Newsletter „DER WEG05/2-3    Februar 2005

R:9.6.06; 23.4.12; Neubearbeitung. 17.11.15

 

 

Lehrer der guten Botschaft:  5.2.3  Warum andere belehren?

 

   Christen verpflichten sich mit ihrem Taufgelübde als Erwachsene das zu tun, was Jesus geboten hat. Dazu gehört es, andere über die christliche Lebensweise zu belehren! Wie aber werden wir andere belehren, wenn wir nicht vorab uns selbst belehren? Andere Menschen zu Nachfolgern Jesu zu machen und sie zu taufen ist Aufgabe jedes einzelnen Jüngers. Christus lehrte dieses Schneeballprinzip, dass jeder der belehrt wurde selbst geistigen Samen tragen muss der zu reifen Früchten wird!

 

Jesus lehrt am Berg in Galiläa etwa 500 Jünger nach seinerAuferstehung und gibt den Predigtauftrag*** Rbi8  Matthäus 28:19-20 ***

Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe.

 

   Dieses Belehren beginnt bei Eltern, wenn sie ihren Kindern die biblischen Wahrheiten schon in frühem Alter näherbringen. Paulus schrieb an Timotheus dies bestätigend: „Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus.“ (2.Ti 3:14, 15)

 

Viele, die erst als Erwachsene belehrt wurden drängen förmlich danach mit anderen ihr neu erworbenes Wissen zu teilen! Sie werden dadurch zu einem eigenen, lebensspendenden Quell der Wahrheit. Immer eingeschränkt, dass sie die Lehren verstanden haben und korrekt wiedergeben. Wahrheit ist nicht teilbar: Irrtum wird dann gar zur Lüge, wenn wir ihn erkennen können oder könnten, das wahre Verständnis aber ablehnen. Darauf gilt es zu achten! Auf Irrtum und Lüge aufzubauen bedeutet unser Glaubensgebäude auf Sand errichtet zu haben.

 

*** Rbi8  Johannes 7:37-38 ***

„Wenn jemand durstig ist, komme er zu mir und trinke. 38 Wer an mich glaubt, so wie die Schrift gesagt hat: ‚Aus dessen Innerstem werden Ströme lebendigen Wassers fließen.‘ “

 

   Paulus forderte alle Christen auf voll erwachsen an Unterscheidungsvermögen zu werden, selbst unterscheidend, was recht und gerecht ist, erkennend ob eine Aussage der Wahrheit entspricht oder eine Irreführung beinhaltet! 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

2.3............. Lehrer der guten Botschaft: Warum andere belehren?.. 1

2.3.1........... Die Wichtigkeit ein Lehrer zu sein. 1

2.3.1.1........ Das Belehren beginnt bei sich selbst! 1

2.3.1.2........ Andere Belehren: Eine Aufgabe die jedem Christen zugeteilt wurde. 2

2.3.2........... Bemühst du dich andere zu belehren?. 3

2.3.2.1........ Ihr solltet schon längst Lehrer sein! 3

2.3.3........... Lehrer zu sein will gelernt werden! 4

2.3.3.1........ Die Kunst des Lehrens will gelernt sein! 4

2.3.3.2........ Der Lohn des Belehrens kommt schon unmittelbar 5

 

 

2.3          Lehrer der guten Botschaft: Warum andere belehren?

 

 

2.3.1           Die Wichtigkeit ein Lehrer zu sein

 

2.3.1.1          Das Belehren beginnt bei sich selbst!

Weisst du was ein Autodidakt ist? So wird eine Person genannt, welche sich selbst belehrt. Das sind bei weitem keine ausgefallenen Genies, sondern viel mehr Menschen, die gelernt haben, wie man selbst für sich hinzulernt. Dazu gehört eine gute Portion von Liebe zum Erlangen von neuer und genauer Erkenntnis von Dingen, welche in Gottes Augen wertvoll sind, unterscheidend, dass es auch Erkenntnis in der Bosheit gibt (Rö 1:28-32; 2:17-24).

 

Auf wen hört Gott und welche Art Gebete sind ihm angenehmKinder haben normalerweise einen fast unstillbaren Hunger nach Erkenntnis und fragen von morgens bis abends: „Papi, warum?“,  „Mami erkläre es mir doch bitte!“ und abends möchten sie das Märchenbuch vorgelesen erhalten, das ihre Phantasie anregt und oft hintergründige und tiefsinnige Lehren enthalten, die sie von uns erklärt haben möchten. Weise Eltern beginnen aber schon in frühestem Kindesalter etwas aus einer Kinderbibel vorzulesen, einfache Geschichten mit Bildern, welche sich den Jüngsten einprägen! Einige Kinder behalten diese Eigenschaft alles zu hinterfragen für viele Jahre, andere, vor allem jene, die keine Antworten erhielten oder Antworten die keinen klaren Sinn ergaben, geben das Fragen auf und suchen nicht weiter nach sinnvollen Antworten.

