Newsletter „DER WEG“ 8/01-3   Januar 2008

Neubearbeitung: 10.5.15 / 17.8.18

 

 

8.1.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief an die Römer

 

   Paulus erklärt den christlichen Brüdern in Rom die verschiedenartigen Gesetze, welche die Menschen beherrschen und versklaven. Er zeigt, dass wir von Natur aus dem „Gesetz der Sünde“ unterstehen, das mit den Wünschen des Fleisches im Einklang steht. Wir aber sollen dieses aufgrund des „GESETZES des Geistes“, das Gott uns gab zu beherrschen lernen. Da das „Sinnen des FleischesTod bedeutet, das GESETZ das Jehova Gott gibt aber Leben ist, so möchte Paulus diese Unterschiede nicht nur den Christen Roms einprägen, vielmehr jedem von uns, die wir mit denselben Konflikten konfrontiert sind! (Rö 8:6, 7) Es gibt keine wahre Freiheit ohne festgesetzte Grenzen!

 

Bestreichen der Türpfosten mit Blut des Lammes in Ägypten *** Rbi8  Galater 5:13-15 ***

Ihr seid natürlich zur Freiheit berufen worden, Brüder; nur benutzt diese Freiheit nicht als einen Anlaß für das Fleisch, sondern durch Liebe dient einander wie Sklaven. 14 Denn das ganze GESETZ ist in einem Ausspruch erfüllt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 15 Wenn ihr jedoch einander fortgesetzt beißt und verschlingt, so seht euch vor, daß ihr nicht voneinander vertilgt werdet.

 

   Jehova hatte Israel zwei Wege aufgezeigt: Den Weg der Sünde, der den Tod hervorbringt und den Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit, der zum ewigen Leben führt. Um zu erkennen, was in Gottes Augen gut und was schlecht ist, gab Jehova Israel das „vollkommene GESETZ das zur Freiheit gehört“. Der Jünger Jakobus verbindet es in seinem Brief mit dem glücklich werden: Wer aber in das vollkommene Gesetz [[(das „GESETZ des Christus“)]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist. (Jak 1:25).

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

   Gott seinerseits forderte Israel auf: Ihr sollt das Leben wählen.Jesus, der alle Gebote Gottes hielt und Dessen Willen stets ins Zentrum stellte erklärte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Seinen Weg, seine n Schritten gilt es exakt zu folgen!

 

*** Rbi8  Johannes 14:6-7 ***

Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

 

   Paulus beschreibt Jesus als vollkommenes Abbild des Vaters. (Kol 1:15) Die ersten Christen nannte man „den Weg“, eben, weil sie Jesus exakt auf dessen Spuren nachfolgten. Die Apostel gaben ihnen hierzu Vorbild, da sie genau das taten, was Jesus sie gelehrt und ihnen aufgetragen hatte! Wo immer in einer Versammlung Menschen vom geraden Weg abwichen, da folgte unmittelbar darauf ein Hinweis und eine Korrektur! Die Briefe des Paulus und der anderen Apostel und Jünger, die Apostelgeschichte und die sieben Sendschreiben Jesu in der Offenbarung sind dafür Beweis! Diese frühen Christen wurden zu geistigen Juden, die Gottes Gebote ihrem Sinn, den dahinterstehenden Prinzipien gemäss anwendeten und lehrten! Sie folgten Jesu Fussspuren exakt nach, indem sie alle Gebote anwendeten! Erst durch den schnell sich verbreitenden Abfall während des sich nahenden Endes der apostolischen Zeit kam es zu ersten Sektenbildungen. Von Hymenäus ausgehend bildete sich die Nikolaus-Sekte. Nach dem Tod des letzten Apostels Johannes kam es zu massivem Abfall und immer weiterer Sektenbildung, wo Führer das eine oder andere Gesetz in den Vordergrund rückten und dabei göttliche Gebote ablehnten und durch Anordnungen aus dem Heidentum ersetzten. Johannes erklärte hierzu:

 

Zehn Gebote *** Rbi8  1. Johannes 2:4-6 ***

Wer sagt: „Ich habe ihn [[(Jesus)]] kennengelernt“ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. 5 Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind. 6 Wer sagt, er bleibe in Gemeinschaft mit ihm, ist verpflichtet, selbst auch weiterhin so zu wandeln, wie jener wandelte.

 

   Da Jesus seinen Vater in allem nachahmte war er Gott ähnlich. In ihm war keine Sünde, was doch Übertretung des GESETES bedeutet: „Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“ (Joh 8:45-47)

 

   Wir sollen Jesus in allem nachahmen und dadurch so werden wie er ist! Paulus spricht davon in den Christus als „Haupt“ hineinwachsen (Eph 4:15). Wer ihn sah konnte förmlich Gott und dessen Eigenschaften in ihm wiedererkennen. Wie es Johannes ausdrückt war Jesus „ein Gott“ oder „ein Göttlicher! (Joh 1:1) Alles, was auf uns Macht ausübt und von uns Gehorsam erwartet kann zu einem „Gott“ werden, wenn wir uns dieser Sache oder dieser Person in ungesetzlicher Form unterordnen!

 

   Jesus erklärte selbst, dass er Gottes Sohn sei. Er selbst aber machte sich nie zu GOTT oder Gott gleich! In allem, was er tat gab er Jehova die Ehre, unterordnete sich ihm freiwillig und mit frohem Sinn. Die meisten Juden anerkannten ihn aber nicht in seiner von Jehova verordneten Aufgabe an und folgten eher ihren von der Wahrheit abgewichenen Vorstehern. Sie lehnten es ab Jesus wirklich zuzuhören, um Verständnis zu erlangen, was er Gewichtiges mitzuteilen habe. Jesus selbst brachte dieses Licht des Verständnisses der kommenden Dinge, welche die Lücken ausfüllte, welche die Propheten als „heiliges Geheimnis“ offengelassen hatten. Jene Vorsteher hatten Gottes GESETZ in seiner Tiefe (dahinter wirkenden Prinzipien) weder verstanden noch wendeten sie es wirklich in ihrem Leben an. Sie waren viel mehr dem Buchstaben des GESETZES verhaftet, als dem Sinn dahinter. Das forderte sie zum Widerstand gegen Jesus heraus, der ihre unfruchtbaren Werke anprangerte! In ungesetzmässiger Weise versuchten sie daher das GESETZ Gottes und ihre eigenen Überlieferungen der Vorväter gegen Jesus anzuwenden:

 

*** Rbi8  Johannes 10:31-39 ***

Nochmals hoben die Juden Steine auf, um ihn zu steinigen. 32 Jesus erwiderte ihnen: „Ich habe euch viele vortreffliche Werke vom Vater her sehen lassen. Für welches dieser Werke steinigt ihr mich? 33 Die Juden antworteten ihm: „Wir steinigen dich nicht wegen eines vortrefflichen Werkes, sondern wegen Lästerung, ja weil du, obwohl du ein Mensch bist, dich selbst zu einem Gott machst. 34 Jesus antwortete ihnen: „Steht nicht in eurem GESETZ geschrieben: ‚Ich habe gesagt: „Ihr seid Götter.“ ‘? 35 Wenn er diejenigen ‚Götter‘ nannte, gegen die das Wort Gottes erging, und die Schrift kann doch nicht ungültig gemacht werden, 36 sagt ihr da zu mir, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: ‚Du lästerst‘, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? 37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht. 38 Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, auch wenn ihr mir nicht glaubt, damit ihr zu der Erkenntnis kommt und weiterhin erkennt, daß der Vater in Gemeinschaft mit mir ist und ich in Gemeinschaft mit dem Vater bin.“ 39 Daher suchten sie ihn wieder zu greifen; er aber begab sich außerhalb ihrer Reichweite.

 

Sollte man an die Dreieinigkeit glauben?   Wer Jesus zu einem Teil eines dreieinigen Gottes macht begeht den umgekehrten Fehler den die Juden machten, die behaupteten, Jesus hätte sich selbst zu Gott gemacht! Beides ist Verstoss gegen das 1.Gebot „keine anderen Götter“ neben Jehova zu setzen! Andererseits Jesus „dem ALLMÄCHTIGEN GOTT“ gleichzumachen, wie dies in der Christenheit seit dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 u.Z. geschieht, dies ist dagegen eine wirkliche Lästerung und Rede „wider den heiligen Geist, gegen Gottes deutlich geäusserten Willen und entgegen seinem GESETZ, eine klare Verletzung jenes ersten Gebotes Gottes an Moses! Dadurch wird Gottes geoffenbartem Geist und Willen direkt zuwider geredet! Gott selbst hatte zu Israel deutlich gesagt:

 

*** Rbi8  2. Mose 20:1-3 ***

Und Gott redete dann alle diese Worte, indem [er] sprach:

2 „Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben.

 

   Jesus hat sich dieser Übertretung niemals schuldig gemacht. In beiden Fällen, jenem der Juden und jenem der Christen aber wird dieses erste Gebot zweifelsfrei verletzt und in ebenso beiden Fällen berufen sich die Übertreter darauf, das GESETZ anzuwenden! In beiden Fällen ist die treibende Kraft dahinter Satan, der Menschen zur Gesetzesverletzung verführt. Schon zu Eva hatte er gesagt: „Ihr werdet ganz bestimmt so sein wie Gott“ (1.Mo 3:1-5). Niemand aber kann Gott gleich werden!

 

   Paulus erklärt, dass Gottes GESETZ vortrefflich ist, sofern man es „gesetzmässig anwendet (1.Ti 1:8). Jedes Gesetz kann ungesetzlich angewendet werden und kann dadurch zur Mordwaffe missbraucht werden! Genau das taten die Juden die Jesus zu steinigen versuchten! Ein Gott“ oder Mächtiger (nicht als „Gott der Allmächtige“) an der Seite Gottes zu sein und Dessen Werke zu tun und das göttliche Recht zu wahren wird vom GESETZ nicht abgelehnt, sondern das sich Gott gleichzumachen im Widerstand, in der Opposition gegen Jehova! Wer wie Jesus die Werke des Vaters tut, der wird vom Vater selbst geehrt und erhöht werden! Den Unterschied macht es, ob wir die Werke Gottes tun oder solche gemäss unseren Begierden, wie jene irregeleiteten Juden, welche die Werke ihres geistigen Vaters, des Teufels wirkten. Jesus selbst identifizierte jene:

 

*** Rbi8  Johannes 8:44-47 ***

Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

   Wer die Wahrheit Gottes, die in seinem Wort erklärt ist zu Gunsten einer anderen Lehre verwirft „steht in der Wahrheit nicht fest“!

 

Was ist Wahrheit?
 

   Jesus selbst beruft sich im weiter oben Wiederholten auf Gottes GESETZ und zitiert aus Psalm 82 den Vers 6 von David, wo jener unter Inspiration Gottes Standpunkt erklärt: „Ich selbst habe gesagt: ‚Ihr seid Götter, Und ihr alle seid Söhne des Höchsten. Sicherlich werdet ihr wie Menschen sterben; Und wie irgendeiner der Fürsten werdet ihr fallen!“ Es Ist Jehova selbst, der innerhalb der „Gemeinde der Göttlichen“ und „inmitten der Götter“ Gericht hält (Ps 82:1). Gott wendet sich gegen die selbstgemachten Götter unter den Vorstehern Israels und Jesus verteidigt sich dagegen, durch seine Gegner in dieser Gruppe falscher Götter eingeteilt zu werden, „gegen die Gottes Wort erging“!

 

   Er selbst erklärte sich klar und eindeutig zu „Gottes Sohn“, wie Adam, so wie durch Lukas in dessen Geschlechtsregister jener erste Mensch ebenso definiert wird, weil beide Gottes Schöpfung sind! (Lu 3:38) Paulus selbst nennt Jesus in seinen Briefen den „letzten Adam (Hebr. Adham = Erdenmensch; Geschlechtsbezeichnung der menschlichen Art, Gattungsname) (Rö 5:14 vergl. 1.Kor 15:22, 45).

 

Der Auftrag  Gottes   Jesaja zeigt, dass Gott selbst „Söhne und Töchter“ hervorbringen wird, die seinen Willen erkennen und ihn erfüllen und die seine Gebote einhalten! Die Söhne der Falschheit, der Ungesetzlichkeit, des Abfalls dagegen, die wie ihre Mutter Israel geistigen Ehebruch begehen, sie werden als „Söhne der Hurerei“ von Gott verworfen (vergl. Hos 1:10; 2:4).

 

*** Rbi8  Jesaja 43:5-7 ***

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Vom Sonnenaufgang her werde ich deinen [[(der „Frau“ (1.Mo 3:15; Off 12:5, 6))]] Samen bringen, und vom Sonnenuntergang her werde ich dich sammeln [[(vergl. Jes 66:19, 20)]]. 6 Ich werde zum Norden sprechen: ‚Gib her!‘ und zum Süden: ‚Halte nicht zurück. Bringe meine Söhne von fern her und meine Töchter vom äußersten Ende der Erde, 7 jeden, der nach meinem Namen genannt ist [[(die Versiegelten der 144.000 des „Israel Gottes“)]] und den ich zu meiner eigenen Herrlichkeit erschaffen habe, den ich gebildet, ja den ich gemacht habe.‘

 

   Um diese Dinge rund um „den GOTT“, um Jehova und um falsche Götter“ zu verstehen, die sich selbst dazu machen ist es notwendig zu erkennen, was das Wort „Götter“ oder was „ein Gott“ und der Begriff „der GOTT“ voneinander unterscheidet. Das Wort Gott“ bedeutet an sich Mächtiger. Alles, was uns etwas befielt oder bittet und dem wir uns unterordnen übt Macht über uns aus und wird dadurch in der einen oder anderen Form zu „einen Gott“ oder zu einem „Mächtigen“! Darum sagt Paulus, dass selbst der „Bauch“, der nach Speisen verlangt die Gottes GESETZ verbietet oder die „Habsucht“, wo wir Dinge begehren auf die kein Anrecht besteht, solche „Götter“ seien, wenn sie über uns Dominanz ausüben!

 

*** Rbi8  Philipper 3:18-19 ***

Denn es gibt viele, ich pflegte sie oft zu erwähnen, erwähne sie jetzt aber auch weinend, die als die Feinde des Marterpfahls [[(Pfahls, Stammes)]] des Christus wandeln, 19 und ihr Ende ist Vernichtung, und ihr Gott ist ihr Bauch, und ihre Herrlichkeit besteht in ihrer Schande, und ihr Sinn steht nach Dingen auf der Erde.

 

   Mit dem hebräischen Begriff „Ha’ El ist im Gegensatz zu irgendwelchen Göttern „der [wahre] GOTT“ gemeint, sich allein auf Jehova, den allein allmächtigen Gott als höchste Autorität beziehend!

 

   So lange wir „den GOTT“ als höchste Autorität achten und seinen Willen erfüllen werden wir selbst zu einem Nachahmer Jesu. Die Autorität die wir dadurch ausüben ist daher von Gott und für Gott! Wo jemand von diesem schmalen Weg abweicht und sich einem anderen Willen unterordnet der Gott widersteht wird diese Sache oder Person über Gott erhoben und damit zu einem Götzen oder Abgott! Man beugt sich sinnbildlich vor diesem Gott nieder, anerkennt dessen Autorität! Darum erklärter Mose im Auftrag Jehovas Israel am Ende der vierzigjährigen Wanderung warnend:

 

Die Schriften sind uns Licht*** Rbi8  5. Mose 30:17-20 ***

Wenn sich aber dein Herz wegwendet und du nicht hörst und du tatsächlich verführt wirst und dich vor anderen Göttern niederbeugst und ihnen dienst, 18 so teile ich euch heute mit, daß ihr ganz bestimmt umkommen werdet. Ihr werdet eure Tage nicht verlängern auf dem Boden, zu dessen Besitzergreifung du über den Jordan ziehst. 19 Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, daß ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, 20 indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage, damit du auf dem Boden wohnst, den Jehova deinen Vorvätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.“

 

   Sich niederzubeugen kann wörtlich gemeint sein und auch dem Sinne nach, sich dieser Sache oder dieser Person zu unterordnen. Stets bleibt der Unterschied, ob es für Gott annehmbar ist oder nicht darin, wo Gottes Gebot erfüllt und sein Wille geschieht gegenüber Verführung, wo Gottes Wille missachtet und sein Gebot übertreten werden!

 

   Da Jesaja Götzenbilder deutlich als ohne Leben (was auch bedeuten kann, dass sie in Gottes Augen Tote sind!) darstellt, richtet sich die Verehrung stets an „Götter“ dahinter, seien es Geistwesen (Paulus erklärt: „Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern.“ Eph 6:11, 12) oder Verstorbene (Gebete zu Maria und Heiligen) und noch lebende Personen (z.B. Kaiserkult, Verehrung Mächtiger).

 

   Durch die Lüge des Hymenäus, dass Tote im geistigen Bereich auferstehen würden, was auf Inspiration von Dämonen (1.Ti 4:1) zurückgeht hat sich ein heidnischer Götzenkult über die ganze Christenheit hin ausgedehnt und hat dadurch zur Gottlosigkeit geführt! Gott und Jesus aber sind niemals auf der Seite der Lüge zu finden!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-18 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger.

 

   Nur wer Gottes Willen wirklich erfüllt wird schlussendlich auf der Erde weilen und die Erfüllung der guten Botschaft vom aufgerichteten Königreich Gottes, das über die ganze Erde herrschen wird für ewig sehen! Ewiges Leben ist nicht ein unerfüllbarer Traum, sondern eine feste Zusage Gottes! Die „Erde und der Himmel sind Zeugen“, dass Gott Israel und auch uns Christen aus den Nationen den Segen und den Fluch vorgelegt hat und uns auffordert klug zu wählen!

 

Johannes soll den Tempel ausmessen*** Rbi8  5. Mose 30:19-20 ***

Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, daß ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, 20 indem du Jehova, deinen Gott, liebst, indem du auf seine Stimme hörst und indem du fest zu ihm hältst; denn er ist dein Leben und die Länge deiner Tage, damit du auf dem Boden wohnst, den Jehova deinen Vorvätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.“

 

   Sowohl das GESETZ wie auch der Glaube in den Christus und sein Loskaufsopfer sind zwei Bausteine die sich gegenseitig ergänzen und nicht ausschliessen! Das GESETZ zeigt uns die Grenzen, innerhalb derer wir uns frei bewegen dürfen, darum nennt es Jakobus „das GESETZ das zur Freiheit gehört. Paulus zeigt zudem, dass das GESETZ unser „Lehrer“ oder wie andere Übersetzer es sagen unser „Zuchtmeister“ ist, der uns zum Höhepunkt der Gesetzestreue führt, welches uns Jesus vorgelebt hat.

 

*** Rbi8  Galater 3:23-25 ***

Bevor jedoch der Glaube [[(in Jesus als dem Christus, Erlöser vom „Fluch“ auf Sünde)]] gekommen war, wurden wir unter Gesetz [[GESETZ]] verwahrt [[(dem Fluch und Segen)]], indem wir zusammen in Gewahrsam gegeben wurden im Hinblick auf den Glauben [[(in den „Propheten gleich mir“ (5.Mo 18:15))]], der geoffenbart werden sollte. 24 Folglich ist das GESETZ unser Erzieher [[(oder „Zuchtmeister“)]] geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens [[(mittels „unverdienter Güte“)]] gerechtgesprochen werden könnten. 25 Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Erzieher [[einem Zuchtmeister]].

 

   Der Christ aus den Heiden, jeder „Paulikaner“ und jeder fleischliche, messianische Jude, „Ebionitunterstehen derselben Prüfung bevor sie getauft werden können: Sie müssen Gottes GESETZE anerkennen und den „Propheten gleich mir“, wie Moses, Jesus als den verheissenen Messias anerkennen! Dadurch aber wird der Zuchtmeister“ nur bestätigt, nicht aber abgeschafft! Damit erst vereint sich GESETZ und Glaube, indem wir die Autorität des Christus als von Gott eingesetztem König anerkennen, das „GESETZ des Christus“ als Grundlage des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ anerkennen! Denn wenn wir später gegen das GESETZ sündigen oder den Christus ablehnen, indem wir seine Gebote missachten, so wird der „Zuchtmeister“ das tun, was seine Aufgabe ist, mittels Strafankündigung die Gerechtigkeit wiederherstellen, durch Richter in der Versammlung, die gemäss GESETZ Recht sprechen müssen. Dies geschieht gesetzmässig durch die den Vorstehern von Gott gegebene Autorität, die einzige wahre „obrigkeitliche Gewalt“ bis zur Wiederkehr Jesu! (Mat 18:15-18; Off 1:20)

 

GESETZ ist unser Zuchtmeister   Die Übersetzer Luther, Schlachter und die Elberfelder Bibel u.a. brauchen anstelle des Wortes „Erzieher“ dieses Wort „Zuchtmeister. Es ist ein Wort, das heute nicht sehr populär ist, da es eben damit verbunden ist Zucht anzunehmen und auch gezüchtigt, zurechtgewiesen zu werden. Ludwig Albrecht dagegen spricht in seiner Übersetzung von „Führer“.

 

   Ganz unterschiedliche Worte, welche die Verunsicherung der Übersetzer ausdrückt, welche den Widerspruch durchaus erkennen der da auftaucht: Ist der Glaube „das Ende des GESETZES“ oder das Ende des „Erziehers“ oder „Zuchtmeisters“, weil wir inzwischen unser Herz mittels des Gesetzes beschnitten haben? Oder, sollte etwa das GESETZ uns nicht weiter anführen, die Grenzen nicht weiterhin aufzeigen, nachdem Christus als Führer und Vorbild in der Gesetzeserfüllung gekommen ist? Das widerspricht klar der gesamten Schrift! War es nicht Jesus selbst, der stets als unser Lehrer das GESETZ zitierte und dessen wirkliche gesetzmässige Anwendung lehrte? (vergl. Mat 5:17-20)

 

*** Rbi8  Lukas 10:25-28 ***

Nun siehe, ein gewisser Gesetzeskundiger stand auf, um ihn auf die Probe zu stellen, und sprach: „Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben? 26 Er sprach zu ihm: „Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du? 27 Er gab zur Antwort: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst‘.“ 28 Er sprach zu ihm: „Du hast richtig geantwortet; ‚tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen‘.“

 

   Mit keinem Wort erwähnte Jesus je, dass die „Zehn Gebote“, welche der Schriftkundige in die zwei Hauptprinzipien zusammenfasste ungültig wären oder diese Gebote nicht weiter als Lehrer dienen würden, um die Begrenzungen des Weges zum Leben zu erkennen. Im Gegenteil lobt Jesus den Gesetzeskundigen, weil er durch das Halten der Gebote auf dem Weg des Lebens verblieb!

 

   Der Glaube ersetzt nach Jesu eigenen Worten keinesfalls das GESETZ, das doch ewig bleibt, da es doch von allen und allezeit erfüllt werden muss (4.Mo 15:15, 16): „Denkt nicht ich sei gekommen, um das GESETZ abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen“, hatte er deutlich zu Beginn seiner Tätigkeit in der Bergpredigt gesagt (Mat 5:17). Er kam somit als Abgesandter Gottes in die Welt, um Vorbild der Erfüllung zu werden, selbst Treue zur Ausführung von Gottes Willen bis hin in den Tod vorzuleben. Der Glaube in Jesus ersetzt somit keinesfalls das GESETZ, sondern ergänzt und vervollkommnet es.  Jesus als Führer zeigt, wie wir das ganze GESETZ erfüllen können, wenn wir Glauben in ihn setzen und ihm wirklich nachfolgen!  

 

Die Verbing der "unverdienten Güte Gottes" zu Gottes GESETZ
 

   Paulus erklärte den Galatern zudem, dass wir die Persönlichkeit „Jesus anziehen“ (Gal 3:26, 27), uns diese zu eigen machen sollen, um selbst als „Gottes Söhne“ zu erweisen! Der Ausdruck der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT (WATCHTOWER Inc.) und anderer Übersetzer (Meister, Menge), die ebenso oder ähnlich in Galater 3:24, 25 sagen: „... sind wir nicht mehr unter einem Erzieher“ muss daher als leicht tendenziös bezeichnet werden, weil er den Eindruck zu vermitteln sucht, „der Erzieher“, das gesamte GESETZ Mose hätte geendet oder sei veraltet. Das entzieht der Weisheit ihr Fundament, die Salomo in Sprüche Kapitel 2, Verse 1-9 beschreibt, auf dem sie doch aufbaut, Gottes Gebote, die wir im Herzen verwahren müssen!

 

*** Rbi8  Sprüche 2:1-2 ***

Mein Sohn, wenn du meine Reden annehmen und meine eigenen Gebote [[(mein GESETZ)]] bei dir verwahren wirst, 2 indem du der Weisheit dein Ohr leihst, so daß du dein Herz dem Unterscheidungsvermögen zuneigst

 

   Wenn wir dies verstanden haben können wir auch eine der verheerendsten Veränderungen innerhalb des Römerbriefes seitens einer Mehrheit der Übersetzer aus dem griechischen Urtext verstehen, die dazu nutzen soll die eigenen abwegigen Veränderungen biblischer Lehre seitens der Kirchenväter als schriftgemäss auszugeben. Paulus warnt vor jenen Männern, die zwar offensichtlich Eifer für Gott zeigen aber kein wirkliches Verständnis der Zusammenhänge erlangt haben. Sie setzen schon sehr früh ihre eigene Gerechtigkeit, ihr anderslautendes Gesetz über das Gebot von Gott und des Christus.

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?
 

