Der Weg der Wahrheit

X1.12  Der Weg   R:22.11.08  V:17.6.13

'Jesus spricht: 'Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben...''

 

 

Jesus sagte zu einer jüdischen Zuhörerschaft,

dass erder Weg und die Wahrheit und das Leben“ sei.

 

Was müssen wir tun,

um selbst diesen Weg zu unserem eigenen Lebensweg zu machen?


Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

Niemand kommt zum Vater außer durch mich.

7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben;

von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

(Johannes 14:6-7)

 

 

 

 

Inhalt

 

Brief an all jene, die auf dem „Weg“ sind

 

1)  Harmagedon – kein Schreckenswort für wahre Christen.. 1

2)  Der Weg der Wahrheit 2

3)  Schriften, als Mittel der Leitung. 2

4)  Neue Versammlungen ohne darüber liegende Kirchenstruktur 3

5)  Christen wurden ursprünglich „Der Weg“ genannt 4

6)  Hilfe zur Selbsthilfe. 6

7)  Geistig vollerwachsene Menschen.. 7

8)  Menschenfurcht:  Jesus zeigte nur bedingte Obrigkeitstreue. 8

9)  Keine Nachfolge von menschlichen Göttern.. 9

10)  Selbst ein Meister werden.. 10

11)  Du bist persönlich gefordert! 10

 

 

 

Brief an all jene, die auf dem „Weg“ sind

 

1)  Harmagedon – kein Schreckenswort für wahre Christen

 

Während das Wort Harmagedon für die meisten Menschen etwas Erschreckendes an sich hat, so ist es für wahre Christen ein Wort das Befreiung bedeutet, Beginn des wahren Lebens. Paulus beschreibt es als einen Triumphzug mit den folgenden Worten:

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/65/Romano_Triumph_of_Titus_and_Vespasian.jpg/220px-Romano_Triumph_of_Titus_and_Vespasian.jpgGott aber sei Dank, der uns allezeit in Gemeinschaft mit dem Christus im Triumphzug einherführt und durch uns den Geruch der Erkenntnis über ihn an jedem Ort wahrnehmbar macht! 15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die zugrunde gehen; 16 für die letzteren ein vom Tod ausgehender Geruch zum Tod, für die ersteren ein vom Leben ausgehender Geruch zum Leben. Und wer ist zu diesen Dingen hinreichend befähigt? 17 [Wir sind es;] denn wir hausieren nicht mit dem Wort Gottes wie viele Menschen, sondern in Aufrichtigkeit, ja als von Gott gesandt reden wir vor Gottes Augen in Gemeinschaft mit Christus.  (2.Korinther 2:14-17)

 

Laut Paulus ist es Gott, der Christen im Triumphzug mit Jesus einherführt. Durch solche Christen, ihnen voran die Apostel, wie hier Paulus, wird die genaue Erkenntnis Gottes wahrnehmbar, wie ein lieblicher, „ein vom Leben ausgehender Geruch“ für all jene, welche sich um ihre Rettung bemühen. Es ist aber wie ein Geruch zum Tod für jene, welche diese genaue Erkenntnis zu Gunsten von Irrtum und Lüge vertauschen.

 

 

Jeder Christ, der sich um genaue Erkenntnis bemüht und Jesu Gebot Jünger zu machen ernst nimmt, ist somit von Gott gesandt, sofern er in Aufrichtigkeit das Wort in Gemeinschaft mit Jesus verbreitet. Dies ist an Wahrheit gebunden, nicht aber an eine religiöse Konfession, die möglicherweise der Wahrheit widerspricht!

 

 

http://cdn3.spiegel.de/images/image-133802-panoV9free-ehbg.jpgAls die Israeliten durch Moses aus Ägypten hinaus und durch das Rote Meer geführt wurden, bedeutete dies Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei. Als sie vierzig Jahre später durch Josua über den Jordan ins gelobte Land kamen, war dies mit der Inbesitznahme einer von Gott versprochenen Erbschaft verbunden.

 

Harmagedon vereint beides und noch viel mehr. Es ist die Befreiung durch Jesus aus der Versklavung dieses ungerechten Systems von Religion, Politik und Wirtschaft und der Beginn einer gerechten Herrschaft über die ganze Erde unter Gottes Führung durch seinen Christus. In der Offenbarung wird das christliche System kombiniert „Sodom und Ägypten“ genannt! (Off 11:8)

 

Erst mit Harmagedon beginnt die ganze Erfüllung des Gebets aller Christen: „Dein Reich komme!“. Gottes Königreich in den Händen von Christus beginnt seine volle Aufgabe erst nach Harmagedons Urteilsvollstreckung zu entfalten. Die ganze Erde steht denen zur Erbschaft, die Gottes Willen erfüllen.

2)  Der Weg der Wahrheit

 

Die ersten Christen nannte man „den Weg. Sie bildeten keine neue Religion, man nannte sie etwas abschätzig eine neue „Sekte des Judaismus“. Sie waren entweder fleischliche Juden die sich taufen liessen („Ebioniten“) oder kamen aus den Nationen und unterwarfen sich dem Christus als „Haupt“ („Paulikaner“), mit zuvor ganz unterschiedlichen religiösen Ansichten. Eines war es, was sie vereinte: Sie glaubten alle, dass Jesus jener vorhergesagte Messias sei, der Christus, den die Schriften seit eineinhalb tausend Jahren angekündigt hatten. Bereits Moses erwähnte ihn. Er sagte, dass nach ihm ein Prophet gleich mir kommen würde, auf den man hören müsste. Diesem Jesus versuchten sie nachzufolgen. Was sagte jener Jesus über sich selbst?


Jesus sprach zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“ (Joh 14:4-6)

 

Jene ersten Christen versuchten das Muster das Jesus hinterlassen hatte in ihr eigenes Leben zu übertragen, sie folgten seinem Weg, jedem seiner Schritte genau nach. Dazu war ein exaktes Verständnis darüber notwendig, was und wie und vor allem warum er die Dinge tat, die Art und Weise wie er sie ausführte, die Gründe die dahinter liegen.

 

Wie aber kamen diese ersten Christen ohne eine Kirchenstruktur zu einer genauen Erkenntnis?

3)  Schriften, als Mittel der Leitung

 

Da sie alle denselben Jesus als ihr Haupt anerkannten, unterordneten sie sich gerne den Anweisungen derer, welche Jesus selbst als seine Ausgesandten erwählt hatte:  Die zwölf Apostel.

 

Dies begann mit der Rede des Petrus an Pfingsten 33 u.Z., als aufgrund des Rauschens eine Volksmenge von mehreren tausend Juden sich vor jenem Gebäude versammelten, wo heiliger Geist auf die hundertzwanzig Jünger ausgegossen worden war und diese nun in fremden Sprachen redeten und sich so mit ausländischen Juden unterhalten konnten und jenen die gute Botschaft vermittelten!

