Newsletter „DER WEG“ 7/06-5   Juni 2007

Neubearbeitung: 8.5.09 / 28.4.17

 

 

SONDERBEITRAG:  7.6.5  Gottes Sabbatjahr beachten!

 

9.Teil:  Welche Konsequenzen haben Sabbat- und Jubeljahr heute für Christen?

 

   Im 8. Teil wurde im Mai 2007 im Artikel 7.5.5  Wahres Verständnis zu bewahren und Gottes Gebote zu halten war oft sehr schwer! Wurden die folgenden Hauptthemen behandelt:

 

Hat Augustin die Kirche mit gnostischer Doktrin korrumpiert?   Wahres Verständnis bewahren, trotz Verfolgung durch Anhänger der „fälschlich so genannten Erkenntnis“

   Gnostisches Gedankengut, das die frühchristliche Kirche zu unterwandern begann

   Satans Unterwanderung der Christenversammlung begann bereits mit Judas

   Den guten Samen unter dem Unkraut entdecken

   Erst im Endgericht wird von Gott festgelegt, wer auf seinen Sohn hörte und ihm treu war!

 

   In diesem 9.Teil behandeln wir weitere Konsequenzen die sich daraus ergaben, dass ab Mitte des zweiten Jahrhunderts vorab das Sabbatgebot missachtet und nun auch schrittweise die übrigen Gebote Gottes immer mehr verlassen wurden. Die Katholische Kirche wurde zum Ort der Neudefinition der gesamten Schriften aufgrund heidnischer Einflüsse, vorab der Gnostiker, dann der Manichäer, Marcionisten und vor allem durch den heidnisch-römischen Mithraskult.

 

   Die Durchdringung der Christenversammlung mit Gesetzlosigkeit begann aber bereits mit Judas in der Versammlung der Apostel unter Jesu Leitung! Der Abfall hatte nach dem Tod der Apostel kein wahres Hemmnis mehr gegen die Ausbreitung von Gesetzlosigkeit! Immer grösserer Abfall musste sich sehr schnell ausbreiten, nachdem gewisse Aussagen des Paulus schon früh so umgedeutet wurden, als sei Jesus das „Ende des Gesetzes [[GESETZES]]“, anstatt „der Höhepunkt an Gesetzestreue“ oder „die höchste Erfüllung des GESETZES, der es nachzustreben galt.

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:6-7 ***

Und so kennt ihr jetzt das, was als ein Hemmnis [[(die Apostel gegen Satans Gesetzlosigkeit)]] wirkt, im Hinblick darauf, daß er [[(Christus)]] zu seiner eigenen bestimmten Zeit geoffenbart wird. 7 Allerdings ist das Geheimnis dieser Gesetzlosigkeit [[(die „falschen Brüder“)]] bereits am Werk, doch nur bis der, der gerade jetzt hemmend wirkt [[(der Apostel Paulus unter den Heidenversammlungen)]], aus dem Weg geräumt wird.

 

   Vor allem Paulus wirkte auf die Ausbreitung der Gesetzlosigkeit hemmend. Er schrieb gegen jene die das „Ende des GESETZES“ verkündeten: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“ (Rö 3:31) Zuerst wirkten jene Gesetzlosen wie Hymenäus, Alexander und Philetus und andere im Versteckten, indem sie falsche Lehren einführten (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-19). Nach dem Tod des letzten Apostels aber begannen später so genannte Kirchenväter zu erheben und jene sich zu einer eigentlichen abtrünnigen Macht zu formieren, die im vierten Jahrhundert unter Führung des Athanasius ihren Siegeszug fortsetzte und als römische Staatskirche mit dem System Satans vollkommen verschmolz.

 

Satan selbst verkleidet sich als "Engel des Lichts"   Dadurch wurden die göttlichen GESETZE bereits seitens der ersten Kirchenväter immer mehr ausgehöhlt, und durch heidnisch verfärbte Überlieferungen jener Kirchenväter ersetzt, bis zuletzt nur noch ein „christliches“ Gerippe übrigblieb, das zudem flexibel genug war, um jede Form Gesetzesübertretung seitens der Kirche zuzudecken. An die Stelle des göttlichen GESETZES trat Kirchenrecht, das mittels Dogmen eigene Autorität erheischte. Die Bibel wurde durch den Katechismus verdrängt.

 

   Trotz dieser schnell zunehmenden Tendenz gab es von Anfang an Männer, die sich weiterhin treu an die Lehren der Apostel hielten beginnend in den beiden Gruppen der beschnittenen „Ebioniten“ und der unbeschnittenen „Paulikaner“, die untereinander die Einheit unter ein und demselben „Haupt“ Jesus aufrecht erhielten. Sie waren und blieben über die Jahrhunderte bis hin in die Endzeit der „gute Same, von dem Jesus redete! Paulus stärkte die Christen auf beiden Seiten immer wieder diese Einheit in Liebe und Frieden unter dem Haupt Jesus zu bewahren.

 

*** Rbi8  Epheser 4:1-6 ***

Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4 Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

   Der Apologet Origenes scheint die Lehre der Apostel weitgehend so wiedergegeben zu haben, wie jene Auserwählten dies im Einklang mit den Propheten und mit Jesu Worten getan haben. Darum entstand später seitens der abgefallenen Kirchenväter der Origenes-Streit. Jene Abgefallenen waren es, welche die Worte des Origenes in Misskredit zu bringen versuchten, wo er im Voraus zu Gunsten des GESETZES und Jesu Sohnschaft plädierte, bevor der Arianische Streit ausbrach. Die Kirchenväter konnten ja nicht die Lehre der Apostel in Zweifel ziehen und sich trotzdem apostolisch nennen, obwohl genau das im „apostolischen“ Glaubensbekenntnis des Athanasius seinen Niederschlag fand!

 

Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes   Einer jener einflussreichen Kirchenväter und Wegbereiter vieler Ungereimtheiten war Tertullian. Er begann die lateinische Amtskirche zu formen und legte die Grundlage zur Dreieinigkeitslehre. Um ihn herum begann sich die Kirchenstruktur zu festigen und die katholische Dogmatik die ursprünglichen Lehren zu ersetzen. In seinen Fussstapfen folgte Augustinus.

 

   Vergebung von Sünden war laut GESETZ und dann auch gemäss Jesu Lehre an ein bestimmtes Procedere gebunden und schloss gewisse unvergebliche Sünden aus, für die es keine Vergebung gibt! Christus selbst erklärte:

 

*** Rbi8  Markus 3:28-29 ***

Wahrlich, ich sage euch, daß den Söhnen der Menschen alles vergeben werden wird, was auch immer ihre Sünden und Lästerungen sein mögen, die sie lästernd begehen. 29 Wer immer aber gegen den heiligen Geist lästert, erlangt niemals Vergebung, sondern ist ewiger Sünde schuldig.“

 

   Die Pharisäer kannten den Geist oder den Sinn hinter Gottes Worten und widersprachen diesem, weil sie Jesus als Gottes Gesandten ablehnten! Derselben Sünde machen sich heutige Kirchenführer schuldig, die Gottes Wort willentlich und wissentlich verdrehen!

 

   Nur die Taufe von Erwachsenen konnte selbst schwere Sünden und auch dies nur ein einziges Mal aufgrund unverdienter Güte beseitigen! Nach der Taufe aber ist ein Christ mehr gebunden, wie ein beschnittener Jude und muss unter dem Königreichsbund für Gesetzesverletzung mit härterer Strafe rechnen, wie jener unter dem levitischen Bund! Die Worte des Paulus gelten auch heute in ihrer ganzen Tragweite, wenn wir die unverdiente Güte Gottes mit Füssen treten, um willentlich zu sündigen!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten. 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

   Mit Jesus kam andererseits ein verständiger, gerechter Hoherpriester und Richter, der aber seinerseits auch mit eisernem Stab“ dem Recht Nachhaltung zu verschaffen hat! (Off 12:5)

 

*** Rbi8  Hebräer 7:26 ***

Denn ein solcher Hoherpriester wie dieser war für uns der geeignete: loyal, arglos, unbefleckt, getrennt von den Sündern und höher als die Himmel [[(die herrschenden Autoritäten)]] geworden.

 

   Da Himmel“ Macht und Autorität bedeuten hat Jehova Jesus über jede bestehende Hierarchie auf der Erde im ersten und im geistigen zweiten „Himmel“ gesetzt! (1.Kor 15:24)

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
  

Durch alle Jahrhunderte aber hielt sich der Same der Frau“, die Jünger der Apostel auf der Seite der „Ebioniten“, beschnittener Juden die das GESETZ Gottes schon von der Wiege auf kannten und der „Paulikaner“, die von den Heiden her sich Gottes und welche die Gebote schon vor ihrer Taufe auf ihr Herz schrieben und die dadurch geistig beschnitten wurden. Nur eine exakte Kenntnis der Schrift lässt uns die wahren Nachfolger Jesu erkennen, da der giftige Scheinweizen“ oft äusserlich sehr ähnliche Merkmale aufzeigt! Wir dürfen darum in unserer Aufmerksamkeit nicht einschlafen die beiden Samenarten und deren Frucht zu unterscheiden!

 

*** Rbi8  Matthäus 13:24-26 ***

Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor, indem er sprach: „Das Königreich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte. 25 Während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut hinzu, mitten unter den Weizen, und ging weg. 26 Als die Saat sproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.

 

Unkraut im Weizen   Das „Unkraut“ erscheint äusserlich als christlich, handelt aber gesetzlos und lehrt Gottes Gebote zu übertreten! (Mat 5:17-20) Wir als nach Wahrheit forschende Christen dagegen hinterfragen die Dinge auf das Prinzip, worauf sie beruhen, ihre Übereinstimmung mit Gottes geäussertem Willen! Treue zu den Geboten Gottes und das Zeugnisgeben für Jesu sind ebenso wichtig wie die gelebte Nächstenliebe und ebenso wahres Kennzeichen eines Nachfolgers Jesu! Das bringt sie jedoch bis zum Ende in die Angriffslinie des „Drachens“, Satans, der alle zur Gesetzesübertretung zu veranlassen sucht!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

   Viele solcher getreuen Christen wurden von der vorherrschenden Amtskirche über die Jahrhunderte hinweg verunglimpft und mit Etiketten wie „Gnostiker“, „Manichäer“ oder „Marcionist“ gekennzeichnet, obwohl jene Männer und Frauen getreu dem Vorbild Jesu und der Apostel handelten! Andere aber erhielten zu Recht eine Markierung, weil sie wirklich vom Glauben abgefallen waren und wegen heidnischer Irrlehren Schiffbruch erlitten hatten.

                                                                                                                                                                                                                      

*** Rbi8  2. Thessalonicher 3:13-15 ***

Ihr eurerseits, Brüder, laßt nicht nach, das Rechte zu tun. 14 Wenn aber jemand unserem durch diesen Brief [gesandten] Wort nicht gehorcht, so haltet diesen bezeichnet und hört auf, Umgang mit ihm zu haben, damit er beschämt werde. 15 Und doch betrachtet ihn nicht als einen Feind, sondern ermahnt ihn weiterhin ernstlich als einen Bruder.

 

   Markiert sollten jene werden, die von der Wahrheit abweichen, welche die Apostel aufgezeichnet haben! Um das festzustellen müssen wir selbst fest in der Wahrheit des Wortes Gottes und nicht in der Scheinwahrheit einer bestimmten Religion verankert sein!

 

   Handelten die grossen Kirchen gemäss dieser Richtlinie des Paulus? Weit gefehlt! Jene, welche den Dogmen widersprachen, diese wurden bezeichnet, ausgestossen, verfolgt und getötet! Das Blut aller Heiligen wurde am Rocksaum „Babylons der Grossen“ gefunden“! Alleine schon die Amtskirche und ihre Hierarchie abzulehnen, den Sabbat und Gottes Festzeiten zu heiligen oder die Dreieinigkeit Gottes nicht anzuerkennen genügte, um gekennzeichnet, verfolgt und getötet zu werden! Schon Jeremia beklagte diese Art der Einstellung im alten Israel und Juda!

 

*** Rbi8  Jeremia 2:33-34 ***

Warum, o Frau, besserst [[(richtest)]] du deinen Weg, um Liebe [[(Liebschaften)]] zu suchen? Darum hast du auch in bösen Dingen [[(Verbrechen; Gesetzlosigkeit)]] deine Wege unterwiesen. 34 Auch sind an deinen Rocksäumen die Blutspuren der Seelen unschuldiger Armer gefunden worden. Nicht beim Einbruch [[(bei Einbrechen; den Dieben)]] habe ich sie gefunden, sondern [sie sind] auf allen diesen [[(sondern bei euch, den Vorstehern Israels, Jehovas „Ehefrau“)]].

 

Die Verbrechen des Christentums   Wie viel mehr Blut klebt nun auch an den Rocksäumen christlicher Kirchenvorsteher aller Jahrhunderte! „Ihre Sünden haben sich bis zum Himmel aufgehäuft“ (Off 18:5). Ein Blick auf den römischen Kaiserkult in Verbindung mit der Sonnenanbetung und der Anbetung Mithras zeigt, dass die Katholische Kirche und ihr Messeritual von dort her gestaltet wurden und mit den Urversammlung der Christen des ersten Jahrhunderts kaum noch etwas gemeinsam hat!

 

   Zur Zeit des Propheten Daniel entstand ein anderer einflussreicher Monotheismus unter den Glaubensgründer Zoroaster. Welche Parallelen und Abweichungen zum Judaismus existieren? Was war sein Einfluss auf den Mithraskult? Warum beeinflusste dieser Glaube so stark den späteren persischen Glaubensgründer Mani und die nach ihm benannten Manichäer, eine Abart des Urchristentums das mit Zoroastrismus vermischt wurde? Wie weit reicht der Einfluss des Zoroastrismus und der Manichäer auf heutige Kirchen und mächtige christliche Geheimgesellschaften und deren Rituale, die sich christlich nennen?

 

   Ein einflussreicher Kirchenvater war Tertullian. Wenn einige seiner Lehren aber näher betrachtet werden sind diese weit eher dem Heidentum entlehnt, wie von den Aposteln her übernommen. Es gilt somit gegenüber der Lehre der Kirchenväter eine gesunde Skepsis zu entwickeln und im Einzelfall zu prüfen, ob deren Zeugnis wahr oder falsch ist! Falsche Zeugen Gottes gab es zu allen Zeiten und viele machten sich einen bekannten Namen!   

 

   Bei alldem steht Gottes Sabbatgebot an zentraler Stelle, da es doch sein Volk Israel mit ihm verbindet! Wer Gottes Gebot an einer Stelle verletzt wird es auch an anderer Stelle verletzen, wer aber im Kleinen treu ist, wird auch im grossen Treue erweisen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

6.5............. Welche Konsequenzen haben Sabbat- und Jubeljahr heute für Christen?.. 5

6.5.1........... Der gute und der schlechte Samen wachsen bis zur Endzeit nebeneinander! 5

6.5.1.1........ Jesus starb zu der von Gott bestimmten Zeit für Gottlose! 5

6.5.1.2........ Anerkennung von Jesus erhöhter Stellung zeigt sich durch Gehorsam dem Christus gegenüber: Dies bringt ewiges Leben! 6

6.5.1.3........ Scheinweizen von wahrem Weizen unterscheiden lernen! 8

6.5.1.4........ Die Kirchen schützen ihre Übeltäter in der Hierarchie auf skandalöse Weise! 8

6.5.1.5........ Erliegen wir Verunglimpfungen durch das Etikettieren seitens unserer Gegner?. 10

6.5.1.6........ Trotz dem Ausstoss aus der Versammlung und Verfolgung am Predigen der guten Botschaft festhalten. 11

6.5.2........... Verunglimpfung als Manichäer oder Marcionist kann auch blosses Zeichen von Ablehnung der Amtskirche sein! 13

6.5.2.1........ Manichäismus und gnostisches Gedankengut wurde von den Paulikanern verworfen! 13

6.5.2.2........ Aus den Paulikanern der Versammlungen des Paulus entsteht das Königreich der Paulikianer 13

6.5.2.3........ Die leichte Verwechslung zwischen Manichäern und Marcionisten übertrug sich durch bewusste Irreführung seitens der Feinde auch auf die Paulikianer! 14

6.5.2.4........ Viele Glaubensgründer behaupteten vom Himmel her Mitteilungen erhalten zu haben! Hörst Du wirklich auf Jesus?  14

6.5.2.5........ Der kleinste Buchstabe des GESETZES und der PROPHETEN muss sich erfüllen! 15

6.5.2.6........ Synkretismus beim einen und andern Religionsvater: Man kopiert, wo man etwas findet und den Rest ergänzt man vom eigenen Verstand aus! 17

6.5.2.7........ Cäsaren und Päpste wollen Herren des Glaubens ihrer Untergebenen sein. 18

6.5.3........... Der Mithraskult gestaltet die Katholische Kirche. 21

6.5.3.1........ Der Mithraskult und sein starker Einfluss auf die katholische Kirche. 21

6.5.3.2........ Angleichungen der abgefallen Christen an heidnische Feiern und Messrituale. 22

6.5.3.3........ Gottes Sabbatgesetz weiterhin Treue zu halten hatte umfassende Folgen! 23

6.5.3.4........ Das katholische Messeritual stammt vom Mithraskult und ersetzte die christliche Lehrversammlung, die der Zusammenkunft in den jüdischen Synagogen entsprach. 25

6.5.3.5........ Die Form der Christenversammlung wurde durch Jesus und die Apostel vorgegeben! 26

6.5.4........... Welche Verbindung steht zwischen Zoroastrismus, Manichäern und Christen?. 28

6.5.4.1........ Der Einfluss des Zoroastrismus in seiner vielfältigen Art auf die christlichen Priester 28

6.5.4.2........ Die Form der Anbetung Gottes, die Jesus hervorgehoben hat 29

6.5.4.3........ Missbrauch durch die christliche Priesterschaft, die sich an Zoroaster und am Mithraskult statt an Jesus ausrichtet 29

6.5.4.4........ Woher stammen die Parallelen der Weissagungen Zoroasters und jene des Propheten Daniel im Zusammenhang der Jungfrauengeburt?. 30

6.5.4.5........ Vorhersagen Satans durch Zoroaster spielen bis in die Endzeit eine Rolle! 32

6.5.4.6........ Auch Satan inspiriert seine eigenen Propheten über künftige Ereignisse und lenkt deren Erfüllung direkt! 33

6.5.4.7........ War Zoroaster in seinen Weissagungen von Daniels Vorhersagen beeinflusst worden? Die katholische Kirche kopierte vieles vom Zoroastrismus! 34

6.5.4.8........ Der Einfluss des Zoroastrismus auf Geheimbündnisse bis in unsere Tage. 35

6.5.5........... Der korrigierende Einfluss der Apostel auf die Reinerhaltung und Vollständigkeit der Lehre. 35

6.5.5.1........ Die Apostel waren um Reinerhaltung der Lehre von heidnischem Einfluss bemüht 36

6.5.5.2........ Weitere Unterwanderung der Christenversammlung mit heidnischen Ritualen wie der Weihnachtsfeier 36

6.5.5.3........ Mänichäismus wurde in christlicher Lehre durch den Kirchenvater Augustinus fest verankert 37


 

 

6.5                 Welche Konsequenzen haben Sabbat- und Jubeljahr heute für Christen?

 

 

6.5.1           Der gute und der schlechte Samen wachsen bis zur Endzeit nebeneinander!

 

6.5.1.1          Jesus starb zu der von Gott bestimmten Zeit für Gottlose!

Die blinden Führer der Christenheit sind ebenso blind, wie jene jüdischen Führer zur Zeit, wo der Christus ab seiner Taufe im Jordan sich seinem Volk darstellte! Johannes der Täufer hatte ihn deutlich bei seinen Jüngern eingeführt! Trotzdem und gerade deswegen musste Jesus an dem von Gott dafür vorgesehenen Tag sterben. Jesus kannte sowohl seinen Tag als auch den Ort! Das war exakt am Ende von dreieinhalb Jahren zur Zeit des Passahfestes in Jerusalem! Jesus selbst hatte dies angekündigt, aufgrund dessen, dass die Propheten den Willen des Vaters und dessen Vorherwissen deutlich aufgezeichnet hatten!

 

Der "Fluch", das Urteil zufolge Gesetzesverletzung wird an den Stamm genageltDieser Tag war der 14. Nisan des Jahres 33 u.Z., kein Tag zuvor und kein Tag später! Gottes vorhergesagtes Wort musste sich erfüllen und nur Jesus allein kannte Gottes Willen der ihn betraf vollkommen! Paulus erwähnt gegenüber den Christen in Rom in seinem Brief, dass der Christus „zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben“ ist. Wer unter dem „Fluch“ zufolge Gesetzesübertretung ist, der hat keinen Zugang zu Jehova! Diese erste Erfüllung gibt uns Sicherheit betreffend Jesu Wiederkehr und Errettung vor Gottes Zorn, wenn wir die Regeln einhalten.

 

*** Rbi8  Römer 5:6-11 ***

Denn in der Tat, Christus ist, während wir noch schwach waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. 7 Denn kaum wird jemand für einen gerechten [Menschen] sterben; ja, für den guten [Menschen] zu sterben, wagt es vielleicht jemand noch. 8 Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren. 9 Desto mehr werden wir somit, da wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden sind, durch ihn vor dem Zorn gerettet werden. 10 Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott durch den Tod seines Sohnes versöhnt wurden, so werden wir vielmehr jetzt, da wir versöhnt worden sind, durch sein Leben gerettet werden. 11 Und nicht nur das, sondern wir frohlocken auch in Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

 

Die Gerechtsprechung erfolgt für jeden Sünder am Tag seiner Taufe! Dadurch, dass der „Fluch“ aufgrund von Sünde gegen uns durch Jesus „an den Stamm genagelt“ wurde sind „wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden ..., durch ihn vor dem Zorn gerettet worden.“ Nun steht aber die erneute Rettung durch Jesus vor uns, die Bewahrung der letzten Generation vor dem Tod des Strafgerichts in Harmagedon, weil wir mit Gott versöhnt worden sind! Das gibt uns allen Grund zu frohlocken und unser Haupt hochzuheben, wo wir doch die Dinge nahen sehen, die geschehen müssen! So wie Jesu Gefangennahme und Tod in nur sehr kurzer Frist vor sich ging, so sagt auch die Offenbarung, dass der Untergang „Babylons der Grossen“ in „nur einem Tag“ kommen wird!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:8 ***

Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Jesus musste durch die Hand seiner Feinde sterben, so hatten es die Propheten aufgezeichnet! Er wusste um seinen dreieinhalbjährigen Dienst und kannte den Tag, an dem er durch die Hand der Priester getötet würde, welche „Teil der Welt“ bildeten und ihn hassten, weil der Christus deutliches Zeugnis gegen jene Vorsteher abgelegt hatte!

 

Sukkot: Das LaubhüttenfestDaher sagte Jesus zu ihnen: „Meine bestimmte Zeit ist noch nicht da, doch eure bestimmte Zeit ist stets da. 7 Die Welt hat keinen Grund, euch zu hassen, mich aber haßt sie, weil ich über sie Zeugnis ablege, daß ihre Werke böse sind. 8 Ihr geht zum Fest hinauf; ich gehe noch nicht zu diesem Fest hinauf, weil meine bestimmte Zeit noch nicht völlig gekommen ist.“

 

Diese Zusammenhänge sind wichtig auch für das Geschehen in der Endzeit, weil wiederum ein Gericht, diesmal an den christlich-jüdischen Vorstehern ebenso an eine Frist von „dreieinhalb Zeiten“ gebunden ist! Diesmal ist es „unsere bestimmte Zeit“, um gerettet zu werden! Erst zu deren Ablauf wird das Gericht am System endgültig vollstreckt werden und „der Herrscher dieser Welt (Satan) wird hinausgeworfen“ und im Abgrund festgekettet! (Da 12:7; Off 19:19-20:4)][B3]

 

Jesus ging später ebenfalls zum Fest hinauf, jedoch „im Geheimen (siehe: Zeitband Jesu Leben, Erklärungen 8, 8a), um nicht erkannt zu werden, aber um auf jeden Fall Gottes GESETZ zu erfüllen! Jesus hielt alle Pflichten das Sabbatgesetz betreffend ein.

 

Jetzt, wo Jesus als Richter und Rächer Gottes zurückkehrt wird er an all denen das Gericht vollziehen, die wie die damaligen religiösen Führer Gottes Wort von sich stossen, um eher menschlichen Überlieferungen zu folgen, anstatt Jehovas klaren Anweisungen! Gottes annehmbares Jahr geht schon bald seinem Ende entgegen! Gottes Barmherzigkeit triumphiert im Gericht für all jene, die Barmherzigkeit übten und von Herzen bereuten und umkehrten! Sie stellen das „freie Volk“ dar, das nicht unter Knechtschaft weltlicher oder religiöser Herrschaft ist, weil es Gottes GESETZ respektiert! Jakobus erklärte hierzu:

 

*** Rbi8  Jakobus 2:12-13 ***

Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Juden erhielten noch während dreieinhalb Jahren nach Jesu Tod, bis zum Herbst des Jahres 36 u.Z., wo Kornelius als erster der Heiden getauft wurde, dieselbe Gelegenheit ihre Sünden zu bereuen, wie wir von den Nationen. Wir waren in unseren Sünden ebenso tot wie jene Juden, die den Bund verlassen haben! Der „Bund mit den vielen“, der nachexilische Bund „Lo-Ruhamas“, der nur den Nachkommen Abrahams unter Levis Priesterschaft galt, dieser ging zum Ausgang der „siebzigsten Jahrwoche“ Daniels  zu Ende. Auch Menschen der Nationen wurden nun dieselbe Möglichkeit zuteil, Teil des „Israel Gottes“ zu werden, in das „Königreich des Sohnes der Liebe“ einzutreten (Kol 1:13).

 

Prophezeiung und Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
  

6.5.1.2          Anerkennung von Jesus erhöhter Stellung zeigt sich durch Gehorsam dem Christus gegenüber: Dies bringt ewiges Leben!

Da ist kein Unterschied zwischen Juden und Menschen der Nationen, jeder der Jesus in seiner erhöhten Stellung seither nicht anerkennt, der wird gemäss den Worten des Paulus „in seinen Sünden sterben“! Dieses Gericht, zu urteilen wer des Todes ist und wer nicht wurde aber nicht Päpsten aufgetragen, um all jene umzubringen, die ihnen ungehorsam wären, Juden, Christen und Heiden eingeschlossen, sondern ist alleine Aufgabe des Richters Gottes, Jesu! Paulus sagt diesbezüglich:

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:5 ***

Richtet somit nichts vor der gegebenen Zeit, bis der Herr kommt, der sowohl die verborgenen Dinge der Finsternis ans Licht bringen als auch die Ratschläge der Herzen offenbar machen wird, und dann wird jedem sein Lob von Gott zukommen.

 

Die Worte Jesu bleiben aufrecht: „Wer Glauben an den Sohn ausübt, hat ewiges Leben; wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“ (Joh 3:36)

 

Im Johannesevangelium redete Jesus über seine Erhöhung. „Und so, wie Moses die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“ (Joh 3:14, 15) In seinem ersten Brief bestätigt der Apostel Johannes diesen Zusammenhang, dass Jesus die Anerkennung und Erhöhung die Gott ihm gegeben hat auch durch jeden von uns erlangen muss: „Wer den Sohn hat, hat dieses Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat dieses Leben nicht.“ (vergl. Phi 2:9-11)

 

Nicht auf den Glauben anderer verlassen *** Rbi8  1. Johannes 5:9-12 ***

Wenn wir das Zeugnis hinnehmen, das Menschen geben, so ist das Zeugnis, das Gott gibt, größer, denn dies ist das Zeugnis, das Gott gibt, die Tatsache, daß er über seinen Sohn Zeugnis abgelegt hat. 10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in seinem eigenen Fall. Wer nicht an Gott glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das gegebene Zeugnis glaubt, das Gott als Zeugnis über seinen Sohn gegeben hat. 11 Und darin besteht das gegebene Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, hat dieses Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat dieses Leben nicht.

 

Glaube an Jesus auszuüben bedeutet, seinen Schritten exakt zu folgen und seine Gebote genau zu halten! Wer keinen Glauben in den Sohn ausübt erklärt Gott zum Lügner, weil er Gottes eigenes Zeugnis als unwahr erachtet und nicht daran glaubt! Warum sollte jemand von Schuld die Tod mit sich bringt befreit werden und ewiges Leben erlangen, wenn er doch den zurückweist, der allein dieses Leben zu geben imstande ist?

 

Unsere Aufgabe als Christen ist und bleibt es Menschen zur Gerechtsprechung zu führen durch Jesu Blut, mittels eigenem Vorbild und durch Belehrung, dahin führend, dass jene Hörer selbst bereuen und Gottes GESETZ nun selbst in ihrem Leben anwenden! Nur dies gibt durch die Erwachsenentaufe Rettung vor Gottes kommendem Zorn!

 

Die Juden, genauso die „Ebioniten“ und „Paulikaner“ wurden bald schon durch die von Jesu Lehren Abgefallenen zum gehassten Feindbild hochstilisiert, durch die sich immer stärker vereinende und dominierende spätere katholischen Kirche. Warum? Weil jene sich alle weiterhin an das mosaische GESETZ hielten. Dadurch überführten sie die katholische Kirche Roms deutlich, dass jene in Wirklichkeit ebenso Gesetzesübertreter der Gebote Gottes waren, wie sie selbst dies den Juden vorwarfen! Die Juden ihrerseits wiesen darauf hin, dass Jesus nicht Gott sein könne und eine Dreieinigkeit mit den ersten drei Geboten unmöglich in Einklang zu bringen sei. Die „Ebioniten“ und die „Paulikaner“ blieben zudem lebender Beweis dafür, dass der Sabbat, die Neumondtage, die Festzeiten, das Sabbat- und Jubeljahr für Christen ebenso verbindlich blieben wie für Juden!

 

Die Päpste gegen die JudenDaraus heraus entstand von der Kirchenführung her ein vehementer Antisemitismus, der sich ebenso gegen all jene richtete, welche sich ebenfalls weiterhin an Gottes Gebote hielten. Da jene sich an Christus als einzigem wahren Haupt der Versammlung festhielten und weil jene diese Dinge weiterhin öffentlich und in Privathäusern lehrten traf sie der Hass der Kirchenführer! Wie Jesus und die Apostel versuchten „Ebioniten“ und „Paulikaner“ weiterhin ihre jüdischen älteren Brüder davon zu überzeugen, dass Jesus der wahre Christus war und kein anderer Messias zu erwarten sei!

 

*** Rbi8  1. Korinther 9:19-23 ***

Denn obwohl ich von allen frei bin, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, damit ich die meisten gewinne. 20 Und so bin ich den Juden wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen; denen unter Gesetz [[GESETZ (Mose)]] bin ich wie [einer,] der unter Gesetz [[GESETZ]] ist, geworden, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz [[GESETZ]] bin, um die zu gewinnen, welche unter Gesetz [[GESETZ]] sind. 21 Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie [einer] ohne Gesetz [[GESETZ]] geworden, obwohl ich nicht ohne Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Gott, sondern unter Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Christus bin, um die zu gewinnen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind. 22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin Menschen von allen Arten alles geworden, damit ich auf jeden Fall einige rette. 23 Alles aber tue ich um der guten Botschaft willen, damit ich mit [anderen] Teilhaber an ihr werde.

 

Was nun meinte Paulus, wenn er sagt: „... denen unter Gesetz [[GESETZ]] bin ich wie [einer,] der unter Gesetz [[GESETZ]] ist, geworden, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz [[GESETZ]] bin, um die zu gewinnen, welche unter Gesetz [[GESETZ]] sind.“? Wollte er damit ausdrücken, dass das ganze GESETZ Gottes durch Mose für ihn nicht gelten würde? Dies behaupten einige, die dem Kirchenvätern Irenäus, Augustinus, Thomas von Aquin und den Päpsten nachfolgen, die dies so interpretierten. Beachten wir aber, was Paulus unmittelbar danach sagt: „... obwohl ich nicht ohne Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Gott, sondern unter Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Christus bin.“ Er spricht offensichtlich von jenem „Wechsel des Gesetzes [[GESETZES]]“, der mit dem Wechsel des Priestertums und des Hohepriesters im Zusammenhang steht! Das aber steht in Verbindung mit dem levitischen Bund, einem späteren Zusatz, nicht aber generell mit dem Gesetzesbund! Im Hebräerbrief erklärt Paulus betreffs dieses Wechsels im Amt des Hohepriesters:

 

*** Rbi8  Hebräer 7:11-12 ***

Wenn also Vollkommenheit wirklich durch das levitische Priestertum käme (denn mit ihm als einem Grundzug wurde dem Volk das GESETZ gegeben), welche weitere Notwendigkeit bestände da für einen anderen Priester, der nach der Weise Melchisedeks aufstünde und von dem man nicht sagen würde, er sei nach der Weise Aarons? 12 Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes [[GESETZES]] ein.

 

Paulus war somit nicht unter Gesetz der jüdischen Hohepriester und deren Amtsgewalt, die als Verwalter des GESETZES bisher weiterhin auftraten! In einem Fall machte er dies deutlich, als er vor dem Sanhedrin und dem jüdischen Hohepriester stand und dessen Amt und Amtsmissbrauch deutlich ablehnte! Paulus anerkannte nur Jesus als Hohepriester und war sich bewusst, dass die neue von Gott anerkannte Autorität gemäss Jesu neuem Bund nun durch die Apostel ausgeübt wurde! (Mat 19:28)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 23:1-5 ***

Paulus schaute den Sanhedrin unverwandt an und sprach: „Männer, Brüder, ich habe mich mit einem vollkommen reinen Gewissen vor Gott bis zum heutigen Tag betragen.“ 2 Darauf befahl der Hohepriester Ananias den neben ihm Stehenden, ihn auf den Mund zu schlagen. 3 Da sagte Paulus zu ihm: „Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand. Sitzt du da, um mich gemäß dem GESETZ zu richten, und befiehlst gleichzeitig, in Übertretung des GESETZES, mich zu schlagen?“ 4 Die Dabeistehenden sagten: „Beschimpfst du den Hohenpriester Gottes? 5 Und Paulus sagte: „Ich wußte nicht, Brüder, daß er Hoherpriester ist. Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst von einem Vorsteher deines Volkes nicht nachteilig reden.‘ “

 

Paulus bezeichnete jenen Hohepriester Ananias zu Recht als „getünchte Wand“, weil jener eine Autorität beanspruchte, die Gott von den Leviten weggenommen hatte und sie Jesus gegeben hatte! Paulus war Jesus als Hohepriester und König im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gegenüber verantwortlich! Ananias kannte sehr wohl die Vorhersage Jehovas durch David im Psalm 110, dass ein Hohepriester-König die Macht von Gottes rechter Seite her ausüben würde!

 

Der Priesterkönig Melchisedek segnet Abraham*** Rbi8  Psalm 110:4 ***

Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —:

„Du bist Priester auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]]

Nach der Weise Melchisedeks!“

 

Wie Öl sich nicht mit Wasser vermischt, so blieben sich diese beiden Elemente gegenseitig abstossend: Hohepriester Levis und Hohepriester Jehovas! Paulus anerkannte jenen Richter nicht an, obwohl er dessen angemassten Macht ausgeliefert blieb! Auch wahre Christen heute machen keine Kompromisse mit der Wahrheit und kennen den überragenden Wert von Gottes ganzem GESETZ! Sie kennen die von Gott eingesetzten wahren Vertreter, ihre christliche „obrigkeitliche Gewalt“! Sie wissen um die Veränderungen, welche Jesus innerhalb des GESETZES brachte!

 

Jeder Sabbatist wurde im Gefolge vom Abfall der Amtskirche hin zum Sonntag von den Romgetreuen als „Judaist“ beschimpft, nur weil er dieselben Gewohnheiten annahm, wie Jesus und die Apostel, die doch bis zu ihrem Tod fleischliche Juden blieben, da sie sich das ganze GESETZ auf ihr Herz geschrieben hatte!

 

*** Rbi8  Jeremia 31:33 ***

„Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen [[]] schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz [[GESETZ]] in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“

 

Die Apostel blieben somit bis zum Tod fleischliche Abkömmliche Abrahams, Isaaks und Jakobs und geistige Juden, erfüllten das „GESETZ des Glaubens“, das Moses gegeben hatte dadurch, dass sie Jesus als den „Propheten gleich mir (Moses)“ und als den angekündigten Messias anerkannten und seine Lehre stets über die Überlieferungen anderer Menschen stellten! (5:Mo 18:15-19)

 

6.5.1.3          Scheinweizen von wahrem Weizen unterscheiden lernen!

Wir konnten bisher deutlich erkennen, dass wer immer den Willen Gottes zu tun gewillt war und Jesus in seinen Fussstapfen wirklich nachzufolgen versuchte, solche Personen während aller Jahrhunderte mit Verfolgung, Unterdrückung und mit Gegenwehr seitens des Systems rechnen mussten! Jesus hatte dies von Anfang an warnend hervorgehoben! Seine Gleichnisse können uns diesbezüglich vieles lehren!

 

Der „vortreffliche Samen“ war Gottes Wort, den Jesus selbst säte, indem Christus stets die Wahrheit redete und die Dinge richtigstellte, sie zudem vorlebte und dadurch zeigte, wie wir solches selbst im Leben anwenden, ohne dabei ein einziges göttliches GESETZ zu verletzen. Er zeigte immer wieder, dass nach seinem Tod viele in seinem Namen aufstehen, sich als „Christusse“ („Gesalbte“) ausgeben würden und seine Schafe verführen und wegzuschleppen versuchten. Dies war deutliche Warnung, die für uns Christen der Endzeit besondere Aufmerksamkeit erfordert! Warum? Weil der Abfall von der Wahrheit hin zu Irrtum und Lüge zum Höhepunkt gelangt! Paulus warnte besonders intensiv vor jener Gesetzlosigkeit unserer Tage, bevor das Ende kommen wird!

 

Papst Pius XII., "Heiliger Vater" in seiner Ornatstracht: "Lasst euch nicht Vater ... nicht Führer nennen" *** Rbi8  2. Thessalonicher 2:3-5 ***

Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er [[(der Tag des Herrn; Jesu Wiederkehr [B1])]] wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ [[(= Mächtiger)]] oder ein Gegenstand der Verehrung [[(Götter; Götzen)]] genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES [[(Jehovas; der Versammlung Gottes)]] niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?

 

Die Warnung des Paulus ist direkt an uns gerichtet, die wir am Ende der Periode stehen, wo Jesu Kommen [B1] und Offenbarwerden als Urteilsvollstrecker [B3] erwartet wird, seine endgültige Rückkehr 30 Tage danach zu erwarten ist! [B; a1]

 

Jesus befahl Christen nicht andere wegen ihres falschen Glaubens zu verfolgen oder gar zu töten, sondern aufmerksam zu sein, um nicht selbst verführt zu werden! Lüge und Gesetzlosigkeit sind attraktiv! Jesu Gegner, Satan streute diesen Samen eifrig zwischen den wahren Samen! Beide trugen Früchte und streuten ihrerseits weiteren Samen!

 

*** Rbi8  Matthäus 13:24-30 ***

Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor, indem er sprach: „Das Königreich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte. 25 Während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut hinzu, mitten unter den Weizen, und ging weg. 26 Als die Saat sproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. 27 Da traten die Sklaven des Hausherrn herzu und sagten zu ihm: ‚Herr, hast du nicht vortrefflichen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es denn Unkraut?‘ 28 Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch, hat das getan.‘ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen?‘ 29 Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. 30 Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen, dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘ “

 

Der Feind war ein Mensch, der durch Satan beeinflusst war Unwahrheit zu verbreiten, welcher Art immer diese auch gewesen ist! Einer war der Erste, nur dieser wird erwähnt. Judas war der erste Verräter im Kreise Jesu! Sein Same verbreitete sich schneller wie der „gute Same“, den Jesus säte, wie dies beim Unkraut üblich ist!

 

Jesus sagte nicht, dass Menschen jenes Unkraut ausreissen sollten, sondern empfahl es nebeneinander wachsen zu lassen. Er wusste um die Gefahr von Fehlurteilen durch Menschen! Erst „bei der Ernte“, das heisst vor dem Abschluss des Systems das dem gleicht, das vor der Sintflut herrschte, dann sollen seine Engel, „die Schnitter“, in Harmagedon „das Unkraut bündeln“, also in Gruppierungen zusammenzufassen, um sie schlussendlich gemeinsam zu verbrennen! Das deutet u.a. sehr auf die einzelnen Religionsgemeinschaften innerhalb „Babylons der Grossen“ hin!

 

Beachten wir aber in diesem Zusammenhang auch Jesu weitere Aufforderung in der Offenbarung, die seit dem ersten Jahrhundert bis kurz vor dem Gerichtstag [B2] mit anschliessendem Tag des Verbrennens jener Bündel der Ungerechten („Böcke“) [B3] bei den Gerechten („Schafe„) ein Hauptaugenmerk erreichen müsste: 

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-5 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

Wenn wir Sünde feststellen, Gesetzlosigkeit wie z.B. Lüge, so sollen wir nicht daran Teilhaber sein! Im Falle eines Bruders oder einer Schwester ist die Prozedur mit solchen Personen in Matthäus 18:15-18 deutlich beschrieben! Wir sollen mit ihm reden, wenn er hört haben wir ihn gewonnen. Was aber, wenn es die eigenen Vorsteher unserer Versammlung betrifft oder im Gegenzug die Kirchenleitung, die jene aufgrund der Dogmen schützt und dazu verleitet in ihrer Gesetzlosigkeit zu verharren durch leichtfertige Absolution statt wahrer Umkehr und Reue, begleitet von Werken der Reue?

 

Gottes Vorkehrung zur Sündenvergebung wahrnehmen!
 

6.5.1.4          Die Kirchen schützen ihre Übeltäter in der Hierarchie auf skandalöse Weise!

Am 15. Juli 2007 wurde eine aussergerichtliche Vereinbarung publik, welche die Katholische Kirche der Erzdiözese Los Angeles zur Zahlung von 660 Millionen Dollar an insgesamt 508 sexuell durch ihre Priester Geschädigte verpflichtet. Es ist die höchste bisher publizierte Zahlung als Schadensausgleich, um die Fälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger aussergerichtlich zu regeln! Damit hat die Kirche seit 1945 bis heute etwa 2,2 Milliarden Dollar Schadenersatz bezahlt, um Verurteilungen seiner Priester auszuweichen! Das ist aber allerhöchstens die Spitze des Eisberges, jener Fälle die publik wurden!

 

Wer zweifelt noch daran, dass sich die Sünden der grössten aller Kirche „bis zum Himmel aufgehäuft haben“? Wer glaubt, andere Kirchen wären darin viel besser, der muss meist früher oder später den Irrtum konstatieren! Mittels der Gelder, welche diese habgierige geistige „Hure“ zuvor aus unredlichem Gewinn aufgehäuft hat werden deren schuldige Kirchendiener vor der verdienten Haftstrafe befreit. Jeder andere Bürger der ein gleichwertiges Vergehen begeht muss ins Gefängnis, nicht aber jene erlauchten Diener Gottes! Damit sie in Luxus ruhig weiter leben können weichen sie dem verdienten Skandal aus und verzehren die letzte „kleine Münze der armen Witwe“ und des Waisen. Jesus hatte vor dieser Kategorie Männer schon sehr früh offen das Volk gewarnt:

 

"Nehmt euch vor den Schriftgelehrten ... in langen Gewändern ... in acht". "Felsenriffe" bei euren Liebesmahlen.*** Rbi8  Markus 12:37-44 ***

Und die große Volksmenge hörte ihm mit Lust zu. 38 Und während er lehrte, sagte er weiter: Nehmt euch vor den Schriftgelehrten in acht, die in langen Gewändern umhergehen wollen und Begrüßungen auf den Marktplätzen begehren 39 sowie die vorderen Sitze in den Synagogen [[(Versammlungen, Kirchen)]] und die hervorragendsten Plätze bei Abendessen. 40 Sie sind es, die die Häuser der Witwen verzehren und zum Vorwand lange Gebete sprechen; diese werden ein schwereres Gericht empfangen.“

41 Und er setzte sich den Schatzkästen gegenüber nieder und begann zu beobachten, wie das Volk Geld in die Schatzkästen einwarf; und viele Reiche warfen viele Münzen ein. 42 Nun kam eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen von ganz geringem Wert ein. 43 Da rief er seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch, daß diese arme Witwe mehr eingeworfen hat als alle, die Geld in die Schatzkästen einwarfen; 44 denn sie alle haben von ihrem Überfluß eingeworfen; sie aber hat von ihrem Mangel alles eingeworfen, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt.“

 

Dem Gericht vor amerikanischen Richtern mag die Kirche noch einmal entflohen sein, vor dem höchsten Richter kann sie nicht entfliehen! Wer einen Dieb schützt hat mit einem Dieb Anteil! Wer Pädophile und andere Formen der Hurerei zudeckt, die durch seine ihm Anvertrauten begangen wurden, der hat selbst am Vergehen Mitschuld! Paulus hatte nicht so gehandelt als ein ähnlich gelagerter Fall in der Versammlung Korinth aufgetaucht war!

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:1-5 ***

Tatsächlich wird von Hurerei unter euch berichtet und von einer solchen Hurerei, wie es sie selbst nicht unter den Nationen gibt, daß ein gewisser [Mann] die Frau [seines] Vaters hat. 2 Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr getrauert, damit der Mann, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt werde? 3 Ich für meinen Teil habe, obwohl dem Leib nach abwesend, im Geist aber anwesend, den Mann, der auf eine solche Weise gehandelt hat, sicherlich bereits gerichtet, als wäre ich anwesend, 4 so daß ihr im Namen unseres Herrn Jesus, wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid, 5 einen solchen Menschen zur Vernichtung des Fleisches dem Satan übergebt, damit der Geist am Tag des Herrn gerettet werde.

 

Proteste gegen geschötzte Kindesmissbraucher in den Reihen der Katholischen GeistlichenDer Hinauswurf ist eine Züchtigungsmassnahme, der den Sünder zur Umkehr und Reuse veranlassen soll, um dadurch sein ewiges Leben nicht aufs Spiel zu setzen! Die Worte des Paulus wurden in Korinth beachtet! Jener Übeltäter wurde aus den Reihen entfernt. Das Thema wurde nicht unter den Teppich gekehrt, sondern sollte seither öffentlich vorgelesen werden, zur Warnung und Abschreckung! Jene Priester, die sich an Kindern über Jahrzehnte hin vergangen haben werden nun innerhalb der Kirche von einem Platz an einen anderen verschoben und die meisten werden ihr Unwesen weiter treiben!

 

Ehrlich gesinnte Christen dürfen sich nicht innerhalb jener „Bündel von Unkraut“ befinden, welche Engel innert Kürze zusammenbinden werden, um sie zu verbrennen! Die „Bündel“ bedeuten auch Religionsorganisationen, hierarchische Strukturen! Wir hatten genügend Zeit, um unseren Sinn zu schärfen zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden und um erkennen zu können, wie wir Gesetzestreue von Gesetzlosigkeit trennen: wir sollen uns von all dem trennen, was Sünde war, ist und bleibt! Offensichtlich haben die Kirchen „Babylons der Grossen“ ihr volles Mass an Ungerechtigkeit nun vor Gottes Gerichtstag überschritten! „Geht aus ihr hinaus, mein Volk!“ lautet die Aufforderung an echten „Weizensamen“! Der „Scheinweizen“ aber wird bis zum Bündeln darin verbleiben!

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:15-18 ***

Und er spricht zu mir: „Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen. 16 Und die zehn Hörner [[(die führenden Politiker der Nationen)]], die du sahst, und das wilde Tier [[(, das siebenkäpfige, die UNO)]], diese werden die Hure [[(die Religionen im World Council of Religious Leaders)]] hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen. 17 Denn Gott hat es ihnen ins Herz gegeben, seinen Gedanken auszuführen, ja [ihren] einen Gedanken auszuführen, indem sie ihr Königtum dem [[(siebenköpfigen)]] wilden Tier [[(der UNO; deren Vollversammlung)]] geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden. 18 Und die Frau, die du sahst, bedeutet die große Stadt [[(Stadt = Organisation)]], die ein Königtum hat über die Könige der Erde.“

 

Grosse Stadt“ bedeutet auch „grosse Organisation“, umfassender Begriff und ist das Gegenteil von „Wildnis“ oder „Berggegend von Juda“, wohin Christen fliehen müssen. Nicht menschlicher Organisationsgeist rettet in Harmagedon, sondern Gesetzestreue und Ausharren in Liebe zueinander. Nicht Waffen oder ausgeklügelte Verteidigungssysteme sind es die retten, sondern Gerechtigkeit und ein milder Geist! Vergessen wir dabei Jesu Warnung nicht:

 

Hassparolen gegen "Ungläubige" *** Rbi8  Matthäus 10:22-23 ***

Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

Babylon die Grosse“, voran Katholiken, dann auch Orthodoxe und Protestanten, jede Art Kirchen hatten in ihren Gebieten stets versucht jene Gerechten, die das GESETZ verteidigten mittels grausamer Verfolgung auszureissen und dabei viel „guten Samen“ vernichtet der Jesus gehörte! In den Augen dieser abtrünnigen Führer war es „Unkraut“. Bis zum bitteren Ende wird solche Verfolgung bleiben, sagte Jesus, „bis der Menschensohn gekommen ist“.  Das wahre Unkraut an der Hierarchiespitze der Religionen aber hat sich ständig gemehrt! Darum sagt Jesus durch Johannes in der Offenbarung, dass innerhalb „Babylon der Grossen  das Blut aller Gerechten“ gefunden worden sei, weil sie mutig Zeugnis über die Wahrheit Gottes und über den Christus ablegten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 6:9-11 ***

Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugniswerkes, das sie innegehabt hatten, hingeschlachtet worden waren. 10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Bis wann, Souveräner Herr, heiliger und wahrhaftiger, hältst du dich davon zurück, zu richten und unser Blut an denen zu rächen, die auf der Erde wohnen? 11 Und es wurde jedem von ihnen ein weißes langes Gewand gegeben, und es wurde ihnen gesagt, noch eine kleine Weile zu ruhen, bis auch die Zahl ihrer Mitsklaven und ihrer Brüder voll wäre, die daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie [getötet worden waren].

