Die Apostel als Wegweiser für uns

X1.13  Wegweiser Apostel        V:1.3.11

 

 

Inwiefern sind die Apostel ein Wegweiser für uns?

 

Die zwölf Apostel erhielten von Jesus eine ganz spezielle Aufgabe und wurden von ihm hierzu ausgebildet. Worin bestand ihre Ausserordentlichkeit?  Sie alleine sollen künftig auf zwölf Thronen an Jesu Seite sitzen und das Königreich empfangen! (Da 7:21, 22;  Lu 22:28-30)

 

*** Rbi8  Lukas 12:32 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.

 

Auch für das kommende System der Dinge hat Jesus ihnen bereits damals herausragende Aufgaben zugeteilt. Was schreiben sie selbst und was erwähnten frühere Propheten darüber?

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***
 Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Wie Jesus, so gingen die Apostel uns, die wir in einer ebenso spezifischen Zeit leben mit einem herausragenden Beispiel voran. Sie sind uns somit Wegweiser in unserer Zeit, die uns die Richtung aufzeigen, die wir einschlagen sollen.

 

Was wissen wir über ihre bisherigen und was über ihre künftige Aufgaben?

Wann und wo werden sie wiederkommen und welches ist ihre Bestimmung?

Dürfen wir in der Endzeit von ihnen Hilfe erwarten?

 

 

 

Inhalt:

 

1        Die Apostel als Wegweiser für die heutige Zeit 3

1.1                Fusstapfennachfolger der Apostel werden   3

1.1.1        Warum ist es nützlich mehr über die Apostel zu erfahren?  3

1.1.2        Von Jesus erwählt und ausgebildet 3

1.1.3        Das Muster gesunder Worte behüten! 4

1.1.4        Paulus, als Zurechtweiser und Verteidiger der Wahrheit 5

1.2                Die Apostel in Jerusalem und der Apostel Paulus  6

1.2.1        Paulus, von den Aposteln als einer der ihren anerkannt 6

1.2.2        Der Wunsch mehr zu sein als andere  8

1.2.3        Liebe zum Nächsten schliesst notwendige Zurechtweisung mit ein   10

1.2.4        Petrus, ein Felsen, aber Jesus bleibt der Grundeckstein   10

1.2.5        Petrus soll die Versammlung hüten   11

1.3                Die Apostel und die Aufrichtung des Königreiches der Himmel auf der Erde  12

1.3.1        Nur mit den zwölf Aposteln schloss Jesus einen Bund! 12

1.3.2        Zeitpunkt, wo die Apostel als Könige zu wirken beginnen   12

1.3.3        Paulus, ausgesandt den Nationen zu predigen   13

1.3.4        Eingepropft, aber nicht davor gesichert ausgebrochen zu werden! 13

1.3.5        Jehova anerkennt sein Volk  14

1.3.6        Die Warnung des Paulus ist ernst nehmen! 15

1.4                Die Apostel und Jünger als Verkündiger der guten Botschaft 16

1.4.1        Die gute Botschaft erdenweit verkündigt 16

1.4.2        Die Sonderstellung des Paulus  17

1.4.3        Die Apostel waren Menschen mit Fehlern und Schwächen! 17

1.4.4        Belehrung als Grundlage Fehlverhalten zu vermeiden   18

1.4.5        Erfüllung von Prinzipien anstelle von Gesetzeswerken   19

1.4.6        Die Aufgaben der Apostel und Jünger damals  19

1.5                Das selbständige Predigen der guten Botschaft gibt Befreiung! 20

1.5.1        Predigen der Wahrheit über Gottes Königreich bricht die Macht Satans  20

1.5.2        Jesu Jünger treten auf Schlangen und Skorpione  21

1.5.3        Befreiung vom heutigen religiösen Joch   22

1.5.4        Die unreinen Geister sind Jesu Jüngern wirklich unterworfen! 22

1.5.5        In Jehovas Gedenkbuch eingeschrieben   24

1.5.6        Ablehnung seitens der Menschen ist kein Grund zur Abkehr von der Wahrheit 25

1.6                Die Apostel und wir in der Zeit des Endes  25

1.6.1        Die Aufgabe der Apostel in der dreieinhalbjährigen Endzeit 25

1.6.2        Die Apostel und wahren Jünger als Verteidiger der reinen Lehre  26

1.6.3        Letzte Informationen an Johannes schliessen die Bibel ab  27

1.6.4        Das Gesamtverständnis ist erst während des Abschlusses des Systems der Dinge möglich   27

1.6.5        Falsche Führer verlassen und sich an Gottes Wort klammern   28

1.6.6        Keine Unwahrheit im Mund der kommenden Mitkönige  29

1.7                Logik der Zusammenhänge im Licht von Ursache und Wirkung   30

1.7.1        Verkettung von Ereignissen: Frühauferstehung der Apostel als Schlüsselereignis  30

1.7.2        Logisches, prophetisches Gerüst der Hauptereignisse der Endzeit: Abhängigkeit von Ursache und Wirkung  31

1.7.3        Erste Wiederkunft Jesu zur Aufrichtung des Königreiches; Frühauferstehung der Apostel [B1] 32

1.7.4        Zweite Wiederkunft Jesu zum Gericht; und dritte Wiederkunft zur „Hochzeit des Lammes“ [B2] 34

1.7.5        Vierte Wiederkunft Jesu zur Urteilsvollstreckung am System; Satans Gefangensetzung [B3] 36

1.7.6        Fünfte und endgültige Wiederkunft Jesu und Erstauferstehung; Jesus übergibt dem Vater das Königreich   37

1.7.7        Wenn wir die Logik der Bibel für sich selbst sprechen lassen werden Umzäunungen niedergerissen! 38

1.8                Exaktes Einordnen der Ereignisse  führt zu immer klarerem Verständnis  39

1.8.1        In allem Gottes Willen ausführen   39

1.8.2        Jesu herabkommen vom Himmel zur Erde wurde allgemein erwartet 40

1.8.3        Das Hochzeitsfest des Vaters, der Bräutigam, die Braut und die Brautjungfrauen   41

1.8.4        Welchen Leib erhält welche Samenart?  42

1.8.5        Unterschiede zwischen den Auferstandenen: sowohl an der Art der Körper und auch an Rang  43

1.8.6        In Ehre und Herrlichkeit erweckt; Jerusalem als Weltregierungssitz  43

1.8.7        Jesus der Hohepriester mit Zutritt zum Heiligen und Allerheiligsten   44

1.8.8        Priester mit Eingang ins Heilige, der Hohepriester ins Allerheiligste  45

1.8.9        Jesus, ein wenig unter Engel erniedrigt, um später erhöht zu werden   46

1.9                Paulus redet von Unsterblichkeit und Unverweslichkeit 47

1.9.1        Das Bild des Sterblichen und das Bild des  Unsterblichen   47

1.9.2        Söhne Gottes  48

1.9.3        Die Logik der Aussagen des Paulus erkennen und die Mystik religiösen Geschwafels entfernen   49

1.9.4        Himmlische Auferstehung, Mystik der Religionsführer 50

1.9.5        Verweslichkeit zieht Unverweslichkeit an   51

1.9.6        Sterblichkeit der „Seele“ ist von Adam her erblich   52

1.9.7        Jesus, der letzte Adam ein lebengebender Geist 52

1.10              Wer wird zu welchem Zeitpunkt die Toten auferwecken?   53

1.10.1      Leben in sich selbst als Grundlage, um Toten Leben zu geben   53

1.10.2      Zeiten und Zeitabschnitte im Zusammenhang mit Jesu Rückkehr und Auferstehung der Toten   54

1.10.3      Die Aufgabe der Apostel während der dreieinhalbjährigen Endzeit 55

1.10.4      Die Versiegelung der 144.000 ein andauernder Prozess?  56

1.10.5      Die Hochzeit des Lammes am Gerichtstag?  57

1.11              Das Offenbarwerden Jesu und der Apostel im Sinn behalten   59

1.11.1      Wir sollen das Offenbarwerden im Sinn behalten und sehnsüchtig erwarten   59

1.11.2      Erstes Zusammentreffen Jesu, der Apostel und des Überrests  60

1.11.3      Die zur Hochzeitsfeier des Königs geladenen Gäste  62

1.11.4      Aufgabe der Apostel und der Auserwählten in der Endzeit 64

1.11.5      Falsche Apostel, falsche Lehrer und falsche Propheten der Endzeit 65

1.11.6      Vorbild für Versammlungsleiter 66

1.11.7      Die Funktion der Apostel in der Zukunft bereits in der Vergangenheit festgelegt 68

1.11.8      Vollkommen auf Recht und Gerechtigkeit ausgerichtetes Königreich Jesu   69

1.11.9      Jehova als Anwalt des Kleinen und Schwachen   69

 

 

 

1                  Die Apostel als Wegweiser für die heutige Zeit

 

1.1              Fusstapfennachfolger der Apostel werden

1.1.1          Warum ist es nützlich mehr über die Apostel zu erfahren?

 

Von Jesus selbst ist keine einzige Zeile schriftlich überliefert worden. Was wir über den Messias und sein Leben, seine Tätigkeit und seine Charakteristiken wissen wurde uns durch die Apostel und Jünger übermittelt.

 

Wer waren diese Männer, die offenbar eine herausragende Aufgabe wahrnehmen durften und warum dürfen wir ihren Worten volles Vertrauen und Glauben schenken? Warum sollten wir ihren Fussstapfen genau nachfolgen?

 

Es ist sehr nützlich mehr über die engsten Mitarbeiter des Messias zu erfahren, die im kommenden „Königreich der Himmel“ wiederum eine herausragende Aufgabe erfüllen werden. Alles, was wir über sie wissen müssen, das ist in den Schriften aufgezeichnet. Es liegt an uns diese Worte herauszuschöpfen die uns Trost, Ermunterung und Anleitung vermitteln, was jetzt erwartet wird, in der so spezifischen Zeit in der wir leben, von uns – von dir und von mir!

1.1.2          Von Jesus erwählt und ausgebildet

 

Jesus selbst wählte die zwölf Apostel unmittelbar zu Beginn seiner dreieinhalbjährigen Tätigkeit aus, als  der von Moses vorhergesagte „grössere Prophet“ durch Johannes den Täufer bei seinem eigenen Volk eingeführt wurde, als vorhergesagter „Messias“ oder „Gesalbter“ Jehovas. Die Apostel stammten aus der bereits bestehenden Gruppe der Jünger, welche Johannes dem Täufer folgten. Ausser Judas waren alle Galiläer. Sie stammten aus der Arbeiterklasse, die meisten von ihnen ohne eine herausragende Schulbildung (5.Mo 18:15; Joh 1:35-51).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:13 ***

Als sie nun den Freimut des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, daß sie ungelehrte und gewöhnliche Menschen waren, wunderten sie sich. Und sie begannen sie als solche zu erkennen, die mit Jesus gewesen waren;

 

Nach einer gebetsvollen Nacht erwählte Jesus aus einer Gruppe von Jüngern, welche sich inzwischen um ihn geschart hatten, zwölf aus, die von den übrigen Jüngern getrennt, mehr Gaben aber auch grössere Pflichten erhielten (Lu 12:48).

 

Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, waren Cousins von Jesus. Deren Mutter Salome, so nimmt man allgemein an, war die Schwester Marias, der Mutter Jesu (Mat 4:21; 27:56; Mar 15:40).

 

Diese Zwölf sollten nach ihrer Erwählung fortan bei Jesus bleiben. Jesus selbst gab ihnen den Titel „Apostel“, aus dem griechischen Wort „apóstolos“ abgeleitet, das übersetztAbgesandter“ bedeutet. Während Jesus als Abgesandter Jehovas diente, waren es die Zwölf, die seine persönlichen Abgesandten wurden (Mar 3:13, 14; 1.Ti 2:7; Heb 3:1).

 

Ihre Schulung dauerte dreieinhalb Jahre und umfasste mehrere Hauptgebiete:

 

1)  Die spezifische Belehrung seitens Jesus, die oft über das hinausging, was er öffentlich predigte (Mat 13:10, 11).

2)  Das herausragende Beispiel, das Jesus ihnen vorzeigte (Mat 11:28-30).

3)  Eine praktische Schulung dessen, was sie auch in Zukunft tun sollten, das Predigen und das anderen Menschen nützlich sein durch ihre Heilungen und Wundertaten (Mat 10:1-10).

4)  Sie erhielten heiligen Geist von Jesus, der ihre natürlichen Fähigkeit verstärkte und zusätzliche, über das Normale hinausragende Gaben (Joh 20:19-23).

 

Jesus erteilte den Aposteln und allen etwa fünfhundert Jüngern am Berg in Galiläa Versammelten dieselbe Aufgabe, nachdem er auferstanden war: (1.Kor 15:6)

 

*** Rbi8  Matthäus 28:19-20 ***

Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Die Aufgabe war auch in ihrem Zeitrahmen durch Jesus definiert: Bis zum Abschluss des Systems der Dingemusste die gute Botschaft vom Königreich verkündigt werden! Jede Generation erwartete in der einen oder anderen Form das Kommen des Königreiches und den Abschluss dieses Systems! Aber nur eine Generation trifft es wirklich, in dieser Zeit des Abschlusses des bestehenden Systems und der Neuaufrichtung von Gottes Königreich zu leben! Ihr kommt eine bestimmte zusätzliche Aufgabe zu!

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:11 ***

Diese Dinge nun widerfuhren ihnen fortgesetzt als Vorbilder, und sie sind zur Warnung für uns geschrieben worden, auf welche die Enden der Systeme der Dinge gekommen sind.

 

Christen in der Endzeit müssen besonders vorsichtig und besonders aktiv sein. Sie haben die Aussicht ohne den adamschen Tod erleiden zu müssen ins kommende System hinüber zu leben und Anteil am ewigen Leben durch „Umwandlung ein einem Nu“ zu erhalten! (1.Kor 15:51, 52; Off 7:14)

1.1.3          Das Muster gesunder Worte behüten!

 

Dieser Auftrag Jesu umfasste auch den Auftrag an die Apostel und Jünger, was sie im Zusammenhang mit Jesus gesehen und gehört hatten, ihre Erkenntnisse und Erfahrungen später in schriftlicher Form für all jene zu hinterlassen, die nach ihnen kommen würden. Diese Schriften sollte als Kommunikationsmittel dienen, um die sich neu bildenden Jünger und Versammlungen zu unterweisen und zu stärken. Dadurch wurde ein „Muster gesunder Worte“ hinterlassen, an das sich alle nachfolgenden Generationen zu halten hätten.

 

Auch Paulus, der später als zwölfter Apostel hinzukam hinterliess viele Aufzeichnungen in Form von Briefen, die Unterweisung, Korrekturen und Anweisungen an verschiedene Versammlungen und Einzelpersonen enthalten. Er war von Jesus beauftragt auch die übrigen Apostel durch seine tiefe Erkenntnis zu stärken und Dinge richtigzustellen, welche die übrigen elf Apostel im Moment nicht vollkommen verstanden und darum nicht korrekt erfüllten oder sich von anderen beeinflussen liessen. Vor allem, was die Lehre gegenüber denen aus den Nationen betraf, insbesondere das Thema der Beschneidung. Christus hatte gewisse Veränderungen innerhalb des GESETZES gebracht.

 

*** Rbi8  Galater 2:1-2 ***

Dann, nach vierzehn Jahren, ging ich wieder nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. 2 Ich begab mich aber zufolge einer Offenbarung hinauf. Und ich legte ihnen die gute Botschaft vor, die ich unter den Nationen predige, jedoch den hervorragenden Männern persönlich, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre. 3 Trotzdem wurde nicht einmal Titus, der bei mir war, genötigt, sich beschneiden zu lassen, obwohl er ein Grieche war. 4 Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Es dauerte vierzehn Jahre in denen Paulus unabhängig von Jerusalem sein Amt erfüllt hatte, bevor er aufgrund einer Offenbarung im Jahre 48 u.Z. nach Jerusalem hinaufging. Schon damals hatten sich in Jerusalem falsche Brüder“ in die Versammlungen eingeschlichen. Deren Ziel war es die Unterjochung der übrigen Brüder, indem sie die Beschneidung als weiterhin verbindlich erklärten auch für Christen aus den Nationen. Welche Versammlungen betraf dies? Natürlich die Versammlungen, welche Paulus unter den Nationen gegründet hatte. Man nannte sie schon früh Paulikaner! Paulus und Titus gaben jenen Bestrebungen um Unterwerfung unter eine zentrale Leitung aber nicht einen Moment lang durch Unterwerfung nach! Sie setzten ihren Kampf für die Reinerhaltung der Lehre der Wahrheit und Unabhängigkeit fort!

 

*** Rbi8  Epheser 4:1-6 ***

Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4 Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

Freiheit und Unabhängigkeit der Versammlungen von einer Zentralverwaltung, nur unter einem Haupt, jenem des Christus vereint an einem geistigen Leib, durch einen Glauben und eine Taufe ! (Off 1:20)

1.1.4          Paulus, als Zurechtweiser und Verteidiger der Wahrheit

 

Wie der Galaterbrief offenbart, waren jene Männer von Jakobus her nach Antiochia gekommen, um dort die jüdische Beschneidung zu verlangen. Judenchristen, die so genannten Ebioniten (aramäisch bedeutet „die Armen“) sollten sich ihrer Beschneidung wegen wie es das GESETZ verlangt von den unbeschnittenen Christen aus den Nationen getrennt halten, was natürlich gegen Christi Sinn war! Da Paulus unter den Nation Gottes GESETZ aufrichtete, waren jene Getauften alle bereits am Herzen Beschnittene! Dies schloss auch Veränderungen mit ein, die der Christus verursacht hatte!

 

(Römer 3:31)  Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Aus Menschenfurcht schloss sich selbst Petrus und Barnabas der Meinung jener an, die von Jerusalem nach Antiochia gekommen waren und aus dem Kreis bekehrter Pharisäer stammten und handelte in verwerflicher Form, als sie sich deswegen nun von Christen der Nationen abgesondert hielten. Paulus wies Petrus öffentlich zurecht! Petrus nahm den Tadel an, als er erkannte, was Paulus beanstandete. Er behielt keine negativen Gefühle gegen Paulus, obwohl das Geschehen bis heute im Brief an die Galater dokumentiert ist. Aus dem Brief ist vieles zu lernen, das auch heute Menschen in führender Position betrifft, die aus Menschenfurcht Dinge tun, die Gott missfallen, indem sie den „geraden Weg der Wahrheit“ verlassen.

 

*** Rbi8  Galater 2:11-14 ***

Als Kephas [[Petrus]] jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen. 13 Auch die übrigen Juden schlossen sich ihm in seiner Verstellung an, so daß sogar Barnabas durch ihre Verstellung mitgerissen wurde. 14 Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg gemäß der Wahrheit der guten Botschaft wandelten, sagte ich vor ihnen allen zu Kephas: „Wenn du, obwohl du ein Jude bist, so lebst wie die Nationen und nicht wie Juden, wie kommt es, daß du Leute von den Nationen nötigst, gemäß jüdischem Brauch zu leben?

 

Paulus griff das jüdisch-pharisäische Brauchtum an, das die Versammlung von Antiochia zu durchsäuern begann. Pharisäertum, das sich auf Regeln stützte, statt die dahinterliegenden Prinzipien zu verstehen, dies drohte nun an oberste Stelle der Christenversammlung einzudringen, indem Petrus von diesen Dingen mitgerissen worden war.

 

(Zu 1.1.4:: Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Von dieser Art Sauerteig hatte Jesus mehrfach deutlich gewarnt! Teile des GESETZES, wie die Beschneidung und Trennung von Menschen der Nationen, sollten fast unmerklich wiederum eingeführt werden. Jesus hatte jedoch statt der Beschneidung des Fleisches, die weiterhin für nachkommen Abrahams unter dem Bund der Beschneidung galten die Beschneidung des Herzens eingeführt! Dies war der wahre Sinn hinter der fleischlichen Beschneidung seit Beginn. Dies wiederum ist verbunden mit Glauben und Liebe, die sich in Werken zeigen muss (5.Mo 10:16; 30:6; Jer 4:4; Jak 2:14-24).

 

*** Rbi8  Galater 5:2-6 ***

Seht! Ich, Paulus, sage euch, daß Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden laßt. 3 Überdies lege ich noch einmal vor jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, Zeugnis ab, daß er verpflichtet ist, dem ganzen GESETZ nachzukommen. 4 Ihr seid von Christus losgetrennt, wer ihr auch seid, die ihr versucht, durch Gesetz [[Gesetzeswerke (Wie Beschneidung, Opfer im Tempel usw.)]] gerechtgesprochen zu werden; ihr seid von seiner unverdienten Güte abgefallen. 5 Wir für unseren Teil erwarten durch den Geist sehnlich die erhoffte Gerechtigkeit als Folge des Glaubens. 6 Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

Die Beschneidung war Abraham für alle seine fleischlichen Nachkommen im „Bund der Beschneidung“ aufgetragen worden, dessen Sinn es war zu Christus zu führen. Die Juden mussten an den kommenden Messias glauben und wurden dazu, wie Paulus es ausdrückt, unter „GESETZ verwahrt. Als der Christus im Fleische gekommen war galt es diesen Glauben an ihn durch eine neue Art von Glaubenswerken unter Beweis zu stellen. Statt sich auf die blossen Worte des GESETZES abzustützen sollten von nun ab die dahinterstehenden Prinzipien das Leben der Getauften anführen, allem voran die Liebe! (Rö 3:23-25)

 

(Zu 1.1.4:   vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

Der Glaube an Christus muss sich nun durch Werke der Liebe zeigen, weil Glaube ohne Werke tot ist. Diese Werke waren wahre Gottesliebe und Gottesfurcht, indem auf Jehovas Wort geachtet wird, wie auch Taten der aktiven Nächstenliebe, wie Jesu kommendes Gericht an den vor ihm versammelten Nationen deutlich macht!

 

*** Rbi8  Matthäus 25:31-36 ***

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

34 Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: ‚Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, erbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist. 35 Denn ich wurde hungrig, und ihr gabt mir etwas zu essen; ich wurde durstig, und ihr gabt mir etwas zu trinken. Ich war ein Fremder, und ihr nahmt mich gastfreundlich auf, 36 nackt, und ihr bekleidetet mich. Ich wurde krank, und ihr saht nach mir. Ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir.‘

 

Nur gelebte Nächstenliebe bringt den versprochenen Lohn für Gerechte! Äussere Beschneidung des Fleisches und jede Art anderer Rituale, die Jesus nicht als notwendig erklärte, bringen keine unverdiente Güte, die Löschung des Fluches auf Sünde und damit auch kein ewiges Leben! Beachten wir, dass Jesus jede Art guter Tat einem seiner geringsten Brüder oder Mitchristen gegenüber so betrachtet, wie wenn sie gegenüber ihm selbst erbracht worden wäre (Mat 12:50).

 

 

1.2              Die Apostel in Jerusalem und der Apostel Paulus

1.2.1          Paulus, von den Aposteln als einer der ihren anerkannt

 

Apostelgeschichte, Kapitel 15 zeigt den Ausgang der Auseinandersetzung um die Beschneidungsfrage die in Antiochia erstmals aufgeworfen wurde. Die Apostel und Ältesten der Versammlung Jerusalem, man nannte es später das Apostelkonzil, sie nahmen die Worte des Paulus an und setzten die gemeinsam festgelegten Richtlinien für alle Christen fest. Offensichtlich hatte die Intervention des Paulus Erfolg gezeigt. Das Problem war von Jerusalem ausgegangen, das Problem musste in Jerusalem gelöst werden! Paulus wurde nun unter die „führenden Männer“ mit eingereiht.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:22-29 ***

Da befanden es die Apostel und die älteren Männer zusammen mit der ganzen Versammlung für gut, Männer aus ihrer Mitte auszuwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, der Barsabbas genannt wurde, und Silas, führende Männer unter den Brüdern; 23 und durch ihre Hand schrieben sie:

„Die Apostel und die älteren Männer, Brüder, den Brüdern in Antiochia und Syrien und Zilizien, die aus den Nationen sind: Grüße! 24 Da wir gehört haben, daß einige aus unserer Mitte euch durch Reden beunruhigt haben, indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben, 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus, zu euch zu senden, 26 Menschen, die ihre Seele für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben. 27 Wir senden daher Judas und Silas, damit sie dieselben Dinge auch mündlich berichten. 28 Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

 

Natürlich blieben dadurch die zehn Gebote und auch die übrigen richterlichen Entscheidungen Jehovas unberührt.  Auch Gottes Festzeiten, die durch Seine richterliche Bestimmung aufgestellt wurden waren davon nicht betroffen! Hier wurde nicht das göttliche GESETZ für Christen aus den Nationen aufgehoben, sondern Dinge in den Vordergrund gerückt die gemäss GESETZ notwendig blieben und unter den Heidenchristen bisher wenig beachtet wurden!

 

Jesu Worte blieben weiterhin grundlegende Richtlinie:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Gottes GESETZ und zwar alle Gebote blieben gültig und mussten weiter gehalten und gelehrt werden, wurden jedoch klar von den Überlieferungen der Pharisäer und Schriftgelehrten abgetrennt. Das erste blieb gültig, Jesus aber befreite vom Joch kleinlicher religiöser Regeln!

 

Das Apostolat von Paulus wurde von dort an von jenen in Jerusalem nicht weiter in Frage gestellt, sondern die Apostel in Jerusalem zählten ihn zu den ihren! Seine Form des Lehrens und der Inhalt seiner Lehre waren akzeptiert. Einige Christen vermochten weiterhin den Sinn der Worte des Paulus nicht zu erfassen und sie waren es, welche diese Lehre offensichtlich verdrehten. Zu jenen gehörten Hymenäus, Alexander und Philetus, die dies in der Versammlung Ephesus taten. Sie behaupteten, die Auferstehung hätte bereits stattgefunden. Die Weisheit des Paulus überstieg offensichtlich jene vieler Brüder, selbst die einiger der Apostel (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-19).

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:14-16 ***

Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äusserstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Wie Petrus hier zeigt, ist genaues Verständnis für Lehrer Voraussetzung, bevor sie etwas von der allgemeinen Lehre Abweichendes mit Bestimmtheit verkünden! Die „allgemeine Lehre“ oder „offizielle Wahrheit“ von Religionen muss ja nicht zwangsweise mit der Lehre Jesu, jener der Apostel und Propheten im Einklang sei, sonst gäbe es ja keine Religionen und Sekten! Die Wahrheit herauszufinden bedingt doch gerade  persönliches Nachforschen! Der Schatz an exakter Erkenntnis würde dadurch zunehmen. Jesus erklärte hierzu:

 

*** Rbi8  Matthäus 13:52 ***

Dann sagte er zu ihnen: „Deswegen ist jeder öffentliche Unterweiser, wenn er über das Königreich der Himmel belehrt worden ist, einem Menschen, einem Hausherrn, gleich, der aus dem Schatz seines Vorrats Neues und Altes hervorbringt.“

 

Jeder Jünger Jesu, der andere zu Jüngern macht und sie in Gruppen und Versammlungen, also „öffentlich“ unterweist, ist „Hausherr und muss aus seinem Wissens-„Schatz Altes“ aber auch „Neues“ hervorbringen. Wer nur abschreibt und dabei fleissig andere bloss kopiert, der wird wohl kaum „Neues“ zum Vorschein bringen lassen. Allerdings muss das „Neue“ mit dem bestehenden „Muster gesunder Worte“, dem Gesamtbild biblischer Aussagen vollkommen in Harmonie bleiben!

 

Seinem treuen Begleiter Timotheus schrieb Paulus später betreffend des durch ihn verkündeten „Musters gesunder Worte“:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:13-14 ***

Halte dich weiterhin an das Muster gesunder Worte, die du von mir gehört hast, mit Glauben und Liebe, die mit Christus Jesus verbunden sind. 14 Behüte dieses vortreffliche anvertraute Gut durch den heiligen Geist, der in uns wohnt.

 

Jeder von den Aposteln musste seine ihm von Jesus zugeteilte Aufgabe selbst wahrnehmen. Jeder hatte dasselbe Gebot erhalten: Selber Jünger zu machen!

 

Was Paulus an andere Versammlungen oder an die Brüder in Jerusalem schrieb gilt genauso für jeden von uns! Am „Muster gesunder Worte“ hat sich nichts geändert! Diese Worte sind direkt an Menschen, Individuen wie du und ich und an ganze Versammlungen gerichtet. Sie richten sich an deren Vorsteher, welche als Boten (gr. aggelos = „Engel der Versammlung“) für Jesus zu wirken haben! Sie benötigen nicht einer weiteren Interpretation von Religionsführern und Religionsorganisationen! (Off 1:20-2:2)

 

 

   Welches ist die Lehre, die wir aus dem Handeln von Paulus im Zusammenhang mit der Versammlung Antiochia und deren Beeinflussung ziehen dürfen?

 

    Wir sollen ungerechtfertigten Forderungen, welche über das hinausgehen, was Jesus und die Apostel festgelegt haben, nicht nachgeben, „nein, nicht für eine Stunde“! Das „Muster gesunder Worte“ finden wir in der Bibel! Wer etwas anderes Lehrt sollte zurechtgewiesen werden und wo nicht auf berechtigte Zurechtweisung gehört wird gilt es sich von jenen abzutrennen! (2.Kor 6:16-18)

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

   Wie der Fall mit Petrus und Barnabas zeigt, sind auch reife Christen nicht gefeit vor Menschenfurcht und Gruppenzwang! Jeder muss als reifer Christ zwischen Recht und Unrecht selbst zu unterscheiden lernen!

 

*** Rbi8  Johannes 12:48-49 ***

Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll.

 

   Jeder muss selbst handeln weil er individuell am Gerichtstag Jesus gegenüber Rechenschaft schuldet! Jedes Wort das Jesus geredet hat wird ihn richten!

 

Andererseits sollten wir wie Petrus stets mild gesinnt sein und eine notwendige Zurechtweisung annehmen. Wenn selbst Petrus und andere Personen in leitender Stellung sich täuschen und irreführen lassen konnten, warum sollte uns dies nicht auch unterlaufen? Wir sollen uns dagegen durch das geschriebene und übermittelte „Muster gesunder Worte“ der Apostel und Propheten beeinflussen lassen!

1.2.2          Der Wunsch mehr zu sein als andere

 

Zwischen den Aposteln gab es öfters Wortstreit darüber, wer innerhalb der Gruppe eine herausragendere Stellung hätte. Jesus musste immer wieder auf dieses Thema zurückkommen und sie vor den Folgen warnen, wenn sie sich einer über den andern überhöhen würden!

 

*** Rbi8  Lukas 22:24-27 ***

Es entstand indessen auch ein hitziger Wortstreit unter ihnen darüber, wer von ihnen der Größte zu sein scheine. 25 Er aber sagte zu ihnen: „Die Könige der Nationen spielen sich als Herren über sie auf, und die, die Gewalt über sie haben, werden Wohltäter genannt. 26 Ihr aber sollt nicht so sein, sondern möge der, der unter euch der Größte ist, wie der Jüngste werden und der, der als Oberster auftritt, wie der Dienende. 27 Denn wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Ist es nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.

