Newsletter „DER WEG“ 9/01-3   Januar 2009

Neubearbeitung: 12.12.13 / Neubearbeitung 23.11.18

 

 

9.1.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der 1.Brief an die Thessalonicher (50/51 u.Z.)

 

   Wäre die Ordnung des „Neuen Testaments“, der griechischen Schriften aufgrund des Zeitpunktes der Entstehung im Bibelkanon angeordnet worden, so müsste der 1.Thessalonicherbrief bereits an 2.Stelle folgen, direkt nach dem Matthäusevangelium. Die Kirchenväter aber legten eine davon abweichende Rangfolge fest.

 

Verzeichnis der 27 Bücher der Griechischen Schriften
Ver

   Wir wollen jedoch bei der Betrachtung aller Briefe das Umfeld mit einbeziehen, unter welchen Umständen und wo die Briefe entstanden sind, die aktuelle Situation, unter denen der jeweilige Autor sie schrieb! Dazu ist es wichtig den Zeitpunkt richtig zu erkennen und damit die Einordnung auf der geschichtlichen Zeitachse. Dazu gehört ebenso das Einordnen der prophetischen Aussprüche für die Endzeit, deren Reihenfolge und Zuordnung zu den handelnden Gruppierungen! Das erzeugt ein lebendiges Bild der vergangenen Geschichte zu Beginn des Christentum und am Ende, am Tag der Wiederkehr Jesu und des Gerichts!

 

   Im Falle der Versammlung Thessalonich, so schrieb Paulus bereits wenige Monate nachdem er die Versammlung gegründet hatte. Zweck war die Stärkung der jungen Gemeinschaft, die vorab von Juden und dann von Heiden befehdet wurde.

 

   Paulus lobt sie als Beispielhaft: Sie nahm ihre Berufung hin zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe an, obwohl dadurch ein Konflikt entstand einerseits zu den Juden, die sich nach wie vor in Gottes Gunst sahen, obwohl sie den Christus ablehnten, damit das „GESETZ des Glaubens“ das Moses in Bezug auf den Messias niederschrieb missachteten (5.Mo 18:15-19) und andererseits zu den Heiden, die entweder dem Cäsar oder separatistischen Bewegungen ihre Treue geschworen hatten.

 

   Durch ihre offene Annahme der Lehre von der kommenden Aufrichtung von Königreich Gottes, das über die ganze Erde herrschen wird und der nun inzwischen herrschenden obrigkeitlichen Gewalt unter Jesu Herrschaft als Hohepriesterkönig und ihr Ausharren unter Befehdung wurde sie beispielhaft für andere Versammlungen erwähnt! Paulus ermahnt zur Reinheit, so wie dies Gottes GESETZ und Jesu Gebot vorschreibt!

 

Die Reisen des Paulus
 

   Der Brief enthält wichtige Hinweise über christliches Verhalten, weg von Götzendienst hin zu Jehova, dem lebendigen Gott. Die gute Botschaft muss ohne Trug in unverfälschter Reinheit verkündet werden! Gott kann ganze Versammlungen die unter Drangsal ausharren durch seinen Geist stärken! Die Brüder werden angehalten einen ruhigen Lebensstil, getrennt von der Welt zu führen, voller Nächstenliebe und unter Einhaltung aller Gebote. Er fordert dazu auf harte Arbeit mit den eigenen Händen zu leisten, Ehre seitens der Menschen zurückzuweisen, sich von Schmeichelei und Habsucht frei zu halten.

 

   Vorsteher müssen im Wort Gottes fest verankert bleiben, um nicht vom Wind menschlicher Philosophien hierhin und dorthin getrieben zu werden! Ihnen gebührt voller Respekt! Unordentlich wandelnde Christen sollen zurecht gewiesen werden.

 

   Paulus erklärt zum Schluss gewichtige prophetische Dinge über das Anbrechen des „Tages des Herrn und verlangt Wachsamkeit! Die prophetische Lehre über den kommenden Ausspruch „Frieden und Sicherheit ist für unsere Tage von herausragender Bedeutung! Er erwähnt die göttlich vorgegebenen „Zeiten und Zeitabschnitte“, über die Christen im Licht klarer Erkenntnis wandeln müssen, um nicht auf irreführende Lehren zu achten! Er ergänzt dieses gewichtige neue „Zeichen, das Jesus bisher nicht in dieser Klarheit angesagt hatte und worauf zudem geachtet werden müsse. Jesus sprach von der Folge davon, „von Kriegen und Kriegsberichten“, welche dem kommenden Ende vorausgehen: (Mat 24:6)

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:3 ***

Wann immer sie sagen: „Frieden und Sicherheit!“, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen wie die Geburtswehe eine Schwangere; und sie werden keinesfalls entrinnen.

 

   Wir sollen nicht auf jene Ankündigung hereinfallen, plötzliche Vernichtung ist für die Feinde angesagt, die der Aufrichtung von Gottes Königreich widerstehen! Es gibt keinen Frieden ohne Gottes Gerechtigkeit nach Seinem GESETZ und ohne gerechtes Gericht nach gesetzmässigem Urteilsspruch!

 

Jesu Wiederkehr zum Ölberg, die Erstauferstehung im Kidrontal und das "Abendessen des Lammes" auf dem Tempelberg*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:15-18 ***

Denn dies sagen wir euch durch Jehovas [[(des Herrn (Jesu))]] Wort, daß wir, die Lebenden [[(Paulus schliesst sich bereits ein: Der Zeitpunkt ist somit nach der Frühauferstehung der Apostel (Phi 3:11))]], die bis zur Gegenwart [[(Wiederkehr)]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen [[(seine endgültige Wiederkehr zum Trompetenfest nach Harmagedon [Bb; a1])]] mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen [[(die Apostel in der Frühauferstehung [B1])]] werden zuerst auferstehen. 17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben [[(die Apostel und der versiegelte Überrest)]], mit ihnen zusammen [[(den Erstauferstandenen )]] in Wolken [[(??? Verwirrende Aussage, um die „Rapture“ scheibar zu beweisen)]] entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft [[(vom Ölberg, dem Garten Getzemane her hinunter zum Kidrontal und dann hinauf zum Tempelberg)]]; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

   Diese Worte der Wahrheit sollen uns trösten! Die Verteidiger der Lehre, dass alle Auserwählten in einem Akt der Entrückung (engl. „rapture“) in den dritten „Himmel der Himmel“ Gottes kommen würden geht auf die Lehren des Hymenäus zurück und fuss auf griechischer Philosophie Platons: Mit biblischer Aussage unvereinbar, religiöse Mystik!  Paulus spricht nicht von einer himmlischen Auferstehung! Die Auferstehung erfolgt auf der Erde, im Fleischesleib, ebenso wie Jesus im Fleische auferstanden ist! (Lu 24:36-43; ; Rö 6:8, 9; ; 1.Kor 6:14,  15:3-8;1.Joh 4:2, 3; 2.Joh 7) Zudem kommt das „Jerusalem droben“, Jehovas himmlische Herrschaft zur Erde herab, um bei den Menschen zu weilen! (Off 21:1-5) Die ersten „neuen Himmel“ sind hier auf der Erde die „Verwaltung an der Grenze der Zeiten“ mittels der 144.000 Priesterkönige, welche doch durch Jesus über Städte gesetzt werden!

 

   Jesus muss zuerst zurückkehren, um seine „Braut“, die Apostel aufzuerwecken [B1] und dann Gericht zu halten [B2] halten, bevor die Erstauferstehung der Toten [Bb] nach Harmagedon [B3] folgt! Paulus kündigt mehrfach Jesu Herabkommen vom Himmel zur Erde an und seinen imperativen Ruf, mit der Stimme eines [[(des)]] Erzengels [[(Michael (Jesus))]], damit die Toten aus den Gräbern auferstehen, um anschliessend die dort bei der Erstauferstehung in Jerusalem anwesenden Lebenden des versiegelten Überrests, die Zeugen seines Wiederkommens mit den Wolken (somit der irdischen Atmosphäre, der Luft) sein werden nun mit den Erstauferstandenen aus den Toten zu ihm hin vereint zu werden! Verlassen wir die Mystik religiöser Verwirrung hin zur Realität, wie sie die Schrift bezeugt!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

1.3............. Der 1.Brief an die Thessalonicher. 3

1.3.1........... 1.Thessalonicher im Umfeld korrekt einordnen. 3

1.3.1.1........ Die Gründung der Versammlung Thessalonich. 3

1.3.1.2........ Die vorherrschenden Probleme. 4

1.3.1.3........ Der Inhalt des 1.Briefes an die Thessalonicher 5

1.3.2........... Kapitel 1:  Der Wandel der Christen, weg von Götzendienst dieses Systems, hin zum lebendigen Gott und zum Königreich des Christus. 6

1.3.2.1........ 1.Thess 1:1-7:  An die „in Gemeinschaft mit Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Christus 6

1.3.2.2........ 1.Thess 1:8-10:  Von Götzen weg hin zu einem lebendigen Gott 7

1.3.3........... Kapitel 2:  Von Gott erprobt zur Verkündigung guter Botschaft, ohne Irrtum, Unreinheit oder Trug Gottes Wort 7

1.3.3.1........ 1.Thess 2:1-8:  Freimut der Rede, um die gute Botschaft Gottes zu verkünden, ohne schmeichelnde Rede oder Habsucht 7

1.3.3.2........ 1.Thess 2:9-16:  Gottes Wort nicht als Menschenwort betrachten. 8

1.3.3.3........ 1.Thess 2:17-20:  Satan versperrte Paulus den Weg zurück nach Thessalonich. 10

1.3.4........... Kapitel 3:  Paulus fleht zu Gott um Befestigung der Brüder, um in Drangsal nicht zu wanken. 11

1.3.4.1........ 1.Thess 3:1-10:  Timotheus soll als Abgesandter Versammlung in ihrer Drangsal stärken. 11

1.3.4.2........ 1.Thess 3:11-13:  In Heiligkeit befestigt werden. 11

1.3.5........... Kapitel 4:  Jesu Gebote halten führt zu einem stillen Leben in Gottergebenheit und Nächstenliebe. 12

1.3.5.1........ 1.Thess 4:1-8:  Die verbindlichen Weisungen und Gebote des Christus halten. 12

1.3.5.2........ 1.Thess 4:9-12:  Ein stilles Leben in Nächstenliebe führen. 13

1.3.5.3........ 1.Thess 4:13-18:  Die Hoffnung des Christen: Jesus bringt bei seiner Wiederkehr die Toten zur Auferstehung  13

1.3.6........... Kapitel 5:  Verständnis zum „Tag des Herrn“ erlangen mittels der Vorsteher, die in Gottes Wort fest verankert bleiben  16

1.3.6.1........ 1.Thess 5:1-11:  Der kommende Beginn des „Tages des Herrn“ ist fest mit den vorhergesagten „Zeiten und Zeitabschnitten“ verbunden: Wach bleiben! 16

1.3.6.2........ 1.Thess 5:12-15:  Vorsteher respektieren und Unordentliche zurechtweisen, dem Guten nachjagen. 18

1.3.6.3........ 1.Thess 5:16-24:  Sich freuen, beten, Gott danken und das Feuer durch genaues Verständnis der prophetischen Äusserungen anfachen, bis Christus kommt 19

1.3.6.4........ 1.Thess 5:25-28:  Einander mit heiligem Kuss grüssen. 20

1.3.7........... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem 1.Brief an die Thessalonicher 20

1.3.7.1........ Die Umstände der Versammlungsgründung und unmittelbar beginnende Verfolgung in Betracht ziehen! 20

 

 

1.3               Der 1.Brief an die Thessalonicher

 

 

1.3.1            1.Thessalonicher im Umfeld korrekt einordnen

 

1.3.1.1          Die Gründung der Versammlung Thessalonich

Paulus hatte auf der 2.Missionsreise in der Hafenstadt Troas in einer nächtlichen Vision einen mazedonischen Mann gesehen, der ihn inständig bat: „Komm herüber nach Mazedonien, und hilf uns“ (Apg 16:9). Zuvor schon hatte „der heilige Geist“ (Jesus als Haupt der Apostel) direkt leitend eingegriffen und ihnen das Predigen in Asien verwehrt (Apg 16:6).

 

Nachdem er in Philippi bereits eine Versammlung gegründet hatte, wo er jüdische Frauen an einem Fluss in einer Gebetsstädte fand nahm ihn die Purpurhändlerin Lydia gastfreundlich in ihr Haus auf. Sie und ihre Hausgenossen liessen sich offenbar als erste Taufen. Als er an einem folgenden Sabbat erneut zur Gebetsstädte ging verfolgte ihn ein Dienstmädchen, das ihren Herren durch Wahrsagerei Gewinn brachte. Ihr beständiges Rufen „Diese Menschen sind Sklaven Gottes, der Höchsten, die euch den Weg der Rettung verkünden“. Dies tagelang fortsetzend trieb Paulus den Wahrsagerdämon im Namen Jesu aus jener Frau aus. Auch hier wird deutlich Jesus als ausführende Person des Befehls im Geistbereich dargestellt! Daraufhin schleppten ihre Herren, die nun des Gewinnes der Wahrsagerin verlustig gingen Paulus vor die Magistrate auf dem Marktplatz. Sie wurden angeschuldigt Bräuche zu verkünden, welche die Gesetze Roms nicht gestatten.

 

Da sie Christus als „König der Könige“ verkündeten und dessen „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ deklarierten (Kol 1:13), zudem Gottes GESETZ als über dem Gesetz des Cäsars erklärten und damit die Kaiseranbetung als eine Sünde deklarierten, wurde dadurch von Juden angestachelt nun der Pöbel gegen sie aufgehetzt, der sie verurteilt sehen wollte. Daraufhin rissen ihnen die Magistrate die äusseren Kleider herunter und gab ihnen viele Schläge und warfen sie ins Gefängnis und man schloss ihre Füsse in den Stock (Apg 16:11-24).

 

Die Fesseln des Paulus und Begleiters wurden durch ein Engel geöffnetMitternachts betete Paulus und Silas und lobsangen Gott. Ein Wunder, ein starkes Erdbeben das die Grundmauern des Gefängnisses erschütterte und alle Türen öffnete war die Folge. Eine unsichtbare Person öffnete gar die Fesseln aller Gefangenen. Paulus und Silas blieben aber im Kerker und als der Gefängniswärter wegen der vermeintlichen Flucht Selbstmord zu begehen suchte verhinderte Paulus dies, indem er sich zu erkennen gab. Auf seine Frage: „Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden“ erklärten Paulus und Silas: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und deine Hausgenossen.“ (Apg 16:25-40)

 

Als die Magistraten Kenntnis erhielten, dass sie einen römischen Bürger ohne Gerichtsurteil ausgepeitscht hatten baten sie Paulus die Stadt zu verlassen, wohl wissend, wenn dies zur römischen Autorität durchdrang, dass sie grosse Probleme konfrontieren müssten.

 

Von Philippi her kommend gelangten Paulus und Silas danach nach Thessalonich. Es war für ihn und die ersten Christen keine Frage, wann dort die wöchentliche Zusammenkunft zur Anbetung sein musste. Offenbar war selbst der Zeitpunkt identisch mit der Zusammenkunft im Tempel Jerusalems, Morgens um die dritte Stunde (ca. 09.00 Uhr) oder Nachmittags um die neunte Stunde (ca. 15.00 Uhr).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:1-4 ***

Nun zogen sie durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach Thessalonich, wo es eine Synagoge der Juden gab. 2 So ging dann Paulus nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und unterredete sich an drei Sabbaten mit ihnen anhand der Schriften, 3 indem er durch Hinweise erklärte und bewies, daß es für den Christus notwendig war, zu leiden und von den Toten aufzuerstehen, und [sprach]: „Dieser ist der Christus, dieser Jesus, den ich euch verkündige. 4 Als Ergebnis wurden einige von ihnen gläubig und gesellten sich zu Paulus und Silas, dazu eine große Menge der Griechen, die [Gott] anbeteten, und nicht wenige von den prominenten Frauen.

 

Stets waren die ersten Christen Männer und Frauen aus den Juden, die das göttliche GESETZ kannten und daher auch dessen Bestimmungen bereits anwendeten. Sie wussten um die Schriften der Propheten und sollten nun nur noch anerkennen, dass Jesus der verheissene Christus ist. Sie waren es ihrerseits, die nun ausser zu Juden auch zu den heidnischen Griechen gingen und jene zum Glauben an den Christus brachten. Damit begannen sie unter den Menschen der Nationen das „GESETZ des Christus“ aufrichteten, das nahezu identisch dem GESETZ Mose blieb, mit einigen Anwendungsbestimmungen, die durch Jesus gestrafft respektive gelockert worden waren!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Paulus brauchte jene Juden nur davon zu überzeugen, dass der Christus gemäss den Propheten leiden musste und den Opfertod zur Vergebung unserer Sünden ein göttliches Erfordernis darstellte. Die Propheten hatten all dies deutlich im Voraus kundgetan, was Jesus nun erfüllte und sich dadurch deutlich als den verheissenen Messias zeigte! Einige überprüften die Aussagen und kamen zum Glauben und wurden daher getauft! Nun existierte eine weitere Versammlung, die sich im Haus eines der Brüder, voraussichtlich in dem von Jason jeden Sabbat unabhängig von der Versammlung der Juden in ihrer Synagoge zusammenkamen.

 

Jesus ist der WegDa die Juden eine weitgehend anerkannte Glaubensgruppe war, die ein eigenes Land und einen eigenen Gott, JHWH hatten war daran nichts weiter Anstössiges. Rom tolerierte in seinem Reich unterschiedlichste Religionen (Religion bedeutet „Gesetze“, vergl. 1.Kö 17:26-33 solange Roms Gesetz als Priorität respektiert wurde). Nun aber wurde der Christus als weiterer König und zudem als über dem Cäsar stehend verkündet, mit eigener Gesetzgebung und Jurisdiktion! (1.Kor 6:4-6) Darum nannte man jene Christen vom „Weg“ eine Sekte des Judaismus, weil viele Juden in Gefolgschaft ihrer religiösen Führer es ablehnten dies als Erfüllung der Prophetie anzuerkennen!

 

Wahrscheinliche derselbe Jason wird von Paulus auf der 3.Missionsreise erneut im Brief an die Römer erwähnt, den er etwa fünf Jahre später um 56 u.Z. aus Korinth schrieb. Er nennt ihn dort einen „Verwandten“. Gemäss dem griechischen Wort, wo er ihn als „Verwandten“ bezeichnet muss dieser Jason als Blutsverwandter derselben Generation eingereiht werden. Dass jener Mann, den Paulus zuvor im Traum gesehen hatte und der sagte „Komm hier herüber“ somit Jason war, dies dürfte damit durchaus möglich sein.