 

Der Zeitpunkt des Öffnens jedes der sieben Siegel ist an bestimmte Ereignisse der Zeit der „grossen Drangsal“ [B] gebunden, während der Reiter auf dem „weissen Pferd“ seinen Ritt siegreich vollendet! Das Morden „Babylons der Grossen“ im Namen Jesu und im Namen Gottes wird bis zum Ende weitergehen, bis das gerechte Urteil endlich an jenen vollstreckt wird, über die es gesprochen ist! Jesus warnte und rief zum Ausharren auf:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:10-11 ***

Fürchte dich nicht vor den Dingen, die zu leiden du im Begriff bist. Siehe! Der Teufel wird fortfahren, einige von euch ins Gefängnis zu werfen, damit ihr völlig auf die Probe gestellt werdet, und ihr werdet zehn Tage lang Drangsal haben. Erweise dich als treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod [[(am Tag Harmagedons)]] Schaden erleiden.‘

 

Gerechtigkeitsliebende Menschen gab und gibt es auch in jeder der grossen Kirchen! Jene Kirchen und Sekten wirken doch durch ihren Schein von Reinheit wie ein Magnet auf solche die nach Wahrheit und Gerechtigkeit hungern. Sie alle sind oben aber wie die von Paulus erwähnte „getünchte Wand“, die den Schmutz und die Gesetzlosigkeit nur geschickt verdecken! Ohne Mitwissen und Zudecken solcher Ungereimtheiten ist kein Aufstieg in der Kirchenhierarchie möglich! Nicht die Besten und Reinsten sind an oberster Stelle zu erwarten, vielmehr jene, die geschickt andere in ihren Vergehungen und den Sauerteig ihrer Lehren zu verteidigen wissen! Davon lebt jede Machtstruktur dieses Systems!

 

Kirche offen Unsere Worte sind zur Warnung an solche Männer und Frauen gerichtet, die sich ein gesundes Mass an Unterscheidungsvermögen bewahrt haben, um ihre Augen vor der harten Wirklichkeit nicht zu verschliessen. Die Kirchenversammlungen und die Messen der Christenheit sind voller einschlummernder Worte und Handlungen, damit niemand die Wahrheit und Tiefe der heraufziehenden Tragödie durchschauen kann! Die Literatur jener Kirchenführer ist voller süsser Worte und voller Bibelzitate, während ihre geschickt verdeckten Handlungen das Gegenteil verraten!

 

Es ist wie in den Tagen Noahs, wo alles so normal erschien, man ass, man trank und „sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart [[(Wiederkehr (zur Urteilsvollstreckung) [B1-B3])]] des Menschensohnes sein.(Mat 24:36-39)

 

Wie die Christen im ersten Jahrhundert, die vor Juden, Heiden und Römern fliehen mussten, so sollten wir uns ebenso wie jene Getreuen verhalten! Jene Verstossenen versammelten sich an ihren Fluchtpunkten wiederum mit Gleichgesinnten und bildeten ohne Verzögerung unabhängige neue Kleinversammlungen, deren Richtlinien ausschliesslich Gottes Wort war und ist! Sie hörten nie auf das Wort zu predigen! Dazu braucht es keine komplexe Hierarchie oder Kirchengebäude die darüber steht mit besonderer Form von Literatur! Bis Gottes Königreich diese Aufgabe endgültig übernimmt ist Gottes Wort genügend „Anleitung für jedes gute Werk“! (2.Ti 3:14-17)

 

6.5.1.5          Erliegen wir Verunglimpfungen durch das Etikettieren seitens unserer Gegner?

Der Apostel Johannes schrieb bereits im Jahre 98 u.Z. in der Offenbarung die aufmunternden Worte Gottes, dass es bis hin in die Endzeit treue Männer geben würde, die ihren Versammlungen vorstehen und ebenso wie die Apostel und viele andere führende Männer in frühen Christenversammlungen weiterhin an den Geboten Gottes festhalten und für Jesus Zeugnis ablegen! Diese würden gemeinsam den „Samen der Frau“ darstellen! Sie würden die Aufmerksamkeit Satans auf sich richten, der während zweiundvierzig Monaten durch den „Samen der Schlange“ Krieg gegen sie führen würde.

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig [[(als er zum zweiten „alten Himmel“ hinausgeworfen wurde [B1])]] über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Jene Getreuen waren Männer mit derselben Einstellung, wie sie schon Johannes und die übrigen Apostel bewiesen hatten: Beständigkeit zu Gottes Geboten und aktives Zeugnisgeben für Jesus! Bis heute sind sie der wahre „Same der Frau“, die wahren Kinder der Apostel, vorausgesetzt, dass auch sie bis zum Ende treu bleiben!

 

Der Prophet Daniel hatte geschrieben: „Glücklich ist, wer harrt und wer die eintausenddreihundertfünfunddreißig Tage erreicht!“ (Da 12:12)[C4] Am Ende sollte Daniel auferstehen, was mit dem ersten Tag der achttägigen Periode des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ identisch ist. Das würde sie zuvor allerdings weiterhin Verunglimpfung und Verfolgung aussetzen! Jesus zeigte somit in der Offenbarung deutlich, dass er durch seine „Frau“, die Apostel, auch bis in die Endzeit [B] und den Gerichtsvollzug [B3] seinen getreuen Samen inmitten des Unkrauts behalten würde!

 

wenn Pastoren mal ehrlich über die Festtage wären All jene, die das heidnisch-christliche Osterfest ablehnten, das die abgefallenen Bischöfe Roms an die Stelle des Passahfestes und des Abendmahls gesetzt hatten, diese wurden wie wir wissen schon recht früh „Quartodezimaner“ bezeichnet, was ja „Vierzehner“ bedeutet. Der Begriff nimmt auf den 14. Nisan Bezug, den Tag vor Beginn der siebentägigen jüdischen Passahfeier! Bereits seit der ersten Synode von Rom mit Bischof Anciet um 152 u.Z. war das Thema Ostern und der Termin des Abendmahls ein Dauerbrenner für Diskussionen der Versammlungen in Ost und West! Polykarp verteidigte damals unnachgiebig den Standpunkt der Apostel. Dies tun die Getreuen bis ans Ende des Systems ebenso.

 

Die Anhänger des Passahfeier-Termins gemäss jüdischem Kalender waren von ihrer Verurteilung seitens der Bischofs-Synode von Rom die um das Jahr 190 u.Z. unter Papst Victor (?-199 u.Z.) stattfand, von jenem Zeitpunkt an bereits alle als Ketzer, als Schismatiker, als Abtrünnige angeprangert und mit dem Kirchenbann bedroht wurden. Victor gilt gemäss einigen Kirchengeschichtsschreibern als der 1.Papst. Er herrschte ab 190 bis 199 u.Z. als autoritärer kirchlicher Monarch. Keine Frage, jene Synode wurde von papsttreuen weströmischen Bischöfen dominiert. Der Bischof Polykarp von Smyrna (69-155 u.Z.) richtete daraufhin ein eindringliches Schreiben an den Papst und wies die Forderung der Synode zurück! Als im Osten eine Gegensynode stattfand, wurde Papst Victor und die Westbischöfe durch die Ostbischöfe der Häresie bezeichnet!

 

Papst Victor war es, der Latein zur Amtssprache machte und damit Papst Benedikt XVI. als Vorbild für die Wiedereinführung der lateinischen Messe dient!

 

Papst Viktor I. verbunden mit dem OsterstreitPapst Viktor I. (?-199 u.Z.) Ostertermin  [1]

 

   Der Name dieses Bischofs ist insbesondere mit dem Osterfeststreit hinsichtlich des Ostertermins verbunden, der schon seit Anicetus kontrovers diskutiert worden war.

 

   Das Osterfest wurde von den kleinasiatischen Gemeinden, den sogenannten Quartodezimanäern, am 14. des jüdischen Monats Nisan (Paschafest) gefeiert, in der westlichen Kirche am darauffolgenden Sonntag. Unklar sind die Beweggründe [[(???)]] – möglicherweise das Interesse der Vereinheitlichung, eventuell auch die Propaganda eines gewissen Blastus gegen den westlichen Ostertermin oder das Bestreben, den Termin des Paschafests zu vermeiden. Die letztgenannte Möglichkeit scheint insbesondere wahrscheinlich zu sein, da die zu dieser Zeit noch junge christliche [[(Katholische, abgefallene Sekte)]] Kirche sich von ihrem jüdischen Ursprung klar distanzieren wollte [[(Jesus, die Apostel und grosse Teilew der Urgemeinde entstammten doch gerade den Juden: Sollten sie ihren Ursprung von Abraham, Isaak und Jakob, der Gründung der Nation durch Moses und Gottes Gesetzgebung am Sinai verleugnen?)]].

 

   Viktor hielt in vielen Gemeinden [[(Versammlungen)]] Synoden ab, die sich ihm anschlossen, ausgenommen die kleinasiatischen Gemeinden. Viktor schloss diese Gemeinden aus der Kirche aus und zog mit dieser Exkommunikation vielfache Entrüstung auf sich. Es gilt als die erste autoritative Maßnahme des Papsttums. Irenäus von Lyon bestritt Viktor das Recht hierzu keineswegs, lehnte indessen die Exkommunikation ab, da der Anlass nur liturgischer, nicht dogmatischer Natur war. Viktor gab nach, wodurch die Gefahr eines Schismas vermieden wurde.

 

Ganz offensichtlich war dies ein Feldzug der Satans Interessen diente!

 

Schon früh nannte man solche schrifttreuen Christen  auch  Sabbatisten“, um sie in Misskredit zu bringen und sie mit den verfolgten fleischlichen Juden leichter gemeinsam zu identifizieren. Weil sie ebenso wie die Juden daran weiterhin festhielten alle Sabbatgesetze, inklusive die göttlich verordneten Festzeiten einzuhalten wurden sie gehasst!

 

Nach dem Erlass des Konzils von Antiochia im Jahre 341 u.Z. mussten alle Sabbatisten und Quartodezimaner exkommuniziert werden! Versammlungsvorsteher, die den ersten Platz in der Versammlung einnahmen und die lieber Rom oder der gerade vorherrschenden Macht gehorchten, als für die Wahrheit zu leiden, diese warfen nun Männer und Frauen aus ihren Gemeinschaften hinaus, wenn sie sich nicht dem kaiserlich-päpstlichen Gebot unterwarfen. Die Worte des Petrus klangen aber jenen Getreuen weit mehr in den Ohren: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5:29)

 

Schon der Apostel Johannes hatte warnend vor solchen Vorstehern geschrieben, da ein gewisser Diotrephes im Jahre 98 u.Z. existierte, der „gerne den ersten Platz“ einzunehmen versuchte, der einer jener Vorsteher war, die nicht mit Respekt auf die Apostel hörten und jene, die den Aposteln die Treue hielten hinauszuwerfen versuchte.

 

*** Rbi8  3. Johannes 9-10 ***

Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der unter ihnen gern den ersten Platz einnimmt, nimmt von uns nichts mit Respekt an. 10 Darum will ich, wenn ich komme, an seine Werke erinnern, die er fortgesetzt tut, indem er mit bösen Worten über uns schwatzt. Und damit nicht zufrieden, nimmt er selbst auch die Brüder nicht mit Respekt auf, und diejenigen, die sie aufnehmen wollen, sucht er daran zu hindern und aus der Versammlung hinauszuwerfen.

 

Schon damals war die „letzte Stunde“ der apostolischen Zeit gekommen, am Ende des ersten Jahrhunderts, das „wahre Licht“ seitens der Apostel war daran zu erlöschen, die Nacht hatte bereits begonnen und war weit fortgeschritten! Das Schwatzen mit bösen Worten, das Verunglimpfen und Etikettieren war inzwischen in viele Versammlungen vorgedrungen! Scheinweizen sprosste überall. Es ging gewissen Vorstehern weit eher um den „ersten Platz“, um persönliche Macht, um Ansehen, um unredlichen Gewinn von Seiten der Schafe oder der weltlichen Macht, als darum, die Wahrheit zu verteidigen und gerechte Verhältnisse zu bewahren. Solchen Abtrünnigen standen jene Männer störend gegenüber, welche weiterhin auf die schriftlichen Worte der Apostel achteten!

 

6.5.1.6          Trotz dem Ausstoss aus der Versammlung und Verfolgung am Predigen der guten Botschaft festhalten

Ganze Landesteile, deren Versammlungsvorsteher bereits Rom hörig reagierten, begannen sich in einzelnen Synoden zu versammeln und jene oder welche als „Ketzer“ zu verunglimpfen, welche die Mehrheitsbeschlüsse jener missachteten, welche Gottes Gebote deutlich übertraten und welche Sabbat, die Passahfeier am 14. Nisan und die Festzeiten missachteten!  Bis zum Konzil von Nicäa gab es Dutzende solcher Synoden auf beiden Seiten, die sich gegenseitig der Ketzerei beschuldigten!

 

Kaiphas lässt Jesus schlagen, der die Wahrheit sagte Sohn Gottes zu seinDas alles hatte von Seiten des Bischof von Roms den Anschein von Legalität, ebenso wie das nächtliche Gericht der jüdischen Vorsteher unter dem Hohepriester Kaiphas gegen Jesus (Mat 26:57-68), dann die Auspeitschung der Apostel durch den Sanhedrin, weil sie nicht aufhörten den Christus zu lehren (Apg 5:27-42) und die Verurteilung des Stephanus und dessen Steinigung (Apg 6:8-15; Kap 7). In Gottes Augen aber blieb es Gesetzlosigkeit und Gottes Blick blieb wohlwollend auf jene gerichtet, die Ihm die Ehre gaben und an seinen gerechten Massstäben weiterhin festhielten, obwohl sie deswegen verfolgt und getötet wurden!

 

All jene, die weiterhin wie die Apostel am Sabbat und den jüdischen Festzeiten festhielten wurden nach solchen Entscheiden von Synoden und Versammlungsvorstehern nun von eigenen Familienmitgliedern und Freunden plötzlich geächtet, ihr Besitz wurde konfisziert, die Mitglieder treu gebliebener Versammlungen schikaniert und dem Bann unterworfen. Habsucht war oft das Motiv von Falschanklagen. Meist blieb jenen treuen Christen nichts anderes übrig als Haus und ihre Heimat zu verlassen! Trotzdem hörten jene den Aposteln getreuen Christen an den Orten wohin sie zerstreut wurden nicht auf über ihren Glauben zu reden! Sie erinnerten sich dabei an die Worte Jesu! (Apg 8:1-4)

 

Reissende Wölfe inmitten von Schafen ... *** Rbi8  Matthäus 10:16-23 ***

Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch an örtliche Gerichte ausliefern, und sie werden euch in ihren Synagogen [[(Versammlungen)]] geißeln. 18 Ja, ihr werdet vor Statthalter und Könige geschleppt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zu einem Zeugnis. 19 Wenn man euch aber ausliefert, so macht euch keine Sorgen darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn was ihr reden sollt, wird euch in jener Stunde gegeben werden; 20 denn die Redenden seid nicht nur ihr, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet. 21 Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden gegen die Eltern aufstehen und werden sie zu Tode bringen lassen. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

Jene wegen ihres gelebten Glaubens verfolgten Menschen hatten sich das göttliche GESETZ auf ihr Herz geschrieben und der Geist in ihnen zeugte stets mit Gottes Geist im Einklang! Da war kein geistiger Dämon in ihnen, der für sie redete, sondern Gottes Geist konnte frei aus ihnen heraus wirken, weil das Gewissen für sie Zeugnis ablegte und ihre Erinnerungen mit den aufgezeichneten Worten der Schrift vollkommen im Einklang standen!

 

Anders handelten all jene, die mit dem System und dem Geist der Welt im Einklang zu handeln bereit waren, die ihre Mitbrüder misshandelten und in ihren Gewissen gebrandmarkt wurden! Sie hatten schon damals das Zeichen des „wilden Tieres“ Roms an ihrer Hand zufolge ihres Handelns und auf ihrer Stirn im Einklang mit dem „Geist der Welt“! Das Übel begann in den Familien, so wie Eva Adam verführte und Adam der Verführung nachgab und so wie Kain den gerechten Abel erschlug, weil jener gerechter war als er selbst!

 

Wie die ersten Christen nach Jesu Tod durch die Juden verfolgt wurden und später die Kaiser Roms Christen verfolgten, so begannen einige Jahre nach Nicäa nun abgefallene Christen jene Getreuen zu verfolgen, die am aufgezeichneten Wort festhielten. Jene „ewig gestrigen“ waren ihnen zu wenig „modern“ und zu wenig flexibel, sich an die neuen, sich ständig veränderten Verhältnisse anzupassen. Anstatt sich an jedem Ort der gerade vorherrschenden Obrigkeit anzugleichen zogen treue Christen es vor sich weiterhin in den bestimmenden Dingen des GESETZES sich nur ihrem Herrn Christus zu unterwerfen!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
  

Sie gaben ein lebendes Beispiel dessen, was Paulus und die Apostel von ihnen wirklich erwarteten: Treue und Ausharren gegenüber dem Christus! Durch ihr ungerechtfertigtes Leiden zogen sie andere Menschen mit sich, Unrecht hassend nun ebenso das zu tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist: Jene begannen die zu unterstützten, die ungerechterweise zu leiden hatten und gaben ihnen ein Glas Wasser, eine Mahlzeit, ein Kleidungsstück, nahmen sie gastfreundlich auf, besuchten sie im Gefängnis und redeten ihnen ermunternd zu und wo immer es ihnen möglich war halfen sie. Dadurch erfüllten sie das GESETZ des Christus!

 

*** Rbi8  2. Korinther 9:13-14 ***

Durch den Beweis, den dieser Dienst liefert, verherrlichen sie Gott, weil ihr euch der guten Botschaft über den Christus unterwerft, wie ihr dies öffentlich bekennt, und weil ihr in eurem Beitrag für sie und für alle freigebig seid; 14 und mit Flehen für euch sehnen sie sich nach euch wegen der alles übertreffenden unverdienten Güte Gottes euch gegenüber.

 

Der Widerstand der Abgefallenen verstärkte sich von Ort zu Ort, so dass jene, die nun fliehen mussten und die irgendwo neu anfangen sollten sich logischerweise jeweils um jene neu gruppierten, die dasselbe Schicksal erlitten. Die meisten hielten weiterhin unverändert an ihrem Glauben fest. Dies war gerade deswegen, weil sie sich zuvor schon in kleinen Dingen treu zu sein geübt und sich als bewährt gezeigt hatten! Jesus hatte gesagt: Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht.“ (Lu 16:10)

 

 

6.5.2           Verunglimpfung als Manichäer oder Marcionist kann auch blosses Zeichen von Ablehnung der Amtskirche sein!

 

6.5.2.1          Manichäismus und gnostisches Gedankengut wurde von den Paulikanern verworfen!

Die Westkirche, die dem Athanasius zuneigte entfernte sich immer weiter weg von der Ostkirche, die weitgehend dem Arius und damit den Aposteln hörig war. Beide Seiten begannen simultan hierarchische Strukturen zu entwickeln, entsprechend dem weltlichen Vorbild Roms. Obwohl die Ostkirche gemäss den Lehren des Arius länger und enger an den Grundwerten der Urchristen festhielt, so war die Tendenz schon vor und nach dem Konzil von Nicäa auch dort vorgezeichnet hin zu zunehmenden Abfall von den Vorgaben Jesu! Die Kompromisse die in Nicäa geschlossen wurden konnten unmöglich Gottes Anerkennung finden!

 

Augustinus wird von Manichäern belehrtEine jener Gruppen, die sich im Verlauf des zweiten und dritten Jahrhunderts weit von apostolischer Lehre entfernt hatten scharten sich um den persischen Lehrer Mani (216-276 u.Z.), der grosse Teile christlicher Lehre mit den Lehren anderer Religionsgründer u.a. Zoroasters vermischt hatte und seine eigene, besondere Form des Synkretismus verteidigte. Die Anhänger versuchten sehr erfolgreich dessen Lehren und Schriften zu verbreiten. Sie wurden Manichäer genannt. Augustinus war von ihnen gar belehrt worden (Bild).

 

Ab der Mitte des dritten Jahrhunderts drangen ihre Lehren schon bald bis über die Grenzen des römischen Reiches hinaus. Auch sie wurden von Konzilien in West und Ost verurteilt, diesmal zu Recht! Unbiblische Lehren und anderslautende „gute Botschaften“ sind zu verurteilen! Als Folge davon, dass christliche Richter in West und Ost sowohl Gerechte wie Ungerechte schuldig sprachen, sich aber gegenseitig von selbst begangener Schuld und Abfall frei redeten, kam eine zunehmende Unsicherheit auf, was nun Wahrheit sei und was Irrtum. Lauthals wurde Irrtum zur offiziellen Wahrheit und Wahrheit als Irrtum deklariert!  Aufgrund der ständigen Vermischung der Gedanken wurde es immer schwerer am ursprünglichen Glaubensgut festzuhalten!

 

Christen verlernten dadurch mit der Zeit vollständig selbst zu unterscheiden, was Recht und was Unrecht war, dies aus Gottes Sicht her zu untersuchen! Es war einfacher und weniger gefährlich das zu tun, was gerade die Mehrheit tat! Zu Unrecht verurteilten treuen Christen aus den „Paulikanern“ und andererseits zu Recht verurteilten Manichäern wurde durch die Mächtigen dasselbe Etikett „Abtrünnige“ respektive „Ketzer“ umgehängt. Sie wurden in ein und denselben Topf geworfen. Sie galten bald beide als Manichäer.

 

Wie aber sollen Christen, die seit Mitte des zweiten Jahrhunderts als Kleinkinder getauft worden waren und die nie das wahre GESETZ Gottes in den hebräischen Schriften des als ungültig deklarierten „Alten Testaments“ studiert hatten nun beurteilen, welches vom göttlichen Standpunkt aus gerechtes und was ungerechtes Verhalten ist? Solche Christen werden stets ihren gerade vorherrschenden „obrigkeitlichen Gewalten“ blind nachfolgen, unabhängig davon, welcher Lehre jene gerade nachlaufen! Statt Erziehung hin zu wahrer Gottesfurcht wurden sie zu Menschenfurcht vor jeder Art „obrigkeitlicher Gewalt“ geführt! Das nützte der Amtskirche. Nicht alle aber liessen sich vereinnahmen! Getreue liessen sich nach Erlangen genauer Erkenntnis weiterhin als Erwachsene taufen!

 

6.5.2.2          Aus den Paulikanern der Versammlungen des Paulus entsteht das Königreich der Paulikianer

Aus den Versammlung des Paulus, den Paulikanern gingen später die Paulikianer hervor, die bis im neunten Jahrhundert sich so verbreiteten, dass sie in Anatolien der heutigen Süd- und Osttürkei ein eigenes Königreich aufrichteten.

 

Nach einem Bericht des Petros Sikeliotes, einem Apologeten der 868 - 869 u.Z. im Auftrag vom Ostkaiser Basileios I. bei den Paulikianern in Tephrike, ihrer Hauptstadt in Zentralanatoliens geweilt hatte, haben die Paulikianer die Schriften des Mani, respektive der Manichäer verworfen. Jener Sikeliotes hatte um 850 u.Z. herum seine eigene Schrift verfasst: Die Geschichte der Manichäer und der Paulikinaner. Darin hatte er aber vorab den Paulikianern Dinge unterstellt, die sich später als falsch erwiesen. Um 870 u.Z. überarbeitete er diese Schrift aufgrund der neuerer, genauerer  Erkenntnisse durch direkte Auseinandersetzung mit den Lehren der Paulikianer, die er inzwischen persönlich gewonnen hatte.

 

Trotz dieser Richtigstellung wurde den Paulikianern von Seiten ihrer Feinde weiterhin vorgeworfen Manichäer zu sein. Der Vorwurf mit gnostischem Gedankengut durchdrungen gewesen zu sein war somit offensichtlich falsch, ein voreiliges, weiteres blosses Etikett der Feinde! Vielmehr kam es zu solcher Diffamierung, weil die Paulikianer sich ebenso wie die Paulikaner schon zuvor in kleinen Familiengruppen von Hausgemeinschaften organisierten und wegen vieler anderer, rein äusserlicher Übereinstimmungen, wo auch die Manichäer Denken und Handlungen der Urchristen angenommen hatten. Beide Gruppen hatten miteinander gemeinsam die strikte Ablehnung der Führungsrolle der Bischöfe Roms, die Ablehnung der Bilderverehrung und Marias als Gottesmutter, die Verehrung von Engeln und Toten. Die Paulikianer hatten somit einiges mit den Manichäern gemeinsam, das durchaus biblischer Lehre entsprang! Darum wurden sie den Manichäern oder aber den Marcionisten zugeordnet, die ebenso als Hauptfeinde der Katholischen Kirche galten und damit aus der Sicht Roms Erzhäretiker waren! Wir möchten doch wenigstens einige der Vorwürfe etwas näher betrachten!

 

6.5.2.3          Die leichte Verwechslung zwischen Manichäern und Marcionisten übertrug sich durch bewusste Irreführung seitens der Feinde auch auf die Paulikianer!

Zwei unterschiedliche Lehrer mit ähnlichen Namen müssen wir zu unterscheiden lernen, die aufgrund der gleichartigen Namen ihrer Gründer leicht zu Verwechslungen führen. Der Syrer Mani oder Marcion der Ende des ersten, Anfangs des zweiten Jahrhunderts lebte und der Perser Mani, von dem die Manichäer sich ableiten, der im dritten Jahrhundert lebte!

