Newsletter „DER WEG“ 8/12-3   Dezember 2008

Neubearbeitung: 22.9.15 / 26.10.18

 

 

8.12.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief an die Kolosser (60-61 u.Z.)

 

   Welchem König sind wir als Christen verpflichtet? Diese Frage scheint schon um das Jahr 60 u.Z. herum viele Menschen beschäftigt zu haben! Während Juden es von Kindheit an gewohnt waren Gott Jehova als ihren höchsten Souverän zu betrachten war es Männern und Frauen die aus den Nationen stammten eingeprägt worden den Cäsar Roms als höchste Autorität, als König, als Hohepriester und selbst als Gott anzuerkennen. Mit ihrer Taufe kam daher bei beiden Gruppen, den „Ebioniten“ (Judenchristen) und den „Paulikanern“ (Heidenchristen) ein Konflikt auf, da nun zusätzlich Jesus als König und dazu auch noch als Hoherpriester bezeichnet wurde. Wem gehörte nun die Treue?

 

   Um diesen Konflikt zu lösen brauchte es besseres Verständnis über die Person des Christus, sein Vorleben an der Seite Gottes, seine bisherige Stellung und Tätigkeit in Gottes Plan und die Veränderungen die eintraten, als das „geschlachtete Lamm“ von Jehova im Himmel auferweckt und zu der herausragendsten Stellung erhöht wurde! Nach seiner Auferstehung bestätigte Jesus:

 

*** Rbi8  Matthäus 28:18 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. ...“

 

Paulus schreibt im Gefängnis die Briefe   Der Brief an die Kolosser gibt wie kaum ein anderer über dieses Thema mit konzentrierter Information Aufschluss über Jesu Wiederkommen und seinem himmlischen Beginn! Trotzdem ist auch dieser Aufschluss nur ein Teil der Gesamtinformation die Paulus zum Thema vermittelt! Aufgrund seiner Lage als Gefangener Roms, angeklagt durch die Juden der Aufwiegelung gegen das System Cäsars, war es ihm nur möglich Information in einzelne Einheiten auf mehrere Briefe verteilt zu geben, um nicht des Cäsars Zorn heraufzubeschwören und trotzdem den „Freimut der Rede“ unter Beweis zu stellen! Nur, wenn wir diese Teilinformationen alle gesamthaft anschauen und uns einprägen erhalten wir ein vollständiges Teilbild, was uns das Einreihen im Gesamtbild biblischer Aussagen erst ermöglicht!

 

   Eigentlich hätte die ganze theologische Diskussion um Jesu Wesen, das die Christenheit ab dem dritten und vor allem im vierten Jahrhundert in zwei Lager aufspaltete gar nicht erst auftauchen müssen! Da waren die Athanasier auf der Seite des Papstes und Gedanken der griechischen Philosophie übernehmend und deren Gegner, die Arianer, auf der Seite der Aussagen Jesu und der Apostel beharrend. Die Aufspaltung in Sektarismus war offensichtlich! Die Worte des Paulus an die Korinther waren zu einem Höhepunkt gelangt:

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:17-19 ***

Während ich aber diese Anweisungen gebe, lobe ich euch nicht, denn es ist nicht zum Besseren, sondern zum Schlimmeren, daß ihr zusammenkommt. 18 Denn fürs erste höre ich, daß, wenn ihr in einer Versammlung zusammenkommt, Spaltungen unter euch bestehen; und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

   Das Zusammenkommen am Konzil von Nicäa im Jahre 325 u.Z. war für die Christenheit nicht bloss zum Schlimmeren ausgeschlagen, es war zur Katastrophe geworden, was Treue zu Gott und seinem Christus und reine unverfälschte Lehre anbetraf! Die „offizielle Wahrheit“ die mit Macht den Glaubenden aufgedrängt wurde führte zu einer der schlimmsten Christenverfolgungen ab dem Ende des 4.Jahrhunderts durch die staatshörige Kirche Roms. Dies gegenüber jenen, die ihre „veränderte Wahrheit“ ablehnen, was bis heute andauert! Die Bewährten“, die ihren eigenen Verstand anstrengten, um durch tiefere Erkenntnis der Zusammenhänge am geschrieben Wort festzuhalten, sie wurden nun systematisch verfolgt, enteignet, bestraft, in Gefängnisse geworfen, gepeitscht und gemartert, um den so genannten „Rechtglauben“ anzunehmen! Wer an seiner Überzeugung festhielt wurde oft grausam getötet!

 

   Da jede Partei auf ihrem Standpunkt beharrte und es um Macht ging, wer der anderen Partei die eigenen Ansichten aufzudrängen vermöge, so führte dieser öffentliche Streit zu Kompromissformeln in einem Glaubensbekenntnis, das aus Gottes Sicht ein Gemisch aus Wahrheit und dreister Lüge war. Wer das athanasische Glaubensbekenntnis ohne Vorbehalte mit den Erklärungen des Paulus vergleicht, der stellt bald fest, dass hier Dilettanten und „der Stift eines betrügerischen Abschreibers“ am Werk waren! Vor dem römischen Statthalter Felix hatte Paulus seine klare Aussage gemacht:

 

(Apostelgeschichte 24:14-16)  Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.

 

   Felix hätte Paulus gerne frei gelassen, erwartete aber eine Bestechung. Als Paulus sich auf sein römisches Bürgerrecht berief und Cäsar als seinen Richter anrief wurde er von Cäsarea nach Rom gebracht, um dort sein Urteil zu erwarten!

 

   Hätten jene Kirchenväter und der Bischof von Rom ihre Hausaufgabe vorab wirklich erledigt, so hätte alleine der Brief an die Kolosser genügt, um das ganze Theater rund um Jesu Wesen zu beenden! Da es aber um Macht, Rang und Vorherrschaft ging, war keine Lüge und kein Abirren gross genug, um das Ziel zu erreichen! Es ging am Konzil von Nicäa nicht darum, wer den apostolischen Glauben besser vertrat, sondern wer künftig das letzte Wort in Glaubensfragen treffen würde, um die Einheit in der gespaltenen Kirche mit Hilfe der Staatsgewalt wieder herzustellen! Dies endete schlussendlich damit, dass die Päpste selbst die Staatsgewalt des römischen Imperiums übernahmen und auf ihre Gläubigen im Verlauf der Zeit erdenweit ausdehnten! Sie krönten künftig Könige und Kaiser, setzten jene ein die ihnen dienten und entfernten andere, die sich gegen ihr Primat wandten.

 

Konstantin leitete das Konzil von Nicäa   Der Einfluss des Kaisers Konstantin, der jenes Konzil nach Nicäa im Jahre 325 u.Z. einberufen hatte, dieser beeinflusste den Schlussentscheid zu Gunsten der Partei der Athanasier, die Jesus als Gott Jehova im Wesen gleichstellten. Sie teilten ihm denselben Rang des Vaters zu und erklärten ihn als „ohne Anfang und ohne Ende“. Damit aber müssten eigentlich sämtliche Briefe des Paulus neu geschrieben werden: Sie passen nirgends in das Konzept eines dreieinigen Gottes, das am kommenden Konzil von Konstantinopel im Jahre 381 u.Z. das athanasische Glaubensbekenntnis abrundete, indem der „Heilige Geist“ als eine dritte, unabhängige Person deklariert wurde und damit ein weiteres Dreiergespann am römischen Götterhimmel zu existieren begann.

 

   All dem wirkte Paulus von Anfang an konstant entgegen! Indem er die Stellung Jesu vor Gott erklärte und ihn als die höchste Autorität nach Gott dem Vater kenntlich macht, in die Gott ihn erst nach seinem Opfertod und seiner „Auferweckung im Geiste“ erhob! (1.Pe 3:18; Off 5:11, 12) Schon Jesus hatte etwa 500 versammelten Jüngern am Berg in Galiläa nach seiner Auferstehung erklärt, dass der Vater ihn inzwischen zu einer erhöhten Stellung erhoben habe: (1.Kor 15:3-6)

 

*** Rbi8  Matthäus 28:18 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.

 

   Paulus nun bestätigt diesen Umstand und zeigt, dass Jesus ein Geschöpf Gottes ist, indem er ihn als „Erstgeborenen der ganzen Schöpfung“ betitelt! Damit hatte Jesus eindeutig einen Beginn! Da der Vater ihn im Rang erhöht hat, daher muss der Vater höherstehend sein! Jesus unterordnet sich auch weiterhin dem Vater „in allem“, was die herausragende Stellung des Vaters als einzigen wahren GOTT, den Allmächtigen klar unterstreicht!

 

   Indem Paulus im Brief an die Kolosser Jesus als König in seinem eigenen Königreich deklariert, erreichte er dadurch die Schmerzgrenze der römischen Autorität des Cäsars, die ja Jesus aufgrund dieser Streitfragen ob der König und Sohn Gottes sei abzuurteilen hatte, welcher Vergehen die Juden ihn vor Pilatus angeklagt hatten. Das Urteil des Pilatus und die ganze Autorität des Cäsar wurde durch die Antwort des Paulus gegenüber den Kolossern in Frage gestellt:

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis [[(dieses ungerechten Systems)]] befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

   Christen erhielten eine Befreiung von der „Gewalt der Finsternis“ des durch Satan beherrschten Systems mittels genauer Erkenntnis, wer wirklich höchste Autorität sei und wem ein Christ letztendlich Loyalität und Gehorsam schuldet! Als Paulus jene Worte in Ketten und unter Bewachung der Prätorianerwache schrieb, da setzte er sich einem grossen Risiko aus, um als Aufrührer gegen die herrschende Staatsgewalt denunziert zu werden!

 

   Der Brief wurde schnell verbreitet und erreichte jede Christenversammlung. Jeder der Glaubenden wusste nun, welchem Königreich und welchem darin herrschenden König als „Haupt“ zu dienen sei! Die römische Staatskirche wirkte dem entgegen, indem sie sich selbst als das Königreich Gottes auf Erde deklarierte! Der Papst wurde zur höchsten Autorität erklärt! Kaisern wurde Regierungsgewalt „aus Gottes Gnaden“ zugesprochen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

12.3           Der Brief an die Kolosser  6

12.3.1......... Den Brief an die Kolosser im Umfeld korrekt einordnen. 6

12.3.1.1...... Gründe für das Schreiben des Briefes an die Kolosser 6

Autoritätskonflikt: Unsicherheit in der Versammlung Korinth betreffend das herrschende Königreich; jenes des Christus zugehören! 6

Welche Art Religion verkündete Jesus?. 8

Den Einfluss der falschen Lehre des Hymenäus nicht unterschätzen, betreffend Glaube in eine himmlische Auferstehung  8

Heutige Kirchen anhand der Aussagen des Paulus als dem wahren 12.Apostel beurteilen! 9

Der Einfluss der „falschen Apostel“ und „falscher Christusse“ war schon ab dem 1.Jahrhundert fatal! 11

Kirchenhierarchien als Stolperstein den Paulus schon im. 1.Brief an die Korinther verurteilte! 12

Wie manchen Leib des Christus gibt es wirklich?. 14

Es gibt keine Rechtsnachfolger der Apostel nach deren Tod! 14

Jesus muss „mit den Wolken“ wiederkehren. 15

12.3.1.2...... Der Inhalt des Briefes an die Kolosser 16

Kapitel 1:  Den Wert und die Aufgabe des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ erkennen! 16

Kapitel 2:  Wer Gottes „heiliges Geheimnis“ um Jesus versteht, der lehnt Vermischung mit der Welt Satans durch Unterordnung unter ein anderes „Haupt“ ab! 17

Kapitel 3:  Wie ist die Ordnung im Königreich des Sohnes aufrecht zu erhalten?. 17

Kapitel 4:  In Weisheit das „heilige Geheimnis“ über Jesu Königreich verbreiten! 18

12.3.1.3...... Die Gründung der Versammlungen Kolossä. 18

12.3.1.4...... Die vorherrschenden Probleme in der Versammlung Kolossä. 18

12.3.2......... Kapitel 1:  Den Wert und die Aufgabe des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ erfassen! 20

12.3.2.1...... Kol 1:1-8:  Hoffnung, die in den Himmeln aufbewahrt ist 20

12.3.2.2...... Kol 1:9-12:  Erfüllt werden in aller Weisheit, geistigem Verständnis, Erkenntnis seines Willens. 21

12.3.2.3...... Kol 1:13-20:  Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, Jesu Stellung vor dem Vater 21

Jesu wirkliche Stellung innerhalb der „Versammlung Gottes“ erkennen! 21

Der Geist Jehovas“, der als Gottes Engel Israel seit Beginn anführte. 23

Kol 1:13-20:  Jesus, als „Haupt des Leibes“, der Versammlung über jeder anderen Art von „Haupt“ erhoben! 25

Jesus, als Anfang des Weges Gottes, „Werkmeister“ in der gesamten Schöpfung. 26

Erschaffung des Menschen im Auftrag Gottes als dessen Ebenbild: Darum muss der Mensch die ihm gesetzten Grenzen anerkennen. 28

12.3.2.4...... Kol 1:21-29:  Als frühere Feinde Gottes nun durch Jesus mit Gott versöhnt 29

Kol 1:21-23:  Zuvor waren wir Gott entfremdet und seine Feinde, bevor der Glaube und die geistige Beschneidung kam! 29

Kol 1:24-29:  Paulus in seinem Verwalteramt predigt das Wort Gottes in vollem Mass: Er macht das „heilige Geheimnis“ bekannt! 31

12.3.3......... Kapitel 2:  Wer Gottes „heiliges Geheimnis“ um Jesus versteht, der lehnt Vermischung mit der Welt Satans durch Unterordnung unter andere „Häupter“ als Jesus ab! 31

12.3.3.1...... Kol 2:1-7:   Genaue Erkenntnis des „heiligen Geheimnisses Gottes“ in Bezug auf Jesus. 32

Kol 2:1-5:  Harmonisch zusammengefügt in Liebe aufgrund von genauem Verständnis. 32

Kol 2:6-7:  Im Glauben des Christus verwurzelt sein, gemäss der Lehre der Apostel! 34

12.3.3.2...... Kol 2:8-15:  Warnung vor jenen, die uns durch „Philosophie und leeren Trug“ wegzuführen versuchen. 34

Kol 2:8-12:  Jesus allein ist das „Haupt aller Regierungsmacht und Autorität“, entgegen den leeren Betrügereien der Mächtigen! 35

Die Beschneidung die zum Christus gehört 36

Kol 2:13-15:  Welche „gegen uns lautende handschriftliche Urkunde“ wurde aus dem Weg geräumt?. 37

Wurde das GESETZ an den Pfahl geheftet oder nur der geschriebene „Fluch“ aufgrund Gesetzesverletzung?  37

Beelzebub, Bel und Baal daraufhin untersuchen auf wen sie Anwendung finden! 39

Die „Ehebrecherinnen“ dieses Systems, die sich als Feinde Gottes erweisen! 41

12.3.3.3...... Kol 2:16-19:  Welche Art richten wegen der Sabbate, Feste, Neumonde oder wegen Speisen und Getränken verabscheut Paulus?  42

Was bildete die Glaubensgrundlage der Christen des 1.Jahrhunderts?. 42

Der Bund vom Sinai und der Königreichsbund die sich ergänzen. 43

Kol 2:16-19:  Darauf achten, was Paulus gemäss dem Kontext wirklich aussagen will! 44

12.3.3.4...... Kol 2:20-23:  Christen sollen den Dingen der Welt gegenüber absterben! 46

Hob Jesus die Speisevorschriften auf oder reinigte er Menschen der Nationen die bereut hatten?. 47

Wollte Paulus mit dem Ausdruck:  „Faß nicht an noch koste, noch berühre“ sagen, das alles Unreine nun rein sei?  48

Jene die Gottes Gebote geschickt durch Menschengebote ersetzen. 49

Hat Jesus alle Speisen als rein erklärt?. 50

Halten wir wirklich an unseren „Haupt“, dem Christus fest oder sind es andere, denen wir als fremdem „Haupt“ gehorchen?  51

12.3.4......... Kapitel 3:  Wie ist die Ordnung im Königreich des Sohnes aufrecht zu erhalten?. 51

12.3.4.1...... Kol 3:1-11:  Unsere Verpflichtung gemäss der „neuen Persönlichkeit“ wahrnehmen! 51

Kol 3:1-4:  Auferweckt „im Geiste“, um die Dinge zu tun, die Gott und Jesus droben betreffen! 51

Gott selbst bestätigt Jesus als seinen geliebten Sohn und wird ihn nach dessen Wiederkehr erneut bestätigen  53

Kol 3:5-11:  Die „neue Persönlichkeit“ anziehen aufgrund genauer Erkenntnis. 55

Die Wirkungen die Gottes Geist in uns hervorruft, indem wir Handlungen ablegen, die Gott missfallen. 56

12.3.4.2...... Kol 3:12-17:  Der Friede innerhalb des „Leibes des Christus“ hängt von unserem Verhalten ab: Die alte Persönlichkeit weg tun und die neue Persönlichkeit anzuziehen! 56

12.3.4.3...... Kol 3:18-25:  Freiwillige Unterordnung trägt zum Frieden bei! 57

Ordnung innerhalb des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ bedingt Respekt vor dem „Haupt“! 59

12.3.5......... Kapitel 4:  In Weisheit das „heilige Geheimnis“ über Jesu Königreich verbreiten! 60

12.3.5.1...... Kol 4:1-6:  Das “heilige Geheimnis“ über den Christus unter allen Umständen verbreiten! 61

Kol 4:1-4:  Als Herren den Sklaven gegenüber gerecht handeln. 61

Kol 4:5-6:  In Weisheit gegenüber allen wandeln und „die gelegene Zeit auskaufen“! 61

12.3.5.2...... Kol 4:7-13:  Mitarbeiter für das Königreich Gottes als Vorbilder für uns. 62

12.3.5.3...... Kol 4:14-18:  Die Briefe des Paulus sind alle laut zu verlesen! 62

12.3.6......... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief an die Kolosser 63

Trotz übler Umstände in Ketten und Gefangenschaft verbreitet Paulus die gute Botschaft 63

Die herausragende Information über das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ lichtet das „heilige Geheimnis 64

Die Erkenntnis über Jesu Vorleben als Engel und „Werkmeister“ Gottes wirkt dem Irrglauben der Dreieinigkeit entgegen  64

Statt weiterhin durch Sünde als Feinde Gottes zu wirken ist die neue Persönlichkeit anziehen! 65

Richtiges Verständnis über jene erlangen, die uns wegen des Sabbats, der Neumonde oder Feste Jehovas zu richten versuchen! 65

  

12.3           Der Brief an die Kolosser

 

12.3.1        Den Brief an die Kolosser im Umfeld korrekt einordnen

 

12.3.1.1       Gründe für das Schreiben des Briefes an die Kolosser

Autoritätskonflikt: Unsicherheit in der Versammlung Korinth betreffend das herrschende Königreich; jenes des Christen zugehören!

Welchem „Königreich“ gehören Christen nun heute wirklich an? Die meisten unter ihnen behaupten sie seien Deutsche, oder Amerikaner, Argentinier oder Russen und sehen sich einem Nationalstaat verpflichtet, unabhängig deren Regierungsform, die aus biblischer Sicht immer als „Königreiche“ bezeichnet werden! Sie fühlen sich nicht wie Abraham als „zeitweilig Ansässige“, sondern als Teil einer bestehenden Rechtsordnung, die von Staat zu Staat sich ändert! Solange sie sich innerhalb jener Nation von Ort zu Ort und Stadt zu Stadt bewegen fühlen sie sich in der „Heimat“. Jede Stadt aber ausserhalb der gerade gegebenen Landesgrenzen ist für sie Ausland!

 

Sie berücksichtigen dabei nicht, dass die Ziehung jener Landesgrenzen, die Form der Regierungen, deren Gesetze, die Kultur sich im Verlauf der Geschichte oft verändert haben, das Produkt von Zufällen, Gewalt, Erziehung und Kompromissen sind. Ihre Führer sind jenen zu „Götzen“ geworden, welchen sie Dienst erweisen.

 

Jesaja weist auf den Umstand hin, dass wir, als Glaubende in eine höchste Autorität uns nicht auf Nationalstaaten berufen sollten, sondern uns als „ansässige Fremdlinge“ innerhalb eines nicht von Gott gegebenen Systems fühlen. Unsere wahre Regierung ist doch eine andere, eine die „nicht von dieser Welt“, dem gerade herrschenden System ist. Johannes schreibt in seinem 1.Brief: „Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist. Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen [[GOTT, den höchsten Herrscher]] zu erkennen. Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben. Kindlein, hütet euch vor Götzen.“ (1.Joh 5:19-21)

 

Juden lehnen die "obrigkeitliche Gewalt" des Messias ab, dessen Kommen und Ermordung sie leugnenSo hatte zuvor Jesus es erklärt, der wir wie Paulus es ausdrückt als „obrigkeitlicher Gewalt“ die von Jehova kommt untertan sein müssen! Die Kultur, welche Jehova den Juden gab sollte frei von götzendienerischem Anbetungsformen sein. Ein einziges GESETZ galt für Einheimische und fremde Ansässige! Unabhängig, wo Juden sich befanden und ansiedelten, die Gebote ihres Gottes standen über den Geboten des Landes! Dies erzeugte oft deren Widerwillen gegen sie! Es vereinte aber die Nation Israels, die selbst im Exil ihre Identität nie aufgab! Die herrschenden Mächte in Politik, Religion und Wirtschaft sind nur vorübergehend durch JHWH geduldet! Gottes Königreich aber, um dessen Kommen wir bitten, dieses wird ewig bleiben! Jehova als höchster Souverän wird Gericht halten! Bis dahin liegt unsere „obrigkeitliche Gewalt“ im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“!

 

*** Rbi8  Jesaja 5:15-17 ***

Und der Erdenmensch wird sich beugen, und der Mann wird erniedrigt werden, und sogar die Augen der Hohen werden erniedrigt werden. 16 Und Jehova der Heerscharen wird hoch werden durch Gericht, und der [wahre] Gott, der Heilige, wird sich gewiß heiligen durch Gerechtigkeit. 17 Und die männlichen Lämmer [[(Jesu Schafe)]] werden tatsächlich weiden wie auf ihrer Trift; und ansässige Fremdlinge [[(die Paulikaner)]] werden die öden Stätten der wohlgenährten Tiere verzehren.

 

Alle „Macht und Autorität“ dieses Systems soll in Harmagedon, an Gottes Tag der Urteilsvollstreckung beseitigt werden! Dies beschrieb Paulus bereits im Brief an die Korinther! Wäre es da klug, dass wir uns auf der Seite jener Mächtigen befinden, die doch alle entfernt werden sollen? Heisst nicht ein gängiger Spruch: „Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen“?

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
  

Wohl kaum anzunehmen, dass jene ungestraft bleiben die, weil sie nicht sehen wollten und dadurch das gerade bestehende System und dessen Ungerechtigkeit unterstützten, straffrei bleiben! Jesus hatte doch erklärt, dass „blinde Leiter“ und „blinde geführte Schafe“ in dieselben Grube fallen werden! Die Grube bedeutet „Gehenna“, ewiges Grab und ewige Vernichtung! Jesus rät dagegen „kein Teil der Welt“ zu sein! Lassen etwa die Worte des Paulus im 1.Brief an die Korinther irgendwelche Zweifel offen, was am herannahenden Ende dieses Systems geschehen wird?

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Der Ausdruck „... Regierungen und von aller Art und alle  Gewalt“ schliesst Politik, Religion und Wirtschaft mit ein! Als Gesamtes haben sie dem „Gott dieses Systems“, Satan gedient und Gottes Gebote alle in gleicher Weise missachtet! Das kostet den hohen Preis ihrer Vernichtung am „Tag der Rache“, auch dann, wenn sie dies lautstark bestreiten!

 

Die "wilden Tiere" der Offenbarung In symbolischer Form zeigt Jehova durch Jesaja prophetisch, was am Ende sein wird: „...die männlichen Lämmer werden tatsächlich weiden wie auf ihrer Trift; und ansässige Fremdlinge werden die öden Stätten der wohlgenährten Tiere verzehren.“ Es sind Männer, die wie „männliche Lämmer“ auf Gottes Stimme als ihrem Hirten hörten und sich als „ansässige Fremdlinge“ in diesem System fühlten! Sie sind es, welche künftig als Könige in Gottes Königreich „... die öden Stätten der wohlgenährten Tiere verzehren“. Die heutigen Herrscher sind „wilde Tiere“, die das „Fleisch“ der „Schafe“ aufessen die sie als Gottes Hirten hüten und schützen sollten!

