Newsletter „DER WEG“ 7/09-5   September 2007

Neubearbeitung: 19.12.10 / 10.6.17

 

 

SONDERBEITRAG:  7.9.5  Gottes Sabbatjahr beachten!

 

12.Teil:   Gottes grosses Jubeljahr bringt die Erfüllung der Vorhersagen der Propheten zu Gottes Königreich

  

Im 11.Teil wurde im August 2007 im Artikel 7.8.5  Das grosse Erlassjahr Jehovas und sein Jubeljahr als Realität erleben wurden die folgenden Hauptthemen behandelt:

 

   Christen müssen für sich selbst nach der Wahrheit forschen und am Bewährten festhalten!

   Ist der Ablauf und das Geschehen rund um die Aufrichtung von Gottes Königreich wirklich ein unerforschliches Geheimnis?

   Jesus als Verteiler des Erbes der ganzen Erde

   Die Wahrheit wird euch vom Joch der Religionen frei machen

                

   In diesem 12.Teil geht es um weitere Vergleiche biblischer Vorhersagen und falscher Prophetie seitens der Kirchenväter.    Jehovas gesamte Sabbatordnung vereinte sein Volk mit dem einzigen wahren Gott. Es war etwas Herausragendes, das Israel von allen übrigen Nationen absonderte: Gott, der Schöpfer selbst schulte sein Volk über seine levitische Priesterschaft in den Sabbatversammlungen, an den Neumonden und den durch Ihn dazu auserwählten jährlichen Festzeiten! Die Sabbat- und Jubeljahre dienten der Wiederherstellung von sozialem Gleichgewicht.

 

Verteilung der Nachkommen Noahs nach dem Turmbau von Babel   Die übrigen Nationen um Israel kopierten ihrerseits alle das ungerechte, mystische System, das sie nach Gottes Sprachverwirrung beim Turmbau von Babel und ihrer Zerstreuung her über die ganze Erde mitgenommen hatten. Diese Systeme waren alle ähnlich dem, das Nimrod im ersten Babylon aufgerichtet hatte. Dadurch wurde die Klasse der Herrschenden ungebührlich privilegiert, unterteilt in Königliche Herrschaft und Priesterschaft. Die Unterprivilegierten, die nicht an der Herrschaft teilhatten aber lebten meist in bitterster Armut, der Willkür der Mächtigen schutzlos ausgeliefert, zu ihrem Erschaffer schreiend.

 

*** Rbi8  Hiob 34:27-28 ***

Darum, daß sie davon abgewichen sind, ihm zu folgen,

Und sie keinen seiner Wege in Betracht gezogen haben,

28 Um das Geschrei des Geringen vor ihn kommen zu lassen;

Und so hört er das Geschrei der Niedergedrückten.

 

   Gott wird erneut auf das Schreien der verarmten Menschen in unseren Tagen hören und endlich die versprochene erdenweite Gerechtigkeit herstellen! Eine solche Wiederherstellung gesetzmässiger Verhältnisse stand in Israel bereits seit Beginn der Nation mit dem Sabbat- und dem Jubeljahr in Verbindung!

 

   Inwieweit wurde Gottes Sabbat- und Jubeljahr bei den ersten Christen berücksichtigt? Aufgrund der Apostelgeschichte ist wenig zum Thema zu erfahren. Die Päpste versuchten ab dem 13.Jahrhundert einen Ersatz zu schaffen, dem sie ebenfalls den Namen „Jubeljahr“ gaben. War dies aber eine echte, eine Wiederherstellung des ursprünglichen Gebotes Gottes?

 

   Jehovas Sabbat- und Jubeljahr zeigte Gottes überaus grosse Gerechtigkeit, indem Schuldenlast innerhalb Israels alle sieben Jahre gelöscht wurde und sich Erbbesitz alle 50 Jahre als wirklich unveräusserlich zeigte! Ein System der kollektiven Verschuldung wie wir es heute kennen war in Israel daher undenkbar! Die letzten Jahre dieses Systems haben auch auf wahre Christen starke negative Auswirkungen. Alle Menschen stehen unter zunehmendem, unausweichlichem Druck seitens des Systems.

 

   Worauf sollten wir heute unbedingt achten, um Gottes Wohlwollen nicht zu verlieren? Wir sollten seine Gebote und richterlichen Entscheidungen achten und exakt den Schritten Jesu nachfolgen! Dies betrifft auch die „geringsten der Gebote“, die wir selbst halten und sie andere lehren sollen. Wohl keines der göttlichen Gebote wird heute unter Christen so gering geachtet wie Gottes Sabbat- und Jubeljahre!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

Gott aber wird seinem eigenen grossen Jubeljahr bestimmt Erfolg geben! Er selbst wird bald schon Freiheit ausrufen lassen! (Mat 5:17-20)

 

*** Rbi8  3. Mose 25:10-11 ***

Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und im Land Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Es wird ein Jubeljahr für euch werden, und ihr sollt ein jeder zu seinem Besitz zurückkehren, und ihr solltet ein jeder zu seiner Familie zurückkehren. 11 Ein Jubeljahr wird das fünfzigste Jahr für euch werden.

 

   Die Ankündigung des grossen Jubeljahres Jehovas sollte uns mit Vorfreude erfüllen! Die ganze Erde steht erneut zur Verteilung als Erbe an Abrahams Nachkommen das Gelobte Land, jede Familie die Gottes Normen entspricht wird ihren gerechten Anteil daran erhalten, sowohl die Harmagedon überlebenden „Schafe“ der „grossen Volksmenge aus allen Nationen, wie auch die während des Millenniums auferweckten. Von der Last des Schuldenjochs, das heute den reichen Nationen und dem habgierigen Bankensystem dient, um immer grössere Gewinne aufzuhäufen und dabei ganze Länder und Kontinente ruiniert, davon wird ebenso Befreiung gewährt! Die Mächtigen dieses Systems wird Jesus „Geringste“ nennen!

 

   Bei der Erbverteilung möchten wir das spezielle Erbe der beiden Söhne Josephs betrachten, Manasse und Ephraim, aber zudem auch die Sonderregelungen in Betracht ziehen, die Levi betrafen. Auf was weisen diese Dinge künftig hin?

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

9.5............. Gottes grosses Jubeljahr bringt die Erfüllung der Vorhersagen der Propheten zu Gottes Königreich   4

9.5.1........... Gottes Sabbat- und Jubeljahr bleiben für immer Ruhejahre. 4

9.5.1.1........ Was ist überliefert über das Einhalten des Sabbat- und Jubeljahres im Urchristentum?. 4

9.5.1.2........ Die Jubeljahre als Dorn im Auge der Päpste. 5

9.5.1.3........ Wie Papst Pius der XI. Zum Vatikanstaat gelangte und dadurch Staatsoberhaupt wurde. 5

9.5.1.4........ Papst Pius der XI., welcher mit Dämonen Verträge unterzeichnete. 6

9.5.1.5........ Das Jubel- und Erlassjahr als soziale Institution in unserer Zeit?. 8

9.5.1.6........ Halten Christen die göttlichen Regeln für das Jubeljahr?. 9

9.5.2........... Unser eigenes Verhalten hat zur Folge, ob wir im Jubeljahr in Gottes Ruhetag eingehen. 10

9.5.2.1........ Mit dem Mass mit dem ihr messt wird euch gemessen werden! 10

9.5.2.2........ Gottes Verlangen nach Ehrlichkeit macht keinen Halt vor dem Sabbat- oder Jubeljahr 12

9.5.2.3........ Wer geht in Jehovas Tag der Ruhe ein?. 12

9.5.2.4........ Die Schafe Jesu sind es, die in Gottes Sabbatruhe eingehen werden! 14

9.5.2.5........ Das Jubeljahr im kommenden System der Dinge. 15

9.5.2.6........ Die glücklichen Sklaven, die zur rechten Zeit geistige Speise austeilen. 16

9.5.2.7........ Verständnis auf der Zeitebene hängt vom Erkennen der Details und ihrer korrekten Einreihung ab! 18

9.5.3........... Gerechte Landverteilung mit unveräusserlichem Erbbesitz bleibt eine göttliche Grundforderung! 19

9.5.3.1........ Die sieben mageren Jahre, welche die Staatsmacht Besitzer des Landes werden lassen. 19

9.5.3.2........ Gehorsam gegenüber Jehova bringt die Getreuen zum Erbbesitz! 20

9.5.3.3........ Gottes Regelung der Landverteilung in Israel 21

9.5.3.4........ Jene die als Fremdlinge einen vortrefflichen Wandel unter den Nationen führen werden Erben sein! 22

9.5.3.5........ Die gerechte Aufteilung der Erde durch das Los gemäss all jenen Familien, die Jehova gesegnet hat: Alles beginnt beim neuen Tempel Gottes! 23

9.5.4........... Der Majestätische wird den geistigen Tempel beenden und ihn organisieren! 24

9.5.4.1........ Die Söhne Israels, die Priester und Leviten und ihre Organisation nach dem Exil 24

9.5.4.2........ Der „Majestätische“ aus den Reihen Israels, der Hohepriester-König Jesus wird sich Jehova nähern. 25

9.5.4.3........ Wo wird die Städte sein, die Jesus vorbereiten ging: Im Himmel oder auf der Erde?. 25

9.5.4.4........ Der „Vorsteher“ in Israel und die „neuen Himmel“ erhalten ihren Landanteil 26

9.5.4.5........ Die Brüder Christi aus allen Nationen werden zum heiligen Berg „Jerusalem“ gebracht 28

9.5.5........... Hesekiels Vision vom wiederhergestellten Israel und der heiligen Stadt 29

9.5.5.1........ Das Staatsgebiet der „Nation aus Königen und Priestern 29

9.5.5.2........ Denen Untertan sein und bleiben, die uns in die ewigen Wohnstätten aufnehmen werden. 32

9.5.5.3........ Ephraim wird schlussendlich dem Manasse vorangestellt 33

9.5.5.4........ Das Heiligtum inmitten Israels: Das Haus des Vaters. 33

9.5.5.5........ Der besondere Landanteil des Vorstehers in Israel 37

9.5.5.6........ Die zwölf Stämme Israels nach Hesekiel und nach Johannes in der Offenbarung. 39

9.5.5.7........ Die Heilige Stadt und ihre zwölf Tore. 40

9.5.5.8........ Jedes Tor der Stadt wird durch eine einzelne wertvolle Perle geöffnet und verschlossen. 41


 

 

9.5                 Gottes grosses Jubeljahr bringt die Erfüllung der Vorhersagen der Propheten zu Gottes Königreich

 

 

9.5.1           Gottes Sabbat- und Jubeljahr bleiben für immer Ruhejahre

 

9.5.1.1          Was ist überliefert über das Einhalten des Sabbat- und Jubeljahres im Urchristentum?

Die ersten Christen hielten sich an „die gesunden Worte ... des Christus“ die ihnen durch die Apostel übermittelt worden waren. Bereits mit der falschen, heidnischen Lehre des Hymenäus, Alexander und Philetus, „die Auferstehung sei bereits geschehen“, einem Leben nach dem Tod, kam ein Abfall von der Lehre der Apostel. Diese verbreitete sich bis zum Ende des ersten Jahrhunderts wie „Gangrän“, erklärte Paulus. Johannes sprach davon, dass „die letzte Stunde“ unverfälschter Lehre gekommen sei. Die Antichristen innerhalb der Versammlungen wurden immer dominanter und verursachten Abfall von den Worten der Heiligen Schriften.

 

Aber auch am Ende des ersten Jahrhunderts gab es weiterhin Getreue, die fest „dem Muster gesunder Worte“ Jesu und der Apostel folgten. „Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist.“ (Joh 2:18) Paulus schrieb an Timotheus, der in Ephesus, der Hauptstätte der Gegner des Paulus um Hymenäus war:

 

Das kommende Beugen der Hochmütigen*** Rbi8  1. Timotheus 6:2-8 ***

Wenn jemand eine andere Lehre lehrt und den gesunden Worten, denen unseres Herrn Jesus Christus, und der Lehre, die der Gottergebenheit entspricht, nicht zustimmt, 4 so ist er [vor Stolz] aufgeblasen und versteht nichts, sondern ist wegen Streitfragen und Debatten über Worte geistig krank. Aus diesen Dingen entspringen Neid, Streit, Lästerreden, böse Verdächtigungen, 5 heftige Wortwechsel um Kleinigkeiten von seiten der Menschen, die verderbten Sinnes und der Wahrheit beraubt sind und denken, Gottergebenheit sei ein Mittel zum Gewinn. 6 Gewiß ist sie ein Mittel zu großem Gewinn, [diese] Gottergebenheit zusammen mit Selbstgenügsamkeit. 7 Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und wir können auch nichts mit hinaustragen. 8 Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein.

 

Motiv jener von der Lehre der Apostel Abtrünnigen war Aufgeblasenheit vor Stolz und geistige Krankheit, die wahre Gottergebenheit dahin vertauschten, um nach Gewinn zu streben! Das ging nur dahin, selbst Anhänger aufzuhäufen und sie in eine eigene Hürde einzusperren! Dass jene Gruppen sich „apostolisch“ zu nennen begannen bedeutet nicht, dass sie den Aposteln auch wirklich nachfolgten.

 

Spätestens in Harmagedon wird sich das Wort des Paulus als Wahrheit erweisen, dass keiner, welcher der gesunden Lehre widerspricht irgendetwas aus der Welt hinaustragen wird. Sie werden zum Staub zurückkehren, die aber die Gottes Willen mit redlichem Gewissen zu erkennen suchen und danach handeln, sie alle werden zum Anteil am Erbe der Welt gelangen!

 

Wie wir in bisherigen Artikeln deutlich gesehen haben, hielten sich ab dem zweiten Jahrhundert die nun so genannten Sabbatisten und Quartodezimaner nicht nur an das 4.Gebot, sondern auch in vielen anderen Beziehungen weiterhin fest an der Überlieferung der Apostel! Beide gehörten entweder der Gruppe der „Ebioniten“ oder „Paulikanern“ an, bildeten Glieder „des WEGES“. Sie wichen auch unter Druck, Verführung und Verfolgung seitens der römischen oder byzantinischen Kirche nicht von ihrem Standpunkt ab und viele von ihnen starben lieber als Märtyrer für ihre Überzeugung, als dass sie Gottes GESETZ übertreten hätten!

 

Was aber wurde konkret in den Schriften der Apostel, der Kirchenväter und der Apologeten über das spezifische Thema der Sabbat- und Jubeljahre geschrieben? In den meisten Texten, es sind ihrer Hunderte, ist die Rede nur vom wöchentlichen Sabbat, in einigen vom Neumondfest und vielen von den Festzeiten Jehovas. Das Passah steht dabei oft im Vordergrund, wenige nur erwähnen jedoch das Sabbat- oder das Jubeljahr. Das schon rein deswegen, weil es ja nur alle sieben, respektive alle fünfzig Jahre wiederkommt. Das bedeutet aber nicht, dass das Sabbat- und Jubeljahr nicht berücksichtigt worden wäre, auch wenn es nicht so deutlich in Manuskripten erwähnt wird, zumindest nicht in den Schriften, welche wir untersuchen konnten! Jesus hatte doch deutlich davor gewarnt auch nur die geringsten der Gebote zu missachten und all jene die im „geringsten treu“ zu sein versuchten bemerkten über alle Jahrhunderte die Wichtigkeit dieser längerfristigen göttlichen Verordnung!

 

Das Sabbat- und Jubeljahr mag aus dem Blickpunkt vieler moderner Christen als „geringfügig“ eingestuft werden, weil sie eben nur alle sieben oder gar alle fünfzig Jahre Einfluss haben und sehr wenige überhaupt nur darüber Kenntnis haben. Meist aber liegt dies am Fehlen genauer Erkenntnis des Willens des Vaters, der unparteiisch zum Guten all seiner Söhne und Töchter wirkt!

 

Writig and Empire in TacitusDer römische Historiker Publius Cornelius Tacitus (55-115 u.Z.) wird wie folgt in einer Abhandlung von Gabriele Gierlich über die Kenntnisse im Reich Alexanders des Grossen und dem alten römischen Reich über die göttlichen Verordnungen an die Juden zitiert: [1]

 

   Als Gipfel der Faulheit interpretiert Tacitus, dass die Juden nicht nur einen Tag in der Woche nichts täten, sondern einen solchen Gefallen am Nichtstun gefunden hätten, dass sie sich sogar jedes 7. Jahr auf die faule Haut legten.

 

   Obwohl Tacitus maßlos übertreibt, liegt seinen Ausführungen ein wahrer Kern zugrunde: Es ist nämlich die jüdische Institution des Sabbatjahres, auf die er sich hier beruft. Diese beruht auf der Vorstellung, dass die Natur jedes 7. Jahr ihre Erträge von sich aus, ohne Zutun des Menschen, hervorbringt, dass die Natur gewissermaßen alle 7 Jahre ein Sabbatjahr einlegt. Dies geht auf die Bibelstelle 3. Mose 25,2-4 zurück, wo Gott die Israeliten anweist, sie sollten nach der Ankunft im Gelobten Land 6 Jahre das Feld bestellen und die Weinberge beschneiden. Aber im 7. Jahr sollten Feldbestellung und Weinbergsarbeit ruhen, damit das Land eine vollständige Sabbatruhe zu Ehren des Herrn halten könne. Dass die Juden ein Sabbatjahr einhielten, war in der Antike bekannt. Denn ein Erlass Alexanders d.Gr. erließ dem Juden jedes siebte Jahr die Abgaben und auch Iulius Caesar verzichtete jedes 7. Jahr auf die Tributleistung

 

   Ausgehend von diesem 7. Jahr heißt es weiter in der Bibel (3. Mose 25,8ff.), dass nach 7 mal 7 Jahren, also nach 49 Jahren, das 50. Jahr für heilig erklärt werden und als Jobeljahr gefeiert werden soll. Das hebräische Wort „Jobél“, das hier zugrunde liegt, bedeutet „Widderhorn“. Mit dem Schall des Widderhorns sollte diese Festzeit angekündigt werden. Von dem hebräischen Wort „Jobél“ leitet sich unser Wort „Jubel“ ab. Auch die katholische Kirche hat die Institution des Jubeljahres übernommen, in dem ein besonderer umfassender Ablass gewährt wird. Zunächst wie im Judentum alle 50 Jahre angesetzt, wird es in der Kirche seit 1475 alle 25 Jahre begangen.

 

   Unsere Redewendung „alle Jubeljahre einmal“ geht darauf zurück!

 

Tacitus 5-4: „Die Ruhe am 7. Tag, so sagt man, habe ihnen gefallen, weil sie ihnen das Ende der Mühen gebracht habe. Darauf haben sie auch jedes 7. Jahr der Faulheit gewidmet, weil ihnen die Trägheit zusagte. ...“

 

Friedländer: Das Dritte Reich und die JudenDie Aussprüche der Feinde des Judaismus zeigen nicht unbedingt auch genaue Kenntnis des göttlichen GESETZES, noch der tieferen Zusammenhänge, dienen aber gut als Beweis, dass die römische Obrigkeit sehr wohl informiert war, dass jenes GESETZ existierte und für alle Juden galt, auch für jene „Sekte“, die man „Christen“ nannte! Unter den Griechen und den ersten römischen Kaisern wurde diese Regelung offenbar respektiert und den Juden die Einhaltung sowohl des Sabbat- wie des Jubeljahres gewährt und sie von Steuern befreit! Das mag einer der Hauptgründe sein, dass man sie später wegen des Sabbats, der Festzeiten und spezifisch auch wegen der Sabbat- und Jubeljahre verfolgte und zum Abschwören zwang. Das habgierige System sah darin nur Verlust ihrer Einnahmen!

 

Anlass zum Schreiben von diesem „Judenexkurs“ des Tacitus gab der Aufstand der Zeloten gegen die römische Herrschaft im Jahre 66 u.Z., in der Zeit des Kaiser Nero und der darauf folgende jüdische Krieg, ab demselben Jahr, der unter Führung des Feldherrn Vespasian begann. Der Aufsatz des Tacitus diente zur Kriegsunterstützung im Reich und war nichts anderes als eine billige Schmähschrift gegen die Juden! Er mag dazu geführt haben, dass das GESETZ geändert wurde und die Juden nun auch im Sabbat- und Jubeljahr Steuern zu entrichten hatten. Heutige Diskurse und Schmähungen nach dem Stil des Tacitus, wie jene des früheren iranischen Präsidenten Ahmadinedschad gegen die Juden hatten zu allen Zeiten des Bestehens der jüdischen Nation irgend ein früheres Vorbild gehabt, wodurch man sich im Unrechttun rechtfertigte! Die antijüdische Propaganda im Dritten Reich Hitlers war voller Zitate von Kirchenvätern und frühen Historikern, die dem unterdrückerischen römischen Staat die Ehre erzeigten. 

 

9.5.1.2          Die Jubeljahre als Dorn im Auge der Päpste

Ganz offensichtlich war auch das GESETZ betreffend des Jubeljahres den katholischen Päpsten aller Zeiten durchaus bekannt und ein Dorn im Auge, weil es nicht aus der Schrift zu entfernen war! Dies kommt darin zum Ausdruck, dass die Katholische Kirche, die nahezu alles, was mit Gottes Geboten in Verbindung steht verändert hat, schon früh auch diesem Teil ein anderes Gesicht aufzuprägen begann! Schauen wir einige herausragende Aussagen an:

 

Papst Leo XIIIDie Sozialenyzkliken des Papstes Leo des XIII. (1810-1903) brachten einen Wandel in die Katholische Kirche. Plötzlich wollte die Kirche auch für die Armen etwas tun. Ideen aus dem Sabbat- und Jubeljahr flossen hinein, ohne dessen Kernpunkt je zu erreichen! Als studierter Rechtswissenschaftler wusste der Papst bestimmt den Inhalt von Gottes GESETZEN und auch wie weit sich die Kirche von jenen entfernt hatte! Er gilt als der Erfinder des Unfehlbarkeitsdogmas und Herausgeber von 88 Enzykliken. Durch jenes Dogma sollten die Aussagen der Päpste gottgleichen Aussprüchen Charakter erhalten, selbst dann, wenn sie ganz offensichtlich Gottes Wort widersprachen!

 

Leo der VIII. versuchte die Kirche aus ihrer selbstgerechten Isolation zum Anschluss an die moderne Zeit zu führen. Gerade deshalb war er von der weiterbestehenden erhöhten Macht des Kirchenstaates überzeugt, der die Politik anleiten müsse. Er hob das universelle Leitungsprinzip des Papsttums und dessen Führungsanspruch stets hervor. Sein verehrtes Vorbild war Papst Innozenz III., der durch seine Christenschlächterei an den Katharern und den Waldensern  besonders hervorgetreten war. 1891 liess Papst Leo VIII. dessen Mumie nach Rom überführen.

 

Dieser Papst förderte zudem den römischen Zentralismus, dessen Macht dadurch weiter gestärkt wurde. Die Abhängigkeit der Bischöfe von Roms Kurie wurde vergrössert. Offen erklärtes Ziel in seiner Enzyklika Immortale Dei vom 1. November 1885 war, dass die Macht des römischen Primats wiederum wie zu Beginn der Vereinigung Kirche und Staat im fünften Jahrhundert anwachsen müsse. Daran arbeiteten seither alle seine Nachfolger! Papst Benedikt XVI., der als Kardinal Joseph Ratzinger hiess, der der ehemals als „Inquisition“ genannten Behörde des Vatikans vorstand, auch er lag wiederum auf demselben Trend!

 

Die Ernennung von Priestern und Bischöfen durch die Anglikanische Kirche wurde durch Papst Leo VIII. als ungültig erklärt, während die Ernennungen der Orthodoxen Ostkirche bestätigt wurden! Leo war es dagegen, der die Katholiken erstmals zum Lesen der Bibel aufforderte, aber auch deutlich vor eigenen Interpretationen warnte, die von der Lehrmeinung Roms abwichen!

 

Leo XIII. wollte längerfristig eine Aussöhnung mit den Orthodoxen und den Protestanten anstreben, unter der Bedingung, dass jene das Primat des Papstes anerkennen würden. Er gilt damit als Vater der Ökumene. Damit war er gleichzeitig indirekter Vorreiter dessen, was unter Johannes-Paul II. 1986 zum Weltfriedensgebet in Assisi führte und Vorbereiter des World Council of Religious Leaders und des World-Peace-Summits im Jahre 2000 und dessen Friedensvertrag mit der UNO!  

 

Leo XIII. wurde zudem der „Arbeiterpapst“, „der Soziale“ genannt. In seiner Enzyklika Rerum Novarum (1891) entwickelte er darin eine Forderung der Rechte des Menschen in der Wirtschaftswelt und den sozialen Verpflichtungen des Staates gegenüber seinen Bürgern.

 

Das JubeljahrPapst Leo XIII. nahm auch das Thema des Sabbat- und Jubeljahres auf und verlangte von Christen, dass alles, was über den eigenen angemessenen Bedarf hinausgeht mit den Armen geteilt werden müsse. Leider ging das Papsttum nicht mit eigenem Beispiel voran. (Dokument 3267).

 

Der Prophet Hesekiel spricht Jehovas Urteil über jene Kirchenfürsten, die inzwischen auf der ganzen Erde zu den grössten Grundbesitzern geworden waren, die Regelung des Rückkaufsrechts oder der Rückgabe im 50 Jahr aber vollkommen ignorierten:

 

*** Rbi8  Hesekiel 11:14-16 ***

Und das Wort Jehovas erging weiter an mich und lautete: 15 „Menschensohn, was deine Brüder betrifft, deine Brüder, die Männer, die sich mit deinem Rückkaufsrecht befassen, und das ganze Haus Israel, sie alle sind es, zu denen die Bewohner Jerusalems gesagt haben: ‚Begebt euch weit weg von Jehova. Uns gehört es; das Land ist [uns] zum Besitz gegeben worden‘; 16 darum sprich: ‚Dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesagt hat: „Obwohl ich sie weit entfernt habe unter die Nationen und obwohl ich sie zerstreut habe unter die Länder, werde ich ihnen doch eine kleine Weile zum Heiligtum werden inmitten der Länder, wohin sie gekommen sind.“ ‘

 

Weil Israel das Rückkaufsrecht, die Regeln des Sabbat- und Jubeljahres missachtet hatte kam es die siebzig Jahre in babylonisches Exil! Keiner der Päpste existiert, der all den unredlich erworbenen Besitz den wahren Erben zurückzugeben versuchte! Sie geben sich als legal von Gott ermächtige Besitzer aus. Dem Stamm Levi aber war dies deutlich unterbunden worden. Ihnen waren zum Erbe gewisse Städte vorbehalten, ihr Erbe sollte Jehova sein! Bis heute predigen Priester in Wirklichkeit zu Gottes Wort und Gesetz: „Begebt euch weit weg von Jehova. Uns gehört es; das Land ist [uns] zum Besitz gegeben worden.“, ja die ganze Erde beansprucht die Kirche zum Besitz. Auch jede der vielen anderen Kirchen häuften und vielen Dörfern sich Grundbesitz auf! Die Organisation von Jehovas Zeugen, Die Aktiengesellschaft WATCHTOWER INC. ist Besitzerin von Milliardenvermögen an Grundbesitz in nahezu allen Städten der Erde! Das alles wird klammheimlich unter den Tisch gewischt, obwohl es Jesu Gebot deutlich widerspricht, sich nicht „Gold und Silber“ aufzuhäufen!

