Newsletter „DER WEG“ 11/06-3    Juni 2011

Neubearbeitung: 19.7.11 / 22.6.18

                                                                                                                                                                                                                      

 

11.6.3  Lehrer der Guten Botschaft:  Kommentar zum 1.Buch Mose (Genesis)

 

6.Teil:  1.Mose Kap. 39-45:  Joseph am Hof des Pharao bis er sich seinen Brüdern zu erkennen gibt

 

   Im 5. Teil des NEWSLETTER DER WEG vom Monat Mai 2011 behandelten wir unter dem Titel: 11.5.3  Die Geschichte Jakobs und seiner zwölf Söhne bis Josephs Verkauf in die Sklaverei die Kapitel 1.Mose 28-38:

 

   Kapitel 28:  1781 v.u.Z.:  Jakob geht nach Haran zu Laban; Traum der Leiter zu Bethel

   Kapitel 29:  1781-1774 v.u.Z.:  Jakobs Liebe zu Rahel; Heirat Leas

   Kapitel 30:  1774 v.u.Z.:  Rahel gibt Jakob die Magd Bilha und Lea ihre Magd Silpa; Jakobs Kinder, sein Lohn und sein Ausbreiten

   Kapitel 31:  1761 v.u.Z.:  Jakobs heimliche Rückkehr nach Kanaan; Rahel stielt die Teraphim von Laban; Bund zu Galed

   Kapitel 32:  1761 v.u.Z.:  Jakobs Gaben an Esau; sein Ringen mit einem Engel

   Kapitel 33:  1761 v.u.Z.:  Das Treffen Jakobs mit Esau und sein Lager in Sichem

   Kapitel 34:  Vergewaltigung Dinas und die Rache der Brüder

   Kapitel 35:  Jehova nennt Jakob nun Israel; Rahels Tod

   Kapitel 36:  Geschichte Esaus; die Scheiche von Edom

   Kapitel 37:  1750 v.u.Z.:  Liebe Jakobs zu Joseph; Verkauf in die Sklaverei

   Kapitel 38:  Geschichte Judas; Tamar verkleidet sich als Prostituierte, um mit Juda Verkehr zu haben

 

   Im 6.Teil dieser Betrachtung zur Genesis beobachten wir den Beginn der Nation Israel in Ägypten, wie Joseph zuerst als Sklave von Potiphar gekauft wird und in kurzer Zeit zum Verwalter seines ganzen Haushalts aufsteigt. Dabei kommen die guten Charakterzüge dieses Israeliten zur Geltung, die sich auf eine hervorragende Erziehung während seiner Kindheit und Jugend stützt! Sein Glaube in den Gott seines Vaters Isaak und Grossvaters Abrahams zeigt sich unter Prüfung unerschütterlich. Als er wegen der Anwendung von Gottes Geboten durch falsche Beschuldigung ins Gefängnis kam, indem er der Verführung von Potiphars Frau widerstand, blieb er seinem hohen Sittenmassstab seines Gottes auch dort treu.

 

Die Frau Potiphars versucht Joseph zu vergewaltigen(1. Mose 39:7-9)  Nach diesen Dingen nun geschah es, daß die Frau seines Herrn ihre Augen zu Joseph zu erheben und zu sagen begann: „Leg dich zu mir.“ 8 Er aber weigerte sich jeweils und sprach zu der Frau seines Herrn: „Siehe, mein Herr weiß nichts von dem, was bei mir im Haus ist, und alles, was er hat, hat er in meine Hand gegeben. 9 Da ist niemand größer in diesem Haus als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, weil du seine Frau bist. Wie also könnte ich diese große Schlechtigkeit begehen und in Wirklichkeit gegen Gott sündigen?“

 

   Durch Gottes Worte und Gebote an seine Vorväter, die er aus der „Teraphim“ kannte, zeigte Joseph wahre Gottesfurcht und Verständnis von Gottes Rechtsmassstab! Potiphars Frau klagte ihn aber an, dass er sie vergewaltigen wollte und zeigte zum Zeugnis sein äusseres Gewand. Wiederum wurde er durch Gottes Führung auch im Gefängnis erneut erhöht und zur Betreuung über die anderen Gefangenen gesetzt. Als der eingekerkerte Oberste der Weinschenken Pharaos einen Traum hatte und Joseph ihn mit Gottes Hilfe deutete, da öffnete sich danach auch der Oberste der Bäcker und gestand ihm seinen Traum ein, da eröffnete Joseph den Sinn davon durch Gottes eigene Inspiration. Nur drei Tage danach am Geburtstag des Pharaos erfüllten sich beide Träume: Der Mundschenk wurde erneut in seine Position eingesetzt, der Bäcker aber zum Tode verurteilt und hingerichtet.   

 

   Als zwei Jahre später der Pharao selbst zwei beunruhigende Träume hatte, dann erst erinnerte sich der Mundschenk wieder an Joseph. Der Pharao liess ihn holen und Joseph gab erneut dem Gott aller Schöpfung die Ehre und erläuterte die wahre Deutung der Träume: Sieben Jahre guter Ernten würden von sieben Jahren der Hungersnot abgelöst. Der Pharao anerkannte Gottes Führung darin und erhöhte nun Joseph zum zweithöchsten Mann nach ihm, damit er Vorkehrung treffe und in ganz Ägypten Vorräte einlagern solle. Zu Beginn verheiratet Pharao ihn mit Asenath der Tochter des Priesters von On. Mit ihr hat Joseph zwei Kinder, Manasse als Erstgeborenen und Ephraim danach. Wie die Schrift später deutlich zeigt  waren all diese Dinge nur ein Schatten künftiger, grösserer Ereignisse im Zusammenhang mit Jesus, den geistigen Weizen betreffend, den er ausstreute und zu ernten begann! Im Verlauf der Abhandlung zeigen wir die deutlichen Parallelen auf. Paulus weist uns auf diese Art der Unterweisung hin, welche wir selbst Anteil an der Erfüllung haben! Joseph musste Schmähungen und Unterdrückung geduldig ertragen, was später eines der Hauptmerkmale des Christus war!

 

(Römer 15:3-6)  Denn auch der Christus hat sich nicht selbst gefallen, sondern so wie geschrieben steht: Die Schmähungen derer, die dich schmähten, sind auf mich gefallen. 4 Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können. 5 Möge nun der Gott, der Ausharren und Trost verleiht, euch gewähren, untereinander die gleiche Gesinnung zu haben, die Christus Jesus hatte, 6 damit ihr einmütig, mit einem Mund, den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlichen könnt.

 

Joseph und seine zehn Brüder, welche er nun prüft    Am Ende der sieben fruchtbaren Jahre folgt die vorhergesagte Dürre und bereits im zweiten Jahr ist Jakob in Kanaan gezwungen seine zehn Söhne nach Ägypten zu senden, um Vorräte einzukaufen! Als Joseph sie sogleich zu Gesicht bekommt beginnt eine Zeit von deren Prüfung, ohne sich jenen zu erkennen zu geben. Im Verlauf zeigte es sich, dass sie ihren Fehler und grosse Sünde begriffen hatten, Joseph, ihren eigenen Bruder in Sklaverei zu verkaufen und sie bereuten und zeigten sich bereit dafür Strafe zu erdulden. Joseph hatte sie zu Beginn beschuldigt Spione zu sein. Indirekt entsprach dies gar der Wahrheit, denn sie hätten gerne Josephs Schicksal erfahren! Er verlangte, dass sie zum Beweis der Richtigkeit ihrer Aussagen den jüngsten Bruder, Benjamin mitbringen müssten. Simeon blieb als Pfand in Gefangenschaft Josephs. Da Joseph den Brüdern das Kaufgeld in ihre Getreidesäcke legte prüfte er ihre Lauterkeit in Bezug auf Habsucht. Der gealterte Vater Jakob aber widersetzte sich Benjamin mitziehen zu lassen. Er hatte Angst auch noch diesen Sohn zu verlieren! Das spätere GESETZ an Israel verurteilt Habsucht deutlich.

 

Du sollst nicht das Haus deines Mitmenschen begehren(2. Mose 20:17)  Du sollst nicht das Haus deines Mitmenschen begehren. Du sollst nicht die Frau deines Mitmenschen begehren noch seinen Sklaven, noch seine Sklavin, noch seinen Stier, noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Mitmenschen gehört.“

 

   Wegen der Hungersnot aber ist Jakob schlussendlich gezwungen nachzugeben und die Brüder nehmen Benjamin mit, zudem das Geld, um es zurückzuerstatten und vielerlei Geschenke Jakobs für den Nahrungsmittelverwalter, um ihn gütig zu stimmen. Joseph empfängt sie mit einem fürstlichen essen in seinem Hause. Die Frage nach der Ehrlichkeit der Brüder in Geldfragen war gelöst, da sie das scheinbare Versehen durch Selbstanzeige aufklärten. Die elf Brüder geben Joseph die mitgebrachten Gaben und werfen sich vor ihm nieder. Zum ersten Mal steht Joseph vor seinem jüngsten Bruder Benjamin, den er nur als Kleinkind gekannt hatte und er wird zu Tränen gerührt, so dass er hinausgehen muss, um weiterhin unerkannt zu bleiben. Ruben und Benjamin haben die Ehrenplätze beim folgenden Festmahl und der Jüngste erhält jeweils die fünffache Portion seiner Brüder.

 

   All diese Geschehen sind nur ein Vorzeichen einer weit grösseren Zusammenkunft der Stammeshäupter ganz Israels mit dem grösseren Joseph, mit Jesus bei seiner Wiederkehr in der Zeit des Endes! Was nach Jesu Auferweckung unmittelbar nach seinem Opfertod am Stamm im Himmel ein weiteres Vorbild hatte wird dreissig Tage nach Harmagedon beim „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ eine grössere Erfüllung finden: Ruben und Benjamin stehen stellvertretend für zwei Gruppen der Endzeit zur Linken und Rechten Jesu (Off 19:9)

 

(Offenbarung 5:8-10)  Und als es die Buchrolle nahm, fielen die vier lebenden Geschöpfe und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder, und jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen, die voll Räucherwerk waren, und das [Räucherwerk] bedeutet die Gebete der Heiligen. 9 Und sie singen ein neues Lied, indem sie sagen: „Du bist würdig, die Buchrolle zu nehmen und ihre Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden, und mit deinem Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft, 10 und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren.“

 

   Zu Beginn von Jesu Wiederkehr in der Endzeit [B] werden die zwölf Stammeshäupter vor Jesus versammelt: Jesu „Braut, die Frau des Lammes“, seine zwölf Apostel. Mit ihnen zusammen kommen nach Harmagedon [Bb] die 144.000 Priesterkönige vorab aus dem lebenden Überrest (Benjamin) und dann durch Erstauferstehung [a1] der Auserwählten unter den Verstorbenen (Ruben) zur Einheit! Sie alle werden sich vor Jesus und Gott Jehova niederwerfen und Jesus macht sie zu „Priestern Gottes und des Lammes und gibt jedem seinen Anteil am „Königreich des Vaters“ (Off 20:5).

 

Der silberne Becher Josephs wird im Getreidesack Benjamins gefunden   Noch eine weitere Prüfung der Brüder musste folgen: Ihre Liebe untereinander sollte einer noch härteren Prüfung stand halten. Joseph liess seinen silbernen Becher, aus dem er angeblich Omen lesen konnte in den Getreidesack Benjamins legen. Als die nach Kanaan Zurückkehrenden auf dem Weg durch Josephs Vertrauten eingeholt werden und der Becher Josephs in Benjamins Getreidesack entdeckt wird, da sollte Judas Richterspruch Anwendung finden: Wo immer der Becher gefunden würde, der sollte sterben und die übrigen würden zu Sklaven. Josephs Antwort lautete darauf, dass nicht der Tod, sondern alleine die Sklaverei für Benjamin die Folge wäre. Juda stellt sich nun schützend vor Benjamin und bietet sich an seiner Stelle als Sklave an, um dem Vater Jakob den Schmerz des Verlustes von Benjamin zu ersparen.  

  

   Damit war die Prüfung der Brüder auf ihre Redlichkeit und ihre Liebe untereinander auf den Höhepunkt gelangt! Sie hatten gezeigt, dass sie sich von früherer schlechter Handlung abgewandt hatten und ihr Vergehen tief bereuten. Der Zeitpunkt war für Joseph gekommen seine wahre Identität preiszugeben und seine Brüder unter heftigen Tränen und tiefer Emotion zu beruhigen und ihnen Gottes weises Lenken der ganzen Dinge zu offenbaren. Besonders Benjamin gegenüber zeigt Joseph grösste Zuneigung. Joseph war unter Gottes weiser Führung zu ihrem eigenen Schutz und zur Erhaltung der ganzen Hausgemeinschaft Jakobs nach Ägypten geführt worden! Ein Hinweis auf Jesu Tod und seine grosszügige Vergebung der Sünden all derer, die Einsicht und echte Reue offenbaren, die Werke aufweisen, welche der Reue entsprechen!

 

   Nun war es Aufgabe der elf Brüder Jakob zu überzeugen das Angebot des Pharao und Josephs anzunehmen, nach Ägypten zu ziehen, weil noch weitere fünf Jahre der Trockenheit und Hungersnot folgen sollten und ihnen das fruchtbare Land Gosen für sich und ihre Herden offen stehen sollte. Zur Bestätigung sendet Pharao seine eigenen Wagen mit und Joseph gibt ihnen zusätzliche Esel als Tragtiere und Geschenke für den Vater und Benjamin. Jakobs Zweifel bei der Rückkehr werden vornehmlich durch Benjamin zerstreut.

 

    In einer Zusammenfassung der Ereignisse rund um Jakob und Joseph bringt der Jünger Stephanus diesen Teil der Geschichte mit dem späteren Leiden Jesu, seinem Tod und unserer Errettung in Verbindung!

 

Bund der Beschneidung(Apostelgeschichte 7:8-14)  Auch gab er ihm einen Bund der Beschneidung; und so wurde er der Vater von Ịsa·ak und beschnitt ihn am achten Tag, und Ịsa·ak von Jakob und Jakob von den zwölf Familienhäuptern. 9 Und die Familienhäupter wurden eifersüchtig auf Joseph und verkauften ihn nach Ägypten. Doch Gott war mit ihm, 10 und er befreite ihn aus allen seinen Drangsalen und gab ihm in den Augen Pharaos, des Königs von Ägypten, Gunst und Weisheit. Und er setzte ihn zum Regenten über Ägypten und sein ganzes Haus ein. 11 Es kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kạnaan, ja eine große Drangsal; und unsere Vorväter fanden keine Nahrungsmittel. 12 Jakob hörte aber, daß es in Ägypten Lebensmittel gebe, und er sandte unsere Vorväter zum ersten Mal hin. 13 Und beim zweiten Mal gab sich Joseph seinen Brüdern zu erkennen; und der Familienstamm Josephs wurde dem Pharao bekannt. 14 Dann sandte Joseph hin und rief Jakob, seinen Vater, und alle seine Verwandten [von jenem Ort] herbei, in der Zahl von fünfundsiebzig Seelen.

 

   Die Aufzählung des Stephanus der Anzahl der Seelen weichen um fünf nach oben hin ab gegenüber der Aufzählung des Moses in der Genesis. Das mag mehrere sachliche Gründe haben, da Stephanus von einem späteren Zeitpunkt aus beobachten und z.B. Seelen“ mit einschliesst, die bereits in Ägypten waren, wie Joseph und seine beiden Söhne und zudem die beiden noch lebenden Frauen Jakobs mit einrechnete. Das ist eine Form unter anderen der Erklärung!

 

   Erst die Verbindung all dieser Geschehnisse mit vielen weiteren Prophezeiungen im Hinblick auf den Messias und die Aufzeichnungen der Apostel in Bezug auf Jesus zeigen unbestreitbare Parallelen beider herausragender Personen.  Beide erwirkten im Auftrag Gottes Schutz für ihre Zugehörigen: Das Erscheinen des Christus und sein Wirken inmitten seiner fleischlichen Brüder, der Juden, den Verkauf in die Sklaverei des Todes und die Erlösung daraus durch den himmlischen Vater, Jesu Erhöhung an die zweithöchste Stellung im Rang unmittelbar nach Gott hatten in Joseph und dem Pharao bereits ihr Vorbild! Die zehn Brüder stellen die gesamte Nation des fleischlichen Israel dar, die nun während einer geistigen Dürreperiode auf ihre Lauterkeit hin geprüft wurden.

 

Der Apostel Paulus, der "Benjamin" unter den Zwälfen   Der Jüngste Bruder aber, Benjamin stellt Jesu letzten Apostel Paulus dar, dessen getreue Jünger die „Paulikaner“ („Ephraim“, am Herzen Beschnittene aus den Nationen) mit den „Beschnittenen“, den „Ebioniten“ (Manasse) unter Jesu Machthaberstaab vereint sein werden: „Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:] ‚Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.‘ Dein Volk [[(im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“)]] wird sich willig darbieten am Tag deiner Streitmacht. In der Pracht der Heiligkeit, aus dem Schoß der Morgenröte Hast du, Tautropfen gleich, deine Jungmannschaft.“.

 

   Würde sich der „Juda“ der Endzeit, die Vorsteher der Christenversammlungen schützend vor ihren jüngsten Bruder, die Schafherde Jesu der „Paulikaner“ stellen? Viele Fragen und konkrete Antworten zeigen, dass unsere Zeit nur ein Spiegelbild früherer Ereignisse darstellt und jeder der damaligen Akteure in unseren Tagen ein Ebenbild findet! Werden wir uns alle gemeinsam vor dem grösseren Joseph verneigen und seinen gerechten Forderungen entsprechen? Eine wahrlich spannende Gegenüberstellung zeigt, was noch alles kommen soll! 

 

   Hinweis zu den Jahreszahlen und der Chronologie:  Jedes System geschichtlicher Aufzeichnungen das exakt sein will fusst auf Jahreszahlen die in Relation zu gewichtigen Ereignissen berechnet wurden, deren Jahr mehr oder weniger genau festgelegt werden konnte. Wer sich mit dem Thema eingehender befasst bemerkt, dass innerhalb der Religionen und weltlicher Geschichtsschreibung z.T. gewichtige Differenzen in der Datierung existieren. Je früher wir in der Geschichte in Richtung Adam gelangen, desto ungenauer werden die Angaben! Dies hat vielerlei Gründe!

 

   In unseren Abhandlungen geht es nicht um den Beweis, dass gewisse Jahreszahlen exakt sind, sondern um den logischen Ablauf von Ereignissen aber auch dadurch den Beweis zu erbringen, dass die Angaben der Schrift verlässliche Massstäbe liefern, um eine exaktes Bild zu erlangen! Wir haben auf ein vorhandenes System der Datierung abgestellt, das sich zuerst als sehr stabil erwies, später im Verlauf der Jahre genauerer Nachprüfung aber als ebenso lückenhaft erzeigte wie andere. Um nicht noch mehr Verwirrung zu schaffen sind wir beim übernommenen System geblieben unter deutlichem Hinweis, dass dort Fehler existieren und es sich um Annäherungswerte handelt!

 

   Bitte beachte zu diesem Thema den Artikel: Anmerkungen zur CHRONOLOGIE biblischer Geschichte

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

6.3      Kommentar zum 1.Buch Mose (Genesis) 8

6.3.1              Das 1.Buch Moses, die Genesis (Entstehung) im Umfeld richtig einordnen. 8

6.3.1.1        Der Inhalt des 1.Buche Mose: Kapitel 39-45. 8

Kapitel 39:  ab 1750 v.u.Z.:  Joseph in Ägypten bei Potiphar; verweigert sich dessen Frau; Gefängnis. 8

Kapitel 40:  Gott deutet durch Joseph die Träume des Mundschenks und Bäckers; Pharaos Geburtstag. 8

Kapitel 41:  1737 v.u.Z.:  Pharaos Träume und Josephs Deutung; Josephs Erhöhung, seine Heirat, seine Kinder Manasse und Ephraim.. 9

Kapitel 42:  n.1730 v.u.Z.:  Hungersnot in Kanaan treibt Josephs Brüder nach Ägypten; Simeon festgehalten, Jakobs Gram   9

Kapitel 43:  Rückkehr der Söhne Jakobs nach Ägypten; Prüfung ihrer Lauterkeit 10

Kapitel 44:  Josephs Becher im Getreidesack Benjamins; Judas Bitte zugunsten Benjamins. 11

Kapitel 45:  Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen. 11

6.3.2              Kapitel 39:   ab 1750 v.u.Z.:  Joseph in Ägypten bei Potiphar; über dessen Haus gesetzt verweigert er sich der Nötigung von Potiphars Frau; Gefängnis. 12

6.3.1.2        Das Ägypten der Pharaonen zur Zeit Josephs bis Mose. 12

Die Besiedelung Ägyptens nach der Sintflut und nach dem Turmbau Babels. 12

Ägyptens Religion und der Einfluss auf Joseph und die 70 Familien Israels. 13

Schulungssystem und Wissenschaft 13

Regierungssitz in Ägypten zur Zeit Josephs war No; Israels Ansiedelung im Nildelta; Gesetz, Moral und Kultur Ägyptens  14

Die Vertrauenswürdigkeit ägyptischer Chronologie in Frage gestellt 15

6.3.1.3        1.Mose 39:1-16:  Machtmissbrauch einer mächtigen Frau. 16

1.Mo 39:1-3:  Potiphar, Oberster der Leibwache kauft Joseph als Sklaven. 16

1.Mo 39:4-6:  Potiphar setzt den treuen Joseph über sein ganzes Haus; Vorbild wie Jehova später mit Jesus handelt 17

1.Mo 39:7-16:  Der Versuch der Frau Potiphars Joseph zu nötigen. 19

6.3.1.4        1.Mose 39:17-23:  Männer wie Joseph, die unredlichen Annäherungsversuchen von Frauen zu widerstehen wissen  19

1.Mo 39:7-9:  Die Frau Potiphars will Joseph nötigen; Josephs Widerstand. 20

Das Gebot zu ehelicher Treue und Gottes Urteil Hurer und Ehebrecher zu richten bestand seit Eden! Die Gefahren erkennen! 20

Gott wünscht unsere Vollkommenheit, weil dies Bedingung ist für ewiges Leben! Rat an Alleinstehende und Verheiratete  21

1.Mo 39:10-16:  Das Prinzip hinter der Handlungsweise von Potiphars Frau erkennen. 22

1.Mo 39:17-20:  Anschuldigung von Potiphars Frau gegen Joseph vor ihrem Mann und die Verurteilung Josephs zum Kerker 24

1.Mo 39:21-23:  Joseph hat Jehovas Segen auch im Gefängnis und er wird dort zum Verwalter eingesetzt 25

Die 144.000 Auserwählten, die wie Joseph ihre Jungfräulichkeit bewahrten. 25

6.3.3              Kapitel 40:  Gott deutet durch Joseph die Träume des Mundschenks und Bäckers; Pharaos Geburtstag. 26

6.3.1.5        1.Mose 40:1-19:  Der Pharao und dessen Macht zu erhöhen und zu erniedrigen; Gottgegebene Träume zeigen Künftiges  26

1.Mo 40:1-4:  Pharaos Zorn auf den Mundschenk und den Bäcker endet mit deren Einkerkerung. 26

1.Mo 40:5-8:  Der Traum des Bäckers und der des Mundschenks in derselben Nacht: Josephs Antwort: „Sind Deutungen nicht Sache Gottes? 27

Des Propheten Daniels Traumdeutungen Nebukadnezar gegenüber sind vertrauenswürdig! Ebenso die Visionen des Paulus und später die des Johannes in der Offenbarung: Wie jene des Joseph stammen sie von Gott und sind untereinander verknüpft! 28

Die Vorbilder der Vergangenheit wurden zu unserer Unterweisung in der Endzeit aufgezeichnet! 30

1.Mo 40:9-15:  Joseph deutet den Traum des Mundschenks und wir wollen erkennen, welchen Zusammenhang er mit Jesus darstellt 31

1.Mo 40:16-19:  Josephs Deutung des Traumes des Bäckers. 32

6.3.1.6        1.Mose 40:20-23:  Die Traumdeutung Josephs erweist sich nach nur drei Tagen als Wahrheit; Geburtstage von Herrschern als Zeiten des Machtrausches; Gottes eigenes grosses Festmahl 33

1.Mo 40:20-23:  Pharaos Geburtstag, die Wiedereinsetzung des Mundschenks und das Erhängen des Bäckers  33

Der zweite in der Bibel erwähnte Geburtstag von Herodes und die dortige Grausamkeit 35

Gott erhöht und erniedrigt in vollkommener Gerechtigkeit und Ausgewogenheit 35

6.3.4              Kapitel 41:  1737 v.u.Z.:  Pharaos Träume und Josephs Deutung; Josephs Erhöhung, seine Heirat; seine Kinder Manasse und Ephraim.. 37

6.3.1.7        1.Mose 41:1-24:  Der Traum der je sieben fetten und mageren Kühe und jener der sieben fetten und mageren Getreidehalme; Joseph unterbreitet dem Pharao Gottes Deutung. 37

1.Mo 41:1-8:  Der Pharao hat zwei Träume die ihn beunruhigen und bittet die Weisen Ägyptens vergeblich um Rat 37

1.Mo 41:9-13:  Der Mundschenk erzählt die Geschichte von Josephs frühen Traumdeutungen und deren Erfüllung  38

1.Mo 41:14-24:  Der Pharao lässt Joseph rufen und dieser erklärt ihm seine zwei Träume. 39

6.3.1.8        1.Mose 41:25-36:  Joseph zeigt Pharao die eine gemeinsame Bedeutung beider Träume: Der zweite Traum als Bestätigung des Ersten  40

1.Mo 41:25-32:  Joseph erklärt die Deutung, dass beide Träume ein einziges Ereignis betreffen: 7 Jahre Überfluss und 7 Jahre Dürre angekündet 40

1.Mo 41:33-36:  Joseph gibt Ratschläge, wie die Information der Träume in praktische Weisheit umgesetzt werden sollten  41

Der zweite Traum Pharaos mit den fetten und mageren Ähren: Gott selbst erklärt Seine Symbolsprache durch Seine Auserwählten! Den bösen Geistermächten und ihren Omen widerstehen! 41

Die Sorge für die eigenen Hausgenossen gilt für ein Land wie für eine Familie! 42

Wie verhalten sich die heutigen Pharaonen dieses Systems Gottes Rat gegenüber?. 43

6.3.1.9        1.Mose 41:37-57:  Pharaos Einsetzung Josephs als zweithöchsten Herrscher in Ägypten und Josephs weise Vorkehrungen  44

