Newsletter „DER WEG“ 9/03-3    März 2009

Neubearbeitung: 17.2.11 / 6.4.18 / 21.12.18

 

 

9.3.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der 1.Brief an Timotheus (61 u.Z.)

 

  Timotheus war ein eifriger Begleiter des Paulus ab seiner 2.Missionsreise von Asien nach Mazedonien im Jahre 49 u.Z.. Er fand diesen jungen Mann in der Versammlung Lystra, die er zuvor auf der 1.Reise um das Jahr 48 u.Z. gegründet hatte. Timotheus hatte sich innerhalb dieses Jahres bereits einen guten Ruf bei den Brüdern erworben. Er war eifrig im Lernen von Paulus und hatte offensichtlich gute Führungsqualitäten, so dass er das Vertrauen des Paulus erwarb der ihn schon bald zur Stärkung und Auferbauung neu gegründeter Versammlungen zurücklassen konnte.

 

Paulis zitiert seine Briefe an Mitarbeiter   Den 1.Brief an Timotheus sandte Paulus aus seiner Gefangenschaft in Rom nach Ephesus, wo Timotheus mit den Folgen der Abtrünnigkeit des Hymenäus, Alexander und Philetus zu kämpfen hatte, die Paulus zuvor, als er direkt dort anwesend war aus der Versammlung hinausgeworfen hatte. Der Brief sollte somit aus diesem Blickwinkel betrachtet werden. Auch der 2.Brief hat dasselbe Thema als Grundlage. Paulus nennt es „Gangrän“, für jede Versammlung eine grosse Gefahr.

 

   Da die meisten christliche Religionen heute behaupten, genauso wie jene rund um Hymenäus, „… die Auferstehung sei bereits geschehen“ wie dies jener als erster lehrte, durch Vermischung von platonischem Spiritismus und Mystik mit biblischer Lehre. Damit verführten jene viele Vertrauensselige zum Abfall vom unveränderlichen Glauben.

 

   Heutige Religionen versuchen das Thema zu umschiffen und möglichst keine Aufmerksamkeit darauf zu werfen. Die leere Behauptung, die Guten unter den Verstorbenen seien im Himmel, führt zum Spiritismus, indem man Hoffnung auf menschliche Geistwesen setzt, die nicht existent sind. Dies wird aber von Dämonen gefördert und bildet gar die Grundlage zu ihrer Machtentfaltung! Darum lautet Gottes Urteil betreffend der Religionen „Babylons der Grossen“ auf deren vollkommene Vernichtung!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:23-24 ***

... wird in dir [[(den Kirchen „Babylons der Grossen“)]] ... kein Licht einer Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden; denn deine reisenden Kaufleute [[(die Wirtschaftskapitäne)]] waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen [[(die politischen Reiche, welche jene Lehren förderten)]] irregeführt. 24 Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind [[(gerade deshalb, weil sie die Wahrheit verteidigten und die Lügner blossstellten)]].“

 

   Wer das Thema rund um die Lehre des Hymenäus aber exakt so versteht wie Paulus es beschreibt, der erkennt den Zusammenhang der ersten Irreführung hin zur Lüge um die Auferstehung der Toten und was sich daraus bis heute in der Namenchristenheit entwickelt hat: Paulus warnte vor dieser Art tödlichem Gangrän! Gott liess schon durch Moses im Fall von Adams Sünde aufzeichnen, wohin der Mensch beim Tode zurückkehrt:

 

(1. Mose 3:19)  Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ 

 

   Da ist weder die Rede vom Himmel, der Hölle oder gar dem Fegefeuer!

 

   Timotheus führte gegen den Anfall hin zu jenen heidnischen Lehren einen Kriegszug, die Wahrheit hoch haltend, die Paulus ebenso wie Jesus und die Propheten gelehrt hatte! Jesus bestätigte: „Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt [[(Zukunft! Endzeit und Millennium)]], in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.“ (Joh 5:28, 29) Nur dadurch konnte der unverfälschte Glaube und damit ein gutes Gewissen bewahrt werden.

 

 Hymenäus, Alexander und Philetus erlitten Schiffbruch an Glauben*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

   Hymenäus hatte somit als erster in der Christenversammlung in Ephesus um das Jahr 53-55 gelehrt, „die Auferstehung sei bereits geschehen“ (2.Ti 2:16-18). Paulus sagt dazu, dass jene Männer damit von der Wahrheit abgewichen seien, ja, gegen die unveränderliche Wahrheit lästern. Paulus machte niemals Kompromisse mit Unwahrheit, Irrtum und Lüge! Damit hatte Hymenäus und seine Anhänger den Glauben zu unterlaufen begonnen, den Paulus vermittelte und der mit den Aussagen der Propheten und vor allem denen von Jesus vollkommen übereinstimmte! Die Schrift lehrt deutlich, dass ohne Jesu Rückkehr zur Erde als Mensch in Königreichsmacht (Lu 19:11, 12; Joh 14:28) und nicht als Geistwesen würde keine Auferstehung kommen! (1.Kor 15:20, 21)

 

   Timotheus war damals mit Paulus zusammen in Ephesus und hatte miterlebt, wie Paulus jene Abtrünnigen aus der Versammlung warf und sie „Satan übergab, dem System ausserhalb des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“, hinweg von denen, die den geraden Weg den Jesus vorgezeichnet hatte wandelten.

 

Römische Provinz Asien, westlich von Galatien   Gewisse Themen, wie z.B. diese betreffend des um sich greifenden Abfalls, sie werden erst aufgrund des 2.Briefes an Timotheus und weiterer Aussagen in der Apostelgeschichte wirklich verständlich. Als Paulus aus der 2.Gefangenschaft vor seinem Tod schrieb waren inzwischen etwa 15 Jahre vergangen und der Abfall hatte in Asien überhandgenommen! Es liegt somit am interessierten Bibelstudierenden das Konzept vollständig zusammenzubauen, um die Gedanken des Paulus in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen und die Folgen zu erkennen, die sich bereits nach vier Jahrzehnten entwickelt hatten bis zum Ende des 1.Jahrhunderts!

 

   Hierzu müssen die Informationen in der Offenbarung durch Jesus über die Nikolaus-Sekte und den Aussagen über die „Antichristen“ in den Johannesbriefen mit einbezogen werden! Ohne die Aussagen des Paulus in den beiden Briefen an Timotheus wäre vieles davon unverständlich! Paulus liefert durch seine Details den Zusammenhang zum Verständnis!

 

   Heute kann man deutlich erkennen, welche schädliche Wirkung die Lehre hat, dass die Toten im Himmel oder der Hölle weilen. Es ist nur eine Weiterentwicklung der Lehre dessen, dass Jesus nicht „im Fleische“ zurückkehrt und die Toten nicht „aus den Gräbern“ auferstehen werden. Paulus dagegen zeigt, dass wenn Jesus „mit der Stimme eines Erzengels“ zur Zeit der siebten und letzten „Posaune [[Trompete]] Gottes“ rufen wird, das ist nach Harmagedon, am Tag des Trompetenfestes. Dadurch werden die verstorbenen Toten der künftigen 144.000 Priesterkönige  mittels der Erstauferstehung seine versiegelten Auserwählten mit sich bringen, hinauf zum Tempelberg, wo das „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ folgen wird: Die achttägige Einweihungsfeier, so wie es das GESETZ Mose vorschreibt: „Und du sollst sie mit den Schärpen umgürten, Aaron wie auch seine Söhne, und du sollst ihnen die Kopfbedeckung umwinden; und das Priesteramt soll ihnen [zuteil] werden als eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]]. So sollst du die Hand Aarons und die Hand seiner Söhne mit Macht füllen. (2.Mo 29:9).

 

   Dies ist gemäss den Erklärungen in der Schrift dreissig Tage nach Harmagedon. Paulus selbst bestätigt: „… der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen. Wenn die getreuen Toten bereits im Himmel wären, so würde Jesus sie vom Himmel her mitbringen und nicht wie Hesekiel es im Kapitel 37 beschreibt aus den Gräbern hervorkommen lassen, wo sich Knochen mit Sehnen und Haut überziehen, um unter dem Befehl des Menschensohnes zum Leben zu gelangen!

 

Jesu Himmelfahrt als Muster seiner Wiederkehr*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:15-18 ***

Denn dies sagen wir [[(Paulus, als einer der 12 Apostel)]] euch durch Jehovas [[(des Herrn (Jesu))]] Wort, daß wir, die Lebenden [[(die Apostel und der Versiegelte Überrest, der durch Boten herbeigeführt wurde)]], die bis zur Gegenwart des Herrn [[(dem Zurückkehren)]] am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen [[(die Apostel)]] werden zuerst auferstehen [[(mittels der Frühauferstehung: gr. exanastasin (Php 2:11))]]. 17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken [[(??? Mittels Flugzeugen aus fernen Gebieten)]] entrückt [[(versammelt; zusammengebracht)]] werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft [[(auf dem Ölberg, von wo er doch aufgefahren ist und wohin er „mit den Wolken“ zurückkehrt (Apg 1:6-11))]]; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

    Das sind die wahren, die tröstenden Worte! Um deren Verbreitung kämpfte Timotheus im Zentrum des Abfalls! Im 2.Brief an ihn, den Paulus kurz vor seiner Hinrichtung aus der 2.Gefangenschaft in Rom schrieb erwähnt der Apostel traurig, dass sich die ganze Provinz Asien von ihm weggewandt habe. Dort in Ephesus oder Umgebung war er wahrscheinlich auf der 4. und letzten Missionsreise erneut gefangen genommen worden, als er wie im Brief an die Philipper bereits als Ziel angekündigt dorthin kam. Möglicherweise geschah dies aufgrund der Gegnerschaft des jüdischen Kupferschmieds Alexander, jenes von der Wahrheit abgefallenen Mitstreiters des Hymenäus. Paulus klagt rückblickend:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:14-15 ***

Alexander, der Kupferschmied, hat mir viel Schaden zugefügt — Jehova [[der Herr (Jesus)]] wird ihm gemäß seinen Taten vergelten —, 15 und auch du, hüte dich vor ihm, denn er hat unseren Worten in außerordentlichem Maße widerstanden.

 

   Später, gegen Ende des 1.Jahrhunderts erwähnt Jesus in den Sendschreiben der Offenbarung durch den Apostel Johannes sowohl die Versammlung Ephesus wie auch die nahegelegene Versammlung Pergamon. Er warnt vor der Gefahr, welche inzwischen von der Nikolaus-Sekte ausgeht, von der er sagt, dass er sie hasse (Off 2:1-7; 12-16). Offenbar war Nikolaus inzwischen das führende Haupt jener Sekte, die aus dem Abfall des Hymenäus und Alexander entstanden war!

 

   Wer diese Zusammenhänge verfolgt nimmt bald zur Kenntnis, dass die Sendschreiben auch Geltung in der Endzeit haben und die Anhänger des Hymenäus und später der Nikolaus-Sekte in der Namenchristenheit vor dem Ende des Systems die höchste Blüte erreicht! Amerikanische Sekten sprechen von der „Rapture“, der Hinwegnahme ihrer Anhänger kurz vor Zerstörung des Planeten: Als ob Jehova seine Schöpfung nicht zu beschützen vermag! Harmagedons Endschlacht endet mit Vernichtung der abtrünnigen Gott- und Gesetzlosen und der „Böcke“.

 

Satans Angriffe sind uns nicht unbekannt   Dieselbe Gefahr von damals lauert somit auch heute durch unterschiedliche verfälschte gute Botschaften, die von Wahrheit weg zu Irrtum und Lüge abweichen! Satans Angriffe sind uns somit nicht unbekannt (2.Kor 2:10, 11), sofern wir gut auf die Worte des Paulus und der anderen Apostel und Propheten achten! Stets muss Jesu Aussage zu einem bestimmten Thema im Vordergrund stehen! Dein Wort ist Wahrheit“ lehrte er und wiederholte stets Jehovas Worte! (Joh 17:17; Joh 8:28)

 

   Wenn wir alle Informationen zusammenfügen kommen wir zu einer Verkettung von Ereignissen, die mit den Lehren des Hymenäus als Grundlage begann und zum grossen Abfall ab dem zweiten Teil des ersten Jahrhunderts bis hin zur Gründung der Katholischen Kirche am Konzil von Nicäa 325 u.Z. führte. Johannes bezeichnet im Jahre 98 u.Z. als die „letzte Stunde“ des Urchristentums! Die „Antichristen“, welche entweder Jesu Leben „im Fleische“, seine Auferstehung „im Fleisch“ oder seine künftige Wiederkehr „im Fleische“ leugneten waren nach dem Tod des Johannes schnell auf dem Vormarsch! Einige verneinten alles, andere das eine oder andere. Sie alle bezeichnet Johannes als „Antichristen“, weil sie gegen Jesus und seine Aussagen gerichtet sind (1.Joh 2:18-25).

 

*** Rbi8  2. Johannes 7 ***

Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi [[(aus Maria Geborener, als Auferstandener aus dem Grab oder als zurückkehrender „Menschensohn“)]] im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

 

   Die Folge, die der Abfall mit sich brachte zeigt sich bis heute! Der ganze Glaube an himmlische Auferstehung der Toten, an ein Gericht unmittelbar nach dem Tod, Strafe im Fegefeuer und der Hölle, Marien-, Engel- und die Heiligenverehrung, all dies hat den Ursprung in der Lehre des Hymenäus, die offensichtlich durch Dämonen inspiriert wurden. Der Glaube erleidet daran „Schiffbruch“, die ganze Lehre wirkt wie todbringendes „Gangrän“ weil jegliches Verständnis der Dinge der Endzeit, des Endgerichts, der Auferstehung der Toten, der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ dadurch untergraben wird!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

3.3............. Der 1.Brief an Timotheus. 4

3.3.1........... Der 1.Brief an Timotheus im Umfeld korrekt einordnen. 4

3.3.1.1........ Paulus erwählte sich Timotheus als Begleiter 4

3.3.1.2........ Timotheus als Aufseher der Aufseher, um ein- und abzusetzen, zu belehren und zu korrigieren. 7

3.3.1.3........ Der Inhalt des 1.Briefes an Timotheus. 10

3.3.2........... Kapitel 1:  Gottes GESETZ ist vortrefflich. 12

3.3.2.1........ 1.Ti 1:1-11:  Gottes GESETZ ist vortrefflich, wenn es gesetzmässig angewandt wird! 12

3.3.2.2........ 1.Ti 1:12-17:  Das herausragende Dienstamt des Paulus: Wie Jesus will er Sünder retten. 14

Die Vorgeschichte, wo Paulus an den Abtrünnigen Hymenäus und Philetus Gericht geübt hat 14

Niemand kann ungestraft Gott zum Lügner machen, um seine eigene Wahrheit aufzurichten. 14

1.Ti 1:18-20:  Der „Schiffbruch“ am Glauben des Hymenäus und Alexander; Kriegszug gegen falsche Lehren  15

3.3.3........... Kapitel 2:  Gebete in den Versammlungen. 16

3.3.3.1........ 1.Ti 2:1-7:  Loyale Gebete um Rettung von Menschen. 16

3.3.3.2........ 1.Ti 2:8-15:  Gebete durch Männer; Frauen in den Versammlungen und ihr Auftreten. 18

3.3.4........... Kapitel 3:  Versammlungsvorsteher; Ordnung innerhalb der Versammlung. 19

3.3.4.1........ 1.Ti 3:1-7:  Das Amt des Aufsehers (gr. presbyteros; heb: saqéen) 19

Was meint Paulus mit dem griechischen Begriff „presbyteros“?. 20

Gibt es „theokratisch“ eingesetzte Vorsteher in der Endzeit?. 22

Was meint Paulus mit dem Begriff „episkopos“?. 23

3.3.4.2........ 1.Ti 3:8-13:  Das Amt des Dienstamtgehilfen (gr.: diakonos) 24

3.3.4.3........ 1.Ti 3:14-16:  Wie man sich als „Säule der Wahrheit im Hause Gottes“ zu benehmen hat 25

Der Abfall von den Lehren des Paulus wurde am Konzil von Nicäa festgeschrieben. 26

Der Kanon der Konzilsbeschlüsse von Nicäa: 26

3.3.5........... Kapitel 4:  Dem Abfall durch Vorlesen, Ermahnen, Lehren entgegenwirken. 27

3.3.5.1........ 1.Ti 4:1-10:  Abfall durch jene, die auf inspirierte Äusserungen von Dämonen achten. 27

3.3.5.2........ 1.Ti 4:11-16:  Vorlesen, Ermahnen, Lehren als Aufgabe. 29

3.3.6........... Kapitel 5:  Die Stärkung der Schwachen durch aktive Liebe. 30

3.3.6.1........ 1.Ti 5:1-2:  Umgang mit Versammlungsgliedern und Hilfsbedürftigen. 30

Unparteiisches Richten innerhalb der Versammlung durch die wahre „obrigkeitliche Gewalt 30

Autorität zum Richten wurde durch Moses bereits festgelegt und durch Jesus und Paulus bestätigt 33

3.3.6.2........ 1.Ti 5:3-16:  Witwen und Hilfsbedürftige. 34

Hurerei, sexuelle Gelüste, schädliche Begierden und Habsucht sind Götzendienst! 34

Wer später in die Liste der Hilfsberechtigten eingetragen werden will muss zuvor reichlich Werke der Nächstenliebe erzeigt haben! 35

Frauen die wirklich Witwen sind. 35

Die Wiederverheiratung von Witwen und Heirat von Alleinstehenden während der „verkürzten Zeit 36

3.3.6.3........ 1.Ti 5:17-25:  Älteste und Vorsteher ehren; Sünden führen zum Gericht 37

Gebührenden Entgelt für die Vorsteher aus christlicher Liebe heraus: „Dem Stier das Maul nicht verbinden, wenn er drischt“; öffentliche Zurechtweisung. 37

Anklage gegen Vorsteher aufgrund „zwei oder drei Zeugen 39

3.3.7........... Kapitel 6:  Alle die der gesunden Lehre Jesu, der Propheten und Apostel widersprechen sind aufgeblasen vor Stolz  40

3.3.7.1........ 1.Ti 6:1-8:  Die gesunden Worte unseres Herrn Jesu und die Lehre der Gottergebenheit 40

3.3.7.2........ 1.Ti 6:9-16:  Der Gerechtigkeit, Gottergebenheit, Glauben und Liebe nachjagen. 41

3.3.7.3........ 1.Ti 6:17-21:  Unsicherer Reichtum dieses Systems. 42

3.3.8........... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem 1.Brief an Timotheus. 45

  

 

3.3                 Der 1.Brief an Timotheus

 

 

3.3.1           Der 1.Brief an Timotheus im Umfeld korrekt einordnen

 

3.3.1.1          Paulus erwählte sich Timotheus als Begleiter

 

Der Name Timotheus bedeutet „Gott Ehrender“. Er war ein junger und im Glauben eifrigen Begleiter des Paulus. Es ist wirklich ein zutreffender Name für jenen treuen Mitstreiter für die Verkündigung von Jesu Herrschaft im frühen Christentum, der Gott durch sein Lehren und Handeln wirklich ehrte. Lukas beschreibt in der Apostelgeschichte wie Paulus auf seiner 2.Missionsreise erneut nach Lystra zu jener Versammlung kommt, die er rund ein Jahr zuvor im Jahre 48 u.Z. gegründet hatte. Zusammen mit Barnabas legte er damals den Grundstock jener Versammlung mittels einigen an Jesus gläubig gewordenen Juden. Darunter scheint auch die Mutter des jugendlichen Timotheus gewesen zu sein (Apg 14:5-7).

 

Als Paulus dort in Lystra zu Beginn einen Gelähmten geheilt hatte glaubte das Volk er sein ein Gott und erklärten, die Götter seien Menschen geworden und die Priester des Zeustempel wollten ihm dort zusammen mit dem Volk Schlachtopfer darbringen. Jene Heiden nannten Paulus „Hermes“ und Barnabas „Zeus“. Barnabas und Paulus hörten davon und beeilten sich dies zu verhindern, vermochte ihnen aber kaum zu wehren.

 

In Lystra wollte das Volk Paulus Schlachtopfer darbringen*** Rbi8  Apostelgeschichte 14:14-18 ***

Als jedoch die Apostel [[(Abgesandten)]] Barnabas und Paulus davon hörten, zerrissen sie ihre äußeren Kleider und sprangen hinaus unter die Volksmenge, wobei sie ausriefen 15 und sagten:Männer, warum tut ihr das? Auch wir sind Menschen und haben die gleichen Gebrechen wie ihr und verkündigen euch die gute Botschaft, damit ihr euch von diesen nichtigen Dingen abwendet zu dem lebendigen Gott hin, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16 In den vergangenen Generationen ließ er alle Nationen ihre [eigenen] Wege gehen, 17 obwohl er sich allerdings nicht ohne Zeugnis gelassen hat, indem er Gutes tat, da er euch Regen vom Himmel und fruchtbare Zeiten gab und euer Herz mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte.“ 18 Und trotzdem hielten sie dadurch, daß sie dies sagten, die Volksmengen kaum davon zurück, ihnen Schlachtopfer darzubringen.

 

Die Zeit, wo die Nationen ihre eigenen Wege gehen konnten war mit Jesu Tod zu Ende gegangen. Nach seiner Auferweckung und Erhöhung durch den himmlischen Vater musste diese gute Botschaft, einer von Gott eingesetzten neuen höchsten Autorität über alle Menschen, des „Königs der Könige“ und Hohepriester Jehovas, dem Christus Jesus unter den Nationen verkündigt werden! Könige und Richter waren nun aufgefordert jenem Christus zuzuhören und zu gehorchen. Schon David hatte dies im Psalm 2 für den kommenden Messias aus seiner Geschlechtslinien ankündigen dürfen:

 

*** Rbi8  Psalm 2:10-12 ***

Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht,

Und frohlockt mit Zittern.

12 Küßt den Sohn, daß ER nicht in Zorn gerät

Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg,

Denn leicht entbrennt sein Zorn.

Glücklich sind alle, die zu ihm Zuflucht nehmen.

 

Dies war eine Botschaft die viele Menschen nicht zu hören wünschten! Paulus zeigte, dass jener „Gott der Himmel  den er und Barnabas verkündigte mächtiger war als alle anderen Götter und dass Er Wunder zu wirken in der Lage war, die niemand bisher gesehen hatte! Der Beweis seiner Rede hatte er somit zuvor erbracht und Volk und Priester offensichtlich zu überzeugen vermocht, dass nur von Gott her kommende Macht solches zu tun vermochte. Nun aber ging es um die Identifikation der Quelle jener Macht! Dabei zeigte er deutlich, dass ihre eigene Rolle, die des Paulus und des Barnabas nur eine untergeordnete sei und nicht ihnen Ehre gebührt, sondern dem Allerhöchsten, den es kennen zu lernen galt!

 

In Lystra wurde Paulus gesteinigt, als tot zurückgelassenAls danach Juden aus Antiochia und Ikonien kamen die sich gegen sein Predigen erhoben hatten und den Glauben an Christus ablehnten überredeten sie das Volk, Juden und Heiden aufgrund der Geschehnisse Paulus zu steinigen. Als sie ihn tot vermeinten schleppten sie ihn zur Stadt hinaus. Als danach die Brüder kamen, um ihn zu begraben, da stand Paulus wie durch ein Wunder unversehrt auf und sie gingen gemeinsam mit ihnen zur Stadt zurück. Offenbar war er bewusstlos aber nicht tot gewesen (Apg 14:8-13).

 

Nun, etwas weniger als ein Jahr später kam Paulus auf seiner 3.Missionsreise von Antiochia her über Derbe erneut nach Lystra, um die Brüder dort im Glauben zu stärken. Da Barnabas zu Beginn in Antiochia auch noch seinen Vetter Markus mitnehmen wollte, was Paulus aber verweigerte kam es zu einem heftigen Wortwechsel und man trennte sich offenbar noch vor dem Aufbruch. Markus hatte sie auf der 2.Missionsreise gegen den Willen des Paulus in Pamphylien verlassen. So vereinbarte man nach einem heftigen Zornausbruch, dass Barnabas und Markus nach Zypern reisten (Apg 15:36-41). Paulus wollte nun allein die von den Aposteln und Ältesten in Jerusalem am Apostelkonzil des Jahres 49 u.Z. beschlossenen Verordnungen den bereits bestehenden von ihm gegründeten Versammlungen persönlich unterbreiten und sie dadurch in ihrem Stand befestigen.