   Paulus beklagt vorab die gegnerischen Juden, die zwar bereits unter GESETZ stehen, dieses jedoch nur zu Teilen erfüllten und zudem nicht zum Glauben in den Christus gekommen sind. Wie der Kontext im Kapitel 9 des Römerbriefes bereits zeigt, waren es andere Juden innerhalb des jüdischen Überrests der Christenversammlung, die nun ihrerseits versuchten pharisäische Regeln aufzurichten. „Israel aber, obwohl es einem GESETZ der Gerechtigkeit nachjagte, hat das GESETZ [[(dessen geforderte Erfüllung, einschliesslich der Anerkennung des Propheten gleich Mose)]] nicht erreicht.“

 

Das Heil kommt von den Juden*** Rbi8  Römer 10:1-4 ***

Brüder, der gute Wille meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie gilt tatsächlich ihrer Rettung [[(, dem der jüdischen Brüder des Paulus)]]. 2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten [[(pharisäerhafte Regeln, ein „schweres Joch“, anstelle der Annahme „unverdienter Güte“)]], unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende [[(das Ziel; der Höhepunkt in der Erfüllung)]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben [[(in den vorhergesagten Propheten)]] ausübt.

 

   Hätten die Juden das GESETZ eingehalten, so hätten sie den Messias willkommen geheissen und wäre ihre Nation nicht der Zerstörung ausgesetzt worden! Eifer für Gott allein genügt nicht! Glaube ohne Werke ist tot! Wer das GESETZ als beendet erklärt wird zum „Täter der Gesetzlosigkeit“. Das ist ein äusserst gefährliches Spiel, das Gott bestimmt nicht straffrei lässt! Paulus erklärte den Hebräerchristen aus Psalm 45, Vers 6 zitierend im Hinblick auf den Messias und dessen Ablehnung durch die Juden:

 

*** Rbi8  Hebräer 1:8-9 ***

Aber mit Bezug auf den Sohn: „Gott ist dein Thron für immer und ewig, und [das] Zepter deines Königreiches ist das Zepter der Geradheit. 9 Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt. Darum hat dich Gott, dein Gott, mit [dem] Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen.“

 

  Jesus zum „Ende des GESETZES“ zu erklären bedeutet das gesamte Schriftverständnis zu verwerfen! Das ist die „Weisheit dieses Systems“ und die Weisheit dessen, der Gottes Gegner ist! Jesus hat „die Gerechtigkeit geliebt“ die erst durch das Einhalten des GESETZES entsteht! Er selbst war zu Beginn schon als „der Engel Jehovas“ Mittler jenes GESETZES am Sinai gewesen! (Gal 3:19-21) Jeder der das GESETZ ablehnt ist im Herzen zwiespältig, da der „neue Bund“ doch vollkommen auf dem „Bund mit Israel“ und dessen gesetzlichen Bestimmungen aufbaut, dem „Staatswesen Israels“! Die zwiespältigen [Herzen] habe ich gehaßt, Aber dein GESETZ habe ich geliebt.“ (Ps 119:113) Paulus verneint keinesfalls, dass Jesus Veränderungen in der Anwendung des GESETZES hinsichtlich dem dahinterstehenden Sinn brachte. So schrieb er den Christen in Ephesus:

 

(Epheser 2:11-14)  Behaltet daher im Sinn, daß ihr früher nach dem Fleische Leute von den Nationen gewesen seid; „Unbeschnittenheit“ wurdet ihr genannt von dem, was „Beschneidung“ genannt wird, die mit Händen am Fleisch vorgenommen wird — 12 daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber, in Gemeinschaft mit Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. 14 Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile [[(Juden-Christen, „Ebioniten“ und Heidenchristen, „Paulikaner“)]] zu einem [[(„Leib“)]] machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete.

 

   Das Gebot der Beschneidung am Fleische“, das Teil der „Zwischenwand bildete, die Israel von den Nationen trennte wurde nun neu definiert und weiter nach draussen verschoben: Sich vom Bösen getrennt zu halten! Wie sonst hätten die Jünger das neue Gebot erfüllen können Menschen der Nationen zum Christus hinzuführen und zu taufen? Es war Erfüllung des GESETZES, das bereits Moses gegeben hatte:

 

Beschneidung (5. Mose 10:16-19)  Und ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und euren Nacken nicht länger verhärten. 17 Denn Jehova, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchteinflößende Gott, der niemand parteiisch behandelt noch eine Bestechung annimmt, 18 der dem vaterlosen Knaben und der Witwe Recht schafft und den ansässigen Fremdling liebt, so daß er ihm Brot und einen Überwurf gibt. 19 Auch ihr sollt den ansässigen Fremdling lieben, denn ansässige Fremdlinge wurdet ihr im Land Ägypten.

 

   Wer mit Unterscheidungsvermögen die Sätze in Römer 1, Vers 3 und 4 miteinander vergleicht erkennt den Gegensatz, den Widerspruch, den das Wort „Ende“ zu den übrigen Aussagen des Paulus und vor allem Jesu eigenen Worten erzeugt! Im Vers 3 wird von der „Gerechtigkeit Gottes“ im Gegensatz zur „eigenen Gerechtigkeit“ angesprochen, welche die Juden aufrichteten! Echte Gerechtigkeit kommt aber durch die Gesetzeserfüllung von Gottes Geboten! Der Ausdruck „Ende des GESETZES“ verkehrt das eben Gesagte, dass einige fälschlich „ihre eigene Gerechtigkeit errichteten“, anstatt Gottes Gerechtigkeit zu suchen und zu erfüllen gar in einen gegenteiligen Befehl: Da nach dieser, durch Übersetzer verdrehten Aussage des Paulus, Jesus sei das „Ende des GESETZES, dadurch lautet der Befehl förmlich, dass ihr doch selbst ein eigenes Gesetz errichten müsst! Genau dieser Schlussfolgerung widersprach Paulus im Kapitel 3 bereits:

 

(Römer 3:31)  Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[(„GESETZ Mose“)]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[(„GESETZ des Christus“)]] auf.

 

   Wir sind gefordert, nicht blind jeder Bibelübersetzung zu vertrauen, sondern unseren Verstand zu gebrauchen und die Teile der Aussagen miteinander in Verbindung zu bringen!

 

   Genau das Gegenteil sagt Paulus aus: Nehmt Jesus als Vorbild, der das ganze GESETZ stets erfüllt hat! Darin muss unser Glaube und damit unsere Werke in Übereinstimmung gesetzt werden! Jesus hatte doch erwähnt, dass wir Gottes Gerechtigkeit suchen sollten, nicht die eigene, die zurechtgeschusterte der von Menschen errichteten Königreiche und jene der Religionen. Gottes Gerechtigkeit beruht auf Seinem GESETZ und wird durch Seine Barmherzigkeit und unverdiente Güte“ nur ergänzt! Darum sagte Jesus zu seinen Aposteln wie auch zu uns:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

   Eine kleine Wortwahl, „Ende“ anstatt „Ziel, wie dies Abraham Meister in seiner Übersetzung mit dem Begriff „Ziel“ weit besser wiedergibt verändert den gesamten Sinn! Verwirrung zu sähen aber ist der Wunsch all derer, die Gottes GESETZ verändert oder gar abgeschafft haben.

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

   All jene standen wie ihr gemeinsamer Vater, der Teufel von Anfang an „in der Wahrheit nicht fest. Sie sind daher in Gottes Augen „Geringste“, weil sie sich selbst zu Göttern gemacht haben, die „um der Überlieferung der Vorväter“ willen, ihrer Kirchenväter und späteren Sektengründer Gottes GGSETZ ungültig machen! Blinde Leiter, die blinde Geführte leiten und die beide in dieselbe Grube fallen (Mat 5:18, 19; 15:14). Jesus klagte deren jüdische Vorbilder an das Gebot Gottes um ihrer eigenen Überlieferungen willen zu übertreten:

 

*** Rbi8  Matthäus 15:3 ***

Als Antwort sagte er zu ihnen: „Wie kommt es, daß auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen übertretet?

 

   Wo immer jemand etwas redet, sei dies mit noch so viel Autorität bis hin zum Papst oder Kaiser, das Gottes Geboten widerspricht, so soll einem solchen gemäss Jesu eigenen Worten keine Achtung geschenkt werden! Petrus zeigte diesen Mut vor dem Sanhedrin: Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen. (Apg 5:29-32)

 

   Wir sollen jene Leugner des GESETZES vielmehr rügen, wie dies Jesus tat! Jesus verweigert solchen blinden Leitern und deren blinden Geführten gar den Eingang in das „Königreich der Himmel, an dem Tag, wo dieses auf der Erde errichtet wird, in „der Wiedererschaffung des Königreiches für Israel“ (Mat 15:14).

 

Jesu Bergpredigt: GESETZ erfüllt, nicht beendet! *** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

   Zweifelsfrei lehrt Jesus, dass wir nicht nur alle GESETZE halten sollen, sondern, dass wir andere ebenso zu tun lehren müssen (Mat 28:19, 20). Das beinhaltet sein Beispiel nachzuahmen, das er selbst vorlebte! Dasselbe Verständnis vermittelt auch der Brief an die Römer, wenn wir die Missverständnisse ausräumen, welche gewisse Übersetzer aufgeworfen haben.

 

   Wenn wir die obigen Worte Jesu im Sinne behalten, so können wir Schriftveränderungen durch die Übersetzer leicht herausfinden, da Paulus bestimmt Jesus in nichts widerredet! Der ganze Römerbrief hilft uns im Gegenteil das Zusammenwirken von GESETZ, Glauben und „unverdienter Güte“ (oder Gnade) zu verstehen.

 

   Dazu ist es aber zudem wichtig die unterschiedlichen Arten von Gesetzen zu erkennen, die Paulus anspricht und die er in ihrer Gewichtung gegenüber dem GESETZ Gottes klarstellt! Das von Juden und Christen als „Überlieferungen der Vorväter“ inzwischen veränderte Gebot wurde schon behandelt. Dann erwähnt Paulus zudem das Gesetz der Sünde“, das dem „GESETZ des Geistes“ entgegengerichtet ist. Er spricht vom „Gesetz des Cäsars“, den staatlichen Verordnungen und dem „Gesetz des Ehemannes“. Diese unterschiedlichen Gebote dürfen niemals Gottes GESETZ widersprechen und darüber gestellt werden! Der Christ steht mit seiner Erwachsenentaufe in einem besonderen Bundesverhältnis zu Jehova Gott und zu Jesus und ist dem „König der Könige“ und dem „Richter der ganzen Erde“ letztendlich Rechenschaft schuldig! Wer Jesu Worte missachtet, der missachtet Gott!

 

*** Rbi8  Johannes 12:48-50 ***

Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot [[(Sein GESETZ)]] ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

GESETZ und Gesetz: Wo liegt der Unterschied?   Gottes Gebot oder GESETZ bedeutet „ewiges Leben“ dem, der es einhält! Dieses korrekte Verständnis, welches der unterschiedlichen Gesetze Priorität hat ist der Grundgedanke, den Paulus im Brief an die Römer zu vermitteln sucht! Setzen wir uns nicht auf die Seite derer, die ohne genaues Verständnis sind und die Schriften zu verdrehen suchen, um ihre eigenwilligen grossartigen Gesetzesregeln aufzurichten und dadurch ihre eigenen „Zeichen“ zu vollbringen suchen, was Recht und was Unrecht sei, um damit „selbst die Auserwählten“ hinter sich her fortzuziehen (Mat 24:24). Auch wenn jene Abtrünnigen Gott und Jesus beständig nennen und anrufen, so hören all jene die Gott gegenüber Getreue sind doch nicht auf jene willentlichen Gesetzesübertreter! Alle jene sich selbst Erhöhenden erweisen sich bei genauer Betrachtung als Meister der Gesetzlosigkeit. Jesus redet direkt am Gerichtstag zu jenen „Tätern der Gesetzlosigkeit“: „Ich habe euch nie gekannt“ oder „ich habe euch nie als meine Vertreter anerkannt

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

   Hören wir genau hin, was Paulus im Römerbrief wirklich in Bezug auf Gesetzestreue Gott gegenüber zu sagen hat. Verhindern wir, dass Gesetzlosigkeit in irgendeiner Beziehung unser Leben zu dominieren vermag! Paulus erwähnt auch gewisse Veränderungen in der Gesetzesanwendung, die durch Christus gekommen sind. Wenn wir Gott von Herzen um Verständnis bitten wird er uns dieses in vollem Mass darreichen!  

 

   HINWEIS: In der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG von Jehovas Zeugen, die wir hier wie an den meisten Orten zitieren schreibt das Wort GESETZ, wo das Gesetz Mose oder die Bücher Mose als das gesamte Gesetzeswerk angesprochen werden in Grossbuchstaben. Das sollte den Leser auf Gottes Gebot hinweisen. Leider ist dies vom Verfasser nicht konsequent geschehen und führt dadurch zu grosser Verwirrung! Da Paulus im Römerbrief von vielen unterschiedlichen und sich oft widersprechenden Gesetzen redet („GESETZ des Geistes“ versus „Gesetz der Sünde“) kann dies zur Klärung beitragen, obwohl es einen Eingriff in das Wort Gottes bedeutet. Wir haben hier diese Regeln übernommen und führen sie in diesem NEWSLETTER und im Bibelbuch Römer konsequent durch, in der Hoffnung etwas zur Klärung beizutragen.

   Die Verwechslung darüber, welchem der Gesetze gegenüber wir sterben, so hat solcher Irrtum fatale Auswirkungen auf unser Denken und Handeln: Wenn wir statt gegenüber dem „Gesetz der Sünde“ sinnbildlich sterben nun das göttliche Gebot als beendet, als „gestorben“ erklären, ist die Verwirrung vervollkommnet. Wir sollten uns des Unterschieds wohl bewusst werden!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

1.3............. Der Brief an die Römer. 9

1.3.1........... Den Brief an die Römer im zeitlichen Umfeld korrekt einordnen. 9

1.3.1.1........ Der Brief an die Römer aus Korinth im Jahre 56 u.Z. geschrieben. 9

1.3.1.2........ Die Gründung der Versammlung Roms. 12

1.3.1.3........ Die vorherrschenden Probleme in der Versammlung Rom.. 13

1.3.1.4........ Der Inhalt des Briefes. 14

1.3.1.5........ Die Warnung des Petrus, dass Schriftunkundige die Worte des Paulus verdrehen. 15

1.3.1.6........ Die Planung der 4.Missionsreise zum Ende der 1.Gefangenschaft 15

1.3.2........... Kapitel 1:  Warnung vor Missachtung Gottes, Missachtung der Wahrheit und Missachtung des göttlichen GESETZES  16

1.3.2.1........ Rö 1:1-12:  Paulus: Prediger des Glaubensgehorsams unter den Nationen. 16

1.3.2.2........ Rö 1:13-17: Gottes Zorn kommt über jene, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit unterdrücken! 18

1.3.2.3........ Rö 1:24-32: Als Folge der Missachtung der genauen Erkenntnis Gottes kommt volle Vergeltung gemäss GESETZ  19

1.3.3........... Kapitel 2:  Die künftigen Richter der Versammlungsvorsteher zeigen sich bereits heute durch beständige Anwendung des GESETZES. 21

1.3.3.1........ Rö 2:1-11:  Richter müssen selbst ein fehlerfreies Leben führen, das keine Anklage gegen sie offen lässt! Jedem wird gemäss seinen Werken erstattet. 21

1.3.3.2........ Rö 2:12-24:  Geistige Juden erweisen sich als solche nur durch ihre Gesetzestreue. 23

1.3.3.3........ Rö 2:25-29:  Der „Beschneidung des Herzens“ entsprechend Leben! 25

1.3.4........... Kapitel 3:  Die Nationen kommen zum Glaubensgehorsam an Christus und sein Gebot 25

1.3.4.1........ Rö 3:1-8:  Die Überlegenheit des fleischlichen Israel, was die Offenbarungen Gottes betrifft 25

1.3.4.2........ Rö 3:9-20:  Christen stehen sehr wohl unter GESETZ, das uns als „Zuchtmeister“ zu Jesus führt 27

1.3.4.3........ Rö 3:21-31  Christen richten durch Glauben das GESETZ Gottes unter den Nationen auf 29

1.3.5........... Kapitel 4:  Der Glaube, der als Gerechtigkeit angerechnet wird. 32

1.3.5.1........ Rö 4:1-12  Durch „unverdiente Güte“ und zufolge unseres Glaubens werden frühere Sünden keinesfalls angerechnet 32

1.3.5.2........ Rö 4:13-25:  Ein Glaube wie jener Abrahams in Jesu Auferstehung bringt Gerechtsprechung. 33

1.3.6........... Kapitel 5:  Durch Ausharren in Drangsal kommt die Erfüllung der Hoffnung auf ewiges Leben! 35

1.3.6.1........ Rö 5:1-11:  Ausharren in Drangsal stärkt unsere Hoffnung auf Rettung. 35

1.3.6.2........ Rö 5:12-17:  Sünde als Ursache des Todes durch Adam, „unverdiente Güte“ als Ursache ewigen Lebens durch den Christus  36

1.3.6.3........ Rö 5:18-21:  Gerechtsprechung ist Grundvoraussetzung ewiges Leben zu erlangen. 39

1.3.7........... Kapitel 6:  Der Tod dem „Gesetz der Sünde“ gegenüber und beständige Unterordnung unter das „GESETZ des Geistes“ bringt ewiges Leben. 39

1.3.7.1........ Rö 6:1-11:  Wer weiter in Sünde verharrt verliert die „unverdiente Güte 39

1.3.7.2........ Rö 6:8-14:  Das Absterben gegenüber dem „Gesetz der Sünde“: das Ende seiner Macht über uns. 41

1.3.7.3........ Rö 6:15-23:  Die „Früchte des Fleisches“, die den Tod und die „Früchte des Geistes“, die ewiges Leben hervorbringen  42

1.3.8........... Kapitel 7:  Ohne GESETZ gäbe es keine Sünde, ohne Sünde gäbe es kein Endgericht! Es gibt göttliches GESETZ, Sünde und Gericht! 44

1.3.8.1........ Rö 7:1-6:  Gottes GESETZ ist über jeden Christen Herr solange er lebt, so wie das Gesetz des Mannes Gebot über die Frau ist, so lange sie lebt 44

1.3.8.2........ Rö 7:7-20: Das GESETZ ist heilig und kam, um Sünde aufzuzeigen. 48

1.3.8.3........ Rö 7:21-25  Dem „Gesetz der Sünde“ gegenüber sterben, um dem „GESETZ des Geistes“ gegenüber zu leben  50

1.3.9........... Kapitel 8:  Nur wer das „GESETZ des Christus“ erfüllt, seine Gebote hält wird triumphieren. 51

1.3.9.1........ Rö 8:1-11:  Das „GESETZ des Geistes“ ist mit „Gottes GESETZ“ identisch! 52

1.3.9.2........ Rö 8:12-25:  Wer in Übereinstimmung mit dem Fleisch lebt stirbt, wer im Einklang mit dem „GESETZ des Geistes“ lebt darf „Abba, Vater“ gegenüber Jehova sagen! 53

1.3.9.3........ Rö 8:26-30:  Die Vorherbestimmten, die Berufenen und die Auserwählten. 55

1.3.9.4........ Rö 8:31-39:  Christus tritt an Gottes rechter Seite für die ein, die seine Gebote halten. 56

1.3.10......... Kapitel 9:  Die Berufenen und Auserwählten bilden das verheissene „Israel Gottes. 58

1.3.10.1...... Rö 9:1-13:  Wahre Kinder Israels sind die Kinder der Verheissung. 59

1.3.10.2...... Rö 9:14-26:  Der Töpfer hat die Gewalt über den Ton! 62

1.3.10.3...... Rö 9:27-33:  Menschen der Nationen erlangen Gerechtigkeit und Rettung. 64

1.3.11......... Kapitel 10:  Gott lässt sich von denen finden, die zuvor nicht nach ihm gefragt hatten. 65

1.3.11.1...... Rö 10:1-10:  Ist Christus das „Ende“ des GESETZES oder das „Ziel“, oder markierte er das „Ziel“, das wir selbst erreichen müssen: Vollkommene Gesetzeserfüllung?. 65

1.3.11.2...... Rö 10:11-21:  Keiner wird enttäuscht, der Glauben in Christus setzt! 70

1.3.12......... Kapitel 11:  Der edle Olivenbaum: Die ausgebrochenen und die eingepfropften Zweige. 71

1.3.12.1...... Rö 11:1-10:  Gott hat jenes Israel nicht verworfen, das sein GESETZ weiter hält! 71

1.3.12.2...... Rö 11:11-24:  Der Fehltritt des fleischlichen Israels öffnete den Weg zum „geistigen Israel 73

1.3.12.3...... Rö 11:25-36:  Das „heilige Geheimnis“ um die Vollzahl des „Israel Gottes 76

1.3.13......... Kapitel 12:  Sich nicht weiter nach dieses vergehenden System ausrichten. 77

1.3.13.1...... Rö 12:1-8:  Dienst für Gott gemäss geprüftem Glauben und Vernunft 77

1.3.13.2...... Rö 12:9-21:  Dient als Sklaven für Gott mit glühendem Geist 80

1.3.14......... Kapitel 13:  Welcher „obrigkeitlichen Gewalt“ ist ein Christ untertan?. 82

1.3.14.1...... Rö 13:1-7:  Konfusion verschiedenster Rechtssysteme die Unterordnung fordern. 82

1.3.14.2...... Rö 13:8-14:  Liebe zu Jehova und zum Mitmenschen erfüllt Gottes ganzes GESETZ. 88

1.3.15......... Kapitel 14:  Entscheidungen in Zweifelsfragen nicht Menschen mit Schwächen überlassen! 89

1.3.15.1...... Rö 14:1-9:  Jesus ist Herr über die Lebenden und über die Verstorbenen! 89

1.3.15.2...... Rö 14:10-23:  Zweifelsfragen sind anhand des geschriebenen Wortes zu klären! Unser Glaube muss ständiger Überprüfung unterzogen werden! 92

1.3.16......... Kapitel 15:  Sich Jesu Gesinnung zu Eigen machen. 94

1.3.16.1...... Rö 15:1-13:  Zweifelsfragen anhand der Gesinnung Jesu lösen! 94

1.3.16.2...... Rö 15:14-21:  Einander mittels genauer Erkenntnis ermahnen. 96

1.3.16.3...... Rö 15:22-33:  Verpflichtung zum Teilen der materiellen Dinge mit denen, die uns unterweisen. 97

1.3.17......... Kapitel 16:  Jene im Auge behalten die Spaltungen verursachen und Gründe zum Straucheln liefern. 99

1.3.17.1...... Rö 16:1-16:  Die Grüsse an die namentlich Bekannten. 99

1.3.17.2...... Rö 16:17-21:  Einschmeichelnde Sklaven des Bauches und der eigenen Begierden erkennen und meiden. 100

1.3.18......... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Römerbrief 101

1.3.18.1...... Paulus verteidigt Gottes GESETZ, da er gekommen war, um dieses unter den Nationen aufzurichten. 101

1.3.18.2...... Christen sterben in der Taufe gegenüber dem  Gesetz der Sünde“ und werden gegenüber dem „GESETZ des Geistes“ neu geboren  103

1.3.18.3...... Zweige, die sich über die Wurzel erheben werden ausgebrochen! 103

1.3.18.4...... Die von Gott verordneten „obrigkeitlichen Gewalten“ sind vorab innerhalb des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ zu suchen  104

1.3.18.5...... Ausharren in Drangsal ist verbunden mit Erfüllung von Gottes Gebot und Verkündigung dass Jesus „Herr und König“ ist 105

  

 

1.3                 Der Brief an die Römer

 

 

1.3.1           Den Brief an die Römer im zeitlichen Umfeld korrekt einordnen

 

1.3.1.1          Der Brief an die Römer aus Korinth im Jahre 56 u.Z. geschrieben

Als Paulus auf der 3. Missionsreise von Korinth aus im Winter 55/56 u.Z. den Brief an die Römer schrieb, da existierte offensichtlich bereits eine grössere Versammlung von Christen aus Juden und Heiden der Nationen in der Stadt Rom respektive deren Umgebung. Sie stand seit dem Jahre 49 u.Z. unter ständiger Verfolgung als Kaiser Claudius ein Dekret gegen Juden erliess, das sie zum Verlassen der Stadt Rom aufgefordert hatte. Christen galten weiterhin als „Sekte“ des Judaismus, da sie ja denselben GESETZEN unterstanden. Als Paulus an Pfingsten 56 u.Z. in Jerusalem festgenommen wurde, da bezeichneten ihn seine jüdischen Ankläger als „einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarener“.

 

Paulus gefangen in Jerusalem*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:5-6 ***

Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände erregt, und als einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarener, 6 als einen, der auch den Tempel zu entweihen versucht hat und den wir festgenommen haben.

 

Die Apostelgeschichte des Lukas mit dem zweijährigen Aufenthalt des Paulus endet in der ersten Haft in Rom, nach seiner Gefangennahme in Jerusalem und längeren Haft in Cäsarea, kurz vor seiner Freilassung mit ihrer Beschreibung der ungerechten Originalanklage seitens der Juden und deren Abweisung durch Cäsar. Es ist es von daher begreiflich, dass die Einordnung der Schriften nach Logik gleich anschliessend an Apostelgeschichte im Kodex den Brief an die Römer aufzeigt. Nach zeitlicher Ablauf der Erstellung der Schrift eingeordnet würde dieser erst nach dem 2.Brief an die Korinther folgen, welcher Jahre vor Vollendung der Apostelgeschichte geschrieben wurde. Ein weiterer Grund für die Einordnung als ersten der Paulusbriefe mag der Inhalt gewesen sein, die Wichtigkeit vom „GESETZ des Christus“ zu verstehen.