1.Mo 41:37-43:  Der Pharao anerkennt, dass der Gott Jakobs selbst Joseph Weisheit verleiht und setzt ihn zum zweiten Mann in Ägypten ein. 44

1.Mo 41:44-49:  1737 v.u.Z.: Joseph mit dreissig Jahren von Pharao mit ausserordentlicher Macht ausgestattet, um das Projekt anzugehen Nahrungsmittellager in ganz Ägypten anzulegen; Heirat mit Asenath, der Priestertochter aus On  45

1.Mo 41:50-52:  Josephs zwei Söhne Manasse und Ephraim werden noch vor Beginn der Hungersnot geboren  48

Das Verhältnis Josephs und der zwei Söhne im Vergleich zu Jesu und die zwei Schafhürden die durch Manasse und Ephraim vorgeschattet werden. 49

1.Mo 41:53-57:  Das Ende der sieben fruchtbaren Jahre leitet die sieben Jahre der Hungersnot ein. 50

Die „letzte Stunde“ vor der Hungersnot, wo die geistigen Vorratshäuser gefüllt werden konnten. 51

Die Symbolik des Befehls Pharaos, dass alles Volk zu Joseph gehen müsse im Verhältnis zu Jesus erkennen

6.3.5              Kapitel 42:  n.1730 v.u.Z.:  Hungersnot in Kanaan treibt Josephs Brüder nach Ägypten; Simeon festgehalten, Jakobs Gram   53

6.3.1.10      1.Mose 42:1-13:  Jakobs zehn Söhne vor Joseph in Ägypten. 53

1.Mo 42:1-7:  Jakob sendet seine zehn Söhne nach Ägypten, um Getreide zu holen wegen der Hungersnot in Kanaan  53

1.Mo 42:8-13:  Josephs zehn Brüder verneigen sich tief vor ihm und er erinnert sich des Traumes mit den Garben  54

6.3.1.11      1.Mose 42:14-25:  Josephs Anschuldigung seiner Brüder Spione zu sein. 56

1.Mo 42:14-20:  Josephs Anschuldigung seiner Brüder Spione zu sein und sein Vorschlag zum Beweis ihrer Unschuld ihren zwölften Bruder Benjamin mitzubringen. 56

1.Mo 42:21-25:  Die zehn Brüder werden sich ihrer Schuld wegen des Verkaufs Josephs bewusst; Josephs Grosszügigkeit; Simeon bleibt gebunden zurück. 57

Wird sich der sinnbildliche „Manasse“ seiner Schuld in der Endzeit bewusst, dass seine fleischlichen Brüder Jesus in den Tod verkauft hatten?. 57

6.3.1.12      1.Mose 42:26-38:  Josephs Taktik die Redlichkeit seiner Brüder auf die Probe zu stellen. 58

1.Mo 42:26-28:  Nur einer der Brüder erkennt unterwegs, dass Joseph ihnen ihr Geld zurückgegeben hatte: Ihre Redlichkeit auf die Probe gestellt mit gefundenem fremdem Gut umzugehen. 58

1.Mo 42:29-34:  Die neun Brüder informieren Jakob über das Begehren des Nahrungsmittelverwalters Ägyptens auch noch Benjamin mitzubringen. 59

1.Mo 42:35-38:  Die übrigen acht Brüder finden auch ihr Geld im Sack; Jakobs grosse Furcht um Simeon und Benjamin  60

6.3.6              Kapitel 43:  Rückkehr der Söhne Jakobs nach Ägypten; Erneute Prüfung ihrer Lauterkeit durch Joseph. 61

6.3.1.13      1.Mose 43:1-18:  Die zweite Reise der Brüder nach Ägypten endet im Hause von Joseph. 61

1.Mo 43:1-10:  Die Schwere der Hungersnot zwingt Jakob Benjamin mitgehen zu lassen; Juda bürgt für seinen jüngeren Bruder Benjamin. 61

1.Mo 43:11-14:  Jakobs Vorsorge mittels Geschenken und der doppelten Kaufsumme für das bisherige und das neue Getreide  62

1.Mo 43:15-18:  Joseph bringt die zehn Zurückgekehrten in sein Haus; deren unberechtigt grosse Angst vor Kommendem   62

6.3.1.14      1.Mose 43:18-34:  Die Befreiung von Simeon und das Mahl der vereinten zwölf Brüder; Joseph mit Benjamin am Tisch  63

1.Mo 43:19-23:  Der Hausverwalter Josephs beruhigt die Brüder und bringt Simeon zu ihnen. 63

1.Mo 43:24-28:  Die elf Brüder bringen Joseph Gaben dar und werfen sich erneut vor ihm nieder 63

1.Mo 43:29-32:  1728 v.u.Z.: Joseph richtet sein Wort zum ersten Mal seit langen Jahren an seinen jüngeren Bruder Benjamin, Sohn von derselben Mutter, von Rahel und muss weinen. 65

1.Mo 43:33-34:  Ruben und Benjamin nehmen die Ehrenplätze in Josephs Nähe ein; Vorschau auf ein kommendes Bankett 65

Was lernen wir aus der Tischaufteilung Josephs?. 66

Ein weit grösseres Mahl, wo die zwölf erwählten Häupter der Stämme Israels mit Jesus vereint mit allen Erstlingen ein Festmahl einnehmen. 66

Das „Abendessen der Hochzeit des Lammes“, wo der grössere Joseph sich allen Brüdern zu erkennen gibt 67

Warum werden die Stämme Ephraim und Dan nicht erwähnt für die Selektion von künftigen Priesterkönigen?  68

Worauf gründet das göttliche Urteil gegen die Priesterschaft des Stammes Dan?. 69

Wie kam es zum Gesetzesbruch durch den Stamm Dan und woher stammt der samaritanische Pentateuch?  69

Das GESETZ fordert für Götzendienst die Todesstrafe und Christus ist Gottes Rechtsvollstrecker 70

Zwischen der „Teraphim“ Israels die Jehova Gott gehört und der „Teraphim“ der Götzendiener unterscheiden lernen! 71

Falsche Priester die den Götzen dienen sind in Israel seit Beginn nichts Unbekanntes! 71

Der samaritische Pentateuch fusst auf der „Teraphim“ von Micha! 72

Die falsche Anbetung von Dan hatte später Einfluss auf das Zehnstämmereich Israel und führt zu Jehovas Gericht und Exil 73

Was wird laut der Bibel als „Religion“ erklärt?. 74

Gottes festliches Mahl für alle Völker auf dem Berg Zion für alle jene, die dem Glauben des Christus treu bleiben  75

6.3.7              Kapitel 44:  Schlussprüfung: Josephs Becher im Getreidesack Benjamins; Judas Bitte zugunsten Benjamins  76

6.3.1.15      1.Mose 44:1-12:  Benjamins Prüfung wird zum Erweis der Redlichkeit aller Brüder und zu Judas Worttreue. 76

1.Mo 44:1-5:  Joseph gibt erneut den Kaufpreis des Getreides zurück und legt seinen Silberbecher in den Getreidesack Benjamins und prüft erneut die Redlichkeit seiner Brüder 76

1.Mo 44:6-12:  Die Brüder bieten sich in ihrer Unschuld mittels Juda an selbst Sklaven zu sein und der den Becher stahl sollte den Tod erleiden. 77

6.3.1.16      1.Mose 44:13-33:  Josephs letzte Prüfung dahingehend, ob die Brüder nun Bruderliebe gelernt haben. 77

1.Mo 44:13-17:  Joseph befragt seine Brüder und kündet an, dass er Omen lesen könne; Benjamin allein, bei dem der Becher gefunden wurde soll Sklave werden. 77

1.Mo 44:18-23:  Der Konflikt zwischen zwei Rechtsansprüchen, jenem Josephs, als Vertreter Ägyptens und jenem Jakobs, als Familienvater 78

6.3.1.17      1.Mose 44:24-34:  Jakobs besondere Liebe zu Benjamin und Judas mutige Tat seinen jüngsten Bruder zu beschützen  78

1.Mo 44:24-29:  Die Liebe Jakobs zu seinem jüngsten und letzten Sohn von der geliebten Rahel mit Jehovas einziggezeugtem Sohn Jesus in Verbindung bringen! 78

1.Mo 44:30-34:  Juda bietet sich als Ersatz an der Stelle Benjamins an für die Sklaverei 79

Was ist die Bedeutung von Joseph, von Juda, von Benjamin und von Jakob in der Zeit des Endes?. 79

Schlussfolgerungen aus dem Verhalten Judas und der Brüder im Hinblick auf ihre frühere Sünde gegenüber Joseph  80

6.3.8              Kapitel 45:  Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen. 81

6.3.1.18      1.Mose 45:1-8:   Gottes Fügungen aller Dinge durch Joseph offengelegt, nur das „Omen“ das Jehova spricht wird sich stets erfüllen! 81

1.Mo 45:1-4a:  Die Prüfung der Brüder im Hinblick auf ihre Liebe untereinander und zu ihrem Vater wird beendet: Joseph gibt sich unter Weinen zu erkennen. 81

1.Mo 45:4b-8:  Joseph beruhigt seine Brüder mit der Zusage, dass Gott die Dinge selbst so gefügt hat zu ihrem Guten, zum Lebenserhalt! 81

Gott will auch in der Endzeit einen Überrest setzen vor Beginn der grossen Drangsal! 83

6.3.1.19      1.Mose 45:9-15:  Die elf Brüder haben die Aufgabe Jakob zu überzeugen und ihn nach Ägypten mitzubringen  84

1.Mo 45:9-13:  Die elf Brüder sollen Jakob mitteilen, dass sein Sohn Joseph lebt und Herr über ganz Ägypten ist; Jakob soll nach Gosen kommen. 84

1.Mo 45:14-15:  Josephs Gefühlsausbruch Benjamin gegenüber und dessen Bedeutung in Verbindung zu Jesus und den „anderen Schafen 85

6.3.1.20      1.Mose 45:16-28:  Pharao selbst fordert Jakobs Herkommen, um seiner Sippe den besten Teil der Erde Ägyptens zu geben  86

1.Mo 45:16-20:  Pharao selbst gibt Anweisung und sendet Wagen, um Jakob und seine ganze Hausgemeinschaft nach Ägypten zu bringen. 86

1.Mo 45:21-24:  Josephs grosszügige Geschenke für seinen Vater und Benjamin. 87

1.Mo 45:25-28:  Jakob hegt vorerst Zweifel an den Aussagen seiner elf Söhne; Die Gaben überzeugen ihn und er ist bereit zu Joseph zu ziehen. 88

  

6.3               Kommentar zum 1.Buch Mose (Genesis)  

 

6.3.1           Das 1.Buch Moses, die Genesis (Entstehung) im Umfeld richtig einordnen

 

6.3.1.1          Der Inhalt des 1.Buche Mose: Kapitel 39-45

 

Kapitel 39:  ab 1750 v.u.Z.:  Joseph in Ägypten bei Potiphar; verweigert sich dessen Frau; Gefängnis

Zur Einleitung der kommenden Kapitel, die alle in Ägypten spielen, einem Land das grossen symbolischen Wert im Widerstand gegen Gottes Souveränität in den Schriften hat, müssen wir vorab etwas von dessen Werdegang seit der Sprachverwirrung nach dem Turmbau von Babel zur Kenntnis nehmen. Babels Einfluss und dessen religiösem Grundmuster findet sich in der Mystik und Anbetung von Göttern in Ägypten wieder. Der Glaube Josephs und damit der Israels steht dazu in einem starken Kontrast. Der Gott Israels erzeigt sich schon zu Beginn als Offenbarer von Geheimnissen und einer Führungsqualität, die manchmal selbst zu Gunsten seiner erklärten Feinde handelt. Der schlichte Bericht der Bibel wird in dieser Abhandlung den ausgeklügelten Erklärungen von Geschichtsforschern und deren Chronologie ägyptischer Altertumsforschung gegenübergestellt. Da zeigt sich ein Hirtenvolk mit einer auf Schriftlichkeit gründendem Ausbildungssystem, das durch ihren Gott inspiriert wird einer hochentwickelten Nation als in vielerlei Beziehung überlegen! Gottes Gerechtigkeit steht über jener der Menschen und wird schlussendlich triumphieren! Im Psalm 119, der ein Loblied auf Jehovas Rechtssystem ist steht:

 

"Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit,  Und dein Gesetz ist Wahrheit."(Psalm 119:141-144)

Ich bin unbedeutend und verächtlich.

Deine Befehle habe ich nicht vergessen.

142 Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]],

Und dein Gesetz [[GESETZ]] ist Wahrheit.

143 Bedrängnis und Schwierigkeit, sie fanden mich.

Deine Gebote waren mir lieb.

144 Die Gerechtigkeit deiner Mahnungen währt auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]].

Laß mich Verständnis haben, damit ich am Leben bleibe.

 

Josephs Beginn seiner Karriere an die zweithöchste Stellung im Land hat den Anfang in der Stellung eines gekauften Sklaven: Er war unbedeutend, verächtlich! Seine charakterlichen Eigenschaften und hohen moralischen Grundsätze erweisen sich für seinen Besitzer Potiphar, den Obersten der Leibwache Pharaos als nützlich und jener setzt ihn über sein gesamtes Haus ein: „Deine Befehle habe ich nicht vergessen“! Wiederum gilt es diese erste Phase mit dem Leben Jesu und seiner Befreiung und Erhöhung aus der Sklaverei des Todes in Verbindung zu bringen. Wir sind ebenso gefordert: „Laß mich Verständnis haben, damit ich am Leben bleibe.“ Gottes Gebote zu halten bedeutet Leben! Dieses System hält sich an seine eigene Ungerechtigkeit, weil sie Gottes Grundsätze allzu oft missachtet!

 

Die Versuchung Josephs durch Potiphars Frau muss mit dem Leben Jesu, dem grösseren Joseph verknüpft werden. Jene ungetreue Ehefrau stellt die jüdische Priesterschaft dar. Als symbolische Ehefrau Jehovas versuchte sie Jesus beständig zu ihrer geistigen Hurerei hinzuziehen, indem sie Gottes Gebote ignorierte! An Joseph und Jesus erfüllte es sich: „Deine Befehle habe ich nicht vergessen. Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit, Und dein Gesetz [[GESETZ]] ist Wahrheit.Jesus widerstand jenen beständig und führte ihnen vor Angesicht, dass ihr Handeln und Denken verkehrt war. Darum hassten sie ihn! Einmal mehr zeigte sich an Joseph, dass Gottes Gebote ewigen Charakter haben, die er schon Adam gab, als er Eva zu ihm brachte und sie „ein Fleisch“ wurden, das kein Mensch auseinanderbringen sollte! Joseph hielt sich daran und sah Hurerei als das an, was es ist: Ein Vergehen gegen Gott! Dieselben falschen Beschuldigungen der Frau Potiphars gegen Joseph sind deutlich in den Anklagen der jüdischen Führer gegen Jesus wiedererkenntlich, die zu einer Verurteilung eines Unschuldigen führten! Wie Potiphar Parteilichkeit zeigte und eher seine Frau in Schutz nahm, so tat es Pilatus, der Angst vor den Menschenmassen hatte und den Gerechten Jesus schuldig sprach, den Verbrecher Barabbas aber frei liess!

 

Kapitel 40:  Gott deutet durch Joseph die Träume des Mundschenks und Bäckers; Pharaos Geburtstag

Zwei hohe Beamte Pharaos, der Oberste der Mundschenken und der Oberste der Bäcker waren offenbar in ein Vergehen verwickelt gewesen, das den Zorn Pharaos erzeugt hatte. Deswegen waren sie im selben Untersuchungsgefängnis wie Joseph. Als jene beiden Mitgefangenen in derselben Nacht Träume hatten, die beide sehr beunruhigten wurde dies durch Joseph, der sie am Morgen bediente festgestellt. Zuerst war es der Mundschenk, der ihm seinen Traum anvertraute. Joseph erklärte ihm, dass es Sache seines Gottes sei solche Arten von Geheimnissen zu offenbaren. Er gab ihm aber die Bedeutung bekannt und diese lautete, dass er nach nur drei Tagen erneut vor dem Pharao in Ehren dienen dürfe. Er bat aber auch, dass er dort seiner Haft gedenke und für ihn vor dem Pharao ein gutes Wort einlegen möge!

 

Der Traum des Bä¤cker und des Weinschenks vor Joseph offengelegtAls der Bäcker seinen Traum offenlegte, weil er sich durch die gute Botschaft Josephs für den Weinschenk dazu ermuntert fühlte, da gab Joseph auch ihm die Erklärung durch Gottes Inspiration. Allerdings bedeutete dies für ihn die Vollstreckung und den Tod in ebenso drei Tagen! Dies ist ein Hinweis auf den kommenden Gerichtstag Jesu an den „Schafen“ und den „Böcken“. Während Jesus die „Schafe“ zur Rechten stellt, um ihm weiterhin zu dienen und ewiges Leben erhalten sind es die „Böcke“, denen in Harmagedon ewige Abschneidung droht! Von der Urteilsverkündung bis zur Vollstreckung sind es symbolische drei Tage, respektive eine kurze Zeit! Zu den Unbelehrbaren erklärt Jesus:

 

(Matthäus 25:44-46)  Dann werden auch sie antworten und sagen: ‚Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als einen Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und dienten dir nicht?‘ 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan.‘ 46 Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

 

Nur drei Tage später war Pharaos Geburtstag. An beiden Mitgefangenen ging die Vorhersage Josephs in Erfüllung. Der Weinschenk stand erneut vor Pharao in Ehren und der Bäcker wurde am selben Tag noch hingerichtet!

 

Am Geburtstag der Nation Israel, am ersten Passahfest, das etwas über zwei Jahrhunderte später stattfand, als Jehova, der weit allmächtige „Pharao“ über Ägypten und über sein auserwähltes Volk Israel Gericht hielt, da kam eine weitere und erste grössere Erfüllung: Alle Erstgeburten Ägyptens wurden in jener Nacht durch Gottes Strafengel getötet aber die Erstlinge Israels verschont und als Jehovas Knecht anerkannt, der ihm künftig dienen sollte! Jehova befreite die Nation Israel an jenem Tag aus der Sklaverei Ägyptens! Eine weit grössere Exekution der Erstlinge dieses Systems steht bevor und Paulus hat dies deutlich angekündigt:

 

(1. Korinther 15:24-26)  Als nächstes das Ende [[(der von Daniel vorhergesagten Frist von 1335 Tagen (Da 12:12, 13))]], wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht.

 

Eine noch weit grössere Feier steht uns somit bevor, am Ende des grossen kommenden Gerichtstag Gottes! Mehr als nur zwei Träume wurden durch die Propheten Gottes gedeutet: Die deutlichen Vorhersagen Jehovas über den „Weinschenk“ und über den „Bäcker“ in diesem System, denen beiden ebenso bereits im Voraus das kommende Urteil unterbreitet wurde! Einer wird erhöht, weil er Gott treu gedient hatte und der andere verliert sein Leben, weil seine geistigen Speisen mit Hefe falscher Lehren verunreinigt waren und daher sein Leib den Vögeln zum Frass wird!

 

Kapitel 41:  1737 v.u.Z.:  Pharaos Träume und Josephs Deutung; Josephs Erhöhung, seine Heirat, seine Kinder Manasse und Ephraim

Zwei Jahre nach der Deutung der Träume des Weinschenks und des Bäckers stand der Erstere vor dem Pharao, als dieser nun seinerseits zwei Träume hatte die ihn stark beunruhigten. Keiner der Weisen Ägyptens vermochte das Rätsel dieser Träume zu lösen. Erst jetzt erinnerte sich der Weinschenk des Joseph im Gefängnis und seiner Fähigkeit Antwort zu geben. Der Pharao liess ihn daher unmittelbar rufen. Joseph zeigte dabei, dass die Ehre der Traumdeutung Gott gebührt Dinge im Finstern ans Licht zu bringen und Unerklärbares aufzuklären.

 

Traum des Pharao: Joseph erklärt die Bedeutung der sieben fetten und mageren Jahre(1. Mose 40:8) Sind Deutungen nicht [Sache] Gottes? . . .

 

Beide Träume hatten eine einzige Bedeutung und sind sich eine gegenseitige Bestätigung! Gott kündigte Pharao sieben Jahre des Überflusses an: Die sieben fetten Kühe und die sieben Halme mit viel Frucht. Danach würden sieben Jahre der Dürre, des Mangels und des Hungers folgen. Pharao sieht nun die Zusammenhänge und erkennt Gottes Rat und ernennt Joseph zum zweiten Mann im Reich, um durch praktische Weisheit während der sieben Jahre des Überflusses Nahrungsvorräte aufzuhäufen und während der Dürre sie gerecht zu verteilen!

 

Pharao gibt Joseph die Tochter des Priesters von No zur Frau, was Josephs Stellung vor der ganzen Priesterschaft Ägyptens erhöht! Noch während der Zeit des Überflusses werden ihm die zwei Söhne Manasse und Ephraim geboren. Sie haben später gewichtige symbolische Rollen in Israel, wo sie bis hin zum Abschluss des Systems zwei Teilvölkern repräsentieren und erst in der Endzeit unter Jesu Führung unter einem Hirten vereint werden. Der Segen Jakobs auf die zwei Söhne sollte langfristig Folgen zeigen und zwei Volksgruppen während der „Zeit des Endes“ dieses Systems symbolisieren.

 

(1. Mose 48:5-6)  Und nun, deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren worden sind, bevor ich hierher zu dir nach Ägypten kam, mein sind sie. Ẹphraim und Manạsse werden mein werden wie Rụben und Sịmeon. 6 Deine Nachkommen aber, deren Vater du nach ihnen werden wirst, werden dir gehören. Zusammen mit dem Namen ihrer Brüder werden sie in ihrem Erbe genannt werden.

 

Das Erbe sowohl der Erde Kanaans wie am Königtum über die ganze Erde wird erst nach Harmagedon denen endgültig zugeteilt, die Jehova, der wahre Vater Israels anerkennen und seinem „erstgeborenen Sohn“ Jesus diesen. Die Erde wird denen als Erbe zugeteilt, denen es aufgrund ihres Glaubens und Handelns gebührt! Jakobs Segen auf die beiden Söhne Josephs haben langfristigen Charakter!

 

(1. Mose 48:13-16)  Joseph nahm nun sie beide, Ẹphraim mit seiner Rechten zur Linken Israels und Manạsse mit seiner Linken zur Rechten Israels, und brachte sie zu ihm heran. 14 Doch streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf das Haupt Ẹphraims, obwohl er der Jüngere war, und seine Linke auf das Haupt Manạsses. Er legte seine Hände absichtlich so, denn Manạsse war der Erstgeborene. 15 Und er ging daran, Joseph zu segnen und zu sprechen: „Der [wahre] Gott, vor dem meine Väter Abraham und Ịsa·ak wandelten, Der [wahre] Gott, der mich während meines ganzen Daseins bis zu diesem Tag als Hirte gehütet hat, 16 Der Engel [[(Michael)]], der mich von allem Unglück erlöst hat, segne die Knaben. Und möge mein Name über ihnen genannt werden und der Name meiner Väter, Abraham und Ịsa·ak, Und mögen sie sich zu einer Menge mehren mitten auf der Erde.“

 

Diese Vermehrung der beiden Völker die durch Manasse und Ephraim dargestellt werden existiert bis zum Tag von Michaels Aufstehen von Gottes rechten Seite und seinem Gericht am „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, wo er die „Schafe“ zu seiner Rechten setzt (Da 12:1; Mat 25:31-46). Die „Schafe“ aus der Hürde Israels sind getaufte Beschnittene, Juden die Jesus als Messias anerkannt haben, welche zu Beginn in der Apostelgeschichte die „Ebioniten“ genannt werden. Die von Jesus erwähnten „anderen Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind“ bedeuten die Christen aus den Heiden, „Ephraim“ oder „Paulikaner“ wie wir sie nennen, weil Paulus ihr spezifischer Apostel ist.

 

Welches sind die Schafe die nicht aus dieser Hürde sind?
  

Der Tag, wo Jesus die beiden bis zum Ende getrennten Hürden unter seinem Machthaberstab vereint ist nahe gekommen. Der „grosse Berg“, der aus dem himmlischen „Stein“ entspringt, der das Standbild im Traum Nebukadnezars an die Füsse trifft und zu „Staub“ werden lässt (Da 2:31-35) ist Jesus und sein Königreich der „neuen Himmel und der neuen Erde“ werden die gesamte Erde füllen.

 

Die zwei Zeugen symbolisiert durch 2 Leuchter (Versammlungen) und zwei Olivenbäume (Boten, Vorsteher)(Jesaja 40:9-11)  Auf einen hohen Berg steige hinauf, du Überbringerin guter Botschaft für Zion. Erhebe deine Stimme auch mit Macht, du Überbringerin guter Botschaft für Jerusalem. Erhebe [sie]. Fürchte dich nicht. Sprich zu den Städten Judas: „Hier ist euer Gott.“ 10 Siehe! Der Souveräne Herr Jehova selbst wird ja als ein Starker kommen, und sein Arm [[(der himmlische Erzengel Michael als irdischer Sohn Gottes Jesus)]] wird für ihn herrschen. Siehe! Seine Belohnung ist bei ihm, und der Lohn, den er zahlt, ist vor ihm. 11 Wie ein Hirt wird er seine eigene Herde hüten. Mit seinem Arm wird er die Lämmer zusammenbringen; und in seinem Busen wird er [sie] tragen. Die Säugenden wird er [fürsorglich] geleiten.

 

Was mit Manasse und Ephraim in Ägypten einen kleinen, symbolträchtigen Anfang hatte wird durch Gottes „starken Arm“ in der Endzeit zum Sieg geführt, obwohl beide Gruppen, Manasse wie Ephraim wie „Inseln“ im Menschenmeer verteilt sind. Die von Johannes erwähnten „zwei Zeugen“ der Endzeit sind die „Überbringerin guter Botschaft“ (Off 11:3, 4).

 

Kapitel 42:  n.1730 v.u.Z.:  Hungersnot in Kanaan treibt Josephs Brüder nach Ägypten; Simeon festgehalten, Jakobs Gram

Die Hungersnot war auch in Kanaan nach kurzer Zeit sehr gross, so dass Jakob seine zehn älteren Söhne nach Ägypten sandte, um sich mit Vorräten einzudecken und so das Überleben seiner grossen Hausgemeinschaft zu sichern! Joseph erkennt seine Brüder unmittelbar wieder und sondert sie aus den übrigen Nahrungsmittelkäufern aus, um sie vorab einer besonderen Prüfung zu unterordnen: Hatten sie ihr schlechtes Handeln, ihren Hass, ihre Habgier und ihre Lieblosigkeit dem Bruder und Vater gegenüber bereut? Da er selbst sich verändert hatte und in ägyptischer Art gekleidet und frisiert ist und zudem durch einen Dolmetscher mit den Brüdern redet erkennen jene ihn nicht. Der Beschuldigung Josephs, dass sie Spione seien entgegnen die zehn Brüder vom selben Vater zu sein und noch einen jüngsten Bruder zu haben, während einer der Brüder bereits tot wäre.

