Newsletter „DER WEG“ 9/08-3   August 2009

Neubearbeitung: 2.6.10 / 1.3.19

 

 

9.8.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief des Jakobus (62 u.Z.)

 

   Um die Aussagekraft der tiefsinnigen Informationen im Brief des Jakobus zu verstehen ist vorab Kenntnis notwendig über die Person und Stellung des Jakobus in der Versammlung in Jerusalem! Wir möchten dies anhand anderer Schrifttexte der Bibel analysieren. Ebenso von Wichtigkeit ist das Umfeld zu sehen, nur vier Jahre vor Beginn des judäischen Krieges, der dann im Jahre 70 u.Z. mit der Zerstörung Judäas, Galiläas, Samarias und Jerusalems und des Tempels und der Priesterschaft endete. Zudem war Paulus nach fünfjähriger Haft kurz zuvor aus der römischen Gefangenschaft entlassen worden.

 

   Der Schreiber jenes Briefes, der Jünger Jakobus war ein leiblicher Halbbruder Jesu, hatte somit den Zimmermann Joseph zum Vater und Maria zur Mutter. Paulus bestätigt dies im Brief an die Galater:

 

*** Rbi8  Galater 1:19 ***

Aber ich sah sonst keinen von den Aposteln, nur Jakobus, den Bruder des Herrn.

 

Joseph und Maria reisen zusammen mit ihrer Familie nach Jerusalem in den Tempel zur Anbetung Paulus identifiziert jenen getreuen Jünger, den er im Brief an die Galater als eine der „Säulen der Versammlung“ in Jerusalem bezeichnet (Gal 2:9).  Damit zerrt Paulus gleichzeitig die Frage der Lehre der Katholischen Kirche über die ewigwährende Jungfrauschaft Marias ins Rampenlicht: Maria hatte ausser Jesus eindeutig noch weitere Kinder!

 

   Unzweideutig redet Paulus nicht von Jakobus, dem "Sohn des Zebedäus" und Bruder des  Apostel Johannes und deren Mutter Salome (Mat 10:2; 27:55, 56; Mar 15:40, 41). Er war bereits im Jahre 42 u.Z. durch Herodes mit dem Schwert geköpft worden (Apg 12:1, 2). Bereits als Jesus sich in der Versammlung von Nazareth zu Beginn seiner Predigttätigkeit zu erkennen gab wurde durch Matthäus deutlich beschrieben, dass jener „Jakobus, der Bruder des Herrn“ einer von zumindest fünf weiteren Kindern aus der Ehe der Maria mit Joseph war, „dem Zimmermann“, von denen Matthäus vier Brüder Jesu namentlich erwähnt: Heißt seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas? Und seine Schwestern [[(unbestimmte Mehrzahl)]], sind sie nicht alle bei uns?. Wie viele Schwestern Jesu existierten wird nicht erwähnt! Die Festzeiten in Jerusalem wurden durch die ganze Familie gehalten: "Seine Eltern pflegten nun Jahr für Jahr zum Passahfest nach Jerusalem zu gehen. Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf und vollendeten die Tage." (Lu 2:41-43)

 

*** Rbi8  Matthäus 13:53-58 ***

Als Jesus nun diese Gleichnisse beendet hatte, ging er von dort über Land. 54 Und nachdem er in sein Heimatgebiet [[(Nazareth)]] gekommen war, begann er sie in ihrer Synagoge zu lehren, so daß sie höchst erstaunt waren und sagten: „Woher hat dieser Mensch eine solche Weisheit und diese Machttaten? 55 Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas? 56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher hat dieser Mensch denn all dies?“ 57 So begannen sie Anstoß an ihm zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihnen: „Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, ausgenommen in seinem Heimatgebiet und in seinem eigenen Haus. 58 Und wegen ihres Unglaubens verrichtete er dort nicht viele Machttaten.

 

   Während Jesu Predigttätigkeit bis hin zu seinem Tod waren seine Brüder ihm gegenüber eher ablehnend eingestellt. Offensichtlich bildeten sie immer noch einen „Teil der Welt“, des religiösen Systems und fürchteten sich ihren Halbbruder Jesus als wahren Gesandten und Propheten Gottes anzuerkennen. Sein „eigenes Haus“ lehnte ihn daher weiterhin ab. Johannes zeigt diesen Umstand in seinem Evangelium:

 

*** Rbi8  Johannes 7:5-7 ***

Seine Brüder übten tatsächlich keinen Glauben an ihn aus. 6 Daher sagte Jesus zu ihnen: „Meine bestimmte Zeit ist noch nicht da, doch eure bestimmte Zeit ist stets da. 7 Die Welt hat keinen Grund, euch zu hassen, mich aber haßt sie, weil ich über sie Zeugnis ablege, daß ihre Werke böse sind.

 

Pfingsten 33: Heiliger Geist auf 120 Jünger ausgegossen   Hass der Welt wird somit unter anderem dadurch erzeugt, dass jemand sich ab einem bestimmten Zeitpunkt weigert weiterhin an ihren schlechten Werken Anteil zu haben und diese nun zu rügen beginnt. Offensichtlich aber lösten der gewaltsame Tod Jesu und seine Auferstehung danach vorab auch bei seinen Brüdern Jakobus und Judas eine starke Veränderung im Glauben aus. Offensichtlich waren auch sie zusammen mit Maria unter den hundertzwanzig Versammelten an Pfingsten 33 u.Z. auf die heiliger Geist ausgegossen wurde. (Apg 1:12-14; 2:1-4)

 

    Zu Beginn des Briefes des Judas gibt sich jener als „Bruder des Jakobus“ zu erkennen. Damit unterschied er sich vom Apostel Judas (nicht Iskariot), der als „Sohn des Jakobus“ bezeichnet wird (Lu 6:16). Offenbar gehörte auch er inzwischen zu den Vorstehern der Ebioniten Jerusalems, „der Beschnittenen“. Der Brief des Judas datiert um das Jahr 64 u.Z., dem Jahr, wo Rom im Monat Juni brannte und Kaiser Nero daraufhin eine Christenverfolgung in Gang setzte und Paulus als Märtyrer starb. Judas spricht von sich als „Sklave“ Jesu Christi und wenn er im Brief von den Aposteln spricht, so redet er in dritter Person von „ihnen“, bezieht sich somit nicht in jene Gruppe mit ein, sonst würde er wie Paulus sich selbst in das „wir“ mit einschliessen! (Jud 17, 18)

 

*** Rbi8  Judas 1 ***

Judas, ein Sklave Jesu Christi, aber ein Bruder des Jakobus, an die Berufenen, die in Verbindung mit Gott, [dem] Vater, geliebt und für Jesus Christus bewahrt werden:

 

   Am Ende einer Zeit von drei Jahren, die Paulus nach seiner Bekehrung vorab in Tarsus verweilte und dann durch Jesus nach Antiochia gesandt wurde ging er erstmals nach Jerusalem hinauf, wo er ausser Petrus (Kephas) und Johannes auch „Jakobus, den Bruder des Herrn“ kennen lernte. Im Brief an die Galater erwähnt er:

 

*** Rbi8  Galater 1:18-20 ***

Dann, nach drei Jahren, ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas zu besuchen, und ich hielt mich fünfzehn Tage bei ihm auf. 19 Aber ich sah sonst keinen von den Aposteln, nur Jakobus, den Bruder des Herrn. 20 Was nun die Dinge betrifft, die ich euch schreibe, seht, vor Gott, ich lüge nicht.

 

   Offenbar waren alle Apostel ausser Petrus bereits um das Jahr 39 u.Z. nicht weiterhin beständig in Jerusalem anwesend, sondern predigten in anderen Gebieten und kamen, wo immer möglich erst zu den gesetzlichen Festzeiten erneut dorthin, so wie auch Paulus dies immer dann versuchte, wenn es in seiner Möglichkeit stand (Apg 20:16). Offenbar war also Jakobus als der Geeignetste der Brüder und Jünger Jesu jener, den die Apostel als Vorsteher der Versammlung Jerusalem ernannt hatten, jener, die in Judäa zum „WEG“ gehörten. Als Vorsteher der Christen Jerusalems war er geeignet dem Geschehen am erst viel später so genannten Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. vorzustehen und dessen Entschlüsse in schriftlicher Form festzulegen! Was war die Vorgeschichte? Dies erfahren wir etwas später im Kapitel über die damals vorherrschenden Probleme in den Versammlungen!

 

Der Weg der Wahrheit
 

   Als Vorsteher in der Gemeinde der Ebioniten in Jerusalem verblieb Jakobus wahrscheinlich dort, bis zum Zeitpunkt den Jesus warnend genannt hatte, wo die Stadt im Jahre 66 u.Z. während des Laubhüttenfestes erstmals durch die römischen Truppen unter dem Feldherrn Cestius Gallus belagert wurde. Er wird bestimmt alle dort verbliebenen Christen gewarnt haben, was es bedeuten würde nicht auf Jesu Rat betreffend der Flucht zu hören. Dies war nur vier Jahre nach dem Schreiben des Briefes! Der Abschluss des jüdischen Systems war gekommen!

 

   Im ganzen Brief stellt Jakobus Gottes Normen und Sein GESETZ in den Mittelpunkt. Er nennt es „das vollkommene GESETZ, das zur Freiheit gehört“ und zeigt damit, dass kein anderes Gebot von Menschen dieses vollkommene GESETZ zu ersetzen vermag!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:25 ***

Wer aber in das vollkommene Gesetz [[GESETZ]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

   Als „Täter des Werkes“ fordert er uns heraus auch andere zu belehren und jenen zu helfen, welche den geraden „Weg der Wahrheit“ verlassen haben, weil sie in die Irre geführt wurden.

 

   Der Brief des Jakobus versucht mit machtvollen Worten vielerlei Dinge richtigzustellen, welche in den Versammlungen inzwischen verloren gegangen waren. Der Glaube musste erneut durch „die Weisheit von oben“ gefestigt werden! Offenbar waren viele Christen zu den alten Gewohnheiten des Systems unter Satans Herrschaft zurückgekehrt, die Vorsteher zeigten sich parteiisch zu Gunsten der Reichen. Es mangelte an Treue zu Jesu Geboten und zu Gottes GESETZ durch falsche Lehrer, die sich dadurch selbst ein Gericht aufhäuften. In die Irre Geführte sollten zur Wahrheit umkehren.

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
  

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

8.3............. Der Brief des Jakobus. 5

8.3.1........... Den Brief des Jakobus im Umfeld richtig einordnen. 5

8.3.1.1........ Gründe für das Schreiben des Briefes durch Jakobus. 5

Amtsanmassung seitens Männern aus dem Kreis des Jakobus. 5

Paulus, der von Gott und Christus eingesetzte und bestätigte „Apostel der Nationen 5

Paulus als Anweiser der „festen Ordnung“ innerhalb der Christenversammlungen. 6

Jede Versammlung hat eigene Rechtshoheit und Streitfragen sind von der Versammlung zu lösen, wo der Verantwortliche des Streites herkommt! Nur ein GESETZ existiert: Das des Christus! 6

Christus als "Haupt" berief die Versammlungen zur Einheit unter seinen Geboten! 7

Vorsicht vor jeder Art von „ungleichem Joch"! 8

8.3.1.2........ Probleme in den Versammlungen. 8

Wer hat das Recht über die Christenversammlungen Herrschaft auszuüben?. 8

Pharisäischer Sauerteig in der Lehre mit Ursprung in Jerusalem und Auswirkung in Antiochia. 9

Heiliger Geist fiel auf Unbeschnittene, noch bevor jene getauft waren. 10

Die Rolle des Jakobus in der Ebionitengemeinde von Jerusalem.. 10

Elitedenken als Ursache des Strauchelns: Persönliche Interpretation der Schriften. 11

Bereinigung des Streites dort, wo er den Anfang nahm: In Jerusalem, bei Jakobus. 12

Die verschiedenen Wechsel innerhalb des GESETZES durch Christus als neuer Hoherpriester-König sind anzuerkennen  13

Wer war Ursprung des Gerüchts, Paulus lehre "Abfall von Moses"?. 14

Die Apostelversammlung in Jerusalem muss den Streit unter der Führung des Jakobus schlichten. 15

Sich vor jenen in Acht nehmen, die "sich auf Mose Stuhl" setzen! Wahre Autorität von Gott her ist anzuerkennen! 15

Die „Hütte Davids“, das "Königreich für Israel" muss durch „Spross“ und nicht durch Menschen aufgerichtet werden! 16

Urteilsfindung im Streit um die Oberaufsicht der Versammlungen der Nationen. 17

Das Apostelkonzil und Jakobus bestätigen die gesetzliche Sabbatordnung in Christenversammlungen. 18

8.3.1.3........ Der Inhalt des Jakobusbriefes. 19

Kapitel 1:  Der gefestigte Glaube, der wie ein verankertes Schiff ist, die Zunge, die wie das Steuerruder im Sturm des Lebens wirkt 19

Kapitel 2:  Jakobus verteidigt das GESETZ und gesetzmässige Unparteilichkeit der Richter 20

Kapitel 3:  Die „Weisheit von oben“ widersteht irdischen, dämonischen und animalischen Einflüssen. 20

Kapitel 4:  Freundschaft mit der Welt bedeutet Feindschaft mit Gott 20

Kapitel 5:  Reichtum als Gefahr für den Eingang in das „Königreich der Himmel 21

8.3.2........... Kapitel 1:  Der gefestigte Glaube, der wie ein verankertes Schiff ist und die Zunge, die wie das Steuerruder im Sturm wirkt 21

8.3.2.1........ Jak 1:1-11:  Der Glaube muss in von Gott kommender Weisheit gestärkt und geprüft werden. 21

Jak 1:1-4:  Die geprüfte Echtheit unseres Glaubens hat Ausharren zur Folge. 21

Jak 1:9-11:  Gott um Weisheit bitten der grosszügig gibt! 23

8.3.2.2........ Jak 1:12-27:  Die geprüfte Echtheit unseres Glaubens erzeigt sich durch Glaubenswerke. 23

Jak 1:12-18:  Gott versucht niemanden! Sünde kommt aus unserer Begierde! 23

Jak 1:19-27:  Selbstbetrüger sind jene, die hören und reden aber nicht entsprechend handeln. 24

8.3.3........... Kapitel 2:  Jakobus verteidigt das GESETZ und gesetzmässige Unparteilichkeit 25

8.3.3.1........ Jak 2:1-9:  Nicht zu lieben ist bereits Gesetzesübertretung und somit gegen das GESETZ! 25

Christen stehen unter dem königlichen „GESETZ des Christus 25

Das „vereinigende Band im Geiste“ kann nur auf der Grundlage von Gottes Geboten gefunden werden! 26

Jak 2:1-4:  Jakobus fordert ein gerechtes Urteil zu fällen, um die Einheit im Geiste wiederum herzustellen. 26

Nur in Gemeinschaft mit Christus unter dessen Geboten werden wir zu Miterben. 27

Nur der „Geist der Wahrheit“ bildet das „vereinigende Band“ unter Christen! 27

Jak 2:5-9:  Dem „königlichen GESETZ“ nach dem Schriftwort Mose nachkommen! 28

8.3.3.2........ Jak 2:10-23:  Nicht zu lieben ist bereits Gesetzesübertretung und erhält Vergeltung. 29

Jak 2:10-17:  Jede Gesetzesübertretung bewirkt Vergeltung gemäss GESETZ! 29

Jak 2:18-23:  Wahrer Glaube wird erst durch Werke der Liebe erwiesen! 30

8.3.4........... Kapitel 3:  Die „Weisheit von oben“ widersteht irdischen, dämonischen und animalischen Einflüssen! 32

8.3.4.1........ Jak 3:1-12:  Die Weisheit von oben“ zähmt die Zunge, um ein guter Lehrer zu sein. 32

Jak 3:1-4:  Lehrer erhalten ein schwereres Gericht 32

Jak 3:5-10:  Wer kann seine Zunge bezähmen?. 34

Hass entspricht in Finsternis zu sein, Liebe zeigt das wahre Licht zu besitzen. 35

Jak 3:10-12: Welche Art von Früchten zeigen wir, welche Art Quelle sind wir?. 37

8.3.4.2........ Jak 3:13-18:  Eifersucht und Streitsucht als Kennzeichen irdischer, animalischer, dämonischer Einflüsse. 37

Jak 3:13-16:  Wandel in Sanftmut und in Wahrheit 37

Jak 3:17, 18:  Was bewirkt die „Weisheit von oben“? Früchte des Geistes! 37

8.3.5........... Kapitel 4:  "Freundschaft mit der Welt" bedeutet Feindschaft mit Gott! 39

8.3.5.1........ Jak 4:1-6:  Wessen Freund erwählen wir zu sein: Freund der Welt oder Freund Gottes?. 39

Jak 4:1-3:  Streitigkeiten und Kriege haben dieselbe Ursache: Begierde. 39

Wer ist vom Erbe des „Königreiches Gottes“ ausgeschlossen?. 39

Jak 4:4-6:  Warum bedeutet "Freundschaft mit der Welt" Feindschaft mit Gott?. 40

8.3.5.2........ Jak 4:7-12:  Wem Unterwerfen wir uns: Dem herrschenden System oder Gott?. 41

Jak 4:7-10:  Sich Gott unserem künftigen „ehelichen Besitzer“ unterwerfen und dem Teufel widerstehen. 41

Jak 4:11-12:  Uns Gott Jehova, dem Richter der ganzen Erde unterordnen. 42

8.3.5.3........ Jak 4:13-17:  Reichtum an Gütern und seine Gefahren erkennen! 44

Der Stolz der Reichen endet in Prahlerei und Sünde. 44

Der Unterschied zwischen „Leben“ zu erlangen und „ewigem Leben 44

Jak 4:13-17:  Zu wissen, was Recht ist und es zu unterlassen bedeutet bereits Sünde! 45

8.3.6........... Kapitel 5:  Reichtum als Gefahr für den Eingang in das „Königreich der (neuen) Himmel. 46

8.3.6.1........ Jak 5:1-6:  Schätze im Himmel in Form von guten Werken retten uns. 46

Jak 5:1-6:  Aufgehäuftes Gold und Silber sind am Gerichtstag ein gegen die Reichen lautendes Zeugnis! 46

Jesus verurteilt nicht Reichtum, sondern Habsucht und ohne Reichtum gegenüber Gott zu sein! 49

Das Anteilhaben aller am Gemeinschaftsbesitz und das Einnehmen gemeinsamer Mahlzeiten. 50

Die „Dornen“ dieses Systems ersticken den Glauben vieler 51

Jesu Gebot auf Reichtum zu verzichten zu Gunsten von Gemeinschaftsbesitz. 52

Die Anwendung von Gottes GESETZ und die Ordnung innerhalb der Christenversammlung ersetzen den Sozialstaat! 53

8.3.6.2........ Jak 5:7-12:  Geduld im Ungerechtigkeit erleiden und dem Beispiel Hiobs folgen. 53

Jak 5:7-8:  Mit Geduld die Wiederkunft Jesu Christi abwarten! 53

Jak 5:9-11:  Gottes Richter steht vor unserer Tür! 55

Jak 5:12:  Euer Ja bedeute ja, euer Nein nein“, alles, was darüber hinausgeht hat ein Gericht zur Folge! 56

8.3.6.3........ Jak 5:13-20:  Gebete des Glaubens im Falle von offen bekannten Sünden. 57

Jak 5:13-15:  Ältere Männer die für jene beten die sich unwohl fühlen führt zu Linderung. 57

Jak 5:16-18:  Sünden einander offen bekennen! 58

Jak 5:19-20:  Irregeführte Sünder zur Wahrheit und Gottes Rechtsmassstab zurückbringen. 59

8.3.7........... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief des Jakobus. 60

Jede Verletzung eines der Gebote Gottes ist Sünde! Wahrer Glaube muss auf dem GESETZ und den PROPHETEN aufbauen! 60

Jakobus als wichtiger Zeuge ausserhalb des Kreises der Apostel und Jünger 61

Aussagen des Jakobus anhand seiner Zeit und heutigem Geschehen analysieren. 62

Die Naherwartung des Jakobus, dass Jesus an der Tür steht nachahmen! 63

  

8.3               Der Brief des Jakobus

 

8.3.1           Den Brief des Jakobus im Umfeld richtig einordnen

 

8.3.1.1          Gründe für das Schreiben des Briefes durch Jakobus

Amtsanmassung seitens Männern aus dem Kreis des Jakobus

In der Versammlung Antiochia kam es um das Jahr 48 oder 49 u.Z. zu einer gravierenden Auseinandersetzung, wer das Recht besitze die Ordnung in der Christenversammlung festzusetzen und zu verändern. Männer, die von Jerusalem her gekommen waren und in ihrer Rechtshoheit Jakobus, als dem Aufseher der den Vorsitz in Jerusalem führte unterstanden, diese hatten die Anordnungen des Paulus in zwei gewichtigen Punkten in Frage gestellt:

 

1) Müssen sich zu Christen gewordene Männer aus den Nationen beschneiden lassen? Jene selbst zu Christen gewordenen Männer aus der Gruppe der Pharisäer behaupteten dies! Dann war zudem eine zweite Frage aufgetaucht:

 

2) Müssen Judenchristen, Ebioniten sich von unbeschnittenen Christen getrennt halten oder hatte Jesus die „trennende Zwischenwand“ niedergebrochen?

 

Dieser Streit war so tiefgreifend, dass er die Christenversammlungen unter den Heiden zu Beschneidungsfrage und getrennt sein zwischen Beschnittenen und Unbeschnittenenspalten begann! Paulus packte dieses Thema unverzüglich auf und brachte es vor den Richter jener Versammlung, die für das Entstehen des Streites verantwortlich war: Vor die Versammlung in Jerusalem! Da dort Jakobus nach wie vor die Stellung des vorsitzführenden Aufsehers innehatte war es seine Aufgabe dem Streit auf den Grund zu gehen und ein abschliessendes Urteil zu fällen! Das tat er in einer öffentlichen Versammlung kund! Jakobus war und blieb Schlüsselfigur, um nun die Lehre des Paulus zu bestätigen und Hitzköpfe die der Lehre voraus drängten in den eigenen Reihen zu richtigzustellen oder gar aus der Versammlung zu entfernen!

 

Der Streit war so tief gegangen, dass er selbst die Apostel zu spalten begann, wobei Petrus und der Vertraute des Paulus Barnabas sich vorab selbst jener Gruppe der Christen aus den Pharisäern angeschlossen hatten und Paulus sich nicht zurückhielt auch jene der Gefahr des "Fluches" Gottes auszusetzen!

 

*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir [[(die Apostel)]] oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben [[(im vollen Einklang mit den Aussagen der Propheten und Jesu!)]], er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Paulus nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt die herausragende Gefahr der Veränderung von Gottes Wort! Der Brief an die Galater datiert nach dem Apostelkonzil des Jahres 49 u.Z. und wurde von Paulus im Jahre 51 u.Z. geschrieben. Offenbar waren die Probleme von Antiochia in Syrien in der Zwischenzeit auch nach Galatien übergeschwappt und Paulus erklärt dort nachträglich Details, die sich zwei Jahre zuvor in Antiochia zugetragen hatten. Auch für uns heute sind diese Informationen von entscheidender Wichtigkeit, wem wir Glauben schenken und was für uns unverfälschte Wahrheit ist!

Paulus, der von Gott und Christus eingesetzte und bestätigte „Apostel der Nationen

Der Brief an die Galater wirft somit Licht auf den Hintergrund dieser Machtfrage: Wer hat das Recht die festgefügte Ordnung die von Paulus innerhalb der Christen der Nationen aufgerichtet wurde in Frage zu stellen? Standen etwa die Männer in Jerusalem in ihrer Rangordnung höher? War dort so etwas wie eine christliche Zentralregierung, die Rechtshoheit über die Versammlungen unter den Nationen hatte? Hören wir Paulus zu:

 

In Antiochia widersprach Oaulus heftig dem Petrus*** Rbi8  Galater 2:6-10 ***

Die aber ihrerseits, die etwas zu sein schienen — was auch immer für Leute sie früher waren, macht für mich keinen Unterschied — Gott geht nicht nach der äußeren Erscheinung eines Menschen —, ja jene hervorragenden Männer teilten mir nichts Neues mit. 7 Sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit der guten Botschaft für die Unbeschnittenen betraut war, so wie Petrus für die Beschnittenen [damit betraut war] — 8 denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen; 9 ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus und Kephas [[(Petrus)]] und Johannes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Barnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen. 10 Nur sollten wir die Armen [[(aram. „die Ebioniten“)]] im Sinn behalten. Gerade das habe ich mich auch ernstlich zu tun bemüht.

 

Wer nun war es, den Paulus „mit der guten Botschaft für die Unbeschnittenen betraut“ hatte? War er vielleicht zuvor in Jerusalem durch die Apostel und Jünger auf sein Amt vorbereitet worden oder hatte nicht vielmehr Gott ihn durch Jesus als „den Geist (Engel) Gottes“ für diese Aufgabe auserwählt, in direkt durch Visionen geschult und dazu befähigt? Paulus selbst beantwortet diese Frage und er unterordnete sich jenen Männern, Abgesandten des Kreises um Jakobus aus ehemaligen Pharisäern „auch nicht für eine Stunde“! (Gal 2:4, 5) Der Rechtsstreit, ob Petrus über Paulus stehen würde oder Jerusalem die Angelegenheiten aller Versammlungen dirigieren sollte war von Paulus bereits entschieden! Indem er sich auf die oberste Autorität im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ berief, den König und Hohepriester Jesus und damit gleichzeitig auf Jehova Gott war die Frage geklärt: „... denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen“.

 

(Galater 2:4, 5)  Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten — 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Wer somit eine „andere gute Botschaft“ als die, welche Paulus im Einklang mit den Propheten und Jesus lehrte verkündet, gilt als „falscher Bruder“.

 

Selbst die „Säulen der Versammlung“ in Jerusalem hatten dies zu Beginn so bereits bestätigt gehabt: „...  ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Barnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen.“ Hier ist klar und deutlich eine Aufteilung zwischen „Ebioniten“ und „Paulikanern“ definiert worden! Jesus hatte Paulus gegenüber die „unverdiente Güte“ gezeigt, der doch zuvor als Saulus ein Verfolger der Versammlung „des Weges“ war, indem er heiligen Geist auch auf ihn ausgoss und ihn mit derselben Macht der übrigen Apostel ausstatte selbst Tote aufzuerwecken! (Apg 20:9-12)

Paulus als Anweiser der „festen Ordnung“ innerhalb der Christenversammlungen

Paulus verteidigte seine Stellung, um die Ordnung in den Versammlungen festzulegen mit Recht, ohne irgend eine Spaltung dadurch zu erlauben, da dieselbe gute Botschaft beide Teile, „Ebioniten“ und „Paulikaner“ zu einer Einheit vereint!  Petrus als Schlüsselhalter Jesu, der doch selbst den Menschen der Nationen das „Königreich des Christus“ mittels des dritten der drei Schlüssel mittels der Taufe der Hausgemeinschaft des Kornelius geöffnet hatte stand nun nicht über Paulus. Dieser sollte als der als von Gott und Jesus ernannter „Apostel der Nationen“ wirken und hatte hierzu besondere Autorität von Christus erhalten! Niemand durfte diese gute Botschaft die er predigte und die Details betreffend des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ die er zu erklären hatte durch eine „andersartigen gute Botschaft“ verdrehen!

 

Abfall von reiner Lehre: Das Buch Mormon*** Rbi8  Galater 1:6-7 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen.

 

Die „gute Botschaft“ die Paulus predigte darf auch heute nicht verändert werden und wer immer sich über die Autorität des Paulus hinwegsetzt und Rechtshoheit über seine Versammlungen unter den Nationen beansprucht ist mit derselben Streitfrage konfrontiert: Dies betrifft ebenso den Papst in Rom, die Apostel der Neuapostolen mit Sitz von deren Stammapostel in Zürich, die Mormonen mit ihrem Propheten in Salt Lake City oder Jehovas Zeugen, mit deren Gründer und 1. Präsident Charles Taze Russel war und die so genannte „Leitende Körperschaft“ mit Sitz in New York!

 

Bräutigam und Braut Diese alle berufen sich auf die Autorität des Apostelkonzils in Jerusalem und sehen sich als Amtsnachfolger des Petrus, des Paulus und der übrigen der Apostel! Dem aber widerspricht Paulus mit aller Energie, weil nur jene zwölf Apostel die „kleine Herde“ Jesu bilden und dessen „Braut“ sind! Die zehn von Jesus erwähnten „Brautjungfrauen“, die ihn nach seiner Hochzeit erwarten dürfen sich nicht als Braut ausgeben, das ist eine ungeheuerliche Anmassung! Der Bräutigam allein bestimmt seine Braut! Johannes der Täufer erklärte  seinen Nachfolgern:

 

*** Rbi8  Johannes 3:29-30 ***

Der die Braut hat, ist der Bräutigam. Wenn aber der Freund des Bräutigams dasteht und ihn hört, ist er hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Daher ist diese meine Freude voll geworden. 30 Jener muß fortan zunehmen, ich aber muß fortan abnehmen.“

 

Da die zwölf Apostel als „Braut“ von Beginn an Jünger machten, so vergrösserten sie damit den Kreis der Anwärter der zu den „Brautjungfrauen“ Berufenen, von denen einige zuvor bereits von Johannes dem Täufer im Glauben an den Messias aufbereitet wurden! Wir sollten uns darüber freuen wie dies Johannes tat!

Jede Versammlung hat eigene Rechtshoheit und Streitfragen sind von der Versammlung zu lösen, wo der Verantwortliche des Streites herkommt! Nur ein GESETZ existiert: Das des Christus!

Wer aber neutral die Sache der Kirchen und ihrem Anspruch auf höherer Hierarchiestufe die Rechtshoheit über Versammlungen zu besitzen betrachtet, der kann schnell erkennen, dass sie denselben Fehler begehen wie jene aus der Gruppe der Pharisäer zur Zeit des Paulus und Jakobus: Unerlaubte Amtsanmassung! Dies allein stellte das Apostelkonzil fest. Da die Versammlung von Jerusalem Ausgangspunkt der Streitfrage war musste sie gemäss GESETZ auch Richter über jene Männer stellen, die den Streit verursacht hatten! Jene Männer hatten kein Recht dazu erhalten etwas anderes zu lehren als das, was Paulus verkündet hatte und Jakobus als vorsitzführender Aufseher und Richter der Angelegenheit distanzierte sich klar von der Gruppe der Pharisäer und ihren Aussagen. Paulus war als echter zwölfter Apostel, als Apostel der Nationen erneut bestätigt. Seine Lehre war unveränderte gute Botschaft! 

 

Paulus berief sich auf die von Gott im GESETZ festgelegte Ordnung. Gott selbst bestimmt den König in Israel und vergibt das Hohepriesteramt! Es liegt in Händen Jesu jene zu bestimmen, die seine Vertreter sind. Kein anderes „Haupt“ und kein anderer Mittler als er steht über einem Christen! Paulus bestätigt dies im Brief an die Epheser:

 

*** Rbi8  Epheser 1:22-23 ***

Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

 

Jesus ist es, der seine Apostel bestimmt hat und niemand hat das Recht sich diese Stellung selbst anzueignen! Er bestimmt die unterschiedlichen Stellungen am Leib des Christus und wer diese Stellung schlussendlich einnehmen wird! Bis dahin ist jeder gemäss seiner ihm verliehenen Fähigkeit dafür verantwortlich sich nicht selbst über andere zu überhöhen, sondern zur Einigung des Leibes direkt unter Jesus als „Haupt“ und Mittler zu Gott mit beizutragen! An Timotheus schreibt Paulus im 1.Brief betreffend des Amtes eines Aufsehers:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:5-7 ***

Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden. 7 Für dieses Zeugnis wurde ich zum Prediger und Apostel eingesetzt — ich rede die Wahrheit, ich lüge nicht —, zum Lehrer der Nationen in bezug auf Glauben und Wahrheit.

 

"In Wirklichkeit sind sie falsche Apostel; sie sind Betrüger, die sich nur für Apostel  von Christus ausgebe."Paulus ist somit „Lehrer der Nationen“ im Auftrag des Christus! Alle die sich an seine Stelle drängen sind als „falsche Apostel“ zu identifizieren, ebenso wie Paulus dies innerhalb der Versammlung Korinth in seinem 2.Brief bereits beanstandete!

 

*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Alle Kirchenhäupter haben sich in der einen oder anderen Form entweder die Stellung des Petrus, jene des Paulus oder des Johannes oder irgend eines der anderen Apostel zugeeignet oder berufen sich gar auf das Kollektiv der Apostel und des Apostelkonzils! Sie mögen sich noch so sehr als „Engel des Lichts“ darstellen, ihre abweichenden Lehren verraten sie als „betrügerische Arbeiter“! Jede Veränderung der guten Botschaft aber hat erneut einen „Fluch“ zu Folge! Der „Fluch“ aber bringt den Tod mit sich.

Christus als Haupt berief die Versammlungen zur Einheit unter seinen Geboten!

Die von Christus angeordneten Veränderungen im „GESETZ des Christus“ gegenüber den Geboten und Satzungen des Moses wurden von Jakobus bestätigt, ohne dies direkt zu erwähnen!

 

Die Beschneidungsfrage wurde zu Gunsten des Paulus entschieden, ebenso, dass es zwischen Ebioniten Die "trennende Zwischenwand" im Tempel,  und Paulikanern keinerlei „trennende Zwischenwand“ mehr gibt! Das ist die einzige wirkliche Schlussfolgerung aus dem Apostelkonzil von Jerusalem: Der Status quo den Paulus in den Versammlungen mittels seines Predigens und mittels der Briefe erstellt hatte, er wurde anerkannt und die Stellung des Paulus als wahrer zwölfter Apostel damit bestätigt! Selbst Petrus bereute offensichtlich sein voreiliges Handeln bei der Ernennung des Mathias als Ersatz des Judas an Pfingsten 33 u.Z. und gab nun dem Paulus vollkommen das Wort und sein Vertrauen! Jakobus distanzierte sich klar von jener Gruppe der Pharisäer! Er stellte aber weiterhin Gottes GESETZ in den Mittelpunkt und ging auch darin mit Paulus vollkommen einig!

 

Es ist somit bis heute stets dieselbe Frage zu beantworten, wo Kirchen Rechtshoheit über Versammlungen beanspruchen: Ist es nun wiederum so bei uns, wie damals bei den Christen Galatiens, dass Paulus sich verwundert fragt: „... daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft.“ Sollen wir uns erneut in neues, ein „ungleiches Joch“ bringen lassen? Wollen wir uns durch eine „veränderte gute Botschaft“ unter ein anderes „Haupt“ versklaven lassen? „Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen.“ Wir sollen nicht Menschen zu gefallen sein, sondern dem Christus, zu dessen Sklaven wir in der Taufe wurden!

 

Die Offenbarung Jesu Christipg *** Rbi8  Galater 1:10-12 ***

Wenn ich noch Menschen gefiele, wäre ich nicht Christi Sklave. 11 Denn ich bringe euch zur Kenntnis, Brüder, daß die gute Botschaft, die von mir als gute Botschaft verkündigt worden ist, kein Menschenwerk ist; 12 denn ich habe sie weder von einem Menschen empfangen, noch bin ich [darüber], außer durch Offenbarung Jesu Christi, belehrt worden.

 

Der Paulus ist für uns Menschen aus den Nationen unser von Jesus hierzu bestimmter Apostel! Damit ist der Ausdruck „Paulikaner“ absolut gerechtfertigt, während dem Petrus der Apostel der „Ebioniten“ ist, „der Armen“, die ihre jüdische Abkunft nicht verleugnen und von Jerusalem ausgehend die gute Botschaft verkünden. Jene beiden Gruppen aber distanzieren sich von jenen fleischlichen Juden, die Christus weiterhin als Messias ablehnen! Die „trennende Zwischenwand“ besteht weiterhin zwischen dem Reinen und dem Unreinen, dem der Glauben in den „Propheten gleich mir“ (Moses) setzt und jene, die diesen ablehnen!

 

*** Rbi8  5. Mose 18:14-19 ***

Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte [[(der Juden aus der Linie Isaaks, Jakobs, Juda, Davids …“)]], aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Dieselbe gute Botschaft die Jesus verkündete hat auch Paulus gepredigt. Niemand darf daran etwas verändern oder sie in eigenwilliger Weise interpretieren! Gott selbst gibt die Interpretation aller Dinge in seinem Wort, der Schrift, die er uns zu erklären bereit war! Wer die Worte Jesu ablehnt und seine gute Botschaft verändert, von dem fordert Gott selbst Rechenschaft!

Vorsicht vor jeder Art von „ungleichem Joch"!

Lassen wir uns in kein „ungleiches Joch“ einspannen! So wie die Versammlung Galatiens aufgrund des Schreibens des Jakobus am Ende des Apostelkonzil und der Abgesandten Jerusalems und dann auch durch den Brief des Paulus sich aus dem Machtanspruch der Gruppe der Pharisäer zu befreien hatten, so müssen auch wir dasselbe tun uns zu lösen von jeder Amtshoheit einer selbst ernannten Zentralverwaltung! Jesus wird erst am Gerichtstag seine Hierarchie bestimmen innerhalb all jener, die sich freiwillig den Aposteln unterordneten und damit der wahrer „Same der Frau“ sind! (Off 12:17)

 

Falsche Brüder die sich einschleichen führen zur vollständigen Versklavung *** Rbi8  Galater 2:3-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Alle Religionen versklaven ihre Glieder in der einen oder anderen Form! Weder Jesus noch die Apostel führten eine bezahlte Priesterschaft ein, weder einen Zehnten noch eine Spendenkultur, um die Amtshoheit einer Kirchenhierarchie zu finanzieren! Dies ist die „Wahrheit der guten Botschaft“ und keiner darf die Worte Jesu, der Apostel und der Propheten verändern!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:7-10 ***

Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus. Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt. 9 Verschafft euch nicht Gold oder Silber oder Kupfer für eure Gürtelbeutel 10 oder eine Speisetasche für unterwegs oder zwei untere Kleider oder Sandalen oder einen Stab; denn der Arbeiter hat seine Nahrung verdient.

 

Diese Worte waren an die Apostel gerichtet und gelten für alle, die jene nachahmen und in deren Fussstapfen treten! Gottes Königreich ist so nahe wie nie zuvor!

 

Jeder von uns als Glied einer unabhängigen Christenversammlung sollte „im Hause Gottes ... eine Säule und Stütze der Wahrheit“ sein, wie Paulus dies dem Timotheus abverlangt!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:14-16 ***

Ich schreibe dir diese Dinge, obwohl ich hoffe, in kurzem zu dir zu kommen, 15 für den Fall aber, daß ich aufgehalten werde, sollst du wissen, wie du dich im Hause Gottes zu benehmen hast, das die Versammlung [des] lebendigen Gottes, eine Säule und Stütze der Wahrheit, ist. 16 Ja, das heilige Geheimnis dieser Gottergebenheit ist anerkannt groß: „Er wurde offenbar gemacht im Fleische, gerechtgesprochen im Geiste, erschien Engeln, wurde gepredigt unter [den] Nationen, geglaubt in [der] Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.“

 

Die Rede ist von Jesus Christus und dessen Gottergebenheit, dem aufgrund seiner Treue „alle Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ gegeben wurde, erst nachdem er sich als Mensch bis in den Opfertod vollkommen bewährt hatte! (Mat 28:18) Wer immer sich zwischen diesen einzigen Mittler drängt ist ein „falscher Christus“, ein „falscher Apostel“ oder ein „falscher Prophet“ und wer die Lehre verdreht erzeigt sich zudem als „falscher Lehrer“. Vor diesen wurden wir gewarnt und das tut auch Jakobus ausgiebig in seinem Brief!

 

 

8.3.1.2          Probleme in den Versammlungen

Wer hat das Recht über die Christenversammlungen Herrschaft auszuüben? 

Paulus schreibt nur zwei Jahre nachdem Jakobus seinen Hirtenbrief an alle Versammlungen sandte, dass sich alle Versammlungen im Gebiet der römischen Provinz Asien sich von ihm abgewandt hätten. Inzwischen befand er sich in der 2.Gefangenschaft in Rom.  Offenbar stand das Problem in der Provinz Asien zumindest zu einem gewissen Teil im Zusammenhang mit früheren Problemen, die vorab in Antiochia auftauchten. Falsche Lehrer zogen die Versammlungen auf ihre Seite, um eine eigene Machtstruktur aufzubauen.

 

Die Versammlungen Asiens *** Rbi8  2. Timotheus 1:15 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phygelus und Hermogenes gehören zu ihnen.

 

Es ging dabei generell um Sektarismus und Anspruch auf zentrale Leitung mittels einer „veränderten guten Botschaft“, einer Botschaft, welche vom „GESETZ des Christus“ abweichend war. In Ephesus wurde dies unter den Anführern Hymenäus, Alexander und Philetus bereits um das Jahr 53 bis 55 u.Z. neu aufgelegt, die nun entgegen der guten Botschaft des Paulus behaupteten, „... die Auferstehung sei bereits geschehen“. Das öffnete Tür und Tor zur späteren katholischen Himmelslehre mit all ihren Schattierungen! Bis zum Ende des ersten Jahrhunderts entstand daraus die Sekte der Nikolaiten. Jesus zeigt in der Offenbarung seinen Hass gegenüber ihren Lehren im Sendschreiben an die Versammlung Ephesus: „Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse.“ (Off 2:6) Dies wiederholt sich im Schreiben an die Versammlung Pergamon (Off 2:15, 16).

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben [[(an künftige Auferstehung „im Fleische“ nach Jesu Wiederkehr)]] einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Jede Form von „leerer Rede“ wendet sich von offenbarter Wahrheit ab. Sie mag vorab eine Zeit lang Irrtum sein, wird aber in jenem Moment, wo Irrtum durch unveränderte Wahrheit offengelegt wird zur Lüge. Wo diese gefälschte Wahrheit öffentlich als „Wahrheit“ verbreitet wird ist es „offizielle Wahrheit“ einer dem Christus entgegen gerichteten Herrschaft!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
  

Jesus und gar Jehovas Namen dazu zu verwenden ist eine alte Taktik Satans, um bei denen in der Schrift und in Gottes Willen Ungeschulten Glaubwürdigkeit zu erlangen! Dies begann schon in Eden damit Gottes Worte in Zweifel zu ziehen!

 

*** Rbi8  1. Mose 3:1 ***

 Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?

 

Satans Taktik lautet somit seit Beginn dahin, Gottes deutliche Aussage in Frage zu stellen und Gott zu unterschieben, dass das, was er gebietet oder verbietet eine bessere Lösung kennt. Darauf baut jede Religion und jede Form des Sektarismus auf! Jede weicht von Gottes GESETZ ab, missachtet Gottes Willen und folgt darin jenen Menschen nach, die sich über Gott und über unseren Herrn Jesus erhöhen wollen! Was nach biblischer Offenlegung das Wort „Religionen“ bedeutet ist ein offenbartes Geheimnis: Religionen bedeutet anderen Göttern und deren Gesetzen zu gehorchen! Im Fall der durch Sanherib in Samaria angesiedelten anderen Völker schreibt der Prophet Samuel:

 

*** Rbi8  2. Könige 17:34-39 ***

Bis zu diesem Tag tun sie gemäß ihren früheren Religionen. Es gab keine [Personen], die Jehova fürchteten, und keine, die gemäß seinen Satzungen und seinen richterlichen Entscheidungen und dem Gesetz [[GESETZ]] und dem Gebot taten, das Jehova den Söhnen Jakobs geboten hatte, dem er den Namen Israel gab, 35 als Jehova einen Bund mit ihnen geschlossen und ihnen geboten hatte, indem [er] sprach: „Ihr sollt nicht andere Götter fürchten, und ihr sollt euch nicht vor ihnen niederbeugen noch ihnen dienen, noch ihnen opfern, 36 sondern Jehova, der euch mit großer Macht und ausgestrecktem Arm aus dem Land Ägypten heraufgebracht hat, ihn solltet ihr fürchten, und vor ihm solltet ihr euch niederbeugen, und ihm solltet ihr opfern. 37 Und die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen und das Gesetz [[GESETZ]] und das Gebot, das er für euch aufgeschrieben hat, solltet ihr allezeit sorgfältig halten; und ihr sollt nicht andere Götter fürchten. 38 Und den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, sollt ihr nicht vergessen; und ihr sollt nicht andere Götter fürchten. 39 Sondern Jehova, euren Gott, den solltet ihr fürchten, da er es ist, der euch aus der Hand all eurer Feinde befreien wird.“

 

Nahezu alle christlichen Religionen erklären in der einen oder anderen Form den Gesetzesbund Jehovas mit Israel vom Sinai als veraltet, dem „Alten Testament“ zugehörend, als ob Gott seinen Bund wegen der Fehler Israels und Judas vergessen würde. Wir als Christen der Nationen haben uns doch diesen Bündnissen genaht, schrieb Paulus an die Epheser! Wie sollen wir uns etwas nahen, das abgeschafft wurde? Der einzige Bund der veraltet war und weggetan wurde war der mit Levi, der Salzbund oder Lohnbund mit der Priesterschaft Aarons. Das gefällt keiner der heutigen Kirchen, die alle in der einen oder anderen Form aus Lohnhirten bestehen!

 

Mit Jesu Tod endete der "Bund mit Levi" und Jehova setzte Jesus als hohepriesterkönig ein
  

Ein erstes herausragendes Bindeglied in dieser Kette bildete am Ende des ersten Jahrhunderts die Nikolaus-Sekte! Jesus spricht davon in den sieben Sendschreiben der Offenbarung. Er zeigt damit eine Verknüpfung von falschen Lehren so genannter späterer „Kirchenväter“ bis hin in unsere Tage! Damit aber wurden die Aussagen Jesu und der Propheten missachtet, die von einer Wiederkehr des Christus reden, wo „Spross“ selbst wiederkehrt und er den geistigen Tempel, die kommende Zentralverwaltung „Jahwe Schámmah“ in Jerusalem aufrichtet! Nur unter seiner Führung kommt die Auferstehung der Toten aus den Gräbern. (Hes 48:16, 17; 35)

Pharisäischer Sauerteig in der Lehre mit Ursprung in Jerusalem und Auswirkung in Antiochia

Betrachten wir die Ursache des späteren Abfalls der Versammlungen Asiens von Paulus nun etwas näher von Beginn an: In Antiochia kam es also im Jahre 48 u.Z. zu jenem gravierenden Zwischenfall, wo getaufte jüdische Männer die früher zu den Pharisäern gehört hatten und die aus dem Kreis des Jakobus, „der Gruppe der Beschnittenen“ von Jerusalem her kamen eine schwerwiegende Turbulenz  auslösten. Wie wir bereits wissen waren sie es, die behaupteten, Christen aus den Heiden, Paulikaner müssten sich nun ebenfalls beschneiden lassen. Zudem wäre es den „Ebioniten“, allen beschnittenen Juden verboten sich mit unbeschnittenen Heidenchristen, „Paulikanern“ zu vermischen und gar mit jenen gemeinsam zu essen.

 

Schon Jahre zuvor entstand dasselbe Problem in den Versammlungen Jerusalems betreffend der Auftrennung bei jüdischen Witwen aus der Gruppe der Griechen! Die Apostel in Jerusalem bekämpften dies von Anfang an! Nun wurde ein ähnliches Problem in den Versammlungen der Nationen entfacht (Apg 6:1-6).

 

Streit des Paulus gegen Kephas in AntiochiaDas Gebot im GESETZ Mose des Getrenntsein der Beschnittenen Juden von Menschen der Nationen kam nun erneut zum Vorschein, obwohl Jesus diese Grenze eindeutig weiter hinausgeschoben hatte. Selbst Petrus (Kephas) und Barnabas liessen sich dort mit in den Irrtum hineinziehen. Paulus reagierte mit aller Härte gegen jene, welche diese Beunruhigung gebracht hatten, weil er die Gefahr der Spaltung deutlich erkannte.

 

*** Rbi8  Galater 2:11-14 ***

Als Kephas jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen [[„Paulikanern“]]; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen. 13 Auch die übrigen Juden [[(„Ebioniten“)]] schlossen sich ihm in seiner Verstellung an, so daß sogar Barnabas durch ihre Verstellung mitgerissen wurde. 14 Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg gemäß der Wahrheit der guten Botschaft wandelten, sagte ich vor ihnen allen zu Kephas: „Wenn du, obwohl du ein Jude bist, so lebst wie die Nationen und nicht wie Juden, wie kommt es, daß du Leute von den Nationen nötigst, gemäß jüdischem Brauch zu leben?

 

Jüdischer Brauch“ und nicht Bestimmung des „GESETZES des Christus“ war der Grund der Auseinandersetzung! Heutige religiöse Bräuche wie der St.Nikolaus-Feier, die der drei „Weisen“ (Astrologen aus Babylon, Sterndeuter) und deren Verehrung steht auf derselben Ebene. Paulus zeigt, dass jene „Männer von Jakobus“ kamen, was nicht bedeutet, dass jener sie auch autorisiert hatte. Am Apostelkonzil distanzierte sich Jakobus von jener Gruppe deutlich. Paulus bezeichnet die „Beschneidung am Fleisch“ nur noch als „jüdischen Brauch“, Gesetzesbedingung an fleischliche Nachkommen Abrahams über Isaak. Ja das „GESETZ des Christus“ brachte hier eine Änderung für Menschen der Nationen wie dies Gott durch Ausgiessen des heiligen Geistes auf die Hausgemeinschaft des Kornelius selbst bestätigt hatte! Wie aber kam es zu dieser Änderung, was sind die Details?

Heiliger Geist fiel auf Unbeschnittene, noch bevor jene getauft waren

Unbeschnittene der Nationen, die Hausgemeinschaft des römischen Offiziers Kornelius, die ihr Herz gereinigt hatten rücken dabei ins Zentrum. Engel leiteten diese Dinge direkt an, welche im Kapitel 10 der Apostelgeschichte aufgezeichnet sind. Unter der Führung  des Petrus und dessen Nutzung des dritten und letzten „Schlüssels wurde nun ebenso wie zuvor schon über beschnittene Juden (1.Schlüssel), dann über Bekehrte aus den Samaritanern (2.Schlüssel) nun auch über Unbeschnittene aus den Heiden (3.Schlüssel) durch Jesus selbst Gottes heiliger Geist ausgeschüttet.

 

Petrus erhielt von Jesus drei Schlüssel, um das "Königreich des Sohnes seiner Liebe" zu öffnen.Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ war vom „Türhüter“ des ersten Jahrhunderts für jene drei Gruppen mittels gesonderter „Schlüssel“ geöffnet worden! Jesus hatte „seine Schafe“ vorab Petrus anvertraut, der nun jede der drei Gruppen in die Hürde Jesu führen sollte, wo sie zu einer Herde vereint würden!

 

*** Rbi8  Johannes 21:15-17 ***

Als sie nun gefrühstückt hatten, sprach Jesus zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese [[(die anderen Apostel)]]? Er sagte zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.“ Er sprach zu ihm: „Weide meine Lämmer.“ [[(die Apostel)]] 16 Wiederum, ein zweites Mal, sprach er zu ihm: „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ Er sagte zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.“ Er sprach zu ihm: „Hüte meine Schäflein [[(die übrigen Jünger)]].“ 17 Er sprach zum dritten Mal zu ihm: „Simon, Sohn des Johannes, hast du Zuneigung zu mir?“ Petrus wurde betrübt, daß er zum dritten Mal zu ihm sagte: „Hast du Zuneigung zu mir?“ Somit sagte er zu ihm: „Herr, du weißt alles; du weißt, daß ich Zuneigung zu dir habe.“ Jesus sprach zu ihm: „Weide meine Schäflein [[(alle neu Hinzukommenden)]].

 

Nun gab es neue Jünger, andere „Schäflein“ aus den Nationen, um auch diese zu weiden. Paulus sollte deren Hirte werden. Sie waren nun aus den Nationen und waren und blieben Unbeschnittene! Dieses Ausgiessen des Geistes geschah gar noch bevor jene Hausgemeinschaft des Kornelius getauft war! Das war Gottes deutliches Zeichen, dass Er nun die „Beschneidung des Herzens“ in derselben Weise anerkannte, wie zuvor jene des Fleisches notwendig war! Das war schon im GESETZ Mose so vorgesehen, wie Jehovas Worte dies deutlich zeigen:

 

*** Rbi8  5. Mose 10:15-16 ***

Und ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und euren Nacken nicht länger verhärten.

 

Es brauchte somit keine Veränderung des GESETZES, sondern lediglich der Anwendungsbestimmungen innerhalb der Gebote!

Die Rolle des Jakobus in der Ebionitengemeinde von Jerusalem

Dass der Jünger Jakobus schon sehr früh eine herausragende Rolle unter den Vorstehern der Christenversammlung Jerusalems hatte geht auch aus dem hervor, was Lukas über die Befreiung des Petrus aus der Kerkerhaft berichtet. Einer der Versammlungsorte Jerusalems war das Haus der Mutter des Markus, desselben Jüngers der Paulus auf der ersten Missionsreise begleitete, der später sein eigenes Evangelium schrieb und ein Vetter des Barnabas war! (Apg 15:37; Kol 4:10)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 12:12-17 ***

Und nachdem er [[(Petrus)]] es sich überlegt hatte, begab er sich zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes, der den Beinamen Markus hatte, wo ziemlich viele versammelt waren und beteten. 13 Als er an die Tür des Torweges klopfte, kam ein Dienstmädchen namens Rhode heraus, um auf den Ruf zu hören, 14 und als sie die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Tor nicht, sondern lief hinein und berichtete, daß Petrus vor dem Torweg stehe. 15 Sie sagten zu ihr: „Du bist von Sinnen!“ Sie aber beteuerte ihnen, daß es so sei. Da begannen sie zu sagen: „Es ist sein Engel.“ 16 Petrus aber blieb dort und klopfte. Als sie öffneten, sahen sie ihn und waren erstaunt. 17 Er aber winkte ihnen mit der Hand, zu schweigen, und sagte ihnen im einzelnen, wie Jehova [[der Herr (Jesus)]] ihn aus dem Gefängnis herausgebracht hatte, und er sprach: „Berichtet diese Dinge Jakobus und den Brüdern.“ Darauf ging er hinaus und begab sich an einen anderen Ort.

 

Da Petrus befahl „Jakobus und den Brüdern“ die Neuigkeit der wunderbaren Befreiung zu unterbreiten ist daraus zu entnehmen, dass Jakobus zu diesem frühen Zeitpunkt bereits eine wichtige Funktion in Jerusalem und damit auch in ganz Judäa spielte!

Elitedenken als Ursache des Strauchelns: Persönliche Interpretation der Schriften

Der Evangelist und Jünger Lukas beschreibt in der Apostelgeschichte, wie es zum Zwischenfall in Antiochia kam und der Streit um die Beschneidung den Anfang nahm:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1-2 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden.“ 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und Barnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten.

 

Dieses Begehren jener Männer aus dem Kreis der Pharisäer, die sich zu Christus bekannten waren genau die Art „Sauerteig der Lehre“, vor der Christus so deutlich gewarnt hatte!

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen
  

Sie wollten die Elite innerhalb der Christenversammlung sein, um ihre Mitbrüder zu beherrschen! Paulus identifiziert diese Form ihres Denkens und Handelns im Brief an die Galater:

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten — 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Paulus verteidigt die Freiheit jeder einzelnen Christenversammlung! Er stand jeder Form Elitedenkens entgegen, wo Männer sich auf die Stufe der Apostel erhoben, um über die anderen zu herrschen, indem sie ihre eigenen Gebote aufstellten!

 

Einigen aber gefiel dies. So wurde selbst Barnabas und Petrus von jenen Christen aus den Pharisäern und deren Behauptungen mitgerissen! Paulus dagegen verteidigte freie, unabhängige Versammlungen und wollte keine zentralistisch geführte Gewalt. Er hatte Jesu Worte verstanden, dass keiner sich über den anderen erhöhen solle und wer sich selbst erhöhe erniedrigt werde! Er war zudem mit der Geschichte Israels bekannt und wusste, dass Satan bisher alle Regierungsformen zu unterhöhlen wusste. Die Gerichte Jehovas an seiner Nation zeigen dies deutlich! Darum beten Christen weiterhin: „Dein Reich komme“, weil erst damit eine Regierung aufgebaut wird, die Satan nicht korrumpieren kann, weil er ja zudem gefangen sein wird! Paulus warnt im Brief an die Römer, dass Zweifelsfragen anhand der Schrift gelöst werden müssen. Dies bedingt keine Zentralregierung die Gesetze wie Fallstricke erlässt:

 

lasst uns nicht mehr einander richten: Ursache des Strauchelns *** Rbi8  Römer 14:13 ***

Darum laßt uns nicht mehr einander richten, sondern vielmehr sei dies eure Entscheidung: einem Bruder keine Ursache des Strauchelns [zu geben] noch ihm einen Fallstrick zu legen.

 

Jede zentralistische Beherrschung neigt vorab zum Pharisäismus, eigene Regeln aufzustellen die über das hinausgehen, was Gott und Jesus als Grenzen gesetzt haben: Einerseits zu lasch und andererseits zu strikte! Dieselbe Gefahr besteht bereits in den einzelnen Versammlungen seitens deren Vorsteher! Paulus erklärt daher weiter betreffend das Richten von Vorstehern anderer Versammlungen:

 

*** Rbi8  Römer 14:4 ***

Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. In der Tat, er wird zum Stehen veranlaßt werden, denn Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kann veranlassen, daß er steht.

 

Jesus ist der Richter seiner „Schafe“! Ihm gegenüber sind seine Sklaven rechenschaftspflichtig!

 

Wie die Beschreibung der Apostelgeschichte und der Brief des Paulus an die Galater zeigt, hatte offenbar nicht bloss Paulus einen festen Charakter, der bereit war seine gut geschulte Sicht der Schriftauslegung zu verteidigen, sondern auch Barnabas wusste seinen Standpunkt zu untermalen! Barnabas aber unterordnete sich freiwillig dem Paulus und dessen Argumenten. Petrus sah seinen eigenen Denkfehler ein, da er es ja gewesen war, der Zeugnis über das Ausgiessen des heiligen Geistes auf unbeschnittene Menschen der Nationen gesehen hatte. Gottes Entscheid diese anzunehmen konnte nicht nachträglich an die Beschneidung geknüpft werden! Nicht so wollten es die ehemaligen Pharisäer, die weiterhin auf zentralistische Regierungsgewalt aus Jerusalem pochten und ihre Rechtsordnung der Vorväter verteidigten.

 

*** Rbi8  Römer 10:2-4 ***

Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende [[(Ziel; der Höhepunkt in der Erfüllung)]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

Gottes Gerechtigkeit“ gipfelt in seinem „GESETZ das zur Freiheit gehört“ (Gal 5:13-15; Jak 1:25). Ohne dass wir dieses Gesetz als Lehrmeister hätten wüssten wir gar nicht, was Gott als ungerecht und unrein einstuft!

Bereinigung des Streites dort, wo er den Anfang nahm: In Jerusalem, bei Jakobus

Der Streit innerhalb der Versammlung Antiochias musste nun dort entschieden werden, wo er seinen Anfang hatte: Bei den Judenchristen, den „Ebioniten“ Jerusalems, jener Gruppe aus ehemaligen Pharisäern! Jesu Warnung musste nun durch die Vorsteher zur Korrektur falscher Lehren führen!

 

Fegt den alten Sauerteig aus2.jpg *** Rbi8  Matthäus 16:11-12 ***

Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer in acht. 12 Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

So wurden in Antiochia zeitweilige Verteidiger der gefälschten Lehre wie Barnabas und zudem deren härteste Gegner Paulus ausgewählt, damit sie den Streit auf die Ebene der Apostel und der Vorsteher in Jerusalem tragen sollten. Die Quelle falscher Belehrung musste verstopft werden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:4-5 ***

Als sie in Jerusalem eintrafen, wurden sie von der Versammlung und den Aposteln und den älteren Männern freundlich aufgenommen, und sie berichteten die vielen Dinge, die Gott durch sie getan hatte. 5 Doch einige derer von der Sekte der Pharisäer, die gläubig geworden waren, erhoben sich von ihren Sitzen und sprachen: „Es ist notwendig, daß man sie beschneide und ihnen gebiete, das Gesetz [[GESETZ]] Mose zu halten.“

 

Jene Christen in Antiochia hielten bereits das GESETZ. Worauf jene Pharisäer jedoch bestanden waren jene zwei Dinge die zum Streit geführt hatten: Die fleischliche Beschneidung und das Getrenntsein von Unbeschnittenen Christen! Zwei Hauptpunkte, die der Hohepriester Christus verändert hatte, als er die „trennende Zwischenwand“ entfernte und damit die zwei Gruppen zusammenführte!

 

Die Apostel und die Ältesten Jerusalems, darunter Jakobus bestätigten nun in schriftlicher Form, dass sie keinerlei diesbezügliche Anweisungen erteilt hatten, sondern jene Männer aus dem Kreis ehemaliger Pharisäer aus sich heraus gehandelt hatten!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:23-26 ***

Die Apostel und die älteren Männer, Brüder, den Brüdern in Antiochia und Syrien und Zilizien, die aus den Nationen sind: Grüße! 24 Da wir gehört haben, daß einige aus unserer Mitte euch durch Reden beunruhigt haben, indem sie eure Seele zu erschüttern suchten, obwohl wir ihnen keine Anweisungen gaben, 25 sind wir zur vollen Übereinstimmung gekommen und haben es für gut befunden, Männer auszuwählen, um sie zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus, zu euch zu senden, 26 Menschen, die ihre Seele für den Namen unseres Herrn Jesus Christus hingegeben haben.

 

Die Rede ist von „der Versammlung ... in Jerusalem“, als einer Einheit. Zu ihr zählten die elf Apostel, die offenbar zumindest zu jenem Zeitpunkt in einer gewissen Anzahl sich dort versammelten und aus einer nicht bestimmten Zahl von „älteren Männern“ oder Ältesten innerhalb jener Versammlung die den Streitfall behandelten. Paulus stiess laut den Aussagen des Lukas in der Apostelgeschichte nur zu gewissen jüdischen Festzeiten zu ihnen. Er zeigte damit, dass jene Feste auch im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ durch wahre Christen weiterhin eingehalten wurden und er sich selbst wie alle übrigen sich dem „GESETZ des Christus“ vollkommen unterordnete! Sie folgten darin nur Jesu Fussspuren! Kapitel 20 bestätigt:

 

3. Mssionsreise des Paulus, Rückkehr von Korinth nach Jerusalem*** Rbi8  Apostelgeschichte 20:16 ***

Paulus hatte nämlich beschlossen, an Ephesus vorbeizufahren, um keine Zeit in dem [Bezirk] Asien zu verbringen; denn er beeilte sich, um, wenn es ihm möglich wäre, am Tag des Pfingst[festes] in Jerusalem zu sein.

 

Im Gesamten mögen es dieselben Vertreter jener „Tausende von Juden“ gewesen sein, welche Jakobus gegenüber Paulus als „Eiferer für das GESETZ“ am Ende der 3.Missionsreise im Jahre 56 u.Z. erwähnte! Inzwischen waren seit dem Konzil des Jahres 49 u.Z. bereits weitere sieben Jahre vergangen und das Werk hatte sich offenbar sowohl in Judäa wie in der Diaspora des Paulus ausgeweitet!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:20 ***

Nachdem sie dies gehört hatten, begannen sie Gott zu verherrlichen, und sie sagten zu ihm: „Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ.

 

Beachten wir, dass dies möglicherweise eine späte Form der Rechtfertigung durch Jakobus ist, warum dieser Zwiespalt aufkam und nun existierte und er ihn nicht bereits zu Beginn unterdrückt hatte! Anhänger des bisherigen Status quo waren Juden, die wie Saulus zuvor auch weiterhin „alle Eiferer für das GESETZ“ waren und blieben. Damit aber liessen einige davon ab das „GESETZ des Christus“ anzuerkennen. Das Recht des neuen Hohepriesters Christus, des „Propheten gleich mir“, wie Moses wurde missachtet, dass Christus eine „Veränderung (innerhalb) des GESETZES“ das Mose herbeiführen musste! Paulus beklagt diese Form des blinden Eifers, der nicht auf genauer Erkenntnis abstützt: „Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes.

 

Gottes Gerechtigkeit, Sein GESETZ und alle die Veränderungen die Christus in Gottes Auftrag herbeiführte sind anzuerkennen! (Mat 5:21-48)

Die verschiedenen Wechsel innerhalb des GESETZES durch Christus als neuer Hoherpriester-König sind anzuerkennen

Darum richtet sich Paulus im Jahre 61 u.Z. in einem Brief spezifisch an die „Hebräer“, somit an die „Ebioniten“, die vielerorts die Ältestenschaften bildeten oder anführten aber in Wirklichkeit immer noch wie Kleinkinder „Milch“ der Belehrung benötigten. Sie hatten bisher kein grundsätzliches Verständnis der Zusammenhänge erreicht und waren „am Gehör stumpf“ geworden. So erklärt er ihnen: (Heb 5:11-14). 

 

*** Rbi8  Hebräer 7:12 ***

Denn da das Priestertum [[(von Aaron weg hin zum Hohepriesterkönig Jesus)]] gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel [[innerhalb]] des Gesetzes [[GESETZES]] ein.

 

Jene Gebote wurden gewechselt, die zuvor spezifisch für den Stamm Levi und Aaron als Priester und den Dienst im Tempel vorherbestimmt waren, da Jesus doch vom Stamm Juda war und die kommende Priesterschaft ausser aus Levi auch aus Israeliten aller Stämme und zudem aus Menschen der Nationen bestehen wird, welche die Vollzahl von 144.000 Priesterkönigen ausfüllen werden!

 

*** Rbi8  Römer 11:11-12 ***

Daher frage ich: Sind sie gestrauchelt, um vollständig zu fallen? Das geschehe nie! [[(Ein Überrest, der Jesus anerkennt soll gerettet werden (Rö 9:27))]] Sondern durch ihren Fehltritt wird Menschen von den Nationen Rettung zuteil, um sie zur Eifersucht zu reizen. 12 Wenn nun ihr Fehltritt Reichtum für die Welt bedeutet und ihre Verminderung Reichtum für Menschen von den Nationen, wieviel mehr wird es ihre Vollzahl [[(der Versiegelten künftigen Priesterkönige und der „grossen Volksmenge“ (Off 7:9))]] bedeuten!

 

Vorab hatte nur Israel das Recht auf künftiges König-Priestertum, ihnen war das Wort seit Beginn durch Moses verkündet worden. Nun mit Jesus und dem „neuen Bund“ wurde dasselbe Recht Menschen aus den Nationen angeboten, damit sie es erfassen und annehmen.

 

Schluss mit dem GESETZ???Beachten wir die von Jehovas Zeugen und der WATCHTOWER und vielen Evangelisten hart vertretene irrige Meinung, „Christus ist das Ende [[(statt Ziel; Höhepunkt in der Erfüllung]] des GESETZES“ (Rö 10:4). Auch hier sollen Textanpassungen in ihrer Bibeledition der „NEUE WELT ÜBERSETZUNG“ diese Fehlinterpretation weiterhin unterstützen!

„Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], Und dein Gesetz ist Wahrheit.“ (Ps 119:142) Wer das GESETZ als abgeschafft erklärt, der vernichtet die Wahrheit!

 

Damit aber wird eine „veränderte gute Botschaft“ gepredigt, auf die Paulus unumwunden einen „Fluch“ legt! Wir sollten uns daher im Geist hüten Mittäter zu werden und Dinge genau untersuchen! Paulus macht dabei keinen Unterschied, ob selbst Barnabas und Petrus (Kephas) davon betroffen würden! (Gal 2:11-13)

 

*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir [[(die Apostel)]] oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Das „als gute Botschaft Verkündigte“ und Angenommene war das, was Jesus gepredigt und vorgelebt hatte und mittels Ausgiessen des heiligen Geistes schlussendlich auf Paulus und mittels Visionen die er erhielt den Versammlungen unter den Nationen selbst gelehrt , was von Petrus bisher ebenso vertreten wurde! Die Auseinandersetzung stand damit in Antiochia auf des Messers Schneide: Sie drohte selbst eine Spaltung innerhalb der Apostel hervorzurufen!

 

Paulus wollte mit dem „Wechsel [[(innerhalb)]] des Gesetzes [[GESETZES]]“ nicht behaupten, dass das gesamte GESETZ Mose abgeschafft sei oder gar ungültig wurde, sondern das gewisse Punkte innerhalb der Vorschriften im GESETZ (was die gesamten fünf Bücher Mose, den Pentateuch bedeutet) durch Christus verändert worden sind. Vor allem jene, welche die levitische Priesterschaft und Aarons Söhne als Hohepriester betrafen, dass diese nicht weiter Gültigkeit hatten, respektive eine veränderte Anwendung erfuhren. Durch den Propheten Maleachi kündigte Gott im fünften Jahrhundert v.u.Z. den Priestern das Folgende an:

 

*** Rbi8  Maleachi 2:1-2 ***

„Und nun, dieses Gebot ist für euch, o Priester [[(„Gomer“, die hurerische Mutter von drei Nationen)]]. 2 Wenn ihr nicht zuhören werdet und wenn ihr [es] nicht zu Herzen nehmen werdet, meinem Namen Ehre zu geben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „so werde ich gewiß den Fluch über euch senden, und ich will eure Segnungen verfluchen. Ja, ich habe sogar den [Segen] verflucht, weil ihr [es] nicht zu Herzen nehmt.“

 

Der alte „Bund mit Levi“ war mit Jesu Tod zu seinem Ende gekommen, weil jene Priesterschaft ihre Aufgabe nicht zur Befriedigung Gottes ausgeführt hatte, so lag nun ein „Fluch“ auf ihnen! Der „neue Bund“ für ein Priester-Königtum sollte unter Jesus aufgerichtet werden, den die jüdischen Führer und deren Anhänger aber als „Eckstein“ des geistigen Tempels verworfen hatten und über den sie strauchelten!

 

Moses salbt Aaron und Söhne zu Priestern Wie nun übersetzen andere Theologen denselben Satz in Hebräer 7:12, wo Jehovas Zeugen in ihrer Übersetzung von einem „Wechsel  des Gesetzes“ sprechen?

 

          Luther:                   Denn wo das Priestertum verändert wird, da muss auch  das Gesetz verändert werden.

             Meister: Denn indem das Priestertum verändert ist, aus Notwendigkeit geschieht auch eine Veränderung des Gesetzes.

             Schlachter:           Denn wenn das Priestertum verändert wird, so muss notwendigerweise auch eine Änderung des Gesetzes erfolgen.

             Elberfelder:          Denn wenn das Priestertum geändert wird, so findet notwendig auch eine Änderung des Gesetzes statt.

             Menge:                  Denn mit einer Änderung des Priestertums tritt mit Notwendigkeit auch eine Änderung des Gesetzes ein.

             Albrecht:               Ändert sich aber das Priestertum, so ändert sich damit auch notwendig das Gesetz.

 

Eine Menge von unterschiedlicher Lehrmeinung! Paulus aber gibt im Textumfeld genügend Hinweise, dass diese Veränderung nur Teile des gesamten GESETZES betreffen, eben jene, welche das Priestertum Levis, den Tempeldienst, die Opfer usw. betreffen! Das schloss auch die Aufhebung des Gebotes der Beschneidung der Christen aus den Heiden mit ein und hob die strikte Trennung hin zu Menschen der Nationen auf. Andere Gebote wurden gar in ihrer Anwendung und ihren Strafbestimmungen verschärft durch den neuen Hohepriester, durch Christus! (Mat 5:21-48)

Wer war Ursprung des Gerüchts, Paulus lehre "Abfall von Moses"?

Die Spaltung, welche die heutige Lehre bringt, das „ganze GESETZ Mose“ sei beendet oder habe gewechselt, somit nicht bloss jene Teile die Levi betreffen, hat ihren Ursprung bereits im 1.Jahrhundert bei den Gegnern des Paulus! Wie hier, wo es spezifisch die Beschneidungsfrage und das Getrenntbleiben von Menschen der Nationen betrifft, solches hatte schon damals auch die Versammlung in Jerusalem aufgespalten!

 

Jakobus verteidigt nun in seinem Brief mit aller Konsequenz, sowohl das GESETZ als auch die von Jesus veranlassten Veränderungen. Dies ist vor allem gegen jene Kreise der christlichen Pharisäer gerichtet und gilt anderseits jenen, die meinten mittels Gesetzeswerken, der Sündopfer im Tempel z.B. weiterhin Verfehlungen zudecken zu können. Dies gilt es zu verstehen.

 

Das Apostelkonzil hatte Jakobus belehrt, dass solche Ansinnen anderslautende Lehren zu verbreiten bereits sehr früh als heisse Eisen angefasst und die reine Lehre Jesu und der Apostel verteidigt werden müssen, unbesehen wer immer die Quelle „veränderter guter Botschaft“ sei!

 

Der missverstandene Paulus?!Einige Gegner gingen etwas später, um das Jahr 56 u.Z. gar soweit, Paulus in die Schuhe zu schieben, er lehre „Abfall vom (GESETZ) Mose“! Jakobus und die übrigen Apostel wussten, dass dem nicht so war, dass es bloss ein falsches Gerücht sei!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 21:20-22 ***

„Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ. 21 Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen [[(den ebionitischen Judenchristen)]] sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln. 22 Was also ist diesbezüglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du angekommen bist.

 

Diesem verheerenden Gerücht, er lehre „Abfall vom (GESETZ) Mose“, stammte erneut von Seiten der Gegner des Paulus. Dies gab nun zu Beunruhigung Anlass. Diesem musste entgegengetreten werden! Zum Zeichen, das all dem Gerede widersprach sollte er im Tempel Opfer für sich und drei Judenchristen aus den Nationen darbringen. Sie meinten, dies würde das Gerücht unterbinden. Es führte im Gegenteil dazu, dass Paulus im Tempel vom aufgepeitschten Pöbel durch falsche Beschuldigungen gefangen genommen wurde und dies zu jahrelanger 1.Haft bis hin nach Rom vor den Cäsar führte!

 

Wie viel mehr muss heute Jehovas Zeugen widersprochen werden, die vollkommene Gesetzlosigkeit lehren, weil sie die Worte des Paulus verdrehen? Sie erweisen sich trotz ihres vielen Studierens der Schrift als „ohne genaue Erkenntnis“, wie jene Vorsteher in Rom, die Paulus in seinem Brief dorthin anprangert! (Rö 2:17-23). Im Brief an die Thessalonicher zeigt er den Ursprung: Männer die gesetzlos handeln und darum voller Sünde sind verschaffen sich „auf schlaue Weise Eingang in die Häuser“!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:6-7 ***

Denn von ihnen stehen die Männer auf, die sich auf schlaue Weise Eingang in die Häuser verschaffen und schwache Frauen gefangennehmen, die, mit Sünden beladen, von mancherlei Begierden getrieben werden, 7 die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit [[(„… dein GESETZ ist Wahrheit“)]] zu kommen.

 

Das durch Jehovas Zeugen von „Haus zu Haus“ gepredigt wird führt dazu, dass meist Frauen auf jenes Predigen hören und nun mit der veränderten guten Botschaft, Jesus sei das „Ende des GESETZES“ konfrontiert werden und von der Liberalität die gepredigt wird förmlich „gefangen genommen werden“ in eine andere Art der Sklaverei! Die Begierde jener Männer die das veranlassen steht nach Macht und Positionen in einer Hierarchie, die das 1914 usurpierte angebliche „Königreich Gottes“ anbietet! Keine der bekannten Religionsgruppen studiert die Schrift so intensiv wie sie. Paulus aber warnt: „... die allezeit lernen und doch niemals imstande sind, zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu kommen.“ Wahrheit, welche die Bibel vermittelt und „offizielle Wahrheit“, welche eine Religion indoktriniert sind deutlich voneinander zu unterscheiden!

 

Religion gimpelfang und Geschäft?
  

Die Apostelversammlung in Jerusalem muss den Streit unter der Führung des Jakobus schlichten

Fehlende genaue Erkenntnis war nach dem Zwischenfall in Antiochia der Anlass, dass sich sowohl einige der Apostel, sowie viele der Ältesten von Jerusalem und Judäa in Jerusalem unter Führung des Jakobus zusammentraten, da Paulus extra hierzu angereist kam. Erst später wurde es durch die katholischen Kirchenväter als erstes Konzil oder Apostelkonzil erwähnt. Wenn dem so gewesen wäre, warum hatte nicht der „erste Papst“, Petrus dort den Vorsitz? In Wirklichkeit mögen es insgesamt zwei oder drei Dutzend Männer gewesen sein, die sich an einem der Versammlungsorte vereinten, um diese Angelegenheit in Frieden zu bereinigen die Paulus so grosses Ungemach bereitet hatte! Der Geist Gottes sollte dabei Schiedsrichter sein, der im geschrieben Wort zu ihnen sprechen sollte. Die persönliche Erfahrung des Petrus im Falle des Kornelius als Zeuge des Wirkens jenes heiligen Geistes an Menschen der Nationen stand im Zentrum. Das hatte nichts mit späteren Konzilen mit Hunderten oder gar Tausenden von Bischöfen zu tun! Hier ging es um eine Art Gerichtssitzung, zur Wiederherstellung des guten Rufs des Paulus und Widerrufung der Gebote an Judenchristen, sich von unbeschnittenen Getauften aus den Nationen fern zu halten und der Anordnung, dass sich Männer aus den Nationen nach der Taufe beschneiden lassen müssten!

 

Versammlung Apostel und ältere Männer in Jerusalem*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:6-11 ***

Da versammelten sich die Apostel und die älteren Männer, um diese Angelegenheit zu erwägen. 7 Nachdem man nun viel disputiert hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten [[(Benutzung des „dritten Schlüssels“, um das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ auch Heiden gegenüber zu öffnen)]]; 8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist [[(auf die ungetaufte Hausgemeinschaft des Kornelius)]] gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen [[(den taufwilligen Heiden)]] gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

 

Das Disputieren war von Seiten der Christen aus den Pharisäern her ausgelöst worden, die mit Härte ihren Standpunkt zu verteidigen suchten, dass das „ganze GESETZ“ zu halten sei. Ihnen war der Unterschied zum „GESETZ des Christus“ nicht bewusst geworden! Petrus musste diesem ein Ende setzen und seine persönliche Erfahrung im Falle des Kornelius und des Ausgiessens des heiligen Geistes durch Jesus erneut kundtun! (Apg 15:1-5)

 

Dieselbe „unverdiente Güte“, dass Gott zufolge des vergossenen Blutes seines Sohnes die Sünden der Juden, die sich zu Christus bekannten vergoss, diese war nun ebenso Menschen der Nationen zu Gute gekommen! Das aber wollten jene aus der Gruppe der Pharisäer nicht begreifen, weil damit die Vormachtstellung die Israel vor allen anderen Nationen hatte damit scheinbar dahingefallen war! Paulus erläutert diesen Teil im Brief an die Römer:

 

*** Rbi8  Römer 11:11-12 ***

Daher frage ich: Sind sie [[(die Juden in „Lo-Ruhama“)]] gestrauchelt, um vollständig zu fallen? Das geschehe nie! Sondern durch ihren Fehltritt [[(der Tötung des Messias, Jesu)]] wird Menschen von den Nationen Rettung zuteil, um sie [[(die Juden)]] zur Eifersucht zu reizen. 12 Wenn nun ihr Fehltritt [[(der Israels)]] Reichtum für die [[(Menschen aus der)]] Welt bedeutet und ihre [[(der Juden, das Ende „des Bundes mit den vielen“, mit „Lo-Ruhama“ (Da 9:27)“)]] Verminderung [[(des Anteils fleischlicher Israeliten innerhalb der 144.000 künftigen Priesterkönige, durch Berufung aus den getauften Menschen der Heiden)]] Reichtum für Menschen von den Nationen, wieviel mehr wird es ihre Vollzahl [[(von 144.000 durch Versiegelung vor Harmagedon eines lebenden Überrests)]] bedeuten!

 

Sie wollten nicht verstehen, dass das kommende „Israel Gottes“, das Volk einer „königlichen Priesterschaft“ (2.Mo 19:6) nur noch zu einem Teil aus Juden bestehen wird, während die Vollzahl aus Menschen der Nationen ergänzt wird! Dasselbe Vormachtdenken finden wir heute in nahezu allen Kirchen und ihrer Priesterschaft, die sich von den Laien abzusondern sucht und sich als bereits auserwählte gesonderte Klasse ausgibt!

 

Eifersucht trifft jene, welche Fehltritte machen und dann schlussendlich nicht unter den von Gott Auserwählten sind! Selbsterhöhung endet in Erniedrigung!

 

Was nun war das Joch, das die Vorväter nicht tragen konnten? War es nun das gesamte GESETZ oder war es die Beschneidung Erwachsener, die dem Staatswesen Israel beizutreten gedachten? Die Rede war doch nur von den Streitpunkten, welche die Versammlungen der Nationen zu spalten drohten! Der Apostel Johannes sagt doch noch am Ende des ersten Jahrhunderts, dass das Halten der Gebote Gottes nicht schwer sei!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:3-4 ***

Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, 4 denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.

 

Wahrer Glaube besiegt die Anziehungskraft, welche das System auf uns ausübt! „Der geprüfte Glaube“ dagegen zeigt sich, dass die reale Welt erst noch kommen wird. Die Illusion, die dieses System vermittelt muss enden, die besagt, dass es ohne Gott Jehova auch geht: Weil unsere Prüfung ergibt, dass das bestehende System sich selbst zu zerstören droht! Intervention von aussen ist unumgänglich.

Sich vor jenen in Acht nehmen, die "sich auf Mose Stuhl" setzen! Wahre Autorität von Gott her ist anzuerkennen!

Aus Gott geboren“ sind somit nur jene, die sich Gottes Geboten unterordnen! Liebe zu Gott veranlasst uns auf seine Bestimmungen zu achten! Alles aber, was Menschengebot im Sinne der Pharisäer ist, die stets mehr verlangen wie Gott und daher „die schwere Lasten binden“, die sie „selbst aber mit keinem Fingen zu bewegen“ bereit waren, dies lehnte Jesus ab! Wie aber werden jene Gebote Gottes gehalten, die gemäss der Aussage einiger abgeschafft wurden, weil Jesus gemäss ihren Lehren „das Ende (statt Ziel) des GESETZES“ sei? Sie merken nicht einmal die Widersprüche, so verbohrt halten sie an ihrer Form der Gesetzlosigkeit und ihren eigenen Menschengeboten fest! Wahrer Glaube aber „besiegt die Welt“, indem der Glaube sich fest auf den „Fels“, die Grundlage der Weisheit, auf Gottes Wort abstützt! Jene Religionsführer aber erzeigen sich als eine neue Form der „Schriftgelehrten und Pharisäer“ in der Endzeit. Jesus erklärte seinen Jüngern:

 

Die Schriftgelehrten und Pharisäer auf dem Stuhl Mose *** Rbi8  Matthäus 23:2-12 ***

Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 5 Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden; denn sie machen die [Schrifttexte enthaltenden] Kapseln breit, die sie als Schutzmittel tragen, und vergrößern die Fransen [ihrer Kleider]. 6 Sie haben gern den hervorragendsten Platz bei Abendessen und die vorderen Sitze in den Synagogen [[(gr. = Versammlungen; Gemeinden; Kirchen)]] 7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und daß die Menschen sie Rabbi nennen. 8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. 9 Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Wir müssen uns durch genaue Erkenntnis der Zusammenhänge vor jeder Form des Überhöhen hüten und uns nicht in Abhängigkeit von „obrigkeitlichen Gewalten“ begeben, die nicht von Gott in ihrer Stellung vorgesehen sind, sich diese nur selbst anmassen! Jene sind von Gott nur noch so lange geduldet, bis Er Sein Königreich aufrichtet!

Die „Hütte Davids“, das "Königreich für Israel" muss durch „Spross“ und nicht durch Menschen aufgerichtet werden!

Jakobus zeigt wie wahre Theokratie bereits damals wie heute funktionieren soll! Unter seinem Vorsitz wird nach der Wahrheit und Gottes Rat gesucht. Jede der Parteien sollte ihr Verständnis der Sachlage offenlegen. Zuerst redeten die der Gruppe der Pharisäer und verlangten Beschneidung und Getrenntsein der „Ebioniten“ von den „Paulikanern“. Danach schildert als Gegenargument Petrus die Geschehnisse bei der Taufe des Kornelius, wie Gott seinen heiligen Geist durch Jesus über Unbeschnittene der Nationen ausgegossen hatte. Danach wurde nun in der Versammlung das Wort Paulus und Barnabas gegeben, die als Verteidiger von Jesu Geboten auftraten. Offenbar verstand auch Barnabas wie Petrus inzwischen den Standpunkt des Paulus und vertraten diesen erneut mutig:

 

Paulus und Barnabas *** Rbi8  Apostelgeschichte 15:12-21 ***

Daraufhin schwieg die ganze Menge, und sie begann auf Barnabas und Paulus zu hören, als sie von den vielen Zeichen und Wundern erzählten, die Gott unter den Nationen durch sie getan hatte. 13 Nachdem sie ausgeredet hatten, antwortete Jakobus, indem er sprach: „Männer, Brüder, hört mich an. 14 Simeon [[(Petrus)]] hat ausführlich erzählt, wie Gott erstmals seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen. 15 Und damit stimmen die Worte der PROPHETEN überein, so wie geschrieben steht: 16 ‚Nach diesen Dingen [[(der Verwerfung von Juda aufgrund der Ermordung des Messias)]] werde ich zurückkehren und die Hütte Davids, die verfallen ist, wieder aufbauen; und ich werde ihre Trümmer wieder aufbauen und sie wieder aufrichten, 17 damit die, die von den Menschen übrigbleiben [[(die „grosse Volksmenge (Off 7:9))]], zusammen mit Leuten aus allen Nationen [[(„Paulikaner“)]], Leuten, die nach meinem Namen genannt sind, Jehova ernstlich suchen, spricht Jehova, der diese Dinge tut, 18 die seit alters bekannt sind.‘ 19 Meine Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. 21 Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[(gr. = Versammlungen)]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Ohne den ersten Teil der Prophezeiung des Amos zu kennen kommen viele zu falschen Schlussfolgerungen! Das Königreich Juda war zu einer „Hütte“ zerfallen, nicht auf den „Fels“ Jehova noch Christus gebaut. Der Sturm würde es wegwehen.

 

(Amos 9:8-10)  ‚Siehe! Die Augen des Souveränen Herrn Jehova sind über dem sündigen Königreich, und er wird es gewiß von der Oberfläche des Erdbodens vertilgen. Dennoch werde ich das Haus Jakob [[(Vorhersage auf alle die das „GESETZ des Glaubens“ erfüllen und Jesus als Hohepriesterkönig angenommen haben)]] nicht vollständig vertilgen‘ ist der Ausspruch Jehovas. 9 ‚Denn siehe, ich gebiete, und ich will das Haus Israel unter allen Nationen schütteln, so wie man das Sieb schüttelt, so daß nicht ein Steinchen zur Erde fällt. 10 Durch das Schwert werden sie sterben — alle Sünder meines Volkes, die, die sprechen: „Das Unglück wird nicht nahen noch uns erreichen.“ ‘

 

Bis heute sind fleischliche Juden in derselben Wahnvorstellung, die sich im Zionismus zeigt: „Das Unglück wird nicht nahen noch uns erreichen.“ Jehova kündete durch Jesaja deutlich den letzten Angriff auf Jerusalem durch das endzeitliche Assyrien

 

Menschen der Nationen“ sollen somit zusammen mit Juden die „Hütte Davids“ aufrichten! „Hütte“? Nun, Jesus wird wohl kaum eine „Hütte“ aufrichten, wenn der Engel der Maria etwas anderes angekündigt hat:

 

Der Engel Gabriel erscheint Maria*** Rbi8  Lukas 1:30-33 ***

Da sagte der Engel zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gunst bei Gott gefunden; 31 und siehe, du wirst in deinem Schoß empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. 32 Dieser wird groß sein und wird Sohn des Höchsten genannt werden; und Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, 33 und er wird für immer als König über das Haus Jakob [[(das „Israel Gottes“, die 144.000 und deren „grosse Volksmenge“)]] regieren, und sein Königreich wird kein Ende haben.“

 

Das Wort „Hütte“ scheint auf den unscheinbaren Überrest von Davids früherem grossen Königtum hinzuweisen, der zu jener Zeit noch existierte! Es geht um das im Jahre 607 v.u.Z. durch Nebukadnezar niedergerissene Königshaus Davids das Gottes Thron und Königsmacht repräsentierte, das durch einen „Spross“ aus seiner Geschlechtslinie erneut aufgerichtet werden soll! Jehova selbst hatte David als König eingesetzt und mit ihm einen Bund geschlossen, dass einer seiner Nachkommen für immer auf diesem Thron verbleiben werden! (Jes 11:1-3; Sach 3:8, 9; 6:12-15; ) Es geht somit um das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, der doch schon vor seiner Geburt Gottes Zusage hatte, sich als Nachkomme Davids für ewig auf dessen Thron zu setzen! (1.Chr 28:6, 9, 10; 1.Kö 11:1-6)

 

*** Rbi8  2. Samuel 7:11-16 ***

Und Jehova hat dir [[(David)]] mitgeteilt, daß Jehova dir ein Haus bereiten wird. 12 Wenn deine Tage voll werden und du dich zu deinen Vorvätern niederlegen wirst, dann werde ich bestimmt deinen Samen nach dir erwecken [[(den Messias, „Spross“)]], der aus deinem Innern kommen wird [[(Maria wie Joseph stammten aus Davids Linie!)]]; und ich werde zweifellos sein Königtum festigen. 13 Er ist es, der meinem Namen ein Haus bauen wird, und ich werde den Thron seines Königreiches gewiß bis auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] festigen. 14 Ich selbst werde sein Vater werden, und er seinerseits wird mein Sohn werden. Wenn er unrecht tut, so will ich ihn mit der Menschenrute und mit den Schlägen der Söhne Adams zurechtweisen. 15 Was meine liebende Güte betrifft, sie wird nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den ich deinetwegen entfernt habe. 16 Und dein Haus und dein Königtum werden gewiß bis auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] vor dir beständig sein; ja dein Thron wird bis auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] gefestigt werden.“ ‘ “

 

Jenen „Samen“ Adams, der dann aus der Linie Davids kommend, ihn hat Paulus mit Jesus identifiziert (Gal 3:19, 29) und Jehova selbst bestätigte drei Mal, dass Jesus jener „Sohn des Höchsten“ ist (Mat 3:17; 17:5; Joh 12:27, 28).

 

Es geht um ein nie endendes Königreich hier auf der Erde! Selbst Jesus als Mensch auf Davids Thron untersteht Gottes Führungsanspruch und falls er abweichen würde, so gilt weiterhin „... so will ich ihn mit der Menschenrute und mit den Schlägen der Söhne Adams zurechtweisen.“ Paulus unterstreicht diese Funktion Jehovas als oberstes „Haupt“ dadurch, dass er bezeugt, dass Jesus das aufgerichtete Königreich dem Vater zu diesem Zweck ja übergibt, damit der Vater „allen alles sei“, dies schliesst Jesus mit ein:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24-28 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

 

Jesus als „der Menschensohn“ unterwirft sich erneut dem himmlischen Vater! Das wird keine Gefahr der Usurpation des aufgerichteten Königreiches durch ihn darstellen, wie es Religionen zu allen Zeiten taten und damit Satan kopierten und als ihr „Haupt“ anerkannten! Jesus unterordnete sich dem Vater seit Beginn freiwillig! Die letzten Feinde werden Jesus im Schlussgericht am Ende des Millenniums in der letzten der fünf Rangordnungen der Auferstehung aus der „Gehenna“ unterworfen! Über jene fällt der Richter das Urteil ewiger Vernichtung im „Feuersee“!

 

Ende aller Regierugen, Macht und Autorität dieses Systems?
  

Diesem Plan Gottes auf der Erde Jehovas Königreich zu errichten, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, dem stellt sich Satan mittels zwei seiner Hilfskräfte in der Endzeit vehement entgegen: Einerseits verlangt „das zweihörnige wilde Tier“ (Anglo-Amerika) diese Führungsrolle als „siebter Kopf“ des siebenköpfigen „wilden Tieres“ (UNO) und andererseits will diesen Führungsanspruch auch das „Bild des wilden Tieres“, das religiöse Abbild der Politik. Darin erhebt der Papst Anspruch auf höchste Führungsrolle und hat darin eine amerikanische Konkurrenz, scheinbar unbedeutend, Jehovas Zeugen, die sich als alleinige Vertreter des höchsten Gottes in dessen irdischen Tempel sehen. Die von der UNO aufgerichtete Nation Israel spielt dabei das Zünglein an der Waage! All dies aber ist nicht gemäss Gottes Plan, sondern sind Gedanken habgieriger und machtsüchtiger Menschen!

 

Heutiges Israel und seine GrenzenGott wird und muss das „Königreich für Israel“ durch seinen Christus inmitten der Feinde aufrichten. Jene Feinde des Königreiches aber werden dies zu verhindern suchen, was wie im Falle des Herodes und des Kleinkindes Jesu zu Verfolgung und in einer sinnlosen Hinschlachten Unschuldiger endet. Wie damals, als jener Geburtsort des Messias-König dem Herodes durch die Priester mit Bethlehem genannt wurde! Der Aufruf hin nach Harmagedon, „Har-Megiddo“ durch „den falschen Propheten“ hat erneut damit zu tun, Gottes Königreich im Anfangsstadium zu zerschlagen, die Apostel, „die Frau ... an ihrer Stätte in der Wildnis“ und deren getreuen Samen, „die, die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben“ in einem Endschlag zu vernichten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Ausharren wie zur Zeit der anstehenden Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 u.Z. durch die Römer ist in der Endzeit erneut erforderlich. Die Fluchtanweisung Jesu Jerusalem betreffend ist ernst zu nehmen (Mat 24:15, 16). Gottes Gebote, sein GESETZ muss weiterhin gehalten werden. Diesmal ist die Zeit gekommen, wo Gottes Königreich, um dessen Kommen wir beten nun durch „Spross“ aufgerichtet wird! Jakobus will uns in dieselbe Richtung des Verständnisses bringen, so wie es später Johannes in der Offenbarung erneut beschreibt! Ausharren in Freiheit und nicht Unterordnung unter die Gegner Gottes die ihren Machtanspruch über uns mit aller Kraft und Härte durchzusetzen versuchen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:9-10 ***                                                                                                                                                                         

Wenn jemand ein Ohr hat, so höre er. 10 Wenn jemand für Gefangenschaft [bestimmt ist], so geht er hin in Gefangenschaft. Wenn jemand mit dem Schwert töten wird, soll er mit dem Schwert [[(aus Jesu Mund, sein Urteil)]] getötet werden. Hier kommt es auf das Ausharren und den Glauben der Heiligen an.

 

Glauben der Heiligen“ an Gott und Jesus als dessen Retter anstelle menschlicher Organisationen ist notwendig!

 

Kommen wir nun zurück auf das Thema des Apostelkonzils und die Wiederherstellung der Stellung des Paulus als „Apostel der Nationen“. Die Freiheit der Versammlungen innerhalb des „vollkommenen GESETZES das zur Freiheit gehört“ durfte nicht angetastet werden!

Urteilsfindung im Streit um die Oberaufsicht der Versammlungen der Nationen

Als vorsitzführender Aufseher stand Jakobus das schlussendliche Urteil im Disput zu! Was war das Zeugnis des „heiligen Geistes“ und was erklärte die Schrift und was die Begebenheiten seit Pfingsten 33 u.Z.? Der Streit musste durch Richterspruch dort ein Ende finden, wo er den Ursprung hatte: In Jerusalem! Die Pharisäerchristen beanspruchten die Wächter des GESETZES und damit letzte Instanz zu sein, um zu entscheiden, was gesetzmässig sei und was nicht!

 

Glauben und Werke in ÜbereinstimmungDie Argumente des Petrus, des Paulus und Barnabas, vor allem aber das Ereignis des Ausgiessen heiligen Geistes durch Jesus auf Unbeschnittene der Nationen war deutlich genug Zeichen jenes „heiligen Geistes“, der ja in Jesus selbst Fleisch geworden war! Jesus als „Haupt der Versammlung“ hatte zuvor schon klar geurteilt! Jakobus trat nun jenen entgegen, die das gesamte GESETZ Mose in unveränderter Form anzuwenden versuchten! Wie weit er zuvor auf jener Seite stand ist unklar. Dass er ein Verfechter von Gottes GESETZ war und blieb geht deutlich aus seinem Brief hervor!

 

Es ging dabei aber keinesfalls und zu keinem Zeitpunkt um die generelle Frage, ob das GESETZ als Gesamtes ungültig sei, sondern um die Anwendung gewisser Teilbereiche innerhalb des GESETZES, gar nur um dessen Ausführungsbestimmungen: Sowohl die Beschneidung blieb notwendig, nicht mehr des Fleisches, sondern des Geistes als auch die „trennende Zwischenwand“ blieb, nicht mehr zwischen Beschnittenen und Unbeschnittenen, sondern zwischen dem Reinen und dem Unreinen! „Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “  „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige“ (2.Kor 6:17, 18) Weiterhin musste Moses und damit das GESETZ vorgelesen werden! Weder „das GESETZ noch die PROPHETEN“ wurden als „veraltet“ oder „beendet“ oder als „Altes Testament“ bezeichnet, das nun nicht weiter gültig sei! Das ist Wunschdenken jener, die gesetzlos handeln und entstammt dem Denken der Kirchenväter! (Mat 5:17-20; Rö 3:31)

 

Dieses „Konzil“ war somit nichts anderes als eine Versammlung der Vorsteher anlässlich des Besuches des Paulus, voraussichtlich zum Zeitpunkt des Passahfestes, da sich eine gewisse Zahl der Apostel in Jerusalem befanden und Paulus anschliessend auf seine 2.Missionsreise ging. Dies war somit bestimmt nicht vor dem Winter, sondern im Frühjahr! Jakobus handelte als Richter offensichtlich mit gottgemässer Autorität und wies indirekt jene zurecht, welche sich diese Autorität unbefugt anzueignen versucht hatten.

Das Apostelkonzil und Jakobus bestätigen die gesetzliche Sabbatordnung in Christenversammlungen

Der Sabbat, als der Tag Gottes gemäss dem 4.Gebot, um sich vor Gott zu versammeln wurde somit am Apostelkonzil nur bestätigt und gewisse Teile des Speisegesetzes im Buch Levitikus hervorgehoben, als jene gesetzlichen Punkte herausgestellt, welche für die Versammlungen der Nationen besonders gewichtig erschienen! Es ging somit um das Hervorheben jener Gesetzesbestimmungen, wo die meisten Übertretungen zu vermelden waren! Keinesfalls aber wurde die Abschaffung der Speisevorschriften, wie den Genuss etwa von Schweinefleisch damit bestätigt. Im Gegenteil, jene hervorgehobenen Bestimmungen bilden ja Teil der Vorschriften an Levi und an Israel! Das andere sind absurde, widersprüchliche Behauptungen jener, die ihren „Bauch zum Gott“ gemacht haben! Dazu gehört auch Blutgenuss, Speisen von Erwürgtem und solchen, die Götzen dargebracht wurden.

 

*** Rbi8  Philipper 3:18-19 ***

Denn es gibt viele, ich pflegte sie oft zu erwähnen, erwähne sie jetzt aber auch weinend, die als die Feinde des Marterpfahls [[Pfahls]] des Christus wandeln, 19 und ihr Ende ist Vernichtung, und ihr Gott ist ihr Bauch, und ihre Herrlichkeit besteht in ihrer Schande, und ihr Sinn steht nach Dingen auf der Erde.

 

Der schriftlich festgehaltene Entscheid betrifft somit allein die strittigen Punkte, wo das GESETZ besondere Beachtung verdient, „notwendige Dinge“. Jakobus erklärte am Ende der Session und dann in schriftlicher Form:

 

Don?t "sodomize" Jerusalem*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:28-29 ***

Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

 

Was die Hurerei betrifft, so umschliesst dies alle Ausführungsbestimmungen zum 7. Gebot, keinen Ehebruch zu begehen! Diese Bestimmungen sind ebenso im Buch Levitikus umschrieben! Die Bürde der fleischlichen Beschneidung und des Getrenntsein zwischen „Ebioniten“ und „Paulikanern“ war damit beseitigt!

 

Feinde des Pfahls“, die Paulus im Philipper 3:18 erwähnt sind somit all jene, welche Menschen erneut zum Straucheln und zum Sündigen veranlassen, da Jesus ja auch für deren frühere Sünden starb! Der Rechtsstreit Jehovas am Ende des Systems ist gegen all jene gerichtet, die sein GESETZ missachten! Die „Dinge auf der Erde“, die Paulus erwähnt sind jene, die Satan als „der Gott dieses Systems“, der alten, vergehenden „Erde“ im Widerstand zu Gott als gut bezeichnet und jene die auf Ihn hören zum Gesetzesbruch einladen!

 

Bedenken wir, dass sich die Worte Jesajas betreffend des Endgerichts an diesem System bestimmt noch bewahrheiten werden. Das Kapitel 66 gehört zu den Endzeitvorhersagen!

 

*** Rbi8  Jesaja 66:15-18 ***

Denn siehe, Jehova selbst kommt wie ein Feuer, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, um mit lauter Grimm seinen Zorn zu erstatten und sein Schelten mit Feuerflammen. 16 Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. 17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus, sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.“

 

Wer Jesajas Worte betreffend des Genusses von Schweinefleisch in den Wind schlägt widerspricht Jesus, der deutlich sagte, dass kein Jota eines Buchstabens des GESETZES oder der PROPHETEN dahinfallen werde, bis nicht alles erfüllt ist! Gottes Gebote sind ewig gültig! Zurecht spricht der Psalmist:

 

*** Rbi8  Psalm 119:44 ***

Und ich will dein Gesetz beständig halten,

Auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], ja immerdar.

 

Die Sabbatordnung und die Speisevorschriften haben nichts von ihrer früheren Bedeutung eingebüsst. Jakobus legt in seinem Brief an die Versammlungen der Nationen mit der Urteilsbegründung besonderen Wert darauf, dass wir diese Dinge zu erkennen vermögen.

 

Reue und Sündenvergebung
  

 

8.3.1.3          Der Inhalt des Jakobusbriefes

Kapitel 1:  Der gefestigte Glaube, der wie ein verankertes Schiff ist, die Zunge, die wie das Steuerruder im Sturm des Lebens wirkt

Jakobus schreibt an alle Versammlungen, welche nun ihrerseits die „zwölf Stämme Israels“ darstellen und er gebraucht wie Jesus mehrere Gleichnisse in seinem Brief, um gewichtige Dinge im menschlichen Leben ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit zu rücken!

 

Die Zunge lenkt unser LebensschiffIrrtum der religiösen Lehren vergleicht er mit „Winden der Lehre“, die ein Schiff in jede beliebige Richtung zu treiben vermögen. Dabei spielt unsere eigene Zunge eine gewichtige Rolle, die es zu kontrollieren gilt! Sie ist vergleichsweise das Steuerruder, das unser Lebensschiff in bestimmte Richtungen zu lenken vermag.

 

Die Echtheit unseres Glaubens wird beständig auf die Probe gestellt! Wenn wir am Glauben auch inmitten der Prüfung festhalten, so führt dies hin zum Ausharren! Es ist wie ein Schiff, das trotz Sturm seinen Kurs hält und den Zielhafen nicht ausser Acht lässt! Das Ausharren muss in vollkommener geistiger Gesundheit geschehen!

 

Die „Krone des Lebens“, das „ewige Leben“ erhalten nur jene, die in Prüfung ausgeharrt haben! Die kommende „grosse Drangsal“ ist eine solche Zeit letzter harter Probe! Jakobus warnt vor unseren eigenen Begierden, die uns dazu veranlassen mögen Gottes festgesetzte Grenzen zu überschreiten. Sünde aber bringt Tod hervor!

 

Gott verändert sich nicht, es gibt bei Ihm „keine Drehung des Schattens“! Seine Normen waren seit Beginn dieselben, sie sind heute genauso gültig wie sie es während des Millenniums sein werden! Wer glaubt Jesus sei „das Ende des GESETZES“, wie dies einige Bibelübersetzer Paulus in den Mund schieben, der lässt sich irreführen! (Rö 10:4) Es ist gar das Gegenteil der Fall, dass Christen unter den Menschen der Nationen Gottes GESETZ aufrichten, das jene nicht gekannt hatten und das sie nun zum Glauben an den Christus hinführt! „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz auf.“ (Rö 3:31) Jesus hat gar die Strafbestimmungen des GESETZES zu verschiedenen Geboten verschärft! (Mat 5:21-48)

 

 Gottes Gerechtigkeit gründet auf Seinem GESETZ, das er unparteiisch auf alle Menschen anwendet! Jesus ist Sein Richter der Lebenden und Toten gemäss jenen Bestimmungen! Die Liebe zu Gott und zum Nächsten ist das herausragende Prinzip! Schlechtigkeit ist abzulegen, Gottes Wort dagegen in unseren Sinn einzupflanzen! Das Gehörte aber muss uns dazu reizen es im Leben anzuwenden: „Täter des GESETZES“ zu werden! Jakobus nennt es „das vollkommene GESETZ, das zur Freiheit gehört“! Die Wahrheit darüber zu verstehen befreit uns von Sklaverei unterschiedlichster Menschengebote!

 

Die reine Form der Anbetung kümmert sich um Witwen und Waisen, um die Schwächeren innerhalb unserer Reihen. Dabei gilt es sich von Befleckungen durch dieses System rein zu halten.

 

Wir sollen Gott immer wieder um Weisheit bitten, um den Kurs wirklich zu halten und Zeit der Prüfungen zu bestehen! Er vergleicht den Zweifel, dass Gott uns erhören mag mit Meereswogen, die vom Winde gepeitscht jede Richtung nehmen können. Jakobus will unsere Entschlossenheit festigen an Gottes Macht zu glauben, uns zu Hilfe zu eilen!

 

Jakobus stellt Gottes künftiges Königreich in den Blickpunkt, wo heute geringe Menschen ohne hohes Ansehen erhöht werden, um nun mit Jehovas Hilfe Dinge fertigzubringen, die ihnen die Reichen dieses System verwehrt haben! Jene aber die sich selbst erhöhen werden dahinwelken.

Kapitel 2:  Jakobus verteidigt das GESETZ und gesetzmässige Unparteilichkeit der Richter

Unparteiisches Gericht in der Versammlung muss gesetzmässig erfolgen! Der Reiche darf gegenüber dem Armen nicht benachteiligt werden! Jakobus verurteilt jede Form von Klassenunterschieden. Was müsste er wohl heute den Religionsführern schreiben?

 

Ausgewogenesm gesetzmässiges  GerichtDas „königliche GESETZ“, das „GESETZ des Christus“ lässt sich auf ein Wort zusammenfassen: Liebe! Paulus spricht davon, dass Liebe die Erfüllung des ganzen GESETZES darstellt! (Rö13:10) Jakobus verurteilt Parteilichkeit im Gericht innerhalb der Versammlung zu Gunsten der Reichen. Unter Christen sind alle Klassenunterschiede verpönt!

 

Glaube an das Erbe im Königreich des Vaters ist für jeden notwendig, der dem „königlichen GESETZ“ nach dem „Schriftwort (des Bundes im Sinai) beständig nachkommt“! Parteilichkeit dagegen überführt uns als Gesetzesbrecher!

 

Mit aller Deutlichkeit verteidigt Jakobus Gottes GESETZ, ebenso wie Paulus (vergl. Heb 10:26-31), der Gott Jehova als letzten Richter beschreibt, der an denen Rache übt, die das GESETZ missachtet haben! „Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen“, erklärt Jakobus! Es ist das „GESETZ eines freien Volkes“! Freiheit ohne Grenzen gibt es nicht! Barmherzigkeit aber gehört zum christlichen Richten und triumphiert schlussendlich!

 

Glaube ohne Werke ist tot!“ Unsere Werke müssen mit unserem Glauben im Einklang sein! Liebeswerke unseren Brüdern und dem Nächsten gegenüber  sind Voraussetzung, um von Christus anerkannt zu werden. Selbst Dämonen glauben, dass Gott existiert aber ihre Werke verurteilen sie. Abraham ist erst durch seine Werke gerechtgesprochen worden und wurde „Freund Jehovas“ genannt. Werke machen den Glauben erst vollkommen. Die Hure Rahab wurde wegen ihrer Werke als gerecht erklärt und verschont, als Jerichos Mauern fielen!

Kapitel 3:  Die „Weisheit von oben“ widersteht irdischen, dämonischen und animalischen Einflüssen

Jakobus schränkt das Lehramt ein, auf „wenige“, nicht aber auf einen Papst, der für seine Aussagen „ex catedra“ Unfehlbarkeit besitzen würde!

 

Pferde lenkt man durch Zaum und ZügelLehrer haben ein schwereres Gericht, da von ihnen vollkommene Übereinstimmung mit der Schrift erwartet wird! Der Mund und das geredete Wort vergleicht Jakobus einerseits mit einem Steuerruder eines Schiffes und andererseits auch damit, dass man Pferden Zäume anlegt, um sie zu lenken! So sollen auch wir und vor allem Lehrer ihrem Mund einen Zaum anlegen, um die Worte in die gewünschte Richtung zu lenken.

 

Die Zunge kann ein Feuer entfachen das zum Waldbrand wirdDie Zunge vergleicht Jakobus zudem mit einem Streichholz, das einen grossen Waldbrand zu entfachen vermag. Sie vermag Gott zu segnen und Menschen zu verfluchen, obwohl jene im Gleichnis Gottes erschaffen wurden. Lobpreis und Fluch entstammen derselben Quelle.

 

Zur Weisheit gehört Sanftmut! Eifersucht, Streitsucht, Prahlerei und Lügen widersprechen der „Weisheit von oben“ und gehören zur irdischen, animalischen und dämonischen Quelle! Diese Form der Weisheit Gottes führt uns zur geistigen und physischen Keuschheit, zu Vernunft, zu Gehorsam unserem Herrn Jesus und Jehova Gott gegenüber und der freiwilligen Unterordnung unter ein Haupt. Die Frucht der Gerechtigkeit ist Frieden!

Kapitel 4:  Freundschaft mit der Welt bedeutet Feindschaft mit Gott

Begierden nach sinnlichen Vergnügen verführen uns bis hin Kriege zu führen! Habsucht kann vor Mord nicht zurückschrecken. Gott gibt grosszügig, wenn wir für einen gerechten Zweck bitten, der mit seinem Willen im Einklang steht!

 

Wer die Freundschaft mit dieser Welt sucht, der steht im Konflikt zu Gott! Dieses System wird von seinem Gott, von Satan gelenkt und wir können nicht am Tisch Gottes und am Tisch der Dämonen Anteil haben! Wer Amt und Ehre in Politik, Religion oder Wirtschaft sucht muss Kompromisse eingehen, die Gott verurteilt. Die Taufe gleicht einem Ehebündnis, das uns unter Jesus als Herrn und Jehova als Gott bindet! Mit dem System zu liebäugeln und sich diesem für Geld und Ehre zu verkaufen vergleicht Jakobus mit Ehebruch begehen! „Ihr Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer immer daher ein Freund der Welt sein will, stellt sich als ein Feind Gottes dar.“ Wenn wir in Demut vor Gott wandeln wird er uns unverdiente Güte erweisen!

 

Das Herz muss mit Entschlossenheit gereinigt werdenWir sollen uns Gott unterwerfen und dem Teufel und dessen Helfern in diesem System widerstehen! Unser Herz muss mit Entschlossenheit gereinigt werden. Erniedrigung vor Gott bringt schlussendlich Erhöhung!

 

Gott ist schlussendlicher Richter gemäss Seinem GESETZ! Wir sollen nicht Brüder richten und verurteilen, das ist Sache der Versammlungsrichter, sondern selbst „Täter des GESETZES“ werden, indem wir den Sinn der Gebote einhalten und erfüllen, Grenzen innerhalb unseres Lebensweges anerkennen und das Ziel des GESETZES anstreben, die Vollkommenheit in der Liebe!

 

Das Geschäftetreiben und das Gewinne machen ist verführerisch, lenkt vom wahren Ziel des Christen ab und macht uns prahlerisch. Stolz aber ist in Gottes Augen böse! Erkenntnis von Gottes Willen macht uns Weise! „Wenn daher jemand weiß, wie er das tun soll, was recht ist, und es doch nicht tut, so ist es ihm Sünde.

Kapitel 5:  Reichtum als Gefahr für den Eingang in das „Königreich der Himmel

Kamel durch das NadelöhrJesus sprach in einem Gleichnis davon, dass „eher ein Kamel durch ein Nadelöhr“ gehen würde, wie ein Reicher in Gottes Königreich. Bedeutet dies wirklich, dass keiner der Reichtum in diesem System erlangt Gottes Gunst geniesst? Ganz offensichtlich ist dem nicht so, denn Gott selbst gab Hiob nachdem er Treue bewiesen hatte ein Vielfaches dessen, was er verloren hatte!

 

Jesus spricht vom eingeengten Weg der zum ewigen Leben führt. Gottes Gebote engen uns ein, während Religionen meist einen weit komfortableren Weg offerieren, indem sie Gottes Einschränkungen als nicht weiter gültig oder zumindest eingeschränkt betrachten.

 

Gesamtbild: Roms sixtinische KapelleDas „enge Tor“, das zum ewigen Leben führt ist Gottes Gerichtstag, wo Jesus getreue Menschen als seine „Schafe“ zu seiner Rechten und „Böcke“ zu seiner Linken stellt, weil es jenen daran fehlte auf ihn zu hören. Der Reiche und der Arme können Gottes Massstab erfüllen, ihre Güter mit anderen zu teilen und die Not der Bedürftigen zu lindern! Dazu hat der Reiche weit mehr Gelegenheit wie der Arme! Da liegt nun die Gefahr, dass Eigennutz und gar Habsucht ihn daran hindern das zu tun, was die wahre Gerechtigkeit erfordert!

 

Die Erntezeit abwartenJakobus fordert Christen auf geduldig die Ernte abzuwarten, die mit der Wiederkunft Jesu in Verbindung steht. Diese Ankunft ist heute viel näher als damals, obwohl die Naherwartung auch so voreilig sie sein mochte über alle Jahrhunderte Menschen im Glauben befestigte! Gott der Richter aller und Jesus, als Richter der Versammlung steht vor der Türe! Da der Tod „Schlaf“ bedeutet ist Auferstehung das Erwachen. Ob bloss einige Tage oder Tausende von Jahren Todesschlag bleibt sich dasselbe! „Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt“ (Pr 9:5) Wir sollen auf Jesu „Anklopfen“ hören und ihm unmittelbar öffnen! Das Ausharren Hiobs führte dazu, dass Gott ihm grosszügig alles doppelt vergalt, was Satan ihm zuvor genommen hatte!

 

Jakobus will unsere Treue zu unserem Ja-Wort! Wer immer seine Zusagen bricht muss mit dem höchsten Gericht rechnen! Die älteren Männer der Versammlung sollen über geistig Erkrankten beten, während jene offen ihre Sünden eingestehen, um so jenen Erleichterung zu verschaffen. Unser Herr Jesus wird jeden aufrichten, der mit offenem Geist seine Fehler eingesteht.

 

Wer immer einen in die Irre Geführten zur Wahrheit des Wortes Gottes zurückführt rettet dessen Seele vor dem Tod! Jesu Blut vermag eine Menge von Sünden zuzudecken, wo Irrtum und Verführung uns zu Opfern gemacht haben.

 

 

8.3.2           Kapitel 1:  Der gefestigte Glaube, der wie ein verankertes Schiff ist und die Zunge, die wie das Steuerruder im Sturm wirkt

 

8.3.2.1          Jak 1:1-11:  Der Glaube muss in von Gott kommender Weisheit gestärkt und geprüft werden

Jak 1:1-4:  Die geprüfte Echtheit unseres Glaubens hat Ausharren zur Folge

Der Brief des Jakobus ist an alle Versammlungen gerichtet. Nicht so wie bei Paulus, der jeder der Versammlungen zu denen er enge Beziehungen hatte jeweils einen oder zwei Hirtenbriefe schrieb. So war er in der Lage spezifische Probleme innerhalb der angesprochenen Versammlung zu behandeln oder gar einzelne Personengruppen, wie jene „falschen Apostel“ in der Versammlung Korinth zu identifizieren. Jakobus dagegen beschreibt die Probleme die alle Christenversammlungen, „die zwölf Stämme, die überall zerstreut sind“ plagten, dies bereits nur rund dreissig Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung. 

 

Der Brief des Jakobus*** Rbi8  Jakobus 1:1 ***

Jakobus, ein Sklave Gottes und [des] Herrn Jesus Christus, an die zwölf Stämme, die überall zerstreut sind:

Grüße!

 

So wie Paulus es im Brief an die Römer bereits beschreibt ist nicht der ein wahrer Jude, der am Fleische beschnitten ist, sondern viel mehr der gehört zu Israel, der seine „Beschneidung des Herzens“ vorgenommen hat! Dabei ist es derselbe einzige wahre Gott Israels, Jehova und derselbe einzige Herr den Gott dem geistigen Israel eingesetzt hat als ihr „Haupt“, als Hoherpriester und als König, Jesus Christus, im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Jede weitergehende Behauptung widerspricht Jakobus damit, dass Jesus Teil einer Dreieinigkeit Gottes sei!

 

Mit Jesu Tod und Beginn der Verfolgung seitens der Juden und später seitens Rom wurden die Kinder Israels aus den „zwölf Stämmen“ unter alle Nationen zerstreut. Ganz offensichtlich spricht Jakobus zu Juden-, zu den „Ebioniten“ aber ebenso zu den Heidenchristen, „Paulikanern“. Ohne spezifisch zu sein teilt er alle Getauften den „zwölf Stämmen“ zu. Das ist identisch mit Jesu Ankündigung an seine Apostel, dass sie in der „Wiedererschaffung (des Königreiches für Israel)“ (vergl. Apg 1:6)“ die „zwölf Stämme Israels“ richten werden und er sie beim Abendmahl zu „Vorstehern in Israel“ erhob, indem er mit ihnen den „Bund für ein Königreich“ schloss, der über seinem am selben Tag vergossenen Blut rechtsgültig wurde! (Lu 22:28-30)

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Auch Paulus bestätigt diesen Umstand im 1.Brief an die Korinther, dass die Apostel „Engel (gr. aggelos = Boten; Vorsteher) richten werden“ und damit höchste richterliche Autorität innehaben. Sie konnten Vorsteher einsetzen und aus ihrem Amt entfernen! (1.Kor 6:1-6)

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:3 ***

Wißt ihr nicht, daß wir Engel [[(gr. aggelos = Vorsteher, Boten (Versammlungsälteste))]] richten werden?

 

Kein Zweifel, dass jeder getaufte Christ somit ebenso ein „Israelit“ ist oder wie Paulus es im Brief an die Römer zeigt, ein „am Herzen beschnittener Jude“! (Rö 2:12-16)

 

Jakobus fährt fort nun zu beschreiben, was jene „zwölf Stämme Israels“ in jener Zeit im geistigen Exil zu erdulden hatten, nach der Verwerfung seitens Jehovas jener Generation der Juden innerhalb „Lo-Ruhamas“, die Christus hingerichtet haben. Nur wenige Christen waren zu jenem Zeitpunkt, wo das Schreiben aufgesetzt wurde noch in Jerusalem und dem Gebiet der zwei Stämme. Die meisten waren aufgrund der Verfolgungswellen und der aufkeimenden Zelotenaufstände in umliegende Nationen zerstreut worden.

 

*** Rbi8  Jakobus 1:2-4 ***

Erachtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Prüfungen geratet, 3 da ihr ja wißt, daß die geprüfte Echtheit eures Glaubens Ausharren bewirkt. 4 Doch laßt das Ausharren sein Werk vollständig haben, damit ihr vollständig und in jeder Hinsicht gesund seid und es euch an nichts fehlt.

 

Ebenso wie in der Schule nach jedem Quartal oder Semester Prüfungen erfolgen, die das Verständnis des Schülers aufzeigen sollen, so werden auch Christen periodisch Prüfungen unterzogen. Sie werden, um es so zu sagen einem Härtetest des Systems ausgesetzt, um zu beweisen, dass sie das Erlernte auch unter erschwerten Anforderungen in die Tat umsetzen! Erst dadurch ergibt sich die „geprüfte Echtheit eures Glaubens“, das Siegel der Tauglichkeit für das „ewige Leben“, das im „Buch des Lebens“ durch Jesus vermerkt wird! (Ps 69:27, 28; Phi 4:3) Danach aber ist weiterhin ebenso auszuharren, bis entweder der Tod uns befreit oder der „Tag des Herrn“, die endgültige Wiederkehr Jesu und gar für die „verständigen Brautjungfrauen“ die Einladung zum „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ gekommen ist! [Bb]

 

Eingeschrieben im "Buch des Lebens"*** Rbi8  Offenbarung 3:5 ***

Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden; und ich will seinen Namen keinesfalls aus dem Buch des Lebens auslöschen, sondern ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen.

 

Jesus muss unseren Namen, den er von jedem einzelnen von uns kennt, vor dem Vater und dessen Engeln bekennen! Ausharren bewirkt geistige Gesundheit, die sich durch klares Denkvermögen und durch Selbstbeherrschung zeigen! Jesus versprach:

 

*** Rbi8  Matthäus 10:32-33 ***

Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; 33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist.

 

Mut und Ausharren braucht es in einer Welt, die das Wiederkommen des Christus im Fleischesleib ablehnt und gar belächelt! Er selbst aber bestätigt seine Wiederkehr als derselbe „Mensch von vornehmer Geburt, der in ein fernes Land reiste“, den dritten Himmel, um dort vom Vater Königreichsherrschaft über seine Feinde zu erlangen! (Ps 110:1-4; Off 11:14, 15)

 

*** Rbi8  Lukas 19:12-14 ***

Ein gewisser Mensch von vornehmer Geburt reiste in ein fernes Land, um Königsmacht für sich zu erlangen und zurückzukehren. 13 Er rief zehn seiner Sklaven und gab ihnen zehn Minen und sprach zu ihnen: ‚Macht Geschäfte [damit], bis ich komme.‘ 14 Seine Bürger aber haßten ihn und sandten eine Gesandtschaft hinter ihm her, die sagen sollte: ‚Wir wollen nicht, daß dieser über uns König wird.‘

 

Wir gehören nicht zu jenen Bürgern, die „ihn hassen“ und seine Wiederkehr ablehnen. Im Gegenteil, wir hoffen auf seine baldige Wiederkunft!

Jak 1:9-11:  Gott um Weisheit bitten der grosszügig gibt!

Die „Weisheit von oben“ ist ein Geschenk Gottes! Wir erhalten sie, wenn wir eifrig Gott darum bitten und auch entsprechend handeln! Gott vermittelt uns seine Worte der Weisheit doch mittels der Schrift! Wenn wir darin lesen erhalten wir deutliche Antworten. Unser Bitten muss somit im Einklang mit unserem Handeln sein! Wer darauf wartet Seine Stimme zu hören wird enttäuscht sein! Fortgesetzte Erkenntnis in sich aufzunehmen ist mit eigener Anstrengung verbunden!

 

Meereswogen die hin und her reissen*** Rbi8  Jakobus 1:5-8 ***

Wenn es also einem von euch an Weisheit fehlt, so bitte er Gott unablässig, denn er gibt allen großmütig und ohne Vorwürfe zu machen; und sie wird ihm gegeben werden. 6 Er bitte aber unablässig im Glauben, ohne irgendwie zu zweifeln, denn wer zweifelt, ist gleich einer Meereswoge, die vom Wind gejagt und umhergetrieben wird. 7 In der Tat, jener Mensch denke nicht, daß er von Jehova etwas empfangen werde; 8 er ist ein unentschlossener Mann, unbeständig in all seinen Wegen.

 

Wir sollen nicht Zweifel daran hegen, dass Gott uns diese Weisheit des wahren Verständnisses seines Wortes vorenthalten wird! Bedenken wir die Worte des Engels an den Propheten Daniel, die eine Kombination eigener Anstrengung und Gottes Erkenntnis ergibt: „Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“ (Da 12:4)

 

Jakobus redet nicht von gesundem Zweifel an gewissen religiösen Lehren, die uns erst veranlassen in der Schrift nach Antworten zu forschen! Wer dagegen einer vom Wind hierher oder dorthin gepeitschten Meereswoge gleicht, der hat bisher kein wahres Verständnis seines Glaubens erlangt! Tiefe Erkenntnis ist wie ein Anker, der uns am Grund festzuhalten vermag, unabhängig der Winde. Verständnis wirkt wie das Segel, das uns vor dem Wind wahrer Lehre vorantreibt, dem Zielhafen entgegen, dem ewigen Leben in Gottes Königreich! Jakobus fährt weiter fort:

 

*** Rbi8  Jakobus 1:9-11 ***

Der Bruder aber in niedriger Stellung frohlocke über seine Erhöhung 10 und der reiche über seine Erniedrigung, denn wie eine Blume der Pflanzenwelt wird er vergehen. 11 Denn die Sonne [[(dieses Systems, Satan)]] geht auf mit ihrer sengenden Hitze und verdorrt die Pflanzenwelt, und ihre Blume fällt ab, und die Schönheit ihrer äußeren Erscheinung schwindet hin. Ebenso wird der Reiche auf seinen Lebenswegen dahinwelken.

 

Der Bibelübersetzer Albrecht fügt das erklärende Wort „(künftige) Erhöhung“ in Klammer ein, damit hinweisend, dass keiner sich in der Versammlung überhöhen soll, sondern jener der das ganze GESETZ lehrt und hält von Jesus her als „Gross“ erwählt wird! (at 23:12) Wer sich dagegen selbst erhöht oder von andern Menschen durch Annahme von Titeln erhöht wird, dessen Erniedrigung steht bevor! Erinnern wir uns stets der Worte des Paulus in diesem Zusammenhang:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er [[(am Tag Harmagedons)]] Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

  

Religionsführer und LuxusDies schliesst auch ungerechtfertigte Macht innerhalb der Religionen mit ein, wo sehr viele Führungskräfte sich an ihren Schäflein bereichert haben und in unverschämtem Luxus leben. Jesus gibt uns dies in der Offenbarung kund. Er ist der Engel der dort den Befehl erteilt, aus „Babylon der Grossen“, dem Weltreich der Religionen hinauszugehen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-7 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer.

 

Jakobus erwähnt somit die „Sonne“ am „alten Himmel“ der Mächtigen dieses Systems, Satans Nachfolger, deren Tag der Anbetung der „Sonntag“ ist und die alles mit ihrer Ausstrahlung zu verbrennen droht! Der Teufel ist es, der in diesem System Macht und Reichtum vergibt an all jene, die seinen Anordnungen gehorchen und damit im Widerstreit zu Gott liegen! Wir aber müssen durch vielerlei Drangsal, inmitten von Verfolgung, Verlust und Unterdrückung ausharren!

 

8.3.2.2          Jak 1:12-27:  Die geprüfte Echtheit unseres Glaubens erzeigt sich durch Glaubenswerke

Jak 1:12-18:  Gott versucht niemanden! Sünde kommt aus unserer Begierde!

Wie Jesus in der Bergpredigt hervorhebt, so nennt auch Jakobus jene glücklich, die solches Unrecht seitens des Systems erdulden, weil ihnen der Zugang zum Königreich der Himmel zugesichert wird! Jener aber, der uns zur Untreue Gott und seinem Christus gegenüber hin verleiten möchte ist Satan, der Teufel!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:12-15 ***

Glücklich ist der Mann, der die Prüfung erduldet, denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Jehova [[(„der Herr“, Jesus)]] denen verheißen hat, die ihn beständig lieben. 13 Keiner sage, wenn er versucht wird: „Ich werde von Gott versucht.“ Denn Gott kann nicht von üblen Dingen versucht werden, noch versucht er selbst irgend jemand. 14 Sondern jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. 15 Wenn dann die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollbracht ist, bringt [[(den „Fluch“ und damit verbunden)]] Tod hervor.

 

Jesus zeigte, dass wer seine Gebote hält derjenige ist, der vom himmlischen Vater geliebt wird! Die „Krone des Lebens“ ist das „ewige Leben“, das Gott nur denen zusagt, die diese Liebe in sich tragen.

 

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt*** Rbi8  Johannes 14:21 ***

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Jakobus zeigt, dass Gott niemanden versucht, sondern Versuchung in unseren eigenen Begierden liegt, wo wir Dinge beanspruchen, auf die wir kein Anrecht haben! Wer uns beständig versucht ist Satan, der das schwache, gefallene Fleisch herausfordert, mittels des von ihm geführten Systems! Er reizt uns auf gegen Gottes Gebote zu sündigen! „Wenn dann die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollbracht ist, bringt Tod hervor.“ Darin stimmt Jakobus vollkommen mit den Aussagen des Paulus überein, der im Brief an die Hebräer dieselbe Kausalität erwähnt und uns die Gefahr willentlicher Sünde vor Augen führt:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit [[(„Dein GESETZ ist Wahrheit“ (Ps 119:142))]] empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist [[(die „unverdiente Güte“, die Sünde auslöscht)]], als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Die Anwendung der Strafbestimmungen im GESETZ Mose wurde durch Jesus bereits in der Bergpredigt eindeutig verschärft! Da uns „das Blut des Bundes“ durch „unverdiente Güte“ beim Bundesschluss in der Taufe vom auf uns lastenden „Fluch“ befreit hat, der wegen früherer Sünden wie ein Damoklesschwert auf uns lastete, so ist dafür nun für willentliches Sündigen die „Strafe um wieviel strenger“.

 

Beichtstuhl: Biblische Lehre?Beachten wir, dass jede ungesühnte Sünde schlussendlich von Gott gerichtet wird! Jakobus warnt vor jenen, die irreführen und uns leichterhand weiterhin Vergebung aller Sünden versprechen. Ein Sündenbekenntnis vor einem Priester und dessen Absolution sind vor Gott wertlos! Wir sollen auf das „Wort der Wahrheit“ in der Schrift achten und uns nicht durch eine der vielen „offiziellen Wahrheiten“ eine Religion verblenden lassen! Jakobus spricht davon, dass es bei Gott “keine Veränderung der Drehung des Schattens“ gibt! Gott bleibt stets derselbe, sein Wort behält Gültigkeit zum Guten wie zum Bösen!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:16-18 ***

Laßt euch nicht irreführen, meine geliebten Brüder. 17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben, denn es kommt vom Vater der [himmlischen] Lichter herab, und bei ihm gibt es keine Veränderung von der Drehung des Schattens. 18 Weil er es gewollt hat, hat er uns durch das Wort der Wahrheit hervorgebracht, damit wir eine gewisse Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe seien.

 

Diesmal bezieht sich Jakobus durch das „wir“ in den Begriff „Erstlingsfrucht“ mit ein, weil auch er die berechtigte Hoffnung hegt unter den Auserwählten zu sein, die Jesus im kommenden System als Priesterkönige dienen werden.

 

  

Jak 1:19-27:  Selbstbetrüger sind jene, die hören und reden aber nicht entsprechend handeln

Um Gott wohlgefällig zu sein ist ein mildgesinnter Geist notwendig. Dieser veranlasst uns auf Gott zu hören, weil wir seine erhöhte Stellung anerkennen und unsere Abhängigkeit von ihm anerkannt haben! Gott bestimmt, was als Unsauberkeit und Schlechtigkeit gilt. Das hat seit Eden und dem „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ nicht geändert! Ein milder Geist lässt uns Zorngefühle und gar Hass unter Kontrolle halten. Gottes Gerechtigkeit kommt zu seiner eigenen Zeit, wenn er an Seinen Gegnern Rache übt und ihnen Schlechtigkeit vergilt!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:19-21 ***

Wißt dies, meine geliebten Brüder. Jeder Mensch soll schnell sein zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; 20 denn eines Mannes Zorn bewirkt nicht Gottes Gerechtigkeit. 21 Legt daher alle Unsauberkeit ab und jenes Überflüssige, [die] Schlechtigkeit, und nehmt mit Milde die Einpflanzung des Wortes an, das eure Seelen zu retten vermag.

 

Sein Angesicht im Spiegel betrachtenjpgRettung hängt somit davon ab, ob wir auf Gottes Wort in der Schrift achten oder es voller Stolz ablehnen! Die Schrift aber wirkt wie ein Spiegel, in welchem wir auch jene Teile erkennen, die unserem Blick ansonsten verborgen wären. Es ist an uns genau auf die Korrekturhinweise zu achten und deren Konzept zu verstehen, um sie unverzüglich anzuwenden!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:22-25 ***

Werdet indes Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, indem ihr euch selbst durch falsche Überlegungen betrügt. 23 Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, so ist dieser wie ein Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel beschaut. 24 Denn er beschaut sich und geht dann weg und vergißt sogleich, was für ein Mensch er ist. 25 Wer aber in das vollkommene Gesetz [[GESETZ]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

Ein „Täter des Werkes“ beginnt unmittelbar zu handeln, nachdem er Zeugnis über eine bessere und reinere Lebensführung hört! Er weiss, dass dies zu seinem eigenen Besten ist und er damit auch für andere das Gute wirkt! Der stolze Mensch hört, wendet sich aber unmittelbar danach vom Gehörten ab! Er möchte nicht, dass ihm jemand eigene Schlechtigkeit oder unkluges Verhalten darlegt. Er selbst will bestimmen, was Gut und was Böse ist.

 

Jakobus unterscheidet zwischen zwei Formen der Anbetung: Jene, die „eine äussere Form der Anbetung beachtet“, die Dinge die zu tun gut sind zwar erwähnt aber nicht entsprechend handelt und eine andere, deren täglichen Werke mit den Worten im Einklang stehen!

 

Äussere Form der Anbetung: Googefällig?Rbi8  Jakobus 1:26-27 ***

Wenn es jemandem scheint, daß er die äußere Form der Anbetung beachtet, und er dennoch seine Zunge nicht zügelt, sondern sein Herz weiterhin betrügt, dessen Form der Anbetung ist nichtig. 27 Die Form der Anbetung, die vom Standpunkt unseres Gottes und Vaters aus rein und unbefleckt ist, ist diese: nach Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu sehen und sich selbst von der Welt ohne Flecken zu bewahren.

 

Nicht nach den Worten zu handeln nennt Jakobus Selbstbetrug! Er stellt die offensichtliche Drangsal von Witwen und Waisen ins Zentrum, die wegen der Gefühlskälte des Systems und wegen fehlender Liebe besonders zu leiden haben! Von der Welt getrennt zu sein obwohl wir mitten in diesem System leben, darin liegt die Kunst des Christen durch exakte Kenntnis dessen, was Gott als unsauber und als ungerecht betrachtet!

 

 

8.3.3           Kapitel 2:  Jakobus verteidigt das GESETZ und gesetzmässige Unparteilichkeit

 

8.3.3.1          Jak 2:1-9:  Nicht zu lieben ist bereits Gesetzesübertretung und somit gegen das GESETZ!

Christen stehen unter dem königlichen „GESETZ des Christus

Das Gerichtsverfahren in Jerusalem am Apostelkonzil benötigte viel Feingefühl, wie Gottes GESETZ in gesetzmässiger Art zur Anwendung kommen sollte. Da hatten sich zwei christliche Lager gebildet, das der „Ebioniten“, die sich freiwillig der Armut hingaben, indem sie alles in Gemeinschaftsbesitz gelegt hatten, welches inzwischen aber durch Christen aus den Pharisäern angeführt wurde. Diese wollten das GESETZ in pharisäerhafter Weise nach dem Buchstaben und nicht dem dahinterliegenden Sinn, dem Prinzip angewendet sehen.

 

Auf der anderen Seite war das Lager der „Paulikaner“, scheinbar reicher, da sie Geldsammlungen für „die Armen in Jerusalem“ durchgeführt hatten. Diese tendierten zur Anwendung dieser Prinzipien, die hinter den GESETZEN verbindlich sind, deren Verteidiger Paulus war. Die erste Gruppe der „Ebioniten“ (aram. “der Armen“) Jerusalems verlangte seitens der Gruppe aus den Pharisäern nach Führungsanspruch über die buchstabengetreue Gesetzeserfüllung, die andere war stolz auf ihre Unabhängigkeit unter einem einzigen Haupt, dem des Christus, vereinigt im „Band der Liebe“! Paulus hob die Freiheit und Unabhängigkeit jeder einzelnen Versammlung im Brief an die Galater hervor: „Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft.“ (Gal 1:6). Als vereinigendes „Band des Friedens“ in der „Einheit des Geistes“ nannte er „die Liebe“ im Brief an die Epheser als wahres Kennzeichen der Berufenen die sich ihrer Berufung bewusst sind!

 

*** Rbi8  Epheser 4:1-6 ***

Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4 Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

Jakobus musste nun diesen Frieden wieder herstellen, den zwei unterschiedliche Lehrströmungen zu zerstören drohte! Die „Einheit des Geistes“ konnte nur so erreicht werden, indem alle auf Jesus als „Haupt“ hörten, den Worten der Propheten wahre Aufmerksamkeit zuwendeten. Der Sektarismus, wo ein starkes überhöhtes „Haupt“ eine Gruppe hinter sich auf einer Sonderlehre gründend vereint, dies hatte seinen Anfang genommen. Die Berufung hin zur Religionsorganisation die einen belehrte war gewichtiger, als die Berufung hin zu Jesus und der künftigen „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“!

Das „vereinigende Band im Geiste“ kann nur auf der Grundlage von Gottes Geboten gefunden werden!

Heute ist es etwas Unmögliches all die unterschiedlichen Lehrmeinungen innerhalb der Christenheit unter einen Hut zu bringen!

 

Ökumenisches, zweites Konzil im VatikanDas ökumenische, Zweite Vatikanische Konzil, das vom 11. Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965 in Rom tagte hat dies deutlich erwiesen. Statt zur Vereinigung kam es zum Schisma, zur Abtrennung der Altkatholischen Kirche, welche viele der längst überfälligen Neuerungen ablehnte. Dann blieben andererseits die Progressivsten im anderen Lager, wo die Zugeständnisse viel zu wenig weit gingen! Damals verteidigte Papst Paul VI. die Religionsfreiheit, dass jede Gruppe ihre Lehre behalten darf, darüber aber sich zu einem Gebilde der Christenheit zusammenschliessen solle, eine frühe Form von „Babylon der Grossen“ der Endzeit zu bilden.

 

Der „eine Leib“, der „Leib des Christus“ braucht ein vereinigendes Gebot, das „königliche GESETZ des Christus“, wo aktiv gelebte Liebe alle übrigen Gebote mit einschliesst, die Gott unser himmlischer Vater zu unserem Schutz erlassen hat! Jede Form pharisäischer Regeln würde auch heute von Paulus vehement bekämpft. Diese finden sich sowohl in der Katholischen Kirche als auch bei den Orthodoxen, im Protestantismus und bei den Evangelikalen! Es gibt keinerlei „Einheit im Geiste“ mehr, da jede Partei für sich tauft und damit einen abgesonderten „Leib des Christus“ darstellt, mit einem anderen „Haupt“ das ihn lenkt! Sie tun sich alle in der einen oder anderen Form hervor in ihrer Gesetzlosigkeit! Jesus warnt daher vor seinem richterlichen Spruch über sie zu Beginn der Gerichtsphase, bei seiner ersten Wiederkehr zur Erde: [B1]

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der [[(neuen)]] Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Papst Benedikt XVI. RatzingerJesus identifiziert sich nicht mit dem Chaos an Lehrmeinungen und Auslegung und Ablehnung der Gebote Gottes! All dies führt zur Gesetzlosigkeit!

 

Der spätere Papst Benedikt XVI. Ratzinger schien wie ein Vertreter jener Pharisäer am Konzil von Jerusalem gewesen zu sein: Er tendiert auf eine Rückkehr zu den Zuständen vor jenem Konzil. Ein striktes Regelwerk, wie sie der Heilige Benedikt für seinen Orden aufgestellt hatte bevorzugt er. Neuerliche Zugeständnisse wie das erneute Lesen der Messe in Latein sind ein deutlicher Hinweis darauf.

 

Die Zerstrittenheit innerhalb der Christenheit in den Lehrmeinungen zeigt sich andererseits in der aggressiven Predigttätigkeit evangelistischer Gruppen jeder Schattierung gegenüber dem ultrakonservativen Lager der Katholiken in Südamerika, in Afrika und Asien. Dagegen in Europa und Amerika kehren sich mehr und mehr Menschen von Gott ab und Christus wird in deren Leben zur Randfigur.

Jak 2:1-4:  Jakobus fordert ein gerechtes Urteil zu fällen, um die Einheit im Geiste wiederum herzustellen

Es traf Jakobus dort in Jerusalem als Richter unparteiisch ein Urteil zu fällen, weder zu Gunsten der einen noch zu Lasten der anderen Partei. Es galt ihm dabei Gottes Willen und Jesu Gebot und das Handeln durch heiligen Geist zu erkennen und diesen zur Anwendung zu bringen. Das äussere Ansehen eines Mannes und dessen Titel oder Stellung durften ihn nicht blenden, weder seitens der „Paulikaner“ noch der „Ebioniten“! In seinem Brief beschreibt Jakobus worauf es ihm schon zuvor am Apostelkonzil angekommen war:

 

*** Rbi8  Jakobus 2:1-4 ***

Meine Brüder, ihr habt doch nicht etwa den Glauben unseres Herrn Jesus Christus, unserer Herrlichkeit, [und handelt dabei] mit Taten der Parteilichkeit? 2 Denn wenn ein Mann mit goldenen Ringen an den Fingern und in prächtiger Kleidung in eure Zusammenkunft kommt, ein Armer aber in unsauberer Kleidung ebenfalls kommt, 3 ihr aber begünstigend auf den schaut, der die prächtige Kleidung trägt, und sagt: „Setz du dich hierher auf einen vortrefflichen Platz“ und ihr zu dem Armen sagt: „Bleib du stehen“ oder: „Nimm jenen Platz dort unten an meinem Fußschemel ein“, 4 habt ihr da nicht etwa Klassenunterschiede unter euch selbst, und seid ihr nicht Richter geworden, die böse Entscheidungen fällen?

 

Im Namen des GESETZESJakobus hatte zuvor gezeigt, dass er unparteiisches Urteil liebt und hatte Paulus in seinem Amt als Apostel gestärkt, den Geist aber der auf Beherrschung ausgehenden Gruppe der Pharisäer gebrochen! „Gerichtshöfe“ waren für ihn als christlichen „Ebioniten“ die Gerichte Israels, z.B. der Sanhedrin, der Jesus und später Stephanus zum Tode verurteilt hatte.

 

Einige Versammlungen kopierten gar die dort herrschenden Klassenunterschiede. Jakobus dagegen hatte die Lehre Jesu und des Paulus verstanden, dass nur der Christus als Lehrer im Zentrum stehen darf, wie jener im Brief an die Galater dies hervorhebt. Jesus wird uns richten gemäss jedem der Worte die er geredet hatte: „Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll.“ (Joh 12:48, 49)

 

*** Rbi8  Galater 1:9-12 ***

Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

10 Versuche ich jetzt tatsächlich, Menschen zu überreden oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, wäre ich nicht Christi Sklave. 11 Denn ich bringe euch zur Kenntnis, Brüder, daß die gute Botschaft, die von mir als gute Botschaft verkündigt worden ist, kein Menschenwerk ist; 12 denn ich habe sie weder von einem Menschen empfangen, noch bin ich [darüber], außer durch Offenbarung Jesu Christi, belehrt worden.

 

Jesus seinerseits aber berief sich in allem auf das, was er vom Vater her gehört hatte und war darum mit Jehova in allem einig! „Meine Schafe hören auf meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden keinesfalls je vernichtet werden, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Was mein Vater mir gegeben hat, ist größer als alles andere, und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen. Ich und der Vater sind eins.“ (Joh 10:27-30) Wie Jakobus es erwähnt, sind nicht prächtige Kleider, Amtsgewänder und damit verbundene Titel für den Einzelnen von Wichtigkeit, worauf er achten sollte, sondern vollkommene Übereinstimmung zu Jesu Geboten, dessen Sklave jeder von uns ist! Er ist das einzige wahre „Haupt“, der Lehrer eines Christen!

Nur in Gemeinschaft mit Christus unter dessen Geboten werden wir zu Miterben

Es brauchte am Konzil von Jerusalem keine weitere Verurteilung zu einer Strafe, da das Urteil selbst Degradierung jener darstellte, die sich überhöht hatten und Anerkennung der Stellung des Paulus als wahren Apostel Christi. Dieser hatte sich nie selbst erhöht, sondern nur die ihm von Gott und Christus zugeteilte Stellung und das bereits unverändert verkündete Wort verteidigt! Klassenunterschiede sollten zwischen Christen nicht existieren! Da gab es nicht eine Herren- und eine Sklavenklasse!

 

*** Rbi8  Galater 3:26-29 ***

Ihr alle seid tatsächlich Söhne Gottes durch euren Glauben an Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen. 28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder männlich noch weiblich; denn ihr alle seid einer in Gemeinschaft mit Christus Jesus. 29 Überdies, wenn ihr Christus angehört, seid ihr wirklich Abrahams Same, Erben hinsichtlich einer Verheißung.

 

Nicht mehr „Same Abrahams“ dem Fleische nach zu sein, in Beschnittenheit war nun Unterschied zwischen Jude und Grieche. Vereinigung brachte es „Same“ im selben Glauben an Gott und den Christus zu sein! Da gab es nicht mehr Beschneidung des Mannes und keine der Frauen, sondern alle mussten sich in Unterordnung unter Christus gleich werden durch „Beschneidung des Herzens“! Die Worte des Paulus im Brief an die Römer waren deutliche Sprache gegen jede Form der Gesetzesübertretung:

 

Beschneidungsfrage betrifft nur Christen aus den Heiden!*** Rbi8  Römer 2:25-29 ***

Beschneidung [[(der Judenchristen; „Ebioniten“)]] ist tatsächlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz [[GESETZ]] hältst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26 Wenn daher ein Unbeschnittener [[(Paulikaner)]] die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden? 27 Und der von Natur Unbeschnittene [[(„Paulikaner“)]] wird dadurch, daß er das GESETZ ausführt, dich [[(den „Ebioniten“)]] richten, der du bei dessen geschriebenem Recht [[(dem GESETZ Mose)]] und der Beschneidung ein Gesetzesübertreter bist. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht [[(den Buchstaben des GESETZES)]]. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

 

Paulus lässt keinen Zweifel darin offen, dass nur Gesetzeserfüllung wahre Beschneidung darstellt! Er zeigt, dass sich die „Paulikaner“ inzwischen dasselbe „GESETZ des Christus“ der Judenchristen auf ihr Herz geschrieben haben und damit ebenso „Eiferer für das GESETZ“ geworden sind und sich dadurch die Grundlage als Richter innerhalb der Christenversammlung erworben haben!

 

Als Paulus nach Jerusalem gekommen war erklärt Lukas in der Apostelgeschichte: „Nachdem sie dies [[(den Bericht des Paulus über seine Versammlungen unter den Nationen)]] gehört hatten, begannen sie Gott verherrlichen, und sie sagten zu ihm: ‚Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ. Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln.‘ “ (Apg 21:20, 21)

 

Juden mussten als Nachkommen Abrahams über Isaak weiterhin ihre männlichen Kinder beschneiden lassen. Ein falsches „Gerücht“ legte Paulus zur Last, dass er nicht bloss „Paulikaner“ der Nationen belehre, von der Beschneidung Abstand zu nehmen, sondern auch „Ebioniten“. Das Erbe des Gelobten Landes gehört jedoch den Nachkommen Abrahams!

 


  

Nur der „Geist der Wahrheit“ bildet das „vereinigende Band“ unter Christen!

Da Christus nur die liebt, die seine Gebote halten, so liebt auch der Vater nur die, welche wie sein Sohn alle Gebote im GESETZ achten! Dabei steht seit dem Christus nicht mehr der Buchstabe und die Art des Buchstabens in der Auslegung im Vordergrund, sondern eindeutig das hinter den Geboten liegende Prinzip! Dort steht die Liebe im Vordergrund, die sich nicht aufbläst, sondern Bescheidenheit zeigt!

 

"Geist der Wahrheit"*** Rbi8  Johannes 14:15-17 ***

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist.

 

Da die „Ehebrecherinnen“ dieses Systems der Christenheit Gottes Gebote verlassen haben und damit „Teil der Welt“, des Systems Satans wurden, daher entgeht ihnen dieser „Geist der Wahrheit“! Wir jedoch haben davon Kenntnis und derselbe Geist bleibt, weil die ganze Schrift zu uns spricht, nicht nur ausgewählte Teile, wie sie Religionsgründer für sich gerade bevorzugen!

 

Die „Erben der Verheissung“ halten sowohl die Gebote des Christus wie sie auch stets mit dem ganzen „Geist der Wahrheit“ in Verbindung bleiben. Diese Liebe zur Wahrheit sitzt ihnen tief im Herzen und hilft ihnen gerechte Entscheide aufgrund der Weisheit Gottes zu fällen! Sie sind fest verankert auf dem „Fels“ der Wahrheit, auf Jehova und in seinem Christus, dem „Haupteckstein“ des geistigen Tempelbaus! Ihre Grundlage bleibt unveränderlich die der Aussagen der Apostel und Propheten! Paulus bespricht diese Tatsache ebenso im Brief an die Epheser:

 

*** Rbi8  Epheser 2:19-22 ***

Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut [[(Zukunft: als „Berufene“ und „Auserwählte“ zu Priesterkönigen)]], die Gott durch den Geist bewohnen wird.

 

Der Aufbau dieser geistigen heiligen Stätte geschieht unter Anleitung des Christus der deutlich jede Erhebung des einen durch den anderen auf den Dienst am „Leib des Christus beschränkte, die der eine für die anderen bereit ist zu erbringen! Nicht Rangunterschiede machend, nicht innerhalb der Apostel und nicht innerhalb all derer, die berufen sind! Beide Gruppen sollten harmonisch miteinander den Bau fortsetzen! Gemeinsam würden sie Erben des „Königreiches für Israel“ werden, wenn sie ausharrten und eifrig ihrem Herrn Jesus dienten!

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!
 

Jak 2:5-9:  Dem „königlichen GESETZ“ nach dem Schriftwort Mose nachkommen!

Jakobus verbindet das GESETZ des Christen mit den in der Schrift festgehaltenen Angaben in den fünf Büchern Mose, die zusammengefasst als „das GESETZ“ geachtet werden. Er nennt es zusammen mit den von Christus verfügten Anpassungen als „vollkommen“. Erneut verurteilt er aber jede Form von Parteilichkeit, wo Reiche gegenüber Armen bevorzugt werden:

 

*** Rbi8  Jakobus 2:5-9 ***

Hört zu, meine geliebten Brüder! Hat Gott etwa nicht diejenigen, die hinsichtlich der Welt arm sind, dazu auserwählt, reich zu sein im Glauben und Erben des Königreiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? 6 Ihr aber habt den Armen entehrt. Bedrücken euch etwa nicht die Reichen, und schleppen nicht sie euch vor Gerichtshöfe? 7 Lästern nicht sie den vortrefflichen Namen [[(Jesus Christus (Apg 11:25, 26))]], nach dem ihr genannt worden seid? 8 Wenn ihr nun dem königlichen Gesetz [[GESETZ]] nach dem Schriftwort beständig nachkommt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, tut ihr sehr wohl. 9 Wenn ihr aber fortfahrt, Parteilichkeit zu bekunden, so begeht ihr Sünde, denn ihr werdet vom Gesetz [[GESETZ]] als Übertreter überführt.

 

Wie Paulus lehnt Jakobus „Gerichtshöfe“ ausserhalb der Christenversammlung ab, die den Namen von Christus als König und Hohepriester lästern! Ein gerechtes Urteil kann nur innerhalb der Versammlung erfolgen, weil dort Gottes Massstab zur Anwendung gelangt und die Liebe des Christus als vereinigendem Band des Friedens zur vollen Anwendung gelangen! Jede Form Parteilichkeit ist daher Ungesetzlichkeit!

 

Jakobus war sich bestimmt als er dies schrieb der 1.Gefangenschaft des Paulus vollauf bewusst. Jener war aufgrund der falschen Anschuldigung von griechischen Juden, dass er „Abfall von Moses lehre“ schlussendlich im Tempel in Jerusalem gefangen genommen worden! Jakobus war ja einer jener Vorsteher Jerusalems, die ihm bei seinem Besuch zu Pfingsten des Jahres 56 u.Z. genau dies ans Herz gelegt hatten. Er sollte im Tempel Gelübdeopfer darbringen für sich und drei weitere Judenchristen. Fälschlich wurde ihm vorgeworfen, er hätte entgegen dem GESETZ Unbeschnittene innerhalb die Abschrankung des „Soreg“ gebracht, was nicht den Tatsachen entsprach (Apg 21:27-32)

 

Blüm: Einspruch! Wider die Willkür an deutschen GerichtenJakobus bezieht sich betreffend der Parteilichkeit im Gericht klar auf das Buch Levitikus, wo Jehova folgende Verordnung gibt:

 

*** Rbi8  3. Mose 19:15 ***

Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst den Geringen nicht mit Parteilichkeit behandeln, und du sollst die Person eines Großen nicht bevorzugen. Mit Gerechtigkeit solltest du deinen Genossen richten.

 

Paulus hielt sich somit weiterhin an das ganze GESETZ, auch da, wo es den Tempel in Jerusalem und die notwendigen Opfer ging, welche im GESETZ vorgeschrieben sind bei einem Gelübde! (Apg 21:20-25) Ihm vorzuwerfen, er habe gesagt Jesus sein „das Ende des GESETZES“ entspricht einer absoluten Verleumdung. Er wäre ja damit als Heuchler gestempelt worden der zwar etwas tut aber dann das Gegenteil lehrt. Paulus wusste aber um den Unterschied des „Schattens der Dinge“ und der Wirklichkeit, die erst mit dem Christus gekommen war und volle Erfüllung erst bei seiner Wiederkehr erlangt! 

 

Diejenigen, die sagten, dass er „Abfall vom GESETZ Mose lehre“ waren Gegner des grössten Propheten und lehnten damit selbst Moses und damit das „GESETZ des Glaubens“ ab! (5Mo 18:15-19) Paulus dagegen lehrte ebenso wie Jesus die Prinzipien hinter den Geboten zu sehen, statt nur den „Buchstaben des GESETZES“ zu beachten! Er lehrte genauso wie Jesus die Nächstenliebe zu leben! Er zeigte nicht Parteilichkeit gegenüber Menschen der Nationen, sondern verteidigte das, was Petrus im Falle des Kornelius selbst erlebt hatte als heiliger Geist auf jene fiel!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:34-36 ***

Darauf tat Petrus den Mund auf und sprach: „Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist, 35 sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist. 36 Er hat den Söhnen Israels das Wort gesandt, um ihnen die gute Botschaft des Friedens durch Jesus Christus zu verkündigen: Dieser ist der Herr von allen [anderen].

 

Jesus ist unser Herr und Richter, ihm gilt es nachzueifern. Jeder Mensch der Gottes Gerechtigkeit wirkt ist Ihm annehmbar! Parteiische Richter die dem System dieser Welt angehören, die in ungesetzmässiger Weise Gottes Gebote verdrehen, solche weisen Christen ab und wollen nicht mit jenen Teilhaber an deren Sünden sein! Jene und die sich ihnen zuwenden werden durch Gott selbst gerichtet werden und Jesus als ihr Richter gemäss dem Taufbund wird bestimmt wahres Recht zur Anwendung bringen! Paulus warnte Christen in Rom in seinem Brief vor jenen, die der Ungerechtigkeit gehorchen und Schlechtes treiben:

 

*** Rbi8  Römer 2:3-11 ***

Denkst du aber, o Mensch, daß du, während du die richtest, die solche Dinge treiben, und sie doch selbst tust, dem Gericht Gottes entrinnen wirst? 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Nachsicht und Langmut, indem du nicht erkennst, daß Gottes gütige [Wesensart] dich zur Reue zu führen sucht? 5 Aber gemäß deiner Härte und deinem reuelosen Herzen häufst du dir selbst Zorn auf am Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes. 6 Und er wird einem jeden nach seinen Werken erstatten: 7 ewiges Leben denen, die durch Ausharren im Wirken des Guten Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen; 8 für die aber, die streitsüchtig sind und die der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, wird es Zorn und Grimm geben, 9 Drangsal und Bedrängnis über die Seele jedes Menschen, der das Schlechte wirkt, zuerst des Juden und auch des Griechen; 10 dagegen Herrlichkeit und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden und auch dem Griechen. 11 Denn bei Gott gibt es keine Parteilichkeit.

 

Paulus spricht zu den Christen in Rom: Parteilichkeit „des Juden“, also der „Ebioniten“ wird im Gericht zuerst verhandelt, weil ihnen die Worte der Schrift von Anfang an anvertraut worden waren! Sie trifft eine grössere Verantwortung, weil sie von Natur aus alle Lehrer sein müssten! Gott ist vollkommen unparteiisch in der Anwendung des GESETZES und dessen Strafbestimmungen! Das ist es, was Jakobus ebenso verteidigt wie Paulus es tut! „Dann wird jener Sklave, der den Willen seines Herrn verstand, sich aber nicht bereit machte noch nach dessen Willen handelte, viele Schläge erhalten. Derjenige aber, der [ihn] nicht verstand und so Dinge tat, die Schläge verdienten, wird wenige erhalten. In der Tat, von jedem, dem viel gegeben wurde, wird viel verlangt werden; und wen man über vieles setzt, von dem wird man mehr als das Übliche verlangen.“ (Lu 12:47, 48)

 

Gottes herausragende Eigenschaften
 

 

8.3.3.2          Jak 2:10-23:  Nicht zu lieben ist bereits Gesetzesübertretung und erhält Vergeltung

Jak 2:10-17:  Jede Gesetzesübertretung bewirkt Vergeltung gemäss GESETZ!

Unabhängig davon welches Gebot übertreten wurde, so ist es ein Vergehen gegen das ganze GESETZ! Es bedeutet Missachtung Gottes!

 

Das GESETZ: Die zehn Gebote Gottes*** Rbi8  Jakobus 2:10-13 ***

Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Es besteht kein Zweifel an der Aussage des Jakobus: Er pocht auf Einhaltung des ganzen GESETZES! Nur dieses ist das „GESETZ eines freien Volkes“. Alle anderen Arten von Gesetzen, seien es religiöse oder politische haben eine Versklavung zur Folge! Jesus hat uns von jenem Joch befreit, weil jene Menschengebote Gottes Gerechtigkeit untergraben! Paulus sagt, dass wir unter den Nationen das GESETZ Gottes aufrichten (Rö 3:31), Jakobus empfiehlt sinngemäss: „Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen.“

 

Jakobus legt besonderen Wert auf die Art unserer Werke, ob diese dem Glauben gemäss gewirkt wurden. Er zeigt, dass „Glaube ohne Werke ... in sich selbst tot ist!

 

*** Rbi8  Jakobus 2:14-17 ***

Von welchem Nutzen ist es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Dieser Glaube kann ihn doch nicht etwa retten? 15 Wenn sich ein Bruder oder eine Schwester in nacktem Zustand befindet und [es ihnen an] der für den Tag hinreichenden Speise fehlt, 16 aber einer von euch sagt zu ihnen: „Geht hin in Frieden, haltet euch warm und wohlgenährt“, ihr gebt ihnen aber nicht das für [ihren] Körper Notwendige, von welchem Nutzen ist das? 17 Ebenso ist der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.

 

Glaube muss somit durch christliche Werke bestätigt werden! Wir müssen nicht bloss die Gebote halten, sondern auch dem Sinne dahinter gemäss handeln, die Prinzipien zur Anwendung bringen! Es reicht nicht keine Lüge auszusprechen, wir sind verpflichtet die Wahrheit zu verkünden! Es reicht nicht aus, nichts zu begehren, was dem Nächsten gehört: Wir müssen uns bemühen ihm zu helfen das, was er benötigt auch zu erreichen!  Es reicht nicht, nicht zu stehlen, sondern wir müssen dem Bedürftigen das geben, was er zum Leben benötigt! Das ist nicht dasselbe, wie Kommunismus oder wie heutiger Sozialismus, der mit der Spritzkanne das auf alle austeilt, was es den anderen mit Gewalt über Steuergesetze entreisst! Paulus gab Befehl, dass der, der nicht arbeiten will auch nicht essen soll! Was Jakobus schreibt widerspricht dem keineswegs! Jeder muss seinen eigene Beitrag erbringen! Das darf uns aber nicht daran hindern den ersten Schritt zu tun und einem Bedürftigen zu helfen!

 

Wenn Jesus vom Gerichtstag spricht, wo er die Menschen aller Nationen vor sich versammelt und voneinander trennt, so ist es genau entsprechenden den Prinzipien hinter den Geboten: Das zu tun, was wahrer Nächstenliebe entspricht! Er handelt als Hoherpriester am Festtag Jehovas „im Stadttor“ des „neuen Jerusalem“ nun als Richter! „Du solltest dir Richter und Beamte einsetzen innerhalb all deiner Tore, die Jehova, dein Gott, dir nach deinen Stämmen gibt, und sie sollen das Volk mit gerechtem Gericht richten. Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst nicht parteiisch sein oder eine Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verdreht die Worte der Gerechten. Der Gerechtigkeit — der Gerechtigkeit solltest du nachjagen, damit du am Leben bleibst und das Land tatsächlich in Besitz nimmst, das Jehova, dein Gott, dir gibt.“ (5. Mo 16:18-20)

 

*** Rbi8  Matthäus 25:31-33 ***

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

 

Immer zu den Festzeiten gab es auch in Jerusalem Gericht! Im Falle Jesus wollten die Vorsteher einen Aufstand des Volkes nicht riskieren, so dass sie ihn heimlich nachts und vor dem Fest gefangen nahmen und unter falschem Zeugnis verurteilten.

 

Wer zerstört Gottes GESETZ? Der "Mensch der Gesetzlosigkeit"Jesus muss nur jene richten, die ihn als Herrn anerkannt haben, alle übrigen draussen sind bereits gerichtet, weil sie ihn ablehnten! „Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat.“ (Joh 3:18) Alle die gesetzlos handeln gehören zur Gruppe der „Gesetzlosen“! In der Endzeit aber sticht ein spezifischer „Mensch der Gesetzlosigkeit“ in besonders herausragenden Form hervor, weil er Gottes Gebote generell als ungültig erklärt!

 

Paulus warnt vor einer hohen Intelligenz im Verdrehen von schriftgemässen Tatsachen, dass sie erneut wie wahre Tatsachen in Erscheinung treten, in Wirklichkeit aber dem Gesamtbild widersprechen!

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:9-12 ***

Doch ist die Gegenwart [[(das Kommen; das Erscheinen)]] des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.

 

Als Hoherpriester vertritt Jesus alle versammelten Nationen die Gottes Festzeiten gemäss dem GESETZ in ihrer jeweiligen Versammlung einhalten. Es sind all jene, welche die Sabbatordnung Jehovas, das vierte Gebot respektieren, wie Jesus dies selbst vorgelebt hat! Als Hoherpriester ist er „Herr des Sabbats“!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:8 ***

Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

 

Wie könnte er andere darin richten, worin er selbst zuvor Gesetzesbrecher gewesen wäre? Paulus hatte dies doch im Brief an die Römer deutlich hervorgehoben und Jesus hat keines der Gebote Gottes übertreten noch war er gekommen diese aufzuheben! „Schafe“ sind nur jene, die auf ihren Hirten hören und zu ihm hinkommen, die „Böcke“ aber wenden sich davon ab zuzuhören und entsprechend zu handeln! Hören wir das Gericht an den „Böcken“:

 

*** Rbi8  Matthäus 25:41-46 ***

Dann wird er seinerseits zu denen zu seiner Linken sagen: Geht weg von mir, ihr, die ihr verflucht worden seid, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist. 42 Denn ich wurde hungrig, aber ihr gabt mir nichts zu essen, und ich wurde durstig, aber ihr gabt mir nichts zu trinken. 43 Ich war ein Fremder, aber ihr nahmt mich nicht gastfreundlich auf, nackt, aber ihr bekleidetet mich nicht, krank und im Gefängnis, aber ihr saht nicht nach mir.‘ 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: ‚Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als einen Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und dienten dir nicht?‘ 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan.‘ 46 Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

 

Tragen eines Kreuzes: Heilsbringend?Das Unterlassen von Liebeshandlungen bedeutet bereits Gesetzesbruch! Es ist Verstoss gegen das Gebot der Nächstenliebe, genügend Anlass, um in die „ewige Abschneidung“ hinwegzugehen. Wir sollten Jesu Worte wirklich verstehen, um sie auch wirklich auszuführen! Glaube in Jesus zu bezeugen und die Behauptung ein Christ zu sein oder als Kleinkind einer Taufe unterzogen worden zu sein wird bestimmt am Gerichtstag keine Rettung erbringen!

 

Auch die so oft zur Schau getragenen Kreuze, die wie Amulette Schutz geben sollen werden bestimmt gar das Gegenteil bewirken! Auch wöchentliches Bekenner der Sünden vor dem Priester und die sonntäglich Hostie oder die letzte Ölung sind keines der Dinge, die Jesus für den Eingang in das ewige Leben erwähnt! Im Gegenteil, all dies schläfert uns ein und hegt uns innerhalb falscher Hoffnungen!

Jak 2:18-23:  Wahrer Glaube wird erst durch Werke der Liebe erwiesen!

Abraham war ein herausragendes Beispiel für Glaube in Jehovas Worte! Als er vom Engel den Aufruf vernahm Ur zu verlassen und nach dem fernen Kanaan zu ziehen kam er dieser Anordnung unverzüglich nach! Er bereitete sich und seine Familie darauf vor. Nicht alle folgten seinem Ruf, darunter sein Bruder Haran, der möglicherweise noch vor dem Aufbruch starb. Andere folgten ihm, jedoch nicht bis zum Ende der Reise und verblieben später in dem Ort, den sie Haran nannten, jenseits des Euphrat. Seine Frau Sarai aber war bereit mit Abraham alles zu teilen, auch Ungemach. Darum wird sie Frauen als herausragendes Beispiel dargestellt! Beide, Abraham und Sara zeigten ihren Glauben durch Werke!

 

Das herausragendste Beispiel der Glaubenstreue war, als Abraham sich bereit zeigte seinen einzigen Sohn von Sara Jehova als Opfer darzubringen, in voller Gewissheit, dass Gott ihn ihm aus den Tode wiederzugeben vermag.

 

Gerechtsprechung Abrahams aufgrund von hächster Prüfung*** Rbi8  Jakobus 2:18-23 ***

Dennoch wird jemand sagen: „Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeig mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich werde dir meinen Glauben durch meine Werke zeigen.“ 19 Du glaubst, daß es einen einzigen Gott gibt, nicht wahr? Du tust sehr wohl. Doch glauben auch die Dämonen und schaudern. 20 Möchtest du aber wissen, du leerer Mensch, daß der Glaube ohne Werke untätig ist? 21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtgesprochen, nachdem er Isaak, seinen Sohn, auf dem Altar dargebracht hatte? 22 Du siehst, daß [sein] Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte, und durch [seine] Werke wurde [sein] Glaube vollkommen gemacht, 23 und das Schriftwort wurde erfüllt, welches sagt: „Abraham setzte Glauben in Jehova, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“, und er wurde „Freund Jehovas“ genannt.

 

Erst die Werke die in voller Harmonie mit unserem Glauben gewirkt werden machen uns in Gottes Augen vollkommen und wird auch uns als Gerechtigkeit angerechnet! Wir sollen wie es die Apostel taten zu „Freunden“ Jesu werden, indem wir in allem auf ihn hören.

 

Wahrer Glaube wird somit erst durch Werke offensichtlich! Dazu gehört in erster Linie die Taufe als glaubender Erwachsener, die Unterordnung unter den Bund mit Christus, das Versprechen seine Gebote zu halten! Wer danach willentlich Sünde treibt, für den „bleibt kein Schlachtopfer mehr übrig“, warnt Paulus deutlich! Er wird wie jene Dämonen, die Gott sehr wohl kennen und Glauben in Jehovas Existenz ausüben und selbst vor Jesu Autorität zurückschrecken, die sich ihnen aber trotzdem willentlich entgegengestellt haben! Das Schaudern wird dann am Gerichtstag zum Zähneknirschen!

 

Ein weiterer nächster Punkt der „Glauben durch Werke“ offensichtlich macht ist unser wöchentliches Zusammenkommen am Sabbat und während der göttlich festgesetzten Neumonde und Festzeiten, weil dies zur gegenseitigen Stärkung und zu Liebeswerken anreizt. Damit zeigen wir erst wahre Gottesfurcht und Liebe zu ihm und seinen Geboten! Den Versammlungsvorstehern, vorab den innerhalb der „Ebioniten“ schrieb er:

 

Irgendwann ist Zahltag*** Rbi8  Hebräer 10:24-31 ***

Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen [[(gemäss der Sabbatverordnung, 4.Gebot)]] nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag [[(von Jesu Wiederkehr)]] herannahen seht.

26 Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Der herannahende Tag des Gerichtes ist selbst den Feinden Gottes offensichtlich und sie fürchten sich davor sehr wohl! „Denn Jehova wird sein Volk richten, Und er wird hinsichtlich seiner Diener Bedauern empfinden, Denn er wird sehen, daß der Halt geschwunden ist, Und da ist nur ein Hilfloser und Nichtswürdiger.“ (5.Mo 32:36) Der Vater hat das ganze Gericht in des Sohnes Hände gelegt!

 

Das Zusammenrufen nach Harmagedon hin geschieht im Einklang in ihrer Opposition Gott und seinem Gesalbten gegenüber! Jehova  ist ein eifersüchtiger Gott und wacht über seine Herde in Jesu Hand! Gottes Gebote willentlich zu missachten bringt für einen Christen schlimmere Strafe, wie für den Juden! Wir aber wurden durch Jesu Blut von unseren früheren Sünden gereinigt, weil „er an unserer Statt“ starb! Paulus hatte dies im Brief an die Galater klargestellt!