Newsletter „DER WEG“ 5/10-2    Oktober 2005

Neubearbeitung: 9.10.08; 14.10.16

 

Artikel:  5.10.2  Der Sühnetag am Ende des Systems

 

Am Sühnetag musste das Horn geblasen werden   Der Sühnetag (heb.: jom hakippurím) hat für Jehova eine herausragende Bedeutung seit der Zeit des Auszugs aus Ägypten! Dieser Tag gab ganz Israel die Möglichkeit mit Gott wiederum ins Reine zu gelangen! Wir möchten uns spezifisch mit diesem Tag der Besinnung und Rückkehr zu Gottes GESETZ und Seinen Normen in der Endzeit befassen! Es ist jener Tag, an dem Gott Israel seine Sünden vergibt: Wir Christen sind das geistige Israel! Unser Augenmerk in dieser Abhandlung liegt auf dem Sühnetag vor und jenem nach dem Gerichtstag!

 

   Ein ganz spezielles Opfer, der „Bock für Asasel“, der sinnbildlich mit den Sünden der Priesterschaft und des Volkes beladen in die Wildnis weggesandt wird, er zieht unser Interesse besonders auf sich! Was wollte Jehova damit für eine wichtige Lektion erteilen? Welche spezifische Aufgabe fällt dem Hohepriester Jesus in der Endzeit zu, auf was müssen Versammlungsvorsteher achten? Wann ist Jesu Anwesenheit als Hohepriester beim Volk und wann im Allerheiligsten des Himmels notwendig?

 

   Mit Jesu Tod hörten die blutigen Opfer im Tempel auf. Der „Bund mit Levi“ hatte geendet, wie es der Prophet Maleachi warnend vorhergesagt hatte: „Siehe! Ich schelte euretwegen die Saat [[(die uneheliche Tochter „Lo-Ruhama“)]], und ich will Mist auf eure Gesichter streuen, den Mist eurer Feste; und jemand [[(Satan, indem er sie aufreizte gegen Jesus als den verheissenen Messias anzukämpfen)]] wird euch tatsächlich zu ihm hinwegtragen. Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Lẹvi weiterbestehe“, hat Jehova der Heerscharen gesagt.“ (Mal 21:3-4) Dieser Bund fand ein Ende, weil die Priester Aarons und Söhne Levis nicht auf die Warnung reagierten.

 

(Maleachi 3:2-4)  „Doch wer wird den Tag seines [[(des Messias)]] Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er wird wie das Feuer eines Läuterers sein und wie die Lauge von Wäschern. 3 Und er [[(Jesus)]] soll als Läuterer und Reiniger von Silber sitzen und soll die Söhne Lẹvis reinigen; und er soll sie läutern wie Gold und wie Silber, und sie werden bestimmt für Jehova solche werden, die eine Opfergabe in Gerechtigkeit darbringen [[(all jene die hörten und reagierten, z.B. Johannes der Täufer)]]. 4 Und die Opfergabe von Juda und von Jerusalem wird Jehova tatsächlich [[(mittels des neue erwählten Hohepriesterkönigs Jesus)]] angenehm sein wie in den Tagen vor langer Zeit und wie in den Jahren des Altertums.

 

Sünden rot wie Karmesin werden so weiss wie schnee   Die Veränderung war warnend angesagt, am Tag der von Jehova erwählt worden war, dem 14.Nisan 33 u.Z. begann das neue Hohepriestertum im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Der Mord des Kaiphas und der Oberpriester am unschuldigen Jesus bedeutete das Ende von Jehovas Geduld! Wie kann Jesu Loskaufsopfer seine endgültige Anwendung, die ewige Befreiung finden? Was hat es mit dem jährlichen Yom Kippur zu tun? Ein Text aus dem Buch Jesaja hilft uns zum ersten Verständnis:

 

 (Jesaja 1:18-20)  „Kommt nun, und laßt uns die Dinge zwischen uns richtigstellen“, spricht Jehova. „Wenn sich eure Sünden auch wie Scharlach erweisen sollten, werden sie so weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sein sollten wie Karmesintuch, werden sie sogar wie Wolle werden. 19 Wenn ihr Willigkeit zeigt und tatsächlich zuhört, so werdet ihr das Gute des Landes essen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und tatsächlich rebellisch seid, so werdet ihr von einem Schwert verzehrt werden; denn Jehovas Mund selbst hat [es] geredet.“

 

   Der Sühnetag als jährliche Festzeit wurde im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat August in zwei sich folgenden Absätzen behandelt: 8.1.5  Der Sühnetag eine herausragende Festzeit mit tiefer Bedeutung und 8.1.6  Sich auf den Gerichtstag vorbereiten und die Vorkehrung des Sühnetages nutzen.

 

   Uns als Christen interessiert wie stets das Gesamtbild biblischer Informationen und die gegenseitige Abhängigkeit ihrer Teilbilder! Mit dem Sühnetag war auch der Beginn das Sabbatjahres verbunden, das alle sieben Jahre gehalten werden musste. Auch das Jubeljahr, das von Jehova zu feiern alle fünfzig Jahre festgelegt wurde, begann ebenso am Sühnetag. Wir möchten herausfinden, von welche Bedeutung diese segensreichen göttlichen Vorkehrungen in der Zeit des Endes sind!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

10.2.......... Der Sühnetag an Ende des Systems. 4

10.2.1......... Sündensühnung für das ganze Volk Israel 4

10.2.1.1       Behauptungen, der Sühnetag sei für Christen nicht weiter verbindlich  4

10.2.1.2       Die Symbolik zum Beginn weist auf Erfüllung am Schluss hin! 4

10.2.1.3       Gott unterscheidet zwischen Sünden des Hohepriesters, der Priesterschaft und des Volkes! 5

10.2.1.4       Der Sühnetag bleibt bis zum Abschluss des Systems und für ewig von herausragender Wichtigkeit 6

10.2.1.5       Weder das GESETZ noch die richterlichen Entscheidungen endeten! Eine deutliche Warnung vor Gesetzlosigkeit! 6

10.2.1.6       Christen haben das GESETZ und Gottes richterliche Entscheidungen auf ihr Herz geschrieben! 7

10.2.1.7       Jene Nation, die Jehova „mein Volk“ nennen wird  7

10.2.2......... Exakte Anweisungen Jehovas hinsichtlich Sühne und Sündenvergebung und ihre Bedeutung für uns heute  8

10.2.2.1       Der Sühnetag und seine Verbindung zu Wiedergutmachung von Sünde: “Kopf und Schwanz 8

10.2.2.2       Jeder ist selbst verantwortlich zu prüfen, wo er steht und sich Jesus gegenüber zu bewähren! 8

10.2.2.3       Ein Fasttag für das ganze Volk Israel, an dem “die Seele in Betrübnis gebeugt” werden muss und jede Art von Arbeit von Gott her untersagt ist! 9

10.2.2.4       Die Seele in Betrübnis beugen  9

10.2.2.5       Das Betreten des Allerheiligsten durch den Hohepriester 10

10.2.2.6       Jesu Loskaufsopfer als grösseres Opfer für Sündensühnung ganz Israels  10

10.2.2.7       Jesus erreichte eine ewige, vollständige Löschung früherer Sünden durch sein Loskaufsopfer 11

10.2.2.8       Ein neues Zelt und eine neue Priesterschaft 11

10.2.3......... Bedingungen, welche die “Erben der Erde” zur Erlangung ewigen Lebens erfüllen müssen. 12

10.2.3.1       Jesus kaufte uns vom Todesfluch des Gesetzes los! 12

10.2.3.2       Ein Testament für die Erben nach dem Tod des Erblassers! 12

10.2.3.3       Eine bessere und andauernde Sündenvergebung  13

10.2.3.4       Für willentliche Sünden gibt es kein weiteres Schlachtopfer! 13

10.2.3.5       Sündenbekenntnis aus dem richtigen Motiv heraus kann zur Reinigung von Ungerechtigkeit führen! 14

10.2.4......... Der Bock als Sündopfer und “der Bock für Asasel. 15

10.2.4.1       Der Ablauf der Amtshandlungen Aarons am Sühnetag  15

10.2.4.2       Falsche Art von Gebeten und Missbrauch des Räucheraltars führen zu Gottes Zorn  15

10.2.4.3       Das Los über zwei fehlerfreien Ziegenböcken: Der Sündopferbock „für Jehova“ und der “Bock für Asasel” für das Volk  15

10.2.4.4       Der Sündopferbock für das Volk und der “Bock für Asasel 16

10.2.4.5       Warum fiel Jehovas Wahl auf Jesus?  17

10.2.4.6       Befreiung des “Bockes für Asasel” gilt uns, die wir an Christus glauben  17

10.2.5......... Mit Jesus als Hoherpriester kam ein Wechsel im Priesteramt: Statt erbliche Priesterschaft Berufung und schlussendliche Auserwählung. 17

10.2.5.1       Berufung und Auswahl 17

10.2.5.2       Neue Priester, die am Darbringen des Sündopfers teilhaben! 18

10.2.5.3       Räucherwerk vor der Lade des Bundes bereitet ungefährdete Rückkehr Aarons ins Heilige  20

10.2.5.4       Darbringung des Stieres und das Bespritzen des Blutes des Stieres  auf den Deckel der Bundeslade  20

10.2.5.5       Reinigung der levitischen Priesterschaft, um zwischen Gott und Volk zu mitteln  21

10.2.5.6       Sündenbekenntnis über dem „Bock für Asasel“ der in die Wildnis gesandt wird: Gegenüberstellung der beiden Opfertiere  22

10.2.5.7       Asasel erreicht seine Vorherbestimmung; Reinigung desjenigen, der Asasel in die Wildnis führt 23

10.2.5.8       Reinigung dessen, der Asasel in die Wildnis wegsandte; Der Kadaver des Stieres und des Sündopferbockes werden ausserhalb des Lagers verbrannt 24

10.2.5.9       Eine Satzung auf unabsehbare Zeit für alle Generationen Israels! 24

10.2.6......... Der Sühnetag und das Erlassjahr am Ende von sieben Jahren. 25

10.2.6.1       Der Sühnetag und das Erlassjahr zu Beginn Israels und in der Zeit des Endes! 25

10.2.6.2       Die Übertretung des GESETZES des Sabbatjahres und der Sabbate hatte verheerende Folgen! 25

10.2.6.3       Demütigung des Herzens führt zur Rückkehr ins gelobte Land Israel! 26

10.2.6.4       Am Ende der Zeiten der Nationen, unter Gottes aufgerichtetem Königreich erfolgt ein Wiederbeleben des Sabbatjahres! 27

10.2.6.5       Ein Jahr der Erholung für Land, Tiere und Menschen! 27

10.2.6.6       Ist das letzte Jahr des Systems ein Sabbatjahr?  28

10.2.7......... Eine unüberwindbare Kluft die sich geöffnet hat 28

10.2.7.1       Der arme Bettler Lazarus und der Reiche die durch einen tiefen Graben getrennt bleiben  28

10.2.7.2       Das grosse Erdbeben, das einen Zehntel der grossen Stadt zerstört und siebentausend Tote hinterlässt! 29

10.2.7.3       Nach dem Gericht am Tempel und den “Schafen und Böcken” ist kein Übergang von einer zur andern Seite mehr möglich! 30

10.2.7.4       Keine Warnung jener fünf Brüder seitens der Toten, die noch nicht gerichtet sind  30

10.2.8......... Die “treuen Sklaven” verbleiben an Jesu Seite und die „grosse Volksmenge“ hört auf sie! 30

10.2.8.1       Am Sühnetag bestätigen „treue Sklaven“ bei ihrem Hausherrn zu verbleiben! 30

10.2.8.2       Am Laubhüttenfest zu Beginn des siebten Erlassjahres soll das ganze Volk vor Jehova versammelt werden! 31

10.2.9......... Das Jubeljahr am Ende von sieben Sabbatjahren, im fünfzigsten Jahr! 31

10.2.9.1       Das Jubeljahr folgt am Ende von neunundvierzig Jahren, dem Zyklus von sieben Sabbatjahren! 31

 


 

10.2          Der Sühnetag an Ende des Systems

 

 

10.2.1        Sündensühnung für das ganze Volk Israel

 

10.2.1.1       Behauptungen, der Sühnetag sei für Christen nicht weiter verbindlich

Wie wir mehrfach gesehen haben sind Jehovas Festzeiten Bestandteil der richterlichen Entscheidungen und gelten auch in der Endzeit für Christen, die ja geistige Juden sind. Sie sind ebenso wie die zehn Gebote und die anderen gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, welche nicht ausdrücklich durch Jesus verändert wurden, indem sie ihrer tieferen Bedeutung zugeführt worden sind. Mit dem Ende des „Bundes mit Levi“ entfiel der physische Teil der Gebote im Zusammenhang mit Tempeldienst und Opfergaben. Der neue, geistige Tempel stellt die Versammlung dar, aus Menschen gebildet die sich selbst gereinigt haben. Nicht unter GESETZEN zu stehen wäre Gesetzlosigkeit und sich alleine auf Jesu zwei Gebote der Liebe zu berufen, das wäre in sich selbst widersprechend, da ja die beiden Gebote Gott und den Mitmenschen zu lieben laut Paulus alle übrigen Gebote mit einschliessen! (Rö 2:27-29)

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

*** Rbi8  Römer 13:8-10 ***

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Verkehrsregeln gelten für alle gleich, um eingehalten zu werdenWenn ich einen Tag lang alle Gebote der Strassenverkehrsordnung eingehalten habe, bedeutet dies dann, dass ich dadurch in Zukunft nicht weiter unter jenen Geboten stehe? Eine krankhafte Schlussfolgerung mit schwerwiegenden Folgen! Wenn Jesus uns das vollkommene Beispiel hinterliess, dass er während seiner Lebzeiten keines der göttlichen Gebote verletzte, nun daraus zu schliessen, wie dieses Bibelübersetzer tun, dass damit das GESETZT geendet hätte: So ist dies eine Schlussfolgerung von Irregeführten! Unabhängig davon, ob Millionen dies so anerkennen: „Denn Christus ist das Ende [[(das Ziel; höchste Erfüllung)]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.“ (Rö 10:4) Christus kam um uns Beispiel zu hinterlassen, er zeigte wie wir das „Ziel“ und nicht das „Ende“ erreichen, wie jeder von uns in Ewigkeit handeln sollte!

 

Die Glaubensgruppe von Jehovas Zeugen vertreten jene gefährliche Meinung, dass Christen nicht einmal unter den zehn Geboten, nein überhaupt nicht unter GESETZ stehen und damit auch den Sühnetag nicht einhalten müssen! Wir überlassen es dem Leser einen eigenen Entscheid zu fällen, nachdem er diesen Artikel gut studiert hat! Das Wort Jehovas, Seine Schrift ist deutlich genug! Allzu klar ist die Warnung Jehovas durch den Propheten Hesekiel von Gesetzlosigkeit umzukehren, so lange dazu Zeit besteht! (2.Kor 6:14; 2.Thess 2:3; Heb 1:8, 9, 1.Joh 3:4-7)

 

Die Wahrheit? Offener B rief an die Leitung von Jehovas Zeugen
 

(Vergleiche Artikel: Offener Brief an die Leitung von Jehovas Zeugen: Die Wahrheit?)

 

Hesekiel schreibt über Gottes Entscheidung, wer zu den Gerechten und wer zu den Ungerechten zählen und welche Folgen dies zeigen wird:

 

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter*** Rbi8  Hesekiel 18:20-21 ***

Die Gerechtigkeit des Gerechten wird auf ihm selbst sein, und die Bosheit eines Bösen wird auf ihm selbst sein.

21 Was nun einen Bösen betrifft, falls er sich von all seinen Sünden abwenden sollte, die er begangen hat, und er tatsächlich alle meine Satzungen halten und Recht und Gerechtigkeit üben sollte, so wird er ganz bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben.

 

Die GESETZE und Satzungen Jehovas haben ewigen Charakter, sind unveränderlich! Recht und Gerechtigkeit fusst auf Gottes Richtlinien für seine intelligenten Wesen! Die richterlichen Entscheidungen sind Bestandteil dieser Satzungen und der Sühnetag bildet Teil der Festzeiten zum Ende der Ernte! Es ist ein und dasselbe GESETZ für den Einheimischen und den ansässigen Fremdling, für ganz Israel, fleischlich oder geistig! (2.Mo 12:49; 21:1; 24:3; 3.Mo 23:26-32; 3.Mo 24:22; Rö 9:6-8)

 

So möchten wir nun weitere Zusammenhänge zwischen dem Sühnetag betrachten, die uns mit der Endzeit und dem Geschehen heute, vor und nach Jehovas Gerichtstag näher verbinden! Wir werden interessante Übereinstimmungen zum Beginn sehen, wo Jehova diesen Tag den Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten in der Wildnis zu beachten befahl! Der Tag erhält zudem eine wichtige geistige Verlängerung, wenn wir ihn im Zusammenhang mit dem Erlassjahr und dem Jubeljahr betrachten, welche beide laut gewissen jüdischen Überlieferungen am Sühnetag beginnen!

 

10.2.1.2       Die Symbolik zum Beginn weist auf Erfüllung am Schluss hin!

Alles was Jehova tut und was er von seinem Volk Israel verlangt hat einen tieferen Sinn! Es ist an uns „die tieferen Dinge Gottes“ zu erforschen! Die Apostel gaben darin ein gutes Beispiel, indem sie Jesus stets nach dem Sinn der Dinge befragten, die sie anfänglich nicht zu verstehen vermochten! Wir aber müssen den Geist der Apostel verstehen, die Breite, Länge, Tiefe und Höhe ihrer Aussagen erkennen lernen:

 

(Epheser 3:14-19)  Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 dem jede Familie im Himmel und auf Erden ihren Namen verdankt, 16 damit er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gewähre, mit Kraft durch seinen Geist gestärkt zu werden an dem Menschen, der ihr innerlich seid, 17 damit der Christus durch [euren] Glauben mit Liebe in eurem Herzen wohne, damit ihr verwurzelt und fest gegründet seid, 18 um völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu begreifen, welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, 19 und die Liebe des Christus zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.

 

Paulus spricht nicht von den drei gewohnten Dimensionen; Länge, Breite, Höhe, sondern er ergänzt noch „Tiefe“. Was aber will er uns damit sagen?

 

Weisheit: Verstehst Du die "geistigen Dinge" korrekt einzureihen?
 

(Vergleiche Grafik: 1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit)

 

Glaube bedeutet weit mehr zu erkennen, wie es oberflächlich erscheinen mag. Gott gibt uns Erkenntnis sowohl zur Vergangenheit wie auch dem, was in Zukunft folgen wird. Was, wie und Warum er zu unseren Gunsten wirkt, wenn wir Seinen Willen ausführen und was mit jenen geschieht, die sich nicht um ihn gekümmert haben.

 

Menschliches Wissen / Gottes Weisheit*** Rbi8  1. Korinther 2:9-10 ***

Sondern so wie geschrieben steht: Was [das] Auge nicht gesehen und [das] Ohr nicht gehört hat noch im Herzen eines Menschen aufgekommen ist, die Dinge, die Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. 10 Denn uns hat Gott sie durch seinen Geist geoffenbart, denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes.

 

Es erzielt Gottes Wohlgefallen, wenn wir „die tieferen Dinge Gottes“ erforschen, wie dies die Propheten und Apostel taten! Der Sühnetag und dessen Bedeutung für den Abschluss dieses Systems und für den Neubeginn von Gottes Königreich der „neuen Himmel“ ist zu augenfällig, als dass wir darüber hinwegsehen könnten!

 

Der Sühnetag kommt nur fünf Tage vor dem frohen Fest der Laubhütten, das ganz Israel während einer Woche in Jerusalem feiern sollte. Dieses Frohlocken folgte auf den besonderer Tag der Reinigung, der Einkehr in sich, der es dem Volk und der Priesterschaft ermöglichte, mit Jehova wiederum in einen Stand der Reinheit zu gelangen: Der einzige Tag, an dem Jehova die Sünden vom Volk wegnimmt!

 

*** Rbi8  3. Mose 16:30-31 ***

Denn an diesem Tag wird für euch Sühne geleistet, um euch für rein zu erklären. Ihr werdet von allen euren Sünden vor Jehova rein sein. 31 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]].

 

Es war eine jener Festzeiten, die Jehova dem ganzen Volk Israel einzuhalten gebot, an all ihren Orten, wo sie sich befinden würden. Die Festzeiten bilden Teil der richterlichen Entscheidungen, die Moses beim ersten Ersteigen des Berges Sinai erhielt, unmittelbar nachdem Jehova dem ganzen Volk mit donnernder Stimme die zehn Gebote gegeben hatte. Sie bilden Teil dessen, was Christen sich „auf ihr Herz schreiben“ müssen! (Rö 2:15)

 

10.2.1.3       Gott unterscheidet zwischen Sünden des Hohepriesters, der Priesterschaft und des Volkes!

Jede Sünde bedeutet das Ziel zu verfehlen, das Gott uns Menschen setzt! Weder die Priester noch das Volk Israel waren dagegen vollkommen gefeit, in verschiedenen Formen übertraten beide Gottes Anweisungen unwillentlich, sogar oft unbewusst! Ausser den Sündopfern, die jeder Einzelne des Volkes für seine Vergehungen während des Jahres tragen musste bestand auch ein ganz besonderes Opfer am Ende des Agrarjahres, das es Jehova ermöglichte, das Volk wiederum als rein vor ihm erscheinen zu lassen! Dieser Tag hatte somit eine tiefere Bedeutung, was das Aufmerken gegenüber Verfehlungen zu Jehovas Geboten betraf!

 

Gottes Vorkehrungen zur Sündenvergebung wahrnehmen!
 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

Schon der getreue Hiob tat etwas Vergleichbares, um die unwissentlichen Sünden seiner Kinder vor Gott mehrmals alljährlich an deren Geburtstagsfeiern, zu sühnen!

 

Hiobs Opfer, falls eines seiner Kinder gesündigt hätte*** Rbi8  Hiob 1:4, 5 ***

Und seine Söhne gingen hin und hielten ein Festmahl im Haus eines jeden an seinem Tag [[(seiner Geburt)]]; und sie sandten hin und luden ihre drei Schwestern ein, mit ihnen zu essen und zu trinken.

Und es geschah jeweils, wenn die Tage des [[Geburtstag-]]Festmahls den Kreis vollendet hatten, daß Hiob gewöhnlich hinsandte und sie heiligte; und er stand früh am Morgen auf und opferte Brandschlachtopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob sprach: Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und haben in ihrem Herzen Gott geflucht.“ So pflegte Hiob allezeit zu tun.

 

Gott zu fluchen bedeutet hier, nicht genau auf sein Wort zu achten! Hiob leistete jährlich mehrmals Sühne, nach jedem der Feste seiner Kinder, während seines ganzen Lebens!

 

Jesus sprach davon, dass er neben den verlorenen Schafen Israels auch noch andere Schafe habe, die nicht aus dieser Hürde wären, die er ebenfalls bringen müsste, um sie zu einer Herde unter einem Hirten zu vereinen! Die zwei Teile, die in der Endzeit zusammengeführt zu einer Hürde zusammengeführt werden und eine Einheit bilden, sind einerseits das fleischliche Israel der Judenchristen, die ihn als Überrest aus den Juden als Messias anerkannten, die „Ebioniten“.

 

Deren Einsammlung endete aus der Herde des Gesetzesbundes Jehovas mit Israel dreieinhalb Jahre nach Jesu Tod, Anfangs des Monats Tischri des Jahres 36 u.Z.. Damals wurde mit der Taufe des Kornelius die Einsammlung aus der anderen Herde eröffnet, Schafe aus den Nationen konnten nun in die Hürde des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ kommen! Es ist wichtig den Unterschied von „Jehovas Königreich“ zuvor Jesu Tod und dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ zu unterscheiden! Der Vater hat doch dem Sohn Seine ganze Habe übergeben.

 

(Vergleiche: Zeitband Jehovas Königtum)

(Vergleiche: Zeitband Aufrichtung von Jesu Königreich)

 

Das Evangelium des ReichesNach Jesu Wiederkehr zur Erde, zu Beginn des „Tages des Herrn“ [B1], waren es die frühauferstandenen Apostel (Phi 3:11), als Vertreter und Statthalter des wiedererrichteten Königreiches Gottes, der „neuen Nation“, die als die auserwählte „Braut, die Frau des Lammes“, aus dem fleischlichen Israel entstammen und nun während der ganzen Zeit des Endes von tausendzweihundertsechzig Tagen in physischer und geistiger Hinsicht „in der Wildnis ernährt“ wird!

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:5-6 ***

Und sie [[(die im Himmel „schwangere Frau“, Gottes Engel, die das „Königreich der (neuen) Himmel) als „neue Nation“ hervorbringt)]] gebar einen Sohn, einen Männlichen, der alle Nationen mit eisernem Stab hüten soll [[(den erneut in die Erde eingeführten Christus (Heb 1:6))]]. Und ihr Kind wurde [[(Jesus, nach vollendeter Aufgabe der Frühauferweckung der Apostel)]] entrückt zu Gott und zu seinem Thron. 6 Und die [[(irdische „Braut“ Jesu, die)]] Frau floh in die Wildnis, wo sie eine von Gott bereitete Stätte hat, damit man sie dort tausendzweihundertsechzig Tage ernähre.

 

An deren Seite steht schlussendlich der versiegelte Überrest aus den 144.000 „treuen Sklaven“ [B2g; Bb] und die „grosse Volksmenge“, welche beide gemeinsam aus der „grossen Drangsal“ [B] mit Leben aus der Urteilsvollstreckung Harmagedons [B3] hervorgehen.

 

Sie alle wurden gemeinsam zuvor am Gerichtstag [B2] als „Schafe“ auf Jesu rechte Seite gestellt. Beide, die „kleine Herde“ der Apostel und die „Schafe aus der anderen Herde“, jenen aus der Nationen im gereinigten „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ werden unter demselben Hirten Jesus vereint! [Bb] (Apg 1:6)

 

Dabei machte Jehova am Sühnetag einen deutlichen Unterschied zwischen den Verfehlungen der levitischen Priester, Aarons Söhnen (nun im neuen Bund: Jesu, als Hohepriester dessen Söhne, die Apostel, dann der lebende Überrest der 144.000 Auserwählten) und jenen des Volkes (nun: die „grosse Volksmenge“)! Auch für das „Zelt der Zusammenkunft“ (die Versammlungen) und die heiligen Gegenstände, die durch Kontakt mit Verunreinigtem unrein geworden waren, sie müssen geheiligt und Sühne dafür geleistet werden.

 

Welches sind die "Schafe" die nicht aus dieser Hürde sind?
 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

10.2.1.4       Der Sühnetag bleibt bis zum Abschluss des Systems und für ewig von herausragender Wichtigkeit

Vorab, bevor der Hohepriester mit den Amtshandlungen des Sühnetages beginnen konnte musste er sich im Wasser baden und sein leinenes Gewand anziehen (3.Mo 16:4). Anschliessend wurden über zwei Widdern das Los gezogen, einer „für Jehova“ bestimmt, der andere als „für Asasel“ bereitet (3.Mo 16:5, 6).

 

Auch mit dem Kommen des „neuen Bundes“ unter Jesu blieben die meisten Verpflichtungen für Israel unangetastet, da ja nur der „Bund mit Levi“ endete und durch einen „besseren Bund“ ersetzt wurde! Jesus hatte deutlich davor gewarnt, dass er nicht gekommen sei um das GESETZ abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen! Er selbst als designierter, neuer „Hohepriesterkönig“ hielt das ganze GESETZ und lehrte, dass nicht das Kleinste jener Gebote gebrochen werden darf!

 

Jesu Rede am See von Genezareth wo er klar und deutlich das Weiterbestehen des GESETZES ankündigte*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Gerechtigkeit vor Gott hängt davon ab die GESETZE zu achten und zu erfüllen! Dass Jesus alle GESETZE in nur zwei Prinzipien zusammenfasste zeigt deutlich, dass er sie nicht aufhob!

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Mit Christus aber kamen gar gewisse Verschärfungen der durch Moses festgehaltenen Grenzen, indem der ursprüngliche Sinn hinter den GESETZEN wiederum in den Vordergrund trat. So wurde das eher liberale Scheidungsgesetz Mose auf einen einzigen Scheidungsgrund reduziert, dem Ehebruch. Eine Frau mit Verlangen nach Ehebruch anzusehen stellte Jesus bereits unter Strafe! Wer seinem Feind fortdauernd zürnt, so warnte Jesus, wäre als potentieller Mörder wie Kain bereits dem Gerichtshof Rechenschaft schuldig! Die heuchlerische Überdeckung von Unrecht legte Jesus somit an der Quelle offen dar und deckte die Argumentationen der Schriftgelehrten und Pharisäer als unzureichend und verführerisch auf, die Israel zu einem Stolperstein geworden waren! Wer jene Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertreffen würde, der sollte nicht in das „Königreich der (neuen) Himmel“ eingehen! (Mat 5:21-22, 27-28)

 

10.2.1.5       Weder das GESETZ noch die richterlichen Entscheidungen endeten! Eine deutliche Warnung vor Gesetzlosigkeit!

Die Führung von Jehovas Zeugen verkünden somit auf der ganzen Welt mittels eines Heeres von Getreuen, dass Christen nicht mehr unter den zehn Geboten stehen würden! In vielerlei Hinsicht sind sie allerdings sehr gesetzestreu! Sie reissen dabei aber gewisse Aussagen des Paulus aus ihrem Kontext heraus und beachten nicht, dass sie dabei sich selbst zu „Gesetzlosen“ erklären! Paulus warnte deutlich, dass dies vor dem Offenbarwerden der Rückkehr Jesu geschehen würde und viele zum Abfall verführen würde! Jehovas Zeugen stehen darin aber nicht allein da: Ganz „Babylon die Grosse“ ist zur Leugnung des GESETZES, darin vor allem vom 4.Gebot der Sabbatheiligung abgefallen!

 

Gottes Gerichtsurteil über "den Menschen der Gesetzlosigkeit"*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:8-12 ***

Dann allerdings [[(zur Zeit des Offenbarwerdens Jesu)]] wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Geist seines Mundes und zunichte machen wird durch das Offenbarwerden seiner Gegenwart [[Wiederkehr; Ankunft]]. 9 Doch ist die Gegenwart [[(das Kommen; das Auftreten)]] des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.

 

Ungerechtigkeit ist all das, was Gottes Rechtsmassstab widerspricht! Das göttliche Rechtssystem zu beseitigen, indem das GESETZ als aufgehoben erklärt wird, ändert aber nichts an Gottes Gesichtspunkt dessen, was Recht und Unrecht ist! Der Gesetzlose aber fällt dadurch auf, dass er Irrtum und Lüge äusserst glaubwürdig anpreist und so viele Menschen zum Abfall bringt, indem er sich selbst über den Gott des Himmels erhöht!

 

Der Prophet Jona schrie aus dem Bauch des grossen Fisches zu Gott der ihn erhörte! Er wollte nicht auf „Götzen der Unwahrheit“ achten! Er versprach Gott all seine Gelübde zu halten! Wir sollten an unser Taufgelübde denken, das wir gegenüber Jehova und gegenüber Jesus und gegenüber dem heiligen Geist, jedem aufgezeichneten Wort in den Schriften abgelegt haben: Wir sind nicht gegenüber einer menschlichen Organisation verpflichtet, die einem „Götzen der Unwahrheit“ ähnlich ist, sondern sollen der Wahrheit aus Gottes Wort im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ dienen, wo wir mit der Taufe Eintritt erhielten!

 

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.“ (Kol 1:13, 14) Jesus hatte deutlich im Gebet zum Vater erklärt: „Dein Wort ist Wahrheit“! (Joh 17:17)

 

*** Rbi8  Jona 2:8-9 ***

Was die betrifft, die auf die Götzen der Unwahrheit achten, sie verlassen ihre eigene liebende Güte.

 9 Aber was mich betrifft, mit der Stimme der Danksagung will ich dir opfern.

Was ich gelobt habe, will ich bezahlen. Rettung gehört Jehova.“

 

Wir unsererseits wollen ungeteilte Liebe zur Wahrheit zeigen und durch exaktes Nachforschen das tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist! Der Retter den Jehova senden wird ist Jesus! Ihm ist das ganze Gericht aufgetragen und nicht von Menschen erwählten Richtern!

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

10.2.1.6       Christen haben das GESETZ und Gottes richterliche Entscheidungen auf ihr Herz geschrieben!

Paulus verwies auf das Ende von gewissen Bestimmungen des GESETZES, wie der Verpflichtung der Beschneidung des Fleisches. Dasselbe Gebot erhielte in Wirklichkeit einen neuen Sinn, indem Christen aus den Nationen durch Belehrung des GESETZES sich ihr Herz beschneiden lassen und sich „das GESETZ auf Tafeln aus Fleisch, auf Herzen“ schreiben!

 

Das GESETZ auf lebendige Herzen schreibenDenn ihr werdet als ein Brief Christi offenbar gemacht, geschrieben durch uns als Diener, eingeschrieben nicht mit Tinte, sondern mit [dem] Geist eines lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln von Fleisch, auf Herzen.“ (2.Kor 3:3) Das Ende des „Bundes mit Levi“ war nicht das Ende des Gesetzesbundes und göttlicher Verordnungen oder richterlichen Entscheidungen, die doch ewigen Charakter haben, weil wir „ewiges Leben“ erben sollen! Es war das Ende davon, dass Jehova für die fleischliche Nation sorgte, jene Generation von „Lo-Ruhama“, die Jesus verworfen hatte, weil Gott selbst sich von ihnen zurückziehen würde, wie Er es durch Seine Propheten mehrfach angekündigt hatte: Wegen wiederholtem, einseitigem Vertragsbruch! Jehova hatte zuvor aber deutlich erklärt, dass Er das GESETZ in späterer Zeit in die Herzen einer künftigen, neuen Nation schreiben würde! Der Prophet Hesekiel zeigte, dass das GESETZ mit den Satzungen und richterlichen Entscheidungen eine unauflösliche Einheit bilden!

 

*** Rbi8  Hesekiel 11:19-20 ***

Und ich will ihnen ein Herz geben, und einen neuen Geist werde ich in ihr Inneres legen; und ich werde bestimmt das Herz von Stein aus ihrem Fleisch entfernen und ihnen ein Herz von Fleisch geben, 20 damit sie in meinen eigenen Satzungen wandeln und sich an meine eigenen richterlichen Entscheidungen halten und sie tatsächlich ausführen; und sie können wirklich mein Volk werden, und ich selbst werde ihr Gott werden.“ ‘

 

Um Gottes Volk zu werden (Zukunft!) müssen Christen somit in seinem GESETZ wandeln und Gottes richterliche Entscheidung wirklich einhalten, – dazu gehören die Sabbate, Neumonde und die Festzeiten! Erst am Gerichtstag legt Jehova fest, wer wirklich zu Seinem Volk gehört! Auf diesen Text verweist Paulus die Hebräerchristen und spricht von einem kommenden, „neuen Bund“, wo Jehova wiederum Israel anerkennt und Israel ihn als seinen Gott nennt!

 

10.2.1.7       Jene Nation, die Jehova „mein Volk“ nennen wird

Vom Propheten Hosea her wissen wir, dass dies am Ende der Zeit des dritten, unehelich geborenen Sohnes, „Lo-Ammi“ ist, von der ungetreuen Mutter, „Gomer“ aufgezogen und unterwiesen. Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist inmitten des abgefallenen Juda entstanden. Es steht bis zum Ende der christlichen Ära. Am grossen Gerichtstag Gottes erfährt „Lo-Ammi“, all die übrig gebliebenen „Schafe“ zu seiner Rechten eine Wendung in der Zuwendung Gottes, der bisher nur durch den Mittler Jesus zu erreichen war! Was vorher „nicht mein Volk“ genannt wurde, weil es ja Jesu Volk war, wird nun freudig durch Jehova als „mein Volk“ bestätigt, wenn Jesus dem Vater das gereinigte Königreich übergibt [Bb](1.Kor 15:24).

 

Grundschema zum Ablauf der Prophezeiungen von Hosea
 

(Vergleiche Grafik: Hoseas II Grundschema zu Hoseas Prophezeiungen)

 

*** Rbi8  Hosea 1:10-11 ***

Und es soll geschehen, daß an dem Ort, an dem zu ihnen jeweils gesagt wurde: ‚Ihr seid nicht mein Volk‘, zu ihnen gesagt werden wird: ‚Die Söhne des lebendigen Gottes.‘ 11 Und die Söhne Judas und die Söhne Israels werden gewiß zu einer Einheit zusammengebracht werden und werden tatsächlich ein Haupt für sich einsetzen und aus dem Land heraufziehen; denn groß wird der Tag von Jesreel sein.

 

Der Tag, an dem Israel (die „grosse Volksmenge“) und Juda (die „neuen Himmel“ der 144.000) sich „ein Haupt“ einsetzen. Dies steht mit dem „grossen Tag Jesreels“ oder mit Harmagedons Endschlacht in Verbindung, weil sich alle gemeinsam unter Jesu Schutz befinden! Danach wird der versiegelte Überrest nach Jerusalem eingesammelt werden.

 

Die steinernen Tafeln des GESETZES*** Rbi8  Hebräer 8:10 ***

‚Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen [[(der grossen Drangsal)]] schließen werde‘, spricht Jehova. ‚Ich will meine Gesetze [[GESETZE]] in ihren Sinn legen, und in ihre Herzen werde ich sie schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.

 

Gottes GESETZE, die zehn Geboten, sie waren vorab auf „Tafeln aus Stein“ geschrieben worden. Mit dem Untergang des Tempels 607 v.u.Z. und dem Verschwinden der Lade des Zeugnisses wurden auch die steinernen Tafeln vermisst. In der Offenbarung aber sieht Johannes die Lade erneut im Allerheiligsten des Himmels! Die Gesetzestafeln sind somit vorhanden! Christen aber benötigen nicht etwas Sichtbares, das sie anfassen könnten, um sich dieser Dinge zu versichern! Gottes geschriebenes Wort ist ihnen Sicherheit genug, sie tragen es bereits in ihrem Herzen (Ps 119:105; Off 11:19).

 

*** Rbi8  2. Korinther 3:3 ***

Denn ihr werdet als ein Brief Christi offenbar gemacht, geschrieben durch uns als Diener, eingeschrieben nicht mit Tinte, sondern mit [dem] Geist eines lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln von Fleisch, auf Herzen.

 

Die Erkenntnis, dass Gottes GESETZ und seine Verordnungen und richterlichen Entscheidungen für Christen weiterhin verbindlich sind, dies ist somit in unsere Herzen eingezeichnet, geschrieben durch die Apostel, die uns Jesu Worte und die Schriften des Bundes übermittelten!

 

*** Rbi8  Römer 15:4 ***

Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.

 

So möchten wir alles daran setzen den Sinn hinter Jehovas Anordnungen zum Sühnetag, vor allem heute, in der fortgeschrittenen Endzeit zu verstehen suchen, all das was „vorzeiten geschrieben“ wurde ist schlussendlich zu unserer Unterweisung in der Gerechtigkeit Gottes geschrieben worden, zeigt uns den eindeutigen, den einzigen und eingeengten Weg und vermittelt uns Trost und Hoffnung!

 

 

10.2.2        Exakte Anweisungen Jehovas hinsichtlich Sühne und Sündenvergebung und ihre Bedeutung für uns heute

 

10.2.2.1       Der Sühnetag und seine Verbindung zu Wiedergutmachung von Sünde: „Kopf und Schwanz

Vielen Menschen fehlt heute wahrlich jedes genaue Verständnis darüber, was der Begriff „Sünde“ wirklich bedeutet! Die Übertretung göttlicher Normen ist zum Volkssport geworden und die Mehrheit überzeugt sich täglich gegenseitig förmlich, dass dieses Übertreten göttlicher Grenzlinien ohne Folgen bleiben würde! Dieser Zustand aber ist nicht neu, sondern er war bereits im alten Israel so, bevor Gott sein grosses Gericht erst über das Zehnstämmereich Israel („Jesreel“ 740 v.u.Z.) und später über das Zweistämmereich Juda (inklusive den Stamm Levi, „Gomer“ 607 v.u.Z.) und dann über Judäa („Lo-Ruhama“ 70 u.Z.) brachte!

 

Wer kann das Rätsel von Hoseas Kindern lösen?
 

(Vergleiche Grafik: Hosea III Gomer)

 

Dieselbe Ursache des Gerichts wird auch heute dieselbe Wirkung erzielen, denn Gott hat sich nicht geändert! Hatten die Leviten ihre Aufgabe der Belehrung und Zurechtweisung des Volkes in der Vergangenheit verlassen, so wird dasselbe Vergehen der christlichen Priesterschaft auch dieselbe Strafe nach sich ziehen! Stets begann das Gericht mit vorausgehenden Plagen in Form von Strafen! Wenn die Führer und das Volk bereuten, so konnte Vernichtung abgewendet werden!  Jesaja zeigt diesen Zusammenhang klar und eindeutig: Jehovas Hand ist nun wiederum, diesmal zum letzten grossen Schlag gegen dieses ungerechte christliche Religionssystem und ihre Bundesgenossen im WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS erhoben!

 

Kopf und Schwanz werden von Israel abgehauen werden*** Rbi8  Jesaja 9:13-17 ***

Und das Volk selbst ist nicht zu dem zurückgekehrt, der es [[(mittels seiner Plagen)]] schlug, und Jehova der Heerscharen haben sie nicht gesucht. 14 Und Jehova wird von Israel Kopf und Schwanz abhauen, Schößling und Binse an einem Tag. 15 Der Betagte [[(ältere Mann; Älteste)]] und Hochgeachtete ist der Kopf, und der Prophet, der falsche Unterweisung erteilt, ist der Schwanz. 16 Und die dieses Volk leiten, erweisen sich als die, die [es] irreführen; und die von ihnen Geleiteten [als] die, die verwirrt sind. 17 Darum wird Jehova sich nicht einmal über ihre jungen Männer freuen, und ihrer vaterlosen Knaben und ihrer Witwen wird er sich nicht erbarmen; denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.

 

Der „eine Tag“ ist Gottes Gerichtstag, an welchem sie abgeschnitten werden! Der „Kopf“, die gesamte christliche Führerschaft und der „Schwanz“, alle die in Gottes oder Jesu oder der Apostel Namen falsches prophezeiten, sie bilden gemeinsam „Kopf und Schwanz“. Sie waren als Gesamtes für falsche Unterweisung zuständig! Das ganze irregeleitete Volk sind „Abtrünnige und Übeltäter“ die in Wirklichkeit ohne Verstand handeln!

 

10.2.2.2       Jeder ist selbst verantwortlich zu prüfen, wo er steht und sich Jesus gegenüber zu bewähren!

Obwohl „Kopf und Schwanz“ bereits zu Beginn von Gottes Gerichtstag abgehauen wurde [B1](Mat 7:21-23; Off 11:13), geht auch das irregeführte Volk nicht schadlos aus, weil jeder Einzelne die Verantwortung trägt Irrtum und falsche Prophetie aufzuklären, Lügen offenzulegen, Übertretung zu bekämpfen! Christen haben kein Recht darauf, sich als unbewährt zu erweisen!

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Erst durch Prüfung und Ablehnung dessen, was nicht Wahrheit entspricht oder was ungerecht in Gottes Augen ist, zeigen wir, dass wir wirklich in Gemeinschaft mit Christus sind! Das bedeutet heute keineswegs in Gemeinschaft mit der Mehrheit zu sein, die weder auf Wahrheit noch auf Gerechtigkeit Wert legt! Die Apostel zeigten sich als bewährt, ihnen dürfen wir Vertrauen! Sie hielten sich nicht an die religiösen Führer ihrer Zeit und suchten nicht mit der Volksmasse der Juden oder Heiden mit zu schwimmen!

 

Jehova war stets ein gerechter RichterJesus kündigte seinen Nachfolgern ebenso deutlich an, dass „blinde Leiter und blinde Geführte … in eine Grube fallen“ werden! Wir sollen uns nicht irreführen und blenden lassen! Setzen wir uns mutig für das ein, was wir erkennen dass es wahr und gerecht ist!

 

*** Rbi8  Matthäus 15:13-14 ***

Als Antwort sagte er: „Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird entwurzelt werden. 14 Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“

 

Christus und die Apostel gingen uns im geraden „Weg der Wahrheit“ voran! Sie folgten nicht wie verdummte „Schafe“ ihren damaligen Religionsführern, die bockgleich behaupteten Gottes Vertreter zu sein und im Unrechttun verharrten. Wie Jesus und die Apostel distanzieren sich wirkliche Christen von jenen und nennen sie ebenso mutig „Heuchler“ und „Otternbrut“! Die Apostel zeigten unter Verfolgung, dass man Gott mehr gehorchen muss als jenen Religionsführern! Sie lehrten die ersten Christen „alles zu halten“, was Jesus geboten hatte und machten keine scheinheiligen Kompromisse! (Mat 28:19, 20; Apg 5:29) Jesus erklärte:

 

*** Rbi8  Matthäus 12:33-37 ***

Entweder ihr macht den Baum vortrefflich und seine Frucht vortrefflich, oder ihr macht den Baum faul und seine Frucht faul; denn an seiner Frucht wird der Baum erkannt. 34 Otternbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. 35 Der gute Mensch bringt aus seinem guten Schatz Gutes hervor, während der böse Mensch aus seinem bösen Schatz Böses hervorbringt. 36 Ich sage euch, daß die Menschen von jedem nutzlosen Ausspruch, den sie machen, am Gerichtstag Rechenschaft ablegen werden; 37 denn durch deine Worte wirst du gerechtgesprochen werden, und durch deine Worte wirst du verurteilt werden.“

 

Unsere Worte dürfen somit am Gerichtstag keine Heuchelei und Unwahrheit aufweisen! Weder das Wort „Heuchler“ noch „Otternbrut“ wurden Johannes dem Täufer als „ß“ angerechnet, weil sie der Wahrheit entsprechen! Unsere Taten müssen mit unseren Worten im Einklang stehen! Unser Verhältnis zu unserem Nächsten muss bereinigt sein, bevor wir unsere Gabe zum Altar bringen! Der Sühnetag bietet zu all dem Gelegenheit!

 

10.2.2.3       Ein Fasttag für das ganze Volk Israel, an dem „die Seele in Betrübnis gebeugt“ werden muss und jede Art von Arbeit von Gott her untersagt ist!

Der einzige Tag, den Gott für das ganze Volk als einen Fasttag festgesetzt hat, ist der Sühnetag! Jehova stellt hohe Anforderungen an jeden, der seinem Volk zugehören möchte! Das Verbot zu jeder Art von Arbeit musste am Sühnetag nochmals besonders hervorgehoben werden! Es sollte ein Tag sein, der ausschliesslich Jehova und der Bereinigung unserer Beziehung zu ihm hin gewidmet sein muss! Eine heilige Zusammenkunft war und blieb Vorschrift! Heute ist es die Christenversammlung anstelle des Tempels der Ort um sich in Betrübnis und völliger Abstinenz von Speisen und Getränken zu versammeln.

 

Psalm 32:1 Gesegnet ist der, dessen Übertretungen vergeben sind*** Rbi8  3. Mose 23:26-32 ***

Und Jehova redete ferner zu Moses, indem [er] sprach: 27 „Doch am Zehnten dieses siebten Monats ist der Sühnetag. Eine heilige Zusammenkunft sollte für euch stattfinden, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen und Jehova ein Feueropfer darbringen. 28 Und ihr sollt an ebendiesem Tag keinerlei Arbeit tun, denn es ist ein Sühnetag, um für euch vor Jehova, eurem Gott, Sühne zu leisten; 29 denn jede Seele, die sich an ebendiesem Tag nicht [in Betrübnis] beugen wird, soll von ihrem Volk abgeschnitten werden. 30 Was irgendeine Seele betrifft, die an ebendiesem Tag Arbeit von irgendwelcher Art tun wird, diese Seele muß ich aus den Reihen ihres Volkes vernichten. 31 Ihr sollt keinerlei Arbeit tun. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] für eure Generationen an allen Orten, wo ihr wohnt. 32 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen am Neunten des Monats, am Abend, [in Betrübnis] beugen. Von Abend zu Abend solltet ihr euren Sabbat beobachten.“

 

Unser „Feueropfer“ ist die Erfüllung unserer Bundesverpflichtungen, die wir gegenüber Christus und Jehova eingegangen sind. Indem wir in den Tagen zuvor mit unseren Verwandten und Bekannten Frieden schliessen und unsere Schulden für Unrechttun begleichen. Es ist der Tag unserer Einsicht über Unrechttun und der Reue, wo Jesu Loskaufsopfer Jahr um Jahr unsere Sünden und den erneut darauf lastenden „Fluch“ auslöscht. Ansonsten sich Sünden „bis zum Himmel aufhäufen“ (Off 18:4, 5).

 

Die Strafe für die Nichteinhaltung des Sühnetages oder für Arbeitsleistung an diesem Tag ist die Todesstrafe! Jehova selbst wird durch Jesus „die Abschneidung vom Volk“ vornehmen, indem der Name des Übertreters aus dem „Buch des Lebens“ ausgelöscht werden wird! (Ps 69:28; Phi 4:3)

 

Wie alle Tage beginnt der Sühnetag bereits am Abend zuvor, am Vorabend des 9. Tischri! Beachte bitte das Darum gilt es in jedem Jahr in der Tabelle der Festtzeiten das exakte Datum zu erforschen. Die Seele in Betrübnis zu beugen bedeutet Einsicht zu zeigen, Gottes Gebote und Seinen Willen in dieser oder jener Beziehung missachtet zu haben.

 

Was aber wollte Jehova uns mitteilen, als Er uns auftrug, „unsere Seele [in Betrübnis] zu beugen“? Das Wort kommt in der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG als ein Einschub in eckiger Klammer vor, was bedeutet, dass es eine erklärende Ergänzung darstellt, um den ursprünglichen Sinn des Textes erkenntlich zu machen. Die Elberfelder Bibel (Ausgabe 1906) sagt an jener Stelle „kasteien“, in derselben neueren Ausgabe 1986 wird das Wort in „demütigen“ verändert. In der Fussnote wird ergänzt: „eure Seelen (durch fasten) erniedrigen“. Jede dieser Wörter und Ergänzungen weist uns auf Zusammenhänge hin.

 

Im Falle der Stadt Ninive, welcher der Prophet Jona Ende des neunten Jahrhunderts v.u.Z. ein Gerichtsankündigung überbringen musste. So, bedeutete dies, dass sie „in Sacktuch und Asche“ zu bereuen begann, was das göttliche Gericht von ihr abwendete! Bedenken wir dabei, dass Jehova Assyrien im Jahre 740 u.Z. als Urteilsvollstrecker am götzendienerischen Zehnstämmereich Israel nutzte. Umkehr und Reue dienen Jehova, um Seinen Plan jeweils zu vollenden, was auch für uns heute gilt!

 

Durch Jesus wurde dem sinnbildlichen „Ninive“ seiner ungläubigen, nicht handelnden Generation der Juden seiner Tage als ein herausragendes Beispiel gezeigt, deren Menschen in der kommenden Auferstehung jene Generation der Juden verurteilen würden! Die Niniviten handelten ohne spezielle Zeichen der göttlichen Autorität Jonas zu zeigen auf das blosse Wort des Propheten hin, der ihnen aufgrund Gottes Wort vierzig Tage Zeit einräumte! (Mat 12:38-42) Ninive war eine jener Städte, die Nimrod zur Zeit Babels gegründet hatte und voller Götzenanbetung war. Sie dürfte damals zur Zeit Jonas etwa 100.000 bis 120.000 Einwohner gehabt haben und man geht davon aus, dass sie in mehrere Siedlungsgebiete aufgeteilt als eine Stadt gerechnet wurde.

 

Jona predigt den Niniviten*** Rbi8  Jona 3:1-10 ***

Dann erging das Wort Jehovas an Jona zum zweiten Mal und lautete: 2Mach dich auf, geh nach Ninive, der großen Stadt, und ruf ihr die Verkündigung aus, die ich zu dir rede.“

3 Darauf machte sich Jona auf und ging nach Ninive gemäß dem Wort Jehovas. Ninive nun erwies sich als eine für Gott große Stadt, mit einer Wegstrecke von drei Tagen. 4 Schließlich begann Jona, in die Stadt hineinzugehen, die Wegstrecke von einem Tag, und er rief ständig aus und sprach: „Nur noch vierzig Tage, und Ninive wird umgekehrt werden.“

5 Und die Männer von Ninive begannen an Gott zu glauben, und sie riefen dann ein Fasten aus und legten Sacktuch an, von ihrem Größten selbst bis zu ihrem Geringsten. 6 Als das Wort den König von Ninive erreichte, da stand er von seinem Thron auf und legte sein Amtsgewand ab und bedeckte sich mit Sacktuch und setzte sich in die Asche. 7 Ferner erließ er den Ruf, und er ließ es in Ninive durch den Erlaß des Königs und seiner Großen sagen, indem [er] sprach:

Kein Mensch und kein Haustier, kein Großvieh und kein Kleinvieh sollte überhaupt irgend etwas [an Speise] kosten. Niemand sollte Nahrung [zu sich] nehmen. Auch Wasser sollten sie nicht trinken. 8 Und mögen sie sich mit Sacktuch bedecken, Mensch und Haustier; und mögen sie mit Macht zu Gott rufen und umkehren, jeder von seinem schlechten Weg und von der Gewalttat, die an ihren Händen war. 9 Wer weiß, ob sich der [wahre] Gott umwenden und tatsächlich Bedauern empfinden und von seiner Zornglut umkehren mag, so daß wir nicht zugrunde gehen?“

10 Und der [wahre] Gott bekam ihre Werke zu sehen, daß sie von ihrem schlechten Weg umgekehrt waren; und so empfand der [wahre] Gott Bedauern über das Unglück, das ihnen antun zu lassen er geredet hatte; und er ließ [es] nicht tun.

 

Der heidnische König von Ninive zeigte mehr Verständnis als die Führer der Juden zur Zeit Jesu und jene der heutigen Christenheit! Jehovas Form der Gerechtigkeit hat aber nicht geendet. Sie dauert „alle Generationen Israels“, was in Ewigkeit bedeutet. Das war schon im ersten Jahrhundert von Jesus bei den religiösen Führern beanstandet worden und Jesus zeigte deutlich, dass die Bewohner Ninives am grossen Gerichtstag Gottes mehr Erbarmen erhalten als die Führer der Tage Jesu!

 

Das Urteil über unsere, die letzte Generation dieses erdenweiten, gottlosen Systems die hartherzig bleibt bis zu ihrem Untergang ist bereits gesprochen! Sie gibt all jenen Mut und Zuversicht, die Glauben in Jesus und die Propheten setzen: „Versammelt euch, ja führe das Sammeln durch, o Nation [[(die „neue Nation“, bei Jesu Wiederkehr und Auferweckung seiner Apostel ihren Beginn hat [B1>])]], die nicht vor Scham erbleicht. Ehe [die] Satzung [[(die Vorhersage, das Gerichtsurteil [B2])]] [irgend etwas] gebiert, [ehe der] Tag wie Spreu vorübergegangen ist, ehe die Zornglut Jehovas über euch kommt, ehe der Tag des Zornes Jehovas über euch kommt [[(der Tag der Urteilsvollstreckung Harmagedons [B3])]], sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die [ihr] SEINE eigene richterliche Entscheidung [[(wozu das Sabbatgebot, die Neumonde und Festzeiten gehören)]] ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.“ (Ze 2:1-3)

 

Jona versuchte nach Tarschisch zu entgehen bis er das erfüllte, was Gott von ihm erwartete: Ninive zu warnenJesus zitiert Jona in der Beschreibung des Geschehens bei seinem Wiederkommen und der Zeit der „grossen Drangsal“ [B]. Zuvor sind es die „zwei Zeugen“, welche das Resultat der Ausmessung des Tempels durch Johannes am Ende des ersten Jahrhunderts, wo der „grosse Abfall“ schon weit fortgeschritten war, des Altars, der Art der Opfer und der Anbetenden vor der Urteilsvollstreckung verkünden! Das gleicht der Ankündigung Jonas gegenüber Ninive! Die heutige Warnung geht weit über „Tarschisch“ hinaus in die gesamte Welt. Erneut gilt die Warnung aber dem „König des Nordens“, damals Assyrien, heute das Gebiet Syrien, Irak, Iran und Libanon die sich zum letzten Kampf um Jerusalem sammeln werden!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:40-41 ***

Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des riesigen Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein [[(Jerusalem = Herz der Erde)]]. 41 Männer von Ninive werden im Gericht mit dieser Generation aufstehen und werden sie verurteilen; denn sie bereuten auf das hin, was Jona predigte, doch siehe, hier ist mehr als Jona.

 

Jesu beschrieb das, was Jona erlebt hatte nicht als ein Märchen, sondern als eine wahre Geschichte die sich wirklich ereignete, so unwahrscheinlich sie vorab auch tönen mag! Die Niniviten glaubten Jona auf das hin, was er predigte, jene jüdischen Vorsteher damals aber wendeten sich vor Jesu Worten ungläubig ab! In der Endzeit werden die „zwei Propheten“ gar von den religiösen Vorstehern zu Tode gebracht!

 

Vor Gottes Gerichtstag, zu Beginn des „Tages des Herrn“ kündigte Jesus an, dass er „während drei Tagen und drei Nächten“ im Herzen der Erde sein würde! Bei seinem Tod war er nur zwei Nächte im Grab, die Prophezeiung hätte sich nicht „auf den Buchstaben“ erfüllt! Viele christliche Religionen beziehen das „Herz der Erde“ auf das Grab. Bei Jesu Rückkehr aber zeigt sich eine deutliche Erfüllung dieser Vorhersage, die Jesus als das einzige sichtbare Zeichen von Seiten Gottes her erwähnte! Die Erklärungen zum Zeitband zum Anfang des „Tages des Herrn“ verweisen auf diese Koinzidenz: (siehe Absatz: D: Deutung des Zeitgeschehens als Pflicht des Christen; 19. Das Zeichen Jonas vor dem grossen Gerichtstag

 

Zeitband Jesu Wiederkehr: Beginn des "Tages des Herrn"
 

(Vergleiche: Zeitband Wiederkehr Jesu: Beginn des „Tages des Herrn“)

 

10.2.2.4       Das Betreten des Allerheiligsten durch den Hohepriester

Am Sühnetag war es der Hohepriester, der etwas vom Blut der Opfertiere hinter den Vorhang des Allerheiligsten bringen musste, um es auf den Sühnedeckel der Bundeslade mit den Steintafeln des GESETZES zu spritzen. Der Apostel Paulus machte auf diesen Zusammenhang aufmerksam und verband es mit Jesus!

 

*** Rbi8  Hebräer 9:3-5 ***

Aber hinter dem zweiten Vorhang war das Zelt[abteil], das „das Allerheiligste“ genannt wird. 4 Dieses hatte ein goldenes Räucherfaß und die ringsum mit Gold überzogene Bundeslade, in der sich der goldene Krug mit dem Manna befand und der Stab Aarons, der gesproßt hatte, und die Tafeln des Bundes; 5 doch darüber waren die herrlichen Cherube, den Sühne[deckel] überschattend. Aber jetzt ist nicht die Zeit, von diesen Dingen im einzelnen zu reden.

 

Die zwei Cherube waren in Eden Urteilsvollstrecker, als Adam und Eva das Paradies verlassen mussten. In Harmagedon sind sie es, die unter Führung des Erzengels Michael die „vier Winde“ (besser: „vier Geister“), die himmlischen Heere an den „vier Enden der Erde“ loslassen, „um die zu zerstören, die die Erde zerstören“, aber jene ins neue System, ins kommende Paradies einzulassen die Glauben hatten und reagierten und sich reinigten.

 

Beachten wir, dass Jesus nicht am Sühnetag, dem 10.Tischri starb, sondern am 14. Nisan! Damals wurde der Vorhang im Tempel „zur selben (neunten = ca. 15.00 h) Stunde“ von Jesu Tod in der Mitte entzweigerissen und der Weg für den neuen Hohepriester ins „Allerheiligste“ des Himmels war symbolisch offen! Paulus verbindet den „trennenden Vorhang“ mit Jesu Fleischesleib, der ein Hindernis für die Rückkehr in den Himmel dargestellt, wenn er irgendwelche Sünde begangen hätte! Dieser getötete Leib wurde für Teile von drei Tagen und während zwei Nächten in ein Grab gelegt!

 

Am Sühnetag musste der Hohepriester vom Sündopferstier und etwas später vom "Sündenbock "für Jehova" sieben Mal etwas Blut auf den S+hnedeckel spritzenDie zwei schützenden Cherube, welche den Sühnedeckel überschatten, sind Symbole für himmlische Wesen, gekrönte Fürsten innerhalb der „vierundzwanzig Ältesten“ um Gottes Thron!

 

Die Fussnoten der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG von 2.Mose 25:17 und Hebräer 9:5 geben uns einige wichtige weitere Hinweise zum Begriff „Sühnedeckel“: Oder: „einen Sühnedeckel (Gnadenstuhl)“. Hebr.: chappóreth; lat.: propitiatorium. Oder: „[den] Gnadenstuhl“. Gr.: hilasterion.

 

Sühne und Gnade finden eine Verbindung! Am Sühnetag tritt somit der Hohepriester Jesus sinnbildlich mit etwas von seinem eigenen vergossenen Blut vor Jehovas Richterstuhl, um vorab für seine Priestersöhne, die Apostel und das Volk Gnade für ihre unwissentlichen Sünden zu erflehen!

 

 Laut GESETZ durfte auch Jesus dies nicht zu jeder Zeit tun, Jehova hatte dies Mose so geboten  und auch dies muss sich jährlich weiterhin exakt erfüllen:

 

*** Rbi8  3. Mose 16:1-2 ***

Und Jehova redete dann zu Moses nach dem Tod zweier Söhne Aarons, die dafür, daß sie vor Jehova hingetreten waren, starben. 2 Und Jehova sprach dann zu Moses: Rede zu Aaron, deinem Bruder, daß er nicht zu jeder Zeit an die heilige Stätte innerhalb des Vorhangs kommen sollte, vor den Deckel, der auf der Lade ist, damit er nicht stirbt; denn in einer Wolke werde ich über dem Deckel erscheinen.

 

Jesus nun sollte aber nicht in das Allerheiligste des Tempels treten, er war ja nicht aus Aarons Priesterstamm, sondern direkt ins Allerheiligste des Himmels, vor Jehovas Thron!

 

10.2.2.5       Jesu Loskaufsopfer als grösseres Opfer für Sündensühnung ganz Israels

Das Loskaufsopfer Jesu hat nicht nur für seine Apostel und deren Nachfolger sündensühnende Wirkung, nein, auch rückwirkend auf die Jehova getreuen vorchristlichen Verstorbenen! Die Sündensühnung ist somit auch rückwärts anwendbar bis zu Abel und vorwärts, bis zur Ewigkeit für alle neu Hinzutretenden! Nur Jesu Tod konnte den Fehler Adams auslöschen, der den Tod über alle seine Nachkommen brachte! Jesus wird von Paulus als der „letzte Adam“ bezeichnet, der nach seinem Tod und Auferweckung im Geistbereich (1.Pe 3:18) aus dem er zuvor entsandt worden (Joh 17:5) war als „lebengebender Geist“ seine eigenen Nachkommen hat!

 

Jehova machte mit seinem "Werkmeister" zu einer lebenden Seele *** Rbi8  1. Korinther 15:45 ***

So steht auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele [[(ein lebender Mensch)]].“ Der letzte Adam wurde ein lebengebender Geist.

 

Das GESETZ erst brachte Sünde ans Licht und zeigte offen, was die Folge davon ist: Der Tod! Bereits Adam wurde das GESETZ in seine Gene geschrieben, längst bevor sie Moses auf Steintafeln erhielt. Es bildet doch die Grundlage des Gewissens! Um die Todesstrafe für Sünde abzuwenden musste Israel bei jedem solchen Vorkommnis blutige Sündopfer und speziell alljährliche am Sühnetag vorgeschriebene Opfer darbringen, die Israel immer wieder an ihren sündigen Zustand erinnerten (3.Mo 4:3, 14, 21, 24, 29). Paulus erhellt dies mehr im Brief an die Hebräer, die doch tiefe Kenntnisse des GESETZES und der PROPHETEN haben sollten:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:1-4 ***

Denn da das GESETZ einen Schatten der künftigen guten Dinge, nicht aber das Wesen der Dinge selbst hat, können [die Menschen] niemals mit den gleichen Schlachtopfern, die sie fortgesetzt Jahr für Jahr darbringen, die Hinzutretenden vollkommen machen. 2 Würde sonst nicht das Darbringen der [Schlachtopfer] aufgehört haben, weil die, die heiligen Dienst verrichteten und ein für allemal gereinigt worden wären, kein Bewußtsein von Sünden mehr gehabt hätten? 3 Im Gegenteil, durch diese Schlachtopfer wird Jahr für Jahr an Sünden erinnert, 4 denn es ist unmöglich, daß das Blut von Stieren und von Ziegenböcken Sünden wegnimmt.

 

Diese vergangenen Sünden und den damit verbundenen „Fluch“ als Last des Einzelnen und als Last der gesamten Versammlung Israels wurde durch das von Gott selbst erbrachte grössere Opfer, dem Blut und dem Leib Jesu ein für alle Mal weggetilgt! Zur Anwendung auf den Einzelnen aber war Anerkennung Jesu in seiner erhöhten Stellung als Retter und Mittler, als einzigem wahren Hohepriesterkönig notwendig! Dies musste in der Glaubenstaufe als Bündnis anerkannt werden. Auch alle Nachfolgegenerationen die sich später Taufen liessen konnten vom selben Opfer profitieren und selbst die nach ihrer Taufe unwillentlich begangenen Sünden der Vorsteher und des Volkes können durch Jesu Blut getilgt werden! (4.Mo 15:30; Heb 10:26)

 

10.2.2.6       Jesus erreichte eine ewige, vollständige Löschung früherer Sünden durch sein Loskaufsopfer

Paulus zeigt für uns gewisse weitere wichtige Zusammenhänge, das frühere „Zelt der Zusammenkunft“ betreffend, das nur „ein Sinnbild der Wirklichkeit“ war, bis Jesus gekommen war! Das erste Zeltabteil bedeutet den irdischen Teil, wo die aaronischen Priester ihren täglichen Dienst verrichten. Jene Priester aber, die diese Gaben und Opfer darbringen wurden nicht vollkommen gemacht, was das Gewissen betrifft! Paulus nennt diese Amtshandlungen „rechtliche Erfordernisse bis zur Zeit der Richtigstellung der Dinge“!

 

Das erste Zeltabteil war den Priestern vorbehalten *** Rbi8  Hebräer 9:6-10 ***

Nachdem diese Dinge so errichtet worden sind, treten die Priester jederzeit in das erste Zelt[abteil], um die heiligen Diensthandlungen zu verrichten; 7 in das zweite [Abteil] jedoch tritt der Hohepriester allein einmal im Jahr, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die unwissentlichen Sünden des Volkes darbringt. 8 So zeigt der heilige Geist deutlich an, daß der Weg in die heilige Stätte noch nicht offenbar gemacht worden war, solange das erste Zelt stand. 9 Ebendieses [Zelt] ist ein Sinnbild für die bestimmte Zeit, die jetzt da ist, und in Übereinstimmung damit werden sowohl Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht. Indes können diese denjenigen, der heiligen Dienst verrichtet, nicht vollkommen machen, was sein Gewissen betrifft, 10 sondern haben nur mit Speisen und Getränken und verschiedenen Taufen zu tun. Sie waren rechtliche Erfordernisse, die das Fleisch betrafen, und wurden bis zu der bestimmten Zeit der Richtigstellung der Dinge auferlegt.

 

Diese „Richtigstellung der Dinge“ kam mit Jesus! Nach Jesu Tod sollten die Apostel und später all jene, die auf sie hörten, als Jesu Vertreter durch priesterlichen Dienst sowohl Gaben der „guten Taten“, wie „Schlachtopfer der Lippen“ darbringen.

 

An Pfingsten erfolgte die Heiligung der ersten Jünger durch Ausgiessen heiligen Geistes auf hundertzwanzig versammelte Frauen und Männer, einschliesslich der Apostel. Anschliessend, am selben Tag erhielten dreitausend Juden heiligen Geist, als sie sich taufen liessen! Der „neue Bund“ war nun feierlich eingeweiht, Jesus als Hohepriesterkönig dadurch formell bestätigt. Petrus hatte das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mittels des ersten der drei Schlüssel die Jesus ihm sinnbildlich gab für die fleischlichen Juden geöffnet! (Apg 1:13, 14; 2:1-4, 14-18)

 

10.2.2.7       Ein neues Zelt und eine neue Priesterschaft

Mit Jesu Kommen als Hohepriester kam auch ein „neues „Zelt“ oder ein neuer „Tempel“ ins Dasein! Dieses war nicht von dieser Schöpfung, wie dasjenige von Mose oder der Tempel Salomos oder Serubbabels! Nach dem Zerreissen des Vorhangs bei Jesu Tod war dem Christus der Weg ins Allerheiligste des Himmels geöffnet worden. Jenes Zelt war somit von anderer Machart, nicht von dieser Schöpfung!

 

Das Zerreissen des Vorhangs hin zum Allerheiligsten zur Stunde von Jesu Tod *** Rbi8  Hebräer 9:11-14 ***

Als jedoch Christus als Hoherpriester der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben, durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 begab er sich, nein, nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte eine ewige Befreiung [für uns]. 13 Denn wenn das Blut von Ziegenböcken und von Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf diejenigen gesprengt, die verunreinigt worden sind, in dem Maße heiligt, daß das Fleisch rein wird, 14 wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst darbringen können?

 

Die Befreiung, die Jesus durch sein Loskaufsopfer erreichte, war eine einmalige und ewige Befreiung durch eine vollständige Reinigung des Gewissens von jeder Art von toten, sündigen Werken der Vergangenheit bei all denen, welche den Glauben annahmen und im Wasser bestätigten! Mit der Erwachsenentaufe anerkennt ein Christ diese Verknüpfung und sein eigenes Gewissen wird gereinigt, so dass er nun im „irdischen Heiligen“, dem eigenen „Tempel seines Leibes“, heiligen, annehmbaren Dienst verrichten darf! Dasselbe gilt für Älteste, welche innerhalb des Teils des „Heiligen“ im „Tempel der Versammlung“ sinnbildlich priesterlichen Dienst darbringen. „Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.“ (1.Kor 3:16, 17)

 

Das bedeutet aber nicht, dass ein Christ sich nicht wiederum verunreinigen könnte durch unwissentliche und unwillentliche unreine Werke oder aus Schwäche! Auch nachdem die Apostel heiligen Geist empfangen hatten machten sie noch Fehler! (Spr 24:16) Jakobus erwähnt, was unsere echte Reue und Umkehr bewirkt:

 

*** Rbi8  Jakobus 5:15 ***

Und das Gebet des Glaubens wird dem sich nicht wohl Fühlenden zum Heil sein, und Jehova [[der Herr (Jesus)]] wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.

 

Was wir den Vater in Jesu Namen bitten, das wird Jesus tun, so hat er es seinen Aposteln deutlich versprochen! „Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.“ (Joh 14:13, 14) Paulus bestätigt im 2.Brief an die Korinther, wo ein Mann mit schwerwiegenden Sünden zuvor aus der Versammlung ausgestossen wurde, dann aber Reue und Werke der Reue zeigte und wiederum aufgenommen wurde (1.Kor Kap 5). „Dieser Verweis [[(der Entfernung aus der Versammlung)]] von seiten der Mehrheit genügt für einen solchen Menschen, so daß ihr im Gegenteil jetzt verzeihen und [ihn] trösten solltet, damit ein solcher nicht etwa von seiner übergroßen Traurigkeit verschlungen werde. Darum ermahne ich euch, eure Liebe zu ihm zu bestätigen.“ (2.Kor 2:6-8) Förmlich wurde jener Mann aus dem Feuer heraus errettet!

 

*** Rbi8  2. Korinther 1:10 ***

Von etwas so Großem wie dem Tod hat er uns befreit und wird uns befreien; und auf ihn setzen wir unsere Hoffnung, daß er uns auch weiterhin befreien wird.

 

Damit kommt die Verknüpfung zum Sühnetag weiterhin zu ihrem gesetzlichen Recht und zu unserer Pflicht diesen Tag ganz besonders zu achten! Paulus erklärt bezüglich des „neuen Bundes“ und damit hinsichtlich der neuen Form der Priesterschaft durch Älteste als Versammlungsvorsteher verschiedene weitere Zusammenhänge.

 

Yom Kippur: Day of Attonement Bedenken wir erneut, dass mit der Zerstörung des Tempels Salomos 607 v.u.Z. durch die Babylonier die Bundeslage unauffindbar war, somit in Serubbabels Tempel und dann im Tempel des Herodes fehlte, so konnten auch die Amtshandlungen am Sühnetag nicht vollkommen ausgeführt werden! Sünden Seitens „Lo-Ruhama“ häuften sich dadurch Jahr um Jahr mehr auf. Umso notwendiger wurde das Kommen des Messias, um Juda von Schuld zu befreien.

 

Seit der Zerstörung und dem Wiederaufbau jenes Tempels durch Serubbabel und den aus dem Exil Zurückgekehrten, konnte in Jerusalem der Hohepriester zwar mit dem Blut von Tieropfern und Weihrauch ins Allerheiligste treten, aber kein Blut auf den Sühnedeckel zu spritzen vermochte.

 

Die Bundeslade wird jedoch als vor Gottes Thron stehend in der Offenbarung erneut erwähnt! Das symbolische im „Zelt der Zusammenkunft“ hatte seit Beginn eine himmlische Wirklichkeit:

 

(Offenbarung 11:19)  Und das Tempel[heiligtum] Gottes, das im Himmel ist, wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel[heiligtum] gesehen. Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.

 

Die Szene ist dem Johannes sichtbar, nachdem Jehova Seine Regierungsgewalt über die ganze Erde erneut an sich genommen hat und Jesus seine Feinde unter die Füsse legte! (Off 11:14, 15) Die zeitliche Einteilung auf der Endzeitskala der Ereignisse ist eindeutig nach dem zweiten Wehe, vor Beginn des dritten Wehes, beim Ertönen der siebten Posaune! „Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends. Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

 

Logik im Ablauf der Detailereignisse während dem "Tag des Herrn"
 

 

10.2.3        Bedingungen, welche die „Erben der Erde“ zur Erlangung ewigen Lebens erfüllen müssen

 

10.2.3.1       Jesus kaufte uns vom Todesfluch des GESETZES los!

Die Befreiung von Übertretungen und deren Straffolge gemäss dem Gesetzesbund Mose und dessen Repetition durch Moses im „Bund von Moab“, der ja aufgrund solcher Übertretung als göttlichen Fluch die Todesfolge hatte, wurde durch das Lösegeld Jesu erreicht! Er starb als Unschuldiger für die Schuldigen. (Vergleiche 5.Mose 27:14-25)

 

*** Rbi8  5. Mose 27:26 ***

Verflucht ist, wer die Worte dieses Gesetzes [[GESETZES]] nicht in Kraft erhält, indem er sie tut.‘ (Und alles Volk soll sprechen: ‚Amen!‘)

 

Erst durch Jesu Tod wurde der bisher auf ihnen lastende „Fluch“ für all jene aufgehoben, die sich taufen liessen und nun die Gebote hielten, auch den Sühnetag Jahr für Jahr begingen! Dazu aber war Glaube an Jesus verbunden mit Werken notwendig ansonsten jemand unter dem „Fluch“ verblieb! Jakobus erklärt warnend: „Von welchem Nutzen ist es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Dieser Glaube kann ihn doch nicht etwa retten?“ (Jak 2:14) Sich alleine auf Gesetzeswerke wie die blutigen Opfer im Tempel zu verlassen genügte nicht mehr, weil Moses im GESETZ ja vom grösseren Propheten spricht und vorhersagt, dass wer nicht an jenen glauben würde, vom Volk abgeschnitten werden müsste!

 

Segen - Fluch*** Rbi8  Galater 3:10-14 ***

Denn alle die, die sich auf Gesetzeswerke [[(blutige Opfer zur Sündensühnung)]] verlassen, sind unter einem Fluch; denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der nicht bei allen Dingen bleibt, die in der Buchrolle des GESETZES geschrieben sind, um sie zu tun.“ 11 Daß übrigens durch [[(Gesetzeswerke (z.B. blutige Tieropfer))]] niemand bei Gott gerechtgesprochen wird, ist offenkundig, denn „der Gerechte wird zufolge des Glaubens [[der Erfüllung des „GESETZES des Glaubens“]] leben“. 12 Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern „wer sie tut [[(das Einhalten jedes der Gebote)]], wird durch sie leben“. 13 Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.“ 14 So sollte der Segen Abrahams durch Jesus Christus für die Nationen kommen, damit wir den verheißenen Geist durch unseren Glauben empfangen könnten.

 

Das natürliche Amphietheater von Sichem Der Ausdruck „wird zufolge des Glaubens leben“ zeigt auf die Zeit hin, wo ewiges Leben zu erhalten versprochen wird! [Bb] Der „verheissene Geist“ kam an Pfingsten 33 u.Z., nach Jesu Tod, als er diesen vom Vater empfangen hatte und ihn auf seine Jünger ausgoss! Im Jahre 36 u.Z. verbreitete sich jener heilige Geist durch die Taufe des Kornelius hin zu den Nationen aus! Jesus war nicht das Ende des GESETZES, sondern wie Paulus es deutlich erwähnt das Ende des „Fluches des GESETZES“, der erst mit dem zweiten Bund Israels im Land Moab kam!

 

*** Rbi8  5. Mose 29:1 ***

Dies sind die Worte des Bundes, den Jehova Moses mit den Söhnen Israels im Land Moab zu schließen gebot, außer dem Bund, den er mit ihnen im Horeb geschlossen hatte.

 

 Der „Fluch“ kam somit nicht mit dem ersten Bund am Sinai, sondern erst mit dem zweiten Bund, am Ende der vierzigjährigen Wanderung in der Wildnis, wo Moses vor dem Eintritt in das gelobte Land nochmals die GESETZE wiederholte! Nachdem Israel im Land Kanaan war, am Berg Ebal und Gerisim, wurde der Fluch durch Josua vor den Priestern und dem ganzen Volk wiederholt, wie Moses dies aufgetragen hatte! (Jos 8:30, 31-35; Da 9:11)

 

*** Rbi8  5. Mose 27:13 ***

Und die folgenden werden für den Fluch auf dem Berg Ebal stehen: Ruben, Gad und Ascher und Sebulon, Dan und Naphtali.

 

Der Segen wurde jenen auf dem Berg Gerisim und der Fluch jenen auf dem Berg Ebal durch Josua verkündet, nachdem Israel ins Gelobte Land eingezogen war. Die Nation wurde aufgeteilt auf je sechs der Stämme! Alles was unter Fluch kam wurde denen an Berg Ebal verkündet, was den Segen Gottes erhalten würde am Berg Gerisim.

 

10.2.3.2       Ein Testament für die Erben nach dem Tod des Erblassers!

Gott hatte Israel ein Erbe im Land Kanaan versprochen! Gott versprach jedoch Jesus und auch seinen getreuen Nachfolgern, dass sie Miterben sein würden und gegenüber Jesus erklärte Jehova, dass er zudem die gesamte Erde zum Erbbesitz zu erhalten! Jehova hatte dies bereits in den Psalmen im Hinblick auf seinen Sohn durch David so festgeschrieben:

 

Erblasser und Erben in Israel *** Rbi8  Psalm 2:8 ***

Erbitte von mir, daß ich Nationen zu deinem Erbe gebe

Und die Enden der Erde zu deinem eigenen Besitz.

 

Dies hat eindeutig mit dem neuen System zu tun! Wer sollten die Miterben sein, von denen Paulus im Brief an die Römer spricht?

 

*** Rbi8  Römer 8:17 ***

Wenn wir also Kinder sind, sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes, doch Miterben mit Christus, vorausgesetzt, daß wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

 

Jesus starb als Bundesschliesser und der „neue Bund“ trat mit seiner Erhöhung zum Hohepriesterkönig im „Königreich des Sohnes seiner Liebe  in Kraft (Mat 28:18; Kol 1:13; Off 5:11, 12).

 

Wir sterben in der Taufe symbolisch einen Tod gleich dem seinen, durch das vollkommene Untertauchen im Wasser, indem wir der Sünde, dem „Gesetz des sündigen Fleisches  gegenüber absterben und beim Auftauchen aus dem Wasser dem „GESETZ des Christus“ oder dem „GESETZ des Geistes“ gegenüber zum Leben kommen! Wir sind als geistige Kinder Jesu nun ebenfalls nur durch ihn als Mittler „Kinder Gottes“. Durch die Taufe wird unser eigener Bund mit Gott, mit Jesus und heiligem Geist rechtskräftig! Es bedingt aber, wie Paulus es sagt, dass wir bis zum Tod oder bis zum Gerichtstag und auch danach treu bleiben um schlussendlich „Miterben der Erde“ zu werden! (Mat 28:19; Rö 6:1-7)

 

Paulus aber ergänzt einige wichtige Informationen zu Jesu Tod als Bundesschliesser, der in der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG eine verwirrende Ergänzung enthält (siehe Fussnote 1). Die einfache eckige Klammer enthält Wörter der WACHTURMGESELLSCHAFT, die doppelte eckige Klammer unseren Kommentar:

 

Einweihung des Hohepriesters und seiner priesterlichen Söhne als ewiges Gebot *** Rbi8  Hebräer 9:15-22 ***

Darum ist er also Mittler eines neuen Bundes [[Testaments (im Hinblick auf das Erbe)]], damit die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen könnten, weil zu [ihrer] Befreiung durch Lösegeld von den Übertretungen unter dem früheren Bund ein Tod eingetreten ist [[(dadurch der auf uns lastende „Fluch“ gelöscht wurde)]]. 16 Denn wo es einen Bund [[ein Testament; ein Vermächtnis]] gibt, da muß der Tod des [menschlichen] Bundesschließers [[(Testamentlassers)]] beigebracht werden. 17 Denn ein Bund ist über toten [Opfern] rechtskräftig, da er zu keiner Zeit in Kraft ist, solange der [menschliche [???[1]]] Bundesschließer lebt. 18 Demzufolge wurde auch der frühere [Bund] [[(der „Bund mit Levi“ als separater Teil des Gesetzesbundes)]] nicht ohne Blut eingeweiht. 19 Denn als jedes Gebot gemäß dem GESETZ von Moses zum ganzen Volk gesprochen worden war, nahm er das Blut der jungen Stiere und der Ziegenböcke mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch [[(des GESETZES)]] selbst und das ganze Volk, 20 indem er sprach: „Dies ist das Blut des Bundes, den Gott euch als Gebot auferlegt hat. 21 Und er besprengte das Zelt und alle Gefäße des öffentlichen Dienstes gleicherweise mit dem Blut [[(was erst am 1.Nisan 1512 u.Z. erfolgte, bei der Einweihung des Zeltes und der Einsetzung der aaronischen Priesterschaft!)]]. 22 Ja, fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem GESETZ, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.

 

Während einerseits das Blut von Stieren, wie im Falle Mose, der das „Buch des Bundes“, das Zelt, die Gefässe besprengte und eine teilweise Reinigung erwirkte und damit den „Bund mit Levi“ in Kraft trat, da war es andererseits Jesu eigenes Blut, das die Dinge vollkommen reinigte, welche jene Gegenstände symbolisch darstellten:

 

1)   Das „Buch des Bundes“ stellte Gottes heiligen Geist der Wahrheit, sein GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen dar (Ps 119:151, 160; Joh 17:17; Joh 14:15-17; 15:26, 27; 16:13).

2)   Die „Gefässe des öffentlichen Dienstes“ stellen Jesu Apostel und Jünger dar (Apg 9:15; 2.Ti 2:20).

3)   Das „Zelt“ (= Tempel) wurde als Symbol für Jesu Leib und auch seinen geistigen Leib, seine Versammlung als Gesamtes betrachtet! (Joh 2:19-21; Rö 12:4, 5)

 

10.2.3.3       Eine bessere und andauernde Sündenvergebung

Die Reinigung der neuen „heiligen Gefässe“, die heute durch wahre Christen dargestellt sind, die Gottes Wort über menschliche Überlieferungen stellen, diese wird somit durch Christi Blut bei der Taufe und jedem Sühnetag erneut gereinigt! Am Tag der Taufe ziehen sie symbolisch „weisse, lange, leinene Gewänder“ an, wie schon Aarons Söhne bei ihrer Einweihung. Die „bessere Vergebung“ als durch Tieropfer, die nur Sünde zudeckte wurde somit erst durch Christi vergossenes Blut erreicht. (Rö 9:21-26; Off 3:4, 5, 18; 7:9) Paulus erklärt weitere Details:

 

Die Verfehlung unter dem "Bund mit Levi" kam mit Jesu Verurteilung und Opfertod zum Höhepunkt *** Rbi8  Hebräer 9:23-28 ***

Deshalb war es notwendig, daß die sinnbildlichen Darstellungen der Dinge in den Himmeln [[(Mehrzahl! Erste und zweite Himmel, nicht der dritte Himmel Jehovas, der stets rein ist)]] durch diese Mittel gereinigt würden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Schlachtopfer als diese. 24 Denn Christus begab sich nicht an eine mit Händen gemachte heilige Stätte, die ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den [[(dritten)]] Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen. 25 Auch sollte er sich nicht oftmals selbst darbringen, wie der Hohepriester [[(im „Bund Levis“)]] tatsächlich Jahr für Jahr mit Blut, das nicht sein eigenes ist, in die heilige Stätte hineingeht. 26 Sonst hätte er von Grundlegung der Welt an oftmals leiden müssen. Nun aber hat er sich beim Abschluß der Systeme der Dinge [[(des jüdischen Systems mit der levitischen Priesterschaft)]] ein für allemal offenbar gemacht zur Beseitigung der Sünde durch das Opfer seiner selbst. 27 Und wie es Menschen aufbehalten ist, ein für allemal zu sterben, doch danach ein Gericht, 28 so wurde auch der Christus ein für allemal [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen; und das zweite Mal, da er erscheint, wird es getrennt von Sünde sein [[(nachdem die Sünder als Erblasser in Harmagedon hingerichtet sind)]] und für die, die ihn zu [ihrer] Rettung ernstlich erwarten.

 

Beachten wir, dass Paulus von „den Himmeln“, von „die himmlischen Dinge“ (Mehrzahl) redet. Es geht dabei um die zwei „neuen Himmel“, die aus Christus sowohl im zweiten Himmel seiner Engel wie dem „ersten Himmel“, dem der Apostel und künftig 144.000 mit-Priesterkönigen bestehen! Vergleiche hierzu die Aussagen des Paulus im 2.Korintherbrief, Kapitel 12:1-4 unter dem Begriff „dritter Himmel“ Jehovas und Jesu an dessen rechter Seite, respektive die Vorherschau, auf das kommende Paradies mit Jesus aus der Erde. Denken wir an das Versprechen an den einen Schächer: „Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lu 23:43)

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

All jene, die Jesu Wiederkommen sehnlich erwarten müssen somit getrennt von Sünde sein! Willentliche Sünder aber, die Jesu Blut von geringem Wert erachten, treten Jesus förmlich mit ihren Füssen, sie können davon unmöglich ein weiteres Mal profitieren! (vergl. Heb 10:26-31) Jesus starb einmal für vergangene Sünden die in Unwissenheit begangen wurden! Willentliche Sünder die Jesu Blut als von geringem Wert erachten erwartet am Gerichtstag gar eine strengere Strafe in die ewigen Abschneidung, die „Gehenna“ wie unter GESETZ und eine Urteilsvollstreckung am Ende des Millenniums im Schlussgericht hin zum „Feuersee“! (Mat 25:46b)

 

10.2.3.4       Für willentliche Sünden gibt es kein weiteres Schlachtopfer!

Wir sollten diese Informationen, die sich gegenseitig ergänzen, als Gesamtbild in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit voneinander erfassen! Jesu Tod und Sündenreinigung in der Taufe und Jesu Loskaufsopfer und das erneute Löschen von Sünden am Sühnetag sind allesamt miteinander verknüpft!

 

Rächt euch nicht selbst, liebe Freunde ...  *** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: Mein ist die Rache; ich will vergelten und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Gottes und Jesu Gebote sind identisch! Wir sollen und müssen sie einhalten! Um von unseren unwillentlichen Übertretungen nach der Taufe reingewaschen zu werden benötigen wir weiterhin einen Helfer beim Vater! Jederzeit aber, wenn uns ein Fehler unterlaufen ist, sollten wir uns Gott unverzüglich nähern und ihn durch Jesus um Vergebung bitten! Vorab gilt es zu Bereuen und die Werke der Reue zu vollbringen! Jesus zeigte dies in der Bergpredigt, dass eine Gabe am Altar nicht willkommen ist, wenn Unrecht nicht zuvor in Ordnung gebracht wurde!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:23-24 ***

Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat [[(idem du gegen ihn gesündigt hast)]], 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

 

Die „Gabe“, die Jesus hier anspricht ist ein im GESETZ vorgeschriebenes Sünd- und Sühneopfer für ein Vergehen, welches jemand gegen einen Bruder begangen hat! Dieses Opfer ist aber sinnlos, wenn nicht zuvor das Unrecht wiedergutgemacht wurde! Der Bruder wird etwas gegen mich haben, wenn ich ihn betrogen habe oder wenn ich ihm Unrecht zufügte oder lieblos handelte! Dies gilt es vorab zu bereinigen! Wiedergutmachung und nicht alleine Schlachtopfer als Strafe sind es, was der Sinn des GESETZES darstellt! Jene Art von Schlachtopfer hatte Jehova gar verabscheut!

 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

*** Rbi8  Jesaja 1:10-11 ***

Hört das Wort Jehovas, ihr Diktatoren von Sodom. Schenkt dem Gesetz [[GESETZ]] unseres Gottes Gehör, ihr Leute von Gomorra. 11 Von welchem Nutzen ist mir die Menge eurer Schlachtopfer?“ spricht Jehova. „Ich habe genug gehabt der Ganzbrandopfer von Widdern und des Fettes wohlgenährter Tiere; und am Blut von jungen Stieren und männlichen Lämmern und Ziegenböcken habe ich kein Gefallen gehabt.

 

Umkehr und Reue, die mit Werken der Reue und aktiver Nächstenliebe verbunden sind, die dem Nächsten keinen Schaden zufügt sondern wieder gutmacht, was an Schaden angerichtet wurde will Jehova von uns sehen!

 

10.2.3.5       Sündenbekenntnis aus dem richtigen Motiv heraus kann zur Reinigung von Ungerechtigkeit führen!

Verfehlung, Erkenntnis der Verfehlung, Bekennen und Wiedergutmachung sind alles Schritte hin zur Sündenvergebung! All dies ist mit Gottes und Jesu Geboten untrennbar  verbunden. Der Apostel Johannes erklärt den Zusammenhang von Sünde und Vergebung weiter in die Tiefe, indem er falsche Gedankengänge aufdeckt:

 

 *** Rbi8  1. Johannes 1:8 - 2:6 ***

Wenn wir erklären: „Wir haben keine Sünde“, führen wir uns selbst irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. 10 Wenn wir erklären: „Wir haben nicht gesündigt“, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

2 Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. 2 Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. 3 Und dadurch wissen wir, daß wir ihn kennengelernt haben, nämlich wenn wir fortfahren, seine Gebote zu halten. 4 Wer sagt: „Ich habe ihn kennengelernt“ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. 5 Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind. 6 Wer sagt, er bleibe in Gemeinschaft mit ihm, ist verpflichtet, selbst auch weiterhin so zu wandeln, wie jener wandelte.

 

Plenarsaa der UNO, des siebenköpfigen "wilden Tieres"Erkenntnis von Sünde, Reue darüber, Werke der Reue und Wiedergutmachung und Sündopfer sind miteinander zu einer Einheit verbunden! Das Sündopfer seines vollkommen sündenlosen Blutes  wurde durch Jesus gegenüber Jehova ein für alle Mal erbracht! Mit Jesus haben wir beim Vater einen Helfer für uns, einen Fürbitter! Keine der Nationen oder Religionen kann uns am Tag des Gerichtes Gottes retten! Vorab aber müssen wir mit unserem Bruder Frieden schaffen, sonst halten wir ja Jesu Gebot diesbezüglich nicht und wir sind Lügner! Wer seinen Bruder fortgesetzt hasst, indem er ihm Schaden zufügt, der kann Gott nicht lieben und strauchelt und bringt andere zum Straucheln! (Mat 5:29, 30; 13:41, 42)

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:9-11 ***

Wer sagt, er sei im Licht, und haßt doch seinen Bruder, der ist bis jetzt noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und in seinem Fall gibt es keine Ursache zum Straucheln. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis, und er weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat.

 

Wir dürfen nicht blind sein, indem wir der Finsternis religiöser Belehrung mehr Glauben schenken, als den deutlichen Worten Jesu und der Apostel! Jeder von uns muss Unrecht wieder in Ordnung bringen! Der letzte Sühnetag vor dem Gerichtstag [B2] bietet eine letzte Möglichkeit!

 

*** Rbi8  1. Johannes 3:15 ***

Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Totschläger, und ihr wißt, daß kein Totschläger ewiges Leben bleibend in sich hat.

 

Der jährliche besondere Anlass des Sühnetags ermöglicht es das gute Verhältnis zu Gott wiederum herzustellen!  Dies sollten wir umso mehr vor dem herannahenden Gerichtstag bedenken!

 

Nach Harmagedons Endschlacht [B3] ist der letzte Sühnetag im neuen System dazu hergerichtet, um unser vollkommen reines Gewand zum darauf folgenden Erntefest anzuziehen. Gott hat doch en Sühnetag spezifisch dazu eingerichtet, um durch Jesu Blut nochmals eine Reinigung zu erzielen! (Mat 22:11-14)

 

 

10.2.4        Der Bock als Sündopfer und der „Bock für Asasel

 

10.2.4.1       Der Ablauf der Amtshandlungen Aarons am Sühnetag

Im GESETZ hatte Jehova einen exakten Ablauf der Handlungen des Hohepriesters und der Priester vorgesehen! Wir müssen aus der Symbolik lernen, was die Handlungen für uns als Christen für eine Bedeutung haben. Welcher Teil ist geblieben und was wurde durch Jesus als Hohepriester weggetan?

 

Aarons Heiligung des Räucheraltars am SühnetagDie Heiligung des Räucheraltars, der im Heiligen unmittelbar vor dem zweiten Vorhang aufgestellt war, diese sollte durch den Hohepriester ebenfalls nur einmal im Jahr am Sühnetag, mittels etwas des Blutes des Sühnesündopfer erfolgen! Jesus steht heute an der Stelle des Hohepriesters Aaron! Der Räucheraltar stand vor dem Vorhang, im irdischen Heilligen und das darauf dargebrachte Räucherwerk bedeutet die Darbringen der „Gebete der Heiligen“, aller Christen (Off 5:8).

 

Das jährliche Opfer am Sühnetag war für Jehova zur Heiligung des Räucheraltars von hoher Wichtigkeit! Durch unreine Gebete wird der Räucheraltar verunreinigt!

 

*** Rbi8  2. Mose 30:10 ***

Und Aaron soll an dessen [[(des Räucheraltars)]] Hörnern einmal im Jahr Sühne leisten. Mit etwas Blut vom Sühnesündopfer wird er dafür einmal im Jahr durch eure Generationen hindurch Sühne leisten. Hochheilig ist er für Jehova.“

 

An der Wichtigkeit der Heiligkeit des Räucheraltars als Symbol hat sich nichts geändert! Wie damals, so sind auch heute die Gebete zu Jehova die direkte Verbindung zwischen Gott und Mensch! Jesus ist als Hoherpriester einziger Mittler zu Gott. Wir bringen diese Gebete in unserem eigenen „Tempel des Leibes“ „mit Geist und Wahrheit“ dar! Jesus hatte der Samaritanerin am Brunnen von Sychar erklärt, dass keine steinernen Tempel mehr dazu benötigt würden, sondern der Vater Menschen sucht, die ihn von Herzen suchen und „mit Geist und Wahrheit“ anbeten! (Joh 4:20-25)

 

10.2.4.2       Falsche Art von Gebeten und Missbrauch des Räucheraltars führen zu Gottes Zorn

Auch wir selbst können diesen geistigen „Räucheraltar“ in falscher Form benutzen, indem unsere Gebete nicht exakt den Normen Gottes entsprechen, wir es an gewissen Respekt fehlen lassen oder Dinge in unsere Gebete mit einbeziehen, die Gott nicht wohlgefällig sind! Am Sühnetag leistet Jesus für uns aufgrund unserer Einsicht und unserer Bitten Sühne, damit unsere Gebete wiederum von Gott erhört werden können!

 

1986 in Asisi vereinigten sich die Religionen der Erde zum ersten Mal in AsisiNach 1986, als in Assisi am 27. Oktober anlässlich des Friedensjahres der UNO so viel unerlaubtes Räucherwerk der Un-„heiligen“ Christen, mit jeder Art heidnischen Ritualen vermischt, dargebracht worden war, musste eine ganz spezifische „Heiligung“ erfolgen, bevor darauf wiederum Gott angenehmes Räucherwerk seitens jener dargebracht werden durfte, die sich nicht verunreinigt hatten. „Das Räucherwerk stellt die Gebete der Heiligen“ dar, somit von Christen, die sich in der Taufe geheiligt haben. Johannes sieht in einer Vision im Jahre 96 u.Z., was in unseren Tagen geschehen würde:

 

*** Rbi8  Offenbarung 8:3-6 ***

Und ein anderer Engel, der ein goldenes Räuchergefäß hatte, kam und stellte sich an den Altar; und sehr viel Räucherwerk wurde ihm gegeben, damit er es mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron war. 4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg aus der Hand des Engels mit den Gebeten der Heiligen vor Gott empor. 5 Doch sogleich nahm der Engel das Räuchergefäß, und er füllte es mit etwas vom Feuer des Altars und schleuderte es zur Erde. Und es entstanden Donner und Stimmen und Blitze und ein Erdbeben. 6 Und die sieben Engel mit den sieben Trompeten machten sich zum Blasen bereit.

 

Der Beginn der Endzeit, welche innerhalb einer Generation in Harmagedon zu ihrem Ende kommt hat somit einen klar umschriebenen Beginn: Das Räucherwerk war damals mittels des goldenen Räucherfasses [Aa] durch Jesus als Hohepriester hinter den Vorhang vor Jehova im Himmel dargebracht worden, und hatte dazu geführt, dass jener „starke Engel“, Michael der Erzengel das Räucherfass zur Erde schleuderte und die Engel mit den sieben Trompeten sich zum Blasen bereit machten! Das Hochheilige war bewusst und willentlich verunreinigt worden! [Fa, Aa](Jes 1:13; Off 8:3-6).

 

Die nachstehende Tabelle zeigt, dass das Zusammenkommen der Religionsführer am 26. Oktober 1986 dem 24.Tischri im jüdischen Jahr 5747 entsprach: Keinem von Jehova gebotenen Tag des Festes! Unerlaubtes Räucherwerk zur Unzeit, denn der Jom Kippur, der Sühnetag der Juden und wahren Christen war am 13. Oktober, zwei Wochen zuvor gewesen. Keiner der Anwesenden in Assisi hatte sich gereinigt aber alle behaupteten von sich ohne Sünde zu sein: „Wenn wir erklären: ‚Wir haben keine Sünde‘, führen wir uns selbst irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. …  Wer sagt: ‚Ich habe ihn kennengelernt‘ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem.“

 

Kaluach 3: Der Kalender im Internet, der jedes Datom vor und rückwärts gemäss exakten Regeln berechnet
 

Die „Zeit des Endes“ nahm durch unerlaubte Gebete seitens jener, die Gott zu vertreten behaupten, ihren Anfang! Seither sind die Engel daran Trompete um Trompete zu blasen bis a Ende des Blasens der siebten Trompete Jesus das vollkommen gereinigte „Königreich der (neuen) Himmel“ übergibt, und der Vater „allen alles ist“! Die „alten Himmel“ sind vergangen (1.Kor 15:24; Off 20:1-5).

 

10.2.4.3       Das Los über zwei fehlerfreien Ziegenböcken: Der Sündopferbock „für Jehova“ und der „Bock für Asasel“ für das Volk

Für den jährlichen Sühnetag mussten neben einem jungen Stier und einem Widder zwei fehlerlose junge Ziegenböckchen von der Gemeinde der Söhne Israels dem Hohepriester bereitgestellt werden, als Sündopfer für unbewusste, unwillentliche Vergehungen gegen Gottes Gebote. Aaron musste nachdem er sich selbst gebadet hatte mit dem langen leinenen Gewand bekleidet sein und Schärpe und Turban tragen! (3.Mo 16:3, 4)

 

*** Rbi8  3. Mose 16:5 ***

Und von der Gemeinde der Söhne Israels sollte er zwei Ziegenböckchen für ein Sündopfer und einen Widder für ein Brandopfer nehmen.

 

Beide Ziegenböckchen  dienten einem Sündopfer! Zuerst musste Aaron für sich und sein Haus Levi den Sündopferstier schlachten, zubereiten und darbringen. Dadurch kamen die Priester und Leviten vor Jehova wiederum in einen heiligen Stand, für deren Sünden wurde Sühne geleistet. (3.Mo 16:6, 7, 11)

 

Die beiden Ziegenböckchen die für ein Sündopfer bereitet werden mussten erfuhren aber eine ganz spezielle Behandlung, die von den sonst üblichen täglichen Opfern oder jenen zu den Festzeiten beträchtlich abweichen! Jehova gebot Mose das folgende Verfahren:

 

Der Bock für Asasel *** Rbi8  3. Mose 16:8-10 ***

Und Aaron soll über die beiden Böcke Lose ziehen, das eine Los für Jehova und das andere Los für Asasel. 9 Und Aaron soll den Bock, über den das Los für Jehova heraufkam, darbringen, und er soll ihn zu einem Sündopfer machen. 10 Der Bock aber, über den das Los für Asasel [[(bedeutet: „Ziege die verschwindet“)]] heraufkam, sollte lebend vor Jehova gestellt werden, damit man für ihn Sühne leistet, um ihn für Asasel in die Wildnis wegzusenden.

 

Durch das Los musste ein Bock „für Jehova“ und der andere „für Asasel“ bestimmt werden. Das hebräische Wort ’asa’sél im massoretischen Text, das für das transliterierte deutsche Wort Asasel steht, bedeutet „Ziegen(bock), der verschwindet“. Die Grundbedeutung von asa  ist „Ziege“, von selverschwinden“. Viermal wird der Begriff Asasel erwähnt und steht jedesmal in Verbindung mit dem Sühnetag (3.Mo 16:8, 10, 26).

 

Durch Veränderung von zwei Konsonanten würden die Wörter eine andere Bedeutung erhalten, die „stärke Gottes“ bedeuten würde. Die lateinische Vulgata Übersetzung gibt das Wort mit „caper emissarius“ wieder, was „der zu entlassende Bock“ bedeutet. Auch die griechische Septuaginta Übersetzung verwendet einen weiteren, abweichenden Ausdruck, „der Unheil abwendet“ bedeutet.

 

Nach dem Sündopferstier für das Haus Levis wurde zuerst der Bock „für Jehova“ geschlachtet.

 

10.2.4.4       Der Sündopferbock für das Volk und der „Bock für Asasel

Die blutigen Tieropfer die als Sündopfer dargebracht wurden sollten Israel daran erinnern, dass Sünde mit Tod verbunden ist und zur Sühnung der Sünde Blut vergossen werden musste! Wie Paulus erklärte hatte, vermochte das Blut von Ziegenböcken und Stieren die Sünden aber nicht vollkommen zu löschen. Dazu war mehr erforderlich! Wir haben den Text bereits weiter oben gelesen im Hinblick auf ein neues „Zelt“ und eine neue Priesterschaft, nun kommt die Betrachtung von einem anderen Gesichtspunkt aus, jener des ganz besonderen Opfers, das durch den „Bock für Asasel“ (heb: עזאזל (‘ăzā’zel)) steht:

 

*** Rbi8  Hebräer 9:11-14 ***

Als jedoch Christus als Hoherpriester der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben, durch das größere und vollkommenere Zelt [[(die Christenversammlung und der neue Hohepriester; „eine neue Schöpfung“, durch vollkommene Sündensühnung (2.Kor 5:17-19))]], das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 begab er sich, nein, nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte eine ewige Befreiung [[(vom „Fluch“ auf bisherige Sünden)]] [für uns]. 13 Denn wenn das Blut von Ziegenböcken und von Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf diejenigen gesprengt, die verunreinigt worden sind, in dem Maße heiligt, daß das Fleisch rein wird [[(nicht der „Fluch“ wird gelöscht!)]], 14 wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst darbringen können?

 

Beachten wir, dass das Blut der Sündopfer allein „das Fleisch rein“ macht! Wir aber benötigen Auslöschung des „Fluches“, der himmlischen Urteile aufgrund von Sünde, die ein anderes, höheres Opfer erforderte! Jahr für Jahr erinnerte der „Bock Asasel“ an eine höhere notwendige Befreiung bis der kam, der durch seinen Tod Sünden  vollkommen „wegzutragen“, sie zu löschen vermochte! In der Auferstehung müssen Juden die vor und nach Jesu Tod starben dies erst noch durch ihre Taufe beweisen!

 

Jesu eigenes Blut steht somit an der Stelle des „Blutes von Ziegenböcken und Stieren“, welche das fleischliche Israel reinigten, zumindest das Fleisch reinigte. Jesu Blut dagegen dient der Reinigung jener, die besprengt werden, weil sie am Gewissen verunreinigt waren! Das Gewissen wird „von toten Werken“, oder von Werken die dem Tode dienten gereinigt, um nun, nach unserer Taufe Gott heiligen Dienst darzubringen! Der „Fluch“ wird symbolisch „an den Stamm geheftet“. Alle Christen sind seit Jesu Tod zu diesem priesterlichen Dienst aufgefordert! Wie Asasel nur am Sühnetag die Sünden des Volkes wegtrug, so auch das Blut des Christus uns jährlich erneut von Sündenlast befreit, „die nicht den Tod verdient“. Johannes schrieb diesbezüglich:

 

Die erste Todsünde (1. Johannes 5:16, 17)  Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

 

Eine schwerste Sünde wie die „Verfluchung Gottes“, wie sie Jesus vom Hohepriester im nächtlichen Prozess vorgeworfen wurde, um ihn unschuldig zu Tode zu bringen, war eine Lüge. Dies, weil der Christus frei eingestand Gottes ausgesandter Sohn zu sein, was der Wahrheit entsprach, was Leben bedeutet. Eine wirkliche Verfluchung oder wissentliche Verneinung Gottes und dessen Stellung hat jedoch keine Vergebung bei Jehova!

 

Das war der Höhepunkt, wo der Hohepriester Levi sein eigenes Urteil über sich, die Leviten („Gomer“) und das Volk „Lo-Ruhama“ sprach: „Da sprach der Hohepriester zu ihm: ‚Bei dem lebendigen Gott stelle ich dich unter Eid, uns zu sagen, ob du der Christus, der Sohn Gottes, bist!‘ Jesus sprach zu ihm: ‚Du selbst hast [es] gesagt. Doch ich sage euch: Von jetzt an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.‘ Da zerriß der Hohepriester seine äußeren Kleider und sprach: „Er hat gelästert! Wozu brauchen wir weiter Zeugen? Seht! Jetzt habt ihr die Lästerung gehört. Was ist eure Meinung?“ Sie entgegneten ihm: ‚Er ist des Todes schuldig.‘ “ (Mat 26:63-66) Der gesamte versammelte nächtliche Rat aus Oberpriestern stimmte seiner Verurteilung wegen Gotteslästerung zu.

 

DAS GESETZ: Die zehn Gebote GottesAlle Menschen sündigen, da ist keiner wirklich frei von Sünde, der seinen Bruder loskaufen könnte. Jehova selbst musste für dieses vollkommene Opfer sorgen, damit der andere Ziegenbock gleichsam mit den Sünden des Volkes beladen, wie „Asasel“ in die Wildnis weggesandt werden konnte.

 

(Römer 5:18, 19)  Wie es also durch eine Verfehlung zur Verurteilung für Menschen von allen Arten kam, so kommt es auch durch einen Akt der Rechtfertigung für Menschen von allen Arten zu deren Gerechtsprechung zum Leben. 19 Denn so, wie durch den Ungehorsam des einen Menschen viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen viele zu Gerechten gemacht werden.

 

Asasel“ trug die Sünden des Volkes hinweg, Jesus aber nahm sie auf sich und starb „für die vielen“, welche dies anerkannten und die er dadurch rettete.

 

Jesus war von Johannes dem Täufer als „Lamm“ angekündigt worden, das „die Sünden der Welt“ auf sich laden würde. Dies war der von Moses angekündete „Prophet gleich mir“ und wer ihn annahm und Glaube mit Werken verbunden in ihn setzte, der erfüllte dadurch das im GESETZ Mose, im Bund von Moab verankerte „GESETZ des Glaubens“ dadurch, dass er nun das „GESETZ des Christus“ oder das „GESETZ des Geistes“ erfüllte.

 

*** Rbi8  Johannes 1:29 ***

Am nächsten Tag sah er [[Johannes der Täufer]] Jesus auf sich zukommen, und er sprach: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!

 

Wir alle sind im Vergleich „Böcke“, die nicht auf Gott und Jesus hören! Aufgrund des durch Jesus bezahlten Preises – er war ein vollkommenes „Schaf“ – wurde aber zum „Sündenbock“ für uns gemacht, er nahm dadurch unsere eigenen Sünden auf sich! Er starb, obwohl er ohne Sünde war wie ein gemeiner, gesetzloser Verbrecher am Stamm!

 

*** Rbi8  Römer 3:21-24 ***

Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz [[(ohne blutige Tier-Gesetzeswerke)]] offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied [[(zwischen Juden und Heiden)]]. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld.

 

Mit Jesus wurde das Opferzeremoniell statt am Sühnetag am Tag des Abendmahls, des 14.Nisan auf seinen Höhepunkt und zur höchsten Erfüllung gebracht! Statt aus Ägypten auszuziehen, wo dessen Erstgeburt zuvor starb, wurde der „Bund mit Levi“, die anstelle Israels Erstgeburt stand vor Gott entfernt: Der wahre „Sündenbock“. Es wurde zu einer einmaligen Gerechtsprechung aller, die an jenes Opfer glauben ausüben würden! Gott tat dies während wir alle Sünder waren aus „unverdienter Güte“ heraus! Jesu neue Priesterschaft, vorab die Apostel, konnten in Zukunft die heiligen Handlungen an den göttlich verordneten Feiertagen ohne blutige Tieropfer und ohne Ritualhandlungen ausführen, indem sie das Volk belehrten und richteten. „Treue Sklaven“ Jesu würden dies bis zum Abschluss des Systems so weiterführen.

 

Jesus erklärt in Matthäus Kapitel 25 was am kommenden Gerichtstag mit denen geschieht, die Zucht ablehnten und lieblos handelten. Er stellt seine „Schafe“ die auf ihn hörten und Werke der Nächstenliebe aufweisen auf die rechte Seite, bereit zum „ewigen Leben“ die „Böcke“ dagegen, die es ablehnten sein Gebot anzunehmen auf die linke Seite, zur „ewigen Abschneidung von den Lebenden“. Zurechtweisungen von Sündern dienen daher dem wahren Leben! (1.Kor 11:32)

 

Der gute Hirte, der die Schafe am Gerichtstag von den Böcken trennt*** Rbi8  Matthäus 25:31-33 ***

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

 

Die Urteilsvollstreckung aber erfolgt nicht gleichzeitig, so wie der „Bock für Asasel“ in die Wildnis hinausgeführt wurde, so werden die „Böcke“ aus Jesu Bereich des geistigen Tempels entfernt, als „Tote“ markiert! (1.Kor 11:30) Jesus zeigt im Vers 46 warum diese Böcke für das ewige Leben ungeeignet sind:

 

*** Rbi8  Matthäus 25:45-46 ***

Dann wird er ihnen antworten und sagen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan.‘ 46 Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

 

Fehlende Nächstenliebe zeigt fehlende Liebe zu Jesus! Ob die Vernichtung hin in die „ewige Abschneidung“ exakt an einem Sühnetag sein wird oder zu einem anderen Zeitpunkt muss sich erst erweisen. Das Ende der 1260- [B2] und 1290-Tagefrist [B3] von Daniel enden beide am 30. Des Monats Ab, was 45 Tage vor dem Ende der Frist von 1335 Tagen [B4] liegt. Unterscheiden wir „Zeiten und Zeitabschnitte“, was mit was in Verbindung steht! Ohne Sabbate, Neumonde und Festzeiten zu kennen und zu halten ist dies unmöglich (Da 12:11, 12). Die Wichtigkeit der Neumondfeste, die wir zu Beginn noch nicht voll erkannt hatten zeigt sich in der Grafik zum Endzeitablauf mittels dieser Richtigstellungen. Nur so sind die Start- und Endpunkte der „Zeiten und Zeitabschnitte“ rechnerisch exakt!

 

Korrekturen betreffend "Zeiten und Zeitabschnitte" betreffend des 1.der Monate
  

10.2.4.5       Warum fiel Jehovas Wahl auf Jesus?

Das Los steht für einen Entscheid, der nicht beim Menschen, sondern bei Gott liegt! Der Hohepriester konnte somit den Entscheid nicht selbst fällen, welches der beiden Tiere geopfert würde und welches weggesandt werden soll! Im Falle Jesus schrie das Volk sogar, dass Barabbas, der Räuber freigelassen werden sollte. Gottes Gerechtigkeit wurde durch Gesetzlose offenbar gemacht!

 

Jesus blieb unter Anfeindungen, Schlägen und gar dem Tod als Gesertzesbrecher Gott treuEs gab kein GESETZ, nach welchem Jesu des Todes schuldig war, wie selbst der nicht unter mosaischem GESETZ stehende Pilatus feststellen musste (Joh 18:38-40).

 

Genau zu diesem Zweck, um das geschriebene Wort zu erfüllen, war Jesus zur Erde gesandt worden! Nur ein vollkommener Sohn Gottes konnte ein ebenbürtiges Opfer darbringen, das keinerlei Makel aufweisen würde und dessen Blut selbst ins innerste des Himmels getragen werden durfte, um Sühne zu leisten!

 

Mit Jesu makellosem Opfertod kam das Ende aller blutigen Opfer, auch jener Opfer am Sühnetag, weil Jesu einmalig vergossenes Blut auch auf künftige Sünden a, Yom Kippur Anwendung findet! Er selbst „trug unsere Sünden an den Stamm hinauf“. Petrus erklärt uns weitere Zusammenhänge, inwiefern jeder von uns dem Christus in dessen Fussstapfen genau nachfolgen sollen:

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:21-24 ***

In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt. 22 Er beging keine Sünde, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden. 23 Als er beschimpft wurde, gab er nicht schimpfend zurück. Als er litt, begann er nicht zu drohen, sondern übergab sich weiterhin dem, der gerecht richtet. 24 Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und „durch seine Striemen wurdet ihr geheilt“.

 

Christen sollen weder Trug noch Sünde vollbringen! Sie ergeben sich wie Jesus, wo die Gesetzlosigkeit anderer über sie die Herrschaft übernimmt ohne selbst gesetzlos zu handeln! Sie wissen wie Jesus, dass im Endgericht Gott der letzte Richter sein wird, dem sie sich übergeben. Als vom Vater eingesetzter Richter der Toten und Lebenden wird Jesus auch künftige Fehler nach der Taufe durch sein Blut am Sühnetag für uns sühnen! Als er gegeisselt wurde galten die Striemen in Wirklichkeit uns!

 

10.2.4.6       Befreiung des Bockes für Asasel gilt uns, die wir an Christus glauben

Paulus zeigt im oben erwähnten Text an die Hebräer 9:11-14 zudem, dass Jesus symbolisch als „Sündenbock“ geopfert wurde, um für all jene, die dieses Opfer annehmen, „eine ewige Befreiung“ zu erreichen. Der zweite Ziegenbock „für Asasel“, der in die Wildnis freigelassen wurde, stellt somit zudem jene Juden dann all jene Heiden dar, die diese Befreiung durch das Loskaufsopfer Jesu nicht annehmen und Gott keinen Dank zollen! Sie selbst werden am Gerichtstag den Preis für Sünde bezahlen.

 

Der zweite Bück am Sühnetag, Asasel musste mit den Sünden beladen in die Wildnis weggeführt werdenChristus selbst stellt somit jenen „Bock“ dar, auf den schlussendlich „das Los“ für Jehova heraufkam, der für uns zum „Sündopfer“ wurde. Er leistete Sühne für den anderen „Bock“, den während des levitischen Bundes „das Los für Asasel“ traf, damit jener andere lebend vor Jehova frei weggesandt werden konnte! Die Sünden verschwanden damit für ewig.

 

*** Rbi8  3. Mose 16:9-10 ***

Und Aaron [[(symbolisch für den „Bund mit Levi“)]] soll den Bock, über den das Los für Jehova heraufkam, darbringen, und er soll ihn zu einem Sündopfer machen. 10 Der Bock aber, über den das Los für Asasel heraufkam, sollte lebend vor Jehova gestellt werden, damit man für ihn Sühne leistet, um ihn für Asasel [[(zum Wegtragen des ungetilgten „Fluches“ auf Sünde)]] in die Wildnis wegzusenden.

 

In der Endzeit kommt dem eine weitere Bedeutung zu, da Christen das unreine System der Religionen wirklich in Richtung der „Wildnis“ verlassen, wie Jehova sie durch Jesus deutlich auffordert! Wie Johannes predigen sie auch in der „Wildnis“ dieses ungerechten Systems weiterhin das Wort Gottes und Seine Gerechtigkeit mit Mut! Das heutige, gegenbildliche „Jerusalem“ der christlicher Führer, „die grosse Stadt“ ist für uns als „Babylon die Grosse“ keine Heimat! Wie Paulus es beschreibt ziehen wir es vor, mit Jesus ausserhalb der Stadt zu leiden, die in geistigem Sinne „Sodom und Ägypten (ist), wo auch ihr Herr an den Pfahl gebracht wurde“ (Mat  11:7-13; 24:25; Joh 3:14; Off 11:8; 12:6).

 

 

10.2.5        Mit Jesus als Hoherpriester kam ein Wechsel im Priesteramt: Statt erbliche Priesterschaft Berufung und schlussendliche Auserwählung

 

10.2.5.1       Berufung und Auswahl

Während die Söhne des Hohepriesters Aarons aufgrund von Erbfolge automatisch zu Priestern wurden, sofern sie ohne körperliche Gebrechen waren, sind die geistigen Söhne Jesu zufolge geistige Unversehrtheit zu Priesterschaft berufen! Sie müssen sich dessen bewusst werden und auch entsprechend der Berufung handeln! Es ist bestimmt nicht so, wie dies die Katholische Kirche seit fast zwei Jahrtausenden praktiziert, dass ein Bischof die Priester einzusetzen hätte und dies durch ein spezielles Zeremoniell begleitet würde. Wäre dies der Fall, so wären die Apostel nicht Priester, weil in der Bibel an keiner Stelle ein Zeremoniell erwähnt wird! Wir sollten also gegenüber Aussagen von Kirchenvertretern skeptisch sein und die ganze Bibel gut kennen, um nicht in ihre verführerischen Aussagen verwickelt zu werden!

 

Erst nach seinem Tod und der Erhöhung hauchte Jesus seine Apostel an und verlieh ihnen „heiligen Geist“ und neue, spezifische Kräfte, die es ihnen ermöglichte selbst Tote aufzuerwecken vor allem aber geistig durch Sünden „Toten“ auch im Himmel bindend Sünden zu vergeben! Dies zeigte Jesus schon zuvor gegenüber Petrus, als er ihm die drei symbolischen Schlüssel übergab (Mat 16:19) Diese Fähigkeit wurde aber sonst niemanden ausser den Aposteln gegeben! Auch jenen nicht, denen die Apostel die Hände später auflegten wie Titus, Timotheus, Barnabas usw., jene konnten keine Toten aufwecken! Erst im kommenden System werden auch die Auserwählten 144.000 Priesterkönige davon profitieren!

 

Jesus zeigt seine Hände und seine Seite dem unglüubigen Thomas*** Rbi8  Johannes 20:20-23 ***

Und nachdem er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und auch seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. 21 Jesus sagte nun wieder zu ihnen: Friede sei mit euch! So, wie mich der Vater ausgesandt hat, so sende auch ich euch. 22 Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: „Empfangt heiligen Geist. 23 Wenn ihr irgendwelchen Personen die Sünden vergebt, so sind sie ihnen vergeben; wenn ihr die von irgendwelchen Personen behaltet, so sind sie behalten.“

 

Nur die Apostel hatten somit die Macht erhalten Sünden dauerhaft zu vergeben und Sünden zu behalten! Das war nicht übertragbar auf ihre Nachfolger! Die Sündenvergebung am Sühnetag erfolgt durch den Hohepriester Jesus, der als „Haupt“ jedes Mannes direkt handelt!

 

Paulus gab für das Versammeln eine klare und unmissverständliche Richtlinie. Ein Mann steht der Familie vor und ein Mann sollte auch der Gruppe und Versammlung vorstehen. Wo dies nicht möglich ist, weil kein fähiger getaufter männlicher Christ da ist, wird eine Frau die Anweisung des Paulus respektieren und ihrer Familie oder Gruppe dadurch vorstehen, dass sie ihr Haupt aus Respekt vor dem Mann bedeckt hält!

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:2-10 ***

Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott. 4 Jeder Mann, der betet oder prophezeit und dabei etwas auf seinem Haupt hat, macht seinem Haupt Schande; 5 jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder prophezeit, macht ihrem Haupt Schande, denn es ist ein und dasselbe, als wäre sie eine [Frau] mit kahlgeschorenem Haupt. 6 Denn wenn sich eine Frau nicht bedeckt, so möge sie auch geschoren werden; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, geschoren oder kahlgeschoren zu sein, so möge sie sich bedecken.

7 Denn ein Mann sollte sein Haupt nicht bedeckt haben, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit. 8 Denn der Mann ist nicht aus der Frau, sondern die Frau aus dem Mann; 9 und überdies ist der Mann nicht um der Frau willen erschaffen worden, sondern die Frau um des Mannes willen. 10 Deshalb sollte die Frau um der Engel [[gr. aggelos = Bote, Vorsteher]] willen ein Zeichen der Befugnis auf ihrem Haupt haben.

 

Jesus inmitten der sieben Leuchter, den Versammlungen mit den sieben "Sternen", den Ältesten in seiner HandJesus zeigte zudem, dass er jeden Vorsteher einer Versammlung direkt in seiner Hand hält! Jeder Vorsteher gleicht einem „Stern“. Jesus erklärte durch Johannes dieses heilige Geheimnis!

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[gr.: aggelos = Boten, Vorsteher]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Da das Wort Gottes „heiliger Geist“ bedeutet, sind Vorsteher, die sich wirklich an Gottes Wort halten durch das geschrieben Wort ermächtigt die Angelegenheiten der Versammlung zu lenken, um alles ordentlich geschehen zu lassen! Paulus erklärt: „Laßt aber alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen.“ (1.Kor 14:40) Sie benötigen niemanden der sie dazu ermächtigt oder einsetzt! Jesus hält die Ältesten direkt in seiner Hand und leitet sie durch sein in den Schriften aufgezeichnetes Wort!

 

Der Befehl „Babylon die Grosse“ zu verlassen wurden Christen gegeben, welche bereits seit dem ersten Jahrhundert in religiösen Strukturen gefangen wurden, von Personen, welche das Wort Gottes um Gewinnes willen und um Macht und Ansehen zu erlangen verdrehten! Jesus erwähnt in der Offenbarung die „Nikolaus-Sekte“ zwei Mal (Off 18:4)

 

*** Rbi8  1. Timotheus 6:3-5 ***

Wenn jemand eine andere Lehre lehrt und den gesunden Worten, denen unseres Herrn Jesus Christus, und der Lehre, die der Gottergebenheit entspricht, nicht zustimmt, 4 so ist er [vor Stolz] aufgeblasen und versteht nichts, sondern ist wegen Streitfragen und Debatten über Worte geistig krank. Aus diesen Dingen entspringen Neid, Streit, Lästerreden, böse Verdächtigungen, 5 heftige Wortwechsel um Kleinigkeiten von seiten der Menschen, die verderbten Sinnes und der Wahrheit beraubt sind und denken, Gottergebenheit sei ein Mittel zum Gewinn.

 

Wir wollen den gesunden Worten Jesu und des Paulus nicht widersprechen! Deutlich hatte Jesus davor gewarnt, dass Menschen „den Sklaven eines anderen Herrn“ beurteilen würden, der doch alleine seinem eigenen Herrn Rechenschaft schuldig sei! (Mat 10:24, 25; Mat 24:45-51; Rö 14:4) „Diese Leute werden aber dem Rechenschaft ablegen, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu richten.“ (1.Pe 4:5)

 

(Römer 14:4)  Wer bist du, daß du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. In der Tat, er wird zum Stehen veranlaßt werden, denn Jehova [[Der Herr (Jesus; Richter der Lebenden und der Toten)]] kann veranlassen, daß er steht.

 

Denken wir hier an Jesu selbst, der vom Hohepriester und den Oberpriestern verurteilt wurde, von Jehova aber erhöht und jene anderen wurden ihrer Ämter enthoben!

 

Die Auswahl unter allen die berufen sind und die ihre Berufung annahmen erfolgt durch Jesus mittels der Apostel, die ja „die Söhne des Königreiches (der neuen Himmel)“ zu richten haben! Jesus wählt sich jene „Knechte“ aus, die „zur rechten Zeit“ die geistige Nahrung austeilten. Viele wurden berufen, nur 144.000 werden schlussendlich für das kommende System als Priesterkönige auserwählt! Die „ungetreuen Sklaven“ aber werden „in die Nacht hinausgeworfen“! (Mat 13:41-43; 19:28; Lu 13:28; Off 7:1-8)

 

10.2.5.2       Neue Priester, die am Darbringen des Sündopfers teilhaben!

Wie die Priester Israels vom Altar essen durften, so essen Christen sinnbildlich vom „Lamm Gottes“, das auf dem Altar für sie geschlachtet worden war. „Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm.“ (Joh 6:54-56) Sie haben dadurch am „Fleisch“ des Christus und an seinem „Blut“ beim Abendmahl sinnbildlich mittels Brot und Wein teil! Wir wollen die vielfältigen Verbindungen zwischen dem Passah und dem Sühnetag etwas näher betrachten!

 

Jesus erklärte gemäss Johannes Kapitel 14-17 wichtige Zusammenhänge nur den eld Aposteln nach dem AbendmahlDas Abendmahl wurde seit seiner Einführung am 14.Nisan des Jahres 1513 v.u.Z. im Familienkreis gefeiert und alle geistig durch die Taufe Beschnittenen nahmen daran teil, sowohl Männer, als Frauen und die minderjährigen Kinder, sowie mit der Familie Verbundene in reinem Zustand! Männliche Glieder der Hausgemeinschaft mussten gemäss dem Bund mit Abraham beschnitten sein.

 

Jesus feierte das letzte Abendmahl mit seinen geistigen Brüdern, den Aposteln! Nie sollte es eine öffentliche Grossveranstaltung werden, zu der irgendwelche unbeteiligte und gar unreine Personen Zutritt hätten! In Korinth kam dieser Brauch erstmals auf und Paulus rügte jene Vorsteher! (1.Kor 11:17-34)

 

Vom Sündopfer allerdings durften die aaronischen Priester nicht essen, es musste verbrannt werden, auch jene Sündopfer des Sühnetages. Es brauchte somit für fleischliche Juden einen ausserordentlichen Glauben in Jesu Worte, als er sie alle aufforderte sein „Fleisch zu essen“ und sein „Blut zu trinken“. Blut musste ja zudem auf den Erdboden ausgeschüttet werden, in ihm war das Leben und wer vom Blut ass, der musste laut GESETZ getötet werden. Ein scheinbarer Widerspruch:

 

*** Rbi8  3. Mose 7:26-27 ***

Und ihr sollt an irgendwelchen Orten, wo ihr wohnt, keinerlei Blut essen, weder von Vögeln noch von [anderen] Tieren. 27 Irgendeine Seele, die irgendwelches Blut ißt, diese Seele soll von ihrem Volk abgeschnitten werden.‘ “

 

Für viele Juden tönten die Worte Jesu wie eine Blasphemie gegen Gottes geschriebenes GESETZ! Sie verstanden die Symbolik hinter den Worten Jesu nicht und daher verliessen die meisten Jünger ihn in jener Situation. (3.Mo 4:20, 21; Joh 6:52-55, 66-69; 1.Kor 9:13; 10:18)

 

Priester durften von den Sündopfern essen, nicht aber von Ganzbrandopfern, die in Rauch aufgehen mussten! Das GESETZ betreffend des Fleisches des Sündopfers lautete für die Priester:

 

*** Rbi8  3. Mose 6:29-30 ***

Jede männliche Person unter den Priestern wird es essen. Es ist etwas Hochheiliges. 30 Kein Sündopfer aber, von dessen Blut etwas in das Zelt der Zusammenkunft hineingebracht wird, um an der heiligen Stätte Sühne zu leisten, soll gegessen werden. Es soll mit Feuer verbrannt werden.

 

Es galt somit Unterscheidungsvermögen zwischen Sündopfern deren Blut nicht „in das Zelt der Zusammenkunft“ gebracht wurde. Christus starb ausserhalb Jerusalems, in Golgatha: Er forderte aber Männer wie Frauen auf sein „Fleisch“ zu essen und sein „Blut“ zu trinken und er verband dies zum Opfer, das Sünden wegnimmt und zum Erlangen ewigen Lebens notwendig wäre!

 

*** Rbi8  Johannes 6:53-57 ***

Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben.

 

"Tut dies (nicht etwas vollkommen anderes*) zur Erinnerung an mich": 

Die scheinbar glaubwürdige Falle von Jehovas ZeugenJesus sprach zu einer grossen Volksmenge aus Juden, bestehend aus Männern und Frauen! Bedenken wir, dass diese Weigerung Jesu Worten Gehör zu schenken bis heute Nachahmer findet! Nahezu acht Million Zeugen Jehovas weigern sich an den Symbolen teilzuhaben, weil sie ihrem toten Führer Rutherford weit mehr Gehör schenken wie Jesus!

 

(Vergleiche E-Buch: Der falsche Prophet; Kapitel: 9.10.1  Ein folgeschwerer Irrtum das Abendmahl betreffend; 9.10.4  Die Abendmahlsfeier der Zeugen Jehovas)

 

Jehovas Zeugen feiern ihr Abendmahl an ihren eigens erwählten 14.Nisan, der z.B. den Veadar nicht berücksichtigt, in einer Form so wie die Korinther, welche Paulus dafür scharf zurechtwies! Lassen wir uns durch eine Show und zufolge von Lügen nicht ums ewige Leben bringen.

 

Paulus erklärte viele solcher Zusammenhänge und weist im Brief an die Hebräer auf solche kleinen aber wichtigen Unterschiede hin! Wir tun gut daran ihm die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken, weil nicht alles leicht zu verstehen ist, was er uns zu erklären versucht! (2.Pe 3:15, 16)

 

*** Rbi8  Hebräer 13:10-16 ***

Wir haben einen Altar [[(Jesu Opfer)]], von dem zu essen die, welche im Zelt heiligen Dienst verrichten [[(der aufgelöste „Bund mit Levi“, deren Priester)]], keine Befugnis haben. 11 Denn die Leiber jener Tiere, deren Blut vom Hohenpriester für [die] Sünde in die heilige Stätte getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt [[(vergl. 2.Mo 29:14)]]. 12 Deshalb hat auch Jesus, damit er mit seinem eigenen Blut das Volk heilige, außerhalb des Tores gelitten. 13 Laßt uns also zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und die Schmach, die er trug, tragen, 14 denn wir haben hier [[(in diesem System der Dinge)]] keine bleibende Stadt, sondern wir suchen ernstlich die künftige [[(das Herabkommen des „Jerusalem droben, unserer Mutter“)]]. 15 Durch ihn laßt uns Gott allezeit ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die eine öffentliche Erklärung für seinen Namen abgeben. 16 Überdies, vergeßt nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig.

 

Paulus erklärt den Hebräern und uns den direkten Zusammenhang zum Sühnetag, wo das Fleisch des Sündopferziegenbock „für Jehova“ und des Sündopferstier ausserhalb des Lagers verbrannt werden musste.

 

Der Sündopferstier wurde zuerst geschlachtet für die Sünde der Nachkommen Aarons*** Rbi8  3. Mose 16:27 ***

Indes wird er den Sündopferstier und den Bock des Sündopfers, deren beider Blut hineingebracht worden ist, um an der heiligen Stätte Sühne zu leisten, hinausschaffen lassen, außerhalb des Lagers; und man soll ihre Häute und ihr Fleisch und ihren Mist im Feuer verbrennen.

 

Christen suchen „die künftige Stadt“ (Symbol für Organisation), das „neue Jerusalem“ die bleibend vom Himmel herabkommende göttliche Verwaltung unter Jehovas Oberherrschaft [Bb] für die „neue Erde“! Diese ist erst nach Harmagedons Endschlacht [B3>] zu erwarten! Das Register all jener 144.000, die aus all jenen erwählt werden, die in der „Buchrolle des Lammes“ seit Abel eingetragen sind, wird erst dann offenbar gemacht, wenn Jesus sie auf dem Berg Zion, dem heutigen Tempelplatz der „grossen Volksmenge“ unter Jubel darstellt! (Off 14:1-4)

 

Nur der Hohepriester durfte am Sühnetag während der vorgeschriebenen Amtshandlungen alleine im Zelt der Zusammenkunft bleiben. Alle übrigen Priester mussten vor jenem Moment hinausgehen, wo er erstmals mit dem Blut des Sündopferstiers hineinging, um vorab Sühne für sich und die Priester zu leisten.

 

Als Jesus mit seinem kostbaren Blut im Himmel vor Jehova trat, von jenem Moment an waren keine aaronischen Priester mehr anwesend, weil sie mit Jesu Tod durch eine neue Priesterschaft ersetzt worden waren. Vorab leistete Jesus für die Sünden seiner geistigen Söhne, der Apostel Sühne.

 

*** Rbi8  3. Mose 16:17 ***

Und kein anderer Mensch sollte sich im Zelt der Zusammenkunft vorfinden von der Zeit an, da er hineingeht, um an der heiligen Stätte Sühne zu leisten, bis er herauskommt; und er soll zugunsten seiner selbst und zugunsten seines Hauses und zugunsten der ganzen Versammlung Israels Sühne leisten.

 

Wenn Paulus im Falle des Christus als Hoherpriester im Allerheiligsten des Himmels spricht, so kam er wie angekündigt lebend nach Teilen von drei Tagen bei seiner „Auferstehung im Fleische“ zu den Aposteln zurück! Inzwischen hatte er auch für das ganze Haus der neuen Priester, der Jünger und der Versammlung Israels die ihn anerkannte Sühne vor Gottes Thron mittels seines Blutes geleistet.

 

Paulus erwähnt zudem das neue Opfer, das Christen seit Jesu Tod am Sühnetag wohlgefällig vor Gott tragen, es ist das „Schlachtopfer der Lobpreisung“, indem sie allezeit „mit ihren Lippen eine öffentliche Erklärung für Gottes Namen“ abgeben.

 

10.2.5.3       Räucherwerk vor der Lade des Bundes bereitet ungefährdete Rückkehr Aarons ins Heilige

Bevor der Hohepriester das Allerheiligste betreten durfte musste er mit seinen beiden Händen voll wohlriechenden Räucherwerks vorab vor dem inneren Vorhang auf dem Räucheraltar, dann im goldenen Räucherfass ins innerste hinter den Vorhang treten, um nicht zu sterben!

 

Dieses Räucherwerk „bedeutet die Gebete der Heiligen“, diese Gebete mussten wirklich in einer reinen, für Jehova annehmbaren Form sein! Wenn wir an Jesu Gebet nach dem Abendmahl denken, das in Johannes Kapitel 17 für uns aufgezeichnet ist, so sehen wir reines „Räucherwerk“ in der exakten Mischung, die Jehova von Gebeten erwartet und verlangt!

 

Bis unmittelbar vor seinem Tod brachte Jesus Gebete unter Schmerzen und mit Seufzen seinem Vater dar! Sein letztes Gebet war mit der Bitte verbunden, dass sein Vater seinen Geist aufnehmen möge! (Lu 23:46) Moses musste für die Aaronische Priesterschaft aufzeichnen:

 

*** Rbi8  3. Mose 16:12-13 ***

Und er soll das Feuerbecken voll brennender Feuerkohlen vom Altar vor Jehova nehmen und seine beiden hohlen Hände voll feinen wohlriechenden Räucherwerks, und er soll sie innerhalb des Vorhangs bringen. 13 Auch soll er das Räucherwerk auf das Feuer vor Jehova legen, und die Wolke des Räucherwerks soll den Deckel der Lade überdecken, der auf dem ZEUGNIS ist, damit er nicht stirbt.

 

Jedes dieser Details hat eine Bedeutung! Wir vermögen uns dem Sinn nur anzunähern werden aber nach dem Tag des „Abendessens der Hochzeit des Lammes“ [BbB a] mit der Tätigkeit der Apostel als „Frau des Lammes“ und vom Thron her viel „lebendiges Wasser“ der Unterweisung erhalten! Bis dahin müssen wir uns mit jenen Erklärungen ein Bild machen, welche uns die Jünger in den Schriften hinterlassen haben!

 

10.2.5.4       Darbringung des Stieres und das Bespritzen des Blutes des Stieres  auf den Deckel der Bundeslade

Nachdem nun das innere des Zeltes mit wohlriechendem Räucherwerk gefüllt worden war durfte der aaronische Hohepriester mit etwas vom Blut des Stieres das Allerheiligste betreten, das Räucherfass bei ihm. Das Blut des Sündopferstiers war für dessen eigene Sünden!

 

Vom Blut des Sündopferstieres spritzte der Hohepriester am Sündetag zuerst auf den Sühnedeckel*** Rbi8  3. Mose 16:14 ***

Und er soll etwas von dem Blut des Stieres nehmen und es mit seinem Finger vor den Deckel hin spritzen, ostwärts, und er wird etwas von dem Blut mit seinem Finger siebenmal vor den Deckel spritzen.

 

Ostwärts war in Richtung des Eingangs und in Richtung des Sonnenaufgangs, von woher „die Könige vom Sonnenaufgang“, Jehova und Jesus zu erwarten sind (Off 16:12).

 

Sieben“ ist die symbolische Zahl göttlich festgelegter Vollständigkeit, den Vorsatz Gottes betreffend. Der goldene Sühnedeckel (hebr. kapporeth) ist ein Symbol des Bedeckens dessen, was in der Bundeslade als Zeugnis verwahrt wurde und hatte darüber zwei schirmende Cherube aus Gold, deren erhobene Flügel sich nahezu berührten. Ihr Angesicht neigte sich dem Deckel zu. Paulus erklärt weiter:

 

*** Rbi8  Hebräer 9:3-5 ***

Aber hinter dem zweiten Vorhang war das Zelt[abteil], das „das Allerheiligste“ genannt wird. 4 Dieses hatte ein goldenes Räucherfaß und die ringsum mit Gold überzogene Bundeslade, in der sich der goldene Krug mit dem Manna befand und der Stab Aarons, der gesproßt hatte, und die Tafeln des Bundes; 5 doch darüber waren die herrlichen Cherube, den Sühne[deckel] überschattend.

 

Später trat der Hohepriester wiederum ins Innere und spritzte nun auch noch das Blut des ersten „Sündenbocks“ auf den Sühnedeckel, auf den die Wahl durch das Los „für Jehova“ gefallen war.

 

Dieser Sühnedeckel auf der Lade mit den zehn Geboten als Symbol aller GESETZE und richterlichen Entscheidungen, dem Stab der Macht den Moses und Aaron benutzen und der die Machtbefugnis des Stammes Levi bestätigt hatte, als dieser in der Probe über Nacht blühte und reife Mandeln zeigte: Mittels dieses Stabes waren Gottes Wunderwerke an Israel  bewirkt worden. Zudem befand sich in der Lade der goldene Krug mit dem Manna, des Brotes der Unterweisung, der auf Jesu geistige Nahrung, das „lebendige Manna“, „das vom Himmel herab kam“ hinwies „Unsere Vorväter aßen das Manna in der Wildnis, so wie geschrieben steht: ‚Er gab ihnen Brot aus dem Himmel zu essen.‘ “ Demzufolge sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Moses gab euch das Brot vom Himmel, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot Gottes ist der, der vom Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.“ (Joh 6:31-33).

 

All dies hatte am Sühnetag eine ganz spezielle Rolle beim Erwirken von Sühne (Bedecken) und dem Zudecken von Sünde seitens des Hohepriester Aarons und später der vollständigen Auslöschung von Sünden mittels „unverdienter Güte“ durch Jesus als neuem Hohepriesterkönig!

 

In 1.Chronika 28:11 wird das Allerheiligste von Übersetzern als „Haus der Versöhnung“ (Al), „Raum für die Sühnung“ (Me) oder „Raum des Sühnedeckels“ (NW) erwähnt.

 

Das Schekinalicht zwischen den Flügeln der beiden CherubeWenn Gott mit Moses oder dem Hohepriester zu sprechen wünschte, so geschah dies von der Stelle zwischen den Cheruben aus mittels seines Wortführers (Michael=Jesus), wenn er aus der leuchtenden Wolke des Schekina-Lichtes erschien, wie die Hebräer jene Erscheinung nannten. In der Offenbarung wird vom neuen Jerusalem gesagt, dass sie Tag und Nacht erleuchtet würde und „das Lamm dessen Lampe“ sei (3.Mo 16:2; 4.Mo 9:15, 16; Off 21:22-24).

 

*** Rbi8  2. Mose 25:22 ***

Und ich will mich dort bei dir einfinden und mit dir reden von [der Stelle] aus über dem Deckel, von [der Stelle] zwischen den beiden Cheruben, die auf der Lade des Zeugnisses sind, ja alles, was ich dir für die Söhne Israels gebieten werde.

 

Wenn wir an den Moment von Jesu Tod und seiner himmlischen Auferstehung denken, so kommt uns die Szene in den Sinn, die der Apostel Johannes in Offenbarung Kapitel 4 und 5 als die Krönungsszene beschreibt. Dort erhielt Jesus die „Rolle mit den sieben Siegeln“ und ihm wurde alle Macht im Himmel und auf der Erde übertragen! (Mat 28:18)

 

(Vergleiche: Zeitband Jesu Tod, Auferstehung bis Himmelfahrt)

 

Als weitere Szene, wo die „Lade des Bundes“ und mit ihr der „Sühnedeckel“ erstmals seit ihrem Verschwinden 607 v.u.Z. sichtbar wird, muss der Zeitpunkt erwähnt werden, wo Jehova und Jesus ihre königliche Macht über die Erde an sich nehmen und zu handeln beginnen, was die Endzeit betrifft  [B1]. Es ist die Zeit, wo die Nationen in Wut geraten, weil sie feststellen, dass ihre Zeit der von Gott zugelassenen Herrschaft Satans unwiderruflich abläuft! (Off 11:14-18)

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:19 ***

Und das Tempel[heiligtum] Gottes, das im Himmel ist, wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel[heiligtum] gesehen. Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.

 

Dieses Sichtbarwerden der Lade weist auch auf deren Wichtigkeit hin betreffend des kommenden Gerichtstages und der zwei darauf folgenden Sühnetages: Der letzte Sühnetag dieses Systems [B2g] ist rund ein Jahr vor Harmagedon. Bis zu jenem Tag wird die Versiegelung des Überrests, den lebenden „Steinen“ und „Säulen“ abgeschlossen sein. Dies, bevor die 2300-Tagefrist [C1] abläuft und das Heilige in „seinem rechten Zustand“ sein wird, geheiligt und ohne Sünde: Daniel schrieb „Bis zu zweitausenddreihundert Abenden [und] Morgen [[(= Tage)]]; und [die] heilige Stätte wird gewiß in ihren rechten Zustand gebracht werden.“

 

Vierzig Tage nach Harmagedons Urteilsvollstreckung [B3] folgt das Herabkommen Jesu und das „Abendessen der Hochzeit des Lammes“, die Einweihung der neuen 144.000 Priesterkönige, die ab dem 1.Tischri acht Tage dauert [BbB; a1-a3] (2.Mo 29:8, 29, 30). Beachten wir den Ausdruck: „Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein [[(Zukunft! Im Jahre 96, als Johannes die Offenbarung erhielt gab es somit noch keine Priester!)]] und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.“ (Off 20:6) Bis dahin gab es somit keine von Gott anerkannten Priesterschaft ausser Jesus als Hohepriesterkönig und seine priesterlichen Söhne, die zwölf Aposteln mit Sonderautorität ausgestattet (Lu 12:32; Mat 19:28).

 

Die Geschehnisse nach Harmagedon bis Jesus dem Vater das aufgerichtete Königreich übergibt
 

Dann folgt 40 Tage nach Harmagedon (30. Ab [B3]) am 10.Tischri der erste Sühnetag [c1] im kommenden System! Auch nach dem Gerichtstag und der Urteilsvollstreckung an diesem System werden wir Fehler begehen die der Sühne bedürfen, um am 15.Tischri vollkommen rein vor Jehova zu erscheinen: Dem Tag, an dem der Sohn dem Vater die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ übergibt und der Vater „allen alles“ sein wird! (1.Kor 15:24)

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
 

Dass dieses „Schekina-Licht“, das auch mit der Wolke in Verbindung steht, die während der vierzig Jahre in der Wildnis Israel begleitete, um nun erneut sein „Licht“ auszustrahlen, dies zeigt uns die Offenbarung an deren Ende:

 

(Offenbarung 21:22-24)  Und ich sah keinen [[(physischen)]] Tempel darin, denn Jehova Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel und das Lamm. 23 Und die Stadt hat es nicht nötig, daß die Sonne oder der Mond auf sie scheint, denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtete sie, und ihre Lampe war das Lamm. 24 Und die Nationen werden durch ihr Licht wandeln, und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit in sie hineinbringen.

 

Jehova, Jesus und all seine Engel werden mit den Menschsöhnen auf der Erde weilen (Off 20:1-5). Beide Teile, die „Dinge droben“ im Himmel und die „Dinge drunten“ auf der Erde werden unter dem Vater vereint sein, um Ihm und dem „Lamm“ zu dienen, von welchen das „Licht“ der Unterweisung ewig ausgehen wird.

 

10.2.5.5       Reinigung der levitischen Priesterschaft, um zwischen Gott und Volk zu mitteln

Zuerst Moses, dann Aaron waren die Mittler zwischen Gott und Israel. Der „Sündenbock“, auf den das Los fiel, der „für Jehova“ geopfert wurde, dieser muss auch in der wirklichen Welt die mit Christi Erhöhung zum Hohepriesterkönig kam ein Gegenstück finden. Genauso wie der zweite Bock, „Asasel“ der die Sünden Israels wegtrug!  Bedenken wir, dass alle blutigen Opfer und der Tempeldienst mit seinem Opfertod entfallen sind, nicht aber die dahinterstehende Bedeutung.

 

Alles Geschehen und alle Elemente im „Zelt der Zusammenkunft“ deuteten ja nur auf die grössere Erfüllung unter Jesus hin: Unter dem „grösseren und vollkommeneren Zelt, das nicht mit Händen gemacht wurde, das heisst nicht von dieser Schöpfung ist“! (Heb 9:11) Jehova selbst schuf jenen geistigen Tempel, beginnend mit Jesus dem „Grundeckstein“ und der „Grundlage“, den Aposteln und zuvor schon mit den Propheten: „Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird [[(Zukunft! Wenn Jesus dem Vater das eingeweihte Königreich übergibt)]].“ (Eph 2:19-22)

 

Jesus als Hoherpriester im Himmel briingt am Yom Kippur erneut sein eigenes Blut symbolisch vor Jehovas GnadensthronDas Ende des „Bundes mit Levi“ beendete den alten Tempel und den Dienst darin. Wir wollen die neue Bedeutung kennen lernen. Moses schrieb:

 

*** Rbi8  3. Mose 16:15 ***

Und er [[(der Hohepriester; nun Jesus)]] soll den Bock des Sündopfers, der für das Volk ist, schlachten, und er soll sein Blut innerhalb des Vorhangs bringen [[(Jesus: ins Allerheiligste des 3.Himmel vor Jehovas Gnadenthron)]] und mit seinem Blut ebenso tun, wie er mit dem Blut des Stieres [[(der für Aaron als höchsten Verantwortlichen war; Jesus aber war sündenlos, dieser Teil endete somit mit dem Wechsel)]] getan hat; und er soll es gegen den Deckel und vor den Deckel spritzen.

 

Dieses zweite Hineingehen des bisherigen aaronischen Hohepriesters ins Allerheiligste wurde einmalig für jede Art Opfer mit Jesu eigenem Blut, „das die Sünden der Welt (des Volkes)“ hinweg trug erfüllt. Dies war nun wirksam für alle jene, die Glauben in Christi Tod und Auferstehung setzen, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. All jene, die bis heute seinen Schutz im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gesucht haben, Jesu „Schafe“ der Endzeit werden durch dasselbe Blut am Yom Kippur geheiligt! Dies schliesst heutige Älteste mit priesterlichen Pflichten und Rechten genauso ein, wie vorchristliche, verstorbene Menschen zurück bis Abel und Set und wirkt sich selbst auf kommende Generationen während des Millenniums und der Ewigkeit aus.

 

All jene, die wie Abel, Set, Noah und Abraham, Isaak und Jakob an den künftigen “Samen der Frau“ ausübten und daher priesterliche Funktionen in ihrer Familie und Sippe Jehova gegenüber wahrnahmen, diese treuen Männer unterstehen der „Auserwählung“ hin zum Priesterkönigsdienst. Alle zusammen sind im kommenden „Volk“ mitsamt der „grossen Volksmenge“, der „neuen Erde“ und derer, welche nun als „Auserwählte“ die „neuen Himmel“ ergeben vereint! Das Blut „vor dem Sühnedeckel“ wird auch jene Gerechten im Millennium einschliessen, die auferstehenden Menschen, welche noch nicht im Bundesverhältnis der Taufe, sondern vor Jesu Tod gelebt haben! Auch sie werden sich taufen lassen müssen: Das symbolische grosse „kupferne Meer“ ist Symbol der Taufe, der Reinigung.

 

Menschenernte für die "neuen Himmel" und die "neue Erde"
 

(Vergleiche Grafik: 3.2  Menschenernte der Erde ergibt „neue Himmel und neue Erde“)

 

Moses fährt fort den Sinn des bisherigen Opfers des „Sündenbocks“ zu erläutern. Wir nun müssen es auf Jesus und sein letztes, grosses und einmaliges Opfer hin erweitern:

 

Das kupferne Wasserbecken zur Reinigung der Opfer und der Priester*** Rbi8  3. Mose 16:16-17 ***

Und er soll für die heilige Stätte [[(den ersten Teil des irdischen Bereich des Heiligtums, wo die Priester ihren Dienst verrichten)]] Sühne leisten hinsichtlich der Unreinheiten der Söhne Israels und hinsichtlich ihrer Auflehnungen in allen ihren Sünden; und auf diese Weise sollte er für das Zelt der Zusammenkunft [[(den Bereich der Leviten innerhalb der Abschrankung)]] tun, das inmitten ihrer Unreinheiten bei ihnen weilt.

17 Und kein anderer Mensch sollte sich im Zelt der Zusammenkunft vorfinden von der Zeit an, da er hineingeht, um an der heiligen Stätte Sühne zu leisten, bis er herauskommt; und er soll zugunsten seiner selbst [[des Hohepriesters aus Aarons Linie]] und zugunsten seines Hauses [[(Levi)]] und zugunsten der ganzen Versammlung Israels Sühne leisten.

 

Das Blut, das der Hohepriester nun auf den Deckel spritze sollte die gesamte Versammlung Israels, das „Haus Levis“ und des fleischlichen und nun unter Jesus des geistigen Israels beinhalten, des ganzen „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“! Nun folgt erst die Reinigung des Altars, wo auch „unreine Tiere“ mit Defekten geopfert wurden und ihn dadurch entheiligt hatten.

 

*** Rbi8  3. Mose 16:18-19 ***

Und er soll herauskommen zum Altar, der vor Jehova ist, und dafür Sühne leisten, und er soll etwas von dem Blut des Stieres und etwas von dem Blut des Bockes nehmen und es auf die Hörner des Altars ringsum tun. 19 Er soll auch etwas von dem Blut mit seinem Finger siebenmal auf ihn spritzen und ihn reinigen und ihn von den Unreinheiten der Söhne Israels heiligen.

 

Das „neue Zelt“ wurde somit durch des Hohepriesters Jesu eigenem Blut, t, die ganze Versammlung der Apostel und all jener, die von nun an Glauben in ihn und das „neue Zelt“ setzen würden. Auch der neue, geistige „Brandopferaltar“ war damit von den Unreinheiten gereinigt, wo die jungen Stiere, Widder, Schafe und Tauben und was sonst immer an verschiedenartigen Opfern auf dem Altar dargebracht wurden ihn verunreinigen konnten. All diese verschiedenen früheren Opfergaben wurden nun durch die geistigen Werte ersetzt und damit gleichzeitig erneuert! Jeder Christ der durch Jesu Blut in der Taufe gereinigt wurde sollte nun seinerseits reine Opfergaben darbringen. 

 

Jehova nennt die Anwendung des Sühneblutes für die nachfolgenden Personengruppen und Dinge:

 

1) Für die zwölf nichtpriesterlichen Stämme Israels: Dies bedeutet das fleischliche und dann das geistige Israel

2) Für die „heilige Städte“ und das „Zelt der Zusammenkunft“: Das war unter dem alten Bund das Zelt mit ihrem ganzen umzäunten Vorhof und später der Tempel in Jerusalem, der Bereich der den Leviten vorbehalten war, wo das „kupferne Meer“ und der Opferaltar standen. Unter Jesus wurde er zum geistigen Tempel, das Haupt des Leibes, die Versammlung der Heiligen, des neuen Zeltes der Zusammenkunft.

3) Sühne für den Brandopferaltar: Der Altar heiligt die Opfer die darauf dargebracht werden, dies gilt sowohl für die materiellen Opfer des fleischlichen Israel, wie ebenso auch für die geistigen Opfer des Israel Gottes

4) Das Blut auf Aaron gespritzt reinigte ihn von den Unreinheiten der Söhne Israels: Dies waren unter GESETZ die aaronischen Priestersöhne, stellvertretend auch für alle Leviten, das ganze „Haus Levis“. Unter Jesus waren es dessen geistige Söhne, die Apostel, stellvertretend für alle Vorsteher, die Ältesten, die als „treue Sklaven“ Jesu dienen sollten.

 

Johannes misst den Tempel, den Altar und die darin Anbetenden ausDie Offenbarung zeigt deutlich, dass dieselben Dinge im irdischen lebendigen „Tempel“, der „Versammlung Gottes“ durch Johannes „ausgemessen“ werden sollen: Was bedeutet, sie auf ihre Reinheit hin zu überprüfen. Die Versammlungen müssen in geistigem Sinn die bisherige Rolle im alten Tempel zu Jerusalem erfüllen, der seinerseits zu jenem Zeitpunkt als Johannes aller niederschrieb schon über zweieinhalb Jahrzehnte in Schutt lag:

 

 (Offenbarung 11:1-4)  Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Stab gleich, als er sprach: „Steh auf, und miß das Tempel[heiligtum] Gottes und den Altar und die darin Anbetenden. 2 Aber was den Vorhof außerhalb des Tempel[heiligtums] betrifft, wirf ihn hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten. 3 Und ich will meine zwei Zeugen tausendzweihundertsechzig Tage mit Sacktuch bekleidet prophezeien lassen.“ 4 Diese sind [versinnbildlicht durch] die zwei Olivenbäume und die zwei Leuchter und stehen vor dem Herrn der Erde.

 

Jesus war somit mit Sicherheit nicht das „Ende des GESETZES“, denn hier wurden Johannes Aufgaben zugeteilt, die weiterhin im GESETZ verankert blieben. Der Massstab, das „goldene Rohr“, waren eindeutig die gesetzlichen Bestimmungen, die nun auf die Christenversammlungen zutrafen. Das Resultat wurde durch die „zwei Zeugen“ während der „Zeit des Endes“, dreieinhalb Jahre lang bis Jesu Wiederkehr durch zwei Gruppen verkündet, einerseits das endzeitliche „Manasse“, die Judenchristen oder beschnittenen „Ebioniten“ und andererseits „Ephraim“, die Christen aus den Heiden oder „Paulikaner“ verbreitet.

 

Die Schreiben Jesu an die ursprünglichen „sieben Versammlungen“, an deren „sieben Sterne … in meiner (Jesu“ Hand“, die Ältesten zeigen die Abweichungen aber auch das Lob für gerechtes Handeln, die Johannes ausgemessen hatte! Auch hier wird keine Priesterschaft unter einer Hierarchie erwähnt!

 

Der „Vorhof … der Nationen“, den Bereich draussen, jener der den geistig Unbeschnittenen gehört, diesen sollte Johannes nicht überprüfen.

 

10.2.5.6       Sündenbekenntnis über dem „Bock für Asasel“ der in die Wildnis gesandt wird: Gegenüberstellung der beiden Opfertiere

Wie Moses es aufzeichnen musste war zuerst mittels des Stieres die Sündensühnung des Hohepriesters und der Priester notwendig. Darauf folgend sollte Aaron alle Vergehungen, Auflehnungen und Sünden des Volkes bekennen und diese sinnbildlich auf den Kopf des zweiten Ziegenbockes legen der alsdann in die Wildnis weggesandt werden musste!

 

*** Rbi8  3. Mose 16:20-22 ***

Wenn er die Sühnung für die heilige Stätte und das Zelt der Zusammenkunft und den Altar beendet hat, soll er auch den lebenden Bock darbringen. 21 Und Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Bockes legen und über ihm alle Vergehungen der Söhne Israels und alle ihre Auflehnungen in allen ihren Sünden bekennen, und er soll sie auf den Kopf des Bockes tun und ihn durch einen bereitstehenden Mann in die Wildnis wegsenden. 22 Und der Bock soll auf sich alle ihre Vergehungen in ein wüstes Land tragen, und er soll den Bock in die Wildnis wegsenden.

 

Für Sünden, waren am Yom Kippur generell Schlachtopfer vorgeschrieben, welche der Sünder individuell bei Übergabe des Opfertieres bekennen musste und so Jehova darum durch die Priester als Mittler und der Hohepriester der dieses Blut sieben Mal an den Sühnedeckel spritzte, Gott um Vergebung anflehend. Das war somit der Teil des Symboles des ersten Ziegenbockes, der für Jehova war.

 

Die zwei Ziegeböcke die durch das Los ihrer Destination zugesondert werdenBeim zweiten Bock Asasel geht es jedoch um „Auflehnungen“ gegen Gottes Rechtsordnung, die ebenso hart und noch verheerender auf dem Volk lasteten, die aber all die nicht offen bekannte Sünden einschloss. Zwischen beiden musste ein offener Unterschied gemacht werden, weil auf beiden der „Fluch“ lastete.  Um dem Land trotz dieser Vergehen nicht Gottes Segen zu entziehen wurde jener Bock mit diesen nicht geoffenbarten Sünden in die „Wildnis“, ausserhalb der Tore des geheiligten Tempels und Jerusalems weggesandt. Sein Blut hätte den Altar entweiht.

 

Dieser Symbolismus der zwei Ziegenböcke ist wohl eines der schwierigeren Rätsel, die uns die Bibel aufträgt. Einerseits „trug Jesus unsere Vergehungen an den Stamm hinauf“, so hat es Paulus erklärt, ebenso wie der „Bock“, dessen Los „für Jehova“ lautete, sein Blut zur Sündensühnung hergeben musste. Jesu Blut sühnte die Sünden ein für alle Mal für jeden, der an dieses Opfer glauben ausüben würde. Johannes bestätigt, dass die sühnende Wirkung andauernden Wert besitzt!

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:1-2 ***

Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten [[(unseren Hoheprieser)]]. 2 Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

 

Johannes mahnt nicht zu sündigen! Wer aber versehentlich eine Sünde begeht, der darf mit der Hilfe des Hohepriesters Jesu rechnen! Dazu dient der Sühnetag! Sein Opfer ist nicht bloss wie zuvor im Tempel auf Juden beschränkt, sondern nun auch auf Menschen aus den Heiden erweitert, die bisher Götter dienten, nun aber bereit waren ihre Sünden offen einzugestehen, getauft wurden und sich nun die Gebote auf ihre Herzen schrieben.

 

Jesu, das Lösegeld für unsWer andererseits nach der Reue in der Taufe aufgrund genauer Erkenntnis von Gottes Willen und GESETZ willentlich Sünde begeht, der achtet das Opfer Jesu als gering. Er würde ihn ein zweites, ja und ein x-es Mal am Stamm für sich sterben lassen. Das bedeutet einen Unterschied, den der zweite „Bock“ für „Asasel“ für das Wegtreiben, für die Entfernung aus der Versammlung darstellt. Darum wird Gott ihn als „Geringsten“ achten am Gerichtstag! Jesus erklärte doch: „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.“ (Mat 5:19)

 

Paulus erklärt diesen Umstand gegenüber den Hebräerchristen, die sehr wohl mit den Umständen des Sühnetages vertraut waren! Er verbindet das „Schlachtopfer für Sünden“, das den ersten Bock „für Jehova“ darstellt nun mit dem Gerichtstag. Sagen wir es direkter noch, mit dem letzten Sühnetag dieses Systems vor dem Gerichtstag, wo die bisherigen Sünden gesühnt werden können mit dem Gerichtstag, wo ein endgültiger Entscheid über „Schaf oder Bock“ gefällt wird! Wie der „Bock für Asasel“ sind jene „Böcke“ zur „ewigen Abschneidung von den Lebenden“ bis zum Tag Harmagedons und der Urteilsvollstreckung in der „Wildnis“: In geistigem Sinne Tote vor Gottes Augen. Die Worte des Paulus sind unverwechselbar:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-27 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird.

 

Deutlich zeigt Paulus den Hebräern, dass zwischen dem Sühnetag Gottes, wo er bereute, unwissentliche und unwillentliche Sünde aus Schwäche zudeckt und dem, der nicht bereut zwischen Endgericht und Urteilsvollstreckung eine Zeitspanne liegt. Diese Zeit ist es, wo Sünder „ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts“ erleben, was ein Bewusstsein von bleibender Sündhaftigkeit einschliesst, während diejenigen, die Gottes Vorkehrung annahmen, eine innere Erleichterung verspüren: „Und was dich betrifft, falls du einen Gerechten gewarnt hast, damit der Gerechte nicht sündige, und er seinerseits tatsächlich nicht sündigt, wird er ganz bestimmt weiterhin leben, weil er gewarnt worden war, und du selbst wirst deine eigene Seele befreit haben.“ (Hes 3:21) In diesem Vers kommt deutlich unsere Aufgabe des Warnens gegenüber Sündern zum Ausdruck!

 

Ob Judenchrist oder Christ aus den Nationen, Jesu Loskaufsopfer hat Anwendung auf beide, sofern wir die Bedingungen die daran geknüpft sind einhalten! „Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll.“ (Joh 12:48, 49) Der gesetzlose Mord an Jesus durch jüdische Vorsteher und heidnische Herrscher vermochte Gottes Vorsatz nicht zu durchkreuzen, wie er im GESETZ und den Propheten bezeugt ist! Wir wollen nun die bereits weiter oben erwähnten Worte des Paulus im Römerbrief mit diesen erweiterten Erkenntnissen betrachten:

 

*** Rbi8  Römer 3:21-26 ***

Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz [[(blutige Tier-Gesetzeswerke)]] offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld [[(Abhängig von unserem Glauben daran und entsprechenden „Werken des Glaubens“, wie Reue, Werke der Reue usw.)]]. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

Wer mittels Glauben bereute und die Werke der Reue hervorbrachte, die durch ein fortdauerndes Zeugnis für Jesus Ausdruck bekommt, der erhält als freie Gabe Gerechtsprechung für Sünden der Vergangenheit! Das Sühnopfer Jesu steht dabei im Zentrum! Dies steht erneut in Verbindung zum Sühnetag, wo es jährlich erneut zum Tragen kommt. Dadurch kommt Gottes Gerechtigkeit zum Tragen, die Umkehr zur Gerechtigkeit gestattet aber auch nicht willentlich, wissentlichen Rückfall in die Sünde! Glauben an Jesus auszuüben ist nicht ein blosses Lippenbekenntnis, sondern ein Lebensweg!

 

10.2.5.7       Asasel erreicht seine Vorherbestimmung; Reinigung desjenigen, der Asasel in die Wildnis führt

Der andere Bock „für Asasel“, der die nicht aufgedeckten Sünden der Priesterschaft und des Volkes vorerst in die Wildnis wegtrug, überlebte nur für eine bestimmte Zeit. Er wurde ja nicht an einen fruchtbaren Ort gebracht, sondern in die unfruchtbare Wildnis.

 

Wenn wir nun aus dieser Gegenüberstellung den letzten Akt Sühne für „die Sünden der Welt“ am Sühnetag vor dem Gericht mit in Betracht ziehen, welchen die Bibel erwähnt in diesem System, vor dessen Abschluss, dann zeigt sich, dass die über Jahrhunderte aufgehäuften und in die „Wildnis“ weggetragenen Sünden schlussendlich ebenfalls ihre Sühnung in Harmagedons Endschlacht und am tausendjährigen Gerichtstag erhalten. Das Gericht trifft vorab die Lebenden, dann aber die Toten in der Auferstehung! Keiner entgeht dem Endgericht! Jesus muss mit „eisernem Stab“ für wahre Gerechtigkeit sorgen.

 

*** Rbi8  Johannes 5:28-29 ***

Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.

 

Alle Menschen, die Jesus und sein sündensühnendes Opfer nicht angenommen haben und dies durch Werke zeigten, deren eigenes Blut soll zur Sühnung schlussendlich vergossen werden! Ihre Leiber aber werden nicht verbrannt, sondern dienen den wilden Tieren als Nahrung! Ein Engel der für Gott dessen Rache vollzieht steht in der Vision des Johannes in der Sonne! Wer mit dem System verbunden war und das Kennzeichen des wilden Tieres“, die symbolische „666 empfangen hatte oder wer seinem Nächsten die Liebe verweigerte, die er ihm schuldet, wird nun den Preis bezahlen. Paulus erklärt: Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. (Rö 13:8)

 

Ein starker Engel ruft die Vögel des Himmels zum grossen Abendessen Gottes*** Rbi8  Offenbarung 19:17-18 ***

Ich sah auch einen Engel in der Sonne stehen, und er schrie mit lauter Stimme und sagte zu allen Vögeln, die in der Mitte des Himmels fliegen: Kommt hierher, werdet versammelt zum großen Abendessen Gottes, 18 damit ihr die Fleischteile von Königen freßt und die Fleischteile von Militärbefehlshabern und die Fleischteile von Starken und die Fleischteile von Pferden und von denen, die darauf sitzen, und die Fleischteile von allen, von Freien wie auch von Sklaven und von Kleinen und Großen.“

 

Der „Bock für Asasel“ hatte somit eine begrenzte Zeit in der „Wildnis“ zum Überleben, beladen mit der Schuld Israels und jener der Welt! Der Lohn für ungesühnte Sünde war, ist und bleibt auch im kommenden System der Tod! Alle Illusionen, die Religionsvertreter gepredigt haben, sie werden sich als blosser Rauch erweisen, der in den Augen beisst! Weder Tod noch das Sündenbekenntnis vor dem Priester und seine Absolutionsformel löschen Sünden aus! „Unverdiente Güte“ ist an echte Reue und Umkehr gebunden!

 

So wie Aaron zu Beginn im Zelt der Zusammenkunft seine leinene Amtstracht anziehen musste, so sollte er sie nun am Ende dieser Amtshandlung dort ausziehen und sich erneut an heiliger Städte mit Wasser reinigen. Erst jetzt, nachdem alles geheiligt worden war durfte er das eigene und das Brandopfer für das Volk darbringen mittels dessen er für sich und zu Gunsten des Volkes Sühne leistet.

 

*** Rbi8  3. Mose 16:23-25 ***

Und Aaron soll in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen und die leinenen Kleider abstreifen, die er anzog, als er an die heilige Stätte ging, und er soll sie dort niederlegen. 24 Und er soll sein Fleisch an heiliger Stätte im Wasser baden und seine Kleider anziehen und herauskommen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes darbieten und zu seinen eigenen Gunsten und zugunsten des Volkes Sühne leisten. 25 Und er wird das Fett des Sündopfers auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.

 

Das letzte Fett des Sündopfers dieses Systems wird ebenso in Rauch aufgehen. Die grosse Volksmenge und der Überrest aber erwarten freudig das „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ [Bb] und die Einsetzung sowie das Offenbarwerden der neuen Verwaltung über die ganze Erde. Erinnern wir uns der Worte Daniels am Ende des Kapitels 12 seiner Prophezeiungen:

 

*** Rbi8  Daniel 12:12-13 ***

Glücklich ist, wer harrt und wer die eintausenddreihundertfünfunddreißig Tage [[C4]] erreicht!

13 Und was dich selbst betrifft [[Daniel]], geh dem Ende entgegen; und du wirst ruhen, aber du wirst aufstehen zu deinem Los am Ende der Tage.“

 

Wer die eintausenddreihundertfünfunddreissig Tage [C4] erreicht haben wird, der wird auch das Los kennen, das den Propheten Daniel innerhalb der Erstauferstehung trifft, weil er Glauben in die Worte Gottes durch dessen wahre Propheten gesetzt hat! Er ist bestimmt unter den komme3nden Priesterkönigen mit einer gewichtigen Aufgabe für das Millennium betraut.

 

10.2.5.8       Reinigung dessen, der Asasel in die Wildnis wegsandte; Der Kadaver des Stieres und des Sündopferbockes ausserhalb werden des Lagers verbrannt

Derjenige, der die Aufgabe erfüllte den „Bock für Asasel“ in die Wildnis wegzusenden hatte sich durch die Aufgabe verunreinigt und musste sich vorab selbst reinigen, um ins Lager, in die „Versammlung Gottes“ zurückkehren zu dürfen! Wer Unreines berührt wird selbst unrein!

 

*** Rbi8  3. Mose 16:26 ***

Was den betrifft, der den „Bock für Asasel“ wegsandte, er sollte seine Kleider waschen, und er soll sein Fleisch im Wasser baden, und danach darf er ins Lager kommen.

 

Jede Berührung mit Unreinem verunreinigt somit den Reinen! Es ist nicht so, dass wer den Reinen berührt dadurch einfach rein werden würde! Wir müssen darum die Worte des Paulus ernst nehmen, wenn er sagt, dass wir aufhören sollten „das Unreine zu berühren“ und uns vom System und seiner Handlungsweise abzusondern!

 

"Lasst euch nicht in ein Joch mit Ungläubigen spannen ..."  Multireligiöse Versammlung des Papstes Johannes-Paul II*** Rbi8  2. Korinther 6:14 - 7:1 ***

Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein [[(Zukunft!)]]‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

7 Da wir also diese Verheißungen haben, Geliebte, so laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes, indem wir die Heiligkeit in der Furcht Gottes vervollkommnen.

 

Uns selbst zu reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes ist mit Bewusstsein dessen verbunden, was in Gottes Augen schlecht ist! Der Sühnetag bietet hierzu eine ganz besondere jährliche Gelegenheit!

 

Alles was mit Sünde zu tun hat sollte wie „mit Feuer verbrannt“ werden! Sowohl der Stier der für die Heiligung des Hohepriesters und des Bockes, der „für Jehova“ geopfert worden waren! Innerhalb des Lagers Israels durfte dieses Verbrennen nicht geschehen, alles musste restlos mit Feuer verbrannt werden, selbst der zurückgelassene Mist jener Opfertiere!

 

Die Wolke und Feuersöule über dem Zelt der Zusammenkunft während 40 Jahren in der Wildnis*** Rbi8  3. Mose 16:27-28 ***

Indes wird er den Sündopferstier und den Bock des Sündopfers, deren beider Blut hineingebracht worden ist, um an der heiligen Stätte Sühne zu leisten, hinausschaffen lassen, außerhalb des Lagers; und man soll ihre Häute und ihr Fleisch und ihren Mist im Feuer verbrennen. 28 Und derjenige, der sie verbrannt hat, sollte seine Kleider waschen, und er soll sein Fleisch im Wasser baden, und danach kann er ins Lager kommen.

 

Damit waren die Anweisungen Gottes zum Sühnetag durch Moses getreu wiedergegeben worden, damit sie Generation um Generation ausgeführt werden könnten! All dies nahm das Volk Israel und vor allem die Priester jährlich erneut in Auftrag, um Gottes Worte zu gedenken und sie auszuführen! Ein reiner Zustand zwischen Gott, Priesterschaft und Volk war die Folge! Sünden konnten nicht aufgehäuft werden, wie dies im Falle „Babylons der Grossen“ zur Tatsache wurde, weil sie Gottes Vorkehrung als unwichtig erachteten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘ 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Gottes Gericht an „Babylon der Grossen“ muss somit nach einem vorherbestimmten, letzten Sühnetag liegen, wo sie eine letzte Gelegenheit gehabt hätte, ihre Sünden zu sühnen! Sie sprach zwar davon, dass Gott ihr Ehemann wäre, sah aber nicht, dass Gott sie wegen ihrer fortdauernden Untreue längst verstossen hatte! Sie glaubt sich bis zum bitteren Ende, bevor sie ausserhalb des Lagers Israel „mit Feuer verbrannt“ wird, dass sie an Gottes Seite Königin wäre!

 

Das Gericht wird durch die Nationen ausgeführt, so wie Gott es befohlen hat! Die „wilden Tiere“ hassen die Hure die nach wie vor auf ihnen reitet und werden sie bestimmt abwerfen! (Off 17:16-18)

 

10.2.5.9       Eine Satzung auf unabsehbare Zeit für alle Generationen Israels!

Jehova dringt am Ende seiner Anweisungen zum Sühnetag zweimal eindringlich darauf, dass dieses Gebot ein dauerndes, nicht endendes Gebot, „auf unabsehbare Zeit“, auf „ewig“ wäre: Ein Tag der Betrübnis und des Fastens von absoluter Ruhe von Arbeit! Er gilt für den Einheimischen, den beschnittenen Juden wie für den ansässigen Fremdling, den am Herzen beschnittenen Christen!

 

Die Zeiten des Tischri ...*** Rbi8  3. Mose 16:29-31 ***

Und es soll euch als eine Satzung auf unabsehbare Zeit  [[(auf ewig)]] dienen: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, solltet ihr eure Seelen [in Betrübnis] beugen, und ihr sollt keinerlei Arbeit tun, weder der Einheimische noch der ansässige Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt. 30 Denn an diesem Tag wird für euch Sühne geleistet, um euch für rein zu erklären. Ihr werdet von allen euren Sünden vor Jehova rein sein. 31 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]].

 

Moses hebt somit am Ende der Anweisungen nochmals die Worte Jehovas hervor, was für eine herausragend wichtige Vorkehrung der Sühnetag darstellt: „Denn an diesem Tag wird für euch Sühne geleistet, um euch für rein zu erklären. Ihr werdet von allen euren Sünden vor Jehova rein sein.“ Wer behauptet ohne Sünde zu sein ist ein Lügner! Alle benötigen wir weiterhin die Reinigung durch Jesu vergossenes Blut! Wer von allen Sünden rein ist und wer die Liebe zum Nächsten praktiziert wird am auf den Sühnetag vor dem darauf folgenden Endgerichtstag als ein „Schaf“ zu Jesu rechten Seite gestellt! Gottes Worte sind zuverlässig! Denken wir diesbezüglich an Jesu Worte:

 

*** Rbi8  Matthäus 25:31-33 ***

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm [[(am Gedenktag seines Sohnes, dem 14.Nisan beim Abendmahl)]] versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

 

Die „Schafe“ haben auf Jesu Worte vertraut, die „Böcke“ sind lieber ihren eigenen Gedanken und den Worten ihrer religiösen Führer nachgegangen! Jesus kennt seine „Schafe“ sehr wohl jedes Einzelne mit Namen und niemand kann sie ihm aus seiner Hand reissen! (Joh 10:27-29)

 

 

10.2.6        Der Sühnetag und das Erlassjahr am Ende von sieben Jahren

 

10.2.6.1       Der Sühnetag und das Erlassjahr zu Beginn Israels und in der Zeit des Endes!

Jede Vorschrift die Gott erlassen hat schliesst einen tieferen Sinn dahinter ein! Die Priesterschaft und die Leviten waren verpflichtet das Volk auf diese Bedeutung hinzuweisen! Der hebräische Begriff schenáth haschschemittáh der in 5.Mose 19.9 und 31:10 erscheint bedeutet „Sabbatjahr“.

 

Eine ähnliche Regelung, wie es die Zählung der fünfzig Tage vom Auszug Ägyptens am 15. Nisan des Jahres 1513 v.u.Z., bis zum Abschluss des Gesetzesbundes am Sinai war, die sieben Sabbate einschloss, besteht für das Sabbat- oder Erlassjahr. Nach sieben Perioden von jeweils sieben Jahren, die stets mit dem „Sabbatjahr“ abschlossen, folgte im fünfzigsten Jahr das „Jubeljahr“! Der nachstehende Zeitband zu den Jubeljahren ist ein ernsthafter Versuch die Zusammenhänge optisch darzustellen!

 

Sabbat und Jubeljahr als herausragende Zeitabschnitte der Endzeit
 

Die grosse Schwierigkeit die wir heute haben ist die Rekonstruktion des letzten echten Sabbat- respektive Jubeljahres, das mit Gottes Zeitplan in Übereinstimmung ist, welche Israel korrekt gefeiert hat. Das Problem der unterschiedlichen Jahresrechnungen, hebräischer-, julianischer-, gregorianischer Kalender, die alle auf vorgegebenen Annahmen und nicht auf realer Zeitzählungen aufbauen, solches erschwert uns die gesicherte Vorhersage, welches Jahr uns wirklich trifft als 49.Jahr vor dem Abschluss zu gelten! Nach Harmagedon folgt gesichert ein Jubeljahr, wo allen bisher vom alten System „Gefangen Freiheit ausgerufen wird“ und jeder zu seinem Anteil am „Erbe der Erde“ kommen wird! 

 

Eine weitere, ähnliche Regelung wie das Sabbatjahr erliess Jehova am Ende der vierzigjährigen Wanderung in der Wildnis, die erst mit dem Einzug in das gelobte Land im Jahre 1473 v.u.Z. eine erste Erfüllung hatte. Die Grundlage dazu bildet Gottes Gebot alle sieben Jahre ein Ruhejahr einzulegen, zu welchem er ganz spezifische Regeln aufstellte, damit Gottes Schöpfung, die Natur, die Haustiere und die wilden Tiere aber auch die Sklaven und Knechte eine Zeit der Erholung finden könnten!

 

Anmerkungen zur Chronologie biblischer Geschichte
 

Erst während ihrer Zeit im gelobten Land, am Sühnetag, dem 10.Tischri jenes siebten Jahres nach dem Abschluss der Eroberung durch Josua begann das erste Erlassjahr! Fünf Tage später, am 15.Tischri musste sich das ganze Volk zum Laubhüttenfest hin zur Stiftshütte versammeln und ebenso am achten Tag, dem 22.Tischri, ein „hoher Sabbat“.

 

Eine Laubhütte zum Fest der Einsammlungen in JerusalemSieben Tage lang wurde und wird bis heute in Jerusalem in Laubhütten an die Zeit in der Wildnis erinnert. Natürlich konnte die Stadt nicht alle herbeigeeilten Juden aus dem ganzen Land, inklusive Familien gar von weit her kommend beherbergen. Der Wohnraum wurde durch die Laubhütten dadurch erweitert! In diesem Jahr aber gab es besonderen Grund zur Freude, weil erstmals Sklaven ihre Freiheit erlangen, Schuldner ihre Last los wurden und getreue Sklaven eine bleibende Heimstädte bei ihren Herren erhalten hatten! Dort, beim „Zelt der Zusammenkunft“ und später im Tempel Jerusalems musste das ganze Volk nun belehrt werden, dass jeder seiner Pflichten gegenüber Jehova und seinem Nächsten wirklich bewusst wurde! So lange Israel diese Belehrung erhielt und sie ausführte, so lange sollte Jehovas Segen auf ihnen währen! Im „Bund von Moab“, vor Eintritt ins gelobte Land gab Jehova folgende Anweisungen:

 

*** Rbi8  5. Mose 15:1-6 ***

Am Ende von je sieben Jahren solltest du einen Erlaß gewähren. 2 Und dies ist die Art des Erlasses: Jeder Gläubiger erlasse die Schuld, die er seinen Mitmenschen machen läßt. Er sollte seinen Mitmenschen oder seinen Bruder nicht zur Zahlung drängen, denn ein Erlaß für Jehova soll ausgerufen werden. 3 Den Ausländer darfst du zur Zahlung drängen; aber was immer sich von dem Deinigen bei deinem Bruder befindet, sollte deine Hand erlassen. 4 Es sollte jedoch keiner unter dir arm werden, denn Jehova wird dich ganz bestimmt segnen in dem Land, das Jehova, dein Gott, dir als Erbe gibt, damit [du] es in Besitz nehmen kannst, 5 wenn du nur wirklich auf die Stimme Jehovas, deines Gottes, hören wirst, um darauf zu achten, nach diesem ganzen Gebot zu tun, das ich dir heute gebiete. 6 Denn Jehova, dein Gott, wird dich tatsächlich segnen, so wie er es dir verheißen hat, und du wirst bestimmt vielen Nationen auf Pfand leihen, während du selbst nicht borgen wirst; und du sollst über viele Nationen herrschen, während sie über dich nicht herrschen werden.

 

Der letzte Teil der Prophezeiung hat mit der Aufrichtung von Gottes Königreich in unseren Tagen direkt zu tun! Erst dort wird das „Israel Gottes“, die königliche Priesterschaft der 144.000 über alle Nationen herrschen! Bis heute aber herrschen die Nationen sowohl über das fleischliche wie auch geistige Israel der Namenchristen! Dass jüdische Bankleute wie Rothschild usw. von allen Nationen Gelder haben ist bestimmt nicht Erfüllung des Segens, sondern weit eher Satans Treiben, um den Anschein von Erfüllung über das von ihm genauso beherrschte Judentum heute zu markieren.

 

10.2.6.2       Die Übertretung des GESETZES des Sabbatjahres und der Sabbate hatte verheerende Folgen!

Weil Israel das Sabbatjahr schon bald als es in Kanaan fest ansässig war nicht mehr einhielt, kündigte Jehova durch verschiedene Propheten Unheil an! Schlussendlich verlangte Jehova für die Übertretung seines Gebotes Kompensation, durch die Zeit einer siebzigjähriger Sklaverei im Exil in Babylon, während welcher die Erde in ganz Israel ruhen sollte, wie es Jeremia zuvor angekündigt hatte! (Jer 25:9-11)

 

Genau am Sühnetag, im neunten Jahr des Königs Zedekia, kam die Stadt Jerusalem unter Belagerung! Zwei Jahre später im Jahre 607 v.u.Z. wurde die Stadt erobert einschliesslich des Tempels und dem Erdboden gleich gemacht. Die Prophezeiung Jesajas wurde durch Jeremia als Augenzeugen aufgezeichnet!

 

Das babylonische Weltreich, das Jehova nutzte, um Sein Volk Juda zu Züchtigen, welil sie Seine Sabbatordnung verletzt hatten*** Rbi8  Jeremia 52:4-5 ***

Schließlich geschah es im neunten Jahr seiner Regierung als König, im zehnten Monat, am zehnten Tag des Monats, daß Nebukadrezar, der König von Babylon, er und seine ganze Streitmacht, gegen Jerusalem kam, und sie begannen es zu belagern und ringsherum gegen dasselbe ein Belagerungswerk zu bauen. 5 So geriet die Stadt bis zum elften Jahr des Königs Zedekia unter Belagerung.

 

Im 4.Monat (Tamus, ca. Mitte Juni ) am 9.Tag fiel die Stadt in die Hände Nebukadnezars! Die Umstände am Ende der Belagerung waren äusserst furchtbar. Die ganze Nation wurde kollektiv zur Rechenschaft gezogen, obwohl Jehova gewisse Getreue, wie den Propheten Jeremia, den die Juden selbst wegen seiner unangenehmen Vorhersagen gefangengesetzt hatten, durchaus zu schützen in der Lage war! Auch sein Sekretär Baruch überlebte die Endschlacht um Jerusalem und ging frei aus! (Jer 36:4-7; 38:6)

 

*** Rbi8  2. Chronika 36:17-21 ***

Da führte er den König der Chaldäer [[(Babylonier)]] gegen sie herauf, der daranging, ihre jungen Männer mit dem Schwert im Haus ihres Heiligtums zu töten, auch hatte er kein Mitleid mit dem jungen Mann oder der Jungfrau, dem Alten oder Altersschwachen. Alles gab ER in seine Hand. 18 Und alle Geräte, große und kleine, des Hauses des [wahren] Gottes und die Schätze des Hauses Jehovas und die Schätze des Königs und seiner Fürsten, alles brachte er nach Babylon. 19 Und er ging daran, das Haus des [wahren] Gottes zu verbrennen und die Mauer Jerusalems niederzureißen; und all dessen Wohntürme verbrannte man mit Feuer und auch all dessen begehrenswerte Gegenstände, um Verderben zu verursachen. 20 Ferner führte er die vom Schwert Übriggebliebenen gefangen nach Babylon hinweg, und sie wurden ihm und seinen Söhnen zu Knechten, bis das Königshaus von Persien zu regieren begann, 21 um Jehovas durch den Mund Jeremias [gesprochenes] Wort zu erfüllen, bis das Land seine Sabbate abgezahlt hatte. Alle Tage, da es verödet dalag, hielt es Sabbat, um siebzig Jahre zu erfüllen.

 

Vor der Gefangenschaft im babylonischen Exil hätte Israel 121 Sabbatjahre und 17 Jubeljahre erlebt! Viele der Sabbatjahre und viele der Sabbate wurden aber nicht gehalten, so dass Jehova das Land während siebzig Jahren brach liegen liess! Bereits Moses hatte dies durch Jehovas Wort angekündigt gehabt!

 

*** Rbi8  3. Mose 26:34-35 ***

Zu jener Zeit wird das Land seine Sabbate abzahlen, alle Tage, die es verödet liegt, während ihr im Land eurer Feinde seid. Zu jener Zeit wird das Land Sabbat halten, da es seine Sabbate abzahlen soll. 35 Alle Tage, die es verödet liegt, wird es Sabbat halten, weil es während eurer Sabbate, als ihr darin wohntet, nicht Sabbat hielt.

 

Die Worte in Jeremias Vorhersage zeigten, dass erst mit der Machterlangung Persiens, fast siebzig Jahre nach dem Antritt des Exils eine Rückkehr möglich würde. Ebenso verhält es sich in der Endzeit, dass eine Rückkehr des Überrests des geistigen Israels nach Jerusalem und in das Land der Verheissung von der Aufrichtung des Königreiches Gottes abhängt und eng mit der Endschlacht Harmagedons verbunden ist und dem erst darauf folgenden Jubeljahr beginnt! Das Jahr der Gründung Israels 1948 zu feiern ergibt keinen dauerhaften Sinn! Es geschah aufgrund Eigenleistung und nicht auf Gottes Wunsch und Befehl unter Seinem Sohn hin, dem einzigen und ewig regierenden Jesus Christus. Er ist der Erbe des „Gelobten Landes“ und der ganzen Erde und wird schon bald sein ihm in der Schriftrolle der Offenbarung aufgetragenes Werk vollenden.

 

10.2.6.3       Demütigung des Herzens führt zur Rückkehr ins gelobte Land Israel!

Da Israel während jener siebzig Jahre das Herz demütigte kam die angekündete Zeit der Rückkehr. Im 2.Buch Chronika wird bestätigt: „Ferner führte er die vom Schwert Übriggebliebenen gefangen nach Babylon hinweg, und sie wurden ihm und seinen Söhnen zu Knechten, bis das Königshaus von Persien zu regieren begann, um Jehovas durch den Mund Jeremias [gesprochenes] Wort zu erfüllen, bis das Land seine Sabbate abgezahlt hatte. Alle Tage, da es verödet dalag, hielt es Sabbat, um siebzig Jahre zu erfüllen. (2.Chr 36:20, 21)

 

Auch bereits darüber, dass es eine weitere Zurückwanderung ins Gelobte Land geben werde hatte Moses auch für uns in der Endzeit Aufzeichnungen gemacht! In erster Linie erfüllte es sich an Juda, als es vom babylonischen Exil zurückkehrte. Wiederum kommt nach Harmagedon eine Rückkehr eines Überrestes in das Land der Verheissung! Wir sollten eifrig suchen und auf alles achten, was die Propheten vorangekündigt haben und das sich noch erfüllen muss!

 

Zeitband Rückkehr Exil: Wiederaufbau Tempel, Mauer und Jerusalem
 

Jesus hatte deutlich gesagt, dass „nicht ein Jota“, „nicht ein Teil eines Buchstabens“ von allen hingefallen wäre, was Im GESETZ und den Propheten aufgezeichnet sei, bis nicht alles erfüllt wäre! Dies schliesst seine eigenen Worte und die seiner Jünger mit ein.

 

*** Rbi8  3. Mose 26:41-45 ***

Vielleicht wird sich zu jener Zeit ihr unbeschnittenes Herz demütigen, und zu jener Zeit werden sie [die Schuld für] ihr Vergehen abzahlen. 42 Und ich werde zweifellos meines Bundes mit Jakob gedenken; und auch meines Bundes mit Isaak und auch meines Bundes mit Abraham werde ich gedenken, und des Landes werde ich gedenken. 43 Die ganze Zeit war das Land von ihnen verlassen und zahlte seine Sabbate ab, während es ohne sie verödet lag, und sie selbst zahlten für ihr Vergehen, weil sie, ja weil sie meine richterlichen Entscheidungen verworfen und ihre Seelen meine Satzungen verabscheut hatten. 44 Und trotz alledem werde ich sie [[(alle, die zu Israel zählen, in der „Zeit des Endes“ das „Israel Gottes“)]], während sie weiter im Land ihrer Feinde sind, bestimmt nicht verwerfen noch sie verabscheuen, so daß ich sie ausrotten würde, um meinen Bund mit ihnen zu brechen; denn ich bin Jehova, ihr Gott. 45 Und ich will zu ihren Gunsten des Bundes der Vorfahren gedenken, die ich vor den Augen der Nationen aus dem Land Ägypten herausführte, um mich als ihr Gott zu erweisen. Ich bin Jehova.‘ “

 

Die Auferstehung Abrahams, Isaaks, Jakobs die ihren „Samen“ sehen werden steht erst noch bevor! So wie Jehova Israel im Exil in Babylon nicht verliess, Er gab drei Propheten, die während jener Zeit im Exil Gewichtiges vorhersagen durften, vieles davon für uns heute: Hesekiel, Jeremia und Daniel, so bleibt Er weiterhin seinem Überrest, all jener  treu, die Jesus angenommen haben und durch Jesus anerkannt bleiben bis zum Ende dieses Systems! Vorab gilt dies der „kleinen Herde“ der Apostel, die Jesus seine „Freunde“ nannte und die nicht weiter Sklaven waren! Johannes der Täufer identifizierte sie als „Braut des Bräutigams“ (Joh 3:29). Sie waren es, die Jesus ausgewählt hatte! Dies trifft auch für Paulus an der Stelle des Judas-Iskariot zu, nicht aber für Matthias, der ja durch die Apostel durch das Los erwählt worden war!

 

Jesus unterweist seine Apostel während des Abendmahls*** Rbi8  Johannes 15:13-16 ***

Niemand hat größere Liebe als die, daß einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn ein Sklave weiß nicht, was sein Herr tut. Ich habe euch aber Freunde genannt, weil ich euch alle Dinge, die ich von meinem Vater gehört habe, bekanntgegeben habe. 16 Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und fortgesetzt Frucht tragt und daß eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, er euch gebe.

 

Die Zeit, wo die Apostel ihre bleibende Frucht in Empfang nehmen dürfen ist nahe herbeigekommen!

 

Da das Sabbatjahr an das Land Kanaan gebunden war, erst mit dessen Betreten im Jahre 1473 v.u.Z. dieses richterliche Gebot in Kraft trat, ist davon auszugehen, dass es mit der Verödung ab dem Jahre 607 v.u.Z. seine zuvor nicht eingehaltenen Sabbatjahre abbezahlt hatte! Dieselbe Regel darf auf das fleischlich Israel abgewandt werden, als es im Jahre 70 u.Z. durch die römischen Truppen verödet wurde und die Juden, „Lo-Ruhama“ seither im Exil, in der Diaspora leben. Die ganzen Jahre zahlte Israel seine Übertretung ab, weil es zudem den Abgesandten Jehovas verworfen hatte! Der Überrest unter den Aposteln aber behielt Jehovas Wohlwollen und Jesu Führung und Schutz bis zur Endzeit! Alle Getauften stehen unter derselben Aufforderung:

 

*** Rbi8  Matthäus 28:19-20 ***

Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Der heutige Staat Israel ist nicht mit Gottes Königreich gleichzusetzen, das ja erst mit dem Wiederkommen des Messias beginnt! [B1; Bb] Weder im assyrischen, noch im babylonischen noch im römischen Exil war es Israel möglich das Sabbatjahr zu halten! Das hätten die Sklavenbesitzer nie zugelassen! Das Gebot war somit eindeutig an die fleischliche Nation Israel und ihr Land und den Erbbesitz darin gebunden! Heute kennen wir nicht mit absoluter Sicherheit, welches das siebte Jahr ist!

 

10.2.6.4       Am Ende der Zeiten der Nationen, unter Gottes aufgerichtetem Königreich erfolgt ein Wiederbeleben des Sabbatjahres!

Dies alles weist darauf hin, das mit Jesus als Hoherpriester und dem Kommen des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ dieses GESETZ des Sabbatjahres für all die Jahre im Exil entfallen musste! Das GESETZ der Nächstenliebe, das Jesus ins Zentrum schob, bot aber gleichwertige Kompensation für die Vorteile des Sabbatjahres, indem dem Nächsten nichts schlechtes zugefügt würde, sondern die Nächstenliebe auch diesen Teil des GESETZES mit einschliesst! Jesus hatte ja gesagt, dass dieses Gebot der Nächstenliebe seit dem Anfang existiert hatte!

 

Erlassjahr.de*** Rbi8  5. Mose 15:7-11 ***

Falls unter dir einer von deinen Brüdern in einer deiner Städte in deinem Land, das Jehova, dein Gott, dir gibt, arm wird, sollst du dein Herz nicht verhärten noch die Hand gegenüber deinem armen Bruder verschlossen halten. 8 Denn freigebig solltest du deine Hand für ihn öffnen und ihm auf jeden Fall auf Pfand leihen, so viel, wie er von dem benötigt, an dem er Mangel hat. 9 Hüte dich, daß nicht ein nichtsnutziges Wort in deinem Herzen ist, indem [du] sprichst: ‚Das siebte Jahr, das Erlaßjahr, ist nahe gekommen‘, und daß dein Auge tatsächlich unfreigebig auf deinen armen Bruder blickt und du ihm nichts gibst und er gegen dich zu Jehova rufen muß und es für dich zur Sünde geworden ist. 10 Du solltest ihm auf jeden Fall geben, und dein Herz sollte nicht geizen, wenn du ihm gibst, denn deswegen wird Jehova, dein Gott, dich in jeder deiner Taten und in all deinem Unternehmen segnen. 11 Denn an Armen wird es niemals fehlen inmitten des Landes. Darum gebiete ich dir, indem [ich] sage: ‚Du solltest deine Hand für deinen niedergedrückten und armen Bruder in deinem Land freigebig öffnen.‘

 

Durch das Gebot seinem Bruder gegen ein Pfand zu leihen, bestand eine Sicherheit für den Verleiher, so dass von Seiten der Armen kein Missbrauch aufkommen sollte, auch nicht im Sabbatjahr, wo Schulden erlassen werden sollten! Das Pfand weist darauf hin, dass beim Erlassen ein Unterschied zwischen kommerziellen Regelungen und einem Darlehen gemacht wurde, das jemand empfing, weil er unverschuldet in Not geriet! Niemals aber war es mit Gottes Wort vereinbar, dass Schuldner sich unrechtmässig bereicherten oder auf Kosten der hart Arbeitenden leben sollten! Die Worte des Paulus lassen nicht Raum für Zweifel wie Christen dies sehen sollten!

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 3:7-12 ***

Denn ihr selbst wißt, auf welche Weise ihr uns nachahmen solltet, denn wir haben uns unter euch nicht unordentlich benommen, 8 noch haben wir irgend jemandes Brot kostenfrei gegessen. Im Gegenteil, unter anstrengender Arbeit und Mühsal haben wir Nacht und Tag gearbeitet, um keinem von euch eine kostspielige Bürde zu sein. 9 Nicht, daß wir nicht die Befugnis haben, sondern um uns selbst euch als ein Vorbild hinzustellen, damit ihr uns nachahmt. 10 In der Tat, auch als wir bei euch waren, gaben wir euch gewöhnlich diese Weisung: Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.“ 11 Denn wir hören, daß einige unter euch unordentlich wandeln, indem sie überhaupt nicht arbeiten, sondern sich in etwas einmischen, was sie nichts angeht. 12 Solchen Personen geben wir die Weisung und Ermahnung im Herrn Jesus Christus, daß sie, indem sie in Ruhe arbeiten, ihr selbstverdientes Brot essen sollten.

 

Wer nicht von seiner eigenen Arbeit als Freier sich ernähren konnte musste sich anderen verdingen und Arbeitsdienst als „Sklave“ verrichten! Daran hat sich bis heute nicht viel geändert ausser der Bezeichnung: Angestellter, Mitarbeiter, Lohnarbeiter … !

 

10.2.6.5       Ein Jahr der Erholung für Land, Tiere und Menschen!

In Israel aber war das siebte Jahr war ein Jahr der Ruhe, wo die Erde nicht bearbeitet wurde, weder gesät noch geerntet werden durfte! Das Land selbst und allem was es Leben gab musste eine Erholung haben (2.Mo 23:11).

 

Kein Zweifel, dass dies eine sehr kluge Regelung war! Der Boden konnte sich erneuern und auch Samenarten, die bei intensiver Bodennutzung verloren gegangen wären konnten erneut keimen und ihre Wirkstoffe in den Boden zurückgeben. Eine Verarmung des Bodens wurde dadurch vorgebeugt und auch Insekten und das wildlebende Tier konnten ihren Bestand mehren, was für das gesamte Ökosystem von Vorteil war! (3.Mo 25:1-7)

 

Jehovas Vorkehrung von dreifacher Ernte vor dem Sabbatjahr*** Rbi8  3. Mose 25:20-22 ***

Falls ihr aber sagen solltet: „Was werden wir im siebten Jahr essen, da wir doch nicht säen oder unsere Ernteerträge einsammeln dürfen?“, 21 in diesem Fall werde ich euch bestimmt meinen Segen im sechsten Jahr entbieten, und es soll seinen Ernteertrag für drei Jahre liefern. 22 Und ihr sollt im achten Jahr säen, und ihr sollt vom alten Ernteertrag essen bis zum neunten Jahr. Bis sein Ernteertrag kommt, werdet ihr das Alte essen.

 

Das Befolgen von Jehovas Anweisung würde grossen Segen bringen, so dass im sechsten Jahr die Ernte gross genug für Teile von drei Jahren wären. So ist es auch in der Endzeit mit der Menschenernte! Jesus hatte diese Ernte seiner Saat die „Schafe Israels“ hereinzubringen begonnen, die bereits seit es den „Samen der Frau“ gibt gesät wurde, schon weit vor Moses  und vor Noah war beständig ausgesät worden! Nun ist wiederum eine Ernte reif geworden, diesmal erdenweit, Jesu „andere Schafe“!

 

*** Rbi8  Johannes 4:35-38 ***

Sagt ihr nicht, daß es noch vier Monate sind, ehe die Ernte kommt? Seht! Ich sage euch: Erhebt eure Augen, und schaut die Felder an, daß sie weiß sind zur Ernte. Schon 36 empfängt der Schnitter Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, so daß sich der Sämann und der Schnitter zusammen freuen können. 37 Hierin bewahrheitet sich tatsächlich der Spruch: Einer sät aus, und ein anderer erntet. 38 Ich habe euch ausgesandt, das zu ernten, wofür ihr keine mühevolle Arbeit geleistet habt. Andere haben hart gearbeitet, und ihr habt den Nutzen ihrer mühevollen Arbeit erlangt.“

 

Auch diese Ernte die Jesus durch die Apostel und Jünger unter den Heidennationen hatte einen Anfang im Falle des Kornelius und seiner Hausgemeinschaft und wird zu einem ganz bestimmten Tag abgeschlossen sein, wenn Jesus dem Vater das aufgerichtete und gereinigte „Königreich der (neuen) Himmel“ übergibt! [[Bb]] Das ist am Ende des siebten Sabbatjahres und zu Beginn des Jubeljahres nach Harmagedon. Diesen Tag wollen wir als Christen in der Endzeit deutlich vor Augen behalten!

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde sind"?
 

10.2.6.6       Ist das letzte Jahr des Systems ein Sabbatjahr?

Nur was der Boden selbst hergab, das durfte während des siebten, des Sabbatjahres vom Feld her gegessen werden, ohne dass eine spätere Ernte erfolgen würde! Auch in der Endzeit ist etwas ähnliches erkennbar!

 

Bedenken wir, dass in der Endzeit dem Gerichtstag [B2], wo die „Menschenernte“ an den „anderen Schafen“ eingebracht wird, sechs Monate später erneut der Sühnetag [B2g] folgt! An jenem Tag kommt das Ende der Versiegelung des Überrests der 144.000, das mit der „Hochzeit des Lammes“ an Pfingsten zuvor begonnen hatte. Eine  Reinigung für diese künftigen Priesterkönige erfolgt durch den Hohepriester und auch von der „grossen Volksmenge“, wo ihre weissen langen Gewänder „im Blut des Lammes“ weiss gemacht werden! Der Prophet Daniel erklärt für diese Zeit des Abschlusses: „Und er sagte weiter: ‚Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.‘ “ (Da 12:10)

 

Das Brachliegen des Landes während des SabbatjahresIDarauf folgt ein ganzes Jahr des Brachliegens des „Landes“! Bäume bleiben unbeschnitten. Keine weitere geistige Ernte wird während jenes ganzen Jahres möglich sein, ausser dem, „was nachwächst“, wie zum Beispiel die Kinder gläubiger Familien, bisher ungläubige Ehepartner, die aber durch den Getauften geheiligt waren. Auch bereits zuvor Studierende die Jesus als Richter am Gerichtstag bereits als „Schafe“ betrachtete, die sich noch vor Harmagedon taufen lassen möchten! (Off 7:13, 14) „Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht. (Jak 2:13)

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:14 ***

Denn der ungläubige Mann ist in Verbindung mit [seiner] Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist in Verbindung mit dem Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.

 

Auch geistige Kinder, die ihren geistigen Vätern und Müttern treu ergeben sind, mögen in jener Zeit nach dem Gerichtstag noch getauft werden. Jesus hatte ja deutlich erklärt, dass nicht die fleischliche Verwandtschaft von Wichtigkeit wäre, sondern die geistige! Sie gehören zur Nachlese aus dem Nachgewachsenen des brachliegenden Landes!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:46-50 ***

Während er noch zu den Volksmengen redete, siehe, da stellten sich seine Mutter und seine Brüder draußen hin und suchten ihn zu sprechen. 47 Da sagte jemand zu ihm: Siehe! Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen.“ 48 Als Antwort sagte er zu dem, der es ihm mitteilte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49 Und er streckte seine Hand nach seinen Jüngern aus und sprach: „Siehe! Meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer immer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“

 

Entscheidend, ob wir zu Jesus gehören oder nicht ist es, ob wir Gottes Willen ausführen, was „das Halten der Gebote“ und Beachten Seiner richterlichen Entscheidungen mit einschliesst! Eine Predigttätigkeit nach dem Gerichtstag gegenüber jenen, die Gott bereits verurteilt hat, ist auszuschliessen!

 

 

10.2.7        Eine unüberwindbare Kluft die sich geöffnet hat

 

10.2.7.1       Der arme Bettler Lazarus und der Reiche die durch einen tiefen Graben getrennt bleiben

Dieser Aspekt, dass eine klare Trennlinie kommen wird, geht aus dem Gleichnis Jesu über den armen Bettler Lazarus und den Reichen deutlich hervor. Dieses Ereignis auf der Zeitskala richtig eingeordnet zeigt das Verhältnis, das bei der ersten Rückkehr Jesu [B1] entsteht, wenn er vorab das Gericht am Inneren des Tempels vollstreckt! Im Verhältnis zum armen Lazarus, der an den Toren der grossen und reichen Kirchen wie ein Bettler war, der nach geistigen Krumen und Almosen suchte, sind es beim armen Bettler Lazarus Strassenhunde, die seine offenen Geschwüre lecken!

 

Auch die „zwei Zeugen“ lebten in Sacktuch bekleidet von Brosamen und Almosen, die in geistigem Sinne „vom Tisch des Reichen fielen“! Dennoch prophezeiten sie und stehen „vor dem Herrn der ganzen Erde“! (Off 11:3, 4)

 

(Vergleiche E-Buch: Der falsche Prophet; Kapitel: 14.6.1  Der Bettler Lazarus und der Reiche vor Abraham)

 

Der Reiche und der Bettler Lazarus*** Rbi8  Lukas 16:19-22 ***

Ein gewisser Mensch aber war reich, und er pflegte sich Purpur und Leinwand umzulegen und lebte Tag für Tag fröhlich und in Prunk. 20 Ein gewisser Bettler aber namens Lazarus, der voller Geschwüre war, wurde jeweils an sein Tor gelegt 21 und begehrte, sich mit dem zu sättigen, was vom Tisch des Reichen fiel. Ja auch die Hunde kamen und beleckten seine Geschwüre. 22 Nun starb im Laufe der Zeit der Bettler, und er wurde von den Engeln an den Busen[platz] Abrahams getragen.

 

Der Bettler, der durch die „zwei Zeugen“ der Offenbarung veranschaulicht wird, er starb nicht einfach, sondern er wurde auf Veranlassung jener geistigen Obrigkeit durch deren Liebhaber, das „wilde Tier“ der Politik (in geistigem Sinne?) getötet und lag dreieinhalb Tage „auf den breiten Strassen  der grossen Stadt“, die in geistigem Sinne „Sodom und Ägypten“ genannt wird. Sodom steht für moralisch niedrigsten Stand und Ägypten für Versklavung.

 

Dann aber kam von Gott her „Geist in sie“, sie standen von dem Zustand des Tot seins auf und sie wurden aufgefordert: „Kommt hierherauf!“. Offensichtlich wurde den „zwei Zeugen“ eine erhöhte Stellung angeboten, ein Blick in den künftigen „(ersten, irdischen) Himmel“ der kommenden Verwaltung gewährt, da „Fleisch und Blut“, wie Jesus deutlich erwähnt, ja bekanntlich den geistigen, dritten Himmel Jehovas nicht ererben können! (1.Kor 15:50; 2.Kor 2:2-4; Off 11:7-11) Die Aufforderung daran teilzuhaben durch weiteres Ausharren während der “grossen Drangsal“.

 

Der Zeitpunkt, wo „der wahre Bote des Bundes zu seinem Tempel kommt“ war herangekommen! Unmittelbar nach dem die „zwei Zeugen“ sich auf ihre Füsse stellten, sollte „das Gericht beim Haus Gottes anfangen“! Es war die von Gott durch den Propheten Maleachi vorangekündigte Zeit, wenn der wahre Bote des Bundes zu seinem Tempel kommen würdet! Erfüllung der Vorhersage! Auch Petrus spricht davon in seinem ersten Brief: [B1](Mal 3:1-7, 13-16)

 

*** Rbi8  1. Petrus 4:17-18 ***

Denn es ist die bestimmte Zeit, daß das Gericht beim Hause Gottes anfange. Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen? 18 „Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und der Sünder zeigen?

 

Die Worte Jesu in Matthäus 7, Verse 21 bis 23, wo er zu der christlichen Obrigkeit redet, die in mit „Herr, Herr“ anspricht lässt keinen Raum für Zweifel frei, wann er jene Vorsteher und ihre grossartigen Werke verworfen hat! Sie stellten sich als das „Haus Gottes“ dar und verursachten, dass alle zu ihnen hin in ihre Kirchen strömten!

 

10.2.7.2       Das grosse Erdbeben, das einen Zehntel der grossen Stadt zerstört und siebentausend Tote hinterlässt!

In der Offenbarung wird am Ende jener „dreieinhalb Tage“ der „zwei Zeugen“ von einem „grossen Erdbeben“ gesprochen! Bestimmt war das „Ende des Bundes mit Levi“ am Tag von Jesu Tod, dem 14.Nisan 33 u.Z. auch ein „grosses Beben“, das die „Erde“ erschütterte!

 

Dieses endzeitliche Beben, eines von fünf geschah nachdem die „zwei Zeugen“ wie der verstorbene „Bettler Lazarus“ im Gleichnis tot „in den Strassen der grossen Stadt“ lagen, ohne dass sich jemand um sie gekümmert hätte. In geistigem Sinne war jene Stadt daher wie „Sodom und Ägypten“. Das Erdbeben würde einen Zehntel jener grossen, symbolischen Stadt „Babylon“ zerstören und siebentausend Tote zurücklassen! Siebentausend steht für Vollständigkeit und „jeder Zehnte“ steht für alle Vorsteher. Laut GESETZ wurde einer aus zehn Familien deren Ältester.

 

Der Reiche, der im "Feuer" leidet und der Vater Abraham an Gottes SeiteEbenso wie die „zwei Zeugen“ (keinen physischen?) Tod erlebten, so sind die Führer der Christenheit, die aufgrund des über sie gefällten Urteils in Gottes Augen geistig Tote wurden! Sie sind somit im geistigen Sinn bereits umgekommen, wie „der Reiche“, als er ebenfalls starb! Die „zwei Zeugen“ dagegen kamen am selben Tag wo die christlichen Führer als in geistigem Sinn „Tote“ erklärt wurden wiederum zum Leben! (1.Ti 5:6; Jud 12)

 

 *** Rbi8  Lukas 16:22-25 ***

Auch der Reiche starb und wurde begraben. 23 Und im Hades [[dem menschlichen Grab]] erhob er seine Augen, da er in Qualen war, und er sah Abraham von fern und Lazarus am Busen[platz] bei ihm. 24 Da rief er und sprach: ‚Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle, denn ich leide Pein in diesem lodernden Feuer.‘ 25 Abraham aber sagte: ‚Kind, bedenke, daß du dein Gutes zu deinen Lebzeiten schon völlig empfangen hast, Lazarus aber entsprechend das Schlechte. Nun aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein.

 

Da ist nicht von der Hölle die Rede, wie dieser Begriff Luthers uns glauben machen will, wie auch viele andere Bibelübersetzer dies übernommen haben, sondern von einer sinnbildlichen Pein des Bewusstseins kommender Vernichtung! Abraham spricht vergleichsweise zu jenen verstossenen Kindern, die wie Ismael nicht Miterben „mit den Söhnen der Verheissung“ im Königreich sein werden, obwohl sie das äusserliche Bundeszeichen der Beschneidung haben mögen! Jesus zeigte dies dadurch, dass jene Hinausgeworfenen „mit ihren Zähnen knirschen“ werden, was physisch Tote nicht können, wenn sie erkennen, dass Gottes Königreich für sie verschlossen wurde! (1.Mo 16:15, 17:26; 21:10)

 

Abrahams Same der Verheissung wird die Erde ererben
 

(Vergleiche Grafik: 9.6  Abrahams Same, Jehovas „Frau“, das symbolische Drama von Hagar und Sara)

 

Dies hat für viele die während der Tausendjahrherrschaft von den Toten auferstehen werden genau dieselbe Folge! Sie sehen nun Abraham und Menschen aus den Nationen in der Königreichsregierung tatsächlich gemeinsam zu Tische liegen! Da wird vom neuen ersten „Himmel“ kommender menschlicher Autorität gesprochen! Jeder würde ja den Lohn gemäss seinen Taten erhalten, wie jene Pharisäer und Schriftgelehrten zur Zeit Jesu, denen Jesus deutlich für ihren Unglauben die Gehenna prophezeite, den zweiten Tod, seinen Aposteln aber Königskronen verhiess! (Spr 11:31; Mat 23:15; Apg 24:15; )

 

(Vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“)

 

Jesu warnende Worte über jene, die aus Gottes Königreich hinausgeworfen werden *** Rbi8  Matthäus 8:11-13 ***

Ich sage euch aber, daß viele von östlichen Gegenden und westlichen Gegenden kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Königreich der Himmel zu Tisch liegen werden, 12 während die Söhne des Königreiches in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 13 Dann sagte Jesus zu dem Offizier: „