Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-13.07.12  Evangelien 7

 

Betrachtung der vier Evangelien: 7.Teil: Matthäus Kapitel 17-19: Synoptische Verbindung:

 

Wahre Gerechtigkeit üben, um das Königreich zu erlangen

 

Bariloche,  12. Juli  2013

 

Ja, Jesus selbst führt uns tiefer und tiefer in Gottes Denkweise hinein, wenn wir die Gedanken aus den Evangelien vereinen und das Verständnis der Worte des Christus vertiefen und auf die heutige Realität übertragen! Das ist doch der Sinn, wozu sie aufgezeichnet wurden, um eine Lebensanleitung zu erhalten!

 

Jesus antwortet den Pharisäern (Lukas 10:25-28)  Nun siehe, ein gewisser Gesetzeskundiger stand auf, um ihn auf die Probe zu stellen, und sprach: Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben? 26 Er sprach zu ihm: „Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?“ 27 Er gab zur Antwort: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst‘.“ 28 Er sprach zu ihm: „Du hast richtig geantwortet; ‚tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen‘.“

 

Der junge Gesetzeskundige wäre heute ein Abgänger einer theologischen Fakultät, vielleicht bereits ordiniert als Pastor oder Priester. Die Fragestellung blieb bis heute dieselbe und die Zweifel, was nötig sei, um ewiges Leben zu erreichen ebenfalls! Was den Rechtsgelehrten aber heute unterscheidet, dass er ein verändertes GESETZ lehrt und daher laut den Worten des Paulus gar dem Fluch aussetzt! Solches möchten bestimmt jeder von uns verhindern!

 

(Galater 1:6-9)  Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Wir müssen uns daher sehr wohl prüfen und wo notwendig von aussen her zurechtweisen lassen, wo immer wir Abweichungen in der Lehre und im Verhalten entdecken! Das zeigt den „milden Geist“ und das ist Bereitschaft auf Gott, Christus und den heiligen Geist der Schrift, den „Helfer“ wirklich zu achten! Den Bruder, der einen Fehltritt tut zurechtzuweisen ist zudem ein Zeichen der Liebe!

 

Jesus erklärt nicht, welcher der damaligen Sekten der junge Mann angehörte, heute wäre es möglicherweise ein Protestant oder ein Katholik, ein Anhänger der Dutzenden Gruppierungen die daraus entstanden sind, vielleicht auch ein Orthodoxer oder Altkatholik! Aus Jesu Antwort mögen die Hörer damals wie heute irgendwie erwartet haben, dass er ihnen die Religionszugehörigkeit, ihre besondere Konfession, die Sekte der sie angehören bestätigen würde: Denn sie wurden doch gelehrt, dass nur der treue Katholik in den Himmel kommt, mag der eine denken. Der Lutheraner würde einen etwas veränderten Standpunkt vertreten aber dennoch das ewige Heil ebenso an seine Glaubensgruppe binden! Und wer gar Jehovas Zeugen oder die Mormonen durch seinen eigenen harten Beitrag stärkt tut dies doch, um des ewigen Heils willen, weil er so gelehrt wurde, dass nur innerhalb jener Gruppe dies erreichbar sei!

 

Es hängt somit vieles davon ab wer uns was lehrt und was wir bereit sind zu glauben!

 

http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/25043932/2/data.jpgJesus antwortet ganz anders, verweist auf die Schriften des Alten Testaments, auf das GESETZ und frägt zurück: „Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?“

 

Der junge Mann antworte  richtig„ ‚Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst‘.“

 

Jesus bestätigt ihn: „Du hast richtig geantwortet; ‚tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen‘.“ Er spricht nicht davon, dass eine der Sekten oder eine Religion ausschlaggebend wäre nicht einmal davon, dass er ihm nachfolgen müsste! Jesus erklärt aber dass er „leben“ würde zufolge des Haltens des ganzen GESETZES!

 

Im 5.Buch Mose steht aber noch ein weiteres Gebot: Glaube auszuüben „in den Propheten gleich dir“, liess Jehova verkünden, den Propheten den Gott selbst senden würde. Wer dieses Gebot missachtet soll gar vom Leben abgeschnitten werden! Paulus nennt es im Brief an die Römer das „GESETZ des Glaubens“! 

 

(Römer 3:27-31)  Wo ist also das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Das der [[Gesetzes-]]Werke? Nein, in der Tat, sondern durch das Gesetz [[GESETZ]] des Glaubens. 28 Denn wir halten dafür, daß ein Mensch ohne Gesetzeswerke durch Glauben gerechtgesprochen wird. 29 Oder ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen, 30 wenn Gott wirklich einer ist, der Beschnittene zufolge des Glaubens und Unbeschnittene durch ihren Glauben gerechtsprechen wird. 31 Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Der Rechtsgelehrte kannte sehr wohl die Worte Jehovas, die Paulus hier zugrunde legt. Dieses  auferlegt jedem von uns das ganze GESETZ, die fünf Bücher Mose einschliesslich der Gebote Gottes unverändert unter den Nationen und innerhalb der Christenheit zu lehren! Bestimmt aber nicht das heidnische Mischmasch, das seit dem Konzil von Nicäa gelehrt wird! Ein Vergleich alleine der Zehn Gebote bringt dies klar und deutlich ans Licht!

 

Katechismus der Katholischen Kirche

Oldenburg Benno Paulusverlag Veritas, 1993

Die Zehn Gebote Gottes

2. Mose 20, 1-17

Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart, 1985

Evangelischer Katechismus

Herausgegeben von der evangelischen Kirche im Rheinland, 1962

1. Gebot: Du sollst an einen Gott glauben.

 

1. Gebot: Ich bin der HERR [[יהוהJehova]], dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

1. Gebot: Ich bin der Herr, dein Gott; du sollst keinen anderen Götter neben mir haben.

---

2. Gebot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR [[יהוה Jehova]], dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

2. Gebot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis von Gott machen, um ihn damit zu verehren.

.2. Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

3. Gebot: Du sollst den Namen des HERRN [[יהוה Jehovas]], deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR [[יהוה Jehova]] wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

3. Gebot: Du sollst den Namen des Herren, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

3. Gebot: Du sollst den Tag des Herrn heiligen

4. Gebot: Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN [[יהוה Jehovas]], deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR [[יהוה Jehova]] Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR [[יהוה Jehova]] den Sabbattag und heiligte ihn.

4. Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen.

4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebest und es dir wohl ergehe auf Erden.

5. Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR [[יהוה Jehova]], dein Gott, geben wird.

5. Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

5. Gebot: Du sollst nicht töten.

6. Gebot: Du sollst nicht töten.

6. Gebot: Du sollst nicht töten.

6. Gebot: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.

7. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen.

7. Gebot: Du sollst nicht ehebrechen.

7. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

8. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

8. Gebot: Du sollst nicht stehlen.

8. Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis reden.

9. Gebot: Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

9. Gebot: Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

9. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.

10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

10. Gebot: Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört.

 

Schon die Luterbibel verändert den Originaltext in Hebräisch, wo das Tetragrammaton יהוה für Jehova steht an acht Stellen in „HERR“, was bestimmt keine „Heiligung des Namens“, sondern eine klare Verunehrung bedeutet! Das hat Luther aber nur von der Katholischen Kirche übernommen, ohne es zurück zu verändern!

 

War Luther blind oder hätte es der Ausbreitung seiner Botschaft geschadet, wenn er alles aufgedeckt hätte und jede Veränderung der Mutterkirche ans Licht gezerrt hätte? Auch die Lutheraner sind nur eine Kopie ihrer geistigen Mutter!

 

Wer die Gebote in den 2 Katechismen mit der Aussage im Buch Exodus (2.Mose) vergleicht nimmt sofort zur Kenntnis, dass da „der Griffel falscher Abschreiber“ am Werk war! Jeremia wiederholt Jehovas Worte die exakt auf unsere Tage erneut zutreffen:

 

http://growabrain.typepad.com/photos/uncategorized/2008/02/05/million_peace.jpg(Jeremia 8:8-12)  Wie könnt ihr sagen: „Wir sind weise, und das Gesetz Jehovas ist bei uns.“? Nun, sicherlich hat der falsche Griffel der Sekretäre in völliger Falschheit gearbeitet. 9 Die Weisen sind beschämt worden. Sie sind erschrocken und werden gefangen. Siehe! Sie haben sogar das Wort Jehovas verworfen, und welche Weisheit haben sie? 10 Daher werde ich ihre Frauen anderen Männern geben, ihre Felder den Besitzergreifenden; denn vom Geringsten selbst bis zum Größten macht jeder ungerechten Gewinn; vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch. 11 Und sie versuchen den Zusammenbruch der Tochter meines Volkes leichthin zu heilen, indem [sie] sprechen: Da ist Frieden! Da ist Frieden!“, wenn kein Frieden da ist. 12 Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste konnten sie sich ganz bestimmt nicht beschämt fühlen; zum andern wußten sie auch gar nicht, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen.

