apg 4:36; 16:1). Das führte aber den Aussagen des Paulus nach zu nichts, weil dadurch nur erneut die „Zwischenwand“ errichtet wurde! Mit Jesus kam eine Veränderung im GESETZ und der alte „Bund mit Levi“ war durch den „neuen Bund“ mit Christus für ein weit höheres Priesterkönigtum ersetzt worden.

 

Auch jene Abgefallenen Hymenäus und Alexander hatten offenbar weiterhin ihre abtrünnige Hoffnung auf „Auferstehung“ und „ewiges Leben“, allerdings an einem Ort, dem „dritten Himmel“ und in einem Zustand als Geistwesen, den Gott den Menschen nie versprochen hatte! Sie haben dieses Glaubensgebäude somit auf Sand gebaut, indem sie einer heidnischen Lüge verfallen waren, die Seele sei unsterblich und die Auferstehung erfolge bereits unmittelbar nach dem Tod im geistigen Bereich, in gottähnlicher Form (1.Mo 3:4, 5; Hes 18:4; Off 20:5, 6). Hesekiel verkündet dagegen die Sterblichkeit jeder Seele, weil wir alle gesündigt haben!

 

*** Rbi8  Hesekiel 18:4 ***

Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben.

 

Seelen die sündigen sind somit sehr wohl sterblich und wir alle haben gesündigt! Wer sagt er habe nicht gesündigt, der lügt und die Wahrheit ist nicht in ihm!

 

*** Rbi8  1. Johannes 1:8-10 ***

Wenn wir erklären: „Wir haben keine Sünde“, führen wir uns selbst irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. 10 Wenn wir erklären: „Wir haben nicht gesündigt“, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

 

Wir alle benötigen das Loskaufsopfer Jesu, auch nachdem wir getauft sind! Der Sühnetag ist und bleibt der Tag, an dem Israel mit Gott in Einklang kam, indem es seine Sünden offen bekannte und unter Fasten bereute! Wo der Sühnetag nicht nach den Normen die Gott setzte eingehalten wird, da kommt Todesstrafe und das „Aufhäufen der Sünden bis zum Himmel“, die nach Vergeltung schreien.

 

Die Lüge der Kirchenführer zeigt sich deutlich an Jesus selbst, der im selben physischen Leib auferstand, den er beim Tod hatte! Am Tag der Auferstehung, am Abend waren die Apostel versammelt. Sie glaubten jenen zwei Jüngern, denen Jesus auf dem Weg nach Emmaus erschienen war ebenso wenig wie den Frauen, die Jesus am Morgen schon als Erste lebend gesehen hatten.

 

image144*** Rbi8  Lukas 24:36-43 ***

Während sie von diesen Dingen redeten, stand er selbst in ihrer Mitte [[und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“]] 37 Doch weil sie erschraken und Furcht sie ergriffen hatte, meinten sie, sie sähen einen Geist. 38 Da sprach er zu ihnen: Warum seid ihr beunruhigt, und warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf? 39 Seht meine Hände und meine Füße, daß ich selbst es bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, daß ich habe.“ 40 [[Und als er das sagte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße.]] 41 Als sie aber vor lauter Freude immer noch nicht glaubten und sich wunderten, sagte er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen da? 42 Und sie reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; 43 und er nahm es und aß es vor ihren Augen.

 

Sie meinten vorab einen „Geist“ zu sehen bis Jesus ihnen seinen eigenen Körper zeigte, seine eigenen Wundmahle die verheilt waren! Wer behauptet, Jesus sei seinen Aposteln als „Geist“ erschienen, der einen Körper angenommen habe, der lügt offensichtlich! So wie der Apostel Johannes es in seinen drei Briefen zum Ende des Jahrhunderts erklärt, ist jeder ein „Antichrist“, der behauptet Jesus sei nicht im Fleische auferstanden! Sie alle wünschen nicht, dass Jesus im Fleische zurückkehrt, um über sie als Hoherpriesterkönig hier auf der Erde auf Davids Thron zu regieren! Ihnen kündet Jesus härteste Strafe an:

 

*** Rbi8  Lukas 19:27 ***

“... Im übrigen, diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich König über sie werde: Bringt sie her, und schlachtet sie vor mir.‘ “

 

Der Preis des Unglaubens und des nicht Hinhören wollen ist hoch!