 

Der Perser Mani als Namensgeber der ManichäerDie Manichäer: Der Perser Mani (216-276 u.Z.) wurde im Persischen Sassanidenreich unter der Regierungszeit Schapur I. (242-273 u.Z.) durch dessen Regierung gefördert. Mani wurde aber später auf Anstiftung der Magier Persiens schlussendlich hingerichtet, welche ihrerseits den Zoroastrismus vertraten. Sein Glauben geht jedoch in den Anfängen ebenso auf den Zoroastrismus zurück, der durch ihn mit christlichen Lehren vermischt wurde. Der Manichäismus gilt als Offenbarungsreligion.

 

Es wird von den Manichäern von den zwei Naturen, zwei Substanzen oder zwei sich widerstrebenden Prinzipien gesprochen. Davon leitet sich der Überbegriff „Dualismus“ ab. Die zwei Naturen werden als „Licht“ und als „Finsternis“ bezeichnet, Begriffe, die auch Jesus gebrauchte, wenn auch in anderem Sinne! Mani lehrte zudem, dass es drei Haupt-Zeitperioden gibt: Die erste, wo die zwei Naturen getrennt waren, dann die zweite, wo sie vermischt existierten und schlussendlich die dritte, wo sie endgültig getrennt sein werden. Das hat einiges Gemeinsam mit jüdisch-christlicher Vorstellung, was vor dem Sündenfall in Eden war, was nach dem Gericht an Satan, sowie Adam und Eva kam und was nach dem Schlussgericht sein wird! Alles in den „Himmeln“ und „die Dinge auf der Erde“ soll in einer Verwaltung unter Jesu Leitung vereinigt werden.

 

*** Rbi8  Epheser 1:9-12 ***

Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit [[(als Vorsteher der zwölf Stämme Israels (Mat 19:28))]] dienen sollten, wir, die wir [[(die Apostel)]] zuerst auf den Christus gehofft haben.

 

Da die Paulikianer Jesus korrekterweise ebenso wie wir im Fleische zurück erwarteten, war es einfach sie auch in dieser Beziehung als „Manichäer“ zu bezeichnen, da diese Hoffnung ja mit der der Amtskirche nicht übereinstimmte, die ihrerseits doch behauptet, dass Verstorbene Seelen nach dem Tod in den Himmel oder in die Hölle kämen.

 

Die manichäische Religion gilt als synkretisch, das heisst, sie übernimmt Gedankengut anderer Religionen und verschmilzt es mit eigener Lehre gemäss „Offenbarungen“, welche Mani erhalten zu haben behauptete. Das aber taten und tun bis heute weiterhin viele andere Religionen ebenso. „Ebioniten“ und „Paulikaner“ dagegen, wahre Nachfolger Jesu und der Apostel erachten mit den Schriften des Apostels Johannes die Offenbarungen Gottes als abgeschlossen! Sie fügen keine Lehren anderer Glaubensgründer hinzu, sondern achten auf Jesus als Vorbild, der das Judentum durch echte Gesetzestreue Gott gegenüber zur höchsten Vollendung gebracht hatte!

 

Synkretismus durch Vermischung unterschedlichster reöligiöser Lehren Die Katholische Lehre z.B. bildete eine vollkommen synkretische Lehre, gemischt aus Lehren der griechischen und römischen Philosophen, dem Mithraskult, den Gnostikern, den Manichäern und anderen Glaubenslehren wie der Zoroasters. Aus der Katholischen Kirche spaltete sich im elften Jahrhundert die Orthodoxe Kirche ab. Ebenso später ab dem fünfzehnten Jahrhundert die protestantischen Kirchen, die ebenso Lehrelemente enthalten, die nicht mit Jehovas Wort und Jesu Lehre im Einklang stehen, die aber den Glauben gewisser anderer heidnischer Religionen auszeichnet! Das meiste wurde von der Katholischen Kirche her adaptiert, anderes dagegen wurde durch die neuen Glaubensgründer hinzugefügt.

 

Offensichtlich waren dem Perser Mani einerseits die jüdisch-christlichen Schriften gut bekannt, da er im Umfeld einer christlichen Täufergruppe aufwuchs, die man fälschlich als Mandäer bezeichnete und der bereits sein Vater angehörte. Schon in der Jugend soll Mani Offenbarungserlebnisse gehabt haben: „... all das offenbarte, was war und sein wird, all das, was die Augen sehen, die Ohren hören und der Gedanke denkt“. Er fühlte sich als Prophet Gottes des Höchsten. Zwischen 12 und 24 Jahren soll er jene „von Gott“ gesandte Informationen empfangen haben, worauf er sich von der Täufergruppe trennte oder eher noch von jenen verstossen wurde. Bereits in der Jugend war Mani andererseits stark dem zoroastrischen Einfluss Persiens aber auch dem Einfluss gnostischen Gedankengutes ausgesetzt.

 

6.5.2.4          Viele Glaubensgründer behaupteten vom Himmel her Mitteilungen erhalten zu haben! Hörst Du wirklich auf Jesus?

Ganz Ähnliches kennen wir einige Jahrhunderte später von Mohammed (570-632) her, der seine Sprüche des Korans durch Offenbarung, wie er sagt durch den „Engel Gabriel“ erlangt haben will. Dann ist auch vom Gründer der Mormonen, Joseph Smith (1805-1844) bekannt, dass er angeblich Offenbarungen durch Engel erhielt. Auch Ellen Gould-White (1927-1915), die Gründerin der Adventisten behauptet Prophetin zu sein und vom Himmel her mittels Träumen Mitteilungen erhalten zu haben.

 

Die "Gottesoffenbarungen" von welchem Gott der vielen Götter?   Die Geschichte von Männern und Frauen die „Sonderoffenbarungen“ erhielten wiederholt sich in der Geschichte immer wieder! Es liegt an uns zu untersuchen, ob jene Offenbarungen wirklich im Einklang mit den Worten der Propheten sind, welche von Gott Jehova her inspiriert waren. Deren Lehren sind in sich alle harmonisch und widersprechen sich nicht.

 

Die Katholische Kirche kennt unzählige Heilige, die Seher waren. Die Frage ist zu stellen; Wer war die Quelle all jener Offenbarungen? Da sowohl Jehova der Herrscher der Himmel und der Erde seine Propheten hat, so hat ebenso auch Satan, der über einen Drittel der Engel herrscht und der als „Gott dieses Systems“ über die ganze Erde triumphiert seine eigenen Propheten. Er ist es, der selbst die Könige der Erde zur Endschlacht hin versammelt und es nicht an falschen Prophezeiungen fehlen lässt! 

 

*** Rbi8  Offenbarung 16:14 ***

Sie sind tatsächlich von Dämonen inspirierte Äußerungen und vollbringen Zeichen, und sie ziehen aus zu den Königen der ganzen bewohnten Erde, um sie zu versammeln zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen.

 

Zu unterscheiden, welches die Quelle einer Inspiration ist hängt somit nicht an äusserlichen Zeichen, sondern an Übereinstimmung mit  Gottes bereits geäussertem Willen! Alles, was dem widerspricht stammt von seinem Gegner, Satan! Ein Engel dagegen gab Johannes den deutlichen Rat, dass das Zeugnisgeben für Jesus, für dessen Wiederkehr im Fleische und die Aufrichtung von Gottes Königreich zum wahrhaften Prophezeien inspiriert! Dazu sind keine übernatürlichen Phänomene notwendig!

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:10 ***

Bete Gott an; denn das Zeugnisgeben für Jesus ist das, was zum Prophezeien inspiriert.“

 

In diesem Sinne bedeutet Prophezeien nicht vollkommen Neues zu erfinden, sondern bereits geäusserte Prophetie in den Schriften schriftgemäss anwenden zu wissen und andere diesbezüglich zu belehren! Jene Propheten Gottes redeten das, was ihnen von Gott aus zu sagen aufgetragen wurden! Die „zwei Zeugen“ der Endzeit verbreiten somit jene Botschaften der früheren Propheten gemäss offenbartem heiligem Geist! (Off 11:3, 4)

 

You will know the truth ...*** Rbi8  2. Petrus 1:21 ***

  Denn Prophetie wurde niemals durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern Menschen redeten von Gott aus, wie sie von heiligem Geist getrieben wurden.

 

Es ist für sehr viele Menschen nicht einfach von Fall zu Fall zu unterscheiden, ob ein Ausspruch nun mit dem heiligen Geist Gottes in Einklang steht oder ihm widerspricht! Es ist einfacher das zu glauben, was andere sagen, wie selbst auf Wahrheitsgehalt hin zu untersuchen, vor allem dann, wenn es die Meinung einer Mehrheit oder einer geachteten Gruppe ist, die besser anzuzweifeln ist. Die Worte des Paulus aber sind gewichtig und weiterhin gültig: „Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder.“ Wer prüft, der stellt gewisse Dinge in Zweifel! (2.Kor 13:5)

 

Es ist weit einfacher ein Etikett zu lesen und das zu glauben, was das Etikett aussagt, wie selbst zu untersuchen ob das Etikett eine falsche Beschriftung ist! Wenn das Etikettieren durch Menschen erfolgt, die es selbst mit der Wahrheit nicht allzu genau nehmen, dann kann das Resultat verheerend sein! Paulus aber gab jedem Christen den Rat selbst auf die Schriften zu vertrauen!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:16-17 ***

Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

 

Wenn wir nun vollständig ausgerüstet sind „für jedes gute Werk“, was benötigen wir dann noch weiter an Sonderoffenbarungen?

 

6.5.2.5          Der kleinste Buchstabe des GESETZES und der PROPHETEN muss sich erfüllen!

Grundlegend für Beurteilung erachtet Paulus die Übereinstimmung einer Aussage mit Jesu Worten, der selbst stets im Einklang mit den Propheten redete, welche Gottes Worte überbracht hatten! Als Wortführer Gottes war er oft selbst der Übermittler! Wer nun bereits Jesu Worte verwirft, wo er deutlich gesagt hat, dass weder das GESETZ (die fünf Bücher Mose; die Tora) noch die PROPHETEN (die übrigen Bücher) durch ihn beendet wurden, sondern sich der kleinste Buchstabe erfüllen müsste, der wird auch jede andere Lehre Gottes in Zweifel ziehen und da ablehnen, wo es ihm gerade nützlich erscheint! Wie aber wird ein Gesetzloser das GESETZ beurteilen? Wie wird eine Synode oder ein Konzil, von denen eine Mehrheit gesetzlos handelt nun selbst Gesetzlosigkeit beurteilen? Werden sie nicht gleich handeln wie der Sanhedrin, das oberste Gericht der Juden, das Jesus der Gotteslästerung anklagte, weil er die Wahrheit sprach? Jesus hatte den Juden doch erklärt:

 

Wahrheit ist Wahrheit, Lüge bleibt Lüge *** Rbi8  Johannes 8:36-41 ***

Darum, wenn euch der Sohn frei macht, werdet ihr tatsächlich frei sein. 37 Ich weiß, daß ihr Nachkommen Abrahams seid; ihr aber sucht mich zu töten, weil mein Wort keine Fortschritte unter euch macht. 38 Was ich bei meinem Vater gesehen habe, das rede ich; und daher tut ihr die Dinge, die ihr von [eurem] Vater gehört habt.“ 39 Als Antwort sagten sie zu ihm: „Unser Vater ist Abraham.“ Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder seid, so tut die Werke Abrahams. 40 Nun aber sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott gehört habe. Das hat Abraham nicht getan. 41 Ihr tut die Werke eures Vaters.“ Sie sagten zu ihm: „Wir sind nicht durch Hurerei geboren worden; wir haben einen Vater, Gott.

 

Nicht auf Jesu Worte zu achten war stets das Erkennungszeichen, das Gottes Gegner auszeichnete! Weder die Behauptung Abrahams Nachkomme zu sein, noch das Versprechen dem Christus anzugehören, noch die Bekräftigung ein Sohn oder eine Tochter Jehovas zu sein ist Garantie dafür die Wahrheit zu reden! Nur die Werke bestätigen, der Fortschritt den das Wort bei jeder dieser Personen macht! Jesus war in allem Gesetzestreu und redete stets die Wahrheit! Tun dies auch jene, die behaupten in Gottes Namen zu reden oder reden sie in Wirklichkeit im Namen ihres Gottes, dem Teufel, „der in der Wahrheit nicht feststand“ und seit Eden gesetzlos handelt?

 

*** Rbi8  Johannes 8:42-47 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und bin hier. Auch bin ich ja nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern jener hat mich ausgesandt. 43 Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Wenn jene Religionsvertreter aus Gott sind, dann erwarten Sie Jesu Wiederkehr sehnsüchtig, sie suchen beständig zu erfahren, „welchen besonderen Zeitabschnitt oder welche Art eines [Zeitabschnitts] der Geist in ihnen in bezug auf Christus anzeigte“, welche die Propheten über Jesu Wiederkehr verkündet hatten. Indem wir mit gespanntem Ohr auf Jesu Worte hören verstehen wir auch die tiefen Geheimnisse der Schrift!

 

*** Rbi8  1. Petrus 1:10-12 ***

Gerade was diese Rettung betrifft, wurde von den Propheten, die von der euch zugedachten unverdienten Güte prophezeiten, fleißig Nachfrage gehalten und sorgfältig nachgeforscht. 11 Sie untersuchten beständig, welchen besonderen Zeitabschnitt oder welche Art eines [Zeitabschnitts] der Geist in ihnen in bezug auf Christus anzeigte, als er im voraus über die für Christus [bestimmten] Leiden und über die nach diesen folgenden Herrlichkeiten Zeugnis gab. 12 Ihnen wurde es geoffenbart, daß sie nicht sich selbst, sondern euch mit den Dingen dienten, die euch nun durch diejenigen angekündigt worden sind, die euch die gute Botschaft mit [dem] vom Himmel her gesandten heiligen Geist verkündigt haben. Gerade in diese Dinge begehren Engel [[(gr.: aggelous = Boten, Vorsteher)]] hineinzuschauen.

 

Vorsteher von Christenversammlungen sollten alles daran setzen die kommenden Dinge und deren zeitlichen Ablauf zu verstehen! Schon die Apostel wie Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas befragten Jesus: „Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann alle diese Dinge zu einem Abschluß kommen sollen?“ Wir haben dasselbe Recht und die Pflicht diese Dinge zu erforschen! (Mar 13:1-4)

 

Logik im Ablauf der Detailereignisse während dem "Tag des Herrn"
  

Innerhalb von „Zeiten und Zeitabschnitten“, welche die Propheten vorhersagten ist somit zudem auf feine Besonderheiten zu achten! Dies versuchen wir, Mithelfer vom „WEG“ unter ständigem Gebet zu erfüllen, um die „Zeichen“ wirklich zu verstehen, nach denen wir Ausschau halten müssen! Dabei sind wir nicht unfehlbar, sondern wir tasten uns näher und näher zur Wahrheit heran, bis sie vollkommen klar hervorleuchtet!

 

*** Rbi8  Sprüche 4:14-19 ***

Den Pfad der Bösen betritt nicht, und wandle nicht geradewegs auf dem Weg der Schlechten. 15 Meide ihn, zieh nicht darauf einher; wende dich davon ab, und zieh weiter. 16 Denn sie schlafen nicht, es sei denn, sie verüben Schlechtes, und ihr Schlaf ist [ihnen] genommen, es sei denn, sie veranlassen jemand zu straucheln. 17 Denn sie haben sich mit dem Brot der Bosheit genährt, und den Wein der Gewalttaten trinken sie. 18 Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Licht, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist. 19 Der Weg der Bösen ist wie das Dunkel; sie haben nicht erkannt, worüber sie fortwährend straucheln.

 

Der Pfad der Gerechten ist wie helles Licht, das zu vollem Tag wird! Die aber im Dunkeln wandeln werden straucheln!

 

Zwischen Recht und Unrecht unterscheiden Achten wir alle auf jedes der Worte des Paulus, eines Gesetzeslehrers mit tiefem Unterscheidungsvermögen! Er fordert jeden einzelnen Christen in all seinen Briefen immer wieder dazu auf, das eigene geschulte Unterscheidungsvermögen darüber anzustrengen, ob etwas in Gottes Augen recht oder unrecht ist! Wer wie Eva und Adam blind einer vermeintlichen Obrigkeit wie der „Schlange“ nachfolgt und dadurch Gottes deutlich geäusserten Willen übertritt, der wird mitschuldig und muss die Strafe erleiden und seinen Teil der Plagen tragen! Wer dagegen von sich selbst aus bewusst das GESETZ übertritt, der bringt von sich aus den Christus erneut an den Pfahl!

 

*** Rbi8  Hebräer 6:4-6 ***

Denn es ist unmöglich, diejenigen, die ein für allemal erleuchtet worden sind und die die himmlische freie Gabe [[(der „unverdienten Güte“; die Löschung des auf uns lastenden Fluches)]] geschmeckt haben und die [des] heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und die das vortreffliche Wort Gottes und die Kräfte des kommenden Systems der Dinge geschmeckt haben, 6 die aber abgefallen sind, wiederum zur Reue zu beleben, da sie den Sohn Gottes für sich aufs neue an den Pfahl bringen und ihn der öffentlichen Schande aussetzen.

 

Die „Weisen“ dieses Systems innerhalb der Religionen lehren solches, wenn sie uns erklären, dass wir nicht unter Gottes GESETZ stehen und uns im Gefolge davon Torheit und Gesetzlosigkeit im einen oder anderen Punkt lehren! Wer das 4.Gebot, das Sabbatgesetz ungültig erklärt, der ändert auch jedes andere GESETZ! „Babylon die Grosse“ ist als Gesamtes verurteilt, weil der, der ein einzelnes GESETZ übertritt bereits sündigt und ein Gesetzesbrecher ist. „Die Seele, die sündigt – sie selbst wird sterben“! (Hes 18:4)

 

Wer Dinge gerecht spricht, die nach Gottes Wort Ungerechtigkeit darstellen begeht Parteilichkeit, weil er nicht für Gott Partei ergreift! Wenn ihr aber fortfahrt, Parteilichkeit zu bekunden, so begeht ihr Sünde, denn ihr werdet vom GESETZ als Übertreter überführt.“ sagt der Jünger Jakobus warnend (Jak 2:9).

 

Die Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott! *** Rbi8  1. Korinther 1:18-21 ***

Denn das Wort über den Marterpfahl [[(Pfahl; Jesu sündensühnendes Opfer)]] ist denen Torheit, die zugrunde gehen, uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. 19 Denn es steht geschrieben: „Ich will die Weisheit der Weisen zugrunde richten, und die Intelligenz der Intellektuellen will ich beseitigen.“ 20 Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Debattenredner dieses Systems der Dinge? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn da in der Weisheit Gottes die Welt durch ihre Weisheit Gott nicht kennengelernt hat, hielt Gott es für gut, durch die Torheit dessen, was gepredigt wird, die Glaubenden zu retten.

 

Alle, welche sich eng an Gottes Gebote halten werden von diesem System als Toren erachtet! Die Weisen dieses Systems aber sind es gewohnt Gottes Gebot zu missachten und uns entsprechend zu lehren! Sind es nicht Rechtsanwälte, die Gottes GESETZ kennen müssten, aber jede Art Verbrechen verteidigen? Sind es nicht Richter, die aufgrund fadenscheiniger „gesetzlicher“ Argumente Unschuldige schuldig sprechen und Verbrecher laufen lassen? Sie alle aber werden die „Geringsten“ genannt am Tag von Gottes Gericht und der Aufrichtung von Seinem Königreich! Jesus erklärte deutlich: Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.“ (Mat 5:19)

 

6.5.2.6          Synkretismus beim einen und andern Religionsvater: Man kopiert, wo man etwas findet und den Rest ergänzt man vom eigenen Verstand aus!

Mahayana-Buddhismus Spätere Reisen nach Indien brachten Mani in Kontakt mit dem Mahayana-Buddhismus. Dessen innere Zerstrittenheit aufgrund mündlicher Überlieferung störte Mani. Die fehlender Schriften und die geringe Tendenz der Priester den Glauben zu verbreiten führten zu ihrer lokalen Beschränkung der Lehren. Dies veranlasste ihn seine eigenen „Offenbarungen“ aufzuzeichnen, um sie im gesamten damals bekannten Raum zu verbreiten. Mani verstand sich sowohl als Nachfolger Jesu, von Zarathustras (630-353 ? v.u.Z.) und Siddharta Gautamas - dem Buddha (563-483? v.u.Z. resp. 450-370?). Deren unterschiedliche Lehren versuchte er im Manichäismus zu vereinen. Seine in der Verkündung eifrigen Anhänger brachten die Lehren später bis nach Rom und nach China! Im Mittelmeerraum wurde der Mänichäismus als „Kirche des heiligen Geistes“ bekannt, und Mani als Prophet verehrt, als einer Wiedergeburt oder Reinkarnation des Buddha.

 

Ähnliche Behauptungen können wir heute beim Dalai Lama feststellen, der ebenso eine Reinkarnation des Buddha zu sein behauptet.

 

Wenn in gewissen Lehren somit behauptet wird Jesus sei eine Wiedergeburt des Buddha, der seinerseits selbst eine Wiedergeburt von mehreren Erleuchteten vor ihm war, so hat dies mit der Buddhistischen Lehre des Rades der Wiedergeburt zu tun und steht oft im Zusammenhang mit Lehren, die durch die Manichäer vorab in unsere westliche Zivilisation verbreitet wurde! Solche Lehren aber sind unvereinbar mit der Auferstehungshoffnung und der Lehre von Jesu ursprünglichen Herkunft, seiner Fleischwerdung respektive seinem Wiederkommen „im Fleische“, da er allein als Mensch Unsterblichkeit erlangt hatte! Wir müssen uns entscheiden, worauf wir unseren Glauben aufbauen: Auf Sand menschlicher Überlieferung oder auf den festen Grund wahrer göttlicher Offenbarung! Jesu Worte sind wahrer Felsengrund, auf den Christen aufbauen!

 

Das auf Felsen gebaute Haus bleibt bestehen*** Rbi8  Matthäus 7:24-27 ***

Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute. 25 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und schlugen gegen jenes Haus, aber es stürzte nicht ein, denn es war auf den Felsen gegründet worden. 26 Ferner wird jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, mit einem törichten Mann verglichen, der sein Haus auf den Sand baute. 27 Und der Regen strömte hernieder, und die Fluten kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus, und es stürzte ein, und sein Zusammensturz war groß.“

 

„Haus“ bedeutet eine Grundstufe von Organisation, versinnbildlicht auch eine Familie oder eine Versammlung! Ist deren Lehre auf Aussagen Jesu und der Propheten aufgebaut, so können äussere Angriffe dieses Haus nicht zum Einsturz bringen! Baut es auf menschlichen Philosophien und Mystik auf, so wird es bestimmt zusammenfallen! Harmagedon stellt die grösste aller „Stürme“ dar und wird jedes „Haus“ auf seine Grundlage hin offenlegen!

 

Die Lehren Manis sind voller Mystizismus, wo christliche, jüdische, buddhistische, zoroastrische und gnostische Gedanken und mystische Überlieferungen frei ineinanderfliessen. Bei Mani gibt es eine Endzeit, in der die materielle Welt zu einem Klumpen zusammenschmilzt, um daraus neu als von der „Finsternis“ getrenntes „Licht“ zu entstehen. Gedanken, die wir in ähnlicher Form heute auch in gewissen protestantischen Lehren, wie der Adventisten zum später kommenden „Weltende“ wiedererkennen können.

 

Jede Art Leben zu töten, gar schon das Essen von Obst gilt bei Manichäern als Verletzung des „Lichtes“, ihrer “so genannten Erkenntnis“. Auch solches Gedankengut finden wir in gewissen modernen, religiös gefärbten Lehren in West und Ost. Gottes Ansicht zum Thema aber ist deutlich geäussert und sollte uns Respekt vor Leben lernen, gleichzeitig aber auch erweisen, dass die Dinge zu unserem Nutzen erschaffen sind! Vegetarier widersprechen offen Gottes Forderung Gemeinschaftsschlachtopfer Ihm zur Ehre zuzubereiten, um das Volk zu den Festzeiten mit Nahrung zu sättigen. Zu Adam gerichtet erklärte Er allerdings vorab, bis hin nach der Sintflut keine Tiere zu schlachten:

 

*** Rbi8  1. Mose 1:29-30 ***

Und Gott sprach weiter: Hier habe ich euch alle samentragenden Pflanzen gegeben, die es auf der Oberfläche der ganzen Erde gibt, und jeden Baum, an dem es samentragende Baumfrucht gibt. Euch diene es als Speise. 30 Und jedem wildlebenden Tier der Erde und jedem fliegenden Geschöpf der Himmel und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem Leben als eine Seele ist, habe ich alle grünen Pflanzen zur Speise gegeben.“ Und so wurde es.

 

Nach der Sintflut wurde den Menschen auch das Essen von Fleisch von Tieren erlaubt, allerdings bereits mit der Einschränkung, dass Blut zur Erde ausgeschüttet werden muss und nicht zu Nahrungszwecken dienen darf! Dem Volk Israel wurden weitere Begrenzungen aufgetragen, welche Art von Tierfleisch nicht gegessen werden darf und Bestimmungen im Hinblick auf Erwürgtes und Dinge die Götzen geopfert worden waren (Apg 15:23-29).