 

Als Paulus nun in Lystra war und dort jeweils am Sabbat die Versammlung belehrte entstand offenbar eine feste vertrauliche Verbindung zu jenem jungen Timotheus. Obwohl Sohn einer Jüdin war er am 8.Tag nach seiner Geburt nicht beschnitten worden, da der Vater Grieche war. Es wird in der Schrift nicht erwähnt, ob der Vater inzwischen ebenfalls als Christ getauft war und der Christenversammlung angehörte, was durchaus sein könnte. Timotheus aber hatte sich bereits weit über die Versammlung Lystra hinaus einen guten Ruf gemacht! Darum bat Paulus, dass ihn dieser junge Mann künftig begleiten solle.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 16:1-5 ***

So gelangte er nach Derbe und auch nach Lystra. Und siehe, dort befand sich ein gewisser Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen Jüdin, aber eines griechischen Vaters, 2 und er stand bei den Brüdern in Lystra und Ikonion in gutem Ruf. 3 Paulus drückte den Wunsch aus, daß dieser mit ihm ausziehe, und er nahm ihn und beschnitt ihn der Juden wegen, die sich an jenen Orten befanden, denn sie allesamt wußten, daß sein Vater ein Grieche war. 4 Als sie nun durch die Städte reisten, überbrachten sie denen, die dort waren, die zu beachtenden Verordnungen, welche von den Aposteln und älteren Männern, die sich in Jerusalem befanden, beschlossen worden waren. 5 Die Versammlungen wurden daher tatsächlich im Glauben weiterhin befestigt und nahmen von Tag zu Tag an Zahl zu.

 

Paulus aber anerkannte für die Juden, dass jene sich weiterhin beschnitten, wie es das GESETZ vorschreibt. Die Mutter gilt bei den Juden als die Überträgerin der Zugehörigkeit zur Nation Israel. So wollte er den Juden keinen Anlass zum Straucheln geben, wenn Timotheus ihn jeweils in deren Synagoge begleitete. Daher beschnitt er selbst den Timotheus und zeigte damit, dass er weiterhin das GESETZ einhielt!

 

Diese BeschneidIn Lystra fand Paulus den jungen Timotheus als Begleiterung muss für den jungen Mann ein gewichtiger Schritt gewesen sein dem Begehren des Paulus zuzustimmen! Es zeigt die Hingabe jenes Christen alles zu tun, was seiner Berufung dienlich sein konnte und Gott wirklich wohl zu gefallen! Er zeigte dass er den „Juden ein Jude“ ist, wie Paulus dies von sich erwähnte (Rö 1:16; 1.Kor 9:20). Offensichtlich hatte die Mutter und Grossmutter von Timotheus eine feste Grundlage des Glaubens gelegt und den Jungen von frühester Kindheit im GESETZ und den PROPHETEN unterrichtet! Bestimmt nahmen sie ihn am Sabbat auch in die Synagoge mit. Später im 2.Brief an Timotheus erklärte Paulus selbst diesen gewichtigen Umstand:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:14-15 ***

Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus.

 

Für Timotheus war somit Kenntnis der Schriften des alten Bundes und vollkommene Gesetzestreue Jehovas Geboten gegenüber an den Tag zu legen seit Kindheit an eine Gewohnheit! Dadurch war der Glaube des Timotheus ungeheuchelt, da er das, was er gelehrt wurde auch selbst anwendete! Jene Personen, die Timotheus im Ernst des Glaubens gefestigt hatten waren die Grossmutter Lois und die Mutter Eunike. Paulus aber vermittelte ihm zur Vervollkommnung den Glauben in den Christus Jesus, den Messias und dessen Lehren!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:5 ***

Denn ich erinnere mich an den ungeheuchelten Glauben, der in dir ist und der zuerst in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike wohnte, der aber, wie ich die Zuversicht habe, auch in dir ist.

 

Paulus erwähnt vor seinem eigenen Tod seine Zuversicht, dass Timotheus in diesem Lauf der Treue weiterhin festhalten würde, während er inzwischen in Rom auf seiner zweiten Gefangenschaft kurz vor der Hinrichtung den geliebten Mitstreiter auffordert, so schnell wie möglich zu ihm zu kommen, um ihn ein letztes Mal persönlich zu befestigen. Paulus wusste somit um seinen kurz danach bevorstehenden Tod. Ob das Urteil schon gesprochen war oder die veränderte Situation dies erahnen liess sei hier offen gelassen. Offenbar war es unter der Herrschaft Kaiser Neros, wo er in Ephesus selbst oder dessen Umgebung auf der 4. und letzten Missionsreise im Jahre 63 u.Z. erneut gefangen genommen wurde. Zur Aburteilung wurde er aufgrund seines römischen Bürgerrechts zur Hauptstadt überstellt. Unter Nero hatte nach dem Brand Roms am  18.-27 Juli 64 u.Z. die Situationen drastisch geändert. Nero unterstellte den Christen den Brand verursacht zu haben und hatte dadurch eine Welle von Verfolgungen  losgelöst, die im Martyrium von vielen treuen Christen ihren Höhepunkt fanden. Nun stand Paulus dasselbe Los bevor.

 

Zeitband und Karte letzte Dienstreise des Paulus ab Rom bis zum Martyrium
 

In Jerusalem kam es inzwischen zu ständig zunehmenden Unruhen und Aufständen. Nachdem im Frühjahr 66 u.Z. die Festung Masada am Toten Meer in die Hände der Aufständischen gefallen war kam es zum allgemeinen Aufstand der Zeloten gegen die römische Beherrschung und in der Folge zum judäischen Krieg. Die Stimmung im Reich richtete sich somit gegen die Juden und damit auch gegen die so genannt jüdische Sekte „vom Weg“! Im Gefolge davon versuchten viele Christen die nicht volle Treue hielten sich von den Juden zu distanzieren und sich dem römischen Joch besser anzugleichen. Einige begannen die Sabbatordnung zu brechen und den Sonntag als den Tag von Jesu Auferstehung Ehre zu geben, dem Tag den die Heiden einhielten. Dadurch brachen sie das Sabbatgesetz, das 4.Gebot!

 

Paulus hatte bei seinem Verhör nach der ersten Gefangennahme am Pfingstfest des Jahres 56 u.Z., als er von Felix am Ende des zweiten Jahres in Cäsarea verhört wurde folgendes offen zugegeben:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-16 ***

Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.

 

Alles, was im GESETZ und den PROPHETEN steht bildet Grundlage des christlichen Glaubens. Davon abzuweichen bedeutet gegen Paulus zu reden und damit gegen Christus, der als Jude unter jüdischem GESETZ starb und gemäss GESETZ und PROPHETEN die Leiden auf sich nahm, die eigentlich auf uns lasteten, aufgrund des „Fluches“ zufolge Gesetzesübertretung! Paulus hatte diesen Umstand im Brief an die Galater erläutert:

 

Was wurde "an den Stamm genagelt"? Der Fluch gemäss GESETZ oder das GESETZ selbst? *** Rbi8  Galater 3:10-13 ***

Denn alle die, die sich auf Gesetzeswerke [[(wie blutige Tieropfer im Tempel)]] verlassen, sind unter einem Fluch; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bei allen Dingen bleibt, die in der Buchrolle des GESETZES geschrieben sind, um sie zu tun.“ 11 Daß übrigens durch Gesetz [[(Gesetzeswerke)]] niemand bei Gott gerechtgesprochen wird, ist offenkundig, denn „der Gerechte wird zufolge des Glaubens leben. 12 Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern „wer sie tut, wird durch sie leben“. 13 Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.“

 

Paulus zeigt, dass das GESETZ bereits die Grundlage vermittelt, wer leben und wer sterben soll: „... der Gerechte wird zufolge des Glaubens leben.“ Gerecht ist einer nur aufgrund dessen, dass er die Gebote Gottes hält, Sündenvergebung durch „unverdiente Güte“ oder Gnade hängt aber vom Glauben in den Christus ab und wird durch die Glaubenstaufe als geistig Erwachsenen gewährt! Nur dadurch wird „ewiges Leben“ erst möglich!

 

Wer aufgrund der „Beschneidung des Fleisches“ der Heidenchristen Rettung versprach oder durch blutige Opfer im Tempel Gerechtsprechung erwartete, der hatte den Sinn des Todes des Christus nicht verstanden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden.“

 

Das war der Fall bei vielen bekehrten Juden, die von den Pharisäern her gekommen waren und weiterhin an der Einhaltung selbst jener Gebote festhielten, die Jesus eindeutig auf ihren Sinn dahinter, das Prinzip reduziert hatte: Wie im Falle der Beschneidung die nun am Herzen vorgenommen werden musste und im anderen, der Trennung von Beschnittenen und Unbeschnittenen, die nun einer Trennung zwischen Reinem und Unreinem gewichen war!

 

Die Lehre, die durch die abgefallenen  Christen im Gefolge der Bildung einer ersten Sekte um Hymenäus, Alexander und Philetus sich zu bilden begann, diese behaupteten nun, dass Christen nicht mehr unter dem Gesetzesbund stünden. Der „neue Bund“ hätte diesen abgelöst, statt wie Paulus im Brief an die Hebräer deutlich zeigt, dass nur der „Bund mit Levi“, der „Salzbund“ mit der Erhöhung des Christus nach seinem Tod und himmlischer Auferweckung als neuem Hohepriesterkönig „gleich Melchisedek“ geendet hatte. Das waren zwei vollkommen unterschiedliche Dinge! (Ps 110:1-4)

 

Derselbe Geist der aus den Büchern des Bundes vom Sinai durch Moses und später durch die PROPHETEN spricht gilt auch für uns! Die griechischen Schriften des „Neuen Testaments“ bestätigen den Gesetzesbund nur, festigen ihn unter den Nationen und richten ihn unter denen auf, die zum Glauben finden! (Rö 3:31)

 

*** Rbi8  1. Korinther 12:13 ***

Denn wahrlich, durch einen Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden, ob Juden oder Griechen, ob Sklaven oder Freie, und wir alle sind mit einem Geist getränkt worden.

 

Derselbe Geist der ganzen Schrift tränkt, Juden wie Heiden die sich zum Christus bekennen! Gemeinsam bilden sie den „Leib des Christus“, den Jesus als Haupt anführt!

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!
 

Paulus zeigt klar, dass Christus durch Vermittlung „unverdienter Güte“ seitens Gottes nur das „Ende des Fluches“ darstellte, der doch auf Gesetzesübertretung liegt und Tod bedeutet! „Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.‘

 

Christen die treu an den Lehren der Apostel festhielten waren an jenen Aufständen in Masada und Jerusalem und anderen Teilen des Reiches nicht beteiligt! Sie griffen nicht zur Waffe, sondern kämpften ausschliesslich mit der vollständigen Waffenrüstung des Geistes, dem Wort Gottes! Ihre Lehre, dass Jesus König sei verkündeten sie trotz Ausgrenzung und Verfolgung dem Volk und den gerade herrschenden Autoritäten. Denen zollten sie zwar Respekt aber lehrten sie durch Vorbild die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ darüber anzuerkennen, jene von Gott, seinem Christus und dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Gottes GESETZ steht über jedem anderen Gesetz!

 

Die treuen Christen erwarteten sehnsüchtig die Wiederkehr Jesu im Fleische, der selbst als „Spross“ jenes „Königreich der (neuen) Himmel“ bringen und aufrichten würde. Sich gegen die weltliche Autorität mittels Waffengewalt zu richten war ihnen fern, sondern durch ihre Lehre und ihre Gesetzestreue Gott und seinem Christus gegenüber zeigten sie, dass erst das kommende System wirklich friedlich und gerecht sein wird. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten zeigte vollständige Gesetzeserfüllung! Dessen Regeln, die bereits damals wie heute innerhalb der Christenversammlung gelehrt und angewandt werden, diese erbringen erstaunliche Resultate!

 

3.3.1.2          Timotheus als Aufseher der Aufseher, um ein- und abzusetzen, zu belehren und zu korrigieren

 

 Paulus betrachtete Timotheus wie einen geistigen SohnDie Lehrzeit des Timotheus bei seinem Meister Paulus muss sehr intensiv und praxisorientiert gewesen sein. Wie die Apostelgeschichte und die zwei Briefe des Paulus an Timotheus dies zeigen. Er hatte volles Vertrauen in jenen jungen Mann und liess ihn zur Stärkung in mehreren Versammlung zurück, als er selbst weiterreisen oder fliehen musste. Damit war Timotheus in der Stellung eines Ältesten, der den Vorsitz einer Versammlung anführen konnte. Da er von Paulus als dessen persönlichen Abgesandten auch mit richterlicher Funktion ausgestattet war, sollte es dessen Aufgabe sein Dinge in den Versammlungen zu korrigieren, welche dort nicht verstanden wurden oder aber, wo den Anordnungen des Paulus nicht Folge geleistet wurde!

 

Am Ende des Jahrhunderts zeigte ein gewisser Diotrephes gegenüber Johannes und dessen Abgesandten fehlenden Respekt. Jener hatte sich selbst in eine Stellung erhöht, so dass er sich immun glaubte nicht einmal von Seiten der Apostel und deren Vertrauten Korrektur annehmen zu müssen.

 

*** Rbi8  3. Johannes 9-10 ***

Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der unter ihnen gern den ersten Platz einnimmt, nimmt von uns nichts mit Respekt an. 10 Darum will ich, wenn ich komme, an seine Werke erinnern, die er fortgesetzt tut, indem er mit bösen Worten über uns schwatzt. Und damit nicht zufrieden, nimmt er selbst auch die Brüder nicht mit Respekt auf, und diejenigen, die sie aufnehmen wollen, sucht er daran zu hindern und aus der Versammlung hinauszuwerfen.

 

Timotheus war nicht ein „Bischof“, ein Amtstitel den erst die später abgefallenen Apologeten und Kirchenväter für sich beanspruchten, als jene eine Autoritätsstruktur aufzurichten begannen und der eine gegen den anderen um Einfluss zu buhlen begannen! Versammlungsvorsteher der einen Versammlung versuchten sich über andere zu erheben und ihre Version der „wahren Lehre“ zu verkünden. Paulus schrieb warnend in diesem Sinne an die Römer, jene Versammlung also, die sich späteren Jahrzehnten über jede andere Versammlung erhöhte:

 

*** Rbi8  Römer 14:4 ***

Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen [[(des Herrn Jesus)]] richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. In der Tat, er wird zum Stehen veranlaßt werden, denn Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kann veranlassen, daß er steht.

 

Die durch ihre Gelehrsamkeit und Einflussnahme herausragenden ersten Christenführer, die Apologeten und Kirchenväter begannen die Lehren Jesu und der Apostel in der einen oder anderen Form in eigensinniger Weise auszulegen, was zu Wortstreitereien, Gezänk und Fraktionsbildungen führte. Die meisten von ihnen hatten eine höhere Ausbildung in heidnischen Philosophien gehabt und vermischten diese Dinge mit einem ungefestigten Verständnis der Schriften, vorab des GESETES und der PROPHETEN. Ein Streit um Führungsanspruch, Macht, Einfluss und Reichtum begann unmittelbar nach dem Tod des letzten Apostels Johannes, schon wenige Jahre nach dem Jahre 98 u.Z.. Mit seinen drei Hirtenbriefe und seinem Evangelium beendete er die „Heiligen Schriften“. „Das Vollständige„ war gekommen, das Teilweise wurde weggetan! Es kam das Ende apostolischer Zeit, unveränderlicher Erkenntnis gemäss Gottes Geist! Paulus hatte dies im 1.Brief an die Korinther bereits angekündet:

 

Wir erkennen nur Teilweise ...*** Rbi8  1. Korinther 13:9-13 ***

Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige [[(die Gesamtzahl der Teilprophezeiungen)]] gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden. 11 Als ich ein Unmündiger war, pflegte ich wie ein Unmündiger zu reden, wie ein Unmündiger zu denken, wie ein Unmündiger zu überlegen; nun aber, da ich ein Mann geworden bin, habe ich die [Merkmale] eines Unmündigen abgelegt. 12 Denn jetzt sehen wir mit Hilfe eines metallenen Spiegels in verschwommenen Umrissen, dann aber [[(bei Jesu Wiederkehr)]] wird es von Angesicht zu Angesicht sein. Jetzt erkenne ich teilweise, dann aber werde ich genau erkennen, so wie ich genau erkannt worden bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

 

Die ungeheuchelte Liebe wäre das Erkennungszeichen wahrer Christen! Liebe aber weisst zurecht, was ungetreu und ungerecht ist! Liebe erträgt vieles, ja alles, weicht aber nie vom geraden Weg ab! Die Agape-Liebe führt zur Mündigkeit im Glauben, nicht zur Unmündigkeit in der Erkenntnis Gottes und des Christus! Die Liebe zu Christus erweist sich darin, dass wir seine Gebote halten.

 

Das vollkommen klare Sehen kommt aber erst nach der Auferstehung der Apostel, wenn jenen die zu den 144.000 Priesterkönigen gehören deren Vorgesetzten, die Apostel diesen immer wieder direkt in die Augen blicken dürfen und direkte Antworten auf Fragen erhalten! Vollkommen genaues Erkennen wird jenen durch Gottes Geist, durch den Christus gewährt werden!

 

Der Geist Gottes war in Schriftform seit den „Teraphim“ allen künftigen Generationen in stets zunehmendem Umfang, so wie Gott diesen Seinen Auserwählten eröffnete, in dem bereits vorhandenen Umfang zugänglich! Jeder musste sich in jeder Generation um exaktes Verständnis selbst bemühen und Irrtum, Lüge und Ungerechtigkeit zurückweisen! Erst in der „Zeit des Endes“ aber sollte durch jene, welche „wahre Erkenntnis“ haben den anderen die sich von Irrtum und Lügen reinigen ebensolches Verständnis der letzten Dinge vermittelt werden. Das lag nicht an den Apologeten und Kirchenvätern, obwohl sie dies versuchten! Jesus selbst hatte es seinen Aposteln verwehrt! (Apg 1:6-8)

 

*** Rbi8  Daniel 12:3-4 ***

Und die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], ja für immer.

4 Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“

 

Alle hatten während allen Jahrhunderten denselben Auftrag zu prüfen! Jeder musste sich reinigen und an Erkenntnis der Zusammenhänge wachsen! Alle waren vor blinden Leitern im Voraus gewarnt, vor kommendem Abfall informiert, vor „falschen Christussen“, „falschen Aposteln“ und „falschen Lehrern“, vor kommender Titel- und Ehrsucht, vor Habsucht von religiösen Führern immer und immer wieder gewarnt worden! Paulus schrieb diesbezüglich den Korinthern:

 

Rückkehr zur biblischen Wahrheit*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Der Unbewährte, der vom Glauben auf Aberglauben abschwenkt, der ist es, der von Christus und heiligem Geist verlassen wird! Wer sich im Glauben bewährt bleibt mit Christus, dieser hört auf seinen „Herrn“ und hält seine Gebote, da er weiss, dass er mit kostbarem Blut erkauft wurde. Das ist nicht an eine Glaubensorganisation geknüpft, sondern an Wahrheit und gottgemässe unveränderliche Gerechtigkeit!

 

Da nur die Apostel selbst durch Jesus mit höherer Autorität über den Ältesten und Versammlungsvorstehern ausgerüstet wurden, so würde diese Periode von Exzessen „Babylons der Grossen“ ein Ende finden! Mit dem Tod des Paulus schritt der Abfall in den Versammlungen Asiens weiter voran. Es war an  Johannes, der nach seiner Freilassung aus der Gefangenschaft Roms auf Patmos Jahrzehnte später von Ephesus aus eine Wiederbelebung der Restversammlungen in jenem Gebiet vornahm. Aus diesem Blickwinkel haben die sieben Sendschreiben Jesu in der Offenbarung, die Johannes noch während der Gefangenschaft auf jener Insel erhielt und aufzeichnete eine besonders stärkende Wirkung auf die Getreuen gehabt! Im Jahre 96 u.Z. hatte er sie jenen sieben Versammlungen gesandt.

 

Die drei Briefe, die Johannes schrieb, sie lassen vieles über die Aktivitäten der frühen „Antichristen“ hindurchscheinen, von denen Johannes sagt, dass sie „von uns ausgegangen sind“. Das bedeutet, dass jene Abtrünnigen vorher Bestandteil der Christenversammlung waren und die Wahrheit der Aussagen Jesu und der Apostel durchaus kennen gelernt hatten! Da sie an der Lehre des Hymenäus festhielten, Tote bereits auferstanden waren und gemäss Gericht im Himmel und der Hölle weilten, war die Erwartung von Jesu Wiederkehr „im Fleische“ und einem Endgericht verblasst. Jesus war geistig bereits zurückgekehrt und hielt an Toten individuell Gericht. Die wahren Kenntnisse um die Zusammenhänge waren ausgeblichenen, nur noch Schatten!

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde [[(apostolischer Oberaufsicht)]] ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Diese Art der Apostel, die als Diener in den Versammlungen wirkten und der getreuen Vorsteher, die nicht sich als Besitzer der „Schafe“ aufführten, sondern deren Lehrer und Hirten waren wurde von einigen nicht nachgeahmt, weil sie von Hab- oder Machtsucht motiviert waren und für Satan so zur leichten Beute wurden.

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:22 ***

Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, derjenige, der den Vater und den Sohn leugnet.

 

Mit dem Konzil von Nicäa kam die Verleugnung des Christus zum Höhepunkt, indem man ihn zum Gott innerhalb einer Dreieinigkeit erklärte. Damit war auch der inkarnierte Gott-Mensch philosophisch erklärt worden. Dass Jesus rein Mensch war und als Mensch „im Fleisch“ wiederkehren wird, dies wird geleugnet.

 

Stoppt die Kirche*** Rbi8  2. Johannes 7 ***

Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

 

Johannes zeigt, dass die einzige wahre Salbung „Kenntnis der Wahrheit“ ist, die jeder Christ kostenfrei erhält! Wahrheit gibt es nur eine, der Lügen sind es viele. Wer als „Bischof“ höhere Ehre anstrebt, um selbst Priester weihen zu dürfen hat den Sinn der Worte des Paulus und des Johannes nicht verstanden! Eine reine Lehre die aus Wahrheit stammt muss mit beiden Füssen in den Schriften verankert sein! Jede Abweichung davon führt zum Abfall! Johannes war der letzte Apostel der darum kämpfte, dass die Nachfolger des Hymenäus, Alexander und Philetus, die spätere Nikolaus-Sekte und die aus ihr entstehende Katholische Kirche und deren Töchter denunziert würden und damit das Instrument vorhanden ist, um jenen Abfall und seinen Verlauf zu Gottlosigkeit hin zu dokumentieren!

 

Es war die „letzte Stunde“ des Apostels Johannes und damit eines wahren Vertreters von Jesu Königreich! Die Gruppen und Versammlungen der Paulikaner kamen danach über Jahrhunderte unter harte Verfolgung seitens ihrer Gegner. Auch wenn sie scheinbar bezwungen waren durch die übermächtige Staatskirche Roms, so gab es doch stets einige Getreue die erneut die Schriften von Grund auf zu studieren begannen und aufgrund der Hinweise der Apostel die Abweichungen zu denunzierten und sich erneut als „Same der Frau“ darstellten. Dies ist auch kurz vor dem Ende so!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Jene Einsichtigen geben für Jesus Zeugnis, nicht zu Gunsten der einen oder anderen Lehrmeinung oder Religionsorganisation! Der „eingeengte Weg“, den Jesus und die Apostel beschritten haben ist somit deutlich vorgezeichnet und auch in der Endzeit auffindbar! Es braucht weder Theologiestudium noch Titel und Ehre von Menschen, um sich damit zu befassen und denselben Weg einzuschlagen. Jesus hatte keine der höheren religiösen Schulen besucht und gilt als grösster Lehrer aller Zeiten!

 

Priesterweihe: Keine Ehre von Menschen annehmen!*** Rbi8  Johannes 5:40-44 ***

Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen [[(Auftrag)]] meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, wenn ihr voneinander Ehre annehmt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt?

 

Da Würdenträger aller Stufen in jeder Kirche weit mehr an Ehre von Menschen wie Ehre an Gott interessiert sind, werden sie nicht zu Jesus kommen, um durch ihn belehrt zu werden, sondern stets die in kleine aber gewichtigen Details abweichende Belehrung ihrer Kirchenväter suchen! Abweichler werden doch hart bestraft!

 

Kein anderer als Jesus aber führt in das kommende „Königreich der (neuen) Himmel“. Alle unterschiedlichen Wege die Religionsführer lautstark in ihrer gegenseitigen Konkurrenz mit den übrigen Anbietern anpreisen sind in Wirklichkeit nur ein einziger „breiter Weg, der in die Vernichtung führt“!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:13-14 ***

Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

 

"Babylon die grosse Hure" verführt die Menschenmassen der Erde durch ihre vielfältigen Religionen und deren Spiritismus (Off 17:15-18)Der Begriff „Babylon die Grosse“ ist an eine Vielzahl von Lehren geknüpft, die alle ihren Ursprung im heidnischen ersten Babel hatten! Die Verwirrung der Sprachen brachte nicht das Ende jener Anbetungsform von Dämonen, sondern verteilte sie nur auf unterschiedliche Religionen mit unterschiedlichen Lehrinhalten auf ein und derselben Grundlage und ist über die ganze Erde über alle Völker verteilt!