 

(1. Mose 42:8-13)  So erkannte Joseph seine Brüder, sie selbst aber erkannten ihn nicht. 9 Sogleich erinnerte sich Joseph an die Träume, die er von ihnen gehabt hatte, und er sagte weiter zu ihnen: „Ihr seid Spione! Ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land ungeschützt ist!“ 10 Da sprachen sie zu ihm: „Nein, mein Herr, sondern deine Knechte sind gekommen, um Nahrungsmittel zu kaufen. 11 Wir alle miteinander sind Söhne eines einzigen Mannes. Wir sind rechtschaffene Männer. Deine Knechte handeln nicht als Spione.“ 12 Er aber sagte zu ihnen: Nicht doch! Denn ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land ungeschützt ist! 13 Darauf sprachen sie: „Deine Knechte sind zwölf Brüder. Wir sind die Söhne eines einzigen Mannes im Land Kạnaan; und siehe, der jüngste ist heute bei unserem Vater, während der andere nicht mehr ist.“

 

Joseph verlangt, dass Symon als Pfand zurückbleibe bis der Jüngste der Brüder, Benjamin eintreffeJoseph fordert zum Beweis ihrer redlichen Absichten, dass sie den jüngsten Bruder mitbringen müssten und als Pfand Simon in Gefangenschaft bleiben müsste, ansonsten sie nicht vor sein Angesicht zurückkehren dürften. In Gesprächen untereinander gestehen die Zehn sich ihre Schuld bei Josephs Verkauf ein und werten das, was ihnen droht als gerechte Strafe Gottes für ihre Sünde! Joseph wurde Zeuge des Gesprächs und konnte darin die Einsicht und Reue ihres Fehlverhaltens erkennen. Er gibt den neun Brüdern nicht nur die gekaufte Menge an Getreide, sondern auch noch Wegzehrung und zusätzliche Gaben. Jedem legt er zudem den Kaufbetrag in deren Säcke, um ihre Ehrlichkeit auf die Probe zu setzen. Unterwegs erkennt nur einer der Brüder das Geld in seinem Sack.

 

Als sie vor ihrem Vater Jakob stehen zeigen sich auch in allen anderen Säcken der jeweilige Kaufbetrag, was den Vater beunruhigt und seine Angst verstärkt. Als er gar das Begehren des Nahrungsmittelverwalters hörte Benjamin mitzubringen fürchtet er den Verlust aller seiner Söhne. Dieben und Habgierigen droht nach dem Recht Gottes der Tod! So weigert er sich die neun Brüder zusammen mit Benjamin zurückkehren zu lassen.

 

(Epheser 5:3-5)  Hurerei und jede Art Unreinheit oder Habgier sollen unter euch nicht einmal erwähnt werden, so wie es sich für Heilige geziemt, 4 auch kein schändliches Benehmen noch törichtes Reden, noch unzüchtige Späße, Dinge, die sich nicht schicken, sondern vielmehr Danksagung. 5 Denn das wißt ihr, indem ihr es selbst erkennt, daß kein Hurer oder Unreiner oder Habgieriger — das heißt ein Götzendiener — irgendein Erbe im Königreich des Christus und Gottes hat.

 

Keine Zweifel, dass Joseph diese Werte bereits kannte und hoch achtete und ihnen aufgrund seiner ihm verliehenen Autorität Nachachtung zu verschaffen wusste!

 

Kapitel 43:  Rückkehr der Söhne Jakobs nach Ägypten; Prüfung ihrer Lauterkeit

Als sich die Lebensmittelvorräte langsam dem Ende zuneigten blieb keine andere Wahl als erneut nach Ägypten zu gehen und sich weiterhin einzudecken. Da Jakob sich nach wie vor weigert Benjamin mitziehen zu lassen erklären die Brüder, dass es daher unmöglich für sie sei erneut vor den Lebensmittelverwalter zu treten.

 

1. Mose 43:1-7) 43  Und die Hungersnot war schwer im Land. 2 Und es geschah, sobald sie das aus Ägypten gebrachte Getreide ganz aufgegessen hatten, daß ihr Vater dann zu ihnen sagte: „Kehrt zurück, kauft uns ein wenig Nahrung.“ 3 Dann sprach Juda zu ihm: „Der Mann hat uns unmißverständlich bezeugt und gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht wiedersehen, wenn euer Bruder nicht bei euch ist.‘ 4 Wenn du unseren Bruder mit uns sendest, wollen wir hinabgehen und Nahrung für dich kaufen. 5 Aber wenn du ihn nicht sendest, werden wir nicht hinabziehen, denn der Mann sprach doch zu uns: ‚Ihr sollt mein Angesicht nicht wiedersehen, wenn euer Bruder nicht bei euch ist.‘ “ 6 Und Israel rief aus: „Warum mußtet ihr mir das zuleide tun, indem ihr dem Mann mitteiltet, daß ihr noch einen Bruder habt? 7 Darauf sagten sie: „Der Mann erkundigte sich ausdrücklich nach uns und unseren Verwandten, indem [er] sprach: ‚Ist euer Vater noch am Leben? Habt ihr noch einen Bruder?‘, und wir gaben ihm dann gemäß diesen Tatsachen Bescheid. Wie konnten wir mit Bestimmtheit wissen, daß er sagen würde: ‚Bringt euren Bruder herab.‘?“

 

Erst als Juda sich selbst mit seinem Leben für Benjamin verbürgt ist Jakob bereit nachzugeben und seinen jüngsten Sohn des Alters mit zu senden. Jakob bereitet seine Söhne dadurch vor, dass er ausser dem doppelten Kaufbetrag auch noch verschiedenste wertvolle Geschenke für den zweiten Mann Ägyptens mitgibt und ihnen Ratschläge erteilt.

 

Als Joseph von der Ankunft seiner Brüder hört wusste er von seinem Verwalter, dass jene betreffend den vorgefundenen Geldbeträge in ihren Säcken dies bereits jenem Inspektor als ein Versehen denunziert hatten und auf die Rückerstattung bestanden. Joseph liess sie nun in sein Haus bringen, um sie durch ein Festmahl vollkommen zu überraschen. Die Ratlosigkeit der Brüder wurde dadurch eher noch verstärkt, weil sie nun eine Gefangennahme befürchteten und Rache seitens des Herrschers.

 

Jahrhunderte später wurde derselbe Grundsatz nach dem die Brüder handelten im GESETZ verankert. Offenbar bildete er schon Teil der „Teraphim“ und Teil des genetischen Codes, denn die Brüder handelten in Übereinstimmung im Unterscheiden von „Mein und Dein“! Jede Person und jedes Volk das gegen diese Regeln verstösst muss als diebisch eingestuft werden!

 

Übervorteilung und Wucher sind als Sünde so alt wie die Menschheit(3. Mose 6:2-7)  „Falls eine Seele sündigt, indem der Betreffende gegenüber Jehova wirklich treulos handelt und seinen Genossen um etwas ihm Anvertrautes oder in seine Hand Hinterlegtes oder Geraubtes betrügt oder seinen Genossen tatsächlich übervorteilt, 3 oder er findet wirklich etwas Verlorenes und handelt diesbezüglich in der Tat betrügerisch und schwört tatsächlich falsch wegen irgend etwas von all den Dingen, die der Mensch tun und sich dadurch versündigen könnte, 4 dann soll es geschehen, daß er, falls er sündigt und wirklich schuldig wird, das Geraubte, das er geraubt hat, oder das Erpreßte, das er durch Übervorteilung genommen hat, zurückgeben soll oder das ihm Anvertraute, das ihm anvertraut worden war, oder das Verlorene, das er gefunden hat, 5 oder überhaupt irgend etwas, worüber er falsch schwören könnte, und er soll Ersatz dafür leisten nach seinem vollen Betrag, und er wird ein Fünftel davon dazugeben. Dem, dem es gehört, wird er es an dem Tag geben, an dem seine Schuld erwiesen ist. 6 Und als sein Schuldopfer wird er Jehova einen fehlerlosen Widder von der Kleinviehherde gemäß dem Schätzwert, als ein Schuldopfer, zum Priester bringen. 7 Und der Priester soll vor Jehova für ihn Sühne leisten, und so soll ihm vergeben werden hinsichtlich irgendeines von all den Dingen, die er tun und sich dadurch verschulden könnte.“

 

Als Joseph das Wort nun an sie richtet und Simon aus der Haft zu ihnen bringen lässt, da beruhigen sie sich und fallen erneut vor ihm nieder, um ihm zu huldigen und bringen ihm ihre Gaben die Jakob mitgegeben hatte. Erneut geht der Traum der Jugend in Erfüllen, dessentwegen ihn doch die Brüder gehasst haben. Zum ersten Mal richtet Joseph nun sein Wort an Benjamin und kann damit seine Tränen nicht weiter zurückhalten. Er muss sich von der Gruppe entfernen, um alleine zu sein und sich nicht durch die Gefühlsausbrüche zu verraten. Als er beherrscht zurückkehrte liess er das Essen auftischen. Die Brüder kamen über die grosszügigen Portionen die aufgetragen wurden nicht aus dem Staunen heraus, wobei jene Benjamins jedes Mal das Fünffache betrug. Männer die aus einem Gebiert mit andauerndem Mangel und Hunger kamen musste dies vollkommen überraschen!

 

Eine weitere Prüfung der Lauterkeit und der Liebe zueinander sollte danach folgen. Diesmal sollte Benjamin im Zentrum stehen.

 

Kapitel 44:  Josephs Becher im Getreidesack Benjamins; Judas Bitte zugunsten Benjamins

Erneut zeigte Joseph die Güte und erstattete den vollen Kaufpreis in die Getreidesäcke aller Brüder. In den Sack von Benjamin aber liess er zudem den silbernen Becher schmuggeln, aus dem er bei der gemeinsamen Mahlzeit getrunken hatte. Als die Brüder auf dem Heimweg sind holt sie der Verwalter Josephs ein und klagt sie gemeinsam an, die Güte missbraucht zu haben und den silbernen Becher seines Herrn gestohlen zu haben. Er verbindet dies mit der Aussage, dass sein Herr daraus Omen lesen könne, die Zukunft respektive jene Dinge die zugedeckt wären zu sehen vermöge. Dies deckte sich erneut mit ihrer Angst, dass jemand ihr Verbrechen an Joseph herausfinden könnte!

 

Juda hatte sich bereits mehrmals als Sprecher und als Richter innerhalb der Gruppe hervorgetan und setze daher ein hohes Strafmass auf das Vergehen, wen immer dies treffen sollte. Er mag sich gar der Unschuld aller bewusst gewesen sein aber auch der Tatsache, dass Missbrauch des Vertrauens und Diebstahl, sowie Komplizenschaft harter Strafe bedarf! So bot er dem Verwalter an, dass jener, bei dem der Becher gefunden würde den Tod verdiene und die übrigen in Sklaverei verfallen sollen!

 

Josephs Silberbecher im Getreidesack Benjamins entdeckt(1. Mose 44:6-12)  Schließlich holte er sie ein und redete diese Worte zu ihnen. 7 Sie aber sprachen zu ihm: „Warum redet mein Herr gemäß solchen Worten? Es ist undenkbar, daß deine Knechte so etwas tun würden. 8 Ja, das Geld, das wir in der Öffnung unserer Säcke fanden, haben wir dir aus dem Land Kạnaan zurückgebracht. Wie könnten wir denn aus dem Haus deines Herrn Silber oder Gold stehlen? 9 Derjenige von deinen Sklaven, bei dem er gefunden werden mag, der sterbe, und auch wir selbst wollen Sklaven meines Herrn werden.“ 10 Da sagte er: „Nun, es sei genau nach euren Worten. Also wird der, bei dem er gefunden wird, mir zum Sklaven, ihr selbst aber werdet als unschuldig befunden werden.“ 11 Darauf ließen sie rasch ein jeder seinen Sack auf die Erde hinab, und sie öffneten ein jeder seinen eigenen Sack. 12 Und er suchte nun sorgfältig. Bei dem Ältesten fing er an, und bei dem Jüngsten kam er zu Ende. Zuletzt wurde der Becher in Bẹnjamins Sack gefunden.

 

Der Verwalter verminderte somit das Strafmass und beschränkte es zudem auf jenen, bei dem der Becher gefunden wurde: Er müsse zur Strafe Sklave werden. Als nun Benjamins Sack als letzter überprüft wurde fand sich darin der Silberbecher. Damit stand die Schuld als erwiesen da, der Dieb war nach der Tat gefasst worden. Benjamin war sich seiner Unschuld bewusst aber sich nicht sicher, ob nicht einer der Brüder ihm den Becher in den Sack gelegt hätte. Ein kollektives Schuldgefühl hatte sich breit gemacht. Es blieb allen nichts anderes übrig als in die Stadt zurückzukehren und erneut vor den Vizekönig zu treten und die Schuld einzugestehen. Als sie erneut vor ihm niederfielen sagte Joseph anklagend zu ihnen: „Was für eine Tat habt ihr da getan? Wußtet ihr nicht, daß ein Mann wie ich Omen lesen kann?“ Damit muss den zehn Brüdern erneut ihre Schuld in ihrem Falle des Verkaufs Josephs wie ein Stich durchs Herz gegangen sein!

 

Wiederum bietet sich Juda an, nun an der Stelle Benjamins die Sklaverei zu ertragen, um jenen zum Vater zurückkehren zu lassen! Die Liebe und sein Verantwortungsgefühl dem Jüngsten und dem Vater gegenüber standen nun auf der Zerreissprobe! Sein Gewissen, das sich der Zusage an den Vater bewusst war als Garant einzutreten für die Sicherheit Benjamins trägt den Sieg davon. Joseph hatte die gerechte Herzenseinstellung aller seiner Brüder offengelegt!

 

Kapitel 45:  Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen

Erst nach bestanderer Prüfung gibt sich Joseph seinen Brüdern zu erkennen, dass er jener sei, den sie tot geglaubt hatten. Er kann damit seinen Gefühlen nicht weiter Fesseln anlegen und seine Tränen vor allen nicht weiter zurückhalten. Er bittet sie sich nicht weiter zu beunruhigen, weil alles sich als Gottes Fügung erweist haben würde! Alles musste sich so ereignen zum weiteren Erhalten ihres Lebens! Auch in dieser Beziehung sollten wir an eine Parallele denken, die uns alle unter dieselbe Prüfung stellt, die wir Jesu Brüder sind:

 

Jerusalem steinigt und tötet die zu ihm gesandten Propheten: Pilatus mit Jesus(Matthäus 23:37-39)  Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind — wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel versammelt! Ihr aber habt nicht gewollt. 38 Seht! Euer Haus wird euch verödet überlassen. 39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von nun an auf keinen Fall mehr sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!‘ “

 

Gehören wir auch zu denen, die Jesus und die Propheten getötet haben oder haben wir eigene frühere Fehler bereut, derentwegen Jesus an unserer Stelle in die Sklaverei des Todes verkauft wurde? Stellen wir uns wie Juda vor unsere jüngsten Brüder und sind bereit das Ungemach der Sklaverei dieses Systems auf uns zu nehmen? Erwarten wir Jesu Wiederkehr „im Fleische“, indem auch wir mit einstimmen „Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!“, um ihn von Angesicht zu Angesicht zu sehen und Zeugen seines Gefühlsausbruchs uns gegenüber zu werden, wenn er uns als „Benjamin“ in die Arme nimmt?

 

Wenn wir diese Art des Verhaltens bei Jesus betrachten, so sehen wir deutlich die grössere Erfüllung an der wir alle wie die Brüder Josephs unseren Anteil haben! Jesus nahm für uns den Tod auf sich, so wie die Juden dies bei angeblicher Übertretung des Gesetzes durch Jesus verlangt hatten, obwohl der Christus selbst keine Sünde begangen hatte! Wir decken im Verlauf der Abhandlung noch viel mehr dieser Zusammenhänge auf, die alle am kommenden Gerichtstag einen neuen Höhepunkt erreichen! Der Jünger und Halbbruder Jesu erklärte daher später in seinem Brief, der an uns Christen gerichtet ist:

 

(Jakobus 2:12-13)  Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Dem Barmherzigen wird Barmherzigkeit aber nur dann gezeigt, wenn er selbst Reue über seine eigenen Fehler empfindet und durch Taten der Nächstenliebe diese Reue erzeigt!

 

Joseph Liebe zu Benjamin übersträmtDas laute Weinen Josephs und die Freude die sich nun langsam auf die Brüder übertrug konnte dem Umfeld des Pharaos nicht verborgen bleiben und es wurde ihm gemeldet, dass der Frieden eingekehrt war durch Josephs grosszügige Vergebung! Barmherzigkeit hatte triumphiert, weil die Prüfung der Lauterkeit durch alle Brüder Josephs bestanden worden war! Ganz besonders gegenüber Benjamin, der ja keinen Anteil am Verkauf Josephs gehabt hatte und der des Vaters ganzer Trost geblieben war wurde mit der Liebe Josephs überschüttet!

 

Nun liegt es an den elf Brüdern bei der Rückkehr nach Kanaan den Vater Jakob zu überzeugen, dass es für alle der einzige Ausweg aus der Hungerkatastrophe bedeuten würde wirklich das Angebot Josephs anzunehmen und mit all ihrer Habe und ihren Herden zu ihm nach Gosen zu ziehen. Dies wird Betrachtung des nächsten Artikels sein.

 

Der Pharao selbst bekräftigte all dies, was Joseph bereits angeboten hatte und bietet gar an die fruchtbarsten Teile von Gosen zur Verfügung zu stellen. Er bekräftigt all dies, indem er seine eigenen Wagen bereitstellte, damit die Brüder darauf den Vater und die Habe nach Ägypten bringen könnten! Joseph gibt grosszügige Geschenke an alle Brüder und besonders an den Vater mit.

 

Aufgrund der übereinstimmenden Aussagen und vor allem der Worte Benjamins und durch die Bekräftigung der Offerte mittels der Wagen und Geschenke lässt Jakob sich davon überzeugen, dass der als tot geglaubte Joseph wirklich noch am Leben sei und Gottes Fügung für ihn und die ganze Sippe einen Ausweg bereitet hatte der Hungersnot und dem Tod zu entfliehen. Er begann sich auf das kommende Wiedersehen zu freuen!

 

Wie gross muss Jesu Freude werden, wenn er die Erstlinge seiner geistigen Brüder auferwecken wird und sie alle gemeinsam vor seinen himmlischen Vater stellen wird?

 

 

6.3.2           Kapitel 39:   ab 1750 v.u.Z.:  Joseph in Ägypten bei Potiphar; über dessen Haus gesetzt verweigert er sich der Nötigung von Potiphars Frau; Gefängnis

 

6.3.1.2          Das Ägypten der Pharaonen zur Zeit Josephs bis Mose

 

Die Besiedelung Ägyptens nach der Sintflut und nach dem Turmbau Babels

In den hebräischen Schriften wird statt der Bezeichnung Ägypten meist der hebräische Name Mizrajim verwendet, einem der Söhne Hams.  Somit wird unabhängig von modernen Interpretation des Geschehens nach der Sintflut auf die hamitische Herkunft jener Nation hindeutet oder zumindest deren führenden Stamm aus der Linie Noahs hervorgehoben! Die Araber nennen Ägypten bis heute Misr. In Psalmen wird es mehrfach als „das Land Hams“ bezeichnet (Ps 105:23, 27; 106:21, 22). Damit werden in beiden Fällen die Aussagen der Genesis bestätigt!

 

(1. Mose 10:6)  Und die Söhne Hams waren Kusch und Mizrạjim und Put und Kạnaan.

 

Nach der Sintflut und der Zerstörung des Turmes zu Babel zogen Hams Nachkommen, die Mizrajim, Ludim, Anamim, Lehabim, Naphtuchim und die Pathrusim in Richtung Nordafrika. Ihre Sprache ist semitisch-hamitisch und dem Hebräischen verwandt, dennoch verstehen sich beide Völker nicht direkt. So redete Joseph zu Beginn mit seinen Brüdern durch einen ägyptischen Dolmetscher. Im Gegensatz zu den Schriftzeichen der Hebräer, die seit Adam von Generation zu Generation durch die „Teraphim“ gelehrt wurden mussten die Hamiten nach der Sprachverwirrung in Babel ein eigenes Schriftsystem mittels der Hieroglyphen, einer Bildsprache entwickeln. Dies deutet klar darauf hin, dass sie erst nach der Sprachverwirrung in Ägypten ansässig wurden.

 

Rosettastein in drei Sprachen liess erstmals die entzifferung der Hieroglyephen zuMit Hilfe des archäologischen Fundes vom Jahre 1799 auf der napoleonischen Expedition nach Oberägypten, wo eine dreisprachigen Gedenkplatte, der Steins von Rosette (oder dem Rosettastein) entdeckt wurde, der in drei Sprachen denselben Text enthielt. Nach seiner Übersetzung mittels des altgriechischen Textes wurde er auf das Jahr 196 v.u.Z. datiert. Damit war es auch möglich den Teil der Schrift in ägyptischen Hieroglyphen zu entziffern. Er war von einem Priesterkollegium in Memphis zu Ehren des ägyptischen Königs Ptolemäus V. gesetzt worden: Ein priesterliches Dokument in altgriechischer, demotischer- und ägyptischer Hieroglyphenschrift. Heute ist er im Britischen Museum zu sehen.

 

Die Übersetzung von Texten in der Hieroglyphensprache wurde erst 1822 durch Jean-François Champollion möglich. Jeder Versuch von früheren Übersetzern war meist reine Interpretationen ohne wirklichen Übersetzungswert! Die koptische Sprache, ein ägyptischer Dialekt vermittelt noch heute einen Begriff davon, wie das Ägyptische zur Zeit der Pharaonen getönt haben mag.

 

Im Gegensatz zu Israel und seiner Schrift, die in nahezu unveränderter Art aufgrund der „Teraphim“ seit Beginn der Menschheit, dann später mittels des Pentateuch von Familie zu Familie beständig gelehrt und gebraucht wurde, wurde das Hebräische fast unverändert bewahrt, die ägyptische Sprache dagegen ging verloren. Erneut ein Beweis zu Gunsten des Gottes Israels, dass er die Erinnerung an seine Worte zu bewahren weis!

 

Ein weiterer Sohn Hams, Kusch bevölkerte den südlichen Teil Ägyptens und breitete sich von dort nach Äthiopien (Nubien) aus, das oberhalb des ersten Nilkatarakts beginnt, etwa 960 km südlich des heutigen Kairo. Die Nachkommen von dessen Sohn Kanaan bevölkerten das nordöstlich gelegene und nach jenem benannte Gebiet Kanaan. Südägypten wird auch als Pathros (von Pathrusim) oder als Land Kusch bezeichnet. Einige Gelehrte unterscheiden auch noch Mittelägypten. Das Land war schon früh in „Nomen“ oder „Gaue“ unterteilt, 20 davon in Unter- und 22 in Oberägypten. In der deutschen Sprache hat sich das Wort bis heute erhalten: Aargau, Gauleiter. Das gesamte Tal ist im Schnitt etwa 20 Kilometer breit und wird durch jährliche Überflutung in der Zeit vom Juli bis September und durch ein umfangreiches Kanalsystem fruchtbar gehalten. In Jahren, wo in den südlichen Ländern, im Quellgebiet des Nils wenig Regen fällt gibt es danach keine oder nur eine spärliche Überflutung und im Gefolge eine Hungersnot, wie die Geschichte dies in unregelmässigen Abständen zeigt!

 

Ĥgyptische Gö¶ttertriadeÄgyptens Religion und der Einfluss auf Joseph und die 70 Familien Israels

Ägypten war wie Babel sehr religiös und der Vielgötterei ergeben. Jede Stadt hatte ihren Schutzgott. Göttliche Triaden wie Osiris als Nachfolger von Rah (als falkenköpfiger Mensch), Isis (seine Frau) und Horos (Sohn) gab es wie schon in Babel mehrere. Osiris gab man vergötternde Titel wie „Sonne der beiden Welten“, „Herr der Krone“, „Mächtiger Gott“, „Nachkomme Ras“, „Ewiger“ und viele andere. Dies legt die berechtigte Vermutung nahe, dass die Hamiten den Götterglauben Babels mitgebracht hatten und dort weiter pflegten. Titel die allein dem Schöpfer gebühren wurden auf seine Hauptkontrahenten, auf Satan übertragen, der auch durch das Symbol der Sonne als Licht- und Lebensspender gekennzeichnet ist. Auch die Pyramiden Ägyptens deuten klar auf die Stufentempel Babels als Vorbild hin.

 

Amon Gott in ThebenIn No (Theben) war Ammon der Hauptgott, dessen Titel „König der Götter“ lautete (Jer 46:25). Der Pharao galt als Göttersohn Ra’s (Sonnengott), die Priester waren seine Vertreter und im hörigen Beamten und er war in seiner Stellung Hoherpriester. Er wurde bezeichnet als „Sonne der beiden Welten“, „Herr der Krone“, „Mächtiger Gott“, „Nachkomme Ras“, „Ewiger“ und viele andere ähnliche Titel waren ihm zu eigen. Wie in Babel wurden die Gestirne als Götter verehrt. Zu den Festzeiten wurden die Götzen in Prozessionen durch die Strassen der Stadt getragen und das Volk erwartete aufgrund ihrer blossen Anwesenheit materiellen Segen von ihnen. All dies erinnert uns an die Rituale der Katholischen Kirche bis heute! Die Nachkommen Sems durch Israel aber kannte nichts dergleichen.  Es gab nur einen einzigen Gott, Jehova und von ihm durften keine Bilder oder Statuen gemacht werden!

