Newsletter „DER WEG“ 5/11-1    November 2005

Neubearbeitung: 5.8.09; 19.8.16

 

Artikel:  5.11.1  Was ist die tiefere Bedeutung der Opfergaben zu den Festzeiten?

 

2.Teil:  Die Bedeutung der Opfergaben des alten Bundes im neuen Bund

 

    Rückblick auf den 1.Teil dieses Artikels, im NEWSLETTER „DER WEG“ vom September 2005: 5.9.1 Gott Opfer darzubringen hat eine lange Tradition. Welches sind die Opfer die Gott früher wohlgefällig waren und heute mit Gefallen angenommen werden? Ein neuer Bund unter Jesus und eine neue Priesterschaft setzen neue Vorzeichen. Gott selbst sagt, welche Art von Opfern ihm wohlgefällig sind! Opfer können Jehovas Wohlwollen oder seinen Zorn hervorrufen. Was ist aus den Opfern der Vergangenheit für eine Lehre zu ziehen? Gebete sind vor Gott wie „Räucherwerk“. Wie aber reagiert Jehova bei falscher Anwendung durch die Priester, die ihn ohne wahre Berechtigung vertreten?

 

welche Art Räucherwerk ist für Jehova annehmbar?   Im 2. Teil dieses Artikels, im NEWSLETTER „DER WEG“ vom November 2005: 5.11.1 Die Bedeutung der Opfergaben des alten Bundes im neuen Bund behandelten wir die einzelnen Opfer und ihre nähere Bedeutung für Christen.

 

   Zu welchen Opferhandlungen sind Christen angehalten? Jede Amtshandlung in der Stiftshütte schattete etwas vor, das in Beziehung zu Jesus Christus, dem endgültigen Hohepriester und dem erdenweiten, geistigen Tempel steht, den „Gott durch seinen Geist“ und „durch das Lamm“ als dem Hohepriesterkönig bewohnen wird (Eph 2:22; Off 21:22, 23).

 

   Was geschieht, wenn eine unwürdige Priesterschaft vor Gott ein Rauchopfer der Gebete der Heiligen darbringt, das für Gott unannehmbar ist? Eine Betrachtung der Friedensgebete in Assisi unter der Leitung des Papstes!

 

   Jesus warnte deutlich vor Selbsterhöhung. Was können wir aus den Hierarchien der christlichen Kirchen und den Titeln ihrer Amtsträger lernen?

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

11.1.......... Was ist die tiefere Bedeutung der Opfergaben zu den Festzeiten?.. 3

11.1.1......... Die verschiedenartigen Opfergaben unter dem mosaischen Bund. 3

11.1.1.1...... Moses und das Volk Israel waren zu Opferhandlungen verpflichtet 3

11.1.1.2...... Was war der Sinn der verschiedenen Opfergaben im GESETZ?. 4

11.1.1.3...... Gott annehmbare Gebete sind Schlachtopfer der Lippen. 4

11.1.1.4...... Schlachtopfer der Lippen und gute Werke als Opfer darbringen. 5

11.1.1.5...... Opfer die uns etwas kosten oder gar an die Grenze unserer Fähigkeit stossen. 6

11.1.1.6...... Löschung der Sünden ist deutlich an Reue und Jesu Loskaufsopfer geknüpft 7

11.1.2......... Gebete die von Gott erhört werden und wo Jesus reagiert! 7

11.1.2.1...... Ein einziger Mittler für unsere Gebete! 7

11.1.2.2...... Jesus darf auf „Schlachtopfer der Lippen“ und Gebete an Jehova reagieren, was zur Verherrlichung des Vaters dient! 8

11.1.2.3...... Jene, welche Jesus sehen und die, die ihn nicht mehr sehen werden. 8

11.1.2.4...... Gebete an Gott sind stets im Namen Jesu zu äussern! 10

11.1.2.5...... Welches sind die Hauptpunkte, die Jesus erwähnt, damit Gebete erhört werden?. 10

11.1.3......... Die Opfer unter dem Gesetzesbund Mose. 11

11.1.3.1...... Das Einsetzungsopfer, das den neuen Priesterstand öffnet 11

11.1.3.2...... Das Zelt der Zusammenkunft, um darin Dienst zu tun und das Zeremonialgesetz. 12

11.1.4......... Eine Priesterschaft die unwürdig ist vor Gott Opfer darzubringen! 13

11.1.4.1...... Den Sinn der hinter den einzelnen Opfern und Handlungen im Tempel steht erkennen! 13

11.1.4.2...... Das “Heilige des Tempels” des Leibes Christi und jedes Christen und wer Dienst darin tun darf 15

11.1.4.3...... Der Priester der Rauchopfer darbringen darf und die Art der erlaubten Rauchopfer 15

11.1.4.4...... Das “Haupt des Mannes” sollte nicht bedeckt sein, wenn er betet 17

11.1.4.5...... Auflehnung gegen die göttlichen Normen in der Christenheit 17

11.1.4.6...... Wer in einem Punkt lügt, der wird auch weiterhin Lügen zuneigen! 18

11.1.5......... Auf Selbsterhöhung folgt Erniedrigung, auf Selbsterniedrigung Erhöhung! 19

11.1.5.1...... Uns wie Kinder erniedrigen, statt sich zu erhöhen und titelsüchtig zu werden. 19

11.1.5.2...... Sich auf Mose Stuhl zu setzen bringt Unehre ein, daran ändern überhöhte Stellung und schöne Titel nichts! 20

11.1.5.3...... Ausser Gott sind jedem anderen „Haupt“ Grenzen gesetzt! 21

11.1.5.4...... Anmassende Vertreter Jesu auf Erden. 22

11.1.5.5...... Jehova teilt durch seinen Hohepriester jedem sein Amt und die Pflichten zu. 22

11.1.5.6...... Nur wer die Zeitachse beherrscht kann die Zusammenhänge kommender Dinge wirklich verstehen! 24

11.1.5.7...... Tiefe “geistige Finsternis” und “Wölfe in Schafspelzen” waren schon früh angesagt! 25

11.1.6......... Der “neue Bund” und das Erscheinen der auserwählten Priester im fertiggestellten Tempel 26

11.1.6.1...... Der “neue Bund” mit veränderten Opfern und der neuen Priesterschaft 26

11.1.6.2...... Die wahren Söhne des Königs sind von der Tempelsteuer befreit! 27

11.1.6.3...... Statt Erbpriesterschaft kommt Berufung und schlussendliche  Auserwählung. 28

11.1.6.4...... Erbbesitz in Israel und auf der ganzen Erde für die Treuen, die kommende Königspriesterschaft 28

11.1.6.5...... Lohn für die Sklaven, die Propheten, die Heiligen und alle die Gottes Namen fürchten. 29

11.1.6.6...... Verfolgung bis zum Ende ergibt grossen Lohn. 29

11.1.7......... Vorzeichen früherer Tage als Wegweiser in der Endzeit 30

11.1.7.1...... Die Söhne Josephs: Ephraim und Manasse in der Zeit des Endes. 30

11.1.7.2...... Statt Erbschaft nun Verheissung, Berufung und Auserwählung als Erbe einer Welt! 30

11.1.7.3...... Die Reinigung der Söhne Levis in der Endzeit verstehen lernen! 31

11.1.7.4...... Warnendes Beispiel Nadabs und Abihus, was unerlaubten Priesterdienst betrifft! 32

11.1.7.5...... Bei Jesu Rückkehr waren es „siebentausend“ die durch ein Erdbeben starben! 32

11.1.7.6...... Festzeiten, die für das fleischliche, das geistige und das im kommenden System ebenso für das vereinte Israel gelten! 33

11.1.7.7...... Sich dem himmlischen Jerusalem nähern. 34

 


 

11.1                Was ist die tiefere Bedeutung der Opfergaben zu den Festzeiten?

 

 

11.1.1        Die verschiedenartigen Opfergaben unter dem mosaischen Bund

 

11.1.1.1       Moses und das Volk Israel waren zu Opferhandlungen verpflichtet

Jehova legte Moses gegenüber seine Bestimmungen die Opfergaben betreffend in Geboten fest. Diese sind in jenem Teil des GESETZES enthalten, der für Aaron und dessen Priesterschaft gelten und ihren Dienst in der Stiftshütte und später im Tempel festlegten. Wir wissen durch die Erklärungen des Paulus, dass diese Dinge etwas Grösseres vorschatteten, das durch Christus zur Wirklichkeit wurde. Wir möchten erkennen, wie dies zu verstehen ist.

 

Mit Jesus, als neuem Hohepriester, kam ein Wechsel in jenem Teil des GESETZES, das Zeremonialgesetz genannt wird, so dass jene Bestimmungen des Zeremonialgesetzes die mit der Priesterschaft, den Opfern und den Handlungen im  Tempel die für das fleischliche Israel verbindlich waren, für Christen nicht weiter Pflicht sind, respektive durch andere Handlungen Ersatz fanden! Somit lohnt es sich für uns diese Regelungen genau kennen zu lernen, um den Sinn zu erfahren, der hinter jeder Art von Opfergaben steckt. Jedes dieser Opfer ist auch für Christen in seiner veränderten Form verbindlich und Jesus als neuer, von Gott selbst eingesetzter Hoherpriester legte fest, wie wir diese Opfergaben darzubringen haben!

 

Die Art der Schlachtopfer und ihre Zeremonien wurden im GESETZ von Gott durch Moses festgelegt*** Rbi8  3. Mose 7:37-38 ***

Dies ist das Gesetz [[GESETZ]] in bezug auf das Brandopfer, das Getreideopfer und das Sündopfer und das Schuldopfer und das Einsetzungsschlachtopfer und das Gemeinschaftsschlachtopfer, 38 so wie Jehova es Moses auf dem Berg Sinai geboten hatte an dem Tag, an dem er den Söhnen Israels gebot, ihre Opfergaben Jehova in der Wildnis Sinai darzubringen.

 

So wie Moses das Zelt der Zusammenkunft, alle Gerätschaften  und alle Handlungen der Priester darin durch Jehova exakt vermittelt erhielt und sie entsprechend auszuführen hatte, so instruierte Jehova auch Jesus für den geistigen Tempel, der aus lebenden Herzen bestehen soll und zeigte, in welcher Form jeder von uns in seinem eigenen Leib nun heiligen Dienst darzubringen hat.

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:16-17 ***

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

Paulus spricht zu jedem Christen, auch wenn der Brief an die Versammlung Korinth gerichtet war! Wenn jeder von uns ein Tempel ist, warum brauchen wir dann noch steinerne Tempel, Kirchen und grosse Versammlungslokale? Wenn die Opfergaben dazu dienen, eine Priesterschaft zu erhalten, die Forderungen auf Luxus und ein gutes Leben stellt, so geht dies zu Lasten der „Schafe“ und der Qualität ihrer Belehrung, weil sie um des Gewinnes willen Dinge verlangen die ungebührlich sind oder Kompromisse eingehen, die Gott nicht akzeptiert! (Joh 4:20-26)

 

*** Rbi8  2. Mose 23:6-8 ***

Du sollst die richterliche Entscheidung deines Armen in seinem Streitfall nicht beugen.

7 Von einem falschen Wort sollst du dich fernhalten. Und töte nicht den Unschuldigen und den Gerechten, denn ich werde den Bösen nicht gerechtsprechen.

8 Du sollst keine Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet Klarsehende und kann die Worte Gerechter verdrehen.

 

Angeklagt: Der PapstWer dem Hunger nach Macht, nach Ansehen oder nach Luxus anhängt wird käuflich! Diese Dinge manifestieren sich oft im äusseren Erscheinen der Kirchen und ihrer Amtsträger! Titelsucht, prunkvolle Bauten, Zurschaustellung der grossartigen Taten und aufwendige Grosszusammenkünfte widerspiegeln den Geist der dahinter steckt! Sehr viele Kirchenführer sind solchen Begierden zu Opfer gefallen und haben Dinge geduldet, anerkannt oder gefördert die mit Gottes Massstab der Gerechtigkeit nicht im Einklang sind! Ihre Form der Opfer sind Gott ein Abscheu geworden! Christen sind geistige Juden und die gesetzlichen Bestimmungen sollten in ihr Herz geschrieben sein und sich in ihren Taten der Gottergebenheit widerspiegeln!

 

*** Rbi8  Römer 2:17-24 ***

Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]] ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

Wegen solcher Dinge wurde auch die Christenheit mit ihren unzählbaren Kirchen Gott zum Abscheu und unter den Nationen lästert man die Christenheit, weil in ihr jede Art Übel geduldet und gezüchtet wurde! Christliche Vorsteher setzen ihren Stolz in Gottes GESETZ und berufen sich auch auf Moses und den Samen Abrahams, Jesus, denn aus dem GESETZ lesen sie ihr Recht als Vorsteher, sie selbst aber handeln zu oft gegen das, was das GESETZ erlaubt und tun das, was es verbietet!

 

Wurkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen
 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

11.1.1.2       Was war der Sinn der verschiedenen Opfergaben im GESETZ?

Hinter jeder einzelnen Art von Opfergaben, die Jehova im GESETZ verlangte, steht ein tieferer Sinn, der sich auch für Christen derselbe bleibt! Der Tempel stellte das zentrale Heiligtum Israels dar, zu dem sich Israel zu versammeln hatte. Christen aber müssen sich zu ihrem Führer, zu Jesus hin versammeln, der als Hoherpriester direkt vor Jehova steht, im Allerheiligsten des Himmels. Sie bilden als Gesamtes einen heiligen Tempel den Gott durch seinen Geist bewohnt. Da Jesus seit seiner Rückkehr in den Himmel wiederum ein Geistwesen ist, kann er von seiner erhöhten Position aus die Dinge jeder Versammlung berücksichtigen und auf Gebete eingehen, die wir jedoch ausschliesslich an den Vater, Jehova, richten sollen! Jesus betete zu unserem Vater im Himmel! Er schloss sich als Sohn ins Gebet mit ein. Gebete an den Vater sollen im Namen Jesu gesprochen werden! (Mat 6:9)

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!
 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

*** Rbi8  Johannes 14:13 ***

Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde.

 

Obwohl Jesus dem Fleische nach abwesend ist, so ist er doch dem Geiste nach jedem seiner Nachfolger nahe! Als er nach seiner Auferstehung etwa fünfhundert versammelte Jünger aufforderte auf der ganzen Erde zu predigen, zu taufen und zu belehren, da versprach er ihnen auch, dass er bis zum Abschluss in Harmagedon mit ihnen sein würde, zumindest im Geiste! Erst nach Harmagedon wird er zurückkehren und für immer bleiben.

 

*** Rbi8  Matthäus 28:20 ***

Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Das bedeutet nicht, dass er mit jedem einzelnen zu jedem Zeitpunkt sein könnte! Dazu müsste er sich ja aufteilen und das kann ein Engel ebenso wenig wie wir dies können! Aber wie ein Direktor einer Firma oder ein Präsident eines Landes sich gleichzeitig vieler Probleme annehmen kann, indem er diese an Untergebene delegiert, so hat Jesus seine Engel, die durchaus viele Aufgaben gleichzeitig erledigen können!

 

11.1.1.3       Gott annehmbare Gebete sind Schlachtopfer der Lippen

Jehova bezeichnete die Vorsteher Israels als „Diktatoren Sodoms“ und das Volk als Leute von Gomorra. Jene brachten ihm die nach dem GESETZ vorgeschrieben Opfer für ihre vielfältigen Sünden und glaubten dadurch vor Gott wiederum rein zu sein.

 

Tel Aviv Pride 2016: Schwulen und Lesben ParadeJehova aber missfiel dies und er klagte durch Jesaja deutlich, dass sein GESETZ gehalten werden müsste und Er auf die Gebete Ungerechter nicht hört! Die Vorsteher Israels nannte er gar Diktatoren! 

 

*** Rbi8  Jesaja 1:10-17 ***

Hört das Wort Jehovas, ihr Diktatoren von Sodom. Schenkt dem Gesetz [[GESETZ]] unseres Gottes Gehör, ihr Leute von Gomorra. 11 Von welchem Nutzen ist mir die Menge eurer Schlachtopfer?“ spricht Jehova. „Ich habe genug gehabt der Ganzbrandopfer von Widdern und des Fettes wohlgenährter Tiere; und am Blut von jungen Stieren und männlichen Lämmern und Ziegenböcken habe ich kein Gefallen gehabt. 12 Wenn ihr dauernd hereinkommt, um mein Angesicht zu sehen, wer ist es, der dies von eurer Hand gefordert hat, meine Vorhöfe zu zertreten? 13 Hört auf, noch weitere wertlose Getreideopfer hereinzubringen. Räucherwerk — es ist mir etwas Verabscheuungswürdiges. Neumond und Sabbat, das Einberufen einer Zusammenkunft — ich kann die [Benutzung] unheimlicher Macht zugleich mit der feierlichen Versammlung nicht ertragen. 14 Eure Neumonde und eure Festzeiten hat meine Seele gehaßt. Mir sind sie zur Bürde geworden; ich bin müde geworden [, sie] zu tragen. 15 Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden. 16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun. 17 Lernt Gutes tun; forscht nach dem Recht; weist den Bedrücker zurecht; fällt [einen] Rechtsspruch für den vaterlosen Knaben; führt die Rechtssache der Witwe.“

 

Nicht der Besuch des Tempels und das Darbringen von Schlachtopfern waren von Israel in erster Linie verlangt, sondern das Halten von Gottes Geboten! Gerechtigkeit und Nächstenliebe sollten durch das Erforschen des GESETZES gelernt werden! Die Vorsteher mussten wahres Recht sprechen und nicht sinnlose Gebete für die unverbesserlichen Sünder sprechen! Sünder ohne echte Reue und wirklicher Taten der Umkehr mussten der verdienten Strafe zugeführt werden! Israel sollte rein sein von willentlichen Gesetzesübertretern! Räucherwerk stellte die Gebete dar, sie waren wertlos geworden. Gott hört nicht auf Sünder, die nicht von Herzen zu ihm umkehren!

 

Die Schlacht- und Ganzbrandopfer waren als eine Strafe für einmaliges, unbewusstes Übertreten des GESETZES eingesetzt und nicht eine fortdauernde Ritualhandlung, für andauernde Gesetzesübertretung! Das war ein Missbrauch der göttlichen Vorkehrung für Sündenvergebung! Dadurch wurde der Sinn der Opfer in ihr Gegenteil verdreht! Das ist wie heute bei der katholischen Ohrenbeichte, die ein Missbrauch von Gottes Vorkehrung darstellt sich gegenseitig Sünden zu vergeben. Dies  beinhaltet eine förmliche Einladung zum Sündigen! Jesaja bezeichnet die geistlichen Führer Israels als Diktatoren Sodoms. Ebenso erwähnt Johannes in Offenbarung 11:8 die Christenheit der Endzeit als die „Strassen Sodoms und Ägyptens“! Ägypten unterdrückte Israel sklavisch und Sodom war ein Ort ungebremster sexueller Freizügigkeit. Die Christenheit vereint beide Übel!

 

Beichte vor dem Priester: Jehovas Erfordernis?Beichte  [1]

 

   Die iroschottischen Missionare brachten den Brauch, die Sünden - im Altarraum - einem Priester zu bekennen, der aufgrund der Bußbücher die "Tarifbuße" festsetzte. Die Lossprechung erfolgte nach deren Ableistung, später gleich. Das 4. Laterankonzil (1215) schrieb vor, schwere Sünden jährlich zu beichten. Das Bekenntnis lässlicher Sünden vor dem Kommunionempfang kam in der Neuzeit auf. Beichtstühle gibt es seit dem 16. Jahrhundert.

 

   Um der Kontrolle durch den eigenen Pfarrer zu entgehen, beichteten viele gerne an Wallfahrtsorten oder wenn ein "fremder Beichtvater", meist vor Ostern in die Pfarre kam. Als Bestätigung der absolvierten Osterbeichte wurden kleine Zettel oder Andachtsbilder ausgegeben. Die Neuordnung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sieht die "Feier der Versöhnung" sowohl für einzelne als auch als gemeinschaftliche Feier vor. 

 

Keine Frage, dass diese Kirchengebote in Wirklichkeit Gottes Gebot betreffend Reue und Sündenvergebung in Verbindung mit Wiedergutmachung und geistigen Opfern ausser Kraft brachte.

 

Reue und Sündenvergebung
 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

Die gesetzlich vorgeschriebenen Zusammenkünfte in den Synagogen (Versammlungen) und selbst im Tempel waren in Israel zur Zeit Jesajas zudem vermischt mit Spiritismus, wo erneut Götterkult betrieben und mit dämonischen Geistwesen Kontakte gepflegt wurden, die man um Hilfe anflehte während man gleichzeitig sich Gott nahte. In der Christenheit fällt der Marienkult und die Verehrung der Heiligen und Engel unter genau dieselbe Anklage! (Off 19:10)

 

11.1.1.4       Schlachtopfer der Lippen und gute Werke als Opfer darbringen

Paulus empfiehlt Christen Jehova „Schlachtopfer der Lippen“ darzubringen, indem wir öffentlich Jehova lobpreisen, nicht als religiöse Show vor vielen Zuschauern, sondern, indem wir Mitmenschen bei jeder passenden Gelegenheit auf seine Werke der Schöpfung, sein GESETZ und sein Vorhaben für die Zukunft verweisen und zeigen, dass die Bibel den klügsten Rat für unsere Tage gibt!

 

*** Rbi8  Hebräer 13:15-16 ***

Durch ihn [[(unseren Hohepriester Jesus)]] laßt uns Gott allezeit ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die eine öffentliche Erklärung für seinen Namen abgeben. 16 Überdies, vergeßt nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig.

 

Die andere Art von Schlachtopfern die Jehova wohlgefällig sind die Dinge, die Christen mit anderen teilen! Gelebte Nächstenliebe, wo wir das Gute tun, wo dies in unserer Macht steht!

 

Im Hinblick auf Gebete gab Jehova Christen deutliche Anweisung wie jene gestaltet sein sollten, indem JHWH durch Jesus das Mustergebet, das Vaterunser vorlegte, das alle wichtigen Punkte eines für Gott annehmbaren Gebetes umfasst! Das Gebet richtet sich ausschliesslich an den Vater im Himmel! Die Heiligung des Namens Gottes, der Wunsch, dass Sein Wille geschehe, dass Sein Königreich auf der Erde zu herrschen beginnen möge, diese drei Bitten stehen vor den persönlichen Belangen! Bitten um persönliche Dinge dürfen niemals Gottes GESETZ und Seinem Willen widersprechen, da wir ja sonst gegen sein erklärtes Wort handeln würden!

 

Ein Gebet muss somit aus Geist und Verstand heraus gesprochen werden, und was wir sagen muss der Wahrheit entsprechen. (Mat 6:9-13) Das Geschehen von Jesu Zufallstreffen mit einer Samaritanerin am Brunnen von Sychar denkt vieles auf, was uns Anleitung in Bezug auf Gebete gibt:

 

Jesus und die Samaritanerin am Brunnen von Sychar*** Rbi8  Johannes 4:21-24 ***

Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg [[(Gerisim, einem der drei Orte wo die drei Kälber angebetet wurden (5.Mo 11:29; 2.Chr 11:13-17))]] noch in Jerusalem anbeten werdet. 22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden [[(Jesus als Mittler und Retter)]]. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“

 

Mit Jesu Kommen zur Erde hatte der steinerne Tempel seinen Dienst beendet. Künftig sollte der wahre geistige Tempel seinen Dienst tun, Menschenherzen, die Gott wirklich suchen und ihre Gebete zu jeder Zeit und an jedem Ort zu ihm erheben! Das Vorbild des Tempels und was der Dienst der Priester uns lehren sollte, jene Lektion war bei Jesu Tod in veränderter Form Wirklichkeit geworden! Was für die Nation Israel in seinen Begrenzungen galt musste nun auf die gesamte Erde erweitert werden, was Veränderungen innerhalb des GESETZES erforderte, die Jesus uns erklärte

 

Jehova „mit Geist und Wahrheit“ anzubeten bedeutet verstandesmässig das zurechtzulegen und in Worte zu kleiden, was wir im Einklang mit Gottes Willen für uns oder andere wünschen! Dazu müssen wir Gottes Willen erforschen, das bedeutet die Bibel beständig lesen und Zusammenhänge erkennen. Es bedeutet auch Unwahrheit die uns gelehrt wurde durch unverfälschte Wahrheit zu ersetzen! Die bedeutet wiederum wach zu sein, um notwendige Veränderungen auszuführen.

 

Hört Gott auf stereotyp abgelesene Gebete?Jesus zeigte auch, dass das Wiederholen von auswendig gelernten Gebetssprüchen oder das Herunterlesen von Standardgebeten nutzlos ist! Warum? Weil sie nicht aus dem Herzen fliessen und oft wenig mit Wahrheit gemein haben! Jesus wiederholte das „Vaterunser“ niemals mehr, er hatte es als ein Muster gezeigt, um die Prioritäten innerhalb des Gebetes aufzuzeigen!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:5-8 ***

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 6 Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten. 7 Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen. 8 So macht euch ihnen nicht gleich, denn Gott, euer Vater, weiß, welche Dinge ihr benötigt, schon ehe ihr ihn überhaupt bittet.