 

Andere behaupten seit längerem bereits in „Gottes Königreich“ aufgenommen zu sein. Viele meinen, als sie als Kleinkinder in irgend eine der unzähligen christliche Kirchen getauft wurden nun zu Gottes Volk zu gehören. Sie glauben, Gott sei ihr König und herrsche über sie, erhöre darum auch ihre Gebete. Sie beachten dabei nicht, dass Jesus auch sie lehrte, weiterhin um das Kommen jenes Königreiches erst noch zu bitten! Dieses ist offenbar immer noch im Himmel vor den Augen dieses Systems verborgen und soll erst noch zur Erde herabkommen, damit Gottes Wille auch hier geschehe! Das zeigt deutlich auf einen Konflikt in den Aussagen jener Religionsführer hin: Das Königreich Gottes ist heute noch etwas künftiges: Alle die behaupten schon darin zu sein sind einer Täuschung erlegen! Wenige kennen den Unterschied zum Königreich des Chrisus, dem doch der Vater alles übergeben hat und welches Pfingsten 33 u.Z. seine Tore öffnete:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:9-10 ***

,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. 10 Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde.

 

Viele beten diese Worte ohne je deren Sinn verstanden zu haben! Der „Wille des Vaters“ und nicht der menschlicher Herrscher in Politik, Religion oder Wirtschaft muss unser Denken und Handeln anleiten! Das ist es, was Jesus und was Paulus uns anzuleiten versuchen!

 

  

Paulus nun lehrt uns nur im Brief an die Kolosser, auf welches Königreich ein Christ reagieren muss und definiert damit eindeutig die „obrigkeitliche Gewalt“, von der er schon einiges zuvor im Brief an die Römer erklärt hatte!

 

Jehovas Königreich über das "Israel Gottes"
 

Dass die herrschenden Amtskirchen in ihrem jeweiligen Land, die Gott in der Offenbarung als  Babylon die Grosse“ (geistige Prostituierte) bezeichnet wird, dies ist inzwischen ein offenes Geheimnis! Sie wird als eine betrunkene Hure bezeichnet, die sich ihres Luxus erfreut und voller Spiritismus ist!

 

Babylon die Grosse reitet das politische "wilde Tier"Der Zeitpunkt aber, wo Gott wirklich über die ganze Erde zu herrschen beginnt ist in der Offenbarung deutlich gekennzeichnet! Es ist nach dem „zweiten Wehe“, kurz vor dem Kommen des „dritten Wehe“ und zu Beginn des Ertönen der „siebten Trompete“! Dies ist an Gottes Marschplan für die Endzeit gebunden den wir als Christen wirklich kennen müssten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:14-15 ***

Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends.

15 Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

 

Wer es verstehen will, der kann es verstehen! Die Religionen zeigen doch nahezu alle ungeniert im engen Verbund mit den Nationalstaaten zu sein und tragen das Kennzeichen jenes siebenköpfigen „wilden Tieres“, das der UNO sehr deutlich auf der „Stirne“ (Denkweise) und auf der Hand! (Taten) Damit aber haben auch ihre Mitglieder dasselbe Zeichen! In Wirklichkeit sitzen die Religionen jener politischen Organisation als unbeliebte Reiterin auf dem Rücken. Der Verbund der politischen Mächte, die sich innerhalb der UNO als eine Einheit zeigt, die von ihren „sieben Köpfen“ in unterschiedliche Richtungen gelenkt werden!

 

Das "Bild des "wilden Tieres", der UNO ist das WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERSJene Reiterin, die im WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS vereinten Religionsführer versuchen die Politiker jedoch dahin zu lenken, wo sie sie gerne haben möchten.

 

All dies wurde uns bereits prophetisch zum Ende des ersten Jahrhunderts mittels der Offenbarung des Johannes bekannt gegeben! Es war und ist an uns die Symbolik zu hinterfragen und korrekte Antworten zu finden, die mit den Tatsachen und Vorhersagen im Einklang sind!

 

Wir als Christen sind gefordert und verpflichtet alle Teile der in der Schrift aufgeteilten Informationen zur Einheit zusammenzubauen, um ein „Gesamtbild“ dieser Information zu erhalten und dadurch unser Denken und Handeln auf „exakte Erkenntnis“ aufzubauen! Das ist es, was Paulus im Brief an die Kolosser in den Vordergrund stellt!

Welchem Königreich und welchem König sind wir, von welchem Zeitpunkt an denn nun wirklich verpflichtet?

Paulus will mit seiner Aussage im Brief an die Kolosser bestehende Zweifel in allen Versammlungen ausräumen, wem Christen wirklich als ihrer höchsten Autorität dienen müssen, weil „falsche Apostel“ bereits in seinen Tagen abweichende Lehren verkündet hatten. Jene waren damit Teil des bestehenden Systems geworden, um mittels Kompromissen mit der Staatsgewalt Unterdrückung und Verfolgung durch die herrschenden Mächte auszuweichen. Darum anerkannten sie deren Gebote und Lehren als höherstehend wie die des Christus und gar die Gottes! In Wirklichkeit verleugneten sie ihren Herrn, dessen klares Vorbild und das der Apostel, die kein Teil dieses Systems wurden und bereitwillig Leiden auf sich nahmen, ohne irgendwelche ungebührliche Kompromisse einzugehen! Als Petrus und Johannes vor den Sanhedrin, das oberste Gericht der Juden geschleppt wurden, da wussten sie sehr wohl, „welchem Herrn“ sie zu dienen hatten!

 

Petru J johannes und übrigen Apostel vor dem Sanhedrin*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:18-21 ***

Darauf riefen sie sie und geboten ihnen, sich nirgends aufgrund des Namens Jesu zu äußern oder zu lehren. 19 In Erwiderung aber sagten Petrus und Johannes zu ihnen: „Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst. 20 Wir aber, wir können nicht aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben.“ 21 Als man ihnen dann weiter gedroht hatte, ließ man sie frei, weil man keinen Grund fand, aus dem man sie hätte bestrafen können, und wegen des Volkes, denn sie alle verherrlichten Gott wegen des Geschehenen;

 

Mutig verteidigten sie Christus und redeten weiterhin davon, dass Gott ihn zur höchsten Autorität über alle Menschen erhoben hatte! Es braucht wirklich Mut ein Christ zu sein! Feiglingen und denen die faulen Kompromissen zuneigen oder eher der Lüge glauben schenken wird der Zugang zum kommenden Königreich Gottes versperrt sein! (vergl. Off 21:8) Paulus erklärt darum unumwunden, welchem Königreich ein Christus wirklich angehört:

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

Wir wurden in der Taufe von einer bestehenden Macht, die uns zuvor gelenkt hatte zu einer anderen hin „versetzt“! Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist somit eindeutig vom „Königreich der Himmel“ und vom „Königreich des Vaters“ zu unterscheiden! Es ist vollkommen getrennt von allen Arten von Königreichen dieses Systems, seien diese politischer, religiöser oder gar wirtschaftlicher Natur! Es geht Paulus um das Thema wahrer Herrschaft der „neuen Himmel“, der sich ein Christ in jeder Situation freiwillig unterordnet! Es geht um die wahre „obrigkeitliche Gewalt“, der sich ein Christ fügt und ihr beständig loyal ergeben ist!

 

Das "Königreich des Sohnes seiner Liebe" Jehovas: Beginn und Übergabe an den Vater
  

Welche Art Religion verkündete Jesus?

Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ hatte seinen Beginn mit Jesu Erhöhung „über jede Macht und Autorität“ unmittelbar nach seiner Auferweckung! Ihm gehört die ganze Autorität unmittelbar nach Jehova, sowohl im Himmel als auch auf der Erde. Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ schliesst somit Engel und Menschen mit ein! Auf der Erde begann das Königreich an Pfingsten 33 u.Z. zu wirken, als Jesus heiligen Geist auf hundertzwanzig Jünger ausgoss! Zuvor hatte er all den Jüngern am Berg in Galiläa befohlen:

 

Jesus erklärt: "Mir  ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden"*** Rbi8  Matthäus 28:18 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.  19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Jesus bezeichnet sich somit selbst als höchste Autorität unmittelbar nach Gott! Es ist leicht zu verstehen, dass jeder der ihm widerspricht und andere demgemäss lehrt sich selbst an die Stelle des Christus (gr.: bedeutet „Gesalbter“ ) drängt und somit sich zu einem „falscher Christus“ macht! Jesus erklärte, dass in der Zeit des Abschlusses viele „falsche Christusse“ („falsche Gesalbte“) uns in bestimmte Richtungen zu drängen versuchen und Verdrehtes prophezeien!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:23-25 ***

Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt.

 

Beachten wir, dass jede Religion – und derer gibt es bei Gott heute viele – von sich behauptet: „Hier ist der Christus“ und andere sagen „Dort“, weil sie von ihrer bisherigen Religion enttäuscht sind! Jesus aber ist keiner Religion verpflichtet, er ist nicht Gründer einer Religion, denn er ist König in seinem eigenen Königreich und das GESETZ des Vaters blieb sein „GESETZ des Christus“, mit notwendigen Anpassungen zufolge neuer Umstände! Das will uns Paulus doch klar machen! Alle anderen religiösen Königreiche mit ihren Führern an der Spitze sind usurpierte Königreiche und bilden „Teil der Welt“ die in Harmagedon untergehen soll!

 

Jesus hatte diesen Umstand bereits Pilatus verraten, als die Juden ihn aus Eifersucht anklagten, dass er behauptet habe er sei ein König. Ein König aber muss ein Königreich haben!

 

*** Rbi8  Johannes 18:35-38 ***

Pilatus antwortete: „Ich bin doch nicht etwa ein Jude? Deine eigene Nation und die Oberpriester haben dich mir ausgeliefert. Was hast du getan? 36 Jesus antwortete: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“ 37 Deshalb sagte Pilatus zu ihm: „Nun denn, bist du ein König?“ Jesus antwortete: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ 38 Pilatus sagte zu ihm: „Was ist Wahrheit?

 

Trotz der Gefahr blieb Jesus der Wahrheit treu und gab mutig Zeugnis selbst vor dem stolzen Herrscher Pilatus!

 

Wir können ebenso sarkastische wie Pilatus fragen: „Was ist Wahrheit?“ oder aufrechten Sinnes nach der Wahrheit forschen, bis wir sie erkannt haben! Pilatus war Anhänger der „offiziellen Wahrheit“ die allzu oft dreiste Lüge darstellt! Wenn zwei Antworten sich widersprechen, dann muss zwangsweise eine davon zumindest falsch sein, möglicherweise gar beide! Wahrheit aber widerspricht sich nicht und ist stets mit Tatsachen im Einklang!

 

Was ist Wahrheit?
  

Den Einfluss der falschen Lehre des Hymenäus nicht unterschätzen, betreffend Glaube in eine himmlische Auferstehung

Aufgrund der Lehren des Hymenäus, des Alexander und Philetus, die behaupteten, „die Auferstehung der Toten sei bereits geschehen“ und die damit als die wahren Väter der Irrlehre über „himmlische“ Auferstehung unter Christen gelten, durch jene erst kam es zu Verwirrung. Die begann in den Versammlungen der Region Asien und einem um sich greifenden Abfall auch von anderen Lehren der Apostel. Diese Lügen verbreitete sich ausgehend von Ephesus daher im Hinblick auf das künftige Geschehen am „Tag des Herrn“, das nun aufgrund philosophischer Lehren in die Vergangenheit verlegt wurde, unmittelbar mit dem Tod: Gericht, Entscheid zu Himmel der Hölle. Später wurde noch das Fegefeuer beigemischt. (2.Ti 2:16-18) Ein physische Wiederkehr Jesu, wie Paulus sie beschreibt wurde durch geistige ersetzt. Jesus im Konzil von Nicäa zu „Gottleich“ erklärt, dann kam der Marienkult hinzu usw., usw., usw.

 

GEO: Wie gefährlich ist Religion?Paulus warf jene ersten abgefallenen Vorsteher aus der Versammlung Ephesus hinaus! Sie hatten „Schiffbruch am Glauben“ erlitten! Gegen solche Lehren gilt unser „Kriegszug“, dazu brauchen wir das „Schwert des Glaubens“, das mittels des geschriebenen Wortes Gottes jede Verschanzung umzuwerfen vermag! Wie Paulus erklären wir: „… da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht;  und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird.“ (Apg 24:14, 15) Paulus redet von künftiger Auferstehung!

 

Es gilt nicht irgend einem Glauben anzuhängen, vielleicht weil er uns Vorteile bringt, die Emotionen bewegt, uns Schutz und Freundschaften vermittelt, sondern viel mehr dem „geprüften Glauben“ treu zu sein, derjenige, der mit allen Aussagen der Apostel, der Propheten und vor allem mit Jesu Worten im Einklang ist! (2.Kor 13:5,6)

 

 *** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Wer glaubt die Toten seien im Himmel bei Jesus und beim Vater „lästert“ somit die Wahrheit! Eine Tatsache die für sehr, sehr viele Christen schmerzlich anzuerkennen ist! Wer ein Leben lang einen Irrtum oder gar einer Lüge angehangen hat muss mit einer grossen Desillusion rechnen, wenn die Illusion ans Licht gezerrt wird! Es gibt für Menschen nur eine irdische Auferstehung aus den Gräbern!

 

Kolossä, eine weitere Stadt im Bezirk Asien, nahe von Ephesus kam unter den Einfluss jener Abgefallenen, die nun ihre eigene Sekte aufgerichtet hatten, die den Paulus als wahren Apostel in Zweifel zu ziehen versuchten und ihm unterstellten, er „Lehre Abfall vom GESETZ Mose“ (Apg 21:20, 21). Aufgrund der Aussagen im Brief an die Römer war exakt das Gegenteil der Fall: Paulus richtete Gottes GESETZ unter den Nationen auf!

 

*** Rbi8  Römer 3:29-31 ***

Oder ist er nur der Gott der Juden? Nicht auch der Menschen der Nationen? Doch, auch der Menschen der Nationen, 30 wenn Gott wirklich einer ist, der Beschnittene zufolge des Glaubens und Unbeschnittene durch ihren Glauben gerechtsprechen wird. 31 Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Jene Anhänger des Hymenäus und Alexander waren es, die Paulus falsch beschuldigten, selbst aber das GESETZ missachteten! Moses hatte bereits gelehrt, dass „ein Prophet gleich mir“ folgen werde, auf den man hören müsse! Die Patriarchen hatten zuvor vom kommenden Retter durch Gottes Mund geredet! Jesus erklärte klar und deutlich das Geschehen und Ziel von seiner Wiederkehr als „Menschensohn“ und künftiger Auferstehung aus den Gräbern!

 

Auferstehungs-HoffnungDie Auswirkungen jener Lehre der unmittelbaren Auferstehung nach dem Tod und sofortigem Gericht im Himmel, die mit heidnischem Glaubensgut aufgrund der Lehren Platons nun scheinbar übereinstimmte. Dies hatte verheerende Auswirkung auf den Glauben vieler Christen, die nun ebenso wie jene um Hymenäus ebenso „Schiffbruch am Glauben“ erlitten, so dass Paulus weinend dem Timotheus im 2.Brief schrieb, dass sich inzwischen der ganze Bezirk Asien von ihm abgewandt hätte. Stets aber gab es auch dort weiterhin solche Christen, die an der unveränderten guten Botschaft festhielten und sich dadurch als Bewährt zeigten! (2.Ti 1:15)

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Wie in vielen Briefen streicht Paulus schon zu Beginn des Briefes an die Kolosser sein Apostolat heraus. Aufgrund der Auseinandersetzungen in Antiochia wegen der Beschneidungsfrage und wegen der Auseinandersetzung die durch Pharisäerchristen ausgelöst wurden. Die Forderung jener lautete doch, dass eine geistige und physische Trennung zwischen beschnittenen „Ebioniten“ und unbeschnittenen „Paulikanern“ sein müsse. Unbeschnittenheit sei weiterhin Unrein, obwohl Jehova durch Ausgiessen des Heiligen Geistes im Fall des Kornelius diese Beschneidung als Unnötig zeigte. ER reinigt Menschen aufgrund ihres Glaubens und ihrer Werke. Dies hatte zu einer Spaltung geführt und dadurch war ein Streit aufgekommen. Das Thema nimmt im Brief an die Galater viel Spielraum ein und wird im Ablauf in der Apostelgeschichte beschrieben Die an Vorherrschaft interessierten „Ebioniten“ aus der Gruppe ehemaliger Pharisäer  versuchten ein Zweiklassensystem aufzurichten! Dadurch wurde das Apostolat des Paulus von seinen Gegnern in Frage gestellt, die sich auf dieselbe Stufe der Apostel zu stellen versuchten!

Heutige Kirchen anhand der Aussagen des Paulus als dem wahren 12.Apostel beurteilen!

Es ist interessant zu erkennen, dass dieser Streit bis heute anhält, da in der Christenheit grosse Teile der Kirchen dem Paulus sein wahres Apostolat bis in die Gegenwart absprechen. Sie lehnen ihn nicht nur ab, sondern verdrehen gar seine Aussagen in ihr Gegenteil! Sie unterschieben Paulus aufgrund eigener Übersetzungsmängel und gar Fälschungen in ihren Bibeln, dass er behauptet habe, „Christus sei das Ende des GESETZES“, statt seiner wirklichen Aussage, wo er gemäss Kontext eindeutig von „Ziel“ oder „Höhepunkt“ in der Erfüllung des GESETZES spricht. Das Verhalten Jesu gilt es zu kopieren, seinen Schritten exakt nachzufolgen, wo dasselbe Ziel für jeden Juden und Christen gilt! (Rö 10:4 vergl. Mat 5:17-20)

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:1 ***

Werdet meine Nachahmer, so wie ich Christi [Nachahmer] bin.

 

Marienanbetung, deren "Verehrung" und Gebete zu ihr ist Spiritismus, denn "die Toten sind sich nicht des Geringsten bewusst".Durch Selbsterhöhung sprechen jene damit andererseits zudem Jesus und damit Gott das Recht ab selbst zu bestimmen, wer künftig direkt an Jesu Seite mitregieren wird und ersetzen dies durch ihre eigene Auswahl von Menschen! Statt Theokratie vertreten sie Demokratie! Zeugen Jehovas dagegen lassen jeden selbst bestimmen, ob er zu den „Auserwählten“ gehört, mit „himmlischer Hoffnung“ nach dem Ableben. Die Katholische Kirche bestimmt autokratisch durch den Papst so genannte „Heilige“, die angeblich bei Jesus im Himmel mit den Engeln als Geister lebend sind. Das ist aber die purste Form von Spiritismus, wo man sich zu Gunsten Lebender an Tote wendet! Das kann nur aufgrund der Lehren von Hymenäus entstanden sein!

 

*** Rbi8  Jesaja 8:19-20 ***

Und falls sie zu euch sagen sollten: „Wendet euch an die spiritistischen Medien oder an diejenigen, die einen Geist der Voraussage haben, die flüstern und [Äußerungen] murmeln“, sollte sich nicht jedes Volk an seinen Gott wenden? [Sollte man sich] an Tote zugunsten Lebender [wenden]? 20 Zum Gesetz [[GESETZ]] und zum bestätigenden Zeugnis [[(des GESETZES und der PROPHETEN)]]!

 

Das beständige Zeugnis ist die Bundeslade mit den Tafeln des GESETZES und dem Stab Aarons, der gesprosst hatte und bewies, wen Jehova als Priester erwählt hatte! (2.Mo 16:32-35) An der Seite lag das Buch, in das Moses alle Gebote Gottes geschrieben hatte! Dieselbe Bundeslade wird in der Offenbarung im Kapitel 11 im Vers 19 nun beim Abschluss des Systems, zu Beginn des „Tages des Herrn“ im Himmel gesehen! Ihr Inhalt hat symbolischen Charakter und ist somit von ewiger Dauer! Jene Aussagen des GESETZES wurden durch Verkündigungen der Propheten bestätigt und in Details ergänzt!

 

Jesus bringt das Geschehen um die Auferstehung jener, die „im Todes schlafen“ (Pr 9:5, 10) in der Offenbarung zur Sprache.

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:15-19 ***

Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

16 Und die vierundzwanzig Ältesten [[(Cherube)]], die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an 17 und sprachen: „Wir danken dir, Jehova Gott, du Allmächtiger, der ist und der war, weil du deine große Macht [an dich] genommen und als König zu regieren begonnen hast. 18 Aber die Nationen wurden zornig, und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit für die Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Sklaven, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben.“

19 Und das Tempel[heiligtum] Gottes, das im Himmel ist, wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel[heiligtum] gesehen. Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.

 

Dasselbe GESETZ das Jehova durch seinen Engel Mose gab und das in der „Lade des Bundes“ aufbewahrt ist wird am Gerichtstag Gottes als Rechtsgrundlage verwendet, um die „Schafe von den Böcken“ zu trennen! Der Stab Aarons ist nun in der Hand des Christus, den Gott vom Himmel her zur Erde sandte! (Off 12:5, 6) David schrieb darüber:

 

*** Rbi8  Psalm 110:1-2 ***

Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn [[(an Jesus (Michael))]] ist:

Setze dich zu meiner Rechten,

Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

2 Den Stab deiner Macht [[(Aarons Stab, der gesprosst hatte)]] wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:]

„Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.“

 

Die Feinde Gottes liegen nun Jesu zu Füssen er schreitet als „Reiter auf dem weissen Pferd“ zu deren Unterwerfung! Jeder, der sich selbst erhöht hatte wird erniedrigt werden! Alle die Gottes Gebote halten und lehren werden danach „gross“ genannt werden!

 

Jehovas Zeugen: Statistik all jener, welche abgehalten werden Jesu Gebot vom Wein und Brot zu nehmenWie schon erwähnt: Jehovas Zeugen überlassen es den eigenen Gliedern und deren Gefühlen sich als „Gesalbte“ zu wähnen, die ein „himmlische Hoffnung“ zu hegen. Es waren 2006 noch um die 8770 die deshalb jährlich das Abendmahl einnehmen und allein nur sie an Brot und Wein teilhaben, als Zeichen „himmlischer Hoffnung“. Sie sind verantwortlich dafür, dass etwa 8 Millionen Männer und Frauen Jesu Gebot übertreten, dass alle Getauften an Brot teilhaben, der den Leib Jesu darstellt und am Wein, der sein Blut versinnbildlicht! Dies in reinem Zustand, im Familienkreis. Das Verhalten der Zeugen aber grosse Blutschuld, weil sie zum Stolperstein für andere wurden! Dieselbe Zahl wie Getaufte nahmen a Abendmahl offenbar in „unreinem Zustand“ teil, die meisten als eingeladene Zaungäste, was das GESETZ klar ablehnt! „Und die Seele, die das Fleisch des für Jehova [bestimmten] Gemeinschaftsschlachtopfers ißt, während ihre Unreinheit auf ihr ist, diese Seele soll von ihrem Volk abgeschnitten werden.“ (3.Mo 27:20) All dies ist ein gefährliches Unterfangen, weil es dem Wort Gottes zuwiderläuft! Jesu Worte können durch Menschenlehre nicht ungültig gemacht werden!

 

*** Rbi8  Johannes 6:53-59 ***

Deshalb sagte Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch [[(dem Opferlamm Gottes)]] nährt und mein Blut trinkt, [[(das zur Vergebung der Sünden vergossen wurde)]] hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie [damals], als eure Vorväter aßen und dennoch starben. Wer sich von diesem Brot nährt, wird immerdar leben.“ 59 Diese Dinge sagte er, als er in der öffentlichen Versammlung in Kapernaum lehrte.

 

Wer sich nicht regelmässig beim Abendmahl am 14.Nisan jedes Jahres vom „Fleisch und Blut Jesu“ nährt, der kann nicht in Gemeinschaft mit Christus sein! Jesus gebot seinen Aposteln: „... tut dies zu meinem Gedenken“ und nicht irgendetwas anderes! Die obigen Worte waren an alle Juden gerichtet, nicht an irgendwelche „Gesalbte“! Jehovas Zeugen Abendmahl ist eine reine Werbeveranstaltung vollkommen entgegen dem aufgebaut, was Gott durch Christus erwartet!

 

Paulus hatte dasselbe im 1.Brief an die Korinther klar und deutlich für alle „Heiligen“, das heisst jeden getauften, „am Herzen beschnittenen“ Christen bestätigt! Er warnte dabei vor Unreinheit, das bedeutet ungesühnte Sünden auf sich zu haben und trotzdem am Abendmahl teilzuhaben! Auch die Art und Weise wie wir an den Symbolen teilhaben ist von ausschlaggebender Wichtigkeit!

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:27-33 ***

Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein. 28 Zuerst möge sich ein Mensch nach genauer Prüfung als bewährt befinden, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Becher. 29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet. 30 Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]. 31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet werden. 32 Wenn wir aber gerichtet werden, werden wir von Jehova [[(vom Herrn (Jesus))]] in Zucht genommen, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden. 33 Darum, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um [es] zu essen, so wartet aufeinander.

 

Keine Macht den DogmenJene Prüfung geht nicht darum, ein so genannter „Gesalbter“ in Form einer herausragenden Stellung zu sein, Paulus hatte doch deutlich erklärt,  dass wir alle mit heiligem Geist gesalbt worden sind, als wir den Taufbund schlossen und damit öffentlich erklärten dem Christus anzugehören!

 

*** Rbi8  2. Korinther 1:21-22 ***

Er aber, der dafür bürgt, daß ihr und wir Christus angehören, und der uns gesalbt hat, ist Gott. 22 Er hat uns auch sein Siegel aufgedrückt und hat uns das Unterpfand für das, was kommen soll, nämlich den Geist, in unser Herz gegeben.