 

Beim Abendmahl hatte Jesus seine Apostel somit deutlich gewarnt, dass sich nicht einer über die anderen erhöhen solle. Jesus zeigte durch sein Beispiel, wie sie sich zu verhalten hätten, indem er stets anderen diente. Jesus selbst blieb allein ihr Haupt! (1.Kor 11:2; Eph 1:22)

 

Auch im Falle des Streites um die Beschneidung in Antiochia zeigt sich das Muster, dass das nicht Anerkennen der spezifischen Stellung des Apostels Paulus als „Apostel für die Nationen zu Auseinandersetzungen führte, zu einer Überhöhung der einen über die anderen, welche der Versammlung Schaden zufügen konnte.

 

Jesus hatte gezeigt, dass solche Auseinandersetzungen kommen würden, dass sie aber gelöst werden mussten! Dazu war es notwendig sich zu unterordnen. Sowohl Paulus wie Petrus gaben das Muster. Beide begaben sich nach Jerusalem, wo das Problem gelöst werden musste! Die Lösung wurde zwischen Aposteln und Ältesten gesucht und gefunden! Dabei wurde Jesu Handeln an Kornelius als Richtschur der Aussage heiligen Geistes genommen! Kornelius und jene ganze Hausgemeinschaft erhielt durch Jesus  selbst heiligen Geist ausgegossen, so dass jene in fremden Sprachen redeten ohne sie erlernt zu haben. Dasselbe Wunder wie an Pfingsten die Beschnittenen erhielten traf nun Unbeschnittene noch vor ihrer Taufe!

 

Leicht hätten die Apostel und Ältesten in Jerusalem nun Paulus aus ihren Reihen entfernen können, sie hatten ja die Mehrheit und waren in ihrem Amt anerkannt und bestätigt. Paulus hatte Leuten, die von Jerusalem ausgegangen waren, in einer von jenen stammenden konkreten Anweisung widerstanden, selbst gegenüber Petrus bestand Paulus auf seiner bisherigen Lehrmeinung. Ein Zwiespalt und ein grosser Wortstreit war dadurch entstanden, der die Versammlungen zwischen Ebioniten und Paulikanern zu spalten drohte. Die Angehörige der Beschnittenen aus den Juden, den Ebioniten in Jerusalem wurden durch Paulus mehrfach als „die Armen“ erwähnt (Rö 15:26; Gal 2:10). Dieser Ausdruck wurde zum Begriff für die Beschnittenen auch unter den Versammlungen aus den Heiden in Syrien, von denen viele aramäisch redeten. Heute bezeichnen sich messianische Juden erneut als Ebioniten, „die Armen“.

 

Der Ablauf der Dinge und ihr Ausgang werden durch Lukas in der Apostelgeschichte im Kapitel 15 beschrieben. Es zeigt, dass der gute Wille eine Angelegenheit nach göttlicher Weisheit zu lösen stets Erfolg bringt und Gottes Unterstützung hat.

 

Petrus aber legte sich zugunsten des Paulus gegenüber den Anhängern jener „aus der Sekte der Pharisäer“ durch Erklärungen ins Wort und zeigte, dass die Versammlungen des Paulus Gottes Wohlwollen und Christi Unterstützung sehr wohl hatten. Er erinnerte daran, wie Gott durch Jesus heiligen Geist auf Kornelius und seine Hausgenossen bereits als sie noch in unbeschnittenem Zustand waren ausgoss, ja, gar noch bevor jene getauft wurden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:6-11 ***

Da versammelten sich die Apostel und die älteren Männer [[die Ältesten]], um diese Angelegenheit zu erwägen. 7 Nachdem man nun viel disputiert hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten; 8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

 

Petrus waren von Jesus die drei symbolischen Schlüssel gegeben worden, im vorab den Juden, dann den Samaritanern und schlussendlich mit Kornelius auch Menschen aus den Heiden das „Königreich des Sohnes der Liebe“ zu öffnen. So zeigte er in seiner Rede, dass Gott der die Herzen kennt Menschen direkt erwählt, wie im Falle des Paulus, welcher nicht durch eine vorbestandene menschliche Autorität sondern durch Jesus direkt in sein Amt eingesetzt wurde! Gott selbst reinigte jene Herzen der Menschen der Nationen wie im Falle des Kornelius auch ohne Beschneidung des Fleisches! Petrus zeigte, dass das gewünschte Vorgehen der nachträglichen fleischlichen Beschneidung jener Christen aus den Nationen, wie sie durch die Anhänger des Pharisäismus gefordert wurden nicht Gottes Willen entsprach!

 

Diesen weisen Vorstehern ging es schlussendlich um reine Lehre und wahre Werke und um den Weg der Wahrheit. Es war ein Sieg für Christus, die Einheit wurde gewahrt, ohne dass der gerade Weg verlassen wurde!

1.2.3          Liebe zum Nächsten schliesst notwendige Zurechtweisung mit ein

 

Nachdem Jesus den Aposteln erklärt hatte, dass sie ihm weder jetzt noch später in den Himmel nachfolgen könnten, erklärte er ihnen, wodurch sie ihre erhöhte Stellung zeigen sollten:

 

*** Rbi8  Johannes 13:34-35 ***

Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

 

Die Liebe untereinander sollte ihr wahres Erkennungsmahl sein und nicht eine hierarchische Stellung. Diese Liebe zeigte sich durch gegenseitigen Dienst.

 

*** Rbi8  Galater 6:1-3 ***                                                                   

Brüder, wenn auch ein Mensch einen Fehltritt tut, ehe er es gewahr wird, so versucht ihr, die geistig Befähigten, einen solchen Menschen im Geist der Milde wieder zurechtzubringen, während du dich selbst im Auge behältst, damit nicht auch du versucht wirst. 2 Fahrt fort, einander die Bürden zu tragen, und so erfüllt das Gesetz des Christus. 3 Denn wenn jemand denkt, er sei etwas, wenn er nichts ist, so betrügt er seinen eigenen Sinn.

 

Ganz offensichtlich schliesst diese Liebe auch eine Zurechtweisung des Mitbruders mit ein, wo Fehler und ein Abweichen vom geraden Weg erkannt wird! (Spr 3:11, 12; Eph 1:22, 23)

 

Nicht die herausragende Stellung ist dabei der Punkt, der in Gottes Augen das Recht für Zurechtweisung gibt, sondern die geistige Befähigung, welche den Fehltritt gewahr werden lässt!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:12 ***

Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Selbsterhöhung, indem man von sich höher denkt als angebracht, sollte deshalb vermieden werden. Dies schliesst auch Amt und Titel mit ein, die in christlichen Gemeinschaften verliehen werden! Die jüdischen religiösen Führer waren auf diese Ehre aus, Jesus aber wies sie deutlich zurecht!

 

*** Rbi8  Johannes 5:41-44 ***

Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, wenn ihr voneinander Ehre annehmt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt?

 

Im Gegensatz zu den religiösen Führern hatten die Apostel Jesus in ihren Herzen aufgenommen und wussten genau, dass er im Namen seines Vaters als himmlischer Abgesandter unter ihnen weilte.

1.2.4          Petrus, ein Felsen, aber Jesus bleibt der Grundeckstein

 

Bei einer spezifischen Gelegenheit stellte Jesus die Zwölf auf die Probe. Er wollte ihre Gedanken des Herzen erkunden:

 

*** Rbi8  Matthäus 16:13-20 ***

Als er nun in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte Jesus seine Jünger dann: „Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei?14 Sie sprachen: „Einige sagen: Johannes der Täufer, andere: Elia, noch andere: Jeremia oder einer der Propheten.“ 15 Er sprach zu ihnen: „Ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei?16 Simon Petrus gab zur Antwort: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. 17 Jesus erwiderte ihm und sprach: „Glücklich bist du, Simon, Sohn des Jona, weil nicht Fleisch und Blut [es] dir geoffenbart haben, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. 18 Auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen, und die Tore des Hades werden sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“ 20 Dann gebot er den Jüngern ernstlich, niemandem zu sagen, daß er der Christus sei.

 

Die Tore des „Hades“ sind der Tod. Petrus starb ebenso wie auch die übrigen Apostel. Erst ihre Treue bis hin zum Tod hat ihre künftige Auferstehung und Erhöhung zur Folge. So wie Jesus in der Auferstehung einen unverweslichen Leib erhielt werden auch die Apostel in Unsterblichkeit und Unverweslichkeit auferweckt werden. Paulus erklärte dies im 1.Brief an die Korinther:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:54-57 ***

Wenn aber [dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und] dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: „Der Tod ist für immer verschlungen.“ 55 „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ 56 Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das GESETZ. 57 Gott aber sei Dank, denn er gibt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus!

 

Die Macht des Hades und des Todes werden am Tag der Auferstehung durch Jesus besiegt! Durch Jesus wurde die Sünde besiegt und damit die Ursache für den Tod! Durch den Menschen Jesus kommt die Auferstehung der Toten, jene der Apostel und die Erstauferstehung der Verstorbenen der 144.000. An eben demselben Tag erfolgt auch die Umwandlung des Überrests „in einem Nu“ und die Gabe des Geistes einer gemeinsamen „reinen Sprache“, damit sie Jesus und sich untereinander verstehen (1.Kor 15:20, 21; Zeph 3:9).

1.2.5          Petrus soll die Versammlung hüten

 

Zu jenem Zeitpunkt, als Petrus Jesus als den Christus bekannte hatte, da hatte sich Jesus ihnen noch nicht selbst als Messias offenbart, obwohl Johannes der Täufer ihn bereits als den Christus angekündigt hatte. Nun aber bestätigte er dies direkt gegenüber seinen Aposteln, bat sie aber, dies vorderhand für sich zu behalten!

 

Petrus erhielt bei dieser Gelegenheit von Jesus die Aufgabe, die Versammlung, die in sich auf dem Felsen Jesus gründete, auch in Zukunft zu stärken und zusammenzuhalten. Nach der Auferstehung bestätigte Jesus dies gegenüber Petrus ausdrücklich:

 

*** Rbi8  Johannes 21:15-19 ***

Als sie nun gefrühstückt hatten, sprach Jesus zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?“ Er sagte zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.“ Er sprach zu ihm: „Weide meine Lämmer.“ 16 Wiederum, ein zweites Mal, sprach er zu ihm: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Er sagte zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.“ Er sprach zu ihm: „Hüte meine Schäflein.“ 17 Er sprach zum dritten Mal zu ihm: „Simon, Sohn des Johannes, hast du Zuneigung zu mir?“ Petrus wurde betrübt, daß er zum dritten Mal zu ihm sagte: „Hast du Zuneigung zu mir?“ Somit sagte er zu ihm: „Herr, du weißt alles; du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.“ Jesus sprach zu ihm: „Weide meine Schäflein [[Schafe]]. 18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, pflegtest du dich selbst zu gürten und umherzugehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich hintragen, wohin du nicht wünschst.“ 19 Das sagte er, um anzuzeigen, durch was für eine Todesart er Gott verherrlichen würde. Als er dies nun gesagt hatte, sprach er zu ihm: „Folge mir nach.“

 

Petrus sollte nicht eine eigene Kirche errichten, wie dies seine selbsternannten Stellvertreter, die Päpste behaupten, sondern er sollte Jesus nachfolgen und dessen Schafe hüten!

 

(Zu 1.2.5:  vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereint)

 

Jesus hatte gezeigt, dass er dem Vater treu war und alles erfüllte, was jener ihm aufgetragen hatte, bis hin in den Tod. Petrus sollte das selbe tun. Jesus hatte keinen von den Zwölfen verloren, die der Vater ihm gegeben hatte, ausser Judas, so wie es geschrieben stand. Nun sollte Petrus nach seinem Weggang die übrigen zehn Apostel auferbauen und weiden (Joh 17:12-14).

 

*** Rbi8  Johannes 18:7-9 ***

7 Daher fragte er sie wieder: „Wen sucht ihr?“ Sie sagten: „Jesus, den Nazarener.“ 8 Jesus antwortete: „Ich habe euch gesagt, daß ich es bin. Wenn ihr also mich sucht, so laßt diese gehen“; 9 damit das Wort erfüllt werde, das er sprach: „Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen einzigen verloren.“

 

Jesus stellte sich in der Nacht als er gefangen genommen wurde vor seine Jünger, damit jene nicht behelligt wurden. Ihm allein war der Opfertod vorherbestimmt. Petrus sollte ihm nun auch darin nachfolgen, wie Jesus ihm später darlegte.

 

 

1.3              Die Apostel und die Aufrichtung des Königreiches der Himmel auf der Erde

1.3.1          Nur mit den zwölf Aposteln schloss Jesus einen Bund!

 

Jesus hatte zu einem anderen Zeitpunkt erklärt, dass es nicht an ihm sei, für spätere Zeiten, bei der Errichtung des Königreiches der Himmel, selbst zu bestimmen, wer an seiner Rechten und wer zu seiner Linken sein würde, sondern, dass der Vater dies selbst bereits bestimmt hat (Mat 20:20-23 vergl. Lu 9:28, 35).

 

Da sich die Jünger Jesu bedingungslos unterordnet hatten, machte Jesus mit ihnen als Kollektiv einen speziellen Bund, den er während des Abendmahls rechtskräftig werden liess. Damit erhöhte ER die Apostel auf eine ganz spezielle Stellung!

 

*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

28 Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Die elf Apostel, ohne Judas, der zuvor als Verräter weggegangen war, wurden somit bereits zum Ende von Jesu dreieinhalb jährigen Dienst in eine erhöhte Stellung eingesetzt. Sie allein sollten in der Zukunft, während und nach der Wiedererrichtung des Königreiches für Israel die zwölf Stämme Israels richten! Wann aber sollte dies sein?

1.3.2          Zeitpunkt, wo die Apostel als Könige zu wirken beginnen

 

Dieser Zeitpunkt würde somit aus der Sicht des Bundesschlusses zwischen Jesus und den Aposteln noch in der Zukunft liegen. Bei einer früheren Gelegenheit, wo Petrus Jesus fragte, was ihr Lohn wäre, gab Jesus dieselbe Antwort, ergänzte sie aber mit dem Hinweis: „In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt ...“. Die Apostel hatten dies anfänglich nicht genau verstanden, welchen Zeitrahmen dies genau einschliesst, darum befragten sie Jesus bei der letzten Gelegenheit die sich ihnen bot, direkt vor seiner Himmelfahrt (vergl. Mat 19:28).

 

(Zu 1.3.2:  vergleiche: Zeitband Jesu Tod, Auferstehung bis Pfingsten)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:6-8 ***

6 Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; 8 aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“

 

Jesus gab somit den Aposteln keine weiteren Hinweise über die Zeit die vergehen würde bis zur Aufrichtung des Königreiches für Israel, ausser jenen Zeichen, die er ihnen gegenüber bereits geäussert hatte. Er wiederholte jedoch nochmals den Auftrag die frohe Botschaft zu verkünden! (Mat Kap. 24; Mar Kap. 13; Lu Kap. 21)

 

Die Aufgabe der Apostel war es, Zeugen für Jesus zu sein. Die Juden waren als Volk ausschliesslich Zeugen für Jehova gewesen und in ihrer Mehrheit lehnten sie den Messias ab! Jesus verblieb ein Überrest, den Jehova ihm aus jener verworfenen Generation gab. Diesen Überrest sandte Jesus nun aus zum Zeugnisgeben für ihn, bis ans Ende der damals bekannten Erde (Jes 42:10, 11; Rö 9:27-29; Off 1:9; 13:17).

1.3.1          Paulus, ausgesandt den Nationen zu predigen

 

Paulus war der Apostel, den Jesus spezifisch für die Nationen bestimmte und der darin die Führung übernahm. Paulus aber kümmerte sich auch um die Juden, indem er sie zur Eifersucht reizte, um wenigstens einige zu retten (Rö 15:23, 24).

 

*** Rbi8  Römer 11:13-16 ***

13 Nun rede ich zu euch, die ihr Menschen von den Nationen seid. Insofern als ich in Wirklichkeit ein Apostel für die Nationen bin, verherrliche ich meinen Dienst, 14 ob ich irgendwie [die, die] mein eigenes Fleisch [sind,] zur Eifersucht reize und einige aus ihnen rette. 15 Denn wenn ihre Verwerfung Versöhnung für die Welt bedeutet, was wird ihre Annahme [anderes] bedeuten als Leben aus den Toten? 16 Ferner, wenn [der Teil, der als] Erstlingsfrucht [genommen wird,] heilig ist, ist es auch die Masse; und wenn die Wurzel heilig ist, sind es auch die Zweige.

 

Als Erstlingsfrucht waren es die Apostel die genommen worden waren, dann auch all jene aus den Juden, die sich taufen liessen und Jesus folgten. Auf einhundertzwanzig von ihnen fiel am Pfingsttag heiliger Geist, darunter waren die Apostel.

1.3.2          Eingepropft, aber nicht davor gesichert ausgebrochen zu werden!

 

Die Verwerfung der Generation der Juden nach Jesu Hinrichtung als Nation Gottes bedeutete nun für alle Menschen der Nationen die Möglichkeit der Annahme an Sohnes statt! Dank des Predigens der Apostel und der Jünger erhielten Menschen, die Gott bisher vollkommen entfremdet waren, die Möglichkeit, mit Gott versöhnt zu werden. Dies bedeutet Leben für solche, die in Gottes Augen zuvor tot waren.

 

Die vom Propheten Hosea angekündigte Verwerfung des zweiten Kindes, der Tochter „Lo-Ruhama“ war am Ende der siebzigsten Jahrwoche Wirklichkeit geworden. Der jüdischen Nation wurde keine Barmherzigkeit gewährt, weil sie Jesus verworfen hatte. Der neue Sohn aus unehelicher Beziehung der untreuen Frau von Hosea, Gomers, den Hosea mit „Lo-Ammi“ benennen musste, welcher die Christenheit darstellt, stand nun im Mittelpunkt. Der Name bedeutet: „Nicht mein Volk“.

 

(Zu 1.3.4:  vergleiche Grafik: III Hosea soll eine Prostituierte heiraten)

(Zu 1.3.4:  vergleiche: Zeitband Jehovas Königtum)

(Zu 1.3.4:  vergleiche: Zeitband Auchrichtung Jesu Königreich)

 

Menschen, die auf die gute Botschaft reagierten erhielten Heiligung mittels des Sünde deckenden Blutes Jesu durch die Taufe! Sie wurden Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“.

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

13 Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

Zwischen Jehovas Königreich und dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gibt es somit einen Unterschied!

 

Dieser Unterschied bleibt nicht ewig! All jene, welche seinen Sohn als den von ihm erwählten König anerkennen und sich ihm unterwerfen, sie werden seinen Segen empfangen! Dazu gehören auch all die Verstorbenen, die ihrem Rang gemäss ihre Auferstehung in einer vorherbestimmten Rangfolge erhalten werden. Paulus war der Apostel, der darauf mehr Licht werfen durfte.

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:23-25 ***

23 Jeder aber [[erhält die Auferstehung]] in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart [[Wiederkunft; bei seiner Ankunft]]. 24 Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.

 

Jesus übergibt dem Vater erst nach Harmagedons Endschlacht, wenn alle Feinde des Königreiches vernichtet sein werden und wenn die eingepropften Zweige, welche keine Frucht brachten, am Gerichtstag ausgebrochen worden waren [B2], um sie dann etwas später zusammen mit den Feinden in Harmagedons Endschlacht zu vernichten [B3].

 

(Zu 1.3.4:  vergleiche Grafik:  9.1  Anfang und Ende Satans System der Dinge)

 

Es ist am Tag des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“, dann, wenn all jene Verstorbenen vom edlen Ölbaum anlässlich der Erstauferstehung wiederum eingepflanzt werden [Bb], erst dann übergibt Jesus dem Vater das gereinigte und vollständige Königreich, das „Israel Gottes“, die gesamte Erstlingsfrucht!

1.3.3          Jehova anerkennt sein Volk

 

Dies ist der Tag, an dem Jehova zu „Lo-Ammi“, auch zu der „grossen Volksmenge“ jener schafähnlichen Menschen, die aus der grossen Drangsal kommen, spricht: „Mein Volk“ und sie ihm antworten: „Mein Gott“ (Mat 25:31-33, 46).

 

Mit Harmagedon bereits kommt der Tag, an dem alle Kriege auf der Erde aufhören werden und mit Aufrichtung der neuen „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ der Tag, wo erdenweite, wahre Sicherheit einkehrt!

 

*** Rbi8  Hosea 2:17-20 ***

17 ‚Und ich will die Namen der Baalsbildnisse von ihrem Mund entfernen, und ihrer wird nicht mehr gedacht mit ihrem Namen. 18 Und für sie werde ich an jenem Tag gewiß einen Bund schließen in Verbindung mit dem wildlebenden Tier des Feldes und mit dem fliegenden Geschöpf der Himmel und dem Kriechtier des Erdbodens, und Bogen und Schwert und Krieg werde ich aus dem Land zerbrechen, und ich will sie in Sicherheit sich niederlegen lassen. 19 Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. 20 Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.‘

 

Erst an jenem Tag ist die Frage der Apostel endgültig beantwortet: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“. Jehova verlobt sich das „Israel Gottes“ aufs neue (Apg 1:6).

 

Für uns, die wir in dieser so wichtigen Zeit leben, ist es sehr wichtig, all die Zusammenhänge zu verstehen und sie mit den vorhergesagten „Zeiten und Zeitabschnitten“ richtig in ihrer vorgegebenen Logik einzureihen. Jeder religiöse Mystizismus wird dadurch zerrissen, der ein Gewand von Geheimnis darum gewoben hat! Die Apostel zeigen uns wahrlich den richtigen Weg! Hören wir Hoseas Prophezeiung zum Thema zu Ende:

 

*** Rbi8  Hosea 2:21 - 3:1 ***

21 ‚Und es soll geschehen an jenem Tag, daß ich antworten werde‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚ich werde den Himmeln antworten, und sie ihrerseits werden der Erde antworten; 22 und die Erde ihrerseits wird dem Korn und dem süßen Wein und dem Öl antworten; und sie ihrerseits werden Jesreel [„Gott wird Samen säen“] antworten. 23 Und ich werde sie mir gewiß wie Samen in die Erde säen, und ich will derjenigen Barmherzigkeit erweisen, der nicht Barmherzigkeit erwiesen wurde, und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind, sprechen: „Du bist mein Volk“; und sie ihrerseits werden sagen: „[Du bist] mein Gott.“ ‘ “

 

Erst von jenem Zeitpunkt an wird Jehova wiederum dem „Israel Gottes“, seiner göttlichen Verwaltung direkt antworten, den „neuen Himmeln“!

 

Die „neuen Himmel“, die göttliche Verwaltung für das Millennium von 144.000 Priesterkönigen, das „Juda“ Gottes, unter Jesu und der Apostel Leitung, werden ihrerseits Jehova antworten und die „grosse Volksmenge“, „Israel“, die „neue Erde“, werden durch ihre Verwaltung Jehovas Willen und Jehovas Segen erhalten. In der „zweiten Auferstehung“, der Allgemeinen, wird auch die Erde ihre übrigen Toten herausgeben.

 

(Zu 1.3.5:  vergleiche Grafik: 8.1  Das Israel Gottes wird erwählt: Eine königliche Verwaltung für das Millenium)

(Zu 1.3.5:  vergleiche Grafik: 9.3  Jehovas Rettungsvorkehrungen: Gottes Königreich; „neue Himmel“ und eine „neue Erde“)

1.3.4          Die Warnung des Paulus ist ernst nehmen!

 

Kommen wir zurück zum Vergleich des Paulus von Christen aus den Nationen, welche in den edlen Wurzelstock eingepflanzt werden. Der Wurzelstock, das „Israels Gottes“ heiligte nun, dreieinhalb Jahre nach Jesu Tod und nach Pfingsten, auch solche Menschen, die aus den Nationen kamen. Paulus verglich sie mit eingepfropften Zweigen an einen Ölbaum (Rö 8:15).

 

Die ersten aus den Nationen, die sich Taufen liessen, waren die Mitglieder der Hausgemeinschaft des Kornelius im Herbst des Jahres 36 u.Z. in Cäsarea. Sie bildeten die erste Christenversammlung aus Menschen der Nationen (Apg Kap. 10).

 

Paulus aber warnt nun nur wenige Jahrzehnte später im Brief an die Römer um das Jahr 56 u.Z. deutlich, dass diejenigen aus den Nationen, die in den Wurzelstock eingepfropften wilden Zweigen gleichen, dass diese sich nun aber ja nicht über den Wurzelstock, über Jesus und die Apostel, über die Propheten und Heiligen Israels überheben sollten!

 

*** Rbi8  Römer 11:19-24 ***

19 Du wirst nun sagen: „Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde.“ 20 Richtig! Wegen [ihres] Unglaubens sind sie ausgebrochen worden, du aber stehst durch Glauben. Hege nicht mehr überhebliche Gedanken, sondern fürchte dich. 21 Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Sieh also Gottes Güte und Strenge. Gegen die, die gefallen sind, Strenge, gegen dich aber Gottes Güte, vorausgesetzt, daß du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden. 23 Auch werden sie, wenn sie nicht in ihrem Unglauben bleiben, eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem von Natur wilden Olivenbaum herausgeschnitten und entgegen der Natur in den edlen Olivenbaum eingepfropft wurdest, wieviel eher werden diese, die natürliche [Zweige] sind, in ihren eigenen Olivenbaum eingepfropft werden!

 

Diese eindringliche Warnung galt somit vorab Christen aus den Nationen, Paulikanern! Die Warnung war nicht umsonst an die Römer geschrieben worden, dem Zentrum des späteren Abfalls! Sie gilt aber auch ganz besonders uns, jenen in der Endzeit, auf die wiederum ein Gericht kommt! Juden, Ebioniten dagegen, welche nicht im Unglauben an den Messias geblieben sind, bedeutet es die Möglichkeit, wiederum eingepropft zu werden, Christen aber, die den Glauben verlassen haben oder sich überhöhten, ausgebrochen zu werden!

 

Die fleischlichen Juden, nachkommen Jakobs vergleicht Paulus also mit Zweigen am edlen Ölbaum, die Heidenchristen dagegen mit Zweigen aus einem wilden Ölbaum.

 

 

1.4              Die Apostel und Jünger als Verkündiger der guten Botschaft

1.4.1          Die gute Botschaft erdenweit verkündigt

 

Paulus, der Apostel für die Nationen gelangte mit seinem Predigen bis nach Rom. Er gründete viele neue kleine Versammlungen, die nun ein eigenes Wachstum entwickelten. Die geplante Reise nach Spanien dagegen konnte er nicht mehr unternehmen (Rö 15:24).

 

Petrus, der sich vornehmlich um die Juden kümmerte, ging später auch nach Antiochia, zu denen aus den Nationen und schrieb um das Jahr 62-64 u.Z. seine Briefe offenbar aus der Stadt Babylon, wo er offensichtlich der dortigen Judengemeinde den Christus predigte. Die Apostel erfüllten somit Jesu Gebot, bis an „die entferntesten Teile der Erde zu predigen! (1.Pe 5:13)

 

Wie sich später zeigte, waren es ausser Petrus verschiedene andere Männer, welche den Vorsitz in der Versammlung Jerusalem übernahmen, um bei bestimmten Gemeinschaftsentscheiden als Wortführer zu amten. Zu Beginn war es aber Petrus, dann später Jakobus und auch andere. Bereits einige Jahre vor Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u.Z., zu Beginn der Zelotenaufstände ab 66 u.Z. wurden jene Versammlungen in weite Teile des römischen Reiches und darüber hinaus zerstreut.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:13-21 ***

13 Nachdem sie ausgeredet hatten, antwortete Jakobus, indem er sprach: „Männer, Brüder, hört mich an. 14 Simeon [[Petrus]] hat ausführlich erzählt, wie Gott erstmals seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen. 15 Und damit stimmen die Worte der PROPHETEN überein, so wie geschrieben steht: 16Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Hütte Davids, die verfallen ist, wieder aufbauen; und ich werde ihre Trümmer wieder aufbauen und sie wieder aufrichten, 17 damit die, die von den Menschen übrigbleiben, zusammen mit Leuten aus allen Nationen, Leuten, die nach meinem Namen genannt sind, Jehova ernstlich suchen, spricht Jehova, der diese Dinge tut, 18 die seit alters bekannt sind.‘ 19 Meine Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. 21 Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[Versammlungen]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.

 

Obwohl Petrus anwesend war, ist es Jakobus, der den Entscheid gefällt hat. Die Behauptung der Katholischen Kirche Petrus hätte das Primat dauernd innegehabt, wird dadurch eindeutig nicht widerlegt! (Apg 12:17; 21:17-19)

 

Offensichtlich war es zudem weiterhin der Sabbat, der auch in den Christenversammlungen als Tag für das Zusammenkommen eingehalten wurde (vergl. Mal 4:4).

1.4.2          Die Sonderstellung des Paulus

 

Paulus nimmt unter den Aposteln eine Sonderstellung ein, da er erst nach Jesu Tod und Auferstehung zu einem von Jesus erwählten Zeitpunkt Judas Iskariot ersetzen sollte, der Jesus verraten hatte. Auch Paulus wurde wie die Zwölf zuvor ebenso durch Jesus direkt erwählt. Beachten wir dabei, dass Saulus aus jener Gruppe herauskam, die Jesus eindeutig verworfen hatte, dem Pharisäertum, das damals der grösste Feind der Christen war! (Mat 23:15; Apg 7:58-8:3)

 

*** Rbi8  Galater 1:1 ***

Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat

 

Laut den Worten des Paulus ist sein Apostolat somit eines, das von Gott und Jesus stammt. Das Apostolat des Matthias dagegen stammte von den Aposteln, die voreilig eine Wahl trafen und einen Text, der an Jesus gerichtet war, auf sich selbst bezogen. Ihre Wahl wurde zudem durch das Los vollzogen (Ps 109:8; Apg 1:15-26).

 

Jesus sorgte dagegen direkt für die Schulung des Paulus. Was Paulus ursprünglich nicht an direkter Schulung erhielt, wie die übriggebliebenen Elf, das wurde nun durch ein spezielles Verständnis durch Offenbarungen ergänzt, das selbst jenes der übrigen Apostel überstieg und den anderen als Richtlinie gelten musste. Der Brief an die Hebräer, den Christen aus den fleischlichen Juden, den Ebioniten bestätigt dies deutlich (Heb 2:1-4; 3:1).

 

*** Rbi8  Galater 1:11-12 ***

11 Denn ich bringe euch zur Kenntnis, Brüder, daß die gute Botschaft, die von mir als gute Botschaft verkündigt worden ist, kein Menschenwerk ist; 12 denn ich habe sie weder von einem Menschen empfangen, noch bin ich [darüber], außer durch Offenbarung Jesu Christi, belehrt worden.