 

Allerdings war Jesus in dieser Form der Auferstehung der Erste, „der Erstling“ und bleibt dies, bis zur Frühauferstehung der Apostel, die im „Rang“ unmittelbar hinter Jesus folgen! Auch ist er der Einzige der zum Himmel auffuhr, weil er zuvor von dorther gekommen war!

 

*** Rbi8  Epheser 4:9-10 ***

Was bedeutet nun der Ausdruck „[als] er auffuhr“ anderes, als daß er auch in die unteren Regionen, das heißt zur Erde, hinabfuhr? 10 Der, welcher hinabfuhr, ist auch der, welcher hoch über alle Himmel hinauffuhr, damit er allen Dingen Fülle gebe.

 

Die Himmel, über die Jesus hinauffuhr sind die „alten Himmel“ dieses Systems, sowohl Satans, wie die irdischen „Himmel“ der heute herrschenden! „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.“ (Mat 28:18 vergl. Off 5:11, 12)

 

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Jesus alleine ist in den Himmel aufgefahren, nachdem er auf der Erde sich im Fleische seinen Getreuen Jüngern gezeigt hatte! Einmal waren es über 500 Frauen und Männern denen er sich am Berg in Galiläa im Fleische auferstanden zeigte! (1.Kor 15:6) Er allein ist „der Erstling“ der Auferstandenen, all derer die auferstehen müssen, die mit ihm und seinem perfekten physischen Körper im Einklang sein werden, der bei der Auferstehung dieselbe Unsterblichkeit und Unverweslichkeit erhalten werden! Paulus bestätigt dies:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:20-24 ***

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind. 21 Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Jeder aber in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart. 24 Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Ewiges Leben aber erhalten und bewahren nur jene, welche im Einklang mit dem Christus sind und handeln! Alle übrigen haben eine Auferweckung zum Gericht! Der Rang in der Auferstehung zeigt sich nach der „Frühauferstehung“ der Apostel (Php 3:11) erst am Tag der „Erstauferstehung“, dreissig Tage nach Harmagedon [Bb; a1], dem Tag des Trompetenfestes, einem Neumond!

 

11.3.4.2     Der Kampf des Timotheus gegen den Abfall von unverfälschter Milch der Lehre: Die Sabbatheiligung

Möglicherweise tauchte im Zusammenhang mit dem heidnischen Kult der Artemis auch bereits in Ephesus die Sabbatfrage auf, respektive die Einführung des später so genannten „Herrentages“, dem Tag der Auferstehung Jesu, der auf den jüdischen „ersten Tag der Woche“, den heidnischen Sonntag fiel. Das Problem kam aber diesmal wahrscheinlich eher von Korinth her, wo ja schon zuvor regelmässige „Herrenmahle“ (1.Kor 11:20 Meister; Elberfelder, Menge) das wahre Abendmahl am 14.Nisan zu verdrängen begannen! Im Brief des Judas werden solche verführerischen Zusammenkünfte auch „Liebensmahl“ genannt. Irreführende Namen, um eine Abweichung im Gebot des Christus geschickt zuzudecken!

 

*** Rbi8  Judas 11-13 ***

Wehe ihnen, denn sie sind den Pfad Kains gegangen und haben sich für Lohn in den Lauf des Irrtums Bileams gestürzt und sind in der rebellischen Rede Korahs zugrunde gegangen! 12 Diese sind bei euren Liebesmahlen die Felsenriffe, die unter dem Wasser verborgen sind, während sie mit euch Festmahl halten, Hirten, die sich ohne Furcht selbst weiden; wasserlose Wolken, von Winden hierhin und dorthin getrieben; Bäume im Spätherbst, [doch] ohne Frucht, zweimal abgestorben, entwurzelt; 13 wilde Meereswogen, die ihre eigenen Ursachen der Schande ausschäumen; Sterne ohne festgesetzte Bahn, denen für immer die Schwärze der Finsternis aufbehalten ist.

 

Kein Zweifel, Judas spricht in seinem Brief nach dem Tod des Paulus von abgefallenen Vorstehern von Christenversammlungen, welche den geraden Weg verlassen hatten und dieselben Gesetzesverletzungen begingen, die schon Kain, Bileam und Korah begangen hatten!