 

Moses wurde rund zwei Jahrhunderte nach Joseph „in der ganzen Weisheit der Ägypter unterwiesen“, was aber nur zur Folge hatte, dass er einen grossen Teil davon als Irrtum, als Mystik und als „Weisheit dieses Systems“ erkannte und verwarf. Die Genesis spiegelt nicht „die Weisheit Ägyptens“ wieder, sondern den Augenzeugenbericht der Beteiligten Nachkommen von Seth, seit Adam. Die Weisheit der „Teraphim“ aber wurde Moses bereits durch seine Mutter beigebracht. Die schriftlichen Überlieferungen waren bei Amram, seinem Vater, einem Nachkommen Levis und dann bei seinem Bruder Aaron verwahrt. Dies ermöglichte es ihm als Erwachsenem den Titel „Sohn der Tochter Pharaos“ zu sein abzulehnen und sich zu Gunsten der Israeliten in ihrer Sklaverei einzusetzen! Als Moses vierzig Jahre danach vor den neuen Pharao und dessen Priester trat, da brauchte dies somit grossen Mut einer eingefleischten Hierarchie und deren verbreiteten Lehren zu widerstehen! Pharao, der selbst als Gottheit verehrt wurde fragte ihn daher verächtlich: Wer ist Jehova, daß ich seiner Stimme gehorchen . . . sollte?“ (2.Mo 5:2)

 

Schulungssystem und Wissenschaft

Entgegen dem einheitlichen System der Hebräer über die „Teraphim“ deren Kinder und Erwachsene fortlaufend zu schulen gab es in Ägypten kein vereintes Lehrsystem und keine allgemeine Schulung! Dies förderte die Bildung von Legenden und Mythen, die das Denken und Handeln nicht nur des Volkes, sondern auch der Priester beeinflusste! Ein besonders ausgeprägter Kult von Tiervergötterung war die Folge. Diese Götter wurden meist als Menschen mit Tierköpfen dargestellt. Daher sagte Moses dem Pharao, dass die Opfer der Israeliten für die Ägypter etwas Abscheuliches seien, da jenen ja Stiere und Kälber als Götter galten.

 

Anbetung goldenes Kalb Durch den mitgebrachten Einfluss des ägyptischen Götzenkultes kam es auch, dass Israel später im Sinai in Abwesenheit Mose der auf dem Horeb die steinernen Tafeln des GESETZES erhielt sich ein goldenes Kalb goss! (2.Mo 32:1-8; Apg 7:39-41)  Geheimkulte blühten in Ägypten mit so genanntem Wissen, das nur über Rituale den Eingeweihten vermittelt wurde. Solche Traditionen wurden z.B. auch von den Freimaurern übernommen, die sich als Nachfahren der ägyptischen Pyramidenbauer sehen.

 

Magiekult, Spiritismus, Astrologie, Geistermedien und Beschwörer, Zauberer, Traumdeuter und deren primitive Rituale standen an der Stelle von wahrer Erkenntnis, was  Medizin, Heilkunde oder Frühgeschichte und Zukunftsforschung anbelangt. Vermischung von Nützlichem und Schädlichen war die Folge! Der Hang und die Pflicht zur Wahrheit, wie es Gottes GESETZ für Israel vorsah, gab es in Ägypten in diesem Sinne nicht. Dies fand auch in deren Geschichtsschreibung einen Niederschlag, wo fast stets die Misserfolge der Herrschenden unerwähnt blieben! So wird auch der Auszug Israels aus Ägypten in den Grab- und Tempelinschriften nicht erwähnt. Ganz anders sehen wir dies in den „Teraphim“ und später in den Schriften Mose und der Propheten, wo gravierende Fehler, Gesetzesverletzung, Abkehr von Jehova, Misserfolge der Könige, Priester und Propheten, selbst Gottes Gerichte an der Nation regelmässig Erwähnung finden.

 

Dennoch blieb der religiöse Einfluss Ägyptens auf die Israeliten während jener zwei Jahrhunderte weitgehend beschränkt, da dieses Agrarvolk ziemlich abgesondert in Gosen lebte und deren Vorsteher nicht an den Schulen der Priester Ägyptens ausgebildet wurden und sie an den Kulthandlungen der Ägypter kaum Anteil hatten. Die Schulung der Kinder auf Ebene der Familie und der Stämme mittels der „Teraphim“ hielt die von den Ägyptern unterschiedliche Kultur über Generationen hinweg am Leben! Die Hebräerkinder konnten meist schon sehr früh lesen und schreiben. Viele mögen auch die Bildschrift der Ägypter verstanden haben.  Jehova warnte sie später durch Moses eindringlich nicht zu den Sitten und Gewohnheiten der Ägypter umzukehren!

 

Regierungssitz in Ägypten zur Zeit Josephs war No; Israels Ansiedelung im Nildelta; Gesetz, Moral und Kultur Ägyptens

Die damalige Hauptstadt zur Zeit von Joseph war das in 1.Mose Kapitel 46:20 erwähnte Noph oder das biblische No (das spätere Memphis), etwas nördlich des heutigen Kairo und oberhalb der Teilung des Nils in seine damaligen fünf Arme, die sich etwa 160 km weit durch das fruchtbare Gosen [A] zum Mittelmeer hin ausdehnt, wo Joseph um 1728 v.u.Z. im Auftrag des Pharao die siebzig Familien Jakobs ansiedelte. Das Wildbachtal Ägyptens (Wadi el-ʽArisch) bildete die Grenzlinie hin zu Kanaan.

 

Auszug aus Gosen Am Regierungssitz des Pharaos, in No oder Memphis (dem späteren Ramses) [B] wurde später dem Joseph seine beiden Söhne geboren. Die Stadt On (das spätere Helionopolis), woher Josephs Frau Asenath, die Tochter des Priesters Potipheras stammte lag etwas weiter südlich, stromaufwärts.

 

In Ägypten gab es kein Gesetz, wie Gott es später Moses in ein System für Israel nach dem Auszug gab, sondern nur eine Sammlung von Verordnungen die von Pharao ausgingen. Ein Verständnis von Sünde fehlte den Ägyptern und in Prozessen behaupteten sie ihre Unschuld, dem Richter die Aufgabe aufbürdend die Beweislast, das onus probandi zu erbringen, um die Wahrheit herauszufinden! Wie anders war doch das System Jehovas mit der Pflicht Übertretung einzugestehen und zu bereuen! Dasselbe gilt auch für Christen! (Spr 28:13; Klg 3:40-42; Jak 5:16)

 

(1. Johannes 1:8-9)  Wenn wir erklären: „Wir haben keine Sünde“, führen wir uns selbst irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen.

 

Gottes Verordnungen an die Menschen waren bereits im „Buch Adams“ verankert und gaben den Hebräern die diese achteten und lehrten eine moralische Grundlage, wie sie keines der anderen Völker besass und dadurch ihren Gott Jehova über alle anderen Götter auch in dieser Beziehung heraushob! Im Buch Deuteronomium (5.Mose) schrieb der Staatsgründer Israels Gottes Worte:

 

(5. Mose 4:6-8)  Und ihr sollt sie [[(die Gebote, die Worte Jehovas)]] beobachten und tun, denn das ist Weisheit eurerseits und Verstand eurerseits vor den Augen der Völker, die von allen diesen Bestimmungen hören werden, und sie werden gewiß sagen: ‚Diese große Nation ist zweifellos ein weises und verständiges Volk.‘ 7 Denn welche große Nation gibt es, die Götter hat, welche ihr so nahe sind wie Jehova, unser Gott, in allem, worin wir ihn anrufen? 8 Und welche große Nation gibt es, die gerechte Bestimmungen und richterliche Entscheidungen hat gleich diesem ganzen Gesetz [[GESETZ]], das ich euch heute vorlege?

 

Ttenbuch der ÖgypterDer Glaube der Ägypter war wie der Babels auf der Unsterblichkeit der Seele und der Reinkarnation (1.Mo 3:4; Hes 18:4) aufgebaut und daher ein Grossteil ihrer Werke auf das Leben nach dem Tode ausgerichtet. Der Totenkult und der Glaube an diese Reinkarnation, die Seelenwanderung waren allgegenwärtig. Die Mumifizierung sollte die Wiederkehr der Seele in den Körper ermöglichen und zu den Grabbeigaben zählten ausser Speisen auch die wertvollen Gegenstände. Das Grab war das „Haus des Verstorbenen“. Die Wände waren voller Zaubersprüche und Beschwörungen wie sie im so genannten „Totenbuch“ vorkommen. Bei der Einbalsamierung der Leiche von Jakob und der von Joseph mögen solche Gepflogenheiten auf Seiten der Ägypter, nicht aber auf Seiten der Hebräer mitgespielt haben. Bei den Israeliten ging es dagegen um die Überführung der Gebeine zum Grab Abrahams in Kanaan, wozu die Einbalsamierung von einem gewissen Nutzen war (1Mo 47:29-31; 50:2-14, 24-26).

 

Die Vertrauenswürdigkeit ägyptischer Chronologie in Frage gestellt

Das bibelerklärende Werk „Einsichten über die Heilige Schrift“ [1] gibt nachstehende Angaben zur Chronologie der ägyptischen Geschichte und deren Entstehung wie auch Hinweise auf Quellen von Fehlern. Abweichungen in der Datierung zu weltlicher Geschichte innerhalb der von uns oft verwendeten Datierung der WATCHTOWER können dadurch besser verstanden werden. Uns geht es weitgehend um Logik im Ablauf der Ereignisse aber auch, wo immer dies möglich ist um geschichtliche Präzision, um den Beweis der Vertrauenswürdigkeit biblischer Aussagen zu untermauern!

 

Ägyptische Chronologie. Die ägyptische Geschichte ist verschiedentlich mit der Geschichte Israels eng verknüpft. Im vorliegenden Werk ist das Jahr 1728 v. u. Z. als das Datum des Einzugs Israels in Ägypten angegeben und das Jahr 1513 v. u. Z. (215 Jahre später) als das Datum des Auszugs aus Ägypten. Pharao Schischak griff Jerusalem im fünften Jahr der Regierung Rehabeams an, im Jahre 993 v. u. Z.; König So von Ägypten regierte zur gleichen Zeit wie Hoschea (ca. 758 bis 740 v. u. Z.); Pharao Nechos Schlacht, in der Josia fiel, fand wahrscheinlich 629 v. u. Z. statt (1Kö 14:25; 2Kö 17:4; 2Ch 35:20-24). Die obigen Daten weichen von denen, die heutige Historiker im allgemeinen angeben, ab, und zwar für den Auszug aus Ägypten um ein volles Jahrhundert oder noch mehr, und nähern sich schließlich für die Zeit Pharao Nechos bis auf etwa 20 Jahre an. Die folgenden Ausführungen zeigen, weshalb wir die auf der biblischen Zeitrechnung beruhende Chronologie vorziehen.

 

   Heutige Historiker verlassen sich hauptsächlich auf gewisse Dokumente in Form von ägyptischen Königslisten oder Annalen. Dazu gehören der bruchstückhafte Palermo-Stein, auf dem die sogenannten ersten fünf „Dynastien“ der ägyptischen Geschichte angegeben sind; der Turiner Papyrus, der sehr unvollständig ist und eine Liste der Könige des „Alten Reiches“ und des „Neuen Reiches“ sowie Angaben über ihre Regierungszeit enthält; ferner andere Steininschriften, die ebenfalls fragmentarisch sind. Diese separaten Listen und andere unabhängige Inschriften sind mit Hilfe der Aufzeichnungen Manethos, eines ägyptischen Priesters aus dem 3. Jahrhundert v. u. Z., chronologisch geordnet worden. In seinen Werken über die ägyptische Geschichte und Religion teilt er die Regierungen der ägyptischen Monarchen in 30 Dynastien ein; diese Einteilung wird auch heute noch von Ägyptologen verwendet. Diese Quellen und astronomische Berechnungen, die auf ägyptischen Texten über Mondphasen und den Aufgang des Hundssterns (Sothis) beruhen, hat man benutzt, um eine Zeittafel zu erstellen.

 

Manethos: Göttter der ÄgypterProbleme der ägyptischen Chronologie. Es gibt zahlreiche Unsicherheiten. Die Werke Manethos, die man verwendet hat, um bruchstückhafte Listen und andere Inschriften zu ordnen, sind nur in den Aufzeichnungen von späteren Geschichtsschreibern erhalten geblieben, wie z. B. von Josephus (1. Jahrhundert u. Z.), Sextus Julius Africanus (3. Jahrhundert u. Z., somit über 500 Jahre nach Manetho), Eusebius (4. Jahrhundert u. Z.) und Synkellos (spätes 8. oder frühes 9. Jahrhundert u. Z.). W. G. Waddell schreibt, daß ihre Zitate aus den Schriften Manethos unvollständig und häufig entstellt sind, weshalb „es äußerst schwierig ist, mit Sicherheit zu sagen, was davon wirklich von Manetho stammt und was unecht oder verfälscht ist“. Nachdem er darauf hingewiesen hat, daß das von Manetho stammende Quellenmaterial mit unhistorischen Traditionen und Legenden vermischt ist, in denen „Könige als Helden dargestellt werden, und zwar ohne Berücksichtigung einer chronologischen Reihenfolge“, sagt er: „Manethos Werk wies von Anfang an viele Fehler auf; sie sind nicht alle auf die Änderungen der Schriftgelehrten und Textprüfer zurückzuführen. Man hat festgestellt, daß die Länge mancher Regierungszeiten unmöglich richtig sein kann; in einigen Fällen hat es sich gezeigt, daß Manethos Angaben über die Namen und die Reihenfolge gewisser Könige mit Denkmalinschriften nicht übereinstimmten“ (Manetho, Einleitung, S. vii, xvii, xx, xxi, xxv).

 

   Manethos übermäßig lange Zeitangaben lassen sich wahrscheinlich damit erklären, daß es sich um Regierungen handelte, die gleichzeitig und nicht nacheinander an der Macht waren, was aus dem Buch Studies in Egyptian Chronology von T. Nicklin (Blackburn [Großbritannien] 1928, S. 39) hervorgeht: „Die manethonischen Dynastien . . . sind keine Aufzählungen von Herrschern, die über ganz Ägypten regierten, sondern zum Teil Listen von mehr oder weniger unabhängigen Fürsten, teilweise . . . aus Fürstengeschlechtern, aus denen später Regenten hervorgingen, die über ganz Ägypten herrschten.“ Professor Waddell bemerkt, daß „vielleicht mehrere ägyptische Könige zur gleichen Zeit regierten; . . . somit saßen die Könige nicht nacheinander auf dem Thron, sondern mehrere Könige regierten gleichzeitig in verschiedenen Gebieten. Auf diese Weise kam die hohe Gesamtzahl an Jahren zustande“ (S. 1—9).

 

   Da die Bibel auf das Jahr 2370 v. u. Z. als das Datum der weltweiten Flut hinweist, muß die ägyptische Geschichte danach ihren Anfang genommen haben. Die oben aufgezeigten Probleme in der ägyptischen Chronologie sind zweifellos für die Zahlen verantwortlich, die heutige Historiker angeben, wenn sie die ägyptische Geschichte bis zum Jahr 3000 v. u. Z. zurückverfolgen.

 

   Größeres Vertrauen schenken Ägyptologen den alten Inschriften selbst. Doch die Sorgfalt, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit der ägyptischen Schreiber ist keineswegs über jeden Zweifel erhaben. Professor J. A. Wilson schreibt: „Was den genauen historischen Wert der ägyptischen Inschriften betrifft, ist jedoch eine Warnung am Platze. Ägypten war eine Welt der . . . Göttersagen und Wunder.“ Er deutet an, daß es den Schreibern nichts ausgemacht habe, mit den chronologischen Zeitangaben über gewisse Ereignisse zu jonglieren, um dem herrschenden Monarchen zu lobhudeln, und fügt dann hinzu: „Der Geschichtsschreiber nimmt die ihm zur Verfügung stehenden Angaben für bare Münze, es sei denn, es liege ein offensichtlicher Grund zum Mißtrauen vor; er sollte aber bereit sein, sich zu korrigieren, sobald neue Unterlagen die frühere Deutung in ein neues Licht rücken“ (The World History of the Jewish People, 1964, Bd. 1, S. 280, 281).

 

Fehlende Aufzeichnungen über Israel. Dies überrascht nicht, da es die Ägypter nicht nur unterließen, Angelegenheiten aufzuzeichnen, die für sie selbst wenig schmeichelhaft waren, sondern sich auch nicht scheuten, Berichte eines vorhergehenden Monarchen zu vernichten, wenn die darin enthaltenen Informationen dem regierenden Pharao unangenehm waren. So ließ zum Beispiel Thutmosis III. nach dem Tod von Königin Hatschepsut ihren Namen und ihre Darstellungen auf den Denkmälern herausmeißeln. Dieses Vorgehen erklärt zweifellos, weshalb es weder über den 215jährigen Aufenthalt der Israeliten in Ägypten noch über ihren Auszug aus diesem Land einen bekannten ägyptischen Bericht gibt.

 

   Der Pharao, der zur Zeit des Auszugs regierte, wird in der Bibel nicht namentlich erwähnt; Bemühungen, ihn zu identifizieren, gründen sich somit auf Vermutungen. Dies erklärt zum Teil, weshalb die Zeitangaben heutiger Historiker für das Datum des Auszugs aus Ägypten zwischen 1441 und 1225 v. u. Z. schwanken, ein Unterschied von mehr als 200 Jahren.

 

6.3.1.3          1.Mose 39:1-16:  Machtmissbrauch einer mächtigen Frau

 

1.Mo 39:1-3:  Potiphar, Oberster der Leibwache kauft Joseph als Sklaven

Die ismaelitischen Händler, die Joseph von ihren Brüdern als Sklaven gekauft hatten waren auf der Durchreise Kanaans nach Ägypten. Bedenken wir, dass Ismael der Sohn der ägyptischen Magd Hagar war, die Abraham während der Zeit zwischen 1943 und 1932 v.u.Z. wahrscheinlich in Ägypten für Sara erworben hatte (1.Mo 12:15-20). Als er sie vertrieb ging sie nach Paran, nahm aber für Ismael eine Ägypterin zur Frau. Die Verbindungen der Ismaeliter blieb somit hin zu Ägypten, deren Götzenglauben und deren Kultur (1.Mo 21:17-21).

 

Es mag einige Tage oder gar Wochen gedauert haben, bis jene den von ihnen angestrebten Markt der damaligen Hauptstadt Ägyptens erreicht hatten. No oder Noph (Theben) scheint der Regierungssitz des damaligen Pharaos gewesen zu sein, wohin man Joseph brachte, um dort auf dem Sklavenmarkt verkauft zu werden.

 

(1. Mose 39:1-3)  Joseph nun wurde nach Ägypten hinabgebracht, und Pọtiphar, ein Hofbeamter Pharaos, Joseph von Potiphar über sein ganzes Haus erhöhtder Oberste der Leibwache, ein Ägypter,  kaufte ihn schließlich aus der Hand der Ismaelịter, die ihn dorthinab gebracht hatten. 2 Es zeigte sich aber, daß Jehova mit Joseph war, so daß er sich als ein erfolgreicher Mann erwies und über das Haus seines Herrn, des Ägypters, [gesetzt] wurde. 3 Und sein Herr sah schließlich, daß Jehova mit ihm war und daß Jehova alles, was er tat, in seiner Hand gelingen ließ.

 

Joseph war unter Gottes Gunst, weil er dessen Gebote aus der „Teraphim“ her gut kannte und sie anwendete! Das brachte ihm auch in den Augen des Potiphar bald schon Anerkennung ein. Jener war es eher gewohnt, dass seine Sklaven aufsässig, träge und diebisch waren, während Joseph sich durch ungeheuchelte Unterordnung, Dienstbereitschaft hervor tat und seine Ehrlichkeit auffiel. Eigenschaften, die bis heute geistige Israeliten auszeichnen sollen. Paulus beschreibt dies im Brief an die Kolosser:

 

(Kolosser 3:22-25)  Ihr Sklaven, seid in allem denen gehorsam, die [eure] Herren nach dem Fleische sind, nicht mit Augendienerei als Menschengefällige, sondern mit Aufrichtigkeit des Herzens, in der Furcht Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]]. 23 Was immer ihr tut, arbeitet daran mit ganzer Seele als für Jehova [[den Herrn (Jesus)]] und nicht für Menschen, 24 denn ihr wißt, daß ihr den gebührenden Lohn, das Erbe, von Jehova [[(vom Herrn (Jesus vergl. Off 22:12))]] empfangen werdet. Dient als Sklaven für den Herrn, Christus. 25 Wer unrecht tut, wird bestimmt das zurückerhalten, was er unrechterweise getan hat, und da ist keine Parteilichkeit.

 

Herren und Sklaven haben Rechte und Pflichten! Wer gegen sie verstösst muss unter Jesu kommender Königreichsherrschaft den Preis bezahlen! Weil der Pharao Ägyptens die Nachkommen Israels schlecht behandelte kam sein eigenes Gericht über jene Herren, den Tod ihrer Erstgeborenen an Mensch und Tier und die Befreiung ihrer israelitischen Sklaven!

 

Harmagedon ist die Befreiungsschlacht Gottes durch seinen Erzengel Michael, um alle Gerechten aus der Sklaverei dieses Systems zu befreien und die ungerechten Herren und Sklaven der ihnen zugeteilten Strafe der „Gehenna“, ewiger Vernichtung zuzuführen! Da wir getaufte Christen im „Königreich des Sohnes der Liebe“ sind, Jesus uns von der Todesstrafe für frühere Sünden mit seinem Blut losgekauft hat, sind wir sein Eigentum, seine Sklaven!  Ebenso wie der Besitzer Potiphar mit dem zuverlässigen Sklaven Joseph verfuhr, so verspricht es Jesus denen, die ihm verlässlichen Dienst erbringen:

 

(Matthäus 24:45-47)  Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? 46 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.

 

Daher sollen wir unseren Herrn Jesus fürchten, was in sich bereits Gottesfurcht beinhaltet, weil damit ja Gottes Gebot erfüllt ist glauben in seinen Sohn zu setzen und ihn zu erhöhen! Joseph zeigte Gottesfurcht, indem er dem Potiphar diente und sich jenem unterordnete! Eindeutig zeigt aber der Vers 24 vom Kolosserbrief, Kapitel 3, dass wir Sklaven Jesu sind: „Was immer ihr tut, arbeitet daran mit ganzer Seele als für Jehova [[(den Herrn (Jesus))]] und nicht für Menschen, denn ihr wißt, daß ihr den gebührenden Lohn, das Erbe, von Jehova [[(vom Herrn (Jesus))]] empfangen werdet. Dient als Sklaven für den Herrn, Christus.“. Darum bitten wir doch, dass „dein (Gottes) Reich komme“, was erst noch künftig ist! Um das, was wir bereits haben brauchen wir nicht weiter um dessen Kommen zu bitten! Beachten wir dabei, dass Jehova selbst Jesus „seinen Knecht“ nennt! Diese Begriffe sollten uns nicht stören, so wenig uns heute der Begriff „Angestellter“ stören wird: Knecht, Sklave und Angestellter haben dieselbe Grundlage, dass jemand in Abhängigkeit zu einem anderen steht!

 

Erzengel Michael: Gottes Heerführer(Jesaja 42:1-9)  Siehe, mein Knecht [[((„der Engel Jehovas“, Michael), Jesus, der Christus]], an dem ich ständig festhalte! Mein Auserwählter, [an dem] meine Seele Wohlgefallen hat! Ich habe meinen Geist in ihn gelegt. Das Recht wird er für die Nationen hervorbringen. 2 Er wird nicht schreien noch [seine Stimme] erheben, und auf der Straße wird er seine Stimme nicht hören lassen. 3 Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen; und was einen glimmenden Flachsdocht betrifft, er wird ihn nicht auslöschen. In Wahrhaftigkeit wird er das Recht hervorbringen. 4 Er wird nicht verglimmen noch einknicken, bis er auf der Erde das Recht einsetzt; und die Inseln werden auf sein Gesetz [[(das „GESETZ des Christus“]] harren.

5 Dies ist, was der [wahre] Gott, Jehova, gesprochen hat, der Schöpfer der Himmel und der Große, der sie ausspannt; der die Erde und ihren Ertrag ausbreitet, der dem Volk auf ihr Odem gibt und Geist denen, die auf ihr wandeln: 6 „Ich selbst, Jehova, habe dich in Gerechtigkeit gerufen, und ich ging daran, deine Hand zu ergreifen. Und ich werde dich behüten und dich zu einem Bund des Volkes geben, zu einem Licht der Nationen, 7 [damit du] die blinden Augen öffnest, aus dem Kerker den Gefangenen herausführst, aus dem Haus der Haft die in Finsternis Sitzenden.

8 Ich bin Jehova. Das ist mein Name; und keinem [[(nicht einmal Jesus!)]] sonst werde ich meine eigene Herrlichkeit geben noch meinen Lobpreis gehauenen Bildern.

9 Die ersten Dinge — siehe, sie sind gekommen, doch neue Dinge verkündige ich. Bevor sie zu sprießen beginnen, lasse ich [sie] euch hören.“

 

Verständnis der Dinge der Vergangenheit und ihre Beziehung zum Schöpfer geben uns Erkenntnis über Kommendes! Was Gott anzukünden hatte ist in der Schrift aufgezeichnet, zu unserer Unterweisung, um seinen Gerichtstag in Gerechtigkeit herbeizusehnen! Wir müssen unterscheiden lernen, welche Teile sich durch Jesus bereits erfüllt haben und welche sich erst noch erfüllen müssen.

 

1.Mo 39:4-6:  Potiphar setzt den treuen Joseph über sein ganzes Haus; Vorbild wie Jehova später mit Jesus handelt

Wir haben bisher in der Genesis vielfach deutlich gesehen, dass eine einzelne Person für ein oder mehrere Völker zu Beginn steht! Abraham beinhaltet die Ismaeliter und alle Völker die von Isaak her stammen! Esau wurde zu Edom und Jakob zu Israel! Israel umfasst die zwölf Stämme der Nachkommen der Söhne Jakobs und zudem die zwei der Söhne Josephs: Manasse und Ephraim! Die fleischlichen Juden aber waren alle die „Sklaven“ oder Diener Jehovas, weil sie Ihn als ihren höchsten Herrn und Herrscher achteten. Jehovas Handlungsbevollmächtigter war Sein Engel Michael, Sein Wortführer seit Beginn, der später als himmlischer Abgesandter, mit Namen Jesu zur Welt kam und selbst Gottes Knecht als Mensch wurde, bevor der Höchste ihn „über alle Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ erhöhte! (Mat 28:18; Off 5:11, 12) Gott nannte ihn bereits bei der Taufe als, „mein Sohn, der Geliebte“ (Mat 3:17).