 

Die Auserwählten unter den Manichäern, die sich von allem Irdischen fernhalten, sie müssen durch die von ihnen Belehrten ernährt, bekleidet und mit einem Dach versorgt werden. Auch hier vertrat Jesus eine andere Ansicht und Paulus forderte Christen auf das selbst verdiente Brot zu essen und es zudem mit andern zu teilen. Die gute Botschaft muss kostenfrei ausgeteilt werden. Dass der in geistigem Sinn Gebende in materieller Hinsicht nicht Not leiden würde schloss Jesu Konzept mit ein:

 

Jesus leitet die Jünger an zu predigen *** Rbi8  Matthäus 10:7-10 ***

Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus. Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt. 9 Verschafft euch nicht Gold oder Silber oder Kupfer für eure Gürtelbeutel 10 oder eine Speisetasche für unterwegs oder zwei untere Kleider oder Sandalen oder einen Stab; denn der Arbeiter hat seine Nahrung verdient.

 

Die Hörer nennt ManiAutitores“, die Auserwählten aber „Electi“, die Lehrer, welche sich von Fleisch, Blut, Wein und Früchten enthalten, sowie keine weltliche Arbeit verrichten. Ihnen wird zudem jeder Geschlechtsverkehr verboten. Eine wöchentliche Beichte und das sonntägliche Abendmahl bilden eine der vielfachen Verbindungen zum Katholischen Glauben. Paulus schrieb warnend:

 

Von Arroganz bis Zölibat*** Rbi8  1. Timotheus 4:1-3 ***

Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen.

 

Paulus hatte Timotheus vor solchen kommenden vom Teufel „inspirierten Äusserungen“ durch Abgefallene bereits klar gewarnt! Eine deutliche Aufteilung Manis in zwei Klassen, wie es auch unter Klerikern und Laien in der Katholischen Kirche geschieht! Ganz offensichtlich eine spätere Kopie von den Manichäern her. Auch das Zölibat hat seinen Ursprung bei den Manichäern und wurde durch deren Schüler, dem „Heiligen“ Augustinus in der Kirchenlehre fest verankert, als er jene Gruppe verlassen hatte! Die Mormonen, Adventisten und gewisse Anhänger von Pfingstgemeinden unter anderen lehnen für ihre Anhänger jeden Alkoholkonsum ab, wie dies Mani bereits den Electi vorschrieb. Jesus dagegen wirkte selbst sein erstes Wunder, indem er Wasser zu Wein verwandelte, um beim Hochzeitsfest von Kana die Festfreude zu verlängern! (Lu 2:1-11)

 

Wer somit der Katholischen Kirche das Etikett „Manichäer“ umhängen möchte hat viele Gründe hierzu! Aber auch Protestanten und Evangelikalen übernahmen von ihrer katholischen Mutterkirche viele der Gewohnheiten der Manichäer oder ergänzten gar andere und erfanden neue, unbiblische Einschränkungen und Pflichten, die Gott nicht aufgetragen hatte.

 

Der Manichäismus wuchs schnell über das persische Reich hinaus und fand auch in Rom und bis hin nach Spanien viele Nachfolger. In China soll die Ming-Dynastie (Ming bedeutet „hell“, „Licht“) durch den Manichäismus beeinflusst gewesen sein.

 

6.5.2.7          Cäsaren und Päpste wollen Herren des Glaubens ihrer Untergebenen sein

Kaiser DiokletianKaiser Diokletian (236-313/19?), der den Ostteil des Reiches kontrollierte, soll bereits gegen die Manichäer hart vorgegangen sein, als jene im persischen Sassanidenreich gefördert wurden. Jene Konkurrenz zu Rom („König des Südens“) war vom Ostreich als damaligem „König des Nordens“ ab dem Jahre 224/226 entstanden und hatte im römisch kontrollierten Grenzgebiet Asiens an Einfluss stark gewonnen. Nach dem Sieg Diokletians über die Sassaniden stärkte er den Anspruch als Kaiser oberste Autorität zu sein, sowohl politisch wie religiös:  „Dominus et deus“: „Herr und Gott“. Damit wollte er in der Lage sein die Glaubensaussagen der Priester des Reiches zu überwachen und zu korrigieren. Die Päpste übernahmen später dieselbe Gepflogenheit. Paulus aber hatte gewarnt:

 

*** Rbi8  Römer 14:1-4 ***

Heißt den [Menschen] willkommen, der in [seinem] Glauben Schwächen hat, doch nicht zu Entscheidungen in bezug auf Zweifelsfragen. 2 Der eine hat den Glauben, alles essen zu können, der Schwache aber ißt vegetarische Kost. 3 Der Essende blicke nicht auf den Nichtessenden herab, und der Nichtessende richte den nicht, der ißt, denn Gott hat diesen willkommen geheißen. 4 Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. In der Tat, er wird zum Stehen veranlaßt werden, denn Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kann veranlassen, daß er steht.

 

Wer Enthaltsamkeit von Fleisch, von Wein oder gar von Feldfrüchten haben möchte, der wird hierzu seine eigenen Gründe haben! Paulus belässt jedem diese Freiheit! Wenn es aber als Glaubenszwang erfolgt, dann verstösst dies gegen die Freiheit der Wahl, die Jesus uns gab! Wir begeben uns unter ein „fremdes Joch“ und werden dadurch zu Sklaven. Paulus warnte im vornherein vor solchen kommenden Tendenzen, die von Seiten der Dämonen gefördert werden. Wir kennen den Text bereits in anderem Zusammenhang:

 

Anteil der Vegetarier an der Bevölkerung *** Rbi8  1. Timotheus 4:1-5 ***

Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen. 4 Der Grund hierfür ist, daß jede Schöpfung Gottes vortrefflich und nichts verwerflich ist [[(mit Ausnahme der Speisen, die Gott als „unrein“ deklariert hat)]], wenn es mit Danksagung empfangen wird, 5 denn es wird durch Gottes Wort und Gebet dafür geheiligt.

 

Danksagung kommt von jenen, welche die Wahrheit erkennen, dass Gott diese Dinge zu unserem Nutzen erschaffen hat! Wer es vorzieht vegetarisch zu leben oder jeden Alkoholkonsum zu meiden soll frei sein in seiner Wahl aber niemanden hierzu zwingen.

 

Diokletian führte viele Reformen durch, spaltete grosse Provinzen in kleinere auf, die er inzwischen neu formierte und die nun ihrerseits grösseren Diözesen unterstanden. Damit erfolgte eine neue Aufteilung der Gewalt, ein weiteres System, das die Katholische Kirche in ihrer Hierarchie später übernahm. Gleichzeitig trennte Diokletian Militär und Zivilverwaltung und führte die Tetrarchie ein, indem drei Unterkaiser neben ihm Gewalt in Teilgebieten ausübten. Diese Vergrösserung der Verwaltung bedingte höhere Steuern und härtere Steuereintreibung. Dies wiederum führte zu neuen Problemen wie Inflation, die er mittels Festpreisen auf Waren und Löhnen zu kontrollieren versuchte und die zu Aufständen im Reiche führten. Grosse Bevölkerungskreise, vor allem aber Landarbeiter und kleinere Bauern wurden durch diese Massnahmen in die absolute Armut gedrängt. Das wiederum führte zu Abwanderung in die Städte, einem bis heute unlösbaren Problem. Diese Neuerungen wurden weitgehend auch von dessen Nachfolger Constantius Chlorus und dessen Sohn Konstantin I., dem Grossen übernommen oder durch jenen erst voll realisiert!

 

Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen
  

Welch ein Gegensatz zu Gottes Vorkehrung im Recht, das er Israel nach Inbesitznahme des Gelobten Landes auferlegte! Grundbesitz blieb unveräusserlich und wo die Regel Ausnahmen vorsah, war dies zeitlich limitiert! Das Sabbat- und das Jubeljahr regelte es so, dass die Menschen immer wieder zu ihrem Grundbesitz zurückkehren konnten, das Land war dadurch gleichmässig bevölkert und der Ausnutzung der Landbevölkerung wurde seitens mächtiger Städte entgegengewirkt! Der Zehnte, der für die Tätigkeit der Leviten und Priester eingesetzt war, musste deren Auslagen voll decken! Da war keine willkürliche Steuererhöhung eingeplant, die Angst und Hunger zur Folge hatte! Solcher Missbrauch der „obrigkeitlichen Gewalt“ willkürlich Steuern einzutreiben führte allzu oft zu Aufständen und Kriegen, um durch Raub von Land und Gütern, um die Herrschenden weiter zu bereichern und zudem noch billige Sklavenkraft der Enteigneten zu erlangen! Gottes Gebot lautete von Beginn an deutlich die Erde zu einem Paradies zu gestalten. Dazu war eine gerechte Landverteilung die Grundlage! Die Verstädterung war dem vollkommen entgegengesetzt! Nimrod hatte als erster nach der Sintflut damit begonnen.

 

*** Rbi8  1. Mose 1:28 ***

Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.“

 

Nicht das Unterwerfen der eigenen Spezi war dem Menschen auferlegt, vielmehr die verwaltende Kontrolle und geschickte Nutzung der gesamten Schöpfung, um die ganze Erde zu einem fruchtbaren Garten zu verwandeln!

 

Der militärische Erfolg Diokletians in den Perserkriegen gegen die Sassaniden, die in der Schlacht bei Satala (298 u.Z.) einen Entscheid zu Gunsten Roms fanden, brachte den Hass des Kaisers auf die dort verbreitete Gruppe der Manichäer wiederum in den Vordergrund. Der Einfluss über den römischen Mithraskult auf die Religion der Manichäer sollte fortan im besetzten Teil des Perserreiches wie im übrigen römischen Imperium erhöht und jene Gruppen zurückgedrängt und dann später durch Verfolgung systematisch ausgemerzt werden. Damit hat Diokletian aber er auch gleich die Christen und Juden mit jenen in ein und denselben Topf geworfen, da ja gewisse Lehren bei all diesen Gruppen übereinstimmten und dem Mithraskult mit seiner Kaiserverehrung und Vergötterung entgegengesetzt waren.

 

Diokletian

 

Kaiser Diokletian   Diokletian (eigentlich Diocles, altgriechisch Διοκλῆς; vollständiger Name Gaius Aurelius Valerius Diocletianus;[1] * zwischen 236 und 245 in Dalmatia; † um 312 in Spalatum) war von 284 bis 305 n. Chr. römischer Kaiser. Mit seiner Thronbesteigung beginnt die Diokletianische Ära.

 

   Diokletian leitete Reformen ein, durch die das Römische Reich die Reichskrise des 3. Jahrhunderts endgültig überwand und die Zeit der Soldatenkaiser beendet wurde. Die wichtigsten Reformen wurden im Bereich der Verwaltung durchgeführt, darunter eine umfangreiche Reform des Provinzialwesens. Diokletian führte das Herrschaftsmodell der Tetrarchie ein. Während die Verwaltungsreformen zu einer Bürokratisierung führten, die während der ganzen restlichen Spätantike anhielt und sogar noch zunahm, fiel das tetrarchische System schon nach Diokletians Abdankung in sich zusammen.

 

   Mit der Regierungszeit Diokletians verbindet die althistorische Forschung traditionell einen tiefen Einschnitt: Die Epoche des Prinzipats endet und die Spätantike setzt ein.

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   Das Römische Reich war im 3. Jahrhundert (vor allem in der Zeit um 260) von Krisen heimgesucht worden. Die außenpolitische Lage war, trotz der Erfolge Aurelians, noch immer bedenklich, zumal ein Herrscher alleine unmöglich an allen Brennpunkten gleichzeitig sein konnte. Die Soldaten neigten dazu, siegreiche Feldherren zu Kaisern auszurufen, was zu zahlreichen Usurpationen geführt hatte. Diokletian reagierte auf diese Probleme, indem er das Herrschaftssystem der Tetrarchie einrichtete, bei dem zwei Seniorkaiser (Augusti) und zwei Unterkaiser (Caesares) über einen jeweils eigenen Reichsteil herrschten, Gesetze jedoch im Namen des gesamten Kollegiums erlassen wurden. Auf diese Weise konnte sich immer ein Mitglied des Kaiserkollegiums in der Nähe der kämpfenden Truppen am Rhein, an der Donau und am Euphrat aufhalten, was die Gefahr einer Usurpation verminderte.

 

   Dieses System entwickelte Diokletian schrittweise. Im Jahr 285 (wann genau ist umstritten) ernannte er seinen alten Kameraden Maximian zum Caesar, am 1. April 286 schließlich zum AugustusMaximian sollte im Westen [[(Gebiet des „Südkönigs“)]] herrschen, während Diokletian den Osten regierte [[(Gebiet des „Nordkönigs“)]]. Allerdings blieb Diokletian der Seniorpartner und Maximian an auctoritas überlegen. Diokletian nahm den Namen Iovius an (etwa gleichbedeutend mit „Abkömmling des Gottes Jupiter“), während Maximian sich Herculius nannte. Somit war das Kaisertum auch sakral zementiert, wobei Diokletian seine Führungsrolle betonte. Ob der weitere Ausbau zur Viererherrschaft bereits zu diesem Zeitpunkt geplant war, ist in der Forschung umstritten. Der teilweise, vor allem in der älteren Forschung, geäußerte Vorwurf, Diokletian habe das Prinzip begründet, dass der Kaiser dominus et deus („Herr und Gott“) sei, ist so allerdings nicht korrekt, da die Anrede bereits früher, unter anderem bei Domitian, auftaucht. Richtig ist aber, dass Diokletian die sakrale Würde des Kaisers stärker betonte sowie dessen absoluten Herrschaftsanspruch herausstellte.

 

Die Ablehnung des Kaisers als höchste politisch-religiöse Autorität und als „Gott“ war auch bei den „Ebioniten“ und „Paulikanern“ unverrückbares Glaubensgut. Auch sie wurden nun hart verfolgt, wenn sie sich weigerten die Sünde gegen ihren Gott Jehova zu begehen, indem sie die Anbetung und Opferung auf dem Altar des Kaisers zurückwiesen. Sie verwendeten ihre Glieder als Waffen der Gerechtigkeit, um Gottes Willen zu erfüllen! Sie kannten ihren König dem sie dienen mussten, Jesus, der sie vom Fluch des GESETZES befreit hatte, um fortan das „GESETZ des Christus“ auf dem Herzen zu tragen, um das Gute zu wirken! Ihr einziger Mittler zu Gott war das „Haupt“, Jesus.

 

*** Rbi8  Römer 6:12-14 ***

Daher laßt die Sünde nicht weiterhin als König in eurem sterblichen Leib regieren, so daß ihr deren Begierden gehorchen würdet. 13 Auch stellt eure Glieder nicht mehr als Waffen der Ungerechtigkeit der Sünde dar, sondern stellt euch Gott dar als solche, die aus den Toten lebendig geworden sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. 14 Denn Sünde soll nicht Herr über euch sein, da ihr nicht unter Gesetz [[(des „sündigen Fleisches“ und dem „Fluch“ der auf Sünde lastet)]] seid, sondern unter unverdienter Güte.

 

Sie dienten Gott und ihrem König Jesus als Sklaven mittels der Waffe der Gerechtigkeit. Gottes GESETZ, das für Sünder zu deren Abschreckung ihrer verwerflichen Handlungen diente war nicht für sie geschrieben worden! Im Brief an Timotheus erklärte Paulus diesen Zusammenhang! Jesus ist das Ende des „Fluches auf Sünde“ für all jene, die fortan nach der Taufe Gerechtigkeit wirken! (Gal 3:13)

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz [[GESETZ]] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt, und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger, 10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner, Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Das GESETZ vortrefflich zu handhaben, indem es als Richtschnur dessen gilt, was Gott von uns will und wo er uns Grenzen auferlegt. Die Strafe und der „Fluch des GESETZES“ aus neuerliche Übertretung aber muss gesetzmässig gehandhabt werden, indem Strafe jene trifft, die gesetzlos handeln!

 

Kaiser Diokletian wusste zu genau, dass unkontrollierter Glauben in unterschiedliche Götter und deren Priester für die Einheit des Reiches eine Gefahr darstellte, wenn jene anderen Götter mit seinem Gott Jupiter in Konkurrenz standen! Die verstärkte Vorherrschaft in Glaubensfragen, die er proklamierte musste aber zwangsläufig mit jeder solche Religionsgruppe zu Konflikten führen, die dieses absolutistische Recht dem Kaiser verneinte!

 

Genau dasselbe geschieht im Falle der Päpste, welche dieselbe Dominanz vom Kaisertum übernahmen, „Pontifex Maximos“ und sich auf Mose Stuhl setzten, um ihre eigenen Gesetze und Regeln einzuführen! Wahre Christen aber erinnerten sich der Worte Jesu, dass bereits die Pharisäer denselben Verstoss gegen Gott begannen hatten! Ein Christ kann nicht zwei Göttern und zwei Herren dienen!

 

GEO: Die Päpste*** Rbi8  Matthäus 23:1-12 ***

Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: 2 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 5 Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden; denn sie machen die [Schrifttexte enthaltenden] Kapseln breit, die sie als Schutzmittel tragen, und vergrößern die Fransen [ihrer Kleider]. 6 Sie haben gern den hervorragendsten Platz bei Abendessen und die vorderen Sitze in den Synagogen 7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und daß die Menschen sie Rabbi [[Lehrer]] nennen. 8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. 9 Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Christen waren untereinander Brüder, die sich nicht einer über den anderen überheben sollten! Der einzige Lehrer aller war der Christus, keiner konnte sich über den Christus erheben! Aus dem „pater patri“, dem Titel des Kaisers wurde „heiliger Vater“ für die Päpste, obwohl Jesus dies deutlich verboten hatte!

 

Gottes GESETZ war in Bezug auf Vergötterung von Anfang an klar und deutlich! Keine anderen Götter wurden von Jehova geduldet, weder solche in den Himmeln, noch solche auf der Erde! Jene, die Gottes GESETZE ernst nahmen hielten sich weiterhin daran, den Konflikt mit den Autoritäten nicht fürchtend! Darunter gehörten Manichäer, Juden und Christen! Im Jahre 303 bis 311 u.Z. kam es zum Höhepunkt der Religionsverfolgung. Der Ausschliesslichkeitsanspruch des Gottes der Christen und der Juden, aber auch der Manichäer war dem des Kaiser und dessen Kaiserkult diametral entgegengesetzt und liess sich nicht durch Dekrete und Gewalt auflösen! Für die Römer dagegen war Staat und Religion eine untrennbare Einheit!

 

Einem ähnlich unlösbaren Konflikt stehen wir mit der Vernichtung „Babylons der Grossen“ gegenüber, wo das „siebenköpfige wilde Tier“ (UNO) eine neue Ersatzreligion, ein synkretisches Gebilde den Menschen vorstellt, das inzwischen vom World Council of Religious Leaders zusammengebastelt wird und die Bedürfnisse der grossen Volksmassen abzudecken hat! Die Geschichte wiederholt sich auch in diesem Sinne, was die Kaiser des „furchterregenden wilden Tieres“, das der Prophet Daniel erwähnt und damit auf Rom hindeutete schon damals zu vollenden suchten, dies wird in der Endzeit zum Höhepunkt gelangen! Die Offenbarung warnt deutlich:

 

die "666" der "wilden Tiere" *** Rbi8  Offenbarung 14:9-12 ***

Und ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: „Wenn jemand das wilde Tier und sein Bild anbetet und ein Kennzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt [[(„666“)]], 10 wird er auch von dem Wein des Grimmes Gottes trinken, der unverdünnt in den Becher seines Zorns eingeschenkt worden ist, und er wird vor den Augen der heiligen Engel und vor den Augen des Lammes mit Feuer und Schwefel gequält werden. 11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf für immer und ewig, und Tag und Nacht haben sie keine Ruhe, diejenigen, die das wilde Tier und sein Bild anbeten, und wer immer das Kennzeichen seines Namens empfängt. 12 Hier kommt es für die Heiligen, die, welche die Gebote Gottes halten und den Glauben Jesu [bewahren], auf das Ausharren an.“

 

Gottes Gebote halten und den Glauben in Jesu Wiederkunft und Rettung bewahren ist es, worauf es ankommt! Weder das politische „wilde Tier“ noch dessen religiöses „Bild“ darf angebetet werden!

 

Mittels Verstaatlichung von Kirchenbesitz besserte Diokletian eigene schwache Finanzen auf, schwächte dadurch seine Gegner. Etwas, was beim Abwurf „Babylons der Grossen“ in der Zeit kurz vor dem Ende wiederum vom herausragender Bedeutung sein wird, wenn der Südkönig die „Fleischteile“ der Hure abnagen wird! Der religiös bedingte Terrorismus hat erhöhte Staatsausgaben zur Folge, weiter erhöhte Steuern aber bringen Unruhen! Die Inflation, wo der Staat indirekt Steuern eintreibt kann nur ausgeglichen werden, wenn die Einnahmen aus anderer Quelle her kommen!

 

 

6.5.3           Der Mithraskult gestaltet die Katholische Kirche

 

6.5.3.1          Der Mithraskult und sein starker Einfluss auf die katholische Kirche

Nachdem Kaiser Diokletian (284-305) mit härtester Glaubensverfolgung seine neue Reichsordnung durchzupauken versuchte, da ging sein Nachfolger andere Wege. Unter Diokletian nahm das Christentum an Stärke und Verbreitung zu, statt ab, wie er es durch seine harten Massnahmen zu erreichen versucht hatte. Kaiser Konstantin I. (306-337), ein Verehrer des Sonnengottes und des Mithraskultes versuchte die Auseinandersetzung die offensichtlich mittels Gewalt nicht zu gewinnen war auf andere Weise zu lösen: Indem er Christen statt Unterdrückung Religionsfreiheit im Mailänder Religionsedikt im Jahre 318 u.Z. gewährte, Kirchenbesitz zurückerstatte und zusätzliche grosszügige Geschenke machte. Dadurch versuchte er die christlichen Kirchenführer auf seine Seite zu ziehen. Im Gegenzug aber verlangte er Kompromisse von den Religionsführern, die ihm dadurch die Oberhoheit auch in Religionsfragen zusicherten, ja selbst in Glaubensfragen, wie dies am Konzil von Nicäa deutlich hervortrat. Die Priester sollten die Gläubigen für die Staatsräson willfährig machen!

 

Relief mit Absis-Stiertötungsszene im Mithraskult (2.Jh.)Zu den Veränderungen , welche die Kirche akzeptierte gehörte auch das Sonntagsgebot, das Konstantin im Jahre 321 u.Z. im gesamten Reiche per Dekret einführte und die Anerkennung eines dreieinigen Gottes, der den Triaden des mystischen Mithraskult ähnlich war. Im Gegenzug erhielt Konstantin nun christliche Soldaten für seine Armeen! Christen aber war von Jesus geboten die Feinde zu lieben und er hatte davor gewarnt zum Schwert zu greifen! „Da sagte Jesus zu ihm: ‚Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.‘ “ (Mat 26:52)

 

Werfen wir nun einen Blick in der Geschichte zurück, wo Kaiser Commodus (180-192 u.Z.)  sich diesem ursprünglich indisch-persischen Glauben des Mithraskultes angeschlossen und ihn im Reiche gefördert hatte. Bestimmt hatte auch dies politische Hintergründe gehabt. Dasselbe tat später Kaiser Aurelius (270-275 u.Z.) der das zerspaltene Reich geeinigt hatte, dann dessen Nachfolger nach ihm Diokletian (284-305 u.Z.), und der Vater Konstantins, Constantius und ebenso dessen Sohn Konstantin. Sie alle frönten dem Mithraskult!

 

Der Kaiser war die höchste Autorität im Mithraskult, der auf Geheimlehren und Einweihungsritten aufgebaut war. Die in die Geheimnisse des Mithraskultes Eingeweihten mussten strengstes Stillschweigen bewahren. Frauen waren innerhalb der Hierarchie ausgeschlossen. Sieben Weihestufen oder Initiationsebenen kennzeichnen jenen Kult aus. Die Stiertötungsszene des jungen Mithras (Bild oben) bildet Zentrum jedes Mithraäums. Mithras war dem griechischen Gott Helios gleichrangig und bekam den Titel „Sol invictus“, oder „unbesiegbarer Sonnengott“ als Beherrscher des Kosmos, der am Sonntag angebetet wurde.

 

Freimaurer: Initiation eines „Suchenden“. Kupferstich, 1745 in FrankreichAuch hier können wir spätere christlich gefärbte Geheimorden erwähnen, die viele jener Ritten und verdeckten Lehren nur unter den „Electis“, ihren Auserwählten weitergeben die im Mittelalter blühten und zum Teil bis heute grosse Macht im Hintergrund der Politik, Religion und Wirtschaft ausüben. Zu ihnen gehören der Templerorden (ab 12.Jh.), die  Rosenkreuzer (an 17.Jh.), die Freimaurer (17.Jh. Bild), die Illuminaten (18.Jh.), die alle einerseits vom Mithraskult, andererseits von den Manichäern und Gnostikern Teile ihrer Lehren und Ritten übernommen haben!

 

Solche Vermischung des Glaubens war echten Christen und Nachfolgern der ersten „Ebioniten“ und „Paulikaner“ unannehmbar, für die ein einziger Gott und Schöpfer des Universums existierte: Jehova, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott Josephs und Mose, der Propheten und der Gott Jesu. Sein Tag der Anbetung war und blieb der Sabbat! Als einzigen „Herrn“ und als „Haupt“ der Christenversammlung anerkannten sie Jesus, dem von Jehova eingesetzten Priesterkönig im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, dessen Lehren nicht geheim waren, sondern jedermann offen verkündet wurden! Auch gab es bei Jesus keine Geheimrituale und absonderlichen Einweihungszeremonien. Die Taufe war das einzige Ritual, das im Zusammenhang mit der Verkündigung von Gottes Königreich kam, damit verbunden, durch unverdiente Güte von Sünde und damit vom Fluch befreit zu werden!