 

Wenige Jahre nach Jesu Tod, spätestens etwa im Jahre 41 u.Z. kursierte bereits das erste Evangelium unter denen die Glauben an Jesus ausübten (gem. John A.T. Robertson 1919-1983). Älteste gefundene Fragmente von Handschriften deuten auf jene Zeit. Welche anderen christlichen Schriften davor bereits existierten, das wissen wir nicht, es ist aber höchst wahrscheinlich, dass Jesus selbst die Jünger dazu anhielt seine Worte aufzuzeichnen. Jede Kultur, welche die Schrift kennt konserviert ihr Wissen in schriftlicher Form, sei dies vorab als Notizen, als Briefe usw.

 

Bereits Moses hatte den Auftrag erhalten alles aufzuzeichnen auf dem Berg Sinai vom „Engel Jehovas“, den Paulus mit Jesus identifiziert! Was sollte Jesus da gehindert haben seinen Aposteln von Beginn an denselben Auftrag zu erteilen?

 

(2. Mose 17:14)  Jehova sprach nun zu Moses: „Schreibe dies zum Gedenken in das Buch, und leg es in die Ohren Jọsuas …

 

Die Juden hatten darin Tradition, die bis zurück zum „Buch Adams(1.Mo 5:1) zu verfolgen sind, die offenbar Noah zusammen mit den Schriften des „Buches Henoch“ (Jud 14, 15) als Linie der Erben des „Samens der Frau in der Arche durch die Sintflut rettete.

 

Mit dem „Diebstahl“ der „Teraphim“ durch Jakobs Frau Rahel von ihrem Vater Laban gelangten jene Erbdokumente von Jehovas Segen und dessen Aussprüchen zur Linie Abrahams zurück!

 

 

Das Wort „Evangelium“ bedeutet übersetzt: „gute Botschaft“. Matthäus hatte seine Schrift ursprünglich in Hebräisch aufgezeichnet, sie wurde schon sehr früh ins Griechische übersetzt. Als Steuerbeamter war er es sich gewohnt über wichtige Vorkommnisse schriftliche Aufzeichnungen zu machen. Bestimmt hatte er damit schon früh begonnen und sie im Laufe der Zeit, bereits kurz nach Jesu Tod, in Absprache mit den andern Aposteln als Erinnerungshilfe und Lehrhilfsmittel für sich und andere den ersten Versammlungen in Jerusalem zur Verfügung gestellt welche sie kopierten und schon bald in Damaskus (Apg 9:1, 2) und Antiochia (Apg 11:19-21) Verwendung fanden.

 

Andere, wie später Markus und Lukas, die nicht zu den Aposteln zählten, taten später dasselbe, indem sie Nachfrage hielten bei den noch lebenden Zeugen. Zudem existierten vor dem Tod des Paulus um 64 u.Z. bereits viele „… Darlegung der unter uns völlig beglaubigten Tatsachen“. Lukas beendete sein Evangelium wahrscheinlich noch vor dem Ende der ersten Gefangenschaft des Paulus in Rom unter dessen Aufsicht zwischen 58 bis 61 u.Z.!

 

(Lukas 1:1-4)  Da es viele unternommen haben, eine Darlegung der unter uns völlig beglaubigten Tatsachen zusammenzustellen, 2 so wie sie uns die überlieferten, die von Anfang an Augenzeugen und Diener der Botschaft wurden, 3 beschloß auch ich, weil ich allen Dingen von Anbeginn genau nachgegangen bin, sie dir, vortrefflichster Theọphilus, in logischer Reihenfolge zu schreiben, 4 damit du die Gewißheit der Dinge völlig erkennst, über die du mündlich belehrt worden bist.

 

Das können sowohl schriftliche wie mündliche Berichte gewesen sein!

 

Die übrigen drei Evangelisten ergänzten die Schrift von Matthäus zum Teil mit weiteren Details, an welche sie sich aufgrund von Berichten von Augenzeugen erinnerten oder sie strukturierten das Vorhandene durch weitere Nachforschungen und mehr Logik, wie dies im Falle des Evangeliums des Lukas gegeben ist (Lu 1:1-4). Johannes aber fügte zum Ende des Jahrhunderts viele Dinge hinzu, welche Jesu intimste Worte an die Apostel beinhalten und welche die übrigen Schreiber vielleicht zuvor noch nicht aufzuzeichnen, respektive öffentlich zu erwähnen wagten, weil damit Verfolgung verbunden gewesen wäre.

 

(Zu 3) vergleiche: Zeitband biblischer Schriften, Bündnisse, Prophetie)

 

Diese ersten Christen hatten also zu Beginn ausser den hebräischen Schriften der Juden wenig schriftliches Material aus erster Quelle, und dennoch begannen sie von Anfang an sich regelmässig unter Gleichgesinnten am Sabbat zu treffen (Apg 15:21, Heb 10:25). Bestimmt übernahmen die Apostel und ersten Jünger die durch Jesus übertragenen wichtige Führungsaufgaben als „treue und verständige Sklavendurch Verbreitung der Lehren und Anleitung dazu, wie neue, kleine Versammlungen aufgebaut und gefestigt werden könnten. Die ersten Ältesten waren durchwegs aus dem Kreis der „Ebioniten“, somit Hebräer mit guten Schriftkenntnissen (Mat 24:45).

4)  Neue Versammlungen ohne darüber liegende Kirchenstruktur

 

Überall, wo die Lehre hinkam, formierten sich neue, kleine christlichen Gruppen, die gemeinsam die Schriften studierten, ohne aber eine strukturierte Kirche zu bilden.

 

http://www.livenet.ch/sites/default/files/media/26480-Fragment-R%C3%B6merbrief.jpgAlle Briefe des Paulus wurden von Beginn an unmittelbar kopiert und diese Kopien parallel in die Versammlungen durch Boten überbracht! Die ersten Christen trafen sich ausschliesslich in Privathäusern. Sie alle führten ihrerseits Jesu Auftrag aus, hinzugehen und Jünger zu machen, sie zu taufen und zu lehren. Es existierte weder eine Priester- noch eine von einer übergeordneten Hierarchie her erwählte Ältestenschaft. Dies alles kam erst langsam während und dann immer rasanter nach dem ersten Jahrhundert im Gefolge des Abfalls von apostolischer Lehre auf (1.Ti 3:1, 2.Ti 4:1-5). Jesu Auftrag war kurz gefasst, einfach zu verstehen und von jedem in die Tat umzusetzen!

 

Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“ (Matthäus 28:19, 20)

 

Jesu versprach bei all jenen in geistigem Sinne zu sein, welche seinen Auftrag annahmen und ausführten, dies würde bis zum „Abschluss des Systems der Dinge“ so bleiben, also bis hin zur Endzeit, zu unseren Tagen und bis zu seiner Wiederkehr „mit den Wolken (Apg 1:10, 11). Dasselbe Prinzip müsste daher auch für uns gelten!

 

Die Schriften, welche die Apostel und Jünger Jesu hinterliessen, zusammen mit jenen von Moses und den Propheten in den hebräischen Schriften, sie waren somit und sind weiterhin genügend Grundlage, um ein Leben zu führen, das Gott wohlgefällig ist.

