Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-13.10.25  Levitikus 1

 

Stehen Christen unter dem Verbot von Verzehr von Schweinefleisch?

 

1.Teil: Die göttlichen Richtlinien an Israel als Wegweiser auch für Christen!

 

 

Bariloche,  25. Oktober  2013

 

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben!

 

Die Frage ist provokativ gestellt, den 95-98% der Bevölkerung in deutschsprachigen Ländern wird dies Rundwegs verneinen! Wir aber wollen wie stets in unseren Betrachtungen Gottes Willen und Seine Gebote in den Vordergrund rücken. Wir sollen uns am höchsten Massstab für Recht messen aufgrund dessen doch auch über uns geurteilt wird am näher rückenden Endgericht!

 

https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTFiT8vNATSo9w2niArG9RCdClCBPcJ_3FOdjceiTlk50HWbMWv8gHierbei geht es um weit mehr als den Konsum von Schweinefleisch, es dreht sich um alle Speisevorschriften im 3. Buch Mose, dem Buch Levitikus. Die Frage: „Würden Sie Fleisch von Mäusen und Ratten essen?“ würden wohl die allermeisten unmittelbar und empört zurückweisen. Aber genau diese Frage musste in Syrien ein Komitee von muslimischen Mullahs Entscheiden und gab nun grünes Licht, dass im Kriegsgeplagten Syrien dieses Fleisch gegessen werden darf!

 

image005Heute sollen sich mehrere tausend regierungsfeindliche Kämpfer in Maadamiya aufhalten. Die Armee lässt keine Nahrungsmittel passieren. Strom, Telefon- und Internetleitungen sind abgestellt, Müllberge türmen sich in den Straßen. Auch Wasser soll es nicht mehr geben. »Wir leben von Ratten und Gras«, erklärt ein Mann per Skype, der sich als Aktivist bezeichnet. [1]

 

Bedenken wir, dass grosse Teile Syriens in der Zeit Salomos zu Israel gehörten, Erde, die Jehova Abrahams Erben zugesprochen hat!

 

Viele der Vorhersagen die Jesus für unsere Tage der Endzeit machte drehen sich spezifisch um das Gebiet Israels und wem nun schlussendlich das Erbe zugeteilt werden wird! Die Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästinensern zur Aufteilung der Erde und Zweiteilung Jerusalems mit dem Tempelberg unter der Kontrolle der Muslime stimmt bestimmt nicht mit Jehovas Versprechen an Abraham überein! „Kriege und Kriegsberichte“ rund um Israel gab es in der Vergangenheit genug, Erdbeben einige, Hungersnot und Krankheiten in den von Unruhen geplagten Gebieten fehlten auch nicht!

 

(Matthäus 24:7, 8)  Denn Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. 8 Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.

 

Wir sollen somit die „Teilbilder“ aus Vorhersage und „Zeichen“ die sich in unseren Tagen zeigen zum „Gesamtbild“ vereinen. Es mögen uns dabei Fehler unterlaufen aber das Bild wird deutlicher und klarer je näher der „Tag des Herrn“ rückt, dass Jesu Wiederkehr und die „Zeit der grossen Drangsal“ vor uns liegt!

 

image007Wenn nun in unmittelbarer Nachbarschaft Israels aus Hunger Fleisch verzehrt wird, das Gott als unrein erklärt, was Muslime, Christen und Israeliten anerkennen, dann sollten wir auf weitere Zusammenhänge achten! Was steht im GESETZ denn über den Verzehr von Rattenfleisch geschrieben?

 

http://www.jan-kretschmer.de/photo/photolog06/ratte_sezieren_1206.jpg(3. Mose 11:29-31)  Und dies ist, was unter den Geschöpfen des Gewimmels, von denen es auf der Erde wimmelt, für euch unrein ist: die Blindmaus und die Springmaus [[Ratte]]  und die Eidechse nach ihrer Art 30 und der Gecko und die Großeidechse und der Salamander und die Sandechse und das Chamäleon. 31 Diese sind für euch unrein unter allen Geschöpfen des Gewimmels. Ein jeder, der sie in ihrem toten Zustand berührt, wird unrein sein bis zum Abend.