 

Der Zusammenhang zwischen "unverdienter Güte" und Sünde, aufgrund von GESETZ
  

Jesus hat niemals ein Messe gefeiert oder die Ohrenbeichte seiner Apostel abgenommen oder gar eine Totenölung erteilt. Auch hat weder er noch seine Apostel später Priester geweiht noch Ehebündnisse abgesegnet. All dies sind spätere Hinzufügungen einer vom geraden Weg abgefallenen Amtskirche, mit der Tendenz dadurch neuen menschlichen „Göttern“ ähnliche Posten in einer Hierarchie zu schaffen, Positionen innerhalb von Menschen geschaffenen „Himmeln“! Gottes Gebot aber lässt keine Zweifel zu:

 

*** Rbi8  2. Mose 20:2-3 ***

„Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben.

 

Kaiser Aurelian: Mithraskult der SonnenverehrungKaiser Aurelian (214-275; Kaiser 270-275 u.Z.) hatte den Mithraskult gar zur Staatsreligion gemacht. Am 25. Dezember 274 wurde erstmals der göttliche Geburtstag des Sonnengottes Mithras gefeiert, der Grundstein zum späteren Weihnachtsfest der Christenheit war damit gelegt. Auf Münzen erschien der Spruch „Sol Dominus imperii Romani“, was übersetzt „Die Sonne, Herrscher des Römischen Reiches“ bedeutet. Aurelian selbst war oberster Stellvertreter des Sonnengottes auf der Erde. Unter Kaiser Tacitus (gest. 276 u.Z.) wurde Aurelian gar vergöttlicht. Dies erinnert uns an die Heiligsprechung des Papstes von Konstantin dem Grossen: Alte Tradition in neuem Gewand! 

 

Zenobia, Die Königin von Palmyra in SyrienAurelian war es, der Königin Septima Zenobias Reich (240-272 u.Z.) zerstörte, das von Ägypten bis nach Kleinasien reichte und von der Stadt Palmira aus regiert wurde. Die ursprüngliche römische Provinz Syrien war unter ihrer Herrschaft von Rom abgefallen, hatte sich im Jahre 270 u.Z. Arabien und dann Ägypten einverleibt.

 

Zenobia war sowohl dem paulikianischen Bischof von Antiochia, Paulus von Samosata freundlich zugetan, wie sie andererseits auch die Manichäer förderte. Sie war zu jener Zeit „Königin des Nordens“, des ehemaligen Reiches des Seleukos, Gegnerin des „Königs des Südens“, vorab Ägyptens, des ursprünglichen Reiches des Ptolemäus, das unter Julius Cäsar dem römischen Reich einverleibt wurde und nun das Land am Nil erneut in ihrer Hand endete, bis Rom das Schicksal erneut zu seinen Gunsten änderte. Das auf und ab des „Nord-„ und „Südkönigs“ das Daniel so gut vom Engel Gabriel beschrieben erhielt und im Kapitel 11 seines Buches für uns festgehalten hat.

 

Nachdem sich Aurelian im Norden vorab die Goten unterworfen hatte schritt er zum Angriff gegen Zenobia. Sie erklärte in Usurpation des Thrones des römischen Ostreiches ihren Sohn daraufhin zum Augustus und sich selbst zur Augusta, zur Kaiserin. Kleinasien und Ägypten fielen nahezu kampflos daraufhin an Roms Aurelian zurück. Das vorläufige Ende des damaligen „Nordkönigs“ kam im Jahre 272 u.Z. in den Schlachten von Immae, Emesa und Palmyra. Die Hauptstadt und das Heer der Königin Zenobia wurden zerstört. Zenobia versuchte letztendlich zu den Sassaniden zu fliehen, wurde aber abgefangen. Im Jahre 274 u.Z. führte Aurelian die gefangene Kaiserin im Triumphzug in Rom vor. Den Lebensabend aber gönnte ihr der Kaiser in einer Villa bei Tivoli in der Nähe Roms. Zenobia, die als Frau das römische Imperium herausforderte wurde bald schon zu einem Mythos.

 

6.5.3.2          Angleichungen der abgefallen Christen an heidnische Feiern und Messrituale

Die Christenverfolgung unter Aurelian und seiner Nachfolge-Kaiser bis hin zu Diokletian hatte den gegenteiligen Effekt, den sich jene Kaiser vorgestellt hatten. Die Verfolgung machte die Christen, die nun im Untergrund im Geheimen ihr Zusammenkommen und ihr Predigen weiter betrieben nur noch in ihrer Überzeugung fester. Menschen waren dem herrschenden System gegenüber kritisch bis ablehnend und der gesunden christlichen Lehre zugetan. Viele waren sich sicher, dass Jesu baldige Wiederkehr zu erwarten wäre, die Naherwartung hielt sie aufrecht und glaubten, dass ihre Tage bereits die „grosse Drangsal“ sei, von der die Offenbarung spricht. Für viele war der Mithraskult jenes von Johannes erwähnte „Babylon die Grosse“ und der Kaiser das „wilde Tier“. Wie Daniel der Prophet es aber vorhergesagt hatte, sollten die exakten Zusammenhänge erst während der wirklichen Endzeit richtig verstanden werden können. Jedes biblische Symbol hatte in der gerade herrschenden Wirklichkeit ihr Gegenbild. Neue Kaiser kamen auf den Thron und verstarben oder wurden ermordet oder abgesetzt. Das erhoffte Ende war noch nicht gekommen. Viele jener Christen aber starben in Treue und werden ihres Lohnes bestimmt nicht verlustig gehen!

 

Daniels Worte durch den Engel Gabriel wurden uns in der Schrift aufbewahrt*** Rbi8  Daniel 12:9-10 ***

Und er sagte weiter: Geh, Daniel, denn die Worte werden geheim gehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Die Einsichtigen während aller Jahrhunderte klammerten sich an Gottes Wort und erweiterten ihr Verständnis seines Willens. Fehlerwartungen über kommendes Geschehen hatten bereits die Apostel gezeigt, was sie nicht daran hinderte weiterhin in Treue auszuharren und die Verbreitung der guten Botschaft voranzutreiben. Bis zum vierten Jahrhundert hatte sich das Christentum weitgehend flächendeckend über das ganze römische Reich und weit darüber hinaus erweitert.

 

Das Problem der Unvereinbarkeit der Anbetungsformen musste nun von Kaiser Konstantin I. schrittweise gelöst werden und das benötigte Zeit! Die Erklärung der Religionsfreiheit im Mailänder-Religionsedikt 318 u.Z. brachte eine Entspannung und was zuvor über lange Zeit im Untergrund wirkte, dies durfte nun öffentlich getan werden. Das führte zu gewissen Standardisierungen im religiösen Verhalten der unterschiedlichen christlichen Gruppen, die sich bisher getrennt entwickelt hatten. Dabei wurden nun durch staatliche Lenkung und mittels einer christlichen Oberhoheit, des Bischofs von Rom als Papst Zug um Zug die göttlichen Gebote Jehovas weiter ausgehöhlt. Von Kirchenseite her wurde der Sonntag 321 u.Z. als staatlicher Ruhetag anerkannt. Es wurde von Roms Papst so gedeutet, dass es der Tag gewesen sei, wo Jesus auferstand. Die Übertretung des göttlichen Gebotes am Sabbat zu ruhen und sich zu versammeln wurde nun von der Kirchenleitung her so umgedeutet, dass es keine Übertretung sei, sondern Jesus ehre, obwohl jener sich doch deutlich als „Herr des Sabbats“, künftiger Hoherpriester kund gemacht hatte. Gottes Gebot musste dazu in den Versammlungen ignoriert werden, ansonsten eigenständig denkende Menschen aufgeschreckt worden wären! Jene Teile des GESETZES nun als „Altes Testament“ verunglimpft, das überhaupt nicht mehr in den Kirchen vorgelesen wurde! Die Worte Gottes an Mose verhallten daher ungehört:

 

*** Rbi8  2. Mose 31:13-17 ***

Was dich betrifft, rede zu den Söhnen Israels, indem [du] sprichst: ‚Besonders meine Sabbate sollt ihr halten, denn es ist ein Zeichen zwischen mir und euch durch eure Generationen hindurch, damit ihr erkennt, daß ich, Jehova, euch heilige. 14 Und ihr sollt den Sabbat halten, denn er ist euch etwas Heiliges. Wer ihn entweiht, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. Falls irgend jemand an ihm Arbeit verrichtet, so soll diese Seele von der Mitte ihres Volkes abgeschnitten werden. 15 Sechs Tage kann Arbeit getan werden, aber am siebten Tag ist ein Sabbat vollständiger Ruhe. Er ist etwas Heiliges für Jehova. Jeder, der am Sabbattag Arbeit verrichtet, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. 16 Und die Söhne Israels sollen den Sabbat halten, um den Sabbat durch ihre Generationen hindurch zu begehen. Es ist ein Bund auf unabsehbare Zeit [[(ein Bund auf ewig; als immerwährende Verpflichtung (Zwingli); ein Bund auf alle Zeiten (Bruns))]]. 17 Zwischen mir und den Söhnen Israels [[(auch den geistigen, am Herzen beschnittenen „Juden“)]] ist er ein Zeichen auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], denn in sechs Tagen hat Jehova die Himmel und die Erde gemacht, und am siebten Tag ruhte er und ging daran, sich zu erquicken.‘ “

 

Wer somit diesen Bund, der seit Adam bestand übertritt, der kann nicht ein Teil Israels sein, sondern muss „vom Volk abgeschnitten werden“! Das brachte grossen Konflikt für all jene, welche Gottes Wort als verbindlich erachteten. Für jene aber, die leicht zu Kompromissen in Streitfragen bereit waren, ihnen brachte der Entscheid des Kaisers und des Papstes eine Erleichterung. Sie waren gern bereit den „breiten Weg“ der Mehrheit zu gehen, der solchen Konflikten ausweicht! Jesu Warnung vergessend:

Doch das enge Tor und der schmale Weg führen ins Leben ...

*** Rbi8  Matthäus 7:13-14 ***

Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

 

Konstantin hatte die Lektion gelernt, dass etwas zu verbieten nur Widerstand hervorruft. Darum griff er zum Mittel der Erschwerung dessen, was er nicht wünschte und zur Erleichterung dessen, was seiner Überzeugung mehr diente. Der Mithraskult, die Anbetung der Sonne hatte am Konzil von Nicäa durch den Sabbat- und Osterstreit zu seinen Gunsten gewonnen und gewinnt weiter bis zum Tag der Urteilsvollstreckung! Der vollkommene Abfall der „Heiligen“ ist ja erst für unsere Zeit vorhergesagt, während der letzten zweiundvierzig Monate [B] vor Harmagedon! [B3] Das „wilde Tier“ besiegt die Christenheit bis zum Ende vollkommen, indem wie zur Zeit Konstantins dem Staat und dessen Repräsentant eine Verehrung erzeigt wird, welcher Anbetung entspricht! Das Bekriegen der „Heiligen“ aber erreicht mit der Zerstörung „Babylons der Grossen ihren Höhepunkt!

 

Das siebenköpfige "wilde Tier" erhält den beinahe tödlichen Streich am siebten, führenden Kopf*** Rbi8  Offenbarung 13:3-8 ***

Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tode geschlachtet, doch wurde seine Todeswunde geheilt, und die ganze Erde folgte dem wilden Tier mit Bewunderung. 4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem wilden Tier die Gewalt gab, und sie beteten das wilde Tier an mit den Worten: „Wer ist dem wilden Tier gleich, und wer kann mit ihm kämpfen? 5 Und ein Maul wurde ihm gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete, und Gewalt wurde ihm gegeben, zweiundvierzig Monate zu handeln. 6 Und es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und seine Wohnstätte zu lästern, ja die, die im Himmel weilen. 7 Und es wurde ihm gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation. 8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten; der Name von keinem von ihnen steht von Grundlegung der Welt an in des Lammes Buchrolle des Lebens geschrieben, das geschlachtet worden ist.

 

Satan will andere Götter an der Stelle Jehovas und setzt sich für jene mächtig ins Zeug, um ihnen die ihm „einen Akt der Anbetung“ geleistet haben mit Macht und Autorität auszustatten und die Bewunderung und Anbetung der Völker zuströmen zu lassen! Wer eher auf den Cäsar als auf Gott hört hat das erste Gebot bereits gebrochen!

 

Dem grossen „Drachen“, dem Teufel spielte es schon zur Zeit Konstantins keine Rolle, welche veränderte Bezeichnung dem Tag der Anbetung seitens der aufstrebenden Amtskirche Roms gegeben wurde, wichtig alleine ist ihm, dass irgend ein Gebot Gottes übertreten wird, da der Schuldige dadurch als Gesetzesübertreter überführt wird! Er weiss, dass Übertretung Tod nach sich zieht! Jakobus erwähnt dies in seinem Brief:

 

*** Rbi8  Jakobus 2:10-12 ***

Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen.

 

Dass der Sonntag „Tag des Herrn“ oder „Herrentag“ genannt wird ist dem Teufel durchaus recht! Jesus wird dadurch in den Gesetzesbruch indirekt mit verwickelt! Das vierte Gebot, das den Sabbat als Tag Jehovas beschreibt wird so oder so gebrochen! Satan zeigt sich doch durch solche Veränderungen als der wirklich regierende „Herr“ oder „Gott dieses Systems“, der nahezu unumstrittene König der ganzen Erde, dem durch die Herrscher und das Volk nachgefolgt wird! Wenige Christen haben diese Zusammenhänge erfasst und den eingeengten Weg der Gesetzestreue erwählt.

 

6.5.3.3          Gottes Sabbatgesetz weiterhin Treue zu halten hatte umfassende Folgen!

Nach dem Edikt des Jahres 321 u.Z. durch Konstantin wurde der Markttag nun vielerorts auf den Sabbat gelegt, so dass jüdische und christliche Bauern und Händler, die weiterhin am Sabbat festhielten, „weder kaufen noch verkaufen“ konnten. Sie zeigten Gott mehr Ehre als dem Cäsar! Mittels ihres Versammelns am Sabbat „zahlten sie Gott die Dinge zurück, die Gottes sind“: Dem Höchsten die Ehre und die Anbetung zu geben!

 

Eine ähnliche Situation entstand schon nach der Zerstörung Jerusalems 607 v.u.Z., während des siebzigjährigen Exils Israels in Babylon. Dort sollten die Israeliten beweisen, dass sie nun Gottes Gebote ernst nehmen würden als Exilanten und dies unter der Fremdherrschaft der Babylonier! Das Urteil war doch unter anderem darum gekommen, weil sie die Sabbatjahre nicht gehalten hatten! Bereits Moses hatte im GESETZ deutlich darauf hingewiesen!

 

Gedenke des Sabbattages ....*** Rbi8  3. Mose 26:34-35 ***

Zu jener Zeit wird das Land seine Sabbate abzahlen, alle Tage, die es verödet liegt, während ihr im Land eurer Feinde seid. Zu jener Zeit wird das Land Sabbat halten, da es seine Sabbate abzahlen soll. 35 Alle Tage, die es verödet liegt, wird es Sabbat halten, weil es während eurer Sabbate, als ihr darin wohntet, nicht Sabbat hielt.

 

Nachdem die Juden im Jahre 537 v.u.Z. nach Jerusalem zurückkehren konnten hatten wiederum viele von ihnen die Gebote erneut verlassen und sich den babylonischen Sitten angepasst. Als Nehemia das wieder erbaute Jerusalem besuchte war er über die Gesetzlosigkeit enttäuscht. So schnell hatte Israel vergessen, warum es in Gefangenschaft geraten war!

 

*** Rbi8  Nehemia 13:15-18 ***

In jenen Tagen sah ich in Juda Leute, die am Sabbat die Weinkeltern traten und Getreidehaufen hereinholten und [sie] auf Esel luden und auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Lasten und [sie] am Sabbattag nach Jerusalem hereinbrachten; und ich ging daran, an dem Tag, an dem sie ihren Proviant verkauften, [gegen sie] zu zeugen. 16 Und die Tyrier selbst wohnten in [der Stadt] und brachten Fische und allerlei Verkaufsware herein und verkauften am Sabbat an die Söhne Judas und in Jerusalem. 17 Da begann ich die Edlen von Juda zu rügen und zu ihnen zu sprechen: „Was ist diese böse Sache, die ihr da tut, indem ihr sogar den Sabbattag entweiht? 18 Haben nicht eure Vorväter auf diese Weise getan, so daß unser Gott all dies Unglück über uns und auch über diese Stadt brachte? Doch ihr fügt der Zornglut gegenüber Israel noch hinzu, indem ihr den Sabbat entweiht.“

 

Jerusalem hatte in jenen Tagen erneut einen internationalen Charakter angenommen, „Der Tyrier selbst wohnte in der Stadt“ die auswärtigen Geschäftsleute taten das, was ihnen Nutzen brachte, das GESETZ Gottes aber missachteten sie! Heute sind es Industriebetriebe die am Samstag produzieren, die Supermärkte verzeichnen Rekordverkäufe am Sabbat, der Handel blüht. Keiner achtet darauf, dass Gott weiterhin Rechenschaft fordern wird!

 

Nehemia wendet sich vorab an die Edlen, nachdem er das Problem und die unweigerlichen Konsequenzen für Israel erkannt hatte! „Da begann ich die Edlen von Juda zu rügen und zu ihnen zu sprechen: „Was ist diese böse Sache, die ihr da tut, indem ihr sogar den Sabbattag entweiht?“ Heute müssen wir uns fragen: Haben die Führer der Christenheit nicht erkannt, was Jehova Juda angetan hat und wie er erneut von der Nation Rechenschaft forderte, als sie seinen Sohn verworfen hatten, den „Herrn des Sabbats“? Die Christenheit geht weit über die Sünde Judas und Israels hinaus „Doch ihr fügt der Zornglut gegenüber Israel noch hinzu, indem ihr den Sabbat entweiht.“ Der Mithraskult ersetzte nicht nur den Sabbat durch den Sonntag, sondern zerstörte das ganze GESETZ Jehovas!

 

Der Mithraskult und seine Kopfbedeckung Die Folge der Erneuerung durch Konstantin hin zum Mithraskult, mit der einem Fischkopf ähnlichen Kopfbedeckung der Bischöfe und Päpste, der „Mithra“ war, u.a. dass nun durch die Kirchenleitung Roms statt der bisherigen Lesung des „GESETZES und der PROPHETEN“ (Apg 15:21) und Erklärung seitens der Vorsteher nun „Epistellesungen“ gesetzt wurden in denen kleine Portionen, oft aus dem Zusammenhang gerissen, aus den Briefen des Neuen Testaments, während eines sinnentleerten Messerituals.

 

Dies fand zudem statt am Sabbat am Sonntag und anstelle der Lehrversammlungen nun innerhalb einer standardisierten Form von Messe statt, die ebenso grossenteils dem Mithraskult entlehnt war. Die Christen wurden gegenüber Gottes Wort, das durch die Propheten geredet worden war, systematisch gegen Verständnis der ganzen Schrift immunisiert, indem sie jene Teile kaum mehr hörten.

 

Die Kirchenamtssprache wurde das Latein, alle, welche diese Sprache nicht erlernt hatten wurden vom Verständnis abgeschnitten! Nicht wie zuvor, wo alle männlichen, reifen Versammlungsglieder aus der Schrift vorlesen und erklären durften, so wurde dies nun dem bezahlten Priester vorbehalten. Wehe dem, der von den Vorschriften der Amtskirche abwich! Auch hier wurde der Sinn der Schrift verdreht, der seit den Tagen Mose aufrecht gehalten wurde:

 

Jesus liest in Nazaretht aus der Buchrolle Jesajas (Lukas 4:16-21)  Und er [[(Jesus)]] kam nach Nạzareth, wo er aufgezogen worden war; und nach seiner Gewohnheit ging er am Sabbattag in die Synagoge, und er stand auf, um vorzulesen. 17 Da wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gereicht, und er öffnete die Buchrolle und fand die Stelle, wo geschrieben war: 18 Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft zu verkünden, er hat mich ausgesandt, um den Gefangenen Freilassung zu predigen und den Blinden Wiederherstellung des Augenlichts, um die Zerschlagenen als Freigelassene wegzusenden, 19 um Jehovas annehmbares Jahr zu predigen.“ 20 Darauf rollte er die Buchrolle zusammen, gab sie dem Diensttuenden zurück und setzte sich; und die Augen aller in der Synagoge waren gespannt auf ihn gerichtet. 21 Dann fing er an, zu ihnen zu sprechen: Heute ist dieses Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt worden.

 

Die Erfüllung jener Prophezeiung betreffs Befreiung hatte bereits bei Jesu Taufe durch Johannes begonnen und setzte sich seither fort. In der Endzeit kommt sie zum Höhepunkt, wenn Jesus den letzten „lebenden Stein“, die letzte „lebende Säule“ an der „Stirn“ mit dem „Siegel Gottes“ beurkundet hat (Off 7:1-4). Das ist das neunundvierzigste, das siebte Sabbatjahr, das Jahr vor dem grössten Jubeljahr seit Mose, das Jahr das endet mit der Befreiung aus Satans System und vor dem „grossen und furchteinflössenden Tag des Zornes Jehovas“ steht. (Joel 2:28-31)

 

Zudem wurde die systematische Verteufelung des Volkes Israel vorangetrieben, als jenem Volk, den Juden, die Jesus getötet haben. Der Kirchenvater Augustinus war es, der dies legalisierte und standardisierte. Das hatte Paulus nie gepredigt! Jesus hatte Feindesliebe verkündet. Dadurch wurde ein Antisemitismus ausgestreut, der es leicht machte auch das „Alte Testament“ als veraltet zu deklarieren: Den Gott Israels als grausam und unbarmherzig darzustellen, der nun durch den „lieben Gott“ Jesus und durch den „neuen Bund“ ersetzt worden sei. Jeder der weiterhin zu Jehova betete und den Sabbat einhielt wurde mit einem Juden in denselben Topf geworfen. „Ebioniten“ und „Paulikaner“ hatten dadurch sehr schwere Prüfungen durchzustehen!

 

Dass jener „neue Bund für ein Königreich“ von Jesus als Hoherpriesterkönig an jeden Christen gerichtet wurde, um Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ zu sein, das wurde weitestgehend verschwiegen (Kol 1:13). Jesus forderte jeden Nachfolger auf, sich dieses Bundes als würdig zu erzeigen. Jeder männliche Christ sollte selbst jene Priesterpflichten wahrnehmen, die Levi versäumt hatte zu erfüllen. Jeder musste Hüter und Lehrer des ganzen GESETZES werden, wie Jesus deutlich gemacht hatte!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:18-20 ***

Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

"Ich will meine Missetat anzeigen"Dies alles wurde wohlweislich seitens der katholischen Priester verschwiegen! Sie waren weit schlimmer geworden, wie die von Jesus verurteilten Schriftgelehrten und Pharisäer! Den Klerikern dagegen, die Roms Willen erfüllten, wurde Macht und Autorität seitens des Papstes und seitens von Konstantin gewährt!

 

 Deutliche Warnungen seitens Jehovas wie: „Und ihr sollt den Sabbat halten, denn er ist euch etwas Heiliges. Wer ihn entweiht, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. Falls irgend jemand an ihm Arbeit verrichtet, so soll diese Seele von der Mitte ihres Volkes abgeschnitten werden.“, solche wurden einfach ignoriert und durch Päpste auf den Sonntag übertragen! Wer nun am Sonntag arbeitete, der musste mit harter Strafe rechnen. Wer aber am Sabbat nicht arbeitete, der kam bald unter grausamste Verfolgung durch die Staatsgewalt, wobei die Priester die Denunzianten waren oder gar selbst Gericht ausübten! „Ebioniten“ und „Paulikaner“ und natürlich die Juden konnten nun leicht ausgemacht werden und kamen unter Theodosius I. (379-394 u.Z.) gar unter den Kirchenbann!

 

Worte des Paulus wurden in der Übersetzung ins Latein entstellt und so gebraucht, dass das ganze GESETZ Gottes hingefallen wäre, somit auch der „Fluch“, der auf Gesetzesübertretung gilt. Jede Form von Gesetzesübertretung wurde durch Priester mit der Absolution versehen. Die warnenden Worte des Paulus im Hebräerbrief im Kapitel 10, dass wer willentlich Sünde treibt eine schärfere Strafe erleiden würde, solche wurden unter den Teppich gekehrt! (Heb 10:26-31) Das Christentum war nicht weiter Fortsetzung dessen, was dem fleischlichen Israel aufgetragen wurde, sondern etwas vollkommen anderes geworden, das die Gründungsväter der Kirche, wie Augustinus nun aus sich heraus neu formulierten, so dass es im Einklang mit dem Geist des römischen Imperiums und seiner Kaiser kam! Dem Geist der Bibel aber widersprach es vollkommen! Mit dem Israel Gottes hatte es nichts mehr gemein ausser Äusserlichkeiten die den Schein erwecken.

 

6.5.3.4          Das katholische Messeritual stammt vom Mithraskult und ersetzte die christliche Lehrversammlung, die der Zusammenkunft in den jüdischen Synagogen entsprach

In immer weiteren Gebieten, zuerst des Westreiches, dann auch langsam im Ostreich wurde zum Tag der Anbetung auch für Christen der Sonntag erklärt und das römische Messritual an die Stelle der belehrenden Versammlung gewechselt. Das hatte aber viel weitreichendere Folgen, weil damit das gesamte System der Feste Jehovas betroffen wurde: Dem Hauptverknüpfungspunkt des Volkes Israel mit seinem Erschaffer und Gott Jehova, der Erinnerung an jene Zeitpunkte, wo Er mit Israel gehandelt hatte!