 

Paulus erklärt diesen wichtigen Grundsatz einem jungen griechischen Mann, Timotheus, der ihm zu einer wichtigen Hilfe und durch ihn zu einem selbständigen Lehrer und Unterweiser von Unterweisern wurde

 

Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus. 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk. (2.Timotheus 3:14-17)

 

http://www.jesus.ch/sites/default/files/media/cache/images/titelbild320/216666-Bibelstudium.jpgDie Überzeugung zum Glauben nehmen wir meist von anderen Menschen an. Nur die wenigsten Menschen erreichen dies alleine durch ein Selbststudium. Paulus, wie auch Jesus zeigten immer wieder, dass wir diesen von anderen angenommenen Glauben überprüfen müssen. Wenn er aber aufgrund der Schriften gesichert ist, nicht bloss gesichert zu sein erscheint, dann sollen wir dabei bleiben! Die einzige zuverlässige Quelle zur Überprüfung bildet somit die Schrift, bis hin zu jenem Tag, wo Jesus und seine Apostel selbst die notwendigen Richtigstellungen vornehmen, nachdem sie ihre Aufgabe in der Endzeit übernommen haben und nach der Errichtung des verheissenen Königreiches. Wann und wie dies geschieht, dies verrät uns die Bibel.

 

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind. (2.Korinther 13:5, 6)

 

Der Glaube jedes einzelnen muss durch ihn selbst überprüft werden, um zu sehen, ob dieser Glaube nicht von der ursprünglichen Norm abweicht, hin zu Aberglauben oder gar Irrlehren und verfälschten guten Botschaften. Das können wir nur anhand der Schriften tun! Wenn wir dies prüfen, erkennen wir, ob Christus in Gemeinschaft mit uns ist. Christus wird nie einem Irrweg folgen! Wenn wir dies aufrichtig und ehrlich tun, dann folgen wir wirklich dem „Weg der Wahrheit“.

5)  Christen wurden ursprünglich „Der Weg“ genannt

 

Diese Unterweisung anderer durch Christen geschah oft ohne grosse Auffälligkeit, alleine durch gutes Beispiel. Darum kam die Bezeichnung „der Weg auf. Jene, welche diesen Lebensweg erwählten und ihm angehörten hatten eine veränderte, anziehende Art aufgrund ihrer aktiv gezeigten Nächstenliebe. Ihre Hoffnung auf ein neues, weit besseres System übertrug sich positiv auf andere. Sie fielen durch ihre Liebe und Hilfsbereitschaft untereinander auf. Ihre Treue zu Gottes GESETZ und die Liebe zur Wahrheit war herausragend! Erst Jahre später, in Antiochia, nannte man sie erstmals „Christen“ (Apg 11:26).

 

http://www.biblicaltourguide.com/missionaryofstpaul.jpgSelbst als Paulus in Ephesus lehrte nannte man die Christengemeine „den WEG“, was nur jene mit einschloss, die diesen durch Gottes und Jesu Gebote eingeengten „Weg auch wirklich erwählten und darauf blieben!

 

(Apostelgeschichte 19:8-10)  Er ging in die Synagoge und sprach mit Freimut drei Monate hindurch, indem er Ansprachen hielt und mit Überzeugung vom Königreich Gottes redete. 9 Als sich aber einige verhärteten und nicht glaubten und vor der Menge nachteilig vom WEG redeten, zog er sich von ihnen zurück und sonderte die Jünger von ihnen ab und hielt in [dem Hörsaal] der Schule des Tyrạnnus täglich Ansprachen. 10 Das geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in dem [Bezirk] Asien wohnten, sowohl Juden als auch Griechen, das Wort des Herrn hörten.

 

Die täglichen, öffentlichen Ansprachen des Paulus sind nicht zu verwechseln mit den Sabbatzusammenkünften, die in einer der Privatwohnungen der Jünger stattfanden! Bestimmt vermehrte sich jene Versammlung Ephesus relativ schnell.

 

Aber auch der Abfall durch Hymenäus, Alexander und Philetus ging von Ephesus aus, möglicherweise waren gar alle drei Älteste gewesen. Paulus warf jene aus der Versammlung hinaus die behauptet hatten, „die Auferstehung sei bereits geschehen“ (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-18).

 

Der Artemiskult und die Herstellung von Silberschreinen war ein einträgliches Geschäft! Schon damals waren einige mehr am Einkommen und am Status interessiert, wie auf die Lehren des Paulus auch in Bezug auf Mammon, auf Reichtum zu achten, die er als „eine Menge Kehricht“ bezeichnete! (Php 3:8-11) Alexander schien gar jener Jude zu sein, ein Silberschmid wie Demetrius (ein Heide), der Paulus später grossen Schaden zufügte, seine zweite Gefangennahme dürfte auf jenen Alexander in Zusammenhang mit Hymenäus zurückgehen! (Apg 19:29-34; 2.Ti 4:14, 15) 

 

(Apostelgeschichte 19:23, 24)  Um jene besondere Zeit entstand eine nicht geringe Störung wegen des WEGES. 24 Denn ein gewisser Mann namens Demẹtrius, ein Silberschmied, der Silberschreine der Ạrtemis herstellte, verschaffte den Handwerkern einen nicht geringen Gewinn;

 

Ja, schon damals gab es starke Gegnerschaft aus gewissen Kreisen gegen alle die diesen „WEG“ als Lebensweg gewählt hatten und den Aposteln, „der Braut, der Frau des Lammes“ in allem nachfolgten (Off 21:9).  So ist es auch in der Zeit des Abschlusses dieses Systems nicht anders, wie uns Johannes in der Offenbarung deutlich macht: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.“ (Off 12:17) Wer „Babylon die Grosse“, die hierarchisch organisierten Kirchen verlässt, der muss mit deren Widerstand rechnen und dies scheuen viele. Wir können nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen! (Off 18:4, 5)

 

Paulus zeigt, dass er selbst als Vertreter der offiziellen „Kirche“ wirkte als er noch Saulus war, wie er im Auftrag der jüdischen Synagoge handelte und Christen bis Damaskus verfolgte. Er war von einem von deren prominentesten Exponenten, dem Rabbi Gamaliel unterrichtet worden, der selbst sein Lehrer war. Er erhielt gar den Auftrag alle zu verfolgen und zu bestrafen, welche zu diesem „Weg“ gehörten, den sie gegnerisch eine Sekte“ nannten. Er selbst gibt offen zu, dass trotz seiner ausgezeichneten Bildung er zuvor „keine genaue Erkenntnis“ hatte! Selbst Saulus war somit irregeführt worden!

