Newsletter „DER WEG“ 5/11-3    November 2005

Neubearbeitung: 22.8.10

 

Lehrer der guten Botschaft:  5.11.3  Gibt es Grenzen beim Vergeben?

 

3.Teil:  Göttliche Rechtsprechung im Gericht führt zu friedlichen Verhältnissen

 

Im ersten Teil dieser dreiteiligen Serie wurde im Artikel 5.9.3  Ewiges Leben hängt von Glauben und Gesetzestreue ab aufgezeigt, dass Jesus uns aufgefordert hat freizügig zu vergeben, ja, dass ewiges Leben direkt damit in Verbindung steht. Dabei zeigt sich, dass Vergeben an gewisse Vorbedingungen gebunden ist! Ohne Reue und Werke der Reue ist keine Vergebung möglich! Gewisse Lehren christlicher Religionen widersprechen jedoch der deutlichen biblischen Aussage!

 

Im zweiten Teil wurde im Artikel  5.10.3  Was bedeutet es seine Feinde zu lieben?  Wurde das „Gesetz des Christus“ das zur Nächstenliebe verpflichtet und auch seine Änderungen gegenüber dem mosaischen Gesetz betrachtet. Die Wichtigkeit des Vergebens gegenüber anderen die gegen uns gefehlt haben ist die Grundlage für Frieden!

 

Der dritte Teil behandelt folgende Themen:  Göttliche Rechtsprechung im Gericht führt zu friedlichen Verhältnissen

 

    Wo keine Gerechtigkeit herrscht folgt schon bald das Chaos! Vergeben bedingt auch echte Reue und Sühnung für das angerichtete Unrecht! Dazu sind Richter notwendig, die sich auf Gottes Massstab der Rechtsprechung abstützen und Übertreter zur Rechenschaft ziehen! Welches Verhältnis existiert zwischen der Christenversammlung und weltlichen Gerichten?

 

    Ein wichtiger Faktor, den viele Menschen heute ausser Acht lassen, ist Gottes deutliche Ankündigung gegenüber Moses, dass jede Übertretung gemäss Gesetz eine Strafe nach sich ziehen würde. Durch Reue, Werke der Reue und Erfüllung der Strafe wird Sünde gesühnt und kann gelöscht werden! Was aber genau beinhaltet dies?

  

   Jesus zeigte aber zudem, dass es Sünden gibt, die überhaupt keine Vergebung erlangen! Er wies seine Apostel an Sünden zu vergeben oder sie zu behalten, was eindeutig bedeutet, dass jene ungesühnten Sünden im Endgericht eine Vergeltung erhalten! Dies deutet ebenso klar darauf hin, dass es beim Vergeben wirklich Grenzen gibt und wir gut daran tun diese zu kennen, um sie nicht selbst zu übertreten oder um jene zu warnen, die daran sind sie zu überschreiten!

   Es gibt somit Sünden die behalten werden und es gibt Sünden für die es kein Schlachtopfer mehr gibt! Es gibt somit Sünde und Strafe die nie verjähren! Wie erklärt uns Paulus dies?

  

   Ungelöste Rechtsfälle führen zudem zu einer kollektiven Schuld der Versammlung. Jeder trägt Verantwortung, dass die Familie und die Versammlung frei von Anklage bleibt! Jesus weist auf einen solchen Zusammenhang auch in seinen Schreiben an die sieben Versammlungen und die Verantwortung der Vorsteher! Paulus spricht von wenig Sauerteig, der eine ganze Versammlung durchsäuert!

 

   Zum Frieden sind gerechte Verhältnisse notwendig. Was kann jeder von uns schon heute dazu beitragen?

Viele Fragen, auf die es klare Antworten in der Bibel gibt! Das Thema „Vergeben“ und „Sünden behalten“ greift in unser tägliches Leben und Verhalten ein.

 

 

   Hinweis: Die nachfolgende Grafiken bilden Grundlage zu diesem Studienartikel. Es ist empfehlenswert diese Grafiken für das persönliche Studium in ausgedruckter Form vorliegen zu haben! (siehe Druckhinweise)

 