 

Jesus erwähnte, dass diese Eigenschaft alles zu hinterfragen und Verständnis zu erlangen nicht jedermanns Sache ist! Wir aber möchten diese Eigenschaft weiter entwickeln, um sie unseren Kindern und jenen die auf uns hören zu übermitteln!

 

(Matthäus 13:10-15)  Da traten die Jünger herzu und sagten zu ihm: „Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? 11 Er gab zur Antwort: „Euch ist es gewährt, die heiligen Geheimnisse des Königreiches der Himmel zu verstehen, jenen Leuten aber ist es nicht gewährt. 12 Denn wer immer hat, dem wird mehr gegeben werden, und er wird Überfluß bekommen; wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden. 13 Deshalb rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie, obgleich sie schauen, vergeblich schauen und, obgleich sie hören, vergeblich hören und auch den Sinn davon nicht erfassen; 14 und an ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas, welche sagt: ‚Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen. 15 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘

 

Wir sollen unser Herz behüten, dass es niemals träge wird und unsere Ohren sich verschlossen zeigen, um nicht auf die zu hören, die wahre Weisheit verkünden und unsere Augen sich verkleben, um nicht zu sehen!

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?

 

Nicht bloss Eltern sollten ihren Kindern Rede und Antwort stehen, auch Lehrer in den Schulen sind dabei herausgefordert! Was wir aus Kindern machen, deren Wissbegier betreffend Gott, seiner moralischer Werte die er uns vorgibt lebendig vermittelt werden, dies ist entscheidend, wahrscheinlich für ihr ganzes Leben! Ihr Wissensdrang betreffend Jesus, wie z.B. Fragen nach dem „Warum Jesus sterben musste“, dem Sinn des Lebens, dem Tod und der Auferstehung darf nicht mit oberflächlichen Phrasen abgewimmelt werden! Statt eindeutigen und klaren Antworten werden von Eltern und Lehrern dabei allzu oft klischeehafte, mystische Märchen weitergegeben.

 

Die Grenzlinie zwischen Wahrheit, Irrtum und Lüge wird dabei vollkommen verwischt. Das Unterscheidungsvermögen zwischen Realität und Phantasie, zwischen Recht und Unrecht wird nicht gefördert, indem die Unterschiede klar hervorgehoben werden. Allzu oft haben diejenigen, die wir als Lehrer akzeptieren, sich selbst nicht belehrt, sondern sie vermitteln nur das, was man ihnen in den Kopf gehäuft hat! Paulus gab Timotheus, einem jungen Lehrer folgenden Auftrag, der genauso für uns gilt:

 

Das Predigen des Werkes erfolgt heute oft über die neuen Kommunikationsmittel*** Rbi8  2. Timotheus 4:2-5 ***

Predige das Wort, halte dringend darauf in günstiger Zeit, in unruhvoller Zeit, weise zurecht, erteile Verweise, ermahne, mit aller Langmut und [Kunst] des Lehrens. 3 Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden. 5 Du aber bleibe in allen Dingen besonnen, erleide Ungemach, verrichte [das] Werk eines Evangeliumsverkündigers [[(ein Verkündiger der guten Botschaft über Jesus, seine Stellung  im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, die Rettungsvorkehrungen Gottes usw.)]], führe deinen Dienst völlig durch.

 

Wer dagegen Irrtum und Lügen offenlegt und diese bekämpft wird Ungemach erleiden. Es ist wahrlich einfacher mit den Wölfen zu heulen, als gegen den Strom zu schwimmen! Jesus widersprach seinen religiösen Führern deutlich und offen. Lehren wir von ihm mit Mut für unverfälschte Wahrheit und Göttliches Recht Stellung zu beziehen! Die „offizielle Wahrheit“ jeder Religion gilt es zu hinterfragen! Wenn wir unseren Kindern gute Argumente aus der Schrift erklären, lassen sie sich auch später leicht von den Proselytenmachern um den Finger wickeln!

 

Als Erwachsene sollten wir diese oben genannte kindliche Eigenschaft alles erforschen zu wollen wiederum selbst erlernen. Dazu müssen wir eine Liebe zum Lesen entwickeln: Das selber regelmässige Lesen und studieren der Heiligen Schrift ist unentbehrlich. Der allerbeste Anfang ist und bleibt ein tägliches Leseprogramm in der Bibel! Zu fast jedem Sachgebiet gibt es heute Literatur, einiges ist gut, anderes lohnt nicht gelesen zu werden.