 

CatechismusDas Thema, ob Christen unter dem ganzen GESETZ Mose stehen, jüdische Regeln weiterhin Geltung haben oder ob das Gesetz des Cäsar gar Priorität über Gottes GESETZ obliege, dies war von massgebender Wichtigkeit zum Verständnis der anderen Briefe! Diese Fragestellung stand im Zusammenhang mit der Hauptstadt Rom, dessen nationalen Gesetzen und deren Anwendung im ganzen römischen Imperium. Von dort aus ging später die Diskussion um den Sabbat oder den Sonntag, die Passah-Feier am 14.Nisan oder am Osterfest an einem Sonntag!

 

Heute ist Rom als religiöses Zentrum der Christenheit und der absolutistischen Autorität der Päpste wiederum Ausgangspunkt für die Frage: Darf der Papst Gottes GESETZE verändern oder gar abschaffen? Sind Christen einem religiösen Oberhaupt gegenüber verpflichtet?

 

Das Thema war und ist somit äusserst brisant und Paulus musste seine Worte sehr wohl auswählen und den Ausgleich finden, damit kein zusätzlicher Anlass zu Verfolgung und Verhaftung und gar Todesstrafe vorliegen würde. Trotz Jagd auf die „Sekte der Nazarener“ sollten die Christen sowohl in Rom, wie im gesamten römischen Imperium und darüber hinaus exakt wissen, welches Recht für sie in erster Linie verbindlich sei, welcher Art „obrigkeitlicher Gewalt“ ihre Unterordnung letztinstantlich verfügt! Andererseits liefert der Brief auch gute Argumente zur Verteidigung vor der herrschenden Staatsmacht, da Paulus deutlich die Unterordnung der Christen unter die herrschende, von Menschen geschaffene Autorität aufzeigt, stets vorausgesetzt, jene respektiert Gottes Recht, seine höchste Autorität (Rö Kap.13). Dass dies zu Konflikten führen würde hatte Jesus deutlich gezeigt:

 

*** Rbi8  Matthäus 10:23 ***

Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

Da seit dem babylonischen Exil die Juden über alle Nationen hin zerstreut lebten war der Kreis der Städte Israels, wo jüdische Synagogen existierten nicht auf das Territorium Judäas und Samarias beschränkt! Heute sind es Städte, wo Namenchristen sind, die erneut die gute Botschaft vom kommenden Königreich Gottes und vom Endgericht erfahren müssen!

 

Paulus hielt sich an Jesu eigenes Konzept, was Unterordnung unter die Staatsgewalt betraf, als jener sagte: Zahlt daher Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.“ Gottes Dinge müssen Vorrang haben! Die Anhänger der Partei des Herodes und die Pharisäer, im Bündnis mit Roms Autoritäten, wollten Jesus in seiner Rede fangen, als sie ihn betreffend das Entrichten der Steuer gegenüber dem Cäsar befragten. Jesus verbot nicht das Zahlen von Steuern und Tribut zu leisten, sondern beklagte den Missbrauch durch die Steuereintreiber der oft ungerechtfertigt war!

 

Cäsars Dinge Cäsar zurückgeben*** Rbi8  Matthäus 22:15-22 ***

Dann gingen die Pharisäer hin und hielten miteinander Rat, um ihn in seiner Rede zu fangen. 16 So sandten sie ihre Jünger zusammen mit Parteianhängern des Herodes zu ihm, welche sagten: „Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst, und du kümmerst dich um niemand, denn du schaust nicht auf die äußere Erscheinung der Menschen. 17 Sag uns daher: Was denkst du? Ist es erlaubt, Cäsar Kopfsteuer zu zahlen, oder nicht?“ 18 Jesus aber, der ihre Bosheit erkannte, sprach: „Warum stellt ihr mich auf die Probe, Heuchler? 19 Zeigt mir die Kopfsteuermünze.“ Sie brachten ihm einen Denar. 20 Und er sagte zu ihnen: „Wessen Bild und Aufschrift ist dies? 21 Sie sagten: „Cäsars.“ Dann sprach er zu ihnen: „Zahlt daher Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.“ 22 Als sie [das] nun hörten, verwunderten sie sich, und sie ließen von ihm ab und gingen davon.

 

Gott selbst hatte die Nation Israel zur Strafe der Obergewalt der Nationen unterordnet, weil sie jene Götter und Götzen über Gott und Sein GESETZ gestellt hatten! Teil der Strafe war Verlust der eigenen Souveränität und die Last die fremde Könige ihnen aufbürden würden. Nach Jesu Tod sollte gemäss den Worten Jehovas und seiner Propheten auch noch Verlust der eigenen Nation und Zerstreuung über die ganze Erde hinzukommen. All dies hatte indirekt auch Konsequenzen auf Christen aus den Juden und Christen aus den Nationen!

 

Paulus zeigt zu Beginn des Römerbriefes seine ihm von Gott durch Christus verliehene Autorität als wahren Apostel auf. Er weist darauf hin, dass es dieselbe gute Botschaft ist die er verbreitet, die schon zuvor von den Propheten verkündet wurde, die den kommenden Messias ankündigten.

 

*** Rbi8  Römer 1:1-7 ***

Paulus, ein Sklave Jesu Christi und zu einem Apostel berufen, abgesondert für Gottes gute Botschaft, 2 die er zuvor durch seine Propheten in den heiligen Schriften verhieß, 3 in bezug auf seinen Sohn, der dem Fleische nach aus dem Samen Davids hervorging, 4 der aber mit Macht zum Sohn Gottes erklärt wurde nach dem Geist der Heiligkeit durch [die] Auferstehung von den Toten — ja, Jesus Christus, unser Herr, 5 durch den wir [[(die 12 Apostel)]] unverdiente Güte und ein Apostelamt empfangen haben, damit es unter allen Nationen zum Glaubensgehorsam komme hinsichtlich seines Namens, 6 unter welchen [Nationen] ihr [[(die „Unbeschnittenen“, „Paulikaner“)]] auch dazu berufen seid, Jesus Christus anzugehören —, 7 an alle die, die als Geliebte Gottes, zu Heiligen Berufene in Rom sind:

Unverdiente Güte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus.

 

Jesus und Paulus waren beide Juden, blieben es bis zu ihrem Tode! Sie vom Judaismus herauszulösen ist ein Unsinn, der nur Konflikte mit sich bringt! Jeder Jude der an Christus glaubte blieb ein Jude, der Glaube aber an das Loskaufsopfer befreite ihn vom früheren „Fluch der Sünde“. Christen aus den Heiden wurden dem „Staatsgebilde Israels“ angenähert, indem sie sich freiwillig unter dasselbe GESETZ der Nation Israel stellen, ihr Herz dadurch beschnitten, dass sie die Gebote Gottes auf ihr Herz schrieben! Das ist der Glaubensgehorsam, den Paulus zum Eingang des Briefes erwähnt und er selbst bildet Teil der von Gott durch Jesus eingesetzten „obrigkeitlichen Gewalt“, der wir Gehorsam schulden! Folge dieses Gehorsams ist „unverdiente Güte und Frieden“!

 

Paulusbriefe: Gesetzeslehrer mit tiefer Kenntnis der Schriften und ProphetiePaulus verbindet die Erfüllung der Prophetie der Schrift mit dem Christus als abgesandten Sohn Gottes des Himmels, der bei seiner Auferweckungim Geiste“ (1.Pe 3:18), als das Geistwesen das er war bevor er zur Erde gesandt wurde (Joh 17:5), erneut zum „Sohn Gottes“ erklärt wurde und wegen seiner Treue bis in den Opfertod nun als Mensch, von Gott „über jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ erhöht wurde (Mat 28:18; Off 5:11-12). Nun war sein himmlischer Titel „Erzengel Michael“, auf der Erde Hohepriesterkönig „gleich Melchisedek“ (Ps 110:1-4). Den Hebräerchristen, Juden schrieb Paulus als „Gesetzeskundigen“:

 

*** Rbi8  Hebräer 1:5-6 ***

Zu welchem der Engel sprach er zum Beispiel jemals: „Du bist mein Sohn; ich, ich bin heute dein Vater geworden.“? Und wiederum: „Ich selbst werde sein Vater werden, und er seinerseits wird mein Sohn werden.“? 6 Wenn er aber seinen Erstgeborenen [[(zu Beginn der „Zeit des Endes“)]] wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: „Und alle Engel Gottes sollen ihm huldigen.“

 

Das bedeutete klar und eindeutig, dass auch der Kaiser Roms und heutige Päpste Christi Autorität und damit der „obrigkeitlichen Gewalt“ im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ unterordnet wurden, ob sie dies anerkennen oder ablehnen! Der Glaubensgehorsam war somit von den Juden her kommend zu allen Nationen ausgeweitet worden, was Unterordnung unter Gottes Gebot, Sein „GESETZ des Christus“ einschloss! Das musste den Zorn der herrschenden Macht herausfordern und zu Gegenreaktionen führen. Daran ändert bis zur Endzeit nichts, weil zu allen Zeiten, trotz religiöser Irreführung sich der von Menschen geschaffenen Autorität vollkommen zu versklaven, denkende Männer und Frauen erkennen konnten, dass sie sich Gottes Autorität unterordnen und Seine Gebote halten müssen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Anstatt Zeugnis für eine bestimmte Religion abzugeben haben jene Getreuen das Zeugnisgeben für Jesus inne!

 

Paulus nennt alle Christen als „zu Heiligen Berufene“! Nur Gott aber entscheidet am Gerichtstag durch Jesus, wer in Heiligkeit bis zum Tode oder bis zum Abschuss des Systems ausgeharrt hat und Anteil an künftiger Herrschaft erhält! Heutige Herrschaft in Religion und Politik oder Wirtschaft und ihre ganze Machtstruktur sind dagegen der Vernichtung anheimgegeben (1.Kor 15:24; Off 7:1-4).

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

Das Angehören zum Christus bedeutet Teil des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ zu sein und damit „keinen Teil der Welt“, des römischen Imperiums oder anderer weltlicher und religiöser Mächte zu bilden!

 

Auch gegenüber der gewichtigen jüdischen Synagoge in Rom, welche öfters die Interessen der jüdischen Nation vor dem Cäsar zu vertreten hatten, musste Paulus einen klaren Standpunkt beziehen ohne deren Gegnerschaft unnötig herauszufordern. Als Paulus im Frühjahr 59 u.Z. als Gefangener in Rom eintraf und unter Hausarrest zu stehen kam, da wollte er sich zuerst mit den Führern der Juden unterhalten, die inzwischen nach dem Tod des Cäsars Claudius (45-54 u.Z.) durch Nero (54 bis 68 u.Z.) vorab wiederum zugelassen waren.

 

Paulus in Privathaus unter Arest  in Ketten*** Rbi8  Apostelgeschichte 28:17-22 ***

Drei Tage später aber rief er [[(Paulus)]] die, welche die Ersten der Juden waren, zusammen. Als sie zusammengekommen waren, sagte er dann zu ihnen: „Männer, Brüder, obwohl ich nichts gegen das Volk oder die Bräuche unserer Vorväter getan habe, bin ich als Gefangener von Jerusalem her in die Hände der Römer ausgeliefert worden. 18 Und diese wollten mich, nachdem sie mich verhört hatten, freilassen, weil keine Ursache des Todes bei mir vorlag. 19 Als aber die Juden fortwährend dagegen redeten, war ich genötigt, mich auf Cäsar zu berufen, nicht aber so, als hätte ich meine Nation wegen irgendeiner [Sache] anzuklagen. 20 Deswegen habe ich wirklich inständig gebeten, euch sehen und sprechen zu können, denn wegen der Hoffnung Israels umgibt mich diese Kette.“ 21 Sie sagten zu ihm: „Wir haben weder Briefe über dich aus Judäa erhalten, noch hat irgendeiner von den eingetroffenen Brüdern etwas Böses über dich berichtet oder geredet. 22 Wir denken aber, daß es angebracht ist, von dir zu hören, was deine Gedanken sind, denn in der Tat, was diese Sekte betrifft, ist uns bekannt, daß ihr überall widersprochen wird.“

 

Paulus verhielt sich diplomatisch, klagte die Juden Jerusalems für die ungerechtfertigte Gefangennahme nicht an, zeigte den führenden Juden der Synagoge Roms aber, dass die römische Staatsmacht kein Verbrechen feststellen konnte, das den Tod verdiente! Darum hatte er sich auf Cäsar berufen, um nicht den Juden Jerusalems übergeben zu werden, die ihn doch als „Vorkämpfer der Sekte der Nazarener“ bezeichneten. Dazu hatte er ein legales Recht als einer mit römischem Bürgerrecht. Paulus spricht von der „Hoffnung Israels“, sich auf den Messias berufend. Dies gab Paulus die Gelegenheit jenen Juden über Christus Zeugnis zu geben.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 28:23-28 ***

Sie verabredeten nun einen Tag mit ihm, und sie kamen in größerer Anzahl zu ihm in seine Unterkunft. Und er erklärte ihnen die Sache, indem er von dem Königreich Gottes gründlich Zeugnis ablegte und sie sowohl anhand des Gesetzes [[GESETZES]] Mose als auch der PROPHETEN von morgens bis abends in bezug auf Jesus zu überzeugen suchte. 24 Und einige begannen dem, was gesagt wurde, zu glauben; andere glaubten nicht. 25 Weil sie also miteinander uneins waren, begannen sie wegzugehen, während Paulus diese eine Bemerkung machte:

„Treffend hat der heilige Geist durch Jesaja, den Propheten, zu euren Vorvätern geredet, 26 indem er sprach: Geh zu diesem Volk und sprich: „Hörend werdet ihr hören, aber keineswegs verstehen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen. 27 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne darauf einzugehen, und sie haben ihre Augen geschlossen, damit sie ja nicht mit ihren Augen sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen verstehen und umkehren und ich sie heile.“ ‘ 28 Daher sei euch kund, daß dieses, das Mittel, durch das Gott rettet, zu den Nationen gesandt worden ist; sie werden bestimmt darauf hören.“

 

Einige konnte durch die Erklärungen des Paulus die offenkundigen Zusammenhänge erkennen, das Herz der anderen blieb verschlossen und verstockt. Daran hat bis heute nichts geändert! Nur wer sich der Wahrheit zuneigt wird Irrtum und Lüge von sich weisen, sobald er sie zu erkennen vermag! Wer in religiöser Verblendung verharrt kann hören und sehen und wird doch niemals Verständnis erlangen! Jesus und seine unveränderte Lehre ist und bleibt das Mittel, durch das Gott Menschen rettet! Keine Religion kann diesen Posten für sich beanspruchen, auch nicht die Juden heute, obwohl viele dies behaupten.

 

Religion Gimpelfang und Geschäft?
 

Wenn nun einige behaupten, das GESETZ Mose sei laut den Worten des Paulus nicht weiter gültig, wie kommt es, dass der Paulus etwa drei Jahre nach dem Schreiben des Römerbriefes sich in Rom erneut auf das Gesetz Mose abstützt? Einer von hunderten von Widersprüchen die sich durch die verdrehte Behauptung ergeben: „Christus ist das Ende des GESETZES“, statt zu erklären: „Jesus ist das Ziel des GESETZES“ und dessen Höhepunkt in der Erfüllung, den alle Propheten beschreiben!

 

So wie die jüdischen Vertreter Widerspruch gegen jene „Sekte des Nazareners“ oder wie andere sie „den Weg“ nannten, so ist es bis zur Endzeit, dass christliche Religionsführer all jene Menschen als „Sekte“ bezeichnen, welche dieselben Merkmale aufzeigen, wie damals die ersten Christen, die dem „Nazarener“ Jesus nachfolgten und Zeugnis über ihn, seinen Tod und die Auferweckung ablegten!

 

Christen sterben aly Märtyrer im Kolloseum in RomEs braucht aufgrund der damaligen herrschenden Umstände am Zentrum der römischen Macht nicht zu verwundern, dass nach anfänglichem Ausharren in Treue und dem Erleiden grosser Verfolgung viele der mit dem System Kompromissbereiten dem Märtyrertod zu entgehen suchten. Solche unterordneten sich dem römischen Joch mehr und mehr und schlussendlich, bis zur Zeit des Kaisers Konstantin gingen sie als „katholische“ oder „allgemeine Kirche“ vollkommen im römischen Reich auf, ja, begannen es  durch die Päpste im Namenchristentum zu beherrschen. Heidentum und Christentum waren im Konzil von Nicäa 325 u.Z. bis heute in eine unzertrennliche Einheit zusammengewachsen.

 

Selbst der Brief des Paulus an die Römer wurde in der eigensinnigen Auslegung seitens der Kirchenväter und der späteren Bischöfe von Rom und ihren Handlangern in ihr Gegenteil umgewandelt! Der Abfall kam zu seinem Höhepunkt, indem die Kirche und die Staatsmacht miteinander verflochten wurden, dies all das mit einschloss, was Gott im GESETZ als unrein erklärt hatte! Im 1.Brief an die Korinther hatte Paulus von jenen Tendenzen gewarnt.

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:16-18 ***

Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Die Bischöfe Roms folgten mehr und mehr der Doktrin des heidnischen Roms und verleugneten Tag für Tag mehr die Nachfolge des Christus. Indem sie sich dem Kaiser und den heidnischen Sitten anpassten retten sie zwar ihr Leben, verloren aber ihre Seele hin zu „ewiger Abschneidung“ anstatt  zum „ewigen Leben“! „Und diese [[(am Gerichtstag als „Böcke“ gekennzeichneten)]] werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten [[(„Schafe“ auf Jesu rechter Seite)]] aber in das ewige Leben“ (Mat 25:46) Ihr Reichtum mit dem sie der Kaiser ausstatte wurde zu ihrer Schande! Jesus hatte deutlich davor gewarnt:

 

*** Rbi8  Lukas 9:23-27 ***

Dann sagte er weiter zu allen: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme Tag für Tag seinen Marterpfahl [[Pfahl]] auf und folge mir beständig. 24 Denn wer immer seine Seele [[(das Leben)]] retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen verliert, der wird sie retten. 25 In der Tat, welchen Nutzen hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst aber verliert oder Schaden erleidet? 26 Denn wer immer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel gekommen sein wird. 27 Ich sage euch aber der Wahrheit gemäß: Einige von denen, die hier stehen, werden den Tod überhaupt nicht schmecken, bis sie zuerst das Königreich Gottes sehen.“

  

Dies erfüllte sich durch Visionen, als Jesus auf dem Berg verwandelt Elia und Moses an seiner Seite waren, Blick in die Zukunft, nach Harmagedon und Paulus und Johannes Visionen vom aufgerichteten „Königreich der (neuen) Himmel“ und des künftigen Paradieses erhielten (2.Kor 12:1-4; Offenbarung 21:1-5)

 

Päpste mit ihrer Krone beanspruchen göttliche und weltliche MacvhtDie Kirche Roms wurde zur führenden Weltmacht und blieb es bis in unsere Tage! Heute leitet sie durch ihre Macht und Verbindungen das „World Council of Religious Leaders“ und passt sich mehr und mehr heidnischen Gepflogenheiten an. Jene Christen aber, die den Märtyrertod starben, weil sie keine Kompromisse eingingen, einige von diesen erklärten jene Feiglinge scheinheilig später zu „Heiligen“, diejenigen, die demselben Tod durch ihre Schwäche und Kompromissbereitschaft entwichen waren und sind durch Jesus vor Gott angeklagt die Wahrheit über den Christus verleugnet zu haben. Das Wort das Jesus geredet hatte wird sie richten: „Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren“. Die Päpste Roms gewannen trotz der Warnung des Christus schlussendlich „die ganze Welt“, verloren sich aber selbst an den „Gott dieses Systems“ und ihre Seele an die „Gehenna“, den ewigen „zweiten Tod“, weil sie den „heiligen Geist“ der aus der Schrift redet verleugnet haben! (Mat 12:31, 32; Joh 12:48)

 

Jesus sprach zudem indirekt von der Frühauferstehung der Apostel, die zu Beginn „der Wiederherstellung des Königreiches für Israel“, am Anfang des „Tages des Herrn“ [B1], als er sagte: „Einige von denen, die hier stehen, werden den Tod überhaupt nicht schmecken, bis sie zuerst das Königreich Gottes sehen.“ Als Petrus, Jakobus und Johannes auf dem Berg den verherrlichten Jesus und an dessen Seite Moses und Elias sahen, war dies ein Blick auf das kommende Geschehen nach der Erstauferstehung! 

 

Während der Endzeit, in der Zeitspanne der „grossen Drangsal“ [B] wird sich die „kleine Herde“ (Lu 12:32) Mit Jesus zusammen auf ihre Throne setzen dürfen, am Tag der „Hochzeit des Lammes“ [B2e], um das „Israel Gottes“ zu richten und die letzten der 144.000 von Gott durch Christus Auserwählten zu versiegeln. Zur Erstauferstehung der Toten sind sie mit Jesus zusammen vereint auf dem Ölberg [B2e-B2g] (Mat 19:28; Off 7:1-8; Off 19:7, 8).

 

Jesu Wiederkehr: Das Geschen und Örtlichkeiten
 

1.3.1.2          Die Gründung der Versammlung Roms

Wann und durch wen die Versammlung Rom gegründet wurde ist aus den Schriften nicht genau ersichtlich. Als Paulus im Jahre 59 u.Z. als Gefangener nach Rom kam existierten bereits Brüder in Rom, die wahrscheinlich eine grössere Versammlung bildeten, wie Lukas dies in der Apostelgeschichte zeigt.

 

Da an Pfingsten unter den 3000 Getauften auch Juden aus Rom waren wurde der Glaube in Jesus Christus schon früh nach Italien getragen. Als Paulus in Korinth im Spätherbst des Jahres 55 u.Z. von Athen kommend auf seiner 3.Missionsreise auf Aquila und Priscilla stiess, da befanden sich jene innerhalb der Synagoge der Juden Korinths. Sie waren unter der Herrschaft des Kaisers Claudius, der zwischen 41 und 54 u.Z. herrschte durch dessen judenfeindliches Dekret aus dem Jahre 49 u.Z. unter Misskredit geraten. Daher mussten alle Juden Rom verlassen. Das hat auch auf Christen zugetroffen, die ja als eine Sekte des Judaismus galten. Nero, der auf dem Kaiserthrone folgte hob alle Dekrete des Claudius auf, ausser dem gegen die Christen! Diese alleine blieben unter Verfolgung! Dies gab dem Brief des Paulus besondere aktuelle Bedeutung jene zu stärken, damit sie trotz andauernder Verfolgung weiterhin an Gottes Geboten festhalten würden und sich nicht dem Druck der Staatsmacht unterwerfen, um Gottes Gebote zu missachten. 

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 18:1-4 ***

Nach diesen Dingen reiste er von Athen ab und kam nach Korinth. 2 Und er fand einen gewissen Juden namens Aquila, gebürtig aus Pontus, der erst kurz zuvor aus Italien gekommen war, und dessen Frau Priscilla, weil Claudius befohlen hatte, daß alle Juden aus Rom wegziehen sollten. Somit begab er sich zu ihnen, 3 und weil er gleichen Handwerks war, hielt er sich bei ihnen auf, und sie arbeiteten, denn sie waren dem Handwerk nach Zeltmacher. 4 Er pflegte aber jeden Sabbat in der Synagoge eine Ansprache zu halten und Juden und Griechen zu überzeugen.

 

Paulus achtete weiterhin den Sabbat wie die übrigen Juden! Inzwischen aber war nach dem Tod des Claudius im Jahre 54 u.Z. das Dekret durch Nero aufgehoben worden und viele der Juden waren zurückgekehrt. Unter ihnen gab es auch solche die inzwischen „zum Weg“ gehörten, die bereits von Paulus über Jesus, den wahren Messias wussten. Sie hatten bereits von seiner bereits zweijährigen Gefangenschaft in Cäsarea gehört und dass er nach Rom zum Urteil Cäsars transportiert würde.

 

Ablauf der Ereignisse während des Urchristentums des 1.Jahhunderts
 

In Puteoli (heutiges Pozzuoli, nördlich Neapel), wo sie als letzter Station mit dem Schiff hin gelangten fanden der gefangene Paulus und seine Begleiter bereits Brüder vor, die inständig baten doch sieben Tage bei ihnen zu bleiben. Von Rom her kamen ihnen weitere Brüder bis zum „Marktplatz des Apius und den drei Schenken“ entgegen. Dies ermutigte Paulus sehr. In Rom durfte Paulus in einem gemieteten Privathaus unter Bewachung bleiben und predigte dort zwei Jahre lang bis zu seiner Freilassung (Apg 28:11-16, 30).

 

Nur drei Tage nach seiner Ankunft in Rom rief er die Vorsteher der Synagoge zu sich, um seine Situation betreffend der Klage der Juden Jerusalems zu klären. Er zeigte, dass er ohne ein Vergehen begangen zu haben von eifersüchtigen Juden aus dem Bezirk Asien zu Unrecht der Verletzung der Heiligkeit des Tempels bezichtigt worden war. Man hatte gemeint, er hätte einen unbeschnittenen Griechen innerhalb die Abschrankung des Soreg gebracht. Als er schlussendlich von Felix freigesprochen aber den Juden hätte ausgeliefert werden sollen, da erst berief er sich zur Verteidigung auf Cäsar, wissend, dass ihn die Juden getötet hätten.