 

Hören wir ihn selbst, wenn er über seine früheren Wegbegleiter redet, die nach ihrer „eigenen Gerechtigkeit“ handelten: Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes.“ (Rö 10:2, 3)

 

Alle Religionen richten „ihre eigene Gerechtigkeit“ auf, indem sie ihre Gebote erstellen, welche Gottes GESETZ ungültig machen! Paulus sagt weiter, über sich selbst urteilend an einer Gerichtssitzung, wo er durch die jüdischen Vorsteher des Aufstandes gegen die Staatsgewalt angeklagt wurde:

 

„Ich bin ein Jude, in Tarsus in Zilizien geboren, aber in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels erzogen, nach der Strenge des GESETZES der Vorväter unterwiesen, war ich ebenso ein Eiferer für Gott, wie ihr es alle heute seid. 4 Und ich verfolgte diesen WEG bis auf den Tod, indem ich sowohl Männer als auch Frauen band und Gefängnissen übergab, 5 wie mir das sowohl der Hohepriester als auch die ganze Versammlung der älteren Männer bezeugen können. Von ihnen verschaffte ich mir auch Briefe an die Brüder in Damaskus, und ich ging hin, um auch die, die sich dort befanden, gebunden nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden (Apostelgeschichte 22:3-5).

 

Eiferer für Gott“ zu sein kann somit auch auf falschen Motiven aufbauen! Als Ausgesandter der Hauptkirche, der jüdischen Synagoge hatte er das gesetzliche Recht und die Pflicht andere zu verfolgen, die eine Abspaltung verursachten. Er sollte sie in Gefängnisse werfen und sie gar der Hinrichtung zuführen, wie dies im Falle des Stephanus geschah. Hatten seine Kirche und damit er selbst, Saulus aber wirklich das göttliche Recht dazu und die Anerkennung Jehovas?

 

Die weiteren Geschehnisse zeigen das Gegenteil! Saulus übernahm kurze Zeit darauf von Jesus eine andere, weit grössere Aufgabe. Er war als ein „auserwähltes Gefäss“ auserkoren worden (Apg 9:15). Er sollte als neuer Apostel der direkt von Jesus an die freigewordene Stelle des abgefallenen Judas Iskariot erwählt wurde nun selbst zu den Menschen der Nationen gehen und sie ebenfalls zu Jesus hinführen, genauso wie schon zuvor zu Jesus bekehrte Juden zu ihm kamen und ihn über Christus belehrten (Apg 9:17, 18).

 

Aus dem Saulus als Verfolger wurde der Paulus, der Verteidiger. Ihm oblag es nun selbst aufgrund von Visionen die er von Jesus erhielt viele tiefe Dinge zu erklären und die Grundstruktur der Versammlung, des Leibes Christi, zu erklären und diesen „geistigen Tempel“ unter den Nationen zu bilden helfen. Jesus gab ihm direkt durch diese Visionen Anleitung, ohne dass er von den übrigen Aposteln belehrt worden war (Gal 1:11, 12). Dadurch sollte sich das Werk des Jüngermachens selbständig unter den Nationen weiterbilden, auch nach dem Tod der Apostel. Viele Lehrpunkte in seinen Schreiben waren zudem gezielt an die beschnittenen Hebräerchristen, die Ebioniten gerichtet, um deren Verständnis der Propheten und die korrekte Anwendung der Schriften zu verbessern. Die Briefe des Paulus mit den übrigen Schriften zusammen sind bis heute für Christen genügend Anleitung, um selbständig handeln zu können, so wie dies bereits im ersten Jahrhundert geschah!

 

(Zu 5)  vergleiche Grafik:  3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

 

Erst nach dem Tod der Apostel begann sich allmählich das zu bilden, was später die mächtige Katholische Kirche wurde, aus der im Verlauf der Jahrhunderte eine Unmenge von weiteren Kirchen und Sekten entstanden. Aus den Abgefallenen Hymenäus, Alexander und Philetus entstand bis zum Ende des Jahrhunderts die Nikolaus-Sekte die Jesus laut der Offenbarung des Johannes „hasste“: Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.“ (Off 2:6, 7).

 

Dieselben Charakteristiken der Lehre die Paulus bei Hymenäus beanstandete, die Jesus an der „Nikolaus-Sekte“ deutlich beanstandete sind heute in den meisten christlichen Religionen vollkommen integriert! Wie Saulus sich der Verkehrtheit der Lehren der Pharisäer nicht bewusst war, so wenig sind es die heutigen religiösen Führer! Was Jesus damals „hasste“ das „hasst“ er auch am kommenden Gerichtstag! Dies ist kurz bevor er denen gestatten wird zum „Baum des Lebens“ zu gehen, „der im Paradies Gottes ist“, die denselben verkehrten Weg des Saulus nun in der Endzeit verlassen haben! Dieses Paradies“ kommt erst nach Harmagedons Urteilsvollstreckung! Dieses muss das Ziel vor unseren Augen sein, nicht das Aufrechterhalten des Status quo dieses Systems und dessen Religionen!

 

 

Die Ansätze zum Abfall vom geraden „Weg der Wahrheit“ allerdings existierten bereits während der Zeit der Apostel, welche diese Abspaltung von der reinen Lehre bekämpften. Vorab waren es die Propheten, dann Jesus und später die Apostel gewesen, die vor dieser Entwicklung lange zuvor bereits eindringlich gewarnt hatten! Sie wussten, wohin dies führen würde. Geringe Abweichungen von Gottes Normen und unveränderlicher Lehre haben grosse Auswirkungen langfristig! Bedenken wir, dass jede Gruppe damals eine Entsprechung in der Endzeit findet! Schrift- und Rechtsgelehrte, Pharisäer, Sadduzäer und Herodianer existieren unter neuen Bezeichnungen auch heute! Der „Sauerteig ihrer Lehren“ hat sich zum Schlimmeren hin verändert!

 

Jesus Warnung in der Bergpredigt gilt bis heute: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten [[(der Theologen heute)]] und Pharisäer [[(heute: christliche Führer, Priester, Pastoren, Älteste)]] nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet. (Mat 5:19, 20) Seit jener Zeit und speziell für unsere Tage heute aber lautet Jesu Befehl:

 

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel [[(diejenige von Jesus)]] sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. (Offenbarung 18:4, 5)

 

Es ist notwendig genau zu verstehen, wann diese Worte Gültigkeit haben, was die Plagen und den Untergang betrifft. Ist dieser Zeitpunkt schon gekommen, liegt er bereits in der Vergangenheit oder sollen wir weiter darauf warten, weil er in naher oder ferner Zukunft liegt? Nur ein klares Verständnis betreffend den Ablauf von Harmagedons Endgericht gibt darauf eindeutige Antworten!

 

 

(Vergleiche E-Book: Harmagedons Endgericht)

 

 

Viele Menschen fühlen sich heute in ihrer Kirche bedrängt, der sie meist aufgrund ihrer Geburt und der Taufe als Kleinkind angehören. Ist es aber wirklich biblisch notwendig, einer offiziellen Kirche anzugehören, um Gottes Wohlgefallen und Jesu Anerkennung zu finden? Oder ist es gar im Gegenteil ein Hindernis, seine Anerkennung zu erlangen?

 

 

Jesu eigene Worte liefern den Schlüssel zum Verständnis.

 

Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8:31, 32)

 

Jesu Anerkennung hängt davon ab, dass wir in seinem Wort bleiben. Jeder, der dies tut wird von ihm als sein Jünger anerkannt. Jünger zu sein bedeutet doch, sich das zu eigen zu machen, was der Meister lehrt. Wer die Wahrheit die Jesus lehrte wirklich erkennt, der wird von religiöser Sklaverei frei werden. Weder Paulus, noch die anderen Apostel nannten für Christen ein anderes Haupt wie ausschliesslich Jesus! Paulus warnte vor solchen Entwicklungen im 1.Brief an die Korinther: „Was ich meine, ist dies, daß jeder von euch sagt: ‚Ich gehöre zu Paulus‘, ‚Ich aber zu Apọllos‘, ‚Ich aber zu Kẹphas [[Petrus]]‘, ‚Ich aber zu Christus.‘ Der Christus besteht geteilt. Paulus wurde doch nicht etwa für euch an den Pfahl gebracht? Oder wurdet ihr im Namen des Paulus getauft?“ (1.Kor 1:12, 13)

 

Es gab nicht zwei oder drei oder viele „Wege“, sondern nur einen einzigen, unter einem „Haupt“, dem Christus in dem „einen Leib“, den das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ darstellt, das mit keiner existierenden Religion identisch ist! Jede der Religionen hat doch ihr eigenes Oberhaupt, einen eigenen „Hohepriester, einen „Vertreter des Christus“ während Jesus erklärte: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“ (Mat 28:20) Wer anwesend ist braucht keinen Stellvertreter!

 

Im E-Buch „Gesamtbild der Bibel“ und vor allem im Werk „Der falsche Prophet“ wird vieles zu diesem Thema genau erklärt und die falschen Lehren und ihr Entstehen, ihr hartnäckiges Bestehen ans Licht gezerrt.

 

Genaue Erkenntnis zu erlangen ist ein Weg, den man ständig weitergeht. Es entspricht dem kontinuierlichen Besteigen eines hohen Berges. Der Weg hinauf ist mit Anstrengung, aber auch mit viel Befriedigung verbunden (Jesaja 2:2, 3).

 

Wer sich auf den Weg macht, der beginnt die Freude zu verspüren, wie ein Wanderer, der sich ein Ziel setzt, das zu erreichen er Schritt um Schritt vorankommt. Konstantes Ausharren zu zeigen ist dabei die wichtigste Eigenschaft, um die wir uns stets aufs Neue bemühen müssen! Nicht das Ankommen ist dabei das Wichtigste, sondern  sich weiterhin auf dem Weg dahin fortzubewegen! Wir sollen fortgesetzt Erkenntnis in uns aufnehmen, um Gottes Gerechtigkeit zu erlernen!

 

Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus. (Johannes 17:3)

 

Das Ziel ist somit das ewige Leben zu erlangen! Wir werden eine Ewigkeit lang dazulernen und doch Gott und dessen Weisheit nie vollkommen verstehen aber immer weitere herausfordernde Erkenntnisse über dessen Werke lernen!

 

Gott selbst aber hat einen Tag festgesetzt und Jesus als Richter der Lebenden und Toten eingesetzt, um zu sehen, wer des ewigen Lebens würdig ist, weil er den Auftrag angenommen hat.

 

Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“ (Apostelgeschichte 17:31)

 

Der „Mann der die ganze Erde richtet ist Jesus, der wie wir gesehen haben in Gemeinschaft mit jenen verbleibt die auf IHN, auf Jehova Gott hören und Seine Gebote halten! Diesen auferstandenen Jesus, als Menschensohn und nicht als unsichtbaren Geist, gilt es sehnsüchtig zu erwarten, sein Offenbarwerden!  An Titus schrieb Paulus darum: (2.Thess 2:8; 1.Ti 6:13-16; 2.Ti 4:1, 2)

 

Denn die unverdiente Güte Gottes, die allen Arten von Menschen Rettung bringt, ist offenbar geworden 12 und unterweist uns, Gottlosigkeit und weltliche Begierden von uns zu weisen und inmitten dieses gegenwärtigen Systems der Dinge mit gesundem Sinn und Gerechtigkeit und Gottergebenheit zu leben, 13 während wir auf die beglückende Hoffnung und das Offenbarwerden der Herrlichkeit des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus, warten, 14 der sich selbst für uns hingegeben hat, damit er uns von jeder Art Gesetzlosigkeit befreie und für sich ein Volk reinige, das insbesondere sein eigen ist, eifrig für vortreffliche Werke. (Titus 2:11-14)

 

Jesu Wiederkehr gilt es zu erwarten. Da der Tag des Endgerichts von Gott her fest bestimmt ist, haben wir darauf keinen Einfluss, wohl aber darauf, diesen kommenden Tag nie aus den Augen zu verlieren, dieses Ziel, Gottes Anerkennung zu erreichen. Jede Form von Gesetzlosigkeit zu lassen bedingt Gesetzestreue zum „Gesetz des Christus“, das Paulus auch das „Gesetz des Geistes“ nennt und das weitestgehend identisch ist mit dem Gesetz das Gott Moses in der Wildnis Sinai gab!

6)  Hilfe zur Selbsthilfe

 

Die ersten Christen hatten somit wenig Hilfsmittel und mussten schnell lernen selbständig zu handeln. Wir, die wir dies schreiben, möchten gern selbst wie die ersten Christen als der Weg genannt werden, weil wir von den ersten Christen lernen müssen und dasselbe System benutzen, das offensichtlich erfolgreich war und Jesu Anerkennung fand.

 

Großvater und Enkelin beim BibellesenWir helfen jedem ehrlich Interessierten gerne dazu, dass er in kurzer Zeit in der Lage ist, sich selbst und anderen helfen zu können die unverfälschte Wahrheit zu erkennen. Wir möchten nicht neue Abhängigkeiten schaffen, sondern aus Ignoranz und Irrtum herausführen, indem wir Gottes eigenem Wort in der Heiligen Schrift den ersten Platz einräumen. Erinnern wir uns der Worte Jesu?

 

Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Johannes 8:31, 32)

 

Wahrheit befreit aus Ignoranz. Dazu müssen wir zuerst unterscheiden lernen, welches wirklich Jesu Worte sind und was Religionen daran verändert, hinzugefügt oder weggelassen haben. Da christliche Religionen sich oft widersprechen stehen dort kirchliche Dogmen und Überlieferungen von Kirchenvätern an wesentlich höherer Stelle, wie die einfache Wahrheit aus Gottes Wort. Die Hilfe zur Selbsthilfe macht Menschen unabhängig von diesen Strukturen, die sich nicht generell an Wahrheit halten, sondern stets ihre Überlieferungen der Vorväter als gewichtiger erachten und ihre eigene „offizielle Wahrheit“ verbreiten. Diese Befreiung aus Ignoranz ist an genaue Erkenntnis geknüpft. Wie Saulus müssen wir hinzulernen!

 

Die Furcht Jehovas ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht sind das, was nur Toren verachtet haben. (Sprüche 1:7)

 

Kein anderes Buch, wie die Bibel, gibt uns so hervorragenden Rat für unsere Tage. Uns trifft es in der Endzeit zu leben und grosse, schnelle und oft erschreckende Veränderungen ertragen zu müssen. Weisheit und Zucht werden es sein, die uns bis zum Abschluss behüten werden.

7)  Geistig vollerwachsene Menschen

 

Vielen von uns fehlt ein wirkliches, gesamthaftes Bibelverständnis, obwohl wir als Christen erzogen wurden. Wir können die weder die grossen, noch die kleinen aber gewichtigen Zusammenhänge verstehen, vor allem darum, weil jeder Irrtum und jede Lüge der wir aufgrund Erziehung und Ausbildung dies zu verhindern weiss! Jede Ungesetzlichkeit ist ein Hinderungsgrund genaue Erkenntnis zu erlangen! Erinnern wir uns: „Dein GESETZ ist Wahrheit“! Der Psalmist erklärt im längsten der Psalmen, der Gottes Rechtsordnung gewidmet ist: „Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], Und dein Gesetz ist Wahrheit.“(Ps 119:142)

 

Der Prophet Daniel musste am Ende seines Buches Gottes Worte festhalten, die den Zusammenhang von GESETZ und dessen Gerechtigkeit einzuhalten und wahrem Verständnis aufzeigen!

 

(Daniel 12:9, 10)  Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Einsicht beruht darauf, alle Gebote Gottes zu halten, auch die scheinbar geringen! Es bedeutet die Ungesetzlichkeit der christlichen Religionen und die Veränderungen die sie schon innerhalb der Zehn Gebote machten abzulehnen und erneut selbst für sich zu korrigieren!

 

Katechismus der Katholischen Kirche

Oldenburg Benno Paulusverlag Veritas, 1993

Die Zehn Gebote Gottes

2. Mose 20, 1-17

Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1985

Evangelischer Katechismus

Herausgegeben von der evangelischen Kirche im Rheinland, 1962

1. Gebot: Du sollst an einen Gott glauben.

 

1. Gebot: Ich bin der HERR [[יהוהJehova]], dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

1. Gebot: Ich bin der Herr, dein Gott; du sollst keinen anderen Götter neben mir haben.

---

2. Gebot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR [[יהוה Jehova]], dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

2. Gebot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis von Gott machen, um ihn damit zu verehren.

.2. Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

3. Gebot: Du sollst den Namen des HERRN [[יהוה Jehovas]], deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR [[יהוה Jehova]] wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

3. Gebot: Du sollst den Namen des Herren, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

3. Gebot: Du sollst den Tag des Herrn heiligen

4. Gebot: Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN [[יהוה Jehovas]], deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR [[יהוה Jehova]] Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR [[יהוה Jehova]] den Sabbattag und heiligte ihn.

4. Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen.

4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebest und es dir wohl ergehe auf Erden.

5. Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR [[יהוה Jehova]], dein Gott, geben wird.

5. Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

5. Gebot: Du sollst nicht töten.

6. Gebot: Du sollst nicht töten.

6. Gebot: Du sollst nicht töten.

6. Gebot: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.

7. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen.

7. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen.

7. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

8. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

8. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

8. Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis reden.

9. Gebot: Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

9. Gebot: Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

9. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.

10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

10. Gebot: Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört.

 

Wie aber können wir unseren Glauben überprüfen, ohne sicher zu sein, was die Schriften zu einem ganz bestimmten Thema wirklich lehren?

 

Die Christen des ersten Jahrhunderts mussten genauso wie wir heute aufmerksam lernen und selbst Unterscheidungsvermögen darüber entwickeln, was in Gottes Augen gut und was schlecht ist. Paulus schrieb diesbezüglich an Christen in Rom:

 

Denn euer Gehorsam ist allen bekanntgeworden. Ich freue mich daher über euch. Doch will ich, daß ihr weise seid in bezug auf das, was gut ist, aber unschuldig in bezug auf das, was übel ist. 20 Der Gott, der Frieden gibt, wird seinerseits den Satan in kurzem unter euren Füßen zermalmen. Die unverdiente Güte unseres Herrn Jesus sei mit euch. (Römer 16:19, 20)

 

http://www.manfred-gebhard.de/Drachegebunden.jpgHeute ist die Zeit nahe gekommen, wo Satan, „der Drache“, die „siebenköpfige Schlange“ nicht nur in geistigem, sondern in wirklichem Sinn unschädlich gemacht wird, indem er im Abgrund für tausend Jahre eingeschlossen  wird [B3].

 

Bis dahin aber ist sein Einfluss so gross wie nie zuvor. Es ist wichtig diese Dinge aufgrund eines klaren Verständnisses aller Faktoren zu erkennen! Nachdem der Himmel zu Beginn des „Tages des Herrn“ [B1] vom Teufel befreit worden ist [B1], bleibt ihm eine kurze Frist von nur 1260 Tagen oder zweiundvierzig Monaten, respektive dreieinhalb Jahren (Off 12:7-14; 13:5) [B].

 

Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer, weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er [nur] eine kurze Frist hat.“ (Offenbarung 12:12)

 

 

Jeder muss selbst für seinen Schutz sorgen, sich, wo notwendig mit geistigen Mitteln zur Wehr setzen und in Treue das verteidigen, was in Gottes Augen recht und wahr ist! Nur Du selbst kannst Dich zur Reife als Christ voran bringen. Diese Schriften können Dir dabei nützliche Anleitung geben.

 

8)  Menschenfurcht:  Jesus zeigte nur bedingte Obrigkeitstreue 

 

Jesus forderte jeden seiner Jünger dazu auf selbst so zu werden wie er selbst es vorlebte und danach zu streben die Vollkommenheit in der Ausführung von Gottes Willen zu erlangen. Er gab dazu in allen wichtigen Aspekten ein vollkommenes Vorbild und zeigte damit, dass es möglich ist Gottes Willen in allen Lebensbereichen durchzuführen, sein ganzes Gebot zu halten und dadurch in Gottes Augen menschliche Vollkommenheit zu erreichen. Jesus gibt den Rat:

 

Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. (Matthäus 5:48)

 

Was sind aber Hindernisse, um Gottes Willen durchzuführen? Eines davon ist die Menschenfurcht. Jesus zeigte, dass er andere Menschen nicht fürchtete, auch nicht die religiöse Obrigkeit, die von ihm Unterwerfung unter ihre jüdischen Führer forderte. Jesus zeigte selbst nicht einmal vor Dämonen und Satan Furcht, sehr wohl aber zeigte Jesus eine heilsame Gottesfurcht. Diese Art der scheuen Gottesfurcht wird für die Zeit des Endes neuerlich für viele Menschen vorhergesagt:

 

Zu jener Zeit redeten diejenigen miteinander, die Jehova fürchten, jeder mit seinem Gefährten, und Jehova merkte unablässig auf und hörte zu. Und ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken. (Maleachi 3:16)

 

War Jesus seinen geistigen Obrigkeiten selbst in jedem Falle untertan? Die Schriften lehren eindeutig das Gegenteil! Er war und blieb selbst nach seiner Erhöhung aufgrund der Treue bis in den Tod aber stets seinem Vater unterordnet und vollführte alles, was dieser ihm aufgetragen hatte. Daran ändert nichts wenn er in Königreichsmacht mit all seinen Engeln zurückkehrt!