 

Der Abfall war dadurch gekennzeichnet, dass nun christliche Lehre, die vollkommen auf den Heiligen Schriften des Gesetzesbundes und Jesu Aussagen aufbauten mit widersprüchlichen heidnischen Lehren vermischt wurden! Auf einem Lügengebilde aber gedeiht niemals unverfälschte Wahrheit! Darum lautet Jesu Befehl in der Offenbarung gegenüber jedem, der zu seinem Volk gehören möchte unmissverständlich:

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel [[(ihrer obersten Beherrscher)]], und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Weltreligionen Das Gebilde „Babylons der Grossen“, das Christen verlassen sollen, wie Jesus als „starker Engel“ befielt, es bestand somit bereits im Jahre 96 u.Z.. Der Befehl lautete über alle Jahrhundert stets gleich! Da Jesus in der Offenbarung von der „Nikolaus-Sekte“ bei der Erwähnung von zwei Versammlungen in der Provinz Asien spricht und von ihr sagt, dass er sie hasst, darf und muss der Schluss gezogen werden, dass jene Sekte bis zur Endzeit zu einem weltumspannenden Gebilde angewachsen sein würde! Denn die Worte von damals stehen mit der Vernichtung aller Religionen seitens der Politiker in der Endzeit in Verbindung! Gottes Gericht wird bestimmt ausgeführt werden und dieser Tag ist nahe gekommen!

 

Achten wir mit diesem Verständnis ausgerüstet auf die Worte des Paulus in seinen Briefen an Timotheus! Verknüpfen wir alle Informationen zu einem festen Netz, das uns erst gesamthaft ein vollständiges Bild liefert.

 

Ob Timotheus zu jener Zeit vor dem Ende des ersten Jahrhunderts im Jahre 98 u.Z., noch am Leben oder gar noch in Ephesus tätig war, dies ist aus den Schriften nicht ersichtlich. Es war mehr als dreissig Jahre nach dem Tod des Paulus. Was aber die Feinde in ihrer Bestrebung sich zu organisieren und in ein festes Gefüge zu gelangen, um Dominanz auszuüben, das sie mit der Aufrichtung der „Nikolaus-Sekte“, einem hierarchisch strukturierten Gebilde vorangetrieben hatten, das war für Johannes bestimmt höchst beunruhigend! Spiritistische Bräuche haben mit Toten im Bereich der Geisterwelt und deren Dämonen zu tun! Johannes beklagt in der Offenbarung, dass Menschen in der Endzeit trotz grosser Plagen die auf der Erdbevölkerung lasten nicht zum Gott der Himmel umkehren. Sie verbleiben in der Umklammerung der Gewaltigen ihrer Religion und den von jenen offerierten Götzen:

 

*** Rbi8  Offenbarung 9:20-21 ***

Aber die übrigen der Menschen, die durch diese Plagen nicht getötet wurden, bereuten die Werke ihrer Hände nicht, so daß sie die Dämonen nicht [mehr] angebetet hätten sowie die Götzen aus Gold und Silber und Kupfer und Stein und Holz, die weder sehen noch hören, noch gehen können; 21 und sie bereuten ihre Mordtaten nicht noch ihre spiritistischen Bräuche, noch ihre Hurerei, noch ihre Diebstähle.

 

Die Vermischung von heidnischer Lehre, von Mystik und Spiritismus mit göttlich prophetischer Voraussage machte jedes Verständnis kommender Dinge unmöglich. Auch von der in Symbolsprache aufgezeichneten Offenbarung wurde von Seiten der Gegner schon bald Gebrauch gemacht, um durch Interpretation und Umdeuten ihre eigene Macht zu stärken und das künftige, kommende „Königreich des Vaters“ bereits aus eigener Anstrengung zu errichten! Die Kirche der Päpste war ihr Produkt! Die Wiederkehr Jesu zu erwarten geriet in Vergessenheit.

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

3.3.1.3          Der Inhalt des 1.Briefes an Timotheus

 

Timotheus ist ein Ältester, der in vielen Versammlungen Dienst tat. Paulus gibt ihm erweiterten Rat, um in schwierigen Situationen das Richtige zu tun. Wie aus dem ersten Brief im Kapitel 1 hervorgeht, hatte Paulus selbst an Hymenäus und Alexander, zwei Abgefallenen die Lügen verbreiteten Gericht geübt und diese aus der Versammlung hinausgeworfen:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Nicht nur Timotheus, sondern jeder von uns der sich für Wahrheit einsetzt führt einen Kriegszug gegen Irrtum und Lügen, gegen die Gesetzlosigkeit dieses Systems!

 

Tod und Auferstehung, Himmel und HölleAus diesen Aussagen wird aber nicht bekannt, was das Vergehen respektive die falsche Lehre des Hymenäus war. Alle christlichen Religionen die von einer himmlischen Auferstehung reden haben keinerlei Interesse diesen Zusammenhang aufzudecken, den Paulus erst im 2.Timotheusbrief erörtert! Dadurch fehlt dem ungeübten Leser der Zusammenhang. Wenn er endlich den 2.Brief studiert oder in einer Epistel in der Messe vorgelesen erhält, dann erinnert er sich bestimmt nicht der Worte zum selben Thema im 1.Brief! Damit geht der Zusammenhang verloren, was den Priestern, Pastoren und Ältesten jener Kirchen und Sekten nur angenehm sein kann, weil sonst der Glaubende zur Erkenntnis käme, dass er durch Verkündigung jener sogenannten Gottesleute selbst an den Lehren des Hymenäus hängt und somit eigentlich dasselbe Strafmass verdient!

 

Verbinden wir nun die beiden Informationen, so wird jedem aufrichtigen Leser bewusst, wie gross die Irreführung in Tat und Wahrheit geworden ist! „Blinde Leiter“ führen ihre „blinden Schafe“ hin in dieselbe „Grube“, der „Gehenna“ der Verderbnis! Gott kann nicht auf der Seite der Lüge Stellung beziehen!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Sich irgendwelche unwahren Geschichten zu hängen, weil sie „in den Ohren kitzeln“ hat bestimmt mit Reden zu tun, „die verletzen, was heilig ist“. Die Behauptung des Hymenäus, Alexander und Philetus führten zum Sektarismus, der in der Katholischen Kirche ihren Höhepunkt fand! Dort wurden all diese Lehren weiter ausgeschmückt und durch scheinbare Schriftübereinstimmung abgesegnet. Das ändert nichts an ihrer Lügenhaftigkeit und am Urteil, das Paulus für solche Lügner an Hymenäus und Philetus bereits um das Jahr 51 u.Z. vollzogen hatte. Als er für dreieinhalb Jahre während der 2.Missionsreise in Ephesus war vollzog er Gericht und Todesstrafe, das sinnbildlich durch den Hinauswurf aus der Versammlung geschah, wo jene dem Satan und seinem System übergeben wurden!

 

Satans Wirken als Gott dieses Systems
 

Jene blieben nicht inaktiv! Sie sammelten Anhänger und verkündeten im Namen Jesu weiterhin ihre veränderten Lehren! Sie erwiesen sich als hartnäckige Gegner des Paulus und jeder biblisch fundierten Wahrheit!

 

Zu behaupten, die „Toten seien bereits auferstanden“ führt unweigerlich zum Totenkult, was wir in allen Kirchen beobachten können! Es ist todbringendes „Gangrän“, das Menschen von Gott trennt, weil Gott nicht auf der Seite von Lüge zu finden ist! Man wendet sich in nahezu allen Kirchen um Hilfe an Verstorbene, in der einen oder anderen Form! Die Maria nimmt darin die Spitzenreiterrolle an! Das verletzt die heiligen Aussprüche Gottes in der Schrift, der eine künftige Auferstehung der Toten in Aussicht stellt!

 

Ausser Jesus hat kein Mensch das Recht in den „dritten Himmel“ Jehovas zu gelangen! (2.Kor 12:2-4) Nur der, der vom Himmel herabgekommen war konnte auch wieder dorthin zurückkehren: Der Christus, der einzige wahre Gesalbte Gottes! (Joh 3:31; 16:28)

 

*** Rbi8  Johannes 8:22-23 ***

Denn er sagt: ‚Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.‘ “ 23 Da sagte er weiter zu ihnen: „Ihr seid von den unteren Bereichen; ich bin von den oberen Bereichen. Ihr seid von dieser Welt; ich bin nicht von dieser Welt.

 

Der Ablauf der Ereignisse im selben Zusammenhang mit der kommenden Frühauferstehung der Apostel und der Erstauferstehung jener, die mit Christus zusammen die Erde regieren werden liegt noch in der Zukunft! Die Abfolge der Ereignisse, ihre Logik ist in der Schrift gut erklärt, wer sucht kann finden und wer an Wahrheit Interesse zeigt, der lässt ab von Irrtum und handfesten Lügengeschichten der Kirchenführer! Jesaja warnte durch Gottes Worte:

 

*** Rbi8  Jesaja 8:19-20 ***

Und falls sie zu euch sagen sollten: „Wendet euch an die spiritistischen Medien oder an diejenigen, die einen Geist der Voraussage haben, die flüstern und [Äußerungen] murmeln“, sollte sich nicht jedes Volk an seinen Gott wenden? [Sollte man sich] an Tote zugunsten Lebender [wenden]? 20 Zum Gesetz [[GESETZ]] und zum bestätigenden Zeugnis!

 

Das beständige Zeugnis ist Gottes Wort, das durch die Propheten seit Moses aufgezeichnet wurde! Das Zeugnis, das diesen Worten widerspricht ist falsches Zeugnis, das schwere Strafe auf sich bringt! „Zurück zum GESETZ“ bedeutet Gottes Gebote wiederum an erste Stelle setzen, koste es, was es wolle! Der Begriff „Religionen“ hat ja in der Bibel den Grundbegriff von unterschiedlichen Gesetzen, die von Gottes GESETZ abweichen! Es bedeutet nicht auf Gott, nicht auf sein GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen zu achten! Das durch fremde Völker durch die Assyrer besetzte Gebiet des Zehnstämmereiches Israel litt unter einer Plage zunehmender Löwen. Der Prophet Samuel bringt es mit Unkenntnis von Jehovas gesetzlichen Verordnungen in Beziehung:

 

Löwenplage in Samaria richtete sich gegen assyrische Bewohner, die Gottes GESETZ nicht kannten*** Rbi8  2. Könige 17:34-36 ***

Bis zu diesem Tag tun sie gemäß ihren früheren Religionen. Es gab keine [Personen], die Jehova fürchteten, und keine, die gemäß seinen Satzungen und seinen richterlichen Entscheidungen und dem [[GESETZ]]  und dem Gebot taten, das Jehova den Söhnen Jakobs geboten hatte, dem er den Namen Israel gab, 35 als Jehova einen Bund mit ihnen geschlossen und ihnen geboten hatte, indem [er] sprach: Ihr sollt nicht andere Götter fürchten, und ihr sollt euch nicht vor ihnen niederbeugen noch ihnen dienen, noch ihnen opfern, 36 sondern Jehova, der euch mit großer Macht und ausgestrecktem Arm aus dem Land Ägypten heraufgebracht hat, ihn solltet ihr fürchten, und vor ihm solltet ihr euch niederbeugen, und ihm solltet ihr opfern.

 

Gott Jehova verlangt ausschliessliche Ergebenheit! Daran hielt Jesus sich, das lehrte Paulus und dies berichtigte Timotheus, wo immer er von Paulus hingesandt wurde.

 

Totenkult: Eine Form des SpiritismusTotenkult zu betreiben ist gegen Gottes GESETZ! Die Priester sind in diesem Falle bis heute die Medien, die Gläubige mit ihren Toten in Verbindung bringen. Dazu dienen doch Totenmessen! Wie aber kann ein Toter helfen, der „zum Staub zurückgekehrt“ ist, dessen „Geist aus geht“, dies im Sinne von Erlöschen jeglicher Gedanken? Klüger wäre es seinen Hund um Rat zu befragen wie einen Toten!

 

*** Rbi8  Prediger 9:4-6 ***

Denn wer immer allen Lebenden zugesellt ist, für den ist Zuversicht da, weil ein lebender Hund besser daran ist als ein toter Löwe. 5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. 6 Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.

 

Der „tote Löwe“ so stark er im Leben immer war kann niemandem mehr helfen! Weder Maria, noch die Apostel noch die Propheten oder alle übrigen der Verstorbenen können helfen, bis sie nicht durch Auferstehung aus dem „Hades“ (Grab) zurückkehren! Obwohl die Apostel und gewisse Männer und Frauen im Leben wie Löwen für Wahrheit und Gerechtigkeit gekämpft haben mögen, so sind sie doch im Todesschlaf vollkommen machtlos! Jedes Gebet zu einem Verstorbenen ist Unsinn, der uns zur Gottlosigkeit hinführt! Wer sich „nicht des Geringsten bewusst“ ist, der kann auch nicht auf Gebete reagieren, mögen diese auch noch so tiefbrünstig geäussert werden! Wer Gottes Rat missachtet wird auch nicht einmal von Gott gehört. Er verschliesst seine Ohren vor der Torheit dessen, der nicht auf seinen Rat hört! (Spr 1:22-33)

 

Gottes Rat ist gegenüber allen Menschen derselbe, die ihn anrufen:

 

*** Rbi8  Psalm 66:18 ***

Wenn ich es in meinem Herzen auf irgend etwas Schädliches abgesehen habe,

Wird Jehova [mich] nicht hören.

 

Jehova hört nicht auf schadenstiftende Menschen! Schaden zu stiften bedeutet irgend eines der göttlichen Gebote zu übertreten!

 

*** Rbi8  Sprüche 28:9 ***

Wer sein Ohr vom Hören des Gesetzes [[GESETZES]] abwendet — sogar sein Gebet ist etwas Verabscheuungswürdiges

 

Alle christlichen Kirchen haben im einen oder anderen Gottes GESETZ verlassen! Wenn wir nicht auf Gott und sein Gebot hören nützen auch unsere Gebete nichts! Glaube und Aberglaube sind wie zwei sich bekämpfende Brüder, der eine ist ehelich, der andere aus Hurerei hervorgegangen! Jesaja wiederholt darum Jehovas Worte, die lauten:

 

*** Rbi8  Jesaja 1:15-17 ***

Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden. 16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun. 17 Lernt Gutes tun; forscht nach dem Recht; weist den Bedrücker zurecht; fällt [einen] Rechtsspruch für den vaterlosen Knaben; führt die Rechtssache der Witwe.“

 

Wer seinen Bruder hasst, der ist bereits ein Mörder, hatte Jesus erklärt! Wer von Gott gehört werden will muss die Vorkehrungen zur Sündenbereinigung wahrnehmen und ausführen! Gottes Recht ist erforschbar, es liegt jedem christlichen und jüdischen Haushalt vor! Wir sollen darin forschen, wie das Recht rechtmässig angewendet werden muss! Erst dann hört Gott auf unsere Gebete!

 

Gottes Vorkehrungen zur Sündenbereinigung wahrnehmen!
 

 

3.3.2           Kapitel 1:  Gottes GESETZ ist vortrefflich

 

3.3.2.1          1.Ti 1:1-11:  Gottes GESETZ ist vortrefflich, wenn es gesetzmässig angewandt wird!

 

Paulus stellt sich zu Beginn erneut in seiner erhöhten Stellung als „Apostel“ vor, dadurch seine ihm von Gott durch Jesus verliehene Autorität in den Vordergrund rückend! Paulus war sich beim Schreiben bewusst, dass der Brief an Timotheus auch ein Brief an alle Brüder war! Bereits in den ersten Kodizes (Sammlung heiliger Handschriften) wird er von frühen Zeugen als authentisch erwähnt.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:1-2 ***

Paulus, ein Apostel Christi Jesu, unter [dem] Befehl Gottes, unseres Retters, und Christi Jesu, unserer Hoffnung, 2 an Timotheus, ein echtes Kind im Glauben:

Unverdiente Güte, Barmherzigkeit, Friede von Gott, [dem] Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.

 

Wir alle sollen „echte Kinder“ des Paulus sein, die wir zu den Christen aus den Heiden gehören! Er ist ja der Apostel für die Heiden! Timotheus war seitens der Mutter ein „Ebionit“, obwohl die physische Beschneidung fehlte, seitens des Vaters aber ein „Paulikaner“. Er vereinte damit beide Seiten! Paulus zeigt seine Liebe zu diesem seinem Gefährten offen!

 

Das Hauptthema das Paulus von Beginn an erwähnt ist die Lehre des Hymenäus, Alexander und später auch des Philetus. Als Paulus von Rom aus den Brief an die Philipper im Jahre 61 u.Z. schrieb, da war der Überbringer Timotheus (Phi 2:19). Offensichtlich überbrachte er nach Philippi anschliessend als Bote auch den Brief an die Versammlung Ephesus und an jene in Kolossä, sowie an Philemon, die ja alle ungefähr zur selben Zeit in Rom geschrieben wurden. Darin kündigt Paulus seine 4.Missionsreise an, all jene Versammlungen erneut besuchend.

 

Zeizbank, Karte 4.Dienstreise des PaulusDann beliess er Timotheus in jener Versammlung Ephesus, um sie weiterhin zu bestärken. Paulus selbst reiste nach seiner Freilassung aus der 1.Gefangenschaft nach vorab über Kreta nach Mazedonien. Unterwegs schrieb er den 1.Brief an Timotheus aus Nikopolis auf dem Festland in Griechenland, wo Paulus den Winter 61/62 u.Z. verbrachte. Paulus schreibt nun zu Beginn, dass Timotheus gewissen Verkündigern falscher Lehren den Mund stopfen soll!:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:3-11 ***

So, wie ich dich ermuntert habe, in Ephesus zu bleiben, als ich im Begriff war, meines Weges nach Mazedonien zu gehen, so tue ich es jetzt, damit du gewissen Leuten gebietest, nicht eine andere Lehre zu lehren 4 noch unwahren Geschichten und Geschlechtsregistern Aufmerksamkeit zu schenken, die zu nichts führen, sondern eher Fragen zur Nachforschung hervorrufen, als etwas von Gott darzureichen, was mit Glauben in Verbindung ist. 5 Das Ziel dieses Auftrags ist tatsächlich Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 6 Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

Zwei Themen spricht Paulus an: Erstens, die „unwahren Geschichten“ im Zusammenhang mit Hymenäus, die er anschliessend erwähnt, dann zweitens, die ungebührliche Aufmerksamkeit, die einige den Geschlechtsregistern gegenüber zuwendeten. Das GESETZ Mose, auf das sie sich dabei berufen, war mit dem Ende des „Bundes mit Levi“ nicht weiter verbindlich.

 


 

Betrachten wir ein paar geschichtliche Daten jener Zeit: Im Jahre 66 u.Z., als die Zeloten den Angriff gegen Jerusalems römische Verwaltung unternahmen kam es zum Brand des Archivs (September, am „Fest des Holztragens“), wo die Geschlechtsregister verwaltet wurden. Damit wurde Leviten und Nachkommen Aarons die Grundlage entzogen, ihre Herkunft bestätigen zu lassen! Nachforschungen jener „Gesetzeslehrer“ zeigte bloss, dass sie die Botschaft über die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ nicht verstanden hatten! Seit Jesu Tod, dem Ende des „Bundes mit Levi“ und später der Taufe des Kornelius, wo Menschen der Nationen statt des „Bundes mit den Vielen“ hatten Leviten und jüdische Nachfahren keine privilegierte Stellung mehr! Juden und Griechen waren in ihrer Hoffnung gleich gestellt! Wer Jesus als den „Propheten gleich mir (Moses)“ ablehnte war als dürrer Ast vom Baum Israels abgeschnitten! (5.Mo 18:15-19)

 

Stammbaum LevitenDa innerhalb der „Ebioniten“ weiterhin der Drang bestand, dass gewisse Juden ihre hervorragende Herkunft in den Vordergrund zu rücken suchten, so wollte Paulus diesen Begehren einen Riegel schieben! Daraus entstand Eitelkeit und damit verbunden „eitles Gerede“, indem man sich aufgrund der Herkunft für mehr hielt, als dies Jesus zugesagt hatte! Jene aus eigenem Antrieb handelnden „Gesetzeslehrer“ hatten die Änderungen nicht verstanden die mit dem „GESETZ des Christus“ Gültigkeit erlangt hatten! Das waren Änderungen innerhalb des Gesetzesbundes Mose, die der Wechsel in der levitischen Priesterschaft und das Ende der blutigen Opfer im Tempel mit sich brachten und bedingten! Paulus beschrieb dies im Brief an die Hebräer deutlich, der parallel zu den Briefen an die Epheser, Kolosser, Philipper geschrieben wurde und die wahrscheinlich dann alle der Reiseroute folgend gemeinsam mit Timotheus jene Versammlungen erreichten. Jede erhielt ihren Originalbrief und eine Kopie der Schreiben an die übrigen Versammlung. Dadurch kamen alle gleichzeitig auf denselben Informationsstand.

 

Solche Details helfen uns die Umstände rund um das Schreiben an Timotheus selbst besser zu verstehen!

 

Der „neue Bund“ fusste nicht auf dem „Bund mit Levi“ und gab auch kein Vorrecht mehr auf den Zehnten, wie dies der „Salzbund mit Levi“ vorsah! Paulus setzt erneut das altbekannte Ziel, dass Anstrengung nicht auf ungebührlichem Gewinn beruht, sondern ungeheuchelter Glaube und ein gutes Gewissen voraussetzt: „Liebe aus reinem Herzen“! Christen sollen untereinander „Gaben des Glaubens“ darreichen und nicht unwahren Geschichten Aufmerksamkeit zollen!

 

Paulus fährt fort das GESETZ zu loben und verweist auf die korrekte Form, wie das GESETZ gehandhabt werden muss! Jesus hatte oft die Pharisäer und Schriftgelehrten zurechtgewiesen, weil jene durch Zufügungen, Veränderungen und Weglassungen Gottes GESETZ ungültig gemacht hatten. Er dagegen verwies auf die dahinter liegenden Prinzipien wie die Liebe, die alles lenken muss. Zudem verschärfte Jesus in einigen Belangen die Strafbestimmungen des GESETZES, indem er Lücken schloss, die aufgrund der wahren Anwendung des Prinzips nicht weiter sein durften!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz [[GESETZ]] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt, und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger,   10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner, Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Paulus zählt all jene Dinge auf, welche das GESETZ namentlich unterbindet. Weit davon entfernt, dass jene Dinge nun für Christen erlaubt wären, obwohl einige dies anscheinend bereits in der Versammlung Rom behaupteten und der falschen Meinung waren, dass vorsätzliche Sünde weiterhin durch Gottes „unverdiente Güte“ zugedeckt würden. Im Brief an die Römer wies Paulus jene in die Schranken und umschrieb er deutlich die Aufgabe jedes Christen, dass wir das „GESETZ des Christus“ unter den Nationen aufrichten sollen! Weit entfernt von der Behauptung einiger, welche die Worte des Paulus wie auch die übrigen Schriften verdrehten, dass „Christus das Ende des GESETZES“ sei! Jesus war nicht Ende, sondern „Ziel“ und „Höhepunkt“ der Erfüllung des GESETZES, uns allen zum Vorbild (Mat 5:17-20; Rö 10:4).

 

*** Rbi8  Römer 3:29-31 ***

Jjehova ist auch der Gott der NationenOder ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen [[(mittels Hesus, den eingesetzten Herrscher)]], 30 wenn Gott wirklich einer ist, der Beschnittene zufolge des Glaubens und Unbeschnittene durch ihren Glauben gerechtsprechen wird. 31 Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Nicht durch „Gesetzeswerke“ wie die Beschneidung, die Trennung zwischen Juden- und Heidenchristen oder durch blutige Opfer im Tempel kam die Rettung, sondern durch Glauben in den Christus und seinen Opfertod! Das vereint „Ebioniten“ und „Paulikaner“ durch dieselbe Taufe in den Christus! Das „GESETZ des Glaubens“ in Christus als Erlöser aber ist Bedingung für Aufnahme in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und hebt keinesfalls das GESETZ auf!