 

Die Schulung des Paulus erfolgte somit mittels von Visionen, die er direkt von Jesus erhielt. Er war für Jesus ein von Jehova „auserwähltes Gefäss“, das Jesu Namen sowohl zu den Nationen, zu Königen und zu den Söhnen Israels bringen sollte (Apg 9:15, 16).

1.4.3          Die Apostel waren Menschen mit Fehlern und Schwächen!

 

Keiner von den Aposteln war von Jesus beauftragt eine eigene Religion zu gründen! Im Gegenteil, Jesus hatte ihnen klar gezeigt, dass sie sich nicht einer über den anderen erhöhen sollten. Auch lehrte sie Jesus keine geheimnisvollen Riten, welche sie bei bestimmten Gelegenheiten angewendet hätten, wie zum Beispiel das Lesen einer Messe, Beichten abzunehmen, Menschen in Hochzeiten zu vereinen oder beim Tod eine Absolution zu geben.

 

Selbst das Taufen schien eine sehr natürliche Angelegenheit gewesen zu sein, die jeder Art von Ritual entblösst war und oft im Freien, an einem Gewässer stattfand oder wie im Falle des Kornelius in einem Bad im inneren des Hauses (Joh 1:20; 3:22, 23; Apg 8:38; 10:47, 48).

 

Auch nach Jesu Tod waren und blieben die Apostel Menschen mit Fehlern und Schwächen. Es scheint unter ihnen währen der Ausbildung durch den Christus üblich gewesen zu sein, sich um die ersten Plätze zu streiten. Jesus musste sie mehrmals zurechtweisen. Sie waren sich auch nach dem sie heiligen Geist empfingen durchaus bewusst, dass ihr Glaube der Stärkung bedurfte. Jesus selbst wies sie wegen ihres Kleinglaubens zurecht (Mat 19:30; 20:20-28; Apg ).

 

*** Rbi8  Matthäus 17:20 ***

Er sprach zu ihnen: „Wegen eures Kleinglaubens. Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt von der Größe eines Senfkorns, werdet ihr zu diesem Berg sagen: ‚Rück von hier nach dort!‘, und er wird wegrücken, und nichts wird euch unmöglich sein.“

 

Jesus verhalf diesen seinen Jüngern zu einem stärkeren Glauben, indem er sie belehrte, und dadurch das Fundament ihres Glaubens legte, eine klare Erkenntnis vermittelte und ihr eigenes Unterscheidungsvermögen stärkte.

1.4.4          Belehrung als Grundlage Fehlverhalten zu vermeiden

 

Die Apostel waren es, die geistige Dinge zu verstehen begannen, während die aaronsche Priesterschaft und die religiösen Führer weiterhin in Ritualen und an menschlichen Überlieferungen haften blieb. Die Jünger dagegen lernten, wie man das Hauptprinzip hinter allen Geboten, die Liebe, in die Tat umsetzte. Sie belehrten einfache Menschen, heilten Kranke und trieben Dämonen aus. All dies taten sie kostenfrei (Mat 10:7).

 

Jesus lehrte sie zudem, wie sie sich ihren religiösen Vorstehern gegenüber zu verhalten hatten. Er zeigte durch Verweigerung des Gehorsams das korrekte Verhalten, wo jene Führer Dinge verlangten, welche im Gesetz Gottes nicht vorgesehen waren. Sich menschlichen Überlieferungen zu unterordnen war ein Stolperstein!

 

*** Rbi8  Markus 7:1-8 ***

7 Es versammelten sich nun bei ihm die Pharisäer und einige von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren. 2 Und als sie einige seiner Jünger ihr Mahl mit unreinen, das heißt ungewaschenen Händen einnehmen sahen3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, ohne sich die Hände bis zum Ellbogen zu waschen, da sie an der Überlieferung der Männer früherer Zeiten festhalten, 4 und wenn sie vom Markt zurück sind, essen sie nicht, ohne sich durch Besprengen zu reinigen; und noch viele andere Überlieferungen gibt es, die sie zu halten übernommen haben: Taufen von Bechern und Krügen und Kupfergefäßen —, 5 da befragten ihn diese Pharisäer und Schriftgelehrten: „Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Männer früherer Zeiten, sondern nehmen ihr Mahl mit unreinen Händen ein?6 Er sprach zu ihnen: „Jesaja hat treffend von euch Heuchlern prophezeit, so wie geschrieben steht: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren. 8 Ihr gebt das Gebot Gottes auf und haltet an der Überlieferung der Menschen fest.“

 

Jesus war es, der die Jünger belehrte, dass sie sich nicht an solche unnützen und belastenden Rituale halten sollten. Er befreite somit die Jünger von schweren Lasten. Sie sollten dem Nächsten all dies tun, was sie selbst gerne hätten, dass ihnen der Nächste tun würde. Deutlich aber hielt Jesus selbst und seine Jünger weiterhin an Gottes Geboten fest!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:12 ***

Alles daher, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es, was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten.

 

Gleichzeitig war Jesus es, der diese religiösen Führer mutig Heuchler nannte und ihnen die Übertretung von Gottes Gesetz klar vor Augen führte.

 

Natürlich zogen sich Jesus und seine Jünger dadurch den Hass der Anhänger der geistigen Obrigkeiten zu. Jesus zeigte aber dadurch deutlich, worin diese versprochene Befreiung besteht, wenn sie die Wahrheit erkennen würden (Joh 8:31, 32).

1.4.5          Erfüllung von Prinzipien anstelle von Gesetzeswerken

 

Während die jüdischen Lehrer sich auf Gesetzeswerke stützten, die ständig durch neue Verbote ergänzt wurden, zeigte Jesus den Sinn hinter den Gesetzen, legte die Lebensprinzipien offen und lehrte seine Anhänger sich auf diese Prinzipien zu stützen, welche stets auferbauen, während Gesetze nur Grenzen setzen!

 

(Zu 1.4.5:  vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

Könntest du nun die Eingangs gestellte Frage betreffend der Apostel selbst beantworten: „Worin bestand ihre Ausserordentlichkeit?

 

Als Menschen unterschieden sich offensichtlich kaum von anderen, sie fielen nicht durch irgendwelche spezifische Eigenschaften auf. Auch machten sie zu Anfang Fehler wie viele von uns. Worin sie sich aber unterschieden, das war ihre Bereitschaft alles zu verlassen und Jesus vollständig anzugehören. Dadurch zeigten sie Glauben an Gott, in die Propheten und deren Wort, wie auch in Christus selbst. Sie folgten ihm, wo immer er hinging. Sie waren bereit ihre bisherigen Ansichten und Handlungsweisen zu verändern und die Gerechtigkeit zu lernen, welche von Gott her stammt (Mat 6:33; 19:27).

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:4 ***

Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht

 

Im Falle des Paulus verliess er seine Stellung als Pharisäer und geachtetes Mitglied des Sanhedrins. Ihm war eine religiöse Karriere unwichtig und zählte sie zu dem, was er später eine Menge Kehricht nannte.

 

*** Rbi8  Philipper 3:8-11 ***

Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne 9 und in Gemeinschaft mit ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus Gesetz kommt, sondern die, die durch Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt, 10 um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung [[gr.: exanástasin]] von den Toten gelangen könnte.

 

Für Paulus war die Gemeinschaft mit Christus weit wichtiger wie alles andere! Er wusste, dass ihm sein Glaube an Christus als Gerechtigkeit angerechnet würde, so wie dies bei Abraham der Fall war, der Glauben in Gott setzte. Diese Art des Glaubens bewirkt eine Unterordnung unter Gottes Anweisungen, weil der Glaubende erkennen kann, dass dies zu seinem Guten ausschlägt (Rö 4:3).

1.4.6          Die Aufgaben der Apostel und Jünger damals

 

Eine weitere Frage die Apostel betreffend wurde inzwischen zum Teil beantwortet: „Was wissen wir über ihre bisherige und was über ihre künftige Aufgaben?

 

Die bisherige Aufgabe der Apostel war es, Jünger zu machen und diese zu Christus als Führer und zu Jehova als allein wahren Gott hinzuführen. Sie waren hierzu Vorsteher ihrer eigenen Versammlungen, wenn sie an einem Ort verblieben. Wie wir von Paulus wissen, belehrte er in ganz Asien, in Griechenland und in Rom Menschen und machte sie fähig, das Gelernte anzuwenden und selbst Lehrer zu sein und andere zu belehren, sich in Versammlungen geordnet zusammenzufinden, um sich gegenseitig zu ermuntern und im Glauben zu stärken.

 

In den Versammlungen der ersten Christen die „der Weg“ genannt wurden, gab  es keinerlei sich wiederholender Rituale und keine eingeübten Gebetsformeln oder Glaubensbekenntnisse. Wie Paulus es ausdrückte, glaubte man an alles was im Gesetz und den Propheten steht.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-15 ***

14 Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird.

 

Dieser Glauben konnte nicht in eine Zauber- und Beschwörungsformel zusammengefasst werden! Paulus bestätigt eine künftige Auferstehung der „Gerechten und der Ungerechten“, dies im Jahre 56 u.Z., als er in Cäsarea vor dem Statthalter Felix auf die Anklagen der Juden aussagen musste. Somit gab es damals immer noch keine himmlische Auferstehung, wie dies Hymenäus zuvor um das Jahr 54/55 u.Z. in Ephesus behauptet hatte!

 

Das Ziel jeder Versammlung war die gegenseitige Belehrung, Stärkung und Ermunterung hin zu vortrefflichen Werken. Die Belehrung im Gesetz und den Propheten wurden seit Moses am Sabbat eingehalten! Jeder sollte ein Lehrer werden und jeder fähig sein, seinerseits Jünger zu machen.

 

*** Rbi8  Hebräer 10:23-25 ***

23 Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Die Hoffnung der Christen richtete sich auf Jesu Wiederkehr und das Aufrichten von Gottes Königreich. Diese Hoffnung sollte wach gehalten werden bis zum Offenbarwerden des Christus und all jener, die mit ihm im kommenden System herrschen werden. Christen sollten gegenseitig aufeinander achten, um ihre Liebe zueinander zu stärken. Dazu war ein regelmässiges Zusammenkommen und gegenseitige Ermunterung notwendig!

 

Daran war nichts wunderhaftes und stand auch keine zentrale Organisation dahinter, die jedes Detail bis ins Letzte regelte, sondern die Organisationsfreude jener Person, welche der Versammlung vorstand war gefordert. Er musste die Versammlung in die Denk- und Lernaktivität mit einbeziehen, anstelle von Monologen seitens eines Katheder oder von der Kanzel her. Bestimmt wurden in solchen Zusammenkünften auch gemeinsam Pläne erarbeitet, wie Bedürftigen aktiv geholfen werden kann und die Liebe zum Nächsten dadurch aktiv zum Tragen kommt.

 

 

1.5              Das selbständige Predigen der guten Botschaft gibt Befreiung!

1.5.1          Predigen der Wahrheit über Gottes Königreich bricht die Macht Satans

 

Da Jesus nicht nur die Apostel, sondern alle Jünger zum Predigen der guten Botschaft ermunterte, sind Versammlungsvorsteher gefordert diese Tätigkeit nicht nur selbst auszuführen, sondern alle dazu fähigen Christen einzubeziehen.

 

*** Rbi8  Lukas 10:1-4 ***

10 Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe.

 

(Zu 1.5.1:  vergleiche Grafik: 9.3  Jehovas Rettungsvorkehrungen: Gottes Königreich; „neue Himmel“ und eine „neue Erde“)

 

Solche Aktivitäten, wo ein erfahrener Christ mit einem Neuling, der gerne lernen möchte das Gespräch gemeinsam mit Dritten bewusst sucht gibt dem Neuling wertvolle Erfahrungen und freudige Erlebnisse. Jesus zeigte dabei, dass die Aufgabe des Jüngermachens allen übertragen ist und wir alle seinem hervorragenden Beispiel zu folgen haben!

 

*** Rbi8  Lukas 10:16-21 ***

16 Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“

17 Dann kehrten die Siebzig mit Freuden zurück und sagten: „Herr, selbst die Dämonen werden uns durch die Benutzung deines Namens unterworfen.“ 18 Darauf sagte er zu ihnen: „Ich sah den Satan wie einen Blitz bereits aus dem Himmel gefallen. 19 Seht! Ich habe euch die Gewalt gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten sowie über die ganze Macht des Feindes, und nichts wird euch irgendwie schaden. 20 Dennoch freut euch nicht darüber, daß euch die Geister unterworfen werden, sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.“ 21 Zu derselben Stunde frohlockte er im heiligen Geist und sprach: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor Weisen und Intellektuellen sorgfältig verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast. Ja, o Vater, denn so zu tun ist vor dir wohlgefällig gewesen.

 

Die Macht Satans, Menschen mittels der Religionsführer zu beeinflussen, wurde dadurch erschüttert, dass einfache, nicht studierte Menschen mit anderen über ihre Hoffnung zu sprechen begannen. Jesus hatte seine Feinde schon zuvor als „Schlangen und Skorpione“ bezeichnet. Auch Paulus und die Propheten hatten diesen Zusammenhang erwähnt (Hes 2:6; Mat 23:33; Rö 3:13).

1.5.2          Jesu Jünger treten auf Schlangen und Skorpione

 

Die Schlangen und Skorpione, die Jesus in Lukas 10:19 erwähnt, auf welche seine Jünger nun angstfrei „treten“ oder gegenübertreten konnten, waren somit Menschen mit solcher Art Eigenschaften, welche bisher Angst und Unterdrückung auslösten, die verletzen und töten. Deren giftige Worte vermochten die Jünger nun nicht mehr zu verletzen! Jesu hatte angekündigt, dass die Wahrheit seine Jünger von Aberglauben, menschlichen Überlieferungen und dadurch bedingten religiösen Abhängigkeiten befreien würde.

 

Bedenken wir, dass Satan die Urschlange genannt wird und Jesus im Zusammenhang von Satan spricht, der aus dem „Himmel“, respektive seiner Vormachtstellung geworfen wurde. Die von ihm kontrollierten Religionsführer waren durch Jesus entlarvt worden, weil Jesu Jünger, die nun ihm nachfolgten nicht mehr den durch Satan verführten Geistlichkeit unterworfen waren, die wie ihr geistiger Vater Satan „in der Wahrheit nicht feststehen“ (Joh 8:31, 32; Off 12:9).

 

(Zu 1.5.2:  vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“)

 

In 1.Könige 12:11 wird von „Züchtigung“ gesprochen, welche Salomos Sohn Rehabeam dem Volk androhte, weil es Erleichterung der Steuern und Lasten verlangte. Das Wort, das dort „Geisseln“ als Mittel zur Züchtigung bedeutet, kann auch als „Skorpione“ übersetzt werden.

 

*** Rbi8  1. Könige 12:11 ***

Und nun, mein Vater seinerseits hat euch ein schweres Joch aufgeladen; ich aber werde zu eurem Joch hinzufügen. Mein Vater seinerseits hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber werde euch mit Geißeln züchtigen.‘

 

***  1. Könige 12:11 (Fn) ***

„Geißeln“. Das hebr. Wort bedeutet auch „Skorpione“, wie in 5Mo 8:15.

 

In 5. Mose 8:15 wird ebenfalls von „Schlangen und Skorpionen“ gesprochen. In der Fussnote wird erklärt. Der Zusammenhang in 5. Mose 8:15 spricht von der Befreiung Jehovas aus Ägyptischer Sklaverei. Jesus befreite von der Geissel der religiösen Führer, deren finanziellen Ausnutzung, indem er selbst kostenfrei gab und seine Jünger aufforderte ebenso zu handeln!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:8 ***

Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt.

 

Somit waren die „Schlangen“ jene, die der Urschlange folgten und ihre Mitmenschen durch unnütze Überlieferungen und überhöhte Forderungen geisselten. Jesus gebrauchte die Worte eindeutig im Zusammenhang mit den religiösen Führern seiner Tage! Sie sind heute genauso anwendbar.

 

Die Macht des Feindes wird somit dadurch gebrochen, dass wir die Angst vor ihnen verlieren, indem wir die Wahrheit der Nutzlosigkeit ihrer Begehren und ihres ungerechtfertigten Machtanspruchs erkennen und anderen verkünden. Jene behaupten Gottes Diener zu sein, sie dienen aber in Tat und Wahrheit dem Gott dieses Systems! (Joh 8:44)

 

(Zu 1.5.2:  vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen; Beachte die Frage im Zentrum oben: „Wer ist wirkliches Haupt der religiösen Organisationen: Jehova oder Satan?“)

 

Diese Macht der Religionsführer liegt bis heute darin, dass nahezu alle Gläubigen in der einen oder andern Form blind jenen Führern folgen und Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun würden! Hinter jeder Art religiösen Fanatismus stehen jene, die diesen Fanatismus fördern, weil dies Abhängigkeit erzeugt und Menschen willige Werkzeuge in ihren Händen werden! Sie sind in Wirklichkeit Götter!

 

Ein gutes Beispiel lieferten die Pharisäer mit ihrer Forderung des Waschen der Hände bis zu den Ellbogen vor jeder Mahlzeit! In einem Land, wo Wasser eher Mangelware ist, bleibt dies Unsinn und hat mit Hygiene nichts zu tun! (Mar 7:1-8)

 

Ein anderes Beispiel von unnützen Überlieferung war, wo Jesu Jünger am Sabbat Ähren abstreifen, um die Körner zu essen und angeklagt wurden, das Sabbatgesetz zu verletzen! (Mat 12:1-8)

1.5.3          Befreiung vom heutigen religiösen Joch

 

Wer ein wenig die Forderungen heutiger christlicher Religionen betrachtet, die den Zehnten fordern, das wöchentliche Teilhaben an der Messe verlangen, die Ohrenbeichte fordern, einige haben Alkohol- oder Rauchverbot, andere verbieten selbst das Teetrinken und viele andere Forderungen, die sie aufstellen, wozu das Gesetz noch Jesu eine Handhabe gab!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 4:1-3 ***

4 Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen.

 

Paulus spricht nicht vom Genuss von Schweinefleisch, Fett oder von Blut, welche das Gesetz ausdrücklich verbietet, sondern von menschlichem Regelwerk, das über Gottes Gebot hinausgeht! Jesaja dagegen sagt für den Gerichtstag Gottes warnend:

 

*** Rbi8  Jesaja 66:17-18 ***

17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus, sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.“

 

Jesus war nicht gekommen das Gesetz abzuschaffen, sondern ein vollkommenes Muster der Erfüllung aufzuzeigen! Als Petrus ein Tuch mit unreinen Tieren sah und aufgefordert wurde „schlachte und iss“ zeigte er später selbst, dass damit das Ende der Unreinheit der Menschen der Nationen gemeint war. Das Tuch war in den Himmel genommen worden bevor Petrus etwas schlachten konnte (Apg 10:13-17, 27).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 11:7-12 ***

7 Auch hörte ich eine Stimme zu mir sagen: ‚Steh auf, Petrus, schlachte und ! 8 Ich sagte indes: ‚Nicht doch, Herr, denn niemals ist etwas Verunreinigtes oder Unreines in meinen Mund gekommen.‘ 9 Das zweite Mal antwortete die Stimme vom Himmel: ‚Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.‘ 10 Dies geschah ein drittes Mal, und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen. 11 Und siehe, in diesem Augenblick standen drei Männer vor dem Haus, in dem wir uns befanden, die aus Cäsarea zu mir gesandt worden waren. 12 Da hieß mich der Geist, mit ihnen zu gehen, ohne irgendwie zu zweifeln. Es gingen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir traten in das Haus des Mannes ein.

 

Wie der Kontext deutlich zeigt, war nicht das göttliche Gesetz und die Speisevorschriften abgeschafft worden, sondern dies war ein Gleichnis, ein Vergleich zu etwas anderem, das zuvor unrein war und nun gereinigt worden war: Die Zwischenwand, die Menschen der Nationen vom Staatssystem Israels abtrennte war von Gott aufgehoben worden! Als Beweis der Reinigung fiel heiliger Geist auf jene Hausgemeinschaft des Kornelius noch bevor Petrus sie taufte! Nirgends wird davon berichtet, dass nun das Essen von Schweinefleisch oder Blut dadurch gestattet worden wäre, weit eher das Gegenteil wurde am Apostelkonzil bestätigt, wo gewichtige Teile der Speisevorschriften erneut als notwendige Dinge erklärt wurden!

 

Das Versprechen von himmlischer Auferstehung und die Androhung der Hölle aber wird durch genaue Erkenntnis der Wahrheit als das entlarvt, was es wirklich ist, simple Lüge. Damit aber wird ihre Macht gebrochen, weil wir erkennen können, dass nicht sie es sind, die unsere endgültige Destination und Rettung oder Verurteilung in den Händen halten, wie sie dies direkt und indirekt behaupten! Jesus ist das Mittel der Rettung, er ist das Horn, er ist unser König! Der greise Simon gab einen Hinweis darauf, als Maria das männliche Kind Jesu am vierzigsten Tag im Tempel darstellte:

 

(Zu 1.5.3:  vergleiche: Zeitband Jesu Geburt)

 

*** Rbi8  Lukas 1:68-75 ***

68 „Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels, denn er hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt und ihm Befreiung bereitet. 69 Und er hat für uns ein Horn der Rettung aufgerichtet im Hause Davids, seines Knechtes, 70 so wie er durch den Mund seiner heiligen Propheten seit alters geredet hat 71 von einer Rettung vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, 72 um in Verbindung mit unseren Vorvätern Barmherzigkeit zu erweisen und seines heiligen Bundes zu gedenken, 73 des Eides, den er Abraham, unserem Vorvater, schwor, 74 um uns, nachdem wir aus den Händen der Feinde befreit worden sind, das Vorrecht zu gewähren, ihm ohne Furcht heiligen Dienst darzubringen 75 mit Loyalität und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage.

 

Nun kommen aufgrund der Belehrung Jesu plötzlich ungebildete Menschen, welche verschiedene Dinge zu erklären und zu hinterfragen in der Lage sind, welche den Religionsführern unlösbare Rätsel darstellen, oder welche sie mittels komplexen Lügen, wie zum Beispiel der himmlischer Auferstehung, der Dreieinigkeit Gottes zu erklären versuchen. 

1.5.4          Die unreinen Geister sind Jesu Jüngern wirklich unterworfen!

 

In Lukas 10:20 erwähnt Jesus weiter: „Dennoch freut euch nicht darüber, daß euch die Geister unterworfen werden, sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.“ Unsere Namen werden durch Jesus im „Buch des Leben“ im Himmel droben verwaltet!

 

Hinter den modernen pharisäischen Lehren der Christenheit stehen wiederum die Dämonen, welche solche Dinge inspirieren und dadurch ihre Macht ausüben. Alle Religionen, auch alle christlichen üben in der einen oder anderen Form Spiritismus aus und lassen sich von jenen unreinen Geistern führen! Wie sonst hätte Jesus den Juden so klare Vorhaltungen gemacht und das Muster aufgezeigt, das mit dem Hören der Wahrheit im Zusammenhang steht? Wer in der Wahrheit die Jesus lehrt nicht feststeht – nicht in der „offiziellen Wahrheit“ seiner Religionsgruppe –, der steht auf der Seite des Vaters der Lüge!  (1.Ti 4:1-5; Off 16:13, 14)

 

(Vergleiche Artikel: Was ist Wahrheit)

 

*** Rbi8  Johannes 8:43-47 ***

43 Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Die Wahrheit zu erkennen und fest auf der Seite der Wahrheit Stellung zu beziehen, unabhängig, ob dies mit Unterdrückung und Verfolgung einhergeht, das ist die Bedeutung dessen, was Jesus sagte: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die  Wahrheit wird euch frei machen!“ Die Apostel sind uns auch hierin Wegweiser! (Joh 8:31, 32; 15:20)

 

Warum würde Gott alle Religionen, ausnahmslos alle, in der Offenbarung wegen Spiritismus verurteilen und vollkommen zerstören lassen, wenn nicht alle von Satan durchsäuert wären? (Off Kap. 17, 18)

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:8 ***

Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Der Tag der Urteilsvollstreckung an „Babylon der Grossen“ ist sehr nahe! Die Apostel sind uns auch da Geleit, weil sie bei der Beschreibung der Urteilsvollstreckung während der Zeit „grossen Drangsal“ in Jubel ausbrechen! Das können sie nur darum, weil sie ihre Frühauferstehung (gr.: exanástasin) bereits zuvor hatten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:20 ***

Sei fröhlich über sie, o Himmel, auch ihr Heiligen und ihr Apostel und ihr Propheten, weil Gott für euch richterliche Strafe an ihr vollzogen hat!“

 

Wir aber sind aufgefordert jede Art Religion vorher zu verlassen, ob uns dies gefällt oder ob wir dies gefühlsmässig ablehnen! Auch die Apostel hatten das religiöse System der Pharisäer, der Sadduzäer und Schriftgelehrten verlassen und bemühten sich ernsthaft, die Gerechtigkeit die von Gott stammt in ihr Leben zu bringen (Off 18:4).

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

4 Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Hinter dem Terrorismus der heutigen Tage steckt zu einem grossen Teil religiöser Fanatismus! Ohne vollkommene Zerstörung der Religionen, welche die Basis zum Fundamentalismus bilden, deren wahre Grundlage liefern, wird niemals Frieden zwischen den Völkern herrschen können! Satan und die Dämonen beherrschen die Menschen durch religiöse Trennung! Die Religionen reiten wie eine Hure das „wilde Tier“, die Politik!

 

(Zu 1.5.4:  vergleiche Grafik: Biblische Symbole)

 

Um Gott und Jesus zu dienen ist aber nicht Religion notwendig: Es ist eine Form zu leben und dies ist es ist ein Lebensweg! Es bedeutet Jesu Worte zu hören und sie im täglichen Leben wirklich zu leben! Auch hier sind uns die Apostel Vorbild!

1.5.5          In Jehovas Gedenkbuch eingeschrieben

 

In Lukas 10:20 erwähnt Jesus zudem etwas über das Einschreiben der Namen in den Himmeln: „Dennoch freut euch nicht darüber, daß euch die Geister unterworfen werden, sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.“

 

Jesus wird genauso über jeden gerechten Menschen in der Zeit des Endes frohlocken, der sich überwindet und mit anderen das Gespräch sucht. Dazu sind keine Theologen und keine ausgebildeten Priester notwendig, sondern gewöhnliche Menschen, die ihre Überzeugung von etwas Kommendem, etwas weit Besserem mit anderen teilen möchten und die Worte, so wie sie in der Bibel stehen, in ihrem Zusammenhang wirklich verstehen.

 

Jesus erwähnt in Lukas 16:20, dass die Namen derer in den Himmeln eingeschrieben würden, welche ihrerseits anderen predigen und dadurch Jesu Gebot erfüllen Jünger zu machen und jene zu lehren (Mat 28:19, 20).

 

Der Prophet Maleachi erwähnt etwas ähnliches, wie er den „grossen und furchteinflössenden Tag Jehovas“ erwähnt (Mal 4:5).

 

*** Rbi8  Maleachi 3:16 ***

Zu jener Zeit redeten diejenigen miteinander, die Jehova fürchten, jeder mit seinem Gefährten, und Jehova merkte unablässig auf und hörte zu. Und ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken.

 

„Jene Zeit“ war sowohl die Zeit des Messias im ersten Jahrhundert und ist auch die Zeit seiner Wiederkehr als mächtiger König, inmitten seiner Engel, vor dem Ende, vor dem „grossen und furchteinflössenden Tag Jehovas“, der in Harmagedons Urteilsvollstreckung an seinen Feinden endet.

 

Maleachi zeigt, dass jene Menschen, welche im Gedenkbuch Gottes, und nicht dem irgend einer Kirche eingetragen werden, dass diese Menschen wahre Gottesfurcht zeigen, indem sie untereinander über Jehova und sein kommendes Gericht reden, um sich zu stärken und zu ermuntern das zu tun, was er uns durch Jesus, den wahren Boten, aufträgt!

 

Bedenken wir, dass dies am besten innerhalb kleiner Gruppen und Versammlungen geschieht, wie dies im ersten Jahrhundert unter der Führung der Apostel der Fall war! Es gab keine komplexe Hierarchie nach der sich alles ausrichten musste. Die Versammlungen richteten sich nach dem, was in den Evangelien und den Briefen von den Aposteln übermittelt wurde! Die „Engel“ der Versammlungen waren derer Wortführer, deren Vorsteher, welche Jesus direkt in seiner Hand hält! (Off 1:20-2:2)

1.5.6          Ablehnung seitens der Menschen ist kein Grund zur Abkehr von der Wahrheit

 

Jesus zeigte andererseits im oben besprochenen Text in Lukas, dass einige Menschen ablehnend reagieren würden. Würde dies für Christen Grund sein, ihr Predigen der Wahrheit aufzugeben? Jesus hatte ja siebzig ausgesandt, die er mit den folgenden Worten im voraus warnte:

 

*** Rbi8  Lukas 10:16 ***

Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“

 

Auch wenn viele Menschen nicht hören sollten, so mussten die Jünger dennoch predigen! Im Gegenteil, diese Form der Ablehnung würde bloss bestätigen, was Jesus selbst erleben musste. Viele Juden lehnten es ab, auf ihn zu hören, obwohl sie ihm möglicherweise durchaus zuhörten. Diese Juden hörten aber bestimmt weiterhin ihren religiösen Führern zu, die Jesus als Messias ablehnten! Gottes Wort und Willen aber interessierte sie in Wahrheit wenig!

 

Die Form des Hören und Reagieren auf das Gehörte ist hier angesprochen! Wer Gottes Wort kennt und es tun möchte, der achtet auf jene, welche dieses Wort reden und er achtet auf die Handlungen derer, die es verkünden, die mit Gottes Wort im Einklang handeln müssen!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:1-4 ***

23 Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: 2Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.

 

Jesus sagt nicht, dass jenen die das Gesetz Mose predigen nicht gehorcht werden sollte, im Gegenteil: „Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten.“ Jene Führer zeigten sich durch ihr Handeln als Gesetzesbrecher!

 

Von den einen Menschen gehört zu werden und von anderen abgelehnt zu sein gehört zum selbständigen Predigtauftrag den Jesus jedem Jünger erteilte! Beides aber macht uns fähiger, unsere Überzeugung mit anderen Menschen zu teilen und die Wahrheit mit Salz in der Rede gewürzt zu verteidigen. Jene, die ablehnend sind, fordern uns zu besseren Argumenten heraus, die anderen die zuhören erfreuen unser Herz. Beides regt zum Forschen und zum Prophezeien an und beides verhindert, dass wir Menschen und Engeln ungebührliche Ehrerweisungen darbringen  (Off 19:10).