 

*** Rbi8  Römer 16:21 ***

Es grüßt euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und ebenfalls Lucius und Jason und Sosipater, meine Verwandten.

 

Alles, was zuvor schon in der Synagoge (gr. bedeutet Versammlung) seit den Tagen Mose Geltung hatte, mit Ausnahme aller später zugefügten Rituale und kleinlicher Gebote wurde von den Christen weiterhin alles befolgt. Dazu gehörte das regelmässige Lesen des GESETZES, der fünf Bücher Mose, sowie der Propheten. Ausser dem Sabbat blieben auch die Festzeiten Jehovas fester Bestandteil der jährlichen besonderen Zusammenkünfte der ersten Christen. Jakobus erkläre am Ende des so genannten Apostelkonzils, des Gerichts, das Paulus angerufen hatte, um seine Lehre unter den Versammlungen der Heidennationen und sein Apostolat bestätigen zu lassen:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[(Versammlungen)]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Die Übereinstimmung im Ablauf der Versammlungen seit den Tagen Mose bis hin zu den Christenversammlungen wurde am so genannten Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. durch Jakobus deutlich bestätigt.

 

1.3.1.2          Die vorherrschenden Probleme

Als Paulus am Ende des Jahres 50 u.Z. oder zu Beginn 51.u.Z den 1.Brief an die Thessalonicher durch seinen treuen Gefährten Timotheus als Überbringer sandte, da befand er sich immer noch auf derselben 2.Missionsreise, nun aber in Korinth, wo er den Winter 50/51 u.Z. verbrachte. Den Timotheus hatte er erst wenige Monate zuvor in Lystra gefunden. Nun musste jener junge Mann sich als Abgesandter auf ganz besondere Weise bewähren (Apg 16:16).

 

Wegen des Pöbelaufstandes den die Juden gegen Paulus veranlasst hatten musste er und seine Gefährten aus Thessalonich bei Nacht noch nach Beröa hin weggehen. Jason, der Paulus und seine Begleiter gastfreundlich in sein Haus aufgenommen hatte war Ziel des Angriffs gewesen. Als die Gegner in das Haus des Jason eindrangen war Paulus und seine Begleiter bereits von dort weggebracht worden. Der Pöbel führte dann  Jason und einige Brüder von dort weg zu den Stadtvorstehern, welche dort schrien: (Apg 17:5-10; 1.Thess 2:18).

 

Karte Paulus in Thessalonich*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:6-9 ***

Diese, die die bewohnte Erde aufgewiegelt haben, sind auch hier anwesend, 7 und Jason hat sie gastfreundlich aufgenommen. Und alle diese handeln gegen die Verordnungen Cäsars, indem sie sagen, ein anderer sei König, Jesus.“ 8 Ja, sie versetzten die Volksmenge und die Stadtvorsteher in Aufregung, als sie diese Dinge hörten; 9 und erst nachdem sie sich von Jason und den anderen eine genügende Bürgschaft hatten geben lassen, ließen sie sie gehen.

 

Da Paulus ebenso wie Christus es befohlen hatte die gute Botschaft vom „Königreich der Himmel“ verkündigten und dabei bewies, dass Gott Jesus nach seinem Tod auferweckt und zum „König aller Könige“ und zum „Herrn aller Herren“ erhoben hatte, stand diese Lehre im Konflikt zum Gebot des Cäsars, der für sich das höchste Amt, die Ehre und gar die Anbetung als Gott beanspruchte! Dies konnte durch die römische Verwaltung als strafbares Delikt geahndet werden, obwohl weder Paulus noch irgend einer seiner Begleiter zum Aufstand gegen Rom aufforderte, im Gegenteil, Gesetzestreue und Nächstenliebe predigte! Allerdings sollte der Gehorsam zuerst Gott und seinem Christus und dessen GESETZ gelten! In der Taufe wurde jeder der bereute und das „GESETZ das zur Freiheit gehört“ annahm in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ aufgenommen! (Jak 1:25

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis [[(von Satans System durch Erkenntnis der wahren Umstände)]] befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

Sich von Götzen wegzuwenden bedeutet somit sich vom Cäsar und dessen Geboten abzuwenden und das Gebot Gottes an erste Stelle zu setzen! Anbetung Jehovas bedeutet ja Unterordnung, Gehorsam, aufmerken und handeln! Das lässt keinen weiteren Gott an der Seite zu, schon gar nicht einen Höherstehenden!

 

Zeitband Jehovas Königtum
 

Die Juden hatten ihre Autonomie des „Königreiches Juda“ im Jahre 607 v.u.Z. verloren und sehnten sich nach der von den Propheten vorhergesagten Wiederherstellung unter dem prophezeiten Messias. So war es ihnen kein ferner Gedanke, als einige die genau untersuchten, was Paulus erklärte, nun zum Glauben an den Christus kamen. Nach ihrer Hingabe in den „neuen Bund“ durch ihre Taufe fühlten sie sich nun als Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“, insbesondere die GESETZE ja nahezu identisch blieben, wie sie seit Moses gehalten werden mussten. Es war offensichtlich derselbe „Weg“ zu Gott der schon zuvor von den Propheten bezeichnet worden war, der nun durch Christus nur noch exakter definiert wurde und wo weit mehr „Licht“ der Erkenntnis auf Kommendes geworfen wurde.

 

Jene Juden, die nicht auf die gute Botschaft hörten hatten den Aufstand gegen „den Weg“ verursacht. Sie wandten dieselbe Taktik wie die Vorsteher der Juden in Jerusalem an, die Jesus des Aufstandes gegen den Cäsar angeklagt hatten, weil er gesagt hatte, dass er der vorhergesagte „König der Juden“ sei! Verbinden wir die Informationen die Johannes uns in seinem Evangelium gibt mit dem Geschehen in Thessalonich, so verstehen wir nun auch die Gründe des Tumults:

 

*** Rbi8  Johannes 18:33-38 ***

Da ging Pilatus wieder in den Palast des Statthalters hinein und rief Jesus und sprach zu ihm: „Bist du der König der Juden? 34 Jesus antwortete: „Sagst du das aus dir selbst, oder haben dir andere von mir erzählt? 35 Pilatus antwortete: „Ich bin doch nicht etwa ein Jude? Deine eigene Nation und die Oberpriester haben dich mir ausgeliefert. Was hast du getan? 36 Jesus antwortete: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“ 37 Deshalb sagte Pilatus zu ihm: „Nun denn, bist du ein König? Jesus antwortete: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ 38 Pilatus sagte zu ihm: „Was ist Wahrheit?

 

Natürlich kannte Pilatus die Vorhersagen der Propheten über den zu erwartenden Messias der Juden. Er musste innerlich recht angespannt gewesen sein, nachdem ihn seine Frau aufgrund von Träumen gewarnt hatte, sich nicht gegen jenen Gerechten zu wenden. Pilatus wusste selbst mit dem Wort „Wahrheit“ nichts anzufangen, da er ja selbst täglich mit Lügen und offensichtlichem Irrtum handelte, ohne sein Gewissen dadurch gross zu beanspruchen!

 

Was ist Wahrheit?
 

Als Stadthalter Roms war ihm bewusst, dass der Gott der Juden, Jehova für sich die höchste Königswürde in Anspruch nahm und nun den „Sohn Gottes“ vor sich zu haben drängte ihn dazu, ihm die Freiheit zu geben. Seine Frau hatte ihn ja aufgrund ihres Traumes deutlich gewarnt! (Mat 27:18, 19; Joh 19:7, 8) Darum verteidigte er sich vor der Volksmenge und sagte und suchte diplomatisch nach einem Ausweg:

 

Jesus vor Pilatus als Angeklagter*** Rbi8  Johannes 18:38-40 ***

Ich finde keine Schuld an ihm. 39 Überdies besteht bei euch ein Brauch, wonach ich euch am Passah einen Menschen freigeben soll. Wünscht ihr also, daß ich euch den König der Juden freigebe?“ 40 Da schrien sie wieder und sagten: „Nicht diesen, sondern Barabbas!“ Barabbas aber war ein Räuber.

 

Die von den religiösen Führern aufgehetzten Juden verlangten die Freilassung eines Räubers aber den Tod dessen, der ihnen so viel Gutes getan hatte! Diese Führer aber hatten aus Eifersucht Jesus gegenüber gehandelt, weil sie um ihr Amt und ihre Ehre fürchteten, wenn die Volksmengen erst einmal hinter Jesus sich einigen würden!

 

Die Vorsteher der Juden wussten dieses Ansinnen des Pilatus zudem zu unterlaufen, indem sie schrien, dass er als Vertreter Roms damit zeige, dass er „kein Freund Cäsars“ sei. Das machte diesen wankelmütigen und nach Macht und Ansehen versessenen Staatsdiener weich, so dass er den Juden ihren Willen liess und ihnen zu Gefallen Jesus zur Tötung auslieferte!

 

Pilatus wusste um die Gepflogenheiten der Juden, die keinen engen Umgang mit Menschen der Nationen hatten. Pilatus war Römer und hatte sich in freiem Entscheid dazu entschlossen dem Cäsar zu dienen! Jesus hatte den Aposteln kurz vor seiner Gefangennahme nach dem Abendmahl erklärt, dass auch sie genauso wie er zuvor „kein Teil der Welt“ werden dürften und er warnte sie vor dem kommenden Hass der Welt, von der sie sich getrennt halten müssten, weil jene ihn als König ablehnen würden. Er selbst hatte sie für sich auserwählt! Daran hat sich auch für Christen der Endzeit nichts geändert. Die Liebe untereinander sollte das vereinende Band sein:

 

*** Rbi8  Johannes 15:17-27 ***

Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt. 20 Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 21 Alle diese Dinge aber werden sie euch um meines Namens willen antun, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. 22 Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. 23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. 24 Wenn ich unter ihnen nicht die Werke getan hätte, die niemand sonst getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie sowohl mich als auch meinen Vater gesehen und gehaßt. 25 Doch ist es, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem GESETZ geschrieben steht: ‚Sie haben mich ohne Ursache gehaßt.‘ 26 Wenn der Helfer gekommen ist, den ich euch vom Vater her senden will, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird dieser Zeugnis von mir ablegen; 27 und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr bei mir gewesen seid, seitdem ich begann.

 

Die Juden kannten somit Gott nicht, weil sie nicht auf Moses und die Propheten hörten! Dasselbe kann man heute von den meisten Christen sagen! Erneut verfolgen sie andere Christen, die wirklich dem Christus angehören und seine Gebote halten! Wir können nicht gleichzeitig dem Cäsar und Gott dienen, oder Kirchenfürsten und ihre abweichenden Lehren über die von Jesus stellen! Der Christus hat deutlich geredet und seine Worte sind in schriftlicher Form, als „Geist der Wahrheit“ zu uns gelangt! Wir müssen für Jesus und sein Wort und sein GESETZ Zeugnis ablegen! Entweder nehmen wir dieses Zeugnis an und richten uns danach oder wir befolgen die Gebote anderer Herren! Alle die den Christus anerkennen, seine Gebote aber nicht halten haben keine Entschuldigung für ihre Sünde! Sie zeigen dadurch, dass sie Jesus nicht lieben!

 

Deutlich zeigte Jesus, dass sein Königreich, das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ nicht mit dieser Welt, nicht mit den „alten Himmeln“ und ihrem Machtanspruch über die „alte Erde“ verbunden ist! Die Juden dagegen riefen laut: „Wir haben keinen anderen König als den Cäsar“ und bekannten sich daher deutlich dazu Teil des Systems Satans zu sein! Das ist wichtig zu verstehen, warum wir als Christen verhindern müssen, das uns ebenso das „Kennzeichen des wilden Tieres“ in der Endzeit auf Hand oder Stirn angebracht wird. Wir sollen uns deutlich wie Paulus und seine Begleiter zum Königreich des Christus gehörig und zu Jesus als unserem Herrn und König bekennen! Wir können nicht dem Staat der von Satan geführt wird und Gott gleichzeitig die Treue halten. Dieser Loyalitätskonflikt ist in der Lehre des Christus deutlich vorgezeichnet (Off 13:16-18; 14:9-12). Jesus hatte dieses Angebot aller staatlichen Autorität, die ihm Satan anbot, deutlich zurückgewiesen und uns dadurch Vorbild gegeben!

 

Satan bietet Jesus alle Macht der Erde*** Rbi8  Lukas 4:5-6 ***

Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie.

 

Nicht verwunderlich, dass alle die dieser Autorität voll untertan sind Gottes Anerkennung nicht geniessen können! Die Thessalonicher waren sich offenbar dieser Zusammenhänge voll bewusst und blieben Gott und seinem Christus trotz Verfolgung treu!

 

Die Brüder in Thessalonich sandten daher als die erste Verfolgung kam zum Schutz bei Nacht Paulus und sein Begleiter Silas aus Thessalonich nach Beröa. Ob Jason sie dabei bereits begleitete und später sich in Korinth niederliess ist nicht anzunehmen. Dass er ihnen später aber nachfolgte scheint wahrscheinlich.

 

Als Paulus nur wenige Monate später aus Korinth, wo er den Winter verbrachte, seinen 1. Brief an die Thessalonicher schrieb, so tat er dies aus Dankbarkeit und zur Festigung jener jungen Versammlung. Timotheus und Silas, die er in Beröa zur Stärkung zurückgelassen hatte kamen mit guten Nachrichten zu Paulus über die Stadtfestigkeit der Brüder in Thessalonich, trotz zunehmendem Druck und Drangsal. Dies war äusserer Anlass zum Schreiben dieses 1.Briefes! (Apg 17:14, 15; 18:5)

 

In kurzer Abfolge schrieb er auch danach den 2.Brief an dieselbe Versammlung Thessalonich, das Thema des ersten Briefes ergänzend und weitere Informationen zum „Tag des Herrn“ und Jesu Wiederkehr gebend. Dort warnt er eindrücklich vor dem „Gesetzlosen“, der sich selbst über Gottes GESETZ stellt und dieses als nicht weiter verbindlich erklärt! Zudem schrieb er auch noch den Brief an die Galater, weil er inzwischen von den fortbestehenden Problemen in jenen Versammlungen Kenntnis erhalten hatte, die sich aufgrund der Beschneidungsfrage in Antiochia ergeben hatten.

 

Jeder dieser Briefe wurde durch Sendboten jenen Versammlungen überbracht. Kopien der Schreiben wurden bestimmt bereits auf dem Weg den inzwischen bestehenden Christenversammlungen auf der Reiseroute zur Unterweisung, Ermunterung und Stärkung übergeben, was zur schnellen Verbreitung der Nachricht beitrug und der Festigung aller Versammlungen diente.

 

Jede Versammlung auf dem Weg hatte die Aufgabe jeden der Briefe öffentlich vorzulesen und nun ihrerseits Kopien davon herzustellen, um sie neuen Versammlungen zu geben, die sich in nahegelegenen Städten ebenso wie in Thessalonich weiterhin in Privathäusern jeden Sabbat versammelten! Die Worte die Lukas in der Apostelgeschichte schrieb bestätigten sich erneut in diesem Fall!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 12:24 ***

Das Wort Jehovas aber wuchs weiterhin und breitete sich aus.

 

Bestimmt hatte Paulus die Themen so gewählt, dass sie vorab die Bedürfnisse der Versammlung Thessalonich befriedigten, eine Lücke füllten, wo er wegen der verfrühten Abreise keine klaren Hinweise mehr geben konnte, die gleichzeitig allen anderen Versammlungen nützlich waren und Gottes Wort durch Jesus an ihn dokumentierten, die er in Visionen zuvor erhalten hatte. Nur Paulus schreibt die Dinge um die Aufrichtung von Gottes Königreich und die Organisation der Versammlungen mit so vielen gewichtigen Details! Dies ist bis heute von hohem Nutzen, denn sowohl die Gründung, der Aufbau, die Zielsetzung, die Organisation der Versammlungen und die Probleme, die jede zu allen Zeiten zu bestehen hat sind sich ähnlich geblieben!

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
 

Offenbar herrschte in jener jungen Versammlung wie auch in anderen die Ungewissheit darüber, wie der Ablauf der Dinge in der Endzeit sein werde, Fragen um die Auferstehung der Toten und worauf geachtet werden muss, in welcher Reihenfolge die Dinge geschehen werden. Paulus erläutert hier Lehrpunkte, die sonst nirgends behandelt werden, die gewichtige Puzzleteile darstellen, um das Teilbild der Endzeit zu vervollständigen!

 

1.3.1.3          Der Inhalt des 1.Briefes an die Thessalonicher

Da die Grundlage der Versammlung wie an allen übrigen Orten vorab durch beschnittene Juden gebildet wurde, die zum Glauben in Christus gekommen waren, so war es jenen jeweils zu Beginn vorbehalten, die neuen Christen aus den Heiden über Gottes GESETZ und die heiligen Aussprüche der Propheten und die Worte Jesu zu belehren. Dabei war es wichtig von den toten und lebenden Götzen wegzukommen und den lebendigen Gott Jehova als Herrscher anzuerkennen und dessen neu eingesetzten König und Hohepriester Jesus dadurch zu ehren, dass sie nun an dessen Tisch als Söhne des Priesters Teilhaber wurden und dass sie seine Gebote hielten. Dies bedeutet es, die Gerechtigkeit des Königreiches Gottes zu suchen! Es herrscht dieselbe Gerechtigkeit im Königreich des Sohnes!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33-34 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.

 

Paulus zeigt im Schreiben, dass ein Christ sich um Erhaltung der Reinheit in der Vermittlung der Botschaft bemühen muss! Irrtum muss korrigiert, jede Form von Lügen zurückgewiesen und als solche deutlich bezeichnet werden. Nur dadurch wurden andere vor den Fallen Satans und dessen Helfern gewarnt! Trügerisches und selbstsüchtiges Handeln widersprechen dem Geist der Nächstenliebe, jede Form der Habsucht ist zu meiden. Schmeichelei ist bei Paulus verpönt, Offenheit und Ehrlichkeit gefordert! Gott prüft unsere Herzen! Allein Ehre von Gott zählt! Paulus zeigte sich „wie eine nährende Mutter“, die ihr Kind hegt und pflegt als liebevoll, loyal, gerecht und untadelig!

 

Paulus wollte schon bald zur Versammlung Thessalonich zurück, doch versperrte Satan ihm den Weg! Er nennt die getreuen Thessalonicher „Hoffnung ... Freude ... Krone des Frohlockens“ bei der erwarteten Wiederkehr Jesu! Einige jener Versammlung werden bestimmt bis ans Lebensende in Treue ausgeharrt haben und Paulus wird sie bei ihrer Frühauferstehung einige von ihnen unter den 144.000 mit besonderer Freude wiedererkennen und sie empfangen!