 

Kenntnis des GESETZES war und blieb somit weiterhin Grundlage des Predigens der guten Botschaft! Paulus machte von seiner Vorbildung als Pharisäer und Gesetzeslehrer, der von Gamaliel unterrichtet wurde mehrfach Gebrauch! Seine Briefe zeigen seine tiefe Verbundenheit und Liebe zum GESETZ, so wie es Jehova verkündet hatte und wie es Jesus lehrte. Er war aber voller Verachtung für jene, die das GESETZ verdrehten, um ihrer eigenen ungerechten Wünsche zu legitimieren!

 

3.3.2.2          1.Ti 1:12-17:  Das herausragende Dienstamt des Paulus: Wie Jesus will er Sünder retten

 

Die Erwählung des Paulus geschah direkt durch Jesus, indem Paulus auf dem Weg nach Damaskus durch ein sehr helles Licht geblendet wurde und Jesus ihn fragte: „Warum verfolgst du mich?“ Saulus war ein eifriger Verfolger jener, die „zum Weg“ gehörten, die Jünger Jesu waren und die gute Botschaft verbreiteten und dabei den Schritten des Christus exakt nachfolgten.

 

Paulus geht mit sich selbst ins Gericht und beschreibt sich als „Lästerer und Verfolger“. Er sagt weiter von sich, dass er „ein unverschämter Mensch“ war und stellt sich als Sünder an erste Stelle, dem aber durch „unverdiente Güte“ Barmherzigkeit erwiesen wurde. Paulus zeigt in seinem eigenen Zusammenhang den Grund, warum Jesus gekommen war, nämlich: „Um Sünder zu retten“, sie zur Umkehr zu bewegen, zur Reue und hin zur Taufe zu führen.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:12-17 ***

Ich bin Christus Jesus, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen hat, dankbar, weil er mich als treu erachtete, indem er mir ein Dienstamt zuwies, 13 obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte. 14 Aber die unverdiente Güte unseres Herrn ist über die Maßen überströmend geworden mit Glauben und Liebe, die in Verbindung mit Christus Jesus sind. 15 Zuverlässig ist das Wort und verdient völlige Annahme, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten. Unter diesen stehe ich an erster Stelle. 16 Dennoch wurde mir deshalb Barmherzigkeit erwiesen, damit Christus Jesus vornehmlich durch mich seine ganze Langmut als Musterbeispiel für die zeigen könnte, die ihren Glauben zum ewigen Leben in ihn setzen werden.

17 Dem König der Ewigkeit nun, dem unvergänglichen, unsichtbaren, [dem] alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit für immer und ewig. Amen.

 

Glaube in Jesus zu setzen ist Bedingung, um ewiges Leben erlangen zu können! Da Jesus selbst einem Feind des „Weges“, wie es Saulus von Tarsus war, einem Verfolger der bis hin zum Mord an Stephanus ging, dann aber Barmherzigkeit erwies, so zeigte er damit, dass Menschen die von ihrem krummen Weg umkehren für Jesus annehmbar sind! Jesus erwies dadurch seine Langmut mit denen, die bereit sind auf ihn zu hören. Er erwies Liebe zu seinen Feinden. Paulus weiss aber auch genau, dass Jehova der einzige wahre Gott ist, dass Jesus in Seinem Auftrag handelt und von Gott her die höchste Autorität empfangen hat.

Die Vorgeschichte, wo Paulus an den Abtrünnigen Hymenäus und Philetus Gericht geübt hat

Paulus war auf der 3.Missionsreise insgesamt drei Jahre lang in Ephesus geblieben. Dies war von 53 bis 55 u.Z.. Nachdem „der Geist“, Jesus ihn aber in einer Vision aufgefordert hatte nach Mazedonien zu kommen folgte er dieser Aufforderung. So gelangte er über Philippi und mehrere Städte Mazedoniens nach Athen und dann nach Korinth, wo er den Winter des Jahres 55/56 u.Z. verbrachte.

 

Die dritte Missionsreise des Paulus

Auf der Rückreise bestellte er die Vorsteher der Versammlung Ephesus nach Milet, da er bereits zum Pfingstfest 56 u.Z. in Jerusalem sein wollte. Nachdem er sie ermuntert und vor kommendem Abfall der aus ihren eigenen Reihen her kommen würde gewarnt hatte, da verabschiedete er sich von ihnen, in der Gewissheit ihr Angesicht nicht mehr zu sehen (Apg 20:17-38).

 

In Jerusalem kam es am Pfingstfest 56 u.Z. zu seiner Verhaftung und nun, nach seiner Freilassung fünf Jahre später verbrachte er im Jahre 61/62 u.Z. auf der 4.Missionsreise den Winter in der griechischen Hafenstadt Nikopolis an der Ägäis, von wo aus er Timotheus schrieb. Was er im Folgenden weiter aussagt, dies muss somit zuvor in der Zeit gegen Ende seines dreijährigen Aufenthaltes in Ephesus geschehen sein.

 

Paulus, in seiner Funktion als Apostel und Lehrer der Versammlung Ephesus hatte dort selbst Gericht geübt und zumindest zwei Unbelehrbare aus der Versammlung verstossen: Hymenäus und Alexander. Jene beiden hatten die reine Lehre der guten Botschaft mit griechischer Philosophie vermischt. Sie lehrten, die Auferstehung der Toten sei bereits geschehen. Da keiner der Toten aber gesehen werden konnte erklärten sie das wäre im Himmel geschehen. Dies aber widersprach den Aussagen, sowohl von Jesus wie jenen der Apostel und auch der Propheten. Dadurch wurde der Zeitpunkt und die Abfolge vorgegebener prophetischer Ankündigung willkürlich geändert. Jede Erkenntnis über das zu erwartende Geschehen bei Jesu Wiederkehr, die vorhergesagten Zeichen wurden durch jene Männer damit als ungültig erklärt! Damit aber wäre Gott selbst zum Lügner geworden und seine Propheten würden sich als falsche Propheten erweisen!

Niemand kann ungestraft Gott zum Lügner machen, um seine eigene Wahrheit aufzurichten

Paulus hatte im Brief an die Römer einen wichtigen Grundsatz festgehalten, den wir uns merken sollten, weil er bei der Identifikation „falscher Propheten“ der Endzeit gewichtig ist: Gott erwählte die jüdische Nation wegen der Treue Abrahams. Nur durch dieses, sein Volk gab er seine heiligen Aussprüche bekannt die schlussendlich zur ganzen Erde hin gelangen mussten! Als der Pharao in Ägypten Träume von Jehova erhielt, da war es der Israelit Joseph der sie ihm deutete! Ebenso bei Nebukadnezar: Die Traumdeutung erfolgte durch den Israeliten Daniel! Alle Schreiber der heiligen Bücher waren nachkommen Israels, Nachfahren Isaaks und Abrahams! Auch die Schriften des neuen Testaments sind vollkommen inspiriert von Gott und durch beschnittene Juden aufgeschrieben! Gott hat seither keine Mitteilungen durch Nichtjuden verlauten lassen!

 

Es gibt keine „Kommunikationskanäle“ über Auserwählte in der Endzeit! Keine der Religionen hat ein höheres Privileg, um Gottes Mitteilungen zu erhalten! Gottes Kommunikation war, ist und bleibt die Schrift bis zum Abschluss des Systems!

 

Jehovas Formen der Kommunikatuion mit den Menschen
 

Jesu Wiederkommen geschieht inmitten seiner Feinde, ohne Aufsehen von seiner Seite! Die Apostel geben nach ihrer Frühauferstehung an ihrem Ort in der „Wildnis“ weder mündliche noch schriftliche Mitteilungen ab! Paulus hat dies den Thessalonichern klar angekündigt (2.Thess 2:1, 2, 15). Alle „Zeichen“ der Endzeit die Jesus warnend nannte sind in der Schrift beschrieben und erfüllen sich durch Satans System! Die „sieben Trompeten“, die „sieben Schalen“ und die „drei Wehe“ sind Ankündigungen von kommenden Ereignissen durch Jehova, die wir selbst gemäss den vorhergesagten „Zeiten und Zeitabschnitten“ während der Endzeit einreihen müssen, wenn sie zu geschehen beginnen!

 

*** Rbi8  Römer 3:1-6 ***

Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2 In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden. 3 Was denn [ist der Fall]? Wird vielleicht, wenn einige nicht Glauben bekundeten, ihr Unglaube die Treue Gottes unwirksam machen? 4 Das geschehe nie! Sondern Gott werde als wahrhaftig befunden, wenn auch jeder Mensch als Lügner erfunden werde, so wie geschrieben steht: „Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst.“ 5 Wenn jedoch unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn [[(mittels der sieben Zornschale)]] entlädt? (Ich rede wie ein Mensch.) 6 Das geschehe nie! Wie wird Gott sonst die Welt richten?

 

"Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst"Richten hat einerseits mit Barmherzigkeit zu tun, gegenüber den Einsichtigen, hartem Handeln gegenüber den Verhärteten. Dass auch in der Christenversammlung Untreue Gott und seinem Wort gegenüber kommen würde, dies war durch Jesus deutlich angekündet worden! Jeder Christ muss auf sein eigenes Lehren achten: Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst.“ Ob ich einem religiösen „blinden Leiter“ anhänge oder mich selbst als „sehend“ erweise hängt vom eigenen Entscheid zum Nachforschen ab! Es ist kein Zufallstreffer, sondern hat mit dem Einsatz unseres eigenen Verstandes zu tun, der bereit ist zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden, der gelernt hat auf Gottes Worte zu vertrauen und Abweichungen davon zu erkennen!

 

Gottes Gericht an der ganzen Menschheit geschieht aufgrund des geäusserten Willens, Seines GESETZES und Seiner richterlichen Entscheidungen! Während zweitausend Jahren war jeder der sich zu Christus bekannte verpflichtet diese gute Botschaft zu verkünden und dazu beizutragen, dass Gottes Gerechtigkeit und sein GESETZ unter den Nationen bekannt würde und aufgerichtet wird! Das Gericht an der Generation von Harmagedon [B2] hat die göttlichen Gebote zur Grundlage. Wer darauf gehört hat und sich danach richtete wird nicht gerichtet und kommt ins ewige Leben, wer es versäumte muss Rechenschaft ablegen! (Rö 3:31)

 

*** Rbi8  Johannes 3:18-21 ***

Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat. 19 Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. 21 Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht, damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

 

Wer in Jesu Worte Glauben setzt, dass er nicht gekommen sei das GESETZ oder die PROPHETEN abzuschaffen, der hält sich an Gottes Gebote und glaubt und vertraut den Aussagen der Propheten, was vergangene und künftige Dinge betrifft! Wer diesem widerspricht macht Gott zum Lügner!

 

Niemand wird Gott zum Lügner machen ohne den Preis darauf schlussendlich zu entrichten der bereits im ersten Gericht in Eden gegen den „Vater der Lüge“, Satan „die Urschlange“ festgelegt worden war: Jesus wird ihm „den Kopf zermalmen“! Wer Gott zum Lügner erklärt, um seine eigene, widersprechende Wahrheit aufzurichten, der wird von den Lebenden abgeschnitten werden! Der „Stein“ aus dem himmlischen Zion wird auf ihn fallen und ihn zermalmen (Da 2:44, 45; Mat 21:44).

1.Ti 1:18-20:  Der „Schiffbruch“ am Glauben des Hymenäus und Alexander; Kriegszug gegen falsche Lehren

Timotheus musste gegen die Ausbreitung jener falschen Lehren betreffend himmlischer Auferstehung der Toten den Kriegszug fortsetzen! Das „Schwert des Geistes“, Gottes Wort war seine Ausrüstung. Dies beschrieb Paulus im Brief an die Epheser, den Timotheus nach der Übergabe des Briefes an die Philipper nun direkt persönlich mit nach Ephesus gebracht hatte. Im 1.Brief ermunterte er ihn bereits:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Erst im 2.Brief an Timotheus erklärt Paulus den Grund für den Hinauswurf: Jene Männer hatten gelehrt, „die Auferstehung sei bereits geschehen“ (2.Ti 2:16-18). Gemäss dem Paulus war dies ein todeswürdiges Vergehen, weil es den Glauben in die Wiederkehr Christi „im Fleische“ als machtvoller, erdenweiter Herrscher untergrub! Es war somit klar und deutlich ein Vergehen „wider den heiligen Geist“, für die es keine Vergebung gibt! Jene Männer wussten von Paulus, was im Zusammenhang mit Jesu Wiederkehr geschehen würde!

 

7 Sendschreiben offenbarung: Versammlung Ephesus Glaube und ein gutes Gewissen kann nicht bewahrt werden, wenn wir einer Lüge anhangen! Wer an eine Auferstehung der Toten im Himmel glaubt hängt nicht der guten Botschaft an die Paulus verkündet hat, sondern wurde ohne es zu bemerken ein Gefangener des Hymenäus, Alexander und Philetus, welche die Begründer der ersten erfolgreichen Sekte waren. Es bedeutet ebenso Schiffbruch am wahren Glauben erlitten zu haben! Aus der Sekte um Hymenäus entwickelte sich während der folgenden drei Jahrzehnte die Nikolaus-Sekte, von der Jesus in der Offenbarung im Schreiben an den „Engel“, den Vorsteher der Versammlung Ephesus sagt, dass er diese hasst (Off 2:5-7). Jene Abtrünnigen hatten sich auf dieselbe Stufe der Apostel erhoben und widerstanden jenen durch ihre falschen Lehren! (Off 2:1-4) Deutlich geht es um Abfall vom wahren Glauben hin zu einem Aberglauben:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:5-7 ***

Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist [[(von reiner Lehre und vom GESETZ)]], und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter [[(die Versammlung)]] von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust. 6 Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. 7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘

 

Jener „Baum des Lebens“ bedeutete „den Engel Jehovas“ und dessen tägliche Unterweisung „in der Briese der Abendsonne“ (1.Mo 3:8) Da der Vorsteher von Ephesus die gesetzlosen Taten der Nikolaiten hasst, erhält er Lob von Jesus! Wir selbst sollten uns dieses Lob verdienen, indem wir die Zusammenhänge zwischen Hymenäus, Nikolaiten, Katholischer Kirche und evangelischer Endzeitreligionen verstehen lernen! Derselbe Abfall ist wie eine Verkettung vom 1.Jahrhundert bis zu unseren Tagen zu verfolgen! „Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘

 

Jene frühen Abtrünnigen um Hymenäus, jener Alexander und Philetus bildeten die Grundlehre aus, welche von einigen der Kirchenväter übernommen wurde. Sie wurde durch die Katholische Kirche in immer neuen Formen mit anderen heidnischen Lehren mit Bräuchen und viel Ziborium vermischt, was zum grossen Abfall vom wahren, unverfälschten Glauben führte!

 

Fast alle später von der Mutterkirche abgespaltenen Religionen, wie die Orthodoxen, die Protestanten und Evangelikalen übernahmen die Grundlehre des Hymenäus und viele weitere der Lehren jener abtrünnigen Kirchenväter.

 

Marcion trieb die Nikolaus-Sekte hin zu neuem HöhepunktIm zweiten Jahrhundert war es Marcion (85-160 u.Z.), der die Nikolaus-Sekte zu einem weiteren Höhepunkt vorantrieb. Obwohl die Marcioniten ausgeschlossen und bekämpft wurden hat sich ihr Gedankengut in der Lehre der Katholischen Kirche zu einem guten Teil festgesetzt. Darin ging der Kirchenvater Tertullian führend voran!

 

   Marcions Schriften wurden beizeiten getilgt, doch haben sie sich in langen Auszügen in Büchern seiner Gegner erhalten, die ganze Passagen zunächst referierten, um sie dann zu widerlegen. Danach schied der missionierende Reeder streng zwischen einem Gott der Liebe des Neuen und einem bösen Schöpfergott des Alten Testamentes. Beide seien einander fremd. Als Konsequenz daraus habe Marcion für seine Bibel nur die Briefe des Paulus sowie eine gereinigte Version des Lukas-Evangeliums gelten lassen und das ganze Alte Testament verworfen, so seine orthodoxen Gegner. Als Reaktion schufen sie den neutestamentlichen Kanon, so die Schulmeinung der modernen Wissenschaft.  [1]

 

Die „Schulmeinung“ ändert sich wie der Zeitgeist. Was geblieben ist „Babylon die Grosse“ stellte sich somit bereits am Ende des ersten Jahrhunderts in ihrem Gewand aus Vermischung von unterschiedlichen Lehren im mystischen Gewand des Heidenkultes dar! Alles, was die gerade vorherrschende Macht darstellte vernichtete Material ihrer Gegner, welche ihnen widersprachen. Es ist daher ein schwieriges oder gar unmögliches Unterfangen den Entstehungsweg der Urschriften zu rekonstruieren. Wenn Jehova die „Teraphim“ seit dem „Buch Adams“ (1.Mo 5:1) zu schützen wusste, wie viel mehr noch die Zeugnisse über Christus und die der Apostel?

 

Darum kann aufgrund der Offenbarung aus dem Jahre 96 u.Z. und ihrer detaillierten Angaben für den damaligen Beginn und die prophetischen Vorhersagen auf das Ende und den Höhepunkt des Abfalls in unseren Tagen hin fast lückenlos die gesamte Geschichte des Abfalls der Christenheit rekonstruiert werden!

 

 

3.3.3           Kapitel 2:  Gebete in den Versammlungen

 

3.3.3.1          1.Ti 2:1-7:  Loyale Gebete um Rettung von Menschen

 

Obwohl die „obrigkeitlichen Gewalten“, welche Paulus im Kapitel 13 des Briefes an die Römer erwähnt vorab unseren Herrn und König Jesus Christus betrifft, der seinen Aposteln Autorität zugeteilt hatte über die Vorsteher der Versammlungen, so sind und bleiben wir bis zum Abschluss des Systems doch innerhalb dieser Welt Satans und seiner vom Bösen eingesetzten Autoritäten. Jesus hatte den Vater ja gebeten uns zu schützen, nicht uns aus der Welt herauszunehmen. Jesus zählte „zur Welt“ bereits die Sekte der Pharisäer, der Sadduzäer, die Schriftgelehrten und die Priester, weil sie gemeinsam sein Wort ablehnten! Schlussendlich riefen sie gemeinsam vor Pilatus: „Wir haben keinen König ausser dem Cäsar“ (Joh 19:14-16). Das sollte uns zum Denken anregen, was der Christus von heutigen Religionsführern sagen würde, die doch alle mit der Staatsmacht verfilzt sind!

 

Fiklz und Altar *** Rbi8  Johannes 15:18-27 ***

Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt. 20 Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten. 21 Alle diese Dinge aber werden sie euch um meines Namens willen antun, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat. 22 Wenn ich nicht gekommen wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. 23 Wer mich haßt, haßt auch meinen Vater. 24 Wenn ich unter ihnen nicht die Werke getan hätte, die niemand sonst getan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie sowohl mich als auch meinen Vater gesehen und gehaßt. 25 Doch ist es, damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem GESETZ geschrieben steht: ‚Sie haben mich ohne Ursache gehaßt.‘ 26 Wenn der Helfer gekommen ist, den ich euch vom Vater her senden will, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, wird dieser Zeugnis von mir ablegen; 27 und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr bei mir gewesen seid, seitdem ich begann.

 

Jesus erklärt somit, wer das Wort der Apostel nicht hält, der hört auch nicht auf ihn und damit nicht auf Gott! Es gibt heute keine Entschuldigung mehr für Sünde, weil Jesus mit aller Deutlichkeit geredet hat! Hass zeigt sich dadurch, dass wir nicht auf eine Autorität achten die das Recht hat gehört zu werden! Jene die sich fälschlich des Namens Jesu bedienen und das Wort der Wahrheit unterdrücken handeln wie Saulus in Verblendung! Saulus aber hörte auf die erste Zurechtweisung! Er bereute und kehrte seinen Lauf um! Darum wurde er für Christus ein wertvolles Gefäss!

 

Der Geist der Wahrheit“ kam mit dem inspirierten Wort des Neuen Testaments! Die Schreiber errichteten ihre Werke unter Inspiration, „gottgehaucht“. Derselbe Helfer steht uns zur Verfügung der schon Timotheus in seinem Kampf gegen den Abfall so nützliche Dienste tat! Wir besitzen denselben „Geist der Wahrheit“, um ihn einem Schwert gleich gegen Irrtum und Lüge einzusetzen!

 

Paulus sagt daher zu Recht, dass wir durch Flehen, durch Gebete und Fürbitten „in Bezug auf Menschen aller Arten“ die Gott dargebracht werden sollen um Hilfe und Rettung bitten. Das bezieht auch Menschen mit ein, die diesem System dienen und daher das „Kennzeichen des wilden Tieres“ auf Stirn oder Hand tragen, wie „Könige und alle, die in hoher Stellung sind“. Auch sie bilden eine „obrigkeitliche Gewalt“, die aber vom „Gott dieses Systems“ her stammt. Das ist kein Widerspruch, sondern Paulus nennt den Grund hierzu: „damit wir weiterhin ein ruhiges und stilles Leben führen können in völliger Gottergebenheit und Ernsthaftigkeit.“ Wir werden nicht Teil von ihnen, wenn wir für unsere Feinde Fürbitte einlegen, sondern zeigen die höchste Form der Liebe: Feindesliebe! Als Glieder des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ sind wir Jehova, dem höchsten König, dem höchsten Richter und höchsten Gesetzgeber unterordnet und anerkennen Jesus als unseren Herrn und König! Damit wir Gott und seinem Christus dienen können sollen wir unsere Gebete zu Gott erheben, damit wir dies weiterhin tun können und keines der Gebote des Christus übertreten! Das bringt uns leicht in Konflikt mit dem Staats- und Religionssystem!

 

Unwissentlicher Irrtum: Annahme der Wahrheit oder Verlust der Ehrlichkeit? *** Rbi8  1. Timotheus 2:1-7 ***

Ich ermahne daher vor allem, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen in bezug auf Menschen von allen Arten dargebracht werden, 2 in bezug auf Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir weiterhin ein ruhiges und stilles Leben führen können in völliger Gottergebenheit und Ernsthaftigkeit. 3 Das ist vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters, 4 dessen Wille es ist, daß alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen [[(wie könnten dies unsere Gegner erreichen, wenn wir sie nicht über die gute Botschaft unterrichten würden, obwohl sie Widersacher sind?)]]. 5 Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden. 7 Für dieses Zeugnis wurde ich zum Prediger und Apostel eingesetzt — ich rede die Wahrheit, ich lüge nicht —, zum Lehrer der Nationen in bezug auf Glauben und Wahrheit.

 

Gott ist unser Retter durch Christus und nicht Menschen in hoher Amtsstellung in Politik oder Religion! Paulus nennt einen weiteren Zweck dieser Gebete zu Gott „dessen Wille es ist, daß alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ So wie Saulus zum Paulus wurde, ein eifriger Streiter für die unverfälschte Wahrheit, so können auch heute Personen in hoher Amtsstellung in Religion oder Politik diesen Glauben annehmen und selbst Diener der Wahrheit werden!

 

Da Jesus Mittler zwischen Gott und uns Menschen ist, kann er nicht gleichzeitig Teil einer dreieinigen Gottheit sein. Das widerspricht den Aussagen des Paulus klar und deutlich: „Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus.“ Da Paulus von Jesus als „Mensch“ redet und die Offenbarung ebenso vom „Menschensohn“ spricht, vom Erstling der Auferstandenen, „der Lebende“ ist offensichtlich nicht vom „GOTT“ Jesus die Rede, sondern vom erhöhten Menschen Jesus, der „für immer und ewig lebt“. Ohne Glauben in diese Tatsache ist es unmöglich Gott zu gefallen, weil wir dadurch Gott und sein Wort in der Schrift zur Lüge erklären! (Heb 11:6)

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:17-18 ***

Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: „Sei ohne Furcht. Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich wurde ein Toter, doch siehe, ich lebe für immer und ewig, und ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades.

 

Obwohl Jesus tot war und Teile von drei Tagen im Grab lag, so hat doch Gott ihn unmittelbar nach dem Tod als Geistwesen auferweckt, derselbe Geist den er war, bevor er zur Erde gesandt wurde, um Mensch zu werden. Sein ganzes ihm aufgetragenes Werk musste und wird er noch vollenden! Derselbe Geist, der Adam beim „Baum des Lebens“ unterrichtete und die vorsintflutlichen Berichte von Gottes Handeln bewahrte, der den Bund mit Noah, Abraham, Isaak und Jakob für uns als ewige Aufzeichnung sicherte hat auch die Schriften des „neuen Bundes“ zu schützen gewusst, unabhängig davon, dass sein Gegner diese beständig zu verändern und zu vernichten suchte. 

 

*** Rbi8  Johannes 4:34 ***

Jesus sagte zu ihnen: „Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollende.