 

*** Rbi8  3. Mose 23:2 ***

„Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen: ‚Die Festzeiten Jehovas, die ihr ausrufen solltet, sind heilige Zusammenkünfte.

 

Jehova aber gab durch seinen Propheten Hosea mit Deutlichkeit bekannt, wie er über diejenigen denkt, welche seine eigenen Feste entweihen und sie durch heidnische Rituale ersetzt hatten! Die Urteilsvollstreckung ist den politischen Liebhabern der religiösen Hure aufgetragen! Der Tag der Rache an der Hure „Babylon der Grossen“ ist inzwischen herangekommen!

 

*** Rbi8  Hosea 2:9-13 ***

‚Darum werde ich umkehren und gewiß mein Korn zu seiner Zeit und meinen süßen Wein zu seiner rechten Zeit wegnehmen, und ich will meine Wolle und mein Linnen zur Bedeckung ihrer Blöße wegreißen. 10 Und nun werde ich ihre Schamteile vor den Augen ihrer leidenschaftlichen Liebhaber aufdecken, und da wird kein Mann sein, der sie meiner Hand entreißt. 11 Und ich werde gewiß all ihr Frohlocken, ihr Fest, ihren Neumond und ihren Sabbat und jede ihrer Festzeiten aufhören lassen. 12 Und ich will ihren Weinstock und ihren Feigenbaum verwüsten, von denen sie sprach: „Sie sind mir eine Gabe, die mir meine leidenschaftlichen Liebhaber gegeben haben“; und ich will sie zu einem Wald machen, und das wildlebende Tier des Feldes wird sie gewiß verzehren. 13 Und ich will Abrechnung halten mit ihr wegen der Tage der Baalsbildnisse, denen sie ständig räucherte, als sie sich fortgesetzt mit ihrem Ring und ihrem Schmuck zierte und ständig ihren leidenschaftlichen Liebhabern nachging, und mich vergaß sie‘ ist der Ausspruch Jehovas.

 

Kelch für den MessweinDie Bischöfe von Rom, beginnend mit Papst Silvester I. (314-335 u.Z.) und Theologen aus Alexandria wie Athanasius, solche waren schnell bereit heidnischen Rituale mittels Schriftstellen so zu rechtfertigen, als hätten die ersten Christen bereits den Sonntag geehrt und Messfeiern abgehalten. Inzwischen war eine Urform der heutigen Sonntagsmesse als Eucharistie oder Liturgie in grossen Teilen des römischen Westreiches schon fest verankert. Darin wurde angeblich des Todes des Christus gedacht mittels Weinkelch und Brotschale. Dies ward ein tägliches Ritual, obwohl es der eigenen Worte Jesu gemäss ein jährliches Erinnerungsfest blieb, das doch gemäss göttlichem Willen stets am 14.Nisan gefeiert werden musste! Erinnerung an den Auszug aus Ägypten und Verschonung der Erstgeburt Israels vor dem Strafengel. Der Begriff „Messe“ leitet sich von der Abschiedsformel „Ite, missa est“ ab, die bedeutet: „Geht hin in Frieden“ oder wörtlich „Geht hin, es ist die Aussendung“. Der äussere Schein trügt auch hier!

 

Hippolyt von Rom: Erstes "apostolisches" Glaubensbekenntnis Bereits Justin der Märtyrer, der um 165 u.Z. starb beschrieb den Gottesdienst als Leserordnung, Predigt, Fürbittegebet, Friedenskuss und Eucharistie (Abendmahl). Was aber als eigentliche Messe, die „Traditio Apostolica“ genannt wird, sie  wird Hippolyt von Rom († 235; Bild) zugeschrieben, dem wichtigsten Theologen Roms des dritten Jahrhunderts. Jener verfasste das Dokument um 215 (217?). In Frageform hat er darin ein erstes Glaubensbekenntnis aufgezeichnet, das noch nichts von einem dreieinigen Gottes redet.

 

„Traditio Apostolica“, Hippolyt von Rom

 

   [Glaubst Du an Gott, den allmächtigen Vater?] Glaubst Du an Christus Jesus, den Sohn Gottes, der geboren wurde vom Heiligen Geist aus Maria, der Jungfrau, und der gekreuzigt wurde unter Pontius Pilatus und gestorben und begraben wurde, und auferstanden ist am dritten Tag lebend von den Toten, und hinaufgestiegen ist in die Himmel und zur Rechten des Vaters sitzt, der kommen wird, Lebende und Tode zu richten? Glaubst Du an den Heiligen Geist und die heilige Kirche und die Auferstehung des Fleisches? 

 

Augustinus von Hippo beschrieb den Ablauf des standardisierten Rituals der Messe Ende des vierten Jahrhunderts.

 

Was nun war es, was Paulus diesbezüglich den Versammlungen der „Paulikaner“, den Christen aus den Heiden auftrug, die dem jüdischen Brauch gemäss sich am Sabbat versammelten? Wurde dort ein Abendmahl abgehalten, wurde an den wöchentlichen Versammlungen Brot und Wein miteinander geteilt? Ganz offensichtlich war dies nicht der Brauch und wurde von den Aposteln nicht so gehalten! Dies wurde am ebionitischen Apostelkonzil deutlich so erwähnt! Nichts deutet darauf hin, dass die Paulikaner darin etwas geändert hatten.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Die Juden kannten keine Messe. In der Synagoge wurde aus den Schriften gelesen, die Schriften erklärt, die Prophezeiungen erläutert. Jeder beschnittene Jude und nun jeder getaufte Christ sollte aktiv mittels heiligem Geist daran teilhaben, mitdenken, erklärend oder fragend mitreden! Fragen konnten gestellt werden und es gab auch wie im Falle der Christenversammlung in Jerusalem längere und intensive Diskussionen, um einen Konsens zu Versammlungsangelegenheiten zu finden! Zum so genannten Apostelkonzil, einer Gerichtssitzung um Paulus und seine Art unter den Nationen die gute Botschaft zu verkünden und die Form, welche Teile des GESETZES keine Anwendung mehr fänden (Beschneidungsfrage; getrennte Mahlzeiten „Ebioniten“ und „Paulikaner“, wie es die Gegner forderten) steht in der Apostelgeschichte:

 

Das Apostelkonzil von Jerusalem war eine Gerichtssitzung*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:6-8 ***

Da versammelten sich die Apostel und die älteren Männer, um diese Angelegenheit zu erwägen. 7 Nachdem man nun viel disputiert hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten; 8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat.

 

Gott selbst hatte bei der Taufe des Kornelius durch Petrus bestätigt, dass keine Beschneidung seitens Bekehrter Heidenchristen erforderlich sei! Heiliger Geist wurde schon vor ihrer Taufe auf sie ausgegossen! Petrus erkannte, warum ihm im Traum erklärt wurde das nicht „unrein“ zu nennen, was Gott gereinigt hat! Die Versammlung diente dazu, die Angelegenheiten an jedem Ort der Schrift gemäss zu lösen! Entscheide der Apostel wurden respektiert! Paulus rügte in seinem Brief die Korinther, weil dort eine gewisse Unordnung im Ablauf der Versammlung aufgetreten war und er erklärt seinen Willen deutlich:

 

*** Rbi8  1. Korinther 14:26-33 ***

Was ist also zu tun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, hat einer einen Psalm, ein anderer hat eine Belehrung, ein anderer hat eine Offenbarung, ein anderer hat eine Zungen[rede], ein anderer hat eine Auslegung. Laßt alles zur Erbauung geschehen. 27 Und wenn jemand in einer Zunge [[(Fremdsprache)]] redet, so laßt dies auf höchstens zwei oder drei beschränkt sein, und [das] nacheinander; und jemand möge übersetzen. 28 Ist aber kein Übersetzer da, so schweige er in der Versammlung und rede zu sich selbst und zu Gott. 29 Ferner mögen zwei oder drei Propheten reden, und die anderen mögen den Sinn beurteilen. 30 Wenn aber einem anderen, während er dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der erste. 31 Denn ihr könnt alle, einer nach dem anderen, prophezeien, damit alle lernen und alle ermuntert werden. 32 Und [die Gaben] des Geistes der Propheten werden von den Propheten beherrscht. 33 Denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens.

 

Das waren keine Monologe eines Priesters in einer fremden Sprache, wie dem Latein, sondern jeder war in das Handeln eingeschlossen! Alles musste zur geistigen Erbauung der Versammlung dienen! Da ist nichts vom Austeilen einer Hostie die Rede oder vom Teilhaben an einem Kelch mit Wein! Lernen und durch die Schriften ermuntert zu werden war das Ziel der Versammlung, die gegenseitige Erbauung „mit Geist und Wahrheit“! Die Erkenntnis über die Aussagen der Propheten stand im Vordergrund, denn alle redeten über den wiederkommenden Christus und die Herrlichkeiten, die unter seinem Königreich zu erwarten sind! Diese Form der Ordnung würde zum Frieden beitragen!

 

Das tönt alles andere als nach einem festgefahrenen Ritual zu handeln! Auch ist hier kein Priester genannt, der die Messe als Einwegbelehrung, als ständige Repetition derselben Sprüche führt! Jesu Worte sind klar und deutlich: „Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn.“ (Mat 6:5) Die Brüder waren aufgefordert selbst aktiv am Geschehen teilzuhaben und ihre persönlichen geistigen Erfahrungen aber auch Erlebnisse ihres Predigens und Jüngermachens einzubringen! Reden in Fremdsprachen wurden beschränkt auf „zwei oder drei“ Äusserungen, zudem musste das Gesagte übersetzt werden! So mag es Themen in Griechisch, in Hebräisch, in Aramäisch oder Lateinisch gegeben haben, wie eben die Versammlungsglieder zusammengewürfelt waren. Es gab aber bestimmt nicht eine Messlesung in lateinischer Sprache, die die allerwenigsten im Gebiet der Paulikaner verstanden hätten, ausser in der Versammlung in Rom!

 

6.5.3.5          Die Form der Christenversammlung wurde durch Jesus und die Apostel vorgegeben!

Zudem gibt Paulus deutlich Anweisung, dass die Form der Versammlung („Synagoge“) auch weiterhin gemäss dem GESETZ Moses gestaltet werden musste! Er verweist somit deutlich auf dieselben Bestimmungen hin, die auch für Juden Gültigkeit haben! Dasselbe hatte schon Jakobus am Ende der Versammlung in Jerusalem bestätigt gehabt! „Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[Versammlungen]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“ (Apg 15:21)

 

Jesus hatte keine neuen anderslautenden Anweisungen gegeben! Nirgends erwähnt Paulus, dass an den wöchentlichen Zusammenkünften Brot gebrochen oder Wein als Zeichen der Erinnerung an Jesu Blut getrunken worden wäre! Liebesmale konnten jederzeit danach gehalten werden, wie dies die Situation ergab, waren aber keine Regel. Das sind alles Zufügungen, die erst mit dem Abfall nach dem Tod der Apostel kamen und dazu dienten, die Aufmerksamkeit von der Belehrung hin auf mystische Ritualhandlungen zu konzentrieren! Durch die zunehmend gravierenden Abweichungen gegenüber Gottes Geboten wurde die Belehrung aus der Bibel für die Priester zunehmend gefährlicher, weil das Volk sehr schnell erkennen konnte, dass da etwas vollkommen anderes geboten wurde! Ihre Macht und Autorität wäre schnell gesunken und sie wären der Irreführung und gar der Lüge überführt worden! Dies galt es unter allen Umständen zu verhindern!

 

Frauen als Priesterinnen? Biblisch nicht zu begründen!Paulus erwähnt zudem im Schreiben an die Korinther die Stellung der Frau, die sich deutlich ihren Männern unterordnen sollten, ebenso wie die Versammlung sich dem Christus unterordnet. Im Gegensatz zu den Männern sollten Frauen in der Versammlung schweigen. In der katholischen Messe schweigen aber Männer und Frauen oder wenn beide reden, dann repetieren sie blosse Gebetsformeln! (Eph 5:21-25) Frauen als Priesterinnen waren den ersten Christen vollkommen fremd, nicht aber in heidnischer Anbetung von Götzen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 14:33-40 ***

Wie in allen Versammlungen der Heiligen [[(der Apostel)]] 34 sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen; denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das GESETZ sagt. 35 Wenn sie dann etwas lernen wollen, so mögen sie zu Hause ihre eigenen Männer befragen, denn es ist schändlich für eine Frau, in einer Versammlung zu reden.

36 Was? Ist das Wort Gottes etwa von euch ausgegangen [[(durch andersartige Regeln)]], oder hat es etwa nur euch erreicht?

37 Wenn jemand denkt, er sei ein Prophet oder [sei] ein Geistbegabter, so erkenne er die Dinge an, die ich euch schreibe, weil sie das Gebot des Herrn sind. 38 Wenn aber jemand unwissend ist, so bleibt er unwissend. 39 Demzufolge, meine Brüder, strebt beständig eifrig nach dem Prophezeien, und doch verbietet nicht das Zungenreden. 40 Laßt aber alle Dinge anständig und nach Anordnung [[(seitens der Schrift, der Apostel und Vorsteher)]] geschehen.

 

Paulus zeigt ein Vorrecht der Männer, das bereits im GESETZ Mose verankert war, wobei von dort her nur Männer die Pflicht hatten an den Zusammenkünften in den Synagogen und den Festzeiten Jehovas teilzuhaben! Frauen und Kinder waren dazu jedoch geladen, nicht als aktive Teilhaber, sondern als Hörer, um zu lernen. Das Wort Gottes war zu den alten Propheten ergangen und musste weiterhin gelesen und erklärt werden! Jene Propheten kündeten doch bereits die Dinge im Zusammenhang mit dem Kommen des Christus und seinem Wiederkommen und der Aufrichtung des Königreiches Gottes an! Natürlich war auch dies der frühen Klasse von Priestern gefährlich, da die Katholische Kirche ja ihrerseits das Königreich auf eigene Faust bereits aufgerichtet hatte! Männer in den Christenversammlungen sollten doch von kommenden Dingen prophezeien, das war gemäss Paulus die vortrefflichste der Geistesgaben!

 

Jesus wies deutlich auf dieses Recht der Frauen hin angehört zu werden und selbst Fragen stellen zu dürfen, indem er durchaus auf deren Argumente hörte und direkt darauf einging. Dies sollte aber gegenüber ihren Männern erfolgen, um Versammlungen nicht zum Ort von Gemeinplätzen oder gar Tratsch werden zu lassen. Dieses Recht auch Vorsteher oder reife Christen bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu Rate zu ziehen zeigt sich deutlich im Falle der Maria, der Schwester des Lazarus, die zu Füssen Jesu seinen Ausführungen lauschte und jener samaritischen Frau am Brunnen von Sychar!

 

Jesus am Brunnen von Sychar*** Rbi8  Johannes 4:9 ***

Darum sagte die samaritische Frau zu ihm: „Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich [doch] eine samaritische Frau bin?“ (Die Juden verkehren nämlich nicht mit Samaritern. [[(Das Gebot im GESETZ sich von Unreinen getrennt zu halten)]])

 

Jesus brach somit mit jüdischem Brauchtum, das von Moses nicht in dieser Form vollkommener Abtrennung vorgesehen war und einer Diskriminierung der Frau gleichkam, die genauso ein Recht auf Belehrung hat wie Männer. Jesus fragte sie zu Beginn doch nur um etwas Wasser, etwas vollkommen Alltägliches.

 

Während die Beschneidung nur männlichen Juden, Nachkommen Abrahams auferlegt war ist die Taufe genauso für Frauen vorgesehen. Beide müssen ihr Herz beschneiden, Männer und Frauen in gleicher Weise! Dennoch blieb die Regel in der Versammlung dieselbe, dass Frauen sich ihren Männern freiwillig unterordnen sollten und ihre Wissbegierde durch Befragung Zuhause und eigenes Studium der Schriften befriedigen sollten! Das trug zur Ordnung in der Versammlung bei und stärkte zudem die Familienbande! Die Apostelgeschichte erwähnt viele Frauen, die in der Verbreitung der guten Botschaft eine herausragende Rolle spielten!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 8:12 ***

Als sie aber Philippus glaubten, der die gute Botschaft vom Königreich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.

 

Durch das katholische Messritual wurde es aber Frauen und selbst Männern unterbunden zu reden, da ja nur der Priester seine Monologe hält und die Gemeinde bloss mit Standardformeln antwortet! Statt mit „Geist und Wahrheit“ Gott anzubeten, indem seine Worte verstandesmässig erfasst und im Dialog besprochen wurden kamen sinnentleerende Floskeln, die zudem ständig dieselben blieben! Geistige Einschläferung musste die Folge sein. An die Stelle von Erkenntnis trat Mystik! Jesu Worte gegenüber seinen Aposteln, wo er sie das Beten lehrte und warnend vor Heuchlern redete wurden geflissentlich übergangen!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:5-8 ***

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 6 Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten. 7 Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen. 8 So macht euch ihnen nicht gleich, denn Gott, euer Vater, weiß, welche Dinge ihr benötigt, schon ehe ihr ihn überhaupt bittet.

 

Harmagedon bedeutet das Ende von Chorgesang und Instrumentalmusik in Sakralbauten der GötterDas ständige Wiederholen von Gebetsformeln oder das Ablesen aus einem Gebetbuch war von Jesus verpönt! Psalmen wurden in der Synagoge nicht einfach nur gelesen, sondern normalerweise gesungen! Eine schöne Form, wo immer die Möglichkeit von Gesang oder gar begleitender Musik möglich ist! Denken wir dabei aber immer daran, was mit den grossartigen Musikalischen Ereignissen in Kirchen geschehen soll:

 

(Offenbarung 18:22-24)  Und die Stimme von Sängern, die sich auf der Harfe begleiten, und von Musikern und von Flötenspielern und von Posaunenbläsern wird nie wieder in dir gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks wird je wieder in dir gefunden werden, und kein Geräusch eines Mühlsteins wird je wieder in dir gehört werden, 23 und kein Licht einer Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden; denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt. 24 Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.“

 

Die Anordnungen des Paulus betreffend Abwicklung des Versammlungsablaufs galten vorab für alle Versammlungen der „Paulikaner“, die „Ebioniten“ voran jene Jerusalems hielten sich von Anfang an die die gesetzliche Regelung und benötigten diesbezüglich keine besonderen Anweisungen!

 

 

6.5.4           Welche Verbindung steht zwischen Zoroastrismus, Manichäern und Christen?

 

6.5.4.1          Der Einfluss des Zoroastrismus in seiner vielfältigen Art auf die christlichen Priester

Zoroastrismus: Zarathustras FeuerOffensichtlich machte sich auch das, was die Messzeremonien betrifft schon recht früh ab dem 2.Jahrhundert Einfluss vom römischen Mithraskult und den Manichäern her breit, die beide ihrerseits vom Zoroastrismus gewisse Rituale übernahmen, wie u.a. das ewig brennende Feuer. In Form von liturgischen Kerzen oder dem „ewigen Licht“ wurde solches möglicherweise bereits in die „Sekte der Nikolaiten“ am Ende des ersten Jahrhunderts integriert und danach in die Katholische Kirche übernommen und ein christliches Deckmäntelchen darüber gestülpt, Jesus sei das Licht der Welt gewesen.

 

Zudem  wurde schnell eine Verbindung hin zum Tempelritual der Juden hergestellt. Jesus aber machte dem Tempeldienst und den Zeremonien ein Ende und ersetzte jene Dinge durch geistige Handlungen! Nicht mehr steinerne Tempel waren von Gott erwünscht, sondern Menschen die ihn mit „Geist und Wahrheit“ anbeten würden, hatte Jesus der Frau am Brunnen von Sychar deutlich erklärt! (Joh 4:7-26) Jesus lehrte seine Jünger:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:14-16 ***

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt kann nicht verborgen sein, wenn sie auf einem Berg liegt. 15 Man zündet eine Lampe an und stellt sie nicht unter das Maßgefäß, sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. 16 Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

 

Jeder einzelne Christ und jede Versammlung als „Leuchter“ sollte das Licht der Wahrheit über Jehova Gott und seinen Abgesandten Jesus und über das kommende Königreich verbreiten! Dazu waren standardisierte Messen viel eher ein einschläferndes Hindernis, wie ein Vorteil! Um diese Aufgabe bewältigen zu können mussten die Christen geistig gebildet werden, fortlaufend weitere Erkenntnis in sich aufnehmen und gestärkt werden! Ewiges Leben hängt nicht von einer feierlich geweihten Hostie ab, sondern genauer Erkenntnis der Wahrheit Gottes Plan betreffend uns Menschen, hatte Jesus den Aposteln gesagt! Genau diese nahm aber bei Volk und Priestern in dem Masse ab, wie Roms Amtskirche an Macht zunahm! Genaue Erkenntnis war der Struktur hinderlich, da dadurch deren Heuchelei und ihr gesetzloses Handeln deutlich zum Vorschein kamen! 

 

*** Rbi8  Johannes 17:3-5 ***

Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus. 4 Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und habe das Werk vollendet, das du mir zu tun gegeben hast. 5 Und nun, Vater, verherrliche mich an deiner Seite mit der Herrlichkeit, die ich an deiner Seite hatte, ehe die Welt war.

 

Erwachsenen-Glaubenstaufe durch völliges UntertauchenSo wie Jesus den Willen des Vaters erfüllt und das ganze GESETZ gehalten hatte, ebenso waren nun die Getauften gefordert den ganzen Willen Jesu zu erfüllen, was er gelehrt hatte: „Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern gehört dem Vater, der mich gesandt hat.“ (Joh 14:23, 24). Die Jünger mussten nun selbst als Einzelne hingehen und ihrerseits Jünger machen, jene wiederum belehren selbst alle Gebote zu halten und jene neuen Anbeter Gottes zu taufen! Das war nicht ein Auftrag nur an die Kleriker, sondern an jeden Jünger des Herrn!

 

*** Rbi8  Matthäus 28:16-20 ***

Die elf Jünger dagegen gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte, 17 und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm, einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Der Auftrag war auch nicht auf die ersten zwei Jahrhunderte limitiert, sondern bis zum Abschluss des Systems! Wir in der Endzeit sind somit ebenso betroffen wie jene Jünger des ersten Jahrhunderts! So verstanden es die etwa fünfhundert versammelten Männer an jenem denkwürdigen Tag, wo Jesus sich ihnen zum letzten Mal als auferstanden und lebend gezeigt hatte! Jesus bestimmte keinen Papst als Nachfolger! Er allein war es, der alle Gewalt im Himmel und auf der Erde in seiner Hand hält!

 

6.5.4.2          Die Form der Anbetung Gottes, die Jesus hervorgehoben hat

Das ganze GESETZ Mose enthielt das Rüstzeug dessen, was Jesu Nachfolger nun zu verwirklichen hatten! Diesen Zusammenhang der neuen Form der Anbetung Gottes, die nicht an steinerne Tempel gebunden sei, dies hatte Jesus jener samaritischen Frau am Brunnen von Sychar gegenüber schon deutlich erklärt, als jene nach der korrekten Form der Anbetung Gottes fragte. Sie war von ihren Priestern davon überzeugt worden, dass sie den Tempel auf dem Berg Gerisim besuchen müsste, um dort ein goldenes Kalb anzubeten. Sie wusste aber, dass die jüdischen Priester davon redeten den Tempel in Jerusalem zu besuchen, was auch die Schrift bestätigt. Nun aber erklärte ihr Jesus:

 

Jesus gibt der Samaritanerin wichtigen Rat die Anbetung Gottes betreffend*** Rbi8  Johannes 4:20-26 ***

Unsere Vorväter haben auf diesem Berg angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ 21 Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Jesus ist der Retter, der Messias, der aus den Juden gekommen ist und Moses hatte schon erklärt, dass auf ihn alle Menschen hören müssen! Wer nicht auf ihn hört, wird vom Volk abgeschnitten! Jesus sprach vom Vater, dem einzigen wahren Gott, der ein Geist ist, also keinen physischen Körper besitzt und unmöglich mit einer Dreifaltigkeit in Einklang zu bringen sei, der in den Messen der Kirchen verkündet wird! Niemals war angekündigt worden, dass der Messias selbst Gott sei, sondern stets war von einem himmlischen Abgesandten Gottes die Rede! Jesus selbst bestätigte dies mehrfach!

 

*** Rbi8  Johannes 5:19-24 ***

Daher fuhr Jesus fort, ihnen zu antworten und zu sagen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht. Denn was immer jener tut, das tut auch der Sohn in gleicher Weise. 20 Denn der Vater hat Zuneigung zum Sohn und zeigt ihm alle Dinge, die er selbst tut, und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, so daß ihr euch wundern mögt. 21 Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.

 

Jesus kopierte das, was ihm der Vater erklärte und zeigte. Es ist ein Meister-Lehrling Verhalten. Genauso beauftragte er auch seine Apostel und Jünger auf ihn zu hören und die Dinge so auszuführen, wie er es ihnen zeigte! Sie sollten dieselben und gar noch grössere Werke als er selbst vollbringen! Dadurch verbleiben auch wir in der Liebe des Christus und des Vaters! Auf Jesu Worte hören anstatt auf die Worte falscher Christusse hereinzufallen, dies bedeutet Leben!

 

Abraham blickt zu den zahllosen Sternen am Himmel und preist den SvchöpferAllem voran steht eine klare Erkennung der Person des wahren, des einzigen Schöpfergottes, Jehovas, dem selbst die Sterne ihren Namen verdanken und den Abraham mit Namen anrief! Alle Völker behaupten doch, dass ihr Gott der wahre sei, nur einer aber ist Schöpfer des Himmels und der Erde und hat durch Machttaten seine Göttlichkeit bewiesen! Sein Sohn seinerseits vollbrachte Wunder wie sie nie zuvor geschehen waren und gab stets die Ehre dem Vater. Nur Jehova sagt die Zukunft mit absoluter Präzision vorher und nur durch Sein auserwähltes Volk der Juden war dies geschehen, Nachkommen Abrahams gemäss der Verheissung durch Isaak! Nicht Jesus oder irgendwelche Arten von Göttern sollen angebetet werden, allein dem Vater gebührt Anbetung hatte Jesus stets gelehrt und gezeigt, in Erfüllung des GESETZES Mose! Er hatte sich nicht in unwürdiger Weise weder vor den Pharisäern, noch den Schriftgelehrten, noch vor dem Hohepriester geneigt, wo jene die Wahrheit mit Füssen traten! Falsche Anbetung bedeutet auch jemanden mehr Gehör zu schenken als Gott! Satan und sein Same erwarten solcherlei falsche Anbetung!

 

*** Rbi8  Johannes 4:22 ***

Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden.

 

Jesus war von Geburt ein Jude und auch die Apostel und ersten Jünger, die uns von Gott her inspirierte Schriftdokumente hinterliessen! Die Rettung kommt nur seitens der Juden und ausschliesslich durch Jesus! „Außerdem haben wir selbst gesehen und legen Zeugnis davon ab, daß der Vater seinen Sohn als Retter der Welt ausgesandt hat. Wer immer das Bekenntnis ablegt, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist, mit dem bleibt Gott in Gemeinschaft und er in Gemeinschaft mit Gott.“ (1.Joh 4:14, 15) Es gibt keinen anderen Retter, der von Gott verordnet ist! Das bedeutet aber nicht, dass wir Jesus anbeten sollen, sondern ihn als Herrn, als Hohenpriester und als König anerkennen, der jeder anderen irdischen und himmlischen Macht vorgesetzt ist! Jedes andere Objekt der Verehrung und Anbetung oder als Retter ist somit sinnlos! Weder Maria, noch Heilige, noch Engel vermögen zu retten, obwohl viele zu jenen beten. Mittels „Geist und Wahrheit“ sind solche Dinge aus der Heiligen Schrift zu erfahren und zu berücksichtigen. Dadurch gefallen wir Gott: Der Zeitpunkt des Auftretens von Gottes Retter war mit Jesu Taufe im Jordan gekommen; er verwies all seine Jünger dahingehend, nicht zu ihm selbst sondern zu seinem Vater, unserem GOTT zu richten, an den wir unser Flehen in seinem Namen dirigieren sollen: „Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde.“ (Joh 14:13). Erinnern wir uns nochmals der Worte Jesu an die Samaritanerin:  „... die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden.

 

6.5.4.3          Missbrauch durch die christliche Priesterschaft, die sich an Zoroaster und am Mithraskult statt an Jesus ausrichtet

Welcher Missbrauch aber stellt jeder gerechtigkeitsliebende Christ fest, wenn er den Glauben der Grosskirchen und deren Ritualhandlungen zu hinterfragen beginnt!

 

Die Inful aus dem MythraskultDie Inful (Bild links), die wie ein geöffnetes Fischmaul aussieht, welche der Papst und die Bischöfe tragen, dies war bereits die Kopfbedeckung der heidnischen Priester im Mithraskult.

 

Der Nimbus aus dem Mithraskult auch bei ZoroasterSie trugen bei ihren feierlichen Ritualhandlungen ebenso einen Stab (Bild rechts, Zoroaster). Auch den Heiligenschein oder Nimbus (Aureole) genannt finden wir bereits bei zoroastrischen Abbildungen.

 

„Pater-Patrum“ war die Bezeichnung des höchsten Priesters im Mithraskult, der doch in Rom der Kaiser selbst war! Mit dessen weiterem Titel „Pontifex Maximus“ liess sich der Kaiser von den Untertanen frönen und anbeten. Diese heidnischen Titel auf den Papst zu übertragen förderte die Unterwerfung der Gläubigen unter ein einzigen Oberhaupt, dies obwohl Jesus seine Nachfolger deutlich gewarnt hatte, dass sich niemand „Vater“ oder gar „Führer“ nennen sollte.

 

*** Rbi8  Matthäus 23:9-10 ***

Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus.

 

Im amtlichen Buch der Katholischen Kirche „Der Glaube der Kirche“, von Neuer-Roos wird der Lehrsatz Nr. 430 der Kirche wiedergegeben der lautet: „Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig". Wenn wir uns somit liebevoll an unseren himmlischen Vater wenden, so dringt zumindest im  Unterbewusstsein des Katholiken gleich auch noch der römische „heilige Vater“ ins Spielfeld. Welchem dieser Väter wirst du dich unterordnen, wenn deren Lehren und Handlungen offensichtlich voneinander abweichen?

 

Paulus zeigt die Stellung des Christus im Brief an die Epheser deutlich auf. Er erwähnt Jehova als „den Gott unseres Herrn Jesus Christus“!  Mittels Geist der Weisheit ist dies durchaus anzuerkennen!

 

*** Rbi8  Epheser 1:15-23 ***

Das ist der Grund, weshalb auch ich, da ich von dem Glauben gehört habe, den ihr an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen habt, 16 nicht aufhöre, für euch Dank zu sagen. Ich erwähne euch weiterhin in meinen Gebeten, 17 damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch einen Geist der Weisheit und der Offenbarung in der genauen Erkenntnis seiner selbst gebe, 18 so daß ihr, die Augen eures Herzens erleuchtet, erkennen mögt, welches die Hoffnung ist, zu der er euch berufen hat, welches der Reichtum der Herrlichkeit ist, den er als Erbe für die Heiligen bereithält, 19 und welches die alles übertreffende Größe seiner Macht uns, den Gläubigen, gegenüber ist. Es ist der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke gemäß, 20 mit der er in Christi Fall gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Örtern zu seiner Rechten setzte, 21 hoch über jede Regierung und Gewalt und Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem künftigen. 22 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

 

Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des ChristusAls Miterben der Herrlichkeit sind alle gläubigen Christen zusammen mit den Aposteln berufen ihren Anteil an der Aufgabe wahrzunehmen und zu erfüllen, das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mit Glaubenden anzufüllen die Gottes Willen erkennen und ausführen! Jesus hat dabei die höchste Stelle an Gottes rechter Seite, so wie dies David im Psalm 110 deutlich vorangekündigt hatte! Jesus ist das alleinige „Haupt“ jedes Christen und jeder Versammlung! Jehova ist darüber „König der Könige“, das „Haupt des Christus“.

 

Jede Art von Kirchenhierarchie die sich dazwischenschiebt stammt nicht von Gott und ist nicht von Jesus autorisiert! Die kommende Hierarchie wird durch Gott selbst mittels Jesus und der Apostel eingesetzt! Das geschieht erst nachHarmagedon“, wo jede Macht und Autorität dieses Systems zunichte gemacht wird [B3]. Dies wird dreissig Tage vor dem Beginn des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ [Bb; a1] sein, verbunden von Jesu Wiederkehr „mit den Wolken“, dann der Erstauferstehung der Gerechten die zu Beginn erfolgt! [Bb; a1] Erst dann ist die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, die „neuen Himmel“ handlungsfähig!

 

Paulus erklärt hierzu: „Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.“ (1.Kor 15:24) Jede Form hierarchischer Gebilde wird durch Jesus zunichte gemacht!

 

*** Rbi8  Epheser 1:8-14 ***

Diese [[Erkenntnis]] hat er auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir [[(die Apostel, die „Braut, die Frau des Lammes“)]] zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir, die wir zuerst auf den Christus gehofft haben. 13 Doch auch ihr habt auf ihn gehofft, als ihr das Wort der Wahrheit, die gute Botschaft über eure Rettung, gehört habt. Durch ihn seid ihr auch, als ihr gläubig geworden seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, 14 der ein im voraus gegebenes Unterpfand unseres Erbes ist, zum Zwecke der Befreiung durch ein Lösegeld des besonderen Besitzes [Gottes], zum Lobpreis seiner Herrlichkeit.

 

All dies ist somit seit den Tagen der Apostel kein „heiliges Geheimnis“ mehr das ungelüftet wäre, sondern wurde deutlich beschrieben! Die Kirche aber hatte überhaupt kein Interesse daran, dass die Gläubigen dieses „heilige Geheimnis“ verstehen sollten, weil sie dadurch doch das Lügengebilde jeder Art von menschlicher Hierarchie die das Königreich vorwegnimmt durchschauen könnten! Sie baute darum ihre eigenen Mysterien auf!

 

Wir aber möchten uns keiner „menschlichen Schöpfung“ als „obrigkeitlicher Gewalt“ ausser der von Christus eingesetzten unterwerfen, weil dies mit der Befreiung die Jesus uns durch die Taufe gab unvereinbar ist! Als einziges „Haupt der Christenversammlung“ unterwerfen wir uns ihm! Er hat uns durch Lösegeld von unserer Schuld und vom Fluch befreit!

 

Ende aller Regierungsmacht und Autorität dieses Systems?
 

6.5.4.4          Woher stammen die Parallelen der Weissagungen Zoroasters und jene des Propheten Daniel im Zusammenhang der Jungfrauengeburt?

SchachmattWenn wir den Ablauf der Geschichte über die Jahrtausende aus der Sicht biblischer Vorhersage betrachten, so ist zu erkennen, dass wie auf einem Schachbrett die Züge von den beiden Spielern geplant und ausgeführt werden, so auch das Geschehen in der wirklichen Welt von Seiten höherer Spieler gelenkt werden. Wir sehen zwar wie die Figuren fallen, können aber die Planung der Spielzüge im geistigen Bereich nur anhand ihrer jeweiligen Offenbarungen im Voraus erkennen! Sowohl Jehova als auch Satan geben inspirierte Äusserungen von sich, welche durch Propheten weitergegeben werden! Es ist an uns die Prophetie zu unterscheiden und wahre von falschen Propheten abzutrennen!

 

Wie beim Schachspiel so interessiert uns auch heute vor allem der Ausgang, der Sieger, jener, der den Gegner Schachmatt setzen wird! Jehova liess uns diese Information durch Seinen wahren Propheten Jesaja mitteilen.

 

*** Rbi8  Jesaja 46:8-11 ***

Gedenkt dessen, damit ihr Mut fassen mögt. Nehmt es zu Herzen, ihr Übertreter. 9 Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, daß ich der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; 10 der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind; der spricht: ‚Mein eigener Beschluß wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun‘; 11 der vom Sonnenaufgang her einen Raubvogel ruft, aus fernem Land den Mann, der meinen Beschluß vollziehen soll. Ich habe [es] ja geredet; ich werde es auch herbeiführen. Ich habe [es] gebildet, ich werde es auch tun.

 

In erster Linie erfüllte es sich durch Nebukadnezar, der Juda zwei Mal überfiel und 607 u.Z. die Stadt Jerusalem und das Land verwüstete. Es ist aber gleichzeitig wiederum eine Warnung an die heute Herrschenden Jehovas zu gedenken, der Seinen Heerführer, den Erzengel Michael, den erhöhten Jesus zur Urteilsvollstreckung Harmagedons senden wird. Wir sollen somit erkennen, dass zwei Spieler tätig sind, Jehova und Satan, den „Gott dieses Systems der Dinge“ und wir sollten den einen wie den anderen nicht unterschätzen! Dies bedingt, dass wir unseren Glauben immer wieder überprüfen und sehen, ob unsere Gedanken richtig ausgerichtet sind, oder wir die Hoffnung auf Nichtigkeit setzen, welche die „falschen Propheten“ mit Geschick ausstreuen, um unseren Blick in die falsche Richtung zu lenken, uns „Frieden und Sicherheit“ vorgaukeln, wo der Schöpfergott dem Bösen Untergang verspricht,. die so oder so vergehen wird! Satan, als „Engel des Lichts“ ist sehr geschickt darin Menschen in die Irre zu führen!

 

E-Book: Der falsche Prophet
 

Auch Zoroaster hatte prophezeit im sechsten Jahrhundert v.u.Z. prophezeit, dass eine Jungfrau ein Kind gebären würde, das König über die gesamte Erde werden soll. Zoroaster aber lebte zur Zeit des Propheten Daniel, als jener im Exil Babylons bereits über diese Dinge berichtete, wo schon vor ihm Moses, Jesaja und andere Propheten dasselbe verkündet hat! Schon über zwei Jahrhunderte zuvor hatte Jesaja darüber berichtet!

 

*** Rbi8  Jesaja 7:14 ***

Darum wird Jehova selbst euch ein Zeichen geben: Siehe! Die Herangereifte [[(die Jungfrau)]] , sie wird wirklich schwanger werden, und sie gebiert einen Sohn, und sie wird ihm gewiß den Namen Immanuel geben.

 

Immanuel bedeutet „Gott mit uns“. Gott selbst würde jenes Kindes Vater sein!

 

Auch Satan kannte jene Schriftstelle und die Vorhersage Daniels betreffend der siebzig Jahrwochen! Geschickt wurden jene Worte in einer eigenen „Offenbarung“ an Zoroaster gegeben, damit parallel ein ähnlicher Glaube wie im Judentum wachsen könnte und zu Unsicherheit und Ungereimtheiten führen würde!

 

Die Verehrung der drei Weisen oder der später so genannten „drei Könige“ aus dem Morgenland, wo die Bibel doch deutlich von „Astrologen aus östlichen Gegenden“ (Mat 2:1) spricht. Dies ist ein Beispiel, das offensichtlich mit der Vorhersage Zoroasters und dem Mithraskult zu tun hat, der zur Zeit Jesu Hauptreligion im Zweistromland war. Der Besuch jener drei Astrologen an der Krippe Jesu kam nicht von ungefähr und führte durch Herodes zur Kindestötung in Bethlehem. Der Sinn dahinter war auf die Tötung Jesu als dem König der Juden ausgerichtet, obwohl jene Astrologen die Absicht dahinter nicht gekannt haben mögen! Das Werk „Einsichten in die Heilige Schrift“ der WATCHTOWER gibt unter dem Stichwort Astrologen folgenden Hinweis:

 

Astrologen

   Es ist daher nicht von ungefähr, daß Justinus der Märtyrer, Origenes und Tertullian unter den in Matthäus 2:1 erwähnten mágoi Astrologen verstanden. Tertullian schrieb: „Der Zusammenhang, worin Magie und Astrologie stehen, ist bekannt. Die ersten, welche ... ihn [Jesus] beschenkten, waren Sterndeuter“ (Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 1, 1912, Über den Götzendienst, Abschnitt 9, S. 149). Der Ausdruck „Magier“ wurde „im Osten eine allgemeine Bezeichnung für Astrologen“ (The New Funk & Wagnalls Encyclopedia, 1952, Bd. 22, S. 8076).

 

Nur durch Eingreifen des Engels Gabriel wurde Joseph, Maria und Jesus die Flucht nach Ägypten möglich! Kein Zufall, dass sechs Jahrhunderte danach Mohammed behauptete, dass derselbe Engel Gabriel ihm Offenbarungen gebracht habe, allerdings mit früheren im Widerspruch liegende. Können wir anhand dieses Beispiels den Zusammenhang der zwei Geistermächte sehen, die im Hintergrund die Schachzüge führen? Astrologie und Magie sind eng mit Wahrsagerei verbunden. Diese waren, sind und bleiben Verbindungspunkt zu unheimlicher Macht der Dämonen und wurden seit Mose durch Gott deutlich verabscheut und gar Kontakte mit jenen Geistern mittels der Todesstrafe geahndet! (1.Mo 41:8; 2.Mo 7:11, 22; 3.Mo 19:26; 5.Mo 18:9-13)

 

Die drei Astrologen aus dem Morgenland nicht in Bethlehem, sondern in Nazareth*** Rbi8  Matthäus 2:7-12 ***

Dann berief Herodes heimlich die Astrologen und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit der Erscheinung des Sterns; 8 und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: „Geht und stellt genaue Nachforschungen nach dem kleinen Kind an, und wenn ihr es gefunden habt, so meldet es mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.“ 9 Als sie den König angehört hatten, gingen sie ihres Weges; und siehe, der [[(intelligente!)]] Stern [[(Satan, der „Engel des Lichts“)]], den sie gesehen hatten, [als sie] im Osten [waren], ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stehenblieb, wo sich das kleine Kind befand. 10 Als sie den Stern sahen, freuten sie sich tatsächlich sehr. 11 Und als sie in das Haus kamen, sahen sie das kleine Kind bei Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm. Auch öffneten sie ihre Schätze und brachten ihm Gaben dar: Gold und duftendes Harz und Myrrhe. 12 Weil sie aber im Traum eine göttliche Warnung erhielten, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

 

Um nach Bethlehem zu gelangen brauchten sie keinen „Stern“, denn jedermann war dieser Weg bekannt! Wohin führte sie jenes „Licht“, das die Astrologen als „Stern“ deuteten? „... der Stern, den sie gesehen hatten, [als sie] im Osten [waren], ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stehenblieb, wo sich das kleine Kind befand.“ Das war exakt das Wohnhaus der Familie Josephs in Nazareth!

 

Herodes kannte jenen Ort nicht, wo ihm eine Konkurrenz in der Königsmacht erwachsen war! Satan aber wusste, wo Jesus zu jener Zeit war und führte die Astrologen „in das Haus“, wo das Kleinkind Jesus nun mit seinen Eltern war. Es war nicht im Stall von Bethlehem, sondern inzwischen in deren eigenem Haus in Nazareth! Die „Einschreibung war längst erfolgt, kein Grund, sich in Bethlehem länger aufzuhalten.

 

Jesus war zu diesem Zeitpunkt somit ein Kleinkind, etwas unter zwei Jahre alt und befand sich mit den Eltern inzwischen bereits längere Zeit wiederum in Nazareth! Maria und Joseph gingen doch im Herbst des Jahres 2 v.u.Z. nach Bethlehem, um sich einschreiben zu lassen, fanden keinen Platz in der Herberge und begnügten sich mit einem Stall. Sie kehrten unmittelbar nach der Niederkunft und der Erfüllung der Einschreibefrist nach Nazareth zurück! Zudem war laut GESETZ am vierzigsten Tag die Darstellung des erstgeborenen Knaben im Tempel, wo Lukas deutlich danach von der Rückkehr nach Nazareth spricht! Offensichtlich waren jene Weisen zu jener Zeit noch gar nicht auf ihre lange Reise aufgebrochen! Jesus war ja erst durch Darstellung im Tempel als Erstgeburt vor Gott anerkannt!

 

*** Rbi8  Lukas 2:39-40 ***

Als sie dann alles nach dem Gesetz [[GESETZ]] Jehovas ausgeführt hatten, kehrten sie nach Galiläa in ihre eigene Stadt Nazareth zurück. 40 Und das kleine Kind wuchs heran und erstarkte, wurde mit Weisheit erfüllt, und Gottes Gunst war weiterhin auf ihm.

 

Szene für Leichtgläubige: Hirten und die drei Weisen im Stall in Bethlehem, während von einem "Haus" die Rede ist, wo die Astrologen das "Kleinkind", nicht das "Wickelkind" Jesus fanden.Die Darstellung von Jesus als Wickelkind in der Krippe und an deren Seite die drei Könige, dies ist nach exakter Einordnung auf der Zeitachse ein blosser Mythos der späteren Kirche! Da die Schriftgelehrten als Punkt der Geburt gegenüber Herodes Bethlehem erwähnt hatten, liess nachdem ein Engel die drei Weisen auf einem anderen Weg heimsandte der König dort alle Knaben im Alter unter zwei Jahren töten! Herodes wusste nicht, dass Maria und Joseph aus Nazareth die Eltern waren.

 

Die Vorhersagen Zoroasters hatten somit todbringende Folgen gehabt, Gottes Schutz aber lag über dem Messiaskind! Der Schachzug Satans gegen den König Jehovas wurde von Gott her vereitelt! 

 

Nur durch Gottes Eingreifen mittels seines Engels wurde verhindert, dass der Aufenthaltsort Jesu Herodes bekannt wurde! Gott zeigte seine Macht und Kenntnis der Dinge und hat seine eigenen Züge geplant und verwirklicht!

 

*** Rbi8  Matthäus 2:13-15 ***

Als sie weggezogen waren, siehe, da erschien Jehovas Engel dem Joseph im Traum und sprach: Steh auf, nimm das kleine Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten, und halte dich dort auf, bis ich dir Bescheid gebe; denn Herodes ist im Begriff, nach dem kleinen Kind zu suchen, um es zu vernichten.“ 14 Da stand er auf und nahm das kleine Kind und dessen Mutter bei Nacht und zog weg nach Ägypten, 15 und er hielt sich dort bis zum Lebensende des Herodes auf, damit erfüllt würde, was Jehova durch seinen Propheten geredet hatte, welcher sagt: Aus Ägypten rief ich meinen Sohn.“

 

Jehova lenkte die Dinge zur Zeit der Geburt Jesu bis hin zum Tode! Er lenkt auch die Auferstehung „im Geiste“ (1.Pe 3:18) unmittelbar nach dem Tod, Jesu Erhöhung zum Erzengel im Himmel und Priesterkönig über die Erde (Mat 28:18; Off 5:11, 12). Die Wiedereinführung des „männlichen Sohnes“ in die bewohnte Erde zu Beginn der Endzeit erfüllt sich mit derselben Genauigkeit. Gott beschützt nun die „Frau“, die frühauferweckten Apostel, „die Braut des Lammes“ an ihrer „von Gott bereiteten Städte in der Wildnis“! (Heb 1:6, Off 12:5, 6)

 

6.5.4.5          Vorhersagen Satans durch Zoroaster spielen bis in die Endzeit eine Rolle!

Uns interessieren somit auch die Schachzüge von Gottes Gegenspieler, um darauf mit entsprechender Vorsicht zu achten! Wer lenkte nun jenen „Stern“, oder jenes sternähnliche „Licht“, damit die Astrologen aus dem Morgenland Jesus in Nazareth fanden, um so die Nachricht des wahren Aufenthaltes zu Herodes zu bringen?

 

Nazareth liegt auf dem Weg zurück nach Babylon, Bethlehem dagegen entfernt davon. Der Engel warnte die Astrologen zu Herodes zurückzukehren.Zuerst gingen sie doch nach Jerusalem, dann erst führte sie der „Stern“ wiederum rückwärts in jene Richtung südwestlich den sie schon gekommen waren! Ganz offensichtlich sollte Herodes durch eine Bestätigung der drei Astrologen über den Wohnort informiert werden! Woher aber hatten jene Astrologen die Kenntnis, dass sie auf einen „Stern“ achten sollen und, dass der Zeitpunkt für die Geburt eines wichtigen Königs gekommen sei?

 

Die Magier im Mithraskult Persiens erwarteten bereits das Kommen eines Erlösers auf die Erde, der aus einer Jungfrau geboren werden sollte. Sie sollten in ihrer Funktion als Astrologen nach dem Aufgehen eines neuen, bisher unbekannten „Sterns“ Ausschau halten. Es war ein Mysterium.

 

   Horchet, ich werde euch das erstaunliche Mysterium vom Grossen König offenbaren, der in die Welt kommen soll. Bei der Vollendung der Zeit, im Augenblick der Erlösung, die sie beendet, wird ein Kind empfangen und mit seinen Gliedern im Schosse einer Jungfrau gebildet werden, ohne dass ein Mann ihr nahe gekommen ist.

Auch Zarathustra redete von einem kommenden grossen König: Die Astrologen kannten dessen Vorhersagen 

Diese Worte entstammen einem Zitat Zoroasters (Zarathustras) aus dessen Weissagungen. Einige Religionsforscher sind gar der Meinung, dass Zoroaster zur Zeit Daniels im siebten Jahrhundert im Einflussbereich Babylons gelebt habe und den Monotheismus von den Juden her kopiert habe. Betreffend der Lebenszeit Zoroasters gibt es drei sich widersprechende Versionen, wobei die letzte die Wahrscheinlichste ist:

 

   Zarathustra lebte um 600 v. Chr. Diese späte Variante basiert auf der Überlieferung des islamischen Gelehrten al-Biruni, der nach sassanidischer Tradition den Zeitpunkt der Berufung Zarathustras auf 258 Jahre vor Alexander festgelegt hat. Diese Ansicht vertreten Lommel, Altheim und Hinz. Damit definiert man seine Lebenszeit auf *630 v. Chr. bis †553 v. Chr. Nach Hinz vermutet man ein Zusammentreffen von Zarathustra und Kyros II. (601–530 v. Chr.), der dessen Lehre nicht übernahm, sondern tolerant gegenüber den anderen Religionen auftrat. [2]

 

Der persische König Kyros ist der biblische Cyrus, der durch seinen Mitkönig Darius Daniel als einen von drei Vorstehern über die 120 Satrapen gesetzt hatte, die das Reich verwalteten (Da 6:1, 2). Das geschah nach dem Fall Babylons im Jahre 539 v.u.Z. in die Hand der Medo-Perser (Da 5:30, 31). Direkte Kontakte zu Daniel und Vermischung von Jüngern Zarathustras mit Juden wären somit wahrscheinlich gewesen.