 

*** Rbi8  Kolosser 4:5-6 ***

5 Fahrt fort, in Weisheit gegenüber den Außenstehenden zu wandeln, indem ihr die gelegene Zeit für euch auskauft. 6 Eure Rede sei stets gefällig, mit Salz gewürzt, damit ihr wißt, wie ihr jedem zu antworten habt.

 

Wie die Apostel, die sich stets Zeit für ein Gespräch und eine Erklärung nahmen, so treten wir mit Argumenten auf, deren tiefe Weisheit in der Bibel zu finden sind. Dort schulen wir unser klares Denkvermögen und den Willen dazu, Jesus, Paulus und die übrigen Apostel nachzuahmen! Das regelmässige Lesen der Bibel ist somit wichtiger Bestandteil des Lebens eines Christen, der sich die Zeit auch hierzu „auskauft“, das heisst den Preis dafür entrichtet, indem er auf anderes freiwillig verzichtet.

 

 

1.6              Die Apostel und wir in der Zeit des Endes

1.6.1          Die Aufgabe der Apostel in der dreieinhalbjährigen Endzeit

 

Paulus erwartete, dass er zusammen mit Jesus und zusammen mit den anderen Aposteln eines Tages in den „neuen Himmeln“, der kommenden Verwaltung für die Erde seine Rolle als Mitrichter des Israels Gottes, der 144.000 Mitkönige erfüllen könnte. Er wusste weit mehr zum Thema Auferstehung und kommender Verwaltung wie die übrigen Apostel, weil Jesus ihm Verständnis durch Visionen verliehen hatte. Bestimmt hatte Jehova ihn auch deswegen erwählt, weil er gesetzestreu und mit tiefer Erkenntnis der Aussagen früherer Propheten ausgestattet war, denen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden (Apg 9:15; 20:3; Gal 1:12; Eph 1:8-14; Phi 3:4-8).

 

*** Rbi8  Römer 3:1-2 ***

3 Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2 In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden.

 

(Zu 1.6.1:  vergleiche: Zeitband Biblischer Schriften, Bündnisse, Prophetie)

 

Die Propheten Daniel und Sacharja, die Apostel Paulus und Johannes erhielten jeweils gesondertes Wissen betreffend des Ablaufs der Endzeit, das sich jedoch gegenseitig ergänzt. Jeder beschrieb den Tag des Gerichts Jehovas und das Erscheinen und wiederkommen des Messias aus einem anderem Blickwinkel heraus. Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Maleachi, Habakuk, Joel und viele andere der Propheten spielen ergänzende Rollen, die zum Gesamtverständnis notwendig sind!

1.6.2          Die Apostel und wahren Jünger als Verteidiger der reinen Lehre

 

Sie alle aber mussten wegen falscher Führer leiden, weil sie von göttlichem Gericht und weil sie vom Christus geredet haben! Stets waren es aufs Neue die Führer, welche das Gesetz Gottes missachteten und ihre eigenen Überlieferungen aufstellten. In seiner Verteidigung vor dem jüdischen Gericht des Sanhedrins klagte Stephanus die Obrigkeit unumwunden an.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 7:51-53 ***

51 [Ihr] Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen, ständig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr. 52 Welchen von den Propheten haben eure Vorväter nicht verfolgt? Ja, sie töteten die, die über das Kommen des Gerechten im voraus Ankündigung machten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, 53 ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln übermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt.“

 

Saulus selbst hörte diesen Teil der Verteidigung des Stephanus vor dem Sanhedrin, bevor er seine Zusage zu dessen Steinigung gab! Die Propheten klagten ihre Unterdrücker und Mörder mutig an und nahmen jeweils kein Blatt vor den Mund!

 

Was bei den Juden üblich war, kurz nach einem göttlichen Gericht jeweils wiederum abzufallen, sollte auch im Christentum, trotz Warnungen wiederholt werden.

 

(Zu 1.6.2:  vergleiche: Zeitband Göttliche Gerichtstage ab Adam bis Ende Millennium)

 

Die Apostel führten einen ständigen Kampf gegen den Abfall und das Bilden von Sekten, wie Paulus im Falle des Hymenäus, Alexanders und Philetus (Tit 3:10; 1.Kor 11:19; 2.Pe 2:1).

 

Aufgrund der Briefe der Apostel sind die Tendenzen zum Abfall somit im ersten Jahrhundert bereits deutlich ersichtlich. Wiederum suchten Menschen mittels Irrlehren andere hinter sich herzuziehen! Wiederum verfolgten, verstiessen und töteten sie jene, welche an Gottes Wort festhielten, wie im Falle des Antipas in Pergamon.

 

Jesus erwähnt in der Offenbarung die Nikolaus-Sekte im Zusammenhang mit der Versammlung in Pergamon, wo auch der Thron Satans stand. Es könnte sich dabei durchaus um Anhänger des Hymenäus, Alexander und Philetus gehandelt haben, welche nun, unter einem Nikolaus genannten Führer, bereits eine organisierte Sekte bildeten. Der Vorsteher jener Versammlung duldete Anhänger des Nikolaus in seinen Reihen. Über das Entstehen und weitere Verbreiten der Nikolaus-Sekte ist wenig bekannt, allerdings muss sie von Wichtigkeit sein, da Jesus sie nennt und damit auf ein wichtiges Prinzip hinweist: Jede Abweichung von Gottes Wort ist schädlich und Versammlungsvorsteher haben diese zu korrigieren! Jesus verweist nirgends auf eine höhere Autorität, welche zur Rechenschaft gezogen würde und die Verantwortung trägt (Off 2:12-16).

 

(Zu 1.6.2:  vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Offenbarung)   

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:15-16 ***

15 So hast auch du solche, die in gleicher Weise an der Lehre der Nikolaus-Sekte festhalten. 16 Bereue also. Wenn du es nicht tust, komme ich eilends zu dir, und ich will mit dem langen Schwert meines Mundes Krieg mit ihnen führen.

 

Der „Engel“ der Versammlung Pergamon, ihr Vorsteher ist somit eindeutig die Autorität, welche für Ordnung und Reinheit verantwortlich ist!

1.6.3          Letzte Informationen an Johannes schliessen die Bibel ab

 

Erst nachdem der Abfall durch das Bilden von christlichen Sekten hinter irgendwelchen Lehrern her bereits weit fortgeschritten war, kamen von Jehova die letzten Informationen zur Endzeit. Die „Sklaven Jesu“ hier auf der Erde, die treu seinem Wort folgten, waren es, die diese Information benötigten. Bis hin zur Endzeit aber würde dies nur teilweise verstanden werden können, weil erst die Erfüllung der „Zeichen“ den wahren Zusammenhang ergibt.

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:1-3 ***

1 Eine Offenbarung von Jesus Christus, die Gott ihm gab, um seinen Sklaven die Dinge zu zeigen, die in kurzem geschehen sollen. Und er sandte seinen Engel aus und legte [sie] durch ihn in Zeichen seinem Sklaven Johannes dar, 2 der von dem Wort, das Gott gab, Zeugnis ablegte und von dem Zeugnis, das Jesus Christus gab, ja von allem, was er sah. 3 Glücklich der, der laut liest, und diejenigen, die die Worte dieser Prophezeiung hören und die darin geschriebenen Dinge halten; denn die bestimmte Zeit ist nahe.

 

Die letzten fünf Bücher der Bibel entstanden zwischen 96 und 98 u.Z.. Zum Ende des ersten Jahrhunderts wurde durch den Apostel Johannes in der Offenbarung, dem Evangelium des Johannes das viele Lücken über Jesu Leben und Lehren schloss und seinen drei Briefen den heiligen Schriften der letzte und endgültige Stempel aufgedrückt!

 

(Zu 1.6.3:  vergleiche: Zeitband Biblischer Schriften, Bündnisse, Prophetie)

1.6.4          Das Gesamtverständnis ist erst während des Abschlusses des Systems der Dinge möglich

 

Betreffend des wahren Verständnisses, das erst während der Endzeit erreicht würde, schrieb Daniel der Prophet:

 

*** Rbi8  Daniel 12:9-10 ***

9 Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Worin bestand die Versiegelung der Worte des Engels an Daniel? Einerseits durch die fehlenden geschichtlichen Daten, welche die Bibel nur durch herausragende Ereignisse markiert. Erst mit deren Eintreffen und einer Bestätigung durch mehrere Schlüsselereignisse wäre die Sicherheit der Erfüllung gegeben. Andererseits sind es die Bösen selbst, die durch Irrtum und Lügen den Zusammenhang verdunkeln und darum selbst kein Verständnis erreichen und anderen, die Verständnis erlangten, nicht Glauben schenkten, sondern sie verfolgten!

 

Menschen, welche sich läutern, würden Einsicht gewinnen. Es waren nicht neue, von Gott gesandte Propheten zu erwarten, welche weitere, fehlende Angaben machen würden, sondern die bestehenden Informationen, die in Zeichen dargelegt wurden, könnten nun wirklich verstanden und korrekt eingeordnet werden.

 

Wo im Moment das Verständnis fehlt, ist es bestimmt ein anderer Prophet, der es vermittelt! Alle Zeichen, die als Symbole dienen, sind in anderen Teilen der Bibel erklärt! Wenn wir die Lügengewebe religiöser Führer vieler Jahrhunderte entfernen und zum einfachen Grundtext vorstossen kommt die genaue Erkenntnis durch logisches Ordnen! Oft erreichen wir dies nur anhand der Einordnung auf der Zeitachse! Die Ereignisse haben mit Ursache und Wirkung zu tun! Die Wirkung kommt immer aufgrund einer vorausgehenden Ursache. Darum sind die Zeitbände von so grosser Wichtigkeit, weil sie schnell Fehler und Lücken aufdecken und dokumentieren!

1.6.5          Falsche Führer verlassen und sich an Gottes Wort klammern

 

Wie wir feststellen durften, geht aus all diesen bestehenden Informationen ein eindeutig klares Bild hervor, was in der Endzeit Schritt um Schritt abläuft!

 

Allerdings würde keiner, der einer Lüge anhängt, es verstehen können! Wer an eine himmlische Auferstehung glaubt, der wird niemals die Teile korrekt zusammensetzen können, weil er sie an einem falschen Platz einreiht! Diese wie andere unbiblische Lehren bedeuten Teile eines fremden Puzzles, die nicht zum biblischen Zusammensetzspiel passen!

 

Wer die Erfüllung von Vorhersagen, die in der Gegenwart oder der Zukunft anzuordnen sind, diese der Vergangenheit zuweist, der kann den Zusammenhang niemals finden, weil er ein Chaos auf der Zeitachse verursacht!

 

Wer die vorgegebenen Zeiträume, die Bibel nennt sie „Zeiten und Zeitabschnitte“ nicht als, wirkliche,  göttlich vorhergegebene Grenzen achtet, der bläst Zeiträume auf oder lässt sie schrumpfen, je nach eigenem Gutdünken.

 

Ein exaktes Verständnis hängt ausschliesslich davon ab, ob wir genau hinhören, was der Bibelschreiber uns zu vermitteln sucht. Statt auf religiöse Prahler zu hören, lohnt es sich, selbst in den Schriften nachzuforschen! Werden wir etwa zu denen gehen, welche von Jehova bereits verurteilt sind?

 

*** Rbi8  Jesaja 28:14-19 ***

14 Darum hört das Wort Jehovas, ihr Prahler, ihr Herrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist: 15 Weil ihr gesagt habt: „Wir haben mit dem Tod einen Bund geschlossen; und mit dem Scheol haben wir eine Vision zustande gebracht; die überströmende Sturzflut wird, falls sie hindurchziehen sollte, nicht an uns kommen, denn wir haben eine Lüge zu unserer Zuflucht gemacht, und in der Falschheit haben wir uns verborgen“, 16 darum hat der Souveräne Herr Jehova dieses gesprochen: „Siehe, ich lege als Grundlage in Zion einen Stein, einen erprobten Stein, die kostbare Ecke einer sicheren Grundlage. Keiner, der Glauben übt, wird in Panik geraten. 17 Und ich will das Recht zur Meßschnur und die Gerechtigkeit zur Setzwaage machen; und der Hagel soll die Zuflucht der Lüge wegfegen, und die Wasser, sie werden sogar das Versteck hinwegschwemmen. 18 Und euer Bund mit dem Tod wird gewiß aufgelöst werden, und eure Vision mit dem Scheol, sie wird nicht bestehen. Die überströmende Sturzflut, wenn sie hindurchziehtihr sollt für sie auch eine Stätte der Zertretung werden. 19 Sooft sie hindurchzieht, wird sie euch hinwegnehmen, denn Morgen um Morgen wird sie hindurchziehen, bei Tag und bei Nacht; und es soll nur ein Grund zum Erbeben werden, um [andere] verstehen zu machen, was gehört worden ist.“

 

Bedenken wir, dass der Begriff „Jerusalem“ für Machtausübung im Namen Jehovas steht. So wird der Begriff „Jerusalem“ genauso in der Endzeit auf das „alte Jerusalem“ der christlicher Führer angewendet! Sie alle haben zu Lügen Zuflucht genommen und versprechen sich gegenseitig Rettung! Das „Neue Jerusalem“ dagegen kommt von Gott vom Himmel herab, es ist Jesus, der in allem die Wahrheit spricht und für wahres Recht und Gerechtigkeit einsteht! Jesus erstellt die neue Verwaltung der Erde nach Gottes Normen und Gottes Auswahl!

 

Statt auf Menschen zu vertrauen ist unsere Hoffnung in den Grundeckstein, in Jesus zu setzen, der vom Himmel her für die Treuen kämpfen wird und schlussendlich wiederum unter ihnen weilt!

 

*** Rbi8  Jesaja 9:4-7 ***

4 Denn das Joch ihrer Last und den Stock auf ihren Schultern, den Stab dessen, der sie zur Arbeit antreibt, hast du zerschlagen wie am Tag Midians. 5 Denn jeder Stiefel dessen, der dröhnend einherstampft, und der in Blut gewälzte Überwurf sind ja zur Verbrennung [dem] Feuer zur Speise geworden. 6 Denn ein Kind ist uns geboren worden, ein Sohn ist uns gegeben worden; und die fürstliche Herrschaft wird auf seiner Schulter sein. Und sein Name wird genannt werden: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewigvater, Fürst des Friedens. 7 Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, um es fest aufzurichten und es zu stützen durch Recht und durch Gerechtigkeit von nun an und bis auf unabsehbare Zeit. Ja der Eifer Jehovas der Heerscharen wird dieses tun.

 

Unter seiner Herrschaft wird wirkliches, göttliches Recht und wahre Gerechtigkeit herrschen, Gerechtigkeit, wo keiner gegenüber einem anderen bevorteilt wird, wird seine Herrschaft senkrecht machen, wie mit dem Setzblei ausgemessen! Alle die zu Lügen Zuflucht genommen haben, werden zuvor durch die „Flut“ des Friedensfürsten weggeschwemmt!

 

Der phantasievolle Bund der christlichen Religionen mit dem „Scheol“, dem Grab, dass Tote im Himmel Auferstehung hätten, wird sich als das erweisen, was es ist, nichtige Lügen! Alle, welche während des Millenniums ihre Auferstehung haben werden erschüttert darüber sein, was mit jenen geschieht, die weiterhin einer Lüge anhängen!

 

Um all das zu verstehen, müssen alle Ereignisse auf der Zeitachse ihren eindeutigen Platz einnehmen! Die Religionsführer haben sich gehütet dies zu tun, weil sie ja über ihren eigenen Untergang prophezeien!

1.6.6          Keine Unwahrheit im Mund der kommenden Mitkönige

 

Im Gegensatz zu dem religiösen Führern, welche die Lüge zu ihrer Zuflucht machten, sind es die „treuen und verständigen Sklaven“ Jehovas und Jesu, die auch unter harten Anfeindungen der Wahrheit treu geblieben sind.

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:25-29 ***

25 Dennoch, haltet an dem fest, was ihr habt, bis ich komme. 26 Und dem, der siegt und meine Taten bis zum Ende hin bewahrt, will ich Gewalt über die Nationen geben, 27 und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten, so daß sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden, ebenso wie ich von meinem Vater empfangen habe, 28 und ich will ihm den Morgenstern geben. 29 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Jesu Versprechen an Vorsteher ist eindeutig: Sie werden die Erde mit eisernem Zepter regieren, sofern sie Jesu Gebot heute erfüllen und ihm bis zum Ende des Systems treu dienen!

 

Keine Kirchenführer werden diese neuen Positionen vergeben, wie sie dies bisher ihren Getreuen gegenüber getan haben, die ihre Irrlehren ungeprüft verteidigen! (Ps 2:8, 9)

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:1-5 ***

14 Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen. 2 Und ich hörte ein Geräusch aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Geräusch eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Sängern, die sich, Harfe spielend, auf ihren Harfen begleiteten. 3 Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind. 4 Diese sind es, die sich nicht mit Frauen befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

 

Diese 144.000 Getreuen wurden von der „alten Erde“ erkauft. Das Blut des Lammes hatte sie bei der Taufe reingewaschen und durch ihr Zeugnisgeben und ihre Werke haben sie sich als treu erwiesen. Ihre Fehler wurden ihnen an einem Tag verziehen.

 

Babylon der grossen Hure und ihren Töchtern haben sie sich verweigert und nicht geistigen Ehebruch begangen, indem sie um der Ehre und des Ansehens willen Kompromisse mit der Wahrheit oder der Gerechtigkeit geschlossen hätten!

 

Statt unvollkommenen Religionsführern folgen sie dem Lamm und lauschen seinen Worten direkt an der Quelle, den Aufzeichnungen der Apostel und Jünger! Wenn sie reden, dann sind ihre Worte geläutert und Unwahrheit reden sie nicht!

 

Versuchen wir nun wiederum alle Ereignisse stets in ihrem zeitlichen Zusammenhang klar zu erkennen, weil daraus klares Verständnis resultiert.

 

 

1.7              Logik der Zusammenhänge im Licht von Ursache und Wirkung

1.7.1          Verkettung von Ereignissen: Frühauferstehung der Apostel als Schlüsselereignis

 

Im Text an die Philipper spricht Paulus davon, dass er alles daran setzen würde, um zur „Früh-Auferstehung von den Toten“ zu gelangen. Es ist ein Schlüsselbegriff, der wie das Wort „Harmagedon“ nur ein einziges Mal in der Bibel vorkommt.

 

Ohne eindeutiges und klares Verständnis der Schlüsselrolle der Apostel in der Endzeit ist nicht genau erkennbar, was die Aufgabenteilung zwischen Jesu, den Aposteln und den „treuen Sklaven“ während der letzten dreieinhalb Jahre vor dem Ende ist.

 

Zwischen den drei existiert eine Interaktion – Auftrag, Ausführung des Auftrages – wie dies zwischen Gott und Jesus, Jesus und Aposteln, Aposteln und Versammlungsvorstehern und Vorstehern und Jüngern existiert. Die Unterordnung unter das autorisierte Haupt und die Ausführung des Auftrags kann nur dann richtig erfolgen, wenn vorab die wahre Autorität identifiziert ist, der Auftrag und der Zeitplan klar erkennbar sind!

 

Ihre Rollen sind zur leichteren Erklärung an Personen gebunden, welche in der Vergangenheit vergleichbare Aufgaben ausführten. Der Prophet Sacharja musste vieles davon beschreiben, was die Endzeit betrifft, aber offensichtlich in ähnlicher Form mit der Wiederherstellung des Tempels in Jerusalem nach dem Exil entspricht.

 

 Spross“ ist identisch mit Jesus, dem Grundeckstein. „Serubbabel“ ist identisch mit Jesu Statthaltern auf der Erde, den Aposteln. Der Hohepriester „Josua“ und seine Gefährten sind identisch mit jenen, die eine Priesterfunktion innehaben, ihre beschmutzten Kleider aber rechtzeitig wechseln (Sach Kap. 3; 4:6, 7).

 

Ohne dieses Verständnis, das die Ereignisse an einen klaren Platz im Ablauf einbindet, schweben die Prophezeiungen ohne wirkliche Grundlage in der Luft unserer Phantasie und werden von „jedem Wind der Lehre“ durch Irrtum und Trugspiel der Menschen dahin und dorthin geweht. Wenn sie im Zeitrahmen eingebunden sind, dann beginnen sie Sinn zu geben und veranlassen uns zum Handeln! (Eph 3:13, 14)

1.7.2          Logisches, prophetisches Gerüst der Hauptereignisse der Endzeit: Abhängigkeit von Ursache und Wirkung

 

Die vier Hauptereignisse während der Aufrichtung von Gottes Königreich auf der Erde sind durch Vorhersagen verschiedener Propheten in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit belegt. Sie stehen mit Jesus Wiederkommen, der Frühauferstehung der Apostel und dem Handeln der Sklaven Christi in enger Beziehung. Auch Satan bereitet sein System auf die letzte Auseinandersetzung vor.

 

1)               Erste Wiederkunft Jesu zur Aufrichtung des Königreiches; Frühauferstehung der Apostel; Satans System beginnt Widerstand zu leisten

2)               Zweite Wiederkunft Jesu zum Gericht;

3)               Dritte Wiederkunft Jesu zur „Hochzeit des Lammes“, wo sich die Apostel mit Jesu sinnbildlich vermählen. Beginn der Versiegelung des Überrests.

4)               Vierte Wiederkunft Jesu zur Urteilsvollstreckung am System; Satans Gefangensetzung

5)               Fünfte Wiederkunft Jesu und Erstauferstehung; Jesus übergibt dem Vater das Königreich. „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ mit den „treuen Sklaven“, den fünf vernünftigen Brautjungfrauen. Jehovas Wiedervermählung mit dem „Israel Gottes“.

 

Diese fünf Hauptereignisse der „Zeit des Endes“ stehen mit Vorhersagen über die Wiederaufrichtung von Gottes Königreich in direkter Beziehung.

 

Der damals junge Prophet Daniel musste im siebten Jahrhundert v.u.Z. dem damaligen Weltbeherrscher Nebukadnezar das Ende aller politischen Macht aufzeigen:

 

(Zu 1.7.2:  vergleiche: Zeitband Babylonisches Exil)

 

*** Rbi8  Daniel 2:44-45 ***

44 Und in den Tagen dieser Könige [[jene der tönernen Füsse]] wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

Aus dieser Abhängigkeit von Ursache und von Wirkung heraus und weiter aufgrund der Anordnung der Abläufe innerhalb der Aufzeichnungen der Propheten, lassen sich die Ereignisse vollkommen eindeutig einordnen und ergeben ein klares Bild.

 

In der Nachfolge lassen wir hinweisende, kurze Titel in Verbindung mit Textstellen diese Behauptung bestätigen: Ursache und Wirkung ergeben die Reihenfolge!

1.7.3          Erste Wiederkunft Jesu zur Aufrichtung des Königreiches; Frühauferstehung der Apostel [B1]

 

a)  Ohne Handeln des Königs kein Beginn des Königreiches inmitten der Feinde,! [B1]

 

*** Rbi8  Psalm 110:1-2 ***
110 Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist:
Setze dich zu meiner Rechten,
Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege
.“

 2 Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:]
„Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.“

 

*** Rbi8  Daniel 7:13-14 ***

13 Ich schaute weiter in den Visionen der Nacht, und siehe da, mit den Wolken des Himmels kam gerade einer wie ein Menschensohn; und er erlangte Zutritt zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn nahe heran, ja vor IHN. 14 Und ihm wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird.

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:14-15 ***

14 Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends.

15 Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

 

*** Rbi8  Daniel 12:1-2 ***

12 Und während jener Zeit wird Michael aufstehen, der große Fürst, der zugunsten der Söhne deines Volkes steht. Und es wird gewiß eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie eine solche nicht herbeigeführt worden ist, seitdem eine Nation entstanden ist, bis zu jener Zeit. Und während jener Zeit wird dein Volk entrinnen, jeder, der im Buch aufgeschrieben gefunden wird. 2 Und da werden viele von den im Staub des Erdbodens Schlafenden sein, die aufwachen werden, diese zu Leben auf unabsehbare Zeit und jene zu Schmach [und] zu Abscheu auf unabsehbare Zeit.

 

b)  Ohne Auferstehung von den Toten, kein Handeln oder Wirken der Apostel! [B1]

 

*** Rbi8  Prediger 9:5-6 ***

Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. 6 Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.

 

*** Rbi8  Johannes 5:25-30 ***

25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist jetzt, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die darauf geachtet haben, werden leben. 26 Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

16 Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

*** Rbi8  Daniel 12:2 ***

Und da werden viele von den im Staub des Erdbodens Schlafenden sein, die aufwachen werden, diese zu Leben auf unabsehbare Zeit und jene zu Schmach [und] zu Abscheu auf unabsehbare Zeit.

 

c)  Ohne Rückkehr des Menschensohnes Jesu, keine Auferstehung der Toten! [B1, Bb, Bc]

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:15-16 ***

15 Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart [[Ankunft; Wiederkehr]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen.

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:21-23 ***

Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Jeder aber in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart [[bei seiner Ankunft; Wiederkehr; Rückkehr]].

 

d)  Ohne Wiedereinführung des Sohnes in die bewohnte Erde kein Beginn des Königreiches!

 

*** Rbi8  Hebräer 1:5-6 ***

5 Zu welchem der Engel sprach er zum Beispiel jemals: „Du bist mein Sohn; ich, ich bin heute dein Vater geworden.“? Und wiederum: „Ich selbst werde sein Vater werden, und er seinerseits wird mein Sohn werden.“? 6 Wenn er aber seinen Erstgeborenen wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: „Und alle Engel Gottes sollen ihm huldigen.“

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:5-6 ***

5 Und sie gebar einen Sohn, einen Männlichen, der alle Nationen mit eisernem Stab hüten soll. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron. 6 Und die Frau floh in die Wildnis, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat, damit man sie dort tausendzweihundertsechzig Tage ernähre.

 

e)  Ohne Auferstandene „Heilige des Allerhöchsten“, während der Herrschaft des „vierten Königs“, keine Inbesitznahme des Königreiches!

 

*** Rbi8  Daniel 7:17-18 ***

17 ‚Was diese riesigen Tiere betrifft, weil es vier sind: Es sind vier Könige, die von der Erde aufstehen werden. 18 Aber die Heiligen des Allerhöchsten werden das Königreich empfangen, und sie werden von dem Königreich Besitz nehmen bis auf unabsehbare Zeit, ja für unabsehbare Zeit auf unabsehbare Zeiten.‘

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

28 Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

1.7.4          Zweite Wiederkunft Jesu zum Gericht; und dritte Wiederkunft zur „Hochzeit des Lammes“ [B2]

 

f)  Kein Gericht ohne den von Gott bestimmten menschlichen Richter!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:40-43 ***

40 Diesen [[Jesus]] hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn offenbar werden lassen, 41 nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen, uns, die wir mit ihm aßen und tranken, nachdem er von den Toten auferstanden war. 42 Auch befahl er uns, dem Volk zu predigen und ein gründliches Zeugnis davon abzulegen, daß dies derjenige ist, der von Gott dazu verordnet ist, Richter der Lebenden und der Toten zu sein. 43 Ihn betreffend legen alle Propheten Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden erlangt.“

 

*** Rbi8  Hebräer 9:27-28 ***

Und wie es Menschen aufbehalten ist, ein für allemal zu sterben, doch danach ein Gericht, 28 so wurde auch der Christus ein für allemal [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen; und das zweite Mal, da er erscheint, wird es getrennt von Sünde sein und für die, die ihn zu [ihrer] Rettung ernstlich erwarten.

 

g)  Ohne Scheidung von Schafen und Böcken keine Auswahl von treuen Sklaven! [B2]

 

*** Rbi8  Matthäus 25:31-34 ***

31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

 

*** Rbi8  Hesekiel 34:17-19 ***

17 Und was euch, meine Schafe, betrifft, dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich richte zwischen Schaf und Schaf, zwischen den Widdern und den Ziegenböcken. 18 Ist es etwas so Geringes für euch, daß ihr auf der allerbesten Weide weidet, aber das übrige eurer Weiden mit euren Füßen zertreten solltet, und daß ihr die klaren Wasser trinkt, aber die übriggelassenen durch das Stampfen mit euren Füßen verschmutzen solltet? 19 Und was meine Schafe betrifft, sollten sie auf dem von euren Füßen zertretenen Weidegrund weiden, und sollten sie das durch das Stampfen eurer Füße verschmutzte Wasser trinken?

 

*** Rbi8  Jeremia 23:3-4 ***

3 „Und ich selbst werde den Überrest meiner Schafe aus allen Ländern zusammenbringen, wohin ich sie versprengt hatte, und ich will sie zurückbringen zu ihrem Weidegrund, und sie werden gewiß fruchtbar sein und viele werden. 4 Und ich will über sie Hirten erwecken, die sie tatsächlich hüten werden; und sie werden sich nicht mehr fürchten, auch werden sie in keinerlei Schrecken versetzt werden, und keines wird vermißt werden“ ist der Ausspruch Jehovas.

 

h)  Ohne Frühauferstehung der Apostel kein Richten der 144.000

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

*** Rbi8  Philipper 3:8-11 ***

Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne 9 und in Gemeinschaft mit ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus Gesetz kommt, sondern die, die durch Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt, 10 um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung von den Toten gelangen könnte.

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:1-4 ***

7 Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde der Erde festhalten, damit kein Wind über die Erde oder über das Meer oder über irgendeinen Baum wehe. 2 Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

 

i)  Keine Hochzeit ohne Bräutigam und ohne Braut; Treue Sklaven sollen Bräutigam nach der Hochzeit erwarten! [B2]

 

*** Rbi8  Johannes 3:28-29 ***

28 Ihr selbst bezeugt mir, daß ich sagte: Ich bin nicht der Christus, sondern ich bin diesem vorausgesandt worden. 29 Der die Braut hat, ist der Bräutigam. Wenn aber der Freund des Bräutigams dasteht und ihn hört, ist er hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Daher ist diese meine Freude voll geworden.

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:7-8 ***

7 Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. 8 Ja, es ist ihr gewährt worden, in hellglänzende, reine, feine Leinwand gehüllt zu werden, denn die feine Leinwand stellt die gerechten Taten der Heiligen dar.“

 

*** Rbi8  Lukas 12:32 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.

 

*** Rbi8  Daniel 7:21-22 ***

21 Ich schaute weiter, wie gerade jenes Horn Krieg gegen die Heiligen führte, und es gewann die Oberhand über sie, 22 bis der Alte an Tagen kam und das Recht selbst zugunsten der Heiligen des Allerhöchsten gegeben wurde und die bestimmte Zeit herankam, da die Heiligen das Königreich selbst in Besitz nahmen.

 

*** Rbi8  Lukas 12:35-38 ***

35 Eure Lenden seien umgürtet und eure Lampen brennend, 36 und ihr selbst, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wenn er von der Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm, wenn er ankommt und anklopft, sogleich öffnen. 37 Glücklich sind jene Sklaven, die der Herr bei seiner Ankunft wachend findet! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich gürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen. 38 Und wenn er in der zweiten, ja wenn er in der dritten Wache eintrifft und sie so vorfindet, glücklich sind sie!