 

Jesus, der Werkmeister Gottes an einen Pfahl geheftetJesus selbst stellte „den Tempel seines Leibes“ am dritten Tage wieder her, so wie er es den Juden angekündigt hatte! Dazu musste er als Geistwesen bereits erneut am Leben sein! Gott hatte zu Jesus als „Werkmeister“ und zu seinen Engeln gesagt: „Auf, lasst uns Menschen machen“. Nun ging es darum den eigenen menschlichen Leib erneut herzurichten! Die Schrift widerspricht sich nicht, gibt aber dem eifrigen und ehrlich nach Wahrheit Suchenden alle Grundelemente zu einer genauen Erkenntnis!

 

*** Rbi8  Johannes 2:18-22 ***

Die Juden gaben ihm daher zur Antwort: „Welches Zeichen kannst du uns zeigen, da du diese Dinge tust? 19 Als Antwort sagte Jesus zu ihnen: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ 20 Deshalb sagten die Juden: „Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 21 Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. 22 Als er jedoch von den Toten auferweckt worden war, kam es seinen Jüngern in den Sinn, daß er dies wiederholt gesagt hatte; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

 

Paulus hat keine andere gute Botschaft verkündet als jene, die Jesus bereits erklärt hat. Er wurde als Apostel der Nationen zu einer Stellung erhoben, wo er die spezifischen Begebenheiten jener Versammlungen unter den Heiden in praktischer Form lösen musste. Als Gesetzeslehrer wusste er um alle Vorhersagen im Gesetzesbund und in den Propheten denen er nicht nur Glauben schenkte, sondern die er selbst auch hielt und lehrte! „Für dieses Zeugnis wurde ich zum Prediger und Apostel eingesetzt — ich rede die Wahrheit, ich lüge nicht —, zum Lehrer der Nationen in bezug auf Glauben und Wahrheit.

 

3.3.3.2          1.Ti 2:8-15:  Gebete durch Männer; Frauen in den Versammlungen und ihr Auftreten

 

Paulus gibt Anweisung, wie Gebete durch die lautere Männer dargereicht werden sollen. Einige mögen sich mittels der Gebete ihrem Zorn Luft gemacht haben, indem sie ihre Gegner denunzierten und deren Lehren angriffen. Paulus verweist aber auf Loyalität Gott gegenüber und im Hinblick auf seinem Christus hin. Das öffentliche Beten liegt wie bei den Juden weiterhin im Aufgabenbereich von Männern!

 

Äussere Schönheit mag Trug sein! *** Rbi8  1. Timotheus 2:8-10 ***

Daher möchte ich, daß die Männer an jedem Ort weiterhin Gebete darbringen, indem sie loyale Hände erheben, ohne Zorn und Streitgespräche. 9 Ebenso möchte ich, daß sich die Frauen in wohlgeordnetem Kleid mit Bescheidenheit und gesundem Sinn schmücken, nicht mit [besonderem] Flechten der Haare und mit Gold oder Perlen oder sehr kostspieligem Gewand, 10 sondern in einer Weise, wie es sich Frauen ziemt, die Gott zu verehren bekennen, nämlich durch gute Werke.

 

Offenbar war das Auftreten der Frauen in der reichen Handelsstadt Ephesus durch Luxus und Zurschaustellung geprägt. Paulus hatte dies selbst festgestellt und muss davon erneut Kenntnis erhalten haben und er zeigt sich darüber verärgert, weil solches auf Kosten guter Werke geschieht! Wer an der äusseren Erscheinung grosses Interesse zeigt, der zieht auch die Aufmerksamkeit auf Äusserlichkeiten, statt auf das innere Wesen der Person, die Gottes Prinzipien der Gottes- und Nächstenliebe in die Tat umsetzt. Der Aufputz der Frauen ist mit viel Zeitaufwand und mit Geld verbunden, das erst verdient werden muss! Frauen, die sich darin gegenseitig wahre Schlachten liefern, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, wer nun auffälliger angezogen ist und wer mehr Luxus auf dem Körper vereint oder wer raffinierter geschminkt sei, solche begreifen bestimmt den tieferen Sinn der Worte des Paulus betreffend des Christseins nicht: „... wie es sich Frauen ziemt, die Gott zu verehren bekennen, nämlich durch gute Werke.“

 

Paulus erteilt darum Ratschlag, der zum Frieden in der Versammlung und zum guten Gedeihen und Wachstum beiträgt. Das öffentliche Auftreten und Schlussentscheide für die Familie und die Versammlung zu treffen hat Gott in die Hand der Männer gelegt. Das mag heute Gespött hervorrufen, ändert aber an der festgelegten Ordnung für Christen nichts!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:11-15 ***

Eine Frau lerne in Stille mit aller Unterwürfigkeit. 12 Ich erlaube einer Frau nicht, zu lehren oder Gewalt über einen Mann auszuüben, sondern sie sei in [der] Stille. 13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. 14 Auch wurde Adam nicht betrogen, aber die Frau wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung. 15 Doch wird sie durch Kindergebären in Sicherheit bleiben, vorausgesetzt, daß sie in Glauben und Liebe und Heiligung mit gesundem Sinn verharren.

 

Eine Frau, die sich ihrem Mann unterordnet und ihre eigenen Studien der Schrift betreibt, um selbst mit wohlüberlegten Argumenten auch die eigenen Kinder in Gottergebenheit zu erziehen holt sich Jehovas Lob und Christi Anerkennung! Sie dient zur Ehre ihres Mannes und wird von Salomo mit einer wertvollen roten Koralle verglichen (Spr 31:10-31). Wer „die Stille“ durch Gezänk und Wetteifer gegenüber dem Mann zerbricht, beginnt das eigene Haus abzubrechen!

 

*** Rbi8  Sprüche 14:1 ***

Die wahrhaft weise Frau hat ihr Haus aufgebaut, aber die törichte reißt es mit ihren eigenen Händen nieder.

 

Paulus nimmt in diesem Sinne nur die Gedanken Jehovas auf, die Er im GESETZ niedergelegt hat und welche die Propheten umschrieben. Salomo hatte bestimmt Erfahrung mit Frauen, umfasste doch sein eigenes Haus dreihundert Frauen und siebenhundert Nebenfrauen! Darin allerdings hatte er jedoch selbst nicht auf Jehova gehört und die Konsequenz war, dass sein Haus nach seinem Tod geteilt wurde und er zehn der zwölf Stämme verlor!

 

König Salomos Frauen und Nebenfrauen vewrführten ihn zum Götzendienst *** Rbi8  1. Könige 11:1-6 ***

Und König Salomo seinerseits liebte viele fremdländische Frauen neben der Tochter Pharaos: Moabiterinnen, Ammoniterinnen, Edomiterinnen, Sidonierinnen [und] Hethiterinnen, 2 aus den Nationen, von denen Jehova zu den Söhnen Israels gesagt hatte: „Ihr sollt nicht zu ihnen eingehen, und sie selbst sollten nicht unter euch kommen; gewiß werden sie euer Herz neigen, ihren Göttern zu folgen.“ An ihnen hing Salomo, um [sie] zu lieben. 3 Und er hatte schließlich siebenhundert Frauen, Fürstinnen, und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten allmählich sein Herz. 4 Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt wurde, daß seine eigenen Frauen sein Herz geneigt hatten, anderen Göttern zu folgen; und es erwies sich, daß sein Herz nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, war wie das Herz Davids, seines Vaters. 5 Und Salomo begann Aschtoret, der Göttin der Sidonier, und Milkom, dem abscheulichen Ding der Ammoniter, nachzugehen. 6 Und Salomo begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie David, sein Vater.

 

Frauen können ein äusserst guten Einfluss auf ihren Mann ausüben oder ihn zum Schaden hin verleiten! Salomo verliess trotz all seiner Weisheit Gottes Gerechtigkeit und stellte seine Frauen damit über Gott, vergötterte sie! Jede Frau trifft darin ihren eigenen Entscheid und die Früchte ihres Handelns wird sie selbst ernten! Wer an der Seite eines Jehova treuen Mannes gefunden wird hat auch Anteil an seinem Lohn im kommenden System! Wer einen Hang zum Luxus zeigt gleicht eher der ungetreuen „Babylon der Grossen“, neigt ihr Herz Göttern wie der Habsucht zu, wie die Königin Isebel.

 

Die Frau mit stillem und bescheidenem Geist dagegen zieht es hin nach Weisheit, um Gottes Willen zu erkennen und zu erfüllen. Sie gleicht Ruth, die als Moabiterin das Vorrecht erhielt die Geschlechtslinie bis Jesus fortsetzen zu dürfen! Sich über den Mann zu erheben beginnt mit vielerlei Streitereien.

 

Die neue Macht der Frauen *** Rbi8  Sprüche 19:13 ***

Ein unvernünftiger Sohn bedeutet Widerwärtigkeiten für seinen Vater, und die Streitigkeiten einer Ehefrau sind wie ein undichtes Dach, das einen forttreibt.

 

Eine streitbare Frau, die selbst am Steuer des Eheschiffs zu stehen wünscht wird bestimmt Streitigkeiten heraufbeschwören. Es ist leicht auszumachen, wie es um heutige Ehen steht und was einige der dahinterliegenden Ursachen sind! Gottes Regelung der Leitung aller Dinge durch ein „Haupt“ ergibt jedoch guten Sinn und trägt zum Frieden und Gedeihen wesentlich bei! Niemand darf sich über die festgesetzten Normen Gottes erhöhen ohne sich selbst zu einem Gott zu machen.

 

Emanzipation: SPIEGEL: Was vom Mann noch übrig ist*** Rbi8  1. Korinther 11:3 ***

Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott.

 

Wohin der Drang heutiger emanzipierte Frauen in Konkurrenz der Männer und im Hinblick auf Führungsaufgaben in Familie, Politik, Religion und Wirtschaft führt lässt sich mit etwas kritischer Betrachtung heute leicht erkennen! Die so genannte „Frauenbefreiungsbewegung“ hat auf längere Sicht betrachtet nur eine grössere Unterjochung der Frau mit sich gebracht! Alleinstehende Mütter mit ihren Kindern bilden heute die weitaus ärmste und am meisten ausgebeutete Bevölkerungsschicht in nahezu allen Ländern der Erde! Die Unsicherheit in der Familienführung zufolge von zwei Häuptern bildet Grundlage, dass heute im Schnitt weit über fünfzig Prozent der Ehen schon nach wenigen Jahren in Scheidung enden! Die Emanzipation brachte ein anderes Joch, dass heute die Frau als Sexobjekt gehandelt wird, die Ehre die man noch vor wenigen Jahrzehnten einer Frau entgegenbrachte ist verflogen. Ungewollte Schwangerschaften durch freie Liebe führen zu über fünfzig Millionen Abreibungen jährlich! Hurerei die in Mord endet, dies ist das Resultat der so viel gelobten „Freiheit“!

 

Wo Frauen in ihrer Ehe das Heft in die Hand nehmen schwächen sie gleichzeitig die Autorität ihrer Männer! Dadurch wird auch Kindern ein Beispiel gegeben, dass Auflehnung gegen die Autorität scheinbar momentane Vorteile bringt und ein gangbarer Weg sei. Das hat aber längerfristig Folgen in der Schule, wo Lehrkräfte ihre Autorität missachtet sehen und dies hat oft spätere Schwierigkeiten mit staatlicher Autorität zur Folge, all das deswegen, weil Kinder in der Familie freiwillige Unterordnung nicht mehr kennen gelernt haben!

 

 

3.3.4           Kapitel 3:  Versammlungsvorsteher; Ordnung innerhalb der Versammlung

 

3.3.4.1          1.Ti 3:1-7:  Das Amt des Aufsehers (gr. presbyteros; heb: saqéen)

 

Damit all der gute Rat der Schrift auch wirklich in die Tat umgesetzt werden, hierzu ist die Versammlung der Ort, um belehrt und im Verhalten korrigiert zu werden. Vorstehern kommt hierin dieselbe Aufgabe zu, wie den Vätern in der Familie. So wie Frauen sich in der Ehe ihrem Haupt, dem Mann unterordnen, so unterordnen sich Männer dem Christus. Ein Vorsteher hat daher die Pflicht und Autorität den Standpunkt unseres Herrn Jesus und damit den Standpunkt Gottes zu kennen, in vorbildlicher Weise auszuüben und innerhalb der Versammlung auch in die Tat umzusetzen.

 

Paulus sagt von sich selbst, dass er „presbyteros“, „ein älterer Mann“ sei. Damit bezieht er sich auf sein Amt und die Autorität als Apostel auf die Ebene des Volkes, der über der Autorität der Vorsteher steht, sich aber nicht über sie überhebt, um über die zu herrschen die doch „Jesu Schafe“ sind, sondern vielmehr den Versammlungen und Vorstehern dient und Beispiel gibt. Die Schrift wendet im Alten Testament diesen Begriff auch auf einen „älteren Mann“ an: Hebräisch „ßarím“ (1.Mo 18:11; 5.Mo 28:50; 1.Sa 2:22; 1.Ti 5:1, 2)

 

Paulus warnte aber auch eindringlich vor solchen Männern, die sich im Amt den Aposteln gleich zu setzen versuchen und dies durch einen Titel zu unterstreichen wünschen! (2.Kor 11:12-15)

 

Petrus nimmt dasselbe Thema auf und zeigt in seinem 1.Brief, dass gewisse Vorsteher bereits Tendenzen zeigten Herrschaft über die Herde auszuüben.

 

Hütet die Herde Gottes
 *** Rbi8  1. Petrus 5:1-4 ***

Daher gebe ich den älteren Männern unter euch diese Ermahnung, denn auch ich bin ein älterer Mann wie sie und ein Zeuge der Leiden des Christus, ja ein Teilhaber an der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll: 2 Hütet die Herde Gottes, [die] in eurer Obhut [ist], nicht aus Zwang, sondern freiwillig; auch nicht aus Liebe zu unehrlichem Gewinn, sondern voll Eifer; 3 auch nicht als solche, die über die herrschen, die Gottes Erbe sind, sondern indem ihr Vorbilder für die Herde werdet. 4 Und wenn der Oberhirte offenbar gemacht worden ist, so werdet ihr die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen.

 

Die „unverwelkliche Krone der Herrlichkeit“ wird erst am Ende durch Christus vergeben! Wer schon in diesem System danach greift und sich selbst erhöht oder erhöhen lässt, der wird bestimmt erniedrigt werden. Matthäus verweist darauf, indem er Jesu Worte gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten erwähnt, die selbst gerne den ersten Platz einnahmen (Mat 23:11, 12).

 

Wenn Jesus zu denen sagt, die „über weniges treu“ waren, dass er sie über fünf oder zehn Städte setzt, so waren sie vorher nicht Herrscher über viele Städte und Versammlungen, wie dies beim Episkopat der heutigen christlichen Kirchen in der einen oder anderen Form ausgeübt wird! Ganz offensichtlich hat es mit der Errichtung eigener religiöser Königreiche zu tun!

 

Die Lebenserkenntnis der an Jahren vorgerückten Männer, die bereits in ihrer Ehe Erfahrung in der Führung und Leitung ihrer Frau und der Kinder erworben haben ist dabei bestimmt von Vorteil aber nicht einzige Voraussetzung. Dies zeigte sich im Falle des Timotheus, Titus, Barnabas und anderer. Diese waren obwohl entweder unverheiratet oder aber noch jung, dennoch durch Paulus und andere ältere Männer mit Autorität ausgerüstet wurden, weil sie die notwendigen Qualitäten wie Lernbereitschaft, Anpassungsfähigkeit, Lehrfähigkeit, Erfahrung, Wissen, Einsicht und Unterscheidungsvermögen in Weisheit bereits unter Beweis gestellt hatten. 

 

Anleitung zum Aufbau und Hilfestellung in der Christenversamlung
 

Was meint Paulus mit dem griechischen Begriff „presbyteros“?

 

Die Schrift hat drei unterschiedliche Begriffe für ein Amt in der Versammlung: Der griechische Begriff presbyteros, übertragen „Presbyter“ das verdeutscht mit „Priester“ wiedergegeben wird. Es wird in der Schrift mit „Vorsteher“, „Aufseher“,  Ältester“ oder „älterer Mann“ übersetzt. Der Evangelist Markus, langjähriger Begleiter des Paulus wird früh als „Presbyter“ bezeichnet.

 

In seinem Werk „Gegen Marcion“ (Band IV, V), erklärt der Kirchenvater Tertullian: Das Markusevangelium „könnte Petrus zugeschrieben werden, dessen Dolmetscher Markus war“. Der Kirchenhistoriker Eusebius gibt in Kirchengeschichte, Band III, Kapitel XXXIX, 12-16 die Aussage von „Johannes dem Presbyter“ wieder, den Papias von Hierapolis (um 140 u. Z.) zitierte:

 

   „Auch dies lehrte der Presbyter: Markus hat die Worte und Taten des Herrn, an die er sich als Dolmetscher des Petrus erinnerte, genau, allerdings nicht der Reihe nach, aufgeschrieben ... Es ist daher keineswegs ein Fehler des Markus, wenn er einiges so aufzeichnete, wie es ihm das Gedächtnis eingab. Denn für eines trug er Sorge: nichts von dem, was er gehört hatte, auszulassen oder sich im Berichte keiner Lüge schuldig zu machen.“

 

Bischöfinnen: Wo bleibt das Verständnis der Ordnung von Gottes Versammlung?Niemand redete vom „Bischof“ Markus der doch Presbyter war und wie Timotheus als Abgesandter des Paulus amtete! Das waren hochtrabende Amtstitel, die erst mit der Hierarchiebildung notwendig wurden!

 

Dem Begriff „presbyter“ gleich wird der zweite Begriff „episkopos“ verwendet. Stets ist der Sinn beider Begriffe die Anleitung der Versammlung, die Führung im Sinne der Einhaltung einer vorgegebenen Ordnung, die Belehrung, die Zurechtweisung im Hinblick auf Wahrheit und Recht, Verwirklichung der wahren Liebe. Paulus spricht vom Vorsitz in der Versammlung, nicht von einem Ehrentitel, wenn er sagt:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:1-7 ***

Dieses Wort ist zuverlässig.

Wenn jemand nach dem Amt eines Aufsehers [[(gr.: episkoposi)]] strebt, begehrt er vortreffliche Arbeit. 2 Der Aufseher [[(episkopos)]] muß daher untadelig sein, Mann einer Ehefrau, mäßig in den Gewohnheiten, gesunden Sinnes, ordentlich, gastfreundlich, lehrfähig, 3 kein lärmender Trinker, kein Schläger, sondern vernünftig, nicht streitsüchtig, nicht geldliebend, 4 ein Mann, der seinem eigenen Haushalt in vortrefflicher Weise vorsteht, der die Kinder mit allem Ernst in Unterwürfigkeit hält 5 (in der Tat, wenn jemand seinem eigenen Haushalt nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Versammlung Gottes Sorge tragen?); 6 nicht ein Neubekehrter, damit er nicht [vor Stolz] aufgeblasen werde und dem Urteil verfalle, das über den Teufel gefällt worden ist. 7 Ferner muß er auch ein vortreffliches Zeugnis von Außenstehenden haben, damit er nicht in Schmach und in eine Schlinge des Teufels gerate.

 

Entgegen den Bischöfen der katholischen Kirche erwartet Paulus vom „episkopos“, dass er „Mann einer Ehefrau“ sei! Das widerspricht der Weihung von Priesterinnen und Bischöfinnen, was alles Folge der „Emanzipation“, der „Frauenbefreiungsbewegung“ ist und nicht straffrei bleiben wird! Paulus legt Wert darauf, dass Männer ihren Frauen treu sind und andererseits ihre Frau und die Kinder in gottgemässer Unterordnung halten. Die Gewohnheiten müssen ausgeglichen sein, jedes Extrem wie Trinker, Schläger, Streitsucht oder gar Habsucht ist der Sache der Führungsrolle bestimmt abträglich! Gute Eigenschaften aber wie Sinn für Ordnung zu haben, Gastfreundschaft in all seinen Aspekten zu zeigen, Fähigkeiten im Belehren anderer auszuweisen, sei dies bereits in der Familie, bei Studien oder in der Versammlung sind dagegen Voraussetzung.

 

Anforderungen an Vorsteher von Christenversammlöungen
 

Paulus stellt die Ordnung und Unterwürfigkeit der Familie mit jener der Versammlung in Verbindung. Wo Familien von Vorstehern unordentlich wandeln, da kommt bald schon Unordentlichkeit in die ganze Versammlung! Vorsteher müssen Vorbild geben, dass Familien zusammenhalten müssen und Anleitung, nötigenfalls Zurechtweisung erteilen, wo gottgegebene Normen von der einen oder anderen Seite missachtet werden!

 

Paulus empfiehlt nur Männern, nach dem „Amt des Vorstehers“ zu streben! Das bezieht sich auf die jeweilige Versammlung! Er baut daher seine Empfehlungen auf der korrekten Führung der Familie auf, wo die Regeln die Gott festgelegt hat bereits zuvor zur Anwendung kommen müssen.

 

Neue Jerusalemer-BibelIn der 1968 auf Deutsch erschienen katholischen Jerusalemer Bibel, einer Übersetzung aus der französischen Bible de Jérusalem aus dem Jahre 1956, welche durch Dominikanermönche der École Biblique in Jerusalem  herausgegeben worden war, lautet dieser Text wie folgt: „Wenn einer nach dem Amt des Vorstehers trachtet, erstrebt er einen edlen Beruf.“ In einer Fussnote wird hinzugefügt: „Der ,Vorsteher‘ [episkopos] ist noch nicht der ,Bischof‘ (Kursivschrift von uns). Offenbar wurde selbst katholischen Theologen der Missbrauch des Begriffs „episkopos“ erst in nachapostolischer Zeit deutlich, wenn sie auf die Bischöfe und ihre Machtentfaltung und fürstlichen Herrschaftssitze blickten!

 

Neubekehrte, die vorschnell in ein Amt gehoben werden können leicht in Stolz und Aufgeblasenheit enden. Paulus rät darum, dass jene Männer vorab ihre Eignung erweisen. Dem Teufel war Autorität seitens Jehova zugeordnet worden, die er aber bereits mit Adam und Eva missbrauchte! (Hes 28:11-15) Jesus dagegen blieb ohne jegliche hierarchische Autorität bis zu seinem Tod. Er „… zog keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht“, was man allzu oft von Bischöfen und Päpsten nicht sagen konnte, die hoch zu Ross ihre eigenen Heere im Kampf zur Unterwerfung von Heiden und von ihren abtrünnigen Lehren Abspenstigen anführten.  Jesus war zwar schon seit langer Vorzeit zum Hohepriesterkönig gleich Melchisedek berufen! (Ps 110:4) Der Vater erhöhte ihn aber erst nachdem er Treue und Loyalität bis ans Ende, bis zum Opfertod am Stamm erwiesen hatte!

 

Versammlungsvorsteher haben eine Berufung zu Priesterkönigen, allerdings nur dann, wenn sie sich dieser Berufung als würdig erwiesen haben! Gott allein lädt ein, beruft und Er wählt schlussendlich aus! (Mat 22:14)

 

 *** Rbi8  Philipper 2:5-11 ***

Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt [[(wie Jehova ein Geistwesen)]] existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog, nämlich um Gott gleich zu sein. 7 Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. 8 Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl [[Pfahl]]. 9, Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn auch zu einer übergeordneten Stellung erhöht und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem [anderen] Namen ist [[(Erzengel und Hoheherpriesterkönig)]] 10 so daß sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, derer, die im Himmel [[(die Engel)]], und derer, die auf der Erde [[(Menschen; die „grosse Volksmenge“)]], und derer, die unter dem Erdboden sind [[(die Toten, nach ihrer Auferweckung)]], 11 und jede Zunge offen anerkenne, daß Jesus Christus Herr [[(oder „Haupt“)]] ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

 

Jesus erniederigte sich selbst und wusch den Aposteln die FüsseAuch hier ist kein Spielraum für einen mystischen „dreieinigen Gott“, sondern Jesus wurde durch Jehova in die erhöhte Stellung gesetzt, eindeutig dem Vater weiterhin unterordnet! Dieselbe Gesinnung wie Jesus sie hatte sollen wir ebenso bewahren! Seine eigene Versammlung bestand aus den zwölf Aposteln, seiner „kleinen Herde“! Nur ihnen hatte es dem Vater gefallen das Königreich zu geben (Lu 12:32) während ihn die übrigen Jünger später alle verliessen (Joh 6:60, 66). Von den Zwölfen verlor er nur den „Sohn der Vernichtung“, den er später durch Paulus ersetzte! Eine „apostolische Sukzession“ die neben der Katholischen Kirche auch die Orthodoxen und gewisse Protestanten für ihre Bischöfe in Anspruch nehmen existiert schlichtweg nicht! Es ist Amtsanmassung durch „falsche Apostel“, die Paulus schon in der Versammlung Korinth zu bekämpfen hatte! Die Apostel hatten keine Nachfolger im Amt!