 

Andere haben Hesekiels Worte schon früh verstanden, wie die Katharer und Waldenser, die Kirchenbesitz, Kirchengebäude und Kirchenämter ablehnten und Versammlungen von Christen erneut zum „Tempel Gottes“ erklärten. „Obwohl ich sie weit entfernt habe unter die Nationen und obwohl ich sie zerstreut habe unter die Länder, werde ich ihnen doch eine kleine Weile zum Heiligtum werden inmitten der Länder, wohin sie gekommen sind.“ Jehova und Sein Christus wurden bei jenen wahren Christen statt der mächtigen Kircheninstitution, die sich selbst zum Gott aufgeschwungen hat, wiederum zum einzigen Gott, zum Zentrum der Anbetung und Jesus zum „Haupt der Versammlung“ und als Hohepriesterkönig geehrt!

 

9.5.1.3          Wie Papst Pius der XI. Zum Vatikanstaat gelangte und dadurch Staatsoberhaupt wurde

Die frühere Macht der Päpste auf Regierungen und Monarchen in Europa kam mit dem ersten Weltkrieg zu einem abrupten Ende. Die meisten Regierungen führte eine strikte Trennung von Staat und Kirche ein. Politische Fragen wurden nun weitgehend unabhängig von Kircheneinfluss gelöst. Natürlich kam es dadurch noch zu weiterer Entfernung von göttlichen Normen. Die Päpste versuchten ihren Einfluss auf Staatsangelegenheiten erneut zurückzugewinnen. Durch das Erlangen des Vatikans als selbständigen Staat kam es zu bilateralen Staatsverträgen zwischen mehreren Ländern, wo stets die Sicherung des Besitzes und des Einflusses Roms im Vordergrund stand. Fragen wie das Sabbat- oder Jubeljahr wurden nun zu sozialen Themen umgekehrt, welche Päpste als politische Waffe einzusetzen versuchten ihren Einfluss über Massenbewegungen erneut zu stärken.

 

Ein späterer Nachfolger Leos des VIII. war Papst Pius der XI. (1857-1939). Er sprach von einer doppelten Bedeutung des Sabbatjahres: Einer individuellen und einer sozialen (D 3726).

 

Catican-StadtEs war Papst Pius XI. der den Vatikan am 11. Februar 1929 durch die Lateranverträge mit Benito Mussolini erneut zu einem eigenen, souveränen Staat werden liess. Seit der Auflösung des Kirchenstaates am 20.September 1870 und der Erklärung der italienischen Republik war der Status des Vatikans als eigenes Hoheitsgebiet mit einem eigenen politisch-religiösen Oberhaupt innerhalb Italiens und der Stadt Rom umstritten, die „römische Frage“ musste gelöst werden.

 

Staat und Kirche sollten nun auch in Italien klar voneinander getrennt bleiben. Gleichzeitig wurde durch jene Verträge der Katholizismus in Italien erneut als offizielle Staatsreligion etabliert, was Bezahlung der Priester durch Steuergelder legalisierte. Der Vatikanstaat von etwa vierundvierzig Hektaren Umfang wurde definiert.

 

Durch den Vertrag wurde das Faschistische System Mussolinis seitens der Kirche anerkannt und gestärkt! Der Vatikan verlangte bis kurz vor Ende der Verhandlungen einen direkten Zugang zum Meer! Mit dem Vertrag wurde der Vatikan Subjekt des Völkerrechts, erneut vollkommen Teil „dieses Systems der Dinge“! Rom konnte auf völkerrechtlicher Ebene direkt mit anderen Staaten in Verhandlung treten. Dem Vatikan wurde zudem für Verluste an Territorium und Eigentum im Jahre 1870 eine Entschädigung von 1,75 Milliarden Lire zugesprochen. Diese Gelder der Vatikanbank mussten nun gewinnbringend angelegt werden, was im Verlauf der Jahre zu uferlosen Skandalen führte.

 

Für den Papst wurde dies zu einem eigenen „Jubeljahr“, wo eine neue Form der Freiheit innerhalb des italienischen Staates erreicht wurde!

 

9.5.1.4          Papst Pius der XI., welcher mit Dämonen Verträge unterzeichnete 

Dem Einfluss Papst Pius XI. durch den päpstlichen Kämmerer, den deutschen Franz Von Papen war es später zu verdanken, dass am 8. Juli 1933 ebenfalls ein Reichskonkordat des Vatikans mit Deutschland abgeschlossen wurde und Hitler und sein Nationalsozialismus 1933 einen hohen Prestigegewinn erreichten. Man stützte sich auf die Aussage Hitlers in seiner Regierungserklärung zum Antritt als Reichskanzler am 23.März 1933, wo er sagte, dass die christliche Kirche ein „unerschütterliches Fundament des sittlichen und moralischen Lebens unseres Volkes“ darstelle. Seine bisherigen Handlungen hatten allerdings mit Deutlichkeit gezeigt, dass christliche Grundlage oder Gottes GESETZE ihn in nichts kümmerten! Seine Übergriffe auf christliche Vereine und Institutionen, die sich der NSDAP in den Weg stellten war bereits überall bekannt und allgemein gefürchtet. Die braunen Massen verbreiteten inzwischen überall Angst und Terror!

 

Hitlers Ansinnen bei diesem Vertrag war es, die katholischen Kleriker von jeder Einmischung in die Politik fernzuhalten, wenn er sich vorab durch den Konkordats-Vertrag als katholikenfreundlich zeigte und deren Wählerstimmen hinter sich vereinigen könnte! Der Papst wünschte andererseits das Recht zur Schülerausbildung in Religionsfragen weiterhin fest in der Hand der Kirche.

 

Der Pakt mit dem Teufel: Das Konkordat Hitlers mit dem PapstAuch in jenem Vertrag ging es zudem zu einem wesentlichen Teil um Sicherung finanzieller Leistungen des Staates an die Kirche nach Art 138 der WRV. Die Kirche wollte um das Konkordat zu erreichen das von den Nazis zur Abstimmung vorgelegte „Ermächtigungsgesetz“ anerkennen, das am 23. März beschlossen und am 24. März 1933 in Kraft trat: „... das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“, das Hitlers Regierung nahezu unbeschränkte Machtbefugnisse zuordnete, indem die Regierung nun selbst Gesetze erlassen konnte, selbst wenn jene gegen die Verfassung lauteten! Hitler war dadurch de facto mit Hilfe des Vatikans und katholischer Abgeordneter zum Diktator geworden.

 

Wie kam es zur Abstimmung der Katholiken zu Gunsten Hitlers? Ludwig Kaas, der Vorsitzende der katholischen Zentrumspartei redete zu Gunsten Hitlers Gesetz wie von einem einzigartigen Rettungsring für das deutsche Volk:

 

   Prälat Ludwig Kaas, Vorsitzender des katholischen Zentrums, begründete vor dem Reichstag das „Ja“ seiner Partei zum „Ermächtigungsgesetz“:

„Die gegenwärtige Stunde kann für uns nicht im Zeichen der Worte stehen, ihr einziges, ihr beherrschendes Gesetz ist das der raschen, aufbauenden und rettenden Tat. Und diese Tat kann nur geboren werden in der Sammlung.

 

   Die deutsche Zentrumspartei, die den großen Sammlungsgedanken schon seit langem und trotz aller vorübergehenden Enttäuschung mit Nachdruck und Entschiedenheit vertreten hat, setzt sich zu dieser Stunde, wo alle kleinen und engen Erwägungen schweigen müssen, bewusst und aus nationalem Verantwortungsgefühl über alle parteipolitischen und sonstigen Gedanken hinweg... [[(selbst über Bedenken und Abweisung durch Gottes Wort und GESETZ!)]]

 

   Im Angesicht der brennenden Not, in der Volk und Staat gegenwärtig stehen, im Angesicht der riesenhaften Aufgaben, die der deutsche Wiederaufbau [[(D.Trump: „I will make Amerika great again“ – tönt vertraut!?)]] an uns stellt, im Angesicht vor allem der Sturmwolken, die in Deutschland und um Deutschland aufzusteigen beginnen, reichen wir von der deutschen Zentrumspartei in dieser Stunde allen, auch früheren Gegnern, die Hand, um die Fortführung des nationalen Aufstiegswerkes zu sichern.“

 

Ohne den Einfluss der Katholischen Zentrumspartei wäre das Ermächtigungsgesetz, das Das Ermächtigungsgesetz gab Hitler unbegrenzte Macht war nur mögöich mit den Stimmen der Katholischen EinheitsparteiZweidrittel-Stimmenmehrheit erforderte im Parlament gescheitert! Die Abgeordneten der Zentrumspartei und jene der katholischen Bayrischen Volkspartei stimmten aber auf Antrag ihrer Bischöfe alle einstimmig für die Annahme des Gesetzes! Das Wahlverfahren war durch Hitler zudem manipuliert worden. Abwesende Parlamentsmitglieder galten als zustimmende, anwesende Stimmen! Viele Abgeordnete wurden kurz zuvor verhaftet oder waren geflohen oder ermordet worden. Alle Mitlieder der Kommunistischen Partei die noch nicht untergetaucht waren sassen im Gefängnis!

 

Regierungsgesetze sollten künftig am Tag nach der Verkündigung im Reichsblatt rechtskräftig werden! Grundrechte gemäss Verfassung durften nun aufgehoben, missachtet oder verletzt werden! Unter Wahrung des Anscheins von Legalität durch jenes Ermächtigungsgesetz wurde das Parlament und die Verfassung dadurch ausgeschaltet, die Pressefreiheit ausser Kraft gesetzt. Kurz darauf wurden ausser der NSDAP alle übrigen Parteien verboten!

 

In einer „Kundgebung der Deutschen Bischöfe“ vom 28. März 1933 wurde den Plänen der NSDAP weiterhin das Wort geredet und dadurch die katholische Bevölkerung generell zu Gunsten der Nazi-Partei beeinflusst! Dies war somit nur fünf Tage nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Die Partei erhielt dadurch einen hohen Prestigegewinn und war zu einem Götzen geworden, dem man immer mehr Anbetung zollte! Die deutliche Warnung des Apostels Johannes war vergessen!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:18-21 ***

Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren worden ist, nicht Sünde treibt, sondern der aus Gott Geborene wacht über ihn, und der Böse bemächtigt sich seiner nicht. 19 Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen zu erkennen. Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben. 21 Kindlein, hütet euch vor Götzen.

 

Trump und Putin: Die mächtigsten Männer im Einvernehmen? "An einem Tisch werden sie beständig Lügen reden"Niemand kann in Gemeinschaft mit Jesus und Gott verbleiben, der Menschen unterstützt, welche die Wahrheit mit Füssen treten! Wahrlich liegt die ganze Welt in der Macht Satans, bis zum bitteren Ende! Das war zur Zeit des Johannes so und musste nach dem grauenvollen Ersten Weltkrieg jedem Menschen offensichtlich geworden sein! Nun wurde bereits pausenlos an dem zweiten „grossen Krieg“ gearbeitet, Arbeitsplätze geschaffen! Erneut tönt 2016/17 dasselbe Horn, Arbeitsplätze zu schaffen und viel Geld in die Rüstungsindustrie zu stecken. Was steht einer neuen Version des Paktes Hitler – Stalin unter D.Trump und W.W.Putin im Wege? Warum sollen sie sich die Welt und deren unbeschränkte Sklaven nicht untereinander aufteilen?

 

Nachdem Hitler am 4. respektive 5.Juli 1933 die Auflösung der katholischen Bayerischen Volkspartei und der Zentrumspartei verfügt hatte paraphierten kurz darauf die Vertreter Papst Pius XI. das Reichskonkordat am 8. Juli 1933! Der Druck auf die Kurie war durch Hitler künstlich verstärkt worden. Am selben Tag wurden von Hitler alle Zwangsmassnahmen gegen katholische Institutionen wiederum aufgehoben! Der Papst hatte dem Druck Hitlers nachgegeben und Erleichterung erlangt! Andere aber bezahlten den hohen Preis dieser Konformität mit Verlust von Hab und Gut, ihrer Ehre, ja mit ihrem Leben!

 

Am 20.Juli wurde das Konkordat feierlich durch Kardinal Pacelli (der 1939 Papst Pius XII. wurde) und vom Kämmerer Von Pappen unterzeichnet und am 10.September 33 vom Deutschen Reich ratifiziert. Das „Tausendjährige römische Reich Deutscher Nation“  sollte während zwölf Jahren Angst und Schrecken über die ganze Erde verbreiten und etwa 56 Millionen Menschen das Leben kosten!

 

Durch unanfechtbaren Führererlass wurde 1943 die Gültigkeit des Ermächtigungsgesetzes „ohne Zeitbeschränkung“ verlängert. Hitler spielte von Anfang seiner Herrschaft an „Gott in Deutschland“, so wie der Papst „Gott im Vatikan“ und innerhalb des Katholischen Imperiums spielt!

 

Hitler wird zu Recht als einem „von einem Dämon Besessenen“ bewertet! Wenn Hitler dämonisiert war, was ist dann von Mussolini zu sagen? Wie sollen Christen Päpste sehen, die mit „Dämonen“ Verträge abschliessen?

 

Satan selbst stellte Jesu Einstellung gegenüber dem Erlangen von Macht über dieses System auf eine harte Probe. Aus Jesu Antwort und seinem Verhalten sind gewichtige Schlüsse zu ziehen:

 

*** Rbi8  Lukas 4:5-8 ***

Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

Ohne Anbetung des Teufels, indem sein Wort höher als das Wort Gottes gesetzt wird, gibt jener keine Macht ab! Die Päpste haben von Beginn an ihre Bereitwilligkeit gezeigt Satan und seine Dämonen anzubeten und Gottes Wort zu missachten!

 

9.5.1.5          Das Jubel- und Erlassjahr als soziale Institution in unserer Zeit?

Papst Johannes XXIII. unterstrich ebenfalls die Sozialfunktion des Jubel- oder Erlassjahres und spricht auch davon, dass im privaten Bereich von Schulderlass gegenüber seinen Schuldnern vorteilhaft sei! (MM, AAS 1961,430 f; PT 22)

 

   "Aber auch das Privat-E.(rlassjahr) selbst hat eine ihm wesentl. soziale Seite; sie hat ihre Grundlage in der Widmung der Erdengüter an alle. Bei Außerachtlassung dieser seiner sozialen Seite führt das E. in großem Umfang zu Raffgier u. schweren Verirrungen; das aber liefert seinen Gegnern den Vorwand, das E.(erlassjahr-)srecht als solches in Frage zu stellen" (GS 71).

 

Die letzten Päpste konnten durchaus erkennen, dass Gottes GESETZ höchst vorteilhafte Aspekte aufweist. Theologen, Bischöfe und Priester haben im Internet Tausende von Dokumente publiziert, wo sie das Sabbatjahr und das Jubeljahr als äusserst nützliche Einrichtungen in Gottes GESETZ loben, – um es aber selbst nie zu halten und so selbst Gottes GESETZ wissentlich zu brechen!

 

Im "heiligen Jahr" (Jubeljahr???) der Katholischen Kirche wird diese Pforte im Petersdom für Pilger eröffnet, die wenn sie hindurchschreiten laut den Päpsten Sündenablass erhaltenGemäss der Internet-Seite katholisch.de konnten Gläubige die im Vatikan die „Heilige Pforte“ im Petersdom durchschritten bis zum 20. November 2016 den „Jubiläumsablass“ erhalten. Blasphemie in purer Form!

 

   Im Heiligen Jahr steht nun der sogenannte Jubiläumsablass im Mittelpunkt. Gläubige erhalten ihn, wenn sie eine Heilige Pforte durchschreiten. Diese speziellen Türen waren ursprünglich nur in den vier römischen Papstbasiliken vorgesehen. Doch ist es in der mehr als 700 Jahre alten Geschichte des Jubeljahres belegt, dass der Ablass von Beginn an auch in allen anderen Bischofskirchen weltweit gewährt wurde. Der Papst weitet diese Tradition nun auch auf Wallfahrtskirchen aus. Außerdem dürfen Ortsbischöfe weitere Kirchen in ihren Bistümern bestimmten, in denen Gläubige den Ablass erhalten können. [2]

 

Sie wissen, was vortrefflich ist, tun es aber selbst nicht! „Sündenerlass“, nicht aber Erlass von Schulden, Grundlage dass die Habgier der Reichen unerhörte Masse erreichten. Die Kirche selbst aber war seit Beginn der Grund, dass jene göttlichen GESETZE nicht gehalten wurden und ihre eigene Raffgier ist der ganzen Menschheit heute allzu deutlich offenbar! Mit ihrem geistigem Getränk von Neuplatonismus, Gnostizismus und jede Form des Mystizismus verunreinigten „Mischwein“ hat sie „die ganze Erde trunken gemacht“! Jehova nennt es geistige Hurerei mit dem Ziel „schamlosen Luxus“ aufzuhäufen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:3 ***

Denn wegen des Weines der Wut ihrer Hurerei sind [ihr] alle Nationen [zum Opfer] gefallen, und die Könige der Erde haben Hurerei mit ihr begangen, und die reisenden Kaufleute der Erde sind zufolge der Macht ihres schamlosen Luxus reich geworden.“

 

Als Hirt mitten unter den Armen Dieser schamlose Luxus, er ist vor allem bei der Katholischen Kirche offen sichtbar und ihre eigene, grösste Schande! Das Einhalten des Sabbatjahrs stiess schon früh bei den Wohlhabenden in Israel auf wenig Gegenliebe, wegen ihrer Habsucht. Der Ruf der Habgier geht vielen reichen Juden, davon die wohlhabendsten Bankiers der Welt voraus. Heutige christliche Glaubenslehrer lassen das Thema lieber auf der Seite, weil sie den Zorn ihrer Oberen fürchten. Jene aber wissen um Gottes GESETZ, beschreiben es, loben es, ... und tun es doch nicht! [3] Der deutsche Pfarrer Jörg Sieber schreibt in seiner Internetseite unter dem Thema: „Er stürzt die Mächtigen vom Thron“ – Christ und Gesellschaft:

 

    Deshalb gibt es auch die Anordnung einer generellen Entschuldung alle fünfzig Jahre. Keine Familie, keine Sippe sollte endgültig in Abhängigkeit oder sozialer Not verbleiben.

 

   Diese biblische Weisung ist ein ungeheures soziales Konzept - eine Vorstellung, die im Grunde alle Grundpfeiler unseres Wirtschaftens über den Haufen wirft, die aber auch schon in Israel auf wenig Gegenliebe stieß. Es ist kein Wunder, dass es kaum einmal Jubeljahre gab. Es ist mir nicht bekannt, dass diese Einrichtung lange existierte. Man wird dafür gesorgt haben, dass diese Vorschriften recht bald verwässert und abgeschwächt wurden.

 

Auch der Hirtenbrief der Schweizerischen Bischofskonferenz zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag, der am 17. September 2000 in allen Gottesdiensten des Landes verlesen wurde geht ebenso auf das Sabbatjahr ein, das von den Katholiken Jubiläumsjahr benannt wurde: [4]

 

   Der Sonntag war und bleibt auch heute - für Christen wie für Nichtchristen - ein Inbegriff der Menschlichkeit für die Gesellschaft. Das Gebet - die Begegnung mit Jesus: Quellen des Glaubens Das Jubiläumsjahr 2000 erinnert daran, dass der Mensch auf Erden ein Pilger ist. Das jüdische siebte Sabbatjahr lädt dazu ein, für sich selbst Zeit zu nehmen. Wir besinnen uns auf das “Sabbatjahr”, das auch “Brachjahr” geheissen hat. Und jedes 7. Sabbatjahr war ein Jubeljahr, sozusagen ein „maximales Sabbatjahr“. Dieses Jahr gehörte in ganz besonderer Weise Jahwe und forderte vom Gottesvolk, dass allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Landes aus Sklaverei und Verarmung geholfen wurde. Das Land selbst und seine Bewohner gehörten Jahwe, und so war Acker und Boden unverkäuflich, und seine Bevölkerung konnte nicht definitiv unter Menschen versklavt werden. [5]

 

Zwar verwechselt man hier das 49.Jahr, ein Sabbatjahr mit dem 50.Jahr, dem Jubeljahr, was nur mehr zeigt, wie wenig ernst man die genaue Erkenntnis nimmt. Man weiss, was Recht ist, tut es aber selbst nicht! Sie feiern den Sonntag den sie ehren und reden vom Sabbatjahr und bemerken dabei nicht, wie sehr sie Gottes GESETZ selbst verlassen haben! Aber auch andere Artikel anerkennen erdenweit, dass das Sabbat- und Jubeljahr für die ganze Menschheit und den Planeten ein Aufatmen bedeuten würde! So wurde in Canberra, Australien zur 7.Vollversammlung des Ökonomischen Rates der Kirchen 1991 ein Buch herausgegeben unter dem Titel: Im Zeichen des Heiligen Geistes. Bericht aus Canberra 1991“ [6]

 

   Es heisst dort unter der Überschrift  „Auf dem Weg zu einer ökologischen Wirtschaftsethik“, daß „sowohl für Juden als auch für Christen ... die Einführung des Sabbats, des Sabbatjahrs und des Jubeljahrs eine deutliche Vision der ökonomischen und ökologischen Versöhnung, der sozialen und persönlichen Erneuerung bietet.“

 

Die Evangelische Kirche in Deutschland schreibt unter folgender Titelreihe: „Christen und Juden III -- Schritte der Erneuerung im Verhältnis zum Judentum -- 4.3 Arbeit und Ruhe, Sonntagsheiligung und Sabbatruhe“: [7]

 

The curses, and why the sabbatical and jubilee years are so important   Zu erinnern ist schließlich daran, dass sich in der Bibel wie in der Gegenwart mannigfaltige Versuche finden, den Sabbatrhythmus, der sich in der Woche durch viele Kulturen und Zeiten hindurch bewährt hat, auf größere Zeiträume zu übertragen. Im angelsächsischen Bereich kennt man schon seit längerem die Einrichtung des Sabbatjahres (sabbatical). Dies spielt auch in Deutschland in manchen Berufen zunehmend eine Rolle in der Diskussion um eine Verkürzung der Lebensarbeitszeit, von der man sich eine Entlastung des Arbeitsmarktes erhofft. In bestimmten Bereichen wird sie bereits praktiziert. Statt eines immer früheren Übergangs in den Ruhestand bzw. in die Rente könnte ein derart durch kreative Unterbrechungen veränderter Lebensrhythmus durchaus neue Perspektiven eröffnen.

...
   Biblisch ist das Sabbatjahr zugleich das Jahr eines umfassenden Schuldenerlasses (5.Mose 15,12ff). In der Kampagne für eine Schuldenbefreiung für die ärmsten Länder der Dritten Welt ist diese Ausformung des biblischen Glaubens an den befreienden Gott - in Verbindung mit dem größeren Zeitraum eines Jobeljahres nach Ablauf von sieben Sabbatjahrperioden (3.Mose 25) - aktuell aufgenommen worden. Sie hat aber auch im neuen Insolvenzrecht mit der Möglichkeit, aus überhöhten Privatschulden befreit zu werden, eine moderne Entsprechung gefunden. Dass derartige Traditionen heute auch ohne kirchliche Vermittlung aufgenommen und in ihrem Wert erkannt werden, zeigt, welche Schätze Juden und Christen in der gemeinsamen Tradition haben und für die Zukunft neu entdecken können. [8]

 

Katholiken wie Protestanten wissen, was Gott verlangt und doch tun sie es nicht. Israel ging für 70 Jahre ins Exil, weil sie Gottes Verordnung missachtet hatten. Heute steht das Ende jeder Religion und aller politischen Macht vor der Türe, wenn Gottes Königreich das grösste Jubeljahr aller Tage ankündigt!

 

9.5.1.6          Halten Christen die göttlichen Regeln für das Jubeljahr?

Auch das Sabbat- und das Jubeljahr bilden integrierten Bestandteil des vierten der Zehn Gebote über den Sabbat, genauso wie die Festzeiten Jehovas Bestandteil sind! Das hebräische Wort jovél bedeutet „Widder[horn]“ und bezieht sich darauf, daß im 50. Jahr im ganzen Land ein Widderhorn erschallte, um Freiheit auszurufen.

 

*** Rbi8  3. Mose 25:8-12 ***

Und du sollst dir sieben Sabbatjahre zählen, siebenmal sieben Jahre, und die Tage der sieben Sabbatjahre sollen sich für dich auf neunundvierzig Jahre belaufen. 9 Und du sollst das laut tönende Horn im siebten Monat, am Zehnten des Monats, erschallen lassen; am Sühnetag solltet ihr das Horn in eurem ganzen Land erschallen lassen. 10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und im Land Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Es wird ein Jubeljahr für euch werden, und ihr sollt ein jeder zu seinem Besitz zurückkehren, und ihr solltet ein jeder zu seiner Familie zurückkehren. 11 Ein Jubeljahr wird das fünfzigste Jahr für euch werden. Ihr sollt nicht säen noch das ernten, was im Boden aus den ausgefallenen Körnern nachwächst, noch die Trauben seiner unbeschnittenen Weinstöcke lesen. 12 Denn es ist ein Jubeljahr. Es sollte euch etwas Heiliges werden. Vom Feld weg dürft ihr essen, was das Land hervorbringt.

 

Viele Israeliten mussten ihren Besitz verkaufen oder verloren ihn, weil sie sich aus irgendwelchen Gründen verschuldet hatten. Grundbesitz wurde in Israel aber nicht für immer verloren, sondern Gott hatte die Höchstgrenze des Jubeljahres, also eine Limite nach neunundvierzig Jahren dafür festgesetzt! Häuser in nicht ummauerten Siedlungen fielen ebenfalls unter jenes GESETZ!