 

j)  Ohne vorherigen Kampf des Horns gegen die „Heiligen“ (Christenheit) und deren Besiegung keine Einsetzung der getreuen „Heiligen des Allerhöchsten“ auf die zwölf Throne (= Heirat)

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:4-8 ***

4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem wilden Tier die Gewalt gab, und sie beteten das wilde Tier an mit den Worten: „Wer ist dem wilden Tier gleich, und wer kann mit ihm kämpfen?5 Und ein Maul wurde ihm gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete, und Gewalt wurde ihm gegeben, zweiundvierzig Monate zu handeln. 6 Und es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und seine Wohnstätte zu lästern, ja die, die im Himmel weilen. 7 Und es wurde ihm gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation. 8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten; der Name von keinem von ihnen steht von Grundlegung der Welt an in des Lammes Buchrolle des Lebens geschrieben, das geschlachtet worden ist.

 

*** Rbi8  Daniel 7:21-22 ***

21 Ich schaute weiter, wie gerade jenes Horn Krieg gegen die Heiligen führte, und es gewann die Oberhand über sie, 22 bis der Alte an Tagen kam und das Recht selbst zugunsten der Heiligen des Allerhöchsten [[Apostel]] gegeben wurde und die bestimmte Zeit herankam, da die Heiligen [[die Apostel die Schafe und den Überrest der 144.000]] das Königreich selbst in Besitz nahmen.

 

*** Rbi8  Daniel 7:25-26 ***

25 Und er wird sogar Worte gegen den Höchsten reden, und die Heiligen des Allerhöchsten wird er andauernd befehden. Und er wird beabsichtigen, Zeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden für eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben werden. 26 Und das Gericht selbst setzte sich dann, und seine eigene Herrschaft nahm man schließlich weg, um [ihn] zu vertilgen und [ihn] gänzlich zu vernichten.

 

*** Rbi8  Daniel 7:12 ***

12 Was aber die übrigen der Tiere betrifft, ihre Herrschaft wurde weggenommen, und es wurde ihnen eine Verlängerung des Lebens für eine Zeit und einen Zeitabschnitt gewährt.

 

k)  Ohne vorherige Vermählung kommt der Bräutigam nicht von der Hochzeit zurück: Jene Sklaven, die ihn erwarten, gehen später zur Hochzeitsfeier ein!

 

*** Rbi8  Lukas 12:32-40 ***

32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben. 33 Verkauft die Dinge, die euch gehören, und gebt Gaben der Barmherzigkeit. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

35 Eure Lenden seien umgürtet und eure Lampen brennend, 36 und ihr selbst, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wenn er von der Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm, wenn er ankommt und anklopft, sogleich öffnen. 37 Glücklich sind jene Sklaven, die der Herr bei seiner Ankunft wachend findet! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich gürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen. 38 Und wenn er in der zweiten, ja wenn er in der dritten Wache eintrifft und sie so vorfindet, glücklich sind sie! 39 Dies aber wißt, daß, wenn der Hausherr gewußt hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, er anhaltend gewacht und nicht in sein Haus hätte einbrechen lassen. 40 Haltet auch ihr euch bereit, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht für wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn.“

 

*** Rbi8  Matthäus 24:36-39 ***

36 Von jenem Tag und jener Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel der Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater. 37 Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart [[Ankunft; Wiederkehr]] des Menschensohnes sein. 38 Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, 39 und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart [[zweite Ankunft; Rückkehr; Wiederkehr]] des Menschensohnes sein.

1.7.5          Vierte Wiederkunft Jesu zur Urteilsvollstreckung am System; Satans Gefangensetzung [B3]

 

l)  Ohne Beseitigung des Systems und aller Macht und Gewalt der „alten Himmel“ keine Neuaufrichtung der neuen Gewalt, der „neuen Himmel“

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:19-21 ***

19 Und ich sah das wilde Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd sitzt, und mit seinem Heer. 20 Und das wilde Tier wurde gefaßt und mit ihm der falsche Prophet, der vor ihm die Zeichen tat, durch die er die irreführte, welche das Kennzeichen des wilden Tieres empfingen, und die, die seinem Bild Anbetung darbringen. Noch lebendig wurden sie beide in den Feuersee geschleudert, der mit Schwefel brennt. 21 Die übrigen aber wurden mit dem langen Schwert getötet, das aus dem Mund dessen hervorging, der auf dem Pferd saß. Und alle Vögel wurden von ihren Fleischteilen gesättigt.

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:1-3 ***

20 Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen mit dem Schlüssel des Abgrunds und einer großen Kette in seiner Hand. 2 Und er ergriff den Drachen, die Urschlange, welche der Teufel und der Satan ist, und band ihn für tausend Jahre. 3 Und er schleuderte ihn in den Abgrund und verschloß [diesen] und versiegelte [ihn] über ihm, damit er die Nationen nicht mehr irreführe, bis die tausend Jahre zu Ende wären. Nach diesen Dingen muß er für eine kleine Weile losgelassen werden.

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:13-17 ***

13 Und einer der Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: „Wer sind diese, die in die weißen langen Gewänder gehüllt sind, und woher sind sie gekommen?14 Da sagte ich sogleich zu ihm: „Mein Herr, du weißt es.“ Und er sprach zu mir: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über sie ausbreiten. 16 Sie werden nicht mehr hungern und auch nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie niederbrennen, noch irgendeine sengende Hitze, 17 weil das Lamm, das inmitten des Thrones ist, sie hüten und sie zu Wasserquellen des Lebens leiten wird. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-2 ***

21 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

1.7.6          Fünfte und endgültige Wiederkunft Jesu und Erstauferstehung; Jesus übergibt dem Vater das Königreich

 

m)  Ohne die „Heiligen des Allerhöchsten“, die sich vorab auf Throne setzen, keine Erstauferstehung der Verstorbenen der 144.000!

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:4-6 ***

4 Und ich sah Throne, und da waren solche, die sich darauf setzten, und es wurde ihnen Macht zu richten gegeben. Ja, ich sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, und weil sie von Gott geredet hatten, und die, die weder das wilde Tier noch sein Bild angebetet und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn und auf ihre Hand empfangen hatten. Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre. 5 (Die übrigen der Toten kamen nicht zum Leben, bis die tausend Jahre zu Ende waren.) Das ist die erste Auferstehung. 6 Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24-26 ***

24 Als nächstes das Ende, wenn er [[Jesus]] seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht

 

n)  Ohne vorherige Hochzeit [B2] kein darauf folgendes Hochzeitsmahl! [Bb]

 

*** Rbi8  Lukas 12:35-37 ***

35 Eure Lenden seien umgürtet und eure Lampen brennend, 36 und ihr selbst, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wenn er von der Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm, wenn er ankommt und anklopft, sogleich öffnen. 37 Glücklich sind jene Sklaven, die der Herr bei seiner Ankunft wachend findet! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich gürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:9 ***

9 Und er sagt zu mir: „Schreibe: Glücklich sind diejenigen, die zum Abendessen der Hochzeit des Lammes eingeladen sind.“ Auch sagt er zu mir: „Dies sind die wahren Worte Gottes.“

 

 

*** Rbi8  Matthäus 25:1-13 ***

25 Dann wird das Königreich der Himmel zehn Jungfrauen gleich werden, die ihre Lampen nahmen und auszogen, dem Bräutigam entgegen. 2 Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren verständig. 3 Denn die törichten nahmen wohl ihre Lampen, nahmen aber kein Öl mit sich, 4 die verständigen dagegen nahmen samt ihren Lampen Öl in ihren Behältern mit. 5 Während der Bräutigam noch ausblieb, nickten sie alle ein und begannen zu schlafen. 6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: ‚Der Bräutigam ist da! Geht hinaus, ihm entgegen!‘ 7 Da erhoben sich alle jene Jungfrauen und brachten ihre Lampen in Ordnung. 8 Die törichten sagten zu den verständigen: ‚Gebt uns etwas von eurem Öl, denn unsere Lampen sind daran, zu erlöschen.‘ 9 Da antworteten die verständigen und sprachen: ‚Vielleicht mag es nicht ganz für uns und euch genügen. Geht statt dessen hin zu denen, die es verkaufen, und kauft für euch selbst.‘ 10 Während sie hingingen, um zu kaufen, traf der Bräutigam ein, und die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm hinein zum Hochzeitsfest; und die Tür wurde verschlossen. 11 Danach kamen auch die übrigen Jungfrauen und sprachen: ‚Herr, Herr, öffne uns!‘ 12 Er gab zur Antwort: ‚Ich sage euch die Wahrheit: Ich kenne euch nicht.‘

13 Wacht daher beharrlich, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde.

 

o)  Ohne Befreiung Jerusalems kein Hochzeitsmahl auf dem Berg Zion

 

*** Rbi8  Sacharja 1:17 ***

17 Rufe ferner aus, indem [du] sprichst: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Meine Städte werden noch von Gutem überfließen; und Jehova wird gewiß über Zion noch Bedauern empfinden und tatsächlich noch Jerusalem erwählen.“ ‘ “

 

*** Rbi8  Jesaja 25:6-8 ***

6 Und Jehova der Heerscharen wird bestimmt für alle Völker auf diesem Berg ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von [Wein, der auf den] Hefen [stehengelassen wurde], von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt, von gefiltertem [Wein, der auf den] Hefen [stehengelassen wurde]. 7 Und auf diesem Berg wird er sicherlich die Oberfläche der Umhüllung verschlingen, die alle Völker umhüllt, und das Gewebe, das über alle Nationen gewoben ist. 8 Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen. Und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn Jehova selbst hat [es] geredet.

 

p)  Ohne Braut des Lammes keine Verlobung Jehovas mit seiner wiedererkannten Braut! Braut Jehovas nicht identisch mit der Braut des Lammes!

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-4 ***

21 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

 

*** Rbi8  Hosea 2:16 ***

16 Und es soll geschehen an jenem Tag‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß du [mich] mein Mann nennen wirst, und du wirst mich nicht mehr mein Besitzer nennen.‘

 

*** Rbi8  Hosea 2:19-20 ***

19 Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. 20 Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.‘

1.7.7          Wenn wir die Logik der Bibel für sich selbst sprechen lassen werden Umzäunungen niedergerissen!

 

Die Bibel gibt nicht nur die wichtigsten Ereignisse der Endzeit im voraus bekannt, sondern auch die Reihenfolge dieser Ereignisse. Die Religionen der Christenheit haben ihren Gläubigen diesen Schlüssel zum Verständnis entzogen. Nur dadurch war es ihnen möglich die Gläubigen in ihren religiösen Pferchen eingesperrt zu halten und ihnen die wahre Erkenntnis vorzuenthalten. „Ihr werden die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen“ sagte Jesus deutlich! Das sind zwei Schritte, es beginnt mit dem Erkennen und es geht weiter, sich von Irrtum und Lüge vollkommen zu befreien: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk!“ (Joh 8:31, 32; Off 18:4)

 

Diese künstlichen Mauern um ihre eigenen Theorien herum kennen wir längst von der Katholischen Kirche her, die nur dem Papst und der Kurie erlauben ihr Hirn zu brauchen, um mit dem eigenen Verstand die Dinge zu erkennen.

 

Dogmen, die mit aller Härte verteidigt werden, sind die beste Protektion, damit Irreführung nicht aufgedeckt werden kann! Verbiete die Bücher, die Zeitschriften und die Reden anderer, verhindere, dass sie sich Gehör verschaffen und du wirst siegen! Das war und bleibt Satans Taktik. Leider aber sind auch alle Töchter der Katholischen Mutterhure ihrem Beispiel gefolgt, Machtstrukturen zu errichten, um die Glaubenden an sich zu binden, statt zu Jesus und wirklich zu Gott zu führen!

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

4 Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Zu jenen Eingeschlichenen gehören auch Hymenäus, Alexander und Philetus, die Anhänger der Nikolaus-Sekte und alles, was bis heute vom Katholizismus her instruiert ist und sich nach dessen Strukturen richtet!

 

(Zu 1.7.7:  vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Lernen wir von den Versammlungen des ersten Jahrhunderts die sich einer grossen Freiheit im Denken und Handeln erfreuten und auf die Anweisung von Paulus hin all jene zurückwiesen, die auf jene Freiheit einen Angriff unternahmen.

 

 

1.8              Exaktes Einordnen der Ereignisse  führt zu immer klarerem Verständnis

1.8.1          In allem Gottes Willen ausführen

 

In Korinth bestanden Streitigkeiten, wer zu Paulus, wer zu Apollos und wer zu Christus gehören würde. Paulus zeigte, dass nur EIN Besitzer da war, Jesus! Nicht eine eigene Gerechtigkeit aufzurichten, wie es Sekten- und Religionsgründer tun, war es, das Paulus suchte, sondern in allem weiterhin das zu tun, was Jesus ihm durch Visionen aufgetragen hatte! Er wusste, dass wenn er alles erfüllen würde, dass er auch Mitteilhaber an Jesu Herrlichkeit sein würde (1.Kor 1:11-13).

 

Hierzu, um dies vollkommen zu Erfüllen, würde es aber notwendig sein, dass Jesus vom Himmel zur Erde herabkommt, weil das der Ort der Auferstehung aller Toten ist! Paulus selbst wusste um seinen bevorstehenden Tod und hoffte auf eine gesonderte Auferstehung. Paulus bestätigt dies wenige Zeilen später, nachdem er zuvor an die Philipper von der Frühauferstehung sprach!

 

*** Rbi8  Philipper 3:10-11 ***

... um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung von den Toten gelangen könnte.

 

Jesu Herabkommen zur Erde müssen wir nun im Auge behalten. Jeder muss für sich immer wieder nachprüfen, wo wir uns im Verlauf der Endzeit befinden! Wir sind Sklaven, die das Kommen ihres Herrn und das Offenbarwerden seiner Apostel sehnsüchtig erwarten (2.Thess 2:8; 1.Ti 6:13-15; 2.Ti 1:9-11; 4:1, 2, 8; Tit 2:11-14).

 

*** Rbi8  Philipper 3:20-21 ***

20 Was uns betrifft, unser Bürgerrecht besteht in den Himmeln, von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, damit er seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig werde, gemäß der Wirksamkeit der Kraft, mit der er sich auch alle Dinge unterwerfen kann.

 

Das zur Erde herabkommen von Jesus erwarteten somit nicht nur die Apostel, sondern auch alle „Heiligen“ in den Versammlungen des ersten Jahrhunderts, jene Christen, die sich an die Worte der Apostel hielten und nicht zu den Abtrünnigen Hymenäus, Alexander und Philetus abgefallen waren. Die Anhänger jener Sektierer erwarteten somit in den Himmel zu kommen! Sie waren es ja, welche behaupteten, die Auferstehung hätte bereits stattgefunden und untergruben dadurch den Glauben einiger (2.Ti 2:18).

1.8.2          Jesu herabkommen vom Himmel zur Erde wurde allgemein erwartet

 

Die Nation der Juden erwarteten das Königreich hier auf der Erde! Niemand hatte die Idee, selbst in den Himmel hinaufzugehen, um den Christus herabzuholen. Nachdem Jesus den Tod erlitten, auferstanden und in den Himmel zum Vater zurückgekehrt war, musste Jehova den Christus nun bei sich behalten.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 3:19-21 ***

19 Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.

 

Bis wann also, musste Jesus bei Jehova bleiben? Bis zur Wiederherstellung aller Dinge!  Bis die von ihm bestimmten Zeiten erfüllt wären, das heisst, bis die Schlechtigkeit der Menschen kein anderes Mittel als ein Weltgericht  und die Zerstörung des Systems übriglassen würde und dadurch der Wiederherstellung Raum gibt! Die Menschheit hat bis dann mit jedem Experiment von Regierungen und Religionen bewiesen, dass diese unfähig sind Frieden und Sicherheit ohne göttliche Führung zu erreichen. Das habgierige System und ihr Welthandel kommen zum Ende (Apg 3:19-21; Rö 10:6, 7)

 

*** Rbi8  Hesekiel 7:10-13 ***

10 Siehe! Der Tag! Siehe! Es kommt. Der Kranz ist hervorgegangen. Der Stab hat geblüht. Vermessenheit hat gesproßt. 11 Die Gewalttat selbst hat sich zum Stab der Bosheit erhoben. Es ist nicht von ihnen, noch ist es von ihrem Reichtum; und es ist nicht von ihnen selbst, noch gibt es irgend etwas Hoheitsvolles an ihnen. 12 Die Zeit muß kommen, der Tag muß eintreffen. Was den Käufer betrifft, er freue sich nicht; und was den Verkäufer betrifft, er trauere dann nicht, denn da ist Zornglut gegen seine ganze Menge. 13 Denn zu dem, was verkauft wurde, wird der Verkäufer selbst nicht zurückgelangen, während ihr Leben noch unter den Lebenden ist; denn die Vision ist für ihre ganze Menge. Keiner wird zurückkehren, und sie selbst werden ein jeder um der eigenen Vergehung willen sein eigenes Leben nicht besitzen.

 

Der Mensch kann diesem ungerechten System und seinem Hass kein Ende bereiten! Wir brauchen dazu einen mit weit höherer Macht und Herrlichkeit ausgestatteten König. Wie die ersten wahren Christen, erwartete wir das schlussendlich sichtbare Erscheinen Jesu auf der Erde, und zwar vom Himmel her!

 

*** Rbi8  Philipper 3:20-21 ***

20 Was uns betrifft, unser Bürgerrecht besteht in den Himmeln, von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, damit er seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig werde, gemäß der Wirksamkeit der Kraft, mit der er sich auch alle Dinge unterwerfen kann.

 

Das Bürgerrecht ist in den Himmeln eingetragen, dort wird das Register durch Jehova geführt wer im kommenden System leben darf, von dorther erwartet man Jesus, den König, endgültig dann, wenn das „Jerusalem von oben“, die göttliche Regierung zur Erde herabkommt [Bb]. Der Retter, von dem Paulus spricht, der vom Himmel herabkommt, „mit der Stimme eines Erzengels“, ist somit eindeutig Jesus (1.Thess 4:16; Off 20:1-5).

 

Wir haben bereits erkannt, dass das Gedenkbuch Jehovas in den Himmeln geschrieben wird und nicht ein kirchliches Taufregister darstellt. Die Erwachsenentaufe hat dabei einen ausschlaggebenden Wert. Ein Kleinkind ist nicht vertragstauglich und untersteht elterlicher Gewalt! Die Eltern heiligen ihre minderjährigen Kinder (1.Pe 3:21; 1.Kor 1:12-16; 7:14)

 

Das Offenbarwerden Jesu ist jenes Ereignis, das sowohl die Apostel wie jene, die zwischen Gerichtstag und Urteilsvollstreckung durch Jesus als „treue und verständige Sklaven“ versiegelt werden, sehnsüchtig erwarten.

 

Versiegelt werden jene treuen Sklaven, die wie jungfräuliche Brautjungfrauen ihre Lampen angezündet, den Bräutigam erwarten, wenn er von der Hochzeit zurückkehrt. Dazu aber ging der Bräutigam vorab in das Haus der Braut, seiner Frau, zu seinen Aposteln, die in der Wildnis während 1260 Tagen, an dem von Jehova bereiteten Ort ernährt werden, weit ab von der Schlange und ihrem System. (Lu 12:35, 36; Off 12:6)

1.8.3          Das Hochzeitsfest des Vaters, der Bräutigam, die Braut und die Brautjungfrauen

 

Die von Paulus vorhergesagte „Verwandlung“ betrifft sowohl die Apostel, die Braut wie auch den überlebenden Überrest der 144.000 Brautjungfrauen und ist mit dem Hochzeitsfest, der ersten Auferstehung und dem Austeilen des Lohnes, ewigen Lebens fest verbunden. Die beteiligten Personen, der Zeitpunkt und der Lohn sind durch Paulus bekanntgegeben worden.

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:51-52 ***

51 Seht, ich sage euch ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle [im Tod] entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

 

Erst dann, zu jenem Zeitpunkt, zum Höhepunkt und Ausklang der siebten Posaune, werden die Lebenden diese Umwandlung ihres Leibes erfahren, von der Paulus sprach, welche den Alterungsprozess in einen Verjüngungsprozess umwandelt. Ihre Kraft wird danach sein, wie in der Jugend.

 

*** Rbi8  Hiob 33:24-25 ***
24 Dann erweist er ihm Gunst und spricht:
,Erlaß es ihm, in die Grube hinabzufahren!
Ich habe ein Lösegeld gefunden!

25 Sein Fleisch werde frischer als in der Jugend;
Er kehre zurück zu den Tagen seiner Jugendkraft.‘

 

Jesu Loskaufsopfer kann nun auf die Gerechten voll angewandt werden! Der „grossen Volksmenge“ und einigen der „treuen Sklaven“ wird gar der Tod erspart bleiben, wie der treue Hiob bereits prophetisch vorhersagte.

 

Die Offenbarung an Johannes bestätigt dies:

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:13-14 ***

13 Und einer der Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: „Wer sind diese, die in die weißen langen Gewänder gehüllt sind, und woher sind sie gekommen?14 Da sagte ich sogleich zu ihm: „Mein Herr, du weißt es.“ Und er sprach zu mir: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht.

 

Jene, die aus der grossen Drangsal kommen, durften ihr Leben bewahren weil sie es unbefleckt durch das System erhalten hatten.

1.8.4          Welchen Leib erhält welche Samenart?

 

Wer wie Hymenäus und Alexander an eine himmlische Auferstehung glaubt, der hat bei einem schwerverständlichen Text des Paulus die beste Chance, die Aussagen zu seinen Gunsten auszulegen! Diese widersprechen zwar dem Gesamtbild, befriedigen aber den Wunsch und Glauben den man hegt. Die meisten Religionen tun das und folgen ihrem katholischen Vorbild darin. Wir aber wünschen die Wahrheit in ihrer Tiefe zu verstehen und scheuen auch Anstrengung dazu nicht!

 

Wer aber wahrnimmt, was Petrus warnend kundtat, dass einige Texte des Paulus schwerverständlich sind und diese trotzdem richtig zu verstehen sucht, der erkennt die ganze Wahrheit zum Thema! Dazu müssen die Schlüsselbegriffe anderer Texte der Bibel zu Hilfe gezogen werden!

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:15-16 ***

15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Ungelehrte und Unbefestigte, die in der Wahrheit nicht feststehen, wie Hymenäus und Alexander und deren Anhänger, verdrehten Texte, um sie ihrer eigenen „Wahrheit“ dienlich zu machen. Wir dagegen möchten die Worte des Paulus korrekt verstehen. Das Nachschlagen aller Schrifttexte ergibt das klare Verständnis!

 

Was war die Aussage des Paulus zum Thema Auferstehung betreffend der verschiedenen Samenarten, die jedes seinen eigenen Leib in der Auferstehung erhält? Er spricht von geistigen und physischen Körpern. Wer bekommt welche Art Körper?

 

Beachten wir gut, dass es um das Thema der Auferstehung der Toten geht. Einige der Christen befragten Paulus nach diesem Thema, weil offensichtlich die verdrehten Lehren von Hymenäus und Alexander die Versammlung Korinth beunruhigten: „Die Auferstehung hätte bereits stattgefunden“, welche jene Abtrünnigen lehrten, bedingte ja einen geistigen Leib, da ja kein physischer Leib jener Toten sichtbar wurde, den man hätte betasten können, wie jenen des auferstandenen Jesus (Lu 24:36-43; 2.Ti 2:17, 18).

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:35-41 ***

35 Dennoch wird jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt werden? Ja, mit was für einem Leib kommen sie? 36 Du Unvernünftiger! Was du säst, wird nicht lebendig gemacht, es sterbe denn zuvor; 37 und hinsichtlich dessen, was du säst: Du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es vom Weizen, sei es von irgendeiner der übrigen [Samenarten]; 38 Gott aber gibt ihm einen Körper, so wie es ihm gefallen hat, und jeder der Samenarten ihren eigenen Körper. 39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch, sondern da ist eines der Menschen, und da ist ein anderes Fleisch des Viehs und ein anderes Fleisch der Vögel und ein anderes der Fische. 40 Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; doch die Herrlichkeit der himmlischen Körper ist eine Art, und die der irdischen Körper ist eine andere Art. 41 Die Herrlichkeit der Sonne ist eine Art, und die Herrlichkeit des Mondes ist eine andere, und die Herrlichkeit der Sterne ist eine andere; in der Tat, Stern unterscheidet sich von Stern an Herrlichkeit.

 

Beachten wir den Unterschied, der beim Tod gesät wird, eine von verschiedenen Samenarten! Beim Menschen ist es stets ein „menschliches ‚Korn’“! Paulus unterscheidet zwischen Menschen und verschiedenen Tierarten und deren Körper aber auch zwischen himmlischen und irdischen Körpern! Jedes kann nur das werden, was es vorher war!

1.8.5          Unterschiede zwischen den Auferstandenen: sowohl an der Art der Körper und auch an Rang

 

Paulus zieht dabei auch Sonne und Mond und Sterne in ihrem Unterschied als Beispiel mit ein! Hier aber geht es um „Herrlichkeit“, um hierarchische Rangstufen! Jesus sagt in der Offenbarung, dass er die „sieben Sterne“, die Versammlungsvorsteher oder Versammlungsboten, in seiner rechten Hand hält. Er führt sie, sofern sie sich führen lassen wollen! Jeder von ihnen bestimmt selbst, auf wen er als letzte Autorität hört: Auf Jesus oder irgend eine Autorität, welche Jesu Worten widerspricht?

 

Diese Sterne sind von drei hellen, himmlischen Lichtern die Kleinsten, Jehova und Jesus sind die helleren Lichter, deren Licht sie widerstrahlen sollten (Off 1:20-2:2).

 

Beachten wir bitte die göttlich festgelegte Regel und Logik, dass aus Weizen stets Weizen hervorkeimt, dass Geflügel stets Geflügel zeugt und Menschen stets als Menschen geboren werden. Die Transformation von einem Körper zum anderen existiert in der Natur nicht! (1.Mo 1:12, 21, 22)

 

*** Rbi8  1. Mose 1:24-25 ***

24 Und Gott sprach weiter: „Die Erde bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor, Haustiere und sich regende Tiere und wildlebende Tiere der Erde nach ihrer Art.“ Und so wurde es. 25 Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah dann, daß [es] gut [war

 

Gott hält sich konsequent an seine eigenen Gesetze! Es gibt auch in der Auferstehung keine Artveränderung! Was aber versprochen wurde ist ein bestimmter Rang, der entsprechend dem Verhalten im Gericht durch den Richter zugeordnet wird!

1.8.6          In Ehre und Herrlichkeit erweckt; Jerusalem als Weltregierungssitz

 

Die Veränderung der Rangstufe bei der Auferstehung ist eine andere Sache: Was in Unehre, wie im Falle Jesu, der am Stamm starb, wurde in Ehre und Herrlichkeit auferweckt! Wer wie Stephanus in Treue als Märtyrer starb, der hat eine Auferstehung als Priesterkönig in Aussicht.

 

(Zu 1.8.6:   vergleiche: Zeitband Jesu Tod, Auferstehung bis Pfingsten)

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:12-13 ***

12 Wer siegt — ihn will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird auf keinen Fall mehr [aus ihm] hinausgehen, und ich will den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommt, und diesen meinen neuen Namen auf ihn schreiben. 13 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Die Säule ist im physischen Tempel, oder bei Gottes wahrerer Anbetung, ein tragendes Element! Menschen werden so mit tragenden Säulen verglichen. Jesus nennt den zentralen Ort kommenden Handelns: “... die Stadt „meines Gottes, des neuen Jerusalem“, deren Name bei der Versiegelung auf der auserwählten Person eingetragen wird. Es ist wie ein fälschungssicherer Pass, der den Eintritt zur Stadt gewährt.

 

Bedenken wir, dass im „neuen Jerusalem“ kein Tempel gefunden wird, Jehova aber das sonnengleiche Licht und Jesus das Licht der Lampe darstellen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:22-27 ***

22 Und ich sah keinen Tempel darin, denn Jehova Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel und das Lamm. 23 Und die Stadt hat es nicht nötig, daß die Sonne oder der Mond auf sie scheint, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtete sie, und ihre Lampe war das Lamm. 24 Und die Nationen werden durch ihr Licht wandeln, und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit in sie hineinbringen. 25 Und ihre Tore werden überhaupt nicht geschlossen werden bei Tag, denn Nacht wird dort nicht sein. 26 Und sie werden die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen in sie hineinbringen. 27 Doch irgend etwas Unheiliges und jeder, der Abscheuliches und Lüge verübt, wird keinesfalls in sie eingehen, nur diejenigen, die in des Lammes Buchrolle des Lebens eingeschrieben sind.

 

Das „neue Jerusalem“ kommt mit Jehova, Jesus und seinen Engeln vom Himmel herab, dort ist das Bürgerrecht jener Personen im Himmel eingetragen. Solchen Priesterkönigen wird somit der freie Zugang zur neuen Weltregierung eröffnet, welche in der Stadt Jerusalem ihren Sitz haben wird.

 

Da sie die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen in sie hineinbringen ist ersichtlich, dass sie selbst ihre Aufgabe unter den Nationen erfüllen, in jenen Ländern und Städten, in welche Jesus und seine Apostel sie einteilen werden. Auch dort ist nichts mystisches daran, sondern Gottes Vorhaben, die Erde in Gerechtigkeit unter seiner Souveränität zu einem Ruheort zu machen, wo wahrer Frieden und wahre Sicherheit durch ein einheitliches, geordnetes Recht herrschen! 

 

Bestimmt wird es für die meisten höheren Kirchenvertreter keinen Zutritt geben, da jeder, der eine Lüge verübt, dort keinesfalls Zutritt haben wird! Die Religionsführer aber sind die Verantwortlichen, dass die Wahrheit Jahrhunderte unterdrückt werden konnte!

1.8.7          Jesus der Hohepriester mit Zutritt zum Heiligen und Allerheiligsten

 

Im irdischen Tempel in Jerusalem, wie schon zuvor im Zelt der Zusammenkunft, gab es zwei Abteilungen: „Das Heilige“, zu dem die Priester Zutritt hatten und „das Allerheiligste“, in welches nur der Hohepriester einmal pro Jahr, am Versöhnungstag hineingehen durfte.

 

Mit der Verwerfung des Volkes Israel als Gottes Nation, kam ein neues Hohepriestertum unter Jesus und ein neues Verfahren mit den Nationen in Gebrauch. Auch Menschen der Nationen erhielten nun die Möglichkeit am kommenden Priestertum teilhaftig zu werden.

 

Das „Heilige“ stellt Jehovas irdischen Teil seiner Verwaltung dar, das „Allerheiligste“ dagegen den Himmel. Jesus ging bei seinem Tod direkt ins Allerheiligste, um sein eigenes, vergossenes Blut als Sühneopfer darzubringen. Der Vorhang, den ihn zuvor trennte, stellte sein fleischlicher Leib dar. Nur ihm allein war und bleibt dieser Zutritt auch künftig gewährt!

 

Jesus musste nach seiner Rückkehr zudem im Allerheiligsten, an Jehovas rechter Seite verbleiben. Paulus nennt alles, was zuvor unter dem mosaischen Gesetzesbund war, ein „Schatten der himmlischen Dinge“ (Ps 110:1; Heb 10:19, 20).

 

*** Rbi8  Hebräer 8:4-6 ***

Wäre er nun auf der Erde, so wäre er kein Priester, weil [Männer] da sind, die die Gaben gemäß dem GESETZ darbringen, 5 aber diese [Männer] verrichten [den] heiligen Dienst in einer sinnbildlichen Darstellung und einem Schatten der himmlischen Dinge, so wie Moses, als er im Begriff war, das Zelt zu vollenden, den göttlichen Befehl erhielt: Denn, so sagt er: „Sieh zu, daß du alle Dinge nach [ihrem] Muster machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist.“ 6 Nun hat aber [Jesus] einen vorzüglicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler eines entsprechend besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gesetzlich festgelegt worden ist.

 

Wie Moses alle Dinge des Zeltes der Zusammenkunft nach einem vorgegebenen Muster vollenden musste, so ist es an Jesus den geistigen Tempel, die Dinge des „neuen Jerusalem“ oder der neuen Städte der Zusammenkunft nach göttlichem Muster zu vollenden. Dies können ihm keine Religionsführer abnehmen! (Sach 6:12; 2.Thess 2:4)

1.8.8          Priester mit Eingang ins Heilige, der Hohepriester ins Allerheiligste

 

Zurück zum Thema des Paulus, der Auferstehung mit einem unterschiedlichem Körper und in unterschiedlichem Rang.  Die einzige Ausnahme, was den Körper betrifft, bildet somit Jesus, der vorab, bevor er auf die Erde kam bereits an des Vaters Seite war. Jesus allein  hatte somit bereits einen geistigen Leib, eine „DNS“ eines geistigen Leibes.

 

*** Rbi8  Johannes 17:5 ***

Und nun, Vater, verherrliche mich an deiner Seite mit der Herrlichkeit, die ich an deiner Seite hatte, ehe die Welt war.

 

Somit ist er aber nicht eine Ausnahme von der Regel, dass jeder nur den Körper hat, den Gott ihm zuvor gegeben hatte. Sondern Jesus allein erfüllt zwei Aufgaben an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig! Er allein kam vom Himmel zur Erde und er allein wurde in beiden Bereichen vollkommen gemacht. Darum musste er die Dinge bis hin zum Tod erleiden, welche Menschen leiden!

 

Im Himmel war sein Name als Engelfürst Michael (Da 10:13; 12:1; Off 12:7). Er wurde zur Erfüllung einer bestimmten Aufgabe zur Erde gesandt. Jesus selbst bestätigt diesen Sachverhalt anhand von Prophezeiung und Erfüllung durch ihn selbst!

 

*** Rbi8  Lukas 4:18-21 ***

18Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft zu verkünden, er hat mich ausgesandt, um den Gefangenen Freilassung zu predigen und den Blinden Wiederherstellung des Augenlichts, um die Zerschlagenen als Freigelassene wegzusenden, 19 um Jehovas annehmbares Jahr zu predigen.“ 20 Darauf rollte er die Buchrolle zusammen, gab sie dem Diensttuenden zurück und setzte sich; und die Augen aller in der Synagoge waren gespannt auf ihn gerichtet. 21 Dann fing er an, zu ihnen zu sprechen: „Heute ist dieses Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt worden.“

 

Es ist nicht erstaunlich, dass nahezu alle Kirchenführer den wahren Sinn dieser Worte nicht erklären! Jesus befreite jene, welche in seinem Wort verblieben von der Sklaverei religiöser Überlieferungen und religiöser Führer, welche die Leichtgläubigkeit ihrer Schafe skrupellos ausnutzten. Kein Zweifel, was Jesus durch Jesajas Vorhersagen predigte! Er sprach von Gottes Zorn gegen die Führer des Volkes! Bedenken wir, dass Jesus die religiösen Führer „blinde Leiter“ und ihre Nachfolger „Blinde“ nannte, welche beide in dieselbe Grube fallen würden! Nur durch den wirklichen Zusammenhang kommt das klare Verständnis. Wie die Schriftgelehrten und Pharisäer versuchen heute Kirchenführer dieses Verständnis zu unterdrücken. (Jes 61:1-4; Mat 15:12-14)

 

*** Rbi8  Johannes 8:31-32 ***

31 Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

Wer die Wahrheit erkennt braucht nicht weiter unter einem religiösen Joch auszuharren, er sucht selbst unverschmutzte Wasserquellen und grüne Weide, die ihm sein wirklicher Hirte, Jesus durch die aufgezeichneten Worte zuweist! Darum: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk!“ (Ps 95:7; Off 18:4)

 

(Zu 1.8.8:  vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereint)

 

Beachten wir weitere Hinweise die uns ein klares Verständnis zu Jesu himmlischer und irdischer Existenz liefern. Jesus musste, um als Mensch geboren zu werden, seinen geistigen Körper den er als Engel hatte im Himmel zurückzulassen, um einen menschlichen Körper anzunehmen (1.Kor 15:47).

1.8.9          Jesus, ein wenig unter Engel erniedrigt, um später erhöht zu werden

 

Dieser menschliche Körper Jesu war „ein wenig unter Engel erniedrigt“, um einen ganz bestimmten Zweck zu erfüllen: Den Beweis zu erbringen, dass Gottes Geschöpfe in jeder Situation die Treue zu Jehova halten können und in der Lage sind, seinen Willen zu tun, sowohl im Himmel wie auf der Erde.

 

*** Rbi8  Hebräer 10:5-10 ***

5 Daher sagt er bei seinem Eintritt in die Welt: „ ,Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. 6 Du hast kein Wohlgefallen an Ganzbrandopfern und Sünd[opfern] gehabt.‘ 7 Da sprach ich: ‚Siehe! Ich bin gekommen (in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben), um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘8 Nachdem er zuerst sagte: „Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sünd[opfer] hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt“ — [Schlachtopfer,] die gemäß dem GESETZ dargebracht werden —, 9 sagt er darauf wirklich: „Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.“ Er beseitigt das erste, auf daß er das zweite aufrichte. 10 Durch den besagten „Willen“ sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden.

 

Indem Jesus den Willen Jehovas vollbrachte, beseitigte er das Zeremonialgesetz und die damit verbundenen blutigen Opfergaben! Der dargebrachte, vollkommene Leib Jesu und das vergossene Blut, das unsere Sünden deckt, heiligt jeden, der dies in der Taufe anerkennt!

 

*** Rbi8  Römer 6:3-7 ***

3 Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus getauft wurden, in seinen Tod getauft wurden? 4 Somit wurden wir durch unsere Taufe in seinen Tod mit ihm begraben, damit so, wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, ebenso auch wir in Neuheit des Lebens wandeln sollten. 5 Denn wenn wir in der Gleichheit seines Todes mit ihm vereint worden sind, werden wir gewiß auch [in der Gleichheit] seiner Auferstehung [mit ihm vereint] sein; 6 wir wissen ja, daß unsere alte Persönlichkeit mit [ihm] an den Pfahl gebracht worden ist, damit unser sündiger Leib unwirksam gemacht werde, so daß wir nicht länger Sklaven der Sünde seien. 7 Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen.

 

In der Taufe sterben wir gegenüber der Sünde, um von nun an wie Jesus Gottes Willen zu vollbringen. In der Taufe kommt die Lossprechung von unseren Sünden, die Salbung mit heiligem Geist. Dazu braucht es Vorbereitung und genaue Erkenntnis! Die Taufe aber ist an keine Religion gebunden, sondern stellt eine Hingabe dar, einen Vertrag mit Jesus und Gott! Danach ist es an uns, einen  Lebensweg zu führen, der mit Gottes heiligem Geist, seinen Normen im Einklang ist! (Mat 28:19, 20; 2.Kor 1:21, 22; Kol 3:8-11)

 

Jesus wurde von Gott, wegen seiner Treue, über alle anderen Körper und Mächte erhöht, in jenem Akt, während das göttliche Gericht tagte, als er mit seinem Blut als das geschlachtete Opferlamm vor Gottes Thron erschien. Nicht seine Zugehörigkeit zu einer der jüdischen Sekten war es, welche Jesus angerechnet wurde, sondern seine Treue zum geschriebenen Wort!  Nicht Zugehörigkeit zu dieser oder jener Glaubensgruppe ist es, was für uns am Gerichtstag zählt, sondern ein Leben in Harmonie mit göttlichen Normen. Worin nun bestand diese Erhöhung des Christus? (Joh 12:29-32; Heb 2:6-9; Off 5:5, 6, 11, 12)

 

 

1.9              Paulus redet von Unsterblichkeit und Unverweslichkeit

1.9.1          Das Bild des Sterblichen und das Bild des  Unsterblichen

 

Jesu eigener Fleischesleib war bei seiner Auferstehung unsterblich. Gemäss der Samenart, die ursprünglich gesät wurde, hatte er nun fortan sowohl einen geistigen wie einen perfekten physischen Leib: Den unverweslichen, unsterblichen „Leib seiner Herrlichkeit“.

 

Diese DNS von Jesu auferstandenem Leib, den Grundbauplan der menschlichen Zelle, bildet das Grundmuster jener kommenden Veränderung, die alle jene erhalten, denen ewiges Leben in Aussicht steht! Damit ergeben die Worte des Paulus einen einfachen, klaren Sinn! (Mat 25:46)

 

Wäre Jesus, dessen DNS nicht von einem Nachkommen Adams, sondern durch Gottes Geist in Maria gezeugt wurde, durch einen Fehler, den er begehen hätte können, für Gott unrein geworden, so gäbe es keine Auferstehungshoffnung für uns! (Lu 22:41-44)

 

Jesus stand unter einem sehr hohem Erfolgsdruck, was sich am Ölberg, im Garten Gethsemane, in Blutschweiss ausdrückte! Jesus zeigte uns, dass es auch unter üblen Umständen möglich ist treu zu bleiben und auszuharren.

 

*** Rbi8  Philipper 3:20-21 ***

20 Was uns betrifft, unser Bürgerrecht besteht in den Himmeln, von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, damit er seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig werde, gemäß der Wirksamkeit der Kraft, mit der er sich auch alle Dinge unterwerfen kann.

 

Ein hoher Gewinn steht auch in Aussicht: Ewiges Leben unter friedlichen und freudigen Umständen!

1.9.2          Söhne Gottes

 

Jesus wurde auch nach seiner Rückkehr weiterhin im Himmel der „Menschensohn“ genannt. Er ist der einzige der Engel, zu dem der Vater sagte: „Du bist heute mein Sohn geworden“. Das sprach Jehova bei Jesu Taufe, als Jesus ein Mensch war!

 

*** Rbi8  Hebräer 1:1-6 ***

1 Gott, der vor langem bei vielen Gelegenheiten und auf vielerlei Weise durch die Propheten zu unseren Vorvätern geredet hat, 2 hat am Ende dieser Tage durch einen Sohn zu uns geredet, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt und durch den er die Systeme der Dinge gemacht hat. 3 Er ist der Widerschein [seiner] Herrlichkeit und der genaue Abdruck seines Wesens selbst, und er erhält alle Dinge durch das Wort seiner Macht aufrecht; und nachdem er eine Reinigung für unsere Sünden herbeigeführt hatte, setzte er sich zur Rechten der Majestät in den Höhen. 4 So ist er besser geworden als die Engel, insofern er einen Namen geerbt hat, der vorzüglicher ist als der ihrige.

5 Zu welchem der Engel sprach er zum Beispiel jemals: „Du bist mein Sohn; ich, ich bin heute dein Vater geworden.“? Und wiederum: „Ich selbst werde sein Vater werden, und er seinerseits wird mein Sohn werden.“? 6 Wenn er aber seinen Erstgeborenen wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: „Und alle Engel Gottes sollen ihm huldigen.“

 

Dasselbe spricht Jehova, wenn wir uns als Erwachsene Taufen lassen und in den Stand der Heiligkeit durch Sündenerlass eintreten! Wir werden dadurch von ihm als Söhne und Töchter anerkannt, sofern wir uns durch Gottes Geist der Heiligkeit leiten lassen. Auch wir dürfen Jehova „Abba, Vater“ nennen, das „Vater unser“ bestätigt dies deutlich (Rö 1:1-7).

 

*** Rbi8  Römer 8:14-17 ***

14 Denn alle, die durch Gottes Geist geleitet werden, diese sind Söhne Gottes. 15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Sklaverei empfangen, der wiederum Furcht erweckt, sondern ihr habt einen Geist der Annahme an Sohnes Statt empfangen, durch welchen Geist wir ausrufen: Abba, Vater!“ 16 Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, daß wir Gottes Kinder sind. 17 Wenn wir also Kinder sind, sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes, doch Miterben mit Christus, vorausgesetzt, daß wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

 

Verbinden wir nun all diese Erkenntnis wiederum mit den Worten des Paulus an die Philipper und beachten wir andere Details:

 

*** Rbi8  Philipper 3:20-21 ***

20 Was uns betrifft, unser Bürgerrecht besteht in den Himmeln, von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, damit er seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig werde, gemäß der Wirksamkeit der Kraft, mit der er sich auch alle Dinge unterwerfen kann.

 

Durch Paulus wird die erwartete Rückkehr Jesu vom Himmel her proklamiert, mit Macht und Autorität ausgestattet. Paulus sagt deutlich, dass Jesus alle Dinge unterworfen sind, das schliesst auch die kommende Veränderung unserer Erbsubstanz zur Erlangung von Unsterblichkeit mit ein! Bestimmt wird dies im Aufgabenbereich seiner Engel liegen, die ebenfalls mit einer höheren Autorität und Macht als Menschen ausgestattet sind, welche ja die unseren, inklusive der technischen modernen weit übertreffen (Da 7:13, 14).

 

Das Gesetz von „Ursache“ und „Wirkung“ wird durch gottgegebene Autorität erweitert, indem die durch Jesus auserwählten Priesterkönige Gott direkt Dinge bitten, die Er durch seine Engel tun wird.

 

*** Rbi8  Johannes 15:16 ***

Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und fortgesetzt Frucht tragt und daß eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, er euch gebe.

 

Die bleibende Frucht der Apostel sind deren Jünger, jene „Frucht“ wird bleiben, wenn sie in „fruchtbare“ Erde gesät wurde, ein gutes Herz. Unsere Art des Lehrens, zeigt das Material mit dem wir Aufbauen. Wird es das Feuer des Gerichtstages überstehen oder wird es verbrennen? (2.Pe 3:7)

 

Paulus, als weiser Arbeitsleiter gab wertvolle Hinweise, indem er einen Grund legte und die Dinge uns in ihrem Zusammenhang stets erklärte:

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:10-15 ***

10 Gemäß der unverdienten Güte Gottes, die mir verliehen worden ist, habe ich als weiser Arbeitsleiter einen Grund gelegt, aber jemand anders baut darauf. Doch jeder wache beständig darüber, wie er darauf baut. 11 Denn kein Mensch kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist. 12 Wenn nun jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Hölzer, Heu, Stoppeln baut, 13 so wird eines jeden Werk offenbar werden, denn der Tag wird es zeigen, weil er durch Feuer geoffenbart werden wird; und das Feuer selbst wird erproben, von welcher Art das Werk eines jeden ist. 14 Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, wird er Lohn empfangen; 15 wenn jemandes Werk verbrannt wird, wird er Verlust erleiden, er selbst aber wird gerettet werden; doch wenn solches [geschieht, wird es sein] wie durch Feuer.

 

Jesus ist somit der Grund auf den wir bauen und keine Religionsorganisation! Am Gerichtstag gegen die Religionen werden jene verschwinden, was aber ist mit deinem eigenen Werk, das du selbst aufgebaut hast? Werden deine Jünger in einer der Religionsgemeinschaften verbleiben, obwohl Jesus zum Hinausgehen auffordert? Wenn dem so ist, wirst du Verlust erleiden. Aufgrund deiner eigenen guten Werke, aufgrund deines Warnens, deines Vorausgehens als Hirte aber wirst du gerettet werden!

 

Die Schafe der anderen Herde, getaufte Christen, gehören Jehova und sie werden durch Jesus, den wahren Hirten aus den vielen plündernden religiösen Hürden in die eine, wahre Hürde eingebracht!

 

(Zu 1.9.2:  vergleiche Grafik:  8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereint)

 

*** Rbi8  Hesekiel 34:20-24 ***

20 Dies ist daher, was der Souveräne Herr Jehova zu ihnen gesprochen hat: „Hier bin ich, ich selbst, und ich werde gewiß richten zwischen feistem Schaf und magerem Schaf, 21 darum, daß ihr mit Seite und mit Schulter ständig drängtet und ihr mit euren Hörnern ständig alle Erkrankten stießet, bis ihr sie nach draußen zerstreut hattet. 22 Und ich will meine Schafe retten, und sie werden nicht mehr Plündergut werden; und ich will richten zwischen Schaf und Schaf. 23 Und ich will über sie einen Hirten erwecken, und er soll sie weiden, ja meinen Knecht David. Er selbst wird sie weiden, und er selbst wird ihr Hirte werden. 24 Und ich selbst, Jehova, will ihr Gott werden und mein Knecht David ein Vorsteher in ihrer Mitte. Ich selbst, Jehova, habe geredet.

 

Sofern das geistige Haus auf Felsen und nicht auf Sand gebaut wurde, wird es auch starke Lebensstürme überstehen und dem grossen Gericht standhalten. Jeder von uns entscheidet, ob sein Herz fruchtbarer Boden sei und auf welcher Art Grundlage, mit welcher Art von Materialien er aufbaut, ob er auf Jesus als Eckstein oder auf Religionen, auf Wahrheit oder auf Irrtum und Lüge aufbaut!

 

(Zu 1.9.2:  vergleiche Grafik: 1.3  Haus der wahren Weisheit)

1.9.3          Die Logik der Aussagen des Paulus erkennen und die Mystik religiösen Geschwafels entfernen

 

Die Versammlung Korinth, die von Problemen geplagt war, sie war gleichzeitig Ansprechpartner um die wohl schwerverständlichsten Zeilen des Paulus zu begreifen! Einige Männer jener Versammlung verstanden offensichtlich, was Paulus im ersten Brief schrieb, wie Paulus in seinem zweiten Brief zeigt! Sie nahmen notwendige Veränderungen vor. Sie hatten in den Worten des Paulus den Wohlgeruch zum Leben gerochen.

 

*** Rbi8  2. Korinther 2:14-17 ***

14 Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Gemeinschaft mit dem Christus im Triumphzug einherführt und durch uns den Geruch der Erkenntnis über ihn an jedem Ort wahrnehmbar macht! 15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die zugrunde gehen; 16 für die letzteren ein vom Tod ausgehender Geruch zum Tod, für die ersteren ein vom Leben ausgehender Geruch zum Leben. Und wer ist zu diesen Dingen hinreichend befähigt? 17 [Wir sind es;] denn wir hausieren nicht mit dem Wort Gottes wie viele Menschen, sondern in Aufrichtigkeit, ja als von Gott gesandt reden wir vor Gottes Augen in Gemeinschaft mit Christus.

 

Diese Männer in Korinth waren hinreichend befähigt, die Unterschiede zwischen „Himmel“ und „Erde“, alter und neuer Verwaltung, geistiger Auferstehung und physischer zu verstehen! Den anderen, welche durch Mystik die Dinge vertauschten, waren die Worte des Paulus aber ein Geruch zum Tod! Er offenbarte ihre Einstellung mit Gottes Wort zu hausieren anstatt in Aufrichtigkeit und Wahrheit Gottes Wort ohne Geschäftemacherei zu erklären.

1.9.4          Himmlische Auferstehung, Mystik der Religionsführer

 

In keiner Form und nirgends erwähnt Paulus, dass Menschen bei ihrer Auferstehung oder die Überlebenden Harmagedons in Geistwesen, Engeln gleich, umgewandelt würden, um zu irgend einem Zeitpunkt an der Seite Gottes, im geistigen Himmel zu sein! Das ist reine religiöse Mystik! Das sind religiöse Ammenmärchen von Menschen wie Hymenäus, Alexander und Philetus, welche Gottes Vorhaben nicht verstanden haben!

 

Wiederholen wir bei diesem uns nun verständlichen, für andere aber bleibend schwerverständlichen Text von Paulus, die Verbindung zwischen mehreren unterschiedlichen Themen. Erkennen wir folgende Unterschiede und ihre Verknüpfungen:

 

a)           Geistigen Geschöpfen, Engeln (Jesus als Michael) und ihrem geistigen Leib (unsterblich)

b)           Irdischen Geschöpfen als lebende Seelen, Adams Nachkommen (sterblich) und später Jesus als zweiter Adam (unsterblich)

c)            Unterschiedliche Samen- und Fleischesarten. Jede Art ist und bleibt für sich.

d)           Auferweckter geistiger Leib (Jesus = Michael) als irdisches, geopfertes „Lamm Gottes“ und erhöhter Menschensohn

e)           Auferweckter physischer Leib, als erster Jesu vollkommener Leib und die, die ihm gleichgemacht werden, in ihrem Rang, vorab die Apostel. Jesus stellte den Leib seines Körpers selbst wiederum her!

f)             Unterschiedliche Rangstufen mit unterschiedlichen Aufgaben im Hinblick auf Auferweckung und Vervollkommnung der Menschen

 

Halten wir uns vor Augen, dass es Paulus im ersten Schreiben an die Korinther um das genaue Verständnis um die Auferstehung geht und wer welche Art Leib, der zwei unterschiedlichen Geschöpfe erhalten wird!

 

Gott gibt jedem einen Körper wie es ihm gefällt! Menschen bleiben Menschen! Erinnern wir uns: Nur Jesus hatte zuerst einen geistigen Leib als Engel und nur er allein kehrte in den geistigen, den oberen Bereich zurück! Den Menschen ist der „untere Bereich“, die Erde, auch für die Auferstehung bestimmt. Alle Toten kommen aus den Gräbern während Jesus zuvor vom Himmel her zurück erwartet wird!

 

*** Rbi8  Johannes 3:13-15 ***

13 Überdies ist kein Mensch in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der vom Himmel herabkam, der Menschensohn. 14 Und so, wie Moses die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Menschensohn erhöht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.

 

Menschen müssen dies anerkennen und Jesus in seiner erhöhten Stellung anerkennen. Jeder selbst muss Jesus dabei in seinem Geist erhöhen, ihn in dieser Stellung als „Herr der Herren und König der Könige“ anerkennen! Wer ihn als Gott und Jehova gleich erklärt, der widerspricht Jesu eigenen Worten:

 

*** Rbi8  Johannes 14:28-31 ***

28 Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich. 29 Und jetzt habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. 30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn der Herrscher der Welt kommt. Und er kann mir nicht beikommen; 31 damit aber die Welt erkennt, daß ich den Vater liebe, tue ich so, wie mir der Vater [zu tun] geboten hat.

 

Der Herrscher der Welt, die Schlange Satan, war von Menschen immer wieder erhöht worden und hat sie mit giftigem Biss ins Verderben gebracht. Selbst Mose war dessen Versuchung erlegen! Jehova sandte wirkliche Schlangen unter das Volk Israel, um deren Tödlichkeit auf deutliche Art zu demonstrieren.

 

Wie in der Wüste unter Moses, wo eine erhöhte Schlange angeschaut werden musste, um vor der Plage gerettet zu werden, hängt für uns das Leben davon ab, ob wir die erhöhte Stellung Jesu anerkennen und auf ihn und sein Vorbild als Retter schauen. (4.Mo 21:7-9; Spr 30:4; Joh 6:37, 41, 42, 51; 7:33, 34; 8:21-30)

1.9.5          Verweslichkeit zieht Unverweslichkeit an

 

Ein weiterer Bestandteil der Erklärungen des Paulus bietet der Unterschied von früherer Sterblichkeit, die der Mensch wegen Adams Sünde von jenem ererbte und nun andererseits Unsterblichkeit erhält, als freie Gabe Gottes, aufgrund Jesu Loskaufsopfer und persönlich ausgeübtem Glauben daran.

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:42-49 ***

42 So ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verweslichkeit [[menschlicher Leib Adams]], es wird auferweckt in Unverweslichkeit [[vollkommen gemachter Leib des Christus]]. 43 Es wird gesät in Unehre [[Jesu hatte keinerlei Rang, er starb als verurteilter Verbrecher]], es wird auferweckt in Herrlichkeit [[Jesus wurde unmittelbar nach dem Tod im Himmel als Geistwesen vom Vater auferweckt und über jede Autorität erhöht]]. Es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft [[Autorität und Macht]]. 44 Es wird gesät ein physischer Leib [[Jesus als letzter Adam]], es wird auferweckt ein geistiger Leib [[Jesus als lebengebender Menschensohn]]. Wenn es einen physischen Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen. 45 So steht auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele.“ Der letzte Adam wurde ein lebengebender Geist. 46 Dessenungeachtet ist das erste [[Adam]] nicht das, was geistig ist, sondern das, was physisch ist, danach das, was geistig ist [[Jesus, der letzte Adam]]. 47 Der erste Mensch ist aus der Erde [[Adam]] und von Staub gemacht; der zweite Mensch [[Jesus]] ist aus dem Himmel. 48 Wie derjenige [ist], der von Staub gemacht ist [[Adam]], so [sind] auch die, die von Staub gemacht sind [[Menschheit]]; und wie der Himmlische [[Jesus]] [ist], so [sind] auch die Himmlischen [[Engel]]. 49 Und so, wie wir das Bild des von Staub Gemachten getragen haben [[sterblich, verweslich]], werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen [[unsterblich, unverweslich]].

 

Das „Bild“, das wir tragen, bedeutet „Abbild“, „Abdruck“. Die DNS ist das Bild oder der Bauplan der Zelle und des Körpers. Sie unterscheidet sich von Mensch zum Tier und zum Geflügel. Auch Engel haben einen solchen Bauplan, der sich von unserem unterscheidet, nicht physisch ist, sondern energetisch.

1.9.6          Sterblichkeit der „Seele“ ist von Adam her erblich

 

Hatte Adam ursprünglich Unsterblichkeit, so wurde die Lebensspanne vererbbar in der DNS verkürzt, zuerst auf unter 1000 Jahre, dann nach der Sintflut auf maximal 120 Jahre, dies in zwei getrennten Schritten! Adam starb mit 930 Jahren. Während die Söhne Noahs noch hohes Alter erreichten, waren es deren Enkel, die nach der Sintflut maximal 120 Jahre lebten. Daran konnte auch die moderne Medizin nichts ändern (1.Mo 3:19; 5:5).

 

(Zu 1.9.6:  vergleiche: Zeitband Biblische Geschichte I)

 

Der erste Adam“ war ein Mensch, der von Jehova und seinem Werkmeister Jesus zusammen mit Engeln als ihr Ebenbild erschaffen wurde. Er hatte nicht eine Seele, sondern er „wurde eine lebendige Seele“ (1.Mo 2:7). Das hebräische Wort „Nephesch, das Seele bedeutet, hat nichts anderes als den Sinn von Leben, lebendig sein, im Gegensatz zu tot sein, ohne Leben.

 

Die unbiblische Lehre von der unsterblichen Seele steht somit auch in direktem Zusammenhang mit der Lehre des Hymenäus und Alexander, welche die unmittelbare Auferstehung nach dem Tod lehrten (1.Mo 1:26; Spr 8:30).

 

*** Rbi8  Hesekiel 18:4 ***

Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben.

 

Da Paulus im Brief an die Korinther einerseits von Menschen, anderseits von Jesus spricht, beide Formen der Auferstehung in denselben Sätzen verwendet, waren es die Nachfolger des Hymenäus und Alexander, welche die Himmels- und Höllenlehre entwickelten, welche ihrerseits gut mit Platons Philosophie der unsterblichen Seele zusammenpassten. Der Kirchenvater Augustinus gilt als der grösste der lateinischen Kirchenlehrer(starb am 13.11.354). Er baute das ganze im vierten Jahrhundert in die Katholische Kirchenlehre ein und verschmolz helenistische Lehre mit der Lehre der Apostel!

1.9.7          Jesus, der letzte Adam ein lebengebender Geist

 

Paulus erklärt von Jesus, dem „letzte Adam“, weil er ja wiederum von Jehova, diesmal im Sinne der unbefleckten Empfängnis der Maria erschaffen wurde, dass Jesus nach dem Tod ein lebengebender Geist wurde, Paulus spricht dabei aber nur von Jesus (Lu 1:30, 31).

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:17-18 ***

Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: „Sei ohne Furcht. Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich wurde ein Toter, doch siehe, ich lebe für immer und ewig, und ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades.

 

Jesus selbst erklärt dem Johannes im Jahre 96 u.Z. in der Offenbarung, dass ER die Schlüssel zum Tod und Hades (menschliches Grab) hat. Nach dem Tod der Apostel konnte somit niemand mehr Tote auferstehen lassen! (Apg 9:40; Apg 20:9, 10)

 

 

1.10          Wer wird zu welchem Zeitpunkt die Toten auferwecken?

1.10.1       Leben in sich selbst als Grundlage, um Toten Leben zu geben

 

Jesus hatte bei seiner Auferstehung himmlische Unsterblichkeit. Er erhielt Leben in sich selbst! (Joh 5:25, 26) Er selbst stellten den Körper seines Leibes wieder her, unsterblich und unverweslich, den er einen „Tempel“ nannte, so wie er es erstaunten Juden vorangekündigt hatte.

 

*** Rbi8  Johannes 2:18-22 ***

18 Die Juden gaben ihm daher zur Antwort: „Welches Zeichen kannst du uns zeigen, da du diese Dinge tust?“ 19 Als Antwort sagte Jesus zu ihnen: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ 20 Deshalb sagten die Juden: „Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?“ 21 Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. 22 Als er jedoch von den Toten auferweckt worden war, kam es seinen Jüngern in den Sinn, daß er dies wiederholt gesagt hatte; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

 

Paulus fährt in seiner Erklärung an die Korinther fort. So wie Jesus Unsterblichkeit und Unverweslichkeit erhielt, so erwartet dies auch alle jene, welche an der ersten Auferstehung teilhaben, sie erhalten menschliche Unsterblichkeit und Unverweslichkeit [Bb].

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:53-54 ***

53 Denn das, was verweslich ist, muß Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, muß Unsterblichkeit anziehen. 54 Wenn aber [dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und] dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: „Der Tod ist für immer verschlungen.“

 

Die Apostel werden zu jenem Zeitpunkt bereits dreieinhalb Jahre und 45 Tage wiederum am Leben sein [B1-Bb]. Auch sie erhalten die Fähigkeit zurück, die Jesus ihnen bereits vor seinem Tod verliehen hatten, Tote aufzuerwecken und jede Art Krankheiten zu heilen. Diesmal aber ist die zudem die Unsterblichkeit der Auferweckten damit verbunden (Mat 10:5, 8; Off 20:4).

 

Wie kommen wir zu solchen Behauptungen, die doch den Aussagen der ganzen Christenheit widersprechen? Ganz einfach, indem wir den Worten der Propheten und jener der Apostel wirklich unser Ohr leihen! Wir fügen nichts hinzu, lassen nichts weg und verändern nicht den Sinn der Aussagen!

 

Die Frühauferstehung der Apostel ist eine Auferstehung die vor der Erstauferstehung stattfindet, so wie Jesu Auferstehung, seinem höchsten Rang entsprechend die Erste darstellte! Da die Apostel im irdischen Rang an zweiter Stelle nach ihm stehen, sie, die „dem Christus bei seiner Ankunft angehören“, müssen sie am Gerichtstag bereits lebendig sein. Wie sonst könnten sie ihre Aufgabe zusammen mit Jesus in der „Wiedererschaffung des Königreiches für Israel“ erfüllen, welche ihnen vorhergesagt wurde?

 

Da bereits vor der Erstauferstehung irdische Throne (Mehrzahl!) aufgestellt werden, müssen diese zusammen für Jesus mit den Apostel sein (Mat 19:28; 1.Kor 15:20, 21, 23; Off 20:4; 6).

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:4 ***

Und ich sah Throne, und da waren solche, die sich darauf setzten, und es wurde ihnen Macht zu richten gegeben.

 

Beachten wir, dass dies wohl kaum der Harmagedon überlebende Überrest der 144.000 sein kann, da diese ja gemeinsam, erst später, mit den Auferstandenen zusammen, erst nach deren Umwandlung, Macht und Ehre als Priester, Könige und Richter erhalten, um während tausend Jahren mit Jesus zusammen zu regieren.

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:4-6 ***

Ja, ich sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, und weil sie von Gott geredet hatten, und die, die weder das wilde Tier noch sein Bild angebetet und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn und auf ihre Hand empfangen hatten. Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre. 5 (Die übrigen der Toten kamen nicht zum Leben, bis die tausend Jahre zu Ende waren.) Das ist die erste Auferstehung. 6 Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

 

Paulus hatte zudem klar und eindeutig gesagt, dass die Überlebenden den Toten keines falls zuvorkommen würden (1.Thess 4:15).

 

Die Apostel werden es somit sein, welche auf den Thronen sitzen und die im Tod Schlafenden auferwecken werden!

 

Erst danach sieht Johannes das „neue Jerusalem“ vom Himmel herabkommen, nachdem der „neue Himmel“, die erdenweite Verwaltung nun existiert!

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-4 ***

21 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

 

Damit nimmt Gott diesen neuen, fertig erstellten geistigen Tempel in Besitz, den lebendigen Tempel aus heiligen, perfektionierten menschlichen Steinen. Er wird diesen Tempel durch seinen heiligen Geist bewohnen. Jesus verweilt von nun ab auf der Erde und wird die Angelegenheiten der Menschen als gerechter und gütiger König lenken.

1.10.2       Zeiten und Zeitabschnitte im Zusammenhang mit Jesu Rückkehr und Auferstehung der Toten

 

Jesus selbst gab den Schlüssel zum Verständnis, als er die Zeit des Endes (Mat 24:15) und der grossen Drangsal (Mat 24:21 vergl. Da 12:1) mit Daniels Worten am Ende von Kapitel 12 in seiner Erklärung über seine Rückkehr verband. Jesus beantwortete die direkte Frage seiner vier Apostel Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas nach seiner Wiederkehr und dem Abschluss des Systems (Mar 13:3, 4). Zwei Mal ist im Kapitel 12 von Daniel die Rede von der Auferstehung der Toten (Da 12:2, 13).

 

Jesus sagte den Aposteln damals bereits, dass betreffend „Zeiten und Zeitabschnitte“ nichts weiter gesagt zu werden brauche. Warum? Weil die ja bereits durch Daniel aufgezeichnet worden waren! Die Offenbarung des Johannes bestätigt diese Zeiten lediglich und ergänzt weitere Details davor und danach! Hören wir Jesu Worten genau zu: (Apg 1:6; 1.Thess 5:1)

 

*** Rbi8  Markus 13:14-20 ***

14 Wenn ihr aber das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, dort stehen seht, wo es nicht stehen sollte (der Leser wende Unterscheidungsvermögen an), dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge zu fliehen beginnen. 15 Wer auf dem Hausdach ist, steige nicht hinab, noch gehe er hinein, um etwas aus seinem Haus zu holen; 16 und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück zu den Dingen hinter sich, um sein äußeres Kleid zu holen. 17 Wehe den schwangeren Frauen und denen, die ein Kleinkind stillen in jenen Tagen! 18 Betet unablässig, daß es nicht zur Winterzeit geschehe; 19 denn jene Tage werden [Tage] einer Drangsal sein, wie es seit Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis zu dieser Zeit keine gegeben hat und nicht wieder geben wird. 20 In der Tat, wenn Jehova die Tage nicht verkürzt hätte, so würde kein Fleisch gerettet werden. Aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt.

 

Inwiefern gibt ein Engel Daniel dem Propheten im Kapitel 12 alle notwendigen Angaben? Es scheint ein Rätsel zu sein, dem, der es erstmals liesst. Einmal entwirrt,  ist es sehr einfach zu verstehen! Die Grafik zeigt es deutlich! (Lies doch bitte das ganze Kapitel 12 von Daniel)

 

(Zu 1.10.2:  vergleiche: Zeitband Ablaufschema Harmagedons Endgericht)

 

Das Aufstellen des „Abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht“ [Ba] spielt somit die Rolle des Eckpfeilers vor Beginn der letzten Phase! Daniel gibt die Zeit vom Aufstellen [Ba] bis zum Abschluss [B3] mit 1290 Tagen [C3] an und erklärt, dass das Ausharren insgesamt 1335 Tage [C4] dauert [Ba-Bb]. Michaels Aufstehen [B1] bis „zum Ende dieser Dinge“ [B3] dauert jedoch nur 1260 Tage [C2], was der Zeit der grossen Drangsal entspricht [B].

 

(Zu 1.10.2:  vergleiche: Zeitband Jesu Wiederkehr: Beginn des „Tages des Herrn“)

 

Die Versiegelung der Auserwählten muss inzwischen, kurz vor der Endschlacht, [B3] abgeschlossen worden sein! Die Schafe wurden am Gerichtstag gekennzeichnet [B2]. Die letzten, welche zu den 144.000 des Israel Gottes gehören, wurden inzwischen auserwählt und versiegelt! Die vier zerstörerischen Winde werden nun losgelassen (Off 7:1-4).

 

Der Engel sagt Daniel seinen bevorstehenden Tod an und zeigt ihm, dass er „am Ende der Tage“, jener eintausenddreihundertfünfunddreissig Tagefrist seine eigene Auferstehung hätte.

 

*** Rbi8  Daniel 12:12-13 ***

12 Glücklich ist, wer harrt und wer die eintausenddreihundertfünfunddreißig Tage erreicht!

13 Und was dich selbst betrifft, geh dem Ende entgegen; und du wirst ruhen, aber du wirst aufstehen zu deinem Los am Ende der Tage.“

 

Wenn wir alle diese und die übrigen Daten in einer Grafik vereinen, gibt sich ein klares und deutliches Bild und jeder Irrtum wird ausgeschlossen. Die Angaben Jesu, der Propheten und der Apostel sind absolut präzise!

 

(Zu 1.10.2:  vergleiche: Zeitband Ablaufschema Harmagedons Endgericht)

1.10.3       Die Aufgabe der Apostel während der dreieinhalbjährigen Endzeit

 

Paulus bestätigt, dass die Lebenden, er zählt sich zu diesen, den noch Toten keinesfalls zuvorkommen werden. Worin? In der Ausübung von Königsmacht. Wie ist dies zu verstehen?

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:15-18 ***

15 Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart [[(vierte) Wiederkehr; Ankunft]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen [[(erste Wiederkehr), Früh-Auferstehung Apostel]]. 17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

Offensichtlich ist Paulus unter denen, die beim ersten Erschallen der letzten von sieben Trompeten, der siebten Posaune, welche Jesus als Erzengel Michael selbst benutzt, auferstehen. Er gehört zu denen die in Gemeinschaft mit Jesus verstorben sind, die Apostel. Sie also sind es, die „zuerst“ auferstehen! Jesu endgültige Wiederkehr, seine effektive Gegenwart aber liegt noch in Zukunft! [Bb]

 

Die Apostel werden aber während ihrer Zeit von der Frühauferstehung bis zu Harmagedons Endschlacht bestimmte Aufgaben zu erfüllen haben. Worin bestehen diese?

1.10.4       Die Versiegelung der 144.000 ein andauernder Prozess?

 

Direkt verbunden mit Jesu Machtübernahme über seine Feinde [B1], dem Beginn des Rittes des Reiters auf dem weissen Pferd, steht somit die Frühauferstehung der Apostel, es ist der erste Sieg über den Tod (Off 6:1, 2).

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:5-6 ***

5 Und sie gebar einen Sohn, einen Männlichen, der alle Nationen mit eisernem Stab hüten soll. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und zu seinem Thron. 6 Und die Frau floh in die Wildnis, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat, damit man sie dort tausendzweihundertsechzig Tage ernähre.

 

Da die „Frau“, das Kollektiv der Apostel, unmittelbar nach ihrer Auferstehung an einen für sie bereiteten Ort fliehen werden, der „männliche Sohn“ seinerseits aber zum Thron entrückt wird, ist das nächste Treffen zwischen Jesus und den Apostel mit dem Gerichtstag verbunden.

 

Ihnen, den Aposteln obliegt es zu beurteilen, wer unter den von Jesus getrennten Schafen nun künftig unter den 144.000 Mitkönigen sein wird. Es ist etwas leicht Verständliches, dass jeder sich seine eigenen Mitarbeiter erwählt. Jesus wählte sich seine zwölf Apostel aus den Jüngern des Johannes aus! Jesus hatte nur ihnen versprochen, dass sie in der Wiedererschaffung auf zwölf Thronen die zwölf Stämme Israels richten würden (Mat 25:31-33).

 

(Ergänzung 19.10.2005:  Vergleiche Grafik: Erntefeiern zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernten)

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Beachten wir gut, dass die Apostel bis zum Ende der eintausendzweihundertsechzig Tage in der Wildnis bleiben, wo sie physisch und geistig ernährt werden. Offensichtlich sind sie es, welche die Versiegelung der Lebenden der 144.000 von dort her vornehmen, den gerichtlichen Entscheid fällen aufgrund dessen, was sie von Jehova und durch Jesus über jeden Einzelnen hören (Mal 3:5; Joh 5:22-30; 12:48).

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:1-4 ***

7 Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde der Erde festhalten, damit kein Wind über die Erde oder über das Meer oder über irgendeinen Baum wehe. 2 Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.

4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

 

Der Engel von Sonnenaufgang, der vom Himmel herabkommt und das Siegel Gottes hat muss Jesus selbst sein. Da er davon spricht, dass er in Gemeinschaft diese Arbeit des Versiegelns vornimmt, er sagt „wir“, kommt aber offenbar alleine von Gott her sind noch weitere Personen mit dem Versiegeln beschäftigt, die Apostel! (Da 9:24; Joh 3:33; 2.Kor 1:22; 2.Ti 2:19)

1.10.5       Die Hochzeit des Lammes am Gerichtstag?

 

Jeder Stamm Israels beinhaltet 12.000 Versiegelte, das entspräche der gleichmässigen Verteilung der 144.000 auf die zwölf Apostel als deren Richter! Dazu aber müssen die Apostel offiziell mit Jesus auf Thronen Platz nehmen! Bestätigt dies die Bibel? Durchaus!

 

Dieses Ereignis findet zeitlich erst dann statt, nachdem das „wilde Tier“ die Oberhand über die „Heiligen“, die Christenheit erlangt hat. Das „Horn“ Anglo-Amerika hat den Sieg errungen. Offensichtlich bedeutet es den Zeitpunkt des Sieges und der Vernichtung „Babylons der Grossen“, was die abtrünnige Christenheit mit einschliesst.

 

(Ergänzung 19.10.2005:  Vergleiche Grafik: Erntefeiern zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernten)

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:1-2 ***

19 Nach diesen Dingen hörte ich etwas, was wie eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel war. Sie sprachen: „Preiset Jah! Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht gehören unserem Gott, 2 denn seine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Denn er hat das Gericht an der großen Hure vollzogen, die die Erde mit ihrer Hurerei verdarb, und er hat das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand gerächt.“

 

Der falsche Tempel der Anbetung ist damit zerstört. Damit ist der geeignete Zeitpunkt gekommen, den wahren Tempel aus geistigen Steinen fertig aufzurichten.

 

*** Rbi8  Daniel 7:21-22 ***

21 Ich schaute weiter, wie gerade jenes Horn Krieg gegen die Heiligen führte, und es gewann die Oberhand über sie, 22 bis der Alte an Tagen kam und das Recht selbst zugunsten der Heiligen des Allerhöchsten gegeben wurde und die bestimmte Zeit herankam, da die Heiligen das Königreich selbst in Besitz nahmen.

 

Da die „Heiligen des Allerhöchsten“, die zwölf Apostel, zusammen mit Jesus darstellen, ist nun der Zeitpunkt gekommen, wo sie sich mit Jesus zusammen auf ihre Throne setzen und das Königreich, bestehend aus der „grossen Volksmenge“ und dem Überrest der 144.000, dem geistigen Israel in Besitz nehmen. Wodurch? Indem sie bereits am Prozess des Auswählen aktiven Anteil haben, so wie Jesus sich nach seiner Taufe die zwölf Apostel selbst erwählen durfte!

 

Somit wäre nach dem Gerichtstag eine Vereinigung von Jesus und den Aposteln zu erwarten. Natürlich ist dies für Aussenstehende kein Ereignis das beobachtet werden kann. Offensichtlich aber ist es mit grossen Zeichen verbunden!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:25-28 ***

25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt. 26 Wenn man daher zu euch sagt: ‚Siehe! Er ist in der Wildnis‘, geht nicht hinaus; ‚Siehe! Er ist in den inneren Gemächern‘, glaubt es nicht. 27 Denn so, wie der Blitz von östlichen Gegenden ausgeht und zu westlichen Gegenden hinüberleuchtet, so wird die Gegenwart  [[Ankunft, Wiederkehr; Rückkehr]] des Menschensohnes sein. 28 Wo auch immer der Kadaver ist, da werden die Adler versammelt werden.

 

Ein Blitz ist am ganzen Horizont sichtbar, indem er ein helles Licht erzeugt. Das Ereignis bleibt offenbar niemandem unerkannt, da der Tag mit dem Kadaver der vernichteten Religionen deutlich gekennzeichnet ist. Es scheint wie eine Siegesfeier des „wilden Tieres“ zu sein, wo es über den Untergang „Babylons der Grossen“ triumphiert!

 

Wäre es möglich, dass diese Thronbesteigung der zwölf Apostel die eigentliche Hochzeit des Lammes mit seiner Braut darstellt? Das Fest mit den geladenen Gästen, das erst einige Zeit nach seiner Rückkehr von der Hochzeit stattfindet, aber jenes Ereignis darstellt, das nach Harmagedons Endschlacht beschrieben wird? Ein Text von Lukas gibt uns dieses Verständnis! Wir werden ihn etwas später betrachten!

 

Auch die Offenbarung bestätigt dies wenige Zeilen nachdem das vollzogene Gericht an „Babylon der Grossen“ beschrieben wurde. Da die falschen Vertreter Jehovas entfernt sind, ist damit die Zeit seines eigenen Königtums, des aktiven Handels mit der Erde herangekommen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:6-8 ***

6 Und ich hörte etwas, was wie eine Stimme einer großen Volksmenge war und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Geräusch schwerer Donner. Sie sprachen: „Preiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu regieren begonnen. 7 Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. 8 Ja, es ist ihr gewährt worden, in hellglänzende, reine, feine Leinwand gehüllt zu werden, denn die feine Leinwand stellt die gerechten Taten der Heiligen dar.

 

Das Gericht [B2] wurde zuvor durch Jesus an allen Nationen vollzogen und Schafe und Böcke voneinander getrennt.

 

*** Rbi8  Matthäus 25:31-33 ***

31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel [[aggelos=Boten!, diesmal himmlische]] mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

 

Damit existiert ab jenem Zeitpunkt die „grosse Volksmenge“. Diese kennen offensichtlich den Zeitpunkt, sind sich somit des erfolgten Gerichts bewusst und erkennen, dass Jehova aktiv zu regieren begonnen hat und seine Schafe auserwählt und anerkannt hat! Der helle „Blitz“ war ihnen dazu Zeichen!

 

(Betreffend genauerer Details siehe neue Erkenntnis betreffend Ablauf der Ereignisse um den Untergang „Babylons der Grossen“, durch Annäherung in Richtung Harmagedon aufgrund Jesu Worten:  Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.“ (Mat 24:21) NESWLETTER „DER WEG“, Artikel 6.5.4  Was sagt die Bibel über Beginn und Ende der grossen Drangsal?)

 

Die Apostel, die Braut ist nun bereit und hat sich schön gemacht. Die Hochzeit des Lammes findet somit hier auf der Erde statt, dort, wo die Braut in ihrer „Hochzeitsgemach“ ist, an dem von Jehova für sie bereiten Ort in der Wildnis. Der Vater selbst ist es, der Jesus die Braut übergibt (Off 12:6 vergl. Joel 2:15, 16; Jes 49:18; 62:5-7; Joh 3:29).

 

(Ergänzung 19.10.2005:  Vergleiche Grafik: Erntefeiern zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernten)

 

Johannes muss nun ein weiteres, künftiges Detail aufzeichnen, das ihm der Engel unterbreitet: Die Ankündigung des Abendessens der Hochzeit des Lammes!

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:9 ***

9 Und er sagt zu mir: „Schreibe: Glücklich sind diejenigen, die zum Abendessen der Hochzeit des Lammes eingeladen sind.“ Auch sagt er zu mir: „Dies sind die wahren Worte Gottes.“

 

Die Hochzeitsfeier und das Abendessen sind somit eindeutig zwei getrennte Ereignisse die zeitlich voneinander getrennt stattfinden!

 

 

1.11          Das Offenbarwerden Jesu und der Apostel im Sinn behalten

1.11.1       Wir sollen das Offenbarwerden im Sinn behalten und sehnsüchtig erwarten

 

Alle Dinge haben Ursache und Wirkung. Wir wissen, dass Gott als Verursacher stets im voraus sagt, was er tun wird. Viele Zusammenhänge sind uns bewusst geworden, weil sie durch Propheten angekündigt wurden. Jesus warf Licht auf Dinge, welche im Himmel geschehen und über Gottes Pläne mit der Menschheit mittels des Königreiches. Er zeigte die kommende erdenweite  Verwaltung und ihre Grundstukturen.

 

*** Rbi8  Amos 3:7-8 ***

7 Denn der Souveräne Herr Jehova wird kein Ding tun, es sei denn, er habe seine vertrauliche Sache seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart. 8 Da ist ein Löwe, der gebrüllt hat! Wer wird sich nicht fürchten? Der Souveräne Herr Jehova selbst hat geredet! Wer wird nicht prophezeien?

 

Wie der Prophet Amos es kundtat, wird Gott nichts tun, ohne dass er es zuvor angekündigt hat. Achten wir also gut auf die Worte der wahren Propheten Gottes! Unsere Zukunft ist dadurch direkt betroffen. Gott selbst ist der „Löwe“, der brüllt!

 

Die Apostel durften viele dieser Erkenntnisse in Worte fassen und sie uns überliefern. Sie taten dies mündlich und schriftlich. Paulus und Johannes waren es, die Licht auf viele Fragen warfen, die bis zum Ende des Jahrhunderts auftauchten. Wir haben versucht die wichtigsten Erkenntnisse der Propheten, der Apostel und Jesu, unsere Zeit betreffend, in ein logisches Kleid zu legen und sie von der Umhüllung der Mystik zu befreien.

 

Was uns nun als nächstes interessiert, ist das vorhergesagte nächste physische Zusammentreffen der Apostel mit Jesus und den Auserwählten, sowie deren allgemeines Offenbarwerden, das wir ja sehnsüchtig erwarten sollen.

 

Wie aber werden wir sehnsüchtig etwas erwarten, von dem wir nicht wissen wie, wann, wo es geschehen soll und wer damit verbunden ist? Glaube und Leichtgläubigkeit sind einander nahe verwandt! Wir sind gewarnt und sollen vorsichtig sein!

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Wir müssen, um zu genauer Erkenntnis zu gelangen, immer wieder überprüfen, ob wir wirklich im wahren Glauben der Apostel sind! Wenn wir in den Worten Jesu und jener der Apostel verbleiben, wird auch Jesus in Gemeinschaft mit uns bleiben. Die Apostel sind uns Wegweiser, auch oder gerade für die Endzeit!

1.11.2       Erstes Zusammentreffen Jesu, der Apostel und des Überrests

 

In Brief an die Thessalonicher sagt Paulus das nächste Ereignis nach der Frühauferstehung, nach dem Gericht und nach der Hochzeit des Lammes vorher:

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 4:17-18 ***

17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

Erst „danach“, somit eine gewisse Zeit nach der Frühauferstehung und auch nach dem Gericht und der Hochzeit, nachdem die Versiegelung abgeschlossen ist, kommt jene Begegnung mit Jesus in der „Luft“, der irdischen Atmosphäre, die Paulus aber nicht weiter beschreibt. Wir finden aber bei anderen Propheten ergänzende Hinweise.

 

Da er aber „die Lebenden, die überlebt haben“ beschreibt, muss dies unmittelbar mit der Endschlacht [B3] in Verbindung stehen oder gar danach sein!

 

Auch sind die Auserwählten mit ihnen, den Aposteln zusammen, wenn sie gemeinsam in Wolken entrückt werden. Wohin werden sie entrückt?

 

Natürlich an den Sammelplatz, wo das „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ stattfinden wird, in Zion (Off 14:1-5), und seine Braut, die Apostel werden nun stets bei Jesus sein! Die Zeit der Trennung, die Zeit des Fastens, wo der Bräutigam weg war, ist vorüber! (Mat 9:15)

 

*** Rbi8  Johannes 14:1-4 ***

14 „Euer Herz werde nicht beunruhigt. Übt Glauben aus an Gott, übt auch Glauben aus an mich. 2 Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid. 4 Und wohin ich gehe, [dahin] kennt ihr den Weg.“

 

Der Weg ins Königreich ist bekannt. Jesus hat ihn vorgelebt, die Apostel sind ihm nachgefolgt, wir sollen sie nachahmen. Wir müssen den Willen des Vaters erkennen und ihn tun! (Spr 4:11, 12; Mat 7:13, 14)

 

Da der Vater Jerusalem ganz bestimmt noch erwählen wird, so sagte es der Prophet Sacharja, so wird der endgültige Wohnsitz Jesu und damit jener der Apostel Jerusalem sein, da, wo Davids Thron stand! (Sach 1:17)

 

Betreffend dieser „Entrückung“ brauchen wir uns kein mystisches Bild zu machen, das griechische Wort, das mit „Entrücken“ übersetzt wird,  bedeutet auch „hinwegreissen“, „Rauben“ und „das Geraubte“. [1]

 

Aus diesem Sinn heraus ergibt sich auch ein klares, einfaches Verständnis der nachfolgenden Worte Jesu, die damit direkt zusammenhängen:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:43-44 ***

43 Doch erkennt eines , daß der Hausherr, wenn er gewußt hätte, in welcher Wache der Dieb kommen würde, wach geblieben wäre und nicht in sein Haus hätte einbrechen lassen. 44 Deswegen erweist auch ihr euch als solche, die bereit sind, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht denkt, kommt der Menschensohn.

 

Erinnern wir uns, dass jeder Christ ständig aufmerksam sein muss, weil Jesus wie ein Dieb in der Nacht kommt? Fragen wir uns dabei: Wer raubt von wem was?

 

Der Hausherr dieses Systems ist Satan, der mittels der Religionen die Schafe Jesu in seinen Hürden gefangen hält, er wird als „Gott dieses Systems der Dinge“ bezeichnet, der Hausherr dieses Systems und Jesus holt sich das Seine aus dessen Haus zurück! (2.Kor 4:4; Joh 8:44)

 

Bedenken wir, dass Jesu Schafe seine Stimme kennen und ihm folgen werden! Wie kennen Jesu Schafe aber seine Stimme? Indem sie seinem geschriebenen Wort schon zuvor aufmerksam gelauscht haben! Er hatte gesagt, dass er weitere Schafe habe und auch diese seine Schafe in dieselbe Hürde bringen würde! Jesus seinerseits kennt seine Schafe und verspricht, dass niemand sie aus seiner Hand rauben würde! (Joh 10:14, 28, 29)

 

(Zu 1.11.2:  vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

Der Apostel Matthäus bringt das Einbrechen Jesu, in der Art eines Diebes, im Zusammenhang mit dem Abschluss des Systems. Lukas aber ergänzt die Information durch ein spezifischeres Ereignis: Die Rückkehr Jesu von der Hochzeit. Zu jener Zeit müssen die anderen Sklaven schlafen, sie erwarten Jesu Rückkehr nicht zu jenem Zeitpunkt! Die törichten Jungfrauen gehen während jener Zeit das ihnen fehlende Öl der Erkenntnis zu den „Händlern“ mit geistigen Dingen kaufen, zu ihren Priestern und geistigen Führern, und kommen zu spät zurück [<B3]!

 

Jene christlichen Führer kennen den „Tag und die Stunde“ nicht, weder jene der Wiederkehr, noch der Hochzeit noch Harmagedons, Dinge, welche die Propheten offenlegten, weil „Zeiten und Zeitabschnitte“ kein Geheimnis waren! Sie waren bloss ein Rätsel! Sie erkannten auch die Zeitzeichen nicht, weil sie gar nicht nach ihnen ausschauten! Sie suchten die Bestätigung ihrer geistigen Anführer und ihrer Gründer, nicht die Bestätigung der Vorhersagen der Propheten!

 

*** Rbi8  Lukas 12:35-40 ***

35 Eure Lenden seien umgürtet und eure Lampen brennend, 36 und ihr selbst, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wenn er von der Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm, wenn er ankommt und anklopft, sogleich öffnen. 37 Glücklich sind jene Sklaven, die der Herr bei seiner Ankunft wachend findet! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich gürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen. 38 Und wenn er in der zweiten, ja wenn er in der dritten Wache eintrifft und sie so vorfindet, glücklich sind sie! 39 Dies aber wißt, daß, wenn der Hausherr gewußt hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, er anhaltend gewacht und nicht in sein Haus hätte einbrechen lassen. 40 Haltet auch ihr euch bereit, denn zu einer Stunde, da ihr es nicht für wahrscheinlich haltet, kommt der Menschensohn.“

 

Beachten wir, dass die Hochzeit die Vereinigung mit seinen Aposteln bedeutet. Nur wenige Verse zuvor sagt Jesus:

 

*** Rbi8  Lukas 12:32 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.

 

Am Gerichtstag Jehovas übergibt Jehova den Apostel Jesu das Königreich, von dem sie nun Besitz nehmen, indem die Schafe ausgesondert sind! Es sind ihre Früchte, Menschen die auf ihr Wort gehört hatten, obwohl sie seit fast zweitausend Jahren tot waren.

 

Hören und vereinen wir die Prophezeiungen am ihnen zustehenden Ort auf der Zeitskala!

 

Der Prophet Joel musste die Details der Endschlacht Harmagedons aufzeichnen. Es ist die Zeit, wo Jehova für sein Land eifert und seinem Volk Mitleid erweist (Joel 2:17)[B3, Bb].

 

*** Rbi8  Joel 2:15-16 ***

15 O blast das Horn in Zion. Heiligt eine Zeit des Fastens. Beruft eine feierliche Versammlung ein. 16 Versammelt [das] Volk. Heiligt eine Versammlung. Bringt [die] alten Männer zusammen. Versammelt Kinder und die an den Brüsten saugen. [Der] Bräutigam gehe aus seiner Innenkammer und [die] Braut aus ihrem Hochzeitsgemach.

 

Jesus kommt aus den Innenkammern des Himmels, wo er beim Thron des Vaters weilte, nun endgültig zur Erde zurück und seine Apostel kommen aus dem Hochzeitsgemach, ihrem Ort in der Wildnis, wo sich die Braut auf den Hochzeitstag und ihre kommenden Aufgaben im Königreich gründlich vorbereitet hatte. Sie alle sollen sich an einem vorherbestimmten Ort zu einem im Voraus bestimmten Zeitpunkt zu einem bestimmten Ereignis versammeln!

1.11.3       Die zur Hochzeitsfeier des Königs geladenen Gäste

 

Eine weitere Veranschaulichung Jesu zeigt uns die Richtigkeit in der Abfolge und weisst uns auf die Hochzeitsgäste beim Festmahl hin! Beachten wir jedes seiner Worte und bringen sie in den richtigen Zusammenhang!

 

*** Rbi8  Matthäus 22:1-10 ***

22 Wieder ergriff Jesus das Wort und redete in Gleichnissen zu ihnen, indem er sprach: 2Das Königreich der Himmel ist einem Menschen, einem König, gleich geworden, der für seinen Sohn ein Hochzeitsfest veranstaltete. 3 Und er sandte seine Sklaven aus, um die Geladenen zum Hochzeitsfest zu rufen, aber sie wollten nicht kommen. 4 Wieder sandte er andere Sklaven aus, indem er sprach: ‚Sagt den Geladenen: „Siehe, ich habe mein Essen zubereitet, meine Stiere und Masttiere sind geschlachtet, und alles ist bereit. Kommt zum Hochzeitsfest.“ ‘ 5 Doch sie gingen uninteressiert weg, der eine auf sein eigenes Feld, der andere seinen Handelsgeschäften nach; 6 die übrigen aber ergriffen seine Sklaven, behandelten sie schmählich und töteten sie.

7 Der König aber wurde zornig und sandte seine Heere aus und brachte jene Mörder um und verbrannte ihre Stadt. 8 Dann sprach er zu seinen Sklaven: ‚Das Hochzeitsfest ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. 9 Geht daher auf die Straßen, die aus der Stadt hinausführen, und ladet irgend jemand, den ihr findet, zum Hochzeitsfest ein.‘ 10 Daher gingen jene Sklaven hinaus auf die Straßen und versammelten alle, die sie fanden, sowohl Böse wie Gute; und der Raum für die Hochzeitsfeierlichkeiten wurde mit den zu Tisch Liegenden gefüllt.

 

Die Geladenen, welche beim zweiten Zusammenrufen nicht kommen, sind die „vornehmen Bürger jener Stadt“, die Priesterschaft, die Pastoren und Ältesten, die mit ihren Kirchen und deren Verwaltung und ihren Privatangelegenheiten beschäftigt sind. Sie sind am Hochzeitsfest des Sohnes des Königs uninteressiert! Sie erweisen sich als unwürdig!

 

Die ersten Sklaven waren die Apostel und Jünger des ersten Jahrhunderts, welche die Einladung an die fleischlichen Juden ergehen liessen.

 

Wieder sandte er andere Sklaven aus“. Nun, da das Hochzeitsfest vor der Türe steht sind wiederum Sklaven unterwegs, um die Einladung ergehen zu lassen, alles ist bereitet! Wiederum gehen die Vornehmen uninteressiert weg, ihren eigenen Geschäften nach! Andere aber behandeln Jesu Abgesandte schlecht, töten jene, die zum Hochzeitsfest einladen!

 

Der Zeitpunkt der zweiten Einladung ist diesmal unmittelbar vor dem Hochzeitsfest, um die Zeit der Hochzeit, kurz vor und nachdem Jesus als Bräutigam von der Hochzeit zurückkehrte! Es sind „treue Sklaven“, die den Zeitpunkt erkannt haben und ihre Aufgabe erfüllen! Sie sollen Jesus entgegengehen!

 

Diese „treuen Sklaven“ Jesu gehen nun auf die Strassen und suchen jene, welche die „Stadt“ verlassen und laden jeden zum Hochzeitsfest ein, den sie finden, gute und böse! Alle aber müssen sich zur Hochzeitsfeier entsprechend sauber kleiden!

 

Noch vor dem Hochzeitsfest wird jene Stadt, „Babylon die Grosse“ und das gegenbildliche Jerusalem, die Christenheit „verbrannt“ [<B2] und die Mörder jener ausgesandten Sklaven erfahren das ihnen zugeteilte Schicksal! [B3]

 

Die Reihenfolge der Ereignisse rund um das Hochzeitsfest ist somit festgelegt! Einladung, Rückweisung, Urteil, Urteilsvollstreckung, Hochzeitsfest!

 

Die handelnden Personen sind:  Der einladende König; der Sohn des Königs und seine Braut; die ersten und zweiten Sklaven die einladen; die am Fest teilnehmenden Gäste!

 

Du kannst unter den geladenen Gästen sein, wenn Du die Einladung annimmst! Bereite deine sauberen Festkleider!

 

*** Rbi8  Matthäus 22:11-14 ***

11 Als der König hereinkam, um sich die Gäste zu besehen, erblickte er dort einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitskleid bekleidet war. 12 Da sagte er zu ihm: ‚Freund, wie bist du hier hereingekommen, da du doch kein Hochzeitskleid anhast?‘ Er wurde zum Schweigen gebracht. 13 Darauf sagte der König zu seinen Dienern: ‚Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die Finsternis draußen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.‘

14 Denn es sind viele eingeladen, doch wenige auserwählt.“

 

Wir sind alle eingeladen, ob wir auf die Einladung reagieren, jene Stadt rechtzeitig verlassen, ob wir unsere sauberen, besten Festkleider anziehen und am Fest teilhaben, das hängt von jedem von uns ab! Die Auserwählung richtet sich nach unserer Erscheinung, nach unseren Werken!

 

Die Überlebenden der 144.000 Brautjungfrauen, jene Sklaven die andere eingeladen haben, sind inzwischen mit ihren Lampen bereit und auch die Hochzeitsgäste, die auf den Strassen, die aus dem alten Jerusalem der christlichen Religionen herausführen. Sie gehen zur Hochzeitsfeier des Sohnes ein! (Mat 25:1-13; Off 19:6-9; 21:2)

1.11.4       Aufgabe der Apostel und der Auserwählten in der Endzeit

 

Wie wir gesehen haben, sind die Apostel beim Richten der 144.000 Versiegelten anwesend. Dies entspricht der Wahl der neuen Verwaltung der Erde, nachdem Jesus die Schafe von den Böcken trennte: Geeignet, ungeeignet. Sie sind treue Sklaven ihres Hausherrn!

 

(Ergänzung 19.10.2005:  Vergleiche Grafik: Erntefeiern zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernten)

 

Auch werden die von Jesus „Berufenen“, die Apostel, mit Jesus an dessen Seite in der Schlacht von Harmagedon sein, wenn die Könige der Erde und das „wilde Tier“ den Schlussangriff vornehmen. Zu ihnen gesellen sich auch die Auserwählten und Treuen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:12-14 ***

12 Und die zehn Hörner, die du sahst, bedeuten zehn Könige, die noch kein Königtum empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige für eine Stunde mit dem wilden Tier. 13 Diese haben einen Gedanken, und so geben sie ihre Macht und Gewalt dem wilden Tier. 14 Diese werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil es Herr der Herren und König der Könige ist. Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen [werden das tun].“

 

Ausser den Berufenen sind es auch die inzwischen Auserwählten, der lebende Überrest der 144.000 kommenden Mitkönige, die treu auf Jesu Stimme hören und am Tag der Schlacht dem König der Könige folgen. Sie folgen als Erstlinge dem Lamm, wo immer es hingeht (Mal 4:1-3; Mat 13:39-43, 47-52; 24:40-42; Off 14:4).

 

Paulus schreibt über jene künftigen Mitstreiter betreffend des Tages des Offenbarwerden des Herrn:

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:4-9 ***

4 Ich danke Gott allezeit für euch im Hinblick auf die unverdiente Güte Gottes, die euch in Christus Jesus verliehen ist, 5 daß ihr an allem bereichert worden seid in ihm, an der vollen Redefähigkeit und an völliger Erkenntnis, 6 wie ja das Zeugnis über den Christus unter euch befestigt worden ist, 7 so daß ihr an gar keiner Gabe Mangel habt, während ihr sehnlich die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. 8 Er wird euch auch befestigen bis ans Ende, damit ihr frei von Anklage seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Gott ist treu, durch den ihr zur Teilhaberschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, berufen worden seid.

 

Jene Auserwählten haben offensichtlich Jesu Wiederkehr und sein Offenbarwerden sehnlich erwartet und die Stunde seiner Ankunft gekannt. Woher? Natürlich aus den Schriften, nicht durch Berechnung, sondern durch Beobachten der von Jesus vorhergesagten Zeichen!

 

Als Vorsteher gaben sie den Schafen in ihrer Obhut die geistige Nahrung und gaben das regelmässige Zusammenkommen am Sabbat nicht auf! Ihre Redefähigkeit und ihre Erkenntnis wurde gestärkt. Jesus selbst stärkt sie, nicht eine menschliche Überorganisation und deshalb haben sie an gar keiner Gabe Mangel. Sie sind es, welche auf Jesu Stimme gehört haben und die Religionen rechtzeitig verlassen haben. (Mat 24:45-47; Heb 10:24, 25; Off 18:4)

 

Nicht grossartige Werke und herausragende Machttaten kennzeichnen die Getreuen, sondern Konstanz in der Nachfolge Jesu, das Verbleiben in seinem Wort und Liebe zur Wahrheit. Eine aktive, persönliche Nächstenliebe kennzeichnet sie! (Mat 7:21.23; 8:31, 32)

1.11.5       Falsche Apostel, falsche Lehrer und falsche Propheten der Endzeit

 

Paulus hatte vor dem „Menschen der Gesetzlosigkeit“ gewarnt, der viel zu früh den „Tag des Herrn“ verkündete und von einer „Gegenwart“ unseres Herrn spricht, wo diese Anwesenheit noch lange in der Zukunft lag! Erinnern wir uns der Lehren des Hymenäus und Alexander! (2.Ti 2:16-19)

 

Danach, als Jesus zu dem von falschen Propheten errechneten Zeitpunkt nicht kam, sagte jener „übelgesinnte Sklave“ in seinem Herzen: „Mein Herr bleibt noch aus“ und beginnt die Mitsklaven zu schlagen (Mat 24:45-51).

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:1-5 ***

2 Wir bitten euch jedoch, Brüder, in bezug auf die Gegenwart [[Ankunft; Rückkehr; Wiederkehr]] unseres Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin, 2 euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sinne, daß der Tag Jehovas [[des Herrn]] hier sei.

3 Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?

 

Paulus gibt deutlich zur Kenntnis, dass keine weitere Mitteilung von Seiten der Apostel in der Endzeit zu erwarten ist, weder mündlich noch schriftlich! Jede Behauptung seitens religiöser Führer ein gesonderter Mitteilungskanal zu sein muss uns aufhorchen lassen! Mittels Verführung wird zu Abfall vom wahren Führer Jesus zu irgendwelchen menschlichen Führern oder religiösen Organisationen hin verleitet!

 

(Zu 1.11.5:  vergleiche Grafik: 9.2  Jehovas Kommunikationskanal)

 

Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ ist auch gleichzeitig der „Sohn der Vernichtung“. Jesus vernichtet neben dem „Wilden Tier“ nur noch „den falschen Propheten“ in Harmagedons Endschlacht. Dieser muss sich vorab in den Tempel „des GOTTES“, also den Tempel Jehovas setzen und behaupten sein Vertreter zu sein! Wer behauptet, dass Nachfolge einer religiösen Organisation Rettung bedeutet, der liess sich irreführen! Er folgt einem falschen „Gott“, welches Wort die Bedeutung „Starker“ und „Retter“ hat.

 

(vergleiche E-Book: Der falsche Prophet)

 

Paulus sagte deutlich, dass es ein Versammelt werden zu Jesus hin geben wird! Allerdings würden einige diese Erkenntnis fälschlich ausnutzen, um als falsche Christusse oder falsche „Gesalbte“ zu versuchen, selbst die Auserwählten irrezuführen und zum falschen Zeitpunkt sagen „hier oder dort“ sei Jesus. Jesus warnte spezifisch, um das selbe Ereignis redend:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:23-28 ***

23 Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt. 26 Wenn man daher zu euch sagt: ‚Siehe! Er ist in der Wildnis‘, geht nicht hinaus; ‚Siehe! Er ist in den inneren Gemächern‘, glaubt es nicht. 27 Denn so, wie der Blitz von östlichen Gegenden ausgeht und zu westlichen Gegenden hinüberleuchtet, so wird die Gegenwart [[(zweite) Ankunft, Wiederkehr; Rückkehr]] des Menschensohnes sein. 28 Wo auch immer der Kadaver ist, da werden die Adler versammelt werden.

 

Zu jenem Zeitpunkt ist der Kadaver der Religionen am Boden und die „Adler“ der Politik sind daran die Fleischteile abzunagen. Nicht zu Unrecht haben verschiedene Regierungen, inklusive die USA den Adler im Wappenbild!

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:16 ***

16 Und die zehn Hörner, die du sahst, und das wilde Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen.

 

Im Brief an die Thessalonicher aber warnt Paulus eindringlich, dass während dieser Zeit des Endes, jener 1260 Tage, weder eine Nachricht noch ein Brief von Seiten der Apostel erwartet werden könne! Die Liebe zur Wahrheit wird jene die darauf hören von Irrtum und Trug befreien (2.Thess 2:9-12).

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:13-17 ***

13 Wir aber sind verpflichtet, Gott allezeit für euch, von Jehova [[vom Herrn (Jesus)]] geliebte Brüder, zu danken, weil Gott euch von Anfang an zur Rettung erwählte, indem er euch mit Geist und durch euren Glauben an die Wahrheit heiligte. 14 [Gerade] dazu hat er euch durch die gute Botschaft, die wir verkündigen, berufen, zu dem Zweck, die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus zu erwerben. 15 So steht denn fest, Brüder, und haltet euch weiterhin an die Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch eine mündliche Botschaft oder durch einen Brief von uns. 16 Mögen überdies unser Herr Jesus Christus selbst und Gott, unser Vater, der uns geliebt hat und durch unverdiente Güte ewigen Trost und gute Hoffnung gegeben hat, 17 eure Herzen trösten und euch in jedem guten Werk und Wort befestigen.

 

Grundlage für alles Geschehen in der Endzeit sind die Belehrungen die wir aus der Bibel, den schriftlichen Überlieferungen der Apostel haben. Dazu brauchen wir Liebe und Treue gegenüber biblischer Wahrheit, welche die Apostel verkündigten und nicht religiöse, mystifizierte „offizieller Wahrheit“, die Lug und Trug sind. Jehova wird durch Christus all jene stärken, die mit Festigkeit der Wahrheit zuneigen! Niemand kann uns von der Liebe Jesu trennen (Rö 8:35).

1.11.6       Vorbild für Versammlungsleiter

 

Die Fragen die Eingangs gestellt wurde ist somit beantwortet: „Dürfen wir in der Endzeit von ihnen, den Aposteln, direkte Hilfe erwarten?“. Die Antwort ist ein klares „Nein“! Die Anweisungen wurden im Voraus aufgezeichnet und gelten bis zum Abschluss des Systems!

 

Die Apostel werden durch keinerlei weitere Mitteilungen an Christen der Endzeit gelangen! Alles Notwendige wurde in den Vorzeiten zu unserer Unterweisung aufgezeichnet. Wir sollen es nicht nur oberflächlich in der Bibel nachlesen, sondern uns eifrig um Verständnis bemühen!

 

*** Rbi8  Römer 15:4 ***

Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.

 

Paulus ging als Vorbild führend darin voran, Vorstehern der Versammlungen, welche er zu einem grossen Teil selbst ins Leben gerufen hatte, zu zeigen, mit welcher Liebe sie sich um ihre ihnen anvertrauten Schafe kümmern sollten, bis der wahre Hirte, Jesus, diese in seine eigene Hürde einbringt.

 

(Zu 1.11.6:  vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:7-8 ***

Im Gegenteil, wir wurden in eurer Mitte sanft, wie wenn eine nährende Mutter ihre eigenen Kinder [hegt und] pflegt. 8 Da wir also eine innige Zuneigung zu euch haben, hat es uns wohlgefallen, euch nicht nur an der guten Botschaft Gottes teilhaben zu lassen, sondern auch an unseren eigenen Seelen, weil ihr uns lieb geworden wart.

 

Die Liebe zu den einzelnen Versammlungsmitgliedern bewog den Apostel Paulus und seine Mitstreiter dazu, sich ganzherzig für ihre geistigen Kinder auszugeben, wie eine nährende Mutter.

 

Vorsteher müssen dabei immer bedenken, dass diese Schafe nicht ihr Eigentum sind, sondern dem wahren Besitzer, Jehova, gehören und sie ihm gegenüber, nicht gegenüber Religionsführern Rechenschaft ablegen werden! Jesus, der wahre Hirte übergibt sie selbst ja dem Vater, nachdem er das Königreich aufgerichtet hat, die ganze Herde, damit der Vater allen alles sei!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24-28 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.

....

28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

 

Dies hat eine letztendliche Erfüllung am Ende des Millenniums. Die erste Erfüllung aber ist am Ende dieses Systems mit seiner Macht, am Ende von Religion, Politik und Wirtschaft nach Satans Muster. Jesus unterwirft sich dem Vater vollkommen, da ja der Vater wiederum, nun mit dem Sohn zusammen herrscht (Off 11:15).

 

(Zu 1.11.6:  vergleiche Grafik: 6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen)

 

Wie die Apostel sich Jesus in allem unterordnen, so sollten wir uns Jesus und den Aposteln unterwerfen. Die Apostel haben sich in ihrer Erwählung als bewährt gezeigt. Sie waren Menschen wie du und ich, mit Fehlern und Schwächen. Sie haben auch während ihres Apostelamtes Fehler gemacht und sich zurechtweisen lassen. Sie sind uns ein wirkliches Beispiel an Treue gegenüber unserem wahren Führer Jesus!

 

*** Rbi8  Jakobus 4:7-10 ***

7 Unterwerft euch daher Gott; doch widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen. 8 Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen. Reinigt eure Hände, ihr Sünder, und läutert euer Herz, ihr Unentschlossenen. 9 Gebt dem Elend Raum und trauert und weint. Euer Lachen wandle sich in Trauer und [eure] Freude in Niedergeschlagenheit.  10 Erniedrigt euch in den Augen Jehovas, und er wird euch erhöhen.

 

Die Erhöhung durch Jehova kommt nicht seitens religiöser Organisationen, die alle in Satans Macht und Hand liegen. Alle fordern unsere Unterwerfung unter ihre Hierarchie! Jede Art Religion führt zu einer eigenen Form des Götzendienstes, weil Religionsführer durch Nachfolge ihrer Organisation Rettung und den Lohn versprechen! Diese menschlichen Erschaffungen haben diesen Lohn aber nicht. Gericht, ewiges Leben und Auferstehung legen in Jesu Händen! Jesus allein ist der Retter dieses Leibes.

 

(Zu 1.11.6:  vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:18-21 ***

18 Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren worden ist, nicht Sünde treibt, sondern der aus Gott Geborene wacht über ihn, und der Böse bemächtigt sich seiner nicht. 19 Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen [[Jehova]] zu erkennen. Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben. 21 Kindlein, hütet euch vor Götzen.

 

Satan hat sich in Eden bereits der ganzen Welt bemächtigt! Das schliesst auch Religionsorganisationen mit ein. Sich aus seiner Macht zu befreien kostet Energie, indem wir verstandesmässig die Dinge zu verstehen suchen!

 

Wir können den einzigen, wahren Gott, Jehova, dank Jesu Lehren klar und deutlich erkennen! Durch Jesus anerkennt uns Jehova als seine Söhne und Töchter und nur durch Jesus wird uns ewiges Leben zuteilwerden!

 

Jeder, der irgend einer Lüge wie jener der Lehre der Dreieinigkeit, der himmlischen Auferstehung von Menschen, einer Lehre der Erstauferstehung in der Vergangenheit, der Kindstaufe, der Verehrung von Heiligen und Engeln und ähnlichen Lehren anhängt, der hat die Wahrheit nicht in sich und treibt, wie Johannes es sagt, Sünde!

 

Jesus aber wacht über die Seinen und lässt nicht zu, dass Satan sich ihrer wirklich bemächtigt! Wir mögen irren und straucheln, wir bleiben aber nicht liegen! Jesus richtet uns wiederum auf (Spr 24:16).

 

Als Steuermann eines Schiffes müssen Vorsteher auf sich und ihr Lehren ganz besonders achten:

 

*** Rbi8  Jakobus 3:1-4 ***

3 Nicht viele von euch sollten Lehrer werden, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein schwereres Gericht empfangen werden. 2 Denn wir alle straucheln oft. Wer nicht im Wort strauchelt, der ist ein vollkommener Mann, imstande, auch [seinen] ganzen Leib zu zügeln. 3 Wenn wir den Pferden Zäume ins Maul legen, damit sie uns gehorchen, so lenken wir auch ihren ganzen Körper. 4 Seht! Selbst Schiffe, so groß sie auch sind und obwohl sie von starken Winden getrieben werden, werden durch ein sehr kleines Steuerruder dorthin gelenkt, wohin die Neigung des Steuermanns will.

 

Wenn Jehova nicht alle Religionen ausnahmslos in Harmagedon durch die Politik vernichten lassen würde [B2], hätten wir das Recht und die Pflicht nach der wahren Religion Ausschau zu halten! Wir sollen aber nach Jehovas Königreich, in Jesu Händen und jenem seiner erhöhten Apostel Ausschau halten und dieses sehnsüchtig erwarten [B1, B2]. Jesu kommen vom Himmel ist sicher, wir müssen sein endgültiges Kommen und Bleiben erwarten! [Bb]

1.11.7       Die Funktion der Apostel in der Zukunft bereits in der Vergangenheit festgelegt

 

In diesem Artikel über die Aufgaben der Apostel im ersten Jahrhundert und bis hin in die Endzeit haben wir auch vieles über deren vergangene, gegenwärtige und kommende Pflichten erfahren. Bestimmt können wir uns heute ein viel deutlicheres Bild dessen machen, was heute vor unseren Augen abläuft und was uns in Kürze erwartet!

 

Eingangs schrieben wir: „Auch für das kommende System der Dinge hat Jesus den Aposteln bereits damals herausragende Aufgaben zugeteilt. Was schreiben sie selbst und was erwähnten frühere Propheten darüber?“

 

Wir sehen, dass die Apostel aufgrund ihrer Treue im ersten Jahrhundert eine herausragende Aufgabe im kommenden System erhalten haben. Ihnen sind die 144.000 Mitkönige und Priester der kommenden Weltregierung unterordnet. Jeder wird 12.000 beaufsichtigen! Sie werden diese in Gerechtigkeit erziehen, sie führen und sie auch richten. Wie und durch welche organisatorischen Massnahmen dies geschieht, das wird sich zeigen!

1.11.8       Vollkommen auf Recht und Gerechtigkeit ausgerichtetes Königreich Jesu

 

Bestimmt werden die unter Jesu neu aufgerichteten Organisationen den bisherigen an Recht, Gerechtigkeit, Treue und Arbeitseinsatz weit überlegen sein. Obwohl immer noch fehlbare und unvollkommene Menschen darin beteiligt sein werden, wird das einheitliche Recht Jehovas, das nun wirklich zur Anwendung gelangt, diese weit effizienter und liebenswerter werden lassen!

 

Ein Grossteil des heutigen administrativen Leerlaufs der kommunalen Behörden, aufgrund des laut wiehernden Amtsschimmels, überbordender Vorschriften, gut zugedeckter Korruption und ungerechtfertigter Einschränkungen, all dies wird der Vergangenheit angehören!

 

Das heutige Rechtswesen, das vielerorts nahe dem Kollaps steht, wird ebenso endgültig der Vergangenheit angehören! Recht wird bereits auf der untersten Stufe, der Familie, dann in der Versammlung (Quartier, Gemeinde, „Stadt“) in korrekter Form gehandhabt! Das Recht ändert sich nicht mit jedem neuen Führer, sondern ist weltweit einheitlich und straff! Rechtsverdrehung seitens von Anwälten, Juristen und Richtern wird unmittelbar durch deren Vorgesetzte geahndet, weil der Minderbemittelte und Arme einen wahren Fürsprecher hat!

 

*** Rbi8  2. Mose 22:22-24 ***

22 Ihr sollt eine Witwe oder einen vaterlosen Knaben nicht niederdrücken. 23 Solltest du ihn irgendwie niederdrücken, dann werde ich, wenn er gar zu mir schreit, sein Schreien ganz gewiß hören; 24 und mein Zorn wird tatsächlich entbrennen, und ich werde euch bestimmt mit dem Schwert töten, und eure Frauen sollen Witwen werden und eure Söhne vaterlose Knaben.

 

Die Wirtschaft wird in überschaubaren Einheiten so produzieren, dass der der daran arbeitet stolz auf sein Produkt sein wird und der, der es konsumiert daran Freude hat, weil er nicht weiter betrogen wird wie so oft heute!

 

Nicht Gewinnoptimierung um jeden Preis stehen im Mittelpunkt, sondern Menschen, die im Produktionsprozess mithelfen und jene, die das Produkt verbrauchen. Gottes gesamte Schöpfung wird als Ganzes in Betracht gezogen, nicht ein Umweltschutz als Alibi betrieben zu einem nur noch grösserem Missbrauch. Gewicht und Preis, Herstellungsaufwand und Markpreis, sie sind in ausgewogenem Verhältnis und unterliegen einer Prüfung und regelmässige Kontrolle.

 

Die heutigen Reichtümer werden in geschickter Form neu verteilt und gerecht aufgeteilt und klug verwaltet. Der gesamte Planet bildet eine einzige Zone und wird nicht weiter in Nord- Südgefälle und West- Ostunterschied, sondern durch Kooperation auffallen, die auf wahrer gegenseitiger Liebe und Achtung ihre Grundlage findet. Wie viel leichter wird es gemeinsam gehen, statt in zerstörerischer Konkurrenz?

1.11.9       Jehova als Anwalt des Kleinen und Schwachen

 

Jehova wird die Stimme des Kleinen, der zu ihm schreit bestimmt hören und unmittelbar reagieren! Dies zu bewerkstelligen hat Jehova seinen Sohn als König eingesetzt. Seine Apostel wurden auf diese kommende Arbeit gut vorbereitet und sie hatten zu ihrer Lebzeit viele hervorragende Vorsteher hervorgebracht. Jesaja sagt zur kommenden Verwaltung:

 

*** Rbi8  Jesaja 11:1-5 ***

11 Und es soll ein Reis aus dem Stumpf Isaïs hervorgehen; und ein Sproß aus seinen Wurzeln wird fruchtbar sein. 2 Und auf ihm soll sich der Geist Jehovas niederlassen, der Geist der Weisheit und des Verständnisses, der Geist des Rates und der Macht, der Geist der Erkenntnis und der Furcht Jehovas; 3 und er wird seine Freude haben an der Furcht Jehovas.

Und er wird nicht nach dem bloßen Augenschein richten noch einfach gemäß dem zurechtweisen, was seine Ohren hören. 4 Und mit Gerechtigkeit wird er die Geringen richten, und mit Geradheit wird er Zurechtweisung erteilen müssen zugunsten der Sanftmütigen der Erde. Und er muß die Erde schlagen mit der Rute seines Mundes; und mit dem Geist seiner Lippen wird er den Bösen zu Tode bringen. 5 Und Gerechtigkeit wird sich als der Gurt seiner Hüften erweisen und Treue als der Gurt seiner Lenden.

 

Wahre Gottesfurcht zeigte Jesus als er auf der Erde weilte, seine Apostel eiferten ihm darin nach. Sie kopierten die aktive Liebe zum Nächsten die Jesus beständig vorlebte. Jesus kümmerte sich um einfache und leidende Menschen und durch seine kluge Art der Unterweisung wies er die Abgeirrten auf den richtigen Weg zurück.

 

Wer das Gute nicht lernen will, den muss Jesus und jene, die mit ihm mit eisernem Stab die Erde hüten, zu Tode bringen. So wird das Schlechte von der Erde weggetilgt, das Gute und das Gerechte aber ständig zunehmen!

 

Viele Vorsteher von christlichen Kleinversammlungen, die sich heute um genaues Verständnis bemühen, statt sich mit mystischem Unsinn zufrieden zu geben und Jesus in allem nachfolgen, sie sind unter jenen „treuen Sklaven“, welche sein Herr über viele Dinge setzen wird.

 

Sie folgen darin ihrem Führer Jesus und nicht von Menschen erzeugten Organisationen, welche behaupten Jesus sei ihr Führer, diesen aber durch Lehre und Verhalten in Wirklichkeit verleugnen! Sie richten heute schon in Gerechtigkeit ihre kleinen Versammlungen und deren Glieder und weisen ohne Parteilichkeit zurecht, wo dies notwendig ist und Unterweisen die Mildgesinnten in Langmütigkeit. Die Trauernden und Verzweifelten auferbauen sie und zeigen, wo unsere Hoffnung ist: Im Königreich Jehovas unter Jesu direkter Führung!

 

Auch die Frage nach dem Zeitpunkt der Wiederkunft der Apostel ist inzwischen geklärt: „Wann und wo werden sie wiederkommen und welches ist ihre Bestimmung?“ Ihre Auferstehung ist mit Jesu erster Wiederkehr verbunden! Ihr erstes öffentliches Auftreten steht mit Harmagedons Endschlacht in Verbindung! Sie sind das Kabinett, die direkten Regierungsvertreter Jesu und haben die kommende Verwaltung unter ihrer Aufsicht. Jesus hat sie als Richter über die Priesterkönige der kommenden Erde gesetzt

 

Warum dürfen wir ihren Worten volles Vertrauen und Glauben schenken?“, stand zu Beginn des Artikel.

 

Die Apostel haben trotz persönlicher Fehler und Schwächen bis zu ihrem Tod gezeigt, dass sie Jehova treu blieben und Jesus überallhin nachgefolgt sind, wohin dieser ging. Auch als Jesus sie zurückliess, verliessen sie den geraden Weg nicht, den er sie gelehrt hatte.

 

Die Apostel verdienen dadurch unser volles Vertrauen und ihren Worten dürfen wir wirklich Glauben schenken! Folgen wir ihren Fussstapfen so wie jene den Fussstapfen Jesu gefolgt sind! 

 

 

Der Weg

 

 

Urs Martin Schmid                        

 

Bariloche, 13. November 2004  (Revidiert und ergänzt 30.8.05; 10.9.08)

 

 

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[1] Theologisches Begriffs-Lexikon zum neuen Testament; Band 1; Seite 230; Verlag Brockhaus; Lothar Coennen



Zu 1.1.4: Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze

Zu 1.1.4: Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens

Zu 1.2.5: Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereint

Zu 1.3.2: Zeitband Jesu Tod, Auferstehung bis Pfingsten

Zu 1.3.4: Grafik: III Hosea soll eine Prostituierte heiraten

Zu 1.3.4: Zeitband Jehovas Königtum

Zu 1.3.4: Zeitband Aufrichtung Jesu Königreich

Zu 1.3.4: Grafik:  9.1  Anfang und Ende Satans System der Dinge

Zu 1.3.5: Grafik: 8.1  Das Israel Gottes wird erwählt: Eine königliche Verwaltung für das Millennium

Zu 1.3.5: Grafik: 9.3  Jehovas Rettungsvorkehrungen: Gottes Königreich; „neue Himmel“ und eine „neue Erde“

Zu 1.4.5: Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens

Zu 1.5.1: Grafik: 9.3  Jehovas Rettungsvorkehrungen: Gottes Königreich; „neue Himmel“ und eine „neue Erde“

Zu 1.5.2: Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“

Zu 1.5.2: Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen

Zu 1.5.3: Zeitband Jesu Geburt

Zu 1.5.4: Grafik: Biblische Symbole

Zu 1.6.1: Zeitband Biblischer Schriften, Bündnisse, Prophetie

Zu 1.6.2: Zeitband Göttliche Gerichtstage ab Adam bis Ende Millennium

Zu 1.6.2: Die sieben Versammlungen der Offenbarung

Zu 1.6.3: Zeitband Biblischer Schriften, Bündnisse, Prophetie

Zu 1.7.2: Zeitband Babylonisches Exil

Zu 1.7.7: Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen

Zu 1.8.6: Zeitband Jesu Tod, Auferstehung bis Pfingsten

Zu 1.8.8: Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereint

Zu 1.9.2: Grafik:  8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereint

Zu 1.9.2: Grafik: 1.3  Haus der wahren Weisheit

Zu 1.9.6: Zeitband Biblische Geschichte I

Zu 1.10.2: Zeitband Ablaufschema Harmagedons Endgericht

Zu 1.10.2: Zeitband Jesu Wiederkehr: Beginn des „Tages des Herrn“

Zu 1.10.2: Zeitband Ablaufschema Harmagedons Endgericht

Zu 1.11.2: Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

Zu 1.11.5: Grafik: 9.2  Jehovas Kommunikationskanal

Zu 1.11.6: Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt

Zu 1.11.6: Grafik: 6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen

Zu 1.11.6: Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus