Newsletter „DER WEG“ 5/06-2    Juni 2005

Neubearbeitung: 6.6.15

 

 

Artikel:  5.6.2  Die Ehe: Ein Bund für das ganze Leben?

 

1.Teil:  Die Ehe, eine Last oder eine beglückende Herausforderung?

 

Vater - Mutter - Scheidungskind1.Teil einer vierteiligen Serie über alte und neue Formen des Zusammenlebens, die im Juli mit dem Artikel im Artikel 5.7.2  Ist die Ehe auf Zeit für Jehova annehmbar? fortgeführt wird und im September mit dem Artikel  5.9.2  Die Folgen sexueller Freiheit und ihr hoher Preis und November im Artikel 5.11.2  Die Früchte der Erziehung hin zur absoluten Sexualfreiheit mit je einem weiteren Thema abschliesst.

 

   Die Formen des Zusammenlebens zwischen Mann und Frau haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert.  Zur Zeit unserer Grosseltern war eine Scheidung ein Schandfleck für die ganze Verwandtschaft und ein selten auftretender Fall. Heute sind es in vielen Ländern über die Hälfte der vor dem Standesamt geschlossenen Ehen die geschieden werden. Viele davon sind gar vom 2. und 3. Ehepartner getrennt. Bezieht man diejenigen mit ein die frei zusammenleben, so kann diese Zahl leicht auf 90% hochschnellen!

 

   Die damit direkt und indirekt zusammenhängenden Probleme sind ins Unermessliche angestiegen und das Leid der Betroffenen hat sich vervielfacht. Vorab reden Fachleuten von einer „verlorenen Generation“ von Jugendlichen, welche die negativen Folgen am Meisten geschädigt hat, oft im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit, da ja nun auch die Frauen den beschränkten Arbeitsmarkt überschwemmen, allzu oft aus der Not heraus.

 

Vielfach liegen der Schmerz und die Frustration nur schwach zugedeckt unter der Oberfläche versteckt! Viele beurteilen es gar als Erfolg der Gleichberechtigung ohne exakte Erkenntnis, was dahinter an uns alle belastenden Zusammenhängen existiert!

  

   Für einige wurde die Scheidung gar zur „Befreiung“, anderen zur scheinbar legalen Quelle der Bereicherung. Für viele bleibt sie ein unauslöschlicher Albtraum, der mit jeder Erinnerung Schmerzen auslöst!

 

   Welches ist Gottes Standpunkt zum Thema? Wie stets betrachten wir die behandelten Themen aufgrund der Aussagen der Bibel; der guten und der schlechten Beispiele, des Fluches und des Segens! Hat sich an Jehovas Sichtweise und an seinen Geboten im Verlauf der Zeit etwas geändert? Hat Jesus oder etwa später die Apostel die Normen  gelockert oder weit eher mit ihren Aussagen und Regeln zur Festigkeit der Familienbande beigetragen?

 

   Nur eine exakte Analyse der Bibel bringt vieles zutage! Die Schrift gibt uns nützliche und aktuelle Hinweise, wie wir die Ehebande stärken können. Sie zeigt, dass es nie in der Geschichte so wichtig war wie heute, auf Gottes Ratschlag zu achten!

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Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

6.2............. Die Ehe: Ein Bund für das ganze Leben?.. 2

6.2.1........... Die Ehe, eine Last oder eine beglückende Herausforderung?. 2

6.2.1.1........ Neue Formen des Zusammenlebens. 2

6.2.1.2........ Auch heute noch gibt es viele glückliche Ehen! 2

6.2.1.3........ Vorsichtig darin sein, wessen Willen wir anerkennen! 3

6.2.1.4........ Die Ehe gleicht einem Schiff! Sollte der Kapitän eine Lizenz haben?. 3

6.2.2........... Die Aufgabe des Priesters ist Unterweisung und Richtigstellung! 4

6.2.2.1........ Priesterschaft und ihre Verantwortlichkeit im Zentrum der Anklage! 4

6.2.2.2........ Priesterschaft von Jehova als Hauptverantwortlich erklärt und verurteilt! 5

6.2.2.3........ Ehescheidung wird von Jehova nach wie vor gehasst: Jehova selbst ist Zeuge am Gerichtstag! 6

6.2.2.4........ Die Ehe mit einem Führerschein versehen: Übertretung nach GESETZ ahnden?. 7

6.2.3........... Eine wichtige Entscheidung, welche Art Regierung und welchem GESETZ wir uns unterordnen! 7

6.2.3.1........ Demokratie und die Folgen, wenn die treulos Handelnden die Mehrheit und die Macht erlangen. 7

6.2.3.2........ Unterwirfst du dich göttlichen oder demokratischen Normen?. 8

6.2.3.3........ Scheidungsgesetze als Grundlage für ungerechtfertigte Bereicherung?. 9

6.2.4........... Gottes Gericht an den Ehebrechern des Systems vorhergesagt 10

6.2.4.1........ Jehova sagt den Politikern und Richtern ihr eigenes Gericht vorher 10

6.2.4.2........ Kein Ausweg und keinen Schutz für die Mächtigen zum Ende der “grossen Drangsal”! 10

6.2.4.3........ Eine feierliche Versammlung treulos handelnder Ehebrecher 11

6.2.5........... Gott hasst Scheidung: Christen sollen die Ehe stärken und ausharren! 12

6.2.5.1........ Ein einziger Scheidungsgrund zugelassen! 12

6.2.5.2........ Was erschwert heute das Eheleben, was  früher anders war?. 13

6.2.6........... Welche Regeln stärken die Ehegemeinschaft?. 13

6.2.6.1........ Die Liebe zu Gott und zu seinem Wort an die erste Stelle setzen. 14

6.2.6.2........ Bei der Liebe zu Mitmenschen den Ehepartner an die erste Stelle setzen. 14

6.2.6.3........ Die Ehe sei ehrbar: Eheliche Treue als wichtigste Voraussetzung. 15

6.2.6.4........ Eheliche Pflichten erfüllen und Trennung für begrenzte Zeit 15

6.2.6.5........ Sexuelle Gelüste durch Heiligung und Ehrung des eigenen Körpers besiegen lernen. 16

6.2.6.6........ Gegenseitiger Respekt und Unterordnung unter ein “Haupt 17

6.2.6.7........ Leitung durch ein “Haupt” als Voraussetzung ehelichen Erfolges. 17

6.2.6.8........ Die Pflicht zur Vergebung von Fehlern und die Auswirkung auf unser Leben verstehen! 18

6.2.6.9........ Einander bereitwillig vergeben. 19

6.2.6.10...... Wir dürfen Jehovas heiligen Geist nicht bewusst verletzen! 19

6.2.6.11...... Mit Humor geht alles leichter 20

6.2.7........... Stärke die Ehebande und halte am Bund fest! 20

6.2.7.1........ Der Bund, den nur der Tod trennt 20

6.2.7.2........ Jehovas Normen sind unverändert geblieben. 20

6.2.7.3........ Was sagt die Bibel zur Ehe während des tausendjährigen Reiches Jesu?. 21

6.2.7.4........ Am Gerichtstag Gottes wird es offenkundig werden! 21

6.2.7.5........ Gott wird die segnen, die ihr Wort auch unter Prüfung halten. 22

 

 

6.2      Die Ehe: Ein Bund für das ganze Leben?

 

6.2.1           Die Ehe, eine Last oder eine beglückende Herausforderung?

 

6.2.1.1          Neue Formen des Zusammenlebens

Jedem, der einen Vergleich des Zusammenlebens der Geschlechter der letzten drei Generationen anstellt, dem sticht es ins Auge, dass sich in etwas mehr wie fünfzig Jahren die Formen dieses Zusammenlebens wesentlich geändert haben. Die Mehrheit toleriert heute diese neuen Formen und erinnert sich wenig daran, dass noch vor wenigen Jahrzehnten gewisse Tabus existierten! Galt es vor wenigen Jahrzehnten als anstössig, wenn ein Paar unverheiratet zusammenlebte, so ist dies heute schon fast die Regel. Viele sind überzeugt, dass zum Zusammenleben kein Eheschein notwendig wäre und weder Staat noch Kirche ein Recht hätten, in diese intimen Dinge einzugreifen. Wo haben sie recht und wo liegen sie falsch?

 

In essen: Offener Protest zu Gusten von Homs, Lesben und TranssexuellenWer das Thema Ehescheidung wirklich verstehen möchte, der muss seinen Blick über den Rand des direkten Themas hinaus richten, um die weitgefächerten Zusammenhänge erkennen zu können. Es geht nicht nur um die Familie: Es geht um die Gemeinschaft in der wir leben, um unsere Kinder, um unsere Eltern und Grosseltern, um Schulungssystem, um Arbeitsplätze, um sexuell übertragbare und zum Teil tödliche Seuchen wie Aids; es geht um Staatsausgaben und damit um Steuern, um persönliche und Staatsverschuldung. Es geht um den Einfluss des Staates auf die Denkweise unserer Kinder und damit auf die künftiger Generationen: Es geht um Jugendkriminalität, Drogensucht, um zunehmenden Einfluss von Anwälten und Richtern, um Strafvollzugsanstalten, um neue Krankheitsbilder im psychischen Bereich, es geht um Moral und Ethik die in Gottes GESETZ zusammengefasst sind! Ja, es geht um Gottes deutlich verkündeten Fluch bei Missachtung seiner Wertsetzungen! Vor der Sintflut gab es ähnliche Tendenzen und die Bereitschaft zur Gewalttätigkeit der damaligen Gesellschaft stieg auf ein unerträgliches Mass!

 

(Vergleiche Grafik: 1.4  Gesamtbild: Die Logik der Zusammenhänge sehen)

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT3lGVaurQ--jIh1SbxwO12_tgcUzf0IRlqfLLfaKAkW-8N643_Innerhalb der westlich-christlichen Demokratie ändern sich somit Wertbegriffe, die möglicherweise über Jahrhunderte fest verankert waren. Dass heute Lesben, Homo- und Transsexuelle öffentlich für ihre sogenannten Rechte kämpfen und keinerlei Publikumsscheu mehr zeigen ist ein anderes, ein weiteres Signal, dass bisherige Wertstrukturen vollkommen auseinanderbrechen und durch andere ersetzt werden. Sie erinnern an den Fall von Sodom und Gomorrha!

 

Sind diese oft hochgelobten Veränderungen wirklich eine Befreiung hin zum Besseren oder bezahlt die grosse Mehrheit langfristig einen sehr hohen Preis für diese Art von individueller Freiheit? Eine nüchterne Analyse zeigt, dass die Nachteile die vordergründigen Vorteile bei weitem übertreffen! Das mag zwar im Einzelfall der herausgegriffenen wird nicht zutreffen, auf die Gesamtbevölkerung übertragen trifft es aber durchaus zu! Auch der Faktor Zeit muss dabei mit einbezogen werden! Was kurzfristig einem Erfolg gleicht, das kann langfristig eine Katastrophe bedeuten! Es gilt somit Vorsicht walten zu lassen mit Schlagworten, die uns in eine bestimmte Denkrichtung zu drängen versuchen. Mit publikumswirksamen Vergleichen von Werten, die sich nur schwer oder gar nicht vergleichen lassen, kann man auch übertölpelt werden. 

 

Wenn wir diese neue Ethik nur vom Standpunkt der Menschen aus betrachten, so kann wirklich jeder für das kämpfen, wo er den grössten persönlichen Nutzen sieht! Sollten wir die Sichtweise vom Individuum auf die Gesamtbevölkerung verändern, so sieht die Sache schon etwas anders aus, weil individueller Nutzen sich auf andere negativ auszuwirken vermag! Sich auf Mehrheiten in der Demokratie zu verlassen oder auf gewählte Repräsentanten zeigt sich allzu oft als Bumerang! Wenn aber eine höhere Macht wie ein Schöpfergott tatsächlich existiert, so würde es sich lohnen über dessen geäusserten und aufgezeichneten Standpunkt zumindest nachzudenken! Er müsste als ewige Lebender die grösste Erfahrung besitzen und absolute Weitsicht, was jede Handlung an Konsequenzen mit sich bringt.

 

Die Bibel erweist sich bei all dem als sehr kluges Buch für jene, die nach wahrer Weisheit und nicht nur nach kurzfristigem Erfolg suchen! Sie gibt zu diesem Thema exakten Aufschluss!

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit? 

 

6.2.1.2          Auch heute noch gibt es viele glückliche Ehen!

Obwohl die Belastungen, welche eine Ehe heute ausgesetzt ist sehr gross und vielfältig sind, gibt es eine erstaunlich grosse Zahl von Ehepaaren, die ihre Gemeinschaft seit vielen Jahren, gar Jahrzehnten aufrechterhalten und bisher jedem Angriff ihre Einheit aufzugeben erfolgreich trotzen konnten. Wir sollten uns doch fragen: Warum gelingt es einigen ihre Ehe zu bewahren, während das Eheschiff anderer an irgendwelchen Klippen zerbricht? Ganz offensichtlich gibt es erfolgreiche und weniger erfolgreiche Formen die Ehe zur dauerhaften und befriedigenden Institution zu machen.

 

Glückliche Familien schliessen mehrere Generation in ihr Glück mit ein!Bevor wir uns mit stärkenden und gar heilenden Methoden befassen möchten wir die Situation der Ehe in der heutigen Welt etwas näher betrachten. Natürlich gibt es da grosse Unterschiede. Von Land zu Land, von Kultur zu Kultur mögen die Werte unterschiedlich sein. Selbst innerhalb ein und desselben Landes gibt es grosse Unterschiede zwischen Stadt und Landbevölkerung aber auch weit näher, in derselben Stadt, demselben abgelegen Ort, zwischen reich und arm, zwischen gut ausgebildeten und solchen, denen die Bildung mangelt. Einigen gelingt es die Ehe zum Erfolg zu machen, andere scheitern ein und mehrmals daran. Fragen wir uns: Was machen die einen gut, wo sollten die andern hinzulernen? Den Rat des Paulus stellen wir hier voran:

 

(Hebräer 13:4)  Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten.

 

Die Statistiken mögen sich verschieben, die Menschen und ihre Bedürfnisse bleiben sich stets dieselben: Wir suchen Geborgenheit, Sicherheit, Beständigkeit, Verstanden zu werden, Zärtlichkeit, Befriedigung unserer physischen und emotionellen Bedürfnisse in der Liebe! Wenn wir all dies im gewünschten Umfang erhalten, dann fühlen wir uns glücklich und zufrieden. Aber selbst dies ist nicht Gewähr, dass einige nicht leichtsinnig ihr Glück aufs Spiel setzen!

 

Andererseits lehrt uns das Leben, dass wir auch bei Mangel und Fehlen von einem oder mehrerer dieser erwünschten Dinge trotzdem glücklich sein können und trotz negativen Umständen die Treue bewahren müssen! Diese Einsicht hilft uns die Ehe als Herausforderung zu betrachten und nicht als Institution, die uns stets und in jeder Beziehung volle Befriedigung unserer Wünsche bringt!

 

6.2.1.3          Vorsichtig darin sein, wessen Willen wir anerkennen!

Schon im ersten Jahrhundert gab es in gewissen griechischen Städten starke demokratische Bewegungen, welche moralische Freiheiten propagierten, die auch in die damaligen Christenversammlung Einfluss ausübten. Paulus schrieb an den noch jungen Timotheus sich nicht von solchen Strömungen beeinflussen zu lassen, sondern jene Werte hochzuhalten, welche Jesus gelehrt hatte. Dazu musste Timotheus als Aufseher in jeder Beziehung selbst „in der Wahrheit“, das bedeutet Treue zu Gottes Schrift  feststehen und durch sein Beispiel und Wort andere lehren und sie nötigenfalls auch zurechtweisen! Paulus stärkte Timotheus durch seinen Brief, um solchen, der Schrift widersprechenden Lehren nicht nachzugeben! Solche abweichende Aussagen waren Grundursache für viele Übel in den Versammlungen.

 

Die Lehren des Paulus mittels seiner Briefe an Timotheus sind bis heute vom selben hohen Wert!*** Rbi8  1. Timotheus 6:2-8 ***

Fahre fort, diese Dinge zu lehren und diese Ermahnungen zu erteilen. 3 Wenn jemand eine andere Lehre lehrt und den gesunden Worten, denen unseres Herrn Jesus Christus, und der Lehre, die der Gottergebenheit entspricht, nicht zustimmt, 4 so ist er [vor Stolz] aufgeblasen und versteht nichts, sondern ist wegen Streitfragen und Debatten über Worte geistig krank. Aus diesen Dingen entspringen Neid, Streit, Lästerreden, böse Verdächtigungen, 5 heftige Wortwechsel um Kleinigkeiten von seiten der Menschen, die verderbten Sinnes und der Wahrheit beraubt sind und denken, Gottergebenheit sei ein Mittel zum Gewinn. 6 Gewiß ist sie ein Mittel zu großem Gewinn, [diese] Gottergebenheit zusammen mit Selbstgenügsamkeit. 7 Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und wir können auch nichts mit hinaustragen. 8 Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein.

 

Der Schlüssel um bleibenden Gewinn zu haben lag in der Gottergebenheit, zusammen mit Selbstgenügsamkeit! Gottergebenheit zeigt sich dadurch, dass wir auf Sein Wort hören und es anwenden und andere ebenso belehren! Das beginnt in der eigenen Familie! Wenn wir mit den Dingen die wir besitzen nie zufrieden sind, werden wir unaufhaltsam nach mehr streben und selbst Unsinniges als erstrebenswert erachten und uns lautstark dafür einsetzen! Dies gilt bestimmt auch in der Ehe! Gott erschuf Mann und Frau verschieden, damit sie sich gegenseitig ergänzen! Keiner soll aber im Eigensinn den anderen versklaven!

 

Jene, welche sich für gewisse Lehren einsetzten, welche dem Wort Christi und dem der Apostel entgegen gerichtet waren, sie taten dies nicht aus Liebe zum Nächsten, sondern um persönlicher Interessen willen! Paulus bringt die Ursache auf den Kern und verweist auf das Zurückweisen von Gottergebenheit, was zu Mangel an Liebe zur Wahrheit führt, indem jemand Irrtum und Lüge nachfolgt.

 

Die Herrscher in Religion und Politik zeigen sich gerne öffentlich und auf den Marktplätzen, um gesehen zu werdenEinen weiteren wichtigeren Grundsatz hatte Jesus erwähnt, den wir ganz an den Anfang stellen möchten und der wohl einer der wichtigsten Lektionen beinhaltet, die es zu lernen gilt: Glücklicher macht es zu geben, als zu nehmen! Jesus war gekommen, um den Willen des Vaters zu tun und er gab uns darin ein Beispiel. Er kam um zu dienen, nicht um bedient zu werden! Wenn wir alle wiederum etwas mehr über unsere Pflichten lernen, statt uns vornehmlich an unseren Rechten zu erfreuen, dann sind wir auf einem guten Weg! Geben uns die Priester der Christenheit und deren Führer das korrekte Vorbild?

 

*** Rbi8  Matthäus 20:25-28 ***

Ihr wißt, daß die Herrscher der Nationen den Herrn über sie spielen und die Großen Gewalt über sie ausüben. 26 Unter euch ist es nicht so, sondern wer immer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein, 27 und wer immer unter euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein; 28 geradeso wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und seine Seele als ein Lösegeld im Austausch gegen viele zu geben.“

 

Uns anderen zu unterordnen und zu dienen trägt zu friedlichen Verhältnissen bei. Einige sollten lernen, in ihren Forderungen Mass zu halten. Im gesunden Ausgleich zwischen Geben und Nehmen liegt die Befriedigung!

 

Wer wirkliche Gottesfurcht entwickelt, der wird Gottes Willen in jeder Angelegenheit in den Mittelpunkt stellen! Unabhängig davon, in welcher Kultur oder Umgebung wir leben, Gottes Ratschläge und Richtlinien für die Ehe bleiben stets dieselben! Als Konstrukteur weiss er am besten, was  für uns zum Vorteil ist. Wenn wir beginnen diese Ratschläge ausser Acht zu lassen ist die Wahrscheinlichkeit zum Scheitern gross!

 

6.2.1.4          Die Ehe gleicht einem Schiff! Sollte der Kapitän eine Lizenz haben?

Wenn wir ein Auto steuern möchten brauchen wir dazu ein vorgegebenes Alter und einen Führerschein, der unsere Fähigkeit bescheinigt uns im Strassenverkehr zurechtzufinden! Für viele Berufe ist ein Schulabschluss mit Diplom eine Voraussetzung: Erstaunlicherweise aber dürfen wir vollkommen unvorbereitet das Eheschiff besteigen und damit Ehemänner als „Kapitän“ ein Fahrzeug lenken, das für sie selbst und andere grosse Gefahren beinhaltet!

 

Paulus zeigt den Korinthern, dass Jugendliche gut daran tun ihre Selbstbeherrschung zu üben über Jahre in Jungfräulichkeit zu bleiben. Das mag heute bei vielen ein Lächeln auslösen, sein Ratschlag aber baut auf wahrer Weisheit! Wenn sie diese Selbstdisziplin in der Jugend durch Abstinenz lernen, wird ihnen dies auch später in der Ehe von grossem Vorteil sein! Ganz abgesehen davon, dass sie dadurch vielen Gefahren ausweichen! Auch spricht Paulus von einem Mindestalter, um zu heiraten. Er nennt dabei die „Blüte der Jugend“, ohne eine Altersangabe zu machen.

 

Wo liegt die Grenze der "Blüte der Jugend"?*** Rbi8  1. Korinther 7:36 ***

Wenn aber jemand denkt, er verhalte sich gegenüber seiner Jungfräulichkeit ungehörig, wenn diese über die Blüte der Jugend hinausgeht, und es auf diese Weise geschehen sollte, so tue er, was er will; er sündigt nicht. Sie mögen heiraten.

 

Welches Alter spricht Paulus damit an? Ganz offensichtlich ist es nachdem die Zeit von „Sturm und Drang“ bereits abgeflaut ist. Bestimmt ist es aber besser erst eine gewisse geistige Reife und das Gefühl um Verantwortung zu erlangen und zu beweisen. Der weise König Salomo zeigt ebenfalls den Zusammenhang von Gottergebenheit und Gericht, indem Jugendliche auf Jehovas Gebote achten müssen.

 

*** Rbi8  Prediger 11:9-10 ***

Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, und dein Herz tue dir Gutes in den Tagen deines Jünglingsalters, und wandle in den Wegen deines Herzens und in den Dingen, die deine Augen sehen. Doch wisse, daß der [wahre] Gott dich um dies alles ins Gericht bringen wird. 10 Entferne daher Verdruß aus deinem Herzen, und halte dir Unglück fern vom Fleisch, denn Jugend und die Blüte des Lebens sind Nichtigkeit.

 

Jugend und Blüte des Lebens“, zwei Dinge die heute in den Medien hochgejubelt werden sind in den Augen Gottes nur eine bestimmte Phase auf dem Weg zur Reife! Eine vorschnelle Heirat, weil wir unfähig zum Warten sind, bringt bestimmt mehr Probleme wie das Alleinsein! „Verdruss aus deinem Herzen“ zu verdrängen wird die Folge sein, die es besser schon bevor sie kommt zu fürchten gilt! Ausserehelicher Verkehr ist mit vielerlei Gefahren verbunden die Unglück für das Fleisch bedeuten können, bis hin zum immer noch tödlichen AIDS Virus!

 

Es ist schwierig später Dinge wieder einzurichten, welche von Anfang an auf der falschen Grundlage errichtet wurden! Allzu oft endet dies in unehelicher Schwangerschaft, in einer ungewollten Ehe, in Trennung und Scheidung und später Reue! Das Eheschiff zerschellt an den Klippen des Lebens!

 

 

6.2.2           Die Aufgabe des Priesters ist Unterweisung und Richtigstellung!

 

6.2.2.1          Priesterschaft und ihre Verantwortlichkeit im Zentrum der Anklage!

Wer die Tränen und die tiefe Verzweiflung von unschuldig geschiedenen Ehepartnern gesehen hat, der wird kaum in Zweifel ziehen, dass eine Scheidung einem Schiffbruch gleichzusetzen ist! Wer würde bezweifeln, dass Kinder geschiedener Eltern unter der Trennung ihres Vaters oder ihrer Mutter nicht zu leiden haben? Wer das Thema Ehekrise und Scheidung in ihrer Tiefe verfolgt, der ist schockiert mit welcher Leichtigkeit und Arroganz andern Menschen Schaden zugefügt wird, der für das ganze weitere Leben Folgen mit sich bringt! Laut Jehovas Worten besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Verantwortung von Vorstehern und dem Überhandnehmen von Unrecht!

 

(Vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge gättlichen Rechts im Überblick 

 

Der Prophet Maleachi musste Jehovas Standpunkt gegenüber Israels Priesterschaft aus dem Stamm Levi deutlich äussern. Sie sind in seinem Buch im Kapitel 2 und 3 festgehalten! Vorsteher waren es, welche Rechtsfälle zu behandeln hatten und Scheidungszeugnisse ausstellten! Bestimmt taten sie dies zudem bloss für Geld, um ungerechten Gewinnes willen! Sie waren es zudem, welche bei späteren Absichten Geschiedener sich wiederzuverheiraten solches gewähren oder es ablehnen mussten. Auch der Prophet Micha beschreibt, was  Jehova zu beklagen vermag! (Mi 7:2-4).

 

Wo gegen Bestechung gerichtet wird kommt das Recht verdreht heraus!*** Rbi8  Micha 3:11-12 ***

Ihre eigenen Häupter richten lediglich um eine Bestechung, und ihre Priester, sie unterweisen bloß um einen Kaufpreis, und ihre eigenen Propheten treiben Wahrsagerei nur um Geld; doch auf Jehova stützen sie sich ständig, indem [sie] sprechen: „Ist nicht Jehova in unserer Mitte? Es wird kein Unglück über uns kommen.“ 12 Darum wird euretwegen Zion als bloßes Feld umgepflügt werden, und Jerusalem, es wird zu nichts als Trümmerhaufen werden, und der Berg des Hauses wird zu Waldeshöhen werden.

 

An Gottes Denkweise hat sich nichts geändert! Richter sollten Gottes Wort an erste Stelle setzen. Bestechung blendet die Augen! Dieselben Regeln für die Ehe damals gelten für Mann und Frau bis heute. Unabhängig davon, was  weltliches Recht erklärt, so steht Gottes GESETZ stets darüber! Damals waren es in Israel nur die Männer, welche sich von ihren Frauen scheiden lassen konnten. Die Tradition hatte Gottes GESETZ schon zu jener Zeit längst ungültig gemacht.

 

(5. Mose 16:18-20)  Du solltest dir Richter und Beamte einsetzen innerhalb all deiner Tore, die Jehova, dein Gott, dir nach deinen Stämmen gibt, und sie sollen das Volk mit gerechtem Gericht richten. 19 Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst nicht parteiisch sein oder eine Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verdreht die Worte der Gerechten. 20 Der Gerechtigkeit — der Gerechtigkeit solltest du nachjagen, damit du am Leben bleibst und das Land tatsächlich in Besitz nimmst, das Jehova, dein Gott, dir gibt.

 

Gemäss neuesten Statistiken würde heute in vielen Ländern immer öfters der umgekehrte Fall stehen: Die Ehefrau handelt treulos an ihrem Ehemann und lässt sich scheiden. Der weit grössere Teil der Scheidungen wird heute durch Frauen eingeleitet! Von Advokaten unterstützt, die auf leichte Beute lauern! Die Verhältnisse haben sich mit unserer Ansicht, was  „Freiheit“ sei und mit der so genannten „Frauenbefreiung“, der „Emanzipation der Frau“ möglicherweise verschoben. Das dahinterstehende göttliche Prinzip der Treue, das weder Mann noch Frau verletzen sollte, dieses blieb stets dasselbe und trifft beide in gleicher Weise!

 

Scheidungskinder fragen: "Warum"?*** Rbi8  Maleachi 2:13-16 ***

„Und dies ist das zweite, das ihr tut, [wodurch] der Altar Jehovas mit Tränen bedeckt wird, mit Weinen und Seufzen, so daß es kein Hinwenden mehr gibt zur Opfergabe noch Wohlgefallen am Entgegennehmen [von irgend etwas] aus eurer Hand. 14 Und ihr habt gesagt: ‚Weswegen?‘ Deswegen, weil Jehova selbst Zeugnis abgelegt hat zwischen dir und der Ehefrau deiner Jugend, an der du selbst treulos gehandelt hast, obwohl sie deine Mitgenossin und die Frau deines Bundes ist. 15 Und da war einer, der [es] nicht tat, da er hatte, was von [dem] Geist übrigblieb. Und was suchte jener? Den Samen Gottes. Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und an der Ehefrau deiner Jugend möge niemand treulos handeln. 16 Denn er hat Ehescheidung gehaßt“, hat Jehova, der Gott Israels, gesprochen; „und den, der sein Gewand mit Gewalttat überdeckt hat“, hat Jehova der Heerscharen gesagt. „Und ihr sollt euch hinsichtlich eures Geistes hüten, und ihr sollt nicht treulos handeln.

 

Jehova selbst legt Zeugnis ab zwischen untreu handelnden Ehepartnern! Er hasst auch heute Ehescheidung, weil ER die langfristigen Konsequenzen kennt, den für Menschen meist momentan unabsehbaren, den künftigen Schaden!

 

Jehovas Worte zeigen, dass sein Wohlwollen später auch nicht durch Opfergaben für die Sünde zurückgewonnen werden kann, wenn wir gewisse wichtige Grundsätze verletzt haben! Beachten wir weiter, dass die Treulosigkeit gegenüber dem Ehebund nicht alleine den Ehebruch durch sexuelle Untreue betrifft! Jeder muss sich „hinsichtlich seines Geistes hüten“!

 

Der Bruch in der Ehe hat in unseren Gedanken seinen Beginn! Die Scheidung kommt nicht auf einmal! Es ist ein langsamer Prozess, der in den Gedanken des einen oder des anderen viel früher seinen Anfang nimmt! Wenn er einmal ausgesprochen ist, wird es schwierig zurückzugehen! Auch Handlungen, welche in die Richtung des sich trennen wollen zeigen, solche können Worte erübrigen!

 

6.2.2.2          Priesterschaft von Jehova als Hauptverantwortlich erklärt und verurteilt!

Israels Priester hätten Jehovas Standpunkt kennen müssen. Sie hatten sich durch eigenes Gesetzeswerk und kleinliche Gebote weit von Gottes Normen entfernt! Durch den Propheten Maleachi wollte Jehova deren Verantwortlichkeit gegenüber Seinem GESETZ und Seinen richterlichen Anweisungen in Erinnerung rufen. Die Priester aber reagierten erstaunt, sie waren sich keinerlei Übertretung bewusst. Die Frage der Priesterschaft Israels nach dem „Warum?“ sie für Tränen, Weinen und Seufzen auf dem Altar Jehovas verantwortlich wären beantwortet Jehova selbst und verbindet es klar mit der Ehescheidung! Wie aber kam dies?

 

DER SPIEGEL: Zurück zur Familie*** Rbi8  Maleachi 2:8-9 ***

Ihr aber — ihr seid vom Weg abgewichen. Ihr habt viele veranlaßt, im Gesetz [[GESETZ]] zu straucheln. Ihr habt den Bund Levis verderbt“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen. 9 „Und auch ich meinerseits werde euch gewiß für das ganze Volk verächtlich und niedrig machen entsprechend dem, wie ihr meine Wege nicht bewahrtet, sondern Parteilichkeit bekundet habt im Gesetz [[GESETZ]].“

 

Als Nachkommen Levis waren die Priester verantwortlich, dass das GESETZ in seinem ursprünglichen Sinne erhalten blieb und ohne Parteilichkeit zu bekunden Anwendung finden würde. Der Bund der Ehe war etwas Heiliges, das nicht leichtfertig gebrochen werden durfte! Wenn Priester der Scheidung und Wiederverheiratung auch aus nichtbiblischen Gründen zustimmen oder diese tolerieren, so veranlassen sie dadurch andere zum Straucheln!

 

Jehova selbst wird die Priester, Pastoren und Ältesten, die ihn zu vertreten beanspruchen zur Rechenschaft ziehen! Seine Worte an Israel bleiben dieselben an die christlichen Religionsführer: Er ändert sich nicht!

 

Maleachis Prophezeiung aus Jehovas Mund erfüllt sich heute aufs Neue: Wer achtet heute noch den Priester? In den Augen zunehmend vieler Menschen sind sie verächtlich geachtete Vertreter ihrer machtvollen und reichen religiösen Institutionen! Immer weniger Menschen achten sie als wahre Vertreter Gottes, weil sie dessen Grundsätze verlassen haben! Denken wir an die Skandale mit Kindesmissbrauch während eines Jahrzehnts, die endlich ans Licht kamen und den Geschädigten doch ein gewisse Rechtfertigung widerfuhr! Das war aber durch staatliche Richter, während die Bischöfe als Richter der Priester und Kardinäle als Richter der Bischöfe ihre Augen verschlossen hatten! Bestimmt war es auch nur ein geringer Teil der ans Licht kam!

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Was bewirkt "Sauerteig" in christlichen Organisationen?

 

Maleachi äussert deswegen folgende Worte aus Gottes Mund: „Und nun, dieses Gebot ist für euch, o Priester. Wenn ihr nicht zuhören werdet und wenn ihr [es] nicht zu Herzen nehmen werdet, meinen Namen Ehre zu geben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „so werde ich gewiss den Fluch über euch senden, und ich will eure Segnungen verfluchen. Ja ich habe sogar den Segen verflucht, weil ihr [es] nicht zu Herzen nehmt“.

 

Verbinden wir nun die Aussage Maleachis mit Jehovas Wort in der Offenbarung, so ernennen wir, dass eine weitere grosse Abrechnung erfolgt, wo von den Priestern Levis nach dem Jahre 70 u.Z. nichts weiter übriggeblieben war: Die Register, welche ihre Abstammung von Levi bestätigen konnten waren doch zwischen 66 und 70 u.Z. verbrannt, in der Folge der Eroberung der Zeloten Jerusalems und dann beim Gegenschlag der Römer, wo die Stadt und der Tempel zerstört wurden.

 

(Offenbarung 18:2-8)  „Sie ist gefallen! Babylon die Große ist gefallen, und sie ist eine Wohnstätte von Dämọnen und ein Versteck jeder unreinen Ausdünstung und ein Versteck jedes unreinen und gehaßten Vogels geworden! 3 Denn wegen des Weines der Wut ihrer Hurerei sind [ihr] alle Nationen [zum Opfer] gefallen, und die Könige der Erde haben Hurerei mit ihr begangen, und die reisenden Kaufleute der Erde sind zufolge der Macht ihres schamlosen Luxus reich geworden.“

 

"Babylon die Grosse" war schon vor der Zeit vo0n Konstantin "Teil der Welt"!4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Wer könnte Jehovas Gericht entgehen? Vorab richtet sich diese Aussage des Engels aus dem Himmel gegen die grösste der christlichen Kirchen, die Katholische aber genauso an die vielen Töchter, die sie durch Hurerei mit dem System Satans hervorgebracht hat!

 

Auch im Falle der Ehe ist die Rolle des Priesters somit ausschlaggebend! Wo Gottes Wort missachtet wird, welches wir doch bis heute (nahezu (?)) unverändert in schriftlicher Form haben, da wird jeder Form von Unrecht die Türe geöffnet. Der Priester selbst steht hierbei in einem eheähnlichen Verhältnis zu Gott. Der Bund, den Gott mit Levis Nachkommen schloss gilt auch für ihn! Er müsste Jehova als Gott und Christus als sein „Haupt“ achten und Ihrem Willen zum Durchbruch verhelfen! Der „neue Bund“ mit Jesus bildet Fortsetzung des alten Bundes unter erweiterten Konditionen!

 

(Vergleiche Grafik: 9.6  Abrahams Same, Jehovas „Frau“: Das symbolische Drama von Hagar und Sara)

 

Abrahams Same der Verheissung wird die Erde erben

 

Paulus erklärte deutlich im 1.Brief an die Korinther den Ältesten als Vorsteher der Versammlung, welche nicht nur lehren sollten, sondern mit Beispiel vorangehen und ihrer Aufgabe als Unterweiser und nötigenfalls als Richter ihrer Gruppe nachkommen müssen.

 

Heilige und Sünder: Die Geschichte der PäpsteNirgends werden im Neuen Testament Vorsteher mit dem Titel „Priester“ angesprochen! Diesen Titel werden die in der Endzeit versiegelten Auserwählten erst nach ihrer Einweihung zu Priesterkönigen durch Christus, den Hohepriesterkönig nach Harmagedon erhalten! (Jes 54:5) „Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden [[(Zukunft!)]] Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.“ Diese Regierung beginnt aber erst dann, wenn Jesus jene Priesterkönige in ihr Amt eingesetzt hat und Jehova als „Rückkäufer“ die „neuen Himmel“ aus der Hand Jesu als seine „Ehefrau“ empfangen hat, die ihm „in allem“ Treue gezeigt hat und als „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ weiterhin zeigen wird! (1.Kor 15:24)

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:11-13 ***

Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen. 12 Denn was habe ich damit zu tun, die, die draußen sind, zu richten? Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.“

 

Versammlungsvorsteher müssen die Versammlung von Menschen frei halten, welche sich Gottes Wort und Willen nicht unterordnen möchten! Für Jehova ist es nicht Quantität die ausschlaggebend ist, sondern Qualität! Sauerteig der Ungerechtigkeit durchsäuert die ganze Versammlung!

 

(Vergleiche Grafik: 4.3  Durchsäuerung der Versammlung Gottes)

 

Was bewirkt Sauertig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?

 

Nun, es gibt auch die löbliche Ausnahme, wo Versammlungsvorsteher wirklich Gottes Wort lehren und ihm als seine wahren Vertreter priesterliche Dienste bieten und dem Gebot Gottes zur Geltung verhelfen. Maleachi beschreibt diese heilsame Gottesfurcht die uns zu korrektem Verhalten hinführt:

 

*** Rbi8  Maleachi 2:5-7 ***

„Was meinen Bund betrifft, er war erwiesenermaßen mit ihm, [ein Bund] des Lebens und des Friedens, und ich gab sie ihm fortgesetzt, mit Furcht. Und er fürchtete mich weiterhin; ja, meines Namens wegen wurde er sogar in Schrecken versetzt. 6 Es erwies sich, daß das Gesetz [[GESETZ]] der Wahrheit selbst in seinem Mund war, und da war keine Ungerechtigkeit auf seinen Lippen zu finden. In Frieden und in Geradheit wandelte er mit mir, und viele waren es, die er von Vergehung zurückbrachte. 7 Denn die Lippen eines Priesters sind es, die Erkenntnis bewahren sollten, und [das] [[GESETZ]]  sollte man aus seinem Mund suchen; denn er ist der Bote [[gr.: aggelos]] Jehovas der Heerscharen.

 

Versammlungsvorsteher müssen Menschen, die in ihrem Weg abzuirren beginnen von ihrer Vergehung zurückbringen. Indem sie fehlerhaft handelnde Menschen durch Erkenntnis der Folgen aufgrund Jehovas GESETZ auf jenen schmalen Pfad zurückführen, der zum Leben führt! Dies gelingt über Reue und Sündenvergebung! Wer Gottesfurcht zeigt, der wird auf Zurechtweisung reagieren!

 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

Reue und Sündenvergebung

 

6.2.2.3          Ehescheidung wird von Jehova nach wie vor gehasst: Jehova selbst ist Zeuge am Gerichtstag!

Auch im Falle von Ehescheidung ist Jehova selbst Zeuge über die Dinge, welche möglicherweise im Verborgenen geschehen oder gar nur in unseren Geist, unseren Gedanken, unseren Motiven sind, die uns aber zu unrechtem Handeln verleitet! Darum wird immer wieder darauf hingewiesen unseren „Geist zu hüten“! Jehova sieht und weiss diese Dinge und sie lassen sich nicht einfach durch spätere Opfergaben auf Jehovas Altar beseitigen! Wer am Ehepartner treulos handelt, der lädt Schuld auf sich, für die es einen Zeugen am Gerichtstag gibt!

 

Jesus an Gottes rechter Seite trohnt über dem "Königreich des Sohnes seiner Liebe, das erdenweit zerstreut ist!*** Rbi8  Maleachi 3:5 ***

Und ich will mich euch nahen zum Gericht, und ich will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen diejenigen, die mit dem Lohn eines Lohnarbeiters, mit [der] Witwe und mit [dem] vaterlosen Knaben betrügerisch handeln, und diejenigen, die den ansässigen Fremdling wegweisen, wobei sie mich nicht gefürchtet haben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

 

Für Jehova stehen diese Übertretungen auf derselben Stufe: Ehebruch, Eidbruch, Diebstahl am Minderbemittelten, der Witwe, an Waisen oder Fremden. Jeder einzelne Fall bedeutet dasselbe: Es an Gottesfurcht ermangeln zu lassen, der fehlenden Nächstenliebe! Weil Gottes Gericht lange auf sich warten liess, glauben viele Menschen es würde nie kommen. Salomo zeigt wohin dies bei vielen Menschen führt:

 

*** Rbi8  Prediger 8:11-13 ***

Weil das Urteil über ein schlechtes Werk nicht eilends vollzogen worden ist, darum hat sich das Herz der Menschensöhne in ihnen völlig darauf gerichtet, Schlechtes zu tun. 12 Obwohl ein Sünder hundertmal Schlechtes tun und es lange Zeit treiben mag, wie es ihm gefällt, weiß ich doch auch, daß es mit denen, die den [wahren] Gott fürchten, gut ausgehen wird, weil sie sich vor ihm gefürchtet haben. 13 Mit dem Bösen aber wird es gar nicht gut ausgehen, noch wird er seine Tage verlängern, die wie ein Schatten sind, weil er sich vor Gott nicht fürchtet.

 

Jehova selbst ist Zeuge! Er, der auch die verborgenen Dinge sieht, er der Gedanken kennt bevor sie sich im Hirn bilden, während Jesus am Gerichtstag Gottes der Richter sein wird und gemäss dem tut, was er von seinem Vater hört! Jehova ist ein getreuer Zeuge, der unparteiisch seine Aussage geben wird! Jesus aber ist ein Richter der weder ein bestimmtes Geschlecht bevorzugt noch auf Stellung, Rang, Stand oder Ansehen achtet, sondern aufgrund des Rechts und der vorgelegten Fakten seinen Spruch fällen wird! „Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz eines freien Volkes gerichtet werden sollen. Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.“ (Jak 2:10-12) Jesus selbst erklärte den Juden im Tempel:

 

*** Rbi8  Johannes 5:30 ***

Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen [[(des Vaters)]] dessen [zu tun], der mich gesandt hat.

 

Wir alle wünschen gerechte Verhältnisse, sind aber leicht dazu geneigt anzunehmen, dass unsere eigenen Vergehungen vor Gott eine Entschuldigung haben, nur die der anderen aber als Unrecht zählen würden. Diese Art des Selbstbetruges führt uns jedoch nicht zu echter Reue und dadurch zu Taten der Reue, die einzige Form von Jehova Vergebung zu erlangen!

 

Ja, das kommende Gericht beleuchtet unser gesamtes Denken und Verhalten. Jehova gab uns genügend Zeit Seine Rechtsordnung und Rettungsvorkehrungen kennen zu lernen und anzuwenden. Er bat uns durch Christus unsere Nächstenliebe aktiv zu zeigen, was in sich schon eine Anerkennung des ersten Gebotes beinhaltet: Gott mit ganzem Herzen, mit Verstand, Geist und Kraft zu lieben! Seine Vorkehrung zur Sündenvergebung wird dann jedem bewusst, der sich der Liebe zu Gott bekennt, weil unser Gewissen reagiert, wo falsches Handeln vorliegt.

 

*** Rbi8  Jeremia 17:9-10 ***

Das Herz ist verräterischer als sonst irgend etwas und ist heillos. Wer kann es kennen? 10 Ich, Jehova, erforsche das Herz, prüfe die Nieren, ja um einem jeden zu geben gemäß seinen Wegen, gemäß dem Fruchtertrag seiner Handlungen.

 

Es erstaunt uns wenig, dass ein Lenker eines Fahrzeuges für Fehler zur Rechenschaft gezogen wird, welche anderen Verkehrsteilnehmern einen Schaden zufügen. Ja bereits bevor dieser Schaden eintrifft; bei blosser Missachtung gewisser Verkehrsregeln sind wir es gewohnt, dass uns ein Verweis oder eine Busse auferlegt wird.

 

6.2.2.4          Die Ehe mit einem Führerschein versehen: Übertretung nach GESETZ ahnden?

Überlegen wir uns einmal folgende Gedanken: Wie wäre es, wenn dasselbe System das im heutigen Strassenverkehr Gültigkeit hat auf die Ehe übertragen würden?

 

Führerschein für die Ehe mit Gültigkeitsablauf?Zuerst müsste eine gewisse Grundkenntnis aller gesetzlichen Bestimmungen zur Ehe vermittelt werden und danach müsste jeder Eheanwärter einen Test bestehen, ob er die Regeln wirklich verstanden hat! Ein bestimmtes Alter oder ein Reifegrad müsste weitere Voraussetzung sein. Die bisherige Anwendung der göttlichen Regeln im täglichen Leben sollte das Recht zum Eheabschluss beeinflussen. Paulus zeigt, dass der Eheschluss keine leichtzunehmende Handlung darstellt:

 

(1. Korinther 7:10, 11)  Den Verheirateten gebe ich Anweisung, doch nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau nicht von ihrem Mann weggehen sollte; 11 doch wenn sie wirklich wegginge, so bleibe sie unverheiratet, oder sonst söhne sie sich mit ihrem Mann wieder aus; und ein Mann sollte seine Frau nicht verlassen.

 

Erst mit dieser theoretischen Grundlage ausgestattet wäre jemand somit berechtigt die Ehe einzugehen, sozusagen sich erstmals ans Steuer zu setzen! Wie erst würde dies enden, wenn bei Verletzung der Regeln der Ehe eine Busse verhängt würde? Würde dies nicht schnell zu veränderten Resultaten führen? In Ländern, wo das Strassenverkehrsgesetz rigoros gehandhabt wird sind die Unfallstatistiken wesentlich niedriger als in Ländern, wo Gesetze lasch angewendet werden und dadurch zu Übertretung förmlich ermuntert wird.

 

Im Gegensatz zum Strassenverkehr scheint aber das heutige Scheidungssystem gar jene zu prämieren, welche ihr eigenes Eheschiff zum Untergang bringen und damit auch jene, die dazu aktiv beitragen! Dazu zählen leider allzu oft enge persönliche Berater, wie Personen, die als Vermittler handeln müssten, die Vorsteher, welche in Fragen von Gottes GESETZ und Willen handeln müssten!

 

 

6.2.3           Eine wichtige Entscheidung, welche Art Regierung und welchem Gesetz wir uns unterordnen!

 

6.2.3.1          Demokratie und die Folgen, wenn die treulos Handelnden die Mehrheit und die Macht erlangen

Die Demokratie verhält sich zu wahrer Theokratie wie Wasser und Öl! Zwei Dinge die sich gegenseitig abweisen! Die beiden lassen sich so wenig mischen wie Eisen sich mit Ton verbinden lässt! Nebukadnezar war über seinen prophetischen Traum erstaunt, worin ihm der Prophet Daniel diese Verbindung erklären musste. Er sprach über die Demokratie im „Schlussteil der Tage“, bevor Jehovas Königreich eingreifen und diesen Dingen ein Ende setzen würde:

 

Die Abfolge der Weltmächte gemäss Daniels Vorhersagen*** Rbi8  Daniel 2:41-43 ***

Und daß du die Füße und die Zehen teils aus geformtem Töpferton und teils aus Eisen bestehend sahst: Das Königreich selbst wird sich als geteilt erweisen, aber etwas von der Härte des Eisens wird offenbar in ihm sein, da du ja das Eisen mit feuchtem Ton vermischt erblickt hast. 42 Und was die Fußzehen betrifft, die teils aus Eisen und teils aus geformtem Ton waren: Das Königreich wird sich teils als stark erweisen und wird sich teils als zerbrechlich erweisen. 43 Daß du Eisen mit feuchtem Ton vermischt erblickt hast: Sie werden schließlich mit der Nachkommenschaft der Menschen vermischt sein; aber sie werden sicherlich nicht aneinanderhaften, dieses an jenem, so wie sich Eisen nicht mit geformtem Ton vermischt.

 

In der Demokratie mischen sich zwei Elemente, die sich grundsätzlich widerstehen: Das Eisen der Herrschenden und der weiche, formbare Ton der Beherrschten. Laut dem Wortsinn das „Demokratie“ (gr. Demos = Volk und kratia = Herrschaft: Herrschaft des Staatsvolkes) bedeutet, müsste das Volk der Souverän sein, der durch Gesetze, die es mittels Mehrheiten bestimmt, verändert, ergänzt oder verwirft, somit von unten her die Regeln festlegt. In der echten Demokratie wählt das Volk jene, welche es führen und beherrschen. In der Theorie mag dies bestechende Vorteile zeigen, in der Praxis erweist es sich, dass es wahre Demokratie kaum gibt und noch seltener langfristig wirklich gute Resultate erzeugt! Schon Platon war gegenüber der Demokratie im alten Athen skeptisch eingestellt.

 

Wir hörten über Jahrzehnte hinweg, dass die Demokratie von allen Regierungsformen die Beste sei. In einigen Aspekten mag dies sogar zutreffen, vor allem dann, wenn man den Vergleich zu Autokratien und zu Gewaltherrschaften, der Tyrannei zieht!  Wer das Thema ehrlich und unvoreingenommen in die Tiefe angeht, dem wird schnell ersichtlich, dass die Demokratie dem göttlichen Prinzip eines einzigen, höchsten Souveräns, Jehova zuwider geht! Entweder sagt Gott dem Menschen, was für ihn gut oder schlecht ist, oder aber der Mensch bestimmt dies selbst und gibt sich seine eigenen Gesetze! Eigentlich war der erste Versuch zur „Demokratie“ im Garten Eden gelegt worden, wo Satan durch seine Informationspolitik Eva auf seine Seite zog und sich Adam dieser Mehrheit anschloss, um Gottes GESETZ zu umgehen! Der treue Hiob gab zu bedenken:

 

*** Rbi8  Hiob 34:12 ***

Ja in der Tat, Gott selbst handelt nicht böse,

Und der Allmächtige selbst verdreht das Recht nicht.

 

Wer dagegen Gottes GESETZ im Geringsten missachtet oder verdreht, der wird es später in immer grösserem Umfang tun, bis Anarchie und Gesetzlosigkeit gegenüber göttlichem Gebot die Oberhand gewinnen! Bedenken wir in diesen Zusammenhang Jesu Worte, die wir uns alle „auf lebendige Tafeln aus Fleisch“, aufs Herz schreiben sollten:

 

(Matthäus 5:17-19)  Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

 

Dieser Hinweis Jesu hat grosse Konsequenzen! Paulus erklärt, dass keiner der heute Mächtigen das Ende dieses Systems überleben werde: Der in Jehovas Augen „Geringste“ wird den Preis des Hochmutes bezahlen, keinen Respekt vor Gott und seinem Geboten gezeigt zu haben!

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?

 

All jene, aber die Gottes Gebote trotz Anfeindung hielten werden „Gross“ genannt werden, obwohl sie in diesem System unter Satans Führung keine oder nur eine ganz geringe Rolle spielten. Künftig, nach Harmagedon und durch Gott auserwählt werden sie als „neue Himmel“ im „Königreich der (neuen) Himmel“ die Erde leiten! Der Prophet Zephanja beschreibt, was nun schon bald kommen wird!

 

(Zephanja 3:11-13)  An jenem Tag wirst du nicht beschämt werden wegen all deiner [[(gesetzlsen)]] Handlungen, mit denen du dich gegen mich vergangen hast, denn dann werde ich aus deiner Mitte deine hochmütig Frohlockenden entfernen; und du wirst nie wieder hochmütig sein auf meinem heiligen Berg [[(der Spitze der kommenden Macht, dem Zion Gottes)]]. 12 Und ich werde gewiß in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen [[(die „grosse Volksmenge“)]], und sie werden wirklich Zuflucht nehmen zum Namen Jehovas. 13 Was die Übriggebliebenen Israels [[(das „Israel Gottes“)]] betrifft, sie werden keine Ungerechtigkeit tun noch Lügen reden, noch wird in ihrem Mund eine trügerische Zunge gefunden werden; denn sie selbst werden weiden und tatsächlich lagern, und niemand wird dasein, der [sie] aufschreckt.“

 

Ja, im Mund des „Israel Gottes“ der künftigen Priesterkönige gibt es keinerlei Unwahrheit! Sie haben Gottes Willen und Sein Gebot so kundgetan, wie Jehova es durch Seine Propheten verkündet hatte! Johannes bestätigt dies für die Millenniumsherrschaft: „Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.“ (Off 14:4, 5)

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?

 

Demokratie ist nicht nur die aufwendigste alle Regierungsformen, es ist auch die letzte, die der Mensch mit aller Gewalt durchzusetzen versucht. Die heutige Politik der Weltmacht USA versucht mit aller Gewalt seine Form der Demokratie auf der ganzen Erde durchzusetzen! Damit aber wendet sie sich direkt gegen Gottes Königreich in Jesu Händen!

 

(Vergleiche Grafik: 5.3  Gesetz, richterliche Entscheidung, Vergeltung)

 

Gesetz, richterliche Entscheidungen, Vergeltung

 

Die Staaten der Erde, die „zehn Hörner des wilden Tieres“ sind an und für sich machtlos, denn neben einer Mehrheit die sie niederstimmen ist nachher noch der Sicherheitsrat, in dem die Veto-Mächte jeden Entscheid der Vollversammlung unterlaufen können! Ein herrliches Welttheater, inspiriert vom „Gott dieses Systems“ wo viele der verbundenen Glieder die gegen sie erlassenen Bestimmungen der UNO einfach ignorieren oder pro-forma ausführen, ohne den tatsächlichen Effekt zu erreichen der erwartet wird!

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:12-14 ***

Und die zehn Hörner, die du sahst, bedeuten zehn Könige [[(zehn = Vollzahl; Könige = Regenten, Regierungen)]], die noch kein Königtum empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige für eine Stunde [[(eine vegleichsweise kurze Periode]] mit dem wilden Tier [[(der UNO)]]. 13 Diese haben einen Gedanken [[(ihre eigene Souveränität zu behalten und damit all die Privilegien)]], und so geben sie ihre Macht und Gewalt dem [[(siebenköpfigen)]] wilden Tier. 14 Diese werden mit dem Lamm kämpfen [[(Jesus als „Reiter auf dem weissen Pferd“ und dessen Engelheere („Ausserirdische“))]], doch wird das Lamm sie [[(am Tag der grossen Endschlacht Harmagedons)]] besiegen, weil es Herr der Herren und König der Könige ist. Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen [werden das tun].“

 

Die Folge der Missachtung Gottes als Gesetzgeber findet in der Schlacht von Harmagedon [B3] ihren Höhepunkt und ihren Abschluss! Die Machthaber dieses Systems richten sich gesamthaft gegen Gottes Auserwählte unter Jesus, dem „Reiter auf dem weissen Pferd“ und verfolgen bis zuletzt die Auserwählten, die für Jesus und nicht für eine Religion Zeugnis ablegen und die auch die geringen Gebote Gottes halten. (Off 19:11, 19, 20)

 

(Offenbarung 12:17)  Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen [werden das tun]“, erklärte Zephanja! Berufen ist jeder Mann durch seine Taufe, auserwählt aber ist nur der, welcher Jesus am Gerichtstag dazu bestimmt! Nur die Treuen darin werden mit ihm im kommenden System mit „eisernem Stab“ herrschen, damit sich keine schlechte Wurzel mehr ausbreiten kann!

 

(Vergleiche: Grobübersicht Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht)

 

6.2.3.2          Unterwirfst du dich göttlichen oder demokratischen Normen?

Demokratie ist Gottes Königreich unter Jesu Herrschaft vollkommen entgegen gerichtet! Die Heuchelei, die mit Demokratien in christlichen Ländern verbunden ist, kennt heute kaum noch Grenzen! Im Namen des Volkes werden jegliche Richtlinien Gottes und Jesu übertreten und ungültig gemacht, weil Mehrheiten allzu oft ihr eigenes, egoistisches Verlangen ins Zentrum stellen!

 

Heute Abstimmung: Wer abstimmt über jene, die uns beherrschen macht er sich nicht zum "Teil der Welt"?Die heutigen Scheidungsgesetze sind ein Teil dessen, was Gottes Recht und Jesu Gebot oft diametral entgegenstehen! Die weitverbreitete Aussage, dass dies alles eigentlich dem Schutz der Ehe dienen würde ist wohl recht augenfällige Beschönigung, denn in Wirklichkeit dienen diese Gesetze und deren Anwendung dem Ehebruch und der Scheidung! Eheschutzrichter helfen offensichtlich eher der Scheidung, wie dass sie dem Erhalt der Ehe dienen würden! Seit dem Inkrafttreten der liberalen Scheidungsgesetze wurden immer mehr Ehen geschieden! Später gehen wir auf einige der Gründe näher ein!

 

Erst wenn wir verstehen und anerkennen, dass kein Mensch göttliches Recht straflos ausser Kraft setzen kann, werden wir beginnen echte Gottesfurcht zu entwickeln, auch was unsere eigene Ehe anbetrifft!

 

Vergleichen wir nun nochmals Jesu Worte, die wir Eingangs bereits zitierten, mit den landesüblichen demokratischen Gesetzen:

 

*** Rbi8  Matthäus 19:3-9 ***

Und Pharisäer traten an ihn heran, in der Absicht, ihn zu versuchen, und sprachen: Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen?4 In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat 5 und sprach: Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden ein Fleisch sein‘, 6 so daß sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 7 Sie sagten zu ihm: Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen? 8 Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“

 

Ehe, Scheidung und Wiederheirat? Kennst Du die klaren Grenzen?Jesus spricht das, was ihm der Vater aufgetragen hat! In Wirklichkeit sind heutige, dem Namen nach „christliche“ Staaten Nationen, welche Christi GESETZ mit Füssen treten und dadurch den Ehebruch und die Scheidung ohne Gründe wie damals die Pharisäer begünstigen! Der Unterschied ist lediglich, dass heute Frauen in der Scheidung meist Vorteile herausholen, damals aber geschädigt wurden. Es sind Nationen, deren Vertreter sich oft mehrheitlich aus Ehebrechern zusammensetzen! Das ist eine harte aber leicht überprüfbare Wahrheit, wenn wir Scheidungs- und Wiederverheiratungsziffern aus offiziellen Statistiken lesen! Wer die Abgeordneten und höchste Regierungsvertreter in Beziehung auf ihre Ehe oder ihr moralisches Verhalten untersucht stellt schnell fest, dass jene selbst göttliches Recht mit Leichtigkeit übertreten. Gar mancher mag sich durch solche Aussagen persönlich betroffen fühlen, weil ihm zuvor solche Tatsachen nie direkt vor Augen gehalten wurden!

 

Jesus nennt den einzigen Scheidungsgrund: Dann, wenn der Partner Hurerei begeht! „... wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, (begeht) Ehebruch“. Wer einen durch eigenes Verschulden geschiedenen Mann oder eine Frau heiratet, die sich von ihrem Ehepartner nicht wegen Hurerei getrennt hat, macht sich laut Jesu Warnung selbst des Ehebruchs schuldig! Dies bedeutet klar, dass in Gottes Augen die frühere Ehe nicht geschieden ist! Das Scheidungszeugnis von Richtern dieses Systems ist nicht das Blatt und die Tinte wert! Der höchste Richter entscheidet gemäss Seinen Verordnungen!

 

Gottes GESETZ sagt deutlich, dass sowohl Hurer wie Ehebrecher gerichtet würden! Der Hurer verdient die Todesstrafe, warum der unschuldige Ehepartner sich gültig scheiden lassen kann. Wer den Ehevertrag aus andern Gründen bricht ist ein Ehebrecher und verdient ebenso die Todesstrafe, denn Gott selbst hat die Ehe geschaffen, es ist ein Bund vor dem Höchsten! Darum erklärt Paulus getrennt beide als schuldig, sowohl den Hurer als auch den Ehebrecher, die Gottes Königreich nicht erben werden! Viele Kirchen lehren, dass das eine und andere dasselbe sei, was eindeutig den Worten der Schrift widerspricht!

 

Die Strafe laut GESETZ Mose auf Hurerei, welche die Ehe bricht, lautete auf Tod. Gott begünstigt weder Mann noch Frau, beide sind des Todes schuldig, welche ausserehelichen Verkehr haben!

 

*** Rbi8  3. Mose 20:10 ***

Ein Mann nun, der mit der Frau eines anderen Mannes Ehebruch begeht, der begeht Ehebruch mit der Frau seines Mitmenschen. Er sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden, der Ehebrecher wie auch die Ehebrecherin.

 

Paulus wiederholt dieses selbe Strafmass unverhohlen für Christen, wenn er sagt, dass Ehebrecher Gottes Königreich nicht ererben würden! Er fasst mehrere Vergehen zusammen, alle mit demselben Effekt Gottes Königreich nicht zu erben.

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:9-11 ***

Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch [[(als sie unwissend vor ihrer Taufe so gehandelt hatten)]]. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden [[(in der Glaubenstaufe, beim Untertauchen, was dem Absterben gegenüber dem „Gesetz der Sünde“ entspricht. Daher wurde „die handschriftliche Urkunde (der Richterspruch)“ oder „der gegen uns lautende Fluch“ an den Stamm geheftet, wo Jesus doch für unsere Sünden starb. Beim Auftauchen aus dem Wasser, kamen wir sinnbildlich zum Leben, um künftig das „GESETZ des Geistes“ einzuhalten.)]] im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

 

Ja, die Taufe wäscht von früheren Sünden rein, weil Gott uns zufolge des Glaubens in Jesu Opfertod durch „unverdiente Güte“ freispricht! Derselbe Paulus warnt aber, dass es nach der Taufe kein weiteres Opfer mehr gibt für willentliche Übertretung von Gottes Normen, das Handeln „wider heiligen Geist“! (Heb 10:26-31) „Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern „wer sie tut, wird durch sie leben“. Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.‘ “ (Gal 3:12, 13)

 

Artikel: 8.1.2 Welches Gesetz bringt der Menschheit die besten Resultate?

 

1.Teil: Paulus spricht von mindestens sieben unterschiedlichen Gesetzen: Welchen gebührt unsere Loyalität?

 

Adam und Eva; freie Kopie des Gemäldes von Titian. Um  1570, 237 x 184 cmSeit dem Garten Eden versucht der Mensch für sich selbst zu entscheiden, was für ihn gut und was schlecht sei. Satan hatte das erste Menschenpaar bereits dazu verführt Gottes Gebot zu übertreten und selbst über Gut und Böse zu entscheiden! Wir stehen am Ende einer langen Kette von enttäuschenden Erfahrungen und sind als Folge davon offensichtlich nahe daran unseren Planeten für das Weiterleben ungeeignet zu machen und die menschliche Art gar auszulöschen! Erstaunlicherweise hat dies direkt mit Ablehnung göttlicher Gesetzgebung zu tun: Es ist die Konsequenz aus der Missachtung jener Gebote die zu unserem Schutze erlassen wurden. Gott hatte deutlich gesagt, dass Tod die Folge der Übertretung sein werde!

 

Welches der Gesetze bringt uns Menschen optimale Resultate? Jenes GESETZ Gottes, das er durch Mose gab und durch Christus dessen vollkommene Erfüllung vorleben liess, oder die unterschiedlichen Gesetze die Nationen oder Religionen vorgeben? Interessant ist zu wissen, dass das in Bibelübersetzungen verwendete Wort „Religion im 2.Buch der Könige mit „anderslautendes Gesetz“ identifiziert wird! Das bedeutet, dass der Begriff „Religionen“ eigentlich nur „unterschiedliche Gesetze“ bedeutet, die nicht mit dem „GESETZ Israels“ übereinstimmen! Nur die „Nation“ die Gottes GESETZ anerkennt und die Gebote Jesu einhält hat aber Jesu und damit Gottes Anerkennung und ist wahres „Israel“! Nur sie allein bildet den „Leib des Christus“ von dem Paulus sagt, dass er das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, der Liebe des Vaters darstellt, somit keine Religion ist!

 

Brauchen wir wirklich Nachhilfestunden, um solche klaren Worte zu verstehen oder fehlt es jenen, welche die Verantwortung hätten uns über die Risiken der Übertretung gewisser Gebote zu informieren an Verantwortungsbewusstsein? Allerdings zeigt Paulus auch den Ausweg für solche, die Gottes GESETZ zuvor nicht kannten, die Gebote übertraten, jedoch später in ihrem Herzen umkehrten! Wer unsere Tabelle innerhalb der Besprechung des 2.Petrusbriefes sorgsam studiert, der kann schnell erkennen, dass jedes Gebot das im Alten Testament der Todesstrafe unterlag ebenso im Neuen Testament behandelt wird! Lassen wir uns nicht irreführen, Gottes Gerichtstag hat sich genaht!

 

Altes und Neues Testament stimmen in den Straffolgen bei Gesetzesverletzungen vollkommen überein!10.3.6.2....... Was erklärt das „Alte Testament“ im Einklang mit dem „Neuen Testament“ als Sünde die Tod verdient?. 51

„Gedenkt der ersten Dinge vor langer Zeit her“! 51

10.3.6.3....... Gegenüberstellung der Folgen von Gesetzesübertretung unter „GESETZ Mose“ und dem „GESETZ des Christus“ 52

A)     Vergehen gegen Jehovas Recht als Schöpfer, Satzungsgeber und Richter der ganzen Erde (1. bis 3.Gebot) 53

B)     Vergehen gegen Jehovas Sabbate & Festzeiten (4.Gebot) 54

C)     Vergehen gegen Jehovas Tempel, seine Vertreter 55

D)     Vergehen gegen Gegenstände innerhalb des Tempels und in Bezug auf Opfer und Gelöbnisse  57

E)     Speise- und Reinheitsvorschriften  58

F)     Vergehen gegen den Nächsten (5. bis 10.Gebot) 59

G)     Verschärfung der Strafbestimmung durch das „GESETZ des Christus“ 62

H)     Anwendung der Strafbestimmung des „GESETZES des Christus“ durch die Apostel 64

I)       Gegenüberstellung der Anwendung des „GESETZES des Christus“ mit dem „GESETZ Mose“ 65

 

Der Apostel Johannes wiederholt dasselbe Strafmass in der Offenbarung für Hurer, für jene die einen Bund brechen, da diese Lügner sind! Ganz offensichtlich hatte sich bis zum Ende des ersten Jahrhunderts auch für Christen nichts geändert, wenn gleich auch an die Stelle der Todesstrafe der Ausschluss aus der Christenversammlung trat! Im Schlussgericht, am Ende des Millenniums erwähnt der Engel, was  mit Übertretern von Gottes GESETZ schlussendlich geschehen wird:

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:8 ***

Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

 

Christen, welche Jesu Gebote ernst nehmen und Gott gefallen möchten sollten somit all diese Texte aus der Bibel in ihrem Zusammenhang zu verstehen suchen und entsprechend zu handeln beginnen! „Überdies hat [Gott] euch, obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen [[(zufolge der Sünden und des darauf lastenden Fluches)]] und in dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches [[(bevor das Herz mittels Gottes GESETZ die Beschneidung erfuhr)]], zusammen mit ihm [[(Jesus)]] lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Verfehlungen verziehen und die gegen uns [lautende] handschriftliche Urkunde, die aus [[(Gerichts-)]]Verordnungen bestand und [[als Fluch gem. GESETZ]] gegen uns war, ausgelöscht; und ER hat sie aus dem Weg geräumt, indem sie an den Marterpfahl [[Pfahl]] genagelt wurde.“ (Kol 2:13, 14)

 

Die Weisungen des GESETZESBUCHES immer wieder wiederholen!Wer sich von Gottes Geboten zu entziehen sucht, indem er Unkenntnis vorzieht ist ein „Feigling“ oder ein „Ungläubiger“, weil er das Gebot und das Strafmass ablehnt, unterliegt jedoch exakt derselben Strafe! Sich durch Religionsführer ein X für ein U vormachen zu lassen ist bestimmt nicht klug! Gottes Vorhersagen haben sich stets erfüllt! Nachdem Josua das gelobte Land Kanaan erobert hatte warnte er Israel mit den folgenden Worten.

 

*** Rbi8  Josua 23:14-16 ***

Nun siehe! Ich gehe heute den Weg der ganzen Erde, und ihr wißt wohl mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß kein einziges Wort von allen guten Worten, die Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, dahingefallen ist. Sie alle sind für euch eingetroffen. Kein einziges Wort von ihnen ist dahingefallen. 15 Und es soll geschehen, so, wie das ganze gute Wort, das Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, über euch gekommen ist, so wird Jehova das ganze üble Wort über euch bringen, bis er euch vertilgt hat von diesem guten Boden hinweg, den Jehova, euer Gott, euch gegeben hat, 16 weil ihr den Bund Jehovas, eures Gottes, übertreten habt, den er euch geboten hatte, und weil ihr hingegangen seid und anderen Göttern gedient und euch vor ihnen niedergebeugt habt. Und Jehovas Zorn wird bestimmt gegen euch entbrennen, und ihr werdet bestimmt rasch umkommen, von dem guten Land hinweg, das er euch gegeben hat.“

 

Wir stehen kurz vor der Erfüllung „all der guten Worte“ die Jehova über die „neue Erde“ und die „neuen Himmel“ geredet hat! Genauso wie Er sein Volk schlussendlich nach Kanaan führte und ihnen den Sieg über ihre Feinde gab, so wird es in Harmagedon werden, wo Jesus den Sieg über seine Feinde erringen wird, welche sich ihm widersetzt haben.

 

6.2.3.3          Scheidungsgesetze als Grundlage für ungerechtfertigte Bereicherung?

Was ist die Folge von Gesetzen, welche Gottes Normen widersprechen? Das tägliche Leben wird durch immer mehr Gesetze, Vorschriften, Regeln und Ausführungsbestimmungen bestimmt, die sich allzu oft gegenseitig widersprechen! Auf Lüge und Unrecht kann nicht Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit wachsen! So werden weitere Vorschriften notwendig, welche die Lücken zuzudecken versuchen. Wer auf Sand baut wird den Zusammenbruch des mühevoll errichteten Gebäudes erdulden müssen! Gottes GESETZE allein bilden eine feste, solide, unverrückbare Grundlage! Wenn wir den Sinn der Gebote Gottes erfasst haben, suchen wir nicht nach Lücken und Ausflüchten, um jene GESETZE zu umgehen!

 

(Vergleiche Grafik: 1.3  Haus der wahren Weisheit)

 

Weisheit: Hast du auf Sand gebat oder auf Fels?

 

Jeremia müsste über Juda Gottes Gerichtssprüche äussern. Jene Nation hatte sich wie schon zuvor das Zehnstämmereich Israel weit von Gottes gerechten Vorgaben entfernt. Die herrschende Klasse der Priester, der Leviten, des Königs und ihrer Beamten achteten die Rechte der Untertanen nicht und behandelten sie hart.

 

Wehe denen, die ihr Haus nicht auf das Fundament von Gottes Gerechtigkeit aufbauen. Ihre Rechtssprechung ist die von Tieren.*** Rbi8  Jeremia 22:13-17 ***

Wehe dem, der sein Haus baut, doch nicht mit Gerechtigkeit, und seine Obergemächer, doch nicht mit Recht, durch Ausnutzung seines Mitmenschen, der ohne Entgelt dient und dessen Lohn er ihm nicht gibt; 14 der spricht: ‚Ich werde mir ein geräumiges Haus und bequeme Obergemächer bauen; und meine Fenster dafür sollen erweitert werden, und die Täfelung wird mit Zedernholz sein und mit Zinnober bestrichen.‘ 15 Wirst du weiterhin regieren, weil du durch den Gebrauch von Zedern[holz] wetteiferst? Was deinen Vater betrifft, aß und trank er nicht und übte Recht und Gerechtigkeit? Da ging es ihm gut. 16 Er vertrat den Rechtsanspruch des Niedergedrückten und des Armen. In jenem Fall ging es gut. ‚War nicht das ein Fall, mich zu kennen?‘ ist der Ausspruch Jehovas. 17 ‚Bestimmt sind deine Augen und dein Herz auf nichts gerichtet als auf deinen ungerechten Gewinn und auf das Blut des Unschuldigen, um [es] zu vergießen, und auf Übervorteilung und auf Erpressung, um [sie] auszuüben.‘

 

All diese nationalen und religiösen Gesetze und Normen geben immer mehr Anwälten immer mehr Material, um vor immer unfähigeren, gottentfremdeten Richtern und Gerichten ihre unsinnigen, kostspieligen Kampfspielchen auszuführen. Recht und Anstand werden dabei allzu oft mit Füssen getreten! Wie oft gewinnt der bessere Lügner oder jener, der den fähigeren und skrupelloseren Anwalt zu bezahlen vermag! Ein vollkommene Verdrehung des Rechts ist die Folge, dessen Verlierer ist nicht bloss der Einzelne der unterliegt, es ist das ganze Volk das Verlust erleidet, das die so viel bejubelte Freiheit in der Demokratie mit einem sehr hohen Preis bezahlt!

 

Clevere Scheidungsanwälte reissen sich förmlich um zahlungsfähige Klienten, um in jahrelangen Scheidungsprozessen sich ohne jeglichen Anstand darum zu balgen, das durch harte eigene Arbeit Aufgebaute ihrer Klienten oder Rechtsgegner zu ruinieren. Die Scheidung wurde zum Milliardengeschäft einer Anwalts- und Gerichtsindustrie! Oft genug tragen jene Staatsdiener die Hauptschuld, dass es überhaupt zur Trennung und Scheidung kam, weil sie ihren künftigen Kunden von einem Leben in Freiheit redeten und Rache und Strafe am bösen Partner versprachen. Unscheinbare Streitigkeiten werden bald zu lebensbedrohenden Angriffen aufgebauscht, bis die Betroffenen selbst davon überzeugt sind, dass alles so dramatisch war!

 

 

6.2.4           Gottes Gericht an den Ehebrechern des Systems vorhergesagt

 

6.2.4.1          Jehova sagt den Politikern und Richtern ihr eigenes Gericht vorher

Wer die Verhältnisse innerhalb südamerikanischer Länder, in Afrika oder im Orient kennt oder gar am eigenen Leib die vorherrschende Ungerechtigkeit erfahren hat, wer zudem  die Korruption die dort im Namen der Demokratie herrscht erlebt hat, der ist über die bisher behandelten Worte aus der Bibel wenig erstaunt! Je mehr sich die Länder „christlich“ nennen und je grösser der Einfluss der grossen Kirchen ist, desto schlimmer scheinen die Verhältnisse zu sein. Die regelmässigen Volksaufstände und Revolutionsbestrebungen von Mexiko bis Patagonien sind nur ein kleiner Hinweis über Kommendes während der „grossen Drangsal“!

 

Buenos Aires: Dezember 2001: Das Volk fordert, dass  alle in der Regierung gehen!Wie vor wenigen Jahren 2001 in Buenos Aires in den Casseralasos schrie das Volk: „Mögen sie alle gehen!“ („Que se vayan todos“). Es scheint kein heiler Fleck mehr am Staatskörper zu geben, der nicht durch Korruption am Verfaulen ist! Schöne Worte genügen nicht mehr, um das Volk zur Besinnung zu bringen und roher Staatsterror, um durch Waffengewalt Ruhe und Ordnung wieder herzustellen führt allzu oft zu langen, blutigen Bürgerkriegen!

 

Jehova lässt für die Zeit von Jesu Rückkehr zur Erde [B1], bevor er die Nationen „mit eisernem Zepter zerbrechen“ wird [B3], die Politiker und Richter wie folgt warnen:

 

*** Rbi8  Psalm 2:10-12 ***

10 Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

 Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht,

Und frohlockt mit Zittern.

12 Küßt den Sohn, daß ER [[(Jehovas Tag der Rache)]] nicht in Zorn gerät

Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg,

Denn leicht entbrennt sein Zorn.

Glücklich sind alle, die zu ihm Zuflucht nehmen.

 

Jehova und seinem Sohn zu dienen bedeutet deren Willen zu kennen und ihn auszuführen! Recht und Gerechtigkeit müssen im Einklang mit Gottes Wort stehen!

 

Menschrecht in Sachen Scheidung macht Gottes Gebot ungültig!Scheidungen spielen bei alldem eine Schlüsselrolle, weil sie einen grossen Teil der Bevölkerung betreffen! Beide Parteien sind bei Kampfscheidungen die Verlierer, nur die Anwälte gewinnen dabei stets! Der verlierende Anwalt ein bisschen weniger als der gewinnende! Wo aber irgendetwas zu stehlen ist werden sich die Anwälte ihren Teil zu holen wissen. Die Richter kennen das Spiel und spielen es heuchlerisch mit, indem der Schein von Recht darüber gebreitet wird!

 

Wie ein Bumerang richtet sich mit der Zeit das Gesetz der Nationen selbst gegen jene, die diese Gesetze propagierten und ausführten. Das lautstark verkündete Ziel das sie zu erreichen versuchten, nämlich Freiheit und Gerechtigkeit zu erzielen, wird immer öfters verfehlt! Meist wurde zum Recht für eine kleine Minderheit das, was die Mehrheit nur umso willkürlicher ausbeutet. Die Katze beginnt sich dabei in den eigenen Schwanz zu beissen!

 

Das Rechtswesen der ganzen Welt wird durch immer neue Skandale von Betrug, Rechtsbeugung und Korruption erschüttert. Die Gerichte sind überlastet, Rechtsprechung die nicht zur Zeit erfolgt wird zu eigenem, neuem Unrecht. Das schwelende Unrecht und die Brutalität nehmen in immer breiteren Bevölkerungsschichten mehr und mehr die Überhand und jene jubeln, die scheinbar nie zur Rechenschaft gezogen werden! Wie in vielen bisherigen Aufständen geschundener Völker richtet sich während der „grossen Drangsal“ schlussendlich die Wut des Volkes gegen die eigenen Politiker und die Richter.

 

6.2.4.2          Kein Ausweg und keinen Schutz für die Mächtigen zum Ende der „grossen Drangsal“!

Die 3.Vision des JohannesJehova aber warnte frühzeitig darüber, was während der „grossen Drangsal“, der Zeit des sechsten der sieben Siegel, innerhalb der 3. Vision des Johannes erdenweit kommen wird. Der Apostel sieht in der Vision wie Jesus im Himmel vor Gott und den Engeln jene Siegel bricht unseren Inhalt liest, was er in der Vision sich in der Zukunft erfüllen sieht:

 

Beim Öüffnen des sechsten Siegels verfinstern sich Sonne und Mond und die Sterne fallen vom Himmel der Möchtigen dieses Systems*** Rbi8  Offenbarung 6:12-17 ***

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und es ereignete sich ein großes Erdbeben; und die Sonne [[(höchste Autorität dieses Systems, der durch Jesus aus dem 2.Himmel zur Erde hinabgeworfen wird (Off 12:7-10); 3.Wehe beginnt)]] wurde schwarz wie härenes Sacktuch, und der ganze Mond [[(zweite Autorität im 1. irdischen Himmel; der führende Kopf des siebenköpfigen „wilden Tieres“, das zweihörnige „wilde Tier“)]] wurde wie Blut, 13 und die Sterne des Himmels [[(die Mächtigen dieses „Systems der Dinge“)]] fielen zur Erde, wie wenn ein Feigenbaum seine unreifen Feigen [[(„666“ = Unvollkomenheit, Unreife dieses Systems in Poltik, Religion und Wirtschaft)]] abwirft, wenn er von einem starken Wind [[(den Sturmwinden, welche die vier Engel an den vier Ecken der Erde zurückhalten mussten währen die „neuen Himmel“ am Entstehen waren (Off 7:1-4))]] geschüttelt wird. 14 Und der [[(alte)]] Himmel entwich wie eine Buchrolle, die man zusammenrollt, und jeder Berg [[(jede Hierarchie)]] und [jede] Insel [[(im aufgewühlten Menschenmeer getrennte Christenversammlungen)]] wurden von ihren Stellen gerückt [[(„Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust.“ (Off 2:5))]]. 15 Und die Könige der Erde und die Personen von oberstem Rang und die Militärbefehlshaber und die Reichen und die Starken und jeder Sklave und [jeder] Freie verbargen sich in den Höhlen und in den Felsen der Berge [[(den Schutzvorkehrungen ihrer Organisationen)]]. 16 Und sie sagen fortgesetzt zu den Bergen und zu den Felsen [[(jene, die Schutz versprochen hatten)]]: „Fallt über uns, und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, 17 denn der große Tag ihres Zorns [[(Harmagedons)]] ist gekommen, und wer vermag zu bestehen?“

 

Ja, die Frage „wer mag bestehen“ musste viel früher individuell von jedem für sich und vor allem von christlichen Vorstehern, den „Leuchtern“ die doch „Licht“ des Verständnisses geben sollten beantwortet werden: Nur Jehova gibt waren Schutz durch sein himmlischen „Zion“, den höchsten „Berg“ göttlicher Organisation und Jesus ist der „Fels“, in dem wir Schutz suchen mussten und zwar weit vor den zwei Gerichtstagen der „Zeit des Endes“ [B1; B2]. „Denn sie pflegten aus dem geistigen Felsen zu trinken, der ihnen folgte, und dieser Fels bedeutete den Christus.“ (1.Kor 10:4)

 

Jene die heute die Macht besitzen und für die Lebensumstände ihrer Völker Verantwortung tragen kommen nun zu ihrem Ende und erstmals wird ihnen dies voll bewusst! Gottes Zorn und Jesu Rache an Gottes Feinden können sie nicht mehr entfliehen. Die „Berge“ hierarchischer politischer, religiöser und wirtschaftlicher Macht stürzen über ihnen selbst zusammen! Sie selbst werden aber zuvor erkennen, woher ihr Zusammensturz kommt und wer ihren Untergang verursacht!

 

Der Prophet Habakuk klagte vor Jehova die Umstände, die er selbst in seinen Tagen erleben musste und die heute mehr denn je gelten:

 

*** Rbi8  Habakuk 1:4 ***

Darum wird das Gesetz [[GESETZ]] kraftlos, und das Recht geht niemals hervor. Denn der Böse umgibt den Gerechten, darum kommt das Recht verdreht hervor.

 

Eigentlich ist dies alles wenig erstaunlich, wenn wir mit offenen Augen feststellen, dass viele Menschen die grosse Verbrechen und grosses Unrecht begangen haben und gemäss göttlichem Recht gar den Tod verdienten, dass genau solche Individuen heute frei und in Ehren und Ansehen stehen! Allzu oft sind Richter selbst jene, die das Gesetz am häufigsten verdrehen und es selbst brechen! Ganz offensichtlich hat das herrschende Rechtssystem erdenweit grosse Mängel und ist selbst für die herrschenden ungerechten Verhältnisse mit grosser Schuld beladen! Ein Ort auf der Erde, wo wahre Gerechtigkeit für alle herrscht ist bestimmt die vollkommene Ausnahme! Glücklich wen es trifft unter solchen Verhältnissen zu leben!

 

6.2.4.3          Eine feierliche Versammlung treulos handelnder Ehebrecher

Aber schon zur Zeit Jeremias im siebten Jahrhundert vor unserer Zeit herrschten solch ungerechte Verhältnisse, bevor Gott mit seinem Gericht gegen sein eigenes Volk Israel und dessen letzten König Zedekia eingriff! Jeremia vergleicht es als kollektiven Ehebruch Israels gegenüber Jehova als Gott und Satzungsgeber. Dass das Volk dabei feierliche Versammlungen und göttlich verordnete Feste abhielt wurde ihm eher zum Schlimmeren als zum Besseren! Deren Vorsteher glänzten dadurch, dass sie mit den Übertretern gemeinsame Sache machten!

 

Konklave im Vatikan: "eine feierliche Versammlung treulos Handelnder" *** Rbi8  Jeremia 9:2-3 ***

O daß ich in der Wildnis ein Nachtlager für Reisende hätte! Dann würde ich mein Volk verlassen und von ihnen weggehen, denn sie alle sind Ehebrecher, eine feierliche Versammlung treulos Handelnder; 3 und sie spannen ihre Zunge als ihren Bogen in Falschheit; aber nicht für [die] Treue haben sie sich als mächtig erwiesen im Land.

 

Geistiger Ehebruch gegenüber Jehova war zum allgemeinen Verhalten geworden. Gegenüber Gottes Verordnungen handelten alle treulos und in Falschheit! Die Führung war moralisch verfault, obwohl sie gegen aussen einen Anschein von Recht und Gerechtigkeit vermitteln mag. Man erachtete das Bestehende Schlechte als normal und als gegeben, als unveränderlich.

 

Jeremia wünschte für sich ein getrenntes Nachtlager und sein Bestreben war es, dieses ehebrecherische Volk zu verlassen und wegzugehen, sich abzusondern, um nicht selbst angesteckt zu werden! Jehova fordert Christen in der Endzeit auf „Babylon die Grosse“, die Gesamtheit aller Religionen zu verlassen, so lange dazu Zeit besteht und sich in die „Wildnis“ der Absonderung von den Religionen zu begeben. Jesaja spricht öfters von „Inseln“!

 

Bedenken wir, dass wenn Jesus von „Schriftgelehrten“ spricht, er eigentlich jene Kategorie Menschen anspricht, die wir heute als Anwälte, Richter, Notare, als Theologen, Priester und Bibelgelehrte in Gottes Wort und ähnliche Berufskategorien bezeichnen, welche aufgrund von tieferen Gesetzeskenntnissen eigentlich dem wahren Recht und der wirklichen Gerechtigkeit dienen sollten. Pharisäer oder Sadduzäer stellten dabei die sektiererische religiöse Richtung innerhalb des Judaismus dar. Heute würde dies bedeuten Katholik, Protestant oder irgendeiner andern christlichen Konfession anzugehören. Kurz vor seiner Ermordung warf Jesus licht auf jene Gruppen und deren wirkliche Heuchelei:

 

Theologische Fakultät: Fragen nach Gott und der Welt (Matthäus 23:13)  Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch erlaubt ihr, daß die hineingehen, die sich auf dem Weg dorthin befinden.

 

In unseren Parlamenten, der gesetzgebenden Behörde und in der Exekutive, den Regierungen, bei den Gerichten, bei Polizei und Militär haben solche rechtsgebildeten und oft religiösen Personen, die gewöhnlich der vorherrschenden Mehrheitsreligion angehören hohen Rang und grossen Einfluss! Die politischen Parteien nennen sich gern „christlich“. Bedenken wir weiter, dass dazu die gesamte christliche Priesterschaft zählt, welche dafür sorgen müsste, dass göttliches Recht und Verordnungen die Jesus und die Apostel gaben über weltlichem Recht zu stehen kommt und niemals ein staatliches Gesetz göttliches Recht ausser Kraft zu setzen vermag!

 

In seiner Beschreibung der kritischen Zustände die am Ende dieses Systems vorherrschen würden, wo Paulus die Eigenliebe, die Lieblosigkeit und den Vertragsbruch erwähnt, wo Menschen die natürliche Zuneigung selbst in der Ehe vergessen und verleugnen. Eine Zeit, wo Loyalität zu Gott und Christus als Schwäche gekennzeichnet wird und wo niemand mehr zu keinerlei Kompromissen mehr bereit sein würde. Paulus zieht daraufhin eine Schlussfolgerung über solche Christen (2.Ti 3:1-5):

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:5-7 ***

... die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg. 6 Denn von ihnen stehen die Männer auf, die sich auf schlaue Weise Eingang in die Häuser verschaffen und schwache Frauen gefangennehmen, die, mit Sünden beladen, von mancherlei Begierden getrieben werden, 7 die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu kommen.

 

Ganz offensichtlich sind es führende Menschen die in die Häuser von glaubensschwachen Frauen eindringen, um sich Vorteile zu verschaffen! Paulus spricht diesen Menschen eine genaue Erkenntnis der Wahrheit ab und rät deutlich, sich von solchen Menschen zu trennen! Paulus zeigt, dass „genaue Erkenntnis“ der (unverfälschten) Wahrheit möglich ist, jene dies aber nie erreichen: „… die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu kommen.“ Der Prophet Daniel nannte hierzu den Grund:

 

(Daniel 12:9, 10)  Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Eine Reinigung und Läuterung gemäss GESETZ ist notwendig, ohne die kein wahres Verständnis erlangt werden kann! Genau das aber lehnen jene führenden Köpfe in diesem System das vom Teufel geleitet wird und das zum Abfall von Gottes Verordnungen auffordert. Böse ist jeder, der Gottes Willen und Seine Gebote missachtet!

 

(Vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblicl

 

 

6.2.5           Gott hasst Scheidung: Christen sollen die Ehe stärken und ausharren!

 

6.2.5.1          Ein einziger Scheidungsgrund zugelassen!

Genauso wie wir vorab die Verkehrsregeln lernen und uns im Umgang mit dem Auto üben müssen, um uns erfolgreich im heutigen hektischen Strassenverkehr einzuordnen, so ist es bestimmt klug, sich mit den göttlichen Regeln der Ehe auseinanderzusetzen noch bevor wir uns ans „Steuer“ setzen. Dem künftigen Ehemann als „Haupt“ obliegt es hier bereits die Führung zu übernehmen.

 

Bis dass der Tod euch scheidet „In guten und schlechten Zeiten treu zu sein, bis auf der Tod euch scheidet“ sagt der Pfarrer, wenn er das Ehegelöbnis entgegennimmt. Die meisten Ehepartner sind zu Beginn ihrer Ehe der Meinung, dass dies so sein sollte und so sein würde. Die Ehe ist ein Bund fürs ganze Leben. Jesus hatte den Grundsatz neu so festgelegt, weil er bereits ursprünglich so lautete. Im  jüdischen System seiner Zeit war er bereits in Vergessenheit geraten.

 

Erinnern wir uns inzwischen der bereits zweimal erwähnten Worte Jesus, deren Sinn und dessen Beziehung zu vielen Bereichen des Lebens eine so grosse Rolle spielen? Wir betrachten sie nun von einem neuen Standpunkt aus: Jesu Verschärfung des bereits bestehenden göttlichen GESETZES, indem er nur einen einzigen Scheidungsgrund zulässt: Hurerei!

 

*** Rbi8  Matthäus 19:3-9 ***

Und Pharisäer traten an ihn heran, in der Absicht, ihn zu versuchen, und sprachen: „Ist es einem Mann erlaubt, sich von seiner Frau aus jedem beliebigen Grund scheiden zu lassen? 4 In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat 5 und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden ein Fleisch sein‘, 6 so daß sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ 7 Sie sagten zu ihm: „Warum schrieb denn Moses vor, ihr ein Entlassungszeugnis [[(Scheidungszeugnis)]] zu geben und sich von ihr scheiden zu lassen? 8 Er sprach zu ihnen: „Im Hinblick auf eure Herzenshärte hat Moses euch das Zugeständnis gemacht, [daß ihr] euch von euren Frauen scheiden lassen [könnt], aber von Anfang an ist dies nicht der Fall gewesen. 9 Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“

 

Jesus sprach davon, dass zwei Menschen als Mann und Frau zu einer untrennbaren Einheit gebracht würden, „ein Fleisch“, dessen Zeuge des Eides oder Gelöbnisses Gott selbst ist! Moses hatte den Israeliten im GESETZ ein Zugeständnis gemacht, das Jehova duldete, so dass unter gewissen Umständen eine Scheidung möglich gewesen war, welches Richtern einen gewissen Spielraum in ihrer Entscheidung zuordnete. Jesus sagte, dass der Grund hierzu die Herzenshärte der Israeliten gewesen sei und verschärfte die Regel auf einen einzigen Scheidungsgrund: Den Ehebruch durch Hurerei! Das Fremdgehen des einen Partners gab dem anderen die Freiheit eine Scheidungsklage vor die Ältesten zu bringen! Der Hurer war doch der Todesstrafe unterworfen, unter Fluch gekommen!

 

Jene, welche Jesus mit ihrer Frage zu versuchen suchten, das waren die Pharisäer, die vorherrschende Sekte, welche der grösste Nutzniesser der vorherrschenden Scheidungspraxis war. Auch damals war die Scheidung für die Schriftgelehrten und Richter ein einträgliches Geschäft! Durch ihr System kleinlicher Regeln hatten sie Gottes GESETZ längst ungültig gemacht. Dieses verlangte weiterhin Treue. Sie hatten Jehovas Wort durch menschliche Traditionen ihrer Vorväter ersetzt, die irgendwelche Scheidungsgründe anerkannten. Jesus aber sollte auch auf dem Gebiet der Ehe die Dinge richtigstellen, das ursprüngliche Prinzip und das ursprüngliche Gebot wiederherstellen.

 

Die Frage der Pharisäer lautete nach den Gründen, die dazu führen könnten, dass eine Ehe geschieden werden darf. Ihrer Ansicht nach gab es vielerlei Gründe. Die meisten davon waren zu Gunsten der Scheidung des Mannes, die es erlaubten, wenn seine Frau älter wurde, dass er sie gegen eine jüngere, attraktivere eintauschen konnte. Der Bevorrechtigte war somit meist der Mann, da eine Frau sich nicht scheiden lassen konnte, ihr Status war eher der einer Sklavin ihres Mannes, der sie mittels des Scheidungsrechtes untertan hielt.

 

Jesus aber begann die Dinge wiederum richtigzustellen und wies die Pharisäer mit klaren Worten zurecht: „Habt ihr nicht gelesen ...“, jene die sich stets auf die Schrift beriefen hatten deren tieferen Gedanken wie so oft nicht verstanden, das lenkende Prinzip, das hinter einer bestimmten Verordnung oder einem GESETZ zugrunde liegt: Das wahre Recht, die Liebe, das bereitwillige Vergeben und die Barmherzigkeit, die in Treue enden, „… die gewichtigeren Dinge des GESETZES“!

 

Schriftgelehrte und Pharusäer: Heuchler!*** Rbi8  Matthäus 23:23-24 ***

Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr den Zehnten gebt von der Minze und dem Dill und dem Kümmel; aber ihr habt die gewichtigeren Dinge des GESETZES außer acht gelassen, nämlich das Recht und die Barmherzigkeit und die Treue. Diese Dinge hätte man tun, die anderen Dinge jedoch nicht außer acht lassen sollen. 24 Blinde Leiter, die ihr die Mücke aussiebt, das Kamel aber hinunterschluckt!

 

Wie die Pharisäer, so betrachten heute die Menschen ein richterliches Scheidungszeugnis als ein Dokument legaler Auflösung dessen, was laut Gottes Wort unauflöslich ist! Damit lassen sie aber „… das RECHT und die gewichtigeren Dinge“ von GOTTES GESETZ vollkommen ausser Acht! In Wirklichkeit lassen sie sich vom System betrügen, sie „straucheln im GESETZ“ und die Mitverantwortlichen sind jene, die solche Gesetze erlassen, sie propagieren und anwenden! Jesu Worte sind deutlich und klar: „Ich sage euch, daß, wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen aufgrund von Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht.“

 

Dieselbe Regel gilt für jede Frau und jeden Mann gleich, die einen Geschiedenen heiraten, ausser er ist wegen begangenen Ehebruchs des Partners und nicht durch eigenes Verschulden geschieden worden!

 

Die Regel Jesu ist klar und deutlich. Versuchen wir nun uns etwas mehr mit den Gefahren auseinanderzusetzen, die zur Scheidung beitragen können.

 

6.2.5.2          Was erschwert heute das Eheleben, was  früher anders war?

Während noch vor wenigen Jahrzehnten die Scheidung erschwert war und nur in bestimmten, gravierenden Fällen ausgesprochen wurde, so waren Ehepartner verpflichtet und durch äussere Umstände gezwungen sich untereinander zu einigen und ein gutes Einvernehmen zu suchen! Eheprobleme gab es auch damals, aber sie wurden zur Zeit unserer Grosseltern innerhalb der Familie meist in Frieden gelöst. Man musste sich aktiv um eine Lösung bemühen! Es gab gar keinen anderen Ausweg und das bedingte offenes Gespräch!

 

(Epheser 4:25-27)  Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören. 26 Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum.

 

In Ehre gemeinsam alt werden!Die Demokratie brachte liberale Scheidungsgesetze. Es besteht heute keine zwingende Notwendigkeit zur Lösung eines inneren Ehekonfliktes, zu erkennen, was dazu führt, dass die Auseinandersetzung aufgrund „Gleichberechtigung“ sehr leicht eskaliert. Jeder will nun den Machtanspruch auf das letzte Wort durchsetzen. Immer besteht heute ja der Notausgang zur Scheidung und Wiederverheiratung, auch wenn diese Möglichkeit anfänglich nicht in den Vordergrund unserer Beweggründe gerückt werden mag dient es schon bald zum Druck auf den andern auszuüben. Es mögen oft nur kleine äussere Anlässe als Auslöser dienen, die ständig mit neuen Argumenten gespeist werden, die dazu führen, dass aller inzwischen sorgfältig aufgestaute Hass losbricht und in einer Katastrophe endet.

 

Wenn sich aber beide Ehepartner des göttlichen Rechts bewusst wären und auch der wirklichen und nicht der imaginären Folgen, die ein Bruch mit sich bringt, so würden sie ihre Kraft zur Lösung des Konfliktes einsetzen und nicht hin zur Fortsetzung des Streites! Jehovas Grundsätze bleiben unveränderlich und wurden durch Jesus nicht ausser Kraft gesetzt!

 

*** Rbi8  2. Mose 34:6-7 ***

Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Ja, Die Vergehen der Eltern müssen dann die Kinder und Enkel tragen! Ehescheidung hat lange Folgen! Wer Straffreiheit beim Bruch göttlichen Rechts verspricht oder sagt, dass beim Tod solches ausgelöscht würde ist ein Lügner, weil Jehova in keinem Fall den Schuldigen ungestraft davonkommen lässt! Was sonst würde der Begriff „Auferstehung zum Gericht“ bedeuten, wenn nicht ungesühnte Sünde der Wiedergutmachung zugeführt würde? Wenn auch demokratische Gesetze den Ehebruch straffrei lassen und Ehescheidung begünstigen, so bedeutet dies nichts anderes als göttliches Recht zu beugen und zu brechen. Jesus dagegen gab seinen Jüngern den Ratschlag:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich [[(des Sohnes seiner Liebe)]] und SEINE [[(Gottes)]] Gerechtigkeit [[(im „GESETZ des Christus)]] zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

Gottes künftiges Königreich ist es, welches die ursprünglichen Massstäbe wiederherstellen wird! Jesus aber wird alles „Unkraut“ aus seinem „Königreich des Sohnes“ durch Engel als Schnitter am Tag der Urteilsvollstreckung zusammensuchen und bündeln lassen, damit es verbrannt werde! 

 

(Matthäus 13:37-43)  „Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Menschensohn; 38 das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, 39 und der Feind, der es säte, ist der Teufel. Die Ernte ist ein Abschluß eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel. 40 So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

 

Unsere Zeit ist so hektisch und verlangt so viel vom Einzelnen, dass nur sehr wenige wirklich hören! Wir tun gut daran, diese durch Christus erneut proklamierten Massstäbe wiederum im eigenen Leben anzuwenden. Dieses heute herrschende System wird bald schon vergehen, Gottes Königreich unter Jesu Herrschaft als der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ aber wird gerechte Verhältnisse schaffen und göttlichem Recht zum Durchbruch verhelfen.

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!

 

 

6.2.6           Welche Regeln stärken die Ehegemeinschaft?

 

6.2.6.1          Die Liebe zu Gott und zu seinem Wort an die erste Stelle setzen

Das erste Gebote lautet, dass wir Gott an erster Stelle lieben sollen und keine anderen Götter (oder Mächtigen) wider sein Angesicht haben sollen. Weder kirchlichen noch staatlichen „Göttern“ sollten wir uns beugen, die Seinem GESETZ trotzen! Das „GESETZ des Christus“ hat kleinere Veränderungen vor allem der Straffolgen gebracht. Von den 613 Geboten sind ein wesentlicher Teil weggefallen, da sie Levi betrafen, den priesterlichen Dienst am Altar und die Opfer, welche doch mit Jesu Tod und seinem vollkommenen Opfer des reinen Leibes und Blutes ersetzt hatte. Niemand wird überfordert die Gebote zu kennen, sehr wohl aber die unzähligen Gebote und Verordnungen der Staaten und Religionen!

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?g

 

Da Gottes heiliger Geist, der durch sein Wort zu uns spricht, so sollen wir Seinem Aussagen den gebührenden Respekt zollen und darauf genau achten. Wenn der Ehemann seiner Pflicht die Familie mit Gottes Wort vertraut zu machen nachkommt, da wird bestimmt auch die Frau sich durch dieses Wort leiten lassen. Jesus zeigte durch die Unterweisung seiner Apostel, dass er Gottes Gebot sehr ernst nahm und jene gaben seine Worte später an ihre eigenen Versammlungen weiter, die wie Grossfamilien wirkten und sich organisierten, ohne grosse Hierarchiestrukturen zu benötigen. Jesus zitierte oft und gern aus den Schriften des GESETZES und der Propheten, wenn er jeweils erwähnte: „Es steht geschrieben …“. Jehova gab durch Moses klare Anleitung:

 

Familienväter sind angehalten die ganze Familie im GESETZ zu unterrichten*** Rbi8  5. Mose 6:4-9 ***

Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

In einer Familie die geeint jeden Sabbat christliche Versammlungen besucht und die gemeinsam die Bibel liest, wo der Vater sich um die geistige Bildung der Familie bemüht, da wird das „Haupt“ viel zur Einheit der Familie beitragen und sich selbst Anerkennung und Ehre bei den Übrigen Gliedern schaffen. Dies ist in der heutigen Zeit umso wichtiger, wo geistige Werte gering geachtet werden! Paulus gibt Vätern und Ältesten folgenden Rat:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:24-25 ***

Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen [[(jeden Sabbat und zu den Festzeiten (vergl. Apg 15:21))]] nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Der „Tag des Herrn“, seine Wiederkehr steht vor der Türe! Dieses Zusammenkommen in der christlichen Familie, der Gruppe und der Versammlung stärkt uns und „vortreffliche Werke“ sind heute wichtiger denn je! Sie vermitteln jedem Familienmitglied Hoffnung und stärken gegenseitig beim Ausharren trotz zunehmender Angriffe von aussen! Heute „… sehen wir den Tag herannahen“, Jesu Vorhersagen der „Zeichen“ erfüllen sich eine nach der anderen vor unseren Augen! Gemeinsamkeit stärkt jeden Einzelnen. Schwache Knie werden fest, Ausgerenktes wird eingerenkt, Verletztes wird geheilt.

 

*** Rbi8  Prediger 4:12 ***

Und wenn jemand einen allein überwältigen könnte, könnten zwei zusammen gegen ihn standhalten. Und eine dreifache Schnur [[(wo Jesus der dritte im Bunde ist)]] kann nicht so schnell entzweigerissen werden.

 

Wo Ehepartner fest zusammenhalten, da können sie starken Angriffen dieses Systems standhalten. Wo Jesus der Dritte im Bund ist, da ist auch Jehova mit seinem Geist dabei! Wenn wir uns zu Jesus und seinem Königreich gehörend bekennen, so wird er sich auch zu uns bekennen! Niemand kann uns aus Jesu Hand reissen. (Mat 18:20; Joh 10:27-30)

 

6.2.6.2          Bei der Liebe zu Mitmenschen den Ehepartner an die erste Stelle setzen

Wenn wir erkannt haben, dass Scheidung kein gangbarer Ausweg aus einer Ehekrise ist, dann ist es Zeit uns damit zu befassen, welches die gewichtigsten Grundregeln sind, welche einer Ehe zu Dauerhaftigkeit verhelfen. Meist wird eine oder mehrere dieser Grundregeln verletzt, was zu Eheproblemen führt. Die Gründe, welche zu solchen Eheproblemen führen können, sie mögen vielfältig ohne Zahl sein, die Möglichkeit alle zu lösen sind in ein paar einfachen Regeln in der Bibel zusammengefasst! Es lohnt sich diese zu kennen und sie anzuwenden! Das Resultat ist erstaunlich!

 

*** Rbi8  Römer 13:8-10 ***

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Freundschaft, Liebe, Sexualität, EheWenn wir das erste aller Prinzipien das zwischen Menschen gilt verstehen, dann werden wir dieses vorab gegenüber unserem Ehepartner anwenden! Er ist bestimmt unser Allernächster! Ihm schulden wir Liebe und Liebe fügt dem anderen nichts Böses zu! Selbst in der Ehe sollten wir einander nichts schuldig sein ausser Liebe! Wenn wir wirklich lieben, dann werden wir auch vieles erdulden und ertragen.

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:4-8 ***

Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, 5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. 6 Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. 7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.

8 Die Liebe versagt nie.

 

Die Liebe in korrekter Form angewendet wird jede Art Bruch wieder in Ordnung bringen! Sie unterordnet sich ohne zu murren und verzeiht alles in freigebiger Form. Die Liebe sucht beständig nach dem Guten, dem Vorteilhaften und rennt hinter dem Frieden her! Jesu Worte sind deutlich:

 

(Lukas 17:3, 4)  Gebt acht auf euch selbst. Wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so erteile ihm einen Verweis, und wenn er bereut, so vergib ihm. 4 Auch wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt, und er kommt siebenmal zu dir zurück und sagt: ‚Ich bereue‘, sollst du ihm vergeben.“

 

Jesus geht, vor allem was die Ehe betrifft gar noch weiter indem er Petrus gegenüber erklärt:

 

(Matthäus 18:21, 22)  Dann trat Petrus herzu und sagte zu ihm: „Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?“ 22 Jesus sprach zu ihm: „Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal.

 

Das bedeutet immer und immer wieder! Wer nachtragend ist, der wird mit dieser Regel Probleme haben und Probleme anderen verursachen! Es gilt die Regeln zu lernen und der Liebe den Vorrang zu geben.

 

Ein der Liebe und Loyalität vollkommen entgegengesetztes Vergehen ist Hurerei, der sexuelle Ehebruch. Er beginnt mit Gedanken und mit solchen Gedanken der Begehrlichkeit verletzten wir das zehnte Gebot, das deutlich sagt: „Du sollst nicht begehren ...“. Wer „Augen voller Ehebruchs“ hat, der sollte seine Gedanken schnell in Zaum nehmen, bevor es zu spät ist (2.Mo 20:17).

 

Wir mögen zwar in einer gesetzlosen Zeit leben die leicht mit den Zuständen in Sodom und Gomorra verglichen werden können, Petrus aber zeigt, dass Jehova den gerechten Lot und seine Familie zu schützen vermochte, weil jene gemeinsam Gottes Willen zu tun begehrten und dies durch ihre Werke unterstrichen. Obwohl sich die ganze Stadt gegen sie als Familie richtete verliessen sie den geraden Weg nicht (2.Pe 2:13, 14).

 

6.2.6.3          Die Ehe sei ehrbar: Eheliche Treue als wichtigste Voraussetzung

Paulus zeigt, dass die Ehe weiterhin ehrbar sein muss, trotz gegenteiliger Bestrebungen des Systems! Wer Hurerei begeht oder aus irgendwelchen Gründen die Ehe leichtfertig bricht, der wird bestimmt nicht ungestraft davonkommen! Klug ist, wer die Gefahr kennt und ihr ausweicht! Paulus unterscheidet zwischen Hurerei und Ehebruch aus irgendwelchen unbiblischen Gründen, die beide Gottes Gericht nach sich ziehen!

 

*** Rbi8  Hebräer 13:4-6 ***

Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten. 5 [Eure] Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid. Denn er hat gesagt: „Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“, 6 so daß wir guten Mutes sein können zu sagen: „Jehova ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten. Was kann mir ein Mensch antun?

 

Salomo und dessen weise SprücheZu den vorhandenen Dingen mit denen wir zufrieden sein sollten gehört auch das, was uns die Ehegemeinschaft bietet, mag es viel oder mag es wenig sein! Stets werden wir Raum finden etwas zu verbessern und um uns vermehrt anzustrengen, die Ehe zum Erfolg werden zu lassen! Salomo zeigt in lyrischer Form, wo wir uns erfreuen sollen und was es zu meiden gilt!

 

*** Rbi8  Sprüche 5:15-23 ***

Trinke Wasser aus deiner eigenen Zisterne und Rieselndes aus der Mitte deines eigenen Brunnens. 16 Sollten deine Quellen nach draußen zerstreut werden, auf die öffentlichen Plätze [deine] Wasserbäche? 17 Möge es sich erweisen, daß sie für dich allein sind und nicht für Fremde mit dir. 18 Möge sich dein Wasserquell als gesegnet erweisen, und freue dich mit der Ehefrau deiner Jugend, 19 einer liebenswerten Hindin und einer anmutigen Gemse. Ihre Brüste mögen dich zu allen Zeiten berauschen. Durch ihre Liebe mögest du fortwährend im Taumel sein. 20 Warum also solltest du, mein Sohn, mit einer Fremden im Taumel sein oder den Busen einer Ausländerin umarmen? 21 Denn die Wege des Mannes sind vor den Augen Jehovas, und er betrachtet alle seine Bahnen. 22 Seine eigenen Vergehungen werden den Bösen fangen, und in den Stricken seiner eigenen Sünde wird er gefaßt werden. 23 Er wird es sein, der sterben wird, weil keine Zucht da ist und [weil] er in der Fülle seiner Torheit irregeht.

 

Selbstzucht ist das, was wir üben sollen! Keiner darf auf die ehelichen Rechte eines andern übergreifen! Die Ehe sollte Quelle vielfältiger Freuden sein die den Ehepartnern gegenseitig vorbehalten bleiben. Diese Dinge einander aus Rachsucht oder zur Vergeltung vorzuenthalten fördert höchstens Ehebruch und ist bestimmt nicht von göttlicher Weisheit getragen!

 

6.2.6.4          Eheliche Pflichten erfüllen und Trennung für begrenzte Zeit

Paulus rät christlichen Ehepartnern in offener Sprache betreffend ihre eheliche Beziehung. Offensichtlich wurde ihm von Fehlverhalten gewisser Personen in Korinth berichtet, die glaubten, dass der eheliche Verkehr für Christen nicht korrekt wäre und es besser sei, selbst die eigene Frau nicht zu berühren. Er versuchte diese falschen Ansichten durch seinen Brief richtigzustellen und wies dabei auf die Rechte der Ehepartner in Beziehung auf ehelichen Verkehr hin, die es zu achten gilt!

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:1-7 ***

Was nun die Dinge betrifft, über die ihr geschrieben habt: Es ist für einen Menschen gut, keine Frau zu berühren; 2 doch wegen der weitverbreiteten Hurerei habe jeder Mann seine eigene Frau, und jede Frau habe ihren eigenen Mann. 3 Der Mann leiste [seiner] Frau das, was ihr zusteht [[(an sexueller Befriedigung)]], doch gleicherweise auch die Frau [ihrem] Mann. 4 Die Frau übt nicht Gewalt über ihren eigenen Leib aus [[(Masturbation)]], sondern ihr Mann; ebenso übt auch der Mann nicht Gewalt über seinen eigenen Leib aus, sondern seine Frau. 5 Entzieht [es] einander nicht, außer mit gegenseitiger Einwilligung für eine bestimmte Zeit, damit ihr dem Gebet Zeit widmen und wieder zusammenkommen könnt, so daß der Satan euch nicht wegen eures Mangels an Selbstbeherrschung beständig versuche.  6 Indes sage ich dies als Zugeständnis, nicht als Befehl. 7 Ich wünsche aber, alle Menschen wären so wie ich selbst. Dennoch hat jeder seine eigene Gabe von Gott, der eine auf diese, der andere auf jene Weise.

 

Paulus beruft sich auf die Gabe des Alleinseins. Wer dazu befähigt ist wird bestimmt mehr Zeit für christliche Aktivität haben, als wenn er sich um die Eheangelegenheiten kümmern muss. Deutlich zeigt Paulus, dass dies nicht jedem gegeben ist und Heirat bestimmt besser ist, als in Leidenschaft hierhin und dorthin gerissen zu werden.

 

Trennung - von der Krise zur LösungAuch was Eheprobleme betrifft, welche in Trennung enden, so gibt Paulus klaren und deutlichen Ratschlag den wir beherzigen sollen. Damit wir uns nicht selbst oder den Partner in Versuchung bringen und dann als „Stolperstein“ Mitschuld zu tragen, wenn wir selbst oder der Partner aufgrund von nun doppelter Belastung fremd geht oder in Gewohnheiten Ausflucht sucht, die Paulus verneint! Beachten wir, dass er dabei sich auf Jesus als Ratgeber beruft:

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:8-11 ***

Nun sage ich den Unverheirateten und den Witwen: Es ist für sie gut, daß sie bleiben, wie auch ich bin. 9 Wenn sie aber keine Selbstbeherrschung haben, so mögen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten, als [von Leidenschaft] entbrannt zu sein.

10 Den Verheirateten gebe ich Anweisung, doch nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau nicht von ihrem Mann weggehen sollte; 11 doch wenn sie wirklich wegginge, so bleibe sie unverheiratet, oder sonst söhne sie sich mit ihrem Mann wieder aus; und ein Mann sollte seine Frau nicht verlassen.

 

Die Trennung bei Eheproblemen bildet einen limitierten Ausweg gemäss den Worten des Paulus, um selbst zu sich zurückzufinden und Zeit zur Reflektion und zum Gebet zu finden. Sie sollte nicht als Lösungsweg für Eheschwierigkeiten angesehen werden, weil Trennung eher zum Gegenteil führt und neue Gefahren heraufbeschwört.

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:5-6 ***

Entzieht [es] [[(den ehelichen Geschlechtsverkehr)]] einander nicht, außer mit gegenseitiger Einwilligung für eine bestimmte Zeit, damit ihr dem Gebet Zeit widmen und wieder zusammenkommen könnt, so daß der Satan euch nicht wegen eures Mangels an Selbstbeherrschung beständig versuche.  6 Indes sage ich dies als Zugeständnis, nicht als Befehl.

 

Eine kurzzeitige Trennung vom Ehebett ist ein Zugeständnis des Paulus und er möchte dies nicht als Befehl aufgefasst haben, weil  er sehr wohl wusste, dass die ehelichen Beziehungen ein wichtiges Bindeglied darstellen, um aufgestaute Emotionen abzubauen! Eine solche Trennung als Waffe einzusetzen ist vollkommen gegen die Anweisungen des Paulus und genau dies versuchte er durch seine Ergänzung zu verhindern, indem er die Gefahr die ein solches Verhalten beinhaltet in den Vordergrund rückte! Wer den Partner durch erzwungene Abstinenz in den Ehebruch treibt wird von Jehova als Mitschuldiger erachtet. Er verletzt deutlich das Gebot der Nächstenliebe und setzt dadurch den Ehegefährten willentlich und bewusst dem Ehebruch aus! Es ist ein Bruch des Ehegelöbnisses, das Rechte und Pflichten beinhaltet!

 

Als biblischer Grund für eine andauernde Trennung gelten nur drei gröblich begangene Verletzungen gegen die Integrität eines der Ehepartner oder dessen Leben: Die physische und psychische Gewalt zwischen Ehepartnern, welche das Leben des einen oder andern in Gefahr bringt. Die Unterlassung der gegenseitigen Unterhaltsverpflichtung nach Fähigkeit und Möglichkeit jedes Partners, welche Gut und Leben des anderen in Gefahr bringt. Der dritte Grund hat mit geistiger Integrität zu tun. Wo ein Ehepartner dem anderen das Recht verweigert Gott zu dienen und seine Gebote zu befolgen.

 

Christlichen Richtern wird darin eine hohe Verantwortung übertragen Gottes Standpunkt zu beachten und das Wohl beider Ehepartner nicht aus den Augen zu verlieren! Paulus zeigt dies anhand ungläubiger Ehepartner, welche die Rechte und Pflichten eines Christen nicht korrekt einzuschätzen vermögen.

 

Den Partner nicht verlassen!Auch für jene Fälle, wo Christen mit Personen anderer Glaubenseinstellung verheiratet sind gibt Paulus somit weisen Ratschlag! Die Ehe soll auch da ehrbar sein und bleiben und der christliche Partner übernimmt durch seinen Glauben eine besondere Verantwortung.

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:12-16 ***

Den anderen aber sage ich, ja ich, nicht der Herr: Wenn irgendein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie dennoch einverstanden ist, bei ihm zu wohnen, so verlasse er sie nicht; 13 und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, der dennoch einverstanden ist, bei ihr zu wohnen, verlasse ihren Mann nicht. 14 Denn der ungläubige Mann ist in Verbindung mit [seiner] Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist in Verbindung mit dem Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. 15 Wenn aber der Ungläubige dann weggeht, so mag er weggehen; ein Bruder oder eine Schwester ist unter solchen Umständen nicht sklavisch gebunden, sondern Gott hat euch zum Frieden berufen. 16 Denn wie weißt du, Frau, daß du [deinen] Mann nicht retten wirst? Oder wie weißt du, Mann, daß du [deine] Frau nicht retten wirst?

 

Das Recht zum Verlassen wird durch Paulus nicht dem Christen zugeordnet, sondern dem ungläubigen Partner, der diesen Entscheid dadurch trifft, dass er nicht weiter einverstanden ist mit dem Christen zusammenzuleben! Paulus zeigt, dass dies in Gottes Augen richtig ist, weil er dem Ehegelöbnis einen so hohen Stellenwert einräumt, dass ungläubige Partner und die gemeinsamen Kinder vor Gott geheiligt werden!

 

6.2.6.5          Sexuelle Gelüste durch Heiligung und Ehrung des eigenen Körpers besiegen lernen

Betreffend unsere fleischlichen Begierden gibt Paulus den Rat, dass wir nicht in Gedanken gieriger sexueller Gelüste verweilen, wie sie um uns herum als normal erachtet werden, sondern unseren Geist in Zaum nehmen, um nicht von Schlechtem zum Schlimmeren hingerissen zu werden!

 

SkandalfilmeBestimmt zählen hierzu auch unsere Gewohnheiten der Unterhaltung! Aufreizende Literatur, Pornographie, unsittliche Fernsehsendungen, Filme oder Shows sollte ein Christ zu meiden wissen! Die heutige Welt mag über all dies den Schleier der Unterhaltung breiten, Christen sind sich der Gefahren, welche dahinter stehen bewusst.

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:3-8 ***

Denn das ist, was Gott will, eure Heiligung, daß ihr euch der Hurerei enthaltet; 4 daß jeder von euch wisse, wie er von seinem eigenen Gefäß in Heiligung und Ehre Besitz ergreife, 5 nicht in gierigen sexuellen Gelüsten, wie sie auch die Nationen haben, die Gott nicht kennen; 6 daß niemand so weit gehe, daß er seinen Bruder schädige und auf seine Rechte übergreife in dieser Sache, denn Jehova ist es, der für alle diese Dinge die Strafe vollzieht, so wie wir euch zuvor gesagt und euch auch gründlich bezeugt haben. 7 Denn Gott hat uns nicht mit der Erlaubnis zur Unreinheit berufen, sondern in Verbindung mit [der] Heiligung. 8 So mißachtet denn der, der Mißachtung bekundet, nicht einen Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch legt.

 

Wiederum legt Paulus Wert darauf, dass wir uns nicht irreführen lassen durch Versprechungen anderer Personen oder eigene Überzeugung von Straffreiheit, sondern Gottesfurcht entwickeln, in der Gewissheit, dass Jehova die Strafe an jenen vollstrecken wird, welche Ihm und seinem GESETZ Missachtung zollen.

 

6.2.6.6          Gegenseitiger Respekt und Unterordnung unter ein „Haupt

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der gegenseitige Respekt den wir uns in der Ehe zollen sollten. Wo Liebe vorherrscht, da wird dies nicht ein grosses Problem sein. Wo ein Mann fest zu seiner Frau steht, da wird jene es nicht an Respekt fehlen lassen! Wo aber Respekt fehlt, da wird es schwierig Liebe zu zeigen!

 

Die Liebe ist gütig*** Rbi8  Epheser 5:28-33 ***

Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst, 29 denn kein Mensch hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es wie auch der Christus die Versammlung, 30 denn wir sind Glieder seines Leibes. 31 Darum wird ein Mann [seinen] Vater und [seine] Mutter verlassen, und er wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden ein Fleisch werden.“ 32 Dieses heilige Geheimnis ist groß. Ich rede nun im Hinblick auf Christus und die Versammlung. 33 Nichtsdestoweniger liebe auch jeder einzelne von euch seine Frau so wie sich selbst; andererseits sollte die Frau tiefen Respekt vor ihrem Mann haben.

 

Jehova ist ein Gott der sein System auf freiwilliger Unterordnung aufbaut, das gegenseitigen Respekt erfordert. Im heutigen System das „in der Hand dessen liegt, der Böse ist“, ist es leicht, dass sich jemand über andere ungebührlich erhöht, um über sie zu herrschen, zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der Anderen. Jesus aber zeigte seinen Aposteln, dass dies bei seinen Jüngern nicht der Fall sein darf, sondern einer dem andern dienen sollte. Er selbst ging als Beispiel voran. Dies hat auch in der Ehe seine Richtigkeit!

 

Trotzdem ist eine gewisse Unterordnung unter ein Haupt unumgänglich, sobald mehr als eine Person betroffen wird. Dies beginnt bereits bei der Familie, geht über die Versammlung, hin zum ganzen „Leib des Christus“, allen Versammlungen, welche sich ihm freiwillig unterordnen.

 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des  Christus)

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!

 

6.2.6.7          Leitung durch ein „Haupt“ als Voraussetzung ehelichen Erfolges

Paulus lobt die Brüder in Korinth, welche ihrerseits an der Überlieferung der Apostel festhielten, die er ihnen mitgeteilt hatte. Er gab ihnen den so wichtigen Grundsatz der Leitung durch ein „Haupt“ deutlich zu verstehen. Dies beugt jeder Art Unordnung und Gefahr der Auflösung entgegen.

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:2-3 ***

Nun lobe ich euch, weil ihr in allen Dingen meiner gedenkt und ihr an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich [sie] euch übermittelt habe. 3 Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott.

 

Satan wusste seit Beginn, dass er durch Missachtung dieser Regelung Gottes Menschen auf seine Seite zu ziehen vermöchte. Er versuchte Eva, so dass sie göttliches Gebot übertrat und Adam ihrerseits zum Übertreten bewegte. Paulus aber machte schlussendlich dennoch Adam verantwortlich, weil er Eva, seiner Frau nicht widerstand, sie nicht zurechtwies und zur Reue bewegte und Gott dadurch nicht respektierte, der ihn als „Haupt“ der Familie eingesetzt hatte.

 

Paulus: "Ich erlaube einer Frau nicht, zu lehren oder Gewalt über einen Mann auszuüben, sondern sie sei in [der] Stille."*** Rbi8  1. Timotheus 2:11-15 ***

Eine Frau lerne in Stille mit aller Unterwürfigkeit. 12 Ich erlaube einer Frau nicht, zu lehren oder Gewalt über einen Mann auszuüben, sondern sie sei in [der] Stille. 13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. 14 Auch wurde Adam nicht betrogen, aber die Frau wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung. 15 Doch wird sie durch Kindergebären in Sicherheit bleiben, vorausgesetzt, daß sie in Glauben und Liebe und Heiligung mit gesundem Sinn verharren.

 

Diese Worte des Paulus wirken heute auf viele moderne Frauen anstössig und fordern sie förmlich zum Widerspruch heraus. Es lohnt aber bestimmt auch diesen Teil der inspirierten Schrift im Gesamtzusammenhang zu betrachten und nicht durch die getrübte Brille des Zeitgeistes, der jegliche göttliche Verordnung in Frage stellt! Wer die Unterordnung des Christus unter göttliche Anweisung versteht, der hat wenig Schwierigkeit die Unterordnung der Frau unter ihren Mann zu verstehen!

 

Ein Auto mit zwei Steuern existiert nicht, weil es unweigerlich zum Unfall führen muss! Auf einem Schiff und im Flugzeug gibt es niemals gleichzeitig zwei Kapitäne! Dies richtet sich nicht gegen die Fähigkeit oder die Intelligenz einer Frau, welche jener des Mannes durchaus gleich oder gar höher sein kann, es zeigt eine festgelegte generelle Regelung von „Haupt“ und Führung. Dadurch hatte Jehova eine ewige Quelle von Unsicherheit, Diskussionen und Streit von Beginn an zum Schweigen gebracht! Ein entscheidungsschwacher Mann wird sich durch seine ihm geistig überlegene Frau durch vernünftige Argumentation führen lassen. Ein entscheidungsstarker Mann wird das Wort seiner Frau aus Klugheit nicht ignorieren!

 

Weder Frauenrechtsvertreter noch Anwälte können ablehnen, dass diese Verneinung göttlicher Verordnung die Hauptursache für die schwindelerregenden Scheidungszahlen ist! Bevor die veränderten Gesetzesregelungen aufgrund des neu eingeführten Frauenstimmrechtes kamen waren Frauen mit Sicherheit weder mehr unterdrückt noch unglücklicher! Ausnahmen sind auf beide Seiten hin zu verzeichnen, was nicht bedeutet sie zu Regeln zu erheben! Viel an Respekt sind durch diesen neuen, unglückbringenden Zeitgeist verloren gegangen: „Die Liebe der meisten wird erkalten“ hat Paulus für unsere Tage warnend erwähnt!

 

Es gibt auf dem Schiff nur einen Kapitän!Wie viele Eheprobleme könnten umgangen werden, wenn beide Teile sich ihrer Pflichten in dieser Beziehung besser bewusst wären! Wenn ein Ehemann seiner Pflicht der Leitung seiner Familie nicht in Weisheit nachkommt, da ist es leicht möglich, dass seine Frau versucht das Steuerruder des Eheschiffes in ihre Hand zu nehmen! Wo eine Frau aber bei jeder scheinbar passenden und unpassenden Gelegenheit das Steuer an sich zu reissen versucht, indem sie eine Entscheidung ihres Mannes nicht respektiert, umgeht oder unterläuft, da macht sie sich gegenüber der Anweisung des Paulus schuldig. Schlussendlich war dies seit Erschaffung des Menschen die Regelung, welche Jehovas Segen hatte! Dies bedeutet nicht sklavische Unterordnung der Frau, sondern kluge Anerkennung einer göttlichen Regelung.

 

*** Rbi8  Epheser 5:21-27 ***

Seid einander untertan in der Furcht Christi. 22 Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, 23 denn ein Mann ist [das] Haupt seiner Frau, wie der Christus auch [das] Haupt der Versammlung ist, er, [der] Retter [dieses] Leibes. 24 In der Tat, wie die Versammlung dem Christus untertan ist, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allem. 25 [Ihr] Männer, liebt eure Frauen weiterhin, so wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich für sie dahingegeben hat, 26 damit er sie heilige, indem er sie mit dem Wasserbad durch das Wort reinige, 27 so daß er die Versammlung sich selbst in ihrer Pracht darstelle, ohne daß sie einen Flecken oder eine Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und ohne Makel sei.

 

Paulus zeigt, dass sich die freiwillige Unterordnung in der Furcht des Christus ziemt. Er verweist dabei indirekt auf Jesu Rolle als Unterweiser und als Richter. Christus unterordnete sich in allem seinem Vater, gar bis hin in einen schmerzvollen und scheinbar unehrenhaften Tod. Er erhielt die Anerkennung die ihm gebührte. Die Unterordnung der Frau unter den Mann als „Haupt“ erweist sich zum Segen und zur Ehre der ganzen Versammlung! Paulus gibt es somit nicht dem Entscheid der einzelnen Frau hin, ob sie sich einer bestimmten Anweisung zu unterordnen wünscht oder sie eine solche aus irgendwelchen Gründen zurückweisen mag. Er fasst es in das Prinzip der freiwilligen Unterordnung zusammen, sich aus Liebe und Respekt dem Ehemann in seiner Entscheidungsbefugnis zu unterordnen.

 

Diese Stellung als „Haupt“ ist nicht bloss ein Recht, sondern beinhaltet eine Pflicht, die dem Mann auferlegt wurde und die oft nicht leicht zu erfüllen ist. Hin und wieder ist es schwer einen richtigen und klugen Entscheid zu fällen! Entscheide können nicht stets zu Gunsten des Einen, des Andern oder eines Dritten sein, wie beispielsweise der Kinder, sondern müssen im Gesamtzusammenhang ausgeglichen sein.

 

Paulus sagt deswegen deutlich, dass der Schlussentscheid beim Manne liegt, „... so seien es [[ im Untertan sein]] auch die Frauen ihren Männern in allem“. Dies bedeutet, auch einen unangenehmen Entscheid zu unterstützen. Wo eine Frau dies respektiert, da wird viel Ehestreit vermieden und wo ein Mann  seine Entscheide zum Guten der Familie mit Weisheit trifft, da wird das Glück in der Familie nicht fehlen und die Frau oder die Kinder werden bestimmt nicht benachteiligt sein!

 

6.2.6.8          Die Pflicht zur Vergebung von Fehlern und die Auswirkung auf unser Leben verstehen!

Eine Ehe die gut funktionieren soll hängt weitgehend von zwei Personen ab, die sich gegenseitig bereitwillig ihre Fehler vergeben. Vergleichen wir es mit dem dichten Verkehr einer Stadt. Ständig gibt es kleinere Verletzungen der Verkehrsregeln. Einige ereifern sich stark, andere nehmen dies gelassen hin. Der Verkehr darf wegen dieser Kleinigkeiten nicht zum Erliegen kommen!

 

In der Ehe gibt es stets Anlass sich über den andern zu ärgern. Es ist nicht möglich alles so zu tun wie es der Partner wünscht, obwohl wir uns darum ehrlich bemühen mögen. Natürlich wünschen wir, dass der andere dies versteht und sind glücklich, wenn er unsere Fehler und Schwachheiten erträgt!

 

Jesus aber misst dem freizügigen Vergeben einen ganz spezifisch hohen Wert zu, der direkt mit ewigem Leben zusammenhängt! Bedenken wir, dass wenn wir selbst kleine Verfehlungen auf einer Liste hochrechnen würden, also nicht bereitwillig sofort vergeben und zu vergessen suchen, nach relativ kurzer Zeit die Liste sehr lange würde und uns in aufgestauter Wut und Hass zu ersticken sucht! Gottes Vorkehrung des Vergebens ist also zuallererst ein Selbstschutz! Wir sollten dabei lernen zu unterscheiden zwischen Fehlern die nicht Gottes GESETZ verletzen und Fehlern, die eine Sünde gegenüber Gott beinhalten! Im zweiten Fall ist Reue ohne Werke nicht möglich, so gibt es auch keine Vergebung! Jehova erklärte im GESETZ:

 

(2. Mose 34:6, 7) „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Diese göttliche Aussage gilt es im korrekten Zusammenhang zu verstehen! Auch im Hinblick auf die Familie und Scheidungsfolgen, die mehrere Generationen später zu tragen haben. Jede Scheidung bleibt ein Schandfleck den wir nicht einfach beseitigen können!

 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

Gottes Vorkehrung zur Sündenvergebung wahrnehmen!

 

Darum ist es nicht der Freiwilligkeit unterordnet, ob wir vergeben möchten oder nicht, sondern es ist eine göttliche Anordnung! Genauso ist es mit Reue und Werken der Reue! Nur dank dieser Regelung wird das Zusammenleben von imperfekten Menschen erst möglich, erträglich oder gar trotzdem zur Freude! Glück hängt somit proportional damit zusammen, wie wir bereit sind zu vergeben und unserer Bereitschaft Reue zu zeigen!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:14-15 ***

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; 15 wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

 

Wo wir Gottes Anordnung zum Vergeben übertreten droht sein eigenes Recht gegen uns Anwendung zu finden: „Auge um Auge, Zahn um Zahn ...“ Da wird schlussendlich kein Platz mehr sein für Barmherzigkeit! Wenn die Katholische Lehre vom „lieben Gott“, der alles um ein paar „Vaterunser“ und „Gegrüsst-seist-du-Maria“ vergibt, wird allein schon durch diese Worte Jesu Aussage als Lug und Trug gestraft! Nicht der Pfarrer hat unser Sündenregister zu durchleuchten, sondern wir selbst! Nicht mit ihm müssen wir ins Reine kommen, sondern mit unserem Nächsten, hier spezifisch mit dem Ehepartner!

 

Vergebung von Gott zu erlangen bedeutet vorab dem Nächsten zu verzeihen und zum Alltäglichen zurückzukehren, obwohl das nicht immer leicht sein mag! Wie so oft gibt Paulus dazu klugen Rat!

 

6.2.6.9          Einander bereitwillig vergeben

Im Strassenverkehr zu vergeben fällt leicht, da der Verkehrssünder meist unbekannt bleibt und uns kaum Zeit gibt weiter an ihn zu denken! In der Ehe aber ist dies nicht so leicht, weil Fehler sich wiederholen mögen und gewisse eingefleischte Verhaltensweisen, die den andern verletzen mögen, solche sind nicht ganz einfach abzustreifen.

 

Paulus gibt den Rat „… die Sonne nicht untergehen zu lassen über der gereizten Stimmung“! Dies setzt eine maximale zeitliche Grenze bis zum selben Abend! Spätestens dann müssen die Dinge wieder in die richtige Bahn gelangen. Der Tag Jehovas endet bei Sonnenuntergang und er wünscht nicht, dass wir mit negativen oder gar hasserfüllten Gedanken zu Bett gehen. Wer also tagelang zürnt übertritt bestimmt göttliche Anordnung und hat die Wichtigkeit des Vergebens nicht erfasst! Mag der andere noch so schuldig sein durch falsches Verhalten, die eigene Schuld wiegt die des andern auf oder kann sie gar noch übertreffen!

 

Noch bevor die Sonne untergeht, am selben Tag sind Eheauseinandersetzungen zu lösen! *** Rbi8  Epheser 4:25-30 ***
Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit [[(zuvor Teil des Systems Satans wart, welcher der „Vater der Lüge“ ist)]] abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören. 26 Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum. 28 Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste, damit er etwas habe, um einem Bedürftigen davon abzugeben. 29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei. 30 Auch betrübt nicht Gottes heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid für einen Tag der Befreiung durch Lösegeld.

 

Paulus räumt Christen durchaus das Recht ein gegeneinander erzürnt zu sein! Selbst Christus konnte sich gegen seine Apostel erzürnen, wenn sie seinen Anweisung nach oftmaligem Wiederholen immer noch nicht verstanden und seine Anweisung übertraten! Christus aber sündigte dabei nie und Paulus gibt Christen diesen guten und tiefen Rat, sich im Zorn zurückzuhalten, sei dies in Worten oder in Taten! Wo wir darin fehlen, da geben wir dem Teufel und dem System Raum diese Übertretung auszunutzen, weil wir scheinbar Argumente liefern den Krieg aufzunehmen oder fortzusetzen, statt ihn gütlich zu bereinigen!

 

Verbinden wir die weiter oben erwähnte Trennung vom Ehebett nun mit dem Vergeben zwischen Ehepartnern, so sehen wir, dass die gemeinsame Nacht durchaus dazu geeignet sein kann letzte Ressentiments beiseite zu räumen und statt aufgestauten Ärgers das Herz wiederum mit Liebe zu füllen! Übe dich doch darin den ersten Schritt zu machen!

 

6.2.6.10       Wir dürfen Jehovas heiligen Geist nicht bewusst verletzen!

Die „Sünde wider den heiligen Geist“ hat mit der bewussten Übertretung göttlicher Anweisungen zu tun! Wo Gott etwas verbietet oder wo er etwas gebietet und wir es bewusst ablehnen danach zu handeln, da begeben wir uns in grosse Gefahr!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:31-32 ***

Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

 

In Wirklichkeit weisen wir dadurch Gottes Wort, Seinen „heiligen Geist“ zurück, der stets zu unserem Nutzen ist. Wir lästern ihn förmlich. Offensichtlich war die erste Sünde Adams und Evas solcher Natur, weil Gott dieses Vergehen nicht verzog, sondern über beide das Todesurteil verhängte! Wir müssen lernen unseren Geist zu beherrschen: Die Lehre um das gegenseitige Vergeben spielt dabei eine gewichtige Rolle!

Vergeben lernen

Wir mögen wie Petrus geneigt sein zu fragen, wie oft wir unserem Ehepartner ein bestimmtes, sich wiederholendes Vergehen verzeihen sollen. Jesus gab eine Antwort im Hinblick auf dieses Leben, aber vor allem im Hinblick auf das Kommende: „ ‚Herr, wievielmal mag mein Bruder gegen mich sündigen und soll ich ihm vergeben? Bis zu siebenmal?‘ Jesus sprach zu ihm: ‚Ich sage dir: Nicht bis zu siebenmal, sondern: Bis zu siebenundsiebzigmal [[oder „siebzig mal sieben“]].‘ “ Dies bedeutet immer und immer wieder. Es bedeutet die eigene Mentalität, die möglicherweise etwas Geringfügiges aufbauscht unter Kontrolle zu bringen. Es geht hier nicht um eine wahre Sünde gegen Gott, sondern um ein Vergehen gegen die eigens aufgestellte Ordnung!

 

 Verzeihen muss grenzenlos sein, weil wir sonst zu zählen beginnen würden! Keiner von uns aber möchte, dass Gott unsere eigenen Fehler zählt! Wir tun gut daran all diese gegenseitigen Verbindungen zu unserem eigenen Gesamtbild zu vereinigen! Was wir als Schwäche oder Fehler beim andern feststellen ist nicht notwendigerweise eine Übertretung von Gottes Willen! Wenn wir unseren Nächsten hart richten, ist es leicht, dass Gott uns selbst hart richten wird!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:1-5 ***

Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge? 4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ‚Erlaube mir, den Strohhalm aus deinem Auge zu ziehen‘, wenn, siehe, ein Balken in deinem eigenen Auge ist? 5 Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, und dann wirst du klar sehen, wie du den Strohhalm aus deines Bruders Auge ziehen kannst.

 

Wir müssen uns selbst genau beurteilen und unsere Schwächen und Fehler herausfinden, um daran hart zu arbeiten, und erst danach unserem Bruder oder unseren Ehepartner dabei zu helfen seine eigenen Fehler zu korrigieren! Bestimmt wird ein solches Verhalten viel zum Gelingen der Ehe beitragen!

 

6.2.6.11       Mit Humor geht alles leichter

Angaben zur Sache: Gnade!Eine letzte Regel möchten wir hier festhalten, die womöglich auch beim Verzeihen eine herausragende Rolle spielt! Statt sich über gewisse eingefleischte Verhaltensweisen seines Partners zu ärgern wäre es hin und wieder gut, dies in einer humorvollen, nicht sarkastischen und nicht verletzenden Art auszudrücken.

 

Mit Humor geht alles leichter: Das Entgegennehmen der Zurechtweisung und das Vergeben der Übertretung.

 

Humor bringt uns dazu zu Lächeln oder gar zu einem herzhaften Lachen! Dies ist vollkommen dem Ärger und der Wut entgegen gerichtet! Ehepaare mit viel Humor können viel grössere Härten im Leben überstehen. Warum nicht von ihnen lernen? Auch das Humorvollsein will gelernt werden!

 

Wenn wir Humor haben nehmen wir uns selbst nicht übermässig ernst, indem wir uns auf ein allzu hohes Podest stellen. Wir sind in der Lage eigene Schwächen zu erkennen, die andere mit Humor zu karikieren versuchen.

 

 

6.2.7           Stärke die Ehebande und halte am Bund fest!

 

6.2.7.1          Der Bund, den nur der Tod trennt

Die Ehe wurde von Jehova zu einem lebenslang dauernden Bund gemacht. Jesus sagte deutlich: „Was Gott zusammengejocht hat, das bringe kein Mensch auseinander“ (Mat 19:6). Wenn also Gottes Bund unauflöslich ist und erst durch den Tod eine Trennung eintritt, warum dann stellen sich gewisse Personen ganz offen gegen Gottes Vorkehrung und plädieren für die Trennung und Scheidung? Bestimmt sind sich die meisten dieser Menschen nicht bewusst, mit welcher Art von Feuer sie spielen! Nach dem genauen Studium der wichtigsten Faktoren zum Thema Trennung und Scheidung, welche uns die Bibel nennt, werden wir uns kaum gegen Gottes deutliche Anweisungen richten! Scheidung ist keine Alternative!

 

*** Rbi8  Lukas 12:47-48 ***

Dann wird jener Sklave, der den Willen seines Herrn verstand, sich aber nicht bereit machte noch nach dessen Willen handelte, viele Schläge erhalten. 48 Derjenige aber, der [ihn] nicht verstand und so Dinge tat, die Schläge verdienten, wird wenige erhalten. In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.

 

Das GESETZ ist ewig gültig, nur wer dies versteht und hält ist des ewigen Lebens würdig!Auch wenn von Menschen gemachte Gesetze das Gegenteil behaupten mögen, so sind göttliche GESETZE niemals durch Menschen auflösbar! Wir selbst haben es in der Hand uns für Gottes Gerechtigkeit und Sein Königreich, das diese GESETZE verteidigt einzusetzen oder uns offen dagegen zu stellen! Bestimmt möchten wir von Jesus nicht als Heuchler bezeichnet werden!

 

 (Matthäus 6:33, 34)  So fahrt denn fort, zuerst das Königreich [[(des Sohnes seiner Liebe)]] und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.

 

Jesus gab nur das wider, was er von Jehova her aufgetragen erhielt. Die Gebote im „GESETZ des Christus“ sind daher Jehovas eigenes Gebot!

 

Wenn wir erkannt haben, dass die Scheidung kein leichter Ausweg aus einer scheinbar unheilbaren Krise darstellt, dann werden wir uns aktiv darum bemühen göttliche Richtlinien anzuwenden! Dazu gehört es die Nächstenliebe zu praktizieren, nicht bloss zu propagieren! Das bedingt Unterordnung unter Jesu Anweisungen und schliesst die Anerkennung des Mannes als Haupt in der Ehe mit ein! Ein Mann dagegen, der seine Frau liebt wird keine Handlung tun, die ihr zum Schaden gereicht! Wenn wir das so wichtige Prinzip des freizügigen Verzeihens anwenden, wird es keine Unmöglichkeit geben, selbst einen tiefen Spalt wiederum zu schliessen! Später lässt Humor gewisse verbliebene Narben schneller heilen.

 

6.2.7.2          Jehovas Normen sind unverändert geblieben

Auch wenn uns der Zeitgeist einzureden versucht, dass Gottes Normen anders geworden seien, so hat doch die Beweisführung anhand von verknüpften Texten die zu einem Gesamtbild vereinigt werden das Gegenteil gezeigt! Gottes Normen sind unveränderlich, sein GESETZ gilt für ganz Israel, was auch das geistige Israel der Christen mit einbezieht! „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe.“ (Mat 5:17, 18)

 

image113Wir müssen entscheiden wessen Wort wir achten: Das des Cäsars oder gewisser Religionen mit ihren abweichenden Gesetzen und Normen oder jenes des Christus, der selbst vormachte, dass er Gottes Willen über jede andere Art weltlicher und himmlischer Gewalten stellte! Durch unsere Art des Handelns zeigen wir wer unser wahrer Gott ist!

 

*** Rbi8  Lukas 4:8 ***
Jesus gab ihm [[(Satan, als er ihm für eine einzige Anbetung alle Königreiche der Erde versprach)]] zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.

 

Wir haben in dieser Zusammenstellung kein Blatt vor den Mund genommen und bestimmt einige durch offene Äusserungen verunsichert oder gar verletzt. Wir glauben aber, dass es klüger ist die Wahrheit mit allen harten Konsequenzen so zu äussern, wie es Gottes Absicht hinter seinem Wort steht, wie durch beschwichtigende Rede dem eigentlichen Übel weiteren Vorschub zu leisten! Diesen Teil müssen und werden wir den christlichen Kirchen überlassen, denn ein Sprichwort lautet doch; „Mit Speck fängt man die Mäuse“. Die Kirchen sind voll mit unreinen menschlichen „Tieren“, die gerne gefangen sind, weil sie die Freiheit fürchten: „Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ Frei zu werden beginnt daher in unserer Einstellung der Wahrheit gegenüber!

 

Wir sind überzeugt, dass Jehovas Gerichtstag sehr nahe ist und doch noch einigen eine Chance offensteht Dinge in Ordnung zu bringen, die sie unter anderen Umständen auf sich beruhen lassen würden. Wer zur wahren Freiheit gehört braucht Gottes Gerichtstage nicht zu fürchten, denn er ist vom Gericht zum Leben hinübergegangen!

 

(Vergleiche: Zeitband göttliche Gerichtstage ab Adam bis Ende Millennium)

 

Zeitband: Göttliche Gerichtstage von Adam bis Ende Millennium

 

6.2.7.3          Was sagt die Bibel zur Ehe während des tausendjährigen Reiches Jesu?

Es mag viele in Erstaunen setzen, dass im kommenden System gewisse Dinge eine Änderung erfahren! Wir verbinden den Abschluss der Ehe meist mit Kirche und festlichen Musikklängen. Die Bibel gibt aber ein deutliches Signal, dass diese Dinge in Harmagedon ihr Ende finden. Das mag viele traurig stimmen, weil die Hochzeit ja mit Freude gleichgesetzt wird!

 

Wenn wir aber auch hier Gottes Gedanken in den Vordergrund stellen und sehen, in welchem Ausmass die Kirchen gerade in Beziehung auf die Ehe und deren Schutz versagt haben, so erstaunt es nicht, dass Jehova den „Klang der Instrumente“ im Millennium aus ihnen entfernt, da die Kirchen als Institutionen vollkommen ausgedient haben! Wie ein zerschlissenes, beschmutztes Gewand werden sie verbrannt. Das Königreich Gottes ist nicht von ihnen abhängig und nicht an sie gebunden, sondern fusst auf der Erfüllung göttlicher Verordnungen und Seines GESETZES!

 

Keinerlei Musik wird nach Harmagedon in den Kirchen mehr ertönen und auch keine Hochzeiten dort stattfinden!*** Rbi8  Offenbarung 18:21-24 ***

Und ein starker Engel hob einen Stein auf gleich einem großen Mühlstein und schleuderte ihn ins Meer, indem er sprach: „So wird Babylon, die große Stadt, mit Schwung hinabgeschleudert werden, und sie wird nie wieder gefunden werden. 22 Und die Stimme von Sängern, die sich auf der Harfe begleiten, und von Musikern und von Flötenspielern und von Posaunenbläsern wird nie wieder in dir gehört werden, und kein Handwerker irgendeines Handwerks wird je wieder in dir gefunden werden, und kein Geräusch eines Mühlsteins wird je wieder in dir gehört werden, 23 und kein Licht einer Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden; denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt. 24 Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.“

 

Der Tag, an dem „Babylon die Grosse“ in nur „einer Stunde“ in die Nichtexistenz versinken wird ist nahe! Nicht umsonst erklärt Gott die Kirchen vor allem andern als des Ehebruchs mit Ihm als „ehelichem Besitzer“ schuldig! Niemals mehr wird „die Stimme eines Bräutigams oder einer Braut ... je wieder in ihr gehört werden“! Gottes bereits gesprochenes Urteil an den Religionen wird kurz vor oder nach dem Gerichtstag [B2] vollzogen werden! (Off 18:4)

 

Jesus erklärte zudem, dass die Auferstandenen nicht wieder heiraten würden, sondern in einem Zustand „wie die Engel“ sein würden. Dies kann durchaus bedeuten, dass die Reproduktionseigenschaften unterbrochen sind, da ja Engel diese Fähigkeit nicht besitzen! Bestimmt aber können jene, welche Harmagedon überleben dürfen sich an weiteren Kindern erfreuen, bis die Fortpflanzungsfähigkeit ihr vorgegebene Zeitgrenze erreicht (Mat 22:23-33). Der Prophet Sacharja gibt uns bestimmte Hinweise:

 

*** Rbi8  Sacharja 8:4-5 ***

„Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Es werden noch alte Männer und alte Frauen auf den öffentlichen Plätzen Jerusalems sitzen, jeder dann mit seinem Stab in seiner Hand wegen der Fülle [seiner] Tage. 5 Und die öffentlichen Plätze der Stadt, sie werden angefüllt sein mit Knaben und Mädchen, die auf ihren öffentlichen Plätzen spielen.‘ “

 

Nur wenn wir die Angaben der Bibel zum Gesamtbild vereinigen erhalten wir verlässliche Angaben! Das Leben im kommenden Jerusalem, der neuen Welthauptstadt, von wo aus das GESETZ für alle Menschen erneut verbindlich ausgeht, wird durch Menschen bewohnt sein, nachdem Jehova nach Zion zurückgekehrt ist und Jerusalem die Stadt der Wahrhaftigkeit geworden ist, der heilige Berg! Die 144.000 erdenweiten Priesterkönige werden ihren jährlichen Turnus in jener Stadt erfüllen, wie es die Aaronschen Priester im Tempel erfüllten. Auch deren Frauen und Kinder haben Zugang zum neuen Jerusalem! Jedoch „keiner, der einer Lüge zuneigt“ wird dort Eingang finden! (Sach 8:1-3; Off 21:7-8, 24-27)

 

Neues Jerusalem: Gottes kommende Regierungshauptstadt "Jahwe-Schammah"

 

6.2.7.4          Am Gerichtstag Gottes wird es offenkundig werden!

Wir haben im Zusammenhang mit der Ehescheidung gelesen, dass Gott unter keinen Umständen Ehebrecher und Hurer ungestraft davonkommen lässt! Wenn Jesus sagt, dass niemand die Ehe auseinander bringen soll, die Gott selbst zusammengejocht hat, so schliesst dies alle Personen mit ein, die zum Untergang einer Ehe beitragen! Jehova ist unparteiisch und wird jedem seinen Anteil geben, der sein Wort missachtet!

 

Die vier griechischen Wörter für "Liebe": agape, philia, storge, ersosJesu Urteil am Gerichtstag hängt davon ab, wie wir sein Gebot der Nächstenliebe erfüllt haben! Dies zeigt sich nicht durch oberflächlich gesprochene Liebeserklärungen, sondern in der Art wie wir handeln! Die Liebe zeigt sich durch Werke! Die heutige Scheidungspraxis ist wohl der grösste Tiefschlag den die eheliche Liebe je erhalten hat: Griechisch bedeutet „agápe“, die prinzipientreue Liebe im Gegensatz zu eros, der fleischlichen Liebe. Die Scheidung zwingt viele Unbeteiligte und Unschuldige dazu Partei zu ergreifen und Gottes GESETZ im einen oder anderen zu übertreten! Falschaussagen vor Gericht in Scheidungsprozessen sind an der Tagesordnung.

 

Das griechische Wort „philia“ bedeutet Liebe zu Kindern. Das Gegenteil ist Pädophilie, der sexuelle Missbrauch von Kindern! Die „storge“ ist die Liebe zu Blutsverwandten. Alle vier haben ihre Relation zur Ehe!

 

Salomo zeigt, dass solches Handeln, wie der Bruch des Ehegelübdes auch wenn es scheinbar in den Augen der Menschen recht sein mag Gott nicht versteckt bleibt und auch beim Tod nicht ausgelöscht wird! Jesus wird ja die Lebenden und die Toten richten! Wenn der adamische Tod Sünden auslöschen würde, wie dies gewisse Religionen behaupten, dann gäbe es kein Richten der Toten in ihrer Auferstehung! (Apg 10:42; 24:15) Salomo analysierte die Denkweise der Bösen, die glauben im Tode von Strafe befreit zu sein:

 

*** Rbi8  Prediger 9:1-3 ***

Denn all dies nahm ich [[(Salomo)]] mir zu Herzen, ja um all dies zu erforschen, daß die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in der Hand des [wahren] Gottes sind [[(der alles sieht und jeden unserer Gedanken kennt)]]. Die Menschen wissen weder von der Liebe noch von dem Haß, was alles vor ihnen war. 2 Alle sind gleich in dem, was alle haben. Eine Zufälligkeit gibt es für den Gerechten und den Bösen, den Guten und den Reinen und den Unreinen und den, der [[Sünd-]]Schlachtopfer darbringt, und den, der nicht Schlachtopfer darbringt. Der Gute ist so wie der Sünder; der Schwörende ist so wie jeder, der sich vor einem geschworenen Eid gefürchtet hat [[(derselbe Zufall des Todes trifft sie gleichermassen )]]. 3 Dies ist, was unglücklich ist in allem, was unter der Sonne getan worden ist, daß das Herz der Menschensöhne, weil es eine Zufälligkeit für alle gibt, auch voll von Schlechtem ist; und Wahnsinn ist in ihrem Herzen zeit ihres Lebens, und danach — zu den Toten!

 

Gott verzeiht in grossem Mass aber niemals lässt er Straffreiheit zu! Sein Sinn für ausgeglichene Gerechtigkeit ist vollkommen! Was wir heute ungestraft vollbringen mögen wird uns schon morgen einholen. Im selben Kapitel Vers 11 erklärt Salomo des Weiteren:

 

(Prediger 9:11, 12)  Ich wandte mich, um unter der Sonne zu sehen, daß nicht den Schnellen der Wettlauf gehört noch den Starken die Schlacht, noch auch den Weisen die Speise, noch auch den Verständigen der Reichtum, noch selbst denen, die Kenntnisse haben, die Gunst, denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle. 12 Denn der Mensch kennt auch seine Zeit nicht. Wie Fische, die in einem üblen Netz gefangen werden, und wie Vögel, die in einer Falle gefangen werden, so werden die Menschensöhne ihrerseits zu einer Zeit des Unglücks verstrickt, wenn es sie plötzlich überfällt.

 

Der Tod unterbricht zwar die Strafverfolgung, beendet sie aber nicht! Paulus zeigt, dass wir das schlussendlich ernten werden, was wir sähen: Zum Guten wie zum Schlechten!

 

Der Mensch säht, in Gottes Hand steht die Ernte! (Galater 6:7-9)  Laßt euch nicht irreführen: Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten; 8 denn wer im Hinblick auf sein Fleisch [[(das „GESETZ des Fleisches“)]] sät, wird von seinem Fleisch Verderben ernten, wer aber im Hinblick auf den Geist [[(das „GESETZ des Geistes“ = „GESETZ des Christus“)]] sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. [[(Durch Jesus, der doch die Toten im Auftrag des Vaters auferweckt: „Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. Jeder aber in seinem eigenen Rang ...“ (1.Kor 15:21-23))]] 9 So laßt uns nicht nachlassen, das zu tun, was vortrefflich ist, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.

 

In diesem System ist von menschlichen Richtern und weltlichen Gesetzen wenig Gerechtigkeit zu erwarten. Christen aber setzen ihre Hoffnung auf Gottes Gerechtigkeit und wissen, dass diese in Kurzem durch Jesu Hände gerechte Verhältnisse erzeugen wird! Darum beten wir bis zum Abschluss dieses Systems: „Dein Wille geschehe, dein Reich komme“! Wer am kommenden Gerichtstag nicht „reinen Herzens“ ist verliert das Recht auf Leben, weil er Gottes Vorkehrungen zur Sündenvergebung missachtet hat oder weil er eher auf Irrtum und Lüge vertraute, wie nach Wahrheit zu forschen! „Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen [[(die „Böcke“ auf Jesu linker Seite)]], die Gerechten aber in das ewige Leben [[die „Schafe“ auf Jesu rechter Seite]].“ (Mat 25:46)

 

6.2.7.5          Gott wird die segnen, die ihr Wort auch unter Prüfung halten

Wir möchten zum Abschluss all jene Menschen ermuntern doch weiterhin nach Gottes Gerechtigkeit zu suchen und sie in ihrem Leben anzuwenden, welche weiterhin Hoffnung auf wahre Gerechtigkeit haben. Es ist für viele andere bereits zu spät, weil sie seit längerem aufgegeben haben, enttäuscht von Religionen und ihren Führern sind, sich betrogen fühlen und nichts mehr von der Bibel wissen wollen. Die Hoffnungsvollen können ihrem Leben noch eine klare Wende geben, sie versuchen erneut oder weiterhin Gottes Wort und seinen Willen ins Zentrum ihres Lebens zu stellen. Sie mögen zwar verlacht werden aber erzeugen bei ihren Gegnern trotzdem eine gewisse Achtung und gar Bewunderung ihrer echten Gottesfurcht und ihr Bewusstsein, dass göttliches Recht und Anstand weder durch Tyrannen noch durch demokratische Mehrheiten überwunden werden können!

 

Gottes Wort ist allen offen, jede Versammlung Jesu sollte sich seine Worte zu Herzen nehmen, nie zuvor war es so aktuell darauf zu reagieren wie heute!

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:10-17 ***

Weiter spricht er zu mir: „Versiegle die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle nicht, denn die bestimmte Zeit ist nahe. 11 Wer ungerecht handelt, handle weiterhin ungerecht, und der Unreine verunreinige sich weiterhin, der Gerechte aber handle weiterhin gerecht, und der Heilige heilige sich weiterhin.

12 ‚Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist. 13 Ich bin das Alpha und das Omega [[(Jesus, er hat als Geschöpf Gottes einen Anfang in der Zeit, nicht aber Jehova der von Ewigkeit her war)]], der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt erlangen. 15 Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

16 ‚Ich, Jesus, sandte meinen Engel, um euch für die Versammlungen von diesen Dingen Zeugnis abzulegen. Ich bin die Wurzel und der Sproß Davids und der hellglänzende Morgenstern.‘ “

17 Und der Geist [[(Jesus)]] und die Braut [[(die Apostel nach ihrer Frühauferweckung und durch die Schrift)]] sagen fortwährend: „Komm!“ Und jeder, der [es] hört, sage: „Komm!“ Und jeder, den dürstet, komme; jeder, der wünscht, nehme Wasser des Lebens kostenfrei.

 

Gottes Anerkennung zu finden bleibt das Ziel all jener, die sich ganzherzig zu Jesus bekennen und dazu ist Ausharren notwendig, auch wenn dies unter harten Prüfungen zu geschehen hat. Die grosse Drangsal bringt für alle Probleme, keines aber wird zu gross sein, dass jene, welche auf Jesus setzen, nicht siegreich daraus hervorgehen könnten! Jesus kommt eilends und er hat seinen Lohn für jeden der auf ihn gehört hat bei sich!

 

 

 

Vorschau auf den kommenden Artikel:

 

Der 2.Teil dieser vierteiligen Serie unter den Titel: „Die Früchte der Erziehung hin zur absoluten Sexualfreiheit“ steht unter der Überschrift  5.7.2  Ist die Ehe auf Zeit für Jehova annehmbar?

 

Zusammenfassung des 1. Teils und Vorschau auf den kommenden 2.Teil:

 

   In den letzten Jahrzehnten hat sich ein grosser Wandel vollzogen. Neue Formen des Zusammenlebens haben sich mehr und mehr an die Stelle der Ehegemeinschaft und Familie gedrängt. Ständig wurde mit neuen Arten experimentiert, wie Menschen ihr Bedürfnis nach Geborgenheit und dauerhafter Gemeinschaft befriedigen können. Solche wurden schon bald durch die Bevölkerung geduldet und militante Befürworter förderten deren gesetzliche Anerkennung.

 

   Voreheliches Zusammenleben, aussereheliche Geschlechtsbeziehungen, Partnertausch, Recht auf Scheidung und Wiederverheiratung, Wohngemeinschaften mit sexueller Freiheit, Homosexuelle und Lesben und Transsexuelle in eheähnlicher Gemeinschaft sind Begriffe, welche die Gesellschaft heute kennt und toleriert. Man nennt es eine offene und freie Gesellschaft.

 

   Wir aber möchten uns nach Gottes Standpunkt zu diesen Themen erkundigen und uns nach seinen Normen ausrichten. Dabei werden wir aber auch gewisse Resultate betrachten, welche solche Freizügigkeit und Missachtung göttlicher GESETZE mit sich bringen! Ein Forschen nach Ursache und Wirkung im Zusammenhang mit dem Ausserachtlassen göttlicher Normen.

 

   Wir bemühen uns darum das Thema im Umfeld eingebettet zu betrachten was wiederum notwendig macht auch scheinbar getrennte, aber verwandte Themen wegen ihrer ausschlaggebenden Verknüpfung zu betrachten.

 

   Die Städte Sodom und Gomorra hatten etwa 1800 Jahre vor Christus dasselbe Experiment bereits gemacht: Sie experimentierten mit sexueller Freizügigkeit. Gott hatte direkt daraufhin reagiert. Erstaunlich dürfte für viele heutige Christen sein, dass diese beiden Begriffe wiederum auf die Situation während der Endzeit Anwendung finden und am kommenden Gerichtstag eine ausschlaggebende Bedeutung besitzen.

 

 

 

 

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