 

Die Biene sucht die Blume und bestäubt sie, die Blume dankt es mit NektarSalomo, der Schreiber des Bibelbuches Prediger zeigt, dass Gott „für alles eine bestimmte Zeit“ gemacht hat! „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln (Pr 3:1-9). So ist auch die Zeit des Jubeljahres eine von Gott bestimmte Zeit, um Menschen aus Sklaverei zu befreien und auch der Natur ihre Freiheit für ein Jahr zurückzugeben, damit sie sich erholen konnte! Im Jubeljahr waren es gar zwei sich abfolgende Jahre! Seltene Pflanzen und Tierarten, welche nahe dem Aussterben waren, sie konnten sich frei von menschlicher Beeinflussung während jener zwei Jahre ungehemmt reproduzieren. Die Natur in ihrer Üppigkeit lieferte Verstecke und Nahrung für die Pflanzen- und die Tierwelt. Dazu gehören auch Pflanzen, die wir heute als Unkraut oder Insekten, die wir als Schädlinge bezeichnen, in der Natur im Gesamtzusammenhang aber wichtige Funktionen innehaben. Das heutige Artensterben von Pflanzen und Tieren als Folge von Übernutzung und von grossen Gebieten mit Monokultur würde durch Anwendung der göttlichen Regelung gebremst, womöglich gar gestoppt!

 

Auch im Jubeljahr musste das Land wie im Sabbatjahr vollständige Ruhe von Bearbeitung haben. Sein Ertrag durfte nicht eingebracht werden! Das bedeutete, dass der Ertrag des achtundvierzigsten Jahres für drei Jahre, bis zur Ernte des einundfünfzigsten Jahres Nahrung liefern musste, damit weder Mensch noch Haustier hungerten. Jehova hatte versprochen, dass er das sechste Jahr vor dem Sabbatjahr besonders segnen würde!

 

Die Ernte vor dem Sabbat und Jubeljahr ist besonders ausgiebig*** Rbi8  3. Mose 25:20-22 ***

Falls ihr aber sagen solltet: „Was werden wir im siebten Jahr essen, da wir doch nicht säen oder unsere Ernteerträge einsammeln dürfen?“, 21 in diesem Fall werde ich euch bestimmt meinen Segen im sechsten Jahr entbieten, und es soll seinen Ernteertrag für drei Jahre liefern. 22 Und ihr sollt im achten Jahr säen, und ihr sollt vom alten Ernteertrag essen bis zum neunten Jahr. Bis sein Ernteertrag kommt, werdet ihr das Alte essen.

 

Entsprechend Gross war auch der Zehnte jenes Jahres, so dass auch die Leviten von Gottes Gunst profitierten. Im Jubeljahr war es somit nicht das achte, sondern erst das neunte Jahr, wo wiederum gesät und geerntet werden durfte! Die Natur dankte diese Ruhepause erneut mit grösseren Ernteerträgen! So lange Israel sich an Gottes Gebote hielt wurde es von Jehova gesegnet und kein Bericht über ein Hungerjahr während der Sabbat- oder Jubeljahre musste aufgezeichnet werden!

 

Das Jubeljahr war bestimmt ein Feierjahr und ein Jahr grösserer Freiheit. Die Durchführung dieser Vorkehrung gab den Israeliten Gelegenheit, ihren Glauben an Jehova, ihren Gott, zu beweisen. Sie mussten Armen gegenüber Freigebigkeit zeigen und den aufgestauten Ernteertrag der Vorjahre mit den Armen teilen! Gleichzeitig war es für sie eine Zeit der Danksagung für Jehovas Fürsorge und eine überaus glückliche Zeit, weil Geben glücklicher macht wie nehmen!

 

Der Internet-News-Service „ISRAEL HEUTE“ meldete am  30.8.07

 

   Israels säkulare Bauern in Kibbuzim und Moschawim fürchten im nächsten Jahr, das ein Schmitta-Jahr [[Sabbatjahr]] ist, Geldeinbussen bis zu 700 Mio. NIS (120 Mio. Euro) einstecken zu müssen. Sie begründen ihre Angst damit, dass die orthodoxen Juden jeweils im 7. Jahr, dem biblischen Schmittajahr, an dem die Felder ruhen sollen, das Monopol über den Ein- und Verkauf von Früchten haben und alle Geschäfte boykottieren, die bei Bauern einkaufen, die sich nicht an die Schmitta-Regel halten.

 

Offenbar gibt es in Israel somit bis heute klare Regeln, die seit der Rückkehr der Juden aus dem Exil zumindest von einem Teil der Bevölkerung wiederum beachtet werden! Darunter werden hoffentlich auch viele Messianische Juden sein!

 

 

9.5.2           Unser eigenes Verhalten hat zur Folge, ob wir im Jubeljahr in Gottes Ruhetag eingehen

 

9.5.2.1          Mit dem Mass mit dem ihr messt wird euch gemessen werden!

Die moralische Einstellung, um Gefangene aus Schuldenlast freizulassen, diese sollte es auch für geistige Israeliten, für uns Christen verbindlich sein! Auch Jesus empfahl seinen Nachfolgern, dass sie Gefangene und Sklaven frei lassen sollten und im Geben freizügig sein müsse! Das war bestimmt im Einklang mit dem Gebot des Sabbat- und Jubeljahres, sollte aber weit freizügiger Anwendung finden! Der dahinterstehende Geist sollte Christen anspornen das dem Nächsten und selbst Feinden das Gute zu tun!

 

*** Rbi8  Lukas 6:37-38 ***

Hört überdies auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden. Fahrt fort freizulassen, und ihr werdet freigelassen werden. 38 Übt euch im Geben, und man wird euch geben. Man wird euch ein treffliches, vollgedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß in euren Schoß schütten. Denn mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden.“

 

Die moderne Sklaverei in den westlichen DemokratienDurch ungerechtes Urteil wurden Menschen anderen Menschen versklavt! Jesus forderte nicht dazu auf keine gerichtlichen Urteile mehr zu fällen, sonst hätte er ja Gottes Rechtsmassstab selbst gebrochen! Deutlich geht dies aus dem Text in Matthäus 18:15-19 hervor, wo Rechtsurteile in der Christenversammlung als vor Gott gültig erklärt werden. Auch die Worte des Paulus an die Korinther in den Versen 1.Korinther 6:1-5 zeigen dies klar und deutlich, wo er Älteste auffordert gerechtes Gericht in den Versammlungen zu halten! Von Jesus gerichtet werden vielmehr am Gerichtstag Gottes jene Vorsteher, die ihre Richterpflichten nicht ernst nehmen oder sie zu hart und unnachgiebig, oder im Gegensatz dazu allzu nachsichtig handhaben, wo keine Reue und Werke der Reuse existieren!

 

*** Rbi8  Römer 13:8-10 ***

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Wer also in Anbetracht eines Sabbat- oder Jubeljahres damit zögerte seine Schulden rechtzeitig zu begleichen wurde selbst zum Dieb der stiehlt und erfüllte Gottes GESETZ nicht! Wer unter falschen Vorgaben sich Kredit verschafft zeigt Habsucht und begehrt etwas, was ihm nicht zusteht! Warum sollte er straffrei die Güte und Liebe eines Bruders ausnutzen dürfen? Das war bestimmt keine Liebe wie man sie selbst von andern erwartet! Solches ist Missbrauch der christlichen Liebe und darf von Ältesten bestimmt nicht geschont werden, weil dadurch die unverdiente Güte missbraucht wird! Gottes GESETZ muss beidseitig erfüllt werden, vom Gebenden und vom Nehmenden!

 

Das ungerechte oder gerechte Mass nun, das Richter der Versammlung anwendeten, dieses wird zudem auch auf sie selbst angewandt werden! Jeder erhält den Lohn der ihm gebührt! Wer einem Gerechten hilft, der wird gebührenden Lohn von Gott erhalten.

 

*** Rbi8  Matthäus 10:40-42 ***

Wer euch aufnimmt, nimmt [auch] mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt [auch] den auf, der mich ausgesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird eines Propheten Lohn erhalten, und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird eines Gerechten Lohn erhalten. 42 Und wer immer einem von diesen Kleinen nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen.“

 

Auch Paulus redet davon, dass jeder gemäss seinem Tun Lohn von Jesus erhalten wird. Stets muss die Nächstenliebe im Vordergrund stehen. Das darf aber nicht Ermunterung sein Nächstenliebe auszunutzen! Wer nicht arbeiten will soll auch nicht essen! Diebe werden nicht wegen ihrer Armut begünstigt, sondern haben durch Anbieten ihrer Arbeitskraft für ihren Unterhalt zu sorgen! Oft wollen Menschen die wenig besitzen auf einfache Weise sich Wünsche erfüllen, die ausserhalb dessen liegen, was sie sich erfüllen können! Von allen Christen wird ehrliche und mühevolle Arbeit erwartet, um in den Genuss des versprochenen Lohnes zu gelangen! Wie im Falle des Apollos und Paulus hat jeder seinen eigenen Teil beizutragen!

 

Der eine pflanzt, der andere beregnet*** Rbi8  1. Korinther 3:5-9 ***

Was ist denn Apollos? Ja, was ist Paulus? Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, so wie der Herr es einem jeden gewährt hat. 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat [es] fortwährend wachsen lassen, 7 so daß weder der Pflanzende etwas ist noch der Begießende, sondern Gott, der [es] wachsen läßt. 8 Der Pflanzende nun und der Begießende sind eins, doch wird jeder seinen eigenen Lohn gemäß seiner eigenen mühevollen Arbeit empfangen. 9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter. Ihr seid Gottes Feld zur Bebauung, Gottes Bau.

 

Vieles, was zuvor in Israel rein physisch war, das sollte für Christen ein geistiges Gegenstück haben! Das Pflanzen war mit dem Säen geistigen Samens, das Begiessen war mit ständiger Unterweisung identisch. Das Feld stellte Herzen dar, die bereit waren sich geistiger Bearbeitung zu stellen! Durch unser Verhalten und die Anwendung göttlicher Normen zeigen wir, ob wir ein ehrenhafter „Bau Gottes“ sind!

 

Bei diesem Art von geistigem Pflanzen und Ernten gab es keine Sabbatjahre und auch kein Jubeljahr, wo man das Wort Gottes nicht gepredigt hätte. Jesus sagte von sich selbst und von Jehova, dass sie stets am Sabbat aktiv gewesen wären. Er bezog sich auf das Wirken vortrefflicher Werke, wie die Heilungen, das Auferstehen lassen von Toten, das Austreiben von Dämonen und vor allem das Belehren.

 

*** Rbi8  Johannes 5:16-18 ***

Und deswegen gingen die Juden daran, Jesus zu verfolgen, weil er diese Dinge am Sabbat tat. 17 Er aber antwortete ihnen: „Mein Vater hat bis jetzt fortwährend gewirkt, und ich wirke fortwährend. 18 Deswegen suchten die Juden tatsächlich um so mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern Gott auch seinen eigenen Vater nannte, wodurch er sich Gott gleichmachte.

 

Durch Jesu Erklärungen kommt die tiefere Anwendung zum Ausdruck, dass Christen ihren Dienst für Jesus beständig weiterführen, auch am Sabbat, am Neumond und während der Festzeiten sowie im Sabbat- und Jubeljahr! Das ist kein Brechen des Sabbatgesetzes, sondern dessen wahre Erfüllung! Gottes- und Nächstenliebe kann nicht zeitliche Begrenzung finden.

 

Am 14. Nisan noch in der Nacht zogen die Heere Israels aus der Sklaverei Ägyptens aus um den Sabbat des 15.Nisan erstmals in Freiheit von Sklaverei zu sein.

Christen waren und bleiben Zielscheibe für Angriffe.Offensichtlich fällt das oben beschriebene Geschehen um die Erstauferstehung der Toten nach Harmagedon auf den ersten Tag der Woche der Einsammlungen, auf einen hohen Festtag, an dem gemäss GESETZ keinerlei Arbeit erlaubt ist! Dennoch werden bei der Erstauferstehung eben an diesem Tag die Toten aus dem Staube erwachen. Es ist der Beginn der Befreiung aus der Sklaverei des Todes, dreissig Tage nach der Urteilsvollstreckung, am Trompetenfest! Dies erinnert uns auch daran, was beim Auszug aus Ägypten geschah! Es war der Sabbat des ersten Tages der später als Passahfeier eingesetzten Gedenkwoche, an dem die Heere Israels aus Ägypten auszogen! Jesus brauchte genauso den Sabbat um Wunder zu wirken und anderen Gutes zu tun!

 

Gerade weil Christen diesen Dienst für Gott und den Nächsten ernst nehmen und alle Gebote Gottes halten, am Sabbat aber zudem gute Werke verrichten und andere aktiv belehren, ihre Schritte jedoch von Dingen zurückhalten die Gott missbilligt, darum sind sie auch Zielscheibe für Satans Angriffe!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Jesus stützte sich beim weiter oben zitierten Auftrag Gefangene freizumachen auch auf die Worte Jehovas an Jesaja, der davon sprach die „Jochstangen loszumachen“ und sie zu zerbrechen und „Zerschlagene frei zu lassen“! Das sind alles Dinge im Zusammenhang mit dem Jubeljahr, die aber jederzeit Anwendung finden sollen, um das Gute zu wirken, wo es in unserer Macht liegt!

 

*** Rbi8  Jesaja 58:6 ***

Ist nicht dies das Fasten, das ich erwähle? Die Fesseln der Bosheit zu lösen, die Bande der Jochstange loszumachen und die Zerschlagenen frei wegzusenden und daß ihr jede Jochstange entzweibrechen solltet?

 

Welch ein Jubel das gewesen sein musste, wenn die Sklaven jeweils zu Beginn des Jubeljahres, am Yom Kippur frei gelassen wurden! Wie viel grösser noch wird der Jubel der „grossen Volksmenge“ sein, wenn sich oben auf Zion die „Verwaltung an der Fülle der Zeiten“ sich erstmals als Gottes und Jesu Priesterkönige zeigen, die erdenweit gerechte Verhältnisse aufrichten werden.

 

9.5.2.2          Gottes Verlangen nach Ehrlichkeit macht keinen Halt vor dem Sabbat- oder Jubeljahr

Kaufgeschäfte, die kurz vor dem Sabbat- oder Jubeljahr abgeschlossen wurden durften nicht betrügerisch sein, um sich dadurch zu Lasten eines Bruders zu bereichern, weil dann ja ein Schuldenerlass zu erwarten war oder die Rückkehr zum eigenen Landbesitz gesetzlich geregelt war! Jehova hatte auch diesen Aspekt im GESETZ berücksichtigt, um gerechte Verhältnisse zu gewähren! Spekulation wurde ein Riegel geschoben. Verkaufs- und Kaufpreise richteten sich nach den noch zu erwartenden Ernteerträgen!

 

*** Rbi8  3. Mose 25:13-19 ***

In diesem Jubeljahr solltet ihr, ein jeder, zu seinem Besitz zurückkehren. 14 Wenn ihr nun eurem Genossen Ware verkaufen oder von der Hand eures Genossen kaufen solltet, so tut einander nicht unrecht. 15 Nach der Zahl der Jahre nach dem Jubeljahr solltest du von deinem Genossen kaufen; nach der Zahl der Ernteertragsjahre sollte er dir verkaufen. 16 Im Verhältnis zur Vielzahl der Jahre sollte er ihren Kaufpreis mehren, und im Verhältnis zur geringen [Zahl] der Jahre sollte er ihren Kaufpreis mindern, denn die Anzahl von Ernteerträgen ist das, was er dir verkauft. 17 Und keiner von euch soll seinem Genossen unrecht tun, und du sollst Furcht haben vor deinem Gott, denn ich bin Jehova, euer Gott. 18 So sollt ihr meine Satzungen ausführen, und ihr solltet meine richterlichen Entscheidungen beobachten, und ihr sollt sie ausführen. Dann werdet ihr im Land gewiß in Sicherheit wohnen. 19 Und das Land wird tatsächlich seinen Fruchtertrag geben, und ihr werdet bestimmt bis zur Sättigung essen und darin in Sicherheit wohnen.

 

Deutschlands Immobilienpreise steigen und steigenDer Kaufpreis eines Grundstückes wurde somit mit dem Ertragswert gleichgesetzt, den von einem Stück Land zu erwarten war und dies in Abhängigkeit gebracht, wann das nächste Sabbat-, respektive Jubeljahr kommen würde! Dies ist durchaus mit einem Zinssatz für einen gewährten Kredit zu vergleichen! Im Jubeljahr musste der Käufer das Grundstück entschädigungslos zurückgeben. Er hatte ja den Preis für die Nutzung zum Beginn bereits entrichtet! Wer betrügerisch handelte und dadurch keine Gottesfurcht zeigte musste mit Vergeltung durch die Richter rechnen! Nur wenn Israel Gottes Gebote hielt durften sie im Land wohnen bleiben! Sozialer Frieden und Sicherheit und damit verbunden Kontinuität und Gedeihen für das ganze Volk sollte die Folge sein, Gottes Segen würde aber noch darüber hinausgehen!

 

Während im siebten Jahr, dem Erlass- oder Sabbatjahr normalerweise nur hebräische Sklaven frei gelassen wurden, die bereits im sechsten Jahr ihres Zwangsdienstes standen, so war es das Jubeljahr, wo alle Sklaven frei gelassen werden mussten, unabhängig der Anzahl Jahre die sie bereits dienten!

 

*** Rbi8  2. Mose 21:1-2 ***

Und dies sind die richterlichen Entscheidungen, die du ihnen vorlegen sollst:

2 Falls du einen hebräischen Sklaven kaufen solltest, wird er sechs Jahre Sklave sein, aber im siebten wird er als ein Freigelassener ohne Entgelt ausgehen.

 

Die Kluft zwischen Reich und Arm steigtDer Kauf eines Sklaven konnte in Anrechnung auf eine Schuld sein, die der Schuldner nicht zu zahlen vermochte. Der Richter stellte fest, wie viele Jahre eine Schuld abzutragen dauern mochte. Unrecht und Leichtsinnigkeit musste Strafe erleiden! Diebstahl und Habsucht durften nicht gefördert oder geschützt werden! Diese Art höherer Gerechtigkeit brachte es jedoch im Ausgleich mit sich, dass keine Familie dauerhaft verarmen konnte! Es sollte . . . keiner unter dir arm werden“, immer vorausgesetzt, dass Gottes GESETZE eingehalten wurden!

 

Wie anders sehen wir die Situation heute! Die Reichen werden ständig reicher und immer grössere Menschenmassen versinken hoffnungslos in Armut! Zinslasten können Menschen in dauerhafte Abhängigkeit bringen! Andererseits werden leichtfertig Kredite beantragt, die später schwerwiegende Komplikationen für die Kreditnehmer mit sich bringen! Wer wie ein Unweiser handelt, weil er Gottes Normen nicht anwendet, der hat die Folgen zu tragen. Bei Gott gibt es keine Straffreiheit!

 

Ehre und Selbstachtung fehlen heute in vielen Armenvierteln der Erde. Deren Bewohner sehen keinen Ausweg aus ihrer Armut ohne scheinbar zu Gewalt und Betrug greifen zu müssen! Damit endet aber auch die Ruhe der Reichen, weil sie stets um ihr Hab und Gut und ihr Leben fürchten müssen.

 

9.5.2.3          Wer geht in Jehovas Tag der Ruhe ein?

Paulus spricht davon, dass Christen in Jehovas Sabbatruhe eingehen könnten. Er schaut voraus auf das grosse, kommende Jubeljahr.

 

Paulus geht im Brief an die Hebräer auf diese Ruheperiode Gottes ein und zeigt, dass auch gehorsame Menschen zu einem gewissen Zeitpunkt in diese Ruhe Gottes eingehen werden! Er zeigt aber dadurch gleichzeitig die Gefahr, dass gewisse Menschen nicht in Gottes Ruhe eingehen werden: „... so wollen wir uns davor fürchten, daß irgendwann jemand von euch sie nicht erreicht zu haben scheine.“ Er verweist auf biblische Beispiele, wo Israel als Nation dieses Ziel verfehlte!

 

*** Rbi8  Hebräer 4:1-5 ***

Da somit eine Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, hinterlassen worden ist, so wollen wir uns davor fürchten, daß irgendwann jemand von euch sie nicht erreicht zu haben scheine. 2 Denn auch uns wurde die gute Botschaft gleicherweise wie auch ihnen [[(dem Volk Israel)]] verkündigt; aber das Wort, das gehört wurde, nützte ihnen nichts, weil sie nicht durch Glauben mit denen vereint waren, die hörten. 3 Denn wir, die wir Glauben ausgeübt haben, gehen in die Ruhe ein, so wie er gesagt hat: „So schwor ich in meinem Zorn: ‚Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen‘ “, obschon seine Werke seit Grundlegung der Welt beendet waren. 4 Denn an einer Stelle hat er vom siebten Tag wie folgt gesprochen: „Und Gott ruhte am siebten Tag von all seinen Werken 5 und wieder an dieser Stelle: „Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.“

 

Hören bedeutet nicht alleine die gute Botschaft aufzunehmen, es bedeutet vielmehr entsprechend zu handeln! Paulus stellt Juden und Christen auf dieselbe Grundlage! Juden verfehlten das Ziel, weil sie Gottes GESETZE und richterlichen Entscheidungen missachteten!

 

Im Jbeljahr kehrt jeder zu seinem Erbbesitz zurückWie wir bereits weiter oben gesehen haben, unterscheidet sich das Sabbatjahr und das Jubeljahr zudem noch dadurch, dass im Jubeljahr jeder zu seinem Erbbesitz zurückkehren durfte und im ganzen Land Freiheit ausgerufen wurde! Das Jubeljahr war somit ein besonderes Jahr der Freude, des Abschlusses eines grösseren Zyklus und eines Neuanfangs! Bestimmt war jenes Jahr, nachdem Israel aus dem babylonischen Exil nach dem Gelobten Land zurückkehren durfte ein ganz besonderes Jubeljahr! Jeder Familie wurde ihr Grundeigentum zurückgegeben, auch wenn vieles in Schutt und Ruinen lag! Die Zeit, wo das ganze Land zwangsweise siebzig Jahre Ruhe hatte war abgelaufen! Die Sklaverei war beendet!

 

Auch Jehova ruhte zum Abschluss des Schöpfungs-Zyklus und gab dadurch ein besonderes Beispiel von etwas Kommendem, etwas weit Grösseren! Auch wir Menschen dürfen im grossen Jubeljahr in Gottes Ruhetag eingehen!

 

*** Rbi8  1. Mose 2:1-3 ***

So kamen die Himmel und die Erde und ihr ganzes Heer zu ihrer Vollendung. 2 Und bis zum siebten Tag kam Gott zur Vollendung seines Werkes, das er gemacht hatte, und er begann am siebten Tag von all seinem Werk zu ruhen, das er gemacht hatte. 3 Und Gott ging daran, den siebten Tag zu segnen und ihn zu heiligen, denn an ihm hat er fortan geruht von all seinem Werk, das Gott, um [es] zu machen, geschaffen hat.

 

Ein göttlicher Ruhezyklus von einer „Tagesperiode“ begann, nachdem der Mensch erschaffen war! Jesus als Gottes, himmlischer Abgesandter aber begann ein neues Schöpfungswerk: Die Verkündigung der guten Botschaft, dass Menschen der Nationen Teilhaber am Erbe der Erde werden könnten, wenn auch sie am Aufbau mitarbeiten und Gottes Grundsätze in ihr Leben einbinden würden! Dazu gehörte den siebten Tag Gottes, den Sabbat zu beachten der ja als Kennzeichen dient und ihn dazu zu nutzen mit Gott in Verbindung zu treten, ihm zu danken und ihn für seine Werke und den Segen zu lobpreisen! Jesus als „Herr des Sabbats“ tat am Sabbat vielerlei Werke der Nächstenliebe! Seine Gegner verübelten ihm dies, die am Buchstaben des GESETZES hingen, nicht an dessen Sinn!

 

Die Urgemeinde: Wie Jesus sich seine Gemeinde eigentlich vorgestellt hatte*** Rbi8  2. Korinther 5:17 ***

Wenn somit jemand in Gemeinschaft mit Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; die alten Dinge sind vergangen, siehe, neue Dinge sind ins Dasein gekommen.

 

Als Christus vom Vater her kam und die gute Botschaft verkündige, da waren es nur eine kleine Zahl von all jenen Juden, die ihn gehört hatten, die ihr Herz öffneten und gemäss jener guten Botschaft zu handeln begannen. Glauben wird dadurch ausgeübt, dass man entsprechend dieses Glaubens handelt! Das zeigt zwei Hauptauswirkungen: Dass man die sündigen „Werke des Fleisches“ ablegt, indem man bereut und andererseits, dass man Werke der Gerechtigkeit und der Liebe zu wirken beginnt und dadurch Gottes Willen erfüllt!

 

Israel begann später nach dem Auszug aus Ägypten zu rebellieren und leistete Gottes Geboten keinen Gehorsam, nachdem Gott sie zuvor mit Macht aus der ägyptischen Gefangenschaft herausgeführt hatte, indem Er sie durch das Rote Meer führte. Daraufhin kam Gottes Zorn über sie und er schwor: „Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen“, was deutlich bedeutet, dass damals Gottes Ruhetag noch weiter andauerte. Seit Adams Erschaffung waren bereits rund zweieinhalbtausend Jahre verflossen! Gottes „Tage“ sind in diesem Fall eindeutig lange Zeitperioden und keine wörtlichen vierundzwanzig Stunden Tage! Selbst die Tausendjahr-Marke, die als „wie ein Tag bei Jehova“ gelten, wird dadurch deutlich gebrochen! An anderer Stelle spricht Gott davon, dass für ihn ein Erdentag wie tausend Jahre wäre, wie eine „Wache in der Nacht“! (Ps 90:4)

 

*** Rbi8  4. Mose 14:22-23 ***

Aber all die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wildnis getan habe, und mich dennoch immer wieder, diese zehn Mal, auf die Probe gestellt und nicht auf meine Stimme gehört haben, 23 werden das Land nie sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe, ja, alle, die mir gegenüber respektlos gehandelt haben, werden es nicht sehen.