 

*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Es ist keine Frage aufgrund der Aussagen des Paulus, wer hinter der Titelsucht und dem Amtshunger der christlichen Religionen steht! Weder Jesus noch die Apostel haben etwas dergleichen geboten!

 

Jesus erwarb sich selbst durch sein Handeln als Diener der vielen einen vortrefflichen Ruf, der uns allen bis heute als Vorbild gilt. Er übertrat keine der göttlichen Richtlinien und erfüllte in allem stets Jehovas Willen. Als ihm von Satan alle Königreiche der Erde angetragen wurden verweigerte er dies. Als die Volksmenge ihn zum König machen wollte wies er dies ebenso zurück! Auf solche Punkte sollte Aufmerksamkeit gelegt werden, bei der Wahl oder Ernennung von neuen Vorstehern! Offenbar wurden beide Verfahren im ersten Jahrhundert angewendet!

 

Wer sollte Vorsteher erwählen? Nun, im ersten Jahrhundert waren dies vorab die Apostel und jene, welche sie mit Autorität hierzu ausgesandt hatten, wie Barnabas, Markus, Timotheus oder Titus, welche in den Versammlungen die Paulus gegründet hatte Veränderungen vornahmen, so auch Älteste ein- oder absetzten. Das traf aber bei weitem nicht auf Vorsteher aller Versammlungen zu. Die Versammlung Rom existierte bereits, als Paulus als Gefangener dorthin gelangte (Apg 28:15, 16). In Babylon gab es eine Versammlung, bevor Petrus dort predigte (1.Pe 5:13). Offensichtlich waren jene, welche die Versammlung durch eigenes Predigen und durch eigene Anstrengung aufgebaut hatte auch deren Vorsteher! Weder Paulus noch die übrigen Apostel griffen dort ein, um eine Veränderung herbeizuführen.

Gibt es „theokratisch“ eingesetzte Vorsteher in der Endzeit?

 

Die Behauptung, dass Religionen ihre Vorsteher, Priester, Pastoren und Älteste auf „theokratische Weise“ ernennen würden, von oben her durch „Gottes Geist“ bestimmt würden ist somit mit grosser Vorsicht zu betrachten! „Gottes Geist“ bedeutet im vollen Einklang mit dem Geist der Wahrheit der Schrift zu sein. Darin zeigen alle Religionen grosse Lücken! „Theokratie“ bedeutet von Gott beherrscht zu sein! Wer sein GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen missachtet kann gar nicht theokratisch handeln!

 

Theokratische Führung des Islam: Welche Gott wählt da?Auch der Islam behauptet von seinen Führern „theokratisch“ erwählt zu sein. Die Frage bleibt daher offen, welcher „Theos“ jene einsetzte: „Der Gott dieses Systems der Dinge“! Israel und Juda waren wahre Theokratien, was Gott nicht daran hinderte über Vorsteher und Volk Gerichte zu bringen, als sie falschen Göttern dienten. Die heutige Nation Israel behauptet theokratisch geführt zu sein durch Jehova, als „auserwähltes Volk“, der sie angeblich auf ihre Erde Palästina zurückgeführt hat! Ob dies den Aussagen der Propheten wirklich entspricht muss der geübte Leser und Schriftforscher selbst herausfinden!

 

Das Wort „Theokratie“ sagt somit noch lange nicht aus, welcher Gott wirklich gemeint ist dem man dient! Da auch Satan als „der Gott [[theos]] dieses Systems“ genannt wird (2.Kor 4:3, 4) und Jehova von „Lo-Ammi“, was der Christenheit entspricht, sagt, dass dies „nicht mein Volk“ ist muss sich jeder Christ überlegen, wer nun der wahre Gott ist dem er dient! Erst wenn Jesus dem Vater das gereinigte Königreich übergibt anerkennt Jehova dieses als „mein Volk Israel“!

 

*** Rbi8  Hosea 2:23 ***

... und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind, sprechen: „Du bist mein Volk“; und sie ihrerseits werden sagen: „[Du bist] mein Gott.“ ‘ “

 

Nur die korrekte Einreihung dieser von Hosea erwähnten Ereignisse im Zusammenhang mit der Mutter „Gomer“ und ihren drei Kindern, „Jesreel“, „Lo-Ruhama“ und „Lo-Ammi“, die alle Völkergruppen Jakobs in einem vorgegebenen Ablauf darstellen und die Berücksichtigung der Zeitspanne, wo sie zu existieren begannen und wo sie endeten, nur dies ergibt den vollständigen Sinn!

 

Hoseas: Das Volk das kein Volk war ...
 

Wir müssen erkennen, wo Gott jene Generation des nachexilischen Judas die seinen Sohn schlussendlich verworfen hatte und die er nun ohne Erbarmen als die in Hurerei gezeugte „Lo-Ruhama“ selbst verwarf. Seinem Sohn übergab Er das, was ein „Überrest“ war und wo Jesus der einzige Mittler zwischen Gott und den Schafen wurde. Bis zu jenem Tag, wo Jesus dem Vater das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ übergibt, erst danach wird der Vater erneut als König aus dem „Königreich der Himmel“ über alle regieren. Bis dahin sind wir nicht Gottes Volk! Erst danach ist es, dass die ganze Erde Ihm unterordnet sein wird und alle Herrscher, die Priesterkönige seinem Sohn dienen und Jehova als einzigen wahren Gott anerkennen! Darum bitten Christen doch weiterhin im Gebet zum Vater: „Dein Königreich komme“!

 

Die logischen Zusammenhänge im Ablauf der Ereignisse im Überblick
 

Das ist eine prophetische Wahrheit, welche keine der sich alle gegenseitig widersprechenden Religionen anerkennen will und lehrt! Christen sind somit genauso wenig wie heutige Juden das „Volk Gottes“, sondern als Getaufte das Volk Jesu, das Gott erst nach dem Gerichtstag anerkennt, wenn dieses gereinigt ist und der Sohn dem Vater das aufgerichtete Königreich des „Israel Gottes“, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ übergibt! Das ist aber seit der Zeit der Apostel keine hierarchisch organisierte Kirche, die doch alle von Satan schon kurz nach ihrem Entstehen unterwandert wurden, dem es doch bisher gelang jede „Theokratie“ auf seine Seite zu bringen! (Joh 8:44)

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Zuerst müssen alle Gewalten dieses Systems, sowohl die im zweiten “alten Himmel“ des Teufels und der Dämonen, wie im ersten „alten Himmel“ der irdischen Machtausübung zunichte werden, weil sie Satan als ihren Gott anerkannt hatten, sowohl in Religion, Politik wie auch in der Wirtschaft, um einen vollkommenen Neuanfang mit einer wahren Theokratie zu gewähren, den ersten „neuen Himmeln, die Jehova selbst durch Jesus mit den Aposteln einsetzt und führen wird!

 

Was meint die Bibelo mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Gott selbst muss Gericht halten und er hat dieses Gericht Jesus in die Hand gelegt! (Joh 5:22) Nur Männer die sich vollkommen treu erwiesen haben und „in deren Mund keine Unwahrheit gefunden“ wurde werden unter den neuen Herrschern sein! (Off 14:1-4)

 

Jehova wird Seine Schafe durch Jesus retten *** Rbi8  Hesekiel 34:20-24 ***

Dies ist daher, was der Souveräne Herr Jehova zu ihnen gesprochen hat: „Hier bin ich, ich selbst, und ich werde gewiß richten zwischen feistem Schaf und magerem Schaf, 21 darum, daß ihr mit Seite und mit Schulter ständig drängtet und ihr mit euren Hörnern ständig alle Erkrankten stießet, bis ihr sie nach draußen zerstreut hattet. 22 Und ich will meine Schafe retten, und sie werden nicht mehr Plündergut werden; und ich will richten zwischen Schaf und Schaf. 23 Und ich will über sie einen Hirten erwecken [[(der „Spross Isais“, „Emmanuel“, Jesus)]], und er soll sie weiden, ja meinen Knecht David. Er selbst wird sie weiden, und er selbst wird ihr Hirte werden. 24 Und ich selbst, Jehova, will ihr Gott werden und mein Knecht David ein Vorsteher in ihrer Mitte. Ich selbst, Jehova, habe geredet.

 

Alle die heute sich als Hirten ungebührlich über die „Schafe“ erheben, diese Bedrängen und nach draussen stossen, die von sich selbst behaupten, Jesu „treuer Sklave“ zu sein, diese wird der Herr am Gerichtstag selbst beurteilen, ob ein jeder sich wirklich als treu erwies oder ihm gegenüber ungetreu handelte! Erst wenn der Vater den Sohn erneut „in die bewohnte Erde einführt“ (Heb 1:6), erst damit „erweckt er den einen Hirten“, der nun selbst persönlich erneut inmitten der „Schafe“ ist und sie sammeln und weiden wird! Nur vom Messias als Sohn Davids wird gesagt, dass er auf dem „Thron Davids“ sitzen werde und dass er „mein Knecht David“ ist!

 

Jesus hatte zudem klar gesagt, dass er ausser „den Schafen Israels“ auch andere Schafe, jene aus den Nationen, „Ebioniten“ („Manasse“) und „Paulikaner“ („Ephraim“) habe und er selbst diese zum Ende des Systems bringen muss, um sie mit den Schafen seiner Herde des ersten Jahrhunderts zu vereinen! Das geschieht am Tag der Erstauferstehung und betrifft vorab die 144.000, einschliesslich des Harmagedon überlebenden „Überrests“ der Versiegelten [Bb; a1].

 

Jesus selbst wird somit jene erwählen, die sich als „treue und verständige Sklaven“ erwiesen haben, die entweder nie Teil „Babylons der Grossen“ waren oder diese zufolge Einsicht und Reue rechtzeitig verlassen haben, so lange Er hierzu Gelegenheit bot. Christus beurteilt, ob jene „Sklaven“ ihren Schafen das Speise zur rechten Zeit darreichten oder ob sie sich als Richter der Sklaven eines anderen aufspielten!

Was meint Paulus mit dem Begriff „episkopos“?

 

Der zweite griechische Begriff, den Paulus abwechslungsweise verwendet ist „episkopos“. Aufgrund der Texte, wo der Begriff im griechischen Original erscheint ist ebenso ein Ältester, ein Vorsteher oder Aufseher gemeint wie mit dem Begriff „presbyteros“!

 

Derselbe Begriff kommt bereits in den hebräischen Schriften als „pagíndh“ vor, das vom Verb „pagádh“ abgeleitet ist, das „die Aufmerksamkeit zuwenden“ bedeutet. In 1.Mose 21:1 wendet Jehova selbst seine Aufmerksamkeit Sara zu. Niemand würde dort vom „Bischof“ reden! In Richter 15:1 „besucht“ Simson seine Frau, um mit ihr Beischlaf zu haben. Als Joseph in Ägypten über das ganze Haus des Potiphar gesetzt wurde war er bestimmt nicht ein Bischof, sondern beaufsichtigte den privaten Besitz seines Herrn (1.Mo 39:5).

 

Das griechische Verb „eskopéo“ verwendet Paulus im Brief an die Hebräer im Sinne von wachen im Kapitel 12, wo er von einer „grossen Wolke von Zeugen“ spricht. Im Kapitel 11 hatte er jene Wolke mit Abel beginnend über Henoch, Noah, Abraham, Jakob, Isaak, Joseph usw. fortfahrend als treue Männer beschrieben. Keiner hatte den Titel eines Bischofs, jeder aber war Gott gegenüber treu und führte dessen Auftrag aus. Nun redet Paulus zu jedem Christen, der ebenso treu auch unter Züchtigung des Vaters ausharrt, um als legitimer Sohn anerkannt zu werden. Jeder ist aufgefordert für die Reinheit der Versammlung einzutreten:

 

Esau verkauft Jakob für ein Linsengericht das Erstgeburtsrecht *** Rbi8  Hebräer 12:14-17 ***

Jagt dem Frieden nach mit allen und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, 15 indem ihr sorgfältig darüber wacht [[(gr. Verb: eskopéo)]], daß niemand der unverdienten Güte Gottes ermangelt; daß keine giftige Wurzel aufsprießt und Unruhe verursacht und daß nicht viele dadurch befleckt werden; 16 daß kein Hurer da ist noch irgend jemand, der heilige Dinge nicht schätzt, wie Esau, der seine Erstgeburtsrechte im Tausch für ein Mahl weggab. 17 Denn ihr wißt, daß er auch nachher, als er den Segen erben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum für eine Sinnesänderung, obwohl er sie mit Tränen ernstlich suchte.

 

Jesus hatte doch gesagt, dass wer seinen Bruder beim Begehen einer Sünde entdeckt zu ihm hingehen soll und ihn auf den Fehler aufmerksam machen muss. Das war nicht an Rang und Titel gebunden, sondern an Liebe zum Nächsten und zur Reinheit der Versammlung!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:20 ***

Denn es steht im Buch der Psalmen geschrieben: ‚Möge sein Unterkunftsort öde werden, und möge niemand darin wohnen‘ und: ‚Sein Aufsichtsamt [[(gr.: Substantiv episkope)]] übernehme ein anderer.‘

 

Hier wird von Judas gesprochen einem Apostel, den die elf unter des Petrus Führung fälschlicherweise durch Matthias ersetzten, weil sie den Auftrag auf sich bezogen. Allerdings konnte nur Jesus einen Ersatz für Judas bestimmen und tat dies später mit Paulus! Auch dort kann das Wort nicht den Titel „Bischof“ bedeuten, da Paulus ja als Abgesandter des Christus als einer der Zwölf höher steht! Stets aber geht es um eine Person, die einer Angelegenheit oder einer Individuum oder einer Personengruppe seine besondere Aufmerksamkeit schenkt, Besuche macht, jemanden besichtigt oder einsetzt im Sinne von schützender Vorsorge! Nirgends wird der Begriff als ein Titel einer Autorität verwendet, das kam erst ab dem 2.Jahrhundert auf!

 

Obwohl der Begriff „episkopos“ durch jene, welche später zur römischen Amtskirche wurden schon ab dem zweiten Jahrhundert mit „Bischof“ wiedergegeben wurde, entspricht dies offensichtlich nicht dem ursprünglichen Sinn des Wortes, sondern weit eher einem heidnischen Titel, der besondere Ehrerbietung verlangt.

 

Bischofsweihe: Ehre von Menschen!Die Online-Enzyklopädie  WIKIPEDIA sagt zum Begriff „Bischof“ bestätigend, dass damit kein Titel mit besonderer Funktion gemeint ist, wie dies in christlichen Kirchen als Kopien der Katholischen Kirche gehandhabt wird:

 

   Ein Bischof (von πίσκοπος  episkopos „Vorsteher, Aufseher, Wächter“ aus griechisch επισκέπτομαι episkeptomai „beobachten, beaufsichtigen, besuchen“; Lehnwort aus dem 2. oder 3. Jh. ist in vielen christlichen Kirchen ein geistlicher Würdenträger, der die geistliche und administrative Leitung eines bestimmten Gebietes hat, das üblicherweise zahlreiche lokale Gemeinden umfasst. Das Bischofamt und auch die Gesamtheit der Bischöfe werden als Episkopat bezeichnet.

...

   Im Neuen Testament bezeichnet Bischof (episkopos) ebenso wie Ältester (griechisch πρεσβύτερος presbyteros) und Diakon (griechisch διάκονος diakonos, „Diener“) eine Führungsfunktion in der lokalen Gemeinde, wobei es keine durchgehenden Rangunterschiede zwischen Bischof und Ältester gibt und die Ausdrücke oft austauschbar verwendet werden.

 

Paulus aber redete von Aufsehern über eine einzelne Versammlung! Jesus sagt doch selbst, dass er jeden Versammlungsvorsteher direkt wie „Sterne“ in seiner „rechten Hand“ hält und über sie direkt die Oberaufsicht ausübt! Die Frage lautet daher: Hören jene Vorsteher den wirklich hin, wo Jesus durch „den Geist der Wahrheit“, durch das „Wort der Wahrheit“, durch die Schrift zu jedem einzelnen spricht?

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[(gr. aggelos = Bote; Vorsteher; Aufseher)]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Jesus berichtet nichts davon, dass er „Bischöfe“ in seiner Hand halte, die über den Vorstehern der Versammlungen gestellt wären, vielmehr beaufsichtigt er jeden einzelnen Ältesten, leitet sie und korrigiert sie durch das Schriftwort, das er Johannes aufträgt an die sieben Versammlungen zu senden. Es beinhaltet den ganzen Rat des Christus an alle Versammlungen!

 

Der Apostel Johannes und seine Sendschreiben an die sieben Versammlungen in Asien in der Offenbarung (Apokalypsis)
 

Über Timotheus, auf den der Begriff „episkopos“ angewendet wird, erklärt Paulus, dass er ihm „wie ein Sklave“ gedient habe. Er hatte zu ihm ein Verhältnis wie ein Vater zum Sohn.

 

*** Rbi8  Philipper 2:22-24 ***

Doch ihr kennt seine Bewährung, daß er wie ein Kind mit dem Vater mit mir zur Förderung der guten Botschaft wie ein Sklave gedient hat. 23 Das ist also der Mann, den ich zu senden hoffe, sobald ich gesehen habe, wie die Dinge liegen, die mich betreffen. 24 In der Tat, ich habe die Zuversicht im Herrn, daß ich auch selbst in kurzem kommen werde.

 

Da selbst Petrus sich als normalen Menschen bezeichnet, als Kornelius sich ihm zu Füssen warf um ihm zu huldigen, so zeigt dies deutlich, dass die Apostel keine Allüren hatten, wie wir diese bei christlichen Bischöfen finden, die sich den Ring oder die Füsse küssen lassen!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:25-26 ***

Als Petrus eintrat, kam ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. 26  Petrus aber hob ihn auf und sprach: „Steh auf; ich selbst bin auch ein Mensch.“

 

Wir sollen nicht vor Titeln der Mächtigen in den Kirchen Furcht und Schrecken haben, sondern jeden Menschen der uns bei einem Fehltritt zurechtweist als Abgesandten Gottes anerkennen, der uns auf den rechten Weg zurückbringt. Das Aufsichtsamt, das Älteste und Vorsteher in der Christenversammlung innehaben ist ein Dienst, um alles in Ordnung geschehen zu lassen. Es ist kein Titel der in sich Ehre erheischt, es ist vielmehr die harte, aufopfernde Arbeit die es zu anerkennen gilt!

 

3.3.4.2          1.Ti 3:8-13:  Das Amt des Dienstamtgehilfen (gr.: diakonos)

 

Die letzte Gruppe von Männern, die Aufgaben in der Versammlung innehaben sind die Dienstamtgehilfen. Das so übersetzte griechische Wort lautet „diákonos“ und betrifft jemand, der einen Dienst erbringt, einem Höherstehenden Rechenschaft ablegen muss. Das hebräische Wort lautet „mescharéth“ (1.Mo 39:4; 5.Mo 10:8)

 

Wahrscheinlich leitet sich das Wort vom Verb „dioko“ ab, das „eilen nach etwas“, „verfolgen“ bedeutet. Damit ist der Gedanke verbunden für jemanden einen eifrigen Dienst zu tun.

 

Die Apostel in Jerusalem erwählten sich sieben getreue Männer, die mit der Aufgabe der Essenausteilung beauftragt wurden. Das gibt den Vorstehern das Muster, wie sie selbst treue Gehilfen auserwählen sollen und die Art von Tätigkeiten, die jenen getreuen Männern delegiert werden darf.

 

Die Apostel erwählten sich sieben Gehilfen für bestimmte Aufgaben*** Rbi8  Apostelgeschichte 6:1-6 ***

Als nun in diesen Tagen die Jünger an Zahl zunahmen, entstand ein Murren der griechisch sprechenden Juden gegen die hebräisch sprechenden Juden, weil ihre Witwen bei der täglichen Austeilung übersehen wurden. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zu sich und sprachen: „Es gefällt uns nicht, daß wir das Wort Gottes zurückstellen, um [Speise] an Tische auszuteilen. 3 Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus, die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind, damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können; 4 wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.“ 5 Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und man wählte Stephanus aus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia; 6 und man stellte sie vor die Apostel, und nachdem diese gebetet hatten, legten sie ihnen die Hände auf.

 

Die Apostel setzten die höhere Priorität für sich dahingehend, das „Wort Gottes zu verkünden“, wie direkt geringere Dinge wie Essenausteilung zu beaufsichtigen. Dennoch war auch dies eine gewichtige Sache, die der gerechten Aufmerksamkeit bedurfte. Die Versammlung Jerusalems erwählte sich aus ihren Reihen sieben Männer, welche die Anforderungen der Apostel erfüllten: „Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus, die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind, damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können“. Sie mussten für Gerechtigkeit sorgen und überbordende Forderungen mit Takt zurechtweisen. Es gab somit keine Ernennung von oben her, sondern eine Auswahl innerhalb der eigenen Reihen!

 

Paulus erteilt seinem Gehilfen Timotheus denselben Auftrag für die Versammlung Ephesus. Er nennt aber zudem einige weitere Kriterien, auf welche geachtet werden soll.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:8-10 ***

Dienstamtgehilfen [[(diakonos)]] müssen ebenfalls ernsthaft sein, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht, 9 die das heilige Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen bewahren.

10 Auch laßt diese zuerst auf [ihre] Eignung geprüft werden, darauf laßt sie als Diener tätig sein, wenn sie frei von Anklage sind.

 

Paulus spricht nicht davon, dass Timotheus eine Ernennung von oben her vornehmen müsse. Damit war auch hier der Versammlung anheimgestellt, wenn sie sich erwählen wollte. Paulus zeigt, dass auch hier die geeignete Frau an der Seite des Mannes eine gewichtige Rolle spielt:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:11 ***

Frauen müssen ebenfalls ernsthaft sein, nicht verleumderisch, mäßig in den Gewohnheiten, treu in allen Dingen.

 

Als Hausvorstand müssen sie sich bereits einen tadellosen Ruf erworben haben, da sie ja den übrigen Gliedern Vorbild sein sollen. Paulus zeigt, dass nicht nur kleine Amtsgeschäfte wie die Essenausteilung in den Aufgabenbereich von Dienstamtgehilfen gehört:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:12-13 ***

Dienstamtgehilfen seien Männer einer Ehefrau, die Kindern und dem eigenen Haushalt in vortrefflicher Weise vorstehen. 13 Denn die, die in vortrefflicher Weise dienen, erwerben sich eine vortreffliche Stufe und großen Freimut der Rede in dem Glauben, der in Verbindung mit Christus Jesus ist.

 

Freimut der Rede erwerben sie sich dadurch, dass sie Gottes Wort, seine Ratschläge, die Anwendung der Gebote und die Umsetzung der Vorgaben der Apostel innerhalb der Versammlung zu postulieren verstehen. Auch bei Uneinigkeit oder Streit sind sie geeignet, um den Frieden zu fördern und wieder herzustellen.

 

3.3.4.3          1.Ti 3:14-16:  Wie man sich als „Säule der Wahrheit im Hause Gottes“ zu benehmen hat

 

Paulus schreibt Timotheus, dass er nach seiner Freilassung aus Roms Gefangenschaft auf der 4. und letzten Missionsreise schon bald im Frühjahr von Nikopolis aus, wo er den Winter zu verbringen beabsichtigte über Philippi zu ihm nach Ephesus zu gelangen sucht. Er wünscht aber, dass sein Gehilfe seine Forderungen bis dahin bereits in die Tat umgesetzt habe. Er erinnert ihn daran, dass die „Versammlung Gottes ein heiliger Tempel“ ist und er darin als eine „Säule und Stütze der Wahrheit“ handeln muss. Aufgrund der falschen Lehren durch Hymenäus, Alexander und Philetus und deren Sekte war besondere Aufmerksamkeit von Nöten, damit die ganze Versammlung die Lehre der Wahrheit recht handhabt.

