Newsletter „DER WEG“ 7/02-5   Februar 2007

Neubearbeitung: 11.9.08 / 3.3.17

 

 

SONDERBEITRAG:  7.2.5  Gottes Sabbatjahr beachten!

 

5.Teil:  In Gottes Jubeljahr zum Erbbesitz zurückkehren und Erbe erhalten

 

   Im 4. Teil wurde im Januar 2007 im Artikel 7.1.5  Die Bewährten zeigen ihre Treue zum ganzen GESETZ, dass eine deutliche Trennlinie zwischen jenen besteht, welche Gottes Sabbatordnung beachten und jene, die Gott darin kein Gehör geben. Während aller Jahrhunderte gab es Gruppierungen die selbst die gössten Anfeindungen durch Religion und Politik überstanden und am Sabbat weiterhin festhielten, so wie die Apostel und ersten Christen! Auch heute gibt es Sabbatisten auf der ganzen Erde, einige unter ihnen, die zudem auch die übrigen Gebote beachten! Wir betrachteten, wer das Recht hat über den Glauben anderer ein verbindliches Urteil abzugeben und wer sich dieses Recht bloss anmasste!

 

   Die „so genannte Erkenntnis“, die in Wirklichkeit gar keine Erkenntnis des Willens Gottes darstellt, sie kann nur durch exakte Kenntnis von Gottes ganzem Wort und Gebot bekämpft werden! Das ist mit Anstrengung verbunden, welche die meisten Menschen scheuen oder schlichtweg weder Zeit noch Energie dazu besitzen.

 

Gnopsis. Universal Phylosophy   Bis heute hält sich gnostisches (von gr.: gnosis, „erkennen“) Gedankengut in vielen christlichen Kreisen, „Erkenntnis“, nur deren Eingeweihten bekannt ist. Jesus aber brachte keine Geheimlehre, sondern verkündete seine gute Botschaft all denen, die bereit waren zu hören! Wer genauere Erkenntnis erlangen wollte musste sich mit seinen Worten näher auseinandersetzen! So entstand guter und schlechter Same, die beide bis zur Endzeit gemeinsam wachsen würden. Jesus erklärte in einem Gleichnis: ‚Herr, hast du nicht vortrefflichen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es denn Unkraut?‘ Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch, hat das getan.‘ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen?‘ Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen, dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘  (Mat 13:27-30)

 

   Einige christliche Gruppen, die wir in ihrer Geschichte und gegenseitigen möglichen Beeinflussung betrachteten waren die Paulikianer, die Bogomilen, die Katharer und Waldenser. Sie alle waren in grossen Teilen Verfechter des Sabbats! Zumindest innerhalb von jenen Abgesonderten gab es Gruppen, die sich weiterhin auch an das Sabbat- und Jubeljahr Gottes festhielten. Jene, die erkannt hatten, dass Jesu Worte weiterhin gelten:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-19 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

 

   Viele dieser christlichen Gruppen hatten erkannt, dass Gottes kommendes Königreich mit exakt denselben Geboten Wirklichkeit wird, die schon zuvor für Israel und dann für die ersten Anhänger Jesu Geltung hatten!

 

   In diesem 5.Teil nun geht es die Auswirkungen zu sehen, welche Gottes Gebot im Hinblick auf das Sabbat- und Jubeljahr mit sich bringen, voran generell, dann spezifisch im Hinblick auf die Aufrichtung von Gottes Königreich hier auf der Erde. Um das zu klären gilt es vorab zu sehen, wer den wirklich in Treue während all der Jahrhunderte zu Jesu Lehren und den Anweisungen der Apostel gestanden ist!

 

Mit ausharren laufen    Nur wer in Treue bis zum Ende ausharrt, der soll zum Erben dieser Dinge werden! Voran sind es die Katholische- und die Orthodoxe Kirche die beanspruchen für ihre Angehörigen Erben zu sein, gefolgt von Protestanten und Evangelikalen! Allerdings reden sie von einem Erbe im Himmel, wo die Schrift zweifelsfrei irdisches Erbe in Aussicht stellt! Ein Blick auf den „falschen Samen“, das „Unkraut“ das durch des Teufels Helfer unter den „vortrefflichen Samen“ gestreut wurde, klärt jedoch schnell, dass solch „himmlische Hoffnung“ bestimmt nicht der Wahrheit entsprechen kann! Der Untersuch anhand der göttlichen GESETZE, wer sie wirklich hält und wer sie verlassen hat lässt von protestantischer und evangelistischer Seite her kein besseres Bild aufkommen! Alle sind abgewichen und haben ihre eigenen usurpierten Königreiche errichtet, ohne Gottes Zeitplan, sein GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen zu beachten! Jeremias Worte haben sie vergessen, obwohl sie direkt auf sie anwendbar sind!

 

*** Rbi8  Jeremia 6:13-15 ***

Denn von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten macht jeder ungerechten Gewinn für sich; und vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch. 14 Und sie versuchen den Zusammenbruch meines Volkes leichthin zu heilen, indem [sie] sprechen: ‚Da ist Frieden! Da ist Frieden!‘, wenn kein Frieden da ist. 15 Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste schämen sie sich ganz bestimmt nicht; und zum andern haben sie nicht einmal kennengelernt, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen. Darum werden sie unter den Fallenden fallen; zu der Zeit, da ich Abrechnung mit ihnen halten muß, werden sie straucheln“, hat Jehova gesprochen.

 

    Die ersten zwei Hauptgruppierungen der Christen, die nun nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u.Z. ausserhalb Israels den Auftrag Jünger zu machen erfüllten waren die „Ebioniten“, jene Gruppe aus Beschnittenen Juden um die Apostel und die Jünger Jerusalems. Dann parallel dazu begannen etwas später die „Paulikaner“, unbeschnittene Christen aus den Nationen, die aufgrund des Jüngermachens und Verfolgung nun ebenso in weite Teile des römischen Imperiums zerstreut wurden. Beide waren in Lehre und Verhalten aufgrund derselben Lehren der Apostel und derselben Schriften fest aneinander gebunden. Die „Ebioniten“ neigten eher zum Predigen gegenüber den Juden in der Diaspora, die „Paulikaner“ suchten ständig neue Gebiete in und ausserhalb des Imperiums Roms, um die gute Botschaft zu verkünden. Beide mischten sich aber auch immer wieder untereinander! Beide Gruppen hatten den Befehl von Jesus bis zum Ende in Treue zu ihm und seinen Geboten auszuharren! Jesus hatte gewarnt, dass diese Art Treue Konsequenzen haben würde!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:22-23 ***

Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

   Die Bischöfe Roms und späteren Päpste beanspruchten das alleinige Lehrrecht für sich, um festzulegen, was „apostolisch“ sei und was nicht! Christen wurden dadurch schon bald zu Unmündigen erklärt, nicht berechtigt den eigenen Verstand anzustrengen und selbst Schlussfolgerungen aufgrund eines exakten Verständnisses zu ziehen! Durch die straffe Kirchenhierarchie der „allgemeinen“, der Katholischen Kirche wurden schon bald all jene unmittelbar durch Gewaltanwendung ausgemerzt, welche der Kirchenführung gegenüber eine andere Meinung vertraten. Das führte zwar zu einer einheitlichen Lehre, die Konsequenz aber war das vollkommene Verlassen dessen, was die Wahrheit des Christus war! Doktrin ersetzte Wahrheit und göttliches Recht! Die Mächtigen setzten fest, was in ihren Augen Recht bedeutet.

 

Was ist wahrheit?
 

   Die so genannten Kirchenväter und Apologeten erwiesen sich dabei im Rückblick in vielerlei Hinsicht als die Gründer von abweichenden Religionslehren, statt als wahre Verteidiger der apostolischen Lehre! Die Unterwanderung durch heidnisches Gedankengut wurde mit den politischen Interessen des kaiserlichen Roms an der Kontrolle der Kirche endgültig besiegelt: Staat und Kirche wuchsen zu einer unheiligen Einheit zusammen.

 

    Kleinere Gruppierungen, wie die später nach der Zerschlagung des Königreiches der Paulikianer (nicht der Paulikaner resp. Paulaner!), wie die Bogomilen versuchten mindestens zum Teil die Urlehren der Apostel zu verteidigen und lehnten sich gegen die Bilderverehrung und die Machtstrukturen der westlichen Päpste und der östlichen Patriarchen auf. Das auf- und ab dauerte oft Jahrhunderte!

 

Häresie im Mittelalter   Einige der erstarkenden christlichen Strömungen kopierten dann aber die jüdischen Khazaren und die Paulikianer und errichteten eigene politisch-religiöse Reiche, um selbst daran zu scheitern! Sie bildeten eine Einheit Religion und Politik unter erneuter Gewaltanwendung gegenüber jenen, die in den eigenen Reihen einen anderen Glauben vertraten. Aus ihnen hervor gingen viele weitere Gruppen wie die Katharer, die Waldenser, die Hussiten, die jede auf ihre etwas andere Art den Kampf zur Erhaltung der Urlehre fortsetzten und durch die jeweils mächtige Amtskirchen als „Häretiker“ verfolgt und schlussendlich als Gebilde aufgerieben wurden! Der Protestantismus schluckte viele dieser Bewegungen, erlag aber selbst wiederum dem Versuch sich in Lehre und Moral der Mehrheit anzupassen und eigene Hierarchiestrukturen zu errichten! Ganz offensichtlich kann der Mensch nicht zum Nutzen des Menschen herrschen, wenn er nicht unter Gottes Aufsicht und Gericht steht!

 

*** Rbi8  Jesaja 26:7-10 ***

Der Pfad des Gerechten ist Geradheit. Da du gerade bist, wirst du ja die Bahn eines Gerechten ebnen. 8 Ja, für den Pfad deiner Gerichte, o Jehova, haben wir auf dich gehofft. Nach deinem Namen und nach deinem Gedenk[namen] ist das Begehren der Seele gewesen. 9 Mit meiner Seele habe ich dich in der Nacht begehrt; ja mit meinem Geist in mir suche ich dich unablässig; denn wenn es für die Erde Gerichte von dir gibt, werden die Bewohner des ertragfähigen Landes bestimmt Gerechtigkeit lernen. 10 Auch wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.

 

   Bis in unsere Zeit versuchten immer wieder dem Wort getreue Männer zur Wahrheit und Gerechtigkeit biblischer Lehre zurückzukehren und predigten die kommende Aufrichtung von Gottes Königreich und Jesu Wiederkehr zu den Seinen! Gottes angesagtes Gericht am bestehenden System war für all jene Männer ein wichtiger Anhaltspunkt dessen, danach zu suchen, was Gott wünscht und was er verabscheut und das Gute selbst zu wirken! Alle nach Wahrheit und Recht forschenden Personen wurden beständig vom System grossem Druck ausgesetzt. Sie konnten und durften nicht schweigen, weil ihr Gewissen in ihnen schrie und sie gerieten mit den Mächtigen dadurch in Konflikt, wenn sie deren Heuchelei und Lügengewebe aufzudecken begannen. Der Prophet Hosea sagt, was Jehovas Gedanken zur katholischen Mutter als Rechtsnachfolgerin der Juden und deren protestantische Töchter kommen wird!

 

Er hat die schuld für gesetzesübertretung für uns bezahlt ...*** Rbi8  Hosea 4:4-6 ***

Möge jedoch kein Mann streiten, noch möge ein Mann zurechtweisen, da dein Volk denen gleich ist, die gegen einen Priester streiten. 5 Und du wirst bestimmt bei Tag straucheln, und auch ein Prophet soll mit dir straucheln wie bei Nacht. Und ich will deine Mutter zum Schweigen bringen. 6 Mein Volk wird gewiß zum Schweigen gebracht werden, weil keine Erkenntnis da ist. Weil du selbst sogar die Erkenntnis verworfen hast, werde ich auch dich verwerfen, so daß du mir nicht als Priester dienst; und [weil] du ständig das Gesetz [[(GESETZ)]] deines Gottes vergißt, werde ich deine Söhne vergessen, ja ich.

 

   Wer die Erkenntnis Gottes gegen „so genannte Erkenntnis“ menschlicher Philosophien vertauscht und dadurch Gottes GESETZ ständig vergisst, der wird auch von Gott vergessen werden am Tag seines Eingreifens! Seine hochtrabenden Titel werden ihn bestimmt nicht schützen!

 

   Die wahren Nachfolger der Apostel haben sich aber oft dem Druck nicht weiter gewachsen gesehen und begannen später wiederum Kompromisse zu schliessen und erneut die Lehren der Mehrheit zu kopieren! Drei Hauptbegriffe haben sich beim Untersuch immer wieder als Richtschnur erwiesen, ob eine Gruppe dem Urglauben der Apostel treu blieb, indem sie das GESETZ ins Zentrum stellten, so wie Jesus es vorgelebt hatte: Anbetung des einen Gottes Jehova = 1.-3.Gebot (Unitarier), das Einhalten des Sabbats = 4.Gebot (Sabbatisten) und das Festhalten an Gottes Neumonde und Festzeiten = Sabbatordnung, insbesondere des 14.Nisan für das Passah (Quartodezimaner). Alle welche die Wahrheit wiederum aufgrund eigener Nachforschung erkannten mussten vorsichtig sein, um nicht erneut in eine der vielfältigen Schlingen und Anschläge Satans zu fallen. Diese Anschläge kommen von seinen Helfershelfern dieses Systems, dessen Gott ja laut Jesu eigenen Worten der Teufel ist (1.Kor 2:6-10; Joh 8:44). Paulus bestätigt im 2.Brief an die Korinther:

 

*** Rbi8  2. Korinther 2:10-11 ***

Wenn ihr jemandem etwas verzeiht, so tue auch ich es. In der Tat, was ich meinerseits verziehen habe, wenn ich etwas verziehen habe, ist um euretwillen vor dem Angesicht Christi geschehen, 11 damit wir nicht vom Satan überlistet werden, denn seine Anschläge sind uns nicht unbekannt.

 

   Ohne die Anschläge Satans etwas genauer zu kennen war es sehr schwer zwischen falscher Lehre und Treue zu Gottes Wort zu unterscheiden! Genaue Erkenntnis, was Wahrheit und was religiöse Lüge ist hilft unsere Augen weit zu öffnen und frei zu werden von Aberglauben. Alle Religionen behaupten Gott zu repräsentieren und ihre Vertreter behaupten von Jesus oder vom „heiligen Geist“ in ihre Ämter eingesetzt zu sein! Aber erst wenn wir Gottes Anweisungen an die Menschen verstanden haben ist es möglich zu unterscheiden, wer die Bedingung erfüllt, um schlussendlich das Erbe der Erde anzutreten und während des Millenniums den Auferstandenen ihr eigenes Erbe zuzuteilen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

2.5............. In Gottes Jubeljahr zum Erbbesitz zurückkehren und das versprochene Erbe erhalten.. 1

2.5.1........... Bis zum Abschluss der Ente im Erntewerk ausharren, um Erbe zu erlangen. 1

2.5.1.1........ Das Erbe, das Jesu versprach, nicht aus den Augen verlieren! 1

2.5.1.2........ Die Ernte ist gross und der Herr der Ernte möge Arbeiter senden! 1

2.5.1.3........ Der „gute Same“ war und ist zu allen Zeiten an seinen Früchten zu erkennen! 1

2.5.1.4........ Die Paulikaner erobern als Sabbatisten für Christus grosse Teile Europas. 1

2.5.1.5........ Ab Mitte des zweiten Jahrhunderts tauchte die Streitfrage um den Termin des Abendmahls am 14.Nisan erstmals auf 1

2.5.1.6........ Jesu offene Warnung weder Personen noch Organisationen anzuhängen, bis das wahre Königreich kommt! 1

2.5.2........... Die Wahrheit zu suchen und zu äussern wird bis heute oft als Ketzerei verpönt 1

2.5.2.1........ Aus den „Paulikanern“ entstehen um das siebte Jahrhundert die Paulikianer 1

2.5.2.2........ Ist es bis heute ein Verbrechen die biblisch fundierte  Wahrheit zu äussern?. 1

2.5.2.3........ Das Erkennen der Wahrheit befreit von falschen Häuptern. 1

2.5.2.4........ Die römische Kirchenhierarchie als Kopie des Kaisertum: Kein Ersatz für Jesu „Leib“! 1

2.5.2.5........ Die Paulikianer holten sich durch christlichen Fleiss und Gerechtigkeitssinn einen vortrefflichen Namen. 1

2.5.3........... Sind Kirchenväter und Apologeten wirklich eine sichere Grundlage apostolischer Lehre?. 1

2.5.3.1........ Kirchenväter und Väter der Katholischen Kirche als Grundlage des grossen Abfalls. 1

2.5.3.2........ Keine Kompromisse mit dem „wilden Tier“ 1

2.5.3.3........ Haben wir ganzherzige Liebe zu Jesus oder stellen wir die Kirche davor?. 1

2.5.3.4........ Das grosse Jubeljahr Jehovas bis zum Abschluss des Systems verkünden. 1

2.5.3.5........ Ein und dasselbe GESETZ für das fleischliche und geistige Israel! Deutliche Warnung vor „falschen Aposteln“! 1

2.5.4........... Der arianische Streit und das nicäisch-konstantinopolische Glaubensbekenntnis. 1

2.5.4.1........ Kleine Schritte kennzeichnen den graduellen Abfall von der Wahrheit hin zu Irrtum und Lüge. 1

2.5.4.2........ Religionsfreiheit beschleunigt die Bildung von Religionen und zur Gewaltaufhäufung von Kirchenführern. 1

2.5.4.3........ Arius widerspricht Athanasius und dessen Form die Wahrheit philosophisch umzudeuten. 1

2.5.4.4........ Philosophischer Götterglaube an Triaden als Hintergrund der athanasischen Behauptungen. 1

2.5.4.5........ Unter Engel erniedrigt, an Gottes rechte Seite erhöht 1

2.5.4.6........ Überzeugung mittels Belehrung, als Kampfmittel gegen Ignoranz und Macht 1

2.5.4.7........ Die Wahrheit wird euch frei machen. 1

2.5.5........... Apologeten und Kirchenväter als die Urheber des fehlenden Bibelverständnisses. 1

2.5.5.1........ Reine Lehre der Bibel und menschliche Philosophie lassen sich nicht vermischen! 1

2.5.5.2........ Jesus unterordnete sich dem Vater und griff nicht voreilig nach der Macht 1

2.5.5.3........ Die Apologeten deuten gewisse Verständnislücken: Mehrheiten der Bischöfe erklären sie zur „alleinigen Wahrheit“ 1

2.5.5.4........ Kaiser und Bischöfe in ihrem Zweigespann unterdrücken die Wahrheit: Athanasius und sein Glaubensbekenntnis als Sieger am Konzil von Nicäa. 1

2.5.5.5........ Hält das athanasische Glaubensbekenntnis von Nicäa einer einfachen Prüfung stand?. 1

2.5.5.6........ Jesus ist zweifelsfrei eine Erschaffung Gottes und dem Vater in Ewigkeit weiterhin untertan. 1

2.5.6........... Worin unterscheiden sich legitime und illegitime Söhne des himmlischen Vaters?. 1

2.5.6.1........ Die legitimen Söhne Gottes werden vom Vater wegen ihrer Fehler gezüchtigt, um später von ihm erhöht und geehrt zu werden  1

2.5.6.2........ Wenn blinde Leiter sich weigern Wahrheit zu erkennen. 1

2.5.6.3........ Männer mit gefestigtem Charakter haben sich bis heute für Gottes Wahrheit stark gemacht 1

2.5.6.4........ Ein Streit der durch alle Bevölkerungsschichten das Reich spaltete. 1

2.5.6.5........ Die Aufteilung des Reiches unter Konstantins Söhne verschärfte die Spaltung zwischen Arianern und Athanasianern  1

2.5.6.6........ Arius und Athanasius jeweils von der Gegenpartei mit dem Kirchenbann belegt 1

2.5.6.7........ Die dritte Runde um die Dreieinigkeit: Der heilige Geist wird personifiziert 1

2.5.7........... Der arianische Streit flammt trotz und wegen aller Gewaltanwendung ständig wieder neu auf! 1

2.5.7.1........ Der arianische Streit dauert bis heute an und verstärkt sich zum Ende nochmals. 1

2.5.7.2........ Der arianische Streit führt im Mittelalter zum Schisma innerhalb der Westkirche. 1

2.5.7.3........ Dreht sich die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde? Bruno Giordanos Ketzerei 1

2.5.8........... Freidenker wie Bruno Giordano ergründen die Dinge durch Verstand und Beobachtung und künden der Kirchenmacht kommendes Ende an. 1

2.5.8.1........ Das Universum und die Erde durch Gottes Wort mit Lebewesen bevölkert! 1

2.5.8.2........ Bruno Giordanos Sicht der Welt und des Universums sind mit Bibelaussagen durchaus im Einklang. 1

2.5.8.3........ Jene die eher der Schöpfung als dem Schöpfer Lobpreis darbringen. 1

2.5.8.4........ Die falschen Apostel und ihre veränderte gute Botschaft wurden durch Bruno Giordano hart angeprangert 1

2.5.8.5........ Bruno Giordanos 120 Thesen greifen Kirche und damalige Wissenschaft mit harten Worten an; die Gedanken von Jan Hus erhalten einen Verteidiger! 1

2.5.8.6........ Der Verrat an Bruno Giordano in Venedig und sein Tod auf dem Scheiterhaufen Roms. 1

2.5.9........... Übersicht der Hauptparteien in Religion und Politik im arianischen Streit 1

2.5.9.1........ Der arianische Streit und die Hauptparteien auf kirchlicher und politischer Seite. 1

2.5.9.2........ Überblick über die Konstantinische Dynastie, welche den arianischen Streit entscheidend beeinflusste. 1

2.5.9.3........ Das Erbe der Welt ist dem aufbewahrt, für den es bestimmt worden ist! 1


 

2.5                 In Gottes Jubeljahr zum Erbbesitz zurückkehren und das versprochene Erbe erhalten

 

 

2.5.1           Bis zum Abschluss der Ente im Erntewerk ausharren, um Erbe zu erlangen

 

2.5.1.1          Das Erbe, das Jesu versprach, nicht aus den Augen verlieren!

Der himmlische Vater hat seinen Sohn Jesus als den Haupterben des Königreiches der ganzen Erde eingesetzt. Dazu muss der Erblasser aber erst sterben! Jehova hatte Nebukadnezar eine Zeitspanne von „sieben Zeiten“ genannt, bis der letzte Herrscher auf dem Thron der Menschen weggetan würde und Jehova das Königreich dem gibt, den Er von Anfang an als Erben dazu bestimmt hatte. Nebukadnezar sollte am eigenen Leib während sieben Jahren erfahren, was Hochmut Gott gegenüber bedeutet! Daniel brauchte viel Mut dem Herrscher die Bedeutung von dessen Traum offenzulegen!

 

Nebukadnezar frisst wie Stiere 7 Jahre lang Gras *** Rbi8  Daniel 4:24-25 ***

… das ist die Deutung, o König, und die Verordnung des Höchsten ist das, was meinem Herrn, dem König, widerfahren soll. 25 Und man wird dich von den Menschen vertreiben, und bei den Tieren des Feldes wird schließlich deine Wohnung sein, und Pflanzen wird man auch dir zu essen geben so wie Stieren; und mit dem Tau der Himmel wirst du selbst benetzt werden, und sieben Zeiten werden über dir vergehen, bis du erkennst, daß der Höchste [der] Herrscher ist im Königreich der Menschheit und daß er es gibt, wem er will.

 

Die „sieben Zeiten der Nationen“, bis zum Zeitpunkt wo „… der Höchste [der] Herrscher ist im Königreich der Menschheit und daß er es gibt, wem er will“ sind nahezu abgelaufen! Die Übergabe oder das Erbe der Königreiche der Erde wird Jesus an dem von Jehova vorgesehenen Tag antreten! [Bb] Die Könige der Erde unter der Führung des „siebenköpfigen wilden Tieres“ (der UNO) und „der falsche Prophet“ (der Führer der Universalreligion nach Untergang „Babylons der Grossen“) versuchen dies in der Endschlacht von Harmagedon zu verhindern! (Off 19:19, 20)

 

Der letzte und gleichzeitig mächtigste Mann der Erde, der Führer des „Königreiches des Südens“ der „die Könige der Erde und ihre Heere“ nach Harmagedon hinführt, er wird schlussendlich „ohne Hand zerbrochen werden“. Der „Reiter auf dem weissen Pferd“ wird selbst mit ihm Abrechnung halten! (Off 19:19, 20)

 

*** Rbi8  Daniel 8:25 ***

Und in seinem Herzen wird er [[(der König des Südens)]] großtun, und während [eines Zustands der] Sorglosigkeit wird er viele ins Verderben bringen. Und gegen den Fürsten der Fürsten [[(Jesus, als designierter Erbe der Menschenherrschaft)]] wird er aufstehen, aber ohne Hand [[(durch die Engelheere des „Reiters auf dem weissen Pferd“)]] wird er zerbrochen werden.

 

Jesus schildert die Situation an Hand eines Gleichnisses und zeigt, dass „der Erbe“ sein Eigentum auch gegen den Willen der „Pächter“ antreten wird, die dies bis zum Ende zu verhindern suchen. Der „Besitzer des Weingartens“, Jehova selbst wird dies selbst veranlassen!

 

Jesus erklärte diesen Zusammenhang betreffend der jüdischen Hierarchie seiner Tage, die ihn ablehnte und schlussendlich tötete wie folgt:

 

Ein Mensch pflanzte einen Weingarten ... *** Rbi8  Markus 12:1-11 ***

Er fing auch an, in Gleichnissen zu ihnen zu reden: „Ein Mensch pflanzte einen Weingarten und umgab ihn mit einem Zaun und grub eine Kufe für die Weinkelter und errichtete einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. 2 Dann sandte er zur gegebenen Zeit einen Sklaven zu den Weingärtnern, damit er etwas von den Früchten des Weingartens von den Weingärtnern erhalte. 3 Sie aber nahmen ihn, prügelten ihn und sandten ihn leer fort. 4 Und wieder sandte er einen anderen Sklaven zu ihnen; und diesen schlugen sie auf den Kopf und entehrten ihn. 5 Und er sandte einen weiteren hin, und diesen töteten sie, und viele andere, einige von ihnen prügelten sie, und einige von ihnen töteten sie. 6 Noch einen hatte er, einen geliebten Sohn. Er sandte ihn zuletzt zu ihnen, indem er sprach: ‚Sie werden vor meinem Sohn Respekt haben.‘ 7 Aber jene Weingärtner sagten unter sich: ‚Dieser ist der Erbe. Kommt, laßt uns ihn töten, und das Erbe wird unser sein.‘ 8 Da nahmen sie ihn und töteten ihn und warfen ihn aus dem Weingarten hinaus. 9 Was wird der Eigentümer des Weingartens tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und wird den Weingarten anderen geben. 10 Habt ihr nie dieses Schriftwort gelesen: ‚Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Haupteckstein geworden. 11 Von Jehova aus ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen.‘?“

 

Der Erbe ist Jesus, Gottes eigener Sohn und der Weinberg war das jüdische Staatswesen. Seine Führer wünschten nicht, dass Jesus über sie herrschen möge. Sie töteten ihn aber Jehova weckte ihn auf und erhöhte ihn „über alle Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ (Mat 28:18). Er wird ihn nun als den „Eckstein“, als endgültiges „Haupt der Ecke“ der Grundlage des neuen, bald fertiggestellten geistigen Tempels setzen, der von Jehova vorherbestimmten „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, den neuen „Weingärtnern“, die dem Vater zur vorgegebenen Zeit dessen Anteil abliefern: Wenn Er Seinen Sohn „wiederum in die bewohnte Erde einführt“, zusammen mit all seinen Engeln (Heb 1:6).

 

Jesus wird aber nicht allein Erbe des Königreiches der Menschen sein, sondern das Erbe mit vielen teilen, vorab mit den Aposteln, dann den 144.000 Priesterkönigen, welche Städte als Königreiche der Erde erhalten werden! Diese Dinge wurden uns durch den heiligen Geist der Schrift bestätigt, inspirierte Worte zu unserer Unterweisung! Paulus schrieb den Römern:

 

*** Rbi8  Römer 8:16-17 ***

Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. 17 Wenn wir also Kinder sind, sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes, doch Miterben mit Christus, vorausgesetzt, daß wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

 

Um mit Jesus zusammen Miterbe zu sein ist es auch für uns, aus den Nationen notwendig mit ihm zu leiden! Dadurch werden wir zu Metall, das wie durch Feuer geläutert wurde. Wenn Jesus vom Vater verherrlicht wurde, so wird er auch uns verherrlichen, dann, wenn Jesus dem Vater das gereinigte, aufgerichtete Königreich übergibt. Paulus hatte die Aufgabe viele dieser Dinge zu erklären (1.Kor 15:20-28).

 

In Gemeinschaft mit jesu Miterbe zu werden *** Rbi8  Epheser 3:5-7 ***

In anderen Generationen wurde dieses [Geheimnis] den Söhnen der Menschen nicht so bekanntgemacht, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch [den] Geist geoffenbart worden ist, 6 nämlich daß Leute von den Nationen Miterben sein sollten und Miteinverleibte sowie Mitgenossen der Verheißung mit uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus durch die gute Botschaft. 7 Ich bin ein Diener derselben geworden gemäß der freien Gabe der unverdienten Güte Gottes, die mir nach der Weise gegeben wurde, wie seine Kraft wirksam ist.

 

Paulus war der Apostel, der uns, die wir von den „Unbeschnittenen der Nationen“ sind, am meisten Einzelheiten über jenes Erbe mitgeteilt hat. Er forderte Christen schon damals immer wieder auf fest in der Wahrheit und Gottes Gerechtigkeit verankert zu bleiben! Er musste Menschen der Nationen davon überzeugen, dass auch sie zu Miterben, zu „Miteinverleibten und Mitgenossen der Verheissung“ geladen seien, um in Gemeinschaft mit Christus das Erbe bei der Fertigstellung des Königreiches anzutreten! Dazu mussten sie ihren eigenen Beitrag leisten, indem sie die gute Botschaft weit und breit verkündeten und selbst neue Anwärter für das Königreich warben, belehrten, tauften und anführten! Sie durften sich nicht durch falsche, usurpierte, so genannte „Königreiche Gottes“ verführen lassen!

 

Jesus selbst griff nicht nach der „Krone“, sondern unterordnete sich Gott und seinem Zeitplan! Abraham hatte schon diesen Glauben gezeigt und darum Gottes Verheissung empfangen. Paulus bezeichnet ihn im Brief an die Hebräer zusammen mit Isaak und Jakob, dem Vater der zwölf Stämme Israels als „Miterben der Verheissung“ zusammen mit denen, „die denselben Glauben wie Abraham“ zeigen würden!

 

*** Rbi8  Hebräer 11:9-10 ***

Durch Glauben weilte er als Fremdling im Land der Verheißung wie in einem fremden Land und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. 10 Denn er wartete auf die Stadt [[(Organisation; Herrschaft; die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“)]], die wahre Grundlagen hat, deren Bildner und Erbauer Gott ist.

 

Das "Jerusalem droben" kommt vom Himmel herabDie Stadt, die wahre Grundlagen hat ist das „Jerusalem droben, unsere Mutter“, das erst nach dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ [Bb-Bb3], wo die 144.000 ihr Priesterkönigtum erhalten vom Himmel zur Erde herabkommt! Das ist der Tag, an dem Jesus zusammen mit den „neuen Himmeln“, seinen Aposteln und den auserwählten und eingeweihten Priesterkönigen auf dem Berg Zion steht und mit der himmlischen „Braut“, den Engelführern zusammen mit Jehova ihr Verlöbnis einzugehen. Es ist jener Tag, von dem ab wiederum von Jerusalem her das GESETZ ausgehen wird, nun aber ein und dasselbe für alle Nationen! [Bb3] Das Chaos der Juristen dieser Zeit wird mit jenen selbst am Tag Harmagedons geendet haben. Der Prophet Sacharja kündet an, was am Tag des Trompetenfestes und davor in Harmagedon geschehen muss:

 

*** Rbi8  Sacharja 9:9-10 ***

Frohlocke sehr, o Tochter Zion. Jauchze im Triumph, o Tochter Jerusalem. Siehe! Dein König selbst kommt zu dir. Er ist gerecht, ja gerettet, demütig und auf einem Esel reitend, ja auf einem ausgewachsenen Tier, dem Sohn einer Eselin. 10 Und ich werde gewiß [den] Kriegswagen aus Ephraim wegtilgen und [das] Roß aus Jerusalem. Und der Kriegsbogen soll weggetilgt werden. Und er wird tatsächlich Frieden reden zu den Nationen; und seine Herrschaft wird von Meer zu Meer sein und vom STROM bis an die Enden der Erde.

 

Der Beginn der Aufrichtung Friedensherrschaft von Gottes Königreich über Israel ist nun herbeigekommen! [B1>] Die Zeichen die Jesus beschrieb haben sich bis zu seiner Beendigung [B2g] Vervollkommnung [BbB; a] und der Übergabe des „Königreiches der (neuen) Himmel“ [Bb3; e1] an den Vater (1.Kor 15:24) alle an der vorgegebenen Stelle auf dem prophetischen Zeitraster erfüllt! Die Aufrichtung ist gemäss dem göttlichen Zeitplan bald beendet! Die Hoffnung, die Jesus den Aposteln vermittelte, gaben jene an die Verwalter der Christenversammlungen weiter und jene zu ihren Gliedern, die alle gemeinsam hart daran arbeiteten ihren Anteil an der Ernte der Erde einzubringen! Nun ist es an Jesus die beiden Herden der Auserwählten aus dem fleischlichen Israel der „Ebioniten“ und die Unbeschnittenen der Nationen der „Paulikaner“ in dieselbe eine Hürde unter dem „einem Hirten“ einzubringen! Diese „Hürde“ ist das „Israel Gottes“, die „neuen Himmel“, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“!

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde" sind?
 

2.5.1.2          Die Ernte ist gross und der Herr der Ernte möge Arbeiter senden!

Die wahren Christenversammlungen waren und blieben seit den Tagen Jesu ohne straffe Hierarchie. Sie brauchten diese nicht, weil sich jeder Christ selbst GESETZ ist und die Versammlungsvorsteher die ihnen von den Aposteln übertragene Autorität schriftgemäss anwendeten! Jesus selbst hat jeden Vorsteher wie einen Stern in seiner rechten Hand! Ihre Liebe zum Nächsten lässt sie das tun, was gut und notwendig ist. Ihre gegenseitige Stärkung Vorsteher und Versammlung erhalten sie in der Sabbatversammlung, an den Neumondfesten und zu den göttlich verordneten Festzeiten, die sie untereinander und zu Gott verbinden! Paulus erklärt im Brief an die Hebräerchristen, darunter vielen Ältesten:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:23-25 ***

Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Christen aller zeiten konnten in die Tiefe der schrift forschen und andere belehrenDie Verheissungen blieben fester Bestandteil ihres Glaubens! Christen aller Zeiten erkannten, dass Gott seinen Plan gemäss den Worten der Propheten erfüllen wird! Stets war ihr wahrer Führer Jesus, der für sie zwar unsichtbar und doch durch seinen Geist die ganze Zeit über anwesend war. Stets hatten sie Jesu Worte im Sinn und erwarteten den Abschluss des Systems [B3] und Jesu Wiederkehr in Königreichsmacht! [Bb] Ihre Rufe und ihr Flehen zu Gott blieben nicht ungehört, auch ohne sichtbare Hilfen bei der Anbetung, ohne Kirchen, Bilder, Heiligenstatuen und Kreuze oder Vereinigung innerhalb einer der vielen Religionen! Jesu Worte waren ihnen vollkommen verständlich, die an jeden Einzelnen und nicht an eine Religionsorganisation gerichtet sind:

 

*** Rbi8  Matthäus 28:19-20 ***

Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Diese wahren Christen aller Jahrhunderte lehrten dieselben GESETZE die Jesus seinen Jüngern zu halten einprägte und zeigten ihnen dieselbe Liebe, welche die Apostel und Jünger Jesu gezeigt hatten. Sie wussten, dass das System zur Gesetzlosigkeit hin wegdrängt und jene angekündeten „Wölfe“, welche die Christenversammlungen nach dem Tod der Apostel an sich rissen Abtrünnige von den Urlehren sind! Jesu Worte waren für sie genügend deutlich!

 

*** Rbi8  Lukas 13:23-30 ***

Nun sagte jemand zu ihm: „Herr, sind derer wenige, die gerettet werden?“ Er sprach zu ihnen: 24 Ringt danach, durch die enge Tür einzugehen, denn viele, sage ich euch, werden hineinzukommen suchen, werden es aber nicht vermögen, 25 wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Tür verschlossen hat und ihr anfangt, draußen zu stehen und an die Tür zu klopfen und zu sagen: ‚Herr, öffne uns.‘ Er wird euch aber als Antwort sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid.‘ 26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: ‚Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren breiten Straßen gelehrt.‘ 27 Er aber wird reden und zu euch sagen: ‚Ich weiß nicht, woher ihr seid. Geht weg von mir, all ihr Täter der Ungerechtigkeit!‘ [[(der Ungesetzlichkeit)]] 28 Dort wird [euer] Weinen und [euer] Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes seht, euch selbst aber hinausgeworfen. 29 Ferner werden Leute aus östlichen und westlichen Gegenden und von Norden und Süden kommen und werden zu Tisch liegen im Königreich Gottes. 30 Und siehe, es gibt Letzte, die Erste sein werden, und es gibt Erste, die Letzte sein werden.“

 

Jene breiten Strassen in denen gelehrt wird sind die Strassen der christlichen Religionen! Sie sind bequem zu gehen, verlangen wenig und gegen einem Obolus wird dir der Himmel versprochen! Jede Form der Sünde hat bei ihnen auf leichte Art Vergebung, aber die wahren Regeln werden sie bestimmt nicht lehren!

 

2.5.1.3          Der „gute Same“ war und ist zu allen Zeiten an seinen Früchten zu erkennen!

Ihre bekanntesten Gruppen sind seit den ersten Versammlungen in Kleinasien bis in unsere Zeit hin ununterbrochen zu erkennen gewesen, weil sie stets nach einer Zeit der Ruhe, wo sie sich erneuern konnten dann neuen Verfolgungen ausgesetzt waren! Da Satan keine wahre Erkenntnis Gottes duldet, lässt er alle verfolgen, die nach Erkenntnis der Wahrheit streben!

 

Jesus bezeichnet 70 Männer um vor ihm her in den Dörfern und städten zu predigenJesus sprach davon, dass diese Verfolgung bis zum Abschluss des Systems andauern würde und wir als „Freunde des Friedens“ Ausharren zeigen müssten, so wie er ausgeharrt hatte! Die Ernte würde erst beim Abschluss des Systems enden!

 

*** Rbi8  Lukas 10:1-7 ***

Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. 5 Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.

 

Jenes Haus, wo ein Prediger der guten Botschaft aufgenommen wurde bildete den späteren Kern, wo sich eine neue Versammlung bilden konnte. Da es keine Hierarchie, keine angestellten Priester, keine Kirchen und keine Administration zu unterhalten gab, wurden auch keine Zehnten erhoben, der doch Teil des beendeten „Bundes mit Levi“ bildete. Jesus hatte schon den Aposteln gesagt: „Kostenfrei habt ihr erhalten, kostenfrei gebt!“ Jene Art Christentum war nicht wie heutige Religionen, die ein reiner Gimpelfang und Geschäft sind!

 

Religion Gimpelfang und Geschäft?
 

Jene Wanderprediger waren somit keine Last für die Familien oder die Versammlung, die sie beherbergten, weil sie sich mit dem zufrieden gaben, was man ihnen bereitete! Sie lebten nach dem Beispiel des Apostel Paulus:

 

Die Religionen missbrauchen die Befugnis zum predigen: Lohnhirten, vereint im WCRL*** Rbi8  1. Korinther 9:18 ***

Worin besteht denn mein Lohn? [Darin,] daß ich, während ich die gute Botschaft verkündige, die gute Botschaft unentgeltlich darbiete, damit ich meine Befugnis in bezug auf die gute Botschaft nicht mißbrauche.

 

Die Unterstützung seitens der Versammlungen musste derselben Liebe entspringen, die Paulus gegenüber jenen Versammlungen schon davor gezeigt hatte! Gewisse Versammlungen taten mehr, als ihnen zugeordnet war und verdienten sein Lob, weil sie seiner harten Arbeit gedachten, andere dagegen wie Korinth waren sich ihrer Liebespflicht gar nicht erst bewusst geworden, weil dort auch noch vielerlei andere Dinge im Argen lagen! Offensichtlich herrschte in Korinth ein ungesunder Materialismus!

 

Man vergleiche dieses Verhalten Jesu und dem des Paulus und der anderen Apostel mit dem heutigen Pomp von Bischöfen und Päpsten! Jene christlichen Wanderprediger und Ältesten der „Ebioniten“, der „Paulikaner“ (oder auch zu gewissen frühen Zeiten „Paulaner“) und später auch Teils der Paulikianer, Bogomilen, Katharer, Waldenser und Hussiten: Jene Wanderprediger belehrten sehr effizient vor allem das einfache, ungebildete Volk und sie benahmen sich wie „Lämmer“ gegenüber denen, die sie belehrten. Die habgierige Priesterschaft und der christliche Landadel erwiesen sich dagegen weit eher wie „reissende Wölfe“! Jene wahren Christen dagegen brachten wirklichen Frieden und Trost in jedes Haus, das sie aufnahm! Das Grundmuster, das Jesus hinterliess war über alle Jahrhunderte äusserst effektiv und für beide Seiten sehr auferbauend und befriedigend!

 

2.5.1.4          Die Paulikaner erobern als Sabbatisten für Christus grosse Teile Europas

Gemäss gewissen Quellen entstanden die „Paulikaner“ erst zwischen dem 3. und 5.Jahrhundert. Da sich schon in dieser Aussage eine grosse Differenz von mindestens zweieinhalb Jahrhunderten zeigt, muss der wahre Ursprung der Bezeichnung als ungeklärt erachtet werden. Wir gehen bestimmt nicht falsch, wenn wir behaupten, dass der Paulus vom ersten Moment an eine starke Anhängerschaft unter den Christen aus den Nationen hatte, die sich nach seinem Tod als selbst tragende Bewegung „der Weg“ oder als „Paulikaner“ oder „Paulaner“ weiterentwickelte, so wie sie ihre Gegner verschrien und ihnen irgendwelche differierenden Etiketts umhängten! Das waren Übernamen, die sie sich nicht selbst gegeben hatten sondern von aussen zugeteilt sind! Sie hatten doch schriftlich, dass sie sich nicht nach einem Menschen nennen sollten, auch nicht nach Paulus, sondern vielmehr nach Christus! Auch sollten sie mit den Ebioniten, „den Armen“ eine vollkommene Einheit innerhalb der Versammlungen bilden!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:10-17 ***

Nun ermahne ich euch, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle übereinstimmend redet und daß keine Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt. 11 Denn mir ist über euch, meine Brüder, durch die [Hausgenossen] der Chloe enthüllt worden, daß Streitigkeiten unter euch bestehen. 12 Was ich meine, ist dies, daß jeder von euch sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, „Ich aber zu Apollos“, „Ich aber zu Kephas“, Ich aber zu Christus. 13 Der Christus besteht geteilt. Paulus wurde doch nicht etwa für euch an den Pfahl gebracht? Oder wurdet ihr im Namen des Paulus getauft? 14 Ich bin dankbar, daß ich niemand von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus, 15 so daß keiner sagen kann, daß ihr in meinem Namen getauft worden seid. 16 Ja, ich habe auch die Hausgenossen des Stephanas getauft. Im übrigen weiß ich nicht, ob ich sonst jemand getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht ausgesandt, zu taufen, sondern um die gute Botschaft zu verkündigen, nicht mit Redeweisheit, damit der Marterpfahl des Christus nicht nutzlos gemacht werde.

 

Der Apostel Paulus predigt in RomDer Gedankengang stamme von Jesus, von Moses und den Propheten her, Christen gehorchten ihnen wie dann den Aposteln, die ihrerseits zu den „Beschnittenen“ der „Ebioniten“ gehörten, demselben „edlen Wurzelstock“ des Olivenbaumes entstammten! Die „Beschneidung des Fleisches“ war von vollkommener Unwichtigkeit gegenüber der „Beschneidung des Geistes“, des Herzens beider Gruppen!

 

Sich Menschen oder menschlichen Organisationen zugehörig zu fühlen brachte schon damals nur Spaltungen! Unsere Unterscheidung hin zu „Ebioniten“ hat mit dem kommenden Erbanspruch auf das verheissene Gelobte Land zu tun, während „Paulikaner“ ihren Anspruch auf das „Erbe der Erde“ definieren, nicht aber um zwei getrennte Organisationen und Glaubensrichtungen zu bezeichnen!

 

Dass jene Gruppen in Asien und Griechenland getrennt und damit parallel zu jenen der „Ebioniten, „der Armen“ aus den Christen der Beschnittenen rund um Jerusalem hervorgingen, dies ist geographisch und geschichtlich leicht nachvollziehbar! Dass sie sich aber voneinander lossagten, um sich unabhängig voneinander zu entwickeln, solches war bestimmt nicht die Absicht des Paulus, viel eher die Absicht der „Feinde des Pfahls des Christus“! Das ist bis heute so geblieben! Beschnittene messianische Juden und Christen der Nationen sollten gemeinsam auf dem Weg ins Königreich gehen und nicht getrennte Wege suchen! Es ist ein Christus, ein Glaube, eine Hoffnung und eine Taufe! 

 

2.5.1.5          Ab Mitte des zweiten Jahrhunderts tauchte die Streitfrage um den Termin des Abendmahls am 14.Nisan erstmals auf

In den Tagen des Anicetus (Anciet), Bischof von Rom, als 11. In der Liste der Päpste erwähnt, (154-166) entstand die Diskussion um den jährlichen Termin für das Abendmahl, als Polykarp von Smyrna in Rom zu Besuch weilte. Ancietus erlaubte Polykarp weiterhin den 14.Nisan und den Sabbat zu ehren, während Rom am Osterfest gemäss der heidnischen Cäsaren jeweils an einem Sonntag festhielt. Damit umging der Bischof von Rom eine Auseinandersetzung mit der Verehrung des Sonnengottes am Sonntag! Der so genannte Osterfeststreit sollte aber noch jahrhundertelang andauern und bis heute Wirkung zeigen!

 

Das katholische KirchenjahrIn den Jahren 189 und 190 entstand ein Konflikt mit den Christengemeinden der „Paulikaner“ Kleinasiens und Bischof Viktor I. von Rom, der energisch die Latinisierung der Versammlungen betrieben hatte. Weil im Osten des Reiches immer noch das jüdische Passahfest am 14. Nisan, das Abendmahl gefeiert wurde, während sich ein Teil der übrigen Christen am Brauch Roms orientierte und den Sonntag statt des Sabbats und damit verbunden auch zum Osterfest am Sonntag gewechselt hatten. Es wurde der Osterfeststreit genannt, jene die nicht wechselten wurden verächtlich als Quartodezimaner verschrien. Irenäus von Lyon war Vermittler zwischen den beiden zerstrittenen Parteien.

 

Diese Entwicklung nach vorne, erst ins 3. bis 5. Jahrhundert zu verschieben entbehrt somit jeder Logik! Viele Mythen ranken sich darum, warum der Sonntag statt des Sabbats und Ostern statt des 14.Nisan von Vorteil sei, deren Erwähnung kaum zur Klärung beitragen! Dass die Feinde der „Ebioniten“ und der „Paulikaner“ sie je nach Ort, Zeitpunkt oder Führerpersönlichkeit nun die einen oder die anderen den Manichäern (gnostische Lehre des 3.Jh., aus Zoroastrismus, Buddhismus und christlicher Lehre) und Marcionisten (gnostische Lehre 2.Jh, dass der Gott des alten und neuen Testaments unterschiedlich sei) zugesellten.

 

Wirkliche standfeste Christen wie die wahren „Ebioniten“ und die wahren „Paulikaner“ wurden nun von ihren Feinden jeweils einer der zwei abtrünnigen Lehrern zugewiesen. Dies verwundert kaum, denn das Etikettieren, um andere in Verruf zu bringen ist viel leichter zu handhaben, als den Beweis anzutreten, dass jene nicht die Wahrheit verbreiteten. Die eigene falsche Lehre wird als offizielle „Wahrheit“ deklariert! Häresie und wahre Lehre erhielten durch die abtrünnigen christlichen Feinde somit oft dieselben Etiketten! Das hat bis heute nicht geändert!

 

2.5.1.6          Jesu offene Warnung weder Personen noch Organisationen anzuhängen, bis das wahre Königreich kommt!

Da Jesus der wahre Prophet Gottes war mussten seine Lehren mit den aussagen Mose und anderer späterer Propheten vollkommen im Einklang sein! Jene Menschen, die auf seine Worte wirklich achteten erkannten bald, dass Jehoschua (heb; gr. = Iesus) ein wahrer Prophet sein musste! Jene anderen aber, die der Organisation der Pharisäer, der Sadduzäer oder der Herodianer angehörten, diese glaubten eher ihrer geistlichen Führern, als Jesu Worten! Stets berufen sich solche Menschen auf das GESETZ und auf Mose. Ihr Verhalten aber zeigt, dass sie diese bestimmt nicht verstanden haben! Sie verfluchen jeden, der ihren eigenen Glauben nicht teilt!

 

Galiläa, wo Jesus gelepbt und gebpredigt hatte*** Rbi8  Johannes 7:47-52 ***

Darum gingen die Beamten [[(die Jesus gefangen nehmen sollten)]] zu den Oberpriestern und Pharisäern zurück, und die Letztgenannten sprachen zu ihnen: „Wie kommt es, daß ihr ihn nicht hergebracht habt? 46 Die Beamten erwiderten: Nie hat ein [anderer] Mensch auf diese Weise geredet.“ 47 Darauf antworteten die Pharisäer: „Ihr seid doch nicht etwa auch irregeführt worden? 48 Es glaubt doch niemand von den Vorstehern oder den Pharisäern an ihn? 49 Diese Volksmenge aber, die das GESETZ nicht kennt, verfluchte Leute sind sie.“ 50 Nikodemus, der zuvor zu ihm gekommen war und der einer von ihnen war, sagte zu ihnen: 51 „Unser Gesetz [[GESETZ]] richtet [doch] einen Menschen nicht, es habe ihn denn zuvor gehört und habe erkannt, was er tut?“ 52 Sie gaben ihm zur Antwort: „Du bist doch nicht etwa auch aus Galiläa? Forsche nach und sieh, daß kein Prophet aus Galiläa erweckt wird.“

 

Sie täuschten sich, Jesaja hatte deutlich ein helles Licht von Galiläa her kommend vorhergesagt, der den Thron Davids erben würde und das Joch, das zur Arbeit antreibt zerbrechen wird! „Indes wird die Düsterheit nicht so sein wie [zu der Zeit], da das Land in Bedrängnis war, wie zu der früheren Zeit, als man das Land Sẹbulon und das Land Nạphtali mit Verachtung behandelte und als man [es] zur späteren Zeit zu Ehren bringen ließ — den Weg am Meer, in der Gegend des Jordan, Galilạ̈a der Nationen. Das Volk, das in der Finsternis wandelte, hat ein großes Licht gesehen. Was die im Land tiefen Schattens Wohnenden betrifft, Licht ist über ihnen aufgeleuchtet. Du hast die Nation volkreich gemacht; für sie hast du die Freude groß gemacht. Sie haben sich vor dir gefreut, wie man sich freut in der Erntezeit, wie die, welche frohlocken, wenn sie die Beute verteilen. Denn das Joch ihrer Last und den Stock auf ihren Schultern, den Stab dessen, der sie zur Arbeit antreibt, hast du zerschlagen wie am Tag Mịdians. Denn jeder Stiefel dessen, der dröhnend einherstampft, und der in Blut gewälzte Überwurf sind ja zur Verbrennung [dem] Feuer zur Speise geworden. Denn ein Kind ist uns geboren worden, ein Sohn ist uns gegeben worden; und die fürstliche Herrschaft wird auf seiner Schulter sein. Und sein Name wird genannt werden: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewigvater, Fürst des Friedens. Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, um es fest aufzurichten und es zu stützen durch Recht und durch Gerechtigkeit von nun an und bis auf unabsehbare Zeit. Ja der Eifer Jehovas der Heerscharen wird dieses tun.(Jes 9:1-7) Die volle Erfüllung steht noch aus, weil jene Pharisäer ihren eigen Messias nach den Vorgaben der Propheten töten würden!

 

Jesus seinerseits warnte später in der Offenbarung weiter vor Abspaltungen, um einer Persönlichkeit nachzufolgen, wie die Sekte des Nikolaus, der Anführer einer Abspaltung war, welche Johannes nun in Verbindung mit Menschen aus der Gruppe der „Paulikaner“ in der Offenbarung erwähnt!

 

Den Christen in Ephesus, einer Versammlungsgründung des Paulus musste Johannes innerhalb der sieben Sendschreiben erwähnen (Apg 18:18-20, 24-28):

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:5-7 ***

Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust. 6 Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. 7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘

 

Jesus hasst Sektarismus, unabhängig davon, ob die Sekte wenige Mitglieder hat oder sich Millionen darin drängeln! Auch in der Versammlung Pergamon gab es Anhänger jener Sekte, die offensichtlich eine veränderte gute Botschaft predigten, somit wie jene indirekt dem „Baal von Peor“ (der Gott Kamos) sich anhängten! Jene hingen nach Jesu Worten an der Lehre Bileams fest, der hinging, um Israel für Geld zu verfluchen und eine Ursache zum Straucheln lieferte, indem er riet die Midianiterinnen ins Lager Israels zu senden um dort sich zu prostituieren! Wer die „Ebioniten“ verfluchte, weil sie an der Beschneidung festhalten ist von dieser Art! Somit steht die Sekte der Nikolaiten zudem in Verbindung mit sexueller Freizügigkeit, weil Bileam riet Juda durch die midianitischen Frauen zur Unzucht zu verführen! (4.Mo 22:6; 31:16, 17; Off 2:14, 15)

 

Der Apostel Johannes und seine Sendschreiben an die sieben Versammlungen in Asien in der Offenbarung
 

Das Etikettieren war schon immer das Markenzeichen Satans gewesen. Er verklagte stets jene, die treu zu Jehova standen wie im Falle Hiobs! (Hi 1:6-12) Er war es der Tag und Nacht vor Gott jene verklagte, die ihm und seinem Samen widerstanden (Off 12:10). Aufgrund der Streitschriften gegen jene „Ketzer“ konnten wir oft weit mehr über die gerechten Glaubensansichten der Verklagten direkt und zwischen den Zeilen herauszulesen, wenn wir die verdrehten Anschuldigungen hörten, die eigene falsche Lehren verteidigten! Nur ein wirklicher Vergleich mit biblischer Lehre zeigt, ob eine Gruppe wirklich den Aposteln treu nachfolgt oder sie eben wirkliche Ketzer sind, weil sie davon Abweichendes lehren!

 

 

2.5.2           Die Wahrheit zu suchen und zu äussern wird bis heute oft als Ketzerei verpönt

 

2.5.2.1          Aus den „Paulikanern“ entstehen um das siebte Jahrhundert die Paulikianer

Wenn somit ein wirklicher Ketzer, wie es die grossen Religionen darstellen jene als „Abtrünnige“ bezeichnet, die ihnen hart widersprechen, dann lohnt es einen näheren Untersuch! Auf die „Paulikaner“ folgten die Paulikianer, dem Namen nach sehr eng verwandt aber doch mit gewissen Unterschieden behaftet. Immer wieder sammelten sich Urchristengemeinden die verfolgt und geächtet wurden zu grösseren Gruppierungen. Obwohl jene Paulikianer offensichtlich an den Lehren des Paulus weit eher festhielten als die romtreuen Christen, so zeigten sie sich doch auch zumindest später eine kriegerische Form, was der Lehre des Jesus und des Paulus entgegengesetzt war! Jesus gab auch hier das Vorbild und die Begründung!

 

(Matthäus 26:48-56)  Nun hatte ihnen sein Verräter ein Zeichen gegeben, indem er sprach: „Wen immer ich küsse, der ist es; nehmt ihn in Gewahrsam. 49 Und geradewegs auf Jesus zugehend, sagte er: „Guten Tag, Rabbi!“ und küßte ihn sehr zärtlich. 50 Jesus aber sprach zu ihm: „Freund, zu welchem Zweck bist du hier?Dann traten sie herzu und legten Hand an Jesus und nahmen ihn in Gewahrsam. 51 Doch siehe, einer von denen, die mit Jesus waren, streckte seine Hand aus und zog sein Schwert und schlug den Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. 52 Da sagte Jesus zu ihm: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. 53 Oder denkst du, ich könne nicht meinen Vater anrufen, daß er mir in diesem Augenblick mehr als zwölf Legiọnen Engel sende? 54 Wie aber würden in diesem Fall die Schriften erfüllt werden, daß es so geschehen muß?“ 55 In jener Stunde sagte Jesus zu den Volksmengen: „Seid ihr mit Schwertern und Knüppeln wie gegen einen Räuber ausgezogen, um mich festzunehmen? Tag für Tag pflegte ich im Tempel zu sitzen und zu lehren, und doch nahmt ihr mich nicht in Gewahrsam. 56 Aber all dies ist geschehen, damit die Schriftworte der Propheten erfüllt werden.“ Dann verließen ihn alle Jünger und flohen.

 

Wir leben in der „Zeit des Endes“ und die „grosse Drangsal“ wird wie es der Vater angekündigt hat über uns hereinfallen, „wie ein Dieb in der Nacht“. Wiederum werden die Meisten der so genannten Christen fliehen und sich im Verhalten der Mehrheit und den Herrschenden beugen. Die Regel die Jesus betreffend pazifistischen Verhalten erklärte galt zu allen Zeiten für alle Christen! 

 

In Armenien hielt sich der apostolisch begründete Glaube hartnäckiger wie in anderen Gebieten die Roms Einfluss eher erlagen. Wikipedia berichtet, was namenchristlichem Einfluss entstammt aber uns doch Hinweise der wahren Realität liefert:

 

Armenisch Apostolische Kirche  [1]

 

   Die Armenische Apostolische Kirche (armenisch Հայ Առաքելական Եկեղեցի, Transkription ostarmenisch: Haj Arakelakan Jekeghezi; offizielle Bezeichnung auch: armenisch Հայաստանյայց Առաքելական Սուրբ Եկեղեցի, Transkription ostarmenisch: Hajastanjajz Arakelakan Surb Jekeghezi, Heilige Apostolische Kirche der Armenier) ist eine altorientalische Kirche mit heute neun Millionen armenischen und türkischen Christen in zwei Katholikaten (Etschmiadsin, Sis), zwei Patriarchaten (Jerusalem, Konstantinopel) und rund 30 Diözesen, davon neun in Armenien.

 

Geschichte

Ermenien   Die Armenische Apostolische Kirche ist die älteste „eigenberechtigte“ (sui juris) Staatskirche der Welt und beansprucht apostolische Gründung. Der Überlieferung nach haben die Apostel Judas Thaddäus und Bartholomäus in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts in Armenien gepredigt, christliche Gemeinden gegründet und das Martyrium erlitten. Weil dem Armenischen Volk das Christentum von den Aposteln gebracht wurde, nennt sich die Armenische Kirche „apostolisch“. Der Name „Gregorianische Kirche“ leitet sich vom Schutzpatron des armenischen Volkes, Gregor dem Erleuchter, d. h. dem Täufer ab. Weil nach der Überlieferung im Jahr 301 – nach der historischen Forschung wahrscheinlich 314 – König Trdat III., der durch Gregor bekehrt worden war, das Christentum zur Staatsreligion erhob, ist Armenien der älteste christliche Staat der Welt. Den ersten Kirchenbau ließ Gregor der Legende nach in Aschtischaterrichten, die Gründung der ersten Kirche in Etschmiadsin wird ebenfalls auf Gregor zurückgeführt.

 

   Die Legende besagt, dass die Armenier Gregor den Löwen zum Fraß vorwerfen wollten, da dieser den christlichen Glauben predigte. Dass die ausgehungerten Löwen Gregor nicht fraßen, deuteten die Armenier als ein Zeichen Gottes und sie wurden zu Christen. Mesrop Maschtoz schuf das armenische Alphabet und übersetzte in dieser Schrift Teile der Bibel ins Armenische. Die Lehre des (Reichs-) Konzils von Chalcedon 451, an dem kein Bischof aus Armenien teilgenommen hatte, wurde von der Synode der Armenischen Apostolischen Kirche 506 abgelehnt. Aus diesem Grunde wird die Armenische Apostolische Kirche zusammen mit der koptischen, äthiopischen, eritreischen, syrisch-orthodoxenund malankarischen Kirche zu den vorchalcedonischen „Orientalisch-orthodoxen Kirchen“ oder Altorientalischen Kirchen gerechnet.

 

   Im 5. Jahrhundert begründete Euthymius, ein Armenier aus Melitene, das Klosterleben in der Judäischen Wüste. Zahlreiche Klöster in Jerusalem haben bis in die Neuzeit ganz oder zum Teil armenische Bewohner. Erst die Verfolgung der sogenannten „Monophysiten“*, zu denen auch die armenischen Christen zählten, unter den Kaisern Justin I. und Justinian I. spaltete die Jerusalemer Christenheit in eine orthodoxe und eine armenische Denomination. Nach der sassanidischen Besetzung Jerusalems (314–328) beteiligten sich Armenier in großem Umfang am Wiederaufbau der heiligen Stätten.

 

* Der Monophysitismus (von griechisch μόνος monos ‚einzig‘ und φύσις physis ‚Natur‘) oder Miaphysitismus (von μία mia ‚eins‘) ist die christologische Lehre, dass Jesus Christus nach der Vereinigung des Göttlichen und Menschlichen in der Inkarnation [[(Fleischwerdung)]] nur eine einzige, göttliche Natur habe. Dies steht im Gegensatz zur Zweinaturenlehre, nach der göttliche und menschliche Natur Christi unvermischt und ungetrennt nebeneinander stehen. Auf dem Konzil von Chalcedon 451 wurde die Zweinaturenlehre angenommen und der Monophysitismus verworfen, allerdings in einigen orientalisch-orthodoxen Kirchen weiterhin vertreten. [2]

 

 

Der Einfluss Roms auf die Sabbatverleugnung und gegen die Quartodezimaner begann erst ab Mitte des zweiten Jahrhunderts  und wurde gerade in aramäischen, koptischen, äthiopischen, eritreischen, syrisch-orthodoxen und malankarischen Kirchen die zu den vorchalcedonischen Religionsgruppen zählten noch jahrhundertelang zumindest in Gruppen und gewissen Gebieten verteidigt!

 

Erste gesicherte Hinweise über das Wirken und die Verbreitung der Paulikianer, von ihren Feinden, den Amtskirchenanhängern so abschätzig genannt, weil sie die Lehren des Paulus hoch einschätzten, die am Festhalten an apostolischer Lehre zuneigten, diese stammen aus dem 7.Jahrhundert. Die Paulikianer wurden, wie wir weiter oben gesehen haben, durch gewisse byzantinische Kaiser verfolgt und schlussendlich besiegt. Ein herausragender Lehrer, Konstantin oder auch Silvanus genannt, dieser definierte und verteidigte die Lehren der Paulikianer mit dem schlichten Hinweis, dass ihre Aussagen mit den Evangelien und den Paulusbriefen im Einklang ständen. Das Hauptverbreitungsgebiet der Paulikianer und der Mission jenes Silvanus war Anatolien, (Kleinasien, heutige Türkei), wo zwischen 653 und 684 u.Z. jene Christen sich der schnellen Ausbreitung der Muslime wiedersetzten. Sie waren aber auch deren negativen Einflüssen wie der kriegerischen Verbreitung des Glaubens Mohammeds ausgesetzt.

 

Kaiser Justitian II. verfügte nach Aufforderung des katholischen Bischofs von Rom eine Festnahme aller Paulikianer an. Alle jene, die ihrem Glauben nicht abschworen wurden im Jahre 690 u.Z. an jener Stelle verbrannt, wo Jahre zuvor jener Silvanus wegen seines Glaubens gesteinigt worden war. Das Beispiel lodernder Scheiterhaufen für all jene, die sich an wirklich apostolisch-biblische Aussagen klammern und nicht bereit sind abzuschwören wurde von der vier Jahrhunderte später durch Päpste eingesetzten Inquisition der katholischen Kirche nur allzu gern kopiert.

 

Paulikianer [3]

 

   Die Paulikianer, auch Paulizianer oder Paulicianer, waren eine christliche häretische Bewegung [[(Etikett)]], die sich im Verlauf des 7. Jahrhunderts im Einflussbereich der Byzantinisch-orthodoxen Kirche und der Armenisch-Apostolischen Kirche entwickelte. Kirchengeschichtlich wird sie erstmals 719 auf der Synode von Dvin erwähnt. Nach Beschreibungen von Petros Sikeliotes und Photios aus dem 9. Jahrhundert handelte es sich um eine wahrscheinlich dualistische Sekte [[(Etikett)]], die das Alte Testament, Teile des Neuen Testaments, religiösen Kult, Bilder- und Reliquienverehrung, kirchliche Zeremonien und Hierarchien verwarf. So lehnten sie zum Beispiel das Kreuz als Symbol des Christentums ab, da es nach ihrer Auffassung ein heidnisches Folter- und Mordwerkzeug darstellte. Die Christologie soll gnostische Züge [[(Etikett)]] getragen haben.

 

Ausbreitungsgebiet der Paulikianer in KleinasienEntstehung und Verbreitung in Kleinasien

   Die Glaubenslehre der Paulikianer entstand im östlichen Kleinasien und im heutigen Armenien, von wo sie sich über die östlichen Themen des Byzantinischen Reichs verbreitete. Die ersten Gemeinden gründete der aus Syrien stammende Konstantin von Mananalis Mitte des 7. Jahrhunderts in der Gegend um Kibossa im heutigen Nordosten der Türkei. Um Verfolger zu täuschen [[((Etikett) er wollte nicht den Namen des heidnisch-„christlichen“ Kaiser Konstantins tragen)]], führte er verschiedene Namen, zum Beispiel „Silvanus“ nach einem Jünger des Apostels Paulus. Seine Anhänger, die sich selbst „Christen“ nannten [[(Etikett), welche die Konzilsbeschlüsse von Nicäa 325 (Sonntag, Ostern, Jesus als GOTT), Konstantinopel 398 u.Z. (Heiliger Geist als Gott der Dreieinigkeit) und Chalzedon 451 u.Z. Monophytismus; „apostolisches Glaubensbekenntnis“)]], wurden von ihren Gegnern und dem einflussreichen Klerus abschätzig als „Paulikianer“ [[(Etikett)]] bezeichnet, da sie sich in Glaubensfragen besonders auf Paulus von Tarsus und Paulus von Samosata berufen haben sollen. Die Paulikianer sahen in ihrer Glaubenslehre neben den vier Evangelien vor allem die Paulusbriefe als wichtigste Botschaft der heiligen Schrift an. Sie verehrten Jesus als gottgesandten Propheten, sollen jedoch seine Gleichsetzung mit Gott und jeglichen Marienkult abgelehnt haben.

 

   Als die bedeutendsten Apostel des Paulikianertums gelten Konstantin von Mananalis und Simeon-Titus. Der Legende nach erlitt Simeon-Titus um 694 den Märtyrertod durch Verbrennen an dem durch eine Steinehalde gekennzeichneten Ort, an welchem Konstantin von Mananalis zehn Jahre vorher zu Tode gesteinigt worden war. In den Gemeinden der Paulikianer wurde die Arbeit hoch angesehen. Sie war nach ihren Glaubensgrundsätzen ausschlaggebend für den sozialen Status der Menschen. Mit ihrem Glauben, der die soziale Gleichheit der Menschen als Grundlage der christlichen Gemeinschaft festlegte, verband sich die Ablehnung des Klerus, der Kirchenorganisation und religiösen Kulthandlungen. Entsprechend unversöhnlich war von Anfang an die Haltung der oströmischen Kirche und Aristokratie, die die Ausbreitung dieser Glaubensgemeinschaft mit allen Mitteln bekämpften und mit militärischer Unterstützung Pogrome zu ihrer Vernichtung initiierten. Trotzdem verbreiteten sich die Lehren der Paulikianer zunächst friedlich unter der bäuerlichen Bevölkerung Kleinasiens, deren Dorfgemeinschaften Anfang des 8. Jahrhunderts gestärkt aus der neuen Themenordnung und dem sich ausbreitenden Wehrbauerntum hervorgingen.

 

Konstantin V   Während der Periode des Bilderstreits 726–843 unterstützten die Paulikianer den Themenadel und die bilderstürmenden Kaiser der syrischen Dynastie, Leo III. (717–741; Bild: Goldmünze) und Konstantin V. (741–775), in ihren Auseinandersetzungen mit der Kirche und der städtischen Oberschicht. Die Gemeinden der Paulikianer gewannen dadurch auch politisches Gewicht und eine zunehmende Anhängerschaft.

 

   Im 10. und 11. Jahrhundert waren sie in ihrem Ikonoklasmus mit den Tondrakiern verbunden, einer nördlich des Vansees entstandenen häretischen Bewegung [[(Etikett)]].

 

Der Hass auf all jene, die nicht bereit waren Bilder zu verehren und sich weigerten Tote in Gebeten anzurufen, die selbst das Kreuz als Tötungsinstrument Jesu nicht als etwas verehrungswürdiges betrachten, all dies wurde durch die Amtskirche als Teufelsanbetung ausgelegt! Ihr Hass entsprang darin, dass jene Sabbatisten die Dekadenz der Amtskirchen und deren anmassenden Hierarchie und deren Dogmen die auf Lügen fussten und damit weites Entfernen von den biblischen Lehren aufdeckten. So wurden all jene verketzert, die dieselbe Einstellung wie der Apostel Paulus hatte und dessen Schritten exakt nachzufolgen versuchten! Jesus zu lieben bedeutet auf ihn zu hören und seine Gebote zu halten, nicht nur die, welche der Amtskirche in den Kram passen, sondern alle! Was den Pharisäern und Schriftgelehrten galt hat auch Auswirkung auf die Religionsgruppen!

 

(Johannes 8:42-47)  Jesus sprach zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und bin hier. Auch bin ich ja nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern jener hat mich ausgesandt. 43 Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Heute brauchen Katholiken, Protestanten, Mormonen, Evangelikale und Jehovas Zeugen ähnliche Worte wie „Abtrünnige“ gegenüber all jenen, die ihre Reihen verlassen, weil sie erkannt haben, dass wichtige Teile ihrer Lehren unmöglich mit biblischer Aussage in Einklang zu bringen sind! Ihre Methoden Menschen in den eigenen Reihen zum Schweigen zu bringen haben somit in der von ihnen gehassten Katholischen Mutterkirche ihr Vorbild! Verketzerung des Gegners und dessen „Etikettieren“ hat lange Tradition!

 

Obwohl die Zeugen Jehovas wie die Paulikianer weder Maria, noch Heilige, noch das Kreuz anbeten werden von ihnen Menschen als Ketzer betrachtet, die behaupten, die Erstauferstehung sei erst in Zukunft und nicht wie behauptet seit 1918 im Himmel für deren selbsternannte „Gesalbte“, sondern auf der Erde und erst nach Harmagedons Endschlacht! Weil sie nicht akzeptieren, dass die Wachtturm-Gesellschaft und ihre Folgsamen Gottes Königreich darstellen, sondern dies als vorzeitige Usurpation des wahren Königreiches Gottes erachten werden sie von den anderen verteufelt! Wären heute wiederum Scheiterhaufen möglich, würden sie bestimmt ebenso all jene verbrennen, die ihre falsche Hoffnung auf den dritten „Himmel und ihr anders lautendes Evangelium des Königreiches Gottes anprangern!

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Die Töne seitens von führenden Kirchenmitgliedern sind uns somit irgendwie vertraut! Wer bei den Katholiken nicht der Bilder- und Marienverehrung zuneigt wird von jenen gerne des Teufels bezichtigt! So verfolgte man auch die ersten Protestanten. Gerade darin also bestand die besondere Häresie der Paulikianer das erste und zweite Gebot zu achten:

 

(2. Mose 20:2-6)  „Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben [[(auch nicht den vergötterten Jesus oder den so genannten „Heiligen Geist“!)]].

4 Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch eine Gestalt wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde [[(wie das Kreuz, von Jesus, Maria oder Heiligen)]] oder was in den Wassern unter der Erde ist. 5 Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert, der für die Vergehung von Vätern Strafe bringt über Söhne, über die dritte Generation und über die vierte Generation, im Fall derer, die mich hassen, 6 aber liebende Güte übt an der tausendsten Generation im Fall derer, die mich lieben und meine Gebote [[(das GESETZ)]] halten.

 

 

Dass jene Paulikianer als lokale Nachfolger der „Paulikaner“ und „Ebioniten“ die mächtigen Kirchen ihrer Tage der Untreue gegenüber der guten Botschaft bezichtigten trieb jene zur Weissglut! Den Spitznamen „Paulikianer“ verdanken sie somit ihren Feinden, die sie als falsche Anhänger des Paulus verschrien. Das tönt schon fast wie ein Lob, wenn es aus dem Mund jener kommt, die offensichtlich jeden gerechten Massstab beiseitegelegt haben!

 

Paulikianer, die seit dem ersten Jahrhundert als „Paulikaner“ existierten wurden somit erst im achten Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt, als sie 718 u.Z. auf jener bereits erwähnten Synode von Dvin durch ihre Häscher verurteilt wurden und dort ihr eigenes „Etikett“ von orthodoxen Bischöfen erhielten! Als man sie angriff waren sie bereits sehr weit in Kleinasien, Armenien, Byzanz und bis nach Griechenland hin verbreitet. Sie wurden nun zudem als Markioniten (Marcionisten) und auch als Manichäer bezeichnet. Stimmte dieses zusätzliche Etikett ihrer Feinde aber wirklich mit den Lehren der Paulikianer überein oder katalogisierte man sie nur so zur Diffamierung? In einem kommenden Teil dieses Sonderbeitrags behandeln wir später auch noch jene Gruppierungen um Marcion (Marcionisten) und um Mani (Manichäer) und deren Lehren, um zu sehen, worin deren Irrlehre wirklich bestand! Jene weichen wirklich vom geraden Weg der christlichen Lehre in wichtigen Punkten ab. Wenig erstaunlich aber ist es zu sehen, dass einige jener falschen Lehren bis heute von den Grosskirchen ebenso vertreten werden.

 

2.5.2.2          Ist es bis heute ein Verbrechen die biblisch fundierte  Wahrheit zu äussern?

Was war nun das Verbrechen der „Paulikaner“ oder der Paulikianer? Jesus war für sie Gottes grösster Prophet! Sie lehnten aber ab, ihn auf dieselbe Stufe wie Gott Jehova, den Vater zu setzen. Damit wiederholten sie aber nur die Worte die Moses schon geredet hatte!

 

Padre Amorth: Exorzist*** Rbi8  5. Mose 18:14-19 ***

Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Das Kennzeichen der Katholischen Kirche ist es doch, dass sie auf ihre magietreibenden, wahrsagenden und Dämonenaustreibende Priester hören, die zu Toten beten und aus dem Propheten Gottes selbst einen Gott machten, unfähig auch nur die Worte zu verstehen, die Gott selbst aus der Schrift zu uns spricht! Wie werden solche Priester denn auf Jesus hören, der doch deutlich mit eigenen Worten sagt, dass er selbst jener Prophet sei, der von Moses her lange und deutlich angekündigte Messias und Christus? Im Gespräch Jesu mit der Frau aus Samaria am Brunnen von Sychar geht dies hervor:

 

*** Rbi8  Johannes 4:21-26 ***

Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Die Rettung ist aus den Juden! Jesus sagt jener Frau unumwunden deutlich, dass er selbst der Messias ist, er sagte nie, dass er Gott gleich wäre. Im Gegenteil, er erwähnte stets, dass er von Gott ausgesandt und Ihm unterordnet sei! Eine Kirche, die jahrhundertelang Judenhass gesät hat zeigt nur Unverständnis der wahren Zusammenhänge, weil sie sich als unfähig erweist zu hören und ohne jeden Willen Gott und Jesus Gehorsam zu sein!

 

Konzil von Chalcedon
8. Oktober – 1. November 451
Chalkedon

Akzeptiert von

Einberufen von

Kaiser Markian

Präsidium

Der Patrizier Anatolios und andere Staatsbeamte

Teilnehmer

etwa 500 Kleriker

Themen

Dokumente

Konzil von Chalcedon [4]

 

   Das Konzil von Chalcedon (andere Schreibweisen: Chalzedon, Calcedon, Chalkedon, Kalchedon) fand vom 8. Oktober bis zum 1. November 451 in der Euphemia-Kirche in Chalcedon in Bithynien, Kleinasien (heutiger Istanbuler Stadtteil Kadıköy) statt. Es war das vierte der ersten sieben ökumenischen Konzilien der Alten Kirche. Seine dogmatischen Definitionen werden in der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen als unfehlbar anerkannt; sie sind auch Lehrgrundlage in den evangelischen und anglikanischen Kirchen.

 

   Das Konzil von Chalcedon entschied den lange und erbittert geführten Streit um das Verhältnis zwischen der göttlichen und der menschlichen Natur in Jesus Christus. Gegen den Monophysitismus (genauer ist Miaphysitismus), der vor allem von den mächtigen Kirchen Ägyptens und Syriens verfochten wurde, auf der einen und den Nestorianismus auf der anderen Seite definierte es Christus als wahren Gott (Gott der Sohn als zweite Person der Dreifaltigkeit) und wahren Menschen zugleich, und zwar „unvermischt und ungetrennt“ (vgl. Menschwerdung Gottes). Die Trinität wurde zum Dogma.

 

Zitat

   Das christologische Bekenntnis des Konzils von Chalcedon (das sogenannte Chalcedonense) setzt in den Kirchen, die es anerkennen, den Rahmen für alle weiteren Entwicklungen der Christologie:

 

      „Wir folgen also den heiligen Vätern [[(den katholischen Kirchenväter)]] und lehren alle übereinstimmend: Unser Herr Jesus Christus ist als ein und derselbe Sohn zu bekennen, vollkommen derselbe in der Gottheit vollkommen derselbe in der Menschheit, wahrhaft Gott und wahrhaft Mensch derselbe, aus Vernunftseele und Leib, wesensgleich dem Vater der Gottheit nach, wesensgleich uns derselbe der Menschheit nach, in allem uns gleich außer der Sünde, vor Weltzeiten aus dem Vater geboren der Gottheit nach, in den letzten Tagen derselbe für uns und um unseres Heiles willen [geboren] aus Maria, der jungfräulichen Gottesgebärerin, der Menschheit nach, ein und derselbe Christus, Sohn, Herr, Einziggeborener in zwei Naturen unvermischt, unverändert, ungeteilt und ungetrennt zu erkennen, in keiner Weise unter Aufhebung des Unterschieds der Naturen aufgrund der Einigung, sondern vielmehr unter Wahrung der Eigentümlichkeit jeder der beiden Naturen und im Zusammenkommen zu einer Person und einer Hypostase, nicht durch Teilung oder Trennung in zwei Personen, sondern ein und derselbe einziggeborene Sohn, Gott, Logos, Herr, Jesus Christus, wie die Propheten von Anfang an lehrten und er selbst, Jesus Christus, uns gelehrt hat, und wie es uns im Symbol der Väter überliefert ist.“

 

Diese Art Glaubensbekenntnis, sie entstammt dem Hirn von geistig kranken Bischöfen. Paulus erklärte dagegen mit einfachen Worten vor dem Stadthalter Felix, was sein und jedes echten Christen Glaubensbekenntnis ist: „Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.“ (Apg 24:14-16) Maria wurde erst am Konzil von Ephesus im Jahre 4.. zur „Gottesgebärerin“, (gr. Θεοτόκος Theotókos, lateinisch Dei Genitrix oder Deipara), deutsch auch Muttergottes, Mutter Gottes oder Gottesmutter (Mater Dei)), erklärt, nachdem Jesus am Konzil von Nicäa 325 u.Z. zuvor zum „GOTT“ erklärt wurde. Jede Lüge zieht eine Menge von Folgelügen nach sich! Man nennt dies „Dogmengeschichte“ Beachten wir wie im Folgenden dem Nestorius Aussagen unterschoben werden, weil er Christus als „GOTT“ (Teil einer heidnischen Dreieinigkeit) und damit Maria als Gottesgebärerin ablehnte! Der Schreiber in Wikipedia will die Trinität stützen, die Wahrheit ist ihm offensichtlich gleichgültig, nein, störend!

 

Maria: Gottesgebärerin oder mutter des Sohnes Gottes Jesu?Zu den Begriffen Gottesgebärerin und Gottesmutter  [5]

 

   Das Konzil von Ephesus bestätigt im Jahr 431 die Verwendung der Bezeichnung Gottesgebärerin gegen Nestorius, der lehrte, Maria habe Christus, also nach trinitarischer Auslegung der Konzilien von Nizäa und Konstantinopel den Jesus Christus geboren, der zugleich wahrer Mensch und wahrer Gott war, und nicht nur der Sohn Gottes. Bei der Formulierung des Dogmas sollte nicht primär eine Aussage über Maria gemacht werden, sondern über Jesus Christus.

 

   Die Übersetzung des verhältnismäßig neutralen griechischen Begriffes als Gottesmutter [[(wo ist hier die Neutralität?)]] durch die katholische Kirche ist für manche evangelische Christen anstößig – jedoch nicht für evangelisch-lutherische Kirchen –, weil so Maria in die Nähe einer heidnischen Göttin rücke, was die Formulierung Gebärerin einst habe ausdrücklich vermeiden wollen.

 

   Die katholische Dogmatik sieht den Begriff Gottesmutter als eingängigeres Synonym des Begriffes Gottesgebärerin. Die These „Maria hat Gott geboren, ist aber nicht seine Mutter“, die sie hinter der oben genannten Empfindung [[(evangelischer Christen)]] entdeckt, hält sie umgekehrt für eine neuere Formulierung genau dessen, was das Konzil einst habe verurteilen wollen [[(die Wahrheit, dass Jesus vollkommen Mensch war)]]. Dennoch ist in den lateinischen Texten Dei genetrix keineswegs ungebräuchlich, während mater Dei hauptsächlich nur, allerdings prominent, im Ave Maria vorkommt; oftmals handelt es sich also um eine Übersetzungsfrage.

 

Was für ein Chaos von Unwahrheiten! Maria hatte zudem weitere vier Söhne, Halbbrüder und zumindest zwei Halbschwestern Jesu geboren, von Joseph stammend. Die Juden Nazareths fragten sich in der Synagoge: „Woher hat dieser Mensch eine solche Weisheit und diese Machttaten? Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Sịmon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat dieser Mensch denn all dies?“ (Mat 13:54-56) Ihre „ewigwährende Jungfrauschaft“ entstammt demselben dichten und undurchdringlichen Lügengewebe von heidnisch beeinflusstem Aberglauben! Matthäus dagegen erklärt offen: „Joseph erwachte dann aus seinem Schlaf und tat, wie ihn der Engel Jehovas angewiesen hatte, und er führte seine Frau heim. Doch hatte er keinen ehelichen Verkehr mit ihr, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.“ (Mat 1:24, 25) Danach hatte er ein normales Eheleben, wie es sich gebührt.

 

Das Jesus vollkommen Mensch wurde, „etwas unter Engel erniedrigt“, das doch aus der Tatsache hervorgeht, dass er doch zuvor im Himmel beim Vater den Namen Michael, als Engelfürst hatte. Erst nachdem er auch als Mensch vollkommene Treue gezeigt hatte wurde er nach der „Auferweckung im Geiste“ (1.Pe 3:15) zum Erzengel erhoben, „über alle Macht im Himmel und auf der Erde“ (Mat 28:18). Als eingesetzter Hoherpriesterkönig an der rechten Seite Jehovas musste er abwarten, bis ihm seine Feinde unter die Füsse gelegt würden! (Ps 110:1-4; Da 12:1; Off 5:11, 12; 11:14, 15)

 

Daher war Jesus wie jeder andere aus einer Frau geborene Mensch der Sünde zugeneigt, dem „Gesetz des Fleisches“ unterworfene, aber es vermied aus eigener Erkenntnis heraus vermied in irgendwelcher Art zu sündigen. Dies allein macht ihn für uns zum Vorbild, dem es nachzustreben gilt! „ ‚Du hast ihn ein wenig unter Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und ihn über die Werke deiner Hände gesetzt. Alle Dinge hast du seinen Füßen unterworfen.‘ Denn indem [Gott] ihm alle Dinge unterworfen hat, hat er nichts ausgelassen, was ihm nicht unterworfen ist. Jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alle Dinge unterworfen; doch sehen wir Jesus, der ein wenig unter [die] Engel erniedrigt worden war, wegen des Erleidens des Todes mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes unverdiente Güte für jedermann den Tod schmecke.“ (Heb 2:7-9)

 

Jesus war nicht GOTT, sondern wie Adam „Gottes Sohn“ und mit freiem Willen und Entscheidungsfähigkeit ausgerüstet! Er hielt als Erster das ganze GESETZ und konnte daher Adams Sünde mittels des Opfertodes auslöschen. Wäre er GOTT, dem Vater vollkommen gleich gewesen, ohne Möglichkeit überhaupt zu sündigen, so würde jeder weise Richter dies als Betrug einstufen: Zwei vollkommen unterschiedliche Dinge können sich nicht gegenseitig aufheben! Der Prophet Samuel erklärte im Hinblick auf den Christus:

 

Jehova selbst wird Vater des Messias sein, des "Samens der Frau" gemäss dem Urteil in Eden (2. Samuel 7:14)  Ich selbst werde sein Vater werden [[(des Messias, des „Sprosses“, von „Emanuel“)]], und er [[(Jesus)]] seinerseits wird mein Sohn werden. Wenn er unrecht tut [[(wenn er sündigt)]], so will ich ihn mit der Menschenrute und mit den Schlägen der Söhne Adams zurechtweisen.

 

Hätte Jesus gesündigt, so würde ihn dieselbe Strafe getroffen haben der wir alle ebenso unterliegen, gemäss demselben GESETZ und dem auf Übertretung lastenden Fluch! Jesus selbst bestätigte:  Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“ (Joh 8:45-47)

 

Wir dagegen haben alle gesündigt und „erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“, die Vollkommenheit wie Jesus sie für uns vorgelebt hatte. Als Söhne diszipliniert uns der himmlische Vater:

 

(Hebräer 12:7)  Was ihr erduldet, dient euch zur Züchtigung. Gott handelt mit euch als mit Söhnen. Denn welchen Sohn wird ein Vater nicht züchtigen?

 

Ein Beten zu Maria erkannten Paulikianer als Götzenverehrung und lehnten dies ab. Zudem lehnten die Paulikaner zum Beispiel auch das Kreuz als Symbol der Verehrung ab, weil sie erkannt hatten, dass das Kreuz schon weit vor dem Christentum als heidnisches Symbol verehrt worden war! Sie waren der Meinung, dass das Instrument mit dem man den Herrn getötet hatte bestimmt nicht verehrt werden sollte. Zudem bedeutet weder das griechische Wort „stauros“ (Pfahl) noch „xylon“ (Holz) das von der Kirche ins lateinische übersetzte „crux“ oder Kreuz.

 

Offensichtlich hielten die Paulikianer weiterhin am „Alten Testament“ fest, weil sie erkannten, dass das mosaische GESETZ die Grundlage war, auf der Jesus und die Apostel alles aufbauten und weil sie überzeugt waren, dass es keine andere gültige Grundlage gäbe! Dies in der Erwachsenentaufe anzuerkennen machte sie zu „Hausgenossen Gottes“ und zu Mitbürgern im Königreich des Christus! Die Kindertaufe, die am Konzil von Karthago im Jahre 218 u.Z. offiziell Eingang in die Kirche fand lehnten sie offensichtlich ab! Paulus erklärt den Ephesern:

 

*** Rbi8  Epheser 2:19-22 ***

Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird.

 

Jeder Getaufte und jede neue Versammlung wurde somit zu „Hausgenossen Gottes“, nicht die Zugehörigkeit zu Rom oder Byzanz bestimmte dies! Bei Paulus stand nichts in seinen Briefen von einer künftigen Abhängigkeit von einer Religionsorganisation, welche gar die Propheten als Grundlage verleugnet und die Aussagen der Apostel ins Gegenteil verkehrt. Dies war von Abgefallenen alles nur dazu bestimmt worden, um ihre Macht und ihren Einfluss zu begründen! Als geistiger Tempel benötigten echte Christen nicht steinerne Kirchen, Tempel und Königreichssäle, um Gott mit „Geist und Wahrheit“ anzubeten! Dazu reicht ein Innengemach im Haus oder bereits die Natur! (Joh 7:20-24; Apg 16:13-15)

 

Wenn das GESETZ Gottes ewig ist ... Von den Paulikianern wurde durch ihre Feinde behauptet, dass sie das Neue Testament zum Teil anlehnen würden, weil sie den „Herrentag“, den Sonntag nicht als Tag des Zusammenkommen annahmen und weil sie keine Liturgie in Kirchen feierten, sondern ihre Zusammenkünfte in Privathäusern als Zeit der Unterweisung in den Schriften und zum Lobe Gottes verwendeten. Es wird ihnen unterstellt, dass sie das Matthäusevangelium nicht anerkannt hätten. Das erscheint bei näherer Betrachtung Unsinn zu sein, der nur aus der Feder der Feinde stammt, die es mit Wahrheit ganz offensichtlich nicht sehr ernst nehmen!

 

Dass die Paulikaner statt Ostern das Passahmahl am 14.Nisan feierten, weshalb sie auch als Quartodezimaner verschrien wurden, weil sie dies exakt so taten, wie es der Herr Jesus geboten hatte. Diese Treue Jesus und dem GESETZ gegenüber schien ihren Richtern als ein todeswürdiges Verbrechen und Häresie, wofür grausamste Verfolgung, Auspeitschung und Tod stand! Das „Herrenmahl“ oder besser „Abendmahl des Herrn“ war ein jährliches Zusammenkommen am vorherbestimmten Tag, wo gemäss Jehovas Anweisung das Passah-Opferlamm geopfert werden musste und ungesäuertes Brot dazu gereicht wurde! Jehova duldet keinen anderen Tag, keine anderslautende regeln bei Todesstrafe sagt das Gesetz deutlich! „Im ersten Monat, am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuerte Brote essen bis zum einundzwanzigsten Tag des Monats am Abend. Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden, denn jeder, der kostet, was gesäuert ist, ob er ein ansässiger Fremdling oder ein Einheimischer des Landes ist, diese Seele soll von der Gemeinde Israel abgeschnitten werden. Ihr dürft nichts Gesäuertes essen. In allen euren Wohnungen sollt ihr ungesäuerte Brote essen.‘ “ (2.Mo 12:18-20) Was die Kirchenväter lehrten war die exakte Umkehr dessen, was Gott befahl. Wer zweifelt daran, dass dahinter Satan, der Vater der Lüge steckt?! Jesus selbst sandte Petrus und Johannes, um alles exakt nach GESETZ zu tun!

 

*** Rbi8  Lukas 22:7-8 ***

Der Tag der ungesäuerten Brote, an dem das Passah-[Opfertier] geopfert werden mußte, war nun herbeigekommen, 8 und er sandte Petrus und Johannes weg, indem er sprach: „Geht und bereitet für uns das Passah, damit wir es essen.“

 

Die Paulikaner gehorchten ihren Richtern und Herrschern nicht, wo jene die Gebote Gottes widersprechende Gesetze erliessen. Darum missachteten sie jene Mächtigen, um Gottes Gebot nicht zu übertreten, weil dieses stets höher steht als menschliche Verordnungen! Petrus gab uns das Beispiel durch seine Antwort als Angeklagter vor den Richtern Jerusalems: Sie brachten sie also herbei und stellten sie in den Saal des Sanhedrịns. Und der Hohepriester befragte sie und sprach: ‚Wir haben euch ausdrücklich befohlen, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und dennoch, seht, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und ihr seid entschlossen, das Blut dieses Menschen über uns zu bringen.‘ Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: ‚Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“ (Apg 5:27-32) Die Apostel lehnten somit den Götzendienst von Menschen ab, eher auf Menschengebot zu achten, wie Gottes Gebot in den Vordergrund zu rücken!

 

2.5.2.3          Das Erkennen der Wahrheit befreit von falschen Häuptern

Die „Häresie“ der Paulikianer bestand zudem darin, dass sie die Hierarchie sowohl der orthodoxen Ost- wie der katholischen Westkirche ablehnten. Sie behaupteten, das einzige Haupt der Versammlung sei Christus. Sie beriefen sich dabei auf die Evangelien und die Paulusbriefe!

 

Danke, heiliger Vater! ??? *** Rbi8  Matthäus 23:1-12 ***

Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: 2 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 5 Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden; denn sie machen die [Schrifttexte enthaltenden] Kapseln breit, die sie als Schutzmittel tragen, und vergrößern die Fransen [ihrer Kleider]. 6 Sie haben gern den hervorragendsten Platz bei Abendessen und die vorderen Sitze in den Synagogen 7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und daß die Menschen sie Rabbi [[(Lehrer)]] nennen. 8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. 9 Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Nur einer ist der Lehrer, der Christus. Wer ihn aus seiner übergeordneten Stellung verdrängt wird bestimmt erniedrigt werden! Wie sollten die Paulikianer den Bischof von Rom und die übrigen Bischöfe mit „Vater“ anreden, wo doch Jesus dies deutlich verboten hatte? Wie konnte jene als frei denkende Menschen den Vater nicht als allein höchste Autorität anerkennen, wenn sich doch der Sohn dem Vater selbst deutlich unterordnet? Warum sollten sie den „heiligen Vater“ in Rom als höheren Lehrer betrachten wie Jesus und die Apostel, wo doch jene von Jesus selbst die Lehrautorität übertragen erhielten und uns in schriftlicher Form ihre Anweisungen deutlich hinterliessen?

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:1-2 ***

Wir bitten euch jedoch, Brüder, in bezug auf die Gegenwart [[(Wiederkunft)]] unseres Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin, 2 euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sinne, daß der Tag Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] hier sei.

 

Am „Tag des Herrn“ erst sollte doch Jesus alle Autorität auch über seine Feinde von Gott her erhalten, um die ganze Erde zu richten! Erst danach, nachdem die Urteile am Tag Harmagedons an den Feinden Gottes und Jesu vollstreckt sind sollte Gottes Königreich als „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ aufgerichtet werden, nicht bereits zuvor durch Menschen, sondern direkt durch Jesus! In der Reihenfolge der Auferstehung sollten die Apostel als „Braut, die Frau des Lammes“ an erster Stelle auferstehen, nur ihnen wurde eine Frühauferstehung (gr.: exanástasin) versprochen! (Php 3:11, 20, 21)

 

Diese von Päpsten geäusserte angebliche Inspiration durch heiligen Geist, durch mündliche und schriftliche Botschaften seitens der Apostel waren nach dem Tod des Johannes deutlich ausgeschlossen! Paulus hatte solchen Machenschaften vorgebeugt! Dahinter stand eine andere Quelle der Inspiration die sich gegen Gottes und Jesu Autorität richtete!

 

*** Rbi8  Johannes 8:31-32 ***

Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

Die Paulikianer erfassten den Sinn der Worte des Christus sehr wohl und wollten sich nicht erneut unter ein Joch beugen, aus dem sie sich inzwischen befreit hatten. Sie verblieben in Jesu Worten und erkannten die Wahrheit durchaus ohne kirchliche Lehrbeauftragte!

 

2.5.2.4          Die römische Kirchenhierarchie als Kopie des Kaisertum: Kein Ersatz für Jesu „Leib“!

Paulus hatte nichts von einer Kirchenhierarchie geschrieben, das kam alles erst viel später auf, als die Kirche von Rom die Struktur der kaiserlichen Verwaltung des Imperiums kopierte! Der Leib des Christus dagegen sollte geeint sein, direkt unter dem einen „Haupt“, das jedes Glied an den ihm von Gott zugewiesenen Platz setzt!

 

Einige als Apostel, als Propheten, als Evangeliumsverkündiger ... *** Rbi8  Epheser 4:11-16 ***

Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Die Paulikianer durchschauten offenbar das Treiben der Kirche und ihre „List im Ersinnen von Irrtum“! Zu behaupten, die Katholische Kirche sei der „Leib des Christus“, er Papst das „Haupt“, – zwei „Häupter“ am selben Leib sind ja etwas monströses, - würde doch bedeuten, dass Jesus als „Haupt“ uns selbst irreführen würde und an offensichtlichen Lügen haftet. Dies ist schlichtweg ausgeschlossen! Paulus aber spricht davon, dass jeder Christ die Wahrheit reden soll! Dass jeder zum vollerwachsenen Mann heranreifen muss, ja, zur „Fülle des Christus“, der nicht mehr am Gängelband einer Klerikerklasse geführt werden muss, die im „Ersinnen von Irrtum“ doch so geübt ist!

 

der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!
 

Jene Paulikianer liessen sich durch die von den Aussagen der Bibel abweichenden Lehren der Amtskirchen nicht täuschen. Sie erkannten sehr wohl, dass sie nichts weiter als Trugspiel sind, um Macht, Ansehen und weltliche Güter aufzuhäufen. Paulus aber befielt, dass jeder Christ selbst als „vollerwachsener Mann“ unterscheiden muss, was in Gottes Augen recht und was falsch ist! Die Liebe untereinander sollte das Band der Einheit sein, die das Wohl jedes Gliedes fördert, weil alle zum selben Leib gehören und notwendig sind.

 

Weil sie kein anderes „Haupt“, schon gar nicht den Papst oder den „Katholikos“ der Orthodoxen anerkannten und jenen nicht folgen wollten, weil sie deutlich erkannten, dass jene Überheblichenr Jesus, den Propheten und den Aposteln doch deutlich widersprachen, darum wurden sie gehasst! Darin bestand offensichtlich ihre „Häresie“!

 

Die Paulikianer waren der Meinung, die Apostel wären gestorben und da sie in der Auferstehung wiederkommen würden, hätten sie keine rechtmässigen Nachfolger. Das müsste doch sonst bei der Auferstehung zu einem richtigen Gerangel um die zwölf Richterthrone führen! 

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Was nicht mit der offiziellen Kirchenlehre übereinstimmte gab Anlass zur Verfolgung!Die Paulikianer lehnten es wie bis heute die „Paulikaner“ und „Ebioniten“ ab Bilder und Reliquien zu verehren! Das Etikett, das man ihnen umhängte „dualistisch“ oder „gnostisch“, „manichäisch“ oder „Marcionisten“ zu sein reichte aber aus, um sie allgemein zu verfolgen, einzusperren, ihre Habe zu enteignen, sie zu foltern und zu töten! Konnte man sie aber ausrotten? Nein ihr Same verstreute sich durch Flucht in andere Gebiete nur immer mehr und immer weiter. Andere Menschen hörten ihnen zu. Selbst ihre Häscher waren oft von ihrem festen Glauben überrascht!

 

Wir kennen dasselbe Verfahren von Verunglimpfungen mittels Etikett durch die Nationalsozialisten gegenüber den Juden. Dahinter stand die christliche Kirche, vorab Katholiken und dann auch Protestanten, welche dies nicht nur stillschweigend duldeten, sondern wie schon so oft zuvor die scheinbar biblischen Gründe für die Unduldsamkeit und den Hass lieferten! Namenchristen hatten auch in unseren Tagen wiederum Grund dazu geliefert, um diesmal sechs Millionen Juden alleine wegen ihrer Glaubensansichten grausam zu verfolgen und sie hinzumorden! Jesus war Jude gewesen und dies waren auch die Apostel! Die ersten Christen waren alle in ihrem Glauben „jüdisch“ und hielten sich strikte an das GESETZ Mose!

 

Die Grosskirchen haben unendlich viel Blutschuld auf sich geladen, weil sie das Morden wiederum grosszügig duldeten, nein, gar förderten! Unermesslich grosse Bluttat lastet auf der letzten Generation; nicht nur in Deutschland, sondern auch überall dort, wo dem Nationalsozialismus kein Widerstand entgegengesetzt wurde und stillschweigende Duldsamkeit das Unglück förderte! 

 

2.5.2.5          Die Paulikianer holten sich durch christlichen Fleiss und Gerechtigkeitssinn einen vortrefflichen Namen

Die Paulikianer galten gemeinhin als ausgezeichnete, verlässliche Arbeiter mit einem hohen Grad an sozialer Gerechtigkeit. Sie verbreiteten sich schnell in ländlichen Gegenden und den Dörfern. Es ist aus den von uns bis heute geprüften Schriften nicht ersichtlich, ob sie auch das Sabbat- und Jubeljahr hielten, aber es ist bei ihrer Gesetzestreue gegenüber Moses und Jesus anzunehmen! Ihr Verhalten musste die Kleriker und den Adel als Feinde wachrufen, da jene an sozialer Gerechtigkeit kaum Interesse hatten! Pogrome war die Folge, um das Landvolk, das den Paulikanern zugehörte zu mehr Abgaben zu zwingen. Wer nicht abschwor, um am Sabbat zu arbeiten und Ostern am Sonntag zu feiern wurde der Vernichtung geweiht.

 

Von wem stammte diese feste Überzeugung der Paulikianer? Nun, bestimmte Führerpersonen wie Konstantin von Mananlis und Simeon-Titus waren offensichtlich in den Schriften des Paulus und den Evangelien gut bewandert und erklärten, wie sie im täglichen Leben angewendet werden müssten. Mittels ihrer wöchentlichen Sabbatversammlungen in Hausversammlungen unterwiesen sie das einfache Volk direkt in den Dörfern, unmittelbar in ihren Wohnstuben, aus deren Reihen die Gewandtesten nun selbst als Wanderprediger ihrerseits Evangeliumsverkündiger wurden! Sie waren lebende Empfehlungsbriefe seitens der Apostel, auf Herzen geschrieben!

Schreibe auf die Tafel deines Herzens ...

 *** Rbi8  2. Korinther 3:1-3 ***

Fangen wir wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder benötigen wir vielleicht, wie einige Menschen, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch? 2 Ihr selbst seid unser Brief, eingeschrieben in unser Herz und von allen Menschen gekannt und gelesen. 3 Denn ihr werdet als ein Brief Christi offenbar gemacht, geschrieben durch uns als Diener, eingeschrieben nicht mit Tinte, sondern mit [dem] Geist eines lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln von Fleisch, auf Herzen.

 

Der Geist des lebendigen Gottes, der aus den Schriften zu jenen Menschen sprach, liess sie entsprechend handeln, da sie Jesus in allem zu kopieren versuchten, ebenso wie Paulus und die anderen Apostel dies zuvor getan hatten. So wurden sie zu einem offenen Empfehlungsbrief Christi an alle, die ihrerseits bereit waren die unverfälschte gute Botschaft zu hören!

 

Da war nichts mystisches und nichts Geheimnisvolles daran: Jene folgten eben bloss exakt den Fussspuren des Paulus, ohne sich dabei Titel zu verleihen, durch ein spezielles Amtstalar aufzufallen oder auf bestimmte Dokumente wie Abschlüsse eines Priesterseminars zu beharren! Die heiligen Schriften waren überall dieselben, wer sie studierte, der begann sie besser zu verstehen und mit Hilfe der Wanderprediger konnten aufkommende Fragen schnell geklärt werden! Die unverdiente Güte Gottes und sein Geist waren stets derselbe für jene, die ihn annahmen. In Antiochien z.B. wurden Paulus und Barnabas in der jüdischen Synagoge fündig, nachdem sie ausführlich über Jesus als den Messias berichtet hatten:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:42-43 ***

Als sie nun hinausgingen, begannen die Leute inständig zu bitten, daß diese Dinge am folgenden Sabbat zu ihnen geredet würden. 43 Nachdem nun die Synagogenversammlung aufgelöst worden war, folgten viele von den Juden und von den Proselyten, die [Gott] anbeteten, Paulus und Barnabas, die, indem sie zu ihnen redeten, sie anzuspornen begannen, in der unverdienten Güte Gottes zu verharren.

 

Diese unverdiente Güte Gottes kommt mittels der Erwachsenentaufe, indem uns wegen unserer Umkehr und Reue frühere Sünden gegen Gottes GESETZE getilgt werden und wir statt unter Todesstrafe zu stehen beim Auftauchen aus dem Wasser zum Leben erwachen! Dazu ist kein geweihter Pfarrer notwendig, als ob jener besondere Kräfte besitzen würde! Jeder als Erwachsene Instruierte und Getaufte war selbst ausgesandt Jünger zu machen, zu belehren und zu taufen! All diese Gruppierungen, die wie die Paulikianer von den Aposteln direkt durch deren Schriften lernten und diesen in denselben Bahnen nachfolgten, sie alle hatten Jesu Geist!

 

Paulikianer: Militarisierung und Untergang  [6]

 

   Der von Konstantinopel ausgehende wirtschaftliche und politische Druck auf die Dorfgemeinden gegen Ende des Bilderstreits führte dazu, dass das ursprünglich streng pazifistische Paulikianertum zunehmend militante Züge annahm und dazu überging, ein eigenes Staatswesen aufzubauen. Insbesondere unter Kaiser Michael I. von 811 bis 813 und ab 820 unter den Herrschern der Amorischen Dynastie, waren die Paulikianer Plünderungen und Verfolgungen im Rahmen militärisch geführter Kampagnen ausgesetzt. Die unversöhnliche Feindschaft des amorischen Kaiserhauses war in erster Linie machtpolitisch begründet und hatte weniger mit dem noch schwelenden Bilderstreit oder abweichenden religiösen Vorstellungen zu tun. Sie entwickelte sich, als 820 Thomas der Slawe mit Billigung und Unterstützung durch das Paulikianertum die Macht im Osten des Reiches an sich riss und einen Aufstand gegen Kaiser Michael II. bis vor die Mauern Konstantinopels führte.

 

Verfolgung und Ermordung der PaulikianerDie Vernichtung der Paulikianer unter Kaiserin Theodora, aus der Skylitzes-Chronik.

   Als schließlich Theodora II. 843 die Vernichtung der Paulikianer befahl und mehr als 100.000 Anhänger Massenhinrichtungen zum Opfer fielen, sammelten sich die Paulikianer unter dem militärischen Führer Karbeas, der die Stadt Tephrike, das heutige Divriği, zum Zentrum des Paulikianerstaates ausrief und den Kalifen von Bagdad als Schutzmacht anerkannte. Feldzüge der byzantinischen Kaiser wurden zurückgeschlagen und mit Gegenangriffen beantwortet, die die paulikianischen Truppen bis an die Ufer der Ägäis führten. Im Bündnis mit dem islamischen Emir von Melitene herrschten die Paulikianer mit Karbeas als Gegenkaiser in Armeniakon (Thema Armenien; Armenische Christen) und drohten zeitweise auch über ganz Anatolikon die Hoheit zu gewinnen. Schließlich gelang es 871 Kaiser Basileios I. die Paulikianer vernichtend zu schlagen. Das Heer der Paulikianer hatte unter Johannes Chrysocheir einen Feldzug gegen Ephesos siegreich beendet und kehrte mit reicher Beute nach Tephrike zurück, als die Byzantiner bei Bathys Ryax im Taurusgebirge überraschend zuschlugen. Der Legende nach soll vom Heer der Paulikianer keiner die Schlacht überlebt haben. Ohne Heer und ihren militärischen Führer Chrysocheires war der Untergang der Paulikianer unabwendbar. 872 oder 878 fiel Tephrike, die Hauptstadt und letzte Bastion der Paulikianer. Die Gemeinden der Paulikianer wurden zerschlagen. Die überlebenden Anhänger mussten ihrem Glauben abschwören und viele wurden zwangsweise in andere Gebiete des Byzantinischen Reiches umgesiedelt.

 

Expansion der Bogomilen im 10ten bis 15ten Jahrhundert Nachfolger

   Ein Teil der Paulikianer wurde nach Thrakien verbannt, wodurch sich ihre Glaubenslehre auf dem Balkan verbreitete und teilweise im Bogomilismus aufging. Auffällig ist auch, dass in Zentralanatolien soziale und religiöse Vorstellungen der Paulikianer, in Verbindung mit muslimischen (speziell sufistischen und schiitischen) Einflüssen, im Alevitentum wieder auflebten und bis heute fortbestehen.

 

   In Verschwörungstheorien wird häufig die Linie Gnostiker − Manichäer – Paulikianer – Bogomilen – Katharer – Waldenser – Protestanten behauptet, die hinsichtlich Einzelverbindungen schon von den jeweiligen Zeitgenossen angenommen wurde [[Etikettierungen]]. Nach einem Bericht des Petros Sikeliotes, der 868-869 bei ihnen lebte, haben die Paulikianer jedoch Manis Schriften verworfen und ihr Gründer Konstantin habe Marcions Evangelium und Paulusbriefsammlung von einem Diakon der markionitischen Kirche in Syrien übernommen.

 

   Die Bogomilen sind weitgehend unabhängig, wenn auch nur kurz nach der Umsiedlung der Paulikianer, entstanden. Soweit Kontakte zwischen den Gruppen bestanden haben, beschränken sie sich jeweils auf die Übernahme von einzelnen Schriften. Eine Gegenkirche anzunehmen, die über die Grenzen der einzelnen Sekten hinweg Personaltradition bewahrt hat, ist reine Spekulation.

 

Militarisierung und eigenes Staatsgebiet wurden den Paulikianern zur Falle und führten zu ihrem Untergang  als eigenständig bekannte Gruppierung. Auch eine Verbündung mit dem Islam wurde ihnen zur Schlinge. Jesu Worte, um das Kommen von Gottes Königreich zu beten, nicht es zu errichten und nicht zum Schwert zu greifen waren durch eigenes Territorium und politisch-religiöse Machtbestrebungen missachtet worden, mit harten mittelfristigen Konsequenzen. Das Gedankengut der Paulikianer überlebte, weil ihr Predigen wo immer sie hin verstreut wurden neu aufflammte und die Heiligen Schriften stets in allen Jahrhunderten dieselbe Lehre brachte.

 

 

2.5.3           Sind Kirchenväter und Apologeten wirklich eine sichere Grundlage apostolischer Lehre?

 

2.5.3.1          Kirchenväter und Väter der Katholischen Kirche als Grundlage des grossen Abfalls

Einige der ersten von der Kirche und deren Theologen so genannten „Kirchenväter“ konnten in Wirklichkeit niemals Väter der Katholischen Kirche genannt werden, weil sie deren Abweichung vom geraden Weg der Wahrheit unter keinen Umständen toleriert hatten. Sich „apostolisch“ zu nennen bedeutet noch lange nicht, dass die Apostel im Gericht über jene Lehrer in deren Auferstehung nicht ein verheerendes Urteil sprechen werden! Es war deutlich auch vor „falschen Aposteln“ gewarnt worden! Alle dagegen, die den zwölf Aposteln getreu nachfolgten verstanden sich nicht als Gründer einer neuen Kirche, einer Sekte, sondern blieben im Herzen geistige Juden! Die wahren Apologeten folgten nach dem Tod der Apostel weiterhin exakt deren Lehren und verteidigten sie gegen den zunehmenden Abfall! Der Weg der Gesetzlosigkeit war wesentlich breiter, wie der eingeengte Weg der Gesetzestreue und viele der aufkommenden Lehrer wählten den einfacheren, den geräumigen Weg der Anpassung an die gerade herrschende Mehrheit oder Unterordnung unter die vorherrschende Gewalt!

 

Sie werden Dämonen austreiben *** Rbi8  Matthäus 7:22-23 ***

Viele werden an jenem Tag [[(des Gerichts Jesu)]] zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Jesu hatte warnend davor gesprochen, wie er jene mit Macht ausgestatten Kirchenmänner am Ende beurteilen wird, die lautstark vorgaben in seinem Namen zu reden!

 

Zur Unverlässlichkeit des heute verwendeten Begriffs „Apologet“, um als Autorität in Sachen der christlichen Lehre respektive Irrlehre zu gelten, sagt das Nachschlagewerk Wikipedia:

 

Heute wird der Begriff [[Apologet]] auch im weiteren Sinn genutzt für einen auf gehobener intellektueller oder wissenschaftlicher Ebene argumentierenden Verteidiger einer Lehre oder Ideologie, im übertragenen Sinn für einen Verteidiger einer Irrlehre. [7]

 

Wenn der Begriff „Apologet“ heute schon so breit gezogen ist, dass jeder Verteidiger irgend einer Lehre oder Ideologie darunter zählt, so ist daraus leicht ersichtlich, wie ursprünglich eindeutige Begriffe mit der Zeit verwässert und mehrdeutig wurden, um der eigenen Mühle Wasser nutzbar zuzuführen! Wenn die Katholische Kirche oder die Protestanten oder die Orthodoxen jemanden als einen rechtgläubigen „Apologeten“ bezeichnen, so meinen alle drei etwas Unterschiedliches, da sich ja ihre Lehren untereinander unterscheiden! Hüten wir uns vor der vorgefassten Meinung, dass ein „Apologet“ oder ein „Kirchenvater“ automatisch ein Verteidiger der Wahrheit sei! Es ist ein Etikett, das ihnen von der Amtskirche späterer Jahrhunderte umgehängt wurde, um scheinbar oder in Wirklichkeit deren Unterstützung in einem Teil der Lehre zu besitzen, unbesehen davon, ob es nun Wahrheit oder Lüge ist, was unterstützt wird! Allzu oft ist das zweite der Fall!

 

Was sagt nun dasselbe Werk, was ein Apologet ursprünglich war?

 

Ein Apologet oder Apologist ist ursprünglich ein Vertreter der christlichen Apologie, die das Christentum im Römischen Reich als vernünftige Religion aufzeigt und gegen Angriffe anderer Religionen und Philosophien verteidigt.

 

Selbst die ursprünglichen Apologeten waren nach dieser Definition oft eher Verfechter einer bestimmten abweichenden Lehre, welche die Bischöfe von Rom als Rechtens erklärt hatten, wie wahre Verfechter der Wahrheit der Lehre Jesu, der Apostel und Propheten! Bedenken wir, dass wir heute dieselben Überlieferungen der Apostel in schriftlicher Form besitzen wie jene! Prüfen wir anhand ihrer Aussagen selbst nach, ob wir im wahren Glauben sind! Folgen wir dem Aufruf des Paulus nach!

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Als bewährt zu sein zeigt sich nur der, welcher am „verlässlichen Wort“ der unveränderten guten Botschaft festhält und danach handelt!

 

2.5.3.2          Keine Kompromisse mit dem „wilden Tier“

Heutige christliche Gruppen und gut organisierte Sekten mögen sich auf ihre eigene Rechtgläubigkeit berufen. Wenn somit die Rechtsabteilung von Jehovas Zeugen vor Gerichten ihre Religion verteidigt, damit sie von Haus zu Haus predigen können und ihre Literatur verteilen darf, so sind es deren Rechtsanwälte, welche die Argumentation gegenüber dem Cäsar liefern, doch in Wirklichkeit sind es im oben erwähnten Sinne des Wortes doch „Apologeten“ von Jehovas Zeugen, oder nicht?! Sie berufen sich dabei mit gewissem Recht auf die Bibel! Dass sie aber gleichzeitig ein falsches Königreich verkünden, das angeblich 1914 errichtet wurde, solches erweist jene aber ebenso als lügenhafte Apologeten, die ja nicht für, sondern in Wirklichkeit gegen die wahren Interessen von Gottes Königreich arbeiten! Ähnliches gilt für alle Religionen und Sekten. Sie suchen die staatliche Anerkennung, was nur durch Kompromisse und Unterordnung unter die Staatsgewalt möglich ist und das bedeutet, Gottes Gebote hintenan zu stellen.

 

http://nrw.saekulare-gruene.de/wp-content/uploads/2016/04/k%C3%B6rperschaft10.jpgReligionsgemeinschaften: Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts Dass sie zudem mittels der staatlichen Anerkennung, als eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ anerkannt zu sein. Eine staatlich tolerierte oder geförderte Religionsgemeinschaft zu sein bedeutet oft Steuerfreiheit für ihre Kirchenvertreter und gar staatliche Besoldung in vielen Fällen. Ein Fallstrick für viele, der Hang zur Habsucht!  Die Religionsorganisation erkämpfen sich gar solche Privilegien und buhlen um die Achtung „dieser Welt“, dies stellt sie auf dieselbe Stufe wie die katholische oder protestantische Kirche und deren Geistliche! Jesus dagegen zahlte dieselbe Steuer wie alle übrigen, obwohl er vom Vater als König und Hohepriester berufen war und als Sohn des Königs im Königreiches Israel in Wirklichkeit steuerbefreit gewesen wäre! Die Apostel bemühten sich nicht um staatliche Unterstützung und deren Anerkennung! Jesus seinerseits wollte nicht, dass jemand über die Frage der jährlichen Tempelsteuer oder staatlicher Steuern strauchelt!

 

*** Rbi8  Matthäus 17:24-27 ***

Nachdem sie in Kapernaum angekommen waren, traten die Männer, die die Doppeldrachme [Steuer] einzogen, an Petrus heran und sagten: „Zahlt euer Lehrer die Doppeldrachme [Steuer] nicht? 25 Doch“, sagte er. Als er aber ins Haus trat, kam ihm Jesus zuvor, indem er sprach: „Was denkst du, Simon: Von wem erhalten die Könige der Erde Abgaben oder Kopfsteuer? Von ihren Söhnen oder von den Fremden? 26 Als er sprach: Von den Fremden“, sagte Jesus zu ihm: „In Wirklichkeit sind dann die Söhne steuerfrei. 27 Damit wir ihnen aber keinen Anlaß zum Straucheln geben, geh ans Meer, wirf einen Angelhaken aus, und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, und wenn du sein Maul öffnest, wirst du eine Stater-Münze finden. Nimm diese und gib sie ihnen für mich und dich.“

 

Die Priesterschaft aller Kirchen zeigt mit ihrem Hang hin von Steuern befreit zu sein, dass sie für dieses System wie „Söhne“ sind, da sie ja von Steuern befreit sind! Jesus und die Apostel aber zahlten die Steuer, weil sie nicht Söhne dieses Systems sein wollen, sondern ihm gegenüber Fremde blieben! Steuerbefreiung durch die Staatsgewalt bewirkt dagegen ein „Anlass zum Straucheln“ zu sein, indem man Teil des Systems wird! Bedenken wir nur am Rand, wie viele Menschen in den letzten Jahren die Kirchen verlassen haben, um nicht weiter Kirchensteuern zu bezahlen! Wenn Priester keine Steuern zahlen, warum sollen dann die Laien den Obolus gleich doppelt entrichten? Einerseits gegenüber dem Staat und dann zudem gegenüber der Kirche nochmals, durch deren Beitragserhebung für jeden Dienst? Taufe, Ehe und Begräbnis sind doch meist kostenpflichtig und bei der Messe fehlt der Kollektenteller auch nicht. Viele Kirchen erdreisten sich gar einen „Zehnten“ zu erheben und berufen sich auf das GESETZ, das sie ansonsten nicht sehr ernst nehmen. Es entgeht ihnen, dass mit dem Ende des „Bundes mit Levi“ bei Jesu Tod auch dieses Privileg endete.

 

Verstehen wir nun die Worte Jesus, die er kurz vor seinem Tod den Aposteln mitteilte, als er sie aufforderte „kein Teil der Welt“, von diesem Systems zu werden, sondern dessen Verfolgung und deren Raub zu erdulden und dies sich gegenseitig dadurch zu erleichtern, dass einer gegenüber dem anderen Liebe zeigt und ihm die Last zu tragen hilft? Nach dem Abendmahl erklärte Jesus seinen elf Aposteln:

 

Wir sind aus Gott ... *** Rbi8  Johannes 15:17-27 ***

Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt. 20 Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 21 Alle diese Dinge aber werden sie euch um meines Namens willen antun, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. 22 Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. 23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. 24 Wenn ich unter ihnen nicht die Werke getan hätte, die niemand sonst getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie sowohl mich als auch meinen Vater gesehen und gehaßt. 25 Doch ist es, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem GESETZ geschrieben steht: ‚Sie haben mich ohne Ursache gehaßt.‘ 26 Wenn der Helfer gekommen ist, den ich euch vom Vater her senden will, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird dieser Zeugnis von mir ablegen; 27 und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr bei mir gewesen seid, seitdem ich begann.

 

Gottes Geist der Wahrheit kann nur von denen empfangen werden, die der Wahrheit zugeneigt sind! Die Apostel vertrauten Jesus und konnten dessen Worte verstehen! Sie selbst mussten nun Zeugnis ablegen! Jene, die gesetzestreue Christen verfolgen, weil sie Jesu Gebot halten kennen wirklich den Vater nicht! Sie halten das Gebot des Vaters nicht, reden aber im Namen Jesu, um andere im GESETZ straucheln zu machen! Paulus und seine Mitarbeiter zeigten sich ohne Habsucht!

 

(1. Thessalonicher 2:5-8)  In der Tat, zu keiner Zeit sind wir mit schmeichelnder Rede aufgetreten (wie ihr wohl wißt) noch mit einem Vorwand für Habsucht, Gott ist Zeuge! 6 Wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, nein, weder von euch noch von anderen, obwohl wir als Apostel Christi eine kostspielige Bürde sein könnten. 7 Im Gegenteil, wir wurden in eurer Mitte sanft, wie wenn eine nährende Mutter ihre eigenen Kinder [hegt und] pflegt. 8 Da wir also eine innige Zuneigung zu euch haben, hat es uns wohlgefallen, euch nicht nur an der guten Botschaft Gottes teilhaben zu lassen, sondern auch an unseren eigenen Seelen, weil ihr uns lieb geworden wart.

 

Würde eine „nährende Mutter“ von ihren Kindern Lohn erwarten? Dann wäre sie eine bezahlte Amme! Wer dagegen freiwillig für den Unterhalt derer mit sorgt, die für das geistige Wohl harte Arbeit leisten wird von Gott her Segen empfangen.

 

2.5.3.3          Haben wir ganzherzige Liebe zu Jesus oder stellen wir die Kirche davor?

Die heutigen Vertreter der Grosskirchen stehen in denselben Schuhen wie die Pharisäer und Schriftgelehrten der Tage Jesu und der Apostel! Obwohl jene Nachfolger Jesu Juden waren wurden sie ihres Glaubens wegen, den sie in Jesus als den erhofften Messias hegten durch ihre eigenen Brüder im Fleische verfolgt! Dasselbe geschah wiederum mit Christen, nachdem statt der autonomen Versammlung langsam eine hierarchisch geführte Amtskirche entstand. Deren Vorsteher haben auch heute keine Entschuldigung für ihr Handeln, weil sie ebenso deutlich sagen, sie hätten Jesu gehört und seien nicht blind! Ihre Sünde bleibt! „Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde.“ Jesus sagt, dass jeder der nicht auf ihn hört in Wirklichkeit den Vater hasst und dadurch ablehnt, da ja der Vater den Sohn gesandt hat und ihm Auftrag gab, was er sagen soll. Jesus verband sich mit keiner der damaligen jüdischen Sekten.

 

Jesus hasste das Böse und starb als Gerechter für SünderChristus benutzt das Wort „hassen“ ihm und Gott gegenüber im Sinne von „weniger lieben“, von „zurückstellen“, zugunsten jemand anderem! Es bedeutet hier die Bevorzugung der eigenen Kirchenleitung und deren Schriftauslegung gegenüber dem geschriebenen Wort, gegenüber Jesus, seinen Aposteln und damit selbst gegenüber dem Vater. Dadurch wird das Erlangen eines genauen Verständnisses der Zusammenhänge unterbunden! Lüge und Wahrheit ergeben keine Harmonie! Wer Jesus dagegen wirklich nachfolgt, der verneint jede Art Lehre die dem Christus widerspricht, unabhängig davon, welches die Quelle des Widerspruchs ist und was die Folgen sein können! Jesus verlangt ganzherzige, ungeteilte Liebe!

 

 *** Rbi8  Lukas 14:25-27 ***

Große Volksmengen zogen nun mit ihm, und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und haßt [[(im Sinne von weniger lieben; zurückstellen)]] nicht seinen Vater und [seine] Mutter und [seine] Frau und [seine] Kinder und [seine] Brüder und [seine] Schwestern, ja selbst seine eigene Seele, so kann er nicht mein Jünger sein. 27 Wer nicht seinen Marterpfahl [[(Pfahl)]] trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein.

 

Jesus säte nicht Hass innerhalb der Familie, wie es diese Art von Übersetzung vermittelt, sondern wollte die richtige Ordnung festlegen, wo wir wem die wahre Loyalität schulden! Gott „mit Geist und Wahrheit“ anzubeten bedeutet auf ihn und seinen Sohn zu hören und ihre Anweisungen zu befolgen! Wir sollten uns nicht selbst betrügen! Jesu Worte haben auch heute Gültigkeit.

 

Ursprünglich sollte somit durch die ersten Apologeten die reine Lehre der Apostel gegenüber Vermischung mit Philosophien verteidigt werden! Viele taten dies aus reinem Herzen. Mit dem Kirchenvater Augustinus unter vielen anderen wurde aber das Gegenteil getan, die vollkommene Vermischung von Philosophie und christlicher Lehre wurde erreicht und durch jene Theologen scheinbar biblisch begründet!

 

2.5.3.4          Das grosse Jubeljahr Jehovas bis zum Abschluss des Systems verkünden

Jene ersten Christen um die Apostel, die „Ebioniten“, welche die Lehre um den Christus, die Propheten und das GESETZ wirklich verteidigten, sie waren und blieben in ihrem Geist aufrichtige fleischliche Juden, die zudem ihr Herz beschnitten hatten wie dies auch die „Paulikaner aus Menschen der Nationen taten! Sie verteidigten die Wahrheit des Wortes Gottes und wussten um Gottes Plan mit dem Volk das gleich Jakob oder Israel ist! Es waren die Apostel selbst, die auf der Grundlage der Lehre der Propheten und dessen, wovon sie Augenzeugen geworden und überzeugt waren, dass jener Jesus von Nazareth der wahre Messias sei. Er, der den Juden seit Abraham versprochen war, wo gar schon in Eden von jenem „Samen der Frau“ die Rede war, dass er kommen würde, um sie schlussendlich vom Joch ihrer Feinde zu befreien! Dazu musste Jesus aber sterben und auferweckt werden! Erst die Auferweckung im Geiste und etwas später am dritten Tag die Auferstehung im Fleische bildeten doch das Gütesiegel, dass Gott ihn über jede Macht und Autorität erhöht hatte!

 

wer ist Jesus Christus wirklich?*** Rbi8  Matthäus 16:16-17 ***

Simon Petrus gab zur Antwort: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ 17 Jesus erwiderte ihm und sprach: „Glücklich bist du, Simon, Sohn des Jona, weil nicht Fleisch und Blut [es] dir geoffenbart haben, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.

 

Darum muss jeder von uns auch heute seinen eigen „Pfahl“ tragen und Verfolgung selbst von jenen her erdulden, die uns sehr lieb sind, selbst von eigenen Familienangehörigen. Ihnen jedoch ordnen wir wegen ihrer nahen Verwandtschaft nicht grössere Priorität zu, weil sie unser Fleisch sind, wenn sie in Wirklichkeit Gottes Wort widerstehen! Nur Jesus wurde alle Autorität im Himmel und auf der Erde von Jehova übertragen! Weder Cäsar noch Kirchenvorsteher dürfen sich über ihn erhöhen, sondern sind verpflichtet dem Christus Gehorsam zu leisten, da Gott ihn über jede Autorität erhöht hat (Ps 2:10-12).

 

*** Rbi8  Matthäus 28:16-18 ***

Die elf Jünger dagegen gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte, 17 und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm, einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.

Das "furchteinflössende Tier" (Rom) und das "Horn" das grösser wurde (Anglo-Amerika )

Rom wurde durch das vierte wilde Tier in den Visionen Daniels verkörpert! (Da Kap.7) Die Apostel konnten damals noch nicht verstehen, was jenes „kleine Horn“ bedeutet, das aus den furchterregenden Tier erst viel später zwischen den zehn Hörnern hervorbrechen würde. Roms Herrschaft sollte viel länger dauern, als sie es sich wünschten! Erst am Ende dieser Zeitspanne, wo das „kleine Horn“ zur mächtigsten Weltherrschaft aller Zeiten herangereift wäre sollte Gottes Königreich durch den zurückgekehrten Jesus  wiederhergestellt werden! Das würde der erwartete „Tag des Herrn“ sein! Unmittelbar vor seiner Rückkehr in den Himmel antwortete Jesus auf die Frage der Apostel:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:6-8 ***

Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her? 7 Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; 8 aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“

 

Mit dem erstarken und gross und mächtig werden von jenem „kleinen Horn“, das erst nach dem Erscheinen und dessen Machterlangung  identifiziert werden konnte würde es noch eine lange Zeit dauern!

 

Trump (Südkönig?) und Pution (Nordkönig)Ab einem bestimmten Zeitpunkt, Daniel spricht von „zur [[(von Gott)]] bestimmten Zeit“ (Da 11:27, 29) wäre damit ein Angriff des Nord-, Sowjetblock gegen den Südkönig Anglo-Amerika verbunden, wobei die Identität des Nordkönigs oder Hauptfeindes der letzten Weltmacht inzwischen eine Veränderung erfahren hätte. Statt Russland als Nordkönig der direkt handelt war es nun der religiös bedingte Terrorismus, der am 11.9.2001  seinen verheerenden Schlag gegen die USA führte und damit England als zweites „Horn“ des zweihörnigen wilden Tieres aus der Offenbarung  mit in den folgenden Krieg einband! 

 

All dies sollte mit den erwähnten spezifischen „Zeiten und Zeitabschnitte“ verbunden sein. Daniel der Prophet erwähnte sie im Zusammenhang mit der Aufrichtung des Königreiches! Vorab „Sieben Zeiten“ [C] die enden würden, bevor „jener kommt, der das gesetzliche dazu Recht besitz“. Dann 2300 Tage [C1](1.Mo 49:10; Da 4:25; Hes 21:27), die mit der „Übertretung“ beginnt, „die Schaden verursacht“ und vor deren Ablauf die „heilige Städte ... gewiss in ihren rechten Zustand gebracht werden“ wird (Da 8:13, 14). Durch wen? Natürlich durch den vom Vater dazu Beauftragten, „Michael“, dem höchsten der Engel, der mit dem Menschensohn Jesus identisch ist! (Da 12:1) Das geht zweifelsfrei aus Kapitel 12 vom Buch Daniel hervor! Michael und Jesus als zwei getrennte höchste Autoritäten über die Macht im Himmel, dies wäre doch ein Widerspruch! (Mat 28:18)

 

Daniel erwähnt zudem eine Phase von „dreieinhalb Zeiten“ [C2](Da 12:7) oder 1260 Tage wie Johannes dies genauso in der Offenbarung bestätigt und durch das Erwähnen von „zweiundvierzig Monaten“ unterstreicht, also dieselbe prophetische Zeitspanne beschreibt (Off 12:6, 14;13:5). Zu Beginn steht Michael auf und am Ende folgt der „Abschluss dieser wunderbaren [[(oder beunruhigend verwunderlichen)]] Dinge“.

 

Daniel beschreibt eine weitere Zeitspanne von 1290 Tagen [C3], deren Beginn durch das „Aufstellen des abscheulichen Dings, das Verwüstung verursacht“ geprägt ist und die mit demselben Ende der 1260 Tage übereinstimmt, dem Ende grosser Drangsal. Dann sind da noch die 1335 Tage [C4], mit demselben Beginn wie die 1290 Tage aber an deren Ende [Bb] die Auferstehung Daniels „zu seinem Los“ vorhergesagt ist.

 

Logik im Ablauf der detailereignisse während dem "Tag des Herrn"
 

So lauteten jene prophetischen Zeiteinteilungen innerhalb der „Zeit des Endes“, welche den Ablauf exakt prägen! Jeder Beginn und jedes Ende einer Phase sollte an spezifische Ereignisse gebunden sein, welche durch die Propheten als herausragende „Zeichen“ vorgenannt wurden! Zu Beginn all dieser Geschehnisse erwähnt aber nur die Offenbarung eine weitere Zeitspanne bevor Michael aufsteht, die ebenfalls „dreieinhalb Zeiten“ beträgt. Paulus sprach davon, dass sie durch den Ruf „Frieden und Sicherheit“ [A1] gekennzeichnet sein würde, worauf „plötzliche Vernichtung“ folgen würde. Er hatte recht! Kompliziert? Für den Kopf alleine, ja! Als vereinfachte Grafik geordnet ist es relativ leicht zu verstehen!

 

Das Britishe Empire zur Zt. des 2.WeltkriegesDass schlussendlich eine der Nationen die aus Roms Niedergang entstehen würde, England sich zu einer Verlängerung von Roms Weltmacht in weit grösserem Umfang entwickeln würde, dem British Empire, dies war ausserhalb der Vorstellungskraft der Apostel und ersten Jünger!

 

Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ Jesus sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat“. Es war auch nicht ihre Aufgabe all dies zu verstehen, sondern ihre Aufgabe war Jesus als den wahren Messias allen Nationen zu predigen, dass nun dem Christus der Gehorsam der Völker gehören solle! Das kommende Königreich Gottes war das Thema, dessen Aufrichtung mit der Wiederkehr Jesu zur Erde in Verbindung steht! Damit stehen jene „Zeiten und Zeitabschnitte“ in Verbindung. Sie haben mit dem „annehmbaren Jahr Jehovas“ [C8] und seinem „Tag der Rache“ zu tun [B3]. Das grosse „Jubeljahr“ Jehovas das daraufhin folgt, wo allen bisher im alten System gefangenen „Schafen“ Freiheit ausgerufen wird: All das lag damals noch in ferner, scheinbar unerreichbarer Zukunft! Es war Jesu letzte direkte Antwort an seine „Braut, die (künftige) Frau des Lammes“. Die Apostel brauchten viel Glauben ebenso wie wir heute betreffend des nun herannahenden Ereignisses.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:9-11 ***

Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg. 10 Und als sie unverwandt zum Himmel schauten, während er hinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern neben ihnen, 11 und sie sprachen: „Männer von Galiläa, warum steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn in den Himmel habt gehen sehen.“

 

Jesus muss somit gemäss den Worten jener Engel „in derselben Weise“ zu den Aposteln zurückkehren, wie sie ihn weggehen sahen! Dazu müssen sie aber als Menschen an jenem Tag wiederum am Leben sein, hier auf der Erde, denn ohne dies könnten sie das vorhergesagte „Herabkommen“ „in gleicher Weise“ nicht sehen! Die „Frühauferstehung“ [B1] oder „Heraus-Auferstehung“ (gr.: exanástasin) ist somit zweifelsfrei zuvor einzuordnen! (Phi 3:11)

 

Das Offenbarwerden Jesu erfüllt sich erst am Ende der „Wiederherstellung aller Dinge“ und endet mit dem Herabkommen des „neuen Jerusalem“ (Off 21:1-5) am letzten Tag [Bb3] der 1335 Tagefrist, nach den siebentägigen Feierlichkeiten der Einweisung der 144.000 Priester während dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ [BbC; a](Off 19:7-9). Dort wird dies den Höhepunkt darstellen, wenn Jesus seinem Vater das vollkommen gereinigte Königreich aus geweihten Priestern und gesalbten Königen übergibt! (1.Kor 15:24) [Bb2;e1]

 

Um die exakte Erfüllung der Prophezeiung Daniels, „wie lange“ es dauern würde bis das Königreich endgültig aufgerichtet wäre, darüber wussten die Apostel somit damals nicht Bescheid! Es hätte sie entmutigt! Ihre Aufgabe war es den jüdischen Glauben an den einzigen Gott Jehova und an dessen Messias und sein Wiederkommen zu verbreiten, der mittels des erdenweiten Königreiches Rettung für die Welt bedeutet!

 

Aufrichtung des geistigen Tempels nach Harmagedon, der erdenweiten Verwaltung der "neuen Himmel"
 

2.5.3.5          Ein und dasselbe GESETZ für das fleischliche und geistige Israel! Deutliche Warnung vor „falschen Aposteln“!

Der Gerechtigkeit des Königreiches Gottes, mit all seinen Geboten sollte nachgestrebt werden! Das musste ausschliesslich auf der Grundlage des GESETZES Gottes an Mose, den richterlichen Entscheidungen und der Vorhersagen an die Propheten geschehen! Der Messias bedeutet ja Erfüllung des GESETZES und dessen, was die Propheten angekündigt hatte: Die gute Botschaft von der Wiederherstellung des Königreich Gottes für Israel und nun neu der ganzen Erde! Wiederherstellung bedeutet das alte, bisherige wieder aufzurichten, nachdem es zuvor auf Gottes Befehl hin niedergerissen worden war! Inzwischen sollten die Nationen zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ streben und Gottes Rechtsmassstab kennen und anwenden lernen!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

Seit der Presbyter Arius vor den Richter der Katholischen Kirche erscheinen musste bleiben jene die den Sabbat und Jesu Sohnschaft bezeugen Angeklagte des herrschenden Systems SatansDie Gerechtigkeit des Königreiches war die Gerechtigkeit, die Gott Israel als deren König durch Moses gegeben hatte! Jene ersten treuen Männer in nachapostolischer Zeit, die wahren Apologeten und Nachfolger der Apostel, wie es im vierten Jahrhundert offensichtlich Arius war, welche mit Aufrichtigkeit gewisse Streitpunkte nach dem Tod der Apostel im Einklang mit deren Grundgedanken und göttlichen Prinzipien klärten, sie selbst standen als Vorsteher ihren eigenen Versammlungen von Christen vor. Sie beantworteten deren Fragen und gaben schriftgemässe Antworten auf deren Zweifel. Sie richteten in ihren Reihen nach göttlichem Massstab des einen GESETZES, das für fleischliche Juden und geistig am Herzen beschnittene Christen aus den Heiden verbindlich ist! Paulus warnte die Brüder in Korinth:

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-6 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen [[(des Systems)]] vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? [[(vor christliche Ältesten)]] 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir [[(die Apostel)]] Engel [[(gr: aggelos = Boten; Vorsteher, Älteste)]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? [[(die Gottes Rechtsmasstab missachten)]] 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

 

Solche treuen christlichen Vorsteher liessen die inneren Angelegenheiten ihrer Versammlungen nicht durch Richter des römischen Rechtswesens noch durch eine Amtskirche in Rom oder Konstantinopel beurteilen, die sich immer weiter vom geraden Pfad der Redlichkeit entfernt hatten und nach eigener Macht und Aufhäufung von Reichtum strebten! Sie wussten um die ihnen zugeteilte Aufgabe, welche Jesus den Aposteln und die Apostel Versammlungsvorstehern zugeteilt hatten! Diese Aufgabe liess sich nicht nach „oben“ delegieren! Ordnung muss an der Basis geschaffen werden! Väter mussten bereits in Familienangelegenheiten richten.

 

Vorsteher seit dem Ende des ersten Jahrhunderts hatte zu allen Zeiten zur rechtlichen Beurteilung einer Sache dieselben Schriften von Moses und den Propheten, dieselben Evangelien, dieselben Briefe der Apostel, wie wir sie auch heute haben! Sie mussten durch dasselbe tiefe persönliche Studium somit auch unweigerlich zu denselben Schlüssen gelangen, was recht und unrecht ist, wie schon zuvor die Apostel. Reife Christen mussten dieses Amt innerhalb der eigenen Versammlung ausüben und Dinge richtigstellen, korrigieren, ermuntern und auch Urteile bis hin zum Versammlungsausschluss vollstrecken!

 

*** Rbi8  Hebräer 5:14 ***

Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung [zwischen] Recht und Unrecht.

 

Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen Jene Apostel und Jünger des ersten Jahrhunderts waren mit denselben Problemen konfrontiert wie wir heute und mussten diese Dinge beurteilen und für uns als Muster aufzeichnen. Dabei hatten sie sich vollkommen auf die Aussagen der Propheten und auf Jesu abzustützen! Frühes Christentum vom Judaismus zu trennen war vollkommen unmöglich! Der einzige sichtbare Unterschied lag darin, ob Jesus als Messias anerkannt wurde oder nicht! Dieses Kunststück eine eigenständige „Religion“ zu gründen schafften erst die abtrünnigen späteren Apologeten und Kirchenväter. Einige von ihnen wurden dadurch zu „falschen Aposteln“ und „