 

http://vitajesu.files.wordpress.com/2009/12/wehe-euch-pharisaern.jpg

Jesus lehrte somit einen gewissen zivilen Ungehorsam gegenüber geistiger und weltlicher Autorität, stets dort, wo diese Autoritäten die ihnen von Gott gesetzte Grenze überschritten hatten und ungerechte Dinge erwarteten, welche Gott nicht vorgeschrieben hatte, oder da, wo Menschengebot Gottes Gebot gar ausser Kraft setzte.

 

 

Jesus ging öfters soweit, dass ihn glaubensfeste Juden zu töten versuchten, weil sie in blindem Eifer überzeugt waren, er würde Gott selbst durch seine Handlungsweise lästern.

 

Nochmals hoben die Juden Steine auf, um ihn zu steinigen. 32 Jesus erwiderte ihnen: Ich habe euch viele vortreffliche Werke vom Vater her sehen lassen. Für welches dieser Werke steinigt ihr mich? 33 Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines vortrefflichen Werkes, sondern wegen Lästerung, ja weil du, obwohl du ein Mensch bist, dich selbst zu einem Gott machst.“ 34 Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem GESETZ geschrieben: ‚Ich habe gesagt:Ihr seid Götter.“ ‘? 35 Wenn er diejenigen ‚Götter‘ nannte, gegen die das Wort Gottes erging, und die Schrift kann doch nicht ungültig gemacht werden, 36 sagt ihr da zu mir, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: ‚Du lästerst‘, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? 37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht. 38 Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, auch wenn ihr mir nicht glaubt, damit ihr zu der Erkenntnis kommt und weiterhin erkennt, daß der Vater in Gemeinschaft mit mir ist und ich in Gemeinschaft mit dem Vater bin. 39 Daher suchten sie ihn wieder zu greifen; er aber begab sich außerhalb ihrer Reichweite.  (Johannes 10:31-39)

 

Die Werke die jemand ausführt zeigen, ob jene Person mit dem Vater in Einklang ist oder nicht. Jesu Werke legten für ihn Zeugnis ab! Darum war der Vater mit ihm in Gemeinschaft und so wird Jehova mit jedem in Gemeinschaft sein und bleiben, der die Werke ausführt, welche der Vater aufgetragen hat, indem er den Schritten Jesu und der Apostel getreulich nachfolgt!

 

 

Wie Jesus es vormachte, so ist es oft auch uns angeraten sich ausserhalb die Reichweite religiöser Fanatiker zu begeben, welche aufgrund eigener Ignoranz nicht zu unterscheiden vermögen, was wirklich Gottes Wille ist und mehr ihren eigenen religiösen Götzen nachfolgen, wie dem Schöpfer, dem Vater und Jesus, dem Herrn und König.

 

9)  Keine Nachfolge von menschlichen Göttern

 

Gott selbst nannte die menschlichen, religiösen jüdischen Führer „Götter, gegen welche er Strafankündigungen ergehen liess. Auch die heutigen Religionsführer haben sich fast ausnahmslos zu Göttern gemacht, indem sie Menschen Dinge lehren, die Gottes Wort widersprechen und sie gar in vielen Beziehungen zu Gesetzesübertretung veranlassen!

 

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet. (Matthäus 5:17-20)

 

Was jeder einzelne Christ aus diesen Worten lernen kann, ist seine Eigenverantwortung nicht weiterhin blind hinter religiösen Führern herzulaufen, sondern selbst geistig erwachsen zu werden, statt ein Unmündiger zu bleiben. Er ist gefordert seinem grossen Lehrer Jesus nachzufolgen, indem er Gottes Gebote kennt, selbst genau weiss, wie dieses GESETZ gesetzmässig anzuwenden ist, diese Gebote im eigenen Leben respektiert und andere danach lehrt, es ebenfalls zu tun! Da keine der Religionen dies tut, sondern jede ihre eigenen Regeln in den Vordergrund stellt sind sie zu verlassen! In Gottes Augen sind sie alle verunreinigt! Paulus riet daher den Korinthern wie auch uns:

 

(2. Korinther 6:14-18)  Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Bẹlial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Gott ist niemals auf der Seite der Ungesetzlichkeit! Unser Hohepriester Jesus ist „Herr des Sabbats“ und nicht des Sonntags! Die Speisevorschriften im GESETZ sind nicht aufgehoben, auch wenn die Theologen aufschreien und tausend Argumente anführen, wer die Schrift exakt studiert der merkt schnell, dass jene alles aus dem Kontext herausgelöst in ihr Gegenteil verdrehen! Petrus warnte schon damals:

 

(2. Petrus 3:14-16)  Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Paulus zitiert hunderte von Schriftstellen aus den Hebräischen Schriften, oft nur Satzteile verwendend! Wie wollen jene, die das „Alte Testament“ als veraltet erklären die Zusammenhänge noch erkennen? Jene, die den Gesetzesbund als beendet erklären und nicht erkennen können, dass nur der „Bund mit Levi“, das Priestertum durch einen „besseren Bund“, den Königreichsbund ersetzt wurde?

 

Um in das „Königreich der Himmel einzugehen, um von Jesus als sein Schaf oder gar als „treuer und verständiger Sklave“ anerkannt zu werden, ist dieses Halten seiner Gebote Bedingung! Niemand der einer Lüge anhängt wird das kommende System erreichen, gar einen verantwortungsvollen Posten haben, wie jene dies für ihre selbsternannten „Heiligen“ und „Gesalbten“ erklären: Das Königreich der (neuen) Himmel“ dagegen ist eine „neue Nation“, bestehend aus 144.000 Priesterkönigen, das von Daniel erwähnte „Volk der Heiligen des Allerhöchsten“. Diese haben zuvor schon gelernt Gottes Willen „in allem“ auszuführen und ihnen werden zum Ende des „Abendessen der Hochzeit des Lammes  alle Königreiche, die Städte der Erde anvertraut werden! (Da 7:Lu 19:17, 18) Nur Jesus erwählt diese künftigen Mit-Priesterkönige, erst nach dem Gerichtstag! [B2] Zusammen mit den frühauferstandenen Aposteln werden die Lebenden ab dem Tag der „Hochzeit des Lammes“ versiegelt, beim Abschluss der Menschenernte! (Off 7:1-8) [B2e-B2g]

 

 

Doch irgend etwas Unheiliges und jeder, der Abscheuliches und Lüge verübt, wird keinesfalls in sie eingehen, nur diejenigen, die in des Lammes Buchrolle des Lebens eingeschrieben sind. (Offenbarung 21:27)

 

Das neue Jerusalem, die kommende erdenweite Verwaltung, ist weit entfernt von jeder Form der Unwahrheit und Lüge oder Gesetzlosigkeit. Was haben da die Führer der Religionen zu suchen?

10)  Selbst ein Meister werden

 

Jeder Christ ist somit aufgefordert geistige Fortschritte in seinem Leben zu machen. Dies ist nur dann wirklich möglich, wenn er lernt sich selbst zu belehren. Solange wir von der religiösen Milchflasche abhängig sind, können wir nicht geistig erwachsen werden!

 

Paulus fordert die Hebräerchristen (die „Ebioniten“, vorwiegend Versammlungsvorsteher, Älteste) genau dazu auf, selbst geistig erwachsen zu werden, um jeder für sich selbst unterscheiden zu können, was recht und was unrecht in Gottes Augen ist.

 

http://www.sabbatinfo.de/images/bibel.jpgÜber ihn [[Jesus als Hohepriester]] haben wir viel zu sagen, und es ist schwer zu erklären, da ihr am Gehör stumpf geworden seid. 12 Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. 13 Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. 14 Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung [zwischen] Recht und Unrecht. (Hebräer 5:11-14)

 

Die elementaren Aussprüche Gottes finden sich im GESETZ und den PROPHETEN, welche die Christenheit als „veraltet“ und nicht weiter verbindlich betrachtet, Jesu Worte missachtend, dass weder ein Buchstabe noch ein Teil davon weggefallen sei! (Mat 5:17-20)

 

http://www.soziologie-etc.com/ps/Palomino_dreikurs-terror-d/042-mutterbrust-m-bebe.jpgWir sehen aber auch, dass Paulus von jedem Christen erwartet, dass er selbst ein Lehrer würde. Die meisten jener Hebräerchristen aber hatten es verlernt wirklich auf Gottes Wort zu hören, wann immer sie darin lasen. Sie zeigten sich als „unbewandert im Wort der Gerechtigkeit“, als geistig Unmündige! Geistig „feste Speise kann jedoch nur dann zu sich genommen werden, wenn jemand die leichtverdauliche Speise des Wortes Gottes, die Grundlehren zuvor wirklich zu sich genommen hat und diese geistiger Bestandteil von ihm selbst wurde.

 

Auch Jesus fordert seine Zuhörer auf, so zu werden wie ihr Lehrer. Als seine Sklaven sollten sie selbst so werden wie er es als Herr ist.

 

Ein Jünger steht nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn. 25 Es genügt, wenn der Jünger wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. (Matthäus 10:24-25)

 

All diese Anregungen kannst Du in Deinem Leben in die Tat umsetzen. Natürlich geht dies nicht von einem Tag zum andern, – es ist ein Lebensweg!

11)  Du bist persönlich gefordert!

 

Jeder, der geistige Fortschritte gemacht hat, erinnert sich gerne daran, wie er selbst begonnen hat diesen Weg in seinem Leben zu gehen, einem Weg der stetig aufwärts führt. Es ist ein Weg auf dem man den Stolpersteinen des Systems auszuweichen lernt. Derjenige, der sich zurück sinnt wird sich aber auch daran erinnern, dass er hin und wieder stillgestanden ist oder, dass er gar eine kurze Zeit lang zurückgewichen ist, weil er nicht auf sich achtete. Dies geschah z.B. als Petrus Jesus verleugnete!

 

Mein Gerechter aber wird zufolge des Glaubens leben, und wenn er zurückweicht, so hat meine Seele kein Gefallen an ihm. 39 Wir nun sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen, sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele. (Hebräer 10:38, 39)

 

Nur Jesus war es auf Anhieb gelungen, sein Leben von Anfang an vollkommen nach Gottes Massstäben auszurichten. Paulus versichert uns, dass unser eigener unvollkommener Leib und sündiger schwacher Geist jenem des Christus, der von Beginn an vollkommen war, gleichgemacht werden wird. Dies aber erst dann, wenn wir durch hartes Bemühen und wirkliche Anstrengung, durch Ausharren den Beweis erbringen, dass uns an Vollkommenheit gelegen ist!

 

http://www.manfred-gebhard.de/Trompeten.jpgSeht, ich sage euch ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle [im Tod] entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten [[(siebten Trompete)]] Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn das, was verweslich ist, muß Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, muß Unsterblichkeit anziehen. 54 Wenn aber [dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und] dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: Der Tod ist für immer verschlungen.“ 55 „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ 56 Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das GESETZ [[das „Gesetz der Sünde“ (Rö 7:22-25), nicht das GESETZ Mose!]]. 57 Gott aber sei Dank, denn er gibt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus!  (1. Korinther 15:51-57)

 

Ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde ist Gottes ausdrücklicher Plan, den er schon durch Adam zu realisieren begann. Niemand und nichts kann ihn daran hindern diesen Plan zu vollenden. Du bist eingeladen Teil dieser „neuen Erde“ oder gar Teil des „neuen Himmels“, der künftigen erdenweiten Regierung zu werden, die vom „neuen  Jerusalem“ aus herrschen wird. Du musst Dich dessen allerdings als würdig erweisen!

 

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere [[alte]] Himmel [[aller menschlicher Autoritäten in Religion, Politik und Wirtschaft]] und die frühere Erde [[die gottentfremdete Menschheit, alle die „Teil der Welt“ waren]] waren vergangen, und das Meer [[das aufgewühlte, rebellische Menschenmeer]] ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:1-4)

 

Wir alle sind gefordert weitere Fortschritte zu machen, unabhängig davon, wo wir uns im Moment auf diesem Weg befinden! Der Tag, an dem die „früheren Dinge“, das heutige ungerechte System vergeht und das neue, das „Königreich der Himmel“ aufgerichtet wird ist bereit anzubrechen! [B1] Wir sollen nach den vorhergesagten Zeichen Ausschau halten!

 

Es ist ein herrliches Gefühl einen Berg zu ersteigen und nach jeder Etappe zurückzublicken, um zu sehen, welchen Fortschritt wir erreicht haben, wie wir an Höhe gewinnen und unsere Sicht in die Weite zunimmt. Unser zunehmendes Verständnis hilft uns weit in die Zukunft hineinzublicken. Sowohl Jesus, wie sein Vater Jehova ermuntern uns immer wieder aufs Neue in ihrem Wort zu lesen und daraus das zu schöpfen, was uns auf dem Weg höher bringt!

 

 

Der Weg

 

 

Urs Martin Schmid

 

Bariloche, 25. April  2004 (Neubearbeitung 18.6.13)

 

Home ¦ Eingang ¦ Erkenntnis ¦ Was tun? ¦ Portrait ¦ Bestellung ¦ Mail ¦ Forum ¦ Links ¦ Copyright

 

© 2004-2013 DER WEG, Urs Martin Schmid, Bariloche, AR  www.harmagedon.com.ar  / All rights reserved / E-Mail: ms@bariloche.com.ar

 



Zu 3) Zeitband biblischer Schriften, Bündnisse, Prophetie

Zu 5) Grafik:  3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus