Newsletter „DER WEG“ 6/11-1   November 2006

Neubearbeitung: 22.10.13

 

 

Artikel:  6.11.1  Stehen Christen unter dem Verbot des Verzehrs von Schweinefleisch?

 

1.Teil:  Die göttlichen Richtlinien an Israel als Wegweiser auch für Christen!

 

   Die Frage, ob Christen weiterhin unter gewissen Gesetzen Mose stehen, diese stellen sich viele aufmerksame Gläubige, die sich bewusst werden, dass weder Juden noch Muslime noch Adventisten Schweinefleisch zu sich nehmen und sich dabei alle auf das GESETZ Mose berufen. Jene christlichen Führer, die behaupten, dass dem nicht so sei berufen sich auf gewisse Äusserungen des Paulus in seinen Briefen. Nun gilt es zu klären, was Paulus wirklich erklärt, wo genau Christen vom GESETZ Mose entbunden sind, welche Teile wirklich dahingefallen sind oder durch Jesus als neuer Hohepriester-König eine Veränderung im „GESETZ des Christus“ erfuhren. Die meisten Punkte, wo Zerstrittenheit herrschen, betreffen das dritte Buch Mose, Levitikus, das Jehovas Regeln an die levitische Priesterschaft beinhaltet, wie sie ihre Aufgabe zu erfüllen hätten, deren Amtspflichten, welches die äusserlichen Dinge sind, die zu beachten wären! Paulus nennt sie einen „Schatten kommender Dinge, nicht das Wesen selbst “. Viel Anderes im Buch Levitikus gilt aber weiterhin, weil es Gebote Jehovas an ganz Israel sind, uns Christen somit eingeschlossen! In dieser mehrteiligen Betrachtung gehen wir auf viele dieser Gebote näher ein und betrachten, wie erste Christen dies verstanden und was Jesus, die Apostel und Jünger dazu erklärten!

 

Altes Israel. Hoher Priester Lizenzfreie Stockfotos - Bild: 14764288   Mit dem Tod Jesu und seiner Erhöhung kam ein „Wechsel im GESETZ“. Der „neue Bund“ trat in Kraft und der „Bund mit den vielen“ (Da 9:27) mit der Nation Israel endete dreieinhalb Jahre später im Jahre 36 u.Z. Mit der Taufe des Kornelius wurde Menschen der Nationen der Weg geöffnet geistige Israeliten zu werden. Ein Amtswechsel von Aarons fleischlicher Linie des Erbpriesteramtes hin zu Jesus Christus, als von Gott auserwähltem Hohepriesterkönig, aufgrund von besserer Eignung und harter Prüfung hatte stattgefunden! Der „Bund mit Levi“ als Gottes Priesterschaft endete bereits mit Jesu Tod, weil er gravierende Mängel aufwies.

 

*** Rbi8  Hebräer 7:11-12 ***

Wenn also Vollkommenheit wirklich durch das levitische Priestertum käme (denn mit ihm [[der levitischen Priesterschaft]] als einem Grundzug wurde dem Volk das GESETZ gegeben [[nur jener Teil der GESETZE die unter den Oberbegriff „Salzbund“ fallen und durch die levitische Priesterschaft ausgeführt werden mussten, wie z.B. die Priesterdienste, die Opfer auf dem Altar und die Anbetung im Tempel, der Zehnte usw.]]), welche weitere Notwendigkeit bestände da für einen anderen Priester, der nach der Weise Melchisedeks aufstünde und von dem man nicht sagen würde, er sei nach der Weise Aarons? 12 Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes [[GESETZES]] ein.

 

   Beachten wir, dass die zehn Gebote und die richterlichen Entscheidungen dem Volk Israel am Sinai am Pfingsttag dem 6.Siwan 1513 v.u.Z. gegeben wurden, nahezu ein Jahr bevor die levitische Priesterschaft und das Zelt der Zusammenkunft am 1.Nisan 1512 v.u.Z. eingeweiht und jene weiteren Bestimmungen erlassen wurden und der „Bund mit Levi“ in einer achttägigen Einweihungsfeier vor dem Passah geschlossen wurde!

 

http://www.lds.org/bc/content/shared/content/images/magazines/liahona/2013/10/en13oct41-melchizedek-blesses-abram.jpg   Nicht das gesamte GESETZ oder gar der Inhalt der fünf Bücher Mose waren mit Jesu Kommen als Hohepriester-König dahingefallen, nein, Jesus spricht im Gegenteil davon, dass keines der GESETZE oder Gebote dahingefallen sei, vielmehr jene Teile die im Zusammenhang mit der aaronschen Priesterschaft und dem Tempel keine befriedigenden Resultate gegeben hatten, erfuhren einen Wechsel! Der Bund mit Levi“ wurde durch einen besseren Bund ersetzt, den „neuen Bund“! Das Priesteramt wurde mit dem Königtum zu einer Einheit verbunden, wie dies bei Melchisedek in der Stadt Salem zur Zeit Abrahams der Fall war! Dies ergab somit eine Änderung im GESETZ, nicht aber den Wegfall des GESETZES! Was mit Jesus gekommen war das „GESETZ des Christus

 

   Als um das Jahr 50 u.Z. die Beschneidungsfrage in Antiochia auftauchte, weil einige jüdische Männer aus Jerusalem der Meinung waren, dass Christen aus den Nationen sich weiterhin beschneiden müssten, gab dies Anlass zu einer erheblichen Unruhe, welche durch die Urheber wieder berichtigt werden mussten! Petrus hatte sich dabei auf die Seite der Gegner des Paulus gestellt. Der Brief des Jakobus, der Apostel und älteren Männer aus Jerusalem an die Bewohner Antiochias und Galatiens war eine öffentliche Entschuldigung für angerichteten Schaden! Die Autorität des Paulus als Apostel der Nationen, die zuvor von einigen in Zweifel gezogen worden war, sie wurde dadurch wieder hergestellt! Wir können somit den Aussagen des Paulus vertrauen, dürfen aber seine Worte nicht ins Gegenteil dessen verkehren, was er sagt, nur weil „einige Dinge schwer zu verstehen“ sind. (2.Pe 3:16)

 

   Bei der Analyse der Worte des Paulus wollen wir stets beachten zu wem er spricht und wie er das Thema anwendet! Ob er zu Judenchristen (Ebioniten) oder zu Heidenchristen aus den Nationen (Paulikanern) spricht. Ob er jeweils auf deren Vergangenheit und frühere Gewohnheiten anspricht, dies verändert den Blickpunkt vollkommen! Die Juden waren schon zuvor unter GESETZ und gewohnt gewisse Dinge zu tun, sie standen in Gefahr des Einflusses von pharisäischen Strömungen. Die Heidenchristen dagegen mussten erst ihr Herz beschneiden und lernen Gottes GESETZ vollständig anzuwenden und standen in Gefahr davon später infolge philosophischer Einflüsse wiederum abzufallen. Paulus führte somit einen Zweifrontenkrieg!

 

   Nur innerhalb des Kontextes und durch Vergleich mit demselben Thema innerhalb der Bestimmungen des Gesetzesbundes können gewisse Schlüsselsätze, „welche die Ungelehrten verdrehen, wie sie es mit den übrigen Schriften tun“ korrekt verstanden werden! Wir möchten nicht zu denen gehören, welche die Schriften verdrehen, die Vernichtung dafür angedroht erhielten, sondern zu jener Gruppe, die Jehova aus reinem Herzen heraus suchen, ohne den eigenen Vorteil zu achten! Wie Jesus, so möchten wir Gottes Willen erkunden und tun! Entweder handeln wir gesetzlos oder gemäss dem „GESETZ eines freien Volkes! Das zeigt sich schon anhand kleiner Gebote, wie eben jenem des Verzehrs von Schweinefleisch oder der Sabbatordnung! Jesu eigene Worte sollten wir dabei nie vergessen!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:19 ***

Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

 

   Entweder ist etwas durch göttliches GESETZ erlaubt, oder es ist verboten, entweder ist es für uns gut oder schlecht! Entweder ist es „rein“ oder aber „unrein“. Nicht beides entspricht gleichzeitig Gottes Willen! Es gibt gemäss Jesu Worten „geringste Gebote“, die scheinbar unwichtig sind, auch diese gilt es nicht zu übertreten und darüber andere entsprechend zu belehren!

  

   Im 2.Teil dieser Artikelserie im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Januar 2007 unter dem Titel: 7.1.1  Die Speisevorschriften als Teil der levitischen Vorschriften  behandeln wir Beziehungen zwischen dem Buch Levitikus und seiner Anwendung in den Griechischen Schriften des „Neuen Bundes. Dazu ist notwendig zu sehen, was das Ende des Salzbundes mit Levi und der „Neue Bund für ein Königreich“ mit Jesus für Veränderungen brachten, durch den von Paulus erklärten „Wechsel im GESETZ“. Ein Wechsel bedeutet nicht zwangsläufig Abschaffung! Was genau war der Entscheid des Apostelkonzils im ersten Jahrhundert und welche Bedeutung hatte er?

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

11.1  Die göttlichen Richtlinien an Israel als Wegweiser auch für Christen.. 3

11.1.1         Die  vielfältigen Vorschriften des Bundes am Sinai 3

11.1.1.1       Jedes GESETZ Gottes ist sinnvoll und ist zu unserem Guten erlassen! 3

11.1.1.2       Göttliche GESETZE zu beachten bringt Gottes Segen! 3

11.1.1.3       Müssen wir Gottes GESETZ wirklich halten, um ewig zu leben?. 4

11.1.1.4       Jesus hielt sich an alle gesetzlichen Bestimmungen Mose und übertrat keine einzige! 5

11.1.2         Gottes GESETZ gilt auch für das freie Volk der Christen! 7

11.1.2.1       Das GESETZ eines freien Volkes. 7

11.1.2.2       Den Auserwählten Barmherzigen wird eilends Recht verschafft 8

11.1.2.3       Paulus verteidigt die veränderte Anwendung der GESETZE im Buch Levitikus. 11

11.1.2.4       Muss das ganze GESETZ Mose gemäss der Überlieferung gehalten werden?. 11

11.1.2.5       Wer sein Herz nicht beschneidet wird vom Volk abgeschnitten werden. 13

11.1.2.6       Die elf Apostel und Jakobus bestätigen Paulus als Apostel der Nationen. 13

11.1.2.7       Welche Art von Gesetzeswerken waren nicht weiter Vorschrift? Jesu Loskaufsopfer, das von Sünde vollkommen reinigt! 14

11.1.2.8       Das GESETZ macht Sünde offenbar, für Juden wie Menschen der Nationen! 15

11.1.3         Das GESETZ als Erzieher für Juden und Christen, das zu Jesus führt 15

11.1.3.1       Paulus spricht von einem Erzieher, der zu Christus hinführt 16

11.1.3.2       Durch heiligen Geist versiegelt als Miterben in der kommenden Verwaltung der neuen Erde. 17

11.1.3.3       Unter Gewahrsam des GESETZES als einem Erzieher 18

11.1.3.4       Gottes Gebote zu halten ist nicht schwer! 19

11.1.3.5       Söhne Gottes infolge Glauben an Jesus Christus. 20

11.1.3.6       Das Festhalten an jüdischen Bräuchen durch Christen bedeutet einen Stolperstein. 20

11.1.3.7       Jene die Ursache haben wollen sich des Fleisches zu rühmen. 22

11.1.3.8       Der Schein und das Wesen der Dinge. 22


 

11.1            Die göttlichen Richtlinien an Israel als Wegweiser auch für Christen

 

 

11.1.1      Die  vielfältigen Vorschriften des Bundes am Sinai

 

11.1.1.1     Jedes GESETZ Gottes ist sinnvoll und ist zu unserem Guten erlassen!

Gott kann nicht unsinnig handeln, was immer Er tut ergibt Sinn! Die GESETZE die Er erliess waren zum Schutz seines Volkes Israel und dienten jeweils einem klaren Zweck! Ein GESETZ, das als Erzieher dient kann aufgehoben oder durch ein milderes oder rigoroseres ersetzt werden, um den ursprünglichen Zweck zu erfüllen, wozu es erlassen wurde!

 

Diesen Mechanismus können wir deutlich erkennen, wo Jesus in der Bergpredigt den Grenzen einiger GESETZE Mose eindeutig einen engeren Rahmen gab.

 

http://file1.npage.de/001379/47/bilder/zorn2.jpghttp://file1.npage.de/001379/47/bilder/zorn1.jpg*** Rbi8  Matthäus 5:21-22 ***

Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen. 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehenna verfallen sein wird.

 

Israel wusste um die Heiligkeit des Lebens, die es zu respektieren galt! Jesus aber wollte, dass sie sich der nächst höheren Stufe bewusst würden, dass bereits Zorn beherrscht werden muss und Zorn sich vorab in Worten entlädt.

 

Ein Wahlgesetz, das bestimmt, dass jeder Bürger eines Landes zur Urne gehen muss und seine Stimme abgibt hat den Zweck, dass Bürger ihre Pflicht in der Demokratie lernen, dass alle paar Jahre ihre Vorsteher neu gewählt werden müssen und dies Verpflichtungen mit sich bringt! Wo Bürger ihre Pflicht gelernt haben und ein Grossteil von ihnen freiwillig ihre Pflicht auf sich nimmt, da kann der Wahlzwang wiederum abgeschafft werden. Er würde nun kontraproduktiv wirken. Der Zweck ist erfüllt! Menschen stellen somit Gesetze für Menschen auf, damit eine bestimmte funktionsfähige Ordnung aufgebaut werden kann! Jedes Gesetz aber bedeutet eine gewisse Einengung in der Freiheit des Entscheidens und Handelns! Je mehr Freiheit eingeschränkt wird, desto eher fühlen wir uns versklavt. Jeder Gesetzgeber muss das Gleichgewicht finden, um ein Volk zur Freiheit zu erziehen, das Einschränkungen und Verpflichtungen annimmt, weil jeder versteht, dass dies zum eigenen Guten und zum Besten aller ist!

 

Eine viel höhere Stufe als Demokratie, wo das Volk bestimmt ist die Theokratie, wo Gott die Regeln festlegt und höchster Richter ist. Wenn wir wirklich erkennen und anerkennen, dass Gott seine Verordnungen zu unserem Nutzen erlässt, selbst da, wo es vorab anscheinend keinen Sinn ergibt, da beginnen wir Teil des „freien Volkes“ Gottes zu werden, weil wir auf Anordnungen unmittelbar reagieren, da wo wir die Quelle des Gebots eindeutig als göttlich identifiziert haben! (Jak 2:12)

 

Adam, Eva und Frau SchlangeEva gehorchte Gottes Anweisung in einer scheinbar kleinen Sache nicht, was Tod über sie, über Adam und alle Nachkommen brachte. Das nicht Essen dürfen einer bestimmten Frucht hatte einen weit tieferen Hintergrund! Die Frucht stand symbolisch für etwas weit Wichtigeres: Menschen mussten erkennen und anerkennen, dass Gott das Recht hat Grenzen zu setzen und Er in höchster Instanz allein entscheidet, ob etwas für uns gut ist oder schlecht!

 

*** Rbi8  1. Mose 3:1-5 ***

Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen? 2 Darauf sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. 3 Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: ‚Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.‘ “ 4 Darauf sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. 5 Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse

 

Die Versuchung der Schlange und ihr verlockendes Angebot unsterblich und „wie Gott zu sein“ liessen Evas Liebe zu Gott erkalten und der Versuchung nachgeben! Adam schloss sich seiner Frau in der Übertretung an. Ihre Augen wurden etwas später im Gericht Gottes allerdings wirklich geöffnet: Zu „sein wie Gott“ ist für Menschen nicht möglich und Gottes Befehle zu missachten hat Todesfolge! Adam musste erkennen, dass er Gott mehr zu gehorchen hatte wie seiner Frau! Eva lernte, dass der Schlange zu gehorchen Tod bedeutet!

 

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11.1.1.2     Göttliche GESETZE zu beachten bringt Gottes Segen!

Gesetze haben somit den Zweck uns Verpflichtungen und Grenzen zu zeigen. Wo wir freiwillig das tun, was zu unserem Guten ist, da werden einengende geschriebene Gebote unnötig! Je weniger wir bereit sind auf klugen Rat zu reagieren, desto mehr Einschränkungen, desto mehr Kontrollen und Strafen sind notwendig! Kein Mensch kann Gott beraten!

 

*** Rbi8  Jesaja 40:13-14 ***

Wer hat den Geist Jehovas bemessen, und wer kann ihn als sein Mann des Rates irgend etwas erkennen lassen? 14 Mit wem hat er sich beraten, daß einer ihm Verständnis gäbe, oder wer belehrt ihn über den Pfad des Rechts oder lehrt ihn Erkenntnis oder läßt ihn gar den Weg wirklichen Verstandes erkennen?

 

Abraham and his family travelingIm Falle Abrahams geschah das Umgekehrte wie im Falle Adams: Er gehorchte in schwierigen und grossen Dingen Gott und tat, was Jehova ihm auftrug! Der Auszug aus Ur in ein unbekanntes Land mitsamt seiner Familie war bestimmt eine grosse Herausforderung. Weil Abraham gehorcht hatte, darum segnete ihn Gott in herausragender Weise! Seine zweite grosse Prüfung bestand im Glauben, selbst von der unfruchtbaren Sara noch einen Nachkommen zu erhalten. Beide lachten vorerst, als sie die Mitteilung eines Engels erhielten, gehorchten aber unmittelbar und Sara wurde mit Isaak schwanger, aus dem Jehova Nachkommen wie Sand am Meer versprach!

 

Jeder, der ein Erbe der Verheissung Abrahams infolge Glaubens ist, kann zu Israel gehören! Dazu sind wir verpflichtet auf Gottes Gebote zu achten.

 

*** Rbi8  Jesaja 48:17-19 ***

Dies ist, was Jehova, dein Rückkäufer, der Heilige Israels, gesprochen hat: Ich, Jehova, bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest. 18 O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom und deine Gerechtigkeit wie die Meereswellen. 19 Und deine Nachkommenschaft würde so werden wie der Sand und die Nachkommen aus deinem Innern wie dessen Körner. Jemandes Name würde nicht abgeschnitten oder vertilgt werden vor mir.“

 

Auf Gott zu hören und seinen Willen auch in scheinbar unwichtigen Dingen zu tun, ebenso wie auch in solchen von herausragender Wichtigkeit, sie haben stets den Effekt auf lange Sicht grosse Vorteile zu bringen! Saras Unfruchtbarkeit wird sich langfristig im Königreich Gottes als grosse Fruchtbarkeit zeigen, weil aus ihr viele Söhne und viele Töchter hervorgingen, die den Glauben und den Gehorsam Abrahams kopierten!

 

http://www.examiningcalvinism.com/files/Paul/abraham-isaac.jpgSelbst scheinbar grausame Anweisungen Jehovas, wie jene, die Abraham in der dritten Prüfung zu bestehen hatte, als er aufgefordert wurde sein Liebstes zu opfern, Isaak, den Sohn des Alters ergeben einen tieferen Sinn. Weil sowohl Abraham wie auch Isaak Gehorsam erwiesen, zeigte es sich deutlich, dass Jehova auf Gehorsam hin Leben gibt.

 

Im Falle Israels, das nach dem Eintritt in Kanaan jene von Gott verurteilten Nationen hinrichten musste, die Nation aber Gottes Befehl missachtete, so hatte dies langfristig fatale Konsequenzen, die bis heute ihre Nachwirkungen in einer nie endenden Feindschaft und Rivalität um die Erde Kanaans haben! 

 

Den höchsten Rat darin, was für Menschen gut und was schlecht ist gibt unser Schöpfer Jehova! Das beste Beispiel darin, auf Gott zu hören und dessen ganzen Willen zu tun gibt uns Jesus! Jesus war ein freier Mensch, der Gottes Willen in allem ausführte und durch eigene Entscheidung stets das zu tun suchte, was Gott gefiel, selbst dann, wo er sein eigenes Leben freiwillig hingeben sollte! Das Opfer Isaaks durch Abraham wurde durch den Engel verhindert, das Opfer Jesu musste aber erbracht werden!

 

*** Rbi8  Römer 8:31-34 ***

Was sollen wir nun zu diesen Dingen sagen? Wenn Gott für uns ist, wer wird gegen uns sein? 32 Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschonte, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch gütigerweise alles [andere] geben? 33 Wer wird gegen Gottes Auserwählte Anklage erheben? Gott ist es, der [sie] gerechtspricht. 34 Wer ist es, der verurteilen wird? Christus Jesus ist der, der gestorben ist, ja vielmehr der, welcher von den Toten auferweckt worden ist, der zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt.

 

Jesus übertrat keines der göttlichen Gebote und war dadurch ohne Sünde! Als er vom Teufel und von Menschen versucht wurde gab er nicht nach, sondern blieb fest! Darum hat ihn Gott zu einem ewigen Hohepriesteramt zu unseren Gunsten erhöht, um für unsere Schwachheiten einzustehen und uns im Glauben und Handeln zu befestigen! Jesus tritt für uns ein, wenn wir seine Gebote halten! Er kann auch mit unseren Schwachheiten mitfühlen!

 

*** Rbi8  Hebräer 4:15 ***

Denn als Hohenpriester haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde.

 

Sünde hätte auch für Jesus Tod nach sich gezogen und uns jede Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben ausgelöscht. Gottes Willen in allem zu erfüllen bringt dagegen auch für uns ewiges Leben!

 

11.1.1.3     Müssen wir Gottes GESETZ wirklich halten, um ewig zu leben?

So wie die Schlange Eva durch die Frage verführte: „Sollte Gott wirklich gesagt haben ...?“ sind es heute Religionsführer, die Gottes Recht verneinen, uns unter seine gerechten Anordnungen zu stellen! Wer die zehn Gebote im GESETZ Mose mit den zehn Geboten der Katholischen Kirche vergleicht erkennt bereits bestimmte gravierende Abweichungen! Jehovas Zeugen aber, die offensichtlich eine glaubensstarke, einheitliche Endzeitreligion bilden, sie lehnen gar vollständig ab selbst unter den zehn Geboten zu stehen. Sie behaupten: „Denn Christus ist das Ende [[das Ziel; die höchste Erfüllung]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt“ (Rö 10:4).

 

image020Wir tun gut, solche Veränderungen und solche Schlussfolgerungen mit Skepsis zu betrachten und in die Tiefe zu forschen! Nicht unter GESETZ zu stehen bedeutet klar und eindeutig Gesetzlosigkeit! Das Wort „Ende“ kann auch „Höhepunkt“ oder „Ziel“ bedeuten, was höchstmögliche Gesetzestreue ausdrückt. Nur diese Art Übersetzung entspricht dem Kontext und dem Rest der Schriften! Lassen wir uns nicht irreführen, der Gesetzlose wird von Jesus im Harmagedon zunichtemacht!

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:8 ***

Dann allerdings wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Geist seines Mundes und zunichte machen wird durch das Offenbarwerden seiner Gegenwart [[Wiederkunft]].

 

Wer die Worte des Paulus zu verstehen sucht kommt schnell zu einem anderen Schluss wie Jehovas Zeugen: Gerechtigkeit kommt aufgrund von Gottes Rechtsordnung! Gerade weil Jesus Gesetzlosigkeit gehasst hat ist es unmöglich, dass er Gottes GESETZ abgeschafft hätte!

 

*** Rbi8  Hebräer 1:8-12 ***

Aber mit Bezug auf den Sohn: Gott ist dein Thron für immer und ewig, und [das] Zepter deines Königreiches ist das Zepter der Geradheit. 9 Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt. Darum hat dich Gott, dein Gott, mit [dem] Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen.“ 10 Und: „Du, o Herr, hast im Anfang die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind [die] Werke deiner Hände. 11 Sie selbst werden zugrunde gehen, du aber, du wirst fortwährend bleiben; und so wie ein äußeres Kleid werden sie alle veralten, 12 und du wirst sie zusammenrollen wie einen Mantel, wie ein äußeres Kleid; und sie werden gewechselt werden, du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nie enden.“

 

Gerade weil Jesus Gesetzlosigkeit gehasst hat ist es unmöglich, dass er Gottes GESETZ abgeschafft hätte! Die Grundlagen der Erde sind Gottes GESETZE, die „alte Erde“ und die „alten Himmel“ sind es die vergehen hat sich durch Gesetzlosigkeit hervorgetan!

 

Jeder, der „alten Himmel“, jede Art menschlicher Macht und Gewalt wird in kurzer Zeit in Harmagedon endgültig zusammengerollt werden! Die Grundlage der „neuen Erde“ ist Gesetzestreue und Gehorsam Gott und Jesus gegenüber, der „fortwährend bleiben wird“!

 

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11.1.1.4     Jesus hielt sich an alle gesetzlichen Bestimmungen Mose und übertrat keine einzige!

Ein junger Gesetzeskundiger, heute würde man von einem jungen Rechtsanwalt reden, war von seinen Lehrern dazu bestimmt worden Jesus auf die Probe zu stellen. Ziel war es, einen Anklagepunkt gegen Jesus zu finden, worin er lehren würde das GESETZ Mose zu übertreten oder wo er das Volk etwas Gegenteiliges lehrte, was in Gottes GESETZ verankert war.

 

image025*** Rbi8  Lukas 10:25-28 ***

Nun siehe, ein gewisser Gesetzeskundiger stand auf, um ihn auf die Probe zu stellen, und sprach: Lehrer, was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben? 26 Er sprach zu ihm: Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du? 27 Er gab zur Antwort: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Sinn‘ und ‚deinen Nächsten wie dich selbst.“ 28 Er sprach zu ihm: Du hast richtig geantwortet; ‚tu das weiterhin, und du wirst Leben erlangen‘.“

 

Jesus verwies in seiner Antwort auf das „GESETZ“ und meinte in diesem Fall eindeutig die zehn Gebote, welche schon damals in zwei Hauptgebote oder Hauptprinzipien zusammengefasst worden waren! Die Liebe zu Gott und zum Nächsten!

 

Indem Jesus den jungen Mann fragte: Was steht im GESETZ geschrieben? Wie liest du?“ kehrte Jesus den Spiess mittels einer Gegenfrage um. Er prüfte den jungen Mann auf seine eigene Gesetzeskenntnis und wie sie anzuwenden sei! Als der junge Mann korrekt antwortete gebot ihm Jesus dies weiterhin zu tun und versprach, er würde Leben erlangen! Im weiteren Verlauf des Gesprächs zeigte Jesus anhand des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter, dass hinter der Nächstenliebe mehr steckt als das GESETZ nur dem Buchstaben nach zu erfüllen! Nächstenliebe bedingt das Gute für den Nächsten zu tun auch ohne dazu aufgefordert zu sein: Aus innerem Antrieb heraus das zu tun, was nützlich, sinnvoll und gut für andere ist!

 

Jesus zeigte aber durch das Gleichnis zudem, dass niedrigere Gebote oder Verordnungen hin und wieder scheinbar gebrochen werden müssen, um ein höheres Prinzip zu erfüllen! Sowohl der Levit wie der Priester, die an dem Verletzten vorübergingen hielten sich an ein anderes, niedrigeres Gebot: Dass ein Jude sich niemandem aus einer fremden Nation nähern dürfe. Jene anderen waren aufgrund gesetzloser Handlungen unrein und der Kontakt mit ihnen hätte zu Unreinheit geführt! Jener Priester und der Levit verletzten dadurch aber das Gebot der Nächstenliebe, das eindeutig höher steht als jene Schutzbestimmung! Petrus erwähnt dies im Falle des römischen Offiziers Kornelius und dessen Hausgemeinschaft.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:28 ***

Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.

 

Jesus zeigte dem jungen Gesetzeslehrer diesen feinen Unterschied und wies ihn damit auf Gottes Willen in Bezug auf Gesetzestreue hin! Petrus bestätigt im Falle des Kornelius jenes Gebot von den „Unreinen“, über das Jesus ihn aber anhand eines anderen Gleichnisses in einer Vision belehrte, wo ein Tuch voller Tiere vom Himmel herabgelassen wurde, die alle gemäss GESETZ als unrein galten! „Steh auf, schlachte und iss“ lautete der Befehl. (Apg 10:13)

 

image027*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:14-15 ***

Petrus aber sagte: „Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“ 15 Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.“

 

In dieser Artikelserie wollen wir in die Tiefe herausfinden, was Jesus geeinigt hat, wie der Text uns als Christen beeinflusst! Nichts weist darauf hin, dass Petrus nun unreine Tiere gegessen hätte. Vielmehr ging er nun zu Menschen der Nationen, um sie zu belehren und zu taufen! Er wusste vorab nicht, was das Gleichnis bedeutete, erst bei Kornelius verstand der den Traum! 

 

Wir müssen uns anstrengen Gottes Willen in seine Tiefe zu erfassen, um ihn wirklich zu erfüllen! Jesus übertrat menschliche Regeln, die einen Anschein von Klugheit haben mögen und scheinbar einem höheren Zweck dienen. In Wirklichkeit wirken solche Regeln aber versklavend! Dadurch zog er sich die Feindschaft jener zu, welche jene Regeln aufgestellt hatten oder sich strikte daran hielten und die dadurch Unterordnung aller übrigen Menschen unter ihre Anweisungen zu erlangen suchten.

 

Indem Jesus am Sabbat Menschen heilte, Dämonen austrieb übertrat er pharisäisches Regelwerk und ebenso, als seine Jünger am Sabbat Korn vom Wegesrand eines Feldes abpflückten! Jene geistliche Führerelite hatte sich auf den Thron Mose gesetzt und hielten das Volk unter Zwang, indem sie es durch Angst in Unterwerfung hielten, was ihnen aber zudem direkt zur Bereicherung diente, weil jede Art Gesetzesübertretung schlussendlich ein Opfer bedingte und diese Opfer ihnen zugutekamen. Jesus selbst brachte nirgends ein Schuldopfer zum Tempel, weil er ohne Sünde war!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:1-8 ***

Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Getreidefelder. Seine Jünger wurden hungrig und fingen an, Ähren abzupflücken und zu essen. 2 Als die Pharisäer dies sahen, sagten sie zu ihm: „Siehe! Deine Jünger tun etwas, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist.“ 3 Er sprach zu ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die Männer, die bei ihm waren, hungerte? 4 Wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die Brote der Darbringung aßen, etwas, was zu essen ihm nicht erlaubt war noch denen, die bei ihm waren, sondern nur den Priestern? 5 Oder habt ihr in dem GESETZ nicht gelesen, daß an den Sabbaten die Priester im Tempel den Sabbat nicht heiligen und dabei schuldlos bleiben? 6 Doch ich sage euch, daß etwas Größeres als der Tempel hier ist. 7 Wenn ihr aber verstanden hättet, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. 8 Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

 

Priester durften am Sabbat ihre Arbeiten im Tempel verrichten ohne das GESETZ zu brechen. Ihr Dienst war für Gott und war ein Erfordernis! Wenn Jesus grösser als der Tempel und dessen bisheriger Hohepriester ist, so sind auch seine Unterpriester berechtigt gewisse Dinge im Zusammenhang mit Anbetung und Opfern zu tun, welche Gott wirklich annehmbar sind! Paulus zeigte klar, dass Opfer durch aktive Nächstenliebe Gott annehmbare Gaben sind! Wenn wir Taten der Barmherzigkeit auch am Sabbat vollbringen, so ist dies nicht ein Übertreten des GESETZES!

 

Jesus zeigte aufgrund des geschrieben Rechts, dass seine Handlungsweise das Sabbatgebot nicht verletzte, sondern er im Gegenteil den Sabbat dadurch heiligte, indem er eben am Sabbat Gutes tat, Werke der Gottes- und Nächstenliebe erfüllte! Die Pharisäer aber gingen weit über das geschriebene Recht hinaus und verhinderten, dass dessen dahinterstehendes Prinzip zur Anwendung kommen konnte! Der Sabbat hatte doch zum Ziel Menschen Gott zu nähern und Menschen untereinander in Liebe zu verbinden. Das geht deutlich aus dem Hebräerbrief hervor:

 

image029*** Rbi8  Hebräer 10:23-25 ***

Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Das Zusammenkommen am Sabbat dient der „Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken“! Aber auch die öffentliche Erklärung unserer Hoffnung gegenüber Dritten, indem wir die gute Botschaft verkünden, ist ein Werk des Sabbats, welches das Gebot nicht bricht! Dies ist heute von weit grösserer Bedeutung als sonst, da sich das Ende schnell nähert!

 

Als „Herr des Sabbats“ ist Jesus auch in Zukunft für gerechte Einhaltung von Gottes Verordnung zu den Festzeiten verantwortlich. Er hob die Verordnung Mose nicht auf, sondern besuchte stets am Sabbat eine Synagoge und versammelte sich zudem mit seinen Jüngern und Interessierten, um sie zu belehren! (Mar 1:21; 6:1, 2; Apg 18:4) Zu den Festzeiten besuchte er in Jerusalem den Tempel! (Mat 26:3-5; Joh 2:23) Er zeigte am Sabbat gegenüber Leidenden Barmherzigkeit und heilte sie, die Pharisäer wollten ihn dagegen dafür anklagen und verurteilen!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:9-12 ***

Als er von dort wegging, begab er sich in ihre Synagoge; 10 und siehe, ein Mensch mit einer verdorrten Hand. Da fragten sie ihn: „Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen?“, damit sie einen Anklagegrund gegen ihn fänden. 11 Er sagte zu ihnen: „Welcher Mensch unter euch, der ein einziges Schaf hat, wird dieses, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreifen und es herausheben? 12 Wenn man alles in Betracht zieht: Wieviel wertvoller ist doch ein Mensch als ein Schaf! Somit ist es erlaubt, am Sabbat etwas Vortreffliches zu tun.“

 

Der Sabbat ist ein Ruhetag, wo Gottes Volk sich Jehova in Anbetung und Unterweisung nähert. Es ist aber auch ein Tag, um gute Werke der Nächstenliebe zu zeigen, wo andere unsere Hilfe benötigen. Im Vordergrund steht heute bestimmt geistige Heilung von Suchenden und geistig Kranken.

 

 

11.1.2      Gottes GESETZ gilt auch für das freie Volk der Christen!

 

11.1.2.1     Das GESETZ eines freien Volkes

Der Jünger Jakobus, ein Halbbruder Jesu zeigte ebenfalls den tieferen Sinn des GESETZES Gottes in seinem Brief an die Christenversammlungen. Er warnt vor Parteilichkeit der Vorsteher der Gemeinde zu Gunsten der Reichen, welche Arme durch geschickte Ausnutzung eines ungerechten Rechts in diesem System bedrücken. Er betont dabei Gottes Gerechtigkeit durch die Berufung von gerechtigkeitsliebenden Menschen, die in diesem System ohne grossen Erfolg sind, weil sie Gottes Regeln anwenden. Solchen Personen aber wird im kommenden Königreich Gottes Herrschaft und Ehre zu erlangen offeriert! Liebe zu Gott und zu seinem unveränderlichen Rechtsmassstab sind dazu die Bedingung, indem Jesu Gebote angewendet werden!

 

*** Rbi8  Jakobus 2:5-9 ***

Hört zu, meine geliebten Brüder! Hat Gott etwa nicht diejenigen, die hinsichtlich der Welt arm sind, dazu auserwählt, reich zu sein im Glauben und Erben des Königreiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? 6 Ihr aber habt den Armen entehrt. Bedrücken euch etwa nicht die Reichen, und schleppen nicht sie euch vor Gerichtshöfe? 7 Lästern nicht sie den vortrefflichen Namen, nach dem ihr genannt worden seid? 8 Wenn ihr nun dem königlichen Gesetz [[GESETZ]] nach dem Schriftwort beständig nachkommt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, tut ihr sehr wohl. 9 Wenn ihr aber fortfahrt, Parteilichkeit zu bekunden, so begeht ihr Sünde, denn ihr werdet vom Gesetz [[GESETZ]] als Übertreter überführt.

 

Jakobus zeigt, dass jedes Versammlungsglied und jeder Richter der Versammlung der Parteilichkeit zeigt in Wirklichkeit Gottes GESETZ bricht und so durch das GESETZ als Übertreter und Sünder markiert wird! Christen stehen somit sehr wohl unter göttlichem GESETZ, das Jehova durch Moses Israel gegeben hat! Sie sind ja geistige Juden, am Herzen Beschnittene! Im Buch Levitikus steht der Text, auf den Jakobus Bezug nimmt:

 

http://diepresse.com/images/uploads/0/f/b/413947/gericht_APHansPunz20080912202830.jpg*** Rbi8  3. Mose 19:15 ***

Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst den Geringen nicht mit Parteilichkeit behandeln, und du sollst die Person eines Großen nicht bevorzugen. Mit Gerechtigkeit solltest du deinen Genossen richten.

 

Die Reichen haben die Möglichkeit den Armen vor weltliche Gerichte zu schleppen, wo parteiische Urteile aufgrund von pharisäerhaften Regeln jede Art Verurteilung ermöglichen! Es ist dasselbe Thema das Paulus in ersten Brief an die Korinther anspricht, wo Christen mit Christen vor weltliche Gerichte gehen mussten oder gingen, weil in der Versammlung durch die Vorsteher nicht Recht gesprochen wurde, dadurch aber Gottes Willen übertraten! Klüger wäre es, sich unrecht tun zu lassen statt Gottes GESETZ zu brechen, meint Paulus! Dadurch brachten sie auf Jesu Namen Unehre, indem jene Übertreter  weltliche Richter anriefen, auf die man in der Versammlung herabschaut! Die Hauptschuld traf somit die Vorsteher, die Paulus hart zurechtweist!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-8 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir Engel [[Boten; Vorsteher]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

7 Nun bedeutet es tatsächlich durchaus eine Niederlage für euch, daß ihr Prozesse miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Im Gegenteil, ihr verübt Unrecht und Übervorteilung, und das an euren Brüdern.

 

Paulus spricht warnend davor, dass jemand es wagen würde, die Rechtshoheit der Versammlungsvorsteher und Apostel zu umgehen. Diese müssen ihrerseits Heiligkeit dadurch beweisen, dass sie sich selbst gesetzestreu verhalten und in Weisheit und unparteilich Gericht üben! Ganz eindeutig hatte Jesus als Führer die Apostel als Richter eingesetzt und sie waren die Richter der Vorsteher, so wie Moses dies im GESETZ vorgesehen hatte. Paulus hatte zudem Männer wie Timotheus und Titus mit richterlichen Funktionen zu verschiedenen Versammlungen gesandt (Mat 19:28; Tit 1:5).

 

*** Rbi8  2. Mose 18:21-23 ***

Du aber solltest aus dem ganzen Volk tüchtige, gottesfürchtige Männer ausersehen, zuverlässige Männer, die ungerechten Gewinn hassen; und du sollst diese über sie setzen als Oberste über Tausendschaften, Oberste über Hundertschaften, Oberste über Fünfzigschaften und Oberste über Zehnerschaften. 22 Und sie sollen das Volk bei jedem passenden Anlaß richten; und es soll geschehen, daß sie jeden großen Fall vor dich bringen werden, jeden geringeren Fall aber werden sie als Richter selbst behandeln. Mache es dir also leichter, und sie sollen die Last mit dir tragen. 23 Wenn du diese Sache wirklich tust und Gott es dir geboten hat, dann wirst du gewiß dabei bestehen können, und auch all dieses Volk wird in Frieden an seinen eigenen Ort kommen.“

 

http://femokratie.com/wp-content/uploads/2010/12/urteil-im-namen-des-volkes-gericht.jpgPaulus spricht im Falle der Korinther aber von Richtern dieses Systems, die anstatt der Vorsteher der Versammlung angerufen wurden, solcher die sich nicht nach Gottes GESETZ richten und dadurch aus der Sicht eines Christen kein massgebliches Urteil zu fällen imstande sind! Wie Jesus es zeigte, ist erst dann, wenn ein Mensch aus der Christenversammlung hinausgeworfen wurde ein Prozess vor weltlichem Gericht gegen einen Übeltäter möglich, weil eine solche Person nicht auf die Versammlung gehört hat. Er wird dadurch wie ein „Mensch der Nationen“, wie ein Steuereinnehmer, der ja nicht auf Gottes GESETZ, sondern auf das Gesetz des Cäsars hört. Jesus erklärte deutlich, was mit jemandem geschieht, der nicht auf das Urteil der Versammlung hört:

 

*** Rbi8  Matthäus 18:15-17 ***

Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Sünde“ ist jede Gesetzesübertretung! Gäbe es kein GESETZ, so gäbe es auch keine Übertretung. Fehlende Nächstenliebe, Zorn und schon Hassgefühle sind aber deutlich gegen das „neue Gebot“ der „Liebe zum Nächsten“ gerichtet!

 

Paulus zeigte in jenem Brief an die Korinther zudem, dass Christen damals die Apostel als nächst höhere Instanz anrufen konnten, die bei Parteilichkeit der Richter ihre Aufgabe als Oberrichter der Vorsteher oder „Engel“ wahrnahmen! (gr.: aggelos = Bote, Vorsteher; vergl. 1.Kor 6:3) Das war nach ihrem Tod nicht weiter der Fall, weshalb Johannes beklagte, dass die „letzte Stunde“ angebrochen war und nun die Gesetzlosen das Tun in der Christenversammlung zu bestimmen begonnen hatten, die Antichristen und falschen Propheten schwangen sich in überhöhte Stellungen, um andere zu beherrschen, ihre Freiheit zu belauern. Paulus beklagte diesen Umstand bereits zuvor im Falle der Versammlungen Galatiens:

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Christen dürfen sich nicht irgendwelchen andersartigen, verfälschten guten Botschaften unterwerfen. Wo Zweifelsfragen entstehen, da muss die Schrift durch den Gesamtzusammenhang, das Gesamtbild das letzte Wort sprechen und nicht einzelne, aus dem Kontext herausgelöste Textstellen entscheiden, wie dies durch Religionsführer seit jeher getan wird! Wir sind gefordert nach Wahrheit wie nach Gold und Edelsteinen zu graben!

 

11.1.2.2     Den Auserwählten Barmherzigen wird eilends Recht verschafft

Jesus spricht zu uns zudem aufmunternd für die Endzeit davon, dass der Vater denen eilends Recht verschaffen wird, die Gott anrufen, weil sie Glauben in Jesu Wiederkommen als Gottes Richter setzten! Er spricht deutlich von seinem „Wiederkommen“ und von den „Auserwählten“! Damals, als Jesus die Worte schrieb waren nur Jesus und die Apostel bereits auserwählt! Viele waren schon damals berufen, nur wenige bereits auserwählt! Ab Gottes Gerichtstag [B2] ist unter den Lebenden der Endzeit zudem dann die „grosse Volksmenge“ und danach auch ein versiegelter Überrest [B2e-B2g], der zu den 144.000 künftigen Priesterkönigen gehören werden. Ihnen wird Gott eilends in Harmagedon Recht verschaffen, weil Gott an diesem Tag Rache an denen übt die ihn nicht kennen wollten oder die ihn hassten und seinen Sohn als König ablehnten (Off 7:1-9).

 

Der zweite Gott der Zeugen Jehovas*** Rbi8  Lukas 18:6-8 ***

Dann sagte der Herr: „Hört, was der Richter, obwohl er ungerecht war, sprach! 7 Wird Gott also bestimmt nicht auch seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, Recht verschaffen, auch wenn er ihnen gegenüber langmütig ist? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen eilends Recht verschaffen. Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?

 

Wir möchten diesen Glauben in das Wiederkommen Jesu stärken und Gottes GESETZ in allen seinen Schattierungen kennen lernen, um es in Gerechtigkeit anwenden! Es ist das „GESETZ eines freien Volkes“, wie dies Jakobus in seinem Brief anschliessend erklärt! Wer das GESETZ allerdings in einem einzigen Punkt übertritt, der hat sich gegen das ganze GESETZ vergangen!

 

*** Rbi8  Jakobus 2:10-13 ***

Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, hat auch gesagt: Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Jesus ist der Richter dieses freien Volkes! Ein freies Volk wird nicht durch kleinliche Regeln geführt, sondern dadurch, dass es lernt zwischen Gut und Schlecht zu unterscheiden und entsprechend zu handeln! Da wird Barmherzigkeit ein weiter Raum gewährt und triumphiert im Endgericht! Jesus zeigte Barmherzigkeit, indem er Sünder zu sich einlud und ihnen zeigte, dass auch sie durch Reue auf den rechten Weg zurückkehren konnten!

 

*** Rbi8  Matthäus 9:10-13 ***

Später, als er in dem Haus zu Tisch lag, siehe, da kamen viele Steuereinnehmer und Sünder und legten sich mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch. 11 Als aber die Pharisäer das sahen, begannen sie zu seinen Jüngern zu sagen: Wie kommt es, daß euer Lehrer mit Steuereinnehmern und Sündern ißt? 12 Als er sie hörte, sprach er: Gesunde benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden. 13 Geht also hin und lernt, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer.‘ Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“

 

Josua und die GibeoniterDie Israeliten zeigten diese Art der Barmherzigkeit zu Beginn, während der Eroberung Kanaans, unter Josua in einer bestimmten Situation gegenüber den Gibeonitern, die offensichtlich als kanaanitisches Volk Jehovas Souveränität erkannt hatten und sich bewusst waren, dass er die Erde Israel geben würde. Durch eine Täuschung suchten sie den Schutz Josuas vor Vernichtung zu erlangen und boten sich den Israeliten als Knechte an. Obwohl Vernichtung angesagt war anerkannte Gott den Entscheid Josuas, der jene aus Barmherzigkeit und wegen des gegebenen Eides verschonte. Wiederum stand der gegebene Eid und die Barmherzigkeit höher, als der Befehl zur Vernichtung:  Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht“, wo immer Barmherzigkeit angemessen ist, weil Sünder umkehren! Für ihre Täuschung aber auferlegte Josua ihnen eine Strafe: Sie mussten Israel künftig als Holzsammler und Wasserschöpfer dienen! (Jos 9:3-15)

 

König Saul dagegen, der die Gibeoniter vier Jahrhunderte später in einem Übereifer für die Reinheit Israels einzutreten auszurotten versuchte, er wurde dafür durch Jehova klar verurteilt und verlor dessen Gunst, weil er den fortdauernden Friedensbund verletzt hatte. König David musste später für den gerechten Ausgleich für den angerichteten Schaden sorgen, indem Sauls Söhne in die Hand der Gibeoniter gegeben wurden, um an ihnen die Blutrache zu vollziehen. Die Gibeoniter hatten die ihnen durch Josua auferlegte Pflicht als Wasserschöpfer und Holzsammler getreulich über Generationen hinweg erfüllt und sich in Israel vollkommen dem GESETZ Mose unterordnet. Sie waren als einheimische Fremdlinge Gottes Rechtsordnung unterstellt. Es gab somit keinen Grund für eine Verurteilung seitens Saul! (Jos 9:3-21; 2.Sa 21:1-6)

 

Barmherzigkeit statt Schlachtopfer und Gottes Willen in seiner wahren Bedeutung zu tun, anstatt Opferstiere für Sünden darzubringen, dies war von Anfang an Gottes Ziel für Israel gewesen! Barmherzigkeit zu üben ist eng mit Gottesfurcht verbunden, da Gott selbst als oberster Richter uns Barmherzigkeit erwiesen hat und jenen, die Unbarmherzig sind Unbarmherzigkeit zeigen wird!

 

http://www.antichrist-wachtturm.de/images/wachtturm-verwaltung/wt-august-2008-seite-16-wie-aelteste-handeln-sollen-a.jpg*** Rbi8  Psalm 103:13 ***

Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist,

Hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten.

 

Gottes GESETZ zu kennen und zu achten ist jedes Christen Pflicht! Die Religionen haben uns offensichtlich auf Abwege geführt, indem sie das GESETZ teilweise oder ganz als unverbindlich erklärten! Wir müssen somit selbst von Fall zu Fall herausfinden, welche Teile des GESETZES durch den Wechsel im Hohepriesteramt von Aaron auf Christus geändert haben, welche anderen Teile inzwischen weggefallen sind, weil ihr Zweck erfüllt war, der Bildung dieses „freien Volkes“ und welche Teile ewigen Charakter besitzen, nie endender Natur sind!

 

Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. Jakobus zitiert in seinem Brief um das Jahr 62 u.Z. unmittelbar nach dieser Äusserung eindeutig das 7.Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“ und dann darauf das 6.Gebot: „Du sollst nicht morden“. Die zehn Gebote waren somit zweifelsfrei weiterhin gültig! Unabhängig davon, welches der zehn Gebote jemand übertritt, er wird dadurch zum Gesetzesübertreter erklärt! Das schliesst auch das 4.Gebot, das Sabbatgesetz mit ein! Jesus als Richter seines Volkes muss anhand jener göttlichen Gebote schlussendlich die Menschen richten. Gottes Sohn selbst zitierte jeweils aus dieser Aufstellung der Zehn Gebote, um falsche Denkweisen seiner Gegner offenzulegen! Selbst gegenüber Satan verwies er auf das göttliche GESETZ!

 

http://www.bibelwissenschaft.de/fileadmin/buh_bibelmodul/media/wibi/image/am_WILAT_Exodusbuch_Abb_6_01Ex_32__Tanz_17J.jpg*** Rbi8  Matthäus 4:8-11 ***

Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, 9 und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“ 10 Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “ 11 Da ließ der Teufel von ihm ab, und siehe, Engel kamen und begannen ihm zu dienen.

 

Als Moses auf dem Berg Sinai weilte begann das Volk ein Kalb anzubeten. Es ist das Grundmuster für Teufelsverehrung! Die Freiheit von ganz Israel ist durch jene zehn Gebote beschränkt, des fleischlichen wie des geistigen Israel! Sie dürfen nicht übertreten werden, um nicht die freie Gabe Gottes, das Leben zu verlieren! Auf jemanden zu hören, der das Brechen eines jener zehn Gebote empfiehlt und wie im Falle Satans gar grossen Gewinn dafür versprechen mag, der hört nicht auf Gott, sondern schafft sich dadurch einen Götzen vor dem er sinnbildlich niederkniet und ihm einen Akt der Anbetung gewährt!

 

Erkennen wir den Unterschied göttlicher Terminologie betreffend Recht und heutiger christlich-weltlicher Rechtsanschauung? Der christliche Westen zwingt der Welt ihre Anschauungen auf, ohne dass diese selbst sich nach göttlichem Recht ausrichten würden!  Wir sprechen heute gern vom „Recht auf Leben“ ohne den Begriff anhand der Bibel zu definieren, dass es ein Geschenk Gottes ist, das wir durch Missachtung seiner GESETZE verlieren können und er nach Noah gar die Pflicht gab jenen das Leben zu nehmen, die anderen das Leben genommen haben!

 

http://www.jesuskommtbald.de/cms/wp-content/uploads/noah2.jpg*** Rbi8  1. Mose 9:5-6 ***

Und außerdem werde ich euer Blut, das eurer Seelen, zurückfordern. Von der Hand jedes lebenden Geschöpfes werde ich es zurückfordern; und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, der sein Bruder ist, werde ich die Seele des Menschen zurückfordern. 6 Wer Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.

 

Jehova hat gegenüber seinem Volk Israel die Todesstrafe auf viele weitere Vergehen erweitert. Unter Christus wurde die Todesstrafe nicht abgeschafft, sondern in den Ausschluss aus der Christenversammlung geändert und dadurch den Vollzug einer angemessenen Strafe für schwere Vergehen dem Cäsar, der weltlichen Obrigkeit überlassen!

 

Die UNO hat die „Menschenrechte“ die „Frauenrechte“ und das internationale „Kinderrecht“ geschaffen, Rechte für Homosexuelle und Lesben werden verhandelt, wo aber sprechen sie von den Pflichten der Menschen Gott gegenüber? Sie nehmen zwar grossspurig Gott und selbst Jesus öfters in ihren Mund, in Wirklichkeit aber verleugnen sie jene höchste Souveränität durch ihre Verordnungen und ihr Handeln! Gott aber als gerechter Richter wird auch sie zur Rechenschaft ziehen! Abraham haderte mit Gott wegen der Rettung Sodoms und Gomorras, weil er überzeugt war, dass darin viele Gerechte zu finden wären. Gott belehrte ihn eines Besseren! Drei Personen rettete Gott als er das Gerichtsurteil vollzog!

 

*** Rbi8  1. Mose 18:25 ***

Es ist im Hinblick auf dich undenkbar, daß du auf diese Weise handelst, den Gerechten mit dem Bösen zu Tode zu bringen, so daß es dem Gerechten ebenso gehen muß wie dem Bösen! Das ist im Hinblick auf dich undenkbar. Wird der Richter der ganzen Erde nicht tun, was recht ist?“

 

UNO-Wand IsaiasDie Mauer mit der Inschrift Jesajas vor dem UNO-Gebäude in New York ist Zeugnis ihrer Heuchelei! Lauthals werden in jenem erlauchten Gremium Rechte gefordert und verteidigt, Gottes Recht den Menschen Grenzen zu setzen aber wird meist ausseracht gelassen. Ehebruch ist deutlich ein Übergriff auf die Rechte des Ehepartners und Abtreibung ist Mord am ungeborenen Kind. Gott verurteilt gleichgeschlechtliche Kontakte. Das und vieles mehr werden aber gleichzeitig durch die Mitgliedsnationen der UNO toleriert und beibehalten und soll weiterhin straffrei sein, unter fadenscheinigen Argumenten wie, das „Recht der Frau über ihren eigenen Körper zu bestimmen“. Die Warnung in der Offenbarung ist deutlich ausgesprochen, sich nicht mit diesem „wilden Tier“ einzulassen, um nicht sein Kennzeichen zu erhalten!

*** Rbi8  Offenbarung 13:16-17 ***

Und es [[das siebenköpfige wilde Tier]] übt auf alle Menschen einen Zwang aus, auf die Kleinen und die Großen und die Reichen und die Armen und die Freien und die Sklaven, daß man diesen auf ihrer rechten Hand oder auf ihrer Stirn ein Kennzeichen anbringe 17 und daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens.

 

Der Zwang seitens der UNO über deren Mitgliedsnationen wird dadurch ausgeübt, dass das Recht der Menschen über das göttliche Recht gestellt wird! Wer staatliche Rechtsordnung die Gottes Recht ungültig macht deswegen missachtet, der wird an den Rand der Gesellschaft verdrängt!  

 

Warum bloss fällt es uns so schwer den vollkommenen Widersinn menschlicher Bestrebungen zu erkennen Gottes GESETZE zu umgehen und die schwerwiegenden Folgen davon zu sehen und anzuerkennen? Ist Scheidung, Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehen, Förderung der Habsucht durch Konsum zum Guten der Menschen? Wie lange wollen wir vor den schrecklichen Folgen unsere Augen verschliessen? 50 Millionen Abtreibungen jährlich, rund 40 Millionen Aidskranke, die trotz medikamentöser Lebensverlängerung tickende Zeitbomben darstellen, weil sie die Seuche weiter verbreiten. Umweltzerstörung die das biologische Gleichgewicht zerstört, der schnell sich verschlimmernde Klimawechsel, all dies sind nur einige der Schlagworte, welche die Mächtigen der Erde zu verantworten haben, weil sie Gottes GESETZ ausser Kraft setzten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:18 ***

Aber die Nationen wurden zornig, und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit für die Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Sklaven, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben.“

 

Die Zeit für Gottes Einschreiten zu Gunsten seiner gesamten Schöpfung ist gekommen! All jene, welche die Erde leichtfertig durch ihre Zügellosigkeit verderben, sie werden durch ihrem Schöpfer zur Rechenschaft gezogen!

 

11.1.2.3     Paulus verteidigt die veränderte Anwendung der GESETZE im Buch Levitikus

Im Zusammenhang mit der Beschneidungsfrage in Antiochia gab Paulus weitere Hinweise, die uns helfen die Frage zu klären, wieweit Christen unter Vorschriften des Buches Levitikus stehen und wo diese aufgehoben, respektive ihrem tieferen Sinne nach durch Christen angewendet werden müssen. Einen Vergleich, wo der „neue Bund sich durch Zitate oder Handlungen auf Texte im „alten Bund“ abstützen und ihn anwenden gibt uns deutliche Hinweise, wie wir jene Verordnungen heute anwenden sollen! Die Worte Salomos bei der Tempeleinweihung haben auch für uns nichts an Wert verloren!

 

*** Rbi8  1. Könige 8:56-61 ***

Gesegnet sei Jehova, der seinem Volk Israel einen Ruheort gegeben hat gemäß allem, was er verheißen hat. Es ist kein Wort dahingefallen von all seiner guten Verheißung, die er durch Moses, seinen Knecht, verheißen hat. 57 Möge es sich erweisen, daß Jehova, unser Gott, mit uns ist, so wie es sich erwiesen hat, daß er mit unseren Vorvätern war. Möge er uns weder verlassen noch uns aufgeben, 58 so daß er unser Herz zu sich neige, damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen beobachten, die er als Befehl unseren Vorvätern gegeben hat. 59 Und möge es sich erweisen, daß diese meine Worte, mit denen ich vor Jehova um Gunst gefleht habe, Jehova, unserem Gott, Tag und Nacht nahe seien, daß er Gericht übe für seinen Knecht und Gericht für sein Volk Israel, wie es Tag für Tag erforderlich sein mag, 60 damit alle Völker der Erde wissen, daß Jehova der [wahre] Gott ist. Da ist kein anderer. 61 Und es soll sich erweisen, daß euer Herz ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, ist, indem ihr in seinen Bestimmungen wandelt und indem ihr seine Gebote haltet wie an diesem Tag.“

 

Jesus legte die Grundlage zum neuen, zum geistigen Tempel und wurde dessen Grundeckstein! Jesus bestätigte die Worte Salomos: „Es ist kein Wort dahingefallen von all seiner guten Verheißung, die er durch Moses, seinen Knecht, verheißen hat“ als er in der Bergpredigt verkündigte, dass er nicht gekommen sei das GESETZ und die Propheten zu vernichten, sondern um sie zu erfüllen! Wesentliche Vorhersagen im GESETZ Mose und durch die Propheten betreffen unsere Tage, die Zeit der Wiederherstellung des Königreiches für Israel!

 

Wir stehen nahe davor, dass „ganz Israel“, die Schafe der ersten Herde, der fleischlichen Juden und die „anderen Schafe“ Jesu, die er nun zu sich zusammenbringt in die eine Hürde eingesammelt werden, um gemeinsam vereint Gottes „Gebote und seine Bestimmungen und seine richterlichen Entscheidungen beobachten, die er als Befehl unseren Vorvätern gegeben hat“.

 

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Wir müssen unter Beweis stellen, dass unser Herz ungeteilt mit Jehova ist und nicht Kirchenführern nachfolgen, die Gottes GESETZ als nicht verbindlich bezeichnen, weil sie selbst jene Bestimmungen in jeder Form übertreten! „Und es soll sich erweisen, daß euer Herz ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, ist, indem ihr in seinen Bestimmungen wandelt und indem ihr seine Gebote haltet wie an diesem Tag.

 

Aus der Offenbarung geht deutlich hervor, dass Jesus und die Apostel („die Frau“) Menschen haben, einen „Samen“, der für sie treu Zeugnis gibt und dabei Gottes Gebote halten und die deswegen vom Drachen Satan hart bedrängt werden!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Gott hat „sein Volk“ Israel nicht verlassen, auch dann nicht, als er die letzte Generation des fleischlichen Israels verwarf, die seinen Sohn getötet hatten! Ein treuer „Same“ daraus war Jesus übergeben worden, um das geistige Israel zu bilden. Jehova hat auch in der Endzeit eine „grosse Volksmenge“ an ausgesonderten „Schafen“, die Gottes Gebote, Seine Bestimmungen, Seine richterlichen Entscheidungen und Befehle achten und ausführen! Durch das Gericht an „Babylon der Grossen, dem Weltreich verdrehter Religionen und die Schlacht in Harmagedon, Gottes Rache und Urteilsvollstreckung an Satans System bring Vollendung des Weltgerichts! Erst dann wird Salomos Bitte vollständig erfüllt: „... damit alle Völker der Erde wissen, daß Jehova der [wahre] Gott ist.

 

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So wie es Hesekiel vier Jahrhunderte später vorhersagte, werden alle Nationen  die es ablehnen auf Gott zu hören „erkennen müssen“, dass Gott Herrscher ist im Königreich der Menschen! (Da 4:17)

 

*** Rbi8  Hesekiel 5:13 ***

 Und mein Zorn wird gewiß zu seinem Ende kommen, und ich will meinen Grimm über sie beschwichtigen und mich trösten; und sie werden erkennen müssen, daß ich selbst, Jehova, in meinem Beharren auf ausschließlicher Ergebenheit geredet habe, wenn ich meinen Grimm an ihnen zu Ende bringe.

 

Gott hat es nie aufgegeben auf ausschliessliche Ergebenheit zu beharren! Jesus zeigte die vollkommene Form sich Gottes Willen zu unterordnen. Paulus war das „auserlesene Gefäss“, um den Nationen die Anwendung von Gottes GESETZ zu unterbreiten und musste viele der notwendigen Änderungen erklären, die durch den Wechsel im Hohepriesteramt notwendig wurden. „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.” (Rö 3:31) Bestimmt meinte er nicht das Gesetz der Nationen sondern das “GESETZ des Christus”, der vorgelebt hat wie das GESETZ Gottes vollkommen angewendet wird!

 

 

11.1.2.4     Muss das ganze GESETZ Mose gemäss der Überlieferung gehalten werden?

Männer, die von Jakobus her aus der Versammlung Jerusalem kamen predigten in Antiochia, dass das ganze GESETZ Mose gehalten werden müsse, was die Beschneidung des Fleisches einschloss! Auch die ursprüngliche Verordnung an das fleischliche Israel, des abgetrennt-Seins von den Menschen der Nationen wurde verkündet. Das  liess ein Zweiklassensystem entstehen, zwischen Juden- und Griechenchristen. Selbst Petrus und Barnabas schlossen sich jenen an, die vorgaben Autorität zu besitzen, um dies fordern zu dürfen, weil sie von Jerusalem her gesandt worden waren! Paulus aber tadelt die Christen Galatiens hart, weil sie jenen Bestrebungen einer „andersartigen guten Botschaft“ nachzufolgen so leicht nachgegeben hatten! Selbst Petrus und auch Jakobus hatten bestimmte Wechsel im GESETZ zu jener Zeit noch nicht vollumfänglich erkannt!

 

*** Rbi8  Galater 1:6-9 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt er sei verflucht.

 

Der „Fluch“ auf Verletzung von Gottes Geboten wurde im „Bund von Moab“ festgelegt! Offensichtlich ist jener Bund weiterhin in Kraft, ebenso wie der Gesetzesbund vom Sinai, sonst gäbe es keinen „Fluch“ auf Gesetzesverletzung!

 

Griechisches Fresko: Die Umarmung von Petrus und Paulus, 12. Jahrhundert, Vatopedi-Kloster auf dem AthosPaulus hatte keine Hemmung selbst Petrus in direkter Auseinandersetzung und in schriftlicher Form im Brief an die Galater ebenso hart zu tadeln! Die Christenversammlungen der Nationen waren durch eine verfälschte gute Botschaft in Gefahr gekommen. Jakobus, Jesu Halbbruder und selbst Petrus waren zu einem „Stein des Anstosses“ geworden, weil sie durch ihre Vorschriften, dass alles gemäss GESETZ Mose Vorgeschriebene weiterhin so wie früher zu halten sei, die Menschen aus den Nationen verängstigt und beunruhigt hatten! Paulus redete dabei von einem Abfallen von der wahren guten Botschaft!

 

*** Rbi8  Galater 2:11-14 ***

Als Kephas [[Petrus]] jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen. 13 Auch die übrigen Juden schlossen sich ihm in seiner Verstellung an, so daß sogar Barnabas durch ihre Verstellung mitgerissen wurde. 14 Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg gemäß der Wahrheit der guten Botschaft wandelten, sagte ich vor ihnen allen zu Kephas: „Wenn du, obwohl du ein Jude bist, so lebst wie die Nationen und nicht wie Juden, wie kommt es, daß du Leute von den Nationen nötigst, gemäß jüdischem Brauch zu leben?

 

Ganz offensichtlich konnte nicht Beides richtig sein! Entweder muss das ganze GESETZ Mose gehalten werden, wie jene von Jakobus her forderten oder aber es trat ein Wechsel in einem Teil des GESETZES ein, wie Paulus es verteidigt! Der Ausgang der Auseinandersetzung zeigt, dass Paulus die Wahrheit geredet hatte! Die elf Apostel, Petrus mit eingeschlossen mussten von Paulus lernen, der von Jesus zu dieser Aufgabe bestimmt wurde die Änderungen auf der Seite der Nationen einzuführen!  Es gilt somit deutlich zu unterscheiden, welche Teile des GESETZES für Christen nicht weiter verbindlich sind, die unter unverdienter Gnade und Verheissung stehen, weil sie durch eine neue Regelung ersetzt wurden!

 

Paulus verneinte die weitere Gültigkeit „jüdischen Brauchtums“, nicht aber des mosaischen GESETZES an sich, hier spezifisch darin, wo es um das abgetrennt-Sein der Judenchristen von den Menschen der Nationen geht, ja, wo untersagt wird nicht einmal mit jenen zu essen! Petrus hatte sich zu einer Heuchelei hinreissen lassen, denn zuvor war ihm deutlich im Fall des Kornelius gezeigt worden, dass Gott Menschen der Nationen zu reinigen im Stande ist! Heiliger Geist fiel auf jene noch bevor sie getauft wurden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:28 ***

Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.