 

Die drei Briefe an die Vorsteher Timotheus und Titus*** Rbi8  1. Timotheus 3:14-16 ***

Ich schreibe dir diese Dinge, obwohl ich hoffe, in kurzem zu dir zu kommen, 15 für den Fall aber, daß ich aufgehalten werde, sollst du wissen, wie du dich im Hause Gottes zu benehmen hast, das die Versammlung [des] lebendigen Gottes, eine Säule und Stütze der Wahrheit, ist. 16 Ja, das heilige Geheimnis dieser Gottergebenheit ist anerkannt groß: „Er wurde offenbar gemacht im Fleische, gerechtgesprochen im Geiste, erschien Engeln, wurde gepredigt unter [den] Nationen, geglaubt in [der] Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.“

 

Jesus ist das „heilige Geheimnis der Gottergebenheit“, das es nachzuahmen gilt und zu dessen vollem Wuchs jeder von uns heranreifen soll! Paulus weist auf vier sich abfolgende wichtigsten Geschehnisse im Zusammenhang mit dem Christus hin, für welche die Versammlung „Säule und Stütze der Wahrheit“: sein muss:

 

1.)     Sein Offenbarwerden „im Fleische“ (Vergangenheit als Jesus; in der Auferstehung aus dem Grab; bei seiner Wiederkehr im Tausendjahrreich): Seine Zeugung durch heiligen Geist und Geburt aus der Jungfrau Maria; seine Taufe, predigen und seine Werke in Treue bis in den Tod.

2.)     Seine Gerechtsprechung im Geiste, wo er unmittelbar nach dem Tod am Stamm von Gott als dasselbe Geistwesen, als Engelfürst Michael auferweckt wurde, das Jesus zuvor im Himmel gewesen war (Da 10:13).

3.)     In diesem Zustand als „Geist“, als nun erhöhtes mächtigstes Engelgeschöpf, als Erzengel Michael erschien er inmitten der himmlischen Versammlung und ging auch zu den gefallenen Engeln hin, die seit der Sintflut in Gefangenschaft waren (1.Pe 3:18, 19; Off 5:11, 12).

4.)     Gemäss Jesu Auftrag an alle seine Jünger und Apostel wurde das Königreich nun auf der ganzen Erde unter den Nationen gepredigt und erlangte Glauben. Jesus wurde als König und Hoherpriester in Gottes „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ innerhalb der Welt in Herrlichkeit aufgenommen (Ps 110:1-4; Jes 11:1-5)

Der Abfall von den Lehren des Paulus wurde am Konzil von Nicäa festgeschrieben

 

Vergleichen wir nun das, was wir inzwischen erkannt haben mit dem, was im vierten Jahrhundert am Konzil von Nicäa von den versammelten Bischöfen unter der Fuchtel Kaiser Konstantins beschlossen wurde. Der Abfall von dem, was Paulus für die Versammlungen der Nationen im Einklang mit Gottes Wort postuliert hatte wurde durch anderslautende Regeln ersetzt. Paulus hatte unmissverständlich erklärt:

 

Jesu Bergpredigt beginnt mit Bestätigung des GESETZES*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]]auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Damit bestätigt er nur Jesu eigene Worte während der Bergpredigt zu Beginn, der den Höhepunkt der Erfüllung des GESETZES vorgelebt hat und dessen Fussstapfen wir exakt nachfolgen sollen:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden [[(die alten ersten und zweiten)]] Himmel und [[(die alte)]] Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten [[(Anwälte, Rechtsgelehrte)]] und Pharisäer [[(Priester)]] nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Hören wir, was jene „Geringsten“ am Konzil von Nicäa beschlossen haben. Wir geben die Schriftstelle der widersprochen wird oder eine Ergänzung, um besseres Verständnis zu haben in eckiger Klammer hinzu: [2] 

Der Kanon der Konzilsbeschlüsse von Nicäa:

 

   Jesus gab die Gebote bekannt, nach dem Christen handeln und lehren sollen. Seine Apostel legten die Grundlage die niemand verändern darf! (Eph 2:19-22) Jesu eigene Worte sind unverwechselbar:

 

   Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. (Mat 5:19)

 

Das Dokument des Konzils von Nicäa 325 u.Z. z7eigt den Willen und die Macht Konstantins sich alles zu unterwerfenKanon 1:    Eunuchen können – außer wenn sie sich selbst kastriert haben – Priester [presbyteros] werden. [vergl. 5.Mo 23:1; Jes 56:4, 5; Rö 3:31; Gal 5:12; Phi 3:2, 3]

Kanon 2:   Leute, die nach kurzem Katechumenat [kurze Taufvorbereitung] entgegen 1. Ti 3:6–7 gleichzeitig mit der Taufe zum Priester [presbyteros] oder Bischof [episkopos] geweiht wurden, können ihren Status behalten, aber in Zukunft soll das nicht mehr vorkommen. Wenn ein so geweihter Geistlicher von zwei oder drei Zeugen einer Sünde überführt wird, wird er suspendiert werden. [Joh 5:41-44; 1.Ti 3:1, 6, 7]

Kanon 3:   Das Konzil verbietet absolut, dass Bischöfe, Priester und Diakone mit einer Frau zusammenleben, ausgenommen natürlich ihre Mutter, Schwester oder Tante oder eine über jeden Verdacht erhabene Frau [2.Mo 20:14; 1.Ti 3:2, 12; 4:1-4; Tit 1:5, 6].

Kanon 4:    Ein Bischof [episkopos = Aufseher] soll von allen Bischöfen [Aufsehern] der Provinz geweiht werden [Apg 20:28]. Wenn dies nicht praktikabel ist, sollen mindestens drei Bischöfe die Ordination vornehmen, nachdem die übrigen schriftlich ihr Einverständnis gegeben haben. In jedem Fall steht dem Metropolitan [Mat 23:10-12] das Recht zu, das Vorgehen zu bestätigen. [Tit 1:5, 6]

Kanon 5:    Eine Exkommunikation eines Priesters oder Laien muss durch die Bischöfe aller Provinzen respektiert werden. Es soll jedoch eine Untersuchung durch die übrigen Bischöfe der Provinz geben, um sicherzustellen, dass niemand aus persönlichen Gründen von einem Bischof exkommuniziert wurde. Um diese Untersuchungen geordnet durchzuführen, sollen die Bischöfe jeder Provinz zweimal jährlich zu einer Synode zusammentreten. [1.Ti 2:16-18]

Kanon 6:    Die althergebrachte Autorität der Bischöfe von Alexandria, Antiochia und Rom über ihre Provinzen wird bestätigt. Eine Bischofswahl ohne Zustimmung des Metropolitans [Erzbischof] ist ungültig. Wenn es jedoch unter den wählenden Bischöfen zwei oder drei Gegenstimmen gibt, entscheidet die Mehrheit. [Off 1:20]

Kanon 7:   Der Bischof von Aelia (Jerusalem) soll nach altem Brauch geehrt werden, ohne jedoch die Rechte des Metropolitans einzuschränken. [Sach 3:8, 9; 6:12, 13; Mat 11:20-24]

Kanon 8:    Geistliche der Novatianer [römischer Gegenbischof von Rom (Papst) 251-253 gegen Cornelius], die öffentlich in die Kirche eintreten, dürfen ihren geistlichen Rang behalten, wenn sie sich schriftlich dazu verpflichten, die Dekrete der Kirche zu akzeptieren und zu befolgen. Sie sind jedoch im Rang allfälligen örtlichen Geistlichen der Kirche untergeordnet. [Mat 23:8-12]

Kanon 9:  Wenn Leute ohne Prüfung zum Priester [1.Ti 3:1-7] geweiht wurden und nachträglich eine Sünde bekennen, die sie dafür disqualifiziert, ist die Priesterweihe ungültig.

Kanon 10:  Wenn entdeckt wird, dass ein Priester seinerzeit unter der Verfolgung abgefallen ist, und nachträglich zum Priester geweiht wurde, ist die Priesterweihe ungültig. [Heb 6:4-6]

Kanon 11:  Wenn Leute ohne Gefahr vom Glauben abgefallen sind, sollen sie milde behandelt werden, obwohl sie keine solche Milde verdienen: sie sollen nach einer Buße von zwölf Jahren wieder zur Kommunion zugelassen werden. [Mat 10:32, 33; Heb 6:4-6].

Kanon 12:  Wenn Christen, die erst auf den Militärdienst verzichtet haben, zur Armee zurückgekehrt sind (was unter Licinius Opfer für heidnische Götter bedingte), sollen sie nach dreizehn Jahren Buße wieder zur Kommunion zugelassen werden. Diese Bußzeit kann jedoch im Fall von echter Reue durch den Bischof verkürzt werden. [1.Mo 9:6; Mat 26:52; 1.Kor 5:11; 6:9-11; Off 13:9, 10]

Kanon 13:  Einem Sterbenden darf die Eucharistie gegeben werden, wenn er danach verlangt, auch wenn er nicht zur Kommunion zugelassen war. [2.Mo 12:17, 18; 43, 44, 49; 1.Kor 11:27]

Kanon 14:   Katechumen [Taufbewerber], die abgefallen sind, dürfen nach einer Bußzeit von drei Jahren wieder mit den Katechumen beten. [2.Kor 6:14-18; Jak 3:13-15]

Kanon 15:  Bischöfe, Priester und Diakone dürfen nicht von Stadt zu Stadt wandern, sondern sollen, wenn sie das versuchen, zu der Kirche zurückgeschickt werden, wo sie ordiniert wurden. [Mat 10:23]

Kanon 16: Priester und Diakone, die ihre Kirche verlassen, dürfen nicht von einer andern Kirche aufgenommen werden. Bischöfe dürfen niemanden ordinieren, der zu einer andern Diözese gehört. [Off 18:4; 2.Kor 6:17, 18]

Kanon 17:   Wer Wucherzinsen verlangt, soll abgesetzt werden. [Hes 18:5-9]

Kanon 18:  Diakone dürfen die Eucharistie nicht Priestern geben, sondern sollen die Eucharistie von Bischof oder Priester empfangen. [2.Mo 12:34-49; Mar 14:14-16; Lu 22:19, 20; 1.Kor 11:20-22]

Kanon 19:  Anhänger von Paul von Samosata, die bei der Kirche Zuflucht suchen, sollen in jedem Fall neu getauft werden. Geistliche können nach Prüfung neu ordiniert werden.

Kanon 20:   Am Sonntag und in der Pfingstzeit soll nicht kniend, sondern stehend gebetet werden. [2.Mo 20:8-11]

Osterdatum: Der wörtliche Kanon bezüglich Osterdatum ist nicht erhalten, der Beschluss kann aber aus verschiedenen erhaltenen Bemerkungen von Autoren des vierten Jahrhunderts (z.B. bei Epiphanius von Salamis, Sokrates Scholasticus) rekonstruiert werden. Danach wurde beschlossen:

 

Ostern muss bei allen Kirchen weltweit am gleichen Sonntag gefeiert werden. [2.Mo 12:17-20; Mat 5:17-20; Lu 22:7, 8, 19]

 

Dieser Sonntag ist der, der auf den ersten Vollmond nach dem Frühlings-Äquinoktium folgt.

 

Ostern darf nicht mit dem jüdischen Pessach zusammenfallen, sondern muss danach gefeiert werden. [Lu 22:7, 8, 14-20]

 

Der Bischof von Alexandria soll jährlich das Osterdatum dem Rest der Welt bekannt machen. [3.Mo 23:4]

 

Alexandria dürfte für die Berechnung des Datums verantwortlich gemacht worden sein, da diese Kirche damals über die besten astronomischen Ressourcen verfügte.

 

Der aufmerksame Bibelstudierende, der gute Kenntnis des GESETZES, der PROPHETEN und der Schriften des neuen Bundes hat kann bei nahezu allen Kanons eine Abweichung von den Bestimmungen Jehovas erkennen! Wer ein einziges Gebot, wie das Sabbatgebot, das Israel mit seinem Gott Jehova verbindet bricht, der ist auch geneigt jedes andere Gebot zu brechen!

 

*** Rbi8  Jakobus 2:10-13 ***

Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Gottes Gericht richtet das freie Volk, das unter Gottes GESETZ ihr Herz beschnitten hat und Gott und nicht Menschen Gehorsam zollen. die der abgefallenen Religionen Babylons der Grossen angehören.

 

 

3.3.5           Kapitel 4:  Dem Abfall durch Vorlesen, Ermahnen, Lehren entgegenwirken

 

3.3.5.1          1.Ti 4:1-10:  Abfall durch jene, die auf inspirierte Äusserungen von Dämonen achten

 

Das Kapitel 4 darf als Fortsetzung dessen gesehen werden, was Paulus im 1.Kapitel über Hymenäus und dessen Lehren gesagt hat. Der Abfall vom Glauben war ja schon durch Christus angekündigt worden, als er im Gleichnis vom Sämann redete, der guten Samen streute und während der Nacht kam sein Feind, der Teufel und säte Unkraut dazwischen (Mat 13:24-30). Das Unkraut entspricht somit schlechten Menschen die von der reinen Lehre ablenken hin zu einer „veränderten guten Botschaft“, zu einem anderen GESETZ, als das Jesus lehrte und dadurch zu Gesetzlosigkeit hinführen! Jene widersprechen den Aussagen der Propheten und sind daher selbst „falsche Propheten“.

 

Die Wahrheit der biblischen Speisegebote*** Rbi8  1. Timotheus 4:1-5 ***

Die inspirierte Äußerung [[(der Schrift (Da 11:30-32))]] aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten [[(Zölibat)]] und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden [[(nicht aber die im GESETZ verbotenen Speisen wie Blut, Schweinefleisch, Meeresfrüchte usw.)]], die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen [[(„Und dein Gesetz ist Wahrheit.“ (Ps 119:142))]]. 4 Der Grund hierfür ist, daß jede Schöpfung Gottes vortrefflich und nichts verwerflich ist, wenn es mit Danksagung empfangen wird, 5 denn es wird durch Gottes Wort und Gebet dafür geheiligt.

 

Dämonen stehen somit hinter jenen falschen Lehren die durch geschicktes Lügen eine Zeit lang verdeckt bleiben mögen! Von Hymenäus und Alexander hatte Paulus gesagt, dass sie „Schiffbruch am Glauben“ erlitten hätten und andere durch ihre Lehren zum Abfall bringen würden, der wie todbringendes Gangrän wirkt! Für Gott ist keine Lüge akzeptabel und Heuchler, die sich verstellen und Lügen reden werden durch ihr eigenes Gewissen gebrandmarkt!

 

Die Wahrheit über Gottes GESETZ und Seine richterlichen Entscheidungen zu kennen und Jesu Standpunkt zu diesem Thema sich zu eigen zu machen, nur dies schützt uns vor dieser Art von Verführung! (Mat 5:17-20) Wenn Gottes GESETZ nach Jesu eigenen Aussagen weiterhin gültig ist, so sind es auch die Speisevorschriften des GESETZES! Wer aber darüber hinausgeht und Speisen und Getränke verbietet, die Gott uns durch seine Schöpfung darbietet, so zum Beispiel wie die Vegetarier oder die Mormonen, welche Alkohol, Tee und selbst Cola Getränke verbieten, so „gehen sie über das hinaus, was geschrieben steht“. Jehovas Zeugen legen den Bann auf jeden, der zwei oder dreimal mit einer Zigarette erwischt wird. Rauchen bleibt trotzdem gesundheitsschädlich, steht aber nicht unter Todesstrafe.

 

Die Katholische Kirche verbietet ihren Klerikern wie das Konzil von Nicäa im 2. Kanon bestätigt das Heiraten: „Das Konzil verbietet absolut, dass Bischöfe, Priester und Diakone mit einer Frau zusammenleben, ausgenommen natürlich ihre Mutter, Schwester oder Tante oder eine über jeden Verdacht erhabene Frau.“

 

Jeder dieser unterschiedlichen Kirchenführer bläst sich mit einer anderen Lehre auf, als die Schrift wirklich lehrt! Paulus gebot daher den Korinthern und allen übrigen Christen:

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:6 ***

Nun, Brüder, diese Dinge habe ich in übertragenem Sinne zu eurem Besten auf mich und Apollos angewandt, so daß ihr an unserem Fall die [Regel] kennenlernt: „Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht“, damit ihr nicht persönlich aufgeblasen werdet zugunsten des einen gegen den anderen.

 

Paulus erteilte keine Erlaubnis im GESETZ verbotene Speisen zu essen!Paulus aber gibt keine Erlaubnis zum Konsum von Schweinefleisch  oder zum Genuss von Blut! Er erwähnt nicht jedes einzelne der Gebote Gottes, was die Speisevorschriften betrifft, weil ja jeder der Getauften die Regel kannte, welche er im Brief an die Römer zuvor festgelegt hatte: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“

 

Christen mussten das GESETZ aufrichten, dazu mussten sie das göttliche GESETZ und dessen richterliche Entscheidungen kennen und sie am Sabbat in der Versammlung auch lehren!  Dazu braucht es Menschen, solche „die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen“. Jesus hatte erklärt: „Dein Wort ist Wahrheit“! Psalm 119:142 erklärt deutlich: „Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], Und dein Gesetz ist Wahrheit.“ Diese Form der unveränderten Wahrheit aus der Schrift ist es, welche die Lehrer der Religionen nicht ertragen! Schon Hymenäus und Alexander gehörten zu dieser Gruppe! Im 2.Brief an Timotheus erklärt Paulus:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:3-4 ***

Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden.

 

Die von der reinen guten Botschaft abweichenden Lehren der Religionen „kitzeln“ uns in den Ohren! Die Lehre des Hymenäus und heutiger so genannt christlicher Lehrer, die dieselbe Lüge einer himmlischen Auferstehung unmittelbar nach dem Tod predigen hat eine Milliardenanhängerschaft gewonnen! Menschenmassen die etwas behaupten bedeuten aber nicht zwangsweise, dass jene die Wahrheit verkünden! Die Welt ist voller Mythen und unwahrer Geschichten und jene die nach Wahrheit forschen sind eher eine aussterbende Spezi!  Paulus fordert dagegen im 2.Brief an die Thessalonicher die Brüder dazu auf uns „nicht von unserem vernünftigen Denken“ abbringen zu lassen! Das bedeutet aber, Informationen korrekt einzureihen und zu analysieren, ob sie mit anderen Informationen zum selben Thema übereinstimmen!

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:1-2 ***

Wir bitten euch jedoch, Brüder, in bezug auf die Gegenwart [[(Wiederkehr; Rückkehr; Ankunft)]] unseres Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin, 2 euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sinne, daß der Tag Jehovas [[(der Tagdes Herrn (Jesu Wiederkehr))]] hier sei.

 

Die "Johannesklasse" bei Jehovas Zeugen: Selbsterhöhung führt zur Erniedrigung!Auch heute, in der Endzeit gibt es keine „leitende Körperschaft“ die als „Johannesklasse“ ein „Kommunikationskanal“ zwischen Gott, Jesus, den Versammlungen und dem einzelnen Christen darstellen würde, wie der Papst und jene „leitende Körperschaft“ von Jehovas Zeugen für sich beanspruchen! Damit stellen sie sich auf dieselbe Stufe der Apostel, der Papst wie Petrus, die „Gesalbten“ wie Johannes und sollten eigentlich leicht als „falsche Apostel“ identifiziert werden! Paulus hat doch die Regel aufgezeichnet, dass niemand auf derselben Stufe steht wie die zwölf Apostel! Weder Gott, noch Jesus noch die Apostel werden in der Endzeit noch durch mündliche noch schriftliche Botschaften irgendetwas mehr verlauten lassen, als was die Schriften bereits erwähnt haben! Dort ist die Wahrheit zu suchen, danach zu schürfen „wie nach Gold und Silber“! (Spr 3:13, 14; 8:18-21)

 

Die Warnung Jesu vor „falschen Propheten“ während unserer Tage ist deutlich und sollte uns aufwecken! Jene sind es, die uns zum Straucheln in Jesu Gebot Anlass geben und uns dadurch mit ihnen zusammen unter die Gesetzlosen einzureihen versuchen!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:9-14 ***

Dann wird man euch der Drangsal überliefern und wird euch töten, und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein. 10 Dann werden auch viele zum Straucheln gebracht werden und werden einander verraten und werden einander hassen. 11 Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten. 13 Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

 

Die Warnungen des Paulus stimmen somit exakt mit Jesu eigenen Worten überein! Nun rät er seinem in Ephesus zurückgelassenen Mitstreiter Timotheus, dass er dieselben Ratschläge jenen Brüdern dort im Gefahrenbereich erteilt, die den Abgefallenen in der Gruppe des Hymenäus, Alexander und Philetus am nächsten leben! „Die vortreffliche Lehre“ der Timotheus genau folgte war jene, die er von seiner jüdischen Mutter aus dem GESETZ und den PROPHETEN erfahren hatte und die Paulus durch die Lehre über den Christus ergänzt hatte!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 4:6-10 ***

Wenn du den Brüdern diese Ratschläge erteilst, wirst du ein vortrefflicher Diener Christi Jesu sein, genährt mit den Worten des Glaubens und der vortrefflichen Lehre, der du genau gefolgt bist. 7 Doch weise die unwahren Geschichten zurück, die verletzen, was heilig ist, und Altweibergeschwätz sind. Übe dich andererseits mit Gottergebenheit als deinem Ziel. 8 Denn die Leibesübung ist zu wenigem nützlich; Gottergebenheit aber ist für alle Dinge nützlich, da sie eine Verheißung auf gegenwärtiges und künftiges Leben hat. 9 Dieses Wort ist zuverlässig und verdient völlige Annahme. 10 Denn dafür arbeiten wir hart und strengen uns an, weil wir unsere Hoffnung auf einen lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller Arten von Menschen ist, besonders von treuen.

 

Tote: Bei Gott im Himmel?Wie zu Beginn, wo Paulus über die Lehre des Hymenäus schon gesagt hatte, handelt es sich um „unwahre Geschichten“, dass die Toten bereits auferstanden wären und solches sei zurückzuweisen! Er nennt sie gar verächtlich „Altweibergeschwätz“, weil solches die Ohren alter Frauen besonders kitzeln mag, dass sie nach ihrem Tod nun bei Gott und Jesus im Himmel sein dürften.

 

Paulus vergleicht die „Leibesübungen“ um den Körper zu stärken mit „Gottergebenheit“, wo der Sinn zum Guten hin gestärkt wird, in der sich Timotheus üben soll! Statt den Körper zu trainieren soll er sich das Ziel setzen den Geist zu stärken, um den Willen Gottes zu erkennen und zu erfüllen. Dadurch wird uns schlussendlich alles gegeben, was wir notwendig haben. Jesus selbst hatte gesagt:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

Verheissung auf gegenwärtiges Leben hat damit zu tun, dass alle die weiterhin Gott ergeben sind innerhalb der Versammlung des Christus sind und daher in Gottes Augen leben! Die draussen aber sind in Gottes Augen tot! Wer Gerechtigkeit übt wird auch in der Auferstehung nicht ins Gericht kommen und ewiges Leben erhalten! Gott rettet durch seinen Christus die Treuen!

 

*** Rbi8  Johannes 5:24 ***

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.

 

Hörst du nun Jesus zu oder befolgst du das, was Gewaltige in Religion, Politik oder Wirtschaft dir zuflüstern, um dich auf ihrer Seite zu behalten oder dorthin zu gewinnen?

 

3.3.5.2          1.Ti 4:11-16:  Vorlesen, Ermahnen, Lehren als Aufgabe

 

Paulus gebietet Timotheus auszuharren „bis ich komme“. Er war wie er angekündigt hatte auf dem Weg nach Ephesus als er den 1.Brief von Nikopolis aus schrieb! Als Aufseher der Versammlung in Ephesus hat jener Eifrige die Aufgabe das, was Paulus gebietet in die Tat umzusetzen! Vor allem galt es den Abfall zu stoppen, den das „Gangrän“ der Lehre des Hymenäus verursachte! Paulus erwähnt die Jugend des Timotheus die weiterhin für ihn kein Hindernis, sondern vielmehr Anlass sein solle Vorbild zu sein, durch seinen Wandel, durch sein Reden im Einklang mit der Schrift, durch seine Nächstenliebe die sich durch Taten zeigen muss, die den Glauben in die Verheissungen setzt, der auf dem festen Fundament der Schrift steht. Paulus ruft Timotheus zur Keuschheit auf!

 

Der jugendliche Timotheus*** Rbi8  1. Timotheus 4:11-16 ***

Fahre fort, diese Dinge zu gebieten und sie zu lehren. 12 Niemand blicke je auf deine Jugend herab. Im Gegenteil, werde ein Vorbild für die Treuen im Reden, im Wandel, in [der] Liebe, im Glauben, in [der] Keuschheit. 13 Bis ich komme, widme dich weiterhin dem Vorlesen, dem Ermahnen, dem Lehren. 14 Vernachlässige die Gabe in dir nicht, die dir durch eine Voraussage verliehen wurde und dadurch, daß dir die Körperschaft der älteren Männer [[(die Ältesten)]] die Hände auflegte. 15 Sinne über diese Dinge nach; geh darin auf, damit dein Fortschritt allen [Menschen] offenbar werde. 16 Gib beständig acht auf dich selbst und auf dein Lehren. Bleibe bei diesen Dingen, denn dadurch, daß du dies tust, wirst du sowohl dich selbst als auch die retten, die auf dich hören.

 

Die Ältestenschaft in Ephesus war im eigentlichen Sinne des Wortes keine „Körperschaft“, ein Begriff aus der heutigen Rechtssprache, sondern bestand aus einem oder mehreren Vorstehern oder Ältesten! Die NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG der Watchtower möchte durch die Wortwahl das Verständnis des Lesers auf ihre eigene Schriftauslegung lenken, wo sie sich in ihrer Leitung durch so genannte „Gesalbte“ in Form der „Leitenden Körperschaft“ als Haupt einer Organisation sieht, welche gemäss ihrer Aussage durch den Geist Jehovas geleitet wird. Wir verweisen auch hier erneut darauf hin, dass Gottes Geist niemals im Einklang mit Gesetzlosigkeit ist und Jehova der nicht Lügen kann auch nicht auf der Seite jener zu finden ist, welche derselben Lüge des Hymenäus folgen. Da jene „Gesalbten“ von sich behaupten „himmlische Hoffnung“ zu haben ist damit bereits klar und deutlich, dass auch sie an die Auferstehung der Toten unmittelbar nach ihrem Ableben im Himmel glauben, zumindest seit 1918 und ausschliesslich für deren Gesalbtenklasse, was aber der ganzen Schrift und auch den Aussagen des Paulus in den zwei Briefen an Timotheus vollkommen widerspricht!

 

Als Vorsteher müssten sie denselben Geist entwickeln, den Paulus dem Timotheus anheimstellt und nicht „Altweibergeschwätz“ nachfolgen, das man unbesehen von den Glaubensvätern der Katholischen Kirche her über deren protestantischen Zweige übernommen hat! Wer andere auffordert „Babylon die Grosse“ zu verlassen sollte vorab selbst das ausführen, was der Christus sagt und wozu Paulus auffordert: „Sinne über diese Dinge nach; geh darin auf, damit dein Fortschritt allen [Menschen] offenbar werde.“ Das mag zu Beginn noch weitgehender Fall gewesen sein, als C.T. Russell gewisse falsche Lehren durchschaute und zu korrigieren begann. Unter seinem Nachfolger, dem Richter J.F. Rutherford wurde Irrtum zu offensichtlicher Lüge verschweisst!

 

Fake News oder Facts?Fortschritt bedeutet auch sich von „unwahren Geschichten“ abzuwenden, anstatt an dogmatischer Lehre festzuhalten und damit sich den Päpsten gleich zu machen! Wer auf sein Lehren beständig achtet, der wird auch Fehler bei sich erkennen, denn die Schrift lehrt uns doch die Wahrheit! Erkenntnis eines Fehlers oder Irrtums den wir nicht ändern führt uns hin Lügner und „falsche Zeugen“ zu sein! Wir legen gegenüber Mitmenschen falsches Zeugnis ab von Tatsachen, von denen wir wissen, dass sie nicht stimmen!

 

*** Rbi8  2. Mose 20:16 ***

Du sollst nicht falsch zeugen als Zeuge gegen deinen Mitmenschen.

 

Nur freiwillig Blinde wollen nicht sehen! „Blinden Leitern“ und „blinden Geführten“ droht dieselbe Grube ewiger Abscheidung! Wir sind wie Timotheus verpflichtet zu genauer Erkenntnis voranzuschreiten. Wie Paulus ihm gebietet, nicht an „unwahren Geschichten“ festzuhalten, weil sie „Gottlosigkeit“ zur Folge haben, weil Gott sich von solchen Personen abwendet! Wer anderen Rettung verspricht, indem sie Organisationstreue zeigen, der müsste eigentlich vorab das tun, was Paulus dem Timotheus empfiehlt: „Bleibe bei diesen Dingen, denn dadurch, daß du dies tust, wirst du sowohl dich selbst als auch die retten, die auf dich hören.“ Wer nicht „bei diesen Dingen bleibt“ wird weder sich selbst noch andere retten! Jene Ältesten, welche Timotheus ihre Hände aufgelegt hatten blieben offenbar auch später der Schrift und den Lehren des Paulus treu!

 

 

3.3.6           Kapitel 5:  Die Stärkung der Schwachen durch aktive Liebe

 

3.3.6.1          1.Ti 5:1-2:  Umgang mit Versammlungsgliedern und Hilfsbedürftigen

 

Paulus gibt Timotheus Anweisungen, auf was er achten soll, wenn er ein bestimmtes Versammlungsglied ermahnen oder zurechtweisen muss. Er zeigt, dass jede der Gruppen nach ihren spezifischen Eigenschaften eine leicht veränderte Behandlung erfährt, die es dem Angesprochenen leichter macht auf Rat zu hören!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 5:1-2 ***

An einem älteren Mann übe nicht strenge Kritik. Im Gegenteil, rede ihm bittend zu wie einem Vater, jüngeren Männern wie Brüdern, 2 älteren Frauen wie Müttern, jüngeren Frauen wie Schwestern mit aller Keuschheit.

 

Jedes Versammlungsglied, das den geraden Weg verlässt soll nach diesen Regeln des Benehmens behandelt werden. Liebe und Respekt sind das Kennzeichen eines Christen.

 

Paulus fordert Timotheus auf einen „älteren Mann“, hier nicht im Sinne eines Ältesten, sondern im Sinne von fortgeschrittenem Alter nicht mit harter Kritik zurechtzuweisen, sondern vielmehr bittend, wie es der eigene Vater wäre! Das bedeutet mit Takt vorzugehen und an Herz und Verstand zu appellieren!

Unparteiisches Richten innerhalb der Versammlung durch die wahre „obrigkeitliche Gewalt

 

Paulus gibt dem Vorsteher Timotheus nun Rat, der für alle Ältesten aller Christenversammlungen bis heute und auch künftig verbindlich ist. Vorsteher müssen unparteiisches Verhalten gegenüber allen Gliedern zeigen! Ein Vorsteher muss auch einen anderen Vorsteher, der einen falschen Tritt vom geraden Weg in die falsche Richtung tut darauf hinweisen und notfalls zurechtweisen! Ebenso wie Paulus den Kephas in Antiochia zurechtwies (Gal 2:11-14). Petrus hatte sich durch die falschen Brüder, die von Judäa hergekommen waren und sich in jene Versammlung eingeschlichen hatten betören lassen. (Apg 15:1, 2, 5, 6; Gal 1:6-9) Jene  lehrten Dinge, die nicht mit dem offenbarten Geist Gottes und seinen Zeichen im Einklang standen. Genauso sind Älteste untereinander verpflichtet aufzuzeigen, wo jemand in Lehre oder Werk vom geraden Weg des Christus abgebogen ist! Die Regel die Jesus aufstellte bedingt nicht eine komplexe Kirchenhierarchie, sondern verstandesmässiges Vorgehen mittels Gottesfurcht und Gottergebenheit durch jedes der Glieder! Jesus zeigt, dass es nur drei Ebenen in der Versammlung gibt: Dass Jesus „Haupt“ jedes Mannes ist! Dann, jene zwischen Brüdern und zudem jene von Vorstehern der Versammlung hin zu Brüdern, um jene anzuleiten.

 

Wer und was definiert Sünde und deren Folge?*** Rbi8  Matthäus 18:15-17 ***

Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung [[(Vorsteher; Versammlungsrichter)]] hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Jesus zeigt ein mehrstufiges Vorgehen, wenn sündhaftes Verhalten vorliegt, das heisst da, wo ein göttliches Gebot übertreten wird! Bestimmt hatte Paulus dieses Vorgehen bei Hymenäus und Alexander angewendet, bevor er die letzte Massnahme ergriff und jene Uneinsichtigen und Unbelehrbaren aus der Versammlung warf! Ganz offensichtlich wurde dadurch von jenen Unbelehrbaren das Gebot übertreten „kein falsches Zeugnis“ abzulegen. Die Worte der Propheten, die Worte Jesu und die Worte der Apostel, was Auferstehung betrifft wurden dadurch verdreht und verleugnet! Hymenäus erklärte dadurch, dass seine Lehre der Auferstehung nach dem Tod im Himmel korrekt sei und damit machte er jene Propheten zu Lügnern, die alle von einer Auferstehung nach Jesus Wiederkehr „im Fleische“ zu den Seinen berichten! Solche Männer reden wider Gottes offenbarten „heiligen Geist“ in der Schrift und machen sich selbst zu Göttern und erwarten von uns Gefolgschaft! Jeder der Gott widerspricht macht sich zu einem Gott, erhebt sich dadurch über Jehova! Jesus erklärte, was es bedeutet, wider heiligen Geist zu lästern!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:31-32 ***

Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

 

Wenn eine Lästerung gegen Jesus Vergebung findet, wie viel mehr eine Lästerung eines Bruders gegen einen anderen Bruder, wenn er Reue zeigt? Wer aber Offenbarungen des heiligen Geistes in ihr Gegenteil umkehrt, sie leugnet und lästernd über jene redet, welche die Wahrheit hoch halten, der hat kein Erbarmen zu erwarten! Gott lässt sich nicht verspotten! Wir sollen unsere Worte wie Samen im Hinblick auf die heiligen Aussprüche durch Gottes Geist säen!

 

*** Rbi8  Galater 6:7-10 ***

Laßt euch nicht irreführen: Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten; 8 denn wer im Hinblick auf sein Fleisch sät, wird von seinem Fleisch Verderben ernten, wer aber im Hinblick auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. 9 So laßt uns nicht nachlassen, das zu tun, was vortrefflich ist, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. 10 In der Tat, laßt uns denn, solange wir günstige Zeit dafür haben, gegenüber allen das Gute wirken, besonders aber gegenüber denen, die [uns] im Glauben verwandt sind.

 

Der Geist“ der uns ewiges Leben gibt ist Jesus selbst. Er handelt im Auftrag Jehovas! Das Wort das er geredet hat wird uns im Gericht richten! Wenn wir auf ihn hörten ernten wir Leben! Alles, was Jesus und seine Apostel verkündeten und Lehrten wirkt hin zum Guten! Wer gegen den Christus redet, der macht sich zu einem „Antichristen“! Johannes beklagt zum Ende des 1.Jahrhunderts zu Recht, dass die „letzte Stunde“ der apostolischen Zeit angebrochen war, wo die Wahrheit noch unverfälscht gelehrt wurde! Die „Antichristen“, der „falsche Samen“ begann die Versammlungen zu überwuchern! Obwohl sie zuerst Teil der Christenversammlung waren verliessen sie die Reinheit, um unwahren Geschichten nachzufolgen. Die Art, von welcher die Apostel und wahren Jünger waren, sie hielt an unverfälschter Wahrheit fest!

 

Die letzte Stunde*** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Wer von der Art der Apostel ist, der klammert sich an Wahrheit und Tatsachen! Darin liegt die wahre göttliche „Salbung“ jedes Christen! Das ist nicht einer bestimmten Klasse von Vorstehern vorbehalten, sondern betrifft jeden innerhalb der Versammlung! „Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis.“ Alle müssen wir aufgrund exakter Kenntnis zum vollerwachsenen Mann heranreifen, der zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden weiss!

 

Bedenken wir, dass die folgende richterliche Entscheidung Jehovas an Moses auch Christus als dem „Reiter auf dem weissen Pferd“ im Endgericht betrifft! Dabei sind Versammlungen oder Religionen wie „Städte“ organisierte Objekte, die eine gemeinsame Verantwortung tragen! Wo „nichtsnutzige Männer“ sich an die Spitze der Versammlung drängen, um hin zum Abfall, vom Geist der Lehre der Wahrheit weg, hin zu Irrtum und Lüge verführen, da folgt Gottes Gericht ganz bestimmt!

 

*** Rbi8  5. Mose 13:12-18 ***

Falls du in einer deiner Städte, die Jehova, dein Gott, dir gibt, damit [du] dort wohnst, sagen hörst: 13 ‚Nichtsnutzige Männer sind aus deiner Mitte ausgegangen, um zu versuchen, die Bewohner ihrer Stadt abwendig zu machen, indem [sie] sprechen: „Laßt uns gehen und anderen Göttern [[(=  Mächtigen; anderslautende Gesetze)]] dienen“, die du nicht gekannt hast‘, 14 so sollst du suchen und nachforschen und dich gründlich erkundigen; und wenn die Sache als Wahrheit festgestellt ist — diese Abscheulichkeit ist in deiner Mitte getan worden —, 15 solltest du die Bewohner jener Stadt unbedingt mit der Schärfe des Schwertes schlagen. Weihe sie und alles, was in ihr ist, und ihre Haustiere der Vernichtung mit der Schärfe des Schwertes. 16 Und all ihre Beute solltest du mitten auf ihrem öffentlichen Platz zusammentragen, und du sollst die Stadt und all ihre Beute im Feuer verbrennen als ein Ganzopfer für Jehova, deinen Gott, und sie soll ein Trümmerhaufen werden auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]]. Sie sollte nie wieder aufgebaut werden. 17 Und gar nichts von dem, was durch Bann geheiligt worden ist, sollte an deiner Hand haftenbleiben, damit sich Jehova von seiner Zornglut wendet und dir in der Tat Barmherzigkeit gewährt und dir wirklich Barmherzigkeit erweist und dich mehrt, so wie er es deinen Vorvätern geschworen hat. 18 Denn du solltest auf die Stimme Jehovas, deines Gottes, hören, indem [du] alle seine Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, so daß du tust, was recht ist in den Augen Jehovas, deines Gottes.

 

Das Gericht an „Babylon der Grossen“, den Gottentfremdeten Religionen ist ein göttliches Gericht und wird durch die von Gott hierzu bestimmten Nationen der Erde ausgeführt werden! Das Gericht an den Nationen folgt am Tag Harmagedons: All jene von Menschen geschaffen Gebilde unter Satans Einfluss machten sich zu „Göttern“, die Nachfolge erheischten, unsere Unterwerfung unter sie! Gott hat gegen die Religionen wegen ihrer spiritistischen Bräuche, ihrer geistigen Hurerei den Bann ausgesprochen! Wer sie nicht verlässt, „hat an ihren Sünden Anteil“! (Off 18:4) Wir können nicht auf Religionsführer hören die Gott widersprechen und gleichzeitig auf Gottes Wort achten! Jesus selbst vollzieht mit seinen Engelheeren in Harmagedon an all denen die Rache, die sich nicht an Gottes Gebote gehalten haben und anderen Göttern gedient haben.

 

Bilblische Symbole zur Endzeit
 

Die „wilden Tiere“ dieses Systems, deren Führer haben meist eine höhere staatlich organisierte Ausbildung genossen, deren Verständnis weltlicher Themen hoch ist, denen es aber an Gottesverständnis meist völlig mangelt: Denen ist es so wie bei Saulus zuvor, der jedoch als bekehrter Paulus, aus einem pharisäischen Rechtsgelehrten ein vollkommen Verständiger wurde, was Gottes Weisheit betrifft, der erklärte:

 

(Philipper 3:7-11)  Doch welche Dinge mir Gewinn waren, diese habe ich um des Christus willen als Verlust betrachtet. 8 Ja, tatsächlich betrachte ich überhaupt auch alle Dinge als Verlust wegen des alles übertreffenden Wertes der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne 9 und in Gemeinschaft mit ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus Gesetz [[(Gesetzeswerken laut GESETZ Mos)]] kommt, sondern die, die durch Glauben an Christus [[(als den Propheten gfleich Mose)]] kommt [[(der Erfüllung des „GESETZES des Glaubens“ (5.Mo 18:15-19))]], die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt, 10 um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung von den Toten gelangen könnte.

 

Für die „Weisen dieses Systems der Dinge“ sind dies vollkommen unverständliche Worte, die nur mittels Glauben in biblische Aussagen eines unfehlbaren Schöpfergottes der ewig existierte Sinn erhalten, weil für Ihn der Faktor Zeit nur eine Masseinheit mehr darstellt, welche durch den „Big-Bang“ ihren Anfang nahm. Zeit wird anhand der Ausbreitung des Lichts gemessen, das vor dem Big-Bang nicht existierte:

 

 

Stephen Hawking: Es gibt keinen Gott. Albert Einstein: Es gibt.    [3] Freitag, 26. Oktober 2018 |  Tsvi Sadan

 

Stephen Hawking: Es gibt keinen Gott. Albert Einstein: Esgibt.   Der unglaubliche Stephen Hawking, der letzten März verstorben war, war offen in Bezug auf seinen eigenen Mangel an Glauben an Gott, selbst als Wissenschaftler um ihn herum zu der gegenteiligen Schlussfolgerung kamen, die besagt, dass die Urknalltheorie und andere wie diese zu beweisen schienen, dass irgendjemand oder etwas Größeres die Lunte angezündet haben müsste.

 

   Hawkings Ruhm, egal wie aggressiv er vermarktet wird, wird den Atheismus nicht voranbringen, so wie Albert Einsteins Ruhm nicht dazu beigetragen hat, den Glauben an Gott zu fördern. Bei allem Respekt für beide Männer ist ihre Autorität in spirituellen Angelegenheiten in den Augen der meisten Menschen ungefähr so ​​wichtig wie die Meinung eines alten Predigers über die Quantenphysik.

 

   Hawkings posthumes Buch "Kurze Antworten auf kurze Fragen", das diese Woche veröffentlicht wurde, wurde enthusiastisch vom israelischen Nachrichtenportal Ynet besprochen, das die Gelegenheit nutzte, die "kein Gott" - Fahne mit beeindruckender Kraft zu schwingen. Aus der Überschrift "Stephen Hawking in seinem letzten Buch: Es gibt keinen Gott" wurde den israelischen Führern der Eindruck vermittelt, dass der letzte Akt des großen Astrophysikers die Menschheit weiter ermutigen sollte, ein wissenschaftliches Evangelium anzunehmen, das jede göttliche Beteiligung an der Geschichte unseres Universums ausschließt.

 

ISRAEL HEUTE   Es ehrt ihn, dass Hawking nicht zu dem Kreis der professionellen Atheisten gehörte, die vom Spott über Kreationisten leben. "Jeder kann frei glauben, wie er will", schrieb Hawking, "aber meiner Meinung nach ist die einfachste Erklärung [für die Existenz des Universums], dass es keinen Gott gibt." Eine solche Demut von einer Person seiner Größe ist lobenswert.

 

   Aber, wie der Kommentarabschnitt zu diesem speziellen Ynet-Artikel gezeigt hat, können Israelis sowohl dogmatisch als auch humorvoll sein, wenn sie über dieses Thema diskutieren und stehen zwischen dem Trollen und der legitimen Auseinandersetzung mit dem Bericht. "Gott in seinem ersten Buch: Es gibt keinen Stephen Hawking", las einer der ersten Kommentare. Ein anderer schrieb: "Die Meinung der Wissenschaftler bezüglich Gott trägt kein besonderes Gewicht", auf die jemand anderes verächtlich antwortete: "Das sollten Sie tun - kaufen Sie ein paar Bücher über Astrophysik ... das wird Sie weniger dumm machen." Ein besonders wütender Kommentator schrieb, dass "Hawking an ALS litt, weil er ein Ketzer war". Aber das veranlasste die verächtliche Antwort: "Er lebte viel besser als du, der Sklave, um Mindestlohn zu verdienen und mit Weißbrot zu leben."

 

   Ein witzigerer Leser lieferte seinen eigenen Beweis für die Existenz Gottes: "Ich habe einen Blumentopf in der Nähe eines Psalmenbuchs und einen weiteren weiter entfernt angebaut, und die Blumen neben dem Buch wuchsen schneller ... und das ist eine Tatsache!" In demselben Sinne bestand ein anderer darauf, dass, anscheinend wie Hawking, "die Orthodoxen (Juden) bereits wissen, dass Gott und Ausländer ein und dasselbe sind."

 

   Von witzig über schlau bis platt, der ganze Austausch zeigt einmal mehr, dass die Meinungen der Wissenschaftler über die Existenz Gottes diejenigen, die keinen Beweis irgendeiner Art brauchen, nur wenig interessieren.

 

Die einfachste Erklärung, dass es keinen Gott gibt“ erübrigt es, sich mit Jehovas Wort, Seinen Prophezeiungen und Seinem GESETZ auseinanderzusetzen! Saulus von Tarsus ging den anderen Weg, weit härter aber Wirkungsvoller, indem er bewies, dass ohne Existenz eines Schöpfergottes nicht nur Nichts existieren würde, sondern auch Leben keinen tieferen Sinn hat! Hawkings Schlussfolgerung ist, dass der Plant Erde schleunigst verlassen werden sollte, der Paulus dagegen spricht und bringt Beweise für ewiges Leben, das nur für Gerechte bestimmt ist!

 

Stephen Hawkings war von sich, seiner Ausbildung, seinen wissenschaftlichen Erfolgen vollkommen überzeugt, der Wahrheit letzten Schluss entdeckt zu haben. Sir Isaac Newton, sein Vorbild kam wenige Jahrhunderte zuvor zum gegenteiligen Schluss: Gott muss existieren, ansonsten die Komplexität des Systems unmöglich verstanden werden könnte. Wer von beiden hat nun Recht? Es stimmt, über unsere Superteleskope, Weltraumsonden, Berechnungen mittels Hypercomputern kommen wir zu Schlussfolgerungen, die uns je nach Vorbildung in Richtung Glauben an einen Schöpfer oder als Atheist geformt haben, dass ein solcher inexistent sei. Nicht weiteres rationelles Denken verursacht gewisse Schlussfolgerungen, sondern die Ausbildungsgrundlage, welche dieses staatlich organisierte dem Atheismus zuneigende System hin zur Gottlosigkeit führt! Gottes Antwort durch den Psalmisten lautet:

 

(Psalm 37:9)  Denn die Übeltäter, sie werden weggetilgt, Die aber auf Jehova hoffen, sind es, die die Erde besitzen werden.

 

Wenn Steven Hawking zur Schlussfolgerung gelangt, dass ein Schöpfergott inexistent sei und ihm die atheistisch geformte Welt zujubelt und er jenen erklärt, dass sie schnellstens einen anderen Planeten suchen müssten, denn die Erde würde bald zerstört, dann gibt uns die Schrift über die Propheten Daniel nicht bloss eine leere Hoffnung, sondern die Sicherheit dass genau das Gegenteil eintreffen wird, weil der existente Gott der alles erschuf dessen Zerstörung zu verhindern weiss!  Darin spiel Seine erste Schöpfung, das intelligente Wesen Michaels, des „Werkmeisters“ durch den alles erschaffen wurde eine grundsätzliche Rolle. Dem Propheten Daniel wurde das Geschehen der Endzeit durch Visionen und direkte Erklärungen seitens Engel, u.a. Michael gezeigt:

 

(Daniel 12:8-13)  Was nun mich betrifft, ich hörte, aber ich konnte [es] nicht verstehen, so daß ich sprach: „O mein Herr, was wird der Schlußteil dieser Dinge sein?

9 Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

11 Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] entfernt worden ist und das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, aufgestellt worden ist, werden es eintausendzweihundertneunzig Tage sein.

12 Glücklich ist, wer harrt und wer die eintausenddreihundertfünfunddreißig Tage erreicht!

13 Und was dich selbst betrifft, geh dem Ende entgegen; und du wirst ruhen, aber du wirst aufstehen zu deinem Los am Ende der Tage.“

 

Steven Hawkins und seine ganze Anhängerschaft an Atheisten haben sich bestimmt nicht von Sünde gereinigt, indem sie Gottes moralische GESETZE als Realität angenommen hätten. „Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen“.

 

Derselbe Schöpfer aber hat auch die physikalischen Gesetze festgelegt, an welche jene tiefen Glauben bekunden! Dass Hawkings erahnte, dass dies bereits die „Zeit des Endes“ sei, das hatte mit Beobachtung menschlichen, unsinnigen Treibens zu tun! Petrus gibt uns Glaubenden Mut.

 

(2. Petrus 2:9)  Jehova weiß Menschen von Gottergebenheit aus der Prüfung zu befreien, Ungerechte aber für den Tag des Gerichts zu ihrer Abschneidung aufzubehalten,

 

Die Ungerechten werden vergehen, nicht der Planet Erde, dies ist die gute  Nachricht! Wer Gottes GESETZ missachtet, zahlt den Preis der darauf angekündet ist: „Ihre Abschneidung“!

 

Dieselbe Regel, wie Sünden behandelt werden sollen, welche schon Jesus den Aposteln anheimgab, sie gilt auch für Vorsteher gegenüber Versammlungsgliedern und für jeden einzelnen Christen! Das war bereits von Gott im GESETZ deutlich festgeschrieben:

 

*** Rbi8  3. Mose 19:17 ***

Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du solltest deinen Genossen auf jeden Fall zurechtweisen, damit du nicht mit ihm zusammen Sünde trägst.