 

image148Bis heute greifen Verteidiger der Sonntagsheiligung gegenüber dem göttlich verordneten Sabbat als Jehovas Tag der Heiligung die Worte des Lukas in Apostelgeschichte zu ihrer Verteidigung auf. Paulus hatte auf der Rückfahrt von der dritten Missionsreise in Milet (3M: 6) Halt gemacht und die Vorsteher von Ephesus (1) zu sich gebeten, und wo sie gemeinsam ein Abschiedsmahl einnahmen. Das war „am ersten Tag der Woche“, also am Sonntag Abend. Die Vorsteher waren am selben Sonntag von Ephesus her angekommen, weil sie ja am Sabbat nicht reisen durften! Das, was Paulus machte hatte nichts mit einer Messe oder dem Abendmahl oder jenen verfehlten „Liebesmahlen“ zu tun, von denen Judas negativ spricht! Das was Judas beklagt war eine deutliche Abweichung gegenüber dem Sabbatgebot und hatte dessen vollkommene Verletzung zur Folge, dass eine gefälschte Kopie des Abendmahls vom 14. Nisan zu anderen Terminen widerholt wurde! Jehovas Warnung im GESETZ wurde nicht beachtet, das Sabbatgebot in der einen und andern Form missachtet:

 

*** Rbi8  2. Mose 16:28-30 ***

Demzufolge sprach Jehova zu Moses: „Wie lange wollt ihr euch weigern, meine Gebote und meine Gesetze [[GESETZE]] zu halten? 29 Beachtet die Tatsache, daß Jehova euch den Sabbat gegeben hat. Darum gibt er euch am sechsten Tag das Brot für zwei Tage. Ein jeder bleibe an seiner eigenen Stelle. Niemand gehe am siebten Tag aus seinem Ort hinaus.“ 30 Und das Volk machte sich daran, den Sabbat am siebten Tag zu beobachten.

 

Lukas berichtet, dass sie beim Zusammentreffen in Troas (3M: 2) am Tag nach dem Sabbat, also am Sonntag Abend, unmittelbar vor der Abreise des Paulus mit dem Schiff nach Milet (3M: 6) eine gemeinsame Mahlzeit hatten und Paulus während der Mahlzeit eine Ansprache zu halten begann: Das war keine allgemeine Sabbatversammlung, sondern ein ausserplanmässiges Zusammenkommen mit den Vorstehern oder gar eine Versammlung zum Neumond! (Hes 45:16, 17)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 20:7 ***

Am ersten Tag der Woche, als wir zu einem Mahl versammelt waren, begann Paulus ihnen eine Ansprache zu halten, da er am nächsten Tag abreisen wollte; und er dehnte seine Rede bis Mitternacht aus.

 

Gemeinsame Mahlzeiten können auch ausserhalb des Sabbats die Gemeinschaft fördernDas hat aber nichts mit dem Abendmahl gemein und auch nichts mit der Sabbatversammlung! Ein „Mahl“ kann auch irgendeine gemeinsame Mahlzeit bezeichnen, die der Stärkung der christlichen Bande diente! Das hat nicht zwangsläufig mit dem „Herrenmahl“ oder „Abendmahl“ oder den von Judas bezeichneten „Liebesmahlen“ einen Zusammenhang, wie jene Kirchenführer dies so gerne behaupten, um ihre Sonntagsheiligung anscheinend ins rechte Licht zu rücken! Das Gebot am 14.Nisan das Abendmahl zu feiern und das Gebot sich am Sabbat regelmässig zu versammeln sind zwei unterschiedliche Dinge, die aber beide unter ein und dasselbe Sabbatgesetz fallen, das vierte Gebot!

 

Ebenso berichtet Lukas, was an jenem Abend nur etwa eine Woche zuvor in Troas (3M: 2) geschah, ebenso „am ersten Tag in der Woche“, als Eutychus verunglückte, als er am Fenster sitzend eingeschlafen und aus dem dritten Stock gefallen war und Paulus ihn erneut zum Leben erweckte (Apg 20:3, 7-9). Auch dort war es mit einem Abschiedsmahl verbunden. 

 

Paulus nutzte den letzten Tag vor seiner Abreise auch auf der nächsten Station seiner Reise, um die Vorsteher aus Ephesus (3M: 1) zu stärken, die nach Milet (3M: 6) gekommen waren, wo später wie Paulus prophetisch erklärte gewisse Vorsteher wie „Wölfe“ die Versammlung nicht verschonen würden! Die Behauptung solcher vom GESETZ Abtrünniger, Paulus habe auch dort am Sonntag eine Messe gehalten ist eine vollkommene Verdrehung solcher Tatsachen!

 

11.3.4.3     Sabbatheiligung oder Gottes geistigen Tempel zur Räuberhöhle machen?

Da man zudem am Sabbat in den Versammlungen keine Geldsammlungen durchführen soll empfahl Paulusam ersten Tag der Woche“ solle jeder bei sich Zuhause etwas vom Ersparten auf die Seite legen! Nicht die Versammlung machte die Sammlung, sondern jeder bereitete sich Wochen oder monatelang zuvor schon auf jenen Tag der Einsammlung vor!

 

*** Rbi8  1. Korinther 16:1-2 ***

Was nun die Sammlung betrifft, die für die Heiligen [bestimmt] ist: So, wie ich den Versammlungen von Galatien Weisung gegeben habe, tut auch ihr. 2 An jedem ersten Tag der Woche lege jeder von euch bei sich zu Hause etwas als Ersparnis beiseite, wie er Gedeihen haben mag, damit nicht dann, wenn ich angekommen bin, Sammlungen stattfinden.

 

Spendenkästen während der Kopngresse der Zeugen Jehovas verletzen das GebotPaulus machte keine Räuberhöhle aus den Versammlungen, sondern sagte wie es das GESETZ vorschrieb, dass Geldangelegenheiten während der Woche und ausserhalb der Sabbatversammlung sein müssen. Das muss natürlich Sekten wie Jehovas Zeugen aufschrecken, welche ihre Versammlungen sowohl am Sabbat wie auch am Sonntag oder Freitag halten, was jeder Versammlung zu wählen freigestellt ist. Die Kongresse finden stets am Wochenende statt. Der Hauptumtausch von Literatur gegen „Spenden“ findet somit innerhalb des geistigen Tempels statt, ohne Gottes Gebot zu berücksichtigen! 

 

*** Rbi8  Matthäus 21:12-14 ***

Und Jesus begab sich in den Tempel und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Geldwechsler und die Bänke der Taubenverkäufer um. 13 Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: ‚Mein Haus wird ein Haus des Gebets genannt werden‘, ihr aber macht es zu einer Räuberhöhle.“ 14 Auch kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte sie.

 

Von den Kollekten der Katholischen Kirche und den Protestanten darf dasselbe erwähnt werden. Im Tempel waren Spendenkästen aufgestellt und niemand wurde gezwungen dahinein zu spenden, so wie dies beim Herumreichen des Kollektentellers geschieht! Alle diese Religionen gemeinsam machen den geistigen Tempel zu einer Räuberhöhle! Gute Taten wie Jesus sie ausführte zu tun verletzt dagegen kein Sabbatgebot! Statt Wunderheilungen sollten Gläubige ihre Aufmerksamkeit der geistigen Heilung gelten, dass die Menschen sich der Folgen von Gesetzesverletzungen bewusst werden! Das machte Jesus vor!

 

*** Rbi8  Johannes 5:14 ***

Nach diesen Dingen fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.“

 

Gaben der Barmherzigkeiten sollen nicht ausposaunt werdenDas alles wurde von den Sektengründern schnell anders ausgelegt, so dass sie die Sammlungen und die Verteilung von Spenden unter ihre Kontrolle brachten, um ihren eigenen Besitz zu vergrössern! Das dient aber weit mehr der Befriedigung ihrer Habsucht als dem Ausgleich zwischen denen die wenig und denen die viel haben! Nachprüfungen haben seit langem ergeben, dass oft nur ein kleiner Prozentsatz von Spenden die Bedürftigen wirklich erreicht! Diese Wenigen werden dann publikumswirksam als die Regel hingestellt!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:2-4 ***

Du aber, wenn du Gaben der Barmherzigkeit spendest, so laß deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 4 damit deine Gaben der Barmherzigkeit im Verborgenen seien; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.

