Newsletter „DER WEG“ 8/10-3   Oktober 2008

Neubearbeitung: 23.3.11 / 12.10.18

 

 

10.7.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief an die Epheser (60/61 u.Z.)

 

   Die Erfüllung des Gebetes: „Dein Königreich komme“ wird von Paulus in seinem Umfang weitgehend im Brief an die Epheser beschrieben! Dieses Königreich entspricht der Verwaltung die Israel unter Gottes Führung hatte, welches Christen unter den Versammlungen innerhalb der Nationen aufrichten und das am „Tag des Herrn“ auf erdenweite Ebene unter allen Völkern ausgeweitet wird! Dies sollte durch die Versammlung Gottes allen herrschenden Autoritäten bekannt gemacht werden, eine Aufforderung Gottes GESETZ und Gerechtigkeit als Muster der Nachahmung zur Anwendung zu bringen.

 

   An keiner Stelle der Schrift wird das „heilige Geheimnis von Gottes Willen“, das der Aufrichtung der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ entspricht mit solcher Deutlichkeit beschrieben wie im Brief an die Epheser (Eph 1:8-10). Ausgerechnet an jene Versammlung schrieb Paulus, von der aus der grosse Abfall durch Hymenäus, Alexander und Philetus sich auszubreiten begann (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 1:16-18). Jesus erwähnt später die Nikolaus-Sekte am Ende des Jahrhunderts in seinen sieben Sendschreiben zuerst im Zusammenhang mit Ephesus, dann zudem im Sendschreiben an den Vorsteher der Versammlung Pergamon. Offensichtlich hatte sich der Abfall bereits weit verbreitet aber die Treuen hatten sich neu und gestärkt formiert (Off 2:6, 15).

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
 

   Christen aus den Heiden wurden dem „Staatswesen Israels“ nähergebracht (Eph 2:11-18), indem ihnen das GESETZ Gottes erklärt wurde und ihnen „unverdiente Güte“ durch Glauben in den Christus zugesprochen wurde. Paulus spricht von einer Berufung hin zum Staatswesen, das von Gott her zuvor Israel gegenüber definiert wurde! Die Apostel wussten, dass es dabei um die „Wiederaufrichtung des Königreiches für Israel“ geht (Apg 1:6). Durch die Taufe und damit Eintritt in denneuen Bund“ würden ihre früheren Sünden gelöscht werden, die einen göttlichen Fluch auf sie gebracht hatten, der am Gerichtstag Gottes Tod und Abschneidung vom Leben zur Folge haben würde. Dagegen folgt durch die Taufe der Eintritt in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und Eintrag im „Buch des Lebens. Breite, Länge, Höhe und Tiefe dieses „heiligen Geheimnisses“ wurde in Weisheit den Versammlungen bekanntgemacht.

 

Weisheit: Verstehst du "geistige Dinge" korrekt einzureihen?

 

   Der Nutzlosigkeit des Wandels der Nationen wird die Wahrheit und Gottes GESETZ gegenübergestellt, um den überragenden Gewinn daraus kenntlich zu machen! Paulus fordert Christen auf zum vollen geistigen Wuchs des Christus heranzureifen, untereinander die Wahrheit zu reden und von jeder Form der Ungerechtigkeit abzulassen. 

 

   Paulus beabsichtigte die getreuen Brüder in Ephesus und dem Bezirk Asien zu stärken trotz aller Versuchungen Satans am „GESETZ des Christus und am „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ festzuhalten und sich nicht durch Sektarismus und falsche Versprechungen blenden zu lassen, um die vollständige Waffenrüstung anzuziehen (Eph 6:10-20). Jesus ist „hoch über jede Regierung und Gewalt und Macht und Herrschaft und Namen, der genannt wird“ erhöht, verkündet der Apostel! Es galt nun sich vor den falschen Christussen und falschen Aposteln und falschen Lehrern zu hüten! (Eph 1:21)

 

(Epheser 1:19-23)  Es ist der Wirksamkeit der Macht seiner [[(Jehovas)]] Stärke gemäß, 20 mit der er in Christi Fall gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Örtern zu seiner Rechten setzte, 21 hoch über jede Regierung und Gewalt und Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem künftigen. 22 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

 

   Vollkommene Unterordnung unter Christus als „Haupt“ jedes Glaubenden unter das „GESETZ des Christus, das weitestgehend dem GESETZ Mose entspricht war nun gefordert! Alle übrigen Autoritäten waren doch vom Schöpfer her aufgefordert sich dieser „neuen Schöpfung“, dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ anzugliedern, unter ein und derselben „obrigkeitlichen Gewalt“ sich zu vereinen. Dies würde wahre Befreiung bedeuten, freiwillige Unterordnung unter „das leichte Joch“, das Jehovas Rechtsordnung in Wirklichkeit bedeutet!

 

Jesus erklärte: Nehmt mein Joch das leicht ist (Matthäus 11:28-30)  Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

 

   Jeder der Glauben in Jesus als Gottes eingesetzter Hoherpriesterkönig setzte, der musste lernen dieses „leichte Joch“ aufzunehmen und zuvor das „schwere Joch“ und die grosse Last der Religionsführer und Politiker abzuwerfen.

 

   Jedes Staatswesen und jede Form von Organisation hängt in ihrem Erfolg davon ab, wie sich der Einzelne den Anordnungen und GESETZEN unterordnet. Die Unterordnung unter „ein Haupt“ beginnt in der Familie (Eph 6:1-9). Paulus nennt den Mann als „Haupt der Frau und der Familie, der seinerseits dem Christus unterordnet ist und Christus Gott als sein „Haupt“ über sich hat. Wer auf Jesus hört, der hört auch auf jene, die im Namen Jesu reden, dessen befugte Vertreter sind, weil sie Gottes Worte in Wahrheit reden und das göttliche GESETZ halten und lehren! (Eph 4:25-32) Nur dadurch kommt wahre Autorität im Einklang mit Gottes Willen! Solche Männer werden schlussendlich erhöht, die sich nicht selbst erhöht haben.

 

   Die Beschreibung des Paulus, dass Jesus alle „Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde“ zu einer Einheit zusammenführen wird liegt auch heute noch in der Zukunft! Er spricht von unserer aller Hoffnung auf das Erbe, zu dem wir berufen sind! Dieses Erbe schliesst ewiges Leben ein und Miterbe an der Erde und für auserwählte Versiegelte Anteilhabe an der Königreichsmacht zu werden (Eph 1:15-19)

 

   Es ist vorteilhaft zum Studium des Artikels die nachstehenden Grafiken in ausgedruckter Form vorliegen zu haben. Sie geben eine optische Grundlage die Ereignisse und zum Teil komplexen Zusammenhänge auf der Zeitachse und dem Ort des Handlungsgeschehens festzulegen, um die Zusammenhänge zu verstehen.

 

(Vergleiche neue Grafik:  X4.1-9.7  „Dein Königreich komme“: Diese Bitte wird sich bestimmt erfüllen.

                                         X4.1-1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit

Zeitbände:  X4.2-25   Zeitband Apostelgeschichte & Urchristentum des ersten Jahrhunderts und

                   X4.2-26  Zeitband und Karte letzte Dienstreise des Paulus ab Rom bis zum Martyrium

 

HINWEIS: In der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG von Jehovas Zeugen, die wir hier wie an den meisten Orten zitieren wird das Verständnis, dass seit Pfingsten 33 u.Z. das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ herrscht durch das falsche Verständnis ersetzt, dass Gottes Königreich seit 1914 aufgerichtet sei. Das gibt ein verwirrendes Verständnis von Künftigem und eine Illusion auf etwas bereits Realisiertes. Bis heute bitten wir: „Dein Königreich komme“ und dies weist auf die Zukunft nach Harmagedon hin, wenn Gott das inzwischen durch Jesus erwählte und eingesetzte „Königreich aus Priestern“ dem Vater übergibt. Das ist exakt 45 Tage nach Harmagedon, zum Ende der Frist Daniels von 1335 Tagen [C4].

 

   Damit wird unter Jehovas Zeugen und denen sie predigen die Hoffnung auf etwas Besseres, Kommendes durch die Enttäuschung ersetzt, dass das Alte und Unbefriedigende seit 1914, respektive dreieinhalb Jahre danach bis heute weiterbesteht: Die Prophezeiung sich offensichtlich nicht erfüllt hat. Der Blick wird von der zukünftigen Erfüllung auf eine illusorische Vergangenheit gerichtet! Wir haben im Bibelbuch Epheser falsch angewendete Wörter oder falsch übersetzte Textstellen korrigiert.

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

10.3.......... Der Brief an die Epheser. 3

10.3.1......... Der Brief an die Epheser im Umfeld korrekt einordnen. 3

10.3.1.1...... Die Gründung der Versammlung Ephesus. 3

10.3.1.2...... Die vorherrschenden Probleme: Fortschreitender Abfall 4

10.3.1.3...... Das Umfeld der Ereignisse im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Abfall durch Hymenäus, Alexander und Philetus in Betracht ziehen. 6

10.3.1.4...... Der Inhalt des Briefes an die Epheser 9

10.3.1.5...... Die möglichen Konsequenzen des Epheserbriefes auf die 2.Verhaftung des Paulus. 9

10.3.2......... Kapitel 1:  Eine kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten. 9

10.3.2.1...... Eph 1:1-7:  An die Heiligen und die Treuen in Ephesus. 9

10.3.2.2...... Eph 1:8-14:  Das heilige Geheimnis von Gottes Willen ist bekannt gemacht worden! 10

10.3.2.3...... Eph 1:15-23:  Ein Geist der Weisheit und Offenbarung der genauen Erkenntnis von Seiten Gottes. 11

10.3.3......... Kapitel 2:  Das „Staatswesen Israels“ und sein Grundgesetz. 12

10.3.3.1...... Eph 2:1-10:  Aus dem Tod durch Verfehlungen und Sünden durch „unverdiente Güte“ lebendig gemacht 12

10.3.3.2...... Eph 2:11-22: Beschneidung und Unbeschnittenheit durch „unverdiente Güte“ im geistigen „Staatswesen Israels“ vereint 13

10.3.4......... Kapitel 3:  Das „heilige Geheimnis“ den Autoritäten bekanntmachen. 14

10.3.4.1...... Eph 3:1-7:  Das „Heilige Geheimnis des Christus“ wurde durch Paulus erklärt 14

10.3.4.2...... Eph 3:8-13:  Die erhabene Mitteilung an die Regierungen und Gewalten in den „himmlischen Örtern“ durch die Christenversammlung  15

10.3.4.3...... Eph 3:14-19:   Die „Breite, Länge, Höhe und Tiefe“ des „heiligen Geheimnisses“ verstehen. 16

10.3.5......... Kapitel 4:  Unsere Berufung zum Königreich Gottes wahrnehmen. 16

10.3.5.1...... Eph 4:1-10:  Der Berufung gemäss unseren Wandel führen. 16

10.3.5.2...... Eph 4:11-16:  Jeder soll zum vollen Wuchs des Christus heranwachsen. 17

10.3.5.3...... Eph 4:17-24:   Die Nutzlosigkeit des Wandels der Nationen. 18

10.3.5.4...... Eph 4:25-32:  Die Wahrheit reden und von Ungerechtigkeit lassen. 19

10.3.6......... Kapitel 5:  Jesus als vollkommenes Vorbild im Kampf gegen die „Söhne des Ungehorsams. 20

10.3.6.1...... Eph 5:1-5:   Jede Form Unreinheit und Götzendienst zurückweisen. 20

10.3.6.2...... Eph 5:6-14:   Unseren Wandel in Weisheit führen. 21

10.3.6.3...... Eph 5:21-33:   Jesus als Vorbild der Liebe und des Gehorsams in der Familie und Versammlung. 21

10.3.7......... Kapitel 6:  Christen sind Krieger Gottes unter Jesu Führung! 22

10.3.7.1...... Eph 6:1-9:   Gehorsam dem „Haupt“ gegenüber 22

10.3.7.2...... Eph 6:10-20:   Die „vollständige Waffenrüstung Gottes“ anziehen. 24

10.3.7.3...... Eph 6:21-24:   Schlussworte. 25

10.3.8......... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Epheserbrief 26

  

10.3           Der Brief an die Epheser

 

 

10.3.1        Der Brief an die Epheser im Umfeld korrekt einordnen

 

10.3.1.1       Die Gründung der Versammlung Ephesus

Die Gründung der Versammlung Ephesus erfolgte eigentlich durch Apollos und die beiden römischen Judenchristen Aquila und Priscilla. Der erste Besuch des Paulus wird im Kapitel 18 der Apostelgeschichte erwähnt. Er ist im Jahre 51 u.Z. einzuteilen, auf der Rückreise von der 2. Missionsreise von Korinth und dann Achaia, der Versammlung Kenchreä her kommend, fuhr Paulus per Schiff nach Ephesus, einer wichtigen Handels- und Hafenstadt  in der Provinz Asien. Silas und Timotheus begleiteten ihn.

 

2. Miussionsreise des Paulus*** Rbi8  Apostelgeschichte 18:18-22 ***

Nachdem sich aber Paulus noch ziemlich viele Tage dort [[(in der Provinz Achaia, an der Südküste des Peloponnes am Golf von Korinth)]] aufgehalten hatte, sagte er den Brüdern Lebewohl und schiffte sich nach Syrien ein und mit ihm Priscilla und Aquila, da er sich in Kenchreä [[(12 km östlich von Korinth; Versammlung (Rö 16:12))]] das Haupthaar hatte kurz schneiden lassen, denn er hatte ein Gelübde. 19 So kamen sie in Ephesus an, und er ließ sie dort zurück; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden. 20 Obwohl sie ihn wiederholt baten, längere Zeit dazubleiben, willigte er nicht ein, 21 sondern sagte Lebewohl und sprach zu ihnen: „Wenn Jehova [[(der Herr (Jesus)]] will, werde ich wieder zu euch zurückkehren.“ Und er stach von Ephesus in See 22 und kam nach Cäsarea hinab. Und er ging hinauf und begrüßte die Versammlung und ging nach Antiochia hinab.

 

Wie es der Brauch des Paulus war versammelte er sich am Sabbat in der Synagoge mit den ansässigen Juden, um ihnen die gute Botschaft vom Königreich mitzuteilen. Allerdings wollte er nicht bleiben, da er aufgrund seines Nasiräer-Gelübdes offensichtlich nach Jerusalem reisen wollte, um dort im Tempel das Gelübde einzulösen, wie es das GESETZ verlangte (4.Mo 6:1-21; Apg 21:21-24).

 

Während der Abwesenheit des Paulus traf der Jude Apollos aus Alexandria kommend in Ephesus ein. Er war in der Schrift gut bewandert und war mündlich über den Weg des Herrn (Jesus) unterrichtet worden.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 18:24-28 ***

Nun traf ein gewisser Jude namens Apollos, von Alexandria gebürtig, ein beredter Mann, in Ephesus ein; und er war in den Schriften gut bewandert. 25 Dieser [Mann] war über den Weg Jehovas [[(über den Herrn, Jesus)]] mündlich unterwiesen worden, und glühend im Geist, ging er daran, die Dinge über Jesus auf richtige Weise zu reden und zu lehren, doch war ihm nur die Taufe des Johannes bekannt. 26 Und dieser [Mann] fing an, in der Synagoge freimütig zu reden. Als Priscilla und Aquila ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und erklärten ihm den Weg Gottes noch genauer. 27 Da er ferner nach Achaia hinübergehen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und ermahnten sie, ihn freundlich aufzunehmen. Als er nun dorthin kam, leistete er denen, die durch [Gottes] unverdiente Güte gläubig geworden waren, große Hilfe; 28 denn eindringlich und gründlich bewies er öffentlich, daß die Juden im Unrecht waren, indem er anhand der Schriften zeigte, daß Jesus der Christus sei.

 

Hatte Paulus die ersten Samen gesät, so war es Apollos der diesen zusammen mit Aquila und Priscilla nun zu begiessen begannen. Später reiste Apollos nach Korinth weiter, wo Paulus bereits eine Versammlung gegründet hatte. Der Same sollte nun langsam in Ephesus Früchte zeigen.

 

3. Missionsreise des PaulusAuf der 3.Missionsreise kam Paulus 2 Jahre später im Jahre 53 u.Z. erneut nach Ephesus, von Antiochia und Galatien auf dem Landweg herkommend, wo er die Versammlungen besuchte, die er auf der 1.Reise gegründet hatte. Die inzwischen in Ephesus bestehende Gruppe von etwa zwölf getauften Jüngern hatte bisher keinen heiligen Geist empfangen gehabt, der nur durch die Apostel übertragen werden konnte! Sie waren zuvor in der Taufe zur Vergebung der Sünden des Johannes des Täufers getauft worden.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:1-7 ***

Im Laufe der Ereignisse zog Paulus, während sich Apollos in Korinth befand, durch das Landesinnere und kam nach Ephesus hinab und fand einige Jünger vor; 2 und er sprach zu ihnen: „Habt ihr heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“ Sie sagten zu ihm: „Nun, wir haben nicht einmal gehört, daß es heiligen Geist gibt.“ 3 Da sagte er: „In was seid ihr denn getauft worden?“ Sie sprachen: „In die Taufe des Johannes.“ 4 Paulus sagte: „Johannes taufte mit der Taufe [als Symbol] der Reue, indem er dem Volk sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das heißt an Jesus. 5 Als sie das gehört hatten, wurden sie im Namen des Herrn Jesus getauft. 6 Und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der heilige Geist über sie, und sie begannen in Zungen zu reden und zu prophezeien. 7 Insgesamt waren es etwa zwölf Männer.

 

Paulus fragt nach der Ursache respektive Destination der Taufe: „In was seid ihr denn getauft worden?“ Da Johannes der Urheber war musste jene Taufe die der Reinigung und Vorbereitung auf den verheissenen Messias erneuert werden: In Jesu Taufe in den „Vater, den Sohn und den heiligen Geist“ erst einige Jahre nach Johannes nun als Eingang in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ erfolgte

 

Die Taufe in Jesus, als glaubende Erwachsene, nicht als Kleinkind und als selbst entscheidende reife Männer, welche die Bundesverpflichtungen die damit in Verbindung stehen anerkannt hatten und ihr Herz nach dem „GESETZ des Christus“ beschnitten haben, diese wurde nun durch Paulus oder seine Begleiter selbst durchgeführt (1.Kor 1:13-16). Nachdem Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte goss Jesus auch über jene Gruppe heiligen Geist aus, so dass sie in fremden Sprachen (Zungen) zu reden begannen und Dinge prophezeiten, die ihr neues Verständnis vergangener und kommender Dinge erwiesen.

 

Während drei Monaten belehrte Paulus nun vorab in der Synagoge und versuchte mehr Männer und Frauen unter den Juden zum Glauben an den Christus Jesus zu gewinnen. Das künftige Königreich Gottes, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ war dabei das Hauptthema. Eine Anzahl der Juden aber lehnten die Lehren des Paulus über Jesus als den Christus ab.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:9-10 ***

Als sich aber einige verhärteten und nicht glaubten und vor der Menge nachteilig vom WEG redeten, zog er sich von ihnen zurück und sonderte die Jünger von ihnen ab und hielt in [dem Hörsaal] der Schule des Tyrannus täglich Ansprachen. 10 Das geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in dem [Bezirk] Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.

 

Es ist klar, dass zwei Jahre lang jeden Tag durch Paulus Ansprachen gehalten wurden, dass dies den Zuhörern ein genaues Verständnis der Wahrheit über Jesus und dessen Lehren vermittelte. Da die Teilnehmer aus dem ganzen Bezirk Asien stammten wurde dadurch die Grundlage für verschiedene neue Versammlungen gelegt. Da es eine gemischte Gruppe aus Juden und Christen aus den Heiden war, so musste Paulus viele Dinge des alten Bundes erst erklären, ansonsten Heidenchristen die Zusammenhänge nicht verstanden hätten!

 

Paulus führt in  Ephesus eine Bücherverbrennung durch betreffend Werke magischer KünstePaulus wirkte vielerlei Machttaten öffentlich. Man nahm ihm Tücher und Schürzen vom Leib weg, um damit Kranke zu heilen. Gewisse Juden trieben gar Dämonen aus, indem sie sagten: „Ich befehle dir feierlich bei Jesus, den Paulus predigt“. Allerdings wandten sich jene Dämonen gegen jene Söhne des jüdischen Oberpriesters Skeva, weil jene Ungetauften als Geschäftemacher keine wahre Autorität besassen (Eph 19:11-17)

 

Viele jener, welche gläubig geworden waren begannen Bücher über magische Künste zusammenzutragen und verbrannten sie öffentlich. Der Wert belief sich auf etwa 50.000 Silberstücke (falls Denare gemeint sind etwa 37.000 USD). Das muss Gegnerschaft erzeugt haben bei all denen, die sich mit Magie beschäftigten!

 

Gegen Ende der zwei Jahre des Aufenthaltes in Asien und seiner Lehre an der Schule des Tyrannus sandte Paulus Timotheus und Erastus nach Mazedonien. Er selbst blieb noch im Bezirk Asien. Möglicherweise folgte der Hinauswurf des Hymenäus, Alexander und Philetus in jener Zeitspanne und die Information wurde Timotheus dann später im 1.Brief, um das Jahr 61 u.Z. mitgeteilt, als jener in Thessalonich war. Von dort her gelangte Timotheus um das Jahr 61/62 u.Z. nach Rom zu Paulus, der dort inzwischen von Cäsarea her kommend als Gefangener in Hausarrest verblieb und das Urteil des Cäsars erwartete.

 

Nach seiner 1.Gefangenschaft und Freilassung sandte Paulus von Rom aus den Timotheus mit mehreren Briefen u.a. an die Philipper via jener Stadt in Mazedonien nach Ephesus in der Provinz Asien. Paulus selbst plante auf der 4.Missionsreise nach seiner Freilassung über Philippi erneut nach Ephesus zu gelangen. (Rö 16:21; Phi 2:19; 1.Ti 1:18-20) Timotheus war somit der Überbringer der Briefe an die Philipper, die Kolosser und an Philemon.

 

Der von Philemon her kommend zu Paulus nach Rom hin entlaufende Sklave Onesimus, begleitete Timotheus offensichtlich. Paulus hatte ihn zurückgesandt, wie es das zehnte Gebot vorschreibt: „Du sollst nicht deines Mitmenschen ... Sklaven ... begehren“. (Phi 1:1; Kol 1:1; Phm 1:1 vergl. 2.Mo 20:17)

 

10.3.1.2       Die vorherrschenden Probleme: Fortschreitender Abfall

Der Abfall im Bezirk Asien, der von Ephesus ausging hatte eine Sektenbildung zur Folge, die bis zum Ende des Jahrhunderts zur Bildung der Nikolaiten führte, einer Sekte, die Jesus laut der Offenbarung an Johannes „hasste“. Da auf der Seite der Versammlung Gottes keine andere Hierarchie ausser den Aposteln existierte und jene daran waren ihren Lebenslauf zu beenden, so musste jede Versammlung für sich und jeder Vorsteher darin gestärkt werden, dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ seine Treue zu bewahren. Die Sektenführer dagegen, nach Amt, Ehre und Besoldung strebend, sie strukturierten ihre Gebilde zu eigenen Königreichen ,nach dem Vorbild des heidnischen Roms und des Mithraskultes, mit jeweils einem führenden Oberhaupt, und Würdenträgern und Kulthandlungen.

 

Was bewirkt Sauerteig der Kehre und Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

Jede Christenversammlungen hatten den zuvor an Pfingsten 33 u.Z. ausgegossenen heiligen Geist in schriftlicher Form und mussten nun weiterhin als „Leib des Christus  ihrem „Haupt“ dem Christus festhalten. Jesus zeigte in der Offenbarung am Ende des ersten Jahrhunderts durch die sieben Sendschreiben, dass er die Versammlungsvorsteher weiterhin direkt anleitet

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[(gr.: aggelos = Boten, Vorsteher)]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Jesus hatte aber angeordnet, dass keiner sich über den anderen überhöhen sollte. Wer sich selbst erhöhen würde, der sollte schlussendlich erniedrigt werden (Jes 40:3, 4) „Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus.  Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ (Mat 23:11, 12). Ihr einziger Führer und wahrer Lehrer blieb Jesus, der ja für ewig lebt! Die Apostel hatten keine Nachfolger bestimmt. Die Versammlungen waren Ort der Auferbauung und Belehrung, nicht Ort eines religiösen Theaters! Die Apostel erwarteten bis zum Tod die baldige Wiederkehr des Christus und die Aufrichtung von Gottes Königreich, um dessen kommen sie doch beteten. Jesus selbst gab das Beispiel, dass er ausser dem Vater kein anderes „Haupt“ über sich anerkannte und dem Zwang der damaligen religiösen Führer sich ihren Überlieferungen zu unterordnen widerstand! Er hielt das ganze göttliche GESETZ ein und lehrte dieses beständig. So lautete das Gebot, das er vom Vater erhalten hatte.

 

*** Rbi8  Johannes 8:28-30 ***

Daher sprach Jesus: „Wenn ihr einst den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin und daß ich nichts aus eigenem Antrieb tue; sondern so, wie der Vater mich gelehrt hat, rede ich diese Dinge. 29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht mir selbst überlassen, weil ich allezeit das tue, was ihm wohlgefällig ist.“ 30 Als er diese Dinge redete, glaubten viele an ihn.

 

Ebenso wie der Vater Jesus nicht sich selbst überlassen hatte, so versprach auch Jesus seinen Jüngern und uns, dass wir nicht alleingelassen werden! Wo zwei oder drei in seinem Namen zusammenkommen ist er in geistiger Art mitten unter ihnen! (Mat 18:20)

 

*** Rbi8  Matthäus 28:20 ***

Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Aus diesem Blickwinkel des Abfalls und der Sektenbildung heraus betrachtet war Ephesus der geeignetste Ort, um die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ zu erklären! Jene die treu bis zum Ende aushalten und an Jesu Gebot festhalten würden, diese sollten dann am Ende dieses Systems erhöht werden!

 

Versammlung SmyrnaJesus zeigte diesen Zusammenhang auch im Schreiben an die Versammlung Smyrna, wo Jesus warnend erwähnt, dass mitten darin auch noch eine Synagoge Satans bestehen würde. Wie sich zeigt war gnostischer Einfluss gewissen Vorstehern nicht fern, wo so genannte Sondererkenntnisse in Form von Geheimlehre nur noch eingeweihten zugänglich war. Darin zeigte sich Satans Einfluss, wogegen die Worte Jesu allen zugänglich sein sollten, vom Vater an die Söhne weitergegeben werden mussten.