 

Wir müssen wiederum lernen gute Zuhörer zu werden, die ihr Herz für kluge Belehrung offen lassen. Die wichtigsten geistigen Dinge der Bibel stehen oft zwischen den Zeilen, wie Jesus dies zeigt! Oft wird eine Symbolsprache verwendet, die wir zuerst kennen lernen müssen. Dadurch bereiten wir unser Herz vor und es gleicht einem fruchtbaren Boden. Dies ist mit Anstrengung verbunden welche viele Menschen scheuen, weil sie nicht erfahren haben wie viel tiefe Befriedigung darin steckt Verständnis zu erlangen!

 

Verständnis der biblischen Symbolik bedeutet den Schlüssel zum Gesamtbild

 

2.3.1.2          Andere Belehren: Eine Aufgabe die jedem Christen zugeteilt wurde

Wer sich selber zu belehren weiss, der muss auch lernen, dieses angereicherte Wissen anderen mitzuteilen. Jesus gab dabei ein vortreffliches Beispiel. Er fasste seine Lehren in Veranschaulichungen zusammen, die leicht einprägsam waren und die in einer engen Beziehung zum täglichen Leben standen. Bei einer dieser Gelegenheiten zeigte Jesus die Wichtigkeit auf die Art des Herzens zu achten, welche die Zuhörer aufgrund ihres Handelns zeigen würden.

 

Der Sämann säht: Körner fallen an den Wegesrand, unter Steine oder auf fruchtbaren Boden*** Rbi8  Markus 4:3-9 ***

„Hört zu! Siehe! Der Sämann ging aus, um zu säen. 4 Und als er säte, fiel einiges [vom Saatkorn] den Weg entlang, und die Vögel kamen und fraßen es auf. 5 Und anderes [Saatkorn] fiel auf das Felsige, wo es natürlich nicht viel Erde hatte, und sogleich schoß es auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, wurde es versengt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Und anderes [Saatkorn] fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen auf und erstickten es, und es brachte keine Frucht. 8 Andere [Saatkörner] jedoch fielen auf den vortrefflichen Boden, und sie gingen auf und nahmen zu und begannen Frucht zu tragen, und sie brachten dreißigfach und sechzigfach und hundertfach.“ 9 Dann fügte er das Wort hinzu: „Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“

 

Diese Veranschaulichung gebrauchte Jesus am See Genezareth in der Bergpredigt, wo sich eine grosse Volksmenge versammelt hatte. Viele von ihnen bearbeiteten täglich die Erde, sie sollten den Vergleich somit verstehen. Die Volksmengen lauschten gespannt, aber nur wenige erfassten den Sinn. Seine Jünger aber – und wir alle sollten seine aktiven Jünger sein – wollten aber den Sinn genau erkennen. Wie sie Jesus befragten antwortete er ihnen:

 

*** Rbi8  Markus 4:10-13 ***

Als er dann allein war, begannen die um ihn waren samt den Zwölfen ihn über die Gleichnisse zu befragen. 11 Und er sagte darauf zu ihnen: Euch ist das heilige Geheimnis des Königreiches Gottes gegeben worden, denen aber, die draußen sind, geschieht alles in Gleichnissen, 12 damit sie, obwohl sie schauen, schauen mögen und doch nicht sehen und, obwohl sie hören, hören mögen und doch den Sinn davon nicht erfassen noch jemals umkehren und Vergebung finden.“ 13 Ferner sprach er zu ihnen: Ihr begreift dieses Gleichnis nicht, wie werdet ihr denn alle anderen Gleichnisse verstehen?

 

Jünger Christi sollten das Geheimnis des Königreiches in all seinen Schattierungen verstehen! Ganz offensichtlich tadelt Jesus seine Jünger dafür, dass sie zu jenem Zeitpunkt die tieferen Dinge noch nicht verstanden. Er forderte sie deutlich auf, zu klarem, eigenem Unterscheidungsvermögen in Beziehung zum Königreich Gottes voranzuschreiten. Dieses Gleichnis war im Gegensatz zu anderen noch relativ leicht zu verstehen!