    5.1  Göttliches Rechtssystem

    5.2  Reue und Sündenvergebung

    5.3  Gesetz, richterliche Entscheidung, Vergeltung

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

11.3  Göttliche Rechtsprechung im Gericht führt zu friedlichen Verhältnissen.. 3

11.3.1         Rechtsprechung setzt Autorität voraus einen Gerichtsentscheid durchzusetzen! 3

11.3.1.1        Welches ist  die Höchststrafe, welche die Christenversammlung für uneinsichtige Übertreter vorsieht?. 3

11.3.1.2        Nicht an den Sünden Babylons der Grossen teilhaben! 4

11.3.1.3        Gott setzt selbst fest, wer ihn und Jesus vertreten darf! 4

11.3.1.4        Den Aposteln wurde das Recht zugeteilt Sünden zu vergeben oder Sünden zu behalten! 5

11.3.1.5        Nur echte Reue kann bewirken, dass Sünde durch Gott getilgt wird! 6

11.3.2         Die limitierte Oberhohheit in gerichtlichen Dingen des Cäsars. 6

11.3.2.1        Abschneidung vom Volk auch in der Christenversammlung und Cäsars berechtigtes Schwert 6

11.3.2.2        Strafvollzug durch weltliche Gerichte für reuelose christliche Übeltäter gefordert! 7

11.3.2.3        Christen sind der weltlichen Autorität nicht vollkommen schutzlos ausgeliefert! 8

11.3.2.4        Den König ehren, obrigkeitlichen Gewalten untertan sein und gehörigen Respekt erweisen. 9

11.3.3         In der Versammlung gerechte Verhältnisse herbeiführen. 10

11.3.3.1        Gericht und Urteilsvollzug in den Christenversammlungen liegt vorab in der Hand von Aufsehern! 10

11.3.3.2        Eigentumsdelikte müssen wieder gut gemacht werden! 11

11.3.4         Vergehen, die bestehen bleiben und von Gott am Gerichtstag richtiggestellt werden. 12

11.3.4.1        Nicht jede Sünde wird in diesem System gesühnt! 13

11.3.4.2        Jehovas Kompensation von bisherigen Verlusten während der Tausendjahrherrschaft 14

11.3.4.3        Die Wichtigkeit Sünden anderer uns gegenüber bereitwillig zu vergeben. 15

11.3.4.4        Die kollektive Schuld der Versammlung und die Schuld von Vorstehern. 15

11.3.5         Sünden die getilgt werden und solche, für die es keine Vergebung gibt 16

11.3.5.1        Priester, die Schlachtopfer für Sünden darbringen müssen. 16

11.3.5.2        Wo kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrigbleibt 18

11.3.5.3        Jehova selbst wird gegen willentliche Sünder im Gericht Zeuge sein! 18

11.3.5.4        Nicht ein voreiliges Urteil fällen: Gott selbst wird die Verurteilung vornehmen! 19

11.3.5.5        Sünden die Christen begehen mögen die Vergebung erlangen. 20

11.3.5.6        Wem droht die Gehenna? Wer aus dem Buch der Lebenden ausgetilgt wird! 20

11.3.6         Ein göttlicher Fluch, der Plagen bringt und in ewiger Vernichtung endet! 20

11.3.6.1        Wem gilt der Fluch des mosaischen Bundes am Berg Hor und wer ist davon befreit?. 20

11.3.6.2        Die geistige Hurerei mit hat die „Gehenna“, ewige Vernichtung  zur Folge! 21

11.3.6.3        Gott selbst ist Zeuge am Tag des Gerichtes gegen alle die ihn verleugnen! 22

11.3.6.4        Jesus bezeichnet deutlich die geistlichen Führer seiner Tage als solche, die in der Gehenna enden! 23

11.3.7         Durch laufende Korrekturmassnahmen von Beginn an den geraden Weg einhalten: Göttlich festgelegte Verantwortlichkeiten achten! 24

11.3.7.1        Wann und wodurch lädt sich die Familie und die Versammlung kollektive Schuld auf?. 24

11.3.7.2        Unrecht zuzudecken macht uns zu Mitschuldigen! 25

11.3.7.3        Die wahre Furcht Jehovas lässt uns auf Zucht positiv reagieren! 25

11.3.7.4        Eigene Verantwortlichkeiten wiederum klar erkennen und anerkennen. 26

11.3.7.5        Wiederum die Stellung des Hauptes respektieren lernen. 26

11.3.7.6        Jesus hält die Versammlungsvorsteher in seiner rechten Hand! 27

11.3.7.7        Die mühevolle Arbeit von Versammlungsvorstehern wird belohnt werden! 27

11.3.7.8        Die Familie und die Versammlung von Sauerteig freihalten. 28

11.3.7.9        Der Reine bleibe weiterhin rein, wer sich verunreinigt der verunreinige sich weiterhin! 29

 


 

11.3         Göttliche Rechtsprechung im Gericht führt zu friedlichen Verhältnissen

 

 

11.3.1         Rechtsprechung setzt Autorität voraus einen Gerichtsentscheid durchzusetzen!

 

11.3.1.1     Welches ist  die Höchststrafe, welche die Christenversammlung für uneinsichtige Übertreter vorsieht?

Jeder kann sich irgendwie Strafe dadurch entziehen, dass er vor ihr flieht! Wer aber gerechtfertigte Zurechtweisung missachtet, der missachtet den, der Zurechtweisung als Zuchtmassnahme eingesetzt hat, Gott selbst! Da zur Sündenvergebung auch das Ertragen der Strafe Anteil bildet, ist es bestimmt vorteilhaft Gott nicht herauszufordern sondern Strafe mit Haltung zu erdulden!

 

Wo es Rechtsprechung gibt, da muss es auch Strafe für Vergehen geben! Wer sündigt, der muss für die Übertretung zur Rechenschaft gezogen werden! Die höchste Strafe gemäss mosaischem Gesetz war die Todesstrafe und sie durfte für verschiedene Vergehen nicht ausgesetzt werden! Darunter fielen zum Beispiel: Mord, Kindstötung, Ehebruch, Sodomie, Homosexualität, Gotteslästerung, Gewalt gegen die Eltern und deren Verfluchung, Menschenraub und Handel, falsches Zeugnisgeben und anderes mehr. Für jedes der zehn Gebote und für viele der sechshundert weiteren Gebote war die Höchststrafe bei willentlicher Übertretung der Tod! Aber selbst auch unwillentliche Sünde konnte den Tod verursachen!

 

Wenn wir dies ins normale heutige Leben übertragen, so können wir dies viel leichter verstehen: Wer eine Hochspannungsleitung unwissentlich berührt stirbt daran! Der Tod erfolgt aufgrund der Gefährlichkeit der inneliegenden Kraft! Wenn Jehova von Israel verlangte, dass ausser Moses und bestimmten Personen niemand den Berg Horeb berühren durfte, so ist dies damit vergleichbar! Auf dem Horeb wurde Moses das Gesetz übergeben und niemand sonst sollte es empfangen! Als er herabkam strahlte sein Antlitz und er musste es bedecken!

 

Gottes Oberhohheit, seine Souveränität ist unantastbar, bei Todesfolge! Wenn Jehova selbst unwillentliches Berühren der Bundeslade mit dem Tod bestrafte, so muss dies in Verbindung stehen mit höheren Dingen stehen! Darin war Gottes unantastbares Gesetz, sein Stab der Macht, den Er Moses und Aaron als Zeichen gegeben hatte und den Krug des Manna, als äusserliches Symbol seiner Vorkehrung zur physischen und geistigen Ernährung aufbewahrt! Niemand hatte unberechtigt diese Dinge zu betasten!

 

Während Menschen die aus Versehen sündigten durch den Hohepriester ein Sündopfer als Busse auferlegt erhielten, gab es für bewusste und willentliche Übertretung nur die Todesstrafe; der Übertreter zeigte dadurch eine vollkommene Missachtung Jehovas und fehlende Gottesfurcht!

 

*** Rbi8  4. Mose 15:27-31 ***

27 Und wenn irgendeine Seele aus Versehen sündigen sollte, dann soll sie eine in ihrem ersten Jahr [stehende] Ziege als Sündopfer darbringen. 28 Und der Priester soll Sühne leisten für die Seele, die durch eine Sünde unabsichtlich vor Jehova einen Fehler begangen hat, um so Sühne dafür zu leisten, und es soll ihr vergeben werden. 29 Was den Einheimischen unter den Söhnen Israels betrifft und den ansässigen Fremdling, der als Fremdling in ihrer Mitte weilt, so sollte sich ein Gesetz für euch vorfinden in bezug auf etwas, was unabsichtlich getan wird.