 

Die Juden Roms aber hatten weder eine Anklage gegen Paulus erhalten noch irgendetwas negatives gehört, daher gaben sie Paulus das Recht seine Lehre darzulegen, die aus der Sicht jener Vorsteher eine neue Sekte darstellte, die „der Weg“ genannt wurde. Dies zeigt weiter eindeutig, dass die Juden und frühen Christen noch keine definitive Trennung vollzogen hatten, sondern sich gegenseitig weiterhin duldeten und dasselbe GESETZ respektierten, das Paulus im Brief an die Römer nun verteidigt und zudem auch die Änderungen erklärte, die das „GESETZ des Christus“ brachte (Apg 28:17-21). „Wir denken aber, daß es angebracht ist, von dir zu hören, was deine Gedanken sind, denn in der Tat, was diese Sekte betrifft, ist uns bekannt, daß ihr überall widersprochen wird.“ (Apg 28:22)

 

Als die Juden später in grösserer Anzahl in sein Haus kamen gab Paulus gründlich Zeugnis anhand des GESETZES Mose. Dadurch wurde die Versammlung in Rom bestimmt gestärkt und nahm an Gliedern zu. Auch einige treue Begleiter waren weiterhin mit Paulus, wie aus den abschliessenden Grussformeln der Briefe die er aus der ersten römischen Gefangenschaft sandte ersichtlich ist. Darunter war „Lukas, der gelebte Arzt“ (Kol 4:14), „Timotheus, unser Bruder“ und „Markus, der Vetter des Barnabas“ (Phi 1:1; 2:19; Kol 1:1)

 

1.3.1.3          Die vorherrschenden Probleme in der Versammlung Rom

Das wohl grösste Problem war die unmittelbare Nähe zur Staatsmacht Roms, das der Versammlung eine grosse Verantwortung auftrug. Das „GESETZ des Christus“ musste unter den Nationen aufgerichtet werden, wie Paulus es im Römerbrief am Ende des dritten Kapitels mit Deutlichkeit hervorhob. Dazu gehörte „die gesetzliche Befestigung“ innerhalb des römischen Rechts (Phi 1:7). Da Christus gelehrt hatte, dass er nicht gekommen sei das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten, sondern um sie zu erfüllen und stets das Halten aller Gebote Gottes in den Vordergrund gerückt hatte, sollten die Christen in Rom diesen Schritten Jesus exakt nachfolgen! Paulus verteidigt das GESETZ, indem er sagt:

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Die Dekadenz Roms erinnert an unsere TageDie Dekadenz in der Bevölkerung Roms war zu jener Zeit bezeichnend. Die Stadt hatte damals bereits über eine Million Einwohner! Nicht umsonst bringt Paulus das Problem von Hurerei und Homosexualität zur Sprache, wohl wissend, dass die Versammlung davon nicht voll verschont blieb! Nicht ohne Grund ist dies bis heute ein gravierendes Problem unter katholischen und andern christlichen Klerikern, die ja das mosaische GESETZ als zum „Alten Testament“ gehörend einstufen und weitgehend nicht als verbindlich erklären. Genau in diesem GESETZ aber liegt die Grundlage für die Verurteilung solcher Handlungen durch Paulus! Er verurteilt „diejenigen, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten“ und die erklärten, nicht unter den Geboten zu stehen.

 

*** Rbi8  Römer 1:24-27 ***

Daher überließ sie Gott entsprechend den Begierden ihrer Herzen der Unreinheit, damit ihre Leiber untereinander entehrt würden, 25 ja diejenigen, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und eher der Schöpfung Verehrung und heiligen Dienst darbrachten als dem Schöpfer, der immerdar gesegnet ist. Amen. 26 Deshalb übergab Gott sie schändlichen sexuellen Gelüsten, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; 27 und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte.

 

Paulus zeigt, dass gewisse Christen eher den ungesetzlichen Gepflogenheiten Roms nacheiferten, weil sie der Lüge jener Abgefallenen glaubten, dass solches Handeln vor dem Gott der Himmel straffrei bleiben würde. Paulus zeigt, dass die vom GESETZ vorgegebene Todesstrafe, „die volle Vergeltung“ nach wie vor Geltung hat, „indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte“. Solche homosexuellen Männer und lesbischen Frauen wurden dem Satan übergeben, indem sie zur Versammlung hinausgeworfen wurden, was der Todesstrafe gleichkommt. Das war bestimmt aus der Sicht der Neuerer keine populäre Massnahme, die um den Preis der Anpassung an herrschende Sitten und nur um des schnellen Wachstums der Versammlung willen Verhaltensweisen tolerierten, die Gottes GESETZ scharf missbilligt. Die Zurechtweisung des Paulus stärkte dagegen die Beständigen, die weiterhin am ganzen GESETZ festhielten.

 

Katholische KirchenväterDas dritte gravierende Problem haben wir bereits erwähnt, dass innerhalb der Versammlung Abfall vom ganzen GESETZ gelehrt wurde. Paulus versuchte dem mittels des Briefes entgegen zu steuern. Wie genaue Nachforschung ergibt, nahm diese Tendenz weiter zu und durch Abfall und Machthunger wurde Rom alsbald schon als der mächtigste und einflussreichste der vier Erzbischofssitze institutionalisiert, neben Alexandria, Konstantinopel und Antiochia. Die Lehre des Hymenäus und Alexanders aus Ephesus, „die Toten seien bereits auferstanden“ (2.Ti 2:16-18) wurde später durch die Kirchenväter von der verweltlichten römischen Kurie in die Kirchenlehre aufgenommen. Später wurden durch Lehrer wie Augustinus jede Form von Abtrünnigkeit durch Bibeltexte und verdrehte philosophische Logik scheinbar rechtfertigt!

 

(1. Timotheus 1:18-20)  Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timọtheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenạ̈us und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Diese Lehre, Tote seien bereits auferstanden verbreitete sich am „Leib des Christus“, den Versammlungen bereits früh „wie Gangrän“, erklärte Paulus.

 

(2. Timotheus 2:16-19)  Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenạ̈us und Philẹtus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

In der Offenbarung, den sieben Sendschreiben warnte Jesus am Ende des ersten Jahrhunderts von der Nikolaus-Sekte, die besonders in Ephesus zum Abfall geführt hatte. Ein weiteres Problem bildeten die ebionitischen Juden, die aufgrund ihrer Abstammung von Abraham gegenüber den Christen aus den Heiden, den Paulikanern ein Vorrecht zu haben glaubten. Paulus wies auf Zusammenhänge im GESETZ und in den Propheten hin, wo Jehova von Verheissung, Berufung und Auserwählung spricht. Paulus zeigt anhand des Vergleichs mit unterschiedlichen Gefässen für einen reinen und unreinen Zweck, dass das fleischliche Israel und das geistige Israel zwei unterschiedliche Dinge sind und nicht alle die von Israel abstammen an der Verheissung teilhaben werden. 

 

Die sieben Versammlungen der Offenbarung
 

Wie der Vergleich mit dem „Ölbaum“ und gewissen Ästen, die sich über den „Stamm“ erhoben hatten, deutlich macht gab es umgekehrt Heidenchristen, die sich über die Judenchristen erhoben hatten und sie verächtlich behandelten, weil sie meinten alle Juden seien von Gott verworfen worden. Paulus verwirft solches Denken.

 

*** Rbi8  Römer 11:1 ***

Ich frage also: Gott hat doch nicht etwa sein Volk [[(die 12 Stämme Israels)]] verworfen? Das geschehe nie! Denn auch ich bin ein Israelit, vom Samen Abrahams, vom Stamm Benjamin.

 

Damit aber überhoben sich solche „Paulikaner“ auch über die Apostel und selbst über Jesus, die ja dem Fleische nach Juden waren und blieben! Paulus warnt, dass jene „Zweige“, die zum fetten Ölbaum Israels gehörten, die Juden jener Generation Jesu in „Lo-Ruhama“ zufolge Unglaubens abgeschnitten wurden, Gott aber nicht davon zurückschrecken wird, jene „überheblichen Zweige“ innerhalb von „Lo-Ammi“, den Christen, die sich überheben ebenso abzuschneiden und zu verbrennen! Bisher nicht in Jesus glaubende Juden dagegen haben die Gelegenheit bis zum Abschluss erneut in denselben „Stamm“ mit derselben „Wurzel Isais“ eingepfropft zu werden! „Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten.“ (Gal 3:24) Ohne Glauben in Jesus keine Gerechtsprechung!

 

Isais Wurzel und der Baum der einen Spross treibt
 

1.3.1.4          Der Inhalt des Briefes

Der Brief an die Römer ist eine starke Ermunterung an Gottes GESETZ festzuhalten und die Änderungen, welche das „GESETZ des Christus“ brachten, insbesondere, was die „Beschneidung des Herzens“ betrifft. Dann war das Gebot zu beachten, dass Christus das Ende der trennenden „Zwischenwand“ ist, welches die Juden von Menschen der Nationen absonderte. Wie schon im Brief an die Galater im Jahre 51 u.Z. sind dies erneut Themen, welche den Versammlungen nun fünf Jahre danach im Jahre 56 u.Z. ergänzend erklärt werden im Brief, der an die Römer adressiert ist. Alle Briefe mussten in allen Versammlungen gelesen und erläutert werden.

 

Paulus und die "obrigkeitliche Gewalt"Der Inhalt ist aufgrund des Hauptthemas leicht verständlich, da diese Veränderungen im GESETZ Mose, die durch Christus gekommen waren, nicht von allen verstanden und anerkannt wurden. Was nun die korrekte Anwendung des GESETZES Mose betrifft, so hatte dies offenbar auch in Rom und anderen Versammlungen zu gewissen Missverständnissen geführt, wie jene Gebote im Detail anzuwenden wären und wie die einzelnen Satzungen unterschiedlicher „obrigkeitlicher Gewalten“ in ihrer Hierarchie und Abhängigkeiten zu verstehen wären. Betraf es die weltliche Hierarchie oder vorab die Gewaltenabstufung innerhalb des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“? Welchem der unterschiedlichen Gesetze musste Vorrang erzeigt werden? 

 

Das Apostelkonzil in Jerusalem und ihr Brief an die Versammlung in Antiochia hatte offenbar neue Fragen aufgeworfen, da einige nun schlussfolgerten, dass allein nur die vier besonders hervorgehobenen Punkte aus dem Buch Levitikus für Christen bindend seien: Das Verbot des Genusses von Blut, jene Verbote Stranguliertes und Götzen Geopfertes zu essen und das Verbot zu Hurerei. Das war natürlich Unsinn und hätte Jesu Worten vollkommen widersprochen, dass „kein Buchstabe des GESETZES dahingefallen“ sei. Es waren besonders hervorgehobene Gebote, weil sie an mehreren Orten zu arger Gesetzesübertretung geführt hatten. Das geht später auch aus den Zurechtweisungen Jesu an die sieben Versammlungen in der Offenbarung hervor. 

 

Zudem waren offenbar selbst unter denen die richten sollten solche, „die Gesetzeslehrer sein wollten“, selbst aber Gesetzesübertreter waren und offen sündigten. Paulus redet zu denen und zeigt, dass ihre Beschneidung sowohl des Fleisches wie des Geistes dadurch nichtig ist!

 

Einige aus der anderen Gruppe von Extremisten gingen gar so weit zu behaupten, Paulus lehre vollkommenen „Abfall vom GESETZ“ Mose, da sie auch von Heidenchristen die Beschneidung des Fleisches verlangten, die andere extreme Gruppe versuchte weiterhin in pharisäischer Art dem „Buchstaben des GESETZES“ statt dem Prinzip dahinter das Wort zu reden. Beiden Gruppen wollte Paulus durch den Brief an die Römer energisch entgegentreten.

 

Christen waren dazu bestimmt das GESETZ Gottes unter den Nationen aufzurichten, die Menschen aus den Heiden zum Gehorsam Gott gegenüber zu führen. Liebe zum Nächsten und zu Gott sollte Erfüllung des ganzen GESETZES anzeigen! Im Brief an die Epheser sprach Paulus davon, die Menschen der Nationen „dem Staatswesen Israels“ und den „Bündnissen der Verheissung“ anzunähern (Eph 2:11, 12). All diese Dinge müssen wir somit im Gesamtzusammenhang richtig einreihen, um ein umfassendes Verständnis von Gottes Willen und Plan für das kommende „Königreich der (neuen) Himmel“, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ zu haben, das nach denselben gesetzlichen Bestimmungen aufgebaut sein wird!

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine echte Theokratie!
 

Gegner des Paulus haben nicht davor zurückgeschreckt selbst einige Schriftstellen in ihren Übersetzungen dahingehend zu verändern, dass der ursprüngliche Sinn in ihr Gegenteil verkehrt wurde, um ihre widersprüchliche These und ihre eigenen religiösen Dogmen zu verteidigen, dass Christen überhaupt nicht weiter unter GESETZ Mose stehen würden. Damit aber versuchten sie Paulus zu unterschieben, er habe Jesu Gebot missachtet und sich dadurch selbst über Gottes Sohn erhoben. Das ist bei genauer Betrachtung der Zusammenhänge schlichtweg auszuschliessen!

 

Konzil von NicäaJene weitere Gruppe innerhalb der Versammlung Roms, die Bereitschaft zeigte sich eher römischem Staatsrecht des Cäsars zu unterordnen, anstatt dem Christus als ihrem König. Dies führte insbesondere in späteren Zeiten, am Konzil von Nicäa 325 u.Z. unter Konstantins Führung, wo es u.a. die Sonntage und Festlichkeiten der Römer betraf, solche Gegner versuchten die Worte des Paulus dahingehend zu interpretieren, dass Christen den „obrigkeitlichen Gewalten“ des Cäsars im ersten Rang untertan seien und somit dessen Gesetze in vorderster Linie zu respektieren hätten. Dabei redet Paulus deutlich nur von jenen Gewalten, die Gott direkt zugeteilt hat: Das heisst von Jesu als König, den Aposteln als dessen Abgesandten und den Versammlungsvorstehern, die Priesterpflichten erfüllten! Paulus spricht zudem noch vom „Gesetz des Mannes“, der seine Ehefrau bis zu ihrem oder seinem Tode unterordnet ist! Wir können somit viel über verschiedene Arten von Gesetzen hören.

 

Ein weiteres Gesetz existiert, das uns allen viel Kopfzerbrechen bereitet: Das „Gesetz der Sünde“, das in unserem Fleisch wirkt und Begierden erweckt! Jeder Christ stirbt beim Untertauchen in der Taufe in symbolischer Form gegenüber jenem „Gesetz der Sünde“. Dagegen anerkennt er beim Auftauchen aus dem Wasser in einer sinnbildlichen „Neugeburt“ das „GESETZ des Geistes“, das mit dem „GESETZ des Christus“ identisch ist und eine Erweiterung und Veränderung des „GESETZES an Israel“ darstellt. Deutlich bezeichnet Paulus jene als „geistige Juden“ die einer Verheissung angehören, die Glauben in Gottes Wort setzen und Gottes Gebote und dessen Willen ausführen und die seine Christus anerkennen! 

 

1.3.1.5          Die Warnung des Petrus, dass Schriftunkundige die Worte des Paulus verdrehen

Paulus war als „besonderes Gefäss“ von Gott und Jesus auserwählt worden, um die gute Botschaft zu den Nationen und bis hin vor Könige zu tragen. Ihm war es anvertraut das „heilige Geheimnis“ über die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ zu lüften, indem er durch Visionen kommende Dinge schauen durfte und diese durch die ihm gegebene Weisheit zu verstehen vermochte.

 

All jene Lehrer der guten Botschaft, die hoch komplizierte Zusammenhänge einem ungeschulten Publikum beizubringen versuchen sind mit demselben Problem konfrontiert: Welche Erläuterungen kann ich geben, damit alle meinen Ausführungen folgen können? Das ist sehr schwierig, wenn die Zuhörer aus ganz unterschiedlichen Bildungsverhältnissen stammen!

 

Der Brief an die Römer richtet sich an eine Zuhörerschaft mit guter Schriftkenntnis und Erfahrung in der Anwendung des göttlichen GESETZES! Paulus zeigt die gegenseitige Abhängigkeit verschiedenartiger Gesetze auf, unter denen Menschen stehen und die Gefahr die von diesen sich oft widersprechenden Geboten ausgehen! Jede Autorität, die ein Gesetz erlässt setzt von denen die unter das Gesetz verpflichtet werden voraus, dass sie das Gesetz gesetzmässig anwenden! Ein geläufiger Spruch lautet: „Unkenntnis schützt nicht vor dem Gesetz“, Gesetzesbruch hat meist unangenehme Folgen!

 

Die Suche nach dem wahren PaulusWenn wir gewisse Dinge der göttlichen GESETZE nicht korrekt verstehen, so ist auch deren Anwendung nicht gesetzmässig möglich! Offensichtlich wurden gewisse Aussagen des Paulus zur Anwendung der Gebote Mose schon sehr früh tendenziös ausgelegt, die dem Sinn der Aussagen des Paulus widersprechen, den er in seine Worte legte! Darum schrieb Petrus warnend, wahrscheinlich bereits kurz nach dem Märtyrertod des Paulus, also nachdem der Apostel seinen letzten, 2. Brief an Timotheus bereits geschrieben hatte über „Ungelehrte und Unbefestigte“, welche das Wort des Paulus und die übrigen Schriften verdrehen würden. Er redet vom kommenden Gericht an solchen:

 

 *** Rbi8  2. Petrus 3:14-16 ***

Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Fleckenlos und makellos können wir nur dann bleiben, wenn wir keines der göttlichen Gebote übertreten! Die Gegner von Paulus behaupteten von ihm, er hätte Abfall vom GESETZ gelehrt. Wer den Römerbrief aber mit Sorgfalt studiert, um tiefes Verständnis zu erlangen, der kommt exakt zur gegenteiligen Ansicht: Paulus verteidigt Gottes GESETZ und greift jede Form von Missbrauch an. Das erzeugt aber Gegnerschaft bei all denen, die göttliches Recht zu verdrehen suchen, um ihr selbst aufgerichtetes Recht an erste Stelle zu bringen! Wir können durch Nachprüfen leicht feststellen, dass alle Katholischen Kirchenväter von den Lehren des Paulus und vom göttlichen GESETZ in der einen oder anderen Form abgewichen sind! Sie waren es somit, die denen nachfolgten, die sich bereits um das Jahr 64 u.Z. als „Ungelehrte und Unbefestigte“ zeigten und die Schriften verdreht hatten! Das zeigt sich beim Römerbrief in ganz besonders herausragender Weise!

 

1.3.1.6          Die Planung der 4.Missionsreise zum Ende der 1.Gefangenschaft

Noch während seiner Gefangenschaft in Rom, aber in Aussicht der baldigen Freilassung schrieb Paulus mehrere Briefe und kündigte seine kommende, die vierte Missionsreise an. Diese Nummerierung ergibt sich, wenn man den Gefangenentransport von Jerusalem nach Cäsarea und zwei Jahre darauf mit dem Schiff nach Rom nicht ebenfalls unter die Missionsreisen einteilt. Insgesamt sind es somit fünf grosse Reisen die Paulus unternahm. Zuvor gab es gar noch eine weitere Reise, unmittelbar nach seiner Taufe die ihn nach Arabien und dann zurück nach Damaskus führte, über die aber keine Details in der Bibel geschrieben stehen (Gal 1:15-17).

 

Die vierte und letzte Missionsreise führte ihn schlussendlich von Rom über Kreta nach Nikopolis, wo Paulus den Winter 61/62 u.Z. verbrachte und von wo aus er den Brief an Titus (Tit 3:12) und den 1.Brief an Timotheus schrieb (1.Ti 1:3). Ob er dort in Nikopolis eine weitere Versammlung gründete ist unbekannt, darf aber aufgrund seiner harten Predigtarbeit überall da, wo er hinkam durchaus vermutet werden. Lukas hatte seine Apostelgeschichte in Rom abgeschlossen. Mittels Sendboten waren Kopien der verschiedenen Briefe aus Rom wahrscheinlich parallel an die Philipper, an die Epheser, an die Kolosser, an die Versammlung in Laodicea (der offenbar verlorenging) und an Philemon gegangen. Ob jene Sendboten auch die anderen grösseren Versammlungen bei ihrer Hinreise besuchten und auch dort Kopien zurückliessen kann nur vermutet werden.

 

Paulus erwähnt zudem einen weiteren Brief an die Versammlung in Laodicea, der entweder verlorenging oder inhaltlich nicht von Wichtigkeit war, so dass er im Bibelkanon ausgelassen wurde.

 

4.Missionsreise des Paulus nach Entlassung aus 1.Haft in Rom
 

Irgendwann um den Herbst des Jahres 63 u.Z. muss Paulus in oder um Ephesus herum in die zweite Gefangenschaft geraten sein. Er kündigte sein Kommen nach Ephesus im 1.Brief an Timotheus an (1.Ti 1:3; 4:13). Dabei musste er von Mazedonien und Philippi her kommen. Im Brief an die Philipper kündigte er den Besuch des Timotheus und sein eigenes Kommen an (Phi 2:19, 24). Da er in Troas einen Mantel zurückliess muss er auch jene Stadt unterwegs von Philippi kommend besucht haben. Zudem liesse er Trophimus krank in Milet zurück (2.Ti 4:20, 21). Das war offenbar auf seinem 2. Gefangenentransport nach Rom, wo er noch Korinth als weiteren Anlaufpunkt erwähnt. 

 

Einzelinformationen zur 4.Missionsreise des Paulus
  

 

1.3.2           Kapitel 1:  Warnung vor Missachtung Gottes, Missachtung der Wahrheit und Missachtung des göttlichen GESETZES

 

1.3.2.1          Rö 1:1-12:  Paulus: Prediger des Glaubensgehorsams unter den Nationen

Paulus grüsst die Versammlung in Rom in dem er sich ihnen vorab als berufener und auserwählter Apostel Gottes und Jesu vorstellt, der für die Aufgabe des Predigens unter den Nationen ausgesondert worden war, „damit es unter allen Nationen zum Glaubensgehorsam komme hinsichtlich seines Namens. Glaubensgehorsam an den Namen des Sohnes Jehovas, an Jesus als Gottes Fleisch gewordenen Sohn des wahren Gottes war das Ziel dieser guten Botschaft! (Joh 17:3)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:11-12 ***

Dieser [[(Jesus)]] ist ‚der Stein, der von euch Bauleuten verächtlich behandelt wurde, der das Haupt der Ecke geworden ist‘. 12 Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“

 

Obwohl Paulus nie von Christus direkt unterrichtet worden war, sondern seine Erkenntnis Visionen verdankte die Gott ihm durch den Christus gab, darf man berechtigterweise sagen, dass er wohl von allen Aposteln die tiefste Erkenntnis der Zusammenhänge besass. Er konnte das Gesamtbild erkennen und war in der Lage die Einzelbilder zu erklären! Er wusste um die Querverbindungen zwischen dem Königreich Israel, das durch den Gesetzesbund am Berg Sinai im Jahre 1513 v.u.Z. unter Gottes Leitung entstand und dem nach Jesu Himmelfahrt an Pfingsten 33 u.Z. folgenden „Königreich des Sohnes der Liebe“ mit seinem „GESETZ des Christus“ und dem kommenden „Königreich der Himmel“, das durch das „Israel Gottes“ über die ganze Erde herrschen wird.

 

Jehovas Königreich über das "Israel Gottes"
 

Paulus zeigte auf, dass jedes dieser unterschiedlichen Königreiche durch denselben „heiligen Geist“ und dasselbe Gesetz Gottes geleitet werden! 

 

*** Rbi8  Römer 1:1-7 ***

Paulus, ein Sklave Jesu Christi und zu einem Apostel berufen, abgesondert für Gottes gute Botschaft, 2 die er zuvor durch seine Propheten in den heiligen Schriften verhieß, 3 in bezug auf seinen Sohn, der dem Fleische nach aus dem Samen Davids hervorging, 4 der aber mit Macht zum Sohn Gottes erklärt wurde nach dem Geist der Heiligkeit durch [die] Auferstehung von den Toten — ja, Jesus Christus, unser Herr, 5 durch den wir unverdiente Güte und ein Apostelamt empfangen haben, damit es unter allen Nationen zum Glaubensgehorsam komme hinsichtlich seines Namens, 6 unter welchen [Nationen] ihr auch dazu berufen seid, Jesus Christus anzugehören —, 7 an alle die, die als Geliebte Gottes, zu Heiligen Berufene in Rom sind:

Unverdiente Güte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus.

 

Berufung und Auserwählung fest machenPaulus, als von Christus eingesetzter Apostel der Nationen verteidigt die Berufung von Menschen aus den Nationen Mitteilhaber am herrschenden „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und durch kommende Auserwählung am künftigen „Königreich der (neuen) Himmel“ zu werden, vorausgesetzt, dass auch sie die göttlichen Normen anerkennen würden und weiterhin Glauben in den Sohn Gottes ausüben: „... unter welchen [Nationen] ihr auch dazu berufen seid, Jesus Christus anzugehören.“ Jeder männliche Christ, der sich dem Taufbund unterzieht kann dieser Berufung zur künftigen Teilhabe am Königreich nachkommen! (Rö 8:30) Treue und Befähigung erzeigen sich durch Werke und führen zur schlussendlichen Auserwählung am Gerichtstag! „Denn es sind viele eingeladen, doch wenige auserwählt!“ (Mat  2:14)

 

Paulus beschreibt im 1.Brief an die Korinther jene Berufung von Menschen aus den Nationen, die nicht an herausragende Eigenschaften gebunden ist, welche in diesem System so hoch zählen:

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:26-31 ***

Denn ihr seht eure Berufung, Brüder, daß nicht viele, die dem Fleische nach Weise sind, berufen wurden, nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Geburt; 27 sondern Gott hat das Törichte der Welt auserwählt, damit er die Weisen beschäme; und Gott hat das Schwache der Welt auserwählt, damit er das Starke beschäme; 28 und Gott hat das Unedle der Welt auserwählt und das, worauf man herabblickt, die Dinge, die nicht sind, um die Dinge, die sind, zunichte zu machen, 29 damit sich vor Gott kein Fleisch rühme. 30 Ihm aber ist es zu verdanken, daß ihr in Gemeinschaft mit Christus Jesus seid, der uns zur Weisheit von Gott geworden ist sowie zur Gerechtigkeit und Heiligung und Befreiung durch Lösegeld; 31 damit es so sei, wie geschrieben steht: „Wer sich rühmt, rühme sich in Jehova.

 

Die Weisheit dieses Systems wird durch Gott in Harmagedon zunichte gemacht! Daher fürchtet sich jeder, der zu diesem System gehört vor jenem Wort, das echten Christen dagegen Rettung und Befreiung verspricht! Die Intelligenz dieses Systems, das Satan zum Gott hat, sie besitzt eine abartige Form der Weisheit, die uns alle an den Rand der Selbstvernichtung führt, wo Selbstsucht, Hass, Eigenliebe, Verachtung Gott und seinen Geboten gegenüber regieren.

 

Weisheit: Hast du auf Sand gebaut oder auf Fels?
 

Der Christus war dagegen von niederer Geburt und ohne hohe Schulbildung, hatte keine Regierungsfunktion inne und gehörte nicht dem religiösen Establishment an. Er hat trotzdem in seiner nur dreieinhalbjährigen Lehrtätigkeit die Welt mehr verändert, als alle die „Grosse“ genannt werden zusammengenommen! Jesus war die vollständige Erfüllung aller Vorhersagen der Propheten, welche über das erste Erscheinen des Messias berichteten. Dieser war bereits dem Abraham gegenüber aus dessen Samen stammend angekündigt, dann später erneut gegenüber den Stammvätern Isaak und Jakob bestätigt worden. Gegenüber David gab Gott durch den Propheten Daniel weitere Details bekannt, dass jener Same, der Jesus ist ein Königshaus für David vorbereiten werde. Jehova sprach vorausschauend auf Davids Auferstehung unter den 144.000 künftigen Priesterkönigen. Der Prophet Nathan kündigte dies König David bereits an, als jener ihm seine Absicht erklärte, Jehova ein Haus zu bauen:

 

Jerusalems Tempel*** Rbi8  2. Samuel 7:11-16 ***

Und Jehova hat dir mitgeteilt, daß Jehova dir ein Haus bereiten wird. 12 Wenn deine Tage voll werden und du dich zu deinen Vorvätern niederlegen wirst, dann werde ich bestimmt deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Innern kommen wird; und ich werde zweifellos sein Königtum festigen. 13 Er ist es, der meinem Namen ein Haus bauen wird, und ich werde den Thron seines Königreiches gewiß bis auf unabsehbare Zeit festigen. 14 Ich selbst werde sein Vater werden, und er seinerseits wird mein Sohn werden. Wenn er unrecht tut, so will ich ihn mit der Menschenrute und mit den Schlägen der Söhne Adams zurechtweisen. 15 Was meine liebende Güte betrifft, sie wird nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den ich deinetwegen entfernt habe. 16 Und dein Haus und dein Königtum werden gewiß bis auf unabsehbare Zeit vor dir beständig sein; ja dein Thron wird bis auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] gefestigt werden.“ ‘ “

 

Salomo, Davids Sohn baute dann Jehova den Tempel in Jerusalem, dessen Plan Jehova David vermittelt hatte, dies war noch zu Lebzeiten Davids! Die Ankündigung aber betrifft eine Zeit nach Davids Tod: „Wenn deine Tage voll werden und du dich zu deinen Vorvätern niederlegen wirst, dann werde ich bestimmt deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Innern kommen wird; und ich werde zweifellos sein Königtum festigen.“ Nathan aber sprach von einem weiteren Samen, der ein weit grösseres Haus aufbauen würde: Eine Königsherrschaft die über die ganze Erde herrschen wird und der Könige als geistige Nachkommen zeugen würde. Ein Herrscherhaus das nie mehr erschüttert werden könnte.

 

Da Jesus als ewig lebender „Menschensohn“ zur Erde zurückkehren wird unterliegt er erneut denselben Regeln und Geboten wie alle übrigen Menschen: Er muss weiterhin Treue und Gottesfurcht zeigen! „Wenn er unrecht tut, so will ich ihn mit der Menschenrute und mit den Schlägen der Söhne Adams zurechtweisen“, kündigt Jehova an! Im Kapitel 5 dieses Briefes an die Römer bezeichnet Paulus Jesus als „den [[Samen]], der kommen sollte“, der als Mensch Ähnlichkeit mit Adam hat. Sollte Jesus Gott zuwiderhandeln, was auszuschliessen ist, wird auf ihn dasselbe Strafmass angewendet, das auf die „Söhne Adams“ angewendet wurde!

 

Das "Königreich des Sohnes seiner Liebe" Jehovas: Beginn und Übergabe an den Vater
 

Weil Jesus keines der göttlichen Gebote übertreten hatte, obwohl er wie alle übrigen Menschen der Schwachheit des Fleisches unterworfen war, darum wurde er von Jehova nach seinem Tod in Treue als Geistwesen auferweckt, das er zuvor war (Joh 17:5) über alle Macht und Autorität erhoben! (Mat 28:18; Off 5:11, 12) Seine Treue bis hin in den Tod sollte allen Generationen zum Vorbild werden! Davids Königshaus würde durch dessen „Samen der Christus ist“ für immer gefestigt werden um eine Hilfe für unsere Schwachheit zu sein.

 

*** Rbi8  Hebräer 2:18 ***

Denn worin er selbst gelitten hat, als er auf die Probe gestellt wurde, kann er denen zu Hilfe kommen, die auf die Probe gestellt werden.

 

Paulus lobt die Brüder in Rom für ihren Glauben, der sich inzwischen bereits unter harter Verfolgung als gefestigt erwiesen hatte! Er dankt dafür Gott, der das Ausharren gibt! Die Verfolgungen und Prüfungen die Christen in Rom erlitten haben waren in allen Versammlungen zum Lobpreis Gottes bekannt geworden!

 

*** Rbi8  Römer 1:8-12 ***

Fürs erste sage ich meinem Gott durch Jesus Christus euer aller wegen Dank, weil in der ganzen Welt von eurem Glauben gesprochen wird. 9 Denn Gott, dem ich mit meinem Geist in Verbindung mit der guten Botschaft über seinen Sohn heiligen Dienst darbringe, ist mein Zeuge davon, wie ich euch unaufhörlich in meinen Gebeten stets erwähne, 10 indem ich bitte, daß es mir, wenn es überhaupt möglich ist, durch Gottes Willen jetzt endlich gelinge, zu euch zu kommen. 11 Denn ich sehne mich danach, euch zu sehen, um euch irgendeine geistige Gabe mitzuteilen, damit ihr befestigt werdet, 12 oder vielmehr zum Austausch von Ermunterung unter euch, indem jeder durch den Glauben des anderen, sowohl des euren wie des meinen, [ermuntert werde].

 

Paulus hatte schon längere Zeit geplant die Versammlung Rom zu besuchen und von dort aus nach Spanien zu gelangen (Rö 15:23). Die Dinge aber gestalteten sich anders, als er im Jahre 56 u.Z. in Jerusalem gefangen wurde und zwei Jahre später nun in Ketten nach Rom transportiert wurde. Dort hatte er weitere zwei Jahre Gelegenheit vielerlei geistige Gaben im Hausarrest in seinem gemieteten Haus den Jüngern in Rom mitzuteilen und sie zu ermuntern.

 

1.3.2.2          Rö 1:13-17: Gottes Zorn kommt über jene, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit unterdrücken!

Paulus hatte bisher meist in Gebieten gepredigt, wohin zuvor die gute Botschaft noch nicht hingelangt war. Das war nun anders in Rom, wo bereits eine Versammlung existierte. Dennoch war es die Absicht des Apostels auch dort einige für den Glauben zu gewinnen. Paulus selbst sieht sich als von Gott begünstigt, der anderen aufgrund dieser Bevorzugung zum Schuldner wurde, um jenen vom Reichtum seiner Erkenntnis abzugeben. Sowohl „Weise wie Unverständige“, gebildete Griechen wie „Barbaren“, was im Sinne der griechischen Philosophie Ungebildete und Unkultivierte bedeutet, wollte er persönlich mit der Tiefe der Erkenntnis der guten Botschaft vertraut machen.

 

Belagerung und Einnahme Roms durch die BarbarenIn den rund je fünfzehn Jahren ab dem Jahre 16 vor bis 16 nach Christus vereinten sich die Germanenvölker und führten Krieg gegen Rom, das sie schlussendlich einnahmen. Auch auf sie wurde der Begriff „Barbaren“ angewendet.

 

*** Rbi8  Römer 1:13-17 ***

Ich will aber nicht, daß euch unbekannt sei, Brüder, daß ich mir oftmals vornahm, zu euch zu kommen — aber ich bin bis jetzt verhindert worden —, damit ich auch unter euch einige Frucht gewinne, ebenso wie unter den übrigen Nationen. 14 Sowohl Griechen als auch Barbaren, sowohl Weisen als Unverständigen bin ich ein Schuldner; 15 daher bin ich, was an mir liegt, voller Eifer, die gute Botschaft auch euch dort in Rom zu verkündigen. 16 Denn ich schäme mich der guten Botschaft nicht; sie ist tatsächlich Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der Glauben [[(in den Christus als Retter)]] hat, für den Juden zuerst und auch für den Griechen; 17 denn in ihr wird Gottes Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens und zum Glauben geoffenbart, so wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber — durch Glauben wird er leben.

 

Paulus erwähnt Juden, „Ebioniten“ oder als Gruppe „die Armen“ Jerusalems bezeichnet, als Söhne des vorab auserwählten Volkes Gottes in ihrer Glaubenstreue zum Messias vor den Griechen, was alle an Jesus glaubenden Menschen aus den Heiden einschliesst. Wir nennen diese als Gruppe „Paulikaner“. Unabhängig von der Herkunft aber muss jeder der das „ewige Leben“ ergreifen will dies durch Glauben zeigen. „Der Gerechte aber — durch Glauben wird er leben.“ Ohne Glauben in Gottes Vorkehrung durch seinen Christus ist kein ewiges Leben möglich! Gottes Gerechtigkeit muss durch Anwendung im eigenen Leben Bestätigung finden! Grundlage hierzu ist das Predigen der guten Botschaft, die Unterordnung unter Gottes Gebote!

 

Paulus kündigt nun Gottes kommenden Zorn gegen jede Art Ungerechtigkeit an, die Gottlosigkeit ist. Sein Zorn richtet sich gegen all jene, welche die Wahrheit mittels Ungerechtigkeit zu unterdrücken versuchen. Das betrifft einerseits die Juden, welche den Christus als „im Fleische gekommen“ bis heute ablehnen, andererseits die Autoritäten Roms und der heidnischen Tempel, welche sich weigern auf die gute Botschaft zu reagieren und mit Verfolgung antworten.

 

Jesus ist das lebendige Abbild Gottes und wurde offenbar gemacht. Sein Opfertod zeigt Gottes Liebe zu den Menschen all jenen Rettung zu geben, die auf die gute Botschaft reagieren! Viele sehen dies als Unvernunft an, weil sie keine eigene Schuld durch Sünde, was Übertretung von Gottes GESETZEN bedeutet, anerkennen, was die Todesfolge hat, von der sie Erlösung benötigen.

 

Beschreibung: Seerosen: Gottes Werke sind in der Natur durch ihre Schönheit offenbar! (Rö 1:20)Aber nicht erst seit Jesu Kommen und seinem Tod und der Auferstehung ist Gottes Macht offenbar, sondern seit Anbeginn der Schöpfung kann der Mensch mittels seines Verstandes Gottes Werke als das identifizieren, was sie sind: Ausdruck einer überragenden Weisheit und grosser Liebe zu Seiner ganzen Kreation. Der Glaube in eine nicht intelligente Evolution durch blosse Mutation und Zuchtauswahl verhindert die Sicht auf einen Schöpfergott!

 

Beschreibung: Sonnenuntergang: Als Geschäpfe Gottes können wir die Naturschönheit aufnehmen die uns zum Lobpreis des Schöpfers führen muss (Rö 1:18-23)*** Rbi8  Römer 1:18-23 ***

Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen geoffenbart, die die Wahrheit in ungerechter Weise unterdrücken, 19 weil das, was man von Gott erkennen kann, unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbar gemacht. 20 Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind; 21 denn obwohl sie Gott kannten, verherrlichten sie ihn nicht als Gott, noch dankten sie ihm, sondern sie wurden hohlköpfig in ihren Überlegungen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22 Obwohl sie behaupteten, sie seien weise, wurden sie töricht 23 und verwandelten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in etwas gleich dem Bild des vergänglichen Menschen und von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren.

 

Die Schöpfung selbst zeigt Jehovas herausragende Eigenschaften, unter denen vier besonders herausstechen: seine Liebe, seine Weisheit, seine Gerechtigkeit und seine Stärke. Paulus bezeichnet es unentschuldbar, wenn Jehovas herausragende Göttlichkeit durch Stolz und Aufgeblasenheit der Intelligenz dieses Systems fortdauernd missachtet wird. Die ganze Lehre Darwins und seiner Theorie der Evolution des Lebens aus unbelebter Materie heraus ohne Eingreifen einer höheren Intelligenz wird eher der dummen, geistlosen Materie zugeordnet, wie dem Schöpfergott die Ehre zuzuerkennen.

 

Gottes herausragende Eigenschaften
 

SPIEGEL: Der göttliche TeufelDie Götzenverehrung durch gemachte Bilder und Objekte, seien diese von unbelebten Dingen, von Pflanzen, Tieren oder Menschen oder Geistwesen gereicht allen zur Unehre, die sich vor solchen niederbeugen, um sie zu verehren! Dem Schöpfergott Jehova allein gebührt unsere Anbetung! An Gottes erstem und zweitem Gebot hat nichts geändert! Der Teufel will durch die Anbetung irgendwelcher Objekte von Jehova ablenken! Jesu Versuchung durch den Teufel wirft Licht auf seine Verführung:

 

*** Rbi8  Lukas 4:5-8 ***

Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

Anbetung und heiliger Dienst gebührt ausschliesslich Jehova Gott! Seit Eden versucht Satan durch Verführung oder durch harte Bedrängung Menschen zum Übertreten göttlicher Normen und Missachtung seines Willens zu verführen. Jeder Akt der Anbetung, der nicht zu Jehova als höchster Autorität gerichtet ist gilt als Übertretung die Vergeltung nach sich zieht.

 

1.3.2.3          Rö 1:24-32: Als Folge der Missachtung der genauen Erkenntnis Gottes kommt volle Vergeltung gemäss GESETZ 

Wo die „Begierde des Herzens der Unreinheit“ regiert und unser Verstand nicht gemäss genauer Erkenntnis Gottes reagiert, wo Jehova als Autorität mit dem Recht GESETZE zu erlassen und uns Grenzen zu setzen abgelehnt wird, da würde Entehrung des Leibes die Folge sein! Rom war dieser Form der Dekadenz besonders stark ausgesetzt. Statt die Wahrheit betreffend der Schöpfung anzuerkennen vertauschten sie diese mit philosophischen Lügen. Anstatt den Schöpfer anzuerkennen und dessen Recht Herrschaft über seine Geschöpfe auszuüben wurde die Schöpfung selbst angebetet, die Natur zum Gott erhoben und „... eher der Schöpfung Verehrung und heiligen Dienst dargebracht als dem Schöpfer.“ Ungezügelte, übersteigerte sexuelle Gelüste waren die Folge mit widernatürlichem, gesetzwidrigem Umgang mit dem eigenen und anderen Geschlecht! Eine Entwicklung die heute erneut die ganze Menschheit zu zerstören droht!

 

Welle der Homosexuellen und Lesben als Zeichen kommenden Gerichts*** Rbi8  Römer 1:24-27 ***

Daher überließ sie Gott entsprechend den Begierden ihrer Herzen der Unreinheit, damit ihre Leiber untereinander entehrt würden, 25 ja diejenigen, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und eher der Schöpfung Verehrung und heiligen Dienst darbrachten als dem Schöpfer, der immerdar gesegnet ist. Amen. 26 Deshalb übergab Gott sie schändlichen sexuellen Gelüsten, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; 27 und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte.

 

Die heutige Gesellschaft ist aufgrund des rasch fortschreitenden moralischen Niedergangs erneut am selben Tiefpunkt angelangt. Lesben und Homosexuelle protestieren offen für ihre so genannten Rechte. Sie fordern Gleichberechtigung, was Heirat und Kinder aufzuziehen betrifft. Die Folgen all dessen sind unüberschaubar und können nur als degradierend empfunden werden. „Die volle Vergeltung“ für Promiskuität konnten wir zu Beginn der heutigen Volksseuche Aids darin sehen, dass sich vorwiegend Homosexuelle und Drogensüchtige ansteckten. Dies hat inzwischen geändert, wo selbst Ungeborene bereits durch ihre Mütter angesteckt werden.

 

Die Folgen der sexuellen Freiheit, wo jeder das tun kann, was er gerade zu tun beabsichtigt hat selbst zum Menschenhandel geführt, wo selbst Kinder und wo Frauen zu einem reinen Handelsgut geworden sind, ihr Leben kaum Wert besitzt und für deren Besitzer weltweit ein Milliardengeschäft sind. Das Leid jedes einzelnen Sexsklaven wird unbeschreiblich und die Folgekosten für die gesamte Gesellschaft, das Rechts- und Gesundheitswesen steigern sich ins Unermessliche.

 

Paulus spricht von einem „missbilligten Geisteszustand“, von Gottes Sicht aus betrachtet. Dadurch, dass sie Gott durch falsche Götzen ersetzten wurde jeder Form Ungerechtigkeit Tür und Tor geöffnet. Gottes GESETZE zu missachten, diese durch eigenes Regelwerk zu ersetzen, die Strafbestimmungen Jehovas zu ignorieren und immer duldsamer für Unrecht zu werden lässt ganze Bevölkerungen in einen Geisteszustand der Ignoranz und eine Kultur des Unrechts versinken.

 

*** Rbi8  Römer 1:28-32 ***

Und so, wie sie es nicht billigten, Gott in genauer Erkenntnis zu behalten, übergab Gott sie einem mißbilligten Geisteszustand, so daß sie Dinge taten, die sich nicht geziemen, 29 erfüllt, wie sie waren, mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, indem sie voll Neid, Mord, Streit, Trug und Niedertracht waren, Ohrenbläser, 30 böse Zungen, Gotteshasser, unverschämt, hochmütig, anmaßend, erfinderisch im Schadenstiften, den Eltern ungehorsam, 31 ohne Verständnis, vertragsbrüchig, ohne natürliche Zuneigung, unbarmherzig. 32 Obschon diese die gerechte Verordnung Gottes sehr wohl erkennen [und wissen], daß die, die solche Dinge treiben, den Tod verdienen, fahren sie damit nicht nur fort, sondern stimmen auch denen zu, die sie zu tun pflegen.

 

Gottes gerechtes GESETZ abzulehnen ist Folge davon ihn nicht genau erkannt zu haben und die angedrohten Folgen für  Gesetzesverletzungen zu übersehen. Vielfältiges Leid und Schmerz und frühzeitiger Tod sind die Folge! Sich Gottes Strafurteil zuzuziehen bedeutet gar Abschneidung vom versprochenen ewigen Leben. Jesus zeigte aber auch den gegenteiligen Weg auf, indem er ihn vorlebte und Licht darauf warf:

 

*** Rbi8  Johannes 17:3 ***

Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

 

Jeder kann für sich selbst entscheiden, ob er Dekadenz sucht oder ob er Gott und sein Gebot anerkennen will! Jesus als vollkommener Mensch, der unter Prüfung und Leiden keines der göttlichen Gebote übertreten hat ist deswegen der von Gott bestimmte Richter nun im Endgericht über dieses System. Er muss mit „eisernem Stab“ das Unrecht beseitigen, um zu Gunsten derer die seufzen und sich anstrengen das Recht einzuhalten einzusetzen!

 

Insofern hat der Staat, der denselben göttlichen Rechtsmassstab durchzusetzen versucht und gegen Übeltäter einschreitet wirklich Gottes Schwert in seiner Hand und ist von Gott verordnete „obrigkeitliche Autorität“, dies, wenn jene der Versammlung darin versagt hat Recht zu schaffen! Jehova hat selbst Israel und Juda durch heidnische Nationen züchtigen lassen, als jene sein GESETZ verlassen hatten! Assyrien, Babylon und Rom wurden zur gegebenen Zeit jeweils zur Urteilsvollstreckerin eines göttlichen Urteils!

 

Beschreibung: Das "siebenköpfige wilde Tier" (UNO) als Gottes Instrument "Babylon die grosse Hure" zu züchtigen und deren Fleischteile zu verzehren! (Off 17:4, 5)Ebenso ist für heute vorhergesagt, dass das „siebenköpfige wilde Tier“ der UNO mit seinen „zehn Hörnern“ oder Gesamtheit nationaler Macht das korrupte Religionssystem des Planeten als Gesamtes zerstören wird! Gott betrachtet die Religionen verantwortlich für die Dekadenz und fasst sie im Begriff „Babylon die Grosse“ zusammen, eine symbolische unmoralische Stadt, die ihrerseits behauptet Gott zu vertreten jedoch selbst Gottes Gebote nicht hält und nicht lehrt! Wir können die Schreie der Geburtswehen dieser Dinge um uns herum deutlich hören und sehen!

 

Die Religionen (= unterschiedliche Gesetze, degenerierende moralische Autorität) sollen vollkommen vernichtet werden! Kein Religionsführer wird seinen eigenen Untergang predigen, so bleibt das blinde Volk hinter ihren blinden Führern vereint!

 

 *** Rbi8  Offenbarung 17:15-18 ***

Und er spricht zu mir: „Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen. 16 Und die zehn Hörner, die du sahst, und das wilde Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen. 17 Denn Gott hat es ihnen ins Herz gegeben, seinen Gedanken auszuführen, ja [ihren] einen Gedanken auszuführen, indem sie ihr Königtum dem wilden Tier geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden.

 

Papst  krönt Kaiser und Könige18 Und die Frau, die du sahst, bedeutet die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde.“

 

Die Bibelbücher, vom ersten bis zum letzten sind untereinander fest durch Logik, Vorhersage und Erfüllung verzahnt. Die Prophetie und die Geschichte spielen sich gegenseitig den Ball zu und sind untereinander fest vereint. Die einzelnen Bibelschreiber kannten jeweils nur die schon bekanntgegebenen Teile der Vorhersagen und geschriebene bisherige Geschichte und mussten diese für uns aufschreiben die in der Endzeit leben! Uns aber trifft die Aufgabe alles Teile zu einem Gesamtbild zu vereinen und kommende Ereignisse exakt zu erkennen! „Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.“ (Rö 15:4)

 

Paulus zeigt deutlich, dass Gottes im GESETZ vorgesehene Todesstrafe für all diese Vergehen weiterhin Gültigkeit besitzt. Gottes GESETZ zu ignorieren bedeutet nicht, dass jenes GESETZ und die angedrohten Folgen dadurch vergehen würden. Unkenntnis des GESETZES schützt nicht vor den Folgen der Übertretung!

 

Im 2.Brief an Timotheus zeigt Paulus, dass unsere Tage erneut durch ebensolches unmoralisches Verhalten wie zur Zeit als er seine Briefe schrieb gekennzeichnet sein würden. Das göttliche Gericht wird dadurch förmlich herausgefordert! Paulus weisst aber zudem darauf hin, dass dadurch eine weltweit kritische Situation entsteht, mit der man trotz koordinierter Aktionen vieler Staaten immer weniger fertig wird.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:1-7 ***

Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird. 2 Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, 3 ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, 4 Verräter, unbesonnen, aufgeblasen [vor Stolz], die Vergnügungen mehr lieben als Gott, 5 die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg. 6 Denn von ihnen stehen die Männer auf, die sich auf schlaue Weise Eingang in die Häuser verschaffen und schwache Frauen gefangennehmen, die, mit Sünden beladen, von mancherlei Begierden getrieben werden, 7 die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu kommen.

 

Flavius Josephus: Der jüdische Krieg Als Paulus diese Worte schrieb stand das Ende des jüdischen Systems vor der Türe! Obwohl die Juden „eine Form der Gottergebenheit“ hatten zeigten auch sie sich hinsichtlich deren Kraft als untauglich! Dies zeigte sich daran wie sie den von Gott gesandten Messias behandelten und später dessen Jünger verfolgten. Die Grausamkeiten der Juden und Römer während des Befreiungskrieges der Jahre 66 bis 70 u.Z. und der Rückeroberung Jerusalems und der Nation Judäa seitens der Römer waren für beide Seiten verheerend!

 

Jesus hatte vor einer damals bevorstehenden „grossen Drangsal“ gewarnt und die Worte sowohl auf das das Ende des jüdischen Systems wie auch auf das nun bevorstehende „Ende der Zeiten der Nationen“ bezogen. Gottes Gerichtsurteil ist bereits gefällt und wird in Harmagedon an allen Nationen und all denen vollzogen, die das „Kennzeichen des wilden Tieres“ an ihrer Hand oder an ihrer Stirn tragen! Es ist wie das Zeichen Kains, das seine Tötung verhinderte. All jene sind für Gottes Urteilsvollstreckung aufgehoben! Petrus schreibt daher betreffend Endgericht und tausendjährigem Gerichtstag:

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:7 ***

Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel [[(die Herrschenden)]] und die Erde [[(die Beherrschten)]], die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen.

 

Deutlich warnte doch Paulus vor Männern die innerhalb der Christenversammlungen aufstehen, um ihr ungesetzliches und schändliches Treiben auszudehnen und dabei Frauen die leichter zu betören sind in Beschlag nehmen. Trotz ihrer fortgesetzten Anstrengungen zu lernen und die vorhergesagten Dinge zu verstehen können sie die Zusammenhänge der Wahrheit Gottes nicht erkennen, sondern ersetzen sie durch ihre eigenen philosophischen Phantasiegebilde und durch Irrtum und Lüge! Sie bauen ihre Lehrgebäude auf Sand auf, da sie die Wahrheit systematisch verdunkeln, die doch gerade gegen ihre Machtgelüste als Religionen gerichtet sind und sie ihres gesetzwidrigen Verhaltens überführen! 

 

 

1.3.3           Kapitel 2:  Die künftigen Richter der Versammlungsvorsteher zeigen sich bereits heute durch beständige Anwendung des GESETZES

 

1.3.3.1          Rö 2:1-11:  Richter müssen selbst ein fehlerfreies Leben führen, das keine Anklage gegen sie offen lässt! Jedem wird gemäss seinen Werken erstattet.

Paulus spricht nun jene in der Versammlung an, die Rechtsgewalt ausüben, indem sie über andere Christen Gericht halten. Sie müssen vorab selbst einen vorbildlichen Lauf zeigen und Gottes GESETZ im eigenen Leben anwenden.

 

*** Rbi8  Römer 2:1-2 ***

Darum bist du unentschuldbar, o Mensch, wer immer du bist, wenn du richtest; denn worin du einen anderen richtest, verurteilst du dich selbst, insofern als du, der du richtest, dieselben Dinge treibst. 2 Wir wissen nun, daß das Gericht Gottes der Wahrheit gemäß gegen die ergeht, die solche Dinge treiben.

 

Gottes Gericht wird gemäss den göttlichen GESETZEN erfolgen! Die Wahrheit ist das Wort das Jesus geredet hat, dieses Wort wird uns richten! Wer Dinge treibt die Gott im GESETZ deutlich verboten hat, der muss mit der gerechten Strafe rechnen, die das GESETZ für jenes Vergehen vorgesehen hat!

 

Gemäss den Worten des Paulus gab es damals bereits Vorsteher in den Versammlungen, die offensichtlich selbst Gesetzesübertreter waren und aus diesem unlauteren Stand heraus ihre Mitchristen richteten. Paulus greift diesen Zustand auf und verurteilt damit die fehlbaren Richter! Das Urteil, das jene Richter fällten würde nun selbst von höchster Instanz her über sie gesprochen werden. Verachtung gegenüber Gottes „unverdienter Güte“ wurde von jenen Richtern gezeigt, da Jehova ihnen selbst ihre früheren Sünden vergeben hatte.

 

Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker *** Rbi8  Römer 2:3-11 ***

Denkst du aber, o Mensch, daß du, während du die richtest, die solche Dinge treiben, und sie doch selbst tust, dem Gericht Gottes entrinnen wirst? 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Nachsicht und Langmut, indem du nicht erkennst, daß Gottes gütige [Wesensart] dich zur Reue zu führen sucht? 5 Aber gemäß deiner Härte und deinem reuelosen Herzen häufst du dir selbst Zorn auf am Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes. 6 Und er wird einem jeden nach seinen Werken erstatten: 7 ewiges Leben denen, die durch Ausharren im Wirken des Guten Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen; 8 für die aber, die streitsüchtig sind und die der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, wird es Zorn und Grimm geben, 9 Drangsal und Bedrängnis über die Seele jedes Menschen, der das Schlechte wirkt, zuerst des Juden und auch des Griechen; 10 dagegen Herrlichkeit und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden und auch dem Griechen. 11 Denn bei Gott gibt es keine Parteilichkeit.

 

Jedes Werk wird seitens Gottes einen Entgelt erhalten im Hinblick darauf, ob es gut oder schlecht ist! Alle zehn Gebote und alle richterlichen Verordnungen Gottes geben zusammen die Rechtsgrundlage, sowohl für das fleischliche Israel wie für das geistige Israel, die Christen! Wer Gottes Gebote willentlich übertritt und gar abstreitet, dass derselbe Rechtsmassstab weiterhin Gültigkeit besitzt, erklärt Paulus: „... für die aber, die streitsüchtig sind und die der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, wird es Zorn und Grimm geben.“ Da Paulus „Juden und Griechen“ anspricht redet er von der Christenversammlung, wo es keine „trennende Zwischenwand“ mehr gibt, wo der „ansässige Fremdling wie ein Einheimischer“ ist und ohne Parteilichkeit nach demselben Rechtsmassstab des „Staatswesen Israels“ gerichtet werden muss! (Eph 2:12-14)

 

Nur getaufte Christen dürfen an der Passah-Feier teilhaben, unabhängig, ob Jude oder Grieche, ob „Einheimischer oder ansässiger Fremdling“, beide sind demselben göttlichen GESETZ unterordnet! „Ein Gesetz [[GESETZ]] soll für den Einheimischen und für den ansässigen Fremdling bestehen, der als Fremdling in eurer Mitte weilt.“

 

Ich war ein Fremdling ...*** Rbi8  2. Mose 12:48-49 ***

Und falls ein ansässiger Fremdling als Fremdling bei dir weilt, und er will tatsächlich das Passah für Jehova feiern, so werde eine Beschneidung an jeder seiner männlichen Personen vorgenommen. Erst dann darf er herankommen, um es zu feiern; und er soll wie ein im Land Einheimischer werden. Aber kein Unbeschnittener darf davon essen. 49 Ein Gesetz [[GESETZ]] soll für den Einheimischen und für den ansässigen Fremdling bestehen, der als Fremdling in eurer Mitte weilt.“

 

Christus hat die Beschneidung des männlichen Fleisches auf den ursprünglichen Sinn zurückgesetzt, die „Beschneidung des Herzens“ und diese muss in der Taufe sowohl von Männern wie von Frauen durch Reue und Werke der Reue gezeigt werden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 8:12 ***

Als sie aber Philippus glaubten, der die gute Botschaft vom Königreich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sie sich taufen, sowohl Männer als auch Frauen.

 

Paulus zeigt den Römern, dass das kommende Gericht zuerst bei den Verantwortlichen der Christenversammlung beginnt, so wie Petrus dies später in seinen 1.Brief erneut deutlich bestätigt hat.

 

 *** Rbi8  1. Petrus 4:17-18 ***

Denn es ist die bestimmte Zeit, daß das Gericht beim Hause Gottes anfange. Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen? 18 Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und der Sünder zeigen?

 

In jenem Falle der „bestimmten Zeit“ während des ersten Jahrhunderts, um das Jahr 64 u.Z., wo Petrus schrieb war das „Haus Gottes“, Israel bereits gerichtet. Die Urteilsvollstreckung stand in nur noch sechs Jahren im Jahre 70 u.Z. bevor. Deren levitische Priesterschaft hatte Jesus abgelehnt und durch ein bewusstes Fehlurteil zu Tode gebracht. Darum wurde der Salzbund mit Levi, der das Salär des Zehnten als „Lohnhirten“ beinhaltete durch den neuen Bund mit Christus abgelöst! Der Lohn würde erst am Ende entrichtet, jedem gemäss seinen Taten: „Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist.“ (Off 22:12) Das göttliche Strafmass war über jene Verantwortlichen schon durch die Propheten deutlich angekündigt worden Der Urteilsvollstrecker war bereits auserkoren, die Heere Roms würden der Nation ein Ende setzen.

 

Da Petrus durch das Wort „uns“ zudem sich selbst einschliesst verweist er aber auch auf das kommende Endgericht, das bei der Priesterschaft der Christenheit ihren Beginn nimmt. Petrus selbst wie Paulus sind nach ihrer Frühauferstehung dazu bestimmt die Vorsteher aller Versammlungen zu richten und unter jenen Getreuen zusammen mit Jesus den Überrest der 144.000 zu versiegeln (Off 7:1-8). Jesus hatte doch mit den Aposteln bereits den „Bund für ein Königreich“ geschlossen, in dem sie zu richten haben.

 

*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Jesus Christus: Tot oder lebendig?Johannes beschreibt in diesem Zusammenhang des „Beginns des Gerichts am Haus des Herrn“ ein geistiges „Erdbeben“ zu Beginn des „Tages des Herrn“. Es wird noch unmittelbar vor Beginn der „grossen Drangsal“ und des „dritten Wehes“ [<B] durch dieses geistige „Erdbeben“ das göttliche Todesurteil gegenüber den religiösen „alten Himmeln“, den fehlbaren Verantwortlichen innerhalb der Christen verhängt (Off 11:13). Von jenem Augenblick an sind die Abtrünnigen aus dem Buch des Lebens ausgelöscht, sind in Gottes Augen Tote. Jesus hat deren Namen nicht vor seinem Vater bekannt, weil diese ihn vor den Menschen verleugnet hatten! Sie hatten sich ein anderes Haupt statt des Christus erwählt, sich abtrünnigen menschlichen Organisationen unterworfen und eher diesen Gehorsam geleistet, wie den Worten Christus Nachachtung zu verschaffen (Mat 10:32-39).

 

Etwas ganz unterschiedliches verspricht Jesus aber denen, die ihm die Treue halten und daher den Sieg erringen:

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:5-6 ***

Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden; und ich will seinen Namen keinesfalls aus dem Buch des Lebens auslöschen, sondern ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen. 6 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Das „Erdbeben“ tötet eine symbolische Gruppe von siebentausend Vorstehern innerhalb „Babylons der grossen Stadt“, die einem Zehntel der Christenheit entspricht, was der Totalität der abtrünnigen geistlichen Führerschaft bedeutet. Jene „zwei Zeugen“ dagegen, die von den geistlichen Führern ebenso symbolträchtig zuvor getötet worden waren hatten eindeutig gesiegt! Wegen ihres Prophezeiens kommt durch Jesus Leben in sie und hören eine Aufforderung am „neuen Himmel“ teilhaftig zu werden, dort hinaufzusteigen durch noch genauere Erkenntnis! Ihre Aufgabe ist noch nicht beendet!

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:11-13 ***

Und nach den dreieinhalb Tagen kam von Gott her Geist des Lebens in sie, und sie stellten sich auf ihre Füße, und große Furcht befiel die, die sie sahen. 12 Und sie hörten eine laute Stimme aus dem Himmel zu ihnen sagen: „Kommt hierherauf.“ Und sie gingen in der Wolke in den Himmel hinauf, und ihre Feinde sahen sie. 13 Und in jener Stunde ereignete sich ein großes Erdbeben, und ein Zehntel der Stadt fiel; und siebentausend Personen wurden durch das Erdbeben getötet, und die übrigen gerieten in Furcht und verherrlichten den Gott des Himmels.

 

Nur jene die schon zuvor Gottesfurcht zeigten und Gottes GESETZE einhielten und für den Christus statt für ihre Religionen Zeugnis ablegten geraten in Furcht und werden den „Gott des Himmels“ verherrlichen! Alle übrigen haben sich doch an menschliche Organisationen um Rettung gewandt!

 

Jene führenden „siebentausend Personen“ oder das „Zehntel der Stadt“ haben die Worte des Paulus im Brief an die Römer nicht verstanden oder willentlich ignoriert und dessen verbindliche Aussagen die auch für sie bestehen bestritten. Sie waren es, die durch die Überlieferungen ihrer Glaubensväter Gottes Urteil abgelehnt und für sich als ungültig erklärt haben. Sie wollten nicht wahrhaben, dass Gottes ganzes GESETZ und all seine richterlichen Entscheidungen seit Jesu Erhöhung für alle Menschen verbindlich seien!  Sie erwählten sich eine Religion, was doch ein „anderes Gesetz“ als jenes von Gott her bedeutet! Jeremia schrieb im zweiten Buch der Könige, was nach 740 v.u.Z. im durch die Assyrer eroberten Samaria geschah, dessen Bevölkerung durch andere Volksgruppen mit deren Anbetungsformen ersetzt worden war:

 

*** Rbi8  2. Könige 17:25-27 ***

Deshalb sandte Jehova Löwen unter sie [[(die neu eingeführten Bewohner Samarias)]], und sie wurden zu Todbringern unter ihnen. 26 Da sandten sie dem König von Assyrien Nachricht, indem [sie] sprachen: „Die Nationen, die du ins Exil geführt und dann in den Städten Samarias angesiedelt hast, haben die Religion des Gottes des Landes nicht gekannt, so daß er fortwährend Löwen unter sie sendet; und siehe, sie bringen sie zu Tode, weil niemand da ist, der die Religion des Gottes des Landes kennt.“

27 Darauf gebot der König von Assyrien, indem [er] sagte: „Laßt einen der Priester, die ihr von dort ins Exil geführt habt, dorthin gehen, damit er hingehe und dort wohne und sie die Religion des Gottes des Landes lehre.“

 

Ganz eindeutig bedeutet der Ausdruck „die Religion des Gottes des Landesdas „GESETZ des Gottes des Landes“, der doch Jehova und Seine Gebote war das nun durch einen Priester Jehovas in Samaria gelehrt werden musste. So kam es dazu, dass in Samaria erneut Jehovas Rechtsordnung Einzug erhielt, obwohl sie dort weiterhin anderen Göttern frönten hielten sie sich doch weitgehend an Gottes GESETZ.

 

1.3.3.2          Rö 2:12-24:  Geistige Juden erweisen sich als solche nur durch ihre Gesetzestreue

Paulus erläutert im Folgenden zwei Gruppen von Sündern, die aus Gottes Sicht am Gerichtstag existieren: Einerseits Sünder, die ohne GESETZ Gottes waren, also ausserhalb der Juden und Christen gesündigt haben. Über sie ist das Urteil bereits gefällt, sie sind bereits gerichtet! Sie hatten bis zum Abschluss des Systems und dem Endgericht Zeit von rund zweitausend Jahren des Predigens der guten Botschaft und damit genügend Gelegenheit auf diese gute Botschaft von Gottes Güte und Sündenvergebung zu reagieren und wiesen dies zurück! Wer aber Glauben ausgeübt hat, das Wort angenommen und gehalten hatte, kommt nicht ins Gericht! Jesus hatte deutlich und warnend erklärt:

 

Was hat das Licht mit Finsternis zu tun?*** Rbi8  Johannes 3:18-19 ***

Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat. 19 Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse.

 

Wer böse Werke treibt will nicht zum Licht kommen! Licht bedeutet Kenntnis, die Wahrheit erkennen. Es ist das Wissen darüber, was in Gottes Augen Unrecht ist und Strafe verdient und das zu tun, was Gott als vortrefflich bezeichnet.

 

In unserer Generation, auf welche der Gerichtstag Gottes kommt, da kann kaum noch jemand behaupten nichts von der guten Botschaft über die kommende Herrschaft Gottes über die ganze Erde gehört zu haben! Seit Beginn der Verkündigung wurde auf eine hohe Dringlichkeit und Wichtigkeit dieser Botschaft hingewiesen. Ihr Nutzen für den Einzelnen wurde stets hervorgehoben. Es war und ist ein freier Entscheid jedes Einzelnen der hört Gottes Angebot der Versöhnung anzunehmen oder es zurückzuweisen! Jesus fasste es in einen Satz zusammen:

 

*** Rbi8  Johannes 8:47 ***

Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Wer als Jude geboren und am achten Tag beschnitten wurde kam damit automatisch unter GESETZ Mose zu stehen. Wer sich in der Erwachsenentaufe Gott und seinem Christus hingab und „heiligen Geist“ aufgrund Belehrung erhalten hatte, der steht beim Auftauchen aus dem Taufwasser unter dem „GESETZ des Christus“ und hat sich im Bund verpflichtet dieselben Gebote Gottes zu halten! Seine Kinder sind damit bis zum Erwachsen werden und ihrer eigenen Taufe unter elterlichem Schutz! Selbst der möglicherweise noch ungläubige Ehepartner wird durch den Gläubigen geheiligt! Paulus wirft Licht darauf:

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:14 ***

Denn der ungläubige Mann ist in Verbindung mit [seiner] Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist in Verbindung mit dem Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.

 

Gott betrachtet Mann und Frau als „ein Fleisch“ und die Familie als Einheit, sowohl in Reinheit wie in Unreinheit!

 

Paulus erklärt diese Teilung jener die unter GESETZ stehen und die ausserhalb des GESETZES zu bleiben wünschen und die Folgen davon mit aller Deutlichkeit, da Gottes Gebote bereits in unser Gewissen gelegt sind. Beachte wie NWÜ die Gross- und Kleinschreibung nach Gutdünken und nicht nach logischen Zusammenhängen vermischt und dadurch das Verständnis untergräbt! Wo immer es Gottes Gebote oder die fünf Bücher Mose betrifft ersetzen wir es mit GESETZ in Grossschrift:

 

Ein Hoch auf das GESETZ *** Rbi8  Römer 2:12-16 ***

Alle die zum Beispiel, die ohne Gesetz [[GESETZ]] gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz [[GESETZ]] zugrunde gehen; alle die aber, die unter Gesetz [[GESETZ]] gesündigt haben, werden durch Gesetz [[GESETZ]] gerichtet werden. 13 Denn nicht die Hörer des Gesetzes [[GESETZES]] sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes [[GESETZES]] werden gerechtgesprochen werden. 14 Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes [[GESETZES]] tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, sich selbst ein Gesetz [[GESETZ]]. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes [[GESETZES]] ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

Welches GESETZ hat Hat Gott in unsere Herzen geschrieben?Gott hat einen Tag für sein Gericht festgesetzt! Seit dem verhängnisvollen Passah, wo Jesus starb und Pfingsten 33 u.Z., der Gründung der neuen Nation, des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ tickt jene Uhr und wir nähern uns jenem vorhergesagten Zeitpunkt, wo Gott Gericht hält!

 

 Menschen aus den Nationen, die bisher Gottes GESETZ nicht hörten zeigen durch ihr eigenes Verhalten, dass dieses GESETZ in unsere Gene geschrieben wurden und seit Adam von Generation zu Generation vererbt werden! Wer die Dinge tut, die nach unserem Gewissen recht und gerecht sind bezeugt, dass ein Urwissen über diese Dinge in uns verankert wurde. „Wenn Menschen von den Nationen, die ohne GESETZ sind, von Natur aus die Dinge des GESETZES tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne GESETZ sind, sich selbst ein GESETZ.

 

Paulus redet davon, dass „der Inhalt des GESETZES“ ihnen ins Herz geschrieben ist und das Gewissen die Funktion hat jedes Werk darauf zu prüfen, ob es im Einklang mit dem Urgesetz steht oder nicht! Nur dies lässt die Übereinkunft unter den meisten Menschen darüber, was annehmbar ist und was abzulehnen ist erklären! Alle Menschen suchen ihren Schöpfer von Natur aus und wollen Antworten auf die tiefen Lebensfragen. Wie die Tiere je nach Art von Gott einen Instinkt erhalten haben, so ist dem Menschen Gottes GESETZ eingepflanzt und das Gewissen gegeben worden, um zwischen Recht und Unrecht unterscheiden zu können! „Denn nicht die Hörer des GESETZES sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des GESETZES werden gerechtgesprochen werden.“ Die Gerechtsprechung erfolgt durch den dazu bestimmten Richter, Jesus Christus und dessen Worte, die er verkündet hatte! Gott selbst hat dazu einen bestimmten Tag auserwählt!

 

Drei Passah-Feiern, wo Gott Gericht hält
 

Was seit den Tagen Mose jeden Sabbat unter den Juden erneut vorgelesen wurde, das GESETZ und die PROPHETEN, das wurde in derselben Form auch in den Christenversammlungen fortgesetzt! Wer Gottes Worte und Gedanken verstehen wollte, der hatte somit genügend Möglichkeit hierzu! Das Wort Gottes existiert seit Ende des ersten Jahrhundert vollständig durch die Ergänzungen in Griechischen Schriften des „Neuen Bundes“ und ist inzwischen in weit über 5000 Sprachen übersetzt!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[(= Versammlung)]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Der Halbbruder Jesu und Jünger, Jakobus, der am Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. den Vorsitz innehatte bestätigte diesen Umstand zu unserer Unterweisung bis hin zum „Abschluss des Systems der Dinge“ (Mat 13:36-40, 49).

 

Die Gebote Gottes auf "Tafeln aus Fleisch" geschrieben, auf unser Herz!Paulus bezeichnet Christen als „Juden dem Namen nach“, sie sind „geistige Israeliten“ die anstatt ihr Fleisch ihr „Herz beschnitten“ haben. Sie tragen das Kennzeichen genauer Erkenntnis dessen, was Gottes Wille ist uns Menschen betreffend. Das göttliche GESETZ ist auf ihr Herz geschrieben. Paulus bezieht sich nun auf jene Schläfer innerhalb der Versammlung, die auf dem GESETZ ausruhen, es kennen aber nicht anwenden. Jene die selbst „Leiter der Schafe“ sind und „den Blinden ihre Augen“ für die Tatsachen öffnen, selbst aber Dinge treiben, welche das GESETZ deutlich verbietet! Er weist sie scharf zurecht, weil solcher Männer wegen Unehre auf die Versammlung fällt und das Gericht ihretwegen beim  Hause Gottes anfängt!

 

*** Rbi8  Römer 2:17-24 ***

Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]] ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat — 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

Vorsteher die voll Stolz sich auf den Gott Israels berufen, dessen Willen sehr wohl kennen und direkt durch Unterricht im GESETZ unterwiesen wurden. Ihnen, denen Aufgaben innerhalb der Versammlung als Älteste zugeteilt sind und sie reden vor der Gemeinde öffentlich, dann aber für sich alleine tun sie das Gegenteil dessen, was Recht ist sind eine Schande für die ganze Versammlung und darüber hinaus! Sie eignen sich Gelder und Dinge an, die der Versammlung, Gottes Tempel dienen sollten und übertreten deutlich Gottes GESETZ selbst! Einige sind gar Ehebrecher und lehren Gottes Gebote, dass die Ehe ehrbar sein muss!

 

Welch dummdreiste Aussage, Paulus habe gelehrt dass Christen nicht weiter unter GESETZ stehen würden! Dies kann nur von Männern kommen, die selbst durch gesetzloses Handeln auffallen, Wenn wir doch „... den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ haben“, so verlassen wir die Wahrheit und alles wird instabil und fällt in sich zusammen, wenn wir das GESETZ verleugnen!

 

1.3.3.3          Rö 2:25-29:  Der „Beschneidung des Herzens“ entsprechend Leben!

Ob am Fleische beschnittener Jude oder am Herzen beschnittener Christ, wenn wir Gottes GESETZ nicht einhalten wird uns dies als Unbeschnittenheit angerechnet! Paulus bezeichnet alle Forderungen von Gottes GESETZ als gerecht! „Wenn daher ein Unbeschnittener die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden? Wer somit das ganze GESETZ einhält ist ein am Herzen Beschnittener und Gott rechnet einen solchen als Gerechten!

 

Bildergebnis für Paulus Römerbrief juden*** Rbi8  Römer 2:25-29 ***

Beschneidung [[(des Fleisches, der Christen aus den Juden, der „Ebioniten“)]] ist tatsächlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz [[GESETZ]] hältst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26 Wenn daher ein Unbeschnittener [[(Christ aus den Heiden, ein „Paulikaner“]] die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden? 27 Und der von Natur Unbeschnittene [[(Christen aus den Heiden; „Paulikaner“)]] wird dadurch, daß er das GESETZ ausführt, dich richten [[(den fleischlicher Juden, gemäss den Forderungen des GESETZES)]], der du bei dessen geschriebenem Recht [[(dem Gebot (Gottes))]] und der Beschneidung ein Gesetzesübertreter bist. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht [[(„den Buchstaben des GESETZES“ (Meister, Luther, Schlachter, Elberfelder))]]. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

 

Viele der beschnittenen „Ebioniten“ setzten ihren Stolz in die Zugehörigkeit zum fleischlichen Volk Israel, obwohl sie es mit Gesetzestreue nicht sehr genau nahmen. Umgekehrt waren nun Männer aus den Nationen voller Eifer da, das ganze GESETZ zu halten. Paulus lobt jene und zeigt, dass einige von ihnen künftige Miterben am „Königreich der (neuen) Himmel“ sein werden, zu den 144.000 gehören werden, welche künftig Versammlungsvorsteher richten werden. Er zeigt, dass diese getreuen „Paulikaner“ die wirklichen Juden sind, weil sie es dem Geiste nach sind, die Bestimmungen des GESETZES auf lebendes Fleisch geschrieben haben und es zur Anwendung bringen und andere lehren ebenso zu tun!

 

Der Übersetzer Abraham Meister sagt im Vers 26 noch deutlicher: „Wenn nun die Vorhaut die Rechtssatzungen des GESETZES behütet, wird dann nicht seine Vorhaut als Beschneidung angerechnet werden?“ Etwas das behütet wird ist nicht weggetan, nicht beendet!

 

Paulus verweist zudem auf den Unterschied jener, die bloss den Buchstaben des GESETZES achten, dessen Sinn und Gerechtigkeit aber übergehen. Jesus hatte von dieser Form des Sauerteigs der Pharisäer deutlich gewarnt, die den äusseren Schein wahren, im Herzen aber voller Ehebruch und Raub sind (Mat Kap. 23).

