Newsletter „DER WEG“ 8/02-2   Februar 2008

Neubearbeitung: 10.2.13

 

 

Artikel:  8.2.2  Welches Gesetz bringt der Menschheit die besten Resultate? 

 

2.Teil:  Das GESETZ Gottes: Für Christen verbindlich? Welches Verständnis liefert das Neue Testament?

 

   Im 1.Teil wurden im Januar 2008 im Artikel 8.1.2  Paulus spricht von mindestens sieben unterschiedlichen Gesetzen: Welchen gebührt unsere Loyalität? die folgenden Hauptthemen behandelt:

 

   Woher kommen die unterschiedlichen Gesetze?

   ¡Error! Marcador no definido.A) Das „Gesetz der Sünde“ regiert seit Adam

   ¡Error! Marcador no definido.B) Die „Gesetze der Nationen“ enden erst am Schluss der „sieben Zeiten“!

   ¡Error! Marcador no definido.C) Das Gebot Gottes durch das „GESETZ Mose“ brachte Israel das „vollkommene GESETZ, das zur Freiheit gehört“, das zum „GESETZ des Christus“ wurde

   ¡Error! Marcador no definido.D) Das „GESETZ des Christus“ ist mit Gottes GESETZ weitgehend identisch und entspricht dem „GESETZ des Geistes“!

   ¡Error! Marcador no definido.E) Erfüllung des „GESETZES des Glaubens“ ist Bedingung, um „unverdiente Güte“ zu erhalten

   ¡Error! Marcador no definido.F) Das „Gesetz des Mannes“ gilt für die Frau und die ganze Familie

   ¡Error! Marcador no definido.G) Das alte und neue „Gebot der Liebe“ schliesst das ganze GESETZ mit ein  ¡Error! Marcador no definido.

 

   Jesus erklärte mit Deutlichkeit, dass Gottes GESETZ, alles, was in den fünf Büchern Mose und was in den Propheten geschrieben steht sich zu erfüllen habe!  Somit blieb, was alle Propheten nach Moses später im Auftrag Jehovas verkündeten weiterhin gültig! Sie alle lehrten, dass das ganze GESETZ gehalten werden müsse!

 

http://www.logos.com/product/5063/commentary-on-the-pentateuch.jpg   Weil die Priesterschaft ihre Pflicht das ganze GESETZ zu lehren missachtet hatte, darum sollte der „Salzbund“ mit den Nachkommen Levis durch den „neuen Bund“ mit dem Samen aus dem Stamm Juda, dem Nachkommen Davids, mit Jesus durch den Königreichsbund ersetzt werden! So war es durch Moses angesagt, durch Jesaja prophezeit und durch Maleachi als bevorstehend angekündigt worden! (Mal 1:6; 2:1-7) Die Priester und Leviten ehrten Jehova mit ihren Lippen und durch Zeremonien, aber ihr Herz war weit entfernt von ihm! Statt das Volk Gottes GESETZ zu lehren und dieses selbst anzuwenden nahmen sie Zuflucht zu den „Überlieferungen der Vorväter“, was Methoden beinhalteten, welche das GESETZ und dessen Sinn umgingen und damit ungültig machten.

 

   Der „neue Bund“ steht somit nicht an der Stelle des Bundes vom Sinai, der weiterhin Gültigkeit hat, sondern an der Stelle des „Bundes mit Levi“, der durch einen weit besseren Bund, mit einer besseren Verheissung ersetzt wurde. Paulus beschreibt dies im Brief an die Hebräer mit Genauigkeit, so dass kein Zweifel übrigbleibt! Jeder, der diesen Bund erfüllt und von Gott auserwählt ist wird zusammen mit dem Christus als „Priester und König“ die künftige Erde regieren. Das ist die Berufung zu der jeder männliche Christ aufgerufen wird! Glaube in das Loskaufsopfer Jesu ist Bedingung, um daran Anteil zu haben (Off 20:5, 6). Die Liebe zur Wahrheit und die geistige Jungfräulichkeit, die sich nicht durch die geistige Hurerei der Töchter  Babylons der Grossen“ verführen lässt, zeichnet jene „treuen Sklaven“ aus! Sie sind ohne Makel, rein vor Gott!

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:3-5 ***

Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde [[mit Jesu Blut]] erkauft worden sind. 4 Diese sind es, die sich nicht mit Frauen [[den Töchtern Babylons der Grossen]] befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

 

    Jener Teil der Auserwählten aus den Nationen der 144.000 sind nur dem Christus als Herrn gefolgt, wohin Jesus sie auch immer führt! Anstatt Kirchenführer als ihre Herren anzuerkennen und zu Göttern werden zu lassen die Gottes Worte ungültig machen hörten sie auf Jesus und seine Apostel und führten das aus, was die Propheten zu tun gebieten. Da sie alle Gebote Gottes hielten und lehrten sind sie vor Jehova ohne Makel! Sie haben aktive Nächsten- und selbst Feindesliebe gezeigt!

 

    Die bestehenden „Himmel“ und „jetzige Erde“ vergehen in Harmagedons Endschlacht, was bedeutet, dass jede Form heutiger Gott entfremdeter Herrschaft enden wird, jene „alten Himmel“ der Herrschaft vergehen werden und „neue Himmel“ zum Bestehen kommen: Die vorhergesagte „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ wird in ihr Amt eingesetzt. Zuvor wird die „alte Erde“, all jene, welche dieses herrschende System bilden und es unterstützen verurteilt. Jene werden den Preis den das GESETZ Gottes für Unglauben und Ungehorsam festgesetzt hat entrichten: Die Böcke gehen in die „ewige Abschneidung (Mat 25:26).

 

image004*** Rbi8  Johannes 3:18 ***

Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat.

 

   Darum war der Christus gekommen, damit wir durch Reue zu Gottes gerechten Normen umkehren mögen. Jesus rief Sünder zur Besinnung auf, ging auf die in geistigem Sinn Kranken zu, um sie zu heilen. Jesus hat seine eigenen Jünger immer wieder gebeten auf ihn zu hören und alles zu halten, was er ihnen geboten hatte. Dies würde für sie mit dem Kommen des neuen Systems „ewiges Leben“ bedeuten!

 

   So wie Adam und Eva von Gott her den Auftrag hatten das Paradies über die ganze Erde hin auszuweiten, durch Kindergebären und grossziehen die Erde zu füllen, so wird dieses unerreichte, vorgegebene Ziel im kommende System durch Gottes Königreich vollkommen erfüllt werden! Die Auferweckung verstorbener Generationen wird den Prozess beschleunigen. Bis dahin ist unsere Aufgabe die gute Botschaft des kommenden Endgerichts und des Machtwechsels bis an die Enden der Erde zu verkünden! Dadurch erzeugen wir geistige Kinder, die schon heute zeigen, dass sie des ewigen Lebens würdig wandeln!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:11-12 ***

Somit wißt ihr wohl, wie wir, wie ein Vater seine Kinder, jeden von euch fortgesetzt ermahnt und getröstet und euch Zeugnis abgelegt haben, 12 damit ihr weiterhin des Gottes würdig wandeln mögt, der euch zu seinem Königreich und zu seiner Herrlichkeit beruft.

 

http://www.passionisten.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/glorreiche_wunden1-300x250.jpg   Das ist ein weit höheres Ziel gegenüber dem, das wir heute durch das herrschende System gepredigt erhalten: Den Planeten vor der Zerstörung zu retten, um dann gemäss der Katholischen Lehre beim Sterben in den Himmel zu gelangen! Was interessiert einen Menschen der Zustand des Planeten Erde nach ihm, wenn er wie es christliche Religionen lehren doch nach dem Tod in den Himmel oder die Hölle gelangt? Was interessiert der Zustand des Planten jene, welche nicht auf eine Auferweckung der Toten auf der Erde hoffen? Sie sind dem Namen nach Christen aber wollen bewusst Jesu nachstehende Worte nicht verstehen, um nicht ihren blinden Leitern zu widersprechen! Jesus ist Menschensohn und kehrt als solcher zu uns zurück! Er leitet die Auferstehung der Toten, welche aus den Gräbern kommen! Er war der Erste der mit unsterblichem Leib auferstanden ist! Als seine Apostel zu Beginn nicht glauben wollten bat er sie, seine Hände und Füsse zu sehen und selbst die Hand in seine Wunde zu legen, wo er durchstochen wurde!

 

*** Rbi8  Johannes 5:25-29 ***

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist jetzt, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die darauf geachtet haben, werden leben. 26 Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.

 

   Das Gericht und das künftige Leben finden auf der Erde statt! Es gibt keine Gräber im Himmel und in der Hölle! Das ist heidnische Kirchenmystik, die auf die Lehren des Hymenäus um das Jahr 50 u.Z. zurückgehen und sich bis zum Ende des ersten Jahrhunderts zur Nikolaus-Sekte erweiterte (2.Ti 2:16-19). Dies wurde durch die an der platonisch-aristotelischen Philosophie  orientierten Kirchenväter ab dem 2.Jahrhundert eingeführt. Es sind von Satan inspirierte falsche Lehren und durchsetzten wie Sauerteig die Lehren der römisch orientierten, sich  entwickelnden Katholischen Kirche.

 

   Wie Paulus es zeigt, wird der, welcher heute den Preis der Sühne für schlechtes und ungesetzliches Handeln nicht entrichtet hat, ihn in der Auferstehung bestimmt entrichten! Bei Gott gibt es keine Straffreiheit, weniger noch für willentliche Sünder!

 

(Hebräer 10:26, 27)  Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird.

 

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQwixs2rHXUePa8Yz8q8liEovPFDloDn6BtnYP6Wp07RizF_2BoCg   Ist es nicht ein geläufiger Ausspruch all jener, die gesetzlos handeln zu sagen: „Nach uns die Sintflut“ und ist dies nicht ein Hinweis auf eine weitgehend vorherrschende Meinung, dass viele Menschen die Dinge der Zukunft wenig interessieren, solange das Gegenwärtige genügend Genuss bietet? Möchten nicht gerade heute sehr viele Menschen alles, was das Leben bietet noch so schnell geniessen, bevor es vorüber ist? Jetzt, wo sich erste gravierende Veränderungen im Klima zeigen, schnell abnehmende Ressourcen, steigende Gefahren, wie mögliche atomare Zerstörung der gesamten Lebensgrundlage des Planeten, erdenweite Rezession, zunehmende Verarmung und Hunger, Krankheiten, Seuchen und vieles mehr. All diese Probleme treten immer krasser zu Tage! Sind nicht gerade jene Kreise, welche die Verantwortung für diese galoppierenden Veränderungen und Gefahren in erster Linie tragen, die sich nun selbst als diejenigen aufspielen, die erneut als Retter der Menschheit und der Erde auftreten?

 

   Haben uns nicht Politik, Wirtschaft und Religion gemeinsam sehr nahe an den Rand völliger Selbstzerstörung geführt und sich unendlich dabei bereichert? Jene möchten ihre unsauberen Geschäfte offenbar bis in die Ewigkeit ausdehnen! Sie versprechen Rettung und Frieden ohne wirkliche Abhilfe zu schaffen! Ihre Form der Rettung erweist sich als wertlos! Zu Recht sagt der Psalmist, dass wahre Hilfe von Jehova her kommen muss!

 

*** Rbi8  Psalm 60:11 ***

Leiste uns doch Hilfe aus Bedrängnis,

Da Rettung durch den Erdenmenschen wertlos ist.

 

http://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2010/09/obama-politiker-globale.jpg?w=450&h=344   Wir sollten unser Vertrauen in Gott und seinen Retter, den Christus setzen, indem wir auf die Vorhersagen über kommende Dinge hören. Zudem sagte der Prophet Daniel, dass kein „Böser“, das heisst kein Sünder jene Dinge verstehen wird, weil Sünde verhindert unser Herz gegenüber Wahrheit und gegenüber Gottes gerechten Forderungen zu öffnen! Voraussetzung zum Verständnis aber ist somit, dass wir Gottes Gebote kennen lernen und einhalten, denn nur so verbleiben wir in der Liebe des Christus und haben dadurch die Anerkennung Gottes! Der Psalmist warnt zudem, dass wir uns nicht auf Menschenkraft verlassen sollen, weit weniger noch in der Endzeit auf die Klasse der Politiker, Religions- oder Wirtschaftsführer hoffen sollten!

 

*** Rbi8  Psalm 146:3 ***

Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle

Noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.

 

   Ist es nicht das Übertreten göttlicher Normen, die uns in diese üble Situation gebracht haben? Ist es nicht Habsucht, der als Götze in Form des Konsums wie ein „goldenes Kalb“ umtanzt wird, ist es nicht der Bauch und die Sexualität, welche Göttern gleich verehrt werden? Haben wir uns nicht viele Götter anstelle des einen Gottes hingestellt, die alle ihre eigenen Normen propagieren ohne Gottes Gebote überhaupt noch zur Kenntnis zu nehmen?

 

http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTucZPG_DBr0aqfDPxiuQWRbxe0yft8XSGsFc_N0PliNxLYM3wa   Jehova selbst sagte durch den Propheten Jesaja bereits zur Nation Israel, die als „Gottes Knecht“ als „Lichtspender wirken musste, dass die übrigen Nationen auf das kommende grosse „Licht“ achten sollen! Dieses „Lichtbedeutet den Christus, in ihn ist Glauben zu setzen, der durch Werke bestätigt wird! Die Rettung kommt beim Abschluss des Systems nur durch den Messias, als dem apokalyptischen „Reiter auf dem weissen Pferd“ damit die „Rettung bis zum äußersten Ende der Erde gelange.

 

   Jesaja war Gottes Beauftragter, um zu verkünden, dass Jakob (fleischliches und geistiges Israel, das den Messias Jesus anerkennt) zu Jehova umkehren solle und dass Jesus die „Bewahrten Israels“ zurückbringen wird.

 

*** Rbi8  Jesaja 49:6 ***

Und er sagte dann: „Es ist für dich mehr als eine geringfügige Sache gewesen, mein Knecht zu werden, um die Stämme Jakobs aufzurichten und sogar die Bewahrten Israels zurückzubringen; ich habe dich auch zu einem Licht der Nationen gegeben, damit meine Rettung bis zum äußersten Ende der Erde gelange.“

 

   Licht“ bedeutet Erkenntnis über Gott, Seinen Willen und Sein GESETZ! Das ist untrennbar mit Gottes Geboten und richterlichen Entscheidungen verbunden, welche uns die Grenzen aufzeigen, die es nicht zu überschreiten gilt. Ohne Gottes GESETZ kennengelernt zu haben, es selbst anzuwenden und es andere zu belehren bleibt alles blosse Makulatur! Jesaja kündete an, was Jesus und die Apostel auszuführen begannen: Gottes Rettung bis zu den Enden der Erde unter den Nationen zu verkünden und Sein Gesetz aufzurichten! Der Glaube in den Christus kam erst nachdem Gott Israel das GESETZT gegeben hatte und ergänzt dieses, hebt es aber nicht auf, wie Kirchenführer behaupten die sich über Gott gesetzt haben und selbst durch falsches Übersetzen von Schlüsseltexten wie Römer 10:4 ihre abgefallenen Theorien zu vertreten suchen!

 

*** Rbi8  Römer 10:4 ***

Denn Christus ist das Ende [[das ZIEL; die höchstmögliche Erfüllung (span: finalidad anstatt fin)]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

   Paulus zeigt im gesamten Römerbrief genau das Gegenteil einer Beendigung des GESETZES, wenn wir eine genaue Analyse seiner Aussagen machen und diese mit seinen anderen Briefen und den übrigen Schriften vergleichen! Seine eigenen Worte im Kapitel 3 zeigen die Verwegenheit gewisser religiöser Führer, die sich als „falsche Apostel“ und „falsche Christusse“ schon damals in gewisse Versammlungen eingeschlichen hatten und Christus als „das Ende des (mosaischen) GESETZES deklarieren! (Mat 24:23, 24; 2.Kor 11:12-15) Paulusch schreibt gar das Gegenteil:

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

http://www.shalomeuropa.de/_shalom_d/images/b_per_03Background.jpgFussnote der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG zu Rö 3:31

„Das Gesetz [[GESETZ]]“. Gr.: ho nómos, mit dem bestimmten Artikel ho zur genaueren Bestimmung. Der Kontext erfordert Hervorhebung, um die Anspielung auf das von Moses gegebene „Gesetz“ anzuzeigen. In The Bible Translator, Jg. 1, Januar 1950, hg. v. The United Bible Societies, London, S. 165 schrieb J. Harold Greenlee: „Das Wort ‚Gesetz‘ [[GESETZ]] verlangt besondere Aufmerksamkeit. Der [gr.] Artikel zeigt ein bestimmtes Gesetz an oder das mosaische Gesetz; ohne den Artikel kann ‚Gesetz‘ als Prinzip gemeint sein.“

 

   Ein bestimmtes Gesetz“, vorab das mosaische GESETZ oder auch das „GESETZ des Geistes, dann auch das „GESETZ des Glaubens und durch Jesus und seine Ergänzungen und Änderungen das „GESETZ des Christus“! So heben wir daher in diesem Artikel wegen ihres göttlichen Ursprungs in Grossschrift hervor, um sie von anderen Gesetzen abzugrenzen die nicht göttlichen Ursprungs sind!

 

   Nie wird das GESETZ Gottes aufgehoben, erklärt Paulus! Es sind auf ewig festgesetzte Grenzen! Der Erste, der das GESETZ vollkommen erfüllte, war Jesus und gab dadurch den Beweis, dass dies möglich ist und ist daher ein Vorbild für alle! Darum wurde er von Gott „im Geiste“ auferweckt und erhöht, um am dritten Tag hat Jesus selbst den „Tempel“ seines Leibes wiederhergestellt! Er hatte Gottes Auftrag gewisse Bestimmungen zu modifizieren, damit es über Israel hinaus auf der ganzen Erde verkündet werde und Anwendung findet!

 

(Offenbarung 1:17, 18)  Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: „Sei ohne Furcht. Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich wurde ein Toter, doch siehe, ich lebe für immer und ewig, und ich habe die Schlüssel des Todes und des Hạdes.

 

   Die Anwendung dieser göttlichen Gesetze, indem sie vorab innerhalb der Nationen gepredigt, aufgerichtet und gefestigt werden zeigt erst, dass dies zu herausragenden Resultaten führt: Wahrer Frieden und wahre Sicherheit sind die Folge! Leider wird dies weder durch die christlichen Prediger, noch in der Familie, noch in den öffentlichen Schulen noch Universitäten, noch von den Klerikern in den von ihnen dominierten Ausbildungsstätten gelehrt. So sind die nationalen Gesetze in der Christenheit ein falscher Abglanz dessen, was Gott wirklich gebietet! Oft beginnen Einführungen zur Konstitution mit Worten wie „Im Namen Gottes des Allmächtigen ...“ Sie alle aber richteten eine „eigene Gerechtigkeit“ durch anderslautende Gebote auf, anstatt sich Gottes Gerechtigkeit und seinen Geboten zu unterordnen! Paulus beklagt bereits bei den Juden, obwohl sie offensichtliche Eiferer für Gott sind, dass diese Gottes wahre Gerechtigkeit nicht erkannten und eine eigene, anderslautende Gerechtigkeit aufrichteten, dadurch Gottes Gerechtigkeit verwarfen!

 

*** Rbi8  Römer 10:1-4 ***

Brüder, der gute Wille meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie gilt tatsächlich ihrer Rettung. 2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende des GESETZES [[(der Höhepunkt der Gesetzeserfüllung; das Ziel)]], jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

   Wer Jesus erkennt, der sieht die Erfüllung aller Gebote mittels seiner Liebe zum Vater und der Liebe zum Nächsten, hin bis zu seinen Feinden!

 

    Jesu Worte in der Bergpredigt treffen auf jene falschen Lehrer unter den Religionen direkt zu: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden.“ Wer Gottes Willen nicht erkennen will und ihn daher auch nicht durchführt hat ins kommende System gar keinen Einlass! Darin besteht Gottes Rache für jene, die nicht bereit sind auf ihn zu hören!  Israel wurden 1500 Jahre eingeräumt die Gebote zu halten und die Gesetzlosigkeit zu beenden. Dann folgte das Gericht! Der Christenheit wurden gar nahezu 2000 Jahre gewährt! Beide Systeme enden nun erneut in einem göttlichen Gericht, wo entschieden wird, wer den Auftrag erfüllt hat und Gottes Gebote einhielt und wer es versäumte zu hören und zu handeln!

 

    Jesus zeigte seine Liebe zu Gott dadurch, dass er sich Jehova in allem unterordnete. All dies findet mit unserer Liebe zu Jesus einen gemeinsamen Nenner, wenn wir sein Gebot halten.

 

http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQxaWmy4252V8-xFCYIYBRPHuybBMU3N6d_LNHTFzZw1b1qaqEX*** Rbi8  Johannes 14:15-17 ***

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist.

 

   Der „Geist der Wahrheit“ ist unsichtbar, er ist hinter den Zeilen der Schrift verborgen, daher redete Jesus nur in Gleichnissen und wird daher nur denen erkenntlich, die danach forschen! Er liegt in der Tiefe der Worte Gottes verborgen! Die Welt gibt sich mit ihrer „offiziellen Wahrheit“ zufrieden, die voller Irrtum und Lüge ist, die Gottes deutlich vermittelte Wahrheit in der Schrift ungültig zu machen sucht.

 

   Dieser „Geist der Wahrheit“ spricht davon woher wir kommen, warum wir in dem desolaten Zustand sind, das Ende von Satans Herrschaft als „Gott dieses Systems der Dinge“ und über das kommende System unter Jesu Führung! Es wird deutlich erklärt wie der Christus vorab als mächtiger Engel mit seinen Heeren zum Gericht (Mat 25:31-33) und etwas später zur Urteilsvollstreckung kommt und dann als Menschensohn bleibend zu den Seinen zurückkehrt. Er wird wie angekündigt „mit den Wolken“ zurückkehren (Joh 14:1-4; Lu 12:45, 46; Apg 1:6-11; Phi 3:11, 20, 21).