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:10-11 ***

Erweise dich als treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod Schaden erleiden.‘

 

Paulus fordert Christen und Vorsteher auf sich als der künftigen Auserwählung als würdig zu erweisen! Die Ältesten (Presbyter) musste die Versammlung im Zügel behalten, damit keine Abweichung in der Lehre toleriert würde. Offenbar hatte sich in Ephesus schon bald Heuchelei eingeschlichen und Paulus sandte Timotheus dorthin voraus, um die Dinge erneut richtigzustellen, wie er ihm im 1.Brief im Jahre 61 u.Z. nach seiner Befreiung und dann im 2.Brief auf der 4.Missionsreise aus Nikopolis, auf dem Weg nach Mazedonien mitteilt!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:3-7 ***

So, wie ich dich ermuntert habe, in Ephesus zu bleiben, als ich im Begriff war, meines Weges nach Mazedonien zu gehen, so tue ich es jetzt, damit du gewissen Leuten gebietest, nicht eine andere Lehre zu lehren 4 noch unwahren Geschichten und Geschlechtsregistern Aufmerksamkeit zu schenken, die zu nichts führen, sondern eher Fragen zur Nachforschung hervorrufen, als etwas von Gott darzureichen, was mit Glauben in Verbindung ist. 5 Das Ziel dieses Auftrags ist tatsächlich Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 6 Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

Einige der Judenchristen versuchten offenbar ihre Abstammung aus der aaronischen Priesterschaft und von den Leviten nachzuweisen, um dadurch ihren Status als Gesetzeslehrer zu unterstreichen und sich die Versammlung durch erhöhten Status zu unterordnen. Jene Register bestanden zu diesem Zeitpunkt noch in Jerusalem. Erst nach der Machtergreifung in Jerusalems im September 66 u.Z. durch die Zeloten verbrannte das Archiv. Der Kampf um Jerusalem,  noch zu Beginn des jüdischen Krieges, dauerte damals sieben Tage, und gilt als Gegenschlag der Rebellen, nachdem König Agrippa 3000 Mann Reitertruppen zum Entsatz der Römer gesandt hatte.

 

Diese Dinge, wie Abstammungslinien aber hatten im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ keine Bedeutung mehr, da mit dem Ende des levitischen Bundes keine Priester mehr amteten, die Jehovas Anerkennung hatten! Jeder Vorsteher hatte Priesterpflichten wie Jesus diese seinen Aposteln gegenüber wahrgenommen hatte, sie zu unterweisen und zu Jehova hin zu führen! Die Namensliste all derer sein Adam, welche Gott für das ewige Leben bestimmt, diese wird im dritten Himmel Jehovas verwaltet.

 

(Offenbarung 20:12)  Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Buchrollen [[(das Register der guten schlechten Taten)]] wurden geöffnet. Aber eine andere Buchrolle wurde geöffnet; es ist die Buchrolle des Lebens. Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten.

 

Bereits zuvor wurde die zweite Buchrolle in der Offenbarung erwähnt und mit dem „Lamm“ in Verbindung gebracht. Bedenken wir hierbei, dass der Engel im Garten Eden, der Adam und Eva täglich belehrte identisch ist mit jenem Engel, der als Gottes Sprachrohr mit allen Propheten redete und mit seinem Finger die Tafeln des GESETZES schrieb und sie Moses übergab: Der Engelfürst Michael, der als “Menschensohn  Jesus für unsere Sünden als das „geschlachtete Lamm“ starb.

 

Jesus warnt vor dem Zeichen des „wilden Tieres“ auf Stirn (geistige Unterstützung) und Hand (aktive Mitarbeit), der symbolträchtigen „666“ bei Unterwerfung d.h. „Anbetung“ der drei „wilden Tiere“ der Endzeit: 1) Anglo-Amerika, 2) UNO und deren „Bild“, 3) das WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS:

 

Die symbolische "666" der "wilden Tiere"(Offenbarung 13:8)  Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es [[(das „wilde Tier“, das zweihörnige (Anglo-Amerika), das den siebten Kopf des „wilden Tieres“ (UNO) bildet)]] anbeten; der Name von keinem von ihnen steht von Grundlegung der Welt an in des Lammes Buchrolle des Lebens geschrieben, das geschlachtet worden ist.

 

Die „Grundlegung der Welt“ begann mit der Erschaffung Adams und Jesus (Michael) war für die Führung des Registers des „Lammes Buchrolle des Lebens“ seit Beginn zuständig.

 

Die „unwahren Geschichten“, die Paulus erwähnt scheinen im Zusammenhang mit Hymenäus zu sein und haben gnostischen Ursprung, wo ein Leben unmittelbar nach dem Tode eine zentrale Rolle spielt. Erst im zweiten Brief an Timotheus erwähnt er den Grund: Die Behauptung „die Toten seien bereits auferstanden“. Auch darin mag ein weiterer Grund zum Nachforschen gelegen haben, da nun die genauen Lebensumstände der bereits Verstorbenen erforscht wurden, um durch die nun schon bald mit Titeln versehenen „Bischöfe“ (Presbyter = Älteste) zu definieren, wer nun „im Himmel“ und wer „in der Hölle“ sein würde. Damit aber erhöhten sie sich über Jesus und Gott, der dies erst im Endgericht offenlegen! „Himmel“ bedeutet dann allerdings Teilhaber der kommenden Verwaltung zu sein, den „neuen Himmeln“ und an der Erstauferstehung teilzuhaben.

 

Hölle“ bedeutet dagegen „heb: ge-hinnom = „Gehenna“, und wird mit dem zweiten, endgültigen Tod in Verbindung gebracht, weil „Sünde wider den heiligen Geist“ bei jenen gefunden wurde! (Mat 25:46; Off 20:6; 21:1-5)

 

Das Tal Hynnom: griechisch "Gehenna" (Matthäus 10:28)  Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den [[(Jehova)]], der sowohl Seele als Leib in der Gehẹnna vernichten kann.

 

Paulus aber fordert Timotheus auf jene Dinge in der Lehre zu fördern, die mit dem Glauben an das kommende Königreich in Verbindung stehen! Das bedeutet genaues Verständnis der Zusammenhänge zu vermitteln!

 

Die Normen des Christseins, eines geistigen Juden, der sich nach göttlichem GESETZ ausrichtet war und blieb grundlegend! Allerdings musste das GESETZ auch „gesetzmässig“ von jenen angewendet werden, die als Richter der Versammlungen dienten, den Vorstehern (1.Kor 5:1-8; 6:1-6).

 

Vom Abfall vom „GESETZ des Christus“ hin zu eigener Auslegung des GESETZES und Veränderung selbst der göttlichen Gebote wie im Fall des Sabbatgesetzes war nur noch ein kleiner Schritt. Paulus spricht von „eitlem Gerede“, das zu Gottlosigkeit führt, weil Sünde ja von Gott trennt! „Indem einige von diesen Dingen [[(der unveränderlichen guten Botschaft)]] abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

Paulus aber verteidigt das GESETZ, beruft sich zudem auf „gesetzmässige Handhabung“! Das bedingt gerechtes Gericht, neutrale Richter die zwischen Gut und Bböse, zwischen Reinem und Unreinem zu unterscheiden wissen, indem sie Gottes eigenen Massstab hierzu anwenden! Es bedingt Erklärung darüber, was gesetzlich richtig und was falsch ist, Zurechtweisung, Urteile und Urteilsvollzug aber auch Barmherzigkeit, wo diese angemessen ist!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz [[GESETZ]] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt, und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger, 10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner, Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Paulus war dazu bestimmt, Gottes GESETZ unter den Versammlungen der Nationen zu erklären und aufzurichten, durch das ja erst genaue Erkenntnis der Sünde kommt! Das ist die gesunde Lehre im Zusammenhang mit der Verkündigung der guten Botschaft, dass Gott als Richter erneut amten wird und für Gerechtigkeit sorgt! (Jes 58:2; Mat 5:21-30; Rö 3:20) Wir erinnern uns seiner Aussage:

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Was Jehova zuerst nur der Nation Israel gegeben hatte, Sein GESETZ und die richterlichen Entscheidungen, diese sollten erneut nun ebenso unter den Nationen von Vätern auf Söhne übermittelt werden. So würde Generation um Generation unter einer einheitlichen Rechtsordnung gross werden. Rechtssicherheit und von daher Frieden würde das Resultat sein!

 

Das GESETZ Gottes ist ewig! *** Rbi8  Psalm 78:5-6 ***

Und er ging daran, eine Mahnung in Jakob aufzurichten,

Und ein Gesetz [[GESETZ]] setzte er in Israel,

Dinge, die er unseren Vorvätern gebot,

Um sie ihren Söhnen bekanntzumachen,

 6 Damit die künftige Generation [sie] kennen könnte, die Söhne, die geboren werden sollten,

Damit sie aufständen und [sie] ihren Söhnen erzählten

 

Genau dieselben Regeln wurden mit Jesu Erhöhung über alle Nationen der Erde auf die sich bildenden Christenversammlungen übertragen. Im Einklang mit den Juden oder gegen ihren Willen musste die gute Botschaft einer kommenden erdenweiten gerechten Verwaltung unter der bereits bestehenden Rechtsordnung verkündet werden! Die beiden Dinge bedingen sich gegenseitig und lassen sich unmöglich trennen! Die Rechtsgrundlage, auf der Israel aufgebaut ist war, ist und wird weiterhin Gottes GESETZ sein. Gott hat sich nicht geändert und ebenso wenig seine Rechtsgrundlage dessen, was gerecht und was ungerecht ist!

 

Jesu Zurechtweisungen an die sieben Versammlungen oder sein Lob können nur im Vergleich zum bestehenden Recht Sinn ergeben. Jesus als Richter der ganzen Erde hat eine einzige Rechtsgrundlage, um sein Urteil individuell über jede Person zu fällen! Jeder Vorsteher wird daran bemessen, ob er dem GESETZ Nachachtung verschafft und ob er die Anwendung der dahinterliegenden Prinzipien dahinter gefördert hat. Dass dabei die Liebe im Vordergrund steht erklärt vielerlei Dinge: „Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des GESETZES“. Die Liebe zu Gott zu missachten oder die Nächstenliebe zu verletzen bedeutet das Hauptgesetz zu brechen! (Rö 13:10)

 

10.3.1.3       Das Umfeld der Ereignisse im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Abfall durch Hymenäus, Alexander und Philetus in Betracht ziehen

Wenn wir den Brief des Paulus im Umfeld richtig einordnen, uns des weit fortgeschrittenen Abfalls jener Versammlung und dem Einfluss gewisser Vorsteher von Anfang an bis heute und zum Abschluss des Systems bewusst sind, so wird uns völlig klar, in welchem Zusammenhang Paulus all diese Dinge schreibt! Paulus hatte in seinem Besuch auf der Rückreise der 3.Missionsreise im Frühsommer des Jahres 56 u.Z. bei der Zusammenkunft mit den Vorstehern aus Ephesus die ihm nach Milet hin folgten deutlich darauf hingewiesen. Er ahnte, dass er jene Vorsteher nicht wiedersehen würde. Das kommende Königreich war aber mit aller Deutlichkeit durch ihn verkündet worden! Jene Vorsteher mussten die Lehre und die Rechtsordnung in ihren Versammlungen verteidigen! Paulus warnte vor „Wölfen“ in den eigenen Reihen! Auf seiner 4.Missionsreise wurde er offenbar bevor er die Versammlung Ephesus erreichte zufolge der jüdischen Verräter erneut in römische Gefangenschaft genommen.

 

Lukas zeichnete diesen Zusammenhang der Aussagen und Vorhersicht des Paulus über Künftiges in der Apostelgeschichte auf, wo er sich in Milet, von Assos per Schiff herkommend an die herbeigeeilten Ältesten aus Ephesus wandte:

 

Ermahnungen des Paulus an die Epheser *** Rbi8  Apostelgeschichte 20:25-30 ***

Und nun seht, ich weiß, daß ihr alle, unter denen ich, das Königreich predigend, umhergegangen bin, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. 26 Darum rufe ich euch am heutigen Tag auf, zu bezeugen, daß ich rein bin vom Blut aller Menschen [[(denn er hatte deutlich gewarnt, was willentliche Sünde bedeutet)]], 27 denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Rat Gottes mitzuteilen. 28 Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat. 29 Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen.

 

Jene von Paulus erwähnten „bedrückenden Wölfe (die) bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden“ existierten bereits, waren die von ihm hinausgeworfenen früheren Vorsteher Hymenäus, Alexander und Philetus, die „am Glauben Schiffbruch erlitten“ hatten und nun innerhalb der „Schafe“ des Paulus ihre eigene Ernte einzubringen suchten! Die Schriften späterer Apologeten und Kirchenväter zeigen, wie der Abfall sich von Ephesus her ausbreitete! Im 1.Brief an Timotheus erwähnte Paulus, dass er jene am Glauben Schiffbrüchigen zur Versammlung Ephesus hinausgeworfen hatte, sie symbolisch „Satan übergab“, dessen System zuordnete.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

20 Sekten und Religionen des ChristentumDer von Ephesus ausgehende Sektarismus lehrte einen falschen Glauben, eine veränderte „gute Botschaft“ die nun besagte, „die Toten seien bereits auferstanden“. Da jene auferstandenen Toten nicht unter den zurückgebliebenen weilten wurde ihre Auferstehung in den Himmel verlegt, an Gottes Seite! Da jene Männer „weder die Schriften noch die Macht Gottes kannten“ wurde das „Königreich der (neuen) Himmel“, um dessen Kommen wir im Vaterunser beten als bereits realisiert erklärt!

 

Über den Streit des Origenes in der Mitte des dritten Jahrhunderts, der durch Tertullian ausgelöst worden war, da weitete sich dies bis zum vierten Jahrhundert zum arianischen Streit aus, der nun zwei Hauptlager voneinander trennte: Jene die sich den Arius (Arianus) zuneigten: Die weiterhin die Auferstehung als künftiges Geschehen erklärten, Jesu Wiederkehr zur Erde als Mensch erwarteten, am GESETZ und am Sabbat festhielten.

 

Ihnen entgegen argumentierten jene, die der anderen Partei, dem Athanasius das Wort redeten, deren „Heilige“ angeblich bereits  im dritten „Himmel der Himmel“ seien und bei denen Jesus Teil eines dreieinigen Gottes ist, diejenigen, die den Sonntag und das Oster- und Weihnachtsfest heiligen. All dies begann in Ephesus mit Hymenäus und dessen philosophischer Grundlehre der bereits geschehenen Auferstehung.

 

Paulus wusste um den Abfall und versuchte dagegen zu steuern. Darum sandte er seinen treuen Gefährten Timotheus voraus nach Ephesus, um die dortige Versammlung zu stärken und dem harten Druck der Sektenmitglieder des Hymenäus standzuhalten. Alexander der Kupferschmied fügte Paulus grossen Schaden zu, schrieb er ihm warnend im 2.Brief im Jahre 64.u.Z., die Aufmerksamkeit auf einen der Hauptanstifter des Abfalls gerichtet.

 

Kleinliche Streitigkeiten um Auslegungen von Worten hatten die Brüder verunsichert und Paulus kannte die Gefahr die von ungenauer Erkenntnis der Wahrheit ausging, indem einzelne Worte falsch gedeutet und damit den Gesamtzusammenhang in das Gegenteil verwandelt werden konnte! Timotheus musste sich bemühen den Gesamtzusammenhang der Lehre richtigzustellen, indem er „das Wort der Wahrheit recht handhaben“ sollte! Dazu musste Timotheus ein klares Gesamtbild haben, was ihm bestimmt durch Paulus auf den verschiedenen Reisen deutlich gemacht worden war!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:14-19 ***

Erinnere sie beständig an diese Dinge, indem du ihnen vor Gott, deinem Zeugen, feierlich gebietest, nicht um Worte zu streiten, was gar nichts nützt, denn es führt zum Sturz derer, die zuhören. 15 Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt. 16 Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[(der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören)“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Der Abfall von der von den Aposteln verkündeten Wahrheit war es, der nun den Versammlungen zu schaffen machte! In Ephesus waren es dieselben Männer, die Paulus während seines dreieinhalbjährigen Aufenthaltes aus der Versammlung geworfen hatte, die weiterhin durch ihre lügenhaften Lehren Schaden anrichteten. Darum fordert Paulus Timotheus auf: Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen.“ Die Lehren des Hymenäus, des Alexander und des Philetus waren somit zu meiden. Sie sind heute genauso wie damals in deren Lehrgebäuden der Namenchristenheit, deren Religionen und Sekten fest verankert, bleiben aber „veränderte gute Botschaft“ und stehen unter dem „Fluch“.

 

Daran hat sich bis heute nichts geändert, obwohl sich deren Lehren inzwischen zur ganzen Christenheit hin ausgebreitet haben! Gottlosigkeit ist die Folge, weil Jehova niemals auf Seiten der Lüge zu finden ist! Das Verändern der guten Botschaft kommender Dinge zieht wie erwähnt einen Fluch auf sich: 

 

*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Paulus warnt: „... diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen.“ Die Erstauferstehung lag im ersten Jahrhundert noch in ferner Zukunft und ist heute immer noch zu erwarten, da sie vorab Gottes Gericht bedingen! Die Auferstehung erfolgt aus den Gräbern und ist somit klar und deutlich auf der Erde und zudem an das Wiederkommen des „Menschensohnes“ geknüpft!

 

Das Geschen am Ülberg und Jerusalem bei Jesu Wiederkehr*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:13-16 ***

Ferner, Brüder, wollen wir nicht, daß ihr hinsichtlich derer unwissend seid, die [im Tod] schlafen, damit ihr nicht auch betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir den Glauben haben, daß Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. 15 Denn dies sagen wir euch durch Jehovas [[(des Herrn (Jesu))]] Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart [[(zur Wiederkunft; Ankunft)]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr [[(Jesus)]] selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels [[(Michaels)]] und mit der [[(siebten)]] Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen [[(die Apostel in der Frühauferstehung, Jesu „Braut“)]] werden zuerst auferstehen.

 

Paulus zeigt somit deutlich, dass die Lebenden den Toten bei der Aufrichtung des Königreiches nicht zuvorkommen und ebenso wenig umgekehrt! „Denn dies sagen wir euch durch Jehovas [[(des Herrn (Jesu))]] Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart [[zur Wiederkunft; Ankunft]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind“.

 

Konstantin am Konzil von NiäaEs ist Zeit das katholische Ammenmärchen von himmlischer Auferstehung endgültig abzustreifen, dessen Urversion von Hymenäus stammt! Nur Jesus war vom Himmel herabgekommen und nur Jesus konnte dorthin zurückkehren! Das Konzil von Nicäa und alle späteren Synoden und Konzilien brachten zwar Mehrheitsentscheide für die Abgefallen, kehrten aber niemals zur Wahrheit zurück!

 

Keiner jener Apologeten und Kirchenväter, auf welche man sich abstützte hatte seine Hausaufgabe vollkommen erfüllt! Die von 1800 eingeladenen hohen Amtsträger, etwa ein Sechstel, rund 300 Bischöfe die zum Konzil des Konstantin erschienen, sie kopierten fleissig entweder was Arius lehrte, die Grundwahrheiten, sie blieben in der Minderheit oder das, was Athanasius vorgekaut hatte, sich mit dem Cäsar zu verbinden und am Menschengebot der Vorväter festzuhalten: Nur die allerwenigsten aber verstanden in die Tiefe dessen, was beim Entscheid auf jenem Konzil wirklich auf dem Spiel stand! Die Versprechen des Konstantin auf künftige Pfründen und reichlicher Bezahlung für deren Dienstleistung an das politische „wilde Tier“ war bei der Mehrheit, bei den Anhängern des Athanasius von Erfolg gekrönt. Daraus ging in späteren Konzilen das athanasische Glaubensbekenntnis hervor. Obwohl voller Unwahrheit und Lügen lehren es die meisten Christenreligionen.

 

Das Glaubensbekenntnis christlicher Kirchen
 

Statt zu glauben was „im GESETZ und in den PROPHETEN“ steht versuchte man den Glauben in Formeln zu fassen, was zum Vornherein zum Scheitern verurteilt sein musste! Wir sollen alles glauben was Wahr und was Gerecht ist! Das Verlogene und Ungerechte aber sollten wir hassen!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-15 ***

Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird.

 

Paulus äusserte die einzige Form eines Glaubensbekenntnisses und dies taten ebenso weiterhin all jene, die „zum WEG“ gehörten! Paulus redet von einer künftigen Auferstehung der Toten beim Verhör vor dem Statthalter Felix, das war nach Pfingsten des Jahres 56 u.Z.. Das war 23 Jahre nach Jesu Auferstehung! Er wusste um die deutlichen Worte Jesu:

 

***Wie Jesus am Ende der 40 Tage nach der Auferstehung zum Himmel fuhr, so kommt er wieder!Rbi8  Johannes 8:23-24 ***

Da sagte er weiter zu ihnen: Ihr seid von den unteren [[(irdischen)]] Bereichen; ich bin von den oberen [[(den himmlischen, den höchsten)]] Bereichen. Ihr seid von dieser Welt; ich bin nicht von dieser Welt. 24 Daher habe ich euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben. Denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin [[(der verheissene Messias)]], so werdet ihr in euren Sünden sterben.“

 

Wer nicht auf Jesus hört und daher auch nicht an seine erhöhte Stellung glaubt bleibt in Sünde! Der Glaube ist es, der die „unverdiente Güte“ und damit Sündentilgung mit sich bringt! Wer eher dem „Vater der Lüge“ glauben schenkt als zu Jesu eigenen Worten vertrauen zeig, der erweist sich als Kind seines eigenen Vaters, des Teufels (Joh 8:44).

 

Dieselben Worte die Jesus zu den Juden geäussert hatte sagte er später auch noch erneut zu den Aposteln! Sie wussten, dass ihre Auferstehung auf der Erde sein würde und mit dem Beginn des „Tages des Herrn“ verbunden wäre [B1]. Jesus hatte ihnen doch gesagt, dass sie während der „Wiedererschaffung des Königreiches“ mit ihm zusammen auf (Richter-)Thronen sitzen würden, um das „Israel Gottes“, die künftigen Priesterkönige zu richten! (Mat 19:28; Apg 1:6)

 

*** Rbi8  Johannes 13:33 ***

Kindlein, noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen; und so, wie ich zu den Juden gesagt habe: ‚Wohin ich gehe [[(zum Vater, in den dritten Himmel)]], könnt ihr nicht hinkommen‘, sage ich jetzt auch zu euch.

 

Jesus stand kurz vor dem Tod und seiner himmlischen Auferweckung seitens des Vaters! „… auch Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, [er,] der im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste lebendig gemacht wurde.“ (1.Pe 3:18) Kein anderer Mensch sonst konnte weder zuvor noch danach in den zweiten oder dritten Himmel Gottes kommen. Jesus aber hatte versprochen zurückzukehren! Er selbst stellte am dritten Tag „den Tempel seines Leibes“ wieder her! (Joh 2:20, 21)

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Jesus muss zudem als Mensch die „erste Auferstehung“ nach Harmagedon leiten. Dies, nachdem er die Frühauferstehung (gr.: exánastasin; FN Phi 3:11) der Apostel als die „in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen“ zu Beginn des Ertönen der siebten Trompete zuerst auferweckt [B1]. Dies geschieht somit zu Beginn des „Tages des Herrn“. Nur das minutiöse Aufreihen aller Ereignisse auf der Zeitachse bringt solche kleinen aber gewichtigen Details ans Licht!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:21 ***

Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen.

 

Jesu Wiederkehr „mit den Wolken“ (Mat 26:64; Apg 1:10, 11; Off 1:7) kann somit auf der Zeitachse mit Exaktheit angezeigt werden. Das Datum hängt allerdings von der Erfüllung der vorhergesagten Zeichen ab! Dieses Aufreihen ist nur dann möglich, wenn alle Prophezeiungen und Vorhersagen in Gottes GESETZ, den PROPHETEN und Jesu und der Apostel Hinweise berücksichtigt werden! Dazu hatte Paulus doch aufgefordert! (Rö 15:4)

 

2. Korinther 12:1-3Jedes von Gott her durch Jesus geäusserte Wort muss sich exakt erfüllen, wie er dies auch von den Worten der Propheten gesagt hat! Paulus selbst hatte die Gabe des Prophezeiens und seine Worte sind zuverlässig! Jesus hatte ihn in Visionen jene Dinge sehen lassen, als er in den „dritten Himmel“ und ins künftige Paradies versetzt wurde (2.Kor 12:1-3).

 

Statt dem in der Offenbarung deklarierten Gerichtstag der Endzeit [B2], der erst darauf folgenden „Erstauferstehung“ aus den Totengebeinen im Kidrontal vor Jerusalem [Bb], unterhalb des Ölberges was erst nach der Urteilsvollstreckung Harmagedons [B3] geschehen kann (vergl. Off 19:19-21 bis 20:6) und was an einem einzigen Tag (Hes Kap.37) geschieht.

 

Dies wurde nun von den erlauchten Bischöfen nach der Lehre des Hymenäus erklärt, dass die Toten unmittelbar nach dem Sterben im Himmelreich ihr Gericht erhalten würden. Damit wurde das kommende „Königreich der (neuen) Himmel“ ohne Jesus und ohne Gott durch Rom bereits aufgerichtet. Die Katholische Kirche erklärte sich selbst nach einigen Jahrhunderten als die Erfüllung des Gebetes, um das Kommen jenes Königreiches. Die Päpste sassen auf Jesu und damit gar auf Jehovas Thron als „Götter“! Paulus aber hatte schon die Korinther vor solchem falschen Handeln gewarnt:

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:8-13 ***

Ihr seid wohl schon gesättigt? Ihr seid wohl schon reich? Habt ihr etwa ohne uns als Könige zu regieren begonnen? Und ich wünschte tatsächlich, ihr hättet als Könige zu regieren begonnen, damit auch wir mit euch als Könige regieren könnten. 9 Denn mir scheint, daß Gott uns, die Apostel, zuletzt zur Schau gestellt hat als zum Tod bestimmte Menschen, denn wir sind ein Schauspiel geworden für die Welt und für Engel und Menschen. 10 Wir sind Toren um Christi willen, ihr aber seid verständig in Christus; wir sind schwach, ihr aber seid stark; ihr steht in gutem Ruf, wir aber sind in Unehre. 11 Bis gerade zu dieser Stunde leiden wir fortgesetzt Hunger und auch Durst und sind dürftig bekleidet und werden umhergestoßen und haben kein Heim 12 und mühen uns ab, indem wir mit unseren eigenen Händen arbeiten. Wenn beschimpft, segnen wir; wenn verfolgt, halten wir stand;  13 wenn verunglimpft, flehen wir; wir sind wie der Kehricht der Welt geworden, der Abschaum aller Dinge, bis jetzt.

 

Während die Apostel unter Entbehrungen hart arbeiteten die unverfälschte Wahrheit zu verbreiten, waren es die Päpste und Bischöfe die bereits in Form der „falschen Apostel“ in Korinth ihren Anfang hatten, die in Herrlichkeit und Glorie regierten und sich eifrig um die Anerkennung des Kaisers mühten, um möglichst schnell Teil des Systems zu werden und dieses selbst vollkommen zu kontrollieren. Genau dies war der Effekt des Konzils von Nicäa im Jahre 325 u.Z.. Die Worte des Paulus im Brief an die Epheser über die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ waren bestimmt nicht verstanden worden!

 

 

 

Nun wurden durch Menschen andere Menschen als „Gerechte“ erklärt und zu „Heiligen“ an der Seite der Apostel erhöht. Die Abgefallenen bestimmten nun, zu welchem der „Heiligen“ gebetet werden durfte und welche „in der Hölle braten“ würden. Damit wurde Gott selbst sein Urteil vorweggenommen! Statt der von Paulus im Brief an die Philipper erklärten Frühauferstehung der Apostel wurde diese in die Vergangenheit, dem Tag ihres Todes und himmlischer Auferstehung verlegt: Die verstorbenen Apostel waren nun in den Gedanken jener Abgefallenen „Heilige“, die bereits im Himmel an der Seite Jesu und an der Seite Gottes regierten.

 

ArianismusDamit wurde der Wunsch um das Kommen des Königreiches Gottes ad absurdum geäussert. Dass damit die Worte des Paulus im Brief an die Thessalonicher zudem zunichte gemacht wurden, dies interessierte diese Sektierer in nichts, da mit Lügen stets weitere Lügen gerufen werden und sie längst ihr Lügengebilde als „offizielle Wahrheit“ deklariert hatten. Wer ihnen nicht glaubte kam unter den Kirchenbann und hatte mit Verfolgung und Tod zu rechnen. Arius, der all dem Widerstand entgegenbrachte wurde exkommuniziert, seine Schriften verbrannt. Bei Todesstrafe war es nach kaiserlichem Edikt verboten dessen Schriften zu besitzen oder zu lesen! Komplexe, sich selbst und den Schriften widersprechende Dogmen traten an die Stelle einfacher Wahrheit! 

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:1-5 ***

Wir bitten euch jedoch, Brüder, in bezug auf die Gegenwart [[(Wiederkehr; Ankunft)]] unseres Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin, 2 euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sinne, daß der Tag Jehovas [[(der Tag des Herrn (Jesu; seine Wiederkehr))]] hier sei.

3 Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES [[Jehovas]] niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?

 

Die Kirchenväter und die darauf folgenden Päpste hatten sich auf den „Stuhl Mose gesetzt“ und fühlten sich berechtigt als „falsche Apostel“ und selbst anstelle Jesu als „falsche Christusse“ und selbst von Gott, als „falsche Götter“ andere Dinge zu verkünden wie die Apostel und wie es Jesus und die Propheten zuvor gelehrt hatten. Erst in der Endzeit aber setzt sich der Führer einer der Sekten auf „Jehovas Thron“, indem sie selbst für sich in Anspruch nehmen „Gesalbte“ (gr.: cristoi  = „die Gesalbten“) oder eben „Christusse“ zu sein. Jesus hatte deutlich davor gewarnt und es mit der Endzeit verknüpft:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:23-25 ***

Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt.

 

Paulus versuchte all dem von Beginn an einen Riegel zu schieben, als er die ersten Anstifter zur falschen Lehre, Hymenäus, Alexander und Philetus zur Versammlung hinauswarf (1.Ti 1:18-20). Jene Abtrünnigen aber blieben nicht still, sondern verbreiteten ihre Lehre mit umso mehr Eifer, die ja weitgehend den heidnischen Gedanken des Platon und Aristoteles (Neuplatoniker) entsprach. Sie schafften es bis zum Jahre 64 u.Z., dem Zeitpunkt des 2.Schreibens an Timotheus, dass ein Grossteil der Versammlungen Asiens von Paulus abgefallen war! Das betraf das Hinterland von Ephesus, wo Timotheus dem Abfall entgegenzuwirken begann. Andererseits hatte das Schreiben auf die Getreuen in Ephesus eine starke Wirkung sich neu zu formieren und treu an den Überlieferungen der Apostel festzuhalten!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:15 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen.

 

In der Versammlung Kolossä waren es vorwiegend jene „falschen Apostel“ die Paulus in den zwei Schreiben an die Kolosser erwähnte, die zu Abfall verführten. Der Gedanke an ein zu erwartendes Königreich Gottes, eine von Grund auf neu gestaltete „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ aus gerechten und wahrheitsliebenden Personen aller Generationen seit Abel war ein Konzept, das den Vorhersagen aller Propheten entsprach, aber zu keiner Zeit zuvor so klar geäussert worden war wie durch Pauls im Brief an die Epheser!

 

Die Strukktur der MachtJenes „heilige Geheimnis“, dass unter der Führung des auferstandenen Jesus als Messias und den von diesem eingesetzten zwölf Aposteln eine erdenweite Verwaltung entstehen sollte, die unter denselben GESETZEN des Gesetzesbundes alle Nationen der Erde verwalten würde, dies war wirklich eine gute Botschaft. Kein Zweifel, das war eine Mitteilung, welche die herrschenden Mächte erschüttern musste und Paulus übertrug die Aufgabe diese Mitteilung zu verbreiten allen Versammlung, beginnend mit Ephesus! Das stärkte den getreuen Überrest!

 

 *** Rbi8  Epheser 3:8-13 ***

Mir, einem Menschen, der geringer ist als der geringste aller Heiligen, ist diese unverdiente Güte verliehen worden, den Nationen die gute Botschaft über den unergründlichen Reichtum des Christus zu verkündigen 9 und die Menschen sehen zu lassen, wie das heilige Geheimnis verwaltet wird, das von der unabsehbaren Vergangenheit her in Gott, der alle Dinge erschaffen hat, verborgen gewesen ist. 10 [Das geschah,] damit jetzt den Regierungen und den Gewalten in den himmlischen Örtern [[(den „alten Himmeln“ der heutigen Machthaber vergl. Ps 2:5-12)]] die überaus mannigfaltige Weisheit Gottes durch die Versammlung bekanntgemacht werde, 11 gemäß dem ewigen Vorsatz, den er in Verbindung mit dem Christus, mit Jesus, unserem Herrn, gefaßt hat, 12 durch den wir diesen Freimut der Rede und Zutritt haben mit Zuversicht durch unseren Glauben an ihn. 13 Deshalb bitte ich euch, wegen dieser meiner Drangsale um euretwillen nicht nachzulassen, denn diese bedeuten für euch Herrlichkeit.

 

Welcher der „himmlischen Örter“ ist gemeint? Paulus spricht von seinen und der übrigen Christen Verfolger, die dem System Satans dienen und für Verfolgung wahrer Christen verantwortlich zeichnen. Ihnen wird durch die Christenversammlung kund, dass Gottes Herrschaft durch seinen Christus seit Pfingsten 33 u.Z. mittels des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ herrscht und Unterordnung fordert:

 

David erklärte bereits im Psalm 2 rund tausend Jahre vor dem Erscheine des Messias und seiner Erhöhung nach dem Opfertod durch den Vater: „Man lasse mich auf die Verordnung Jehovas hinweisen; Er hat zu mir gesagt: ‚Du bist mein Sohn; Ich, ich bin heute dein Vater geworden.  Erbitte von mir, daß ich Nationen zu deinem Erbe gebe Und die Enden der Erde zu deinem eigenen Besitz.  Du wirst sie mit eisernem Zepter zerbrechen, Wie ein Töpfergefäß wirst du sie zerschmettern.‘ Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht; Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde. Dient Jehova mit Furcht, Und frohlockt mit Zittern. Küßt den Sohn, daß ER nicht in Zorn gerät Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg, Denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich sind alle, die zu ihm Zuflucht nehmen. (Ps 2:7-12) Am Tag Harmagedons ende all jene Mächtigen, die Gottes Befehl missachtet haben!

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

Keines der Versammlungsglieder konnte in den zweiten oder dritten Himmel aufsteigen, um diese Dinge dort bekannt zu machen! Sie mussten aber die Herrschenden des „ersten“ Himmels, die Regierenden dieses Systems der Dingen, der „alten Himmel“ auf diese Tatsachen aufmerksam machen! Sie sollten trotz des fortschreitenden Abfalls nicht aufhören diese guten Dinge zu verkünden! Gottes Weisheit war und blieb der Intelligenz der Intelligenten überlegen! Da selbst die Kirchenführer diese Dinge nicht verstehen wollen zeigen sie sich als Toren!

 

Weisheit der Welt ist Torheit vor Gott*** Rbi8  1. Korinther 1:18-21 ***

Denn das Wort über den Marterpfahl [[Pfahl; Stamm]] ist denen Torheit, die zugrunde gehen, uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. 19 Denn es steht geschrieben: „Ich will die Weisheit der Weisen zugrunde richten, und die Intelligenz der Intellektuellen will ich beseitigen.“ 20 Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Debattenredner dieses Systems der Dinge? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn da in der Weisheit Gottes die Welt durch ihre Weisheit Gott nicht kennengelernt hat, hielt Gott es für gut, durch die Torheit dessen, was gepredigt wird, die Glaubenden zu retten.

 

Die „Torheit der Weisen“ dieses vergehenden Systems wird ein Ende gemacht! Das wussten selbst Bischöfe und Päpste und versuchten jeden Gedanken zu verwischen, der auf sie selbst als irreleitende „Schriftgelehrte“ hindeutete!

 

Es erstaunt somit wenig am Ende des Jahrhunderts in den Sendschreiben Jesu in der Offenbarung ähnliche Gedanken wiederzufinden! Jesus steht inmitten der „sieben Versammlungen“, die alle echten christlichen Zusammenkünfte umfassen, die wie „Leuchter“ das „Licht der Wahrheit“ bis zum Tag Harmagedons verbreiten. Er hält die sieben Versammlungsvorsteher wie „Sterne“ in seiner Hand. Hier ist keine darüberstehende Hierarchie die Rede, ausser Johannes als Vertreter der Apostel und letzter Empfänger der himmlischen Mitteilungen durch einen Engel.

 

Die sieben "Sterne" in Jesu HandAn erster Stelle wird die Versammlung Ephesus erwähnt. Alle übrigen sechs Versammlungen liegen ebenfalls im Bereich der Provinz Asien, von der Paulus im 2.Brief an Timotheus wie schon erwähnt gesagt hatte, dass alle jene Versammlungen von ihm abgefallen wären. Inzwischen hatten sich Getreue jener Versammlungen neu organisiert.

 

Deutlich ist durch die Nennung der Nikolaus-Sekte die Jesus hasst, rund 35 Jahre später, wie Paulus den Epheserbrief schrieb, ist der fortschreitende Abfall zu erkennen.

 

Obwohl nirgends in der Schrift eine direkte Verknüpfung zu Hymenäus aufgezeigt wird ist doch klar ersichtlich, dass es sich um denselben fortschreitenden Abfallprozess handeln musste, der durch dieselbe Art von „Wölfen“ verursacht wurde, die inzwischen zu immer gesetzloseren Handlungen weiterführte!

 

Der Hinweis im Sendschreiben an die Versammlung Pergamon auf Bileam, der hinging Israel Hurerei zu lehren und Götzen Geopfertes zu essen, ist ebenso deutlich! Die geistige Hurerei „Babylons der Grossen“ und all ihrer Töchter wird in der Endzeit zum Höhepunkt gelangen! Der Abfall von Gottes Geboten hin zu „Menschengebot“ bildet Teil des „Menschen der Gesetzlosigkeit“, der in der „Zeit des Endes“ zunehmend grösseren Abfall bewirkt.

 

10.3.1.4       Der Inhalt des Briefes an die Epheser

Paulus schreibt aus seiner ersten Gefangenschaft in Rom. Der Brief wurde durch Tychikus (Eph 6:21, 22) überbracht und jener Bote musste zusätzliche Ergänzungen in mündlicher Form vermitteln.

 

Das 1.Kapitel erklärt die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, das künftige Königreich Gottes über die ganze Erde, um dessen Kommen wir weiterhin bitten. Dies ist das Hauptthema des Briefes. Wie kann die Einheit innerhalb der Versammlung erreicht werden, die zur Vereinigung mit Christus und damit zur Verbundenheit mit Gott führt? Das ist nur möglich durch Unterordnung unter dasselbe „Haupt“ und ein einheitliches GESETZ. Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist Fortsetzung des Königreiches Jehovas mit der Nation Israel unter neuen Bedingungen.

 

Der „Bund mit Levi“, der symbolträchtigen Frau Hoseas, der Prostituierten „Gomer“ hatte mit Jesu Tod geendet und der „Bund für ein Königreich“ an Pfingsten 33 u.Z. begonnen. Der „Bund mit den vielen“, mit den aus dem Exil Babylons Zurückgekehrten, mit „Lo-Ruhama“ endete im Jahre 36 u.Z. mit der Taufe des Kornelius und „Lo-Ammi“, den „Ebioniten“ wurden nun noch die „Paulikaner“, Getaufte aus den Heiden hinzugefügt. 

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

Im 2.Kapitel behandelt Paulus das „Staatswesen Israels“, dem Christen aus den Heiden sich genähert haben, das auf dem Grundgesetz oder der göttlichen Verfassung der zehn Gebote ruht. Immer wieder betont Paulus, dass nicht das GESETZ, das bestimmte Dinge verbietet seit Christus im Vordergrund steht, sondern vielmehr die Liebe, das dahinterstehende Prinzip: „Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes“ (Rö 13:10).

 

Trotzdem zeigt Paulus immer und immer wieder, dass Christen mittels desselben GESETZES „ihr Herz beschnitten“ haben! Das GESETZ ist der Lehrer dessen, was Gott als ungerecht und unrein verurteilt! Da Sünde den „Fluch“ Gottes zuzieht und Tod bedeutet, so erklärt Paulus, dass der Glaube in Christus und dessen Opfertod zu „unverdienter Güte“ führt, wo der bisher auf uns lastende „Fluch an den Stamm genagelt“ wird, das im Himmel geführte Strafregister. Die auf uns lastenden Todesstrafe wird durch Auslöschung der Eintragungen unserer Sünden in der doppelseitig beschriebenen Buchrolle beseitigt (Sach 5:1-4).

 

Das 3.Kapitel behandelt unseren Auftrag, die Berufung, um das „heilige Geheimnis“ den Autoritäten dieses Systems bekanntzumachen. Könige und Richter sollen sich dem Christus als Herrn ebenso unterordnen wie Versammlungsvorsteher und genauso Gottes Gebote zur Anwendung bringen. Die Breite, Länge, Höhe und die Tiefe der Gottergebenheit wird Christen verständlich gemacht!

 

Im 4.Kapitel geht es um das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Kol 1:13) und unsere Berufung dort selbst Aufgaben zu übernehmen. Jeder Christ muss zum vollerwachsenen „Leib des Christus“ heranwachsen und in das „Haupt“, Jesus hineinwachsen. Das können wir nur dann, wenn wir unsere Aufgabe als Väter erfüllen und nach Aufgaben als Vorsteher in der Versammlung streben! Die Berufung und schlussendliche Auserwählung sind zwei getrennte Dinge! Berufen sind viele, auserwählt für das kommende „Königreich aus Priestern und Königen“, dem „Israel Gottes“ (2.Mo 19:6; 1.Pe 2:9) werden es wenige sein!

 

*** Rbi8  Matthäus 22:14 ***

Denn es sind viele eingeladen, doch wenige auserwählt.

 

Christus bestimmt zusammen mit den Aposteln als Richtern der 144.000, wer schlussendlich ein Priesterkönig sein wird! Dazu müssen sich die frühauferstandenen Apostel (Phi 3:11 s. FN NWÜ) aber zuerst auf ihre Throne setzen! (Mat 19:28) Dies wird erst möglich mit der „Hochzeit des Lammes“ und hierzu muss sich „die Frau“ in ihrer Abgeschiedenheit in der „Wildnis“ (Off 12:5, 6) erst vorbereiten (Off 19:7). Paulus zeigt die Nutzlosigkeit des Wandels der von Gott entfremdeten Nationen. Jeder Christ muss die Wahrheit reden und von Ungerechtigkeit lassen, was doch Gesetzlosigkeit entspricht!

 

Jehovas Königreich über das "Israel Gottes"
 

Das 5.Kapitel zeigt wie Jesus als Vorbild im Kampf gegen die „Söhne des Ungehorsams“ wirkte und uns dadurch das Beispiel gab! Er fürchtete sich nicht vor den Sektenführern seiner Tage, den religiösen Führern. Er klagte sie offen der Heuchelei und Gesetzlosigkeit an und zeigte deren Paktieren mit der Staatsmacht Roms, wodurch sie Teil des Systems Satans geworden waren! Paulus zeigt den Zusammenhang zu Götzendienst auf, wenn wir irgendwelchen anderen Gesetzgebern mehr Gehorsam leisten als Gott (Lu 4:5-8). Wir sollen unseren Wandel aufgrund genauer Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen dessen, was in Gottes Augen vortrefflich ist in Weisheit führen! Jesus gab das vollkommene Beispiel in Unterordnung unter den Vater als sein „Haupt“ und durch seiner Liebe hin zu seiner Versammlung, den Aposteln!

 

Im 6.Kapitel erwähnt Paulus die ganze Waffenrüstung eines christlichen Kriegers! Unser Kampf geht dabei nicht gegen Menschen, sondern jede Form von Gottlosigkeit die von Satan als dem „Gott dieses Systems“ gefördert wird! Die Abstufungen des „Hauptes“, wo die Frau sich dem Mann unterordnet, der Mann Christus gehorcht und Jesus den Vater als sein eigenes lenkendes „Haupt“ „in allem“ respektiert, dies war, ist und bleibt für Christen verbindlich!

 

10.3.1.5       Die möglichen Konsequenzen des Epheserbriefes auf die 2.Verhaftung des Paulus

Am Ende der Gefangenschaft des Paulus in Rom, etwa im Sommer 61 u.Z. sendet er mehrere Boten zu den Versammlungen die er selbst gegründet hatte und kündigt ihnen sein Kommen an. Diese Briefe wurden bereits im Voraus in Rom von den Mithelfern des Paulus getreulich kopiert. An jedem Ort, wo die Überbringer vorab hinkommen wird das ganze Bündel von Kopien abgegeben, so dass z.B. Philippi eine Kopie des Briefes an die Epheser noch vor den Ephesern hatte. Ephesus hatten jenen der Kolosser, noch bevor Timotheus diesen in Kolossä abgeben konnte. So dürften jene Boten gleichzeitig die Kopien des Lukas-Evangelium, der Briefe an die Philipper, Epheser, Kolosser und an Philemon bei sich getragen haben. Alle diese Briefe enthalten Informationen die sich gegenseitig ergänzen.

 

Jeder der Briefe wurde kopiert und in jeder Versammlung gelesen*** Rbi8  Kolosser 4:16 ***

Und wenn dieser Brief bei euch gelesen worden ist, so veranlaßt, daß er auch in der Versammlung der Laodicener gelesen wird und daß ihr auch den von Laodicea lest.

 

Ohne dass Paulus gewisse Hinweise in den Briefen geschrieben hätte, wären solche scheinbar kleinen aber gewichtigen Details unbekannt. Sie sind zum Verständnis der Umstände von grossem Interesse, betreffend des bevorstehenden Untergangs der fleischlichen Nation Israel und der Erkenntnis um die kommende Führungsaufgabe der Vorsteher.

 

Der erwähnte Brief an die Versammlung Laodicea ist verlorengegangen. Da aber Informationen, welche eine Versammlung erhielt in anderen Briefen erwähnt sind ist anzunehmen, dass kein gewichtiger Teil für uns heute in der Endzeit fehlt!

 

Vom Standpunkt der herrschenden Mächte aus waren der Inhalt dieser Briefe revolutionär, weil darin deutlich der kommende Umsturz und Sieg des Christentums über die Nationen ankündigt wurde. Es war unausweichlich, dass irgendwelche Kopien in die Hand der Gegner fallen würden und diese unmittelbar auf Gefahr und mögliche Punkte für eine Anklage hin analysiert würden. Paulus hatte alles Interesse daran, seine Mitteilungen in einzelne Teile aufzuteilen die in Form scheinbar persönlicher Briefe gefasst waren. Gegen aussen hin waren es individuelle Mitteilungen. Sie enthielten für die auf ein Zeichen hoffenden Christen aber vielerlei Informationen, die auf den kommenden grossen Umsturz hinweisen. All dies geschah zur Zeit Neros, der mit Christenverfolgung reagierte. Ab dem Jahre 64 u.Z. kam es zum Aufstand Zeloten und zum Befreiungskrieg Jerusalems. Christen mussten gewarnt werden sich rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich zu entfernen!

 

Bereits im Jahre 54 u.Z. hatte Paulus im 1. Brief an die Korinther über Geschehen der Endzeit und Jesu Wiederkehr geschrieben:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende [[(der vom Propheten Daniel angekündeten Frist der 1335 Tage)]], wenn er [[(Jesus)]] seinem Gott und Vater das Königreich [[(der (neuen) Himmel)]] übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Selbst Paulus und die übrigen Apostel hatten nach wie vor eine Naherwartung der Erfüllung all dieser Dinge! Jesus hatte ihnen deutlich erklärt, dass es für sie ein Geheimnis bleiben würde, wann der Vater das Königreich aufrichtet. „Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; …“ (Apg 1:6, 7)

 

Die unbiblischen Lehren und Handlungen  der Katholischen Kirche gehen auf Hymenäs und die Nikolaiten zurückDer Glaube in die bevorstehende Wiederkehr des Christus musste gestärkt werden. Die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten hatte durch Hymenäus einen harten Schlag erhalten und die sich daraus herausbildende Sekte der späteren Nikolaiten erhielt durch solche verführerische Äusserungen offenbar schnell Zulauf. Dort wurden die GESETZE Gottes nicht weiter so strikte wie durch Paulus gehandhabt, Hurerei wurde dort toleriert und Götzendienst wie er bei den Heiden üblich war wurde in christliche Zeremonien integriert.

 

Harte Gegenmassnahmen mussten innerhalb der Getreuen eingeführt werden, jene die ausharrten gestärkt werden, um auf die kommende Verwaltung zu vertrauen und diese nicht aus eigener Kraft aufzurichten zu versuchen. Jede Versammlungen musste ein Hort des Friedens sein in einer unruhevollen Zeit! Es ist kein Zufall, dass dem Paulus das „heilige Geheimnis“ um die kommende Verwaltung gerade zu jenem Zeitpunkt seiner Gefangenschaft in Rom durch Jesus in Visionen geoffenbart wurde! Er hatte die Dekadenz während der Herrschaft des Nero selbst am zentralen Punkt der Machtkonzentration Satans kennen gelernt. Paulus brennt danach, seine ihm gewährten Offenbarungen den Versammlungen kundzutun. Seine engsten Mitarbeiter sind auf ihre Aufgabe gut vorbereitet, sie selbst mussten wahrscheinlich die Briefe schreiben und kopieren! Jeder Zweifel und jede Frage konnte Paulus direkt beantworten!

 

*** Rbi8  Epheser 1:8-12 ***

Diese [[(Erkenntnis der erhabenen Stellung des Christus in Gottes Plan)]] hat er [[(Jehova)]] auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir [[(die Apostel (Jesu „Braut“))]] auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden [[(vergl. Lu 12:32)]] nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir, die wir zuerst auf den Christus gehofft haben.

 

Paulus trat nach seiner Freilassung in Rom um das Jahr 61, wahrscheinlich im Sommer/Herbst seine letzte, die vierte Dienstreise an. Die Briefe kündigten dies an. Er äusserte im Brief an die Philipper kurz vor seiner Freilassung, dass er zu ihnen nach Mazedonien gelangen wolle (Phi 2:19, 25). Er gelangte von Rom aus nach Kreta, wo er Titus zurück lässt (Tit 1:5) und kommt im Herbst 61 u.Z. nach Nikopolis, wo er den Winter zu bleiben gedenkt (Tit 3:12). Dort überwintert er, wie er im Brief an Titus erwähnt, der nun zu ihm kommen soll. Artemas und Tychikus überbringen den Brief nach Kreta (Tit 3:12). Sie sollen Zenas und Apollos mit sich bringen. Während des Winters in Nikopolis schreibt Paulus zudem seinen 1.Brief an Timotheus, der auf seiner Reise nach Ephesus vorab Philippi mit dem Brief des Paulus an jene Versammlung besucht hatte (Phi 2:19, 25). Jener war inzwischen erneut in Ephesus. Paulus kündet ihm an, dass er in Kürze zu ihm kommen werde. Kreszenz ist der Überbringer des Briefes (2.Ti 4:10)

 

4. Missionsreise des Paulus nach Entlassung aus der 1. Haft in Rom
 

Schlussendlich in Ephesus selbst oder dessen Umgebung, jedenfalls im Raum Asien im Jahre 63 u.Z. wurde Paulus zum zweiten Mal verhaftet und nach Rom transportiert. Es scheint aufgrund der Äusserung im 2.Brief an Timotheus gesichert zu sein, dass Alexander der Kupferschmied in Ephesus damit in Verbindung stand. Es scheint derselbe Alexander zu sein, den Paulus bei seinem Aufenthalt im Jahre 53-55 u.Z. zusammen mit Hymenäus aus der Versammlung geworfen hatte. Er schrieb daher Timotheus im 2.Brief: „Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenạ̈us [[(, Alexander (1.Ti 1:18-20))]] und Philẹtus gehören zu diesen. Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger.“ (2.Ti 2:16-18) Paulus ergänzt im 2. Brief weitere Details:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:14-15 ***

Alexander, der Kupferschmied, hat mir viel Schaden zugefügt — Jehova wird ihm gemäß seinen Taten vergelten —, 15 und auch du, hüte dich vor ihm, denn er hat unseren Worten in außerordentlichem Maße widerstanden.

 

Wenn diese unsere Hypothese stimmt, dass die Briefe fast gleichzeitig jeweils die meisten Versammlungen erreichten und dann, wenn Paulus in die jeweiligen Versammlungen kam nur noch Fragen zu beantworten hatten und Zweifel beseitigte, so waren auch seine Gegner über seine Lehren informiert!

 

Nach seiner 2.Gefangenschaft und nach dem Brand Roms befahl Kaiser Nero die Tötung des PaulusEtwa im Sommer des Jahres 64 u.Z. während der Herrschaft Neros, wahrscheinlich  im Zusammenhang mit dem Brand Roms wurde Paulus getötet. Offenbar wurde Paulus als römischer Bürger enthauptet. Dadurch entging er zuvor einer weit grausameren Behandlung, wie diese bei Christen die nicht römisches Bürgerrecht besassen üblich war, die als öffentliches Schauspiel in der Arena zur Abschreckung unter Marter hingerichtet wurden und z.T. Löwen vorgeworfen wurden.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:16-18 ***

Bei meiner ersten Verteidigung stand mir niemand zur Seite, sondern sie alle verließen mich dann — möge es ihnen nicht angerechnet werden —, 17 doch der Herr stand mir bei und flößte mir Kraft ein, damit durch mich die Verkündigung völlig durchgeführt werde und alle Nationen sie zu hören bekämen; und ich wurde aus dem Rachen des Löwen befreit. 18 Der Herr wird mich von jedem bösen Werk befreien und wird [mich] für sein himmlisches Königreich [[(„Königreich der (neuen) Himmel“)]] retten. Ihm sei die Herrlichkeit für immer und ewig. Amen.

 

Traurig zeigt Paulus, dass alle der Versammlung Rom und selbst seine Begleiter ihn schlussendlich im zweiten Prozess in Rom alleine liessen. Die Angst selbst verhaftet und getötet zu werden war unter Nero sehr hoch. Paulus bleibt aber seiner Vision treu, dass Gottes Königreich schlussendlich den Sieg davon tragen werde und er unter den Frühauferstandenen Apostel sein werde, denen je 12.000 der 144.000 Priesterkönige unterstellt sein werden.

 

Der 2.Brief an Timotheus aus der erneuten Gefangenschaft bis kurz vor seiner Hinrichtung gibt wesentliche Hinweise diese These zu stützen! Bereits die erste Gefangennahme in Jerusalem im Tempel (Apg 21:27-32) war durch „Juden aus dem Bezirk Asien“ ausgelöst worden, unter denen „Alexander der Kupferschmied“ der in der jüdischen Synagoge  in Ephesus offenbar erneut eine gewichtige Rolle spielte und die übrigen Gegner des Paulus ständig organisierte. Ob jener Alexander mit dem an der Seite des Hymenäus identisch ist kann nicht gesichert bestätigt werden, scheint aber wahrscheinlich.

 

 

10.3.2        Kapitel 1:  Eine kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten

 

10.3.2.1       Eph 1:1-7:  An die Heiligen und die Treuen in Ephesus

Paulus macht in seiner Einleitung einen kleinen Unterschied: Er spricht einerseits von „Heiligen“ und andererseits von „Treuen“. Mit den „Heiligen“ sind vorab öfters die Apostel gemeint aber Paulus verwendet den Begriff auch viel weiter gefächert! Aus anderen Briefen geht deutlich hervor, dass jedes getaufte Versammlungsglied als „Heiliger“ galt, weil ja seine Sünden durch „unverdiente Güte“ gelöscht worden sind, der Status der Heiligkeit damit bei der Taufe hergestellt wurde. Nun galt es durch Treue und Ausharren diesen Status beizubehalten. Schon Israel hatte Auftrag erhalten eine „heilige Nation“ zu sein! Jesus war der erste Jude, der diese Heiligkeit nie verletzte, weil er ohne Sünde war und blieb. (Mat 27:52; Apg 3:14; 9:13, 32, 41; 26:9, 10).

 

*** Rbi8  Epheser 1:1-2 ***

Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, an die Heiligen, die [in Ephesus] sind, und [die] Treuen in Gemeinschaft mit Christus Jesus:

2 Unverdiente Güte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus.

 

Den „Treuen“ entgegen stehen die „Ungetreuen“, die mit Hymenäus als neuem „Haupt“ eine abgetrennte Versammlung zu bildeten. Die „unverdiente Güte Gottes“ und Jehovas Friede ruhte auf all denen, die sich ihre Heiligkeit bewahrten, ihre äusseren Kleider in Reinheit hielten, das heisst ohne Anklage wegen Gesetzesübertretung blieben. Paulus redet davon, dass jene lebenden „Heiligen“ bereits in den „himmlischen Örtern“ gesegnet sind. Jede Christenversammlung die sich an die Wahrheit und Jesu Gebote hält gehört zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, bildet dadurch bereits indirekt Teil des himmlischen Einflussbereiches! Jesus steht inmitten aller Versammlungen und hält alle Vorsteher direkt in seiner Hand! (Off 1:20)

 

*** Rbi8  Epheser 1:3-7 ***

Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn er hat uns gesegnet mit jeder geistigen Segnung in den himmlischen Örtern [[(des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“)]] in Gemeinschaft mit Christus, 4 so wie er uns [[(die Apostel)]] in Gemeinschaft mit ihm vor Grundlegung der [[(„neuen Erde“ durch Einführung der Taufe)]] Welt auserwählt hat, damit wir heilig und ohne Makel vor ihm seien in Liebe. 5 Denn er hat uns durch Jesus Christus zur Annahme an Sohnes Statt für sich vorherbestimmt nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lobpreis der Herrlichkeit seiner unverdienten Güte, die er uns durch [seinen] Geliebten [[(Jesus)]] gütigerweise erwiesen hat. 7 Durch ihn haben wir die Befreiung durch Lösegeld mittels des Blutes dieses einen, ja die Vergebung [unserer] Verfehlungen, gemäß dem Reichtum seiner unverdienten Güte.

 

Paulus zeigt, dass er direkt durch Jesus angeleitet wird. Von welcher „Grundlegung der Welt“ spricht Paulus? Aus dem Textumfeld wird ersichtlich, dass es die Grundlage zur „neuen Erde“ ist, nicht die Grundlage der „die Himmel und die Erde die jetzt sind“ (2.Pe 3:7), die doch in Harmagedon vernichtet wird, und die ihren Ursprung nach der Sintflut hatte! Diese ist für das Feuer aufbehalten, sagt Petrus in seinem Brief. Die „jetzige Welt“ wird am kommenden Gerichtstag Gottes ein Ende finden. Die zwölf Apostel waren bereits auserwählt bevor Jesus durch seinen Opfertod Versöhnung mit Gott ermöglicht hatte! Sie mussten nun einen makellosen Lebenslauf erwählen und beibehalten, um der „unverdienten Güte“ nicht verlustig zu gehen!

 

 Die Verbindung der "unverdienten Güte Gottes" zu Gottes GESETZ

An Sohnes Statt“ haben wir alle Aufnahme, wenn Jesus dem Vater das gereinigte Königreich übergibt und Jehova zu „Lo-Ammi“ nun erstmals sagt: „Mein Volk“! Bis dahin müssen wir den Lobpreis von Gottes „unverdienter Güte“ und Vergebung der Sünden weiterhin verkünden! Durch Jesu Lösegeld wurden wir von „Fluch des GESETZES“ befreit, von dem auf uns lastenden Todesurteil erlöst!

 

Dass Paulus von „Treuen“ neben den „Heiligen“ spricht hat somit mit den Abgefallen zu tun, die sich den Sektenführern Hymenäus (auf Seiten der Heidenchristen), Alexander (erneut auf Seiten der Juden) und Philetus angeschlossen hatten. Jene „Treuen“ die an der Lehre des Paulus festhielten waren es, die nun gestärkt werden sollten, um nicht ebenso nach Rang und Titel in diesem System zu streben, den die Sekten zu offerieren hatten und dass sie weiterhin der Verführung hin zum Sündigen widerstehen sollten! Dadurch würde Bewährung gegenüber Jesus und seinen Geboten erst offenkundig. Auch in Korinth gab es ähnliche Probleme von Sektenbildung:

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:18-19 ***

Denn fürs erste höre ich, daß, wenn ihr in einer Versammlung zusammenkommt, Spaltungen unter euch bestehen; und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

Abspaltungen hatte mit veränderten Lehren der guten Botschaft zu tun, mit anderslautenden GESETZEN! Ein leichterer, breiter Weg wurde erneut angeboten, die Last des Jochs von Jesus sei zu hart, wurde durch jene erklärt! Von Paulus wurde auf jüdischer Seite durch Alexander dem Kupferschmied lauthals behauptet, er lehre „Abfall vom GESETZ Mose“. Paulus beharrte auf den Veränderungen, welche das „GESETZ des Christus“ gebracht hatte, wie das der Heidenchristen, die sich nicht beschneiden lassen mussten und jenes der „Ebioniten“, die sich nicht weiter getrennt halten mussten von den von Jehova „Gereinigten“: „Hör du [[(Petrus)]] auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.“ (Apg 10:15).

 

10.3.2.2       Eph 1:8-14:  Das heilige Geheimnis von Gottes Willen ist bekannt gemacht worden!

Was will Gott von uns und was wird er jetzt und in Zukunft tun? Diese Fragen beschäftigen die meisten Menschen zumindest während einer Zeit ihres Lebens. Leider haben uns die Kirchen der Christenheit die einfache Wahrheit die Paulus durch Gottes Inspiration gibt weitgehend vorenthalten, weil sie ihre eigenen selbst errichteten religiösen Königreiche an die erste Stelle setzten! Indem sie alle in einer oder anderer Weise den Lehren des Hymenäus folgen und eine Auferstehung nach dem Tod im Himmel lehren, dadurch verblenden sie die Augen ihrer Anhänger! Illusion endet in Desillusion! Der Mensch war für die Erde erschaffen worden!

 

Paulus fasst den Willen Gottes in das Hauptobjekt zusammen: Gott selbst sorgt „... für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde.“ Dies war über lange Zeit ein „heiliges Geheimnis“ geblieben, unter wessen Führung diese Verwaltung stehen würde!

 

Die Frage lautet nun schlussendlich: Wo sollen diese Dinge zusammengebracht werden? Im Himmel droben oder hier auf der Erde? Wir sollten uns durch Weisheit und Vernünftigkeit führen lassen, nicht durch „offizielle Wahrheit“ irgend einer Religionsgemeinschaft!

 

Jesus der Messias Gottes löste das Geheimnis der künftigen Verwaltung *** Rbi8  Epheser 1:8-14 ***

Diese hat er [[(Gott: Die Befreiung durch Lösegeld)]] auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung* an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm [[(dem Christus)]], 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir [[(die Apostel)]] vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir, die wir zuerst auf den Christus gehofft haben. 13 Doch auch ihr [[(die Jünger)]] habt auf ihn gehofft, als ihr das Wort der Wahrheit, die gute Botschaft über eure Rettung, gehört habt. Durch ihn seid ihr auch, als ihr gläubig geworden seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, 14 der ein im voraus gegebenes Unterpfand unseres Erbes ist, zum Zwecke der Befreiung durch ein Lösegeld des besonderen Besitzes [Gottes], zum Lobpreis seiner Herrlichkeit.

 

Jesus versprach mehrfach sein Zurückkommen zur Erde! (Mat 24:3, 27, 37, 39; Apg 1:10, 11; 1.Kor 15:23 Joh 14:28; Off 21:1-5) Gottes ursprüngliches Ziel, die Erde in ein Paradies, einen Garten zu verwandeln soll Wirklichkeit werden! (Lu 23:43) Da die bisherigen Regierungen, die Religionen und die Wirtschaft dies ganz offensichtlich nicht geschafft haben, sondern uns in ihrer Habsucht und in der in nichts limitierten Ausbeutung an die Grenze der Selbstzerstörung führten, daher wird sie „der Besitzer der ganzen Erde“ wie einen unfähigen Verwalter hinauswerfen! „Denn jedem, der hat, wird mehr gegeben werden, und er wird in Fülle haben; dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. Und den unnützen Sklaven werft hinaus in die Finsternis draußen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.“ (Mat 25:29, 30)

 

Was kommen muss ist eine ökonomische und gerechte Verwaltung der Erde und ihres Reichtums! Genau dies ist es, was das griechische Wort für „Verwaltungoikonomían besagt. Die Fussnote zum Vers 10 lautet:

 

*** Rbi8  Epheser 1:10 ***

* Wtl.: „eine Hausverwaltung“. Gr.: oikonomían; lat.: dispensationem. Siehe Luk 12:42, Fn.

 

Die Verwaltung lag somit zur Zeit des Paulus noch in der Zukunft! Ebenso liegt sie heute noch in der Zukunft, weil Sacharja ja von „Spross“ redet, der den geistigen Tempel beenden muss! Hierzu muss Jesus vorab zu Beginn des „Tages des Herrn“ zurückkehren. Diesen Tag gilt es zu erwarten und aufgrund der vorhergesagten Zeichen zu erkennen! (Sach 3:8, 9).

 

Der Hinauswurf der bisherigen, der heutigen erdenweiten Verwaltung, der Regierungen, der Hausherren der Religionen und der Mächtigen in der Wirtschaft ist in der Bibel ein offenes Geheimnis, nicht aber in der Lehrtätigkeit der Verantwortlichen sehr verbreitet! Das ist wohl kaum verwunderlich, da sie ja mit aller Kraft an diesem System hängen und es stützen, da sie es ja am Leben erhalten und kaum zum Guten hin verändern, obwohl sie die Macht und genügend Zeit dazu gehabt hätten! Sie sind es die den grössten Nutzen aus der herrschenden Ungerechtigkeit ziehen! Im Brief an die Korinther sagt Paulus die deutlichen Worte:

 

Altstadt Jerusalems und Davidstadt *** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Paulus erwähnt zudem im Zusammenhang mit der kommenden Verwaltung, dass „die Dinge in den Himmeln“, er spricht von den drei unterschiedlichen Stufen der Himmel, die Er erneut vereinen wird. Dem Bereich Gottes im „dritten Himmel“ (2.Kor 12:2), dann dem neuen Bereich Jesu und der Engel im irdischen Bereich des zweiten „Himmel“, und auf der ersten, untersten Stufe den „neuen Himmeln“ hier auf der Erde, der irdischen Autoritäten des kommenden Königreiches auf der Erde.

 

*** Rbi8  Epheser 1:10 ***

„Wieder . . . zusammenzubringen“. Nach J. H. Thayer, Greek-English Lexicon of the New Testament, 4. Aufl., 1901, S. 39: „wieder für sich zusammenzubringen“; vgl. H. A. W. Meyer, Kritisch Exegetischer Kommentar über das Neue Testament, Der Brief an die Epheser, 5. Aufl., Göttingen 1878, S. 49, 51, 52.

 

Erneut wird Jerusalem eine herausragende Rolle spielen, so hatte es Jehova bereits durch Jesaja verkündet!

 

*** Rbi8  Jesaja 65:17-19 ***

Denn siehe, ich schaffe neue Himmel und eine neue Erde; und die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen. 18 Doch frohlockt und freut euch immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich schaffe Jerusalem als Ursache zur Freudigkeit und ihr Volk als Ursache zum Frohlocken. 19 Und ich will mich über Jerusalem freuen und über mein Volk frohlocken; und nicht mehr wird darin der Laut des Weinens oder der Laut eines Klageschreis gehört werden.“

 

Das irdische Jerusalem und das himmlische, das „Jerusalem droben“ werden am fünfundvierzigsten Tag nach Harmagedon, am 15.Tischri, dem ersten Tag des Erntefestes miteinander vereint werden, wenn Gottes Königreich zur Erde herabkommt, „unsere Mutter“ und Jesus dem Vater das „Israel Gottes“, die irdische aufgerichtete Verwaltung der „neuen Himmel“ übergibt.

 

Kaum jemand kommt in Versuchung dies mit der heutigen Stadt Jerusalem und den jetzt dort Regierenden in Verbindung zu bringen! Der Nahe Osten stöhnt bis zum Ende dieses Systems wegen religiöser Teilung und Jerusalem wird bis zum „Ende der Zeiten der Nationen“ von Unreinen und Ungläubigen „zertreten“ werden, hatte Jesus selbst bestätigt!

 

*** Rbi8  Lukas 21:23-24 ***

Wehe den schwangeren Frauen und denen, die ein Kleinkind stillen in jenen Tagen! Denn dann wird große Not im Land sein und Zorn über diesem Volk [[(„Lo-Ruhama“, dem fleischlichen Israel)]]; 24 und sie werden durch die Schärfe des Schwertes fallen und als Gefangene zu allen Nationen geführt werden; und Jerusalem wird von den Nationen zertreten werden, bis die bestimmten Zeiten der Nationen erfüllt sind.

 

Diese drei unterschiedlichen „himmlischen“ Autoritäten waren seit dem Sündenfall in Eden durch „Feindschaft“ voneinander getrennt! Satan bildete nun den zweiten „alten Himmel“, als „Gott dieses Systems“ und er setzte bald schon seine ersten „alten Himmel“ ein, um bis zum Ende Harmagedons die Menschen durch Könige, Priester und wirtschaftliche Führer auf seine Seite hin zu lenken.

 

Gott und sein Christus sind nicht auf der Seite der Lüge und des Unrechts zu finden! Sie halten sich davon strikt getrennt! Die „alten Himmel“, jener der Urschlange Satans und dessen irdische Macht muss ein Ende finden, um friedliche Verhältnisse zu schaffen!

 

Der zweite „neue Himmel“ wurde mit Jesu Erhöhung und dessen Einsetzung zum „König der Könige“ und Hohepriester und der Verleihung aller „Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ tätig.

 

Die Frage, wo die „neuen Himmel“ herrschen werden, ob vom Himmel her oder hier auf der Erde beantwortet Jehova durch Jesus und Johannes in der Offenbarung, wo letzte Zweifel beseitigt werden!

 

Jesus beendet das System der "alten Himmel" und der "alten Erde" am Tag Harmagedons*** Rbi8  Offenbarung 21:1-4 ***

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere [[(, der alte, der erste)]] Himmel und die frühere Erde [[(die gottentfremdete Menschheit)]] waren vergangen, und das [[(aufgewühlte Menschen-)]]Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

 

 

Johannes sieht die Verwirklichung des „heiligen Geheimnisses“ in seiner Vision im Jahre 98 u.Z.. Was Paulus an Fragen offenliess wurde uns durch die Offenbarung in symbolischer Sprache etwas später dargelegt. Die Symbole sind erklärt, das Geschriebene ist heute nahezu vollkommen verständlich. Gewisse Zeichen werden sich noch erfüllen müssen, um den letzten Schliff zu geben!

 

Das „Jerusalem droben, unsere Mutter“ kommt somit vom Himmel zu den Menschen zur Erde herab! Kein Mensch aber kann in den dritten Himmel Jehovas gehen ausser der Christus! Dieser kommt zurück, um bei den frühauferstandenen Aposteln und damit bei uns zu weilen! Dies hat er ihnen immer schon versprochen!

 

(Johannes 14:28)  Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich.

 

Als Jesus dies den Aposteln nach dem Abendmahl erklärte war er auf der Erde, im Begriff getötet zu werden, Auferstehung als Geistgeschöpf im „dritten Himmel“ zu erlangen und dann „in Fleische“ aufzuerstehen. Er sprach aber auch von seiner endgültigen Wiederkehr „mit den Wolken des Himmels“, dreissig Tage nach Harmagedon: Am 1.Tischri, dem Trompetenfest, dem Tag der Erstauferstehung und Einweihung des geistigen Tempels, der 144.000 „lebenden Steine und Säulen“ oben auf dem Berg Zion.

 

Erst nach Vernichtung des bestehenden ungerechten Systems kommt somit der vorhergesagte der Zeitpunkt, wo Gottes Königreich, der himmlische Teil zur Erde herabkommt und sich mit dem inzwischen durch Jesus gereinigten „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ vereint!

 

10.3.2.3       Eph 1:15-23:  Ein Geist der Weisheit und Offenbarung, der genauen Erkenntnis von Seiten Gottes

Gottes Willen zu kennen betreffend die künftige erdenweite Verwaltung ist somit kein „heiliges Geheimnis“ mehr, da Paulus ja den Aufbau der kommenden Hierarchie unter Jesu Leitung beschreibt. Diese Dinge waren von alters her durch die Propheten angekündigt worden. Jedes Mal wurde ein bisschen mehr Licht darauf geworfen. Aber erst in der Zeit des Endes sollten die Dinge in ihrem ganzen Zusammenhang verstanden werden! Der Prophet Daniel sollte die Worte des Engels Gabriel niederschreiben, die an uns in diesen Tagen gerichtet sind:

 

Die Einsichtigen leuchten wie Sterne auf ewig*** Rbi8  Daniel 12:3-4 ***

Und die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], ja für immer.

4 Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“

 

Die von Paulus geäusserten Wahrheiten mussten von den Christen schon damals überarbeitet und geistig aufbereitet werden, worum er den Ephesern schrieb: „... damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch einen Geist der Weisheit und der Offenbarung [[(gr.: apocalypsees)]] in der genauen Erkenntnis seiner selbst gebe.“ Erkenntnis und Einsicht sind notwendig Gott und seine Wege auszukundschaften! Wir sollen auch die tieferen Dinge Gottes erforschen, um zu einem genauen Verständnis zu gelangen! Das bedingt harte Arbeit! Nicht alle würden bereit sein diese Arbeit zu leisten, viele würden immer und immer wieder menschliche Überlieferungen kopieren, dieselben Fehler immer und immer wieder wiederholen.

 

Paulus redet dagegen vom Glauben an den Herrn Jesus und an seine Heiligen, die Apostel, welche uns durch ihre Schriften den von Gott kommenden „Geist der Weisheit und der Offenbarung“ übermittelt haben! Wir stehen darin den Urchristen in nichts nach!

 

*** Rbi8  Epheser 1:15-23 ***

Das ist der Grund, weshalb auch ich, da ich von dem Glauben gehört habe, den ihr an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen habt, 16 nicht aufhöre, für euch Dank zu sagen. Ich erwähne euch weiterhin in meinen Gebeten, 17 damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch einen Geist der Weisheit und der Offenbarung [[(gr.: apocalypsees)]] in der genauen Erkenntnis seiner selbst gebe, 18 so daß ihr, die Augen eures Herzens erleuchtet, erkennen mögt, welches die Hoffnung ist, zu der er euch berufen hat, welches der Reichtum der Herrlichkeit ist, den er als Erbe für die Heiligen bereithält, 19 und welches die alles übertreffende Größe seiner Macht uns, den Gläubigen, gegenüber ist. Es ist der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke gemäß, 20 mit der er in Christi Fall gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Örtern zu seiner Rechten setzte, 21 hoch über jede Regierung und Gewalt und Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem künftigen. 22 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

 

Die Christen mussten ihr Vertrauen nicht nur in Gott und seinen Christus investieren, sondern auch in die „Heiligen“, die zuerst Jesus gedient haben, den Aposteln einen Vertrauenskredit geben!

 

Paulus spricht nun zu jedem Leser des Epheserbriefes, „Gläubigen“, somit auch zu dir und zu mir: „... daß ihr, die Augen eures Herzens erleuchtet, erkennen mögt, welches die Hoffnung ist, zu der er euch berufen hat, welches der Reichtum der Herrlichkeit ist, den er als Erbe für die Heiligen bereithält, und welches die alles übertreffende Größe seiner Macht uns, den Gläubigen, gegenüber ist.

 

Erblasser und Erben in Israel
 

Die Worte des Paulus waren damals und sind auch heute nicht ganz einfach zu verstehen! Er war mit einer besonderen Gelehrtheit und mit göttlicher Weisheit besonders gesegnet! Sie sind aber nicht unverständlich, sondern mit etwas Bemühen und dem identifizieren jedes Objektes und dem Einreihen auf der Zeitachse werden auch die komplexesten Aussagen durchaus verständlich!

 

Viel weniger sind jedoch die tieferen Dinge, um die „Erben“ jener kommende Verwaltung verständlich, nachdem die deutlichen Aussagen durch Glaubensgründer jeder Couleur sehr oft in ihr reines Gegenteil verkehrt worden waren! Alle versuchten in der einen oder anderen Form zu beweisen, dass sie die Erfüllung selbst wären, man sich an sie als „Verwalter“ klammern solle, denen Jesus sein Königreich bereits übergeben habe! Man klammerte sich dabei an Worte die aus ihrem Kontext herausgerissen wurden, um irrige eigene Lehrmeinungen zu stützen! Petrus beklagt in seinem 2.Brief um 64 u.Z., der nur rund zwei  bis drei Jahre nach dem Brief des Paulus an die Epheser in den Versammlungen kursierte. Immer noch lag die Hoffnung in der Zukunft, doch die Zeichen des kommenden Untergangs der Stadt Jerusalem hatten sich verfinstert. Selbst Petrus war daraus geflohen wie Jesus dies gefordert hatte.

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:14-16 ***

Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Teilbilder innerhalb eines Gesamtbildes sehenWas schwer zu verstehen ist braucht härtere Arbeit, um anhand des Textumfeldes und durch das biblische Gesamtbild korrekt verstanden werden zu können! Zudem muss die Zeit zum Verständnis heranreifen, da gewisse Dinge erst im Verlauf der Geschichte und an dessen Ende sich erfüllen sollten! (Daniel Kap. 11, 12) Dann wird es möglich die Dinge richtig einzureihen und die Aussagen des Paulus zu verstehen, um damit den Gedanken Gottes zu folgen, seinen Willen zu verstehen, was das Ende dieses und den Neubeginn des kommenden Systems anbetrifft!

 

Jehovas Rettung durch seinen starken Arm kam auch nach Zerstörung Jerusalems noch nicht. Viele hatten nicht verstanden, dass zwei unterschiedlich Ereignisse durch Jesus erklärt worden waren (Mat 24; Mar 13; Lu 21). Das eine sollte während ihrer Generation eintreffen und anhand der Zeichen identifiziert werden, das andere dagegen viel später die Generation betreffen, welche am „Ende der Zeiten der Nationen“ erneut aufmerksam die Dinge verfolgen würde! Am Ende des ersten Jahrhunderts hatte der Abfall bereits grossen Fortschritt gemacht.

 

Vorab war es die Katholische Kirche, welche sich als die Erfüllung der Aufrichtung von Gottes Königreich auf der Erde erklärte! Wie will aber jemand eine kommende Verwaltung verstehen und erklären, der bereits heute diese Verwaltung durch ein eigenes religiös-politisches Königreich aus eigenen Gnaden errichtet oder darin eine erhöhte Stellung einnimmt? Dies bedeutet doch Usurpation dessen, was einem anderen zusteht!

 

Die Worte des Paulus bedingen gute Schriftkenntnis und Unterscheidungsvermögen! Seine Briefe sind eine Herausforderung an Menschen mit Denkvermögen! „Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].Dass der Abfall von Ephesus ausgehend ganz Asien erreichte zeigt Paulus im 2.Brief an Timotheus im Jahre 64 u.Z., wo er beklagt, dass ihn alle Versammlungen verlassen hätten.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:15 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen.

 

Hymenäus, Alexander und Philetus hatten ihr Werk weiter vorangetrieben. Phygelus und Hermogenes waren Vorsteher, die sich ihnen in der Verkündigung der veränderten „guten Botschaft“ angeschlossen hatten. Sie waren somit die wirklichen ersten „Apologeten und Kirchenväter“ der Katholischen Kirche, die als erste lehrten, „die Auferstehung habe bereits stattgefunden“ und so erst die Grundlage der Katholischen Kirchenlehre der himmlischen Auferstehung gelegt und dadurch zu vollkommener Gottlosigkeit hingeführt haben! Gott ist niemals auf der Seite der Lüge zu finden! Bis heute sind es dieselben Lehren die den wahren Glauben untergraben.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-18 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger.

 

Der Glaube ganzer Versammlungen war inzwischen zu Bruch gekommen! All dies hatte in Ephesus seinen Beginn gehabt. Die harte Arbeit des Paulus und seiner Gehilfen war von einigen „in den Schriften Unbefestigten“, von selbst ernannten Vorstehern, „falschen Lehrern“ zunichte gemacht worden!

 

Das von Johannes erwähnte „siebenköpfige wilde Tier“ hat vor dem Abschluss seines Systems von Gott her die Wahlfreiheit, „mit den Heiligen“ Krieg zu führen und sie zu besiegen. Da alle Getauften zufolge ihrer Reinigung als „Heilige“ genannt werden, so geht es hierbei offenbar um den Angriff auf „Babylon die Grosse“ und deren Vernichtung! Christen die auf Gott und Jesus hören sollen ja daraus frühzeitig fliehen, um nicht an den Plagen teilhaft zu werden und mit deren Vernichtung Schaden zu erleiden. Jesus befiehlt unmissverständlich: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“! (Off 18:4, 5). Da innerhalb „Babylons der Grossen  jene Christen sind, die „ihren Bund verlassen haben“, indem sie nicht am Taufgelübde festhalten, indem sie Jesu Gebot verletzen, „kein Teil der Welt“ zu sein!

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:7 ***

Und es wurde ihm [[(Satan)]] gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation.

 

Wer sind die "Heiligen" der Endzeit?Dass mit dem Begriff „Heilige“ in diesem Falle nicht die Apostel oder bloss die „treuen Sklaven“ gemeint sind geht schon auf der Einreihung der Ereignisse auf der Zeitachse hervor! „Die Frau“, die Apostel sind zum fraglichen Zeitpunkt in ihrer Abgeschiedenheit der „Wildnis“ vor den Angriffen Satans und seines Systems geschützt! Die „sieben Versammlungen“ der Endzeit sind dagegen wie Inseln im Menschenmeer ausserhalb „Babylons der Grossen“. Jesus selbst hält deren Versammlungsvorsteher in seiner rechten Hand. Sie unterstehen keinerlei Kirchenhierarchie!

 

In der Endzeit erreicht dieser Abfall der „Heiligen“ einen Höhepunkt, da das siebenköpfige „wilde Tier“ einen besonders starken Druck ausübt menschliche Organisationen anzubeten, sei dies die Politik oder das religiöse „Bild“ als Gegenstück.

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:15 ***

Und es wurde ihm gewährt, dem Bild des wilden Tieres [[(dem World Council of Religious Leaders)]] Odem zu geben, damit das [[(religiöse)]] Bild des wilden Tieres sowohl rede als auch veranlasse, daß alle, die das Bild des wilden Tieres nicht auf irgendeine Weise anbeteten, getötet würden.

 

Nur wer fest an Jesus als sein alles beeinflussende „Haupt“ und treu zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe  festhält kann diesen ständigen Angriffen widerstehen! Der Brief an die Epheser will unser Unterscheidungsvermögen stärken, um unseren Blick ohne Furcht auf das Kommende gerichtet zu halten, statt uns am Vergehenden festzuklammern!

 

 

10.3.3        Kapitel 2:  Das „Staatswesen Israels“ und sein Grundgesetz

 

10.3.3.1       Eph 2:1-10:  Aus dem Tod durch Verfehlungen und Sünden durch „unverdiente Güte“ lebendig gemacht

Gemäss Gottes Gebot waren wir in Verfehlungen Gott gegenüber tot, weil der „Fluch des GESETZES“ auf uns gelastet hat bis zum Tag unserer Taufe! Gott hat uns sinnbildlich durch eine geistige Neugeburt dem wahren Leben in Gottergebenheit gegenüber lebendig gemacht. Paulus spricht vom „Geist dieses Systems“, der uns zum Übertreten von Gottes Geboten auffordert! Die „Begierden des Fleisches“, das in uns wohnende „Gesetz der Sünde“ will dabei erneut die Vorherrschaft über das „GESETZ des Geistes“, über Gottes Gebote erlangen. Wir waren bisher unter dem Einfluss des „...Herrschers der Gewalt der Luft, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist“, sollen nun aber davor fliehen und nicht zu diesem System zurückkehren.

 

Der "Herrscher der Gewalt der Luft", Satans System*** Rbi8  Epheser 2:1-7 ***

Überdies [seid] ihr es, [die Gott lebendig gemacht hat,] obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und Sünden, 2 in denen ihr einst wandeltet gemäß dem System der Dinge dieser Welt, gemäß dem Herrscher der Gewalt der Luft [[(„der Finsternis“; Satans Einflussbereich auf die Menschen)]], dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirksam ist. 3 Ja, unter ihnen führten wir alle einst unseren Wandel gemäß den Begierden unseres Fleisches, indem wir die Dinge taten, die das Fleisch und die Gedanken [tun] wollten, und wir waren von Natur aus Kinder des Zorns wie auch die übrigen. 4 Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat wegen seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 uns, selbst als wir in Verfehlungen tot waren, zusammen mit dem Christus lebendig gemacht — durch unverdiente Güte seid ihr gerettet worden —, 6 und er hat uns [[(die Apostel)]] mitauferweckt und uns mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern [[(der Verwaltung, der „obrigkeitlichen Gewalt“ im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“)]] in Gemeinschaft mit Christus Jesus, 7 damit in den kommenden Systemen der Dinge der alles übertreffende Reichtum seiner unverdienten Güte in seiner Gunst uns gegenüber in Gemeinschaft mit Christus Jesus deutlich gezeigt werde.

 

Mit Eintritt in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, mittels der Glaubenstaufe sind wir nicht weiter „Söhne des Zorns“, wie jene die draussen sind! Mit dem Auftauchen aus dem Taufwasser wurden auch wir “ ... mit dem Christus lebendig gemacht.“

 

Was möchte Paulus uns aber verraten, wenn er sagt: „ ... er hat uns mitauferweckt und uns mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Gemeinschaft mit Christus Jesus.“ In erster Linie spricht Paulus hier von den Aposteln, als Jesu Mitregenten, mit denen Jesus den „Bund für ein Königreich“ beim Abendmahl machte (Lu 22:28-30). Sinnbildlich sitzen sie mit Jesus „in den himmlischen Örtern“ als sein künftiges Kabinett bereits sinnbildlich mit ihm auf zwölf Thronen, da Gottes Verheissungen gesichert sind. Sie sind durch Jesu ernannte Abgesandte seines Königreiches, seine „Braut“, die künftige „Frau des Lammes“, seine „Gehilfin“! Paulus verbindet dies selbst unmittelbar darauf mit kommender Erfüllung, „... damit in den kommenden Systemen der Dinge“ ihre Teilhaberschaft am Thron der Herrschaft „... in Gemeinschaft mit Christus Jesus deutlich gezeigt werde“. Dies muss also noch offenbar werden. In zweiter Hinsicht spricht er von Vorstehern, den Ältesten die ja zu „himmlischer“ Herrschaft ebenso berufen sind, sich aber der künftigen Auserwählung vorab als würdig erweisen müssen! (Vergl. Off 11:12)

 

Jesus schloss nach dem Abendmahl mit seinen Aposteln den Bund für ein Königreich*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Da auch wir beim Untertauchen im Taufwasser gegenüber dem sündigen Fleisch sterben und beim Auftauchen aus dem Wasser im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ sinnbildlich „neu  Geboren“ werden, gelten die Worte des Paulus auch uns:  als wir in Verfehlungen tot waren, (hat Gott uns) zusammen mit dem Christus lebendig gemacht.

 

(Johannes 1:12, 13)  So viele ihn [[(Jesus als ihren Herrn)]] aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden, weil sie Glauben an seinen Namen ausübten; 13 und sie wurden nicht aus Blut noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren.

 

Die Rettung verdanken wir nicht jenen, die uns belehrt und getauft haben, diese vollbrachten nur das ihnen aufgetragene Werk! Es ist Gottes freie Gabe, seine „unverdiente Güte“, Er ist es, der uns durch den Christus rettet!

 

*** Rbi8  Epheser 2:8-10 ***

Durch diese unverdiente Güte seid ihr tatsächlich durch Glauben gerettet worden; und dies habt ihr nicht euch zu verdanken, es ist Gottes Gabe. 9 Nein, es ist nicht Werken zu verdanken, damit kein Mensch Grund zum Rühmen habe. 10 Denn wir sind sein Gebilde und sind in Gemeinschaft mit Christus Jesus für gute Werke geschaffen worden, die Gott im voraus bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.

 

Kein Mensch und keine Organisation soll sich rühmen! Das führt nur zur Aufgeblasenheit und kann uns alle zum Stolpern bringen! Wir wurden weder in Paulus, noch in Petrus noch in Apollos getauft, ebenso wenig können wir in eine Religion getauft werden. Nur Christus ist für unsere Sünden gestorben, ihm gebührt unsere Treue! Alle die sich seine Vertreter nennen, aber nicht gemäss Jesu Reinheit wandeln, sie zeigen sich als Heuchler und als Lügner! Deutlich wurden wir vor ihnen vielfach gewarnt!

 

 

Religion: Gimpelfang und Geschäft?
 

 

10.3.3.2       Eph 2:11-22: Beschneidung und Unbeschnittenheit durch „unverdiente Güte“ im geistigen „Staatswesen Israels“ vereint

Paulus erwähnt nun den Unterschied zwischen den beschnittenen „Ebioniten“ (aram.), „den Armen“ und den am Fleische unbeschnittenen „Paulikanern“, Christen aus den Heiden. Zuvor waren wir alle, vor unserer Erwachsenentaufe „Leute von den Nationen“. Dies trifft selbst auf fleischliche Juden zu, da Jehova ja die Generation die Jesus getötet hat verworfen hat und nicht weiter ihr König ist. Die heutige Nation Israel als solche hat bestimmt nicht Gottes Anerkennung, da sie ja seinen Christus weiterhin ablehnt und ganz offensichtlich Teil des Systems des „Herrschers der Gewalt der Luft  ist. Paulus erklärt den Ephesern und uns:

 

*** Rbi8  Epheser 2:11-18 ***

Behaltet daher im Sinn, daß ihr früher nach dem Fleische Leute von den Nationen gewesen seid; „Unbeschnittenheit“ wurdet ihr genannt von dem, was „Beschneidung“ genannt wird, die mit Händen am Fleisch vorgenommen wird 12 daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber, in Gemeinschaft mit Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. 14 Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand [[(den symbolischen „Soreg“, die Abtrennung im Tempel)]], die sie voneinander abzäunte, vernichtete. 15 Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf, das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote [[(„das Gesetz mit seinen Geboten und Verordnungen“ (Albrecht); Spezifisch die Gebote der Abtrennung und der Beschneidung)]], damit er die beiden Völker [[(Christen aus den Juden und jene aus den Heiden)]] in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen [[(eine „neue Persönlichkeit“)]] schaffe und Frieden mache 16 und damit er durch den Marterpfahl beide Völker in einem Leib mit Gott völlig versöhne, weil er die Feindschaft durch sich selbst getötet hatte. 17 Und er kam und verkündete die gute Botschaft des Friedens euch, den Fernen, und Frieden den Nahen, 18 denn durch ihn haben wir, beide Völker, durch einen Geist den Zutritt zum Vater.

 

Beschneidung des Herzens"Dem wahren „Staatswesen Israels“ waren alle Menschen der Nationen vor ihrer Taufe entfremdet gewesen. Erst durch „Beschneidung des Herzens“, indem Gottes Gebote und sein Wille anerkannt wurden konnten sie im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ aufgenommen werden, das doch dieselbe rechtliche Grundlage hat aber unter Jesu Herrschaft als König steht! Jesu Worte bestätigen dies vollkommen:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Das Halten und Lehren des GESETZES ist und bleibt Grundaufgabe. Daran hat Paulus auch bei Christen aus den Nationen nichts verändert, obwohl seine Feinde unter den Juden ihn fälschlich beschuldigten, er „lehre Abfall vom GESETZ“. Er lehrte im Gegenteil das ganze GESETZ zu respektieren und richtete dieses unter den Nationen ja gar erst auf! Was er aber deutlich zu missachten lehrte war die „Gerechtigkeit ... der Schriftgelehrten und Pharisäer“ zurückzuweisen, die Heuchelei ist und „ein schweres Joch“ bedeuten, weil jene ja gemäss Jesu Aussagen „Sauerteig“ darstellten! Genau dasselbe ist heute von Kirchendogmen und Kirchengesetzen zu sagen!

 

Das Drama um Joseph, den seine zehn Brüder aus Eifersucht in die Sklaverei Ägyptens verkauften hat direkte Bedeutung für Jesus und sein Handeln in der Endzeit. Joseph ist eines der biblischen Vorbilder die den Messias vorschatten. Joseph ertrug Ungerechtigkeit ohne zu sündigen oder sich zu rächen! Er zeigte ein grosses Talent darin seine Brüder auf die Probe zu stellen und wie er sah, dass sie ihre Einstellung geändert hatten, da war er aus ganzen Herzen bereit zu vergeben.

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:11 ***

Diese Dinge nun widerfuhren ihnen fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind.

 

Messianische Christen, die als Erwachsene getauft sind gelten als „Ebioniten“ der Endzeit, sie sind indirekt als Nachkommen des Stammes „Manasse“, des Erstgeborenen Josephs in Ägypten zu bezeichnen. Wir von den Nationen sind unter dem Begriff des Zweitgeborenen „Ephraim“ zu suchen. Beide Gruppen stammen in geistigem Sinne wie die Söhne Josephs von einer „ägyptischen Frau“ ab, dort war es die Tochter Potipheras, des Priesters von On. Der Name „Joseph“ bedeutet in Hebräisch „Yahoschuah“, ebenso wie Jesus oder Josua. Auch wir sind in geistigem Sinne in „Sodom und Ägypten“ (Off 11:8) gross geworden, stammen von einer götzendienerischen Mutter, der Hure „Gomer“ (Levi und aaronische Priesterschaft) ab, aus der Priesterkaste „Babylons der Grossen“. Jehova hatte das Ende des „Bundes mit Levi“ durch den Propheten Maleachi angesagt, würden sie sich nicht ändern!

 

(Maleachi 2:3, 4)  „Siehe! Ich schelte euretwegen die Saat, und ich will Mist auf eure Gesichter streuen, den Mist eurer Feste; und jemand wird euch tatsächlich zu ihm hinwegtragen. 4 Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Lẹvi weiterbestehe“, hat Jehova der Heerscharen gesagt.

 

Der „alte Bund“ mit Levi wurde durch den „besseren“, den „neuen Bund“ mit Jesus für ein Priesterkönigtum ersetzt.

 

Jjakob segnet Ephraim und ManasseDer zweite Sohn Josephs, der das „Ephraim“ der Endzeit darstellt, er würde schlussendlich bis zum Gerichtstag Gottes zu etwas werden, was „einer Fülle von Nationen“ entspricht. Johannes nennt es in der Offenbarung eine „grosse Volksmenge aus allen Nationen“. Jakob legte am Ende seines Lebens seine rechte Hand auf den links von ihm stehenden Ephraim und seine Linke auf den rechts stehenden Manasse. Dadurch wird der Zweitgeborene dem Erstgeborenen vorgezogen. Der Segen Jakobs über Manasse und Ephraim besagt, nachdem im Joseph ohne Erfolg dies zu wehren versuchte: „Auch er [[(Manasse)]] wird zu einem Volk werden, und auch er wird groß werden. Aber trotzdem wird sein jüngerer Bruder [[(Ephraim)]] größer werden als er, und seine Nachkommenschaft wird zu etwas werden, was einer Fülle von Nationen entspricht.“

 

Um diese Vorhersage wahr werden zu lassen musste erst der Messias erscheinen und Nationen den Zugang zum „Staatswesen Israels“ öffnen. Hierzu musste Jesus gewisse Gebote neu formulieren, da ja einem Juden der Umgang mit Menschen der Nationen verboten ist! „Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete.“ (Eph 2:14) Wodurch konnte diese „Zwischenwand“, die Juden von den Menschen der Nationen abtrennte entfernt werden? Das Ziel, das Gott im GESETZ dadurch zu erreichen suchte, war die Abtrennung des Reinen vom Unreinen, des Gesetzestreuen vom Gesetzlosen!

 

Paulus erklärt uns darum: „Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf, das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote [[(des Abgetrennt Lebens und der Beschneidung)]], damit er die beiden Völker [[(„Manasse“ und „Ephraim“)]] in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen schaffe und Frieden mache und damit er durch den Marterpfahl beide Völker in einem Leib mit Gott völlig versöhne, weil er die Feindschaft durch sich selbst getötet hatte.

 

Da sowohl Juden wie Heiden, die Glauben in Jesus setzten nun in der Taufe all ihrer früheren Sünden und der Todesfolge befreit wurden, so waren sie in Gottes Augen nun rein und durften beide „Vater“ zu ihm sagen. Jeder musste sein Herz in geistigem Sinne beschneiden und Gottes Gebote anerkennen! Dadurch waren sie nicht weiter Ungerechte und Unreine, sondern nun Glieder des „Staatswesens Israel“, aufgenommen in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“.

 

Jesus bringt das Morgenrot des "Tages des Herrn" und wird von Jerusalem her das GESETZ aussendenHob nun Jesus das ganze GESETZ und alle Gebote auf, wie dies z.B. Jehovas Zeugen dies behaupten und in ihrer Bibelübersetzung durch gewisse Veränderungen zu verbreiten suchen oder spricht Paulus hier nur vom Ende jenes Gebotes, das Juden den Umgang mit Unbeschnittenen verbietet? Da Christen sich am Geiste beschneiden müssen ist die Frage klar und deutlich beantwortet! Paulus sagt, doch, dass „die beiden Völker“, die „Ebioniten“ („Manasse“) und die „Paulikaner“ („Ephraim“), diese Völker zu „einem Leib“, dem „Leib des Christus“ unter ein und demselben „Haupt“ vereine, indem er sie mit Gott durch sein eigenes Opfer versöhnte. Das ganze GESETZ als aufgehoben zu erklären bedeutet dagegen Gesetzlosigkeit zu lehren!

 

Hören wir nun Jakobs eigene Worte, wie er die Söhne Josephs segnete und wenn wir dies mit der Grafik: X4.1-9.7  „Dein Königreich komme“ vergleichen, so erkennen wir den Zusammenhang des Segens und seiner vollkommenen Erfüllung am Ende dieses und zu Beginn des kommenden Systems, wenn der grössere „Joseph“, Jesus die beiden „Schafherden“ unter sich als Oberhirten in „einer Hürde“ vollkommen vereint.

 

 

*** Rbi8  1. Mose 48:13-20 ***

Joseph nahm nun sie beide, Ephraim mit seiner Rechten zur Linken Israels und Manasse mit seiner Linken zur Rechten Israels, und brachte sie zu ihm heran. 14 Doch streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf das Haupt Ephraims, obwohl er der Jüngere war, und seine Linke auf das Haupt Manasses. Er legte seine Hände absichtlich so, denn Manasse war der Erstgeborene. 15 Und er ging daran, Joseph [[(durch dessen Sühne)]] zu segnen und zu sprechen:

„Der [wahre] Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak wandelten,

Der [wahre] Gott, der mich während meines ganzen Daseins bis zu diesem Tag als Hirte gehütet hat,

16 Der Engel [[(Michael, Gottes Wortführer und Beschützer Israels)]], der mich von allem Unglück erlöst hat, segne die Knaben.

Und möge mein Name über ihnen genannt werden und der Name meiner Väter, Abraham und Isaak,

Und mögen sie sich zu einer Menge mehren mitten auf der Erde.“

17 Als Joseph sah, daß sein Vater seine Rechte auf Ephraims Haupt gelegt hielt, mißfiel es ihm, und er versuchte seines Vaters Hand zu ergreifen, um sie von Ephraims Haupt weg auf Manasses Haupt hinüberzulegen. 18 Folglich sagte Joseph zu seinem Vater:Nicht so, mein Vater, denn dieser ist der Erstgeborene. Leg deine Rechte auf sein Haupt.“ 19 Doch sein Vater beharrte auf seiner Weigerung und sprach: „Ich weiß es, mein Sohn, ich weiß es. Auch er wird zu einem Volk werden, und auch er wird groß werden. Aber trotzdem wird sein jüngerer Bruder größer werden als er, und seine Nachkommenschaft wird zu etwas werden, was einer Fülle von Nationen entspricht.“ 20 Und er fuhr fort, sie an jenem Tag zu segnen, indem [er] sagte:

Durch dich möge Israel fortgesetzt Segenswünsche sprechen und sagen:

,Möge Gott dich wie Ephraim und wie Manasse machen.‘ “

 

Der „Engel der mich von allem Unglück erlöst hat“ war bestimmt Michael, der ja „zu Gunsten der Söhne ... (Israels) steht“ (Da 12:1). Dass Jakob den zuletzt Geborenen Josephs besonders segnet müssen wir prophetisch im Verlauf der Geschichte Israels betrachten, dass die „geistigen Söhne“ des Christus aus den Nationen weit zahlreicher sein werden, wie die fleischlichen Kinder, die wie Manasse und Ephraim beide im gegenbildlichen „Sodom und Ägypten“ dieses Systems gross gezogen werden, bei aber weiterhin Israel, Isaak und Abraham segnen (Off 11:8).

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde" sind?
 

Dass Christen unter demselben GESETZ Israels stehen geht auch aus den folgenden Worten des Paulus im Epheserbrief deutlich hervor:

 

*** Rbi8  Epheser 2:19-22 ***

Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird.

 

Sowohl Jesus wie die Apostel unterstanden den GESETZEN Israels, die Gott durch Mose erlassen hatte! Wir können unmöglich Jesu Schritten exakt nachfolgen, ohne diese GESETZE zu kennen und zu respektieren! Der „Leib des Christus“, die Christenversammlung ist gleichzeitig ein „geistiger Tempel“ der ständig wächst, bis Jesus zurückkommt um ihn selbst zu beenden und einzuweihen und erst dann wird Gott erneut bei den Menschen weilen! (Off 21:1-5)

 

 

10.3.4        Kapitel 3:  Das „heilige Geheimnis“ den Autoritäten bekanntmachen

 

10.3.4.1       Eph 3:1-7:  Das „Heilige Geheimnis des Christus“ wurde durch Paulus erklärt

Paulus zeigt nun im folgenden Kapitel 3, dass die „Verwaltung der unverdienten Güte“, die Taufe und Unterweisung von Menschen der Nationen, den „Unbeschnittenen“, durch Jesus selbst in seine Hand gelegt worden war. Dadurch wurde er dem Petrus an die Seite gestellt, der dieselbe Aufgabe für die „Beschnittenen“ hatte (Gal 2:7, 8). Zu diesem Zweck erhielt Paulus von Jesus eine spezielle Offenbarung, wie jenes „heilige Geheimnis des Christus“ und der künftigen Verwaltung der ganzen Erde durch ihn als Apostel der Nationen den Versammlungen kundgetan werden sollte. Den Juden wurde dieses Geheimnis zuvor durch die Propheten erst angedeutet, aber noch nicht vollkommen erklärt.

 

Paulus in Gefangenschaft in Rom zitierte seine Briefe *** Rbi8  Epheser 3:1-7 ***

Deswegen ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu [[(in Rom)]], für euch, die Leute von den Nationen 2 wenn ihr wirklich von der Verwaltung der unverdienten Güte Gottes gehört habt, die mir im Hinblick auf euch gegeben worden ist, 3 daß mir durch eine Offenbarung das heilige Geheimnis bekanntgegeben wurde, so wie ich zuvor in Kürze schrieb. 4 Im Hinblick darauf könnt ihr, wenn ihr dies lest, das Verständnis erkennen, das ich von dem heiligen Geheimnis des Christus habe. 5 In anderen Generationen wurde dieses [Geheimnis] den Söhnen der Menschen nicht so bekanntgemacht, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch [den] Geist geoffenbart worden ist, 6 nämlich daß Leute von den Nationen Miterben sein sollten und Miteinverleibte sowie Mitgenossen der Verheißung mit uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus durch die gute Botschaft. 7 Ich bin ein Diener derselben geworden gemäß der freien Gabe der unverdienten Güte Gottes, die mir nach der Weise gegeben wurde, wie seine Kraft wirksam ist.

 

Paulus hatte aufgrund jener Offenbarung ein Verständnis erlangt, das weit über jenes selbst der übrigen Apostel hinausreichte und er hatte nun die Aufgabe dies so zu erklären, dass es all jenen mit Erkenntnis der Schrift vollkommen verständlich werden sollte. Wo aber Schriftkenntnis der früheren Aussagen der Propheten fehlt, da würde dies weiterhin „ein Geheimnis“ bleiben. Was Juden, die Jesus als Messias ablehnen nun weiterhin unbekannt bleibt, das sollten getreue Gläubige aus den Nationen verstehen, dass auch sie berufen sind, an der künftigen Verwaltung Anteil zu haben, indem sie die Führung der „anderen Schafe“ übernehmen, um sie zum Christus als Herrn hinzuführen: „... daß Leute von den Nationen Miterben sein sollten und Miteinverleibte sowie Mitgenossen der Verheißung mit uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus durch die gute Botschaft.“ Im Brief an die Römer zeigt Paulus den Effekt, den diese Bekehrung unter den Nationen bei den Juden auslöst:

 

*** Rbi8  Römer 10:19-21 ***

Dennoch frage ich: Hat Israel es etwa nicht erkannt? Zuerst sagt Moses: „Ich will euch zur Eifersucht reizen durch das, was keine Nation ist; ich will euch zu heftigem Zorn reizen durch eine unverständige Nation.“ 20 Jesaja aber erkühnt sich und sagt: „Ich wurde von denen gefunden, die mich nicht suchten; ich wurde denen offenbar, die nicht nach mir fragten.“ 21 In bezug auf Israel dagegen sagt er: „Den ganzen Tag habe ich meine Hände nach einem Volk ausgebreitet, das ungehorsam ist und widerspricht.“

 

Der Brief an die EpheserDie Nation Israel hörte, sah und reagierte nicht! Menschen der Nationen reagierten durch das Predigen des Paulus und seiner Mithelfer. Diese gute Botschaft spricht vom Königtum Jehovas, das mittels Jesus nun schon bald über die ganze Erde gesetzt werden wird. Diese Verkündigung musste bereits lange vor dem Ende dieses Systems über die ganze Erde verbreitet werden, damit Menschen freiwillig den Entscheid treffen sich dem Christus zu unterordnen und Gottes GESETZE in ihrem Leben anzuwenden.

 

 Der „erste“ Brief an die Epheser fehlt, von dem Paulus schreibt „... wie ich zuvor in Kürze schrieb“! Sein Inhalt ist nicht bekannt. Aufgrund der Kürze, die Paulus erwähnt scheint es eher eine Ankündigung des kommenden Schreibens gewesen zu sein, den ein Bote nach Ephesus gebracht haben wird, um die Versammlung vorzubereiten, sie in gespannte Erwartung zu versetzen. Die Vorbereitung des Briefes wird Paulus einige Zeit gekostet haben, denn die Worte sind wohlüberlegt und ausgeglichen.

 

Wenn wir bedenken, dass Jesus hingerichtet wurde, weil er erklärte, dass er „König in Israel“ sei, welchen Aufruhr würde unter den Feinden die Ankündigung einer kommenden erdenweiten Verwaltung auslösen, wenn diese Feinde des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ die Mitteilung wirklich verstanden hätten? Das Imperium Roms verteidigte die Macht die es in Händen hielt mit allen Mitteln, bis hin zu härtester Gewalt! Es ist auch hier wichtig die Begleitumstände zu erkennen unter denen Paulus schrieb: Er war zu jener Zeit unter römischer Gefangenschaft, weil er in enger Verbindung mit jenem Jesus stehend befunden wurde, den ein Statthalter Roms, Pilatus wegen Anklage des Aufruhrs gegen die Staatsgewalt zu Tode hatte bringen lassen! Das Einreihen all dieser Ereignisse im Gedächtnis aufgrund der Aussagen des Lukas in der Apostelgeschichte hilft uns diese Dinge besser in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit zu verstehen!

 

10.3.4.2       Eph 3:8-13:  Die erhabene Mitteilung an die Regierungen und Gewalten in den „himmlischen Örtern“ durch die Christenversammlung

Paulus sieht sich aufgrund der früheren Verfolgung jener die „zum Weg“ gehörten als „der geringster aller Heiligen“. Er kann die grosse Güte die Gott ihm gegenüber erwiesen hat durchaus einschätzen, dass Jesus ihn trotzdem auserwählt hatte, um jenes bisherige Geheimnis um die kommende göttliche Verwaltung zu erklären, das Gott bisher verborgen gehalten hatte.

 

*** Rbi8  Epheser 3:8-13 ***

Mir, einem Menschen, der geringer ist als der geringste aller Heiligen, ist diese unverdiente Güte verliehen worden, den Nationen die gute Botschaft über den unergründlichen Reichtum des Christus zu verkündigen 9 und die Menschen sehen zu lassen, wie das heilige Geheimnis [[(der künftigen erdenweiten Versammlung)]] verwaltet wird, das von der unabsehbaren Vergangenheit her in Gott, der alle Dinge erschaffen hat, verborgen gewesen ist. 10 [Das geschah,] damit jetzt den Regierungen und den Gewalten in den himmlischen Örtern [[(in den ersten „alten Himmeln“, den Autoritäten innerhalb der Nationen)]] die überaus mannigfaltige Weisheit Gottes durch die Versammlung bekanntgemacht werde, 11 gemäß dem ewigen Vorsatz, den er in Verbindung mit dem Christus, mit Jesus, unserem Herrn, gefaßt hat, 12 durch den wir diesen Freimut der Rede und Zutritt haben mit Zuversicht durch unseren Glauben an ihn. 13 Deshalb bitte ich euch, wegen dieser meiner Drangsale um euretwillen nicht nachzulassen, denn diese bedeuten für euch Herrlichkeit.

 

Nun aber sollte den Regierungen und Gewalten aller Schattierungen, die in den „himmlischen Örtern“ der ersten, irdischen, „alten Himmeln ihre Macht ausübten durch die Christenversammlung das bisherige Geheimnis kundgemacht werden.

 

Satans Wirken als "Gott dieses Systems"
 

Sie wurden von Gott dem Allerhöchsten her, dem Schöpfer des Himmels und der Erde dem Christus als „Herrn der Herren“ und als „König der Könige“ unterstellt! Sie sollten auf nun jenen Jesus hören und entsprechend handeln! Das hatte David bereits im Psalm 2 angekündigt!

 

"Bündnis der Eliten" *** Rbi8  Psalm 2:10-12 ***

Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht,

Und frohlockt mit Zittern.

12 Küßt den Sohn, daß ER nicht in Zorn gerät

Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg,

Denn leicht entbrennt sein Zorn.

Glücklich sind alle, die zu ihm Zuflucht nehmen.

 

Um diese Forderung zu erfüllen musste der Messias erst offenbar werden. Danach war es Aufgabe der Apostel und Jünger diese Botschaft zu verbreiten und Paulus musste nun die Details kundtun, was den Herrschern nicht unbekannt bleiben sollte, dass ihre Zeit der Herrschaft seitens Gottes beschränkt wurde!

 

Die Worte des Paulus mussten bei all denen, welche die Tiefe verstanden ein Erstaunen und ein Erschauern ausgelöst haben: „... damit jetzt den Regierungen und den Gewalten in den himmlischen Örtern die überaus mannigfaltige Weisheit Gottes durch die Versammlung bekanntgemacht werde.“ Das war eine offene Ankündigung eines kommenden Machtwechsels auf Seiten der Politik und Religion! Freimut der Rede war gefordert und nicht das, was die katholische Kirche später daraus machte, indem sie sich selbst an die Stelle des kommenden Königreiches stellte, ihre Päpste die Stelle Jesu als „falsche Christusse“ einnahmen und ihre Kardinäle und Bischöfe als „falsche Apostel“ auftraten.

 

Der Gefangene Paulus, in Ketten, weil er die gute Botschaft über Gottes Königreich verbreitete, solche Aussage machte nun den Christen in Ephesus Mut selbst nicht nachzulassen dieselbe Botschaft mit Deutlichkeit zu verkünden!

 

Heute ist erneut der Zeitpunkt diese Mitteilung der nun kurz bevorstehenden Aufrichtung der göttlichen „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten den Menschen zu überbringen! Es braucht wie damals Mut zu Gottes Königtum zu stehen, dies in einer Welt, wo sich die Macht in immer weniger Händen konzentriert und menschliches Leben offensichtlich keinen grossen Wert mehr besitzt, wenn es um die Verteidigung oder Ausweitung ihrer bestehenden Machtsphäre geht!

 

10.3.4.3       Eph 3:14-19:   Die „Breite, Länge, Höhe und Tiefe“ des „heiligen Geheimnisses“ verstehen

Paulus spricht in symbolischer Sprache von einem mehrdimensionalen Raum, wie einem Hohlkörper z.B. in Form eines Kubus. Dieser Raum wird durch die drei Dimensionen Breite, Länge und Höhe umschlossen. Paulus nennt aber eine vierte Dimension, die Tiefe, die offenbar unser Denkvermögen überschreitet! Wir haben dies in eine Grafik zusammengefasst, die uns dies vor Augen führen soll! Jede Form Erkenntnis, die uns Gottes Wort vermittelt muss korrekt in unserem Gedankengebäude eingeteilt werden! Wir selbst müssen uns dabei vielfältige Fragen stellen! Stets sollten wir im Blickwinkel behalten wie uns die Information direkt selbst betrifft, welche Rolle wir in der Erfüllung von Gottes Willen innehaben! Die Kenntnis der Zeitachse und der prophetischen Ereignisse spielen dabei eine wichtige Rolle!

 

(Vergleiche Grafik: X4.1- 1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit)

 

Der Geist Gottes spricht zu uns durch sein geschriebenes Wort! Wenn wir diese Worte hören und nach Verständnis wie nach Gold graben werden wir innerlich gestärkt. Das geschieht somit nicht auf mystisch wundersame Weise, sondern ist mit kontinuierlicher Arbeit verbunden und führt zu Weisheit, lässt den inneren Menschen unserer Denkkraft zurückgeben die uns zum Handeln anleitet und zu ewigem Leben führt (Joh 17:3). Wenn wir Gottes Vorhaben verstehen und Jesus als „Haupt“ unser Herz anleitet werden wir im geprüften Glauben „verwurzelt und fest gegründet“.

 

*** Rbi8  Epheser 3:14-19 ***

Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 dem jede Familie im Himmel und auf Erden ihren Namen verdankt, 16 damit er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gewähre, mit Kraft durch seinen Geist gestärkt zu werden an dem Menschen, der ihr innerlich seid, 17 damit der Christus durch [euren] Glauben mit Liebe in eurem Herzen wohne, damit ihr verwurzelt und fest gegründet seid, 18 um völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu begreifen, welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, 19 und die Liebe des Christus zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.

 

Die kommende „Verwaltung“ sollte Christen durch die Erklärungen des Paulus tief und anschaulich eingeprägt werden! Es gab nun einen Raum, der innerhalb des Kubus lag und einer, der ausserhalb davon steht: Jene die sich innerhalb der von Gottes Vorkehrung bewegen und die anderen, die sich draussen befinden! Gottes Gebote legen jene Grenzen fest. Wer Gottes Worte verstand hatte die zusätzliche vierte Dimension der „Tiefe“ sich zu eigen gemacht. Es gibt nur ein „drinnen“ und ein „draussen“ vom „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Es gibt tiefes Verständnis der Zusammenhänge zwischen irdischem und geistigem Bereich und „tiefe Finsternis“ des Unverständnisses. Jesus erklärt in der Offenbarung:

 

Zugrunde geht mein Volk, weil es ohne Erkenntnis Gottes ist"*** Rbi8  Offenbarung 22:13-15 ***

Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt erlangen. 15 Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

 

Gottes „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ ist nun eine zum Greifen nahe Wirklichkeit, obwohl wir sie noch nicht zu sehen vermögen! (Heb 11:1) Die Aufrichtung von Gottes Reich als Jehovas Königreichsherrschaft über die ganze Erde unter seinem Christus kann heute in seiner ganzen Tragweite verstanden werden! Die Ankündigung ist eine ebenso grosse Herausforderung, wie sie es war als Paulus den Brief an die Epheser schrieb! Die Trennlinie zwischen jenen, welche die Wahrheit über das kommende System verkünden und jenen, welche jene Wahrheit unterdrücken ist durch GESETZ Messerscharf gezogen! „Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.“ Sie alle werden mit diesem System ihr Ende finden! Dies erschreckt sie, weil sie selbst in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind!

 

So wie der Christus bereit war aus Liebe zum Vater und Liebe zu uns sein eigenes Leben hinzugeben, so sollten wir dieselbe Liebe zu Gott und zu seinem Christus und unseren Mitbrüdern hegen. Dazu müssen wir „... die Liebe des Christus ... erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.“ Die normale Erkenntnis die wir Menschen durch unser Schulungssystem entwickeln muss bei weitem überstiegen werden, weil diese göttlich organisierte Verwaltung ebenso weit über das hinausgeht, was wir heute aus Politik und Religion und auch aus der Wirtschaft kennen! Die Segnungen, die uns allen durch eine gerechte Verwaltung erwachsen, diese werden durch das Multiplizieren der Kraft, die durch die Himmel Gottes mittels der Engel auf uns einwirken werden gar vervielfacht!

 

*** Rbi8  Epheser 3:20-21 ***

Ihm nun, der gemäß seiner Kraft, die in uns wirksam ist, über alles hinaus mehr tun kann, als wir erbitten oder erdenken, 21 ihm sei die Herrlichkeit durch die Versammlung und durch Christus Jesus bis zu allen Generationen, für immer und ewig. Amen.

 

Durch all jene in der Versammlung, die an Erkenntnis wachsen soll die Ehre und Grösse Gottes verkündet werden! Nicht durch Menschengeist wurden diese Dinge kundgetan, indem philosophische Denkkraft ein künstliches Gebilde schuf, sondern durch die höchste Intelligenz im Universum wird uns aufgrund Prophetie die Zukunft in verständlicher Weise offengelegt!

 

 

10.3.5        Kapitel 4:  Unsere Berufung zum Königreich Gottes wahrnehmen

 

10.3.5.1       Eph 4:1-10:  Der Berufung gemäss unseren Wandel führen

Paulus spricht nun zu den Ephesern und zu uns selbst, indem er uns auf unsere eigene Berufung aufmerksam macht! Die kommende Verwaltung der Erde ist auf Menschen angewiesen, die bereit sind Gottes Willen zu erkennen und diesen auszuführen! Gott hat sich stets seiner Geschöpfe bedient, um sein gesetztes Ziel zu erreichen! Jesus als Erstgeburt aller Schöpfung hat als himmlisches Wesen und später als Mensch gezeigt, dass Gottes Gebote nicht zu schwer sind, dass wir sie nicht einhalten könnten!

 

Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe ...*** Rbi8  Epheser 4:1-6 ***

Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4 Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

Wenn wir gegenüber unseren Mitchristen in der Versammlung und den Menschen draussen Milde, Langmut und Liebe zeigen, so können wir auch deren Fehler leichter ertragen. Einheit im Geist kommt durch Studium dessen, was uns die Propheten und die Apostel übermittelt haben! Durch Schulung unserer Denkkraft können wir zwischen dem unterscheiden lernen, was wahr und gerecht ist von dem, was Gott verabscheut, weil es gesetzlos oder unwahr ist! Darauf beruht dauerhafter Frieden, der auf Gerechtigkeit und Wahrheit aufbaut.

 

Die Erwachsenentaufe in die eine oder andere Religion, das Wiedertaufen bei Religionswechsel zeigt deutlich, dass jene Religionslehrer ihrer Aufgabe nicht nachkommen „Schafe“ in Jesu „eine Herde“, in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ einzubringen, sondern sie in ihre eigenen, abgetrennten Schafhürden wegführen!

 

*** Rbi8  Epheser 4:7-10 ***

Jedem von uns nun ist unverdiente Güte verliehen worden, so wie der Christus die freie Gabe zugemessen hat. 8 Deshalb sagt er: „Als er auffuhr in die Höhe, führte er Gefangene hinweg; er gab Gaben [in Form von] Menschen.“ 9 Was bedeutet nun der Ausdruck „[als] er auffuhr“ anderes, als daß er auch in die unteren Regionen, das heißt zur Erde, hinabfuhr? 10 Der, welcher hinabfuhr, ist auch der, welcher hoch über alle Himmel hinauffuhr, damit er allen Dingen Fülle gebe.

 

An Pfingsten des Jahres 33 u.Z. schüttete Jesus das über die anwesenden hundertzwanzig Jünger aus, was er zuvor versprochen hatte: Den heiligen Geist des Verständnisses der Schriften, dessen, was die Propheten über den kommenden Messias und dessen „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ durch Jehova vorhergesagt hatten. Hierzu musste Jesus zuerst vom Himmel herabkommen, um als Mensch geboren zu werden und unter Menschen zu leben! Als er getötet wurde erweckte ihn der Vater unmittelbar erneut mit seinem himmlischen Leib als Engel, so wie das der Psalmist vorhergesagt hatte um ihn „über alle Macht und Herrlichkeit im Himmel und auf der Erde“ zu erhöhen (Off 5:11, 12).

 

Paulus spricht von „Regionen“ oder von Ebenen, die nicht mit unserer physischen Welt im Einklang sein müssen. „Hinauf“ zeigt nur, dass diese „Region“ der unseren überlegen ist, ohne physisch einen Ort „oben“ zu bezeichnen. Der „dritte Himmel“ Jehovas ist ein Ort, respektive ein Zustand der ausserhalb dem Bereich unseres Verständnis liegt, wo es keine Erfahrungswerte für uns gibt! Paulus zeigt im Vergleich mit dem „auffahren“ auch eine Erhöhung Jesus über jede Form von „Himmel“, was ja Autoritäten bedeutet. Christus selbst aber hat über sich selbst als „Haupt“ Jehova! Die Menschen, die Christus heute als „Gaben“ gibt sind dieselben wie damals: Propheten, Apostel, Evangelisten, Hirten, Lehrer, die uns denselben heiligen Geist vermitteln den schon jene damals empfangen haben: Das geschrieben Wort Gottes!

 

Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus
 

10.3.5.2       Eph 4:11-16:  Jeder soll zum vollen Wuchs des Christus heranwachsen

All diese „Gaben von Menschen“ in Form der Apostel, Propheten, Evangeliumsverkündiger, Hirten und Lehrer helfen uns, dass wir das korrekte Bild des Christus erlangen und selbst zur selben Statur heranwachsen. Indem ihn einigen zu Gott machen dienen sie weder ihm noch uns, sondern verhindern ein Verständnis der ihm von Gott zugeteilten Aufgabe!

 

All diese „Gaben“ geistigen Helfer dienen ein und denselben Zweck: „... im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus.“ Das Ziel ist die Einheit im Glauben zu erreichen. Das gesamte „Königreich des Sohnes“, der gesamte „Leib des Christus“ soll erbaut werden. Das ist nicht ein physisches Aufbauen einer Kirche, sondern betrifft die Stärkung jedes einzelnen geistigen Bausteins der Versammlung Gottes! Jeder hat dabei ein Dienstwerk zu Gunsten des gesamten Körpers zu verrichten. Jeder einzelne muss sich im geistigen Wuchs dem des Christus annähern!

 

 *** Rbi8  Epheser 4:11-16 ***

Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Das heranwachsen zum „vollen Wuchs des Christus“ ist offensichtlich eine fortschreitende Arbeit, die uns zu immer grösserer geistigem Bewusstsein führt, im vollen Einklang mit der Erkenntnis Gottes und dessen Plan, die der Christus als Mensch hatte und künftig haben wird!

 

Paulus spricht nun ein Problem an, das die Versammlung Ephesus besonders heimgesucht hatte: Der „Wind der Lehre der von Hymenäus ausgegangen war, das „Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum“ das zum Sektarismus führte. Diese entwickelten sich im Verlauf der Jahrhunderte bis hin zu den Grosssekten, wie jene der Katholischen Kirche und ihrer vielfältigen geistigen Töchtern, den Orthodoxen und den Protestanten. Alle folgen schlussendlich demselben Muster das am Anfang vorgezeichnet wurde: „Die Toten seien bereits auferstanden“. Damit wurde die Grundlage zur Himmelslehre und Unsterblichkeit der Seele innerhalb der abgefallenen Christenlehre gelegt (2.Ti 2:16-18).

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

Dies beendete das Wachstum des einen „Leibes des Christus“, das Paulus beschreibt. An der Stelle eines geeinten „Leibes“ entstand viele unterschiedliche Leiber, die jede ein anderes Haupt besitzt und jede einem anderen Gesetz unterstellt ist. Jene aber, die an der Lehre des Christus und der Apostel festhielten kamen dadurch von immer mehr Seiten her unter Bedrängnis. Immer weniger geistige Steine erreichten die Vollkommenheit in der Erkenntnis des Sohnes und des Vaters: Man entfernte sich vom Ziel: „... bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört.“

 

Um im kommenden Königreich Aufgaben zugeteilt zu erhalten ist genaue Erkenntnis des vollerwachsenen Mannes aber bestimmt Voraussetzung. Unmündigen im Geiste, die Jesu Stimme nicht von der falscher Hirten zu unterscheiden vermögen und daher eher erlogenen Geschichten Glauben schenken als dem überlieferten Wort der Schrift, solchen wird ebenso bestimmt das Königreich nicht übergeben werden! „Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“ (Joh 8:43-47) Auch künftig werden wir dem mündlichen oder schriftlichen Wort Gehorsam leisten müssen. Diese kommenden 144.000 „Könige der Erde“, der ersten „neuen Himmel“ werden sich gegenseitig helfen und stützen die von Gott durch Jesus und die Apostel gesetzten Ziele zu erreichen, wie dies ein geeinter Leib gemäss dem einen „Haupt“ tut!

 

10.3.5.3       Eph 4:17-24:   Die Nutzlosigkeit des Wandels der Nationen

Diesem geeinten Leib des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ stehen in der Endzeit zwei Gebilde entgegen: Einerseits die Vereinigung aller Nationen hin zum „siebenköpfigen wilden Tier“, der UNO, andererseits die später ebenso vereinten Religionen, das „Bild des wilden Tieres“, das „World Council of Religious Leaders“. In beiden Fällen sind es die „Häupter“ vieler getrennter „Leiber“, die eine Einheit unter einer Leitung suchen ohne Gottes Rat zu berücksichtigen. Vom Standpunkt Gottes und dessen Plan her gesehen, zu dem von Ihm bestimmten Zeitpunkt, um sein lange Zeit angekündigtes „Königreich der (neuen) Himmel“ auf der ganzen Erde aufzurichten, sind diese Anstrengungen nutzlos. Sie bedeuten geistige Finsternis, „Nutzlosigkeit ihres Sinnes“ da weder jene Religionen, noch jene Nationen Sein GESETZ wirklich angenommen haben und auch den Christus nicht als ihren „König der Könige“ anerkennen!

 

Die Propheten Gottes: Die Mahner gegen die Priester*** Rbi8  Epheser 4:17-19 ***

Daher sage ich dies und lege Zeugnis dafür ab im Herrn, daß ihr nicht mehr so weiterwandelt, wie auch die Nationen wandeln in der Nutzlosigkeit ihres Sinnes, 18 während sie wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Gefühllosigkeit ihres Herzens in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet sind. 19 Da sie jedes sittliche Gefühl verloren haben, haben sie sich einem zügellosen Wandel hingegeben, um mit Gier jede Art Unreinheit zu verüben.

 

Das Leben gehört Gott als dem Schöpfer! Ihm allein sollen wir heiligen Dienst darbringen und Ihm allein gebührt Anbetung! Indem die Nationen Gottes GESETZ verworfen und die Priester der Religionen die Anbetung verschiedenster Götter gefördert haben, wie u.a. den „dreieinigen Gott“ wurde das Gefühl verloren, was von Gott als sittlich erklärt worden ist. „Damit man erkenne, daß du, dessen Name Jehova ist, Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde.“ (Ps 83:18)

 

Was noch vor wenigen Jahrzehnten scheu und verdeckt ausgeführt wurde ist heute zügellos und offen allgemein verbreitet! Was Gott als Unrein erklärt, früher nur im versteckten geschah, das hat heute im Alltagsleben seinen festen Platz gefunden! Das kann nicht ohne Antwort des „Richters der ganzen Erde“ bleiben! Diese künstlichen von Menschen hergestellten Gebilde wie Nationalstaaten und Religionen verlangen unsere Unterwerfung unter ihr Lügengebilde und ihre Form der Gesetzlosigkeit.

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:14-15 ***

Und es [[(das siebenköpfige wilde Tier, das aus dem Meer kam (UNO))]] führt die irre, die auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die ihm vor dem [[(zweihörnigen)]] wilden Tier zu tun gewährt wurde, während es die, die auf der Erde wohnen, beredet, dem [[(siebenköpfigen)]] wilden Tier, das den Schwertstreich [empfangen] hatte [[(der siebte, der letzte herrschende Kopf (Anglo-Amerika))]] und dennoch wieder lebte, ein Bild [[(Abbild, Ebenbild, Gleichnis)]] zu machen. 15 Und es wurde ihm gewährt, dem Bild des wilden Tieres Odem zu geben [[(dem vor der UNO 2000 gebildeten religiösen Bildnis der UNO, das „WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS“)]], damit das Bild des wilden Tieres sowohl rede als auch veranlasse, daß alle, die das Bild des wilden Tieres nicht auf irgendeine Weise anbeteten, getötet würden.

 

Die Krise von Wahrheit und IrrtumGottes erstes Gebot wird gebrochen, das verlangt, dass keine anderen Götter wider ihn geduldet würden! Jedes der Köpfe der wilden „Tiere“ bildet einen „Gott“ für sich, der Anbetung und Unterwerfung fordert und sich gegen Jehova als Herrscher der Erde stellt, seinen Christus als „König der Könige“ zurückweist! Ebenso die Religionsführer die sich wie Götter über Jehovas GESETZ erheben und Jesus als Hohepriester durch ihr Tun verneinen. Trotz vielfältiger Plagen der „sieben Schalen mit dem Zorn Gottes“, die Jehova gegen die Erde hin ausschüttet gibt es keine Umkehr und Reue der Menschen, auch nicht der Christenheit noch der Juden. Sie verharren im Trotz! Durch Jesaja sagt Jehova was er in Harmagedon erneut tun wird:

 

*** Rbi8  Jesaja 9:13-17 ***

Und das Volk selbst ist nicht zu dem zurückgekehrt, der es schlug, und Jehova der Heerscharen haben sie nicht gesucht. 14 Und Jehova wird von Israel Kopf und Schwanz abhauen, Schößling und Binse an einem Tag. 15 Der Betagte und Hochgeachtete ist der Kopf, und der Prophet, der falsche Unterweisung erteilt, ist der Schwanz. 16 Und die dieses Volk leiten, erweisen sich als die, die [es] irreführen; und die von ihnen Geleiteten [als] die, die verwirrt sind. 17 Darum wird Jehova sich nicht einmal über ihre jungen Männer freuen, und ihrer vaterlosen Knaben und ihrer Witwen wird er sich nicht erbarmen; denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.

 

Kopf und Schwanz“, „Schössling und Binse“ sind gleich verdorben im Abfall von Gottes gerechten Geboten! „Und die dieses Volk leiten, erweisen sich als die, die [es] irreführen; und die von ihnen Geleiteten [als] die, die verwirrt sind.“ Gott macht jede Form menschlicher Autorität für den Abfall verantwortlich! Er wird sie allesamt an einem Tag der Urteilsvollstreckung entfernen! Sie sind nie aus ihrer geistigen Unmündigkeit, aus Irrtum und offener religiösen Lüge aufgewacht „... denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand.

 

Dem setzt Paulus den Christus und sein Handeln und Lehren gegenüber! Kein unlauteres Wort kam aus seinem Mund und keine Unwahrheit konnte an ihm gefunden werden!

 

*** Rbi8  Epheser 4:20-24 ***

Ihr aber habt den Christus nicht so kennengelernt, 21 sofern ihr ihn überhaupt gehört habt und durch ihn belehrt worden seid, so wie [die] Wahrheit in Jesus ist, 22 daß ihr die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Wandel entspricht und die gemäß ihren trügerischen Begierden verdorben wird; 23 daß ihr aber erneuert werden sollt in der Kraft, die euren Sinn antreibt, 24 und die neue Persönlichkeit anziehen sollt, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.

 

Paulus fordert uns, die wir zu Vernünftigkeit und Verständnis des „heiligen Geheimnisses“ der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ gelangt sind, auf, alle verdorbenen Eigenschaften dieses Systems von uns abzulegen und des Christus würdig zu erweisen!  Wir sollen sie „... die neue Persönlichkeit anziehen ..., die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.“ Ohne genaue Erkenntnis von Gottes Gerechtigkeit gemäss Seinem GESETZ, das uns die Limiten unseres eingeengten Weges aufzeigt ist dies nicht möglich! Hierzu ist Loyalität zu Gott, zu seinem Christus und zum „Leib des Christus“ notwendig.

 

10.3.5.4       Eph 4:25-32:  Die Wahrheit reden und von Ungerechtigkeit lassen

Um diese „neue Persönlichkeit“ anzuziehen ist erforderlich, wie dies Paulus deutlich zeigt, dass hierzu vorab jede Form religiöser Unwahrheit und Lüge von uns abgestreift werden soll. Das bedingt genaue Erkenntnis der Wahrheit, der Zusammenhänge, sich selbst ein „Gesamtbild“ der biblischen Lehren aufzubauen, das fest auf dem Fundament der Lehren Gottes steht! Alles was von jener genauen Erkenntnis der Wahrheit auch nur in scheinbar kleinen Details abweicht muss zurückgewiesen werden! Irrtum führt niemals ans Ziel, das Gott uns setzt! Jeder muss mit seinem Nächsten die Wahrheit reden und darf nicht in religiösen Floskeln hängen bleiben!

 

Betrübt nicht den heiligen Geist ...*** Rbi8  Epheser 4:25-30 ***

Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören. 26 Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum. 28 Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste, damit er etwas habe, um einem Bedürftigen davon abzugeben. 29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei. 30 Auch betrübt nicht Gottes heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid für einen Tag der Befreiung durch Lösegeld.

 

Christen sind friedfertig, den Zorn wissen sie zu beherrschen und können Fehler der anderen vergeben, über die Kleinigkeiten und falschen Handlungen der Brüder hinwegsehen. Sie lernen dem Frieden nachzurennen statt nachtragend zu sein. Bei ihnen darf der Tag nicht zur Neige gehen ohne, dass der Friede wiederum hergestellt ist. Während der Nacht werden unerledigte Streitereien sich eher vertiefen als lösen und Gedanken des Hasses können sich einnisten: „… gebt dem Teufel nicht Raum“.

 

Paulus spricht auch vom Stehlen. Das sich etwas anzueignen, was einem nicht wirklich gehört hat vielerlei Formen. Es zeigt fehlenden Respekt vor dem Eigentum des Nächsten. Das beginnt bei Kindern, die sich bei den Eltern etwas aus dem Portefeuille stibitzen, dem Mann, der das Gut, das der Ehefrau gehört leichtfertig aufs Spiel setzt oder der Frau, die für ihre persönlichen Bedürfnisse das eheliche Einkommen leichtfertig verprasst. Es gibt viele Aspekte unredlich mit dem Gut umzugehen, das uns nicht gehört! Judas trug die Einnahmen weg, die Jesus und den Aposteln zum Lebensunterhalt zustanden. (Joh 12:6)

 

All diese Worte des Paulus an die Epheser richten sich genauso an jeden von uns! Wir sollten uns positive Ziele setzen und den Fortschritt beobachten, wo wir erkennen, dass Dinge im argen liegen. Familien- und Versammlungsvorsteher haben dahingehende Pflichten, wie dies Paulus hier anhand des Briefes zeigt, all jene Dinge aufzuzeigen die im Argen liegen und den Weg zur Korrektur einzuschlagen! Uns selbst etwas selbstkritisch zu betrachten hilft uns an Heiligkeit zu wachsen!

 

*** Rbi8  Epheser 4:31-32 ***

Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden. 32 Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat.

 

Paulus legt grossen Wert auf das Vergeben! Wer nachtragend ist der häuft immer mehr negative Gedanken auf und hat immer grössere Probleme mit seinem Nächsten. Das führt zu Verleumdungen und zu Heuchelei, zu Handlungen die dem anderen zu schaden suchen. Das spaltet die Glieder voneinander, die Christus in Einheit zum einen „Leib“ zusammenführt. So wie Jehova gütig mit uns ist und immer wieder Fehler vergibt, so sollten auch wir diese Eigenschaft in immer höherem Mass entwickeln. Mit dem anderen Erbarmen haben, seine Schwächen sehen und ertragen, ihm helfen sie selbst zu erkennen und kleine Fortschritte beloben. All dies trägt zum Frieden bei. Christus gelang es seine Apostel immer wieder neu zu motivieren und als Gruppe geeint zu halten. Das soll auch das Ziel des Familienhauptes und der Versammlungsvorsteher sein. Beide sollen den Schwachen beistehen und sie stärken.

 

 

10.3.6        Kapitel 5:  Jesus als vollkommenes Vorbild im Kampf gegen die „Söhne des Ungehorsams

 

10.3.6.1       Eph 5:1-5:   Jede Form Unreinheit und Götzendienst zurückweisen

Paulus will die Liebe innerhalb der Versammlung und innerhalb der Familie stärken. Das sind die bleibenden Grundlagen die später ebenso im „Königreich des Vaters“ von herausragender Bedeutung sind. Jesus hatte gewarnt, dass er am Ende dieses Systems seine Engel aussenden würde, um jene herauszulesen, die „zum Straucheln [[(innerhalb göttlicher Gebote)]] Anlass bilden“! Das bedeutet, dass nicht korrigierte eingefleischte Fehlhandlungen und jene, die ihre Fehler verteidigen und daran festhalten schlussendlich den Preis bezahlen müssen! Jeder hat die Pflicht an sich selbst zu arbeiten und zum Gedeihen der Gruppe aktiv beizutragen. Christsein gibt keinen Freischein um Egoismus zu pflegen!

 

Wir sollen die Liebe, welche doch die Erfüllung aller GESETZE beinhaltet in den Vordergrund stellen! Gott selbst gibt uns das grösste Beispiel, indem er unsere Fehler verzogen hat und uns jeden Tag auf vielfältige Weise das Gute wirkt. Paulus fordert uns auf: „... wandelt weiterhin in [der] Liebe“ und wie er an anderer Stelle ergänzt: „Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu“ (Rö 13:10):

 

*** Rbi8  Epheser 5:1-2 ***

Darum werdet Nachahmer Gottes als geliebte Kinder, 2 und wandelt weiterhin in [der] Liebe, so wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst als eine Opfergabe und ein Schlachtopfer für Gott zu einem lieblichen Wohlgeruch für euch dahingegeben hat.

 

Das grösste Beispiel wie wir uns für andere aufopfern sollten gibt Jesus selbst, obwohl jene Mitmenschen ebenso wie wir selbst Fehler haben. Er gab sein eigenes Leben für die Apostel, für seine Jünger, für uns dahin, damit unsere eigenen Fehler vor Gott ausgelöscht werden könnten.

 

Nun erwähnt Paulus drei herausragende schlechte Eigenschaften die es zu meiden gilt: Die Hurerei, Unreinheit und die Habgier! Diese sind Vergehen die Gott verabscheut! Kein Hurer und kein Habgieriger werden Gottes Königreich erreichen! Was Gott als Unrein erklärt hat kann kein Mensch als rein erklären! Jeder muss sich darum bemühen die Heiligkeit, die er bei der Taufe erreichte zu bewahren! (1.Kor 6:9, 10)

 

"Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier" ist mit "Babylon der Grossen" verbunden *** Rbi8  Epheser 5:3-5 ***

Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier sollen unter euch nicht einmal erwähnt werden, so wie es sich für Heilige geziemt, 4 auch kein schändliches Benehmen noch törichtes Reden, noch unzüchtige Späße, Dinge, die sich nicht schicken, sondern vielmehr Danksagung. 5 Denn das wißt ihr, indem ihr es selbst erkennt, daß kein Hurer oder Unreiner oder Habgieriger — das heißt ein Götzendiener — irgendein Erbe im Königreich des Christus und Gottes hat.

 

Paulus zählt Hurerei, Unreinheit und Habsucht unter Götzendienst! Kein Götzendiener wird Gottes Königreich erreichen!

 

Paulus zeigt, dass ungebührliches Verhalten in unserem Verstand beginnt und mit Worten und Taten zum Ausdruck kommen. Paulus verneint es nicht, dass Christen lustig sein sollen oder gar einen Spass machen und Humor zeigen. Er verneint aber alles, was die Grenzen des Sittlichen überschreitet, was unzüchtig ist und dadurch das in Frage stellt, was Gott als rein bezeichnet und das als humorvoll und belustigend darstellt, was in Gottes Augen unrein und verabscheuungswürdig ist!

 

Der Jünger Jakobus nimmt dasselbe Thema auf und zeigt, wenn wir unsere Zunge nicht beherrschen unsere gesamte Anbetung nichtig wird. Damit können wir uns von Gott trennen. Vorsteher müssen in solchen Fällen einschreiten, wo ein Versammlungsglied seine Zunge nicht zügelt, weil das Wohl der Familie und das Wohl der ganzen Versammlung in Gefahr kommen kann!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:26 ***

Wenn es jemandem scheint, daß er die äußere Form der Anbetung beachtet, und er dennoch seine Zunge nicht zügelt, sondern sein Herz weiterhin betrügt, dessen Form der Anbetung ist nichtig.

 

Wenn unsere Anbetung zunichtewird, so bedeutet dies, dass Gott gar nicht weiter auf unsere Gebete hört! Ein solches Familien- und Versammlungsglied wird zu einem geistig abgestorbenen Fremdkörper, etwas was „Gangrän“ verursacht. Die geistig Befähigten müssen zu helfen suchen und solche, die keine Einsicht bekunden müssen isoliert und gar aus der Versammlung entfernt werden!

 

Anleitung zum Aufbau und zur Hilfestellung in der Christenversammlung

 

Das Thema hat Paulus im 1.Korintherbrief in die Tiefe beschrieben!

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:11-13 ***

Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen. 12 Denn was habe ich damit zu tun, die, die draußen sind, zu richten? Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.“

 

Wer keine Einsicht zeigen will, nach mehrmaligem Ermahnen, der muss die harten Konsequenzen zu spüren bekommen die es bedeutet Gottes Ratschlag zurückzuweisen und an einem verderblichen Lauf festzuhalten! Die Versammlung muss von Anklage frei gehalten werden und ist kein Tummelplatz für Menschen sein, die sich nicht korrigieren wollen! Solchen fehlt es in Wirklichkeit an Liebe und an Selbstbeherrschung!

 

10.3.6.2       Eph 5:6-14:   Unseren Wandel in Weisheit führen

Die Weisheit, die von Gott her kommt hat eine einzige Grundlage, Gottes Gebote! Keines der Gebote die Jesus aufgab widerspricht irgend einer göttlichen Norm! Wer behauptet, Christen würden nicht unter dem GESETZ Gottes stehen betrügt sich selbst und andere mit leeren Worten! Wer Gottes Gebote willentlich übertritt muss die Konsequenzen tragen. Gottes Zorn kommt nicht umsonst, sondern wird mit der gottentfremdeten, heuchlerischen Christenheit ebenso verfahren, wie er mit der abtrünnigen Nation Israel und Juda verfahren hatte! Petrus sagte deutlich, dass „das Gericht beim Hause Gottes anfängt“! (1.Pe 4:17) Das bedeutet, dass es mit der Urteilsvollstreckung an allen Gottlosen endet am Tag Harmagedons! Paulus weisst immer wieder deutlich auf diese Zusammenhänge hin!

 

*** Rbi8  Epheser 5:6-20 ***

Laßt euch von niemandem mit leeren Worten betrügen, denn wegen der vorhin erwähnten Dinge kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. 7 Werdet daher nicht ihre Mitgenossen; 8 denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in Verbindung mit [dem] Herrn. Fahrt fort, als Kinder des Lichts [[(der wahren Erkenntnis von Gottergebenheit)]] zu wandeln, 9 denn die Frucht des Lichts besteht aus jeder Art von Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Vergewissert euch fortwährend dessen, was für den Herrn annehmbar ist, 11 und habt nicht mehr mit [ihnen] teil an den unfruchtbaren Werken, die zur Finsternis gehören, sondern rügt [sie] vielmehr, 12 denn was von ihnen im verborgenen geschieht, ist schändlich auch [nur] zu sagen. 13 Nun werden alle Dinge, die gerügt werden, durch das Licht offenbar gemacht, denn alles, was offenbar gemacht wird, ist Licht. 14 Daher sagt er: „Erwache, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und der Christus wird dir leuchten.“

 

Wer Hurer, Unreine, Diebe, Habgierige, Verleumder, Schmäher, Trunkenbolde oder Drogensüchtige, Erpresser und Götzendiener duldet oder schützt macht sich mit diesen selbst schuldig: „... habt nicht mehr mit [ihnen] teil an den unfruchtbaren Werken, die zur Finsternis gehören, sondern rügt [sie] vielmehr.“ Es sind „Werke der Finsternis“, die ans „Licht“ der Erkenntnis ihrer Schädlichkeit gebracht werden müssen! Solche Werke bedeuten Tod und die sie verüben „schlafen im Tode“, weil sie von Gott und von Christus getrennt sind: „Erwache, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und der Christus wird dir leuchten.“

 

Unter den Begriff „Götzendiener“ zählt in Wirklichkeit jeder, der Gottes Rat missachtet und den eigenen oder den Ratschlag irgendjemandes, den der nächsten Freunde und Familie, den einer Autorität oder Organisation dieses Systems höher einschätzt als den aus Gottes Wort! In Wirklichkeit stellt er damit jenes Objekt auf den Platz Nummer eins und gehorcht ihm, zeigt diesem mehr Respekt als Gott und betet es dadurch in Wirklichkeit an! Paulus warnt, dass wir uns nicht irreführen lassen sollen von religiösen Sprüchen. All jene die „Herr, Herr“ sagen aber Gottes Willen missachten erkennt selbst Jesus nicht an!

 

Die Bibel sagt nicht: "Weicht von mir ihr Gesetzlichen" ... sie sagt "weicht von mir, ihr Gesetzlosen"*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Gottes GESETZ zu missachten und andere zu belehren, dass diese GESETZE nicht gültig wären bedeutet ein „Täter der Gesetzlosigkeit“ zu sein! Eine süsse Illusion, der viele Menschen wegen der Verführungskünste der Religionen Glauben schenken! Wahre Weisheit dagegen ist auf dem Fundament der göttlichen GESETZE und dem Erfüllen von Jehovas Willen aufgebaut!

 

*** Rbi8  Epheser 5:15-20 ***

So wacht denn streng darüber, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 indem ihr die gelegene Zeit für euch auskauft, weil die Tage böse sind. 17 Deshalb hört auf, unvernünftig zu werden, sondern nehmt weiterhin wahr, was der Wille Jehovas ist. 18 Auch berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet fortwährend mit Geist erfüllt, 19 und redet zueinander mit Psalmen und Lobpreisungen Gottes und geist[erfüllten] Liedern, und singt und spielt dabei Jehova in eurem Herzen, 20 indem ihr allezeit unserem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesus Christus für alle Dinge Dank sagt.

 

Die „gelegene Zeit“, um das zu tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist wird nie aufhören. Die Zeit dieses Systems aber ist verkürzt und unserem heutigen Leben sind Grenzen gesetzt! Wer auf Morgen verschiebt das Gute zu tun, das er heute tun könnte, der erkennt nicht die Vergänglichkeit unseres Lebens!

 

Statt uns mit Wein und anderen berauschendem Getränk zu berauschen wäre es klug sich durch Selbststudium und durch geistreiche Gespräche mit Gottes Willen vertraut zu machen! Wir werden dadurch mit gutem Mut und Zuversicht, mit Vertrauen in unseren Gott der retten wird erfüllt und möchten ihm dadurch Dank und Lobpreis spenden!

 

10.3.6.3       Eph 5:21-33:   Jesus als Vorbild der Liebe und des Gehorsams in der Familie und Versammlung

Ebenso wie wir Gottesfurcht entwickelt haben, so sollten wir eine scheue und ehrfurchtsvolle Erwartung vor Jesus haben. Jesus selbst wird jede unserer Taten im Namen des Vaters richten müssen. Sentimentale Gefühle, dass Jesus uns vor berechtigter Strafe bewahren wird führen uns nur in die Irre und wir versuchen dadurch Schuld von uns zu weisen, anstatt Einsicht zu zeigen und Disziplin anzunehmen!

 

Die Furcht Jehovas ist der Anfang Erkenntnis*** Rbi8  Sprüche 1:7 ***

Die Furcht Jehovas ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht sind das, was nur Toren verachtet haben.

 

Paulus weisst in seinem Brief an Epheser auf die Wichtigkeit hin uns nicht höher zu sehen wie notwendig: „Seid einander untertan in der Furcht Christi“,  um uns dem jeweiligen „Haupt“ zu unterordnen, das Jehova uns setzt! Im Gegensatz zum Götzendienst, wo wir uns einem von Gott nicht autorisierten „Haupt“ freiwillig oder unter Druck unterordnen, das offensichtlich Gottes Willen missachtet, bedeutet diese unsere Unterordnung die göttliche Hierarchie der Autorität anzuerkennen!

 

Jehova Gott wünscht eine freiwillige Unterordnung, die nicht auf Zwang, sondern auf Vernunft beruht: „Seid einander untertan in der Furcht Christi.“ Christus selbst zeigte die Gottesfurcht, indem er sich Gott in allen unterordnete. Paulus empfiehlt dasselbe den Ehefrauen, die sich „in allem“ ihren Männern unterordnen sollten. „In der Tat, wie die Versammlung dem Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allem. Männer ihrerseits sollten die Versammlung wie eine grosse Familie betrachten mit dem einen „Haupt“, das Christus ist! Erst wenn jeder sich dem „Haupt“ innerhalb gottgemässer Hierarchie unterordnet kommt Ordnung und Frieden. Wo jeder zum Wohl des anderen beiträgt mit dem Gedanken dem andern bereitwillig zu dienen muss Erfolg kommen. Wo Frieden herrscht und Disziplin kommt Wohlstand und Überfluss!

 

*** Rbi8  Epheser 5:21-27 ***

Seid einander untertan in der Furcht Christi. 22 Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, 23 denn ein Mann ist [das] Haupt seiner Frau, wie der Christus auch [das] Haupt der Versammlung ist, er, [der] Retter [dieses] Leibes. 24 In der Tat, wie die Versammlung dem Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allem. 25 [Ihr] Männer, liebt eure Frauen weiterhin, so wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich für sie dahingegeben hat, 26 damit er sie heilige, indem er sie mit dem Wasserbad durch das Wort reinige, 27 so daß er die Versammlung sich selbst in ihrer Pracht darstelle, ohne daß sie einen Flecken oder eine Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und ohne Makel sei.

 

Die Liebe muss das tragende Element sein, wobei das griechische Wort agape und seine tiefere Bedeutung den Ton angeben! Eine Liebe, die bereit ist sich aufzuopfern und um des Wohles der anderen Willen freiwillig auf Dinge verzichtet und Mühen und selbst Leid auf sich nimmt! Jesus gab auch hierin das vollkommene Beispiel! Seine Hingabe des Lebens in den Tod ermöglichte erst Zugang zum ewigen Leben für seine geistige Familie, „... indem er sie mit dem Wasserbad durch das Wort reinige.“ Die Taufe und die volle Annahme dessen, was Jesus gelehrt hat sichert unseren Eingang in Gottes Königreich!

 

Die Frauenbefreiung: Sache Gottes oder des Teufels?Wenn eine Frau ihren Mann als „Haupt der Familie“ zurückweist, obwohl jener Gottes Gebot ernst nimmt und anwendet, so wird sie auch den Worten der Apostel und jenen Jesu kein Gehör schenken! Wenn ein Familienhaupt die Ratschläge der Vorsteher als „obrigkeitlicher Gewalt“ missachtet, die im Einklang mit biblischem Rat erteilt werden, so achtet er auch nicht auf Jesu Worte und zeigt somit auch keine Gottesfurcht! Missachtung des „Hauptes“ bildet die beste Grundlage, wie sich das Übel in der Familie und in der Versammlung ausbreiten wird und Gesetzlosigkeit und Abfall zu regieren beginnen! Sich aber Gott zu unterordnen bringt Frieden und Eintracht und den Segen Gottes!

 

Wenn der Mann die berechtigten Bedürfnisse seiner Frau achtet und sie „liebt wie sein eigenes Fleisch“, so wird es einer Frau leicht fallen ihm Anerkennung zu zollen. Aber selbst da, wo ein Mann seiner Pflicht nicht in dem Ausmass nachkommt wie dies notwendig erscheinen mag wird eine Frau ihren Mann durch ihren tiefen Respekt ihm gegenüber zu gewinnen wissen! „Nichtsdestoweniger liebe auch jeder einzelne von euch seine Frau so wie sich selbst; andererseits sollte die Frau tiefen Respekt vor ihrem Mann haben.“ Das mag heute, in einer Zeit der hoch gepriesenen Gleichberechtigung der Geschlechter und der Feministinnen fast schon wie ein Spott auf unseren Zeitgeist tönen. Wer aufmerksam die Resultate der so genannten Frauenbefreiung näher betrachtet erkennt schon bald, dass es der Verlust wahrer Freiheit bedeutet! Gottes Gebote zu verlassen hat Versklavung in diesem System zur Folge!

 

Wo Männer und Frauen auf die Worte Jesu und des Paulus achten und sie anwenden kommt Frieden in die Familie und in die Versammlung, „so daß er [[(Jesus)]] die Versammlung [[(die sein Leib ist)]] sich selbst in ihrer Pracht darstelle, ohne daß sie einen Flecken oder eine Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und ohne Makel sei.“ Jesus muss jede einzelne Versammlung untersuchen und die Vorsteher beloben und Fehler berichtigen! Das Wort das er geredet hat ist dabei der Massstab! Davon abzuweichen bringt neue Versklavung. „Wenn ihr in meinem [[(Jesu)]] Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh 8:31, 32)

 

Die Menschen rasen im Eiltempo in ihre Versklavung!*** Rbi8  Johannes 12:47-50 ***

Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. 48 Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Bedenken wir dabei aber, dass die Worte des Paulus Jesu Gebot entspricht und unsere Missachtung Jesu gegenüber Missachtung gegenüber Gott bedeutet! Dies betrifft genauso Männer, die dem Machismus frönen, ebenso wie Frauen, die Feministinnen sein wollen! Die Worte des Paulus zu verstehen, sie zu respektieren und anzuwenden bedeutet Frieden in der Familie und dies bringt Frieden in die Versammlung! Es gibt für Christen keine andere Lehre und es braucht Mut, sich gegen den verheerenden heutigen Zeitgeist zu wenden der das ganze Fundament zu zerstören versucht! Die „neue Weltordnung“ bedeutet Chaos und Versklavung unter eine kleine Elite, die der „Insider“.

 

*** Rbi8  Epheser 5:28-33 ***

Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst, 29 denn kein Mensch hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es wie auch der Christus die Versammlung, 30 denn wir sind Glieder seines Leibes. 31 Darum wird ein Mann [seinen] Vater und [seine] Mutter verlassen, und er wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden ein Fleisch werden.“ 32 Dieses heilige Geheimnis ist groß. Ich rede nun im Hinblick auf Christus und die Versammlung. 33 Nichtsdestoweniger liebe auch jeder einzelne von euch seine Frau so wie sich selbst; andererseits sollte die Frau tiefen Respekt vor ihrem Mann haben.

 

Paulus spricht von zwei eheähnlichen Verpflichtungen die er miteinander verbindet: Das Verhältnis des Christus mit seiner Versammlung hatte, die ja aus seinen zwölf Aposteln, seiner „kleinen Herde“, seiner „Braut des Lammes“ und deren „Söhne und Töchter“ besteht. Er hegte und pflegte sie, er schulte sie und gab ihnen alles für ihre physischen Bedürfnisse! Dazu musste Jesus die Bindung an seine Familie, an Joseph, seinen Ziehvater und seine Mutter Maria und seine Brüder zurücksetzen. Er selbst suchte sich die Apostel aus und erwählte sie sich aus der Gruppe die bereits Johannes dem Täufer folgten. Sie waren somit für den Messias vorbereitet!

 

Dasselbe geschieht am Gerichtstag, wo Jesus aus allen Versammlungen (Synagogen) die durch das Predigen vorab der Propheten Gottes, dann der Apostel und deren Jünger entstanden, daraus die künftigen Priesterkönige aus allen Generationen der Menschen erwählen wird. Sie, die 144.000 künftigen Priesterkönige gemeinsam mit den Aposteln und Jesus als „Haupt“ werden von Jehova als „Verlobte“, als Sein „Israel Gottes“ anerkannt, mit denen Gott sich erneut verbinden wird. „Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.“ (Hos 2:19, 20) Wir müssen somit den Sinn des Begriffs „Frau“ als „Gehilfin“ des Mannes und „ein Fleisch“, den Sinn von „Familie“ auf der „neuen Erde“ und in den „neuen Himmeln“ verstehen, die alle den Namen von Gott her erhalten, indem deren auserwählte Vorsteher den „neuen Namen“ erhalten! „Wer siegt — ihn will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird auf keinen Fall mehr [aus ihm] hinausgehen, und ich will den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommt, und diesen meinen neuen Namen auf ihn schreiben. Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist [[(das Geistwesen, „der Engel Jehovas“, Michael als Erzengel)]] den Versammlungen sagt.“ (Off 3:12, 13)

 

*** Rbi8  Epheser 3:14-15 ***

Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 dem jede Familie im Himmel und auf Erden ihren Namen verdankt,

 

Der Engel zeigt Johannes das "neue Jerusalem" So wissen wir, dass die „zwölf Tore“ des neuen Jerusalem die zwölf Namen der zwölf Stammväter Israels tragen. Die zwölf Grundsteine oder Türme in denen die Tore sich befinden tragen die Namen der zwölf Apostel als Richter der je 12.000 Vorsteher Israels.

 

Christus hat die Versammlung, seine zwölf Apostel ernährt! Sie hatten weder Hunger, noch Durst, noch Mangel an Kleidern noch an einem fehlenden Dach zu leiden, wo immer sie hinkamen! Sie mussten aber auch lernen mit Unterkunft und Unterhalt zufrieden zu sein und nicht habgierig immer mehr zu erwarten. Jesus gab vorab den Aposteln und dann den siebzig den Rat:

 

*** Rbi8  Lukas 10:2-7 ***

Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. 5 Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.

 

Der Friede den der Jünger mit sich bringt verweilt auf jenem Haus, wo er aufgenommen wird! Jene Familie würde geistig ernährt und als Gegenleistung für die physischen Bedürfnisse des Ausgesandten sorgen. So würden feste christliche Zellen innerhalb jenes Ortes entstehen, wo jemand mit der guten Botschaft aufgenommen wurde. Aus jener Familienzelle würde bald schon durch Freunde und Nachbarn eine Gruppe entstehen und daraus neue Hausversammlungen! Jesus zeigte damit das natürliche Wachstum von Jüngern hin zu Familien, zu Kongregationen, zu Gemeinden hin zu ganzen Nationen, wo deren Führer auf seine Worte reagieren! Frieden und Sicherheit wären die Folge! Zufrieden zu sein mit dem was vorhanden war, so lautet das Grundkonzept für Jünger Jesu.

 

Jesus bleibt das Haupt der Versammlung, auch der ApostelHabgier aber war das Kennzeichen des Judas! Wir können es in allen hierarchischen Systemen dieser Welt Satans feststellen. Davor müssen sich Männer und Frauen hüten. Eine gesunde Vorhersicht für die schlechten Tage zeigte Joseph unter Gottes Führung bereits in Ägypten! Joseph schattete Jesus vor, der für seine eigene Versammlung bis zum Tode sorgte und von dem was vorhanden war auch andere teilhaben liess! Er zeigte dadurch, dass er als „Haupt“ für seinen Leib sowohl physisch wie geistig sorgte! Die Vorsteher und Ältesten der Versammlungen Jerusalems zeigten am so genannten Apostelkonzil den Geist des Christus: Eigene Fehler einsehend und zu Korrekturen bereit das Wohl der Versammlungen des Paulus dadurch wiederherstellend!

 

Wie viel mehr wird Jesus für die Bedürfnisse der Versammlung sorgen, die sich ihm unterordnet haben, da er doch nun „über jede Autorität im Himmel und auf der Erde“ erhöht ist! Dies war in früheren Generationen ein „heiliges Geheimnis“ wer dieser Messias sein würde, der solchen Segen bringen würde! Das Geheimnis wurde gelüftet, als Johannes der Täufer den Messias taufte und eine „Taube“ herabschwebte und heiliger Geist auf ihn kam und eine Stimme aus dem Himmel bestätigte:

 

*** Rbi8  Lukas 3:21-22 ***

Als nun alles Volk getauft wurde, wurde auch Jesus getauft, und als er betete, wurde der Himmel geöffnet, 22 und der heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme kam aus dem Himmel: „Du bist mein Sohn, der geliebte; an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“

 

Zur Vollendung des „heiligen Geheimnisses“ fehlt nun noch die Erhöhung der Apostel auf ihre zwölf Throne und die Einsetzung der 144.000 Priesterkönige. Dieser Teil des Geheimnisses wird an jenem Tag gelüftet, wo jene an Jesu Seite auf dem Berg Zion in Priesterwürde und Königreichsmacht sichtbar werden! Der Zeitpunkt ist aufgrund der vorhergesagten „Zeiten und Zeitabschnitte“ während der Endzeit exakt einzuordnen [Bb1] (Off 14:1-4).

 

*** Rbi8  Offenbarung 10:6-7 ***

Es wird keine Verzögerung mehr geben, 7 sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er daran ist, seine Trompete zu blasen, wird das heilige Geheimnis Gottes gemäß der guten Botschaft, die er seinen eigenen Sklaven, den Propheten, verkündet hat, tatsächlich vollendet sein.“

 

Das Blasen der „siebten Trompete“ beginnt mit Jesu erster Wiederkehr zu Beginn des „Tages des Herrn“ und endet, wenn er dem Vater das aufgerichtete Königreich aus Priestern und Königen, das „Israel Gottes“ dem Vater übergibt. All dies steht in direkten Zusammenhang von Unterordnung unter ein Haupt und ist das Resultat die all jene zu Tage bringt, welche diese Unterordnung geübt haben. Die Selbsterhöhten aber werden erniedrigt oder vergehen! 

 

Ablauf der Hauptereignisse bei der Aufrichtung des geistigen Tempels
 

Wenn wir heute nicht mehr unsere Versammlungsvorsteher achten, wie werden wir jene später respektieren, wenn Jesus aus solchen Männern seine königlich-priesterlichen Vertreter erwählt hat? Wenn Ehefrauen ihre Männer in der Familie nicht mit tiefem Respekt betrachten, wie werden sie dann Versammlungsvorsteher respektieren? Wie werden Kinder ihre Eltern respektieren, wenn ihre Mütter keinen Respekt vor dem Vater zeigen? Wer die Autorität missachtet die Gott eingesetzt hat, der missachtet auch selbst Gott!  

 

 

10.3.7        Kapitel 6:  Christen sind Krieger Gottes unter Jesu Führung!

 

10.3.7.1       Eph 6:1-9:   Gehorsam dem „Haupt“ gegenüber

Jede Form von Organisation hat mit Unterordnung zu tun! Das lehrt uns bereits die Natur! Die Sonne ist es, welche den Lauf der Planeten bestimmt! Keinem der Planeten käme es in den Sinn sich gegen die Sonne zu erheben! Auch in der belebten Natur ist meist die Dominanz des Männlichen offensichtlich. Diese Regel bestätigt nur, dass es auch Ausnahmen gibt, wo Weibchen die Herrschaft über die Sippe innehaben, wie z.B. bei den Elefanten! Der Mann wurde von Gott zuerst geschaffen und die Frau wurde ihm als seine „Gehilfin und Gegenstück“, das Komplementäre beigegeben: Er wurde zuerst und mit mehr Stärke ausgerüstet, um sich und seinen Verwaltungsbereich gegen Außen hin zu verteidigen.

 

Erschaffung Evas *** Rbi8  1. Mose 2:18 ***

Und Jehova Gott sprach weiter: „Es ist für den Menschen nicht gut, daß er weiterhin allein sei. Ich werde ihm eine Gehilfin machen als sein Gegenstück.

 

Für die Menschen, die sich dem „GESETZ des Geistes“, Gottes Geboten und Willen unterordnen wurden die Regeln deutlich festgelegt! Jedes Abweichen davon bringt langfristig negative Konsequenzen! Der Gehorsam sollte daher bereits auf der niedrigsten Ebene, bei den Kindern beginnen. Wo es dem Vater und der Mutter nicht gelingt den Kindern Respekt vor ihren Eltern zu vermitteln ist Rebellion im Jugendalter vorherzusehen! Wer die elterliche Autorität missachtet wird auch alle anderen Autoritäten gering schätzen! Paulus geht darauf ein:

 

*** Rbi8  Epheser 6:1-4 ***

Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit [dem] Herrn, denn das ist gerecht: 2 „Ehre deinen Vater und [deine] Mutter“, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist: 3 „Damit es dir gutgeht und du lange Zeit auf der Erde bleibst.“ 4 Und ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]].

 

Das bedeutet frühzeitige Belehrung der Dinge seitens des Vaters gegenüber den Kindern! Das Ziel ist Unterordnung in frühen Kindesalter zu lernen! Wo Kinder erkennen, dass ihre Mutter den Vater nicht respektiert werden Kinder schnell den Respekt jeglicher Autorität verlernen! Jesus selbst zeigte tiefen Respekt vor seinem Vater, gekoppelt mit einer innigen Liebe zu ihm. Er ist bestimmt das beste Beispiel dem wir nachstreben sollten!

 

Am Gebot Jehovas gegenüber Israel hat sich auch für geistige Israeliten, für uns Christen nichts verändert! Paulus erwähnt nur das, was zuvor schon im GESETZ Mose deutlich erklärt wurde und das jeden Sabbat bis auf den heutigen Tag im geistigen Israel, in den Christenversammlungen vorgelesen wird: Das GESETZ Mose, Jehovas Gebote und richterlichen Entscheidungen! (Apg 15:21)

 

Kinderherzen lehren*** Rbi8  5. Mose 6:1-9 ***

Dies nun ist das Gebot, die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen, die Jehova, euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie in dem Land tut, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, 2 damit du Jehova, deinen Gott, fürchtest, um alle seine Satzungen und seine Gebote zu halten, die ich dir gebiete, du und dein Sohn und dein Enkel, alle Tage deines Lebens, und damit sich deine Tage verlängern. 3 Und du sollst hören, o Israel, und darauf achten, [sie] zu tun, damit es dir gutgeht und damit ihr zu sehr vielen werdet, so wie Jehova, der Gott deiner Vorväter, dir hinsichtlich des Landes verheißen hat, das von Milch und Honig fließt.

4 Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

All die guten Worte und Entscheidungen Jehovas müssen auf das Herz der Kinder gebunden werden! Es ist förmlich ein „Beschneiden des Herzens“, um das „Gesetz des Fleisches“, das unser Denken und Handeln ansonsten zu beherrschen sucht durch Selbstdisziplin zu überwinden! Das ist ein schrittweiser, ständiger Lernprozess der bei Kindern im frühesten Alter beginnt. Gottes Befehl an Väter lautet: „... du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ Mit vollem Recht werden die Väter hier angesprochen, die doch als „Haupt der Familie“ die Rechtsgrundlagen Gottes anwenden und vermitteln müssen! Heute sind es allzu viele Väter die ihre Pflicht weder kennen noch wahrnehmen und darum grosse Verantwortung für die üblen Zustände heute mit tragen! Bedenken wir, dass wir in geistigem Sinne Juden sind, die ihren Stolz auf den Gott Israels setzen, ihn um Hilfe anrufen!

 

Die Richter sind unentschuldbar die selbst das GESETZ übertreten*** Rbi8  Römer 2:17-24 ***

Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]] ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat — 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

Die Unterweisung im GESETZ erhalten Christen mündlich von jenen, die sie erstmals besucht und belehrt haben, dann später in ihren Versammlungen und dann weiter aus dem persönlichen Schriftstudium, und erfahren damit „... den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ.

 

Wenn wir diese göttlichen Richtlinien wirklich wie ein Stirnband zwischen unseren Augen haben, so bedeutet dies, dass sie allen sichtbar sind und unsere Werke mit unseren Worten im Einklang sein müssen! Dadurch geben wir als Männer der ganzen Familie ein Beispiel!

 

Die Unterordnung in der Familie muss sich auch auf den Arbeitsplatz ausdehnen. Wir sollen als Arbeitnehmer unsere Arbeitgeber achten und respektieren und uns diesen willig unterordnen! Das mag nicht immer leicht sein aber wir können dadurch unsere Selbstbeherrschung zeigen. Diese Qualität hat vielerlei Vorteile und macht es leichter im Team zu arbeiten! Anstatt die Kräfte im inneren Disput und durch Zuwiderhandeln gegen Vorschriften aufzureiben wenden wir die Kräfte an, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen! 

 

Die zehn herausragenden Gerichtszeiten Jehovas*** Rbi8  Epheser 6:5-9 ***

Ihr Sklaven, gehorcht denen, die [eure] Herren nach dem Fleische sind, mit Furcht und Zittern, in der Aufrichtigkeit eures Herzens, als dem Christus, 6 nicht mit Augendienerei als Menschengefällige, sondern als Sklaven Christi, die den Willen Gottes mit ganzer Seele tun. 7 Dient als Sklaven mit guten Neigungen als für Jehova [[(den Herrn (Jesus))]] und nicht für Menschen, 8 denn ihr wißt, daß jeder, was immer er Gutes tun mag, dies von Jehova [[(vom Herrn (Jesus))]] zurückerhalten wird, ob er Sklave sei oder Freier. 9 Auch ihr Herren, fahrt fort, ihnen gegenüber dieselben Dinge zu tun, und laßt das Drohen, denn ihr wißt, daß sowohl ihr als auch euer Herr in den Himmeln ist, und bei ihm gibt es keine Parteilichkeit.

 

Jesus wird zur Erde zurückkehren und hat den Lohn bei sich! Natürlich steht immer Jehova an erster Stelle und dennoch wurden wir mit unserer Taufe Sklaven des Christus, bereit seinen geäusserten Willen auszuführen, der doch stets Gottes Willen entspricht! Christliche Arbeitgeber unterstehen denselben Richtlinien, Nichtchristen können möglicherweise ohne viele Worte durch unser gutes Benehmen für den Glauben gewonnen werden!

 

Als christliche Arbeitgeber müssen wir den Geist des Christus zeigen, der seinerseits denselben Glauben wie Abraham zeigte, der seine Knechte ebenso belehrte und für deren Schutz und Wohlergehen eintrat! Abraham zeigte bereits Gottergebenheit und Jesus ist unser grösstes Beispiel wie wir andere Personen behandeln sollen, die für uns Dienste leisten. Dies zeigen wir durch Respekt vor der Ehre der Arbeiter, durch Gerechtigkeit ihnen gegenüber und durch Belehrung dessen, was Gottes Wille für heute und für die Zukunft ist! Unser gutes Beispiel in jeder Situation korrekt zu handeln wirkt gewinnend. Dies ist weit wirkungsvoller wie alles Drohen!

 

Wenn wir Jesus gehorchen, so unterordnen wir uns in der Versammlung auch bereitwillig den Anweisungen der Vorsteher, die ja ihrerseits im Einklang mit Jesus und den Anweisungen der Apostel handeln.

 

10.3.7.2       Eph 6:10-20:   Die vollständige Waffenrüstung Gottes anziehen

Paulus zeigt, dass Christen einen Kampf auszustehen haben und darum eine moralische Waffenrüstung tragen sollen! Da dieser Kampf geistiger Natur ist wird die von den Römern in seinen Tagen verwendete Kampfausrüstung als ein Gleichnis genommen, wo jedes Element im geistigen Bereich ein entsprechendes Gegenbild findet. Wie ein Soldat sich für den Kampf vorbereiten und trainieren muss, so sollen auch wir uns „Kraft im Herrn und in der Macht und seiner Stärke“ erwerben. Wir wissen, dass Jesus mit eisernem Stab am Gerichtstag Gottes handeln muss und ein wirklicher Kampf zwischen jenen die das schlechte trieben und seinen Engeln stattfinden wird! Gottes Todesurteil auf nicht bereute Sünde wird so vollzogen werden, wie es Gottes GESETZ vorschreibt! Aller religiösen Besänftigung und aller süssen Worte zum Trotz wird Gottes Rechtsmassstab zweifelsfrei Nachachtung verschafft! „Keines der guten Worte Jehovas ist dahingefallen!“ Die Worte Salomos bei der Einweihung des ersten Tempels haben weiterhin ihre Gültigkeit für das geistige Israel!

 

*** Rbi8  1. Könige 8:56-61 ***

„Gesegnet sei Jehova, der seinem Volk Israel einen Ruheort gegeben hat gemäß allem, was er verheißen hat. Es ist kein Wort dahingefallen von all seiner guten Verheißung, die er durch Moses, seinen Knecht, verheißen hat. 57 Möge es sich erweisen, daß Jehova, unser Gott, mit uns ist, so wie es sich erwiesen hat, daß er mit unseren Vorvätern war. Möge er uns weder verlassen noch uns aufgeben, 58 so daß er unser Herz zu sich neige, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen beobachten, die er als Befehl unseren Vorvätern gegeben hat. 59 Und möge es sich erweisen, daß diese meine Worte, mit denen ich vor Jehova um Gunst gefleht habe, Jehova, unserem Gott, Tag und Nacht nahe seien, daß er Gericht übe für seinen Knecht und Gericht für sein Volk Israel, wie es Tag für Tag erforderlich sein mag, 60 damit alle Völker der Erde wissen, daß Jehova der [wahre] Gott ist. Da ist kein anderer. 61 Und es soll sich erweisen, daß euer Herz ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, ist, indem ihr in seinen Bestimmungen wandelt und indem ihr seine Gebote haltet wie an diesem Tag.“

 

Jesus selbst hat bestätigt, dass er über Salomo steht, vor ihm existiert hatte und weiter lebt, um all das zu erfüllen, was über ihn geschrieben steht! Die Befehle an die Vorväter durch den Engel Jehovas vermittelt, sie haben nichts an Gewicht verloren: „... damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen beobachten, die er als Befehl unseren Vorvätern gegeben hat.“ Hierzu muss und wird Jehova Gericht üben, den ein GESETZ ohne richterlichen Vollzug an Übertretern ist nutzlos! Da diese Gerichte in die Hand der Vorsteher der Christenversammlungen gelegt wurde und diese ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind trifft die christliche Priesterschaft gemeinsam die Schuld, wie zuvor der Stamm Levi, der Jehovas Vorrechte aus demselben Grund einbüsste! Wenn Jesus diese ihm übertragene Aufgabe im Endgericht wahrnimmt, so geschieht es in Erfüllung der Bitte Salomos: „... damit alle Völker der Erde wissen, daß Jehova der [wahre] Gott ist. Da ist kein anderer.

 

Keine sentimentalen Argumente werden dann mehr Gehör finden! Wo Gottes Wort willentlich und bewusst missachtet wird, wo menschliche Götter statt Jehova angebetet werden, da kann nicht Barmherzigkeit triumphieren! Jehova wird sich erneut als mächtiger Richter und Urteilsvollstrecker erweisen und sein Heerführer Jesus handelt als Gottes rechter Arm im Kampf Harmagedons!

 


 

Wir sollen schon heute auf diesen Kampf gegen das Böse gut vorbereitet sein und andere christliche Glaubenskämpfer im Geiste heranziehen! Das beginnt in der Familie, bei unseren eigenen und den geistigen Kindern, mit denen wir die Schrift studieren und setzt sich fort in der Versammlung!

 

*** Rbi8  Epheser 6:10-13 ***

Schließlich erwerbt euch weiterhin Kraft im Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Legt die vollständige Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Machenschaften des Teufels standhalten könnt; 12 denn unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern [[(dem zweiten „alten Himmel“ Satans und der Dämonen)]]. 13 Darum nehmt die vollständige Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alle Dinge gründlich getan habt, standhalten könnt.

 

Mit unserer Waffenrüstung uns gegen die brennenden Geschosse Satans wehrenPaulus zeigt, dass unser Kampf geistiger Art ist gegen jede Form von Autorität in den (alten) „Himmeln“, die sich Gottes Ratschlag entgegenstellt. Die Werke des Teufels zeigen sich sowohl im geistigen wie im physischen Bereich durch seinen „Samen“, all jene die Gottes Wort missachten! „Himmel“ bedeutet auch hier eindeutig Autorität, gegen welche unser Ringen um Gerechtigkeit und Wahrheit gerichtet ist: „... unser Ringen geht nicht gegen Blut und Fleisch, sondern gegen die Regierungen, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern.“ Hier ist kein Aufruf zum physischen Widerstand oder gar zum Terrorismus gegenüber des System. Das müssen wir Gott überlassen:

 

(Römer 12:19)  Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova.

 

Paulus hat zu Beginn des Briefes die höchsten Autoritäten im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ erwähnt! All jene, die sich dieser Autorität nicht unterordnen oder die ihre eigenen religiösen und politischen Königreiche errichtet haben und Jesu Anweisungen offen und verdeckt zuwiderhandeln sind als das zu betrachten, was sie in Wirklichkeit sind: „Feinde des Pfahls (des Christus)“ und damit Feinde Gottes! Sie verleugnen den, der sie von früheren Sünden losgekauft hat, indem sie durch ihre Sünden Jesus erneut zum Sterben für ihr eigenes Vergehen verurteilen möchten!

 

*** Rbi8  Philipper 3:17-21 ***

Werdet vereint meine Nachahmer, Brüder, und haltet euer Auge auf die gerichtet, welche auf eine Weise wandeln, die dem Vorbild entspricht, das ihr in uns habt. 18 Denn es gibt viele, ich pflegte sie oft zu erwähnen, erwähne sie jetzt aber auch weinend, die als die Feinde des Marterpfahls [[(Pfahls)]] des Christus wandeln, 19 und ihr Ende ist Vernichtung, und ihr Gott ist ihr Bauch [[(Gottes Speisevorschriften missachtend)]], und ihre Herrlichkeit besteht in ihrer Schande, und ihr Sinn steht nach Dingen auf der Erde [[(nach Irdischem, nach dem „Gesetz der Sünde“ (des Fleisches) im Gegensatz zu Geistigem dem „GESETZ des Geistes“)]]. 20 Was uns betrifft, unser Bürgerrecht besteht in den Himmeln, [[(dem Eintrag in der „Buchrolle des Lebens des Lammes“)]] von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird [[(„in einem Nu, in einem Augenblick zur Zeit der letzten Posaune“ (1.Kor 15:51_53))]], damit er seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig werde [[(die Unsterblichkeit, Unverweslichkeit der DNS Jesu angepasst)]], gemäß der Wirksamkeit der Kraft, mit der er sich auch alle Dinge unterwerfen kann.

 

Wir können nicht Bürger des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ und gleichzeitig Bürger von einem usurpierten Königreich Gottes sein, wie dies jede Form von Religion darstellt. Das Wort „Religion“ bedeutet ja „Gesetz“, hat somit die Bedeutung ein anderes Gesetz und damit verbunden einen anderen Gesetzgeber als das der Nation Israel und des Königreiches Jesu anzuerkennen!

 

Die Löwenplage in Samaria zufolge fremder Religionen ohne Kenntnis von Gottes GESETZDies geht deutlich aus der Beurteilung der in Samaria ansässigen Fremden hervor, nachdem die jüdische Bevölkerung durch die Assyrer ins Exil verbracht wurden. Dort gab es eine Plage von Löwen und wurde mit deren Form der Anbetung der Götter in Verbindung gebracht, als Gottes Strafmassnahme. Das Ansinnen des Volkes wurde dem assyrischen König überbracht:

 

 *** Rbi8  2. Könige 17:26 ***

„Die Nationen, die du ins Exil geführt [[(die zehn Stämme Israels)]] und dann in den Städten Samarias angesiedelt hast [[(andere nichtisraelische besiegte Stämme)]], haben die Religion [[(das Recht oder das Gesetz; die richterliche Entscheidung)]] des Gottes des Landes nicht gekannt, so daß er fortwährend Löwen unter sie sendet; und siehe, sie bringen sie zu Tode, weil niemand da ist, der die Religion des Gottes des Landes kennt.“

 

Die Fussnote bestätigt die wörtliche Übersetzung des hebräischen Ausdrucks:

 

***  2. Könige 17:26 (Fn) ***

Wtl.: „das Recht (die richterliche Entscheidung)“. Hebr.: mischpát; gr.: to kríma; lat.: legitima, Pl.

 

Wenn Jesus das „Haupt“ unseres Leibes ist, der Christus das ganze göttliche GESETZ respektiert und gehalten hat und uns Auftrag erteilte dasselbe zu tun, so ist dies für jeden der sich taufen lässt verbindlich! Jeder, der zum Übertreten oder missachten eines göttlichen Gebotes auffordert bringt andere zum Straucheln. Jesus warnte, dass Engel schlussendlich alle herauslesen werden, die Anlass zum Straucheln über Gottes Gebote und richterlichen Bestimmungen geben (Mat 13:37-43).

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:32-33 ***

Bewahrt euch beständig davor, Juden wie auch Griechen und der Versammlung Gottes Anlaß zum Straucheln zu geben, 33 so wie auch ich allen Menschen in allen Dingen zu Gefallen bin, indem ich nicht meinen eigenen Vorteil suche, sondern den der vielen, damit sie gerettet werden.

 

Rettung ist an untadeliges Verhalten gebunden, nicht an unsinnige Emotionen, wie diese in der Christenheit so gern von den Religionsführern vermittelt werden! Gottes Gerechtigkeit hat sich nicht verändert und als Soldaten Christi müssen wir diese Form der Gerechtigkeit verteidigen!

 

Die volle Waffenrüstung Gottes anziehen *** Rbi8  Epheser 6:14-20 ***

Steht daher fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit 15 und eure Füße beschuht mit der Ausrüstung der guten Botschaft des Friedens. 16 Vor allem nehmt den großen Schild des Glaubens, mit dem ihr alle brennenden Geschosse dessen, der böse ist, auslöschen könnt. 17 Auch nehmt den Helm der Rettung und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort, entgegen, 18 während ihr fortfahrt, mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen, 19 auch für mich, daß mir beim Auftun meines Mundes die Fähigkeit zu reden gegeben werde, um mit Freimut der Rede das heilige Geheimnis der guten Botschaft bekanntzumachen, 20 für die ich als ein Gesandter in Ketten diene, damit ich in Verbindung damit freimütig rede, wie ich zu reden verpflichtet bin.

 

Unser Schwert ist geistiger Natur, das Wort Gottes, Sein Rechtsmassstab der für alle Menschen verbindlich ist! Wir müssen Gottes Anerkennung erlangen und die seines Christus. Nicht Menschen und deren Wohlgefallen sollen wir um jeden Preis suchen, indem wir deren Abtrünnigkeit das Wort sprechen und Gesetzlosigkeit zudecken, sondern dazu beitragen, dass alle Gottes Normen kennen und respektieren lernen! Die von Gottes Norm so stark abweichenden Gesetze der Kirchen und der Nationen und das oberflächliche Handhaben der Justiz seitens der christlichen Vorsteher sind die wirkliche Ursache des heutigen grossen Abfalls und aller Ungerechtigkeit in der Christenheit!

 

Wir sollen darum beten wie Paulus dies zeigt, dass auch wir die gute Botschaft ohne jedes Verändern und Drehen kundtun. Wir sollen das „Königreich des Christus“ aufzeigen und uns als Kämpfer dafür erweisen. „mit Freimut der Rede das heilige Geheimnis der guten Botschaft bekanntzumachen“ und damit jede Form falscher religiöser und politischer Königreiche aufdecken! Es gibt „eine Taufe“, ein „einziger Glaube“, nur „eine Wahrheit“, nur ein einziges verbindliches „GESETZ des Christus“, nur „ein Haupt“, nur „einen Gott“, nur „ein Leib des Christus“, der durch das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gebildet wird!

 

Das "Königreich des Sohnes seiner Liebe" Jehovas: Beginn und Übergabe an den Vater
 

Auch wenn jede Religion behaupten mag all dies auch zu lehren reicht ein kritischer Blick, ein Vergleich, um zu sehen, dass sie allesamt ihrem Vater dienen, der „in der Wahrheit nicht feststand“! (Joh 8:44) Jesu Königreich entspricht keiner der herrschenden Religionen, sondern befindet sich ausserhalb davon, wird durch friedliche „Inseln“ inmitten im „Meer“ der aufgewühlten Menschheit dargestellt. Der Psalm 97 beschreibt die letzte Zeit des herrschenden Systems:

 

*** Rbi8  Psalm 97:1-2 ***

Jehova selbst ist König geworden! Es frohlocke die Erde.

Mögen die vielen Inseln sich freuen.

 2 Wolken und dichtes Dunkel sind rings um ihn her;

Gerechtigkeit und Gericht sind die feste Stätte seines Thrones.

 

In Offenbarung 11:14, 15 wird der Tag beschrieben, wo Jehova das Königtum über die ganze Erde erneut an sich nimmt. Jesus wird ihm zum Ende das geeinte und gereinigte Königreich der gerechten „Schafe“ übergeben. „Treue Sklaven“ haben innerhalb des Menschenmeeres ausgeharrt, um kein Teil „Babylons der Grossen“ zu sein, nachdem sie dieses religiöse Weltreich ein für alle Mal verlassen hatten!

 

Geht aus ihr hinaus, mein Volk! *** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Die Worte des mächtigen Engels der die Ankündigung bringt und der offensichtlich der himmlische Jesus selbst, sie sind deutlich und unüberhörbar! Das übertreten der göttlichen GESETZE bedeutet Sünde, nicht das missachten von pharisäisch-kirchlichen Regeln! Jesus fordert niemanden auf von einer Religion zur anderen zu wechseln, sondern ausserhalb Babylons der Grossen zu verweilen und auszuharren bis zum Ende. Für die Religionen ist „Qual und Trauer“ angesagt! Das ist ein Befehl seitens des höchsten Richters und die Nationen werden diesen Befehl der Zerstörung der „grossen Hure“ ausführen! Die Ankündigung muss und wird sich erfüllen und ist eines der letzten „Zeichen“ der Endzeit: „Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Wir leben in einer Zeit die viel Ähnlichkeit mit der Zeit des ersten Jahrhunderts vor dem Untergang Jerusalems hatte. Judenchristen hatten sich von den Synagogen gelöst und versammelten sich in Privathäusern jeden Sabbat um die Worte des Christus und die Briefe der Apostel neben dem Lesen des GESETZES und der PROPHETEN gemeinsam zu studieren. Paulus ermuntert im Brief an die Hebräer, dass Christen „das Zusammenkommen nicht aufgeben“ sollen, „wie es bei einigen üblich“ gewesen ist (Heb 10:24, 25 vergl. die Auswirkung 10:26-31). Dieses Zusammenkommen geschah damals wie auch heute erneut in kleinen Gruppen und Hausversammlungen am wirkungsvollsten, so wie dies die Christen des ersten Jahrhunderts gezeigt haben. Sie benötigten hierzu keine zentrale Führung, sondern bauten auf dem Fundament der Apostel auf, indem deren Briefe als Richtlinien und genügende Anweisung zur Form