Newsletter „DER WEG“ 7/05-3   Mai 2007

Neubearbeitung: 6.1.12

 

 

7.5.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der „unverdienten Güte“ nicht verlustig gehen: Was bedeutet das Wort „Gnade“?

 

   Der biblische Begriff der „unverdienten Güte“ wird in anderen Bibelübersetzungen als „unverdiente Gnade“ oder einfach „Gnade“ umschrieben. Vielen Christen ist nicht oder nur wenig bewusst, was dieser so gewichtige Begriff beinhaltet, wie wir in den Genuss dieser „unverdienten Güte“ oder „Gnade“ seitens Gottes gelangen und worin die Gefahren bestehen, sie erneut zu verlieren!

 

   Die NEUE WELT-ÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT gibt die Grussworte des Paulus an die Christen in Rom wie folgt wider:

 

*** Rbi8  Römer 1:7 ***

Unverdiente Güte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus.

 

   Derselbe Text lautet in der Übersetzung der ELBERFELDER BIBEL (Ausgabe 1986): „Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus

 

   Nehmen wir es vorweg: Es geht beim Ziel das wir in diesem Artikel erreichen möchten um wichtiges Grundverständnis von einer Verkettung mehrerer wichtiger biblischer Begriffe. Wir tun gut unsere volle Aufmerksamkeit auf das Thema zu richten, um die gegenseitigen Abhängigkeiten zu verstehen! Ohne Gottes „unverdiente Güte“ auf uns anwenden zu lassen ist „ewiges Leben“ gar nicht erst möglich und wir müssen in unseren Sünden sterben, möglicherweise selbst ohne Hoffnung auf eine Auferweckung, da wir in der Zeit eines göttlichen Gerichtstages leben! Die Gnade Gottes seinerseits hängt von unserem Glauben ab, den wir in Christus und sein Werk als himmlischen Abgesandten setzen, in seinen Opfertod, in dessen Gehorsam gegenüber Gottes Willen, Glaube in seine Auferweckung im Geist, seine Auferstehung im Fleische und sein Wiederkommen zum Endgericht und um auf dem Throne Davids während des Millenniums zu herrschen!

 

*** Rbi8  Johannes 8:23-24 ***

Da sagte er weiter zu ihnen: „Ihr seid von den unteren Bereichen; ich bin von den oberen Bereichen. Ihr seid von dieser Welt; ich bin nicht von dieser Welt. 24 Daher habe ich euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben. Denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.“

 

   Sünde bedeutet göttliches Gebot zu übertreten, seinen Willen zu missachten! Gottes Wille ist, dass wir auf seinen Sohn hören und das erfüllen, was dieser uns geboten hat! Sünde seinerseits zieht Strafe, gar Tod nach sich, was im Gegensatz zu Leben steht! Wir wurden von Gott durch Moses gewarnt, dass Gott uns Leben und Tod vorgelegt hat und mit Nachdruck auffordert: „Wähle das Leben!

 

*** Rbi8  5. Mose 30:15-16 ***

Siehe, ich lege dir heute wirklich Leben und Gutes und Tod und Böses vor. 16 [Wenn du auf die Gebote Jehovas, deines Gottes, hörst,] die ich dir heute gebiete, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen wandelst und seine Gebote und seine Satzungen und seine richterlichen Entscheidungen hältst, dann wirst du ganz bestimmt am Leben bleiben und dich mehren, und Jehova, dein Gott, wird dich bestimmt segnen in dem Land, in das du gehst, um es in Besitz zu nehmen.

 

   Diese Worte sind nicht nur an das fleischliche Israel gerichtet, sondern auch an uns Christen, geistige Juden, die ihr Herz aufgrund von Gottes Rechtsordnung beschnitten haben! Das war ja Voraussetzung für unsere Taufe, die ihrerseits „unverdiente Güte“ zur Folge hatte, dass unsere früheren Sünden getilgt wurden, weil Jesus für uns die Strafe trug und unserer Vergehungen wegen Striemen erhielt und an einen Stamm genagelt worden ist!

 

Die Grafik  8.3  Die Verbindung der "unverdiente Güte Gottes" zu Gottes GESETZ geht anschaulich auf diese gegenseitige Abhängigkeit ein: Von Gottes Güte, der Strenge des GESETZES und Jesu Opfertod, um uns von den Folgen des Fluches auf Sünde zu befreien.

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:24-25 ***

Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und „durch seine Striemen wurdet ihr geheilt. 25 Denn ihr seid wie Schafe gewesen, die irregingen, ihr habt jetzt aber zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen zurückgefunden.

 

   Bereits im Garten Eden im Falle Evas wurde das Gebot übertreten nicht die Frucht von einem bestimmten Baum zu essen. Gott hatte deutlich sowohl das Gebot erlassen und auch das Strafmass festgelegt: Es hatte Todesfolge für sie, für ihren Mann und für ihre Nachkommen, weil dadurch die Grundlage zum „ewigen Leben“ verloren ging! Der Apostel Johannes liefert die Schlüsselsätze zum Verständnis wichtiger Zusammenhänge:

 

*** Rbi8  1. Johannes 1:8-10 ***

Wenn wir erklären: „Wir haben keine Sünde“, führen wir uns selbst irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. 10 Wenn wir erklären: „Wir haben nicht gesündigt“, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

 

   Adam und Eva verletzten nicht nur bewusst Gottes Gebot, in klarer Kenntnis der Folgen, sondern weigerten sich später ihre Schuld zuzugeben und Gott um Vergebung zu bitten. Statt dessen redeten sie sich damit heraus verführt worden zu sein. Das führte zwar dazu, dass Gott das Urteil nicht unmittelbar vollstreckte, verhinderte aber nicht die Ausführung des Urteils durch Entzugs von physischer Vollkommenheit und damit zum langsamen Prozess des Alterns und des Sterbens!

 

   Da jeder von uns immer und immer erneut gegen Gottes Gebote verstösst und keiner vollkommen seinem Willen entsprechend handelt, gibt uns Johannes einen wichtigen Grundsatz bekannt: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen.Gott muss nicht aber Er kann unsere Sünden vergeben und dadurch das drohende Urteil und dessen Vollstreckung abwenden! Es hängt von unserer eigenen Einstellung ab!

 

   Wir sind aufgerufen uns mit Gott zu versöhnen! Er selbst streckt uns seine Hand entgegen und bittet durch Christus uns mit Ihm erneut in Harmonie zu kommen! Durch Jesaja liess Jehova Israel verkünden, dass, selbst wenn ihre Fehler so „rot wie Scharlach wären Gott bereit sei diese zu vergeben.

 

***  2. Korinther 5:18-21: *** 

Alle Dinge aber sind von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, 19 nämlich daß Gott durch Christus eine Welt mit sich versöhnte, indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete, und er hat uns das Wort der Versöhnung anvertraut.

20 Wir sind daher Gesandte an Christi Statt, als ob Gott durch uns inständig bitte. An Christi Statt bitten wir: „Werdet versöhnt mit Gott.“ 21 Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn Gottes Gerechtigkeit würden.

 

   Jesus und sein Tod, indem er für unsere eigenen Sünden starb, dies gab die Möglichkeit zur Versöhnung mit Gott, indem Jehova bereit ist den Ausgleich unserer Todesschuld durch den von Jesus erbrachten Sühnepreis anzunehmen! Durch Anerkennung Jesu als unseren Retter und Loskäufer ist Gott bereit in der Taufe diese „unverdiente Güte“ auf uns anzuwenden und uns unsere früheren Sünden zu vergeben! Jeder Jünger Christi der sich taufen lässt ist damit auch verpflichtet dieses Wort der Versöhnung mit Gott anderen gegenüber zu erwähnen und selbst Jünger zu machen, wie die Apostel dies an Jesu Stelle taten: „An Christi Statt bitten wir: ‚Werdet versöhnt mit Gott’.

 

   Durch erneutes Sündigen können wir diese „unverdiente Güte“ aber auch endgültig verlieren, da wir uns dadurch als nicht würdig erweisen, indem wir willentlich Sünde treiben! Dies hätte doch zur Folge, dass Jesus ein weiteres Mal für uns sterben sollte. Jesus aber brachte das Schlachtopfer seines eigenen, sündlosen Leibes ein einziges Mal dar! Es gibt keine zweite Taufe!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

   Gott gewährt für Übertretung keine Straffreiheit, so hat er es deutlich angekündigt! Wir sollen uns durch leere Versprechen von falschen Lehrern nicht blenden lassen, die wie Satan im Falle Evas zur Lüge Zuflucht nehmen.

 

*** Rbi8  2. Mose 34:6-7 ***

„Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

   Gottes GESETZ wurde durch Jesus nicht abgeschafft, sondern nur bis zur letzten Konsequenz erfüllt! So wird Jesus auch dem GESETZ ab Gottes gerichstag mit eisernem Stab als Richter der ganzen Erde Nachachtung verschaffen! Der Messias zeigte die höchste Form der Liebe, indem er sein Leben zugunsten seiner Feinde hingab! Da wir selbst bis zu unserer Taufe in unseren Sünden waren, gehörten wir zu seinen Feinden, weil wir durch Missachtung der Gebote zu Gottes Feinden wurden, dass wir uns als ein Freund dieses Systems und seiner gottlosen Handlungen zeigten!

 

*** Rbi8  Jakobus 4:4-6 ***

Ihr Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer immer daher ein Freund der Welt sein will, stellt sich als ein Feind Gottes dar. 5 Oder scheint es euch, daß die Schrift umsonst sagt: „Mit einem Hang zum Neid sehnt sich fortwährend der Geist, der in uns Wohnung genommen hat.“? 6 Die unverdiente Güte jedoch, die er erweist, ist größer. Folglich sagt er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber erweist er unverdiente Güte.“

 

   Jesus aber hat uns durch unsere Taufe Gott indirekt zur Ehe dargestellt. Wie Jehova sich Israel symbolisch als Ehefrau erwählte, sie aber verstiess, als sie hochmütig wurde und mit anderen Göttern geistigen Verkehr hatte, so wird er sich erneut mit dem gereinigten Israel Gottes“ vermählen. Wir dagegen sollen uns Jesus gegenüber wie keusche Jungfrauen benehmen

 

   Es gibt andererseits Fehler die Gott erneut vergibt und wiederum „Gnade“ oder „unverdiente Güte“ vor Gerechtigkeit walten lässt, wenn wir unsere Fehler demütig offen eingestehen, sie bereuen und Sühne tun! Gott hat hierzu ein bestimmtes Verfahren aufgezeigt, das wir uns in den dazu notwendigen Schritten einprägen sollten. Die Grafik 4.1-5.2  Reue und Sündenvergebung hilft uns diese Punkte zu veranschaulichen.

 

   Sowohl das jährliche Abendmahl wie der Sühnetag spielen seit ihrer Einführung eine gewichtige Rolle innerhalb Gottes Vorkehrungen von der „unverdienten Güte“ weiterhin Nutzen zu ziehen! Wo diese göttlichen Vorkehrungen zur Reinigung von Sünden nicht so genutzt werden, in der Form wie Gott dies innerhalb seiner richterlichen Entscheidungen festgelegt hat, führt es dazu, dass sich unsere Sünden bis zum Himmel aufhäufen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-5 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

   Alle Kirchen „Babylons der Grossen“ verstossen in der einen oder anderen Weise gegen Gottes Gebot! Die Christenheit hat ihren Sonntag und ihre eigenen Feste und missachten dadurch Gottes viertes Gebot, seine Sabbate zu heiligen und die Juden achten zwar die Sabbate, lehnen aber Jesus als Retter ab! Wir aber, die nach Wahrheit und genauem Verständnis streben müssen genauso wie Jesus es vorgezeigt hat den ganzen Willen Gottes respektieren und nicht Menschengeboten seitens „falscher Götter“, „falscher Christusse“ und „falscher Propheten“ und deren nachplappernden, aufgehäuften „falschen Lehrern“ in Form von Religionsstiftern nachfolgen!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:2-5 ***

Predige das Wort, halte dringend darauf in günstiger Zeit, in unruhvoller Zeit, weise zurecht, erteile Verweise, ermahne, mit aller Langmut und [Kunst] des Lehrens. 3 Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden. 5 Du aber bleibe in allen Dingen besonnen, erleide Ungemach, verrichte [das] Werk eines Evangeliumsverkündigers, führe deinen Dienst völlig durch.

 

   Wir wollen unverfälscht „das Wort“ predigen und auf die Einhaltung aller Gebote pochen, den anderen zu einem Zeichen und zur Warnung, dass Gott nicht mit sich spassen lässt und sein Wort durch den Christus mit eisernem Stab durchsetzen wird! Möge Gottes unverdiente Güte weiterhin bleibend mit uns sein!

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

5.3     Der „unverdienten Güte“ nicht verlustig gehen: Was bedeutet das Wort „Gnade“?.. 5

5.3.1           Wie können wir unverdiente Güte erlangen und in ihr verbleiben?. 5

5.3.1.1      Was ist unter dem Begriff „unverdiente Güte“ oder „Gnade“ genau zu verstehen?. 5

5.3.1.2      Liebende Güte im Sinne von loyaler Liebe. 6

5.3.1.3      Durch Adam kam die Sünde und der Tod, durch Jesus „die freie Gabe ... der unverdienten Güte“ 6

5.3.1.4      Durch Jesu Loskaufsopfer von den Sünden freigesprochen, die nach GESETZ Mose nicht schuldlos gesprochen werden konnten! 7

5.3.1.5      Durch „unverdiente Güte … an Sohnes Statt“ angenommen. 8

5.3.1.6      Niemand soll ungestraft die „unverdiente Güte“ zur Zügellosigkeit verkehren! 9

5.3.1.7      „Unverdiente Güte“ in besonderem Ausmass an Paulus offenbart 10

5.3.1.8      Unabhängig von fleischlicher Beschneidung zählt die Beschneidung des Herzens. 11

5.3.2           Den Zweck erkennen, dem die „unverdiente Güte“ dient! 12

5.3.2.1      Liebende Güte als eine Kraft, die anziehend wirkt, ihr Fehlen wirkt abstossend. Sie ist ein Lebensweg. 12

5.3.2.2      Für all jene die Gottes Willen tun gibt es weiter „liebende Güte“, für jene, die Gott missachten Gericht 13

5.3.2.3      Die „unverdiente Güte“ dient einem bestimmten Zweck: Glaube in Jesus und sich dem „GESETZ des Christus“ zu unterordnen! 14

5.3.2.4      Der „unverdiente Güte“ den Schafen gegenüber steht den Uneinsichtigen Gottes Härte und Unnachgiebigkeit gegenüber 15

5.3.2.5      Jene Generation, die durch „unverdiente Güte“ durch Harmagedon hindurch gerettet werden. 16

5.3.2.6      Die Grundlage des Urchristentums lag in der Autonomie ihrer Versammlungen die durch den herrschenden Geist und die Liebe vereint waren. 18

5.3.3           Die herausragende Stelle Jesu beachten, um die „unverdienten Güte“ zu erlangen und darin zu verbleiben. 18

5.3.3.1      Glaube in Jesus Christus als Grundlage für die Anwendung der „unverdienten Güte“ 18

5.3.3.2      Wir sind um einen Preis gekauft und darum Sklaven des Christus geworden. 20

5.3.3.3      Versöhnung mit Gott ist möglich!  Er richtet jene auf, die gefallen waren. 20

5.3.3.4      Weder das „wilde Tiere“ der Politik, noch das „Bild des wilden Tieres“, die Religionen dürfen angebetet werden. 21

5.3.3.5      Strengere Bestrafung unter dem „GESETZ des Christus“ für Gesetzesübertretung angekündigt! 22

5.3.3.6      Gottes „liebende Güte“ wird auf vielfältige Weise weiterhin gezeigt 23

5.3.4           Besonderer Lohn aufgrund unverdienter Güte. 25

5.3.4.1      Leben und Verlängerung unserer Tage versprochen, sofern wir das Gute wählen! 25

5.3.4.2      Jesus wurde um unserer Willen arm, um uns durch seine Armut reich zu machen. 25

5.3.4.3      Jesu Kraft wird durch „unverdiente Güte“ in Schwachheit vollkommen gemacht! 26

5.3.4.4      Paulus durch „unverdiente Güte“ zum Apostel der Nationen ernannt 26

5.3.4.5      Das Strafmass Gottes, für all jene, die seine „unverdiente Güte“ zurückweisen bleibt die „ewige Abschneidung“ 28

5.3.5           Um der „unverdienter Güte“ Willen nach der „Krone des Lebens“ an Jesu Seite streben. 29

5.3.5.1      Einem Überrest wird „unverdiente Güte“ gemäss Auserwählung angerechnet, die als Priester und Könige regieren werden. 29

5.3.5.2      Die „unverdiente Güte“ machte aus Saulus einen verdientstvollen Apostel 30

5.3.5.3      Durch die „unverdiente Güte“ an Erkenntnis und Redefähigkeit wachsen. 31

5.3.5.4      Durch „unverdiente Güte“ ein Königreich erlangen, das nicht erschüttert werden kann. 32

5.3.5.5      Sich nicht von dem abbringen lassen, wozu wir berufen wurden. 33

5.3.5.6      Während wir in Verfehlungen tot waren sind wir durch „unverdiente Güte“ zum Leben gelangt 34

5.3.6           Was ist Voraussetzung, um unter unverdienter Güte zu verbleiben?. 34

5.3.6.1      In der „unverdiente Güte“ an Erkenntnis wachsen und treu bleiben. 34

5.3.6.2      An Erkenntnis und an „unverdienter Güte“ wachsen. 35

5.3.6.3      Von jeder Art Gesetzlosigkeit sich fern halten! Jesu Offenbarwerden erwarten. 36

5.3.6.4      Warnung davor, sich nicht durch fremdartige Lehren fortreissen zu lassen. 37

5.3.6.5      Warnung vor den Hochmütigen und jenen, die „unverdiente Güte“ als Entschuldigung für Zügellosigkeit verkehren. 39

5.3.6.6      Unsere Hoffnung auf die „unverdiente Güte“ setzen und zur Tätigkeit in Heiligkeit bereit sein. 40

5.3.6.7      Das Lehrwerk anderer aufgrund „unverdienter Güte“ festigen. 41

5.3.7           Gottes Vorkehrungen zur Sündentilgung nicht ausser Acht lassen! 42

5.3.7.1      Weiterhin um „unverdiente Güte“ für unsere Fehler bitten und Gottes Vorkehrung zur Sündentilgung nutzen. 42

5.3.7.2      Die herausragende Wichtigkeit des Sühnetages um in der „unverdienten Güte“ zu verbleiben. 43

5.3.7.3      Jehova für seine „unverdiente Güte“ dankbar sein und ihn dafür segnen! 44


 

5.3             Der „unverdienten Güte“ nicht verlustig gehen: Was bedeutet das Wort „Gnade“?

 

 

5.3.1           Wie können wir unverdiente Güte erlangen und in ihr verbleiben?

 

5.3.1.1        Was ist unter dem Begriff „unverdiente Güte“ oder „Gnade“ genau zu verstehen?

Die christlich-griechischen Schriften des Neuen Testaments geben den Begriff „Güte“ mit dem Wort „chrestótes“ wieder, das auch „Freundlichkeit“ bedeutet. Beide Begriffe weisen auf echtes Interesse an Wohl eines anderen hin. Viele deutsche Bibelübersetzungen verwenden dort das Wort „Gnade“.

 

Auf hebräisch lautet der Begriff „chéßedh“ und hat dieselbe Bedeutung. Es ist ein liebevolles Festhalten an einer Sache bis zur Erfüllung des Zweckes. Ein verwandter hebräischer Begriff lautet chéßádh“ und deutet auf „loyal handeln“ hin, im Sinne von liebevoller Rücksichtnahme zum Zweck von Lebenserhaltung und Lebensförderung. Die Gesinnung ist dabei stets mit der Tat verbunden! (Ps 18:25 & FN).

 

Gott selbst geht im Erweisen von „liebender Güte“ führend voran, indem er sogar dem Undankbaren und Bösen Gutes tut, um sie zur Reue zu führen und dadurch deren Leben erhalten zu können (Lu 6:35, 36).

 

*** Rbi8  Römer 2:4 ***

Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Nachsicht und Langmut, indem du nicht erkennst, daß Gottes gütige [Wesensart] dich zur Reue zu führen sucht?

 

Da in diesem Sinne mit dem Wort chéßedh Hilfe in Not, Treue und Zusammengehörigkeitsgefühl verbunden sind, so sind die Begriffe „liebende Güte“ oder „loyale Güte“ weit bezeichnender, als das deutsche Wort „Gnade“, das dieses Verständnis weit weniger vermittelt.

 

Das Deutschwörterbuch WAHRIG erklärt:

 

Gnade: verzeihende Güte, Barmherzigkeit Gottes, Sündenvergebung; (im Christentum auch) das Heil ohne Rücksicht auf Verdienst; (allg.) herablassende Gunst, Wohlwollen; Barmherzigkeit, Mitleid, Straf-, Sündenerlass; Gnadenbezeigung, -beweis unverdienter Gunst

 

Die Bezeichnung im WAHRIG „Heil ohne Rücksicht auf Verdienst“ kann gut mit dem Wort „unverdient“ ausgedrückt werden, um diesen Umstand in den Vordergrund zu rücken. Gott hat nicht die Pflicht denen zu helfen, die ihm offensichtlich als Schöpfer ablehnen. Das Wort „gnädig“ hat einen Beigeschmack von herablassend etwas gewähren.

 

Wir wollen den Begriff anhand seiner Verwendung in der Heiligen Schrift betrachten, weil er nicht nur im Zusammenhang des Handelns Gottes mit uns und Jesus uns Menschen gegenüber, sondern auch unser eigenes Verhalten zu anderen Mitmenschen beeinflusst! Es bezeichnet eine Eigenschaft, die wir fördern sollen, die uns in den Augen anderer Menschen wertvoll macht und die Gott bei uns sehen möchte!

 

Der Psalmist zeigt, dass er Vertrauen in Jehova setzt, dass Gott ihn aus Bedrängnis erretten wird, ohne dass er darauf in Wirklichkeit einen Anspruch hätte:

 

*** Rbi8  Psalm 13:5 ***

Was mich betrifft, ich habe auf deine liebende Güte vertraut;

Es frohlocke mein Herz in deiner Rettung.

 

Paulus zeigt im Römerbrief, dass wir Gottes Güte erst erreichen müssen, sie später aber durch unkluges Handeln, durch Sünde verlieren können. Er stellt Gottes Strenge seiner Güte entgegen und zeigt, dass Gott zwischen beiden eine freie Wahl hat!

 

*** Rbi8  Römer 11:22 ***

Sieh also Gottes Güte und Strenge. Gegen die, die gefallen sind, Strenge, gegen dich aber Gottes Güte, vorausgesetzt, daß du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden.

 

Gott zeigte seine Strenge gegen Israel, weil jene seinen Sohn als Abgesandten des Himmels, als den verheissenen Messias abgelehnt hatten, obwohl er all die Vorhersagen der Propheten erfüllte und allen gegenüber Güte gezeigt hatte. Einem Überrest der Juden und gegenüber Menschen der Nationen dagegen, die auf das Predigen der guten Botschaft positiv reagierten zeigte Gott „unverdiente Güte“, indem er deren Sünden wegwischte.

 

Als Christen sind wir selbst gefordert gegenüber allen Menschen Güte zu zeigen, allen Voran unseren Mitbrüdern. Das hat aber Grenzen, wie Jesus deutlich zeigte, als er sagte, dass wir nicht „Perlen vor die Schweine“ werfen sollen. Auch wir müssen unterscheiden lernen, wo Güte den Zweck erfüllt Leben zu retten und wo Menschen sich wie beissende Hunde gegen uns wenden und daher Strenge angesagt ist. Die Güte ist eine der neun Geistesgaben die im Galaterbrief aufgeführt sind und die ein Christ weiterentwickeln soll (Gal 5:22; 1.Kor 13:4; 2.Kor 6:4-6; Eph 4:32).

 

*** Rbi8  Kolosser 3:12 ***

Kleidet euch somit als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, mit der innigen Zuneigung des Erbarmens, mit Güte, Demut, Milde und Langmut.

 

Wir wollen die vielfältige Anwendung erkennen die dieser biblische Begriff hat und uns dabei selbst kontrollieren, wo wir uns verbessern sollten, um dem Massstab zu genügen, den Gott an uns gesetzt hat!

 

5.3.1.2        Liebende Güte im Sinne von loyaler Liebe

Eine der herausragenden Eigenschaften Jehovas ist diese „liebende Güte“ im weiteren Sinn seiner Loyalität denen gegenüber, die ihm treu waren, wie Abraham, Isaak und Jakob! Um ihretwillen ertrug Gott die Verfehlungen des Volkes Israel über viele Jahrhunderte! Das war auch der Grund, dass Jehova auf Mose Worte hin sie nicht als Volk in der Wildnis unmittelbar vernichtete, deren ständigen Rebellion wegen, sondern senetwegen nachsichtig war (4.Mo 14:13-19).

 

Jesus zeigt mit uns Christen dieselbe Treue, um der Apostel und ersten getreuen Jünger willen, obwohl die meisten der Nachfolger schon kurz nach dem Tod der Apostel vom Abfall und von Abspaltungen wie der Nikolaus-Sekte überrollt wurden blieb er all denen treu, die sich ihm gegenüber treu erwiesen und weiterhin seine Gebote hielten. Es war damals eben wie es Johannes erklärte „die letzte Stunde“ einer wahren Christusnachfolge, auf dem einen, dem eingeengten Weg der Wahrheit (1.Joh 2:18-21). 

 

Der Abfall verbreitete sich schnell, indem Jesu Gebote missachtet und umgedeutet wurden von Männern, die als Vorsteher ihren eigenen Vorteil suchten, die von denen, welche an den Geboten festhielten und weiterhin für Jesus Zeugnis ablegten lästerlich redeten.

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:10-13 ***

Verwegen, eigenwillig, zittern sie nicht vor Herrlichen, sondern reden lästerlich, 11 wohingegen Engel, obwohl sie an Stärke und Macht größer sind, keine Anklage in lästerlichen Ausdrücken gegen sie vorbringen, [und sie tun es nicht] aus Respekt vor Jehova [[dem Herrn (Jesus)]]. 12 Aber gleich vernunftlosen Tieren, die von Natur aus dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden, werden diese [Menschen] in bezug auf Dinge, über die sie unwissend sind und lästerlich reden, in ihrem eigenen [Lauf] der Vernichtung auch Vernichtung erleiden, 13 indem sie sich als Lohn für Unrechttun selbst Unrecht zufügen.

 

Gottes „unverdiente Güte“, welche solche Menschen zu Beginn erfahren durften, wird von ihnen genommen und sie werden in Vernichtung enden. Sie kannten den rechten Weg und haben ihn um ihres Vorteils willen verlassen! Für heutigen Lohn gehen sie des künftigen Lohnes verlustig! Einige von uns möchten, dass dieses Gericht schnell kommen möge, um das eigene Leiden abzukürzen. Petrus zeigt aber etwas später, dass Gott ebenso wie er Israel gegenüber Langmut zeigte und deren rebellisches Verhalten über viele Jahrhunderte ertrug auch heute mit dem endgültigen Urteil und der Vollstreckung zugewartet hat, damit alle zur Reue gelangen! Jedem wird somit eine Chance eingeräumt!

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:9-10 ***

Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie [es] einige [für] Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen. 10 Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb, an welchem [Tag] die Himmel mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden.

 

Die folgenden Worte des Petrus zeigen wie im Falle Israels, dass es nur ein Überrest sein wird, der auf Gottes freizügig offerierte „unverdiente Güte“ reagiert und auch später nach ihrer Taufe darin verbleibt, indem jener Überrest weiterhin das tut, was in Gottes Augen vortrefflich ist!

 

5.3.1.3        Durch Adam kam die Sünde und der Tod, durch Jesus „die freie Gabe ... der unverdienten Güte“

Vorab im Zusammenhang mit unserer Taufe ist die „unverdiente Güte Gottes“ von herausragender Bedeutung. Jehova hatte durch den Sündenfall Adams zwischen dem „Samen der Frau“ und dem „Samen der Schlange“ eine Trennung herbeigeführt. Adam konnte nach der Verurteilung keine physisch perfekten Kinder mehr zeugen. Sie erbten von ihm den Alterungs- und Zerfallsprozess. Dadurch endete für Adam, Eva und all ihre Nachkommen die physischen Voraussetzungen ewiges Leben zu erlangen! Die Folge war der adamsche Tod. Paulus gibt uns interessanten Einblick in sein Verständnis kommender Erlösung:

 

image013*** Rbi8  Römer 5:15-17 ***

Doch mit der Gabe [[(der unverdienten Güte)]] ist es nicht so wie mit der Verfehlung. Denn wenn durch des einen Menschen Verfehlung viele gestorben sind, so sind die unverdiente Güte Gottes und seine freie Gabe mit der unverdienten Güte durch den einen Menschen Jesus Christus vielen gegenüber weit überströmender gewesen. 16 Auch ist es mit der freien Gabe nicht so, wie sich die Dinge durch den einen [Menschen], der sündigte, auswirkten. Denn das Gericht hatte von einer Verfehlung aus Verurteilung zur Folge, die Gabe aber hatte von vielen Verfehlungen aus eine Gerechtsprechung zur Folge. 17 Denn wenn durch die Verfehlung des einen [Menschen] der Tod als König durch diesen einen regiert hat, werden vielmehr die, welche die Fülle der unverdienten Güte und der freien Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben als Könige durch den einen, Jesus Christus, regieren.

 

Gottes unverdiente Güte“ wurde erst durch den Verdienst des „einen Menschen, Jesus Christus“ möglich, indem er Gott in allem die Treue hielt! Dadurch sollte nicht nur Israel, nein auch Menschen aus den Nationen gegenüber Gottes Güte überströmend werden. Während die Auswirkung der Sünde des Ungehorsams Adams den Tod seiner Nachkommen zur Folge hatte, sollte der Gehorsam Jesu „unverdiente Güte“ all jenen gegenüber zur Folge haben, die Glauben in das durch den Messias erbrachte Loskaufsopfer setzen würden.

 

Paulus spricht von „freier Gabe der Gerechtigkeit“, vom Geschenk ewigen Lebens sprechend! Er zeigt auch auf, dass ein Anteil an Erstlingen künftig als Könige mit Jesus zusammen herrschen werden.

 

5.3.1.4        Durch Jesu Loskaufsopfer von den Sünden freigesprochen, die nach GESETZ Mose nicht schuldlos gesprochen werden konnten!

Die Auferweckung Jesu seitens Gottes war die Erfüllung verschiedener Schriftworte, welche Propheten lange zuvor angekündigt hatten. Paulus verwies auf solche Zusammenhänge in seiner Ansprache in der Synagoge von Antiochia in Pisidien. Er und der aus Zypern stammende Levit Barnabas und dessen Cousin Johannes Markus, der später als Jünger Markus sein eigenes Evangelium verfasste, sie waren von der Versammlung der Ebioniten in Jerusalem her nach Antiochia in Syrien zurückgekehrt. Sie hatten der verarmten Versammlung Jerusalem eine Unterstützung gebracht und Paulus und Barnabas wurden vom „heiligen Geist“, wahrscheinlich in Form einer Vision durch Worte die von Jesus stammten für ein besonderes Predigtwerk ausgesondert.

 

Auf dieser ersten Missionsreise kam Paulus nach längerem Predigtaufenthalt auf Zypern nach Perge, wo Markus aus offenbar eigensüchtigen Gründen von ihnen schied und nach Jerusalem zurückkehrte. Das war im Jahre 47 u.Z. Von dort gelangten Barnabas und Paulus nach Antiochia in Pisidien und Paulus hielt in der Synagoge der Juden am Sabbat eine Ansprache, nachdem er von den dortigen Vorstehern dazu ermuntert worden war. Aus jener Rede können wir weitere wichtige Zusammenhänge von Gottes „liebender Güte“ erkennen. Voran gab er einen zusammengefassten Überblick der Geschichte Israels vom Auszug aus Ägypten bis zu Jesus Tod. Der angekündigte Messias war ein Mann aus Davids Nachkommenschaft, wie dies im GESETZ und den PROPHETEN vorherbestimmt war. Johannes der Täufer hatte diesen als den vorhergesagten Messias angekündigt, nachdem er Israel Reue und Umkehr predigte und die Taufe als Symbol der Reue einführte (Apg 12:25-13:25). Paulus erklärt nun:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:26-31 ***

Männer, Brüder, ihr Söhne vom Geschlecht Abrahams, und die [anderen] unter euch, die Gott fürchten, uns ist das Wort von dieser Rettung gesandt worden. 27 Denn die Bewohner Jerusalems und ihre Vorsteher erkannten diesen nicht, doch als sie als Richter auftraten, erfüllten sie die Dinge, die von den PROPHETEN geäußert worden sind und die jeden Sabbat vorgelesen werden, 28 und obwohl sie keine Ursache fanden [, ihn] zu töten, verlangten sie von Pilatus, daß er hingerichtet werde. 29 Als sie nun alles, was über ihn geschrieben steht, vollbracht hatten, nahmen sie ihn vom Stamm herab und legten ihn in eine Gedächtnisgruft. 30 Gott aber auferweckte ihn von den Toten; 31 und während vieler Tage wurde er für die sichtbar, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgegangen waren, die nun seine Zeugen vor dem Volk sind.

 

Die Jünger aus Galiläa waren es somit, vorab seine elf Apostel, die Jesus während vierzig Tagen nach seiner Auferstehung sahen! Sie sollten von nun an Zeugnis ablegen, dass Gott die Toten künftig durch den auferstandenen und nun unsterblichen und unverweslichen Menschen Jesus auferwecken werde! Gottes „unverdiente Güte“ zeigte sich in herausragender Weise vorab an Jesus. Sie soll durch den Glauben an diese Hoffnung all jene erreichen, die ihrerseits Glauben in Gottes Wort und Werk setzen würden: Vorab Juden, dann auch alle Menschen der Nationen!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:32-37 ***

32 Und so verkünden wir euch die gute Botschaft von der Verheißung, die an die Vorväter erging, 33 welche Gott uns, ihren Kindern, gänzlich dadurch erfüllt hat, daß er Jesus auferstehen ließ, wie es auch im zweiten Psalm geschrieben steht: ‚Du bist mein Sohn, heute bin ich dein Vater geworden.‘ 34 Und diese Tatsache, daß er ihn von den Toten zur Auferstehung brachte, dazu bestimmt, nicht mehr zur Verwesung zurückzukehren, hat er auf diese Weise dargelegt: ‚Ich will euch die dem David [zugesagten] liebenden Gütigkeiten verleihen, die zuverlässig sind.‘ 35 Daher sagt er auch in einem anderen Psalm: ‚Du wirst nicht zulassen, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sieht.‘ 36 Denn David einerseits diente in seiner eigenen Generation dem ausdrücklichen Willen Gottes und entschlief [im Tode] und wurde zu seinen Vorvätern gelegt und sah die Verwesung. 37 Andererseits sah der, den Gott auferweckt hat, die Verwesung nicht.

 

Glaube in die Unverweslichkeit Jesu ist auch Voraussetzung in seine Wiederkehr im Fleische zu vertrauen! Jesu Körper sah die Verwesung im Grabe nicht, so wie es angekündigt worden war und auch nach seiner Himmelfahrt verlor Jesus diesen Fleischesleib nicht: „Du wirst nicht zulassen, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sieht“ hatte David erklärt, von dem nach ihm kommenden Samen redend. Paulus erklärt diesen Zusammenhang in Antiochia über den auferstandenen Jesus:  Andererseits sah der, den Gott auferweckt hat, die Verwesung nicht.

 

Durch ihn sollten nun Sünden vollkommen vergeben werden, die zuvor vom GESETZ Mose nicht vergeben werden durfte, die den Tod verursacht hätten: „... von allen Dingen, von denen ihr durch das GESETZ Mose nicht schuldlos gesprochen werden konntet.“ Das war eine herausragende Neuigkeit und grosse Herausforderung für alle Zuhörer: Befreiung von früherer Blutschuld, wo das GESETZ unabdingbar die Todesstrafe forderte! Diese Gemeinschuld lastete ja nun auf allen Juden, die als Volk vor Pilatus geschrien hatten: „An den Pfahl mit ihm“ und zudem weiter sagten: „Sein Blut komme über uns“! (Mat 27:21-25)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:38-41 ***

Darum sei euch kund, Brüder, daß euch durch diesen [[Jesus von Nazareth]] Vergebung der Sünden verkündigt wird 39 und daß von allen Dingen, von denen ihr durch das Gesetz Mose nicht schuldlos gesprochen werden konntet, jeder, der glaubt, durch diesen schuldlos gesprochen wird. 40 Seht daher zu, daß das nicht über euch komme, was in den PROPHETEN gesagt ist: 41 ‚Seht es, ihr Verächter, und wundert euch darüber, und schwindet dahin; denn ich wirke ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr gewiß nicht glauben werdet, auch wenn es euch jemand im einzelnen erzählt.‘ “

 

Das war bestimmt eine herausragende „unverdiente Güte“, dass Gott selbst jenen Sündenvergebung anbot, die seinen Sohn unschuldig und grausam zu Tode gebracht hatten!

 

5.3.1.5        Durch „unverdiente Güte … an Sohnes Statt“ angenommen

Die Propheten sprachen seit langem von einem grossen bevorstehenden Gericht an Juda. Der unehelichen Tochter des Prophet Hosea „Lo-Ruhama“, welche das aus dem Exil zurückgekehrte Juda darstellt. Ihr sollte künftig keine weitere Barmherzigkeit erwiesen werden. So hatte es Jehova gegenüber Hosea deutlich vorhergesagt. Der Zeitpunkt der Urteilsvollstreckung kam nun Mitte des ersten Jahrhunderts schnell näher. In nur noch 19 Jahren ab dem Jahr 47 u.Z. würde der Beginn sein, im Jahre 66 u.Z. kam der Beginn des Endes mit dem Aufstand der Zeloten gegen die Römer, der dreieinhalb Jahre später im Jahre 70 u.Z. mit der Zerstörung Jerusalems enden sollte. Die vorhergesagte Vernichtung der jüdischen Nation und deren Zerstreuung bis zur Zeit der „Wiederherstellung aller Dinge“ durch „Spross“ schlummerte somit nicht! Die warnenden Worte die Petrus nur zwei Jahre vor Beginn der Zerstörung im Jahre 64 u.Z. schrieb waren daran sich zu erfüllen (Jer 23:5, 6).

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:3 ***

Was aber sie betrifft, so nimmt das Gericht von alters her keinen langsamen Verlauf, und ihre Vernichtung schlummert nicht.

 

Jehova spricht im Falle Hoseas von dessen zweiten, unehelich gezeugten Tochter „Lo-Ruhama“ von und deren hurerischen Mutter „Gomer“ (Israel=Jakob, ein über 70 Jahre alter Überrest), welche die aus Babylon zurückgekehrten Israeliten symbolisiert (Juda, die in Babylon geborenen Generationen), wie folgt:

 

*** Rbi8  Hosea 1:6-7 ***

Nenne ihren Namen Lo-Ruhama, denn ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen, weil ich sie ganz bestimmt hinwegnehmen werde. 7 Aber dem Hause Juda werde ich Barmherzigkeit erweisen, und ich will sie erretten durch Jehova, ihren Gott; aber ich werde sie nicht erretten durch Bogen oder durch Schwert oder durch Krieg, durch Rosse oder durch Reiter.“

 

Lo-Ruhama“ sollte hinweg genommen werden! Der Überrest darin, der als „Juda“ bezeichnet wird und dem Barmherzigkeit gezeigt werden würde bestand vorab aus den Aposteln und dann aus all jenen Israeliten, die auf diese gute Botschaft der Apostel reagierten, sich im Namen Jesu taufen liessen.  Sie reagierten später aufgrund der Warnungen Jesu in Matthäus Kapitel 24, bevor die Vernichtung über sie kam: Als Jerusalem von feindlichen Heeren der Römer das erste Mal umstellt wurde! Die „unverdiente Güte“ erwies sich wiederum für jene zu ihrem Nutzen, die auf Gottes Stimme hörten und dem Sohn Gehorsam leisteten!

 

Paulus warnt somit die Juden in Antiochia zu Recht vor anstehendem Gericht: „Seht daher zu, daß das nicht über euch komme, was in den PROPHETEN gesagt ist.“ Ein grosses Dahinschwinden wurde angesagt und nur ein Überrest sollte davonkommen! Auch das künftige Gericht der Endzeit betrifft den heute lebenden Rest der Nachkommen von „Lo-Ruhama“, fleischlicher Juden die Jesus als Messias bis ans Ende ablehnen, die Nation Israel. Der geringste Buchstabe im GESETZ und den PROPHETEN muss sich vollständig erfüllen!

 

Über jene Befreiung von Vernichtung durch das von Jesus erbrachte Lösegeld berichtet Paulus im Brief an die Epheser erneut. All diese „unverdiente Güte“ den Sündern Israels und jener der Nationen gegenüber, die Christus in ihrem Herzen annahmen, sollte dazu dienen, Gottes Lob zu vermehren! Die Apostel waren hierzu besonders auserwählt worden und sollten „an Sohnes Statt“ diese Dinge bis an die Enden der Erde als „gute Botschaft“ verkünden! Wir übernahmen als „Kinder der auserwählten Frau“ mit der Taufe denselben Auftrag!

 

*** Rbi8  Epheser 1:5-7 ***

Denn er hat uns durch Jesus Christus zur Annahme an Sohnes Statt für sich vorherbestimmt nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lobpreis der Herrlichkeit seiner unverdienten Güte, die er uns durch [seinen] Geliebten gütigerweise erwiesen hat. 7 Durch ihn haben wir die Befreiung durch Lösegeld mittels des Blutes dieses einen, ja die Vergebung [unserer] Verfehlungen, gemäß dem Reichtum seiner unverdienten Güte.

 

Die Befreiung durch Lösegeld ist nur dort möglich, wo Gott nicht auf unabdingbare Ausführung des Todesurteils besteht! Das GESETZ sah für verschiedene Vergehen unabdingbares Todesurteil vor! Es ist gut diese Regelungen Gottes zu kennen und sie zu verstehen, wenn auch heute Religionsführer sie für veraltet und ungültig erklären mögen. Es ist weise Gottes Anweisungen zu kennen und zu beachten und falsche Götter abzuweisen! Gottes Grenzen um seinen „heiligen Berg“ (seine Hierarchie) bestehen weiterhin und niemand kann ungestraft selbst hinaufgehen, der nicht von Gott gerufen wurde!

 

*** Rbi8  2. Mose 19:12-13 ***

Und du sollst dem Volk ringsum Grenzen setzen, indem [du] sprichst: ‚Hütet euch davor, auf den Berg zu steigen, und rührt dessen Rand nicht an. Irgend jemand, der den Berg anrührt, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. 13 Keine Hand soll ihn anrühren, denn er wird ganz bestimmt gesteinigt oder ganz bestimmt erschossen werden. Ob Tier oder Mensch, er wird nicht leben.‘ Beim Blasen des Widderhorns mögen sie ihrerseits zum Berg heraufkommen.“

 

Berg“ ist ein Symbol für Macht, Autorität! Der Begriff „wilde Tiere“ wird auf politische und religiöse Mächte angewendet, die gesetzlos und ohne Gewissen gottentfremdet handeln! Jeder, der sich „obrigkeitliche Gewalt“ anmasst, die nicht von Jehova theokratisch zugeteilt ist „besteigt den Berg“! 

 

Hier bei Moses ging es um den physischen Berg Horeb in der Wildnis Sinai. Er steht für den „Berg des wahren Gottes“, bevor er sich Zion als Wohnsitz erwählte! Aber auch Zion steht für göttliche Herrschaft und all jene, die Gott dazu erwählt mit ihm und seinem Sohn zu herrschen! Erst auf das Ertönen des Signals dürfen jene Auserwählten sich Gott nähern. Das war ein Trompetenstoss im Lager Israels und nach Harmagedon ist es das Trompetenfest, wo die Auserwählten Versiegelten und die Erstauferstandenen zusammen mit Jesus und den Aposteln auf den Berg Zion hinaufziehen werden! Niemand kann für sich selbst bestimmen ein „Gesalbter“ zu sein, denn dies bestimmt Jehova durch Jesus und die Apostel! Dasselbe gilt somit in der Zeit der Aufrichtung des geistigen Tempels nach Harmagedons Urteilsvollstreckung an all denen, die sich selbst erhöht hatten oder sich vom System Satans erhöhen liessen!

 

5.3.1.6        Niemand soll ungestraft die „unverdiente Güte“ zur Zügellosigkeit verkehren!

Jeder, der das GESETZ Mose übertreten hatte sollte auf Grund von Zeugenaussagen von „zwei oder drei“ Personen hin zum Tod verurteilt werden. Paulus erwähnt dies warnend für Christen im Brief an die Hebräer! Er zeigt damit, dass dieselben Regeln auch für Christen gelten, dass sie sogar verschärft worden waren! Wir haben den Text in der Zusammenfassung zu Beginn bereits behandelt:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Das „GESETZ Mose“ ist im „GESETZ des Christus“ integriert! Lassen wir uns nicht von eitlen Schwätzern verführen, dass es keine Gültigkeit mehr hätte! Paulus spricht bestimmt die Wahrheit auch da, wo Übersetzer ihm Worte in den Mund legen, die er anders ausgedrückt hat! (Rö 10:4)

 

Viele solcher Sünden, welche Todesstrafe verdienen blieben ungesühnt, da sie gar nicht ans Licht kamen oder die Richter ihnen gar keine Beachtung schenkten. Die Betroffenen aber wussten sehr wohl um ihre Übertretung! Sie waren in ihrem Gewissen gebrandmarkt. Es wartet Gottes Endgericht und der tausendjährige Gerichtstag auf Sühnung! Jeder erhält den Lohn gemäss dem, was das GESETZ angekündigt hat, wobei Barmherzigkeit jenen gegenüber in Aussicht steht, die echte Reue zeigen, solange Gott hierzu Zeit einräumt. Straffreiheit gibt es bei Gott nicht!

 

*** Rbi8  Römer 2:14-16 ***

Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz sind, sich selbst ein Gesetz. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

Christus als Richter der Lebenden und Toten muss somit dem GESETZ Gottes schlussendlich mit „eisernem Stab“ Nachachtung verschaffen! Paulus erwähnte, dass nach der Taufe „kein Schlachtopfer mehr übrigbleibt“, wenn wir Gottes GESETZ willentlich übertreten. Das stimmt vollkommen mit Jesu Worten überein, das für das frühere und jetzige System dieselbe Regel kennt:

 

*** Rbi8  Matthäus 12:31-32 ***

Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

 

Was bedeutet es nun, „gegen den heiligen Geist zu reden“? Natürlich ist es die Verleugnung des Geistes Gottes der zu uns aus der Schrift spricht, den „Geist der Wahrheit“, indem das als ungültig erklärt wird oder das zu lästern, was Gott als „unrein“ und was er als „rein“ erklärt hat, dessen, was Gott als Sünde bezeichnet und was Gott als Gerecht erachtet! Es bedeutet bis heute und auch im kommenden System vom „Baum der Erkenntnis von gut und böse“ zu essen, obwohl Gott dies bei Todesstrafe deutlich verboten hat!

 

*** Rbi8  1. Mose 2:15-17 ***

Und Jehova Gott nahm dann den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und ihn pflege. 16 Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. 17 Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“

 

Was Gott als Schlecht für den Menschen bezeichnet bleibt schlecht! Dies zu lästern, zu verneinen oder gar als abgeschafft zu erklären hat bei Gott keine Vergebung! Viele Menschen sind in grösster Gefahr, weil sie dies weder erkannten noch wussten. Jene aber die es wussten und bewusst verschwiegen, verdunkelten und verhüllten haben weit grössere Schuld! Auch jene, dies es wissen konnten und es ablehnten dies zu erkennen tragen grosse Schuld!

 

5.3.1.7        „Unverdiente Güte“ in besonderem Ausmass an Paulus offenbart

Saulus von Tarsus gehörte ja selbst zu denen, die unschuldiges Blut vergossen hatten und Jesu eigenes vergossenes Blut schrie nach Rache Jehovas gegen die ganze Nation, die kollektiv Schuld trug!

 

*** Rbi8  Matthäus 27:24-26 ***

Da Pilatus sah, daß es nichts nützte, sondern daß vielmehr ein Aufruhr entstand, nahm er Wasser und wusch seine Hände vor der Volksmenge und sprach: „Ich bin unschuldig am Blut dieses [Menschen]. Das ist eure Sache.“ 25 Darauf erwiderte alles Volk und sprach: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder.“ 26 Dann gab er ihnen Barabbas frei, Jesus aber ließ er auspeitschen und lieferte ihn aus, damit er an den Pfahl gebracht werde.

 

Die Priester hatten das Volk zuvor aufgehetzt. Sie erfüllten dadurch nur das, was in den Propheten über sie und das Volk Israel, von Hosea über „Lo-Ruhama“ gesagt wurde, das jene seit langem schon ablehnten Gottes Worte im Herzen zu bewahren!

 

Die Ankündigung des Paulus im Brief an die Epheser war somit von herausragender Bedeutung: „Durch ihn haben wir Befreiung durch Lösegeld mittels des Blutes dieses einen, ja die Vergebung [unserer] Verfehlungen, gemäß dem Reichtum seiner unverdienten Güte.“ Jesu eigenes Blut würde bei der Taufe als Lösegeld für jedes persönliche Blutschuld angerechnet!

 

Keiner konnte sich dabei durch eigene Werke befreien. Unschuldiges Blut konnte nur durch unschuldiges Blut wettgemacht werden. Gottes Sinn für Gerechtigkeit, dass Gleiches mit Gleichem ausgeglichen werden muss wurde dadurch erst erfüllt!  Unverdiente Güte“ Gottes war es, was jedem von uns daher erwiesen wurde! Der Apostel Johannes bringt diesen Zusammenhang im Hinblick auf Gottes überströmende Liebe zu uns in seinem ersten Brief zum Ausdruck:

 

*** Rbi8  1. Johannes 4:7-10 ***

Geliebte, laßt uns einander weiterhin lieben, weil die Liebe aus Gott ist, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren worden und erkennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist. 9 Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall offenbar gemacht, daß Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten. 10 Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.

 

Die „unverdiente Güte“ die Gott uns erwies und weiterhin erweist kommt dadurch zum Tragen, dass Jesus zur Erde gesandt wurde, um „für uns den Tod zu schmecken“, damit wir durch ihn Vergebung der Sünden und ewiges Leben zurückerlangen könnten, das durch Adam verloren gegangen war. Wir selbst haben alle durch eigene Fehler Todesstrafe verdient! Unsere Fehler wirken sich auf unsere Kinder aus und ebenso unsere Reinigung kommt jenen zu gute!

 

(1. Korinther 7:14)  Denn der ungläubige Mann ist in Verbindung mit [seiner] Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist in Verbindung mit dem Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.

 

Paulus gibt weitere Hinweise über die „unverdiente Güte“ und Rettung durch den Christus mittels unserer Taufe, „... das Bad, das uns zum Leben brachte.“ Keines von all unseren guten Werken wäre für sich allein dazu in der Lage uns von der Todesstrafe zu befreien!  

 

*** Rbi8  Titus 3:4-7 ***

Als jedoch die Güte und die Liebe zum Menschen auf seiten unseres Retters, Gottes, offenbar wurde, 5 rettete er uns, nicht zufolge von Werken, die wir in Gerechtigkeit vollbracht hätten, sondern gemäß seiner Barmherzigkeit durch das Bad, das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist. 6 Diesen [Geist] goß er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns aus, 7 damit wir, nachdem wir kraft dessen unverdienter Güte gerechtgesprochen worden sind, Erben würden gemäß einer Hoffnung auf ewiges Leben.

 

Die Erneuerung durch „heiligen Geist“ hat damit zu tun, dass wir Gottes GESETZ auf unser Herz schreiben, fest in unseren Verstand einbrennen, damit wir durch diese das „Gesetz des Fleisches“ zu Tode bringen, diesem gegenüber und der Sünde in der Taufe sinnbildlich „sterben“! Das verhindert, dass wir uns später erneut den „elementaren Dingen der Welt“, deren ungesetzlichen Regeln unterwerfen!

 

*** Rbi8  Kolosser 2:20-22 ***

Wenn ihr mit Christus zusammen den elementaren Dingen der Welt abgestorben seid, warum unterwerft ihr euch, als lebtet ihr in der Welt, weiterhin den Verordnungen ... gemäß den Geboten und Lehren von Menschen?

 

Ein deutlicher Unterschied wir durch Paulus zwischen den „Geboten und Lehren von Menschen“ gemacht und dem „heiligen Geist der Wahrheit“, der aus Gottes Lehren und Geboten zu uns redet! (Joh 4:24; 14:15-17; 17:17)

 

Durch Jesus wurde „heiliger Geist“ über seine Apostel und Jünger ab Pfingsten des Jahres 33 u.Z. ausgegossen. Jene im Obergemach versammelten Jünger erinnerten sich all der Dinge, die Jesus ihnen zuvor gesagt hatte. Dadurch waren sie von Gott her inspiriert diese Dinge aufzuzeichnen!

 

In der Taufe kommt es zu einer „Wiedergeburt“ in geistigem Sinne, „durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist“. Das Absterben gegenüber der Sünde beim Untertauchen und das Lebendigwerden beim Auftauchen gegenüber dem „Gesetz des Geistes“. Das Loskaufsopfer Jesu befreite uns von Sünde und vom Fluch darauf, „nachdem wir kraft dessen unverdienter Güte gerechtgesprochen worden sind“. Dadurch wurde uns ein Status von Heiligkeit vor Gott verliehen, so dass wir uns Gott im Gebet erneut nähern dürfen! Alle Christen sind „Heilige“, solange sie unter „unverdienter Güte“ stehen!

 

Ja, Paulus nennt in den Briefen in seinen Anreden alle Christen in den Versammlungen „Heilige“! Das war nicht der Status einer besonderen Klasse von „Gesalbten“ oder durch Päpste ernannten „Heiligen“, da ja alle Christen „mit heiligem Geist gesalbt“ sind: Mit genauer Kenntnis der Schrift! Leicht verständlich, dass ein Kleinkind nicht getauft werden darf!

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:20-21 ***

Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Diese „Salbung“ besteht somit aus „der Erkenntnis … der Wahrheit“ die von Gott her stammt, nicht der „offiziellen Wahrheit“ einer Religionsgruppe, die sich in ihren unterschiedlichen dogmatischen „Wahrheiten“ doch alle widersprechen! Dieses Verständnis war es doch, das uns zum Entscheid führte uns taufen zu lassen! Dazu gehörte es, dass man uns das ganze GESETZ und dessen Bedeutung erklären musste! Zudem sollte das „GESETZ“ jeden Sabbat in den Versammlungen gelesen und erklärt werden! (Apg 15:21) Jesus hatte warnend in der Bergpredigt auf ein gewichtiges Detail hingewiesen!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:19 ***

Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

 

Diese Kenntnis der Wahrheit verhindert, dass wir auf religiöse Lügen hereinfallen, „weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.“ Wer diese Gebote Gottes und des Christus nicht hält und sie nicht lehrt wird „Geringster“ genannt werden und Gottes Königreich nicht erreichen!

 

5.3.1.8        Unabhängig von fleischlicher Beschneidung zählt die Beschneidung des Herzens

Alle männlichen Juden und alle ansässigen Fremdlinge, welche am Passahmahl teilhaben wollen mussten seit den Tagen Mose vorab am Fleische beschnitten sein. Mit Jesu Tod kam es dort zu einer Änderung. Nachdem „der Bund mit den vielen“ bis zum Ende der siebzigsten Jahrwoche aufrechterhalten worden war, wurde mit der Taufe des Kornelius und seiner Hausgemeinschaft als „Menschen der Nationen“ der Zugang zu „Gottes unverdienter Güte“ geöffnet. Da jene Hausgemeinschaft schon zuvor ihr „Herz beschnitten“ hatte und sich an die Gebote Jehovas hielt fiel „heiliger Geist“ auf jene noch bevor sie getauft wurden! Gott hatte somit die „Beschneidung des Herzens“ durch Kornelius an Stelle der fleischlichen Beschneidung anerkannt! Er hatte sie schon zuvor von Israel gefordert gehabt.

 

*** Rbi8  5. Mose 30:6-7 ***

Und Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen, damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen. 7 Und Jehova, dein Gott, wird gewiß alle diese Flüche auf deine Feinde und auf die legen, die dich hassen, die dich verfolgt haben.

 

Nun würde der Fluch den das GESETZ erwähnt auf die Feinde des Christus fallen aufgrund deren Sünden. Das harte Joch der fleischlichen Beschneidung von erwachsenen Männern wurde von den Christen entfernt! Einige Juden aus Jerusalem versuchten dies erneut einzuführen und redeten davon, dass „das ganze GESETZ Mose“ gehalten werden müsse, auch das Gebot fleischlicher Beschneidung. Petrus wies jene in Verteidigung der Aussagen und Forderungen des Paulus streng zurecht!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:10-11 ***

Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern [[aus den Nationen, den Paulikanern]] ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

 

Die „unverdiente Güte des Herrn Jesus“ war nun auf Juden und Menschen der Nationen, die später Ebioniten und Paulikaner genannt wurden, je nachdem sie von den Juden oder Heiden her stammten. Da Jesus es war, der „heiligen Geist“ auch über die Hausgemeinschaft des Kornelius ausgegossen hatte wurde die kommende Rettung nun als „die unverdiente Güte des Herrn Jesus“ bezeichnet. Er war es, der das Opfer für uns erbracht hat und dafür seitens Gottes über jede Autorität erhöht worden war! (Mat 28:18)

 

Die Auseinandersetzung bezog sich darauf, dass einige Juden aus Jerusalem aus falschem Verständnis heraus in Antiochia in Galatien erneut die fleischliche Beschneidung jener Christen aus den Nationen verlangten. Petrus und Barnabas schlossen sich damals jenen aus falscher Furcht oder Duldsamkeit an. Paulus war es, der sich vehement dagegen wehrte und den Zusammenhang des Verlustes „unverdienter Güte“ mit Gesetzeswerken für Sünde, mit den gesetzlich verlangten Sühnopfern in Verbindung brachte. 

 

*** Rbi8  Galater 5:3-6 ***

Überdies lege ich noch einmal vor jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, Zeugnis ab, daß er verpflichtet ist, dem ganzen GESETZ nachzukommen. 4 Ihr seid von Christus losgetrennt, wer ihr auch seid, die ihr versucht, durch Gesetz [[GESETZES-Werke (wie die Beschneidung, die das GESETZ vorschreibt)]] gerechtgesprochen zu werden; ihr seid von seiner unverdienten Güte abgefallen. 5 Wir für unseren Teil erwarten durch den Geist sehnlich die erhoffte Gerechtigkeit als Folge des Glaubens. 6 Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

Wer sich von den Paulikanern am Fleische beschneiden lassen würde, der war nun auch verpflichtet alle übrigen Opfer so zu erbringen, wie es das mosaische GESETZ dafür vorsah: z.B. müsste jedes erstgeborene männliche Kind am vierzigsten Tag im Tempel dargestellt werden und das hierfür vorgeschrieben Opfer dargebracht werden. Je nach Sünde müssten Tieropfer dargebracht werden. Wer somit nach der Taufe Sünden begangen hatte müsste erneut die blutigen Tieropfer erbringen, da durch die Beschneidung am Fleisch ein neues Gebot gebrochen würde, dadurch die bereits gewährte „unverdiente Güte“ zurückgewiesen wird und dies ein Lostrennen von Christus zur Folge hat!