 

Der Vater kennt unser Gebilde und unsere Gedanken sehr wohl! Jesus warnt deutlich auch nicht hinter Evangelisten herzurennen, die moderne Kommunikationsmittel publikumswirksam einzusetzen wissen! Sie sind es, die ihren Lohn bereits erhalten haben, sie machen grosse Worte und stellen sich als Jesu Vertreter dar! Christsein benötigt aber keine Show, es ist eine Form des Lebens, ein Weg, der durch Christus hin zu Gott führt!

 

Wir sollen, um für Gott annehmbar zu sein, unser Herz reinigen! Wir selbst müssen das Gott annehmbare Opfer sein! Dazu ist ein Dienst für Gott notwendig: Hören, was er von uns erwartet und es auch mit Vernunft tun!

 

*** Rbi8  Römer 12:1-2 ***

Daher bitte ich euch inständig, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber als ein lebendiges, heiliges, für Gott annehmbares Schlachtopfer darzustellen, [das ist] ein heiliger Dienst gemäß eurer Vernunft. 2 Und formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt, damit ihr durch Prüfung feststellen könnt, was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist.

 

Paulus stellt wie immer unseren durch guten Gebrauch geschärften Verstand ins Zentrum, der unseren Leib führt und der sich anhand des geschriebenen Wortes ausrichtet und zwischen gut und schlecht gemäss Gottes Willen zu unterscheiden weiss!

 

11.1.1.5       Opfer die uns etwas kosten oder uns gar an die Grenze unserer Fähigkeit stossen

In eindringlicher Weise zeigte Jesus diesen Punkt kurz unter härtester Bedrängung vor seinem Tod: Opfer können von uns etwas Grosses abverlangen, was uns an die Grenze unserer Fähigkeit bringen mag! Jesus wusste, dass der Zeitpunkt seines Leidens und Todes gekommen war. Er kannte die „Zeiten und Zeitabschnitte“ die ihm schon bei seinem ersten Kommen galten! Das grösste Opfer sollte er selbst sein, das Gott nun dargebracht würde. Er wusste aus den Propheten, was nun kommen musste. Würde er aber stark bleiben, jetzt, wo die grösste Prüfung auf ihn zukam? Er bat den Vater: (Mat 26:18; Mk 1:15; 13:33; Joh 7:6-8)

 

*** Rbi8  Matthäus 26:37-39 ***

Und er nahm Petrus und die beiden Söhne des Zebedäus mit und fing an, betrübt und schmerzlich beunruhigt zu sein. 38 Dann sprach er zu ihnen: „Meine Seele ist tief betrübt, ja bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir. 39 Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht, betete und sprach: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

 

Jesus bat darum, dass dieses Opfer von ihm genommen werde, wusste aber, dass Gottes Wille auch in Bezug auf Leiden, Leben und Tod den Vorrang hat! Da Gott für Sünde niemals Straffreiheit gewährt musste sein eigener Sohn als Unschuldiger für unsere Sünden leiden und sterben, um so den gegen uns lautenden Fluch und damit verbunden den Strafvollzug von uns wegzunehmen der uns gilt! Gott konnte und durfte Jesu Gebet um Befreiung nicht erhören und Sein Wille betreffend die Erlösung der Menschheit musste geschehen. Gottes eigenes Liebesopfer musste erfüllt werden und bestimmt bewegte ihn das Gebet seines geliebten Sohnes! Was geschrieben stand musste sich erfüllen! Auf Gottes Wort ist stets verlass, im Guten wie zum Schlechten!

 

"Nein" ist ein kompleter Satz. Er braucht weder Erklärung, noch Rechtfertigung.*** Rbi8  2. Korinther 1:18-22 ***

Aber auf Gott ist Verlaß, daß unser an euch gerichtetes Wort nicht Ja und doch Nein ist. 19 Denn der Sohn Gottes, Christus Jesus, der unter euch durch uns gepredigt wurde, nämlich durch mich und Silvanus und Timotheus, ist nicht Ja und doch Nein geworden, sondern ein Ja ist in seinem Fall ein Ja geworden. 20 Denn so viele Verheißungen Gottes es auch gibt, sie sind durch ihn zum Ja geworden. Daher wird auch durch ihn das Amen [gesagt], Gott zur Herrlichkeit durch uns. 21 Er aber, der dafür bürgt, daß ihr und wir Christus angehören, und der uns gesalbt hat, ist Gott. 22 Er hat uns auch sein Siegel aufgedrückt und hat uns das Unterpfand für das, was kommen soll, nämlich den Geist, in unser Herz gegeben.

 

Gott verspricht den Treuen ewiges Leben! Sein Wort wird sich bestimmt erfüllen! Wenn Gott zu jemandem spricht, dass er sterben wird, weil er sündigt, so wird er ebenso bestimmt sterben! Wenn Gott aber Sündentilgung für Vergehen verspricht, die abhängig macht von Umkehr, echter Reue und Werken der Reue, dann trifft dies bestimmt zu! Diese Werke müssen Opfern entsprechen, die uns etwas abverlangen. Jesus ist die Bestätigung, dass das, was Gott gesprochen hat auch so sein wird! Jehova befreite ihn nicht vom Tod, weil er sein Wort gebrochen hätte! Gott bricht sein Wort aber nie!

 

Jesus entwand sich in der Stunde seiner Prüfung dem Tod nicht durch eine mögliche Flucht, sondern erwartete ihn und wankte später nicht, als Judas kam, um ihn zu verraten, als die Priester ihn höhnten, misshandelten und verurteilten, als Pilatus und Herodes Spott mit ihm trieben. Er verleugnete weder seinen Vater, noch seine Sohnschaft noch seinen Auftrag! Auch wir haben diesen Geist der Wahrheit bei unserer Taufe und unserer Versiegelung als zu Christus gehörend erhalten! Wir sollen Jesu Schritten genau nachfolgen auch dann, wenn dies für uns negative Folgen haben kann!

 

Wir müssen den Geist des Glaubens an Jesu Loskaufsopfer, seine Auferstehung und sein Wiederkommen im Herzen tragen! Dieser Geist des Glaubens an Jesu Loskauf ist das Unterpfand, dass auch wir siegreich unsere eigenen Prüfungen überstehen werden!

 

So wie im Falle Jesu ist es auch mit unseren Gebeten: Nicht alles, was wir wünschen wird oder sollte Gott erfüllen, Sein Wille hat Vorrang! Jehova aber sandte auf Jesu Gebet hin einen Engel, der Jesus in jenem Moment stärkte! Lukas zeigt die Wichtigkeit des beständigen Betens zur Zeit einer Prüfung!

 

Jesus findet im Garten Gethsemane seine Jünger schlafend*** Rbi8  Lukas 22:41-46 ***

Und er selbst zog sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit zurück und kniete nieder und begann zu beten, 42 indem er sprach: „Vater, wenn du willst, entferne diesen Becher von mir. Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe.“ 43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. 44 Als er jedoch in Todesangst geriet, fuhr er fort, noch inbrünstiger zu beten; und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die zur Erde fielen. 45 Und er stand vom Gebet auf, ging zu den Jüngern und fand sie vor Kummer schlummernd; 46 und er sprach zu ihnen: „Warum schlaft ihr? Steht auf und betet unablässig, damit ihr nicht in Versuchung geratet.“

 

Jesus war sich der ausserordentlichen Wichtigkeit des richtigen Handelns in dieser Situation völlig bewusst! Als Mensch aber hatte er Angst vor dem Leiden und Tod! Er musste dies auf sich nehmen, um unserer Sünden wegen, ein Gerechter für Ungerechte!

 

*** Rbi8  1. Petrus 3:18 ***

Ja, auch Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, [er,] der im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste [[(vorab, unmittelbar beim Tode)]] lebendig gemacht wurde.

 

Die Vergebung unserer eigenen Sünden seitens Gottes und jener unseres Nächsten sind mit annehmbaren Opfern, Reue und Taten der Reue somit eng verbunden! Die Tilgung unserer Sünden aus dem Buch der Vergehungen ist von Jesu Opfertod abhängig! Die blutigen Tieropfer auf dem Altar des Tempels konnten diese Tilgung nicht erreichen! Wir werden diesen Zusammenhang noch näher betrachten. Gottes Gerechtigkeitssinn zu verstehen und ihn anzuwenden, dies erst führt zu gerechten Verhältnissen!

 

11.1.1.6       Löschung der Sünden ist deutlich an Reue und Jesu Loskaufsopfer geknüpft

Paulus gibt im Brief an die Hebräer einige nützliche Hinweise, wo er auf die Worte Jeremias im Kapitel 31, Verse 33, 34 verweist, die auf die Zukunft gerichtet sind, wenn Jesus dem Vater das aufgerichtete „Königreich der (neuen) Himmel“ übergibt: [Bb1]

 

*** Rbi8  Hebräer 8:10-12 ***

‚Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht Jehova. ‚Ich will meine Gesetze [[GESETZE]] in ihren Sinn legen, und in ihre Herzen werde ich sie schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.

11 Und sie werden keineswegs ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder lehren, indem sie sprechen: „Erkenne Jehova!“ Denn sie alle werden mich erkennen, vom Geringsten bis zum Größten von ihnen. 12 Denn ich werde ihren ungerechten Taten gegenüber barmherzig sein, und ich werde ihrer Sünden bestimmt nicht mehr gedenken.‘ “

 

Nicht das GESETZ sondern der auf uns lastende Fluch wird an den Stamm genageltDer gerechte Hiob war sich bestimmter Vergehungen und Sünden nicht bewusst und bat Gott inständig: “In welcher Weise habe ich Vergehungen und Sünden? Laß mich meine eigene Auflehnung und meine eigene Sünde erkennen.“ (Hi 13:23)

 

Nur Sünden die aus der Schriftrolle der Vergehungen ausgetilgt sind wird Gott nicht weiter gedenken! Der „Fluch auf Sünde“ wurde doch „an den Stamm geheftet“: „Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.‘ “ (Gal 3:13)

 

Petrus zeigt diesen Zusammenhang in seiner Ansprache an Pfingsten, wo er die ersten dreitausend Juden durch Taufe in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ eintreten liess, dem erdenweiten Reich der Liebe Jehovas zum neuen Priesterkönig Jesus und all denen, die diesen Wechsel annahmen und begrüssten! Die Taufe löschte frühere Sünden. Jene Juden aber hatten schon vor dem Pfingstfest ihre eigenen Sünden bereut gehabt, sie konnten ja nur in reinem Zustand in den Vorhof des Tempels kommen! (3.Mo 15:31; Hes 3:10; Sach 5:3, 4)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 3:19-21 ***

Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.

 

Die kollektive Schuld am Tod Jesu sollten sie nun eingestehen und ihrerseits bereuen! Sie musste ihre Hoffnung an den Christus stärken, die sie eben erst durch die Worte des Petrus in ihr Herz gelegt hatten! Sie sollten nun Jesu Wiederkommen vom Himmel zur Erde erwarten, der aber erst zur Zeit der „Wiederherstellung aller Dinge“, während der von den Propheten angekündeten Endzeit, zurückkehren soll! Die Taufe nach ihrer Reue würde alle ihre früheren Sünden auslöschen (Da 12:1-4; Mat 19:28)

 

Kennst du die Hauptereignisse der Endzeit im logischen Ablauf?
 

 

11.1.2        Gebete die von Gott erhört werden und wo Jesus reagiert!

 

11.1.2.1       Ein einziger Mittler für unsere Gebete!

Bitten, die wir zu Gott richten, werden zu Gottes eigenem Zeitpunkt erhört, wenn solche Bitten berechtigt sind und im Einklang mit Gottes Willen gesprochen werden! Dabei gibt es keine zwischen-Mittler, wie dies die Priesterschaft für sich beansprucht! Auch keine durch Menschen erklärten Heiligen im Himmel oder Maria oder irgendwelche Engel werden von Gott als Mittler anerkannt! Wir sind deutlich gewarnt uns vor solchen in ungebührlicher Weise zu verneigen! Anbetung gebührt ausschliesslich Gott!

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:8-9 ***

Nun, ich, Johannes, war es, der diese Dinge hörte und sah. Und als ich gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um vor den Füßen des Engels anzubeten, der mir diese Dinge gezeigt hatte. 9 Er aber sagt zu mir:Sieh dich vor! Tu das nicht! Ich bin nichts weiter als ein Mitsklave von dir und von deinen Brüdern, die Propheten sind, und von denen, die die Worte dieser Buchrolle halten. Bete Gott an!

 

Paulus zeigt in mehreren seiner Briefe eine Abstufung in der Unterordnung! Das Haupt jeden Mannes ist Christus! Das Haupt des Christus aber ist Gott und Jesus erscheint direkt vor Jehova als Hoherpriester im Allerheiligsten des Himmels! Paulus lässt an der ununterbrochenen Rangfolge keinen Zweifel! Er erwähnt keinerlei separate Priesterschaft als Mittler zwischen Mensch und Gott!

 

Jehovas Formen der Kommunikation mit den Menschen
 

(Vergleiche Grafik:  9.2  Jehovas Kommunikationskanal)

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:3 ***

Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott.

 

Was denn ist die Aufgabe der Versammlungsvorsteher? Jesus zeigt in der Offenbarung mittels seiner Ermunterungen und Korrekturen, die er durch den Apostel Johannes an jeden einzelnen „Engel“ (gr.: ággelos, Bote) der sieben Versammlungen sendet, also an deren Vorsteher, dass jene älteren Männer zur Durchsetzung von Gottes Recht beauftragt und berechtigt sind, nicht aber Mittler von Gebeten sind! Sie sind verpflichtet die Reinheit der Versammlung zu gewährleisten, sprechen Gebete vor der Versammlung, um diese zu stärken, können mit einzelnen Gliedern Gebete sprechen, Gott um Hilfe und Anleitung in schwierigen Situationen bitten. Mittler aber bleibt stets Jesus, der einzige der sich als Lösegeld für jeden von uns hingegeben hat! (Off 1:20-3:22)

 

(Vergleiche Grafik:  Die sieben Versammlungen der Offenbarung)

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:5-6 ***

Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden.

 

Keine Priesterschaft ist somit notwendig, um Ritualhandlungen zu vollziehen oder für uns vor Gott zu erscheinen!

 

11.1.2.2       Jesus darf auf „Schlachtopfer der Lippen“ und Gebete an Jehova reagieren, was zur Verherrlichung des Vaters dient!

Jesus sagte dazu folgendes zu seinen Aposteln, das auch für uns gilt, die wir den Schritten der Apostel exakt nachzufolgen versuchen. Philippus hatte Jesus zuvor gebeten: „Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns!“. Jesus zeigte Philippus wichtige Zusammenhänge, welche die Apostel zu jenem Zeitpunkt noch nicht voll begriffen hatten.

 

Machen sie sich bereit für die Rückkehr Christi *** Rbi8  Johannes 14:9-21 ***

Jesus sprach zu ihm: „So lange Zeit bin ich bei euch gewesen, und dennoch hast du mich nicht kennengelernt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat [auch] den Vater gesehen. Wie kommt es, daß du sagst: ‚Zeige uns den Vater.‘? 10 Glaubst du nicht, daß ich in Gemeinschaft bin mit dem Vater und der Vater in Gemeinschaft ist mit mir? Die Dinge, die ich zu euch spreche, rede ich nicht aus mir selbst; sondern der Vater, der in Gemeinschaft mit mir bleibt, tut seine Werke. 11 Glaubt mir, daß ich in Gemeinschaft mit dem Vater bin und der Vater in Gemeinschaft mit mir ist; sonst glaubt um der Werke selbst willen. 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Glauben an mich ausübt, der wird auch die Werke tun, die ich tue; und er wird größere Werke als diese tun, denn ich gehe zum Vater hin. 13 Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. 14 Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.

15 Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist. 18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt wird mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet mich sehen, weil ich lebe und ihr leben werdet. 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Jesus zeigt dadurch auch uns wichtige Zusammenhänge, aus denen wir vieles lernen können und das uns stärkt. Was Jesus tut, das vollbringt er in Gemeinschaft mit dem Vater, der ihm Dinge zu vollbringen delegiert hat. Somit sind es die Werke des Vaters, die der Sohn vollbringt. Die Werke des Sohnes aber vollbringen seine Engel. Wir unsererseits vollbringen in Gemeinschaft mit Jesus ebenso dessen Werke, die er uns zu tun aufgetragen hat! Damit tun auch wir Gottes Werke und sein Geist arbeitet in uns durch praktische Weisheit! Ohne Glauben an Jesus aber werden wir dessen Werke nicht tun! Wenn wir Jesus lieben kennen wir seine Gebote und halten sie!

 

Jesu Versprechen, dass er seine Jünger nicht verwaist zurücklassen würde, sondern den Helfer, den „Geist der Wahrheit“ auf sie senden würde hat mit exaktem Verständnis zu tun: Dem Geist der Wahrheit, der zu uns aus den Schriften spricht! Jesus erklärte den elf Aposteln nach dem Abendmahl: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“ (Joh 14:6, 7) Paulus hat viel dazu beigetragen uns dieses Verständnis durch seine Briefe zu vermitteln!

 

11.1.2.3       Jene, welche Jesus sehen und die, die ihn nicht mehr sehen werden

Jesus hatte deutlich erwähnt: „... die Welt wird mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet mich sehen, weil ich lebe und ihr leben werdet (Joh 14:18). Jesus war auferstanden und sprach von der künftigen Auferstehung der Apostel! Diese erreich zu Beginn der „grossen Drangsal“ [B] bei Jesu erster Wiederkehr ihre so sehnlich erwartete Frühauferstehung [B1] und erwarten nun mit Jesus zusammen zu sein und schon bald ihre Aufgabe für das Millennium wahrzunehmen, als Priesterkönige an Jesu Seite über jeweils 12.000 Auserwählten! Paulus schrieb diesbezüglich:

 

Paulus der den Verlust aller Dinge erlitten hat nennt es eine Menge von Kehricht*** Rbi8  Philipper 3:8-11 ***

Um seinetwillen habe ich den Verlust aller Dinge erlitten, und ich betrachte sie als eine Menge Kehricht, damit ich Christus gewinne 9 und in Gemeinschaft mit ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus Gesetz [[Gesetzeswerken]] kommt, sondern die, die durch Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt, 10 um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung [[(gr: exanastasin)]] von den Toten gelangen könnte.

 

Die „Hochzeit“ der Apostel mit Jesus als der „Braut des Lammes“, am Tag [B2e], wo sie sich ebenfalls auf Richterthrone setzen dürfen, „um die zwölf Stämme Israels“ zu richten (Mat 19:28), diese folgt auf die Vereinigung mit Jesus unmittelbar darauf! [B2e>]. Dann werden auch sie schon bald darauf dort sein, wo auch Jesus sein wird: Bei seinen Volk, jener „grossen Volksmenge“, deren Zentrum erneut das nun vollkommen von Feinden Jesu gereinigte Jerusalem sein wird. Von der heiligen Stadt Jerusalem aus werden erdenweit mittels der Apostel und der 144.000 Priesterkönige die Völker, Nationen und Stämme in Einigkeit verwaltet.

 

Die Erkenntnis über ihre Gemeinsamkeit mit Jesus und dem Vater wird vollständig werden mit dem endgültigen Offenbarwerden Jesu: Bei seiner „Wiederkehr mit den Wolken“ am 1.Tischri, dem Trompetenfest, ein Monat nach Harmagedon [Bb; a1]. Dann, fünfzehn Tage darauf, am 15.Tischri wenn er seinem Vater das inzwischen aufgerichtete Königreich der „neuen Himmel“ übergibt, der eingeweihten 144.000 Priesterkönige [Bb1], dann werden diese jubelnd von der grossen Volksmenge auf Zion gesehen (Off 14:1-4). Dies ist unmittelbar nachdem das „Jerusalem droben“, der Vater mit Seinen Engeln zur Erde herabkommt (Off 20:1-5), um bei den Menschen zu verbleiben (1.Ti 6:13-15).

 

Erntefeste beim Abschluss der Einsammlung der Menschenernte
 

(Vergleiche Grafik: Erntefeste zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernte)

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-3 ***

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel [[(die heute in blinder Gottlosigkeit Herrschenden)]] und die frühere Erde [[(die „blinden Geführten“)]] waren vergangen, und das [(aufgewühlte Menschen-)]]Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.

 

Der „neue Himmel“, die Apostel, als die „Frau des Lammes“ und die 144.000 Priesterkönige werden von jenem Zeitpunkt an mit Jesus die ganze Erde regieren! [Bb>] Unser Gebet: „Dein Reich komme!“ hat sich erfüllt! Gottes Vorsatz die Erde zum Paradies zu gestalten, wo Gerechtigkeit unter den Völkern nach Massstab Gottes verwirklicht werden soll, dies ist nun Wirklichkeit geworden! Wie versprochen wird Jesus auch mit dem Schächer zusammen im Paradies sein, der reuevoll an seiner Seite starb, wenn jener später während des Millenniums in „der Auferstehung der Ungerechten“ wiedergekommen sein wird [M](Lu 23:43).

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

(Vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“)

 

Die Welt, das vorherrschende System, die mit ihrem gegen Gottes Anordnungen gerichteten Geist die Wahrheit der Bibel und deren tiefsinnige Aussagen nicht ergründen kann, sie wird Jesus gemäss Jesu Aussage „nicht mehr sehen“, was Vernichtung bedeutet in Harmagedon! Die „Welt“ oder das jetzige System vergeht. Die heutigen Religionsführer, die so sehr von einem Leben im dritten Himmel zusammen mit Gott und Jesus träumen, sie werden Jesus nicht sehen, weil sie Jesus wie er wiederkommt [B1] nicht willkommen heissen! Viele der geistlichen Führer erhalten bereits an jenem Tag ihr Todesurteil für ihr falschen Prophezeien und ihr gesetzloses Handeln. Jesus hatte die jüdischen Führer gewarnt gehabt: (Mat 7:21-23; 1.Joh 2:17; Off 11:13)

 

EXTRA! Braking News*** Rbi8  Matthäus 23:39 ***

Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von nun an auf keinen Fall mehr sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!‘ “

 

In wahren Christen aber muss dieser „Geist der Wahrheit“ zu einer „sprudelnden Quelle“ werden und ihr Leben muss davon zeugen, dass sie Jesu Gebote halten. Durch aktive Gottes- und Nächstenliebe müssen sie ihre Zuneigung zu Jesus unter Beweis stellen! Solche werden das Offenbarwerden Jesu schon bald erleben dürfen, weil sie ihn sehnlich erwarten! Paulus schrieb deshalb an Timotheus:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 6:13-16 ***

Vor den Augen Gottes, der alles am Leben erhält, und Christi Jesu, der als ein Zeuge vor Pontius Pilatus die vortreffliche öffentliche Erklärung abgab, gebe ich dir Weisung, 14 daß du das Gebot [[(das „GESETZ des Christus“)]] auf fleckenlose und untadelige Weise bis zum Offenbarwerden unseres Herrn Jesus Christus hältst. 15 Dieses [Offenbarwerden] wird der glückliche und einzige Machthaber zu seinen eigenen bestimmten Zeiten zeigen, [er,] der König derer, die als Könige regieren, und Herr derer, die als Herren herrschen, 16 der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den keiner der Menschen gesehen hat noch sehen kann. Ihm sei Ehre und ewige Macht. Amen.

 

Jehova aber, der in „unzugänglichem Licht“ wohnt, Ihn kann kein Mensch sehen und dennoch leben! Auch die Apostel nicht! Jesus, als himmlischer Abgesandter ist der einzige der uns Aufschluss über den Vater brachte! Daran ändert auch im kommenden System nichts!

 

Paulus spricht von „eigenen bestimmten Zeiten“ Gottes („Zeiten“, Mehrzahl), wo Er, Gott Jesus offenbar werden lässt! Dies beginnt bereits mit seiner ersten „Wiedereinführung in die bewohnte Erde“ (Heb 1:6), wenn die zwölf Apostel ihre Frühauferstehung hatten [B1] und damit das „Königreich der (neuen) Himmel“ hier auf der Erde sinnbildlich „geboren“ wurde, die „Frau“ zufolge Satans Verfolgung sich in der Wildnis während 1260 Tagen [B] auf ihre künftige Aufgabe vorzubereiten beginnt. Dann wiederum bei Jesu nächster Wiederkehr zur „Hochzeit des Lammes“ [B2e], wo sich die zwölf Apostel zusammen mit Jesu auf ihre Richterthrone setzen, um anschliessend die Versiegelung des Überrests zu überwachen [B2e-B2f], wo „die Frau“ das Israel Gottes zu richten beginnen. (Phi 3:11; Off 7:1-8; 12:5, 6; 19:6-8) „Jesus sprach zu ihnen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.‘ “ (Mat 19:28)

 

Das himmlische Reiterheer tritt die volle Kelter Gottes mit saueren TraubenIn Harmagedon [B3] nehmen dagegen die Feinde von Jesus Notiz, als dem „Reiter auf dem weissen Pferd“, ohne ihn direkt zu sehen, wenn der Zeitpunkt ihrer Vernichtung kommt, das Stampfen der ausgereiften Weintrauben im Kelter des Zornes Gottes, wie zuvor beim Auszug aus Ägypten im Fall der Heere des Pharaos, der in den Fluten des Roten Meeres umkam! „Er kommt mit den Wolken“, zusammen mit seinen mächtigen Engeln! (Jes 30:27-29) Paulus ergänzt den Gedanken:

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 1:6-10 ***

Dabei wird in Betracht gezogen, daß es von seiten Gottes gerecht ist, denen, die euch Drangsal bereiten, mit Drangsal zu vergelten, 7 euch aber, die ihr Drangsal erleidet, mit Erleichterung zusammen mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln 8 in flammendem Feuer, wenn er an denen Rache übt, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen. 9 Gerade diese werden die richterliche Strafe ewiger Vernichtung erleiden, hinweg von dem Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke, 10 zu der Zeit, da er kommt [Bb], um verherrlicht zu werden in Verbindung mit seinen Heiligen und an jenem Tag staunend betrachtet zu werden [a1] in Verbindung mit all denen, die Glauben ausgeübt haben, weil das Zeugnis, das wir gaben, unter euch Glauben fand.