 

 

1.3.4           Kapitel 3:  Die Nationen kommen zum Glaubensgehorsam an Christus und sein Gebot

 

1.3.4.1          Rö 3:1-8:  Die Überlegenheit des fleischlichen Israel, was die Offenbarungen Gottes betrifft

Im folgenden Teil zeigt Paulus den Vorteil auf, den ein Glied der fleischlichen Nation Israel gegenüber Menschen der Nationen hat, die nicht durch Geburt dieses Vorrecht hatten, sondern es aufgrund eigener Anstrengung und „unverdienter Güte“ zu erlangen suchten. Vorab zeigt Paulus, dass Gottes heilige Aussprüche, sein „heiliger Geist“ ausschliesslich der fleischlichen Nation Israel übergeben wurde! Jede Behauptung anderer Nationen, Gott habe ihnen ebenfalls durch Inspiration Teile der göttlichen Offenbarungen zukommen lassen wird dadurch verneint! Die Behauptung des Gründers der Mormonenkirche, Joseph Smith, ein Engel habe ihm weitere Offenbarungen gegeben wie jene, die in der Schrift aufgezeichnet ist wird auch hier als Lug und Trug identifiziert! Den Galatern hatte Paulus schon zuvor warnend geschrieben:

 

*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Wer das Buch Mormon nur etwas näher untersucht kommt zum Schluss, dass dies eindeutig „eine andere gute Botschaft“ ist! Sie zu verbreiten oder an sie Glauben auszuüben bringt Fluch über jene!

 

Wer ist Jehovas Volk heute?
 

Jede Christenreligion, die für sich in Anspruch nimmt, dass ihre Glaubensväter und Religionsgründer von Gott her direkt instruiert wurden, die jedoch alle nach den Aposteln kamen, erweisen sich als Fälscher! Die Apostel und Jünger, welche das Neue Testament verfassten waren dagegen ihrerseits ja noch fleischliche Juden!

 

Laut der Vorhersage des Propheten Hosea im 8. Jahrhundert v.u.Z. waren dessen Kinder mit seiner hurerischen Frau „Gomer“ Sinnbilder für Folgenationen aus Jakob, dessen Erstgeburt (der Stamm Levi) Jehova als „ehelichem Besitzer“ dienen sollten. Jehova warnte: Wie die Mutter, so deren Kinder (Hos 1:2).

 

Am Ende der „siebzigsten Jahrwoche“ endete jedoch Gottes Bund mit dem fleischlichen Israel, „den vielen“ innerhalb der Tochter-Nation der Hure „Gomer“ (der levitischen Priesterschaft (Mal 2:4)), deren zweitem Kind „Lo-Ruhamas“, als der Römer Kornelius im Jahre 36 u.Z. als erster aus den Nationen getauft wurde!

 

(Hosea 1:6, 7)  Und sie wurde dann abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und ER sprach weiter zu ihm: „Nenne ihren Namen Lo-Ruhạma, denn ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen, weil ich sie ganz bestimmt hinwegnehmen werde [[(erfrüllte sich 70 u.Z. durch Rom)]]. 7 Aber dem Hause Juda [[(dem geistigen „Jerusalem, unserer Mutter“: Jesus und die er auserwählte, Seine Apostel und am Tag der Versiegelung das „Israel Gottes“)]] werde ich Barmherzigkeit erweisen, und ich will sie erretten durch Jehova, ihren Gott; aber ich werde sie nicht erretten durch Bogen oder durch Schwert oder durch Krieg, durch Rosse oder durch Reiter.“

 

Von „Lo-Ruhama“, den aus dem Exil Babylons zurückgekehrten Juden sagte Jehova prophetisch durch den Propheten Daniel im 7.Jahrhundert v.u.Z.: „Und er soll [den] Bund für die vielen [[(den Juda einseitig mit Gott unter Nehemia schloss (Ne 9:35))]] eine Woche lang [[(die 70.Jahrwoche)]] in Kraft halten; und zur Hälfte der Woche [[(nach dreieinhalb Jahren, bei Jesu Tod und Ende des „Bundes mit Levi“)]] wird er Schlachtopfer und Opfergabe aufhören lassen.“ (Da 9:27) Jesus war das letzte alle fleischlichen Schlachtopfer und Jehova schloss mit ihm den „neuen Bund“ für ein Priesterkönigtum „gleich Melchisedek“. Das hatte Er deutlich im Psalm 110, Verse 1-4 durch David angekündigt!

 

Wahrsager prophezeien FalschesJesus aber teilte sich bis zum Tod des Johannes, während „der letzten Stunde“ der apostolischen Zeit nur noch denen persönlich oder durch Engel und Visionen mit, die er sich auserwählt hatte: seiner „Braut, der Frau des Lammes“, den Aposteln! Johannes schrieb daher:

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde [[(der apostolischen Zeit)]], und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen [[(hielten nicht fest an den Überlieferungen)]]; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen [[(Jesus hat uns mit „heiligem Geist“ in der Taufe gesalbt (Mat 3:11; Apg 2:4; 1.Kor 12:13))]]; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Die ganze heilige Schrift ist von Gott inspiriert und vermittelt alles, was ein Christ wissen muss, reine, unvermischte Wahrheit, um in Treue bis zum Abschluss des Systems auszuharren! So genannte „Spätoffenbarer“ gibt es zwar, sie sind aber „nicht von unserer Art“, der Art der Apostel und treuen Jünger des ersten Jahrhunderts! Ihre Offenbarungen enthalten Lügen mit Wahrheiten der Schrift fein vermischt! Sie sind wie geistiges Giftgemisch, das uns das klare Sehen raubt!

 

Jehovas Rechtsfall mit den Religionen
 

Ganz offenbar war Paulus noch vor Ablauf dieser Frist durch Jesus auserwählt worden, wo der „Bund mit den vielen“, der Bund Nehemias durch „Lo-Ruhama“ zur Zeit des Erntefestes des Jahres 36 u.Z. endete! Die Taufe des Paulus durch den Jünger Ananias war kurz nach der Ermordung des treuen Stephanus (Apg 8:1), als Paulus mit Briefen der Vorsteher des Sanhedrins ausgestattet nach Damaskus unterwegs war und ihn unterwegs das helle Licht umleuchtete! Das war kurze Zeit nach dem Jahre 34 u.Z., wo Stephans getötet wurde. Inzwischen hatte Philippus zudem in Samaria gepredigt und Petrus hatte dort zuvor schon den zweiten der drei Schlüssel verwendet, so dass auch Menschen in Samaria „heiligen Geist“ empfingen. Diese zählten nun ebenfalls „zum Weg“. Saulus schnaubte Drohungen und Mord gegen sie (Apg 9:1).

 

Jehovas Weg ist Recht und Gerechtigkeit
 

Nun aber war aus dem pharisäischen Juden Saulus ein geistiger Jude und Verfechter des Christus geworden. Dem „vorzeitig Geborenen“ und Letzten all derer, die als Gottes Propheten innerhalb der jüdischen Nation auserwählt waren, um direkt vom Himmel her Informationen zu erhalten! Diesen Umstand bestätigt Paulus im 1.Brief an die Korinther und wir stellen dies an den Beginn der Betrachtung:

 

Der auferstandene Jesus erscheint den Aposteln "in Fleische"*** Rbi8  1. Korinther 15:3-8 ***

Denn ich habe euch als etwas von den ersten Dingen das übermittelt, was ich auch empfangen habe, [nämlich] daß Christus gemäß den Schriften für unsere Sünden starb 4 und daß er begraben wurde, ja daß er gemäß den Schriften am dritten Tag auferweckt worden ist 5 und daß er Kephas erschien, dann den Zwölfen. 6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt [am Leben] geblieben sind, einige aber sind [im Tod] entschlafen. 7 Danach erschien er Jakobus, dann allen Aposteln; 8 aber als letztem von allen erschien er auch mir, gleichsam einem vorzeitig Geborenen.

 

Die Offenbarung an Johannes geschah später, am Ende des ersten Jahrhunderts durch einen Engel, den Jesus abgesandt hatte! Der letzte, dem Jesus erschien, um ihn direkt zu instruieren war somit Paulus! Er erhielt mehrere Visionen und war für Jesus ein „auserwähltes Gefäss“, um die Wahrheit über die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ (Eph 1:10) sowohl zu Juden als auch zu Menschen der Nationen und dort bis hin zu Königen zu verkünden! (Apg 9:15)

 

Bis zum Ende des Jahrhunderts erschien Jesus in Träumen und Visionen nur noch jener auserwählten Gruppe die Paulus hier nennt. Nur diese erhielten alle Informationen die notwendig sind, um bis zum endgültigen Wiederkommen des Christus vollkommen gerecht zu handeln! „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.“ (2.Ti 3:16, 17)

 

Vollkommene Trockenheit ab Ende des ersten Jahrhunderts im Hinblick auf weitere Worte Gottes: Die Schrift gibt "Wasser des Lebens"Paulus warnte für die Endzeit zudem davor, dass auch nach der Frühauferstehung der Apostel [B1](Php 3:11 FN gr. „exanastasin“) keine weiteren Mitteilungen, weder mündlich noch schriftlich von Seiten der Zwölf zu erwarten seien! Wir sind somit „vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk“ und benötigen keine weiteren religiösen Propheten. Selbst über „Zeiten und Zeitabschnitte“ der Endzeit wurde alles zuvor schon in den Schriften aufgezeichnet! (2.Thess 2:1, 2, 5; 2.Ti 3:16, 17) Erst nach Harmagedon folgt das Zusammenrufen der Versiegelten nach Jerusalem hin mittels Boten. Diese werden von den Aposteln nun mit den versiegelten Schreiben ausgerüstet zur ganzen Erde hin als Boten abgesandte sein! (Jes 66:19, 20; Mat 24:40-42) Diesen Zusammenhang, dass auch nach ihrer Auferstehung die Apostel ohne Kommunikation bleiben ab Jesu Wiederkehr und ihrer Flucht als „Frau“ in die „Wildnis“ (Off 12:5, 6) erklärte Paulus im 2.Brief an die Thessalonicher:

 

(2. Thessalonicher 2:1, 2)  Wir bitten euch jedoch, Brüder, in bezug auf die Gegenwart [[(die Ankunft, das Wiederkommen)]] unseres Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin, 2 euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sinne, daß der Tag Jehovas hier sei.

 

Der Tag Harmagedons ist dagegen ein erdenweiter „Zeichen“, der Tag der Befreiung der Gerechten.

 

Kirchenväter und Religionsführer mögen anderes Behaupten, wir halten uns an die Worte der Apostel und Jünger als letzte Quelle verlässlicher Information! Das ist mit den Worten der Schrift in vollkommener Übereinstimmung! Sich auf „mündliche Überlieferungen“ zu berufen widerspricht der Form des Festhaltens in Schriften aller göttlichen Aussprüche und öffnet Tür und Tor zu jeder Form Spekulation und falscher Prophetie! Paulus schreibt den Römern:

 

Lügen alle Religionen?*** Rbi8  Römer 3:1-6 ***

Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2 In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden. 3 Was denn [ist der Fall]? Wird vielleicht, wenn einige nicht Glauben bekundeten, ihr Unglaube die Treue Gottes unwirksam machen? 4 Das geschehe nie! Sondern Gott werde als wahrhaftig befunden, wenn auch jeder Mensch als Lügner erfunden werde, so wie geschrieben steht: „Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst. 5 Wenn jedoch unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn entlädt? (Ich rede wie ein Mensch.) 6 Das geschehe nie! Wie wird Gott sonst die Welt richten?

 

Nur beschnittenen Juden wurde das Alte und das Neue Testament in Form göttlicher Aussprüche anvertraut! Darin liegt ihre Überlegenheit, sagt uns Paulus mit Nachdruck! Dass ein Teil der Juden keinen Glauben in den Christus und damit auch keinen Glauben in die Propheten setzten macht Gottes Wort deshalb nicht ungültig! Jesus sagte doch, dass sich das ganze GESETZ und die PROPHETEN erfüllen müssen. Ein gewichtiger Teil davon betrifft das Endgericht in der Hand des Christus! Von jenem Teil der Erfüllung fehlt bis zum Ende des Millenniums noch vieles und vor allem bis heute vieles, was unsere Endzeit betrifft! Durch das andauernde Fehlverhalten der jüdischen Nation wird ja gerade Gottes Gerechtigkeit auf die Probe gestellt, indem erst dadurch Menschen der Nationen die Möglichkeit eröffnet wurde Anteil zu haben an der kommenden Verwaltung und die Vollzahl von 144.000 der Auserwählten kurz vor dem Abschluss noch aufzufüllen!

 

Paulus selbst war als Pharisäer in jener Gruppe die den Christus geleugnet hatten. Ihm wurde Gnade gezeigt, indem er aus einem Gegner ein Verteidiger des Christus und der Wahrheit werden durfte! Er selbst war zuvor in einer Sekte, die eine Lüge über Jehova und Seinen Sohn und Haupterben der Erde verbreitete!

 

*** Rbi8  Römer 3:7-8 ***

Wenn jedoch infolge meiner Lüge die Wahrheit Gottes zu seiner Ehre um so mehr hervorgetreten ist, warum werde ich auch noch als Sünder gerichtet? 8 Und [warum] nicht [sagen], so, wie man uns fälschlich beschuldigt, und so, wie einige Menschen behaupten, daß wir sagen: „Laßt uns das Schlechte tun, damit das Gute komme.“? Das Gericht über solche [Menschen] ist dem Recht [[(dem „GESETZ des Christus“)]] gemäß.

 

Paulus verteidigt das GESETZ Gottes, „das Recht“ das er unter den Nationen aufrichtet, das durch ihn erwähnte „GESETZ des Christus“ oder „GESETZ des Geistes“, demgegenüber wir beim Auftauchen aus dem Wasser der Taufe als „Neugeborene“ zum Leben gelangen. Während seine Gegner von ihm behaupten, er würde Lehren das GESETZ hätte mit dem Tod des Christus geendet war genau das Gegenteil die verkündete Wahrheit. Sie sind es die sagen: „Laßt uns das Schlechte tun, damit das Gute komme.“ Sie haben die Überlieferungen jener Abtrünnigen zum eigenen Gesetz erhoben, während die selbst Abfall vom GESETZ Mose und dem „GESETZ des Christus“ lehren! Paulus kündet jenen das Gericht Gottes gemäss gültigem Recht an!

 

1.3.4.2          Rö 3:9-20:  Christen stehen sehr wohl unter GESETZ, das uns als „Zuchtmeister“ zu Jesus führt

Wenn die fleischlichen Juden in der Beziehung, was die Vermittlung göttlicher Aussprüche betrifft im Vorteil waren, so ist dies bei der Erfüllung des GESETZES und im Kampf gegen die Sünde von keinerlei Vorteil. Beiden Gruppen, Judenchristen und Heidenchristen ist dasselbe „Gesetz der Sünde“ ins Fleisch, in die Gene geschrieben. Von Adam her ererben wir den Hang zum sündigen und müssen beide denselben harten Kampf führen, um nicht zu straucheln! Alle Menschen sündigen und benötigen daher Befreiung von den Folgen der Sünde, die den Tod hervorbringt!

 

Giftige Natter*** Rbi8  Römer 3:9-18 ***

Was nun? Sind wir [[(als fleischliche Juden)]] in einer besseren Lage? Durchaus nicht! Denn vorhin haben wir die Beschuldigung erhoben, daß alle, Juden wie auch Griechen, unter [der] Sünde sind, 10 so wie geschrieben steht: „Es gibt keinen gerechten [Menschen], auch nicht einen; 11 es gibt keinen, der Einsicht hat, es gibt keinen, der Gott sucht. 12 Alle [Menschen] sind abgewichen, alle zusammen sind sie wertlos geworden; da ist keiner, der Güte erweist, da ist auch nicht einer.“ 13 „Ihre Kehle ist ein geöffnetes Grab, sie haben mit ihrer Zunge Trug geübt.“ „Natterngift ist hinter ihren Lippen.“ 14 „Und ihr Mund ist voll Fluchens und bitterer Rede.“ 15 „Ihre Füße sind schnell zum Blutvergießen.“ 16 „Trümmer und Elend sind auf ihren Wegen, 17 und sie haben den Weg des Friedens nicht erkannt.“ 18 „Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.“

 

Das prophetische Wort ist nicht leicht zu hören, dass überhaupt kein Mensch aus vollkommenem Herzen heraus Gott sucht und wir alle daher in Gottes Augen wertlos geworden sind! Dies hat erst geändert als Jesus kam und zeigte, was wirklich in Gottes Augen wichtig ist, welches treibende Prinzip hinter den GESETZEN steht: Die Liebe! Erst wenn wir diese Liebe verstehen bringen wir die Güte hervor, die Gott selbst uns beständig vormacht und die in Jesus so herausragend gefunden wird!

 

Wo Gottesfurcht fehlt wird Gesetzlosigkeit schon bald die Folge sein! Paulus zitiert nur einige der Folgen die unweigerlich kommen, wenn die Gottesfurcht fehlt! Paulus zählt Sünden auf, welche die Juden und Heiden und Christen vereinen, die Gottes GESETZ verlassen haben. Unsere Zeit ist voll dieser Übel geworden und wir alle leiden darunter in der einen oder anderen Form! Der „Weg des Friedens“ dagegen wird durch Gottes Gebote zwar eingeengt, ist dafür aber gerade und führt uns dem Ziel ewigen Lebens näher! 

 

Da wir alle gesündigt haben und in der einen oder anderen Form Gottes gerechte Normen übertreten sind wir alle vor Gott straffällig geworden! Christen, Juden und Heiden stehen daher unter ein und demselben GESETZ, das uns doch seit Anbeginn in die Gene geschrieben wurde. Nur die aber, die unter GESETZ Mose stehen hatten von Gott her die Möglichkeit durch bestimmte Opfergaben wiederum Frieden mit Gott zu schliessen, zumindest bis Jesu Tod: „Und er soll [den] Bund für die vielen eine Woche lang in Kraft halten; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Opfergabe aufhören lassen.“ (Da 9:27). Durch den Christus und sein weit grösseres Opfer gab es dort eine  einschneidende Änderung: Nur wer Jesu unschuldigen Opfertod anerkennt, der kann Löschung früherer Sünden und des darauf lastenden Fluches erlangen! Er selbst sagt, dass nur wer sein „Fleisch isst“ und sein „Blut trinkt“ ewiges Leben erlangen könne! Dies ist eine sinnbildliche Sprache und weist auf die Teilhabe am Passah jeweils am 14. Nisan hin!

 

Durch Gesetz kommt die genaue Erkenntnis der Sünde*** Rbi8  Römer 3:19-20 ***

Wir wissen nun, daß alles, was das GESETZ sagt, es an die richtet, die unter dem GESETZ sind, so daß jeder Mund gestopft und die ganze Welt [[(Juden, Grieche, Christ)]] vor Gott straffällig werde. 20 Daher wird durch Gesetzeswerke [[(der Sündopfer, nach Jesu Opfertod)]] kein Fleisch vor ihm gerechtgesprochen werden, denn durch Gesetz [[GESETZ]] kommt die genaue Erkenntnis der Sünde.

 

Genaue Erkenntnis der Sünde gab erst das exakte Mass der Schuld und deren Ausgleich bekannt! Es bedeutet in einen Spiegel zu schauen und Schmutz und Runzeln wahr zu nehmen. Im GESETZ waren daher bei Übertretung die nicht den Tod nach sich zieht gewisse Opfer als Sühne zu erbringen! Im GESETZ Mose ist geregelt, welche Vergehen die Todesstrafe nach sich ziehen! Jesus hat diese Strafanwendungen nicht aufgelöst, sondern gar verschärft! (vergl. Mat 5:21-48)

 

Der Apostel Johannes zeigt, dass es zwei Arten Sünde gibt: Eine, die Vergebung erlangen kann und eine andere, für die es keine Vergebung gibt! Jesus hatte diese Sünde beschrieben, es ist die „Sünde wider den heiligen Geist“. Er bezichtigte die Pharisäer und Schriftgelehrten dieser Sünde, weil sie gesagt hatten, Jesus hätte „einen bösen Geist“, den lügnerischen Sinn des „Vaters der Lüge“ obwohl in ihm weder Trug noch irgendeine Sünde zu finden war! Für Menschen, die gegen Gottes „heiligen Geist“ reden, gegen den deutlich durch Gott geäusserten Willen, obwohl sie in ihrem Gewissen wissen, was die Wahrheit ist, so ist ihr Vergehen unentschuldbar! Das war bereits die Sünde Satans in Eden! Er verdrehte die Wahrheit des von Gott geäusserten Wortes in ihr Gegenteil!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:16-17 ***

Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

 

Paulus beschreibt im Brief an die Hebräer warnend, dass willentliche Sünde zu treiben zweifelsfrei „Sünde wider den heiligen Geist“ ist und unter dem „GESETZ des Christus“ gar eine strengere Bestrafung erfährt als unter dem GESETZ Mose und dem levitischen Salzbund! Jesus war das letzte Schlachtopfer, das Jehova zur Sündentilgung anerkannt hat! Es „bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig“, erklärt Paulus im Brief an die Hebräer. Die Folge ist Abschneidung vom Volk Israel, hinweg zur Vernichtung am Tag der Urteilsvollstreckung. Wir sollten der deutlichen Warnung unser Gehör schenken!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig [[(Jesus stirbt kein zweites Mal!)]], 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten. 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Die Verbindung der "unverdienten Güte Gottes" zu Gottes GESETZDas GESETZ Mose musste mit Strenge gehandhabt werden. Als Jehova Israel das Sabbatgebot gab und ein Mann dabei entdeckt wurde, der Holz am Sabbat ins Lager trug gebot Jehova Moses die darauf stehende Todesstrafe auszuführen. Dies diente zur Abschreckung Gottes Gebot auf die leichte Art zu nehmen. Jehova wusste, wohin es führt, wenn ein einzelnes Gebot missachtet wird! Jesus erinnerte in der Bergpredigt an diesen Zusammenhang: (2.Mo 35:1-3; 4.Mo 15:32-36)

 

*** Rbi8  Matthäus 5:19 ***

Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden.

 

Man kann dies mit der Einhaltung von Regeln beim Bau von hochwertigen Automobilen vergleichen, wie ein Rolls-Royce oder Mercedes! Teure Produkte mit einer langen Lebensdauer. In der Qualitätskontrolle wird die geringste Abweichung von der vorgegebenen Norm festgestellt. Arbeiter, welche die Norm mehrfach verletzt haben werden aus dem Arbeitsprozess entfernt. Wir anerkennen somit in der Wirtschaft strikte Formen der Anwendung von Regeln, um ein hochwertiges Produkt zu erreichen. Im Bereich moralischen Verhaltens aber glauben wir würde jede Abweichung von vorgegebenen Normen toleriert! Es wäre klug unseren Irrtum zu erkennen! Gott hält auf Einhaltung höchster Normen! Jeder einzelne Mensch ist weit wertvoller als ein Markenauto, vorausgesetzt er erreicht Vollkommenheit! Nur unter vollkommen gemachten Menschen wird absoluter Frieden und andauernde Sicherheit erreicht, was eine Vorbedingung für ewiges Leben ist! Jesus zeigte, dass diese Vollkommenheit zu erreichen ist und gibt dadurch den Standard an:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:48 ***

Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

 

Jesu Blut gering zu achten, indem wir willentlich Sünde treiben hat somit schwerwiegende Folgen! Das könnte mit willentlicher Sabotage am Fliessband verglichen werden! Kein Werkleiter würde einen Saboteur auch nur einen Tag behalten!

 

Jesus aber hat die höchste Form eines Opfers dargebracht. Er hat als Unschuldiger für unsere früheren Fehler und Sünden sein Blut vergossen. Es deckte damit auch schwerwiegende Fehler zu, die wir aus Unwissenheit, Leichtsinn und Unkenntnis machten, bevor wir genaue Kenntnis des göttlichen Gebotes erlangten und in der Taufe unter den „neuen Bund“ traten, dadurch Befreiung vom Fluch und Todesstrafe erlangten. Mit der Belehrung, was nach Gottes GESETZ als Sünde gilt kommt auch Verantwortung dies anzunehmen und Fehler zu vermeiden.

 

Paulus erklärt diesen Zusammenhang, dass selbst schwerwiegende Sünden in der Taufe gelöscht würden im 1.Brief an die Korinther. Er warnt aber auch, dass Ungerechte, die nach der Taufe willentlich Sünde begehen Gottes Königreich nicht ererben werden!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:9-11 ***

Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

 

Die Taufe hatte selbst solch schwere Vergehen, auf welche nach Gottes Recht die Todesstrafe steht vergeben! Gottes Geist bedeutet Gottes Gerechtigkeit, Gottes Wahrheit. Wir sollten diese Zusammenhänge uns gut einprägen und unsere ehrlich gemeinte Gottesfurcht wird uns hindern die Grenzen zu überschreiten!

 

1.3.4.3          Rö 3:21-31  Christen richten durch Glauben das GESETZ Gottes unter den Nationen auf

Wer an einer Stelle tendenziös übersetzt, um die Lehrmeinung von Kirchenvätern höher zu achten als Gottes Wort, das uns Gesamtverständnis durch die Zusammenhänge vermittelt, der muss auch an anderen Stellen seiner eigenen abwegigen Lehre treu bleiben! Das ergibt ganze Verkettungen von Irrtum und Lügen die oberflächlich betrachtet scheinbar die eigene Lehrmeinung decken, die jedoch bei genauem Untersuch der Grundaussage des Apostels Paulus und damit Jesus und damit Gott klar widersprechen!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

Paulus hebt Gottes Gerechtigkeit hervor, die auch ohne GESETZ Mose bereits früher seit Adam immer wieder aufgezeigt worden war. Die Norm rechten Handelns ist uns in die Gene geschrieben, wie dem Tier der Instinkt gegeben wurde! Das GESETZ und die PROPHETEN bezeugen diese göttliche Gerechtigkeit und Norm erst und legen deutlich definierte Grenzen fest! Wer keinen Glauben in Gott setzt wird auch dessen Normen nicht achten! Wer nicht an Jesus als den von Gott eingesetzten König glaubt wird auch dessen Gebot missachten! Wer den Staat ablehnt wird dessen Normen und Gesetze ablehnen! Jeder Staat dringt auf Einhaltung und setzt Strafe bei Übertretung seiner Normen. Warum erscheint es anfechtbar zu sein Jehovas Normen an erste Stelle zu setzen, der doch auch die Natursetze schuf?

 

Gottes Gerechtigkeit, Gericht & Gnade*** Rbi8  Römer 3:21-26 ***

Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne GESETZ [[(„ohne Zutun des Gesetzes“ (Luther); „ausserhalb vom Gesetz“ (Schlachter); „unabhängig vom Gesetz“ (Menge); „unabhängig von irgend einem Gesetze“ (Albrecht))]] offenbar gemacht worden [[(mittels Jesu Opfertod und „unverdienter Güte“, was das GESETZ an sich nicht vorsah)]], wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

Bis Moses am Sinai das GESETZ gab stand niemand unter Gottes GESETZEN. Menschen der Nationen standen bis zur Einführung der Taufe durch Jesus oder zuvor Konvertierung zum Judentum nicht unter GESETZ Mose, bevor sie belehrt wurden! Beschnittene Juden, die Gottes GESETZ verletzten wurden als Gesetzesbrecher von Israel abgeschnitten, selbst dann, wenn das Urteil wegen menschlicher Mängel nicht ausgeführt wurde, so blieben sie aus Gottes Sicht „Tote“! Gottes Norm für Menschen wurde nicht erreicht! „Denn da ist kein Unterschied. Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes“.

 

Paulus nimmt im Kapitel 6 des Römerbriefes darauf weiter Bezug. Nehmen wir es vorab: „Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus getauft wurden, in seinen Tod getauft wurden? Somit wurden wir durch unsere Taufe in seinen Tod [[(zufolge unserer Sünde)]] mit ihm begraben, damit so, wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, ebenso auch wir in Neuheit des Lebens [[(durch Auslöschung des auf uns lastenden „Fluches“)]] wandeln sollten.“ (Rö 6:3, 4)

 

Gottes Vorkehrung zur Sündenvergebung wahrnehmen
 

Bereits im GESETZ Mose wurde dem fleischlichen Israel ein „Prophet gleich mir (Mose)“ angekündigt (5.Mo 18:14-19) auf den man hören muss, um nicht endgültig vom Leben abgeschnitten zu werden. Das ist zweifelsfrei Jesus der Christus, der von den Propheten angekündigte Messias! Der Glaubensgehorsam sollte nicht bloss vom auserwählten jüdischen Volk her kommen, sondern durch das Predigen sich zu allen Menschen hin ausdehnen, weil alle gesündigt haben und Befreiung vom Fluch und Blutschuld erlangen müssen!

 

Gottes Gerechtsprechung für Sünder: Dominosteine die nicht fallenDies ist nur durch das Lösegeld das Jesus entrichtet hat mittels seines Todes an unserer Stelle möglich, durch sein eigenes vergossenes Blut! „Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt“. Ohne Glauben in den Christus und seinen Opfertod zu zeigen, der durch Werke der Reue und des Glaubens begleitet sein muss, ist es unmöglich Gott zu gefallen und Sündenbefreiung zu erlangen! Das wichtigste erste Werk zeigt sich durch die Glaubenstaufe, durch den Eintritt in den „neuen Bund“, der uns verpflichtet künftig Gottes Gebote zu halten! Gott selbst verspricht uns Errettung aus dem Tod und ewiges Leben, vorausgesetzt wir verbleiben im Bund.

 

Da Gott Nachsicht übt, weil wir vor unserer Erwachsenentaufe zufolge Belehrung keine genaue Erkenntnis der Sünde und der Straffolgen hatten, wird Jesu Blut nur bis zu jenem Zeitpunkt schwerwiegende Sünden zudecken, wo wir diese Erkenntnis über Sünde erlangen! Nachher gilt Gottes deutliche Regel, dass Er „keinesfalls Straffreiheit“ bei willentlicher Sünde gewährt!

 

*** Rbi8  2. Mose 34:6-7 ***

Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Paulus zeigt somit in Hebräer 10:26-31ebenfalls, dass Gott keine gesetzliche Verpflichtung hat „unverdiente Güte“ oder „Gnade“ auf Sünder anzuwenden! „Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren.“ Seiner eigenen, vollkommenen Gerechtigkeit wegen hat Gott diese Seine „überströmende Liebe“ und Güte uns gegenüber dadurch gezeigt, dass er seinen himmlischen Sohn (Michael, als Mensch sollte er den Namen Jesus tragen) sandte, um für unsere Sünden zu sterben! Dazu musste Gottes erste und grösste Schöpfung, ein vollkommener Engel sich unter den bisherigen Stand erniedrigen und als Mensch aus einer Frau geboren werden, um unter dasselbe GESETZ wie wir stehen zu kommen!

 

Der Fluch auf Gesetzesübertretung wird an den Stamm geschlagen, an dem Jesus starb*** Rbi8  Galater 4:4-5 ***

Als aber die Grenze der Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, der aus einer Frau [geboren] wurde und unter Gesetz [[GESETZ]] zu stehen kam, 5 so daß er die unter Gesetz [[GESETZ]] [[(unter dem Fluch als Folge der Gesetzesübertretung vergl. Gal 3:10-14)]] loskaufe, damit wir unsererseits die Annahme an Sohnes Statt empfangen könnten.

 

Ohne vom Fluch den das GESETZ auf Gesetzesübertretung setzt befreit zu werden kann keiner „Sohn Gottes“ werden! Paulus erklärt, dass dieses handschriftliche Dokument mit dem auf uns lastenden Fluch bei der Taufe sinnbildlich an den „Stamm genagelt“ wurde, an dem Jesus für unsere Sünde sein Leben hingab.

 

Bis zur vollen Anerkennung Gottes sind wir „illegitime Söhne“ Satans, weil wir durch Sünde dessen Geist zeigen, der von Anfang an göttliche Normen übertrat, als er Eva verführte! Um endgültig Gottes Sohn und Gottes Tochter zu werden müssen wir uns als legitime Söhne erweisen, die auf Ihn hören und Seinen Willen tun! Darum kam Jesus vorab, um ein vollkommenes Beispiel an Gesetzestreue zu geben und Licht mittels Verständnis der Zusammenhänge zu geben, die hinter jedem GESETZ stehenden Prinzipien zumindest den Aposteln gegenüber zu erläutern. Diese sollten ihrerseits dadurch „Grösste“ sein, dass sie alle Gebote hielten, was Jesus gebot und alle Details andere belehrten!

 

Bis Jesus dem Vater das gereinigte Königreich übergibt benötigen wir einen „Mittler“, was unseren Status als „Kinder Gottes“ einschränkt: „Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden.“ (1.Ti 2:5, 6)

 

Jesus zeigte durch seine Worte, dass erst im Endgericht Harmagedons und in der Auferstehung sowie beim Schlussgericht am Ende des Millenniums über jeden Einzelnen endgültig Abrechnung gehalten wird: „Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag“. Da bei Gott „ein Tag wie tausend Jahre“ sind wird es auch der „tausendjährige Gerichtstag“ genannt! (Ps 90:4)

 

Alle Propheten kündeten diesen himmlischen Abgesandten in der einen oder anderen Form an! Johannes hat diese Liebe Gottes und des Christus zu uns Menschen in seinem Evangelium deutlich erklärt, wo Jesus erklärt!

 

Jeder der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist Gesetzlosigkeit*** Rbi8  Johannes 3:16-21 ***

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe. 17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat. 19 Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. 21 Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht, damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

 

Die „Schafe“ Jesu scheuen weder das Licht noch Gottes Gebote! Sie folgen ja dadurch Jesu Fussstapfen nach, indem sie alles halten, was Jesu geboten hat! Die „Böcke“ dagegen weigern sich zu hören und wollen ohne göttliche Normen auf dem breiten Weg verbleiben, der in die Vernichtung führt!

 

Verstehen wir den Zusammenhang von Gottes und des Christus Liebe zu uns Menschen? Darum sollten wir diese Liebe dadurch erwidern, göttliche Normen und Jehovas Willen zu respektieren und im Leben anzuwenden. Dieses vollkommene Beispiel hinterliess uns Jesus. Das ist nur zu unserem Besten!

 

Glauben zu haben und Glauben auszuüben sind somit zwei verschiedene Dinge, die sich gegenseitig bedingen! Glauben in Christus zu setzen aber seine Gebote nicht zu halten zeigt Missachtung! Jesus selbst hat erklärt:

 

*** Rbi8  Johannes 14:21 ***

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Wäre Christus bei seinem ersten Kommen erschienen, um bereits damals zu richten, so wäre „kein Fleisch gerettet“ worden! Ausnahmslos alle sind wir vor Gott straffällig geworden! Darum bot Gott jedem von uns, ob Jude oder Mensch aus den Nationen dieselbe Gelegenheit um Vergebung und damit die Möglichkeit zu ewigem Leben zu erlangen: „Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld.“ Jesus musste sterben, weil die Propheten dies vorhergesagt haben, gerade deswegen vollkommene Treue bis in den grausamen Tod zeigen!

 

*** Rbi8  Johannes 12:44-50 ***

Jesus aber rief aus und sprach: „Wer an mich glaubt, glaubt nicht [nur] an mich, sondern [auch] an den, der mich gesandt hat; 45 und wer mich sieht, sieht [auch] den, der mich gesandt hat. 46 Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. 47 Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. 48 Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Nun aber ist die „Grundlage zum Gericht“ gelegt, indem Jesus Licht auf Gottes Vorsatz und Willen geworfen hat! Darin zeigt sich Gottes überlegene Weisheit und Liebe, indem er frühere Sünden all denen nicht anrechnet, die diese Gelegenheit ergreifen und damit zeigen, dass sie zum „ewigen Leben“ die richtige Einstellung zeigen. 

 

Beschreibung: Das "GESETZ des Glaubens" verpflichtet uns in das Loskaufsopfer Jesu Vertrauen zu setzen, das uns von unseren Sünden und dem adamschen Tod befreien wird!Die „Gesetzeswerke“, welche Moses gebot, indem für begangene Sünden Tieropfer dargebracht werden konnten, diese boten einen Ausweg das GESETZ zu missachten und dennoch wieder mit Gott ins Reine zu kommen! Das GESETZ war insofern unvollkommen, dass es durch die Richter in Israel aus Habsucht missbraucht werden konnte, was von den Verantwortlichen oft gar gefördert wurde! Jehova reagierte durch hartes Verurteilen! So musste Hesekiel Jehovas Urteil aufzeichnen:

 

(Hesekiel 22:28-31)  Und ihre Propheten haben für sie mit Tünche getüncht, indem sie in einer Vision Unwirkliches geschaut und eine Lüge für sie gewahrsagt haben, indem sie sagten: „Dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat“, wenn doch Jehova selbst nicht geredet hat. 29 Das Volk des Landes, es hat einen Plan der Übervorteilung ausgeführt und hat Raub entrissen, und den Niedergedrückten und den Armen haben sie schlecht behandelt, und den ansässigen Fremdling haben sie widerrechtlich übervorteilt.‘

 

30 ‚Und ich suchte unter ihnen ständig nach einem Mann, der die Steinmauer ausbessern und vor mir in die Bresche treten würde für das Land, damit [ich] es nicht ins Verderben bringe; und ich fand keinen. 31 So werde ich meine Strafankündigung über sie ausgießen. Mit dem Feuer meines Zornausbruchs will ich sie ausrotten. Ihren Weg will ich auf ihr eigenes Haupt bringen‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova.“

 

Im Kapitel 23 von Matthäus beklagt Jesus eine ähnliche Situation innerhalb „Lo-Ruhamas“, den nachexilischen Juden und droht den Verantwortlichen (vorab „Gomer“ = Levi) als Jehovas Abgesandten göttliche Strafe an!

 

Durch Jesus eigenes Opferwurde diese Unvollkommenheit des GESETZES gestopft, indem diese Form der „Gesetzeswerke“ von Tieropfern durch ein weit grösseres Werk zum Abschluss kam: Ein perfektes, freiwilliges Opfer eines fehlerlosen Menschen, um Sünden vollkommen auszulöschen aber willentliche Wiederholung und Missachtung der wahren „obrigkeitlichen Gewalt“ unter härteste Strafandrohung stellte! Paulus erklärte doch wie wir gut wissen: „Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird.“ (Heb 10:26, 27) Damit sollte Gottes vollkommener Rechtsanspruch erfüllt werden, nun in Jesu Hand als oberster Richter im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, der erneut warnend erklärt: „Leben um Leben“. Die Gesetzesanwendung wurde verschärft und wird künftig in die Hand solcher gelegt, die der gerechten Forderung des GESETZES ohne Habsucht Nachachtung verschaffen!

 

Gottes Eingreifen in Harmagedon beendet jedes religiöse Zeremoniell Was Adam für alle Menschen verlor, das wurde durch Christus für alle jene zurückgeholt, die Glauben in ihn setzen! Wer ihn aber missachtet bezahlt den höchsten Preis: „Abschneidung von den Lebenden“ (Mat 25:46). Paulus ergänzt doch zu unserer Vorsicht mahnend: „Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? Denn wir kennen den, der gesagt hat: ‚Mein ist die Rache; ich will vergelten‘ und wiederum: ‚Jehova wird sein Volk richten.‘ Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.‘ “ (Heb 10:28-31) Heutige Führer der Namenchristen unterscheiden sich kaum von „Levi“ und stehen darum unter demselben Urteil!

 

Gesetz des Glaubens
*** Rbi8  Römer 3:27-31 ***

 Wo ist also das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz [[GESETZ]]? Das der [[(Gesetzes-)]]Werke? Nein, in der Tat, sondern durch das Gesetz [[GESETZ]] des Glaubens. 28 Denn wir halten dafür, daß ein Mensch ohne Gesetzeswerke [[(der Tieropfer für Sünden)]] durch Glauben [[(in Jesus und sein Erlösungswerk)]] gerechtgesprochen wird. 29 Oder ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen, 30 wenn Gott wirklich einer ist, der Beschnittene zufolge des Glaubens und Unbeschnittene durch ihren Glauben gerechtsprechen wird. 31 Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Das GESETZ des Glaubens“ lautet das neue Gebot, das uns dazu verpflichtet, dass wir Glauben in den Christus als von Gott eingesetzte „obrigkeitliche Gewalt“ ausüben müssen und dies dadurch beweisen, dass wir seine Gebote halten! Ohne „Gesetzeswerke“ des levitischen Bundes, ohne erforderliche Tieropfer wird unser Glaube in Verbindung mit Respektierung der göttlichen Normen als ein grösseres Werk angerechnet! Gerade wegen dieser Tieropfer mussten ja die Priester Levis im Tempel ihren Dienst verrichten. Dadurch erzeigt sich Gott nun deutlich als ein Gott aller Nationen!

 

Das Buch Levitikus und seine Geltung für uns
 

Vorsteher von Christenversammlungen bringen nun die „Schlachtopfer der Lippen“ dar, „eine öffentliche Erklärung für seinen Namen“ ihrer Anvertrauten. Das Lob auf Gott und Dank und ein zerschlagenes Herz das Reue zeigt! Paulus zeigt diesen erweiterten Zusammenhang im Brief an die Hebräer auf:

 

*** Rbi8  Hebräer 13:10-16 ***

Wir [[(als Christen)]] haben einen Altar, von dem zu essen die, welche im Zelt heiligen Dienst verrichten, keine Befugnis haben. 11 Denn die Leiber jener Tiere, deren Blut vom Hohenpriester für [die] Sünde in die heilige Stätte getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt. 12 Deshalb hat auch Jesus, damit er mit seinem eigenen Blut das Volk heilige, außerhalb des Tores gelitten. 13 Laßt uns also zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers [[(der Religionsorganisationen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk (Off 18:4))]], und die Schmach, die er trug, tragen, 14 denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen ernstlich die künftige [[(das Herabkommen des „Jerusalem droben, unserer Mutter“ (Off 21:1-5))]]. 15 Durch ihn laßt uns Gott allezeit ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die eine öffentliche Erklärung für seinen Namen abgeben. 16 Überdies, vergeßt nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig.

 

Nicht in steinernen Tempeln oder Kirchengebäuden (Joh 4:20-24), nicht im gegenbildlichen Jerusalem, Den Religionsorganisationen, sondern „ausserhalb des Lagers“ der Kirchen leiden wir zusammen mit Jesus! Ausserhalb der Tore jener, die weiterhin sündigen, indem wir selbst aufhören das Unreine anzurühren (2.Kor 6:17, 18).

 

Dadurch dass Menschen Glauben in den Christus ausüben anerkennen sie auch Jehova als höchsten Gott und Gesetzgeber und unterordnen sich Ihm in der Taufe, anerkennen Jesus als den von Gott bestimmten Hohepriesterkönig und Richter und das aufgezeichnete Wort als Gottes lebengebenden Geist!

 

Jesus kam nicht um das GESETZ aufzuheben sonder das Muster der völligen Erfüllung zu hinterlassenPaulus erklärt nun deutlich, dass unser Glaube nicht das GESETZ aufhebt, sondern gar im Gegenteil, göttliches GESETZ unter allen Menschen der Nationen aufrichtet! „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] GESETZ auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] GESETZ auf.

 

Wer immer das „Alte Testament“ als veraltet erachtet oder wer immer behauptet, dass „Christus das Ende des GESETZES“ sei (Rö 10:4 NWÜ) anstatt „das Ziel“ oder „der Höhepunkt in Gesetzeserfüllung“, der wird nie die Querverbindung zum Buch Deuteronomium suchen und Gottes Worte mit dem „GESETZ des Glaubens“ in Christus in Verbindung setzen: Aber genau dies tut Paulus!

 

(5. Mose 18:14-22)  Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Họreb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

20 Der Prophet jedoch, der sich anmaßt, in meinem Namen ein Wort zu reden, das zu reden ich ihm nicht geboten habe, oder der im Namen anderer Götter redet, dieser Prophet soll sterben. 21 Und falls du in deinem Herzen sagen solltest: „Wie werden wir das Wort erkennen, das Jehova nicht geredet hat?“ — 22 wenn der Prophet im Namen Jehovas redet, und das Wort trifft nicht ein oder bewahrheitet sich nicht, so ist dieses das Wort, das Jehova nicht geredet hat. Mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet. Du sollst vor ihm nicht erschrecken.‘

 

Dieser „Prophet gleich mir“ den Moses erwähnt, wurd2 durch die samaritanische Frau am Brunnen von Sychar identifiziert: „Herr, ich merke, daß du ein Prophet bist.“ (Joh 4:19) Dann erklärte sie weiter:

 

(Johannes 4:25, 26)  „Ich weiß, daß der Messịas kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Der Prophet“ war und bleibt somit Jesus, der Christus! Wer lehrt dies unter den Christen oder unter den Juden? Das „GESETZ des Glaubens“ ist eng an das „GESETZ des Christus“ gebunden und beide stehen in Verbindung mit dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und dem ganzen Gebot Gottes.

 

 

1.3.5           Kapitel 4:  Der Glaube, der als Gerechtigkeit angerechnet wird

 

1.3.5.1          Rö 4:1-12  Durch „unverdiente Güte“ und zufolge unseres Glaubens werden frühere Sünden keinesfalls angerechnet

Paulus zeigt nun, dass schon Abraham Gottes Anerkennung dadurch fand, dass er Glauben in Gottes Worte setzte und Jehovas Willen ausführte. Dies zeigte sich bereits als er „das Ur der Chaldäer“ in Richtung eines ihm unbekannten Landes verliess, Kanaan. Er glaubte in Jehovas Vorhersage, dass seine Nachkommen jenes Land in Besitz nehmen würden und sich „alle Stämme der Erde“ seines Glaubens wegen glücklich preisen würden!

 

Als Gott ihm diese Dinge verhiess hatte Abraham noch keine Werke des Glaubens gezeigt! Er hatte somit keinen Grund sich vor Gott zu loben. Weil Abraham Glauben in den Gott seiner Vorväter Noah und Sem setzte wurde ihm dies als Gerechtigkeit angerechnet! Hätte er diesen Glauben nicht gehabt, wie hätte er dann auf Jehovas Worte durch den wortführenden Engel reagiert? „Abraham setzte Glauben in Jehova, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

 

*** Rbi8  Römer 4:1-8 ***

Da dem so ist [[(das falsche Rühmen aufgrund Gesetzeswerken)]], was sollen wir über Abraham, unseren Vorvater nach dem Fleische, sagen? 2 Wenn nämlich Abraham zufolge von Werken gerechtgesprochen worden wäre, hätte er Grund zum Rühmen; doch nicht bei Gott. 3 Denn was sagt das Schriftwort? „Abraham setzte Glauben in Jehova, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.“ 4 Dem nun, der [[(Gesetzes-)]]Werke verrichtet, wird der Lohn nicht als unverdiente Güte angerechnet, sondern als Schuld [[(zufolge Gesetzesübertretung)]]. 5 Dem dagegen, der keine Werke verrichtet, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerechtspricht, wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 6 So, wie David auch von dem Glück des Menschen spricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke anrechnet: 7 „Glücklich sind die, deren gesetzlose Taten vergeben und deren Sünden zugedeckt worden sind; 8 glücklich ist der Mann, dessen Sünde Jehova keinesfalls anrechnet.“

 

Nur das Loskaufsopfer Jesu vermag vollen Ausgleich zur Sünde zu bringenDie Werke, die das GESETZ Mose für Sünder vorschreibt entsprechen der Begleichung einer Schuld Gott gegenüber! Der Lohn der dafür gegeben wird ist das Zudecken der Sünde, deren Vergebung, zufolge von Werken der Reue! Anders aber ist es mit der „unverdienten Güte“ oder der „Gnade Gottes“, wenn Gott Jesu Loskaufsopfer als vollkommenes Opfer anrechnet, das Sünde nicht bloss zudeckt, sondern vollkommen auslöscht! Darum werden beschnittene Juden, deren Sünden zwar zugedeckt sind in der Auferstehung sich als „Gerechte“ trotzdem der Taufe in Jesus unterziehen müssen, indem sie ihren Glauben nun ebenfalls in den Christus und seinen Tod setzen, um ebenso in den Genuss dieser „unverdienten Güte“ zu kommen und ihre Unterordnung unter den Christus zu zeigen!

 

Paulus argumentiert weiter in der Logik, indem er auf der Zeitskala gewisse Ereignisse aufreiht. Dies war bereits im Falle der Taufe des ersten Heiden, des Kornelius und seiner Hausgemeinschaft von Wichtigkeit, wo „heiliger Geist“ auf alle Anwesenden fiel, ohne dass sie zuvor oder danach beschnitten wurden, was „Gesetzeswerk“ bedeutet noch bevor sie getauft worden waren! Das war ein deutliches Zeichen des Himmels, dass die „Beschneidung des Fleisches“ zumindest für Männer der Nationen nicht weiter ein Erfordernis war (Apg 10:44-48). Bei Juden war und blieb es Teil des abrahamischen Bundes, als Erben des Bodens Israels. Fälschlich wurde er daher von seinen Gegnern innerhalb der Pharisäer die Christen geworden waren angeklagt: „Und gewisse Männer kamen aus Judạ̈a herab und begannen die Brüder [[(aus den Nationen)]] zu lehren: ‚Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden.‘ “ Dies wurde zum Gerücht, dass auch die Beschneidung von Judenknäblein eingeschlossen wäre. Jakobus erklärte bei der Ankunft des Paulus in Jerusalem zur Behandlung der Streitfragen:

 

(Apostelgeschichte 21:21)  Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln.

 

Paulus zeigte später, dass er die „feierlichen Bräuche“ durchaus ehrte, als er in den Tempel hinaufging und Opfer für Gelübde darbrachte, obwohl Tieropfer mit Jesu Tod geendet hatten war dies kein Vergehen gegen Gottes Rat, sondern blieb bis zur Zerstörung des Tempels jüdisches Brauchtum!

 

Petrus bestätigte später im Jahre 49 u.Z. am Apostelkonzil wovon er selbst Augenzeuge und wichtigster Teilnehmer war, weil ihm die Aufgabe seitens Jesu zugeteilt worden war mittels geistigen Schlüsseln den Zugang zum „Königreich des Sohnes“ zu ermöglichen. Vorab galt dies den Juden, dann den Samaritanern und schlussendlich zum Ende der „siebzigsten Jahrwoche“, wo der priesterliche „Bund mit Levi“ seit Jesu Tod und Erhöhung gewechselt hatte und nun der „Bund mit den vielen“, den Juden „Lo-Ruhamas“ endete. Unbeschnittene Menschen der Nationen konnten nun ebenso Teil des neuen Königreiches werden.

 

Nicht die Disputationen der in Antiochia anwesenden Männer die unterschiedliche Meinungen vertraten liess die Erkenntnis von Gottes Willen, was Beschneidung der Männer aus den Nationen anbetraf,  in den Vordergrund treten, sondern der Augenzeugenbericht des Petrus im Fall des Kornelius und dem Ausschütten des „heiligen Geistes“ gerade auf Unbeschnittene! Für uns gilt heute bei Klärung von Streitfragen dasselbe Prinzip: Was haben Augenzeugen und jene die Gottes Wort unter den Juden empfangen und aufgeschrieben haben über Gottes Willen erklärt? Dabei haben Worte Jesu und jene der Apostel gegenüber den Propheten Vorrang! Schon Moses hatte erklärt, dass jeder auf das Wort des grösseren Propheten der nach ihm kommen werde hören müsse!

 

Apostelkonzil in Jerusalem, um die Streitfragen der Versammlungen des Paulus zu bereinigen*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:6-11 ***

Da versammelten sich die Apostel und die älteren Männer, um diese Angelegenheit [[(der Streitfragen um Beschneidung der Heidenchristen und die „Trennwand“ hin zu Judenchristen)]] zu erwägen. 7 Nachdem man nun viel disputiert hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten; 8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11