 

*** Rbi8  Markus 4:14-20 ***

Der Sämann [[(der Jünger Jesu)]] sät das Wort. 15 Diese nun sind diejenigen dem Weg entlang, wo das Wort ausgesät wird; doch sobald sie [es] gehört haben, kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde. 16 Und ebenso sind die, die auf die felsigen Stellen gesät sind: Sobald sie das Wort gehört haben, nehmen sie es mit Freuden an. 17 Sie haben jedoch keine Wurzel in sich, bleiben aber eine Zeitlang; sobald dann Drangsal oder Verfolgung wegen des Wortes entsteht, werden sie zum Straucheln gebracht. 18 Und noch andere gibt es, die unter die Dornen gesät sind; diese sind es, die das Wort gehört haben, 19 aber die Sorgen dieses Systems der Dinge und die trügerische Macht des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchtbar. 20 Schließlich sind die, die auf den vortrefflichen Boden gesät wurden, solche, die auf das Wort hören und es günstig aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach und sechzigfach und hundertfach.“

 

Wo Menschen das Wort über Gottes Königreich verbreiten, da kommt auch der Teufel mit seinen Helfern, die gesamthaft dieses System der Welt bilden, um das Verständnis zu verwirren und es wegzunehmen. Der Glaube an eine Verwaltung der Erde unter Jehova Gottes Leitung soll nicht in den Herzen der Menschen Wurzeln schlagen, weil sie dann nicht mehr blind die Dinge dieses Systems tun würden, das unter Satans Herrschaft steht! Die Samenkörner, die Jesus säte und die auch wir säen sollen, dieses sind somit Worte über Gottes Königreich.

 

Satans Wirken als "Gott dieses Systems"

 

Viele nehmen solche Worte begierig auf, ihr geistiger Boden aber war zuvor unvorbereitet, felsig, hatte keine Erde, wenig geistige Tiefe, so dass sie keine Wurzeln haben können. Jeder ist somit verantwortlich für sein eigenes Herz und Jesus zeigt die Qualitätsunterschiede solcher Herzen auf! Zu den geistigen Führern seiner Tage erklärte er:

 

Papst und Juden vor der Klagemauer: Hört Gott ihre Flehen? (Matthäus 15:7, 8)  Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: 8 ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir.

 

Was würde er wohl zu den heutigen, christlichen und jüdischen Führern sagen? Geht es jenen nicht vorab um den Erhalt ihrer Macht, ihres Ansehens, ihrer Stellung und Sicherheit? Ganz spezifisch zeigt Jesus die Dornen des Lebens, die tiefere Erkenntnis verhindern. „Reichtum und Sorgen des Lebens“ stehen im Vordergrund. Oft sind es unsinnige Begierden, die zu befriedigen viel Zeit und Anstrengung erfordern, die uns jene kostbare Zeit rauben, um uns mit geistigen Dingen auseinanderzusetzen. Dies ist es aber, was tiefe Wurzeln gibt und auch Trockenperioden und Stürmen des Lebens Widerstand zu bieten vermag.

 

Der fruchtbare Boden trägt schlussendlich eigene Früchte: Dreissigfach ja hundertfach! So wie ein einzelnes Weizenkorn eine Ähre bildet, die viele Körne reifen lässt, so sollte jeder Christ viele andere wahre Christen hervorbringen, indem er Jesu Auftrag nachkommt Jünger zu machen, diese alles zu lehren was er gelehrt hat und sie zu taufen. Dass dies von hoher Wichtigkeit ist zeigen Jesu folgenden Worte: „Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“ (Joh 12:47-50)

 

Jesus suchte dabei jede Gelegenheit, um selbst mit anderen in Kontakt zu kommen und hatte für alle ein offenes Ohr, selbst für Feinde, die Verständnis suchten. Die geistig Kranken erhielten Anleitung, den physisch Kranken half er durch Heilungen. Bald schon kamen Menschen mit ihren Sorgen und Unsicherheiten und Gebrechen zu ihm, um glaubwürdige Antworten und um Heilung zu erhalten! Diese Kräfte übertrug er auch auf seine Apostel und im neuen System werden es 144.000 Mitkönige sein, die diese Gaben zu Gunsten ihrer Untergebenen anwenden werden. Wie Jesus für jene verantwortlich war die auf ihn hörten, so sind wir unsererseits für jene verantwortlich die auf uns hören! (2.Ti 3:14-17)

 

(Matthäus 12:33-37)  Entweder ihr macht den Baum vortrefflich und seine Frucht vortrefflich, oder ihr macht den Baum faul und seine Frucht faul; denn an seiner Frucht wird der Baum erkannt. 34 Otternbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. 35 Der gute Mensch bringt aus seinem guten Schatz Gutes hervor, während der böse Mensch aus seinem bösen Schatz Böses hervorbringt. 36 Ich sage euch, daß die Menschen von jedem nutzlosen Ausspruch, den sie machen, am Gerichtstag Rechenschaft ablegen werden; 37 denn durch deine Worte wirst du gerechtgesprochen werden, und durch deine Worte wirst du verurteilt werden.“

 

Die Jünger erkannten, dass Jesus es wagte offen gewisse falsche Lehren und Ansichten zu bekämpfen und religiöse Führer als Heuchler und Otternbrut bezeichnete, die sich offen gegen Gottes Vorsatz wandten (Mat Kap.23).