 

Lobpreis der Engel bei der Erhöhung Michaels zum ErzengelVorab wurde Jesus aber nur über den Überrest aus Israel gesetzt, alle Juden die ihn anerkannten und als Herrn annahmen. Er war ja „Hause nur zum Israel“ gesandt! Das Haus Potiphars entspricht symbolisch somit dem „Königreich Israels“. Potiphars Frau aber wird durch die jüdischen Führer dargestellt, sinnbildlich Jehovas Ehefrau, die Jesus zum Ehebruch gegenüber seinem „Besitzer“ Jehova zu verführen suchten! Die falschen Anschuldigungen gleichen der von Potiphars Frau und führten zur Gefangennahme und Jesu Verurteilung zum Tode. Die Fesseln oder „Wehen des Todes“ konnten Jesu aber nicht halten, weil Jehova ihn daraus befreite, indem er ihn vorab im Geiste auferweckte und in Anwesenheit aller Engel zum Erzengel erhöhte. Petrus erklärte dies den zusammengelaufenen Juden am Pfingsttag:

 

(Apostelgeschichte 2:24)  Gott aber hat ihn zur Auferstehung gebracht, indem er die Wehen des Todes löste, denn es war unmöglich, daß er von ihm festgehalten wurde.

 

Die Albträume der Pharaonen dieses Systems wurden durch den grösseren Joseph ebenso gedeutet: Sieben Jahre des Überflusses in geistiger Beziehung, so lange Jesus und die Apostel die gute Botschaft verkündeten und geistigen Samen im Vorratshaus der Schrift anfertigten und dadurch wurden „Gaben von Menschen“ aufgehäuft bis zum Ende des ersten Jahrhunderts, was auch danach bis heute durch das Lesen der Schriften „Licht“ auf Kommendes werfen.

 

(Matthäus 3:12)  Er hat seine Worfschaufel in seiner Hand, und er wird seine Tenne gründlich säubern und wird seinen Weizen in das Vorratshaus sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

 

Nach dem Tod des Apostels Johannes folgte eine geistige Hungersnot und nur unter dem grösseren Joseph wurden die Nahrungsspeicher geöffnet: Die Sammlung an Schriften des „neuen Testaments“ wurden in den Kanon gefasst und beständig kopiert! Johannes spricht davon, dass am Ende des ersten Jahrhunderts „die letzte Stunde“ gekommen war. Finsternis würde kommen, geistiger Hunger ausbrechen und nur die Vorratsspeicher des Christus könnten durch die geistige Nahrung die Hungernden am Leben erhalten, die zu ihm nach dem geistigen Gosen, ins „Königreich des Sohnes der Liebe“ fliehen würden!

 

Jakobs siebzig Familien („Manasse“) mussten daher in das Gebiet des Überflusses fliehen, ohne sich mit Ägypten zu vermischen! Die Juden mussten ihre geistlichen Führer, aller sich widersprechenden Sekten, z.B. der Pharisäer und Sadduzäer oder der Herodianer  verlassen und sich taufen lassen! Dort im geistigen „Gosen“ gab Jehova unter Jesu Führung Segen. Das gegenbildliche Haus Jakobs vergrösserte sich nun um die Christen aus den Heiden, die im gegenbildlichem Ägypten später Geborenen als Josephs zweitem Sohn „Ephraim“. Beide Gruppen bildeten schon im ursprünglichen Gosen Ägyptens je neuer Familiengemeinschaft so etwas wie geistige „Inseln“! Christliche Versammlungen sind solche geistigen „Inseln“, abgeschottet von den ägyptischen Einflüssen unserer Tage! Ein weiterer Hinweis, was  in der Endzeit mit „Manasse“ und „Ephraim“ geschehen wird, die gemeinsam „Gosen“ das „Königreich des Sohnes der Liebe“ bilden und unter dem Schutz des grösseren Joseph stehen (Mat 28:20).

 

Für Pharao waren die Brüder Josephs und sein Vater willkommen, bildeten aber nicht seine Familie! Für uns Christen wird es erst künftig so sein, wenn Jesus dem Vater das gereinigte Königreich übergibt, dass uns der Vater als „Söhne und Töchter“ anerkennen wird, die „für immer im Hause“ bleiben! (Joh 8:34-36) Jehova anerkannte Israel erst als Sein Volk, nachdem er sie aus ägyptischer Sklaverei befreite und zum Berg Sinai geführt hatte und an Pfingsten 1513 v.u.Z. den Gesetzesbund mit ihnen schloss!

 

Erst dann, wenn der Vater das neue aufgerichtete „Königreich der (neuen) Himmel“ angenommen hat (1.Kor 15:24) sind auch wir als drittes symbolisches Kind Hoseas, als „Lo-Ammi“ wirklich „Gottes Volk“! Hosea sagte das künftige Ende so vorher, dass da, wo er zuvor von „Lo-Ammi“ sagte, dass es „nicht mein Volk“ sei, dann heissen wird: „Du bist mein Volk“. „Lo-Ammi“ steht vorab somit für das künftige „Israel Gottes“, zumindest vorab den Teil der am Ende aus den Lebenden erwählten Priesterkönige als Teil der „Erstlinge“ der Menschenernte aber auch für die „grosse Volksmenge“ der „Nachgeborenen“!

 

(Hosea 2:23)  Und ich werde sie mir gewiß wie Samen in die Erde säen [[(„Jesreel“: die Auferstehenden „Gerechten und Ungerechten“ während des Millenniums)]], und ich will derjenigen Barmherzigkeit erweisen, der nicht Barmherzigkeit erwiesen wurde [[(„Lo-Ruhama“; dem Teil der Juden die Christus in der Taufe annahmen und Teil von „Manasse“ bilden)]], und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind [[(zu „Lo-Ammi“), der Teil der „Ephraim“ entspricht]], sprechen: „Du bist mein Volk“; und sie ihrerseits werden sagen: „[Du bist] mein Gott.“ ‘ “

 

Hosea spricht somit von der künftigen Erfüllung unserer Bitte: „Dein Reich komme“! Kannst du dir das vor dem geistigen Auge auf der Zeitachse vorstellen? Es sind einzelne Zeitabschnitte die nacheinander folgen, von der Aufrichtung des Königreiches für Israel bis zum Zeitpunkt, wo Jesus dem Vater das „Israel Gottes“ vorstellt und als ein Königreich von Priesterkönigen mitsamt deren Völkern, Nationen und Sprachen übergibt, die nun „eine reine Sprache“, das Hebräisch gemeinsam beherrschen als Gottes Gabe!

 

Jehovas Königreich über das "Iseael Gottes"
 

Nach dem Gerichtstag der Endzeit einige Zeit vor Harmagedon sieht Johannes in der 4.Vision die auserwählten „Schafe“ der „grossen Volksmenge“ aus den Reihen von „Manasse“ und „Ephraim“ als Einheit:

 

(Offenbarung 7:9-10)  Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen. 10 Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: „Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.“

 

Der Zeitband „Jehovas Königtum“ zeigt die Unterschiede der Herrschaft im Ablauf der Geschichte Israels und hilft Dir dabei den Ablauf vor dem geistigen Auge zu sehen! Das Geschehen rund um Josephs Erhöhung und spätere Rettung seiner Brüder und des Vaters ist ein Vorspiel auf das Königreich der „neuen Himmel“, das Christus in der Endzeit aufrichten wird! Wir wollen diese Zusammenhänge von Beginn an aufmerksam verfolgen! Genaues Verständnis unterscheidet den wahren Glaubenden vom Leichtgläubigen! Selbst die Apostel verstanden diese Zusammenhänge zu Beginn noch nicht! Jesus selbst bestätigte ihnen, dass es nicht an ihnen liege Verständnis des Ablaufs der „letzten Dinge“ zu erreichen. Erst Johannes erhielt zum Ende des 1.Jahrhunderts die endgültigen Teilinformationen durch die ihm gewährten Visionen der Offenbarung!

 

Jesu himmelfahrt als Muster seiner Wiederkehr(Apostelgeschichte 1:6-8)  Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her? 7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; 8 aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judạ̈a und Samạria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“

 

Es ist somit sehr wichtig die unterschiedlichen Verhältnisse der Nachkommen Abrahams zu Gott und Seinem Königreich auf der Zeitachse genau zu erkennen und unterscheiden zu lernen. Paulus schreibt im 2.Brief an die Korinther darüber, dass wir erst künftig wirkliche „Söhne und Töchter“ Gottes sein werden, wenn wir uns wie Joseph rein bewahren! Wir leben wie Joseph als „Sklaven“ innerhalb dieses Systems, wir sollen aber nicht Teil des Systems werden, sondern darin Gottes Gerechtigkeit aufrichten, indem wir dessen Gebote leben und lehren! Dadurch „richten wir das GESETZ auf“! (Rö 3:31) Darin zeigte Joseph doch seinen Erfolg am Hofe Pharaos! Indem er Gottes Gebote über das Gesetz Pharaos erhöhte zeigte er jenem machtvollen Herrscher, dass der höchste Gott der Himmel jenen langfristig Erfolg bringt, die sich an seinen hohen Rechtsmassstab halten, indem der höchste Gott jene segnet!

 

(2. Korinther 6:14-18)  Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Bẹlial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein [[(Zukunft aus der Sicht des Paulusschreibens!)]]. 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘ [[(Zukunft aus Sicht Gottes (2.Sa 7:14))]], spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Absonderung von allem, was mit Gottes Geboten nicht im Einklang steht ist bis heute gefordert! Darum ging Abraham von Ur weg, darum kehrte Jakob sich von Laban ab, um zu Isaak zurückzukehren! Darum prüfte Joseph seine Brüder, die ihn doch zuvor verkauft hatten. Darum auch befreite Jehova Israel etwa zwei Jahrhunderte später aus ägyptischer Unterjochung und aus demselben Grund befreit Jesus seine Getreuen in Harmagedon aus den Krallen dieses Systems der „wilden Tiere“! Bis dahin müssen wir uns von Dingen und Verbindungen befreien, die mit Gottes Willen nicht im Einklang sind! Potiphar und selbst später der Pharao liessen Joseph weitestgehend freie Hand die Dinge so zu richten, wie er es im Einklang mit Gottes Geboten wünschte!

 

Josephs freiwillige Unterordnung unter das ihm als Sklaven auferlegte Joch und seine praktische Weisheit die ihm gesetzten Aufgaben effizient zu lösen brachte ihm nach kurzer Zeit das Lob Potiphars ein! Gott selbst aber segnete Potiphar um Josephs willen!

 

Potiphar und der junge Joseph(1. Mose 39:4-6)  Und Joseph fand fortwährend Gunst in seinen Augen und bediente ihn ständig, so daß er ihn über sein Haus einsetzte, und alles, was sein war, gab er in seine Hand. 5 Und die Folge war, daß von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und über alles einsetzte, was sein war, Jehova das Haus des Ägypters um Josephs willen fortgesetzt segnete, und so kam es, daß Jehovas Segen auf allem war, was er im Haus und auf dem Feld hatte. 6 Schließlich ließ er alles, was er hatte, in der Hand Josephs; und er wußte überhaupt nichts von dem, was bei ihm war, ausgenommen von dem Brot, das er aß. Überdies wurde Joseph schön von Gestalt und schön von Aussehen.

 

Gott segnete selbst das Wachstum von Joseph, der die gütige, treue und arbeitsamen Eigenschaften seines Vaters Jakob an den Tag legte! Jakob aber hatte in allem „dem Engel Jehovas“ gehorcht, dem, was jener Engel ihm selbst auftrug und dem, was er zuvor durch die Verfasser der „Teraphim“ mittels seiner Eltern erfahren hatte! Sein Glaube in den Gott der Schrift war gefestigt! Dies machte ihn zu einem weisen Hausvorsteher! Ein Schatten dessen, der künftig selbst aus dem Geschlecht Israels kommend Fleisch werden sollte, dem seit Urbeginn existierenden Wortführer Gottes! Darüber schreibt Johannes in seinem Evangelium zu Beginn: 

 

(Johannes 1:14)  So wurde das WORT Fleisch und weilte unter uns; und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie einem einziggezeugten Sohn vom Vater her gehört; und er war voll unverdienter Güte und Wahrheit.

 

Diese Form des Verhaltens wirkt anziehend! Joseph legte diese hervorragenden Charaktereigenschaften Jehovas an den Tag, an denen er beständig zur Vervollkommnung hin arbeitete! Jesus aber zeigte sie in Vollkommenheit als Geistwesen wie als Mensch, uns als Muster!

 

1.Mo 39:7-16:  Der Versuch der Frau Potiphars Joseph zu nötigen

Nun war Joseph im Hause Potiphars bekannt und alle waren seinen Anweisungen unterordnet. Da er eine anziehende Erscheinung und ein begehrenswertes Wesen hatte zog er auch die Aufmerksamkeit von Potiphars Frau auf sich! Sie missbrauchte ihre hohe Stellung als Gemahlin des Besitzers, um ihrem Begehren diesen jungen Mann für die Befriedigung ihrer Triebe zu nutzen! Darin kommt erneut die Erziehung zu Beginn der zwei Söhne Noahs zum Ausdruck: Ham dessen Sohn Kanaan zur Homosexualität neigte und nun der Nachkommen von Hams Sohn Mizrajim (1.Mo 10:6), welche nun der Hurerei zuneigten. Im Gegensatz dazu sehen wir Joseph als Nachkommen Sems, der dieselbe Unterweisung aus der „Teraphim“ erhielt und ernst genommen hatte und vor der Hurerei floh, so anziehend sie auch auf ihn gewirkt haben mag. Seine Gottesfurcht war stärker!  

 

Potiphars Frau will den jungen Joseph verführen(1. Mose 39:7-9)  Nach diesen Dingen nun geschah es, daß die Frau seines Herrn ihre Augen zu Joseph zu erheben und zu sagen begann: „Leg dich zu mir.“ 8 Er aber weigerte sich jeweils und sprach zu der Frau seines Herrn: „Siehe, mein Herr weiß nichts von dem, was bei mir im Haus ist, und alles, was er hat, hat er in meine Hand gegeben. 9 Da ist niemand größer in diesem Haus als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, weil du seine Frau bist. Wie also könnte ich diese große Schlechtigkeit begehen und in Wirklichkeit gegen Gott sündigen?“

 

Auch wenn Gottes Gebote noch nicht in der Grundfassung des GESETZES Mose existierte und Seine Zehn Gebote noch nicht auf Steintafeln eingebrannt waren, so zeigte doch Joseph, dass sie in seinem Herzen bereits eigraviert waren! Wo es kein göttliches GESETZ gibt, da gibt es auch keine Sünde! Joseph aber spricht von einer „grossen Schlechtigkeit“ und “gegen Gott sündigen“! Das GESETZ war Adam bereits in die Gene gelegt worden und er wurde vom Engel Jehovas, dem „Baum des Lebens“ darüber in Eden bereits gründlich instruiert! Mosers umschrieb es später in klar formulierten Sätzen:

 

Belsazars Schrift an der Wand(2. Mose 20:17)  Du sollst nicht das Haus deines Mitmenschen begehren. Du sollst nicht die Frau deines Mitmenschen begehren noch seinen Sklaven, noch seine Sklavin, noch seinen Stier, noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Mitmenschen gehört.“

 

So wie Jahrhunderte später der „starke Arm Gottes“ mit seinem eigenen „Finger“ diese Worte wie mit Feuer in die Steintafeln einbrannte, so schrieb dieselbe Hand mit demselben Finger später, zur Zeit des chaldäischen Königs Belsazar, eine Warnung an die Wand von dessen Palast. Dessen Bosheit und Zuwiderhandlungen gegen Gott hatten ihren Höhepunkt erreicht! Er trank mit seinen Konkubinen aus den von Nebukadnezar rund siebzig Jahre zuvor geraubten goldenen Bechern aus dem Tempels Jerusalems. In derselben Nacht starb Belsazar und Cyrus übernahm die Stadt Babylon und machte sie zur Hauptstadt des Medo-persischen Reiches! Gott erhöht jene, die auf ihn hören und erniedrigt die anderen, die dies verweigern! Der Mittler dazwischen und der Handelnde war, ist und bleibt stets derselbe: Gottes Engel und Wortführer, der zum Christus wurde!

 

(Daniel 5:1-4)  Was Belsạzar, den König, betrifft, er machte ein großes Festmahl für tausend seiner Großen, und vor den tausend trank er Wein. 2 Unter dem Einfluß des Weins sprach Belsạzar, [man solle] die Gefäße aus Gold und aus Silber hereinbringen, die Nebukadnẹzar, sein Vater, aus dem Tempel, der in Jerusalem war, weggenommen hatte, damit daraus der König und seine Großen, seine Konkubinen und seine Zweitfrauen trinken könnten. 3 Zur selben Zeit brachte man die Gefäße aus Gold herein, die man aus dem Tempel des Hauses Gottes weggenommen hatte, das in Jerusalem war, und der König und seine Großen, seine Konkubinen und seine Zweitfrauen tranken daraus. 4 Sie tranken Wein, und sie priesen die Götter aus Gold und aus Silber, Kupfer, Eisen, Holz und Stein.

 

Die Mächtigen missachten zumeist Gottes Richtlinien, weil sie sich selbst zu Göttern erheben!

 

Gottes Gebote müssen auch uns, so wie Joseph, fest auf unsere Herzen geschrieben sein, damit wir auch unter grosser Versuchung stark bleiben und eher Ungemach und Schande auf uns nehmen, als Gottes Gebot zu übertreten!

 

 

6.3.1.4          1.Mose 39:17-23:  Männer wie Joseph, die unredlichen Annäherungsversuchen von Frauen zu widerstehen wissen

 

1.Mo 39:7-9:  Die Frau Potiphars will Joseph nötigen; Josephs Widerstand

 Normalerweise spricht man nur von der Vergewaltigung des Mannes einer Frau. Gibt es aber auch den umgekehrten Fall, dass eine Frau einen Mann vergewaltigt? Da die Kräfteverhältnisse normalerweise umgekehrt sind bleibt eine Frau im Zweikampf mit dem Mann meist unterlegen!

 

Mehr MÃnner als Drauen vergewaltigtWenn sie aber „mit den Waffen einer Frau“ spielt, ihren weiblichen Körper zur Schau stellt und feilbietet, so ist allzu oft der Mann der Unterlegene, was einer geistigen Vergewaltigung gleich kommt! Es braucht Widerstandskraft und Entschlossenheit auf der Seite des Mannes der Verführung einer Frau die ihre Karten ausspielt zu widerstehen und sie dadurch zu besiegen! Das mag innerhalb einer Stadt, wo Frauen sich offen auf der Strasse für Sex darbieten anhin gehen. Wie aber steht es im Falle von einer Verführung bei ein oder zwei Glas Wein in trauter Umgebung?

 

Genau davor warnt Salomo und legt die Form der Nötigung, eine andere Form der Vergewaltigung auch seitens von Frauen offen. Was aber uns besonders interessiert, wie Salomo den Ausgang beschreibt, auf welche Art er den Mann hinstellt, der sich in jene Situation bringen lässt:  „… wie ein Stier, der sogar zur Schlachtung kommt“, beschreibt der weise Salomo Männer, denen es an Selbstbeherrschung fehlt!

 

(Sprüche 7:21-27)  Sie hat ihn durch die Fülle ihrer Überredung verleitet. Durch die Glätte ihrer Lippen verführt sie ihn. 22 Ganz plötzlich geht er ihr nach wie ein Stier, der sogar zur Schlachtung kommt, und gerade wie gefesselt zur Züchtigung eines Törichten, 23 bis ein Pfeil seine Leber zerspaltet [[(durch eine übertragene Geschlechtserkrankung z.B.)]], so wie ein Vogel in die Falle eilt, und er hat nicht gewußt, daß es um seine Seele selbst geht.

24 Und nun, o Söhne, hört auf mich, und merkt auf die Reden meines Mundes. 25 Möge dein Herz nicht zu ihren Wegen abweichen. Irre nicht ab auf ihre Pfade. 26 Denn viele sind der Erschlagenen, die sie fällte, und zahlreich sind alle von ihr Getöteten. 27 Die Wege zum Scheọl [[(Grab)]] sind ihr Haus; sie führen hinab zu den Innenkammern des Todes.

 

In diesem Falle lässt sich der Mann, der nicht an Gottes Recht interessiert ist, durch Worte oder Gesten einer leichten Frau verführen. Gebärden und das offene Zeigen der Reize einer Frau mögen dabei das ihre beitragen! Salomo weist auf die Folgen hin: Sexuell übertragbare Krankheiten holt man sich bei Frauen, die sich dem einen und anderen freizügig hingeben! Die hurerische Frau ist eine Fallenstellerin und der sexbegierige Mann ist „… wie ein Vogel (der) in die Falle eilt“, um dort lebendig als Beute gefangen zu werden!

 

Der Vergleich zum Gimpel, einem Vogel der allzu zutraulich ist und leicht gefangen werden kann gleicht auch der Leichtgläubige, der auf den Leimruten der hurerischen Töchter „Babylons der Grossen“ gefangen wird und den die Religionen bei lebendigem Leibe auffressen, indem sie wie die Hure an seinem Besitz und seinem Einkommen ihr wahres Interesse zeigen und sich daran freizügig vergreifen!

 

Religion Gimpelfang und Geschäft
  

Das Gebot zu ehelicher Treue und Gottes Urteil Hurer und Ehebrecher zu richten bestand seit Eden! Die Gefahren erkennen!

Im Falle des Joseph und der Frau Potiphars treffen erneut die zwei Erziehungsmethoden aufeinander: Jene Hams, der in Sexualfragen sich tolerant gezeigt hat und die Sems, der Sexualität ausschliesslich auf heterosexuelle Beziehungen innerhalb der Ehe von Mann und Frau beschränkt! Seit Adam ist die Einehe das Prinzip, das Gott den Menschen offeriert! Er kennt keine Ausnahme davon, tolerierte aber über eine gewisse Zeitspanne, dass Männer, die meist in der Minderzahl waren, oft zufolge von Kriegen, zwei oder mehr Frauen hatten, damit Frauen ebenso ihren Mann haben konnten. Die schnellere Ausbreitung Israels mag daran Anteil gehabt haben. Der ursprüngliche Auftrag in Eden, der bereits in der „Teraphim“ im selben Sinne verewigt war lautete:

 

(1. Mose 2:24-25)  Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und er soll fest zu seiner Frau halten, und sie sollen ein Fleisch werden. 25 Und sie beide waren weiterhin nackt, der Mensch und seine Frau, und doch schämten sie sich nicht.

 

Die sexuelle Anziehungskraft bestand in Eden offenbar noch nicht, sondern wurde dem Menschen aufgrund seiner Sünde als das „Gesetz des Fleisches“ in die Gene gelegt, als er sündigte! Der Trieb führte nun ausserhalb des Paradieses zur gesicherten Fortpflanzung. Eine Auswahl am Ende würde ergeben, wer diese Triebe mittels Selbstbeherrschung zu dominieren lernte!

 

"Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch."Der Auftrag zur ehelichen Treue blieb sich für Mann und Frau derselbe! Jesus ging deutlich auf diesen Punkt ein, wo er Gottes Hass zur Scheidung (Mal ) offenlegt:

 

(Matthäus 19:8-9)  Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“

 

Ehebruch nun gibt den einzigen gottgemässen Scheidungsgrund, da ja der Ehebrecher Todesstrafe auf sich lädt! Jeder andere Grund zur Scheidung wird von Gott abgelehnt, weil es an beiden Parteien ist ihre Fehler und Schwächen einzusehen und notwendige Veränderungen vorzunehmen und sich gegenseitig beständig zu vergeben! Die Ehe verlangt von beiden Partnern einen hohen Grad an Toleranz! Wer nicht zum Vergeben bereit ist der zeigt sich von vornherein zur Ehe unfähig und sollte besser von Anfang an alleine bleiben! Auf diesen Punkt nimmt Paulus Bezug, wenn er im 1.Brief an die Korinther schreibt:

 

(1. Korinther 7:1-2)  Was nun die Dinge betrifft, über die ihr geschrieben habt: Es ist für einen Menschen gut, keine Frau zu berühren; 2 doch wegen der weitverbreiteten Hurerei habe jeder Mann seine eigene Frau, und jede Frau habe ihren eigenen Mann.

 

Die Ehrbarkeit der Ehe wurde durch Jesus eindeutig gestärkt, während Moses noch mehrere Scheidungsgründe zuliess hat Jesus als Hoherpriester dies auf den einzigen Grund beschränkt, der Hurerei als Ehebruch! Wer aus anderen Gründen sich von seinem Ehepartner trennt, der muss später alleine bleiben! Jesu Gebot mag einigen hart erscheinen aber ist der einzige Weg die Ehrbarkeit der Ehe zu festigen und die nicht endenden Folgeprobleme von Scheidungen zu unterbinden!

 

(Lukas 16:18)  Jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch, und wer eine von ihrem Mann Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

 

Das Gebot Jesu fusst somit auf Gottes Willen und ist zum Schutze der Frau aber auch des Mannes erlassen worden. Wir tun gut es zu respektieren, indem wir die Tiefe der Gedanken Gottes die dahinter stehen zu begreifen suchen! Es ist kurz-, mittel- und Langfristig eine Protektion von Kindern und von alternden Eltern! Es soll auch unseren ehelichen Besitz beschützen und damit das Erbe der Kinder, denn Scheidung bringt stets ein Chaos in dieser Beziehung und dient allzu oft der Bereicherung eines habgierigen Justizsystems, das diese Art des Krieges durch ihre unmoralischen Gesetze und unmoralischen richterlichen Entscheidungen fördert, um sich daran zu bereichern! Darum sprachen sich Pharisäer und Schriftgelehrte (Anwälte) zu Gunsten liberaler Scheidungsgesetze aus!

 

Scheidende und Geschiedene, auch Scheidungskinder landen oft in den offenen Armen von Sekten und Religionen (Pharisäer), nur um jenen Schutz vorzugaukeln und sie schlussendlich noch mehr ausrauben zu können! Religion ist ein grosses Geschäft und Gimpelfang! Die Justiz des Staates und die der Religionen streiten sich untereinander wie der grosse Kuchen des Raubes aufgeteilt werden soll! Scheidungen machen jene reicher und sie wollen das Geschäft nicht verlieren! Sie sind es doch, die die Häuser der Witwen und Waisen auffressen! Das „Königreich des Sohnes der Liebe“ aber hält alle Gebote Jesu aufrecht, lehrt sie und strebt nicht nach Macht und Habgier!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
  

Gott wünscht unsere Vollkommenheit, weil dies Bedingung ist für ewiges Leben! Rat an Alleinstehende und Verheiratete

Wir müssen innerhalb der Ehe und als Alleinstehende lernen unsere Gefühle zu kontrollieren und müssen als Menschen den Beweis erbringen, dass wir unseren Körper und unsere Emotionen zu beherrschen wissen! Jesus verlangt, dass wir Vollkommenheit anstreben! Das bildet die Grundlage für ewiges Leben. Wer alle paar Jahre seinen Ehegefährten wechseln will, weil er seiner überdrüssig wird, der ist wahrlich für ewiges Leben ungeeignet! Er wird auch den ehegleichen Bund der Taufe bald schon über Bord werfen! Er gleicht dem ungetreuen Israel, das wie eine hurerische Ehefrau sich andere Bettgefährten sucht und dadurch Gottes Eifersucht hervorruft!

 

Wenn wir die Schrift aufmerksam lesen, dann erkennen wir, dass Paulus im Brief an die Korinther somit nicht für sich alleine spricht, sondern hier Worte von Jesus verwendet, als er den Jüngern erklärte, dass er die Freizügigkeit in Sachen Scheidung künftig unterbinden würde!

 

(Matthäus 19:3-9)  Und Pharisäer traten an ihn heran, in der Absicht, ihn zu versuchen, und sprachen: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?“ 4 In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat 5 und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden ein Fleisch sein‘, 6 so daß sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 7 Sie sagten zu ihm: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen? 8 Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“

 

Jesus selbst verweist auf Jehovas Gebot und seinen ursprünglichen Willen! Wer ein hartes Herz hat, der ist ohne Erbarmen! Er wird weder eigene Fehler einsehen noch um Vergebung bitten noch Vergebung gewähren. Er handelt eigensinnig und ist nur auf das eigene Wohl bedacht! Scheidung zeigt Erbarmungslosigkeit und fordert Gottes Härte am kommenden Gerichtstag förmlich heraus! Selbst die Apostel glaubten zu Beginn, Jesu sei zu hart in dieser Beziehung:

Eunuchen für das Himmelreichl

(Matthäus 19:10-12)  Die Jünger sprachen zu ihm: „Wenn die Stellung eines Mannes zu seiner Frau so ist, ist es nicht ratsam zu heiraten. 11 Er sprach zu ihnen: „Nicht alle Menschen geben dem Wort Raum, sondern nur diejenigen, die die Gabe haben. 12 Denn es gibt Eunuchen, die vom Mutterschoß als solche geboren wurden, und es gibt Eunuchen, die von Menschen zu Eunuchen gemacht worden sind, und es gibt Eunuchen, die sich wegen des Königreiches der Himmel selbst zu Eunuchen gemacht haben. Wer dafür Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum.“

 

Jesus stellt die Härten wie sie eine Ehe mit sich bringt den Härten entgegen, die es beinhaltet alleine zu bleiben! Der Alleinstehende aber hat  den Vorteil dadurch vermehrt Zeit für die Interessen des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ zu haben! Ehe und Ehelosigkeit verlangen von uns, dass wir uns Zügel anlegen und unsere Gefühle unter Kontrolle bringen! Verliebt zu sein gibt nicht Anrecht Gottes Gebote zu übertreten, so wenig wie Ärger auf den Partner das Recht auf Scheidung gibt! Wer seinen Ehepartner gar hasst und verachtet, der hat wahre Liebe gar nicht erst kennen gelernt! Wer liebt wird nicht scheiden, weil Liebe bereit ist zum Vergeben! Der Apostel Johannes bringt es auf den Punkt:

 

(1. Johannes 2:9-11)  Wer sagt, er sei im Licht, und haßt doch seinen Bruder, der ist bis jetzt noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und in seinem Fall gibt es keine Ursache zum Straucheln. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis, und er weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat.

 

Von Jehova erwarten wir Nachsicht und Vergebung unserer Fehler und dass er sich um uns kümmert, selbst aber tun wir mit unserem am Nächsten Stehenden das Gegenteil? Scheidung ist eine Gewalttat am Ehepartner, an den Kindern und an betagten Eltern!

 

(Maleachi 2:16)  Denn er hat Ehescheidung gehaßt“, hat Jehova, der Gott Israels, gesprochen; „und den, der sein Gewand mit Gewalttat überdeckt hat“, hat Jehova der Heerscharen gesagt. „Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und ihr sollt nicht treulos handeln.

 

Da seit Eden Gott Scheidung gehasst hat und Er sich niemals ändert und der Tag von Gottes Gericht herannaht, so sollten wir unseren Blick nicht auf die zur Gewohnheit gewordene Gesetzlosigkeit dieses dem Ende zuneigenden Systems richten, sondern das kommende Königreich Gottes vor Augen halten! Dasselbe GESETZ wird dort weiterhin Gültigkeit haben! Weder die gesetzlos handelnden Anwälte noch die Richter, noch Ehebrecher oder Hurer dieses Systems werden dort Einlass finden, noch die Priester all der verschiedenen Götter, die dieses System so hart und lieblos werden liessen! Jesus sagte jenen:

 

(Matthäus 23:15)  Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Meer und das trockene Land durchreist, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es wird, macht ihr ihn zu einem Gegenstand für die Gehẹnna, doppelt so schlimm wie ihr selbst.

 

An ihren Schulen und Universitäten verdrehen sie den gesunden Sinn von jungen Menschen, zwischen dem, was  in Gottes Augen recht und was unrecht ist zu unterscheiden und machen aus ihnen „Paragraphenfuchser und Schreibtischhengste“, die sehr wohl wissen, wie man Gottes GESETZ ungültig macht, sich aber weigern Gottes Rechtsmassstab kennen zu lernen! Darum wird jede von jenen Schulen dieses Systems scheidende Generation schlimmer sein als ihre Lehrer: Das Schlechte und Böse kumuliert sich und überdeckt die guten Neigungen, mit der ein junger Mensch den Weg als Priester oder als Rechtsanwalt gesucht haben mag! „Schlechte Gesellschaft verdirbt gute Gewohnheiten“! (1.Kor 15:33)

 

1.Mo 39:10-16:  Das Prinzip hinter der Handlungsweise von Potiphars Frau erkennen

Potiphars Frau handelte mit Gewalt und handelte an ihrem Mann offenbar treulos! Joseph muss dieser Zusammenhang vollkommen bewusst gewesen sein und er versuchte behutsam aber beständig die Annäherungsversuche jener Frau an ihm abprallen zu lassen! Als Ehefrau seines Arbeitsgebers stand sie ihm in der Stellung vor und er stand zu ihr in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis! Er konnte nicht einfach die Stelle wechseln oder Klage bei seinem Herrn gegen dessen eigene Ehefrau wegen unzüchtiger Annäherungsversuche wagen. Die Voraussetzungen für sie, um unerkannt Ehebruch zu begehen waren offensichtlich durch diese unmoralische Frau geschickt gewählt gewesen:

 

Versuch Potiphars Frau Joseph am äusseren Gewand festzuhalten(1. Mose 39:10-16)  So kam es, als sie Tag für Tag auf Joseph einredete, daß er nie auf sie hörte, bei ihr zu liegen, bei ihr zu bleiben. 11 Es geschah aber, daß er an diesem Tag wie an anderen Tagen in das Haus ging, um seine Geschäfte zu besorgen, und da war keiner von den Männern des Hauses dort im Haus. 12 Da packte sie ihn bei seinem Kleid und sprach: „Leg dich zu mir!“ Er aber ließ sein Kleid in ihrer Hand und ergriff die Flucht und lief hinaus. 13 Da geschah es, sobald sie sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand gelassen hatte, um ins Freie fliehen zu können, 14 daß sie begann, die Männer ihres Hauses zu rufen und zu ihnen zu sagen: „Seht! Er hat uns einen Mann, einen Hebräer, gebracht, um uns zum Gegenstand des Gelächters zu machen. Er ist zu mir gekommen, um bei mir zu liegen, ich aber habe mit lautester Stimme zu rufen begonnen. 15 Und es geschah, sobald er hörte, daß ich meine Stimme erhob und zu schreien begann, daß er sein Kleid neben mir zurückließ und die Flucht ergriff und hinauslief.“ 16 Danach ließ sie sein Kleid neben sich liegen, bis sein Herr in sein Haus kam.

 

Das Vorgehen jener Frau war eine Vergewaltigung, denn das „Nein“ Josephs hatte sie bereits und doch insistierte sie und griff schlussendlich gar zur Gewalt einer törichten Frau! Ihre Taktik zur eigenen Verteidigung war ausserordentlich geschickt gewählt! Jeder Zuhörer musste von der von ihr offerierten Geschichte des Ablaufs vollkommen überzeugt sein. Nur ein sehr geschickter Richter würde sich um die Wahrheit bemühen und die Anschuldigung gut untersuchen!

 

Das GESETZ Mose zeigt die Schwierigkeit für den Richter, eine ehebrecherische Frau zu überführen! Heutige Methoden der Genprüfung lassen gewisse Zusammenhänge nach erfolgter Vergewaltigung eher ans Licht gelangen. Andererseits bieten sie nur erneuten Spielraum zum Betrug! Der einzige der alle Zusammenhänge kennt und durchschaut ist Jehova Gott und seinem Gericht wird niemand entgehen! Beachten wir, was  der Priester als Richter unter mosaischen GESETZ für einen Auftrag hat. Dabei geht es darum das Herz einer gottesfürchtigen Person zu erreichen, denn der Gottlose verachtet selbst sein eigenes Gewissen!

 

(4. Mose 5:11-28)  Und Jehova redete weiter zu Moses, indem [er] sprach: 12 Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen: ‚Falls die Frau irgendeines Mannes auf Abwege gerät, indem sie einen Akt der Untreue gegen ihn begeht, 13 und ein anderer Mann tatsächlich bei ihr liegt und einen Samenerguß hat, und es ist vor den Augen ihres Mannes verborgen gewesen und ist unentdeckt geblieben, und sie ihrerseits hat sich verunreinigt, aber da ist kein Zeuge gegen sie, und sie selbst ist nicht gefaßt worden, 14 und der Geist der Eifersucht ist über ihn gekommen, und er hat Verdacht geschöpft hinsichtlich der Treue seiner Frau, und sie hat sich wirklich verunreinigt, oder der Geist der Eifersucht ist über ihn gekommen, und er hat Verdacht geschöpft hinsichtlich der Treue seiner Frau, aber sie hat sich tatsächlich nicht verunreinigt, 15 dann soll der Mann seine Frau zum Priester bringen und zusammen mit ihr ihre Opfergabe bringen, ein zehntel Ẹpha Gerstenmehl. Er soll nicht Öl darauf gießen noch duftendes Harz darauf tun, denn es ist ein Getreideopfer der Eifersucht, ein Gedenk-Getreideopfer, das Vergehen in Erinnerung bringt.

Priester und das  fluchbringende Wasser 16 Und der Priester soll sie herbeibringen und sie vor Jehova stellen. 17 Und der Priester soll in einem irdenen Gefäß heiliges Wasser nehmen, und der Priester wird etwas von dem Staub nehmen, der sich gerade auf dem Fußboden der Stiftshütte befindet, und er soll ihn ins Wasser tun. 18 Und der Priester soll die Frau vor Jehova stellen und das Haupthaar der Frau lösen und auf ihre Handflächen das Gedenk-Getreideopfer legen, das heißt das Getreideopfer der Eifersucht, und in der Hand des Priesters sollte das bittere Wasser sein, das fluchbringende.

19 Und der Priester soll sie schwören lassen, und er soll zu der Frau sagen: „Wenn kein Mann bei dir gelegen hat und wenn du, während du deinem Mann unter[standest], nicht auf Abwege geraten bist in irgendeiner Unreinheit, so sei frei von der Wirkung dieses bitteren Wassers, des fluchbringenden. 20 Falls du aber auf Abwege geraten bist, während du deinem Mann unter[standest], und falls du dich verunreinigt hast und ein Mann seinen Samenerguß in dich gegeben hat außer deinem Mann —“ 21 Der Priester soll nun die Frau unter einem fluchandrohenden Eid schwören lassen, und der Priester soll zu der Frau sagen: „Möge dich Jehova in der Mitte deines Volkes zum Fluch und Eidschwur setzen, indem Jehova deine Hüfte einfallen und deinen Bauch anschwellen lasse. 22 Und dieses Wasser, das fluchbringende, soll in deine Eingeweide eindringen, um deinen Bauch anschwellen und die Hüfte einfallen zu lassen.“ Darauf soll die Frau sagen: „Amen! Amen!“

23 Und der Priester soll diese Flüche in das Buch schreiben und soll sie in das bittere Wasser hinein austilgen. 24 Und er soll die Frau das bittere Wasser, das fluchbringende, trinken lassen, und das Wasser, das fluchbringende, soll als etwas Bitteres in sie eindringen. 25 Und der Priester soll das Getreideopfer der Eifersucht aus der Hand der Frau nehmen und das Getreideopfer vor Jehova hin und her weben, und er soll es zum Altar hinbringen. 26 Und der Priester soll etwas von dem Getreideopfer als Erinnerungsteil davon fassen und soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, und danach wird er die Frau das Wasser trinken lassen. 27 Nachdem er sie das Wasser hat trinken lassen, soll es auch geschehen, daß dann das Wasser, das fluchbringende, wenn sie sich verunreinigt hat, indem sie ihrem Mann gegenüber einen Akt der Untreue beging, als etwas Bitteres in sie eindringen soll, und ihr Bauch soll anschwellen, und ihre Hüfte soll einfallen, und die Frau soll ein Fluch werden unter ihrem Volk. 28 Wenn sich die Frau indes nicht verunreinigt hat, sondern rein ist, dann soll sie von solcher Strafe frei sein; und sie soll mit Samen schwanger gemacht werden.

 

Der Mann als Richter in Familienangelegenheiten kann nicht seinen eigenen Fall behandeln, denn wie sollte er dabei neutraler Richter sein, wenn ihn Eifersucht plagt? So ist er verpflichtet den von Gott bestimmten Richter, den Priester aufzusuchen und hat seine Frau mitzubringen, um förmlich gegen sie Klage zu erheben! Sollte die Frau schuldig sein, so drohte ihr Steinigung! Eine Falschanklage wegen ungerechtfertigter Eifersucht würde den Mann zum Mörder machen, sollte seine Frau unschuldig sein und verurteilt werden! Allen beteiligten müssen sich der Verantwortung vor Gott wirklich bewusst sein! Das will Gottes Gebot hervorheben! Wer als Hurer oder Ehebrecher unter Gottes Fluch gerät lädt sich die Verachtung des Volkes auf!

 

Das Rauchopfer steht in Verbindung mit den Gebeten. Gott würde von diesem Fluch selbst Kenntnis nehmen, im Falle der Unschuld der Frau ihn austilgen, im Falle der Schuld die Strafe an ihr schlussendlich vollziehen! Da Schwangerschaft ein Segen Gottes darstellt würde der Beischlaf des Mannes das eheliche Verhältnis wieder herstellen!

 

Die Ehe musste in Israel heiliggehalten werden und Ehebruch war ein todbringendes Vergehen! Die Aufgabe des Richters besteht die Wahrheit herauszufinden, was in solchen Fällen von hartnäckiger Lüge, wie im Falle von Potiphars Frau, kein leichtes Vorgehen bedeutet!

 

Eehemann der eifersüchtig sein im Gehörendes verteidigtDer argwöhnende Ehemann wurde zum Handeln verpflichtet zum Priester als Richter zu gehen! Es lag nicht in seiner Hand Gericht in eigener Angelegenheit zu führen, die Eifersucht hätte seine Augen blind gemacht: „… ein Getreideopfer der Eifersucht, ein Gedenk-Getreideopfer, das Vergehen in Erinnerung bringt“ musste er durch den Priester darbringen.

 

Das „heilige Wasser“ in irdenem Gefäss musste symbolisch durch etwas kleines, feines, wie Staub verunreinigt werden! Das Wasser war dadurch „bitter“ und „fluchbringend“ geworden! Sein Sinn war, das Gewissen der Frau zu bewegen und allfällig ein Geständnis abzulegen.

 

Da die Frau nun schwören musste war ihr Wort vor Gott doppelt verbindlich und ihre Falschaussage würde sie allenfalls von ihrem Gewissen her aufzuzehren beginnen! Der Fluch blieb im Buch der richterlichen Sprüche aufgezeichnet. Denn mit Jehova lässt sich in diesen Dingen nicht spassen! Kein Lügner wird Gottes Königreich erreichen, mag der Tod sich auch hinauszögern oder der adamische Tod die Strafe aussetzen: Gottes Tag der Rache folgt! „Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt. (Off 22:15)

 

(Offenbarung 21:8)  Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

 

Auch wenn solche Zusammenhänge in unserer gottentfremdeten Zeit von den meisten Menschen als überholt betrachtet werden mögen, so sollten wir doch Jesu Worte in Erinnerung behalten, dass der kleinste Buchstabe vom GESETZ sich noch erfüllen muss! Wer diese Zusammenhänge kennt und echte Gottesfurcht zeigt wird sich wie Joseph nicht in Versuchung bringen lassen! Auch der unberechtigten Eifersucht muss Grenzen gesetzt werden, da die Liebe vieles zudeckt! (1.Pe 4:8)

 

1.Mo 39:17-20:  Anschuldigung von Potiphars Frau gegen Joseph vor ihrem Mann und die Verurteilung Josephs zum Kerker

Potiphar als Ehemann handelte als er die Worte der Anschuldigung seiner Frau hörte in vollen Glauben und liess Joseph unmittelbar und ohne Anhörung ins Gefängnis werfen! Dort war er dem Gericht Pharaos ausgesetzt! Potiphar ist ein Spiegelbild der heutigen Situation in vielen Teilen der Welt, wo die Justiz einseitig auf die Klage einer Frau hin Ehemänner von Haus und Kindern trennt, weil jene Richter genauso blauäugig sind, wie jener Mann der seiner ungetreuen Frau jedes Wort glaubte! Wie sollte sich Joseph denn dagegen verteidigen?

 

Die AnwaltsfirmaWer sich die Mühe nimmt die Urteile von heutigen Eheschutzrichtern in so genannt christlichen Staaten einer Beurteilung zu unterwerfen, der wird wahrscheinlich schockiert sein, mit welcher Leichtigkeit Ehen erst getrennt und dann geschieden werden und emotioneller und materieller Schaden von ungeheurem Ausmass angerichtet wird! Anwälte bauschen die kleinsten Dinge auf und bringen ungehemmt jede Form von verdrehter Wahrheit, von Lügen vor, die selbst Potiphars Frau erstaunen würde, um ihre bezahlenden Mandanten gewinnen zu lassen!  Nach Gottes Rechtsmassstab aber machen sie sich mitschuldig und unterliegen derselben Strafe, die dem Schuldigen zusteht! So lange Rechtsanwälte und Richter für ihre Vergehen an der Menschheit nicht zur Rechenschaft gezogen werden ist kaum mit Gerechtigkeit zu rechnen! Die Richter dieses Systems werden sich doch nicht etwa die Augen gegenseitig aushacken? Der Sieg und damit verbunden ihre Honorare zählen jenen Geiern und Adlern allzu oft mehr als der Wunsch die wirklichen Opfer zu schützen! Schande über sie! Ihr Verdienst ist es, dass heute jede zweite Ehe scheitert und

 

Andererseits gibt es unter all den Haien von Anwälten auch einige wenige ausgezeichnete Männer und Frauen, die sich mit ganzem Herzen für gerechtes Gericht einsetzen und aus ihnen sind auch Richter hervorgegangen, die das Los christlicher Brüder und Schwestern erleichterten, die durch falsche Anklagen in Bedrängnis geraten sind! Für sie ist Religionsfreit nicht bloss ein Amulett, sondern sie gewähren Raum, dass Gottes GESETZ über staatlichem Recht zu stehen hat! Die Ausnahmen aber bestätigen eher die Regel. Vergessen wir nie Jesu Worte an die Adresse der Rechtsgelehrten seiner Tage:

 

(Matthäus 5:20)  Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Die Justiz mag in gewissen Ländern besser sein als in anderen und an einigen Orten gar gut funktionieren, an zu vielen Gerichten aber ist das Urteil von Habsucht und Parteilichkeit geprägt und gar durch Korruption vollkommen die Seite des Unrechts als Gewinnerin! Dass Gottes Rechtsmassstab zur Anwendung gelangt dürfte gar eine grosse Ausnahme sein! Für die meisten Richter ist Gott tot! Es ist an der Zeit zu erwachen und erneut nach Gottes Gerechtigkeit zu forschen, dem einzig gültigen Massstab, um zu entscheiden, ob etwas recht oder unrecht ist! Staatliche Gesetzte und Freizügigkeit der Massen alles zu dulden erweisen sich als für die meisten Christen längerfristig als eine Stolperfalle einer Justiz-Milliardenindustrie! Jesu Rat dagegen lautet sich von jenen fern zu halten die Gottes Recht mit Füssen treten:

 

(Matthäus 6:33)  So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

Joseph angeklagt der versuchten Vergewaltigung PotipharsPotiphars Frau spielte die Rolle der Unschuldigen und der Anklägerin. Potiphar sah keinen Grund seiner Frau zu misstrauen oder aber wagte es gar nicht erst! Viele Frauen beherrschen ihre Männer die ihrerseits lieber jeden Skandal vermeiden wollen und gerne Kompromisse selbst mit Bosheit und Unrecht einzugehen bereit sind!

 

(1. Mose 39:17-20)  Dann redete sie zu ihm gemäß diesen Worten, indem [sie] sprach: „Der hebräische Diener, den du uns gebracht hast, ist zu mir gekommen, um mich zum Gegenstand des Gelächters zu machen. 18 Doch geschah es, sobald ich meine Stimme erhob und zu schreien begann, daß er sein Kleid neben mir zurückließ und dann ins Freie floh.“ 19 Und es begab sich, sobald sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die sie zu ihm redete, indem [sie] sagte: „Das und das hat dein Diener mir angetan“, daß sein Zorn entbrannte. 20 Da nahm Josephs Herr ihn und übergab ihn dem Gefängnishaus, dem Ort, wo die Gefangenen des Königs in Arrest gehalten wurden, und er blieb dort im Gefängnishaus.

 

Da gab es keine Gegenüberstellung, keine Befragung der angeschuldigten Partei, sondern blindes Vertrauen in die Aussage der eigenen Seite! Danach war Joseph so oder so der Mund verbunden, denn einmal im Gefängnis, dazu noch auf das Urteil Pharaos angewiesen, wo doch der für die Sicherheit Pharaos Verantwortlichen Ankläger war, diese Hürde war kaum mehr zu überwinden! Jehova aber hatte andere Pläne!

 

1.Mo 39:21-23:  Joseph hat Jehovas Segen auch im Gefängnis und er wird dort zum Verwalter eingesetzt

Gute charakterliche Eigenschaften die sich denen Jehovas annähern zeichnen Menschen unter jeder missliebigen Situation aus! Sie zeigen sich anderen gegenüber hilfsbereit, sind bereit zu teilen und lassen sie an ihrem Schatz an gesundem Urteilsvermögen Anteil haben. Jesus zeigte die höchste Qualität die ein Mensch zu erreichen im Stande ist: Selbst das Leben zu Gunsten anderer, seiner Freunde ja selbst der Feinde hinzugeben! Jesus aber gab sein Leben hin, als wir noch Feinde Gottes waren.

 

(Johannes 15:13)  Niemand hat größere Liebe als die, daß einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe.

 

Joseph war zu Unrecht im Gefängnis aber nutzte auch dort seine Fähigkeiten zu Gunsten der anderen. Wer glaubt die Gefängnisse heute wären nur von Verbrechern besetzt, der irrt bestimmt! Viele Menschen wurden gar zum Tode verurteilt deren Schuld nie erwiesen werden konnte oder die Beweise sich später als fingiert erwiesen! Darum sagt Jesus über seiner Brüder im Endgericht:

 

(Matthäus 25:36-40)  Ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: … ‚Wann sahen wir dich … im Gefängnis und kamen zu dir?‘ 40 Und der König wird ihnen erwidern und sagen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.‘

 

Bedenken wir, dass in der Zeit des Abschlusses des Systems viele wahre Christen eingesperrt sein werden, weil sie sich weigern das „wilde Tier“ und sein „Bild“ anzubeten und jenen zu dienen, die sich im Widerstand gegen die Aufrichtung von Gottes Königreich auf der Erde zusammengetan haben! Gottes GESETZ aber gibt allen folgenden Rat:

 

esu geschlagen und misshandelt vor Gericht noch vr der Urteilsverkündung(3. Mose 19:18)  Du sollst nicht Rache nehmen an den Söhnen deines Volkes noch Groll gegen [sie] hegen; und du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst. Ich bin Jehova.

 

Joseph zeigte diese Charakteristiken in herausragender Weise, indem er seinen Gefängniswärtern gar zu Diensten stand, um das Los der Mitgefangenen zu erleichtern! Dies fiel auch dem obersten Beamten jenes Gefängnisses auf. Da jene Gefangenen mit der Zeit sich der Leitung durch Joseph freiwillig unterordneten kam bessere Ordnung hinein und die Auseinandersetzungen zwischen Gefängniswärtern und Gefangenen verminderten sich! Dies führte dazu, dass er Joseph zum Aufseher über alle Gefangenen setzte.

 

(1. Mose 39:21-23)  Jehova jedoch war weiterhin mit Joseph und erwies ihm fortwährend liebende Güte und ließ ihn Gunst finden in den Augen des obersten Beamten des Gefängnishauses. 22 So gab der oberste Beamte des Gefängnishauses alle Gefangenen, die sich im Gefängnishaus befanden, in die Hand Josephs; und es erwies sich, daß alles, was man dort tat, von ihm getan wurde. 23 Der oberste Beamte des Gefängnishauses kümmerte sich um gar nichts, was in seiner Hand war, denn Jehova war mit [Joseph], und was er tat, ließ Jehova gelingen.

 

Wiederum gibt Joseph in seinen späteren Aufzeichnungen innerhalb der Ergänzungen der „Teraphim“ alle Ehre für sein Gelingen Jehova, Dessen Engel die Dinge zu Gunsten Josephs lenkte. Der Plan Gottes mit Joseph sah vieles voraus, was erst später durch die Entwicklung der Dinge offensichtlich wurden und die kein Mensch im Voraus hätte erkennen können!

 

Eine ähnliche Situation ergab sich etwa tausendachthundert Jahre später, als Paulus als Gefangener in Rom weilte und sein Urteil aus der Hand des Cäsars erwartete. Er nutzte jede Gelegenheit aus der Gefangenschaft heraus seine Mitbrüder in den verschiedenen Versammlungen unter den Nationen die er betreute und selbst die Judenchristen in Judäa und wo immer sie zerstreut waren, die Hebräer aufzumuntern und zu stärken! Selbst die Gefangenenwärter, die Prätorianer wurden durch ihn belehrt.

 

(Philipper 1:12-14)  Nun möchte ich euch wissen lassen, Brüder, daß meine Angelegenheiten eher zur Förderung der guten Botschaft ausgeschlagen sind als zu etwas anderem, 13 so daß meine Fesseln in Verbindung mit Christus unter der ganzen Prätorianergarde und bei allen übrigen öffentlich bekanntgeworden sind; 14 und die meisten der Brüder im Herrn, die zufolge meiner Fesseln Zuversicht gewonnen haben, bekunden um so mehr Mut, das Wort Gottes furchtlos zu reden.

 

Josephs hervorragendes Verhalten war unter den Aufsehern bekannt geworden! Seine gewinnende Art verbreitete selbst im Gefängnis unter den Hoffnungslosen Hoffnung! Bestimmt unterliess er es nicht seinen Gott und seine hervorragenden Richtlinien unter den Mitgefangenen zu erwähnen!

 

Die 144.000 Auserwählten, die wie Joseph ihre Jungfräulichkeit bewahrten

Falschanschuldigungen gehören in den Bereich der Lügen. Wer ihnen zuneigt hat im kommenden „Königreich der Himmel“ bestimmt keinen Platz! Jene kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ wird durch Männer gebildet, die Gott selbst durch Jesus unter allen Generationen aller Zeiten und von der ganzen Erde der Jehova Getreuen auserwählt! Bisher sind darin die zwölf Apostel, Paulus einschliesslich, die Jesus bereits persönlich bestimmt und ausgebildet hat. Paulus gehört an der Stelle des Judas zu ihnen! Jesus hatte nur gegenüber den Aposteln erklärt: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.“ (Lu 12:32)

 

Die 144.000 in geistigem Sinne Jungfrauen singen ihr LiedDann zählte Paulus im Brief an die Hebräer im Kapitel 11 eine Liste von herausragenden Namen auf, die innerhalb einer „Wolke von treuen Zeugen“ sind. Bis zum Abschluss des Systems und dem Tag, wo Jesus seine geweihten Priesterkönige auf dem Berg Zion der staunenden „grossen Volksmenge“ vorführen wird bleibt es ein „heiliges Geheimnis“, wer hierzu gehört! Weder die von den Päpsten bestimmten „Heiligen, noch die „Propheten“ der Mormonen oder „Gesalbten“ der Zeugen Jehovas werden darunter sein: Sie alle dienten kirchlichen Göttern und fremden Herren, nicht wirklich Jehova und seinem Christus. In Wirklichkeit verunreinigten sie sich mit der Mutter „Babylons der Grossen“ oder deren geistigen Töchtern.

 

(Offenbarung 14:4-5)  Diese sind es, die sich nicht mit Frauen befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

 

So wenig die Verführungskünste der Frau Potiphars bei Joseph eine Wirkung hinterliessen, ebenso wenig reagierten jene Männer seit alters auf die Verführung Satans und seines Samens! „Babylon die Grosse“ wurde zu einem vordergründig, zumindest scheinbar geeinten Weltreich der Religionen, als sie sich im „World Council of Religious Leaders“ zusammenschlossen. Damit wurde dieses während der „Zeit des Endes“ zum „Bild des wilden Tieres“, der politischen UNO gleichenden religiösen Organisation!

 

Charter WORLD COUNCIL OFF RELIGIOUS LEADERS
 

 

6.3.3           Kapitel 40:  Gott deutet durch Joseph die Träume des Mundschenks und Bäckers; Pharaos Geburtstag

 

6.3.1.5          1.Mose 40:1-19:  Der Pharao und dessen Macht zu erhöhen und zu erniedrigen; Gottgegebene Träume zeigen Künftiges 

 

1.Mo 40:1-4:  Pharaos Zorn auf den Mundschenk und den Bäcker endet mit deren Einkerkerung

Dass Gott Jehova auch die geheimsten Dinge weiss, dies zeigt sich anhand von Träumen, die zwei mit Joseph zusammen eingekerkerte Bedienstete jenes mächtigen Mannes, des Pharaos hatten. Sie waren beide am kommenden Tag verwirrt, was die Bedeutung jener Träume wäre. Da Joseph in jenem Gefängnis durch den Obersten der Leibwache Pharaos als Wärter über sie gesetzt war und wegen seiner menschlichen und weisen Behandlung der Mitgefangenen vertrauten diese ihm und weihten ihn schlussendlich in ihre Träume ein. Moses berichtet den Ablauf der Ereignisse:

 

Die Träume des Bäckers und des Mundschenks(1. Mose 40:1-4)  Nach diesen Dingen nun geschah es, daß der Mundschenk des Königs von Ägypten und der Bäcker gegen ihren Herrn, den König von Ägypten, sündigten. 2 Und Pharao wurde auf seine beiden Beamten zornig, auf den Obersten der Mundschenken und auf den Obersten der Bäcker. 3 So setzte er sie in Haft in das Haus des Obersten der Leibwache, in das Gefängnishaus, an den Ort, wo Joseph Gefangener war. 4 Dann bestellte der Oberste der Leibwache Joseph zu ihnen, daß er sie bediente; und sie waren weiterhin einige Tage in Haft.

 

Beide Bedienstete des Pharaos hatten gewisse Gebote des Herrschers übertreten und jener hatte sie deshalb ins Gefängnis einsperren lassen. Da es sich um hohe Beamte handelte hatten sie offenbar eine bevorzugte Behandlung und wurden nun durch Joseph bedient. Es war offensichtlich nicht das Gefängnis gemeiner Verbrecher, sondern eher ein spezifisches Untersuchungsgefängnis bis zur Abklärung der Fälle. Etwas Vergleichbares sehen wir später im Falle des Paulus, der als Bürger Roms und Angeklagter der Juden um Beurteilung seines Gerichtsfalles durch den Cäsar bat! Dies gab ihm eine privilegierte Gefangenschaft in einem Privathaus als er nach Rom gebracht wurde:

 

(Apostelgeschichte 28:14-16)  Hier fanden wir Brüder, die uns inständig baten, sieben Tage bei ihnen zu bleiben; und so kamen wir Rom näher. 15 Und von dort kamen uns die Brüder, als sie die Nachricht über uns hörten, bis zu dem Marktplatz des Ạppius und den Drei Schenken entgegen, und als Paulus sie erblickte, dankte er Gott und faßte Mut. 16 Als wir schließlich in Rom einzogen, wurde es Paulus erlaubt, für sich zu bleiben mit dem Soldaten, der ihn bewachte.

 

So wie Joseph in Ägypten nutzte Paulus die ihm bedingt gewährten Freiheiten, um sich für andere nützlich zu machen. Er belehrte die Christen Roms die ihn besuchten. zudem bildete er die ihm getreuen Mitarbeiter aus die ihn bedienten und die seine Briefe schrieben und kopierten, welche er zur Dokumentation seiner bisherigen Lehren an seine Versammlungen in der Ferne schrieb. Seine Jünger überbrachten sie persönlich dorthin. Dabei erzählten und instruierten sie bei den Empfängern das, was Paulus nicht offen schreiben durfte, weil es seinen Fall in Gefahr gebracht hätte. Er war ja angeklagt unter den Juden Aufstände und Tumulte verursacht zu haben, indem er lehre ein anderer sei König als Cäsar! Seine Mitteilung aus den Visionen die er von Gott her gehabt hatte kodifizierte er dadurch, dass er  sie in einzelne Teile zerstückelte. Diese Teilinformationen wurden verschiedenen Briefen an unterschiedliche Versammlungen anvertraut. Jeder Hörer und Leser musste daraufhin die Teile zum Ganzen selbst zusammenbauen, um die volle Information, das Gesamtbild zu verstehen!

 

Gesamtbild: Die Logik der Zusammenhänge sehen
  

Dadurch fassten die Prätorianer keinen Argwohn, die persönliche Wache des Cäsars die über ihn gesetzt war. Es wäre für Paulus gefährlich gewesen über Christus als herrschen König offen zu reden, da das Gesetz des Cäsars keinen König im römischen Imperium duldete, der sich ohne seine Erwählung auf die Stufe eines Herrschers erhob. Schon gar wie im Falle des Christus, der von sich behauptete „König der Könige“ zu sein und vom höchsten Gott Jehova eingesetzt worden zu sein. Damit stand jener Jesus doch selbst über dem Cäsar!

 

Erst Johannes im Jahre 98 u.Z. konnte solche Zusammenhänge offen beschreiben, indem dies innerhalb der Offenbarung durch Gottes Mitteilung an Christus in Visionen so verpackt wurde, dass wer mit den Symbolen nicht vertraut war damit nichts anzufangen wusste! Die Symbolik selbst ist in anderen Teilen der Schrift durchaus offen gelegt. Wer schon hätte es gewagt den Cäsar als „wildes Tier“ zu bezeichnen? Zudem spielen die Visionen ja in der „Zeit des Endes“, die Darsteller existierten zum Teil noch gar nicht und jede eigene Interpretation führte ins Abseits! Das Geheimnis sollte doch erst jene Generation entziffern können, die es betreffen würde! Das Kapitel 12 im Bibelbuch Daniel erklärt das Warum: „Und er sagte weiter: ‚Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.‘ “ (Da 12:9, 10) Ohne Kenntnis und Einhaltung von Gottes Geboten ist keine Einsicht möglich! Die Grundlage der Weisheit sind Gottes GESETZE und der Beginn an Verständnis ist die Gottesfurcht!

 

(Offenbarung 17:12-14)  Und die zehn Hörner, die du sahst, bedeuten zehn Könige, die noch kein Königtum empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige für eine Stunde mit dem wilden Tier. 13 Diese haben einen Gedanken [[(das Erhalten ihrer eigenen Macht und Autorität)]], und so geben sie ihre Macht und Gewalt dem wilden Tier. 14 Diese werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil es Herr der Herren und König der Könige ist. Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen [werden das tun].“

 

Johannes schreibt die Offenbarungen niederFür die Gefangenenbetreuer auf der Insel Patmos stellte dies keine Gefahr für die kaiserliche Gewalt dar, da sie es in den Bereich religiöser Mystik einordneten von der sie in ihrer Schulung gelernt hatten, dass der Kaiser ja selbst als Gott verehrt weit über diesen Dingen stehen würde. Ein „Lamm“ das „König der Könige“ sei und mit einem „wilden Tier“ kämpfe lag vollkommen ausserhalb des Verständnisbereiches jener, die jedes Schreiben des Johannes zu begutachten hatten, bevor es den Ort seiner Gefangenschaft Patmos verliess! „Ich, Johạnnes, euer Bruder und ein Teilhaber mit euch an der Drangsal und am Königreich und am Ausharren in Gemeinschaft mit Jesus, gelangte auf die Insel, die Patmos genannt wird, weil ich über Gott gesprochen und von Jesus Zeugnis abgelegt hatte.“ (Off 1:9) Sie konnten dies interpretieren wie es ihnen gerade in den Sinn kam. Daraus eine Anklage gegen Johannes zu gestalten wegen Hochverrates wäre schon weit komplexer gewesen und hätte eher zum Gelächter der Richter als zu einer erneuten Verurteilung eines fast 100 Jahre alten Mannes geführt

 

Da alle Versammlungen Kopien von jedem der Briefe des Paulus erhielten und die Vertrauten als Überbringer in diese Themen vollkommen eingeweiht waren, konnten sie die jeweiligen Empfängern instruieren helfen, um die Einzelteile korrekt zu ordnen und zusammenzusetzen. Dadurch erhielten sie Einblick in Gottes Plan Sein eigenes weltweites Königreich aufzurichten! Dies stärkte ihr Vertrauen in die Schrift und in ihr Ausharren! Dies darf auch für die übrigen Schreiben von Aposteln und Brüdern geschlussfolgert werden.

 

Heute würde dies als Subversion und Anstiftung zum Terrorismus bezeichnet, was Johannes in der Offenbarung und was Paulus in seinen Briefen beschreibt, da ja der Untergang aller herrschenden Gewalten beschrieben wird, die durch eine geistige Macht erfolgt, welche jene Schreiber unterstützen: Jehova, den „Gott der Götter“ und Seinen Christus, den Hohepriesterkönig im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Den Schlüsselsatz zum Verständnis schrieb Paulus schon ein Jahrzehnt zuvor im 1.Brief an die Korinther:

 

(1. Korinther 15:24)  Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Uns in der Endzeit obliegt es somit die Dinge die zuvorderst in den Schriften aufgezeichnet sind mit den Aussagen zum Ende zu verbinden, wo jeweils ein und dasselbe Thema vorab angekündigt und dann dessen vollkommene Erfüllung angezeigt wird! Halten wir gut in Erinnerung, dass Joseph in  Ägypten Jesus selbst vorschattet, der für die Seinen die Vorsorge trägt!

 

Ein Engel im Himmel der gute Botschaft bringtWir sollten daher die kommenden Worte des Joseph an die beiden Empfänger der Träume, den Obersten der Bäcker und den Obersten der Mundschenke ernst nehmen, weil sie kodifizierte Mitteilungen seitens Gottes waren! Da sich die von Joseph gemachte Deutung der Träume bei beiden später bestätigte, so geriet er in den Ruf Träume wirklich deuten zu können! Joseph selbst aber gab die Ehre Gott: Sind Deutungen nicht [Sache] Gottes?...“, erklärt er jenen! Er sagte dem einen Leben vorher, dem anderen aber Tod! Dies ist dieselbe Gerichtsbotschaft die wir zum Ende hin zu verkünden haben!

 

 (Offenbarung 14:6-7)  Und ich sah einen anderen Engel in der Mitte des Himmels fliegen, und er hatte eine ewige gute Botschaft, um sie als frohe Nachricht denen zu verkünden, die auf der Erde wohnen, sowie jeder Nation und [jedem] Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk, 7 indem er mit lauter Stimme sprach: „Fürchtet Gott, und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“

 

So wie der Geburtstag des Pharaos jährlich gefeiert wird, so die Passahfeier für die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten, nicht aber Geburtstage. „Ein Name ist besser als gutes Öl und der Tag des Todes als der Tag, an dem man geboren wird.“ (Pr 7:1) Nicht einmal Jesu Geburtstag wird in der Bibel erwähnt, sehr wohl aber der Tag seines Todes! Wie der Pharao den Mundschenk an seinem Geburtstag wieder in sein Amt einsetzte, so wird der weit über die Pharaos unserer Tage erhöhte Jesus seinen „treuen Sklaven“ am „Geburtstag“ des „Tages des Herrn“ [B1] innerhalb seines „Königreiches des Sohnes der Liebe“ auferwecken und wiederum in ihr Amt einsetzen und über das ganze „Haus des Christus“ erhöhen, den „ungetreuen Sklaven“ aber wird er bestrafen und hinauswerfen! (Mat 24:45-51; Off 11:14, 15)

 

1.Mo 40:5-8:  Der Traum des Bäckers und der des Mundschenks in derselben Nacht: Josephs Antwort: „Sind Deutungen nicht Sache Gottes?“

Joseph war sich aufgrund der früheren eigenen Träume, wo sich seine Brüder wie Garben und selbst sein leiblicher Vater und seine Mutter wie Sonne und Mond vor ihm verneigten, bereits gewohnt auf die kleinsten Details darin zu achten. Gott selbst aber offenbarte ihm ihre Bedeutung! Ziel war, dass er ein Verständnis erlangte, um dadurch handeln zu können, sowohl er selbst, wie jene, die der jeweilige Traum beinhaltete!

 

(1. Mose 40:5-8)  Und dann hatten sie beide einen Traum, ein jeder seinen eigenen Traum in der einen Nacht, ein jeder seinen Traum mit dessen eigener Deutung, der Mundschenk und der Bäcker, die dem König von Ägypten gehörten, die im Gefängnishaus Gefangene waren. 6 Als Joseph am Morgen zu ihnen hereinkam und sie sah, siehe, da schauten sie niedergeschlagen aus. 7 Und er begann sich bei den Beamten Pharaos, die mit ihm im Hause seines Herrn in Haft waren, zu erkundigen, indem [er] sprach: „Warum sind heute eure Angesichter so düster? 8 Darauf sagten sie zu ihm: „Wir haben einen Traum gehabt, und da ist kein [Traum]deuter bei uns.

 

Beide Träume, sowohl der des Bäckers wie jener des Mundschenks beunruhigten jene Empfänger, weil sie bemerkten, dass die Träume mit ihrer eigenen Zukunft in Verbindung standen! Sie mögen sich gegenseitig die Träume erzählt haben, die sich ihrem Gedächtnis eingeprägt hatten und wegen der Übereinstimmung in vielen Details doppelt beunruhigt worden sein! Sie wünschten nun Erklärungen aber niemand war dort, der sich auf Traumdeutungen verstand! 

 

Da Joseph volles Vertrauen in seinen Gott Jehova hatte, der auch die geheimsten Gedanken der Menschen kennt erklärt er jenen danach in Form einer Frage:Sind Deutungen nicht [Sache] Gottes? Erzählt es mir, bitte.“

 

Des Propheten Daniels Traumdeutungen Nebukadnezar gegenüber sind vertrauenswrdig! Ebenso die Visionen des Paulus und später die des Johannes in der Offenbarung: Wie jene des Joseph stammen sie von Gott und sind untereinander verknüpft!

Es gibt Träume die von Gott her stammen und solche, die der Mensch sich selbst macht und die er während der Nacht wie einen Film auf einer inneren Leinwand betrachtet. Die Träume schliessen uns entweder aus Betrachter oder als selbst Handelnde mit ein. Wenn es Dinge Gottes sind, die Er seinen hierzu Auserwählten mitteilen möchte, so unterscheidet er erneut, ob jene Auserwählten seine ihm getreuen Diener sind oder nur als Mittler und Akteure auserwählt sind aufgrund ihrer Stellung oder ihrer Fähigkeiten, die zur Verwirklichung von Gottes Plan nützlich sind!

 

Nebukadnezars Traum vom hohen BaumIn jedem Fall ist es Gottes Sache die Bedeutung zu erklären! Sowohl Joseph, wie der Prophet Daniel, wie Paulus und Johannes unter vielen anderen aber wurden direkt instruiert, was ihre eigenen Träume betraf. Sie sollten sie aufzeichnen zur Belehrung jener, welche sie schlussendlich betreffen würden, was zum Teil Informationen auf Tausende von Jahre hin bedeutete! Wo Träume nicht Gottes Diener selbst gegeben wurde, sondern Dritten waren es erneut Gottes Auserwählte wie hier Joseph, um einerseits den Traum direkt vom Träumer (Mundschenk, Bäcker, Nebukadnezar im Falle des Baumes) oder aber aus Gottes Mund (Nebukadnezar im Falle der Statue) zu erfahren und die Bedeutung zu erklären und beides aufzuzeichnen.

 

Dies war gemischt im Falle Nebukadnezars, wo der Prophet Daniel in beiden Fällen die Lösung von Gott her erhielt. Im ersten Fall aber den Traum von der Statue selbst sah er eine originalgetreue Kopie in seinem Hirn, die er wie einen Film als Vision vermittelt erhielt! Nebukadnezar selbst war sehr beunruhigt, erinnerte sich aber des Traumes nicht oder wollte ihn bewusst niemandem erzählen, um jene Weisen seines Reiches auf die Probe zu stellen, ob ihre Götter dieses Geheimnis lüften könnten! Nur Daniel war hierzu in der Lage und gewann dadurch die Vertrauensposition nach dem König! Auch dort lenkte Gott diese Dinge wie im Falle Josephs! Betrachten wir die praktische Weisheit mit der Nebukadnezar seine Traumdeuter auf die Probe stellte:

 

(Daniel 2:1-9)  Und im zweiten Jahr des Königtums Nebukadnẹzars hatte Nebukadnẹzar Träume; und sein Geist begann beunruhigt zu werden, und selbst sein Schlaf war für ihn dahin. 2 Somit sprach der König, [man solle] die Magie treibenden Priester und die Beschwörer und die Zauberer und die Chaldạ̈er rufen, um dem König seine Träume mitzuteilen. Und sie kamen dann herein und standen vor dem König. 3 Da sprach der König zu ihnen: „Da ist ein Traum, den ich gehabt habe, und mein Geist ist beunruhigt, den Traum zu wissen.“

4 Darauf redeten die Chaldạ̈er zum König in der aramäischen Sprache: „O König, lebe weiterhin, ja auf unabsehbare Zeiten. Sag deinen Knechten, was der Traum ist, und wir werden die wahre Deutung anzeigen.“

5 Der König antwortete und sagte zu den Chaldạ̈ern: „Das Wort ist von mir aus kundgetan: Wenn ihr mir den Traum und seine Deutung nicht bekanntgebt, so werdet ihr in Stücke gehauen werden, und eure eigenen Häuser werden in öffentliche Aborte umgewandelt werden. 6 Aber wenn ihr den Traum und seine Deutung anzeigen werdet, werdet ihr Gaben und ein Geschenk und große Würde von mir empfangen. Darum zeigt mir den Traum selbst und seine Deutung an.“

7 Sie antworteten zum zweiten Mal und sprachen: „Möge der König seinen Knechten sagen, was der Traum ist, und wir werden seine wahre Deutung anzeigen. 8 Der König antwortete und sagte: „In der Tat, ich weiß, daß ihr versucht, Zeit zu gewinnen, da ihr ja eingesehen habt, daß das Wort von mir aus kundgetan ist. 9 Denn wenn ihr mir den Traum selbst nicht bekanntgebt, ergeht dieses eine und einzige Urteil über euch. Aber es ist ein lügnerisches und falsches Wort, das ihr vor mir zu sprechen übereingekommen seid, bis die Zeit sich ändert. Daher teilt mir den Traum selbst mit, und ich werde wissen, daß ihr seine wahre Deutung anzeigen könnt.“

 

Jener König war weise und hatte erkannt, dass jene Traumdeuter Scharlatane waren und stellte sie daher auf die Probe, indem sie ihm vorab seinen Traum mitteilen sollten, von dem nur er wusste, dass Übereinstimmung herrscht!

 

(Daniel 2:10-13)  Die Chaldạ̈er antworteten vor dem König, und sie sprachen: „Es existiert kein Mensch auf dem trockenen Land, der die Sache des Königs anzuzeigen vermag, insofern als kein großer König oder Machthaber um eine Sache wie diese irgendeinen Magie treibenden Priester oder Beschwörer oder Chaldạ̈er befragt hat. 11 Aber die Sache, die der König selbst fordert, ist schwierig, und es existiert sonst keiner, der sie vor dem König anzeigen kann, außer den Göttern, deren eigene Wohnung gar nicht bei dem Fleisch existiert.“

12 Deswegen wurde der König selbst ärgerlich und ergrimmte sehr, und er sprach, man solle alle Weisen Babylons vernichten. 13 Und der Befehl selbst ging aus, und die Weisen waren daran, getötet zu werden; und man suchte Daniel und seine Gefährten, um sie zu töten.

 

Die Weisen Babylons, Beschwörer werden als „Chaldäer“ bezeichnet. Sie hatten selbst zugegeben, dass kein Mensch in der Lage sei das Rätsel zu lösen! Der jugendliche Daniel hatte eben seine Ausbildung am Hofe Nebukadnezars abgeschlossen, als er vom Urteil Nebukadnezars Kenntnis erhielt, das der ganzen Creme der Weisen im Reiche das Todesurteil sprach! Möglicherweise betraf dies auch seinen Ausbildner, Arjoch, den Obersten der Leibwache Nebukadnezars, der den Befehl zur Urteilsvollstreckung erhalten hatte. Daniel zeigte Mut, als er das Rätsel hörte und begab sich vor den Thron voll Vertrauen in seinen Gott Jehova.

 

(Daniel 2:14-18)  Da wandte sich Daniel seinerseits mit Rat und verständigem Sinn an Ạrjoch, den Obersten der Leibwache des Königs, der ausgegangen war, die Weisen Babylons zu töten. 15 Er antwortete und sagte zu Ạrjoch, dem Beamten des Königs: „Warum gibt es einen solch strengen Befehl von seiten des Königs?“ Darauf gab Ạrjoch die Sache Daniel bekannt. 16 Somit ging Daniel selbst hinein und erbat sich vom König, daß er ihm eigens dazu Zeit gäbe, dem König die wahre Deutung anzuzeigen.

17 Danach ging Daniel in sein eigenes Haus; und Hanạnja, Mịschaël und Asạrja, seinen Gefährten, gab er die Sache bekannt, 18 daß auch [sie] von dem Gott des Himmels Erbarmen hinsichtlich dieses Geheimnisses erbitten sollten, damit man Daniel und seine Gefährten nicht mit den übrigen der Weisen von Babylon vernichte.

 

Daniel hatte seine drei Freunde und Leidensgenossen der babylonischen Gefangenschaft mit einbezogen. Er selbst stand nun im Risiko vom Herrscher ebenso verurteilt zu werden, falls er das Rätsel nicht lösen könnte! Er und seine drei Freunde beteten um Lösung zu ihrem Gott, zu Jehova!

 

Der Traum Nebukadnezars der Abfolge der Weltmächte (Daniel 2:19-23)  Dann wurde dem Daniel in einer nächtlichen Vision das Geheimnis geoffenbart. Demzufolge segnete Daniel selbst den Gott des Himmels. 20 Daniel antwortete und sprach: „Möge der Name Gottes gesegnet werden von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit, denn Weisheit und Macht — denn sie gehören ihm. 21 Und er ändert Zeiten und Zeitabschnitte, indem er Könige absetzt und Könige einsetzt, den Weisen Weisheit gibt und Erkenntnis denen, die Unterscheidungsvermögen kennen. 22 Er offenbart die tiefen Dinge und die verborgenen Dinge, da er weiß, was im Finstern ist; und bei ihm wohnt ja das Licht. 23 Dich, o Gott meiner Vorväter, preise und lobe ich, weil du mir Weisheit und Macht gegeben hast. Und nun hast du mir bekanntgegeben, was wir von dir erbeten haben, denn du hast uns ja die Sache des Königs bekanntgegeben.“

 

So wie Joseph in Ägypten gibt auch Daniel in Babylon die ganze Ehre Gott und offenbart jenen fremden Königen Geheimnisse über den höchsten Herrscher, dessen unerschöpfliche Weisheit und Macht! Alle Menschen sind in dessen Hand, selbst Nebukadnezar hatte seine eigene Macht von Gott her bestimmt erhalten, denn er sollte in Seiner Hand ein williges Werkzeug sein, um Sein Urteil gegen die Nation Juda und die Stadt Jerusalem zu vollstrecken! Bedenken wir dies, da der Traum auch unsere Tage und die Gerichte der letzten Weltmacht, Anglo-Amerika als „König des Südens“ und dessen Herausforderer, den „König des Nordens“, den kommunistischen Block der als verlängerten Arm in Form der vereinten Religionen handelt, darin die Muslime als zweitstärkste Glaubensgruppe nutzt! Erneut soll schlussendlich die letzte Weltmacht ein Urteil Gottes vollstrecken, nun aber erdenweit am gegenbildlichen „Jerusalem“, der abtrünnigen Christenheit in Verbindung mit „Babylon der Grossen“, deren Zerstörung in Gottes Urteil bereits längst festgelegt ist!

 

Babylon und "Babylon die Grosse" waren zu verlassen!(Offenbarung 18:4-10)  Und ich hörte eine andere Stimme [[(die des Wortführers Jehovas, Michaels (Jesu))]] aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk [[(flieht hin zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe, wo Jesus doch Hohepriesterkönig ist)]], wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe [[(meines ehelichen Besitzers Gott)]] bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark. 9 Und die Könige der Erde, die mit ihr Hurerei begingen und in schamlosem Luxus lebten, werden weinen und sich vor Leid über sie schlagen, wenn sie den Rauch ihres Brandes anschauen, 10 während sie aus Furcht vor ihrer Qual in der Ferne stehen und sagen: ‚Wie schade, wie schade, du große Stadt, Babylon, du starke Stadt, denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen!‘

 

Die Erfüllung dieser Vorhersage innerhalb der Visionen des Johannes steht in direkter Beziehung zum Traum Pharaos und zum Traum Nebukadnezars! Die Träume des Weinschenks und des Bäckers hatten zum Zweck, Gottes Macht Träume zu geben und ihre Erfüllung vorherzusagen und herbeizuführen zu beweisen!

 

 (Daniel 2:36-45)  Dies ist der Traum, und seine Deutung werden wir vor dem König ansagen. 37 Du, o König, du König der Könige, du, dem der Gott des Himmels das Königreich, die Macht und die Stärke und die Würde gegeben hat 38 und in dessen Hand er überall, wo die Menschensöhne wohnen, die Tiere des Feldes und die geflügelten Geschöpfe der Himmel gegeben hat und den er zum Herrscher über sie alle gemacht hat: du selbst bist das Haupt von Gold. 39 Und nach dir wird sich ein anderes Königreich erheben, geringer als du [[(Medo-Persien: Cyrus d. Grosse)]], und ein anderes Königreich, ein drittes, aus Kupfer, das über die ganze Erde herrschen wird [[(Griechenland: Alexander d.Grosse)]]. 40 Und was das vierte Königreich betrifft, es wird sich stark wie Eisen erweisen. Insofern als Eisen alles andere zermalmt und zermahlt, so wird es wie Eisen, das zerschmettert, auch alle diese zermalmen und zerschmettern [[(Rom: Julius Cäsar)]]. 41 Und daß du die Füße und die Zehen teils aus geformtem Töpferton und teils aus Eisen bestehend sahst: Das Königreich selbst wird sich als geteilt erweisen [[(Demokratie)]], aber etwas von der Härte des Eisens [[(Gewalt demokratisch gewählter Staatsmänner)]] wird offenbar in ihm sein, da du ja das Eisen mit feuchtem Ton [[(die demokratische Macht des Volkes)]] vermischt erblickt hast. 42 Und was die Fußzehen [[(die UNO: Alle Nationen gemeinsam)]] betrifft, die teils aus Eisen und teils aus geformtem Ton waren: Das Königreich [[(Anglo-Amerika)]] wird sich teils als stark erweisen und wird sich teils als zerbrechlich erweisen. 43 Daß du Eisen mit feuchtem Ton [[(Regierungsgewalt und Demokratie)]] vermischt erblickt hast: Sie [[(die Macht-Aristokratie)]] werden schließlich mit der Nachkommenschaft der Menschen [[(dem Volk)]] vermischt sein; aber sie werden sicherlich nicht aneinanderhaften, dieses an jenem, so wie sich Eisen nicht mit geformtem Ton vermischt.

44 Und in den Tagen dieser Könige [[(der Endzeit)]] wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten [[(das wiederhergestellte „Königreich für Israel“, das „Israel Gottes“, ein Königreich aus Priesterkönigen)]], das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten [[(bedeutet, dass jene früheren Weltenherrscher in ihrer an Macht reduzierten Form immer noch bestehen!)]], und selbst wird es für unabsehbare Zeiten [[(auf ewig)]] bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg [[(dem 3.“Himmel der Himmel“)]] ein Stein [[(der „Eckstein“, Jesus (Michael)(Eph 2:19, 20))]] gehauen wurde, nicht mit Händen [[(durch Jehovas Machtwort (Off 11:14, 15)[B1])]], und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold [[(am Tag Harmagedons [B3])]] zermalmte. Der große Gott [[(Jehova)]] selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem [[(Beginn gemäss dem Traum)]] geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

Daniel konnte jedes Detail des Traumes wiederholen, weil er selbst dieselben Szenen während der Nacht gesehen hatte! Gott Jehova selbst, der Höchste liess ihn alles verstehen, um es Nebukadnezar zu erklären! Wir aber sind gefordert die unterschiedlichen Träume und vor allem ihren jeweiligen Abschluss zu erkennen: All das, „…, was  nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.

 

Sieben Weltmächte in der biblischen GeschichteWie später die Offenbarung in einer etwas weitergehenden Aussage zeigt war die erste Weltmacht, die des Pharaos, die jene Nation Israel unterjochte, welche Gott sich selbst als sein Eigentum als eigenes Volk erwählt hatte und sie mittels Seiner Auserwählten auferbaute! Israel, die Nachkommen Abrahams, Isaaks durch Jakob die Gottes Verheissung hatten, dass aus Abrahams Samen ein Reich von Königen kommen werde! „Und dein Name wird nicht mehr Ạbram genannt werden, und dein Name soll Abraham werden, denn zum Vater einer Menge Nationen will ich dich machen. Und ich will dich sehr, sehr fruchtbar machen und will dich zu Nationen werden lassen, und Könige werden aus dir hervorgehen.“ (1.Mo 17:5, 6)

 

Wir verlassen diesen Teil der Erklärungen Daniels mit dem Hinweis, dass diese Träume alle vom selben einen Gott stammen und eine gemeinsame schlussendliche Erfüllung finden, die mit unseren Tagen zu tun hat! Wir tun gut daran, diese Dinge wirklich aus Sicht Gottes, Seiner vorgegebenen Logik und nicht aus der Sicht menschlicher Interpretation zu erkennen! Die Religionsführer heute unterscheiden sich in nichts von den „Weisen Babylons“! Sie kennen Gottes Geheimnis nicht, weil Gott seine versteckten Dinge jenen die ihn durch ihr gesetzloses Handeln verleugnen nicht bekannt gibt! Die Geheimnisse sollen zudem erst kurz vor dem Ende verstanden und gelüftet werden können durch die, die sich zuvor gereinigt haben! Der Engel Gabriel musste dies dem Propheten Daniel erklären:

 

(Daniel 12:9-10)  Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse [[(gesetzlos)]] handeln, und gar keiner der Bösen [[(der gesetzlos Handelnden)]] wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht [[(in Gottes Plan, Seine Logik)]] haben, werden [es] verstehen.

 

Unsere Aufgabe ist es aufzufordern, dass ein jeder sich selbst reinigt, indem er sich Gottes Gebote auf sein Herz schreibt, seine Sünden offen bekennt und durch Reue Gottes Geist findet! Wir müssen die Träume jener frühen Herrscher wie des Pharao und Nebukadnezars und die vorausschauenden Träume und Visionen von Gottes Dienern wie die Josephs, Daniels, des Paulus und Johannes als Einheit und Teil vom selben Plan Gottes erkennen, den er Seinen Getreuen offenbart hat!

 

Die Vorbilder der Vergangenheit wurden zu unserer Unterweisung in der Endzeit aufgezeichnet!

Wir nun sind die Generation, auf die das Ende und damit die schlussendliche Erfüllung vieler dieser Vorhersagen kommen! Alles ist zu unserer Unterweisung seit Adam und dem Beginn der „Teraphim“ aufgezeichnet worden, dass keines der Worte Gottes fehlen möge! Jede Generation war verpflichtet für sich selbst Kopien zur Unterweisung ihrer Kinder zu erstellen und zu behalten! Darum sagt Paulus:

 

(1. Korinther 10:11)  Diese Dinge nun widerfuhren ihnen fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind.

 

Auch wenn dies zum Teil bereits die Generation des Paulus betraf, wo die damalige Weltmacht Rom Jerusalem das jüdische „System der Dinge“ wie Nebukadnezar erneut zerstörte und nun das Staatswesen Israels beendete, so ist die endgültige Erfüllung uns vorbehalten: Die Zeit der „Wiederherstellung aller Dinge“! Petrus erklärte an Pfingsten 33 u.Z. einer grossen versammelten Volksmenge der Juden oben auf dem Tempelberg in Salomos Säulenhalle und spricht damit auch zu uns:

 

Salomos Säulenhalle(Apostelgeschichte 3:19-26)  Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat. 22 In der Tat, Moses hat gesagt: ‚Einen Propheten gleich mir wird euch Jehova Gott aus der Mitte eurer Brüder erwecken. Auf ihn sollt ihr hören gemäß all den Dingen, die er zu euch redet. 23 Wahrlich, jede Seele, die auf jenen Propheten nicht hört, wird aus der Mitte des Volkes ausgerottet werden.‘ 24 Und alle Propheten, ja von Samuel an und die nachfolgenden, so viele geredet haben, haben auch diese Tage deutlich verkündet. 25 Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott mit euren Vorvätern geschlossen hat, indem er zu Abraham sagte: ‚Und in deinem Samen werden alle Familien der Erde gesegnet werden.‘ 26 Gott sandte seinen Knecht [[(Jesus)]], nachdem er ihn erweckt hatte, zuerst zu euch [[(den Juden)]], um euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von euren bösen Taten abwendet.“

 

Die Kette der Auserwählten im Hinblick auf Gottes Königreich begann mit Gottes Zusage an Abraham, der Bestätigung seiner Auserwählung! Die vollkommene Erfüllung aber betrifft unsere Tage! Wie Bausteine eines mehrdimensionalen Bauwerks müssen wir in unserem Geist die Klötze selbst zum „harmonisch zusammengefügten Bau“ zusammensetzen, um ein vollständiges und klares Bild aus einzelnen Teilbildern zu erhalten! (1.Kor 3:9; 2.Kor 5:1; Eph 2:21)

 

Im Falle des babylonischen Königs Nebukadnezar gab Gott jenem Herrscher Träume, den Er selbst als Werkzeug des Gerichtsvollzugs benutzt hatte, um Sein Volk Juda zu  züchtigen. Sie zeigten den Ablauf und die spezifischen Ereignisse auf, welche die Kette der „Herrscher dieses Systems“ betraf, das Gottes Gegner Satan aufgerichtet hat, um Gottes Königtum auf der Erde zu bekämpfen: Den führenden „Samen der Schlange“! Er zeigte dabei Nebukadnezar, dass alle diese Machenschaften schlussendlich von Gott her kontrolliert werden und Er selbst eingreift, wo jene Herrscher ihre ihnen gesetzten Grenzen überschreiten! Gott lässt die Herrschenden auch heute nach wie vor nur zu, denn er selbst bestimmt, wann, wo und wie Sein eigenes Königreich über die gesamte Erde zu herrschen beginnt!

 

Die Träume zur Zeit Josephs durch ihn selbst, durch den Bäcker und den Weinschenk und dann durch Pharao, sowie jene zur Zeit des Propheten Daniel in Babylon, dieselben Nebukadnezar hatte und die Visionen und Träume die Daniel selbst erhielt und dann die des Paulus und des Johannes die er uns in der Offenbarung beschreibt: Sie alle haben gemeinsam, dass sie von Gott gesandte Mitteilungen beinhalten, um das kommende Königreich und dessen Gerechtigkeit klarer zu erkennen. Sie dienen denen die nach Erkenntnis forschen, um Verständnis zu erlangen und um sich selbst darauf vorbereiten können! Es besteht die freie Wahl Gottes Plan zu erkennen und ihm bei der Verwirklichung nützlich zu sein oder sich diesem entgegen zu stellen und Satans Widerstand fortzusetzen! Unabhängig davon zeigt Gott den Ausgang der Sache! Jeder erwählt es sich auf der Seite einer gewonnenen einzelnen Schlacht und damit des vorläufigen Siegers zu stehen oder auf der Seite Dessen, der den Endsieg von Anfang an vorhergesehen hat!

 

1.Mo 40:9-15:  Joseph deutet den Traum des Mundschenks und wir wollen erkennen, welchen Zusammenhang er mit Jesus darstellt

Zuerst fasste sich der Mundschenkt ein Herz, um Joseph seinen Traum nun zu erzählen. Beachten wir bei den Erklärungen Josephs, dass er zwei Hauptelemente hervorhebt: Dass der Mundschenk ebenso wie er selbst unschuldig im Kerker waren und die Dauer bis zur Erfüllung des Der Traum des Mundschenks wie er Trauen in Pharaos Becher auspresstTraumes nur drei Tage dauern werde.

 

(1. Mose 40:9-15)  Und der Oberste der Mundschenken ging daran, Joseph seinen Traum zu erzählen und zu ihm zu sagen: „In meinem Traum, nun, da war ein Weinstock vor mir. 10 Und am Weinstock, da waren drei Ranken, und er schien Schößlinge zu treiben. Seine Blüten brachen hervor. Seine Traubenkämme reiften zu Trauben heran. 11 Und Pharaos Becher war in meiner Hand, und ich ging daran, die Trauben zu nehmen und sie in Pharaos Becher auszupressen. Danach gab ich den Becher in Pharaos Hand.“ 12 Da sprach Joseph zu ihm: Dies ist seine Deutung: Die drei Ranken sind drei Tage. 13 Von nun an in drei Tagen wird Pharao dein Haupt erheben, und er wird dich bestimmt wieder in dein Amt einsetzen; und du wirst gewiß den Becher Pharaos in seine Hand geben gemäß dem früheren Brauch, als du sein Mundschenk warst. 14 Doch sollst du meiner gedenken, sobald es dir gutgeht, und du solltest mir bestimmt liebende Güte erweisen, bitte, und mich bei Pharao erwähnen, und du sollst mich aus diesem Haus herausbringen. 15 Denn ich bin tatsächlich aus dem Land der Hebräer entführt worden, und auch hier habe ich gar nichts getan, wofür man mich in das Kerkerloch stecken sollte.“

 

Josephs Bitte an den Mundschenk, ihn sobald er erneut in Amt und Ehren wäre vor dem Pharao zu erwähnen, dies sollte sein Lohn sein, denn wie im späteren Fall des angeklagten und eingekerkerten Paulus der Cäsar Roms es war, so musste hier die höchste richterliche Instanz Ägyptens diesen Entscheid fällen, ob Schuld oder Unschuld vorliege!

 

Bedenken wir, dass auch diese Träume eine erste Erfüllung hatten aber einer weit grösseren Erfüllung später harrten! Joseph brachte sich selbst und seine Unschuld mit dem Mundschenk in Verbindung. Jesus, der durch Joseph vorgeschattet wurde bezeichnete sich später selbst als den „wahren Weinstock“! Drei unterschiedliche Ranken sollten in Abständen aus ihm hervorgehen, die drei Phasen versinnbildlichen bis zur vollkommenen Erfüllung, seiner Einsetzung im Königreich des Vaters über seine Feinde:

 

Jesus ist der Weinstock, der Vater der Weingärtner der unfruchtbare Ranken entfernt(Johannes 15:1-10)  Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. 2 Jeden Zweig an mir, der nicht Frucht trägt, nimmt er weg, und jeden, der Frucht trägt, reinigt er, damit er mehr Frucht trage. 3 Ihr [[(die Apostel: erste Ranke)]] seid bereits rein des Wortes wegen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit euch. So, wie der Zweig nicht von sich selbst Frucht tragen kann, es sei denn, er bleibe am Weinstock, so könnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in Gemeinschaft mit mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Zweige. Wer in Gemeinschaft mit mir bleibt und ich in Gemeinschaft mit ihm, der trägt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts tun. 6 Wenn jemand nicht in Gemeinschaft mit mir bleibt, wird er wie ein Zweig hinausgeworfen und verdorrt; und man sammelt diese Zweige und wirft sie ins Feuer, und sie werden verbrannt. 7 Wenn ihr in Gemeinschaft mit mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so bittet, was immer ihr wünscht, und es wird für euch geschehen. 8 Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr fortwährend viel Frucht tragt und euch als meine Jünger erweist.  9 So, wie der Vater mich geliebt hat und ich euch geliebt habe, bleibt in meiner Liebe. 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote des Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

 

Die drei jungen Sprosse, die am Weinstock zur Blüte kommen und deren Trauben ausgepresst dem Pharao dargereicht werden bedeuten drei Sprösslinge die „der Engel Jehovas“ und sein irdisches Gegenstück, der fleischgewordene Christus am Weinstock Israel hervorbringen würde. Der Prophet Hosea bezeichnet es als drei Kinder von einer hurerischen Mutter Gomer und unterschiedlichen Vätern: Die Nation Israel als „Jesreel“, dann die aus dem babylonischen Exil Zurückgekehrten von Juda, „Lo-Ruhama“ und schlussendlich die Christen, „Lo-Ammi“, die schlussendlich als Zweige in den neu sprossenden Baumstumpf eingepfropft wurden.

 

Wenn wir nun Jesus als den „Weinstock“ betrachten, sind es erneut drei Ranken die aus ihm hervorgehen: Zuerst waren dies die Apostel, die er selbst gereinigt hatte, dann die Jünger aus den Juden, denen die Apostel predigten und die Jesus als Messias annahmen, die „Ebioniten“ („Manasse“) und später folgten die Jünger aus den Nationen, denen Paulus als Wegbereiter gegeben wurde, die „Paulikaner“ („Ephraim“)! Alle wurden in der Taufe von früheren Sünden gereinigt. Der Vater selbst überwachte nun, ob sie Frucht tragen würden.

 

Nur jene „Zweige“, die in Gemeinschaft mit derselben „Wurzel Isaïs“, aus dem der „Spross“ hervorging in Verbindung bleiben können selbst Frucht tragen, die süss ist und die dem Vater als Ertrag am Ende der 1335-Tagefrist Daniels in Seinen „Becher“ getan werden! (Da 12:10-13) Alle fruchtlosen Äste und solche mit sauren Trauben schneidet der Vater ab! Wiederum kommt die Zeitachse zum Tragen: Drei Ranken mit Schösslingen entsprechen drei Tagen, drei unterschiedliche Zeitabschnitte werden symbolisiert!

 

Wenn Jesus am Ende der dritten Periode das „Königreich des Vaters“ aufrichtet, so ist es, dass ihn der Vater erneut als „Mundschenk“ vor ihm einsetzt! Bis dahin war er förmlich wie Joseph in einer Art Sondergefängnis eingesperrt, an des Vaters rechten Seite gebunden, bis der Vater ihm seine Feinde unter die Füsse legt! Dann aber steht Michael, der Erzengel auf, um zu handeln (Ps 110:4; Da 12:1). Der höchste der Engel ist identisch mit Jesus, dem der Vater „alle Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ (Mat 28:18) nach dem Tod als vollkommen treuer Mensch, als „Gottes Lamm“ bei seiner himmlischen Auferweckung gegeben hatte (Off 5:11, 12).

 

Isais Wurzel und der Baum der einen Spross treibt
 

1.Mo 40:16-19:  Josephs Deutung des Traumes des Bäckers

Das erfreuliche Ergebnis des Traumes des Mundschenken ermunterte nun auch den Obersten der Bäcker seinen beunruhigenden Traum zu äussern. Ebenso wie im Falle des Mundschenks kommen erneut dieselben zwei Hauptelemente in der Erklärung von Joseph zum Tragen: Das Urteil des Richters wird erwartet und die Zeitspanne bis zur Erfüllung!

 

Traumdeutung Josephs des Bäckers und Vorhersage dessen Todes(1. Mose 40:16-19)  Als der Oberste der Bäcker sah, daß er etwas Gutes gedeutet hatte, sagte er seinerseits zu Joseph: „Auch ich hatte einen Traum, und siehe, drei Körbe mit Weißbrot waren auf meinem Kopf, 17 und im obersten Korb waren allerlei Eßwaren für Pharao, wie der Bäcker sie macht, und Vögel fraßen sie aus dem Korb auf meinem Kopf.“ 18 Da antwortete Joseph und sprach: „Dies ist seine Deutung: Die drei Körbe sind drei Tage. 19 Von jetzt an in drei Tagen wird Pharao dein Haupt von dir hinweg erheben und wird dich bestimmt an einen Stamm hängen; und die Vögel werden gewiß dein Fleisch von dir wegfressen.“

 

Was dem Obersten der Mundschenke als Traum zum Leben gereichte, dies sollte dem Obersten der Bäcker zum Tode herrschen! Joseph erwähnt diesmal nichts von Unschuld. Der Bäcker wird als schuldig erkannt. Die Vögel frassen die Leckereien des Bäckers im obersten der drei Körbe. Auch im Falle Abrahams waren es Vögel, welche die drei Opfertiere auffressen wollten und die er beständig wegzuscheuchen versuchte! Jene gelten als unreine Tiere und der Bäcker scheuchte sie nicht weg, wie Abraham dies tat und so frassen sie dessen Erzeugnisse!  (1.Mo 15:5-11)

 

Jesus selbst verglich sein Blut mit „Wein“, als er den Kelch beim Abendmahl seinen Jüngern reichte! Sein eigenes Blut brachte er als Hoherpriester in das Allerheiligste vor Gottes Thron im Himmel, unmittelbar nach seiner Auferweckung „im Geiste“ (1.Pe 3:18), als Geistwesen, aber wie ein „Lamm das geschlachtet wurde“ ! (Off 5:6-10) Weil er unschuldig war nahm Gott das Gericht von ihm weg und legte es auf die schuldige Priesterschaft, die verunreinigtes geistiges „Brot“ dargebracht hatte, das durchsäuert war! Sie repräsentieren „Babylon die Grosse“, weil sie dieselbe Verunreinigung wie die Priesterschaft Babels an sich haben. Jesaja hatte prophezeit als wäre es bereits geschehen:

 

(Jesaja 53:8-9)  Wegen Einschränkung und Gericht wurde er [[(der Messias, Jesus)]] weggenommen; und wer wird sich auch mit [den Einzelheiten] seiner Generation [[(von „Lo-Ruhama“, denen keinerlei (Hos 1:6))]] befassen? Denn er wurde abgetrennt vom Land der Lebenden. Wegen der Übertretung meines Volkes erlitt er den Schlag. 9 Und er wird seine Grabstätte sogar bei den Bösen machen und bei der reichen Klasse in seinem Tod, obwohl er keine Gewalttat verübt hatte und kein Trug in seinem Mund war.

 

Jesu Leib war ohne Verwesung im grabJesu Leib wurde durch das Urteil des Pilatus, als Repräsentant des römischen Cäsars, der Besatzungsmacht getötet und während drei Tagen lag dieser im Grab ohne zu verwesen. Petrus erklärte am Pfingsttag den versammelten etwa 3000 Juden aus verschiedenen Prophezeiungen zitierend: „David sagt nämlich mit Bezug auf ihn: ‚Ich hatte Jehova beständig vor meinen Augen; denn er steht zu meiner Rechten, damit ich niemals erschüttert werde. Deswegen wurde mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockte. Und auch mein Fleisch wird in Hoffnung wohnen; denn du wirst meine Seele im Hạdes nicht verlassen, noch wirst du zugeben, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sehe. Du hast mir die Wege des Lebens kundgetan, du wirst mich mit Fröhlichkeit erfüllen mit deinem Angesicht.‘ “ (Apg 2:25-28; 13:35) Jesu wurde im Grab des Joseph von Arimathia gelegt, ein Ratsmitglied, inmitten von Grabstätten vieler Juden die in Unreinheit gestorben waren (Apg 23:50-56).

 

Jesus selbst veranschaulichte seinen Leib mit dem „Brot des Lebens“, das die Mächtigen dieses Systems zurückgewiesen haben, wie Pharao jene drei Körbe:

 

(Matthäus 26:26-28)  Während sie weiteraßen, nahm Jesus ein Brot, und nachdem er einen Segen gesprochen hatte, brach er es, gab es den Jüngern und sagte: „Nehmt, eßt! Dies bedeutet meinen Leib.“ 27 Auch nahm er einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: „Trinkt daraus, ihr alle; 28 denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird.

 

Brot und Wein im Zusammenhang mit Jesus, der vor dem himmlischen Pharao beides zubereitet hat! Nur Jesus aber hat ungesäuertes „Brot des Lebens“, das heisst, er bringt uns die Lehren Jehovas ohne jegliche Verunreinigung! Jesus zeigte anhand eines anderen Vergleiches, dass die drei Körbe des Bäckers auch drei Massen von Teig bedeuten, die alle drei mit Sauerteig verunreinigt sein würden:

 

(Matthäus 13:33)  [Noch] in einem anderen Gleichnis redete er zu ihnen: „Das Königreich der Himmel ist dem Sauerteig gleich, den eine Frau [[„Gomer“]] nahm und in drei großen Maß Mehl verbarg [[(die drei Volksgruppen: „“Jesreel“, „Lo-Ruhama“ und „Lo-Ammi“ )]], bis die ganze Masse durchsäuert war.

 

Die „Frau“ ist wie im Falle Hoseas die hurerische „Gomer“ („Jakob“, darin die „Erstgeburt“, der Stamm Levi als Jehovas Ehefrau) und deren drei Kinder, „Jesreel“ (Israel), „Lo-Ruhama“ (das nachexilische Juda) und „Lo-Ammi“ (Christenheit). In allen Fällen sind die geistlichen Führer für die Verunreinigung durch „Sauerteig“ die Verantwortlichen! Jesus zeigte dies am Beispiel der Pharisäer und Sadduzäer!

 

(Matthäus 16:11-12)  Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, daß ich nicht von Broten zu euch gesprochen habe? Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzạ̈er in acht.“ 12 Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzạ̈er.

 

Die Symbolsprache zu verstehen gibt uns Zugang die wahren Dinge dahinter zu identifizieren!

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

Die „Bäcker“ dieses Systems, die Vermischtes und Verunreinigtes vor Gott bringen haben keine Anerkennung Gottes:  „… im obersten Korb waren allerlei Eßwaren für Pharao, wie der Bäcker sie macht, und Vögel fraßen sie aus dem Korb auf meinem Kopf.“  Jesu Worte aber zeigen, dass er das unverdorbene Brot darstellt, das vollkommen sättigt und nicht wie Weissbrot durch Sauerteig gärt und aufgeblasen ist, das dadurch den Nährwert verloren hat!