Newsletter „DER WEG“ 05/7-3   Juli 2005

Neubearbeitung: 5.8.16

 

Lehrer der guten Botschaft:  5.7.3  Wie waren Versammlungen des ersten Jahrhunderts erfolgreich?

 

   Jesus gab seinen Jüngern in allem das beste Beispiel das jene nachahmen sollten! Schon mit der Wahl seiner Apostel zeigte es sich, dass er sich vollkommen auf Jehova stützte! Seine Art der Ausbildung der Apostel und Jünger unterschied sich grundlegend von der Ausbildung, welche die rabbinischen Schulen vermittelten.

 

(Markus 3:13-15)  Und er stieg auf einen Berg und rief diejenigen, die er wollte, zu sich, und sie gingen zu ihm hin. 14 Und er bildete [eine Gruppe von] zwölf, denen er auch den Namen „Apostel“ gab, damit sie bei ihm blieben und damit er sie aussenden könne, zu predigen 15 und Gewalt zu haben, die Dämọnen auszutreiben.

 

   Worin aber genau unterschied sich Jesus von den bisherigen religiösen Lehrern?

 

Jesus bezeichnet siebzig Jünger um vor ihm her in den Dörfern zu predigen   Zusammen mit den Aposteln belehrte Jesus weitere Jünger und befähigte sie, die gute Botschaft vom Königreich Christi zu verbreiten, indem sie die Zusammenhänge verstehen lernten und die Wichtigkeit erkannten, sich selbst und andere zu belehren! Nach den Aposteln bestimmte Jesus siebzig andere und beauftragte auch sie zum Predigen:

 

 (Lukas 10:1-7)  Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.

 

   Jesus Haus, das die Jünger zuerst aufnahm wurde daher zum Ausgangspunkt ihres weiteren predigens und der Versammlungen jener Gleichgesinnten, welche auf due gute Botschaft hörten. Es ist anzunehmen, dass der Hausvorstand diese Arbeit im Sinne eines Ältesten weiterführen durfte, wenn jener Teil der siebzig aus jenem Dorf weiterzogen und Gottes Segen auf jenem Haus verblieb.

 

   Vor allem Paulus zeigte später unter den Nationen, wie Versammlungen korrekt organisiert werden sollten und wies darauf hin, welche Gefahren von „falschen Aposteln  und „falschen Lehrern ausging, welche die Schafe Jesu wiederum zu versklaven suchten und etwas anderes lehrten wie die Apostel.

 

   An Versammlungen der Endzeit werden grosse Anforderungen gestellt, welche für Versammlungsleiter eine wirkliche Herausforderung sind. Wir können aus den Schriften darüber vielerlei lernen!

 

   Eine neue Grafik hilft Vorstehern sich selbst und ihre Versammlung aus der Sicht der Schriften zu überprüfen!

 

Anforderungen an Vorsteher von Christenversammlungen
 

3.4  Anfordeorungen an Vorsteher von Christenversammlungen

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

7.3............. Lehrer der guten Botschaft:  Wie waren Versammlungen des ersten Jahrhunderts erfolgreich?.. 3

7.3.1........... Vom grössten Meister lernen! 3

7.3.1.1........ Auch Jesus musste aus den Schriften lernen, um daraus zu zitieren! 3

7.3.1.2........ Berufen sein und auserwählt zu werden ist nicht identisch! 4

7.3.1.3........ Jesus erwählt sich vorab seine künftigen Apostel 5

7.3.1.4........ Jesus verbringt mit den Aposteln die meiste Zeit im Predigtdienst 6

7.3.1.5........ Dein Königreich komme“: Wann erfüllt sich dies?. 7

7.3.2........... Die Apostel beginnen ihre eigene, geordnete Tätigkeit 8

7.3.2.1........ Die Apostel und die Jünger suchen nach weiteren Erntearbeitern. 8

7.3.2.2........ Die gute Botschaft trifft auf offene Ohren! 9

7.3.2.3........ Endzeit: Religionen verlassen, Versammlungen aus eigener Initiative durchführen! 9

7.3.2.4........ Die Apostel belehren ihrerseits jene, die bereit sind auf sie zu hören. 11

7.3.2.5........ Wer gibt Jesus gegenüber Rechenschaft ab über die „Schafe aus seiner Herde“?. 11

7.3.3........... Nach Jesu Tod Neuformierung jener die zum „Weg“ gehörten. 12

7.3.3.1........ Ab Pfingsten, Salbung aller Getaufter mit heiligem Geist 12

7.3.3.2........ Die Christen in Jerusalem, Judäa und der Disapora organisieren sich. 14

7.3.3.3........ Der Widerstand seitens der Juden und der Heiden wächst! 15

7.3.4........... Paulus, der Apostel für die Nationen. 16

7.3.4.1........ Paulus wird durch Jesus als Apostel für die Nationen erwählt 16

7.3.4.2........ Erste Versammlungen innerhalb der Nationen entstehen. 17

7.3.4.3........ Briefe als Mittel zur Erbauung und zur Korrektur, aber auch Ursache für Verwirrung. 18

7.3.4.4........ Paulus sendet seine eigenen Mitarbeiter als Abgeordnete. 19

7.3.4.5........ Falsche Apostel führen zum grossen Abfall 20

7.3.5........... Jesus als Haupt jeder Versammlung. 21

7.3.5.1........ Die Offenbarung an die sieben Versammlungen zeugt von nur einem „Haupt 21

7.3.5.2........ Jesus gibt durch den Apostel Johannes letzte Anweisungen. 23

7.3.5.3........ Abhängigkeit der Versammlungen von guter Führung. 24

7.3.5.4........ Eine „kleine Herde“ und die Gruppe der „treuen und verständige Sklaven 24

7.3.5.5........ Die Freunde und die Sklaven des Hausherrn. 25

7.3.5.6........ Wach bleiben und den Tag erwarten! 26

7.3.5.7........ Paulus fürchtete weder den Sanhedrin noch abweichlerische Älteste. 27

7.3.5.8........ Checkliste für Älteste, um sich selbst und die eigene Versammlung zu beurteilen. 29

7.3.5.9........ Mut fassen, das Ende des Systems hat sich genaht! 29

 


 

7.3       Lehrer der guten Botschaft:  Wie waren Versammlungen des ersten Jahrhunderts erfolgreich? 

 

 

7.3.1           Vom grössten Meister lernen!

 

7.3.1.1     Auch Jesus musste aus den Schriften lernen, um daraus zu zitieren!  

Von Jesus wird zurecht behauptet, dass er der grösste Lehrer aller Zeiten war! Kein anderer Mensch hat die Welt so verändert wie er! Ohne höhere Schulbildung, ohne irgendwelche Titel hatte er es sich früh zu eigen gemacht, die heiligen Schriften seines Volkes in ihrem zugrundeliegenden Sinn zu verstehen. Bestimmt hatten hierin Maria, seine Mutter und sein Ziehvater Joseph einen wesentlichen Einfluss! Sie werden das Kleinkind Jesus schon sehr früh über die Begebenheiten in den Schriften unterrichtet haben und ihn regelmässig an die Sabbatzusammenkünfte und zu den Festen nach Jerusalem mitgenommen haben. Die Vorhersagen der Propheten standen  mit seiner Herkunft und seiner Geburt und der ihm von Gott zugeteilten Rolle in Zusammenhang. Die Prophezeiungen, welches seine kommende Aufgabe als der von Jehova ausersehener Retter für die Menschen beschrieben waren ihm früh schon geläufig. Dazu gehörten die Ankündigung durch den Engel Gabriel an Maria und Joseph, die Ereignisse um den Priester Sacharja und seine Frau Elisabeth, um ihren Sohn Johannes den Täufer. Auch die Vorko0mmnisse bei seiner Geburt, die drei Astrologen und den Tötungsversuch durch Herodes und vieles mehr. Das Wissen um die zu erwartende Geburt des Messias war allgemein in jener Zeit verbreitet!

 

Die drei Astrologen aus dem Morgenland melden Herodes die Geburt des Königs von Israel*** Rbi8  Matthäus 2:3-4 ***

Als König Herodes das hörte, geriet er und mit ihm ganz Jerusalem in Aufregung; 4 und er versammelte alle Oberpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.

 

(Vergleiche: Zeitband Jesu Geburt)

 

Ein besonderes Ereignis ergab sich durch göttliche Fügung, als Josoeph und Maria ihren Erstgeborenen vierzig Tage nach der Geburt in Bethlehem zum Tempel nach Jerusalem brachten, um ihn dort vor Jehova darzustellen, wie dies das GESETZ Mose vorschreibt. Da sie „Ein paar Turteltauben oder zwei junge Tauben“ als Schlachtopfer darbrachten ist daraus zu sehen, dass sie aus sehr einfachen Verhältnissen stammten. Auch hierin gibt uns Jesus das beste Beispiel, dass Jehovas Erwählung unabhängig vom sozialen Status oder Rang der Eltern erfolgt! (Lu 2:22-24).

 

Ein spezifisches Ereignis vierzig Tage nach Jesu Geburt gibt einen Einblick, wie Jehova die Angelegenheit durch Vorhersagen zu lenken in der Lage ist:

 

Simeon segnet im Tempel das Kind Jesus, das dort dem GESETZ gemäss dargestellt wurde*** Rbi8  Lukas 2:25-35 ***

Und siehe, da war ein Mensch in Jerusalem namens Simeon, und dieser Mensch war gerecht und ehrfurchtsvoll und wartete auf Israels Trost, und heiliger Geist war auf ihm. 26 Ferner war ihm von Gott durch den heiligen Geist geoffenbart worden, daß er den Tod nicht sehen werde, bevor er den Christus Jehovas gesehen hätte. 27 Unter der Macht des Geistes kam er nun in den Tempel; und als die Eltern das kleine Kind, Jesus, hereinbrachten, um mit ihm nach dem gewohnten Brauch des [[GESETZES]] es zu verfahren, 28 da nahm er es selbst in seine Arme und segnete Gott und sprach: 29 Nun, Souveräner Herr, entläßt du deinen Sklaven in Frieden, deiner Erklärung gemäß; 30 denn meine Augen haben dein Mittel zur Rettung gesehen, 31 das du angesichts aller Völker bereitet hast, 32 ein Licht zur Beseitigung des Schleiers von den Nationen und eine Herrlichkeit deines Volkes Israel.“ 33 Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich fortgesetzt über die Dinge, die über ihn geredet wurden. 34 Auch segnete Simeon sie, sprach aber zu Maria, seiner Mutter: Siehe! Dieser ist in Israel zum Fall und Wiederaufstehen vieler gesetzt und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird 35 (ja, ein langes Schwert wird deine eigene Seele durchdringen), damit die Überlegungen vieler Herzen enthüllt werden.“

 

Welcher Art war der „heilige Geist“, der Simon verraten hatte, dass er nicht sterben würde, bis er den Trost Israels gesehen habe? Die Schrift sagt nichts darüber. Es ist durchaus möglich, dass Simeon die Schrift Daniels und die Prophezeiung der siebzig Jahrwochen verstand und somit den exakten Zeitpunkt für das Erscheinen des Messias erkennen konnte. Er wusste um Israels GESETZ betreffend die männliche Erstgeburt, die im Tempel dargestellt werden musste und um das Alter der Volljährigkeit und damit den Beginn der letzten Jahrwoche. Der „heilige Geist“, Jehovas aufgezeichnetes Wort um diese von Gott festgelegten Dinge trieb ihn! Ebenso wurde Joseph und Maria durch denselben heiligen Geist der Schriften dazu getrieben ihre eigenen Erfordernisse das Kind Jesus betreffend zu erfüllen. Die Macht des „heiligen Geistes“ aus den Schriften wird auch heute Menschen dazu antreiben Gottes längst gesprochenes Wort zu erfüllen!

 

Die Eltern Jesu wunderten sich über die Worte Simeons, was aus ihrem Sohn werden sollte! Maria traf eine wichtige Aufgabe, darum wandte sich Simeon direkt an sie. Er kündigte ihre an, dass dem Tun ihres Sohnes widersprochen würde und dies für sie Schmerzen beinhalten würde. Dadurch wusste Jesus von früher Kindheit an, dass Er das von Gott auserlesene Mittel war, um die Menschen zu belehren und zu retten. Es ergibt sich auch die Erklärung dafür, warum Jesus bis zu seiner Volljährigkeit mit 30 Jahren ein Schattendasein führte. Er musste somit die Schriften aus eigener Initiative danach erforschen, was genau seine Aufgabe war und anschliessend entsprechend handeln! Dies wurde ihm nicht einfach nur in die Wiege gelegt, wie viele Menschen annehmen!

 

Mit zwölf Jahren erstaunte er im Tempel Jerusalems diejenigen, welche Lehrer Israels waren, durch seine Art des Zuhörens, seine klugen Fragen, seine Gelehrtheit, die durch seine treffenden Antworten offensichtlich wurden. Seine Eltern suchten ihn, die am Ende des Festes sich auf dem Heimweg nach Nazareth befanden und ihn unter den Mitreisenden nicht fanden. Daher kehrten sie dann nach Jerusalem zurück, um ihn dort bei Bekannten und Verwandten zu suchen.

 

Der 12-jährige Jesus unterhält sich herausfordernd mit den Lehrern im TempelSchlussendlich fanden sie ihn im Tempel, „im Hause meines Vaters“, wie er sich bei ihnen wegen ihrer Angst und Suche entschuldigte.

 

*** Rbi8  Lukas 2:46-50 ***

Schließlich, nach drei Tagen, fanden sie ihn im Tempel, wie er mitten unter den Lehrern saß und ihnen zuhörte und sie befragte. 47 Alle aber, die ihm zuhörten, staunten immer wieder über sein Verständnis und seine Antworten. 48 Als sie ihn nun sahen, waren sie höchst erstaunt, und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du so an uns gehandelt? Sieh, dein Vater und ich haben dich ganz verzweifelt gesucht. 49 Er aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr mich nur suchen können? Wußtet ihr nicht, daß ich im [Haus] meines Vaters sein muß? 50 Sie begriffen jedoch das Wort nicht, das er zu ihnen redete.

 

Der zwölfjährige Jesus verstand bereits vieles aber noch nicht alles! Darum befragte er diejenigen, die es wissen sollten und diese waren im Tempel zu finden!

 

Jesus kannte somit alle ihn bezüglichen Schriftstellen. Er verstand die Zusammenhänge und wusste um die Vaterschaft Jehovas in seinem Falle. Er fühlte sich zum Tempel hingezogen, den er als „meines Vaters Haus“ erachtete.

 

Später, im Verlauf seiner Predigttätigkeit, reinigte er mit einer Peitsche den Tempel von Verkäufern, die das Heiligtum Jehovas „zu einem Kaufhaus“ gemacht hatten! All dies hilft uns zum Verständnis, was Jesus unter dem geistigen Tempel versteht, den er anstelle des physischen Tempels zu errichten begann, dessen Grundeckstein er selbst werden sollte über den andere aber stolpern würden (Joh 4:20-25).

 

Der Leib des Christus. ein geistiger Tempel!
 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

7.3.1.2        Berufen sein und auserwählt zu werden ist nicht identisch!

Was können wir aus Jesu Verhalten lernen? Obwohl Jesus vom Vater in der Jungfrau Maria gezeugt war hing die schlussendliche Auserwählung seitens Gottes von seinen Werken, seiner Gesetzestreue und der Erfüllung von Gottes Willen ihn betreffend, somit vom eigenen Verhalten ab. Erst unmittelbar nach seinem schmachvollen und schmerzhaften Opfertodes, der Erfüllung des schwierigsten Teiles seiner Aufgabe, da auferweckte ihn der Vater im Himmel als das Geistwesen, das er zuvor gewesen war und übetrug ihm höchste Ehre und Macht! 

 

Das Evangelium nach MatthäusOb wir wie Jesus Jehovas gerechte Masstäbe erlernen, sie annehmen und in unser Leben übertragen hängt von jedem von uns ab. „Es steht geschrieben …“, war seine Standardauskunft denen gegenüber, die ihn versuchten. Jesus setzte das geschriebene Wort stets über die menschlichen Überlieferungen und fürchtete sich nicht davor falsche Lehren offenzulegen und öffentlich als solche anzuprangern! Er zeigte keine Menschenfurcht aber eine grosse und respektvolle Gottesfurcht! (Spr 1:7)

 

Viele mögen sich berufen fühlen innerhalb der Christenversammlung Aufgaben zu übernehmen. Das ist gut so. Jeder aber muss sich immer wieder aufs neue bewähren, um bis zum Ende Eifer und Treue zu beweisen. Das bringt gar manches Opfer und auch Verluste mit sich. Die Auserwählung erfolgt erst am Gerichtstag. Dort wird es sich erweisen, ob wir ein „Schaf“ sind, das auf den Hirten hörte und reagierte oder Jesus uns als „Bock“ einstuft, der seinen Worten nicht genügend oder gar keine Aufmerksamkeit schenkte.

 

Jesus nachzufolgen bedingt, dass wir ebenso wie der Christus Eigenverantwortung tragen, um alles, was in den Schriften steht zu lernen und es so zu verstehen suchen, wie Gott den Sinn gesetzt hat! Dies lässt sehr wenig Spielraum zu persönlichen Interpretationen offen, der zudem durch weiteres Erforschen der Schriften immer enger wird! Gottes Geist, der aus den Schriften spricht, dieser wird dadurch in uns ständig wirkungsvoller, weil dieser Geist durch genaues Hinhören direkt auf uns wirkt und uns wie Simeon zum Handeln antreibt!

 

Die Schriftgelehrten und Pharisäer dagegen hatten es verlernt Gottes Wort die notwendige Aufmerksamkeit zu geben, obwohl sie täglich darin lassen war ihr Herz und ihr Verstand stumpf geworden. Sie erwarteten, dass die Menschen alleine sie als Lehrautorität anerkenmnen sollten. Jesus aber wies sie darin immer wieder zurecht und zeigte ihnen ihr Unverständnis der Zusammenhänge! Er forderte seine engen Mitarbeiter dazu auf, ihre Fähigkeit zu hören und zu verstehen zu schärfen! (Mat 21:23-27)

 

Obgleich sie schauen vergeblich schauen, obgleich sie hören vergeblich hören*** Rbi8  Matthäus 13:12-17 ***

Denn wer immer hat, dem wird mehr gegeben werden, und er wird Überfluß bekommen; wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden. 13 Deshalb rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie, obgleich sie schauen, vergeblich schauen und, obgleich sie hören, vergeblich hören und auch den Sinn davon nicht erfassen; 14 und an ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas, welche sagt: ‚Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen. 15 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘

16 Glücklich aber sind eure Augen, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören. 17 Denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben die Dinge zu sehen begehrt, die ihr erblickt, und haben sie nicht gesehen, und die Dinge zu hören, die ihr hört, und haben sie nicht gehört.

 

Jehova möchte somit, dass wir angestrengt hinhören um den Sinn zu verstehen und danach reagieren! Diese Art der Umkehr mit dem Herzen und durch Taten ergibt Heilung seitens Jehovas und ein Verständnis im Überfluss! Jesus suchte dies von Kleinkind an, weil seine Mutter und sein Vater ihn so belehrten!

 

Jeder der möchte ist heute ebenso eingeladen zu sehen und zu hören! Alles für uns in unserer Zeit von Wichtigkeit ist, welches Jesus, die Apostel oder die Propheten gesprochen haben, es ist in den Schriften aufgezeichnet. Das Verständnis hängt davon ab, ob wir unser Herz bereit machen Gott in allem zuzuhören, wenn er durch seinen Wortführer Jesus spricht!

 

Paulus spricht von einer „Neugestaltung des Sinnes“, der „durch Prüfung feststellt“, welches wirklich Gottes Wille ist!

 

*** Rbi8  Römer 12:2 ***

Und formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt, damit ihr durch Prüfung feststellen könnt, was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist.

 

Nur durch eigene Prüfung stellt ein Christ somit fest, was der „gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist“. Jesus ging uns darin führend voran, indem er immer wieder wie wir schon wissen darauf hinwies: „Es steht geschrieben ...“. Wer sich auf die Prüfung durch andere, durch Religionsführer verlässt, der wird Enttäuschung ernten.

 

7.3.1.3     Jesus erwählt sich vorab seine künftigen Apostel 

Aus der Gruppe der Jünger Johannes des Täufers, die sich schon zuvor hatten taufen lassen, aus ihnen heraus erwählte sich Jesus seine zwölf Apostel, nachdem er zuvor die ganze Nacht im Gebet zu Jehova verbracht hatte. So konnte er später mit Recht behaupten, dass Jehova ihm diese Jünger gegeben hatte. Andere Jünger des Johannes aber waren nicht bereit auf ihn zu hören oder konnten ihm aus ihren eigenen Gründen nicht folgen. Keiner durfte gezwungen werden. Der Entscheid Jesus nachzufolgen war dem eigenen Gewissen übrlassen.

 

*** Rbi8  Philipper 2:5-6 ***

Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt [[(zuvor als himmlisches Geistwesen)]] existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog, nämlich um Gott gleich zu sein.

 

Gott ist ein Geist und Jesus war als Geistwesen zuvor bei Gott. Die Gottesgestalt war seine Geistgestalt als Engel Michael, „einer der ersten (himmlischen) Fürsten“. Seit Jesu Taufe, wo heiliger Geist in Form einer Taube sichtbar auf ihn herabkam, wusste er um sein himmlisches Vorleben (Da 10:21; 12:1).

 

Jesus standen die Vorkehrungen Jehovas die den Messias auszeichneten zur Verfügung aber auch die Einschränkungen, die durch freien Willen des Einzelnen existiert, für bedeutete es „sich ein wernig unter Engel zu erniedrigen“. Hinzu kam der vorhergesagte qualvolle Tod.

 

Jesu blieb dem Vater treu selbst bis in den Tod(Philipper 2:8-11)  Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst [[(unter seine Stellung als Engelfürst)]] und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl [[(Pfahl)]]. 9 Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn auch zu einer übergeordneten Stellung erhöht und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem [anderen] Namen ist, 10 so daß sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, derer, die im Himmel, und derer, die auf der Erde, und derer, die unter dem Erdboden sind, 11 und jede Zunge offen anerkenne, daß Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

 

Er übte keinen Druck auf die Jünger des Johannes aus, um Jehova gleichzusein! Jeder musste für sich selbst entscheiden und so handeln, wie ihn heiliger Geist durch eigenes Verständnis trieb. Die Apostel, welche er sich nun erwählte, waren jene, die das Bedürfnis schon zuvor hatten, dem Messias zu dienen, den sie seit einiger Zeit aufgrund der Ankündigung des Johannes erwarteten. Er brachte seine eigenen zwölf Schafe in die „kleine Hürde“ zusammen. Jene sollten nun alle Dinge die ihnen gehörten und welche sie banden verlassen, um ihm ganzherzig überallhin zu folgen. Andere wollten oder konnten dies nicht (Lu 6:12-16; 12:32). Den Zweiflern und Unentschiedenen erklärte er:

 

*** Rbi8  Johannes 10:26-30 ***

Aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. 28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden keinesfalls je vernichtet werden, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Was mein Vater mir gegeben hat, ist größer als alles andere, und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.“

 

Jesus belehrte seine Apostel von Anfang an alles was sie durch ihn hörten auch wirklich zu verstehen suchen. Sie waren es, die jeweils zu ihm kamen und ihn über jene Dinge befragten, welche sie nicht verstanden hatten, weil Jesus doch nur in Gleichnissen zu den Volksmengen redete. Jesus bemühte sich um jeden Einzelnen, damit er die tieferen Gedanken verstehen möge. Was er zum Volk in Gleichnissen redete, das erklärte er in die Tiefe seinen Aposteln. Sie sollte eine wichtige Aufgabe treffen, das Königreich Jesu auf der Erde aufzurichten, dessen Grundlage herzurichten!

 

Was genau ist ein Teil- und was ein Gesamtbild? Michelangelos Fresko "Das jüngste Gericht"(Vergleiche Grafik: 1.4  Gesamtbild: Die Logik der Zusammehänge sehen)

 

Heute geht es wiederum um etwas ähnliches! Die „Grenze der Fülle der Zeiten“ ist erreicht, wo Gottes königliche Verwaltung aufgerichtet wird! Jeder von uns muss sich wie die Apostel darum bemühen selbst ein erfolgreicher Lehrer der guten Botschaft zu werden! Dazu ist es notwendig sich das „Gesamtbild“ immer tiefer einzuprägen und die Abhängigkeit der Teilbilder vom Gesamtbild erkennen zu lernen.

 

Wie Paulus später eine Gruppe von Auserwählten um sich scharte, die er speziell weiterbildete wie dies die Briefe an Timotheus und Titus zeigen, so sollen heutige Vorsteher ebenso Christen direkt fördern, die geeignet sind, damit auch diese ihre Aufgabe als kommende Vorsteher ihrer eigenen Versammlungen antreten. Das Gebet zu Jehova in Jesu Namen um Hilfe bei deren Wahl wird bestimmt erhört!

 

Jesus erklärte dies seinen Aposteln im Hinblick auf deren Auferstehung [B1] mit den folgenden Worten:

 

*** Rbi8  Johannes 16:25-28 ***

Ich habe diese Dinge in bildlichen Reden zu euch gesprochen. Die Stunde kommt, da ich nicht mehr in bildlichen Reden zu euch sprechen werde, sondern ich will euch klar und deutlich über den Vater berichten. 26 An jenem Tag [[(Zukunft: Bei der Instruktion der kommenden Verwaltung)]] werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater euretwegen bitten werde. 27 Denn der Vater selbst hat Zuneigung zu euch, weil ihr Zuneigung zu mir gehabt und geglaubt habt, daß ich als Vertreter des Vaters ausgegangen bin. 28 Ich bin vom Vater ausgegangen und bin in die Welt gekommen. Ferner verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.“

 

In der heutigen Zeit in der wir leben wird der Vater den frühauferstandenen Aposteln das Königreich anvertrauen. Der Prophet Daniel schrieb diesbezüglich: „Aber die Heiligen des Allerhöchsten werden das Königreich empfangen, und sie werden von dem Königreich Besitz nehmen bis auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], ja für unabsehbare Zeit [[ewig]] auf unabsehbare Zeiten [[auf Ewigkeiten]].“ (Da 7:18) Am Gerichtstag werden sie über die von Christus erwählten „Schafe“ gesetzt und nach ihrer „Hochzeit mit dem Lamm“ beginnen sie als Richter über die „zwölf Stämme Israels“ (Mat 19:28) darin jene auszuwählen, die sich vor dem Tag des Gerichts dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ von Herzen anschlossen. Die „Sterne“ oder „Engel“ der Versammlungen, die Vorsteher, die nicht hörten, sie werden dabei „von ihrer Stelle gerückt“, weil sie nicht wirklich in Jesus vertrauten, sondern aneren Göttern und anderen Herren Dienst leisteten (Da 7:21; Off 1:12, 20-2:5).

 

Die Apostel kopierten von Beginn an dabei nur Jesu System, wie er es anwendete! Sie selbst bildeten sich treue Jünger heraus die Jesus nachzufolgen bereit waren. Das ist das Gegenteil von der Vetternwirtschaft dieses Systems! Die Söhne wohlhabender und einflussreicher Eltern sind die kommende Generation der Mächtigen. Unter Jesus erhält jeder der zeigt, dass er durch heiligen Geist angetrieben wird dieselbe Chance! Unter den Erwählten werden wenige Reiche und Einflussreiche dieses Systems sein, alle aber die „reich an Erkenntnis und Verständnis“ und an „guten Werken“ sind, mit „aufgäuften Schätzen im Himmel“!

 

Menschenernte für die "neuen Himmel" und die "neue Erde"
 

Das System der Priester innerhalb der Katholischen Kirche und fast aller Protestanten bedingt ein Theologiestudium. Das ist eine Kopie des rabbinischen Systems, das durch Jesus verworfen wurde, weil es Heuchler hervorbringt die in Wirklichkeit andern Göttern und anern Herren dienen! In jenen Sculen wird der Geist der Kirchenväter, deren Dogmen gelehrt und kaum Gottes unverfälschte Wahrheit. Auch bei Jehovas Zeugen wurde durch den Richter Rutherford 1935 eine Türe verschlosssen, weil dort seither behauptet wird, dass seit 1918 Jesu Auswahl des Überrests stattfand. Dies ist ein weiterer Unsinn, der sich auf die Lehre von 1914 abstützt!

 

(Vergleiche E-Buch: Der falsche Prophet; Kapitel: 9.1.8  Satans Ziel in der Endzeit)

 

Die Aufgabe andere zu belehren trifft uns aber alle: In der Familie als Vater oder als Mutter. In der Schule haben schon Kinder die Möglichkeit mit anderen über Gottes Vorsätze zu sprechen, wo immer ein Lehrer sie in diese Richtung führt! Unsere Verwandten und unser Bekanntenkreis muss vom Kommenden hören! Ob sie interessiert sind oder nicht entscheidet auch dort jeder durch freien Willen! Allerdings warnte Jesus, dass diese Resultate gering wären: „Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, ausgenommen in seinem Heimatgebiet und in seinem eigenen Haus.“ (Mat 13:57)

 

Auch untereinander sollten wir uns als Brüder und Schwestern geistig stärken, indem wir das Gelernte anderen mitteilen, wo wir Lücken im Verständnis haben andere befragen die uns helfen können, wir auch jenen zu helfen, die vielleicht an einer Versammlung nicht teilhaben konnten, oder die im Verständnis gewisse Lücken aufweisen wo wir bereits Erkenntnis haben.

 

Jeder sollte befähigt sein mit anderen Personen, auch neuen, aussenstehenden, ein persönliches Studium bei jenen zu Hause zu beginnen.

 

7.3.1.4     Jesus verbringt mit den Aposteln die meiste Zeit im Predigtdienst

Nachdem Johannes der Täufer Jesu Kommen angekündigt hatte, dann nach Jesu Taufe begann der Christus seine eigene Aufgabe zu erfüllen, Gottes Königreich den Menschen bekannt zu machen und sie dafür zu gewinnen. Dies beinhaltete, dass die Menschen auch wirklich begriffen, worum es ging! Jesus selbst war der von Gott bestimmte Hohepriesterkönig. Wenn er öffentlich redete, dann sprach Jesus nur in Gleichnissen, bei privater Unterredung aber erklärte er alle Fragen, die seine Zuhörer hatten, welche ehrliches Interesse an weiterem Verständnis bekundeten. Ein solches Beispiel war zum Beispiel Maria und Martha oder die Samaritanerin am Brunnen von Sychar! (Joh 4:5-30)

 

Martha wollte, dass Maria ihr helfe, Jesus verwehrte es ihr*** Rbi8  Lukas 10:38-42 ***

Als sie nun weitergingen, begab er sich in ein gewisses Dorf. Hier nahm ihn eine gewisse Frau namens Martha als Gast in das Haus auf. 39 Diese Frau hatte auch eine Schwester, Maria genannt, die sich jedoch zu den Füßen des Herrn niedersetzte und unablässig seinem Wort lauschte. 40 Martha dagegen ließ sich durch viele Dienstleistungen ablenken. So trat sie herzu und sagte: „Herr, machst du dir nichts daraus, daß meine Schwester die Bedienung mir allein überlassen hat? Sag ihr daher, daß sie mir Hilfe leiste.“ 41 Als Antwort sprach der Herr zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge. 42 Wenige Dinge jedoch sind nötig oder nur eins. Maria ihrerseits hat das gute Teil erwählt, und es wird nicht von ihr weggenommen werden

 

Viele Beispiele zeigen, dass bei Jesus Frauen durchaus eingeschlossen waren, er sie genauso belehrte und einige Jesus nachfolgten und sie dienten den Jüngern! Dasselbe geschah später mit den Aposteln.

 

*** Rbi8  Markus 15:40-41 ***

Da waren auch Frauen, die aus einiger Entfernung zusahen, unter ihnen Maria Magdalene und auch Maria, die Mutter des Jakobus des Geringeren und des Joses, und Salome, 41 die ihn gewöhnlich begleiteten und ihm dienten, als er in Galiläa war, und viele andere Frauen, die mit ihm zusammen nach Jerusalem heraufgekommen waren.

 

Um das Licht der guten Botschaft zu verbreiten brauchte Jesus Zuhörerschaft! Die von Johannes bereitete Gruppe war zu grössten Teilen bereit Jesus zuzuhören und aus diesen wählte er zu Beginn doch seine Zwölf aus. Sie waren inzwischen an ihre gewohnte Arbeit als Fischer oder Steuereinnehmer zurückgekehrt. Dort suchte sie Jesus. Schon nach kurzer Belehrung ging es hin dieses Wissen praktisch anzuwenden, das Gelernten nun als Lehrer zur eigenen Anwendung zu bringen für die nächste Generation von Jüngern. Jesu Territorium war das ganze Volk Israel, beginnend in Galiläa, endend in Jerusalem. Sie alle sollten um das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, Gottes Erwähltem erfahren. Als Gottes Volk waren sie darauf vorbereitet, da ja die Propheten einen kommenden Messias ankündigten, der Israel befreien würde und das Königreich wiederherstellen würde. Sie wussten aus dem GESETZ, dass ein grösserer Prophet als Moses kommen musste und dieser sie belehren würde und es Pflicht war diesen Propheten zu hören! Der Ruf ging Jesus somit voraus, obwohl Unsicherheit über seine Person bestand und das Volk spaltete!

 

*** Rbi8  Matthäus 16:13-15 ***

Als er nun in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte Jesus seine Jünger dann: „Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei?“ 14 Sie sprachen: Einige sagen: Johannes der Täufer, andere: Elia, noch andere: Jeremia oder einer der Propheten.“ 15 Er sprach zu ihnen: „Ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei?“

 

Die Menschen zeigten ein oberflächliches Wissen über den vorhergesagten Messias. Er sollte Charakteristiken frührer Propheten aufweisen ohne jedoch direkt eine jener Verstorbenen zu sein. Durch das Predigen und Wunderwirken wurde Jesu Ruf grösser und mehr Menschen interessierten sich für ihn und waren dadurch bereit zuzuhören, um seine Aufgabe in Gottes Plan als der verheissene Messias, Gottes „Gesalbten“ zu verstehen!

 

Jesus unternahm mit seinen Aposteln zusammen fünf Predigtwanderungen, während denen er Einzelpersonen, Familien, Gruppen und ganzen Ortschaften die gute Botschaft verkündigte. Er ging aber weiterhin nicht zu den Menschen der Nationen, um jene zu belehren, weil dies nicht seine Aufgabe war, sondern später den Aposteln zufallen sollte! „Geht daher hin und macht Jünger aus Menschen aller Nationen!“ (Mat 28:19)

 

Jesu Leben und Wirken auf der Erde
 

(Vergleiche: Zeitband Leben und Wirken Jesu)

 

Menschen der Nationen, Nichtjuden wurden durch Jesus somit nicht belehrt. Dies kam erst dreieinhalb Jahre nach seinem Tod, als Petrus den dritten der drei Schlüssen gebrauchte, um das Königreich Jesu auch Nichtisraeliten zu öffnen. Kornelius und seine Familie waren die ersten aus den Heiden die sich taufen liessen und heiligen Geist empfingen (Mat 16:19; Apg Kap.10).

 

Seine Apostel sandte Jesus bei diesen Predigtwanderungen vor sich her, um ihm den Weg zu bahnen, damit Menschen ihn erwarten würden, um belehrt zu werden, wenn er gekommen wäre. Jesus gab den Aposteln dazu exakte Anweisung zu wem sie gehen und wen sie nicht beachten sollten. Er zeigte ihnen, dass die gute Botschaft keinen Verkaufspreis hat! Sie selbst wurden durch ihn belehrt, ohne dass sie etwas bezahlen mussten, nun sollten sie andere ohne etwas zu verlangen belehren!

 

7.3.1.5     „Dein Königreich komme“: Wann erfüllt sich dies?

Das Thema des Predigens blieb das kommende Königreich des Sohnes! Dessen König sollte angekündigt werden, der bei der Taufe durch heiligen Geist von Gott gesalbt wurde. Durch die Worte: „Dies ist mein Sohn, der Geliebte, an dem ich wohlgefallen gefunden habe“ hatte Jehova die Sohnschaft Jesu bestätigte! Vorab durfte niemand bekanntmachen, dass er der Messias, der erwartete Christus sei. Dies hätte bestimmt zu Problemen mit den Autoritäten geführt, vor allem den religiösen!

 

Nur Petrus erhielt die drei Schlüssel, um drei Gruppen den Eintritt in das "Königreich des Sohnes seiner Liebe" zu öffnenWas lesen wir aus dem Kontext der weiter oben gestellten Frage Jesu an seine Apostel, wer er sei. Sie sollten inzwischen ein klares Bild davon haben!

 

*** Rbi8  Matthäus 16:13-20 ***

Als er nun in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte Jesus seine Jünger dann: „Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei? 14 Sie sprachen: „Einige sagen: Johannes der Täufer, andere: Elia, noch andere: Jeremia oder einer der Propheten.“ 15 Er sprach zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei? 16 Simon Petrus gab zur Antwort: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ 17 Jesus erwiderte ihm und sprach: „Glücklich bist du, Simon, Sohn des Jona, weil nicht Fleisch und Blut [es] dir geoffenbart haben, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. 18 Auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen [[„Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“]] will ich meine Versammlung bauen [[(Jesus ist dessen Grundeckstein)]], und die Tore des Hades [[(des menschlichen Grabes zufolge von Tod)]] werden sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die [[(drei)]] Schlüssel des Königreiches der [[(neuen, irdischen)]] Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den [[(zweiten und dritten)]] Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“ 20 Dann gebot er den Jüngern ernstlich, niemandem zu sagen, daß er der Christus sei.

 

Selbst auf seiner letzten, der dritten Predigtreise verbot Jesus Petrus und den Aposteln immer noch ihn öffentlich als den Christus zu bekennen! Sie musste das Näherrücken des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ vorbereiten, damit wenn es aufgerichtet wäre nach Jesu Tod Petrus mittels der drei Schlüssel in abgestufter Form vorb Juden, dann Samaritaner und schlussendlich auch Menschen aus den Nationen mittels Taufe hineinkommen zu lassen. Das sollten sie erst nach seinem Tod und der Auferstehung tun, weil Jesus selbst wusste, dass selbst er vom Vater erst nach erwiesener Treue bis in den Tod den versprochenen Lohn erhalten würde! Erst die Auferstehung würde somit die Bestätigung darstellen!

 

Genaues Verständnis, was jene „drei Himmel“ sind, von denen Paulus den Korinthern gegenüber erklärt hatte, dass er im Höchsten, dem Dritten gewesen war: „Ich kenne einen Menschen in Gemeinschaft mit Christus, der vor vierzehn Jahren — ob im Leib, weiß ich nicht, oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es — als solcher bis zum dritten Himmel entrückt wurde.“ (2:kor 12:2)

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "neue Himmel" und "neue Erde"
Was meint

Petrus benutzte diese drei Schlüssel und öffnete durch die Taufe von Juden, Samaritanern und Menschen der Nationen den Eingang des irdischen Teils des „Königreiches der Himmel“ für jene drei Gruppen. Ihr König Jesus war fortan an Gottes rechter Seite, herrschte von dort über sein „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Jeder der ihn als seinen „Herrn“ und damit als „Haupt“ annahm und Jehova als einzigen und wahren Gott anerkannte, der konnte Teil der Christenversammlung werden, mittels Anerkennung der inspirierten Schriften, dem „heiligen Geist“. Jesu Amtshohheit umfasst zudem die Stellung des Hohepriesters und „Richters der Lebenden und Toten“.

 

Bis heute hat sich daran nichts geändert! Auch nach der Aufrichtung des „Königreiches für Israel“ Jehovas durch Jesus auf der Erde, durch Auferweckung der Apostel in der Frühauferstehung [B1] zeigt der Christus, dass der „Hades“, der Tod sein Königreich nicht beherrschen konnte, auch wenn bisher alle Menschen sterben mussten! Immer noch bitten wir, dass Gottes Königreich nun erdenweit wirksam handeln möge! Dies aber kommt nach Jehovas Willen erst nach dem „Tag des Abendmahls der Hochzeit des Lammes“ [BbB, a1], wenn die Erstauferstehung der Verstorbenen der 144.000 [Bb] die neue Regierung vollkommen werden lässt (Phi 3:11; Off 14:1; 20:4-6).

 

Zeitband: Der Tag des "Abendessen der Hochzeit des Lammes"
 

Wie im Falle Jesus oder der Frühauferstehung der Apostel wird die Erstauferstehung und das Zusam menrufen der Versiegelten aus der ganzen Erde nach Jerusalem die Bestätigung sein, dass jene Auserwählten durch Christus Gott wirklich treu waren! Ihr Offenbarwerden ist doch gerade Gottes Bestätigung ihrer Auserwählung aus allen Generationen, Völkern, Stämmen und Sprachen!

 

Je 12.000 Priesterkönige ergeben die 144.000 Auserwählten*** Rbi8  Matthäus 22:14 ***

Denn es sind viele eingeladen, doch wenige auserwählt.“

 

Paulus wusste um all diese Zusammenhänge und ermunterte die Christen seiner Tage, genauso wie er uns heute auffordert Jesu Offenbarwerden zu erwarten und treu zu bleiben in Aktivität!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:4-9 ***

Ich danke Gott allezeit für euch im Hinblick auf die unverdiente Güte Gottes, die euch in Christus Jesus verliehen ist, 5 daß ihr an allem bereichert worden seid in ihm, an der vollen Redefähigkeit und an völliger Erkenntnis, 6 wie ja das Zeugnis über den Christus unter euch befestigt worden ist, 7 so daß ihr an gar keiner Gabe Mangel habt, während ihr sehnlich die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. 8 Er wird euch auch befestigen bis ans Ende, damit ihr frei von Anklage seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Gott ist treu, durch den ihr zur Teilhaberschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, berufen worden seid.

 

Mit der Bitte „Dein Königreich komme“ flehen wir somit weiterhin darum, Jesus möge nun als „König der Könige“ handeln, das alte, gottlose und ungerechte System beenden und sein neues, System in Harmonie mit Jehovas Willen erdenweit errichten und seine „Verwaltung“ für das Millennium allen Menschen offenbar werden lassen! Damit beweisen wir, dass wir ihn wirklich sehlich erwarten und nicht ein eigenes Königreich ohne ihn, errichten wollen, wie dies Religionsführer so oft schon versucht haben! Jeder Christ muss sich der „Berufung nach oben“ als würdig erweisen, um am Königreich Gottes Teilhaber sein zu dürfen!

 

(Philipper 3:13-16)  Brüder, ich betrachte mich selbst noch nicht so, als ob ich [es] ergriffen habe; doch da ist eines diesbezüglich: Die Dinge vergessend, die dahinten sind, und mich nach den Dingen ausstreckend, die vor [mir] sind, 14 jage ich dem Ziel entgegen, dem Preis der Berufung Gottes nach oben durch Christus Jesus. 15 Laßt uns denn, so viele von uns reif sind, diese Gesinnung haben; und wenn ihr in irgendeiner Hinsicht anders gesinnt seid, wird Gott euch die obenerwähnte [Gesinnung] offenbaren. 16 Auf jeden Fall laßt uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln.

 

Es ist vergleichsweise wie ein Sonderangebot mit begrenzter Anzahl von etwas Wertvollem, das ein Supermarkt einmalig anbietet. Nicht bloss die Hände werden entgegengestreckt, sondern ein regelrechtes Drängeln nach vorne ist die Auswirkung. Auch wir sind gefordert die gebotene Möglichkeit anzunehmen und uns dafür anzustrengen. Eine „feste Ordnung“ einzuhalten, die Paulus anspricht gilt es bei den Sabbaten, Neumonden und an den Festtagen zu beachten, „um unser Zusammenkommen nicht aufzugeben, wie es bei einigen üblich ist.“ (Heb 10:24, 25) Auch jeder der studiert sollte sich der festen Studienordnung unterwerfen.

 

Das "Israel Gottes" wird erwähl: Eine königliche Verwaltung für das Millennium
 

 

7.3.2           Die Apostel beginnen ihre eigene, geordnete Tätigkeit

 

7.3.2.1     Die Apostel und die Jünger suchen nach weiteren Erntearbeitern

Die Apostel sollten von Jesus ganz klar definierte Aufgaben übernehmen, die sie vor späteren Jüngern und Vorstehern weiterhin auszeichnen würden, weil Jesus nur ihnen gewisse Rechte einräumte, nur sie als seine „kleine Herde“, als seine „Braut“ erwählt hatte (Mk 3:13-15).

