Newsletter „DER WEG“ 7/10-3   Oktober 2007

Neubearbeitung: 27.4.14

 

 

Lehrer der guten Botschaft:  7.10.3  Jesus vernichtete die trennende Zwischenwand die Völker getrennt hat  

 

2.Teil:   Die Apostelgeschichte und die vier Missionsreisen des Paulus als Hinweis dafür, wie die „Zwischenwand“ entfernt wurde

 

   Im 1.Teil vom September 2006 im Artikel 6.9.3  Genau erkennen lernen, welche Zwischenwand entfernt wurde und welche weiter besteht! Wir behandelten die folgenden Hauptthemen:

 

   Was war der Sinn der „Zwischenwand“ zwischen den beiden Völkern?

   Welcher Zaun und welche „Zwischenwand“ musste der Christus abbrechen?

   Das Haupt in Israel setzt die wahren Grenzen und veränderlichen „Zwischenwände“ fest!

   Das Königreich des Christus bildet keinen Teil dieser Welt und ist kein Teil der Religionen!

 

   Die Bedeutung der Frage um die Beschneidung des Fleisches zeigte sich erstmals in seiner Tiefe im Streit, der in Antiochia seinen Beginn hatte. Jesus selbst war es gewesen der jene „Zwischenwand“ niedergerissen hatte, als er auf den heidnischen Offizier Kornelius und dessen ganze Hausgemeinschaft heiligen Geist ausgoss. Wie Petrus dies deutlich bestätigte waren jene nicht beschnitten, als sie danach erst noch im Wasser getauft wurden!

 

Die Hausgemeinschaft des Kornelius empfängt Petrus*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:45-48 ***

Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren, die zu den Beschnittenen gehörten, staunten, weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde. 46 Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen. Da ergriff Petrus das Wort: 47 „Kann jemand das Wasser verwehren, so daß diese nicht getauft würden, die den heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?“ 48 Hierauf gebot er, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden. Dann baten sie ihn, einige Tage dazubleiben.

 

   Das Apostelkonzil des Jahres 49 u.Z. musste darin vorab Petrus und nun Paulus in dieser Streitfrage recht geben. Paulus wurde dadurch zudem nun offiziell als den von Jesus für die Nationen eingesetzten Apostel an der Stelle des Judas Iskariot anerkannt! Damit wurde die Autorität des Paulus als dem zwölften von Jesus erwählten Apostel gefestigt, was zuvor immer wieder von seinen Gegnern in Frage gestellt wurde! (Eph 1:1; Kol 1:1)

 

   Die vordringliche Aufgabe war es nun, die Spaltung die entstanden war zu überbrücken und die erneute Vereinigung der beiden Gruppen, der beschnittenen Judenchristen, Ebioniten und der unbeschnittenen Heidenchristen, der Paulikaner im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ voranzutreiben. Beide mussten gemeinsam den einen, ungeteilten „Leib des Christus“ bilden! Sie sollten sich nicht als voneinander getrennte Gruppen betrachten! Viele Anstrengungen vor allem des Paulus in seinen Briefen sind nur von diesem Blickwinkel her verständlich!

 

   Dabei errichtete Jesus aber gleichzeitig die bereits im GESETZ vorgesehene Zwischenwand“ erneut auf, die all jene die innerhalb des „Königreiches des Christus“ sind, die Getauften und am Herz Beschnittenen von denen abtrennt, die draussen in der Welt sind (Joh 3:18).

 

   Der Teil ausserhalb des „Soreg“, „der Vorhof der Nationen“ sollte nicht nach dem Massstab Gottes ausgemessen werden! Er war von Gott her „hinausgeworfen“ worden! Die gesetzlich festgesetzte „Trennwand“ blieb somit klar und deutlich weiterhin erhalten, wo nur das Reine Zutritt zum Heiligtum Gottes erhält! „Die Versammlung Gottes“ blieb auch künftig von der Welt abgetrennt, das „Tempelheiligtum Gottes“ muss rein sein. Johannes erhielt von Jesus her den Auftrag dieses „Innere des Tempels“ aufgrund der vorgegebenen göttlichen Normen auszumessen. Der geistige Tempel ist die Versammlung! Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ (2.Kor 6:16)

 

image004*** Rbi8  Offenbarung 11:1-2 ***

Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Stab gleich, als er sprach: Steh auf, und miß das Tempel[heiligtum] Gottes und den Altar und die darin Anbetenden. 2 Aber was den Vorhof außerhalb des Tempel[heiligtums] betrifft, wirf ihn hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten.

 

All jenen, die sich das GESETZ Mose auf ihr Herz geschrieben hatten wurde durch die Taufe Zugang gewährt, unabhängig, ob zuvor Jude, Samaritaner oder Heide. Das GESETZ wurde nun in der von Jesus erneuerten Form durch Paulus das „GESETZ des Christus“ genannt. Aus dem fleischlichen Israel entstand durch einen auserwählten Überrest unter dem „neuen Bund“ des Christus das geistige Israel, das schlussendlich am Tag des Herrn ein einziges Israel bilden wird, das „Israel Gottes“!

 

*** Rbi8  Jeremia 31:33 ***

„Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz [[GESETZ]] in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“

 

   Nur die Aufzeichnung in graphischer Form auf der Zeitachse zeigt die Übergänge, die Schnittstellen von einem zum anderen Bündnis, vom bisherigen „Königreich Gottes “ zum „Königreich des Sohnes“ und schlussendlich hin zum „Königreich des Vaters“!

 

Wer ist zu welchem Zeitpunkt "Gottes Volk" und wer gehört wann zum Volk Jesu?

 

   Dabei erzeigte sich mit Deutlichkeit, dass nicht alle vom GESETZ vorgegebenen „Zwischenwände“ vernichtet wurden, bestehend aus verschiedenartige Abtrennungen, die dem Schutz der Nation Israel vor fremdem unerwünschtem Einfluss dienten. Einige Religionsstifter verkündeten sogar voreilig, dass Jesus das „Ende des GESETZES“ sei! Das „Königreich des Sohnes der Liebeversetzte vielmehr innerhalb des weiter bestehenden GESETZES solche Zwischenwände“ weiter nach draussen, um dem Anspruch Jehovas zu erfüllen, das Königreich auf der ganzen Erde verkünden zu können und Menschen der Nationen den Einlass in Christi Königreich zu ermöglichen! Jesus war nicht gekommen um das GESETZ abzubrechen, sondern es zu erfüllen und um es den Nationen als Licht zu bringen!

 

*** Rbi8  Jesaja 42:6-7 ***

Und ich werde dich behüten und dich zu einem Bund des Volkes geben, zu einem Licht der Nationen, 7 [damit du] die blinden Augen öffnest, aus dem Kerker den Gefangenen herausführst, aus dem Haus der Haft die in Finsternis Sitzenden.

 

   Da christliche Religionen das „Königreich des Sohnes“ meist mit dem „Königreich des Vaters“ gleichsetzen entgehen ihnen die Unterschiede zwischen beiden und das klare Verständnis geht verloren!

 

   In diesem 2.Teil der Serie behandeln wir inwieweit die von Paulus erwähnte „Zwischenwand“ weggeräumt wurde, welche die zwei Völker, die Juden und Heiden voneinander getrennt hatte. Diese Trennung bestand seit der Gründung der Nation Israel am Horeb, bis hin zum Tod des Christus und dreieinhalb Jahre darüber hinaus, solange der „Bund mit den vielen“ aufrecht war! (Da 9:27) Erst mit der Taufe des Kornelius wurde wie schon erwähnt diese „Zwischenwand“ niedergebrochen, damit alle die Glauben an den Christus ausüben, sowohl Juden wie Heiden nun in der Christenversammlung zum einen „Leib des Christus“ vereint werden können. Das war etwas Neues, eine vollkommen neue Schöpfung!

 

   Paulus erhielt gewichtige Visionen und Offenbarungen seitens Jesu, damit er die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ mit vielen Details zu beschreiben in der Lage war! Dies sollte seine Autorität gegenüber den Heidenchristen aber vor allem auch gegenüber den Judenchristen, den „Ebioniten“ fördern!

 

  Eine systematische Betrachtung des Ablaufs der Ereignisse die in der Apostelgeschichte aufgezeichnet sind, zusammen mit dem neuen „Zeitband Apostelgeschichte & Urchristentum des ersten Jahrhunderts“ und einer Karte der sonst unbekannten und nirgends erwähnten 4.Missionsreise des Paulus nach der 1. bis zur 2. Gefangenschaft helfen uns die Ereignisse untereinander in ihrer durch die Geschehnisse vorgegebenen Ablauflogik zu verbinden, um sie dadurch besser zu verstehen und im Geist korrekt in das Umfeld einzureihen!

 

HINWEIS: Der neuste Stand der Erkenntnis wird nur auf den Originalkarten im Register ZEITBÄNDE X4.2-25 Apostelgeschichte und  X4.2-26 Paulus Rom-Mazedonien-Rom nachgeführt! Um den aktuellsten Stand der Erkenntnis zu kennen lohnt es jene Dokumentationen ausgedruckt beim Studium dieses Artikels vor sich zu haben! (Beachte die Hinweise zum Ausdrucken)

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

10.3  Die Apostelgeschichte und die vier Missionsreisen des Paulus als Hinweis dafür, wie die „Zwischenwand“ entfernt wurde. 4

10.3.1         Die 1. Missionsreise des Paulus: 46-48 u.Z.; Die Beschneidungsfrage und das Apostelkonzil in Jerusalem: 49 u.Z, 4

10.3.1.1       Die Vision des Paulus vom „dritten Himmel 4

10.3.1.2       Welcher ist der wahre 12.Apostel: Matthias oder Paulus? Wer erhielt Visionen und Offenbarungen?. 5

10.3.1.3       Gesetzesübertretung soll offen ans Licht gebracht werden! 7

10.3.1.4       Die erste Missionsreise: Paulus und Barnabas dafür ausgesondert: 46-48 u.Z. (Karte M1) 8

10.3.1.5       Die Beschneidungsfrage in Antiochia und die Lösung am Apostelkonzil in Jerusalem 49 u.Z. 10

10.3.1.6       Lehrte Paulus wirklich Abfall vom GESETZ Mose gegenüber den „Ebioniten“ oder den „Paulikanern“?. 13

10.3.1.7       Das Schreiben des Apostelkonzils an die Versammlung Antiochia: 49 u.Z. 13

10.3.2         Die 2. Missionsreise des Paulus nach Asien, Mazedonien und Griechenland: 49-51 u.Z. 15

10.3.2.1       Vorbereitungen zur zweiten Missionsreise die bis nach Griechenland führte. 15

10.3.2.2       Die zweite Missionsreise bis Mazedonien und Griechenland und nach der Provinz Asien: 49-51 u.Z. (Karte M2) 15

10.3.2.3       Die Rückreise ab Korinth via Ephesus. 18

10.3.3         Die 3. Missionsreise: 1.Teil von Antiochia bis nach Ephesus: 53-55 u.Z. 19

10.3.3.1       Begleitumstände der dritten Missionsreise (Karte M3) 19

10.3.3.2       Gültige und nicht gültige Taufen. 20

10.3.3.3       Wer ist zum Predigen und zum Taufen hinreichend befähigt?. 21

10.3.3.4       Niemand darf in Personen oder Organisationen hinein taufen! 22

10.3.3.5       Die Bewegung der Wiedertäufer gehen auf die Regeln des Paulus ein! 23

10.3.3.6       Wer darf rechtmässig im Namen Jesu und im Namen des Paulus predigen?. 23

10.3.4         Die 3.Missionsreise: Lehren die aus den Ereignissen in Ephesus und der Artemisanbetung gezogen werden sollten. 25

10.3.4.1       Der Widerstand der Anbeter der Artemis und die längerfristig tragischen Folgen für die Versammlungen Asiens. 25

10.3.4.2       Existieren Verbindungen innerhalb des Aufstandes der Silberschmiede in Ephesus mit dem Juden Alexander, dem Kupferschmied?. 25

10.3.4.3       Gottlose Menschen schreiten vom Schlechten zum Schlimmeren voran! 26

10.3.4.4       Religiöse Lehren die bewirken, dass Sünde sich bis zum Himmel aufhäuft 27

10.3.5         Die 3.Missionsreise: 2.Teil ab Ephesus bis Jerusalem: 55-56 u.Z. 28

10.3.5.1       Fortsetzung der 3.Missionsreise von Ephesus nach Mazedonien und Griechenland. 28

10.3.5.2       Die Rückreise von Griechenland über Mazedonien nach Philippi 29

10.3.5.3       Die Rückreise von Philippi und per Schiff nach, Troas, Milet und Cäsarea. 30

10.3.5.4       Die Zusammenkunft mit den Vorstehern aus Ephesus in Milet 30

10.3.5.5       Das letzte Wegstück von Tyrus bis Jerusalem.. 32

10.3.6         Die 1. Gefangenschaft in Jerusalem, Cäsarea und Rom: 56-61 u.Z. 32

10.3.6.1       Entscheid des Jakobus und der Vorsteher Jerusalems: Der Aufruhr im Tempel und die Gefangennahme. 32

10.3.6.2       Die Gegner des Paulus behaupteten Paulus würde „Abfall vom GESETZ Mose“ lehren! 33

10.3.6.3       Gefangenschaft in Cäsarea: 56-58. 35

10.3.6.4       Reise nach Rom und Gefangenschaft vor dem Cäsar; seine Freilassung: 58-61 (Karte M5) 38

10.3.7         Die 4. Missionsreise des Paulus: Die Zeit der Freilassung bis zur 2.Gefangenschaft & Tod: 61–64 u.Z. 40

10.3.7.1       Zwischenzeit in Freiheit und Reise; 2. Haft & Tod des Paulus in Rom: 61-64 (Karte M4) 40

10.3.7.2       Ab Nikopolis durchreist Paulus Mazedonien bis Philippi 41

10.3.7.3       Die Stationen der 4.Missionsreise am Ende der Haft, um die Versammlungen zu stärken. 43

10.3.7.4       Die Gefangennahme in Ephesus (?) und der Transport nach Rom: 63 u.Z. 44

10.3.7.5       Die Treue des Onesiphorus bei der 2.Gefangenschaft durch Paulus hervorgehoben. 46

10.3.8         Schlussfolgerungen zur 4.Missionsreise aufgrund der letzten drei Briefe des Paulus und zu den übrigen Schriften des Kanons. 46

10.3.8.1       Ende der 1.Gefangenscht: Die Reiseroute ab Rom nach Mazedonien, Asien und zur Hinrichtung nach Rom.. 47

10.3.8.2       Vernichtete die Katholische Kirche Dokumente, die eigentlich innerhalb der Kanonischen Schriften sein müssten?. 48

10.3.8.3       Inspirierte Äusserungen von Dämonen durch mündliche Botschaften und Briefe angeblich der Apostel 50

10.3.8.4       Wir müssen Gott dem Herrscher mehr gehorchen als Menschen! Mutig zum geschriebenen Wort stehen! 52

10.3.8.5       Leere Reden sind bis heute verurteilt, die verletzen, was heilig ist! 53


 

10.3         Die Apostelgeschichte und die vier Missionsreisen des Paulus als Hinweis dafür, wie die „Zwischenwand“ entfernt wurde

 

 

10.3.1      Die 1. Missionsreise des Paulus: 46-48 u.Z.; Die Beschneidungsfrage und das Apostelkonzil in Jerusalem: 49 u.Z,

 

10.3.1.1     Die Vision des Paulus vom „dritten Himmel“

In seinem 2.Brief an die Korinther, welchen Paulus nach Pfingsten des Jahres 55 auf der 3.Missionsreise aus Mazedonien schrieb erwähnt er ein Ereignis, das vierzehn Jahre zuvor lag. Das müsste vom Standpunkt des Schreibens aus gesehen somit um das Jahr 41 oder 42 gewesen sein. Er spricht von „Visionen und Offenbarungen des Herrn“ (Rö 16:25-27) (siehe Zeitband Apostelgeschichte: Blaue, gestrichelte Gedankenlinie hin zum 2.Korintherbrief; rot umrandet angezeichnet).