 

Es ist hier von Paulus vom letzten Zeitabschnitt während der Zeit der „siebten Trompete“ die Rede, den 45 Tagen am Ende der tausenddreihundertfünfunddreissig Tagefrist [C4; B3-Bb].

 

Dann erst, beim echten „Hochzeitsfest des Lammes“ oder besser dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ werden auch die 144.000 Auserwählten, der überlebende versiegelte Überrest, die „fünf verständigen Brautjungfrauen“ zusammen mit den Erstauferstandenen mit Jesus gemeinsam auf dem Berg Zion, in Jerusalem mit ihm vereinigt sein.

 

Die Rolle mit den "sieben Siegeln" (Offenbarung 6:9-11)  Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugniswerkes, das sie innegehabt hatten, hingeschlachtet worden waren. 10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: „Bis wann, Souveräner Herr, heiliger und wahrhaftiger, hältst du dich davon zurück, zu richten und unser Blut an denen zu rächen, die auf der Erde wohnen?“ 11 Und es wurde jedem von ihnen ein weißes langes Gewand gegeben, und es wurde ihnen gesagt, noch eine kleine Weile [[(im Todesschlaf)]] zu ruhen [[B2e-Bb; a1]], bis auch die Zahl ihrer Mitsklaven und ihrer Brüder voll [[(versiegelt)]] wäre [[B2e-B2g]], die daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie [getötet worden waren].

 

Nicht alle Versiegelten werden bis Harmagedon „getötet“, denn viele werden ja erdenweit durch Boten von Seiten der Apostel nach Harmagedon [BbA] nach Jerusalem hin versammelt werden.

 

Gemeinsam werden die Überlebenden Eingesammelten ihre Einweihung zu Priesterkönigen [BbB] mit jenen erhalten, welche in der Erstauferstehung wiederkommen. Jene bisher im Todesschlaf Ruhenden in jenem Moment der Auferstehung mittels des „Menschensohnes“ Jesus (Hes Kap. 37) werden sie die für sie aufbewahrten „weissen langen Gewänder“ physisch in Empfang nehmen dürfen [Bb; a1]. Paulus gibt weitere Details bekannt:

 

(1. Thessalonicher 4:14-18)  Denn wenn wir den Glauben haben, daß Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen. 15 Denn dies sagen wir euch durch Jehovas Wort, daß wir [[(einschliesslich der Frühauferstandenen Apostel)]], die Lebenden, die bis zur Gegenwart [[(bis zum endgültigen Kommen)]] des Herrn am Leben bleiben, denen keineswegs zuvorkommen werden, die [im Tod] entschlafen sind; 16 denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines [[(des)]] Erzengels und mit der Posaune Gottes, und die in Gemeinschaft mit Christus Verstorbenen werden zuerst auferstehen [[(Frühauferstehung der Apostel)]]. 17 Danach [[(nach Harmagedon)]] werden wir [[(der Apostel Paulis schliesst sich it ein!)]], die Lebenden, welche [[(Harmagedon)]] überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

So wie Jesus gegen den Himmel auffuhr, in derselben Weise wird er zurückkehrenEngel brauchen keine Luft zum Atmen, sie sind nicht physisch wie wir! Jesus aber „kommt mit den Wolken“ und all jene, die erdenweit eingesammelt wurden, viele kamen von fernen Kontinenten mit Flugzeugen „in der Luft“ und „in den Wolken“ nach Jerusalem, um Jesu Herabschweben am Tag des Trompetenfestes mit zu erleben. Zwei Engel hatten dies bei Jesu Himmelfahrt den elf Aposteln schon angekündet:

 

 (Apostelgeschichte 1:9-11)  Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg. 10 Und als sie unverwandt zum Himmel schauten, während er hinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern neben ihnen, 11 und sie sprachen: „Männer von Galilạ̈a, warum steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn in den Himmel habt gehen sehen.“

 

Lassen wir uns von mystischen Übersetzungskünstlern die an „himmlischer Auferstehung“ wie Hymenäus festhalten nicht verwirren! Das andere ist Verbreitung des Glaubens, dass die Auserwählten zu Jesus in den dritten Himmel Jehovas kommen würden, was eindeutig nicht der Fall ist. Das „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ findet hier auf der Erde, auf dem Berg Zion statt und alle geladenen Gäste, die Lebender 144.000 müssen zur Zeit dort angekommen sein!

 

Sie gemeinsam sind die „Freunde des Bräutigams“, die eingeladenen „Brautjungfrauen“, die ihr „Licht der Lampen“ nicht verlöschen liessen, als sich „der Bräutigam von der Hochzeit herkommend“ verspätet hatte und erst nach Mitternacht, nach Harmagedon dem Tag grösser Finsternis (30.Ab, vor Neumondfest) eintraf (Mat 9:15, 22:2-4; 25:1-10; Lu 12:36, Off 14:1; 19:8; 20:4-6). Sie sind es, die das Kommen ihres Herrn erwarteten und auf die versiegelte Aufforderung hin sich unmittelbar nach Jerusalem hin versammelten.

 

11.1.2.4       Gebete an Gott sind stets im Namen Jesu zu äussern!

 Unsere Bitten an Gott sind in Jesu Namen zu sprechen: „Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun“ (Joh 14:14). Jesus aber wird die Dinge tun, um die wir bitten, immer dann, wenn Gottes Wille dies möchte!

 

Darin sind die Dämonen grosszügiger, weil sie direkt entscheiden wenn sie heilen und aus dem Rollstuhl befreien, Pilger vor der Grotte von Massabielle in Lourdes: Erhöhrt Gott die Gebete und heilt Menschen oder eher Dämonen?vor allem bei Versammlungen zu Tausenden, mit anderen Worten: Sie sind geschäftstüchtiger, zumindest auf kurze Distanz gesehen, wenn die Spendenkästen ihrer Diener überquellen.

 

Gottes Einwirken aber hängt nicht davon ab, dass wir in einer Kirche eine Kerze anzünden oder einen stumpfsinnigen Rosenkranz beten! Es hängt davon ab, ob wir Gott um etwas bitten, das im Einklang mit seinem Willen steht. Diese Bitte aber muss in Übereinstimmung stehen mit dem aufgezeichneten Wort der Wahrheit, dem heiligen Geist, der aus den Bibelzeilen zu uns spricht! Unser Handeln muss damit im Einklang sein. Für eine Heilung zu bitten ist nicht falsch, sie aber unmittelbar zu erwarten bedeutet Gott zum Handlanger zu degradieren.

 

Die Welt, mit ihrer jahrhundertelangen geistigen Beeinflussung durch Priester und Scharlatane kann diesen „Geist der Wahrheit“ nicht empfangen, weil sie die Schrift weder liest noch zu verstehen sucht! Wenn sie aber liest oder hört, dann entgeht ihnen der Sinn der Worte, die zum gerechten Handeln antreiben. Die Religionen haben an vielen Stellen den ursprünglichen Sinn durch eigene Überlieferungen vertauscht. Viele Menschen hören ja viel eher auf die Erklärungen ihrer Geistlichen, wie selbst mittels Verstand deren Worte auf den Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Auf die Gebete ungerechter Menschen aber hört Gott nicht! (2.Kor 13:5, 6)

 

*** Rbi8  Markus 7:13 ***
... so macht ihr das Wort Gottes durch eure Überlieferung ungültig, die ihr übermittelt habt …

 

Der Schreiber der Sprüche, der weise König Salomo warnte betreffend der unnützen Gebete Israels! Jehova verhüllt gar sein Angesicht und wendet sich von Opfern und Gebeten ab, die nicht dem entsprechen, was Er fordert! Jehova bittet eindringlich zu Ihm hin umzukehren. Er selbst lässt das exakte Verständnis kommen!

 

Kein Alter hindert uns den "Geist hervorsprudeln" zu lassen! *** Rbi8  Sprüche 1:23-33 ***

Kehrt um bei meiner Zurechtweisung. Dann will ich euch meinen Geist hervorsprudeln lassen; ich will euch meine Worte bekanntgeben. 24 Weil ich gerufen habe, ihr euch aber ständig weigert, ich meine Hand ausgestreckt habe, aber keiner da ist, der achtgibt, 25 und ihr fortfahrt, all meinen Rat unbeachtet zu lassen, und ihr meine Zurechtweisung nicht angenommen habt, 26 werde auch ich meinerseits bei eurem eigenen Unheil lachen, ich werde spotten, wenn das, wovor ihr erschreckt, kommt, 27 wenn wie ein Sturm das kommt, wovor ihr erschreckt, und euer eigenes Unheil so wie ein Sturmwind herankommt, wenn Bedrängnis und schwere Zeiten über euch kommen. 28 Zu jener Zeit werden sie mich ständig rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich unablässig suchen, aber sie werden mich nicht finden, 29 darum, daß sie Erkenntnis gehaßt und die Furcht Jehovas nicht erwählt haben. 30 Sie haben meinen Rat nicht angenommen; sie haben all meine Zurechtweisung mißachtet. 31 Somit werden sie von der Frucht ihres Weges essen, und sie werden sich von ihren eigenen Ratschlägen sättigen bis zum Überdruß. 32 Denn die Abtrünnigkeit der Unerfahrenen ist das, was sie töten wird, und die Sorglosigkeit der Unvernünftigen ist das, was sie vernichten wird. 33 Was den betrifft, der auf mich hört, er wird in Sicherheit weilen und nicht beunruhigt sein wegen des Unglücks Schrecken.“

 

Bevor Gott Gebete erhört und auf Opfer reagiert muss die Schlechtigkeit aus Jehovas Augen entfernt, gerechte Verhältnisse geschaffen werden! Christliche Vorsteher müssen ihre Versammlung rein erhalten, statt blind einer Kirchenhierarchie zu folgen. Väter sollen für Ordnung und Gottesfurcht in ihrer Familie sorgen, auf Jehovas Rat hören und seine Zurechtweisung annehmen!

 

11.1.2.5       Welches sind die Hauptpunkte, die Jesus erwähnt, damit Gebete erhört werden?

Wie wir deutlich gesehen haben gibt es Gebete, welche der Vater nicht erhört, weil sie weder mit Geist noch mit Wahrheit gesprochen werden. Wo die Hände mit Blut befleckt sind und Gesetzlosigkeit getrieben wird, da kann Jehova nicht auf Gebete reagieren! Er verstopft sich förmlich die Ohren. Unerfahrene die ihre Unerfahrenheit lieben haben bei Gott kein Gehör (Jes 1:13-17).

 

1.)  Wenn Gott Gebete nicht erhörtWenn wir Jesus erkannt haben, dann erkennen wir auch den Vater, da Jesus ein vollkommenes Abbild des Vaters ist und der Vater und der Sohn in absoluter  harmonischer Einheit sind! Wir selbst sollen mit Jesus in Einheit bleiben, indem wir auf ihn hören, seine Werke nachahmen und seine Gebote halten! Jesus selbst hielt alle göttlichen Gebote und wahrer Glaube erweist sich nur durch Werke! (Joh 6:68; 14:6, 7; Jak 2:14-17)

 

2.)  Der Vater wirkt seine Werke durch Jesus als sein Instrument, indem Jesus seinen eigenen Willen dem des Vaters unterordnet, um dessen Willen zu erfüllen! Seine selbstlosen Werke haben dies bewiesen, während der dreieinhalb Jahre auf der Erde. Unsere eigenen Werke müssen hierzu ebenso Beweis sein! Unsere Liebe zu Jesus erweist sich ebenso dadurch, dass wir dessen Gebote halten. Jedes durch ihn geredete Wort wird uns richten, hatte er erklärt! „Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag“ (Joh 12:48)

 

3.)  Wenn wir in nicht eigensinniger Weise in Verbindung mit der Erfüllung des Willens des Vaters Bitten in Gebeten äussern, so werden diese erhöht, wenn die Bedingen die Gott stellt erfüllt sind! Bitten aus reinem Herzen gesprochen, welche der Heiligung des Namens Gottes, der Erfüllung seines Willens, der Gerechtigkeit und der Verherrlichung Gottes und Jesu dienen, nur solche haben Erhörung!

 

4.)  Gottes Helfer, der heilige Geist, wurde seinen Aposteln und Jüngern zuteil, die diese Dinge zu unserem bleibenden Nutzen in den Schriften aufzeichneten. Heiligen Geist in spektakulärer Form zu erwarten ist biblisch unbegründet und hat viel eher mit dem sich Aufblähen zu tun! Wenn wir Gottes Wort fortgesetzt studieren bleibt jener heilige Geist in uns und kann durch uns zu wirken beginnen! (Joh 17:3; Eph 4:11-16; Phi 1:9-11)

 

5.)  Jesus kam nach drei Tagen in demselben auferstandenen Leib zu seinen Jüngern zurück und stärkte sie in der Gewissheit der kommenden Auferstehung der Toten! „Die Welt“, die jüdische Priesterschaft und ihre Anhänger sahen Jesus nicht mehr, – sie hätten es ja bestimmt auch geleugnet –, den Jüngern aber erschien er, vorab den elf Aposteln! Er versprach ihnen und den Jüngern erneut, dass sie ihn wiedersehen würden, dass sie leben würden wie er lebt, was mit der Frühauferstehung der Apostel seinen Anfang nimmt [B1] und durch die Erstauferstehung der 144.000 [Bb] ihren Beginn nach Harmagedon nimmt! (Phi 3:11, 19-21; Off 20:4-6)

 

6.)  Antichristen leugnen „Jesu Kommen im Fleische, seine Auferstehung oder sein Wiederkommen „im Fleische“. Ihre Gebete haben bei Gott bestimmt kein Gehör, weil sie dadurch Gott zum Lügner machen. Aus der Wahrheit aber stammt keine Lüge (Mat 13:27; Apg 1:10, 11; 1.Joh 2:18-21).

 

7.)  Kein Gesetzloser kann Jehovas Anerkennung erlangen. Wer Gottes GESETZE missachtet, sie verneint oder verändert wird von Gott missachtet werden! Wer dagegen „das Geringste der Gebote hält und lehrt“ wird im Königreich gross genannt werden! Der Mensch der Gesetzlosigkeit der Endzeit wird durch Jesus in Harmagedon vernichtet. Er ist mit „dem falschen Propheten“ und dem „Antichristen“ identisch. Er lehrt, Christen würden nicht unter Gottes Gesetz stehen, selbst nicht unter den zehn Geboten! (Mat 5:17-20; 7:21-23; Apg 20:29; 2.Thess 2:3, 7; Off 12:17)

 

8.)  Der Tag, an welchem die Jünger endgültig erkennen, dass Jesus mit ihnen in Gemeinschaft ist, hat mit der Erhöhung der 144.000 „treuen Sklaven“ auf Throne als Priesterkönige zu tun, wenn sie Macht zu richten und zu regieren erhalten, dem „Tag des Abendessens der Hochzeit des Lammes“! An diesem Tag werden „die Tore der Feinde“ in Besitz genommen und das Erbe der Erde angetreten, wenn der Vater das aufgerichtete „Königreich der (neuen) Himmel“ in Empfang genommen hat  [Bb](Ps 37:10, 11; Mat 5:5; Joh 14:19, 20; 1.Kor 15:24; Off 19:9)

 

9.)  Jesus spricht zum Ende an jeden treuen Nachfolger, dass er sich ihm deutlich zeigen wird und er ihn liebt, sofern wir seine Gebote halten! Der Vater liebt all jene, die Jesus liebt! (Joh 14:21, 22)

 

 

11.1.3        Die Opfer unter dem Gesetzesbund Mose

 

11.1.3.1       Das Einsetzungsopfer, das den neuen Priesterstand öffnet

Die Aaronische Priesterschaft konnte ihr Amt erst nach einer Einführungszeremonie antreten. Dazu musste aber vorab das „Zelt der Zusammenkunft“ fertiggestellt worden sein und durch den Führer Israels, durch Moses, mittels dem Blut von Opfertieren eingeweiht werden! Dies alles dauerte nach dem Abschluss des Gesetzesbundes am Sinai an Pfingsten bis zum 1. Nisan des Folgejahres 1512 v.u.Z. nahezu ein Jahr! Erst dann trat der „Bund mit Levi“ in Kraft, der kein „ewiger Bund“ war, sondern von der Erfüllung der Bundesverpflichtungen abhing (vergl. Mal 2:4).

 

Das Bestreichen der Türpfosten mit dem Blut des Passahlammes wurde von treuen Juden erfülltBereits die Wahl des Volkes Israel und Verschonung ihrer Erstgeburt in Ägypten war mit einem blutigen Opfer verbunden, dem Passahlamm, das jede Familie für sich in der Nacht des 14. Nisan essen musste. Jenes Blut, das an den Hauseingang gestrichen werden musste hatte zur Folge, dass der Strafengel Jehovas dieses Haus verschonte.

 

*** Rbi8  2. Mose 12:13 ***

Und das Blut soll als euer Zeichen an den Häusern dienen, wo ihr seid; und ich werde das Blut bestimmt sehen und an euch vorübergehen, und die Plage wird nicht an euch kommen zum Verderben, wenn ich den Schlag gegen das Land Ägypten führe.

 

Ohne Anerkennung des grösseren Passahlammes, das Jesus selbst ist, der sein Blut zu Gunsten des neuen und besseren Bundes als den mit Levi vergoss, wird keine Vergebung unserer Sünden möglich! Wie Mose das Blut der Opfertiere auf das ganze Volk und das Buch des Bundes mit den GESETZEN sprengen musste, so muss auch Jesu Blut in sinnbildlicher Weise auf uns angewandt werden. Dies geschieht bei der Taufe durch Untertauchen im Wasser und später jährlich am 14.Nisan abends, am Tag des Passahmahls, beim Teilhaben an ungesäuertem Brot und Wein die Jesu reinen Leib und sein vergossenes Blut versinnbildlichen! Am Sühnetag wird zudem Jesu Blut jährlich erneut benötigt für begangene Fehler während des Jahres, um uns mit Gott wiederum in Versöhnung bringen!

 

*** Rbi8  Römer 3:21-26 ***

Nun aber ist Gottes Gerechtigkeit ohne Gesetz [[(Gesetzeswerke wie Schlachtopfer)]] offenbar gemacht worden, wie sie durch das GESETZ und die PROPHETEN bezeugt wird, 22 ja, Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben an Jesus Christus für alle, die Glauben haben. Denn da ist kein Unterschied [[(zwischen Juden- und Heidenchristen)]]. 23 Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

Beschneidung bei Christen? Nach GESETZ Mose wäre eine „Beschneidung des Fleisches“ notwendig gewesen, wie bei den Nachkommen Abrahams, um in Gottes Gunst zu gelangen.

 

Mit Jesus aber kam die „Beschneidung des Herzens“ all der Menschen auch aus den Nationen, die an Jesus glaubten und seine Gebote auf ihr Herz schrieben, wie dies bereits Gott durch Moses gefordert hatte. Diese „Beschneidung des Herzens“ konnte nur durch Glauben an Jesus erfolgen! Die Gerechtsprechung erfolgt als freie Gabe bei der Erwachsenentaufe, wo Jesu Blut unsere bisherigen Sünden zudeckt!

 

Das für eine Gerechtsprechung notwendige blutige Opfer war durch Jesus erbracht worden! Jeder Christ wird durch die Taufe zu einem heiligen Tempel, worin er selbst Priesterdienste in reinem Zustand vor seinem Hohepriester Jesus zu verrichten hat!

 

11.1.3.2       Das Zelt der Zusammenkunft, um darin Dienst zu tun und das Zeremonialgesetz

Als das Zelt der Zusammenkunft am 1. Nisan 1512 v.u.Z. fertig war und aufgestellt wurde, da begann Jehova unmittelbar nachdem die Lade im Allerheiligsten aufgestellt war anwesend zu sein und das Zelt der Zusammenkunft füllte sich mit Rauch, so dass Moses nicht hineinzugehen vermochte. Die Heiligung der Gegenstände und die Reinigung und Einweihung der Priester dauerte weitere sieben Tage. Am achten Tag erfüllte Aaron und seine Söhne erstmals ihre Pflicht als Priester, um für sich und das Volk Sündopfer darzubringen und Jehovas Herrlichkeit erschien dem ganzen Volk, indem Feuer von Jehova ausging und die Brandopfer und Fettstücke auf dem Altar verzehrte (2.Mo 29:35-37; 40:1-33; 3.Mo 8:33; 9:22-24)

 

Es dauerte eine weitere Zeit, bis Jehova durch Moses das Zeremonialgesetz für die Priester und für die darzubringenden Sünd- und Sühnopfer erliess. Er legte fest, welches die reinen und unreinen Tiere wären. Als Aaron, seine Söhne, die Priester und die Leviten sich bereitet und gereinigt hatten, musste zudem auch das ganze Volk gereinigt werden. All dies war mit ganz bestimmten Opferhandlungen verbunden.

 

Zeitband Moses III: Bau des Zeltes der Zusammenkunft bis zur Einweihung
 

(Vergleiche: Zeitband Moses III: Bau des Zeltes der Zusammenkunft bis zur Einweihung)

 

Diese Einweihungshandlungen Mose haben auch für uns, bei der Fertigstellung und Einweihung des durch Jesus als „Spross“ vollendeten grösseren geistigen Tempels und der neuen Priesterschaft eine noch künftige Bedeutung, die nach Harmagedon erfolgen müssen. Diese neuen Priester, die ein Königtum für das Millennium innehaben, sollen tragende Säulen in jenem kommenden Tempel sein! Sie werden als die „Erstgeborenen Israels“ gerechnet, die wegen ihres starken Glaubens und ihrer Werke durch Gottes Güte nach dem Gerichtstag [B2], ab dem Tag der „Hochzeit des Lammes“ der wiederum ein Pfingsttag ist erwählt und versiegelt werden [B2e-B2g]. (Off 3:12; 7:1-8; 19:7)

 

Jesus nimmt als Hoherpriesterkönig sowohl die Stellung Mose wie Aarons ein. Sein Opfer war einmalig und gilt für ewig und bringt uns die „unverdiente Güte“.

 

Gottes Einweihung des Zeltes der Zusammenkunft und Mose Weihung der Priester Aarons*** Rbi8  3. Mose 9:22-24 ***

Dann erhob Aaron seine Hände zum Volk hin und segnete sie und kam nach der Darbietung des Sündopfers und des Brandopfers und der Gemeinschaftsschlachtopfer herab. 23 Schließlich gingen Moses und Aaron in das Zelt der Zusammenkunft hinein und kamen heraus und segneten das Volk.

Dann erschien Jehovas Herrlichkeit dem ganzen Volk, 24 und Feuer ging von Jehova her aus und begann das Brandopfer und die Fettstücke auf dem Altar zu verzehren. Als das ganze Volk es zu sehen bekam, brachen sie in Jauchzen aus und fielen dann auf ihr Angesicht.

 

Jesus ist der grössere Führer als Moses. Ihm untersteht das ganze Haus Israel, sowohl das Fleischliche wie das Geistige. Er sprach vor seinem Tode davon, dass die Juden den Tempel niederreissen sollen, er ihn aber in nur drei Tagen aufrichten würde, wenn jener „Tempel“ abgerissen würde! Er sprach aber vom „Tempel seines Leibes“!

 

*** Rbi8  Johannes 2:18-22 ***

Die Juden gaben ihm daher zur Antwort: „Welches Zeichen kannst du uns zeigen, da du diese Dinge tust? 19 Als Antwort sagte Jesus zu ihnen: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ 20 Deshalb sagten die Juden: „Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 21 Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. 22 Als er jedoch von den Toten auferweckt worden war, kam es seinen Jüngern in den Sinn, daß er dies wiederholt gesagt hatte; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

 

Mit seiner Auferstehung am dritten Tag hatte Jesus diesen Beweis erbracht, indem er selbst als das vom Vater auferweckte Geistwesen diesen lebendigen „Tempel“, den die Juden zuvor mit seiner Tötung zerstört hatten, „das Haus meines Vaters“ wieder aufgebaut hatte. Er war nun „Herr des Sabbats“ und Hoherpriesterkönig. Petrus schrieb die Reihenfolge: „Ja, auch Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, [er,] der [[1.]] im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste lebendig gemacht wurde [[2.]].“ (1.Pe 3:18) Die Wiederaufrichtung dieses „Tempels“ seines eigenen Leibes, der während zwei Nächten im Grabe war, ist durch sein eigenes vergossenes, sündloses Blut möglich geworden, das er zu Gunsten aller Menschen vergossen hatte. Das grösste aller Opfer war erbracht! Als Erster in der Rangordnung durfte er als Geistwesen, als Erzengel Michael seinen eigenen menschlichen Leib wiederherstellen und zum Leben bringen (1.Kor 15:20, 21). Zu ihm hatte Jehova als dem „Erstgeborenen aller Schöpfung“ doch bereits in Eden gesagt: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis;“ (1.Mo 1:26) Jesus kannte seit Beginn die Formel zur Errichtung des Menschen und zur Wiederherstellung des Lebens.