 

Jehova redet von „zehn Mal“, wo Israel Gott in der Wildnis auf die Probe gestellt hatte, und wo er mehrmals bereit war das Volk auszulöschen und nur auf Grund von Mose Fürbitte davon absah! Respektloses Handeln Gott gegenüber und Unglaube verunmöglichen somit den Eingang in Gottes Ruhe!

 

Massa en Meriba: Moses schlägt den Felsen, wo Jehova Wasser gabPaulus zitiert zudem aus Psalm 95, wo die Situation während der vierzigjährigen Wanderung und der Rebellionen gegen Moses und damit gegen Jehova zusammengefasst werden!

 

*** Rbi8  Psalm 95:7-11 ***

 8 Verhärtet euer Herz nicht wie zu Meriba,

Wie am Tag von Massa in der Wildnis,

 9 Als eure Vorväter mich auf die Probe stellten;

Sie prüften mich, sie sahen auch mein Tun.

10 Vierzig Jahre lang empfand ich fortwährend Ekel vor [dieser] Generation,

Und ich sprach dann:

„Sie sind ein Volk, eigensinnig im Herzen,

Und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt“;

11 Ihretwegen schwor ich in meinem Zorn:

Sie sollen nicht an meinen Ruheort gelangen.“

 

Gottes Ruheort sollte schlussendlich in Israel, auf dem Berg Zion sein! Jene erste Generation die er befreit hatte aber kam in der Wildnis um und nur Kaleb und Josua durften das Gelobte Land betreten! Eigensinn des Herzens war es, das verhinderte, dass Israel nicht auf die Gebote Mose achtete! Was aber ist von der Christenheit zu sagen? Halten vielleicht sie die Gebote Mose, so wie Jesus es seinen Nachfolgern befohlen hat? Haben vielleicht die Päpste die Wege Jehovas erkannt und ihre Untergebenen wie Moses und Jesus geboten gegenüber seinen Geboten und seinen richterlichen Entscheidungen Respekt zu zeigen?

 

Gottes Ruhetag am Sabbat zu missachten führte zu jeder Form eigensinnigen Handelns durch die abgefallenen Bischöfe von Rom die ihren Sonntag den Dämonen heiligten! Die Presbyter oder Ältesten der Versammlungen in Kleinasien, die „Paulikaner“ und „Ebioniten“ versuchten lange Jahrhunderte unter schwerster Verfolgung und harter Prüfung Gottes GESETZE weiter einzuhalten! Ihnen folgten später viele andere Christenversammlungen, vor allem in Südeuropa, die trotz Unterdrückung und Verfolgung weiterhin Gottes Sabbate und sein GESETZ hielten!

 

9.5.2.4          Die Schafe Jesu sind es, die in Gottes Sabbatruhe eingehen werden!

Jesus muss nun am Gerichtstag Gottes die „Schafe“ von den „Böcken“ trennen, was wiederum die Bedeutung hat, dass nur jene „in Gottes Ruhe eingehen“ werden, die als seine „Schafe“ auf ihn gehört hatten und den Willen des Vaters ausführten! Jesus wird nun zudem die Schafe die er auf seine rechte Seite stellte mit jenen ersten Schafen“ aus der Hürde Israels verbinden, die ebenso „in Gottes Ruhe eingehen“. Er spricht vorab von den gerechten Erstauferstandenen aus dem Volk Israel und den Tagen davor! Das geschieht nach Harmagedon, am ersten Tag des „Abendessens der Hochzeit des Lammes“! Die Auserwählten der 144.000 aus allen Nationen und aus allen Zeitepochen seit Abel werden unter ihrem Hirten Jesus vereint und stehen schlussendlich auf dem Berg Zion, „an meinem Ruheort“ vor Jehova. Sie geben Ihm Dank und Lobpreis für ihre Rettung einerseits die Überlebenden aus der „grossen Drangsal“, andererseits die Auferweckten aus dem Todesschlaf! Das ist „die erhoffte Gerechtigkeit als Folge des Glaubens“, die Paulus und die ersten Christen sehnlich erwarteten (Off 7:9, 10, 14; 14:1-4).

 

Der Erzengel Michael, der himmlische Jesus wägt als Richter Schafe und Böcke*** Rbi8  Galater 5:5-6 ***

Wir für unseren Teil erwarten durch den Geist [[(den Retter: den Erzengel Michael (Jesus, den „Richter der Lebenden und der Toten“))]] sehnlich die erhoffte Gerechtigkeit als Folge des Glaubens. 6 Denn was Christus Jesus betrifft, ist weder Beschneidung von irgendwelchem Wert noch Unbeschnittenheit, sondern Glaube, der durch Liebe wirksam ist.

 

Beschnittene Juden und am Herzen beschnittene Christen erweisen sich durch Glauben als echte Söhne Gottes, indem sie Gottes Willen ausführen, der sich nur in der Liebe zeigt, die durch Gerechtigkeit wirksam ist! Glaube in den von Gott ausgesandten „Geist“, das Geistwesen, der „Erstgeborene“, das „früheste der Geschöpfe“, der Engelfürst  Michael, der zur Erde gesandt aus Maria der Jungfrau geboren wurde und als „Menschensohn“ den Namen Jesus erhielt: Dies ist Voraussetzung zur ewigen Rettung. Petrus erklärte dem ersten aus den Heiden Auserwählten, dem Offizier Kornelius bevor er ihn taufte: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und deine Hausgenossen.“ Zu jenem Zeitpunkt war Jesus an Gottes rechter Seite als Geistwesen und nur durch ihn wurde „heiliger Geist“ auf jene Hausgemeinschaft ausgegossen.

 

Bereits bevor Paulus den Hebräerchristen erklärt hatte, dass dieselbe Gefahr auch für Christen besteht, nicht in Gottes Ruhe einzugehen, hatte er die Judenchristen im vorhergehenden Kapitel ermahnt, nicht wiederum wie jene Israeliten in der Wildnis „ein böses Herz des Unglaubens“ zu entwickeln und sich von Gott zurückzuziehen! Er vergleicht somit die gesamte Zeitspanne von Jesu Tod, bis zu seinem Wiederkommen mit jener Zeitperiode in der Wildnis nach dem Auszug aus Ägypten!

 

*** Rbi8  Hebräer 3:12-15 ***

Nehmt euch in acht, Brüder, daß sich nicht in einem von euch jemals ein böses Herz des Unglaubens entwickelt, indem er sich von dem lebendigen Gott zurückzieht; 13 sondern ermahnt einander weiterhin jeden Tag, solange es „heute“ heißen mag, damit keiner von euch durch die trügerische Macht der Sünde verhärtet werde. 14 Denn wir werden tatsächlich nur [dann] Mitgenossen des Christus, wenn wir an der Zuversicht, die wir zu Anfang hatten, bis zum Ende standhaft festhalten, 15 solange gesagt wird: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht wie zu der Zeit, da zur Erbitterung Anlaß gegeben wurde.

 

Sünde ist jede Art von Handlung, die Gottes Willen zuwider geht, eines Seiner Gebote missachtet! Zur Zeit unserer Taufe waren wir im Herzen davon überzeugt, dass Gottes Wort Rettung bedeutet, wenn wir unsere Sünden bereuten und uns von diesen befleckenden Handlungen zurückziehen würden! Mitgenossen Christi im kommenden System werden wir nur dann sein, wenn wir wirklich bis ans Ende standhaft bleiben! Damals in der Wildnis hiess es „heute“, in den Tagen Jesu und der Apostel hiess es „heute“ und nun heisst es wiederum „heute“, weil Gottes Wille alle die Er erwählt hatte zu allen Zeiten gleichermassen betraf! Wir dürfen Gott nicht Anlass zur Erbitterung geben.

 

Einigen verbleibt es in die Sabbatruhe Gottes einzugehen. Moses legte Israel hierzu das GESETZ am Sinai dar*** Rbi8  Hebräer 4:6-10 ***

Da es also einigen verbleibt, in sie einzugehen, und die, denen die gute Botschaft zuerst verkündigt wurde, wegen des Ungehorsams nicht eingingen, 7 so bezeichnet er wiederum einen gewissen Tag, indem er nach so langer Zeit in Davids [Psalm] sagt: „Heute“, so wie es oben gesagt worden ist: „Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht. 8 Denn wenn Josua sie zu einem Ort der Ruhe geführt hätte, würde [Gott] danach nicht von einem anderen Tag geredet haben. 9 Also verbleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe. 10 Denn wer in [Gottes] Ruhe eingegangen ist, hat auch selbst von seinen eigenen Werken geruht, so wie Gott von seinen eigenen.

 

Gottes grosses Jubeljahr steht vor der Türe und es „verbleibt einigen, in sie [[(die Ruhe Gottes)]] einzugehen“. So wird es nur jenen gewährt sein, Eingang in Gottes Ruhe und an seinen Ruheort zu finden, die nicht nach der Weise der Israeliten in der Wildnis gesündigt hatten! Jene durften das „Gelobte Land“ nicht betreten, verstarben in der Wildnis!

 

Diese Eingangstüre wurde von Anfang an „schmal“ bereitet, damit nur die, welche sich wirklich danach ausstrecken durch sie Eintritt finden würden! Jedem von uns wurde dieselbe Chance geboten! Dieser „gewisse Tag“, von dem Paulus schreibt betrifft somit unsere Zeitepoche: „bezeichnet er wiederum einen gewissen Tag ... von einem anderen Tag geredet“, lang nachdem Josua Israel ins „Gelobte Land“ geführt hatte, muss nun Christen aus den Heiden, „Paulikanern“ und Judenchristen, „Ebioniten“ Gelegenheit bieten gemeinsam in Gottes Sabbatruhe einzugehen: „Also verbleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe“. Das neue „Volk Gottes“, nachdem Er „Lo-Ruhama“ (Nachkommen der nachexilischen Juden) verworfen hatte und der Mutter „Gomer“ (Levi) ein Scheidungszeugnis ausstellte aber wird erst am Gerichtstag der Endzeit durch das Trennen der „Schafe“ von den Böcken bestimmt!

 

Wer im Drama Hoseas mit seiner hurerischen Ehefrau „Gomer“ und deren drei Kindern welche Völker darstellt, wann deren Beginn und Ende ist, das wird aus der Grafik ersichtlich:

 

Hosea: Die logischen Zusammenhänge im Ablauf der Ereignisse im Überblick
 

In Anbetracht davon, dass wir nun wirklich am Eingang zu dieser göttlichen „Sabbatruhe“, dem grossen Jubeljahr stehen, so fordert uns der Apostel Paulus auf, dass wir uns erneut stärken! Hierzu ist das Zusammenkommen an jedem Sabbat, Neumond und zu den Festzeiten von sehr grosser Bedeutung! Niemals mehr war diese Art der Auferbauung so nötig, wie in unseren Tagen, die durch zunehmende Gewalt und Unterdrückung gekennzeichnet sind!

 

*** Rbi8  Hebräer 12:12-17 ***

Darum richtet auf die schlaffen Hände und die matt gewordenen Knie, 13 und schafft weiterhin gerade Bahnen für eure Füße, damit das Lahme nicht ausgerenkt, sondern vielmehr geheilt werde. 14 Jagt dem Frieden nach mit allen und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, 15 indem ihr sorgfältig darüber wacht, daß niemand der unverdienten Güte Gottes ermangelt; daß keine giftige Wurzel aufsprießt und Unruhe verursacht und daß nicht viele dadurch befleckt werden; 16 daß kein Hurer da ist noch irgend jemand, der heilige Dinge nicht schätzt, wie Esau, der seine Erstgeburtsrechte im Tausch für ein Mahl weggab. 17 Denn ihr wißt, daß er auch nachher, als er den Segen erben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum für eine Sinnesänderung, obwohl er sie mit Tränen ernstlich suchte.

 

Ohne Heiligung kann das Ziel nicht erreicht werden! Gerade Bahnen schaffen wir uns, indem wir Gottes Gerechtigkeit und nicht jene dieses Systems vor Augen stellen! Wir müssen uns um den Frieden hart bemühen und den Frieden weiter halten, „soweit dies von uns abhängt“! (Rö 12:18) Wer den Frieden zerstört, der wird niemals den Herrn sehen, so kündigt es Paulus an! Die „unverdiente Güte Gottes“ kommt durch Vergebung der Sünden, indem Juden und Menschen der Nationen getauft werden. Dazu müssen wir ihnen Predigen und Menschen durch persönliches und öffentliches Studium in unseren Versammlungen unterweisen und dadurch ihre Hoffnung auf die kommende Erlösung stärken!

 

Die Verbindung der "unverdienten Güpte Gottes" zu Gottes GESETZ
 

Die Versammlung muss durch die Vorsteher in Ordnung gehalten werden, weder Hurer, noch Diebe, noch Erpresser, noch Ehebrecher, noch Lästerer haben in der Christenversammlung einen Platz! Sie werden Gottes Königreich nicht erreichen, sie sind wie „giftige Wurzeln“ die ausgerissen werden müssen. Solche die von der Rede der Wahrheit abweichen stellen den Sauerteig in den Versammlungen dar. Sie gemeinsam sind das von Paulus erwähnte todbringende „Gangrän“ durch falsche Lehren, die von der guten Botschaft der Apostel abweichen! Sie bilden die Stolpersteine auf dem Weg ihrer Mitchristen. Esau hatte das Erstgeburtsrecht, obwohl er Zwilling Jakobs war, weil er zuerst geboren wurde. Das ist mit einem besonderen Vorrecht aber auch mit Pflicht verbunden! Er schätzte diese Vorkehrung Gottes nicht genügend hoch ein und tauschte sie für ein blosses Linsengericht! So sind es auch viele Christen, die „Gottes unverdiente Güte“ von sich weisen, welche sie durch Jesu Blut in ihrer Taufe von früheren Sünden reinigte, nur um eines kurzen Gewinnes an fleischlicher Befriedigung willen, die dieses  System offeriert!

 

Paulus sagt im selben Hebräerbrief, dass nach der Taufe „kein weiteres Schlachtopfer mehr übrigbleibt“, wenn wir Gottes Güte mit Füssen treten und bewusst sündigen und glauben, Jesus würde für uns ein zweites Mal sterben! (Heb 10:26-31)

 

9.5.2.5          Das Jubeljahr im kommenden System der Dinge

Verschiedene prophetische Vorhersagen der Schriften für die Endzeit geben somit Hinweise darauf, dass das erste Jahr nach Harmagedon ein grosses Jubeljahr ist, auch wenn sie es nicht namentlich so nennen! Die Anwendung der Grundsätze für das Jubeljahr weisen es jedoch als solches deutlich aus! Das GESETZ erklärt selbst, dass Befreiung für alle Sklaven im fünfzigsten Jahr kommen muss! Weitere 50 Jahre Menschenherrschaft würde die vollkommene Zerstörung des Planeten Erde, zumindest dessen Leben darauf bedeuten.

 

Jesus spricht mit seinen Jüngern zum Untergang des Tempels und seiner Wiederkehr *** Rbi8  3. Mose 25:10 ***

Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und im Land Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Es wird ein Jubeljahr für euch werden, und ihr sollt ein jeder zu seinem Besitz zurückkehren, und ihr solltet ein jeder zu seiner Familie zurückkehren.

 

Der versiegelte Überrest, der unter allen Nation Zerstreuten des geistigen Israels, jener im Schlussteil versiegelte Überrest  der 144.000 Miterben Christi, sie werden gemäss der Vorhersage nach dem „Land der Verheissung“ hin zusammengerufen [BbA], hin zum Berg Zion, nach Jerusalem! Zuvor schon aber musste bestimmt sein, wer ein „treuer Sklave“ und wer ein „unnützer Sklave“ war, wer bis zum Ende seinen „Schafen“ und „Mitknechten“ geistige Nahrung „zur rechten Zeit“ austeilte, welche zudem der unverfälschten Wahrheit entsprechend ist:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:45-47 ***

Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? 46 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft [[B1]] so tuend findet. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen [[Bb2; a1]].

 

Jesu Worte sind deutlich auf die Zeit nach seiner ersten Wiederkehr [B1] gerichtet! Er verweist zudem auf seine Ankunft und zwar entsprechend jener, wo er von der „Hochzeit des Lammes“ [B2e] mit seiner „Braut“, den Apostel [Off 19:7], vom Ort ihrer Abgeschiedenheit in der „Wildnis“ her kommen wird! (Off 12:5, 6) Es ist deutlich die Zeit des Abschlusses der Ernte, nach Ende der Versiegelung des Letzten der „treuen Sklaven“, die doch zur Menschernte gehören!

 

Es gibt keine "Rapture" in den Himmel hinauf: moderne AmmenmärchenDie inzwischen versiegelten „fünf verständigen Brautjungfrauen“ [B2e-B2g] gehen ihm dabei ein Stück Wegs entgegen, was sich bei der Einsammlung aus aller Welt physisch nach Harmagedon zeigt [BbA] und sie haben ihre „Lampen“ der Erkenntnis angezündet, um Jesus „in der Luft“ (1.Thess 4:17), also im Bereich der irdischen Atmosphäre zu treffen, wo Jesus doch „mit den Wolken“ zur Erde herabkommen muss und nicht oben im geistigen „Himmel“ durch eine „Rapture“, wie amerikanische Endzeitpropheten lauthals verkünden!

 

Die Boten aus Jerusalem, ausgesandt unmittelbar nach Harmagedon (Jes 66:19-21), kommen doch um sie zusammenzurufen „… der Herr [[(nicht ihr Ehemann wie Religionen behaupten)]] ist da, geht ihm entgegen“, „der Ruf um Mitternacht“ erschallt (Mat 25:1-10). Ihr Wissen um die vorhergesagten Vorgänge zeigt ihre Bereitschaft unmittelbar aufzubrechen (Mat 24:38-42): Hin  zum Versammeln auf dem Ölberg, dem Treffpunkt mit den Aposteln bei Jesu Wiederkehr „mit den Wolken“ (Apg 1:10, 11). Sie sind es, denen die Türe zum „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ geöffnet wird. Damit diese „Brautjungfrauen“ nun selbst für ihre Vermählung mit Jehova vorbereitet sind [Bb2; e1].

 

In einem weiteren Gleichnis verwies Jesus auf jenen grossen Tag der Abrechnung mit seinen Sklaven hin, als er den Beginn des Königreiches der Himmel auf der Erde beschrieb! Nach langer Abwesenheit kehrt der König zu seinen Sklaven zurück, um mit ihnen Abrechnung zu halten! Auf der Zeitachse der Jahrhunderte sind wir nun vor dem erwarteten Ziel in unseren Tagen! (Lu 19:11, 27)

 

9.5.2.6          Die glücklichen Sklaven, die zur rechten Zeit geistige Speise austeilen

Verstehen wir diese Zusammenhänge inzwischen wirklich korrekt? Jesus spricht davon, dass das „Königreich der (neuen) Himmel“, das ja durch dessen König, Jesus repräsentiert wird, „einem Menschen gleich“ sei, der zu den Seinen zurückkehrt. Niemand muss hierzu somit in den dritten Himmel Gottes gehen, nein, der Herr kommt vielmehr von dort her zu uns zurück!

 

*** Rbi8  Matthäus 18:23-27 ***

Darum ist das Königreich der Himmel einem Menschen, einem König, gleich geworden, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte. 24 Als er mit der Abrechnung anfing, wurde ein Mann hereingebracht, der ihm zehntausend Talente [= 60.000. 000 Denare] [[etwa 34,2 Tonnen Silber]] schuldete. 25 Weil er aber nicht die Mittel hatte, [es] zurückzuzahlen, befahl sein Herr, daß er und seine Frau und seine Kinder und alle seine Habe verkauft werden und Zahlung erfolgen sollte. 26 Deshalb fiel der Sklave nieder und begann ihm zu huldigen, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will dir alles zurückzahlen.‘ 27 Darüber von Mitleid bewegt, ließ der Herr dieses Sklaven ihn gehen und tilgte seine Schuld.

 

Der König hat bereits Königreichsmacht, die er ja unmittelbar nach seinem Tod bei seiner himmlischen Auferweckung vom Vater erhielt (Off 5:11, 12) und kommt zur Abrechnung zu seinen Sklaven zurück. Es geht daher um die Abrechnung mit jenen, denen Jesus ein Verwalteramt übertragen hat. Das Gericht beginnt ja „im inneren des Hauses Gottes“, in den Versammlungen, bei den Vorstehern, so hat es Jesus angekündet!

 

Gottes Wort in der Bibel ist ein zweischneidiges Schwert*** Rbi8  1. Petrus 4:17-19 ***

Denn es ist die bestimmte Zeit, daß das Gericht beim Hause Gottes anfange. Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen? 18 Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und der Sünder zeigen? 19 So mögen denn auch die, die gemäß dem Willen Gottes leiden, weiterhin ihre Seelen, während sie Gutes tun, einem treuen Schöpfer anbefehlen.

 

Es geht in diesem Gleichnis somit um das Gericht an den Vorstehern der Versammlung, um Kirchenfürsten, die Jesus als ihrem Herrn gegenüber verantwortlich sind für die „Schafe“, wo jedes für Christus und damit für Gott sehr wertvoll ist! Jener „Sklave“, der Jesus zehntausend Talente schuldete, dieser hatte das gesamte Vermögen seines Herrn offensichtlich verloren! Er wusste um die Schuld und die Pflicht diese zurückzuzahlen! Er bat nicht um Schuldenerlass, sondern darum, dass ihm sein Herr Zeit einzuräumen solle, um die Schuld zu tilgen! Nach der Höhe der Schuld zu urteilen wäre dazu eine Ewigkeit notwendig! Er bat somit indirekt um ewiges Leben, zeigte Willigkeit und Unterordnung! Seine grosse Schuld wurde ihm vom Herrn getilgt! Was stand dem Richter für eine andere Option zur Verfügung, anstatt Barmherzigkeit zu zeigen?

 

Gemäss mosaischem GESETZ ist der Vater das Haupt der Familie und bei Überschuldung ist die gesamte Familie verpflichtet jene Schuld zurückzuzahlen, weil sie ja zuvor gesamthaft Nutzniesserin des verlorenen Vermögens war! Die ganze Familie konnte dadurch verurteilt werden Sklavenarbeit zu leisten, bis die Schuld getilgt wäre! In Israel stand auch dies wiederum mit dem Erlassjahr in Verbindung, wo solche Sklaverei auf sechs Jahre beschränkt blieb, im siebten Jahr musste Freilassung erfolgen!

 

Eine weitere Verpflichtung lag auf Versammlungsvorstehern. Wenn in einer Versammlung Unrecht geduldet wird fällt dies auf den Vorsteher zurück, weil er Verantwortung für Reinheit trägt! Adam nahm von der verbotenen Frucht, entgegen seiner Pflicht als Familienhaupt seine Frau zurechtzuweisen, die doch eine klare Übertretung begangen hatte, auf welcher Todesstrafe stand! Sie versteckten sich anstatt ihr Vergehen einzugestehen. Die Lehre für Väter und Älteste daraus ist: Ein wenig Sauerteig der Schlechtigkeit durchsäuert die ganze Versammlung! Es wird Verantwortung gefordert!

 

Der König aber zeigte grosses Erbarmen mit jenem Sklaven, weil der Schuldner ihn huldigend darum bat Mitleid zu haben. Diese Reaktion des Schuldners auf die Güte des Herrn brachte es mit sich, dass der Verleiher ihm die Schuld erliess, was aktiver, selbstloser und barmherziger Nächstenliebe entspricht! Die Tilgung der Schuld war aber davon abhängig, dass der Bevorzugte nun selbst Barmherzigkeit zeigen musste.

 

Der Schuldturm zu Nürnberg*** Rbi8  Matthäus 18:28-35 ***

Dieser Sklave jedoch ging hinaus und fand einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denare [[etwa drei Monatslöhne eines Arbeiters]] schuldete; und er packte ihn und begann ihn zu würgen, indem er sagte: ‚Zahl zurück, was du [mir] schuldest.‘ 29 Deshalb fiel sein Mitsklave nieder und begann ihn inständig zu bitten, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will [es] dir zurückzahlen.‘ 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er das, was er [ihm] schuldete, zurückzahle. 31 Als nun seine Mitsklaven sahen, was geschehen war, wurden sie tief betrübt, und sie gingen hin und machten ihrem Herrn alles klar, was geschehen war. 32 Darauf rief ihn sein Herr zu sich und sagte zu ihm: ‚Böser Sklave, ich habe deine ganze Schuld getilgt, als du mich inständig batest. 33 Hättest nicht auch du gegen deinen Mitsklaven barmherzig sein sollen, wie auch ich gegen dich barmherzig war?‘ 34 Und erzürnt überlieferte ihn sein Herr den Gefängniswärtern, bis er alles, was er [ihm] schuldete, zurückzahle. 35 In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt.“

 

Wiederum will sich auch der andere Sklave nicht aus seiner Schuld herauswinden, er anerkennt sie, er bittet aber ebenso um Geduld, damit er seine Schuld ausgleichen könne. Wie das Gleichnis hervorhebt war der grosse Schuldner gegenüber dem geringen ohne Barmherzigkeit! Jeder von uns ist gefordert dem Bruder seine kleinen Schulden zu vergeben, wenn jener Bereitschaft zur Reue und Wiedergutmachung zeigt! Jeder der als Richter handelt muss auch selbst wissen, dass er ebenso einem höheren Richter gegenüber Rechenschaft schuldet!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:7 ***

Glücklich sind die Barmherzigen, da ihnen Barmherzigkeit erwiesen wird.

 

Jesus will von seinen Sklaven, denen er durch unverdiente Güte die höchste Rückforderung einer Schuld erliess, den Tod, dass auch sie anderen Menschen gegenüber Barmherzigkeit zeigen! Ein grosszügiges Vergeben von Fehlern hebt diesen Umstand hervor, die wir als Vergeben der Schuld unseres Nächsten bezeichnen.

 

*** Rbi8  Matthäus 6:12 ***

... vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben.

 

Wir können nicht jede Kleinigkeit anrechnen und Ausgleich erwarten! Andererseits ist Barmherzigkeit in gewichtigeren Dingen an ein Verhalten des Schuldners geknüpft, das bereit ist seine Schuld einzugestehen und sie abzutragen, unabhängig davon, wie lange dies dauert! Dies erst entspricht echten „Werken der Reue“, die Vergebung für Unrecht einträgt! Gottes Vorkehrung der Barmherzigkeit ist somit eindeutig kein Freischein für Übertreter seines GESETZES! So aber handhaben es heutige Religionsführer meistens! Dem Schuldigen wird aufgrund blossen Bekenntnisses und Werken der Scheinreue vergeben, während die Geprellten meist das Nachsehen haben! Das aber entspricht nicht Gerechtigkeit und nicht wahrer Barmherzigkeit, sondern fördert Gesetzlosigkeit!