 

Nun, ein Bibellexikon erklärt, dass alle Maus- und Rattenarten mit dem hebräischen Wort ‘achbar gemeint seien.

 

Viele Ratten und ein Kleinkind an einer rießigen MilchschaleSPRINGMAUS

[hebr.: ʽachbár].

Von dem hebräischen Wort ʽachbár, das mit „Maus“, „Ratte“ oder „Springmaus“ wiedergegeben wird, nehmen manche Gelehrte an, daß es wahrscheinlich alle Arten von Ratten und Mäusen sowie verwandte Tiere wie die Springmaus (Dscherboa) einschließt. Nach dem hebräischen und aramäischen Lexikon von L. Koehler und W. Baumgartner (2. Auflage, Leiden 1958) bedeutet der hebräische Ausdruck jedoch „Springmaus“. [2]

 

Die Fleischverordnungen der meisten Länder Europas verneinen solches Fleisch im Verkauf. Sie halten sich damit an die biblische Ordnung. Fragen wir uns doch, warum das andere Gebot, vom selben Gesetzgeber mit gleich harten Strafbestimmungen dann übergangen wird, obwohl Juden und Muslime, Adventisten und viele andere christliche Gruppierungen alle zum selben Schluss kamen: Das Gebot Gottes ist weiterhin gültig:

 

http://img.alibaba.com/photo/102551320/pork_meat.jpg(3. Mose 11:4-8)  Nur dies sollt ihr nicht essen unter den Wiederkäuern und den Spalthufern: das Kamel, denn es ist ein Wiederkäuer, aber ist kein Spalthufer. Es ist für euch unrein. 5 Auch den Klippdachs, denn er ist ein Wiederkäuer, hat aber keinen gespaltenen Huf. Er ist für euch unrein. 6 Auch den Hasen, denn er ist ein Wiederkäuer, aber er hat keinen gespaltenen Huf. Er ist für euch unrein. 7 Auch das Schwein, denn es ist ein Spalthufer und weist einen völligen Spalt im Huf auf, aber es selbst käut nicht wieder. Es ist für euch unrein. 8 Ihr sollt nichts von ihrem Fleisch essen, und ihr sollt ihren toten Körper nicht berühren. Sie sind für euch unrein.

 

So ist die Frage doch bestimmt angebracht: Warum wird Rattenfleisch verboten aber der Hase und das Schwein erlaubt, wenn Gott doch all diese als „unrein“ erklärt? Einige sind etwas vorschnell mit der Antwort der „offiziellen Wahrheit“ ihrer Kirche: Gott hätte Petrus gezeigt, dass er das Unreine gereinigt habe.

 

image011Nun stellt sich die Frage, ob das Tuch, das Petrus in einer Vision sah tatsächlich bedeutete, dass all die unreinen Tiere rein seien. Fragen wir uns doch, was Petrus nach ersten Zweifeln für eine Schlussfolgerung zog und kopieren wir dies auch für uns. Als er von Cäsarea, wo er den ersten Heiden, Kornelius und dessen Familie taufte und nun in Jerusalem zurück war erklärte er:

 

https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTYXQ6W1JMICvPTPyGgQcFyUbR_uDb2Da69KHy7f_Zoxj58k-ZMuXiu4g (Apostelgeschichte 11:9-12)  Das zweite Mal antwortete die Stimme vom Himmel: ‚Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.‘ 10 Dies geschah ein drittes Mal, und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen. 11 Und siehe, in diesem Augenblick standen drei Männer vor dem Haus, in dem wir uns befanden, die aus Cäsarẹa zu mir gesandt worden waren. 12 Da hieß mich der Geist, mit ihnen zu gehen, ohne irgendwie zu zweifeln. Es gingen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir traten in das Haus des Mannes [[Kornelius]] ein.