 

Der Tempel Jerusalems und seine inneren und äusseren geheiligten UtensilienDavid brachte vorab das „Zelt der Zusammenkunft“ nach Jerusalem, wo es wenige Jahre verblieb bis sein Sohn das Projekt des Tempelbaus verwirklichte, ein Muster kommender Dinge.

 

*** Rbi8  1. Chronika 16:1-3 ***

So brachten sie die Lade des [wahren] Gottes herein und stellten sie in das Zelt hinein, das David dafür aufgeschlagen hatte; und sie begannen Brandopfer und Gemeinschaftsschlachtopfer vor dem [wahren] Gott darzubringen. 2 Als David damit zu Ende war, das Brandopfer und die Gemeinschaftsschlachtopfer zu opfern, segnete er dann das Volk im Namen Jehovas. 3 Ferner teilte er allen Israeliten, Mann wie Frau, einem jeden, einen runden Laib Brot und einen Dattelkuchen und einen Rosinenkuchen zu.

 

Auch als der Tempel Salomos im Jahre 1026 v.u.Z. fertiggestellt  war gab es eine Einweihung mit grossen Schlachtopfern zum Zeitpunkt des Laubhüttenfestes. Die Lade, welche das Symbol des Bundes war und das GESETZ, den „Stab der Macht“, der Staab Aarons und den Krug der Segnungen mit dem Manna enthielt, wurde aus dem „Zelt der Zusammenkunft“ im feierlichen Umzug in den Tempel ins Allerheiligste gebracht!

 

Was David in sinnbildlicher Form zur Freude des Volkes am Ende der Einweihung austeilte, dies wird Jehova an seinen grossen Festtag in weit grösserem Ausmass für sein ganzes Volk „Israel“, die erdenweite „grosse Volksmenge“ durch den grösseren „David“, durch seinen Sohn Jesus erfüllen!

 

Die Einsetzung sowohl des „Zeltes der Zusammenkunft“ wie des späteren Tempels war mit einer grossen Feier für das ganze Volk verbunden! Auch die Einweihung des kommenden, geistigen Tempels, den Jesus als „Spross“ Davids selbst fertigstellen muss und der auf der Grundlage der Apostel aufbaut, er wird durch Opfer eingeweiht werden. Eine ausserordentliches, mehrtägiges Fest auf dem Berg Zion, in Jerusalem für ganz Israel, das fleischliche und geistige wird Abschluss sein. Dann werden Juda, die 144.000 Versiegelten vom Überrest zusammen mit den Auferstandenen nun zur Gemeinschaft durch den Hirten Jesus in der einen Hürde mit der „grossen Volksmenge“, dem ganzen Israel Gottes vereint sein. Sie werden alle Jehova erdenweit lobpreisen und für ihre Rettung aus der grossen Drangsal danken!

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde" sind?
 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

Jesaja sprach über das kommende grosse Fest, wo Jehova die Tränen der grossen Drangsal aus den Augen aller Überlebenden Harmagedons wegwischen wird und wo er den adamischen Tod für immer verschlingt: (Off 21:1-5)

 

*** Rbi8  Jesaja 25:6-9 ***

Und Jehova der Heerscharen wird bestimmt für alle Völker auf diesem Berg ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von [Wein, der auf den] Hefen [stehengelassen wurde], von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt, von gefiltertem [Wein, der auf den] Hefen [stehengelassen wurde]. 7 Und auf diesem Berg wird er sicherlich die Oberfläche der Umhüllung verschlingen, die alle Völker umhüllt, und das Gewebe, das über alle Nationen gewoben ist. 8 Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen. Und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn Jehova selbst hat [es] geredet.

9 Und an jenem Tag wird man bestimmt sprechen: „Siehe! Das ist unser Gott. Wir haben auf ihn gehofft, und er wird uns retten. Das ist Jehova. Wir haben auf ihn gehofft. Laßt uns frohlocken und uns freuen in der von ihm [bewirkten] Rettung.“

 

Jehova gewährt nur durch Jesus Rettung und nicht durch von Menschen geschaffene Religionsorganisationen, die dies lautstark verkünden mögen! Es ist wie in den Tagen Gideons, wo Jehova die Ehre für die Schlacht nicht seinem Volk als Ganzes gab, sondern Sich selbst und einem paar durch ihn Auserwählter!

 

Die Einweihungsschlachtopfer im Tempel Jerusalems hatten den Sinn, den von Jehova vorgesehenen Amtsträgern die Hände mit Macht zu füllen, damit sie ihre Aufgabe des Dienstes vor ihm nachkommen können!

 

 

11.1.4        Eine Priesterschaft die unwürdig ist vor Gott Opfer darzubringen!

 

11.1.4.1       Den Sinn der hinter den einzelnen Opfern und Handlungen im Tempel steht erkennen!

Keine der Religionen wendet Gottes GESETZ nach deren dahinterstehendem Sinn vollkommen an! Viele von ihnen ahmen die Katholische Kirche nach, die sich seit dem vierten Jahrhundert in religiösen Messeritualen ergeht, welche eine Form der Kopie der Amtshandlungen Levis im Tempel nachahmen. Die Priester sind zur Befriedigung der Augen an Festtagen mit bunten Amtsgewändern ausgestattet. Auch mittels Erheiterung des Gehörs sind diese durch schöne Gesänge und klangvolle Musik mit aufwendigem Tamtam choreographisch als imposantes Theaterstück in pompösen Kathedralen und reich dekorierten Kirchen gestaltet.

 

Zeremonien in der Katholischen Kirche sind dem "Bund mit Levi" und dem Heidentum entnommenSie nehmen sich dabei einige der Richtlinien des Zeremonialgesetzes des alten „Bundes mit Levi“ zur Grundlage, der für die aaronische Priesterschaft für das „Zelt der Zusammenkunft“ und den späteren Tempel galten. Sie ergänzten dieses durch Überlieferungen der Kirchenväter, die oft heidnischen Ursprungs waren. Erweiterungen wirklicher Vorschriften Jesu für den „neuen Bund“ wurden in abgeänderter Form eingeführt, wie z.B. das Abendmahl in Austeilung einer Hostie, für eine neue Art von Priesterschaft zubereitet, die zu keinem Zeitpunkt eine Einweihung vom Hohepriester Jesu erhalten hat. Die warnenden Worte des Paulus an die Korinther waren vergessen!

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:15-18 ***

Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Dabei entstand somit ein Gemisch aus heidnischen Riten, von Jehova durch Moses vorgeschriebenen Handlungen und durch David und Salomo eingeführter Zeremonien für Grossanlässe. Die Schlichtheit der von Jesus geforderten „priesterlichen“ Handlungen der Versammlungsvorsteher wie er selbst sie vorgelebt hatte ging vollkommen verloren und vom Sinn der Handlungen war kaum mehr die Rede! Alles diente seit Konstantins Schachzug am Konzil von Nicäa der Machterhaltung einer hierarchischen Priesterschaft, vom Staat überwacht und bezahlt. Imposante Kirchengebäude bilden den Kulissenhintergrund!

 

Das war aber nicht der ursprüngliche Sinn, der hinter den einzelnen Opfern und den damit verbundenen Opferhandlungen steht! Diesen geistigen Sinn gilt es wiederum herauszukristallisieren! Statt an die Sinne richtet sich dieser an unseren Verstand, um die Zusammenhänge zu erkennen mittels biblischer Belehrung, wie dies zur in den jüdischen Synagogen geschah! So erklärte es auch Jesu Halbbruder am Ende des so genannten Apostelkonzils in Jerusalem um das Jahr 49 u.Z.: „Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[(Versammlungen)]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“ (Apg 15:21) Belehrung aus den Schriften war der Sinn der Zusammenkunft! Dies zeigt sich auch aus Jesu Vorlesung in der Synagoge von Nazareth.

 

Jesu Vorlesung Jesajas Vorhersagen auf den Messias und deren Erfüllung (Lukas 4:16-22)  Und er kam nach Nạzareth, wo er aufgezogen worden war; und nach seiner Gewohnheit ging er am Sabbattag in die Synagoge, und er stand auf, um vorzulesen. 17 Da wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gereicht, und er öffnete die Buchrolle und fand die Stelle, wo geschrieben war: 18 Jehovas Geist ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, um den Armen gute Botschaft zu verkünden, er hat mich ausgesandt, um den Gefangenen Freilassung zu predigen und den Blinden Wiederherstellung des Augenlichts, um die Zerschlagenen als Freigelassene wegzusenden, 19 um Jehovas annehmbares Jahr zu predigen.“ 20 Darauf rollte er die Buchrolle zusammen, gab sie dem Diensttuenden zurück und setzte sich; und die Augen aller in der Synagoge waren gespannt auf ihn gerichtet. 21 Dann fing er an, zu ihnen zu sprechen: Heute ist dieses Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt worden.“ 22 Und sie alle begannen ein günstiges Zeugnis über ihn zu geben und sich über die gewinnenden Worte zu verwundern, die aus seinem Mund kamen, und sie sagten: „Ist dieser nicht ein Sohn Josephs?

 

Vorlesen und erklären, beides gehört zum Unterrichten aus der Schrift! Dazu sind keine Tempel oder Kirchen notwendig, keine durch „Zehnten“ bezahlte Priesterschaft, sondern christliche Zusammenkünfte die gleichgesinnte zu einer Gruppe oder Versammlung vereinigen.

 

Bedenken wir gut, dass Jehova nichts ohne einen tieferen Sinn dahinter tut! Christen gehen endgültig aus „Babylon der Grossen“, aus den durch Heidentum durchtränkten christlichen Kirchen hinaus und sondern sich in Hausgemeinschaften ab, so wie Paulus dies deutlich fordert und wie es im ersten Jahrhundert durch die Apostel eingerichtet worden war nach Jesu Muster!

 

Wir sollen Jehova um seinen Geist und um Verständnis bitten, er kommt uns zu Hilfe!

 

*** Rbi8  Römer 8:26-27 ***

In gleicher Weise kommt auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe; denn das, was wir beten sollten, so wie wir es nötig haben, wissen wir nicht, aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unausgesprochenen Seufzern. 27 Der aber, der die Herzen erforscht, weiß, wonach der Geist trachtet, denn in Übereinstimmung mit Gott tritt er für Heilige ein.

 

Jehova weiss, was uns fehlt noch bevor wir es erbitten! Er kennt unsere Gedanken und er erkennt, was wir möchten, ob es aus reinem Herzen geschieht oder mit versteckten, unlauteren Absichten. Jehova möchte, dass wir die Dinge in den Schriften verstehen, die uns heute in der Zeit des Abschlusses betreffen! Darum wurden diese Dinge den Propheten und Aposteln offenbart und aufgezeichnet! Wir allerdings müssen sie selbst mit unserem Geist erforschen! „Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“ (Da 12:4)

 

*** Rbi8  1. Korinther 2:10 ***

Denn uns hat Gott sie durch seinen Geist geoffenbart, denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes.

 

Jehova freut es, wenn wir die tiefen Dinge Gottes erforschen. Allerdings sollen wir dies in reinem Zustand tun. Auch das, was die „annehmbaren Opfer“ für uns heutige Christen sind sollten wir erforschen. Wie können wir sonst Erfordernisse erfüllen, die wir gar nicht verstehen?

 

Weisheit: Verstehst du "geistige Dinge" korrekt einzureihen?
 

(Vergleiche Grafik: 1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit)

 

Alle Opfergaben waren mit dem Altar verbunden, der nach der Einweihung ein hochheiliger Ort war, der nur in reinem Zustand der Priester angenähert werden durfte. Ein unreiner Zustand der Priester und Leviten oder die Erfüllung von Handlungen durch Aussenstehende, die ausdrücklich Priestern oblagen, wurden mit dem Tode bestraft! Jehova gab klare Anweisungen die auch für die Apostel und Jünger Jesu einen Sinn ergeben!

 

Das Zelt der Zusammenkunft und die Wolke des Engels Jehovas*** Rbi8  4. Mose 18:1-7 ***

Und Jehova sprach dann zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr werdet euch für Vergehen gegen das Heiligtum verantworten, und du und deine Söhne mit dir, ihr werdet euch für Vergehen gegen euer Priestertum verantworten. 2 Und bring auch deine Brüder vom Stamm Levi herzu, die Sippe deines Vaters, mit dir, damit sie sich dir anschließen und dir, sowohl dir als auch deinen Söhnen mit dir, vor dem Zelt des ZEUGNISSES dienen. 3 Und sie sollen ihrer Verpflichtung dir gegenüber und ihrer Verpflichtung dem ganzen Zelt gegenüber nachkommen. Nur den Geräten der heiligen Stätte und dem Altar sollen sie sich nicht nahen, damit sie nicht sterben, weder sie noch ihr. 4 Und sie sollen sich dir anschließen und sollen ihrer Verpflichtung gegenüber dem Zelt der Zusammenkunft nachkommen hinsichtlich des ganzen Dienstes des Zeltes, und kein Fremder darf sich euch nähern. 5 Und ihr sollt eurer Verpflichtung gegenüber der heiligen Stätte und eurer Verpflichtung gegenüber dem Altar nachkommen, damit hinfort kein heftiger Zorn über die Söhne Israels komme. 6 Und ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus den Reihen der Söhne Israels als eine Gabe für euch genommen, als die Jehova Gegebenen, damit sie den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft ausführen. 7 Und du und deine Söhne mit dir, ihr solltet euer Priestertum hinsichtlich aller Belange des Altars und hinsichtlich dessen, was sich innerhalb des Vorhangs befindet, wahren; und ihr sollt Dienst leisten. Als einen Geschenkdienst werde ich euer Priestertum geben, und der Fremde, der sich nähert, sollte zu Tode gebracht werden.“

 

Der "Soreg", die Trennwand zwischen Juden und HeidenBereits das ganze Zelt mit seiner Umfriedung und dann das Tempelgebiet waren ein heiliger Ort, welcher der Anbetung des wahren Gottes Jehova geweiht war. Der Zutritt zu den inneren Höfen des Tempels war bei Todesstrafe auf beschnittene und zeremoniell gereinigte Israeliten beschränkt. Eine steinerne Umfriedung, der „Soreg“ grenzte das Gebiet ab und trug bei den Durchgängen eine Tafel in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache, die besagte:  „Kein Fremdvölkischer soll hineingehen in die um das Heiligtum gezogene Schranke und Umfriedung. Wer aber (darin) ergriffen wird, der soll selbst schuld sein, weil darauf der Tod folgt“.

 

Die Frauen hatten einen eigenen Vorhof und keinen Zugang zum inneren Vorhof Israels oder gar der Priester! (Lu 21:1-4)

 

Jesus war es, der jene „Zwischenwand“ entfernte und so den Zutritt der getauften Heidenchristen zum symbolischen „Vorhof Israels“ und dadurch des Heiligtums ermöglichte. Paulus erklärt diesen Zusammenhang und die neuen Bedingungen, um sich Gott zu nähern:

 

*** Rbi8  Epheser 2:11-18 ***

Behaltet daher im Sinn, daß ihr früher nach dem Fleische Leute von den Nationen gewesen seid; „Unbeschnittenheit“ wurdet ihr genannt von dem, was „Beschneidung“ genannt wird, die mit Händen am Fleisch vorgenommen wird 12 daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber, in Gemeinschaft mit Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. 14 Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand [[(de3n Soreg und dessen gesetzliche Bestimmungen)]], die sie voneinander abzäunte, vernichtete. 15 Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf, das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote [[(in Hinsicht auf die Trennung, den Soreg)]], damit er die beiden Völker [[(die „Ebioniten“ und die „Paulikaner“)]] in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und damit er durch den Marterpfahl [[Pfahl]] beide Völker in einem Leib mit Gott völlig versöhne, weil er die Feindschaft durch sich selbst getötet hatte. 17 Und er kam und verkündete die gute Botschaft des Friedens euch, den Fernen, und Frieden den Nahen, 18 denn durch ihn haben wir, beide Völker, durch einen Geist den Zutritt zum Vater.

 

Das Opferblut Christi ermöglicht es uns, den Christen aus den Nationen, uns dem „Staatswesen Israels“ und dem Dienst im Tempel zu nähern. Jesus brach jene „trennende Zwischenwand“ ab, die aus bestimmten Verordnungen bestand, die gegen uns lauteten. Zusammen mit den beschnittenen Judenchristen, den „Ebioniten“ können auch am Herzen beschnittene Christen aus den Nationen, die „Paulikaner“ Gott im selben Leib Christi, dem geistigen Tempel Dienst darbringen! Der erste den Gott als würdig erachtete war Kornelius, ein Offizier der „italischen Abteilung“ mit seiner ganzen Hausgemeinschaft die sich 36 u.Z. taufen liessen (Apg Kap. 10). Noch vor der Taufe gab Gott seine Zustimmung durch heiligen Geist, als jene die Gabe des „Zungenredens“ erhielten, dadurch bestimmt in der Lage kamen auch die hebräische Sprache zu verstehen und die Schriften zu lesen und besprechen!

 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

11.1.4.2       Das „Heilige des Tempels“ des Leibes Christi und jedes Christen und wer Dienst darin tun darf

Unter dem „neuen Bund“ war jeder getaufte Christ berechtigt, nein verpflichtet im eigenen in der Taufe geheiligten „Tempel seines Leibes“ Gott Gebete und geistige Schlachtopfer darzubringen. Jesus hatte deutlich die Anbetung im steinernen Tempel auf das Herz jedes Einzelnen verlegt! Der samaritanischen Frau am Brunnen in Sychar erklärte er: „Herr, ich merke, daß du ein Prophet bist. 20 Unsere Vorväter haben auf diesem Berg angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden.“ (Joh 4:19-26) Jesus hatte uns durch sein Vorbild den Vater gezeigt (Joh 14:8-13). Paulus bestätigte dies mehrfach:

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:16-17 ***

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

Bedenken wir dies auch im Zusammenhang mit Jesu Tötung, dessen „Tempel des Leibes“, den er wiederherstellte! (Joh 2:18-22) Das Innere des Menschen, sein Herz muss in reinem Zustand bleiben, so dass Gott es durch seinen Geist bewohnt (nicht eine Person „Heiliger Geist“!) und uns zu guten Handlungen und zu Gott wohlgefälligen Opfern antreibt!

 

Sara, Abrams getreue EhefrauDabei gibt es weiterhin gewisse Abgrenzungen, wie früher im Tempel zu beachten. Die Abstufung dessen, was Paulus das „Haupt der Frau“ nennt aber zeigt, dass gewisse Vorrechte weiterhin nur dem Mann vorbehalten sind! Als Beispiel dieser Unterordnung sticht Sara hervor, die Abraham in jeder Beziehung „Gehilfin“ war. So ist es weiterhin der Mann der Gebete in der Familie oder der Öffentlichkeit der Christenversammlung spricht und damit priesterliche Pflichten erfüllt. Der Mann hat innerhalb der Familie die göttliche Pflicht die Einheit zu wahren! Der Zugang zum Allerheiligsten des Himmels aber ist ausschliesslich dem Hohepriester vorbehalten, Jesus Christus als einziges „Haupt des Mannes“ und der sich Jehova als seinem „Haupt“ unterordnet!

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:2-16 ***

Nun lobe ich euch, weil ihr in allen Dingen meiner gedenkt und ihr an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich [sie] euch übermittelt habe. 3 Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott. 4 Jeder Mann, der betet oder prophezeit und dabei etwas auf seinem Haupt hat, macht seinem Haupt Schande; 5 jede Frau aber, die mit unbedecktem Haupt betet oder prophezeit, macht ihrem Haupt Schande, denn es ist ein und dasselbe, als wäre sie eine [Frau] mit kahlgeschorenem Haupt. 6 Denn wenn sich eine Frau nicht bedeckt, so möge sie auch geschoren werden; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, geschoren oder kahlgeschoren zu sein, so möge sie sich bedecken.

7 Denn ein Mann sollte sein Haupt nicht bedeckt haben, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit. 8 Denn der Mann ist nicht aus der Frau, sondern die Frau aus dem Mann; 9 und überdies ist der Mann nicht um der Frau willen erschaffen worden, sondern die Frau um des Mannes willen. 10 Deshalb sollte die Frau um der Engel [[gr.: ággelos = Bote; Vorsteher, Ältester]] willen ein Zeichen der Befugnis auf ihrem Haupt haben [[(wenn sie öffentlich betet)]].

11 Außerdem ist in Verbindung mit [dem] Herrn weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau. 12 Denn so, wie die Frau aus dem Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; aber alle Dinge sind aus Gott. 13 Urteilt für euch selbst: Ziemt es sich für eine Frau, unbedeckt zu Gott zu beten? 14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, daß, wenn ein Mann langes Haar hat, es ihm zur Unehre gereicht, 15 wenn aber eine Frau langes Haar hat, es ihr zur Herrlichkeit gereicht?

 

Paulus begründet seinen Entscheid für Christenversammlungen, der mit dem GESETZ Mose im Einklang ist, wo niemals eine Frau im Tempel Dienst verrichtete, auch wenn sie aus Aarons Linie oder aus der Linie Levis stammte! Gottes Verordnungen bleiben und sind aufgrund langfristiger Auswirkungen stets zu unserem Besten. Wo es eine klar definierte Ordnung gibt trägt dies zum Frieden bei.

 

11.1.4.3       Der Priester der Rauchopfer darbringen darf und die Art der erlaubten Rauchopfer

Öffentlich Gebete in der Versammlung für andere Personen darzubringen entspricht dem, was früher das Darbringen des Räucherwerks am Räucheraltar im Heiligtum entsprach! Im „Zelt der Zusammenkunft“ und im späteren Tempel waren nur Priester aus dem Geschlecht Aarons dazu ermächtigt, keine Leviten. Zudem hatte Jehova zwei Zeiten für die Darbringung festgelegt, zur „dritten Stunde“ (ca. 09.00 morgens) und zur „neunten Stunde“ (ca. 15.00 Uhr nachmittags). Wer gegen diese göttliche Vorschrift handelte und sich dieses Amt anmasste wurde mit dem Tode bestraft! Der Räucheraltar war für Jehova etwas Hochheiliges! Aus Gottes Sicht bestehen somit deutliche Abgrenzungen!

 

*** Rbi8  2. Mose 30:7-10 ***

Und Aaron soll darauf wohlriechendes Räucherwerk räuchern. Morgen für Morgen, wenn er die Lampen zurechtmacht, wird er es räuchern. 8 Und wenn Aaron die Lampen zwischen den zwei Abenden anzündet, wird er es räuchern. Es ist ein Räucherwerk, das durch eure Generationen hindurch beständig vor Jehova sei. 9 Ihr sollt darauf kein unerlaubtes Räucherwerk noch ein Brandopfer, noch ein Getreideopfer opfern; und ihr sollt kein Trankopfer darauf ausgießen. 10 Und Aaron soll an dessen Hörnern einmal im Jahr Sühne leisten. Mit etwas Blut vom Sühnesündopfer wird er dafür einmal im Jahr durch eure Generationen hindurch Sühne leisten. Hochheilig ist er für Jehova.“

 

Als neuer Hohepriester der von Jehova an die Stelle Aarons gesetzt wurde und als grösserer Prophet wie Moses hatte Jesus das Recht gewisse Handlungen im heiligen des Tempels der zum Ende seiner Funktion gekommen war abzuändern und durch etwas Neues zu ersetzen! (5.Mo 18:16-19)

 

Die Offenbarung zeigt, dass Jesus als Hoherpriester innerhalb des himmlischen Allerheiligsten in der Endzeit vor Gott Räucherwerk der Heiligen, das heisst der Christen darbrachte. Dies geschah unmittelbar bevor der erste der sieben Engel seine Trompete zu blasen begann [Aa].  Offensichtlich war Gottes Anspruch auf Reinheit der Gebete dabei arg verletzt worden.

 

*** Rbi8  Offenbarung 8:3-6 ***

Und ein anderer Engel, der ein goldenes Räuchergefäß hatte, kam und stellte sich an den Altar; und sehr viel Räucherwerk wurde ihm gegeben, damit er es mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron war. 4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg aus der Hand des Engels mit den Gebeten der Heiligen vor Gott empor. 5 Doch sogleich nahm der Engel das Räuchergefäß, und er füllte es mit etwas vom Feuer des Altars und schleuderte es zur Erde. Und es entstanden Donner und Stimmen und Blitze und ein Erdbeben. 6 Und die sieben Engel mit den sieben Trompeten machten sich zum Blasen bereit.

 

Multireligiöse Gebete in Assisi vom Papst einberufen: Was ist Gottes Meinung hierzu?Die Gebete des Papstes und der Religionsführer aller Religionsfamilien die in Assisi am 26. Oktober 1986 gesprochen wurden waren im Umfang, in der Qualität und Reinheit den göttlichen Massstäben ganz bestimmt nicht gewachsen. Wurde das entweihte Räucherfass zu jenem Zeitpunkt zur Erde hinabgeschleudert? Keine Vergebung und keine Reinigung ihrer Sünden wurde dadurch erreicht! Die Gebete waren für Gott eindeutig unannehmbar! (Spr 1:22-33)

 

Wie Gott auf solches Vergehen handelt zeigt die Darstellung des Geschehens in der Offenbarung!