 

Reue und Sündenvergebung
 

Gemäss Jesu obigem Gleichnis muss der Zeitpunkt des Beginns der Abrechnung mit den „Sklaven“, jenen die ihn vertreten vor der Versammlung somit erst nach Aufrichtung des Königreiches [B1>] liegen, der König kommt zur Abrechnung, aber der Zeitpunkt ist noch vor dem Tag, wo Gott durch Jesus Gericht hält und die „Schafe von den Böcken trennt“ [B2], dies wiederum vor der Tag der Urteilsvollstreckung! Jesus erhält zu einem exakt festgesetzten Zeitpunkt das Königreich! [B1]

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:15 ***

Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

 

Wer sind die zwei Zeugen?Alle die öffentlich behaupteten Gott und Jesu zu vertreten, die religiösen Führer also, sie werden vorab gerichtet aufgrund ihrer Handlungen bis zu Jesus Wiederkunft! [B1] Davor ist eine Zeitspanne von 42 Monaten oder 1260 Tagen [A], wo „zwei Zeugen“ über die Resultate der Ausmessung des geistigen Tempels durch den Apostel Johannes Zeugnis ablegen mussten.

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:1-4 ***

Und es wurde mir [[(dem letzten lebenden Apostel)]] ein Rohr gegeben, einem Stab gleich, als er sprach: „Steh auf, und miß das Tempel[heiligtum] Gottes [[(die Versammlungen)]] und den Altar [[(der Ort der Opfergaben an Gott; die Reinheit der Opfer)]] und die darin Anbetenden. 2 Aber was den Vorhof außerhalb des Tempel[heiligtums] [[(der Vorhof der Nationen)]] betrifft, wirf ihn hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten [[A]]. 3 Und ich will meine zwei Zeugen tausendzweihundertsechzig Tage mit Sacktuch bekleidet prophezeien lassen.“ [[A]] 4 Diese sind [versinnbildlicht durch] die zwei Olivenbäume [[(Vorsteher zweier Gruppierungen: Ebioniten, Paulikaner)]] und die zwei Leuchter [[(deren Versammlungen)]] und stehen vor dem Herrn der Erde [[(Jesus, dem der Vater alles übergeben hat, was Sein ist)]].

 

Die im Tempelinnern Dienenden, der Altar, die Opfer darauf und die Anbetenden waren Gegenstand der Ausmessung! Da die Versammlung als Gottes geistiger Tempel dient, muss das Geschehen auf Versammlungsebene stattfinden! Die Apostel, Johannes darunter als letzter Vertreter der „Frau, der Braut des Lammes“ sind ja die Richter der Vorsteher, da sie auf „zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten“ werden, des „Israel Gottes“: „In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.“ (Mat 19:28)

 

Was sagt der Bibelbericht wie jene Vorsteher der Religionen durch die politische Weltmacht auf die „Ausmessung“ und den Bericht darüber durch die „zwei Zeugen“ reagieren? Sie lassen die hinrichten! „Und ihre Leichname werden auf der breiten Straße der großen Stadt liegen, die in geistigem Sinne Sodom und Ägypten genannt wird, wo auch ihr Herr an den Pfahl gebracht wurde.

 

Die getöteten zwei Zeugen inmitten der breite Strasse der grossen Stadt  Sodom und Ägypten belassen*** Rbi8  Offenbarung 11:7-9 ***

Und wenn sie ihr Zeugnisgeben beendet haben, wird das wilde Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt [[(das Zweihörnige, Anglo-Amerika)]], Krieg mit ihnen führen und sie besiegen und sie töten. 8 Und ihre Leichname werden auf der breiten Straße der großen Stadt liegen, die in geistigem Sinne Sodom [[(sexuelle Perversität)]] und Ägypten [[(Sklaverei, Ausbeutung)]] genannt wird, wo auch ihr Herr [[(Jesus (Jerusalem))]] an den Pfahl gebracht wurde. 9 Und [Leute] von den Völkern und Stämmen und Zungen und Nationen [[(vorab der drei abrahamischen Religionen)]] werden ihre Leichname dreieinhalb Tage lang anschauen, und sie lassen nicht zu, daß ihre Leichname in eine Gruft gelegt werden.

 

Die „zwei Zeugen“ legten gemäss der Ausmessung des Johannes, was für Normen Gottes den „Altar“, die Opfer darauf öffentlich Zeugnis ab und verurteilen deren Abweichung von Gottes Normen. Erst jetzt kommt das endgültige Gericht an den Verantwortlichen: „Als nun seine Mitsklaven sahen, was geschehen war, wurden sie tief betrübt, und sie gingen hin und machten ihrem Herrn alles klar, was geschehen war.“ Die Mitsklaven Jesu sind seine zwölf Apostel! Sie sehen das Resultat der Ungerechtigkeit, der Verantwortlichen für den Tod der „zwei Zeugen“, die selbst nur eine ganz geringe Schuld gegenüber jenen hatten und selbst „vor dem Herrn der Erde“ für ihr Prophezeien verantwortlich sind!

 

Jesus hatte am Ende der Bergpredigt bereits in einem weiteren Gleichnis von jenem Teil des Gerichts an den Vorstehern geredet: Die „Früchte der Bäume“ mussten untersucht werden, um Schlussfolgerungen über den Zustand des „Baumes“, des Vorstehers zu treffen!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:19-23 ***

Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.

21 Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Der Wille des Vaters ist, dass wir barmherzig gegenüber unseren Mitbrüdern sind! Ja, wir sollen selbst Liebe zu unseren Feinden bezeugen! Bedeutet dies aber, dass jene die Gottes Gebote mit Füssen treten straffrei bleiben sollen?

 

Reaktion auf den (Kindermissbrauchs-)Skandal Stand: 04.03.2016  [9]

 

Statistik der KirchenaustritteKirchenaustritte und "heftige" Anrufe

 

   Wut über das Geschehene, Enttäuschung über das Schweigen und Zweifel an einer ehrlichen Aufarbeitung: Die Reaktionen der Gläubigen auf den Missbrauchsskandal waren emotional. Die einen solidarisierten sich mit ihrer Kirche, andere verließen sie.

 

Ein imitiertes Verkehrsschild auf einem Fahrrad trägt die Aufschrift "Pfui Kinderschänder" und wirbt für den Austritt aus der Kirche, aufgenommen in Eichstätt.    Das Bekanntwerden von Fällen wie Ettal, Metten und Grafing löste unter bayerischen Kirchgängern Entsetzen und Misstrauen gegenüber der Obrigkeit aus. Öffentlich prangerten einige die "Scheinheiligkeit" in den Bistümern und die "Ekligkeit" der pädophilen Pfarrer an.

 

Weniger als ein Drittel der Deutschen halten Kirche für ehrlich

 

   Weniger als ein Drittel der Deutschen hielt die katholische Kirche im Frühjahr 2010, der Hochzeit des Skandals, für ehrlich. In einer GfK-Umfrage zum Ansehen von Berufsgruppen sprachen wenige Monate später, im Juni 2010, knapp 55 Prozent der Befragten dem Klerus wieder ihr Vertrauen aus, im Jahr 2009 waren es allerdings noch 72 Prozent gewesen.

 

Schild Kirchenaustritte | Bild: Bayerischer RundfunkKirchenaustritte steigen rasant an

 

    Auffällig viele Bayern traten während des Skandals im Frühjahr 2010 aus der katholischen Kirche aus. Zeitweise wurden mehr als Hundert Gläubige am Tag - und damit ungefähr vier Mal so viele wie sonst - bei den Standesämtern vorstellig. 2011 war die Zahl der Austritte wieder rückläufig.

 

   "Damit möchte ich nichts mehr zu tun haben": Viele Gläubige traten infolge des Missbrauchsskandals aus der Kirche aus.

 

   Die Gründe für das Verlassen der Kirche erfragten die Standesämter nicht - die Medien schon. "Ich bin eigentlich ein gläubiger Mensch, habe also eine Hemmschwelle gehabt", sagte eine "Aussteigerin" dem BR: "Aber das war jetzt für mich das Schlüsselerlebnis. Damit möchte ich nichts mehr zu tun haben." Sie müsse erst Taten sehen, um wieder Vertrauen in die Kirche gewinnen zu können - eine Forderung, mit der sie stellvertretend für viele Gläubige stand.

 

Da diese „faulen Bäume“, die Vorsteher umgehauen werden entspricht dies dem Gericht an den geistigen Führern [B1], wo ihnen die Autorität entzogen wird, bei der ersten Wiederkehr Jesu. Die umgehauenen „Bäume ins Feuer“ zu werfen ist identisch mit der Urteilsvollstreckung durch das „siebenköpfige wilde Tier“, die Weltregierung der UNO  und nicht zwangsläufig identisch mit dem Zeitpunkt des Gerichts an den „Schafen und Böcken“! [B2] Während die Kirchenführer bei der ersten Rückkehr Jesu aufgrund der Ausmessung und dem Prophezeien der „zwei Zeugen“ und ihrem Zeugnisgeben, nun jenen Führern ihr Teil als „Heuchlern“ die „Herr, Herr sagen  zugewiesen erhielten: Das Urteil der „Gehenna“.

 

So waren es dagegen die zwölf Apostel, „die Heiligen des Allerhöchsten“, die nach Jesus nun im zweiten Rang (1.Kor 15:22, 23) ihren Lohn dadurch erhialten, dass sie in der Frühauferstehung (gr: ex-anástasin (Php 3:11 (+ FN NWÜ), 20, 21)) zum Leben kommen [B1] und ihnen vom Vater Gottes Königreich als Jesu nun lebende Vertreter zugesprochen wurde!

 

Auch jene „zwei Zeugen“ kamen gar kurz vorab erneut durch Jesus zum Leben (noch nicht „ewigen Leben“, wie Lazarus), um nun selbst Zeugen der Frühauferstehung der Apostel zu sein und ihnen wurde dann gesagt: „Kommt hierherauf“, was einer Einladung entspricht an der neuen, ersten himmlischen Autorität, den „neuen Himmeln“ Anteil zu haben! Johannes sieht in der Vision: „Und nach den dreieinhalb Tagen kam von Gott her Geist des Lebens in sie, und sie stellten sich auf ihre Füße, und große Furcht befiel die, die sie sahen. Und sie hörten eine laute Stimme aus dem Himmel zu ihnen sagen: ‚Kommt hierherauf.‘ “ (Off 11:10, 11)

 

Detailablauf der Ereignisse zu Beginn des "Tages des Herrn"
 

9.5.2.7          Verständnis auf der Zeitebene hängt vom Erkennen der Details und ihrer korrekten Einreihung ab!

All dieses Geschehen ist, wenn man es auf der Zeitachse korrekt in der logischen Abfolge innerhalb des Rasters der Endzeit einreiht vor dem Ende, der Vernichtung des letzten, des siebten Königreiches ab Ägypten (1) als erstem, dann Assyrien (2), Babylon (3), Medo-Persien (4), Griechenland (5), das auf der Weltherrschaft Roms (6) als sechster folgt: Anglo-Amerika (7).

 

Trump/Putin: Make tyranny great again!Als unumschränkte Weltmacht und letztem „König des Südens“, das diesen Anspruch gegen einen letzten Angriff des „Nordkönigs“, von Russland und den von ihnen unterstützten muslimischen „Streitarmen“ verteidigt. Darunter dem Iran, Syrien, Irak und Libanon u.a.  Es geht um die Zeit der „Füsse aus Eisen und Ton“ im Traum Nebukadnezars vom grossen Standbild, um die Demokratien, wo „Eisen und weicher Ton“ nicht bindend aneinanderhaften!

 

Während viele „Bäume die ohne Früchte“ blieben oder deren Frucht ungeniessbar sind umgehauen werden, so werden es einige andere „Bäume mit guter Frucht“ sein, die nun an deren Stelle zum neuen ersten „Himmel“ erhöht werden! Die Apostel stehen  da an der Spitze und Gott übergibt ihnen am Tag der „Hochzeit des Lammes“, als Jesu „Gehilfin“ das Königreich, die „grosse Volksmenge“! [B2e]

 

*** Rbi8  Daniel 7:17-18 ***

‚Was diese riesigen Tiere betrifft, weil es vier sind: Es sind vier Könige, die von der Erde aufstehen werden [[ab Daniel in Babylon: Medo-Persien, Griechenland, Rom und Anglo-Amerika]]. 18 Aber die Heiligen des Allerhöchsten werden das Königreich empfangen, und sie werden von dem Königreich Besitz nehmen bis auf unabsehbare Zeit, ja für unabsehbare Zeit auf unabsehbare Zeiten.‘

 

Petrus hatte in seinem ersten Brief seinerseits, wie schon erwähnt, „dass das Gericht beim Hause Gottes anfange“ und zwar im innersten des Tempels, wo nur die „Priesterschaft“, die Vorsteher Zugang haben beginnt und die wie zuvor schon jene im „Bund mit Levi“ bei Jesu Tod ihrerseits verworfen werden: Nun bei Jesu erster Wiederkehr erfolgt Gericht, gleiches Vergehen verdient gleiches Strafmass!

 

Der Segen dagegen beginnt vorab bei den Aposteln und ihrer Frühauferweckung, dann bei den Vorstehern, die als „treue Sklaven“ priesterähnliche Autorität ausüben über die „Herde des Herrn“ und die somit grössere Verantwortung für „die Habe ihres Herrn“ gezeigt haben. Wie in den Tagen Jesu ist es so, dass die heutige Priesterschaft sich weit von ihrer Aufgabe entfernt hat! Wenn sie die „Schafe Jesu“ nicht hüten, sondern diesen ihre Wolle scheren und sie töten auch schlussendlich „wie Lohnarbeiter fliehen, wenn der Wolf kommt“, um ihre „Schafe“ wegzureissen! (Joh 10:11-14)

 

Israels Auszug aus dem brennenden Jerusalem in das Exil Babylons*** Rbi8  1. Petrus 4:17 ***

Denn es ist die [[von Gott als Gerichtstag]] bestimmte Zeit [[B1-Bb]], daß das Gericht beim Hause Gottes anfange. Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen?

 

Vergleiche aus Israels Vergangenheit helfen Zusammenhänge besser zu verstehen! Bedenken wir in diesem Zusammenhang die Schuld Israels zur Zeit Nebukadnezars und was die Strafe der Nation Juda damals war, weil sie Jehovas Sabbat- und Jubeljahre nicht einhielten. Da dieselben GESETZE weiterhin gelten und durch Jesus nicht abgeschafft wurden, so erkennen wir schnell, was die christlichen Führer als geistige Israeliten erwartet, weil sie Gottes GESETZ betreffend der göttlichen Sabbatordnung in jeder Form übertreten haben! Wahrlich hat sich „ihre Schuld bis zum Himmel aufgehäuft“. Solche Schuld hätte jedes Jahr am Sühnetag, am Yom Kippur, dem 10.Tischri abgetragen werden sollen! Die christlichen Führer aber handelten ohne Barmherzigkeit gegenüber kleinen Sündern, so wie jener grosse Schuldner in Jesu Gleichnis jenen gegenüber, die eine kleine Schuld ihnen gegenüber hatten (Off 18:5).

 

Jene Verwalter, die Jesus bei seinem Kommen zum Tod verurteilt, jene „siebentausend“, die „einen Zehntel der Stadt“ ausmachen, die in geistigem Sinne „Sodom und Ägypten“ heisst ist identifiziert. Sie fallen beim ersten grossen gerichtlichen „Erdbeben“ nach Aufrichtung von Gottes Königreich [B1], sie hatten zuvor reichlich Gelegenheit den Herrn um Gnade anzuflehen und Bezahlung ihrer Schuld zu versprechen! (Off 11:7-13)

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:13 ***

Und in jener Stunde ereignete sich ein großes Erdbeben, und ein Zehntel der Stadt [[(„Babylon die Grosse“)]] fiel; und siebentausend Personen [[(all ihre Vorsteher)]] wurden durch das Erdbeben [[(des Gerichtsurteils Gottes)]] getötet, und die übrigen [[(die „getreuen Sklaven“)]] gerieten in Furcht und verherrlichten den Gott des Himmels.

 

Diesen verurteilten Führern der Christenheit steht aber eine andere Gruppe „der übrigen“ gegenüber, solche welche in Furcht gerieten und den Gott des Himmels verherrlichten. Sie sind es, „die die Gebote Gottes halten und das Zeugnisgeben für Jesus innehaben“! (Off 12:17) Aus ihnen wird etwas später ein Überrest versiegelt werden! [B2e-B2g]

 

Babel und "Babylon die Grosse" müssen ihre gefangenen Israeliten frei lassen: Gottes Befehl!Die Führer der Christenheit hätten wie dies in jedem Erlass- und auch Jubeljahr Pflicht war, ihre Sklaven entlassen und ihren eigenen Schuldnern deren Ausstände vergeben müssen. Das war jährlich stets am Sühnetag! Sie waren zudem verpflichtet ihre „Schafe“ anzuführen und aus der Sklaverei der Religionen, der „babylonischen Verwirrung“ zu entlassen. Sie sollten ihnen selbst als Vorsteher darin vorangehen, als Jesus mit „anderer Stimme“ vom Thron Gottes redend  sein Volk aufforderte „Babylon die Grosse“ zu verlassen. Diese Vorsteher sollten ihren „Schafen“ dabei vorhergehen, die fehlbaren Organisationsstrukturen zu verlassen! Jesus hat deutlich den Ruf ergehen lassen: „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: ‚Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt.‘ “ (Off 18:4)

 

Das fiel den vielen religiösen Amtsinhabern ebenso schwer wie dem Pharao Ägyptens, der trotz der Plagen Gottes Volk nicht ziehen lassen wollte. Der Pharao war nicht bloss politisches, er war auch religiöses Oberhaupt.

 

Ebenso verhielten sich die Pharisäer und Schriftgelehrten im ersten Jahrhundert gegenüber all denen, die „zum WEG“ gehörten. Sie wollten ihre beschnittenen „Schafe“ in ihren eigenen Pferchen zurückhalten, statt sie den Aposteln Jesu zuzuführen! Es gab aber stets auch einige Priester die weniger an ihrem Titel hingen und umso mehr Gottesfurcht zeigten!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 6:7 ***

Infolgedessen wuchs das Wort Gottes weiterhin, und die Zahl der Jünger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr; und eine große Menge Priester begann dem Glauben gehorsam zu sein.

 

Pharao trauert um seinen Erstgeborenen in der Nacht des 14.Nisan: Erst danach liess er Israel gegehenErst nach der zehnten Plage, die sich alle gegen die Götter Ägyptens richteten und zeigten, dass jene Götzen keinen Schutz zu gewähren in der Lage sind befahl Moses nach dem Tod seines Erstgeborenen, das Moses Israel wegführe. Da erst war Pharao bereit das von Gott erwählte Volk, die Nachkommen Abrahams ziehen zu lassen. Dies zudem erst nachdem die ganze Erstgeburt Ägyptens, von Mensch und Tier vom Rachengel Gottes getötet worden war. Israel aber wurde aufgrund des Blutes eines Lammes an ihren Türpfosten verschont.

 

Etwas Vergleichbares geschieht in der Endzeit am Ende des Ausgiessens der siebten, der letzten Plage, am Tag, wo Gottes Königreich aufgerichtet wird [B1] und die abgefallene christliche Priesterschaft vor Gott wie durch ein Erdbeben als „tot“ deklariert wird! Dann folgt erst später beim Untergang der Religionen die wirkliche Exekution [<B3] der Institutionen, vergleichbar mit der Vernichtung Pharaos und dessen Eliteheeres, beim zweiten, einem nun symbolischen Durchqueren des Roten Meeres: Etwas Vergleichbares wird sich in Harmagedon wiederholen! [B3] „Das wilde Tier“, die höchste politische Autorität und „der falsche Prophet“ werden durch Jesus in den Feuersee geworfen, alle nicht zum Überleben Gekennzeichneten werden durch „das Schwert aus dem Mund des Reiters auf dem weissen Pferd“ getötet.

 

Es sind somit verschiedene Schritte die Jehova ankündigt, die es zu unterscheiden gilt und die zeitlich korrekt eingereiht werden müssen! Ein Verständnis der Symbolik und die geschichtlichen Zusammenhänge erleichtert es uns das Gesamtbild zu sehen!

 

Wie Jesus aber am Beispiel seiner Rückkehr in Königreichsmacht zeigt, waren und sind die grössten Schuldner ihm gegenüber weiterhin nicht bereit den kleineren Schuldnern diese Last zu erlassen, sondern fordern ihr Guthaben mit aller Härte ein! Jene aber sind ihrerseits bereit ihre Schulden bei ihrem Herrn zu begleichen, bitten bloss um die dazu notwendige Zeit! Der Jünger Jakobus sagt daher warnend:

 

*** Rbi8  Jakobus 2:13 ***

Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Anderen Mitbrüdern ihre Fehler zu vergeben bedeutet, dass der himmlische Vater unsere eigenen Fehler vergibt. Die Fehler anderer zu behalten und nachtragend zu sein bringt am Gerichtstag dagegen harte Vergeltung! Die Forderung der vollständigen Begleichung der Schuld, da, wo Jesu Opfer keine Anwendung mehr findet, da ist nur durch den Tod des Schuldners in ewiger Abschneidung gerechter Ausgleich möglich!

 

 

9.5.3           Gerechte Landverteilung mit unveräusserlichem Erbbesitz bleibt eine göttliche Grundforderung!

 

9.5.3.1          Die sieben mageren Jahre, welche die Staatsmacht Besitzer des Landes werden lassen

In Ägypten, zur Zeit, wo Joseph unter dem Pharao Dienst tat und Lebensmittelverwalter war geschah etwas, was Jehova lenkte, und wo er seine Macht Dinge der Zukunft vorherzusagen wiederum unter Beweis stellte! Als der Pharao zwei beunruhigende Träume hatte liess er Joseph aus dem Gefängnis holen, um von ihm die Deutung zu erfahren.

 

Potipheras Frau will Joseph verführen und klagt ihn fälschlih an
Jener Joseph, den seine zehn Brüder aus Eifersucht wegen der Liebe des Vaters Jakob zu ihm in ägyptische Gefangenschaft verkauft hatten, war wegen Potiphars Frau im Gefängnis in Gewahrsam. Jene hatte den gutaussehenden jungen Joseph zu verführen gesucht und ihn lügenhaft angeklagt, als er vor jener Schlechtigkeit gegenüber seinem Herrn floh.

 

Joseph hatte durch Jehovas Vorgaben im  Kerker zuvor am Mundschenk und am königlichen Bäcker gezeigt, dass er deren von Gott hervorgerufene Träume richtig deuten konnte. Joseph schattet in vieler Beziehung Jesus und sein Handeln für das Wohl seiner Brüder vor, wie der weitere Verlauf der biblischen Geschichte umschreibt!

 

*** Rbi8  1. Mose 41:14-24 ***

Und Pharao sandte dann hin und ließ Joseph rufen, damit man ihn eilends aus dem Kerkerloch hole. Somit rasierte er sich und wechselte seine Überwürfe und ging zu Pharao hinein. 15 Dann sprach Pharao zu Joseph: „Ich habe einen Traum gehabt, doch da ist niemand, der ihn deutet. Nun habe ich selbst von dir sagen hören, daß du einen Traum hören und ihn deuten kannst.“ 16 Darauf antwortete Joseph Pharao, indem [er] sagte: Das steht nicht bei mir! Gott wird Pharao Wohlergehen ankündigen.“

 

Joseph erklärt Pharaos Traum von den sieben fetten und mageren Kühen17 Und weiter redete Pharao zu Joseph: „In meinem Traum, da stand ich am Ufer des Nil. 18 Und siehe, aus dem Nil stiegen sieben Kühe herauf, fettfleischig und schön von Gestalt, und sie begannen im Nilgras zu weiden. 19 Und siehe, da waren sieben andere Kühe, die nach ihnen heraufstiegen, gering und sehr schlecht von Gestalt und mager an Fleisch. Etwas so Schlechtes wie sie habe ich im ganzen Land Ägypten nicht gesehen. 20 Und die hageren und schlechten Kühe begannen die sieben ersten, fetten Kühe aufzufressen. 21 So kamen diese in ihren Bauch, und doch konnte man nicht erkennen, daß sie in ihren Bauch gekommen waren, da ihr Aussehen ebenso schlecht war wie zu Beginn. Darauf erwachte ich.

22 Danach sah ich in meinem Traum, und siehe, da waren sieben Ähren, die an einem Halm emporkamen, voll und gut. 23 Und siehe, da waren sieben Ähren, verdorrt, dünn, vom Ostwind versengt, die nach ihnen emporwuchsen. 24 Und die dünnen Ähren begannen die sieben guten Ähren zu verschlingen. So legte ich es den Magie treibenden Priestern dar, doch da war keiner, der [es] mir mitteilte.“

 

Die Träume beunruhigten den Pharao, dem das Wohlergehen seines Landes viel galt. Zudem waren die Ägypter besonders abergläubisch, was Träume anbelangt, was sie von den Sumerern der Tage der babylonischen Sprachverwirrung geerbt haben! Gott aber wollte von den Nachkommen Jakobs durch jene Träume und die Gunst die durch korrekte Deutung folgen sollte grössere Gefahr abwenden und lenkte die Dinge mit langer Hand! Nichts sollte Jehovas Plan mit den Nachkommen Israels zunichtemachen können!

 

*** Rbi8  1. Mose 41:25-28 ***

Dann sprach Joseph zu Pharao: Der Traum Pharaos ist nur einer. Was der [wahre] Gott tut, hat er Pharao mitgeteilt. 26 Die sieben guten Kühe sind sieben Jahre. Ebenso sind die sieben guten Ähren sieben Jahre. Der Traum ist nur einer. 27 Und die sieben hageren und schlechten Kühe, die nach ihnen heraufkamen, sind sieben Jahre; und die sieben leeren, vom Ostwind versengten Ähren werden sich als sieben Jahre der Hungersnot erweisen. 28 Das ist die Sache, die ich zu Pharao geredet habe: Was der [wahre] Gott tut, hat er Pharao sehen lassen.

 

Joseph konnte den Traum nicht von sich aus interpretieren, sondern wusste von Jehova her dessen Bedeutung! Wie wir aus dem Geschichtsbericht der Bibel aber wissen hatte dies zur Folge, dass Joseph zum Verwalter in Ägypten erhöht wurde. Durch kluge Massnahmen waren die Getreidespeicher der Ägypter am Ende der sieben ertragreichen Jahre zum Bersten gefüllt.