30 Die Seele aber, die etwas willentlich tut, ob es ein Einheimischer oder ein ansässiger Fremdling ist, redet sie von Jehova schimpflich, so soll in diesem Fall diese Seele von den Reihen ihres Volkes abgeschnitten werden. 31 Weil es Jehovas Wort ist, das sie verachtet hat, und sein Gebot, das sie gebrochen hat, sollte diese Seele unweigerlich [vom Leben] abgeschnitten werden. Ihr eigenes Vergehen ist auf ihr.‘ “

 

Unabsichtliche Fehler werden durch den Priester gesühnt und ausgetilgt! Beachten wir, das der Einheimische, also der fleischliche Israelit mit dem ansässigen Fremdling, heute sind dies Christen aus den Nationen, die geistigen Israeliten, nach dem Gesetz vollkommen gleichgestellt waren! Daraus ist die Lehre zu ziehen, dass Vergehen, die Gott bisher als „Sünde die den Tod nach sich zieht“ ansah, auch für Christen weiter bestehen! Sowohl der Jünger Jakobus wie auch der Apostel Johannes bestätigen dies!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:15 ***

Wenn dann die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollbracht ist, bringt Tod hervor.

 

Wenn wir etwas begehren, was Gott sagt, dass wir uns davon zu enthalten haben und es trotzdem tun, dann sündigen wir und der Tod ist die Folge, weil willentliches Vergehen nicht gelöscht werden kann! Jesus gab öfters an von Krankheiten oder Dämonen Geheilte den Rat nicht mehr zu sündigen, dass ihnen später nicht etwas schlimmeres widerfahren würde! Er sprach auch von der „Gehenna“, was dem unauslöschlichen Urteil zum zweiten Tod entspricht! (Mat 5:22-30; Joh 5:14)

 

Es gibt Sünden, die nicht den Tod nach sich ziehen! Für solche dürfen und müssen wir bitten! Wir sollen unseren Bruder vom Feuer der Vernichtung zurückreissen!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:16-17 ***

16 Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

 

Die Sünde, die den Tod nach sich zieht ist die bewusste und willentliche Missachtung von Gottes Willen zu irgend einer Sache! Wir, die wir in der Zeit des Endes leben, sollten ganz besonders darauf achten diesen Willen Gottes zu erforschen um nicht dem Weg von „falschen Aposteln“, „falschen Lehrern“ und „falschen Christussen“ (= falschen „Gesalbten“) nachzugehen! (Mat 24:23-27; 2.Kor 11:13; 2.Pe 2:1)

 

11.3.1.2     Nicht an den Sünden Babylons der Grossen teilhaben!

In unseren Tagen lautet der Befehl von Gottes Thron her deutlich mit klarer Begründung: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk ... ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel“. Auf Babylon der Grossen und dem alten „Jerusalem“ christlicher Führung liegt ein unabwendbares Todesurteil weil sie bewusst Lügen verbreiten und Sünden begehen! Wir können nicht um Aufhebung eines von Gott deutlich geäusserten Urteils bitten! Das Urteil wird noch vor dem Gerichtstag [B2] vollzogen werden! Der Beginn wird wie ein Blitz sein, der von Osten nach Westen leuchtet! [B2a] Ihre Fleischteile werden durch die Adler dieses Systems abgenagt werden und der Kadaver in einer Stunde mit Feuer verbrannt [B2b]. 

 

(Vergleiche Grafik: Erntefeiern zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernte)

 

Ein grosse Menge Engel im Himmel bestätigt die vollständige Ausführung von Gottes Urteil. Johannes schreibt was er in der 12. Vision gesehen und gehört hat. Dies ist zeitlich nach dem Fall Babylons und kurz vor der Hochzeit des Lammes [B2e].

 

(Vergleiche: Einreihung von Ereignissen im Bibelbuch Offenbarung in den Zeitablauf)

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:1-6 ***

19 Nach diesen Dingen hörte ich etwas, was wie eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel war. Sie sprachen: „Preiset Jah! Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht gehören unserem Gott, 2 denn seine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Denn er hat das Gericht an der großen Hure vollzogen, die die Erde mit ihrer Hurerei verdarb, und er hat das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand gerächt.“

...

5 Auch ging eine Stimme vom Thron aus, die sprach: „Preiset unseren Gott, ihr alle seine Sklaven, die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen.“

6 Und ich hörte etwas, was wie eine Stimme einer großen Volksmenge war und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Geräusch schwerer Donner. Sie sprachen: „Preiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu regieren begonnen.

 

Die Stimme jedes Einzelnen „kleinen und grossen Sklaven“ jener grossen Volksmenge ist es, welche die Herrschaft Jehovas und Jesu willkommen heissen und die den Befehl Babylon zu verlassen ausgeführt haben! Die Todesstrafe an Babylon wird vollzogen weil jene eine vollkommene Missachtung von Jehovas Oberhohheit bekundigten und in geistiger Hurerei mit Satans politischem und wirtschaftlichem System Lügen lebte, jene aber die wirklich Jesus und Jehova die Treue halten verfolgten, aus der Versammlung verstiessen und töteten! (Off 18:9, 15)

 

(Vergleiche Grafik:  Erntefeste zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernte)

 

11.3.1.3     Gott setzt selbst fest, wer ihn und Jesus vertreten darf!

Falsche Apostel versuchten im ersten Jahrhundert das Recht der Apostel kommende Dinge zu erklären und die Grunlage für die Christenversammlung festzulegen in Frage zu stellen. Jesus hatte bestätigt, dass es Gott gefallen hatte der „kleinen Herde“ seiner zwölf Apostel das Königreich zu übergeben. Jehova selbst hatte ihm die „kleine Herde“ ja übergeben und Jesus hatte nur ihnen bestätigt in der „Wiedererschaffung des Königreiches für Israel“ zusammen mit ihm auf zwölf Thronen zu sitzen. Schon Daniel musste vorhersagen, dass den „Heiligen des Allerhöchsten“ das Königreich übergeben würde (Da 7:18, 22; Mat 19:28; Joh 18:8, 9; Eph 2:19).

 

*** Rbi8  Lukas 12:32 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.

 

Jene falschen Apostel berührten und bestiegen damit den „Berg“, den zu berühren Gott verboten hatte! „Berg“ symbolisiert ja Macht. Hymenäus, Alexander und Philetus gehörten zu jener Gruppe der Gipfelstürmer, die selbst gerne Könige sein wollten! Die organisierten Kirchen der Endzeit sind nur ein grösseres Abbild dessen was jene damals begonnen hatten! Deren Lehren haben sich bis heute erhalten und sind in der Christenheit mit nur noch etwas ausgefeilteren Details zu finden! Sie verdienten dadurch den Tod und jeder der mit ihnen in Berührung kam, brachte sich selbst in Gefahr! Paulus fällte ein Urteil als wahrer Apostel und übergab sie Satan, indem er sie aus der wahren Christenversammlung ausschloss!

 

(Vergleiche Grafik: 6.4  Ende aller Machtstrukturen)

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

18 Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Hymenäus erlitt Schiffbruch am Glauben, indem er auf das Riff falscher Lehren fuhr! Er drängte voraus und wollte sich die Königskrone selbst zuteilen. Wer sich an Bord des „Schiffes“ von Hymenäus begab oder dessen Kurs übernahm wich vom „geraden Weg der Wahrheit“ ab und würde ebenso Schiffbruch erleiden! Titus aber und die Getreuen folgten weiterhin Paulus und seiner Lehre, dass die Auferstehung erst mit Jesu Rückkehr und nach dem Abschluss des Systems in Harmagedon kommen würde! Nur diese stand im Einklang mit den übrigen Schriften.

 

11.3.1.4     Den Aposteln wurde das Recht zugeteilt Sünden zu vergeben oder Sünden zu behalten!

Während das Gebet von Gerechten zu Gunsten eines Sünders grosse Kraft hat, wurde den Aposteln eine höhere Autorität zugeordnet: Sie sollten Sünden vergeben können und Sünden behalten! Worin also besteht der Unterschied?

 

*** Rbi8  Jakobus 5:16 ***

Bekennt also einander offen eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Flehen eines Gerechten hat, wenn es wirksam ist, viel Kraft.

 

Einander die Sünden zu bekennen bedeutet zu seinem Fehler zu stehen und ihn offen zuzugeben! Dies ist aber nur der erste Schritt hin zur Sündenvergebung!

 

Bei leichten Vergehen gegen den Nächsten ist der nächste Schritt, dass wir uns für unser Versehen entschuldigen und uns auch ehrlich bemühen den Fehler nicht zu wiederholen!

 

*** Rbi8  Lukas 17:4 ***
Auch wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt, und er kommt siebenmal zu dir zurück und sagt: ‚Ich bereue‘, sollst du ihm vergeben.“

 

Jesus hatte schon in der Bergpredigt Christen aufgefordert einander bereitwillig zu vergeben und für jene zu beten, die uns verfolgen! „Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen“, hatte er verkündet. Wenn wir uns als Gerecht erweisen wird unser Gebet im Himmel Erhöhrung finden und die Kraft des Gebetes mag sich auf unseren Feind beruhigend auswirken! (Mat 5:44)

 

Als Jesus nach seiner Auferstehung am selben Abend den Aposteln erschien, übertrug er allein ihnen eine Macht, die er den Hundertzwanzig, die später, an Pfingsten heiligen Geist empfingen, nicht übertragen hat!

 

*** Rbi8  Johannes 20:22-23 ***

22 Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: „Empfangt heiligen Geist. 23 Wenn ihr irgendwelchen Personen die Sünden vergebt, so sind sie ihnen vergeben; wenn ihr die von irgendwelchen Personen behaltet, so sind sie behalten.“

 

Diese Macht die Jesus ihnen übertrug, Sünden zu vergeben oder zu behalten, stand im Zusammenhang mit Leben und Tod! Jesus hatte nur den Aposteln dieses Recht verliehen Tote aufzuwecken, was sowohl Petrus wie Paulus später getan haben.

 

Petrus aber benutzte seine Macht bei einer Gelegenheit dahingehend, um dreiste, unvergebliche Sünde gegen den heiligen Geist die den Tod nach sich zieht, unmittelbar durch den Himmel zu vollstrecken. Dies war, als er das betrügerische Ehepaar Ananias wie seine Frau Sapphira durch himmlische Macht töten liess!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 5:1-11 ***

5 Ein gewisser Mann jedoch mit Namen Ananias verkaufte zusammen mit Sapphira, seiner Frau, ein Besitztum 2 und behielt insgeheim etwas von dem Preis, wovon auch seine Frau wußte, und er brachte nur einen Teil und legte ihn zu den Füßen der Apostel nieder. 3 Petrus aber sprach: „Ananias, warum hast du dich vom Satan so dreist machen lassen, dem heiligen Geist gegenüber ein falsches Spiel zu treiben und von dem Preis des Feldes insgeheim etwas zurückzubehalten? 4 Blieb es nicht dein, solange es bei dir blieb, und war es nicht, nachdem es verkauft war, weiter in deiner Gewalt? Warum beschlossest du eine solche Tat in deinem Herzen? Du hast ein falsches Spiel getrieben, [und dies] nicht Menschen, sondern Gott gegenüber.“ 5 Als Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und große Furcht kam über alle, die davon hörten. 6 Die jüngeren Männer aber standen auf, hüllten ihn in Tücher und trugen ihn hinaus und begruben ihn.

7 Nach einer Zwischenzeit von etwa drei Stunden trat nun seine Frau herein, die nicht wußte, was geschehen war. 8 Petrus sprach zu ihr: „Sag mir, habt ihr [beiden] das Feld für so viel verkauft?“ Sie sagte: „Ja, für so viel.“ 9 Da [sprach] Petrus zu ihr: „Warum seid ihr [beiden] übereingekommen, den Geist Jehovas auf die Probe zu stellen? Siehe! Die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen.“ 10 Da fiel sie augenblicklich zu seinen Füßen nieder und verschied. Als die jungen Männer hereinkamen, fanden sie sie tot, und sie trugen sie hinaus und begruben sie neben ihrem Mann. 11 Infolgedessen kam große Furcht über die ganze Versammlung und über alle, die von diesen Dingen hörten.

 

Hier ging es nicht um eine Sünde einem anderen Menschen gegenüber, sondern um eine dreiste Sünde wider Gottes heiligen Geist der Wahrheit! Sie hatten ein Gelöbnis gegenüber den Aposteln durch Lüge und durch Betrug gebrochen! Die Urteilsvollstreckung erfolgte unmittelbar mit der Urteilsverkündung! Sowohl Ananias wie Sapphira hatten sich gemeinsam wider Gottes heiligen Geist zuvor verschworen und ihr gegebenes Wort gebrochen!

 

Dieser Machterweis des Petrus zeigte die Übereinstimmung mit Gottes Engeln! Wenn somit Apostel eine Sünde behalten, welche in die Buchrolle jener eingetragen wird, welchen die ewige Vernichtung der Gehenna droht, so bleibt diese Eintragung erhalten! Es ist die Aufzeichnung von Sünden die keine Vergebung erlangen, weder in diesem, noch im kommenden System der Dinge! Ihr unmittelbarer Strafvollzug liegt in der Macht der Apostel, ebenso wie Moses und gewisse Propheten göttlichen Strafvollzug direkt erwirken konnte! Hesekiel spricht davon, dass Totenklagelieder der Inhalt jener Buchrolle wären, die Jehova ihm gezeigt hat und die aufessen musste. (2.Mo 9:22-24; Hes 2:10; Mat 12:31, 32)

 

11.3.1.5     Nur echte Reue kann bewirken, dass Sünde durch Gott getilgt wird!

Wenn die Apostel aber eine echte Reue erkennen können, weil jemand aus Schwachheit gesündigt hat, sind sie es, welche eine Löschung in der himmlischen Buchrolle die der Prophet Sachja in einer Vision gesehen hatte erreichen können! In der Auferstehung wird dieses Vergehens nicht mehr gedacht werden! Petrus zeigte dies im Falle des Simon, der versuchte die freie Gabe des heiligen Geistes käuflich zu erwerben:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 8:18-24 ***

18 Als nun Simon sah, daß der Geist durch Händeauflegen der Apostel gegeben wurde, bot er ihnen Geld an, 19 indem er sprach: „Gebt auch mir diese Gewalt, damit jeder, dem ich die Hände auflege, heiligen Geist empfange.“ 20 Petrus aber sprach zu ihm: „Dein Silber gehe mit dir zugrunde, weil du dachtest, durch Geld in den Besitz der freien Gabe Gottes zu gelangen. 21 Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache, denn dein Herz ist in den Augen Gottes nicht gerade. 22 Bereue daher deine Schlechtigkeit, und flehe zu Jehova, daß dir, wenn möglich, das Trachten deines Herzens vergeben werde; 23 denn ich sehe, du bist eine giftige Galle und eine Fessel der Ungerechtigkeit.“ 24 Als Antwort sagte Simon: „Ihr Männer, fleht für mich zu Jehova, daß nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme.“

 

Simon wollte Autorität erlangen, obwohl sein Herz nicht mit der Sache der Lehre des Christus im Einklang war! Er wurde sich seines ungebührlichen Verhaltens durch die Worte des Petrus sofort bewusst und legte Reue an den Tag! Petrus zeigte Simon den Weg, wie seine Sünde gelöscht werden könnte!

 

Die Simonie, der Kauf kirchlicher Ämter durch Geld ist auch heute in vielen Kirchen üblich, obwohl dies nur verdeckt getan wird! Die Erhebung Luthers im Protestantismus hing mit solchen üblen Machenschaften zusammen, wo Bischlfe und Päpste sich ihr Amt durch hohe Spenden erkauften! Aber auch in unserer heutigen Zeit sind solche Dinge durchaus möglich! Die Organisation von Jehovas Zeugen beispielsweise erwählte ihren Vorstand bis 1945 aufgrund von Geldspenden! In Ihren Eigendarstellungswerk „Jehovas Zeugen, Verkündiger des Königreiches Gottes“ erwähnen sie: [1]

 

1945 Vom 1. Oktober an hängt die Stimmberechtigung bei der Wahl des Vorstands der Gesellschaft nicht mehr von Geldspenden ab

 

Der Vorstand aber besteht aus „Gesalbten“ (gr.: „Christussen“) welche öffentlich die Hoffnung hegen als Mitkönige Jesu zu regieren! Deren Wahl in den Vorstand hing somit davon ab, wieviel jemand gespendet hatte. Wer zu arm war um zu spenden konnte keine Stimme abgeben!

 

 

11.3.2      Die limitierte Oberhohheit in gerichtlichen Dingen des Cäsars

 

11.3.2.1     Abschneidung vom Volk auch in der Christenversammlung und Cäsars berechtigtes Schwert

Wir wissen, dass eine Vielzahl jener Vergehen, welche im Gesetz Mose die Todesstrafe nach sich zog, eine vergleichbare Grösse auch im Bereich des geistigen Israel, der Christen besitzen! Das Gesetz erwähnt öfters als Strafe die „Abschneidung“ vom Volk Israel!

 

Nach dem Jahre 607 u.Z., während Israel im Exil in Babylon weilte, wurden Personen aus der Synagoge (den örtlichen Versammlungen) ausgestossen, welche die Todesstrafe verdienten und wo notwendig den weltlichen Autoritäten zur Bestrafung übergeben. Nebukadnezar hatte Daniel, Abednego, Schadrach und Meschach als Richter im Gerichtsbezirk Babylon eingesetzt. Sie konnten Strafen verhängen die auch mit Jehovas Gesetz im Einklang standen wie der Absetzung aus Ämtern, der Verhängung einer Busse, Prügelstrafe, Verurteilung zu Gefängnis, Zwangsarbeit oder gar zur Todesstrafe!

 

Das blieb später auch in der Christenversammlung so! Paulus zeigte, dass uneinsichtige Übeltäter die nicht bereuten und Schaden wieder gutmachten aus der Versammlung ausgestossen wurden und selbst der Gerichtsbarkeit des Staates übergeben werden mussten! Jesus hatte gezeigt, dass jeder der das Gerichtsverfahren innerhalb der Versammlung sprengte wie einer von der Welt würde, wie ein verachteter Steuereinnehmer wäre!

 

*** Rbi8  Matthäus 18:15-17 ***

15 Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Da Jesus im ersten Teil erwähnt, dass der Geschädigte die Sünde direkt mit dem Beteiligten zu besprechen, ist eine Ohrenbeichte vor einem Priester oder den Ältesten bestimmt nicht gemeint! Erst wenn der Fehlbare sich verstockt zeigt und selbst auf Zeugen nicht hört ist der Zeitpunkt gekommen, die Angelegenheit durch die Vorsteher der Versammlung beurteilen zu lassen! Hört der Angeschuldigte nicht auf das Urteil, das die Wiedergutmachung des angerichteten Schadens und die Strafe beinhaltet. Da Vorsteher nicht die Autorität des „Cäsar“ betreffend Strafvollzug haben, verliert der Uneinsichtige den Zugang zur Versammlung und wird dadurch wie „einer der Nationen“, ein Ungetaufter. 

 

Gott selbst hatte die Oberhohheit zur Vollstreckung gewisser Urteile in Israel weltlicher Autorität übertragen, als er damals durch Nebukadnezar vom letzten König Israels, von Zedekia, die Krone entfernen liess! Aber auch Nebukadnezar und dessen Nachfolger sollten Gottes Oberhohheit in Israel weiterhin achten, da Jehova ihm diese Nation als Folge einer Strafmassnahme über sein Volk zur Züchtigung in die Hand gegeben hatte (Hes 21:25-27).

 

Der Prophet Daniel erörtert diesen Umstand am Abend vor dem Tod Belsazars, des letzten babylonischen Königs, der sich über Jehova erhöht hatte. Er sollte eine Schrift die unerklärlich an der Wand des Festsaals erschienen war deuten, die möglicherweise in Hebräisch war und das kommende „Mene, Mene Tekel“ ankündigte!

 

*** Rbi8  Daniel 5:17-20 ***

17 Da antwortete Daniel und sagte vor dem König: „Deine Gaben mögen dir selbst verbleiben, und deine Geschenke gib du anderen. Doch die Schrift werde ich dem König lesen, und die Deutung werde ich ihm bekanntgeben. 18 Was dich betrifft, o König, Gott, der Höchste, selbst gab Nebukadnezar, deinem Vater, das Königtum und die Größe und die Würde und die Majestät. 19 Und wegen der Größe, die ER ihm gab, erwies es sich, daß alle Völker, Völkerschaften und Sprachen bebten und vor ihm Furcht zeigten. Wen er gerade wollte, tötete er; und wen er gerade wollte, schlug er; und wen er gerade wollte, erhöhte er; und wen er gerade wollte, erniedrigte er. 20 Als aber sein Herz hochmütig wurde und sein eigener Geist sich verhärtete, so daß er vermessen handelte, wurde er vom Thron seines Königreiches heruntergeholt, und seine Würde wurde ihm genommen.

 

Auch heutige weltliche Oberhoheiten, welche die Autorität über Christen haben, sollten Jehova als Gott und Jesus als die von Jehova eingesetzte oberste Instanz anerkennen und nicht vermessen handeln!

 

11.3.2.2     Strafvollzug durch weltliche Gerichte für reuelose christliche Übeltäter gefordert!

Das Thema der Todesstrafe im Gesetz Mose und der Folgen für die Christenversammlung, bis hin zur neuerlichen Anwendung im kommenden System, ist Thema für einen kommenden NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Januar 2006 aufbehalten. Er steht unter dem Artikel: 6.1.2  Warum ist es von Vorteil Gottes Ansicht zur Todesstrafe zu kennen?  

 

Paulus bestätigt diese Oberhohheit des Cäsars deutlich im Brief an die Römer! Gott hat den politischen Mächten diese Autorität gegeben und jene müssen diese Autorität weiterhin in seinem Sinne mit Gerechtigkeit und Unparteilichkeit ausüben!

 

Darum gebietet Jehova in der Offenbarung der siebten Weltmacht (Anglo-Amerika) die „Heiligen“ (Christen) zu „befehden“ und sie „zu besiegen“, dies zusammen mit dem „achten König“, der UNO. Das ist kein Widerspruch, sondern konsequentes Handeln, nachdem Jesus Christen, also „sein Volk“ ja zuvor deutlich aufforderte, „Babylon die Grosse Hure“ zu verlassen! Die Politik soll seinem Befehl zur Zerstörung der Religionen „Babylons der Grossen“ nachzukommen, weil jene innerhalb ihrer Reihen Verbrecher und Terroristen und „jeden gehassten Vogel“ decken und schützten, statt Missetäter dem gerechten Urteil zuzuführen! Nur ein Gesamtbild der biblischen Aussagen zeigt jede Verbindung und offenbart Gottes Gerechtigkeit, Logik und seinen Plan, auch wenn dies uns zu Beginn verwirren mag! (Off 17:1, 2; 18:1-10)

 

Hören wir Paulus, der begründet warum Christen die Hoheit der politischen Mächte zu respektieren haben, zumindest so lange, wie jene die Oberhoheit von Jehovas Gesetz anerkennen und einhalten! Insofern haben sie nur eine „relative Stellung“ inne, „von Gott angeordnet“. An unterster Stelle stehen Väter, die Familien vorstehen, dann sind es Älteste der Versammlung, welchen Gehorsam gezeigt werden soll, welche die Versammlung sauber und ordentlich zu halten haben. Den Hebräerchristen schrieb Paulus:

 

*** Rbi8  Hebräer 13:17 ***

Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

 

Sie bilden Teil der „obrigkeitlichen Gewalten“ die eine Funktion als „Haupt“  innerhalb der Versammlung, des Leibes des Christus innehaben!

 

Paulus zeigt aber, dass Versammlungsvorsteher nicht die letzte Instanz in Rechtsangelegenheiten sind! Wer sich weigert gute Werke zu verrichten und gegen Gesetze verstösst, der muss mit Sanktionen rechnen! Trotzdem handeln Vorsteher mit Milde, vernünftig und nicht streitsüchtig!

 

*** Rbi8  Titus 3:1-2 ***

3 Erinnere sie weiterhin daran, Regierungen und Gewalten als Herrschern untertan und gehorsam zu sein, bereit zu sein für jedes gute Werk, 2 von niemandem nachteilig zu reden, nicht streitsüchtig zu sein, [sondern] vernünftig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Milde an den Tag legen.

 

Im Brief an die Römer zeigt Paulus welche Unterordnung ein Christ der weltlichen Autorität schuldet! Als Jehova sein Königreich Juda Nebukadnezar übergab sollte dessen Oberhohheit so lange andauern, bis Gott das Königreich selbst aufrichten würde, um das Christen beten: „Dein Reich komme“. Das Königreich des Christus sollte weiterhin „nicht von dieser Welt sein! (Joh 18:36)

 

(Vergleiche: Zeitband Aufrichtung Jesu Königreich)

(Vergleiche: Zeitband Jehovas Königtum)

 

*** Rbi8  Römer 13:1-7 ***

13 Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet. 2 Wer sich daher der Gewalt widersetzt, hat sich der Anordnung Gottes entgegengestellt; die, die sich ihr entgegengestellt haben, werden für sich ein Gericht empfangen. 3 Denn die Herrschenden sind nicht für die gute Tat ein Gegenstand der Furcht, sondern für die schlechte. Willst du also ohne Furcht vor der [obrigkeitlichen] Gewalt sein? Fahre fort, Gutes zu tun, und du wirst Lob von ihr haben; 4 denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber Schlechtes tust, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht ohne Zweck; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Kundgabe des Zorns an dem, der Schlechtes treibt.

