Newsletter „DER WEG“ 8/11-3   November 2008

Neubearbeitung: 28.8.10 / 26.10.18

 

 

8.11.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief an die Philipper (60-61 u.Z.)

 

   Obwohl Paulus in Rom in Ketten in einem gemieteten Privathaus sein Urteil des Cäsars erwartet, kämpft er von dort her zu Gunsten der „Verteidigung und gesetzlichen Befestigung [[Bezeugung]] der guten Botschaft (Php 1:7). Es brauchte damals Mut an der Seite des Gefangenen und des Anzettelns eines Aufruhrs angeklagten Paulus zu stehen und die gute Botschaft über Jesus als König und sein Wiederkommen zum Gericht zu verkünden! Gerade weil Paulus dies offen tat und auch jene Brüder an seiner Seite grossen „Freimut der Rede zeigten wurden diese Dinge unter der Prätorianergarde bekannt, führten dadurch einerseits zur Verhaftung des Timotheus, andererseits schlug dies aber zur schnelleren Verbreitung der guten Botschaft aus (Php 1:12-14).

 

Umstrittener Einfluss der Religionen   Der kommende Angriff der Politik gegen die Religionen „Babylons der Grossen“ wird uns erneut einer ähnlichen Situation aussetzen wie damals! Der Brief an die Philipper gilt somit auch uns und will uns Mut machen und stärken, um auszuharren!

 

   Paulus ist sich noch nicht sicher, ob die Haft im Tod oder in Freilassung enden wird. So oder so wäre es zur Verherrlichung des Christus, erklärt er! Er hofft aber darauf am Leben bleiben zu können, um den Versammlungen und der Verbreitung der guten Botschaft weiter zu dienen (Php 1:27-30).

 

   Nur in diesem Brief an die Philipper erklärt Paulus die „Früh-Auferstehung“ der Apostel, ein Wort, das in griechischer Sprache exanástasin lautet und auf „vorher“ hindeutet, das nur an dieser Stelle vorkommt.

 

*** Rbi8  Philipper 3:10-11 ***

..., indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung von den Toten gelangen könnte.

 

   Unter vielen untersuchten Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache weist nur die NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG auf diesen kleinen aber gewichtigen Unterschied im Wort im Originaltext hin und bringt ihn zur Geltung! Die Fussnote erläutert:

 

***  Philipper 3:11 (Fn) ***

„Früh-Auferstehung“. Wtl.: „Heraus-Auferstehung“. Gr.: exanástasin.

 

   Damit wird ein scheinbar kleiner, aber in der Auswirkung auf das Verständnis sehr gewichtiger Unterschied zur „Erstauferstehung“ geschaffen! Viele Dinge im Ablauf der Endzeit werden erst mittels dieser Erkenntnis wirklich verständlich! So ist die Hochzeit des Lammes“ mit „der Frau“, den Frühauferstandenen Apostel , der „Braut“, die sich inzwischen darauf vorbereitet hat noch vor Harmagedon einzureihen! Jene so mysteriöse „Frau“ wurde inzwischen „in der Wildnis ernährt“ und war dort von den Angriffen Satans von Gott beschützt worden! Sie steht deutlich im Zusammenhang mit diesen „Frühauferstandenen“! (Off 12:5, 6)

 

"Babylon die Grosse": "Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht" *** Rbi8  Offenbarung 19:6-8 ***

„Preiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu regieren begonnen. 7 Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau [[(die 12 Apostel)]] hat sich bereit gemacht. 8 Ja, es ist ihr gewährt worden, in hellglänzende, reine, feine Leinwand gehüllt zu werden, denn die feine Leinwand stellt die gerechten Taten der Heiligen dar.“

 

   Da „die Frau“, die „Gehilfin“ ihres „Besitzers muss somit identisch sein mit den frühauferstandenen Aposteln. Dass die von den Religionsführern für sich und ihre „Heiligen“ Vorsteher beansprucht wird die „Braut“ zu sein, die Kirchenhierarchie, zeigt nur ihr vollkommenes Unverständnis der wahren Zusammenhänge. Das wäre doch ein vollkommenes Chaos bei so viele Religionen, obwohl jene dies für sich gern in Anspruch nehmen! Sie lehnen es doch gesamthaft ab zu „Babylon der Grossen“ zu gehören, behaupten bis an ihr Ende „nicht Witwe“ zu sein: Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.“ (Off 18:7), sondern phantasieren Gottes „Ehefrau“ zu bleiben. Wie könnten sie da gleichzeitig Jesu „Braut, die Frau des Lammes“ sein? Chaotische Behauptungen, Illusionen! Das Wörtchen „Frühauferstehung“ bringt dagegen Ordnung in den logischen Ablauf und die Beteiligten!

 

   Was Religionen zudem nicht wahrnehmen sind die Worte Hoseas, wo Jehova selbst nach Harmagedon ein neues Verlöbnis eingeht! Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.“ (Hos 2:19, 20) Da „Babylon die Grosse“ vor Harmagedon zerstört wird, sind Religionsführer bestimmt nicht unter jenen „Brautjungfrauen

 

   Die „Frau“ kommt erst zu Beginn des „Tages des Herrn“ [B1] zur Wiederexistenz mittels der Frühauferstehung der Apostel! Zudem ist die Hochzeit des Lammes“ bereits einige Zeit vor Harmagedon [B2e], kurz nach dem Gerichtstag [B2], der Ort ist „die Wildnis, wo die „Frau“ doch vor Satan beschützt ernährt wird!

 

Das "Heilige" des geistigen Tempels wird vor Ablauf der 2300 Tagefrist Daniels fertiggestellt
 

   Zudem ist die Erstauferstehung“ der Verstorbenen der 144.000 zweifeldfrei erst nach Harmagedon [Bb]. Die Apostel haben als Vorsteher von je 12.000 künftigen Priesterkönigen als Richter die Aufgabe, den noch lebenden Überrest zusammen mit ihrem nun eigenen „Mann“, mit Jesus zu versiegeln, jenem „Engel“ oder himmlischen „Boten“, der zur Erde mit Gottes Siegel herabkommt. Dabei sind die Apostel doch die „Richter“ und haben damit Mitspracherecht bei der Auserwählung!

 

(Offenbarung 7:2, 3)  Und ich sah einen anderen Engel [[gr. aggelos = Boten]] vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir [[(Jesus gemeinsam mit seiner verehelichten „Frau“)]] die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

 

   Bedenken wir weiter, dass die „Brautjungfrauen“, der lebende, versiegelte Überrest den Bräutigam erwarten, der mit Verspätung von der Hochzeit her kommt! Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: ‚Der Bräutigam ist da! Geht hinaus, ihm entgegen!

Der siebenköpfiger Drache der Offenbarung

 *** Rbi8  Offenbarung 12:3-6 ***

Und ein anderes Zeichen wurde im Himmel gesehen, und siehe, ein großer, feuerfarbener Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und auf seinen Köpfen sieben Diademe; 4 und sein Schwanz zieht ein Drittel der Sterne des Himmels fort, und er schleuderte sie zur Erde hinab. Und der Drache blieb vor der Frau stehen, die im Begriff war zu gebären, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind verschlingen könnte.

5 Und sie [[(Jehovas himmlische „Frau“, seine Engel)]] gebar einen Sohn, einen Männlichen [[(Jesus als Herrscher nun auch über die Feinde)]], der alle Nationen mit eisernem Stab hüten soll. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron [[(wo Satans Hinauswurf aus dem 2. alten Himmel folgt)]]. 6 Und die [[(irdische)]] Frau [[(die „Braut des Lammes“, die Apostel)]] floh in die Wildnis, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat, damit man sie dort tausendzweihundertsechzig Tage ernähre.

 

   Es ist leicht verständlich, warum Kirchen diese Wahrheit nicht lehren, da dadurch ihre Grundstruktur erschüttert würde, die auf dem Sand von Lügen aufbaute! Die Lehre des Hymenäus, des Alexander und des Philetus, „die Auferstehung habe bereits stattgefunden“ wurde ja von der katholischen Mutterkirche weiterentwickelt und später von ihren abgespaltenen Töchtern im Protestantismus unbesehen übernommen! Die Toten müssten nach jener Lehre somit im Himmel sein, da sie ja auf der Erde erwiesenermassen nicht sind!

 

   Anders verhält es sich mit der Frühauferstehung der Apostel und der Erstauferstehung all jener, die zur künftigen Verwaltung der in Harmagedon von Bosheit gereinigten Erde gehören werden! Das Geschehen ist einerseits an die Erde geknüpft, andererseits zweifelsfrei unlösbar mit der Endzeit mit Jesu Wiederkehr im Fleische verbunden! Jeder frühere Zeitpunkt einer Auferstehung – ausser jener des Christus - weist auf eine Lüge hin! Auf all diese Zusammenhänge wirft Paulus durch den Philipperbrief Licht! Eine Verbindung zu den übrigen Aussagen der gesamten Schrift über dasselbe Thema zeigt deutlich, dass Jesus als „Mensch“ die Auferstehung der Toten anführen wird!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:21 ***

Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen.

 

Der Berg Zion vorbereitet für das "Abendessen der Hochzeit des Lammes"   Fast alle christlichen Religionen folgen somit diesem Vorbild ihrer geistigen Mutter, der Katholischen Kirche und behaupten, die „Frau des Lammes“ sei mit den 144.000 identisch, die aber erst an der Erstauferstehung teilhaben. Das ist somit zeitlicher und sachlicher Unsinn, da Jesus Heirat eindeutig vor die Erstauferstehung stattfindet. Braut und Brautjungfrauen sind zwei unterschiedliche Themen, ebenso die „Hochzeit des Lammes“ und das „Abendessen der Hochzeit des Lammes. Wer diese Unterschiede missachtet, alles in denselben Topf schmeisst kann kein Verständnis des Ablaufs des Geschehens und der daran Beteiligten erreichen! Alles bleibt ihnen ein „Mysterium“!

 

   Die „kleine Herde (Lu 12:32), denen Jesus das Königreich über Israel verspricht ist damit eindeutig als „Braut des Lammes“ identifizierbar! Jedem der zwölf Apostel ist mit der Hochzeit ein Stamm Israels von jeweils 12.000 Erstlingen zugeteilt! (Off 17:4-8) Jesus bestätigte beim Abendmahl vor seinem Tod wie schon zuvor (Mat 19:28) nur den Aposteln, dass sie es zusammen mit ihm sein würden, die den innersten Kreis der Königsherrschaft bilden! Alle gemeinsam erhalten ihre Einsetzung oben auf dem Berg Zion, wo Abraham Isaak als Opfer darzubringen bereit war die achttägige Einweihung als Priesterkönige: Das „Abendessen der Hochzeit des Lammes“. Der Berg Zion wird hierzu von jeder falschen Anbetung gereinigt sein und den 144.000 Sitzgelegenheit bieten, um die Einweisung seitens Jesus und der Apostel von der zentralen Plattform her beizuwohnen.

 

*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

   Paulus unterscheidet mit „exanástasin“ somit allein die Auferstehung der Apostel zu Beginn der Rückkehr Jesu zur Erde am Anfang vom „Tag des Herrn [B1](Php 3:20, 21). Diese trennt sich somit von der späteren „Erstauferstehungnach Harmagedon, sowohl zeitlich, wie auch im Rang ab: „… die dem Christus angehören“ ist seine „Braut“, die Apostel. Paulus erklärte die Rangfolge der Auferstehung im 1. Brief an die Korinther:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:22-23 ***

Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Jeder aber in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart [[(Wiederkehr; Rückkehr; Ankunft: Während der 1260 Tage respektive 42 Monate oder 3 ½ Zeiten: Die Zeit der Wiedererschaffung)]].

 

In der Widererschaffung des Königreiches für Israel sind es 12 Richterthrone für die Apostel    So hatte es Jesus den Aposteln schon früher versprochen, als Petrus nach ihrem Lohn fragte, weil sie alles verlassen hatten und er ihnen ihre künftige Teilhaberschaft bereits zur Zeit der „Wiedererschaffung, in der „Aufrichtung des Königreiches für Israel“ eröffnete! Sie sollten als die zwölf Könige und Richter über das „Israel Gottes“, die kommende Verwaltung der Erde gesetzt werden! (Apg 1:6)

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

   Die Apostel, die als „Richter der zwölf Stämme Israels“ auftreten müssen zudem zu den Beschnittenen gehören, weil dies das Vorrecht des fleischlichen Israels ist!

 

   Paulus verteidigt das Reinhalten der Lehre von jeder Form der Abweichung! Das war bereits damals ein Problem und ist es bis heute! Bei so vielen sich widersprechenden Antworten durch Religionen lohnt es selbst nachzuforschen! Das ist es, was Paulus jedem von uns empfiehlt: Vernünftigkeit zu zeigen und Freude! Dabei stärken wir unseren Glauben, wenn wir hinter das scheinbar Offensichtliche der „offiziellen Wahrheit“ der Mächtigen schauen und das Wirkliche das uns die Schrift vermittelt erneut zu entdecken beginnen! Wir sollen den Christus und sein Königreich verkünden statt mitzuhelfen die sich widersprechende Königreiche der Religionen aufrecht zu erhalten! Das geht nur dann, wenn wir Gehorsam Gott und seinem Christus gegenüber zeigen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

11.3.......... Der Brief an die Philipper. 6

11.3.1......... Den Brief an die Philipper im Umfeld korrekt einordnen. 6

11.3.1.1...... Gründe für das Schreiben des Briefes an die Philipper 6

11.3.1.2...... Der Inhalt des Briefes an die Philipper 6

Kapitel 1:  Den Christus und sein Königreich gemäss genauer Erkenntnis verkünden. 6

Kapitel 2:  Die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ achten! Gehorsam gegenüber Gott und dem Christus, Aposteln und Vorstehern; persönliches Interesse der anderen achten. 7

Kapitel 3:  An der Reinheit der Lehre festhalten!  Die Frühauferstehung der Apostel angekündigt 7

Kapitel 4:  Freude und Vernünftigkeit müssen allen Menschen offenbar werden. 8

11.3.1.3...... Die Gründung der Versammlungen Philippi 8

11.3.1.4...... Die vorherrschenden Probleme in der Versammlung Philippi 9

11.3.2......... Kapitel 1:  Den Christus und sein Königreich gemäss genauer Erkenntnis verkünden! 10

11.3.2.1...... Php 1:1-7:  Paulus verteidigt in Ketten die gute Botschaft und bezeugt sie. 10

Php 1:1:  Aufseher und Dienstamgehilfen als Ansprechpartner innerhalb der Versammlung zur Mehrung des Friedens  10

Php 1:3-7:  Ein volles Mass des Beitrages zur Verbreitung der guten Botschaft 10

Was bedeutet es die „gute Botschaft“ zu „bezeugen“ oder „gesetzlich zu befestigen“?. 11

11.3.2.2...... Php 1:8-14:  Paulus erwartet von jedem überströmende Liebe mit genauer Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen  12

Php 1:8-11:  Warum sind genaue Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen von so hoher Wichtigkeit?. 12

Php 1:12-14:  Die Vernünftigkeit der Lehre und des Verhaltens von Paulus beeinflusst sogar seine Bewacher der Prätorianergarde  13

11.3.2.3...... Php 1:15-20:  Predigen wir Christus aus Neid und Rivalität?. 13

Freimut der Rede, um die Wahrheit über die „neuen Himmel“ zu verbreiten! 14

11.3.2.4...... Php 1:21-26:  Ob Tod oder ob Leben: Alles ist zur Ehre des Christus! 15

11.3.2.5...... Php 1:27-30:  Die Einheit im Glauben und der heute so geteilte Geist der Christenheit 15

Dieses System ist weder in „einem Geist vereint“ noch lässt es sich durch „einen Gedankengang“ leiten! 16

11.3.3......... Kapitel 2: Die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ achten! Gehorsam gegenüber Gott und dem Christus, Aposteln und Vorstehern; persönliches Interesse der anderen achten. 18

11.3.3.1...... Php 2:1-5:   Persönliches Interesse zeigen für die Interessen der anderen. 18

11.3.3.2...... Php 2:5-11:  Keine „gewaltsame Besitzergreifung“ in Betracht ziehen! 18

Nur Jesus stieg in den Himmel auf, von woher er zuvor gekommen war! 19

11.3.3.3...... Php 2:12-24:  Gehorsam Gott, dem Christus, den Aposteln und Propheten gegenüber! 21

Php 2:12-18:  Gehorsam gegenüber Jesus und den Aposteln auch während ihrer Abwesenheit! 21

Php 2:19-24:   Die Interessen des Christus an erste Stelle im Leben setzen! 22

11.3.3.4...... Php 2:25-30:  Männer von hohem Wert betrachten, die ihr Leben für das Werk des Herrn selbst der Todesgefahr aussetzen  23

11.3.4......... Kapitel 3:  An der Reinheit der Lehre festhalten! Die Frühauferstehung der Apostel durch Paulus angekündigt 24

11.3.4.1...... Php 3:1-4a:  Sich vor „Hunden“ in acht nehmen die Schaden stiften und an der Beschneidung festhalten! 24

Php 3:2-4:  Verlässt Paulus nicht den guten Geschmack, wenn er andere Christen mit „Hunden“ vergleicht?. 24

11.3.4.2...... Php 3:4b-11:  Früh-Auferstehung (gr.: exanástasin) der Apostel steht in Verbindung mit am Fleisch Beschnittenen! 26

Php 3:4b-11:  Frühauferstehung am „Tag des Herrn“: Paulus erläutern ein bisheriges Geheimnis. 26

Die Augen auf die nachahmenswerten Vorbilder gerichtet halten! 28

Der Glaube der aus Gott kommt: Sein Vertrauen auf den Christus Gottes setzen. 29

11.3.4.3...... Php 3:12-16:  Das Ziel sehen: Die Berufung Gottes dahin, um an den „neuen Himmeln“ Anteil zu haben! In derselben „festen Ordnung“ wie Christus und die Apostel wandeln! 30

11.3.4.4...... Php 3:17-21:  Nachahmer der Apostel als Vorbilder für andere sein! Jesus verwaltet unser irdisches „Bürgerrecht im Himmel“, von woher er zurückkehren wird! 32

Das richtige Verständnis komplexer Zusammenhänge erlangen durch Klärung von scheinbaren Widersprüchen  33

11.3.5......... Kapitel 4:  Freude und Vernünftigkeit müssen allen Menschen offenbar werden. 34

11.3.5.1...... Php 4:1-7:  Ermahnung bestimmter Frauen „gleichen Sinnes“ wie Paulus zu sein! 34

11.3.5.2...... Php 4:8-13:  Der „Gott des Friedens“ ist mit denen, die Paulus nachahmen. 35

11.3.5.3...... Php 4:14-23:  Lob für ihre Liebe und Freizügigkeit der Philipper, wie sie bisher keine andere Versammlung zeigte  36

11.3.6......... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief an die Philipper 36

Den Zusammenhang mit der Gefangenschaft des Paulus und den damit verbundenen Gefahren sehen. 36

Das vorherrschende Thema im Brief an die Philipper 37

Die herausragende Botschaft um die Frühauferstehung. 37

  

11.3           Der Brief an die Philipper

 

 

11.3.1        Den Brief an die Philipper im Umfeld korrekt einordnen

 

11.3.1.1       Gründe für das Schreiben des Briefes an die Philipper

Paulus schreibt fast gleichzeitig insgesamt sechs Briefe aus der Gefangenschaft in Rom! Den Brief an die Epheser, Kolosser, Philipper, an Philemon und an die Hebräer. Parallel hierzu beendet Lukas die Apostelgeschichte unter der Anleitung des Paulus und möglicherweise schreibt er zudem das Evangelium das seinen Namen trägt. Auch Markus scheint sein eigenes Evangelium mehr unter der Aufsicht des Paulus als des Petrus geschrieben zu haben, obwohl dieses möglicherweise erst fertig gestellt wurde als er bei Petrus in Babylon war (um 64 u.Z.).

 

Versammlung LaodicäaDer Brief an die Versammlung Laodicea ist nicht mehr vorhanden und fehlt im Bibelkanon. Ob er verlorenging oder später willentlich durch die abgefallene Kirche vernichtet wurde kann nur vermutet werden! Die Äusserungen Jesu in den sieben Sendschreiben der Offenbarung die auch direkt der Versammlung Laodicea gelten, sie enthalten kein Lob, nur Tadel. Die Versammlung liegt in dem Gebiet, von der Paulus im 2.Brief an Timotheus weinend sagt, dass alle von ihm abgefallen wären! Offenbar lag dies im Zusammenhang mit den von Paulus und seinen Lehren abgefallenen Vorstehern aus der Versammlung Ephesus:  Hymenäus, Alexander und Philetus, welche Paulus aus der Versammlung entfernt hatte, die aber mit ihren falschen Lehren ganze Haushalte und bisher gesunde Versammlungen zu unterwandern begonnen hatten! Die Briefe hatten somit auch Warnung als Inhalt und Stärkung, der neuen Erprobung standzuhalten!

 

Die später kursierenden Versionen eines so genannten Briefes des Paulus an die Laodicener scheinen alle Fälschungen zu sein. Einiges deutet darauf hin, dass in jenem Brief gewisse Verknüpfungen von Informationen waren, die wir heute nur mühsam erneut aufgrund der übrigen Briefe herauszufinden beginnen! Sie richteten sich offenbar gegen jene Anhänger des Hymenäus und seiner von den Philosophien Platons beeinflussten Lehre eines Lebens unmittelbar nach dem Tod im Jenseits. Jene abgefallenen Vorsteher und deren Versammlungen formierten. Später nannte man jene als die Nikolaus-Sekte, von der Jesus sagt, dass er sie hasst, deren Lehren die Grundlage der Katholischen Kirchenväter wurde, vor allem die des Augustinus und des Thomas von Aquin.

 

Das gesamte Thema, das Paulus als Vermächtnis den Versammlungen hinterliess wurde somit fragmentiert! Die Versammlungen mussten alle jedes der Schreiben studieren und die verwandten Themen nun für sich zusammensetzen, um den Gesamtsinn zu verstehen! Jede Anweisung an die eine Versammlung betraf alle übrigen: Sie mussten „in einem Sinn“ vereint sein! Daran hat sich bis heute nichts geändert! Es ist aber andererseits auch der Grund, dass wir an Information jenen Versammlungen ebenbürtig sind! Was Paulus zuvor mündlich erklärt hatte, das folgte später in schriftlicher Form mittels der Briefe!

 

Offenbar hatte die ständige Erörterung der guten Botschaft vor den bewachenden Soldaten der Prätorianergarde auch bei einigen von jenen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Grussworte am Ende des Briefes an die Philipper lassen gar darauf schliessen, dass einer oder gar mehrere jener Bewacher sich schlussendlich taufen liessen!

 

Alle Heiligen, besonders aber die vom Hause Cäsars, senden euch ihre Grüße.“ Da ein grosser Teil der Offiziere durch Cäsar Nero (54-68 u.Z.) aus dessen Verwandtschaft rekrutiert wurde, so ergab es sich, dass unter jenen auch solche „vom Hause Cäsars“ waren, die zum Glauben in den Christus kamen und die sich nun für Paulus einsetzten und möglicherweise gar seine Befreiung durch des Kaisers Urteil erreichten!

 

11.3.1.2       Der Inhalt des Briefes an die Philipper

Kapitel 1:  Den Christus und sein Königreich gemäss genauer Erkenntnis verkünden

 

Php 1:1-14:   Trotz Ketten verkündet Paulus die gute Botschaft. Alle sollen zu genauer Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

Dieser Mangel an genauer Erkenntnis war Grund für den um sich greifenden Abfall der vom Bezirk Asien ausging! Überströmende Liebe würde das Resultat sein, wenn sich alle Glieder derselben Ordnung innerhalb aller Versammlungen freiwillig anpassen. Paulus bittet die geliebte Versammlung Philippi ihre Anstrengungen zu erhöhen um zu genauer Erkenntnis der ganzen Wahrheit zu gelangen! Gerade diese Serie von fast gleichzeitig entstandenen Briefen sollte Grundlage dazu bieten. Paulus kann nicht offen schreiben: „Lest jeden Brief und beginnt die Einzelteile zusammenzufügen“, denn das hätte auch die Gegner unter der Prätorianergarde aufgeschreckt und sich für ihn negativ auf das Urteil auswirken können. 

 

Php 1:15-30: Einige in den Versammlungen predigten den Christus aus Neid und Rivalität. Paulus tut alles zur Ehre des Christus

Eine grosse Gefahr für die Versammlung ging von jenen aus, die sich gerne selbst an dieselbe Stellung der Apostel erhöhten oder gar jenes Amt des Christus einzunehmen versuchten, sich als seine Stellvertreter auszugeben. Unabhängig von solchen „falschen Brüdern“ die sich einschlichen zeigt Paulus, dass beides zur Verbreitung der guten Botschaft beiträgt, die Früchte danach aber erweisen würden, wer Jesu Anerkennung besitzt! Dass jene mit Rivalität zuerst offensichtlich Sieger sein würden könnte nichts daran ändern, dass Jesus sie schlussendlich erniedrigen wird. Das Problem war nicht neu, sondern zeigte sich nun an mehreren Versammlungen gleichzeitig.

 

Luther 97 Thesen an der Kirchentür zu Wittenberg*** Rbi8  1. Korinther 11:18-19 ***

Denn fürs erste höre ich, daß, wenn ihr in einer Versammlung zusammenkommt, Spaltungen unter euch bestehen; und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

Spaltungen sind die Folge ungenauer Erkenntnis und dadurch entstehender falscher Lehren, die durch solche Brüder verbreitet werden, die den Aposteln ihre herausragende Stellung neidisch sind. Jene aber, die für sich selbst genau nachforschen und anhand der Schriften alles prüfen zeigen sich als Bewährt, weil sie an der Überlieferung der Propheten und Apostel weiterhin festhalten!

 

Alles, was Paulus tut ist zur Ehre des Christus! Er weiss noch nicht, ob dies seinen gewaltsamen Tod in Kürze mit einschliesst. Aus diesem Blickwinkel kann auch die Tiefe der Schreiben besser verstanden werden, das Konzentrat an Informationen ohne oft auf weitere Details einzugehen, das Wichtigste hervorhebend, wobei das Weiterführende nur anhand der übrigen Schriften durch Zusammenfügen voll verstanden werden kann! Nur genaue Erkenntnis bringt Einheit im Glauben! Wir müssen diese Einheit von der erzwungenen Einheit in gewissen Religionen aufgrund von Glaubenszwang an deren Dogmen klar unterscheiden!

 

Petrus zeigt in seinem 2.Brief, der nur etwa drei Jahre später datiert, dass das Verdrehen der Aussagen des Paulus durch die „Ungelehrten und Unbefestigten“ weiterhin ein Problem blieb und innerhalb der Versammlungen für viele zunehmend zum Stolperstein wurde! Wie Paulus es so sehr angreift verführen jene zum Glauben, dass Gottes Gebote ohne Folge missachtet werden dürften, dass jene Gebote nicht weiter Geltung hätten. Petrus aber verweist auf den kommenden Gerichtstag und die Folgen! Natürlich begründet sich jedes Gericht auf Gültigen Rechtsnormen! Keinerlei Gedanken an das „Christus ist das Ende des GESETZES“, wie einige heutige Bibelübersetzer Römer 10:4 wiedergeben, die deutliche Aussage des Paulus damit ins Gegenteil verkehrend: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“ (Rö 3:31)

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:14-16 ***

Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Die gute Botschaft zu verändern hat bei Jesu Wiederkehr Vernichtung zur Folge! Davor schützt auch der adamische Tod nicht. Petrus und Paulus fordern von jedem von uns im wahren Glauben „Gelehrte und Befestigte“ zu werden, in das „Haupt“ hineinzuwachsen, das der Christus ist anstatt falschen „Häuptern“ nachzugehen!

Kapitel 2:  Die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ achten! Gehorsam gegenüber Gott und dem Christus, Aposteln und Vorstehern; persönliches Interesse der anderen achten

 

Php 2:1-11:  Die Interessen der anderen beachten und ernst nehmen

Ein Christ stellt sich und persönliche Interessen nicht zuerst in den Vordergrund! In der Familie sind es die gemeinsamen Interessen, welche die Entscheidungen beeinflussen. Dabei gilt es in ausgeglichener Form die Interessen aller Glieder zu berücksichtigen und nicht nur die eines der Integranden, welches sich möglicherweise mehr Rechte herausholt wie ihm dies gebührt! Wenn wir als Familienhaupt diese gemeinsamen Interessen erkennen stellen wir gerne persönliche Ansprüche in den Hintergrund, weil uns das Wohl aller am Herzen liegt.

 

Zucht im Hause GottesWas auf Ebene der Familie gilt, das lässt sich auch auf die Ebene der Versammlung anwenden! Paulus selbst gab darin ein gutes Beispiel, die Versammlung Philippi ebenso: Die Interessen aller Glieder sollten sich dem Interesse der Gemeinschaft unterordnen, wobei die Gemeinschaft Einzelinteressen soweit fördert und berücksichtigt, wie sie die Rechte anderer nicht zu sehr tangiert!

 

Zwei Frauen, Euodia und Syntyche verletzten offenbar in Philippi diese Regelung, warum Paulus sie später öffentlich und unter Namensnennung zurechtweist, obwohl sie zuvor an seiner Seite für die gute Botschaft gestritten hatten! Nun obliegt er es den Vorstehern dort erneut den Frieden zu schaffen, den einen, vereinigenden Geist der Liebe wieder herzustellen. 

 

Paulus zeigt an Jesu Beispiel, dass wir über andere nicht Gewalt ausüben sollen, um ihnen unseren Glauben aufzudrängen oder gar um uns ein Amt anzumassen, das Gott nicht oder noch nicht für sie vorgesehen hat! Dies schliesst auch politische Betätigung als Teil dieses Systems aus und niemals wird sich ein echter Christ unter den Gewaltbereiten eines Umsturzes finden lassen! Er selbst gab denen, die in dieses System die Ehre verlangten diese ohne aber Teil von ihnen zu werden! Jene die sich selbst erniedrigen, um anderen zu dienen sind es, die später erhöht werden. Wer eines der kleinsten Gebote verletzt und solches lehrt wird „Kleinster“ genannt werden hatte Jesus doch gewarnt!

 

Php 2:12-24:  Gehorsam Gott, dem Christus, den Aposteln und Propheten gegenüber

Gott selbst hat seine Männer auserwählt die Israel anführen sollten! Er hat hierzu Mächtige aus ihrem Amt entfernt und Niedrige darin eingesetzt. Alle Schriften die uns anleiten wurden durch fleischliche Juden verfasst unter Inspiration Gottes. Im Brief an die Römer zeigt Paulus, dass wir als „Unbeschnittene“ die „eingepfropfte“ sind uns nicht über den edlen Stamm des Olivenbaums erheben dürfen!

 

Der Kreuzzug gegen die AlbigenserDer Drang als Kirchenoberhaupt eine Sekte anzuführen, die sich durch Veränderungen dessen, was von den Anhängern geglaubt werden soll untereinander unterscheiden und sich gegenseitig bekämpfen widersteht dem klaren Gebot im einen Glauben vereint am selben „Haupt“ festzuhalten, zu dem wir in einer Taufe vereint wurden! Die Waldenser und Albigenser wurden von der Kirche Roms verfolgt und ausgerottet, weil sie weiterhin am Sabbat festhielten und den Lehren der Apostel weit mehr Beachtung schenkten als den Kirchenvätern und deren Dogmen.

 

*** Rbi8  Epheser 4:4-6 ***

Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

Heute sind es Dutzende von sich widersprechenden Sekten die sich um Mitglieder buhlen und weit mehr zerstritten sind als Euodia und Syntyche! Sie zu einen ist eine Unmöglichkeit, warum es der Rat des Paulus ist, sich vom Unreinen zu trennen! Der Versuch seine eigene Kirche von der Basis her zu säubern ist ein lobenswertes Vorgehen, das aber leider stets zum Scheitern verurteilt ist! Wo Sauerteig der Lehre von den hohen hierarchischen Positionen her gelehrt wird, da kann die Basis keine Veränderung erbringen!

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:16-18 ***

Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Die Worte des Paulus an die Korinther haben nichts an Wahrheit und Verpflichtung verloren gegenüber uns, dem einzelnen Glaubenden! Wer Gottes Wort und den Sinn dieser Worte durch eigene Interpretation ersetzt macht sich zu einem Gott, wird zu einem Götzen und bildet mit Anhängern nur einen Gott und Christus als Hohepriester konkurrierenden Tempel! Das sehen wir doch deutlich anhand all der unterschiedlichen Kirchen, wenn wir durch eine Stadt gehen! Solche babylonische Verwirrung ist zu verlassen, sobald wir genaue Erkenntnis der Wahrheit erlangen! Sich abzusondern bedeutet nicht die Aufgabe aufzugeben sich als Christ mit Gleichgesinnten zu versammeln! Dazu dient ewig der Sabbat, die Neumondfeste und Festzeiten Jehovas! Jesus gab doch den Rat sich in die inneren Gemächer des eigenen Hauses zurückzuziehen um den Vater mit Geist und Wahrheit anzubeten! Wer weiterfährt Jünger zu machen, wer aufgrund nun genauer Erkenntnis andere belehrt, der führt sich und die Belehrten erneut dem einen „Leib des Christus“ zu! Wo „zwei oder drei“ sich im Namen Jesu ehrlich um Wahrheit und Gerechtigkeit bemühen ist der Herr doch in diesem vereinenden Geist als „Haupt mitten unter ihnen!

 

Php 2:25-30:  Männer von hohem Wert betrachten, die sich für das Werk des Herrn selbst der Todesgefahr aussetzen

Paulus verweist auf den Epaphroditus als gutes Beispiel, solche die wir hoch achten sollten. Um der guten Botschaft willen nahm er selbst Todesgefahr auf sich, wobei er ernstlich erkrankte. Im Brief an die Hebräer erwähnt Paulus zum Ende, dass Vorsteher die hart in Werk und Lehre arbeiten besonderer Würde geachtet werden sollen.

 

Jeder männliche Christ ist gefordert sich als Vorsteher geeignet zu zeigen, indem er vorab in der eigenen Familie das aufbaut, was Christus von uns fordert! Einige Männer geben sich für die Versammlung oder zu Gunsten anderer vollkommen selbst auf, um dem Wohl und der Rettung jener zu dienen! Paulus fordert dazu auf solche wirklich mit Achtung und als wertvoll zu betrachten und uns solchen willig zu unterordnen. Diese Männer werden auch weiterhin sich zu unseren Gunsten selbst unter Todesgefahr einsetzen!

 

Anforderungen an Vorsteher von Christenversammlungen
 

Kapitel 3:  An der Reinheit der Lehre festhalten!  Die Frühauferstehung der Apostel angekündigt

 

Php 3:1-4a:  Sich vor „Hunden“ in acht nehmen die schaden stiften und an der Beschneidung festhalten!

Obwohl das Problem der Beschneidung in Philippi nicht im Vordergrund stand erwähnt es Paulus, um auf Zusammenhänge hinzuweisen. Unreine Tiere wie „Hunde“ wurden als abschreckendes Beispiel auf Männer innerhalb der Versammlung verwendet, welche die gute Botschaft veränderten und Dinge forderten, die Gott in Richtung auf ihren Kern hin, durch Liebe das GESETZ zu erfüllen verändert hatten! Christen mussten sich alle Gebote auf ihr Herzen schreiben. Nicht so wie Religionen dies lehren, dass nur noch eine ausgewählte Handvoll an Geboten gültig seien! Jesus kam nicht um das GESETZ zu beenden, sondern seine vollständige Erfüllung zu lehren und vorzuleben! Er war nicht das Ende des Gesetzesbundes, sondern das Ende des Salzbundes mit Levi!

 

Jene die weiterhin an der fleischlichen Beschneidung für Christen aus den Nationen festhielten, sie blieben am Schattenkleben und konnten nicht die „Wirklichkeit“ die durch Christus gekommen war erkennen. Statt jener „Wirklichkeit des Christus“ den gebührenden Platz zu geben hielten sie weiterhin am „Bund mit Levi“ fest!

 

Php 3:4b-16:  Früh-Auferstehung (gr: exanástasin) der Apostel steht in Verbindung mit am Fleisch Beschnittenen!

Paulus bringt ein Detail der Rangfolge der Auferstehung zur Sprache, das nur an jener Stelle genauer umschrieben wird. Nur durch Verständnis, wo und warum die Frühauferstehung der Apostel als der „Braut, der Frau des Lammes“ einen so gewichtigen Platz hat, können religiöse Mythen umgestossen werden, wie z.B., dass die „Braut des Lammes“ die vom Papst bestimmten „Heiligen“ seien oder bei den Zeugen Jehovas die sogenannten „Gesalbten“!

 

Selbsterhöhung bringt Erniedrigung!Religionsführer nehmen dieses Vorrecht der besonderen Auserwählung gerne für sich selbst bereits heute in Anspruch, ohne auf die Konsequenzen aufmerksam zu werden, welche mit Selbstüberhöhung in Verbindung stehen: Sich selbst zu erhöhen hat Erniedrigung zur Folge!

 

Wir alle sind berufen aber der, der schlussendlich auserwählen wird ist Gott durch seinen Christus. Lassen wir uns nicht durch Amtstalar und wohlklingende Titel täuschen, wie sie alle Religionen sich für ihre Führer erwählten! Jesus hatte nur mit den zwölf Aposteln einen Bund für ein Königreich fest abgeschlossen, mit niemandem sonst!

 

Paulus zeigt, dass Mitchristen in den Versammlungen, die als „Säulen“ dienen, durch Christus schlussendlich auserwählt werden können, um im künftigen geistigen Tempel, der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ ihre ihnen zugeteilte Aufgabe zu erhalten. Johannes erwähnt in der Offenbarung, dass unter jenen „Säulen“ 144.000 zu Priesterkönigen gewählt werden. Den frühauferstandenen Aposteln kommt darin als Richter eine gewichtige Aufgabe zu!

 

Php 3:17-21: Das Ziel sehen: Die Berufung Gottes dahin, um an den „neuen Himmeln“ Anteil zu haben! In derselben „festen Ordnung“ wie Christus und die Apostel wandeln!

Paulus verweist darauf, dass jeder männliche Christ dazu berufen ist an der künftigen Administration der Erde einen Anteil zu übernehmen. Das stellt jeder für sich dadurch unter Beweis, dass er sich für Aufgaben in der Versammlung als geeignet erweist und diese auch mittels Anstrengung sucht und unter Beweis stellt!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:1 ***

Dieses Wort ist zuverlässig: Wenn jemand nach dem Amt eines Aufsehers strebt, begehrt er vortreffliche Arbeit.

 

Dazu muss er sich selbst an dieselbe vorgegebene „feste Ordnung“ halten, wie dies Christus und die Apostel vorgelebt hatten. Paulus zeigt durch nichts, dass dies eine spezifische Klerikerkaste sein würde. Das würde ja eine Spaltung in zwei Klassen bedeuten, was exakt das Gegenteil dessen ist, was Jesus aufgezeigte und forderte.

 

Php 3:17-21:  Nachahmer der Apostel als Vorbilder für andere sein! Jesus verwaltet das Bürgerrecht im Himmel, von woher er zurückkehren wird!

Wenn Paulus davon redet, dass unser Bürgerrecht am „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ in den Himmeln verwaltet wird, dann zeigt er damit, dass keine Religionsgemeinschaft dieses Recht für sich zu pachten vermochte! Alle die sich als offizielle Vertreter des Christus ausgeben schieben sich in Wirklichkeit an dessen Stelle! Jesus dagegen, dass er lebt und selbst vollkommen handlungsfähig ist, er verspricht seine Wiederkehr zur Erde und das Heimnehmen zu sich in das „Haus des Vaters“ all jener, welche er am Ende aufgrund ihrer Treue und ihres Ausharrens auserwählt! Als er in Jerusalem im Tempel die Händler hinaustrieb, erklärte er: „ ‚Schafft diese Dinge von hier weg! Hört auf, das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus zu machen!‘  Seine Jünger erinnerten sich daran, daß geschrieben steht: ‚Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren.“ (Joh 2:16, 17) Oben auf dem Berg Zion stand der Tempel und an demselben Ort wird der geistige Tempel aus „lebendigen Steinen“ und „lebenden Säulen“ stehen!

Im Hause meines Vaters gibt es viele  

(Johannes 14:2-4)  Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid. 4 Und wohin ich gehe, [dahin] kennt ihr den Weg.“

 

Keiner der Jünger kannte den Weg in den dritten Himmel Jehovas aber alle hatten sie gemeinsam oben im Tempel Jerusalems gebetet und belehrt! Dass Religionen sich als „Wohnungen“ Gottes bezeichnet widerlegt schon allein der Begriff „Babylon die Grosse“ und ihr von Gott angekündigter baldiger Untergang!

 

Die Offenbarung erklärt klar und deutlich, wo das „neue Jerusalem“ sein wird, Gottes künftiges „Haus des Vaters“, das vom Himmel herabkommt und bei den Menschen sein wird:

 

(Offenbarung 21:1-4)  Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere [[(alte)]] Himmel [[(der religiösen, politischen und wirtschaftlichen Machthaber)]] und die frühere Erde [[(gottentfremdeter Menschen)]] waren vergangen, und das [[aufgewühlte Menschen-]]Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut [[(Jehovas Engel)]]. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

 

Die ganze verdrehte Lehre der christlichen Kirchen, dass Menschen zu Gott in den „Himmel der Himmel“ kommen, sei dies nach dem Tod oder mittels der „rapture“ ist Mystik, hat nichts mit der Realität gemein, wenn wir die Schriften mit offenen Augen und ohne religiösen Schleier davor lesen!

 

Neues Jerusalem: Gotteskommende Regierungshauptstadt "Jahweh-Schammah"
 

Es gibt nicht mehrere „Häupter“, wie dies jede Kirche für ihr Oberhaupt beansprucht und behauptet, dass jener alleiniger regulärer Vertreter des Christus sei. Der Widerspruch ist vielen nicht offensichtlich, da keine der Kirchen das Thema anzuschneiden wagt, weil ja die Kirchenglieder ihre eigene Kirchenleitung in Frage zu stellen beginnen würden!

 

Wir tun es, weil Jesus kein Kirchengründer war, sondern das Hohepriesterkönigtum im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ vom Vater erhielt zu dem jeder in der Taufe Zugang erhält! Dieses Detail bespricht Paulus im Brief an die Kolosser; wo er Jesu Stellung genau umschreibt!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

Das ist nicht identisch mit den abgepferchten Hürden ihrer Schafe innerhalb jeder Religionsgemeinschaft! Wir gehören zu den „anderen Schafen“, die Jesus erst nach seiner Wiederkehr mit seiner „kleinen Herde“ der Apostel vereinigt, indem er ihnen diese am Gerichtstag auserwählte „grosse Volksmenge“ anvertraut! „‚Was diese riesigen Tiere betrifft, weil es vier sind: Es sind vier Könige, die von der Erde aufstehen werden [[(Medo-Persien, Griechenland, Rom, Anglo-Amerika)]]. Aber die Heiligen des Allerhöchsten [[(die Apostel, vergl. Lu 12:32)]] werden das Königreich empfangen, und sie werden von dem Königreich Besitz nehmen bis auf unabsehbare Zeit, ja für unabsehbare Zeit auf unabsehbare Zeiten [[(auf ewig)]].“ (Da 7:17, 18)

Kapitel 4:  Freude und Vernünftigkeit müssen allen Menschen offenbar werden

 

Php 4:1-7:  Ermahnung bestimmter Frauen gleichen Sinnes wie Paulus zu sein

In keiner Weise zeigt Paulus Parteilichkeit zu Gunsten irgendeiner Gruppe innerhalb der Versammlung. Wo immer ihm eine Abweichung zu Ohren kommt versucht er dies zu korrigieren. Die vorgegebene „feste Ordnung“ die bereits durch Moses für die Versammlung festgelegt wurde gilt ebenso in der Christenversammlung unter Berücksichtigung der Veränderungen die Jesus als Hoherpriester und König brachte. Jakobus erklärte nach dem so genannten Apostelkonzil:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[Versammlung]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Frauen haben sich demselben Geist des Christus zu unterordnen wie Männer, es gelten für seine keine Ausnahmeregelungen. Jedem Geschlecht wurde von Gott seit Beginn eine Rolle zugedacht die es nicht zu verändern gilt!

 

Emanzipation: Frauenquote?*** Rbi8  Epheser 5:21-27 ***

Seid einander untertan in der Furcht Christi. 22 Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, 23 denn ein Mann ist [das] Haupt seiner Frau, wie der Christus auch [das] Haupt der Versammlung ist, er, [der] Retter [dieses] Leibes. 24 In der Tat, wie die Versammlung dem Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allem. 25 [Ihr] Männer, liebt eure Frauen weiterhin, so wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich für sie dahingegeben hat, 26 damit er sie heilige, indem er sie mit dem Wasserbad durch das Wort reinige, 27 so daß er die Versammlung sich selbst in ihrer Pracht darstelle, ohne daß sie einen Flecken oder eine Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und ohne Makel sei.

 

Einer Frau wurde nicht erlaubt ihren Mann zu dominieren, ebenso wenig wird erlaubt, dass Männer Frauen als Unterordnete behandeln und gar Frauen unter Frauen sich zerstreiten, sondern der gerechte Sinn muss dominieren unter den „Jochgenossen“ des Paulus. Vorsteher müssen solche Dinge in Ordnung bringen, indem sie solchen Personen beistehen Christi Sinn hervorzubringen! Die „faulen Früchte der so genannten „Frauenbefreiungsbewegung“ haben in der Christenversammlung keinen Platz. Sie brachte nur Chaos in die Familie, eine Scheidungs- und Abtreibungswelle und Hurerei in nie gekanntem Ausmass!

 

Beachten wir andererseits, dass gerade in Philippi die Purpurhändlerin Lydia eine herausragende Rolle spielte, dass jene Versammlung überhaupt gegründet werden konnte! Auch wenn Frauen vermehrt im Hintergrund auftreten trifft sie wichtige Aufgaben, wenn sie diese erst einmal erkennen!

 

Php 4:8-13:  Der Gott des Friedens ist mit denen, die den Paulus nachahmen

Frieden steht und fällt dadurch, dass wir Gottes Willen erkennen und ausführen. Wo wir vom geraden Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit abweichen folgen unweigerlich Probleme! Das kommende System unter der Tausendjahrherrschaft des Christus steht unter der Charakteristik, dass ein einziges GESETZ auf der ganzen Erde herrscht und ein und dieselbe Form der Rechtsprechung existiert! Da heutige Richter oft ihre Urteile gemäss ihren eigenen Neigungen erlassen, die Rechtsprechung nicht nur von Staat zu Staat, sondern von Provinz zu Provinz und gar von Stadt zu Stadt sich ändert, die niedere Instanz mit der höheren Instanz divergiert, dadurch existiert keine Rechtssicherheit! Der geschickte Verbrecher erlangt dank eines gewieften Anwaltes die Freisprache, indem das wahre Recht gebeugt wird. Solche Anwälte nennt man in diesem System „gross“, das kommende aber werden sie gar nicht erst sehen!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:20 ***

Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Verglichen mit Gottes Rechtsprechung ist jene Justiz der Menschen dieses Systems in unvergleichlichem Nachteil und nur ein jämmerlicher Abglanz kommender Gerechtigkeit!

 

Php 4:14-23:  Lob für ihre Liebe und Freizügigkeit, die Philippi wie keine andere bisher zeigte

Die Versammlung Philippi wird jedem Christen als lobenswertes Beispiel hingestellt, was Liebe zum Apostel Paulus, zur Wahrheit, zur Gerechtigkeit anbetrifft und was Freizügigkeit und Unterstützung in der Verbreitung der guten Botschaft einschliesst. Lassen wir uns dadurch ermuntern ebenso unser eigenes Verhalten in diese erwähnenswerte Richtung zu verändern. Setzen wir uns Ziele und korrigieren wir fehlgeleitete Verhaltensweisen die dem Frieden in der Familie und der Versammlung im Weg stehen! Die Krone des Lebens ist unsere Belohnung!

 

11.3.1.3       Die Gründung der Versammlungen Philippi

Paulus hielt sich auf der 2.Missionsreise im Jahre 50 u.Z. einige Tage in Philippi auf, er kam von Ephesus her via Troas per Schiff nach Mazedonien. In jener gewichtigen Handelsstadt hörte er davon, dass Juden an einem Fluss eine Gebetsstädte hatten und fand dort am Sabbat einige Frauen, denen er die gute Botschaft zu verkünden begann. Die Purpurhändlerin Lydia aus Thyatira nahm Paulus und seine Begleiter daraufhin in ihr Haus auf, nachdem sie und ihre Hausgenossen getauft worden waren. Dort bildete sich offenbar die Versammlung (Apg 16:11-15).

 

Ein gewisses Dienstmädchen begann während Tagen hinter Paulus herzurufen: „Diese Menschen sind Sklaven Gottes, des Höchsten, die euch den Weg der Rettung verkünden“.  Lukas spricht davon, dass sie einen Wahrsagerdämon hatte, den Paulus austrieb. Damit war aber das Geschäft ihrer Herren verdorben, die sie für Entgelt wahrsagen liessen und jene schleppten nun Paulus und Silas aus Rache auf den Marktplatz vor die Magistrate der Stadt und klagten sie an: (Apg 16:16-19)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 16:20-24 ***

Paulus wurde in Ephesus ausgepeitscht, was gegenüber einem römischen Stadtbürger verboten war.Diese Menschen, die Juden sind, beunruhigen unsere Stadt sehr, 21 und sie verkündigen Bräuche, die anzunehmen oder auszuüben uns nicht erlaubt ist, da wir Römer sind.“  22 Und die Volksmenge erhob sich insgesamt gegen sie; und nachdem ihnen die Magistrate die äußeren Kleider heruntergerissen hatten, gaben sie Befehl, sie mit Ruten zu schlagen. 23 Nachdem sie ihnen viele Schläge versetzt hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Gefängnisaufseher, sie sicher zu verwahren.

 

Paulus im "Stock"24 Weil er diesen Befehl erhielt, warf er sie in das innere Gefängnis und schloß ihre Füße in den Stock.

 

Mazedonien stand unter römischer Herrschaft! Als Zugehörige zum römischen Reich mussten sie alle den Cäsar als Gott verehren und ihm Opfer darbringen. Paulus aber verkündete mit „Freimut der Lehre“, dass Jesus König sei und Jehova als Gott und Schöpfer aller Dinge angebetet werden müsse! Die Worte jenes Dienstmädchens, das die Wahrheit redete richteten sich nun auf Grund der Anklage gegen sie und führte zu Rutenschlägen und Einkerkerung ohne vorheriges Gericht!

 

Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott, so dass die übrigen Gefangenen sie hörten. Ein Erdbeben erschütterte das Gefängnis und alle Gefängnistüren und die Fesseln öffneten sich. Da der Gefängnisaufseher glaubte seine Gefangenen seien entwichen wollte er sich mit dem Schwert umbringen. Paulus aber redete zu ihm aus dem Dunkeln des Kerkers: „Tu dir kein Leid an denn wir sind alle hier“. Daraufhin fragte jener, weil jener das Übernatürliche des Geschehens erkennen konnte und von den Lehren betreffend des auferstandenen Christus inzwischen gehört hatte: „Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?“.  Paulus redete zu ihm und den Hausgenossen und vermochte sie von der Wahrheit zu überzeugen, da der Gefängnisaufseher ja selbst Zeuge eines Wunders geworden war! Sie alle wurden noch in derselben Nacht getauft. Als die Magistrate am Morgen ihre Freilassung verkündeten verwehrte Paulus dies vorab:

 

Paulus wurde im Haus der Purpurhändlerin Lydia gastfreundlich aufgenommen*** Rbi8  Apostelgeschichte 16:37-40 ***

Paulus aber sprach zu ihnen: „Sie haben uns, ohne daß wir verurteilt waren, öffentlich ausgepeitscht, uns Menschen, die Römer sind, und uns ins Gefängnis geworfen; und jetzt treiben sie uns heimlich hinaus? Nicht doch, sondern sie sollen selbst herkommen und uns herausführen. 38 Da berichteten die Amtsdiener diese Worte den Magistraten. Diese gerieten in Furcht, als sie hörten, daß die Männer Römer seien. 39 Demzufolge kamen sie und redeten ihnen zu, und nachdem sie sie herausgeführt hatten, baten sie sie, aus der Stadt fortzugehen. 40 Sie aber kamen aus dem Gefängnis heraus und begaben sich in das Haus der Lydia, und als sie die Brüder sahen, sprachen sie ihnen Mut zu und gingen fort.

 

Die gute Botschaft zu verkünden brauchte wahrlich Mut! Die Umstände des Paulus, nun inzwischen erneut in zweiter römischer Gefangenschaft erforderten viel Scharfsinn, um das Wichtige auszusagen und es doch so zu verheimlichen, dass die Autorität nicht gegen sie im Gericht entscheiden würde! Dies gilt es auch im Brief an die Philipper zu berücksichtigen! Jene Versammlung war ihm besonders ans Herz gewachsen! Sie sollten gewisse gewichtige Informationen erhalten, die für sich gestellt scheinbar unwesentlich waren, im Gesamtverständnis aber eine herausragende Rolle einnehmen vor allem für uns, welche diese Zeit betrifft, wo sich die Prophezeiung erfüllen soll!

 

Das Verhältnis des Paulus hatte gerade wegen der Schwierigkeiten dort einen besonders tiefen Charakter zu den Versammlungsgliedern angenommen! Als Paulus sich danach für mehrere Wochen unweit von Philippi in Thessalonich aufhielt, da sandten ihm die Brüder von dort eine erste und später eine zweite Spende, um für seine Bedürfnisse mit zu sorgen (Php 4:15, 16).

 

11.3.1.4       Die vorherrschenden Probleme in der Versammlung Philippi

Die Philipper hatten von der schweren Erkrankung ihres Mitbruders Epaphroditus gehört, der zu Paulus nach Rom geeilt war, um ihn während der Gefangenschaft zu unterstützen. Er hatte erneut eine grosszügige Gabe der Versammlung gebracht (Php 4:18). Offenbar waren sie um dessen Wohlergehen tief besorgt. Nun sandte in Paulus zur Versammlung zurück, möglicherweise diesen Brief als Überbringer mitnehmend (Php 2:25-30). Jener eifrige und mutige Jünger Epaphroditus hatte sich für Paulus eingesetzt und dies gar unter Lebensgefahr!

 

*** Rbi8  Philipper 2:29-30 ***

Heißt ihn daher mit aller Freude auf gewohnte Weise im Herrn willkommen; und haltet Männer von dieser Art weiterhin wert, 30 denn um des Werkes des Herrn willen kam er dem Tod ganz nahe, da er seine Seele Gefahren aussetzte, um völligen Ersatz dafür zu leisten, daß ihr nicht hier wart, um mir persönlich Dienst zu leisten.

 

Paulus beschreibt die Versammlung in materieller Hinsicht als arm aber als sehr Hilfsbereit, da sie nicht nur ihn mit einer ersten, einer zweiten und nun gar einer dritten Spende erfreuten und sein Leben erleichterten, sondern auch grosszügig „die Armen“, die „Ebioniten“ in Jerusalem und Judäa unterstützten, als dort eine Hungersnot ausgebrochen war und er das Hilfswerk für jene organisierte. Paulus stellte daher die Versammlung Philippi allen übrigen als nachahmenswertes Vorbild dar. So schrieb er der eher reichen Versammlung Korinth:

 

Lasset  uns Gutes tun und nicht müde werden*** Rbi8  2. Korinther 8:1-7 ***

Nun lassen wir euch, Brüder, in bezug auf die unverdiente Güte Gottes, die den Versammlungen Mazedoniens erwiesen worden ist, wissen, 2 daß während einer großen Erprobung unter Trübsal die Fülle ihrer Freude und ihre tiefe Armut den Reichtum ihrer Freigebigkeit überströmen ließen. 3 Denn gemäß ihrem tatsächlichen Vermögen, ja ich bezeuge [es], über ihr tatsächliches Vermögen hinaus geschah dies, 4 während sie uns von sich aus anhaltend und sehr eindringlich um das [Vorrecht] gütigen Gebens und um einen Anteil an dem Dienst baten, der für die Heiligen [[(, die „Ebioniten“ in Judäa)]] bestimmt ist. 5 Und nicht bloß, wie wir gehofft hatten, sondern sich selbst gaben sie zuerst dem Herrn und uns durch Gottes Willen. 6 Das bewog uns, Titus zu ermuntern, daß, so wie er es gewesen war, der es unter euch einführte, er auch dasselbe [Werk] gütigen Gebens eurerseits vollenden solle. 7 Dessenungeachtet mögt ihr, so wie ihr in allem überströmend seid, in Glauben und Wort und Erkenntnis und aller Ernsthaftigkeit und in dieser unserer Liebe zu euch, auch in diesem [Werk] gütigen Gebens überströmend sein.

 

Diese grosse Gabe die Bedürfnisse und Interessen der anderen zu sehen und in den Vordergrund zu stellen hebt Paulus im Brief an die Philipper hervor! Sie hatten diese Qualität bereits, sollten sie aber fortsetzen! Nun galt es dort die tieferen Lehren des Christus zu verstehen und zu befestigen!

 

Paulus hofft in Roms Gefangenschaft auf baldige Freilassung auch zufolge der innigen Gebete der Philipper und möchte sie danach schon bald besuchen! Dieser Wunsch erfüllte sich offenbar und Paulus konnte seine vierte und letzte Missionsreise antreten, die ihn nach Philippi führte und später in erneuter Gefangennahme in oder um Ephesus herum, die erneut im Gefängnis in Rom und Verurteilung zum Tod unter Nero endete.

 

 

11.3.2        Kapitel 1:  Den Christus und sein Königreich gemäss genauer Erkenntnis verkünden!

 

11.3.2.1       Php 1:1-7:  Paulus verteidigt in Ketten die gute Botschaft und bezeugt sie

 

Php 1:1:  Aufseher und Dienstamtgehilfen als Ansprechpartner innerhalb der Versammlung zur Mehrung des Friedens

Wie alle Briefe des Paulus richtet sich auch dieser an jeden einzelnen Christen. Trotzdem stellt Paulus die „Aufseher und Dienstamtgehilfen“ in den Vordergrund! Sie sind es, die das Vorlesen der Briefe und die Vermittlung eines genauen Verständnisses vorantreiben müssen!

 

*** Rbi8  Philipper 1:1 ***

Paulus und Timotheus, Sklaven Christi Jesu, an alle Heiligen in Gemeinschaft mit Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Dienstamtgehilfen:

 

Timotheus ist zu jenem Zeitpunkt, wo Paulus diesen Brief schreibt noch nicht in Haft. Offensichtlich ist der Brief an die Hebräer der letzte dieser Briefserie und Paulus kündigt darin die baldige Freilassung des Timotheus an! Wir können mit Bestimmtheit davon ausgehen, dass Timotheus keinerlei Ungerechtigkeit gegen Gottes Gebote verübt hat, dass er aber als Sekretär des Paulus möglicherweise eine unachtsame Äusserung machte, die ihm den Groll des einen oder anderen der beaufsichtigenden Prätorianer eingebracht hatte und daraufhin eine Anklage erhoben wurde! Möglicherweise beschwerte er sich über die ungerechte Verhaftung des Paulus und die bereits ungebührlich viel zu lange dauernde Haft. Wir können den Grund nur erahnen, Paulus schweigt sich darüber in den Briefen aus und ebenso Lukas in der Apostelgeschichte.

 

*** Rbi8  Philipper 1:2 ***

Unverdiente Güte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus.

 

Der Friede, der von Gott her kommt steht in Verbindung damit, dass wir Gottes Willen verstehen und ihn ausführen! Paulus bezeichnet Jesus als Herrn und Jehova als unseren Gott und Vater. Beide Begriffe lassen der Erkenntnis der wahren Stellung dieser Herrscher dem Leser das Verständnis offen! Weder der Cäsar noch der Oberste der Prätorianer könnten sich in ihrer Stellung betroffen fühlen.

 

Php 1:3-7:  Ein volles Mass des Beitrages zur Verbreitung der guten Botschaft

Obwohl Paulus selbst nur begrenzte Zeit in der Versammlung Philippi weilte, im Vergleich zu den Aufenthalten in Antiochia, Ephesus und Korinth, so hatte er doch sehr positive Erinnerungen an jene Brüder und Schwestern und erwähnt sie lobend! Deutlich rückt Paulus die Naherwartung des Tages Christi in den Vordergrund. Jeder sollte diesen Zeitpunkt so im Sinne behalten, als ob er bereits heute eintreffen könnte! „Denn ich habe gerade diesbezüglich die Zuversicht, daß der, der in euch ein gutes Werk angefangen hat, es zur Vollendung bringen wird bis zum Tag Jesu Christi.“ Obwohl jene Brüder längst verstorben sind ist ihre Auferstehung in der Erinnerung für sie so, als hätte Paulus seine Worte ihnen erst vor Kurzem geschrieben! Der Todesschlaf überbrückt lange Zeiträume ohne jede Erinnerung! Der Hirntod endet jedes Denken!

 

Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und Seine Ohren hören auf ihr Flehen*** Rbi8  Philipper 1:3-7 ***

Ich danke meinem Gott allezeit bei jeder Erinnerung an euch, 4 in all meinem Flehen für euch alle, wobei ich mein Flehen mit Freuden darbringe, 5 wegen des Beitrages zur guten Botschaft, den ihr vom ersten Tag an bis zu diesem Augenblick geleistet habt. 6 Denn ich habe gerade diesbezüglich die Zuversicht, daß der, der in euch ein gutes Werk angefangen hat, es zur Vollendung bringen wird bis zum Tag Jesu Christi. 7 Es ist durchaus recht für mich, dies von euch allen zu denken, weil ich euch im Herzen habe, da ihr alle mit mir Teilhaber seid an der unverdienten Güte, sowohl in meinen Fesseln als auch in der Verteidigung und gesetzlichen Befestigung [[(Bezeugung)]] der guten Botschaft.

 

Die Versammlung Philippi stand von Anfang an unter den Angriffen der dortigen Magistrate. Lukas beschreibt das Geschehen in der Apostelgeschichte Kapitel 16 ab Vers 11 bis 40. Die jüdische Purpurhändlerin Lydia war eine erste Frau die auf die Verkündigung des Paulus positiv reagierte. Nachdem Paulus jenen Wahrsagerdämon aus einem Dienstmädchen ausgetrieben hatte kam es zu einer Anklage vor den Magistraten auf dem Marktplatz und Paulus und Silas wurden ausgepeitscht und in den Stock gelegt. Erst als ein Erdbeben um Mitternacht alle Türen und Fesseln öffnete, da wurde auch der Gefängniswärter davon überzeugt es mit Dienern des wahren Gottes zu tun zu haben.

 

Paulus redet vom „Tag Jesu Christi“, dem von den Propheten verkündeten „Tag des Herrn“, wo Jehova durch Jesus das „Königreich für Israel“ erneut aufzurichten beginnt! Deutlich spricht aus seinen Worten die Naherwartung die er selbst und die auch Petrus und Johannes hegten! Dieselbe Hoffnung auf baldige Erfüllung darf uns nicht verlorengehen, weil ansonsten unser Glaube schläfrig zu werden beginnt! Wir mögen uns ein, zwei oder mehrmals irren, dass der Tag nun wirklich gekommen sei, all dies sollte uns nur noch mehr anspornen, weil wir so oder so jenem Tag uns annähern!

 

Was bedeutet es die „gute Botschaft“ zu „bezeugen“ oder „gesetzlich zu befestigen“?

Die Philipper hatten sich schon von Beginn an als eifrige Verkünder erwiesen, was zum frühen Wachstum und zur Stärkung jener Versammlung beitrug!

 

Die „NEUE WELT ÜBERSETZUNG“ übersetzt das griechische Wort mit „gesetzliche Befestigung“ während die meisten anderen Übersetzer das Wort „Bezeugung“ (Meister, Menge), „kundtun“ (Albrecht) oder „Bekräftigung“ (Luther, Schlachter, Elberfelder) vorziehen. Warum dieser Unterschied? Ist es dasselbe etwas „gesetzlich zu befestigen“ und etwas zu „bezeugen“? Wollte Paulus tatsächlich das römische Recht verändern oder trat er als Zeuge in eigener Angelegenheit auf?

 

Da Jehovas Zeugen einerseits behaupten, Christen stünden nicht einmal unter den Zehn Geboten ist es wohl unsinnig ein Gesetz zu befestigen, das man selbst ablehnt! Vielmehr brauchten sie diesen Satz öfters vor Gerichten und gegenüber ihren Anhängern, um scheinbar zu beweisen, dass ihnen das Gesetz des Landes die Freiheit gewähren müsste, dass sie ihre spezifische Form des Predigens von Haus zu Haus, verbunden mit der Verteilung oder besser dem Verkauf von Literatur der Watchtower Incorporated erlauben sollten. Dort versuchten sie es mit vielerlei Hintertürchen zu erreichen, dass auf ihre Literatur keine Steuerabgaben entfallen, also ihr eigenes Recht der Religionsfreiheit aufzurichten versuchten.

 

Dies entspricht aber nicht dem, was der Sinn des Textumfeldes zeigt! Paulus kämpfte um Leben und Tod und brauchte hierzu seine eigene „Freiheit der Rede“, um trotzdem die gute Botschaft zu verkünden und sie bis vor den Cäsar zu tragen oder eben vor hohen Amtspersonen und Königen zu bezeugen! Das Thema ist hier nicht das GESETZ, das er unter den Nationen aufrichtet, sondern die Verteidigung der guten Botschaft über Gottes Königreich! Christen müssen sich die Gebote Gottes auf ihr Herz schreiben, sie halten und lehren!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Wenn Jehovas Zeugen schon eine „gesetzliche Befestigung“ an dieser Stelle behaupten, dann wäre es bestimmt klug und sinnvoll, dieses GESETZ vorab selbst zu halten und zu lehren! Das würde aber die Verteilung und den Verkauf von Literatur am Sabbat eindeutig nicht zulassen! Das vierte der Zehn Gebote lässt daran keinen Zweifel offen. Jesus stiess ja auch die Tische der Geldwechsel um und vertrieb alle, die im Tempel Geschäfte zu machen versuchten: (Mat 21:12, 13)

 

Der Sabbat muss geheiligt werden!*** Rbi8  2. Mose 20:8-10 ***

Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, 9 sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. 10 Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, [weder] du noch dein Sohn, noch deine Tochter, [noch] dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist.

 

Gerade der Samstag und der in der Christenheit geachtete Sonntag aber sind die Haupteinnahmetage jenes Druckereiimperiums, das ein 1914 usurpiertes Königreich verkündet, das weit eher dem „Gott dieses Systems“ unterordnet erscheint, wie Jehova Gott! Es lohnt unser „genaues Unterscheidungsvermögen“ zu stärken! Halten wir uns in dieser Beziehung immer wieder Jesu warnende Worte vor Augen:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote [[(steht hier eindeuti in Verbindung mit dem GESETZ Mose!)]] bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Unsere Treue zum Königreich der Himmel wird somit daran gemessen, ob wir Gottes GESETZ halten und lehren, das schliesst all seine Gebote mit ein, auch „die geringsten“ und auch Teile davon, erklärt Jesus! Dies gilt es für einen Christen zu verstehen! So richten wir Gottes GESETZ nicht unter den Nationen auf, sondern vorab innerhalb der Christenversammlung, indem wir selbst jedes der Gebote kennen lernen, sie beachten und sie andere lehren. Die Versammlung Gottes kann ja gerade eben deshalb kein Teil der Nationen sein, weil sie Gott als Geber des GESETZES heiligt! Die Pharisäer und Schriftgelehrten machten dagegen Gottes GESETZ durch ihre eigenen Regeln und Überlieferungen ungültig und unterordneten sich dem Cäsar gar in ungebührlicher Form, wie es Jesu Auslieferung an Pilatus deutlich zeigt! Genau dies tun auch alle christlichen Religionen, um das Wohlgefallen der Regierungen zu erlangen, deren Gebote sie über Gottes GESETZ stellen!

 

11.3.2.2       Php 1:8-14:  Paulus erwartet von jedem überströmende Liebe mit genauer Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen

 

Php 1:8-11:  Warum sind genaue Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen von so hoher Wichtigkeit?

Paulus erwartet von uns Christen ein exaktes Verständnis unseres Glaubens, nicht Leichtgläubigkeit! Das geht sehr weit über das hinaus, was in Kirchen während der Vorlesung der Evangelien und der Epistel und in der Predigt der Priester vermittelt wird oder der Katechismus Kindern beibringt! Wir bezeichnen dies weit eher als christliche Propaganda, als Augenwischerei, wie Verkündigung der wahren guten Botschaft! Da die Kirchen längst Teil der Staatsmacht sind und damit deren Zielsetzung unterstützen und verteidigen stellen sie sich weit eher als „Feinde Gottes“ dar! Der Jünger Jakobus hat dies in seinem Schreiben auf den Nenner gebracht:

 

Ehebrecherinnen mit ihrer Freundschaft mit der Welt*** Rbi8  Jakobus 4:4-6 ***

Ihr Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer immer daher ein Freund der Welt sein will, stellt sich als ein Feind Gottes dar. 5 Oder scheint es euch, daß die Schrift umsonst sagt: „Mit einem Hang zum Neid sehnt sich fortwährend der Geist, der in uns Wohnung genommen hat.“? 6 Die unverdiente Güte jedoch, die er erweist, ist größer. Folglich sagt er: Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber erweist er unverdiente Güte.“

 

Die Kirchen sind dem Staat dessen Macht neidisch und buhlen sich darum Anteil zu haben! Paulus dagegen zeigt sich „zahm wie eine Taube aber vorsichtig wie eine Schlange“! Er muss auch selbst in Ketten die Wahrheit über Gottes Königreich verbreiten und die Leser seiner Briefe auf das Wiederkommen des Christus vorbereiten! Was auch er angreift ist der Hochmut derer, welche die Versammlungen zu dominieren versuchen und dies durch eine veränderte gute Botschaft und den Weg der Gesetzlosigkeit tun!

 

Jeder muss sich das göttliche Gebot aufs Herz schreiben und die Zusammenhänge zwischen kommendem Regierungswechsel, dem „GESETZ des Christus“ und die Berufung jedes Christen zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ hin bewusst werden! Das war zu keiner Zeit den Klerikern vorbehalten! Wir sollen Menschen aus der Welt für den Christus gewinnen und uns nicht für die Machterhaltung und Entfaltung dieses Systems verwenden lassen! Jakobus identifiziert die „Hochmütigen“ mit denen, die in diesem System Macht und Herrlichkeit ausüben und zeigt, dass der “Hang zum Neid“ jene beflügelt, die die Freundschaft mit dem System suchen und damit ihr eheähnliches Gelübde ihrer Taufe dem Christus und Gott gegenüber verleugnen.

 

Wir sollen uns „der wichtigeren Dinge“ vergewissern und diese stehen alle im Zusammenhang mit Gottes kommendem erdenweiten Königreich! Paulus beschreibt seine Sehnsucht nach der treuen Versammlung Philippi!

 

*** Rbi8  Philipper 1:8-11 ***

Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen mit solch inniger Zuneigung sehne, wie [sie] Christus Jesus hat. 9 Und um das bete ich weiterhin, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme mit genauer Erkenntnis und allem Unterscheidungsvermögen, 10 damit ihr euch der wichtigeren Dinge vergewissern mögt, um bis zum Tag Christi lauter zu sein und nicht andere zum Straucheln zu bringen, 11 und erfüllt seid mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus kommt, zur Verherrlichung und zum Lobpreis Gottes.

 

Die „Gerechtigkeit die durch den Christus kommt“ stützt sich auf das „GESETZ des Christus“, das die Liebe als treibendes Hauptprinzip in den Vordergrund stellt! Diese Liebe zum Nächsten fügt niemandem Schaden zu, ist schnell bereit zum Vergeben und bringt jene Form der Gerechtigkeit hervor, die nur durch Einhalten von Gottes Geboten zu erreichen ist!

 

*** Rbi8  Römer 13:10 ***

Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Paulus will die Leser des Briefes auf den Zusammenhang mit Gottes Königreich in Jesu Händen verweisen: „... damit ihr euch der wichtigeren Dinge vergewissern mögt, um bis zum Tag Christi lauter zu sein und nicht andere zum Straucheln zu bringen“. Um niemandem zum Straucheln zu bringen ist exakte Kenntnis des GESETZES doch Voraussetzung! Wir straucheln doch dadurch, dass wir den göttlichen Willen zu tun verfehlen! Jesus hatte auf denselben Umstand schon die Juden hingewiesen!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

Gottes Gerechtigkeit erweist sich doch gerade mittels Seiner Gebote! Das Königreich Gottes, um das wir beten beruht auf dem Fundament gerechter GESETZE, die Gottes Gerechtigkeit und nicht diejenige der Menschen widerspiegeln!

 

Php 1:12-14:  Die Vernünftigkeit der Lehre und des Verhaltens von Paulus beeinflusst sogar seine Bewacher der Prätorianergarde

Da Paulus während vierundzwanzig Stunden unter Bewachung der Prätorianergarde des Cäsars steht entgeht jenen Soldaten und Offizieren kein Wort, das Paulus zu seinen Begleitern spricht. Als römischer Bürger blieb ihm zwar die Haft im Gefängnis erspart. Dadurch war ihm auch gewährt Besuche zu empfangen und Mitarbeiter zu beschäftigen. So nutzte er die Zeit einen Teil seiner Hirtenbriefe zu diktieren. Die Information die er vermittelt wurde aus Gründen der Sicherheit auf die fünf (sechs) Briefe verteilt und es so dem Leser überlassen, schlussendlich die verschlüsselte Teilinformation erneut als Ganzes zusammenzufügen!

 

Die römischen GötterHätte Paulus zu offen die gute Botschaft eines anderen Herrschers als dem des Cäsar verkündet, dass inzwischen ein anderer König sei und statt des Pontifex Maximums, des Kaisers als höchstem heidnischen Priester zu Gunsten der römischen Götter jetzt Jesus als Hoherpriester des einzigen Gottes Jehovas beachtet werden müsse, dies hätte einen Konflikt heraufbeschworen.

 

Hätte er seine Lehre, dass Christen vorab das GESETZ Gottes und jedes Gebot das Jesus lehrte einhalten müssen, da die beide doch hoch über staatlichen Gesetzen stehen, in einer Form von Konfrontation erläutert, so wäre ihm dies bestimmt zum Nachteil im Gericht ausgeschlagen. Was erst, wenn er das in diesen Schreiben wiederholt hätte, was er zuvor den Korinthern schrieb, dass Christen auf die Richter dieses Systems mit Verachtung herabblicken würden? (1.Kor 6:4) Seine Vorsicht in der Wahl der Worte und in der Aufteilung in kleinere voneinander scheinbar unabhängige Themenkreise, die zudem an geographisch weit auseinanderliegende Versammlungen gerichtet waren, zeigte beidseitig Früchte! Einerseits begann sich das Gerichtsverfahren zu seinen Gunsten zu entwickeln, andererseits kam Verständnis über das „heilige Geheimnis“ zu denen, die mit Verstand auf die Worte des Paulus achteten.

 

*** Rbi8  Philipper 1:12-14 ***

Nun möchte ich euch wissen lassen, Brüder, daß meine Angelegenheiten eher zur Förderung der guten Botschaft ausgeschlagen sind als zu etwas anderem, 13 so daß meine Fesseln in Verbindung mit Christus unter der ganzen Prätorianergarde und bei allen übrigen öffentlich bekanntgeworden sind; 14 und die meisten der Brüder im Herrn, die zufolge meiner Fesseln Zuversicht gewonnen haben, bekunden um so mehr Mut, das Wort Gottes furchtlos zu reden.

 

So begannen viele bisher verängstigte christliche Brüder das Beispiel des Paulus nachzuahmen und mit grossem „Freimut der Rede“ das zu verkünden, was Paulus als Teilbotschaften in den Briefen erwähnt! Offenbar war es die Versammlung Rom, die zuerst von allen Briefen Kopien erhielt und durch Timotheus, durch Titus, durch Lukas und den treuen Epaphroditus in den Gedankengang des Paulus eingeführt wurden. Sie alle begannen darum die Informationen über das erwartete Königreich Gottes und über das bestehende „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ besser zu verstehen, an dem sie nun als „Ebioniten“ oder als „Paulikaner“ selbst Anteil bilden!

 

11.3.2.3       Php 1:15-20:  Predigen wir Christus aus Neid und Rivalität?

Paulus spricht nun als Nächstes über die bereits existierenden Feinde der guten Botschaft, die ihm so viel Ungemach bereitet hatten und Schuld an seinen Fesseln trugen. Deren veränderte Botschaft war allerdings gegen die wahre gute Botschaft gerichtet, trug aber durch die Kontroverse die sie auslöste ebenso zur Verbreitung bei! Wie sonst hätte die Prätorianergarde Zeugnis erhalten? Das war ja gerade wegen jenen Gegnern, vorab die Juden, die Jesus als den verheissenen und offenbarten Messias ablehnten. Dann wurde aber auch jene Gruppe um Hymenäus, Alexander und Philetus immer stärker, welche eine veränderte gute Botschaft verkündeten, „die Auferstehung sei bereits geschehen“ (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-18). Deutlich waren jene „falschen Apostel“ dem Paulus seine erhöhte Stellung neidisch und behaupteten, ihre eigene Lehre stünde über der des Paulus, ja gar über der des Christus! Ihnen ging es um Rivalität die Ehre und das Ansehen und die Autorität auf sich zu ziehen!

 

Vorsicht: Das Wasser kann gesundheitsschädlich sein *** Rbi8  Philipper 1:15-20 ***

Allerdings predigen einige den Christus aus Neid und Rivalität, andere aber auch aus gutem Willen. 16 Die letzteren machen den Christus aus Liebe öffentlich bekannt, denn sie wissen, daß ich zur Verteidigung der guten Botschaft hierhergestellt bin; 17 die ersteren jedoch tun es aus Streitsucht, nicht aus einem reinen Beweggrund, denn sie gedenken, [mir] in meinen Fesseln Drangsal zu verursachen. 18 Was tut es? [Nichts,] außer daß auf jede Weise, ob zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus öffentlich bekannt gemacht wird, und darüber freue ich mich. In der Tat, ich will mich auch weiterhin freuen, 19 denn ich weiß, daß dies durch euer Flehen und die Darreichung des Geistes Jesu Christi zu meiner Rettung ausschlagen wird, 20 in Übereinstimmung mit meiner sehnlichen Erwartung und Hoffnung, daß ich in keiner Hinsicht beschämt werde, sondern daß in allem Freimut der Rede, wie allezeit zuvor, so auch jetzt, Christus durch meinen Leib verherrlicht werde, es sei durch Leben oder durch Tod.

 

Ob wir aus „Neid und Rivalität“ den Christus verkünden geht daraus hervor, ob wir uns der herausragenden Stellung des Christus als einzig wahres „Haupt“ und seinen Aposteln als Jesu direkte Abgesandte dadurch unterordnen, dass wir exakt deren eigens verkündete gute Botschaft aus Liebe verbreiten. Dies, weil unsere Zuneigungen jenen gehört, die Gottes Erwählung und Anerkennung offensichtlich besassen und das Gute wirkten!

 

Die anderen die aus „Neid und Rivalität“ handeln stellen dagegen das Haupt ihrer Religionsgemeinschaft in den Vordergrund, deren Hierarchie, der sie sich verpflichtet fühlen! Sie alle haben Gottes Gebote in die eine oder andere Richtung verändert! Sie wollen denen Schwierigkeiten bereiten, welche die Lehre unverändert verbreiten und ihre Liebe zum Christus dadurch beweisen, dass sie all seine Gebote halten! Dies zieht deren Zorn auf sich, weil ihr von Satan geleitetes gesetzloses Handeln offenbar gemacht wird!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Paulus betrachtet das Verhalten jener die sich Christen nennen, ihn aber weiterhin in Ketten sehen möchten nicht als persönliche Feinde, da dies ja einen gewissen Hass bedeuten würde den Christus ablehnt, sondern stellt deren Bemühungen in den Vordergrund, die ebenso zur Verbreitung des Namens des Christus beitragen! Er weiss aber, dass jene das Königreich nicht erreichen werden! Er versucht sie zum Guten hin, zur Einsicht ihres eigenen Irrweges umzulenken.

 

Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen
 

Der „Geist des Christus“ baut auf Nächstenliebe auf und diesen Geist gilt es zu verbreiten! Jesus ging zu den Sündern hin, um sie zu gewinnen. Paulus zieht den Gedanken so weit, dass er auch einen negativen Entscheid des Cäsars in Betracht zieht, seinen Tod! Auch dieser Tod sollte der Verkündigung des Christus dienen: „... in Übereinstimmung mit meiner sehnlichen Erwartung und Hoffnung, daß ich in keiner Hinsicht beschämt werde, sondern daß in allem Freimut der Rede, wie allezeit zuvor, so auch jetzt, Christus durch meinen Leib verherrlicht werde, es sei durch Leben oder durch Tod.

 

Paulus erwartet, "wie ein Trankopfer ausgegossen zu werden"Obwohl das Gerichtsverfahren schlussendlich mit der Freilassung des Paulus endete, so war es doch nur ein Aufschub um wenige Jahre, um sein Werk nochmals festigen zu können! Im 2.Brief an Timotheus, den er aus der 2.Gefangenschaft schrieb kündigte er seinen bevorstehenden Märtyrertod an! Dies war ihm schon seit langer Zeit von Jesus direkt und durch den Propheten Agabus angekündigt worden! (Apg 21:10, 11)

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:6-8 ***

Denn schon werde ich wie ein Trankopfer ausgegossen, und die bestimmte Zeit für meine Erlösung steht bevor. 7 Ich habe den vortrefflichen Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt. 8 Fortan ist mir die Krone der Gerechtigkeit aufbehalten, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag als Lohn geben wird, doch nicht nur mir, sondern auch all denen, die sein Offenbarwerden geliebt haben.

 

Paulus redet von seinem Kampf das Rechte zu tun und das Schlechte in Gottes Augen, das Unreine zu meiden! Als Apostel und als Jünger hatte er die Aufgabe den Christus und sein Königreich und dessen Rechtsordnung unter den Nationen und unter den Juden zu verkünden erfüllt! Das hatte er zudem mit grossem Erfolg getan! Fortan sollte er im Tode ruhen, bis zum Offenbarwerden des Christus, dessen kommende Wiederkehr als Mensch er immer und überall verkündet hatte. Das war zwar Torheit in den Augen der Weisen dieses Systems, wurde aber von all denen verstanden und geglaubt, die Gottes Macht und Herrlichkeit durch die Verkündigung kennen gelernt hatten.

 

Freimut der Rede, um die Wahrheit über die „neuen Himmel“ zu verbreiten!

Jesus hatte all denen, die Glauben an ihn ausüben würden versprochen, dass er jedem von ihnen eine spätere Unterkunft im „Hause des Vaters“ bereiten würde. Johannes schrieb darüber am Ende des Jahrhunderts in seinem Evangelium. Jesus bereitete seine Jünger auf seinen Weggang hin zum Vater vor, die Rückkehr dahin, von wo aus er gesandt worden war:

 

*** Rbi8  Johannes 14:1-4 ***

„Euer Herz werde nicht beunruhigt. Übt Glauben aus an Gott, übt auch Glauben aus an mich. 2 Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid. 4 Und wohin ich gehe, [dahin] kennt ihr den Weg.“

 

Der Weg hin zum Vater bedeutet Anerkennung Jesu als dessen Bevollmächtigten und das Halten seiner Gebote: „An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“ (Joh 14:20, 21)

 

Die „Stätte“ die Jesus bereiten würde hatte Paulus im Brief an die Epheser deutlich als „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ beschrieben. Mit Jesu Wiederkehr sollte jene Verwaltung auf der Erde aufgerichtet werden, in Form des „Königreiches für Israel“, das auserwählte „Israel Gottes“, die 144.000 Priesterkönige! Es ging nicht um eine „Stätte“ im Himmel selbst, sondern um die ersten „neuen Himmel“ der von Gott eingesetzten erdenweiten Verwaltung, das kommende Israel Gottes“! Nur im Brief an die Kolosser redet Paulus spezifisch vom „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, einem weiteren gewichtigen Schlüsselbegriff (Kol 1:13) und nur den Philippern kündigt er an, dass es eine „exanástasin“, eine „Frühauferstehung“ für die Apostel geben wird und Paulus sich unter diese rechnet, damit jenes himmlische Königreich auf der Erde durch „die Frau“ einen Beginn haben würde! Er stellt dies alles stets zudem deutlich in den Zusammenhang von Jesu Wiederkehr (Php 3:11, 20, 21).

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Wie nun sollten die Apostel und die Jünger den „Weg“ zu Christus erkennen? Thomas war es, der dies noch nicht verstanden hatte und wahrscheinlich war er dabei gar nicht alleine:

 

*** Rbi8  Johannes 14:5-7 ***

Thomas sagte zu ihm: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie kennen wir denn den Weg?

6 Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

 

Der „Weg der Wahrheit“ war durch Jesus selbst vorgezeichnet! Er hielt das ganze GESETZ und erfüllte in jeder Beziehung den Willen seines Vaters! In ihm kam die ganze Liebe zu Gott und zum Nächsten zum Ausdruck! Wer ihm nacheifert und seine Gebote hält wird von Jesus geliebt und dadurch vom Vater angenommen! Ohne Jesus ist es nicht möglich zum Vater zu gelangen, sei dies als auserwähltes „Schaf“, das in der Schlacht von Harmagedon den Schutz Gottes geniesst oder in der Auferstehung und all jene, die Jesus nun erneut als Hirte während des Millenniums anführen wird, die in der allgemeinen Auferstehung während der Tausendjahrherrschaft zum Leben kommen! Nur Gerechte werden das kommende „neue Jerusalem“ betreten dürfen und so in Jesu Anwesenheit gelangen und dadurch sich dem geistigen Tempel Gottes direkt nähern dürfen! Jesus ist heute bereits im „Himmel der Himmel“ unser Hoherpriester vor Gottes Thron, künftig aber wird er seinen Dienst auf der Erde verrichten, wenn das „Jerusalem droben“ zur Erde herabkommt und Gott erneut bei den Menschen weilen wird!

 

Eine himmlische Auferstehung der Toten, eine Lüge die auf die Philosophie Platons über ein Jenseits fusst aber innerhalb der Christenheit auf der abtrünnigen Lehre des Hymenäus aufbaut, diese wurde von der Katholischen Kirche zu einem Dogma ausgebaut, das jedes Gesamtverständnis der Worte der Schrift, insbesondere jene des Paulus verunmöglichen!

 

Paulus beschreibt Jesus als das vollkommene „Abbild des Vaters“! Wer Jesus in seiner Form des Seins und Handelns erkannt hat, der kennt dadurch den Vater und dessen Charakteristiken!

 

Gottes herausragende Eigenschaften
 

Paulus stellt hier sein Leben seinem Tod gegenüber! Er weiss um den Todesschlaf und ist überzeugt über seine kommende Auferweckung am „jüngsten Tag“, dem Beginn des „Königreiches für Israel“ oder zu Beginn des „Tages des Herrn“ [B1], wenn Jesus nun auch noch mit Königreichsmacht über seine Feinde vom Himmel her zurückgekehrt ist. „Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:] „Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.“ “ (Ps 110:2)

 

Paulus selbst war es doch, der all diese Zusammenhänge in seinen Briefen beschreibt! Er hatte das grosse Puzzle in viele Einzelteile aufgelöst und in seinen Briefen für künftige Generationen dadurch bewahrt! Hätte er diese sensible Information zusammenhängend beschrieben, sie wäre durch die römische Staatsmacht vernichtet worden, wie dies später durch die Abgefallenen und deren erstarkte Katholische Kirche mit seinen Brief an die Laodicener offenbar geschah! (Kol 4:16)

 

11.3.2.4       Php 1:21-26:  Ob Tod oder ob Leben: Alles ist zur Ehre des Christus!

Paulus fühlt Sehnsucht sein Werk abzuschliessen. Die lange Gefangenschaft hat ihm offensichtlich zugesetzt! Andererseits weiss er, dass die Versammlungen ihn noch sehr benötigen! Vieles ist noch nicht so befestigt, wie Paulus sich dies wünscht! Darin bilden die Philipper eine löbliche Ausnahme, wie die vielen positiven Aussagen im Brief an sie und in der Apostelgeschichte des Lukas bestätigen.

 

Paulus wünscht sich das Zusammensein mit Jesus*** Rbi8  Philipper 1:21-26 ***

Denn zu leben ist in meinem Fall Christus und zu sterben Gewinn. 22 Wenn es nun gilt, im Fleische weiterzuleben, so ist dies für mich eine Frucht der Arbeit — und doch mache ich nicht bekannt, was ich erwählen soll. 23 Ich stehe unter dem Druck dieser beiden Dinge; was ich aber wirklich begehre, ist die Erlösung und das Zusammensein mit Christus [[(nach seiner Frühauferweckung [B1] und der „Hochzeit des Lammes“ [B2e], dann nach Jesu endgültiger Wiederkehr [Bb; a1])]], denn das ist bestimmt weit besser. 24 Doch ist es euretwegen notwendiger, daß ich im Fleische bleibe. 25 Indem ich also dieserhalb zuversichtlich bin, weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen zu eurem Fortschritt und zu der Freude verweilen werde, die [mit eurem] Glauben [verbunden ist], 26 damit euer Frohlocken in Christus Jesus meinetwegen durch meine erneute Gegenwart [[(sein erneutes Kommen auf der 4.Missionsreise ankündigend)]] bei euch überströme.

 

Paulus fasst Mut und Hoffnung, dass Jesus ihn aus den Ketten Roms befreien werde, damit er die geliebte Versammlung Philippi erneut sehen darf. Die Erlösung dagegen wäre der Tod, der ja mit dem Ende des Todesschlafes durch „Frühauferstehung“ in der Vereinigung mit dem Christus ihren Höhepunkt findet. Dies führt hin zur „Hochzeit des Lammes“ [B2e], dem Zeitpunkt, wo die Apostel sich auf ihre zwölf Richterthrone setzen dürfen und ihnen die am Gerichtstag zuvor [B2] ausgesonderte „grosse Volksmenge“ übergeben wird, um daraus heraus jene zusammen mit Jesus zu versiegeln, die Gottes Anerkennung erlangt haben und die Teil des „Israel Gottes“ bilden werden! Jesu Versprechen an die Apostel nach dem Abendmahl kommt zur Einlösung:

 

*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Jesus redet klar und deutlich von irdischen Dingen, von der Herrschaft der Apostel über die 144.000 künftigen Priesterkönige, die vom „neuen Jerusalem“ aus erfolgen wird, aus „dem Hause des Vaters“, dem „geistigen Tempel“, dem Zentrum der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“! Das sollten Christen wirklich verstanden haben, weil sie dann den „Weg“ wirklich klar erkannt haben dem zu folgen notwendig ist, um selbst dahin zu gelangen!

 

11.3.2.5       Php 1:27-30:  Die Einheit im Glauben und der heute so geteilte Geist der Christenheit

Paulus erwartet von jedem Christen ein genaues Verständnis nicht nur einzelner Teile der Schrift, sondern der gesamten Zusammenhänge! Warum tut er dies? Weil es die einzige Form ist, dass wir „... feststehen in einem Geist, mit einer Seele Seite an Seite für den Glauben der guten Botschaft streitend“. Dies ist einfach zu verstehen! Wenn wir in Details unterschiedlicher Meinung sind, ob nun die Auferstehung auf der Erde sei oder im Himmel, ob Jesus gleich wie Gott ist oder ob Gott Jehova alle anderen überragt, ob wir unter Gottes Geboten stehen oder religiöse und nationale Gesetze uns lenken sollen, wie soll da eine Einigkeit entstehen? Darin liegt doch der Grund, dass jeder sich die Religion aussucht, die am ehesten seiner bisherigen Denkform entspricht!

 

Die Religion, welche die höchsten Gewinne bei geringster Anstrengung verspricht ist GewinnerWer ist da der Gewinner? Natürlich jene Religion, die am wenigsten Ansprüche stellt und den höchsten Gewinn bei geringster Anstrengung verheisst! Mache doch mal für dich die Probe und untersuche, was jeder deiner unterschiedlichen Freunde so alles glaubt! Ja, es ist wahr, du selbst wirst nicht glauben, was alle anderen Menschen so glauben! Das ist nicht wahrer Glaube, sondern Leichtgläubigkeit gegenüber dem „Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum“, ja, es ist bei sehr vielen schon echte Liebe zu Irrtum und Lüge, weil es mehr Kraft kostet nach Wahrheit zu forschen! Diese geistige Unmündigkeit der grossen Mehrheit der Menschen ist es, die Paulus verurteilt und in seinen Briefen die verantwortlichen ungetreuen Hirten dafür prügelt! Er will, dass jeder von uns zum vollen Denkvermögen heranreift, das Christus zeigte, unabhängig, ob die geistlichen Führer uns dahin geleiten oder nicht!

 

*** Rbi8  Epheser 4:13-16 ***

... bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Wahrheit zu reden ist nur dann möglich, wenn wir vorab Irrtum und Lüge zurückweisen! Das bedingt aber Liebe zur Wahrheit zu entwickeln und uns daran zu halten, wenn immer wir wirkliche Sicherheit erlangt haben! Dazu mögen Zwischenstufen nötig sein, da es unmöglich für uns Menschen ist die ganze Erkenntnis auf einmal zu erlangen! Darum nennt Jesus es einen „Weg“, ein ständiges darauf fortschreiten! Jeder der diesen Weg erwählt hat bildet Teil des „Leibes des Christus“!

 


 

Das Interessanteste ist dabei festzustellen: Wie höher die Schulbildung, desto konfuser sind oft die Ansichten! Blinder Glaube führt zum Chaos und unser Schulsystem ist nicht geeignet Menschen zur Wahrheitssuche hin zu erziehen! Die immer lockereren Modalitäten der Menschen zeigen, dass das Ausbildungssystem auch nicht in der Lage ist höhere Moralwerte zu vermitteln! Paulus empfiehlt darum uns „ ... in keiner Hinsicht von euren Gegnern erschrecken laßt.“

 

*** Rbi8  Philipper 1:27-30 ***

Nur betragt euch auf eine Weise, die der guten Botschaft über den Christus würdig ist, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von den Dingen, die euch betreffen, höre, daß ihr feststeht in einem Geist, mit einer Seele Seite an Seite für den Glauben der guten Botschaft streitend, 28 und euch in keiner Hinsicht von euren Gegnern erschrecken laßt. Gerade das ist für sie ein Beweis der Vernichtung, für euch aber der Rettung; und dieses [Anzeichen] ist von Gott, 29 denn euch ist um Christi willen das Vorrecht gegeben worden, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden. 30 Denn ihr habt denselben Kampf, wie ihr ihn in meinem Fall gesehen habt und wovon ihr jetzt in bezug auf mich hört.

 

Das Lamm mit den sieben Hörnern und den sieben AugenPaulus als Richter der Vorsteher der Versammlungen der Nationen wird, obwohl abwesend auch über jeden von uns in der Endzeit Bericht erhalten! Das „Lamm mit sieben Hörnern und mit den sieben Augen“ das Johannes vor dem Thron Gottes sieht ist der Christus, dem nichts entgeht, was sein Königreich betrifft, weder bei seinen Freunden noch bei seinen Feinden!

 

Paulus gibt Rat: Er hat ja die Grundlage der Lehre und des Verhaltens in den Christenversammlung unter den Nationen aufgrund der Anforderungen definiert, welche Christus ihn gelehrt hat. So wird es am Gerichtstag schlussendlich so sein, wie Jesus es erklärt hat: Sein Wort wird uns richten, nicht das der Präsidenten und höchsten Richter der Nationen, nicht das verdrehte Wort von Religionsfürsten! Sie alle haben sich heillos in unterschiedlichste Lehrrichtungen zerstritten gezeigt! Es gibt nicht zwei Universitäten auf der Erde die dasselbe über ein und dasselbe Thema lehrt wie eine andere! Jesus gibt warnend Rat:

 

*** Rbi8  Johannes 12:48-50 ***

Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Paulus gibt dies ebenso gegenüber uns in den Briefen wider, was er von Jesus her in Visionen gehört hat! Betrachten wir, was ausserhalb der in sich ja vollkommen zerstrittenen Religionen heute sich in der Welt abspielt! Es zeigt, dass die höhere Schulbildung jener Führungskräfte in Politik und Wirtschaft ebenso wenig in „einem Geist vereint“ sind oder sich durch „einen Gedankengang“ leiten liessen! Sie sind zerstrittener als je zuvor, je mehr „Freiheit“ sie verlangen!

 

Dieses System ist weder in „einem Geist vereint“ noch lässt es sich durch „einen Gedankengang“ leiten!

Der kritische Wirtschaftsökonom Bill Bonner, Präsident der Agora Inc., einem der grössten Wirtschafts- und Finanz-Pressekonzerne arbeitet hart daran, die Zerstrittenheit der Gewaltigen der Finanzwelt, der Wirtschaft und in der Politik und deren Hang zum Mystizismus offen zu legen! Er zeigt mit Deutlichkeit, dass jene, welche heute die Macht in den Händen halten in Wirklichkeit wie Blinde eine blinde Menschheit führen und sie zur Grube der wohl grössten aller Finanzkrisen aller Zeiten hinlenken! Er spricht gar davon, dass das Ende des Papiergeldes nahe gekommen ist! In einem seiner Newsletter vom 19.8.2009 sagt er:

 

Richard von Strigl: "Kapital & Produktion"Richard von Strigl: Wirtschaftsliberalismus   Richard von Strigl [[führender Kopf des Wirtschaftsliberalismus; sein Buch 1931 ist betitelt: „Kapital und Produktion; Meilensteine in der Nationalökonomie“]]  hat - neben anderen - im Jahr 1923 darauf hingewiesen, dass es zwischen der Realwirtschaft und der gewöhnlichen Wirtschaft, die die politischen Entscheidungen leitet, eine Lücke gibt. Auf der einen Seite stehen ernste Beobachter, die das, was in einer reinen, natürlichen Wirtschaft passiert beobachten und die ihre Wahrheiten aus den konjunkturellen Strömungen ziehen. Auf der anderen Seite stehen die Wichtigtuer, die die Wirtschaftswelt so verzerren, dass es kaum noch um die Beobachtungen der alten Wirtschaftswissenschaftler geht. Unterhalb des Camps der Wichtigtuer ist das Wasser nicht einmal mehr zum Trinken geeignet.    

 

Diese verschmutzten, untrinkbaren Wasser an Erkenntnis werden uns täglich von „Experten“ über die Medien dargereicht! Schon Hesekiel hatte Israel vor denen gewarnt, die das „Wasser“ verschmutzen! „Wasser“ ist hier als Symbol von ständiger, reiner Erkenntnis zu verstehen, die beständig fliessen müssen, um nicht bald schon abgestanden, von Giften durchmischt zu sein!

 

*** Rbi8  Hesekiel 34:17-19 ***

Und was euch, meine Schafe, betrifft, dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich richte zwischen Schaf und Schaf, zwischen den Widdern und den Ziegenböcken. 18 Ist es etwas so Geringes für euch, daß ihr auf der allerbesten Weide weidet, aber das übrige eurer Weiden mit euren Füßen zertreten solltet, und daß ihr die klaren Wasser trinkt, aber die übriggelassenen durch das Stampfen mit euren Füßen verschmutzen solltet? 19 Und was meine Schafe betrifft, sollten sie auf dem von euren Füßen zertretenen Weidegrund weiden, und sollten sie das durch das Stampfen eurer Füße verschmutzte Wasser trinken?“

 

Was Bill Bonner über die Wirtschaftswissenschafter losdonnert, die sich weit mehr von Mythen als von der Realität leiten lassen, was würde er wohl über die Verbreiter religiöser Märchen sagen? Er fährt fort einen weiteren führenden Kopf der Politik und dessen eigene Schlussfolgerung zu zitieren:

 

Frederic Bastiat (1801-1850), ein französischer Wirtschaftswissenschafter und Politiker, der sich ein Leben lang mit der Enthüllung von wirtschaftswissenschaftlichen Mythen befasste, sagte:

 

 Das ist der ganze Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Wirtschaftswissenschaftler - der eine berücksichtigt die sichtbaren Auswirkungen, der andere berücksichtigt sowohl die Auswirkungen, die er erkennen kann, und die, die man notwendigerweise voraussehen muss. Dieser Unterschied ist gewaltig, denn fast immer ist es so, dass wenn die unmittelbaren Konsequenzen wünschenswert sind, die letztendlichen Konsequenzen fatal sind, genauso wie umgekehrt.

 

Philosophie: Wo ist das Kind, das ich war?Wenn wir dies nun auf Religionen übersetzen und die Geschichte auf die Auswirkungen ihres Lehrens und Handelns hin überprüfen, die Auswirkungen, die sie auf lange Frist auf die Menschen ausübten, so kommen wir zu ganz ähnlichen Schlussfolgerungen! Keiner der Religionsväter und noch viel weniger ihre späteren Führer waren sich bewusst, was ihre fehlgeleiteten Lehren durch kopieren von menschlichen Philosophien für langfristige Auswirkungen haben! Sie waren und blieben Kinder in ihrem Denkvermögen, so weise sie sich auch immer zu präsentieren wussten!

 

Wer dagegen die Worte des Paulus und der Propheten, vor allem jene Jesu analysiert, der kommt zum Schluss, dass jene zufolge höherer Inspiration von Anfang an den Ausgang kannten und diesen lehrten! Dies kam nicht von jenen selbst, sondern wurde ihnen vom Vater her gegeben!

 

*** Rbi8  Jesaja 46:8-11 ***

Gedenkt dessen, damit ihr Mut fassen mögt. Nehmt es zu Herzen, ihr Übertreter. 9 Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, daß ich der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; 10 der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind; der spricht: ‚Mein eigener Beschluß wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun‘; 11 der vom Sonnenaufgang her einen Raubvogel ruft, aus fernem Land den Mann, der meinen Beschluß vollziehen soll. Ich habe [es] ja geredet; ich werde es auch herbeiführen. Ich habe [es] gebildet, ich werde es auch tun.

 

Nur Gott allein kennt von Anfang an den Ausgang, unabhängig davon, ob es Tage oder Tausende von Jahren betrifft! Er gab seinen Rat bekannt, um uns anzuführen. Nicht auf ihn zu achten bedeutet Liebe zur eigenen Vernichtung zu haben! Unser Planet am Rand der Selbstzerstörung ist Beweis dafür, dass wir nicht weiterhin den Bock zum Gärtner machen sollten!

 

Worte der Weisheit nach der wir leben sollenDa Paulus alle Dinge die unseren Glauben betreffen in seiner weit über das Normale hinausgehenden Weisheit unter Gottes Geist zu einem Gesamtbild, einer Schau der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereinte, konnte er daher verbindliche Normen aufstellen, die zur Zeit als er sie äusserte bereits über Jahrhunderte überprüft waren, diese daher auch damals Geltung unter Christen erlangten und sehr gute Resultate überall hervorbrachte, wo sie angewendet wurden. Dies zeigte sich gerade an dieser Versammlung von Philippi. Dieselben Regeln zeigen auch heute und künftig ebensolche Wirkung bei all den Familie, christlichen Gruppen und Versammlungen, die sie erneut anwenden. Sie gründen alle auf den nie endenden GESETZEN Gottes!

 

Paulus will, dass wir Gott und seines Christus exakt erkennen, so wie sie sind, nicht so wie sie allzu oft falsch dargestellt werden. Jesus widerspiegelte Gottes Eigenschaften in vollkommener Weise: Seine Liebe, Seine Weisheit, Seine Gerechtigkeit und Seine Macht in ausgeglichener Form. Er möchte, dass wir dasselbe umsetzen und in unserem Kampf gegen die Ignoranz dieses Systems nicht locker lassen! Dies bedeutet wie im Falle des Paulus aber auch Leiden auf sich zu nehmen! Indem wir an den unveränderlichen Aussagen weiterhin festhalten und unseren Glauben in unser Leben übertragen und in das kommende, das gerechte System unsere Hoffnung setzen, in jene angekündigte Verwaltung, die nicht von Habsucht und Unfähigkeit diktiert wird. Damit erfüllt sich das, was er uns erklärt: „Gerade das ist für sie ein Beweis der Vernichtung, für euch aber der Rettung; und dieses [Anzeichen] ist von Gott“.

 

Ende aler Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

 

11.3.3        Kapitel 2: Die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ achten! Gehorsam gegenüber Gott und dem Christus, Aposteln und Vorstehern; persönliches Interesse der anderen achten

 

11.3.3.1       Php 2:1-5:   Persönliches Interesse zeigen für die Interessen der anderen

Paulus stellt die Nächstenliebe in den Vordergrund. Er möchte dass wir „in Demut die anderen höher achten als uns selbst“! Dies bedeutet, dass wir Eigeninteressen zu Gunsten der Interessen anderer zurücksetzen! Er zählt einige Dinge auf, die erklären wie wir dies erreichen:

 

Eines davon ist, mit anderen geistige Dinge teilen. Jesus zitierte beständig aus den Schriften, indem er z.B. darauf verwies: „… es steht geschrieben ...“. Damit rückte er Gottes Wort ins Zentrum seiner Zuhörer! Paulus handelte ganz ähnlich! Seine Briefe sind gespickt mit Zitaten und Hinweisen auf Schriftstellen, womit er auf die Quelle der Weisheit aufmerksam macht! Dem Timotheus schrieb er:

 

Ist die Bibel wirklich von Gott? *** Rbi8  2. Timotheus 3:16-17 ***

Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

 

Indem wir mit anderen über Jesus reden, seine herausragenden Eigenschaften in den Vordergrund rücken, z.B. wie er auf Menschen zuging, um an deren Leben und Sorgen Anteil zu nehmen, ihre Leiden und Nöte sah und sich ihrer erbarmte. Wie er stets ermunterte das zu tun, was Gottes Wille ist und Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückte. Wir sollen Menschen darauf hinweisen, dass dies die Art höchster Autorität sein wird im kommenden System und so unsere Zuhörer erneut dem herrschenden König und unserem Hohepriester zuführen! Wir können schon heute vieles von den Segnungen des kommenden Systems herbeiführen, indem wir diese Dinge bereits in die Praxis umsetzen! Gottes Gerechtigkeit muss dabei im Zentrum stehen, nicht die der heutigen Nationen und Religionen!

 

Paulus möchte, dass wir diesen Sinn des Christus verstehen und bei uns selbst in den Vordergrund rücken! Demut war eine der Eigenschaften die Christus zeigte, indem er sich selbst unter seine Stellung als Engel erniedrigte, um uns gleich zu werden! Selbst unter den Aposteln zeigte er sich als einer der ihnen und nannte sie „Freunde“! Er zeigte sich ihnen gegenüber als ihr Bruder!

 

*** Rbi8  Philipper 2:1-4 ***

Wenn es also irgendeine Ermunterung in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendein Teilhaben am Geist, wenn irgendwelche [Gefühle] inniger Zuneigung und des Erbarmens, 2 so macht meine Freude dadurch voll, daß ihr gleichen Sinnes seid und die gleiche Liebe habt und mit vereinter Seele auf das eine bedacht seid, 3 indem ihr nichts aus Streitsucht oder aus Ichsucht tut, sondern in Demut die anderen höher achtet als euch selbst, 4 indem ihr nicht nur die eigenen Dinge in eurem Interesse im Auge behaltet, sondern auch persönlich Interesse zeigt für die der anderen.

 

Solche Form der Liebe vereint uns! Aus Eigensucht dagegen kommen Handlungen, welche den Interessen der anderen zuwiderlaufen. In der Ichsucht sehen wir nur das, was uns gerade im Moment nützlich erscheint, nicht aber die Langzeitfolgen unseres Handelns! Jesus vermochte das Interesse der Menschen zu erreichen, indem er an ihnen zuerst das Gute wirkte. Dadurch konnte er vorab seine Apostel, dann zumindest einige der Zuhörer und dann immer weitere Juden für sein Programm ansprechen, nun erneut Gottes Willen ins Zentrum ihres Lebens zu stellen! Er band auch uns mit ein, selbst uns ebenso als in Gemeinschaft mit ihm zu betrachten, die wir nun ein gemeinsames Ziel erkennen können und ebenso konstant darauf hinarbeiten: Das Kommen von Gottes Königreich vorzubereiten, indem wir diese Form von Herrschaft, zu Gunsten des anderen in den Vordergrund stellen, statt zum Eigennutz einer heute herrschenden inneren Gruppe die an der Macht ist zu verschwenden! Das ist unsere Form politischen Programms: Hilfe zur Selbsthilfe, indem wir Menschen nach dem Sinn des Christus umformieren!

 

11.3.3.2       Php 2:5-11:  Keine „gewaltsame Besitzergreifung“ in Betracht ziehen!

Jesus warnte seine Jünger wiederholt davor, dass sich einer über den anderen überhöhe. Weder er noch Petrus, noch Paulus führten ein hierarchisches System ein! Die Fusswaschung war nur eines vieler Beispiele, wo er zeigte, dass wir den anderen höher achten und einander in ähnlicher Weise dienen sollen! Indem wir selbst niedere Dienste für andere tun aus Erkenntnis, dass wir damit dem Ganzen dienen, den Niedrigen dadurch ehren und erhöhen! Wir sollen Jesus nachahmen, jener „nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich“, obwohl er zuvor an Gottes Seite in grosser Ehre als gekrönter Engelfürst Michael war!

 

*** Rbi8  Philipper 2:5-11 ***

Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt [[(als Geistwesen)]] existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog [[(wie dies Satan in Eden tat)]], nämlich um Gott gleich zu sein. 7 Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. 8 Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl [[Pfahl]]. 9 Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn auch zu einer übergeordneten Stellung erhöht [[(wie könnte Jehova dies tun, wenn er gemäss der Lehre der Dreieinigkeit seit Ewigkeit bereits GOTT war?)]] und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem [anderen] Namen ist, 10 so daß sich im Namen Jesu jedes Knie [[(vor Jehova)]] beuge, derer, die im Himmel [[(die Engel, die Jesus als ihren „König“ aanerkennen)]], und derer, die auf der Erde [[(wir Lebenden)]], und derer, die unter dem Erdboden sind [[(ab dem Tag ihrer Auferweckung)]], 11 und jede Zunge offen anerkenne, daß Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

 

Die Gesinnung des Christus gilt es zu bewahren, um nach denen Ausschau zu halten, die selbst bereit sind Gott ähnlich zu werden, ohne Gewaltanwendung Jünger für Christus zu machen.

 

Wenn du vor mir niederfällst und mich anbetest ... Als Satan Jesus „alle Königreiche der Erde“ anbot lehnte Jesus dies ab! Im Himmel war es offenbar als Engelfürst (Jos 5:13-15; Da 12:1; Jes 9:6, 7; Hes 34:23, 24) einer der Cherube oder himmlischen Könige (Off 4:4), wie Satan selbst (Hes 28:12-16). Er existierte in „Gottesgestalt“ als Geistwesen, da Gott ja „ein GEIST“ ist!

 

Jesus selbst bestätigte diese Gottesgestalt als Geistwesen gegenüber der Frau am Brunnen von Sychar:

 

*** Rbi8  Johannes 4:24 ***

Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.

 

Gott will, dass wir uns ihm freiwillig unterordnen, darum übt er nicht Gewalt auf uns aus. Das ändert aber nichts daran, dass er diese Gewalt innehat und damit das Recht zu entscheiden, was für uns zuträglich und was für uns abträglich und schädlich ist. Als Gesetzgeber hat er das Recht und die Pflicht auf Durchsetzung dieser seiner Gebote zu beharren und nötigenfalls die Urteilsvollstreckung zu fordern! Am „Segen und Fluch“ den Er Moses in der Tiefebene Moabs gab hat sich nichts geändert! Paulus hob genau diesen so gewichtigen und kaum gelehrten Punkt im Brief an die Hebräer hervor:

 

(Hebräer 10:26-31)  Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit [[(betrend Gottes Rechtsordnung)]] empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Die „unverdiente Güte“, durch welche frühere Sünden in der Taufe weggewaschen wurden gibt kein Anrecht willentlich Sünde zu treiben! Paulus droht dieselben Konsequenzen wie sie das GESETZ vorsieht an, allerding in weit strengerer Form!

 

Obwohl Jesus als Nachkomme Davids Anrecht auf dessen Thron hatte griff er dem Vater nicht vor, sondern wartete ab und erlitt den Tod und zeigte Treue bis zum Ende! Er kam nicht um eine Revolution anzuzetteln und das bestehende System an sich zu reissen, sondern veränderte es langsam, indem er das Beispiel hinterliess, wie Gottes Wille in die Tat umgesetzt wird! Jesus zog zu keiner Zeit „eine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht ..., nämlich um Gott gleich zu sein.“

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

Als das Volk kam, um ihn in einer Form einer Demokratie zum König zu machen wich er dem aus. Er war sich bewusst, dass Gott in Israel König ist! Seine Stunde war noch nicht gekommen!

 

Jesus vor dem Stadthalter PilatusAuch nach seinem Tod und seiner Erhöhung durch Gott sollte sein „Königreich nicht von dieser Welt“ sein, so verkündigte er es offen Pilatus, der ihn zu richten hatte, weil die Vorsteher der Juden ihn aus Eifersucht überliefert hatten! Er sollte an Gottes Seite abwarten bis der „Tag des Herrn“ anbrechen würde, die „sieben Zeiten der Nationen“ zu ihrem Ende kommen würden!

 

*** Rbi8  Johannes 6:14-15 ***

Als somit die Menschen die Zeichen sahen, die er tat, begannen sie zu sagen: „Dieser ist bestimmt der Prophet, der in die Welt kommen soll.“ 15 Als nun Jesus erkannte, daß sie im Begriff waren, zu kommen und ihn zu ergreifen, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

 

Paulus zeigt somit christlichen Vorstehern den Weg, sich wie Jesus nicht selbst zu überhöhen und auch nicht von anderen zum Herrscher über die Schafe machen zu lassen! Titel wie „Bischof“, „Gesalbte“ oder „Papst“ und „Leitende Körperschaft“ stammen nicht von Gott, sondern von Menschen. Sie dienen erneut dazu eine Hierarchie zu errichten die Satan innert kürzester Zeit unter Ausnutzung menschlicher Schwächen unter seine Kontrolle bringt! Es ist besser uns zurückzuziehen, wie Jesus oder so wie dies der Richter Gideon tat, als ihn das Volk zu ihrem König erküren wollte. Er verwies das Volk auf Gott als ihrem alleinigen König! (Ri 8:22-23)

 

*** Rbi8  Richter 8:22-23 ***

Später sagten die Männer von Israel zu Gideon: „Herrsche über uns, du und dein Sohn wie auch dein Enkel, denn du hast un