 

Petrus sollte nun „keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen“ nur darum, weil er nicht aus der jüdischen Nation kommt! Die Taufe reinigt Menschen aus den Juden wie aus den Nationen durch ihren Glauben in Christus und sein Loskaufsopfer, so dass sie für Gott annehmbar werden!

 

Unabhängig davon verteidigt Paulus aber unerbittlich weiterhin, dass auch Christen sich von schlechtem Einfluss getrennt halten müssen! „Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten“, sagte er zu den Korinthern im ersten Brief (1.Kor 15:33).

 

Das GESETZ muss somit weiterhin dem tieferen Sinn nach angewandt werden! Nicht mehr jeglicher Kontakt mit Menschen einer anderen Rasse wird unterbunden, sondern mit Menschen die Gottes GESETZE ablehnen und brechen, nachdem sie Gottes Rechtsordnung erkannt haben! Das „GESETZ eines freien Volkes“ bedingt Unterscheidungsvermögen des Einzelnen und freiwillige Unterordnung unter jenes GESETZ! Paulus schrieb den Korinthern etwas früher im selben Brief:

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:9-13 ***

In meinem Brief schrieb ich euch, keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben, 10 nicht [in dem Sinne] gänzlich mit den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und Erpressern oder Götzendienern. Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. 11 Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen. 12 Denn was habe ich damit zu tun, die, die draußen sind, zu richten? Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.“

 

Böse Menschen, die göttliches Recht übertreten und seine GESETZE verletzen müssen aus der Christengemeinschaft durch deren Vorsteher entfernt werden! Gottes GESETZ steht unzweifelhaft über den Gesetzen der Nationen, die solche Dinge gutheissen mögen! Versammlungen, die solche Dinge in ihren Reihen tolerieren sind gekennzeichnet und deren Vorsteher nahe daran, von ihrem Platz gerückt zu werden! Paulus ist unter den zwölf von Gott auserwählten Richtern die Vorsteher aufgrund ihrer Handlungen zu beurteilen haben, im Hinblick auf die ihnen anvertrauten Schafe Jesu!

 

11.1.2.5     Wer sein Herz nicht beschneidet wird vom Volk abgeschnitten werden

Jesus selbst muss mit eisernem Stab und nach göttlichem Massstab richten und fordert die Vorsteher der sieben Versammlungen deutlich zu gewissen Korrekturen auf! (Mat 19:28; Off 2:26-28; 12:5)

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:5 ***

Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust.

 

Wovon sind gewisse Vorsteher abgefallen? Göttliches Recht anzuwenden und seinen Willen auszuführen! Die Liebe ist dadurch erkaltet und muss durch Werke der Gerechtigkeit wieder erwärmt, ja hergestellt werden!

 

Freskenzyklus der Brancacci-Kapelle in Santa Maria del Carmine in Florenz, Szenen aus dem Leben Petri, Szene: Die Taufe eines BekehrtenPaulus verneinte entgegen der Meinung jener Gruppe um Jakobus mit aller Deutlichkeit die „Beschneidung des Fleisches“ als einer Notwendigkeit für Christen aus den Nationen. Paulus aber verteidigt ebenso hart die „Beschneidung des Herzens“ durch die Erwachsenentaufe! Auch hier wird das Äusserliche, der „Schatten“ oder der „Schein“ durch das Wesentliche ersetzt, das es darstellt! Der Erzieher, „das GESETZ“, das Juden und das Christen zu Jesus hinführt, „die Gebote“ müssen nun in ihrer Tiefe, dem dahinterstehenden Sinn, nach seinen Prinzipien erkannt und angewendet werden!

 

*** Rbi8  Römer 2:25-26 ***

Beschneidung ist tatsächlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz [[GESETZE]] hältst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26 Wenn daher ein Unbeschnittener die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden?

 

Fleischliche Juden, die das GESETZ übertreten, sie gelten als „Unbeschnittene“, Christen aber, die das GESETZ achten, sie werden als „Beschnittene“ als Juden dem Geiste nach gezählt! Die Worte des Paulus sind klar und deutlich. Christen müssen „die gerechten Forderungen des GESETZES“ somit durchaus beachten und Gott ist es, der  ihre Unbeschnittenheit als Beschneidung anrechnet! Die verschiedenen Verordnungen im Buch Levitikus sind somit eindeutig nicht dahingefallen, Paulus lehrte der Wahrheit entsprechend! Einige von ihnen müssen nun aber dem Sinn gemäss erfüllt werden!

 

11.1.2.6     Die elf Apostel und Jakobus bestätigen Paulus als Apostel der Nationen

Ganz eindeutig blieb in diesem Machtkampf Paulus schlussendlich Sieger, da Jakobus, Jesu Halbbruder und die elf Apostel und Ältesten Jerusalems ihm in schriftlicher Form bestätigten, dass das, was Paulus betreffend Beschneidung und Speisevorschriften gelehrt hatte richtig sei und, dass nur gewisse Vorschriften, die einen Teil des GESETZES ausmachen, im Buch Levitikus für Christen ebenso wie für Juden unverändert in Kraft geblieben seien: Von Götzen beflecktes (3.Mo 18:1-5; 26:1, 2), jede Form von Hurerei (3.Mo 18:6-23; 20:10-21), Erwürgtes (3.Mo 17:13, 14) und Blutgenuss (3.Mo 7:26, 27). Jakobus hob dabei diese vier Vorschriften spezifisch hervor, ohne aber die anderen dadurch zu verneinen!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:19-21 ***

Meine [[, des Jakobus, der den Vorsitz führte]] Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. 21 Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[Versammlungen]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Das Kapitel 15 der Apostelgeschichte zeigt die persönliche Auseinandersetzung des Paulus mit den Vorstehern in Jerusalem und wie Petrus nun bei der Schlussbeurteilung positiv Stellung zu Gunsten des Paulus bezog, weil er dessen überlegene Argumente aufgrund göttlicher Weisung  inzwischen verstanden hatte!

 

Diese unveränderten Vorschriften, die für Juden und Christen der Nationen Geltung haben sind deutlich zusätzlich zu den göttlichen zehn Geboten und den richterlichen Entscheidungen, die so oder so weiterhin galten und auch gar nicht in Frage gestellt waren! Die richterlichen Entscheidungen Jehovas betrafen z.B. die Sabbate und die wöchentliche Versammlung die Moses eingeführt hatte, die Jakobus zudem gleichzeitig bestätigt, wenn er erwähnt, dass diese Dinge stets am Sabbat in den Versammlungen vorgelesen wurden. Aber auch alle Sabbatfestzeiten und Regelungen zum Sabbat- und auch Jubeljahr gehören zu christlichen Verpflichtung, ohne dass dies speziell an jener Stelle und in diesem Zusammenhang hätte hervorgehoben werden müssen (2.Mo 21:2; 3.Mo 23:3, 6, 16, 24, 27, 34; 25:4, 10).

 

Paulus wurde durch den Brief aus Jerusalem als der zwölfte Apostel klar bestätigt, ausgesondert spezifisch für die Nationen. Er war unabhängig von jener Bestätigung zuvor durch Jehova und Jesus mit Autorität ausgestattet worden und benötigte keine menschlichen Richter, die dies bestätigten! (1.Kor 4:3, 4)

 

*** Rbi8  Galater 1:1-2 ***

Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, 2 und alle Brüder bei mir an die Versammlungen von Galatien:

 

Deutlich wird zum Abschluss durch Jakobus wie schon erwähnt auch das Sabbatgebot bestätigt, einer Anweisung die Israel erstmals in der Wildnis kurz nach dem Auszug gegeben wurde, als es das Manna erhielt (2.Mo 16:28-30). Das scheint am 20 Ijjar gewesen zu sein, im 2.Monat nach dem Auszug.

 

Pilgerzug und Gipfel im HintergrundJesus stellt das lebengebende geistige Manna dar, das weiterhin am Sabbat gelehrt, in geistigem Sinne dessen „Fleisch gegessen“ werden muss (Joh 6:31-34). Das Sabbatgesetz ist zudem Teil der zehn Gebote, die Israel als 4.Gebot (2.Mo 20:8-11) am 50. Tag am Berg Horeb in Sinai erhalten hatte. Weiter ist es Teil der richterlichen Entscheidungen die Moses auf dem Berg Horeb erhielt (2.Mo 31:12-17) und ebenso Teil der Regelungen des Buches Levitikus an die Priesterschaft (3.Mo 16:29-31; 23:3).

 

Durch Jakobus und die Apostel wurde somit deutlich auch das Versammlungsgebot für den Sabbat bestätigt, das Moses eingeführt und seither in den Synagogen (Versammlungen) gehalten wurde. Alle Christenversammlungen wurden eindeutig im ersten Jahrhundert ebenso wie durch die Juden am Sabbattag gehalten! Die Lehre, dass der Sonntag der „Herrentag“ sei steht in Verbindung mit dem Abfall und geht nicht auf die Apostel zurück!

 

11.1.2.7     Welche Art von Gesetzeswerken waren nicht weiter Vorschrift? Jesu Loskaufsopfer, das von Sünde vollkommen reinigt!

Paulus fährt in seiner Argumentation an die Galater weiter fort und spricht von Sünden gegen das GESETZ, die als Folge davon „Gesetzeswerke“ oder „Strafe“ nach sich zogen. Da Jehova doch auf Sünde „keinesfalls Straffreiheit gewährt“ (2.Mo 34:7) waren die blutigen Sündopfer zur Sühne notwendig um die Schuld zuzudecken. Sie mussten zum Priester gebracht werden. Jene Opfer konnten aber niemanden gerecht sprechen, dazu war ein weit besseres, ein einmaliges, sündenloses menschliches Opfer notwendig, da ja das GESETZ „Leben für Leben“ forderte! Ein Tieropfer konnte nicht Menschen vom Todesurteil loskaufen! Moses hatte doch bereits von Jehova den Auftrag das „GESETZ des Glaubens“ aufzuzeichnen, das notwendig würde, wenn „der Prophet gleich mir“ erscheinen werde. Mindestens einmal jährlich hörte jeder Jude diese Pflicht gegenüber dem Messias in der Synagoge! Paulus erklärt hierzu im Brief an die Galater:

 

*** Rbi8  Galater 2:15-21 ***

Wir, die von Natur Juden und nicht Sünder aus den Nationen sind 16 und die wissen, daß ein Mensch nicht zufolge von Gesetzeswerken [[Opfern gemäss GESETZ]] gerechtgesprochen wird, sondern nur durch Glauben gegenüber Christus [[heb. maschiach = Messias]] Jesus, auch wir glauben an Christus Jesus, damit wir aus Glauben gegenüber Christus und nicht zufolge von Gesetzeswerken gerechtgesprochen werden, denn zufolge von Gesetzeswerken wird kein Fleisch gerechtgesprochen werden. 17 Wenn wir nun, indem wir durch Christus gerechtgesprochen zu werden suchen, auch selbst als Sünder erfunden worden sind, ist Christus in Wirklichkeit ein Diener der Sünde? Dazu komme es nie! 18 Denn wenn ich gerade die Dinge, die ich einst niederriß [[die Gesetzlosigkeit, das sündige Fleisch in der Taufe (Rö 6:1-7)]], wiederaufbaue, so erweise ich mich selbst als ein Übertreter. 19 Ich meinerseits bin durch [das] Gesetz [[GESETZ]] [dem] Gesetz [[GESETZ]] [[das als Strafe für Übertretung durch den Tod bezahlt werden muss (Rö 6:21-23)]] gegenüber gestorben, damit ich Gott gegenüber lebendig werde. 20 Ich bin [[im Untertauchen im Wasser der der Taufe (Rö 6:2-4)]] mit Christus an den Pfahl gebracht worden. Nicht mehr ich bin es, der lebt, sondern Christus ist es, der in Gemeinschaft mit mir lebt. Tatsächlich lebe ich das Leben, das ich jetzt im Fleische lebe, durch den Glauben gegenüber dem Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat. 21 Ich setze die unverdiente Güte Gottes nicht beiseite; denn wenn Gerechtigkeit durch GESETZ [[Gesetzeswerke]] kommt, ist Christus tatsächlich umsonst gestorben.

 

Das Wort „Christus“ ist griechisch und bedeutet doch Messias oder hebräisch „Maschiach“, was „Gesalbter“ bedeutet. Jesus starb an meiner statt für frühere Sünde. Der „Fluch“ den das GESETZ auf Sünde legt bedeutet doch Todesstrafe. Dies bestätige ich beim völligen Untertauchen im Wasser in der Taufe doch, indem ich sinnbildlich sterbe, im Wasser begraben werde, um beim Auftauchen Wiedergeboren zu sein, nun als neu lebend dem Christus angehöre!

 

Mein Sündenregister, der „Fluch“ wird ebenso symbolisch an den Stamm geheftet an dem Jesus an meiner Stelle starb. Dies hat Paulus ebenso im Brief an die Galater erklärt: „Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.‘ (Gal 3:13).

 

Paulus zeigt eindrücklich, dass Jesus nicht der Sünde dient, indem sein Blut willentliche Sünden nach der Taufe noch auszulöschen vermöchte! Nie sollte es dazu kommen, dass ein Getaufter Jesu Blut so leichtfertig ein weiteres Mal vergiessen dürfte! Im Brief an die Hebräer erklärt Paulus diesen Umstand sehr anschaulich, klar und deutlich betreffend willentlicher Sünde warnend, die nach der Taufe vollbracht wird und für die es keine Vergebung mehr gibt:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Wie kann jemand nach solch deutlichen Warnungen behaupten, ein Christ stünde nicht unter den GESETZEN, oder wie Jehovas Zeugen so weit gehen, dass selbst die zehn Gebote nicht verbindlich wären? Das ist Gesetzlosigkeit in höchster Form!

 

Wie könnte Paulus dann von willentlicher Sünde sprechen gäbe es keine Pflicht dem GESETZ gegenüber? Er verbindet zudem das Strafmass im GESETZ Mose für solch willentliche Übertretung: Den unausweichlichen Tod auch für Christen, die doch bereits durch „unverdiente Güte“ durch Jesu Blut von früheren Sünden reingewaschen wurden. Er spricht gar von einer „wieviel strengeren Strafe“!

 

Johannes bestätigt doch im 1.Brief deutlich, dass die willentliche, wissentliche Sünde keine Vergebung kennt!

 

(1. Johannes 5:16, 17)  Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

 

Paulus verband es zudem „mit genauer Erkenntnis der Wahrheit“, was aber nicht als Ausrede gelten kann, denn Unkenntnis schützt nicht vor Strafe!

 

11.1.2.8     Das GESETZ macht Sünde offenbar, für Juden wie Menschen der Nationen!

Wo es kein GESETZ gibt, da gibt es keine Sünde! Im Gegenteil erklärt Paulus, dass durch das GESETZ die „ganze Welt“ als straffällig deklariert wird! Durch das GESETZ kommt die genaue Erkenntnis der Sünde, für Juden wie für Menschen der Nationen! Jeder Mund sollte dadurch gestopft werden, der behauptet ohne Sünde zu sein! Gesetzeswerke aber waren Juden vorgeschrieben, die für Sünden Opfer zum Tempel bringen mussten oder für willentliche Verletzung des GESETZES der Todesstrafe verfielen! Was aber gilt für Christen für dieselben Vergehen?

 

*** Rbi8  Römer 3:19-26 ***

Wir wissen nun, daß alles, was das GESETZ sagt, es an die richtet, die unter dem GESETZ sind, so daß jeder Mund gestopft und die ganze Welt vor Gott straffällig werde. 20 Daher wird durch Gesetzeswerke kein Fleisch vor ihm gerechtgesprochen werden, denn durch Gesetz [[GESETZ]] kommt die genaue Erkenntnis der Sünde.

21 Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz [[GESETZ]] offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

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Gottes Gerechtigkeit, die keine Straffreiheit zulässt wurde durch sein Erbarmen und seine Barmherzigkeit mit uns dadurch offenbart, dass er an unserer statt Jesus als Opfer sterben liess! Diese Regelung kam erst als der Messias offenbart, durch Johannes den Täufer angekündet und bei seiner Taufe mit heiligem Geist gesalbt wurde. Damit begann die Pflicht auf den von Moses angekündeten „Propheten gleich mir“ zu hören und jedes seiner Worte wurde zum „GESETZ des Christus“!