 

Um jene Zeit herum befand Paulus sich in den „Gegenden von Syrien und Zilizien“ (Gal 1:21), möglicherweise war dies auch bereits zuvor, als er in seiner Heimatstatt Tarsus weilte (36-38)(Gal 1:17), wohin in Petrus nach seinem 1.Besuch in Jerusalem um 35 u.Z. aufgrund eines Mordversuchs der Juden sandte (Apg 9:28-30). Barnabas suchte und fand ihn dort um das Jahr 38 u.Z. Paulus nahm ihn mit nach Antiochia, wo sie gemeinsam ein Jahr predigten (Apg 11:22-26). Es ist die dieselbe Zeit, in welcher der Prophet Agabus von Jerusalem nach Antiochia kam und eine kommende grosse Hungersnot ankündigte (Apg 11:27, 28), die zur Zeit des Claudius, sieben Jahre später im Jahre 46.u.Z.eintraf.

 

Paulus instruirt seinen Helfer BarnabasDiese Ankündigung veranlasste Paulus mit Barnabas zusammen im Jahre 39 eine erste Spende aus Antiochia nach Jerusalem hinaufzubringen (Apg 11:30). Danach lehrten sie etwa sieben Jahre in Antiochia, während sich dort „Propheten und Lehrer“ befanden (Apg 13:3).

 

Um 41 u.Z. wäre Paulus somit in Antiochia gewesen und hatte dort „übernatürliche Visionen und Offenbarungen des Herrn“, von denen er vorerst nicht reden durfte, wo er „unaussprechliche Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist“ (2.Kor 12:3, 4).

 

image008Offenbar bereits seit der ersten Vision die Jesus Paulus zu sehen gewährte, als er auf dem Weg von Jerusalem nach Damaskus das helle Licht sah, erhielt Paulus bei mehreren Gelegenheiten „ein Übermass der Offenbarungen“. Dies erst machte ihn zu dem „auserlesenen Gefäss“, das er von da ab war, um die Tiefe der kommenden Ereignisse offenzulegen. Viele dieser Informationen sollen uns heute in der Endzeit dienen, um ein exaktes Verständnis kommender Dinge zu erhalten! Er war ausgesandt die gute Botschaft sowohl „zu den Nationen als auch vor Könige und zu den Söhnen Israels zu bringen“! (Apg 9:15) Offenbar waren vorab die Judenversammlungen in der Diaspora gemeint, während die übrigen Apostel vorab in Jerusalem und Samaria tätig waren.

 

Paulus dufte damals um das Jahr 41 u.Z. bereits einen Blick in den „dritten Himmel“, den Himmel Jehovas werfen und er war vom Gesehenen überwältigt!

 

*** Rbi8  2. Korinther 12:1-4 ***

Ich muß mich rühmen. Es ist nicht nützlich; aber ich werde auf übernatürliche Visionen und Offenbarungen [des] Herrn übergehen. 2 Ich kenne einen Menschen in Gemeinschaft mit Christus, der vor vierzehn Jahren — ob im Leib, weiß ich nicht, oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es — als solcher bis zum dritten Himmel entrückt wurde. 3 Ja, ich kenne einen solchen Menschen — ob im Leib oder getrennt vom Leib, weiß ich nicht, Gott weiß es —, 4 daß er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist.

 

Das Paradies wird erst nach Jesu Wiederkehr auf der Erde wiederhergestellt. Jesus versprach dem an seiner Seite hingerichteten reuigen Verbrecher, dass er mit ihm zusammen im Paradies sein werde (Lu 23:42, 43). Das bedeutet, dass Paulus in der Vision am „Tag des Herrn“ war und Dinge der Zukunft sehen durfte, wo Jesus in seinem Königreich herrscht!

 

Solche Visionen hatten vor ihm schon verschiedene Propheten, unter anderen Hesekiel, Daniel und Sacharja gehabt! Auch Johannes wurde aufgefordert: „Komm hierherauf“, um Dinge zu sehen, wo Menschen keinen Zutritt erlangen und die noch in der Zukunft liegen oder die Vergangenheit betreffen! (Off 4:1) Zudem befand er sich geistig im „Paradies“, das heisst, er war zeitlich in der Vision in der Phase des Millenniums, wo zu Beginn die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ aufgerichtet wird und zu herrschen beginnt! Es ist die Zeit der Auferstehungen, die er sah, die „ihrem Rang gemäss“ stattfinden muss (1.Kor 15:22, 23).

 

All diese Details gibt er nun sukzessive den Versammlungen bekannt, in den jeweiligen Gesprächen, den Ansprachen die in der Apostelgeschichte aufgezeichnet sind und durch die Briefe, die er sendet. Es bleibt somit dem aufmerksamen Leser oder Bibelforscher vorbehalten all diese Dinge in der richtigen, logischen Sequenz zu ordnen und sie dadurch für sich selbst erst verständlich zu machen! Dies sollte zudem laut dem Engel Gabriel wie er sich dem Propheten Daniel gegenüber äusserte offenbar erst in der Endzeit mit „überströmender Erkenntnis“ geschehen (Da 12:9, 10).

 

*** Rbi8  Daniel 12:3-4 ***

Und die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit, ja für immer.

4 Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“

 

Jesus bezeichnete Vorsteher die er in seinen Händen hält als „Sterne“ (Off 1:20).

 

Das Internet kann uns gutes wie schlechtes bringen: Jeder muss selbst wählen und die Konsequenzen für falsches Handeln tragen!Der Grund dazu kann durch Inspiration sein aber auch zum Beispiel darin liegen, dass heute technische Hilfsmittel zur Verfügung stehen, die es noch vor wenigen Jahren nicht gab. Ein einzelner Mensch kann heute mittels Computertechnik viele Dinge leisten, die früher nur von einer zusammenarbeitenden Gruppe erledigt hätte werden können! So sind heute zudem gewichtige Informationen an jedem Ort zu jeder Zeit über das Internet abrufbar!

 

Dokumente, die zuvor mühsam in fremden Bibliotheken eingesehen werden mussten oder aus Büchern in arbeitsintensiver Sucharbeit zusammengestellt wurden sind heute durch klargestellte Fragen im Netz oft unmittelbar im Zugriff! Das bedeutet, dass eine viel grössere Menge an Daten in viel kürzerer Zeit gesichtet werden kann! Mittels der Verknüpfung der neu erfassten Daten hin zu schon bestehenden Informationen und neuen Grafiken und Zeitbänden kann ein wirklich übersichtliches Gesamtbild gestaltet werden! All das hilft, dass „Erkenntnis überströmend“ wird!  

 

10.3.1.2     Welcher ist der wahre 12.Apostel: Matthias oder Paulus? Wer erhielt Visionen und Offenbarungen?

War Mathias wirklich der 12.Apostel anstelle Judas oder war es an Jesus diesen Ersatz zu erwählen?Jesus selbst beauftragte Paulus dazu „Apostel der Nationen zu sein, das aber mussten die übrigen Apostel und Jünger erst noch anerkennen! Sie hatten offenbar etwas übereifrig ihren eigen „Apostel“ mittels des Loses an die frei gewordene Stelle  des Judas-Iskariot auserwählt, Matthias und ihn „den Zwölften zugezählt“ (Apg 1:15-26). Dadurch entstand ein Problem: Nun gab es 13 Apostel und die Streitfrage, wer wohl der Richtige sei!

 

Das gab aber auch die Möglichkeit der endgültigen Antwort, wer alleine das Recht besitzt die künftige Weltregierung zu bestimmen: Gott durch Jesus auserwählte und bestimmte den Saulus, keinesfalls sind es Menschen die dies von sich aus tun dürfen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:26-31 ***

Denn ihr seht eure Berufung, Brüder, daß nicht viele, die dem Fleische nach Weise sind, berufen wurden, nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Geburt; 27 sondern Gott hat das Törichte der Welt auserwählt, damit er die Weisen beschäme; und Gott hat das Schwache der Welt auserwählt, damit er das Starke beschäme; 28 und Gott hat das Unedle der Welt auserwählt und das, worauf man herabblickt, die Dinge, die nicht sind, um die Dinge, die sind, zunichte zu machen, 29 damit sich vor Gott kein Fleisch rühme. 30 Ihm aber ist es zu verdanken, daß ihr in Gemeinschaft mit Christus Jesus seid, der uns zur Weisheit von Gott geworden ist sowie zur Gerechtigkeit und Heiligung und Befreiung durch Lösegeld; 31 damit es so sei, wie geschrieben steht: „Wer sich rühmt, rühme sich in Jehova.“

 

Wie erst später aufgrund der Ereignisse der Apostelgeschichte und durch die verschiedenen Briefe klarer wird, gab dies innerhalb der Gruppe der „Ebioniten“ viel Grund zum Zweifeln. Jesus hatte stets von „zwölf Aposteln“ gesprochen, nun aber war einer überzählig!

 

*** Rbi8  Markus 3:13-15 ***

Und er stieg auf einen Berg und rief diejenigen, die er wollte, zu sich, und sie gingen zu ihm hin. 14 Und er bildete [eine Gruppe von] zwölf, denen er auch den Namen „Apostel“ gab, damit sie bei ihm blieben und damit er sie aussenden könne, zu predigen 15 und Gewalt zu haben, die Dämonen auszutreiben.

 

Jesus selbst bildete jene Gruppe von zwölf Aposteln und gab ihnen diesen Namen als Titel! Den Ersatz des Judas zu erwählen lag in seiner Hand, denn er „lebt für immer und ewige“ (Off 1:18)

 

Alles deutet schlussendlich aber nach exakter Prüfung eindeutig auf Paulus hin, als dem von Jesus selbst Erwählten! Nur Jesus kann als Höherstehender einen Apostel, „Abgesandten“ für sich durch Auserwählung bestimmen! Dies ist zugleich offenbar ein Titel, der nur den Zwölfen wahrhaftig zusteht und im direkten Zusammensein mit Jesus gipfelt, obwohl viele andere ebenso mit dem griechischen Wort „Apostel“ oder eben „Abgesandter“ bezeichnet wurden.

 

Der Judaskuss: Verrat aus dem innersten Kreis der Vertrauten!*** Rbi8  Johannes 6:69-71 ***

Jesus antwortete ihnen: „Habe ich nicht euch Zwölf auserwählt? Einer von euch jedoch ist ein Verleumder.“ 71 Er redete aber von Judas, [dem Sohn] des Simon Iskariot; denn dieser stand im Begriff, ihn zu verraten, obwohl er einer von den Zwölfen war.

 

Jesus selbst wird durch Paulus als „Apostel und Hohepriester“ Jehovas bezeichnet! (Heb 3:1) Barnabas (Gal 2:7-9) und Matthias, der durch das Los erwählt wurde (Apg 1:26), sind dagegen Abgesandte (oder Apostel) der Apostel! Das Wort bezeichnet einerseits eine Tätigkeit und ist gleichzeitig ein Titel für eine auserlesene Gruppe und ihr Amt! Wer sich den Titel und das Amt ungerechtfertigt aneignet ist ein „falscher Apostel“ und Paulus ordnet solche Satan zu!

 

Zu Beginn waren es 12 Apostel und am Ende sind es weiterhin dieselben 12 Auserkohrenen, welche Jesu" Braut" sind, um seine "Frau" zu werden!*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Auch war Paulus ausser durch Jesus als „Apostel für die Nationen“ bestimmt zu sein zudem noch dazu auserkoren, den Söhnen Israels“ Zeugnis zu geben! Der „Brief an die Hebräer“, der direkt an alle „Ebioniten“ gerichtet ist, dieser ist eine der Erfüllungen des Auftrags! Paulus hatte das geistige Rüstzeug, um die komplexen Zusammenhänge „himmlischer Dinge“ zu erklären und die Verbindung von den „früheren Dingen“ im „Bund mit Levi“, dem „Schatten kommender Dinge“ und der sich nun öffnenden „Wirklichkeit des Christus“ aufzuzeigen.

 

*** Rbi8  Galater 2:7-10 ***

Sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit der guten Botschaft für die Unbeschnittenen betraut war, so wie Petrus für die Beschnittenen [damit betraut war] 8 denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen; 9 ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Barnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen. 10 Nur sollten wir die Armen [[aram.: die „Ebioniten“]] im Sinn behalten. Gerade das habe ich mich auch ernstlich zu tun bemüht.

 

Wohl aus diesen Gründen erhielt Paulus gesonderte Informationen und Einsicht in die „himmlischen Dinge“, so wie zuvor die grossen Propheten, welche die übrigen Apostel nur durch ihn erfahren konnten (Apg 9:3, 4; Gal 1:1). Teile der Visionen gab er bereits in den beiden Briefen an die Thessalonicher im Jahre 51 preis! Er beschrieb weitere Einzelheiten dieser herausragenden Vision im 1. und im 2. Brief an die Korinther bruchstückhaft, als gewisse Versammlungsvorsteher als „superfeine Apostel“ in jener Versammlung seine Autorität als wahren Apostel in Frage gestellt hatten (2.Kor 11:5, 6). Auch alle anderen Briefe enthalten weitere bruchstückhafte Teile dieser „unaussprechliche Worte ..., die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist“.