 

Wo Ungerechtigkeit herrscht wird es niemals Frieden geben! Anstelle Beschämung kommt noch Stolz zum Ausdruck, zu der oder jener Glaubensgemeinschaft zu gehören und diesen oder jenen Titel zu führen!

 

http://3.bp.blogspot.com/_dkRZEX5splw/TR0AzL4e5EI/AAAAAAAAAnY/NqgRicRQDY8/s400/Transfiguration_by_Lodovico_Carracci.jpgWie anders lautet die Lehre doch in den Evangelien durch Jesus! In der Umwandlung auf dem Berg, wo Jesus zusammen mit Moses und Elia dreien der Apostel sich verklärt im kommenden System zeigte, bestätigte der Vater Jesu Sohnschaft erneut! An ihn sollen wir glauben und nicht in Menschen unser Vertrauen setzen, die sich in Jesu Stellung gedrängt haben!

 

Dies bedeutet ewiges Leben zu erreichen: Unsere Liebe zu Gott und dem von ihm gesandten Propheten Christus dadurch zu zeigen, dass wir das „GESETZ des Christus“ halten und all dessen Gebote unter den Nationen zu verbreiten! Jesus verschärfte in der Bergpredigt gar gewisse Anwendungs- und Strafbestimmungen des GESETZES, weil er genau das redete, was Gott ihm aufgetragen hatte! Er ist der angekündigte „Prophet gleich mir“, Moses gleichend, den Jehova angekündet hatte!

 

(5. Mose 18:14-19)  Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Họreb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe. 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Ja, am Horeb wurde Israel das ganze GESETZ und die richterlichen Entscheidungen Jehovas unterbreitet. Jesus als der von Gott gesandte Prophet zeigt deutlich jenem Rechtsgelehrten, dass nur wer diese  Gebote hält leben wird! Warum lehren uns dann alle Kirchen etwas anderes?

 

Die uns bereits bekannte Grafik zeigt den Ablauf, dass erst das GESETZ kam, dann erst das „GESETZ des Glaubens“ in Ergänzung folgte, als Jesus sich taufen liess und Johannes der Täufer ihn als den Messias in Israel einführte! Mit seinem Tod kam die Verpflichtung für Israel Glaube in ihn zu setzen! Dreieinhalb Jahre später wurde diese Pflicht auf die Menschen der Nationen ausgeweitet!

 

image009

 

Nur wenn wir Gott aus ganzem Herzen lieben hören wir wirklich, was uns die Schrift zu übermitteln versucht! Dann erkennen wir auch die Differenzen zu dem, was uns jede der unterschiedlichen Konfessionen gelehrt hat und wir beginnen über jeden Unterschied aufzumerken! Diese Liebe in uns, die uns veranlasst Gott wirklich zuzuhören macht uns aufmerksam, denn der Vater lehrte uns seit Beginn, dass wir von Seinem Wort weder nach links noch nach rechts abweichen sollten! Jesus nun gab das vollkommene Beispiel, er hielt jedes der Gebote und niemals lehrte er etwas, das Gottes Wort widersprach!

 

Zuvor hörten wir Lukas über den jungen Rechtsgelehrten. Entweder hat Matthäus denselben jungen Mann mit etwas anderen Worten zitiert oder es handelt sich um ein anderes Ereignis. Aus Jesu Antwort die sich Matthäus in seiner Erinnerung einprägte lernen wir etwas Weiteres:

 

(Matthäus 19:16, 17)  Nun siehe, jemand trat auf ihn zu und sprach: Lehrer, was soll ich Gutes tun, um ewiges Leben zu erhalten? 17 Er sagte zu ihm: „Warum fragst du mich über das, was gut ist? Da ist einer , der gut ist. Wenn du indes ins Leben eingehen willst, so halte stets die Gebote.“

 

Nur Gott allein ist vollkommen und alles ist gut, was er tut! Jesus ist ein vollkommenes Abbild jener göttlichen Charakteristik und wir sollten ihn in allem darin kopieren! Jede Unterweisung Gottes durch Seinen Wortführer soll uns zur Weisheit hinführen und damit zum Leben! Die „Weisheit dieses Systems“ ist der Weisheit Gottes jedoch entgegengesetzt!

 

image011

 

Jesus richtet bei der Beantwortung der Frage, nach den Bedingungen zum Erreichen des ewigen Lebens den Blick auf „stetes Halten der Gebote“! Menschengebot durch „Überlieferungen der Vorväter“ machen jene Gebote Gottes jedoch ungültig! Es gilt dies auch heute erneut zu erkennen, weil wir nun dem Gericht entgegen sehen!