 

Das Aussenden der zwälf Apostel und derenen Sonderrechte und Geistesgaben *** Rbi8  Matthäus 10:5-10 ***

Diese Zwölf sandte Jesus aus und gab ihnen folgende Weisungen: „Begebt euch nicht auf die Straße der Nationen, und tretet nicht in eine samaritische Stadt ein, 6 sondern geht statt dessen immer wieder zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7 Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus. Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt. 9 Verschafft euch nicht Gold oder Silber oder Kupfer für eure Gürtelbeutel 10 oder eine Speisetasche für unterwegs oder zwei untere Kleider oder Sandalen oder einen Stab; denn der Arbeiter hat seine Nahrung verdient.

 

Nur die Apostel wurden aufgefordert Kranke zu heilen und Tote aufzuerwecken, Aussätzige zu heilen und Dämonen auszutreiben! Dieses Vorrecht war jenen gegeben, weil sie zum vornherein vom Vater auserlesen worden waren, um später Könige über die zwälf Stämme Israels zu werden! (Off 7:1-8) Jene, welche die Apostel in ihren Häusern empfangen würden, sollten ihnen Gastfreundschaft zeigen und das Notwendige zur Verfügung stellen. Jesus führte keinen „Zehnten“ oder andere Formen von Abgaben ein, sondern alles beruhte auf Freiwilligkeit! Auch die Apostel hielten sich später an Jesu System, das bis zum Ede des ersten Jahrhunderts gedieh! Paulus bestätigt dies im Brief an die Thessalonicher (Mat 19:28; Lu 12:32).

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:5-8 ***

In der Tat, zu keiner Zeit sind wir mit schmeichelnder Rede aufgetreten (wie ihr wohl wißt) noch mit einem Vorwand für Habsucht, Gott ist Zeuge! 6 Wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, nein, weder von euch noch von anderen, obwohl wir als Apostel Christi eine kostspielige Bürde sein könnten. 7 Im Gegenteil, wir wurden in eurer Mitte sanft, wie wenn eine nährende Mutter ihre eigenen Kinder [hegt und] pflegt. 8 Da wir also eine innige Zuneigung zu euch haben, hat es uns wohlgefallen, euch nicht nur an der guten Botschaft Gottes teilhaben zu lassen, sondern auch an unseren eigenen Seelen, weil ihr uns lieb geworden wart.

 

Wie eine „nährende Mutter“, die ihre Kinder umsorgt waren die Apostel allen späteren Aufsehern ein Vorbild! Niemals waren sie eine kostspielige Bürde wie die heutige, gutbezahlte Geistlichkeit der Christenheit! Dies geht auf Konstantin und sein Konzil 325 u.Z. in Nicäa zurück! Durch Steurerhöhungen wurden Priester im römischen Imperium zu indirekten Staatsangestellten, zu Lohnhirten! Auch der durch protestantische Gruppen verlangte „Zehnten“ ist eine Steuer, die mit dem Ende des „Bundes mit Levi“ auslief! Die ersten Christen kannten weder das eine noch das andere! Sie lebten von eigener Arbeit und Direktunterstützung seitens der Belehrten, wo dies angebracht oder notwendig war.

 

Wenn wir die Aufgabe der später ausgesandten siebzig Jünger mit der vergleichen, die den Aposteln gegeben wurden erkennen wir leicht den Unterschied:

 

(Lukas 10:1-7)  Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. 5 Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause!‘ 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.

 

Dass jenes Haus, das Belehrung erfuhr und so zu einer neuen Kleinversammlung wurde für die körperlichen Bedürfnisse dessen, der sie belehrte aufkam, dies ist eigentlich selbstredend.

 

7.3.2.2     Die gute Botschaft trifft auf offene Ohren!

Gehen wir zurück zu Jesus und seiner Vorbereitung, um sein „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mit gottesfürchtigen Menschen zu füllen, die bereit sein würden sich Gottes Gerechtigkeit zu unterordnen.

 

Inzwischen waren es immer mehr Jünger, die bereit waren mindestens während einer gewissen Zeit Jesus zu begleiten oder diese Aufgabe des Predigens vor Ort wahrzunehmen, wo sie lebten. Welche Instruktion gab Jesus jenen Menschen, die bereit waren andere zu belehren? Sie sollten dieselbe Aufgabe des Belehrens übernehmen wie die Apostel, so wie die Apostel es taten ihn kopieren und so nun den Weg vor Jesus und den Aposteln her zubereiten! Daran hat sich nichts geändert. Jesu Worte sind klar und deutlich: „Deswegen erweist auch ihr euch als solche, die bereit sind, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht denkt, kommt der Menschensohn.“ (Mat 24:44)

 

Immer mehr zeigte es sich, dass viele Menschen allgemein bereit waren zu hören und dies wirklich für einige eine gute Botschaft war! Daneben regten sich die Spötter und Gegner. Bald schon fehlten weitere Arbeiter, die ihrerseits bereit waren diese geistige Ernte auch wirklich einzubringen, indem auch sie von nun an andere systematisch belehrten! Jeder der sich angesprochen fühlte sollte direkt Jehova darum bitten, dass er neue Arbeiter geben möge! Diesem Gebet musste jeder selbst Taten folgen lassen.

Im Falle der siebzig gab Jesus weitere Hinweise, die heute ebenso gelten:

 

*** Rbi8  Lukas 10:8-12 ***

Und wo immer ihr in eine Stadt hineingeht und man euch aufnimmt, da eßt, was man euch vorsetzt, 9 und heilt darin die Kranken und sagt ferner zu ihnen: ‚Das Königreich Gottes hat sich euch genaht.‘ 10 Wo immer ihr aber in eine Stadt hineingeht und man euch nicht aufnimmt, da geht hinaus auf ihre breiten Straßen und sagt: 11 ‚Sogar den Staub, der von eurer Stadt an unseren Füßen hängenblieb, wischen wir gegen euch ab. Trotzdem behaltet dies im Sinn, daß sich das Königreich Gottes genaht hat.‘ 12 Ich sage euch, daß es Sodom an jenem Tag erträglicher ergehen wird als jener Stadt.

 

An Pfingsten waren es die hundertzwanzig Jünger die heiligen Geist und Geistesgaben empfingenJesus erteilte den Siebzig keinen Auftrag um Tote aufzuwecken, wie er dies den Aposteln auftrug. Dazu reichte die Ermächtigung nicht aus! Nur die Apostel konnten später die Geistesgaben weitergeben, was mit dem Tod des Johannes zum Ende des ersten Jahrhunderts aufhörte. An Pfingsten 33 u.Z. viel heiliger Geist in Form von Feuerzungen auf hundertzwanzig Getreue, die sich im Obergemach versammelt hatten.

 

Geistheilungen und andere Gaben durch Dämonen aber gibt es bis zum Abschluss des Systems!

 

Genauso wie die Apostel sollten die Jünger ohne allzugrosse Vorbereitung an ihre Aufgabe gehen. Wer immer sie an irgendeinem Ort der Erde aufgrund der guten Botschaft willkommen heissen würde, dort sollten sie verweilen und ihre Aufgabe erfüllen, die Botschaft über Jesus vollständig zu übermitteln. Menschen sollten das Predigtwerk aufgrund eigener Freizügigkeit unterstützen, indem die Bedürfnisse jener befriedigt würden, welche diese guten Botschaft bringen würden. Diese Art der Gastfreundschaft war den Juden schon durch das GESETZ auferlegt. Dort würden durch die Jünger zudem Kranke geheilt werden, indem Gott auf jene hörte. Bestimmt war vorab die geistige Heilung gemeint! Die Apostel aber konnten jede Art physischer Krankheiten heilen.

 

Jesus wusste, welche Gefahren das Predigen mit sich bringt und warnte seine Jünger nicht davor zu erschrecken! Wo Menschen aber gegenüber der Botschaft Abneigung zeigen würden war es Jesus, der bereits ein Urteil fällte! An der Botschaft, dass sich das Königreich genaht hatte, änderte auch Ablehnung nichts!

 

7.3.2.3     Endzeit: Religionen verlassen, Versammlungen aus eigener Initiative durchführen!

Wie damals, so heute wiederum sendet Jesus Menschen vor sich her, die sein Ankommen ankündigen! Den Auftrag dazu erteilte er vor fast 2000 Jahren und wurde schriftlich festgehalten! Diesmal ist es die Botschaft, dass die vorhergesagten „Zeichen“ sich erfüllen, dass Gottes Königreich auf der Erde errichtet wird [B1], und dass der König in kurzer Zeit zum Gericht kommen wird! [B2]

 

Jesus war von Jehova damals nur zu den verlorenen Schafen Israels gesandt worden. Er kündigte aber an, dass er auch andere Schafe habe, welche nicht aus der jüdischen Herde sind, die er in seine eigene Hürde bringen muss.

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde" sind?
 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

Heute besteht wiederum eine ähnliche Situation die Einschränkungen auferlegt: Jehova gibt während der Zeit des Predigens der „zwei Zeugen“ [A] durch Jesus an Johannes eine spezifische Anweisung. Diese gilt es zu beachten! Die gute Botschaft war während zweitausend Jahren allen Nationen gepredigt worden. Nun sollte nur noch denen, die Jesu Wiederkommen sehnlich erwarten, die frohe Botschaft der Aufrichtung von Gottes Königreich gebracht werden und auch Ermunterung, dass Jehova am Gerichtstag für Gerechtigkeit sorgen wird!

 

Menschen, die nichtchtchristlichen Religionen angehören, sollte die Botschaft somit ab einem im voraus bestimmten Zeitpunkt [A1] nicht weiter zugetragen werden, weil Jehova selbst ein Urteil gefällt hat und die Menschen der Nationen, die bisher nicht gehört haben, aus seinem Heiligtum hinausgeworfen hat. Der „Vorhof der Heiden“ soll nicht ausgemessen werden.

 

Die "zwei Zeugen", gleich zwei Kandelabern und zwei OlivenbäumenWie ist dies genau zu verstehen? Jesus gibt Johannes für die Zeit [A] vor dem Anbrechen des „Tages des Herrn“ [B1] folgende deutliche Anweisung:

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:2-3 ***

Und es wurde mir [[(dem Apostel Johannes)]] ein Rohr gegeben, einem Stab gleich, als er sprach: „Steh auf, und miß das Tempel[heiligtum] Gottes und den Altar und die darin Anbetenden. 2 Aber was den Vorhof außerhalb des Tempel[heiligtums] betrifft, wirf ihn hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten. 3 Und ich will meine zwei Zeugen tausendzweihundertsechzig Tage mit Sacktuch bekleidet prophezeien lassen.

 

Mit den multireligiösen Aktivitäten, die mit den Friedensgebeten in Assisi [Aa; Fa] ihren Anfang gefunden haben und am 31.8.2000 durch das Treffen von 2000 Delegierten aller Religionen vor der UNO zum Friedensjahr gipfelte war Jehova bestimmt nicht einverstanden. Ein Mischmasch von Göttern, widersprüchlichsten Gebeten und unterschiedlichsten Gesetzen: Alles andere wie „Einheit im einen Geist“ manifestierte sich dort Durch dieses World-Peace-Summit [A1; Fb] vor der UNO haben die christlichen Religionsführer einen vollkommen Vertragsbruch mit Jehova und seinem König Jesus vollzogen der für sie Zerstörung verursachen wird. Dadurch kam auch von Seiten Jehovas durch Jesus ein Bruch mit jenen! Die Christenheit hatte sich mit „Babylon der grossen Hure“ im „World Councel of Religious Leaders“ (WCRL) zu einer Einheit vereinigt. Die Worte des Paulus an die Korinther wurde zu Makulatur:

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:15-18 ***

Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder des Christus wegnehmen und sie zu Gliedern einer Hure machen? Das geschehe nie! 16 Was? Wißt ihr nicht, daß der, der sich einer Hure anschließt, ein Leib ist? Denn „die zwei“, sagt er, „werden ein Fleisch sein“. 17 Wer sich dagegen dem Herrn anschließt, ist ein Geist. 18 Flieht vor der Hurerei.

 

DER SPIEGEL: Weltmacht ReligionWer sich einer Hure anschliesst bildet mit ihr „einen Leib“! Niemand kann zu „Babylon der Grossen“ gehören, das religiöse „Bild“ des „wilden Tieres“ anbeten, das „World Councel of Religious Leaders“[1] anerkennen und gleichzeitig Jehovas Anerkennung besitzen: Entweder dieses religiöse „Bild“, eine Kopie der UNO oder Gottes Königreich ins Zentrum stellen, nicht aber beides! Das Ende beider Organisationen, der politischen UNO und der religiösen Vereinigung der Religionen im ECRL, im „Bild des wilden Tieres“ ist bereits von Jehova verurteilt: „Und das wilde Tier wurde gefaßt und mit ihm der falsche Prophet [[(der religiöse Hauptanführer)]], der vor ihm die Zeichen tat, durch die er die irreführte, welche das Kennzeichen des wilden Tieres [[(„666“)]] empfingen, und die, die seinem Bild [[(WCRL)]] Anbetung darbringen. Noch lebendig wurden sie beide in den Feuersee geschleudert, der mit Schwefel brennt.“ (Off 19:20) Es ist geistige Hurerei Jehova und Jesus zu verlassen, um eine Einheit mit dieser Welt zu bilden! (Joh 15:17-19) Klar und deutlich sind die warnenden Worte des Engels gegenüber dem Johannes:

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:7-8 ***

Und es wurde ihm [[(dem siebenköpfigen „wilden Tier“, der UNO)]] gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation. 8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es [[(das siebenköpfige „wilde Tier“)]] anbeten; der Name von keinem von ihnen steht von Grundlegung der Welt an in des Lammes Buchrolle des Lebens geschrieben, das geschlachtet worden ist.

 

Des „Lammes Buchrolle des Lebens“ wurde an Pfingsten 33 u.Z. geöffnet und die ersten Personen, die Jesus als König und Hohenpriester annahmen darin verzeichnet! Die Grundlegung der „neuen Welt“ und des geistigen „Tempels“ der Versammlung erfolgte durch Christus als „Grundeckstein“ und mittels seiner Apostel, als permanente „Grundlage“. Einen anderen Grund kann niemand legen! Wir bauen heute somit weiterhin auf den Grund der Apostel auf, vorallem jenem des Paulus für Christen der Nationen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:10-11 ***

Gemäß der unverdienten Güte Gottes, die mir verliehen worden ist, habe ich als weiser Arbeitsleiter einen Grund gelegt, aber jemand anders baut darauf. Doch jeder wache beständig darüber, wie er darauf baut. 11 Denn kein Mensch kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist.

 

Wir müssen heute in der Endzeit mit Weisheit bauen. Das Predigen gegenüber jenen Personen, die Gott bereits verworfen hat, die aufgrund ihrer abstossenden Handlungen aus des „Lammes Buchrolle des Lebens“ ausgelöscht wurden, wäre somit sinnlos! Wie Jesus die „verlorenen Schafe Israels“ und nicht deren Führer suchte, so müssen wir heute die „verlorenen Schafe“ Jesu ermuntern, auferbauen, sie stärken und ihnen zeigen, dass Jesus selbst seine eigenen „Schafe“ mit Namen kennt und sie in seine „eigene Hürde“ einsammelt. Die Religionsführer haben ihr Herz an ihre eigenen geistigen „Herren“, deren „Besitzer“ gehängt!

 

Damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet...Die „Schafe“ die wir suchen mögen noch in der abgetrennten „Hürde“ irgendeiner Religion sein, sonst würde Jesus nicht bitten: „Geht aus ihr hinaus mein Volk“! Nirgends aber sagt er, „geht in eine andere Religion hinein!“ sondern, dass Jehova jene aufnimmt die aufhören das Unreine anzufassen.

 

Gelten nicht heute wiederum dieselben Worte die Paulus den Korinthern schrieb?

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:14-18 ***

Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Paulus gibt den Korinthern somit strenge Anweisung jede Art von Unreinheit in Verbindung mit andereren Religionen zu vermeiden. Das „World Councel of Religious Leaders“ aber zeigt in die Gegenrichtung! Jesu Worte, die er im Jahre 96 u.Z. in der Offenbarung an Johannes richtete, sie sind spezifisch auf die Endzeit, auf uns gerichtet, kurz vor der Zerstörung der Religionen sind diese zu verlassen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-5 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

Das Predigen dieser Botschaft ist heute dringlich wie nie. Wir können dies nur um uns herum tun, indem wir Menschen in unserer Umgebung ansprechen, wie dies Jesus, die Apostel und die Jünger taten.

 

7.3.2.4     Die Apostel belehren ihrerseits jene, die bereit sind auf sie zu hören

Dass Menschen nun auf uns hören, so wie sie dies im ersten Jahrhundert gegenüber den Apostel taten, dies sagte Jesus deutlich vorher! Er zeigte aber auch, dass dies zu Problemen führen würde, weil die Religionsführer darauf negativ reagieren werden. Wenn wir uns in allem an Jesu Anweisung halten und den Aufforderungen der Apostel gewissenhaft Folge leisten, wie könnte es da sein, dass wir nicht mit und durch „heiligem Geist“ handeln? 

 

Es ist der Herr!Jesus erklärte, dass Religionsführer, die von sich behaupten durch den heiligen Geist erwählt zu sein, ihn in Wirklichkeit verleugnen und solche Personen die den Christus als einzigem „Haupt“ gehorchen verfolgen würden. Wir dürfen Jesus nicht verleugnen und niemals gegen die Wahrheit der inspirierten Schreiber, gegen „heiligen Geist“ reden, da uns diese „Schrift die Wahrheit“, die Bibel uns belehrt!

 

*** Rbi8  Lukas 12:8-12 ***

Ich sage euch nun: Jeder, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, wird auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. 9 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, wird vor den Engeln Gottes verleugnet werden. 10 Und jeder, der ein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; dem aber, der gegen den heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden. 11 Wenn man euch aber vor öffentliche Versammlungen und Regierungsbeamte und Gewalthaber stellt, so macht euch keine Sorgen darüber, wie oder was ihr zur Verteidigung reden oder was ihr sagen werdet; 12 denn der heilige Geist wird euch in eben jener Stunde die Dinge lehren, die ihr sagen sollt.“

 

Wir sollen öffentlich unsere Gemeinschaft mit Jesus bekennen! Da Jesu Engel als seine „sieben Augen“ und „sieben Geister“ bezeichnet werden sind sie es, welche die ganze Erde durchstreifen, um nach denen zu forschen, die zu Jesus gehören. Sie sind es, welche Rechenschaft ablegen, ob wir uns offen zu Jesus bekennen oder ihn unter Druck und wiedrigen Umständen durch Worte oder Taten verneinen. Sie hören auch, ob wir gegen Gottes Wort lästern, indem wir Menschenlehren höher stellen wie Gottes Wort und dadurch die Schriften verleugnen!

 

7.3.2.5     Wer gibt Jesus gegenüber Rechenschaft ab über die „Schafe aus seiner Herde“?

Jesus kommt als Richter und wird jeden Menschen gemäss dem richten, was er von Gott hört! Dies geschieht am Gerichtstag. Dabei wird Gott selbst als Zeuge auftreten aber auch Engel, welche Zeuge von Handlungen oder Worten von Menschen sind! (Mal 3:5)

 

Bedenken wir, dass das Wort „Engel“ (gr.: aggelos) den Sinn von Bote hat! Auch jene Boten Christi, die ihren Staub von den Füssen schütteln, wo man sie nicht aufnimmt, legen Zeugnis über Lästerungen wider den heiligen Geist ab! Gott kennt alle unsere Gedanken! Wir tun gut daran, unsere Gedanken aufgrund von Gottes Wort zu überprüfen, ob sie wirklich mit seinem Willen in Einklang sind. Wenn wir uns selbst beurteilen, werden wir nicht verurteilt werden! (Ps 94:11; Mat 12:36, 37; Lu 6:37; 12:56, 57)

 

Das Schriftwort ist wie ein zweischneidiges Schwert*** Rbi8  Hebräer 4:12-13 ***

Denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch selbst bis zur Scheidung von Seele und Geist und von Gelenken und [ihrem] Mark und [ist] imstande, Gedanken und Absichten [des] Herzens zu beurteilen. 13 Und es gibt keine Schöpfung, die vor seinen Augen nicht offenbar ist, sondern alle Dinge sind nackt und bloßgelegt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.

 

Wir tun gut daran, diese Dinge zu bedenken, auch dass Älteste in den Versammlungen als „Sterne“ in der Hand Jesu, als „Engel“ oder „Boten“ bezeichnet werden, die Rechenschaft über ihr Verwalteramt und die von ihnen verwalteten „Schafe“ Jesu abzulegen haben, die nicht ihr Eigentum sind! (Lu 12:42-44; 1.Kor 9:16, 17, Kol 1:25; Tit 1:7; Off 1:20-2:1)

 

*** Rbi8  Hebräer 13:17 ***

Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

 

Älteste haben wie Vorsteher der Familien für ihr Tun Rechenschaft abzulegen. Sie werden aber auch Rechenschaft ablegen über diejenigen, über die sie wachen sollen, ob jene auf sie hörten und auf Zurechtweisung reagierten oder rebellisch reagierten und ihr Herz gegenüber berechtigter Zucht verschlossen. Ihre eigene Gerechtigkeit wird geprüft werden. Vorsteher, welche die Führung von Gottes Herde innehaben, sollen nicht wie die priesterlichen „Lohnhirten“ sein, die ihre Arbeit als Anstellungsverhälnis sehen, und fliehen, wenn der „Wolf“ kommt, wo Gegner und Schwierigkeiten auftauchen. Jeder muss Rechenschaft für sich ablegen! (Joh 10:12, 13) Ein Soldat kann nicht aus dem Gefecht wegrennen, er würde als Deserteur betrachtet und harte Strafe erleiden.

 

*** Rbi8  Römer 14:10-12 ***

Denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen; 11 denn es steht geschrieben: „ ,So wahr ich lebe‘, spricht Jehova, ‚vor mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott offen anerkennen. 12 So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen.

 

Von Paulus wissen wir exakt, was er von Ältesten der Versammlungen erwartet, um die Gemeinde Gottes frei von Anklage zu halten. Sie müssen durch ihr eigenes, korrektes Verhalten darin vorangehen und anderen, die abweichen, auf den einzigen, schmalen und eingeengten Weg zurückhelfen der zum Leben führt! Die Beurteilung von Rechtsfällen zwischen Brüdern oder Vergehen gegen Gott durch sie als Richter ist dabei von grosser Wichtigkeit!

 

Jesus stößt die Tische der Geldwechsler um und verbietet ihnen, im Tempelgebiet Handel zu treiben*** Rbi8  1. Korinther 6:1-6 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir [[(die Apostel)]] Engel [[(Boten, Vorsteher)]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

 

Älteste werden als „Heilige“ bezeichnet, was nichts mit dem gemein hat, was die Katholische Kirche mit ihren Heiligsprechungen tut! Durch Vorsteher soll auch in Zukunft, im „kommenden System der Dinge“, die Welt gerichtet werden! Natürlich müssen sie dies vorab in diesem System unter Beweis stellen, indem sie Streitigkeiten zwischen Brüdern und Vergehen gegen Gottes GESETZ in ihrer Versammlung als Weise richtigstellen!

 

Jesus sandte die Geldwechsler und Verkäufer aus dem Tempel hinaus, weil er diesen als „das Haus des Vaters“ bezeichnete, aus dem jene ein Kaufhaus gemacht hatten. Ein Beispiel dafür, selbst in unserer Versammlung für gerechte Verhältnisse zu sorgen und die Initiative zu ergreifen. Nicht Aussenstehende, die Gottes gerechte Grundsätze verneinen, sollen solche Dinge beurteilen! Die Richter innerhalb der Versammlung zeichnen verantwortlich, dass Unrecht auch wirklich gesühnt wird! Jehova zeigt deutlich, dass er in keinem Fall Straffreiheit gewährt, obwohl er barmherzig ist und grosszügig vergibt! (2.Mo 34:4-7)

 

welches sind die "Schafe de nicht aus dieser Hürde sind"?
 

(Vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

 

7.3.3           Nach Jesu Tod Neuformierung jener die zum „Weg“ gehörten

 

7.3.3.1     Ab Pfingsten, Salbung aller Getaufter mit heiligem Geist

Nach Jesu Tod, seiner Auferstehung und Himmelfahrt musste nun eine neue, erweiterte Botschaft verbreitet werden. Der Christus war im Himmel zum König erhoben worden, ihm war alle Autorität im Himmel und auf der Erde übertragen und inzwischen sass er zur Rechten Gottes. Zu ihm sollten sich nun alle Juden und auch Menschen der Nationen wenden.

 

*** Rbi8  Matthäus 28:16-20 ***

Die elf Jünger dagegen gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte, 17 und als sie [[(die am „Berg von Galiläa“ Versammelten 500 Jünger (1.Kor 15:6))]] ihn sahen, huldigten sie ihm, einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Dein persönliches Pfingsten!An Pfingsten 33 u.Z. fiel „heiliger Geist“ auf jene 120 Versammelten, was etwas über zehn Tage nach Jesu Prdigtauftrag am Berg in Galiläa geschah. Dieser „heilige Geist“ zeigte sich in Form von Geistesgaben: Unter anderem redeten die Anwesenden in nicht erlernten Fremdsprachen, was unmittelbar Nutzen brachte, als tausende von Juden aus alle Gebieten sich an jenem Ort versammelten und sich in ihrer eigenen Sprache angesprochen wurden.

 

So kamen am selbsten Vormittag etwa dreitausend weitere Getaufte hinzu, welche aufgrund der Aussagen der Hundertzwanzig an Jesus als Messias zu glauben anfingen. Auf alle fiel derselbe „heiliger Geist“, den Jesus vom Himmel her auszuschütten versprochen hatte!

 

Die Behauptung, dass bis heute nur einige Auserwählte oder Mitglieder dieser oder jener christlichen Gruppierung „heiligen Geist“ erhalten und andere nicht, darf und sollte somit zu Recht in Zweifel gezogen werden! Sichtbare „Zeichen“ beim Taufen waren aber offensichtlich an die Apostel geknüpft! Dies hörte mit dem letzten Apostel Johannes und seinem Tod auf. Wie wir gut wissen wurden die ersten Christen als „der Weg“ bezeichnet. Dieser „Weg der Wahrheit“ zog sich schon damals früh den Hass der damaligen Religionsführer zu! Einer von ihnen war Saulus aus Tarsus.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 9:1-2 ***

Saulus aber, der immer noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn schnaubte, ging zum Hohenpriester 2 und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um alle, die er finden würde, sowohl Männer wie Frauen, die zum WEG gehörten, gebunden nach Jerusalem zu bringen.

 

Diese neue Situation schnell wachsender Zahlen von Menschen die an den Christus glaubten stellte damals an die Apostel und Jünger eine organisatorische Aufgabe, die nicht zentral lösbar war! Diese Menschen mussten weiterhin entweder durch sie oder aber durch die Jünger belehrt werden. Sofern sie in einem näheren Umkreis von Jerusalem oder in Galilä wohnten, wo sich bisher die meisten Getauften befanden, erfolgte dies persönlich durch Jesu Nachfolger. Überall bildeten sich Zellen von Glaubenden, eine, zwei oder mehrere Familien und Einzelpersonen.

 

Weiter von Jerusalem entfernt lebende Christen sollten durch schriftliche Dokumente unterwiesen werden, wie später etwa ab dem Jahr 42 u.Z. durch das Evangelium des Matthäus geschah. Möglicherweise bestanden kürzere Schriften und Briefe schon davor! Später folgten die drei weiteren Evangelien und die Briefe des Paulus und anderer Jünger, wodurch Christenversammlungen mit einem vollkommenen Satz von Informationen ausgestattet wurden.

 

Die spezifischen, wunderbaren Geistgaben wie das Zungenreden sollten aber mit der Zeit verschwinden. Auch das Prophezeien war auf die Jünger Jesu beschränkt! Die Erkenntnis der Dinge wurde durch die Apostel gegeben, dem blieb nichts weiter hinzuzufügen! Die Form heutigen Prophezeiens richtet sich darauf aus, das geschriebene Wort zu analysieren und in Verbindung zu bringen mit den „Zeichen“ der Endzeit, welche Jesus, die Apostel und davor die Propheten über den bevorstehenden Systemwechsel vorhergesagt wurden.

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:8-10 ***

Die Liebe versagt nie. Seien es aber [Gaben des] Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige gekommen ist [[(die Sammlung der Schriften des „neuen Bundes“)]], wird das Teilweise weggetan werden.

 

Bis zum Ende des ersten Jahhunderts waren die Schriften vervollständigt. Alle wichtigen Themen, welche den Glauben, die Zukunft und die Versammlungen betrafen waren in schriftlicher Form vorhanden!

Who is the Antichrist?

Wer von einer „leitenden Körperschaft“ in Jerusalem spricht verneint die Tatsachen, dass der letzte Apostel Johannes im Jahre 96 u.Z. alleine auf Patmos in römischer Gefangenschaft war!  Er war keine „Körperschaft“. Mit dem Untergang der Nation Israel im Jahre 70 u.Z. verliert sich auch die Spur der übrigen Apostel aus den Schriften! Darum sprach Johannes davon, dass „die letzte Stunde“ apostolischer Zeit und damit des Eingreifens in Versammlungsangelegenheiten von der Autorität die Jesus vergab gekommen wäre! Diese konnte weder vererbt noch übertragen werden.

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist.

 

Der „Antichrist“ hatte sein Werk des Abfalls von apostolischer Lehre bereits weit fortgeführt. Es war längst nicht mehr eine Person, sondern das Verhalten vieler und trat nun laut der Offenbarung in der Form der Nikolaus-Sekte immer mehr in den Vordergrund. Bestimmt wurde dort erklärt, wie dies schon durch Hymenäus, Alexander und Philetus gelehrt wurde, „die Auferstehung habe bereits stattgefunden“, welche den Glauben an Jesu Wiederkehr und die künftige Auferstehung der Toten mittels des „Menschensohnes“ untergrub. Damit kam die Himmels- und Höllenlehre ja erst auf, wo denn nun die „Heiligen“ und die ewug verdammten Verstorbenen wären! Ihr Einfluss nahm immer mehr überhand.

 

Der „Baum des Lebens“, derr Lebengeber Christus aber steht gemäss Jesus erst im neuen Paradies, das mit dem Tausendjahrreich kommt und nicht im dritten Himmel Jehovas, woher doch Jesus erst zurückkommen muss! Es sollen aus dem ersten „Baum des Lebens“ in Eden dann 144.000 lebenspendende Bäume sein (1.Korr 11:19; 1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:15-19; Off 2:15). Jesus warnte den Vorsteher von Ephesus wegen dem Einfluss jener Sekte, die verantwortlich war, dass Paulus im 2.Brief an Timotheus beklagt hatte, dass sich alle Versammlungen Asiens von ihm abgewandt hätten.

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:5-7 ***

Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust. 6 Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. 7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘

 

Der „Baum des Lebens“ steht erst erneut im kommenden Paradies hier auf der Erde. Er war bereits damals zur Zeit der Offenbarung an Johannes im Himmel: Der auferstandene Jesus an Gottes rechter Seite! Katholischer Mystizismus auf Hymenäus aufbauend lässt Gottes Wort verblassen! Das Paradies ist mit der Tausendjahrherrschaft Jesu und Gottes Königreichsherrschaft verknüpft, während der erst die „Auferstehung der Toten“ kommt! Wir sollen solche sektierischen Lehren hassen, so wie Jesus sie hasst! (Off 19:19-20:6) Paulus redete auf dem Areopag über seine Hoffnung künftiger Auferstehung der Toten: „Als sie nun von einer Auferstehung der Toten hörten, begannen einige zu spotten, während andere sagten: ‚Wir wollen dich hierüber noch ein andermal hören.‘ (Apg 17:32)

 

Was ist die symbolische Bedeutung vom "Baum des Lebens" und dem "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"?
 

(Vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

Viele der von Paulus gegründeten Versammlungen im Bezirk Asien waren inzwischen hin zu jenen „falschen Aposteln“, „falschen Lehrern“ und „Antichristen“ abgefallen.  Kurz vor seinem Tod hatte Paulus dies gegenüber Timotheus im 2.Brief schmerzlich beklagt. Das ist nur in Verbindung zu den Aussagen über Hymenäus, Alexander und  Philetus: „Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenạ̈us und Philẹtus gehören zu diesen. Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger.“(1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-18)

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:15 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen.

 

Wie aber die spätere Offenbarung an die sieben Versammlungen der Offenbarung zeigt, gab es auch damals, zum Ende des ersten Jahrhunderts noch treue Hirten, die Jesus auch unter erschwerten Umständen beständig nachfolgten! Eine jener sieben erwähnten Versammlung war aber bereits weitgehend in der Hand Satans und dessen Antichristen! Die Ermunterungen und Ermahnungen die Jesus äusserte gelten heutigen Versammlungen in derselben Weise! (Off 2:9)

 

Der Apostel Johannes und seine Sendschreiben an die aieben Versammlungen in Asien in der Offenbarung
 

(Vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Offenbarung)

 

7.3.3.2     Die Christen in Jerusalem, Judäa und der Disapora organisieren sich

Betrachten wir ein paar Details der ersten Christen. Bereits an Pfingsten begann sich eine Massenbewegung zu formieren! Petrus erklärte an jenem Pfingstfest jenen Juden aus allen Teilen der damaligen Welt die gute Botschaft über Jesus, den Messias. Jene hatten sich wegen des Geräusches versammelt, das „wie von einem starken Wind“ das Versammlungsgebäude der Christen ins Zentrum des Interesses rückte: (Apg 2:1-12)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:29-34 ***

Männer, Brüder, es sei erlaubt, mit Freimut der Rede von David, dem Familienhaupt, zu euch zu reden, daß er sowohl starb als auch begraben wurde, und seine Gruft ist bis auf diesen Tag unter uns. 30 Weil er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eid geschworen hatte, er werde jemand von der Frucht seiner Lenden auf seinen Thron setzen, 31 hat er vorausschauend von der Auferstehung des Christus geredet, daß er weder im Hades [[(im Grab)]] verlassen wurde, noch daß sein Fleisch die Verwesung sah. 32 Diesen Jesus hat Gott zur Auferstehung gebracht, von welcher Tatsache wir alle Zeugen sind. 33 Da er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und den verheißenen heiligen Geist vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr seht und hört. 34 Tatsächlich ist David nicht in die Himmel aufgefahren, sondern er sagt selbst: ‚Jehova sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis ich deine Feinde als Schemel deiner Füße hinlege.“ ‘ 36 Daher erkenne das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr an den Pfahl brachtet.“

 

Diese neue Tatsache, dass der Messias gekommen war, von den Juden getötet wurde von Gott aber lebendig gemacht wurde und dann hier auf Erden vielen Jüngern sichtbar erschien mussten jene Juden nun anerkennen. Jesus war nun Herr und König im himmlischen Königreich der Engel und drunten auf der Erde im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Jede Autorität im Himmel und auf der Erde waren ihm nun unterordnet! Noch würde Zeit fehlen, bis er dieses Königreich des Vaters auf der Erde für Israel „inmitten der Feinde“ fest errichten würde und sich dann auf Davids irdischen Thron in Jerusalem setzen wird! Bis dahin müssen alle die ihn als Herrn anerkannten in das „Königreich des Sohnes der Liebe“ fliehen, dort Schutz suchen! Dies war mit eigener Handlung für jede Person verbunden. Petrus erklärte den Juden: (Apg 1:6)

 

Pfigstpredit 33 u.Z. des PetrusAls sie das nun hörten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Männer, Brüder, was sollen wir tun? 38 Petrus [sagte] zu ihnen: Bereut, und jeder von euch lasse sich im Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, und ihr werdet als freie Gabe den heiligen Geist empfangen. 39 Denn die Verheißung gehört euch und euren Kindern und all denen, die in der Ferne sind, so viele Jehova, unser Gott, zu sich rufen mag.“ 40 Und mit vielen anderen Worten legte er ein gründliches Zeugnis ab und ermahnte sie fortwährend, indem er sprach: Laßt euch aus dieser verkehrten Generation retten.“ 41 Somit wurden diejenigen, die sein Wort von Herzen annahmen, getauft, und an jenem Tag wurden ungefähr dreitausend Seelen hinzugetan. 42 Und sie widmeten sich weiterhin der Lehre der Apostel und dem Anteilhaben [miteinander], dem Einnehmen von Mahlzeiten und den Gebeten.

 

Jene die getauft wurden und sich in Jerusalem aufhielten erhielten nun durch die Apostel weitere Unterweisung, verbrachten ihre Zeit in Gemeinschaft jener die „zum Weg“ gehörten und beteten gemeinsam. Das führte zu gruppenweisen Versammlungen, die sich in bestimmten Privathäusern zusammenfanden, die anderen Christen gehörten! Solche Gruppen mögen aus einzelnen Personen, Familien bis hin zu zu vielleicht fünfzig Personen umfasst haben. Dies hing vom vorhandenen Raum jedes Privathauses ab! Sie alle aber richteten sich nach den Vorgaben der Apostel aus!

 

Weiter entfernt Wohnende, wie Juden aus Rom oder Antiochia, die sich während der Pfingstfeier beschränkte Zeit in Jerusalem zur Anbetung aufhielten und gläubig an Jesus geworden waren, kehrten in ihre Wohngebiete zurück und sollten dort ebenso weiterhin aktiv bleiben, Jünger machen, sie taufen, sie weiter in ihren eigenen, neuen Kleinversammlungen belehren! Da war nichts Geheimnisvolles und kein grosses, zentralistisch geführtes organisatorisches Werk vorhanden: Das sind religiöse Illusionen!

 

Um erfolgreich und stark zu bleiben mussten sie sich somit in kleinen Gruppen und später in Versammlungen organisieren, die zu Beginn vieleicht nur zwei oder drei Personen umfassten, aber durch ihre aktiven Bemühungen zunehmen würden. Jesaja nannte sie bereits „Inseln“ inmitten des gottentfremdeten Menschenmeeres.

 

7.3.3.3     Der Widerstand seitens der Juden und der Heiden wächst!

Jesus selbst hatte mehrfach vorhergesagt, dass viele aufgrund solcher Aktivitäten aus den jüdischen Synagogen (Versammlungen) ausgeschlossen würden! Das jüdische Establishment würde sich gegen sie wenden und so kam es auch. Ausser dem inneren Druck von Seiten der Priesterschaft kam auch Druck von Seiten Roms und eine allgemeine Christenverfolgung, was zur weiteren Zerstreung führte. Saulus war ein Mitglied des Sanhedrins, der sich besonders in der Verfolgung hervortat und bei der Steinigung des Jüngers Stephanus eine Rolle spielte:

 

 *** Rbi8  Apostelgeschichte 8:1-3 ***

Saulus seinerseits stimmte seiner Ermordung zu.

An jenem Tag setzte eine große Verfolgung gegen die Versammlung ein, die in Jerusalem war; alle, ausgenommen die Apostel, wurden in die Gegenden von Judäa und Samaria zerstreut. 2 Den Stephanus aber trugen ehrfurchtsvolle Männer zur Bestattung, und sie hielten eine große Klage um ihn. 3 Saulus jedoch begann gegen die Versammlung zu wüten. Er drang in ein Haus nach dem anderen ein, und sowohl Männer als auch Frauen fortschleppend, lieferte er sie jeweils ins Gefängnis ein.

 

Saulus fällt von einem Lichtblitz getroffen vom PferdSaulus wütete so lange, bis ihn ein heller Lichtstrahl vom Pferd warf und er blind geworden war. Eine Stimme fragte ihn: „Warum verfolgst du mich?“ Was Saulus Jesu Nachfolgern antat, das rechnete Jesus so, als wäre es ihm geschehen. Aus dem Verfolger „Saulus“ wurde der getreue Apostel für die Nationen, Paulus.

 

Wundert es uns, wenn wir die Wahrheit reden, dass uns andere selbst unter Verwendung von Jesu Namen zu verfolgen beginnen? Wurde nicht schon damals durch die Priesterschaft das jüdische Volk aufgehetzt, um Christen zu drangsalieren und den weltlichen Autoritäten auszuliefern, angeblich um Jehovas Willen? Sie zeigten nur, wessen Vater Kinder sie in Wirklichkeit waren! Nicht die Worte sind es, die einen Gottergebenen verraten, es sind die Taten und die Übereinstimmung mit der Wahrheit der Schrift geschehen! Diese Juden nannten sich laut Flavius Josephus, dem jüdischen Geschichtsschreiber jener Epoche, eine „Theokratie“, eine „Gottesherrschaft“. Jesus hatte dazu den Grund erwähnt: Fehlende Liebe zur Wahrheit!

 

*** Rbi8  Johannes 8:42-47 ***

Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Echte, selbständig denkende und verantwortungsvoll handelnde Christen hören auf Jesus und seine Apostel und nicht auf die abtrünnigen „falsche Christusse“ und „falschen Apostel“, die sich schon bald über ihre irregeführten „Schafe“ aufgeschwungen haben und die offensichtlich „nicht fest in der Wahrheit stehen“, weil sie ihre eigene, verfälschte „Wahrheit“ über ihr eigenes usurpiertes  Königreich“ errichtet haben! Das begann bereits zur Zeit der wahren Apostel und erreicht heute ihren Höhepunkt!

 

10 Dinge die man über Zeugen Jehovas wissen muss(Vergleiche Artikel: Religionen die offen Lügen verbreiten)

 

 Schon damals, während Jesus predigte, waren die Juden übereingekommen jeden der sich zu Jesus bekannte aus der Synagoge auszuschliessen. Ein junger Mann, den Jesus geheilt hatte war von den Juden aus der Versammlung entfernt worden. Dessen Eltern wurden nun durch Vorsteher über Jesus und die Heilung ihres Sohnes befragt. Aus Angst gaben sie ausweichend Antwort. Sie wussten, dass die Juden den Ausschluss jener beschlossen hatten, die Jesus nachfolgten. Johannes erklärt:

 

*** Rbi8  Johannes 9:22 ***

Dies sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten, denn die Juden waren bereits übereingekommen, daß, wenn ihn jemand als Christus bekenne, er aus der Synagoge ausgeschlossen werden solle.

 

Aus einer Religionsgemeinschaft ausgeschlossen zu werden kann schmerzhaft, erniedrigend und verletztend sein. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine solche Person von Gott verworfen wäre! Jesus kennt die Seinen! Wer die Wahrheit höher stellt und dazu steht, höher als Zugehörigkeit zu einer Glaubensgruppe, der wird somit auch heute mit Schwierigkeiten konfrontiert werden! Jeder muss für sich selbst entscheiden wem er zuhört und wem er wirklich nachfolgt!

 

Auch solche Ausgestossene und Neugetaufte begannen sich schon damals unter einander zu ermuntern und zu versammeln. Heute, nachdem Menschen „Babylon die Grosse“ verlassen haben geschieht dasselbe: Solche die wegen ihres starken Glaubens an überprüfbare Tatsachen und wegen ihres Zeugnisses gegen Lehren die sie früher ungeprüft geglaubt hatten, sich nun gegen die „offizielle Wahrheit“ einer Kirche wenden und daher ausgestossen sind, ihnen sei Mut zugesprochen! Sie sollen sich erneut in Gruppen und Kleinversammlungen zu vereinen beginnen. Die Worte des Paulus im Hebräerbrief gelten ihnen ebenso: „Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.“ (Heb 10:23-25)

 

Unabhängig gewordene Christen sind von einem „harten Joch“ befreit und streben wiederum zu den Schriften der Apostel hin, Studieren selbst Jesu Aussagen „mit Geist und Wahrheit“ und vertiefen sich in das GESETZ und die PROPHETEN. Sie benötigen keine „Organisation“ sondern sind selbst „Lichtspender“, „Leuchter in der Finsternis“! All dies hatten die Christen „vom Weg  des ersten Jahrhunderts bereits selbst durchgemacht und uns ein gutes Beispiel hinterlassen.

 

 

7.3.4           Paulus, der Apostel für die Nationen

 

7.3.4.1     Paulus wird durch Jesus als Apostel für die Nationen erwählt

Für den Aufbau der Christenversammlungen unter den Nationen hatte Paulus eine wichtige Aufgabe direkt von Jehova durch Jesus erhalten. Er führte diese neue Herausforderung vom jüdischen System unabhängig über ein Jahrzehnt lang getrennt von den übrigen Apostel Jerusalems durch. Nach einer gewissen Zeit, um das Jahr 47 u.Z. herum führte jüdischer Einfluss von Jerusalem her zu Problemen in gewissen Versammlungen, welche Paulus mittels der Briefe richtig zu stellen versuchte. Darunter waren Versammlungen in Galatien wie Antiochia.

 

Warum fiel die Wahl Jesu auf den Christenverfolger Saulus? Mehrere Antworten zeigen, dass dieses „auserlesene Gefäss“ offensichtlich in den Augen Jehovas sehr gute Eigenschaften hatte, obwohl er ein Pharisäer war und gegen die Versammlungen, die zum „Weg“ gehörten, anfänglich Wut schnaubte.

 

Paulus in Athen predigt den ChristusPaulus gab dadurch auch heutigen Priestern und Vorstehern ein Vorbild, dass nicht die Zugehörigkeit zum Stärkeren und zur etablierten Mehrheit für Gott zur Auserwählung ausschlaggebend ist. Jesus  erwählte nicht die Pharisäer, die Gegner der Christen blieben, sondern jemanden der konvertierte, der die Mehrheit verliess, bisheriges Amt und Ehre später gar als „eine Menge Kericht“ bezeichnete, um mit der Minderheit zu leiden! Dies erinnert uns an Moses, der dem Haus des Pharao den Rücken kehrte, um eher mit seinen jüdischen Brüdern Unrecht zu erduldsen als Anteil am Unrechtstaat der versklavenden Ägypter zu haben. Die Liebe zur Wahrheit und die Beharrlichkeit, diese Liebe auch unter üblen Umständen durchzusetzen war eine der herausragenden Eigenschaften des Paulus. Nicht zu vergessen ist seine Redekunst und die Art andere mittels Argumenten zu überzeugen, welche den Sinn der Schrift offenlegen.

 

Als er selbst von seinen jüdischen Vorstehern angeklagt wurde verteidigte er sich und zeigte einige seiner  hervorragenden Merkmale, durch die er dem Sanhedrin und den geistlichen Führern zuvor gedient hatte:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 22:1-5 ***

„Männer, Brüder und Väter, hört jetzt meine Verteidigung vor euch an!“ 2 (Als sie nun hörten, daß er sich in der hebräischen Sprache an sie wandte, wurden sie noch stiller, und er sprach:) 3 Ich bin ein Jude, in Tarsus in Zilizien geboren, aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer für Gott, wie ihr es alle heute seid. 4 Und ich verfolgte diesen WEG bis auf den Tod, indem ich sowohl Männer als auch Frauen band und Gefängnissen übergab, 5 wie mir das sowohl der Hohepriester als auch die ganze Versammlung der älteren Männer bezeugen können. Von ihnen verschaffte ich mir auch Briefe an die Brüder in Damaskus, und ich ging hin, um auch die, die sich dort befanden, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.

 

Paulus war des Griechischen und des Hebräischen wie des Aramäischen, Syrischen und Lateinischen mächtig. Als Hebräer mit römischem Bürgerrecht hatte er mit wenig Einschränkungen bei seinen Reisen im römischen Imperium zu rechnen. Seine Erziehung zu Füssen Gamaliels gab ihm eine weitreichende Ausbildung aller biblischen Lehren, dem Tempeldienst, dem Rechtssystem, dem Staatswesen wie auch aller Abweichungen, welche die Pharisäer und andere Sekten lehrten. Er hatte ein selbstbewusstes, sicheres Auftreten das es erlaubte selbst vor dem König Herodes und dem Cäsar zu erscheinen. Dies machte ihn geeignet die Themen um Jesus aufzugreifen und richtigzustellen. Es machte ihn auch zu einem kompeten Gesprächspartner für alle Juden für alle Themen! Mit seinen gezielten Argumentationen konnte er schlussendlich viele Juden für den Christus gewinnen! Als Saulus blind geworden war sandte ihn der Herr Jesus zu einem gewissen Ananias:

 

Ananias heilt Saulus von seiner Blindheit (Apostelgeschichte 9:13-16)  Ananịas aber antwortete: „Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wieviel Schaden er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. 14 Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, in Fesseln zu legen.“ 15 Aber der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu Königen und den Söhnen Israels zu tragen. 16 Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er für meinen Namen leiden muß.“

 

Jehova gewährt keine Straffreiheit und Paulus würde keine Ausnahme bilden, obwohl er nun Jehovas Willen erfüllen würde und Jesus als sein „Haupt“ angenommen hatte.

Er zeigte aber auch deutlich, dass Eifer für Gott aus irrigen, falschen Gründen wie im Falle der Pharisäer nicht gleichbedeutend ist Gottes Anerkennung zu haben! Genaue Erkenntnis aller Zusammenhänge standen für Paulus nun im Mittelpunkt! Diese Erkenntnis hatte ihm als Christeverfolger gefehlt! Diese geistigen Eigenschaften verband er nun nach seiner Bekehrung mit einer tiefen Liebe zu all denen, die Gott aus reinem Herzen anbeteten und andererseits zum einem harten Gegner aller religiösen Heuchler!

 

*** Rbi8  Römer 10:1-4 ***

Brüder, der gute Wille meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie gilt tatsächlich ihrer [[(seiner jüdischen Brüder, die Jesus bisher ablehnten)]] Rettung. 2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene [[(z,B. das pharisäische Regelwerk)]] aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende [[das Ziel (MEI), im Sinne „höchste Erfüllung“, Muster der Erfüllung]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt. [[vergl. Mat 5:17-19]]

 

Sein Eifer für seinen Glauben als Verfolger von Christen münzte Paulus nach seiner Bekehrung in Eifer für den Glauben an Jesus um, und büsste seine früheren Vergehen durch das, was er nun selbst von Seiten seiner ehemaligen jüdischen Glaubensbrüder erdulden musste! Selbst Paulus ging somit nicht Straffrei für seine Taten aus und musste vieles erleiden. Gott aber hatte ihn nicht verworfen und er zeigte sich seiner Erwählung als würdig, bis hin zur zweiten Gefangenschaft in Rom und zum Martyrertod durch den Cäsar Nero um das Jahr 64/65 u.Z.! Paulus erwartete die versprochene „Krone des Lebens“ in seiner Auferstehung am „Ende der Tage“ (2.Ti 4:6-8).

 

Paulus erklärte eifersüchtigen hebräischen Christen die kühn gegen ihn handelten, „falschen Aposteln“, die ihm sein wahres Apostelamt streitig zu machen versuchten, seine wahre Berechtigung mittels seiner Werke. Er erklärte den Korinthern:

 

*** Rbi8  2. Korinther 11:21-27 ***

Wenn aber jemand anders in einer Sache kühn handelt — ich rede unvernünftig —, so handle auch ich darin kühn. 22 Sind sie Hebräer? Ich bin es auch. Sind sie Israeliten? Ich bin es auch. Sind sie Abrahams Same? Ich bin es auch. 23 Sind sie Diener Christi? Ich erwidere wie jemand, der von Sinnen ist: Ich bin es in noch hervorragenderer Weise: in mühevollen Arbeiten viel mehr, in Gefängnissen viel mehr, unter Schlägen bis zum Übermaß, oft dem Tod nahe. 24 Von Juden erhielt ich fünfmal vierzig Streiche weniger einen, 25 dreimal wurde ich mit Ruten geschlagen, einmal wurde ich gesteinigt, dreimal erlitt ich Schiffbruch, eine Nacht und einen Tag habe ich in der Tiefe [des Meeres] zugebracht; 26 oft auf Reisen, in Gefahren von Flüssen, in Gefahren von Wegelagerern, in Gefahren von [meiner eigenen] Rasse, in Gefahren von seiten der Nationen, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wildnis, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern, 27 in anstrengender Arbeit und Mühsal, oft in schlaflosen Nächten, in Hunger und Durst, oftmals der Nahrung entbehrend, in Kälte und Nacktheit.

 

Paulus litt sehr vieles und blieb trotzdem treu! Jehova kennt die Tiefe der Gedanken des Herzens! Paulus zeigte sich schlussendlich vollkomen loyal! Gott selbst erwählte Paulus und gab ihn Jesus, um den verräterischen Apostel Judas zu ersetzen! Damit wurde Paulus zum zwölften Apostel und nicht der unter der Führung des Petrus von den Apostel wohl etwas voreilig mittels des Loses erwählte Matthias! Niemand anders konnte einen Apostel Jesu erwählen, wie Jesus selbst! (Apg 1:15-26)

 

*** Rbi8  Galater 1:1 ***

Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, ...

 

Paulus war somit in Gottes Augen der Geeignetste, um die komplexen Zusammenhänge der kommenden Verwaltung sowohl Juden wie Christen aus den Heiden bekanntzumachen und das Wachstum von Versammlungen zu fördern und zu stärken! Jesus zeigte sich Paulus in Visionen deutlich und erklärte ihm die tiefsinnigsten Dinge, aber eben auch, dass er viel leiden müsste. Er war es, der um das Jahr 40 u.Z. herum Einblick bis hin zum dritten Himmel Jehovas erhielt und uns dadurch half das Rätsel des „Himmels der Himmel“ zu lösen.

 

Katholische Darstellung der drei Himmel*** Rbi8  2. Korinther 12:1-7 ***

Ich muß mich rühmen. Es ist nicht nützlich; aber ich werde auf übernatürliche Visionen und Offenbarungen [des] Herrn übergehen. 2 Ich kenne einen Menschen in Gemeinschaft mit Christus, der vor vierzehn Jahren — ob im Leib, weiß ich nicht, oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es — als solcher bis zum dritten Himmel entrückt wurde. 3 Ja, ich kenne einen solchen Menschen — ob im Leib oder getrennt vom Leib, weiß ich nicht, Gott weiß es —, 4 daß er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist. 5 Über einen solchen Menschen will ich mich rühmen, doch will ich mich nicht meiner selbst rühmen, ausgenommen hinsichtlich [meiner] Schwachheiten. 6 Denn wenn ich mich je rühmen will, werde ich nicht unvernünftig sein, denn ich werde die Wahrheit sagen. Doch halte ich mich davon zurück, damit mir niemand mehr zugute halte, als was er an mir sieht oder was er von mir hört, 7 nur wegen des Übermaßes der Offenbarungen.

 

Selbst in das kommende Pardies Jehovas durfte Paulus Einblick erhalten! Dies war zuvor schon nicht im Himmel und wird auch künftig auf der Erde sein! Jehova wird zu jenem Zeitpunkt auf der Erde weilen und die Menschen werden Seine Völker sein.

 

Paulus war es, der die Auferstehung der Toten und ihre Rangfolge, ihre Art des Leibes erklären sollte, um „falschen Propheten“ seiner Tage wie auch heute den Mund zu stopfen! Bis zur Gegenwart ist Paulus die tiefste Quelle, um die Zusammenhänge betreffend der kommenden Verwaltung, der Auferstehung der Toten, Jesu Rückkehr im Fleische zur Erde, die Frühauferstehung der Apostel und vieles mehr zu erklären! Er erhielt ein Übermass an Offenbarungen.

 

7.3.4.2     Erste Versammlungen innerhalb der Nationen entstehen

Paulus musste nicht von Grund auf alles neu machen als er begann! Er ging zu seinen jüdischen Glaubensbrüdern in der syrisch- und griechischsprechenden Diaspora und traf sich dort mit ihnen jeweils am Sabbat, zu deren regelmässigen Versammlung in der Synagoge. Wie es in jenen Versammlungen üblich war, so wurden auch Brüder die zu Besuch weilten zum aktiven Mitmachen aufgefordert und erhielten die Möglichkeit andere mittels der Schriften zu erbauen. So geschah es auch in der Synagoge von Antiochia.

 

Die erste Missionsreise des Paulus*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:14-16 ***

Sie aber zogen von Perge aus weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien, und sie gingen am Sabbattag in die Synagoge und setzten sich. 15 Nach der Vorlesung des GESETZES und der PROPHETEN sandten die Vorsteher der Synagoge zu ihnen und ließen ihnen sagen: Männer, Brüder, wenn ihr irgendein Wort der Ermunterung für das Volk habt, so sagt es. 16 Da stand Paulus auf, winkte mit der Hand und sprach:

 

Weit weg von Jerusalem, wo die Vorsteher Jesus an den Stamm gebracht hatten, da hörten nun Juden dem Paulus interessiert zu, wie er ihnen die gute Botschaft vom so lange erwarteten Messias kundtat, von seinen Werken erzählte, wie jener die Prophezeiungen der Propheten erfüllt hatte und wie er getötet wurde: Exakt wie es die Schriften sagten am dritten Tage auferstand und den Seinigen während vierzig Tagen erschien. Paulus erklärte, dass, obwohl die Juden als Volk gemeinsam Schuld auf sich geladen hatten, jeder, der sich zu Jesus bekennen würde schuldlos gesprochen würde. Er warnte sie, dass das angekündigte Übel, was in den Propheten gesagt wurde, nun über das jüdische Volk kommen würde. Seine Worte erzielten bei vielen eine positive Wirkung (Apg 13:17-41).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:42-43 ***

Als sie nun hinausgingen, begannen die Leute inständig zu bitten, daß diese Dinge am folgenden Sabbat zu ihnen geredet würden. 43 Nachdem nun die Synagogenversammlung aufgelöst worden war, folgten viele von den Juden und von den Proselyten, die [Gott] anbeteten, Paulus und Barnabas, die, indem sie zu ihnen redeten, sie anzuspornen begannen, in der unverdienten Güte Gottes zu verharren.

 

Am nächsten Sabbat versammelten sich nahezu alle Juden jener Stadt. Die Vorsteher wurden darüber erbost und widersprachen Paulus. Mit Freimut der Rede erklärte er ihnen, dass sie des ewigen Lebens nicht würdig wären und nun das Wort zu Menschen der Nationen gepredigt würde. „... und alle die zum ewigen Leben richtig eingestellt waren, wurden gläubig“. Die JGegner innerhalb der Juden dagegen hetzten die Stadt gegen Paulus auf und eine Verfolgung begann.

 

Jeder der Briefe musste kopiert und in jeder Versammlung vorgelesen werdenPaulus nutzte somit die Gelegenheit der gesetzlich vorgeschriebenen Versammlungen am Sabbat in den jüdischen Synagen, um die Erfüllung von Prophezeiungen durch Jesus zu beweisen und die Juden dazu zu ermuntern Glauben in die Propheten und Glauben in die Erfüllung zu setzen. Einige konnte er meist davon überzeugen, andere blieben skeptisch, wieder andere wurden zu feindlichen Gegnern. Je nach Ort konnte dies sogar bis hin zu seiner Steinigung führen, wie dies in Ephesus der Fall war oder zu einer Massendemonstration wie dies in Antiochia führte! Hin und wieder musste Paulus um sein Leben fliehen. In vielen dieser Städte gab es nach dem Besuch des Paulus eine eigene Christenversammlung. Als er später in Thessalonich feindselig behandet wurde sandten ihn jene die gläubig geworden waren nach Beröa.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:10-13 ***

Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Silas bei Nacht nach Beröa weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. 12 Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern. 13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, daß auch in Beröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt werde, kamen sie auch dorthin, um die Massen zu reizen und in Aufregung zu versetzen.

 

Diejenigen, die Paulus nachfolgten liessen sich taufen und eine neue Kongregation nahm ihren Anfang in irgend einem Privathaus der neuen Brüder. Wie zuvorschon blieb es bei den Christen der Sabbat, an dem die Versammlung stattfand. Das GESETZ galt ebenso für sie.

 

7.3.4.3     Briefe als Mittel zur Erbauung und zur Korrektur, aber auch Ursache für Verwirrung

Paulus zog auf seinen drei Predigtreisen somit durch Kleinasien, kam nach nach Griechenland und als Gefangener nach Italien. Überall auf dem Weg entstanden neue Versammlungen auf ähnliche Weise. In einigen blieb er nur wenige Tage, in anderen mehr als ein Jahr. In gewissen neuen Versammlungen liess er einen oder mehrere  seiner Mitarbeiter zurück, um den Aufbau zu stärken und Männer zu fähigen Vorstehern auszubilden. Zu bestimmten Versammlungen schickte er später Timotheus, Barnabas, Lukas, Markus oder Titus, um jene zu befestigen und Dinge richtigzustellen oder er besuchte dieselben Versammlungen auf der kommenden Reise.

 

Ablauf der Ereignisse während des Urchristentums des 1.Jahrhunderts
 

Wo Paulus durch seine Mitarbeiter im Predigtwerk oder durch Mitglieder jener Versammlungen von Schwierigkeiten berichtet wurden, da nahm er die Gelegenheit war, das oder die Probleme schriftlich aufzugreifen und den Standpunkt Jesu und der Schriften dazu festzulegen. Diese Briefe mussten kopiert und auch in anderen Versammlungen vorgelesen werden. Hin und wieder setzte er seine persönlichen Regeln fest, wo das GESETZ Gottes eine Lücke offen liess, überliess es manchmal dem Gewissen des Einzelnen auf seinen Rat zu hören. Er nahm dabei auch Bezug auf sein Recht im Amt als Apostel so zu handeln, wie er es im Brief an die Korinther erklärt.

 

*** Rbi8  2. Korinther 10:7-12 ***

Wenn jemand bei sich das Vertrauen hat, daß er Christus angehört, so möge er wiederum diese Tatsache für sich in Betracht ziehen, daß, gleichwie er Christus angehört, ebenso auch wir. 8 Denn selbst wenn ich mich etwas zuviel der Befugnis rühmen sollte, die der Herr uns gegeben hat, um euch zu erbauen und nicht um euch niederzureißen, so würde ich nicht beschämt werden, 9 damit ich nicht den Anschein erwecke, als wolle ich euch durch [meine] Briefe erschrecken. 10 Denn, sagen sie: „[Seine] Briefe sind gewichtig und kraftvoll, aber [seine] persönliche Gegenwart ist schwach und [seine] Rede verächtlich.“ 11 Ein solcher Mensch möge dies in Betracht ziehen, daß das, was wir, wenn abwesend, in unserem Wort durch Briefe sind, wir auch, wenn anwesend, in der Tat sein werden. 12 Denn wir wagen es nicht, uns zu einigen zu zählen oder uns mit einigen zu vergleichen, die sich selbst empfehlen. Indem sie sich an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen, haben sie gewiß kein Verständnis.

 

Obwohl Paulus in jener Versammlung Korinth arge Misstände zu korrigieren hatte und im ersten Brief auf Kollissionskurs mit gewissen Vorstehern ging, so zeigte er im zweiten Brief warum er dies getan hatte und, dass diese Zurechtweisung gute Resultate erbrachte, die den „Leib des Christus“ wieder mehr einte.

 

Gewisse Vorsteher aber wandten sich abschätzig gegen ihn und versuchten ihn als Person verächtlich zu machen. Sie sagten: „... [seine] persönliche Gegenwart ist schwach und [seine] Rede verächtlich, während sie jedoch den Inhalt des ersten Briefes nicht in Zweifel zu ziehen wagten. Paulus kündigte an zurückzukehren und die Dinge in Person zurecht zu bringen!

 

Paulus zeigt, dass die Briefe das Mittel waren Dinge richtigzustellen. Er verwies darauf, dass angekündigte Strafe bestimmt vollzogen werden würde, die Tat auf das Wort folgen würde und sich gegen jene in der Versammlung richten werde, welche sich selbst empfohlen hatten und sich über die anderen erhöhten! Paulus machte kein Bündnis mit solchen Menschen, die dem Wort widerstanden und Unrecht in der Versammlung wie Sauerteig gären liessen!

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

Die Briefe des Paulus behandelten auch äusserst schwer verständliche Themen mit grosser Weisheit, die einige nutzten, um ihre eigenen Fehlinterpretationen darauf aufzubauen. Petrus gebrauchte seinerseits die eigene Autorität, um in seinem zweiten Brief das Werk des Paulus zu stützen und solche ungelehrten und unbefestigten Personen scharf zurechtzuweisen!

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:15-16 ***

Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Petrus zeigt, dass die Themen des Paulus stets mit dem Rest der Schriften im Einklang stehen, dass jene „Unbefestigten“ gegenüber den Aussagen der PROPHETEN und des GESETZES diese Schriften aber zu ihrem Vorteil verdrehten, weil sie das Gesamtbild biblischer Aussagen nie verstanden haben! Zu diesen schwer verständlichen Dingen gehörten die Auferstehung der Toten, die laut Hymenäus und seiner Gefolgschaft ja bereits erfolgt sein sollte und die zur Lehre einer himmlischen Auferstehung führten. Bis heute wird dies in der ganzen Christenheit gelehrt, obwohl es dem Sinn der ganzen Schriften vollkommen zuwider ist!

 

7.3.4.4     Paulus sendet seine eigenen Mitarbeiter als Abgeordnete

Aus dem Verhalten des Paulus, seiner Art der Predigttätigkeit, seiner Stärkung der Versammlungen durch Abgesandte und durch Briefe können wir heute in der Endzeit vieles lernen! Die „falschen Apostel“ und „falschen Brüder“ innerhalb der Versammlungen, die sich eingeschlichen hatten und Autoritäten zu sein glaubten waren das grosse Problem, die verdrehte Lehren einführten die zu Sektarismus führten. Wie können das Resultat heute mit etwa 30.0000 verschiedenen christlichen Sondergruppierungen erkennen, die alle neben oder innerhalb von etwa zehn Hauptzweigen je etwas anderes lehren.

 

Selbstmordattentäter der Dschihadisten vertrauen auf die Aussage im Koran, dass sie im Jenseits Jungfrauen erhalten würdenNahezu alle folgen dabei irgendwelchen Speziallehren ihrer Glaubensgründer. Sie alle „interpretieren“ gewisse Themen, anstatt die wahre Bedeutung anhand aller Schriften herauszufinden. Das Paradebeispiel hierin bleiben Hymenäus, Alexander und Philetus, denen bis heute weiterhin die meisten Christen in der einen oder andern Weise wie Blinde nachfolgen, ohne die Folgen einer solche Lüge zu erkennen. Das Verständnis der Abfolge der beschrieben Ereignisse der Endzeit und im kommenden Millennium wird dadurch verunmöglicht! Selbst Islamisten bauen auf der Lehre des Hymenäus auf, wenn sie den Selbstmordättentätern versprechen unmittelbar in den Himmel zu kommen und dort sich als Martyrier mit vielen Jungfrauen vergnügen zu dürfen.

 

Paulus benutzte seine engsten Mitarbeiter um die Versammlungen des ersten Jahrhunderts zu stärken und gegen solche falschen Lehrer anzutreten. Ausser den inneren Feinden der Wahrheit gab es auch die Äusseren, die ihr gutgehendes Geschäft mit dem Aberglauben der Menschen zu verteidigen suchten. In Ephesus führte dies gar zu öffentlichen Tumulten, um ihre Götzenanbetung zu verteidigen. Ein Silberschmied Demetrius stand dabei im Zentrum.

 

Die Arthemis der Epheser: Vorbild für Maria als Muttergottes und Zentrum von Anbetung*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:22-28 ***

Da sandte er zwei von denen, die ihm dienten, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien, er selbst aber verblieb noch eine Zeitlang in dem [Bezirk] Asien.

23 Um jene besondere Zeit entstand eine nicht geringe Störung wegen des WEGES. 24 Denn ein gewisser Mann namens Demetrius, ein Silberschmied, der Silberschreine der Artemis herstellte, verschaffte den Handwerkern einen nicht geringen Gewinn; 25 und er versammelte sie und diejenigen, die an solchen Dingen arbeiteten, und sprach: Männer! Ihr wißt wohl, daß wir aus diesem Geschäft unseren Wohlstand haben. 26 Auch seht und hört ihr, wie dieser Paulus nicht nur in Ephesus, sondern nahezu in dem ganzen [Bezirk] Asien eine beträchtliche Menge Volks überredet und zu einer anderen Meinung umgestimmt hat, indem er sagt, das seien keine Götter, die mit Händen gemacht seien. 27 Überdies besteht nicht nur die Gefahr, daß diese unsere Beschäftigung in Verruf kommen wird, sondern auch, daß der Tempel der großen Göttin Artemis für nichts geachtet werde, und selbst ihre herrliche Größe, die von dem ganzen [Bezirk] Asien und der bewohnten Erde angebetet wird, steht im Begriff, herabgesetzt und zu nichts zu werden.“ 28 Als die Leute das hörten und voller Wut wurden, begannen sie zu schreien und zu sagen: „Groß ist die Artemis der Epheser!

 

Der Tempel der vielbrüstigen Arthemis, die als Vorbild der späteren Marienverehrung in der Christenheit diente, stand in Gefahr durch die klaren Lehren von Paulus als reines phantasievolles Lügenwerk entlarvt zu werden! Er unterband jede Art von abweichender Götzenanbetung im Keime sowohl innerhalb der Versammlungen wie beim öffentlichen Reden. Die wahre Anbetung, die ausschliesslich Jehova alseinzigem Schöpfer aller Dinge gehört und als das einzige „Haupt“ den Christus anerkannt, diese Aussagen waren für jede Art Götzendienst und Geschäftemacherei mit Religion eine Gefahr! Das ist bis heute so geblieben!

 

Die "Gottesmutter" als Verkaufsschlager in allen VariationenWer heute den Heiligen und Marienkult angreift, wer eine Auferstehung der Toten im Himmel als eine religiöse Lüge offenlegt, der muss genauso mit Problemen rechnen, weil hinter all diesen Lehren handfeste finanzielle Interessen jener stehen, welche diese Art von Lügen am Leben erhalten und verbreiten! Wallfahrtsporte sind Quellen vielerlei Geldeinnahmen. Alle die daran verdienen fördern diesen Art von Kult. 

 

Der christliche WEG in der Endzeit, der nur durch Jesus hin zu Gott führt und weder Marien- noch Heiligenverehrung zulässt unterscheidet sich darin nicht vom WEG der echten Christen des ersten Jahrhunderts! Beide versuchen sich eng an die Lehre des Paulus und der übrigen Apostel und Jünger zu klammern und geben auch den hebräischen Schriften und dem GESETZ den ihnen gebührenden Raum! Jede Art von „Haupt“ widerstehen sie, das sich zwischen Jesus und die Versammlung einschleicht!

 

Unabhängig ob es ruhige Zeiten sind oder ob von aussen grosser Druck herrscht müssen Christen das Wort Gottes verbreiten und sich daran klammern! Dazu ist es notwendig sowohl innerhalb der Versammlung, wie auch gegenüber Interessierten oder feindlich eingestellten Personen keine ungehörigen Kompromisse zu schliessen, welche gegen den Sinn von Gottes Wort sind oder dieses verdrehen! Paulus ermunterte genau darin Timotheus deutlich, seinen Mitarbeiter!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:1-5 ***

Ich gebiete dir feierlich vor Gott und Christus Jesus, der dazu bestimmt ist, die Lebenden und die Toten zu richten, und bei seinem Offenbarwerden und seinem Königreich: 2 Predige das Wort, halte dringend darauf in günstiger Zeit, in unruhvoller Zeit, weise zurecht, erteile Verweise, ermahne, mit aller Langmut und [Kunst] des Lehrens. 3 Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden. 5 Du aber bleibe in allen Dingen besonnen, erleide Ungemach, verrichte [das] Werk eines Evangeliumsverkündigers, führe deinen Dienst völlig durch.

 

Die Kunst des Lehrend beinhaltet, in keinem Punkt von der Wahrheit abzuweichen, obwohl dies möglicherweise momentane Vorteile mit sich bringen mag oder man Widerspruch ausweicht. Nicht die grosse Anzahl von Gläubigen ist es, was eine Versammlung für Jesus wertvoll werden lässt, es ist die Qualität seiner Glieder die sich ihm fleckenlos darbieten!

 

Pilgerstatistik des Wallfahrtsortes Santiago de CompostelaDie beistehende Pilgerstatistik, die den „Jakobsweg“ durch Frankreich nach Santiago de Compostela in Spanien unternehmen, respektive dorthin pilgern steigt Jahr um Jahr. Um Jakobus den Älteren, der angeblich nach „Tarschisch“ (Spanien) reiste und dort das Christentum eingeführt haben soll, ist voll von Mythen umrankt. Diese Form von Anbetung und ungebührlicher Verehrung hatte Paulus stets bekämpft. Das Neue Testament dagegen erklärt deutlich, dass der Apostel Jakobus schon früh durch Herodes mit dem Schwert enthauptet wurde:

 

(Apostelgeschichte 12:1-5)  Um jene besondere Zeit legte der König Herodes Hand an einige von denen, die zur Versammlung gehörten, um sie zu mißhandeln. 2 Er brachte Jakobus, den Bruder des Johạnnes, mit dem Schwert um. 3 Als er sah, daß es den Juden gefiel, ließ er auch Petrus festnehmen. (Es waren gerade die Tage der ungesäuerten Brote.) 4 Und nachdem er ihn ergriffen hatte, setzte er ihn ins Gefängnis und übergab ihn zur Bewachung vier sich ablösenden Trupps von je vier Soldaten, da er beabsichtigte, ihn nach dem Passah dem Volk vorzuführen. 5 Infolgedessen wurde Petrus im Gefängnis behalten; aber die Versammlung betete fortgesetzt inbrünstig für ihn zu Gott.

 

Wie ein Enthaupteter noch reisen kann und ein grossangelegtes Predigtwerk aufbaute, das bis heute Anziehungspunkt für Millionen Wahlfahrer ist liegt an der schön verpakten Lüge! Es ist leichter der Masse zu folgen wie den eigenen Verstand anzustrengen, um nach Wahrheit wie nach Edelsteinen zu graben!

 

Der Apostel Jakobus (der Ältere)  [2]

 

Der Apostel Jakobus war nie in Spanien, trotzdem wird er dort von Gläubigen angerufen und verherrlicht   Aus dem Neuen Testament wissen wir, dass der Apostel Jakobus, Sohn des Zebedäus und Bruder des Johannes, - auch Jakobus der Ältere genannt - zusammen mit seinem Bruder zu den erstberufenen Aposteln gehörte und der erste war, der unter König Herodes Agrippa I in Jerusalem das Martyrium durch Enthauptung erleiden musste.

 

   Dass Jakobus je spanischen Boden betreten hatte, bzw. dort sogar begraben liegt, ist nicht belegt und auch nicht wichtig. Denn der Pilger erreicht mit Gottes Hilfe und der Fürsprache des Apostels Jakobus sein äußeres und inneres Ziel, unabhängig davon, wo Jakobus seine letzte Ruhestätte gefunden hat.

 

   Theoretisch könnte man daher überall hinlaufen. Warum ist aber Santiago de Compostela ein so attraktives Ziel? Das Besondere des Jakobsweges ist, dass vor allem in Spanien, aber auch in Frankreich aufgrund einer 1000-jährigen Tradition, der Weg mit den von der Pilgertradition geprägten Menschen, kirchlichen Einrichtungen, Herbergen, Kulturdenkmälern den Pilger in zweifacher Hinsicht „trägt" (physisch und geistig) und ihn zum Ziel führt. Aber auch das Gefühl, dass man auf dem Camino nicht allein ist, macht den Weg attraktiv.

 

Mit anderen Worten ist es unwichtig , wohin man die Lüge der Auferstehung der Toten gemäss den Lehren des Hymenäus hinpflanzt, einzig wichtig ist der Aberglaue, der Millionen anführt! Nur nicht alleine selbst etwas kritisch nachdenken! „Führe heraus ein Volk, [das] blind [ist], obwohl doch Augen da sind, und die, die taub sind, obwohl sie Ohren haben. Mögen die Nationen alle an einen Ort zusammengebracht werden, und mögen Völkerschaften versammelt werden. Wer ist unter ihnen, der dies mitteilen kann? Oder können sie uns gar die ersten Dinge hören lassen? Laßt sie ihre Zeugen stellen, damit sie gerechtgesprochen werden mögen, oder laßt sie hören und sagen: ‚Es ist die Wahrheit!‘ “ (Jes 43:8, 9)

 

Die gesunde Lehre des Paulus verbietet viele der heute üblichen Gepflogenheiten, die auf lange Frist grossen Schaden anrichten. Weder Homosexuelle, noch Lesben, noch die freie Liebe unter Unverheirateten, noch Pornographie noch der belächelte Seitensprung und den ruch des Ehegelöbnisses haben unter Christen Anerkennung und werden als untragbar gebrandmarkt! Jede Art von Magie und Götzendienst war den Aposteln verpönt! Alle diese Verhaltensweisen sind heute öffentlich geduldet und in vielen christlich genannten Ländern durch Gesetze sanktioniert. Eine zunehmende Zahl christlicher Vorsteher dulden solches Verhalten in ihrer Kirche oder verstecken sich hinter der Ausrede, dass weltliche Gesetze dies zulassen würden.

 

Die Lehrer aller unterschiedlichen Kategorien von Glaubensgruppen, welche solches propagieren und als unschädlich bezeichnen, sie alle haben verursacht, dass sich die Ohren vieler Menschen von der Wahrheit abgewandt haben und sich zu unwahren Geschichten hin ausrichten. Wir müssen aber als wahre Evangeliumsverkündiger unseren Dienst auch unter üblen Umständen weiterführen, verlacht, verspottet, verfolgt, ausgestossen treten wir weiterhin für das ein, was in Gottes Augen Recht und Gerecht ist! Unser Dienst soll völlig ausgeführt sein und nach den ursprünglichen Normen durchgeführt werden! Gott hat sich nicht geändert:

 

*** Rbi8  Maleachi 3:6-7 ***

„Denn ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert. Und ihr seid Söhne Jakobs; ihr seid nicht zu eurem Ende gekommen. 7 Von den Tagen eurer Vorväter her seid ihr von meinen Bestimmungen abgewichen und habt [sie] nicht gehalten. Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

 

Gott wird bestimmt nicht von seinen gerechten Masstäben ablassen. Wir sind es die Einsicht zeigen müssen und umkehren sollen!

 

7.3.4.5     Falsche Apostel führen zum grossen Abfall

In allen christlichen Gruppierungen die in ihrer Lehre vom ursprünglichen Wort abweichen, werden wir in deren Entwicklungsgeschichte zu einem bestimmten Zeitpunkt Männer und Frauen treffen, die eine weitere unbiblische Lehre brachten und diese mit aller Kunst propagierten mit dem Ziel, um Anhänger hinter sich her zu führen.

 

Drei amerikanische Religionsgründer die das "Ende der Zeiten der Nationen" zu berechnen suchtenAllzuoft ging es ihnen um Ansehen und persönliche finanzielle Interessen. Andere Glaubensführer aber wurden durch aussenstehende Menschen in die Irre geführt, deren unüberprüfte Lehren und Theorien sie aufnahmen und propagierten. Vor allem was die seit rund zwei Jahrhunderten grasierenden amerikanischen Endzeitsekten, Mormonen gegründet durch Joseph Smith, Adventisten durch die Seherin Helen White-Gold und Jehovas Zeugen und deren WATCHTOWER bei J.T. Russel betrifft bleibt das Verhalten oft gleich: Ein bestimmtes Datum, das errechnet wurde, bildet Grundlage ihrer Hoffnung. Man hört dabei nicht auf Jesus der fordert, nach Zeitzeichen Ausschau zu halten und erst bei deren Eintreffen die aufgezeichneten Vorhersagen als bestätigt ansehen. Dies war durch eine vorgegebene Sequenz des Ablaufs jener zu erwartenden Ereignisse begrenzt.

 

Gerade für diese Endzeit wird durch die Schriften ein weiterer grosser „Abfall“ vorhergesagt. „Falsche Christusse“ und „falsche Apostel“ würden mit dem „Ende der Zeiten der Nationen“ ihr eigenes Geschäft machen. Viele würden dazu verführt das „wilde Tier“ und sein „Bild“ anzubeten, sich dem Zusammenschluss der politischen Nationen in der UNO oder jener der Religionen im WCRL völlig unterordnen und von dort her die Rettung des kranken Planeten erwarten.

 

Paulus warnte die Korinther bereits deutlich vor jenen Ältesten in ihren eigenen Reihen, die ihm und seiner Zurechtweisung widerstanden. Die Gestalt eines Apostels oder Mitarbeiters des Christus ist in sich kein Beweis von Jesus anerkannt zu werden!

 

Auch Satan kleidet sich in einen Engel des Lichts*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Jene Ältesten stellten sich auf die selbe Stufe der Apostel und verkündeten ihre eigene „offizielle Wahrheit“, die mit Gottes Wort an vielen Stellen in Konflikt liegt! Obwohl sie als Mitarbeiter Christi auftreten, so weisen ihre Irrlehren sie als das aus was sie wirklich sind: Söhne des Vaters der ersten Lüge! Auch ihr erfolgreiches Auftreten und ihre grossartigen Werke können nicht darüber hinwegtäuschen! Der Gerichtstag wird es offenlegen, ob sie Jesus wirklich dienten oder ihm seine „Schafe“ in ihre eigenen, wohlbehüteten Hürden wegstahlen, um sie dort zu scheren und zu töten!

 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

Paulus zeigt weiter deutlich, dass er der wahre Apostel ist, der seine Berechtigung zum Lehren von Gott und von Jesus her hat und keinerlei Lügen verkündet. Sein Werk legt Zeugnis für ihn ab, es sind seine Versammlungen, seine Briefe, die bis heute für ihn die Stimme abgeben!

 

*** Rbi8  1. Korinther 9:1-2 ***

Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn? 2 Wenn ich für andere kein Apostel bin, so bin ich es doch ganz gewiß für euch, denn ihr seid das Siegel, das mein Apostelamt in Verbindung mit [dem] Herrn bestätigt.

 

Seine Jünger unter den Nationen waren das beste aller Siegel! Dazu gehört auch Lukas, der treue Arzt der uns ein Evangelium und die Apostelgeschichte hinterliess, das wie die Paulusbriefe durch ihre Logik und die Exaktheit auffallen. Derselbe Lukas schrieb seine eigenen Erfahrungen auf den Predigtreisen mit Paulus auf und war von vielen der Begebenheiten treuer Augenzeuge oder er erkundigte sich bei Dabeigewesenen genau, wie sich diese Dinge verhalten hatten. Auch das Markusevangelium ist mit Paulus verbunden, da Markus längere Zeit einer seiner Weggefährten war! Paulus hat das Gütesiegel des wahren Apostels! Jeder der ihm in seinen Lehren widerspricht erweist sich dadurch selbst als „falscher Apostel“!

 

Petrus und die übrigen zehn Apostel, die ursprünglich mit Jesus waren, sie kümmerten sich fortan um die Juden und Samaritaner. Petrus ging in die Diaspora bis zu jener Judengemeinde, welche beim Exodus nach den siegzig Jahren Gefangenschaft in Babylon verblieben war. Paulus aber folgte der Berufung durch Jesus und predigte den Nationen bis hinauf zum Cäsar in Rom! Die Kraft zu dieser aussergewöhnlichen Leistung erhielt Paulus genauso durch Jesus, wie auch der Petrus!

 

*** Rbi8  Galater 2:7-10 ***

Sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit der guten Botschaft für die Unbeschnittenen betraut war, so wie Petrus für die Beschnittenen [damit betraut war] 8 denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen; 9 ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Barnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen. 10 Nur sollten wir die Armen [[aram: „Die Ebioniten“]] im Sinn behalten. Gerade das habe ich mich auch ernstlich zu tun bemüht.

 

Die Apostel in Jerusalem waren zu Beginn höchst erstaunt und ungläubig, als Paulus, der ehemalige Christenverfolger Saulus nun zu einem Mitstreiter geworden war. Es kostete sie vorab grosse Überwindung Paulus in ihren Reihen zu integrieren und sein Amt für die Nationen anzuerkennen, was sie aber schlussendlich durch Jakobus, dem Halbbruder Jesu, durch Petrus (Kephas) und Johannes taten. Paulus war nun offensichtlich von jenen als der von Jesus auserlesene zwölfte Apostel anerkannt!

 

 

7.3.5           Jesus als Haupt jeder Versammlung

 

7.3.5.1     Die Offenbarung an die sieben Versammlungen zeugt von nur einem „Haupt

Moses hatte einen grossen Propheten angekündigt, der nach ihm kommen würde, auf den jeder Jude hören müsse, ob fleischlich oder geistig. Jeder, der nicht auf jenen Propheten hören würde, sollte Jehova gegenüber dafür Rechenschaft ablegen!

 

Jesus ist der "Prophet gleich mir", gleich Mose, in den Glauben gesetzt werden muss*** Rbi8  5. Mose 18:18-19 ***

Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Wer heute eher auf einen Religionsführer hört, wie sich darum bemüht selbst Jesu Worte zu verstehen und dann selbst zu entscheiden, ob religiöse Führer dieselbe Botschaft bringen, steht wiederum in Gefahr am Gerichtstag als ein „Bock“ gezeichnet zu werden, die doch gerade dadurch auffallen, dass sie nicht auf die Stimme ihres Hirten hörten.

 

Gott selbst gibt Jesu wahren Nachfolgern die Weisheit, um eine genaue Erkenntnis Gottes und Jesu zu erlangen!

 

Dazu ist Glaube an Gott und an Jesus Voraussetzung, wie Jesus dies in Johannes 17:3 deutlich macht und dies führt zu ewigem Leben: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

 

Weisheit: Verstehst du "geistige Dinge" korrekt einzureihen?
 

(Vergleiche Grafik:  1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit)

 

Diese Erkenntnis betreffend des „Propheten gleich mir“ müssten wir als Lehrer der guten Botschaft jedoch auch richtig einzuordnen wissen. Paulus nennt es das „GESETZ des Glaubens“ (Rö 3:27). Raum und Zeit spielen dabei eine wichtige Grösse! Ob etwas im Himmel oder auf der Erde stattfindet, in der Zukunft oder der Vergangenheit liegt, dies ändert an unserem Gesamtverständis sehr viel! Religionen kümmern sich meist sehr wenig um Logik, sie arbeiten mit Gefühlen, Geheimnissen und Mystik. Wir sollten ihrer Ohrenbläserei nicht nachfolgen!

 

*** Rbi8  Epheser 1:15-23 ***

Das ist der Grund, weshalb auch ich, da ich von dem Glauben gehört habe, den ihr an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen habt, 16 nicht aufhöre, für euch Dank zu sagen. Ich erwähne euch weiterhin in meinen Gebeten, 17 damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch einen Geist der Weisheit und der Offenbarung in der genauen Erkenntnis seiner selbst gebe, 18 so daß ihr, die Augen eures Herzens erleuchtet, erkennen mögt, welches die Hoffnung ist, zu der er euch berufen hat, welches der Reichtum der Herrlichkeit ist, den er als Erbe für die Heiligen bereithält, 19 und welches die alles übertreffende Größe seiner Macht uns, den Gläubigen, gegenüber ist. Es ist der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke gemäß, 20 mit der er in Christi Fall gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Örtern zu seiner Rechten setzte, 21 hoch über jede Regierung und Gewalt und Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem künftigen. 22 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

 

Die Hoffnung, die Gott für Christen bereit hält hat mit der „neuen Erde“, den „neuen Himmeln“ zu tun und mit dem kommenden Paradies und ist an vorhergesagte „Zeiten und Zeitabschnitte“ geknüpft, wo Gottes Vorhersagen Wirklichkeit werden. Jehova hat die Macht und er hat solche auch seinem Sohn übertragen, um alles so Wirklichkeit werden zu lassen, wie uns vorhergesagt wurde! Wir, als Glaubende, stehen dabei im Mittelpunkt, weil wir auch Miterben mit Jesus sein dürfen! Wahre Weisheit versucht alle Dinge zu verstehen, auch die tiefen Dinge Gottes!

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?
 

(Vergleiche Grafik:  1.1  Die Säule der Weisheit)

 

Wir müssen Jesu Stellung und Aufgabe, seinen Zeitplan und die Orte des Handelns der Endzeit und der Aufrichtung von Gottes Königreich verstehen lernen! Alles ergibt eine zusammenhängende Logik, welche die Handschrift des Planers verrät!

Jesus inmitten von sieben Leuchtern und sieben Sternen in seiner Hand

Jesus hat in der Endzeit keine irdische religiöse Organisation, die mit komplexen hierarchischen Strukturen alle Dinge lenken zu können vermeint! Er selbst lenkt die Dinge jeder einzelnen Versammlung, weil er die Vorsteher, die „Engel“ oder Boten jeder Versammlung in seiner „rechten Hand“ hält und jene auf ihn, als das einzige „Haupt“ hören!

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:20 - 2:1 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[Boten, Vorsteher]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

2 Dem Engel [[Boten, Vorsteher]] der Versammlung in Ephesus schreibe: Diese Dinge sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt:

 

Die Ermunterungen und Zurechtweisungen an die sieben Versammlungen zeigen deutlich, dass Vorsteher genauso wie Christen kein anderes „Haupt“ über sich anerkennen sollten wie Jesus.

 

Jesus selbst hält sie in seiner Hand und steht auch in der Endzeit inmitten der Versammlungen! Religionsstrukturen mit ihren falschen Aposteln, falschen Christussen und falschen Propheten werden bereits am Gerichtstag, beim Untergang Babylons der Grossen [B2], spätestens aber in Harmagedon [B3] endgültig zunichte gemacht, wenn auch noch „der falsche Prophet“ seine Vernichtung findet.

 

(Vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Offenbarung)

 

7.3.5.2     Jesus gibt durch den Apostel Johannes letzte Anweisungen

Jesus hatte zu Johannes eine grössere Zuneigung und er versprach diesem Apostel eine besondere Aufgabe. Die letzten Enthüllungen zum Ende des ersten Jahrhunderts erhielt Johannes und er durfte damit den Kanon der heiligen Schriften abschliessen.

 

Die Nationen werden nach Harmagedon hin versammeltChristliche Vorsteher ab dem zweiten Jahrhundert bis heute und jeder einzelne Christ haben alle Anweisungen für die Endzeit in schriftlicher Form. Keinerlei skurile „Kommunikationsakanäle“, die angeblich durch heiligen Geist geleitet werden, sind notwendig, um das zu tun, was Jesus von seinen Nachfolgern erwartet! Wir müssen lediglich genau zuhören und die Dinge korrekt ordnen, um ein exaktes Verständnis zu erlangen! Auch ein behauptetes, spezifisches geistiges Anwesendsein (gr.: parousia) nach der Errichtung des Königreiches durch Frühauferweckung der Apostel ist biblisch nicht fundiert: Der „männliche Sohn“ wird unmittelbar nach der „Geburt“ der „neuen Nation“ [B1] zum Thron Gottes entrückt! Erst nach Harmagedons Endschlacht, am daraf folgenden Tag des „Trompetenfestes“ kommt Jesus und dann am ersten Tag des Laubhüttenfestes das „neue Jerusalem“ zur Erde herab und Jesus wird erst von da ab bei den Aposteln dauernd verweilen!

 

*** Rbi8  Johannes 21:20-23 ***

Als Petrus sich umwandte, sah er den Jünger folgen, den Jesus liebte, denjenigen, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust zurückgelehnt und gesagt hatte: „Herr, wer ist der, der dich verrät? 21 Als er ihn daher erblickte, sagte Petrus zu Jesus: „Herr, was wird dieser [[(der Apostel Johannes)]] [tun]? 22 Jesus sprach zu ihm: Wenn es mein Wille ist, daß er bleibe, bis ich komme, was geht das dich an? Folge du mir nach. 23 Deshalb ging dieses Wort unter die Brüder aus, daß jener Jünger nicht sterben werde. Jesus sagte indes nicht zu ihm, daß er nicht sterben werde, sondern: „Wenn es mein Wille ist, daß er bleibe, bis ich komme, was geht das dich an?“

 

Die Jünger vermeinten fälschlicherweise, dass Johannes nicht sterben würde. Erst mit seinem Evangelium  im Jahre 98 v.u.Z. kam die Richtigstellung durch ihn selbst. Es war die letzte Stunde der apostolischen Zeit! Jesus erschien ihm als dem letzten Lebenden der Apostel.

 

Jesus löste sein Versprechen im Jahre 96 u.Z. ein und erschien erneut Johannes auf Patmos, um ihm die Visionen der Offenbarung durch einen Engel zu zeigen. Er wies Johannes genau an, was er noch tun sollte und wem er die Mitteilung zukommen lassen musste!

 

In den Visionen war keine Rede von einem Papst oder einer leitenden Körperschaft oder gar einem Konzil oder einer panreligiösen Organisation als Nachfolger der Apostel! Im Gegenteil, vor diesen Dingen wurde deutlich gewarnt, von „einem falschen Propheten“ der Endzeit ist dort die Rede und es werden die Folgen gezeigt, die ein Verbleib innerhalb von sektiererischen Religionen und einer Verbindung zu „Babylon der Grossen“ mit sich bringt, dem Weltreich religiöser, von Menschen erzeugter Autorität! Die Aufforderung seit dem Jahr 96 u.Z. lautet deutlich: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“! (Off 18:4)

 

Jehovas Formen der Kommunikation mit den Menschen
 

(Vergleiche Grafik: 9.2  Jehovas Kommunikationskanal)

 

Der einzige Ansprechpartner für Johannes, um die Offenbarung die er aufschreiben musste weiterzugeben, war jeweils der Vorsteher von jenen sieben namentlich erwähnten Versammlungen! Inmitten der Versammlungen, der „Leuchter“ war Jesus das „Haupt“, nicht inmitten von Bischöfen oder einer anderen Art von Aufsehern! Diese Versammlungsvorsteher, die „Sterne“ oder „aggelos“ (translit. „Engel“), die „Boten“ aber mussten Jesu Worte entgegennehmen, sie laut vorlesend hören und überdenken und sie jedem einzelnen Schaf der Versammlung ebenso laut vorlesen.

Ein Engel beim Erwachen des-Propheten

Glücklich sollte sowohl der werden, der laut las, wie auch der, welkcher hörte und der entsprechend handeln würde. Wie schon bei den Briefen üblich, musste auch die Offenbarung kopiert werden und sollte jeder Versammlung vorliegen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:1-3 ***

Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte [sie] durch ihn in Zeichen seinem Sklaven Johannes dar, 2 der von dem Wort, das Gott gab, Zeugnis ablegte und von dem Zeugnis, das Jesus Christus gab, ja von allem, was er [[(in den 16 unterschiedlichen Visionen)]] sah. 3 Glücklich der, der laut liest, und diejenigen, die die Worte dieser Prophezeiung hören und die darin geschriebenen Dinge halten; denn die bestimmte Zeit ist nahe.

 

Jesu Sklaven waren eindeutig die Vorsteher, die „Engel“ der Versammlungen, jene „Sterne“, die er, Jesus selbst  in seiner „rechten Hand“ hält! Die Zahl sieben bedeutet in ihrer Symbolik alle Christenversammlungen und alle Vorsteher in der Zeit seiner Wiederkunft.

 

Die sechzehn einzelnen Visionen sind heute vollständig entschlüsselt und geben zusammen mit den anderen Schrifttexten zur Endzeit, von Jesus und den Propheten, ein vollkommen klares, verständliches Bild dessen, was, wann und in welcher Reihenfolge geschehen wird! Die Harmonie und Vollständigkeit der Vorhersagen sind der beste innere Beweis, dass Johannes die Wahrheit vollständig wiedergab!

 

Einreihung der Ereignisse der Offenbarung in den Zeitablauf
 

(Vergleiche Grafik:  Einreihung der Ereignisse der Offenbarung in den Zeitablauf)

 

7.3.5.3     Abhängigkeit der Versammlungen von guter Führung

Der Erfolg jeder einzelnen Versammlung hing seit Beginn der Christenversammlungen von ihrer Fürhrungskraft ab! Das war schon zuvor so in Israel und lässt sich bis Adam zurükverfolgen. Genauso wie Familien nur dann Erfolg haben können, wenn der Vater seiner Aufgabe als „Haupt“ in Liebe und Gerechtigkeit nachkommt, die Frau ihrerseits ihre Rolle übernimmt als „Gehilfin und sie ganzherzig spielt und bereit zur Kooperation ist. Auch die Kinder müssen ihren Anteil am Familienleben erfüllen. So war es und ist es heute noch exakt dasselbe in jeder Versammlung, wo jedes Glied zum Gelingen beitragen muss! Neben bestimmten Rechten existieren Pflichten und es gibt Grenzen, welche nicht zu überschreiten sind!

 

Jesus kommt eilends: Bist Du bereit?*** Rbi8  Offenbarung 22:12-15 ***

Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt erlangen. 15 Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

 

Ob Versammlungsvorsteher ihre „langen äusseren Gewänder“ waschen und dasselbe von ihren „Schafen“ erwarten, jene in Liebe aber mit derselben Bestimmtheit mit welcher Jesus spricht dahin führen, dies liegt in der Hand jedes Einzelnen! Jesus hat den „Lohn“ bei sich! „Ewiges Leben“ oder „ewige Abschneidung von den Lebenden“ sind deutlich vorhergesagt! Wer es vorzieht lügenhaften Lehren irgendwelcher Religion zu folgen wird dies wohl weiterhin tun! Wer der Wahrheit zuneigt sucht nach echter Erkenntnis und wird diese finden! Wer nicht auf Jesus hört, dessen „Leuchter“ wird von seiner Stelle gerückt werden! (Off 2:5)

 

(Vergleiche Grafik:  9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Wie im Falle der Apostel musste in erster Linie der Vorsteher, so wie ein jeder Familienvater, selbst mit gutem Beispiel vorangehen! Er ist es, der das eigene Verantwortungsbewusstsein gegenüber jedem Mitglied der Versammlung auf die Übrigen Glieder überträgt! Wie jede Familie tägliche Pflichten zu erfüllen hat, wo jedes Mitglied den Anteil daran trägt, so ist es auch in der Versammlung.

 

7.3.5.4     Eine „kleine Herde“ und die Gruppe der „treuen und verständige Sklaven“

Eine der wichtigsten Pflichten dabei bleibt für beide Grundeinheiten, sowohl die Familie wie auch die Versammlung, dass sowohl der Vater wie der Vorsteher die geistige Speise seiner Familienglieder zur rechten Zeit darreicht, jene aber das Gehörte auch wirklich anwenden!

 

Jesus spricht mit seinen Jüngern über die Zeichen seriner Wiederkehr und der Zerstörung des TempelsPaulus spricht von sich selbst, dass er wie eine „nährende Mutter“ sich um seine geistige Familie, die Versammlungen kümmerte. Johannes spricht von einer „Frau“ und deren Kinder, und bezeichnet sich selbst als symbolische „Schwester“. Jesus aber spricht von einem „treuen und verständigen Sklaven“, der die Versammlung ernährt und der ihn als seinen Herrn zurückerwartet (1Thess 2:7; 2.Joh 1, 13).

 

 *** Rbi8  Matthäus 24:45-47 ***

Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat [[vergl. Mat 28:19, 20]], um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? 46 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.

 

Jeder Vorsteher ist ein „Sklave“ Jesus und muss zu seinem eigenen Haus, der Versammlung schauen und für sie Sorge tragen! Die Apostel konnten es nicht sein, weil sie im Tod entschlafen sind und nach ihrer Frühauferstehung [B1] während 1260 Tagen [B] in der „Wildnis“ weilen, wo sie ernährt werden!

 

Jesu Ankunft aber ist jener spezifische Zeitpunkt, wo der „Bräutigam von der Hochzeit“ her kommt und ihm seine „treuen Sklaven“ die jungfräulich sind und ihm mit dem „Licht“ der wahren Erkenntnis entgegeneilen [B2>](Mat 25:10).

 

(Vergleiche: NEWSLETTER „DER WEG“ Dezember 2004: Artikel  12.4  Der Ruf um Mitternacht)

 

Jesus sprach auch von „Verwaltern“ seiner „Habe“ und redete dabei von seinen „Schafen“, welche der Vater ihm gegeben hatte. Der „Verwalter“ musste zu jenen „Schafen“ schauen und die „Herde“ im Auftrage seines Herrn hüten. Vorab zeigte Jesus, dass die Apostel seine eigene „kleine Herde“ waren, die nach seinem Weggang auf die Ankunft ihres Herrn in Königreichsmacht warteten. Jesu nannte seine Apostel aber zum Ende nicht mehr „Sklaven“ sondern seine „Freunde“! (Joh 15:11-16)

 

(Vergleiche Grafik:  8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

Johannes gibt Jesu Worte wieder, welche Jesus zu den elf Aposteln nach dem Abendmahl geredet hatte:

 

Jesus gibt den elf Aposteln nach dem Abendmahl spezifische Anweisungen *** Rbi8  Johannes 15:11-16 ***

Diese Dinge habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude vollgemacht werde. 12 Dies ist mein Gebot, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. 13 Niemand hat größere Liebe als die, daß einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn ein Sklave weiß nicht, was sein Herr tut. Ich habe euch aber Freunde genannt, weil ich euch alle Dinge, die ich von meinem Vater gehört habe, bekanntgegeben habe. 16 Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und fortgesetzt Frucht tragt und daß eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, er euch gebe.

 

Nur diese „kleine Herde“ hatte Jesus selbst ausgewählt und ihr anstelle des Judas schlussendlich Paulus hinzugefügt! Jesus hatte zuvor geäussert: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.“ (Lu 12:32) Die Gruppe der 144.000 aber wählt er zusammen mit den Aposteln erst nach dem Gerichtstag [B2], , wo bereits die „Schafe von den Böcken getrennt“ werden, wobei ein Überrest unter den Vorstehern sein wird, die sich nicht mit „Babylon der Grossen“ verunreinigt haben, vergleichbar mit den „fünf verständigen Jungfrauen“! Auch wird dies erst nach der „Hochzeit des Lammes“ sein, wo sich die „Braut, die Frau des Lammes“ auf ihre zwölf Richterthrone setzen dürfen, um die jeweils 12.000 Vorsteher der zwölf Stämme zu versiegeln [B2e-B2g] (Mat 19:28; Off 7:1-8).

 

Paulus zitiert im Römerbrief aus dem Buch Jesaja, um auf den Überrest aufmerksam zu machen, den Jehova retten wird!

 

*** Rbi8  Römer 9:27-29 ***

Ferner ruft Jesaja in bezug auf Israel aus: „Obwohl die Zahl der Söhne Israels wie der Sand am Meer sein mag, ist es der Überrest, der gerettet werden wird. 28 Denn Jehova wird eine Abrechnung auf der Erde halten, wird sie zum Abschluß bringen und sie abkürzen.“ 29 Und so wie Jesaja vorhergesagt hatte: „Wenn Jehova der Heerscharen uns nicht einen Samen gelassen hätte, wären wir so wie Sodom geworden, und wir wären Gomorra gleichgemacht worden.“

 

Israel mag wie Sand am Meer sein, Auserwählung seitens Jehovas ist der Schlüssel zu ewigem Leben!

 

ERblasser und Erben in Israel

 

Wer nun ist der wahre zwöfte Apostel? Der durch Petrus und die zehn anderen Apostel als Ersatz für Judas erwählte Matthias war somit ein „Apostel“ (gr: Abgesandter) der Apostel, durch das Los und nicht durch Jesus bestimmt!

 

Petrus selbst zeigte seine Liebe zu Paulus in seinem zweiten Brief, im Vers 3:15, trotz gewisser anfänglicher Auseinandersetzungen wie dies aus dem Brief an die Galater hervorgeht. Dort bezeichnet Petrus ihn als „unser geliebten Bruder Paulus“. Er bestätigt ihn und verteidigt dessen hin und wieder etwas schwer verständliche Lehren vor jenen „Unbefestigten und Ungelehrten, welche die Schriften verdrehen“, und wiederholt Paulus deutlich als wahren Apostel!

 

Die fünf törichten Jungfrauen klopfen zu spät anJene Gruppe, welche die Schriften verdrehen und darum den Zeitpunkt der Ankunft des Herrn nicht verstehen, stellt die religiösen „Ölhändler“ dar, zu denen die „fünf törichten Jungfrauen“ gehen sollen, um sich lichtspendendes „Öl“ für ihre erlöschten Lampen zu kaufen! Zu jenem Zeitpunkt ist das „Königreich der (neuen) Himmel“ bereits errichtet!

 

*** Rbi8  Matthäus 25:1-13 ***

Dann wird das Königreich der Himmel zehn Jungfrauen gleich werden, die ihre Lampen nahmen und auszogen, dem Bräutigam entgegen. 2 Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren verständig. 3 Denn die törichten nahmen wohl ihre Lampen, nahmen aber kein Öl mit sich, 4 die verständigen dagegen nahmen samt ihren Lampen Öl in ihren Behältern mit. 5 Während der Bräutigam noch ausblieb, nickten sie alle ein und begannen zu schlafen. 6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: ‚Der Bräutigam ist da! Geht hinaus, ihm entgegen!‘ 7 Da erhoben sich alle jene Jungfrauen und brachten ihre Lampen in Ordnung. 8 Die törichten sagten zu den verständigen: ‚Gebt uns etwas von eurem Öl, denn unsere Lampen sind daran, zu erlöschen.‘ 9 Da antworteten die verständigen und sprachen: ‚Vielleicht mag es nicht ganz für uns und euch genügen. Geht statt dessen hin zu denen, die es verkaufen, und kauft für euch selbst.‘ 10 Während sie hingingen, um zu kaufen, traf der Bräutigam ein, und die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm hinein zum Hochzeitsfest; und die Tür wurde verschlossen. 11 Danach kamen auch die übrigen Jungfrauen und sprachen: ‚Herr, Herr, öffne uns!‘ 12 Er gab zur Antwort: ‚Ich sage euch die Wahrheit: Ich kenne euch nicht.‘

13 Wacht daher beharrlich, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde.

 

Einige werden wachen und den korrekten Zeitpunkt erkennen, wenn der Bräutigamm von der Hochzeit her kommt, andere aber werden kein Öl für ihr geistiges Licht haben!

 

7.3.5.5     Die Freunde und die Sklaven des Hausherrn

Dann aber ging Jesus in seiner Erklärung im Lukasevangelium von seinen „Freunden“, den Aposteln oder „seiner Braut“, in einem anderen, direkt anschliessenden Gleichnis weiter, hin zu anderen „Sklaven“, welche ihren Herrn erwarten sollten, „wenn er von der Hochzeit zurückkehrt“. Im zweiten Teil sprach Jesus somit deutlich von einer anderen, von der „Braut“ getrenntenn Gruppe, den „Sklaven“, nicht von seiner „Frau“, die ja bestimmt vollzählig mit dem Bräutigam an der Hochzeit teilhat! Nicht so mit den „Brautjungfrauen“, die ja auf das Ankommen des Bräutigams warten.

 

Die fünf verständigen Jungfrauen gehen zum "Abendessen der Hochzeit des Lammes" ein Jene fünf klugen Jungfrauen, die ihn erwarten würden und um die Ankunft von der Hochzeit her wussten, sie sind es, die ihre geistige Familie mit der entsprechenden Nahrung und mit Licht versorgen! Diese Versammlungsvorsteher stellen somit die „Brautjungfrauen“ dar, die ihre „Lampen“ bereit haben samt Ersatzöl für das Licht und dem Bräutigamm entgegeneilen, wenn er um „Mitternacht“ dieses Systems, in der tiefsten Finsternis der „grossen Drangsal“ von der „Hochzeit“, der Vereinigung mit den Aposteln auf ihren Richterthronen her kommt!

 

Petrus verstand den Unterschied im Moment noch nicht, den Jesus in jenem Gleichnis machte und fragte darum den Christus:

 

*** Rbi8  Lukas 12:41-48 ***

Dann sagte Petrus: „Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle? 42 Und der Herr sprach: „Wer ist in Wirklichkeit der treue Verwalter, der verständige, den sein Herr über seine Dienerschaft setzen wird, um ihnen fortwährend ihr Maß an Speisevorrat zur rechten Zeit zu geben? 43 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 44 Ich sage euch in Wahrheit: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen. 45 Wenn aber jener Sklave in seinem Herzen je sagen sollte: ‚Mein Herr verzögert sein Kommen‘ und anfangen sollte, die Knechte und die Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und trunken zu werden, 46 so wird der Herr dieses Sklaven an einem Tag kommen, an dem er [ihn] nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und ihm ein Teil mit den Untreuen zuweisen. 47 Dann wird jener Sklave, der den Willen seines Herrn verstand, sich aber nicht bereit machte noch nach dessen Willen handelte, viele Schläge erhalten. 48 Derjenige aber, der [ihn] nicht verstand und so Dinge tat, die Schläge verdienten, wird wenige erhalten. In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.

 

Jesus antwortete somit durch ein weiteres Gleichnis. Petrus musste daher den Verstand anwenden, um Unterschiede jener beiden Gruppen, „uns“ und „allen andern“ als Verwalter zu erkennen.

 

Der oberste Verwalter, der schlussendlich über die ganze Dienerschaft oder die „Sklaven“, die 144.000 Priesterkönige gesetzt wird, sind vorab die Apostel. Sie erhalten die „ganze Habe“ Sie sind es, denen Jesus versprochen hat: Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.“ (Lu 12:32)

 

Der „Sklave“ aber, der über die „Knechte und Mägde“ gesetzt ist, dieser muss der jeweilige Vorsteher der Versammlung sein. Er behandelt seine „Schafe“ gut oder eben schlecht, gibt die geistige „Nahrung zur richtigen Zeit“ oder unterlässt dies! Jene „Sklaven“ oder Vorsteher gehören wenn ein Teil von ihnen versiegelt wird somit zu den „zwölf Stämmen Israels“, aus denen jeder der zwölf Apostel je zwölftausend Vorsteher dokumentieren muss. Die Verstorbenen unter ihnen erhalten vorab ihre „langen weissen Gewänder“ und müssen bis zum Tag des Beginns des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ weiterhin im Todesschlaf ruhen. Beide Gruppen, der lebende Überrest und die Verstorbenen erhalten am Tag der Erstauferstehung, während der achttägigen Einweihungsfeier zu Priesterkönigen ihren Lohn, die Königsherrschaft über eine oder mehrere Städte! Lukas berichtet Jesu Worte:

 

Der zurückgekehrte Hausherr rechnet mit seinen Sklaven ab *** Rbi8  Lukas 19:17-27 ***

Somit sagte er zu ihm: ‚Wohlgetan, guter Sklave! Weil du dich in einer sehr kleinen Sache als treu erwiesen hast, so habe Gewalt über zehn Städte.‘ 18 Dann kam der zweite und sprach: ‚Herr, deine Mine hat fünf Minen eingetragen.‘ 19 Zu diesem sprach er ebenfalls: ‚Auch du sollst über fünf Städte gesetzt sein.‘ 20 Aber ein anderer kam und sagte: ‚Herr, hier ist deine Mine, die ich in einem Tuch aufbewahrt hielt. 21 Du siehst, ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mensch bist; du hebst ab, was du nicht hinterlegt, und du erntest, was du nicht gesät hast.‘ 22 Er sprach zu ihm: ‚Aus deinem eigenen Mund richte ich dich, böser Sklave. Du wußtest also, daß ich ein strenger Mensch bin und das abhebe, was ich nicht hinterlegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe? 23 Warum hast du denn mein Silbergeld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei meiner Ankunft mit Zins eingezogen.‘

24 Darauf sagte er zu den Dabeistehenden: ‚Nehmt ihm die Mine weg, und gebt sie dem, der die zehn Minen hat. 25 Sie aber sprachen zu ihm: ‚Herr, er hat zehn Minen!‘ — 26 ‚Ich sage euch: Jedem, der hat, wird mehr gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. 27 Im übrigen, diese meine Feinde, die nicht wollten, daß ich König über sie werde: Bringt sie her, und schlachtet sie vor mir.‘ “

 

Von Vorstehern einer Versammlung wird somit deutlich mehr als das Übliche verlangt! Jesus ist ein strenger Mensch und richtet gerecht aufgrund der Werke! Vorsteher tun gut daran, ihr eigenes Werk zu überprüfen! Es ist die letzte Gelegenheit heute, jetzt das zu tun was Jesus erwartet. In Harmagedons Urteilsvollstreckung wird Untreue gegenüber Jesus geahndet!

 

7.3.5.6     Wach bleiben und den Tag erwarten!

Ebenso wird von jedem Familienvorstand verlangt, dass er seine Familie in den göttlich festgelegten Grenzen bewahrt und die geistige Ernährung austeilt, so dass jedes Glied die „Speise zur rechten Zeit“ erhält und geistig auf Kommendes vorbereitet ist! Die Erkenntnis um „Zeiten und Zeitabschnitte“ und die fortgesetzte Naherwartung, wie sie schon die Apostel zeigten sind in der Endzeit von herausragender Bedeutung: Wie sonst können wir wachbleiben und die Rückkehr unseres Meisters erwarten? (1.Thess 5:1-5)

 

Beachten wir, dass der „treue Verwalter“ sehr wohl um die Ankunft seines Herrn Bescheid weiss, während der „Ungetreue“ sich mit jenen zusammenrauft, die geistig trunken sind und desshalb weder „Tag noch Stunde“ kennen, an der ihr Herr kommt! Vorsteher müssen somit sehr wachsam bleiben, dies um so mehr, wie sie „den Tag herannahen sehen“! Wer ausgeharrt haben wird und seine ihm übertragene Aufgabe bis zum Ende hin erfüllt, jener wird auch in Zukunft Aufgaben durch Jesus zugeteilt erhalten!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:24-25 ***

Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Den Tag herannahen sehen nur jene Christen, die aufmerksam die Zeitzeichen mit den Vorhersagen verglichen haben! Bis zum Abschluss müssen Christen vortreffliche Werke wirken, was mit der Erfüllung von Jesu Gebot zur Nächstenliebe im Einklang steht! (Lu 21:29-33)

 

Kennst du die Hauptereignisse der Endzeit im logischen Ablauf?
 

(Vergleiche: Grobübersicht Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“)

 

Gottes heilige Geheimnisse betreffend der kommenden Verwaltung der Erde sind seit dem Ende des ersten Jahrhunderts somit offengelegt! Ihr schlussendlicher logischer Zusammenbau zu einer harmonischen Einheit ist jedoch mit der Erfüllung der vorhergesagten „Zeichen“ verknüpft und sollte deshalb in der Fülle erst während der „Zeit des Endes“ möglich werden! Der Prophet Daniel hatte dies deutlich so vorhergesagt: „Und die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit, ja für immer. Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“ (Da 12:3, 4)

 

Diese Form der Verschlüsselung hielt die Erwartung wirklich Glaubender während aller Jahrhunderte in gleicher Weise aufrecht! Jeder Verwalter musste für sich die Aufgabe lösen und darauf achten, und sich von geistigen Trunkenbolden seiner eigenen Zeit fern halten!

 

(Vergleiche Grafik: 8.1  Das Israel Gottes wird erwählt: Eine königliche Verwaltung für das Millenium)

 

Die Apostel waren die direkten Untergebenen Jesu und damit die „Verwalter der heiligen Geheimnisse Gottes“! Sie kamen ihrer Pflicht die geistige Speise auszuteilen dadurch nach, dass sie nicht nur in ihren Versammlungen wirkten, sondern auch in schriftlicher Form jeder entfernten und erst noch kommenden Versammlung dienten! Sie haben ihre Treue bewahrt!

 

Die Schreiben des Paulus diktierte er seinen getreuen Mitarbeitern im Gefängnis in Rom*** Rbi8  1. Korinther 4:1-5 ***

Somit schätze uns ein Mensch als Untergebene Christi und Verwalter heiliger Geheimnisse Gottes ein. 2 Außerdem sucht man in diesem Fall bei Verwaltern, daß einer als treu befunden werde. 3 Für mich nun ist es etwas sehr Geringfügiges, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtshof beurteilt werde. Ja, ich beurteile mich auch selbst nicht. 4 Denn mir ist nichts bewußt, was gegen mich [spräche]. Doch dadurch werde ich nicht als gerecht befunden, der mich aber beurteilt, ist Jehova. 5 Richtet somit nichts vor der gegebenen Zeit, bis der Herr kommt, der sowohl die verborgenen Dinge der Finsternis ans Licht bringen als auch die Ratschläge der Herzen offenbar machen wird, und dann wird jedem sein Lob von Gott zukommen.

 

Wie im Falle des Apostels Jakobus, der schon kurze Zeit nach Jesu Tod durch Herodes enthauptet wurde, oder im Falle des Petrus, der vom Sanhedrin ins Gefängnis geworfen wurde, im Falle des Paulus, den Nero in Rom umbrachte oder des Johannes, der auf Patmos durch die Weltmacht Rom in Ketten war, sie alle blieben dem Königreich Jesu treu und erdulteten die Ungerechtigkeit weltlicher und religiöser Machthaber! Sie vertrauten auf Gottes gerechtes Gericht am Ende der Tage! Sie waren als „Verwalter heiliger Geheimnisse“ Gottes Jesu als ihrem Hohepriesterkönig treu geblieben, sie waren seine Zeugen! Sie beteten weder Jesus, noch Engel noch Heilige an, sondern ausschliesslich Gott!

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:9-10 ***

Und er sagt zu mir: Schreibe: Glücklich sind diejenigen, die zum Abendessen der Hochzeit des Lammes eingeladen sind.“ Auch sagt er zu mir: „Dies sind die wahren Worte Gottes.“ 10 Darauf fiel ich vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Er aber sagt zu mir: Sieh dich vor! Tu das nicht! Ich bin nichts weiter als ein Mitsklave von dir und deinen Brüdern, die das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben. Bete Gott an; denn das Zeugnisgeben für Jesus ist das, was zum Prophezeien inspiriert.

 

Genauso wie die Apostel, so handeln christliche Vorsteher, die keine Art Menschen und deren Wort über das von Jesus setzten! Sie haben nicht Menschenfurcht, sondern echte Gottesfurcht! Sie verlassen „Babylon die Grosse“ und das abtrünnige „Jerusalem“ christlicher Führer mit ihren „Schafen“ solange dazu noch Zeit ist!

 

7.3.5.7     Paulus fürchtete weder den Sanhedrin noch abweichlerische Älteste

Seine früheren Vorgesetzten, der Sanhedrin und die pharisäischen jüdischen Vorsteher verfolgten nun Paulus, weil er sie verlassen hatte und jenem Jesus nachfolgte und nicht ihnen, den wahren Messias den sie stiernackig verleugneten und deren Mörder sie geworden waren. Das hinderte Paulus nicht daran, immer wieder seine Liebe zu den natürlichen, fleischlichen Juden zu bestätigen und deren klare Erkenntnis zu fördern, dass doch zumindest einige unter ihnen gerettet werden könnten. Dies bestätigt er auch im Brief an die Römer:

 

*** Rbi8  Römer 10:1-4 ***

Brüder, der gute Wille meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie gilt tatsächlich ihrer Rettung. 2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende [[die Erfüllung; das Ziel]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

Nicht die Gerechtigkeit von Menschen in ihren selbsterrichteten religiösen Organisation gilt es zu verteidigen, sondern Gottes eigene Gerechtigkeit, die auf Seinem GESETZ, den richterlichen Entscheidungen und Seinem geäusserten Willen beruht und welches Jesus als erster vollkommen erfüllt hat! Er hat bisher allein das Ziel vollkommen erreicht, uns das Beispiel hinterlassend, dass dies jedem möglich sei! „Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.“ (1.Joh 5:3, 4) Gottes Gerechtigkeit ist untrennbar mit Seinem GESETZ und Seinem Willen verknüpft, die niemals enden werden! (Mat 6:33; 1.Ti 1:8-11; Jak 1:25)

 

Korinth damals und heute am Isthmus von KorinthPaulus zeigt den Korinthern deutlich, dass auch er nicht durch das Urteil einer Versammlung und deren Vorstehern über ihn erschreckt wurde, einer Versammlung, die er selbst mit harten Worten in Zucht nehmen musste, dies aber auch durch offenlegen von Liebe zu ihr unterstrich! Diese Vorsteher wurden durch seinen Brief wegen ihrer Duldsamkeit von gravierendem Unrecht öffentlich gedemütigt aber auch ermuntert, die Fehler zu korrigieren!

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:1-8 ***

Tatsächlich wird von Hurerei unter euch berichtet und von einer solchen Hurerei, wie es sie selbst nicht unter den Nationen gibt, daß ein gewisser [Mann] die Frau [seines] Vaters hat. 2 Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr getrauert, damit der Mann, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt werde? 3 Ich für meinen Teil habe, obwohl dem Leib nach abwesend, im Geist aber anwesend, den Mann, der auf eine solche Weise gehandelt hat, sicherlich bereits gerichtet, als wäre ich anwesend, 4 so daß ihr im Namen unseres Herrn Jesus, wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid, 5 einen solchen Menschen zur Vernichtung des Fleisches dem Satan übergebt, damit der Geist am Tag des Herrn gerettet werde.

6 [Die Ursache] eures Rühmens ist nicht schön. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert? 7 Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr eine neue Masse seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn Christus, unser Passah, ist tatsächlich geopfert worden. 8 Darum laßt uns das Fest nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit begehen, sondern mit ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

 

Der zweite Brief zeigt, dass einige die Ermahnung ernst genommen hatten, andere aber spotteten über ihn!

 

Während die Vorsteher in Korinth die inneren Angelegenheiten in Ordnung zu bringen hatten und sehr wohl als Richter auftreten sollten, war es nicht an ihnen Paulus oder die übrigen Apostel zu richten, weil dies ja in den Händen des zu erwartenden Herrn Jesus liegen würde! Das Lob von Gott würde durch deren endgültige Bestätigung der Erwählung kundwerden, bestätigt mittels ihrer Frühauferstehung [B1] und dann in der „Hochzeit des Lammes“! [B2e]

 

Die von Paulus selbst und seiner durch ihn direkt ausgebildeten Mitarbeitern wie Timotheus, Titus, Barnabas und einige andere setzte er dazu ein, dass sie den von ihm gegründeten Versammlungen behilflich sein sollten Fehler zu korrigieren, sie zu stärken und geeignete Männer in ihr Amt als Älteste und Vorsteher einzusetzen. An Titus schrieb er:

 

Titus erhält sein Schreiben von Paulus auf Kreta*** Rbi8  Titus 1:5-12 ***

Aus diesem Grund habe ich dich auf Kreta gelassen, damit du die Dinge berichtigen mögest, die mangelhaft waren, und von Stadt zu Stadt Ernennungen älterer Männer vornehmest, wie ich dir Weisung gab; 6 wenn irgendeiner frei von Anklage ist, der Mann einer Ehefrau, der gläubige Kinder hat, die nicht der Ausschweifung oder der Widerspenstigkeit beschuldigt werden. 7 Denn als Gottes Verwalter muß ein Aufseher frei von Anklage sein, nicht eigenwillig, nicht zornmütig, kein lärmender Trinker, kein Schläger, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht, 8 sondern gastfreundlich, das Gute liebend, gesunden Sinnes, gerecht, loyal, Selbstbeherrschung übend, 9 am zuverlässigen Wort festhaltend, was seine [Kunst] des Lehrens betrifft, damit er imstande sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen.

10 Denn es gibt viele Widerspenstige, eitle Schwätzer und Sinnesbetörer, besonders die, die an der Beschneidung festhalten. 11 Es ist nötig, diesen den Mund zu stopfen, da gerade diese Personen fortfahren, ganze Haushalte zu untergraben, indem sie um unehrlichen Gewinnes willen Dinge lehren, die sich nicht gehören. 12 Einer von ihnen, ihr eigener Prophet, hat gesagt: „Kreter sind immer Lügner, schädliche wilde Tiere, unbeschäftigte Fresser.“

 

Ganz offensichtlich war Titus eine schwere Aufgabe zugefallen „eitle Schwätzer und Sinnesbetörer“, die an jüdischer Überlieferung festhielten und nicht auf den Entscheid der Apostel in Beziehung auf die Beschneidung reagierten, zurechtzuweisen, diesen musste er „den Mund ... stopfen“!

 

Da hatten sich Männer vor die Versammlung gestellt, die ihr eigenes persönliches finanzielles Wohl suchten, und um unerhrlichen Gewinnes wegen Lehren verbreiteten, die nicht im Einklang mit Jesu und der Apostel Lehre waren! Offensichtlich reihte sie Paulus als „falsche Lehrer“ und „falsche Propheten“ ein, die ihr eigenes Versagen beschreiben, „Lügner“ sind, „wilden Tieren“ gleichen und als „unbeschäftigte Fresser“ auffallen! Timotheus musste jene durch ehrliche Männer ersetzen!

 

7.3.5.8     Checkliste für Älteste, um sich selbst und die eigene Versammlung zu beurteilen

Aufgrund der Angaben des Paulus sind somit gewisse Anforderungen, die an Älteste und Vorsteher gesetzt werden bekannt. Es ist etwas Geringes diese Voraussetzungen und Grundanforderungen auf einer Liste aufzuführen und damit sich selbst als Vorsteher und die Versammlung zu beurteilen, wo ihre Übereinstimmunf und wo die Abweichungen liegen! Fehler sind daher vorab bei sich selbst und dann bei anderen zu lokalisieren, um sie zu korrigieren: Dies ist weit schwerer! Selbstkontrolle aber bringt Fehler ans Licht und ermöglicht frühzeitige Korrektur! Wer sich nicht selbst zu beurteilen weiss, wie will er in der Lage sein andere zu beurteilen? Oder wird er sich gar als Heuchler selbst denunzieren? Den Christen in Rom schrieb Paulus diesbezüglich:

 

Wer sündigt hat Jesus nicht gesehen*** Rbi8  Römer 2:17-24 ***

Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]] ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat — 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz  [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

Wir müssen alle dasselbe GESETZ einhalten, das in zwei Hauptgeboten zusammengefasst wird: Der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten. Wenn wir uns überprüfen und korrigieren wird es kein Gericht für uns geben!

 

(Vergleiche Grafik: 3.4  Anfordeorungen an Vorsteher von Christenversammlungen)

 

Unser Vermögen zur Selbstbeurteilung darf aber auch nicht zu rigoros angewendet werden, weil wir leicht kleinere Schwächen als gravierenden Fehler anprangern könnten und dadurch unseren Willen zur Korrektur und zur Verbesserung statt stärken unterbinden mögen.

 

Paulus musste sich hin und wieder selbst loben, auch wenn es nicht die vordergründige Absicht war. Er musste sich selbst seine Leistungen, sein Ausharren, seinen Mut bestätigen, um dadurch gestärkt zu werden und anderen zu zeigen, dass er sich seines Amtes als Apostel durchaus als würdig erwies! Er blähte sich dadurch nicht auf, sondern zeigte lediglich Tatsachen, ohne dabei ungebührliche Vergleiche zu machen. Er stopfte aber falschen Aposteln die sich gross taten den Mund und ermunterte gerechtigkeitsliebende Vorsteher auf, selbst  weiter auszuharren und mutig ihre Arbeit fortzusetzen!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

7.3.5.9     Mut fassen, das Ende des Systems hat sich genaht!

Die Zeitzeichen zeigen den herannahenden Sturm. Die Religionen und ihre Verwicklung in terrortistische Aktivitäten rücken immer mehr in den Mittelpunkt der Politik. In England wurden 2005 im Parlament Gesetze verabschiedet, die deutlich die Religionsfreiheit einschränken. Die damaligen Ankündigungen und Drohungen Bin Ladens wurden nach den Anschlägen in London ernst genommen und sind für religiöse Fundamentalisten Aufruf zu mehr Gewalt.

 

Jahrbuch Verfolgung und Disktiminierung von Christen 2014Die grösste aller Drangsale steht kurz bevor und wird auch uns und unsere Versammlungen nicht verschonen. Die Liebe zu unseren Mitbrüdern aber wird uns helfen diese harte Zeit in Treue zu durchstehen und Gewalt nicht durch Gegengewalt zu bekämpfen. Jesus warnte deutlich, dass jeder der zum Schwert greifen würde durch das Schwert umkommen wird!

 

Denken wir an Jesu Worte, als er von Judas verraten werden sollte. Durch Jesus können auch wir Mut fassen, weil wir wie er selbst die Welt und ihren Hass besiegen können.

 

*** Rbi8  Johannes 16:32-33 ***

Seht! Die Stunde kommt, ja sie ist gekommen, da ihr zerstreut werdet, jeder zu seinem eigenen Haus, und ihr werdet mich allein lassen; und doch bin ich nicht allein, denn der Vater ist bei mir. 33 Ich habe euch diese Dinge gesagt, damit ihr durch mich Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal, doch faßt Mut! Ich habe die Welt besiegt.“

 

Frieden finden wir in dieser schweren Zeit in uns selbst und in unseren Versammlungen. Der Eingang in Gottes Königreich ist für alle mit Prüfungen verbunden

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 14:21-23 ***

Und nachdem sie die gute Botschaft jener Stadt verkündet und ziemlich viele zu Jüngern gemacht hatten, kehrten sie nach Lystra und nach Ikonion und nach Antiochia zurück, 22 stärkten die Seelen der Jünger, indem sie sie ermunterten, im Glauben zu bleiben, und [sagten]: Wir müssen durch viele Drangsale in das Königreich Gottes eingehen.“ 23 Überdies setzten sie in jeder Versammlung ältere Männer für sie ein, und indem sie unter Fasten beteten, vertrauten sie sie Jehova [[dem Herrn (Jesus)]] an, an den sie gläubig geworden waren.

 

Bedenken wir, dass Jesus die Vorsteher jeder Versammlung in seiner Hand hält. Vertrauen wir voll auf seine Fähigkeit uns zu führen und setzen wir unser Vertrauen in die Schriften und nicht in verführerische Worte von Kirchenführern! Lassen wir uns vom Versucher nicht vom engen Weg abbringen, der durch Jesus zum Vater führt!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 3:3-5 ***

In der Tat, auch als wir bei euch waren, sagten wir euch wiederholt vorher, daß wir Drangsal erleiden müßten, so wie es auch geschehen ist und wie ihr wißt. 5 Das ist wirklich der Grund, weshalb ich, als ich es nicht mehr ertragen konnte, hinsandte, um von eurer Treue zu erfahren, ob nicht etwa der VERSUCHER euch auf irgendeine Weise versucht hätte und unsere mühevolle Arbeit vergeblich geworden wäre.

 

Der Versucher Satan wird bis zu seiner Gefangensetzung nach Harmagedons Endschlacht versuchen, selbst die „Auserwählten“ irrezuführen durch von ihm geförderte „falsche Christusse“, die behaupten Jesus wäre hier oder dort noch viele ins Chaos mitziehen! Das Offenbarwerden Jesu ist aber erst mit der Vollstreckung des Endgerichts in Harmagedon zu erwarten! Jeder wird erkennen, dass der angekündigte Systemwechsel an einem einzig Tag vollstreckt sein wird. Johannes spricht denen, die auf Jesu Seite bis zum Ende Stellung beziehen Mut zu:

 

*** Rbi8  1. Johannes 4:4-6 ***

Ihr stammt von Gott, Kindlein, und ihr habt jene [Personen] besiegt, weil der, der in Gemeinschaft mit euch ist, größer ist als der, der mit der Welt in Gemeinschaft ist. 5 Sie stammen von der Welt; deshalb reden sie [das, was] von der Welt [kommt], und die Welt hört auf sie. 6 Wir stammen von Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht von Gott stammt, hört nicht auf uns. Auf diese Weise nehmen wir Kenntnis von der inspirierten Äußerung der Wahrheit und der inspirierten Äußerung des Irrtums.

 

Der Sieg von Christen liegt somit nicht darin, sich mit der Welt zu verbünden, sondern in Einheit mit Jesus zu verbleiben, indem wir seine Gebote uns aufs Herz schreiben. Das ist nur dann möglich, wenn wir in der Wahrheit des geschriebenen Wortes verbleiben! Wir vertrauen darauf, dass „aus der Wahrheit keinerlei Irrtum stammt“ und hören deshalb auf die Worte der Apostel.

 

 

Home ¦ Eingang ¦ Erkenntnis ¦ Was tun? ¦ Portrait ¦ Bestellung ¦ Mail ¦ Forum ¦ Links ¦ Copyright

 

© 2004-2016  DER WEG, Urs Martin Schmid, Bariloche, AR  www.harmagedon.com.ar  / All rights reserved / E-Mail: ms@bariloche.com.ar

 

 



[1] Siehe NEWSLETTER „DER WEG  Artikel 5.7.4  Die Folgen des „World-Peace-Summit“ anhand der Prophetie betrachtet, wo die Rolle des „Bildes“ des „wilden Tieres“ durch das „World Council of Religious Leaders“ neu definiert wird!