 

*** Rbi8  Offenbarung 15:5-8 ***

Und nach diesen Dingen sah ich, und das Heiligtum des Zeltes des Zeugnisses wurde im Himmel geöffnet, 6 und die sieben Engel mit den sieben Plagen kamen aus dem Heiligtum heraus, bekleidet mit reiner, hellglänzender Leinwand und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln. 7 Und eines der vier lebenden Geschöpfe gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, die voll des Grimmes Gottes waren, der da lebt für immer und ewig. 8 Und das Heiligtum wurde wegen der Herrlichkeit Gottes und wegen seiner Macht mit Rauch erfüllt, und niemand war imstande, das Heiligtum zu betreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel zu Ende waren.

 

Jehova nimmt seine Macht über die Erde an sich und erhöht Jesus über seine FeindeVon jenem Zeitpunkt an war scheinbar der Himmel bis zum Ende des Ausgiessens der siebten Schale des Grimmes Gottes verschlossen! [Aa-<B1] Erst als Jehova seine grosse Macht wiederum an sich nahm und mit Jesu erstem Kommen zur Erde und der Frühauferweckung der Apostel wurde der Himmel wieder für Gebete der Heiligen geöffnet! Das geschieht exakt am Ende des zweiten Wehe, vor Beginn des dritten Wehe und zu Beginn der siebten Trompete!

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:14-15 ***

Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends.

15 Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

 

Logik im Ablauf der Detailereignisse während dem "Tag des Herrn"
 

(Vergleiche: Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“)

 

Der Sinn der hinter den Handlungen steht, sowohl im Zelt der Zusammenkunft, wie im steinernen Tempel und schlussendlich im christlichen geistigen Tempel muss für Jehova stets derselbe bleiben! „Räucherwerk stellte die Gebete der Heiligen dar“, der Anbetenden dar und musste durch den Priester vor dem Vorhang der das Allerheiligste abtrennt im inneren des Tempels, im „Heiligen“ dargebracht werden! Laut dem Gebot Jehovas an Moses durfte kein falsches Räucherwerk, das heisst keine unerlaubte Form des Gebetes und keine Opfergaben, wie sie Brot und Wein in der Messe darstellen, der angeblich durch Transsubstantation in Jesu Leib und Blut wurde; solche Art Gebete auf dem „Räucheraltar“ dargebracht sind für Gott etwas Widerliches. Offensichtlich wird auch hier Gottes Gebot durch christliche Priester täglich missachtet!

 

(Jesaja 1:15-17)  Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden. 16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun. 17 Lernt Gutes tun; forscht nach dem Recht; weist den Bedrücker zurecht; fällt [einen] Rechtsspruch für den vaterlosen Knaben; führt die Rechtssache der Witwe.“

 

Räucherwerk und damit sind Gebete versinnbildlicht die in Reinheit gesprochen müssen, diese sollen somit täglich vor Gott gebracht werden! Da jeder Christ ein „Tempel“ darstellt muss dies mit Geist und Wahrheit geschehen, nicht als ein öffentliches Medienspektakel!

 

 Eine weitere Missachtung bildet der Wein der bei jeder Messe durch die katholischen Priester getrunken wird, der angeblich zu Der Wein spielt eine zentrale Rolle in der katholischen Kirche. Jesu Blut verwandelt wird. Ein Alkoholtest würde bestimmt das Gegenteil erweisen! Was einmal jährlich als Erinnerung beim Abendmahl eine Vorschrift bleibt, das konnte nicht ein tägliches oder wöchentliches Ritual für den Sonntag werden, wo doch zudem bei Gott der Sabbat geheiligt werden muss! Übertretung, wo man hinschaut! Beachten wir folgende Vorschrift Jehovas an die Priester:

 

*** Rbi8  3. Mose 10:8-11 ***

Und Jehova redete dann zu Aaron, indem [er] sprach: 9 Trink nicht Wein noch berauschendes Getränk, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Zusammenkunft kommt, damit ihr nicht sterbt. Es ist eine Satzung für eure Generationen auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], 10 um sowohl einen Unterschied zu machen zwischen dem Heiligen und dem Nichtheiligen als auch zwischen dem Unreinen und dem Reinen 11 und um die Söhne Israels alle Bestimmungen zu lehren, die Jehova durch Moses zu ihnen geredet hat.“

 

Auf „unabsehbare Zeit“ oder „auf ewig“ wie die meisten anderen Übersetzer erklären sollte diese Vorschrift für die Priester gelten, kein berauschendes Getränk vor dem Betreten des ersten Zeltabteils zu trinken! Das Brechen des Gebotes würde Todesstrafe nach sich ziehen! Priester sollten bedenken, was Jehova mit Nadab und Abihu tat, als sie sein Gebot betreffend des Räucheraltars verletzten! (3.Mo 10:1, 2)

 

Nur am Sühnetag, exakt am jüdischen 10.Tischri, sollte einmal jährlich und ausschliesslich durch den Hohepriester für die Priesterschaft und das ganze Volk vollständige Sühne geleistet werden! An diesem Tag versprach Jehova der Sünden nicht mehr zu gedenken. (3.Mo 23:26-32)

 

*** Rbi8  Hebräer 9:6-7 ***

Nachdem diese Dinge [[(die Dienstvorschriften)]] so errichtet worden sind, treten die Priester jederzeit in das erste Zelt[abteil], um die heiligen Diensthandlungen zu verrichten; 7 in das zweite [Abteil] jedoch tritt der Hohepriester allein einmal im Jahr, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die unwissentlichen Sünden des Volkes darbringt.

 

Unter dem „neuen Bund“ war es somit Jesus, der „mit etwas Blut vom Sühnesündeopfer“, das er durch die Hingabe seines fleckenlosen Leibes selbst einmalig erbracht hatte, eine erneute, jährliche Reinigung der unwissentlichen Sünden für seine „Priester“, die Versammlungsvorsteher und sein Volk erreicht! Dadurch konnten sich die Sünden derer, die diese Vorkehrung nutzten, nicht „bis zum Himmel aufhäufen“, wie dies in der Offenbarung von „Babylon der Grossen“ erwähnt wird! (Off 18:4, 5)

 

11.1.4.4       Das „Haupt des Mannes“ sollte nicht bedeckt sein, wenn er betet

Eine weitere Sache die mit den Opferhandlungen im Tempel verbunden ist und in der Christenheit in ihr Gegenteil verkehrt wurde möchten wir beachten. Papst, Bischöfe und Priester, die ihr Haupt während ihrer Amtshandlungen mit einer weissen, roten oder schwarzen Kappe bedecken, wie dies auch jüdische Rabbis und andere Religionsführer tun, handeln somit den ausdrücklichen Worten des Paulus betreffend Kopfbedeckung zuwider!

 

Kein Mann der betet sollte sein Haupt bedeckt haben *** Rbi8  1. Korinther 11:4 ***

Jeder Mann, der betet oder prophezeit und dabei etwas auf seinem Haupt hat, macht seinem Haupt Schande;

 

Die christliche Priesterschaft hält sich generell viel eher an heidnische Überlieferungen! Es ist ihnen zur Unehre und Schande, weil sie den inspirierten Überlieferungen des Paulus nicht nachfolgen! Beachten wir das obige Photo, wo in Assisi viele der versammelten Kirchenführer ihr Haupt bedeckt hielten oder das nebenstehende, wo ein katholisches Oberhaupt mit roter Mütze am Altar dient! Paulus erklärt zum Alten Testament:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:16-17 ***

Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

 

Mit den Gebeten in Assisi wurde jede göttliche Norm durch das Oberhaupt der Katholischen Kirche und aller daran beteiligter Religionsführer aufs tiefste verletzt! Sie haben sich wirklich „auf Mose Stuhl gesetzt“ und Gottes Vorkehrungen in ihr Gegenteil verwandelt! Paulus aber hatte die Korinther vor solchen Handlungen gewarnt! Wir kennen den Text bereits: Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? [[hebr.: belial = Nutzlosigkeit; Satan]] Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Statt sich als echte Christen abzusondern verbinden sich christliche Religionen und Sekten seither immer mehr! Paulus gibt wahren Christen deutlich den Rat sich von solchen Machenschaften in der Namenchristenheit abzusondern! Weit besser ist es eine Zeit lang alleine zu sein und sich zu kleinen Gruppen und Versammlungen erneut zu vereinen, die in Reinheit Gottes Massstäbe anwenden, wie Teilhaber zu sein an jeder Form von Übertretung göttlicher Rechtsmassstäbe! Nur dadurch wird Jehova uns Vater sein und uns am Gerichtstag als wahre „Söhne und Töchter“ annehmen, weil wir seinen Willen anerkannten und erfüllten!

 

Die Herausforderung von Gottes Zorn und seiner Rache ist offenbar mit den Friedensgebeten in Assisi unumgänglich geworden! Jehovas Souveränität war förmlich verhöhnt worden! Seine „sieben Zornschalen“ werden unweigerlich ausgegossen! Die „bösartigen Geschwüre“ an der Menschheit werden mehr und mehr offensichtlich! (Off 16:10, 11)

 

Die vorhergesagten Ereignisse werden wie ein exaktes Uhrwerk ablaufen und die von Jesus vorhergesagten Zeichen sich erfüllen, dies mit grosser Deutlichkeit für jene, welche die Augen nach der Erfüllung der Vorhersagen offenhalten. Es wird bei den restlichen Ereignissen ab der „siebten Trompete“ „keine Verzögerung“ mehr geben! (Off 10:5-7; 18:4) Die Einzelereignisse und ihre Zuordnung zum „Ablaufschema Harmagedons Endgericht“ sind in der folgenden Grafik mit ihren 16 Visionen festgehalten.

 

Ablauf der Ereignisse in der Offenbarung innerhalb der 16 Visionen
 

11.1.4.5       Auflehnung gegen die göttlichen Normen in der Christenheit

Die wahren Versammlungen Gottes kennen keine Ausnahmen von den Richtlinien, welche durch Jesus und die Apostel aufgestellt wurden! Da Männer keine Kopfbedeckung in der Versammlung Gottes tragen, sollen auch jene die wie die Leviten Dienste tun, die Versammlungsvorsteher ebenso keine Kopfbedeckung tragen! Frauen sollen dagegen eine Kopfbedeckung tragen, wenn sie in der Öffentlichkeit Gebete sprechen oder prophezeien, dem Mann aber gereicht es zur Schande! Frauen tun dies öffentlich nur dann, wenn kein geeigneter Mann dies tun kann!

 

Priesterinnen und gar Bischöfinnen: Offene Auflehnung gegen Gottes GebotDie Weihung von Frauen in gewissen christlichen Kirchen zu Priesterinnen und gar als Bischöfinnen kann somit unmöglich mit den Worten des Paulus in Einklang gebracht werden! Diese Ämter sind blosse Nachahmung der Katholischen Kirche! Sie bedeuten eine Verdrehung dessen, was in Gottes Augen recht und korrekt ist! Ihre Opfergaben vor Gott im Heiligen entsprechen nach GESETZ einer schweren Verletzung dessen, was das Wort Gottes zulässt oder verordnet! Auch dies darf als die Folge einer falsch verstandenen „Gleichberechtigung der Frau“ erkannt werden! Paulus erklärt mit unverwechselbarer Deutlichkeit:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:11-15 ***

Eine Frau lerne in Stille mit aller Unterwürfigkeit. 12 Ich erlaube einer Frau nicht, zu lehren oder Gewalt über einen Mann auszuüben, sondern sie sei in [der] Stille. 13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. 14 Auch wurde Adam nicht betrogen, aber die Frau wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung. 15 Doch wird sie durch Kindergebären in Sicherheit bleiben, vorausgesetzt, daß sie in Glauben und Liebe und Heiligung mit gesundem Sinn verharren.

 

Statt in Stille zu lernen und Verständnis zu erreichen streben heute auch Frauen nach Rang und Titeln, um ihre eigenen Männer noch besser beherrschen zu können. Die Konsequenzen sind überall zu verspüren, auch wenn die Erfolge diese scheinbar zuzudecken vermögen. Wir sollten uns nicht täuschen lassen, Gott lässt sich nicht verspotten! Statt Kinder zu gebären werden heute über fünfzig Millionen Abtreibungen weltweit gemacht, die gerne verschwiegen und verniedlicht werden! Etwa gleich viel ermordete Unschuldige wie während des ganzen zweiten Weltkrieges Getötete. Von der Sicherheit, in der Frauen sich innerhalb der Ehe befanden, sind viele von ihnen heute sklavisch dem System und zudem einem göttlichen Gericht ausgesetzt, weil sie sein Bestimmungsrecht ignorieren! Es ist kein Zweifel daran, dass wer bewusst und willentlich Gottes Richtlinien übertritt, wohl kaum nach göttlichem Gericht fragen wird! Paulus warnte die Galater, die sich von der Wahrheit zur Unwahrheit hinwandten:

 

*** Rbi8  Galater 6:7-8 ***

Laßt euch nicht irreführen: Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten; 8 denn wer im Hinblick auf sein Fleisch sät, wird von seinem Fleisch Verderben ernten, wer aber im Hinblick auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.

 

Ganz offensichtlich lassen sich die heutigen „Eva‘s“ genauso leicht verführen wie damals Eva, als Satan ihr offerierte „zu sein wie Gott, selbst erkennend Gut und Böse“! Der eigene Entscheid über „Gut und Böse“ ändert aber nichts an Gottes Rechtsmassstab! Wir erweisen uns als wirklich weise, wenn wir wiederum eine gesunde Gottesfurcht entwickeln und auf seine Ratschläge achten!

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?

 (Vergleiche Grafik: 1.1  Die Säule der Weisheit)

 

11.1.4.6       Wer in einem Punkt lügt, der wird auch weiterhin Lügen zuneigen!

Der Eintritt in das Heilige des Zeltes, später des Tempels in Jerusalem und Amtshandlungen am Altar waren somit unter mosaischem GESETZ männlichen Priestern aus dem Geschlecht Aarons vorbehalten. Auch seit dem „neuen Bund“ durch Christus, als dem neuem und bleibendem Hohepriester und unter den neuen Richtlinien seitens der Apostel, hat sich daran nichts geändert! Weiterhin waren der Dienst im Tempel und das Lehramt ausschliesslich Männern vorbehalten! Nach GESETZ Mose stand gar Todesstrafe auf eine Amtsanmassung und Dienst Uneingeweihter im Tempel!

 

Paulus geht mehrfach auf dieses heute heikle Thema ein, an dem sich Frauenrechtlerinnen so gern entzünden! Jesu direkte geistige Söhne sind die Apostel! Sie entsprechen Aarons Söhnen! Sie bildeten gleichzeitig seine geistige Familie, seine geistigen Brüder. Die meisten von ihnen waren verheiratet, hatten Frauen und wohl auch Kinder!

 

Unter den Jüngern aber, die Jesus und die Apostel begleiteten waren öfters auch Frauen, die ihnen willkommene Dienste leisteten, wenn sie in Galiläa predigten oder sich in der Nähe Jerusalems aufhielten. Solche treuen Frauen waren es, die ihnen auch Unterkunft gaben und Mahlzeiten bereiteten. Unter diesen treuen Frauen befand sich auch Maria Magdalene, um die sich heute immer mehr phantastische Mythen ranken, die ständig durch neue Phantasien mit „wissenschaftlichem“ Deckmäntelchen genährt werden. Die Lügengebilde werden immer undurchschaubarer und decken sich gut mit den heutigen, allgemeinen Trends die Bibel zu verspotten. Jene Frauen des ersten Jahrhunderts aber blieben Jesu treu, achteten die GESETZE und waren Jesus bis zum Tode sehr nahe!

 

*** Rbi8  Markus 15:40-41 ***

Da waren auch Frauen, die aus einiger Entfernung zusahen, unter ihnen Maria Magdalene und auch Maria, die Mutter des Jakobus des Geringeren und des Joses, und Salome, 41 die ihn gewöhnlich begleiteten und ihm dienten, als er in Galiläa war, und viele andere Frauen, die mit ihm zusammen nach Jerusalem heraufgekommen waren.

 

Offensichtlich kamen jene Frauen von Galiläa her zum Passahfest in Begleitung ihrer Familien oder einige waren dabei, die Jesus und die Jünger direkt begleiteten! Das Versammeln zum Passahmahl war nicht nur für Männer ein Obligatorium, die ganze Familie sollte wie beim Auszug aus Ägypten daran teilhaben. Wo es Frauen unmöglich war zufolge Schwangerschaft, Kleinkindern, Betreuung von Alten usw. war dies gesetzlich geschützt! Da Jesus unverheiratet war bildeten seine Apostel seine Familie, seine „Verlobte“ die wie eine eheliche „Gehilfin“ zu ihm standen und mit ihnen feierte er dieses für ihn letzte Gedenkmahl vor seinem Tod! Jesus wusste genau zu unterscheiden wie weit verwandtschaftliche Bande reichen und wo geistige Bande deren Stelle einzunehmen haben:

 

Jesus: „Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?“ *** Rbi8  Matthäus 12:46-50 ***

Während er noch zu den Volksmengen redete, siehe, da stellten sich seine Mutter und seine Brüder draußen hin und suchten ihn zu sprechen. 47 Da sagte jemand zu ihm: „Siehe! Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen.“ 48 Als Antwort sagte er zu dem, der es ihm mitteilte: „Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?“ 49 Und er streckte seine Hand nach seinen Jüngern aus und sprach: „Siehe! Meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer immer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“

 

Die ihm geistig am nächsten Verwandten waren seine zwölf Apostel! Unter den Aposteln aber gab es bestimmt keine Frau, da ja die Zwölf namentlich aufgeführt sind! Behauptungen im Büchern wie „Der geheime da Vinci Code“, dass Maria Magdalena zu den zwölf Aposteln zählen würde, dies sind Märchen, die einen gefährlichen Einfluss ausüben und selbst glaubensstarke Christinnen zum Straucheln bringen können! 

 

enn da Vinci auf seinem Gemälde „Das letzte Abendmahl“, aus image074Davincis Abendmahl gibt Johannes an dessen rechter Seite weibliche Gesichtszpgedem Jahre 1497, das im Speisesaal der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie in Mailand ist, Johannes mit weiblichen Zügen zeigt, so ist das die Phantasie des Künstlers und nicht „Wissen“ oder „Erkenntnis“, die ihn anleitete. Dass dies heute zum Erreichen eines Verkaufshits für Bücher missbraucht wird, dies ist bestimmt nicht mit göttlichem Geist im Einklang! Paulus sagt deutlich, dass langes Haar für einen Mann zur Schande gereicht. Es ist wohl kaum anzunehmen, dass Jesus und die Apostel somit langes Haar trugen, wie es das Gemälde darstellt. Jesus gar noch gemeinsame Kinder mit Maria Magdalene anzudichten bedeutet ihn zum Hurer zu degradieren, der seine ihm gestellte Aufgabe nicht erfüllte. Petrus dagegen erklärt:

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:17-18 ***

Ihr daher, Geliebte, die ihr dies im voraus wißt, hütet euch, damit ihr nicht durch den Irrtum derer, die dem Gesetz [[GESETZ]] trotzen, mit ihnen fortgerissen werdet und aus eurem eigenen festen Stand fallt. 18 Nein, sondern wachst weiterhin in der unverdienten Güte und an Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm [sei] die Herrlichkeit sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit.

 

Bestimmt freut Satan jede Art solcher Falschdarstellung! Wir aber versuchen das geschriebene Wort so zu verstehen, wie es die Schreiber wirklich auszudrücken suchten und vermeiden jede Art eigener Interpretation, die den ursprünglichen Sinn verändern mag!

 

 

11.1.5        Auf Selbsterhöhung folgt Erniedrigung, auf Selbsterniedrigung Erhöhung!

 

11.1.5.1       Uns wie Kinder erniedrigen, statt sich zu erhöhen und titelsüchtig zu werden

Wir sollten uns viel mehr aus eigenem Antrieb wie jene Kinder erniedrigen, die Jesus als Beispiel zuzieht und als Vorbild erwähnt, weil wir auf die Worte der Schrift achten und sie von Herzen befolgen! Für Jehova und Jesus sind Titel wie „Vater“, „Rabbi“, „Führer“, „Lehrer“, oder gar „Papst“, „Heiliger Vater“, „Bischof“, „Kardinal“, „Gottesmutter“ oder wie immer Titel lauten ein sich aufblähen, das Jesus deutlich verurteilt hatte! „Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus.“ (Mat 23:8-10)

 

"Ihr sollt niemanden Vater nennen. Einer ist euer Vater, der himmlische." Alle Christen sollen dagegen „Heilige“ sein, was nicht ein Titel ist, sondern eine Verhaltensform, indem sie sich von Schlechtem getrennt halten! Titel dagegen wie „Apostel“ (Abgesandter) „Älteste“ oder „Vorsteher“ bezeichnen eine Aufgabe innerhalb des „Leibes des Christus“, um der Versammlung gewisse Ordnung zu bringen. Die Apostel haben wie Jesus keinen Nachfolger und Stellvertreter! Deutlich wird von zwölf Steinen der Grundmauer des neuen Jerusalems gesprochen und Jesus sagte, dass die Apostel auf zwölf Thronen die zwölf Stämme Israels richten würden!

 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

Dies alles kennzeichnet Papst und Bischöfe, die sich als Vertreter der Apostel ausgeben, als dreiste Lügner, die sich ein Amt zuordnen, das ihnen Gott und Jesus nicht gegeben haben! Es sind Männer und heute auch Frauen, „die in der Wahrheit nicht feststehen“! Nur die wahren zwölf Apostel werden selbst auf „zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten“, nicht die Päpste, noch die Bischöfe! (Joh 8:44, 45)

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch [[(den zwölf Aposteln)]]: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Wer wie Jehovas Zeugen dagegen behauptet, dass auch Frauen unter den 144.000 Priesterkönigen befinden werden, missachtet die deutlichen Regelungen, welche die Apostel zum Thema bisher äusserten! Wir sollten uns nicht durch verführerische Worte täuschen lassen!

 

Grösse im Königreich der Himmel hängt von Bescheidenheit und von genauem Hinhören, von Gehorsam, von Treue und Pflichtbewusstsein gegenüber Jesus und Gott ab und nicht vom Erreichen einer durch Menschen geschaffenen Hierarchiestufe oder von irgendwelchen klingenden Titeln (Mat 23:6-12).

 

Denkmal Groer… Der Stein um den Hals ...(Vergleiche Grafik: 9.4  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

*** Rbi8  Matthäus 18:1-6 ***

In jener Stunde traten die Jünger an Jesus heran und sagten: „Wer ist in Wirklichkeit der Größte im Königreich der [[(neuen)]] Himmel? 2 Da rief er ein kleines Kind zu sich, stellte es mitten unter sie 3 und sprach: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie kleine Kinder werdet, so werdet ihr auf keinen Fall in das Königreich der Himmel eingehen. 4 Wer immer sich daher selbst erniedrigen wird wie dieses kleine Kind, der ist der Größte im Königreich der [[(neuen)]] Himmel; 5 und wer immer ein solch kleines Kind aufgrund meines Namens aufnimmt, nimmt [auch] mich auf. 6 Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, straucheln macht, für den ist es nützlicher, daß ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gehängt und er ins weite, offene Meer versenkt werde.

 

Nicht kleine Kinder im Denkvermögen sollen Christen sein, sondern wie kleine Kinder in Unschuld sollten wir werden! Ohne Scheu näherten sich jene Kinder Jesus, um von ihm zu lernen. 

 

11.1.5.2       Sich auf Mose Stuhl zu setzen bringt Unehre ein, daran ändern überhöhte Stellung und schöne Titel nichts!

Jesus zeigt, dass Selbsterniedrigung wichtiger ist als sich zu erhöhen oder sich durch andere erhöhen zu lassen, die ihrerseits durch Titel in ihrer überhöhten Stellung bestätigt werden! Titel bringen andere Menschen zum Straucheln und blähen sie einer gegenüber dem anderen auf! Sie hindern eher daran Gottes Wort zu tun, weil sie uns an eine Organisation binden und wir uns deren Dogmen verpflichten müssen! Sie führen zu Äusserlichkeiten, statt das Innere des Menschen zu erneuern, zu einem Schein! Gott hört nicht auf selbstüberhöhte Sünder! „Blinde Leiter“ führen „blinde Geführte“ in „dieselbe Grube“, das Grab, wir sollen ihnen nicht nachgehen! (5.Mo 27:18; Mat 15:14)

 

Anforderungen an Vorsteher von Christenversammlungen*** Rbi8  Johannes 9:31 ***

Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört, doch wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, hört er auf diesen.

 

Um einen Bruder zu belehren oder jemanden der einen Fehler begeht zurechtzuweisen, muss Gottes aufgezeichnetes Wort uns Anleitung geben und genügen. Nicht ein Titel der Rang und Macht ausdrückt wird uns retten können! Entweder wir hören darauf und reagieren oder wir hören selbst auch nicht auf die Apostel, nicht auf Jesus und damit selbst auch nicht auf Gott! Jesus erklärt diesen Zusammenhang mit einfachen Worten:

 

*** Rbi8  Lukas 10:16 ***

Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“

 

Wir sollten auf jene hören, die wirklich im Einklang mit Gottes Wort Dinge erklären und selbst danach handeln, Männer und Frauen die selbst entsprechend Gottes Normen andere zurechtweisen, wo dies notwendig ist! Dies sind Opfer, die Gott wohlgefällig sind und nicht die grosse Show der Kirchenführer, die sich um die Aufrechterhaltung ihrer Privilegien mühen! Paulus zeigte dem jungen Timotheus wie dies zu geschehen habe:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 5:20-21 ***

Weise Personen, die Sünde treiben, vor den Augen aller zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben. 21 Ich gebiete dir feierlich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln [[(gr. aggelos: Boten; Vorsteher; Älteste)]], diese Dinge ohne Vorurteil zu bewahren und nichts nach einer Neigung zu Voreingenommenheit zu tun.

 

Wer fortgesetzt Sünde treibt muss öffentlich zurechtgewiesen werden! Selbstüberhöhte, die Gott nicht selbst auserwählt hat, werden schlussendlich erniedrigt werden. Wer andere zum Straucheln bringt, so dass solche sündigen und Gottes Willen entgegen handeln, diese laden gar die Todesstrafe der Gehenna auf sich, wie dies der Vergleich mit dem Mühlstein und das Versenken im Meer deutlich veranschaulichen, die Jesus erwähnt! (Lu 17:1, 2)

 

Jesus gebrauchte harte, direkte Worte gegen die Religionsführer seiner Tage  und äusserte diese öffentlich im Tempelbereich!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:1-12 ***

Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: 2 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch [[(gemäss GESETZ und PROPHETEN)]] sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 5 Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden; denn sie machen die [Schrifttexte enthaltenden] Kapseln breit, die sie als Schutzmittel tragen, und vergrößern die Fransen [ihrer Kleider]. 6 Sie haben gern den hervorragendsten Platz bei Abendessen und die vorderen Sitze in den Synagogen [[(Heb: Versammlungen)]] 7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und daß die Menschen sie Rabbi [[(Heb: Lehrer)]] nennen. 8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. 9 Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Jesu Worte sind deutlich und klar! Alle sollen wir Brüder sein! Keine sich konkurrenzierenden Christenorganisationen mit komplexen Hierarchieabstufung, wie in der katholischen Kirche, wären nach Jesu Vorgaben je möglich gewesen! Keine Sekten, die sich mit ihre Mutterkirche dauernd befehden, weil ihre Oberen gelehrt werden die Oberen der anderen religiösen Konkurrenz zu verunglimpfen! Den Schmutz vor der eigenen Türe wird aber dagegen gut verdeckt.

 

Das Thema des unbiblischen Zölibats in der Katholischen Kirche durch habgierige Päpste (Papst = Papa = Vater) ist Folge der Missachtung von Jesu Worten! „Die verbieten zu heiraten“, wie Paulus es bereits im ersten Jahrhundert gegenüber Timotheus erwähnt! Das sind aufgezwungene Opfer an die Priester!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 4:1-5 ***

Der Yölibat, eine unbiblische Einrichtung!Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten [[(Zölibat)]] und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat [[(die nicht unter Gottes Speisegebote auch an das geistige Israel fallen, was „unrein“ sei)]], damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen. 4 Der Grund hierfür ist, daß jede Schöpfung Gottes vortrefflich und nichts verwerflich ist, wenn es mit Danksagung empfangen wird, 5 denn es wird durch Gottes Wort und Gebet dafür geheiligt.

 

Die fehlende Übermittlung des tieferen Sinnes jeglicher göttlichen Anordnung seitens einer durch sich selbst erwählten Priesterschaft, diese trägt die Hauptschuld der heutigen Gottlosigkeit! Auch an den leidigen Diskussionen um die Priesterschaft von Frauen tragen sie selbst die Schuld! Jede göttliche Anordnung lässt sich bis zur Unkenntlichkeit diskutieren, wo nicht nach dem tieferen Sinn der Anweisung geforscht wird! Paulus dagegen machte solchen Diskussionen ein abruptes Ende:  „Wenn indes jemand zugunsten eines anderen Brauches streitsüchtig zu sein scheint: wir haben keinen anderen und auch die Versammlungen Gottes nicht.“ Die wahre Versammlung Gottes hält sich an Jesu Worte und an das, was die Apostel übermittelten und nicht an Überlieferungen von Kirchenvätern, die auf Unterwerfung und auf das Scheren und Schlachten der Schafe aus waren! Jesus dagegen wird als wahrer Hirte seine Schafe bald in die einigende Hürde des Königreiches Gottes bringen (1.Kor 11:16).

 

(Vergleiche Grafik: Schafe aus zwei Hürden unter einem Hirten zu einer Herde vereint)

 

11.1.5.3       Ausser Gott sind jedem anderen „Haupt“ Grenzen gesetzt!

Jesus hat als „Haupt“ direkt Jehova. Er unterordnet sich dessen Anweisungen. Aber auch dem Mann als „Haupt der Frau“ sind Grenzen gesetzt! Er hat selbst ein „Haupt“ über sich, dem er sich unterordnen muss, Jesus! Auch wird der Mann durch Paulus deutlich angehalten sich den Vorstehern der Versammlung zu unterordnen! Auch dies ist eine Form des Opfers, das Jehova mit Wohlwollen annimmt!

 

*** Rbi8  Hebräer 13:17 ***

Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

 

Der Mensch wurde geschaffen um die Erde zu einem Paradies zu verwandelnAuch im physischen Bereich, da wo der Mensch "gepflanzt" wurde gibt es Beschränkung! Der Mensch wurde für die Bebauung der Erde hin zu einem Paradies, einem erdenweiten Garten erschaffen, damit er sich Gottes Schöpfung untertan halte! Nirgends ist aus der Schrift ersichtlich, dass Menschen über Engel herrschen oder an deren Seite in den Himmel kommen würden! Dies entspringt viel eher dem Wunschdenken als der Realität!

 

Auch wenn heutige Übersetzer, um ihre Himmelstheorien die auf Hymenäus zurückgehen scheinbar zu bestätigen, hin und wieder eine simple Übersetzung auslassen und so zur Verwirrung ihrer Leser beitragen: Das griechische Wort ággelos bedeutet „Bote“ oder „Vorsteher“, nicht zwangsläufig ein himmlisches Geschöpf! Durch Weglassen der Übersetzung wird daher ein vollkommen falsches Bild erzeugt:

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-3 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir Engel [[Boten, Vorsteher]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens?

 

Religion: Gimpelfang und Geschäft?Richtet Paulus nun wirklich Engel? Der Eindruck ist perfekt! Was aber ist das Thema, das behandelt wird? Das Gerichtswesen in der Versammlung, die Rechtsprechung bei Auseinandersetzungen und Vergehen gegen Gottes GESETZ!

 

Die „Heiligen“, Paulus spricht im Kapitel 6 zu Versammlungsvorstehern und Versammlungsrichtern, die Jesus am Gerichtstag als „treue Sklaven“ einstuft und ihnen nach dem Ende dieses Systems als Vorstehern innerhalb von Städten oder gar als Priesterkönigen Gewalt überträgt. Jene werden alsdann „die (neue) Welt richten“! In der Versammlung Korinth aber wurden keine rechtlichen Entscheide gefällt! Der Zusammenhang im Kapitel 5 zeigt eindeutig, dass Paulus davon spricht, dass er und die anderen elf Apostel jedoch die Versammlungsvorsteher („Engel“ = Boten) richten wird! Das ist identisch mit dem, was Jesus sagt! Solchen Betrug am Christen begehen in der einen oder anderen Form alle Religionen, um die angemasste Stellung ihrer Repräsentanten scheinbar biblisch zu decken! Noch deutlicher wird es in der Offenbarung, wo Jesus durch einen Engel zu Johannes spricht und ihn bittet, den Vorstehern von sieben Versammlungen einen Brief zu senden. Es ist kaum anzunehmen, dass Johannes an Engel schreiben soll, dies passt aber gut ins katholische Konzept! (Mat 19:28; Off 1:20-2:1; 20:6)

 

(Vergleiche Artikel: Religion Gimpelfang und Geschäft?)

 

Aus der Schrift ist deutlich ersichtlich, dass kein Mensch ausser Jesus, weder Mann noch Frau, in den (dritten) Himmel Jehovas kommen. Dies schon gar nicht nach seinem Tode, wo Tote doch sich „nicht des geringsten bewusst“ sind! Maria und alle durch Päpste erklärte „Heilige“ im Himmel widersprechen jeder biblischen Logik! Darum wird es als ein „Mysterium“ als ein „heiliges Geheimnis“ umschrieben! „Himmel“ bedeutet simpel Autorität und Macht über andere! 

 

*** Rbi8  Johannes 8:22-23 ***

Wohin ich gehe, könnt ihr nicht hinkommen.‘ “ 23 Da sagte er weiter zu ihnen: „Ihr seid von den unteren Bereichen; ich bin von den oberen Bereichen. Ihr seid von dieser Welt; ich bin nicht von dieser Welt.

 

Das „Allerheiligste“ im „Zelt der Zusammenkunft“ und später im Tempel stellte den „Himmel der Himmel“ dar: Jehovas Wohnsitz, seine höchste Stellung.  Nur der Hohepriester, der ja Jesus vorschattete, durfte einmal im Jahr direkt vor Jehovas Thron treten, der im Allerheiligsten, hinter dem abschirmenden Vorhang durch die Lade des Bundes symbolisiert wurde. (Pr 9:5, 10; Heb 9:6-10)

 

Was meint der Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

(Vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“)

 

Päpste massen sich das Amt des Apostelnachfolgers selbst zu, sie wollten Nachfolger und Vertreter des Petrus zu sein. Nirgends ernannte einer der Apostel für sich einen Nachfolger! Die Erwählung des Matthias anstelle von Judas war ein übereiltes Handeln, wie die spätere Erwählung des Paulus durch Jesus deutlich zeigt! „Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, und alle Brüder bei mir an die Versammlungen von Galạtien:“ (Gal 1:1, 2) Auch die Propheten der Vergangenheit hatten keine Nachfolger, sondern sie erfüllten ihre Pflicht, die Gott ihnen aufgetragen hatte bis sie starben! Im Falle des Elia und Elisa war dies eine Ausnahme, weil gewisse Aufgaben noch unerfüllt waren! Sie alle aber kommen in der Auferstehung wieder zum Leben und brauchen dann nicht ihren angestammten Platz gegen unerwünschte Nachfolger zu verteidigen!

 

11.1.5.4       Anmassende Vertreter Jesu auf Erden

Die Päpste behaupten zudem Jesus auf der Erde zu vertreten. Ein Abwesender oder ein Toter braucht eventuell eine Stellvertretung, nicht aber Jesus, der von sich sagt dass er ein Toter war aber für immer lebt! Sie sind bestimmt unter der Gruppe der „falschen Christusse“! Zu Johannes erklärte er in der Offenbarung: „Sei ohne Furcht. Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebende; und ich wurde ein Toter, doch siehe, ich lebe für immer und ewig …“s Hạdes [[(des Grabes; der Auferstehung der Toten)]].“ (Off 1:17, 18) Gegenüber drei der Apostel die ihn über seine spätere Wiederkehr aus dem Himmel befragten erklärte er kurz vor seinem Tod und der Auferstehung:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:24 ***

Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen.

 

Jesus selbst öffnet den „Hades“ zur Auferstehung, keiner der Päpste! Nur Jesus hat das Loskaufsopfer erbracht. Die Opfer der Priester und Päpste aber sind wertlos und können nicht einmal sie selbst vom „Hades“ loskaufen! (Ps 49:8)

 

Johannes sieht in der Offenbarung in den geöffneten dritten Himmel Jehovas*** Rbi8  Offenbarung 1:17-18 ***

Und er [[(Jesus)]] legte seine Rechte auf mich und sprach: Sei ohne Furcht. Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich wurde ein Toter [[(Mensch, während 2 Nächten und Teilen von drei Tagen)]], doch siehe, ich lebe für immer und ewig, und ich habe die Schlüssel des Todes und  des Hades [[(des Grabes; der Auferstehung der Toten)]].

 

Der einzige Mensch, der das Recht hat durch den abtrennenden „Vorhang“ zwischen dem irdischen Heiligen und dem himmlischen Allerheiligsten zu gehen, ist Jesus! Sein Fleisch entsprach symbolisch jenem „Vorhang“, den er bei seinem Tod durchschritt und dessen menschlichen Leib er zurücklassen musste. Weder die Apostel noch die „Heiligen“, die Apostel noch Christen die gut gelebt haben: Keiner von ihnen ist somit berechtigt zum Eingang in den geistigen, dritten Himmel Jehovas zu gelangen ausser in einer Vision, wo auch Jesu und die Engel Gottes sind! Das Versprechen „in den Himmel zu kommen“ ist somit ein christliches Ammenmärchen, leere Reden, die durch Hymenäus, Alexander und Philetus bereits in die Urchristenversammlung eindrang und das durch Paulus aufs Härteste bekämpft wurde! Er schloss jene falschen Apostel mit vollem Recht aus der Versammlung aus! (1.Ti 1:18-20; Heb 10:19-25)

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[(der Herr (Jesus))]] kennt die, die ihm gehören und: „Jeder, der den Namen [[des Herrn]] Jehovas nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit [[((Ungesetzlichkeit)]].

 

Die Lehre der Auferstehung direkt nach dem Tode hat somit einen Anfang bei Hymenäus. Was die Katholische Kirche, die Protestanten, die Mormonen und Jehovas Zeugen lehren ist nichts anderes wie Erweiterung der „leeren Reden“ jener Urväter eines korrupten Christentums! Die Erstauferstehung liegt erst nach Harmagedons Endschlacht und ist hier auf der Erde, bei Jesu Wiederkehr als „Menschensohn“ aus den Gräbern! (Hes Kap.37) Das Gangrän ihrer Lehren hat sich zum ganzen Leib hin ausgebreitet! Darum: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk!“, „rührt nichts unreines an“ (2.Kor 6:17; Off 18:4)

 

11.1.5.5       Jehova teilt durch seinen Hohepriester jedem sein Amt und die Pflichten zu

Das Priesteramt, wie es im Tempel ausgeübt wurde, um dort Dienst zu verrichten kam mit Jesu Opfertod zu ihrem Untergang: Dem Ende des „Bundes mit Levi“ und damit der blutigen Opfer! Ihre Pflicht war erfüllt, das letzte und grösste Opfer das Jehova gefordert hat war durch Jesu Tod erbracht worden. Jesus kam als Vorbild für uns, um den Willen des Vaters in allem zu tun! Jesus fühlte sich der damaligen Priesterschaft nur bedingt unterordnet, da er sie ja als Gesetzesübertreter verurteilte! Ihn galt es künftig als dem neuen Hohepriester nachzuahmen! (1.Kor 11:1)

 

Prophezeiung & Erfüllung der 70 Jahrwochen DanielsDer Prophet Daniel hatte das Aufhören der Schlachtopfer und Opfergaben exakt zur Hälfte der siebzigsten Jahrwoche angesagt. Genau am 14. Nisan des Jahres 33 u.Z. kam das vorhergesagte Ende als Jesus am Stamm starb (Da 9:25, 26).

 

*** Rbi8  Daniel 9:27 ***

Und er soll [den] Bund für die vielen eine Woche lang in Kraft halten; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Opfergabe aufhören lassen.

 

Mit dem Aufhören der Opfergaben war auch das Ende der aaronischen Priesterschaft gekommen, welche diese Pflicht innehatte. Der Hohepriester, der die Form der Anbetung zu überwachen hatte wurde ersetzt als Jesus am dritten Tag von den Toten auferstand, um für immer zu leben und nicht mehrt zu sterben! An Pfingsten darauf wurde die neue Nation, das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ins Leben gerufen, als Jesus den versprochenen heiligen Geist ausgoss und Petrus die ersten fleischlichen Juden in das Königreich aufnahm, indem jene getauft wurden. Ein neues System der Anbetung nahm seinen Anfang. Wo sind die Parallelen?

 

Die Priester und Leviten waren in Israel vom Volk ausgesondert, um ihre Aufgabe im Tempel und der Führung des Volkes in ihren Städten und Dörfern zu gewährleisten. Sie sollten Jehova einen vollkommenen Beitrag ihrer Zeit und Kraft leisten, indem sie ihm dienten! Das Steuersystem des Zehnten sollte ihre Unabhängigkeit von weltlicher Arbeit sichern! Dies war spezifisch an jene Priesterschaft geknüpft. Mit dem Ende des „Bundes mit Levi“ hörte auch der Zehnten auf und Jesu Konzept „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt“ (Mat 10:8) trat in Kraft. Jeder war nun berufen priesterliche Dienste zu leisten. Die Auserwählung jener zum künftigen Priesterdienst und Königtum würde erst zum Ende als „Lohn“ und als „Krone des Lebens  erfolgen, zur Zeit von Jesu Wiederkehr.

 

Zeitband Aufrichtung Jesu Königreich
 

(Vergleiche: Zeitband Aufrichtung von Jesu Königreich)

 

Um die Pflichterfüllung der Priester betreffend der Opfer im Tempel zu verstehen, müssen wir vorab die aaronische Priesterschaft und die Leviten etwas besser verstehen lernen! Wer wurde durch wen beim Wechsel des Systems ersetzt, als das vorhergesagte Ende kam?

 

Da Aaron als Hoherpriester Jesus vorschattet müssen die Söhne Aarons die Apostel sein, die das Amt von Oberpriestern innehatten und die selbst ihre geistigen Söhne zum priesterlichen Dienst erziehen mussten.

 

Aus jenen künftigen Nachkommen Aarons, der aus der Linie Kehats stammte, würden nur die dazu geeigneten erwählt werden, die keinerlei Gebrechen hatten. Für sie galten spezifische Anforderungen im GESETZ! Schlussendlich mit Erreichen von dreissig Jahren sollten sie für ihren Dienst im Zelt der Zusammenkunft geweiht werden! (2.Mo 28:1, 40, 41; 29:29, 30; 4.Mose 4:1-3) Dies würde somit Zeit in Anspruch nehmen! Die Leviten standen ihnen aber von Anfang an bei der Erfüllung ihrer Aufgaben als Hilfe während fünfundzwanzig Jahren zur Seite. (3.Mo 21:17-21, 23; )

 

Dienst der Leviten*** Rbi8  4. Mose 8:23-25 ***

Jehova redete nun zu Moses, indem [er] sprach: 24 Dies bezieht sich auf die Leviten: Vom Fünfundzwanzigjährigen aufwärts wird er kommen, um in die Schar im Dienst des Zeltes der Zusammenkunft einzutreten. 25 Aber nachdem er fünfzig Jahre alt geworden ist, wird er sich von der Dienstschar zurückziehen und nicht länger dienen.

 

Die Zeit des Dienstes der Leviten sollte somit beschränkt sein! Dies deckt sich auch mit der Begrenzung der Priesterkönige im kommenden System, deren Amt vorab auf tausend Jahre festgelegt wird! „Und sie kamen zum Leben und regierten als Könige mit dem Christus für tausend Jahre.“ (Off 20:4) Der Prophet Maleachi zeigt, was die Aufgabe der Leviten wirklich ist und, dass dieser „Bund mit Levi“ auch nach dem Untergang der aaronischen Priester in neuer Form weiterging, durch solche Männer, die Jesus Fussstapfen echt nachfolgen würden:

 

*** Rbi8  Maleachi 2:3-4 ***

„Siehe! Ich schelte euretwegen die Saat, und ich will Mist auf eure Gesichter streuen, den Mist eurer Feste; und jemand wird euch tatsächlich zu ihm hinwegtragen. 4 Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Levi weiterbestehe“, hat Jehova der Heerscharen gesagt.

 

Der „Bund mit Levi“ würde zwar enden, aber somit nicht vollkommen untergehen, was dessen Sinn des Dienstes für Gott betraf, sondern bloss in andere Hände gelegt werden. Aber auch die neuen levitischen „Sklaven“ sollten zur Prüfung und Reinigung kommen! Maleachi spricht von Jesu Wiederkehr, dem Beginn des „Tages des Herrn“:

 

*** Rbi8  Maleachi 3:2-4 ***

„Doch wer wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er wird wie das Feuer eines Läuterers sein und wie die Lauge von Wäschern. 3 Und er soll als Läuterer und Reiniger von Silber sitzen und soll die Söhne Levis reinigen; und er soll sie läutern wie Gold und wie Silber, und sie werden bestimmt für Jehova solche werden, die eine Opfergabe in Gerechtigkeit darbringen. 4 Und die Opfergabe von Juda und von Jerusalem wird Jehova tatsächlich angenehm sein wie in den Tagen vor langer Zeit und wie in den Jahren des Altertums.

 

Erst nach der Reinigung „Levis“ [B1] werden die neuen, künftigen Priester in ihr Amt durch Jesus, den Hohepriesterkönig eingeweiht [Bb], an welchen kein Makel gefunden wird [B2; B2e-B2h], im neuerrichteten „Zelt der Zusammenkunft“, dem fertiggestellten geistigen Tempel auf dem Berg Zion ihre Einweihung erfahren, um Gott wiederum annehmbare Opfer darzubringen! Dies beginnt sich mit dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ zu erfüllen, ein Monat nach Harmagedon, bei Jesu Rückkehr zum Trompetenfest. [Bb; a1](Off 14:1-5; 19:5-9)

 

Ablauf der Ereignisse zu Beginn des "Tages des Herrn"
 

Somit müssen jene Christen, die auf die Apostel hören und Jesu Auftrag zu predigen, zu taufen und zu belehren (Mat 28:19, 20) ihre Aufgabe getreulich erfüllen. Keine Unwahrheit darf in ihrem Mund gefunden werden (Off 14:4). Sie sollen ihre eigenen Versammlungen führen, wie die Leviten ihren Synagogen (Versammlungen) in den Dörfern und Städten als Älteste vorstehen! Jesus nannte diese Gruppe „treue und verständige Sklaven“ (Mat 24:45). Paulus zeigte, dass jene die Obliegenheiten in christlichen Versammlungen zu erfüllen haben, die er in seinen Briefen beschrieb! Jesus aber würde schlussendlich zwischen den treuen und den übelgesinnten „Sklaven“ die Wahl treffen! Die Frage würde somit erst nach seiner Wiederkehr, zu Beginn des tausendjährigen Gerichtstag Gottes entschieden werden! Treue bis zum Ende wird ausschlaggebend sein!

 

Welches sind die wahren "treuen und verständigen Sklaven"?*** Rbi8  Matthäus 24:45-51 ***

Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? 46 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so Tugend findet. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.

48 Wenn aber jener übelgesinnte Sklave je in seinem Herzen sagen sollte: ‚Mein Herr bleibt noch aus‘ 49 und anfangen sollte, seine Mitsklaven zu schlagen, und mit den Gewohnheitstrinkern essen und trinken sollte, 50 wird der Herr jenes Sklaven an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt, 51 und wird ihn mit der größten Strenge bestrafen und wird ihm sein Teil mit den Heuchlern zuweisen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.

 

Ganz offensichtlich weiss der übelgesinnte, heuchlerische Sklave nicht, wann sein Herr zurückkehrt. Er fährt fort sein übles Spiel mit der „Habe des Herrn“ zu treiben und ist in geistiger Sicht betrunken! Der „treue Sklave“ aber blieb wach, er kannte die Stunde der Rückkehr seines Herrn und er erwartet ihn mit der Lampe voll von Öl und seinem „Licht“ brennend, als sein Herr, „der Bräutigam“ von der „Hochzeit“ zurückkehrt!

 

 (Vergleiche Artikel im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Dezember 2004: 12.4.1  Der Bräutigam ist da, geht hinaus ihm entgegen)

 

Die Apostel sollten aber erst nach Aufrichtung des Königreiches, der „Geburt“ der „neuen Nation“ [B1+B2e] als Richter auf ihren zwölf Thronen eine Auswahl treffen, also nach dem Beginn der „Wiederherstellung des Königreiches für Israel“, erst nach dem Gerichtstag [B2], am Tag der „Hochzeit des Lammes“ [B2e] mit ihnen, als seiner „Braut“. Aufgrund dessen, wer durch Jehova und Jesus als würdig erachtet wird, versiegeln sie jene, die in der kommenden Verwaltung Königs-Priesterdienste verrichten werden. Dies entspräche in etwa dem Erreichen der Volljährigkeit der aaronischen Priester (mit 30 Jahren)! Erst an jenem Tag des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ [Bb, BbB, a1] sollen diese „treuen Sklaven“ nun noch in ihr Priester-Königsamt durch den Hohepriester-König eingeweiht werden!

 

Das "Heilige" des geistigen Tempels wird cor Ablauf der 2300 Tagefrist Daniels fertiggestellt

(Vergleiche Grafik: Erntefeste zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernte)

 

11.1.5.6       Nur wer die Zeitachse beherrscht kann die Zusammenhänge kommender Dinge wirklich verstehen!

Wiederum ist der Faktor Zeit und die Einreihung der Ereignisse auf der Zeitachse von ausschlaggebender Bedeutung für das Verständnis! Somit sind die heutigen „Leviten“ noch nicht geweihte Priester, sondern verrichten bisher nur Hilfsdienste innerhalb ihres eigenen geistigen Tempels, der Christenversammlung! Erst mit der Fertigstellung des wahren Tempels in der Endzeit wird auch ihr wirklicher Priesterdienst beginnen! Die Offenbarung redet deutlich von der Zukunft: „Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.“ (Off 20:6)

 

(Vergleiche Grafik: 1.3  Geistige Dinge einreihen in Raum und Zeit)

 

Paulus zeigt im Brief an die Römer, dass sich gewisse Christen über andere erhoben hatten, um ihre eigenen Massstäbe als verbindlich zu erklären. In anderen Briefen weisst er aber darauf hin, dass niemand eine andere Grundlage legen könnte wie jene der Propheten und der Apostel! Wer über das geschriebene Wort hinausgeht macht sich zu einem „falschen Apostel“ und einem „falschen Lehrer“! (1.Kor 4:6; 2.Kor 11:13-15; Eph 2:19-22)

 

*** Rbi8  Römer 14:10-12 ***

Warum aber richtest du deinen Bruder? Oder warum blickst du auch auf deinen Bruder hinab? Denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen; 11 denn es steht geschrieben: ,So wahr ich lebe‘, spricht Jehova, ‚vor mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott offen anerkennen.‘ 12 So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen.

 

Auch darin zeigt sich die Begrenztheit der heutigen Hierarchien christlicher Kirchen und Sekten, die alle irgendwelchen Dogmas nachfolgen und jene bestrafen, welche das Dogma nicht anerkennen!

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Sauerteig in christlichen Organisationen)

 

Der Prophet Sacharja zeigt die Wichtigkeit den Ablauf der Ereignisse auf der Zeitachse richtig aufzuführen:

 

Grundlage und Eckstein*** Rbi8  Sacharja 6:12-15 ***

,Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Hier ist der Mann, dessen Name ‚Sproß‘ ist. Und von seiner eigenen Stelle aus wird er sprossen, und er wird gewiß den Tempel Jehovas bauen. 13 Und er selbst wird den Tempel Jehovas bauen, und er seinerseits wird Würde tragen; und er soll sich setzen und auf seinem Thron herrschen, und er soll ein Priester auf seinem Thron werden, und es wird sich erweisen, daß der Rat des Friedens selbst zwischen ihnen beiden ist. 14 Und die prächtige Krone, sie wird schließlich Helem und Tobija und Jedaja und Hen, dem Sohn Zephanjas, zum Gedenken im Tempel Jehovas gehören [[(nach ihrer Auferweckung in der Erstauferstehung und Einweihung zu Priesterkönigen durch „Spross“, Jesus)]]. 15 Und die weit Entfernten werden kommen und tatsächlich am Tempel Jehovas bauen.“ Und ihr werdet erkennen müssen, daß mich Jehova der Heerscharen zu euch gesandt hat. Und es soll geschehen — wenn ihr auch wirklich auf die Stimme Jehovas, eures Gottes, hören werdet.‘ “

 

Erst wenn wir genau erkennen, dass Jesus „Spross“ ist und zu welchem Zeitpunkt er zurückkehrt, um den geistigen Tempel fertigzustellen und als König und Hoherpriester zu herrschen, dann wissen wir auch wann die neue Priesterschaft zu handeln beginnt. Dann erst können wir auch verstehen, was die Aufgabe von „Helem und Tobija und Hen“ sein wird, denen ja nach ihrer Auferstehung eine künftige Aufgabe im wahren Tempel Jehovas versprochen wurde! (Vergl. Da 12:13) Sie werden unter den Priesterkönigen sein! Nur Könige tragen eine Krone!

 

Die „weit entfernten“, die gemäss Sacharja am Tempel mit bauen sind vorab die Apostel, dann aber auch der lebende, versiegelte Überrest, welche die 144.000 vervollständigen! Die Bedingung aber lautet für alle dieselbe: „... wirklich auf die Stimme Jehovas, eures Gottes, zu hören“! Dies bedingt von falschen Göttern vollkommen abzulassen! „Darum geht aus ihr hinaus, mein Volk!“ (Off 18:4)

 

Der Hohepriester zerreist sein Obergewand, was Jehova Priestern deutlich verboten hatDer Prophet Hosea bestätigt, dass dieser Zustand ohne einer von Gott erwählte Herrschaft ab gewissen vorherbestimmten Zeitpunkten Seines Gerichtes am Stamm Juda, was bis in den „Schlussteil der Tage“ dieses üblen Systems dauern wird!

 

*** Rbi8  Hosea 3:4-5 ***

Es ist, weil die Söhne Israels viele Tage ohne König und ohne Fürst und ohne Schlachtopfer und ohne Säule und ohne Ephod und Teraphim wohnen werden. 5 Danach werden die Söhne Israels umkehren und Jehova, ihren Gott, und David, ihren König, gewiß suchen; und sie werden tatsächlich bebend zu Jehova und zu seiner Güte kommen im Schlußteil der Tage.

 

Bisher war Israel ohne König, da das Amt des Königs bereits 607 v.u.Z. bei der Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar entfernt worden war. Nun aber wurde Jesus unmittelbar nach seinem Tod gleichzeitig Hoherpriester anstelle Kaiphas, der ihn zum Tode verurteilte und König über sein eigenes Volk, jedem, der sich ihm in der Taufe hingab. Während er aber im Himmel weilen würde sollten seine Apostel und deren Fussstapfen-Nachfolger die Habe des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ bis „an die Enden der Erde“ mehren und verwalten. Nach dem Tod des letzten Apostels würde eine Zeit des Abfalls und tiefer Finsternis hereinbrechen. Der Prophet Daniel aber erklärt, was erst bei Jesu Wiederkehr kommen würde:

 

(Daniel 12:9, 10)  Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Wahres Verständnis, das über Jahrhunderte verschüttet wurde soll während der „Zeit des Endes“ entschlüsselt und verstanden werden. Das könnte nur auf der Grundlage des Verständnisses des GESETZES geschehen, verbunden mit Reue, Umkehr und für Gott annehmbaren Gebeten und Opfern! Die Bösen lehnen aber Gottes Gebote ab! 

 

11.1.5.7       Tiefe „geistige Finsternis“ und „Wölfe in Schafspelzen“ waren schon früh angesagt!

Johannes sprach am Ende des ersten Jahrhunderts von der „letzten Stunde“ der zu Ende gehenden „apostolischen Zeit“, von aufstehenden „Antichristen“, welche die Macht an sich reissen würden.

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

Christliche Religionsführer verweisen mit diesen Texten stets auf andere. Jede religiöse Konkurrenz wird als antichristlich bezeichnet, indem gewisse, oft nur angedichtete Fehler aufgedeckt werden. Der eigene Schmutz aber wird heuchlerisch vergessen und zugedeckt! Jesus hatte den religiösen Führern seiner Tage den Krieg erklärt: „Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch erlaubt ihr, daß die hineingehen, die sich auf dem Weg dorthin befinden.“ (Mat 23:13) Wer glaubt, dass dies heute anders sei irrt. Lügen werden als Wahrheit deklariert! Wahre Christen entfernen sich aber nicht von der Lehre der Apostel, sie bleiben bei deren Aussagen, weil es Jesu Worte sind und bleiben mit den Urchristen somit vereint! Aus der Wahrheit stammt keinerlei Lüge!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

(Vergleiche Artikel: Religionen die offen Lügen verbreiten)

 

Jesus hatte zuvor davon gewarnt, dass jene „Wölfe in Schafspelzen“ versteckt operieren würden, scheinbar zahm, innerlich aber raubgierig! Wir wissen, dass christliche Lehrer „Bäumen“ gleichen, welche „Früchte“ tragen, entweder gute oder schlechte!

 

Das Gesamtbild der Bibel*** Rbi8  Matthäus 7:15-20 ***

Nehmt euch vor den falschen Propheten in acht, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? 17 Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; 18 ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. 19 Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20 Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen.

 

Jesus zeigt, dass falsche Prophetie, was ein Unverständnis der Zusammenhänge auf der Zeitachse mit einschliesst, falsche Orte der Erfüllung der Prophezeiungen und falsche Personengruppen mit einschliesst! Nur ein Gesamtverständnis, ein klares Gesamtbild kann uns vor solchen „Wölfen in Schafspelzen“ schützen!

 

(Vergleiche Grafik: Teilbilder ergeben das Gesamtbild)

 

Auch Paulus erwähnte kurz vor seinem Tod bedrückende Wölfe, welche die Herde nicht schonen würden!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 20:26-30 ***

Darum rufe ich euch am heutigen Tag auf, zu bezeugen, daß ich rein bin vom Blut aller Menschen, 27 denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Rat Gottes mitzuteilen. 28 Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat. 29 Ich weiß, daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen.

 

Aufseher der Herde“ sind bei ihren „Schafen“ und sie sollen ihr „Kleinvieh“ vor den „bedrückenden Wölfen“ schützen! Zunehmend viele würden somit Jünger jener „falschen Apostel“ werden die Lügen verbreiten und so einen Schleier des Unverständnisses über das Gesamtbild breiten!

 

(Vergleiche Grafik: 4.3  Durchsäuerung der Versammlung Gottes)

 

Die Aussagen Jesu, des Paulus und des Johannes haben sich deutlich mit der Katholischen Kirche bestätigt, die ein Gebilde ist, das halb Staat und halb Heidentum ist, das weit von Gottes Normen, Seinen Geboten und von Wahrheit entfernt ist! Ihre christlichen Töchter, die sich von ihr abspalteten, nahmen alle einen Teil ihrer falschen Lehren und ihrer Anhänger mit. Vor allem ihre Hierarchie und die meisten den Willen zur Aufhäufung Ansehen, von Macht und Reichtum! Ohne Blutschuld auf sich zu laden war dies nicht möglich! Paulus dagegen blieb frei von jeder Blutschuld, er liess sich nicht dazu herab, bei den Versammlungen für sich selbst zu betteln, sondern nur für „die Armen“, die in Jerusalem waren und sich gänzlich Gebet und Predigtwerk widmeten.

 

 

11.1.6        Der „neue Bund“ und das Erscheinen der auserwählten Priester im fertiggestellten Tempel

 

11.1.6.1       Der „neue Bund“ mit veränderten Opfern und der neuen Priesterschaft

Paulus wirft Licht auf diesen „neuen Bund“, den Jehova mit Jesus geschlossen hat. Da Hohepriester bisher starben mussten sie immer wieder einen Nachfolger haben! Jesus aber versprach ewiges Leben, wodurch das Nachfolgeproblem sowohl für ihn, wie auch für seine Priestersöhne gelöst würde. Er selbst gilt als Bürge für die Auferstehung der Toten! Die Auferstehung sollte somit die Kontinuität auf lange Sicht hin erbringen durch die Gabe in Form des Lohnes von ewigem Leben, so wie es Adam vor dem Sündenfall bereits hatte!

 

Jesu Opfertod am Stamm ist alleine in der Lage Gottes "unverdiente Güte" zur Sündentilgung zu liefern*** Rbi8  Hebräer 7:19-25 ***

Denn das GESETZ [[(die Gesetzeswerke wie Opfertiere usw.)]] machte nichts vollkommen, wohl aber die außerdem eingeführte bessere Hoffnung, durch die wir uns Gott nahen. 20 Und insofern dies nicht ohne Eidschwur war 21 (denn es gibt tatsächlich Männer, die ohne Eidschwur Priester geworden sind, doch da ist einer mit einem Eid, von dem Einen geschworen, der in bezug auf ihn sprach: „Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —: ‚Du bist Priester für immer‘ “), 22 insofern ist auch Jesus derjenige geworden, der als Bürge eines besseren Bundes gegeben wurde. 23 Überdies mußten viele [nacheinander] Priester werden, weil sie durch den Tod verhindert waren, als solche zu verbleiben, 24 er aber, weil er für immer am Leben bleibt, hat sein Priestertum ohne irgendwelche Nachfolger inne. 25 Demzufolge kann er auch die vollständig retten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er immerdar lebt, um für sie einzutreten.

 

Die Sündopfer im Tempel vermochten den Fluch und damit den Tod hinauszuzögern, die Sünde zuzudecken aber nur Jesu Opferblut konnte vollkommenen Frieden mit Gott wiederherstellen. Vom Stamm Levi bedauerte er sie erwählt zu haben und verwarf den andauernd durch sie gebrochenen Bund nach mehrmaliger deutlicher Warnung. Vollkommenheit war notwendig, um ewiges Leben zu erhalten und diese gibt es nicht, wo Sünde ist! Da Jesus aber durch seinen Tod Sünden zu sühnen vermochte, kann Gott nun wiederum Vollkommenheit geben! Dazu ist Glauben an dieses Opfer notwendig, so wie unter GESETZ Glaube notwendig war, dass Tieropfer die Sünden zuzudecken vermochten. Da Jesus der Bürge des besseren Bundes ist, muss diese Bürgschaft erst noch eingelöst werden! Dies kommt, wenn das Königreich Gottes errichtet ist und er dem Vater die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten (der gottentfremdeten Nationen)“ vollkommen gemacht hat, welcher er die „neue Erde“, die „grosse Volksmenge“ übergibt! Durch die Frühauferstehung der Oberpriester, seiner Apostel [B1] und später der Erwählung von Priesterkönigen und der Erstauferstehung von den Toten [2Be] beginnt jener „geistige Tempel“ fertiggestellt zu werden.

 

Gottes Wahl der kommenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!

Paulus beschreibt die Charakteristik unseres Hohepriesters:

 

*** Rbi8  Hebräer 7:26-28 ***

Denn ein solcher Hoherpriester wie dieser war für uns der geeignete: loyal, arglos, unbefleckt, getrennt von den Sündern und höher als die [[(alten)]] Himmel geworden. 27 Er hat es nicht täglich nötig, Schlachtopfer darzubringen wie jene Hohenpriester, zuerst für seine eigenen Sünden und dann für die des Volkes (denn er tat dies ein für allemal, als er sich selbst [als Opfer] darbrachte); 28 denn das GESETZ setzt Menschen zu Hohenpriestern ein, die mit Schwachheit behaftet sind, aber das Wort des Eidschwurs, der [erst] nach dem GESETZ kam, [setzt] einen Sohn [ein], der für immer vollkommen gemacht worden ist.

 

Der Eidschwur kam erst gegenüber David, festgehalten im Psalm 110, als jener beschloss in Jerusalem den Tempel zu errichten und Jehova ihm die Pläne des Tempels gab, welche der Sohn Davids, Salomo fertigstellen sollte. Jehova aber sprach erweitert vom wahren Tempel in Jerusalem, der erst nach dem Ende dieses Systems fertig aufgestellt würde!

 

Da „Himmel“ ja einfach Autoritäten bezeichnet wird der Satz leicht verständlich: Jesus wurde über jede Autorität erhöht sein ausser Jehova selbst, sein „Haupt“. Das bedeutet, dass wir keiner Autorität zu gehorchen haben, welche Jesu klaren Anweisungen widerspricht! Gegen Ende der vierzig Tage, die er sich lebend gegenüber seinen Jüngern gezeigt hatte kam die angesagte Zusammenkunft mit etwa fünfhundert Getreuen:

 

Wo Jesu Bergpredigt zu Beginn stattfand, da versammelte er nach der Auferstehung all seine Jünger hin*** Rbi8  Matthäus 28:16-20 ***

Die elf Jünger dagegen gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte, 17 und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm, einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Die Apostel und Jünger sollten nun nicht mehr zu der jüdischen Priesterschaft gehen, deren Leviten befragen, sondern das lehren, was Jesus gelehrt hatte. Die Apostel waren verantwortlich dies auch in schriftlicher Form für künftige Generationen zu übermitteln! Uns liegt es in Form der griechischen Schriften des „Neuen Testaments“ vor! Die Apostel reden somit bis heute dieselben Worte und wir benötigen weiterhin keine anmassende Priesterschaft die wiederum die Worte verändert, weggestohlen oder zugefügt haben!

 

Was weiter erklärt Paulus über unseren Hohepriester, der seine Versammlungsvorsteher direkt in seiner Hand hält? Er spricht von einem Hauptpunkt: (Off 1:19, 20)

 

*** Rbi8  Hebräer 8:1-6 ***

Von den Dingen nun, die besprochen werden, ist folgendes der Hauptpunkt: Wir haben einen solchen Hohenpriester, und er hat sich zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln gesetzt 2 als öffentlicher Diener der heiligen Stätte und des wahren Zeltes, das Jehova aufschlug und nicht ein Mensch. 3 Denn jeder Hohepriester ist dazu eingesetzt worden, sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen, weshalb es notwendig war, daß auch dieser etwas darzubringen habe. 4 Wäre er nun auf der Erde, so wäre er kein Priester, weil [Männer] da sind, die die Gaben gemäß dem GESETZ darbringen, 5 aber diese [Männer] verrichten [den] heiligen Dienst in einer sinnbildlichen Darstellung und einem Schatten der himmlischen Dinge, so wie Moses, als er im Begriff war, das Zelt zu vollenden, den göttlichen Befehl erhielt: Denn, so sagt er: „Sieh zu, daß du alle Dinge nach [ihrem] Muster machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist.“ 6 Nun hat aber [Jesus] einen vorzüglicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler eines entsprechend besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gesetzlich festgelegt worden ist.

 

So wie Moses ein Muster erhielt und alles exakt nach jenem Muster ausführen sollte, so haben wir durch Jesus und sein neues Zelt das vollkommene Vorbild! Er ist einziger und alleiniger Mittler. Die Verheissungen sind kurz davor nun erfüllt zu werden. Wir müssen uns darauf vorbereiten!

 

11.1.6.2       Die wahren Söhne des Königs sind von der Tempelsteuer befreit!

Ausser dem Zehnten, den ganz Israel für den Unterhalt ihrer Verwaltung der Priester und Leviten entrichten musste gab es noch eine weitere Steuer: Die Tempelsteuer. Jesus selbst bezeichnet die Apostel als „Söhne des Königs“, die laut GESETZ vom Zahlen der Tempelsteuer befreit waren, der als „Beitrag Jehovas“ von allen gemusterten Israels vom zwanzigjährigen bis sechzigjährigen erhoben wurde (2.Mo 11-16):

 

Doppeldrachme (Steuer) *** Rbi8  Matthäus 17:24-27 ***

Nachdem sie in Kapernaum angekommen waren, traten die Männer, die die Doppeldrachme [Steuer] einzogen, an Petrus heran und sagten: „Zahlt euer Lehrer die Doppeldrachme [Steuer] nicht? 25 Doch“, sagte er. Als er aber ins Haus trat, kam ihm Jesus zuvor, indem er sprach: „Was denkst du, Simon: Von wem erhalten die Könige der Erde Abgaben oder Kopfsteuer? Von ihren Söhnen oder von den Fremden? 26 Als er sprach: „Von den Fremden“, sagte Jesus zu ihm: „In Wirklichkeit sind dann die Söhne steuerfrei. 27 Damit wir ihnen aber keinen Anlaß zum Straucheln geben, geh ans Meer, wirf einen Angelhaken aus, und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, und wenn du sein Maul öffnest, wirst du eine Stater-Münze finden. Nimm diese und gib sie ihnen für mich und dich.“

 

Jesus selbst und auch die Apostel entrichteten somit jene Steuer, obwohl sie von GESETZES wegen davon ausgeschlossen waren! Nach Jesu Tod entfiel aber auch jene Steuer für Jesu Jünger und der Tempel wurde im Jahre 70 u.Z. endgültig zerstört! Die Jünger mussten nun ihrerseits zum Erhalt des neuen geistigen Tempels aktiv beitragen und Kosten wie jene der Witwen tragen, während die Apostel keine kostspielige Bürde waren wie es die heutigen Priester und Bischöfe sind! Sie arbeiteten für ihren eigenen Lebensunterhalt! Sie nahmen aber dankbar die Gastfreundschaft und für ihr Leben notwendige Gaben jener an, die sie belehrten!

 

Belehrung des Paulus über Briefe an die Versammlungen *** Rbi8  1. Thessalonicher 2:5-12 ***

In der Tat, zu keiner Zeit sind wir mit schmeichelnder Rede aufgetreten (wie ihr wohl wißt) noch mit einem Vorwand für Habsucht, Gott ist Zeuge! 6 Wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, nein, weder von euch noch von anderen, obwohl wir als Apostel Christi eine kostspielige Bürde sein könnten. 7 Im Gegenteil, wir wurden in eurer Mitte sanft, wie wenn eine nährende Mutter ihre eigenen Kinder [hegt und] pflegt. 8 Da wir also eine innige Zuneigung zu euch haben, hat es uns wohlgefallen, euch nicht nur an der guten Botschaft Gottes teilhaben zu lassen, sondern auch an unseren eigenen Seelen, weil ihr uns lieb geworden wart.

9 Gewiß erinnert ihr euch, Brüder, an unsere anstrengende Arbeit und Mühsal. Nacht und Tag arbeitend, um keinem von euch eine kostspielige Bürde zu sein, haben wir euch die gute Botschaft Gottes gepredigt. 10 Ihr seid Zeugen, auch Gott ist es, wie loyal und gerecht und untadelig wir uns gegen euch, die Gläubigen, erwiesen haben. 11 Somit wißt ihr wohl, wie wir, wie ein Vater seine Kinder, jeden von euch fortgesetzt ermahnt und getröstet und euch Zeugnis abgelegt haben, 12 damit ihr weiterhin des Gottes würdig wandeln mögt, der euch zu seinem Königreich und zu seiner Herrlichkeit beruft.

 

Christliche Vorsteher tun gut den Rat des Paulus und sein Vorbild nachzuahmen! Sie kennen keine Habsucht! Ihr Werk ist ihre annehmbare Opfergabe an Gott. Welchen Eindruck werden Christen erhalten, wenn sie durch Kollektenteller oder Zehntenzahlung immer wieder an ihre „Pflichten“ erinnert werden? Warum müssen andere immer wieder neue Produkte beziehen, wenn Jesus doch davon sprach, dass wer gratis empfangen habe auch gratis geben solle? Paulus sprach davon, dass die Apostel wahre Väter mit mütterlichen Gefühlen gegenüber ihren Versammlungen wurden!

 

Jesus war der König, dazu war er in die Welt gekommen und die Apostel waren seine Söhne! Sie wären somit laut GESETZ steuerfrei gewesen aber Jesus veranlasste, dass sie die Steuer ebenso entrichteten wie die übrigen bis sie ihre eigenen Versammlungen ausserhalb Judäas hatten!

 

11.1.6.3       Statt Erbpriesterschaft kommt Berufung und schlussendliche  Auserwählung

Einen weiteren Punkt der beide Priesterstände miteinander verbindet aber einen grossen Unterschied aufweist möchten wir noch etwas näher betrachten. Dazu ist es notwendig die Abstammung von Abraham und von Jakob etwas besser zu verstehen. Paulus redet von diesen Dingen als von einem symbolischen „Drama, von Hagar und Sara“. Im einen Fall geht es um physische, fleischliche Abstammung, im anderen um eine Verheissung!

 

Levi war der dritte Sohn der Lea, Jakobs erster Frau. Moses wie Aaron stammen aus der Linie Levis. Paulus aber sagt, dass das ganze fleischliche Israel „Hagar“ entspreche mit ihrem Sohn Ismael, die von Abraham hinausgeworfen wurden, weil Ismael sich über den wahren Erben, Isaak lustig gemacht hatte. Sara aber hatte mit 90 Jahren ihren  Sohn der Verheissung“, „Isaak“, welcher dem „neuen Jerusalem“, der kommenden Verwaltung aus Priesterkönigen entspricht, den Erben Israels und der ganzen Erde.

 

Das Drama um Hagar und Sara: Jehova "ehelicher Besitzer"
 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Abrahams Same, Jehovas „Frau“, Das symbolische Drama von Hagar und Sara  )

 

An die Stelle des Erbpriesteramtes von Levi und Aaron kommt im Christentum die Berufung. Alle beschnittenen Söhne Aarons sollten Priester sein, sofern an ihnen kein Gebrechen war. Genauso dürfen Christen, die Jehova dienen möchten keine geistigen Gebrechen aufweisen, sie müssen an ihrem Herzen beschnitten sein.

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:26-31 ***

Denn ihr seht eure Berufung, Brüder, daß nicht viele, die dem Fleische nach Weise sind, berufen wurden, nicht viele Mächtige, nicht viele von vornehmer Geburt; 27 sondern Gott hat das Törichte der Welt auserwählt, damit er die Weisen beschäme; und Gott hat das Schwache der Welt auserwählt, damit er das Starke beschäme; 28 und Gott hat das Unedle der Welt auserwählt und das, worauf man herabblickt, die Dinge, die nicht sind [[(keine Erbpriesterschaft)]], um die Dinge, die sind, zunichte zu machen [[(Levis Vorrechte)]], 29 damit sich vor Gott kein Fleisch rühme [[(von Abraham abzustammen, aus dem Stamm Levi)]]. 30 Ihm aber ist es zu verdanken, daß ihr [[(Christen aus den Heiden, „Paulikaner“ und gewöhnliche Juden-Christen, „Ebioniten“)]] in Gemeinschaft mit Christus Jesus seid, der uns zur Weisheit von Gott geworden ist sowie zur Gerechtigkeit und Heiligung und Befreiung durch Lösegeld; 31 damit es so sei, wie geschrieben steht: „Wer sich rühmt, rühme sich in Jehova.“

 

Für die Auserwählung ist nicht eine hohe Schulbildung ausschlaggebend, auch nicht körperliche Stärke, keine edle Geburt wird erwartet, sondern Gemeinsamkeit mit Christus! Mit Christus aber sind nur die in Gemeinschaft, die seine Gebote halten. Was für die Weisen dieses Systems wie Dummheit ist, an den Tod und dadurch an die „unverdiente Güte“ Jehovas durch Jesus Glauben auszuüben wird von Gott als Gerechtigkeit angerechnet und dient zu unserer Heilung!

 

Hosea: C) Die logischen Zusammenhänge im Ablauf der Ereignisse im Überblick*** Rbi8  Johannes 14:21 ***

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Das „GESETZ des Glaubens“ an den „Propheten gleich mir (Moses)“ betrifft den Messias! Ihn abzulehnen oder seine Gebote nicht zu halten bringt „Abschneidung vom Volk“ mit sich (5.Mo 18:14-19). Diesen Glauben in den Christus Jesus lehnen Juden, „Hagar“, bis heute ab, warum sie am Segen keinen Anteil haben und wie „Hagar und Ismael“ verworfen worden sind, kein Anteil am Erbe haben!

 

Im Drama um Hoseas Kinder von der hurerischen Mutter „Gomer“ (Israels „Erstgeburt“, der Stamm Levi) werden die aus dem Exil zurückgekehrten Juden bis heute als „Lo-Ruhama“ bezeichnet, der „keine Barmherzigkeit mehr gewährt“ wird. Die an Christus Glaubenden gelten als Sohn „Lo-Ammi“, „nicht mein Volk“ erklärt Jehova: Sie sind Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ und werden vom Vater erst als „Söhne und Töchter“, zu Seinem Volk gehörend gezählt, wenn Jesus dem Vater das aufgerichtete „Königreich der neuen Himmel“ am ersten Tag des Erntefestes nach Harmagedon übergibt, dem 15.Tischri (1.Kor 15:24).

 

So wie die fleischlichen Söhne aus dem Stamme Levi (Levi bedeutet Anhänglichkeit, Angeschlossen) aufgrund des mosaischen GESETZES durch Geburt Leviten waren, so sind auch all jene geistige Leviten, die von Jesus und seinen Aposteln her abstammen. Jesus wurde ihnen zur Weisheit.

 

Moses und sein leiblicher Bruder Aaron, beide waren Nachkommen Levis, sie hatte aber getrennte Aufgaben bei der Führung Israels und der Formierung zur Nation. Moses blieb Gottes Mittler.

 

Samuel weiht den jungen David zum künftigen KönigGott erwählte innerhalb Levi Aaron und seine Söhne zu Priesterdiensten, so dass beide, Moses und Aaron zu Recht in das Heilige treten durften! Die vier Söhne Aarons, Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar waren es, die Jehova mit Priesterpflichten ausstattete. Nadab und Abihu bezahlten ihre Voreiligkeit unerwünschtes Feuer vor Jehova zu bereiten aber bereits unmittelbar nach ihrer Weihung mit dem Tod! Der ganze Stamm Levi wurde Gehilfe dieser aaronischen Priester und deren Nachfolger (4.Mo 3:3, 6-10). Sie erhielten beide keinen „Erbbesitz in Israel“ wie die übrigen zwölf Stämme (Joseph zählt als zwei Stämme: Manasse und Ephraim), sondern sollten einen besonderen Anteil erhalten. Sie erhielten in ganz Kanaan 48 Städte innerhalb der zwölf Stämme Israels verteilt. Während Israel das Land erbte und bebaute waren es die Leviten, welche das geistige Erbe zu verwalten hatten (1.Mo 49:7; Jos 14:3; 21:41).

 

Rund fünfhundert Jahre später, als Israel „einen König gleich den Nationen“ wünschte, da gab Jehova ihnen nach Saul den König David, den er liebte und aus dessen Samen der Verheissene Messias stammen würde!

 

Paulus spricht von Jesus als Inhaber beider Ämter, jenes des Hohepriesters und des Königs als dem „einzigen Mittler“ zu Gott: „Warum denn das GESETZ [[(Mose)]]? Es wurde hinzugefügt, um Übertretungen offenbar zu machen, bis der Same gekommen wäre, dem die Verheißung gegeben worden war; und es wurde durch Engel übermittelt durch die Hand eines Mittlers [[(Michael, dem Engelfürsten, Gottes „Erstgeborenen aller Schöpfung“)]]. Nun gibt es keinen Mittler, wo es nur eine Person betrifft, Gott aber ist nur einer.“ (Gal 3:19, 20).

 

Der Prophet Samuel musste die Rebellion des Volkes vor Jehova bringen: „Aber die Sache war böse in den Augen Samuels, insofern als sie gesagt hatten: ‚Gib uns einen König, der uns richten soll‘, und Samuel begann zu Jehova zu beten. Dann sprach Jehova zu Samuel: ‚Hör auf die Stimme des Volkes in bezug auf alles, was sie zu dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, damit ich nicht König über sie sei.‘ “ (1.Sam 8:6, 7)

 

11.1.6.4       Erbbesitz in Israel und auf der ganzen Erde für die Treuen, die kommende Königspriesterschaft

Auch die wahren „Söhne“ der Apostel, treue Versammlungsvorsteher werden einen Erbbesitz erhalten! Jesus sprach davon, dass sie auserwählt würden und Priesterkönige sein werden und je nach Verdienst eine oder mehrere Städte unter ihre Aufsicht erhalten werden! Genauso wie die aaronischen Priester und Leviten dieses Erbe erst erhielten, nachdem sie Kanaan erobert hatten, so wird es auch am Ende dieses Systems so sein. Nur wer in Treue ausgeharrt haben wird kann auch den versprochenen Lohn erhalten! (Lu 19:15-19)

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:6 ***

Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

 

Jehova gab folgende Worte, die für uns geschrieben wurden, die wir in der Endzeit leben. Die Grundlage des alten „Hauses“ war Aaron und dessen priesterliche Söhne, die Grundlage des neuen Tempels ist Jesus und sind die Apostel, dessen geistige Söhne! Diese Grundlage wurde von Jesus als Grundeckstein gelegt und in der Endzeit wird der „ganze Bau harmonisch zusammengefügt“ zu einem Ganzen! Nur „Spross“ ist mit dieser Aufgabe betraut und der symbolische „Serubbabel“, die Apostel stehen ihm dabei zur Seite (Sach 3:8, 9; 4:6, 7; 6:12, 13).

 

(Vergleiche Grafik: Erntefeste zum Abschluss der Einsammlung der  Menschenernte)

 

Der Prophet Sacharja hat auch zu diesem Teil wichtige Informationen geliefert!

 

*** Rbi8  Sacharja 8:9-10 ***

„Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚Eure Hände seien stark, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Mund der Propheten hört, an dem Tag, an dem die Grundlage des Hauses Jehovas der Heerscharen gelegt wurde, damit der Tempel gebaut werde. 10 Denn vor jenen Tagen wurde nicht veranlaßt, daß es Lohn für die Menschen gab; und was den Lohn der Haustiere betrifft, so etwas gab es nicht; und für den Hinausgehenden und für den Hineingehenden gab es keinen Frieden wegen des Widersachers, da ich beständig alle Menschen gegeneinander trieb.‘

 

Erst mit der Grundlage begann auch der Bau des neuen, geistigen Tempels! Seither wird Lohn versprochen, am alten Tempel baute man als Frondienst! Die Grundlage wurde neu überprüft und der Bau darauf ausgemessen, mit der Frühauferstehung der Apostel wurde die symbolischen Grundsteine der Tore der Stadtmauer des neuen Jerusalems gelegt! [B1](Off 21:12-14)

 

11.1.6.5       Lohn für die Sklaven, die Propheten, die Heiligen und alle die Gottes Namen fürchten

Vor Ablauf der von Daniel vorhergesagten zweitausenddreihundert Tage [C1] soll „das Heilige“ in „seinen rechten Zustand“ gebracht werden. Das „Heilige“ ist der irdische Teil des geistigen Tempels. Das bedeutet die endgültige Versiegelung der letzten der 144.000 lebendigen Steine, des neuen geistigen Tempels! Jesus wird bald schon kommen und er hat den Lohn für jeden bei sich: Ewiges Leben und Ehre für die einen, ewige Abschneidung und Schande für die anderen! (Da 8:13, 14, 17, 19)

 

(Vergleiche: Zeitband AblaDer Erzengel Michael wirft am Ende der Schlacht Harmagedons Satan, die Urschlange in gefesselt in den Abgrundufschema „Harmagedons Endgericht“)

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:18 ***

Aber die Nationen wurden zornig, und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit für die Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Sklaven, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben.“

 

Der Widersacher Satan aber, er wird kurz nach der Zerstörung seines „Samens der Schlange“ in Harmagedon gebunden und gefesselt im „Abgrund“ gefangengesetzt, so dass Frieden kommen wird, weil niemand die Menschen gegeneinander treiben wird, nachdem die Religionen, die Politik und die sich konkurrierende Wirtschaft der Vergangenheit angehören!

 

Jesus bestätigt dies am Ende der Offenbarung mit klaren Worten: (Off 20:1-4)

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

(Vergleiche Grafik: 6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen)

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:12-15 ***

Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den [[(144.000)]] Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt [[(das „neue Jerusalem“; „unsere Mutter“; „die Stadt, die wahreGrundlagen hat“ (das GESETZ voll respektiert))]] erlangen. 15 Draußen sind die Hunde [[(als symbilisches, „unreines Tier“)]] und die, die Spiritismus [[(sich mit Dämonen einlassen)]] treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

 

Die Religionen waren voller Spiritismus und Götzendienst. Ins kommende System von Gottes Königreich haben weder Hurer, noch Mörder noch Lügner Zugang! Sie alle bleiben draussen! Wir sollten uns gut überprüfen, ob wir eher der Lüge als der Wahrheit zuneigen, weil das erstere mehr Vorteile im Moment verspricht!

 

Diejenigen aber die Gottes Vorkehrung zur Reinigung durch Jesu Loskaufsopfer genutzt hatten und durch echte Reue, ihre Sünden bekennend und durch ihre Opfer die der Reue entsprechen gereinigt wurden, sie erhalten nun Zugang zu den zwölf mächtigen „Bäumen“ Jerusalems, den Aposteln und jenen 144.000 „Bäumen des Lebens“, die entlang des geistigen „Flusses, der vom Tempel ausgeht“ stehen werden, der aus Jerusalem gespeist wird und hin zum „Toten Meer“ fliesst, um selbst jenes zum Leben zu erwecken!

 

Was ist die symbolische Bedeutung vom "Baum des Lebens" und vom "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"

(Vergleiche Grafik:  4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

11.1.6.6       Verfolgung bis zum Ende ergibt grossen Lohn

Die dreifache 6 dieses Systems bedeutet TodJesus warnte deutlich, dass all jene, die ihm treu sein würden auch verfolgt werden! Das System ist sich einig, dass es die letzte Schlacht zu seinen Gunsten entscheiden wird! Religionsführer werden ihre Untertanen bis zum Ende durch falsche Versprechen bei der Stange halten, sie erheischen weiterhin Anbetung und die Politiker versuchen auch dem letzten Getreuen noch das Kennzeichen des „wilden Tieres“ die symbolische „666“ auf die „Hand“ (Mitarbeit) oder „Stirn“ (geistige Unterstützung) zu pressen! Wenn wir in scheinbar nicht enden wollende Schwierigkeiten geraten, so sollten wir Jesu nachfolgende Worte in der Bergpredigt bedenken!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:11-12 ***

Glücklich seid ihr, wenn man euch schmäht und euch verfolgt und lügnerisch allerlei Böses gegen euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten.

 

Wer über das Ende dieses ungerechten Systems spricht, der zieht sich die Verachtung und den Hass all jener zu, welche an diesem System gut verdienen und darin in Ehre leben! Deren Mitläufer aber sind viele! „Propheten“ aber, wie die „zwei Zeugen“ (Off 11:1-4),  die Gottes Worte so wiederholen wie sie aufgezeichnet sind und deren Begleiter, ihrer sind wenige! „ ‚Und ich will meine zwei Zeugen tausendzweihundertsechzig Tage mit Sacktuch bekleidet prophezeien lassen.‘ Diese sind [versinnbildlicht durch] die zwei Olivenbäume und die zwei Leuchter und stehen vor dem Herrn der Erde.“ (Off 11:3, 4) Jesus aber verweist darauf, dass jeder, der gut zu jenen endzeitlichen Propheten, „Ebioniten“ (symb. „Manasse“) und „Paulikaner“ (symb. „Ephraim“) und ihren Jüngern ist auch seinen eigenen Lohn erhalten wird!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:40-42 ***

Wer euch aufnimmt, nimmt [auch] mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt [auch] den auf, der mich ausgesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird eines Propheten Lohn erhalten, und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird eines Gerechten Lohn erhalten. 42 Und wer immer einem von diesen Kleinen nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen.“

 

Wer zu jenen gut ist, die wirklich Jesu Jünger sind, weil sie seine Gebote halten und weil sie nicht hinter falsch prophezeienden Religionsführern herlaufen, sondern weil sie ihren einzigen und wahren Führer Christus kennen, denen verspricht Jesus ebenso Lohn! Bereits ein aufmunterndes Wort oder ein Glas Wasser können ausschlaggebend sein! Schon so kleine Opfer der Nächstenliebe werden durch Jehova anerkannt! Aufgrund der aktiven Nächstenliebe wird das Gericht stattfinden (Mat 25:33-46).

 

 

11.1.7        Vorzeichen früherer Tage als Wegweiser in der Endzeit

 

11.1.7.1       Die Söhne Josephs: Ephraim und Manasse in der Zeit des Endes

Die beiden Söhne Josephs, Ephraim und Manasse wurden je als ein Stamm gerechnet. Joseph erhielt damit ein „doppeltes Erbe“ in  Israel! So wie es Joseph in einem Traum gesehen hatte, wo sich die Brüder vor ihm niederbeugten, hatte er in Ägypten als Verwalter des Pharao das Überleben der Familie Jakobs bewirkt. Die elf Brüder kamen schlussendlich mit dem greisen Vater und aller Habe nach Ägypten, wo Joseph ihnen Wohnraum zuwies und sie ernährte und wo sie sich schlussendlich tief vor Joseph verneigten. Joseph war der zweitjüngste der Söhne Jakobs (1.Mo 37:3-11).

 

Schon bei der Geburt Levis äusserte Lea die Hoffnung, dass Jakob nun Liebe für sie empfinden würde. Sie war die erste Frau Jakobs, die Laban ihr Vater anstelle der geliebten jüngeren Rahel aufgrund einer Landessitte ihm durch List gegeben hatte.  Die Söhne Levis waren Gerschon, Kehath und Merari. Sie bildeten später unter Moses die drei Hauptabteilungen der Leviten (1.Mo 29:34; 46:11; 1Ch 6:1, 16). Weil Levi und sein Bruder Simeon heftigen Zorn nach der Schändung ihrer Schwester Dina gezeigt hatten, sagte Jakob in einer Prophezeiung ihre Zerstreuung innerhalb Israels voraus! Mit Jehovas Gebot für die Aussonderung der Leviten anstelle der Erstgeborenen kam diese Erfüllung!

 

Die Abteilungen Levis im Dienst am TempelDer ganze Stamm Levi war aber auch von Jehova zum Dienst an der Stiftshütte eingeteilt! Später mussten sie in vierundzwanzig Abteilungen, zweimal pro Jahr je eine Woche ihren Dienst im Tempel erfüllen. (1.Chr 23:6, 7, 24; 24:18, 19)

 

*** Rbi8  4. Mose 3:1-10 ***

Dies nun waren die Generationen von Aaron und Moses an dem Tag, an dem Jehova mit Moses auf dem Berg Sinai redete. 2 Und dies waren die Namen der Söhne Aarons: Nadab, der Erstgeborene, und Abihu, Eleasar und Ithamar. 3 Dies waren die Namen der Söhne Aarons, der gesalbten Priester, deren Hände mit Macht gefüllt worden waren, um als Priester zu dienen. 4 Indes starben Nadab und Abihu vor Jehova, als sie in der Wildnis Sinai vor Jehova unerlaubtes Feuer darboten; und sie hatten keine Söhne gehabt. Doch Eleasar und Ithamar dienten weiterhin als Priester mit Aaron, ihrem Vater, zusammen.

5 Und Jehova redete dann zu Moses, indem [er] sprach: 6 Bring den Stamm Levi herzu, und du sollst sie vor Aaron, den Priester, stellen, und sie sollen ihm dienen. 7 Und sie sollen ihrer Verpflichtung ihm gegenüber und ihrer Verpflichtung gegenüber der ganzen Gemeinde vor dem Zelt der Zusammenkunft nachkommen, indem sie den Dienst an der Stiftshütte versehen. 8 Und sie sollen um alle Geräte des Zeltes der Zusammenkunft besorgt sein, ja um die Obliegenheiten der Söhne Israels, indem sie den Dienst an der Stiftshütte versehen. 9 Und du sollst die Leviten Aaron und seinen Söhnen geben. Sie sind Gegebene, ihm von den Söhnen Israels gegeben. 10 Und du solltest Aaron und seine Söhne einsetzen, und sie sollen ihr Priesteramt besorgen; und der Fremde, der sich nähert, sollte zu Tode gebracht werden.“

 

Wie aus dem Zusammenhang ersichtlich ist, wird die Aufgabe der Leviten sowohl mit den Geräten des Zeltes der Zusammenkunft, wie auch mit den Obliegenheiten der Söhne Israels in Verbindung gebracht. Unter dem Begriff Levi werden in der Bibel oft auch die aaronischen Priester mit eingeschlossen. Sich das Priesteramt selbst anzueignen, ohne vom Hohepriester ausdrücklich hierzu eingeweiht worden zu sein zieht die Todesstrafe nach sich! Dies gilt auch für Nachfolger Jesu, der seine Priester erst ab dem Tag der „Hochzeit des Lammes“ versiegelt in Zusammenarbeit mit seiner „Frau“, den Aposteln. Hierzu bringt er das königliche Siegel zur Erde:

 

Die vier Engel an den vier Ecken der Erde, welche die Winde der Zerstörung zurückhalten (Offenbarung 7:1-4)  Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde [[(heb: ruach; gr: pneuma: „Geist“, „Geister“, „Engel)]] der Erde festhalten, damit kein Wind [[(hier gr. ánemos; „Wind“ mit Intelligenz, der Unterscheidungsvermögen besitz = Engel)]] über die Erde oder über das Meer oder über irgendeinen Baum wehe. 2 Und ich sah einen anderen Engel [[(gr. aggelos = Bote; Jesus, der „Bote des Bundes“ (Mal 3:1))]] vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir [[(Mehrzahl: Jesus ist nicht alleine beim Versiegeln!)]] die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben [[eine andauernde Handlung B2e-B2g]].“ 4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

 

Die Versiegelung, das heisst das Ausstellen der Urkunden die Jesus auf ihrer Stirnseite mit dem Siegel versieht umfasst sowohl die Toten, die an der Erstauferstehung teilhaben, wie den lebenden Überrest.

 

Die „vier Winde“ die zurückgehalten werden sind eher intelligente Geistwesen, Engel als „Winde“, die am Tag Harmagedons das Urteil an all jenen vollstrecken, welche nicht zum Leben gekennzeichnet sind! Das erklärende zweibändige Werk „Einsichten über die heilige Schrift“ erklärt:

 

Ruach = Geist, Engel, Wind, HauchWind [2]

 

   Das hebräische Wort rúach, das oft mit „Geist“ wiedergegeben wird, kann sich auch auf bewegte Luft, auf Wind, beziehen (Pr 1:6). Andere hebräische Wörter und Ausdrücke können mit „Sturmwind“ (Hos 8:7), „Sturm“, „Wirbelsturm“ (Jer 25:32; 23:19), „stürmischer Wind“ und „Windsturm“ (Ps 148:8; 2Kö 2:11) übersetzt werden. In Johannes 3:8 hat pneuma (gewöhnlich mit „Geist“ wiedergegeben) die Bedeutung von „Wind“, doch für Wind gebraucht man öfter das griechische Wort ánemos (Mat 7:25, 27; 11:7; Joh 6:18). „Die Tageszeit der Brise [hebr.: rúach]“ bezieht sich wahrscheinlich auf die Abendstunden kurz vor Sonnenuntergang, denn in dem Gebiet, von dem man annimmt, dort habe der Garten Eden gelegen, kommt dann gewöhnlich eine erfrischende kühle Brise auf (1Mo 3:8; siehe GEIST).

  

 

Die Offenbarung ist in griechischer Sprache verfasst, so muss aufgrund dieser Erklärung „pneuma“ mit Geist oder Geister oder Engel übersetzt werden was bei den „vier Engeln“ korrekt erfolgt. Vergleichbar mit vier Engel-Generalen die auf den Einsatz ihrer Truppen, die „Winde“ oder „Geister“ (gr. ánemos) warten. Zuerst aber muss der geistige Tempel, die Versiegelung vor Abschluss der 2300-Tagefrist [C1] erfolgen. Innerhalb der am Gerichtstag [B2] ausgesonderten „Schafe“ an Jesu „rechter Seite“ muss die Vollzahl von 144.000 vervollständigt werden, was die Reihenfolge der Ereignisse festlegt! Daniel, der Prophet schrieb hierzu:

 

(Daniel 8:13, 14)  Und ich hörte schließlich einen gewissen Heiligen reden, und ein anderer Heiliger sprach dann zu dem Betreffenden, der redete: „Wie lange wird die Vision von dem beständigen [Opfer] und von der Übertretung, die Verwüstung verursacht, dauern, um sowohl [die] heilige Stätte als auch [das] Heer zu Dingen der Zertretung zu machen?“ 14 Daher sagte er zu mir: „Bis zu zweitausenddreihundert Abenden [und] Morgen; und [die] heilige Stätte wird gewiß in ihren rechten Zustand gebracht werden. [[C1]]“

 

Mit der „heiligen Stätte“ war sowohl im „Zelt der Zusammenkunft“ wie später im Tempel das erste Abteil gemeint, das den symbolischen irdischen Teil durch den Vorhang vom himmlischen Teil abtrennte. Darin musste durch die aaronischen Priester Weihrauch als Symbol der „der Gebete der Heiligen“, der wahren Anbeter dargebracht werden. Im geistigen Tempel bedeutet es die Versammlung und deren Vorsteher. Für den kommenden Tempel ist die Zahl der Auserwählten festgelegt.

 

Die 2300 Tage Daniels [C1] der Übertretung
 

Jesus ist der „König von Sonnenaufgang“ her kommend! (Off 16:12) Vom Vater her bringt er sein himmlisches „Siegel“ mit sich, um die Auserwählung legal zu bestätigen, welche Boten von Jerusalem nach Harmagedon [B3] in die ganze Welt bringen, um die Überlebenden der Versiegelten bis zum Trompetenfest nach Jerusalem hin zu versammeln [BbA], dem Tag von Jesu endgültiger Wiederkehr  [Bb; a1]. (Jes 66:19, 20; Mat 24:40, 41; Off 7:14, 15)

 

11.1.7.2       Statt Erbschaft nun Verheissung, Berufung und Auserwählung als Erbe einer Welt!

Aaron als Hohepriester im „Zelt der Zusammenkunft“ der einmal jährlich Opferblut an den Sühnedeckel hinter dem Vorhang spritzte, er schattete Jesus als Hohepriester im himmlischen Allerheiligsten vor, wie wir nun gut wissen. Die Söhne Aarons stellen die Apostel und deren Jünger und Gerechten bis und mit Johannes dem Täufer die kommenden 144.000 Priesterkönige dar, die aus allen Generationen ausgewählt werden, die aus den „treuen und verständigen Sklaven“ seit Abel stammen!

 

Kein Levit durfte die Aufgaben die ausschliesslich den Priestern vorbehalten waren an sich reissen! An die Stelle von Erb-Amt von Aarons Söhnen tritt die Auserwählung seitens Jehovas aufgrund Verheissung!

 

*** Rbi8  Römer 4:13-15 ***

Denn nicht durch Gesetz [[(Gesetzeswerke)]] hatte Abraham oder sein Same die Verheißung, daß er Erbe einer Welt sein sollte, sondern durch die Gerechtigkeit aus Glauben. 14 Denn wenn die, die sich an [das] Gesetz [[(Gesetzeswerke)]] halten, Erben sind, so ist der Glaube nutzlos gemacht und die Verheißung aufgehoben worden. 15 In Wirklichkeit bewirkt das GESETZ [[(der Fluch des GESETZES zufolge Sünde)]] Zorn, doch wo es kein Gesetz [[(Gesetzeswerke wie Sündopfe)]] gibt, da gibt es auch keine Übertretung.

 

Das GESETZ und dessen Strafbestimmungen, das auf dem Berg Ebal den „Fluch“ auf Gesetzesübertretung definierte, der durch die Leviten nach dem Einzug in das Gelobte Land jedem Mann Israels vorgelesen wurde ist genau so ewig, wie das GESETZ selbst ().

 

(4. Mose 15:15, 16)  Ihr, die ihr zur Versammlung gehört, und der ansässige Fremdling, der als Fremdling [bei euch] weilt, werdet eine Satzung [[(GESETZ)]] haben. Es wird eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] für eure Generationen sein. Der ansässige Fremdling sollte sich vor Jehova ebenso wie ihr erweisen. 16 Es sollte sich zeigen, daß ein Gesetz [[(GESETZ)]] und eine richterliche Entscheidung für euch und für den ansässigen Fremdling gilt, der als Fremdling bei euch weilt.‘ “

 

Wie das „Neue Testament“ bei genauem Untersuch zeigt, sind für Christen exakt dieselben gesetzlichen Normen gültig, wie für das fleischliche Israel! (Mat 5:17-20; Heb 3:31; 10:26-31)

 

Gottes Fluch auf Sünde an den Stamm geschlagen, wo Jesus für unsere Sünden starb Dieses GESETZ und der darauf lastende „Fluch“ für Sünde, nur der „Fluch“ wurde durch Jesus und seinen Opfertod an den Stamm genagelt indem er für uns starb und damit die „