 

Mit dem aufkommenden Abfall ist somit auch die Verteidigung der götzendienerischen Verehrung des Sonntags durch „gewisse Leute“ innerhalb der damaligen Christengemeinschaften verbunden, so wie dieser Sonntagskult bei den Heiden längst schon üblich war. Paulus bezeichnet dies alles zusammen als „unwahre Geschichten“. Solches stellte natürlich ebenso „eine andere Lehre“ dar als die, welche Paulus selbst gebracht hatte und wie Jesus selbst auch stets vorgelebt hatte! Beide hielten die Sabbate und Festzeiten strikte ein! Weder Jesus noch Paulus führten jemals ein Messeritual ein! Das war heidnischer Brauch gemischt mit Fortführung des levitischen Bundes, der doch bei Jesu Tod geendet hatte. Die Verbindung zum Dienst am Tempel war nun fest an die täglichen Gebete die jeder für sich und in der Familie tut und an den Sabbat und die Hausgemeinschaft gebunden! Die Versammlung war nun der geistige Tempel!

 

11.3.4.4     Weder unwahre Lehren, noch unwahre Geschichten noch Geschlechtsregister

All diese andersartigen Bräuche gehen vielmehr in die Richtung der „eitlen Reden“ des Hymenäus, Alexander und Philetus, die sich nun durch abweichende Lehren sowohl von den Ebioniten wie den Paulikanern und den Juden zu unterscheiden versuchten! Durch diese Form der Angleichung an heidnische Lehren versuchten sie schnell mehr Anhänger zu gewinnen. Jede Veränderung der Lehre der Propheten aber musste zu Gottentfremdung führen! Timotheus musste gegen jene falschen Lehrer und ihre Lehren einschreiten.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:3-7 ***

So, wie ich dich ermuntert habe, in Ephesus zu bleiben, als ich im Begriff war, meines Weges nach Mazedonien zu gehen, so tue ich es jetzt, damit du gewissen Leuten gebietest, nicht eine andere Lehre zu lehren 4 noch unwahren Geschichten und Geschlechtsregistern Aufmerksamkeit zu schenken, die zu nichts führen, sondern eher Fragen zur Nachforschung hervorrufen, als etwas von Gott darzureichen, was mit Glauben in Verbindung ist. 5 Das Ziel dieses Auftrags ist tatsächlich Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 6 Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

image156Fragen zur Nachforschung“ gaben somit eine Abweichungen „vom geraden Weg“, indem aufgrund der Schriften und durch Verdrehen der biblischen Aussagen nun Bestätigung aus den Schriften für die abweichende eigene Lehre gesucht wurde. Das ging nur durch verändern des wahren Sinnes des Textes, und durch dessen Betrachtung ausserhalb des Kontextes! Paulus hat sich nie gegen Nachforschungen in den Schriften gewandt, um eine tiefere und genaue Erkenntnis der Zusammenhänge zu erlangen, um ein besserer Lehrer zu sein, der das „Wort des Lebens“ in richtiger Weise handhabt und das GESETZ gesetzmässig anzuwenden lernt!

 

*** Rbi8  Kolosser 3:10-11 ***

... kleidet euch mit der neuen [Persönlichkeit], die durch genaue Erkenntnis erneuert wird nach dem Bilde dessen, der sie geschaffen hat, 11 wo weder Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Ausländer, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen ist.

 

Das wäre natürlich das Gegenteil von denen, die nicht nach Wahrheit forschen, sondern ihre verdrehten Lehren zu bestätigen suchen, die mit gesetzlosem Handeln in Verbindung stehen! Das sind jene Personen, welche die „Dinge die schwer zu verstehen sind“ in den Aussagen des Paulus auf ihre Mühle hin zu verdrehen wussten, solchen „Ungelehrten und Unbefestigten“, wie sie Petrus in seinem 2.Brief den falschen Auslegern der Aussagen des Paulus deutlich herausstellt! Keine der Aussagen des Paulus darf somit Jesus und den Propheten widersprechen! Er selbst bestätigte, dass er „alles glaube, was im GESETZ dargelegt und den Propheten geschrieben steht“! (Apg 24:14, 15)

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:15-16 ***

Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Die Kunst der Theologie aber ist das Verdrehen der göttlichen Aussagen, so wie es die Kunst der Schriftgelehrten war und blieb, die gesetzmässige Anwendung des GESETZES zu ihrem eigenen Nutzen und zur Entschuldigung ihres gesetzlosen Handelns zu verdrehen! Das tun sie aber „zu ihrer eigenen Vernichtung“, wie Jesus dies schon Pharisäern und Schriftgelehrten angedroht hatte! Obwohl sie im GESETZ bewandert zu sein erscheinen und obwohl sie Gesetzeslehrer zu sein behaupten, so erweisen sie sich dennoch als „Unbefestigte“. Weil sie sich in Bezug auf die korrekte Anwendung der GESETZE offensichtlich als unbelehrbar erzeigen. Die hinter den Normen liegenden Prinzipien, die „vierte Dimension“ blieb ihnen verborgen. Sie können gar nicht auf Jesu Worte achten! Sie stehen in der Wahrheit nicht fest und sind Kinder ihres Vaters, des Satans (Mat Kap. 23; Joh 7:44)

 

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11.3.4.5     Wo Gesetzeslehrer zu Gesetzesbruch ermuntern und das GESETZ ungesetzmässig anwenden

Irgendeines der zehn Gebote zu verlassen bedeutete das gute Gewissen zu verletzen und den ursprünglich erlernten Glauben zu verleugnen, indem man sich von Gottes Ratschlag entfernt. Eindeutig ist aber, dass jene, die der Versammlung in Ephesus Kummer bereiteten, die behaupteten “Gesetzeslehrer“ zu sein aber offensichtlich zu Gesetzesbruch verführten!

 

Jene Männer suchten eine Vormachtstellung: „... begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen“. Wer die Lehren der Apologeten und der Kirchenväter genauer untersucht, die in späteren Jahrzehnten und Jahrhunderten zum Teil gar aus Ephesus und der Provinz Asien stammten, der kann ermessen, wie der Sauerteig falscher Lehren dort um sich zu greifen begann.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz [[GESETZ]] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt, und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger, 10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner, Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Gottes GESETZ ist vortrefflich, es weisst uns auf Sünde hin!Ganz offensichtlich wurde Gottes „vortreffliches GESETZ“ gegen Sünder erlassen, um Sünde erst mal aufzuzeigen! Ungesetzmässig angewendet, indem Gesetzesübertretung geduldet, gefördert und gar verteidigt wird, indem Dinge „die der gesunden Lehre entgegengesetzt sind“ akzeptiert werden: Dadurch erzeigten sich Vorsteher als „Wölfe“ innerhalb der Versammlung!

 

Paulus aber war betraut mit der Verkündigung guten Botschaft, dass ein Endgericht jede Form Verhalten beurteilen wird, um denen ewiges Leben zu geben die Gottes Normen auf ihr Herz geschrieben haben und Vernichtung all jenen, die dies zurückweisen. Das sollte erst im Zusammenhang mit dem Abschluss des Systems und der Auferstehung „am jüngsten Tag“ und während des Millenniums sein! Nicht wie Hymenäus und Philetus behaupteten, unmittelbar nach dem Tod und einer himmlischer Auferstehung und unmittelbares Gericht! Bis dahin mussten Vorsteher ihre Versammlungen vor Sündern und vor Abtrünnigen hüten!

 

Möglicherweise hat sich dieselbe Lehrströmung über himmlische Auferstehung durch Alexander, den Kupferschmied auch innerhalb der Juden verbreitet. Zumindest stimmt dies zeitlich und inhaltlich auch mit rabbinischer Theologie der Pharisäer überein, die seit der Zeit der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 u.Z. in grossen Teilen des Judentums dominierend wurden. Die Enzyklopädie Wikipedia sagt zum Thema „Auferstehung“ im Judentum:

 

Rabbinische Theologie

 

   Wie das Neue Testament zeigt, war die leibliche Auferstehung im palästinischen Judentum zur Zeit Jesu ein Streitthema. Die Pharisäer vertraten überwiegend die Auferstehung der gerechten Juden, manche auch die apokalyptische Erwartung einer Auferstehung aller Toten zum Endgericht als Beginn der universalen Gottesherrschaft. Die Sadduzäer dagegen, die die Jerusalemer Tempelpriester stellten, lehnten diesen Glauben strikt ab, da er in der Tora nicht vorkam.

   Auch in der Bevölkerung war er kein Allgemeingut, wie damalige Grabinschriften zeigen. Eine Aussage, die begrabene Person (griech. psyche) sei lebendig, ließ z.B. offen, ob damit ein neuer Leib oder ein seelisches Weiterleben gemeint war. Demnach waren Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod in der jüdischen Theologie zwischen 100 v. bis 100 n. Chr. weder einheitlich noch vorrangig gegenüber anderen Glaubensthemen.