 

Joseph gibt sich seinen zehn Brüdern zu erkennenAls die sieben mageren Jahre kamen wurde auch Jakob in Kanaan betroffen und sandte seine zehn Söhne nach Ägypten um Nahrungsmittel zu kaufen. Benjamin aber blieb beim Vater zurück. Joseph erkannte sie und stellte sie nun auf die Probe. Um weiterhin Lebensmittel zu empfangen mussten sie auch ihren jüngsten Bruder mit sich bringen. Während Juda sich anerbot im Gefängnis zu warten bis seine Brüder mit Benjamin zurückkam. Weitere Prüfungen folgten bis Joseph sich ihnen zu erkennen gab und Jakobs Familie vergab und reichlich segnete.

 

Dabei kam es zur Versöhnung mit Joseph und schlussendlich dazu, dass der gealterte Jakob mit Benjamin dem Jüngsten und der ganzen Hausgemeinschaft der siebzig Familien nach Ägypten in die Gegend von Gosen zog.

 

All dies hat symbolischen Charakter für Jesus und sein erstes und zweites Erscheinen auf der Erde und die beiden Gruppen der Endzeit, welche den Segen des neuen, kommenden Systems erleben dürfen.

 

Die Ägypter aber, die sich wegen des Zukaufs von Korn verschuldeten verloren ihren Besitz an Pharao. So war es Jehova, der Pharao reich gemacht und das Überleben seines Volkes durch das kluge Handeln Josephs gewährt hatte!

 

Jahrhunderte danach waren Israel in Ägypten zu einem ansehnlichen Volk angewachsen, welche vor allem im landwirtschaftlich ertragreichen Nildelta angesiedelt waren. Aus Furcht vor der zunehmenden Grösse und Stärke hatte der Pharao die Israeliten versklavt. Am Ende der von Gott dafür gesetzten Frist von vierhundertdreissig Jahren, gemäss dem Bund mit Abraham seinem Samen das Land Kanaan zu geben, war Moses nun ausersehen Israel aus der Sklaverei auf den ihren Vorvätern versprochen Grund im Gelobten Land zu führen. Ein anderer Pharao, der Josephs Leistung nicht gekannt hatte war auf dem Thron Ägyptens und weigerte sich auf die Stimme des Gottes der Israeliten zu hören, der durch Moses vertreten wurde.

 

*** Rbi8  2. Mose 5:2 ***

Aber Pharao sagte: „Wer ist Jehova, daß ich seiner Stimme gehorchen und Israel wegsenden sollte? Ich kenne Jehova überhaupt nicht, und außerdem werde ich Israel nicht wegsenden.“

 

Erst aufgrund von zehn Plagen die den Pharao und ganz Ägypten trafen liess jener das Volk Gottes ziehen! Der Anlass kam, weil der Herrscher selbst seinen Erstgeborenen bei der zehnten Plage verlor, die gegen alle Erstgeborenen Ägyptens bei Mensch und Tier gerichtet war. Die Erstgeburt Israels aber wurde vom Strafengel Jehovas verschont, weil diese Gottes Stimme gehorcht hatten und ihre Türpfosten mit dem Blut eines Lammes gekennzeichnet hatten! Wiederum ein Vorzeichen für die Befreiung all derer, die Gott Jehova als Sein Eigentum anerkennen wird.

 

9.5.3.2          Gehorsam gegenüber Jehova bringt die Getreuen zum Erbbesitz!

All dies wurde zu unserer Belehrung aufgeschrieben, um jene Generation entsprechend handeln zu lassen, „auf die das Ende dieses Systems zukommt“. Das ist am Gerichtstag Gottes [B2] und später, wenn nicht nur die ganze Erstgeburt dieses Systems in Harmagedon zu Grunde geht [B3], sondern auch jeder der gegen Gott gesündigt hat und seine „langen Gewänder nicht „im Blut Jesu“, des „Lammes Gottes“ gereinigt hat. Die als vor Gott Reine Auserlesenen und deren „Erstgeborene“, die Versiegelten Jehovas aber werden die ganze Erde ererben!

 

Israels Durchzug durch das Rote Meer So wie Jehova das Eliteheer Pharaos, das Jakobs Nachkommen zu vernichten suchte beim Durchzug Israels trockenen Fusses durch das Rote Meer durch die zurückflutenden Wassermassen tötete, ebenso werden am Tag Harmagedons die vereinten Heere aller Herrscher der Erde unter der Gewalt des letzten „Königs des Südens“ von Engelmächten besiegt werden.

 

Israel sollte erst danach Gottes auserwähltes Volk werden, Sein besonderer Besitz bleiben, sofern sie Jehovas Stimme gehorchen würden! Dies jedoch erst nachdem Jehova mit ihnen rechtsgültig den Gesetzesbund im Sinai schloss! Auch der „neue Bund“ mit dem „Israel Gottes“, der kommenden Verwaltung unter dem grösseren Joseph wird durch Jesus erst nach Harmagedon rechtskräftig geschlossen werden!

 

*** Rbi8  2. Mose 19:3-6 ***

Und Moses stieg hinauf zu dem [wahren] Gott, und Jehova begann ihm vom Berg aus zuzurufen und zu sagen: Dies sollst du zum Hause Jakob sagen und den Söhnen Israels mitteilen: 4 ‚Ihr habt selbst gesehen, was ich den Ägyptern getan habe, daß ich euch auf Adlersflügeln trage und euch zu mir bringe. 5 Und nun, wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen [anderen] Völkern werden, denn die ganze Erde gehört mir. 6 Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“

 

Israel erhielt wegen ihrer Halsstarrigkeit das versprochene Erbe der Erde Kanaans erst nach Ablauf von vierzig Jahren, welche sie zur Strafe in der Wüste verbringen mussten, wo die gesamte hartherzige Generation starb! Nach der Eroberung Kanaans unter Josua erhielten alle zwölf Stämme ihre zugeteilten Wohngrenzen und verteilten das Land durch Los gerecht unter die Vollzahl der Familien. Gottes Vorhersage hatte sich erfüllt!

 

Jesus und seine elf Apostel: Sein Bund für ein Königreich mit ihnenDa die ganze Erde Gott gehört ist er auch berechtigt sie denen zuzuteilen, denen zu geben Er es sich wünscht! Israel wurde versprochen, dass aus ihnen ein „Königreich von Priestern und eine heilige Nation“ hervorgehen werde! Dieses so besondere Königreich, wo jeder der Könige auch zugleich Priester sein würde kam im „neuen Bund für ein Königreich“ mit Jesus bei dessen Tod zu einem besonderen Höhepunkt! Mit dem Erscheinen des Christus war der „Same“ gekommen, der bereits Abraham, dann Isaak und Jakob und später durch Davids Linie versprochen worden war.

 

 Der Same“, Jesus seinerseits aber machte mit seinen Aposteln nach dem letzten Abendmahl ebenfalls einen „Bund für ein Königreich“, wie ihn der Vater mit ihm zuvor gemacht hatte. „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.“ (Lu 22:28-30) 

 

Die Apostel versprachen ihrerseits königlichen Lohn all jenen „treuen Sklaven“, welche sich selbst ganzherzig für das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ aufopfern würden! Alle aber sollten gemeinsam erst zum Ende, bei der Wiederherstellung und Aufrichtung von Gottes Königreich für Israel ihren ewigen Lohn und ihr endgültiges beständiges Erbe empfangen! Es galt diese Hoffnung und diesen zukünftigen Tag nicht aus den Augen zu verlieren!

 

9.5.3.3          Gottes Regelung der Landverteilung in Israel

Um genau zu verstehen, wie das Land künftig verteilt werden soll gilt es Gottes Handlungsweise mit Abraham und später durch Moses und Josua zu betrachten. Gottes ursprüngliches Versprechen an Abraham lautete:

 

Abrahams Wanderung*** Rbi8  1. Mose 12:1-3 ***

Und Jehova sprach dann zu Abram: Zieh hinweg aus deinem Land und von deinen Verwandten und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde; 2 und ich werde aus dir eine große Nation machen, und ich werde dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen; und erweise dich als ein Segen. 3 Und ich will die segnen, die dich segnen; und den, der Übles auf dich herabruft, werde ich verfluchen, und alle Familien des Erdbodens werden sich bestimmt durch dich segnen.“

 

Nur der Gehorsam Gottes Stimme gegenüber würde auch den Segen bringen, den Gott verheissen hatte! Abraham gehorche, obwohl er bereits 75 Jahre alt war, als Gottes Befehl an ihn erging! Als Abraham nach Kanaan kam und das Land durchschritt, bis nach Ägypten zum Nil gelangte und an verschiedenen Orten in Kanaan Wohnsitz nahm glaubte er an Jehovas Verheissung und handelte entsprechend.

 

*** Rbi8  1. Mose 12:4-9 ***

Darauf ging Abram, so wie Jehova zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Und Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran auszog. 5 So nahm Abram Sarai, seine Frau, und Lot, den Sohn seines Bruders, und alle Habe, die sie angesammelt hatten, und die Seelen, die sie in Haran erworben hatten, und sie machten sich auf den Weg, um in das Land Kanaan zu ziehen. Schließlich kamen sie in das Land Kanaan. 6 Und Abram durchzog nun das Land bis zur Stätte von Sichem bei den großen Bäumen von More; und zu jener Zeit war der Kanaaniter im Land. 7 Jehova erschien nun dem Abram und sprach: „Deinem Samen [[(Paulus im Brief an die Galater: „ ‚Und deinem Samen‘, welcher Christus ist.“ (Gal 3:16))]] werde ich dieses Land geben.“ Danach baute er dort Jehova, der ihm erschienen war, einen Altar. 8 Später zog er von dort zur Berggegend östlich von Bethel und schlug sein Zelt so auf, daß Bethel im Westen [lag] und Ai im Osten. Dann baute er dort Jehova einen Altar und begann den Namen Jehovas anzurufen. 9 Danach brach Abram das Lager ab und zog dann von Lagerplatz zu Lagerplatz zum Negeb.

 

Israel und der Gebietsverlust der PalästinenserGottes Versprechen im Land Kanaan, bei den Bäumen von More in der Nähe von Sichem lautete: „Deinem Samen werde ich dieses Land geben.“ Die Frage nun lautet: Wer ist schlussendlich Abrahams Same? Zur Zeit Mose war es das Volk Israel! Die Juden heute nehmen für sich dieses Recht in Anspruch und Christen behaupten, dass sie die wahren Nachfolger Israels seien. Die Palästinenser beanspruchen das Land ebenso für sich, weil sie es seit Jahrhunderten bebaut haben! Das Land war somit eindeutig von den Feinden Israels her für lange Zeit in Besitz genommen worden! War aber Jehovas Zusage an Abraham dadurch dahingefallen?

 

Paulus erklärt im Brief an die Hebräerchristen im Römerbrief, an die „Ebioniten“, der genauso für die „Paulikaner“ von Wichtigkeit ist, wer wirklich „der Same Abrahams“ ist: Jeder der sich an den Glauben Abrahams hält! Er spricht davon, dass Abraham aufgrund der Verheissung im Glauben nicht wankte und Gott die Ehre gab, weil er „völlig überzeugt war, daß er das, was er verheißen hatte, auch zu tun vermochte.“

 

*** Rbi8  Römer 4:16-22 ***

Deswegen geschah es zufolge des Glaubens, auf daß es gemäß unverdienter Güte sei, damit die Verheißung seinem ganzen Samen sicher sei, nicht nur dem, der sich an das GESETZ hält, sondern auch dem, der sich an den Glauben Abrahams hält. (Er ist unser aller Vater, 17 so wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Nationen bestimmt.“) Das geschah vor den Augen dessen, an den er glaubte, ja Gottes, der die Toten lebendig macht und die nicht vorhandenen Dinge ruft, als ob sie vorhanden wären. 18 Obwohl entgegen [aller] Hoffnung, doch gestützt auf Hoffnung, hatte er den Glauben, daß er der Vater vieler Nationen werden würde, in Übereinstimmung mit dem, was gesagt worden war: „So wird dein Same sein.“ 19 Und obschon er im Glauben nicht schwach wurde, zog er, da er etwa hundert Jahre alt war, seinen nun schon erstorbenen eigenen Leib und auch die Erstorbenheit des Schoßes Saras in Betracht. 20 Aber wegen der Verheißung Gottes wankte er nicht im Unglauben, sondern wurde machtvoll durch seinen Glauben, indem er Gott die Ehre gab 21 und völlig überzeugt war, daß er das, was er verheißen hatte, auch zu tun vermochte. 22 Darum „wurde es ihm als Gerechtigkeit angerechnet“.

 

Abraham, der Vater echten GlaubensPaulus spricht von zwei Gruppen: Jenen, die sich einerseits an das GESETZ Mose halten, weil sie als Juden förmlich hineingeboren werden und andererseits all jenen, die zuvor ohne GESETZ Gottes waren, Heiden, dann aber erlernten sich an den Glauben Abrahams zu halten und sich dann demselben Gott durch Glauben in der Taufe unterordneten! Abraham soll in der Auferstehung als Vater von vielen unterschiedlichen Nationen anerkannt werden! „Ich habe dich zum Vater vieler Nationen bestimmt.“ Unser Glaube in Gottes Verheissung, dass er dem Samen Abrahams nicht nur die Erde Israels zurückgeben wird, sondern auch das „Tor ihrer Feinde“ muss unerschütterlich fest sein! „Deinem Samen werde ich dieses Land geben.“

 

*** Rbi8  Hebräer 11:8-10 ***

Durch Glauben gehorchte Abraham, als der Ruf an ihn erging, nach einem Ort auszuziehen, den er zum Erbe erhalten sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er ging. 9 Durch Glauben weilte er als Fremdling im Land der Verheißung wie in einem fremden Land und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung. 10 Denn er wartete auf die Stadt, die wahre Grundlagen hat, deren Bildner und Erbauer Gott ist.

 

Wie Abraham aufgrund des Glaubens später in Kanaan als Fremdling weilte, jenem Land, das seinemSamen“, den Israeliten als Verheissung zugesprochen wurde, genau so leben Christen aus den Heiden heute über die ganze Erde zerstreut als „Fremdlinge und zeitweilig Ansässige“ gegenüber dem herrschenden System. Ihnen wurde das Erbe der Nationen zugesagt.

 

9.5.3.4          Jene die als Fremdlinge einen vortrefflichen Wandel unter den Nationen führen werden Erben sein!

Als „Fremdlinge und zeitweilig Ansässige“ blicken Getreue auf den versprochenen grossen Tag, wo die ganze Erde als Erbe zugeteilt wird! Es ist die Zeit, wo die „wahre Grundlagen der Stadt Jerusalem“, ihre nie endende Königreichsregierung aufgerichtet wird, „deren Bildner und Erbauer Gott ist“, um künftig die Herrschaft über die ganze Erde auszurichten!

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:11-12 ***

Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge und zeitweilig Ansässige, euch der fleischlichen Begierden zu enthalten, die ja mit der Seele im Streit liegen. 12 Führt euren Wandel vortrefflich unter den Nationen, damit sie in dem, worin sie gegen euch als von Übeltätern reden, zufolge eurer vortrefflichen Werke, von denen sie Augenzeugen sind, Gott verherrlichen mögen am Tag [seiner] Besichtigung [A].

 

Der Tag der Besichtigung, den Paulus erwähnt, er beginnt mit dem „Ausmessen des Tempels und der darin Anbetenden“. Es ist die Zeit der „zwei Zeugen“ die während 1260 Tagen [A] in Sacktuch prophezeien und mit Jesu Wiederkehr zur Erde [B1] abschliesst. Daran anschliessend folgt der „Tag des Gerichts“ [B], im „inneren des Hauses“ bei den geistigen Führern beginnend [B1] und mit dem Gericht an „Schafen und Böcken“ fortsetzt, um an der Urteilsvollstreckung an den Ungehorsamen und den gottentfremdeten Nationen zu enden [B3]. Danach folgt der tausendjährige Gerichtstag, wo die Auferstandenen ihren Lohn oder ihr Gericht erhalten!

 

Die „zwei Zeugen“ müssen das Resultat der Ausmessung des Johannes, einem Soll-Ist-Vergleich mit Gottes fester Grundlage, dem „GESETZ des Christus“ und der Lehre, welche uns die Apostel hinterlassen haben vornehmen. Alle „guten Worte Jehovas“ die Jesu übermittelt hatte sind durch die Apostel aufgezeichnet worden! Johannes war es, der die letzten Teile von Gottes gerechtem Massstab am Ende des ersten Jahrhunderts kundtat. Darunter sind die Anweisungen an die „sieben Leuchter (Versammlungen)“ und die „sieben Sterne (Vorsteher)“, die Lob und Zurechtweisung enthalten. Jesus erklärte den Massstab mit dem ausgemessen wird:

 

Dein Wort ist Wahrheit*** Rbi8  Johannes 12:48-50 ***

Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Der „letzte Tag“ ist Gottes Gerichtstag [B2], wo Jehova durch Jesus die „Schafe von den Böcken“ trennt und in der Urteilsvollstreckung Harmagedons [B3] endet! Nur wer Jesu Gebot bis zum Ende befolgt wird des ewigen Lebens als würdig erachtet!

 

Wie Abraham in jedes der Worte Jehovas Vertrauen setzte und ohne zu wissen wohin er ging, das fruchtbare Zweistromland und seine Heimatstadt Ur verliess, so beschreibt auch die Offenbarung des Johannes jene von Gott und Jesus auserlesenen 144.000 „treuen und verständigen Sklaven“, dass sie ihrem Führer Jesus beständig dahin folgen, unabhängig davon wohin er geht! 

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:4 ***

Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht.

 

Jene werden den Auftrag erhalten die Städte der ganzen Erde und die Länder aller Kontinente und Inseln zu verwalten und ihrem Führer Jesus regelmässig Rechenschaft abzulegen. So wie Moses am Ende der Wanderung in der Wildnis eine Einschreibung und Zählung der Söhne Israels nach ihren Stämmen vornehmen musste, so wird es nach Harmagedon eine ähnliche Regelung für die „grosse Volksmenge“ geben! Aufgrund jener Einschreibung „... sollte das Land nach der Zahl der Namen als Erbe zugeteilt werden.“ Die Form wurde von Gott bereits festgelegt!

 

*** Rbi8  4. Mose 26:51-56 ***

Dies waren die Eingeschriebenen der Söhne Israels: sechshunderteintausendsiebenhundertdreißig.

52 Hierauf redete Jehova zu Moses, indem [er] sprach: 53 „Diesen sollte das Land nach der Zahl der Namen als Erbe zugeteilt werden. 54 Gemäß der großen Zahl solltest du jemandes Erbe mehren, und gemäß der geringen solltest du jemandes Erbe mindern. Eines jeden Erbe sollte im Verhältnis zu seinen Eingeschriebenen gegeben werden. 55 Nur durch das Los sollte das Land zugeteilt werden. Gemäß den Namen der Stämme ihrer Väter sollten sie ein Erbe erhalten. 56 Nach der Entscheidung des Loses sollte jemandes Erbe zwischen den vielen und den wenigen verteilt werden.“

 

Durch das Los musste eine gerechte Zuteilung des gesamten Landes erfolgen, wie dies zur Zeit Josuas dann wirklich gemäss Gottes Befehl gehandhabt wurde. Das ganze Land wurde durch Los gerecht gemäss Ertragswert verteilt! Von weniger ertragreichem Land gab es mehr Zuteilung. Jene Stämme mit mehr Eingeschriebenen erhielten mehr Gebiet zugeteilt als die volksarmen Stämme!

 

9.5.3.5          Die gerechte Aufteilung der Erde durch das Los gemäss all jenen Familien, die Jehova gesegnet hat: Alles beginnt beim neuen Tempel Gottes!

Da Johannes in der Offenbarung die Aufteilung der 144.000 kommenden Häupter auf alle zwölf Stämme Israels gleichmässig verteilt sieht, auf jeden Stamm 12.000, die je einem Apostel als Haupt unterstehen, darf davon ausgegangen werden, dass auch die „grosse Volksmenge“ unter jene gleichmässig aufgeteilt werden! Offensichtlich wird es wie beim Einzug ins gelobte Land zur Zeit Josuas sein, dass Grundbesitz und Städte zum Bewohnen von oben her zugeteilt werden und nicht aufgrund freier Entscheidung und Niederlassungsfreiheit vergeben wird.

 

Nur dadurch wird eine gleichmässige Bevölkerung der Erde möglich und damit verbunden die Herstellung des Paradieses, eines Gartens über die gesamte Erde! Die heute in Städten zusammengepferchten Menschen, die mit unlösbaren Problemen überhäuft sind, sie werden ihr eigenes Land erhalten, um es durch Familien und patriarchale Gruppierungen zu bebauen und fruchtbar zu machen! Dies wiederum wird die Zuteilung der Auferstehenden der Toten in der allgemeinen Auferstehung beeinflussen! Sie werden bestimmt innerhalb ihrer Abstammungslinie auferweckt werden. Die zuletzt Verstorbenen zuerst, dann zurück bis zur Zeit Abels. So werden Söhne ihre Väter und Mütter zurückerhalten! Auf ihr Erscheinen hin muss die Erde vorbereitet werden, ebenso wie zur auf die Neugeburt eines Kindes Vorbereitung erfolgt.

 

Der Prophet Hesekiel nimmt in seinen Zukunftsvisionen dasselbe Thema wiederum auf, wo er auf die Zuteilung des Landes nach dem Aufrichten des geistigen Tempels spricht! Mit der Einweihung der 144.000 Priesterkönige und der Zuteilung ihrer Städte, welche sie verwalten werden, ist die Sache aber noch nicht beendet! Der künftige Verwaltungssitz muss bestimmt und ausgemessen werden, von wo aus die kommende Königreichsregierung herrschen wird!

 

Das "neue Jerusalem": Die Stadt "Jahweh Schammah", "Jehova selbst ist hier"Vorab spricht Hesekiel von jenem Teil Land in Israel, der für jenen lebendigen „geistigen Tempel“ bestimmt sein wird. Es ist das Landstück für den Ort des künftigen Zusammenkommens der 144.000 Priesterkönige, „das Haus des Vaters“, in dem es „viele Wohnungen gibt“, von dem Jesus gesprochen hat als er in Jerusalem predigte!

 

*** Rbi8  Hesekiel 45:1-6 ***

‚Und wenn ihr das Land durch das Los als Erbe zuteilt, solltet ihr Jehova einen Beitrag darbieten, einen heiligen Teil vom Land; was die Länge betrifft: fünfundzwanzigtausend [Ellen] an Länge, und was die Breite betrifft: zehntausend. Es wird ein heiliger Anteil in all seinen Grenzen sein ringsum. 2 Davon werden für die heilige Stätte fünfhundert bei fünfhundert sein, quadratisch gemacht ringsum; und fünfzig Ellen wird sie auf jeder Seite als Weidegrund haben. 3 Und von diesem Maß solltest du die Länge von fünfundzwanzigtausend und die Breite von zehntausend abmessen, und darin wird dann das Heiligtum sein, etwas Hochheiliges. 4 Als heiliger Teil vom Land wird es für die Priester selbst werden, die Diener des Heiligtums, diejenigen, die sich nahen, um für Jehova den Dienst zu verrichten. Und für sie soll es ein Platz für Häuser werden und eine heilige Stätte für das Heiligtum.

5 Es wird fünfundzwanzigtausend an Länge und zehntausend an Breite sein. Es wird den Leviten zuteil werden, den Dienern des Hauses. Als Besitztum werden sie zwanzig Speiseräume haben.

6 Und als das Besitztum der Stadt werdet ihr fünftausend an Breite und eine Länge von fünfundzwanzigtausend geben, genau dem heiligen Beitrag entsprechend. Dem ganzen Hause Israel wird es gehören.

 

Die Diener des Hauses“, die Gruppe der „Leviten“ (nun als Sammelbegriff aller Gottgeweihten). Das sind vorab die 144.000 auserwählten Priesterkönige, aus allen Generationen der Menschen seit Abel und nicht bloss wie zuvor aus dem Stamm Levi: Das „Israel Gottes“ wozu auch die ihnen Dienenden Auserwählten, die früheren nichtpriesterlichen Leviten gehören: „Dem ganzen Hause Israel wird es gehören.

 

Davon wird ein Teil ständig im „geistigen Tempel“ vor Jesus als Hoherpriester und für Jehova Dienst in ihren 12 Abteilungen verrichten, täglich zwei Mal, dann jeden Sabbat und an den Neumondfesten. Zudem an den Festzeiten Jehovas, jeweils zwei Mal pro Jahr, im Monat Nisan und Tischri während einer Woche. Im Monat Siwan kommt das eintägige Pfingstfest hinzu. Hesekiels Vision besagt: „Und für sie soll es ein Platz für Häuser werden und eine heilige Stätte für das Heiligtum.

 

Von der Priesterschaft getrennt ist zudem die Rede von „Leviten“, deren Anzahl aber nicht erwähnt wird, die als Gehilfen der Priester dienen werden und den westlichen Teil des „heiligen Beitrags“ zugeteilt erhalten. Auch sie sind von Gott her Auserwählte.

 

Die Grundlage, wie sich dies erfüllen wird hat bereits im GESETZ Mose seine klaren Bestimmungen: Anstelle von Moses und Aaron steht nun Jesus als Hoherpriesterkönig im Zentrum, seine zwölf Apostel sind die Vorsteher jeder der zwölf Abteilungen! Sie organisieren den Dienst sowohl für die ganze Gemeinde, für das priester-königliche „Israel Gottes“, die den Leviten Zugehörenden Helfern und die „grosse Volksmenge“ aller Nationen, welche zur Anbetung beständig herbeiströmen!