5 Daher besteht zwingender Grund, daß ihr untertan seid, nicht nur jenes Zorns wegen, sondern auch [eures] Gewissens wegen. 6 Denn darum zahlt ihr auch Steuern; denn sie sind Gottes öffentliche Diener, die für ebendiesen Zweck beständig dienen. 7 Erstattet allen, was ihnen gebührt: dem, der die Steuer [verlangt], die Steuer; dem, der den Tribut [verlangt], den Tribut; dem, der Furcht [verlangt], die Furcht; dem, der Ehre [verlangt], die Ehre.

 

Sich der von Gott angeordneten Autorität zu Unrecht zu widersetzen ergibt ein Gericht seitens Gottes! Jesus verwies dabei auch auf das geduldige Ertragen von Schickanierungen hin, wohl wissend, dass seine Nachfolger Drangsalierung ausgesetzt sein würden:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:40-41 ***

40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid; 41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen.

 

Das bedeutet aber nicht, gegenüber jeder Art von Übergriffen seitens des Staates durch Korruption und Amtsmissbrauch vollkommen untätig gegenüber zu stehen!

 

11.3.2.3     Christen sind der weltlichen Autorität nicht vollkommen schutzlos ausgeliefert!

Die obrigkeitlichen Gewalten sind in ihrer relativen Stellung somit von Gott angeordnet! Wo sie aber sich selbst nicht an ihre eigenen Gesetze hält darf ein Christ sich durchaus auf das Recht berufen! Paulus selbst verteidigte sich in solchen Situationen mehrmals auf legale Weise, indem er auf sein römisches Bürgertum verwies und so weit ging, sich sogar auf das Recht als Bürger Roms zu berufen, um seinen Fall direkt vor Cäsar zu tragen und vom obersten Richter angehört zu werden! Dies war durchaus im Sinne Jesu, der Kommendes vorangekündigt hatte: (Apg 25:8-12)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 9:15-16 ***

15 Aber der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu Königen und den Söhnen Israels zu tragen. 16 Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er für meinen Namen leiden muß.“

 

Da Paulus an der Tötung des Stephanus mitbeteiligt war und Christen verfolgt hatte, wurde auch ihm Strafe auferlegt und er sollte vieles für Christus selbst leiden! Paulus trug all dies und brach nicht unter der Last zusammen, sondern hielt bis zum Schluss treu aus!

 

Bei anderer Gelegenheit schritt Gott aber auch direkt mittels Engeln zu Gunsten seiner Diener ein und öffnete die Gefängnistüren. Andere wie Johannes, der auf Patmos gefangen war,  mussten als Christen unter Verfolgung leiden und Treue beweisen.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 16:22-24 ***

22 Und die Volksmenge erhob sich insgesamt gegen sie; und nachdem ihnen die Magistrate die äußeren Kleider heruntergerissen hatten, gaben sie Befehl, sie mit Ruten zu schlagen. 23 Nachdem sie ihnen viele Schläge versetzt hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Gefängnisaufseher, sie sicher zu verwahren. 24 Weil er diesen Befehl erhielt, warf er sie in das innere Gefängnis und schloß ihre Füße in den Stock.

 

Lies bitte Apostelgeschichte 16:25-34 wie Gott selbst durch ein Erdbeben reagierte und Paulus und Silas aus den Fesseln und später dem Gefängnis in Philippi befreite! Paulus hatte zudem das Leben des Gefängniswärters gerettet, da er die Gelegenheit zur Flucht nicht benutzt hatte! Zudem wurde der Gefängniswärter gewahr, dass Paulus und Silas Gottes Diener waren und die Magistrate zudem eine grosse Dummheit begangen hatten, einen römischen Bürger ohne Gerichtsurteil geschlagen zu haben!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 16:35-40 ***

35 Als es Tag wurde, sandten die Magistrate die Amtsdiener und ließen sagen: „Laß diese Männer frei.“ 36 Da berichtete der Gefängnisaufseher dem Paulus ihre Worte: „Die Magistrate haben Männer hergeschickt, damit ihr [beiden] freigelassen werdet. Kommt daher jetzt heraus, und zieht hin in Frieden.“ 37 Paulus aber sprach zu ihnen: „Sie haben uns, ohne daß wir verurteilt waren, öffentlich ausgepeitscht, uns Menschen, die Römer sind, und uns ins Gefängnis geworfen; und jetzt treiben sie uns heimlich hinaus? Nicht doch, sondern sie sollen selbst herkommen und uns herausführen.“ 38 Da berichteten die Amtsdiener diese Worte den Magistraten. Diese gerieten in Furcht, als sie hörten, daß die Männer Römer seien. 39 Demzufolge kamen sie und redeten ihnen zu, und nachdem sie sie herausgeführt hatten, baten sie sie, aus der Stadt fortzugehen. 40 Sie aber kamen aus dem Gefängnis heraus und begaben sich in das Haus der Lydia, und als sie die Brüder sahen, sprachen sie ihnen Mut zu und gingen fort.

 

Paulus führte jenen Magistraten vor Augen, dass sie mit grossen Schwierigkeiten der Römer rechnen mussten, die ein Übergriff auf ihre Bürger durch lokale Autoritäten nicht duldeten! Die mutige Haltung des Paulus wirkte sich stärkend auf die junge, kleine Versammlung im Hause der Purpurhändlerin Lydia aus!

 

11.3.2.4     Den König ehren, obrigkeitlichen Gewalten untertan sein und gehörigen Respekt erweisen

Die „relative Stellung“ der politischen Autoritäten ist bis zum Abschluss des Systems dazu da, für die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung öffentliche zu sorgen. Diese ist ihrerseits verpflichtet sich Gottes Oberhohheit zu unterordnen, nach seinen Gesetzen und Richtlinien zu handeln! Viele westliche Länder zeigen dies Ansatzweise durch ihre Verfassungen, wo sie sich ausdrücklich Gottes Oberhohheit unterordnen! Oft werden hohe Amtspersonen durch den Eid auf die Bibel eingesetzt! Wo sie diesen Gehorsam Gott gegenüber nicht leisten oder ihm zuwiderhandeln, ziehen sie sich selbst Gottes Urteil zu! Der Tag der Urteilsvollstreckung hat sich genaht, wo ihr „Himmel“ der Macht und Autorität wie eine alte, ausgelesene Buchrolle zusammengerollt wird und die „neuen Himmel“ zu regieren beginnen! [B3]. Bevor dies geschieht werden sie aber gewahr, dass ihr letzter Tag gekommen ist!