 

Es war somit vorab weiterhin ein „heiliges Geheimnis“ über das Paulus in der Versammlung Antiochia nicht offen reden konnte, weil es ihm als Rühmen ausgelegt worden wäre! Der Ort und Zeitpunkt der Anfertigung des Briefes an die Galater ist umstritten. Korinth, Athen und selbst Antiochia in Syrien sind mögliche Orte. Bestimmt aber reagierte Paulus unmittelbar nachdem er Kenntnis der Schwierigkeiten erhielt! Da er 18 Monate in Korinth war ist dies der wahrscheinlichste Ort (Apg 18:11). Gemäss den Angaben im Brief an die Galater der wahrscheinlich aus dem Jahre 51 stammt, hatte Paulus diesen voraussichtlich auf der 2.Missionsreise aus Korinth (2M: 11) oder auch aus Athen (2M: 10) geschrieben. Die Versammlungen Galatiens schrieb er hatten die „gute Botschaft“ unverändert erhalten, mussten somit auch Schwerverständliches bereits gut verstanden haben, als Brüder aus Jerusalem mit einer „andersartigen guten Botschaft“ kamen! Paulus reagierte hart und zeigte, dass er „nicht für eine Stunde“ mit jenen einigging oder sich jenen gar unterwarf!

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Seit Paulus der Versammlung Korinth im 2.Brief von "falschen Aposteln" sprach und Jesus vor falschen "Christussen" und selbsternannten "Vätern" und "Führern" redete, haben sich immer wieder Männer erdreisst diese Stellung einzunehmen!Jene „falschen Brüder“ waren auf Unterwerfung aus. Das kann man auch heute von den meisten Religionsführern gleichfalls behaupten, die sich eine grossen Namen zu schaffen versuchen und hunderttausende, ja Millionen von Anhängern um sich scharen!

 

Jesus aber sprach von einer beschränkten Frucht die jene Samenkörner hervortreiben würden, die er selbst gesät hatte!

 

*** Rbi8  Matthäus 13:8-9 ***

Noch andere fielen auf den vortrefflichen Boden, und sie begannen Frucht zu tragen, dieses hundertfach, jenes sechzigfach, das andere dreißigfach. 9 Wer Ohren hat, höre zu!

 

Nicht in der Quantität liegt der Erfolg, sondern in der Qualität! Wenn die Durchschnittsgrösse einer Familie zu Jesu Zeit einschliesslich Eltern und Grosseltern um die 10 Personen lag, so bedeutet „hundertfach“ zehn Familiengemeinschaften, „sechzigfach“ deren sechs und „dreissigfach“ deren drei Familiengemeinschaften! Das würde auch im Einklang sein wo man zusammenkam, fast ausschliesslich in Privathäusern! „Wer Ohren hat, höre zu!“

 

Paulus teilte die Informationen die er in Visionen erhalten hatte somit in den Briefen in Einzelne Informationsportionen auf! Diese Dinge über die kommende erdenweite Regierung, die Auferstehung der Toten unter Jesus usw. hätten die bestehenden Autoritäten möglicherweise gegen die Christen aufgeschreckt, Verfolgung und Vernichtung der Schriften ausgelöst, wären sie alle zusammen erörtert worden. Darum erklärte er sie in verschiedenen Briefen in kleinen Portionen. Nur die Eingeweihten konnten es daher verstehen die mündlich instruiert waren! Sobald sich Sekten bildeten ging dies verloren!

 

Pius der XII paktierte offen mit Hitler und Mussolinie und bewies erneut, dass die Katholische Kirche "Teil dieser Welt" war, ist und bleibt!Einige der später von der Katholischen Kirche als Sekten verschrienen ersten stärkeren Gruppierungen hatten bereits ein recht klares Verständnis darüber, wer mit „Babylon der Grossen“ und den „wilden Tieren“ als Gruppen in jenen Tagen gemeint waren! Da sie dadurch eine stark wirkende Endzeiterwartung hatten verkündeten sie mit Eifer, was angesagt war und ernteten von der sich entwickelnden trägen Grosskirche Hass und Vernichtung, die sich inzwischen der Staatsmacht als Helferin bediente! Dies begann mit dem Konzil Konstantins in Nicäa!

 

Auch die Auferstehungshoffnung verlegten jene treuen Nachfolger der ersten „Paulikaner“ nicht in den Himmel, sondern erwarteten Jesus hier auf der Erde zurück. Dann erst sollte eine gestaffelte Auferstehung der Toten aus dem Hades, dem Grab kommen, beginnend mit der Frühauferstehung der Apostel, der Erstauferstehung der Verstorbenen der 144.000 und der allgemeinen Auferstehung während des Millenniums von „Gerechten und Ungerechten“. Paulus schrieb diese Dinge die wie Petrus es sagt zwar „schwer verständlich“ sind für „die in den Schriften Unbewanderten“, aber bestimmt nicht für Personen die ihr Unterscheidungsvermögen gestärkt haben!

 

Eine tiefe, unüberwindbare Kluft, respektive eine hohe „Zwischenwand“ sollte weiterhin aber diejenigen vom Verständnis abtrennen, die sich eher an Irrtum und Lüge orientieren, die sich hinter menschlichen Organisationen versteckten, wie jenen die dagegen am geschriebenen Wort der Wahrheit festhielten! Daniel der Prophet hatte warnend erklärt:

 

*** Rbi8  Daniel 12:10 ***

Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Daniel hatte doch die vier „wilden Tiere“, die aus dem Menschenmeer auftauchen mit aller Deutlichkeit erklärt! Kein Zweifel, dass das vierte „wilde Tier“ die Weltmacht Rom darstellte! Das dritte „wilde Tier“ hatte Daniel mit Griechenland identifiziert, das vierte war aber inzwischen erschienen und war von den Juden bereits als das römische Imperium klar erkannt worden!

 

Das furchteinflössende "wilde Tier", seine "zehn Hörner" und das "kleine Horn" in Daniels Vorhersage für unsere Tage verstehen lernen*** Rbi8  Daniel 7:7 ***

Nach diesem schaute ich in den Visionen der Nacht weiter, und siehe da, ein viertes Tier, furchteinflößend und schrecklich und ungewöhnlich stark. Und es hatte große Zähne aus Eisen. Es verzehrte und zermalmte, und was übrig war, trat es mit seinen Füßen nieder. Und es war verschieden von all den [anderen] Tieren, die vor ihm waren, und es hatte zehn Hörner.

 

Rom hatte den gesamten Mittelmeerraum und einen Grossteil Europas und Teile Asiens unter seine Kontrolle gebracht. Seite Truppen zerstörten, was sich ihnen in den Weg stellte. Jesu eigene Warnung sich nicht mit politischer Macht zu verbünden führte zur endgültigen Verschleierung der prophetischen Aussagen für all jene, die den damaligen Kirchenfürsten der angehenden Katholischen Kirche das Wort redeten! Für alle anderen, die sich weiterhin an die Schrift und an Gottes GESETZ hielten wurden dagegen Prophezeiungen war und sie erwarteten Jesu Wiederkehr mit umso mehr Eifer! Da sie sich bewusst waren, dass sie durch Jesus und die Schrift geführt wurden versuchten sie nicht wie die anderen selbst ein eigenes Königreich „der (ersten) Himmel aufzurichten, sondern erkannten, dass dies Aufgabe Jesu bei seiner Wiederkehr ist! Sie strengten sich an so zu werden wie Jesus es war!

 

10.3.1.3     Gesetzesübertretung soll offen ans Licht gebracht werden!

Sehr viele Menschen schon damals, wie noch weit mehr heute, lassen sich von Menschenwerken und dem Organisationstalent der Kirchen verführen. Jene Kirchenfürsten und Sektenführer haben sich längst über Jesus emporgeschwungen und er dient ihnen nur noch als Aushängeschild! Jesus aber hatte gewarnt, dass deren Werke nicht im Verborgenen bleiben können! Die gute Botschaft über den Wechsel in der Regierungsmacht und das Ende aller Religionen soll bekannt gemacht werden! Was vorab ein „heiliges Geheimnis“ war, das von wenigen Eingeweihten verstanden wurde sollte gar schlussendlich von den Hausdächern verkündet werden! Gott selbst setzte seinen König und seinen Hohepriester ein: Er lebt auf ewig!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:24-27 ***

Ein Jünger steht nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn. 25 Es genügt, wenn der Jünger wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. Wenn man den Hausherrn Beelzebub genannt hat, wieviel mehr [wird man] seine Hausgenossen so [nennen]! 26 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen; denn es ist nichts zugedeckt, was nicht aufgedeckt, und [nichts] verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 27 Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht; und was ihr im Flüsterton hört, das predigt von den Hausdächern.

 

Paulus ebenso wie auch wir übrigen Getauften war von Gott durch „unverdiente Güte“ bei deren Taufe vom „Fluch“ der auf ihnen lastete befreit worden. Als Saulus war er am Tod des Jüngers Stephanus beteiligt gewesen! Danach aber diente er der guten Botschaft, um Juden und Menschen der Nationen dieselbe Nachricht zu verkünden, die er erst aufgrund der Offenbarungen und Visionen in ihrer Tiefe zu erkennen vermochte! Er deckte nun die Heuchelei der Juden und ihre unverhohlenen Mordabsichten gegenüber der von ihnen so genannten Sekte „der Weg“ auf! Er liess die Dinge auch innerhalb der Versammlung nicht zugedeckt, sondern breitete die Übertretung von schlecht Handelnden offen aus und nannte auch die Namen der Verantwortlichen! „Zu diesen gehören Hymenạ̈us und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.“ (1.Ti 1:18-20)

 

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Laut den Vorhersagen des Propheten Daniel über die Tage am Ende dieses Systems der Dinge sollte die Erkenntnis vieler Zusammenhänge, insbesondere, was „Zeiten und Zeitabschnitte“ betrifft erst während der Endzeit kommen! Ohne die umfassenden Informationen seitens des Paulus wäre heute vieles unklar! Den Aposteln war es noch nicht gegeben diese Dinge zu verstehen!

 

Durch die Verkündigung des Paulus, seine Missionsreisen im römischen Imperium und dem, was uns darüber in der Apostelgeschichte überliefert wurde bliebe vieles weiterhin im Unklaren. Aufgrund seine tiefgehenden Erklärungen mittels der Briefe wissen wir dieselben Dinge, die er in den Versammlungen zuvor bereits mündlich gepredigt hatte. Die Dinge über die kommende Zusammensetzung der Weltregierung ist kein „heiliges Geheimnis“ mehr: „...daß Leute von den Nationen Miterben sein sollten und Miteinverleibte sowie Mitgenossen der Verheißung mit uns in Gemeinschaft mit Christus Jesus durch die gute Botschaft“. Er hat uns viele der wichtigsten Informationen über die Auferstehung, deren Rangordnung und deren zeitliche Abfolge mitgeteilt! Nun galt und gilt es mit Glauben auszuharren und sich darauf vorzubereiten.

 

Hier, in diesem Artikel über das Geschehen in der Apostelgeschichte und die Folgen davon geht es um das Aufzeigen, wie die durch Jesus abgebrochene „Zwischenwand“ zwischen getauften Juden und getauften Menschen der Nationen, die zuvor ohne Gott waren, durch Jesus nun beide Teile in der Christenversammlung neu vereint wurden. Die Juden als Generation dagegen, die Jesus als den Christus verworfen hatten, sie waren nun von Gott abgetrennt. Ihrer Sünde wegen war der „Soreg“ für sie eine undurchdringliche „Scheidewand“ geworden. Sie hatten nicht verstanden, dass der Vater und der Sohn eine untrennbare Einheit bilden! Der Sohn erfüllte des Vaters Willen in allem. Daher warnte Jesus sie, dass sie alle in ihren Sünden sterben werden und ihnen als verworfene Generation und damit auch ihren Kindern das Königreich verschlossen bliebe!

 

Sie hatten das Erfüllen des „GESETZES des Glaubens“ von dem Moses berichtet verworfen! „Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.“ (5.Mo 8:18, 19) Die Juden weigerten sich auf Jesus zu hören und hörten daher auch nicht auf Moses!

 

*** Rbi8  Johannes 8:19-21 ***

Daher sagten sie weiter zu ihm: Wo ist dein Vater?“ Jesus antwortete: „Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Würdet ihr mich kennen, so würdet ihr auch meinen Vater kennen.“ 20 Diese Worte redete er in der Schatzhalle, als er im Tempel lehrte. Doch niemand bemächtigte sich seiner, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

21 Daher sagte er wieder zu ihnen: Ich gehe weg, und ihr werdet mich suchen, und doch werdet ihr in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.“

 

Jesu Weg führte vorab zum Vater, dann aber bei seiner Wiederkehr ins „Königreich des Vaters“. Der Weg dahin war den Juden nun versperrt. Jesus hatte bei seinem Tod diesen „Soreg“ nur für jene entfernt, die sein Loskaufsopfer, die Reinigung von ihren Sünden als Folge „unverdienter Güte“ Gottes annehmen würden. Beiden Gruppen, Juden wie Heiden wurde dadurch erst den Zugang zu Gottes neuer Versammlung unter Jesus dem Christus als Hoherpriester gewährt: Eintritt ins „Königreich des Sohnes seiner Liebe“!

 

So wie Paulus durch „unverdiente Güte Gottes“ von seiner Blutschuld am Tod des gerechten Stephanus befreite und wegen der Verfolgung der Christenversammlungen Judäas bis hin nach Damaskus, so können auch wir Christen aus den Nationen an derselben „unverdienten Güte“ eigenen Anteil haben und ebenso Diener der guten Botschaft sein wie Paulus! Dazu war Jesus gekommen, um jene „Zwischenwand“ zu entfernen und durch seine Apostel und seine Jünger allen Nationen bis an die Enden der Erde das göttliche Recht und die Wahrheit Gottes mitzuteilen!

 

10.3.1.4     Die erste Missionsreise: Paulus und Barnabas dafür ausgesondert: 46-48 u.Z. (Karte M1)

Der Anstoss für die kommenden drei Missionsreisen des Paulus kam in Antiochia durch den heiligen Geist. Ob dies in Form einer weiteren Erscheinung Jesu oder einer Vision geschah gibt Paulus nicht im Detail preis.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:1-3 ***

Nun befanden sich in der Ortsversammlung in Antiochia Propheten und Lehrer: Barnabas und auch Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manaen, der mit Herodes, dem Bezirksherrscher, erzogen worden war, und Saulus. 2 Während sie Jehova öffentlich dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: „Sondert mir von allen Personen Barnabas und Saulus für das Werk aus, zu dem ich sie berufen habe.“ 3 Da fasteten und beteten sie und legten ihnen die Hände auf und ließen sie gehen.

 

Paulus und Barnabas nahmen auf die erste Missionsreise die rund zwei Jahre von 46 bis 48 u.Z. dauerte auch Markus (den Evangelienschreiber) mit, der auch Johannes heisst. Die Reise führte sie von Antiochia (M1: 9) zur Hafenstadt Seleukia (M1: 1) nach Zypern, wo sie in Salamis (M1: 2) beginnend in den Synagogen der Juden jeweils am Sabbat die gute Botschaft predigten. So zogen sie langsam, überall Juden und Heiden predigend durch die ganze Insel (Apg 13:4, 5).

 

Auseinandersetzung zwischen Paulus und dem Zauberer Elymas vor dem Prokonsul Sergius PaulusAls sie nach Paphos (M1: 3) kamen verweilten sie dort und stiessen dabei auf den Zauberer und falschen Propheten Bar-Jesus („Sohn des Jesus“), auch Elymas genannt, der sich gerade beim Prokonsul Sergius Paulus aufhielt. Jener intelligente Mann wollte von Paulus die gute Botschaft direkt hören, Elymas aber versuchte es ihnen zu wehren.  (Apg 13:6-12)(Foto: Paulus und Elymas vor Sergius Paulus).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:9-12 ***

Saulus, der auch Paulus heißt, wurde mit heiligem Geist erfüllt, schaute ihn [[Elymas]] unverwandt an 10 und sprach: O du, der du von jeder Art Trug und jeder Art Schurkerei erfüllt bist, du Sohn des Teufels, du Feind alles dessen, was gerecht ist, wirst du nicht aufhören, die rechten Wege Jehovas zu verdrehen? 11 Nun denn, siehe, Jehovas Hand kommt über dich, und du wirst blind sein und wirst das Sonnenlicht eine Zeitlang nicht sehen.“ Da fiel augenblicklich dichter Nebel und Finsternis auf ihn, und er ging umher und suchte Leute, die ihn an der Hand führen sollten. 12 Als dann der Prokonsul sah, was sich begeben hatte, wurde er gläubig, so sehr erstaunt war er über die Lehre Jehovas [[des Herrn (Jesus)]].

 

Gedeckstein an Prokonsul Sergius Paulus als Beweis der Geschichtlichkeit der Aussagen des LukasBestimmt blieben die Jünger einige Zeit dort, um den Glauben des Sergius Paulus zu stärken.  Entweder im Herbst 46, voraussichtlich aber erst im kommenden Frühling 47 u.Z. brachen sie von Zypern nach Pisidien auf und fuhren per Schiff nach Attalia, von dort ging es nach Perge (M1: 4).

 

Dort verliess Markus sie, um nach Jerusalem zurückzukehren, was zur Verärgerung des Paulus führte. Diese Rückreise des Markus war wohl kaum während des Winters, der mit Regen und Schnee die Wege kaum begehbar werden lässt und auch der Schifffahrt Gefahren bringt.

 


 

Von Perge (M1: 4) kamen Paulus und Barnabas nach Antiochia (Pisidien) (M1: 5), wo sie am Sabbat in die Synagoge gingen und man sie dort aufforderte ein Wort der Ermunterung zu reden. Paulus zeigte in seinem Diskurs vorab einem Rückblick auf die Geschichte Israels, wie Gott das Volk Schritt um Schritt auf den kommenden Messias als König für Israel vorbereitete. Er erklärte nun, dass Jesus jener Messias war, den die Richter Jerusalems wie es durch die Propheten vorhergesagt war verurteilt und getötet hatten. Paulus zeigte die Notwendigkeit von Jesu Sterben für unsere Sünden und seine Auferweckung als gesichertes Zeichen seitens Gottes, dass jener der wahre Messias sei. Man bat darauf Paulus inständig am kommenden Sabbat diese Dinge weiter zu erklären.

 

Paulus lehrt in Antiochia*** Rbi8  Apostelgeschichte 13:44-47 ***

Am nächsten Sabbat versammelte sich nahezu die ganze Stadt, um das Wort Jehovas zu hören. 45 Als die Juden die Volksmengen erblickten, wurden sie mit Eifersucht erfüllt und begannen dem von Paulus Geredeten lästernd zu widersprechen. 46 Da redeten Paulus und Barnabas mit Freimut, indem sie sagten: „Es war notwendig, daß das Wort Gottes zuerst zu euch geredet wurde. Da ihr es von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht für würdig erachtet, siehe, so wenden wir uns den Nationen zu. 47 In der Tat, Jehova hat uns in diesen Worten geboten: ‚Ich habe dich zu einem Licht der Nationen gesetzt, damit du zur Rettung seist bis zum äußersten Ende der Erde.‘ “

 

Das Licht der guten Botschaft wurde von nun an auch dort den Heiden verkündet. Das zog den Hass der Juden auf sich, die darin eine Verletzung des GESETZES sahen, ohne zu erkennen, dass Jehova durch die Propheten genau dies im Zusammenhang mit seinem Messias vorhergesagt hatte! Der vorhergesagte „neue Bund“ war in Kraft getreten. Die Juden sahen sich weiter in Gottes Gunst und als auserwähltes Volk, was aber durch die Worte des Paulus verneint wird, weil sie Gottes Worte ablehnten: „Da ihr es von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht für würdig erachtet.“ (Apg 13:14-52).

 

Paulus wird durch aufgepeitschte Juden vor der Stadt Antiochia gesteinigt,vermeintlich als tot liessen sie ihn liegen.Die Juden trieben Paulus daraufhin aus ihren Grenzen hinaus. Von dort ging es nach Ikonien (M1: 6). Auch dort waren Paulus und Barnabas jeweils am Sabbat „eine geraume Zeit lang“ in der Synagoge und eine grosse Menge Juden und Griechen wurde gläubig. Dann entstand wiederum durch die Gegner verursacht Aufruhr und man begann sie gar mit Steinen zu bewerfen, worauf sie nach Lystra (M1: 7) flohen (Apg 14:1-6).

 

In Lystra (M1: 7) wollte die Menschenmenge Paulus und Barnabas gar als Götter verehren, nachdem ein Gelähmter durch Paulus geheilt wurde. Sie riefen: „Die Götter sind wie Menschen geworden“ und versuchten ihnen Schlachtopfer darzubringen. Paulus wendete sich daraufhin der Volksmenge zu und begann sie zu belehren:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 14:15-17 ***

Männer, warum tut ihr das? Auch wir sind Menschen und haben die gleichen Gebrechen wie ihr und verkündigen euch die gute Botschaft, damit ihr euch von diesen nichtigen Dingen abwendet zu dem lebendigen Gott hin, der den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16 In den vergangenen Generationen ließ er alle Nationen ihre [eigenen] Wege gehen, 17 obwohl er sich allerdings nicht ohne Zeugnis gelassen hat, indem er Gutes tat, da er euch Regen vom Himmel und fruchtbare Zeiten gab und euer Herz mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte.“

 

Gott hatte seine Zeichen zu allen Zeiten gegeben, seit er die Schöpfung abgeschlossen hatte. Er war es, der die Zyklen in Gang gesetzt hatte und uns erschaffen hatte und das Leben auf der Erde ermöglichte. Nun aber waren die Zeiten abgelaufen, wo die Nationen ohne direktes Zeugnis waren. „Der Schall war zur ganzen Erde hin ausgegangen“, Jesus war mit einem klaren Auftrag gesandt worden: „Das Recht wird er für die Nationen hervorbringen“. Welches Recht? Natürlich das von Gott stammende GESETZ!

 

*** Rbi8  Jesaja 42:1 ***

Siehe, mein Knecht, an dem ich ständig festhalte! Mein Auserwählter, [an dem] meine Seele Wohlgefallen hat! Ich habe meinen Geist in ihn gelegt. Das Recht wird er für die Nationen hervorbringen.

 

Jesaja hatte weiter über den Messias geredet, wenn er von den Völkern spricht, die Gottes GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen wie ein Licht empfangen haben!

 

Hausversammlungen während der Endzeit sind wie "Inseln" im Menschenmeer*** Rbi8  Jesaja 51:4-5 ***

Schenk mir Aufmerksamkeit, o mein Volk; und du meine Völkerschaft, schenk mir Gehör. Denn von mir wird ein Gesetz [[GESETZ]] ausgehen, und meine richterliche Entscheidung werde ich auch als Licht für die Völker verweilen lassen. 5 Meine Gerechtigkeit ist nahe. Meine Rettung wird gewiß ausziehen, und meine Arme, sie werden sogar die Völker richten. Auf mich werden selbst die Inseln hoffen, und auf meinen Arm werden sie warten.

 

Die Versammlungen der wahren Christen unter Völker sind im Menschenmeer wie Inseln. Sie hoffen auf Gottes Gericht und seine Gerechtigkeit! Paulus zitiert im Brief an die Römer aus dieser Prophezeiung und verbindet sie mit dem Christus und das über ihn Gehörte!

 

*** Rbi8  Römer 10:16-21 ***

Dennoch haben sie nicht alle der guten Botschaft gehorcht. Denn Jesaja sagt: Jehova, wer hat dem von uns Gehörten geglaubt? 17 Somit folgt der Glaube auf das Gehörte. Das Gehörte aber kommt durch das Wort über Christus. 18 Dennoch frage ich: Haben sie etwa nicht gehört? Nun, in der Tat, „ihr Schall ist zur ganzen Erde ausgegangen und ihre Reden bis zu den äußersten [Enden] der bewohnten Erde“. 19 Dennoch frage ich: Hat Israel es etwa nicht erkannt? Zuerst sagt Moses: „Ich will euch zur Eifersucht reizen durch das, was keine Nation ist; ich will euch zu heftigem Zorn reizen durch eine unverständige Nation.“ 20 Jesaja aber erkühnt sich und sagt: „Ich wurde von denen gefunden, die mich nicht suchten; ich wurde denen offenbar, die nicht nach mir fragten.“ 21 In bezug auf Israel dagegen sagt er: „Den ganzen Tag habe ich meine Hände nach einem Volk ausgebreitet, das ungehorsam ist und widerspricht.“

 

Die Juden wurden nun durch diese „unverständige Nation“, Menschen aus den Heiden im Königreich des Christus zu heftigem Zorn erregt, obwohl diese im eigentlichen Sinne keine Nation sind! Sie waren es die nach Gott fragten und ihn aufgrund der guten Botschaft gefunden hatten: „Ich wurde von denen gefunden, die mich nicht suchten; ich wurde denen offenbar, die nicht nach mir fragten.“ Paulus und seine Gefährten waren oft das Ziel dieses Zorns der eifersüchtigen Juden, welche ihrerseits die ausgestreckte Hand Jehovas zurückwiesen!

 

Paulus war vermeintlich Tod, nachdem man ihn in Antiochia zu steinigen versuchte und treue Christen brachten ihn dann nach IkonienAls Juden aus Antiochia (M1: 5) und Ikonien (M1: 6) eintrafen und die Menge gegen die Verkünder guter Botschaft aufbrachten steinigten sie Paulus und liessen ihn vermeintlich tot liegen (Apg 14:7-20).

 

Von dort brachen sie am nächsten Tag nach Derbe (M1: 8) auf, dem äussersten Punkt der ersten Reise. Auch dort machten sie ziemlich viele Jünger.

 

Ruinen in PergeOffenbar im Frühjahr 48 machten sie sich auf die Heimreise über Land, die bereits auf der Hinreise gegründeten Versammlungen auf dem Rückweg stärkend und dort Älteste einsetzend erklärte Paulus: „Wir müssen durch viele Drangsale in das Königreich Gottes eingehen“.

 

In Perge (M1: 4)(Foto) verkündeten sie erneut längere Zeit das Wort und gingen von dort nach Antiochia (Pisidien) (M1: 5), wo sie das inzwischen vollkommen durchgeführte Werk Gott anvertrauten. Voraussichtlich gegen Herbst 48 kamen sie dorthin zurück, an ihren Ausgangspunkt in Antiochia (Syrien) (M1: 9), wo sie die Versammlung mit ihrem Reisebericht ermunterten (Apg 14:21-28).  

 

10.3.1.5     Die Beschneidungsfrage in Antiochia und die Lösung am Apostelkonzil in Jerusalem 49 u.Z.

Nachdem Paulus nun erneut in Antiochia war kamen Männer von den Pharisäerchristen von Judäa und Jerusalem dorthin, welche erneut die Beschneidung und das Halten des ganzen GESETZES Mose auch der Christen aus den Heiden verlangten. Immer noch hatten jene übereifrigen Judenchristen aus der Gruppe der Pharisäer Judäas nicht verstanden, dass das „GESETZ des Christus“ gewisse Veränderungen gebracht hatte, wie nun neu das GESETZ Mose anzuwenden sei. Nachdem der Messias erschienen war und dieser nach seinem Tod als Hohepriester und König eingesetzt worden war traten diese Veränderungen im GESETZ (nicht das Ende des GESETZES) durch den „neue Bund“ über dem blutigem Opfer Jesu in Kraft! Jesus hatte sich während vierzig Tagen den Jüngern bei vielen Gelegenheiten gezeigt und sie weiter belehrt. Er hatte sie über seine Erhöhung durch den Vater im Himmel „über jede Macht und Autorität“ informiert. Das geschah unmittelbar nach seiner Auferweckung als Geistwesen, bevor Jesus den „Tempel seines Leibes“ wiederhergestellt hatte! (Joh 2:18-21; 1.Pe 3:18)

 

*** Rbi8  Matthäus 28:18-20 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.

 

Im Brief an die Galater, den Paulus etwa zwei Jahre danach, um das Jahr 51 u.Z. auf der 2.Missionsreise aus Griechenland schrieb, fasst er die bittere Erfahrung zusammen, die er nach der Rückkehr nach Antiochia (M1: 9) in Syrien machte. Er macht sich im Schreiben in scharfen Worten Luft, weil inzwischen dasselbe Problem offensichtlich auch auf die neu gegründeten Versammlungen Galatiens, jene in Antiochia (Pisidien) (M1: 5), Ikonien (M1: 6), Lystra (M1 7) und Derbe (M1: 8) übergegriffen hatte.

 

*** Rbi8  Galater 1:6-9 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Er erklärte darauf im Brief einige wichtige Ereignisse seiner Bekehrung zuvor und der Frühgeschichte als christlicher Apostel, und wie er 14 Jahre nach dem hellen Licht aufgrund einer Offenbarung erneut mit Barnabas und Titus bei Petrus in Jerusalem war und den hervorragenden Männern seine Form der guten Botschaft darlegte. Selbst den unbeschnittenen Titus hatte niemand dazu aufgefordert nun eine Beschneidung vorzunehmen!

 

*** Rbi8  Galater 2:1-3 ***

Dann, nach vierzehn Jahren, ging ich wieder nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. 2 Ich begab mich aber zufolge einer Offenbarung hinauf. Und ich legte ihnen die gute Botschaft vor, die ich unter den Nationen predige, jedoch den hervorragenden Männern persönlich, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre. 3 Trotzdem wurde nicht einmal Titus, der bei mir war, genötigt, sich beschneiden zu lassen, obwohl er ein Grieche war.

 

Paulus als Schreiber ohne Sekretär des Briefes an die GalaterAuch die harte Auseinandersetzung mit Petrus, die er zwei Jahre zuvor in Antiochia (Syrien) (M1: 9) gehabt hatte beschrieb Paulus. Er ist in autobiographischer Form verfasst und war wie er sagt „mit meiner eigenen Hand“, also ohne Sekretär geschrieben (Gal 6:11). Er setzte sich ganzherzig für die Reinerhaltung der guten Botschaft ein und liess von keiner Seite her zu, dass diese Botschaft verändert würde! Der durch Christus unter seiner Mitwirkung festgelegte Massstab sollte bis zum Abschluss des Systems Gültigkeit behalten!

 

Auch Lukas gibt in der Apostelgeschichte den Ablauf der Ereignisse in Antiochia (Syrien) wieder, nachdem Paulus und Barnabas von der 1.Missionsreise zurückgekehrt und bereits wieder einige Zeit in Antiochia waren:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1-2 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden. 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und Barnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten.

 

Der Grund für das 1.Apostelkonzil war gelegt. Wie viele der Apostel zu jenem Zeitpunkt überhaupt noch in Jerusalem waren ist schwer festzustellen. Gesichert werden nur Paulus, Petrus und dann noch Jakobus, „der Bruder des Herrn“ in der Apostelgeschichte erwähnt. Offenbar war es vornehmlich Älteste der unterschiedlichen Versammlungen, welche die Frage zu beurteilen hatte, die Jakobus dort nun erörterte. Die Fraktion jener christlichen Pharisäer hatte offenbar an Macht und Einfluss zugenommen, obwohl schon Jesus bereits deutlich vor dem Sauerteig von deren Lehren mehrfach gewarnt hatte! Ein wenig Sauerteig durchsäuert bald die ganze Masse! Ein bisschen falsche Lehre verändert die ganze gute Botschaft!

 

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Petrus hatte es zuerst erklärt: Rettung hing nun nicht mehr von fleischlicher Beschneidung ab, sondern unverdienter Güte Gottes durch Glauben und damit verbunden durch „Beschneidung (der Vorhaut) des Herzens“ mittels eines “vollkommenen Gesetzes [[GESETZES]], das zur Freiheit“ gehört!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:25 ***

Wer aber in das vollkommene Gesetz [[GESETZ]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

Die „unverdiente Güte“ kam durch Jesu Loskaufsopfer für unsere eigenen Sünden, nicht durch fleischliche Beschneidung! Nun aber mussten Getaufte Täter des Werkes werden und keine Sünde mehr treiben, die ja Verletzung des GESETZES bedeutet. „Sicherlich erkennt ihr, daß die, die am Glauben festhalten, die Söhne Abrahams sind.“ (Gal 3:7). Das nicht anzuerkennen bedeutet der Erlösung vom „Fluch“ erneut verlustig zu gehen!

 

*** Rbi8  Psalm 19:7 ***

Das Gesetz [[GESETZ]] Jehovas ist vollkommen, bringt die Seele zurück.

Die Mahnung Jehovas ist zuverlässig, macht den Unerfahrenen weise.

 

Um die verlorene Seele zurückzubringen, den Fluch wegen der Sünden abzuwenden war nicht eine mechanischer Akt der Beschneidung der Vorhaut notwendig, sondern wie Paulus es immer und immer wieder erwähnte eine „Beschneidung der Vorhaut des Herzens“, wo das Überstehende mittels des Geistes abgeschnitten wird, das Unreinheit beherbergt! Offenbar verharrten die Pharisäerchristen weiterhin in der Starrheit ihres Herzens, hatten sich eingeschlichen, um die neu erlangte Freiheit zu belauern und die Versammlungen erneut ihrem habgierigen Joch zu unterwerfen.

 

Jehova gibt das GESETZ am Sinai mit eigener Stimme und unter Donner und Blitz bekanntDie warnenden Worte Jehovas durch Moses hatten sie nicht erreicht: Die Gebote Jehovas, die er zur Bundesverpflichtung Israels am Sinai gegeben hatte zu halten, dies war direkt mit der Liebe zu Gott verknüpft, die auch die Nächstenliebe mit einschloss, die zwei Hauptprinzipien die unser Verhalten steuern sollen! Alles war und blieb nur zum Guten Israels, um sie zur Führung der Nationen vorzubereiten!

 

*** Rbi8  5. Mose 10:12-19 ***

Und nun, o Israel, was fordert Jehova, dein Gott, von dir, als Jehova, deinen Gott, zu fürchten, um auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihn zu lieben und Jehova, deinem Gott, mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele zu dienen, 13 die Gebote Jehovas und seine Satzungen zu halten, die ich dir heute gebiete, dir zum Guten? 14 Siehe, Jehova, deinem Gott, gehören die Himmel, ja die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was darauf ist. 15 Nur deinen Vorvätern hat sich Jehova zugeneigt, um sie zu lieben, so daß er ihre Nachkommen nach ihnen erwählte, ja euch, aus allen Völkern wie an diesem Tag. 16 Und ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und euren Nacken nicht länger verhärten. 17 Denn Jehova, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, starke und furchteinflößende Gott, der niemand parteiisch behandelt noch eine Bestechung annimmt, 18 der dem vaterlosen Knaben und der Witwe Recht schafft und den ansässigen Fremdling liebt, so daß er ihm Brot und einen Überwurf gibt. 19 Auch ihr sollt den ansässigen Fremdling lieben, denn ansässige Fremdlinge wurdet ihr im Land Ägypten.

 

Jehova erwähnt bereits die „Himmel der Himmel“, die Autorität über den niedrigeren bestehenden Autoritäten! Als Paulus im „dritten Himmel“ war durfte er diese höchste Autorität, Jehova und Seinen Sohn Jesus, die zweithöchste aller Mächtigen im Geiste von Angesicht zu Angesicht sehen! Die ganze Gerechtigkeit Gottes, seine Barmherzigkeit und seine Unbestechlichkeit sind Muster für jeden der Ihm seine Liebe zeigt ist in den Geboten die Er Israel gab eingeschlossen! Ihn galt es zu kopieren, den Weg zu gehen, den Er vorgab.

 

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Die Erwählung Israels hing an der Treue der Vorväter Abraham, Isaak und Jakob zu ihrem Gott! Als Volk Israel waren sie vorab Nutzniesser des Glaubens ihrer Vorfahren und mussten nun selbst denselben Glauben und dieselbe Treue erweisen: „... ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und euren Nacken nicht länger verhärten.“ Die Unparteilichkeit Gottes hatte sich inzwischen nach Jesu Tod wie angekündigt zu Menschen aus den Nationen verbreitert, um auch jene an seinen gerechten Gerichten Anteil haben zu lassen! „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ (Mose)]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ (des Christus)]] auf.“ (Rö 3:31) Dieselben Richtlinien die Gott Israel gab sollten nun erdenweit gelten, das „GESETZ des Christus“ brachte hierzu notwendige Veränderungen! Ein Aufheben und eine Verschiebung von unterschiedlichen „Zäunen“ um die neuen Herden aus den Nationen abzugrenzen!

 

Mitten unter den „Ebioniten“, den am Fleische Beschnittenen waren nun erneut „ansässige Fremdlinge“, die „Paulikaner“, die sie nun neu lieben mussten: Bisherige Fremdlinge, die nun mitten unter ihnen zu „ansässigen Fremdlingen“ geworden waren! Durch Jesus und den „neuen Bund“ war aber der Gesetzesbund nicht aufgehoben worden, sondern nur jener „Bund mit Levi“ für ein separates Priestertum und durch einen weit besseren Pakt ersetzt worden, der gewisse Veränderungen der Gesetzesverordnungen bedingte! Paulus erklärt dies im Brief an die Galater:

 

*** Rbi8  Galater 3:15-18 ***

Brüder, ich rede in einem Gleichnis aus dem menschlichen Leben: Einen rechtskräftig gemachten Bund, obwohl es der eines Menschen ist, setzt niemand beiseite oder versieht ihn mit Zusätzen. 16 Nun wurden die Verheißungen Abraham und seinem Samen zugesagt. Es heißt nicht: „Und den Samen“ wie im Fall vieler solcher, sondern wie im Fall eines einzigen: „Und deinem Samen“, welcher Christus ist. 17 Ferner sage ich dies: Was den zuvor von Gott rechtskräftig gemachten Bund betrifft, so macht ihn das GESETZ, das vierhundertdreißig Jahre später entstanden ist, nicht ungültig, um die Verheißung aufzuheben. 18 Denn wenn das Erbe aus [dem] Gesetz [[GESETZ]] [kommt], so [kommt es] nicht mehr aus [der] Verheißung, während Gott es Abraham gütigerweise durch eine Verheißung gegeben hat.

 

Sowenig wie der Gesetzesbund den früheren Bund mit Abraham ungültig machte, so wenig machte der Königreichsbund den Gesetzesbund ungültig, noch hob er dessen Verheissungen an Levi auf! Das verheissene Erbe der Inbesitznahme der „Tore deiner Feinde“ besteht unabhängig davon weiter!

 

Paulus verteidigt sich im Brief an die Römer, dass der Wert der Beschneidung sich nur daran messen lässt, ob jemand das göttliche GESETZ auch wirklich hält!

 

image044Zu diesem Zeitpunkt auf der 3.Missionsreise ist in Korinth Gajus der Gastgeber des Paulus (Rö 16:23). Der Kanal von Korinth (Foto) war damals eines der Wunderwerke antiker Ingenieurkunst.

 

Die Versammlung Rom hatte zu jener Zeit ebenfalls das Problem, dass einige der beschnittenen Ebioniten das GESETZ nicht weiter einhielten und die unverdiente Güte zum Vorwand nahmen Zügellosigkeit zuzulassen. Dadurch waren sie in geistigem Sinne Unbeschnittene geworden! Unbeschnittene Paulikaner aber hielten inzwischen das GESETZ, zeigten sich daher als wirklich am Geist Beschnittene!

 

*** Rbi8  Römer 2:25-26 ***

Beschneidung ist tatsächlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz [[GESETZ]] hältst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26 Wenn daher ein Unbeschnittener die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden?

 

Die Nation Israel erhielt die Beschneidung auferlegt, weil sie Söhne Abrahams waren und dieses Gebot an Abraham gegeben wurde als ein spezifisches Zeichen, nachdem er schon zuvor die Verheissung erhalten hatte! Unabhängig davon war dies nur ein äusserliches Merkmal für den inneren Akt der Gottesfurcht, den er schon zuvor gezeigt hatte. Für die Israeliten war es nun ebenso das äusserliche Zeichen, dass sie sich das GESETZ Mose, das ihnen auf Steintafeln gegeben worden war auf ihr Herz geschrieben hatten, „die Vorhaut ihres Herzens“ dadurch beschnitten war!

 

Juden- wie Heidenchristen mussten nun mittels Geist und aus Liebe zu Gott und nicht allein wegen einer Gesetzesverordnung bisher rein äusserliche Rituale im Denken und Handeln nachvollziehen. Jenes Zeichen war seit der Gesetzgebung am Sinai bei Judenjungen am achten Tag als Kleinkinder vollzogen worden. Das konnte nicht auf die Taufe von christlichen Kleinkindern übertragen werden! Es musste sich in der Herzensbildung hin zum Respekt der Grenzen die Gott gesetzt hatte von Geburt an erzogen werden. Es musste Teil des Jugendlichen werden um dann als geistig reife Person freiwillig sich dem neuen Bund mittels der Taufe zu unterordnen.

 

*** Rbi8  Römer 2:28-29 ***

Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht [[nicht bloss dem Buchstaben, sondern dem Sinn gemäss]]. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

 

Der Geist ist es, der den wahren Juden ausmacht und Christen werden geistige Juden durch die Taufe, nachdem sie sich Gottes GESETZ auf ihr Herz geschrieben haben! Nicht das buchstabierte Wort „Beschneidung“ und das damit verbundene Ritual  ist gewichtig, sondern vielmehr der Sinn, sich von Gott Grenzen setzen zu lassen auch wenn dies schmerzhaft ist!

 

10.3.1.6     Lehrte Paulus wirklich Abfall vom GESETZ Mose gegenüber den „Ebioniten“ oder den „Paulikanern“?

Obwohl das Apostelkonzil schlussendlich Paulus vollkommen rehabilitierte und die Beschneidungsfrage zu Gunsten der Aussagen des Petrus und des Paulus entschieden wurde, so blieb doch darin weiterhin ein wesentlicher Faktor für spätere Auseinandersetzungen, wie dies der Galaterbrief offenlegt, der rund zwei Jahre später geschrieben wurde!

 

Die Gegner des Paulus verfielen nun in ein neues Extrem, dass sie von ihm behaupteten, dass er „Abfall vom ganzen GESETZ Mose“ lehre. Paulus musste nun „Ebioniten“ und „Paulikanern“ zeigen, dass das „GESETZ des Christus“ und das GESETZ Mose identisch sind, dass aber die Anwendung der Gesetzesbestimmungen von äusserlicher, zeremonieller Form zu einer innerlichen Form gewechselt hatte, wo nun das Grundprinzip hinter dem jeweiligen GESETZ in den Vordergrund trat! Die physischen Dinge und Handlungen, wie z.B. die Beschneidung und die Opferhandlungen im Tempel waren nur „ein Schatten der künftigen Dinge“, die durch den Christus kamen.

 

Jesus starb für unsere Sünden und löschte damit den auf uns lastenden Fluch aus mittels der TaufeDas GESETZ war und blieb „unser Erzieher, der zum Christus hinführte“, der die vollendete Anwendung des GESETZES aufzeigte. Die Zuchtmassnahme aber, die das GESETZ für unsere früheren Sünden vorsah, der „Fluch“ und der darauf folgende Tod, das Strafurteil, „die gegen uns lautende handschriftliche Urkunde“ ist durch unseren Glauben an Christus „an den Pfahl genagelt“ worden! „Die Wirklichkeit gehört dem Christus“ (Heb 8:4; Kol 2:16, 17).

 

*** Rbi8  Kolosser 2:13-14 ***

Überdies hat [Gott] euch, obwohl ihr tot wart in euren Verfehlungen und in dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, zusammen mit ihm lebendig gemacht. Er hat uns alle unsere Verfehlungen verziehen 14 und die gegen uns [lautende] handschriftliche Urkunde, die aus Verordnungen [[oder Urteilen]] bestand und gegen uns war, ausgelöscht; und ER hat sie aus dem Weg geräumt, indem sie an den Marterpfahl [[Pfahl]] genagelt wurde.