 

 

2.3.2           Bemühst du dich andere zu belehren?

 

2.3.2.1          Ihr solltet schon längst Lehrer sein!

Schon vor, aber vor allem nach unserer Glaubenstaufe sollten wir somit angestrengt danach streben, das was wir erlernt haben mit anderen zu teilen. Unsere geistige Aussaat wird jede Art von Herzen finden, wie sie Jesus beschrieben hat. Viele der gesäten Samenkörner werden nicht unmittelbar Frucht tragen, sie gehen vielleicht aber später noch auf. Oft können wir nicht direkt beobachten, dass ein Samenkorn aufgeht, weil jene Person vielleicht an einem anderen Ort lebt. Andere Samenkörner spriessen vor unseren Augen. Menschen nehmen die Lehre auf, aber später verdorren sie, weil ihnen die Bewässerung durch gute Unterweisung fehlt.

 

Das Begiessen der Jungpflanzen ist wichtig, wo Samen auf fruchtbaren Boden fälltWir sollten uns somit darum bemühen Menschen, die gerne zugehört haben wiederum zu treffen und die jungen Pflänzchen regelmässig zu begiessen, so dass sie selbst zu blühenden Blumen oder saatbringenden Halmen werden. Dies bedingt, dass wir uns Zeit einräumen und gewisse Notizen machen, um später solche Menschen wiederum zu besuchen und ihre Fragen und Unsicherheiten zu lösen.

 

Paulus tadelt die Hebräerchristen, die aus den Juden waren, weil sie offensichtlich träge darin waren andere zu belehren. In Wirklichkeit belehrten sie sich nicht einmal selbst und waren deswegen geistig unreif!

 

*** Rbi8  Hebräer 5:11-14 ***

Über ihn [[(Jesus)]] haben wir viel zu sagen, und es ist schwer zu erklären, da ihr am Gehör stumpf geworden seid. 12 Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. 13 Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. 14 Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung [zwischen] Recht und Unrecht.

 

Ganz offensichtlich hatten diese Menschen es unterlassen, sich selbst zu belehren. Am Gehör stumpf zu sein bedeutet nicht nur das gehörte Wort, sondern auch das gelesene Wort abzulehnen, wie ein Gehörloser, an dem die Worte ohne Wirkung abprallen, so am geistig Blinden. Worte müssen somit eine Wirkung erzielen, jenen Effekt, zu deren Zweck sie geäussert wurden! Das geht wiederum nur, wenn wir den Sinn der Worte verstehen. In Fragen der Moral geht es darum die Gefahr zu realisieren, die mit ewigem Tod enden kann. Gottes GESETZ ist ewig, nie endend und ist Wahrheit! Auch was die Strafbestimmungen anbetrifft!

 

(Psalm 119:142)

Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]],

Und dein Gesetz ist Wahrheit.

 

Nur durch das GESETZ lernen wir, das doch unser Lehrer und Unterweiser ist, was in Gottes Augen recht und unrecht ist!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?

 

Dies bedingt, sobald wir Fehler erkennen nun auch willentliche Veränderung von liebgewonnen aber schädlichen Gewohnheiten vornehmen. Es bedeutet Vorsätze fassen und sie wirklich in die Tat umzusetzen. Selbstüberwindung ist die Folge, was der Kontrolle von Körper, Geist und Worten beinhaltet. Wir werden dadurch zu einem wertvolleren Menschen!

 

Jesus hatte gegenüber den Aposteln im Gleichnis vom fruchtbaren Boden den Zweck der Worte geäussert: „... obwohl sie schauen, schauen mögen und doch nicht sehen und, obwohl sie hören, hören mögen und doch den Sinn davon nicht erfassen noch jemals umkehren und Vergebung finden.“ Der Sinn ist von unfruchtbaren Werken, die diesem System dienen, abzukehren und die Gerechtigkeit des kommenden Systems jetzt, heute anzuwenden. Wenn wir dies tun, dann finden wir mittels Gottes „unverdienter Güte“, seiner Gnade Vergebung für unsere bisherigen Fehler und auch für solche, die uns heute noch unterlaufen mögen! Jesu Auftrag lautet:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33-34 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.

 

Statt unwichtigen Dingen nachzustreben lernen wir für uns und lehren wir andere, dass sie das Wichtigste ins Zentrum stellen: Gottes Königreich und dessen Gerechtigkeit die durch das GESETZ definiert ist!

