Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-13.11.22  Levitikus 2

 

Stehen Christen unter dem Verbot von Verzehr von Schweinefleisch?

 

2.Teil: Die Speisevorschriften als Teil der Verordnungen an die levitische Priesterschaft

 

Bariloche,  22. November  2013

 

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben!

 

Bereits im ersten Teil dieser Artikelserie haben wir unser Augenmerk auf Jesu Worte zu Beginn seines Predigens gerichtet, das er an die Juden wandte, die alle seit den Tagen Moses unter GESETZ standen. Wenn Jesus jenen erklärte: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe.“ (Mat 5:17, 18)

 

http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Jesaja2.jpgDürfen wir nun als Christen annehmen, das gelte für uns nicht? Ist diese Form des Glaubens nicht blind und setzt uns gar höchster Gefahr aus? Wenn kein „Teilchen eines Buchstabens“ vergangen ist, dann schliesst dies auch die Strafbestimmungen desselben GESETZES mit ein! Auch die deutlichen Warnungen in den Büchern der PROPHETEN sind weiterhin verbindlich und zeigen doch ohne Abstriche, dass Gottes Speisevorschriften nach wie vor Geltung haben. Wenn Jesaja betreffend des kommenden Abschlusses des Systems Jehovas Worte widerholt:

 

(Jesaja 66:15-18)  Denn siehe, Jehova selbst kommt wie ein Feuer, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, um mit lauter Grimm seinen Zorn zu erstatten und sein Schelten mit Feuerflammen. 16 Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. 17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus [[die Rate]], sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.“

 

Der „Rechtsstreit“ den Jesaja beschreibt führt Gott vorab gegen die Religionsführer, die ihn zu vertreten behaupteten, wie dies im Falle der levitischen Priester, der Rechts- und Schriftgelehrten der Zeit Jesu bereits der Fall war! Wenn jene Gottes Gericht ereilte, wie werden heutige Priester, Theologen, Advokaten und Richter ungeschoren davonkommen, die uns so weit von Gottes verbindlichem Rechtsmassstab entfernt haben und deren Loyalität weit eher dem Staat, ihren Organisationen, ihrem Menschengebot gelten als dem Christus Jehova Gottes?

 

Mit jedem „Vaterunser“ beten wir doch „Dein Reich komme“ und niemand hat uns verbindlich belehrt, dass dies mit dem Schlussgericht unzertrennlich verbunden ist und Mehr vom Gericht Gottes predigen?Gott nur aufgrund Seines GESETZES freisprechen oder verurteilen kann! Wer lehrt, dass Gottes Speisevorschriften für Christen nicht weiter gültig wären der stellt sich eindeutig über Jesu Lehren, der doch eben das Gegenteil erklärte, dass „kein Buchstabe vom GESETZ“ dahingefallen sei und schlussendlich warnt: „Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll.“ (Joh 12:48, 49).

 

Ja, bis heute stellen sich die geistigen Führer gemeinsam auch über das so genannte Apostelkonzil des Jahres 48 u.Z., wo gleich mehrere Teile aus den Speisevorschriften und andere Gebote als für Christen aus den Nationen für weiterhin verbindlich erklärt wurden! Das einzige, worin den Versammlungen des Paulus unter den Nationen „keine weitere Bürde“ auferlegt wurde waren die zwei offenen Streitfragen: Diese mussten in Jerusalem gelöst werden, weil dieses doch von Vorstehern nahe des Jakobus her ausgegangen waren. Dieser Halbbruder Jesu hatte daher den Vorsitz inne, um das Problem an der Quelle zu lösen, wo es durch „falsche Lehrer“ entstanden war: (Gal 1:8-10; 2:11-14; 5:2-6)

 

1)      Christen aus den Heiden brauchten sich nicht am Fleische zu beschneiden

2)      Judenchristen brauchten sich nicht von Christen aus den Heiden abgetrennt zu halten

 

Wenn wir wirklich interessiert sind Gottes Willen zu tun und Ihm Gehorsam zu zeigen, indem wir Jesu Schritten exakt nachfolgen erkennen wir schnell, dass Christen bestimmt in die Irre geführt wurden, indem verkehrt interpretiert wurde und Gedanken aus ihrem Zusammenhang gerissen sind! Ein gefährliches Spiel an kommenden Tag Gottes der Abrechnung mit allen Nationen!

 

Petrus spielte dort bei der Auseinandersetzung eine wichtige Rolle, da er doch Zeuge war, wie die Hausgemeinschaft des Kornelius heiligen  Geist empfing. Wie jene in nie erlernten Sprachen zu reden begannen, so wie es an Pfingsten 33 u.Z. mit etwa 120 versammelten Jüngern Jesu im Obergemach geschah, als er den verheissenen heiligen Geist ausgoss! Dadurch wusste Petrus, dass Gott jene erste Hausgemeinschaft aus den Nationen als Erstlinge angenommen hatte! Kein Zweifel daran, was Jehova gereinigt hatte und was das Tuch mit unreinen Tieren für eine wirkliche Bedeutung hatte! Menschen der Nationen waren unreinen Tieren gleich, bevor Gott sie gereinigt hat!

 

http://www.die-bibel-lebt.de/images/petrus.jpg (Apostelgeschichte 15:14-21)  Sịmeon [[Petrus]] hat ausführlich erzählt, wie Gott erstmals seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen. 15 Und damit stimmen die Worte der PROPHETEN überein, so wie geschrieben steht: 16 Nach diesen Dingen werde ich zurückkehren und die Hütte Davids, die verfallen ist, wieder aufbauen; und ich werde ihre Trümmer wieder aufbauen und sie wieder aufrichten, 17 damit die, die von den Menschen übrigbleiben, zusammen mit Leuten aus allen Nationen, Leuten, die nach meinem Namen genannt sind, Jehova ernstlich suchen, spricht Jehova, der diese Dinge tut, 18 die seit alters bekannt sind.‘

19 Meine Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. 21 Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Petrus erzählte vor der versammelten Zahl der anwesenden Apostel, den Ältesten Jerusalems und den Abgesandten der Versammlungen Galatiens unter der Führung von Paulus, wie er selbst geglaubt hatte, dass er als Jude nicht in das Haus des Offiziers Kornelius eintreten dürfe ohne sich zu verunreinigen! Genau hierzu aber hatte ihn der heilige Geist Gottes, das Wort Jesu durch Visionen selbst aufgefordert, als er ihn den Traum vom Tuch mit allerlei unreinen Tieren als einen Vergleich zeigte!

 

(Apostelgeschichte 10:15, 16)  Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat. 16 Dies geschah ein drittes Mal, und sogleich wurde das Gefäß in den Himmel hinaufgenommen.

 

Petrus hatte zuvor nie Unreines gegessen und daran änderte sich auch nach der Vision nichts, sondern Gott zeigte ihm, dass Er nun auch Menschen der Nationen reinigte, die Bereitschaft zeigten auf Seine Gebote zu achten und Reue über bisherige Sünden zeigten! Das war doch die einzige Form wie Gott sich aus den Nationen „ … ein Volk für seinen Namen herauszunehmen“ überhaupt in der Lage wäre! Auch ihnen sollte mittels der Taufe „unverdiente Güte“ zuteilwerden und alle früheren Sünden und der darauf lastende Fluch würde gelöscht. Das Predigtgebot Jesu, „bis an die Enden der Erde“ die gute Botschaft zu verkünden hatte doch genau dies im Sinne!

 

http://stevenblack.files.wordpress.com/2011/04/blind_thumb.jpg?w=488&h=337Wir sind somit alle gefordert die wirklichen Zusammenhänge zu erkennen und nicht wie blinde „Schafe“ hinter „blinden Führern“ herzulaufen. Gott hat jeden von uns mit Verstand und Unterscheidungsvermögen ausgestattet! Wenn gerade Teile der Speisevorschriften in schriftlicher Form den Versammlungen des Paulus als „notwendige Dinge“ übermittelt wurden, so war die Schlussfolgerung jenes „Konzils“ eindeutig nicht deren Aufhebung: Das ist Widersinn, wie so vieles, das von Religionen verkündet wird!

 

Zu diesem Sabbat und Wochenende  soll Dir der 2.Artikel diese feinen aber eklatanten Details näher bringen, um Gottes Denkweise zu verstehen und sein Handeln heute und in Zukunft zu erkennen!