 

*** Rbi8  4. Mose 3:5-13 ***

Und Jehova redete dann zu Moses, indem [er] sprach: 6 „Bring den Stamm Levi herzu, und du sollst sie vor Aaron, den Priester, stellen, und sie sollen ihm dienen. 7 Und sie sollen ihrer Verpflichtung ihm gegenüber und ihrer Verpflichtung gegenüber der ganzen Gemeinde vor dem Zelt der Zusammenkunft nachkommen, indem sie den Dienst an der Stiftshütte versehen. 8 Und sie sollen um alle Geräte des Zeltes der Zusammenkunft besorgt sein, ja um die Obliegenheiten der Söhne Israels, indem sie den Dienst an der Stiftshütte versehen. 9 Und du sollst die Leviten Aaron und seinen Söhnen geben. Sie sind Gegebene, ihm von den Söhnen Israels gegeben. 10 Und du solltest Aaron und seine Söhne einsetzen, und sie sollen ihr Priesteramt besorgen; und der Fremde [[(der nicht zu den Auserwählten gehört)]], der sich nähert, sollte zu Tode gebracht werden.“

11 Und Jehova redete weiter zu Moses, indem [er] sprach: 12 Was mich betrifft, siehe, ich nehme tatsächlich die Leviten aus den Reihen der Söhne Israels an Stelle aller Erstgeborenen, die den Mutterschoß öffnen unter den Söhnen Israels; und die Leviten sollen mein werden. 13 Denn jeder Erstgeborene ist mein. An dem Tag, an dem ich jeden Erstgeborenen im Land Ägypten schlug, heiligte ich mir jeden Erstgeborenen in Israel vom Menschen bis zum Tier. Sie sollten mein werden. Ich bin Jehova.“

 

Jesus war der Erstgeborene von Maria und musste daher am vierzigsten Tag im Tempel Jerusalems dargestellt und eingeschrieben werden. Er unterstand demselben Procedere und kam aus dem Stamm Juda, der königlichen Linie Davids.

 

Da das „Zelt Gottes“ laut Offenbarung 21:1-5 wiederum bei dem Menschen sein wird, nachdem das „Jerusalem droben“ zur Erde herabgekommen ist, wird Gott erneut ein täglicher Dienst nach Vorschrift dargebracht werden! Bedenken wir hierbei, dass unter den Auferstehenden viele ungetaufte Juden sind, welche erst die Bestimmungen unter dem „GESETZ des Christus“ lernen müssen, was mehr noch für Menschen der Nationen gilt. Sie gelten als „ansässige Fremdlinge“, demselben GESETZ unterordnet. Auch auf jene wird erst durch deren Taufe „unverdiente Güte“ ausgegossen werden, frühere Sünden vollkommen getilgt werden.

 

Alle 144.000 werden nun als die „Erstgeborenen Israels“ gerechnet, deren Vollzahl durch Männer aus den Nationen kommen wird! Sie alle gehören Jehova!

 

 

9.5.4           Der Majestätische wird den geistigen Tempel beenden und ihn organisieren!

 

9.5.4.1          Die Söhne Israels, die Priester und Leviten und ihre Organisation nach dem Exil

Ein Vorbild, der Wiederherstellung und Organisation der Priester in Israel und die Neuregelung ihres Dienstes wurde 69 Jahre nach dem Auszug aus dem Exil, im Jahre 468 v.u.Z. unter der Führung des Priester Esra aufgezeichnet. Er stammte aus dem hohepriesterlichen Geschlecht Serajas, der zur Zeit Zedekias den Dienst in Jerusalem innehatte. Der inzwischen neuerrichtete Tempel kam damals zur feierlichen Einweihung. 

 

*** Rbi8  Esra 6:16-18 ***

Und die Söhne Israels, die Priester und die Leviten und die übrigen der einst ins Exil Weggeführten feierten die Einweihung dieses Hauses Gottes mit Freuden. 17 Und sie brachten zur Einweihung dieses Hauses Gottes hundert Stiere, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer dar und als ein Sündopfer für ganz Israel zwölf Ziegenböcke, gemäß der Zahl der Stämme Israels. 18 Und sie bestellten die Priester in ihren Klassen und die Leviten in ihren Abteilungen zum Dienst Gottes, der in Jerusalem [zu leisten] ist, nach der Vorschrift des Buches Mose.

 

Ebenso  werden erneut „die Priester in ihren Klassen und die Leviten in ihren Abteilungen zum Dienst Gottes, der in Jerusalem [zu leisten] ist, nach der Vorschrift des Buches Mose“ neu geregelt werden. Seit dem „Buch Adams“ (1.Mo 5:1) wurden durch Getreue die Jehovas Vorsatz eines künftigen „Samens“ aus dem Urteilsspruch an Adam kannten daraufhin instruiert, jede Familie die der himmlischen „Frau“ durch Gehorsam angehörte Aufzeichnungen ihrer Geschlechtslinie schriftlich zu machen, um ein vollständiges Register der Vorfahren und Nachkommen zu haben. Dies geht auch aus folgendem Text hervor: „Und du weißt wohl, daß Jehova, dein Gott, der [wahre] Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die liebende Güte bis auf tausend Generationen hin im Fall derer bewahrt, die ihn lieben, und derer, die seine Gebote halten, aber demjenigen ins Angesicht vergilt, der ihn haßt, indem [er] ihn vernichtet.“ (5.Mo 7:9, 10) Die vorsintflutlichen Aufzeichnungen kamen in Noahs Arche hin zu Sem und verblieben in dessen Linie bis sie mit den Ergänzungen aller weiterer Generationen in die Hand Aarons kamen.

 

Was sind die Teraphim?
 

Die Offenbarung verrät, dass dies pro Abteilung zur Einweihung des neuen „Hauses Gottes“ dies wiederum „gemäss der Zahl der Stämme Israels“ sein wird und schlussendlich den je 12.000 Versiegelten entspricht, um die „Vollzahl“ von 144.000 Priesterkönigen zu erreichen (Rö 11:11, 12).

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:2-4 ***

Und ich sah einen anderen Engel [[(Michael, Gottes Wortführer)]] vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

 

König David hatte den Dienst im neu zu errichtenden Tempel in Jerusalem zu seiner Zeit erstmals nach dem Dienst am „Zelt der Zusammenkunft“ so reorganisiert, wie es Jehova durch Moses an Aaron geboten hatte.

 

*** Rbi8  1. Chronika 24:19 ***

Dies waren ihre Ämter für ihren Dienst, um in das Haus Jehovas zu kommen gemäß dem ihnen zustehenden Recht, [erlassen] durch die Hand Aarons, ihres Vorvaters, so wie es Jehova, der Gott Israels, ihm geboten hatte.

 

Aus den Priestern wurden 24 Abteilungen gebildet, die jede für sich zweimal jährlich je eine Woche Dienst am Altar innehatte. Sie unterteilten sich auf die vier Söhne Aarons auf: Nadab und Abihu, die später durch Jehovas Hand starben und Eleasar und Ithamar. Jeder Abteilung wurden die Leviten zu ihrem Dienst nach ihren Stämmen zugeteilt.Dann verteilte David sie in Abteilungen an die Söhne Levis, an Gerschon, Kehath und Merari.“ (2.Mo 6:23; 1.Chr. 23.6) Ohne, dass die Familienchronik der nachkommen Sems, Abrahams Isaaks, Jakobs und Levi als Fortführung der vorsintflutlichen „Teraphim“ oder Geburts- und Erbrechtsregister permanent weitergeführt worden wären, so hätte keine der Abteilungen der Söhne Levis stattfinden können!

 

*** Rbi8  1. Chronika 24:3-4 ***

Und David, ferner Zadok von den Söhnen Eleasars und Ahimelech von den Söhnen Ithamars teilten sie dann für ihr Amt in ihrem Dienst in Abteilungen ein. 4 Doch fand es sich, daß die Söhne Eleasars an Häuptern der Männer zahlreicher waren als die Söhne Ithamars. So verteilten sie sie an die Söhne Eleasars als Häupter für [ihre] Vaterhäuser, sechzehn, und an die Söhne Ithamars [als Häupter] für ihre Vaterhäuser, acht.

 

Was sind die "Teraphim" und wie gelangten sie in die Hand Mose?
 

Auch Jesus, als Hohepriesterkönig muss eine Aufteilung vornehmen, die bereits in der Offenbarung im Kapitel 7, in den Versen 4-8 festgelegt ist! Er selbst führt vom Himmel aus das vollständige Register all derer, die ihn als „Samen der Frau“ anerkannt haben.

 

(Johannes 10:25-30)  Jesus antwortete ihnen: „Ich habe [es] euch gesagt, und doch glaubt ihr nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters tue, diese legen Zeugnis über mich ab. 26 Aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. 28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden keinesfalls je vernichtet werden, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Was mein Vater mir gegeben hat, ist größer als alles andere, und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.“

 

Esaus Tausch des Erstgeburtsrechtes gegen ein LinsengerichtDas bisher von Menschen geführte Register, das in den Archiven in Jerusalem im Zuge der Aufrichtung eines eigenen Königreiches ab dem Jahr 66 u.Z. existierte, dieses wurde beim Brand jener Gebäude vernichtet, so dass weder Levit noch Priester ihre Abkommenschaft beweisen hätten können. Jesu Register dagegen ist unverwüstlich im Himmel und enthält jeden Namen derer, denen er seit Adams Sohn Abel ewiges Leben versprochen hat! Das „Erstgeburtsrecht“ wird nun aber mittels Auserwählung Gottes zugeordnet, wie es bereits bei den Zwillingen Esau und Jakob der Fall war. Paulus erklärt dies im Brief an die Römer:

 

(Römer 9:10-13)  Doch nicht allein in diesem Fall, sondern auch als Rebẹkka Zwillinge empfing von dem einen [Mann], von Ịsa·ak, unserem Vorvater; 11 denn als sie noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten — damit der Vorsatz Gottes bezüglich der Auserwählung nicht von Werken, sondern von dem, der beruft, abhängig bleibe —, 12 wurde ihr gesagt: „Der Ältere wird der Sklave des Jüngeren sein“, 13 so wie geschrieben steht: „Jakob habe ich geliebt, Ẹsau aber habe ich gehaßt.

 

Gott kennt das Endresultat jedes Lebenden, ob er sich zu Ihm hin gebunden fühlt oder die Unabhängigkeit sucht. Er liebt die, welche Ihn lieben!

 

Jesus hat somit die Wahl zu treffen betreffend all jener, die in Gottes Augen „Erstgeborene“ sind und deren künftige Organisation und Arbeitszuteilung vorzunehmen. Diese priesterköniglichen Vorsteher der „zwölf Stämme Israels“ werden offensichtlich ebenso jede zwei Mal einen Monat Dienst jährlich tun, gemäss den ursprünglichen Abteilungen Aarons Söhnen, wie immer dies gemäss Jehovas Anweisungen dann aufgeteilt sein wird. Zu den drei von Jehova festgesetzten Festzeiten werden sie zudem in Jerusalem jeweils gemeinsam weilen und müssen dort „im Hause des Vaters“ zumindest zeitweiligen Wohnsitz haben! Sie werden dies in Einheit tun, im Gegensatz zu den Versammlungen der UNO, einer Vorwegnahme die Satan organisierte, um Sand in die Augen der Erdenbürger zu streuen!

 

*** Rbi8  Psalm 133:1 ***

Siehe! Wie gut und wie lieblich es ist,

Wenn Brüder in Einheit beisammenwohnen!

 

Die Kardinäle im Petersdom, das höchste Kremium der Katholischen Kirche muss den 144.000 Priesterkönigen den Platz räumen Diese zwölf Abteilungen an Priesterkönigen verwalten nicht alleine mehr die Angelegenheiten der Nation Israel, nein, nun vielmehr jene der gesamten Erde. Es sei ein schwacher Vergleich mit der heutigen UNO oder dem Vatikan gestattet, wo einerseits die politische respektive die gewichtigste christliche, die Katholische Schaltstelle für die Angelegenheiten dieses Systems sind! Allerdings sind diese heutigen Institutionen vom „Gott dieses Systems“ geleitet und darum weit entfernt von Gottes hohem Massstab an Recht, Gerechtigkeit und Wahrheit!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:18-21 ***

Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren worden ist, nicht Sünde treibt, sondern der aus Gott Geborene wacht über ihn, und der Böse bemächtigt sich seiner nicht. 19 Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen zu erkennen. Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen [[(JHWH)]] durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben. 21 Kindlein, hütet euch vor Götzen.

 

Die Kirchenväter bereits hatten sich nicht an die Worte des Johannes gehalten und neue Formen von Götzen in ihren Reihen zu dulden und fördern begonnen! Dadurch gerieten sie mehr und mehr unter den Einfluss der Dämonen und damit in Satans Machtbereich über dieses Systems! Wer in Gemeinschaft mit Christus bleibt hütet sich vor dem Einfluss „Babylons der Grossen“ und deren Götzen!

 

9.5.4.2          Der „Majestätische“ aus den Reihen Israels, der Hohepriester-König Jesus wird sich Jehova nähern

Durch Jeremia erhalten wir einen weiteren Einblick auf, das, was Jehova ein weiteres Mal tun wird. Eine erste Erfüllung hatte dies nach der Rückkehr aus dem Exil. Ein Teil der Prophezeiung aber weist deutlich auf Jesu kommende Königreichsherrschaft hin: „... sein Majestätischer wird bestimmt aus ihm stammen, und aus seiner Mitte wird sein eigener Herrscher hervorgehen.

 

*** Rbi8  Jeremia 30:18-21 ***

Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich sammle die Gefangenen der Zelte Jakobs, und seiner Wohnstätten werde ich mich erbarmen. Und die Stadt [[(Jerusalem)]] wird tatsächlich auf ihrem Schutthügel wieder erbaut werden; und der Wohnturm selbst [[(der künftige geistige Tempel)]] wird an seiner rechtmäßigen Stelle stehen. 19 Und von ihnen wird gewiß Danksagung ausgehen und der Laut der Lachenden. Und ich will sie mehren, und sie werden nicht wenige werden; und ich will sie gewichtig machen an Zahl, und sie werden nicht unbedeutend werden. 20 Und seine Söhne sollen wie in früheren Zeiten werden, und vor mir wird seine eigene Gemeinde fest gegründet sein. Und ich will all seinen Bedrückern meine Aufmerksamkeit zuwenden. 21 Und sein Majestätischer [[(Jesus als Hoherpriester)]] wird bestimmt aus ihm stammen, und aus seiner Mitte wird sein eigener Herrscher [[(Jesus als „König der Könige“)]] hervorgehen; und ich will ihn herankommen lassen, und er soll sich mir nähern.“

 

Erst nach Jesu Tod konnte er sich erstmals wieder Jehova nähern: „... ich will ihn herankommen lassen, und er soll sich mir nähern.“ Er musste sich zur Rechten Gottes setzen, um abzuwarten, bis Gott ihm auch noch die Feinde unter die Füsse legen würde! (Ps 110:1-4)

 

Da alles Aufgezeichnete früherer Generationen zu unserer Unterweisung in der Endzeit aufgeschrieben wurde, so erwähnte es Paulus, so können wir vieles lernen, was im kommenden System sein wird, was unseren Glauben in die Vorhersagen durch ein klares Denkvermögen stärken wird, um auszuharren! Hier ist eindeutig die Rede von einer irdischen Verwaltung, Menschen aus Fleisch und Blut und nicht wie es die meisten christlichen Religionen lehren von „Heiligen im Himmel“, oben im geistigen Bereich! (Rö 15:4)

 

9.5.4.3          Wo wird die Städte sein, die Jesus vorbereiten ging: Im Himmel oder auf der Erde?

Ein oft falsch angewendeter Text wird im Umfeld der Prophezeiungen früherer Tage vollkommen klar, an welchem Ort dessen Erfüllung einzureihen ist: Auf der Erde wird die Städte sein, die Jesus vom Himmel her vorbereitet, indem er sein „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ lenkt und Herzen ihm zugeneigt werden lässt, die der Vater zu sich hin zieht: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn; und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen.“ (Joh 6:44)

 

Stadt“ ist auch ein Begriff für dessen Bewohner und „Wohnung“ der Aufenthaltsort darin! Eine „Behindertenstätte“ ist dort, wo Behinderte betreut werden. Die „Stätte“ der 144.000 Priesterkönige ist der Ort, von wo aus diese ihre zentralen Beschlüsse fassen, auch dann, wenn sie diese erdenweit an unterschiedlichsten Orten dann in die Tat umsetzen!

 

*** Rbi8  Johannes 14:1-4 ***

Euer Herz werde nicht beunruhigt. Übt Glauben aus an Gott, übt auch Glauben aus an mich. 2 Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid. 4 Und wohin ich gehe, [dahin] kennt ihr den Weg.“

 

Die Dokumente der Versiegelten, die zur Königspriesterschaft berufen sindPlanung und Organisation für die Ausführung muss nicht zwangsweise am selben Ort geschehen, wo dann das geplante Werk erstellt wird! Die „Stätte“, die Jesus bereiten geht umfasst die gesamte Planung, was nach seiner Rückkehr hierher zur Erde verwirklicht werden wird, selbst bereits die Wahl unter den längst Verstorbenen! Nur so kann am Tag der „Hochzeit des Lammes“, wenn die Toten unter dem Altar schreien, deren Gesamtzahl definiert werden:

 

 (Offenbarung 6:9-11)  Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugniswerkes, das sie innegehabt hatten, hingeschlachtet worden waren. 10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: „Bis wann, Souveräner Herr, heiliger und wahrhaftiger, hältst du dich davon zurück, zu richten und unser Blut an denen zu rächen, die auf der Erde wohnen? 11 Und es wurde jedem von ihnen ein weißes langes Gewand gegeben, und es wurde ihnen gesagt, noch eine kleine Weile zu ruhen, bis auch die Zahl ihrer Mitsklaven und ihrer Brüder voll wäre, die daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie [getötet worden waren].

 

Das ist immer noch vor der „Erstauferstehung“ und doch ist bis zu jenem Tag klar, wie viele unter den Toten „weisse, lange Gewänder“ erhalten und damit auch die Differenz zu den 144.000 bekannt, die noch mit der „Braut, der Frau des Lammes“, die Apostel mit Jesus zusammen versiegelt werden müssen! All das gehört zur „Vorbereitung der Stätte“ und das Versiegeln geschieht nun hier auf der Erde, in der „Wildnis“, wohin die Apostel geflohen waren (Off 12:5, 6) mit dem „Siegel Gottes“, das nur Jesus vom Himmel her bringen konnte! (Off 7:1-4) Es geht um Versiegelung jener Dokumente an „ihrer Stirn“-Seite, um Echtheit zu beweisen.

 

Niemand kann in den Himmel Gottes, den Geistbereich gehen ausser Jesus. dies hat er den Aposteln ebenso erklärt wie schon zuvor den Juden in Kapernaum: „Kindlein, noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen; und so, wie ich zu den Juden gesagt habe: ‚Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen‘, sage ich jetzt auch zu euch.“ (Joh 13:33) Er versprach ihnen jedoch: „Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid.“ (Joh 14:3) Jesus kommt zur Erde zurück „mit den Wolken“, so wie er zum Himmel aufgefahren war, um von da ab ewig zu bleiben. Vom Ölberg ist er aufgefahren, dahin kehrt er zurück, „das Haus meines Vaters“, wo er sein muss stand auf Zion (Lu 2:49, 50). Wer lieber religiösem Mystizismus zuhört, mit ewigem Leben im dritten Himmel wird die einfachen Erklärungen der Schrift nicht verstehen! „Spross“, „Immanuel“, der Messias Jesus muss auf der Erde auf Davids Thron sitzen und seine „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ hier auf Erden  lenken!

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
 

Der Weg zum Vater führt allein über Jesus, um schlussendlich bei ihm da zu sein, da wo Jesus schlussendlich sein wird. Das schliesst die Überlebenden Versiegelten und die Erstauferstandenen mit ein! Diesen Weg hat der Christus deutlich bekannt gemacht: Es bedeutet sein Wort halten und treu bis zum Ende ausharren!

 

Jesus selbst aber kommt eindeutig zu den Seinen zurück, um für immer bei ihnen zu sein! Das himmlische Jerusalem kommt ja schlussendlich auf die Erde herab, um bleibend bei den Menschen zu sein: „Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-8 ***

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel [[(die Machthaber dieses alten Systems)]] und die frühere Erde [[(die durch sie Beherrschten)]] waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

5 Und der, der auf dem Thron saß, sprach: Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr. 6 Und er sprach zu mir: „Sie sind geschehen! Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wen dürstet, dem will ich kostenfrei vom Quell des Wassers des Lebens geben. 7 Wer siegt, wird diese Dinge erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. 8 Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

 

Jesu wählte unter Gebet sein künftiges Regierungskabinet, die zwälf Apostel, seine "Braut"Das „neue Jerusalem“, das vom Himmel herabkommt umfasst Jehova und seine Engel! Jesus ist zu jenem Zeitpunkt bereits zwei Wochen hier auf der Erde, seit dem Tag des Trompetenfestes, dreissig Tage nach Harmagedon. Die Toten „Heiligen“ waren nicht im Himmel, sondern wurden schon zuvor in der „Erstauferstehung“ zum Leben gebracht, als sich auch die zwölf Apostel auf ihre Richterthrone setzen durften, in ihrer Mitte Jesus, der als „Menschensohn“ die Auferstehung erst ermöglicht [Bb](Hes Kap. 37)

 

(Offenbarung 20:4)  Und ich sah Throne, und da waren solche, die sich darauf setzten, und es wurde ihnen Macht zu richten gegeben. Ja, ich sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, und weil sie von Gott geredet hatten, und die, die weder das wilde Tier noch sein Bild angebetet und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn und auf ihre Hand empfangen hatten. Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre.

 

 

 Off 20:4-6). Sie sind es, die 144.000 und deren zwölf Vorsteher, die Apostel die Jesus nun dem Vater als das gereinigte „Israel Gottes“ übergibt. Gemeinsam stehen Jesus und die 144.000 auf dem Berg Zion, in der Stadt Jerusalem, wo nun die „himmlischen Dinge“ und die „Dinge auf der Erde“ miteinander wiederum vereint werden! Dazu wird Gott selbst Himmel und Erde in Bewegung setzen! „Noch einmal will ich nicht nur die Erde in Bewegung bringen, sondern auch den Himmel.“

 

*** Rbi8  Hebräer 12:25-29 ***

Seht zu, daß ihr den nicht abweist, der redet. Denn wenn die nicht entronnen sind, die den abwiesen, der eine göttliche Warnung auf Erden ergehen ließ, werden wir noch viel weniger [entrinnen], wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln her redet. 26 Damals erschütterte seine Stimme die Erde, jetzt aber hat er verheißen und gesagt: „Noch einmal will ich nicht nur die Erde in Bewegung bringen, sondern auch den Himmel.“ 27 Der Ausdruck nun „noch einmal“ zeigt die Beseitigung der Dinge an, die erschüttert werden, nämlich der Dinge, die gemacht worden sind [[( die „alten Himmel“ und die „alte Erde“)]], damit die Dinge, die nicht erschüttert werden, bleiben mögen. 28 Darum, da wir ein Königreich empfangen sollen, das nicht erschüttert werden kann, mögen wir fernerhin unverdiente Güte haben, durch die wir Gott auf annehmbare Weise heiligen Dienst darbringen können, mit Gottesfurcht und Scheu. 29 Denn unser Gott ist auch ein verzehrendes Feuer.

 

Es ist der Tag, wo Paulus und all jene die den nicht abgewiesen haben, „der vom Himmel her redet“ ihr eigenes Königtum empfangen. Das geschieht wie es schon früher so war in Jerusalem, der von Gott erwählten Stadt!

 

*** Rbi8  Sacharja 1:17 ***

Rufe ferner aus, indem [du] sprichst: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: Meine Städte werden noch von Gutem überfließen; und Jehova wird gewiß über Zion noch Bedauern empfinden und tatsächlich noch Jerusalem erwählen.“ ‘ “

 

Was auf der Erde stattfindet kann nicht einfach in den geistigen Himmel verlegt werden, weil dies einigen so gut erscheint! „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen [[(nicht auferweckten Geistwesen)]], und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein.“ Das Gesamtverständnis der Zusammenhänge geht durch solch mystisch „veränderte gute Botschaft“ vollkommen verloren und viele Texte früherer Propheten ergeben keinen Sinn mehr! Richtig eingereiht aber passen sie wie Puzzleteile zum harmonischen Gesamtbild!

 

9.5.4.4          Der „Vorsteher“ in Israel und die „neuen Himmel“ erhalten ihren Landanteil

Hesekiel nennt weitere Details, wie das Besitztum der Priesterkönige, der „neuen Himmel“ aufgeteilt werden muss, denen die Verwaltung der „neuen Erde“ anvertraut sein wird: „... ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde“, erklärte Johannes doch deutlich in Offenbarung 21:1! Das sind Anweisungen, welche sich erst noch erfüllen müssen!

 

Vorab wird „der Anteil des Vorstehers“, somit jener Teil von Jesus erwähnt, der ihm als Wohnsitz und persönliches Anteil zukommt. Das wäre kaum sinnvoll, wenn Jesus unsichtbar als Geist zurückkehren würde: „Was das Land betrifft, es wird ihm zu einem Besitztum werden in Israel.

 

*** Rbi8  Hesekiel 45:7-8 ***

Und für den Vorsteher wird auf dieser Seite und auf jener Seite des heiligen Beitrags und des Besitztums der Stadt, neben dem heiligen Beitrag und neben dem Besitztum der Stadt, etwas auf der Westseite westwärts und etwas auf der Ostseite ostwärts sein. Und die Länge wird genau wie einer der Anteile sein, von der westlichen Grenze zur östlichen Grenze. 8 Was das Land betrifft, es wird ihm zu einem Besitztum werden in Israel. Und nicht mehr werden meine Vorsteher mein Volk schlecht behandeln, und das Land werden sie dem Hause Israel im Hinblick auf seine Stämme geben.‘

 

Hosea III: Hosea soll eine Prostituierte heiratenMeine Vorsteher“, die Hesekiel hier nun in der Mehrzahl nennt, dies bilden eindeutig die „neuen Himmel“ anstelle der früheren Vorsteher, der „alten Himmel“ die ja in Harmagedon vergehen: „... nicht mehr werden meine Vorsteher mein Volk schlecht behandeln, und das Land werden sie dem Hause Israel im Hinblick auf seine Stämme geben.“ Ganz offensichtlich anerkennt Jehova die „grosse Volksmenge“, die „Schafe“ auf Jesu rechter Seite, die gemäss Offenbarung 7:9 und 7:14 aus der „grossen Drangsal“ mit Leben kommen, den unehelichen Sohn der „Gomer“ (Priesterschaft Levis) „Lo-Ammi“ nun als „mein Volk“ an!