 

Welches ist die neue „Wirklichkeit des Christus“?

 

Tempel: Tempel des Leibes (Joh 2:18-21; 1.Kor 6:19); Die Christenversammlung ist nun ein heiliger Tempel (1.Kor 3:16; 2.Kor 6:16)

Das Heilige des Tempels: Die Christenversammlung, der göttliche Geist der darin wirkt (2.Kor 6:16)

Das Allerheiligste: Der dritte Himmel Jehovas (2.Kor 12:2)

Der Vorhang: Jesu Fleischesleib (Lu 23:44-46)

Beschneidung des Fleisches: Beschneidung des Herzens und Glaubenstaufe (Mat 28:19, 20; Rö 2:25-29)

Tieropfer: Jesu Loskaufsopfer; Taten der Nächstenliebe (Phi 4:15-18; Heb 13:16); Schlachtopfer der Lippen die Zeugnis ablegen (Ps 51:15, 16; Heb 13:15)

Räucherwerk: Gebete der Heiligen (Off 5:8)

GESETZ: In zwei Prinzipien zusammengefasst 1) Gottesliebe 2) Nächstenliebe (Gal 5:14). Nur das GESETZ zeigt auf, was Sünde ist und ist darum unser Erzieher, der zu Christus führt (Gal 3:23-25).

 

10.3.1.7     Das Schreiben des Apostelkonzils an die Versammlung Antiochia: 49 u.Z.

Mit der schriftlichen Bestätigung der Vorsteher Jerusalems in ihren Händen reisten Paulus und Barnabas zurück nach Antiochia, begleitet von Judas-Barsabas und Silas, führenden Männern der Versammlung.

 

Am so genannten "Apostelkonzil" war Paulus als Ankläger gegen die Verbreitung "veränderter guter Botschaft" vollkommen von Beschuldigung befreit worden, welche Christen aus dem Kreis der Pharisäer gegen ihn erhoben hatten*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:23-29 ***

Die Apostel und die älteren Männer, Brüder, den Brüdern in Antiochia und Syrien und Zilizien, die aus den Nationen sind: Grüße! 24 Da wir gehört haben, daß einige aus unserer Mitte euch durch Reden beunruhigt haben, indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben, 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus, zu euch zu senden, 26 Menschen, die ihre Seele [[ihr Leben]] für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben. 27 Wir senden daher Judas und Silas, damit sie dieselben Dinge auch mündlich berichten. 28 Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

 

Paulus und Barnabas werden inzwischen Geliebte genannt, was die Einheit zwischen „Ebioniten“ und „Paulikanern“ anzeigen soll! Der Entscheid wurde durch heiligen Geist getroffen, indem auf Gottes geschriebenes Wort geachtet wurde und die Taten durch das Ausgiessen des heiligen Geistes angenommen wurden, die auf die unbeschnittene Hausgemeinschaft des Kornelius und die vielen Wunder inzwischen, die an Menschen der Nationen als Gottes Zeugnis vollbracht wurden.

 

Der Streit um die Beschneidungsfrage war gelöst. Man gab offen zu, dass dieser Streit durch Männer aus den Reihen „der Heiligen in Jerusalem“, von Seiten der „Ebioniten“, der Fraktion ehemaliger Pharisäer ausgelöst worden war, obwohl jene keinen offiziellen Auftrag für ihr Handeln gehabt hatten. Paulus und Barnabas dagegen waren von Jesus durch „heiligen Geist“ ausgesondert worden und Paulus und sein Apostolat für die Menschen der Nationen war zudem auch von Petrus und Jakobus erneut bestätigt worden! Paulus brauchte keine zusätzliche Autorisation der übrigen Apostel, weil Jesus ihn ja selbst direkt auserlesen und beauftragt hatte! Das Konzil, die Sonderversammlung konnte niemals über oder gar gegen Jesu Entscheid einstehen!

 

Petrus erhält vom römischen Offizier Kornelius eine HuldigungMan vermied im Brief den Ausdruck „das ganze GESETZ Mose“, weil immer noch gewisse Zweifel darüber bestanden, welche Teile des GESETZES, auf welche Weise neu erfüllt werden sollten. Dies zu definieren lag nun bei Paulus, was er systematisch aufgrund der vorherrschenden Zweifel und Probleme in seinen Briefen tat. Der wichtigste Teil der Definition erfolgte im Brief an die Römer, wo er das göttliche Recht im „GESETZ des Christus“ definiert und zudem im Hebräerbrief, wo er den geistigen Tempel, Jesu übergeordnete Stellung als dem neuen Hohepriester und die geistigen Opfer beschreibt.

 

Die zur Mitreise Auserwählten waren Judas, der auch Barnabas hiess, und Silas, der auch als Silvanus erwähnt wird. Später, im 1.Petrusbrief wird Silvanus an der Seite des Petrus als Sekretär in Babylon aufgeführt. All diese Männer hatten sich Jesus gegenüber als treu erwiesen! Nicht die Treue einer bestimmten mächtigen Gruppe gegenüber war ausschlaggebend, sondern Jesus gegenüber treu zu sein! Nicht ein unpersönlicher „heiliger Geist“, als unerklärbare Person, als Teil einer mystischen Dreifaltigkeit hatte in jener Versammlung der Apostel und Vorsteher den Ausschlag gegeben, sondern der Geist Jesu, der versprochen hatte bei jeder wichtigen Entscheidung in ihrer Mitte zu sein, sofern sie natürlich auf ihn hörten! (Mat 7:24; 18:19, 20)

 

Dazu mussten sich die Brüder auf die bisherigen Worte Jesu und seine Handlungen abstützen. Petrus selbst war doch überzeugt worden wegen des Ausgiessens des heiligen Geistes durch Jesus auf Kornelius. Das Hauptargument des Petrus war: Dass jene Hausgemeinschaft aus den Heiden ja in unbeschnittenem Zustand war, als bereits heiliger Geist auf sie fiel! Er erwähnte, dass diese Handlung Gottes ihm selbst den Ausschlag gab die ganze Hausgemeinschaft des Offiziers zu taufen, Männer und Frauen! Was zuvor als „unrein“ gegolten hatte, das hatte Jehova inzwischen gereinigt und galt nun als „rein“! In Israel gab es für Frauen keine Entsprechung zur Beschneidung. Nun war eine Gleichstellung erfolgt mittels der Taufe, die auch deren Sünden auslöschte. Die „Zwischenwand“, der „Soreg“ innerhalb der Versammlung war für Juden- und Heidenchristen geöffnet, so dass nun beide gemeinsam im geistigen Tempel der Versammlung Anbetung darbringen konnten! Nun war der nächste Schritt für jeden persönlich notwendig: Getauft zu werden durch vollständiges Untertauchen im Wasser! Petrus brachte genau dieses Hauptargument vor die Versammelten:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:9-11 ***

Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt [[die Beschneidung Erwachsener]], das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

 

Baptism of cornelius.jpgGott hatte im Falle des Kornelius keinen Unterschied zwischen unbeschnittenen Menschen der Nationen gemacht,  die sich ihm zugewendet haben und die Christus annahmen und den zuvor hundertzwanzig beschnittenen Jüngern, die an Pfingsten ebenso heiligen Geist erhalten hatten! Beiden Gruppen wurde gewährt in Zungen (Fremdsprachen) zu reden: Ein äusserliches Zeichen einer geistigen Erneuerung, bereit zur Aufgabe Menschen aller Nationen die gute Botschaft zu überbringen! Das Joch, das schon den Vorvätern eine Last bedeutete, von dem Petrus spricht ist klar und deutlich die Verordnung der Beschneidung. Einige Brüder aus den „Ebioniten“ Jerusalems verlangten dies erneut, nicht aber das „GESETZ des Christus“! All dies geht deutlich aus der Vorgeschichte hervor, rund um das Geschehen der Taufe des Kornelius! Dieselbe Gruppe hatte schon zuvor in Cäsarea im Falle des Kornelius interveniert, wo nun eine erste „Insel“, eine Versammlung Unbeschnittener entstanden war.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden.“

 

Waren damit aber alle übrigen Zwischenwände, die das GESETZ deutlich aufgerichtet hatte niedergerissen oder gar das ganze GESETZ entfernt, wie einige zu behaupten sich erdreisten? Ganz eindeutig nicht. Derselbe „heilige Geist der Wahrheit“, der durch Jesus doch deutlich gesagt hatte, dass er nicht gekommen wäre das GESETZ und die Propheten abzubrechen, sondern beide zu erfüllen, dieser Geist gab deutlich Antwort: „Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei.“ All dies sind Teilbestimmungen aus dem göttlichen GESETZ an Mose!

 

Nur gewisse Teile des GESETZES wurden nun schriftlich hervorgehoben, weil diese in den Versammlungen unter den Nationen von besonderer Bedeutung waren und Anlass zu Klagen gaben! Diese Gebote sind ebenso wie auch die Beschneidung im Buch Levitikus aufgezeichnet. Es erübrigte sich alle übrigen „notwendigen Dinge“ zu erwähnen, weil die anderen Dinge offensichtlich keine Streitpunkte oder keinen wesentlicher Grund zu Übertretungen lieferten:

 

Sich von Götzen geopfertem zu enthalten:  Betrifft die ersten drei Gebote, Gott alleine zu lieben und zu dienen, keine anderen Götter wider sein Angesicht zu führen (1.Mo 35:2; 2.Mo 20:3; 2.Mo 34:14-16)

Von Blut zu enthalten:  Betrifft die Heiligkeit des Blutes, das Gebot das bereits Noah, dann Israel aufgetragen wurde (1.Mo 9:4; 3.Mo 3:17; 3.Mo 7:26)

Von Erwürgtem zu enthalten:  Betrifft das Gebot Gottes Willen und seine richterlichen Entscheidungen zu respektieren, Teil des Blutgebotes (3.Mo 17:13-16)

Von Hurerei zu enthalten:  Betrifft das 7.Gebot und alle seine Ausführungsbestimmungen (1.Mo 39:9; 2.Mo 20:14; 1.Kor 6:9; Heb 13:4)

 

Ohne exaktes Verständnis, wie diese Gebote innerhalb des GESETZES gelagert sind, und in welcher Beziehung sie untereinander stehen, kann der falsche Eindruck gefördert werden, dass alleine diese vier Dinge notwendig wären, die übrigen Gebote aber dahingefallen seien! Das ist aber Irreführung, die all jene zum Straucheln bringt, die solchen Erwägungen das Wort reden! Jesus Gebot wird dadurch zunichte gemacht, dass seine Jünger das ganze GESETZ halten und dieses andere zu lehren haben!

 

Jesus in der Bergpredigt lehrt, dass das GESETZ und die PROPHETEN weiterhin vollkommen gelten!*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Durch solche Behauptungen, Christen stünden nicht unter Mose GESETZ wird ein neuer Pharisäismus gepredigt, der erneut Menschengebot über Gottes GESETZ stellt! Die Schriftgelehrten des heutigen Systems der Dinge lehren, dass wir Cäsar mehr Gehorsam schulden wie Gott und Jesus, dass die Religionsführer und deren Dogmen über unserem Herrn Jesus und seinen Geboten stehen würden. Jesus machte durch seine Worte und sein Verhalten stets kund, wie das ganze GESETZ seinem tieferen Sinn entsprechend gehalten werden kann! Er lebte zudem auch entsprechend. Er bleibt unser Vorbild!

 

 

10.3.2      Die 2. Missionsreise des Paulus nach Asien, Mazedonien und Griechenland: 49-51 u.Z.

 

10.3.2.1     Vorbereitungen zur zweiten Missionsreise die bis nach Griechenland führte

Nachdem auf der 1.Missionsreise viele neue Versammlungen entstanden waren galt es nun diese erneut zu besuchen und sie im Glauben zu stärken, um weiterhin unter Ungemach und Verfolgung fest zum König Jesus Christus zu stehen. Treue zum ganzen „GESETZ des Christus“ war nun der Hauptlehrpunkt.

 

Nach einer längeren Zeit in Antiochia war man bereit die Neuerungen auch den übrigen Versammlungen zu bringen! Judas (Barsabas) kehrte offensichtlich alleine nach Jerusalem zurück, Silas aber blieb bei Paulus (Apg 15:30-35; siehe Vers 34 FN). Vor der Abreise zur zweiten Missionsreise kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Paulus und Barnabas, der den Markus, der auch Johannes hiess (ein Cousin des Barnabas) mitnehmen wollte, was Paulus ablehnte, weil er sie auf der ersten Reise verlassen hatte. So teilten sie die Aufgaben des ersten Teils der Reise auf. Daraufhin trennten sie sich, Barnabas der „Sohn des Trostes“ reiste mit Markus  nach Cypern, wo er bereits bevor er Christ wurde für den Gott Israels wirkte. Er hatte zuvor als jüdischer Levit mit dem Namen Joseph in einer Synagoge gedient. Dort endet die Apostelgeschichte mit ihrem Bericht über Barnabas.

 

Der Enangelist Markus, treuer Begleiter des PaulusMarkus aber war der Sohn der Maria (der Schwester des Lazarus?), in deren Haus in Jerusalem eine der ersten Versammlungen zusammenkam (Apg 12:12). Er war voraussichtlich der Jünger, der bei Jesu Verhaftung sein äusseres Kleid am Ölberg zurückliess, als man ihn zu fassen versuchte und floh (Mar 14:50-52). Möglicherweise war er bereits einer der 120 Jünger an Pfingsten 33 u.Z., die heiligen Geist empfingen. Markus wird später erneut positiv erwähnt, wie er mit Paulus zusammen in Rom ist. Sie sandten zusammen im Jahre 60 oder 61 u.Z. Grüsse an die Versammlung in Kolossä (Kol 4:10). Auch im Brief an Philemon, der in derselben Zeit geschrieben wurde, erscheint er unter den Grüssenden.

 

Während der 2.Gefangenschaft in Rom bat Paulus im 2.Brief an Timotheus nun erneut den Markus mitzubringen, der ihm nützlich sei. Das musste Markus bestimmt ermuntert haben! Der frühere Streit war längst begraben. Markus beendete um das Jahr 60-64 u.Z. sein Evangelium in Rom, das nach ihm benannt ist und offenbar durch Petrus zu Beginn und später auch durch Paulus inspiriert war, während dessen 1. Gefangenschaft in Rom und möglicherweise gegen Ende der 2.Gefangenschaft.

 

10.3.2.2     Die zweite Missionsreise bis Mazedonien und Griechenland und nach der Provinz Asien: 49-51 u.Z. (Karte M2)

Paulus beschnitt Silas vor dem Abschied aus Antiochia, bevor sie auf die 2.Missionsreise gingen, um keinem der Ebioniten oder gar Juden unterwegs Anlass zu einer Klage zu geben, weil Silas jüdischer Abstammung war. Unterwegs stärkten sie nun die Versammlungen in Syrien und Zilizien. Die Streitfrage um die Beschneidung war somit noch nicht vollkommen vom Tisch!