Jüdische Gläubige zur Bar Mitzwa-Feier an der Westmauer. (mathin)   Nach der Zerstörung des Jerusalemer Tempels 70 n. Chr. gewannen die Pharisäer bzw. Rabbiner (Toralehrer)  die Führungsrolle im Judentum. Sie gaben dem Gemeinschaftsgebet im Synagogengottesdienst Vorrang gegenüber dem nicht mehr praktizierbaren Tempelopferkult. Das Achtzehnbittengebet fasst den damaligen Glaubenskonsens zur Auferstehung in der 2. Benediktion zusammen:

   „Du bist mächtig in Ewigkeit, Herr, belebst die Toten, du bist stark zum Helfen. Du ernährst die Lebenden mit Gnade, belebst die Toten in großem Erbarmen, stützest die Fallenden, heilst die Kranken, befreist die Gefesselten und hältst die Treue denen, die im Staube schlafen. Wer ist wie du, Herr der Allmacht, und wer gleichet dir, König, der du tötest und belebst und Heil aufsprießen läßt. Und treu bist du, die Toten wieder zu beleben. Gelobt seist du, Ewiger, der du die Toten wieder belebst!“

   Die Auferstehung wird hier aus der rettenden Allmacht, Gnade und Treue Gottes zu allem Leben abgeleitet. Ein Traktat der Mischnah erklärte sie daraufhin zum Dogma und schloss die, die nicht daran glauben, vom Heil aus (San 10,1b):

   Folgende haben keinen Anteil an der kommenden Welt: Wer da sagt, es gibt keine Auferstehung der Toten von der Tora aus...“

   Dabei blieb weiterhin umstritten, ob bereits die Tora die Auferstehung lehrt und welcher Art das neue Leben der Toten sein würde. Die meisten Rabbiner begrenzten die Auferstehung zum ewigen Leben auf von Gott als gerecht anerkannte Juden; einige lehrten, nur in Israel beerdigte Juden würden auferstehen. Seit dem 4. Jahrhundert wurde es dagegen üblich, die Diaspora-Toten mit etwas Erde aus Israel zu beerdigen; unterirdische Verbindungen würden ihre Rückkehr zur Auferstehung in Israel ermöglichen. Im Talmud werden allzu materielle Heilsbedingungen und Beschreibungen des künftigen Lebens abgewehrt (bBer 6 17a):

   In der kommenden Welt gibt es kein Essen und trinken, keine Fortpflanzung und keine Vermehrung... Die Gerechten sitzen vielmehr da, ihre Kronen auf den Köpfen, und genießen den Glanz der Herrlichkeit Gottes.

   Dazu wurden Bibelstellen wie Jes 64,3 EU auf die kommende Welt bezogen (bBer 34b): „Kein Auge hat es [Gottes Reich] gesehen außer Gott allein.“

 

Ganz offensichtlich kam es durch die Pharisäer zu einer Anpassung an christliche Lehren und eine weitere Vermischung mit griechischer Philosophie. Der Lehre des Paulus aber und „dem Weg“ als einer jüdischen Sekte wurde weiterhin widersprochen und Widerstand geleistet! Jesu Warnung vor sadduzäischem und pharisäischem Sauerteig innerhalb der Christenversammlung blieb somit weiterhin aktuell!

 

11.3.4.6     Die Anweisung des Paulus Sünder öffentlich zurechtzuweisen

Da Gottes GESETZ bei all denen Nachachtung verschafft werden muss die das GESETZ übertreten, daher ordnet Paulus an, dass Sünder öffentlich zurechtzuweisen sind, um dadurch das Kopieren falschen Verhaltens und das Abweichen vom geraden Weg der Lehre zu verhindern! So sah es bereits das GESETZ Mose vor und so hatte es auch Christus angeordnet! (5.Mo 13:6-11; Spr 28:23; Mat 18:15-17)

 

*** Rbi8  1. Timotheus 5:20-21 ***

Weise Personen, die Sünde treiben, vor den Augen aller zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben. 21 Ich gebiete dir feierlich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, diese Dinge ohne Vorurteil zu bewahren und nichts nach einer Neigung zu Voreingenommenheit zu tun.

 

Vorurteilsfrei beurteilen lässt sich jeder Fall von Gesetzesübertretung nur unter strenger Beachtung von Gottes GESETZ, um wirkliche und nicht bloss angebliche Sünde aufzudecken! Nur dort wird uns mitgeteilt, was das Strafmass für ein bestimmtes Vergehen ist und wie ein Fall beurteilt werden muss, um nicht Parteilichkeit zu zeigen.