 

Bedenken wir an dieser Stelle, dass der Sündenfall in Eden mit Verletzung einer Speisevorschrift begann! Gott prüft auch uns, ob wir „in geringen Geboten“ ihm gehorchen und andere dies lehren. Jesus erklärte daher: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.“ (Mat 5:19)

 

7.1.1  Stehen Christen unter dem Verbot des Verzehrs von Schweinefleisch?

 

2.Teil: Die Speisevorschriften als Teil der Verordnungen an die levitische Priesterschaft

 

Das Geschehen in den Versammlungen Galatiens, das so viel Unruhe verursacht hatte zufolge falscher Lehren musste durch die Versammlung der Apostel und der in Jerusalem verantwortlichen Vorsteher aus der Welt geschafft werden! Für uns in der Endzeit eine gewichtige Lehre, dass unabhängig wer immer er sei, welchen Rang er einnimmt: Wo Falsches gelehrt wird muss unweigerlich zum Rückzug geblasen werden!

 

http://www.gospelgemeinde.net/gfx/jesus_lehrer.jpgKein Mensch hat das Recht oder die Autorität Gottes Gebote aufzuheben und durch andere Richtlinien zu ersetzen! Religionen die Gottes Gebote als aufgehoben lehren reden direkt gegen Gott und seinen Christus! Jesus selbst hat nur das geredet, was ihm der Vater aufgetragen hatte und als Vorbild gezeigt, dass wir jedes der Gebote halten sollen.

 

 Auch demokratische Volksmassen an den Urnen können Gott nicht überstimmen! Wenn Jehova Jesus als König und Hohepriester im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Kol 1:13) eingesetzt hat, dann bedeutet dies, dass auch wir uns dem Christus zu unterordnen haben und wenn wir dies mit Freuden tun, so sind seine Gebote tatsächlich nicht schwierig, um sie alle einzuhalten!

 

(1. Johannes 5:1-4)  Jeder, der glaubt, daß Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren worden, und jeder, der den liebt, der das Geborenwerden veranlaßt hat, liebt den, der aus jenem geboren worden ist. 2 Dadurch erkennen wir, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und nach seinen Geboten handeln. 3 Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, 4 denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.

 

In der Glaubenstaufe werden wir durch heiligen Geist „aus Gott geboren“, indem wir dem „Gesetz der Sünde“ (was Gesetzlosigkeit bedeutet) gegenüber sterben aber gegenüber dem „GESETZ des Geistes“ zum Leben gelangen und unser Herz mittels der Gebote beschnitten haben!

 

In diesem Sinne  wäre es klug selbst ein Denken anzuerkennen, das mit eigenem Unterscheidungsvermöge auf wahr und gelogen untersucht, das zwischen dem zu unterscheiden vermag was Jehova Gott als gerecht und was Er als ungerecht einstuft, erst dies lässt uns eigenverantwortlich handeln!

 

Damit wünschen wir Dir eine gute Sabbatruhe, Dir und Deinen Liebsten zum Segen: „Wenn du in Anbetracht des Sabbats deinen Fuß an meinem http://www.serk-heidelberg.de/wp-content/uploads/2011/03/heute-ruhetag.jpgheiligen Tag vom Tun deiner eigenen Gelüste zurückhalten und du den Sabbat wirklich eine Wonne nennen wirst, einen heiligen [Tag] Jehovas, einen, der verherrlicht wird, und ihn wirklich verherrlichen wirst, statt deinen eigenen Wegen zu folgen, statt das zu finden, was dir gefällt, und ein Wort zu reden, 14 dann wirst du deine Wonne an Jehova finden, und ich will dich einherfahren lassen auf den Höhen der Erde; und ich will dich essen lassen von dem Erbbesitz Jakobs, deines Vorvaters, denn der Mund Jehovas selbst hat [es] geredet.“ (Jes 58:13, 14)

 

„DER WEG“

 

Urs Martin Schmid

 

PS: Benutze den Link zum Hauptartikel:

 

Stehen Christen unter dem Verbot von Verzehr von Schweinefleisch?

7.1.1  Die Speisevorschriften als Teil der Verordnungen an die levitische Priesterschaft?