 

Sie gelangten nach längerer Reise und vielerlei Besuchen dann von Derbe (2M: 2) nach Lystra (2M: 3), wo sie auf den jungen Timotheus stiessen, „Sohn einer gläubigen Jüdin aber eines griechischen Vaters“. Paulus beschnitt um der Juden willen nun auch den Timotheus und zeigte dadurch erneut, dass er den Entscheid der Apostel die „Ebioniten“ betreffend respektierte (Apg 16:1-5).

 

Als nächstes folgten gewisse Städte und die auf der 1.Missionsreise gegründeten Versammlungen in Galatien und dann jüdische Synagogen der Städte Phrygiens, ohne diese namentlich zu nennen. Den Bezirk Asien aber liessen sie weg, weil ihnen dies offensichtlich durch Jesus, „der Geist verwehrt wurde.

 

Reste von Häusern in TroasVon Mysien wollten sie weiter nach Bithynien, was Jesus erneut verwehrte, wodurch sie nach der Hafenstadt Troas (2M: 5) hinab gelangten (Foto). Dort stiess der Arzt Lukas zu ihnen, um mit ihnen gemeinsam zusammen weiterzureisen und am Werk Anteil zu haben. Dort in Troas sah Paulus in einer Visionen einen mazedonischen Mann, der sagte, „komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!Paulus folgerte, dass Gott dies von ihnen erwartete (Apg 16:6-10).

 

So gelangten sie nach Philippi (2M: 6), der bedeutendsten Stadt Mazedoniens. Wie gewohnt ging Paulus am Sabbat zu den Juden, diesmal an einen Fluss, wo sie eine Gebetsstätte vermuteten. Die Purpurhändlerin Lydia nahm die Worte des Paulus auf und sie und die Hausgenossen liessen sich taufen. Sie nahm Paulus und seine Begleiter gastfreundlich in ihr Haus auf (Apg 16:11-15).

 

Die 2. Missionsreise des Paulus 49-51 u.Z.
 

Dienstmädchen mit Wahrsagerdämon das Gewinne einbrachte und Paulus befreiteDort in Philippi (2M: 6) trieb Paulus den Wahrsagerdämon eines gewissen Dienstmädchens aus, nachdem jene viele Tage lang hinter ihnen hergeschrien hatte: „Diese Menschen sind Sklaven Gottes, des Höchsten, die euch den Weg der Rettung verkündigen.“ (Apg 16:17) Ganz offensichtlich redete der unreine Geist den Paulus austrieb in jenem Moment die Wahrheit, das GESETZ aber sagt deutlich, dass Wahrsagerei von Gott verurteilt wird! (3.Mo 19:31) Die Herren dieses Dienstmädchens wurden dadurch um ihren Gewinn gebracht und schleppten Paulus darum vor die Vorsteher und Magistrate und klagten sie an:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 16:20-21 ***

Diese Menschen, die Juden sind, beunruhigen unsere Stadt sehr, 21 und sie verkündigen Bräuche, die anzunehmen oder auszuüben uns nicht erlaubt ist, da wir Römer sind.

 

In Thessalonich wurden viele prominente Frauen aufgrund der Belehrung des Paulus gläubigChristen die „zum Weg“ gehörten wurden weiterhin zu den Juden gerechnet! Die Volksmenge verlangte, dass sie mit Ruten geschlagen und ins Gefängnis geworfen würden. Das wurde ausgeführt und sie wurden in den Stock gelegt. Als Paulus und Silas um Mitternacht Gott lobsangen erschütterte ein Erdbeben die Grundmauern des Gefängnisses und alle Türen wurden geöffnet und die Fesseln aller Gefangenen wurden gelöst. Der Gefängniswärter, der dies sah wollte sich umbringen, weil er glaubte, die Gefangenen seien entflohen. Als Paulus sich beruhigend an ihn wandte und die Dinge im Zusammenhang mit dem Christus und ihre wundersame Befreiung erklärte, da fragte jener ihn verängstigt: „Was muss ich tun um gerettet zu werden?“ Da antwortete Paulus: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und deine Hausgenossen.“ Der Gefängniswärter zeigte Glauben und er nahm sie zu sich in sein Haus auf und wusch ihre Wunden und er und seine Hausgenossen wurde in derselben Nacht getauft (Apg 16:16-34).

 

Paul and Silas whipped and imprisonedAls am nächsten Tag die Magistrate die Freilassung der Gefangenen verlangten ergriff Paulus die Gelegenheit, um zu zeigen, dass jene Beamten gesetzlos gehandelt hatten, indem sie ohne Verurteilung römische Bürger ausgepeitscht hatten. Daraufhin baten jene beunruhigt, dass sie doch die Stadt verlassen mögen, worauf Paulus in das Haus der Lydda ging, jene Gemeinschaft dort erneut erfreute und nun durch Amphipolis (2M: 7) nach Thessalonich (2M: 8) aufbrach (Apg 16:16-40).

 

http://wol.jw.org/de/wol/mp/r10/lp-x/w13/2013/1904In Thessalonich (2M: 8) begaben sie sich am Sabbat zur Synagoge und unterredetet sich mit den Juden an drei Sabbaten anhand der Schriften, beweisend, dass der Christus leiden musste, um dann von den Toten aufzuerstehen. Einige nahmen den Glauben an, unter ihnen viele prominente Frauen. Die Eifersucht der ungläubig gebliebenen Juden aber brachte jene dazu einen Pöbelhaufen zu organisieren und die Stadt in Aufruhr zu bringen. Sie überfielen das Haus des Jason und schleppten gewisse Brüder vor die Stadtvorsteher. Sie behaupteten Jason hätte Paulus gastfreundlich aufgenommen, der aber lehre „ein anderer sei König“. Man nahm sie daraufhin in Gewahrsam und erst gegen eine Bürgschaft wurden sie auf freien Fuss gesetzt. In derselben Nacht ging Paulus und Silas bei Nacht nach Beröa (2M: 9) weg (Apg 17:1-14).

 

Auch dort ging Paulus direkt in die Synagoge. Diese Synagoge in Beröa zeigte eine vollkommen andere Einstellung wie die Juden in Thessalonich: „... sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.“ Das sollte auch für uns ein Beispiel sein!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:11-12 ***

Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. 12 Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern.

 

Die Juden aus Thessalonich sandten nun dorthin, als sie hörten, dass Beröa den Glauben an Jesus angenommen hatte. Während die Juden von Beröa Paulus in derselben Nacht wegsandten blieben Silas und Timotheus dort, um sich mit Paulus später in Korinth zu verabreden (Apg 17:1-15; 18:5). Eine weitere Versammlung Glaubender war entstanden! Paulus sandte später Timotheus aus Beröa, um die kleine Versammlung Thessalonich ebenfalls zu festigen (1Thess 3:1-3).

 

Paulus predigt in AthenAls Paulus nach Athen (2M: 10) kam, da sah er die überall zutage tretende Götzenverehrung. Er traf sich am Sabbat in der Synagoge mit den Juden und verabredete sich während der Woche mit ihnen auf dem Marktplatz. Dort kam es zu einem Wortwechsel mit epikureischen und stoischen Philosophen, die ihn als Schwätzer bezeichneten der ausländische Gottheiten lehre. Sie ergriffen Paulus und führten ihn vor die Richter des Areopag.

 

Die Verteidigungsrede des Paulus zeigt viel Respekt und hohen Grad an Kenntnis der Sitten und Gebräuche Athens und deren Literatur, aus der er auch zitierte, die er geschickt verwendete, um die Mitteilung über den Gott Israels und Jesus als Herrn, König und Richter der Lebenden und Toten vor jenen auszubreiten. Er argumentierte zu Gunsten Jehovas als dem alleinigen Schöpfergott und verkündete ihnen den auferweckten Jesus:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:30-31 ***

Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“

 

Auf die Aussage hin, dass Tote auferstehen würden spotteten einige, andere aber verlangten Paulus ein weiteres Mal zu hören. Auch in Athen begannen einige an Gott und an Jesus zu glauben, so dass sich auch dort die Grundlage für eine Versammlung bildete, unter denen war Dionysius, ein Richter des Areopags mit seiner Frau Damaris (Apg 17:16-34).

 

In Korinth hilft Paulus dem Juden Aquila und seiner Frau PriscillaVon Athen reiste Paulus nach Korinth (11), wo er bei Aquila, einem Juden aus Pontus und dessen Frau Priscilla, die aufgrund der Verfolgung unter Claudius (49 u.Z.) von Rom nach Korinth gezogen waren Unterkunft fand. Diese arbeiteten mit Paulus gemeinsam als Zeltmacher. Bestimmt kam es während der Arbeit zu tiefsinnigen Gesprächen und Belehrung. Jeweils am Sabbat aber gab Paulus in der Synagoge Zeugnis vor Juden und Griechen (Apg 18:1-5)

 

image070Dieses Edikt des Claudius ist eines der gesicherten Geschichtsdaten der Apostelgeschichte und wird durch den christlichen Geschichtsschreiber Orosius (5.Jh) auf das 9.Jahr der Amtsausübung datiert, was dem Jahre 49 u.Z. entspricht. Sueton berichtet darüber in seinem Buch über Claudius (Kap 25:4) „Die Juden vertrieb er aus Rom, weil sie von Chrestus aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten“.

 

Dort in Korinth stiessen Silas und Timotheus von Beröa her kommend zu ihnen und brachten guten Bericht über die Festigkeit der Versammlung in Thessalonich und Beröa (Apg 18:5; 2.Thess 1:1). Sie begannen nun gemeinsam den Juden und Proselyten aus den Heiden zu beweisen, dass Jesus der Christus ist, der Retter. Viele Juden aber widersetzten sich auch dort dem Paulus. So wie Gott es dem Propheten Hesekiel angeordnet hatte musste Paulus allen Juden Zeugnis geben, um frei von ihrem Blut zu sein! (Hes 3:17-21)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 18:6 ***

Als sie sich aber fortwährend widersetzten und auf lästerliche Weise redeten, schüttelte er seine Kleider aus und sprach zu ihnen: „Euer Blut komme über euer Haupt. Ich bin rein. Von nun an will ich zu den Leuten der Nationen gehen.“

 

Im Haus des Titus Justus, direkt an die Synagoge angrenzend begann sich in Korinth nun ebenfalls eine Christenversammlung zu bilden. Auch Krispus, der Synagogenvorsteher und dessen Hausgenossen kamen zum Glauben. Dadurch kamen nun viele weitere Korinther auch aus den Heiden zum Glauben. Jesus erschien dem Paulus erneut, um ihn zu stärken und mit seinem Reden fortzufahren: „... ich habe viel Volk in dieser Stadt“ erklärt er ihm.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 18:9-11 ***

Außerdem sprach der Herr in der Nacht durch eine Vision zu Paulus: „Fürchte dich nicht, sondern fahre fort zu reden, und schweige nicht, 10 denn ich bin mit dir, und keiner wird dich angreifen, um dir Schaden zuzufügen; denn ich habe viel Volk in dieser Stadt.“ 11 Da hielt er sich dort ein Jahr und sechs Monate auf und lehrte das Wort Gottes unter ihnen.

 

Paulus redete öffentlich zu den Griechen in Athen und KorinthPaulus verblieb somit eineinhalb Jahre, vorab kurze Zeit in Athen und dann in Korinth bis etwa 52 u.Z. Zur Zeit des Prokonsuls Lucius Lullo Gallio, einem Bruder des römischen Philosophen Seneca erhoben sich die Juden und schleppten Paulus vor den Richterstuhl des Prokonsuls und erklärten: „Im Widerspruch zum Gesetz (der Römer) führt dieser die Menschen zu einer anderen Überzeugung in der Gottesanbetung.“ (Apg 18:13) Offensichtlich beachtete Paulus das göttliche GESETZ und Jesu Auftrag weit höher, als gewisse Gesetzesparagraphen, die ihm das Predigen untersagten. Gallio aber, der die Juden kannte sagte noch bevor Anklage erhoben werden konnte:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 18:14-15 ***

„Wenn tatsächlich irgendein Unrecht oder ein boshafter Schurkenstreich vorläge, ihr Juden, so würde ich euch mit Grund geduldig ertragen. 15 Wenn es sich aber um Streitfragen über Worte und Namen und das Gesetz [[GESETZ]] unter euch handelt, so müßt ihr selbst zusehen. Ich wünsche nicht, Richter dieser Dinge zu sein.“

 

Fragen der Glaubensauslegung der Juden interessierten den Richter nicht. So begannen die Juden den neuen Synagogenvorsteher Sostenes zu ergreifen, der wahrscheinlich der Nachfolger des Krispus war und begannen ihn vor dem Richter zu schlagen. Der Richter kümmerte sich nicht darum (Apg 18:7-17).

 

Durch einen noch erhaltenen Brief des Kaisers Claudius (41-54) an die Stadt Delphi lässt sich das Datum, wo Gallio Prokonsul in Achaia war exakt datieren. Der Brief richtet sich zwar an den Nachfolger Gallios. Er wurde voraussichtlich im Sommer 52 geschrieben. Die Amtszeit des Prokonsul Gallio betrug wie üblich ein Jahr, war somit vom Frühsommer 51 bis Frühsommer 52. Es scheint, dass die Anklage gegen Paulus kurz nach Amtsantritt im Sommer 51 getätigt wurde. Später, nachdem Nero als Nachfolger des Claudius zum Kaiser ernannt war hob er im Jahre 54 u.Z. die Edikte des Claudius gegen die Juden auf und Aquila und Priscilla konnten daraufhin nach Rom zurückkehren.

 

Mit diesen Ereignissen aber kam die Zeit für die Abreise des Paulus von Korinth (2M: 11), um den Rückweg nach Jerusalem (2M: 14) anzutreten. Das dürfte im Sommer oder Herbst 51 gewesen sein, bevor der Winter kam.

 

10.3.2.3     Die Rückreise ab Korinth via Ephesus

Paulus blieb danach noch „ziemlich viele Tage“ in Korinth, bevor er sich zusammen mit Aquila und Priscilla nach Syrien einschiffte. Wiederum zeigt es sich, dass er das GESETZ Mose einhielt, als Aquila und Priscilla sich ihr Haupthaar schnitten, weil sie offenbar ein Nasiräergelübde beendet hatten (4.Mo 6:5, 18; Mat 5:33). Offensichtlich erklärte er jenen nicht, dass dieser Teil des GESETZES Mose keine Gültigkeit mehr hätte, sondern respektierte vielmehr deren Entscheid als „Ebioniten“! Von „Paulikanern“ ist nichts überliefert, dass sie diese Form der rituellen Gelübdeerfüllung gemäss GESETZ beachtet hätten.