 

Jener Geist, der nun mit Petrus redete war derselbe „Geist Jehovas“, der schon Israel in der Wildnis angeleitet hatte und den Paulus mit Jesus, als Gottes Wortführer und einzigem Mittler identifizierte!

 

Petrus war es als Juden doch eigentlich verboten in das Haus eines Nichtjuden einzutreten aber er verstand den Auftrag des Engels und der Vision nun so, dass Gott nun am Ende der siebzigsten Jahrwoche dieses Gebot wegfallen liess, dessen Grenze weiter hinausschob, damit nun der Predigtauftrag bis an die Enden der Erde ausgeführt werden konnte, was zuvor wegen des Gebotes gar nicht möglich gewesen wäre! Das Haus war das des Offiziers Kornelius und dort war seine ganze Hausgemeinschaft versammelt. Petrus fährt fort zu erklären, dass derselbe Engel auch Kornelius erschienen war:

 

http://www.pouke.org/svetopismo/assets/images/44010034.jpg(Apostelgeschichte 11:13-17)  Er berichtete uns, wie er [[Kornelius]] den Engel in seinem Haus hatte stehen sehen, welcher sprach: ‚Sende Männer nach Jọppe, und laß Sịmon, der den Beinamen Petrus hat, holen, 14 und er wird das zu dir reden, wodurch du und alle deine Hausgenossen gerettet werden können. 15 Als ich aber zu reden anfing, fiel der heilige Geist ebenso auf sie, wie er zu Anfang auch auf uns gefallen war. 16 Da kam mir der Ausspruch des Herrn in den Sinn, als er gesagt hatte: ‚Johạnnes seinerseits taufte mit Wasser, ihr aber werdet in heiligem Geist getauft werden.‘ 17 Wenn Gott ihnen also die gleiche freie Gabe verliehen hat, wie er sie auch uns verlieh, die wir an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich denn, daß ich Gott hätte hindern können?“

 

Ganz eindeutig hatte Jehova ein Gleichnis mit dem Tuch und dem unreinen Kriechgetier darauf gebraucht, um auf eine ganz andere Sache aufmerksam zu machen: Dass nun Menschen der Nationen nicht weiter unrein wären! Nichts wird im ganzen Neuen Testament berichtet, dass Christen nun Schweinefleisch oder Hasenfleisch oder gar Ratten zu essen begonnen hätten.

 

Jeder aus den Heiden der Jesus als „Herrn“, als „Haupt“ annimmt und der sich Taufen lässt, der muss auch das „GESETZ des Christus“ anerkennen, was die Gebote Mose mit einschliesst, um gerettet zu werden! Nur dort erfahren wir doch, was Gott verabscheut und was für Ihn annehmbar ist! Wir reissen das GESETZ nicht ein, sondern richten es unter den Nationen auf! (Rö 3:31)

 

(Jesaja 42:21)  Jehova selbst hat um seiner Gerechtigkeit willen Gefallen daran gehabt, das Gesetz groß und majestätisch zu machen.

 

In der siebenteiligen NEWSLETTER-Serie gehen wir auf sehr viele Aspekte im Detail ein und wägen sie ab, was Gottes unveränderlicher Standpunkt ist! Im ersten Teil geht es um den engen, unauflösbaren Zusammenhang zwischen dem mosaischen GESETZ und dem „GESETZ des Christus“. Wenn wir dies einmal verstanden haben beginnen sich vielerlei Fragen und scheinbare Widersprüche zu lösen, die durch falsche Lehren entstanden sind!

 

6.11.1  Stehen Christen unter dem Verbot des Verzehrs von Schweinefleisch?

 

1.Teil: Die göttlichen Richtlinien an Israel als Wegweiser auch für Christen!

 

Der Prophet Jesaja bringt uns im Kapitel 66, das vom grossen Tag des Zornes Jehovas spricht, somit sich auf den Gerichtstag und die Urteilsvollstreckung in Harmagedon beruft, unwiderlegbare Antworten, die oft nur Christen bekannt sind, welche diese Gebote längst beachten.