 

Die Verbindung der "unverdienten Güte Gottes" zu Gottes GESETZ

 

 

2.3.3           Lehrer zu sein will gelernt werden!

 

2.3.3.1          Die Kunst des Lehrens will gelernt sein!

Da Jesus der beste Lehrer aller je lebender Unterweiser war und bleibt, so lohnt es bei ihm direkt in die Lehre zu gehen! Wie ist dies möglich, da er ja nicht mehr unter uns ist? Sein Wort ist lebendig und übt Kraft aus und wurde zu unserer Unterweisung aufgezeichnet! Warum nicht regelmässig die vier Evangelien studieren, um im Sinne eines aktiven Fernkurses mit Fragen und Antworten uns direkt durch ihn belehren zu lassen? Auch wenn wir die Evangelien schon hundert Mal gelesen haben werden wir immer wieder etwas Neues daraus lernen. Unsere geistigen Wurzeln werden tiefer, weil wir sie regelmässig bewässern! Viele der entstehenden Fragen werden in den Briefen der Apostel, der Apostelgeschichte oder der Offenbarung erläutert!

 

Ablauf der Ereignisse während des Urchristentum des 1.Jahrhunderts

 

Achten wir dabei nicht nur darauf was Jesus lehrte, um es genau zu verstehen, sondern auch seine Methoden wie er lehrte. Beachten wir sein Verhalten gegenüber seiner eigenen Versammlung, seiner geistigen Familie, der die zwölf Apostel angehörten, „seine Braut, die Frau des Lammes“ die er in die tiefe belehrte, damit sie ihrerseits Frucht tragen könnten und Jünger machen würden.

 

Es ist nicht unsere Aufgabe die ganze Welt zu verändern, sondern unsere Aufgabe ist es, uns selbst zu ändern und all jenen zu helfen Änderungen in ihrem Leben vorzunehmen, die bereit sind auf uns zu hören. Dazu ist keine Religion notwendig, sondern persönliches Engagement! All jene, die sich selbst erhöhten und grosse religiöse „Berge“ oder Hierarchien errichteten, werden für sich ein Gericht erlangen, weil sie Jesu Worte nicht verstanden oder sie ablehnten, sich nicht über andere selbst zu erhöhen und nicht Ehre von Menschen anzunehmen! (Mat 23:12)

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-24 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

24 Jeder nun, der diese meine Worte hört und danach handelt, wird mit einem verständigen Mann verglichen, der sein Haus auf den Felsen baute.

 

(Vergleiche Grafik: 1.3  Haus der wahren Weisheit)

 

Weisheit: Hast du auf Sand gebaut oder auf Fels?

 

Unser geistiges Haus auf Felsen zu bauen bedeutet somit, auf Jesu Worte genau zu achten und Gottes GESETZE in unserem Leben zur Anwendung zu bringen! Jesus verlangte nirgends eine religiöse Struktur zu errichten, weil er schon zu Beginn wusste, dass wir Menschen alleine dazu nicht in der Lage sind und, dass Satan eine solche Struktur schon innert kurzer Zeit unterwandert, und dadurch grössten Schaden anrichtet, indem Sauerteig falscher Lehren wie todbringendes Gangrän die ganze Struktur durchsäuert! (2.Ti 2:16-19) Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist keine Religion, sondern bildet eine über die ganze Erde zerstreute Nation!

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Weisheit: Logische Zusammenhänge erkennen lernen!(Kolosser 1:13-16)  Er hat uns von der Gewalt der Finsternis [[(aus Satans System der Lügen)]] befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden. 15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; 16 denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.

 

Je besser wir unser eigenes Gesamtbild biblischer Lehre verstehen und in Einklang mit Gottes Gebot bringen, desto eher verstehen wir Jesu Worte und bringen sie in den richtigen Gesamtzusammenhang. Seine religiösen Oberen unter den Juden stellte er öfters bloss, indem er ihre Werke rügte.

 

*** Rbi8  Johannes 5:39-47 ***

Ihr erforscht die Schriften, weil ihr denkt, daß ihr durch sie ewiges Leben haben werdet; und gerade diese sind es, die über mich Zeugnis ablegen. 40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habt. 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, wenn ihr voneinander Ehre annehmt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt? 45 Denkt nicht, daß ich euch beim Vater anklagen werde; da ist einer, der euch anklagt, Moses, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 In der Tat, wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben, denn jener schrieb über mich. 47 Doch wenn ihr dessen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“

 

Die Schriften Mose abzulehnen, sie als „Altes Testament“ zu bezeichnen, das durch ein Neues ersetzt worden sei ist vollkommen am Thema vorbei geredet! Dennoch tun dies christliche Vorsteher! Moses lehrte das „GESETZ des Glaubens“ in den kommenden Messias, welches fleischliche Juden bis heute ablehnen. Nicht verwunderlich bei so vielen christlichen Irrlehren wie z.B. der Trinität.

 

(5. Mose 18:14-19)  Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Họreb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Mit Jesu Tod endete nur der „Bund mit Levi“ und der „neue Bund“ für ein Priester-Königtum gleich dem von Melchisedek trat an dessen Stelle! Ein weit besserer Bund, da Königtum und Priesterschaft vereint sind. Dieser gründet auf ein und demselben Gebot Gottes an Israel! 

 

Glauben folgt auf das Gehörte und beginnt bei den Propheten, bei Moses! Die Liebe Gottes hängt in keiner Weise davon ab, dass wir menschliche Ehre besitzen und einen Titel erlangt haben, wie Pastor, Ältester oder gar Priester, geschweige denn höhere Titel wie Bischof, Kreisaufseher, Stammapostel oder gar Kardinal und Papst. All dies sind in Wirklichkeit Hindernisse, weil sie uns an imperfekte Menschen binden, um deren Willen auszuführen selbst dann, wenn dieser Wille Gottes Willen diametral entgegengesetzt ist!

 

Was bewirkt "Sauerteig" in christlichen Organisationen

 

Die kirchliche Organisation schiebt sich dadurch als eigenständiger Gott vor Jehova und vor Jesus als einziges „Haupt“ eines Christen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:3 ***

Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott.

 

Jede andere Art von „Haupt“ setzt sich erhöht somit zwischen Christus und uns! Wer davon ausgeht, dass je höher man die Erfolgsleiter innerhalb einer Kirchenhierarchie hochsteigt, desto reiner und sauberer jener wäre, der irrt sich gewaltig!

 

Kostet Skandal die Kirche 24 Millionen?Nur Kompromissbereitschaft und Zudecken grosser Schweinereien (z.B. Kindsmissbrauch) ermöglicht den Aufstieg in fast jeder Art von Hierarchie! Stets müssen Skandale von Personen in leitender Stellung vertuscht werden, um den trügerischen Schein zu wahren! Sie zeigen sich zugunsten der Hierarchie und des Schutzes ihrer „Angestellten“ allzu oft als parteilich oder unfähig für wahres Recht und Ordnung zu sorgen: Autoritärer Korporatismus wird dies genannt. Das erzeugt ein gefährliches Umfeld von Schein und Heuchelei! Die Habsucht der Obersten ist durch den aufgehäuften Kirchenreichtum offenkundig, sie selbst mögen dabei arm wie eine Kirchenmaus erscheinen! (Off 17:3-5; 18:2-5)

 

*** Rbi8  Matthäus 23:27-28 ***

Wehe euch, Schriftgelehrte [[(Rechtsvertreter Gottes)]] und Pharisäer [[(strengste der jüdischen Sekten)]], Heuchler, weil ihr getünchten Gräbern gleicht, die zwar von außen schön scheinen, innen aber voll von Totengebeinen und jeder Art Unreinheit sind. 28 So erscheint auch ihr von außen zwar vor Menschen gerecht, im Innern aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit.

 

Auch in dieser Beziehung sollten wir von Jesus lernen, uns nicht von der angsterzeugenden Macht der mit Ehren überhäuften religiösen Lehrer erdrücken zu lassen. Bei Gott sind all diese Titel, Ämtchen und Ehre von wenig oder gar keinem Nutzen, solange der Wille des Vaters ausser Acht gelassen wird! Jesus gibt deutlichen Rat:

 

Auch die zugedeckten Dinge werden ans Licht kommen, spätestens bei der Auferstehung der Toten*** Rbi8  Matthäus 10:26-28 ***

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen; denn es ist nichts zugedeckt, was nicht aufgedeckt, und [nichts] verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 27 Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht; und was ihr im Flüsterton hört, das predigt von den Hausdächern. 28 Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann.

 

Die Akten ihrer Übertretungen sind fein säuberlich aufgereiht, fast niemand wagt sie anzufassen bis zum Tag, wo alles offengelegt werden muss.

 

Ein Christ muss mutig sein, wenn er die Wahrheit verkündet! Er muss wohl zu unterscheiden lernen, was und wer Gottes Anerkennung wirklich geniesst. Im Gegensatz dazu, welche laut und voll Stolz von sich behaupten Gottes Anerkennung zu haben, sich aber als gefährliche blinde Leiter und Lügner erweisen. Sie  leben von ihren gestohlenen „Schafen“ aus Jesu Herde, die sie in ihre religiöse Hürde zwängen, um sie zu scheren, zu töten und ihr „Fleisch“, ihre Habe zu essen! Niemand zweifelt mehr an diesem Diebstahl Geistlicher, wenn er sich all der unterschiedlichen religiösen Herden und Hürden bewusst wird. Jede ist von der anderen fein säuberlich abgetrennt (Mat 15:13, 14; Joh 8:44).

 

Jesus aber kennt jedes seiner „Schafe“ und ihr Name ist im „Buch des Lebens“ eingetragen, so lange sie seine Gebote halten. Auch die in „Inseln“ mitten im Menschenmeer zerstreuten Christenversammlungen sind in seiner Hand und er selbst wird sie unter sich vereinen, nach Harmagedon.

 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde" sind?

 

 

2.3.3.2          Der Lohn des Belehrens kommt schon unmittelbar

Wir brauchen zum Belehren nicht eine Bevollmächtigung von kirchlichen Autoritäten, denn unsere Bevollmächtigung stammt direkt von Gott! Jesus erteilten den Auftrag zum Belehren an alle und Paulus bestätigte dies deutlich! Die „Schafe“, die wir dabei erzeugen, führen wir direkt Jesu, unserem Hohepriesterkönig, den einzigen „Haupt“ in der einen „Herde“ im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und nicht hin zu einer der vielen Religionen zu, welche alle Teil dieses Systems bilden! (Mat 29:19, 20; Apg 1:8; 14:21)

 

*** Rbi8  1. Johannes 4:4-6 ***

Ihr stammt von Gott, Kindlein, und ihr habt jene [Personen] besiegt, weil der, der in Gemeinschaft mit euch ist, größer ist als der, der mit der Welt in Gemeinschaft ist. 5 Sie stammen von der Welt; deshalb reden sie [das, was] von der Welt [kommt], und die Welt hört auf sie. 6 Wir stammen von Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht von Gott stammt, hört nicht auf uns. Auf diese Weise nehmen wir Kenntnis von der inspirierten Äußerung der Wahrheit und der inspirierten Äußerung des Irrtums.

 

Wenn Gott in Gemeinschaft mit uns ist, weil wir seine Gebote halten, weil aus uns keine Lüge stammt, weil wir Irrtum erkennen und ablehnen, dadurch sind wir allen Religionslehrern weit überlegen! Diese haben die ihre komplexen Kirchendogmen zu verteidigen und die laut den Worten des Apostels Johannes dadurch deutlich mit Satan, dem „Vater der Lüge“ in Gemeinschaft stehen, weil sie „in der Wahrheit nicht feststehen“!

 

Schämt euch!Wenn wir andere Menschen mit dem belehren, wovon wir uns wirklich überzeugt haben, dass unsere Worte mit der Wahrheit aus Gottes Schrift im Einklang ist; dass es dem Gesamtbild nicht widerspricht, obwohl vielleicht ein einzelner Vers vorab den gegenteiligen Eindruck zu erwecken vermag. Da kommt sehr schnell tiefe Befriedigung und das Wissen um eine herrliche „Freiheit der (wahren) Kinder Gottes“. Wir benötigen nicht die Empfehlung einer Organisation, sondern die Empfehlung die von Gott selbst, durch Jesus kommt (Joh 8:31, 32; Rö 8:21).

 

*** Rbi8  2. Korinther 3:1-3 ***

Fangen wir wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder benötigen wir vielleicht, wie einige Menschen, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch? 2 Ihr selbst seid unser Brief, eingeschrieben in unser Herz und von allen Menschen gekannt und gelesen. 3 Denn ihr werdet als ein Brief Christi offenbar gemacht, geschrieben durch uns als Diener, eingeschrieben nicht mit Tinte, sondern mit [dem] Geist eines lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln von Fleisch, auf Herzen.

 

Wenn wir den aufgezeichneten Worten Jesu und der Apostel Gehör geschenkt haben, so sind wir wie ein lebendiger, offener Brief Christi, weil diese Worte in unserem Herzen sind. Alle die auf uns hören, weil wir unsererseits dieselbe Aufgabe erfüllen wie die Apostel, werden ihrerseits zu lebendigen Empfehlungsbriefen, weil Gottes Wort in deren Herzen Wirkung erzielt!

 

Wie ein Vater der sich über seine gut erzogenen Kinder freut, so freuen wir uns über all jene, die wir durch unser Aussähen des Wortes Gottes ebenfalls zu Jüngern machen durften!

 

 

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