 

Alle Christen sind verpflichtet eine „genaue Erkenntnis“ zu erlangen, die doch erst in sich die „Salbung mit heiligem Geist“ bedeutet! Johannes zeigte diesen Zusammenhang ebenso deutlich wie Paulus und dies kann nicht auf eine Gruppe von Männern und Frauen zusammengestrichen werden! Johannes spricht zudem von der „letzten Stunde“, wo apostolische Wahrheit unverfälscht gelehrt wurde!

 

 *** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Jeder der sich gegen die Wahrheit die Christus lehrte vergeht macht sich daher zu einem „Antichristen“! Jene Ungetreuen bildeten mit ihrer Taufe wie die übrigen Christen die an der Wahrheit festhalten Teil des „Königreiches des Sohnes der Liebe“.  Ihr Weggehen erfolgt in geistiger Form, indem sie sich von wahrer Lehre hin zu kunstvoll ersonnenen Lügen wenden! Sie alle sind nicht von der Art der Apostel und der ersten Jünger vom WEG! Die wahre Salbung aber besteht in „Kenntnis der Wahrheit“ und darin befestigt zu bleiben und entsprechend zu leben! „Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis.“ Das ist nicht dasselbe wie die „offizielle Wahrheit“ irgend einer Religion die auf menschlichen Überlieferungen gründet, sondern die sich auf unverfälschtes Schriftwort abstützt, aus der keine Lüge stammt!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
  

Jeder von uns muss sich selbst prüfen und beurteilen, ob er die Bedingungen wirklich erfüllt, um beim jährlichen Abendmahl an den Symbolen teilzuhaben! Es geht wie Paulus es deutlich erwähnt um ein Gericht, wo Jesus den Eintrag im Buch des Lebens bestätigt oder verneint! Schon damals waren einige geistig „schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]“, erklärte Paulus. Wer die Zucht von Jesus durch Zurechtweisung mittels des geschriebenen Wortes nicht annimmt, der wird dagegen „zusammen mit der Welt verurteilt“! Das sind keine leeren Worte, sondern deutliche Warnungen!

Der Einfluss der „falschen Apostel“ und „falscher Christusse“ war schon ab dem 1.Jahrhundert fatal!

Im 2.Brief an die Korinther versuchte Paulus diesen vor Eigendünkel aufgeblasenen „falschen Aposteln“ einen Riegel zu schieben, die sich wie heutige Bischöfe christlicher Kirchen und wie die „Gesalbten“ von Jehovas Zeugen nach wie vor auf derselben Stufe wie die Apostel stehend betrachten:

 

"Falsche Apostel" und "Trügliche Arbeiter"*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Paulus selbst ordnet jene „falschen Apostel, betrügerischen Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmensomit Satan zu, weil sie alle als „Engel des Lichts“ die Lügen ihrer Irrlehren als „hellerscheinendes Licht“ erklären und jene bekämpfen, die der Logik der Aussagen der Propheten, jener von Jesus und der von den Aposteln auf den Grund gehen!

 

Gottes Wort widerspricht sich an keiner Stelle der Schrift, weil Er allein stets den Ausgang kennt und Er unveränderlich ist! Auch Jesus hat sich nicht geändert, warum Paulus uns im Brief an die Kolosser seine ursprüngliche Stellung vor Gott aufzeigt, seine Erhöhung und schlussendliche Stellung in Gottes Plan mit den Himmeln und der Erde erklärt:

 

1)   innerhalb des „Königreiches der Himmel“ seit seiner Erschaffung (Kol 1:15-17)

2)   als „der Engel Gottes“, Michael im „Königreich Israel“ (2.Mo 3:2; 4.Mo 20:16; Heb 2:1-4)

3)   seine schlussendliche Erhöhung durch seinen Vater nach dem Tod als „Menschensohn“ über „alle Macht und Autorität“ im Himmel und auf der Erde (Ps 110:1, 2; Mat 28:18; Heb 1:3, 4, 13, 14; Off 5:11, 12)

4)   seine Stellung im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ als Hoherpriesterkönig (Kol 1:13, 18)

5)   die kommende Aufgabe des Christus innerhalb der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ bei der Wiederaufrichtung des „Königreiches für Israel“, diesmal als Königreich von Priestern, dem die ganze Erde untertan sein wird! (2.Mo 19:6; 5.Mo 7:6; Jes 61:5-9; Apg 1:6; Eph 1:10; Heb 1:5, 6)

 

Paulus zeigt zudem im 1.Brief an die Korinther, welches die Stellung der Apostel und welches jene der 144.000 Mitkönige innerhalb der künftigen „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ sein wird! Keiner der Vorsteher darf sich selbst in eine vergleichbare Stellung schon heute selbst erhöhen, wie dies Vorsteher in Korinth gemacht hatten! (Mat 19:28; 1.Kor 4:8; Off 20:5, 6)

 

Jeder, der diese Erklärung umzudeuten versucht verkündet eine „andersartige gute Botschaft“ und steht erneut unter einem „Fluch des GESETZES“! Wir sollten daher gewarnt sein, um ein jeder von uns selbst aufmerksam zu prüfen, ob die Lehre, die uns gebracht wurde im Einklang ist mit Gottes Wort.

 

Religion Gimpelfang und Geschäft?
  

Es geht um unser eigenes Gericht und unser eigenes ewiges Leben! „Blinden Leitern“ nachzueilen oder unser Glauben als eine Sache der Gefühle zu betrachten ist nicht „die Weisheit die von oben kommt“ (Jak 3:13-18).

 

*** Rbi8  Galater 1:6-9 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr [[(die Christen Galatiens, die Paulus selbst belehrt hatte)]] angenommen habt, er sei verflucht.

 

Keine Verurteilen für die, welche Jesus gehörenWenn ich nun Jesu für mich in seiner ihm von Gott verliehenen Stellung erniedrige, indem ich andere Menschen oder Engel als Höherstehend anerkenne und denen eher gehorche, die sich an dessen Stelle drängen so handle ich Gottes Auftrag zu wider!

 

*** Rbi8  Psalm 2:10-12 ***

Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht,

Und frohlockt mit Zittern.

12 Küßt den Sohn [[(Jesus, den Hohepriesterkönig)]], daß ER nicht in Zorn gerät

Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg,

Denn leicht entbrennt sein Zorn.

Glücklich sind alle, die zu ihm Zuflucht nehmen.

 

Wenn ich andererseits den Christus als Teil der Dreieinigkeit bezeichne, ihn somit auf eine Stellung überhöhe, die er selbst stets abgelehnt hat, so bleibt sich dies für Gott am Tag des Urteils gleich!

 

*** Rbi8  Lukas 4:8 ***

Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

Derselbe „Fluch“ für Veränderung der guten Botschaft trifft beide Seiten: Die Jesu Stellung erniedrigen oder auf dieselbe Stufe Gottes stellen!

Kirchenhierarchien als Stolperstein den Paulus schon im. 1.Brief an die Korinther verurteilte!

Alle Kirchen die eine Hierarchie mit Bischöfen oder ähnlichen Rangstufen oder mit anderslautenden Titeln aufgebaut haben sehen sich in Wirklichkeit an der Stelle der Apostel mit zentraler Führung nach dem Muster der Katholischen Kirche! Jesus erklärte doch in der Offenbarung des Johannes, dass er selbst jeden „Engel“ (gr.: aggelos = Bote, Vorsteher) direkt in seiner rechten Hand hält und inmitten der „sieben Versammlungen“ steht! Das deutet klar auf dezentralisierte, eigenständige Versammlungen hin unter ein und demselben „Haupt“. Anleitung jeder individuellen Versammlung mittels der Heiligen Schriften!

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[gr.: aggelos = Bote, Vorsteher]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Wenn nun ein Bischof oder Papst, eine „leitende Körperschaft“ ihre Priester, Ältesten und Hirten in ihrer „Hand hält“, indem sie jene ein- und absetzen, stellen sie sich da etwa nicht auf dieselbe Stufe Christi? Sind nicht alle diese „Hausknechte“ oder „Sklaven“ ihrem eigenen Herrn zur Treue verpflichtet?

 

*** Rbi8  Römer 14:4 ***

Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. In der Tat, er wird zum Stehen veranlaßt werden, denn Jehova [[der Herr (Jesus)]] kann veranlassen, daß er steht.

 

Redet nicht Petrus selbst über solche, die sich ein Amt wie er es innehatte anmassen, ohne dass Gott oder Jesus oder die Apostel dies so bestimmt hätten, um sich über andere zu erhöhen, um ihre Doktrinen voller Irrtum und Lügen und der Gesetzlosigkeit durchzusetzen, wie Könige über sie zu herrschen und sich an den Schafen zu bereichern? Petrus spricht über dieselbe Handlungsweise negativ:

 

Wäzen im Schlamm wie Schweine*** Rbi8  2. Petrus 2:17-22 ***

Diese sind Quellen ohne Wasser und Nebelschwaden, von heftigem Sturm getrieben, und für sie ist die Schwärze der Finsternis aufbehalten. 18 Denn sie führen geschwollene Reden unnützen Inhalts, und durch die Begierden des Fleisches und durch zügellose Gewohnheiten verlocken sie die, die eben erst Leuten entronnen sind, welche im Irrtum wandeln. 19 Während sie ihnen Freiheit verheißen, führen sie selbst ein Dasein als Sklaven des Verderbens. Denn wer immer von einem anderen überwunden wird, ist diesem versklavt. 20 Wenn sie nämlich, nachdem sie durch eine genaue Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entronnen sind, wieder in ebendiese Dinge verwickelt und [davon] überwunden werden, so sind die letzten Zustände für sie schlimmer geworden als die ersten. 21 Denn es wäre für sie besser gewesen, den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden. 22 Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: „Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.“

 

Lassen wir uns warnen und nicht von einer Art „obrigkeitlichen Gewalt“ versklavt werden, die keinerlei göttliche Autorität hierzu besitzt!

 

Jeder Kirchenfürst, sei dies ein Form Papst oder eine kollektive Kirchenleitung setzen sich durch ihre Stellung als eigenständiges „Haupt“ an die Stelle des Christus, der allein das Recht als „Haupt des Leibes“ besitzt!

 

*** Rbi8  Epheser 5:21-23 ***

Seid einander untertan in der Furcht Christi. 22 Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, 23 denn ein Mann ist [das] Haupt seiner Frau, wie der Christus auch [das] Haupt der Versammlung ist, er, [der] Retter [dieses] Leibes.

 

So wenig Paulus der Frau erlaubt „Haupt“ des Mannes und der Familie zu sein, weil dies Konfusion gibt und zum Fall der Familie führt, so wenig gestattet er Männern sich als „Haupt“ der Versammlungen an die Stelle des Christus zu stellen! Keine Kirche kann als „Retter dieses Leibes“ auftreten und ihren Gliedern etwas versprechen, was nur dem Christus vorbehalten ist!

 

*** Rbi8  Epheser 4:11-15 ***

Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus.

 

Kirchen haben keine „Einheit des Leibes“ gebracht, sondern nur die Konfusion gefördert! Sie gleichen weit eher unterschiedlichen Supermärkten des Glaubens, die dieselben Produkte an ihre Klienten zu unterschiedlichen Preisen zu verkaufen suchen! Jesus bezeichnet sie als „Krämer“, die bis hin zum Abschluss ihren eigenen „fünf törichten Jungfrauen“ geistiges Öl verkaufen würden!

 

Zehn Jungfrauen, fünf mit brennenden Llichtern*** Rbi8  Matthäus 25:1-12 ***

Dann wird das Königreich der Himmel zehn Jungfrauen gleich werden, die ihre Lampen nahmen und auszogen, dem Bräutigam entgegen. 2 Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren verständig. 3 Denn die törichten nahmen wohl ihre Lampen, nahmen aber kein Öl mit sich, 4 die verständigen dagegen nahmen samt ihren Lampen Öl in ihren Behältern mit. 5 Während der Bräutigam noch ausblieb, nickten sie alle ein und begannen zu schlafen. 6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: ‚Der Bräutigam ist da! Geht hinaus, ihm entgegen!‘ 7 Da erhoben sich alle jene Jungfrauen und brachten ihre Lampen in Ordnung. 8 Die törichten sagten zu den verständigen: ‚Gebt uns etwas von eurem Öl, denn unsere Lampen sind daran, zu erlöschen.‘ 9 Da antworteten die verständigen und sprachen: ‚Vielleicht mag es nicht ganz für uns und euch genügen. Geht statt dessen hin zu denen, die es verkaufen, und kauft für euch selbst.‘ 10 Während sie hingingen, um zu kaufen, traf der Bräutigam ein, und die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm hinein zum Hochzeitsfest; und die Tür wurde verschlossen. 11 Danach kamen auch die übrigen Jungfrauen und sprachen: ‚Herr, Herr, öffne uns!‘ 12 Er gab zur Antwort: ‚Ich sage euch die Wahrheit: Ich kenne euch nicht.‘

 

Wir müssen als Vorsteher Licht spenden und unseren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit mit seiner Braut, den Aposteln zurückkehrt! Wer kein geistiges Öl besitzt, das Verständnis der Schrift bedeutet und hin zu seinen „Herren“ eilen muss, um es dort zu kaufen, der hat Jesus nie kennen gelernt und Jesus kennt auch ihn nicht! Jesus gibt freizügig Erkenntnis all denen, die wirklich auf ihn hören! Dazu braucht es keine hierarchische Kirchenführung! Jeder Christ hat Zugriff auf das ganze Wort Gottes.

Wie manchen Leib des Christus gibt es wirklich?

Da jede von diesen einen vom Christus getrennten „Leib in Form einer Kirche und deren Hierarchie repräsentieren, daher sollten sie uns von Beginn an schon suspekt sein! Sie behaupten entweder, dass Petrus einen Nachfolger im Amt gehabt habe (Päpste; Sukzession) oder wie andere dagegen behaupten, dass der durch Petrus und die übrigen zehn Apostel an der Stelle des Judas erwählte Mathias der wahre zwölfte Apostel sei. Dazu gehören Jehovas Zeugen. Die Neuapostel und Mormonen u.a. kennen dagegen heutige Apostel! Offenbar haben sie die Warnung des Paulus und des Petrus nie gekannt, nie verstanden oder willentlich beständig missachtet!

 

Die Tore JerusalemsDamit aber haben all diese Parteien ein gravierendes Problem mit der Aussage in der Offenbarung, dass im „neuen Jerusalem“ erneut die Zahl der „zwölf Apostel“ auftaucht, also am Ende dieselbe Vollzahl wie zu Beginn weiterhin besteht! Weder dreizehn noch eine unbestimmte Anzahl oder gar 144.000 „Apostel“ sind richtig! Jeder der zwölf Apostel muss zudem jeweils für zwölftausend Versiegelte deren Richter sein! (Mat 19:28 vergl. Off 7:4-8)

 

 *** Rbi8  Offenbarung 21:12-14 ***

Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel [[gr. aggelos = Bote; Vorsteher]], und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind. 13 Von Osten waren es drei Tore und von Norden drei Tore und von Süden drei Tore und von Westen drei Tore. 14 Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

 

Welcher Name steht nun rechtmässig am zwölften Tor? Der des Mathias oder doch der des Paulus, wie dieser selbst es für sich in Anspruch nimmt? Natürlich erklären jene „falschen Apostel“ eher Paulus zum Lügner als zuzugeben, dass die Elf damals vor Pfingsten nicht einen „Apostel“ im Sinne des Titels bestimmten, sondern viel mehr ihren eigenen „Abgesandten“ oder „Vorsteher“ oder zusätzlichen „Boten“ erwählten, was ja das Wort „Apostel“ übersetzt ebenso bedeutet!

 

So wie sie im obigen Text der Offenbarung das Wort „Engel“, also ein transliteriertes Wort aus der griechischen Sprache unübersetzt lassen, um die Idee einer himmlischen Auferstehung der Toten gemäss den Lehren des Hymenäus und der Nikolaus-Sekte zu stützen, ebenso handeln sie mit dem Begriff „Apostel“ bei der Wahl vor Pfingsten, wo eindeutig ein Abgesandter erwähnt wird und nicht der Titel der Zwölf gemeint ist! Nur zwölf wurden vom „Lamm“ selbst auserwählt! Dazu gehört eindeutig Paulus anstelle des Judas-Iskariot, dem der Christus mehrfach erschienen ist! (Apg 9:3-8; 2.Kor 12:1-7) Wir sind also zu Vorsicht herausgefordert, um nicht auf der Seite von Irrtum oder gar boshafter Lüge Stellung zu beziehen!

Es gibt keine Rechtsnachfolger der Apostel nach deren Tod!

Wer gar einer Abfolge von Päpsten als Rechtsnachfolger des Petrus oder eines anderen Apostel das Wort redet, der verkündet, dass Jesus nicht die Wahrheit redete als er nur mit seinen von ihm auserwählten Aposteln beim Abendmahl den Bund schloss! Zu jenem Zeitpunkt war Judas bereits nicht mehr unter ihnen!

 

*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Diesen Bund schloss Jesus später auch mit Paulus, vorausgesetzt seiner Treue bis in den schon früh für ihn angekündigten Märtyrertod! (Apg 9:15, 16; 21:7-14)

 

Auferweckung des LazarusKein Zweifel lässt Paulus zudem an der Form offen, in der Jesus später bei der „Wiederherstellung des Königreiches für Israel“ in Erscheinung tritt: „... da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen“. Jeder der Auferstandenen muss erkennen, dass es Jesus ist, der ihn auferweckt hat! In der Erstauferstehung nach Harmagedon [Bb; a1] sind es auch zudem viele der ersten treuen Jünger, die Jesus noch von Angesicht zu Angesicht kannten, so wie dies im Falle der Auferstehung des Lazarus der Fall war! Auch die Frühauferweckung der Apostel zu Beginn des „Tages des Herrn“ [B1] erfolgt durch Jesus, die ihn genau wiedererkennen werden, weil sie dieselben Erinnerungen die sie hatten zurückerhalten!

 

Der Christus handelt somit nach Harmagedon zweifelsfrei nicht in seiner Gestalt als himmlischer „Reiter auf dem weissen Pferd“. Jener Ritt endet doch gerade in Harmagedon mit dem endgültigen Sieg über alle seine Feinde, sondern nun eindeutig als wiedergekehrter „Menschensohn“ Jesus, der von den Seinen sehnlich erwartet wird! Paulus bezeichnete ihn doch als „letzten Adam“ (1.Kor 15:45) und Jesaja als „Ewigvater“ (Jes 9:6), da er ja all jenen die er auferweckt oder „in einem Nu umwandelt“ (1.Kor 15:51, 52) ewiges Leben verleihen wird!

 

Kleine Schriftveränderung können das Gesamtverständnis vollkommen trüben oder gar vernichten! Dogmen sind wie Hefe, die den Sauerteig der „drei Mass Mehl“ den „eine Frau“ (Babylon; Hosea spricht von „Gomer“) nahm und zu einer Masse knetete und diese vollkommen durchsäuert: Zuerst die Nation Israel, das Zehnstämmereich (Hosea nennt jenen Sohn „Jesreel“), dann das nachexilische Juda (Tochter „Lo-Ruhama“), dann die Christenheit (Sohn „Lo-Ammi“) (Mat 13:33).

 

Übersetzungsfehler sind leider allzu oft nicht Fehler, sondern bewusste Irreführung seitens jener, die eher einem kirchlichen Dogma treu ergeben sind, wie aufrichtig nach Wahrheit zu forschen und diese unverfälschte Wahrheit mutig zu verteidigen, wenn einmal gefunden! Es bedeutet doch Wahrheitsliebe zu bezeugen, selbst dann, wenn dies Kirchenausschluss, Verlust von Amt, Ehre, Titel und Gehalt beinhaltet! Das ist es doch, was Paulus als „eine Menge Kehricht“ betitelte, alle die Bindungen, welche Religionsorganisationen wie Netze über uns werfen! (Joh 5:40-44; Php 3:8, 9)

Jesus muss „mit den Wolken“ wiederkehren

Jesus versprach doch beständig seinen Jüngern gegenüber wiederzukehren! Die zwei Engel die bei Jesu Himmelfahrt die erstaunten Apostel aufklärten sagten doch bestimmt die Wahrheit, wenn sie erklärten:

 

Christi Himmelfahrt*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:9-11 ***

Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg. 10 Und als sie unverwandt zum Himmel schauten, während er hinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern neben ihnen, 11 und sie sprachen: „Männer von Galiläa, warum steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn in den Himmel habt gehen sehen.“

 

Jeder der behauptet, dass Jesus als Geist zurückkehren werde verdreht die offensichtlichen Tatsachen, widerspricht den Propheten, Jesus, den Aposteln und Engeln! Joannes nennt sie „Antichristen“: „Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.“ (2.Joh 7)

 

Wenn Paulus im Brief an die Philipper von der „Frühauferstehung“ (gr.: exanástasin) spricht, so bezieht er sich als Person dort mit ein und zwar in ein künftiges Ereignis! Er verbindet es deutlich mit Jesu Wiederkehr und dies zudem mit dem „Beginn des Tages des Herrn“. Es ist die Zeit der „Umgestaltung“ der Überlebenden von Sterblichkeit hin zu Unsterblichkeit [Bb1], am Ende der Frist von 1335 Tagen [C4] die Daniel erwähnt hat! (Phi 3:11, 20, 21) Das ist nicht dasselbe, was Religionslehrer behaupten, dass der physische Leib in einen Geistleib umgewandelt werden soll, das ist blosses Wunschdenken von den, „die die Erde verderben“ mit ihren heidnisch-platonischen Lehren (Off 11:18).

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:51-53 ***

Seht, ich sage euch ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle [im Tod] entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn das, was verweslich ist, muß Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, muß Unsterblichkeit anziehen.

 

Auch der Zeitpunkt und der Zweck der Umwandlung ist klar und deutlich vorgegeben: Es ist zeitlich zum Ende des Ertönen der „siebten Trompete“ oder „letzten Posaune“ einzureihen und der Zweck ist Unsterblichkeit und Unverweslichkeit! Die Apostel trifft ihre eigene Aufgabe und Beteiligung als „Braut, die Frau des Lammes“ mit Jesus zusammen sich vorab auf ihre Richter- und nun ihre Königsthrone zu setzen! (Off 20:4)

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Zweifelsfrei sind die zwölf Apostel in ihrer Stellung weiterhin über den künftigen 144.000 Mit-Priesterkönigen, da sie jene ja richten werden! Jene haben eine andere Rangstufe, wie Paulus dies deutlich in der Erklärung um die Rangfolge der Auferstehung erklärt!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:20-23 ***

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind. 21 Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem [[(durch (Albrecht))]] Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Jeder aber in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart [[(gr.: parousia = Wiederkehr; Ankunft)]].

 

Sie, die Apostel sind es, die sich nach der Endschlacht Harmagedon somit auf ihre (zwölf) Throne (Mehrzahl!) setzen, wie Johannes dies in der Offenbarung ankündigt, kurz nachdem Jesus „mit den Wolken“ vom Himmel her zurückgekehrt ist und die Erstauferstehung der Toten anführt, welche zu den 144.000 mit- Priesterkönigen gehören werden!

 

Jesu Wiederkehr und seine "Abendessen der Hochzeit des Lammes" auf dem Tempelberg *** Rbi8  Offenbarung 20:4-6 ***

Und ich sah Throne, und da waren solche, die sich darauf setzten, und es wurde ihnen Macht zu richten gegeben. Ja, ich sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, und weil sie von Gott geredet hatten, und die, die weder das wilde Tier noch sein Bild angebetet und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn und auf ihre Hand empfangen hatten. Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre. 5 (Die übrigen der Toten kamen nicht zum Leben, bis die tausend Jahre zu Ende waren.) Das ist die erste Auferstehung. 6 Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

 

Jene Getreuen hatten Zeugnis für Jesus und nicht für irgendwelche Religionen abgelegt! Sie verkündeten unverfälschte Wahrheit!

 

Jesu Wiederkehr muss somit vor der Erstauferstehung erfolgen und jene die sich mit ihm zusammen auf jene angesagten „Throne“ (Mehrzahl) setzen sind die Apostel und nicht die Überlebenden des Überrests der 144.000, sonst hätten ja die einen das Amt vor den anderen und wären früher mit „Macht und Herrlichkeit“ ausgestattet worden. So aber werden beide Gruppen, die Lebenden und die Toten, zusammen mit den Aposteln gemeinsam zu Priesterkönigen geweiht, was gemäss Gebot an Mose sieben Tage dauern wird! Kein Buchstabe vom GESETZ ist dahingefallen! Auch dieses Detail hatte Paulus verraten, diesmal im 1.Brief an die Thessalonicher!

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:14-18 ***

Denn wenn wir den Glauben haben, daß Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. 15 Denn dies sagen wir euch durch Jehovas [[des Herrn (Jesu)]] Wort, daß wir, die Lebenden, die bis zur Gegenwart [[(gr.: parousia = Ankunft, Wiederkunft)]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen. 17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

Wer die Wahrheit erkennen will, ihm sind alle Mittel seit Ende des ersten Jahrhunderts in die Hand gegeben! Es kostet Arbeit sie richtig einzureihen aber es lohnt: „Die Wahrheit wird euch frei machen“, frei von religiöser Irrlehre und Ausnutzung! Keiner kommt dem anderen zuvor, wenn es darum geht sie zu Priestern und Königen zu weihen! Jesus muss zur Erde zurückkommen, in den Bereich der „Luft“! Die Apostel und die 144.000 werden gemeinsam mit Jesus vereint werden und auch künftig sich erneut  zu den drei Festzeiten Jehovas in Jerusalem zusammenfinden!

 

12.3.1.2       Der Inhalt des Briefes an die Kolosser

Kapitel 1:  Den Wert und die Aufgabe des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ erkennen!

 

Kol 1:1-8:  Hoffnung, die in den Himmeln aufbewahrt wird

Jesus wird vom Himmel her kommend hier auf der Erde erwartet, um Gottes Königreich inmitten der Menschheit aufzurichten, die angekündigte „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“! Darauf setzen Christen die ihren Verstand geschärft haben ihre Hoffnung. Die „neuen Himmel“ werden dann die jetzt herrschenden „alten Himmel“ ersetzen, die kurz zuvor in Harmagedon vernichtet wurden! Dies ist nicht dasselbe wie eine „himmlische Hoffnung“ hegen, eines Tages bei Gott im „dritten Himmel“ zu weilen. Das war die falsche Lehre des Hymenäus die bis zum Ende des ersten Jahrhunderts zur Nikolaus-Sekte anwuchs und dann  im Gefolge ab dem vierten Jahrhundert durch die katholische Mutter an all ihre späteren orthodoxen und protestantischen Töchter vermittelt wurde!

Kol 1:9-12:  Jeder von uns soll erfüllt werden in aller Weisheit, geistigem Verständnis, Erkenntnis Seines Willens

Zuerst ist wichtig das Wort „Weisheit“ in biblischem Sinne im Vergleich mit Intelligenz oder der „Weisheit dieses Systems“ zu verstehen! Weisheit hat als Fundament Gottes GESETZE, seinen ganzen Willen! Es hat als „Beginn“ oder trägt als Krönung der „Säule der Weisheit“ wahre Gottesfurcht! Jesus ist die personifizierte Weisheit, weil er keines der Gebote Gottes übertrat und wegen seiner Gottesfurcht von Jehova erhört wurde. In jeder Beziehung erfüllte er Gottes Willen und gab uns darin das Beispiel ihn nachzuahmen.

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?
  

Kol 1:13-20:  Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, Jesu Stellung vor dem Vater

Das ganze „heilige Geheimnis“, das seit Eden verborgen war und durch das alle die darauf hofften das Offenbarwerden des „Samens der Frau“ erwarteten wurde durch Paulus gut erklärt: Es war Jesus, der Christus und seine kommende Verwaltung der Erde. Wenn wir ihm zuhören und religiöse Ammenmärchen dahin senden, wo sie hingehören, so können wir die wahren Zusammenhänge der von Gott stammenden Macht vollkommen erkennen jene Macht durchschauen, die vom „Gott dieses Systems“, von Satan stammt!

Kol 1:21-29:  Als frühere Feinde Gottes nun durch Jesus mit Gott versöhnt

Durch Sünde wurden wir zu Feinden Gottes. Durch Jesu vergossenes Blut konnten wir erneut mit Gott versöhnt werden. Glaube in Jesus als König und Hoherpriester und in sein Loskaufsopfer, unsere „Beschneidung des Herzens“ aufgrund des „GESETZES des Christus“ sind Vorbedingung für die Taufe und „unverdiente Güte“.

Kapitel 2:  Wer Gottes „heiliges Geheimnis“ um Jesus versteht, der lehnt Vermischung mit der Welt Satans durch Unterordnung unter ein anderes „Haupt“ ab!

Kol 2:1-7:  Genaue Erkenntnis des „heiligen Geheimnisses Gottes“ in Bezug auf Jesus

Ohne exaktes Verständnis der Rolle des Christus im Gesamtzusammenhang mit Gottes Plan bleiben wir diesem System weiterhin versklavt! Erst genaues Verständnis bringt uns die Harmonie des „Leibes des Christus“ vor Augen, weil jedes Glied nun vom selben „Haupt“ in die gewünschte Richtung gelenkt wird! Da Jesus sowohl die „Wurzel Isais“ und den „Spross Isais“ darstellt, kann der edle Olivenbaum bis heute deutlich wahrgenommen werden, in den wir als „Paulikaner“ wie Zweige eines „unedlen Olivenbaumes“ eingepfropft wurden, um an der Fettigkeit der „Wurzel“ und als Teil des „Sprosses“ teilzuhaben!

 

Isais Wurzel und der Baum, der einen Spross treibt
  

Kol 2:8-15:  Warnung vor jenen, die uns durch „Philosophie und leeren Trug“ wegzuführen versuchen

Die Warnungen des Paulus vor den „elementaren Dingen der Welt und nicht gemäss dem Christus“, die er als von Menschen erfundene Lehren und Trug deklariert, diese gelten uns heute noch weit vermehrt, weil sie inzwischen geschickt als christliche Lehre getarnt verbreitet werden! Sie alle haben zum Ziel uns unter irgendwelche Mächte erneut zu versklaven. Dass Jesus alleiniges „Haupt aller Regierungsmacht und Autorität“ ist schliesst auch religiöse „Königreiche“ mit ein! Wir wurden in geistigem Sinne „am Herzen beschnitten“ und nur deshalb wurde die „handschriftliche Urkunde“, des gegen uns lautenden „Fluches“ aufgrund früherer Gesetzesübertretung ausgetilgt! Wer kann „die Herren“, die „Bel“ und die „Baale“ dieses heutigen Systems klar erkennen? Warnung vor den „Ehebrecherinnen“, die Gott verlassen haben, um sich an dieses System zu binden!

Kol 2:16-19:  Welches Richten wegen der Sabbate, Feste, Neumonde oder wegen Speisen und Getränken verabscheut Paulus?

Gedenke des Sabbattages Sind die Festzeiten Jehovas für Christen verbindlich? Wenn ja, welches Recht haben unsere Gegner uns dafür zu richten, dass wir dem „Herrn des Sabbats“ weiterhin treu dienen? Die Lehre des Paulus wurde schon früh von jenen in das Gegenteil verwandelt, deren Nachfolger dann ab dem 2. bis 3. Jahrhundert den Sabbat durch den römisch-heidnischen Sonntag vertauschten! Nur eine exakte Betrachtung der Aussagen des Paulus im Kontext führt uns zur Wahrheit hin!

Kol 2:20-23:  Christen sollen den Dingen der Welt gegenüber absterben!

In der Taufe sterben wir gegenüber dem Begehren des sündigen Fleisches und kommen zum Leben gegenüber den gerechten Anforderungen des Geistes! Wir dürfen nicht in die Falle derer tappen, welche die Worte des Paulus  so auslegen, dass sie den fleischlichen Forderungen erneut zur Sünde nachgeben. Paulus warnt vor denen, deren „Bauch zu einem Gott“ geworden ist, Speisen gutheissen, die Gott als „unrein“ erklärt hat. Solche die Habsüchtig sind oder der Hurerei zuneigen und die nach Unreinem verlangen! Warnung vor denen, die Menschengebot über Gottes GESETZ stellen, statt an Jesus als Haupt festzuhalten der uns den Massstab vorgelebt hat, der auch für uns gilt.

Kapitel 3:  Wie ist die Ordnung im Königreich des Sohnes aufrecht zu erhalten?

Kol 3:1-11:  Unsere Verpflichtung gemäss der „neuen Persönlichkeit“ wahrnehmen

Paulus sprach von einer „neuen Persönlichkeit“, die jeder Christ anziehen muss, wenn er sich der Taufe nähert! Die alten Gepflogenheiten gemäss dem System Satans sind wie Ballast abzuwerfen. Dazu ist genaue Erkenntnis des Willens des Vaters notwendig, Verständnis der GESETZE und Verordnungen, wie diese zu unserem Nutzen anzuwenden sind! Unser Blick sollte von den Machthabern dieses „Systems der Finsternis“ und ihren „Weisen“ weg nach oben gerichtet werden, um jene Dinge zu lernen, die mit wahrer Gerechtigkeit und Frieden im Zusammenhang stehen! Alle Werke die vom gefallenen Fleisch her diktiert werden sind durch die Gebote des Geistes ablösen: Nur so ist die Einheit im „Leib des Christus“, der Versammlung zu erreichen, die ihrerseits Teil seines Königreiches bildet!

Kol 3:12-17:  Der Friede innerhalb des „Leibes des Christus“ hängt von unserem Verhalten ab: Die alte Persönlichkeit weg tun und die neue Persönlichkeit anzuziehen!

Persönlihes Bibelstudium als Grundlage der Erfüllung des Predigens der guten BotschaftNur durch das Anziehen der „neuen Persönlichkeit“ die in Gerechtigkeit geübt ist kann die Einheit im „Leib des Christus“, der Versammlung erreicht und erhalten werden, die Teil von Jesu Königreich bildet, indem wir vereint werden im selben Geist, der heilig ist, von Unreinheit getrennt! Unser Denken formt unsere Persönlichkeit: Der geistig gesinnte Mensch hat seinen Körper unter Kontrolle und gebraucht ihn als Instrument, um gegenüber anderen das Gute zu wirken und dadurch zum Lob unseres Herrn Jesus und zu Gottes Ehre beizutragen.

Kol 3:18-25:  Freiwillige Unterordnung unter das Haupt trägt zum Frieden bei

Jede Form von Organisation, beginnend in der Familie hängt von guter Führung und von Unterordnung ab! Nur wer gelernt hat sich zu unterordnen wird später auch gute Fähigkeiten in der Führung entwickeln! Beide bedingen sich gegenseitig, da jeder Mann dem „Haupt“ Christus unterordnet ist gibt er dadurch der Familie ein Beispiel, wie jene sich selbst dem Vater als „Haupt“ unterordnet! Wo Frauen sich willig ihren Männern unterordnen, da haben Kinder ein herausragendes Beispiel dem sie selbst nacheifern, um sich ihrer Mutter und dem Vater willig zu zeigen. All dies trägt zum Frieden und zum gleichmässigen Wachstum bei! Die heutige Zeit der so genannten Freiheit von Autorität ist nur das Vorspiel des vollkommenen Zusammenbruchs!

Kapitel 4:  In Weisheit das „heilige Geheimnis“ über Jesu Königreich verbreiten!

Kol 4:1-6:  Das “heilige Geheimnis“ über den Christus auch unter üblen Umständen verbreiten

Paulus zeigt an seinem eigenen Beispiel als Gefangener des römischen Imperiums, dass keine Umstände uns daran hindern können über unseren König und Hohepriester Christus Zeugnis abzulegen! Unser Verständnis, dass Gottes Königreich, das auf der Erde errichtet werden soll durch Männer gebildet werden wird, die Gottes Normen zuvor schon angenommen haben und sie auch unter schwerer Prüfung verteidigen und an andere vermitteln, erst dies bringt uns dem Verständnis der vollständigen Klärung über das „heilige Geheimnis“ näher!

 

Keiner der Mächtigen dieses Systems, sei dies in Religion, Politik oder Wirtschaft hat diese Dinge verstanden, warum sie ihre eigene Form der Gerechtigkeit, ihre eigenen Hierarchien aufgerichtet haben, nicht dazu bereit, sich dem Christus und seinen Anforderungen zu unterordnen! Paulus zeigt, dass Zeit nicht im Überfluss vorhanden ist, sondern „ausgekauft“ werden muss, um sich für Gottes Königreich einzusetzen, indem der Preis dafür durch Verzicht auf anderes bezahlt wird! Wenn wir „die Weisheit, die von oben kommt“ in die Tat umsetzen dient dies nicht nur uns, sondern allen anderen!

Kol 4:7-13:  Mitarbeiter für das Königreich Gottes als Vorbilder für uns

Als „weiser Arbeitsleiter“ hat Paulus um sich fähige Männer und auch Frauen aufgebaut, die uns als nachahmenswerte Beispiele dienen können! Sie alle haben einen Teil ihrer Freiheit und ihrer Zeit zu Gunsten anderen geopfert, damit jene diese Freiheit erkennen und ebenso ergreifen die wir im Zusammenhang mit Jesus haben, damit die Versammlungen wachsen konnten und an Geist und guten Werken erstarkte!

Kol 4:14-18:  Die Briefe des Paulus sind alle laut zu verlesen!

Wie wir inzwischen gelernt haben sind alle Briefe des Paulus gegenseitig untereinander durch gekreuzte Informationen verwoben! Je öfter wir sie hören und je detaillierter wir sie betrachten, desto mehr werden sie Teil unserer „neuen Persönlichkeit“, formen unser Denken und Verhalten. Sie lassen uns ein vollkommen verändertes Bild des bestehendes Systems und der Zukunft wahrnehmen, das uns animiert unser Bestes zu geben, um ebenso Teil jener Zukunftshoffnung zu werden, wenn sie sich zu realisieren beginnt! Statt auf mystische Dinge in den Himmeln zu hoffen erkennen wir unsere Aufgabe dem Planeten Erde gegenüber, der zur ewigen Heimstädte für uns Menschen gemacht wurde! Statt nach den Sternen zu greifen bereiten wir das Paradies vor, indem wir zum Gedeihen der eigenen Familie und Versammlung beitragen und dadurch den „Leib des Christus“ wachsen lassen und stärken!

 

12.3.1.3       Die Gründung der Versammlungen Kolossä

Krte von KolossäDie Stadt und deren Versammlung lag am Ende des oberen Lykostales und gehört zur Provinz Asien, an der Grenze Phrygiens, etwa achtzehn Kilometer von Laodicea entfernt. Sie liegt an der Hauptstrasse von Babylon ans Mittelmeer nach der wichtigen Hafenstadt Ephesus und war eine wichtige Handelszentrum einer blühenden Textilindustrie. Heute heisst sie Denizli, eine türkische Stadt.

 

An Pfingsten 33 u.Z. waren einige Phrygier unter denen, welche die Ansprache des Petrus hörten und möglicherweise getauft wurden (Apg 2:5, 10, 14). Paulus zeigt, dass er an der Gründung der Versammlung Kolossä selbst nicht direkt beteiligt war. DFüherie meisten von deren Angehörigen haben ihn bisher nie von Angesicht gesehen. Dennoch zeigt Paulus seinen grossen Eifer auch für diese! Denn ich will, daß ihr euch bewußt seid, welch großen Kampf ich um euch habe und um die in Laodicea und um alle, die mein Angesicht im Fleische nicht gesehen haben“ (Kol 2:1)

 

Auch wir heute, am Ende dieses Systems kennen Paulus nicht direkt von Angesicht. Er ist uns aber durch seine Schreiben zu einem nahen und guten Bekannten geworden, den wir in seiner erhöhten Stellung als Apostel der Nationen vollkommen respektieren! Seine Anweisungen an die Versammlungen des ersten Jahrhunderts gelten genauso uns als „Schafen Jesu“ und als Vorstehern in der Endzeit!

 

Möglicherweise gehört auch diese Versammlung zu jenen Versammlungen Asiens, die von solchen Männern gegründet worden sind, die Paulus während seines zweieinhalbjährigen Aufenthaltes in Ephesus während seiner 3.Missionsreise ausgebildet hatte. Zu ihnen gehörte zumindest Epaphras, den Paulus als treuen Mitarbeiter bezeichnet (Kol 1:7, 8; 2:1; 4:2). Zuerst predigte Paulus in Ephesus während einiger Monate in der jüdischen Synagoge, dann gab er täglich während zwei Jahren öffentliches Zeugnis in der Schule des Tyrannus (Apg 19:9, 10), wo jeder der sich angesprochen fühlte an seinen Vorträgen teilhaben konnte!

 

Bestimmt aber waren es einige „Ebioniten“, also von den Beschnittenen, die auch dort und in Laodicea den Grundstock der Versammlung und wahrscheinlich deren erste Vorsteher stellten, wie eben jener Epaphras. Die persönlichen Grüsse lassen vermuten, dass auch andere zu den persönlichen Bekannten gehörten wie Archipus, der Sklave Onesimus der inzwischen zu ihm nach Rom entflohen war und dessen Herr Philemon, den Paulus als Freund betrachtet und der getrennt einen eigenen Brief erhielt. In dessen Haus hatte Paulus sich zuvor schon aufgehalten und der nun nach der Freilassung den Besuch des Apostels erneut erwarten sollte.

 

12.3.1.4       Die vorherrschenden Probleme in der Versammlung Kolossä  13

Paulus versucht jener Versammlung den Zusammenhang zwischen dem zu erwartenden Königreich Gottes, das auf der Erde aufgerichtet werden soll und dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, das seit Jesu Auferstehung und Erhöhung existiert klar zu machen. Dass es sich dabei um eine Teilinformation handelt, die nur über die anderen Teile in den fünf (resp. sechs) Briefen des Paulus aus der römischen Gefangenschaft zur Gesamtinformation vereint werden können, dies fällt dem eifrigen Bibelstudierenden schon bald auf!

 

Jene Versammlung war phrygischem Spiritismus und griechisch-philosophischem Einfluss ausgesetzt. Offenbar versuchten einige das Festhalten an der Sabbatordnung und den Speisevorschriften im GESETZ Mose durch andere Bräuche entgegenzuwirken, und verurteilten jene Gesetzestreue als etwas überflüssiges und hielten weiterhin an „den elementaren Dingen der Welt, gemäss Überlieferungen der Menschen und nicht gemäss Christus“ fest, der „Haupt aller Regierungsmacht und Gewalt“ ist. Paulus verweist auf die Beschneidung des Herzens gemäss Gottes Geboten! Frühere Verfehlung gegen jenes GESETZ, die Sünde sind, waren durch Taufe und damit Eintritt in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ in einem Akt der Amnestie vergleichbar ausgelöscht worden, indem der Fluch durch Sünde der auf uns lastete mit Jesus symbolisch „an den Pfahl genagelt“ wurde! (Kol 2:4-8,  13, 16-23 vergl. Rö 3:31; Gal 3:10-14) 

 

Obwohl Paulus davon spricht, dass „unsere Hoffnung in den Himmeln aufbewahrt“ ist bedeutet dies keinen Hinweis darauf, dass Christen in den dritten Himmel Gottes kommen, sondern legt lediglich den Ort fest, wo bestimmte richterliche Entscheidungen gefällt werden! Dies ist vergleichbar mit dem Gerichtsort, der in einem Vertrag vereinbart wird, der die Zuständigkeit klärt!

 

Gottes Schutz in schwerren Glaubensprüfungen erleben Paulus rückt in diesem Schreiben das Erreichen eines genauen Verständnisses jedes einzelnen in den Vordergrund. Das geht weit über das hinaus, was der normale Gläubige in einer Kirche vermittelt bekommt! Dies bedingt eigenes Nachforschen, vergleichen, bestätigen und verwerfen von Lehrmeinungen, an die man früher geglaubt haben mag! Durch Festhalten am „geprüften Glauben“ auch unter Betrübnissen zeigen wir uns bewährt! Petrus erklärte deshalb:

 

*** Rbi8  1. Petrus 1:3-9 ***

Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns eine neue Geburt zu einer lebendigen Hoffnung gegeben durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe. Es ist in den Himmeln aufbehalten für euch, 5 die ihr mit Gottes Macht durch Glauben zu einer Rettung behütet werdet, die bereit ist, in der letzten Zeitperiode [[(der Endzeit)]] geoffenbart zu werden. 6 Über diese Tatsache freut ihr euch sehr, obwohl ihr jetzt für eine kleine Weile, wenn es sein muß, durch mancherlei Prüfungen betrübt worden seid, 7 damit die geprüfte Echtheit eures Glaubens, viel wertvoller als Gold, das vergeht, obwohl es durch Feuer erprobt wird, bei der Offenbarung Jesu Christi als eine Ursache zum Lobpreis und zur Herrlichkeit und Ehre erfunden werde. 8 Obwohl ihr ihn niemals gesehen habt, liebt ihr ihn. Obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, übt ihr doch Glauben an ihn aus und freut euch sehr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude, 9 da ihr das Endziel eures Glaubens, die Rettung eurer Seelen, erlangt.

 

Jesus als Haupterbe der ganzen Erde muss im Himmel bleiben, bis Gottes Tag gekommen ist und er erneut zur Erde gesandt wird, um jedem den entsprechenden Lohn zu geben, „... einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe“, weil Jesus selbst uns ewiges Leben schenken wird! Petrus verbindet es mit „der letzten Zeitperiode“ dieses Systems! Nach dem Brand Roms und dem Märtyrertod des Paulus brachen überall im Reich Christenverfolgungen aus. Petrus weist darauf hin, dass dies für viele neben anderen neue „Betrübnisse“ bedeutete! Nur „... die geprüfte Echtheit eures Glaubens“ ist es, die uns retten wird „... bei der Offenbarung Jesu Christi als eine Ursache zum Lobpreis und zur Herrlichkeit und Ehre erfunden werde.“ Christus wird offenbar, wenn er als Mensch zu uns Menschen zurückkehrt!

 

Das Wort „Seele“ bedeutet sowohl in Hebräisch wie in Griechisch „Leben“ und ist auf das gesamte Wesen, ob es Tier oder Mensch ist bezogen. So spricht die Bibel auch von „toten Seelen“, was deutlich der Unsterblichkeitstheorie der Religionen entgegengerichtet ist! (3.Mo 19:28; 21:1)

 

*** Rbi8  1. Mose 1:21 ***

Und Gott ging daran, die großen Seeungetüme zu erschaffen und jede lebende Seele, die sich regt, die die Wasser hervorwimmelten, nach ihren Arten und jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art.

 

Die Fussnote in der Studienausgabe der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG erklärt zum Begriff „Seele“:

 

***  1. Mose 1:21 (Fn) ***

„Lebende Seele“. Hebr.: néphesch hachajjáh, Sg.; gr.: ψυχὴν ζῴων (psychen [Sg.] zoion [Pl.], „Seele Lebender“).

 

Adam wurde eine "lebende Seele"Jede Seele aber gehört Gott! (Hes 18:4) Wir haben die Pflicht auf Gott zu hören und ihm Respekt und Gehorsam zu zollen. Davon will uns Satan und die durch ihn gelenkte Welt abbringen!

 

Paulus zeigt, dass wir so lange wir Teil dieser Welt waren, die von Satan als „Gott dieses Systems der Dinge (2.Kor 4:3, 4) gelenkt wird uns als „Feinde Gottes“ erwiesen haben! Wer die Ungerechtigkeit dieses Systems liebt und gegen Gottes Gerechtigkeit austauscht, der kann niemals Gottes Anerkennung finden! Unerfahrenheit und Spott auf Gottes Worte, sich gegen wahre Erkenntnis der Wahrheit zu wehren bleiben nicht ohne Resultat! Gott ruft deutlich zur Umkehr auf!

 

*** Rbi8  Sprüche 1:22-33 ***

„Wie lange, ihr Unerfahrenen, werdet ihr weiterhin Unerfahrenheit lieben, und [wie lange] wollt ihr Spötter offenen Spott für euch begehren, und [wie lange] werdet ihr Unvernünftigen weiterhin Erkenntnis hassen? 23 Kehrt um bei meiner Zurechtweisung. Dann will ich euch meinen Geist hervorsprudeln lassen; ich will euch meine Worte bekanntgeben. 24 Weil ich gerufen habe, ihr euch aber ständig weigert, ich meine Hand ausgestreckt habe, aber keiner da ist, der achtgibt, 25 und ihr fortfahrt, all meinen Rat unbeachtet zu lassen, und ihr meine Zurechtweisung nicht angenommen habt, 26 werde auch ich meinerseits bei eurem eigenen Unheil lachen, ich werde spotten, wenn das, wovor ihr erschreckt, kommt, 27 wenn wie ein Sturm das kommt, wovor ihr erschreckt, und euer eigenes Unheil so wie ein Sturmwind herankommt, wenn Bedrängnis und schwere Zeiten über euch kommen. 28 Zu jener Zeit werden sie mich ständig rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich unablässig suchen, aber sie werden mich nicht finden, 29 darum, daß sie Erkenntnis gehaßt und die Furcht Jehovas nicht erwählt haben. 30 Sie haben meinen Rat nicht angenommen; sie haben all meine Zurechtweisung mißachtet. 31 Somit werden sie von der Frucht ihres Weges essen, und sie werden sich von ihren eigenen Ratschlägen sättigen bis zum Überdruß. 32 Denn die Abtrünnigkeit der Unerfahrenen ist das, was sie töten wird, und die Sorglosigkeit der Unvernünftigen ist das, was sie vernichten wird. 33 Was den betrifft, der auf mich hört, er wird in Sicherheit weilen und nicht beunruhigt sein wegen des Unglücks Schrecken.“

 

Der "Same der Frau" wird der Schlange, Satan den Kopf zertretenDie Ratschläge der „Weisen dieses Systems“ spotten dem Rat Gottes! Sie haben ihre eigene Form von Gerechtigkeit errichtet, die sie selbst zerstören wird! Wer an ihrer Seite ist wird ihre Strafe mit erleiden! Wer aber zu Gott umkehrt wird an der Rettung durch Christus Anteil haben! Salomo nennt es  „... die Abtrünnigkeit der Unerfahrenen“, sich ohne genaue Erkenntnis denen anschliessen, die Gottes Wort verändern oder ignorieren bedeutet schlussendlich Tod, dieselbe „Grube“, die Gehenna!

 

 Paulus aber, als Verwalter Gottes für die Menschen aus den Nationen legt ebenso wie Salomo und Jesus stets Gewicht darauf, dass wir Gottes Gerechtigkeit kennen lernen, die in Verbindung mit seinem Sohn steht und jedes Wort beinhaltet, das jener zu uns als Gottes Wortführer geredet hat! Wir tun somit gut daran, auf jedes dieser Worte Jesu zu achten!

 

Paulus warnt davor, dass wir uns unter ein anderes „Haupt“ erniedrigen als es Christus ist! Dies bedeutet doch einem anderen „Führer“ zu gehorchen, damit aber auch einem anderen „Leib“ anzugehören und einem anderen Gott zu dienen. Das „heilige Geheimnis“, wer der „Same der Frau“ ist der „der Schlange den Kopf zertreten“ wird ist seit Jesu Tod und Auferweckung und seiner Erhöhung vollkommen offenbar! Was noch eine Zeit lang ein Geheimnis bleibt ist, wer neben den Aposteln künftig zu den Auserwählten zählen wird, welche der kommenden Verwaltung der Erde angehören! Jesus aber ist bereits heute „Haupt aller Regierungsmacht und Autorität“.  Das lässt keinen Zweifel offen, welcher „obrigkeitlichen Autorität“ ein Christ wirklich unterordnet ist! Jede Behauptung, dass dies eine weltliche oder kirchliche Autorität sei streut uns nur Sand in die Augen!

 

 

12.3.2        Kapitel 1:  Den Wert und die Aufgabe des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ erfassen!

 

12.3.2.1       Kol 1:1-8:  Hoffnung, die in den Himmeln aufbewahrt ist

Wie schon beim Brief an die Philipper bezieht Paulus den Timotheus bereits in der Anrede mit ein. Er ist offensichtlich weiterhin an seiner Seite während seiner 1. Gefangenschaft in Rom! Zudem scheint der Brief geschrieben worden zu sein, bevor Timotheus ebenfalls in Ketten gesetzt wurde, somit auch vor dem Schreiben an die Hebräer, wo Paulus die baldige Freilassung seines Mitarbeiters erwähnt.

 

Dies zeigt, dass der Aufbau des Bibelkanons auch bei dieser in einer kurzer Frist während der Jahre 60 und 61 u.Z. als Gruppe erstellten Briefe nicht zwangsläufig die Reihenfolge berücksichtigt wurde, in der sie erstellt waren. Offenbar idt der Brief an die Philipper erst nach dem Brief an die Kolosser geschrieben, da er ebenso von der Gefangennahme und Entlassung des Timotheus berichtet, sondern ihn in der Anrede als Mitgrüssenden erwähnt. Es ist auch so, dass ein späteres Kapitel in einem Buch oft auf den Aussagen eines früheren Kapitels aufbaut! So sollten wir auch die fünf (sechs) Briefe des Paulus als Einheit sehen, die er aus der Haft in Rom schrieb. Ihr Inhalt muss zu einem Gesamten verschmolzen werden! Spätere Aussagen gründen sich auf solche die bereits früher erwähnt wurden!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:1-2a ***

Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Timotheus, [unser] Bruder, 2 an die Heiligen und treuen Brüder in Gemeinschaft mit Christus in Kolossä:

 

Jeder Christ wird unter die „Heiligen“ gerechnet, da die Taufe Heiligung von früheren Sünden bedeutet! Es bleibt Aufgabe jedes einzelnen von uns diese Heiligkeit auch aufrecht zu erhalten und sich von Sünde getrennt zu erweisen. Dies hat weiterhin „unverdiente Güte“ zur Folge und trägt zum Frieden bei, der nur dort das Resultat sein kann, wo auch wirklich der Wille des Vaters getan wird und dadurch „unverdiente Güte“ die Folge ist, Vergebung unserer Fehler, wie wir Fehler unserer Mitbrüder vergeben!

 

Der Auftrag die gute Botschaft bis an die Enden der Erde  zu verbreiten wurde erfüllt*** Rbi8  Kolosser 1:2b ***

Unverdiente Güte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater.

 

Paulus schliesst in seine Gebete alle Versammlungen mit ein, um Gott für jeden einzelnen „Heiligen“ Dank zu sagen, der nun alle übrigen „Heiligen“ als Brüder und Schwestern betrachtet. Er sieht und hört vom Resultat, das durch das Verkündigen der guten Botschaft erzielt wird, wie Menschen ihr Verhalten hin zum Guten verändern und ihre Hoffnung in das kommende Königreich des Vaters setzen. Dazu ist Glaube in die Wiederkehr Jesu notwendig, der dieses Königreich inmitten seiner Feinde aufrichten wird, allen die Glauben in ihr gesetzt haben zur Rettung und denen die sich als Feinde der guten Botschaft erwiesen zum Untergang.

 

*** Rbi8  Kolosser 1:3-8 ***

Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten, 4 da wir von eurem Glauben in Verbindung mit Christus Jesus gehört haben und der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, 5 wegen der Hoffnung, die für euch in den Himmeln aufbehalten ist. Von dieser [Hoffnung] habt ihr zuvor durch die Verkündigung der Wahrheit von dieser guten Botschaft gehört, 6 die sich euch dargeboten hat, gleichwie sie in der ganzen Welt Frucht trägt und zunimmt, so wie auch unter euch, seit dem Tag, an dem ihr gehört und die unverdiente Güte Gottes in Wahrheit genau kennengelernt habt. 7 Das ist es, was ihr von Epaphras, unserem geliebten Mitsklaven, gelernt habt, der ein treuer Diener des Christus zu unseren Gunsten ist, 8 der uns auch eure Liebe in geistiger Hinsicht enthüllt hat.

 

Der von der Versammlung Kolossä zuvor abgesandte Epaphras brachte somit auch gute Nachricht von jener Versammlung mit nach Rom. Er scheint dort Vorsteher oder Ältester gewesen zu sein, „ein treuer Diener des Christus zu unseren Gunsten“, der somit die Lehre der Apostel redlich wiedergab. Die Hoffnung auf Rettung und „ewiges Leben“ bleibt bis zur Wiederkehr Jesu im Himmel aufbehalten, worüber uns die Wahrheit der „guten Botschaft“ informiert hat!

 

12.3.2.2       Kol 1:9-12:  Erfüllt werden in aller Weisheit, geistigem Verständnis, Erkenntnis seines Willens

Jehovas Wille ist es, das jeder von uns genaue Erkenntnis des ganzen Willens Gottes erlangt, vor allem, was dieses künftige Königreich betrifft, von dem uns seit Moses die Propheten immer weitere Vorhersagen offenbart hatten. Vor allem Jesus, der ja unser König und Hohepriester ist und auch künftig für ewig sein wird, so  erwartet er von uns, dass wir alle seine Worte verstehen, die er als Gottes Wortführer verkündet hat! „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist.“ (Joh 14:15-17) Diesen „Geist der Wahrheit“ finden wir auch hier im Brief an die Kolosser.

 

*** Rbi8  Psalm 110:4 ***

Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —:

„Du bist Priester auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]]

Nach der Weise Melchisedeks!“

 

Um Gott gegenüber würdig zu wandeln müssen wir all die Dinge unterlassen, welche Er im GESETZ als unrein erklärt und das GESETZ der Liebe erfüllen, das alle Gebote Gottes mit einfasst. Dies bedeutet es, „... in aller Weisheit und in geistigem Verständnis mit der genauen Erkenntnis seines Willens erfüllt“ zu werden!

 

Ich will euch ein Vater sein ... *** Rbi8  Kolosser 1:9-12 ***

Das ist es auch, warum wir von dem Tag an, da wir [es] vernahmen, nicht aufgehört haben, für euch zu beten und darum zu bitten, daß ihr in aller Weisheit und in geistigem Verständnis mit der genauen Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet, 10 damit ihr Jehovas [[(des Herrn (Jesu))]] würdig wandelt, um [ihm] völlig zu gefallen, während ihr fortfahrt, in jedem guten Werk Frucht zu tragen und an der genauen Erkenntnis Gottes zuzunehmen, 11 indem ihr gestärkt werdet mit aller Kraft nach dem Maße seiner herrlichen Macht, um völlig auszuharren und mit Freuden langmütig zu sein, 12 dem Vater dankend, der euch geeignet gemacht hat zu eurer Teilnahme an dem Erbe der Heiligen im Licht.

 

Genaue Erkenntnis Gottes erlangen wir nur durch Jesus, der uns von Jehova her als Abgesandter alles erklärte, was wir wissen sollen. Er zeigte durch seine Form des Lebens die Haupteigenschaften Gottes, die er in vollkommener Form widerspiegelt. So wie er vom Vater als Sohn anerkannt wurde aufgrund seines Denkens und Handelns, so  werden auch wir „Söhne und Töchter“ sein, wenn wir Jesus nachfolgen. Er war mit allen Menschen langmütig, ertrug deren Schwächen und half jedem, der seine Hilfe auch bereit war anzunehmen. Alles, was uns Jesus erklärte und worüber er uns belehrte ist „Licht“, das die „Finsternis“ der Unkenntnis zurückdrängt.

 

Geeignet „am Erbe der Heiligen“ Anteil zu haben ist nur der, der gelernt hat auf Gottes ganzen Willen zu achten und auch die geringen Gebote zu halten und zu lehren! Das kommende System gründet doch auf Gottes Rechtsmassstab, der in jeder Facette zu unseren Gunsten erlassen wurde! Nur dadurch bringen wir „gute Frucht“ hervor, wenn wir auf Gott achten und in Jesu Fussspuren treten, der kein einziges der Gebote übertrat!

 

12.3.2.3       Kol 1:13-20:  Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, Jesu Stellung vor dem Vater

Jesu wirkliche Stellung innerhalb der „Versammlung Gottes“ erkennen!

Israel wurde das „Volk Gottes“ genannt, Paulus erwähnt Christen als die „Versammlung Gottes“ und braucht diesen Begriff für die Christenversammlung! (Apg 20:28; 1.Kor 1:1, 2; 10:32; 11:22; 1.Kor 15:9; 2.Kor 1:1; Gal 1:13; 1.Ti 3:2-5) Es gilt somit ein zuvor und ein danach zu unterscheiden! Jehovas Bündnisse waren auf gegenseitiger Erfüllung aufgebaut!

 

Jehova übergab bevor er jene Generation des Volkes Israel „Lo-Ruhama“ verwarf, ihr „keine Barmherzigkeit mehr“ zeigte (Hos 1:6), sie damit sinnbildlich als „Äste ohne Frucht“ vom „Baum des Lebens“ abhieb einen „Überrest“ an Jesus als Grundstock des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ übergab. Sie waren aus demselben alten Wurzelstock den Isaï, den Vater Davids darstellte, der nun im „Spross“ als den „Menschensohn“ Jesus aus jener Wurzel eine königlichen Sohn hervorbrachte: „Und es soll geschehen an jenem Tag, daß die Wurzel Ịsaïs es sein wird, die dastehen wird als ein Signal für die Völker. An ihn werden sich auch die Nationen fragend wenden, und seine Ruhestätte soll herrlich werden.“ (Jes 11:10).

 

In jedem seiner Briefe beschreibt Paulus einen anderen Teil des Königreiches Gottes und was die exakte Aufgabe und Stellung des Sohnes darin ist. Jesus war als himmlischer Sohn, als bereits zuvor existierender Engelfürst vom Vater zur Erde gesandt worden, um wie es der Prophet Jesaja vorhergesagt hatte aus einer „herangereiften“ Jungfrau geboren zu werden.

 

Das Assyrische Reich*** Rbi8  Jesaja 7:13-17 ***

Und er sprach dann: Hört bitte, o Haus Davids. Ist es euch eine solch kleine Sache, Menschen zu ermüden, daß ihr auch meinen Gott ermüden solltet? 14 Darum wird Jehova selbst euch ein Zeichen [[(beeffend Erfüllung aller Vorhersagen)]] geben: Siehe! Die Herangereifte [[(die Jungfrau Maria)]], sie wird wirklich schwanger werden, und sie gebiert einen Sohn [[(Jesus, den Messias)]], und sie wird ihm gewiß den Namen Immanuel geben. 15 Butter und Honig wird er essen um die Zeit, da er das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen weiß. 16 Denn ehe der Knabe das Böse zu verwerfen und das Gute zu erwählen wissen wird, wird der Erdboden, vor dessen beiden Königen [[(dem König von Ägypten („Südkönig“) und der König von Assyrien („Nordkönig“))]] du Grauen empfindest, gänzlich verlassen sein [[(Rom im 1.Jahrhundert hatte sich beide inzwischen einverleibt)]].

17 Jehova wird über dich und über dein Volk [[(das Volk Jesajas, das „Haus Davids“)]] und über das Haus deines Vaters Tage bringen [[(Zukunft, nach Jesu Wirken: Bei seiner Wiederkehr die „grosse Drangsal“ vor dem Abschluss des Systems am Tag Harmagedons)]], wie solche nicht gekommen sind seit dem Tag, da sich Ephraim [[(das Zehnstämmereich)]] von der Seite Judas abwandte, nämlich den König von Assyrien [[(vor Harmagedon: Den Angriff des „Nordkönigs“ Russland durch dessen „Streitarme“ des muslimischen Dschihad aus dem Stammgebiet des früheren Assyriens gegen Israel)]].

 

Das Kapitel 7 und 8 behandelt die Tage Jesajas bis zum Abschluss des Systems am Tag Harmagedons, wo „Immanuel“, wo Jesus als Herrscher beginnen wird die ganze Erde zum Paradies zu gestalten.

 

Immanuel bedeutet „mit uns ist Gott“. Das „Zeichen“ sollte von Gott her kommen! Mit dreissig Jahren wusste Jesus „das Gute zu erwählen und das Böse zu verwerfen“. Er sollte sich nun durch die Taufe im Jordan als kommender König seinem Volk Israel vorzustellen. Er war aber schon weit zuvor an der Bildung und Entwicklung jener Nation von Anfang an als „Engel Jehovas“ mitbeteiligt gewesen! Die „beiden Könige“, das waren zuvor Assyrien und Babylon gewesen die ihre durch Jesaja vorhergesagte Strafaktionen gegen das Zehnstämmereich und später gegen Juda inzwischen längst beendet hatten.

 

An ihrer Stelle herrschte das „vierte Tier, ausserordentlich furchteinflössend und schrecklich und ungewöhnlich stark“, das römische Imperium zur Zeit „Immanuels“, zu Beginn des 1.Jahrhunderts, welches Jesus dem Tod durch die Führer seiner Nation überlieferte (Da 7:7, 8).

 

Die zwei Weltbeherrscher, der "König des Südens" und der "König des Nordens" die beständig Lügen reden Aus Rom kam der letzte „König des Südens“, das zweihörnige „wilde Tier“, Anglo-Amerika hervor, das zum Ende vom letzten „König des Nordens“, des kommunistischen Blocks des „Nordkönigs“ durch Angriff von dessen „Streitarmen“, mittels Irans, Syriens, Libanons und Ägyptens Israel in den Zangengriff nehmen und deren angekündetes Ende herbeiführen werden.

 

Der Verteidigungsangriff des „Südkönigs“ mittels der „Könige der Erde“ in Form der NATO führen zum Tag Harmagedons. Nur Gottes Eingreifen rettet vor vollständiger Vernichtung. Jesus lehrte seine Jünger auf jenen Tag gerichtet zu Gott zu flehen:

 

(Matthäus 24:20-22)  Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge noch am Sabbattag; 21 denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird. 22 Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

 

In Israel werden der Sabbat, der Neumond und Gottes Festzeiten bis zum Ende geheiligt! Gottes Verwerfen der zuerst erwählten Nation, die seinen Sohn, den „Propheten gleich mir“ (5.Mo 18:15-19) dann ermordete, dies wird er mit „Abschneidung vom Volk“, von „ganz Israel“ beantworten, weil das wahre „Israel Gottes“ sich unter Jesu Führung vereint. Dies kündet Jehova durch Jesaja an: „Jehova wird über dich und über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage bringen [[(Zukunft, nach Jesu Wirken: die „grosse Drangsal“ vor dem Abschluss des Systems am Tag Harmagedons)]], wie solche nicht gekommen sind seit dem Tag, da sich Ephraim [[(das Zehnstämmereich)]] von der Seite Judas abwandte, nämlich den König von Assyrien [[(vor Harmagedon: Den Angriff des „Nordkönigs“ Russland durch dessen „Streitarme“ des muslimischen Dschihad aus dem Stammgebiet Assyriens gegen Israel)]].

 

Dieses „Zeichen“, das Gott geben würde war von besonderer Art. Jesus selbst erklärte, dass ihn der Vater vom Himmel her als Abgesandten Gottes zur Erde geschickt hatte! Zu unterschiedlichen Zeitpunkten Engel und „Menschensohn“! Der Vater hatte ihm nun all jene aus dem „Volk Gottes“, aus Israel übergeben, welche Glauben in jenes „Zeichen“ gesetzt hatten, die nun die neue „Versammlung Gottes“ im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ unter Jesu Vorherrschaft bilden, um ihrerseits wie Jesus den Willen des Vaters zu tun.

 

*** Rbi8  Johannes 6:36-38 ***

Ich habe euch aber gesagt: Ihr habt mich sogar gesehen, und dennoch glaubt ihr nicht. 37 Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und den, der zu mir kommt, will ich keinesfalls wegtreiben; 38 denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

 

Schon weit zuvor musste der Prophet Bileam, der zur Zeit Mose vom König Balak von Moab angeheuert wurde, um Israel zu verfluchen und der durch Gottes Wort jedoch über das Volk Israel Gottes Segen in den Tiefebenen Moabs äussern musste. Er sprach davon, dass „ein Stern aus Jakob“ hervorgehen würde. Am „Ende der Tage“ würde ein „Zepter“ aus Israel entstehen, das mit königlicher Macht die Feinde Israels zerstören wird!

 

*** Rbi8  4. Mose 24:14-15 ***

Und nun, siehe, ich gehe hin zu meinem Volk. Komm doch, ich will dir ratend anzeigen, was dieses Volk deinem Volk danach, am Ende der Tage, tun wird.“ 15 So hob er seinen Spruch an und sagte:

„Ausspruch Bileams, des Sohnes Beors,

Und Ausspruch des kräftigen Mannes mit dem unverschlossenen Auge,

 

Bileam soll für König Balak Israel verfluchen Das „unverschlossene Auge“ sieht Dinge die sind, die Wirklichkeit! Die Worte Bileams galten einer noch unbestimmten Zukunft! Da Israels Söhne, innerhalb „Lo-Ruhama“ als Nation später in jener Generation die Jesus verwarf von Gott selbst verworfen wurde, muss nun das „Israel Gottes“, jene geistige Nation, die „Versammlung Gottes“ die denselben Glauben Abrahams und Jakobs zeigt gemeint sein, auf die jenes „Ende der Tage“ kommt. Davon hat auch Jesus selbst in Matthäus Kapitel 24 gesprochen. Er bezieht es auf sich, um am „Ende der Tage“ die Herrschaft für  das „Königreich für Israel“ neu aufzurichten, das seit den Tagen König Zedekias ohne Thron Davids verwaist geblieben war (Apg 1:6). Gott handelt nicht mit der heutigen, der physischen Nation Israel im Nahen Osten, die ja seinen Sohn als den Messias bis heute ablehnt, sondern durch Jesus mit der neuen „Versammlung Gottes“! Bileam kündigt prophetisch an:

 

*** Rbi8  4. Mose 24:17 ***

Ich werde ihn sehen, doch nicht jetzt;

Ich werde ihn erblicken, doch nicht nahe.

Ein Stern wird bestimmt aus Jakob hervortreten,

Und ein Zepter wird tatsächlich aus Israel erstehen.

Und er wird gewiß die Schläfen Moabs zerschmettern

Und den Schädel aller Söhne des Kriegstumults.

 

Der Schädel all jener soll zerschmettert werden, die das Kriegstumult liebten, weil sie Jesu Worte verwarfen, dass jeder umkommen werde „der zum Schwert greifen“ würde! (Mat 26:52) Zudem sagt der Prophet Daniel über jene letzte Schlacht Harmagedons, dass sie „ohne menschliche Hand“ geschlagen werden würde (Hi 34:19, 20; Da 8:25) und Johannes ergänzt in der Offenbarung, dass es der himmlische „Reiter auf dem weissen Pferd“ sein wird, der mit allen Feinden Gottes Abrechnung hält! (Off 19:11-21)

 

Lassen wir uns nicht von fehlgeleiteten Schlussfolgerungen der falschen Endzeitpropheten aus dem Kreis Evangelikaler oder der Juden beeinflussen, sondern halten wir uns an die Aussagen der wahren Propheten, von Jesu und seinen Aposteln!

 

*** Rbi8  Jesaja 11:1-3 ***

Und es soll ein Reis aus dem Stumpf Isaïs hervorgehen; und ein Sproß aus seinen Wurzeln wird fruchtbar sein. 2 Und auf ihm soll sich der Geist Jehovas niederlassen, der Geist der Weisheit und des Verständnisses, der Geist des Rates und der Macht, der Geist der Erkenntnis und der Furcht Jehovas; 3 und er wird seine Freude haben an der Furcht Jehovas.

 

Die Furcht Jehovas war die Freude Jesu! So soll es auch mit uns sein, dass wir alles in unserem Denken und Handeln verhindern, was Gott missbilligt und hinter dem Guten und dem Frieden her rennen!

 

Noch vor der Empfängnis Marias und der Geburt Jesu erhielt der Priester Sacharja, der Vater des ihm angekündigten Sohnes, Johannes dem Täufer vom Engel Gabriel eine besondere Vorhersage: „Ein Horn der Rettung im Hause Davids“ sollte in Erscheinung treten!

 

Ist Jesus der "Sohn Davids"?*** Rbi8  Lukas 1:67-79 ***

Und Sacharja, sein Vater, wurde mit heiligem Geist erfüllt, und er sprach prophetisch: 68 „Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels, denn er hat seine Aufmerksamkeit seinem Volk zugewandt und ihm Befreiung bereitet. 69 Und er hat für uns ein Horn der Rettung [[(„Horn“ bedeutet Königtum)]] aufgerichtet im Hause Davids, seines Knechtes, 70 so wie er durch den Mund seiner heiligen Propheten seit alters geredet hat 71 von einer Rettung vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, 72 um in Verbindung mit unseren Vorvätern Barmherzigkeit zu erweisen und seines heiligen Bundes zu gedenken, 73 des Eides, den er Abraham, unserem Vorvater, schwor, 74 um uns, nachdem wir aus den Händen der Feinde befreit worden sind, das Vorrecht zu gewähren, ihm ohne Furcht heiligen Dienst darzubringen 75 mit Loyalität und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage. 76 Und du aber, kleines Kind [[(Johannes der Täufer)]], du wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst vor Jehova [[(dem Herrn (Jesus; vergl Lu 1:43; Ps 110:1))]] hergehen, um ihm die Wege zu bereiten, 77 um seinem Volk Erkenntnis der Rettung durch Vergebung ihrer Sünden zu verschaffen 78 wegen des innigen Erbarmens unseres Gottes. Mit diesem [Erbarmen] wird uns ein Tagesanbruch [[(der Mebsch gewordene Michael als Jesus)]] aus der Höhe [[(dem dritten Himmel Jehovas)]] besuchen, 79 um denen Licht [[(Erkenntnis)]] zu geben, die in Finsternis [[(Ignoranz)]] und Todesschatten [[(dem „Fluch“ auf Sünde)]] sitzen, um unsere Füße glücklich auf den Weg des Friedens zu richten.“

 

Jesus war als Messias jener angekündigte Befreier! Da sein Volk ihn verwarf sollte jene Befreiung erst geistiger Natur sein: „Die Wahrheit wird euch frei machen“,  um später, „am Ende der Tage“ auch die physische Befreiung zu erwirken und das angekündigte „Königreich für Israel“ wiederum im „Hause Davids“ aufzurichten! Gott würde der Vorhersagen gemäss den Bündnissen mit Abraham, Isaak und Jakob und auch jener gegenüber dem Bundesvolk Israel gedenken, was sowohl „Fluch und was Segen“ anbetrifft!

 

Erst nach der Endschlacht Harmagedons erfüllt sich jener Teil der Worte Gottes durch Sacharja: „... um uns, nachdem wir aus den Händen der Feinde befreit worden sind, das Vorrecht zu gewähren, ihm ohne Furcht heiligen Dienst darzubringen mit Loyalität und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage.“ Der Priester Sacharja wird möglicherweise zusammen mit seinem Sohn Johannes dem Täufer, der dem Volk Erkenntnis über den kommenden Teil jener künftigen Priesterkönige gab unter den Erstauferstandenen zu sein, die Gott nun mit nicht endender „Loyalität und Gerechtigkeit“ und ohne Furcht vor den Feinden heiligen Dienst darbringen!

 

Mit diesem [Erbarmen] wird uns ein Tagesanbruch aus der Höhe besuchen, um denen Licht zu geben, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, um unsere Füße glücklich auf den Weg des Friedens zu richten.

 

Maria besucht ihre Verwandte Elisabeth die im 6. Monat schwanger istDerselbe „Herr“, den schon David in Psalm 110 nannte wird angesagt, der nicht selbst Jehova, sondern Dessen geliebter „Erstgeborener alle Schöpfung“ war, der uns vom Himmel her besuchte, sondern Dessen Abgesandter, den Johannes angekündigt hatte! Elisabeth sagte zu Beginn im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft  zu Maria, die Jesus unter ihrem Herzen trug, als jene sie besuchte:

 

*** Rbi8  Lukas 1:43 ***

Wie kommt es denn, daß mir dieses [Vorrecht] zuteil wird, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

 

Maria war Schwanger mit Jesus, die Elisabeth „meinen Herrn“ nennt! Jesus ist jener „Tagesanbruch aus der Höhe“, der „helle Morgenstern“, der uns besuchte! Er selbst bestätigt am Ende der Offenbarung seine Identität als Herrscher über die Engel und gleichzeitig als „Spross Davids“ und als Wurzel Isais und „hellglänzender Morgenstern“!

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:16 ***

‚Ich, Jesus, sandte meinen Engel, um euch für die Versammlungen von diesen Dingen Zeugnis abzulegen. Ich bin die Wurzel und der Sproß Davids und der hellglänzende Morgenstern.‘ “

 

All diese Texte miteinander in Verbindung gebracht bringt jeden Zweifler an der Dreieinigkeitslehre auf die wahren, ursprünglichen Gedanken und Vorhersagen Gottes!

Der Geist Jehovas“, der als Gottes Engel Israel seit Beginn anführte

Jesus war als „Gottes Engel“ oder als „der Geist Jehovas“ seit dem Garten Eden Gottes Wortführer gegenüber den Menschen. Zu ihm, als Seinem „Werkmeister“ redete Jehova als er sprach: (Spr 8:27-31)

 

Lasst uns Menschen machen in unserem Bild(1. Mose 1:26-28)  „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt.“ 27 Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn [[(mittels seines „Werkmeisters (Michael)“)]]; männlich und weiblich erschuf er sie. 28 Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde, und unterwerft sie [euch], und haltet [euch] die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.

 

Es ist jener Engel, der schon zu Adam, Henoch, Noah und Abraham redete, der mit Isaak sprach und der Jakob anleitete und beschützte: Derselbe Engel redete aus dem Dornbusch zu Moses und teilte Ägypten die zehn Plagen zu einschliesslich jener Strafengel, der die Erstgeburt Pharaos tötete. Er war jener Engel der durch die ihm von Gott verliehene Kraft das Rote Meer teilte und das Heer samt dem Pharao in den zurückflutenden Wassern ertränkte. Derselbe Engel begleitete Israel während vierzig Jahren in der Wolke bei Tag und der Feuersäule während der Nacht! Das Volk musste ihm absoluten Gehorsam erweisen, um Jehovas Segen zu verspüren. Er blieb die ganze Zeit derselbe Engel, der für Israel all die Jahrhunderte sorgte, sie beschützte, Gottes Worte den Propheten überbrachte und Strafgerichte ausübte.

 

Mit der Menschwerdung Michaels und mit dem Opfertod Jesu aber trat eine neue Phase im Kraft, indem Gott ihn über sein ganzes Hab und Gut auf der Erde setzte, während sich Gott selbst von seinem Volk zurückzog, weil es den grösseren Propheten als Moses zurückgewiesen hatte und ihn gar den Feinden auslieferte.

 

Paulus bringt nun eine detaillierte Beschreibung im Brief an die Kolosser des himmlischen Sohnes und dessen Stellung vor dem Vater, wie sie sonst nirgends in so konzentrierter Form in der Schrift gefunden werden kann. Er spricht allein nur hier vom „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, welches Jesus durch sein Predigen aufzurichten begann und über welches er als König und Hoherpriester unmittelbar nach seinem Tod und der Auferweckung als Geistwesen gesetzt wurde (Off 5:11, 12). Dort brachte er als das „geschlachtete Lamm“ sein eigenes Blut und seinen von Sünden freien menschlichen Leib im Allerheiligsten des Himmels in symbolischer Form vor Gott dar, als ein für Gott vollkommen annehmbares Opfer. Das erste Opfer eines vollkommen von Sünde freien Menschen!

 

*** Rbi8  Johannes 8:46 ***

Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede?

 

Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist somit eine „neue Schöpfung“, da Jesus zuvor nicht König war und jenes Königreich erst an Pfingsten zu existieren begann, als die ersten hundertzwanzig Personen durch das Ausschütten von heiligem Geist in einer neuen Form getauft wurden! Johannes der Täufer hatte von Jesus gesagt:

 

Der Messias wird mit Geist und Feuer taufen*** Rbi8  Matthäus 3:11 ***

Ich für meinen Teil taufe euch mit Wasser, weil ihr bereut; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, [und] ich bin nicht wert, ihm die Sandalen abzunehmen. Dieser wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen.

 

Die Feuertaufe aber haben all jene noch vor sich, die ihn abgelehnt haben!

 

Jeder der hundertzwanzig Jünger wurde an Pfingsten ebenso zu einer „neuen Schöpfung“ und zu einem Teil oder einer Zelle des „Leibes des Christus“, weil der danach in Christus getaufte damit in Gemeinschaft mit Jesus gekommen ist, ein „neues Ding (Gottes, als „Versöhnter mit Gott“)“ hervorgekommen ist.

 

*** Rbi8  2. Korinther 5:16-19 ***

Infolgedessen kennen wir von nun an keinen Menschen gemäß dem Fleische [[(als „Herrn“, als „Christus“, als „Führer“)]]. Selbst wenn wir Christus gemäß dem Fleische gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so [[(, sondern als mächtiges Geistwesen, als unseren „Hohepriesterkönig)]] 17 Wenn somit jemand in Gemeinschaft mit Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; die alten Dinge sind vergangen, siehe, neue Dinge sind ins Dasein gekommen. 18 Alle Dinge aber sind von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, 19 nämlich daß Gott durch Christus eine Welt mit sich versöhnte, indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete, und er hat uns das Wort der Versöhnung anvertraut.

 

Alle welche die gute Botschaft annahmen konnten nicht nur Jesus als Mensch im Fleische erkennen, sondern vielmehr nun auch seine himmlische Existenz davor und danach erfassen. Jesus kehrte ja nach dem Tode dahin zurück, von woher er gekommen war.

 

Bis zum Ende des Systems muss er als Geistwesen an des Vaters rechten Seite verbleiben (Ps 110:1, 2). Zu Beginn des Ertönens der siebten Trompete beginnen die letzten dreieinhalb Jahre des Systems mit hoher Aktivität vom Himmel her:

 

(Offenbarung 11:14, 15)  Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends. 15 Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

 

Jesus, der Reiter auf dem weissen PferdErst damit erfolgt das Aufstehen Michaels (Da 12:1). Jesu als oberster der Engel, als Erzengel beginnt seine Aktion als „Reiters auf dem weissen Pferd“, ein eindrückliches Sinnbild eines himmlischen Heerführers, der seine Engel zum Sieg über alle Feinde anleitet! (Da 12:1)

 

Dieses mit „heiligem Geist“ getauft zu werden bedeutet somit Verständnis zu erlangen über Dinge die dem menschlichen Auge verborgen bleiben! „Infolgedessen kennen wir von nun an keinen Menschen gemäß dem Fleische. Selbst wenn wir Christus gemäß dem Fleische gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:4-5 ***

Und während er mit ihnen [[den Aposteln]] zusammenkam, gab er ihnen die Weisung: „Entfernt euch nicht von Jerusalem, sondern wartet weiterhin auf das, was der Vater verheißen hat, worüber ihr von mir hörtet; 5 denn Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet nicht viele Tage nach diesem in heiligem Geist getauft werden.“

 

Kurz nachdem Jesus jene Worte geredet hatte wurde er im Fleischesleib hochgehoben und dann von einer Wolke verdeckt. Engel versprachen den erstaunten Aposteln, dass Jesus in derselben Form mit den Wolken wiederkehren werde. Dazu aber müssen sie vorab am Leben sein, das heisst es muss ein Geschehen sein, das erst nach der Frühauferstehung, ja erst nach  Harmagedon sein muss, wenn Jesus als „Menschensohn“ dauerhaft zurückgekehrt sein wird!

 

Mit diesem vollkommenen, dem höchsten Blutopfer brachte Jesus das „Lösegeld“ als „letzter Adam“ für all die Sünden und Fehler dar, die seit Adam durch Menschen in ihrer Unvollkommenheit begangen wurden, all derer, die dies verstandesmässig auch anerkennen. Erst zu Folge dieses „Lösegeldes“ oder „Loskaufsopfers“ erwarb er sich jede Seele, sei dies jene der Verstorbenen oder Lebenden, der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft,  alle, die Glauben in Gottes Verheissungen setzten seit dem Urteilsspruch in Eden! Dort schon wurde ein „Same“ versprochen, der der Schlange Satan den Kopf zertreten würde! (1.Mo 3:15)

Kol 1:13-20:  Jesus, als „Haupt des Leibes“, der Versammlung über jeder anderen Art von „Haupt“ erhoben!

Den Vorstehern von Ephesus hatte Paulus bei seinem Abschied erklärt, dass jeder, der sich in der Taufe Jesu und dem Vater durch heiligen Geist hingibt, Jesu Blut als den bezahlten „Loskaufspreis“ von Sünde selbst anerkennen muss.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 20:28 ***

Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat. 29 Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen. .

 

Derselbe „heilige Geist“, das Geistwesen Jesu, er ist es, der Aufseher ernennt, indem er sie zu sich hin zieht und indem er sie danach wie „Sterne“ in seiner rechten Hand hält und führt! Diese Ernennung zu Aufsehern ist somit nicht an eine Kirchenorganisation und höhere Hierarchiestufe gebunden, sondern kommt durch Jesus als König dieses Königreiches direkt, da er ja inmitten aller Versammlungen steht, die wie Leuchter das Licht der Wahrheit verkünden müssen!

 

Jesus inmitten der 7 Leuchter mit den 7 Sternen auf der Rechten*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Aufgrund Jesu Opfer konnte Gott uns durch „unverdiente Güte“ nun das gegen uns lautende Urteil zufolge von Gesetzesübertretungen vollkommen auslöschen, sinnbildlich wurde der „Fluch“ gegen uns mit Jesus „an den Stamm genagelt“! Darum ist uns der Zugang zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gewährt worden, weil wir uns bereit zeigten das Königreich der „Gewalt der Finsternis“, Satans System zu verlassen, um hin zum „Licht“ genauer Erkenntnis der wahren Herrschaft zu gelangen. Jesus ist „das Bild des unsichtbaren Gottes“, sein Wesen ist eine getreuliche Kopie des Wesens des Vaters!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-20 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden. 15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; 16 denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden. 17 Auch ist er vor allen [anderen] Dingen, und durch ihn sind alle [anderen] Dinge gemacht worden, um zu bestehen, 18 und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allen Dingen der Erste werde; 19 denn [Gott] hat es für gut befunden, in ihm die ganze Fülle wohnen zu lassen 20 und durch ihn alle [anderen] Dinge wieder mit sich zu versöhnen, indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, [das er] am Marterpfahl [[(Pfahl)]] [vergoß], es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.

 

Als „Erstgeborener aller Schöpfung“ erzeigt sich Jesus durch die Worte des Paulus als ein Sohn Gottes, als ein Geschöpf mit einem Anfang, soweit immer der auch in der Vergangenheit liegen muss! Er widerspricht damit klar und deutlich dem athanasischen Glaubensbekenntnis, das in seiner Grundlage am Konzil von Nicäa als Glaubensdogma geformt worden war und das durch christliche Kirchen unter Glaubenszwang Kirchenmitglieder bindet, zu Glauben Jesus sein gleich ewig wie der Vater. Wer dieses Glaubensbekenntnis zurückweist kann auch nicht Glied dieser Kirchen sein.

 

Umgekehrt kann keiner Teilhaber am „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ sein, da er ja durch jenes Glaubensbekenntnis die Sohnschaft Jesu als „Erstgeborenen“ leugnet und ihn auf dieselbe Stufe Gottes hochhebt, was Jesu eigenen Worten widerspricht und ihn daher zum Lügner macht!

 

*** Rbi8  Johannes 14:28 ***

Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich.

 

Aufgrund der Worte des Paulus lässt sich dieser Begriff „Erstgeborene“ nicht auf Maria beziehen, da er ja von Dingen spricht, die weit zuvor liegen und mit himmlischem Geschehen in Verbindung stehen! Verdrehen wir nicht Tatsachen, damit sie mit Dogmen in Einklang kommen, sondern anerkennen wir erneut die Wahrheit wie sie uns durch die Apostel überliefert wurde! Weisen wir die geistige Zwangsjacke der Kirchen zurück! Das Glaubensbekenntnis des Paulus lautet eindeutig anders, das er vor dem römischen Statthalter Felix abgab:

 

Paulus vor dem Statthalter Felix*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-16 ***

Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird. 16 In dieser Hinsicht übe ich mich wirklich fortgesetzt, das Bewußtsein zu haben, daß ich keinen Verstoß gegen Gott und Menschen begehe.

 

Paulus bestätigte frei und offen zu dem zu gehören, was andere die „Sekte“ nannten, „gemäss dem Weg“, jenem „Weg der Wahrheit“ den Jesus vorgezeichnet hatte, der vollkommene Treue zu Gottes Willen zeigte! Jesus wurde als Jude aus dem Stamm Juda geboren, lebte als Jude und starb als Jude! Wenn er wiederkommt setzt er sich auf Davids Thron, um als Jude die Herrschaft über sein Volk auszuüben das Gott ihm gegeben hatte und das er seit Anbeginn aufgrund dessen geformt hatte, was ihm der Vater gesagt hatte.

 

*** Rbi8  Johannes 17:6-10 ***

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort gehalten. 7 Jetzt haben sie erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir stammt; 8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie empfangen und haben wirklich erkannt, daß ich als dein Vertreter ausgegangen bin, und sie haben geglaubt, daß du mich ausgesandt hast. 9 Ich bitte sie betreffend; nicht hinsichtlich der Welt bitte ich, sondern hinsichtlich derer, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein, 10 und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein, und ich bin unter ihnen verherrlicht worden.

 

Jesus wird auch nachdem er Gott das wiederaufgerichtete „Königreich für Israel“ dem Vater übergibt weiterhin darin für immer und ewig Herrschen, weil dies ja der ursprüngliche Plan des Vaters war der nun zum Höhepunkt kommt! Der Vater hatte ihm nicht „die Welt“ übergeben, sondern lediglich jene Männer und Frauen, die bereits zuvor bereit waren Seinen Willen zu tun und auf Sein Wort zu hören!

 

Damit stimmt Paulus erneut überein, wenn er beschreibt, was Jesus tun wird, wenn er ihm „die Enden der Erde“ übergibt und ihm alle seine Feinde, welche die „alte Welt“ bilden unter seine Füsse legt:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24-28 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der [[(adamische)]] Tod zunichte gemacht [[(unmittelbar bevor Jesus dem Vater das aufgerichtet Königreich des „Israel Gottes“ am Ende der 1335 Tagefrist [Bb1] übergibt, die Umwandlung „in einem Nu“ zu „Unsterblichkeit“ erfolgt ist)]]. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

 

Gott wird somit auch am Ende höherstehend als Jesus sein und Jesus wird nicht Teil einer dreieinigen Gottheit, sondern als Sohn zusammen mit dem Vater das Königreich der ganzen Welt regieren, wo nun der Wille Jehovas getan wird und unter Frieden und wahrer Sicherheit sich das Paradies bis an die Enden der Erde erweitern wird! Auch Christus bleibt für immer und ewige dem Vater unterordnet, was ihm nicht eine Last ist, sondern für ihn Freude bedeutet, weil der Vater ihn und er den Vater liebt!

 

Wenn der Sohn dem Vater das „Königreich der Priester“ (1.Kor 15:24) übergibt erhalten die Worte, die Moses zu Israel in der Tiefebene Moabs geredet hatte eine neue und tiefere Bedeutung, weil sie nun alle Königreiche der Erde betreffen:

 

Gilt Gottes GESETZ noch? *** Rbi8  5. Mose 27:9-10 ***

Dann redeten Moses und die Priester, die Leviten, zu ganz Israel, indem [sie] sagten: „Schweig und höre, o Israel! An diesem Tag bist du das Volk Jehovas, deines Gottes, geworden. 10 Und du sollst auf die Stimme Jehovas, deines Gottes, hören und seine Gebote und seine Bestimmungen ausführen, die ich dir heute gebiete.“

 

Dies ist ein nie endendes Gebot! Gottes GESETZ und seine richterlichen Bestimmungen haben ewigen Charakter! Wer sich ihnen entgegenstellt, der hat sich Gott entgegengesetzt und wird nicht straffrei bleiben! Die Worte Jehovas an Moses und an ganz Israel erfüllt sich nun am „Israel Gottes“, den Auserwählten:

 

*** Rbi8  2. Mose 19:5-6 ***

Und nun, wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen [anderen] Völkern werden, denn die ganze Erde gehört mir. 6 Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“

 

Wir, die wir in der Generation leben auf die das Ende dieses Systems kommen wird dürfen die Erfüllung dieser Vorhersage Jehovas sehen! Wir sollen uns daher als würdig erweisen!

Jesus, als Anfang des Weges Gottes, „Werkmeister“ in der gesamten Schöpfung

Da Gott ein Geist ist, nahm auch Jesu Sohnschaft als geistiges Wesen seinen Anfang, in derselben Art wie Gott ist. Paulus identifiziert ihn als „Erstgeborenen aller Schöpfung“! Was immer an Schöpfung im Himmel droben und auf der Erde erschaffen wurde kam erst nach und durch Jesu Wirken ins Dasein, da jener als Gottes „Werkmeister“ alle Dinge im Auftrag und gemäss Gottes Plan erschuf! So sind alle Engel Jesu Werk und alles irdische Leben verdankt ihm sein Entstehen!

 

Salomo hatte diesen Geist als Wesen, das Gott als „Anfang seines Weges hervorbrachte  bereits in den Sprüchen mit vielen Details beschrieben und ihn als die personifizierte Weisheit Gottes erkenntlich gemacht:

 

*** Rbi8  Sprüche 8:22-31 ***

Jehova selbst brachte mich [[(den „Erstgeborenen“)]] als den Anfang seines Weges hervor, als das früheste seiner Werke vor alters. 23 Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde. 24 Als es keine Wassertiefen gab [[(vor der Ur-Sintflut)]], wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht, als es keine Quellen gab, wasserschwer. 25 Ehe die Berge selbst eingesenkt worden waren, vor den Hügeln wurde ich wie mit Wehen hervorgebracht, 26 als er die Erde und die offenen Räume und den ersten Teil der Staubmassen des ertragfähigen Landes noch nicht gemacht hatte. 27 Als er die [[(Gas- und Wolken-)]] Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte [[(die Ausdehnung der „Wasser droben“)]], 28 als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe [[(das Wolkenreservoir vor der 1.Sintflut, welche die Meeresbecken füllten und die Kontinente aus den Wassern heraushob)]] stark werden ließ, 29 als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten [[(das archimäische Gesetz, das Kontinente gleich Eisbergen im Magma schwimmend über die Wasseroberfläche heraushebt)]], als er die Grundfesten der Erde [[(die SIAL und SIMA-Schicht die wie eine Eierschale über dem Magna schwimmt)]] verordnete, 30 da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war, 31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen [[(während der sechs Schöpfungsperioden)]].

 

Wenn wir diese Worte Salomos mit jenen von Paulus vergleichen erkennen wir sofort die Übereinstimmung:  „... denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.“ Jesus ist ein „Werk des Vaters“, „der Anfang des Weges“ das erste und einzige, das Gott allein erschaffen hat! Der von Gegnern verachtend erwähnte „Sekte vom Weg“ hat somit den Beginn mit Jesu Erschaffung selbst! Auch was den Zeitpunkt der Erschaffung Jesu betrifft wird jede Frage erübrigt: „Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde.“ Jesus war von Beginn an als Sohn und Werkmeister eingesetzt, um Gottes Plan zu erfüllen! Dadurch können wir auch das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ nur als Fortsetzung desselben und einzigen Weges erkennen, der zum „Königreich des Vaters“ hinführt!

 

Stimmt die Theorie der Unterschiebung der Meeresplatten unter die Festlandsockel wirklich?
  

Dies lässt die Worte zu Beginn der Genesis in einem klareren Licht erscheinen, wo Moses unter Inspiration schreibt: Von unabsehbarer Zeit her war ich eingesetzt, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde.“

 

Der Beginn des Lebens im Meer mittels Plankton machte intelligentes Eingreifen notwendig! *** Rbi8  1. Mose 1:1-2 ***

Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde.

2 Die Erde nun erwies sich als formlos und öde, und Finsternis war auf der Oberfläche der Wassertiefe; und Gottes wirksame Kraft [[(Gottes Geist, heb.: werúach; der schöpferisch tätige „Werkmeister“, der den „Samen des Lebens“ in den Weltmeeren mittels Plankton )]] bewegte sich hin und her über der Oberfläche der Wasser.

 

Die Fussnote erklärt zu „Gottes wirksame Kraft“ folgendes:

 

***  1. Mose 1:2 (Fn) ***

„Und . . . wirksame Kraft (Geist)“. Hebr.: werúach. Das Wort rúach wird nicht nur mit „Geist“ übersetzt, sondern auch mit „Wind“ sowie mit anderen Ausdrücken, die eine unsichtbare wirksame Kraft bezeichnen. Siehe 3:8, Fn. („Brise“); 8:1, Fn.

 

Da jener „Geist“ über den Wassern schwebte und gewisse Dinge mit machtvoller Kraft bewirkte, so ist es nicht vollkommen falsch von „wirksamer Kraft“ zu reden, trotzdem führt dies in die Irre! Da diese Kraft offensichtlich mit Verstand die Erschaffung ersten Lebens im Meer, dem Plankton im Zusammenhang steht, muss geschlussfolgert werden, dass dieser „Geist“ auch dort mit dem himmlischen Wesen im Zusammenhang steht, mit handelnder Intelligenz und nicht bloss mit einer Kraft in Form von Energie!  Er ist Gottes „Werkmeister“, der alles erschuf, nach Auftrag und Planung Jehovas. Wie wir im Artikel: „8.1.1  Wer oder was ist heiliger Geist“ deutlich unter Beweis stellten, darf oder muss gerade jener schöpferisch wirkende Geist mit unserem Herrn Jesus identifiziert werden! Dieses „hin und her“ bewegen war ja Zielgerichtet, wie der weitere Text deutlich erweist und steht im Zusammenhang hoch komplexes Leben in Form von Einzellern ins Dasein zu bringen, die mit dem chemischen Mix des Urmeeres gedeihen konnten und allen späteren höheren Lebensformen die darauf beruhen, weil diese den notwendigen Sauerstoff frei setzten! Das war ein fortschreitendes Unternehmen, das in sechs „Tages“-Werke unterteilt wurde, wobei jeder „Tag“ eine Schöpfungsperiode darstellt die selbst Millionen von Jahre umfassen mag! Gottes Ruhetag und unser Sabbat sollen daran erinnern!

 

*** Rbi8  2. Mose 20:8-11 ***

Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, 9 sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. 10 Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, [weder] du noch dein Sohn, noch deine Tochter, [noch] dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist. 11 Denn in sechs Tagen hat Jehova die Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er begann am siebten Tag zu ruhen. Darum segnete Jehova den Sabbattag und ging daran, ihn zu heiligen.

 

Als Werkmeister Gottes erschuf er das Leben im Meer und auf dem trockenen Land während der sechs Schöpfungsperioden! Darum erscheinen die verschiedenen Arten plötzlich, ohne wirkliche Zwischenstufen zu durchwandern, von denen der Fossilbericht ja bis heute keine Beweise zu erbringen vermag! Es gibt zwar viele Spezis die inzwischen ausgestorben sind, deren DNS beweist aber ihre Eigenständigkeit! Dass eine Spezi auf der anderen aufbaut ist längst kein Beweis dagegen, dass nicht derselbe Architekt nach ein und demselben Plan gearbeitet hat der von Anfang an perfekt war und an dessen Ende die Erschaffung des Menschen steht! Das ist nicht Evolution zu verdanken, sondern denkender und handelnder Intelligenz!  Dann, am sechsten Schöpfungstag kam der Höhepunkt, als Jehova zu seinem Werkmeister redete:

 

*** Rbi8  1. Mose 1:26-27 ***

Und Gott sprach weiter: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt. 27 Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie.

 

Als der grossartige Architekt allen Lebens gilt die Ehre Gott, obwohl er nichts selbst erschuf ausser dem Erstgeborenen, denn alle übrigen Dinge wurde ja durch Jesus erzeugt. So bestätigt auch Paulus dies, wenn er sagt: „Auch ist er [[Jesus]] vor allen [anderen] Dingen, und durch ihn sind alle [anderen] Dinge gemacht worden, um zu bestehen“.

Erschaffung des Menschen im Auftrag Gottes als dessen Ebenbild. Darum muss der Mensch die ihm gesetzten Grenzen anerkennen

Salomo erklärt, dass all dies bei Jesus zu Fröhlichkeit führte in solchem Ausmass schöpferisch tätig zu sein: „... fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.“ Von Anfang der Erschaffung Adams an war die Liebe Jesu bei den Menschen! Wahrscheinlich war er es als Gottes Wortführer, der „zur Zeit der Abendbrise“ im Auftrag Jehovas zu Adam jeweils als das „Wort Gottes“ redete (Joh 1:1, 2).

 

Hesekiels TempelvisionDies  war offensichtlich derselbe Engel, der spätere Jesus, jener symbolische zweite „Baum des Lebens“, der von Beginn an geistige Nahrung austeilte. Er zeigt erst endgültig mit der Aufrichtung von Gottes Königreich seine vielen Früchte dadurch, dass nun 144.000 fruchttragende Bäume am Wasserstrom des Lebens stehen werden, der vom Tempel Gottes herabfliessen wird!

 

*** Rbi8  1. Mose 2:7-9 ***

Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele. 8 Ferner pflanzte Jehova Gott einen Garten in Eden, gegen Osten, und dorthin setzte er den Menschen, den er gebildet hatte. 9 So ließ Jehova Gott aus dem Erdboden allerlei Bäume hervorwachsen, begehrenswert für den Anblick und gut zur Speise, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

 

Der „Baum des Lebens“ stand somit deutlich in Verbindung mit genauer Erkenntnis dessen, was Gottes Willen betraf, Erkenntnis über Gott und all das, was Jehova von sich fortlaufend jeweils offenbaren wollte! Von jenem „Baum“ und dessen Früchten zu essen bedeutete Leben!

 

 

Der andere Baum, vom dem allein zu essen von Gott her verboten war, dem „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ hatte Gott für sich vorbehalten! Dessen Früchte würden Tod bedeuten. Jener Baum steht dagegen eindeutig im Zusammenhang mit Satan, der Urschlange, der zum Übertreten von Gottes Geboten auffordert, dabei Straffreiheit und Unsterblichkeit verspricht trotz oder gerade mittels Sünde!

 

*** Rbi8  1. Mose 2:15-17 ***

Und Jehova Gott nahm dann den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und ihn pflege. 16 Und Jehova Gott erlegte dem Menschen auch dieses Gebot auf: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. 17 Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“

 

Alle Religionen die Unsterblichkeit der Seele und himmlische Auferstehung versprechen wiederholen die Worte der Schlange in etwas abgeänderter Version: Dieselbe Lüge! Der Mensch der sündigt stirbt! Ausser Jesus haben alle gesündigt (Rö 3:23) und sind daher wie Adam sterblich: „... an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“ Adam nahm Aus der Hand Evas und ass ebenso von der Frucht! Der Prophet Hesekiel bestätigt die Sterblichkeit der Seele und widerspricht damit den Klerikern der Christenheit mit aller Deutlichkeit:

 

*** Rbi8  Hesekiel 18:4 ***

Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben.

 

Gott selbst spricht und alle die ihm widersprechen erweisen sich als Feinde Gottes! Gott selbst bestimmt im Endgericht, welche „Seele“ leben wir und welche sterben muss! Paulus zeigt aber, dass Gott Versöhnung sucht und wir zu ihm umkehren sollten, der Gerechtigkeit und Wahrheit hinterherrennend!

 

Was ist die symbolische Bedeutung vom "Baum des Lebens" und vom "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"?
 

Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allen Dingen der Erste werde; denn [Gott] hat es für gut befunden, in ihm die ganze Fülle wohnen zu lassen und durch ihn alle [anderen] Dinge wieder mit sich zu versöhnen, indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, [das er] am Marterpfahl [[Pfahl]] [vergoß], es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.

 

Das Jesus der „Erstgeborene von der Toten“ ist, da Gott ihn sinnbildlich durch Auferweckung „neu geboren“ hat, so haben auch wir beim Auftauchen aus den Wasser in der Taufe eine sinnbildliche „neue Geburt“, einerseits durch Wasser, das uns dem Sinne nach vom Schmutz der Sünde reinigt, andererseits „durch Geist“, da auch wir nun Zugang zum „Baum des Lebens“, zu Jesus haben, nun der „heiligen Geist“ aller Worte aus der Schrift für uns Geltung erlangt haben! Von nun an sind wir statt unter „Gesetz des sündigen Fleisches“ dem „GESETZ des Geistes“ verpflichtet: „Denn das Gesetz des Geistes, der in Gemeinschaft mit Christus Jesus Leben gibt, hat dich von dem Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht.“ (Rö 8:2)

 

Der Soreg war eine Mauer, welcher den Vorplatz Israels von dem der Nationen abtrennteDie Versöhnung dessen, was in Eden durch eine Trennwand voneinander geschieden wurde hatte mit dem „Soreg“, der trennenden Mauer im Tempel ein Gegenstück! Jesus nun war gekommen diese „Zwischenwand“ niederzureissen, indem er Menschen der Nationen die sich in der Taufe reinigten den Zugang zum Vorhof des geistigen „Tempels“, der Christenversammlung erlaubte.

 

Dabei aber bleibt die Grenzlinie zwischen dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und der Welt draussen als feste Trennlinie trotzdem erhalten. Diese Linie bildet das „GESETZ des Christus“, das eine Kombination vom GESETZ Mose mit weiteren Bestimmungen darstellt, wie sie zu lehren der Vater Jesu aufgetragen hatte! Jesus war nicht gekommen das GESETZ und die PROPHETEN zu vernichten, sondern deren Aussagen zu erfüllen! Jedes Wort das Jesus geredet hat wird uns richten! (Joh 12:48-50)

 

Wir sehen, dass, wenn wir die Information aus allen Teilen der Schrift korrekt zusammenfügen ein vollständig klares Bild entsteht! Von der ersten bis zur letzten Seite ergänzen sich alle Informationen harmonisch! Die Briefe des Paulus spielen dabei eine herausragende Rolle in Bezug auf Erklärungen, welche u.a. das Königreich Jesu betreffen, die vorgegebene Ordnung innerhalb des „Leibes des Christus“, das Aufrichten des „GESETZES des Christus“ unter den Nationen und die Auferstehung der Toten.

 

12.3.2.4       Kol 1:21-29:  Als frühere Feinde Gottes nun durch Jesus mit Gott versöhnt

Kol 1:21-23:  Zuvor waren wir Gott entfremdet und seine Feinde, bevor der Glaube und die geistige Beschneidung kam!

Jeder der Gottes Gebote übertritt erweist sich im einen oder anderen als ein Feind Gottes! Unser Gewissen zeugt doch davon, dass die GESETZE in unsere Gene geschrieben wurden und uns entweder anklagen oder freisprechen. Jedes Werk das Gottes Willen entgegengerichtet ist befeindet uns mit Gott. Jeder der ein Freund Gottes sein will muss sich daher bemühen den Willen Gottes und Seine Grenzen, die Er uns Menschen setzt herauszufinden und einhalten. Damit verbunden ist innerer Friede und Sicherheit!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:21-23 ***

Ja euch, die ihr einst [[(in geistiger Unbeschnittenheit)]] entfremdet und Feinde wart, weil euer Sinn auf die Werke gerichtet war, die böse waren, 22 hat er jetzt wieder versöhnt mittels seines Fleischesleibes durch [seinen] Tod, um euch heilig und makellos und frei von Anklage vor ihm darzustellen, 23 vorausgesetzt natürlich, daß ihr im Glauben verbleibt, fest gegründet und standhaft, und nicht abgetrieben werdet von der Hoffnung dieser guten Botschaft, die ihr gehört habt und die in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt worden ist. Ich, Paulus, bin ein Diener dieser [guten Botschaft] geworden.

 

Jesu starb den Opfertod an unserer Statt um Sünden an den Stamm zu bringenGott lässt nicht zu, dass unreine Personen sich ihm nahen! Wer mit Sünde behaftet ist bleibt von Gott abgetrennt, denn bei Gott gibt es nichts Unreines! Wer seinen Blick auf Werke gerichtet hält die Gott verabscheut, der wird von Gott abgewiesen! Nun aber hat Jehova durch Jesu Tod mit all jenen Frieden wiederhergestellt, die bereit sind in Reue umzukehren und nun Gottes Willen zu tun und das Loskaufsopfer das er selbst bereitgestellt hat anzuerkennen! Dadurch zeigte sich die Liebe Gottes zu uns Menschen, dass er seinen eigenen Sohn für unsere Sünden sterben lies! In diesem Fall war es Johannes, der die Erklärung dieser Liebe in seinem 1.Brief beschrieb:

 

*** Rbi8  1. Johannes 4:7-10 ***

Geliebte, laßt uns einander weiterhin lieben, weil die Liebe aus Gott ist, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren worden und erkennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist. 9 Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall offenbar gemacht, daß Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten. 10 Die Liebe besteht in dieser Hinsicht nicht darin, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.

 

Das Band, das alles miteinander verbindet ist Liebe! Gott selbst zeigte so grosse Liebe zu uns, während wir noch Feinde waren, dass er seinen eigenen Sohn für unsere Rettung dahingab! Damit wir nicht weiter unter den Feinden und Gotteshassern sein müssten ermöglichte er uns den Eintritt in das „Königreich der Liebe seines Sohnes“. Nur wer innerhalb der Grundmauer dieses Zufluchtsortes gefunden wird hat Leben und wird ewiges Leben erhalten, weil wir Hoffnung und Glauben in Gottes Vorkehrung zur Rettung setzen! Paulus bestätigt im Brief an die Hebräer diesen Zusammenhang: 

 

*** Rbi8  Hebräer 6:17-18 ***

Auf diese Weise trat Gott, als er den Erben der Verheißung die Unveränderlichkeit seines Rates in noch reichlicherem Maße zeigen wollte, mit einem Eid ins Mittel, 18 damit wir, die wir an den Zufluchtsort geflohen sind, durch zwei unveränderliche Dinge, in denen es unmöglich ist, daß Gott lügt, eine starke Ermunterung hätten, die uns vorgesetzte Hoffnung zu ergreifen.

 

Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist der Zufluchtsort an den wir aus dieses System zu fliehen haben und keines der religiösen Königreiche, die alle Fälschungen und schlechtgemachte Kopien darstellen. Dies ist so, auch wenn ihre Mitglieder dies aus innerster Überzeugung verneinen und für ihre Leichtgläubigkeit selbst bis zum Tode dafür kämpfen! Darin liegt keine Beweiskraft, sondern höchstens für ihre Blindheit die wahren Tatsachen zu missachten! Wir müssen unsere Hoffnung nicht auf Erdenmenschen setzen, sondern auf Gott, indem wir die Dinge tun, die uns sein Sohn gebietet und welche uns zuvor die Propheten und danach die Apostel auferlegten! „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle Noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt.“ (Ps 146:3)

 

Das kommende System braucht Menschen die einander lieben und selbst in grosszügiger Weise zu vergeben gelernt haben! Das ist es doch, was Gott uns durch seinen Sohn lehrt! Nur wer liebt kann Gott wirklich erkennen, da Gott selbst Liebe ist!

 

Darum hat Jesus das Delikt der Tötung, auf dem Todesstrafe steht auf jeden erweitert, der seinen Nächsten hasst! Wer Hass verspürt und ihm nachgibt gleicht Kain und wird nicht zögern, seinem eigenen Bruder Schaden zuzufügen, bis selbst hin zur Tötung! Jesu Gebot ist somit nicht neu, sondern ist nur in der Anwendung der Strafbestimmungen enger ausgelegt: Selbst wer fortgesetzt zürnt erfüllt schon die Strafbestimmungen! Jesus ist der Richter der Menschen! Jedes Wort das er gesprochen hat wird uns richten! (Joh 12:48)

 

*** Rbi8  Matthäus 5:21-22 ***

Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehenna verfallen sein wird.

 

Wir müssen lernen unsere negativen Gefühle an die Zügel zu nehmen! Das ist die Lehre, die Jesus uns brachte und dies ist es, was uns die Apostel und Jünger des ersten Jahrhunderts unter Inspiration raten! Nur dadurch wird ewiges Leben in Frieden möglich werden, denn wir bleiben dieselben Menschen im kommenden System! Dies ist wahres „Licht“, das uns anleiten soll. Dies ist einer der gewichtigen Spielregeln im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“.

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:9-11 ***

Wer sagt, er sei im Licht, und haßt doch seinen Bruder, der ist bis jetzt noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und in seinem Fall gibt es keine Ursache zum Straucheln. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis, und er weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat.

 

Wer liebt bringt seinen Bruder nicht zum Straucheln, wer hasst, der wird für seinen Nächsten zum Stolperstein und Jesus lässt solche noch vor der Schlacht Harmagedons durch Engel aus seinem Königreich herauslesen! Wir müssen uns als fruchtbaren, edlen Samen mitten in der Welt als „Söhne und Töchter“ des Königreiches des Christus erkenntlich zeigen! Wer andere zum Straucheln bringt gleicht dagegen Unkraut und ahmt seinen Vater nach, Satan, der bereits Eva und dann Adam zum Straucheln in Gottes Gebot brachte!

 

Lasst beides wachsen!*** Rbi8  Matthäus 13:36-43 ***

Nachdem er dann die Volksmengen entlassen hatte, begab er sich in das Haus. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: „Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Feld.“ 37 Er gab darauf zur Antwort: „Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Menschensohn; 38 das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches [[(des Sohnes seiner Liebe)]]; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, 39 und der Feind, der es säte, ist der Teufel. Die Ernte ist ein Abschluß eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel. 40 So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

 

Als Gerechte werden nur die geachtet, die das „GESETZ des Christus“ erfüllt haben, echte, ungeheuchelte Liebe zum Nächsten zeigen und die gute Botschaft mit anderen teilen, um auch sie für das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ zu gewinnen! Als „vortrefflichen Samen“ strengen sie sich an gute Frucht der Liebe hervorzubringen, dieselben Eigenschaften Jesu widerzuspiegeln, um von ihm anerkannt zu werden. Sie wollen nicht als Unkraut verbrannt zu werden, weil sie die Differenz durchaus erkennen können. Sie haben Gottes GESETZE auf ihr Herz geschrieben und versuchen Menschen, die noch gesetzlos handeln aus den Feuer herauszureissen! Jesus verlangt von jedem von uns dieselbe Form der Gerechtigkeit zu widerspiegeln, die Gott in Vollkommenheit aufweist, so wie er selbst uns ein Beispiel hinterlassen hat.

 

*** Rbi8  Matthäus 5:48 ***

Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

 

Nur Gerechte erreichen Gottes Königreich und dann werden „... die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters.“ Es hat mit einem Willensentscheid zu tun alles daran zu setzen jenes Ziel zu erreichen! Der Weg und die Tür sind eingeengt, wenige sind es, die das Ziel erreichen. Es sind nur die, welche den Sinn dahinter wirklich verstanden haben!

Kol 1:24-29:  Paulus in seinem Verwalteramt predigt das Wort Gottes in vollem Mass: Er macht das „heilige Geheimnis“ bekannt!

Paulus weiss, dass noch nicht alle zur genauen Erkenntnis gelangt sind und einige gar „im Tode schlafen“, obwohl sie noch innerhalb der Versammlung sind! Er will zumindest diejenigen von ihnen aufwecken, die bereit sind erneut umzukehren! Hierzu ist er selbst bereit  Leiden auf sich zu nehmen! Er hatte sein Äusserstes getan seine Unschuld zu beweisen, betreffend der falschen Anschuldigungen die von Feinden der guten Botschaft erhoben wurden, indem er die höchste Autorität anrief, den Cäsar in Rom. Dadurch war seine Haft und sein Leiden verlängert worden aber er wurde nicht den Juden ausgeliefert, die ihn bestimmt getötet hätten! All dieses Leiden sollte sich zu Gunsten der Versammlungen auswirken, damit nun jene vor falschen Anschuldigungen freier sein sollten. Die fünf (sechs) gewichtigen Briefe aus der Gefangenschaft in Rom sind eine Frucht davon! Er zeigte sich als verantwortungsvoller Verwalter!

 

Paulus in Roms Gefangenschaft*** Rbi8  Kolosser 1:24-29 ***

Ich freue mich nun in meinen Leiden für euch, und ich ergänze meinerseits in meinem Fleische, was fehlt von den Drangsalen des Christus zugunsten seines Leibes, der die Versammlung ist. 25 Ich bin ein Diener dieser [Versammlung] geworden, gemäß dem Verwalteramt, das mir von Gott in eurem Interesse gegeben worden ist, um das Wort Gottes in vollem Maße zu predigen, 26 das heilige Geheimnis, das von den vergangenen Systemen der Dinge und den vergangenen Generationen her verborgen war. Jetzt aber ist es seinen Heiligen offenbar gemacht worden, 27 denen bekanntzugeben es Gott gefallen hat, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses heiligen Geheimnisses unter den Nationen ist. Es ist Christus in Gemeinschaft mit euch, die Hoffnung auf [seine] Herrlichkeit. 28 Er ist es, den wir öffentlich bekannt machen, indem wir jeden Menschen ernstlich ermahnen und jeden Menschen in aller Weisheit lehren, damit wir jeden Menschen in Gemeinschaft mit Christus in Vollständigkeit darstellen können. 29 Zu diesem Zweck arbeite ich wirklich hart, indem ich mich anstrenge, gemäß seiner Wirksamkeit, die mit Macht in mir am Werk ist.

 

Gott selbst hatte Paulus erwählt, als er sich noch als ein Feind all jener Versammlungen erwies, die „zum Weg“ gehörten und die er verfolgt hatte. Er war Augenzeuge und Mitschuldiger geworden als der getreue Stephanus gesteinigt wurde und blieb sich seiner Blutschuld bewusst, trotzdem Gott ihm seine Tat die er in Unkenntnis der wahren Tatsachen begangen hatte vergeben hatte. Gerade aus diesem Grunde wurde ihm von Gott ein Verwalteramt gegeben, damit er für sein früheres Tun durch vollkommenes Verausgaben Sühne erlangen würde und sich als Mitverwalter an der Seite Jesu als würdig erweise!

 

Paulus hatte ein besonderes Mass an Weisheit erlangt die von Gott her stammt, um uns die tieferen Zusammenhänge bestehender und kommender Dinge aufzuzeigen! Es ist an jedem von uns diese Weisheit aus der Tiefe des Brunnens göttlicher Wahrheiten herauszuschöpfen: „... das heilige Geheimnis, das von den vergangenen Systemen der Dinge und den vergangenen Generationen her verborgen war. Jetzt aber ist es seinen Heiligen offenbar gemacht worden.“ Neben den anderen Aposteln und Jüngern, die uns ihre Schreiben hinterliessen war es vornehmlich Paulus, der „das heilige Geheimnis“ rund um Jesus, sein Leben, dessen Opfertod, die „unverdiente Güte“, sein Wiederkommen und die künftige ewige Verwaltung unter dem Christus im Detail erklären durfte, uns Gottes Rettungsvorkehrung in ihrer Logik umschrieb! Diesmal waren die göttlichen Informationen nicht nur an Sein Volk Israel gerichtet, sondern an jeden Menschen unter den Nationen!

 

Ohne Verständnis dieses „heiligen Geheimnisses“, das ja inzwischen offengelegt wurde ist es nicht möglich Gott zu gefallen! Warum nicht? Weil religiöser Schwindel uns vom wahren Königreich abzutrennen versucht! Satan will, dass jeder von uns Teil dieses verdrehten Systems aus Politik, Religion und Wirtschaft wird und in der einen oder anderen Form das Kennzeichen des „wilden Tieres“ trägt: Geistige oder physische Mittäterschaft, wie dies schon zuvor bei Saulus der Fall war, bevor er durch Jesu eigenes Eingreifen zur Erkenntnis kam!  Wer aber jenes offene Geheimnis über das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, die wahre Versammlung des Christus, seinen „Leib“ wirklich verstanden hat bleibt in Gemeinschaft mit Jesus, indem er seine Gebote hält! „Es ist Christus in Gemeinschaft mit euch, die Hoffnung auf [seine] Herrlichkeit.“ Nun ist es am Ende des ersten Jahrhunderts Johannes, der diesen Teil unserer Aufgabe beschreibt: In Gemeinschaft mit Jesus zu verbleiben!

 

*** Rbi8  1. Johannes 3:23-24 ***

Ja, das ist sein Gebot, daß wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, so wie er uns ein Gebot gegeben hat. 24 Außerdem, wer seine Gebote hält, bleibt in Gemeinschaft mit ihm und er in Gemeinschaft mit einem solchen; und dadurch erkennen wir, daß er in Gemeinschaft mit uns bleibt, dank dem Geist, den er uns gegeben hat.

 

Die „unverdiente Güte“, dass Gott uns anerkennt und unsere Fehler weiterhin vergibt hängt somit davon ab, dass wir die Gebote Jesu halten! Das Gebot lautet auf Nächstenliebe und diese Liebe fügt dem Nächsten keinen Schaden zu, im Gegenteil, zeigt Interesse für die Interessen des Nächsten und geht auf dessen Nöte und Leiden ein!

 

 

12.3.3        Kapitel 2:  Wer Gottes „heiliges Geheimnis“ um Jesus versteht, der lehnt Vermischung mit der Welt Satans durch Unterordnung unter andere „Häupter“ als Jesus ab!

 

12.3.3.1       Kol 2:1-7:   Genaue Erkenntnis des „heiligen Geheimnisses Gottes“ in Bezug auf Jesus

Kol 2:1-5:  Harmonisch zusammengefügt in Liebe aufgrund von genauem Verständnis

Paulus kümmert sich genauso um jene beiden Versammlungen in Asien, die in Kolossä und jene in Laodicea, obwohl er sie noch nie von Angesicht zu Angesicht gesehen hatte! Dasselbe wie zu Beginn beim Brief an die Römer: Er kämpft zu ihren Gunsten, indem er sie in geistigem Sinne durch den Brief und durch seine Abgesandten unterstützte und auferbaute, damit sie geistig den Zusammenhalt bewahren. So gibt er auch dieser Versammlung einen Teil des „heiligen Geheimnisses“ im Zusammenhang mit Jesus und der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ bekannt. Dies, indem er den Beweis der Existenz des bereits aufgerichteten „Königreiches des Sohnes der Liebe“ nur ihnen gegenüber erklärt! Andererseits schrieb Paulus allein den Christen in Korinth, dass Jesus zum Abschluss des Systems jenes neue Königreich des Vaters, die künftige erdenweite Verwaltung, das „Israel Gottes“ dem Vater übergibt! (1.Kor 15:24) Dieses besteht aus einer besonderen Auswahl all jener Männer, die Jehovas Willen zuvor seit Adams Sohn Set treu erfüllten und die nun als Priester-Könige die ganze Erde als Miterben Jesu erhalten.

 

Christenverfolgung unter Nero und deren HinrichtungJeder einzelne jener Begriffe, die Paulus in den Briefen gebrauchte, konnte für sich gesehen die Staatsmacht Roms gegen ihn und die Christen aufbringen. Die Staatsrepräsentanten konnten sich in ihrer Stellung und Macht einer künftigen Auseinandersetzung der beiden Ideologien gegenüberstehend erkennen! Wie die bereits kurze Zeit nach dem Schreiben der fünf Paulusbriefe (sechs, inkl. dem verlorenen Brief an die Christen von Laodicea) aufflammende Christenverfolgung zeigte, waren die Besorgnisse und die Vorsicht des Paulus durchaus berechtigt gewesen! Es liess sich nicht verhindern, dass Intellektuelle innerhalb der römischen Staatsmacht durch jene Begriffe früher oder später aufgeschreckt und darauf reagieren würden!

 

Der Brand Roms wurde von Nero den Christen zur Last gelegtAls dann die Stadt Rom nur drei Jahre später im Jahre 64 u.Z. zu grossen Teilen niederbrannte lagen Argumente scheinbar auf der Hand, um gegen Christen vorzugehen! Ihnen wurde ein Umsturzversuch unterlegt, obwohl mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht ein einziger Christ damit wirklich in Verbindung stand! Das wäre ja vollkommen entgegen den Anweisungen des Paulus erfolgt, der doch immer und überall ein friedfertiges Verhalten und ein stilles Abwarten der Wiederkehr Christi verkündete, zu keinerlei Gewaltanwendung aufgerufen hatte! Obwohl eine Naherwartung dieses Ereignisses aus jedem Schreiben des Paulus spricht, so galt es gerade daher still zu sein, das Gute zu tun und durch gegenseitige Liebe sich jenes kommenden Königreiches Gottes als würdig zu erweisen!   

 

Was die Gegner aufschreckte war die Absonderung der Christen von ihren heidnischen Bräuchen und die Verteidigung der hohen Normen der Moral gemäss dem GESETZ Gottes! Dabei befolgten sie u.a. die Anweisungen des Paulus im 2.Brief an die Korinther:

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:15-18 ***

Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

An keiner anderen Stelle seiner Briefe wiederholt Paulus diese Begriffe rund um das Königtum Christi so offen jeweils erneut. Das braucht uns nicht zu befremden: Mehrere Schlüsselbegriffe und gewichtige Teilereignisse werden in der Bibel öfters nur einmal wiedergegeben. Zudem wurde Paulus bei seiner 2.Gefangennahme, die ja kaum zwei Jahre nach der Freilassung erfolgte, die Möglichkeit genommen, sich weiterhin frei auszusprechen. Es ist somit an uns durch Zusammenfügen der Teilinformationen alles in das Gesamtbild zusammenzufügen! Auch der Schlüsselbegriff „Har-Magedon“ kommt in der ganzen Schrift nur einmal vor (Off 16:16), Johannes erwähnt ihn erst im Jahre 96 u.Z. in der Offenbarung, kurz vor seinem Tod als die kommende abschliessende Schlacht, die seitens Gottes und seines Christus dem bestehenden System Satans ein Ende bereitet!

 

Satans Wirken als "Gott dieses Systems"
 

Auf friedfertiges, geeintes Handeln dringt Paulus auch in diesem Brief, wenn er schreibt, dass er von ihnen „Einheit im Geist“ erwartet, „... im Hinblick auf den ganzen Reichtum der vollen Gewißheit [ihres] Verständnisses, im Hinblick auf eine genaue Erkenntnis des heiligen Geheimnisses Gottes, nämlich Christus“. Es galt die wahre herrschende Autorität im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ zu erkennen und anzuerkennen! Das erst machte immun gegen die „falschen Brüder“, „falschen Lehrer“ und die „falschen Apostel“ und gegen „falsche Christusse“, die sich erneut wie die Pharisäer im Judentum innerhalb der Namenchristenheit an die Macht drängen würden!

 

*** Rbi8  Kolosser 2:1-5 ***

Denn ich will, daß ihr euch bewußt seid, welch großen Kampf ich um euch habe und um die in Laodicea und um alle, die mein Angesicht im Fleische nicht gesehen haben, 2 daß ihr Herz getröstet werde, daß sie harmonisch zusammengefügt seien in Liebe und im Hinblick auf den ganzen Reichtum der vollen Gewißheit [ihres] Verständnisses, im Hinblick auf eine genaue Erkenntnis des heiligen Geheimnisses Gottes, nämlich Christus. 3 In ihm sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis sorgsam verborgen. 4 Das sage ich, damit euch niemand durch überredende Argumente betöre. 5 Denn obwohl ich im Fleische abwesend bin, bin ich doch im Geiste bei euch und freue mich und sehe eure gute Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens gegenüber Christus.

 

Diese Erkenntnis über den Christus, seine wahre Stellung vor Gott, sein eigenes bestehendes Königreich ohne physisches Territorium, seine Wiederkunft zum Gericht, die Aufrichtung einer vollkommenen Verwaltung die Gottes Willen auf der ganzen Erde durchsetzen wird: All dies galt es zu verstehen, um dadurch wahren Trost zu finden und unter Verfolgung und Bedrückung auszuharren!

 

Dass Nero Paulus im Jahre 64 u.Z., wahrscheinlich kurz nach der Zeit des Brandes Roms der am 18.Juni war, ihn hinrichten liess, dies konnte nicht mehr verhindern, dass seine Botschaft verbreitet wurde! Jede Versammlung kopierte die Briefe. Verfolgung stärkte jene Christen nur noch mehr nun wirklich auszuharren und sich als würdig zu erweisen, da sich in ihrer Erwartung offensichtlich das angekündigte Ende des Systems näherte! So entstanden durch Verfolgung und Vertreibung und aufgrund des Auftrags an jeden, selbst Jünger zu machen, schon bald überall neue Christenversammlung. Jede Versammlung war dabei auf sich gestellt! Es gab zu keinem Zeitpunkt eine zentrale Leitung, sondern alles war so durch Jesus eingerichtet worden, dass Versammlung für Versammlung ohne sichtbares leitendes „Haupt“, allein unter der Führung von Ältesten die Gebote Jesu ausführte! Seine Weisheit galt es aus den Schriften herauszuheben und in die Tat umzusetzen: Paulus schrieb, „In ihm sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis sorgsam verborgen.“ Salomo erklärte in den Sprüchen:

 

Geh zur Ameise, du Fauler ...*** Rbi8  Sprüche 6:6-11 ***

Geh zur Ameise, du Fauler; sieh ihre Wege, und werde weise. 7 Obwohl sie keinen Befehlshaber, Beamten oder Herrscher hat, 8 bereitet sie doch im Sommer ihre Speise; sie hat ja in der Ernte ihre Nahrungsvorräte eingesammelt. 9 Wie lange wirst du liegenbleiben, du Fauler? Wann wirst du von deinem Schlaf aufstehen? 10 Noch ein wenig Schlaf, noch ein wenig Schlummer, noch ein wenig Händefalten beim Liegenbleiben, 11 und deine Armut wird gewiß so kommen wie ein Wegelagerer und dein Mangel wie ein bewaffneter Mann.

 

Diese Form des persönlichen aktiv sein und die Eigenverantwortung vor Christus zu tragen führte aber auch zu Missbrauch! Paulus warnt vor „Betörung durch überredende Argumente“. Männer wie Hymenäus und dessen Mitstreiter versuchten in Asien eine Parallelbewegung aufzurichten unter der Leitung jener „falschen Apostel“, die sich Macht und Autorität über die übrigen Versammlungsglieder aneigneten und auf eigene Faust ihr eigenes bereits regierendes Königtum aufbauten! Schon in der Versammlung Korinth waren solche Ansätze zu erkennen, die Paulus energisch bekämpfte. Dabei wurde die Autorität der Apostel beiseitegeschoben:

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:8-13 ***

Ihr seid wohl schon gesättigt? Ihr seid wohl schon reich? Habt ihr etwa ohne uns als Könige zu regieren begonnen? Und ich wünschte tatsächlich, ihr hättet als Könige zu regieren begonnen, damit auch wir mit euch als Könige regieren könnten. 9 Denn mir scheint, daß Gott uns, die Apostel, zuletzt zur Schau gestellt hat als zum Tod bestimmte Menschen, denn wir sind ein Schauspiel geworden für die Welt und für Engel [[(gr. aggelos = Boten, Vorsteher)]] und Menschen. 10 Wir sind Toren um Christi willen, ihr aber [[(jene „falschen Apostel“ sind gemeint, die Spaltungen verursachten)]] seid verständig in Christus; wir sind schwach, ihr aber seid stark; ihr steht in gutem Ruf, wir aber sind in Unehre. 11 Bis gerade zu dieser Stunde leiden wir fortgesetzt Hunger und auch Durst und sind dürftig bekleidet und werden umhergestoßen und haben kein Heim 12 und mühen uns ab, indem wir mit unseren eigenen Händen arbeiten. Wenn beschimpft, segnen wir; wenn verfolgt, halten wir stand;  13 wenn verunglimpft, flehen wir; wir sind wie der Kehricht der Welt geworden, der Abschaum aller Dinge, bis jetzt.

 

SPIEGEL: Der Papst, die Kirche und die SündeDas Beispiel, das Paulus und die anderen Apostel unter den „Ebioniten“, „den Armen“ und „Paulikanern“ hinterliessen, dieses sollte kopiert werden und diesem musste nachgeeifert werden! Sie wurden als „Toren“ betrachtet, weil sie nicht weltlichen Interessen hinterher eilten, sondern die Interessen Christi in den Vordergrund stellten, um dessen Habe an aufrecht gesinnten Menschen zu mehren!

 

Die Tendenz als „Könige zu herrschen“ sehen wir bei nahezu allen Religionsgemeinschaften, Kopien der Kirche Roms, die aufgrund einer Hierarchie unter zentraler Leitung stehen! Sie alle haben die Ermahnungen des Paulus in den Wind geschlagen! Sie suchen sich „den guten Ruf“ durch Machttaten zu sichern mit denen sie sich brüsten. Anstatt mit den eigenen Händen hart zu arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen lassen sie sich den Zehnten geben oder leben zu Lasten des Volkes von Steuererleichterungen und staatlichen Zuschüssen, die in Form von Gehälter fliessen. Damit aber sind sie in Wirklichkeit Staatsdiener, haben die Gesetze und Verordnungen des jeweiligen Landes höher zu stellen als die des Königreiches des Christus und den Willen des Vaters! Jesus aber hatte schon zu Beginn in der Bergpredigt gewarnt, wie er jene am Tag seines Gerichtes betrachtet:

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Jene Vorsteher die bereits wie Könige herrschten verteidigten ihre eigenen Kirchengebote, ihre abtrünnigen Lehren, die mit Dogmen durchzogen waren. Gegenüber Gottes GESETZ und Jesu Gebot aber handelten sie als „Täter der Gesetzlosigkeit“!

Kol 2:6-7:  Im Glauben des Christus verwurzelt sein, gemäss der Lehre der Apostel!

Jene zuerst unscheinbare Gruppe „vom Weg“ dagegen hatte sich durch ihr Verhalten in jedermann Mund vorgearbeitet, ohne zentrale Führung, ohne Macht und Autorität, indem sie Gottes GESETZ unter den Nationen dadurch aufrichteten, dass alle ihre Glieder diese Gebote einhielten und dadurch ein Beispiel von Gesetzestreue hinterliessen und andere im Einhalten der Gebote belehrten! Das ist es, was Paulus den Kolossern weiter ans Herz legt!

 

*** Rbi8  Kolosser 2:6-7 ***

Daher, wie ihr Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt weiterhin in Gemeinschaft mit ihm, 7 verwurzelt und erbaut in ihm und im Glauben befestigt, so wie ihr gelehrt worden seid, überströmend vor [Glauben] im Danksagen.

 

In Gemeinschaft mit Christus verbleiben nur jene, die auch wirklich seine Gebote halten! „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“ (Joh 14:21) Diese Art von verwurzelt“ sein musste im selben ursprünglichen „Stamm“ sein, aus dem Jesus als „Spross“ hervorgegangen ist, als Jude, nun aber sowohl als Christen aus Beschnittenen, wie aus den Heiden, mit einer „Beschneidung des Herzens“ ausgestattet! Dieser vereinende Glaube musste befestigt werden in den bereits herrschenden und den wiederkommenden Christus. Dafür galt es Gott Dank zu sagen!

 

Die Worte des Paulus gelten auch jeder wahren Christenversammlung heute: „Denn obwohl ich im Fleische abwesend bin, bin ich doch im Geiste bei euch und freue mich und sehe eure gute Ordnung und die Festigkeit eures Glaubens gegenüber Christus.“ Dieselbe „feste Ordnung“ die Paulus in seinen Versammlungen aufrichtete, wo kein weiteres „Haupt“ über den Vorstehern stand, als die „dem Fleische nach abwesenden“ Apostel, die ihrerseits nur als Jesu „treue und verständige Sklaven“ handelten! Jeder dieser Vorsteher zeigte aufgrund Pauli Behauptung der von Christus verliehenen Freiheit dasselbe Verständnis, wie es der Apostel der Nationen verkündet hatte! In der Frühauferstehung werden die Apostel mit Jesus zusammen jene Getreuen versiegeln, welche diese Ordnung bis zum Abschluss des Systems aufrecht erhalten!

 

12.3.3.2       Kol 2:8-15:  Warnung vor jenen, die uns durch „Philosophie und leeren Trug“ wegzuführen versuchen

Das ganze System Satans gründet auf menschliche Philosophie, indem Überlegungen die Gottes Gebote missachten als klüger, als besser, als erfolgreicher, als befriedigender dargestellt werden! Das aber unterliegt einem Trugschluss, der sich anhand langfristiger „fauler Früchte“ stets erneut erweist! Jede Missachtung von Gottes Willen richtet sich gegen uns selbst, weil der Wille des Vaters sich stets zu unseren Gunsten erweist! Selbst da, wo uns vorab unmittelbares Verständnis fehlt, wie z.B. da, wo Gott Abraham selbst bittet seinen geliebten und einzigen Sohn Isaak zu opfern, selbst da zeigte sich langfristig an Jesus als Gottes einziggezeugtem Sohn, dass nur ein allerhöchstes Opfer das Gott selbst zur Verfügung stellte, den höchsten Anspruch an Gerechtigkeit befriedigen kann! Dies war doch nur Vorbild dessen, was Jehova durch Seinen Sohn später zu unseren Gunsten zuliess: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.“ (Joh 3:16)

 

Kein Mensch war für sich selbst in der Lage dieses ausgleichende Opfer für Adams Sünde zu erbringen, da alle gesündigt hatten und bisher alle weiterhin sündigen, ohne Ausnahme! „Wenn daher jemand weiß, wie er das tun soll, was recht ist, und es doch nicht tut, so ist es ihm Sünde.“ (Jak 4:17) Sünde bedeutet doch Übertretung von Gottes Normen.

 

*** Rbi8  Römer 3:21-26 ***

Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz [[(Gesetzeswerke)]] offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben [[(die das „GESETZ des Glaubens“ erfüllen (5.Mo 18:15-19))]]. Denn da ist kein Unterschied. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte [[(und nicht durch Gesetzeswerke wie das Blut der Opfertier zuvor im Tempel)]] gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

Glaube in den Christus und in dessen Loskaufsopfer standen nun im Vordergrund. Dieser Glaube zeigt sich durch Werke, indem Jesu Geboten Nachachtung verschafft wird. Dadurch konnte Gott seinen eigenen Anspruch an Gerechtigkeit erfüllen! In der Taufe wurden Sünden der Vergangenheit durch einen einmaligen Akt „unverdienter Güte“ getilgt, danach aber gelten die Worte des Paulus, dass „kein weiteres Schlachtopfer für willentliche Sünde“ zur Verfügung steht! (Heb 10:26-31)

 

Die Verbindung der "unverdienten Güte Gottes" zu Gottes GESETZ
 

Nur Gottes eigener Sohn Jesus brachte es erstmals so weit, kein einziges der Gebote Gottes zu übertreten und den ganzen Willen Gottes zu erfüllen. Damit gab er das vollkommene Beispiel, dass Gottestreue auch unter üblen Umständen möglich ist, wenn der festgefügte Glaube und die Hoffnung auf jedes der Worte Gottes uns anleitet!

 

*** Rbi8  Johannes 3:16-21 ***

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe. 17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat. 19 Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn wer schlechte [[(= ungesetzliche)]] Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. 21 Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht, damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

 

Abrahams und Isaaks geprüfter Glaube war Vorbild selbst für Jesus! Er wusste, dass Gott ihn aus der Prüfung zu befreien vermöchte, stellte aber ebenso Gottes Willen in den Vordergrund. Jesus war sich seines Opfers von Anfang an bewusst und kannte Tag und Stunde, auch den Ort, wo er es zu erbringen hatte! Alles stand doch bereits im GESETZ und in den PROPHETEN und er selbst war Gottes Wortführer als „der Geist Jehovas“, der dies übermittelte.

 

Licht  bedeutet Erkenntnis des Willens des Vaters, bedeutet seine gesetzten Grenzen anzuerkennen! Menschen aber, welche die „Finsternis“ lieben suchen nicht das Verständnis dessen, was Jesus erklärt hat. Sie sind nicht fähig ihm wirklich zuzuhören, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten hören sie eher ihren Führern zu und vertauschen Wahrheit mit Irrtum und Lüge! Glauben in den Christus auszuüben ist eine fortdauernde Tätigkeit! Sie beinhaltet den Willen des Vaters zu vollbringen und alle Gebote zu halten, die Jesus geboten hat! „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.“ (Mat 5:19)

Kol 2:8-12:  Jesus allein ist das „Haupt aller Regierungsmacht und Autorität“, entgegen den leeren Betrügereien der Mächtigen!

Dass dies nicht „Philosophie und leerer Trug“ ist bewiesen ja gerade die Versammlungen der Christen des ersten Jahrhunderts, so lange, wie sie in den Fussstapfen Jesu und denen der Apostel treu nachfolgten! Jeder aber der sie von der wahren Autorität des Christus hin zu den Autoritäten dieses Systems hin zu lenken versucht, dieser handelt mit Trug und unter Verwendung von menschlicher Philosophie und Überlieferungen von fehlgeleiteten Menschen, die Gottes Wort missachten, es in seiner Tiefe nicht einmal kennen lernen wollen und vor Eigendünkel und Stolz aufgeblasen sind!

 

*** Rbi8  Kolosser 2:8-12 ***

Seht zu, daß nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den elementaren Dingen der Welt und nicht gemäß Christus; 9 denn in ihm wohnt die ganze Fülle der göttlichen Wesensart körperlich. 10 Und so seid ihr im Besitz einer Fülle durch ihn, der das Haupt aller Regierungsmacht und Gewalt ist. 11 In Verbindung mit ihm seid ihr auch mit einer Beschneidung beschnitten worden, ohne Hände vollzogen durch das Abstreifen des Fleischesleibes, durch die Beschneidung, die zum Christus gehört, 12 denn ihr seid mit ihm in [seiner] Taufe begraben, und in Verbindung mit ihm seid ihr auch zusammen auferweckt worden durch [euren] Glauben an die Wirksamkeit Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.

 

Der Glaube des Christen fusst auf der guten Botschaft über Jesus und sein hohes Amt über jede andere Autorität, weil Gott ihn ja gerade dazu von den Toten auferweckt hat! Er vertritt allein die wahre „obrigkeitliche Gewalt“, wie Paulus sie im Kapitel 13 des Briefes an die Römer beschreibt!

 

Eine der erfolgreichsten Täuschungen SatansDie „elementaren Dinge der Welt“ sind die Wünsche, die unser Fleisch an uns stellt und auch nur da schädlich, wo sie uns veranlassen Gottes Grenzen, seine Gebote zu übertreten! Die „obrigkeitliche Gewalt“ dieses Systems wird ja von Satan dazu missbraucht, Gottes Gebote lächerlich zu machen und als veraltet und überholt zu erklären! Dazu müssen auch all jene ebenso lächerlich gemacht oder als unverbesserliche Träumer gestempelt werden, die weiterhin an den Geboten Mose, am geltenden „GESETZ des Christus“ festhalten! Dies aber ist es, was „die Beschneidung, die zum Christen gehört“ gerade ausmacht! Jehova hatte dies bereits durch Moses zu Israel gesagt, dass sie ihre Herzen beschneiden müssten!

 

*** Rbi8  5. Mose 30:5-7 ***

Jehova, dein Gott, wird dich tatsächlich in das Land bringen, das deine Väter in Besitz genommen haben, und du wirst es bestimmt in Besitz nehmen; und er wird dir in der Tat Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter. 6 Und Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden müssen, damit du Jehova, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, um deines Lebens willen. 7 Und Jehova, dein Gott, wird gewiß alle diese Flüche auf deine Feinde und auf die legen, die dich hassen, die dich verfolgt haben.

 

Statt sich selbst erneut den „Fluch“ zufolge von Gesetzesübertretungen aufzuerlegen bittet Gott um Liebe zu ihm, die sich durch Gehorsam in Werken zeigt! Nur dies bringt uns in Gottes Gunst und legt den „Fluch“ auf die Feinde, uns aber trägt es ein Miterbe mit Christus zu werden! „Ihr seht, daß ein Mensch durch Werke gerechtgesprochen wird und nicht durch Glauben allein. Wurde nicht ebenso auch Rạhab, die Hure, durch Werke gerechtgesprochen, nachdem sie die Boten gastfreundlich aufgenommen und sie auf einem anderen Weg weggesandt hatte? Ja, wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“ (Jak 2:24-26) Nicht Gesetzeswerke, wie Beschneidung der Christen aus den Heiden oder Tieropfer für Sünden waren gefordert, sondern Werke und Taten der Gottes- und Nächstenliebe.

 

Jesus und Johannes der Täufer wurden durch ihre Gegner bezichtigt „Freund von Steuereinnehmern und von Sündern“ zu sein (Mat 11:18), weil sie den geistig Abgeirrten und Kranken durch Wort und Beispiel den vernünftigen und gerechten Weg zeigten! Jesus forderte jene die er belehrte und heilte auf nicht weiter zu sündigen! Dass Jesus mit jenen ass und trank  verletzte nicht die Ratschläge Gottes, wie er z.B. durch die Schreiber der Sprüche empfiehlt: (Mat 9:9-13)

 

*** Rbi8  Sprüche 23:20-21 ***

Begib dich nicht unter starke Weintrinker, unter die, die schlemmerisch Fleisch essen. 21 Denn ein Trunkenbold und ein Schlemmer werden verarmen, und Schläfrigkeit wird einen in bloße Lumpen kleiden.

 

Jesus war kein „starker Weintrinker“, wenn er mit anderen zusammen vom Wein trank, wie er es beim ersten Wunder in Kanaan zeigte, gar die Fröhlichkeit der Herzen anerkannte und unterstützte! Er lag mit Steuereinnehmern zu Tisch, die ein üppiges Mahl bereitet hatten, weil sie Jesus zu ehren suchten und mehr über das Königreich und dessen kommendes Steuersystem erfahren wollten! Matthäus war doch einer der ihren gewesen und brachte sie durch sein unmittelbares Verlassen der bisherigen Tätigkeit in Verlegenheit und zum Nachdenken! Jesus verarmte nicht, weil er der Schlemmerei angehört hätte, sondern lehnte freiwillig Besitz ab, weil dieser bei der Aufgabe die Gott ihm übertrug hinderlich gewesen wäre! So taten es seine Apostel ihm gleich, verkauften ihre Güter in Galiläa und legten alles zusammen, um jedem das zuzuteilen, was er benötigte! Das war die erste und einzige reine und saubere Form eines „Kommunismus“, weil alle alles gemeinsam hatten!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:43-47 ***

In der Tat, jede Seele wurde von Furcht befallen, und es geschahen von nun an durch die Apostel viele Wunder und Zeichen. 44 Alle aber, die gläubig wurden, waren beisammen und hatten alles gemeinsam, 45 und sie verkauften ihre Besitztümer und ihr Eigentum und verteilten den [Erlös] unter alle, so wie jemand Bedürfnis hatte. 46 Und Tag für Tag waren sie fortgesetzt einmütig im Tempel anwesend, und sie nahmen ihre Mahlzeiten in Privathäusern ein und nahmen mit großer Freude und Aufrichtigkeit des Herzens Speise zu sich, 47 priesen Gott und erlangten Gunst beim ganzen Volk. Gleichzeitig fuhr Jehova fort, täglich solche zu ihnen hinzuzufügen, die gerettet werden.

 

Die Christen aus Galiläa verkauften dort ihre Güter und lebten in Gemeinschaftshäusern in JerusalemDa wurde nicht einfach an Arme alles verteilt, Populismus getrieben, was man hatte, sondern dafür gesorgt, dass jeder der Christus diente genügend habe, um dadurch freier für das Werk guter Taten und vorab der Verkündigung zu wirken! Die Privathäuser, wo man ass gehörten der Gemeinschaft, statt Eigenbesitz waren sie nun in Gemeinschaftsbesitz! Dies wirkte anziehend, weil die Gerechtigkeit offensichtlich wurde und der Habsucht des Einzelnen ein Riegel geschoben wurde!

 

Auch Johannes den Täufer hatten die religiösen Führer schon zuvor bezichtigt, einen Dämon zu haben, somit Satan Gehorsam zu zollen, weil er die Vorsteher offen als Heuchler und gar als Schlangenbrut bezeichnet hatte! Keine Form der Lüge war jenen Führern gut genug, um den Ruf des Johannes zu schädigen. Jesus erklärte später:

 

 *** Rbi8  Matthäus 11:18-19 ***

Ebenso kam Johannes, aß nicht und trank nicht, doch sagen die Leute: ‚Er hat einen Dämon‘; 19 es kam der Menschensohn, der aß und trank, dennoch sagen die Leute: ‚Siehe! Ein Mensch, der ein Fresser ist und dem Weintrinken ergeben, ein Freund von Steuereinnehmern und Sündern.‘ Dennoch erweist sich die Weisheit durch ihre Werke als gerecht.“

 

Jesus vermittelt alle guten Eigenschaften all denen, die auf ihn hören! Nicht in Form einer heuchlerischen Frömmigkeit und scheinbaren Gottergebenheit, wie wir sie bei Führern der Christenheit finden, die eher die Pharisäer und Schriftgelehrten nachahmen, wie Jesu und der Apostel Beispiel nachzueifern! Dadurch kommen die Werke die aus Liebe gewirkt werden an den Tag, die wahrer Weisheit entsprechen, weil ihre Grundlage Gottes GESETZ ist, das niemals verletzt werden darf! Dadurch entsteht doch erst wahre Gerechtigkeit und damit Frieden!

Die Beschneidung die zum Christus gehört