 

*** Rbi8  2. Mose 34:6-7 ***

Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Diese kommende Loslösung vom „Fluch“ und damit drohender Strafe hatte Jehova durch Moses in den fünf Büchern des GESETZES und durch die Propheten vorhergesagt, wenn er vom „grösseren Propheten“ redete! Ohne Unterschied mussten mit dem Erscheinen des Messias Juden und Menschen der Nationen an Jesu Loskaufsopfer Glauben ausüben, weil unterschiedslos alle gesündigt haben! Gottes Nachsicht ruft alle Menschen dazu auf seine freie Gabe anzunehmen, indem wir Glauben in Jesus ausüben!

 

Worin bezeugt das GESETZ (die fünf Bücher Mose hier gemeint), dass in Christus Glauben ausgeübt werden müsse? „Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne [[nach dem]] Gesetz [[GESETZ]] offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird,  ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben.“ Das ist das nachfolgende Gebot, das Moses für ganz Israel aufzeichnen musste und das durch das Predigen unter den Nationen auch diese unter ein und dasselbe GESETZ vereint: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Click to View (5. Mose 18:14-19)  Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Họreb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Nur Glaube in unseren Herrn Jesus Christus erlöst somit von der Strafe, die das GESETZ für vergangen Sünden auferlegte, wenn wir uns als Erwachsene Taufen lassen. Diese Sünden werden in „einem Akt der Rechtfertigung“ zur Gerechtsprechung zum Leben ausgelöscht, indem sie mittels der „gegen uns lautenden handschriftlichen Urkunde“, wo der Fluch aufgezeichnet ist sinnbildlich an den Stamm genagelt wird und wir vergleichsweise dadurch mit Jesus gegenüber den in der Vergangenheit begangenen Sünden symbolisch sterben. Davor war die Zeit, wo Gott Nachsicht übte und die Strafe nicht unmittelbar vollzog! Alles begann mit Adams Sünde und dem Verlust der Vollkommenheit. Im Brief an die Römer erklärt uns Paulus weitere Zusammenhänge:

 

*** Rbi8  Römer 5:18-21 ***

Wie es also durch eine Verfehlung [[Adams]] zur Verurteilung für Menschen von allen Arten kam, so kommt es auch durch einen Akt der Rechtfertigung für Menschen von allen Arten zu deren Gerechtsprechung zum Leben. 19 Denn so, wie durch den Ungehorsam des einen Menschen viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen viele zu Gerechten gemacht werden. 20 Nun ist das GESETZ nebenbei hereingekommen, damit die Verfehlung überströme. Wo aber Sünde überströmte, da strömte die unverdiente Güte noch mehr über. 21 Wozu? Damit so, wie die Sünde als König mit dem Tod regiert hat, so auch die unverdiente Güte als König regiere durch Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Das GESETZ verurteilte uns als Sünder zum Tod, indem es uns als Übertreter kennzeichnete; Gottes überströmende Liebe gibt uns durch Jesus Befreiung vom „König Tod“, der infolge Satans Verführung der Eva zu herrschen begann, hin zum „König des ewigen Lebens“, zu Jesus und göttlicher Gerechtigkeit. Bedingung bleibt nun diese Art der Gerechtigkeit zu erlernen und zu auszuüben! Paulus schrieb den Christen in Rom: „Der Gerechte aber — durch Glauben wird er leben.“

 

*** Rbi8  Römer 1:16-17 ***

Denn ich schäme mich der guten Botschaft nicht; sie ist tatsächlich Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der Glauben hat, für den Juden zuerst und auch für den Griechen; 17 denn in ihr wird Gottes Gerechtigkeit aufgrund des Glaubens und zum Glauben geoffenbart, so wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber — durch Glauben wird er leben.“

 

Unser Glaube in Gott und in Jesus muss sich durch Werke der Gerechtigkeit erzeigen! „Glaube ohne Werke bleibt tot“, sagt Jakobus. Glaube schliesst ein, an Gottes Recht Grenzen zu setzen und Strafe für Vergehen zu verhängen zu glauben und wahre Gottesfurcht zu erlernen! Diese gesunde Gottesfurcht führt uns zu wahrer Weisheit, die uns mit gottgemässer Gerechtigkeit handeln lässt! (Jak 2:14-17).

 

 

11.1.3      Das GESETZ als Erzieher für Juden und Christen, das zu Jesus führt

 

11.1.3.1     Paulus spricht von einem Erzieher, der zu Christus hinführt

Die vom GESETZ verlangten Werke zur Sündensühnung mittels blutiger Opfer wurden durch die „unverdiente Güte“ oder wie andere Übersetzer sagen, durch „Gnade“ ersetzt, indem Jesu Tod und Loskaufsopfer nun zu Gunsten unserer Sünden eine vollkommene Löschung herbeizuführen vermochte! Wenn die Werke, die das GESETZ bei Sünde vorschreibt ausgereicht hätten, wozu hätte Jesus dann sterben müssen? Gewisse Judenchristen pochten weiterhin auf gewisse Gesetzeswerke.

 

*** Rbi8  Galater 2:21 ***

Ich setze die unverdiente Güte Gottes nicht beiseite; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz [[GESETZ]] kommt, ist Christus tatsächlich umsonst gestorben.

 

Gesetzeswerke waren für das fleischliche Israel somit eine Notwendigkeit bis der Messias gekommen war, um mit der Folge der ungelöschten Sünde, der Todesstrafe, ein Ende zu bereiten, sie abzubrechen durch ein bezahltes Lösegeld! Das GESETZ war nicht dazu gegeben worden Leben zu geben, sondern um Sünde offensichtlich zu machen! Die „unverdiente Güte“ jedoch ermöglicht selbst Rückkehr aus dem Tod, Auferstehung und ewiges Leben, einer Verheissung, welche bereits Abraham erhalten hatte! Erneut ist es der Brief an Christen Galatiens, wo Paulus weiteren Aufschluss erteilt:

 

http://abwbibleperiod5.wikispaces.com/file/view/image023.jpg/193022298/308x379/image023.jpg*** Rbi8  Galater 3:19-22 ***

Warum denn das GESETZ? Es wurde hinzugefügt, um Übertretungen offenbar zu machen, bis der Same gekommen wäre, dem die Verheißung gegeben worden war; und es wurde durch Engel übermittelt [[das WORT]] durch die Hand eines Mittlers [[Moses]]. 20 Nun gibt es keinen Mittler, wo es nur eine Person betrifft, Gott aber ist nur einer. 21 Ist das GESETZ also gegen die Verheißungen Gottes? Dazu komme es nie! Denn wenn ein Gesetz [[GESETZ; besser Gebot]] gegeben worden wäre, das Leben hätte geben können, so wäre die Gerechtigkeit tatsächlich durch [[GESETZ]] gekommen. 22 Aber die Schrift hat alle Dinge zusammen dem Gewahrsam der Sünde übergeben, damit die Verheißung als Folge des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben werde, die Glauben ausüben.

 

Der Engel, der Moses die Gesetzestafeln gab wird in der Offenbarung als der „Reiter auf dem weissen Pferd“ gezeigt, der dort auch „das WORT“ genannt wird, was mit Jesus identisch ist, der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen! (Joh 1:1-3; Off 19:11-13) „Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat“ (1.Ti 2:5) Jesus kann nicht gleichzeitig GOTT als Teil einer Dreieinigkeit sein und Engel, als Mittler! Dieser Kreis schliesst nie!

 

Seit Jesu Taufe und mehr noch seit seinem Opfertod war Glaube in ihn und sein Loskaufsopfer Bedingung zur Befreiung von Sünde und damit dem Tod! Paulus erklärt, dass sowohl Juden wie Menschen der Nationen dem „Gewahrsam der Sünde“ übergeben wurden zu einem gemeinsamen Zweck: Glauben in Jesus zu setzen und in seinem einmalig entrichteten Erlösungspreis zur Befreiung von Todesstrafe infolge des Fluches „unverdiente Güte“ zu erlangen! Dazu musste der Messias aber erst erscheinen und offenbar gemacht werden und seine eigene Treue bis in den Tod beweisen!

 

Paulus erklärt noch weitere Details gegenüber den Christen in Rom, wo er zeigt, dass Abraham die Verheissung auf das Glück der Sündenvergebung durch Güte Gottes in unbeschnittenem Zustand erhielt und die Beschneidung nur als ein Siegel dieser Verheissung gegeben wurde. Abrahams Glaube wurde von Jehova als Gerechtigkeit angerechnet, wie er dies auch uns gegenüber zeigt, weil wir Glauben in Jesus ausüben.

 

*** Rbi8  Römer 4:7-12 ***

Glücklich sind die, deren gesetzlose Taten vergeben und deren Sünden zugedeckt worden sind; 8 glücklich ist der Mann, dessen Sünde Jehova keinesfalls anrechnet.“

9 Wird dieses Glück nun Beschnittenen oder auch Unbeschnittenen zuteil? Denn wir sagen: Dem Abraham wurde sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.“ 10 Unter welchen Umständen wurde er denn angerechnet? Als er in der Beschneidung oder in der Unbeschnittenheit war? Nicht in der Beschneidung, sondern in der Unbeschnittenheit. 11 Und er empfing ein Zeichen, nämlich die Beschneidung, als ein Siegel der Gerechtigkeit durch den Glauben, den er hatte, während er in seinem unbeschnittenen Zustand war, damit er der Vater all derer wäre, die Glauben haben, während sie in unbeschnittenem Zustand sind, damit ihnen Gerechtigkeit angerechnet werde, 12 und ein Vater der beschnittenen Nachkommen, nicht nur derer, die sich an die Beschneidung halten, sondern auch derer, die in den Fußstapfen jenes Glaubens ordentlich wandeln, den unser Vater Abraham in unbeschnittenem Zustand hatte.

 

Im Glauben Abrahams ordentlich zu wandeln bedeutet in unserem Falle auf Jesus zu hören und seine Gebote zu befolgen. Dadurch verbleiben wir in der Liebe Jesu und so wird auch der Vater uns seine Liebe weiterhin zeigen! Wir erweisen uns dadurch als Söhne Abrahams durch Isaak und Jakob und gehören somit zum geistigen Israel, eingepfropft in denselben Wurzelstock. Wir sind Söhne der „Freien“, der „Sara“.

 

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Der Same Abrahams teilt sich in jene, die sich einerseits an das GESETZ halten, die fleischlichen Nachkommen Israels, die „Ebioniten“ andererseits an die geistigen Israeliten, die sich an den Glauben Abrahams halten, die „Paulikaner“, weil Paulus der Apostel der Nationen ist. Dadurch ist er auch der Vater der Glaubenden aus den Nationen!

 

So wie Abraham glauben ausübte, dass aus ihm viele Nationen hervorkommen würden, obwohl Sara unfruchtbar war, so müssen wir den Glauben zeigen, dass durch Jesus die Auferstehung der Gerechten kommen wird und Gott das Vorhergesagte wahr werden lässt. Es sind Dinge die heute vor unseren Augen noch nicht geschehen sind aber daran sind, sich in kurzer Zeit als Wahr zu erweisen!

 

*** Rbi8  Römer 4:16-22 ***

Deswegen geschah es zufolge des Glaubens, auf daß es gemäß unverdienter Güte sei, damit die Verheißung seinem ganzen Samen sicher sei, nicht nur dem, der sich an das GESETZ hält, sondern auch dem, der sich an den Glauben Abrahams hält. (Er ist unser aller Vater, 17 so wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen bestimmt.“) Das geschah vor den Augen dessen, an den er glaubte, ja Gottes, der die Toten lebendig macht und die nicht vorhandenen Dinge ruft, als ob sie vorhanden wären. 18 Obwohl entgegen [aller] Hoffnung, doch gestützt auf Hoffnung, hatte er den Glauben, daß er der Vater vieler Nationen werden würde, in Übereinstimmung mit dem, was gesagt worden war: „So wird dein Same sein.“ 19 Und obschon er im Glauben nicht schwach wurde, zog er, da er etwa hundert Jahre alt war, seinen nun schon erstorbenen eigenen Leib und auch die Erstorbenheit des Schoßes Saras in Betracht. 20 Aber wegen der Verheißung Gottes wankte er nicht im Unglauben, sondern wurde machtvoll durch seinen Glauben, indem er Gott die Ehre gab 21 und völlig überzeugt war, daß er das, was er verheißen hatte, auch zu tun vermochte. 22 Darum „wurde es ihm als Gerechtigkeit angerechnet“.

 

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Unser Glaube wankt nicht, dass Jehova sein Wort wahr machen wird und sein Gericht an „Babylon der Grossen“ ausführen wird und Jesu Wiederkehr im Fleische, um als König auf Davids Thron jene Verwaltung der „neuen Himmel“ aufzurichten und anzuführen. Diese Verwaltung wird ihrerseits die Auferstehung während des Millenniums durchführen und zu einer erdenweiten Einheit der Menschen unter einem Hirten zusammenführen.

 

Erst als Jesus alles das, was Gott bestimmt hatte ausgeführt hatte, da wurde er „über jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ erhöht (Mat 28:18). Zuvor aber war er aus himmlischer Stellung etwas unter Engel erniedrigt worden: Als Mensch unter Brüdern musste er nun genauso Treue zu Gottes GESETZEN und seinem Willen wie jeder andere von den Israeliten unter Beweis stellen. Ihn traf es, die Vorhersagen der Propheten zu erfüllen!

 

*** Rbi8  Hebräer 2:7-8 ***

Du hast ihn ein wenig unter Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und ihn über die Werke deiner Hände gesetzt. 8 Alle Dinge hast du seinen Füßen unterworfen.“

 

Jesus sündigte in nichts und tat in allem den Willen Jehovas und erfüllte jede Vorhersage der Propheten. Dank ihm konnte nun jeder, der Glauben in ihn setzte, ob Jude oder von den Nationen gerecht gesprochen werden.

 

11.1.3.2     Durch heiligen Geist versiegelt als Miterben in der kommenden Verwaltung der neuen Erde

Abraham erhielt als Siegel des Bunden mit Jehova die Beschneidung, Israel aber erhielt das GESETZ, es wurde der Beschneidung hinzugefügt, die zuvor schon existierte, damit durch jenes Volk die Macht und Gerechtigkeit Gottes auf der ganzen Erde bekannt werden würde. Das mussten sie dadurch tun, dass sie sich in allem an Gottes GESETZ hielten und Jehova sie seinerseits segnen würde. Auch wenn Israel das Ziel nicht erreichte, machte dies den Bund mit Abraham nicht ungültig! Ein neuer Hohepriester-König sollte das Ziel Gottes Rechtssystem und sein kommendes, erdenweites Gericht durch den Messias und eine neue Priesterschaft, durch Jesu Apostel erdenweit verkünden! Gottes unverdiente Güte war allen Menschen die Glauben in Jesus ausüben würden zugänglich geworden.

 

Christen des ersten Jahrhunderts aber erhielten hierzu als Siegel heiligen Geist, der sich durch vielerlei Geistesgaben und Machttaten äusserte, ein untrügliches Zeichen Gottes Anerkennung zu besitzen.

 

http://vitajesu.files.wordpress.com/2009/12/sending12ducciodibuoninsegnaca14cent.jpg*** Rbi8  Epheser 1:3-7 ***

Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn er hat uns gesegnet mit jeder geistigen Segnung in den himmlischen Örtern in Gemeinschaft mit Christus, 4 so wie er uns in Gemeinschaft mit ihm [[Jesus]] vor Grundlegung der Welt auserwählt hat, damit wir heilig und ohne Makel vor ihm seien in Liebe. 5 Denn er hat uns durch Jesus Christus zur Annahme an Sohnes Statt für sich vorherbestimmt nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lobpreis der Herrlichkeit seiner unverdienten Güte, die er uns durch [seinen] Geliebten gütigerweise erwiesen hat. 7 Durch ihn haben wir die Befreiung durch Lösegeld mittels des Blutes dieses einen, ja die Vergebung [unserer] Verfehlungen, gemäß dem Reichtum seiner unverdienten Güte.

 

Ziel jedes getauften Christen war es heilig und ohne Makel in Liebe vor Gott zu sein. Diese Heiligkeit wurde durch Vergebung unserer früheren Sünden mittels des Lösegeldes erreicht! Aber auch während des Jahres gemachte unwillentliche Fehler werden weiterhin durch Jesu Blut zugedeckt und am Sühnetag gelöscht.

 

Jesus unterwies seine Apostel, die von Anfang an mit ihm waren über das, was künftig kommen wird, „die Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, die „neuen Himmel“. Durch Jesus wurde der Wille des Vaters diese Verwaltung betreffend in Weisheit und durch Vernunft den Aposteln bekanntgemacht, die Kluft, welche die Himmel droben und die Menschen seit Adams Sünde trennte wiederum zu vereinen. Dazu war Jesus das Bindeglied, als höchste Autorität im Himmel und auf der Erde!

 

*** Rbi8  Epheser 1:8-14 ***

8 Diese hat er auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir, die wir [[die Apostel]] zuerst auf den Christus gehofft haben. 13 Doch auch ihr habt auf ihn gehofft, als ihr das Wort der Wahrheit, die gute Botschaft über eure Rettung, gehört habt. Durch ihn seid ihr auch, als ihr gläubig geworden seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, 14 der ein im voraus gegebenes Unterpfand unseres Erbes ist, zum Zwecke der Befreiung durch ein Lösegeld des besonderen Besitzes [Gottes], zum Lobpreis seiner Herrlichkeit.

 

Die Apostel sind als Miterben Jesu in dieser Verwaltung vorherbestimmt worden: Sie bilden vergleichsweise das Regierungskabinett des Christus, seine „Braut, die Frau des Lammes“. Dieser verheissene heilige Geist wurde denen als Siegel zuteil, die ihr Herz beschnitten haben. Paulus bezeichnet es als ein Unterpfand, dass auch wir als Miterben in den neuen „himmlischen Örtern“ mitsitzen dürfen, vorausgesetzt, wir erfüllen die uns zugeteilte Aufgabe als Jesu Verwalter!

 

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11.1.3.3     Unter Gewahrsam des GESETZES als einem Erzieher

Wiederum spricht Paulus gegenüber den Galatern von „Gewahrsam“, nun aber vom „Gewahrsam unter GESETZ“. Jehova stellte durch Moses einen grösseren Propheten in Aussicht, drohte aber jedem der diesen Propheten ablehnen würde den Tod an! Glaube in jenen Propheten war Voraussetzung, um Gottes Gunst wiederzuerlangen! Dieser Glaube musste von jedem Juden im ersten Jahrhundert geoffenbart werden, der zum Überrest zählen wollte der gerettet würde durch Gehorsam Jesu gegenüber, während ein Grossteil jener, die im Unglauben verharrten, durch General Titus bei der Zerstörung Jerusalems die angekündigte Strafe erdulden mussten!

 

image074*** Rbi8  Galater 3:23-25 ***

Bevor jedoch der Glaube gekommen war, wurden wir unter Gesetz [[GESETZ]] verwahrt, indem wir zusammen in Gewahrsam gegeben wurden im Hinblick auf den Glauben, der geoffenbart werden sollte. 24 Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten. 25 Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Erzieher.

 

Das GESETZ Mose enthielt vielerlei Prophezeiungen über den kommenden Messias, dem grösseren Propheten, auf den jede Seele hören muss, um nicht vom Volk abgeschnitten zu werden! Als er gekommen war musste nicht mehr Glauben in sein Kommen gesetzt werden, das hatte sich ja bereits erfüllt, sondern von nun nach seiner Himmelfahrt Glauben in seine erhöhte Stellung als Hohepriester-König und sein Wiederkommen! Das „GESETZ des Christus“, eine leicht veränderte Version des GESETZES Mose trat für den Eintritt in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ in Kraft! Jedes Wort das Jesus geredet hatte würde ihn am Ende richten, verkündete der Christus, der all das zu uns redete, was er vom Vater her gehört hatte.

 

Auch Christen müssen in unserer Zeit wiederum denselben Glauben in den Christus setzen, diesmal in sein zweites Erscheinen, sein „Kommen im Fleische“! Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“ hatte Jesus doch innerhalb eines seiner Gleichnisse gefragt (Lu 18:8).

 

Das GESETZ ist somit weiterhin Erzieher, das zu Christus führt! Dasselbe GESETZ muss auch Menschen der Nationen zu Jesus führen, es muss weiterhin „unser Erzieher“ sein, „der zu Christus führt“, um nun durch neue „Werke des Glaubens“ in Form von Liebe gerecht gesprochen zu werden, indem wir die „Werke des Geistes“ vollbringen, anstatt wie bisher die „Werke des Fleisches“. Diese werden durch das GESETZ Gottes deutlich missbilligt!

 

*** Rbi8  Galater 5:19-24 ***

Nun sind die Werke des Fleisches offenbar, und sie sind: Hurerei, Unreinheit, zügelloser Wandel, 20 Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten, 21 Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge. Vor diesen Dingen warne ich euch im voraus, so wie ich euch im voraus gewarnt habe, daß die, die solche Dinge treiben, Gottes Königreich nicht erben werden.

22 Andererseits ist die Frucht des Geistes Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, 23 Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz [[GESETZ]]. 24 Außerdem haben die, die Christus Jesus angehören, das Fleisch samt seinen Leidenschaften und Begierden an den Pfahl gebracht.

 

Gegen die „Frucht des Geistes“ gibt es somit kein GESETZ. Wer sie ausübt steht nicht weiter unter dem Erzieher, weil er ja „sich selbst zu einem GESETZ“ wurde! Das GESETZ wurde in das Herz geschrieben und das Gewissen zeugt davon, dass wir all jene Dinge unterlassen, welche das GESETZ missbilligt!

 

http://enominepatris.com/bilder/herz.jpg*** Rbi8  Römer 2:14-16 ***

Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes [[GESETZES]] tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, sich selbst ein Gesetz [[GESETZ]]. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes [[GESETZES]] ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

Jesus wird als Gottes Richter der Lebenden und Toten jene als seine „Schafe“ zum ewigen Leben aussondern, die auf ihn hörten und gemäss der guten Botschaft handelten. Wer nicht auf ihn hörte ist bereits gerichtet, weil er nicht Glauben ausübt!

 

Da wir nun glauben ausüben und diesen Glauben mittels Werken der Liebe zu Gott und zum Nächsten zeigen stehen wir nicht weiter unter dem Erzieher! Das ist aber nicht dasselbe, wie wenn dadurch das GESETZ abgeschafft worden wäre! Wir sind inzwischen zu erwachsenen, mündigen Christen herangewachsen, die nicht weiter „die Milch benötigen“ (Heb 5:12, 13). Wir haben unser Gewissen anhand des GESETZES geschult, um zu wissen, was in Gottes Augen Recht und was Unrecht, was rein und was unrein ist!

 

Paulus aber musste die Hebräerchristen aus den Juden in Jerusalem und Judäa und im ganzen Gebiet Israels zurechtweisen, weil viele unter ihnen nicht zu geistig erwachsenen Christen herangereift waren, sondern nach wie vor an den elementaren Dingen des Judaismus und Menschengebot festhielten! Der Brief ist vor allem an Versammlungsvorsteher gerichtet von denen damals eine Grosszahl aus den Juden stammten!

 

*** Rbi8  Hebräer 5:11-14 ***

Über ihn [[Jesus]] haben wir viel zu sagen, und es ist schwer zu erklären, da ihr am Gehör stumpf geworden seid. 12 Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. 13 Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. 14 Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung [zwischen] Recht und Unrecht.

 

Paulus aber spricht in seinem Brief, den er um das Jahr 61 u.Z. schrieb, ermahnend zu den Judenchristen, die „am Gehör stumpf“ geworden waren, was bedeutet, dass das Gehörte nicht zum Verstand durchdrang! Sie waren wiederum in Gesetzeswerke verstrickt worden, weil sie die elementaren Dinge der Unterscheidung, was Gott will und was er ablehnt vergessen hatten! Sie konnten nicht mehr unterscheiden, was Recht und was Unrecht war! Dies aber bedeutet „feste Speise“, dass Christen bei jeder Sache erkennen können, ob Gottes GESETZ und sein Wille durch eine bestimmte Handlungsweise verletzt werden oder erfüllt sind!

 

11.1.3.4     Gottes Gebote zu halten ist nicht schwer!

Der Zweck des GESETZES und seiner Strafbestimmungen wurde durch Christus dadurch erfüllt, dass Befreiung von Schuld möglich wurde, indem er selbst schuldlos an unserer Stelle starb! Der Glaube an Jesus aber bedingt, dass wir seine Gebote halten. Jesus zeigte seine Liebe zu Gott dadurch, dass er dessen Gebote vollkommen einhielt!

 

http://www.mefag.de/images/gesjesus.jpg*** Rbi8  1. Johannes 5:3-4 ***

Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, 4 denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.

 

Wer somit die Gebote nicht hält, der ist auch ohne Liebe zu Gott, ein Heuchler! Jesus selbst beruft sich immer und immer wieder auf das GESETZ Mose und sagt deutlich, dass es nicht dahingefallen sei und wir es halten und lehren müssten. Jesus konzentrierte unsere Gedanken dabei jedoch meistens nur noch auf die zwei Hauptprinzipien: Die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten! Wer Liebe hat erfüllt das ganze GESETZ, weil Liebe weder Gott noch dem Nächsten etwas Schlechtes zufügt! In diesen zwei Geboten sind somit alle übrigen Gebote enthalten. Was aber „enthalten“ ist, das kann nicht als aufgehoben bezeichnet werden!

 

*** Rbi8  Römer 13:10 ***
Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des GESETZES.

 

Durch Jesus wurde eine neue, höhere Form der Gesetzeserfüllung eingeführt, indem das Prinzip hinter jedem GESETZ in den Vordergrund gestellt wird! Die aktive, nicht eigensüchtige, die selbstlose Liebe, die „Agape, die alle Widerstände zu überwinden vermag. Das GESETZ wurde dazu erlassen, dass wir weder uns selbst noch anderen Schaden zufügen. Paulus zeigt, was jene Agape alles vermag:

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:4-8 ***

Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, 5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. 6 Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. 7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.

8 Die Liebe versagt nie.

 

http://www.mefag.de/images/malzeikl.jpgNur für Menschen mit fehlender Liebe ist das GESETZ durch Moses gegeben worden! Gewisse Verfügungen wurden von Gott als Erinnerung erlassen, damit wir genau an diese Grenzen denken, die es nicht zu überschreiten gilt, indem weitere Details unter einem Hauptgebot aufgezeigt wurden oder ein generell darüber thronendes Prinzip erörtert wird. Darunter zählt auch der „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“, das Gottes generelles Recht symbolisiert zu spezifizieren, was für Menschen gut und was schlecht sei! Das 4. Gebot des Sabbats wird aufgeteilt in das Sabbatgebot und die sieben Festzeiten Jehovas. Zudem, erst nachdem sie ins Land der Verheissung gekommen waren, auch noch in das Sabbat- und Jubeljahr (3.Mo 25:1-7). Zu jenen Zeiten soll ganz spezifisch an den Schöpfer und seine Handlungen mit uns Menschen und seinem Volk gedacht werden!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz [[GESETZ]] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt, und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger, 10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner, Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Die gute Botschaft umfasst, somit auch Gottes GESETZE, indem sie nun auch Menschen der Nationen Gottes Willen betreffend das richtige Verhalten kundtut! All diese ungerechten, schlechten Dinge, die das GESETZ missbilligt hatten auch einige Christen in der Versammlung Korinth vorher getrieben. Nun aber waren sie rein gewaschen, nachdem sie sich Gottes Richtlinien auf ihr Herz geschrieben hatten und aufrichtig bereuten!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:9-11 ***

Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

 

Der Geist Gottes spricht auch durch die GESETZE und Verordnungen! Viele der von Paulus aufgezählten Details sind im Buch Levitikus enthalten, während die „Zehn Gebote“ nur die Hauptgesetze enthalten, die Bundesverfassung darstellt! Im kommenden nächsten Artikel dieser Serie behandeln wir das Buch Levitikus und wie es im neuen Testament Anwendung findet!

 

11.1.3.5     Söhne Gottes infolge Glauben an Jesus Christus

Um Söhne Gottes zu werden muss unser Glaube in Jesus durch entsprechende Werke gekennzeichnet sein! Den Christus anzuziehen bedeutet so zu denken wie jener dachte, so zu handeln wie jener handelte, in ihn als unser Haupt hineinwachsen und auf alles zu reagieren, was er sagt.

 

*** Rbi8  Galater 3:26-29 ***

Ihr alle seid tatsächlich Söhne Gottes durch euren Glauben an Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen. 28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder männlich noch weiblich; denn ihr alle seid einer in Gemeinschaft mit Christus Jesus. 29 Überdies, wenn ihr Christus angehört, seid ihr wirklich Abrahams Same, Erben hinsichtlich einer Verheißung.

 

http://kirchen-online.org/images/22.5-20120315-241-243n_480.jpgAbrahams Same können wir nur dann sein, wenn wir wie Abraham Gehorsam lernen und jede Anweisung Gottes ausführen, auch jene, die uns vorab zu schwierig erscheinen! Abraham war zudem auch ein freier Mann, der sich keinem anderen Herrscher untertan machte, weil er jene Stadt erwartete, die wahre Grundlagen hat! Er hoffte, statt sich auf Salem, die Stadt Melchisedeks abzustützen auf das „neue Jerusalem“, von dem er wusste, dass Gott der Bildner und Erbauer sein würde!

 

*** Rbi8  Hebräer 11:8-10 ***

Durch Glauben gehorchte Abraham, als der Ruf an ihn erging, nach einem Ort auszuziehen, den er zum Erbe erhalten sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er ging. 9 Durch Glauben weilte er als Fremdling im Land der Verheißung wie in einem fremden Land und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. 10 Denn er wartete auf die Stadt, die wahre Grundlagen hat, deren Bildner und Erbauer Gott ist.

 

Paulus spricht von einer ähnlichen Freiheit eines Christen, der sich, nachdem er sich in der Taufe Jesus unterordnete nicht wieder ein anderes „Haupt“ über sich setzen lässt, um erneut in Sklaverei zu kommen! Satan und sein System der Sünde aber möchte jeden für sich untertan halten, durch Religion, Politik oder Wirtschaft! Paulus sprach in Beziehung zu jenen falschen Brüdern, die aus Jerusalem gekommen waren und die Beschneidung predigten, um sich der Galater als ihren Besitz zu rühmen!

 

*** Rbi8  Galater 5:1-6 ***

Für eine solche Freiheit hat Christus uns frei gemacht. Darum steht fest, und laßt euch nicht wieder in ein Joch der Sklaverei spannen.

2 Seht! Ich, Paulus, sage euch, daß Christus euch nichts nützen wird, wenn ihr euch beschneiden laßt. 3 Überdies lege ich noch einmal vor jedem Menschen, der sich beschneiden läßt, Zeugnis ab, daß er verpflichtet ist, dem ganzen GESETZ nachzukommen. 4 Ihr seid von Christus losgetrennt, wer ihr auch seid, die ihr versucht, durch Gesetz [[Gesetzeswerke (wie die Beschneidung)]] gerechtgesprochen zu werden; ihr seid von seiner unverdienten Güte abgefallen. 5 Wir für unseren Teil erwarten durch den Geist sehnlich die erhoffte Gerechtigkeit als Folge des Glaubens. 6 Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

Die Juden aus Jerusalem, die von Jakobus her gekommen waren, sie hatten versucht die Beschneidung am Fleisch auch bei den Heidenchristen neu einzuführen. Paulus erklärt, dass die Beschneidung nach der Taufe das äusserliche Zeichen dazu sei, dass auch alle übrigen Verordnungen Gottes an die Nation Israel gehalten werden müssten! Viele dieser Bestimmungen wurden durch Jesus als Hohepriester weggetan, wie z.B. die blutigen Opfer im Tempel, das Zahlen eines Zehnten, die drei jährlichen Besuche Jerusalems zu den Festzeiten usw. Durch Beschneidung als Erwachsener aber würde sich jemand erneut auch unter den „Fluch“ stellen, wenn er irgendein Gebot den „Bund mit Levi“ betreffend übertritt!

 

Die „unverdiente Güte“, die uns durch Jesu vergossenes Blut vom „Fluch“ aufgrund früherer Sünden befreit hat, diese Befreiung wäre dadurch unnütz geworden, Jesus wäre vergeblich für uns gestorben, ein neues Todesurteil lastet auf uns! Es wäre eine Verneinung Gottes und Jesu, die doch im Falle des Kornelius durch Ausgiessen des heiligen Geistes und anschliessender Taufe deutlich machten, dass jene Gemeinschaft ohne Beschneidung vor Jehova rein erklärt wurde!