 

Die Taufe und die Ehe sind zwei Gelübde, die auch Christen vor Gott eingehen. Gelübde sind freiwillig eingegangene Verpflichtungen, für die man mit dem Leben bürgt! Jesus hatte doch gesagt, dass ein „Ja ein Ja“ bedeuten müsse, was darüber hinausgeht sei vom Teufel und dass das Schwören dadurch unnötig würde! Auf Christen und ihre Zusagen muss Verlass sein, unter guten wie schlechten Umständen!

 

Das Schwären auf die Bibel ist laut Jesus nicht statthaft: "Euer 'Ja' bedeute 'ja' "*** Rbi8  Matthäus 5:33-37 ***

Ferner habt ihr gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht schwören, ohne entsprechend zu handeln, sondern du sollst Jehova deine Gelübde bezahlen.‘ 34 Doch ich sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, 35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. 36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz machen. 37 Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein; denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.

 

Gemeinsam gelangten Paulus und seine Begleiter nach Ephesus (2M: 12), wo er zur Synagoge ging, um sich mit den Juden zu bereden. Jene wünschten, er möge längere Zeit bei ihnen bleiben. Paulus musste abwehren, versprach aber dies später zu tun, wenn der Herr dies erlauben würde, er aber wollte nach Jerusalem zurück (2M: 14) und von dort dann nach Antiochia gehen! (2M: 15) Aquila und Priscilla aber blieben in Ephesus (2M: 12) zurück (Apg 18:18-22).

 

 

10.3.3      Die 3. Missionsreise: 1.Teil von Antiochia bis nach Ephesus: 53-55 u.Z.

 

10.3.3.1     Begleitumstände der dritten Missionsreise (Karte M3)

Nach einer gewissen Zeit in Antiochia zog Paulus offenbar am Ende des Winters des Jahres 53 u.Z. erneut auf seine 3.Missionsreise, vorab durch Galatien und Phrygien, wo er von Ort zu Ort die Jünger in den bereits bestehenden Versammlungen stärkte. Bestimmt blieb er an jedem Ort zumindest während einem oder gar mehreren Sabbaten in jenen Versammlungen, die weiterhin alle stets in Privathäusern stattfanden, dies war auch noch Jahrzehnte nach ihrer Gründung genauso! Es gab im Uhrchristentum keine steinernen Kirchen, da ja Menschen den geistigen Tempel bildeten! Paulus erklärte:

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:16-17 ***

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

Diese Worte sind im Einklang mit dem, was Jesus der Frau am Brunnen in Sychar erklärt hatte.
 

Jesus am Brunnen von Sychar erklärt, dass zur Anbetung "Geist und Wahrheit" nötig wären (Johannes 4:19-26)  Die Frau sagte zu ihm: „Herr, ich merke, daß du ein Prophet bist. 20 Unsere Vorväter haben auf diesem Berg angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse. 21 Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messịas kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden. 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Jesus gab sich deutlich als Messias zu erkennen und das bisherige Muster zentraler Anbetung für die Juden im Tempel Jerusalems erklärte er als beendet. Der Vater sollte nun überall, wo Menschen zum Glauben in den Gott Israels kamen und Jesus als Hohepriesterkönig aus Davids Linie annahmen verehrt werden. Das sollte nicht weiter an steinerne Gebäude gebunden sein!

 

Auch auf dieser 3. Missionsreise hielt Paulus jeweils seine Reden an den Sabbatversammlungen, beantworte Fragen, stärkte den Glauben und veranlasste Korrekturen vorzunehmen! Oft blieb er im Hause dessen, wo die Versammlung zusammenkam. Es ist eine Illusion anzunehmen, dass die ersten Versammlungen bereits hunderte von Personen umfasst hätten! Wo die Zahl der Anwesenden grösser war als das Haus sie aufnehmen konnte, da wurde eine weitere Hausgemeinschaft unter fähigen Vorstehern eingerichtet! Alle gemeinsam galten als die Versammlung jener Stadt! Zumindest in Jerusalem war dies von Anfang an der Fall!

 


 

Apollos, ein Jude und beredter Mann aus Alexandria (Ägypten), der in den Schriften gut bewandert war kam zu jener Zeit nach Ephesus (3M: 1). Er war zuvor schon über den Weg des Christus mündlich unterwiesen worden und gab korrekt Zeugnis, kannte aber nur die Taufe des Johannes. Als der Mann in der Synagoge zu predigen begann nahmen in Priscilla und Aquila in ihr Haus auf und unterrichteten ihn weiter über den Christus. Von Ephesus aus ging Apollos um das Jahr 52 dann nach Korinth, in der römischen Provinz von Achaia. Dort begoss er offenbar jene junge „Pflanze“ an Versammlung, die Paulus zuvor im Jahre 50 und 51 auf der 2. Missionsreise gepflanzt hatte. Die Brüder von Ephesus hatten Apollos einen Empfehlungsbrief an die Korinther mitgegeben. Er bewies nun auch dort anhand der Schriften korrekt, dass die Juden im Unrecht waren und stärkte die Christen im Glauben! (1.Kor 3:5-9)

 

10.3.3.2     Gültige und nicht gültige Taufen

Die berühmte Celsus-Bibliothek in Ephesus, erbaut um 105 als Grablege und darüberliegende Bibliothek für Tiberius Julius Celsus, bei einem Erdbeben um 270 zerstört, 1970 - 1978 wieder aufgebautNun kam Paulus um den Frühjahr 53 erneut wie er es auf der Rückfahrt von der 2.Missionsreise versprochen hatte nach Ephesus (3M: 1), wahrscheinlich rechtzeitig zur Passahfeier 53. (Bild: Ruine der Bibliothek von Ephesus) Als er die Jünger traf, die Apollos seit etwa dem Jahr 52 gemacht hatte fragte er sie, ob sie „heiligen Geist“ erhalten hätten als sie gläubig und getauft wurden. Sie antworteten: „Nun, wir haben nicht einmal gehört, dass es heiligen Geist gibt“ gaben jene zur Antwort. Als Paulus erfuhr, dass sie in die „Taufe des Johannes“ getauft worden waren, die als Symbol der Reue diente, taufte er sie daraufhin erneut, diesmal in den Namen des Herrn Jesus. Paulus legte ihnen zudem die Hände auf, so dass sie heiligen Geist erhielten und in Zungen zu reden begannen. Es waren zwölf Männer (Apg 19:1-7). Offensichtlich war die „Taufe des Johannes“ nach dem Tod Jesu und seinem Taufauftrag nach seiner Auferstehung ungenügend! (Apg 18:24-28; 19:1; 1.Kor 3:6)

 

Paulus blieb somit ab Frühjahr 53 insgesamt  zwei Jahre und drei Monate in Ephesus, bis und mit Pfingstfest 55 u.Z. Während dieser Zeit sandte Paulus von Ephesus aus den 1.Brief an die Korinther durch die zwei Boten Timotheus und Titus. Das war offenbar im Frühjahr des Jahre 54, vor der Passahfeier. Offensichtlich hatten sich in Korinth inzwischen mehr als nur eine Spaltung ergeben: Die einen hielten zu ihm, andere wollten zu Apollos zugehörig sein, wieder andere wollten zu Petrus gehören. Paulus weist alle zurecht und erklärt, dass der „Leib des Christus“ ungeteilt sei und niemand in eine Person (oder Religion) hinein getauft werden dürfe! Es gibt nur „die Taufe in den Christus“!  (1.Kor 1:11-17)

 

Die Bibel lehrt keine Kindestaufe, sondern Taufe aus GlaubenDaraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass die Taufe in jener rechtsgültiger Form vollzogen sein muss, die Jesus eingesetzt hatte! Die Taufe des Apollos in Ephesus war offenbar keine gültige Taufe, da Apollos bisher selbst nicht gültig in Jesus getauft worden war! Da es keine Kindertaufe im ganzen ersten Jahrhundert gab, muss davon ausgegangen werden, dass auch diese Form der Taufe von Kleinkindern keine wirkliche „Glaubenstaufe“ darstellt, sondern ein kirchliches und unbiblisches Ritual ist, wenn unreife Kinder oder gar Babys getauft werden. Daraus muss geschlussfolgert werden, dass in all solchen Fällen eine Wiedertaufe am Erwachsenen notwendig wird, um gültig getauft zu sein, um wirklich im „Königreich des Sohnes der Liebe“ Aufnahme zu finden!

 

Erwachsenentaufe im Film "Im Leben und über das Leben hinaus".*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:1-6 ***

Im Laufe der Ereignisse zog Paulus, während sich Apollos in Korinth befand, durch das Landesinnere und kam nach Ephesus hinab und fand einige Jünger vor; 2 und er sprach zu ihnen: Habt ihr heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sagten zu ihm: Nun, wir haben nicht einmal gehört, daß es heiligen Geist gibt.“ 3 Da sagte er: In was seid ihr denn getauft worden? Sie sprachen: In die Taufe des Johannes.“ 4 Paulus sagte: „Johannes taufte mit der Taufe [als Symbol] der Reue, indem er dem Volk sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das heißt an Jesus.“ 5 Als sie das gehört hatten, wurden sie im Namen des Herrn Jesus getauft. 6 Und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der heilige Geist über sie, und sie begannen in Zungen zu reden und zu prophezeien.

 

Ganz offensichtlich anerkannte Jesus diese Wiedertaufe durch den Paulus an und goss den Geist auf jene Jünger aus! Wie im Falle des Petrus und der Hausgemeinschaft des Kornelius erhielten auch jene die Gabe der Zungenrede. Die Übertragung dieser Gaben erfolgte durch Apostel! Zudem aber erhielten sie auch noch die freie Gabe des Prophezeiens! Sie sollten später „weggetan“ werden, „wenn das Vollständige gekommen ist“, die letzten inspirierten Schriften (1.Kor 13:8-10) Nur die von Jesus eingesetzten Apostel konnten solches offenbar direkt bewirken!

 

10.3.3.3     Wer ist zum Predigen und zum Taufen hinreichend befähigt?

Ein katholischer oder protestantischer Priester, der selbst als Kind in ungültiger Form getauft wurde kann folgerichtig ebenso wie Apollos vor seiner Taufe durch Paulus auch keine gültige Taufe gewähren! Nicht die Person die tauft ist dabei ausschlaggebend, sondern die Form der Taufe, als Erwachsene in Christus getauft zu werden!

 

Der Bundesschluss findet zwischen Täufling und Gott dem Vater und Christus durch heiligen Geist der Wahrheit statt. Wenn nur gültig getaufte Personen taufen könnten wäre die Kette der Taufe längst zerbrochen und könnte nicht erneuert werden, denn während der Inquisition wurde doch jeder verfolgt und getötet, dessen sich die Katholischen Häscher habhaft wurden! Wer könnte rückwirkend je beweisen, dass jene die sie getauft hatten als Erwachsene gültig getauft wurden: Niemand!

 

Kein Christ hatte im ersten Jahrhundert eine Priesterweihe erhalten oder ein Gelübde als Priester abgelegt! Das waren spätere Erfordernisse, welche die abgefallene Kirche aufstellte, um die zentrale Kontrolle ihres Apparates zu gewährleisten. Paulus bringt dies im 2.Brief an die Korinther auf den Kern. Er fragt offen: „Wer ist hinreichend befähigt“ um Menschen den Weg des Lebens zu öffnen, indem sie Eingang in das „Königreich des Sohnes der Liebe“ durch die Taufe erhalten? Ist hierzu etwa ein spezielles Gelübde notwendig?

 

Kein Hausieren mit der guten Botschaft von Haus zu Haus erlaubt Paulus! Jehovas Zeugen widersprechen dem.*** Rbi8  2. Korinther 2:15-17 ***

Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die zugrunde gehen; 16 für die letzteren ein vom Tod ausgehender Geruch zum Tod, für die ersteren ein vom Leben ausgehender Geruch zum Leben. Und wer ist zu diesen Dingen hinreichend befähigt? 17 [Wir sind es;] denn wir hausieren nicht mit dem Wort Gottes wie viele Menschen, sondern in Aufrichtigkeit, ja als von Gott gesandt reden wir vor Gottes Augen in Gemeinschaft mit Christus.

 

Kein Hausieren von Tür zu Tür sei notwendig, bestätigt uns Paulus! Nur wer in Gemeinschaft mit Christus ist, den Geist der Wahrheit empfangen hat und ihn nicht gegen Irrtum und Lüge tauscht, der kann gültige Taufen vornehmen! „Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], Und dein Gesetz ist Wahrheit.“ (Ps 119:142) GESETZ Gottes und Wahrheit sind auf ewig verbunden!

 

In Jesu Gemeinschaft aber kommt man erst durch die Taufe und verbleibt darin, wenn man seine Gebote hält! Dadurch zeigen wir, dass wir Jesus lieben und dass uns der Vater liebt!

 

*** Rbi8  Johannes 14:15-21 ***

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist. 18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt wird mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet mich sehen, weil ich lebe und ihr leben werdet. 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Seit Jesus gepredigt hat und nun seit dem Abschluss der Schriften sind alle Menschen die sich darum bemühen mit diesem „Helfer“, dem „Geist der Wahrheit“ ausgerüstet! Durch das geschriebene Wort redet Jesus auch heute direkt zu jedem Einzelnen von uns und ist, wo sich „zwei oder drei“ in seinem Namen versammeln mitten unter ihnen! (Mat 18:18-20)

 

Paulus selbst taufte kaum, das taten seine Begleiter für ihn! Er führte auch kein Taufregister, denn Jesus ist es, der jeden kennt der zu ihm gehört!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:14-16 ***

Ich bin dankbar, daß ich niemand von euch getauft habe, außer Krispus und Gajus, 15 so daß keiner sagen kann, daß ihr in meinem Namen getauft worden seid. 16 Ja, ich habe auch die Hausgenossen des Stephanas getauft. Im übrigen weiß ich nicht, ob ich sonst jemand getauft habe.

 

Niemand kann gültig in eine Person oder Glaubensorganisation getauft werden: Ausschliesslich in Christus! Die Taufe in eine Religion oder eine Person hat somit keinerlei Bedeutung, ist eine Zufügung, um Personen in Organisationen, Religionen oder Sekten einzubinden! Paulus hatte solches deutlich abgelehnt. Das war ein falscher Brauch, der sich in der Versammlung Korinth zu entwickeln begann:

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:10-13 ***

Nun ermahne ich euch, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr alle übereinstimmend redet und daß keine Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinn und in demselben Gedankengang fest vereint sein mögt. 11 Denn mir ist über euch, meine Brüder, durch die [