 

image018 (Jesaja 66:15-18)  „Denn siehe, Jehova selbst kommt wie ein Feuer, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, um mit lauter Grimm seinen Zorn zu erstatten und sein Schelten mit Feuerflammen. 16 Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. 17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus [[Ratte]], sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.“

 

Jehova beurteilt unsere Gedanken und unser Handeln und es lohnt bestimmt auf Seine Worte zu achten! Wer denn vermag gegen ihn anzukämpfen?

 

http://katholisch-informiert.ch/wp-content/uploads/2010/12/Hl.-Matth%C3%A4us-Evangelist-Guido-Reni1.jpgKeiner kann sagen, dass im Falle des Petrus dieses Gebot aufgehoben worden sei, denn Jehova lügt nicht und wenn Jesus erklärt, dass der geringste Buchstabe in GESETZ und PROPHETEN sich erfüllen müssen, dann sollten wir dies ernst nehmen! (Mat 5:17-20) Jesajas Worte an die in der Endzeit Lebenden sind zu deutlich, um nicht ernst genommen zu werden! Derselbe Engel, „Das WORT“ inspirierte Jesaja und Petrus!

 

(Jesaja 65:2-5)  Ich habe meine Hände den ganzen Tag lang zu einem störrischen Volk ausgebreitet, zu denen, die einen Weg gehen, der nicht gut ist, ihren Gedanken nach; 3 dem Volk, [gebildet aus] denen, die mich beständig direkt ins Angesicht kränken, die in den Gärten opfern und auf den Ziegelsteinen räuchern, 4 sich inmitten der Grabstätten hinsetzen, die dann die Nacht sogar in den Wachthütten verbringen, das Fleisch des Schweines essen, wobei sogar die Brühe verdorbener Dinge in ihren Gefäßen ist; 5 diejenigen, die sagen: ‚Bleib ganz für dich. Nahe mir nicht, denn ich werde gewiß Heiligkeit auf dich übertragen.‘ Diese sind ein Rauch in meiner Nase, ein den ganzen Tag lang brennendes Feuer.

 

Wenn christliche Religionsführer leichtfertig behaupten, das „Alte Testament“ sei durch das „Neue Testament“ ersetzt, dann widersprechen sie Jesus ins Angesicht! „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe“ (Mat 5:17, 18)

 

Wer behauptet das GESETZ hätte geendet zeichnet sich gar als „der Gesetzlose“ aus! Wer weltlichen oder kirchlichen Autoritäten die Gott und Jesus widersprechen mehr Gewicht beimisst, macht jene gar zu Göttern, bestimmt kein weises Vorgehen!

 

Da jeder von uns seine eigene Haut zu Markte trägt, für sich Verantwortung übernimmt und für die, welche wir belehren lohnt es bestimmt unsere Argumentation gut zu studieren! Wir selbst entscheiden schlussendlich am Tag, wo Jesus sein Volk richtet, ob wir auf der Seite der „Schafe“ stehen, die auf die Stimme ihres wahren Hirten gehört haben.

 

Bedenken wir also: In der Serie des Hauptartikels, der mit dieser Ausgabe beginnt geht es um weit mehr als nur um die Streifrage des Schweinefleisches. Du bist eingeladen Dich in die Tiefe zu orientieren unabhängig von jeglichen religiösen Dogmen!

 

In diesem Sinne wünschen wir Dir und Deinen Lieben einen angenehmen und auferbauenden Sabbat und damit verbunden Gottes Segen!

 

 

„DER WEG“

 

Urs Martin Schmid

 

PS: Benutze den Link zum Hauptartikel:

6.11.1  Stehen Christen unter dem Verbot des Verzehrs von Schweinefleisch?

Matthäus Kapitel 23-25:  Synoptische Verbindung: Jesu Gericht an Vorstehern seiner Tage und am Ende des System

 

 



[1] http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/teuerung.html

[2] EINSICHTEN ÜBER DIE HEILIGE SCHRIFT, Watchtower, New York; Band 2, Seite 1004