 

Der bei der Taufe gezeigte Glaube musste nun durch Werke der Liebe unter Beweis gestellt werden! „Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

 

5.3.2          Den Zweck erkennen, dem die „unverdiente Güte“ dient!

 

5.3.2.1        Liebende Güte als eine Kraft, die anziehend wirkt, ihr Fehlen wirkt abstossend. Sie ist ein Lebensweg

Jesus zeigte den Weg, den wir als seine Jünger beschreiten sollen. Wo immer er leidende Menschen sah ging er auf jene zu,  um jenen Trost zu spenden. Kranke heilte er, von Dämonen geplagte befreite er. In den Sprüchen wird jemand der „liebende Güte“ seinen Mitmenschen gegenüber ausübt, obwohl er wenig Mittel besitzen mag mit seinem Gegenstück verglichen, einem lügenhaften Mann, dem es gerade dadurch an dieser Güte fehlt.

 

*** Rbi8  Sprüche 19:22 ***

Das Begehrenswerte am Erdenmenschen ist seine liebende Güte; und einer mit wenig Mitteln ist besser als ein lügenhafter Mann.

 

Von Natur aus ist unser Herz gegen Menschen gerichtet die lügen! Wenn wir unser Herz aber aufrichtig untersuchen, so werden wir auch bei uns selbst kleine Unehrlichkeiten entdecken, wo wir aus Eigensucht oder Bequemlichkeit oder gar in boshafter Form die Wahrheit verdreht haben.

 

Indem wir „liebende Güte“ anderen gegenüber zeigen handeln wir uns selbst gegenüber vorteilhaft. Unser Geist dankt es durch inneren Frieden und durch Gefühle des Glücks!

 

*** Rbi8  Sprüche 11:17-18 ***

Ein Mann von liebender Güte handelt mit seiner eigenen Seele auf eine sich lohnende Weise, aber der Grausame bringt seinen eigenen Organismus in Verruf.

18 Der Böse schafft sich falschen Lohn, wer aber Gerechtigkeit sät, wahre Verdienste.

 

Durch Lügen verschafft sich der Böse auch im täglichen Leben Vorteile. Das bedeutet aber kurzfristig zu denken und die langfristigen Konsequenzen zu ignorieren. Da Religionen einfache Konzepte offerieren, wie die Ohrenbeichte, wo angeblich unsere Sünden zugedeckt werden ohne dass wir den gesetzlich festgesetzten Preis für Fehlverhalten erbringen müssen, vertrauen viele Menschen auf diesen einfachen, bequemen und breiten Weg, der aber im Tode enden wird.

 

Der Prophet Hosea vergleicht diese Denkform, die zu nur immer mehr und grösserer Gesetzesverletzung hinführt mit Morgengewölk und Frühtau, der mit der aufgehenden Sonne schnell vergeht. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen zeigt er die Verwicklung von Priestern und deren Zusammenrotten in Religionen. Er setzt sie mit „Plündererstreifscharen“ gleich die beständig auf Raub aus sind! Gott dagegen will vom Menschen „liebende Güte“ die beständig ist, auch während der „Hitze des Tages“ und nicht „Schlachtopfer“ für Gesetzesübertretung! Jehova wünscht, dass wir genaue Erkenntnis erlangen und nicht „Ganzbrandopfer“, die doch zeigen, dass unser Handeln Finsternis ist!

 

*** Rbi8  Hosea 6:4-11 ***

„Was soll ich dir tun, o Ephraim? Was soll ich dir tun, o Juda, wenn eure liebende Güte wie das Morgengewölk ist und wie der Tau, der früh vergeht? 5 Darum werde ich [sie] durch die Propheten [nieder]hauen müssen; ich werde sie durch die Reden meines Mundes töten müssen. Und die Gerichte an dir werden wie das Licht sein, das hervorgeht. 6 Denn an liebender Güte habe ich Gefallen gefunden und nicht am Schlachtopfer; und an der Erkenntnis Gottes mehr als an Ganzbrandopfern. 7 Doch sie selbst haben wie der Erdenmensch [den] Bund übertreten. Dort haben sie treulos gegen mich gehandelt. 8 Gilead ist eine Stadt von Schadenstiftern; ihre Fußspuren sind Blut. 9 Und wie beim Auflauern auf einen Mann [besteht] die Gemeinschaft von Priestern [aus] Plündererstreifscharen. Am Wegesrand begehen sie Mord zu Sichem, weil sie nichts als Zügellosigkeit verübt haben. 10 Im Hause Israel habe ich Gräßliches gesehen. Dort gibt es Hurerei von seiten Ephraims. Israel hat sich verunreinigt. 11 Außerdem, o Juda, ist für dich eine Ernte festgesetzt worden, wenn ich die Gefangenen meines Volkes zurückkehren lasse.“

 

Das Gericht das Hosea an Ephraim, dem Zehnstämmereich und an Juda, dem Zweistämmereich kommen sieht vergleicht er mit „Licht“, das alles, was in der Dunkelheit stattgefunden hat beleuchten wird! Juda und Israel hatten beide treulos gegenüber ihrem Bund mit Gott gehandelt. Jehova kündigte Juda eine Ernte an, den Gerichtstag! Hosea fährt fort die fehlende „liebende Güte“ innerhalb des Volkes zu beklagen:

 

*** Rbi8  Hosea 4:1 ***

Hört das Wort Jehovas, o Söhne Israels, denn Jehova hat einen Rechtsfall mit den Bewohnern des Landes, denn es ist keine Wahrheit und keine liebende Güte und keine Gotteserkenntnis im Land.

 

Die Wahrheit war abhanden gekommen und dies bedeutete den Beginn von Gottlosigkeit. Gotteserkenntnis zeigt sich durch gesunde Gottesfurcht, indem Jehovas GESETZE als Grundlage wahrer Weisheit respektiert werden! (2.Ti 2:16-19)

 

*** Rbi8  Hosea 12:6 ***

Und was dich betrifft, zu deinem Gott solltest du umkehren, indem du liebende Güte und Recht bewahrst, und hoffe beständig auf deinen Gott.

 

Heute stellen solche „Schlachtopfer“ die Israel wegen ihrer Sünden darbringen mussten in der Christenheit die Bussen, Gerichtsgebühren und Anwaltshonorare dar, da ja alle Richter dieses Systems doch nur noch für Geld richten! Das Rechtswesen ist zu einer Milliardenindustrie verkommen und das Recht kommt nur noch verdreht heraus!

 

*** Rbi8  Habakuk 1:4 ***

Darum wird das Gesetz kraftlos, und das Recht geht niemals hervor. Denn der Böse umgibt den Gerechten, darum kommt das Recht verdreht hervor.

 

Viele die das Recht verteidigen sollten sind zudem korrupt und lassen sich bestechen! (2.Mo 23:8) Die Priester sind zu Lohnhirten ihrer von Jesus abgetrennten Schafhürden geworden, von Männern eingesetzt, die sich selbst auf den „Stuhl Mose“ gesetzt haben (Mat 23:1-12). „Falsche Christusse“ oder „falsche Apostel“ (Mat 24:23-26), die sich ihr Amt innerhalb ihrer blühenden Religionsorganisationen selbst anmassen. Oft sind sie vom Staat bezahlte Knechte, die den Willen des „wilden Tieres“ ausführen oder die vom Zehnten ihrer Schafe leben, die sie finanziell scheren. Dadurch aber ist keiner mehr in der „Hand Jesu“ und Jesus bewegt sich nicht innerhalb ihrer Versammlungen (Off 1:20). Jene Religionen bilden alle längst Teil „Babylons der Grossen“ und wollen von Jehova und seinen eingesetzten König unabhängig in ihrem eigens aufgerichteten Königreichen herrschen: Sie sind „Teil dieser Welt“, obwohl sie bestimmt das Gegenteil von sich behaupten. Ihre Werke verraten sie (Joh 15:17-26). Sie lehren ihre Schafe sich eher nach den Menschengeboten, als sich nach Gottes GESETZ ausrichten!

 

*** Rbi8  Micha 3:11-12 ***

Ihre eigenen Häupter richten lediglich um eine Bestechung, und ihre Priester, sie unterweisen bloß um einen Kaufpreis, und ihre eigenen Propheten treiben Wahrsagerei nur um Geld; doch auf Jehova stützen sie sich ständig, indem [sie] sprechen: „Ist nicht Jehova in unserer Mitte? Es wird kein Unglück über uns kommen.“ 12 Darum wird euretwegen Zion als bloßes Feld umgepflügt werden, und Jerusalem, es wird zu nichts als Trümmerhaufen werden, und der Berg des Hauses wird zu Waldeshöhen werden.

 

Das Gegenbildliche Jerusalem christlicher Religionsführer, der „Berg des Hauses“ religiöser Machtausübung, ist ein blosser Wald von Bäumen geworden die Jehova nicht gepflanzt hat (Mat 15:13, 14), der mit Feuer verbrannt wird (Ps 83:13), wenn Jehova „alle Macht und Autorität“ dieses Systems zunichte machen wird! Johannes der Täufer kündete an, was folgen wird!

 

(Matthäus 3:10)  Schon liegt die Axt an der Wurzel der Bäume; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen werden.

 

Die Frucht ist es, die den Baum identifizieren lässt, ob er von Gott gepflanzt ist oder nicht!

 

5.3.2.2        Für all jene die Gottes Willen tun gibt es weiter „liebende Güte“, für jene, die Gott missachten Gericht

Was für Juda und Israel recht war, wird für die Christenheit beim Endgericht nur billig sein! Gott hat sich nicht geändert (Mal 3:6). Sein Massstab gilt gestern, heute und morgen! An der Stelle der „Schriftgelehrten“ und „Gesetzeskundigen“ stehen heute die „christlichen“ Rechtsanwälte. Die Theologen nehmen die Stelle der Pharisäer und Sadduzäer ein, sie verbreiten denselben Sauerteig der Lehre!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:20 ***

Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Nur wenn wir wahre Gotteserkenntnis anwenden, im Einklang mit der offenbarten Wahrheit der Schrift verbleiben wir weiterhin in Gottes Gunst! Wir sollen zudem fortgesetzt auf das Erweisen „liebender Güte“ seitens Gottes harren (Ps 33:18, 22), darum beten (Ps 51:1; 85:7; 90:14; 109:26; 119:41) und erhalten durch „liebende Güte“ bis zum Abschluss Trost (Ps 119:76). Der Psalmist beschreibt Jehovas Wege:

 

*** Rbi8  Psalm 25:10 ***

Alle Pfade Jehovas sind liebende Güte und Wahrhaftigkeit

Für die, die seinen Bund und seine Mahnungen beobachten.

 

Deutlich ist das Erweisen von „Jehovas  liebender Güte“ daran gebunden, dass wir  den Bund nicht verlassen, den wir in der Taufe eingegangen sind und auf die Zurechtweisungen seitens seiner Propheten, von Jesus und den Aposteln hören! Bis heute reden sie durch die Schrift zu uns. Ihre Mahnungen sind Gottes eigene Zurechtweisungen!

 

*** Rbi8  Psalm 5:7 ***

Was mich betrifft, durch die Fülle deiner liebenden Güte

Werde ich in dein Haus kommen,

Ich werde mich niederbeugen gegen deinen heiligen Tempel in der Furcht vor dir.

 

Nun wird schon innert kurzer Zeit der „geistige Tempel“ vollendet werden. Wiederum werden wir uns, all jene, welchen Gott es ermöglicht zur „grossen Volksmenge“ zu gehören, vor Gott niederbeugen und Jesus, dem Lamm huldigen! Mit Jesus werden seine 144.000 Priesterkönige auf dem Berg Zion der staunenden Menge aus allen Nationen, Völkern und Sprachen offenbar werden. Das ist es, worauf unsere Hoffnung gerichtet sein muss, weil durch das „Israel Gottes“, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ künftig viele weiteren Segnungen und „unverdiente Güte“ zu den Loyalgesinnten fliessen wird!

 

5.3.2.3        Die „unverdiente Güte“ dient einem bestimmten Zweck: Glaube in Jesus und sich dem „GESETZ des Christus“ zu unterordnen!

Gottes „unverdiente Güte“ soll uns nicht alleine die Möglichkeit geben von der Verurteilung erlöst zu werden, sondern dient einem erweiterten Zweck: Das „Königreich des Sohnes der Liebe“ aufzubauen und zu festigen, die Vorstufe der Herrschaft des „Königreiches der Himmel“. Jesu Wiederkehr zu erwarten und den Glauben in ihn und das kommende Königreich zu stärken durch das Jüngermachen, dies war und blieb das erklärte Ziel bis zum Tag von Jesu Wiederkehr! Zu Recht fragte Jesus:

 

*** Rbi8  Lukas 18:8 ***

Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?

 

Der Zweck dieses Glaubens ist Gehorsam, um zur Reue zu gelangen und dadurch Rettung am Gerichtstag und ewiges Leben erst möglich zu machen!

 

J. H. Thayer sagt in seinem Lexikon: „Das Wort . . . [cháris] vermittelt den Gedanken von Güte, die jemandem unverdienterweise erwiesen wird . . . die Schreiber des N. T. gebrauchen . . . [cháris] hauptsächlich, wenn die Güte gemeint ist, die Gott dadurch erweist, daß er denen, die es nicht verdienen, Gnade gewährt, Sündern ihre Sünden vergibt und sie einlädt, durch Christus ewige Rettung zu erlangen“ (A Greek-English Lexicon of the New Testament, 1889, S. 666)  [1]

 

Die „ewige Rettung durch Christus“ ist somit nicht alleine von Gottes „unverdienter Güte“ abhängig, sondern auch von unserem Willen diese anzunehmen und entsprechend zu handeln! Jesus war gekommen, um Sünder zur Reue zu führen, die Kranken zu heilen! (Lu 5:31, 32)

 

Jehova hatte gegenüber David versprochen, dass ein Same aus seinen Lenden auf seinem Thron für immer herrschen werden, um ihm und uns gegenüber die „liebenden Gütigkeiten“ zu wirken die versprochen wurden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:34 ***

Und diese Tatsache, daß er ihn von den Toten zur Auferstehung brachte, dazu bestimmt, nicht mehr zur Verwesung zurückzukehren, hat er auf diese Weise dargelegt: ‚Ich will euch die dem David [zugesagten] liebenden Gütigkeiten verleihen, die zuverlässig sind.‘

 

Diese Auferstehung des Christus im Fleische, der als Erster seit Adam Unverweslichkeit besitzt, sie steht direkt erneut in Verbindung mit der Wiederaufrichtung von Gottes Königreich! Jesus muss als Mensch unter Menschen herrschen und Gott gibt durch ihn Gewähr, dass auch andere Menschen dieselbe Unsterblichkeit erhalten werden! Nur so kann das göttliche Versprechen einer Tausendjahrherrschaft der 144.000 Priesterkönige an Jesu Seite in Erfüllung gehen! Ewiges Leben hängt von einer physischen Umwandlung ab, die ihrerseits ein neues, reines Denken bedingt!

 

Bereits Jesaja kündigte weitere grossartige „liebende Gütigkeiten“ gegenüber jenem Samen auf Davids Thron an: Jene die Vertrauen und Glauben in ihn setzen würden ihr Leben verlängern! Die Auferstehung Jesu und sein erneutes menschliches Leben nach dem Tode soll Zeugnis sein, dass Gottes Versprechen die Toten aufzuerwecken Wirklichkeit werden wird. Jesus selbst soll „König der Könige“ über alle Nationen werden: „Als Zeugen für die Völkerschaften habe ich ihn gegeben, als Führer und Gebieter für die Völkerschaften.“

 

*** Rbi8  Jesaja 55:3-4 ***

Neigt euer Ohr, und kommt zu mir. Hört, und eure Seele wird am Leben bleiben, und ich will einen auf unabsehbare Zeit dauernden [[einen ewigen]] Bund mit euch schließen in bezug auf die liebenden Gütigkeiten gegenüber David, die zuverlässig sind. 4 Siehe! Als Zeugen für die Völkerschaften habe ich ihn gegeben, als Führer und Gebieter für die Völkerschaften.

 

Gottes Wort ist zuverlässig, wir dürfen und sollen unser Vertrauen in Ihn setzen! Der Zweck, den die „unverdiente Güte“ durch Jesus in uns erwirken soll ist gerade diese Hoffnung auf seine Wiederkehr und die endgültige Aufrichtung von „Gottes Königreich für Israel“. Diese Aufgabe kann nur der Sohn erfüllen und jedes Vorzugreifen seitens der Menschen ist zum Scheitern verurteilt! Gott bittet durch die Apostel inständig, dass wir mit Jesus auf dieses Ziel hin zusammenarbeiten mögen!

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:1-2 ***

Mit ihm zusammenarbeitend, bitten wir euch auch inständig, nicht die unverdiente Güte Gottes anzunehmen und ihren Zweck zu verfehlen. 2 Denn er sagt: „In einer annehmbaren Zeit habe ich dich erhört, und an einem Tag der Rettung habe ich dir geholfen.“ Seht! Jetzt ist die besonders annehmbare Zeit. Seht! Jetzt ist der Tag der Rettung.

 

Der Zweck der „unverdienten Güte“ unseres Schuldenerlasses durch Gott ist unsere Rettung aus dem verurteilten System! Jener Tag, wo Jesus in Herrlichkeit zu herrschen beginnt ist auch für alle früheren Generationen festgesetzt. Alle, die in treue Jesus gedient haben oder jene vor seinem ersten Kommen als Retter seines Volkes Israel, jene die schon zuvor auf den kommenden Messias ihre Hoffnung gesetzt hatten, auch für jene kommt nun der Tag der Auferstehung, der Errettung aus den Fesseln des Todes! Für uns aber, die es trifft in der Zeit des Endes zu leben ist es das Überleben des Untergangs des heutigen Systems. Wir werden als Augenzeugen Gottes Eingreifen und seinen Schutz aus „unverdienter Güte“ gegenüber einer „grossen Volksmenge“ für ewig erwähnen!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:22 ***

Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

 

Damit wir dies auch wirklich erreichen hat Jesus uns mit Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass wir Gottes Gebote halten sollen und dieses auch andere lehren müssen! Dadurch zeigen wir unsere Liebe zu Jesus und zu Gott!

 

*** Rbi8  Johannes 14:15-17 ***

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist.

 

Der „Geist der Wahrheit“ muss in uns verbleiben! Wir heissen ihn willkommen und klammern uns an diesen, damit Irrtum und Lüge in uns keinen Platz finden! Dies wird durch unseren Willen bekräftigt, unser Handeln, da wir Irrlehren und lügenhafte Geschichten erkennen können und zurückweisen! Wir sollen andere die Wahrheit über Christus, über den Vater und die kommenden Dinge lehren!

 

Dies beginnt in unserer Familie, bei unseren Kindern und geht hin zu Bekannten, Freunden und Aussenstehenden. Viele von jenen wurden gelehrt, dass die Gesetze der Nationen über Gottes Geboten stehen würden, Gesetze, die Dinge verurteilen die Gott gebietet und andere Dinge erlauben, die Gottes GESETZ deutlich verurteilt! Jesu Worte müssen sich uns einprägen, um sie wie ein Schwert gegen die Gegner von Gottes Rechtsordnung zu wenden!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

http://tbn0.google.com/images?q=tbn:3lPydsP73KcyeM:http://www.hagalil.com/kinder/kidz/haschanah/images/luchoth.gifDenkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Der Eingang in das „Königreich der Himmel“ hängt von unserer Treue zum GESETZ ab und ob wir es andere Lehren! Darin liegt der Sinn, dass uns „unverdiente Güte“ von den Folgen früherer Gesetzesübertretung befreit, der Todesstrafe!

 

5.3.2.4        Der „unverdiente Güte“ den Schafen gegenüber steht den Uneinsichtigen Gottes Härte und Unnachgiebigkeit gegenüber

Darum ist das Bewusstsein so wichtig, dass Gott die Todesstrafe ebenso zu einem guten Zweck nach der Sintflut eingeführt hat, um die Treuen und Gerechten von Gewalttat dauern zu schützen! (1.Mo 9:6) Satans Plan, durch die so genannten Menschenrechte die Todesstrafe abzuschaffen mag scheinen von unserem Standpunkt als sterbliche Menschen Vorteile zu bieten. Bestimmt ist dies sogar richtig im Hinblick auf all die falschen Urteile, wo Unschuldige zu Tode gebracht wurden!

 

Paulus zeigt aber, dass die „gesetzmässige Anwendung des GESETZES“ und damit verbunden der Todesstrafe davon befreit, dass ganze Völker und Nationen vor Gott schuldig werden, weil das Böse geduldet und gar gezüchtet wird! Gefängnisse sind heute die beste Brutstädte von Schwerverbrechern, die später bei Freilassung oder Ausbruch aus der Haft erneut auf Menschen losgelassen werden! Jesus als gerechter Richter wird Leben und Tod nach Gottes festgesetzten Normen durchsetzen! Das betrifft Lebende und Tote!

 

*** Rbi8  Johannes 5:27-30 ***

27 Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.

 

Zeitband Jesu Auferstehung_28078_image012Jesus wird auch die weiteren Teile erfüllen, die in „der Buchrolle mit den sieben Siegel“ beschrieben sind, die mit dem Ertönen der siebten Trompete sich zu erfüllen beginnen! Dazu gehören der Gerichtstag, wo Schafe von den Böcken getrennt werden und der Tag der Rache, wo Gottes Urteile vollstreckt werden. Dieses Halten und Lehren der Gebote bleibt somit weiterhin gültig und bilden die Grundlage zur Rettung! Die GESETZE Mose sind auch die „GESETZE des Christus“. Auch wenn die Vorsteher der Christenheit rund um diese Dinge herum reden. Dies ist nur deshalb, weil sie selbst sehr wohl wissen, dass sie Gottes Anerkennung nicht erlangen können, da sie sein Gebot missachten! Sie erweisen sich als Täter der Gesetzlosigkeit!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Die Berufung eines Christen ist es, sich für Gottes Königreich als würdig zu erweisen, nach christlicher Vollkommenheit zu streben wie Paulus es deutlich gegenüber Timotheus äusserte, sich nach dem „Amt eines Aufsehers“ auszustrecken! Das ist befähigten Männern vorbehalten, die ihrerseits an ihrer Seite starke Frauen benötigen, die sie stützen und stärken und mit ihnen zusammen den Angriffen des Systems trotzen! (1.Ti 3:1)

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 1:11-12 ***

11 Gerade zu diesem Zweck beten wir tatsächlich allezeit für euch, daß unser Gott euch [seiner] Berufung für würdig erachte und alles Gute, das ihm gefällt, und das Werk des Glaubens mit Macht vollbringe, 12 damit der Name unseres Herrn Jesus in euch verherrlicht werde und ihr in Gemeinschaft mit ihm, gemäß der unverdienten Güte unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.

 

Paulus erwähnt die Gebete der Apostel zu Gunsten der Versammlungen, dass alle sich der „unverdienten Güte“, der Tilgung ihrer Sünden sich als würdig erweisen mögen, um nun für andere das Gute zu wirken, sie zu belehren, zu stärken und alle übrigen „Werke des Glaubens“ zu vollbringen. Der Zweck ist schlussendlich die Verherrlichung des Namens von Jesus der dadurch wiederum Gott verherrlicht, der ihn gesandt hatte!

 

Die Christen in Philippi werden von Paulus besonders gelobt, weil ihr Predigtwerk von Erfolg gezeichnet war. Er sieht Grund dazu Gott zu danken, weil Jehova auf seine flehentlichen Bitten reagiert hatte! Mit der ersten Annahme der guten Botschaft wurden die Philipper bereits unmittelbar schon aktiv, um sie ihrerseits zu anderen Menschen hinzutragen. Das muss uns Vorbild sein mit anderen über unsere neuen Erkenntnisse zu reden!

 

*** Rbi8  Philipper 1:3-7 ***

3 Ich danke meinem Gott allezeit bei jeder Erinnerung an euch, 4 in all meinem Flehen für euch alle, wobei ich mein Flehen mit Freuden darbringe, 5 wegen des Beitrages zur guten Botschaft, den ihr vom ersten Tag an bis zu diesem Augenblick geleistet habt. 6 Denn ich habe gerade diesbezüglich die Zuversicht, daß der, der in euch ein gutes Werk angefangen hat, es zur Vollendung bringen wird bis zum Tag Jesu Christi. 7 Es ist durchaus recht für mich, dies von euch allen zu denken, weil ich euch im Herzen habe, da ihr alle mit mir Teilhaber seid an der unverdienten Güte, sowohl in meinen Fesseln als auch in der Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft.

 

Paulus zeigt seine Naherwartung der Wiederkunft des Christus, dem „Tag Jesu Christi“. Wir sollten dabei bedenken, dass der Tod selbst die Zeitspanne nur verkürzt, da jeder im Tode Schlafende ja sich bis zur Auferweckung nicht des Geringsten bewusst ist (Pr 9:5, 10). Für Gerechte ist es eine Auferweckung zu ewigem Leben, für Ungerechte zum Gericht. So steht für alle eine maximale Spanne eines Menschenlebens zur Verfügung, um durch Werke den Glauben zu unterstreichen!

 

Die Hoffnung erfüllt sich somit für jeden Menschen innerhalb der Frist die Gott uns in diesem Leben zur Verfügung stellt! Der nächste Tag nach dem Tod, den wir bewusst wahrnehmen ist der Gerichtstag!  Keiner muss somit auf den „Tag Jesu Christi“ länger als gebührlich warten! Zweitausend Jahre verkürzen sich dadurch auf eine einzige Lebensspanne!

 

5.3.2.5        Jene Generation, die durch „unverdiente Güte“ durch Harmagedon hindurch gerettet werden

Aber nur die letzte Generation hat die Chance diesen Tag der Aufrichtung von Gottes Königreich zu sehen, ohne vorher zu sterben! Das bedeutet eine ganz besondere Herausforderung für uns, da viele Zeichen darauf hindeuten, dass wir in dieser Zeit leben! Uns betreffen die Worte des Paulus besonders, „... da ihr alle mit mir Teilhaber seid an der unverdienten Güte, sowohl in meinen Fesseln als auch in der Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft.“ Die „gesetzliche Befestigung der guten Botschaft“ muss in unserem eigenen Herzen geschehen, indem wir das Herz aufgrund der Gebote beschneiden! Es ist nicht unser Auftrag Teil des Systems zu werden, um in den Parlamenten Gesetze zu verabschieden, weil wir damit Anteil an deren ungerechten Werken haben würden! Wenn wir unseren Einfluss durch ein gutes Beispiel, durch Gesetzestreue Gott gegenüber unter Beweis stellen würde doch aufgrund des Scheeballsystems eine Veränderung zum guten hin kommen!

 

Lassen wir uns von Theorien aber nicht täuschen! Gott sagt durch seine Propheten das Gegenteil voraus, dass jene, welche die Macht besitzen schlussendlich die Heiligen besiegen werden! Die Menschen haben Angst und unterwerfen sich jenen Mächten, die ihnen Schutz und Rettung versprechen! Es ist nicht an uns das von Grund auf verdorbene System Satans umzukehren, sondern vielmehr innerhalb des Systems rein zu bleiben ohne Teil von ihm zu werden und anderen zu helfen denselben Status zu erreichen, indem sie Gottes „unverdiente Güte“ für sich selbst annehmen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:3-8 ***

3 Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tode geschlachtet, doch wurde seine Todeswunde geheilt, und die ganze Erde folgte dem wilden Tier mit Bewunderung. 4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem wilden Tier die Gewalt gab, und sie beteten das wilde Tier an mit den Worten: „Wer ist dem wilden Tier gleich, und wer kann mit ihm kämpfen?“ 5 Und ein Maul wurde ihm gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete, und Gewalt wurde ihm gegeben, zweiundvierzig Monate zu handeln. 6 Und es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und seine Wohnstätte zu lästern, ja die, die im Himmel weilen. 7 Und es wurde ihm gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation. 8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten; der Name von keinem von ihnen steht von Grundlegung der Welt an in des Lammes Buchrolle des Lebens geschrieben, das geschlachtet worden ist.

 

Die Christenheit, die „Heiligen“ aller in den Namen Jesu und den Vater Getauften wird sich dem „wilden Tier“ unterordnen, das gegenüber Gottes Plan sein Königreich durch Christus als „Spross“ aufzurichten! Jehovas Vorhersage über den Führer der stärksten christlichen Nation in der Endzeit sagt: „Und ein Maul wurde ihm gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete ... es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und seine Wohnstätte zu lästern, ja die, die im Himmel weilen.“ Die Propagandamaschine gegen die Verbreitung der Gedanken, dass Gott bald jede Herrschaft zunichte machen wird läuft auf vollen Touren! In diesem Krieg gegen die „Heiligen“ wird mit Worten gekämpft, um Überzeugungen auszuhöhlen und den Glauben an die Staatsmacht zu stärken! Die UNO sei der wahre Friedensbringer lautet die ständige Botschaft! Durch sie werde wahrer Frieden und Sicherheit global verwirklicht.

 

Paulus verteidigte dagegen die „gute Botschaft“, dass nur das kommende Königreich Gottes Frieden über die ganze Erde bringen werde. Deshalb stand er in Ketten, weil andere dieses Königreich nicht wünschten. Christen verteidigen Gottes Gebote und das, was die Propheten zu künftigen Ereignissen sagen, nicht um sie selbst in den Gesetzen der Nationen zu verankern, sondern sie durch die Menschen und ihren Glauben in Gottes GESETZ aufrichten zu lassen!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Die meisten christlichen Nationen fussen in ihrer Konstitution zwar dem Namen nach auf Gottes GESETZEN, zumindest dem äusseren Anschein nach! Präsidenten und hohe Beamte lassen sich gerne mit der Hand auf der Bibel in ihr Amt vereidigen und schwören: „So wahr mir Gott helfe“. Sie wollen dabei nicht zur Kenntnis nehmen, dass ihr Schwur dem Gott dieses Systems gewidmet ist!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:33-37 ***

33 Ferner habt ihr gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht schwören, ohne entsprechend zu handeln, sondern du sollst Jehova deine Gelübde bezahlen.‘ 34 Doch ich sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. 36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz machen. 37 Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein; denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.

 

Haben wir es schon erlebt, dass die Wahlversprechen der Politiker eingehalten wurden? Ist deren „Ja“ wirklich ein „Ja“ und deren „Nein“ wirklich „Nein“? Die ganze Macht in diesem System liegt in der Hand dessen, der Böse ist!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:18-21 ***

18 Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren worden ist, nicht Sünde treibt, sondern der aus Gott Geborene wacht über ihn, und der Böse bemächtigt sich seiner nicht. 19 Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen zu erkennen. Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben. 21 Kindlein, hütet euch vor Götzen.

 

Wer den Staat oder seine Religion an erste Stelle setzt bemerkt nicht, dass er dabei einem Götzen dient! Beide vergehen in Harmagedon, nur das neu aufgerichtete Königreich Gottes bleibt bestehen!

 

5.3.2.6        Die Grundlage des Urchristentums lag in der Autonomie ihrer Versammlungen die durch den herrschenden Geist und die Liebe vereint waren

Paulus hatte mit all seiner harten Arbeit den Grund zum Christentum unter den Nationen gelegt. Die frühen Christen der Nationen wurden daher von Aussenstehenden Paulikaner genannt, weil jene sich oft auf die Briefe des Paulus beriefen und ihre Versammlungen nach dessen Muster auf derselben Grundlage aufbauten und führten!

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:10-15 ***

10 Gemäß der unverdienten Güte Gottes, die mir verliehen worden ist, habe ich als weiser Arbeitsleiter einen Grund gelegt, aber jemand anders baut darauf. Doch jeder wache beständig darüber, wie er darauf baut. 11 Denn kein Mensch kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist. 12 Wenn nun jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Hölzer, Heu, Stoppeln baut, 13 so wird eines jeden Werk offenbar werden, denn der Tag wird es zeigen, weil er durch Feuer geoffenbart werden wird; und das Feuer selbst wird erproben, von welcher Art das Werk eines jeden ist. 14 Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, wird er Lohn empfangen; 15 wenn jemandes Werk verbrannt wird, wird er Verlust erleiden, er selbst aber wird gerettet werden; doch wenn solches [geschieht, wird es sein] wie durch Feuer.

 

Uns Vorstehern ist damit die Obliegenheit übertragen darüber zu wachen, wie wir auf dem Grund aufbauen, der Christus ist! Wir sollen auf dem einzig möglichen Grund unser Gebäude erstellen, das die Propheten und die Apostel vorbereitet haben, dessen Grundeckstein der Christus ist! Das kann nicht eine Religionsgemeinschaft sein, deren Grundeckstein ein Glaubensgründer ist, der eine veränderte gute Botschaft gelehrt hat: „Denn kein Mensch kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist.

 

So wie Edelmetalle wie Gold und Silber, wertvolle Steine einen hohen Wert und Beständigkeit besitzen, so sollte unsere Form des Bauens sein: Wertvoll, der Wahrheit entsprechend, das GESETZ Gottes berücksichtigend, Jesu Gebote an uns beachtend. Das führt zu Werken des Glaubens, zur Stärkung der Versammlung zur Auferbauung des einen und selben Leibes des Christus, indem wir ihn als Haupt achten und dessen Haupt, Jehova unser einziger Gott ist!

 

Wer dagegen mit vergänglichem Baumaterial baut, angefangen von Holz als Baumaterial, von Lehren die mit fremden Philosophien vermischt sind und sich leicht verdrehen, die entzündbar sind und verbrennen. Oder gar von Heu, das reine Menschenlehren darstellt. Die Demokratie rückt das Volk ins Zentrum und verwirft dadurch Gottes Herrschaft!

 

*** Rbi8  Jesaja 40:6-8 ***

„Alles Fleisch ist grünes Gras, und all seine liebende Güte ist wie die Blüte des Feldes. 7 Das grüne Gras ist verdorrt, die Blüte ist verwelkt, weil der Geist Jehovas selbst darauf geblasen hat. Sicherlich ist das Volk grünes Gras. 8 Das grüne Gras ist verdorrt, die Blüte ist verwelkt; was aber das Wort unseres Gottes betrifft, es wird auf unabsehbare Zeit bestehen.“

 

Was ist mit Stoppeln als Baumaterial? die unausgereiftem Irrtum und offensichtlicher Lüge bestehen, die wie Zunder Feuer fangen. Die Stoppeln sind ohne Wert, da das Korn bereits geerntet ist! Der Psalmist bringt es mit jenen in Verbindung, die Gottes Königreich selbst aufgerichtet haben und es für sich in Anspruch nehmen und behaupten, Gott wäre mitten unter ihnen:

 

*** Rbi8  Psalm 83:12-14 ***

12 Die gesagt haben: „Laßt uns die Aufenthaltsorte Gottes für uns in Besitz nehmen.“

13 O mein Gott, mache sie wie einen Distelwirbel,

Wie Stoppeln vor einem Wind.

14 Wie ein Feuer, das den Wald verbrennt,

Und wie eine Flamme, die die Berge versengt

 

Wer mit vergänglichem Material baut, der darf nicht erwarten, dass sein Werk am Tag des Gerichts und Feuers bestehen bleibt, wo unsere Arbeit durch Flammen geprüft wird! Dieses Feuer wird durch die Zeit der „grossen Drangsal“ und dem Gerichtstag Gottes dargestellt, wo Gott an seinen Feinden Rache nimmt! Diese Zeit endet im Feuer der Vernichtung all derer in Harmagedons Endschlacht, die nicht göttlicher Norm entsprechen!

 

 

5.3.3          Die herausragende Stelle Jesu beachten, um die „unverdienten Güte“ zu erlangen und darin zu verbleiben

 

5.3.3.1        Glaube in Jesus Christus als Grundlage für die Anwendung der „unverdienten Güte“

Abraham wusste durch seine Vorfahren von den Handlungen Jehovas mit Noah und dessen Söhnen Sem, Ham und Japhet. Er kannte die Geschichte bis hin zu Adam, da die schriftlichen Unterlagen, die seit Adam existierten in der Arche die Sintflut überstanden.

 

*** Rbi8  1. Mose 5:1 ***

Dies ist das Buch der Geschichte Adams.

 

Der Jünger Judas spricht von einem weiteren vorsintflutlichen Buch, jenem von Henoch und dessen Prophezeiungen, die offensichtlich noch viele Jahrhunderte über die Sintflut hinaus vorhanden blieben! Das muss nicht identisch sein mit den apokryphen Büchern unter dem Namen Henoch, obwohl gewisse Parallelen in den Aussagen bei beiden vorhanden sind.

 

Über die Linie Sems kamen diese Dokumente zum Vater Abrahams, zu Terach und von dort aus der Stadt Ur nach Haran. Bestimmt wurden diese Dinge von Generation zu Generation den Kindern eingeprägt, um so den Glauben in den Gott der Väter, in Jehova und dessen Vorhersagen betreffend des auserwählten Samens aufrecht zu erhalten. Auf etwas verschlungenem Weg gelangten jene Teraphim, welche die Erbfolge und den Segen Jehovas aufzeigten durch Rebekka zu Jakob, zur Zeit, wo Abraham noch lebte! Das als Diebstahl deklarierte an sich nehmen Rebekkas der „Teraphim“ von ihrem Vater Laban scheint eher ein gewaltsames Durchsetzen des Rechts gegenüber dem Vater zu sein, der dies zu verhindern suchte. Die Dokumente sollten zur Geschlechtslinie Abrahams und Jakobs zurückkehren, die Gottes Segen besassen. 

 

*** Rbi8  Römer 4:3-8 ***

3 Denn was sagt das Schriftwort? „Abraham setzte Glauben in Jehova, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.“ 4 Dem nun, der Werke verrichtet, wird der Lohn nicht als unverdiente Güte angerechnet, sondern als Schuld. 5 Dem dagegen, der keine Werke verrichtet, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerechtspricht, wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 6 So, wie David auch von dem Glück des Menschen spricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke anrechnet: 7Glücklich sind die, deren gesetzlose Taten vergeben und deren Sünden zugedeckt worden sind; 8 glücklich ist der Mann, dessen Sünde Jehova keinesfalls anrechnet.“

 

Abraham setzte Vertrauen in den Gott Noahs und Sems, indem er dessen Stimme gehorchte! Jehova rechnete ihm diesen Glauben als Gerechtigkeit an! „Dem nun, der Werke verrichtet, wird der Lohn nicht als unverdiente Güte angerechnet, sondern als Schuld.“ Heiden aus den Nationen, die von Gott durch das Predigen der guten Botschaft hören und Glauben in Gottes Vorkehrung zur Rettung mittels des von Jesu vergossenen Blutes setzen, denen wird dies als Gerechtigkeit angerechnet. Durch „unverdiente Güte“ wird die frühere Schuld und der darauf lastende Fluch ausgelöscht!

 

Nach unserer Taufe aber sollen wir Werke erbringen, die unserem Glauben entsprechen! Jesus versprach dafür künftigen Lohn. Er selbst verspricht diesen Lohn zu bringen, wenn er schlussendlich „eilends“ zurückkehrt. Jeder soll gemäss dem Werk das er verrichtet hat den ihm gebührenden Lohn erhalten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:12-15 ***

12 Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt erlangen. 15 Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

 

Die langen Gewänder zu waschen hat mit geistiger Reinigung zu tun, indem von Gottes Vorkehrung zur Sündenreinigung Gebrauch gemacht wird. Zwei Mal im Jahr, zur Passahmahlfeier und zum Sühnetag wird ganz spezielles Augenmerk auf geistige Reinheit gelegt, um an den darauf folgenden Festzeiten in reinem Zustand vor Gott zu treten.

 

Unabhängig davon, ob jemand als Jude unter Gottes GESETZ durch Moses gesündigt hatte oder als Heide, ohne unter GESETZ Gottes zu stehen, beide konnten nach Jesu Auferstehung unter die „unverdiente Güte“ und unter derselben Bedingung gelangen: Anerkennung von Jesu Loskaufsopfer und Unterordnung unter ihn als Haupt!

 

*** Rbi8  Römer 3:21-26 ***

21 Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

Gottes Gerechtigkeit wurde durch Jesus kundgetan, indem sein Tod erst das vollkommene Auslöschen von Schuld möglich machte. Dadurch erfüllte Jesus jene Vorhersagen, die bereits im GESETZ und den PROPHETEN darauf hingedeutet hatten. Die Nationen sollten durch den Messias in Gottes Gunst gelangen können, sich in Abrahams Samen segnen! „Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben.“ Da alle gesündigt haben, mit oder ohne GESETZ, Juden wie Heiden, so brauchten beide Befreiung von Sünde und dem dadurch verursachten Fluch! Voraussetzung zur Anwendung war aber Glaube in das Lösegeld, „... als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld.“ Jesus war das vollkommene Sühnopfer! Beim Passahmahl wird an den Tod erinnert, am Sühnetag an die Anwendung und Schuldbefreiung von später begangenen Fehlern. Beides Mal wir durch „unverdiente Güte“ erneut Schuld getilgt!

 

Petrus spricht vom kommenden Ende, wo Gott Nachsicht übt, der mit dem Gerichtstag der Endzeit kommt, „... er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren.“ Wer bis zu jenem Zeitpunkt die Gelegenheit nicht erfasst hat muss die Konsequenzen seines Handelns tragen! In beiden Fällen wird Gottes Gerechtigkeit offenbar! Nachsicht mit jenen, die bereits sind seine ausgestreckte Hand zu ergreifen, Härte mit den anderen, die sie zurückstossen oder ignorieren!

 

5.3.3.2        Wir sind um einen Preis gekauft und darum Sklaven des Christus geworden

Paulus zeigt den Korinthern, dass sie seit ihrer Taufe nicht mehr sich selbst gehören, sondern Sklaven Jesu wurden, weil dieser sie durch seinen Tod erworben hat! Mit der Taufe sterben wir gegenüber dem „Gesetz des Fleisches“, unseren von den Sinnen auferlegten Geboten und wachen vom Tode diesen gegenüber in einer geistigen Neugeburt auf zu Leben dem „GESETZ des Geistes“ gegenüber!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:17-20 ***

17 Wer sich dagegen dem Herrn anschließt, ist ein Geist [[im selben Gedankengang vereint]]. 18 Flieht vor der Hurerei. Jede andere Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb seines Leibes, wer aber Hurerei treibt, sündigt gegen seinen eigenen Leib. 19 Was? Wißt ihr nicht, daß der Leib von euch der Tempel des in euch [wohnenden] heiligen Geistes ist, den ihr von Gott habt? Auch gehört ihr nicht euch selbst, 20 denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Auf jeden Fall verherrlicht Gott in dem aus euch [bestehenden] Leibe.

 

Gott kann durch unseren Leib nur dadurch verherrlicht werden, dass wir seinen Willen ausführen! Das bedeutet keines seiner Gebote zu übertreten! Dazu ist die Führung des Geistes notwendig mittels der Gebote, die in unseren Verstand eingeprägt sind und durch gesunde Gottesfurcht! Dadurch zeigen wir praktische Weisheit die der Intelligenz dieses Systems weit überlegen ist, das langfristige Vorteile dem Denken an schnelle Befriedigung der Bedürfnisse und kurzfristiges Glück dem Denken an den Vorteil anderer und an die Ehrung Gottes weicht!

 

5.3.3.3        Versöhnung mit Gott ist möglich!  Er richtet jene auf, die gefallen waren

Da wir alle gesündigt haben und Gottes Herrlichkeit nicht erreichen, die menschliche Vollkommenheit unser Ziel bleibt benötigen wir auch nach der Taufe weiterhin „Gottes unverdiente Güte“. Nur durch Sündentilgung können wir mit Gott versöhnt werden.

 

*** Rbi8  1. Johannes 1:8-10 ***

8 Wenn wir erklären: „Wir haben keine Sünde“, führen wir uns selbst irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. 10 Wenn wir erklären: „Wir haben nicht gesündigt“, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

 

Das offene Bekennen von Sünde geschieht in erster Linie Gott gegenüber! Gegen ihn haben wir gesündigt, weil wir sein Gebot übertreten haben! Gott selbst wird uns von unseren Vergehungen befreien, wenn wir unser falsches Handeln offen bekennen! Wer dagegen behauptet ohne Sünde zu sein, ohne zuvor von Gott gerecht gesprochen zu sein, weil er davor jene Vorkehrung ausnutzte die Gott gibt, der macht Gott zum Lügner.

 

Durch Jesaja offerierte Jehova schon an die Nation Israel deren schwere Vergehen zu vergeben. Sinnbildlich nennt er sie „rot wie Karmesintuch“. Jehova offeriert den gefallenen Juden diese Fehler so weiss wie Schnee zu machen, sie vollkommen aus der beidseitig beschriebenen „fliegenden Buchrolle“ zu entfernen, die der Prophet Sacharja in einer späteren Vision sah! (Sach 5:1-4)

 

*** Rbi8  Jesaja 1:18-20 ***

18 Kommt nun, und laßt uns die Dinge zwischen uns richtigstellen“, spricht Jehova. „Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden. 19 Wenn ihr Willigkeit zeigt und tatsächlich zuhört, so werdet ihr das Gute des Landes essen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und tatsächlich rebellisch seid, so werdet ihr von einem Schwert verzehrt werden; denn Jehovas Mund selbst hat [es] geredet.“

 

Das Volk muss Willigkeit zeigen auf Gottes ausgestreckte Hand zu reagieren! Das galt den Juden und gilt uns geistigen Israeliten bis heute! Wer das Leben sehen will, das wirkliche Leben, der muss Gott seine falschen Werke offen eingestehen und echte Reue darüber zeigen! Wer sich als rebellisch erweist, den bockgleichen Geist offenbart, der  kann Gottes bereits verkündetem Urteil des Schwertes nicht entgehen, das aus dem Mund des „Reiters aus dem weissen Pferd“ hervorgeht, welches das Urteil gegen die Böcke beinhaltet!

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:21 ***

Die übrigen aber wurden mit dem langen Schwert getötet, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß. Und alle Vögel wurden von ihren Fleischteilen gesättigt.

 

Bereits Juda zog die Aussagen derjenigen die Götzen dienten gegenüber den Worten Gottes vor, weil sie verführerisch wirkten, einen breiten und einfachen Lebensweg offerierten, der nicht durch göttliches Gebot eingeengt wird. Dadurch wurde die Nation in Gottes Augen nichtig und Gottes Gunst wurde von ihnen genommen!

 

*** Rbi8  Jeremia 2:4-6 ***

4 Hört das Wort Jehovas, o Haus Jakob und all ihr Familien des Hauses Israel. 5 Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Was haben eure Väter an mir gefunden, das unrecht war, so daß sie sich weit von mir entfernt haben und sie ständig dem nichtigen Götzen nachgingen und selbst nichtig wurden? 6 Und sie haben nicht gesagt: ‚Wo ist Jehova, der uns aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, der uns durch die Wildnis gehen ließ, durch ein Land der Wüstenebene und Grube, durch ein Land ohne Wasser und mit tiefem Schatten, durch ein Land, das kein Mann durchzog und in dem kein Erdenmensch wohnte?‘

 

Statt nach Gott erneut zu fragen und sich der Grosstaten Jehovas während der vierzigjährigen Wüstenwanderung und bei der Eroberung Kanaans und all der Zeit danach zu erinnern wurden sie hohlköpfig und begannen zu geschnitzten Götzen und Bildern um Hilfe und Rettung zu bitten. Sie machten sich den Nationen rund um sie herum gleich, Nationen, die Gott vor ihren Augen gerade aus diesem Grund aus Kanaan vertrieben hatte!

 

5.3.3.4        Weder das „wilde Tiere“ der Politik, noch das „Bild des wilden Tieres“, die Religionen dürfen angebetet werden

Heute sind es die Anbetung des „wilden Tieres“ (politische Mächte) und des „Bildes des wilden Tieres“ (Religionen), von welchen Juden und Christen Rettung erhoffen, die sie in Gottes Augen erneut nichtig werden lassen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:11-12 ***

11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf für immer und ewig, und Tag und Nacht haben sie keine Ruhe, diejenigen, die das wilde Tier und sein Bild anbeten, und wer immer das Kennzeichen seines Namens empfängt. 12 Hier kommt es für die Heiligen, die, welche die Gebote Gottes halten und den Glauben Jesu [bewahren], auf das Ausharren an.“

 

Gott erwartet von uns ausharren und nicht Flucht hin zu einem der zwei „Berge“ der Macht, weder zu Politik noch zu den Religionen „Babylons der Grossen“. Durch Hosea sagt Jehova exakt, was zu tun ist, um für ihn erneut annehmbar zu sein: Einsicht zu zeigen, dass wir Gottes Willen übertreten haben und zu ihm zu sprechen: „Mögest du Vergehen verzeihen; und nimm an, was gut ist, und wir wollen dagegen die jungen Stiere unserer Lippen darbieten.“

 

*** Rbi8  Psalm 51:17 ***

Die Schlachtopfer für Gott sind ein zerbrochener Geist;

Ein gebrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.

 

Statt Schlachtopfern wünscht Jehova ein gebrochenes Herz, das Übertretung einsieht und bekennt!

 

*** Rbi8  Hosea 14:1-3 ***

14 Kehre doch zurück, o Israel, zu Jehova, deinem Gott, denn du bist in deinem Vergehen gestrauchelt. 2 Nehmt Worte mit euch, und kehrt zu Jehova um. Sprecht zu ihm, ihr alle: ‚Mögest du Vergehen verzeihen; und nimm an, was gut ist, und wir wollen dagegen die jungen Stiere unserer Lippen darbieten. 3 Assyrien selbst wird uns nicht retten. Auf Pferden werden wir nicht reiten. Und nicht mehr werden wir zum Werk unserer Hände sagen: „O unser Gott!“, denn durch dich wird einem vaterlosen Knaben Barmherzigkeit erwiesen.‘

 

So wenig wie zur Zeit Hoseas in der Mitte des achten Jahrhundert vor unserer Zeit die damalige Weltmacht Assyrien Retterin war, sondern im Gegenteil Mittel zum Untergang des Zehnstämmereiches Israel bildete, ebensowenig werden die „wilden Tiere“ der Weltmacht USA und der Völkervereinigung der UNO heute Retter sein!

 

Nicht eigene Werke die wir vergöttlichen, wie das Organisationstalent unserer Religionsgründer und Religionsführer ist es, das uns Schutz gewährt! Jehova ist es, der dem Schutzlosen hilft, durch seinen Christus wird schlussendlich jeder errettet, der auf ihn gehofft hat! Die Religionen „Babylons der Grossen werden durch die Hand des „siebenköpfigen wilden Tieres“ enden! Der „Reiter auf dem weissen Pferd“ wird die Schlacht gegen die Herrscher dieser Erde auf dem Schlachtfeld Harmagedons beenden! Gottes Rechtsfall mit den Mächtigen dieses Systems wird aller Macht und Autorität dieses Systems ein Ende bereiten! (1.Kor 15:24)

 

Jehova spricht durch den Propheten Micha vorausschauend zu seinem „starken Arm“, seinem Heerführer der himmlischen Heere, nachdem Michael sich von Gottes rechter Seite erhoben hat: (Da 12:1, 2)

 

*** Rbi8  Micha 6:1-2 ***

6 Hört bitte, was Jehova spricht. Mache dich auf, führe einen Rechtsfall mit den Bergen, und laß die Hügel deine Stimme hören. 2 Hört, o ihr Berge, den Rechtsfall Jehovas, auch ihr Dauerhaften, ihr Grundfesten der Erde; denn Jehova hat einen Rechtsfall mit seinem Volk, und es ist mit Israel, daß er rechten wird:

 

Der Rechtsfall mit den „Bergen und Hügeln“ bedeutet das Gericht an den Mächtigen, an den „alten Himmeln“, denen ihr kommendes Ende angekündigt wird. Das damalige Gericht an Israel betrifft nun das Gericht am geistigen Israel, der abgefallenen Christenheit! Im Kapitel zuvor wurde durch Micha der kommende Herrscher in Israel angekündigt, dass sein Geburtsort Bethlehem-Ephratha sein werde (Micha 5:2, 3) und die „Geburt der neuen Nation“ zu Beginn des „Tages des Herrn“ verursacht [B1]. Der Rechtsfall mit der Nation Israel erstreckt sich somit bis in die Endzeit dieses Systems und hörte nicht mit der Urteilsvollstreckung seitens der Römer an der Nation Juda im Jahre 70 u.Z. auf!

 

1 Weisheit 1_3599_image001Die Ankündigung richtet sich diesmal aber auch gegen die „Dauerhaften, ihr Grundfesten der Erde“, also jene, welche die Grundsteine dieses Systems bilden, Eckpunkt sind und ihm Halt vermitteln! Ihr ganzes Lehrgebäude ist auf Sand gebaut, weil sie nicht auf den Fels Jehova vertraut haben, weil sie sein Wort verworfen haben! Der kommende Sturm der „grossen Drangsal“ wird ihre scheinbar unzerstörbaren Kichenhierarchien wegwaschen. Die vorletzte Schlacht dieses Systems hat mit denen zu tun, die vorgeben Gott zu dienen und behaupten Sein Volk zu sein: „Jehova hat einen Rechtsfall mit seinem Volk, und es ist mit Israel, daß er rechten wird“. Jehova wird sich gegen jene wenden, die sich bereichert haben am Armen. Er wird sich für den Kleinen einsetzen, den vaterlosen Knaben und die Witwe, weil man deren Rechte mit Füssen getreten hat!

 

Gottes „liebende Güte“ soll erneut all denen gegenüber gezeigt werden, welche zu Ihm in ihrer Not schreien, die von Herzen darum flehen, dass „sein Reich“ kommen möge und für Gerechtigkeit und dauerhaften, wahren Frieden und Sicherheit sorge!

 

*** Rbi8  Psalm 25:7 ***

Der Sünden meiner Jugend und meiner Auflehnungen o gedenke nicht.

Gemäß deiner liebenden Güte gedenke du meiner,

Um deiner Güte willen, o Jehova.

 

Gott handelt, um seiner eigenen „liebenden Güte“ wegen, weil sein Herz denen zugeneigt ist, die in diesem System vergeblich um Schutz und Hilfe flehen! Wir müssen zwar bis zum Ende ausharren, Gott aber stärkt uns auf unserem eingeengten Weg! Er weisst uns die eingeengte Tür, die es zu durchschreiten gilt!

 

*** Rbi8  Psalm 94:18 ***

Als ich sprach: „Mein Fuß wird bestimmt wanken“,

Stützte mich deine eigene liebende Güte, o Jehova, fortwährend.

 

Auch der Psalm 44:26 beschreibt, dass Jehova sich seiner liebenden Güte wegen zu unserem Schutz erhebt. Dies zeigte sich im Falle Lots, der vor der Vernichtung Sodoms gerettet wurde (1.Mo 19:18-22), bei Abraham, Isaak und Jakob durch die jenen zugeschworene „liebende Güte“ (Mi 7:20). Jehovas „liebende Güte“ half bei der Auswahl der Frau für Isaak (1.Mo 24:12-14, 27) und später erneut bei Joseph, als jener in Ägyptens Gefängnis in Unschuld wegen Potiphars Frau litt (1.Mo 39:21).

 

Wir sollen und dürfen auf Jehovas „liebende Güte“ vertrauen. Glaube, auch nur so klein wie ein Senfkorn wird uns helfen! Sein Arm ist auch heute nicht zu kurz, um uns zu stärken, zu beraten, aufzuerbauen und zu retten!

 

5.3.3.5        Strengere Bestrafung unter dem „GESETZ des Christus“ für Gesetzesübertretung angekündigt!

Obwohl die Christenheit den gerechten und auch strengen Gott Jehova durch einen selbst kreierten „Liebgott“ zu ersetzen versucht und den leichteren Weg der Erklärung geht, indem man den Gott Israels als hartherzig und streng darstellt, Jesus dagegen als den ständig netten und liebenden Teil der Dreieinigkeit in den Vordergrund rückt. Diese Form der Darstellung wird Jehova und seinem Sohn Jesus bestimmt nicht gerecht! Es ist ein Zerrbild, das unseren Blick trübt und das Erkennen der Wahrheit verhindert! Jehova ist voll „liebender Güte“, ebenso wie dies sein Sohn auf der Erde durch seine Werke an seiner Nation gezeigt hatte! Er will dadurch Menschen gewinnen auf Gottes Stimme zu hören, zu bereuen und umzukehren, um Gottes Normen erneut anzuwenden!

 

Die Kehrseite derselben Medaille aber ist auch Unnachgiebigkeit, Härte, Urteile und Vollstreckung seitens Gottes und Jesu an denen, die nicht bereit sind zu reagieren! Jene die vom „Liebgott Jesu“ und von strafenden Gott Jehova reden haben nicht verstanden, dass Jesus selbst jener „Engel in der Wolke“ war, der Israel begleitete und Gottes Urteile vollstrecken musste! Gott will und muss seinem Recht Nachachtung verschaffen! Er gewährt obwohl von Barmherzigkeit getrieben keine Straffreiheit! Hierzu hatte er in Israel Vorsteher bestimmt, die das GESETZ im Gericht zur Anwendung bringen mussten und Übertretung gebührende Vergeltung erfuhr! Das diente der Korrektur und der Abschreckung! Daran hat sich auch im geistigen Israel nichts geändert! Paulus weisst auf diesen Umstand im Brief an die Hebräer hin! Das „GESETZ des Christus“ muss in der Christenversammlung Anwendung finden und wird schlussendlich von Christus selbst im Endgericht vollstreckt, wenn er als Richter der Lebenden die Schafe von den Böcken trennt! 

 

*** Rbi8  Hebräer 10:28-31 ***

28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Da uns, den getauften Christen aufgrund Jesu Loskaufsopfer durch „unverdiente Güte“ unsere frühere Schuld erlassen wurde, können wir unmöglich erneut aus Leichtsinn erwarten, dass Gott spätere schwere Übertretungen einfach zudecken wird! Mögen uns falsche christliche Propheten auch hundertmal das Gegenteil beteuern, die Worte des Paulus sind bindend und entsprechen dem, was Jesus selbst immer wieder erwähnte, wenn er seine „liebende Güte“ gegenüber Kranken zeigte und sprach: Siehe, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.“ (Joh 5:14)

 

Das GESETZ Mose hat unser überströmendes Fehlverhalten Gottes Willen gegenüber offenbar gemacht! Da ist keiner, der nicht das eine oder andere Gebot bewusst übertreten hätte! Adams Ungehorsam machte uns zu Sündern, Jesu Gerechtigkeit lässt uns an seiner Gerechtigkeit Anteil haben!

 

*** Rbi8  Römer 5:19-21 ***

19 Denn so, wie durch den Ungehorsam des einen Menschen viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen viele zu Gerechten gemacht werden. 20 Nun ist das GESETZ nebenbei hereingekommen, damit die Verfehlung überströme. Wo aber Sünde überströmte, da strömte die unverdiente Güte noch mehr über. 21 Wozu? Damit so, wie die Sünde als König mit dem Tod regiert hat, so auch die unverdiente Güte als König regiere durch Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Durch Jesu Opfertod wurde Gottes Liebe zu uns Menschen in weit grösserem Mass offenkundig als im Falle Adams und dem Tod, der durch die Sünde folgte! Die Sünde, die zum Tod führt hatte bis zu Jesu Leiden und Tod in vollkommener Unschuld keinen Ausweg gelassen! Gottes „unverdiente Güte“ aber befreit nicht bloss von Schuld die zum Tod führt, sie errettet auch aus den Grab, indem uns als feste Hoffnung die Auferstehung und ewiges Leben vor unsere Augen geführt wurden! Jesus selbst ist uns durch seine Auferstehung dafür Gewähr!

 

Wie wir in der Taufe sinnbildlich durch Untertauchen dem „Gesetz des Fleisches“, der Sünde und dem Willen des Fleisches gegenüber sterben, so wird Jesus uns durch „unverdiente Güte“ auch aus dem adamschen Tod befreien, damit wir auch künftig mit ihm zusammen zur Ehre Gottes wirken können! Paulus erklärt und fragt uns: „Da wir hinsichtlich der Sünde gestorben sind, wie sollen wir da noch weiter in ihr leben?“ Die Sünde wird dadurch zu Tode gebracht, dass wir das Gute lernen und auch ausführen!

 

Durch Christus wird die „unverdiente Güte“ nun schon bald über den physischen Tod, das Grab herrschen, den „Stachel, ... die Sünde, die den Tod verursacht,“ beseitigen! Die Gerechtigkeit wird im kommenden System überall herrschen und der Böse, der Gottes Massstab ablehnt wird nicht mehr sein! (Ps 54:5; Spr 10:25; 1.Kor 15:55-57)

 

Paulus warnt im Brief an die Römer in falschen Gedankengängen zu verharren! Wer leichtfertig Gott herausfordert und auf seine „liebende Güte“ baut und dennoch freizügig sündigt, der darf nicht auf weiteres Zudecken mehr hoffen! Er würde dadurch Jesus ein weiteres und weiteres und weiteres Mal für seine Sünden sterben lassen!

 

*** Rbi8  Römer 6:1-7 ***

6 Was sollen wir also sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit die unverdiente Güte überströme? 2 Das geschehe nie! Da wir hinsichtlich der Sünde gestorben sind, wie sollen wir da noch weiter in ihr leben? 3 Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus getauft wurden, in seinen Tod getauft wurden? 4 Somit wurden wir durch unsere Taufe in seinen Tod mit ihm begraben, damit so, wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, ebenso auch wir in Neuheit des Lebens wandeln sollten. 5 Denn wenn wir in der Gleichheit seines Todes mit ihm vereint worden sind, werden wir gewiß auch [in der Gleichheit] seiner Auferstehung [mit ihm vereint] sein; 6 wir wissen ja, daß unsere alte Persönlichkeit mit [ihm] an den Pfahl gebracht worden ist, damit unser sündiger Leib unwirksam gemacht werde, so daß wir nicht länger Sklaven der Sünde seien. 7 Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen.

 

Hinsichtlich der Sünde zu sterben bedeutet Gottes Gebote zu einem Teil unseres Seins zu machen, sie uns fest auf unser Herz zu binden, damit unser Gewissen uns deutlich warnt nichts zu tun, was Gottes Willen entgegen gerichtet ist! (Spr 3:1-6) Das ist die Neuheit unseres Lebens, das zu tun, was Gott von uns wünscht, weil dies zu unserem Besten ist! Er enthält uns nichts vor, was für uns nützlich und gut ist! Unser sündiges Verhalten aufgrund Unkenntnis, „unsere alte Persönlichkeit (ist) mit [ihm] an den Pfahl gebracht worden.“ Die Sklaverei der Sünde, das freizügige und ungehemmte Übertreten von göttlichen Normen wurde durch unseren eigenen Gewissensentscheid beendet! Darum konnte „Gottes unverdiente Güte“ an uns Wirksam werden: „Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen.“ Wir unterzogen uns symbolisch in der Taufe der Todesstrafe, um mit Jesus in Heiligkeit aus dem Wasser gehoben zu werden! Diesen Zustand gilt es zu bewahren!

 

5.3.3.6        Gottes „liebende Güte“ wird auf vielfältige Weise weiterhin gezeigt

Nicht so, dass es „liebende Güte“ bei Gott nur bei der Taufe gäbe, weit gefehlt! Sie zeigt sich in unserem täglichen Leben fast andauernd. Obwohl die Welt als Ganzes sich gegen Gott gewandt hat und ihren Göttern folgt, so sorgt Er doch beständig für uns, indem Er Nahrung gibt, für Regen sorgt, guten und schlechten Menschen das Leben gewährt. Bedenken wir dabei, dass er uns all dies entziehen kann aber Geduld übt, damit viele noch vor dem Gerichtstag zur Einsicht gelangen können!

 

Gott war, ist und bleibt zudem Hörer von Gebeten! Auch wenn er nicht unmittelbar reagieren mag, so bedeutet dies nicht, dass unsere Gebete verhallen! In den Psalmen werden uns vielerlei Beispiele in Bezug auf Gottes „liebende Güte“ gegeben und wie der Psalmist dies verstand und anwendet.

 

*** Rbi8  Psalm 6:4 ***

Kehre doch zurück, o Jehova, befreie doch meine Seele;

Rette mich um deiner liebenden Güte willen.

 

Rettung von Seiten Jehovas ist vielfach dokumentiert! Er hört nicht nur Gebete, er versteht durchaus auch unsere tiefsten Gedanken und Nöte und kann darauf reagieren! Jesus zeigte, dass dies zwar zu weiten Teilen, aber nicht vollkommen von unserem Glauben abhängt, dass Gott unser Gebet erhört! Glaube wie ein Senfkorn wäre ausreichend, um Berge von hier nach dort zu versetzen! Andererseits wurde auf den Glauben anderer hin an Drittpersonen grosse Wunder gewirkt (Mat 8:9, 10; 9:2, 28, 29; 17:19, 20; 1.Kor 13:2)

 

*** Rbi8  Psalm 119:88 ***

Gemäß deiner liebenden Güte erhalte mich am Leben,

Damit ich die Mahnung deines Mundes bewahre.

 

Der ganze Psalm 119 ist dem GESETZ Gottes gewidmet, ein Lob auf den Nutzen den es bringt, Gottes Verordnungen zu kennen und ihre dahinterstehenden Prinzipien zu studieren. Die Bitte an Gott, weiterhin am Leben zu bleiben wird mit dem Zweck verbunden, auf Gottes Ermahnungen zu hören! Die Liebe zu Gottes Wort lässt uns auf seine Befehle achten, die er an uns richtet!

 

*** Rbi8  Psalm 119:159 ***

O sieh, daß ich deine eigenen Befehle geliebt habe.

O Jehova, gemäß deiner liebenden Güte erhalte mich am Leben.

 

Der Psalmist empfiehlt nun seine eigene Liebe zu Gottes Befehlen, die er ausgeführt hat und bittet, dass Jehova selbst um der „liebenden Güte Gottes“ wegen sein Leben erhalten möge. 

 

*** Rbi8  Psalm 40:11 ***

Du selbst, o Jehova, halte dein Erbarmen nicht von mir zurück.

Laß deine liebende Güte und deine Wahrhaftigkeit selbst mich beständig behüten.

 

Der Vers 11 von Psalm 40 beschreibt, dass Jehova seine Erbarmungen vor dem Loyalgesinnten nicht zurückhält, Seine „liebende Güte“ und Wahrhaftigkeit einen Loyalgesinnten ständig beschützen.

 

Die Bitte an Jehova den Bittsteller am Leben zu erhalten, weil er sich als sein loyaler Knecht erweist aber die Feinde zum Schweigen zu bringen und zu vernichten deckt sich vollkommen mit Jehovas Vorgaben.

 

*** Rbi8  Psalm 143:11-12 ***

11 Um deines Namens willen, o Jehova, mögest du mich am Leben erhalten.

In deiner Gerechtigkeit mögest du meine Seele aus Bedrängnis herausführen.

12 Und in deiner liebenden Güte mögest du meine Feinde zum Schweigen bringen;

Und du sollst alle die vernichten, die meine Seele befeinden,

Denn ich bin dein Knecht.

 

Jeder von uns hat die freie Wahl die Seite zu bestimmen, auf der er sich einsetzt und kämpft: Für Jehova, sein GESETZ respektierend und an der Wahrheit festhaltend oder auf der Seite des Gegners Jehovas: Der Teufel und sein Same sind an Wahrheit nicht interessiert, da sie Erfinder der „offiziellen Wahrheit“ sind und andere veranlassen daran festhalten, welche die GESETZE und Verordnungen Gottes durch Menschengebot ersetzen! Erst am Gerichtstag Gottes in der Endzeit entscheidet Jehova, wer als Schaf auf Jesu rechte Seite gesetzt wird um ewiges Leben zu erhalten und wer auf dessen linke Seite gestellt wird, zur ewigen Abschneidung! (Mat 25:31-33, 46)

 

Jesus lehrte später, dass wir unsere Feinde nicht hassen sollen sondern für sie beten, eine erweiterte Liebe, die selbst Gegner mit einschliesst. Wenn wir diesen Gedanken etwas weiterspannen und an die Auferstehung der Gerechten und Ungerechten denken, so wird dieser Befehl um so klarer! Auch unsere Feinde mögen an der Auferstehung der Ungerechten teilhaben. Es wird die 144.000 Priesterkönige treffen, sie wiederum ans Leben zu bringen und mit gerechtem Gericht zu richten! Die Feindesliebe reflektiert somit in dieser Beziehung nur die Liebe Jehovas und jene die Jesus uns gegenüber selbst zeigte.

 

*** Rbi8  Römer 5:8 ***

Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren.

 

Während wir Sünder waren, vor unserer Taufe erwiesen wir uns ebenso als Feinde Gottes! Er aber nahm uns auf und verzog unsere Fehler aufgrund unserer Bereitschaft unsere Einstellung zu ändern, Reue zu zeigen und Werke der Reue hervorzubringen. Dies bedingt Geduld und diesbezüglich gab Gott uns ein vorzügliches Beispiel!

 

 

5.3.4          Besonderer Lohn aufgrund unverdienter Güte

 

5.3.4.1        Leben und Verlängerung unserer Tage versprochen, sofern wir das Gute wählen!

Am Ende der vierzigjährigen Wanderung durch die Wildnis erinnerte Moses in der Tiefebene Moabs an alles, was bisher mit dem Volk Israel geschehen war! Er wiederholte Israel alle wichtigen Abschnitte seit dem Herausführen der Nation aus Ägypten! Die Grundlage bildete seit Pfingsten des Jahres 1513 v.u.Z. das von Gott gegebene GESETZ und dessen richterlichen Entscheidungen. Wenn Israel Gott wirklich gehorchen würde, so sollte dies zu ihrem Segen ausschlagen. Würden sie sich dagegen rebellisch und ungehorsam verhalten, so sollte dies zu ihrem Schaden sein. Leben und schlussendlicher Besitz der versprochenen Erde sind davon abhängig Gottes Wort auszuführen. Wer sich weigert wird Tod ernten und vom Leben abgeschnitten werden!

 

*** Rbi8  5. Mose 30:15-16 ***

15 Siehe, ich lege dir heute wirklich Leben und Gutes und Tod und Böses vor. 16 [Wenn du auf die Gebote Jehovas, deines Gottes, hörst,] die ich dir heute gebiete, indem du Jehova, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen wandelst und seine Gebote und seine Satzungen und seine richterlichen Entscheidungen hältst, dann wirst du ganz bestimmt am Leben bleiben und dich mehren, und Jehova, dein Gott, wird dich bestimmt segnen in dem Land, in das du gehst, um es in Besitz zu nehmen.

 

Wenn wir Gottes „liebende Güte“ nicht verlustig gehen wollen müssen wir vorab erkennen, was für uns lebenserhaltend ist: Der selbe Befehl den Gott Israel gegenüber gab gilt auch geistigen Israeliten gegenüber! Gehorsam Gott gegenüber, an Wahrheit und GESETZ festhalten und selbst liebende Güte zu üben. Wenn wir erkennen, was Gott verabscheut und all dies unterlassen, jede Form Lüge zurückweisen und ungerechtes Handeln von uns entfernen, Selbstsucht und Hass dem Nächsten gegenüber bekämpfen, dann befinden wir uns auf dem Weg des Lebens! 

 

Die Worte Mose gegenüber den versammelten Vorstehern, bevor er das Lied Mose vor ihren Ohren darlegte zeigt, dass er sehr wohl den Charakter jenes Volkes erkannt hatte.

 

*** Rbi8  5. Mose 31:29 ***

Denn ich weiß wohl, daß ihr nach meinem Tod ganz gewiß verderblich handeln werdet, und ihr werdet sicherlich von dem Weg abweichen, in bezug auf den ich euch geboten habe; und es wird euch am Ausgang der Tage bestimmt Unglück widerfahren, weil ihr tun werdet, was in den Augen Jehovas böse ist, so daß ihr ihn durch die Werke eurer Hände kränkt.“

 

Was aber sollen wir von uns, der Christenheit sagen? War nicht Jesus grösser als Moses und hat unseren Führern das Haus zurückgelassen, das er aufzubauen begonnen hatte, als er in den Himmel zurückkehrte? Was ist seit dem ersten Jahrhundert geschehen, nachdem der letzte Apostel Johannes verstarb und Apologeten und Kirchenväter ihr Werk langsam aber beständig zugrunde richteten, indem sie heidnischen Lehren Raum gaben und immer mehr Teil des sie umgebenden Systems wurden? Bestimmt gelten die Worte Mose auf christliche Führer in der Endzeit ebenso: „... es wird euch am Ausgang der Tage bestimmt Unglück widerfahren, weil ihr tun werdet, was in den Augen Jehovas böse ist, so daß ihr ihn durch die Werke eurer Hände kränkt.“

 

5.3.4.2        Jesus wurde um unserer Willen arm, um uns durch seine Armut reich zu machen

Um am Leben zu bleiben und Auferstehung zu ewigem Leben zu erhalten spielt unser Glaube in Jesus eine herausragende Rolle! Unsere Liebe zu unserem Herrn und König wird jedoch auf die Probe gestellt: Wem dienen wir wirklich? Wessen Gebot halten wir schlussendlich ein? Manchmal ist es von Vorteil eher arm zu werden und arm zu sein, wie um des Reichtums und des Komforts willen das ewige Leben aufs Spiel zu setzen! Jesus gab darin Vorbild! Paulus erwähnt es gegenüber der Versammlung Korinth im zweiten Brief:

 

*** Rbi8  2. Korinther 8:8-9 ***

8 Ich sage euch dies nicht als Befehl, sondern im Hinblick auf die Ernsthaftigkeit anderer und um die Echtheit eurer Liebe zu prüfen. 9 Denn ihr kennt die unverdiente Güte unseres Herrn Jesus Christus, daß er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.

 

Die Juden hatten das Erscheinen eines glanzvollen Königs erwartet. Jesus aber wurde in einem Stall geboren! Im Himmel war Jesus von Herrlichkeit umgeben: Um uns Menschen zu dienen wurde er arm, um durch die Ungebundenheit an Habe seine ganze Kraft zu verwenden andern geistigen Reichtum zu vermitteln! Damit gab er Vorbild für uns, was auch Paulus erwähnt: Selbstgenügsamkeit würde Raum schaffen, um anderen gegenüber im Überfluss gute Werke zu verrichten! Er gab darin selbst ein nachahmenswertes Beispiel.

 

*** Rbi8  2. Korinther 9:8-9 ***

8 Gott vermag überdies all seine unverdiente Güte gegen euch überströmen zu lassen, damit ihr, während ihr in allem stets volle Selbstgenügsamkeit habt, Überfluß haben mögt für jedes gute Werk. 9 (So wie geschrieben steht: „Er hat weit und breit ausgeteilt, er hat den Armen gegeben, seine Gerechtigkeit währt immerdar.“

 

Paulus zitiert aus Psalm 112, der ein Lob auf Jehova ist, der voll liebender Güte auf den Armen blickt und ihm mehr zuteilt, wie er zum Leben benötigt. So wie Jesus den Vater nachgeahmt hat sollen wir Christus nachahmen. Wie die Apostel Jesu Schritten folgten, so sollen wir den Schritten der Apostel folgen!

 

5.3.4.3        Jesu Kraft wird durch „unverdiente Güte“ in Schwachheit vollkommen gemacht!

Paulus berichtet von einem „Dorn im Fleisch“ einem „Satansengel“, der ihn beständig schlug, damit er sich nicht überhebe. Bedenken wir dabei an die Prüfungen des Hiob, der obwohl gerecht und rechtschaffen doch für eine Zeit von Gott in Satans Hand gegeben wurde, damit seine Lauterkeit geprüft werde. Gott war sich der Treue Hiobs sicher und vertraute darauf, dass er trotz der Prüfungen seine unversehrte Lauterkeit nicht verlieren werde. Auch wenn keine exakte Angabe existiert, was jener „Dorn im Fleische“ des Paulus war, so nehmen einige an, es wäre sein Augenleiden gewesen, das ihm offenbar das Lesen und Schreiben schwer machte und er auf einen Sekretär angewiesen war. 

 

*** Rbi8  2. Korinther 12:7-10 ***

Damit ich mich daher nicht überhebe, wurde mir ein Dorn ins Fleisch gegeben, ein Satansengel, daß er mich immer wieder schlage, damit ich mich nicht überhebe. 8 Dieserhalb bat ich den Herrn dreimal inständig, daß er von mir weiche; 9 und doch hat er tatsächlich zu mir gesagt: „Meine unverdiente Güte genügt dir; denn [meine] Kraft wird in Schwachheit vollkommen gemacht.“ Am liebsten will ich mich daher eher hinsichtlich meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus, einem Zelt gleich, über mir bleibe. 10 Daher habe ich Gefallen an Schwachheiten, an Beleidigungen, an Nöten, an Verfolgungen und Schwierigkeiten für Christus. Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich machtvoll.

 

Da Paulus drei Mal um Befreiung von jenem Leiden gebeten hatte, ohne dass Gott ihn erhört hätte, bedeutet nicht, dass Gott ihn nicht hörte, sondern dass seine Prüfung noch nicht beendet war! Wie Jesus musste Paulus unter üblen Umständen bis an sein Lebensende ausharren! Jesus aber liess ihn nicht ohne Antwort, indem er Paulus erklärte: „Meine unverdiente Güte genügt dir; denn [meine] Kraft wird in Schwachheit vollkommen gemacht.“ Durch „unverdiente Güte“ war Paulus die Blutschuld an Stephanus vergeben worden und er so der Todesstrafe entronnen. Jesus zeigte ihm zudem, dass die Schwäche die Paulus seines Leidens wegen hatte zur „Kraft des Christus“ wurde, das ihn wie ein Zelt vor der Hitze des Tages und der Kälte der Nacht schützte. Jesus hatte schon in der Bergpredigt bei den neun Glücklichpreisungen erwähnt, dass jene die geschmäht, verfolgt und lügnerisch verleumdet würden sich glücklich preisen sollten.

 

*** Rbi8  Matthäus 5:10-12 ***

10 Glücklich sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt worden sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört.

11 Glücklich seid ihr, wenn man euch schmäht und euch verfolgt und lügnerisch allerlei Böses gegen euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten.

 

All dies musste Paulus ertragen, wurde dadurch aber im Glauben gestärkt und mutig, diesen seinen Glauben bis hin vor Könige zu tragen! „Daher habe ich Gefallen an Schwachheiten, an Beleidigungen, an Nöten, an Verfolgungen und Schwierigkeiten für Christus. Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich machtvoll.

 

5.3.4.4        Paulus durch „unverdiente Güte“ zum Apostel der Nationen ernannt

Die „unverdiente Güte des Herrn“ umfasste nicht nur die Vergebung der Sünde des Paulus im Hinblick auf den Tod des Stephanus und seiner Verfolgung all jener, die zum „Weg“ gehörten, vielmehr wurde ihm das Vorrecht zuteil, an die Stelle des Judas zu treten, um nun als Apostel für die Nationen Dienst zu tun! Er sah sich darum als den Geringsten der Apostel an, obwohl er durch sein umfangreiches Werk bewies, dass er seine Aufgabe mit allem Ernst bis zu seiner Hinrichtung in Rom verfocht.

 

*** Rbi8  Epheser 3:8-13 ***

8 Mir, einem Menschen, der geringer ist als der geringste aller Heiligen, ist diese unverdiente Güte verliehen worden, den Nationen die gute Botschaft über den unergründlichen Reichtum des Christus zu verkündigen 9 und die Menschen sehen zu lassen, wie das heilige Geheimnis verwaltet wird, das von der unabsehbaren Vergangenheit her in Gott, der alle Dinge erschaffen hat, verborgen gewesen ist. 10 [Das geschah,] damit jetzt den Regierungen und den Gewalten in den himmlischen Örtern die überaus mannigfaltige Weisheit Gottes durch die Versammlung bekanntgemacht werde, 11 gemäß dem ewigen Vorsatz, den er in Verbindung mit dem Christus, mit Jesus, unserem Herrn, gefaßt hat, 12 durch den wir diesen Freimut der Rede und Zutritt haben mit Zuversicht durch unseren Glauben an ihn. 13 Deshalb bitte ich euch, wegen dieser meiner Drangsale um euretwillen nicht nachzulassen, denn diese bedeuten für euch Herrlichkeit.

 

Aus diesem „unergründlichen Reichtum“ des Christus schöpfte Paulus beständig, um die gute Botschaft noch mehr in ihre, Höhe, Breite, Länge und Tiefe zu erklären und an Juden und Griechen zu verkünden, um wenigstens einige für das ewige Leben zu gewinnen. Ihm war das „heilige Geheimnis“ um die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ anvertraut worden. Er wusste um die künftige Regierungshoheit über die ganze Erde unter Jesu Führung. Dies sollte nun durch die Versammlung hin zu all denen getragen werden, die in dieses System Macht und Autorität haben, die herrschenden ersten „Himmel“, um auch unter ihnen Menschen zu finden, die bereit waren auf Wahrheit und Gerechtigkeit Gottes zu reagieren! Die „himmlischen Örter“ die er anspricht betreffen hier eindeutig Menschen in machtvollen Positionen unter den Juden und den Heiden! Sie sollten die Weisheit des Planes Gottes ebenso erkennen, um dadurch neu für oder wie bisher gegen Gott und seinen Christus Stellung zu beziehen!

 

Der Glaube in Jesus und in die Befreiung durch sein Loskaufsopfer von Todesschuld gab Mut und Zuversicht über diesen Glauben offen zu reden! Gottes ewiger Vorsatz lautet, dass sein Christus, der Erstgeborene aller Schöpfung als Herrscher über die Engel und als „König der Könige“ über die ganze Erde regieren solle, zum Lobpreis Gottes, weil nur so Frieden und Sicherheit erdenweit zum Tragen kommen werden!

 

Das Geschehen nach dem Einsetzen Jesu als Herrscher über die Könige beschrieb Davis im Psalm 2.

 

*** Rbi8  Psalm 2:1-12 ***

2 Warum sind die Nationen in Tumult gewesen

Und murmelten die Völkerschaften ständig Leeres?

 2 Die Könige der Erde stellen sich auf,

Und hohe Amtspersonen ihrerseits haben sich zusammengerottet wie ein [Mann]

Gegen Jehova und gegen seinen Gesalbten,

 3 [Indem sie sprechen:] „Laßt uns zerreißen ihre Bande

Und von uns werfen ihre Stricke!“

 4 Der in den Himmeln sitzt, wird lachen;

Jehova seinerseits wird sie verspotten.

 5 Zu jener Zeit wird er zu ihnen reden in seinem Zorn,

Und in der Glut seines Mißfallens wird er sie in Bestürzung versetzen,

 6 [Indem er spricht:] „Ich, ja ich, habe meinen König eingesetzt

Auf Zion, meinem heiligen Berg.“

 7 Man lasse mich auf die Verordnung Jehovas hinweisen;

Er hat zu mir gesagt: „Du bist mein Sohn;

Ich, ich bin heute dein Vater geworden.

 8 Erbitte von mir, daß ich Nationen zu deinem Erbe gebe

Und die Enden der Erde zu deinem eigenen Besitz.

 9 Du wirst sie mit eisernem Zepter zerbrechen,

Wie ein Töpfergefäß wirst du sie zerschmettern.“

10 Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht,

Und frohlockt mit Zittern.

12 Küßt den Sohn, daß ER nicht in Zorn gerät

Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg,

Denn leicht entbrennt sein Zorn.

Glücklich sind alle, die zu ihm Zuflucht nehmen.

 

Nun kommt die Zeit, wo das Missfallen Jehovas die ganze Erde erschüttern wird. Sein Sohn wird für gerechte Verhältnisse einschreiten! Die Enden der Erde sind sein Besitz und die Feinde seinen Füssen unterordnet! Im Harmagedon werden sie vollkommen zerbrochen werden, weil sie nicht auf die Warnungen geachtet haben! Die Könige und Richter der Erde haben sich nicht zurechtweisen lassen, dass sie auf Gottes Verordnungen geachtet hätten!

 

Vorsteher von Christenversammlungen aber hörten auf die Worte und dienten seinem Sohn mit Furcht und frohlockten mit Zittern. Viele von ihnen haben sich als „treue Verwalter ihres Herrn“ erwiesen, die wussten wohin sie sich um Zuflucht wenden sollten. Sie nahmen nicht Zuflucht zu den zwei „Bergen“ der Endzeit, weder hin zur Politik noch hin zu den Religionen, sondern suchten das Tal dazwischen auf! (Sach 14:3-5)

 

Die Christen in Korinth sollten trotz der Drangsal, der Paulus auf der 3.Missionsreise in Ephesus ausgesetzt war, als er im Jahre 54 den ersten Brief an die Korinther schrieb nicht nachzulassen die gute Botschaft zu verbreiten und an christlichen Tugenden festzuhalten. Wie bei ihm selbst würde all dies zu Herrlichkeit ausschlagen, einerseits von Gott anerkannt zu sein und dem Herrn Jesus anzugehören, wie auch Teilhaber am ewigen Leben und bei Auserwählung an künftiger Herrschaft zu sein!

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:9-13 ***

9 Denn mir scheint, daß Gott uns, die Apostel, zuletzt zur Schau gestellt hat als zum Tod bestimmte Menschen, denn wir sind ein Schauspiel geworden für die Welt und für Engel und Menschen. 10 Wir sind Toren um Christi willen, ihr aber seid verständig in Christus; wir sind schwach, ihr aber seid stark; ihr steht in gutem Ruf, wir aber sind in Unehre. 11 Bis gerade zu dieser Stunde leiden wir fortgesetzt Hunger und auch Durst und sind dürftig bekleidet und werden umhergestoßen und haben kein Heim 12 und mühen uns ab, indem wir mit unseren eigenen Händen arbeiten. Wenn beschimpft, segnen wir; wenn verfolgt, halten wir stand;  13 wenn verunglimpft, flehen wir; wir sind wie der Kehricht der Welt geworden, der Abschaum aller Dinge, bis jetzt.

 

Die Prüfungen die wir heute durchmachen erscheinen gegenüber dem, was Paulus und seine Mitarbeiter litten vergleichbar klein zu sein.

 

5.3.4.5        Das Strafmass Gottes, für all jene, die seine „unverdiente Güte“ zurückweisen bleibt die „ewige Abschneidung“

An Timotheus schrieb Paulus im Jahre 61 u.Z. aus Nikopolis von seiner letzten Dienstreise nach der Freilassung aus der ersten Haft in Rom und vor der 2.Verhaftung und seinem Tod den ersten Brief an seinen Gefährten und Freund Timotheus. Er wies ihn auf die Wichtigkeit des göttlichen GESETZES hin und legte besonderen Wert darauf,  das GESETZ auch „gesetzmässig zu handhaben“! Nicht der „Buchstabe des GESETZES“ sollte im Vordergrund stehen, sondern vielmehr der Sinn dahinter, das göttliche, das leitende Prinzip hinter jedem Gebot sollte uns leiten: Die Liebe!

 

Das GESETZ zeigte Gesetzlosen nicht bloss ihr Unrecht an, sondern auch das Strafmass, das Gott für diese Form der Übertretung im Einzelnen vorsieht! Das „GESETZ“ vermittelt uns somit dir „gute Lehre“, was in Gottes Augen annehmbar ist und was er zurückweist und gar mit der Todesstrafe belegt!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

8 Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt [[gr.: anósios = fehlende Loyalität (gegenüber Gott und seinem Gesetz)]], und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger, 10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Das Wort „liebende Güte“ hat im Urtext den Sinn von fehlender Loyalität gegenüber Gott und seinem GESETZ! Nicht wie in den übrigen Texten, wo das griechische Wort chrestótes“ lautet wurde hier im Urtext ein anderes Wort „anósios“ verwendet, das aber dem Konzept der WATCHTOWER zuwiderläuft, die doch erklärt, dass Christen überhaupt nicht unter GESETZ stehen würden! Hier aber geht es gerade um diese „loyale Liebe“ zum GESETZ! Paulus listet verschiedene Formen von Gesetzesübertretungen auf, gegen die ja Gottes GESETZ erlassen ist! Wie sonst wäre dieses GESETZ „gesetzmässig zu handhaben“, wenn es gar nicht weiter bestehen würde, sondern mit Jesu Tod zu Ende war? Widersprüche über die Jehovas Zeugen und auch andere Religionsgemeinschaften beständig stolpern, ohne sie zu bemerken! Entweder ist das GESETZ gültig, dann muss es gesetzmässig angewendet werden oder es ist aufgehoben, dann sind wir in Gottes Augen gesetzlos, auch dann, wenn wir es durch Menschengebote ersetzt haben!

 

Paulus fährt fort Timotheus zu bestärken, der in Ephesus darauf hofft, dass Paulus nun nach seiner ersten Freilassung schon bald von Mazedonien her bei ihm eintreffen möge. Dort im Bezirk Asien hatte sich der Abfall ausgebreitet, der von Hymenäus, Alexander und Philetus ausgegangen war und Timotheus hatte einen harten Kampf gegen die Angriffe jener Abgefallenen zu bestehen! Offenbar begann sich das herauszubilden, was später von Jesus in der Offenbarung die Nikolaus-Sekte genannt wurde

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:15 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen.

 

Paulus verweist auf sein eigenes Dienstamt als Apostel, das die Richtigstellung betreffend der Lehre beinhaltet und auch die Zurechtweisung anderer Vorsteher, selbst deren Entfernung aus dem Amt und gegebenenfalls aus der Versammlung, wie im Falle der oben genannten drei Abweichler und Sektengründer! Das Wort „Sekte“ hat auch mit Sektor zu tun, der sich innerhalb eines Kreises abspaltet. Die Christenheit besteht somit aus untereinander getrennten Sektoren, je nach Lehrinhalt. Sie bildet einen getrennten Kreis, der auf die Lehren des Hymenäus aufgebaut ist, den Paulus ja aus der Versammlung geworfen hat! Aus ihr bildete sich offenbar bis zum Ende des Jahrhunderts die „Nikolaus-Sekte“ von der Jesus sagte, dass er sie hasse! Dem Vorsteher der Versammlung Ephesus schrieb Jesus durch Johannes:

 

image023*** Rbi8  Offenbarung 2:5-7 ***

5 Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust. 6 Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. 7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘

 

Erinnerung an jene Dinge, von denen abgefallen wurde, war notwendig! Nur die Lehre Jesu und der Apostel bilden den einen geschlossen Kreis des „Königreiches des Sohnes der Liebe“, der als einzige Sektorunterteilung die verschiedenen Versammlungen auf der ganzen Erde kennt, die wie Leuchter wirken! In deren Mitte wandelt Jesus bis zum Abschluss des Systems! Nur dort ist das wahre Haupt der Christus und der wahre Gott Jehova, weil nur dort das ganze GESETZ und Gebot Jesu respektiert wird!

 

Paulus beschuldigt sich und seinen früheren Wandel als unverschämt. Er war durch die Sekte der Pharisäer zu einem verkehrten Wandel verführt worden, unwissend war betreffend der wahren Aussagen in den Propheten und im Unglauben handelte. Trotz dem ist ihm gegenüber „... die unverdiente Güte unseres Herrn ... über die Maßen überströmend geworden mit Glauben und Liebe, die in Verbindung mit Christus Jesus sind.“

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:12-16 ***

12 Ich bin Christus Jesus, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen hat, dankbar, weil er mich als treu erachtete, indem er mir ein Dienstamt zuwies, 13 obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte. 14 Aber die unverdiente Güte unseres Herrn ist über die Maßen überströmend geworden mit Glauben und Liebe, die in Verbindung mit Christus Jesus sind. 15 Zuverlässig ist das Wort und verdient völlige Annahme, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten. Unter diesen stehe ich an erster Stelle. 16 Dennoch wurde mir deshalb Barmherzigkeit erwiesen, damit Christus Jesus vornehmlich durch mich seine ganze Langmut als Musterbeispiel für die zeigen könnte, die ihren Glauben zum ewigen Leben in ihn setzen werden.

 

Wie Paulus mögen einige unserer Leser „Lästerer und Verfolger“ der Versammlung sein, die wie damals erneut „der Weg“ genannt wird, weil wir denselben Pfad der Christen des ersten Jahrhunderts beschreiten! Es ist kein neuer Weg, sondern derselbe den schon die Apostel und ersten Jünger gelehrt hatten, die doch Gottes Anerkennung erlangten!

 

Unglaube und blinde Nachfolge von Leitern waren damals und sind heute weiterhin Gefahr für ehrlichgesinnte Christen. Saulus konnte sich trotz guter Gesetzeskenntnis nicht vor ihr schützen. Darum wurden wir aufgefordert, dass wir beständig unseren Glauben prüfen sollen! Die „unverdiente Güte“ des Christus wird auch uns in der Endzeit erneut zufliessen, wenn wir seinen Schritten exakt nachfolgen! Er selbst wird unsere Sünden zudecken, wenn wir bereit sind zu Gott und zu seinem unverfälschten Wort umzukehren und uns das GESETZ wirklich auf unser Herz schreiben. Paulus selbst war ja fehlgeleitet und bildet den Urtyp, das „Musterbeispiel“ von fehlgeleiteten gerechtigkeitsliebenden Menschen, die durch Sektarismus in die Irre geführt wurden! Jesus hat auch uns gegenüber viel Langmut gezeigt, als wir Teil „Babylons der Grossen“ bildeten aber unser Herz auf Wahrheit und Gerechtigkeit ausgerichtet hatten, ohne zu genauer Erkenntnis zu gelangen, weil ein religiöser Schleier dies zu verhindern wusste!

 

 

5.3.5          Um der „unverdienter Güte“ Willen nach der „Krone des Lebens“ an Jesu Seite streben

 

5.3.5.1        Einem Überrest wird „unverdiente Güte“ gemäss Auserwählung angerechnet, die als Priester und Könige regieren werden

http://www.noer.info/pictures/0610/HPIM0428%20(Medium)_small.JPGMit der Taufe gehen wir einen Bund mit Gott und Jesus ein unser Leben durch den heiligen Geist leiten zu lassen, der von Gott kommt und durch die Schrift zu uns spricht. Wir anerkennen Jehova als unseren alleinigen Gott, Satzungsgeber und Richter und werden beim Untertauchen im Wasser Diener oder Sklaven des von Gott eingesetzten Königs Jesus Christus. Liebe zu Gott und dem König sollen fortan unser Leben beherrschen. Wahre Gottesfurcht, die uns dazu bewegt seinen heiligen Namen zu fürchten wird unser Geschick lenken.

 

David besingt Jehova im Psalm 61 und hofft auf Jehovas liebende Güte, dass er künftig im Zelt Gottes auf unabsehbare Zeit, ja, auf ewig weilen darf (Ps 61:4).

 

*** Rbi8  Psalm 61:4-7 ***

 5 Denn du selbst, o Gott, hast auf meine Gelübde gehört.

Du hast [mir] das Besitztum derer gegeben, die deinen Namen fürchten.

 6 Tage wirst du den Tagen des Königs hinzufügen;

Seine Jahre werden sein wie Generation um Generation.

 7 Er wird wohnen auf unabsehbare Zeit vor Gott;

O bestelle liebende Güte und Wahrhaftigkeit, daß diese ihn behüten mögen.

 

Damit äussert David prophetische Worte für all jene, die zusammen mit ihm an der künftigen Herrschaft teilhaben. In Wirklichkeit sind die Worte auf Jesus gerichtet, den Erben des Königsthrones Davids. „Liebende Güte und Wahrhaftigkeit“ von Seiten Jehovas werden ihn behüten!

 

Jesus seinerseits spricht von „treuen und verständigen Sklaven“, aus welchen in der Zeit vor dem Abschluss des Systems ein Überrest versiegelt wird. Ebenso wie David und Jesus teilen jene Sklaven denen geistige Speise aus, die Gottes Namen fürchten und der „Versammlung des lebendigen Gottes“ angehören, wo immer sich eine dieser „Inseln“ im Meer der Menschen befindet. Obwohl Jehova all jene, die dem Christus angehören als dem dritten prophetischen Sohn „Lo-Ammi“ noch nicht als „sein Volk“ betrachtet, weil sie doch Teil des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ sind und Jehova das ungetreue Israel „Lo-Ruhama“ nach Jesu Tötung verstossen hat. Erst nachdem Jesus dem Vater das gereinigte, geläuterte Königreich übergibt anerkennt der Vater es als „mein Volk“, wenn „Gott allen alles sei.“

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24-28 ***

24 Als nächstes das Ende [[der Frist der 1335 Tage in Daniels Vorhersage [C4; Bb1]]], wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht [[in Harmagedons Endschlacht]] zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

 

Paulus zitiert im Brief an die Römer, was jenes Volk, die Christen als dritten Sohn Hoseas „Lo-Ammi“ bis hin zum Tag, wo Jesus dem Vater das gereinigte Königreich übergibt bedeuteten:

 

*** Rbi8  Römer 9:25-26 ***

25 Es ist so, wie er auch in Hosea sagt: „Die nicht mein Volk sind, will ich ‚mein Volk‘ nennen und sie, die Nichtgeliebte, ‚Geliebte‘; 26 und an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: ‚Ihr seid nicht mein Volk‘, dort werden sie ‚Söhne des lebendigen Gottes‘ genannt werden.“

 

Das Volk, das Gott schlussendlich sein Eigen nennt ist das Israel Gottes, die auserwählten Erstlinge aus allen Familien der Erde, die zu allen Zeiten Gott gefürchtet hatten und dessen Willen ausführten! Diese freiwillige Unterordnung unter das Haupt, das Gott ist unter jenen, den Gott als kommenden Messias und König bestimmt hat bildete auch zur Zeit des Exils Judas in Babylon die Grundlage. Nachdem Cyrus sich als wahrer Knecht Jehovas erwiesen hatte, der die Juden am Ende der siebzigjährigen Fremdlingschaft auf den Boden Israels zurücksandte wandte er auch von Seiten der Könige Persiens ihnen „liebende Güte“ zu, damit sie den Tempel, die Stadt Jerusalem und eine Steinmauer darum herum wiederum aufrichten konnten.

 

*** Rbi8  Esra 9:9 ***

Denn wir sind Knechte; und in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen, sondern er wendet uns vor den Königen von Persien liebende Güte zu, um uns eine Wiederbelebung zu gewähren, damit wir das Haus unseres Gottes aufrichten und seine verödeten Stätten wiederherstellen und um uns eine Steinmauer in Juda und in Jerusalem zu geben.

 

Dieselbe „liebende Güte“ fliesst Gottes Sklaven der Endzeit zu, um die letzten Lücken der Stadtmauer um das „neue Jerusalem“ zu schliessen. Dies zeigt sich vorab darin, dass jene „zwei Zeugen“ erneut zum Leben gelangen die durch die Stadt „Sodom und Ägypten“ getötet wurden und Johannes spricht in der Offenbarung davon, dass die Apostel die zwölf Grundsteine jener Mauer aus zwölf Schichten von Edelsteinen bilden. Insgesamt sind es schlussendlich 144.000 solcher lebendigen Steine! Kurz vor dem Abschluss in Harmagedon sind die letzten dieser „Steine“ versiegelt. Viele von ihnen waren Vorsteher einer der vielen „Inseln“, Christenversammlungen der Endzeit, die sich rechtzeitig von „Babylon der Grossen“, den Religionen gelöst hatten! Wie es Paulus schon im Brief an die Römer erwähnte geschah dies durch Auserwählung Gottes all jener, die seinen Namen mehr fürchten, als den Namen jener, die sie zuvor versklavt hatten! Die Wahrheit hatte sie aus jener Umklammerung befreit!

 

*** Rbi8  Römer 11:5-6 ***

5 So hat sich nun auch in der gegenwärtigen Zeitperiode ein Überrest gemäß einer Auserwählung zufolge unverdienter Güte gezeigt. 6 Wenn es nun durch unverdiente Güte ist, ist es nicht mehr zufolge von Werken; sonst erweist sich die unverdiente Güte nicht mehr als unverdiente Güte.

 

Gottes Auserwählung hat mit der Herzenseinstellung all jener zu tun, die sich seinem Sohn unterordnet haben. Es war bei jedem „unverdiente Güte“, die in der Taufe die Sünden tilgte und unabhängig von bereits zuvor geleisteten Werken! Nun aber, als Christen werden die Werke durchaus betrachtet! Jesus wurde nicht bloss aus unverdienter Güte über alle Autorität im Himmel und auf der Erde erhoben, sondern aufgrund seiner Treue und der Erfüllung des ganzen Willens Gottes! Seine herausragende Liebe zum Nächsten machte ihn für die Aufgabe besonders geschaffen!

 

5.3.5.2        Die „unverdiente Güte“ machte aus Saulus einen verdientstvollen Apostel

Paulus, obwohl der von Jesus eingesetzte Apostel der Nationen unterordnet sich in allem dem Christus als Haupt. Er weiss um seine Vergangenheit als Vorsteher der Pharisäer und der Verfolgungen der Christenversammlungen in seiner früheren Verblendung! Wie vielen von uns heute, die wir in Religionsorganisationen gedient haben fehlte es auch ihm an genauer Erkenntnis, weil Vorsteher den klaren Blick auf das wahrlich Wichtige getrübt hatten!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:9-11 ***

9 Denn ich bin der geringste der Apostel, und ich bin nicht wert, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Versammlung Gottes verfolgt habe. 10 Doch durch Gottes unverdiente Güte bin ich, was ich bin. Und seine unverdiente Güte mir gegenüber erwies sich nicht als vergeblich, sondern mehr als sie alle habe ich angestrengt gearbeitet; doch nicht ich, sondern die unverdiente Güte Gottes, die mit mir ist. 11 Aber ob ich es bin oder sie, so predigen wir, und so habt ihr geglaubt.

 

Paulus wurde durch „unverdiente Güte“ in sein Amt als Apostel erwählt, obwohl er ein unverschämter Verfolger des Weges gewesen war und Versammlungsglieder, Männer wie Frauen gefesselt vor die Vorsteher Jerusalems geführt hatte. Selbst der Tod des unschuldigen Stephanus wurde ihm nicht angerechnet (Apg 8:1; 9:13, 14).

 

Gottes „unverdiente Güte“ dem Paulus gegenüber zeigte durch die vielen Versammlungen die er selbst gegründet hatte Erfolg! Dahinter stand angestrengte Arbeit mit dem klaren Ziel vor Augen Jesus als König zu dienen und nicht weiter Menschen in hoher Stellung gefällig zu sein! Er führt auch dies auf den ursächlichen Grund zurück, die „unverdiente Güte Gottes“, die ihm seine frühere Schuld nicht anrechnete!

 

*** Rbi8  Römer 12:3-8 ***

3 Denn durch die unverdiente Güte, die mir verliehen worden ist, sage ich jedem, der sich unter euch befindet, nicht höher von sich zu denken, als zu denken nötig ist, sondern so zu denken, daß er gesunden Sinnes sei, jeder, wie Gott ihm ein Maß des Glaubens zugeteilt hat. 4 Denn so, wie wir in einem Leib viele Glieder haben, die Glieder aber nicht alle dieselbe Funktion haben, 5 so sind wir, obwohl viele, ein Leib in Gemeinschaft mit Christus, doch Glieder, die als einzelne zueinander gehören. 6 Da wir nun Gaben haben, die gemäß der uns verliehenen unverdienten Güte verschieden sind, es sei Prophezeiung, [so laßt uns] nach dem [uns] angemessenen Glauben [prophezeien]; 7 oder ein Dienstamt, [so widmen wir uns] diesem Dienstamt; oder wer lehrt, [der widme sich] seinem Lehren; 8 oder wer ermahnt, [der widme sich] seinem Ermahnen; wer austeilt, [der tue es] mit Freigebigkeit; wer als Vorsteher dient, [der tue es] mit wirklichem Ernst; wer Barmherzigkeit erweist, [der tue es] mit Fröhlichkeit.

 

So trifft es auch auf Auserwählte Gottes in der Endzeit zu, durch „unverdiente Güte“ seitens unseres Herrn Jesus an eine der verschiedenen Stellen am Leib des Christus gesetzt worden zu sein, um dort eine Funktion auszuüben. Nicht alle Glieder können dieselbe Funktion innehaben aber alle sollen zur Auferbauung dieses einen, geeinten Leibes des Christus beitragen! Alle haben sich von irgend einem andern Leib gelöst die zu jeweils anderen Häuptern gehörten, die behaupteten den Christus image023zu vertreten, um nun unter demselben Haupt Jesus zu dienen, der ja lebendig ist und inmitten seiner „sieben Versammlungen“ steht, die wie „Leuchter“ Licht der Wahrheit verbreiten und deren Vorsteher wie „Sterne“ direkt in seiner rechten Hand hält!

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:17-20 ***

Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: „Sei ohne Furcht. Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich wurde ein Toter, doch siehe, ich lebe für immer und ewig, und ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades. 19 Daher schreibe die Dinge auf, die du gesehen hast, und die Dinge, die sind, und die Dinge, die nach diesen geschehen werden. 20 Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Jesus ist auch erneut der Letzte, der kommt und die Schlüssel des Hades in der Hand hält und erneut in „unverdienter Güte“ jene als Erstlinge herausführt, die er durch Gottes Rat erwählt hat, um an seiner Seite als Mitkönige zu dienen! Ebenso wie Johannes fordert Jesus auch uns auf wir sollen uns vor den Mächtigen dieses Systems nicht fürchten, weder denen in Religion noch Politik noch in der Wirtschaft. Sie alle gemeinsam vergehen am Tag der Urteilsvollstreckung, weil sie sich als Gegner von Gottes Königreich erwiesen haben und Gottes GESETZ gering geachtet haben.

 

5.3.5.3        Durch die „unverdiente Güte“ an Erkenntnis und Redefähigkeit wachsen

Paulus dankt Gott im Brief an die Korinther, weil darin trotz Problemen in jener Versammlung Männer waren, die durch „unverdiente Güte“ Gottes und durch den Christus als treue Vorsteher dienten! Dies erzeigte sich dadurch, dass sie die Massnahmen zum Disziplinieren von Auswüchsen in der Versammlung aufgrund des Briefes annahmen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zogen! Dazu waren Erkenntnis und Redefähigkeit vonnöten!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:4-9 ***

4 Ich danke Gott allezeit für euch im Hinblick auf die unverdiente Güte Gottes, die euch in Christus Jesus verliehen ist, 5 daß ihr an allem bereichert worden seid in ihm, an der vollen Redefähigkeit und an völliger Erkenntnis, 6 wie ja das Zeugnis über den Christus unter euch befestigt worden ist, 7 so daß ihr an gar keiner Gabe Mangel habt, während ihr sehnlich die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. 8 Er wird euch auch befestigen bis ans Ende, damit ihr frei von Anklage seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Gott ist treu, durch den ihr zur Teilhaberschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, berufen worden seid.

 

Alle erwarteten in genauer Erkenntnis der Bedeutung der Propheten das erneute Offenbarwerden des Christus! Jesus hatte durch freizügiges Ausgiessen des Geistes auf die Versammlung Männer mit Geistesgaben geschaffen, die verantwortungsvoll das Geschick jener Versammlung anleiteten. Paulus hält den Vorstehern das kommende Gericht vor Augen, damit keiner von jenen unter irgend einer Anklage stehen möge am „Tag unseres Herrn Jesus Christus“! Alle diese Vorsteher sind ihrer Berufung gefolgt, um Teilhaberschaft mit Jesus an der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ zu erlangen! Keiner der treu ist wird des zustehenden Lohnes entgehen! Jeder erhält gemäss seiner eigenen harten Arbeit!

 

Paulus selbst nennt sich einen „Gefangenen Christi Jesu“, den dieser als Sieger im Triumpfzug einherführt, um nun den Menschen der Nationen zu dienen. Paulus hat den früheren Stolz eines Pharisäers abgelegt und versucht nun möglichst vielen die Erkenntnis über den Christus und dessen kommende Herrschaft zu vermitteln! Er war ein „Verwalter der unverdienten Güte Gottes“, indem er jeden der auf sein Predigen achtete den Eingang in das „Königreiches des Sohnes der Liebe“ öffnete!

 

*** Rbi8  Epheser 3:1-7 ***

3 Deswegen ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu, für euch, die Leute von den Nationen2 wenn ihr wirklich von der Verwaltung der unverdienten Güte Gottes gehört habt, die mir im Hinblick auf euch gegeben worden ist, 3 daß mir durch eine Offenbarung das heilige Geheimnis bekanntgegeben wurde, so wie ich zuvor in Kürze schrieb. 4 Im Hinblick darauf könnt ihr, wenn ihr dies lest, das Verständnis erkennen, das ich von dem heiligen Geheimnis des Christus habe. 5 In anderen Generationen wurde dieses [Geheimnis] den Söhnen der Menschen nicht so bekanntgemacht, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch [den] Geist geoffenbart worden ist, 6 nämlich daß Leute von den Nationen Miterben sein sollten und Miteinverleibte sowie Mitgenossen der Verheißung mit uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus durch die gute Botschaft. 7 Ich bin ein Diener derselben geworden gemäß der freien Gabe der unverdienten Güte Gottes, die mir nach der Weise gegeben wurde, wie seine Kraft wirksam ist.

 

Das heilige Geheimnis um die kommende Verwaltung war Paulus durch Visionen von Jesu Seite her bekanntgegeben worden! Er hatte ein völlig klares Verständnis über den Aufbau der kommenden Königreichsregierung erhalten! Er wusste um die Stellung des Christus, der Apostel und der Mit-Priesterkönige, auch wenn er deren genaue Zahl noch nicht kannte!

 

Die Mitteilung, dass auch Männer der Nationen, „Söhnen der Menschen“ dieses Vorrecht seit der Taufe des Kornelius offenstand, Mitteilhaber an der kommenden Verwaltung zu erlangen! Nicht mehr sollten es ausschliesslich beschnittene Juden sein, die von Gott als Miterben am Königreich zugelassen sein würden! Das war eine Herausforderung an alle gerichtet, die bereit waren die Berufung anzunehmen, um sich dem Christus als „treue Sklaven“ darbieten!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:1 ***

Wenn jemand nach dem Amt eines Aufsehers strebt, begehrt er vortreffliche Arbeit.

 

Paulus bezeichnet das Amt eines Aufsehers in der Versammlung Gottes als vortreffliche Arbeit! Auch alle Vorsteher von Christenversammlungen sind wie es Paulus vorgemacht hat aufgerufen diese „unverdiente Güte Gottes“ zu mehr Menschen hinzutragen, Jünger zu machen, damit auch diese am „Tag des Herrn“ gerettet werden können, weil sie von Anklage für frühere Sünden vom Fluch Gottes befreit sind! Auch sie sollen nach ihren Fähigkeiten neue Versammlungen vorab als Hausgemeinschaften ins Leben rufen! Nirgends steht eine Limitierung, wie viele Männer und Frauen eine Versammlung bilden! Jesus hatte doch erwähnt, dass da, wo „zwei oder drei“ versammelt wären, er mitten unter ihnen sei! 

 

Um Gottes „unverdiente Güte“ nicht erneut zu verlieren und weiterhin in Gemeinschaft mit dem Christus zu bleiben sollten aber auch die Worte die Gott an Moses gab in den Ohren klingen:

 

*** Rbi8  5. Mose 27:26 ***

‚Verflucht ist, wer die Worte dieses Gesetzes nicht in Kraft erhält, indem er sie tut.‘ (Und alles Volk soll sprechen: ‚Amen!‘)

 

Deutlich sagte Jesus in Anlehnung an Gottes Gebot an Israel, dass jeder, der eines der geringsten Gebote bricht und andere dementsprechend lehrt im Königreich Gottes „Geringster“ genannt werde!

 

5.3.5.4        Durch „unverdiente Güte“ ein Königreich erlangen, das nicht erschüttert werden kann

Wie wir gut wissen wird in Harmagedon erneut jede Macht und Autorität enden! Das war schon früher bei vielen Machtwechseln von einem Königreich zum anderen und von einem Imperium zum nächsten so! Daniel der Prophet aber hatte Nebukadnezar ein kommendes Ende dieses Machtwechsels angekündigt! Über eine bisher nie gekannte Zeitperiode von tausend Jahren soll das durch Gott aufgerichtete Königreich für Frieden und Sicherheit auf der ganzen Erde sorgen!

 

*** Rbi8  Daniel 2:44-45 ***

44 Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

Jenes kommende Königreich, das Gott selbst aufrichten wird wurde mit immer mehr Präzision gegenüber allen Propheten seit den Tagen Abrahams erwähnt. Die einzelnen Schritte zu seiner Aufrichtung begannen mit der Erlösung Israels aus ägyptischer Gefangenschaft. Im Sinai bildete Gott sich sein Volk, dem er König wurde und ihm das GESETZ gab! Nach vierzig Jahren Wanderung durch die Einöden des Sinai führte Jehova sein Volk durch Josua ins gelobte Land!

 

*** Rbi8  2. Mose 15:13 ***

Du hast in deiner liebenden Güte das Volk geführt, das du zurückgeholt hast;

Du wirst es in deiner Stärke bestimmt zu deinem heiligen Aufenthaltsort geleiten.

 

Nun steht eine weitere Zurückführung auf die Erde Israels bevor! Sie ist der von Gott selbst erwählte Aufenthaltsort. Erneut kommt Jehovas „liebende Güte“ all jenen zu Gut, die ihr Vertrauen nicht in die Menschensöhne, sondern in ihren Retter Jehova und den von ihm bestimmten König, Jesus Christus gesetzt haben.

 

Durch Jesus wurde uns das „heilige Geheimnis“ um die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ eröffnet! Johannes berichtet in der Offenbarung von der Vollzahl von 144.000 Priesterkönigen, die an Jesu Seite und unter richterlicher Aufsicht der zwölf Apostel stehen, „ein Königreich ... das nicht erschüttert werden kann“! Da von oben her, von Jehova bei dem es kein Unrecht gibt und durch Jesus, der das ganze göttliche GESETZ erfüllt hat und ohne jeden Tadel blieb durchgesetzt werden wird, so bedeutet dies „ein verzehrendes Feuer“ für alle Feinde der Wahrheit und der Gerechtigkeit!

 

*** Rbi8  Hebräer 12:28-29 ***

28 Darum, da wir ein Königreich empfangen sollen, das nicht erschüttert werden kann, mögen wir fernerhin unverdiente Güte haben, durch die wir Gott auf annehmbare Weise heiligen Dienst darbringen können, mit Gottesfurcht und Scheu. 29 Denn unser Gott ist auch ein verzehrendes Feuer.

 

Wir können Gott nur dann annehmbaren Dienst entgegenbringen, wenn wir Gottesfurcht und Scheu dadurch unter Beweis stellen, dass wir die Gebote seines Christus erfüllen und so ständig erneut in den Genuss seiner „unverdienten Güte“ gelangen!

 

Wenn das Königreich errichtet ist und Gott bei den Menschen weilt wird die bisherige Finsternis im Erkennen der vollen Wahrheit beendet werden! Gott selbst wird durch seinen Christus und dessen Mitkönige die vollständige Wahrheit zur ganzen Erde hin gelangen lassen! 

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:3-5 ***

3 Und es wird keinen Fluch mehr geben, sondern der Thron Gottes und des Lammes wird in [der Stadt] sein, und seine Sklaven werden ihm heiligen Dienst darbringen; 4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihrer Stirn sein. 5 Auch wird es keine Nacht mehr geben, und sie haben kein Lampenlicht nötig, noch [haben sie] Sonnenlicht, denn Jehova Gott wird ihnen Licht geben. Und sie werden für immer und ewig als Könige regieren.

 

Der Fluch des GESETZES hat nur auf jenen gelastet, die Gottes Vorkehrung zur Sündentilgung nicht in der Weise genutzt haben, wie es das GESETZ und die PROPHETEN vorherbestimmt haben. Wer willentlich Gottes Gebote übertritt zieht sich Gottes Fluch zu und muss am Gerichtstag auch die Konsequenzen tragen!

 

Da künftig gerechtes Gericht unmittelbar durch die kommenden Könige gehalten wird, wo Übertretung vorliegt und die allgemeine Auferstehung für die Ungerechten eine Auferstehung zum Gericht sein wird, wo sie für früheres Unrecht Strafe erleiden und Barmherzigkeit erlange, wo es angebracht ist wird es keinen Fluch mehr geben!

 

5.3.5.5        Sich nicht von dem abbringen lassen, wozu wir berufen wurden

Als die Christen in Galatien, wo ein Streit wegen der Beschneidung entstanden war durch Paulus in einem Brief zurechtgewiesen wurden erklärte er jenen, dass es nur eine einzige gute Botschaft gibt, diejenige die er selbst verkündet hatte! Weil die Jünger in Galatien auf jene gute Botschaft reagiert hatten, kamen sie bei ihrer Taufen in den Genuss von Gottes „unverdienter Güte“, indem ihre früheren Sünden ausgelöscht wurden! Nun standen sie in Gefahr dieser „unverdienten Güte“ erneut verlustig zu gehen!

 

*** Rbi8  Galater 1:6-9 ***

6 Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Die von Paulus beanstandete „andersartige gute Botschaft“, die einige irregeführten Jünger aus der Gruppe von bekehrten Pharisäern aus Jerusalem gebracht hatten, bereiteten Unruhe! Jene behaupteten, die Beschneidung des Fleisches sei nach wir vor Bedingung, um das GESETZ Mose zu erfüllen. Damit verneinten sie aber Gottes eigenes Zeugnis, als er durch Jesus heiligen Geist über die Hausgemeinschaft des Kornelius ausgoss, die in unbeschnittenem Zustand und bisher ungetauft waren! Erst danach taufte sie Petrus und rief aus: „Kann jemand das Wasser verwehren, so dass diese nicht getauft würden, die den heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?“ Daraufhin wurde die ganze Hausgemeinschaft getauft. Niemand musste sich am Fleische beschneiden lassen! Die Gerechtigkeit des Kornelius war gekommen, weil er Taten der Gottergebenheit gezeigt hatte und durch aktive Nächstenliebe auffiel. Er hatte schon zuvor sein Herz beschnitten und erfüllte Gottes Willen!

 

*** Rbi8  Galater 2:21 ***

Ich setze die unverdiente Güte Gottes nicht beiseite; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz kommt, ist Christus tatsächlich umsonst gestorben.

 

Der Tod Christi war die höchste Stufe von Gottes Gerechtigkeit, der deutlich erklärt hatte, dass es für Sünde niemals Straffreiheit geben würde! (2.Mo 34:6, 7) Jesus hatte die Strafe für andere erlitten obwohl er ohne Sünde war! Das GESETZ hatte bei Übertretungen einen Fluch zur Folge, Jesus aber befreite von diesem Fluch, indem Glaube in sein Opfer gesetzt wurde wie Juden zuvor Glaube in die blutigen Opfer setzen mussten!

 

5.3.5.6        Während wir in Verfehlungen tot waren sind wir durch „unverdiente Güte“ zum Leben gelangt

Da Sünde Tod nach sich zieht waren wir alle vor unserer Taufe in Gottes Augen tot! Keiner kann von sich behaupten ohne Sünde gewesen zu sein, nein, nicht ein einziger! Jesus aber hat Satan und sein System dadurch bezwungen, dass er nicht in einer einzigen Angelegenheit vom GESETZ und dessen Prinzipien abwich. Dadurch haben wir ein vollkommenes Vorbild, dem es nachzustreben gilt! Gottes Barmherzig strömt durch Christus zu uns über, weil er uns wegen unserer Bemühungen liebt! Das zeigt sich vorab in der Rettung von Todesschuld durch die Taufe!

 

*** Rbi8  Epheser 2:4-7 ***

4 Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat wegen seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 uns, selbst als wir in Verfehlungen tot waren, zusammen mit dem Christus lebendig gemacht — durch unverdiente Güte seid ihr gerettet worden —, 6 und er hat uns mitauferweckt und uns mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Gemeinschaft mit Christus Jesus, 7 damit in den kommenden Systemen der Dinge der alles übertreffende Reichtum seiner unverdienten Güte in seiner Gunst uns gegenüber in Gemeinschaft mit Christus Jesus deutlich gezeigt werde.

 

Zeitband Jehovas Gerichte - d_9871_image007Beim Auftauchen aus dem Wasser bei der Taufe werden wir vom Tod dem Leben gegenüber das Gott gehört lebendig! Erst dadurch sind wir im „Königreich des Sohnes des Sohnes der Liebe“ aufgenommen! Das ist ein Ort, der in geistigem Sinne zum Himmel Jehovas gehört und somit uns gewährt in den „himmlischen Örtern“ in Gemeinschaft mit Christus mitzusitzen! Dort ist auch unser Bürgerrecht eingetragen, in der „Buchrolle des Lammes des Lebens“. Dies ist nicht gleichbedeutend dem Taufregister irgendeiner Religionsgemeinschaft. Paulus selbst bestätigt dies, wo er sagt, dass er sich nicht mehr daran erinnere wen er getauft hätte. Offensichtlich spielt der Taufende bei der Taufe nur eine Vermittlerrolle und nicht so, wie es Kirchen deuten die Schlüsselrolle. Durch Eintritt in das „Königreich des Sohnes der Liebe“ bei der Taufe gehen wir ein Bundesverhältnis ein!  

 

*** Rbi8  Epheser 2:8-10 ***

8 Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. 9 Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe. 10 Denn wir sind sein Gebilde und sind in Gemeinschaft mit Christus Jesus für gute Werke geschaffen worden, die Gott im voraus bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.

 

Nicht eine Religion und nicht der Taufende vermitteln diese Gabe Gottes, sondern diese „unverdiente Güte“ ist ein Geschenk Gottes, indem die im Himmel registrierten Sünden durch Christus ausgetilgt worden sind! Weder ein Mensch noch eine Religionsorganisation haben sich darin zu rühmen, indem sie sich ihrer Mitgliederzahlen brüstet!

 

Die „guten Werke“ für die wir als Menschen geschaffen wurden sind die Liebe zu unserem Schöpfer, zu unseren Mitmenschen in Loyalität, durch eigenes Bestreben Gottes Gebote zu erfüllen und uns innerhalb von der Beschränkung der Gebote und innerhalb der Wahrheit und all dessen, was Gut und Annehmbar ist bei Gott zu bewegen!

 

 

5.3.6          Was ist Voraussetzung, um unter unverdienter Güte zu verbleiben?

 

5.3.6.1        In der „unverdiente Güte“ an Erkenntnis wachsen und treu bleiben

Die gute Botschaft betrifft unsere Rettung aus einer heutigen, verdrehten Welt hin zu einer „neuen Erde“, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen werden. Diese Dinge wurden schon früh von Gott den dazu erwählten Propheten in immer grösserem Umfang erklärt. Oft verstanden jene Propheten die Dinge selbst noch nicht, die sie diese Dinge für spätere Zeit niederschreiben mussten, um denen zu dienen, die es betreffen würde. Das erzeugte über alle Generationen Interesse am Verständnis, ob und welcher Teil der Informationen sie direkt betreffen würde. Dabei stand das Erscheinen des Messias im Vordergrund, weil durch ihn Rettung kommen würde und „unverdiente Güte“ in besonderem Ausmass damit verbunden wäre.

 

*** Rbi8  1. Petrus 1:10-12 ***

10 Gerade was diese Rettung betrifft, wurde von den Propheten, die von der euch zugedachten unverdienten Güte prophezeiten, fleißig Nachfrage gehalten und sorgfältig nachgeforscht. 11 Sie untersuchten beständig, welchen besonderen Zeitabschnitt oder welche Art eines [Zeitabschnitts] der Geist in ihnen in bezug auf Christus anzeigte, als er im voraus über die für Christus [bestimmten] Leiden und über die nach diesen folgenden Herrlichkeiten Zeugnis gab. 12 Ihnen wurde es geoffenbart, daß sie nicht sich selbst, sondern euch mit den Dingen dienten, die euch nun durch diejenigen angekündigt worden sind, die euch die gute Botschaft mit [dem] vom Himmel her gesandten heiligen Geist verkündigt haben. Gerade in diese Dinge begehren Engel [[gr.: aggelos = Vorsteher, Boten]] hineinzuschauen.

 

Nur allzu verständlich, dass auch unsere Generation diese Dinge zu verstehen sucht, da ja die Wiederkehr unseres Herrn angesagt ist, die seit der Zeit der Apostel sehnsüchtig erwartet wird! Petrus zeigt in diesem Brief, dass sorgfältiges Nachforschen und fleissige Nachfrage in den Schriften, um aufkommende Fragen zu beantworten zu allen Zeiten ein Kennzeichen jener war, die Vorsteher von Versammlungen waren. Natürlich betraf dies zuallererst die Propheten selbst, die oft die übermittelnden Engel über weiterreichende Informationen baten oder von den Engeln gefragt wurden, ob sie die Botschaft verstanden hätten! (Da 10:20, 21; 12:8)

 

*** Rbi8  Daniel 10:14 ***

Und ich bin gekommen, um dich verstehen zu lassen, was deinem Volk im Schlußteil der Tage widerfahren wird, denn es ist eine Vision noch für die [künftigen] Tage.“

 

Im Falle Daniels erklärte der Engel deutlich, dass gewisse Teile der Offenbarungen erst in der Endzeit verständlich werden sollen:

 

*** Rbi8  Daniel 12:8-10 ***

8 Was nun mich betrifft, ich hörte, aber ich konnte [es] nicht verstehen, so daß ich sprach: „O mein Herr, was wird der Schlußteil dieser Dinge sein?

9 Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Vorsteher waren es doch zu allen Zeiten, die vorab durch ihre Schafe mit Fragen konfrontiert wurden und die verpflichtet sind die geistige Nahrung zur rechten Zeit auszuteilen! Sie müssen sich um genaue Erkenntnis bemühen, welche Zeit und welcher Zeitabschnitt mit den Vorhersagen gemeint ist! „Sie untersuchten beständig, welchen besonderen Zeitabschnitt oder welche Art eines [Zeitabschnitts] der Geist in ihnen in bezug auf Christus anzeigte.“ Die eigenen Gedankengänge, „der Geist in ihnen“ musste aufgrund des „heiligen Geistes der Wahrheit“, der aus der Schrift zu jedem und zu jederzeit redet die korrekte Kombination der Informationen anzeigen! (Joh 14:15-17; 17:17)

 

Ohne vorherige Reinigen und Hinwendung zu Gottes Geboten wäre dies nicht möglich, weil jede Form boshaften Handelns, insbesondere sich an lügenhafte Aussagen zu klammern das Verständnis verhindern! (Mat 24:45-47)

 

Je mehr wir über diese Dinge nachsinnen und uns um Verständnis bemühen wächst unsere Erkenntnis. Es ist ein fortschreitender Prozess, nicht ein am Ziel ankommen! Es ist Teil von „Gottes unverdienter Güte“, dass er uns Einblick in kommende Ereignisse gibt! Es verpflichtet uns aber auch die Erkenntnis mit anderen zu teilen, ihren Hunger nach Verständnis der Schrift fortschreitend zu stillen!

 

*** Rbi8  1. Petrus 4:10-11 ***

10 In dem Verhältnis, wie jeder eine Gabe empfangen hat, gebraucht sie, indem ihr einander als vortreffliche Verwalter der unverdienten Güte Gottes dient, die auf mannigfaltige Weise zum Ausdruck kommt. 11 Wenn jemand redet, [so rede er,] als wären es [die] heiligen Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, [so diene er] als von der Kraft abhängig, die Gott darreicht, damit in allen Dingen Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus. Sein ist die Herrlichkeit und die Macht für immer und ewig. Amen.

 

Auch wenn wir unsere eigenen Worte brauchen, um die Dinge die sich uns vor dem geistigen Auge eröffnen anderen mitzuteilen, so soll es doch so sein, dass wir Gott dafür die Ehre geben! Alles was wir zu erkennen vermögen schöpfen wir ja aus Gottes Ratschlag und Vorherwissen!

 

5.3.6.2        An Erkenntnis und an „unverdienter Güte“ wachsen

Petrus gibt auch im zweiten Brief denselben Ratschlag sowohl an Erkenntnis wie an „unverdienter Güte“ zu wachsen. Diesmal spricht er aber von unserer eigenen unverdienten Güte, die wir anderen zukommen lassen sollen, damit auch jene für das kommende Königreich unter Jesu Herrschaft gewonnen werden können!

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:18 ***

 Nein, sondern wachst weiterhin in der unverdienten Güte und an Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm [sei] die Herrlichkeit sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit.

 

Indem wir vorab Gott und dann Jesus Herrlichkeit zuschreiben vermehren wir die Achtung unter den Menschen für die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“. Dass die heute Herrschenden all jene in der einen oder anderen Form bedrängen, verfolgen und bis hin töten, welche Jesus als König verkünden sollte uns nicht irritieren. Wenn man Jesus und die Apostel verfolgte, wie werden sie uns nicht auch auf dieselbe Weise tun? (Joh 15:20)

 

*** Rbi8  1. Petrus 5:10-11 ***

10 Aber nachdem ihr eine kleine Weile gelitten habt, wird der Gott aller unverdienten Güte, der euch zu seiner ewigen Herrlichkeit in Gemeinschaft mit Christus berufen hat, eure Schulung selbst beenden, er wird euch befestigen, er wird euch stärken. 11 Ihm sei die Macht immerdar. Amen.

 

Die Leiden die wir heute ertragen müssen dienen somit unserer Schulung für das kommende System, um wie Christus selbst mit jenen Erbarmen zu haben, die ihrerseits leiden müssen! Unverdiente Güte Gottes ist es, die uns auch weiterhin nach der Taufe stärkt und an Erkenntnis der wahren Zusammenhänge wachsen lässt! Die „Berufung nach oben“ gilt es wahrzunehmen und ihr nachzustreben, um der kommenden Verwaltung von Nutzen sein zu können. Gott ist treu und wird unsere Leiden und unsere harte Arbeit nicht vergessen!

 

Auch Paulus schreibt über diese Berufung und die Verschiedenheit geistiger Gaben. Alle gemeinsam sollen wir zur Einheit im Glauben gelangen, indem wir eine genaue Erkenntnis Gottes und Jesu erlangen. Die „Fülle des Christus“ zu erreichen bedeutet in bleibende Einheit mit ihm zu kommen, so wie er in bleibender Einheit mit dem Vater ist.

 

*** Rbi8  Epheser 4:11-16 ***

11 Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Erneut streicht Paulus die Wichtigkeit der Wahrheit heraus und verbindet es mit jenen, welche die Wahrheit zu Gunsten Irrtum und Trug vertauscht haben. Er warnt uns vor geistiger Unmündigkeit, die uns ans Gängelband der Religionen bindet: „... damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum.“ Nie in der Geschichte gab es so viele sich widersprechende Lehren und Sekten, die sich alle gegenseitig ihre Schafe abzuwerben versuchen! Je lauter und je unsinniger ihre Versprechen sind, um so eher scheinen sie Anhänger um sich zu versammeln! Die „List im ersinnen von Irrtum“ kennt heute keine Grenzen mehr, da Glaubensfreiheit auch Narrenfreiheit beinhaltet! Wahrheit aber verpflichtet und lässt keinen Spielraum offen diese in ihr Gegenteil zu verkehren! Christen sind verpflichtet die Wahrheit zu prüfen und die geprüfte Wahrheit mit anderen zu teilen!

 

Wo wir in Wahrheit, gegenseitigem Respekt und Liebe zueinander hin streben bildet sich die Einheit hin zu unserem Haupt Jesus. Unverdiente Güte seitens Gott und jene von Jesus verbindet sich mit unseren eigenen Bemühungen dieselbe unverdiente Güte anderen gegenüber zu erweisen!

 

Während die Religionsgemeinschaften ihre eigene Güte in den Vordergrund streichen, was immer ihre „Spezialität“ ist, seien es Schulen, Spitäler, Altersheime, gesunde Nahrung, Heilungen oder ein ausgeprägtes Predigtwerk, so ruft jede ihre eigene „liebende Güte“ aus, um sie als Werbemittel neuer Mitglieder zu nutzen.

 

*** Rbi8  Sprüche 20:6 ***

Eine Menge Menschen werden ein jeder seine eigene liebende Güte ausrufen, aber einen treuen Mann, wer kann ihn finden?

 

Der Sprücheschreiber verweist auf eine Kombination die in diesen Zusammenhang von Wichtigkeit ist: Die Treue! Unsere Treue Loyalität muss in erster Linie Gott, seiner Gerechtigkeit und der Wahrheit gelten! Wir müssen Treue gegenüber unserem Taufbund zeigen, was Jesus als einziges Haupt in den Mittelpunkt rückt!

 

5.3.6.3        Von jeder Art Gesetzlosigkeit sich fern halten! Jesu Offenbarwerden erwarten.

Obwohl Gottes „unverdiente Güte“ alle Menschen offensteht und jeder eingeladen ist daran Anteil zu haben so sind ihr aber auch Grenzen gesetzt. Gott lässt sich nicht ausnutzen: Wir können ihrer gar verlustig gehen! Darum gibt die Bibel gute Ratschläge, was zu tun ist, um innerhalb der von Gott festgesetzten Grenzen zu bleiben. Jesus spricht von einem „eingeengten Weg“ und einer Tür, durch welche es schwierig ist in das kommende Königreich hineinzukommen, wo Gottes Segnungen frei fliessen werden. Wer jenen eingeengten Weg verlässt und den breiten wählt, der hin zum Tod führt wird schlussendlich die Konsequenzen zu tragen haben! Jesus hat als Retter der Menschheit dabei eine Schlüsselrolle:

 

*** Rbi8  Titus 2:11-14 ***

11 Denn die unverdiente Güte Gottes, die allen Arten von Menschen Rettung bringt, ist offenbar geworden 12 und unterweist uns, Gottlosigkeit und weltliche Begierden von uns zu weisen und inmitten dieses gegenwärtigen Systems der Dinge mit gesundem Sinn und Gerechtigkeit und Gottergebenheit zu leben, 13 während wir auf die beglückende Hoffnung und das Offenbarwerden der Herrlichkeit des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus, warten, 14 der sich selbst für uns hingegeben hat, damit er uns von jeder Art Gesetzlosigkeit befreie und für sich ein Volk reinige, das insbesondere sein eigen ist, eifrig für vortreffliche Werke.

 

Bedingung, um weiterhin an der „unverdiente Güte“ Anteil zu haben, in Gemeinschaft mit dem offenbarten Jesus zu verbleiben ist, dass wir „Gottlosigkeit und weltliche Begierden von uns ... weisen und inmitten dieses gegenwärtigen Systems der Dinge mit gesundem Sinn und Gerechtigkeit und Gottergebenheit ... leben.“ Jesu Tod sollte uns von den Konsequenzen früherer gesetzloser Handlungen reinigen, nur so können wir Anteil an seinem Volk haben, damit wir nun als Sklaven Jesu, als „sein Eigentum“ jede Form guter Werke tun würden. Verletzen wir diese Bedingung, verlieren wir das Recht innerhalb des Volkes „des Sohnes seiner Liebe“ zu verbleiben! Gott hat Jesus alles unterworfen, nachdem er sein eigenes Volk, die Generation der jüdischen Nation verwarf, die seinen Sohn verworfen hatte!

 

*** Rbi8  Hebräer 2:8-9 ***

Denn indem [Gott] ihm alle Dinge unterworfen hat, hat er nichts ausgelassen, was ihm nicht unterworfen ist. Jetzt aber sehen wir ihm noch nicht alle Dinge unterworfen; 9 doch sehen wir Jesus, der ein wenig unter [die] Engel erniedrigt worden war, wegen des Erleidens des Todes mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, damit er durch Gottes unverdiente Güte für jedermann den Tod schmecke.

 

Das einzige, was Jesus nicht unterworfen wurde sind seine Feinde. Indem wir Gottes GESETZ missachten verwerfen wir Jesu Gebot und stellen uns in Opposition zu ihm, auf die Seite seiner Feinde! Wir vergessen dabei, dass Jesus selbst sich zu unseren Gunsten erniedrigt hatte, um für unsere früheren Sünden Schläge und den Tod zu erleiden. Das war wirklich unsererseits unverdient, den was auf uns lastete war ein Fluch mit ausstehender Strafe und späterer Urteilsvollstreckung!

 

Da Jehova unser Gebilde sehr wohl kennt und auch unsere Schwächen, die trotz allen guten Willens uns immer wieder straucheln lassen hat Er in seiner „unverdienten Güte“ aus Barmherzigkeit Jesu Tod auch zur Zudeckung späterer Fehler bestimmt, „bis wir zur vollen Statur des Christus gelangen“, das heisst unseren Geist und Körper so benutzen, wie Gott es uns als Ziel vorgelegt hat: Vollkommenheit im Denken, Reden und Handeln!

 

*** Rbi8  Hebräer 4:16 ***

Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit.

 

Wir müssen die uns durch Jehova und sein GESETZ vorgelegten Möglichkeiten nutzen und uns Ihm offen im Gebet nähern, auch dann, wenn wir aus Schwäche gefehlt haben! Wir sollten in diesem Fall stets an Adam und Eva denken, die statt Gott zu suchen sich vor ihm versteckten und statt ihre Übertretung einzugestehen sich in Ausreden verstrickten. Bestimmt wäre der erste Sündenfall anders verlaufen, wenn die zwei Fehlbaren sich nicht auf Satans Seite begeben hätten. „Unverdiente Güte“ und Barmherzigkeit erlangen wir bei Gott, wenn wir wie gehorsame Kinder zum Vater kommen und unser Fehlverhalten offen eingestehen. Wir sollen ihn auch darum bitten, dass Er uns stärken möge! Oft hängt es mit fehlendem Verständnis über die Ursachen unseres Fehlverhaltens ab! Unser Denken muss einen Schub erhalten der unsere Gottesfurcht neu aktiviert und wir schon vor der Versuchung uns vornehmen Gottes Willen in den Vordergrund zu stellen!

 

5.3.6.4        Warnung davor, sich nicht durch fremdartige Lehren fortreissen zu lassen

Wir wissen, dass es zwei verschiedene „gute Botschaften“ gibt, die reine und unverfälschte, die uns durch Jesus und die Apostel auf der Grundlage der Propheten überliefert haben. Die andere „gute Botschaft“, die in irgendwelcher Form davon abweicht wurde durch Paulus im Brief an die Galater beschrieben. Dort ging es im Grundthema um die fleischliche Beschneidung, welche nur äusserliches Zeichen der Beschneidung des Herzens war. Nun war durch Christus das äusserliche Zeichen hin zur Taufe verändert worden, das Abwaschen geistiger Unsauberkeit. Es ist ein Sterben gegenüber dem „Gesetz des Fleisches“ beim Untertauchen im Wasser und ein aus dem Wasser Auftauchen, in Form einer Neugeburt im Geiste gegenüber dem „GESETZ des Geistes“ (Rö Kap. 5 und 6).

 

Paulus warnt im Brief an die Hebräer erneut vor dieser Gefahr, sich von „verschiedenartige und fremde Lehren fortreißen“ zu lassen. Meist versprechen diese Lehren einen Vorteil, den Gott nicht versprochen hat oder lenken von der verheissenen Strafe bei Übertretung eines göttlichen Gebotes ab!

 

*** Rbi8  Hebräer 13:9 ***

Laßt euch nicht durch verschiedenartige und fremde Lehren fortreißen; denn es ist vortrefflich, daß das Herz durch unverdiente Güte Festigkeit erhalte, nicht durch Speisen, durch die diejenigen, die sich damit beschäftigen, keinen Nutzen gehabt haben.

 

Die „unverdiente Güte“, die Gott uns bei der Taufe erwiesen hat sollte in unserem Gedächtnis fest verankert sein! Jesus hat uns durch seinen Tod von kommender Strafe befreit! Indem wir diese Dinge in unsere Gedanken zurückrufen wird unser Herz gestärkt bei Versuchung den richtigen Entscheid zu treffen! Eine gesunde Gottesfurcht ist wirklich heilsam, den Gott verschonte in der Vergangenheit all jene nicht, die es an Gottesfurcht fehlen liessen!

 

Wenn die verschiedenen Kirchen behaupten, dass wir Blutwürste und Schweinefleisch ungestraft essen dürften, dann verkünden sie eine „veränderte gute Botschaft“, welche Gottes Gebot ungültig macht! Jene die solche Speisen assen hatten wahrlich keinen Nutzen davon, sondern werden schlussendliche Vernichtung dafür ernten! Die letzten Worte im Buch des Propheten Jesaja haben nichts an Wert verloren und Jesus hat bestätigt, dass nicht der geringste Buchstabe des GESETZES und der PROPHETEN dahingefallen sei. Jesaja spricht zweifelsfrei von der Urteilsvollstreckung in Harmagedon!

 

*** Rbi8  Jesaja 66:15-18 ***

15Denn siehe, Jehova selbst kommt wie ein Feuer, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, um mit lauter Grimm seinen Zorn zu erstatten und sein Schelten mit Feuerflammen. 16 Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. 17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus, sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.“

 

Lassen wir uns von den vielfältigen Lehren der Religionen nicht täuschen! Gott hat Grenzen festgesetzt die unveränderlich sind! Die falsche und verdrehte Anwendung biblischer Texte war schon immer das Hauptgeschäft der Theologen, wie es die ungesetzmässige Anwendung des Gesetzes durch Advokaten und Richter ist, den „Schriftgelehrten und Pharisäern“ unserer Tage! Lassen wir uns nicht irreführen: Gott lässt nicht mit sich spassen!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:20 ***

Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Jene verdrehen all das, was in Gottes Augen recht und gerecht ist, um ihre menschlichen Überlieferungen ihrer Vorväter an dessen Stelle zu setzen! Paulus spricht im Brief an die Galater eine deutliche Warnung aus, indem er zwischen dem „Gesetz des Fleisches“ und dem „GESETZ des Geistes“ eine deutliche Trennlinie setzt!

 

*** Rbi8  Galater 6:7-8 ***

7 Laßt euch nicht irreführen: Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten; 8 denn wer im Hinblick auf sein Fleisch sät, wird von seinem Fleisch Verderben ernten, wer aber im Hinblick auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.

 

Was die Beschneidungsfrage betrifft hatten die Apostel in Jerusalem schlussendlich den Entscheid deutlich zu Gunsten der Lehre des Paulus gegeben! Die fleischliche Beschneidung war der „Beschneidung des Herzens“ gewichen. Die übrigen Gebote blieben unangetastet weiterhin gültig, einige davon, inklusive die Frage des Blutes wurden aber namentlich herausgestrichen, weil sie in den Christenversammlungen zu leichtfertig beachtet wurden! Die Grenzen, welche das GESETZ Mose im Buch Levitikus betreffend der „unreinen Dinge“ wurde deutlich bestätigt! Jeden Sabbat wurden dieselben Bestimmungen in den Christenversammlungen vorgelesen, wie dies seit den Tagen Mose in den Synagogen (heb. = Versammlungen) geschah! Jakobus gab den Schlussentscheid öffentlich am so genannten Apostelkonzil im Jahre 48/49 u.Z. bekannt:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:19-21 ***

19 Meine Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige [[durch das falsche Gebot sich beschneiden lassen zu müssen]], 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. 21 Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Sich von Götzen Geopfertem (1.Mo 35:2; 2.Mo 20:2, 3; Hes 20:30, 31), von Erwürgtem (3.Mo 17:13-16), von Blut (1.Mo 9:4-6; 3.Mo 3:17; 3.Mo 7:26) und von Hurerei (1.Kor 6:9; Kol 3:5, 1.Thess 4:3) zu enthalten haben alle mit dem Reinheitsgebot an Israel zu tun, teils sind sie obligatorische Speisevorschriften! Das waren aber nicht die einzigen Bestimmungen, sondern nur jene, die nun spezifisch zur Diskussion gestanden hatten, weil sie zu Problemen Anlass gaben!

 

Jeder der lehrt, Gottes Sabbat sei nicht weiter gültig missachtet den Entscheid des Apostelkonzils! Er lehnt Jesu deutliche Worte ab, dass er nicht gekommen sei das GESETZ abzuschaffen, sondern dessen Erfüllung zu lehren! Die Kirchenväter und Apologeten waren es bereits, die solches Übertreten lehrten. Wir tun gut daran uns direkt an der unverfälschten guten Botschaft zu orientieren, statt unser Handeln mit den Schriften der Religionen zu vergleichen!

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:14-16 ***

14 Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Viele von den frühen Lehrern, die in der Christenheit hochgeachtet sind haben bereits zur Übertretung von Geboten aufgefordert. Sie sind die Stolpersteine, über welche die Christenheit zu Fall gekommen ist! Um „fleckenlos und makellos und in Frieden“ erfunden zu werden müssen wir das „GESETZ des Christus“ achten, dessen Worte ernst nehmen, dass jeder der eines der geringsten Gebote bricht und andere danach lehrt „Geringster“ genannt werde! Petrus geht mit jenen wesentlich härter ins Gericht und droht ihnen ewige Vernichtung an: Ungeachtet ihrer wohlklingenden Titel und hohen Amtspositionen die sie innehaben mögen nennt er sie, welche missachten „... die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen [[die Worte des Paulus]], wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].“ Lassen wir uns durch jene falschen Propheten und falschen Christusse und deren „aufgehäufte Lehrer“ nicht irreführen und um unseren Siegespreis betrügen! (Mat 24:11-14; 2.Ti 4:3-5)

 

Paulus warnt vor solchen „Engeln“ (gr.: aggelos = Boten, Vorsteher), indem er zeigt, dass jene ihre falschen Lehren verbreiten, weil sie sich an die Stelle des Hauptes Jesus gestellt haben. Sie sind die Vorsteher ihrer eigenen religiösen Gehege, welche Schafe aus Jesu Hürde geraubt haben, um zu scheren und zu schlachten!

 

*** Rbi8  Kolosser 2:18-19 ***

Laßt euch nicht um den Siegespreis bringen von jemandem, der Gefallen hat an [Schein]demut und einer Form der Anbetung der Engel, „indem er eintritt in“ Dinge, die er gesehen hat, und ohne rechten Grund aufgeblasen ist durch seine fleischliche Geistesverfassung, 19 während er nicht an dem Haupt festhält, an dem, von dem aus der ganze Leib, durch seine Gelenke und Bänder versorgt und harmonisch zusammengefügt, weiterhin wächst mit dem Wachstum, das Gott gibt.

 

Die „fleischliche Geistesverfassung“ kommt daher, dass sie eher dem „Gesetz des Fleisches“ wie dem „GESETZ des Geistes“ Beachtung schenken! Sie beugen sich dem Willen des Volkes weit eher, als dass sie sich darum bemühen würden Gottes Willen herauszufinden!

 

Gott gibt nur jenen Wachstum, welche an seinem Haupt Jesus festhalten und welche die Gebote Gottes weiterhin halten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Unterdrückung und Verfolgung seitens Politik und Religion ist somit in diesem Fall ein Zeichen dafür, jene die als wahrer „Same der Frau“, geistiger Same der Apostel gelten Gottes Anerkennung zu haben! „Der falsche Prophet“ und das „wilde Tier“ werden bis zum Abschluss gemeinsam handeln und jene befehden, die das wahre Königreich und dessen Aufrichtung verkünden!

 

5.3.6.5        Warnung vor den Hochmütigen und jenen, die „unverdiente Güte“ als Entschuldigung für Zügellosigkeit verkehren

Der Jünger Jakobus, derselbe Halbbruder Jesu, der am Apostelkonzil den Vorsitz innehatte geht in seinem Brief an die damaligen Christenversammlungen darauf ein, dass einige Vorsteher versuchten mit dem System durch Kompromisse Freundschaft zu schliessen. Das führte schlussendlich zur Ehe der Katholischen Kirche mit dem römischen Reich zur Zeit Konstantins! Er nennt sie Ehebrecherinnen, weil sie den ehegleichen Bund der Taufe mit Gott und dem Christus gebrochen haben!

 

*** Rbi8  Jakobus 4:4-6 ***

4 Ihr Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer immer daher ein Freund der Welt sein will, stellt sich als ein Feind Gottes dar. 5 Oder scheint es euch, daß die Schrift umsonst sagt: „Mit einem Hang zum Neid sehnt sich fortwährend der Geist, der in uns Wohnung genommen hat.“? 6 Die unverdiente Güte jedoch, die er erweist, ist größer. Folglich sagt er: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber erweist er unverdiente Güte.“

 

Keine der heutigen Religionen die sich nicht in der einen oder anderen Form als ein Feind Gottes erweisen würde! Sie alle suchten die Anerkennung der Regierenden, um von Druck befreit zu werden und ihr Geschäft mit den Gläubigen unter dem Mantel der Legalität durchzuführen! Sie haben Hochmut und versichern, dass staatliche Anerkennung gleichbedeutend mit Gottes Anerkennung wäre. Sie sehen sich bis zu ihrem Ende als Ehefrau an Gottes Seite! Niemals wenden sie den Text in der Offenbarung auf sich selbst an, sondern stets nur auf andere Glaubensgruppen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:3-6 ***

3 Und in [der Kraft des] Geistes trug er mich in eine Wildnis hinweg. Und ich erblickte eine Frau, die auf einem scharlachfarbenen wilden Tier saß, das voll lästerlicher Namen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. 4 Und die Frau war in Purpur und Scharlach gehüllt und war mit Gold und kostbaren Steinen und Perlen geschmückt und hatte in ihrer Hand einen goldenen Becher, der voll von abscheulichen Dingen und den Unreinheiten ihrer Hurerei war. 5 Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: „Babylon die Große, die Mutter der Huren und der abscheulichen Dinge der Erde.“ 6 Und ich sah, daß die Frau trunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu.

 

Blutschuld entsteht bereits da, wo ein Gerechter im GESETZ zum Straucheln veranlasst wird! Mögen christliche Religionen heute sich selbst von Kriegen durch die Neutralitäsfrage zurückziehen und ihren Glaubensgliedern empfehlen keine Form des Waffendienstes zu erfüllen, so bleibt doch die Blutschuld an all denen die sie durch ihre gefälschten „guten Botschaften“ zum Straucheln bringen. Hinzu kommen all jene, welche sie als „Ketzer“ und als „Abtrünnige“ bezeichnen, weil jene ein tieferes Verständnis der Schrift erlangten und die Irreführung und Lügen ihrer eigenen Kirchenvorsteher offen anprangerten!

 

Deutlich kommt der Unterschied zwischen den zwei unterschiedlichen „Frauen“ zum Vorschein! Die eine lässt sich in ein Techtelmechtel mit der Politik ein, sucht deren Anerkennung und Unterstützung, die andere „Frau und ihr Same“ halten sich von der Welt getrennt in kleinen, unscheinbaren Einheiten, am Haupt Jesus und am einzigen Gott Jehova und deren Geboten festhaltend! Die Religionen adaptieren in vielerlei Beziehung staatliche Gesetze, auch wenn sie Gottes Gebot zuwiderlaufen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

All diese Religionen und ihre falschen, usurpierten Königreiche behaupten Königinnen an Gottes oder Jesu Seite zu sein. Alle ihre Vorsteher haben sich selbst erhöht! Sie sehen nicht, worüber sie gestrauchelt sind und halten an ihren Irrlehren fest!

 

Der zweite Halbbruder Jesu, der Jünger Judas spricht dasselbe Verhalten in seinem Brief an wahre Christen an. Das gesetzlose Handeln, wo dem Fleisch nachgegangen wird und das „GESETZ des Geistes“ freizügig übertreten wird nennt er freiweg Zügellosigkeit!

 

*** Rbi8  Judas 4 ***

Ich habe Grund dazu, denn es haben sich gewisse Leute eingeschlichen, die durch die Schriften vor langem für dieses Gericht bestimmt worden sind, gottlose Menschen, welche die unverdiente Güte unseres Gottes zu einer Entschuldigung für Zügellosigkeit verkehren und sich gegenüber unserem alleinigen Besitzer und Herrn, Jesus Christus, als falsch erweisen.

 

Der Sektarismus hatte schon um das Jahr 65 u.Z., also nur etwa vier Jahre nachdem Paulus dem Timotheus im ersten Brief berichtete, dass er den Hymenäus und den Alexander aus der Versammlung geworfen habe einen gefährlichen Punkt erreicht. Jene Eingeschlichenen hatten vor ihrer Taufe bestätigt, dass sie die gute Botschaft angenommen und verstanden hätten und sich dem „heiligen Geist“ der Schrift unterordnen. Danach zeigten sie ihr wahres Gesicht, indem sie ihre Irrlehren zu verbreiten begannen, um ihren eigenen fleischlichen Trieben und ihrem Hochmut zu frönen!

 

5.3.6.6        Unsere Hoffnung auf die „unverdiente Güte“ setzen und zur Tätigkeit in Heiligkeit bereit sein

Wir unsererseits haben erkannt, dass Heiligkeit nur in Verbindung mit der Einhaltung aller Gebote Gottes möglich ist! Heiligkeit aber ist notwendig, um in Gottes „unverdienten Güte“ zu verweilen und Teilhaber mit Jesus an der an der Hoffnung auf ewiges Leben zu bleiben! Dem steht die Begierde des Fleisches entgegen und diese Begierde beginnt in unseren Gedanken!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:15 ***

Wenn dann die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollbracht ist, bringt Tod hervor.

 

Sünde bedeutet ein göttliches Gebot zu übertreten oder auch nur das uns gesetzte Ziel zu verfehlen! Jakobus nennt das „GESETZ des Geistes“ als „das vollkommene GESETZ, das zur Freiheit gehört“. Jesus verband es mit der Wahrheit, die uns frei macht: Der Wahrheit über Gott, dessen GESETZ und seinen Plan die Erde zu einem friedvollen Paradies zu gestalten. Das ist nur dann möglich, wenn sich alle demselben Willen unterordnen und das heute herrschende Chaos ein Ende findet!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:25 ***

Wer aber in das vollkommene Gesetz, das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

„Ein Täter des Werkes“ vollbringt das, was er hört und sieht. Wie in den Glückseligpreisungen Jesu in der Bergpredigt zeigt auch Jakobus, dass unser Glück mit der Einhaltung von Gottes Gebot einhergeht, auch dann, wenn es für uns Mühe, Entbehrung und selbst Verfolgung bedeutet (Mat 5:3-11).

 

Weiter erklärt Jakobus, dass Gottes GESETZ das „königliche GESETZ nach dem Schriftwort“ ist, er bezieht sich dabei auf die GESETZE Mose und zeigt, dass sie sehr wohl weiterhin Gültigkeit haben! 

 

*** Rbi8  Jakobus 2:8-9 ***

8 Wenn ihr nun dem königlichen Gesetz nach dem Schriftwort beständig nachkommt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, tut ihr sehr wohl. 9 Wenn ihr aber fortfahrt, Parteilichkeit zu bekunden, so begeht ihr Sünde, denn ihr werdet vom Gesetz als Übertreter überführt.

 

Parteilichkeit beim Richten zu bezeigen verbindet Jakobus mit Sünde, mit Übertretung des GESETZES! Wer ein einziges GESETZ oder Gebot übertritt, der hat alle übertreten, beteuert er

 

*** Rbi8  Jakobus 2:10-13 ***

10 Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Die Wahrheit macht uns von religiösen Überlieferungen frei, die die Wirksamkeit von Gottes GESETZEN bestreiten, um ihre eigenen Überlieferungen an dessen Stelle zu setzen! Jesu Gericht am Tag des Endgerichtes wird aufgrund des „königlichen GESETZES“ sein: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, dieses schliesst sieben weitere GESETZE mit ein, die alle unsere Beziehungen zum Mitmenschen betreffen. Das andere und erste Gebot: „Du sollst Jehova deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, ganzem Sinn und ganzer Kraft“ wird dadurch nur bedingt und nicht ausgeschlossen!

 

Der Apostel Petrus zeigt denselben Zusammenhang zwischen Werken die das GESETZ von uns fordert und unserer Hoffnung auf kommende „unverdiente Güte“, indem wir Teilhaber an Gottes Königreich und am Paradies sein dürfen.

 

*** Rbi8  1. Petrus 1:13-16 ***

13 Darum gürtet euren Sinn zur Tätigkeit, bleibt vollständig besonnen; setzt eure Hoffnung auf die unverdiente Güte, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi gebracht wird. 14 Formt euch als gehorsame Kinder nicht mehr nach den Begierden, die ihr früher in eurer Unwissenheit hattet, 15 sondern in Übereinstimmung mit dem Heiligen, der euch berufen hat, werdet auch ihr selbst heilig in [eurem] ganzen Wandel, 16 weil geschrieben steht: „Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin.“

 

Jesus wird vom Himmel her zurückkommen, darauf dürfen und sollen wir unsere Hoffnung setzen, weil die Erfüllung der prophetischen Vorhersagen alle mit ihm in Verbindung stehen. Mit dem ganzen Wandel Jesu im Einklang zu sein bedeutet wie unser Vorbild das „GESETZ des Geistes“ seinem Sinne nach zu erfüllen!

 

*** Rbi8  Römer 5:1-2 ***

5 Darum laßt uns, da wir nun zufolge des Glaubens gerechtgesprochen worden sind, uns des Friedens mit Gott erfreuen durch unseren Herrn Jesus Christus, 2 durch den wir auch durch Glauben unseren Zutritt erlangt haben zu dieser unverdienten Güte, in der wir jetzt stehen; und laßt uns aufgrund der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes frohlocken.

 

Durch Gottes „unverdiente Güte“ wurde Frieden zwischen Jehova und uns geschaffen, so dass wir uns Ihm im Gebet mit Zuversicht nähern dürfen, dass Er uns hört! Durch unsere Werke im Nachahmen des Christus verbleiben wir in dieser „unverdienten Güte“ und werden auch die Früchte unserer harten Arbeit ernten dürfen!

 

5.3.6.7        Das Lehrwerk anderer aufgrund „unverdienter Güte“ festigen

Durch „unverdiente Güte“ besitzen wir verschiedenartige Gaben und Fähigkeiten. Schlussendlich verdanken wir aber alles Gott und seinem Christus.

 

*** Rbi8  Römer 12:6-8 ***

Da wir nun Gaben haben, die gemäß der uns verliehenen unverdienten Güte verschieden sind, es sei Prophezeiung, [so laßt uns] nach dem [uns] angemessenen Glauben [prophezeien]; 7 oder ein Dienstamt, [so widmen wir uns] diesem Dienstamt; oder wer lehrt, [der widme sich] seinem Lehren; 8 oder wer ermahnt, [der widme sich] seinem Ermahnen; wer austeilt, [der tue es] mit Freigebigkeit; wer als Vorsteher dient, [der tue es] mit wirklichem Ernst; wer Barmherzigkeit erweist, [der tue es] mit Fröhlichkeit.

 

Paulus fordert jeden Christen der Versammlung auf, seine Kraft einzusetzen, um diese Gaben zu Gunsten der Mitbrüder einzusetzen. Er nennt an erster Stelle das Prophezeien, das alle Worte Gottes beinhaltet, um anderen darüber Verständnis und Einsicht zu vermitteln. Hierzu ist unsererseits Glaube in Gottes Wort, seine Wahrheit uns seine Erfüllung Voraussetzung! Wer dient soll es aus ganzem Herzen tun oder wer lehrt, der erkläre das zu Lehrende, dass der Lernende es versteht. Wer zum Ermahnen bestimmt ist soll die Ermahnung gemäss Gottes Vorgaben tun, das Prinzip hinter der göttlichen Verordnung erkennend, nicht bloss gemäss Menschengebot. Wer sich zur Austeilung von Gaben zur Verfügung stellt soll seine Freigebigkeit unter Beweis stellen. Vorsteher der Versammlung sind besonders gefordert dies dem Ernst ihrer Verantwortung für die Schafe entsprechend zu tun. Wer richtet und Barmherzigkeit zur Anwendung bringen darf der soll es mit Fröhlichkeit tun.

 

Diese Gaben die wir alle von Gott her erhalten haben, sie sind somit kein Grund, uns unnötigerweise aufzublasen wegen spezieller Kenntnisse oder herausragender Fähigkeiten! Das geschriebene Wort Gottes setzt jedem von uns Grenzen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:6-7 ***

6 Nun, Brüder, diese Dinge habe ich in übertragenem Sinne zu eurem Besten auf mich und Apollos angewandt, so daß ihr an unserem Fall die [Regel] kennenlernt: „Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht“, damit ihr nicht persönlich aufgeblasen werdet zugunsten des einen gegen den anderen. 7 Denn wer macht, daß du dich von einem anderen unterscheidest? In der Tat, was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du [es] nun wirklich empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du [es] nicht empfangen?

 

Vom Leben angefangen, das eine Gabe Gottes ist sind es auch alle Erkenntnisse, die wir zu erlangen im Stande sind! Die „unverdiente Güte“, die uns von unseren Sünden befreit hat sollte uns Kraft vermitteln Gottes Willen und Auftrag ganzherzig zu erfüllen. Paulus rät seinem Gefährten und treuen Diener Timotheus folgendes:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:1-2 ***

2 Du nun, mein Kind, erwirb weiterhin Kraft in der unverdienten Güte, die mit Christus Jesus verbunden ist, 2 und die Dinge, die du von mir mit der Unterstützung vieler Zeugen gehört hast, diese Dinge vertraue treuen Menschen an, die ihrerseits hinreichend befähigt sein werden, andere zu lehren.

 

Das Bewusstsein mit Christus verbunden zu sein gibt uns Kraft Dinge zu tun, die über normales Vermögen hinausreichen! Das Lehrwerk, das die Apostel in Jesu Auftrag begonnen haben muss zu anderen Menschen hin fortgesetzt werden. Wir sind zwar nicht von Augenzeugen der Ereignisse umgeben, haben aber das schriftliche Zeugnis der Apostel, Jünger und der früheren Propheten! Das sollte dazu führen neue Lehrer der guten Botschaft auszubilden, um mehr Menschen in der Erkenntnis von Gottes Wort, seinem Willen und seinen Geboten zu belehren!

 

 

5.3.7          Gottes Vorkehrungen zur Sündentilgung nicht ausser Acht lassen!

 

5.3.7.1        Weiterhin um „unverdiente Güte“ für unsere Fehler bitten und Gottes Vorkehrung zur Sündentilgung nutzen

Wir sollen nach Vollkommenheit streben so wie Gott vollkommen ist, hat Jesus uns aufgetragen. Das bedeutet auch dann, wenn wir uns redlich anstrengen nicht, dass wir dieses Ziel bereits erreicht haben! Johannes warnt in seinem ersten Brief, dass alle Menschen gesündigt haben, keiner die Herrlichkeit Gottes erreicht hat ausser unserem Vorbild Jesus. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir immer und immer wieder auf Gottes Barmherzigkeit und seine unverdiente Güte angewiesen sind!

 

*** Rbi8  Hebräer 4:16 ***

Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit.

 

Nicht wie Adam und Eva, die sich nach ihrem Vergehen gegenüber Gott zu verstecken suchten sollten wir, wenn wir gefallen sind uns unmittelbar im Geist Gott nähern! Mit „Freimut der Rede“ sollen wir unsere Fehler offen bekennen und nicht zu leeren Ausflüchten Zuflucht nehmen! Durch Jesu Loskaufsopfer können auch weiterhin Vergehungen durch Gottes unverdiente Güte zugedeckt werden! Als Jesus zu Petrus sagte, dass er sieben Mal siebzig Mal vergeben solle hatte er Gottes Grosszügigkeit uns gegenüber im Sinn! Dies Güte sollte uns Hilfe sein uns immer wieder erneut aufzurappeln und den Weg vor uns zu erkennen!

 

Zwei Mal im Jahr hat Jehova einen besonderen Anlass geschaffen, um mit ihm erneut in Frieden zu gelangen. Die erste Gelegenheit bietet uns das Abendmahl, zu dem jeder von uns aufgerufen ist sich vorzubereiten und das eigene Haus von jeder Art Sauerteig zu befreien! Dies schliesst sowohl falsche Lehren ein, mit denen wir konfrontiert werden mögen, indem wir unseren Glauben prüfen aufgrund des geschrieben Wortes und nicht anhand der Überlieferungen der Menschen.

 

Dies beinhaltet auch, dass wir Worte in der Übersetzung unserer Bibel, die zu Zweifeln Anlass geben von einem neutralen Standpunkt aus untersuchen! Wenn wir bloss Glauben in die Worte unserer eigenen Glaubensgruppe setzen, kann uns dies für Irrtum blind machen! Je versuchen mittels scheinbar biblisch fundierter Argumente uns bei der Stange zu halten. Kleine Wortveränderungen, ja, selbst ein Komma oder eine eingeschobene Kapitelnummer zwischen zwei im Original zusammenhängenden Sätze kann den Sinn einer Aussage verändern! Was zusammengehört kann somit durch Trennung im Sinn verändert werden, da wir dadurch leicht den Zusammenhang von zwei verwandten oder sich gegenseitig bedingenden Themen nicht mehr sehen, sondern an getrennte Themen denken! Darin liegt ja der Sinn der Kapitelnummerierung.

 

Wir wissen, dass die Bibel sich nicht widerspricht, dass Jesus die Worte früherer Propheten nicht ungültig machte und die Apostel keine veränderte gute Botschaft verkündeten! Wenn wir somit auf offensichtliche Widersprüche wie Sabbat – Sonntag, Kreuz – Stamm, Jesus Teil einer Dreieinigkeit – ein Gott Jehova, Auferstehung im Himmel – Auferstehung im Fleische, Apostel – falsche Apostel, Wahrheit – offizielle Wahrheit usw., usw., usw. stossen, so tun wir wirklich gut jedes der Themen ein für allemal zu untersuchen!

 

Es spielt eine grosse Rolle, ob wir unter GESETZ stehen oder ob Jesus das „Ende des GESETZES“ sei, wie einige behaupten, den seit den Kirchenvätern veränderten Text in Römer 10:4 zur Grundlage nehmend: „Denn Christus ist das Ende [[das Ziel; der Höhepunkt der Erfüllung]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.“

 

So muss jeder sich der Übertretung jener Gebote bewusst sein und bevor er am Abendmahl teilhat zwischen sich und Gott erneut Frieden schaffen! Wer in unwürdiger Weise am Brot des Herrn und am Wein, den sein Blut darstellt teilhat, der zieht sich selbst Schuld zu!

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:27-32 ***

27 Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein. 28 Zuerst möge sich ein Mensch nach genauer Prüfung als bewährt befinden, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Becher. 29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet. 30 Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]. 31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet werden. 32 Wenn wir aber gerichtet werden, werden wir von Jehova [[vom Herrn (Jesus; vergl. Off Kap. 2, 3)]] in Zucht genommen, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden.

 

Wer in sündigem Zustand „isst und trinkt isst und trinkt sich ein Gericht“, weil er Gottes unverdiente Güte herausfordert und sie ihm daher durch Gericht entzogen wird! Wer das Abendmahl mit einem gewöhnlichen Festessen verwechselt oder aus dem Abendmahl eine religiöse Zeremonie oder gar eine Werbeveranstaltung zum Gewinnen von Anhängern macht, der „geht über das hinaus, was geschrieben steht“! Das Gericht wird solche am Gerichtstag Gottes als schuldig erklären und kein Sündopfer wird mehr übrig bleiben (Heb 10:26-31)!

 

Paulus bezeichnet Christen der Versammlung Korinth als „kränklich und eine ganze Anzahl schläft [im Tode]“, weil sie in Gottes Augen bereits verurteilt waren! Paulus spricht von Zuchtmassnahmen, indem Vorsteher sich solcher Menschen annehmen mussten und ihr Verhalten zurechtweisen liess! Nur dadurch wäre es solchen Uneinsichtigen möglicherweise möglich nicht im Gericht mit dieser Welt zu enden! Jeder ist aufgefordert sich selbst zu beurteilen und mit Gott ins Reine zu kommen! Das geht nicht in Form von einer Ohrenbeichte vor dem Priester und paar Gebeten!

 

Das göttliche GESETZ ist weiterhin gültig und wir müssen uns hüten, Strafe auf uns zu ziehen! Paulus zeigt im selben Brief an die Römer, einige Kapitel zuvor das Gegenteil von Abschaffung oder Ende des GESETZES, dass Christen das GESETZ Gottes doch mittels ihres gelebten Glaubens unter den Nationen aufrichten!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Wenn wir somit das GESETZ aufrichten sind wir verpflichtet es zu erfüllen, nicht dem Buchstaben nach, sondern gemäss dem dahinterliegenden Sinn!

 

5.3.7.2        Die herausragende Wichtigkeit des Sühnetages um in der „unverdienten Güte“ zu verbleiben

Die von Gott vorgesehene Zeit, um mit ihm erneut in Frieden zu kommen ist der Sühnetag! Wer glaubt, dass jener Tag nur für die Juden sei hat sich bestimmt geirrt, den Christen sollen geistige Israeliten sein, die Gottes ganzen Willen erfüllen und erst dadurch Jesus in seinen Fussstapfen nachfolgen!

 

*** Rbi8  3. Mose 23:26-32 ***

26 Und Jehova redete ferner zu Moses, indem [er] sprach: 27Doch am Zehnten dieses siebten Monats ist der Sühnetag. Eine heilige Zusammenkunft sollte für euch stattfinden, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen und Jehova ein Feueropfer darbringen. 28 Und ihr sollt an ebendiesem Tag keinerlei Arbeit tun, denn es ist ein Sühnetag, um für euch vor Jehova, eurem Gott, Sühne zu leisten; 29 denn jede Seele, die sich an ebendiesem Tag nicht [in Betrübnis] beugen wird, soll von ihrem Volk abgeschnitten werden. 30 Was irgendeine Seele betrifft, die an ebendiesem Tag Arbeit von irgendwelcher Art tun wird, diese Seele muß ich aus den Reihen ihres Volkes vernichten. 31 Ihr sollt keinerlei Arbeit tun. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit für eure Generationen an allen Orten, wo ihr wohnt. 32 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen am Neunten des Monats, am Abend, [in Betrübnis] beugen. Von Abend zu Abend solltet ihr euren Sabbat beobachten.“

 

An die Stelle des Feueropfers tritt das Gedenken an Jesu sündensühnendes Blut! Die Versammlung am Sühnetag inmitten der Gemeinde ist eine Pflicht die für jeden Christen ebenso verbindlich ist! Lassen wir uns nicht durch täuschende Worte von Religionsführern verblenden! Jesus hatte mit aller Deutlichkeit erklärt, dass er nicht gekommen war, um das GESETZ und die PROPHETEN abzuschaffen, sondern um sie zu erfüllen! Wir sollen ihm dahingehend nachstreben!

 

Die Worte des Jakobus haben für den Sühnetag eine ganz besondere Bedeutung, damit Gottes unverdiente Güte uns weiterhin zuteil wird und unsere Sünden und Verfehlungen von uns entfernt werden.

 

*** Rbi8  Jakobus 5:16-18 ***

16 Bekennt also einander offen eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Flehen eines Gerechten hat, wenn es wirksam ist, viel Kraft. 17 Elia war ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren, und doch betete er im Gebet, daß es nicht regnen möge; und es regnete drei Jahre und sechs Monate lang nicht auf das Land. 18 Und er betete wieder, und der Himmel gab Regen, und das Land brachte seine Frucht hervor.

 

Den Segen Gottes zu entziehen oder ihn zu erlangen hat mit dem Flehen Gerechter zu tun! Jesus betete oft bevor er ein Wunder wirkte und wandte sich dabei an Gott! Er versprach zudem, wenn zwei oder drei in seinem Namen versammelt wären und um eine gewichtige Sache wie die Vergebung von Sünden zu Gott flehen, er solche Bitten erhören werde! Jesus ist der von Gott eingesetzte Richter der unser Vergehen und unsere Reue beurteilen muss, der Barmherzigkeit oder mit „eisernem Stab“ Strenge walten lassen muss!

 

*** Rbi8  Johannes 14:10-14 ***

Die Dinge, die ich zu euch spreche, rede ich nicht aus mir selbst; sondern der Vater, der in Gemeinschaft mit mir bleibt, tut seine Werke. 11 Glaubt mir, daß ich in Gemeinschaft mit dem Vater bin und der Vater in Gemeinschaft mit mir ist; sonst glaubt um der Werke selbst willen. 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Glauben an mich ausübt, der wird auch die Werke tun, die ich tue; und er wird größere Werke als diese tun, denn ich gehe zum Vater hin. 13 Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. 14 Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.

 

Zu jenen Werken die Jesus tat gehört es, das ganze göttliche GESETZ zu achten, auch die scheinbar kleinen Bestimmungen! Gott als Hörer des Gebetes und Flehens wird durch Jesus durch seine „unverdiente Güte“ denen Vergebung zukommen lassen, deren Herz in Reue gebeugt ist!

 

Jeder nun, der diese Dinge verstanden hat und andere zur Umkehr bewegt, weil jemand von der Wahrheit weg geführt worden ist, hin zu falschen Lehren die Missachtung von Gottes Geboten lehrten und dadurch Anlass zum Straucheln geben deckt bei sich selbst und beim dadurch Geretteten eine Menge von Sünden zu“ (Mat 13:41)

 

*** Rbi8  Jakobus 5:19-20 ***

19 Meine Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit weg in die Irre geführt worden ist, und ein anderer bringt ihn zur Umkehr, 20 so wißt, daß der, der einen Sünder vom Irrtum seines Weges zurückführt, seine Seele vom Tod retten und eine Menge von Sünden bedecken wird.

 

Paulus lässt keinen Zweifel offen, dass Gottes Gebote für Christen gelten und dass der, der sie übertritt Gottes Königreich nicht erreichen wird! Um Sündenvergebung zu erlangen ist Sühne unausweichlich!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:9-11 ***

9 Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

 

Gerechtsprechung kann nur im Namen Jesu erlangt werden. Das Abendmahl und der Sühnetag sind zwei Gelegenheiten im Jahr, wo unser Fürsprecher mit dem Weihrauch vor Gott tritt, um für uns als Hohepriester zu bitten und Sühne zu erlangen!

 

5.3.7.3        Jehova für seine „unverdiente Güte“ dankbar sein und ihn dafür segnen!

Wenn wir die Verschiedenartigkeit der „liebenden Güte“ und der „loyalen Güte“ seitens unseres Gottes mehr bewusst geworden sind, so ist dies bestimmt ein Grund zu tiefer Dankbarkeit unserem Schöpfer gegenüber! Jesus hat durch seine Werke gezeigt, dass er Gottes Willen in allem tat und loyal zu seinem Vater blieb aber ebenso gegenüber seinen Jüngern eine vollkommene Loyalität zeigte. Das höchste Geschenk aber machte er uns durch seinen eigenen Tod, indem erst dadurch die volle Anwendung von Gottes unverdienter Güte möglich wurde, weil dem göttlichen Erfordernis Rechnung getragen ist, dass keine Sünde straffrei bleiben darf! Er selbst trug für uns die Strafe!

 

*** Rbi8  Psalm 107:8 ***

O möge man Jehova danken für seine liebende Güte

Und für seine wunderbaren Werke an den Menschensöhnen.

 

Es braucht ein tiefes Verständnis all diese Zusammenhänge begreifen zu können, die wenn wir sie verstehen unser Herz Gott und seinem Christus zuneigt. Wir sind mehr und mehr geneigt Gottes Güte und seine Gerechtigkeit auch vor anderen und in der Versammlung dankbar hervorzuheben!

 

*** Rbi8  Psalm 115:1 ***

Uns gehört nichts, o Jehova, uns gehört nichts,

Sondern deinem Namen gib Herrlichkeit

Nach deiner liebenden Güte, nach deiner Wahrhaftigkeit.

 

Wir sollen nicht unseren eigenen Namen oder den unserer Glaubensgruppe ins Zentrum stellen, sondern Gottes Eigenname soll hoch über jeden anderen Namen erhoben werden! Nur Er ist in allen Wahrhaftig und unser Vertrauen in seine Wort möge gestärkt werden! Wenn wir unser Herz reinigen und unsere Fehler offen eingestehen ist er Gerecht und wird unsere Sünden durch unverdiente Güte zudecken!

 

*** Rbi8  Psalm 66:20 ***

Gesegnet sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen

Noch seine liebende Güte von mir [abgewandt] hat.

 

Wir können in Gottes Gunst verbleiben und sind weiterhin in Gemeinschaft mit Jesus, der uns bis ans Ende unseres Lebens oder zum Ende dieses Systems behüten und begleiten wird! Gott dem Vater sei die Ehre und der Dank!

 

 

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[1] Einsichten in die Heilige Schrift; Watchtower Inc., New York;  Band1; Seite 779: „Freundlichkeit, Güte“