 

Am Gerichtstag Gottes muss Jesus daher jene als „Schafe“ zu seiner Rechten stellen, welche das GESETZ durch das Wirken aktiver Liebe erfüllten und nicht durch Opfer, die sie aufgrund von Sünden zum Tempel bringen! Durch Werke des Glaubens wird der Gerechte gerechtgesprochen, nicht durch Gesetzeswerke! „Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

11.1.3.6     Das Festhalten an jüdischen Bräuchen durch Christen bedeutet einen Stolperstein

Viele der fleischlichen Juden, die sich zu Christus bekannten, konnten sich nur schwer oder kaum von ihren liebgewonnen jüdischen Bräuchen lösen, obwohl diese nun seit Jesu Kommen nicht weiter Bedingung zur Rettung waren!

 

So blieb für viele Judenchristen der Tempel in Jerusalem weiterhin das Zentrum der Anbetung, obwohl Jesus gegenüber der Samaritanerin erklärt hatte, dass dies künftig nicht mehr der Fall sein sollte! Jehova hatte nach Jesu Tod den Tempel verworfen, wie Jesus dies deutlich angekündigt hatte. Im Jahre 70 u.Z. wurde er durch die Römer zerstört und Jerusalem vernichtet! (Mat 23:37-39) Andererseits war es der Treffpunkt aller Juden und daher für die Jünger ein Ort um Zeugnis abzulegen.

 

Henne mit Küken*** Rbi8  Matthäus 23:37-39 ***

Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind — wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel versammelt! Ihr aber habt nicht gewollt. 38 Seht! Euer Haus wird euch verödet überlassen. 39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von nun an auf keinen Fall mehr sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!‘ “

 

Christen sollten nach Jesu Tod und Auferstehung selbst als Einzelne ein lebendiger Tempel sein, der durch Gottes Geist bewohnt würde. Um zu beten hatte Jesus erklärt, dass wir uns in die „inneren Gemächer“ des eigenen Hauses zurückziehen sollten und die ersten Christen trafen sich zur Anbetung in Privathäusern!

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:16-17 ***

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

Dieser geistige Tempel wird durch sündige Handlungen unrein und für Gott unbewohnbar! Gottes Geist zieht sich zurück und der Geist dieses Systems, der Welt nimmt vom Sünder erneut Besitz! Dadurch ist der Tempel für Gott zerstört und göttliche Vernichtung schlummert für jene nicht, die sich der Zügellosigkeit und Habsucht hingeben! Wer wie Sauerteig auf die Versammlung Gottes durch falsches Beispiel oder falsche Lehre einen negativen Einfluss ausübt muss aus der Versammlung Gottes entfernt werden! (1.Kor 5:12, 13, Tit 3:10, 11)

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:1-3 ***

Es gab indes auch falsche Propheten unter dem Volk, wie es auch unter euch falsche Lehrer geben wird. Ebendiese werden unauffällig verderbliche Sekten einführen und werden sogar den Besitzer verleugnen, der sie erkauft hat, wodurch sie schnelle Vernichtung über sich bringen. 2 Ferner werden viele ihren Zügellosigkeiten folgen, und ihretwegen wird vom Weg der Wahrheit lästerlich geredet werden. 3 Auch werden sie euch aus Habsucht mit verfälschten Worten ausbeuten. Was aber sie betrifft, so nimmt das Gericht von alters her keinen langsamen Verlauf, und ihre Vernichtung schlummert nicht.

 

http://www.bonn-evangelisch.de/Bilderintern/MoscheeKirchenBN800.jpgAbgefallene Christen behaupteten nach dem Tod des letzten Apostels Johannes, bereits kurz nach dem Jahr 100 u.Z. beginnend, dass Kirchen, Tempel und später Königreichssäle der Ort wären, wo angebetet werden müsse. Sie widersprechen Jesus dadurch ebenso! Es sind alles Orte, wo durch Habsucht Menschen versklavt und ausgenutzt werden sollen, wo aber der wirkliche Besitzer der Schafe,  Jesus verleugnet wird!

 

Auf die spezifische Frage der samaritanischen Frau am Brunnen von Sychar antwortete Jesus mit deutlicher Klarheit: Gott muss mit „Geist und Wahrheit“ angebetet werden, Er ist ein Geist und wohnt nicht in steinernen Kirchengebäuden, die mit allerlei Bildnissen, Statuen und heiligen Gegenständen die Götzen gewidmet sind ausgestattet sein mögen! Dort zu wohnen behalten sich nur die Dämonen vor (Jes 13:21, 22; Off 9:20, 21).

 

*** Rbi8  Johannes 4:20-26 ***

Unsere Vorväter haben auf diesem Berg angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ 21 Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden. 26 Jesus sprach zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Christen gehen somit in ihre „inneren Gemächer“, im eigenen Haus um in Abgeschiedenheit zu Gott zu beten und ihm ihre Fehler einzugestehen. Sie versammeln sich wie die ersten Christen in Privathäusern, nachdem sie Gottes Gebot „geht aus ihr hinaus“ erfüllt haben und „Babylon die Grosse“, das Weltreich der Religionen verlassen haben, die längst ein Versteck für Dämonen, und jedes unreinen, gehassten Vogels geworden ist. Christen jedoch beten Gott mit „Geist und Wahrheit“ an, dazu sind keine speziellen steinernen Gebäude notwendig! (Off 18:4).

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:2-3 ***

Und er rief aus mit starker Stimme, indem er sprach: „Sie ist gefallen! Babylon die Große ist gefallen, und sie ist eine Wohnstätte von Dämonen und ein Versteck jeder unreinen Ausdünstung und ein Versteck jedes unreinen und gehaßten Vogels geworden! 3 Denn wegen des Weines der Wut ihrer Hurerei sind [ihr] alle Nationen [zum Opfer] gefallen, und die Könige der Erde haben Hurerei mit ihr begangen, und die reisenden Kaufleute der Erde sind zufolge der Macht ihres schamlosen Luxus reich geworden.“

 

Gott verzeiht geistige Hurerei mit anderen Göttern und Dämonen nicht, wenn wir einmal sein GESETZ verstanden haben! Wie Jesus erklärte, hatten auch jene Juden, die nicht an ihn glaubten, den Teufel und nicht Abraham zum Vater, weil sie ebenso wie jener in der „Wahrheit nicht fest standen“, sondern ihren religiösen Führern weit mehr Glauben schenkten, wie den Worten Mose, den Propheten und den Werken Jesu. Wiederum beten Christen heute zu etwas, das sie nicht kennen, zu einem dreieinigen Gott, den niemand zu erklären vermag, weil er ein so genanntes „heiliges Geheimnis“ sei, während Jesus dieses Geheimnis doch vollkommen gelüftet hatte und Aufschluss über den einen Gott Jehova, den Vater gab! (Joh 6:46).

 

*** Rbi8  Johannes 1:18 ***

Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen; der einziggezeugte Gott, der am Busen[platz] beim Vater ist, der hat über ihn Aufschluß gegeben.

 

Somit ist nur der Vater, Jehova Gott und wer Jesus erkannt hat, der erkennt auch den Vater, weil er ein getreues Abbild ist. Dies hatte er doch selbst dem ungläubigen Apostel Thomas erklärt! Er ist der Mittler der uns zum Vater führt!

 

*** Rbi8  Johannes 14:6-7 ***

6 Jesus sprach zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

 

Jesus zu erkennen ist somit Voraussetzung, um Jehova als Gott und als Vater von Jesus anzuerkennen! Um aber vom Vater anerkannt zu werden ist es notwendig Jesu geredetes Wort zu halten!

 

*** Rbi8  Johannes 8:54-55 ***

Mein Vater ist es, der mich verherrlicht, er, von dem ihr sagt, er sei euer Gott; 55 und doch habt ihr ihn nicht erkannt. Ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, wäre ich wie ihr ein Lügner. Ich kenne ihn aber und halte sein Wort.

 

Jesus nennt die Juden offen und ohne Scheu Lügner, weil sie behaupteten Gott zu kennen, ihn aber als den vorhergesagten Abgesandten Gottes und Messias zurückwiesen! Was würde er wohl heute zur Christenheit sagen?

 

11.1.3.7     Jene die Ursache haben wollen sich des Fleisches zu rühmen

So blieb in den Gedanken einiger Judenchristen, die von den Pharisäern her stammten, die Beschneidung des Fleisches weiterhin ein grundsätzliches Erfordernis. Zu dem hinzu aber kam der Hass der übrigen Juden die Jesus nach wie vor ablehnten, die an der strikten Trennung von Beschnittenen und Unbeschnittenen festhielten. Dies musste zwangsläufig zum Ausstossen und Verfolgen von jenen führen, die Christus bekannten, weil jene phari9säischen Christen sich ja nach GESETZ durch Unreine verunreinigten! Das geht deutlich aus den Worten des Petrus im Zusammenhang mit Kornelius hervor!

 

statistik2007Jene Christen von Jerusalem her, die nach Antiochia gekommen waren, welche die Galater zur Beschneidung drängten suchten somit Anhänger für sich, um sich ihrer zu rühmen! Jede heutige christliche Sekte prahlt mit der Anzahl ihrer Anhänger!

 

*** Rbi8  Galater 6:12-16 ***

Alle, die von gefälliger Erscheinung im Fleische [[(Juden)]] sein wollen, versuchen euch zur Beschneidung zu nötigen, nur damit sie nicht wegen des Marterpfahls [[Pfahls]] des Christus, Jesu, verfolgt werden. 13 Denn nicht einmal die, die beschnitten werden, halten selbst das GESETZ, sondern sie wollen, daß ihr beschnitten werdet, um Ursache zu haben, sich eures Fleisches zu rühmen. 14 Nie möge es geschehen, daß ich mich rühme, ausgenommen des Marterpfahls [[Pfahls]] unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt an den Pfahl gebracht worden ist und ich der Welt. 15 Denn weder Beschneidung ist etwas noch Unbeschnittenheit, sondern eine neue Schöpfung [ist etwas]. 16 Und alle, die nach dieser Regel des Benehmens ordentlich wandeln werden, über sie komme Frieden und Barmherzigkeit, ja über das Israel Gottes.

 

Paulus rühmte sich nicht der Versammlungen, die er gegründet hatte und der Christen, die jenen Versammlungen angehörten! Niemand wurde „in Paulus“ getauft, wie dies heute in christlichen Kirchen praktiziert wird, wo einer als Katholik, ein anderer als Mormone und ein dritter als Jehovas Zeuge getauft wird, als ob Christus in verschiedenen, geteilten Leibern existieren würde! Alle wollen Besitzer ihrer Gläubigen sein, um sich ihrer zu rühmen (1.Kor 1:12-15).

 

Das „Israel Gottes“ ist die neue Schöpfung, die nicht abhängig ist von der Beschneidung! Wer zum „Israel Gottes“ gehört, der muss sich gemäss der „Regel des Benehmens“ verhalten, Liebe zu Gott und zum Mitmenschen aktiv unter Beweis stellen und keine der göttlich gesetzten Grenzen überschreiten! Die Liebe aber steht höher als die GESETZE! Er anerkennt als einziges Haupt Jesus, als seinen König und seinen Hohepriester! Das eine bedingt das andere!

 

11.1.3.8     Der Schein und das Wesen der Dinge

Im Brief an die Kolosser erklärt Paulus einige wichtige Aspekte der Hoffnung jener „Heiligen“, welche Diener des Christus waren und im Lichte der  Unterweisung wandelten, die Jesus hinterlassen hat: Die Hoffnung, die aufgrund der „Verkündigung der Wahrheit von dieser guten Botschaft“ für uns in den Himmeln aufbewahrt ist, wo unser Bürgerrecht im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ eingetragen ist (Kol 1:5). Jesus ist im Himmel aufbewahrt, von woher wir ihn sehnlich erwarten! „Was uns betrifft, unser Bürgerrecht besteht in den Himmeln, von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, damit er seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig werde, gemäß der Wirksamkeit der Kraft, mit der er sich auch alle Dinge unterwerfen kann.“ (Php 3:20, 21)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 3:19-21 ***

Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.

 

Die Zeit der Wiederherstellung ist gekommen! [B1>] Jesu Tod brachte Versöhnung mit Gott für all jene, die das Opfer annahmen und noch annehmen würden. Das GESETZ lehrte, dass Sünde den Tod zur Folge hatte und führte uns zum Christus, um ihn als „Führer“ und „Haupt“ aller Dinge anzuerkennen. Im Gegenzug aber wurde uns durch unverdiente Güte Gottes das Todesurteil von unserem Haupt abgewendet und uns Eingang in das „Königreich des Sohnes der Liebe  gewährt, das uns schlussendlich zu Vollkommenheit und ewigem Leben führt (Kol 1:13).

 

Wo Licht ist und wo ein Objekt steht, da wird Schatten voraus geworfen. Paulus erklärt gewisse Dinge innerhalb des GESETZES, die wie eine Vorankündigung besserer Dinge notwendig waren, um das Volk Israel vorzubereiten, dass es dem Messias Gehorsam zollen würde.

 

*** Rbi8  Hebräer 10:1-2 ***

Denn da das GESETZ einen Schatten der künftigen guten Dinge, nicht aber das Wesen der Dinge selbst hat, können [die Menschen] niemals mit den gleichen Schlachtopfern, die sie fortgesetzt Jahr für Jahr darbringen, die Hinzutretenden vollkommen machen. 2 Würde sonst nicht das Darbringen der [Schlachtopfer] aufgehört haben, weil die, die heiligen Dienst verrichteten und ein für allemal gereinigt worden wären, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten?

 

image090Wiederum steht der Begriff „GESETZ“ für das ganze Werk Mose, seine fünf Bücher, in diesem Falle aufgrund des Kontextes aber spezifisch auf das Buch Levitikus verweisend, wo die Opfer im Tempel in den Kapiteln 1-7 im Einzelnen besprochen sind! All diese Opfer zeigen die Abhängigkeit des Menschen von göttlicher Gunst, die er in sündigem Zustand nicht erlangen kann. Die Opfer hatten den Sinn der Reinigung von Sünden und der Gunsterlangung seitens Gottes. Obwohl immer dieselben Opfer täglich aufs Neue dargebracht wurden konnten sie trotzdem die Erinnerung an Sünde nicht auslöschen! Dies prägte Israel ein, dass ein grösseres Opfer notwendig wäre, um Sünde aller neu Hinzutretenden vollkommen auszutilgen. Das Bewusstsein der Priester, die heiligen Dienst im Tempel verrichteten, wurde dadurch auf ein grösseres künftiges Opfer hin gelenkt! Ein einziges Opfer, dass alle weiteren Schlachtopfer unnötig machen würde: Der Tod eines unschuldigen, vollkommenen menschlichen Lebens!

 

Der Brief an die Hebräer richtet sich an Christen, die in den Schriften des „alten Bundes“ mit Levi gut bewandert waren, nun aber die Veränderungen des „neuen Bundes“ mit Christus verstehen mussten. Für uns ist es ebenso wichtig die vielschichtigen Zusammenhänge zu den göttlichen GESETZEN und die dahinterliegenden Prinzipien zu verstehen.

 

 

VORSCHAU AUF DEN KOMMENDEN ARTIKEL:

 

   Im 2.Teil dieser Artikelserie im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Januar 2007 unter dem Titel: 7.1.1  Die Speisevorschriften als Teil der levitischen Vorschriften  behandeln wir Beziehungen zwischen dem Buch Levitikus und seiner Anwendung in den Griechischen Schriften des Neuen Bundes. Dazu ist notwendig zu sehen, was das Ende des Salzbundes mit Levi und der „Neue Bund für ein Königreich“ mit Jesus für Veränderungen brachten, durch den von Paulus erklärten „Wechsel im Gesetz“. Ein Wechsel bedeutet nicht zwangsläufig Abschaffung! Was genau war der Entscheid des Apostelkonzils im ersten Jahrhundert und welche Bedeutung hatte er?

 

Die Speisevorschriften als Teil des Bundes mit Levi

   

   Welche Rolle spielt das eigene Gewissen bei der Definition, was Sünde ist?

   Welche Veränderungen brachte Jesus, die das Buch Levitikus betreffen?

   Levitikus 1-7:  Gottes Bestimmungen im Hinblick auf Opfergaben im Tempel

   Levitikus 8-10:  Die Vorgaben in Levitikus betreffend Einsetzung der aaronschen Priesterschaft

   Levitikus 11:  Die Speise- und die Hygienevorschriften

   Levitikus 12:  Gottes Gesetz der Beschneidung an Abraham gilt für ganz Israel!

   Levitikus 13-15:  Die Hygienegesetze sind bis heute nützlicher Schutz

   Levitikus 16, 17:  Der Sühnetag und das Blut, das der Sühne dient

   Levitikus 18:  Sexualgebote und die Straffolgen bei Übertretung des 7.Gebotes

 

 

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