 

Beide Aussagen sind vollkommen kongruent: Jene des Lukas und jene des Matthäus: Sie zeigen nur unterschiedliche Sichtweisen! Den Vater aus ganzem Herzen zu lieben bedeutet doch gerade keines der Gebote zu übertreten und zur vollkommenen Nächstenliebe erklärt Paulus: „Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des GESETZES.“ (Rö 13:10)

 

Die Fortsetzung unserer Betrachtung zu den vier Evangelien führt uns wirklich weiter in die Tiefe des Verständnisses, wie Jesus Gottes Recht innerhalb der Versammlung angewendet sehen will! Anhand der zuerst geschriebenen guten Botschaft von Matthäus kristallisieren wir die Grundgedanken heraus, um sie mit den Aussagen der drei übrigen Evangelien zu vereinen und zu ergänzen.

 

Je besser wir Gottes Gedanken verstehen, um so auffälliger werden die Abweichungen, welche uns durch die unterschiedlichen Konfessionen gelehrt werden und umso erstaunlicher erscheint es, mit welcher Leichtigkeit sie die Gedanken Gottes gar oft in ihr Gegenteil der ursprünglichen Aussage verdrehen! Besonders leicht fällt jenen dies bei den ergänzenden Aussagen des Paulus, eines tiefen Kenners des GESETZES und der PROPHETEN, der vollkommen begriffen hatte, dass Jesus nicht das Ende jener Schriften bedeutete: Im Gegenteil, dass nur der Christus sie zur vollkommenen Erfüllung führen kann und wird! Paulus war es, der in herausragendem Mass die Texte des „früheren Bundes“ mit den Aussagen Jesu zu verbinden mochte über die er durch Jesus direkt mittels Visionen belehrt worden war!

 

(2. Petrus 3:14-16)  Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

http://www.ruhr-uni-bochum.de/imperia/md/images/ph-th/philosophie_puzzel_klein.jpgDa den heutigen „Schriftgelehrten“ und „Rechtskundigen“ offensichtlich während ihres Studiums Dinge in ihren Kopf gehämmert wurden die vollkommen schriftwidrig sind wie die Lehre der Dreifaltigkeit, die Lehre, dass gewisse Gebote geändert hätten wie z.B. das Sabbatgebot zu einem Sonntagsgebot und dass staatliche und religiöse Gesetze Gottes Gebote zu verdrängen vermöchten ist ihnen ein Gesamtbild der biblischen Aussagen vollkommen fremd! Es ist wie wir als Beispiel schon mehrfach erwähnt haben, wie das Vermischen mehrerer Puzzles, um daraus ein einziges deutliches Bild zu konstruieren: Ein unmögliches Unternehmen!

 

http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1185555.1355516436/860x860/provokation-katholischer-uni-eichstaett.jpgDa sie beständig Gottes Gebot übertreten ist ihnen auch jedes Verständnis der Dinge der Endzeit von Gott her verwehrt: „Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.“ (Da 12:10)

 

Die Rätsel lassen sich nur mittels der Angaben im GESETZ und den PROPHETEN verstehen und Paulus liefert oft den Schlüssel zum Verständnis, indem er Jesu Worte mit den Grundlagen im Alten Testament, den hebräisch-aramäischen Schriften verbindet. Viele heutige Theologen sehen in Paulus gar einen Abtrünnigen, weil er so vehement das GESETZ und dessen Anwendung verteidigt! Wer ihn mit den Aussagen vieler Priester vergleicht merkt bald die unüberbrückbaren Widersprüche!

 

Im Thema, das Matthäus uns in den Kapitel 17 bis 19 vorlegt, geht es im Zentrum um diese Gerechtigkeit Gottes und wie wir sie für uns, gegenüber dem Nächsten, in der Familie und der Versammlung in die Tat umsetzen! Es ist wie eine logische Fortsetzung von Thema zu Thema hin zum Höhepunkt im Kapitel 18, wo ungerechtes Verhalten von Versammlungsrichtern beurteilt werden muss!

 

So stimmen wir Dich und die Deinen zu diesem Sabbat und der kommenden Woche darauf ein Euch eingehend mit Jesu Worten und damit Gottes Denkweise zu diesen Themen vertraut zu machen! 

 

13.7.3  Lehrer der guten Botschaft:  Jesu Vorbild in den Evangelien

 

7.Teil: Matthäus Kapitel 17-19:  Synoptische Verbindung:

 

Wahre Gerechtigkeit üben, um das Königreich zu erlangen

 

Wahre Gerechtigkeit zu üben führt zum Frieden mit uns selbst und mit unserem Nächsten. Sie macht uns erst annehmbar für Gott. Damit führt es zu dem im Eingang des Briefes behandelten Thema: „Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben?“ Nur wer alle Gebote Gottes kennt und hält, auch die „geringsten“ wird wirklich fähig zum „ewigen Leben“! Damit wird nur Jesu Aussage in der Bergpredigt erneut bestätigt:

 

http://www.wienerzeitung.at/_em_daten/_cache/image/wzo/0xUmFuZG9tSVYwMTIzNDU2N1nidusCFNxphSs5MK7fsdw1bON921IarbNoIEyijCQl3hYQmetz/HnpcFxrgDGlH4d3j6Ju6rOIjk4/MZYYXaDs/ZRMU9J9Yw==.jpg(Matthäus 5:19, 20)  Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Wir lernen dabei von unserem Meister wie Hassgefühle abgebaut werden und durch Liebe Ersatz finden, wie wir Habsucht unter Kontrolle bringen aber dafür lernen unsere Habe mit anderen zu teilen. Wir lernen zudem schnell und immer und immer wieder Fehler unserer Nächsten zu vergeben, anstatt nachtragend zu sein! Wir nehmen Kenntnis unserer gesetzlichen Pflicht die Fehler unseres Bruders nicht einfach grosszügig zu übersehen, sondern sie mit ihm zu besprechen und ihn zu Veränderungen hin zu lenken um Sünde zu vermeiden, was doch unweigerlich Strafe nach sie ziehen wird!

 

Bei Gott gibt es keine Straffreiheit auch dann nicht, wenn alle Religionen das Gegenteil behaupten mögen! Jesus hat nicht den Fluch und folgende Strafe für Sünde beseitigt, sondern vorab diese selbst auf sich genommen, uns zum Frieden. Danach aber müssen wir für die Gerechtigkeit leben, denn er stirbt kein zweites Mal für unsere wissentlichen Sünden! Jesus selbst, zuvor als „der Engel Jehovas“ und Gottes Sprachrohr gegenüber den Menschen erklärte dem Moses Jehovas Rechtsgrundsatz auf dem Berg Horeb:

 

http://meditationsfromzion.files.wordpress.com/2012/02/moses.jpg(2. Mose 34:6, 7)  Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.

 

Ja, wir werden vieler Unterschiede bewusst, die uns im Religionsunterricht oder im Studium der Schriften innerhalb der oder jener Religionsgemeinschaft nie wirklich erklärt wurden, was zum Beispiel Gnade oder „unverdiente Güte“ wirklich bedeuten und wo der Missbrauch dieser Begriffe beginnt und wo er endet, wenn wir nur auf „blinde Leiter“ hören!

 

Darum, weil es keine Straffreiheit gibt ist es für Dich und mich lebensnotwendig „alle Gebote zu halten“ und nur dies führt uns zu ewigem Leben. Gott selbst hat das Procedere festgelegt, wodurch Sünde auch nach der Taufe Vergebung findet! Es ist an uns damit vertraut zu sein und Jehovas Willen betreffend dem Sühnetag zu kennen und ihn einzuhalten, damit sich „Sünden nicht bis zum Himmel aufhäufen“ können, wie dies innerhalb Babylons der Grossen der Fall ist!

 

(Offenbarung 18:4, 5)  Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

Unser Vertrauen in Gott und Seinen Christus zu setzen, auf Prophetenaussagen und Erklärungen der Apostel und Jünger zu achten, dies liefert uns jedes kleinste Teilstück zu den unterschiedlichen Teilbildern! Je deutlicher wir sie sehen, desto klarer wird unser Blick für die grossen Zusammenhänge, die wichtigen Dinge, die wir oft heute im Gefolge des vorherrschenden Zeitgeistes in den Hintergrund rückten! Durch echte Gottesfurcht verlieren wir mehr und mehr die Menschenfurcht und die Angst vor denen, die uns als Gefangene und ihre Sklaven ihrer falschen Lehren gehalten haben!

 

Wir wünschen Dir, lieber Bruder, liebe Schwester, dass der Studienartikel Dir weiter hilft ein exaktes Verständnis der Aussagen Jesu zu erreichen, diesmal der Kapitel 17 bis 19 von Matthäus, die alle vollkommen harmonisch in das eine grosse Puzzle passen, das uns Jehova durch die Schriften vorlegt, damit wir es zum harmonischen Gesamtbild vereinen und die aufgetragenen Rätsel zu lösen vermögen!

 

 

„DER WEG“

 

Urs Martin Schmid