 

Was ist die Liebe zu Gott? Das Flehen des Paulus um Befestigung in Drangsal wurde offenbar von Gott durch Christus erhört! Timotheus überbrachte nun das erste Schreiben. Die Christen müssen in Heiligkeit gefestigt werden, indem sie den Geboten Gottes die entsprechende Beachtung schenken! Gottes und Jesu Gebot, „das GESETZ des Christus“ zu halten führt zu einem stillen und ruhigen Leben, wo jeder sich um seine eigenen ehrlichen Geschäfte kümmert. Gottergebenheit und Nächstenliebe kennzeichnen diese Form des Lebens! Paulus warnt besonders vor der Hurerei und kommender Strafe für all jene, die sich nicht heiligen! Es gibt für Christen keine Erlaubnis zur Unreinheit! Missachtung dieser Gebote bedeutet Missachtung Gottes!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:3-6 ***

Denn das ist, was Gott will, eure Heiligung, daß ihr euch der Hurerei enthaltet; 4 daß jeder von euch wisse, wie er von seinem eigenen Gefäß in Heiligung und Ehre Besitz ergreife, 5 nicht in gierigen sexuellen Gelüsten, wie sie auch die Nationen haben, die Gott nicht kennen; 6 daß niemand so weit gehe, daß er seinen Bruder schädige und auf seine Rechte übergreife in dieser Sache, denn Jehova [[(der Herr (Jesus))]] ist es, der für alle diese Dinge die Strafe vollzieht, so wie wir euch zuvor gesagt und euch auch gründlich bezeugt haben.

 

Paulus redet mehrfach von Jesu Wiederkehr, wo er die Toten zur Auferstehung bringen wird! Er stärkt die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den bereits Verstorbenen. Er zeigt, dass die Lebenden den Toten Versiegelten keineswegs zuvorkommen, wenn Jesus den Lohn mit sich bringt, die Gabe des „ewigen Lebens“ zudem für alle, die er als seine „Schafe“ erwählt hat! Jesus würde dann vom Himmel herabkommen und mit „der Stimme eines Erzengels“ rufen, und die Toten der 144.000 werden zuerst auferstehen! Die Lebenden, die aus der Endschlacht Harmagedons durch Gottes Schutz entrinnen, aus ihnen werden sich die Auserwählten und durch Jesus Versiegelten mit den Aposteln aus der ganzen Welt herbeigerufen vereinen, um die Wiederkehr Jesu „mit den Wolken“ gemeinsam zu erleben.

 

Paulus ruft im Kapitel 5 dazu auf wach zu bleiben! Niemand kennt „Tag und Stunde“ von Jesu erster Wiederkehr, da er zu Beginn als Geistwesen, als „Reiter auf dem weissen Pferd“ wie „ein Dieb in der Nacht“ kommt, bis sich alle vorhergesagten Zeichen erfüllt habenmuss der Himmel ihn bei sich behalten. Paulus stärkt die Hoffnung auf künftige Auferstehung und ein ständiges Beisammensein der Getreuen mit Jesus. Wenn dagegen die Menschen ihrerseits durch die Machthaber „Frieden und Sicherheit“ verkünden, so wird kurz darauf Vernichtung sie überfallen, „wie eine Schwangere die Geburtswehen“! Keiner seiner Jünger soll weiter schlafen. Der letzte wird aufgerufen wach zu sein und das, was kommen muss zu erwarten, indem er auf prophetische „Zeiten und Zeitabschnitte“ und auf die „Zeichen“ durch klares Verständnis achtet und reagiert!

 

Vorsteher sollen respektiert werden, ihnen ist grosse Achtung aufgrund ihrer harten Arbeit zu zollen. Unordentliche sollen zurechtgewiesen werden, Trost denen gespendet werden die in Trauer sind. Niemals darf Böses mit Bösem zurückbezahlt werden!

 

Christen sollen unablässig beten, Gott allezeit Dank sagen, dies in echter Herzensfreude. Prophetische Äusserungen dürfen nicht mit Verachtung behandelt werden! Gott bewahrt Seele und Leib derer, die untadelig wandeln bis zum Tag der Wiederkehr Jesu! Gott hat eine Kopie sowohl unseres Geistes, der doch unser „Leben“ darstellt, wie auch andererseits des genetischen Codes, der zur Widerherstellung des Körpers notwendig ist!

 

 

1.3.2           Kapitel 1:  Der Wandel der Christen, weg von Götzendienst dieses Systems, hin zum lebendigen Gott und zum Königreich des Christus

 

1.3.2.1          1.Thess 1:1-7:  An die „in Gemeinschaft mit Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Christus

Auf der 2.Missionsreise des Paulus befinden er sich mit seinen Mitbrüdern und Begleitern Silvanus (Silas) und Timotheus inzwischen in Korinth auf der Halbinsel Peloponnes, wo er eine neue Versammlung gegründet hat und wo er den Winter des Jahres 50/51 u.Z. verbrachte. Er blieb dort eineinhalb Jahre, was auf eine Rückkehr im Frühjahr oder Sommer 52 u.Z. schliessen lässt. Er schliesst in der Anrede an die Thessalonicher diese Mitstreiter mit ein, die ihm auf den beschwerlichen Reisen und bei der Betreuung der Versammlungen nützliche Dienste leisteten und sich als eifrige Verkündiger der guten Botschaft erwiesen. 

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 1:1 ***

Paulus und Silvanus und Timotheus an die Versammlung der Thessalonicher in Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus:

Unverdiente Güte sei euch und Friede.

 

Die Gemeinschaft mit Gott erreichen Christen nur durch die Anerkennung Jesu als Herrn und König im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Jesus ist der einzige Weg der uns zum Vater führt und der Vater anerkennt nur jene, die den Sohn erhöhen und lieben und dies dadurch erweisen, dass sie seine Gebote halten (Joh 3:14, 15; 14:6, 7; 1.Joh 5:3).

 

Der Beginn der indirekten Sohnschaft kommt mit dem eingehen des Taufbündnisses, wo der Vater uns anerkennt ist, wenn uns durch „unverdiente Güte“ alle früheren Sünden gelöscht werden und die „gegen uns lautende handschriftliche Urkunde“ des Fluches gelöscht wurde, die das gegen uns lautende Todesurteil beinhaltet. Da alle Glieder der Versammlung Thessalonich wenige Monate nach der Versammlungsgründung in diesem Zustand der Reinheit waren bittet Paulus zu Gott, dass die Gemeinschaft mit dem Christus erhalten bleibe und dadurch Frieden auf jene Versammlung kommen möge.

 

Paulus blieb in seinen Gedanken unablässig bei der Versammlung Thessalonich, die so kurz nach ihrer Gründung durch die Gefangennahme des Jason und dessen Mitstreitern grosse Prüfungen durchzustehen hatte. Nun aber hatte Timotheus der von der Nachbarstadt Beröa her zu Paulus gekommen war gute Nachricht gebracht, welche den Apostel ermunterte unmittelbar zu schreiben. Die junge Gemeinschaft hatte sich von Anfang an als stark in der Hoffnung und im Ausharren gezeigt! Aufgrund ihrer anstrengenden Arbeit im Verkünden der guten Botschaft war diese Versammlung bereits kontinuierlich gewachsen!

 

Glaube lässt Ströme lebendigen Wassers strömen *** Rbi8  1. Thessalonicher 1:2-7 ***

Wir danken Gott allezeit, wenn wir euch alle in unseren Gebeten erwähnen, 3 denn wir erinnern uns unablässig eures Glaubenswerkes und [eurer] liebevollen anstrengenden Arbeit und [eures] Ausharrens als Folge [eurer] Hoffnung, [die ihr] auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater [setzt]. 4 Denn wir wissen, von Gott geliebte Brüder, daß er euch auserwählt hat, 5 denn die gute Botschaft, die wir predigen, erging nicht allein mit Worten an euch, sondern auch mit Kraft und mit heiligem Geist und starker Überzeugung, wie ihr ja wißt, was für Menschen wir um euretwillen für euch wurden; 6 und ihr seid unsere und des Herrn Nachahmer geworden, da ihr das Wort unter viel Drangsal mit [der] Freude des heiligen Geistes angenommen habt, 7 so daß ihr für alle Gläubigen in Mazedonien und in Achaia ein Vorbild wurdet.

 

Paulus bestätigt den Brüdern in Thessalonich, dass sie Gottes Anerkennung gefunden haben zu den Auserwählten des kommenden Königreiches Gottes gezählt zu werden, weil sie sich als Schafe der Herde Jesu Christi erwiesen haben! Paulus hatte durch Anstrengung und durch Übertragung „heiligen Geistes“ auf jene neu getauften Brüder gezeigt, dass Jehova durch Jesus diese Anstrengungen unterstützte und sie sich ihre Werke des Glaubens als annehmbare Schlachtopfer der Lippen und der Liebeswerke erzeigten. All dies gab zur Überzeugung anderer Brüder in den Versammlungen ihren Beitrag! Paulus zeigte sich als Vorbild wie ein treuer Diener der Mitbrüder und nicht als Herrscher über „die Schafe des Christus“! (Heb 13:15, 16)

 

Er bittet Christen seine Nachahmer zu werden, wie er selbst ein Nachahmer Christi ist. Offensichtlich hatten die Thessalonicher dies verstanden und bereits gut in die Tat umgesetzt, obwohl von Anfang an ihnen seitens der Juden harter Widerstand geleistet wurde! Auf der Weiterreise hatte Paulus offenbar von dem vorzüglichen Geist jener Versammlung bereits in Beröa in Mazedonien und dann in Athen und Korinth im Bezirk Achaia erzählt und dadurch auch jene neu getauften Christen ermuntert selbst unter Bedrängnis auszuharren und dennoch eifrig in der Verkündigung zu sein.

 

1.3.2.2          1.Thess 1:8-10:  Von Götzen weg hin zu einem lebendigen Gott

Ausser durch Paulus auf seinen Missionsreisen, wo verschiedene Versammlungen durch ihn gegründet worden waren, begann sich das Werk das Christus unabhängig der Apostel auszudehnen. Die dreitausend Juden, die aus allen Ländern an Pfingsten 33 u.Z. sich in Jerusalem taufen liessen nahmen den Glauben in den Christus mit sich und verkündeten diesen bereits in allen Regionen des römischen Reiches. Einen weiteren Beitrag zur Verbreitung leisteten die Verfolgungen der Juden und der Christen „gemäss dem Weg, den sie eine Sekte nennen“, da Brüder dadurch in weite Teile des Reiches zerstreut wurden. Wo immer sie hinkamen riefen sie stets neue Versammlungen ins Leben (Apg 24:14). Nun kamen die Neugründungen von kleineren Versammlungen hinzu, die sich rund um die Urversammlungen zu bilden begannen, alle stets in Privathaus von einem der Brüder zusammenkommend. Das bot den Vorteil unter Verfolgung einmal hier, dann dort sich zu versammeln.

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 1:8-10 ***

Tatsache ist, daß von euch aus das Wort Jehovas nicht nur in Mazedonien und Achaia erschollen ist, sondern euer Glaube gegenüber Gott hat sich an jedem Ort verbreitet, so daß wir nicht nötig haben, etwas zu sagen. 9 Denn sie selbst berichten fortgesetzt, auf welche Weise wir zuerst bei euch Eingang fanden und wie ihr euch von [euren] Götzen hinweg zu Gott gewandt habt, um wie Sklaven einem lebendigen und wahren Gott zu dienen 10 und seinen Sohn von den Himmeln her zu erwarten, den er von den Toten auferweckt hat, nämlich Jesus, der uns von dem kommenden Zorn befreit.

 

Dienten jene Christen aus den Heiden zuvor ihren stummen Götzen aus Holz und Stein und beteten selbst den Kaiser als Gottheit an, so richteten sie nun ihre Gebete zum lebendigen Schöpfer aller Dinge und dienten Ihm durch Christus, ihrem König. Der Glaube an die baldige Wiederkehr Christi „von den Himmeln her“ zeigte sich als starke Stütze. Die Verkündigung des kommenden Gerichts an jeder Form von Ungerechtigkeit half das „GESETZ des Christus“ unter den Nationen zu festigen!

 

 

1.3.3           Kapitel 2:  Von Gott erprobt zur Verkündigung guter Botschaft, ohne Irrtum, Unreinheit oder Trug gegenüber Gottes Wort

 

1.3.3.1          1.Thess 2:1-8:  Freimut der Rede, um die gute Botschaft Gottes zu verkünden, ohne schmeichelnde Rede oder Habsucht

Die Bewährung in Drangsal bewirkt Freimut der Rede! Die Angst vor den Gegnern, die zwar die Macht haben den Leib zu töten, keine Macht aber über das Leben haben, das doch die „Seele“ der Menschen darstellt. Gott verwahrt unseren „Geist“, da er all unsere Gedanken kennt, noch bevor sie ausgereift sind! Der Glaube in die Auferstehung der Toten gemäss dem Vorbild das Gott durch den Christus gab, dieser Glaube machte jene Christen unbesiegbar, ohne dass sie gegen ihre Feinde aufgestanden wären, um sich mit der Waffe zur Wehr zu setzen. Ihre Waffe war das „Schwert des Geistes“ (Eph 6:17). Paulus ging diesen Weg des Friedens voran, was sich schon in Philippi erwiesen hatte, wo man Paulus und Silas schmählich ausgepeitscht und im Gefängnis in den Stock gesperrt hatte. Dies hatte ihren Mut im Verkündigen nicht geschmälert, sondern durch Gottes Geist nur noch verstärkt!

 

Darf ein Christ einen anderen Christen öffentlich zurechtweisen und ermahnen?*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:1-4 ***

Allerdings wißt ihr selbst, Brüder, daß unser Besuch bei euch nicht ergebnislos gewesen ist, 2 sondern wie wir, nachdem wir zuerst gelitten hatten und in Philippi (wie ihr wohl wißt) schmählich behandelt worden waren, den Freimut aufbrachten, mit Hilfe unseres Gottes mit viel Kampf die gute Botschaft Gottes zu euch zu reden. 3 Denn die Ermahnung, die wir geben, kommt nicht aus Irrtum oder aus Unreinheit oder mit Trug, 4 sondern so, wie wir von Gott als erprobt befunden worden sind, mit der guten Botschaft betraut zu werden, so reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.

 

Paulus führte wahrlich einen harten Kampf! Waren sie auf Veranlassung der Juden in Philippi geschlagen und eingekerkert worden, so brachten sie kurz darauf erneut den Mut auf Gottes Wort und den Christus unter Juden und Heiden zu verkünden. Das braucht Freimut der Rede! Das geht nur mittels Gottes Geist der uns zum Guten und Nützlichen antreibt!

 

Die gute Botschaft, die uns dazu ermahnt Gottes GESETZ zu achten und den Geboten Jesu Folge zu leisten ist auf den „Fels der Wahrheit“, auf Jehovas eigenem Wort aufgebaut! (Joh 8:31, 32) Statt in trügerischer Weise gegen die Gebote Gottes zu verstossen und jede Form der Unreinheit, welche das Gebot des Herrn verbietet zu dulden, waren Paulus und seine Begleiter damit beschäftigt die Reinheit der Versammlung zu fördern, indem alle Glieder beständig belehrt und ermahnt wurden alle Gebote zu beachten und den ganzen Willen Jehovas zu erfüllen. Dadurch aber erhielten sie Gottes Gunst, weil Er die tiefen Gedanken des Herzens eines jeden kennt.

 

Paulus hatte es nicht nötig durch Schmeichelei seine Zuhörer zu gewinnen. Seine Überzeugungskraft kam durch das tiefe Verständnis der Zusammenhänge um die Schöpfung Gottes, die wichtige Stellung die Jesus als himmlischer Engel an Gottes Seite als dessen Wortführer, als „Werkmeister“ und als verkörperte Weisheit und Heerführer in sich vereint hatte und weiterhin hat. Er war es, der das „heilige Geheimnis“ der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ zu erklären hatte, indem ihm Jesus dieses durch Visionen offengelegt hatte.

 

Menschenernte für die "neuen Himmel" und die "neue Erde"
 

Paulus war zudem mit den vorhandenen Dingen zufrieden, sei dies wenig oder viel, je nach Versammlung und Umständen, wo er sich gerade aufhielt. Habsucht war ihm fern! Auch suchte Paulus nicht die Ehre der Menschen, noch Ruhm, ihm genügte die Gewissheit Jesu Anerkennung zu geniessen und dadurch Gottes Unterstützung und Schutz zu haben.

 

Mutter schützt und nährt ihr Kind*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:5-8 ***

In der Tat, zu keiner Zeit sind wir mit schmeichelnder Rede aufgetreten (wie ihr wohl wißt) noch mit einem Vorwand für Habsucht, Gott ist Zeuge! 6 Wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, nein, weder von euch noch von anderen, obwohl wir als Apostel Christi eine kostspielige Bürde sein könnten. 7 Im Gegenteil, wir wurden in eurer Mitte sanft, wie wenn eine nährende Mutter ihre eigenen Kinder [hegt und] pflegt. 8 Da wir also eine innige Zuneigung zu euch haben, hat es uns wohlgefallen, euch nicht nur an der guten Botschaft Gottes teilhaben zu lassen, sondern auch an unseren eigenen Seelen, weil ihr uns lieb geworden wart.

 

Paulus spricht von sich und seinen Begleitern, die wie eine „nährende Mutter“ sich ihrem Kind widmet, um es zu füttern und zu pflegen, ebenso mühten sie sich um die Versammlung, ohne falsche Begierden zu hegen! Ihr eigenes Leben drehte sich um die Glieder und deren Interessen, wo immer sie sich gerade befanden! Jeder der Jünger der Christenversammlung war geliebt und in ihren Augen wertvoll!

 

Darum werden die Apostel in der Offenbarung zu Recht die „Frau“ genannt, die bis hin zur Endzeit ihren eigenen Samen, ihre eigenen Kinder hat, die treu „die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben“! (Off 12:17)

 

1.3.3.2          1.Thess 2:9-16:  Gottes Wort nicht als Menschenwort betrachten

Paulus verweist auf sein Beispiel, wo er angestrengt „Tag und Nacht“ sich für die Versammlung aufopferte. Seine weltliche Arbeit sollte erweisen, dass sie keine kostspielige Bürde für die übrigen sein wollten. Sie sorgten für ihren eigenen Unterhalt! Dadurch gaben sie Vorstehern ein Beispiel, dass nicht die Versammlung für sie in erster Linie aufzukommen hat, sondern sie selbst ihren eigenen Beitrag zu leisten haben! Paulus ging seinerseits dem Handwerk des Zeltmachers nach (Apg 18:2, 3).

 

Wie ein Vater seine Kinder belehrt und ermahnt handelte Paulus mit den Versammlungen*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:9-12 ***

Gewiß erinnert ihr euch, Brüder, an unsere anstrengende Arbeit und Mühsal. Nacht und Tag arbeitend, um keinem von euch eine kostspielige Bürde zu sein, haben wir euch die gute Botschaft Gottes gepredigt. 10 Ihr seid Zeugen, auch Gott ist es, wie loyal und gerecht und untadelig wir uns gegen euch, die Gläubigen, erwiesen haben. 11 Somit wißt ihr wohl, wie wir, wie ein Vater seine Kinder, jeden von euch fortgesetzt ermahnt und getröstet und euch Zeugnis abgelegt haben, 12 damit ihr weiterhin des Gottes würdig wandeln mögt, der euch zu seinem Königreich und zu seiner Herrlichkeit beruft.

 

Dadurch wurde Paulus auch für heutige Christen ein vortreffliches Beispiel, dass Vorsteher aufgrund eigener Arbeit ihr Einkommen haben sollten und nicht auf Kosten der Versammlung leben dürfen! Das dürfte vielen heutigen Priestern der Christenheit schwer fallen, die bloss an ihren theologischen Fakultäten gelernt haben ihre Lehrmeinung in überredender Weise zu gebrauchen aber niemals gelehrt wurden ihre Hände zu harter Arbeit zu benutzen (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel). Paulus nennt dieses beispielhafte verhalten „loyal“, „gerecht“ und „untadelig“ und fordert Vorsteher auf dies nachzuahmen! Drei Eigenschaften die bereits jeder Mann als Vater aufweisen sollte erwiesen sich der Versammlung gegenüber als nützlich: Fortgesetzte Ermahnung, Trost geben und Zeugnis für das Gute ablegen! Jeder Christ wird aufgerufen sich seiner Berufung zum „Königreich der (neuen)) Himmel“ als befähigt zu erweisen!

 

Paulus zeigt, dass die „gute Botschaft“ nicht eine menschliche Erfindung, Philosophie der Gelehrtheit ist, sondern wirklich von höherer Quelle stammt, von Gott selbst. Dieses Wort Gottes, der übermittelte „heilige Geist“ der aus der Schrift zu uns spricht ist es, der in jedem der Jünger zur Wirkung gebracht werden muss, indem wir das Gehörte in die Praxis umsetzen! Erst dadurch kommt „heiliger Geist“ zur Wirkung: Praktische Weisheit ist die Folge! Das Gebet „... dein Wille geschehe ... auf der Erde“ beginnt sich zu realisieren! Ob wir dies mittels „Hebelwirkung“ zu grosser „Kraft“ umsetzen, indem wir zum Beispiel heute durch Zeitungen, Radio, Fernsehen oder das Internet oder durch andere Massenkommunikationsmittel zu anderen Menschen auf allen Kontinenten gelangen, oder durch konzentrierte Zusammenarbeit der ganzen Versammlung ein grösseres Werk vor Ort vollbringen, wie zum Beispiel anderen Versammlungen in Not Hilfe zu leisten, all dies kann zur Ehre des Vater geschehen.

 

Das soziale Netzwerk der Versammlungen Judäas kopieren

Paulus zeigt, wie die Versammlungen Jerusalems anderen darin bereits zu Beginn ein Beispiel gaben. Jene Mitglieder verkauften ihren Besitztum und legten alles zusammen, um in Form einer Gemeinschaft jedem das zu geben, was jeder gerade benötigte, gleichzeitig aber durch Befreiung von unnötigem Ballast mehr Zeit und Kraft für das Dienstwerk zu haben.

 

Königreich Israel und Juda*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:13-16 ***

In der Tat, darum danken wir Gott auch unablässig, denn als ihr Gottes Wort, das ihr von uns hörtet, empfingt, habt ihr es nicht als Menschenwort angenommen, sondern als das, was es wahrhaftig ist, als das Wort Gottes, das auch in euch, den Gläubigen, wirksam ist. 14 Denn ihr, Brüder, wurdet Nachahmer der Versammlungen Gottes, die in Judäa in Gemeinschaft mit Christus Jesus sind, denn auch ihr habt von seiten eurer eigenen Landsleute dieselben Dinge erlitten wie auch sie von seiten der Juden, 15 die sogar den Herrn Jesus und die Propheten getötet und uns verfolgt haben. Überdies gefallen sie Gott nicht, sondern sind gegen [die Interessen] aller Menschen, 16 da sie versuchen, uns daran zu hindern, zu Leuten von den Nationen zu reden, daß diese gerettet würden, so daß sie das Maß ihrer Sünden allezeit vollmachen. Doch ist sein Zorn schließlich über sie gekommen.

 

Die Juden hatten mit der Tötung Jesu „das Mass ihrer Sünden vollgemacht“. Gottes Gericht hatte jene Generation verworfen und sie stand kurz vor ihrer Vernichtung, die im Jahre 70 u.Z. durch die römischen Heere vollzogen wurde, wie dies Daniel bereits vorhergesagt hatte!

 

*** Rbi8  Daniel 9:27 ***

Und auf dem Flügel abscheulicher Dinge wird der sein, der Verwüstung verursacht [[(dem Armeeflügel, den General Titus im Jahre 70 u.Z. leitete)]]; und bis zu einer Ausrottung [[(am Tag Harmagedons)]] wird sich dann gerade das, was beschlossen ist, auch über den verödet Liegenden [[(Gott zog sich am Ende der 70. Jahrwoche Daniels von Israel zurück, das doch Seinen Gesandten, den Christus getötet hatte)]] ergießen.“

 

Daniel erhält die Mitteilung in babylonischer Gefangenschaft, die zwei getrennten Ankündigungen betreffen die Zukunft!

 

Auch in den Versammlungen des Paulus kopierte man dasselbe soziale System jener Versammlungen Judäas, indem eine Wohnung eines Bruders als Ort der Zusammenkunft allen übrigen nützlich wurde, indem ein komplexes System der Unterweisung Erwachsener durch die Sabbatversammlung aufgebaut wurde und die Neumonde und Festzeiten zur spezifischen Unterweisung dienten. Jakobus erwähnt dies anlässlich des Apostelkonzils im Jahre 48 u.Z., wo er zeigt, dass Christen ebenso wie Juden in den Büchern Mose jeden Sabbat unterwiesen werden! Das schliesst Gesetzeskunde mit ein!

 

Das Schulungssystem Israels von der christlichen Familie adaptiert

Heidnische Eltern, die bevor sie die Botschaft über den Christus hörten Teil vom bestehenden System Roms und seiner Form der Ausbildung waren, diese wurden nun durch die Versammlung unterwiesen, wie Gottes GESETZ innerhalb der Familien angewendet werden sollte. Dazu gehört die Pflicht der Unterweisung der Kinder seitens der Eltern. Kinder in frühen christlichen Versammlungen wurden wie dies seit Alters bei den Juden der Fall war schon in sehr jungen Jahren durch die Eltern, vornehmlich die Mütter im Lesen und Schreiben unterwiesen! Dies geht deutlich am Beispiel des Timotheus hervor, an den Paulus schrieb:

 

Timotheus wurde von frühester Kindheit in den Schriften unterwiesen durch ihre Mutter und Grossmutter *** Rbi8  2. Timotheus 3:14-15 ***

Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen [[(nicht Schulen!)]] du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus.

 

Das staatliche und religiöse Schulungssystem erzieht zur Sklaverei. Alles ist darauf ausgerichtet die herrschende Klasse aufrecht zu erhalten. Seine Mutter und die Grossmutter hatten diesen Verdienst, da der Vater des Timotheus ein ungläubiger Grieche war! „Von frühester Kindheit an“ bedeutet, dass er wohl bereits noch vor dem Laufen lernen auch den Unterricht in den Schriften durch Vorlesen und Erklären erhielt! Gemeinsames Lesen der Schriften war ein tägliches Unterfangen bei vielen Gliedern der vielen frühen Christenversammlungen, wie dies zuvor und parallel dazu bei den Juden der Fall war! Durch Moses erklärte Jehova:

 

Höre o Israel: Jehova unser Gott ist ein Jehova*** Rbi8  5. Mose 6:4-9 ***

Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

Satans System vergibt an Hand und Stirn seine „666“ als Erkennungszeichen! (Off 13:18) Bei uns Gottesfürchtigen ist es das Zeigen der göttlichen veranlassten Vollkommenheit, statt der „6“ der Unvollkommenheit ist es die „7“, stets dem System überlegen, weil es zum Guten dient! Gottes Wort muss für Juden wie für Christen überall präsent sein und auf uns Einfluss nehmen! Das beginnt durch Unterweisung im Haus, wozu jede Zeit vom Aufstehen bis zum Zubettgehen dient! Das ist keine leere Verordnung, sondern führt zu den besten Resultaten, je früher ein Kind daran gewohnt ist. Wahre Gottesfurcht und ein beständiges wandeln innerhalb der Grenzen, welche die Gebote aufzeigen ist die Folge! Das Kind beginn den Akt des Belehrens und Lernens von Kleinst an, was ihn das ganze Leben begleitet. Statt am Abend vor dem Einschlafen ein Märchen zu erzählen dient ein Absatz oder eine Schriftstelle die kommentiert wird!

 

Wir sehen heute exakt das Gegenteil! Kaum gibt es noch christliche Eltern, welche ihre Kinder in Gottes Rechtsordnung unterweisen würden! Die Ausnahmen die dies weiterhin tun bestätigen bloss die Regel! Das Resultat sind auseinanderbrechende Ehen, scheidungsgeschädigte Kinder, eine rebellische Jugend die oft kaum mehr im Zaun zu halten ist und sich gegen jede Form der Autorität auflehnen!

 

Im Vergleich zu heute, wo nahezu jede Familie eine Bibel besitzt war dies im ersten Jahrhundert eine Herausforderung! Darum wurden die Handschriften auch so oft erneut abgeschrieben, eine harte Arbeit, die aber den Geist schulte! Das aber war schon ein Befehl Gottes an die Könige Israels im GESETZ gewesen, die jeder für sich eine Abschrift machen musste! Gottes Gebot an Israel betreffend des Königs lautete durch Moses:

 

Jeder König musste für sich das GESETZ in ein Buch schreiben*** Rbi8  5. Mose 17:14-18 ***

Wenn du schließlich in das Land kommst, das Jehova, dein Gott, dir gibt, und du hast es in Besitz genommen und hast darin gewohnt, und du hast gesagt: ‚Ich will einen König über mich setzen wie alle Nationen, die rings um mich her sind‘, 15 solltest du unbedingt einen König über dich setzen, den Jehova, dein Gott, erwählen wird. Aus den Reihen deiner Brüder solltest du einen König über dich setzen. Du wirst keinen Ausländer, der nicht dein Bruder ist, über dich setzen dürfen. 16 Nur sollte er sich die Pferde nicht mehren noch das Volk nach Ägypten zurückgehen lassen, um sich die Pferde zu mehren, da doch Jehova zu euch gesagt hat: ‚Ihr sollt nie wieder auf diesem Weg zurückkehren.‘ 17 Er sollte sich auch die Frauen nicht mehren, daß sein Herz nicht abwendig werde; auch sollte er sich Silber und Gold nicht sehr mehren. 18 Und es soll geschehen, wenn er seinen Sitz auf dem Thron seines Königreiches einnimmt, daß er eine Abschrift dieses Gesetzes [[GESETZES]] von dem, was sich in der Obhut der Priester, der Leviten, befindet, für sich in ein Buch schreiben soll.

 

All diese Bestimmungen haben denselben Sinn in der Christenversammlung, unter „Juden dem Geiste nach“! (Joh 3:5-7; 4:20-22; Rö 2:25-29) Der Vorsteher muss beispielhaft vorangehen und seine Versammlung anleiten, nicht erneut zu den Gepflogenheiten der Nationen und deren Gesetzen und Regeln zurückzukehren, die Gottes Geboten widersprechen! Das „Gesetz der Sünde“, dem gegenüber wir in der Taufe absterben darf nicht erneut über das Fleisch die Macht erreichen!

 

Bedenken wir, dass jeder Vorsteher, ja gar jeder männliche Christ dazu berufen wurde einst als König mit dem Christus zu herrschen. Das ist allerdings an deutlich vorgegebene Konditionen geknüpft die Gott gesetzt hat! Jeder muss sich darin bewähren bereits im Kleinen getreu zu bleiben. Er muss die geringsten der Gebote halten und andere ebenso lehren dasselbe zu tun. Wenn Gott ihn aufgrund von Loyalität und Bewährung schlussendlich auserwählt, so ist es, um zu den 144.000 kommenden Priesterkönigen zu gehören! Dann gibt es daneben zudem ein grosse Menge im Dienst der Stellung des Leviten und der Beamten in Israel, welche unter jenen Königen dienen werden! Dass jene Könige „aus den Reihen deiner Brüder“ kommen muss zeigt, dass jene nicht als Geistwesen herrschen werden, sondern ebenso Fleisch und Blut sind wie wir! Selbst Jesus trifft dieses Gebot, der nach seiner Wiederkehr als Mensch unter Menschen herrschen wird!

 

WitwenrenteEin weiteres vorzügliches Muster gaben die Christenversammlungen Judäas. Es gab dort bereits eine frühe Form der Altersversorgung für Witwen (1.Ti 5:3-8). Paulus führte auch dies unter den Versammlungen der Nationen ein! Das war für jene Zeit bestimmt eine revolutionäre Neuigkeit!

 

Frauen, die den Heiligen die Füsse wuschenAuch dies war an Bedingungen geknüpft, damit sich nicht die einen zu Lasten der anderen bereichern konnten! Lohn gibt es nur für die, welche sich diesen Lohn zuvor in Gerechtigkeit erarbeitet haben!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 5:9-10 ***

Eine Witwe trage man in die Liste ein, wenn sie nicht weniger als sechzig Jahre alt ist, [die] eines Mannes Ehefrau [war], 10 der man das Zeugnis vortrefflicher Werke gibt, wenn sie Kinder aufgezogen, wenn sie Fremde gastlich aufgenommen, wenn sie Heiligen die Füße gewaschen, wenn sie Bedrängten Hilfe geleistet hat [und] wenn sie fleißig jedem guten Werk nachgegangen ist.

 

Die Richtlinien die Paulus festlegt haben bis heute nicht ihre Gültigkeit verloren! Die Nächstenliebe wird gross geschrieben, Ausnutzung aber soll verhindert werden, weil dies zur Nachahmung ausufern wird.

 

Das christliche Rechtssystem ist dem Staatswesen Israels angenähert

Zudem gab es in der Versammlung ein ausgeprägtes Rechtssystem, wo jede Form von Vergehen gegen das „Staatswesen Israels“ und dessen „GESETZ des Christus“ (Eph 2:12) durch die Richter der Versammlung in gesetzmässiger Form eine Antwort erhielt! Paulus bestätigt, was er zuvor mündlich in allen Versammlungen als Grundlage gelegt hatte:

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-3 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen [[8Advokaten; weltliche Richter)]] vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? [[(Getaufte Christen, von den Vorstehern bestimmt mit Rechtskenntnis von Gottes GESETZ)]] 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt [[(im kommenden System)]] richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir  [[(die Apostel)]] Engel [[(gr. aggelos = Vorsteher; Boten; die 144.000 Priesterkönige; jedem Apostel sind 12.000 unterstellt als deren Oberrichter)]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens?

 

Christenversammlungen Judäas erhielten dieselben Briefe des PaulusPaulus vergleicht das Rechtssystem Israels, das Jehova ursprünglich aufgerichtet hat durch Moses mit dem Kommenden, das Christus aufrichtet. Vorerst ist das Richteramt den Aposteln zu geteilt: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.“ (Mat 19:28 vergl. Off 7:1-8)

 

Bald schon existierte im 1.Jahrhundert ein Kommunikationswesen innerhalb der Versammlungen, wo die Briefe der Apostel und Jünger die „Säulen“ in der Versammlung waren durch persönliche Boten ausgetauscht wurden. Jene Abgesandten erteilten zudem Unterweisung, nahmen Zurechtweisungen fehlbarer Vorsteher vor und unbelehrbare wurden durch geeignete Männer, die mit „heiligem Geist“ Eifer zeigten ersetzt! Paulus gab viele Details in seinen Briefen kund, wie solches zu geschehen hatte!

 

*** Rbi8  Titus 1:5-9 ***

Aus diesem Grund habe ich dich auf Kreta gelassen, damit du die Dinge berichtigen mögest, die mangelhaft waren, und von Stadt zu Stadt Ernennungen älterer Männer vornehmest, wie ich dir Weisung gab; 6 wenn irgendeiner frei von Anklage ist, der Mann einer Ehefrau, der gläubige Kinder hat, die nicht der Ausschweifung oder der Widerspenstigkeit beschuldigt werden. 7 Denn als Gottes Verwalter muß ein Aufseher frei von Anklage sein, nicht eigenwillig, nicht zornmütig, kein lärmender Trinker, kein Schläger, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht, 8 sondern gastfreundlich, das Gute liebend, gesunden Sinnes, gerecht, loyal, Selbstbeherrschung übend, 9 am zuverlässigen Wort festhaltend, was seine [Kunst] des Lehrens betrifft, damit er imstande sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen.

 

All diese Eigenschaften sollten wir von Kindheit an lernen, indem unsere Eltern darin Vorbild sind! Im tausendjährigen „Königreich der Himmel“ unter Führung des Christus und seiner Apostel wird dies Wirklichkeit werden! Frieden, Sicherheit und ein Paradies beruhen auf diesen einfachen Dingen!

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

Christen als Soldaten in der Verteidigung dessen, was vortrefflich ist

Da wahre Christen „Soldaten“ sind, die ihre volle Waffenrüstung anhaben, wird zu Recht gesagt, dass der Christus, wenn er zu seiner letzten Schlacht antritt ein bereites Heer zur geistigen Schlacht ha: „Dein Volk wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht. In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte Hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft.“ (Ps 110:3) Jesu Warnung gilt auch an jenem Tag, welche er Petrus gegenüber äusserte, als ihn der Hohepriester und dessen Häscher im Garten Gethsemane gefangen nahmen:  Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.“ (Mat 26:52) Ihr Kampf ist geistiger Art und so ist ihre Kampfausrüstung ebenso geistiger Art! Ihr Kampf geht nicht gegen „Fleisch und Blut“, sondern „gegen die bösen Geistermächte in den himmlischen Örtern“! (Eph 6:10-13) Jesus aber kommt als Richter Gottes zur Urteilsvollstreckung an den Verurteilten! Wer dies verstanden hat weiss auch warum auf so vielen Vergehen weiterhin die Todesstrafe auf ungesühnte Übertretung steht! Dies ist etwas heute fast Unverständliches, weil Gottes Standpunkt an moralische Reinheit vollkommen verlassen wurde!

 

Jesu Schwert aus seinem Mund bedeutet Urteilsvollstreckung an den Feinden Gottes*** Rbi8  Psalm 110:1-3 ***

Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:]

Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.“

 3 Dein Volk wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht.

In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte

Hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft.

 

Das „Staatswesen“ des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ wies somit seit Anbeginn all jene Organe auf, die auch heute ein normales Staatswesen ausmachen! Da mit dem Ende des „Bundes mit Levi“, dem Salzbund“ oder „Salärbund der Zehnten wegfiel kam mit Jesus eine unbezahlte Stellung der ausführenden Organe. Der römische Staat zahlte das „Salär“ an ihre Soldaten z.T. mit Salz, auf dem hohe Steuern lagen für das Volk und das daher leicht überall im Reich gegen Güter des täglichen Gebrauchs getauscht werden konnte, da Salz lebensnotwendig und Mangelware war. Es ist wie beim Papiergeld, wo aus etwas in Wirklichkeit fast Wertlosen etwas Hochwertiges gemacht wird zufolge künstlicher Verknappung und Förderung des Glaubens in die Kaufkraft.

 

Unter Christen aber sollten die Dinge nun aus Nächstenliebe und nicht zufolge finanzieller Interessen getan werden! Der Vorsteher und der Richter sollten ihre Arbeit aus Liebe zur Gemeinschaft in wahrer Gerechtigkeit erfüllen, die Gemeinschaft ihrerseits würde dies durch andere Liebestaten zurück vergelten! Die freiwilligen Gaben dienten der Verteilung an jene, welche Not litten, wie eben z.B. die älteren, alleinstehenden Witwen.

 

Mit Jesus endete die bezahlte Erbpriesterschaft Levis und wurde durch eine Laienpriesterschaft ersetzt, welche ihre Lohn erst am Ende der Arbeit, sei dies nach Harmagedon oder in der Auferstehung erhalten wird, wenn Jesus zurückkehrt und „den Lohn mit sich bringt“ gemäss den Taten des Einzelnen! Christen sollten „das Salz der Erde“ sein, lebenserhaltend für sich und andere!

 

1.3.3.3          1.Thess 2:17-20:  Satan versperrte Paulus den Weg zurück nach Thessalonich

Paulus war gezwungen Thessalonich zu verlassen, da der durch die Juden aufgewiegelte Pöbel sich seiner zu bemächtigen suchte. Nun, als er in Beröa war und auch später in Athen und Korinth wollte er erneut die junge Versammlung besuchen, um sie zu stärken. Die Umstände die ihm dieses System Satans in den Weg legte verunmöglichten es das Vorhaben auszuführen. Bestimmt erinnerte er sich dabei der Worte des Engels Gabriel, als jener den Propheten Daniel zu besuchen versuchte und von den Dämonen, durch „den Fürsten des Reiches Persien ... einundzwanzig Tage lang Widerstand geleistet“ wurde, bis der Engel Michael sich zu seinen Gunsten einsetzte DA 10:12-14).  Zu Recht sagt der Apostel Johannes in seinem 1.Brief: „... die ganze Welt liegt in der Macht dessen, der Böse ist“ (1.Joh 5:19)

 

Freude als Krone Frohlockens *** Rbi8  1. Thessalonicher 2:17-20 ***

Was uns selbst betrifft, Brüder: Als wir euer nur für kurze Zeit beraubt waren, der Person, nicht dem Herzen nach, bemühten wir uns außerordentlich, mit großem Verlangen, euer Angesicht zu sehen. 18 Aus diesem Grund wollten wir zu euch kommen, ja ich, Paulus, sowohl einmal wie ein zweites Mal, aber der Satan versperrte uns den Weg. 19 Denn was ist unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Frohlockens — nun, seid nicht tatsächlich ihr es? — vor unserem Herrn Jesus bei seiner Gegenwart [[(Wiederkunft; Ankunft)]]? 20 Sicherlich seid ihr unsere Herrlichkeit und Freude.

 

Auch wenn Paulus physisch fern der Versammlung in Thessalonich war, so war er doch im Geist bei ihnen. Da Satan genau um die Aktivitäten des Paulus wusste, versuchte er durch seine Helfer ihn in seiner Tätigkeit zu behindern und wo möglich zu vernichten. Sei es durch jene religiösen Feinde seitens der Juden oder der Heidenpriester oder seitens der politischen Machthaber und ihrer Anhänger oder sei es in Folge fehlender Finanzmittel des Paulus oder wegen inneren Zwistes in der Versammlung Korinth, wo seit Beginn Probleme auftauchten. Paulus nennt den wirklichen Grund hier nicht.

 

Der ganze Erfolg seines Predigens und Wirkens zeigte sich durch Zunahme der Jünger in den von ihm gegründeten Versammlungen, welche in Treue die gute Botschaft weiter verbreiteten und so mehr Menschen dem Königreich des Christus zuführten! Da jene keinen Teil des alten Systems mehr bildeten, schwächten sie jenes, stärkten aber Christi Königtum und halfen mit sein GESETZ innerhalb der Nationen aufzurichten! In diesem Sinne schrieb er zehn Jahre später den Philippern, um das Jahr 60 oder 61 u.Z. aus der Gefangenschaft in Rom:

 

*** Rbi8  Philipper 1:7 ***

Es ist durchaus recht für mich, dies von euch allen zu denken, weil ich euch im Herzen habe, da ihr alle mit mir Teilhaber seid an der unverdienten Güte, sowohl in meinen Fesseln als auch in der Verteidigung und gesetzlichen Befestigung [[(der Aufrichtung des „GESETZES des Christus“ inmitten der Heiden (vergl. Rö 3:31))]] der guten Botschaft.

 

Das Herz des Paulus war bei seinen Versammlungen. Genauso ist Christus seit seiner Himmelfahrt in geistiger Form mit seinen Jüngern, bis zum Abschluss des Systems der Dinge. So hatte er es deutlich versprochen. Er kennt durch seine „sieben Augen“, die von ihm ausgesandten Engel und durch Jehova, der unsere Herzen beobachtet, was exakt auf der Erde und in unserem eigenen Fall vor sich geht.

 

Paulus und alle Christen des ersten Jahrhunderts erwarteten Jesu physische Wiederkehr im unsterblichen und unverweslichen Menschenleib! (1.Kor 15:13, 21) So hatte es Christen immer und immer wieder versprochen! Sie sollen selbst umgewandelt werden und seinem, des Christus unsterblichem Leib gleichgemacht werden! Das wird keine Umwandlung in ein Geistwesen, zu einem Engel sein, wie dies die christlichen Kirchen nach heidnischer Manier lehren, so wie es durch Hymenäus zuerst verbreitet wurde!

 

Erst nach dem Erfolg der abgefallenen Art der Lehren des Hymenäus, Philetus und Alexander, die behauptet hatten,  die Auferstehung sei bereits gewesen“ kamen Lehren auf, dass die Auferstehung unmittelbar nach dem Tod im Himmel sei, mit einem geistigen Leib (2.Ti 1:16-18). Damit wurde der Glaube an die Wiederkehr Christi, der Glaube an eine Erstauferstehung nach Harmagedon und der Glaube eine allgemeine Auferstehung des Fleisches der „Gerechten wie der Ungerechten“ (Apg 24:15, 16) während des Millenniums untergraben. Jene drei abgefallenen Männer hatten „Schiffbruch an ihren Glauben“ erlitten und ihre Lehren breiteten sich aus wie todbringendes „Gangrän“. Die Nikolaus-Sekte und später die daraus erwachsene Katholische Kirche sind Spätfolgen davon! (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-18)

 

 

1.3.4           Kapitel 3:  Paulus fleht zu Gott um Befestigung der Brüder, um in Drangsal nicht zu wanken

 

1.3.4.1          1.Thess 3:1-10:  Timotheus soll als Abgesandter die Versammlung in ihrer Drangsal stärken

Als Paulus einige Wochen später in Athen war sandte er den Timotheus zur Stärkung der Versammlung nach Thessalonich. Offensichtlich bestanden die Verfolgungen seitens der Gegner weiter. Paulus wollte jene Brüder gerade durch den beherzten Timotheus zum Ausharren auffordern, weil diese Art der Probleme nicht nur jene Christen betrafen, sondern auch alle Versammlungen und selbst uns Christen in der Endzeit erneut treffen (Off 12:10-17) Oft sind dies wirtschaftliche Nachteile, da der Ehrliche dem Betrüger in diesem Sinne unterlegen ist. Satans System nun setzt auf die Wenigen, die durch ihre finanzielle Macht die Mehrheit unterdrücken um jene auszupressen und ihren Reichtum zu erhöhen! Dies trifft Christen weit mehr, zufolge ihrer Ehrlichkeit und fehlenden Habsucht! Daran hat sich bis heute wenig geändert!

 

Die ungerechte Vermögensverteilung*** Rbi8  1. Thessalonicher 3:1-5 ***

Als wir es daher nicht länger ertragen konnten, hielten wir es für gut, in Athen allein gelassen zu werden; 2 und wir sandten Timotheus, unseren Bruder und Gottes Diener in bezug auf die gute Botschaft über den Christus, um euch zu befestigen und euch im Interesse eures Glaubens zu trösten, 3 damit durch diese Drangsale niemand zum Wanken gebracht werde. Denn ihr selbst wißt, daß wir gerade dazu bestimmt sind. 4 In der Tat, auch als wir bei euch waren, sagten wir euch wiederholt vorher, daß wir Drangsal erleiden müßten, so wie es auch geschehen ist und wie ihr wißt. 5 Das ist wirklich der Grund, weshalb ich, als ich es nicht mehr ertragen konnte, hinsandte, um von eurer Treue zu erfahren, ob nicht etwa der VERSUCHER euch auf irgendeine Weise versucht hätte und unsere mühevolle Arbeit vergeblich geworden wäre.

 

Die Vorankündigungen des Paulus, dass Satan und sein System durch seine Helfer Widerstand leisten würden erfüllte sich von Ort zu Ort! Ein System das auf Ungerechtigkeit zur Bereicherung einiger weniger zu Lasten der grossen Mehrheit aufbaut, ein solches kann unmöglich sich mit einen gerechten System abfinden, das auf Liebe statt auf Habsucht ausgerichtet ist! Jesu Warnungen an seine Nachfolger, sich auch unter Verfolgung und unter Versuchung seiner als würdig zu erweisen zeigt sich als wahr! Würde die junge Versammlung Thessalonich dem Druck und der Versuchung standhalten? Paulus war innerlich unruhig.

 

So wie Satan Jesus versuchte, indem er ihm „alle Königreiche der Erde“ für „einen einzigen Akt der Anbetung“ anbot, so würde er standhafte Christen erneut versuchen, um sie für Gefälligkeiten, um Titel oder Macht, um für Geld oder Einfluss zu kaufen. Solche Männer aber sind für Gottes Königreich unbrauchbar! Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist nicht käuflich und verabscheut jede Form der Korruption, die stets der Gerechtigkeit entgegensetzt ist!

 

1.3.4.2          1.Thess 3:11-13:  In Heiligkeit befestigt werden

Als Timotheus einige Zeit später zu Paulus zurückkehrte befand sich dieser inzwischen bereits in Korinth. Dies war wahrscheinlich im Herbst oder bereits Winter des Jahres 50 u.Z. Die Nachricht die Timotheus brachte war eine grosse Beruhigung und Freude für den Apostel! Nicht nur waren die Thessalonicher standhaft treu geblieben, vielmehr hatten sie ihre Liebe zu Paulus gefestigt und sehnten sich ihrerseits danach, dass er zu ihnen zurückkehren möge! All die Entbehrungen denen Paulus ausgesetzt war und die Drangsale und Verfolgungen, die er so oft zu erdulden hatte wurden durch die Freude entgolten, dass einige sich als fest erwiesen!

 

Timotheus brachte das Schreiben der Thessalonicher zu Paulus worauf der 1.Brief erfolgte *** Rbi8  1. Thessalonicher 3:6-10 ***

Timotheus ist aber gerade jetzt von euch zu uns gekommen und hat uns die gute Botschaft über eure Treue und Liebe gebracht und [darüber,] daß ihr uns weiterhin stets in guter Erinnerung behaltet, indem ihr euch sehnt, uns zu sehen, ebenso wie auch wir euch wirklich [sehen möchten]. 7 Deshalb, Brüder, sind wir euretwegen in all unserer Not und Drangsal durch die Treue, die ihr bekundet, getröstet worden, 8 denn jetzt leben wir, wenn ihr im Herrn feststeht. 9 Denn welchen Dank können wir Gott euch betreffend abstatten als Vergeltung für all die Freude, mit der wir uns euretwegen vor unserem Gott freuen, 10 während wir Nacht und Tag über die Maßen flehen, um euer Angesicht zu sehen und das an eurem Glauben Fehlende zu ergänzen?

 

Paulus zeigt erneut seine Sehnsucht zu jener geliebten Versammlung zurückkehren zu dürfen! Er weiss, dass er der Versammlung viele Dinge die er ihnen mitteilen wollte der misslichen Umstände wegen nicht mehr mitteilen konnte, „das an eurem Glauben fehlende“! Das versucht er nun durch seine zwei Briefe nachzuholen. Wir „leben“, weil wir in Gottes Augen von geistig Toten zu den für Ihn Lebenden gekommen sind, die bei Christus im „Buch des Lebens“ eingetragen sind. Nun aber galt es im Glauben festzustehen und nicht davon abzuweichen. Das war nur durch genaue Erkenntnis der Prophetie möglich!

 

Paulus bittet zu Gott um Vervollkommnung aller Glieder der Versammlung in der Liebe untereinander und gegenüber Aussenstehenden! Paulus zeigt das Mass, in dem er seine eigene Liebe zu den Thessalonichern ins Zentrum stellt. Offensichtlich war er im Haus des Jason und von allen Brüdern sehr herzlich behandelt worden! Er hatte diese Liebe in vollem Mass erwidert.

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 3:11-13 ***

Möge nun unser Gott und Vater selbst und unser Herr Jesus unseren Weg zu euch hinlenken. 12 Möge der Herr euch außerdem zunehmen lassen, ja euch überströmend machen in der Liebe zueinander und zu allen, ebenso wie wir auch euch gegenüber sind, 13 damit er eure Herzen befestige, untadelig in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Gegenwart [[(Wiederkehr; Ankunft)]] unseres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen.

 

Die „Heiligkeit“, das vollkommene Fehlen von jeder Form der Ungerechtigkeit, Bosheit und Lieblosigkeit ist es, was Paulus fördern will. Die Brüder müssen ihr Vertrauen in Gott, unseren Vater setzen, der seinen Sohn erneut zur Erde senden wird! Diesmal werden seine heiligen Engel ihn begleiten (Heb 1:6), wenn er erneut „mit den Wolken“ (Apg 1:9-11Off 1:7) zu den seinen, den „Heiligen des Allerhöchsten“ (Da 7:18, 22), den Aposteln und dem auserwählten und versiegelten Überrest der Endzeit zurückkehrt.

 

 

1.3.5           Kapitel 4:  Jesu Gebote halten führt zu einem stillen Leben in Gottergebenheit und Nächstenliebe

 

1.3.5.1          1.Thess 4:1-8:  Die verbindlichen Weisungen und Gebote des Christus halten

Der Wandel eines Christen wird durch den Wandel Jesu bestimmt! Jesus hielt das ganze GESETZ Gottes, auch die geringen Gebote und lehrte seine Nachfolger dasselbe zu tun. Jeder der lehrt, dass Christen nicht unter dem GESETZ Mose stehen würden und irgend ein verändertes Gesetz lehren widersprechen dadurch Jesu eigenen Worten! Sie werden bestimmt ebenso „Geringste“ genannt werden. Für sie gelten dieselben Worte Jesu die er gegenüber den Pharisäern und Schriftgelehrten mehrfach äusserte! Jene werden gar Gottes Königreich nicht erreichen, ihnen ist die „Gehenna“ vorbehalten, weil sie wider „heiligen Geist“ reden! Jesu Worte sind „heiliger Geist

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Wie Jesus sind wir aufgefordert alles, was der Vater uns angeordnet hat zu erfüllen. Erst wenn wir alles so tun, wie der Vater es von uns wünscht ist auch kein GESETZ mehr notwendig, denn das GESETZ ist nicht für Gerechte öffentlich bekannt gemacht worden, sondern für Menschen, denen es an Gottes- und Nächstenliebe fehlt! (1.Ti 1:8-11)

 

Das GESETZ des Christus: Was schiesst es mit ein?
 

Jesus nennt dagegen jene „gross“, welche die geringsten der Gebote halten und lehren! Zu denen gehörte bestimmt Paulus! Er war es, der durch sein Predigen und durch die Christenversammlungen der Heiden unter den Nationen „das GESETZ aufrichtete“! Dies war zum Missfallen all derer, die aus der staatlichen Rechtsordnung Roms ihren Nutzen und ihre Vorteile zogen! Paulus insistierte nach derselben Weise zu wandeln, wie unser Herr Jesus gewandelt war. Er tat den ganzen Willen des Vaters und hielt und lehrte selbst die geringsten der Gebote! Niemals identifizierte er sich mit einer der Sekten oder politischen Strömungen!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:1-2 ***

Schließlich, Brüder, bitten und ermahnen wir euch durch den Herrn Jesus, so wie ihr [die Anweisung] von uns darüber empfangen habt, wie ihr wandeln und Gott gefallen solltet — wie ihr auch tatsächlich wandelt —, daß ihr fortfahrt, es in noch vollerem Maße zu tun. 2 Denn ihr kennt die Weisungen, die wir euch durch den Herrn Jesus gegeben haben.

 

Die Thessalonicher hatten trotz der kurzen Zeit ihrer Belehrung die Worte des Paulus angenommen. Den „Ebioniten“, den Juden als Grundstock der Versammlung war jenen das GESETZ bekannt und sie wussten, wie es „gesetzmässig angewendet“ werden musste! Alle alten, pharisäischen Zöpfe der Überlieferungen dagegen konnten sie lassen, was eine Erleichterung war! Das „leichte Joch“, vom dem Jesus geredet hatte, weil zudem auch viele staatliche Verordnungen weggefallen waren, die Gottes Geboten widersprachen und denen gegenüber ein Christ frei ist. Paulus fordert nun die Thessalonicher auf, in diesem Wandel der Gottergebenheit und Gesetzestreue gegenüber Jesu Geboten weiter zu wandeln! Sie sollten darin fortschreiten bis zur Vollkommenheit, bis zur „Grösse des Wuchses des Christus“ voranzuschreiten (Eph 4:11-15).

 

SPIEGEL: Gott gegen Darwin*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:3-8 ***

Denn das ist, was Gott will, eure Heiligung, daß ihr euch der Hurerei enthaltet; 4 daß jeder von euch wisse, wie er von seinem eigenen Gefäß in Heiligung und Ehre Besitz ergreife, 5 nicht in gierigen sexuellen Gelüsten, wie sie auch die Nationen haben, die Gott nicht kennen; 6 daß niemand so weit gehe, daß er seinen Bruder schädige und auf seine Rechte übergreife in dieser Sache [[(Ehebruch begehe)]], denn Jehova [[(der Herr (Jesus))]] ist es, der für alle diese Dinge die Strafe vollzieht, so wie wir euch zuvor gesagt und euch auch gründlich bezeugt haben. 7 Denn Gott hat uns nicht mit der Erlaubnis zur Unreinheit berufen, sondern in Verbindung mit [der] Heiligung. 8 So mißachtet denn der, der Mißachtung bekundet, nicht einen Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch legt.

 

Der „heilige Geist“ der in uns gelegt wird liegt ja gerade in der Belehrung, was aus Gottes Sicht „rein“ und was „unrein“ ist! Daran hat seit Adam und Eva und seit Moses und Jesus nichts geändert! Wenn Petrus sagt, dass „niemand das unrein nennen soll, was Gott gereinigt hat“, so spricht er von Menschen der Nationen, die durch „unverdiente Güte“ durch ihre Bereitschaft sich Gott und Jesus hinzugeben gereinigt worden sind, wie im Falle des Kornelius und dessen Hausgemeinschaft! Das symbolische Tuch, das mit allerlei unreinen Tieren aus dem Himmel herabkam, Dies war bloss ein Gleichnis, nicht eine Befreiung von den GESETZEN Gottes, von den Reinheitsgeboten im Buch Levi, um nun jede Form der Unreinheit zu begehen!

 

Paulus spricht jene Form der Hurerei an, die bereits in unseren Gedanken beginnt. Jesus hatte deutlich gerade davor gewarnt, dass schon das begehrliche Ansehen einer Frau Hurerei bedeutet, um mit ihr Verkehr zu haben, weil dies die Vorstufe der Sünde ist!

 

Jesus ist Gottes vollstreckender Arm, „der Richter der Lebenden und der Toten“ und er muss schlussendlich Gottes Urteil an denen vollstrecken, die sich weigerten aufzuhorchen und zu handeln!

 

 *** Rbi8  Matthäus 5:27-30 ***

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehenna gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehenna kommt.

 

Paulus nimmt den selben Gedanken auf: Sich „in gierigen sexuellen Gelüsten“ zu erregen, statt solche Gedanken zu bekämpfen und zu verscheuchen, sie stattdessen noch zu pflegen, dies hat negative Folgen für uns! Paulus spricht nicht gegen das befriedigende Sexualleben innerhalb der Ehe! Es geht um Hurerei, um falsches Verhalten vor oder während der Ehe, ausserhalb des legitimen Ehepartners! Paulus warnt wozu solche Gedankenfreiheit führen kann: „... daß niemand so weit gehe, daß er seinen Bruder schädige und auf seine Rechte übergreife in dieser Sache“. Nur der Ehepartner hat dieses Recht! Gott wird Hurer und Ehebrecher richten!

 

Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt ...Hurerei wird separat von Ehebruch erwähnt! Wir müssen somit zwischen diesen zwei Dingen unterscheiden! Ehebruch schliesst jede Form des Brechens des Ehebundes mit ein, aus irgendwelche Gründen, ausser zufolge von Hurerei durch den unschuldigen Partner. Jesus droht deutlich sowohl für Hurer als auch für Ehebrecher die endgültige Todesstrafe an, die „Gehenna“, welche ewige Abschneidung vom Leben bedeutet! Paulus ruft uns immer wieder dazu auf, uns von religiöser Ohrenbläserei nicht irre führen zu lassen! Jesu Worte und die Bekräftigung des Paulus sind bestimmt weiterhin in Kraft: Jede Art Sexualvergehen die Moses bereits im GESETZ erwähnt sind weiterhin strafbar gemäss GESETZ und dessen harten aber gerechten Strafbestimmungen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:9-10 ***

Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben.

 

Es ist ein „eingeengter Weg“, den uns Christus vorgezeichnet hat! Die Irreführung durch die blinden religiösen und politischen Führer, durch die Rechtsgelehrten dieses Systems, durch unser Schul- und Erziehungssystem bieten keinerlei Entschuldigung für Zügellosigkeit! Gottes Wille, sein Gebot sind als „heiliger Geist“ in seinem Wort festgehalten. Die Worte die Jesus im Auftrag des Vaters geredet hatte wurde durch die Apostel in schriftlicher Form übermittelt: Dieses Wort wird uns richten! (Joh 12:48, 49)

 

1.3.5.2          1.Thess 4:9-12:  Ein stilles Leben in Nächstenliebe führen

Paulus ermahnt die Brüder ihre Liebe untereinander weiterhin zu stärken. Die Liebe ist das festigende Band, das den Christen als Christen ausweist. Jesus selbst zeigte die grösste Liebe, indem er sein Leben für uns hingab, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt Sünder waren (Rö 5:8).  

 

Herzliche brüderliche Liebe untereinander*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:9-12 ***

Was jedoch die brüderliche Liebe betrifft, so habt ihr nicht nötig, daß wir euch schreiben, denn ihr selbst seid von Gott gelehrt, einander zu lieben; 10 und in der Tat, ihr tut es gegenüber allen Brüdern in ganz Mazedonien. Wir ermahnen euch aber, Brüder, es weiterhin in noch vollerem Maße zu tun 11 und euch zum Ziel zu setzen, ein stilles Leben zu führen und euch um eure eigenen Geschäfte zu kümmern und mit euren Händen zu arbeiten, so wie wir es euch befohlen haben, 12 damit ihr im Hinblick auf die Außenstehenden anständig wandelt und nichts benötigt.

 

Paulus nennt das Ziel für alle Christen „ein stilles Leben zu führen“. Das muss ein individueller Entscheid sein, der auf der Einsicht beruht, worin wahres Glück im menschlichen Leben besteht. Das Glücklichsein liegt in uns und ist eng damit verbunden das zu tun, was uns das Gewissen befielt. Wahres Glück kommt dadurch, dass wir andere glücklich zu machen versuchen! Das wiederum ist mit dem Erzeigen von Liebe zum Nächsten verbunden. Geben macht glücklicher als das Nehmen! Glück ist mit Weisheit, mit dem Tun dessen verbunden, was wir aus Gottes Geist her erkennen dass es gut ist! Salomos Rat ist beständig aktuell:

 

*** Rbi8  Sprüche 3:13-14 ***

Glücklich ist der Mensch, der Weisheit gefunden hat, und der Mensch, der Unterscheidungsvermögen erlangt, 14 denn sie als Gewinn zu haben ist besser, als Gewinn an Silber zu haben, und sie als Ertrag zu haben [besser] als selbst Gold.

 

Ein einfaches Leben hängt nicht von Reichtum und Besitz ab, sondern von der praktischen Anwendung von Weisheit!

 

Indem wir selbst hart arbeiten und für unseren eigenen Lebensunterhalt sorgen, anstatt uns durch andere aushalten zu lassen steigern wir unser Gefühl des Selbstwertes und damit des glücklich sein. Jeder sucht sich und hat seinen Platz, wo er für sich sorgen soll, um dadurch anderen von Nutzen zu sein! Je mehr ich mich als nützlich für andere erweise, desto mehr Befriedigung resultiert. Das zeigt sich auch durch Anerkennung von Aussenstehenden, die unsere ruhige Arbeit und unser ehrliches Bemühen sehen anderen Hilfe zu leisten. Unsere eigenen Geschäfte sehen, uns damit zu beschäftigen, statt ständig die Hilfe anderer zu erbitten, darin erzeigen wir praktische Weisheit!

 

1.3.5.3          1.Thess 4:13-18:  Die Hoffnung des Christen: Jesus bringt bei seiner Wiederkehr die Toten zur Auferstehung

Paulus wechselt das Thema und geht auf eine der apostolischen Hauptlehren ein, die nur in Verbindung mit Christus gesehen werden kann. Eigentlich müssten hier die Kapiteltrennung innerhalb des 1. Briefes an die Thessalonicher erfolgen. Eine Nummerierung der Verse in der Bibel geht auf die King James Ausgabe zurück, die im dreizehnten Jahrhundert in England erschien. Als der französische Lexikograph Robert Estiennes im Jahre 1551 zusätzlich eine Kapiteleinteilung der gesamten Schrift in seinem griechisch-lateinischen Neuen Testament einführte, da lag der Vorteil schnell auf der Hand. Als er die ersten vollkommenen Bibelausgabe des Übersetzers Stephanus mit Vers- und Kapitelnummerierung in französischer Sprache veröffentlichte, war dies bestimmt ein Fortschritt, den Bibelforschern eine nützliche Referenzierung jeder Textstelle zur Verfügung stellte, die ein schnelles Wiederfinden ermöglichte. Bis heute wird diese Kapitel & Versnummerierung in den meisten Bibelausgaben in allen Sprachen wiederholt.

 

Etienne führte die Kapitelüberschriften einAllerdings wurde Estienne damit in einigen Fällen der Logik im Themenverlauf nicht gerecht, da durch die Kapitelnummerierung oder gar die eingefügte, nicht biblisch identische Kapitelüberschrift ein Auseinanderbrechen der Ablauflogik zur Folge hat. Das kann dem Verständnis schaden, wie hier, wo die kommenden letzten Verse im Kapitel 4 eindeutig mit dem Thema des Beginns des Kapitels 5 verbunden sind: Es ist die Einleitung zum Thema Auferstehungshoffnung!

 

Ob diese Unterteilung ein Fehler sei oder bewusst so vorgenommen wurde, um das Verständnis zu erschweren, dies sei dahingestellt. Estienne stand einem der grossen damaligen Verlage in Frankreich vor und musste bestimmt die Meinung der Kirchenoberen Roms aus Geschäftsgründen respektieren. Ohne die Zustimmung des Vatikans durfte keine Bibel veröffentlicht werden! Der Vatikan war auf alle Fälle nicht daran interessiert, dass biblische Logik und Aussage zum Thema Auferstehung und Endzeit allgemein verständlich würden! Zu offensichtlich würde das Lügenknäuel der Kirche!

 

Jedenfalls dient diese willkürliche Unterteilung an dieser Stelle bestimmt nicht dem Verständnis das Paulus vermitteln will, nämlich, dass Jesus als Person in Fleisch und Blut zur Erde zurückkehren muss, bevor die erste Auferstehung erfolgt! Da Hymenäus bereits in jener Zeit da Paulus den Thessalonichern schrieb und diese Briefe in den Versammlungen vorgelesen wurde seine eigene platonisch-philosophisch beeinflusste Lehre aufstellte, was die Toten und die Auferstehung betrifft, darf dies bestimmt im Zusammenhang mit den Erklärungen des Paulus im 1.Brief an die Thessalonicher gesehen werden! Seine Lehre ist den Worten des Apostels Paulus eindeutig diametral entgegengesetzt und bis heute eine der fundamentalen Lehren der Katholischen Kirche, ja der gesamten abgefallenen Christenheit!

 

Hymenäus widerspricht Paulus offen, indem er behauptet, „die Auferstehung sei bereits geschehen“. Damit aber hat er die Grundlage zur Lehre einer himmlischen Auferstehung der Toten gelegt, zudem die Grundlage, dass das Gericht unmittelbar nach dem Tod im Himmel erfolgt und böse Menschen in das Fegefeuer oder gar die Hölle kommen. Der Kirchenvater Augustinus untermalte dies durch deutliche Verknüpfung mit den Philosophen Platon, Aristoteles und Plotin.

 

Bereits im 1.Brief an Timotheus, den Paulus aus Mazedonien auf der 2.Missionsreise an Timotheus schrieb, zeigte er, dass diese veränderte Lehre ein todeswürdiges Vergehen darstellt und erinnert seinen jungen Mitarbeiter an die harte Konsequenz: Paulus warf die uneinsichtigen Hymenäus und Alexander aus der Versammlung hinaus, was der Vollstreckung des Todesurteils gleich gestellt ist!

 

Was heisst es Christus nachzufolgen?*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben [[(aus der Verammlung, dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ entfernt und dem System des Teufels ausgehändigt)]], damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Diese Männer verbreiteten ihre Lehre weiterhin und hatten offensichtlich darin Erfolg! Ihre Lehre stimmte mit der griechischen Philosophie über das Totenreich gut überein. Damit hatte sich eine alte babylonische Lehre fest mit christlicher Lehre verbunden und die Nikolaus-Sekte war das Produkt. Jesus spricht in der Offenbarung zwei Mal diese Sekte an, die er hasst. Aus ihr entwickelte sich die Katholische Kirche mit ihrer festen Verbindung zum römischen Staat und dessen Heidenreligion, deren Hauptlehren sie nun systematisch adaptierte! Man nennt dies Synkretismus. Paulus warf jene unbelehrbaren Abtrünnigen daher aus der Versammlung hinaus! Ihre Lehre erklärt er als Lästerung Gottes und dessen „heiligen Geistes“, der verkündeten Wahrheit!

 

Paulus verwirft dies erneut im Jahre 64 u.Z. im 2.Brief an Timotheus mit aller Härte! Er sagt, dass solche Lehre das verletzt, was heilig ist und zu Gottlosigkeit führt! Gott ist niemals auf der Seite der Lüge zu finden!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:15-19 ***

Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt. 16 Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Paulus hat der behaupteten Auferstehung nach dem Tod im Geistbereich deutlich widersprochen, weil es dem gesamten Konzept der Lehre der Propheten und des Christus widerspricht. Auch wenn dies zur Hauptlehre der Christenheit wurde wird es dadurch längst nicht zur Wahrheit, sondern bleibt „offizielle Wahrheit“ der mächtigen Katholischen Kirche, einem Produkt des grossen Abfalls der schon während der Zeit der Apostel begonnen hatte!

 

Wir unsererseits setzen unseren „vorzüglichen Kriegszug“ ebenso wie Paulus für einen reinen, unverfälschten Glauben, ohne solches heidnischen „Gangrän“ fort, indem wir eine scharfe Trennung zwischen biblischer Wahrheit und kirchlicher „offizieller Wahrheit“ machen! Der geneigte Leser möge dem Thema seine Aufmerksamkeit schenken! Der Glaube, dass die Toten bereits auferstanden seien und bei Gott im Himmel sind bedeutet „am Glauben Schiffbruch erlitten zu haben“!

 

Was aber erklärt Paulus, der direkt durch Visionen von Jesus belehrt worden war, betreffend jener, „die im Tod schlafen“? Er spricht von verstorbenen Christen, von den Propheten, von den Gerechten alter Zeit und ebenso von den eben erst Begrabenen!

 

Fie Verstorbenen kommen aus den Gräbern!*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:13-18 ***

Ferner, Brüder, wollen wir nicht, daß ihr hinsichtlich derer unwissend seid, die [im Tod] schlafen, damit ihr nicht auch betrübt seid wie die übrigen, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir den Glauben haben, daß Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. 15 Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart [[Wiederkehr]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen [[(seine „Braut“, die Apostel)]] werden zuerst auferstehen. 17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden [[(heute durch Flugtransporte)]] zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft [[(die der Mensch zum Atmen benötigt)]]; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

Die Hoffnung, von der Paulus spricht ist die Auferstehung der Toten, in derselben Form, wie Jesus den Lazarus auferweckt hatte! „... so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen.“ Wo der Todesschlaf endet beginnt die zum Leben notwendige Atmung der Luft. Die Reihenfolge der Dinge ist durch die Worte des Paulus an die Thessalonicher gegeben. Es ist wichtig die Geschehnisse korrekt am Ort des Geschehens und auf der Zeitachse aufgereiht zu verfolgen. Wer handelt, wer ist betroffen? Nur durch visuelles Zusammenfügen aller Fakten kommt ein exaktes Verständnis!

 

1.)     Gott hat Jesus vom Tod auferweckt: „... der Erstgeborene der Toten“. Dies ist uns Garantie für eine kommende Auferstehung der Toten!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:17-20 ***

Auch ist er vor allen [anderen] Dingen, und durch ihn sind alle [anderen] Dinge gemacht worden, um zu bestehen, 18 und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allen Dingen der Erste werde; 19 denn [Gott] hat es für gut befunden, in ihm die ganze Fülle wohnen zu lassen 20 und durch ihn alle [anderen] Dinge wieder mit sich zu versöhnen, indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, [das er] am Marterpfahl [vergoß], es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.

 

Paulus spricht von einer festgelegten Reihenfolge der verschiedenen Auferstehungen aufgrund der Rangstufe! Jesus „der Erstling“, dann die Apostel „die dem Christus angehören“: Die „kleine Herde“ (Lu 12:32), die Richter der „zwölf Stämme Israels“ (Mat 19:28), Jesu „Braut“ (Joh 3:29), seine „Frau“ (Off 12:5, 6; 19:6).

 

Die Rangstufen der Auferstehung*** Rbi8  1. Korinther 15:23-24 ***

 Jeder aber in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart [[(bei seiner Wiederkehr [Bb; a1])]]. 24 Als nächstes das Ende [[(der 1335-Tagefrist (Da 12:12, 13 [Bb1; e1]))]], wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat [[(zuvor, am Tag Harmagedons [B3])]].

 

Das Königreich kann erst beim Abschluss, nach der Fertigstellung des „geistigen Tempels [a3] aus „lebenden Steinen und Säulen“, nach der Erstauferstehung [Bb; a1] und nach der Einweihung der neuen Priesterschaft [a3], die danach ihr Königtum bekommt dem Vater übergeben werden! [Bb1; e1] Damit werden „die Dinge auf der Erde“ und die „Dinge in den Himmeln“ erst miteinander vereint! Der Vater macht Seine Verlobung mit der vereinten „Braut“ aus erwählten Engeln und Priesterkönigen [Bb1; e1]

 

2.)     Die Toten „schlafen“ im Scheol oder Hades, dem Grab und „sie sind sich nicht des Geringsten bewusst“, bis sie im Fleische auferweckt werden! Sie können damit nicht gleichzeitig bereits im „Himmel“ bei Gott sein!

 

*** Rbi8  Prediger 9:5-6 ***

Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. 6 Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.

 

Die „unabsehbare Zeit“ hat mit dem unbekannten Tag der Wiederkehr des Christus zu tun! Wenn dieser Tag aufgrund der „Zeichen“ die sich erfüllen festgelegt ist, dann sind auch alle übrigen „Zeiten und Zeitabschnitte“ erst verbindlich!

 

3.)     Jesus muss zuerst zur Erde zurückkehren, wie er dies so oft versprochen hat. Der Engel hatte den Aposteln erklärt, als Jesus hochgehoben wurde und vor ihren Augen in einer Wolke entschwand, dass er in derselben Form zurückkehren werde!

 

Jesu Himmelfahrt als Muster seiner Wiederkehr *** Rbi8  Apostelgeschichte 1:8-11 ***

Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg. 10 Und als sie unverwandt zum Himmel schauten, während er hinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern neben ihnen, 11 und sie sprachen: „Männer von Galiläa, warum steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn in den Himmel habt gehen sehen.“

 

Die Engel redeten die Wahrheit! Jesus kommt in derselben Weise „mit den Wolken“ (Off 1:7), im selben Körper zurück (Lu 24:36-43), der ewiges Leben vom Vater her erhalten hat: „Siehe, ich lebe für immer und ewig“ versprach er Johannes zu Beginn der Offenbarung! (Off 1:17, 18)

 

Die „Lebenden“ kommen den Toten keineswegs zuvor, sagt Paulus deutlich: „Wir, die Lebenden ... kommen denen keineswegs zuvor, die [im Tod] entschlafen sind.“ Lebende und Erstauferstandene werden erst danach gemeinsam ihre Ehre und Macht als Priesterkönige erhalten!

 

4.)      „... der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen.“ Paulus spricht von einem irdischen Geschehen, Jesus muss hierzu zurückkehren! (Phi 3:20, 21) Der früheste Zeitpunkt ist zu Beginn der „siebten Trompete“ (Off 11:14, 15) oder der letzten „Posaune“, die Wörter sind austauschbar. Warum nicht Konsequent dasselbe Wort in der Übersetzung verwenden? Auch hier dient es dazu, dass der Leser verwirrt bleibt! Jesus muss vom Himmel zur Erde herabkommen, in sichtbarer Form als Mensch! Er selbst bestätigte, dass er über jede Autorität im Himmel und auf der Erde erhöht worden war! Erzengel bedeutet „höchster der Engel“ (Mat 28:18; 1.Kor 15:20-22)

 

Diese 7.Trompete beginnt zu Beginn des „Tages des Herrn“ [B2] zu erschallen. Ihr Schall dauert 1335 Tage an, bis der „geistige Tempel“ eingeweiht ist [a3] und Jesus dem Vater das Königreich übergibt [e1; Bb1](1.Kor 15:24). Das ist deutlich im Ablauf der Ereignisse erst nach Harmagedon [B3], exakt am Ende der 1335 Tage [C4], die Daniel erwähnte und wo Daniel kurze Zeit zuvor aus dem Todesschlaf [Bb] auferstanden ist und nun „sein Los“ antritt! [Bb1; e1]

 

*** Rbi8  Daniel 12:12-13 ***

Glücklich ist, wer harrt und wer die eintausenddreihundertfünfunddreißig Tage erreicht!

13 Und was dich selbst betrifft, geh dem Ende entgegen; und du wirst ruhen, aber du wirst aufstehen zu deinem Los am Ende der Tage.“

 

Die Auferstehung des Propheten Daniel ist mit seinem „Los“ verknüpft, das er erst „am Ende der (1335)Tage“ erhält! Es ist ein irdisches Los! Welches seine Aufgabe innerhalb der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ sein wird ist uns heute noch unbekannt!

 

Die erste Auferstehung muss durch den „Menschen“ und nicht durch den Engel und noch weniger durch den dreieinigen „GOTT Jesus“ erfolgen! Hören wir doch bitte, was die Schrift sagt und nicht, was die „offizielle Wahrheit“ erklärt, die uns von unseren Religionslehrern tausendfach ins Hirn gehämmert wurde!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:20-22 ***

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind. 21 Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.

 

Paulus erklärt die Wahrheit: Der „Mensch“ Jesus wird mit seinen Aposteln und mit dem versiegelten Überrest und unmittelbar darauf mit der Erstauferstehung zudem mit den Verstorbenen der Auserwählten vereint! Das Zusammentreffen findet in Jerusalem, auf dem Ölberg statt, von wo Jesus im Jahre 33 u.Z., zehn Tage vor dem Pfingstfest zum Himmel aufgefahren ist. Seine Wiederkehr „mit den Wolken“ ist menschlichen Augen sichtbar! Bei der Gerichtsbefragung vor dem Sanhedrin antwortete Jesus dem Hohepriester Kaiphas und den Oberpriester:

 

*** Rbi8  Matthäus 26:64 ***

„Du selbst hast [es] gesagt. Doch ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“

 

Das Kommen mit den Wolken geht der Erstauferstehung somit voraus, ist Voraussetzung dazu!

 

Jüdischer Friedhof im Kidrontal zwischen Ülberg und Tempel *** Rbi8  Offenbarung 1:7 ***

Siehe! Er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, die ihn durchstochen haben; und alle Stämme der Erde werden sich seinetwegen vor Leid schlagen. Ja, amen.

 

Die Erstauferstehung muss gemäss Hesekiel Kapitel 37 unterhalb des Ölbergs im Kidrontal, vor den Mauern Jerusalems sein, offenbar in der Nähe, respektive inmitten  des alten jüdischen Friedhofes von Jerusalem!

 

Da „jedes Auge ihn sehen wird“ muss die Wiederkehr Jesu im Fleische sein, denn als Geistwesen wäre er nicht sichtbar! Zudem werden ihn auch seine Feinde sehen, die ihn durchstochen haben! Das heisst, dass jene entweder unter den „Gerechten und Ungerechten“ die währende der tausend Jahre zur Auferstehung gelangen sind (Apg 24:14, 15) oder aber erst am Ende des Millenniums unter denen sein werden, welche eine Auferstehung im fünften, letzten Rang „zur Schmach und zur Abscheu“ haben (Da 12:2), um nachdem sie vor ihrem Richter gestanden sind noch „lebend“ in den Feuersee, das heisst den „zweiten Tod“ geworfen zu werden! (Off 20:12-15)

 

Jesus gab das Muster der Auferstehung der Toten im Fall seines Freundes Lazarus. Jener „schlief“ im Tod, bis sein Körper vollständig wiederhergerichtet worden war und Jehova ihm das Leben zurückgab!

 

*** Rbi8  Johannes 11:11-15 ***

Diese Dinge sprach er, und danach sagte er zu ihnen: „Lazarus, unser Freund, ist zur Ruhe gegangen, doch begebe ich mich dorthin, um ihn aus dem Schlaf zu wecken.“ 12 Deswegen sagten die Jünger zu ihm: „Herr, wenn er zur Ruhe gegangen ist, wird er gesund werden.“ 13 Jesus hatte jedoch von seinem Tod gesprochen. Sie aber meinten, er rede von der Ruhe des Schlafes. 14 Nun sagte Jesus daher freiheraus zu ihnen: „Lazarus ist gestorben, 15 und ich freue mich euretwegen, daß ich nicht dort war, damit ihr glaubt. Doch laßt uns zu ihm gehen.“

 

Martha, die Schwester des Lazarus hatten den Glauben aller Juden, der durch die Propheten verkündet war, dass es „am letzten Tag“ zur Auferstehung der Toten kommen wird. Jesus selbst bestätigte dies, brachte es aber in Verbindung mit seiner eigenen Person und der Bedingung, glauben in ihn auszuüben!

 

Auferweckung des Lazarus in Fleisch und Bein *** Rbi8  Johannes 11:23-27 ***

Jesus sprach zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.“ 24 Martha sagte zu ihm: „Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.“ 25 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer Glauben an mich ausübt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt; 26 und jeder, der lebt und Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie sterben. Glaubst du das?“ 27 Sie sagte zu ihm: „Ja, Herr; ich habe geglaubt, daß du der Christus, der Sohn Gottes, bist, der in die Welt kommt.“

 

Jesus „rief mit lauter Stimme“ und der Tote kam heraus, ohne jegliche Erinnerung an die Zeit nach seinem Tod bis zur Auferstehung aber mit vollem Bewusstsein der früheren Dinge! (Pr 9:5, 10; Joh 11:33, 34)

 

Diese Auferstehung des Lazarus war aber noch nicht mit einer „Umwandlung in einem Nu“ verbunden, die erst „ewiges Leben“ ermöglicht! Diese „freie Gabe Gottes“ kommt durch Jesus für all jene, die ihre Hoffnung auf jenen Tag gesetzt haben und in Gemeinschaft mit Jesus verblieben sind, weil sie sich an Gottes Wahrheit und an Seine Gerechtigkeit geklammert haben!

 

 

1.3.6           Kapitel 5:  Verständnis zum „Tag des Herrn“ erlangen mittels der Vorsteher, die in Gottes Wort fest verankert bleiben

 

1.3.6.1          1.Thess 5:1-11:  Der kommende Beginn des „Tages des Herrn“ ist fest mit den vorhergesagten „Zeiten und Zeitabschnitten“ verbunden: Wach bleiben!

Paulus erweitert das Thema, das er am Ende des 4.Kapitels begonnen hat, um den Brüdern in Thessalonich die Gewissheit seiner Aussagen zu zeigen! Natürlich ist diese Verknüpfung der Aussagen der Kirchen der Christenheit ein Dorn im Auge, weil dadurch ihre Lügen betreffend himmlischer Auferstehung gleich nach dem Tode oder jene von Jehovas Zeugen, die diesen Zeitpunkt für ihre Gesalbten auf die Zeit nach Oktober 1914 gelegt haben ein fataler Irrtum, der jedes genaue Verständnis verhindert!

 

Paulus wollte jene Versammlung in der Hoffnung stärken, damit diese Hoffnung das Ausharren in Drangsal mit sich bringt! Paulus hatte ein vollkommen klares Verständnis des Ablaufs der Endzeit, auch wenn er nicht wusste, wann der Beginn sein würde! (Da 12:4; Apg 1:7) Ihm fehlten zudem die Informationen, die Jesus erst am Ende des Jahrhunderts, am Ende des Lebens des Johannes durch die Offenbarung von Gott her gab! Aber bereits aufgrund der Angaben die Daniel, der Prophet gegeben hatte waren gewichtige Rückschlüsse möglich (Da 7:17-28; Kap. 12). Zudem wurde er im „dritten Himmel“, wo er im Geist durch Visionen, nicht im Leibe hingeführt wurde durch Jesus unterwiesen! (2.Kor 12:1-4)

 

Kennst du die Hauptereignisse der Endzeit im logischen Ablauf?
 

Der Begriff „Zeiten und Zeitabschnitte“ war in den Christenversammlungen des ersten Jahrhunderts ein geläufiger Begriff! Die Juden achteten peinlich genau auf Gottes Sabbate und Festzeiten, welche die Grundstruktur im Lebensablauf lieferten. Das ganze Glaubensleben richtete sich nach diesem göttlichen Zyklus aus, sowohl der fleischlichen, wie der geistigen Juden. Erst die Trennung vom Sabbat und den Sabbatfestzeiten durch die Einführung des Sonntags ab Mitte des zweiten Jahrhunderts u.Z. brachte das Abhandenkommen dieses Grundverständnisses. Damit wurde auch das Verständnis für die Zeitabschnitte geraubt, welche die Offenbarung nennt, die fest damit verbunden sind!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:1-5 ***

Was nun die Zeiten und die Zeitabschnitte betrifft, Brüder, braucht euch nichts geschrieben zu werden. 2 Denn ihr selbst wißt sehr wohl, daß Jehovas Tag [[(der „Tag des Herrn“ (Jesu; seine Wiederkehr)]] genauso kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wann immer sie sagen: „Frieden und Sicherheit!“, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen wie die Geburtswehe eine Schwangere; und sie werden keinesfalls entrinnen. 4 Ihr aber, Brüder, ihr seid nicht in Finsternis, so daß jener Tag euch so überfalle, wie er Diebe [überfallen] würde, 5 denn ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören weder zur Nacht noch zur Finsternis.

 

Für wen nun würde der „Tag des Herrn“ wie ein Dieb in der Nacht kommen? Natürlich für all jene, die diesen Tag weiterhin in ferner Zukunft sehen oder ihn bereits in der Vergangenheit festgelegt haben, weil sie „Söhne der Nacht“ sind! Sie weisen genaues Verständnis zurück, weil sie sich eher an Irrtum und Lüge erfreuen, an der „offiziellen Wahrheit“ ihrer Kirchenführer Freude finden. Sie würden sich des „jetzt“ und des „heute“ nicht bewusst werden, dass die Vorhersagen der Propheten, die „Zeiten und Zeitabschnitte“ mit den vorhergesagten „Zeichen“ im Einklang sind. Da sie den Sabbat du Gottes Festzeiten zurückweisen haben sie keine Bezugsdaten, worauf sie aufbauen können. Wir sollen auf Gottes „eigene Stimme“ hören, seinem Wortführer Beachtung schenken! Wir stehen erneut in einer Zeit besonderer Prüfung und dürfen Jehova keinen Anlass zur Erbitterung geben! Paulus schrieb diesbezüglich den Hebräerchristen:

 

Die Wasser von Meriba *** Rbi8  Hebräer 3:7-15 ***

Darum, wie der heilige Geist sagt: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört, 8 verhärtet euer Herz nicht wie zu der Zeit, da zur Erbitterung Anlaß gegeben wurde, wie an dem Tag, an dem in der Wildnis die Probe gemacht wurde, 9 wo eure Vorväter mich durch eine Prüfung auf die Probe stellten, und doch hatten sie meine Werke vierzig Jahre lang gesehen. 10 Darum wurde mir diese Generation zum Abscheu, und ich sprach: ‚Immer gehen sie in ihrem Herzen irre, und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt.‘ 11 Da schwor ich in meinem Zorn: ‚Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.‘ “

12 Nehmt euch in acht, Brüder, daß sich nicht in einem von euch jemals ein böses Herz des Unglaubens entwickelt, indem er sich von dem lebendigen Gott zurückzieht; 13 sondern ermahnt einander weiterhin jeden Tag, solange es „heute“ heißen mag, damit keiner von euch durch die trügerische Macht der Sünde verhärtet werde. 14 Denn wir werden tatsächlich nur [dann] Mitgenossen des Christus, wenn wir an der Zuversicht, die wir zu Anfang hatten, bis zum Ende standhaft festhalten, 15 solange gesagt wird: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht wie zu der Zeit, da zur Erbitterung Anlaß gegeben wurde.

 

Es gibt kein Recht auf fortdauernden Irrtum, sondern eine Pflicht die Wahrheit herauszufinden! „Immer gehen sie in ihrem Herzen irre, und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt“. Gottes Weg, seine „Zeiten und Zeitabschnitte“ sind nicht verborgen, so dass wir sie nicht erkennen könnten! Verharren im Irrtum und in Lügen macht es unmöglich Gottes Weg zu erkennen! Paulus beschreibt es als „böses Herz des Unglaubens“. Wer einem Irrweg folgt wird „nicht in meine Ruhe eingehen“! Es ist heute nicht die Zeit das Herz in Unglauben an die Aussprüche Gottes zu verhärten!

 

Paulus bezieht sich beim Vergleich der „Geburtswehen einer Schwangeren“ auf eine Vorhersage des Propheten Jesaja, die deutlich mit der Aufrichtung von Gottes Königreich in der Endzeit in Verbindung steht!

 

*** Rbi8  Jesaja 26:17-18 ***

So, wie eine Schwangere sich dem Gebären nähert, Geburtsschmerzen hat, in ihren Wehen schreit, so sind wir deinetwegen geworden, o Jehova. 18 Wir sind schwanger geworden, wir haben Wehen gehabt; wir haben sozusagen Wind geboren. Keine wirkliche Rettung vollbringen wir, was das Land betrifft, und keine Bewohner für das ertragfähige Land werden [beim Geborenwerden] ausgeworfen.

 

Die christlichen Religionen und die heutige jüdische Nation Israel sind beide in „Finsternis“, was Gottes Plan mit ihnen anbetrifft. Sie glauben sich im „Licht“, weil sie die Schriften besitzen, was ihnen aber aufgrund der falschen Überlieferungen der Vorväter abhandengekommen ist, das ist das Hinhören darauf, was Gott und was Jesus wirklich sagen! Ihnen ist die Interpretation der Vorväter weit wichtiger wie die einfache Wahrheit ob angenehm oder unangenehm! 

 

Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und der PharisäerDie Gründe ihrer Sünde sind bei den zwei Gruppen zwar in den Details verschieden, der Effekt aber ist derselbe! Derselbe Typ des Vergehens bringt dieselbe Strafe über beide! Wer die Liebe zur Wahrheit gegen die Bequemlichkeit oder Feigheit an Irrtum und Lüge festzuhalten vertauscht, der gleicht den Pharisäern und Schriftgelehrten, die ihre eigene Gerechtigkeit aufgerichtet hatten! Jesu warnt daher:

 

 *** Rbi8  Matthäus 5:20 ***

Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Jene hielten an der Überlieferung ihrer Vorväter fest, statt anhand der Schriften Jesu Worte zu prüfen! Wer andererseits Gottes Gebote verlassen hat, um sich eine abweichende eigene Form der Gerechtigkeit mit anderslautenden Gesetzen zu schaffen, der begeht schon damit Gesetzlosigkeit! Beides verdient den ewigen Tod, weil sie bewusst begangen jene Sünde bedeuten, für die es keine Vergebung gibt, die Sünde wider den heiligen Geist! Die Offenbarung erklärt das Resultat:

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:8 ***

Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.

 

Jeder der das Wort irgend eines Führers über das Wort Gottes stellt, der betreibt Götzendienst! Der Götze ist dann jener, der das Wort erstmals verbreitete oder der es aktuell verteidigt! Lügner werden auf die Stufe der Mörder und Hurer gestellt, was gleichrangig ist mit Spiritismus! Wer die Toten in den Bereich der Geister versetzt betreibt Spiritismus! Jesus war der einzige, der vom Geistreich her zu gesandt war und dorthin zurückgekehrt ist! Nur er hatte zuvor und danach einen „Geistleib, wir aber sind von den unteren Regionen, waren, sind und bleiben „Fleisch“! (1.Kor 15:44, 45)

 

Paulus ruft zur Besonnenheit und Wachsamkeit auf! Er zeigt, dass jene die das Wort verlassen haben geistig schlafen, selbst dann, wenn sie andere zum Erwachen auffordern! Die Zeitschrift „ERWACHET“, die durch Jehovas Zeugen jeden Monat in millionenfacher Auflage verbreitet wird, sie ist  von geistigen „Schläfern“ aufbereitet, die künftiges Geschehen in die Vergangenheit, auf das Jahr 1914 zurückverlegen!

 

Lasst uns nicht weiterschlafen .... *** Rbi8  1. Thessalonicher 5:6-11 ***

So laßt uns denn nicht weiterschlafen wie die übrigen, sondern laßt uns wach und besonnen bleiben. 7 Denn die da schlafen, sind gewohnt, bei Nacht zu schlafen, und die, die sich betrinken, sind gewöhnlich bei Nacht betrunken. 8 Was aber uns betrifft, die dem Tag angehören, laßt uns besonnen bleiben, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung; 9 denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erwerben der Rettung durch unseren Herrn Jesus Christus. 10 Er ist für uns gestorben, damit wir, ob wir wach bleiben oder entschlafen sind, mit ihm zusammen leben sollten. 11 Fahrt daher fort, einander zu trösten und einander zu erbauen, so wie ihr es ja tut.

 

Paulus spricht von geistiger Betrunkenheit! Jeder Irrtum und jede Lüge machen uns in der Wahrheit taumeln! Jedes Abweichen von Wahrheit bedeutet „Nacht“! „Was aber uns betrifft, die dem Tag angehören, laßt uns besonnen bleiben, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung.“ Unser Glaube, der sich auf das geschrieben Wort abstützt und nicht auf religiöse Lehren bedeutet „Licht“, wahre Erkenntnis. Die Liebe bedeutet das ganze GESETZ Gottes zu halten, weil Gesetzesübertretung ja Lieblosigkeit beinhaltet! Die Hoffnung auf das, was Gott wirklich versprochen hat schützt unseren Kopf wie durch einen geistigen Helm! Verlegen wir die Auferstehung der Toten in die Vergangenheit, dann sind wir in Wirklichkeit ohne unseren „Helm“! Bis zum kommenden „Tag der Rettung“ benötigen wir diesen Schutz unseres Kopfes: „... denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erwerben der Rettung durch unseren Herrn Jesus Christus.

 

Das Leben, das Gott Menschen gab, ist, war und bleibt auf die Erde ausgerichtet, unabhängig, ob wir am Tag des Gerichts leben oder zuvor sterben! Um mit Jesus, „mit ihm zusammen (zu) leben“, wie er bei seiner Wiederkehr, hier auf der Erde und unseren Beitrag bei der Aufrichtung des Paradieses zu leisten, dazu müssen wir „wach bleiben“, das Geschehen beobachten und nach der Erfüllung der vorhergesagten „Zeichen“ Ausschau halten! Nur mittels der unverfälschten Wahrheit können wir andere trösten und erbauen! Wenn wir dagegen religiösen Irrtum und Lüge verbreiten, dann sind wir Teil der Finsternis und suchen Teilhaber für die ewige Abschneidung!

 

1.3.6.2          1.Thess 5:12-15:  Vorsteher respektieren und Unordentliche zurechtweisen, dem Guten nachjagen

Paulus wechselt nun das Thema und geht auf organisatorische Punkte ein. Das Funktionieren der Versammlung hängt von Unterordnung gegenüber denen ab, welche als Vorsteher, als Älteste (heb.: saquen; gr.: prespyteros = „ältere Männer“) dienen und dabei hart arbeiten. Sie sind es, die sich um den Zusammenhalt der Versammlung und deren Auferbauung mit Eifer bemühen und diesen ist „um ihres Werkes willen über die Maßen Achtung zu zollen in Liebe.

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:12-15 ***

Wir bitten euch nun, Brüder, die zu respektieren, die unter euch hart arbeiten und die euch vorstehen im Herrn und euch ernstlich ermahnen, 13 und ihnen um ihres Werkes willen über die Maßen Achtung zu zollen in Liebe. Seid friedsam miteinander. 14 Andererseits ermahnen wir euch, Brüder: Weist die Unordentlichen zurecht, redet bekümmerten Seelen tröstend zu, steht den Schwachen bei, seid langmütig gegen alle. 15 Seht zu, daß niemand Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach gegeneinander und allen anderen gegenüber.

 

Wo Menschen miteinander in Liebe umgehen herrscht Frieden! Wahren Frieden gibt es aber nur da, wo gerechte Verhältnisse herrschen, wo Gottes ganzes GESETZ und sein ungeschmälerter Wille respektiert werden und wo Jesu Gebote ganzherzig eingehalten werden. Auch unter Zwangsregimen herrscht oberflächlich gesehen „Friede und Ordnung“, selbst Liebe zu anderen ist dort zu treffen! Wahrer Friede aber ist untrennbar mit der Gerechtigkeit des Königreiches verbunden, die auf dem „GESETZ des Christus“ beruht! „So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.“ (Mat 6:33)

 

Anleitung zum Aufbau und Hilfestellung in der Christenversammlung

 

Alle Brüder werden aufgefordert Unordentliche zurechtzuweisen! Vorab ist dies Aufgabe der Väter in ihren Familien, dann der Vorsteher in den Versammlungen! Deutlich aber zeigt Paulus im Brief an die Galater, dass auch jeder Christ an seinem eigenen Platz dieselbe Aufgabe innehat und dadurch zum Einhalten der Ordnung aktiv mit beiträgt! Wir sind verpflichtet anderen beim Tragen ihrer Last zu helfen, umso mehr, als wir geistige Befähigung erlangt haben! Das ist es, was das „GESETZ des Christus“ von uns verlangt!

 

*** Rbi8  Galater 6:1-5 ***

Brüder, wenn auch ein Mensch einen Fehltritt tut, ehe er es gewahr wird, so versucht ihr, die geistig Befähigten, einen solchen Menschen im Geist der Milde wieder zurechtzubringen, während du dich selbst im Auge behältst, damit nicht auch du versucht wirst. 2 Fahrt fort, einander die Bürden zu tragen, und so erfüllt das Gesetz [[GESETZ]] des Christus. 3 Denn wenn jemand denkt, er sei etwas, wenn er nichts ist, so betrügt er seinen eigenen Sinn. 4 Doch jeder erprobe sein eigenes Werk, und dann wird er Grund zum Frohlocken im Hinblick auf sich allein und nicht im Vergleich mit einer anderen Person haben. 5 Denn jeder wird seine eigene Last tragen.

 

Sein eigenes Werk zu erproben bedeutet, sich selbst kritisch anhand der Vorgaben der Schrift zu betrachten und auch berechtigte Kritik oder Zurechtweisung anzunehmen, weil dies ja zur Verbesserung beiträgt! Wir dürfen dies aber nicht mit kleinlicher Lust am Kritisieren verwechseln! Milden Geist, statt Hochnäsigkeit und Rechthaberei sollten wir zeigen. Jesus gebot jedem Christen zur Vollkommenheit voranzuschreiten. Das geht nur dann, wenn wir uns der Mängel bewusst werden und eine bessere, sauberere, vollkommenere Denk-, Handlungs- und Arbeitsweise erlernen! Dies bedeutet es „praktische Weisheit“ zu erlangen!

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?
 

1.3.6.3          1.Thess 5:16-24:  Sich freuen, beten, Gott danken und das Feuer durch genaues Verständnis der prophetischen Äusserungen anfachen, bis Christus kommt

Paulus schliesst seinen Brief in auferbauenden Worten. Die Freude ist das Produkt der Erfüllung der göttlichen Vorgaben! Je wertvoller unser Beitrag zum Gedeihen der Familie und der Christenversammlung ist, desto mehr Freude werden wir daraus schöpfen! Paulus zeigt den Wert des Gebetes, das er zu jeder Gelegenheit empfiehlt, wo immer wir uns befinden, welche Zeit es auch sei! Im Gebet ist es auch stets angebracht Gott Dank zu sagen. Alle guten Dinge verdanken wir seiner Güte. Er gab uns das Leben und hat uns unsere Sünden und Fehler vergeben! Wenn wir Jesu Gebote halten, dann bleiben wir auch in Gemeinschaft mit ihm und er mit uns und er wird uns zum Vater ins „Königreich der Himmel“ führen, wenn dieses zur Erde herabgekommen ist! (Off 21:1-5)

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:16-22 ***

Freut euch allezeit.  17 Betet unablässig. 18 Sagt Dank in Verbindung mit allem. Denn dies ist der Wille Gottes in Gemeinschaft mit Christus Jesus euch betreffend. 19 Löscht das Feuer des Geistes nicht aus. 20 Behandelt prophetische Äußerungen nicht mit Verachtung. 21 Vergewissert euch aller Dinge; haltet an dem fest, was vortrefflich ist. 22 Von jeder Art Bosheit haltet euch fern.

 

Unser Geist muss feurig bleiben. Nur so werden wir für die Wahrheit und die Gerechtigkeit einstehen! Jesus wird diejenigen die „weder kalt noch heiss“ sind aus seinem Mund ausspucken! Er wird sie nicht vor dem Vater bekennen, mit ihnen in Gemeinschaft zu sein! (Off 3:15, 16)

 

Viele Namenchristen ziehen Gottes Prophezeiungen in Zweifel, spielen ihre Wichtigkeit herunter und bringen sie eher mit Zufall oder Phantasiewerk von Priestern als Vorhersage in Verbindung. Paulus aber empfiehlt uns, die wir wach sind: „Behandelt prophetische Äußerungen nicht mit Verachtung.“ Je besser wir mit „prohetischen Äusserungen“ vertraut sind, desto mehr werden wir sie schätzen lernen!

 

Wir lernen aufgrund der Schriftstudien zwischen der „guten Botschaft“ und „veränderter guter Botschaft“ zu unterscheiden! (Gal 1:8-10) Auch Satan kennt die Schrift und wird „Engel des Lichts“ genannt.

 

*** Rbi8  2. Korinther 11:14-15 ***

Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Jedes der Gebote die Jesus aufrug bedeutet "Felsen" auf dem wir unser Haus, unsere Familie, unsere Versammlung aufbauen. Dieser Fels schützt beim Sturm! (Mat 5:17-20)Wenn wir die unverfälschte Wahrheit erkennen können, die im Einklang mit dem biblischen Gesamtbild ist und so Jehovas Wort deutlich wird, dann sollen wir daran festhalten! Wer aber Freude an Irrtum hat und eher der Lüge glauben schenkt (2.Thess 2:11, 12), wer gutfundierte biblische Argumente zu Gunsten einer Lehrmeinung zurückweist, „der gleicht einem Mann, der sein Haus auf Sand baute! Der nächste Sturm bringt es zum Einstürzen. Wer aber auf Wahrheit aufbaut, den Unterschied zu „offizieller“ Kirchenwahrheit sehr wohl zu erkennen vermag, der baut auf „Fels“, auf Gottes Wort, seine Bündnisse und Zusagen aber auch auf seine Warnungen und Strafbestimmungen! Auch unter dem Ansturm der Feinde wird er daran festhalten!

 

Leichte Verdrehung, Änderung im Sinn der Worte, selbst ein fehlendes oder zugefügtes Komma können den Sinn eines Satzes verändern. „Vergewissert euch aller Dinge; haltet an dem fest, was vortrefflich ist.“ Nur was im vollen Einklang mit Gottes Wort ist darf als „vortrefflich“ bezeichnet werden!

 

Paulus erwähnt als Letztes: „Von jeder Art Bosheit haltet euch fern.Bosheit ist alles, was Gottes Massstab für gerechtes Verhalten gemäss Seinem GESETZ verletzt, jedes tun, was Gott als „unrein“ bezeichnet, was schädlich, schmerzhaft oder unnütz ist, alles , was der Liebe entgegen steht. Das griechische Wort lautet poneria, das entsprechende hebräische Wort raschá’ (Mat 22:18; Mar 7:22; Luk 11:39; Apg 3:26; Rö 1:29; 1Ko 5:8; Eph 6:12)

 

Wenn wir diese Empfehlungen des Paulus wirklich zu Herzen nehmen wird der Frieden mit uns weilen! Gott der unsere unbewussten Fehler grosszügig vergibt heiligt uns!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:23-24 ***

Der Gott des Friedens selbst heilige euch völlig. Und in jeder Hinsicht gesund, möge der Geist sowie Seele und Leib von euch [Brüdern] auf untadelige Weise bewahrt werden bei der Gegenwart [[Wiederkehr; Wiederkunft]] unseres Herrn Jesus Christus. 24 Er, der euch beruft, ist treu, und er wird es auch tun.

 

Paulus weisst auf die Treue des Christus hin, er hat uns zu seinem Königreich hin berufen und er ist es der uns als gehorsame „Schafe“ auf seine rechte Seite stellen wird oder als „Böcke“ zur linken, weil wir seinem Wort nicht die gebührende Aufmerksamkeit schenkten! Er ist somit treu im Guten wie im Einhalten der gesetzlichen Pflichten!

 

Gottes Vorkehrung zur Sündenvergebung wahrnehmen!
 

1.3.6.4          1.Thess 5:25-28:  Einander mit heiligem Kuss grüssen

Paulus schliesst den Brief mit einigen Grussworten. Er bittet darum, dass wir für ihn zu Gott beten mögen. Er ist sich bewusst, wie abhängig er von Gottes Gunst ist, um seine schwierige Aufgabe bis ans Ende durchzuführen, ohne jede Korruption und ohne Furcht vor den Feinden!

 

Die Brüder sollen sich gegenseitig mit „heiligem Kuss“ begrüssen, ein Zeichen der Freundschaft und des Friedens!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:25-28 ***

Brüder, betet weiterhin für uns.

26 Grüßt alle Brüder mit heiligem Kuß.

27 Ich erlege euch beim Herrn die feierliche Pflicht auf, diesen Brief allen Brüdern vorzulesen.

28 Die unverdiente Güte unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch.

 

Die „feierliche Pflicht“ den ganzen Brief innerhalb der Versammlung vorzulesen gilt bis heute! Ein regelmässiges Studium der Schriften an den Sabbaten und zu den Festzeiten erfüllt dieses Gebot! 

 

Alle verbleiben in der „unverdienten Güte“, wo uns auch nach der Taufe Fehler und Sünden die wir nicht willentlich begangen haben von Gott grosszügig vergeben werden. Nur wenn wir Jesu Gebote halten können wir in Gemeinschaft mit ihm und damit durch ihn in Gemeinschaft mit Gott verbleiben!

 

 

1.3.7           Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem 1.Brief an die Thessalonicher

 

1.3.7.1          Die Umstände der Versammlungsgründung und unmittelbar beginnende Verfolgung in Betracht ziehen!

Paulus kam von Philippi her, wo bereits eine eifrige Gruppe sich zu versammeln begonnen hatte. Lydia, eine jüdische Purpurhändlerin hatte Paulus gastfreundlich aufgenommen. Als Paulus einen Wahrsagerdämon aus einem Dienstmädchen ausgetrieben hatte kam es zu Tumulten und Paulus und Silas wurden geschlagen und ins Gefängnis geworfen und zudem in den Stock gesperrt. Als sie ein Erdbeben nachts die Gefängnistüren öffnet und ein Engel ihre Ketten löst kommt es zur Bekehrung des Gefängnisaufsehers und seiner Hausgemeinschaft. Die Magistrate bitten Paulus die Stadt zu verlassen, wohl wissend einen römischen Bürger ausgepeitscht zu haben.

 

In Thessalonich angekommen ging Paulus in die Synagoge der Juden und verkündigte das Wort an drei Sabbaten mit Freimut. Er bewies, dass der Christus leiden und sterben musste und zeigte, dass jener der Jesus war, der in Jerusalem durch Pontius Pilatus den Juden zur Tötung ausgeliefert worden war. Einige der Juden, viele Griechen und einige prominente Frauen wurden gläubig.

 

Die nicht glaubenden Juden hatten kurz nach Gründung einer neuen Versammlung das Haus des Vorstehers Jason überfallen und ihn und andere Brüder vor die Richter gezerrt. Sie behaupteten, dass Paulus und seine Begleiter die ganze Stadt gegen Cäsar aufwiegle, indem er verkünde „ein anderer sei König“. Nur über die Zahlung einer Kaution wurden jene Brüder freigelassen. Paulus wurde aufgrund der Situation zu seinem eigenen Schutz weggeschickt und ging nach Beröa, wo er bessere Aufnahme unter den Juden fand und eine weitere Versammlung gründen konnte. Von dort zog er wahrscheinlich noch im Sommer 50 u.Z. nach Athen. Von dort aus ging er nach Korinth, wo er den Winter über in der dortigen Versammlung verbrachte. In dieser Zeit schrieb er beide Briefe an die Thessalonicher. Als Timotheus zur Stärkung zu jener jungen Versammlung gesandt wurde und nun positive Nachricht über das Ausharren brachte entschloss sich Paulus den ersten Brief zu schreiben.

 

Der ganze Brief dient der Stärkung und enthält gewichtige Lehrpunkte:

 

... Lob der Versammlung für ihr Ausharren. Sie hat das Wort Gottes angenommen und hatte es von Beginn angewandt, dadurch ist sie Vorbild und auch darin, wie sie Götzendienst zurückweist.

 

... Sie soll das Beispiel nachahmen, das Paulus gab: Schmeichelei, Habsucht und Ehre von Menschen zurückweisend. Er war keine Bürde für die Brüder, sondern sanft, wie eine nährende Mutter. Ermahnend wie ein liebevoller Vater.

 

... Ermunterung trotz Drangsal und Verfolgung standhaft zu sein: Die von den Juden aufgestachelten Menschen in Thessalonich leisteten Widerstand, da sie Christus als König als eine Herausforderung des Cäsar und dessen hartem Joch betrachteten.

 

... Ermahnung, was Einstellung und Wandel betrifft: Hurerei meiden und einen gottgefälligen Wandel fördern. Die Liebe unter den Brüdern aufbauen. Durch eigene harte Arbeit den Beweis anständigen Wandels zeigen.

 

... Prophetische Lehre, was mit den Toten sei, dass die Lebenden den Toten nicht zuvorkommen, sondern beide sich den Aposteln zugesellen. Vorab der auserwählte Überrest zu denen Boten gesandt werden wird sich nach Jerusalem begeben, um sich zu dem von Gott vorherbestimmten Zeitpunkt am „Tag des Herrn“, dem Trompetenfest nach Harmagedon dort einzufinden. Nachdem Jesus „mit den Wolken“ zurückgekommen ist und die Toten seiner Stimme, der „eines Erzengels“ gehorchen und zum Leben kommen folgt die gemeinsame Einweihung zu Priestern durch Christus. Ihnen werden erdenweit Städte zur Verwaltung zugeteilt.

 

Der Ruf „Frieden und Sicherheit kommt, um plötzlicher Vernichtung derer zu weichen, welche diese falsche Botschaft verkünden. Wach bleiben und den Schutzpanzer des Glaubens und der Liebe anziehen, mit dem Helm der Hoffnung auf Rettung. Das Schwert des Geistes nutzen und den Schild, der Satans Geschosse abweist benutzen. Tiefen Respekt haben vor denen, die der Versammlung vorstehen. Dem Guten nachjagen, sich dessen versichern, was wahr und gerecht ist und daran festhalten. Sich vom Bösen fern halten.

 

Das Thema der Wiederkunft Jesus und des Harren auf jenen Tag steht im Mittelpunkt des Endes des Kapitels 4 und des ganzen Kapitels 5! Paulus gibt den gewichtigen Hinweis auf den Ruf „Frieden und Sicherheit“, der von Seiten der Nationen in der Endzeit ausgehen muss, aber offensichtlich im Zusammenhang mit falscher Anbetung steht und sich um Gottes Königreich für Israel dreht!

 

Der Aufruhr im Nahen Osten, der mit der Staatsgründung Israels im Jahre 1948 zu einem vorläufigen Höhepunkt kam, der sich in ständigen Kriegshandlungen entlädt ist untrennbar mit den Aussagen des Paulus an die Thessalonicher verbunden!

 

 

 

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