 

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   Der „Geist der Wahrheit“ in Gottes Wort vermittelt die letzten Dinge dieses zu Ende gehenden Systems und die des kommenden Königreiches Gottes, wo die ganze Erde zu einem wahren Paradies umgestaltet wird! Das „heilige Geheimnis“ wurde nahezu vollkommen gelüftet! Die Gerechtigkeit die erst durch Einhaltung von Gottes Geboten kommt wird schlussendlich triumphieren! Das „Israel Gottes“, die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ wird schon bald durch den Wiedergekehrten Jesus vervollständigt werden!

 

*** Rbi8  Johannes 13:34-35 ***

Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

 

   Das vereinende Band das uns mit Jesus vereint ist die Liebe! Wer liebt, der erfüllt das ganze GESETZ Gottes! Darum ist es von grosser Wichtigkeit jenes GESETZ und die dahinterliegenden Prinzipien deutlich und klar zu erkennen! Begleite uns auf dieser Wanderung durch die Aussagen Jesu und der Apostel, was notwendig ist, um das „vollkommene GESETZ das zu Freiheit gehört“ im täglichen Leben anzuwenden! Ohne göttliches GESETZ sind wir Sklaven der Sünde, stehen unter dem „Gesetz der Sünde“, das in unser Fleisch geschrieben wurde! Erkenntnis darüber wie Gottes GESETZ anzuwenden ist bringt uns zur wahren „Freiheit der Kinder Gottes“.

 

(Jakobus 1:22-25)  Werdet indes Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, indem ihr euch selbst durch falsche Überlegungen betrügt. 23 Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, so ist dieser wie ein Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel beschaut. 24 Denn er beschaut sich und geht dann weg und vergißt sogleich, was für ein Mensch er ist. 25 Wer aber in das vollkommene Gesetz, das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

   Jeder von uns ist aufgefordert „Täter des GESETZES“ zu werden. Dies hat den Beginn darin, dass wir verstehen, dass alles, was immer wir tun von Gottes Standpunkt aus beurteilt wird, ob es gut oder ob es böse ist, ob wir Jehovas Schranken respektieren oder sie missachten!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

2.2     Das GESETZ Gottes: Für Christen verbindlich? Welches Verständnis liefert das Neue Testament?.. 6

2.2.1           Wie erklärt Jesus in den Evangelien den Umgang mit dem göttlichen GESETZ? Was sagen später die Apostel und Jünger dazu?. 6

2.2.1.1      Gottes GESETZ, sein Gebot und die richterlichen Entscheidungen in den Evangelien. 6

2.2.1.2      Evangelium nach Matthäus. 6

2.2.1.3      Evangelium nach Markus. 7

2.2.1.4      Evangelium nach Lukas. 8

2.2.1.5      Evangelium nach Johannes. 9

2.2.2           Wie erklären die Apostel und Jünger den Gebrauch des GESETZES den Judenchristen und den Christen der Nationen?. 12

2.2.2.1      Feinde des Paulus behaupteten, er lehre Abfall vom GESETZ Mose. 12

2.2.2.2      Das „GESETZ des Geistes“ befreit vom „Gesetz der Sünde und des Todes 13

2.2.2.3      Die Apostelgeschichte. 13

2.2.2.4      Der Brief an die Römer 15

2.2.2.5      Der 1.Brief an die Korinther 20

2.2.2.6      Der Brief an die Galater 22

2.2.2.7      Der Brief an die Epheser 24

2.2.2.8      Der Brief an die Philipper 25

2.2.2.9      Der 2.Brief an die Thessalonicher 25

2.2.2.10    Der 1.Brief an Timotheus. 26

2.2.2.11    Der Brief an Titus. 26

2.2.2.12    Der Brief an die Hebräer 26

2.2.2.13    Der Brief des Jakobus. 29

2.2.2.14    Der 2.Brief des Petrus. 30

2.2.2.15    Der 1.Brief des Johannes. 31

2.2.2.16    Der 2.Brief des Johannes. 31

2.2.2.17    Die Offenbarung des Johannes. 32

2.2.3           Schlussfolgerung aus der Überprüfung der Schriften des „neuen Bundes“ daraufhin, ob Christen unter Gottes GESETZ stehen oder Christus das „Ende des GESETZES“ sei 33

2.2.3.1      Der unlösbare Zwiespalt durch unterschiedliche, widersprüchliche Gesetze! 33

2.2.3.2      Die Gerechten halten Gottes Gebote und belehren andere entsprechend! Dadurch wird Gottes GESETZ unter den Nationen aufgerichtet! 33

2.2.3.3      Die „Regel des Benehmens“ beachten! 34

2.2.4           Worin liegt der herausragende Nutzen, wenn wir die göttlichen Bestimmungen anwenden?. 35

2.2.4.1      Der Psalm 119 ist ein Lobgesang auf Gottes nie endendes GESETZ! 35

2.2.4.2      Wird die Nation Israel oder werden sich die Nationen der Erde im letzten Moment Gottes Geboten und dem „GESETZ des Christus“ unterordnen und das „GESETZ des Glaubens“ annehmen?. 38

2.2.4.3      Einzelne Menschen die sich zu Gruppen und Versammlungen zusammenfinden sind wie Inseln im Menschenmeer 38

2.2.4.4      Im Endgericht zeigt es sich, wer Gott gedient hat und wer nicht! 40

2.2.4.5      Das „GESETZ des Christus“ als höchste Messlatte für Gesetzestreue anerkennen! 42

  


 

2.2                 Das GESETZ Gottes: Für Christen verbindlich? Welches Verständnis liefert das Neue Testament?

 

 

2.2.1           Wie erklärt Jesus in den Evangelien den Umgang mit dem göttlichen GESETZ?

 

2.2.1.1           Gottes GESETZ, sein Gebot und die richterlichen Entscheidungen in den Evangelien

Wir wollen verschiedenen Begriffe im Zusammenhang mit GESETZ und ihre Anwendung anhand der Schrifttexte untersuchen, welche eines oder mehrere der folgenden Worte beinhalten: Gebot, gesetzlich, Gesetzlosigkeit, Gesetzlose (Menschen), gesetzlos, gesetzlose (Handlungen), Satzung, und richterlichen Entscheidungen. Wie sehen dabei, wie Jesus die Begriffe vorab in den Evangelien gebrauchte und worauf er sie wirklich anwendet.

 

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Matthäus

2.2.1.2           Evangelium nach Matthäus

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

Mat 5:17-20

17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

   Wenn Jesus das GESETZ als Gesamtes und die Aussagen der Propheten nicht vernichtet, somit eindeutig nicht beendet hat, so müssen diese weiterhin Gültigkeit besitzen! Jeder der sie als „beendet“ erklärt widerspricht der Aussage des Christus!

   Nur deshalb, weil sie weiterhin gültig sind müssen sie durch die Jünger gehalten und gelehrt werden, bis hin zum „kleinsten der Gebote“!

   Die Gerechtigkeit der geistlichen Führer muss somit anhand von Gottes Massstab gemessen werden, wie sie das GESETZ halten und lehren! Der Vergleich zu den „Pharisäern und Schriftgelehrten“ die Jesus als Heuchler tituliert gibt den Massstab!

Mat 7:12

Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten

 

   Das gesamte zwischenmenschliche Leben und unsere Beziehung zu Gott werden im GESETZ und den PROPHETEN definiert, ihre Anwendung erläutert. Das dahinterstehende Prinzip ist stets die Liebe! Wer liebt erfüllt das ganze GESETZ!

 

Mat 7:21-23

21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

   Der Wille des Vaters wurde in den fünf Büchern Mose, dem GESETZ und in den PROPHETEN erklärt. Wer das „Alte Testament“ als veraltet und für Christen nicht verbindlich erklärt hat den Zusammenhang zwischen dem alten und neuen Bund vollkommen missverstanden!

   Das kommende Königreich der „neuen Himmel“ ist nur denen zugänglich, die Gottes Willen verstehen und auch tun! Es wird weiterhin unter demselben GESETZ stehen!

 

Mat 11:12-15

12 Aber seit den Tagen Johannes’ des Täufers bis jetzt ist das Königreich der Himmel das Ziel, dem Menschen entgegendrängen, und die Vorandrängenden ergreifen es. 13 Denn alle, die PROPHETEN und das GESETZ, haben bis auf Johannes prophezeit; 14 und wenn ihr es annehmen wollt: Er selbst ist ‚Elia, der kommen soll‘. 15 Wer Ohren hat, höre zu.

 

   Jehova hatte durch Moses im GESETZ erklärt, dass Israel eine Nation von Priestern und Königen werden solle (2 Mo 19:6; 1Pe 2:9), er spricht vom kommende „Israel Gottes“, Gottes Königreich über die ganze Erde (Gal 6:16). Diesem Ziel streben seit Johannes der Täufer Jesus im Jordan taufte und ihn als das „Lamm Gottes“ und Jehovas auserwählten König vorstelle alle entgegen, die dies erkannt haben! (Lu 16:16, 17) 

 

Mat 12:4-8

5 Oder habt ihr in dem GESETZ nicht gelesen, daß an den Sabbaten die Priester im Tempel den Sabbat nicht heiligen und dabei schuldlos bleiben? 6 Doch ich sage euch, daß etwas Größeres als der Tempel hier ist. 7 Wenn ihr aber verstanden hättet, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. 8 Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

 

   Nicht durch Gesetzeswerke, wie Schlachtopfer ist jemand vor Gott annehmbar, die wegen Sünde, z.B. Unbarmherzigkeit dem Nächsten gegenüber geopfert werden müssen, sondern durch Erzeigen von Liebe, welche Barmherzigkeit durch Werke erweist. Das Gleichnis des barmherzigen Samariters zeigt diese Richtung die selbst Feinde einschliesst! Jesus ist und bleibt als Hoherpriester „Herr des Sabbats“, nicht des Sonntags der Satan der „brennenden Sonne“ dieses Systems gehört!

 

Mat 13:36-43

 

36 Nachdem er dann die Volksmengen entlassen hatte, begab er sich in das Haus. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: „Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Feld.“ 37 Er gab darauf zur Antwort: „Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Menschensohn; 38 das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, 39 und der Feind, der es säte, ist der Teufel. Die Ernte ist ein Abschluß eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel. 40 So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

 

   Anlass zum Straucheln geben Menschen die Gottes GESETZ und seinen Willen nicht anerkennen! Wer gar Gottes GESETZ als „beendet“ erklärt muss aus Gottes Sicht als „Gesetzloser“ erklärt werden!   

   Gott hat nie seine GESETZE als durch Verordnungen von Menschen ersetzbar erklärt. Jesus zeigte im Gegenteil, dass solche menschlichen Gebote und Überlieferungen Gottes GESETZ ungültig zu machen vermögen. Wer dies tut und lehrt wird „Geringster“ genannt und keinesfalls in Gottes Königreich eingehen, weil jenen der „Fluch Gottes“ und damit verbunden die „Gehenna“ droht! (Mat 5:20)

   Der „Abschluss des Systems der Dinge“ bedeutet Gottes Gerichtstag der Endzeit! Der „Feuerofen“ stellt kommende ewige Vernichtung dar, in der „Gehenna“. In Harmagedon, das Abschneiden von den Lebenden.  Gehenna“ bedeutet der unterste Teil des „Hades“, Grabes, das erst im Schlussgericht am Ende des Millenniums geleert wird und im „Feuersee“, dem zweiten Tod endet!

Mat 15:3-9

3 Als Antwort sagte er zu ihnen: „Wie kommt es, daß auch ihr das Gebot Gottes [[oder GESETZ Gottes]] um eurer Überlieferung willen übertretet? 4 Zum Beispiel sprach Gott: ‚Ehre deinen Vater und deine Mutter‘ und: ‚Wer Vater oder Mutter beschimpft, soll im Tod enden.‘ 5 Ihr aber sagt: ‚Wer irgend zu seinem Vater oder seiner Mutter spricht: „Was immer ich habe, wodurch ich dir nützen könnte, ist eine Gott gewidmete Gabe“, 6 der braucht seinen Vater gar nicht zu ehren.‘ Und so habt ihr das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig gemacht. 7 Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: 8 ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. 9 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ “

 

   Eindeutig stellt Jesus Menschengebot der Pharisäer unter die Stufe von Gottes Gebot! Wer um Menschengebot einzuhalten Gottes Gebote übertritt, der macht sich vor Gott schuldig! Das kann und muss auf religiöse und staatliche Gesetze und Verordnungen erweitert werden! Richterliche Entscheidungen die Gottes Wort widersprechen sind für einen Christen nicht bindend!

   Wer Gottes Gebote übertritt und heuchelnd behauptet Gottes Anerkennung zu haben, selbst dessen Anbetung ist vor Gott etwas Vergebliches. Gott hört nicht auf Sünder! (Spr 1:22-33)

Mat 19:16-21

16 Nun siehe, jemand trat auf ihn zu und sprach: „Lehrer, was soll ich Gutes tun, um ewiges Leben zu erhalten?“ 17 Er sagte zu ihm: „Warum fragst du mich über das, was gut ist? Da ist einer, der gut ist. Wenn du indes ins Leben eingehen willst, so halte stets die Gebote.“ 18 Er sprach zu ihm: „Welche?“ Jesus sagte: „Nun: ‚Du sollst nicht morden‘, ‚Du sollst nicht ehebrechen‘, ‚Du sollst nicht stehlen‘, ‚Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen‘, 19 ‚Ehre [deinen] Vater und [deine] Mutter‘ und ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst‘.“ 20 Der junge Mann sprach zu ihm: „Ich habe das alles gehalten; was fehlt mir noch?“ 21 Jesus sagte zu ihm: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deine Habe und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach.“

 

   Um in das Leben einzugehen ist es notwendig stets alle Gebote zu halten! Um aber einen „Schatz im Himmel“ aufzuhäufen ist mehr notwendig: Aktive Nächstenliebe, indem man das Eigene mit anderen teilt! Materieller Besitz in diesem System ist ein Hemmnis und eine Gefahr nicht zur Vollkommenheit zu gelangen.

   Indem Jesus einige der Gebote nennt zeigt er deren weitere Gültigkeit an!

   Die Habgier dieses Systems ist die Ursache der weltweiten Armut. Sie trägt Gottes Verurteilung mit sich! Kein Habgieriger wird das Königreich erlangen!

Mat 22:34-40

34 Als die Pharisäer hörten, daß er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, taten sie sich zu einer Gruppe zusammen. 35 Und einer von ihnen, ein Gesetzeskundiger, stellte ihn auf die Probe mit der Frage: 36Lehrer, welches ist das größte Gebot im GESETZ?37 Er sprach zu ihm: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze GESETZ und die PROPHETEN.“

 

   Jesus fasst die zehn Gebote in zwei Hauptprinzipien zusammen: Die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten. Beide zusammen bilden ein einziges Prinzip: Liebe! Alles, was im GESETZ und in den PROPHETEN geschrieben steht kann auf dieses eine Wort zusammengefasst werden!

Mat 23:27-28

27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr getünchten Gräbern gleicht, die zwar von außen schön scheinen, innen aber voll von Totengebeinen und jeder Art Unreinheit sind. 28 So erscheint auch ihr von außen zwar vor Menschen gerecht, im Innern aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

 

   Jesus griff die religiösen Führer seiner Tage, insbesondere die führenden Pharisäer wegen ihrer offensichtlichen Heuchelei ohne Scheu an. Jesus verabscheut Gesetzlosigkeit! Gesetzloses Handeln hat den Tod zur Folge. Gesetzlose sind in Gottes Augen bereits Tote, obwohl sie vor Menschen als gerecht erscheinen mögen!

Mat 24:10-14

10 Dann werden auch viele zum Straucheln gebracht werden und werden einander verraten und werden einander hassen. 11 Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten. 13 Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

 

   Gesetzloses Handeln beginnt bei geringen Verstössen. Zuerst werden durch falsche Propheten kleine Gebote als nicht weiter verbindlich erklärt, dann auch die grösseren, bis zur Abschaffung des ganzen GESETZES! Die Folge ist graduell zunehmende Gesetzlosigkeit, die kurz vor dem Ende des Systems ihren Höhepunkt erreicht!

   Menschliche Gebote können Gottes GESETZ nie ersetzen, weisen stets Lücken auf, die skrupellose Menschen ausnutzen!

   Die gute Botschaft bedeutet doch gerade Gottes GESETZ auf der ganzen Erde aufzurichten, um unter „unverdiente Güte“ zu gelangen! (Rö 3:31)

 

Markus

2.2.1.3           Evangelium nach Markus

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

Mar 7:6-9

6 Er sprach zu ihnen: „Jesaja hat treffend von euch Heuchlern prophezeit, so wie geschrieben steht: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes auf und haltet an der Überlieferung der Menschen fest.“

9 Ferner fuhr er fort, zu ihnen zu sagen: „Geschickt setzt ihr das Gebot Gottes beiseite, um an eurer Überlieferung festzuhalten.

 

   Markus zeigt Jesu Worte und den vollkommenen Sinn dahinter auf: wer Gottes Gebote durch Menschengebote ersetzt, dessen Anbetung ist vor Gott nichtig!

   Wer religiöse und staatliche Gesetze über Gottes Gebot stellt, wie dies Religionslehrer, Richter und Anwälte dieses Systems tun, ihnen ist Zugang zum Königreich Gottes verwehrt, weil sie dadurch Gottes GESETZ ausser Kraft setzen!

Mar 10:2-12

2 Nun näherten sich Pharisäer und begannen, um ihn auf die Probe zu stellen, ihn zu fragen, ob es einem Mann erlaubt sei, sich von seiner Frau scheiden zu lassen. 3 Als Antwort sagte er zu ihnen: „Was hat euch Moses geboten?4 Sie sagten: „Moses hat erlaubt, ein Entlassungszeugnis zu schreiben und sich [von ihr] scheiden zu lassen.“ 5 Jesus aber sprach zu ihnen: „Mit Rücksicht auf eure Herzenshärte schrieb er euch dieses Gebot. 6 Doch von Anfang der Schöpfung an ‚hat ER sie männlich und weiblich gemacht. 7 Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, 8 und die zwei werden ein Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch sind. 9, was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 10 Als sie wieder im Haus waren, begannen ihn die Jünger darüber zu befragen. 11 Und er sprach zu ihnen: „Wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch, 12 und wenn eine Frau, nachdem sie sich von ihrem Mann scheiden ließ, je einen anderen heiratet, so begeht sie Ehebruch.“

 

   Wenn heutige Richter im Auftrag der staatlichen Gesetzgebung Scheidungsurteile aussprechen, die nicht auf begründeten Ehebruch durch sexuelle Untreue aufbauen, so ist keines dieser Urteile vor Gott gültig!

   Jeder der eine zu Unrecht Geschiedene heiratet begeht in Gottes Augen Ehebruch! Wer als zu Unrecht Geschiedener später Ehebruch begeht handelt gesetzlos, die Schuld dafür wird aber auch jenem Teil zugerechnet, der die Scheidung zu Unrecht verursacht hat! Er war Anlass zum Straucheln und wird aus dem Königreich des Sohnes durch Engel herausgelesen! (Mat 13:41)   

   Lassen wir uns nicht irreführen, „Gott lässt sich nicht verspotten“ (Gal 6:7, 8).

Lukas

2.2.1.4           Evangelium nach Lukas

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

Lu 2:22-24

22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz [[GESETZ]] Mose voll wurden, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, um ihn Jehova darzustellen, 23 so wie es in Jehovas Gesetz [[GESETZ]] geschrieben steht: „Alles Männliche, das einen Mutterschoß öffnet, soll Jehova heilig genannt werden“, 24 und um ein Schlachtopfer darzubringen gemäß dem,, was in dem Gesetz [[GESETZ]] Jehovas gesagt ist: „Ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.“

 

   Die Eltern Jesu, Maria und Joseph hielten das GESETZ auch in scheinbar unwichtigen Dingen, wie das Opfern eines Taubenpaars. So erzogen sie auch Jesus in vollkommener Treue Gottes GESETZ gegenüber. Jesus gehörte somit zu den Beschnittenen. Nur solchen wurden die „heiligen Aussprüche Gottes“ anvertraut und darin lag ihr Vorteil und ihre Überlegenheit! (Rö 3:1, 2)

Lu 2:39-40

39 Als sie dann alles nach dem Gesetz [[GESETZ]] Jehovas ausgeführt hatten, kehrten sie nach Galiläa in ihre eigene Stadt Nazareth zurück. 40 Und das kleine Kind wuchs heran und erstarkte, wurde mit Weisheit erfüllt, und Gottes Gunst war weiterhin auf ihm.

 

   Die Gesetzestreue der Eltern wird durch Lukas in den Vordergrund gerückt. Die Reise von Bethlehem nach Jerusalem zum Tempel und dann nach Nazareth zeigt, dass die drei Weisen erst in Nazareth und nicht in Bethlehem die Familie besuchten!

   Die Eltern belehrten Jesus auch in diesem Sinne Gesetzestreue, der dadurch Gottes Gunst nie verlor!

 

Lu 3:23

Übrigens war Jesus selbst, als er [sein Werk] anfing, ungefähr dreißig Jahre alt und war, wie man meinte *, der Sohn
Josephs,
[Sohn] des Heli,

 

Fussnote:

*** Rbi8  Lukas 3:23 ***
* Od.: „wie es gesetzlich festgelegt war“.

 

   Jesus gilt gemäss mosaischem GESETZ als „Sohn  Josephs“, der Maria in schwangerem Zustand heiratete und der damit legaler (Zieh-)Vater vor GESETZ von Jesus wurde.

Lu 10:25-28

25 Nun siehe, ein gewisser Gesetzeskundiger stand auf, um ihn auf die Probe zu stellen, und sprach: „Lehrer,, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ 26 Er sprach zu ihm: „Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?“ 27 Er gab zur Antwort: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst‘.“ 28 Er sprach zu ihm: „Du hast richtig geantwortet; ‚tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen‘.“

 

   Jesus verwies bei jeder passenden Gelegenheit auf Gottes GESETZ und führte seine Zuhörer zu besserem Verständnis wie das GESETZ zu erfüllen sei, dabei stets die pharisäischen Regeln zurückweisend!

   Leben im künftigen System zu erlangen hängt davon ab das ganze GESETZ zu erfüllen. Ewiges Leben aber benötigt „unverdiente Güte“ die nur durch Glaubenstaufe kommt, indem das Loskaufsopfer Jesu anerkannt wird! Dies gilt in diesem wie im kommenden System! Das „GESETZ des Glaubens“ muss erfüllt werden, was uns dem „GESETZ des Christus“ unterstellt, der das Haupt der Versammlung ist.

 

Lu 15:29

Als Antwort sagte er zu seinem Vater: ‚Sieh, ich habe so viele Jahre wie ein Sklave für dich gearbeitet, und kein einziges Mal habe ich dein Gebot übertreten, und doch hast du mir kein einziges Mal ein Böckchen gegeben, damit ich mit meinen Freunden hätte fröhlich sein können.

 

   Das „Gesetz des Mannes“ (Rö 7:1-3) entspricht der Hausordnung oder dem Hausgebot, worunter Ehefrau und Kinder fallen und auch Hausgenossen und Gäste, die im Hause weilen. Der Vater als Haupt der Familie setzt Grenzen für alle Glieder der Hausgemeinschaft fest. Das ist im Einklang mit Gottes Willen. Jesus als „Haupt der Versammlung“ hat sein eigenes „GESETZ des Christus“.

 

Lu 16:16-17

16 Das GESETZ und die PROPHETEN waren [[weissagen (LU); prophezeiten (vergl. Mat 11:13)]] bis zu Johannes. Von da an wird das Königreich Gottes als gute Botschaft verkündigt, und Menschen von jeder Art drängen vorwärts, ihm entgegen. 17 Es ist tatsächlich leichter, daß Himmel und Erde vergehen, als daß ein Teilchen eines Buchstabens des GESETZES unerfüllt bleibe.

 

   Durch das GESETZ und die PROPHETEN wurde auf den kommenden „neuen Bund“ für ein Königreich hingewiesen. Als Jesus gekommen war begann die Wirklichkeit durch das Offenbarwerden des „heiligen Geheimnisses“, des kommenden Messias, als König und Hohepriester „gleich Melchisedek“ (Ps 110:4). An Pfingsten 33 u.Z. begann das „Königreich des Sohnes der Liebe“ zu wirken, dahin strebte der Überrest Israels, der Jesus als Messias anerkannte.

 

Lu 23:55-56

55 Die Frauen aber, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, folgten nach und besahen sich die Gedächtnisgruft und wie sein Leib hingelegt wurde; 56 und sie kehrten zurück, um Gewürze und wohlriechende Öle zu bereiten. Doch ruhten sie natürlich am Sabbat dem Gebot gemäß.

 

   Gottes Sabbatgebot, das vierte der zehn Gebote endete nicht mit Jesu Tod. Wäre dies der Fall gewesen, so hätte Jesus dies bestimmt zuvor verkündet. Die Frauen respektierten das Sabbatgebot! Am 1.Tag der Woche (es traf damals das, was wir heute Sonntag nennen) gingen die Frauen hin, um den Leichnam einzubalsamieren. Hätte ein Sonntagsgebot begonnen, so hätten sie bereits dadurch das Gebot gebrochen!

   Das Sonntagsgebot wurde durch Kaiser Konstantin erst im Jahre 321 u.Z. gegeben! Die abgefallen Kirche Roms mir ihrem Anspruch auf Dominanz beugte sich dem kaiserlichen Gebot und ersetzte damit Gottes Gebot am Konzil von Nicäa 325 u.Z., 4 Jahre danach! Die Folgen sind für Glaubende in Harmagedon verheerend!

 

Lu 24:44-49

44 Er sagte nun zu ihnen: „Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß sich alles, was im Gesetz [[GESETZ]] Mose und in den PROPHETEN und Psalmen über mich geschrieben steht, erfüllen muß.“ 45 Dann öffnete er ihnen den Sinn völlig, damit sie die Schriften begriffen, 46 und er sprach zu ihnen: „So steht es geschrieben, daß der Christus leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde, 47 und aufgrund seines Namens würde in allen Nationen Reue zur Vergebung der Sünden gepredigt werden — angefangen von Jerusalem, 48 sollt ihr Zeugen von diesen Dingen sein. 49 Und seht, ich sende das auf euch herab, was von meinem Vater verheißen worden ist. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe bekleidet werdet.“

 

   Nicht nur erfüllte Jesus selbst alles, was in den Schriften über ihn geschrieben stand, auch seine Feinde erfüllten ihren Teil ohne allerdings vorab davon Kenntnis zu nehmen! Erst nach seiner Auferstehung zeigte Jesus seinen Jüngern, was der Sinn der Vorhersagen war und wodurch sie erfüllt worden waren.

   Viele dieser Vorhersagen im GESETZ, den PROPHETEN und in den Psalmen gelten für unsere Tage, bei Jesu Wiederkehr als „Spross, der von seiner Stelle aus sprossen wird“! Er muss den geistigen Tempel beenden, die geistigen, lebendigen Steine und Säulen an ihren Platz rücken (Sach 6:12; Off 3:12).

   Das Aufrichten von Gottes GESETZ, seinem Rechtssystem unter den Nationen bedingt die Gebote zu erklären, Einsicht zu erlangen über sündiges Verhalten, Reue und Umkehr, welche durch Werke der Reue unterstrichen sind!

 

Johannes

2.2.1.5           Evangelium nach Johannes

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

Joh 1:17-18

17 Denn das GESETZ wurde durch Moses gegeben, die unverdiente Güte und die Wahrheit sind durch Jesus Christus gekommen. 18 Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen; der einziggezeugte Gott, der am Busen[platz] beim Vater ist, der hat über ihn Aufschluß gegeben.

 

   Die „unverdiente Güte“ und die Wahrheit kamen durch Christus, indem er uns den Sinn für die Prinzipien und die hinter den Worten liegenden Zusammenhänge öffnete. Diese ergänzen das GESETZ Mose, ersetzen es aber nicht!

   (GESETZ (Grossschrift) wird hier durch die WTG korrekt auf die Gesetzessammlung angewendet!)

 

Joh 1:45-48

45 Philippus fand Nathanael und sagte zu ihm: „Wir haben den gefunden, von dem Moses im GESETZ und die PROPHETEN schrieben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nazareth.“ 46 Nathanael aber sagte zu ihm: „Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“ Philippus sprach zu ihm: „Komm und sieh.“ 47 Jesus sah Nathanael auf sich zukommen und sagte von ihm: „Siehe, bestimmt ein Israelit, in dem kein Trug ist.“ 48 Nathanael sagte zu ihm: „Wie kommt es, daß du mich kennst?“ Als Antwort sprach Jesus zu ihm: „Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.“

 

   Die Juden erwarteten schon vor der Geburt Jesus das Offenbarwerden des Messias. Ihre Erwartungen richteten sich auf einen mächtigen und möglicherweise prunkvollen König. Genau das hat Jesus in Satans Angebot zurückgewiesen (Mat 4:5-7).

   Johannes der Täufer hatte ein kleines Volk von Getauften vorbereitet, die bereut hatten, aus denen Jesus seine Jünger erwählte. Nathanael war einer derer, in denen kein Trug war.

   (GESETZ (Grossschrift) wird hier korrekt durch die WTG auf den gesamten Pentateuch angewendet!)

 

Joh 7:18-19

18 Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. 19 Hat nicht Moses euch das GESETZ gegeben? Doch niemand von euch gehorcht dem GESETZ. Warum sucht ihr mich zu töten?“

 

   Die Führer der Juden versuchten Jesus in ungesetzlicher Weise aufgrund ihrer menschlichen Überlieferungen zu fangen, um ihn in entgegen den Kriterien die das GESETZ setzt in ungerechter Weise zu Fall zu bringen und zu töten.  Während Jesus das ganze GESETZ einhielt klagte er die Juden an, dass sie alle gesamthaft die Gebote übertreten würden!

(GESETZ (Grossschrift) wird hier durch die WTG korrekt auf die Gesetzessammlung angewendet!)

 

Joh 7:23-24

23 Wenn ein Mensch an einem Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz [[GESETZ]] Mose nicht gebrochen werde, grollt ihr mir da, weil ich einen Menschen an einem Sabbat vollständig gesund gemacht habe? 24 Richtet nicht mehr nach der äußeren Erscheinung, sondern fällt ein gerechtes Urteil.“

 

   Moses schrieb durch Jehovas Wort den achten Tag als verbindliches Gebot zur Beschneidung fest. Nach strenger Auslegung war dies „Arbeit“. Jesus zeigte den Sinn hinter dem Sabbatgesetz, welche das Vollbringen einer guten Tat wie das Beschneiden oder das Heilen einer Person nicht verbietet! Das Erzeigen von Liebe steht somit über der Einschränkung des Verbots!

   (Gesetz (Kleinschrift) fälschlich wird hier durch die WTG auf ein Gebot der Gesetzessammlung angewendet! Jakobus erklärt es so: „Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. (Jak 2:10)

 

 

Joh 7:48-52

48 Es glaubt doch niemand von den Vorstehern oder den Pharisäern an ihn? 49 Diese Volksmenge aber, die das GESETZ * nicht kennt, verfluchte Leute sind sie.“ 50 Nikodemus, der zuvor zu ihm gekommen war und der einer von ihnen war, sagte zu ihnen: 51Unser Gesetz [[GESETZ]] # richtet [doch] einen Menschen nicht, es habe ihn denn zuvor gehört und habe erkannt, was er tut?52 Sie gaben ihm zur Antwort: „Du bist doch nicht etwa auch aus Galiläa? Forsche nach und sieh, daß kein Prophet aus Galiläa erweckt wird.“

 

   Die Vorsteher und Pharisäer waren stolz auf ihre Kenntnis des GESETZES, mit dessen 613 Geboten und Verordnungen. Man sprach verächtlich über das Volk, das wenig Kenntnis des GESETZES hatte. Die Vorsteher und Priester aber waren verantwortlich diese Dinge das Volk zu lehren! Zudem zeigte Nikodemus, dass jene Stolzen eben daran waren selbst ungesetzlich zu handeln und nicht wussten, dass Jesus in Bethlehem geboren war, von dem Micha vorhersagte, dass von dort der Messias stammen würde!

   * (GESETZ (Grossschrift) wird hier durch die WTG auf die ganze hebräische Schrift angewendet!)

   # Gesetz (Kleinschrift) wird hier durch die WTG auf  einen Teil der Gesetzessammlung angewendet)

 

Joh 8:16-18

16 Und doch, wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig, denn ich bin nicht allein, sondern der Vater, der mich gesandt hat, ist mit mir. 17 Auch in eurem eigenen GESETZ steht geschrieben: ‚Das Zeugnis zweier Menschen ist wahr.‘ 18 Ich bin es, der Zeugnis über mich selbst ablegt, und der Vater, der mich gesandt hat, legt Zeugnis über mich ab.“

 

   Jesus ist der von Gott verordnete aus den Menschen stammende Richter der Lebenden und Toten! Er ist der Menschensohn, der das ganze GESETZ erfüllte und auch unter härtester Bedrohung und Versuchung nicht davon nachliess, den ganzen Willen Gottes zu tun!

   Jesus beruft sich auf das GESETZ Mose. Das kommende Gericht ist für alle die unter GESETZ stehen gemäss diesen Geboten: Für fleischliche Juden mit Beschneidung und für geistige Juden mit Beschneidung des Herzens gemäss jedem Wort das Christus geredet hatte! (Joh 12:48)

   (GESETZ in Grossschrift wird hier durch die WTG auf  eines der Gebote der Gesetzessammlung angewendet !)

 

Joh 10:17-18

17 Deshalb liebt mich der Vater, weil ich meine Seele hingebe, damit ich sie wiederempfange. 18 Niemand hat sie mir weggenommen, sondern ich gebe sie aus eigenem Antrieb hin. Ich habe Gewalt, sie hinzugeben, und ich habe Gewalt, sie wiederzuempfangen. Das Gebot darüber habe ich von meinem Vater empfangen.“

 

   Jesus erfüllte jedes Gebot vom Vater, auch jenes, wo in den Propheten über seinen Tod berichtet wird. Er wusste darum und unterwarf sich diesem Gebot freiwillig!

   Jesus selbst hatte Gewalt den „Tempel seines Leibes“ wieder herzustellen (Joh 2:18-22), da ihn  der Vater zuvor im Himmel als Geistgeschöpf auferweckte, das er zuvor schon gewesen war, bevor er zur Erde gekommen war (Joh 2:18-22; 17:5; 1Kor 15:45; 1Ti 3:16; 1Pe 3:18).

 

Joh 10:34-38

34 Jesus antwortete ihnen: „Steht nicht in eurem GESETZ geschrieben: ‚Ich habe gesagt: „Ihr seid Götter.“ ‘? 35 Wenn er diejenigen ‚Götter‘ nannte, gegen die das Wort Gottes erging, und die Schrift kann doch nicht ungültig gemacht werden, 36 sagt ihr da zu mir, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: ‚Du lästerst‘, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? 37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht. 38 Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, auch wenn ihr mir nicht glaubt, damit ihr zu der Erkenntnis kommt und weiterhin erkennt, daß der Vater in Gemeinschaft mit mir ist und ich in Gemeinschaft mit dem Vater bin.“

 

   Jehova nannte die widerspenstigen Führer Israels selbst „Götter“, was „Mächtige“ bedeutet, da sie richterliche Funktionen innehatten. „Götter“ waren sie auch dahingehend, dass sie Gottes GESETZ übergingen und eigene, Gott widersprechende Gebote und Richtlinien festlegten! Die Vorsteher klagten Jesus in ungesetzlicher Form der Gotteslästerung an, weil er von sich selbst gesagt hatte er sei „Gottes Sohn“. Dies aber hatte der Vater bei drei Gelegenheiten selbst kundgetan. (5Mo 18:15; Ps 2:7; Mat 3:17; 17:5; Joh 12:28)

   (GESETZ (Grossschrift) wird hier durch die WTG auf die ganze hebräische Schrift angewendet! (Ps 82:6 wird zitiert))

 

Joh 12:34

Daher antwortete ihm die Volksmenge: „Wir hörten aus dem GESETZ, daß der Christus für immer bleibt; und wie kommt es, daß du sagst, der Menschensohn müsse erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn?“

 

   Jesu dauerndes Verbleiben bei den Menschen auf der Erde war von den Propheten vorhergesagt. Er musste aber zur Erhöhung über seine Feinde vorab für unbestimmte Zeit in den Himmel zurückkehren, so sagt es Psalm 110:1, 2.  

   (GESETZ wird hier durch die WTG auf die ganze hebräische Schrift angewendet! (Ps 89:36; 110:4; 9:7))

 

Joh 12:48-50

48 Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

   Der Vater selbst gab Jesus das Gebot alle Gebote, das ganze GESETZ und die Worte der PROPHETEN zu halten und sie zu lehren. Jesus, als Hoherpriester kündete gewisse Änderungen in der Anwendung des GESETZES (der GEBOTE) an, so verschärfte er die Anwendung und Strafbestimmungen einiger Gebote und änderte gewisse äusserliche Anwendungsbestimmungen wie die Beschneidung des Fleisches zurück auf das ursprüngliche Prinzip: Die Beschneidung des Herzens! Dies ist das „GESETZ des Christus“ (5.Mo 10:16; Apg Kap. 15)

 

Joh 13:34-35

34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

 

   Alle zehn Gebote lassen sich auf ein einziges Hauprinzip reduzieren: Die Liebe! Paulus sagt, dass Liebe dem Nächsten nichts Böses zufügt!

Joh 14:15-21

15 Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist. 18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt wird mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet mich sehen, weil ich lebe und ihr leben werdet. 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

   Nur der liebt Jesus wirklich, der dessen Gebote hält. Das schliesst das Halten von Gottes Geboten mit ein! (Mat 5:17-20) Der „Geist der Wahrheit“ leitet nur jene, die Jesu Gebote auf ihr Herz geschrieben haben, ihr Herz damit sinnbildlich beschnitten haben.

   Da die Welt an Wahrheit („Dein GESETZ ist Wahrheit“ (PS 119:142)) kein Interesse zeigt, sondern ihr Ohr der angepassten, genehmen „offiziellen Wahrheit“ schenkt, sind es wenige die auf jedes der Worte Jesu und der Apostel achten und ernst nehmen!

   An jenem Tag, wo die Apostel in der Frühauferstehung erneut zum Leben gelangen [B1] wird Jesus kurz darauf bleibend bei ihnen sein! [Bb] Auch darin wird sich jeder Buchstabe erfüllen!

Joh 15:9-10

 

9 So, wie der Vater mich geliebt hat und ich euch geliebt habe, bleibt in meiner Liebe. 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote des Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

 

   Mit Jesus in Gemeinschaft zu bleiben ist nur dann möglich, wenn wir alle seine Gebote halten, das „GESETZ des Glaubens“ und das „GESETZ des Christus“ erfüllen! Er hat jedes der Gebote Gottes selbst stets erfüllt und bittet uns ihm darin nachzueifern. Er lehrte dieselben Gebote die schon Moses als verbindlich erklärte!

 

Joh 15:21-25

21 Alle diese Dinge aber werden sie euch um meines Namens willen antun, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. 22 Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. 23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. 24 Wenn ich unter ihnen nicht die Werke getan hätte, die niemand sonst getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie sowohl mich als auch meinen Vater gesehen und gehaßt. 25 Doch ist es, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem GESETZ geschrieben steht: ‚Sie haben mich ohne Ursache gehaßt.‘

 

   Wo es keine Gebote gibt, da gibt es auch keine Sünde. Da es Sünde gibt, müssen wir uns fragen, welches das spezifische GESETZ ist, das übertreten wurde und uns zu Sündern machte!

   Da Jesus erklärte, dass jedes seiner Worte uns am Gerichtstag richten wird, sollten wir genau auf seine Worte hören! Wenn wir Jesu Worte zurückweisen und durch andere, widersprechende Lehren ersetzen, so gleichen wir den religiösen Führern seiner Tage, die Jesus grundlos gehasst haben! Sie hatten Gott und dessen Willen nicht verstanden, statt Gottesliebe zeigten sie Hass!

   Liebe zu Gott und zu Jesus zeigt sich darin, auf Sie zu hören und Ihre Gebote zu halten! 

 

Joh 15:12-15

12 Dies ist mein Gebot, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. 13 Niemand hat größere Liebe als die, daß einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn ein Sklave weiß nicht, was sein Herr tut. Ich habe euch aber Freunde genannt, weil ich euch alle Dinge, die ich von meinem Vater gehört habe, bekanntgegeben habe.

 

   Dieselbe Liebe, die Jesus zu seinen Aposteln zeigte, müssen auch wir untereinander haben! Liebe ist die Erfüllung aller Gebote! Wer liebt, der fügt dem anderen keinen Schaden zu! Jesu Liebe zeigte sich vor allem durch die Hingabe seines Leibes zu unseren Gunsten. Ohne dieses Opfer wäre keine „unverdiente Güte“ möglich geworden!

Joh 18:29-32

29 Daher kam Pilatus zu ihnen heraus und sprach: „Welche Anklage bringt ihr gegen diesen Menschen vor?“ 30 Als Antwort sagten sie zu ihm: „Wenn dieser nicht ein Missetäter wäre, so hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert.“ 31 Deshalb sagte Pilatus zu ihnen: „Nehmt ihn selbst, und richtet ihn nach eurem Gesetz [[GESETZ]].“ Die Juden sprachen zu ihm: „Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu töten.“ 32 So sollte sich das Wort Jesu erfüllen, das er gesagt hatte, um anzuzeigen, welche Art des Todes er sterben sollte.

 

   Die ungesetzliche Anwendung des GESETZES gegen Jesus durch die religiösen Führer zeigt, dass das GESETZ auch als Mordwaffe gebraucht werden kann! Die Mordabsichten sind klar aus der Fragestellung herauszulesen, die dem Richter Pilatus das Urteil in den Mund legten: „Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu töten.“

   Wer dies verstanden hat und heutige Religionen und ihre Strafurteile untersucht, der stellt immer wieder ähnliches ungesetzliches Fehlverhalten der Richter fest! Das trifft auf jede Religion zu! Paulus erklärt, dass nur Richter innerhalb der Versammlung ein Rechtsverfahren zu beurteilen haben. Auf Richter des Systems draussen schauen Christen missbilligend herab, weil jene sich weigern Gottes gerechten Massstab anzuwenden! (1.Kor 6:1-5)

    (Gesetz (Kleinschrift) wird hier falsch durch die WTG auf  die gesamte Gesetzessammlung angewendet)

 

Joh 19:5-7

5 Somit kam Jesus heraus, die Dornenkrone und das purpurne äußere Kleid tragend. Und er sprach zu ihnen: „Seht! Der Mensch!“ 6 Als ihn aber die Oberpriester und die Beamten sahen, schrien sie und sagten: „An den Pfahl [mit ihm]! An den Pfahl [mit ihm]!“ Pilatus sprach zu ihnen: „Nehmt ihn selbst, und bringt ihn an den Pfahl, denn ich finde keine Schuld an ihm.“ 7 Die Juden antworteten ihm: „Wir haben ein Gesetz [[GESETZ]], und nach dem Gesetz [[GESETZ]] muß er sterben, denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.“

 

   Pilatus, als Richter des herrschenden Systems fand keine Schuld die Todesstrafe verdiente! In Missachtung des GESETZES forderten die Oberpriester und Beamten Jesu Tod aus Eifersucht, weil mehr und mehr Juden an ihn glaubten!

   Wie weit kennen und respektieren wir Gottes gerechten Massstab und wenden ihn wirklich an? Verurteilen wir wie jene aufgehetzten Priester und Beamte Unschuldige, die weit mehr an Wahrheit und Gerechtigkeit Freude finden wie wir selbst, nur um mit den Wölfen zu heulen?

    (Gesetz (Kleinschrift) wird hier falsch durch die WTG auf  die gesamte Gesetzessammlung angewendet)

 

 


2.2.2           Wie erklären die Apostel und Jünger den Gebrauch des GESETZES den Judenchristen und den Christen der Nationen?

 

2.2.2.1           Feinde des Paulus behaupteten, er lehre Abfall vom GESETZ Mose

Zweifelsfrei hielt Saulus nach seiner Taufe als Paulus auch weiterhin das gesamte GESETZ ein. Er hielt alle Festzeiten, selbst unter erschwerten Bedingungen, wie während des Gefangenentransportes nach Rom, hielt er das „Fasten des Sühnetages“. Er versuchte jeweils zu den Festzeiten in einer bestimmten Versammlung zu sein. Er zeigte im 1.Brief an die Korinther, dass jene Versammlung die Regeln der Passah-Feier falsch anwendeten und bat um Korrektur. Das betrifft immer Teile des GESETZES, zu denen auch die „richterlichen Entscheidungen“ und Strafbestimmungen Jehovas zählen.

 

Die Feinde des Paulus unter den Juden und Christen hatten das Gerücht verbreitet, Christen stünden nicht weiter unter den GESETZEN Mose, so würde Paulus dies lehren. Paulus verteidigte sich dagegen, weil es eine Verdrehung seiner Aussagen und der Tatsachen ist! Auch die Apostel und Vorsteher Jerusalems versuchten diesem unwahren Gerücht entgegenzuwirken durch öffentliche Taten!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:20-22 ***

Nachdem sie dies gehört hatten, begannen sie Gott zu verherrlichen, und sie sagten zu ihm: „Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ. 21 Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln. 22 Was also ist diesbezüglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du angekommen bist.

 

image019Hier ist ein feiner Unterschied herauszuheben: „… daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln.“ Es ging hier nur um „Ebioniten“, nicht um Christen aus den Nationen, welche jene jüdischen „feierlichen Bräuche“ wie die Beschneidung oder bestimmte Handlungen im Zusammenhang mit dem Tempel und den Opfern nicht beachten mussten! So wie Mann und Frau zwar gleich sind, obwohl unterschiedlich gemacht zu unterschiedlichen Zwecken, so auch Juden und spätere Heidenchristen! Die Juden, so sagt es Paulus, sind Teil des „edlen Olivenbaumes“, wir von den Nationen Zweige eines „wilden Olivenbaums“ der eingepfropft wurde!

 

image021Jene „Eiferer für das GESETZ“ waren Ebioniten in allen Versammlungen, auch jenen unter den Heiden! Sie waren es doch, welche Gottes GESETZ unter den Nationen aufrichteten und Heidenchristen im Halten der Gebote unterwiesen! Das Thema ging auch hier im Kern um zwei Dinge: 1.) um die Beschneidungsfrage und 2. Um die Frage der „Zwischenwand“ die Juden den Umgang mit Nichtjuden verbot! Die Beschneidung am achten Tag für fleischliche Nachkommen Abrahams war nicht aufgehoben, sondern entfiel lediglich für Heidenchristen! Jesus schob die „Zwischenwand“ weiter hinaus, als Abschirmung gegen „die Welt“, wo Christen kein Teil davon sein dürfen! Diese Frage, ob „Beschnitten am Fleische“, wird bei der Zuteilung von Land in Israel an die aus allen Nationen nach Harmagedon zurückgekehrten ein äusserliches Zeichen der Zugehörigkeit zur Nation Israel bleiben! Sie hat somit ebenfalls eine längerfristige Bedeutung!

 

Auch was die feierlichen Bräuche betrifft, die im Zusammenhang mit dem Tempel stehen gab es Regelungen, welche solange der steinerne Tempel stand auch von Judenchristen weiter geführt wurden, obwohl jene levitische Priesterschaft nicht mehr unter Gottes Bund stand! Das erscheint somit kein Vergehen gegen Gott darzustellen. Paulus ging später in Erfüllung seiner Pflicht betreffend seinem Nasiräergelübde in den Tempel und brachte die im GESETZ Mose vorgeschriebenen Opfer dar (Apg 21:26).

 

An dem Vorwurf oder nun der Ausrede, Paulus hätte das „Ende des Gesetzes“ gelehrt hat sich bis heute nichts geändert. Dieselben falschen Christen machen Paulus auch das Apostelamt streitig. Einige von ihnen setzen Matthias an seine Stelle, der von den elf Aposteln durch Los ermittelt worden war. Apologeten und Kirchenväter unterminierten die Gebote weiter, um vorab den Sabbat durch den Sonntag zu ersetzen, was ab Mitte des 2.Jahrhunderts aufkam, als 135 u.Z. Bar-Kochba einen Aufstand gegen die Römer anzettelte der blutig niedergeschlagen wurde und Juden im ganzen Reichsgebiet verfolgt wurden. Indem Christen nun den heidnischen Sonntag statt des Sabbats annahmen glaubten sie sich vor Verfolgung sicher! Jesus hatte gewarnt:

 

(Lukas 9:23-27)  Dann sagte er weiter zu allen: „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme Tag für Tag seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig. 24 Denn wer immer seine Seele retten will, wird sie verlieren; wer immer aber seine Seele um meinetwillen verliert, der wird sie retten. 25 In der Tat, welchen Nutzen hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst aber verliert oder Schaden erleidet? 26 Denn wer immer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn schämen, wenn er in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und der heiligen Engel gekommen sein wird. 27 Ich sage euch aber der Wahrheit gemäß: Einige von denen, die hier stehen [[die Apostel]], werden den [[zweiten]] Tod [[die Gehenna, wegen Sünde wider heiligen Geist]] überhaupt nicht schmecken, bis sie zuerst das Königreich Gottes sehen.“

 

Anstelle der Beschneidung führten die romtreuen Bischöfe am Konzil von Karthago im Jahre 253 u.Z. die Kindstaufe ein. Erst die nach-Nicänische Katholische Kirche aber machte ab dem dritten und vierten  Jahrhundert aus dem Gerücht eine Tatsache, indem sie einige der zehn Gebote abänderte oder gar als nicht weiter bindend erklärte und ihr eigenes Glaubensbekenntnis formulierte. Die Ostkirchen und die protestantischen Töchter übernahmen dieses weitgehend und damit auch die Ungesetzlichkeit der Mutterkirche!

 

Da „Babylon die Grosse“, der Zusammenschluss von Religionen in Bündnissen bereits Ende des ersten Jahrhunderts durch Johannes in der Offenbarung beschrieben wird, muss die erste namentlich erwähnte Nikolaus-Sekte den Grundstock dazu innerhalb der christlichen Anbetung bilden! Jesus zeigt von beiden in der Offenbarung, dass er sie hasst! (Off 2:5, 6, 15; Off 18:4-10)

 

Als Petrus das Tuch mit unreinem Getier vom Himmel herabkommen sah und ihm gesagt wurde: „Schlachte und iss“, da war dies deutlich ein Gleichnis und nicht eine Aufforderung, das was im GESETZ als „Unrein bezeichnet wird nun als „rein“ zu erklären! Erst als bei der Taufe des Kornelius heiliger Geist auf jene Hausversammlung fiel begriff er die Symbolik vollkommen! Petrus selbst erklärte wie er das Gleichnis verstand und anwendete: (Apg 10:10-16)

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/38/Biberach_Pfarrkirche_Decke_Vorhalle_Corneliustaufe.jpg/220px-Biberach_Pfarrkirche_Decke_Vorhalle_Corneliustaufe.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:7-11 ***

Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten; 8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt [[den „Paulikanern“ die nachträgliche Beschneidung des Fleisches]], das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

 

Was konnten die Vorväter nicht ertragen? War es das GESETZ oder war es die Beschneidung erwachsener Männer? Das Thema lautet auf Beschneidung der Heidenchristen! Klar zeigte sich, dass es die Beschneidung gewesen war, die nach Abraham während der ägyptischen Sklaverei in Vergessenheit geraten war! Dies zeigte sich am erstgeborenen Sohn Mose von dessen Frau Zippora, wo Jehovas Engel auf Erfüllung bestand, als Moses den Auftrag erhielt Israel aus Ägypten herauszuführen!

 

http://www.sonntagsblatt-bayern.de/img03/2006_27_21_01_01.jpg*** Rbi8  2. Mose 4:20-26 ***

Da nahm Moses seine Frau und seine Söhne und ließ sie auf einem Esel reiten, und er trat die Rückkehr nach dem Land Ägypten an. Auch nahm Moses den Stab des [wahren] Gottes in seine Hand. 21 Und Jehova sprach weiter zu Moses: „Nachdem du gegangen und nach Ägypten zurückgekehrt bist, sieh zu, daß ihr wirklich alle Wunder vor Pharao tut, die [zu tun] ich in deine Hand gelegt habe. Was mich betrifft, ich werde sein Herz verstockt werden lassen; und er wird das Volk nicht wegsenden. 22 Und du sollst zu Pharao sagen: ‚So hat Jehova gesprochen: „Israel ist mein Sohn, mein erstgeborener. 23 Und ich sage zu dir: Sende meinen Sohn weg, daß er mir dient. Solltest du dich aber weigern, ihn wegzusenden, siehe, so töte ich deinen Sohn, deinen erstgeborenen.“ ‘ “

24 Nun geschah es unterwegs im Nachtlager, daß Jehova ihm dann entgegentrat und ihn irgendwie zu Tode zu bringen suchte. 25 Schließlich nahm Zippora einen Feuerstein und schnitt die Vorhaut ihres Sohnes ab und ließ sie seine [[des Engels?]] Füße berühren und sprach: „Es ist, weil du mir ein Blutbräutigam bist.“ 26 Demzufolge ließ er von ihm ab. Damals sagte sie: „Ein Blutbräutigam“ wegen der Beschneidung.

 

Moses konnte nicht etwas vom Volk verlangen, das er nicht selbst in seiner Familie anwendete! Jehova hatte mit Abraham den „Bund der Beschneidung“ für ihn und alle seine Hausgenossen und Söhne nach ihnen aufgetragen! Jehova zeigte Moses durch den Engel die Notwendigkeit der Beschneidung seines eigenen Sohnes, dass Er durch den „Engel Jehovas“ auf Erfüllung der Bundesverpflichtung drängte und auch Moses gegenüber keine Parteilichkeit zeigte! Zippora scheint das Vergehen erkannt zu haben und nahm ihre eigene Pflicht war. Möglicherweise warf sie die Vorhaut vor des Engels Füsse, der ja Jehovas Stellvertreter war und dem sie nun Gehorsam zollte.

 

Zippora ihrerseits zeigte somit ihre Unterordnung unter Jehova, der durch den Engel den noch unbeschnittenen erstgeborenen Sohn bedrohte, dass sie das Gebot Jehovas wie eine Ehefrau bereit sei zu erfüllen. Israel wird ja auch aus Jehovas „Ehefrau“ und Er als ihr „ehelicher Besitzer“ bezeichnet. Hosea bezeugt, dass Gott sich nach Harmagedon erneut mit dem Israel Gottes“ vermählen wird, nachdem die zuvor ungetreue „Gomer“ („Jakob“ = Israel) sich vollkommen gereinigt hat! (Hos 2:19) Dies ist am Tag, wo Jesus dem Vater das aufgerichtete „Königreich der Himmel“ übergibt! Am Ende der 1335-Tagefrist [Bb1]. Jeremias Vorhersage zum Thema lautet:

 

(Jeremia 31:31, 32)  Siehe! Es kommen Tage“, ist der Ausspruch Jehovas, „da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen; 32 nicht einen wie den Bund, den ich mit ihren Vorvätern schloß an dem Tag, an dem ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, ‚welchen meinen Bund sie brachen, obwohl ich selbst ihr ehelicher Besitzer war‘ ist der Ausspruch Jehovas.“

 

http://www.israelogie.de/wp-content/uploads/2012/09/GerrerRebbe.jpgDie Feinde des Paulus behaupteten, dass er die Judenchristen lehre, dass die Beschneidung bei ihnen nicht weiter notwendig sei.

 

http://augenblicke.blogger.de/static/antville/augenblicke/images/augenblicke_blog_2010_09_07.jpgPaulus zeigte, dass dies nicht der Wahrheit entsprach. Heutige „Ebioniten“, messianische Juden beschneiden weiterhin ihre Söhne am achten Tag! (Apg 21:21-25). Eine geplante Gesetzesänderung u.a. in Deutschland, die solches als Körperverletzung eingestuft hätte wurde inzwischen entschärft, nachdem Juden und Muslime dies als Eingriff in ihre Religionsfreiheit bekämpft hatten! Erin kleiner Sieg gegen die Überhandnahme staatlicher Allmacht!

 

2.2.2.2           Das „GESETZ des Geistes“ befreit vom „Gesetz der Sünde und des Todes“

Petrus verwies später vor dem Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. darauf, dass heiliger Geist auf jene Hausgemeinschaft des Kornelius fiel, obwohl jene Männer nicht beschnitten waren und erst daraufhin getauft wurden! Das „Unreine“, das Gott als „rein“ erklärt hatte waren somit Menschen, die Christus im Glauben angenommen hatten und deren Herz durch „unverdiente Güte“ von früheren Sünden gereinigt worden war! „Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt.“ Niemand wurde dort beschnitten!

 

Petrus erwähnt zudem mit keiner Silbe, dass nun die im GESETZ als unrein erklärten Speisen gereinigt worden seien, im Gegenteil nimmt er Schwein und Hund, beides unreine Tiere gemäss GESETZ in seinem 2.Brief als ein widerlichen Vergleich für Menschen, die zu den ungesetzlichen Dingen zurückkehren, zu „den Befleckungen der Welt“. Er spricht von der „gebadeten Sau die zum Wälzen im Dreck“ zurückkehrt und vom Hund, der sein eigenes Gespei isst.

 

(2. Petrus 2:20-22)  Wenn sie nämlich, nachdem sie durch eine genaue Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entronnen sind, wieder in ebendiese [[ungesetzlichen]] Dinge verwickelt und [davon] überwunden werden, so sind die letzten Zustände für sie schlimmer geworden als die ersten. 21 Denn es wäre für sie besser gewesen, den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden. 22 Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: „Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.“

 

Da Zeugen Jehovas behaupten, Christen ständen überhaupt nicht unter den Zehn Geboten, noch unter den richterlichen Entscheidungen (613 weitere Gebote und Verordnungen) versucht die WATCHTOWER INC. In ihrer NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG ihre fehlgeleitete Lehrmeinung zu verteidigen, durch oftmals falsches Hervorhebung des Wortes GESETZ (in Grossschrift), ohne Unterscheidung, wo ein anderes Gesetz gemeint ist, das vom GESETZ Mose abweicht! So gibt es gravierende Verwechslungen, da insbesondere, wo das „GESETZ [[Gesetz]] der Sünde“ gemeint ist, dem gegenüber ein Christ in der Taufe abstirbt, um gegenüber dem „GESETZ des Geistes“ zum Leben zu kommen.

 

*** Rbi8  Römer 8:1-2 ***

Daher gibt es für die, welche mit Christus Jesus in Gemeinschaft sind, keine Verurteilung. 2 Denn das Gesetz [[GESETZ]] des Geistes, der [[Geist, der]] in Gemeinschaft mit Christus Jesus Leben gibt, hat dich von dem Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht.

 

Nicht das GESETZ wurde mit Christus an den Stamm geschlagen, sondern der „Fluch des GESETZES“, der Todesstrafe für begangene Sünden beinhaltet! Paulus gibt diesen Teil der Erklärung im Brief an die Galater:

 

*** Rbi8  Galater 3:13-14 ***

Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.“ 14 So sollte der Segen Abrahams durch Jesus Christus für die Nationen kommen, damit wir den verheißenen Geist durch unseren Glauben empfangen könnten.

 

Zu behaupten das „GESETZ“ sei an den Stamm geschlagen worden anstatt der „Fluch des GESETZES“ respektive die auf uns lastende Todesstrafe ist eine äusserst gefährliche und verfängliche Lehre, die viele zum Stolpern im GESETZ bringt! Wo es kein GESETZ gibt, da gibt es ja auch keine Strafe! „Gottes GESETZ“ durch menschliche Moralgebote zu ersetzen hat vernichtende Folgen am Gerichtstag! Lassen wir uns nicht von „blinden Leitern“ verführen! (Mat 15:14)

 

*** Rbi8  Römer 6:1-2 ***

Was sollen wir also sagen? Sollen wir in der Sünde [[(gesetzlosem Verhalten)]] verharren, damit die unverdiente Güte überströme? 2 Das geschehe nie! Da wir hinsichtlich der Sünde [[(dem Gesetz des sündigen Fleisches gegenüber)]] gestorben sind, wie sollen wir da noch weiter in ihr leben?

 

Christen sind der Sünde gegenüber in der Taufe gestorben, stehen somit nicht weiter unter dem „Gesetz des sündigen Fleisches“, sehr wohl aber nun unter dem „GESETZ des Geistes“ den göttlichen Geboten!

 

Lukas

2.2.2.3           Die Apostelgeschichte

 

   Wir unterscheiden zwischen folgenden Dingen beim Begriff „Gesetz“:

   Gesetz   (Kleinschrift) Irgend eines der Gesetze, nicht Gottes Gebote, z.B. das „Gesetz der Sünde“, das „Gesetz der Nationen“, das „Gesetz des Mannes

   GESETZ  (Grossschrift) Die zehn Gebote und die richterlichen Entscheidungen; die fünf Bücher Mose, auch das „GESETZ des Geistes“ genannt.

Das „GESETZ des Christus“, das die Modifikationen einschliesst, die Jesus als „Haupt des Leibes“ im Auftrag des Vaters für die Versammlung festlegte.   

   Sowie weiter das „GESETZ des Glaubens“, das uns verpflichtet alles anzunehmen, was im GESETZ, den PROPHETEN und den inspirierten Schriften des „neuen Bundes“ überliefert wurde (Apg 24:14; Joh 17:17; 2.Ti 3:14-17). Vor allem aber im GESETZ festlegt, dass wer nicht „Glauben in den Propheten gleich mir (Moses)“ zeigt, „vom Volk abgeschnitten“ werden soll! (5.Mo 18:15-19)

 

Rot = falsch angewendet durch die WATCHTOWER

Grün = korrekte Anwendung resp. erklärender Text

 

Wie ist die Aussage betreffend dem GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

 

 

Apg 13:15-16

15 Nach der Vorlesung des GESETZES und der PROPHETEN sandten die Vorsteher der Synagoge zu ihnen und ließen ihnen sagen: „Männer, Brüder, wenn ihr irgendein Wort der Ermunterung für das Volk habt, so sagt es.“ 16 Da stand Paulus auf, winkte mit der Hand und sprach:

 

   Paulus besuchte stets an jedem Ort, wo er neu hinkam, am Sabbat die Versammlung der Juden, so wie es bei ihm Brauch war (Apg 15:21; 18:4;  Heb 10:25). Dort war es wie in der Christenversammlung üblich das Wort auch Beschnittenen zu geben, die zu Besuch kommen. Paulus nutzte die Gelegenheit, um über die Erfüllung der Vorhersagen im GESETZ und den PROPHETEN durch Jesus Zeugnis abzulegen.

 

Apg 21:20-25

20 Nachdem sie dies gehört hatten, begannen sie Gott zu verherrlichen, und sie sagten zu ihm: „Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ. 21 Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln. 22 Was also ist diesbezüglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du angekommen bist. 23 So tu denn das, was wir dir sagen: Es sind vier Männer bei uns, die ein Gelübde auf sich haben. 24 Nimm diese Männer mit, und reinige dich mit ihnen gemäß den Zeremonien, und trage für sie die Kosten, damit sie sich das Haupt scheren lassen können. Und so wird jedermann wissen, daß an den Gerüchten, die über dich mitgeteilt wurden, nichts ist, sondern daß du ordentlich wandelst, indem du selbst auch das GESETZ hältst. 25 Was die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gefällt und hingesandt, daß sie sich bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und Erwürgtem und vor Hurerei.“

 

   Das Gerücht, das Feinde gegen Paulus ausgestreut hatten, dass er „Abfall von Mose“ lehre, dass das GESETZ nicht weiter gültig sei oder jüdisch-christlich, männliche Kinder nicht weiter beschnitten werden sollten, all dies stammte somit nicht von Paulus. Juden und falsche Christen die Paulus feindlich gegenüberstanden hatten dies ausgesät.

   Die Tausende von Judenchristen die an Jesus glaubten, die „Ebioniten“, sie hielten sich weiterhin an das ganze GESETZ Mose! Paulus seinerseits lieferte den Beweis, dass er sich selbst als fleischlicher Jude an das ganze GESETZ hielt und erfüllte sein eigenes Gelübde und half anderen die vom GESETZ vorgeschriebenen Handlungen im Tempel vorzunehmen, indem er die Kosten für jene trug.

   Die Feinde nahmen dies zur Gelegenheit ihn anzuschuldigen, dass er einen nicht Beschnittenen innerhalb des Soreg (trennende Zwischenwand) gebracht habe, was zur vierjährigen Haft und zum Gefangenentransport nach Rom führte.

   Die Gläubigen der Nationen waren nicht verpflichtet gewisse Dinge des GESETZES auszuführen. Erneut werden dieselben vier Erfordernisse aus dem Buch Levitikus erwähnt als „notwendige Dinge“: Enthalten von Blut und Erwürgtem, von Götzen geopfertem und von Hurerei. Diese Dinge wurden dadurch lediglich in den Vordergrund gerückt. Da wurde nicht eine vollständige Liste gemacht, sondern nur das erwähnt, was in jener Region im Argen lag!

Apg 21:27-28

 

27 Als nun die sieben Tage nahezu abgelaufen waren, begannen die Juden aus Asien, als sie ihn im Tempel sahen, die ganze Volksmenge in Verwirrung zu bringen, und sie legten Hand an ihn 28 und schrien: „Männer von Israel, helft! Das ist der Mensch, der überall jedermann gegen das Volk und das GESETZ und diese Stätte lehrt, und was noch mehr ist, er hat sogar Griechen in den Tempel gebracht und hat diese heilige Stätte entweiht.“

 

   Die jüdischen Feinde des Paulus aus der Region Asien (Umgebung von Ephesus) waren es, die nun selbst in Jerusalem gegen Paulus Anklage erhoben, obwohl Paulus vollkommen innerhalb der gesetzlichen Regeln Mose handelte. Da Paulus lehrte, dass jeder einzelne Christ und jede Christenversammlung ein Tempel darstellt, der von Gottes Geist bewohnt wird, wurde dies so ausgelegt, er würde gegen den Tempel Jerusalems reden (Joh 4:20-24; 1.Kor 3:16, 17).

 

Apg 22:1-5

 

22 „Männer, Brüder und Väter, hört jetzt meine Verteidigung vor euch an!“ 2 (Als sie nun hörten, daß er sich in der hebräischen Sprache an sie wandte, wurden sie noch stiller, und er sprach:) 3Ich bin ein Jude, in Tarsus in Zilizien geboren, aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer für Gott, wie ihr es alle heute seid. 4 Und ich verfolgte diesen WEG bis auf den Tod, indem ich sowohl Männer als auch Frauen band und Gefängnissen übergab, 5 wie mir das sowohl der Hohepriester als auch die ganze Versammlung der älteren Männer bezeugen können. Von ihnen verschaffte ich mir auch Briefe an die Brüder in Damaskus, und ich ging hin, um auch die, die sich dort befanden, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.

 

   Paulus zeigt seine Erziehung im GESETZ durch einen der geehrten und strengsten Gesetzeslehrer auf, Gamaliel und weist auf seine Vergangenheit hin als Verfolger jener, die zum „Weg“ gehörten.

   An anderer Stelle bestätigt Paulus vor dem Statthalter Felix seinen Glauben, der alles, was im GESETZ und den PROPHETEN steht angenommen hat und auch einhält (Apg 24:14, 15).

   Die Ankläger konnten keinen Beweis erbringen, dass Paulus im Tempel bei seiner Gefangennahme ungesetzlich gehandelt hatte! Hätte man Trophimus vorgeführt, so wäre dessen Beschneidung als Jude zu Tage getreten!

Apg 22:12-16

12 Ananias nun, ein gewisser Mann, ehrfurchtsvoll gemäß dem GESETZ, der bei allen dort wohnenden Juden in gutem Ruf stand, 13 kam zu mir und sagte, bei mir stehend, zu mir: ‚Saulus, Bruder, werde wieder sehend!‘ Und zur selben Stunde schaute ich zu ihm auf. 14 Er sprach: ‚Der Gott unserer Vorväter hat dich erwählt, seinen Willen kennenzulernen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus seinem Mund zu hören, 15 denn du sollst ihm vor allen Menschen ein Zeuge von den Dingen sein, die du gesehen und gehört hast. 16 Und nun, warum zögerst du? Steh auf, laß dich taufen, und wasch deine Sünden ab, indem du seinen Namen anrufst.‘

 

   Ananias, ein gottesfürchtiger Christ machte Saulus nachdem ihm das helle Licht vom Himmel geblendet hatte wieder sehend und taufte ihn anschliessend. Er bestätigte ihm seine Auserwählung durch Gott und Jesus, um nun seinerseits die gute Botschaft zu den Nationen zu tragen und dort Gottes GESETZ aufzurichten (Rö 3:31).

   Paulus sollte Zeuge für all die Dinge sein, die er nun von Jesus in Visionen und Träumen sehen und hören würde aber auch von den Dingen, die er von Jugend auf aus dem GESETZ und den PROPHETEN zu halten gelehrt worden war.

   Paulus sollte nun aufgrund seiner Taufe den Namen Jesu anrufen, den er bisher verfolgt hatte! Jesus selbst hatte erklärt: „Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde.“ (Joh 14:13)

 

Apg 23:3

Da sagte Paulus zu ihm: „Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand. Sitzt du da, um mich gemäß dem GESETZ zu richten, und befiehlst gleichzeitig, in Übertretung des GESETZES, mich zu schlagen?

 

   Das GESETZ Mose erlaubt keine Schläge eines nicht Verurteilten. Tortur, um ein Geständnis zu erreichen ist ungesetzlich. Paulus nennt den Hohepriester eine „getünchte Wand“, weil er einerseits das GESETZ, das er zu vertreten hat bricht, andererseits den wahren Hohepriester nicht anerkannte, Jesus, den Christus, den Gott selbst von den Toten auferweckt und gleich Melchisedek als Priesterkönig erhöhte hatte (Ps 110:4; Off 5:11, 12).

 

Apg 23:26-30

26 „Claudius Lysias an Seine Exzellenz, den Statthalter Felix: Grüße! 27 Dieser Mann wurde von den Juden ergriffen und von ihnen beinahe umgebracht, doch da kam ich plötzlich mit einer Truppe und befreite ihn, weil ich erfuhr, daß er ein Römer sei. 28 Und da ich mich über die Ursache, weswegen sie ihn anklagten, vergewissern wollte, brachte ich ihn in ihren Sanhedrin hinab. 29 Ich fand, daß er wegen gewisser Fragen ihres GESETZES angeklagt wird, doch nicht einer einzigen Sache beschuldigt ist, die Tod oder Fesseln verdient. 30 Weil mir aber enthüllt worden ist, daß ein Anschlag gegen den Mann geplant werde, sende ich ihn sofort zu dir und gebiete den Anklägern, sich vor dir gegen ihn auszusprechen.“

 

   Der Militärbefehlshaber Jerusalems hatte erkannt, dass man Paulus falsch beschuldigt hatte aus Eifersucht, weil er Anhänger für Jesus machte. Aus dem Verfolger des „WEGES“ war ein Vorkämpfer der „Sekte des Nazarener“ geworden (Apg 24:5).

   Claudius Lysias war zum Schluss gelangt, dass Paulus weder ein Vergehen gegen das jüdische GESETZ noch gegen die Gesetze Roms begangen hatte „die Tod oder Fesseln verdienten“, somit gesetzestreu handelte.

Apg 24:14

14 Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.

 

   Durch seinen Glauben all dessen, was im GESETZ und den PROPHETEN steht musste sich Paulus auch an alle Bestimmungen halten, ansonsten er ja ein Heuchler gewesen wäre! Jesus hatte zudem gesagt, dass wer die kleinsten der Gebote halte und lehre „gross“ genannt werden würde! Paulus gehört zu den wahren „Grossen“, den zwölf Aposteln, die mit Jesus auf Thronen sitzen werden!

   Das „GESETZ des Glaubens“ bedingt auch Glauben in die Auferstehung der Toten am „Tag des Herrn“ und an Jesu Wiederkehr im Fleische! Der Antichrist leugnet Jesu Wiederkehr im Fleische, weil es ihm am Glauben fehlt! „Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.“ (2.Joh 7)

 

Apg 25:8

Paulus aber sagte zu [seiner] Verteidigung: „Ich habe mich weder gegen das GESETZ der Juden noch gegen den Tempel, noch gegen Cäsar irgendwie versündigt.“

 

   Paulus bestätigt sein gesetzeskonformes Verhalten vor seinem Richter, sowohl was das ganze GESETZ Mose anbetrifft, als auch was die Gesetze Roms angeht. Er wäre ein Heuchler und Lügner gewesen, hätte er nicht die Wahrheit gesagt! (vergl. Off 14:5)

 

Apg 28:23-25

23 Sie verabredeten nun einen Tag mit ihm, und sie kamen in größerer Anzahl zu ihm in seine Unterkunft. Und er erklärte ihnen die Sache, indem er von dem Königreich Gottes gründlich Zeugnis ablegte und sie sowohl anhand des Gesetzes [[GESETZES]] Mose als auch der PROPHETEN von morgens bis abends in bezug auf Jesus zu überzeugen suchte. 24 Und einige begannen dem, was gesagt wurde, zu glauben; andere glaubten nicht. 25 Weil sie also miteinander uneins waren, begannen sie wegzugehen ...

 

   Sowohl im GESETZ Mose (den fünf Büchern) wie in den PROPHETEN wurden hunderte von Einzelheiten über den kommenden Messias vorhergesagt. Wenn man das GESETZ Mose verneint, so lehnt man damit auch die Erfüllung jener Vorhersagen ab! GESETZ und die fünf Bücher Mose bilden eine untrennbare Einheit betreffend Gottes Willen und Vorhersage! Glaube ist Voraussetzung für Rettung, „ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen“ (Ps 78:22; Rö 1:16, 17).

 

*** Rbi8  Hebräer 11:6 ***
Ohne Glauben aber ist es unmöglich, [ihm] wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muß glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird.

 

 

 

 

Paulus

2.2.2.4           Der Brief an die Römer

-       Täter des GESETZES sind die, welche gerechtgesprochen werden

-       Das Gewissen zeugt mit, klagt an, entschuldigt

 

   Paulus zeigt, dass eine Auseinandersetzung zwischen Juden- und Heidenchristen existiert. Offensichtlich lehrten einige Judenchristen, dass das GESETZ nicht weiter gelte. Paulus weisst sie zurecht und zeigt, dass „Ebioniten“ und „Paulikaner“ unter denselben „Regeln des Benehmens“ stehen!

   Die herrschenden „obrigkeitlichen Gewalten“ unter Jesus als König im „Königreich des Sohnes der Liebe“ sind die Apostel und Versammlungsvorsteher! Dieser König ist vorab zu ehren, dann erst weltliche Autoritäten und deren Gebote zu respektieren!

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

 

Wir unterscheiden zwischen folgenden Dingen beim Begriff „Gesetz“:

   Gesetz   (Kleinschrift) Irgend eines der Gesetze, nicht Gottes Gebote, z.B. das „Gesetz der Sünde“, das „Gesetz der Nationen“, das „Gesetz des Mannes

   GESETZ  (Grossschrift) Die zehn Gebote und die richterlichen Entscheidungen; die fünf Bücher Mose, auch das „GESETZ des Geistes“ genannt.

   Das „GESETZ des Christus“, das die Modifikationen einschliesst, die Jesus als „Haupt des Leibes“ im Auftrag des Vaters für die Versammlung festlegte.

   Sowie weiter das „GESETZ des Glaubens“, das uns verpflichtet alles anzunehmen, was im GESETZ, den PROPHETEN und den inspirierten Schriften des „neuen Bundes“ überliefert wurde, vor allem an den „Propheten gleich mir (Moses)“ zu glauben (Apg 24:14; Joh 17:17; 2.Ti 3:14-17).

 

Rot = falsch angewendet durch die WATCHTOWER

Grün = korrekte Anwendung resp. erklärender Text

 

Rö 2:12-16

12 Alle die zum Beispiel, die ohne Gesetz [[GESETZ]] gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz [[GESETZ]] zugrunde gehen; alle die aber, die unter Gesetz [[GESETZ]] gesündigt haben, werden durch Gesetz [[GESETZ]] gerichtet werden. 13 Denn nicht die Hörer des Gesetzes [[GESETZES]] sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes [[GESETZES]] werden gerechtgesprochen werden. 14 Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes [[GESETZES]] tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz [[GESETZ (Mose)]] sind, sich selbst ein Gesetz [[GESETZ]]. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetz [[GESETZ]] ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

   Paulus zeigt den Unterschied zwischen Menschen der Nationen, die Gottes GESETZ noch nicht kennen gelernt haben und Juden, die Gottes Gebote schon vor ihrer Taufe anwendeten.  

   Unabhängig davon war jeder ein Sünder der Gottes Gebote übertrat, weil jene Gebote seit Adam fest in unsere Gene, „ins Herz  eingeschrieben sind! Das Gewissen reagiert „von Natur aus“, wo wir ein göttliches Gebot übertreten und jeder ist sich daher selbst GESETZ! Das Gewissen ist Ankläger! Wer gegen das Gewissen handelt sündigt, ob mit oder ohne GESETZ Mose: Er wird so oder so zugrunde gehen!
   Da Christen aufgefordert sind unter den Nationen das GESETZ aufzurichten, so müssen sie selbst vorab „Täter des GESETZES“ sein, dieses selbst einhalten, auch die geringen Gebote! Dann erfolgt am Gerichtstag Gottes Gerechtsprechung (Rö 3:31).

   Jeder muss selbst vor Christus stehen, wenn der Richter der Lebenden und Toten Anklage der verborgenen Dinge erhebt, darüber, was im Geheimen geschah. 

 

Rö 2:17-24

 

17 Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]] ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

   Paulus unterscheidet zwischen Namenjuden, die dem Fleische nach von Abraham abstammen und beschnitten sind, die ihren Stolz auf Jehova setzen und behaupten, sein auserwähltes Volk zu sein und Menschen der Nationen, die gemäss ihrem Gewissen handeln und von daher Dinge verurteilen, die im GESETZ als verboten gelten oder die dort zu tun geboten, jedoch unterlassen werden. Da Judenchristen in Rom das GESETZ zwar lehrten aber nicht einhielten zeigt Paulus, dass die Heidenchristen die von Natur aus ihr Gewissen schulten, das GESETZ hielten und lehrten die (in der Auferstehung) Richter der anderen sein werden! Gott wird durch Jesus diese „gross“, die anderen „gering“ machen!

   Paulus nennt den „Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ“, das Juden gegeben wurde. Erkenntnis über Gott ist fest mit Gottes Geboten verbunden! Seine Haupteigenschaften werden gerade durch das GESETZ erst erkannt! Er richtet gerecht aufgrund gesetzlich festgesetzter Normen, ohne Ansehen der Person, mit Liebe, Stärke und Weisheit!

   Paulus tadelt hier jüdisch-christliche Gesetzeslehrer die selbst Gesetzesbrecher waren.

 

Rö 2:25-29

25 Beschneidung ist tatsächlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz [[GESETZ]] hältst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26 Wenn daher ein Unbeschnittener die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden? 27 Und der von Natur Unbeschnittene wird dadurch, daß er das GESETZ ausführt, dich richten, der du bei dessen geschriebenem Recht [[unter dem/durch den Buchstaben des GESETZES (Meister, Luther, Schlachter, Elberfelder)]] und der Beschneidung ein Gesetzesübertreter bist. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht [[nach dem Buchstaben des GESETZES (sondern dem Sinne des GESETZES entsprechend)]].

   Beschneidung wird von Paulus fest mit GESETZESTREUE verbunden! Christen aus den Nationen, die sich an das GESETZ halten gelten daher als wahrhaftig Beschnittene, sind geistige Juden, gehören zum wahren  Israel Gottes“!

   Wenn immer ein beschnittener Jude ein Gesetzesübertreter ist, so wird er dadurch zu einem Unbeschnittenen, einem dem Geiste nach „Toten“! Dasselbe GESETZ gilt für beide gleich!

   Paulus zeigt, dass Christen aus den Nationen, die ihr Herz mittels der Gebote beschnitten haben die wahren Juden sind, weil sie Gottes GESETZ halten!

   Paulus verneint nicht etwa das „geschriebene Recht“, um es durch ein „mündlich überliefertes Recht“ zu ersetzen, sondern spricht den tieferen Sinn der GESETZE an, das Buchstäbliche, das jeweils dahinterliegende Prinzip, das auf Liebe fusst und dem Nächsten nichts zufügt, was einer selbst für sich nicht wünscht!

 

Rö 3:19-20

19 Wir wissen nun, daß alles, was das GESETZ sagt, es an die richtet, die unter dem GESETZ sind, so daß jeder Mund gestopft und die ganze Welt vor Gott straffällig werde. 20 Daher wird durch Gesetzeswerke kein Fleisch vor ihm gerechtgesprochen werden, denn durch Gesetz [[GESETZ]] kommt die genaue Erkenntnis der Sünde.

 

   Da das GESETZ bereits in die Gene eingeschrieben ist wird jeder straffällig, der gegen sein Gewissen handelt! Da ist somit kein Sünder, der vor Gott nicht straffällig wäre und keiner, der nicht den Tod verdient hätte! Genaue Erkenntnis der Sünde aber kommt durch Gottes geschriebenes GESETZ! Dadurch, dass Christen dieses unter den Nationen aufrichteten gibt es keine Entschuldigung mehr für Unkenntnis!

   Gesetzeswerke, in Form von Schlachtopfern haben keine Löschung des Fluches und damit Gerechtsprechung zur Folge, sondern decken die Sünde nur zu, bis zur Taufe z.B. nach der Auferstehung und damit Anteilhabe an der „unverdienten Güte“!

 

Rö 3:21-26

 

21 Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz [[GESETZ]] offenbar gemacht worden, wie sie durch das Gesetz [[GESETZ]] und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld [[(vom Fluch)]]. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

   Im GESETZ ist Strafe für Vergehen vorgesehen! Es gibt keine Straffreiheit, so hat Jehova es angekündigt. Sühne in Form von Gesetzeswerken, wie z.B. durch die blutigen Tieropfer deckte Sünde zu, löscht sie nicht. Darum wurde Jahr für Jahr durch den levitischen Hohepriester am Sühnetag an Sünde erinnert, bis Jesus das vollkommene Opfer darbrachte und dadurch „unverdiente Güte“ möglich wurde. Seiter werden nach der Taufe begangene unwillentliche Sünden am Sühnetag jeweils erneut gelöscht, so dass sie sich nicht „bis zum Himmel aufhäufen“ (Off 18:5)

   Sowohl das GESETZ wie auch die PROPHETEN kündeten aber dieses höhere Opfer an, um die Sünde der ganzen Welt hinweg zunehmen! Das war somit ausserhalb der gesetzlichen Regelung und sollte Gottes Güte oder Gottes Gnade aufzeigen!

   Jesus nahm dieses Opfer auf sich, indem er für unsere früheren Sünden starb und Gott dieses wertvollere Opfer anerkannte, um unsere Schuld, den auf uns lastenden Fluch auszulöschen (Gal 3:13).

   Voraussetzung, um dieser „unverdienten Güte“ teilhaftig zu werden ist Glaube in Jesus und seinen Opfertod, in seine Auferstehung und sein Königtum zu setzen! Dieser Glaube zeigt sich mittels der Glaubenstaufe, dem Bundesschluss!

 

Rö 3:27-31

27 Wo ist also das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz [[GESETZ]]? Das der Werke? Nein, in der Tat, sondern durch das Gesetz [[GESETZ]] des Glaubens. 28 Denn wir halten dafür, daß ein Mensch ohne Gesetzeswerke durch Glauben gerechtgesprochen wird. 29 Oder ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen, 30 wenn Gott wirklich einer ist, der Beschnittene zufolge des Glaubens und Unbeschnittene durch ihren Glauben gerechtsprechen wird. 31 Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

FN zu Rö 3:31
„Das Gesetz [[GESETZ]]“. Gr.: ho nómos, mit dem bestimmten Artikel ho zur genaueren Bestimmung. Der Kontext erfordert Hervorhebung, um die Anspielung auf das von Moses gegebene „Gesetz“ anzuzeigen. In The Bible Translator, Jg. 1, Januar 1950, hg. v. The United Bible Societies, London, S. 165 schrieb J. Harold Greenlee: „Das Wort ‚Gesetz‘ verlangt besondere Aufmerksamkeit. Der [gr.] Artikel zeigt ein bestimmtes Gesetz an oder das mosaische Gesetz [[GESETZ]]; ohne den Artikel kann ‚Gesetz‘ als Prinzip gemeint sein.“

 

   Der Unterschied zwischen Gesetzeswerken, das heisst den Schlachtopfern als Sühneopfer für Gesetzesübertretung und dem „GESETZ des Glaubens“: Was Erfüllung eines neuen Gebotes beinhaltet, dass wir in Jesus Glauben setzen sollen, dieses wird von Paulus deutlich hervorgehoben.

   Er verteidigt gleichzeitig das Weiterbestehen des GESETZES, das ja nun erst durch Christen unter den Nationen aufgerichtet wird! Das Gebot zum Jüngermachen lautet doch alles zu lehren, was Jesus gelehrt hatte und alle seine Gebote zu halten, so wie er alle Gebote Gottes hielt! Hierzu erhielt er von Gott alle Autorität:

 

*** Rbi8  Matthäus 28:18-20 ***
18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Rö 4:6-8

6 So, wie David auch von dem Glück des Menschen spricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke anrechnet: 7 „Glücklich sind die, deren gesetzlose Taten vergeben und deren Sünden zugedeckt worden sind; 8 glücklich ist der Mann, dessen Sünde Jehova keinesfalls anrechnet.“

 

   Durch genaue Erkenntnis und Anerkennung der Güte Gottes können wir an vollkommener Sündenvergebung Anteil haben! Das betrifft sowohl die Taufe, wie den jährlichen Sühnetag und am Ende von  jenem festgesetzten Tag, wo Jehova die ganzen Sünden seines Volkes erneut vergibt, all jener, die Jesus am Gerichtstag als seine Schafe kennzeichnete!

 

Rö 4:13-15

 

13 Denn nicht durch Gesetz [[GESETZ]]  hatte Abraham oder sein Same die Verheißung, daß er Erbe einer Welt sein sollte, sondern durch die Gerechtigkeit aus Glauben. 14 Denn wenn die, die sich an [das] Gesetz [[GESETZ]] halten, Erben sind, so ist der Glaube nutzlos gemacht und die Verheißung aufgehoben worden. 15 In Wirklichkeit bewirkt das GESETZ Zorn, doch wo es kein Gesetz [[GESETZ]] gibt, da gibt es auch keine Übertretung.

 

   Abraham zeigte Glauben in Jehova, dieser Glaube wurde als Gerechtigkeit angerechnet. Da kein GESETZ existierte, wurde Sünde nicht angerechnet. Wegen seines Glaubens wurde ihm ein Erbe versprochen.

   Wer das GESETZ hält, das später gekommen war würde nun Erbe sein. Wer es übertritt zieht sich Gottes Zorn oder den „Fluch“ zu. Trotzdem existierte Glaube. Nun aber, wo Christus gekommen war kam das „GESETZ des Glaubens“, wer es nicht erfüllt bleibt unter dem Zorn und dem Fluch.

Rö 4:16, 17

16 Deswegen geschah es zufolge des Glaubens, auf daß es gemäß unverdienter Güte sei, damit die Verheißung seinem ganzen Samen sicher sei, nicht nur dem, der sich an das GESETZ hält, sondern auch dem, der sich an den Glauben Abrahams hält. (Er ist unser aller Vater, 17 so wie geschrieben steht: „Ich habe dich zum Vater vieler Nationen bestimmt.“) Das geschah vor den Augen dessen, an den er glaubte, ja Gottes, der die Toten lebendig macht und die nicht vorhandenen Dinge ruft, als ob sie vorhanden wären.

 

   Zum GESETZ hinzu wurde nun noch der Glaube als ein weiteres Gebot hinzugefügt, Glaube, dass der Messias kommt, dann als er gekommen war, dass Jesu Loskaufsopfer unsere Sünden vollkommen auszulöschen vermag. Das steht aber in Verbindung mit dem Sterben gegenüber dem „Gesetz der Sünde“ und dem neugeboren werden gegenüber dem „GESETZ des Geistes“, dem „GESETZ des Christus“ und damit dem „GESETZ des Glaubens“!

Rö 5:12-14

12 Darum, so wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten — 13 Denn bis zum GESETZ war Sünde in der Welt, doch wird Sünde niemandem zugerechnet, wenn kein Gesetz [[GESETZ]] da ist. 14 Nichtsdestoweniger regierte der Tod als König von Adam bis auf Moses, sogar über die, die nicht nach der Gleichheit der Übertretung Adams gesündigt hatten, der mit dem Ähnlichkeit hat, der kommen sollte.

 

   Auch als das GESETZ Mose noch nicht gekommen war gab es Sünde, weil ja das GESETZ in unsere Gene geschrieben ist. Da erst das GESETZ Sünde als solche ausweist, so gab es daher zuvor keine Anrechnung der Übertretung. Durch die Übertretung Adams kam die Sterblichkeit in unsere Gene und damit der adamische Tod. Durch das GESETZ kam der Fluch für Sünde zu ISRAEL. Mit dem „GESETZ des Glaubens“ kam durch Christus die Wahrheit. Wer sie ablehnt bleibt unter Fluch, wer sie annimmt kommt unter „unverdiente Güte“, Löschung des Fluches.

 

Rö 5:19-21

 

19 Denn so, wie durch den Ungehorsam des einen Menschen viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen viele zu Gerechten gemacht werden. 20 Nun ist das GESETZ nebenbei hereingekommen, damit die Verfehlung überströme. Wo aber Sünde überströmte, da strömte die unverdiente Güte noch mehr über. 21 Wozu? Damit so, wie die Sünde als König mit dem Tod regiert hat, so auch die unverdiente Güte als König regiere durch Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

   Von Adam her ererbten wir das „Gesetz der Sünde“, der Drang den Begierden des Fleisches in ungerechter Weise nachzugeben. Erst mit Jesus und sein in den Tod hingegebenes sündloses Fleisch und durch das Vergiessen seines Blutes kam die „unverdiente Güte“.  Zufolge des Glaubens in Jesus werden unsere früheren Sünden in der Taufe ausgelöscht. Erst dadurch wurde der Weg zur Versöhnung mit Gott und Auferstehung zu ewigem Leben geöffnet!

Rö 6:13-14

13 Auch stellt eure Glieder nicht mehr als Waffen der Ungerechtigkeit der Sünde dar, sondern stellt euch Gott dar als solche, die aus den Toten lebendig geworden sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit. 14 Denn Sünde soll nicht Herr über euch sein, da ihr nicht unter Gesetz [[der Sünde (vergl. Rö 8:2); dem Fluch des GESETZES (Gal 3:10-14)]] seid, sondern unter unverdienter Güte.

 

   Der freiwillige Entscheid zufolge Glaubens, das göttliche GESETZ auf das Herz zu schreiben, es dem Verstand anheimzugeben ist Vorbedingung zur Taufe. Das „GESETZ des Geistes“ liefert die „Waffen der Gerechtigkeit“ zum Sieg des Gerechten, die Rückkehr zur Ungerechtigkeit der Sünde aber bringt erneut den Fluch des GESETZES und damit den Tod, den wir zuvor durch „unverdiente Güte“ besiegt hatten! (Gal 1:8-10; Heb 10:26-31) Die Auslöschung aus dem „Buch des Lebens“ ist die Folge! (Off 3:5)

 

Rö 6:15-20

15 Was folgt daraus? Sollen wir Sünde [[(= Gesetzesbruch = Fluch = Tod)]] begehen, weil wir nicht unter Gesetz [[der Sünde; unter des GESETZES Fluch]], sondern unter unverdienter Güte sind? Das geschehe nie! 16 Wißt ihr nicht, daß ihr, wenn ihr euch fortgesetzt jemandem als Sklaven darstellt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid, weil ihr ihm gehorcht, entweder der Sünde, die zum Tod führt, oder des Gehorsams [[(gegenüber Gottes Willen und Verordnungen)]], der zur Gerechtigkeit führt? 17 Gott aber sei Dank, daß ihr, die ihr Sklaven der Sünde wart, doch von Herzen jener Form der Lehre gehorsam wurdet, der ihr übergeben wurdet. 18 Ja, da ihr von der Sünde frei gemacht wurdet, wurdet ihr Sklaven der Gerechtigkeit. 19 Ich rede in menschlichen Worten wegen der Schwachheit eures Fleisches; denn ebenso, wie ihr eure Glieder als Sklaven der Unreinheit und Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit dargestellt habt, so stellt jetzt eure Glieder als Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit dar. 20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, wart ihr frei hinsichtlich der Gerechtigkeit.

 

   Da durch „unverdiente Güte“ Gott den gegen uns lautenden handschriftlichen Fluch mit Christus an den Stamm geheftet hat (Gal 3:13) sind wir nicht mehr unter Fluch, sondern eben unter „unverdienter Güte“.

   Bedeutet dies ein Freibrief erneut zu sündigen? Das würde zur Sklaverei der Sünde zurückführen, das „Gesetz der Sünde“ würde wiederum Herr über uns, nachdem wir doch der Sünde gegenüber bereits in der Taufe gestorben sind, ihr abgeschworen haben.

   Beim Auftauchen aus dem Wasser wurde der Taufbund gültig und wir wurden Sklaven Christi, der uns mit seinen Blut erkauft hat, den Loskaufspreis bezahlte und stehen seither unter dem „GESETZ des Geistes“. Das bedeutet, dass unser Verstand Herrschaft über den Körper ausübt und daher „Sklaven der Gerechtigkeit“ sind gemäss dem „GESETZ des Christus!

 

*** Rbi8  Römer 3:23-24 ***
23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld.

 

Rö 7:1-3

7 Kann es sein, daß ihr nicht wißt, Brüder (denn ich rede zu Gesetzeskundigen), daß das GESETZ über einen Menschen Herr ist, solange er lebt? 2 Zum Beispiel ist eine verheiratete Frau durch Gesetz [[GESETZ]] an ihren Mann gebunden, während er lebt; wenn aber ihr Mann stirbt, ist sie von dem Gesetz ihres Mannes entbunden. 3 So würde sie denn zu Lebzeiten ihres Mannes als Ehebrecherin bezeichnet werden, wenn sie eines anderen Mannes würde. Doch wenn ihr Mann stirbt, ist sie frei von seinem Gesetz, so daß sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird.

 

   Ein Christ ist verpflichtet „gesetzeskundig“ zu sein! Erneut bestätigt Paulus, dass das GESETZ während der ganzen Lebensspanne Herr über einen Menschen ist, dieser dagegen Sklave des „GESETZES des Christus“ wird, beginnend mit dem Abschluss des Taufbundes. Jesus ist doch seither unser „Haupt“, er, der Hohepriesterkönig im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“.

   Ebenso wird eine Frau mit Abschluss des Ehebundes Gehilfin des Mannes, der sein eigenes GESETZ oder seine Hausordnung errichtet. Mit dem Tod des Mannes ist sie vom Bündnis der Ehe, damit auch vom „Gesetz des Mannes“ befreit und darf erst dann einen anderen heiraten.

 

Rö 7:4-6

4 Ebenso wurdet auch ihr, meine Brüder, dem GESETZ [[Gesetz (der Sünde) (vergl. Rö 8:2)]] gegenüber zu Toten gemacht durch den Leib des Christus, um einem anderen zu eigen zu werden, dem, der von den Toten auferweckt worden ist, damit wir für Gott Frucht brächten. 5 Denn als wir mit dem Fleisch in Übereinstimmung waren, waren die sündigen Leidenschaften, die durch das GESETZ [[Gesetz (der Sünde) des Fleisches]] erregt wurden, in unseren Gliedern wirksam, damit wir für den Tod Frucht brächten. 6 Jetzt aber sind wir von dem GESETZ [[Gesetz (der Sünde)]] entbunden, weil wir dem gestorben sind, wodurch wir festgehalten wurden, damit wir Sklaven seien in einem neuen Sinne, durch den Geist, und nicht im alten Sinne, durch das geschriebene Recht [[den Buchstaben des GESETZES]].

 

   Paulus spricht zu „Gesetzeskundigen“! Gewisse Unterschiede, was die Gesetze betraf waren allen Christen damals geläufig, die ja unter Roms Macht standen. Da Paulus erst im Vers 7:23 und 8:2 vom „Gesetz der Sünde“ spricht, so wird hier wie so oft an anderen Stellen durch die Übersetzer der WTG fälschlich auf Gottes GESETZ verwiesen. Das ist aber gemäss Kontext verwirrend und falsch!

   Das Absterben in der Taufe geschieht gegenüber zwei Dingen:

   1) Gegenüber dem „Gesetz der Sünde“, das fortan keine Macht mehr ausübt und

   2) gegenüber dem Fluch des GESETZES, der zusammen mit Christus an den Stamm geschlagen wurde.

   Nicht Gottes GESETZ erweckt Leidenschaften im sündigen Fleisch, sondern das „Gesetz der Sünde“, die Begierde des Fleisches, das Adam erst nach dem Sündenfall eingepflanzt wurde!  

   Der „neue Sinn“, der weit über den Buchstaben des GESETZES hinausgeht sind die dahinterstehenden Prinzipien, wie die Liebe, die im „GESETZ des Geistes“ durch Jesus mittels der Wahrheit gebracht wurden und weit über die reine Formulierung im GESETZ hinausgeht.

 

Rö 7:7-12

7 Was sollen wir also sagen? Ist das GESETZ Sünde? Dazu komme es nie! Tatsächlich hätte ich die Sünde nicht kennengelernt, wenn nicht das GESETZ gewesen wäre; und ich hätte zum Beispiel die Begierde nicht erkannt, wenn das GESETZ nicht gesagt hätte: „Du sollst nicht begehren.“ 8 Die Sünde aber, die durch das Gebot [[Gesetz des Fleisches]] Anlaß erhielt, bewirkte in mir jederlei Begierde, denn ohne Gesetz [[GESETZ]] war [die] Sünde tot. 9 In der Tat, ich war einst ohne Gesetz [[GESETZ]] lebendig; als aber das Gebot gekommen war, lebte die Sünde wieder auf, ich aber starb [[(in der Taufe gegenüber dem Gesetz der Sünde)]]. 10 Und das Gebot [[GESETZ]], das zum Leben [gegeben] war, dieses erwies sich mir zum Tod. 11 Denn [die] Sünde, die durch das Gebot [[Gesetz des Fleisches]] Anlaß erhielt, verführte mich und tötete mich durch dieses. 12 Somit ist das GESETZ an sich heilig, und das Gebot ist heilig und gerecht und gut.

 

  Obwohl Paulus sofort klar stellt, dass er nicht das GESETZ Gottes meint, sondern wie er im Vers 7:21 und 8:2 zeigt, deutlich vom „Gesetz der Sünde“ spricht, das im Fleische innewohnt, so wird durch falsches Verwenden der Grossschrift im Text der verwirrende Eindruck erweckt, Gottes GESETZ sei nicht weiter gültig.

   Erst durch das GESETZ und dessen Erkenntnis wurden wir der Sünde gewahr, „lebte die Sünde wieder auf“ und wir wurden uns der damit verbundenen Todesstrafe bewusst, Paulus erklärt: „ich aber starb“! Im Untertauchen der Taufe kommt dieses Absterben, das Auftauchen aus dem Wasser brachte ein Leben als Sklave des „GESETZES des Geistes“, das Leben bedeutet:

 

(Galater 3:11-14)  Daß übrigens durch Gesetz [[GESETZ]] niemand bei Gott gerechtgesprochen wird, ist offenkundig, denn „der Gerechte wird zufolge des Glaubens leben“. 12 Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern „wer sie tut, wird durch sie leben“. 13 Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.“ 14 So sollte der Segen Abrahams durch Jesus Christus für die Nationen kommen, damit wir den verheißenen Geist durch unseren Glauben empfangen könnten.

 

   Erst die Kenntnis des GESETZES lehrt uns, was in Gottes Augen „unrein“ ist und verabscheut und gemieden werden muss.

   Das göttliche Gebot oder GESETZ ist zum Leben gegeben, damit wir uns der Sünde und ihrer Folgen bewusst werden! Das GESETZ Gottes ist heilig, die Gebote dienen der Gerechtigkeit und sind gut für uns!

 

Rö 7:13-20

13 Gereichte mir denn etwas, was gut ist, zum Tod? Das geschehe nie! Die Sünde aber tat dies, damit sie als Sünde aufgezeigt werde, die durch das, was gut ist, für mich den Tod bewirkt, damit Sünde durch das Gebot weit sündhafter werde. 14 Denn wir wissen, daß das GESETZ geistig ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde [[das Gesetz des sündigen Fleisches]] verkauft. 15 Denn was ich vollbringe, weiß ich nicht. Denn was ich wünsche, das pflege ich nicht zu tun, sondern was ich hasse, das tue ich. 16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht wünsche, stimme ich zu, daß das GESETZ vortrefflich ist. 17 Jetzt aber bin nicht mehr ich es, der es vollbringt, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 18 Denn ich weiß, daß in mir, das ist [[(der Wunsch zum Sündigen)]] in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn die Fähigkeit zu wünschen ist bei mir vorhanden, aber die Fähigkeit, das zu vollbringen, was vortrefflich ist, ist nicht [vorhanden]. 19 Denn das Gute, das ich wünsche, tue ich nicht, sondern das Schlechte, das ich nicht wünsche, das treibe ich. 20 Wenn ich nun das, was ich nicht wünsche, tue, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.

 

   Durch das Verständnis dessen, was in Gottes Augen schlecht ist und zum Tod führt erkennen wir, dass das GESETZ Gottes vortrefflich ist und zum Leben gereicht!

   Während das „Gesetz der Sünde“ uns durch die DNS ins Fleisch, in jede Zelle gelegt wurde und so Macht auf uns auszuüben sucht, so ist es das „GESETZ des Geistes“ das dem Fleisch Zügel anlegt und es durch Selbstbeherrschung kontrolliert, um Herr darüber werden.

   Bieten wir uns aber fortgesetzt erneut der Sünde an, damit diese neuerlich Herr über uns werde, so werden wir dadurch auch erneut versklavt und verlieren die „unverdiente Güte, weil für mutwillige und fortgesetzte Sünde kein weiteres Opfer zur Verfügung steht!

   Willentliche Übertretung wird dadurch zur „Sünde wider heiligen Geist“, für die kein Schlachtopfer mehr existiert, erklärt Paulus im Brief an die Hebräer! (Heb 10:26-31)

   Paulus identifiziert das wahre „ich“, die „neue Person“ mit dem durch den heiligen Geist geleiteten Verstand mittels der Selbstdisziplin!

 

Rö 7:21-25

21 Ich finde also in meinem Fall dieses Gesetz [[GESETZ]]: daß, wenn ich das Rechte zu tun wünsche, das Schlechte bei mir vorhanden ist. 22 Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz [[GESETZ]] Gottes gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin, 23 aber ich sehe in meinen Gliedern ein anderes Gesetz, das dem Gesetz [[GESETZ]] meines Sinnes widerstreitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. 24 Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist? 25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So bin ich selbst denn mit [meinem] Sinn ein Sklave des Gesetzes [[GESETZES]] Gottes, mit [meinem] Fleisch aber des Gesetzes der Sünde.

24 Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist? 25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! So bin ich selbst denn mit [meinem] Sinn ein Sklave des Gesetzes [[GESETZES]] Gottes, mit [meinem] Fleisch aber des Gesetzes der Sünde.

 

   Paulus untersucht sein eigenes fleischliches Verlangen hin zur Sünde und kommt zu Schlussfolgerungen: Das GESETZ Gottes, das in der DNS vorhanden ist und durch das Gewissen reagiert erfreut uns, wenn wir darauf hören. Es reagiert mit einem Gefühl der Befriedigung, des glücklich sein, weil wir das zweite innewohnende „Gesetz der Sünde“ besiegt haben.

   Während das Glücksgefühl, das das Fleisch bei Befriedigung seiner Begehren gibt von kurzer Dauer ist und schlechtes Gewissen hinterlässt hat das andere Glücksgefühl dauerhafte Wirkung!

   Paulus bittet um Befreiung von dem Teil unseres Leibes, der zum Sündigen hin versklavt, unseren Trieb, unsere Begierde.

   Das GESETZ Gottes reagiert durch das Gewissen und wendet sich an unseren Verstand, der zwischen Gut und Böse zu entscheiden hat und gemäss trainierter Selbstbeherrschung das Gute wirkt, dem Körper Zügel anlegt.

   Der auferstandene Leib Jesu ist „von Sünde getrennt“, das heisst, das Verlangen des Fleisches, das „Gesetz der Sünde“ wurde dort in der DNS gelöscht. Das ist die Vollkommenheit im Fleisch, welche die als „Gerechte“ erklärten am Tag der „Umwandlung in einem Nu“ erhalten!

 

Rö 8:1-8

8 Daher gibt es für die, welche mit Christus Jesus in Gemeinschaft sind, keine Verurteilung. 2 Denn das Gesetz [[GESETZ]] des Geistes, der in Gemeinschaft mit Christus Jesus Leben gibt, hat dich von dem Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht. 3 Denn da auf seiten des GESETZES ein Unvermögen vorlag, während es durch das Fleisch schwach war, verurteilte Gott die Sünde im Fleisch, indem er seinen eigenen Sohn in der Gleichheit des sündigen Fleisches und der Sünde wegen sandte, 4 damit die gerechte Forderung des GESETZES erfüllt werde in uns, die wir nicht in Übereinstimmung mit dem Fleisch, sondern in Übereinstimmung mit dem Geist wandeln. 5 Denn die, die mit dem Fleisch in Übereinstimmung sind, richten ihren Sinn auf die Dinge des Fleisches, die aber mit dem Geist in Übereinstimmung sind, auf die Dinge des Geistes. 6 Denn das Sinnen des Fleisches bedeutet Tod, das Sinnen des Geistes aber bedeutet Leben und Frieden, 7 weil das Sinnen des Fleisches Feindschaft mit Gott bedeutet, denn es ist dem Gesetz [[GESETZ]] Gottes nicht untertan und kann es tatsächlich auch nicht sein. 8 So können denn die, die mit dem Fleisch in Übereinstimmung sind, Gott nicht gefallen.

 

   Da der Fluch für frühere Sünden durch „unverdiente Güte“ gelöscht ist und wir durch den Bund der Taufe in Gemeinschaft mit Jesu gelangt sind, so gibt es am kommenden Gerichtstag keine Verurteilung für frühere Sünden. Auch spätere Sünden, die „nicht den Tod nach sich ziehen“ (1.Joh 5:16, 17), diese deckt Jesu Blut erneut zu. Es sind Gesetzesverletzungen die nicht „wider den heiligen Geist“ geschehen, also in nicht willentlicher Übertretung von Gottes Gebot begangen wurden. Fehler aus Schwachheit, Unaufmerksamkeit und Unwissen: Da wir weiter unter „unverdienter Güte“ stehen, gerade deshalb, weil wir Jesu Gebote doch beachten, werden sie nicht angerechnet, am Sühnetag jeden Jahres erneut gelöscht

   Das „GESETZ des Geistes“ und unser Gewissen waren durch das ihm entgegen gerichtete „Gesetz der Sünde“ im Fleische geschwächt.

   Jesus wurde im selben Fleisch wie wir, mit demselben Gewissen und Drang des Fleisches aus Maria geboren! Er musste denselben Kampf wie wir führen, um nicht zu fallen. Er aber richtete von Beginn an seinen von den Eltern trainierten Sinn auf das „GESETZ des Geistes“ und besiegte als erster das „Gesetz der Sünde“ vollkommen! Er vertraute in allem auf Gott und betete in jeder Versuchung (Mar 14:38). Daher gewann und behielt er Gottes Wohlgefallen.

 

*** Rbi8  Matthäus 3:17 ***
„Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“

 

Rö 9:30-33

30 Was sollen wir denn sagen? Daß Leute von den Nationen, obwohl sie nicht der Gerechtigkeit nachjagten, Gerechtigkeit erlangten, die Gerechtigkeit, die sich aus dem Glauben ergibt; 31 Israel aber, obwohl es einem Gesetz [[GESETZ]] der Gerechtigkeit nachjagte, hat das Gesetz [[GESETZ (Ziel des GESETZES, den Glauben in den Messias)]] nicht erreicht. 32 Aus welchem Grund? Weil es ihm nicht durch Glauben, sondern gleichsam durch Werke nachjagte. Sie strauchelten über den „Stein des Anstoßes“, 33 so wie geschrieben steht: „Siehe! Ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses, wer aber seinen Glauben darauf setzt, wird nicht enttäuscht werden.“

 

   Obwohl das GESETZ deutlich den kommenden Messias ankündigte strauchelten die Juden über den Christus, „den Stein des Anstosses“. Sie versuchten den Buchstaben des GESETZES zu erfüllen, wie dies am Beispiel Jesu vom Zehnten an den Gewürzen hervorgeht, da sie dabei das Wesentliche, das Prinzip der Liebe und die Barmherzigkeit dahinter nicht begriffen hatten! (Mat 23:23, 24)

   Fehlender Glaube in Gottes Güte und in das prophetische Wort liess sie die deutlichen Zeichen ausser Acht lassen, die Jesus gab und die ihn als den erwarteten Messias auswiesen! Damit erfüllten sie das wesentliche Gebot, das „GESETZ des Glaubens“ nicht! Ihr Herz war auf Macht und Ansehen und Gewinn gerichtet! (Joh 11:47, 48)

 

Rö 10:1-4

10 Brüder, der gute Wille meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie gilt tatsächlich ihrer Rettung. 2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende des GESETZES [[Ziel; Höhepunkt der Gesetzeserfüllung]], jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

   Die Gerechtigkeit Gottes ist mit seinem GESETZ fest verbunden, wird aber durch das neue „GESETZ des Glaubens“ ergänzt! Dies ermöglicht Gott seine „unverdiente Güte“ auf jeden auszuweiten, der diesen Glauben offenlegt und Jesus als Höhepunkt der Gesetzeserfüllung anerkennt, sich dasselbe Ziel setzt! Dadurch kommt Gerechtigkeit in unser Leben, nicht allein durch Glauben, sondern durch Liebe zu Gott und zum Nächsten, die das ganze GESETZ erfüllt und sich durch Werke erzeigen muss! (Jak 2:14-17)

 

Rö 10:5-10

5 Denn Moses schreibt, daß der Mensch, der die Gerechtigkeit des GESETZES getan hat, durch sie leben wird. 6 Die Gerechtigkeit aber, die aus Glauben kommt, redet so: „Sag nicht in deinem Herzen: ‚Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?‘, nämlich um Christus herabzuholen, 7 oder: ‚Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?‘, nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen.“ 8 Sondern was sagt sie? „Das Wort ist dir nahe, in deinem eigenen Mund und in deinem eigenen Herzen“, das heißt das „Wort“ des Glaubens, das wir predigen. 9 Denn wenn du dieses ‘Wort in deinem eigenen Mund’, daß Jesus Herr ist, öffentlich verkündigst und in deinem Herzen Glauben übst, daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. 10 Denn mit dem Herzen übt man Glauben zur Gerechtigkeit, mit dem Mund aber legt man eine öffentliche Erklärung ab zur Rettung.

 

   Jesus hatte das ganze GESETZ erfüllt und daher Anspruch auf Wiedererlangen des Lebens, wie dies das GESETZ verheisst. Daran müssen wir glauben!

   Jeder ist verpflichtet die „Gerechtigkeit des GESETZES“ zu tun, dazu hat Jesus deutlich aufgefordert, dies ist eines seiner Gebote! Das aber reicht nicht aus, das taten die Juden oder zumindest bemühten sie sich darum.

   Der aktiv gelebte Glaube muss uns dazu bringen, Christus als Herrn, amtierenden König und Hohepriester zu verkündigen! Dazu brauchen wir weder in den Himmel hinaufzusteigen noch zum Grab hinunter zu gehen. Jesus sagte deutlich, dass er bis zum Abschluss des Systems mit jenen ist, die ihn öffentlich verkünden und Jünger für das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ sammeln, „das ‚Wort’ des Glaubens“ verbreiten! Das „GESETZ des Glaubens“ erfüllen.

   Aktiver „Glaube hin zur Gerechtigkeit“ ist lebendige Gesetzeserfüllung durch tätige Liebe!

 

Rö 13:8-10

8 Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht] [[(GESETZ)]]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

   Wie es Jesus im Gerichtsurteil über Schafe und Böcke deutlich werden lässt ist es diese aktive Liebe den Nächsten zu erweisen, wo immer wir dazu Gelegenheit haben, das uns das GESETZ erfüllen lässt. Wir sollen nicht die Grenzlinie suchen, das Unterlassen der Sünde, etwas Böses nicht zu tun, sondern vielmehr das Prinzip erfüllen, die aktive, selbstlose Nächstenliebe erzeigen!

Paulus

2.2.2.5           Der 1.Brief an die Korinther

   Paulus berichtigt Missstände in der Anwendung des „GESETZES des Christus“ in der Versammlung Korinth durch deren Vorsteher. Welchem Gesetz und welchen Richtern unterstehen Christen in erster Linie? Die „obrigkeitliche Gewalt“ wird durch das „Haupt“ definiert!

   Das Abendmahl wurde in Korinth zu einer Massenveranstaltung. Paulus verweist auf die Ausführung gemäss Jesu Vorbild und GESETZ.

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

1.Kor 7:18-20

18 Ist einer als Beschnittener [[(als Jude)]] berufen worden? Er werde nicht unbeschnitten. Ist einer als Unbeschnittener [[aus den Nationen]] berufen worden? Er werde nicht beschnitten. 19 Die Beschneidung bedeutet nichts, und das Unbeschnittensein bedeutet nichts, sondern das Halten der Gebote Gottes. 20 In welchem Stand auch jeder berufen wurde, darin bleibe er.

 

   Ob beschnittener Jude („Ebionit“) oder unbeschnittener Christ aus den Heiden (Paulikaner), beide müssen Gottes Gebote halten. Das GESETZ ist ewig, kennt kein Ende, genauso wie “ewiges Leben” keine Ende haben wird, ausser durch Sünde wider den heiligen Geist!

1.Kor 9:13-23

19 Denn obwohl ich von allen frei bin, habe ich mich zum Sklaven aller gemacht, damit ich die meisten gewinne. 20 Und so bin ich den Juden wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen; denen unter Gesetz [[GESETZ]] bin ich wie [einer,] der unter Gesetz [[GESETZ]] ist, geworden, obwohl ich selbst nicht unter Gesetz [[GESETZ]] bin, um die zu gewinnen, welche unter Gesetz [[GESETZ]] sind. 21 Denen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, bin ich wie [einer] ohne Gesetz [[GESETZ]] geworden, obwohl ich nicht ohne Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Gott, sondern unter Gesetz [[GESETZ]] gegenüber Christus bin, um die zu gewinnen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind. 22 Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin Menschen von allen Arten alles geworden, damit ich auf jeden Fall einige rette. 23 Alles aber tue ich um der guten Botschaft willen, damit ich mit [anderen] Teilhaber an ihr werde.

 

   Das Wortspiel um das „GESETZ“ das Paulus hier betreibt verwirrt und fordert daher zu exaktem Nachdenken auf, welches Gesetz, wo gemeint ist! Er stellt das „GESETZ Mose“ der Juden dem „GESETZ des Christus“ gegenüber, das ja gewisse Veränderungen erfahren hat, obwohl es dem Sinne nach dasselbe GESETZ ist!

   Da dies in Verbindung mit beschnitten sein und Unbeschnittenheit gebraucht wird ist der Sinn klar: Das „GESETZ des Christus“ fordert von „Paulikanern“ keine fleischliche Beschneidung, sondern lediglich die Beschneidung des Herzens!

   Da Paulus aber ein Beschnittener ist, stellt er sich als solchen auf dieselbe Ebene der Beschnittenen, der Juden und deren Traditionen. Dasselbe kann er mit Heiden tun, da er nicht unter dem Gebot der „trennenden Zwischenwand“ steht und so versucht er alles zu tun, was nützlich ist, um auf beiden Seiten Jünger für den Glauben an den Christus zu gewinnen!

 

1.Kor 14:20-25

20 Brüder, werdet nicht kleine Kinder an Verständnisvermögen, sondern seid Unmündige in bezug auf Schlechtigkeit [[(auf Ungesetzlichkeit)]]; werdet aber Erwachsene an Verständnisvermögen. 21 Es steht im GESETZ geschrieben: „ ,Mit den Zungen von Ausländern und mit den Lippen von Fremden will ich zu diesem Volk reden, aber nicht einmal dann werden sie auf mich hören‘, spricht Jehova.“ 22 Folglich sind Zungen zu einem Zeichen, nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen, während das Prophezeien nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen ist. 23 Wenn daher die ganze Versammlung an einem Ort zusammenkommt und sie alle in Zungen reden, aber es kommen gewöhnliche Menschen oder Ungläubige herein, werden sie nicht sagen, daß ihr von Sinnen seid? 24 Wenn ihr aber alle prophezeit, und ein Ungläubiger oder ein gewöhnlicher Mensch kommt herein, wird er von ihnen allen überführt, er wird von allen genau beurteilt; 25 das Verborgene seines Herzens wird offenbar, so daß er auf [sein] Angesicht fallen und Gott anbeten wird, indem er erklärt: „Gott ist wirklich unter euch.“

 

   Paulus erwähnt Aussprüche die zu einem Teil Jehova durch Moses und zu anderen Teilen durch Jeremia und Jesaja geredet hatte. Er fasst somit im Wort GESETZ in diesem Fall die hebräischen Schriften zusammen (5.Mo 28:49; Jes:28:11; Jer 5:15). Alle Zitate spricht Jehova gegen sein Volk Israel, das „durch ein Volk das in fremder Sprache spricht“, welche die Juden nicht verstehen zu ihnen reden wird! Paulus wendet es auf Christen aus den Nationen an, welche durch ein gutes Schriftverständnis zwischen dem, was Jehova im GESETZ als gut und was er als schlecht bezeichnet zu unterscheiden vermögen!

   Solche, am Geist erwachsene Christen, die nun an Verständnisvermögen Juden überlegen sind werden „mit Zungen von Ausländern“ die gute Botschaft aufgrund deren eigenen Propheten erklären. Die Juden werden trotzdem wegen ihres verhärteten Nackens nicht auf Jehova hören wollen!

   Paulus zeigt anhand dieses Beispiels, dass das Zungenreden in fremden Sprachen innerhalb der Versammlung, wo alle dieselbe Sprache reden (in Korinth das Griechische) keinen Sinn ergibt, sondern eine Gabe Gottes ist, um Menschen eben der entsprechenden Sprache mit der guten Botschaft vertraut zu machen.

   Das Prophezeien dagegen soll in jener Sprache erfolgen, welche die Glieder der Versammlung die bereits glauben es verstehen! Damals hebräisch oder griechisch, heute eine der modernen Sprachen.

   Das GESETZ und die PROPHETEN erfüllen sich auch in diesen kleinen Dingen!

 

1.Kor 14:33-35

Wie in allen Versammlungen der Heiligen 34 sollen die Frauen in den Versammlungen schweigen; denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das GESETZ sagt. 35 Wenn sie dann etwas lernen wollen, so mögen sie zu Hause ihre eigenen Männer befragen, denn es ist schändlich für eine Frau, in einer Versammlung zu reden.

 

   Die Ordnung innerhalb der Christenversammlung muss auf Gottes GESETZ aufgebaut werden. Jehova ist ein Gott der Ordnung. Jakobus erwähnt am Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z., dass seit „alten Zeiten Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen (Versammlungen) jeden Sabbat vorgelesen wird.“  

   Das Wort in der Versammlung blieb weiterhin Männern vorbehalten (Apg 15:20).

 

1.Kor 14:36-38

36 Was? Ist das Wort Gottes etwa von euch ausgegangen, oder hat es etwa nur euch erreicht?

37 Wenn jemand denkt, er sei ein Prophet oder [sei] ein Geistbegabter, so erkenne er die Dinge an, die ich euch schreibe, weil sie das Gebot des Herrn sind. 38 Wenn aber jemand unwissend ist, so bleibt er unwissend.

 

   Paulus zeigt, dass jede Form des Prophezeiens in vollem Einklang stehen muss, was der Herr Jesus und die Apostel gelehrt haben! Prophezeien darf nicht von Menschen her ausgehen, sondern muss sich auf die Worte Jehovas beschränken, weil dies das „Gebot des Herrn“ ist (1.Joh 4:6).

   Wir müssen das „Licht“ erkennen, den Sinn der Worte die Jesus vermittelte, weil diese Gottes Geist, Seinen Blickpunkt wiedergeben, nicht den von Menschen, von Kirchenvätern oder Glaubensgründern und deren widersprüchlichen Dogmen!

1.Kor 15:55-57

55 „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ 56 Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das GESETZ [[Sünde bringt Fluch des GESETZES und Tod)]]. 57 Gott aber sei Dank, denn er gibt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:56 ***
Wtl.: „Der Stachel des Todes aber [ist] die Sünde, die Macht der Sünde aber [ist] das Gesetz [[GESETZ]].“

 

   Jesus hat das ganze GESETZ gehalten und damit die Sünde besiegt und uns das Vorbild gegeben. Da Jehova durch Jesus auch den Fluch des GESETZES auf jede Form unserer früheren Sünden an den Stamm heftete, so können auch wir den Sieg durch unseren Herrn Jesus erreichen, ewiges Leben erlangen. Die gegen uns gerichtete „handschriftliche Urkunde“, welche gerichtliche Verordnungen gemäss Gottes Strafbestimmungen beinhaltet, die wegen unserer früheren Übertretungen aufgezeichnet wurden. Nur diese und nicht das GESETZ an sich wurden an den Stamm geheftet! (Kol 2:13, 14)

 

1.Kor 2:15-21

15 Wir, die von Natur Juden und nicht Sünder [[(Gesetzesübertreter)]] aus den Nationen sind 16 und die wissen, daß ein Mensch nicht zufolge von Gesetzeswerken gerechtgesprochen wird, sondern nur durch Glauben gegenüber Christus Jesus, auch wir glauben an Christus Jesus, damit wir aus Glauben gegenüber Christus und nicht zufolge von Gesetzeswerken gerechtgesprochen werden, denn zufolge von Gesetzeswerken wird kein Fleisch gerechtgesprochen werden. 17 Wenn wir nun, indem wir durch Christus gerechtgesprochen zu werden suchen, auch selbst als Sünder [[(Gesetzesübertreter)]] erfunden worden sind, ist Christus in Wirklichkeit ein Diener der Sünde? Dazu komme es nie! 18 Denn wenn ich gerade die Dinge, die ich einst niederriß [[(die Abhängigkeit vom „Gesetz des sündigen Fleisches“)]], wiederaufbaue, so erweise ich mich selbst als ein Übertreter. 19 Ich meinerseits bin durch [das] Gesetz [[GESETZ]] [dem] Gesetz [[(der Sünde) resp. dem Fluch des GESETZES]] gegenüber gestorben, damit ich Gott gegenüber lebendig werde. 20 Ich bin mit Christus an den Pfahl gebracht worden. Nicht mehr ich bin es, der lebt, sondern Christus ist es, der in Gemeinschaft mit mir lebt. Tatsächlich lebe ich das Leben, das ich jetzt im Fleische lebe, durch den Glauben gegenüber dem Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat. 21 Ich setze die unverdiente Güte Gottes nicht beiseite; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz [[GESETZ]] kommt, ist Christus tatsächlich umsonst gestorben.

 

   Paulus zeigt, dass Juden, die Juden aufgrund ihrer Geburt sind, zufolge von GESETZESTREUE nicht Sünder sind. Umgekehrt ist dies bei Menschen der Nationen (bei Nichtchristen!) von Natur aus der Fall, da sie Gottes gerechte Verordnungen nicht kennen gelernt haben.

   Juden anerkennen, dass Gesetzeswerke, wie dies blutige und unblutige Opfer im Tempel zur Sühne darstellen keine Gerechtsprechung ergeben, sondern nur zuzudecken vermögen, sozusagen einen Aufschub des Strafvollzugs erwirken. Nur Gottes „unverdiente Güte“ kann vollkommene Tilgung erreichen!

   Gott will keine Schlachtopfer, sondern dass wir seinen Willen erfüllen (Heb 10:5-10).

   Aufgrund der Belehrung aus dem GESETZ wissen fleischliche und geistige Juden, dass ohne Glauben an den grösseren Propheten als Moses keine Gerechtsprechung erfolgen wird!

   Aufgrund von Glauben in Jesus sterben wir gegenüber dem „Gesetz der Sünde“ in der Taufe und werden gegenüber dem „GESETZ des Geistes“ neugeboren und komme dadurch Gott gegenüber zum Leben. Die fleischlichen Begierden wurden niedergerissen! Seither bin ich im Besitz Jesu, sein Sklave, da er mich mit seinem eigenen Blut vor dem Tod bewahrt hat.

   Symbolisch stirbt beim Untertauchen unser sündiger Leib, wird mit Christus gleichsam an den Pfahl gebracht, um beim Auftauchen in gereinigtem Zustand in Gemeinschaft mit dem Christus zu leben, der ja an meiner Stelle wirklich starb!

   Wären es Gesetzeswerke wie Tieropfer die Gerechtsprechung ergäben: Warum musste dann Jesus sterben?

 

2.Kor 6:14-18

14 Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

   Nicht unter Gottes GESETZ zu stehen bedeutet in einem gesetzlosen Zustand zu verweilen, wie Heidenchristen dies vor ihrer Taufe waren: GESETZ aber wird mit Gerechtigkeit gleichgesetzt!

   Paulus bringt mehrere Gegensätze, die alle mit GESETZ und mit Glauben in Verbindung stehen und denen die diese vertreten:

 

   Joch mit Jesus – Joch mit Ungläubigen

   Gerechtigkeit – Gesetzlosigkeit

   Licht – Finsternis

   Christus – Belial (Satan)

   Gläubiger – Ungläubiger

   Gottes Tempel – Götzen

 

   Christen dürfen das, was Gott im GESETZ als Unrein erklärt nicht anrühren, damit Er uns aufnimmt! Absonderung bedeutet nicht sich erneut mit einem anderen Götzentempel (Kirche, Religionsorganisation) zu verbinden! Christenversammlungen des ersten Jahrhunderts waren ausschliesslich Hausversammlungen!

  

 

 

 

Paulus

2.2.2.6           Der Brief an die Galater

-       Die Beschneidungsfrage

-       Das Ende der „trennenden Zwischenwand“ (Soreg), welche Israeliten von Heiden abtrennte

   Judenchristen die von den Pharisäern her kamen stellten gewisse Änderungen im „GESETZ des Christus“ gegenüber dem GESETZ Mose in Zweifel und forderten, dass das ganze GESETZ Mose ohne Veränderung und Abstriche zu halten sei. Paulus argumentiert anhand der Vorhersagen der Propheten dagegen!

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

Gal 3:10-14

10 Denn alle die, die sich auf Gesetzeswerke verlassen, sind unter einem Fluch; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bei allen Dingen bleibt, die in der Buchrolle des GESETZES geschrieben sind, um sie zu tun.“ 11 Daß übrigens durch Gesetz [[GESETZ]] niemand bei Gott gerechtgesprochen wird, ist offenkundig, denn „der Gerechte wird zufolge des Glaubens leben“. 12 Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern „wer sie tut, wird durch sie leben“. 13 Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.“ 14 So sollte der Segen Abrahams durch Jesus Christus für die Nationen kommen, damit wir den verheißenen Geist durch unseren Glauben empfangen könnten.

 

   Der Fluch kam zum Ende der vierzigjährigen Wanderung in der Wildnis durch den Bund in Moab, wo Moses am Berg Ebal den Fluch und am Berg Gerisim den Segen sprach (5.Mo 11:29-32).

   Wer das GESETZ gar in böswilliger Form übertrat und glaubte, dass durch Gesetzeswerke wie die Tieropfer die für Sünde als Sühne erbracht werden mussten mit Gott vollkommen in Frieden kommen könnte, der zog sich den Fluch zu! Fluch aber hat Todesstrafe zur Folge!

    Da Jehova Moses zu Beginn gesagt hatte, dass er keine Straffreiheit gewährt bringt ungesühnte Übertretung des GESETZES einen Fluch hervor. Da Jesus als Unschuldiger für die Sünden der Schuldigen starb, wurde durch Gottes überragende Gerechtigkeit der Fluch der uns treffen sollte zufolge unseres Glaubens in Christus an den Stamm genagelt, nicht aber das GESETZ für sich selbst, wie gewisse Religionen dies behaupten!

 

Gal 3:15-18

15 Brüder, ich rede in einem Gleichnis aus dem menschlichen Leben: Einen rechtskräftig gemachten Bund, obwohl es der eines Menschen ist, setzt niemand beiseite oder versieht ihn mit Zusätzen. 16 Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: „Und den Samen“ wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: „Und deinem Samen“, welcher Christus ist. 17 Ferner sage ich dies: Was den zuvor von Gott rechtskräftig gemachten Bund betrifft, so macht ihn das GESETZ, das vierhundertdreißig Jahre später entstanden ist, nicht ungültig, um die Verheißung aufzuheben. 18 Denn wenn das Erbe aus [dem] Gesetz [[GESETZ]] [kommt], so [kommt es] nicht mehr aus [der] Verheißung, während Gott es Abraham gütigerweise durch eine Verheißung gegeben hat.

 

   In der Taufe kommen wir unter den rechtskräftigen Bund mit dem “Vater, dem Sohn und heiligen Geist“. Alles, was in der heiligen Schrift an Aussprüchen Gottes steht ist „heiliger Geist“ oder „Geist der Wahrheit“! (Joh 14:15-17) Kein Bund darf beiseitegelassen werden oder mit nachträglichen Zusätzen versehen werden: Das bedingt einen neuen, verbesserten Bund!

   Vor dem Gesetzesbund am Sinai hatte Jehova bereits einen Bund mit Abraham geschlossen und ihm darin Verheissungen gegeben, die weder durch den neuen Bund am Sinai noch durch den Taufbund ungültig wurden!

   Dasselbe wie mit dem Gesetzesbund ist von der Taufe in den „neuen Bund“ zu sagen, der 1500 Jahre später kam!

   Das „GESETZ des Glaubens“, das bereits Moses erwähnt wurde dem „GESETZ des Christus“ zugefügt, ist Teil dieses „neuen Bundes“, der an die Stelle des „Bundes mit Levi“ rückte, weil jener Bund gebrochen wurde und der nun bessere Verheissungen auf ein Priesterkönigtum enthält!

 

Gal 3:19-22

19 Warum denn das GESETZ? Es wurde hinzugefügt, um Übertretungen offenbar zu machen, bis der Same gekommen wäre, dem die Verheißung gegeben worden war; und es wurde durch Engel übermittelt durch die Hand eines Mittlers. 20 Nun gibt es keinen Mittler, wo es nur eine Person betrifft, Gott aber ist nur einer. 21 Ist das GESETZ also gegen die Verheißungen Gottes? Dazu komme es nie! Denn wenn ein Gesetz [[GESETZ]] gegeben worden wäre, das Leben hätte geben können, so wäre die Gerechtigkeit tatsächlich durch Gesetz [[GESETZ]] gekommen. 22 Aber die Schrift hat alle Dinge zusammen dem Gewahrsam der Sünde übergeben, damit die Verheißung als Folge des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben werde, die Glauben ausüben.

 

   Das GESETZ ist eine Hinzufügung zum Bund, den Gott mit Abraham schloss, um nun durch Israel das Fehlverhalten offenbar zu machen, das gegen Gott und Mitmenschen gerichtet ist. Das GESETZ sollte die Nation Israel als Lehrer und Zuchtmeister zu einem vollkommenen Zustand der Liebe zu Gott und zum Mitmenschen hinführen. Durch die levitischen Priester erreichten sie das Ziel nicht!

   Die Verheissung Gottes lautete auf „einen Samen“, der „die Schlange und ihren Samen“ vernichten und damit auch die in Eden gesetzte Feindschaft beenden würde. Die Schlange steht für Lüge und Verführung hin zur Übertretung von Gottes Willen und seinem GESETZ!

   Der Engel als Mittler des GESETZES war Michael, der später zur Erde gesandt wurde, um aus Maria geboren zu werden und vollkommen den Menschen gleich zu werden.

   Jesus alleine erreichte das Ziel des GESETZES vollkommen! Da Juden dagegen hatten das Ziel des GESETZES nicht erreichten, indem sie weiter sündigten, ebenso wie Menschen der Nationen. Daher kam ein weiteres Gebot, das seit Moses existierte, das besagt, dass nur wer Glaube in jenen Samen ausübt das Ziel der Verheissung erreicht! Damit wurden Juden und Christen unter dasselbe Gebot vereint. Das „GESETZ des Glaubens“. Es kam erst mit Jesus, der erst als wahrer Messias offenbart musste und in Treue sterben und auferstehen musste!

 

Gal 3:23-25

23 Bevor jedoch der Glaube gekommen war, wurden wir unter Gesetz [[GESETZ]] verwahrt, indem wir zusammen in Gewahrsam gegeben wurden im Hinblick auf den Glauben, der geoffenbart werden sollte. 24 Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten. 25 Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Erzieher.

 

   Der „neue Bund“, der erst mit Aufrichtung des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ an Pfingsten 33 u.Z. kam und der mittels Taufe für jeden von uns Gültigkeit erlangt, verlangt als Gebot Glauben in den Christus und seinen Opfertod zur Löschung unsere Sünden auszuüben.

   Dieses „GESETZ des Glaubens“ ersetzt aber nicht die GESETZE und richterlichen Bestimmungen, die doch weiterhin als Erzieher oder Zuchtmeister hin zu Christus führen. Auch alle die vom geraden Weg abweichen müssen weiterhin gemäss GESETZ zurechtgewiesen werden! (2.Ti 3:15, 16)

   So wie Jesus sollen auch wir keines der Gebote übertreten! Darin ist uns Jesus Anleitung und Vorbild! Indem wir Glauben in Christus ausüben erfüllen wir auch die Werke die zum Glauben gehören, wie Jesus dies vorgemacht hat! Das GESETZ als Erzieher tritt dadurch in den Hintergrund, wenn wir wahre Liebe offenbaren!

 

Gal 4:1-5

4 Nun sage ich, daß der Erbe, solange er unmündig ist, sich überhaupt nicht von einem Sklaven unterscheidet, obwohl er Herr aller Dinge ist, 2 sondern er steht unter dazu Beauftragten und unter Verwaltern bis zu dem Tag, den sein Vater im voraus bestimmt hat. 3 Ebenso auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir den elementaren Dingen, die zur Welt gehören, beständig versklavt. 4 Als aber die Grenze der Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, der aus einer Frau [geboren] wurde und unter Gesetz [[GESETZ]] zu stehen kam, 5 so daß er die unter Gesetz [[GESETZ (unter dem Fluch des GESETZES davon)]] loskaufe, damit wir unsererseits die Annahme an Sohnes Statt empfangen könnten.

 

   Jesus, als „letzter Adam“ (1.Kor 15:45) war Erbe dessen, was Adam verloren hat. Erst mit Volljährigkeit mit 30 Jahren begann er seine Arbeit! Bis dahin war er seinen Eltern untertan und arbeitete als Sohn des Zimmermanns in des Vaters Werkstatt.

   Jesus wurde mit seiner Beschneidung demselben GESETZ 8 Tage nach seiner Geburt unterordnet, wie wir bei der Erwachsenentaufe durch Beschneidung des Herzens! Da jede Sünde Fluch und Verurteilung zur Folge hat musste von Seiten Gottes ein gerechter Ausgleich geschaffen werden, da Tieropfer kein Menschenleben aufwiegen. Annahme an Sohnes statt gewährt Gott nur denen, die ohne Anklage und frei von Sünde sind! Er erwartet von jedem von uns schlussendlich Vollkommenheit! (Mat 5:48)

 

Gal 4:21-26

21 Sagt mir, ihr, die ihr unter Gesetz [[GESETZ (Gesetzeswerken)]] sein wollt: Hört ihr das GESETZ nicht? 22 Zum Beispiel steht geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien; 23 aber der von der Magd wurde in Wirklichkeit nach der Weise des Fleisches geboren, der andere, von der Freien, durch eine Verheißung. 24 Diese Dinge sind ein symbolisches Drama; denn diese [Frauen] bedeuten zwei Bündnisse, das eine vom Berg Sinai, welches Kinder zur Sklaverei hervorbringt, und das ist Hagar. 25 Diese Hagar nun bedeutet [den] Sinai, einen Berg in Arabien, und sie entspricht dem heutigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei. 26 Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.

 

   Paulus spricht über die Beschneidungsfrage betreffend Heidenchristen und über die trennende Zwischenwand die einige erneut aufzurichten versuchten. Er redet nun zu den Christen aus den Pharisäern, die eine Fraktion zu bilden versuchten!

   Er vergleicht die fleischlichen Juden mit Hagar, der Sklavin Saras, deren Sohn Ismael „nach der Weise des Fleisches geboren“ wurde. Er stellt das erste Bündnis mit dem fleischlichen Israel dar.

   Isaak aber wurde der Sohn der Verheissung, weil Gott von ihm bevor er geboren wurde wusste, dass er Ihm treu ergeben sein würde. Er symbolisiert das zweite Bündnis, gemäss Verheissung für ein Königreich und Priesterkönigtum gleich Melchisedek, den „neuen Bund“!

   Dasselbe Drama spricht auf das „Israel Gottes“ an, auf all jene, welche gemäss der Verheissung Erben mit Christus sein werden, um mit Jesus Priesterkönige zu sein. Auch die „grosse Volksmenge“ und die „Gerechten“ werden zusammen die Erde ererben!

 

Gal 5:2-6

2 Seht! Ich, Paulus, sage euch, daß Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden laßt. 3 Überdies lege ich noch einmal vor jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, Zeugnis ab, daß er verpflichtet ist, dem ganzen GESETZ nachzukommen. 4 Ihr seid von Christus losgetrennt, wer ihr auch seid, die ihr versucht, durch Gesetz [[GESETZ (Gesetzeswerke)]] gerechtgesprochen zu werden; ihr seid von seiner unverdienten Güte abgefallen. 5 Wir für unseren Teil erwarten durch den Geist sehnlich die erhoffte Gerechtigkeit als Folge des Glaubens. 6 Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

   Der „Salzbund“ mit Levi und der damit verbundene Zehnten, die Opfer, der Tempeldienst und vieles mehr, wie die Beschneidung des Fleisches und der Soreg bilden Teil von Geboten, die durch das Kommen Jesu als neuer Hoherpriester ersetzt worden sind. Sie wurden durch den geistigen Tempel und den neuen Dienst darin, durch die „Schlachtopfer der Lippen“ und Beschneidung des Herzens vom physischen zum geistigen Bereich hin geändert.

   Jene die nun versuchten erneut durch solche früheren Dinge gerecht gesprochen zu werden verleugneten dadurch den Glauben in Christus und seinen Tod, der erst „unverdiente Güte“ möglich machte.

 

Gal 5:13-15

13 Ihr seid natürlich zur Freiheit berufen worden, Brüder; nur benutzt diese Freiheit nicht als einen Anlaß für das Fleisch, sondern durch Liebe dient einander wie Sklaven. 14 Denn das ganze GESETZ ist in einem Ausspruch erfüllt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 15 Wenn ihr jedoch einander fortgesetzt beißt und verschlingt, so seht euch vor, daß ihr nicht voneinander vertilgt werdet.

 

   Freiheit von Sklaverei der Sünde ist es, was Jesus durch seine Lehren brachte. Liebe ist Erfüllung des ganzen GESETZES!

   Paulus spricht nun zu allen, die unter dem zweiten, besseren Bündnis stehen. Das erste Bündnis versprach denen Leben, welche das GESETZ erfüllen. Der 2.Bund bietet ewiges Leben und denen, die es voll ergreifen Mitarbeit als Priesterkönige der „neuen Himmel“ an.

  

Gal 5:17-18

17 Denn das Fleisch ist in seiner Begierde gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; denn diese sind einander entgegengesetzt, so daß ihr gerade die Dinge, die ihr tun möchtet, nicht tut. 18 Überdies, wenn ihr vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter Gesetz [[der Sünde (oder den Folgen des GESETZES durch den Fluch)]].

 

   Die beiden Gesetze in unserer DNS, das „Gesetz der Sünde“ und das Gewissen, das uns das Rechte anzeigt widerstreiten sich! Das „GESETZ des Geistes“, das Gott als Lehrmeister für uns durch Moses aufgezeichnet hat hilft uns das „Gesetz der Sünde“ zu besiegen, das Tod hervorbringt, wenn wir es vollbringen.

 

Gal 5:22-24

22 Andererseits ist die Frucht des Geistes Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, 23 Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz [[GESETZ]]. 24 Außerdem haben die, die Christus Jesus angehören, das Fleisch samt seinen Leidenschaften und Begierden an den Pfahl gebracht.

 

   Nachdem Paulus in den Versen zuvor die Werke gemäss dem „Gesetz der Sünde“, Fleischeswerke aufzählte zeigt er nun, was das „GESETZ des Geistes“ vollbringt, wenn wir uns diesem unterordnen. Gegen Werke der Liebe gibt es kein GESETZ!

Gal 6:1-5

6 Brüder, wenn auch ein Mensch einen Fehltritt tut, ehe er es gewahr wird, so versucht ihr, die geistig Befähigten, einen solchen Menschen im Geist der Milde wieder zurechtzubringen, während du dich selbst im Auge behältst, damit nicht auch du versucht wirst. 2 Fahrt fort, einander die Bürden zu tragen, und so erfüllt das Gesetz [[GESETZ]] des Christus. 3 Denn wenn jemand denkt, er sei etwas, wenn er nichts ist, so betrügt er seinen eigenen Sinn. 4 Doch jeder erprobe sein eigenes Werk, und dann wird er Grund zum Frohlocken im Hinblick auf sich allein und nicht im Vergleich mit einer anderen Person haben. 5 Denn jeder wird seine eigene Last tragen.

 

   So lange wir in diesem Körper sind, der das „Gesetz der Sünde“ in jeder Zelle mitführt, so lange neigen wir dazu Fehltritte zu tun, weil wir vorab oft gar nicht wahrnehmen, dass wir vom geraden Weg abgebogen sind.

   Geistig Befähigte, die in der Anwendung von Gottes „GESETZ des Geistes“ geübt sind sollen solchen irrenden Menschen helfen und damit die Bürde tragen helfen, die schon Jesus auf sich nahm, als er nach den verlorenen Schafen Israels suchte. Damit erfüllen wir das „GESETZ des Christus“ unsere Nächstenliebe bis hin zu denen  zu zeigen, die uns möglicherweise feindlich gesinnt sind.

 

Gal 6:12-16

12 Alle, die von gefälliger Erscheinung im Fleische sein wollen, versuchen euch zur Beschneidung zu nötigen, nur damit sie nicht wegen des Marterpfahls des Christus, Jesu, verfolgt werden. 13 Denn nicht einmal die, die beschnitten werden, halten selbst das GESETZ, sondern sie wollen, daß ihr beschnitten werdet, um Ursache zu haben, sich eures Fleisches zu rühmen. 14 Nie möge es geschehen, daß ich mich rühme, ausgenommen des Marterpfahls [[Pfahls]] unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt an den Pfahl gebracht worden ist und ich der Welt. 15 Denn weder Beschneidung ist etwas noch Unbeschnittenheit, sondern eine neue Schöpfung [ist etwas]. 16 Und alle, die nach dieser Regel des Benehmens ordentlich wandeln werden, über sie komme Frieden und Barmherzigkeit, ja über das Israel Gottes.

 

   Paulus redet von der Beschneidung der fleischlichen Juden als „gefälliger Erscheinung im Fleische“. Die Judenchristen hatten von Seiten ihrer Landsleute, Juden die Jesus weiterhin als Messias ablehnten Verfolgung zu erdulden und versuchten dieser zu entgehen, indem sie Heidenchristen das Einhalten des ganzen GESETZES aufbürdeten, einschliesslich pharisäischer Regeln! Dadurch versuchten sie Anhänger für ihre Fraktion zu gewinnen und verursachten eine Spaltung der Versammlung!

   Paulus bringt ins Zentrum den Tod Christi, der Judenchristen und Heidenchristen die „unverdiente Güte“ brachte, eine „neue Schöpfung“ ermöglichte, alle die zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ zählen sowie die Berufung zum „Israel Gottes“ zu den kommenden Priesterkönigen zu gehören.

 

Paulus

2.2.2.7           Der Brief an die Epheser

   Paulus erklärt das „heilige Geheimnis“ der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“. Christen aus den Nationen haben sich den Bündnissen Israels und dessen Staatssystem angenähert! Jesus hat durch sein Blut die „trennende Zwischenwand“ entfernt, die Juden von Menschen der Nationen trennte.

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

Eph 2:11-18

11 Behaltet daher im Sinn, daß ihr früher nach dem Fleische Leute von den Nationen gewesen seid; „Unbeschnittenheit“ wurdet ihr genannt von dem, was „Beschneidung“ genannt wird, die mit Händen am Fleisch vorgenommen wird — 12 daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber, in Gemeinschaft mit Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. 14 Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete. 15 Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf, das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote [[Das Gesetz der Gebote in Satzungen (MEI, SCH, ELB); das Gesetz so in Geboten gestellt (LU); das Gesetz mit seinen in Satzungen gefassten Geboten (ME); die Feindschaft, die das Gesetz mit seinen Geboten und Verordnungen zwischen ihnen erregte (ALB)]], damit er die beiden Völker in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und damit er durch den Marterpfahl beide Völker in einem Leib mit Gott völlig versöhne, weil er die Feindschaft durch sich selbst getötet hatte. 17 Und er kam und verkündete die gute Botschaft des Friedens euch, den Fernen, und Frieden den Nahen, 18 denn durch ihn haben wir, beide Völker, durch einen Geist den Zutritt zum Vater.

 

   Als „Unbeschnittene“, zu den Nationen gehörend waren wir bevor die „gute Botschaft“ gepredigt wurde ohne göttliche Richtlinie und ohne eigene Staatsordnung wie Gott sie nur Israel durch die verschiedenen Bündnisse gegeben hat. Eine Hoffnung auf ewiges Leben war uns unbekannt, einen Retter vor dem Tod, der selbst Tote aus dem Schlafe aufzuerwecken vermag kannten wir nicht.

   Jesus hob durch seinen Tod die „trennende Zwischenwand“ auf, jenen Teil an Verordnungen des GESETZES, der die beschnittenen Nachkommen Abrahams von den Unbeschnittenen der Nationen abtrennte, so dass es davor keine Vermischung zwischen den zwei Völkern gab. Nun vereinte Jesus beide Teile, indem er sie unter ein führendes Haupt, eine staatliche Verordnung, unter Gottes GESETZ vereinte, das ja durch Jesu Gebot, das „GESETZ des Christus“ in der Christenversammlung aufgerichtet wird. Derselbe heilige Geist der Wahrheit in Gottes Wort lenkt nun vom Haupte aus beide Teile, „Ebioniten“ und „Paulikaner“!

   Nicht das gesamte GESETZ wurde somit aufgehoben, das ja die Grundlage des „Staatswesens Israels“ bildet, sondern nur jener Teil der Satzung, die Israel den Umgang mit Menschen der Nationen verbot und Feindschaft gesetzt hatte! Nun musste die „agápe-Liebe“, ja, gar Feindesliebe an erste Stelle treten!

 

Eph 6:1-4

6 Ihr Kinder, gehorcht euren Eltern in Gemeinschaft mit [dem] Herrn, denn das ist gerecht: 2 „Ehre deinen Vater und [deine] Mutter“, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist: 3 „Damit es dir gutgeht und du lange Zeit auf der Erde bleibst.“ 4 Und ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas.

 

   Das GESETZ besteht aus den zehn Geboten und etwa 613 Satzungen, welche ihrerseits Details und spezifische Anwendung der Gebote in Form von Geboten und Verordnungen auf exakt definierte Vergehen beschreibt.

   Das Neue Testament wäre ohne Grundlage des GESETZES unverständlich, stände vollkommen ohne Grundlage da! Stets wird aus dem GESETZ zitiert, die Anwendung für Christen erklärt!

 

Paulus

2.2.2.8           Der Brief an die Philipper

   Christen werden durch die Taufe in das „Königreich des Sohnes der Liebe“ eingelassen. Damit stehen sie unter dem GESETZ dieses Königreiches, dem „GESETZ des Christus“!

  Das „GESETZ des Glaubens“ gibt den Massstab, wem Christen ihren Glauben zu schenken haben und was sie exakt anhand des heiligen Geistes in der Schrift zu prüfen haben!

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

Phi 3:4-11

Wenn irgendein anderer denkt, er habe Gründe, auf das Fleisch zu vertrauen, ich um so mehr: 5 Beschnitten am achten Tag, aus dem Familiengeschlecht Israels, aus dem Stamm Benjamin, ein Hebräer, [geboren] von Hebräern; was [das] Gesetz [[GESETZ]] betrifft: ein Pharisäer; 6 was Eifer betrifft: ein Verfolger der Versammlung; was Gerechtigkeit betrifft, die durch Gesetz [[GESETZ]]kommt: einer, der sich als untadelig erwiesen hat. 7 Doch welche Dinge mir Gewinn waren, diese habe ich um des Christus willen als Verlust betrachtet. 8 Ja, tatsächlich betrachte ich überhaupt auch alle Dinge als Verlust wegen des alles übertreffenden Wertes der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne 9 und in Gemeinschaft mit ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus Gesetz [[z.B. dem der Pharisäer]] kommt, sondern die, die durch Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt, 10 um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung [[gr.: exanástasin]] von den Toten gelangen könnte.

 

   Paulus redet zu den beschnittenen Juden, die sich als Höherstehende als Heidenchristen betrachten. Er beruft sich auf seine eigene hebräische Herkunft aus dem Stamm Benjamin. Die Pharisäer galten als die Gesetzestreuesten und als Saulus erwies er sich dort als untadelig.

   Durch Erkenntnis des Christus und seiner Stellung im Vorhaben des Vaters verliess er seine angesehene Stellung als Pharisäer, seine Aufgaben und seinen Lebensunterhalt als Verfolger des WEGES. Nun betrachtet er all dies als „Kehricht“, ohne irgendwelchen Wert.

   Die frühere Form Gerechtigkeit die er ausübte, indem er jede Abweichung vom Gebot Mose gemäss Auslegung seiner Sekte verfolgte war falsch gewesen, hatte nicht Gottes Anerkennung! Sie wurde durch die Einsicht verändert, dass gerade Moses diese kommende Veränderung doch durch den grösseren Propheten nach ihm bereits angekündigt hatte. Durch den vorhergesagten Hohepriester-König gleich Melchisedek sollte Erlösung und erdenweite Verbreitung des Glaubens an diesen Erlöser kommen.

   Paulus wusste um den Ablauf der Endzeit, die Reihenfolge der fünf unterschiedlichen Auferstehungen und dass er zu denen der „Früh-Auferstehung“ [B1] gehört, die nur den Aposteln versprochen wurde.

 

Paulus

2.2.2.9           Der 2.Brief an die Thessalonicher

   Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ ist vor und während der Zeit des Endes besonders aktiv und fordert zum Abfall von Gottes Geboten auf, indem er seine eigenen Gebote über diejenigen Gottes stellt und damit Gottes Gebot ungültig macht.

 

Wie ist die Aussage betreffend GESETZ GOTTES gemäss Textumfeld zu verstehen?

2.Thess 2:3-5

3 Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall * komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit **, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:3 ***
* „Abfall“. Gr.: apostasía. Dieses Substantiv stammt von dem Verb aphístemi, „(von etwas) abstehen“. Das Substantiv bedeutet auch „Abtrünnigkeit“, „Abtreten“, „Aufstand“. Siehe Apg 21:21, Fn.

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:3 ***
** „Gesetzlosigkeit“,
!B; ADVgSyp: „Sünde“.

 

   Paulus warnt im 1.Jahrhundert vor einem kommenden „Menschen der Gesetzlosigkeit“, der somit Gottes GESETZ abschafft. Dieser würde von innen her aus der Versammlung Gottes stammend sich über alle übrigen erheben, die sich bereits zu Göttern gemacht haben, und sich in den „Tempel DES GOTTES“, also über die Versammlungen Jehovas erhöhen. Als selbst deklarierter Ersatzgott der bei Nachfolge Rettung verspricht würde er Gottes GESETZ als nicht weiter gültig erklären und durch seine eigenen Verordnungen ersetzen!

   Dies nahm seinen Beginn bereits mit dem Papsttum, das eine teilweise Abschaffung und Veränderung brachte aber erst in der Endzeit, von der Paulus doch spricht, erreicht dies einen absoluten Höhepunkt.

   Der Abfall, die Abtrünnigkeit und der Abstand zu Jehova, die Überheblichkeit zeigt sich doch gerade darin Gottes GESETZE zu missachten, als nicht bindend zu erklären, was Gesetzlosigkeit bedeutet und was Anlass zum Straucheln und damit zur Sünde gibt!

2.Thess 2:6-12

6 Und so kennt ihr jetzt das, was als ein Hemmnis wirkt, im Hinblick darauf, daß er zu seiner eigenen bestimmten Zeit geoffenbart wird. 7 Allerdings ist das Geheimnis dieser Gesetzlosigkeit bereits am Werk, doch nur bis der, der gerade jetzt hemmend wirkt, aus dem Weg geräumt wird. 8 Dann allerdings wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Geist seines Mundes und zunichte machen wird durch das Offenbarwerden seiner Gegenwart [[Ankunft; Wiederkehr]]. 9 Doch ist die Gegenwart des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.