 

Das übrige Land, „von dem Strom Ägyptens bis zum Euphrat“ (1.Mo 15:18) wird daraufhin jedem einzelnen Stamm Israels zugeteilt werden! „... das Land werden sie dem Hause Israel im Hinblick auf seine Stämme geben.“ Jeder soll in Gerechtigkeit denselben Anteil wie sein Bruder erhalten:

 

*** Rbi8  Hesekiel 47:13-14 ***

Dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat: „Dies ist das Gebiet, das ihr euch zum Erbe als das Land für die zwölf Stämme Israels zuweisen werdet, mit zwei Feldstücken für Joseph. 14 Und ihr sollt es erben, jeder das gleiche wie sein Bruder, über welches [Land] ich meine Hand [in einem Eid] erhoben habe, [es] euren Vorvätern zu geben; und dieses Land soll euch [durchs Los] als Erbe zufallen.

 

Wie wir bereits gesehen haben hat Joseph zwei in Ägypten geborene Söhne, „Manasse und Ephraim“, die der Vater Jakob beim Ausspruch des Segens als den elf übrigen Söhnen gleichgestellt erwähnt, auch wird separat noch die nachher geborenen Söhne Josephs als eine dritte Gruppe erwähnt, die alle einen Erbteil erhalten sollen! (1.Mo 46:20).

 

Darum erwähnt Hesekiel speziell „zwei Feldstücken für Joseph! Jakob erwähnte im Segen aber drei Gruppen, welche Erbe sein werden: Joseph selbst und seine zwei Söhne, die ihm von Asenath, seiner Frau, der Tochter des Priesters von On Potipheras in Ägypten geboren wurden!

 

(1. Mose 41:50-52)  Und bevor das Jahr der Hungersnot gekommen war, wurden dem Joseph zwei Söhne geboren, welche ihm Ạsenath, die Tochter Potiphẹras, des Priesters von On, gebar. 51 Da gab Joseph dem Erstgeborenen den Namen Manạsse, denn — um ihn anzuführen — : „Gott hat mich all mein Ungemach und das ganze Haus meines Vaters vergessen lassen.“ 52 Und dem zweiten gab er den Namen Ẹphraim, denn — um ihn anzuführen — : Gott hat mich im Lande meines Elends fruchtbar gemacht.

 

Beim Segen Jakobs kamen auch unter „Joseph“ (bedeutet „Jehova hat gemehrt“) dessen spätere Nachkommen zum Ausdruck, während „Ephraim“ (das „geistige Israel“, die „Paulikaner“), obwohl Zweitgeborener dem Erstgeborenen „Manasse“ (das fleischliche Israel, die „Ebioniten“) an Zahl überlegen sein würden, hin zum Abschluss des Systems betrachtet. Erst dann, nach Harmagedon kommt ja das endgültige Verteilen des Erbes.

 

In der Offenbarung im Kapitel 7 kommt dies offenbar erneut zum Ausdruck! Jakobs Segen lautete:

 

*** Rbi8  1. Mose 48:5-6 ***

Und nun, deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren worden sind, bevor ich hierher zu dir nach Ägypten kam, mein sind sie. Ephraim und Manasse werden mein werden wie Ruben und Simeon. 6 Deine Nachkommen aber, deren Vater du nach ihnen werden wirst, werden dir gehören. Zusammen mit dem Namen ihrer Brüder werden sie in ihrem Erbe genannt werden.

 

Gemäss Offenbarung 7:4-8 bestehen die „Versiegelten“ der zwölf Stämme Israels aus 144.000 Vorstehern „aus jedem Stamm der Söhne Israels“. Achten wir wiederum auf kleine Details, die von der Regel abweichen!

 

Landverteilung 12 Stämme: Jehovas Bund mit Abraham erfüllt!*** Rbi8  Offenbarung 7:4-8 ***

Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

5 aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt;

aus dem Stamm Ruben zwölftausend;

aus dem Stamm Gad zwölftausend;

6 aus dem Stamm Ascher zwölftausend;

aus dem Stamm Naphtali zwölftausend;

aus dem Stamm Manasse zwölftausend;

7 aus dem Stamm Simeon zwölftausend;

aus dem Stamm Levi zwölftausend;

aus dem Stamm Issachar zwölftausend;

8 aus dem Stamm Sebulon zwölftausend;

aus dem Stamm Joseph zwölftausend;

aus dem Stamm Benjamin zwölftausend versiegelt.

 

Wiederum fällt eine Eigenheit auf: Der Stamm Joseph und der Stamm Manasse werden erwähnt. Manasse aber war der Erstgeborene Josephs! Der zweitgeborene Josephs, Ephraim wird jedoch nicht gesondert erwähnt, muss somit innerhalb Josephs zu finden sein, da dieser ja gemäss den obigen Worten Hesekiels „ein doppelter Anteil“ trifft: „... mit zwei Feldstücken für Joseph! Innerhalb Joseph sind auch „die Nachgeborenen“ enthalten: Nicht nur die fleisachlichen, sondern auch die geistigen Söhne des grösseren Joseph, die Christen aus den Heiden, „Ephraim“. Damit schliesst sich der Kreis der insgesamt drei Erbteile! Was weiter auffällt ist, das der Stamm Dan keine Erwähnung findet!

 

Dan, der Erstgeborene der Milka, der Sklavin der unfruchtbaren Rahel wurde von dieser Lieblingsfrau Jakobs wie als eigenes Kind angenommen. Jakob erklärte als Vater aller zwölf Stammessöhne hinsichtlich Dans im Segen:

 

(1. Mose 49:16-18)  Dan wird sein Volk richten wie einer der Stämme Israels. 17 Dan erweise sich als eine Schlange am Wegesrand, eine Hornschlange am Pfad, die dem Roß in die Fersen beißt, so daß sein Reiter rückwärts fällt. 18 Ich werde tatsächlich Rettung von dir, o Jehova, erwarten.

 

Warum nun wird Dan in der Offenbarung nicht unter die zwölf Stämme Israels gerechnet, dagegen Levi und Manasse sehr wohl? Eine denkbare Erklärung wäre, dass Dan Gottes Gebot unbeachtet liess die in dem ihm zugeteilten Gebiet der fruchtbaren Täler der Schephela ansässige kanaanitischen Völker zu vertreiben. Da sie dies nicht ausgeführt hatten gab es daher viel Leid (4.Mo 26:43; 34:22; Jos 19:40-46; Ri 1:34). Später nach der Eroberung der Stadt Leschem (Lajisch, am Fusse des Antilibanon) im Norden Palästinas, welche Stadt sie nun Dan nannten (heute: Tell el-Qadi, „Hügel des Richters“) wurde früh schon inmitten Israels Götzendienst betrieben, in welchem ein levitischer Priester diente, mit gefälschtem, selbst angefertigtem Ephod und gefälschter Teraphim (Ahnenregister).

 

Ein Mann namens Micha aus Ephraim hatte zuvor ein geschnitztes silbernes Götzenbild von seiner Mutter erhalten, der damit ein Götzenhaus betrieb (Ri 1:1-6). Er forderte einen jungen Leviten aus Bethlehem in Juda auf ihm dort als Priester zu dienen, damit förderte Micha dort somit Götzenkult und verletzten zudem Jehovas Gebot, dass Priester nur Nachkommen Aarons sein durften.

 

Dans Wanderung durch Ephraim zu Eroberung des nördlichsten Gebietes um LajischAls der Stamm Dan trotz seiner Grösse erst ein kleines Gebiet zugeteilt erhalten hatte gingen sie aufgrund Angaben gewisser Späher, welche Lajisch im Norden ausserhalb des bereits besetzten Gebietes erkundet hatten hin und nahmen sechshundert bewaffnete Männer mit. Auf dem Weg stahlen sie im Götterhaus Michas in Ephraim das Götzenbild und machten den Leviten zu ihrem eigenen Priester, um dann im neu eroberten Teil den vom Leviten verkündeten Segen Gottes zu erhalten.

 

(Richter 18:18-20)  Da sagte der Priester zu ihnen: „Was tut ihr? 19 Sie aber sprachen zu ihm: „Sei still. Leg deine Hand auf deinen Mund, und geh mit uns, und werde uns Vater und Priester. Was ist besser, daß du weiterhin Priester für das Haus eines einzigen Mannes bist oder daß du ein Priester für einen Stamm und eine Familie in Israel wirst? 20 Das gefiel dem Herzen des Priesters, und er nahm nun das Ẹphod und die Tẹraphim und das geschnitzte Bild und kam in die Mitte des Volkes.

 

Anschliessend nahmen sie Lajisch ein, „ein Volk das still und arglos war“, schlugen die Bewohner nieder und verbrannten die Stadt (Ri 18:27) und es wurde ihr neues Stammesgebiet. Das geschnitzte Bild blieb bis die Assyrer die Stadt eroberten und die Nation Israel ins Exil führte. Jehovas Schutz lag nicht auf jenem Volk, der Levit hatte sich als „falscher Prophet“ erwiesen!

 

Vertreter des Stammes Dan waren zur Zeit des Beginnes der Eroberung Kanaans am Berg Ebal vertreten, als Josua den Fluch Jehovas verlass: „Verflucht ist der Mann, der ein geschnitztes Bild oder ein gegossenes Standbild macht, etwas Verabscheuungswürdiges für Jehova“ (5.Mo 27:13-15). In der Zeit des Zehnstämmereiches wurde in Dan durch König Jerobeam eines von drei goldenen Kälbern aufgestellt, damit Israel nicht nach Jerusalem zur Anbetung gehen möge (1.Kö 12:28-30; 2.Kö 10:29). Das mag der Grund sein, dass Dan in der Offenbarung keine Erwähnung findet.

 

In der kommenden Gebietsverteilung wie sie Hesekiel beschreibt ist Dan dagegen das nördlichste Gebiet zugewiesen. Den neuen Vorstehern der zwölf Stämme Israels, den Aposteln wird jedem ein bestimmtes Gebiet zugewiesen sein und damit ein Anteil der Überlebenden der „grossen Volksmenge“ und darin das der „Ebioniten“.

 

Kaiphas als letzter Hohepriester lässt Jesus schalgen, den von Gott nominierten HohepriesterkönigWährend bei der normalen Aufteilung der Stämme Israels Levi als „Jehovas Eigentum“ nicht innerhalb der zwölf Stämme erwähnt wird bleibt er hier in der Offenbarung aber innerhalb der zwölf Stämme aufgeführt! Sie haben als Stamm ihr Erstgeburtsrecht verloren Gott am Altar und im Tempel zu dienen und dieses Vorrecht bei Jesu Tod an die von Gott her auserwählten künftigen Priesterkönige abgeben müssen. Dies ist im Einklang mit den Worten Jesajas: „ ‚Und auch von ihnen [[(den zwölf Stämmen)]] werde ich einige für die Priester nehmen, für die Leviten‘, hat Jehova gesagt.“ Die neue Königspriesterschaft des Christus wird unabhängig von der Zugehörigkeit zum Stamm Levi gebildet, wie Paulus es erwähnt, in Abänderung des GESETZES durch Jehova und dessen Verwerfen des Stammes Levi folgte mit Jesus als Hohepriesterkönig ein Wechsel des Priestertums hin zu Juda! (Heb 7:12)

 

Die Warnung durch Maleachi, den letzten der Propheten war mit Jesu Ermordung im Auftrag des Hohepriesters Kaiphas zum Ende am schwersten missachtet worden:

 

(Maleachi 2:1-4)  „Und nun, dieses Gebot ist für euch, o Priester. 2 Wenn ihr nicht zuhören werdet und wenn ihr [es] nicht zu Herzen nehmen werdet, meinem Namen Ehre zu geben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „so werde ich gewiß den Fluch über euch senden, und ich will eure Segnungen verfluchen. Ja, ich habe sogar den [Segen] verflucht, weil ihr [es] nicht zu Herzen nehmt.“

3 „Siehe! Ich schelte euretwegen die Saat, und ich will Mist auf eure Gesichter streuen, den Mist eurer Feste; und jemand wird euch tatsächlich zu ihm [[(dem Fluch)]] hinwegtragen. 4 Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Lẹvi weiterbestehe“, hat Jehova der Heerscharen gesagt.

 

Mit Jesu Tod und Erhöhung endete der „Bund mit Levi“, das angebotene „weiterbestehen“ bei Reue und Umkehr wurde missachtet und der bessere „neue Bund“ für ein Hohepriesterkönigtum trat in Kraft, wie es David im Psalm 110:1-4 vorhergesagt hatte.

 

9.5.4.5          Die Brüder Christi aus allen Nationen werden zum heiligen Berg „Jerusalem“ gebracht

Diese „zwölf Stämme“, respektive der darin versiegelte Überrest werden kurz nach Harmagedon [B3-Bb] von der ganzen Erde her zum Berg Zion oder „Berg Jerusalem“ zusammengeführt [BbA]. Johannes sprach von jenen „Eingeladenen“ wie folgt: „Glücklich sind diejenigen, die zum Abendessen der Hochzeit des Lammes eingeladen sind.“ (Off 19:8)

 

Dort werden sie „in der Luft“, wie Paulus es im ersten Brief an die Thessalonicher sagt mit den Aposteln und später mit Jesus zusammenzukommen. Engel, im geistigen Himmel benötigen dagegen keine „Luft“, da ihr Körper ja nicht physischer Natur ist! Vorab wird jener zusammengerufene, versiegelte Überrest Zeuge der Erstauferstehung ihrer Mitbrüder werden, um nun mit diesen anderen „Versiegelten“ aus den Verstorbenen vereint zu werden [Bb; a1]: „Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

Blick vom Ölberg auf den Tempelberg, dazwischen das Kidrontal Da die Erstauferstehung gemäss Hesekiel Kapitel 37, wo er sieht wie Gebeine von Toten mit Fleisch „mitten in der Talebene“ überzogen werden [Bb; a1] (Hes 37:1). Somit findet dies ausserhalb Jerusalems statt, an der Totenstätte der Juden im Kidrontal. Die Überlebenden und die Auferstandenen müssen nun gemeinsam unter Anführung Jesu und der Apostel auf den Berg Zion hinaufziehen, Paulus erwähnt es als „in Wolken entrückt“. Zuerst hatten Engel den erstaunten Aposteln gesagt, dass Jesus in derselben Weise wie sie ihn in den Himmel hochfahren sahen und von Wolken aufgenommen wurde ebenso zurückkehren werde.

 

Jesus hatte Johannes in der Offenbarung im selben Zusammenhang bestätigt, dass er „in Wolken“ zurückkehren werde! Das soll an derselben Stelle auf dem Ölberg stattfinden, von wo er aufgefahren war. Möglicherweise begleitet jene „Wolke“ wie zu Beginn beim Auszug aus Ägypten das „Israel Gottes“ hinauf auf den Ölberg, um es dort vor begierigen Blicken zu bewahren, bis Jesus die geweihten Priesterkönige dann am Tag der Übergabe an den Vater offen zeigen wird (Off 14:1). 

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:7 ***

Siehe! Er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, die ihn durchstochen haben; und alle Stämme der Erde werden sich seinetwegen vor Leid schlagen. Ja, amen.

 

Die Auferstehung der Menschen „aller Stämme der Erde“ während des Millenniums, die dem Schöpfer und seinem Christus nicht gedient haben, hat deren Gericht und Verurteilung zur Folge, warum sie sich dann „vor Leid schlagen“ werden, weil sie nun selbst dienen müssen, statt bedient zu werden. Jeder wird den Richter Jesus mit den Augen noch sehen, selbst jene der „Gehenna“, um ihr vernichtendes Urteil zu hören. Diesbezüglich kündete Jesaja an:

 

(Jesaja 49:22, 23)  Dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesagt hat: „Siehe! Ich werde meine Hand auch zu den Nationen erheben, und für die Völker werde ich mein Signal hochhalten. Und sie werden deine Söhne [[(den Überrest der 144.000)]] im Busen bringen, und auf der Schulter werden sie deine eigenen Töchter tragen [[(deren Ehefrauen)]]. 23 Und Könige sollen Pfleger für dich werden und ihre Fürstinnen Ammen für dich [[(während der allgemeinen Auferstehung)]]. Mit dem Gesicht zur Erde werden sie sich vor dir niederbeugen, und den Staub deiner Füße werden sie lecken; und du wirst erkennen müssen, daß ich Jehova bin, [dessentwegen] diejenigen, die auf mich hoffen, nicht beschämt werden.“

 

Es wird im kommenden System hohe heutige und vergangene Personen geben, die nun Dienstleistungen erbringen, statt zu herrschen, ihre zugesprochene Strafe abtragen müssen.

 

Paulus reiht sich unter „wir, die Lebenden, welche überleben“ ein, muss also seine Auferstehung vor Harmagedon gehabt haben und mit unter den „Frühauferstandenen“ sein [B1] (gr.: exanástasin) (1.Thess 4:17, 18).

 

Jesus reitet in Jetrusalem ein: Ein Muster kommender DingeDass all dies auf der Erde sein wird, und nicht wie viele der Religionsführer behaupten im Himmel, dies geht schon aus der Erklärung des Paulus hervor: „... zu der Zeit, da er [[Jesus]] kommt, um verherrlicht zu werden in Verbindung mit seinen Heiligen und an jenem Tag staunend betrachtet zu werden in Verbindung mit all denen, die Glauben ausgeübt haben“. [Bb3] (2.Thess 1:10)

 

Die einen werden wegen ihres Ungehorsams bereits in Harmagedon ewige Vernichtung erleiden [B3] und somit Jesus nicht sehen. Zu seinen Feinden gewandt hatte Jesus erklärt:

 

*** Rbi8  Matthäus 23:39 ***

Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von nun an auf keinen Fall mehr sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!‘

 

Bis heute ist dies bei den Juden Israels bestimmt nicht der Fall, da sie einen anderen Messias als Jesus erwarten! Andererseits sind es die Auserwählten, die wegen ihres Ausharrens in Treue erhöht werden und um nun mit Jesus und den Aposteln zusammen in Jerusalem triumphierend einziehen und auf Zion von denen bestaunt zu werden, die zuvor Glauben an Jesu Wiederkommen und in die vorhergesagte Auferstehung der Toten ausgeübt haben! Keines der guten Worte Jehovas wird dahinfallen! Dies hatte Salomo bereits bei der Einweihung des Tempels erklärt, nachdem Israel das ganze von Jehova an Abraham versprochene Land von dem Strom Ägyptens bis zu dem großen Strom, dem Strom Euphrat“ erobert hatte.

 

Die Verbrennung von Ganzbrandopfern auf dem Altar als Symbol für Sündentilgung und Warnung vor dem FeuerseeEine vergleichbare Situation herrscht nach Harmagedons Sieg über Gottes Gegner (1.Mo 15:18). Harmagedon bedeutet für Gottes Gegner vorab „Drangsal“ und dann „ewige Vernichtung“: „Dabei wird in Betracht gezogen, daß es von seiten Gottes gerecht ist, denen, die euch Drangsal bereiten, mit Drangsal zu vergelten, euch aber, die ihr Drangsal erleidet, mit Erleichterung zusammen mit uns [[(den Aposteln)]] bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln in flammendem Feuer, wenn er an denen Rache übt, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen.“ (2.Thess 1:6-8) Die Sünd- als Ganzbrandopfer wurden im Tempel mit Feuer vollständig verbrannt, Symbol der Auslöschung von Sünde.

 

 *** Rbi8  2. Thessalonicher 1:9-10 ***

Gerade diese werden die richterliche Strafe ewiger Vernichtung erleiden, hinweg von dem Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke, 10 zu der Zeit, da er kommt, um verherrlicht zu werden in Verbindung mit seinen Heiligen und an jenem Tag staunend betrachtet zu werden in Verbindung mit all denen, die Glauben ausgeübt haben, weil das Zeugnis, das wir gaben, unter euch Glauben fand.

 

Ohne Glauben an Jesu fleischliche Wiederkehr ist dies alles nicht möglich! Jesus allein als „im Geiste“ auferstanden zu erklären, wie Jehovas Zeugen es definieren, dies entspricht nicht der Realität! (Lu 24:36-43) Die mystische „Entrückung“ „der ganzen Gemeinde des Herrn“, wie gewisse Kirchenväter und auch heutige protestantische Religionsführer dieses Zusammenführen auf geheimnisumwobener, mystischer geistiger Ebene sehen, wenn nur gerade ihre Getreuen in den „Himmel“ entrückt werden, ist ebenso nicht realistisch!

 

Dies alles bleibt gemäss den Aussagen Jesajas eine rein irdische Angelegenheit! Das zugrundeliegende griechische Verb harpazo, das mit „entrücken übersetzt wurde, bedeutet „an sich reißen, rauben. Jesus und die Apostel kündigten mehrfach an, dass der „Tag des Herrn“ „wie ein Dieb in der Nacht“ kommen werde, um die Schlafenden zu überfallen, wogegen Jesus sich das Seine holen wird! (Mat 24:36-42; 2.Pe 3:10; Off 3:3) Die Gegner werden nicht aufmerksam sein.

 

Wer aber Gottes Auswahl trifft wird mit jedem möglichen Transportmittel durch Boten und versiegeltem Schreiben eingesammelt werden, mitsamt ihren Ehefrauen, wo immer er Harmagedon überleben durfte:

 

*** Rbi8  Jesaja 66:20-22 ***

Und sie werden in der Tat all eure Brüder aus allen Nationen als Gabe für Jehova bringen, auf Pferden und in Wagen und in gedeckten Wagen und auf Maultieren und auf schnellfüßigen Kamelstuten, herauf zu meinem heiligen Berg, Jerusalem“, hat Jehova gesprochen, „so wie die Söhne Israels die Gabe in einem reinen Gefäß in das Haus Jehovas bringen.“

21 „Und auch von ihnen [[(nicht bloss den Aposteln und den „Ebioniten“ Jerusalems)]] werde ich einige für die Priester nehmen, für die Leviten“, hat Jehova gesagt.

22 „Denn so, wie die neuen Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen“, ist der Ausspruch Jehovas, „so wird eure Nachkommenschaft und euer Name bestehenbleiben.“

 

Es ist ein komplexes Puzzle, aber jedes Teil passt exakt dahin, wo es hingehört, sowohl zeitlich, wie örtlich, wie hierarchisch und in ihrer Logik zu endzeitlicher Begebenheit! Jesaja erwähnt in diesem Zusammenhang ebenso die „die neuen Himmel und die neue Erde, die ich mache“! Himmel bedeutet dabei klar und einfach Regierungsgewalt!

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Die „Nachkommenschaft Israels“ in der Endzeit, die Überlebenden Harmagedons sind einerseits fleischliche „Söhne“, Nachkommen der „Ebioniten“, messianische, am Fleische beschnittene Judenchristen, wie auch die von den „Paulikanern“ her stammende geistigen Nachkommen, am Herzen beschnittenen Christen aus den Nationen! Johannes hört von einem der mit ihm redenden himmlischen Ältesten:

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:13-17 ***

Und einer der Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: „Wer sind diese, die in die weißen langen Gewänder gehüllt sind, und woher sind sie gekommen? 14 Da sagte ich sogleich zu ihm: „Mein Herr, du weißt es.“ Und er sprach zu mir: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über sie ausbreiten. 16 Sie werden nicht mehr hungern und auch nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie niederbrennen, noch irgendeine sengende Hitze, 17 weil das Lamm, das inmitten des Thrones ist, sie hüten und sie zu Wasserquellen des Lebens leiten wird. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“

 

Der „heilige Tempel“ so hat es Paulus den Ephesern bereits in seinem Brief erklärt sind Christen und deren Versammlungen, die auf dem einen Grundeckstein, dem Christus und der Grundlage der Aposteln und Propheten aufgebaut sind! Das Lamm, als Hoherpriester hat direkten Zugang zum Allerheiligsten, zum Thron Gottes. Es steht „inmitten des Thrones“ oder inmitten des Thronsaals!

 

*** Rbi8  Epheser 2:19-22 ***

Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird.

 

Die „Hausgenossen Gottes“ und „Mitbürger der Heiligen“, der Apostel sind vorab die 144.000 Priesterkönige die für Aaron und seine Nachkommen in priesterlichem Dienst stehen! Dazu zählen auch eine nicht definierte Zahl von „Leviten“, zu denen bestimmt eine grosse Zahl von „treuen und verständigen Sklaven“ aus den Christen der heutigen Tage gehören werden, die künftig ähnliche Aufgaben haben werden wie sie der Stamm Levi (Merari, Gerschon und Kehath) ausserhalb der Söhne Aarons (Ithamar) innehatten!

 

 

9.5.5           Hesekiels Vision vom wiederhergestellten Israel und der heiligen Stadt

 

9.5.5.1          Das Staatsgebiet der „Nation aus Königen und Priestern“

Jehova legte die künftige Grenze Israels schon durch Hesekiel fest! Dies ist im Einklang mit dem Bund mit Abraham und mit dem Gebiet Israels zur Zeit Salomos! Es dürften nahezu dieselben Grenzen sein, die Israel bei seiner grössten Ausdehnung unter König David erreicht hatte!

 

*** Rbi8  1. Könige 4:25 ***

Und Juda und Israel wohnten fortwährend in Sicherheit, ein jeder unter seinem eigenen Weinstock und unter seinem eigenen Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, alle Tage Salomos.

 

Während der ganzen vierzig Jahre des Königtums Salomos gab Jehova dem ganzen Gebiet Judas und Israels Ruhe vor Krieg!

 

Etwaiger Grenzverlauf im kommenden "Königreich der neuen Himmel", was Israel zugehören soll*** Rbi8  Hesekiel 47:15-23 ***

Und dies ist die Grenze des Landes nach der Nordseite, vom Großen Meer an auf dem Weg nach Hethlon, wenn man nach  Zedad kommt, 16 Hamath, Berotha, Sibrajim, das zwischen der Grenze von Damaskus und der Grenze von Hamath ist; Hazer-Hattichon, das zur Grenze von Hauran hin [liegt]. 17 Und es soll sich erweisen, daß die Grenze vom Meer her Hazar-Enon ist, die Grenze von Damaskus und nördlich — nordwärts, und die Grenze von Hamath. Dies ist die Nordseite.

18 Und die Ostseite ist von [der Stelle] zwischen Hauran und Damaskus und zwischen Gilead und dem Land Israel; der Jordan, von der Grenze bis zum östlichen Meer solltet ihr messen. Das ist die Ostseite.

19 Und die Südseite ist gegen Süden, von Tamar bis zu den Wassern von Meribath-Kadesch, dem Wildbachtal bis zum Großen Meer. Dies ist die Seite gegen Süden, zum Negeb hin.

20 Und die Westseite ist das Große Meer, von der Grenze geradewegs vorwärts bis zum Eingang nach Hamath. Dies ist die Westseite.“

21 Und ihr sollt euch dieses Land zuteilen, den zwölf Stämmen Israels. 22