 

*** Rbi8  Offenbarung 6:14-17 ***

14 Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die man zusammenrollt, und jeder Berg und [jede] Insel wurden von ihren Stellen gerückt. 15 Und die Könige der Erde und die Personen von oberstem Rang und die Militärbefehlshaber und die Reichen und die Starken und jeder Sklave und [jeder] Freie verbargen sich in den Höhlen und in den Felsen der Berge. 16 Und sie sagen fortgesetzt zu den Bergen und zu den Felsen: „Fallt über uns, und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, 17 denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen, und wer vermag zu bestehen?“

 

Bis dahin werden die Regierungen weitermachen wie bisher. Wenige werden Notiz von den Zeitzeichen nehmen und noch weniger werden daran glauben, dass sie selbst betroffen sind!

 

Auch Petrus zeigt die Wichtigkeit, uns nicht gegen die politische Autorität mittels Aufruhr zur Wehr setzen, an Massenprotesten keinen Anteil zu haben, weil die Regierungen bis zum Abschluss des Systems einem nützlichen Zweck dient! Dadurch geben Christen ein hervorragendes Beispiel, indem sie selbst die Dinge tun, die vom Gesetz her gesehen hervorragend sind!

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:13-17 ***

13 Unterwerft euch um des Herrn willen jeder menschlichen Schöpfung: es sei einem König als einem Höherstehenden, 14 es sei Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden, um Übeltäter zu strafen, aber die zu loben, welche Gutes tun. 15 Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr durch Gutestun das Gerede der Unwissenheit der unvernünftigen Menschen zum Schweigen bringt. 16 Seid gleich freien Menschen, und behaltet doch eure Freiheit nicht als einen Deckmantel für Schlechtigkeit, sondern als Sklaven Gottes. 17 Ehrt [Menschen] von allen Arten, habt Liebe zur ganzen Bruderschaft, habt Gottesfurcht, ehrt den König.

 

Das Gesetz der Liebe ist das Gesetz der Freiheit! Christen sollen die höchste politische Autorität und deren Abgesandte ehren! Die höchste Ehre aber gebührt Gott und Christus. Anbetung gehört alleine Jehova!

 

Viele der bewaffneten, seit langem dauernden bewaffneten Aufstände, wie jene der ETA in Spanien und der IRA in Nordirland, sowie den durch Kirchen und deren Befreiungstheologie geschürten Erhebungen in südamerikanischen Ländern, sie sind klare Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung des Paulus! Gottes Königreich wird nicht durch Menschen, sondern durch Jesus aufgerichtet! Ausser in Jesus gibt es keinen Befreier aus der Hand dieses Systems! Dazu ist Unterordnung unter die Anweisung Gottes und Jesu notwendig! Wir sollten nicht Menschen nachfolgen, sondern unserem wahren Haupt, Jesus! Er weiss als Hirte seine Schafe aus der Hand des Wolfes zu befreien! Der Tag ist nahe!

 

(Vergleiche Grafik:  Erntefeste zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernte)

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:9-10 ***

9 Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen. 10 Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: „Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.“

 

Da Religionsführer sich Gottes Anordnung widersetzen und Teil des Systems Satans bilden, welcher durch „Babylon die Grosse“ (das WCRL) die politischen „wilden Tiere“ (die UNO) zu ihrem Nutzen reitet, erhält sie auch ihr eigenes, angedrohtes Gericht und die Vernichtung an „einem Tag“ [B2a] und ihr Verbrennen in „einer Stunde“ [B2b].

 

Erst mit der Gründung des „World Council of Religious Leaders“ (WCRL) am 12.-14. Juni 2002 in Bangkok, die als selbständige Organisation „Atem“ erhielt, ist das Symbolische „Bild des (siebenköpfigen) wilden Tieres“ der UNO vollkommen zu Tage getreten!

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:14-15 ***

14 Und es [[das zweihörnige wilde Tier aus der Erde (Anglo-Amerika)]] führt die irre, die auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die ihm vor dem [[siebenköpfigen]] wilden Tier [[der UNO]] zu tun gewährt wurde, während es die, die auf der Erde wohnen, beredet, dem [[siebenköpfigen]] wilden Tier, das den Schwertstreich [empfangen] hatte [[gegen den siebten Kopf, die USA gerichtet am 11.9.2001]] und dennoch wieder lebte, ein Bild zu machen. 15 Und es wurde ihm [[dem zweihörnigen wilden Tier (Anglo-Amerika)]] gewährt, dem Bild des wilden Tieres [[dem WCRL]] Odem zu geben, damit das Bild des wilden Tieres sowohl rede als auch veranlasse, daß alle, die das Bild des wilden Tieres nicht auf irgendeine Weise anbeteten, getötet würden.

 

(Vergleiche Grafik: Biblische Symbole

 

Nur ein intensives Forschen in den Schriften und genaues Betrachten der Zeitzeichen und deren Einordnung auf der Zeitskala lässt die feinen Details welche die Bibelschreiber erwähnen wirklich zu Tage treten! Es kostet anfänglich Mühe sie zu erkennen, wer sie aber erkannt hat beginnt die tiefen Zusammenhänge zu verstehen und gibt Gott das Lob, dass er der Torheit des Glaubens gegenüber der Weisheit des Systems den Sieg verschafft!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:18-21 ***

18 Denn das Wort über den Marterpfahl [[Pfahl]] ist denen Torheit, die zugrunde gehen, uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. 19 Denn es steht geschrieben: „Ich will die Weisheit der Weisen zugrunde richten, und die Intelligenz der Intellektuellen will ich beseitigen.“ 20 Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Debattenredner dieses Systems der Dinge? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? 21 Denn da in der Weisheit Gottes die Welt durch ihre Weisheit Gott nicht kennengelernt hat, hielt Gott es für gut, durch die Torheit dessen, was gepredigt wird, die Glaubenden zu retten.

 

Die Torheit dessen, was die Schrift in symbolischer Sprache zu vermitteln versucht ist den weisen dieses Systems vverborgen, den Glaubenden aber ist es zur Rettung!

 

(Vergleiche NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Juni 2005; Artikel: 5.6.4  Die Folgen des World-Peace-Summit anhand der Prophetie betrachtet)

 

 

11.3.3      In der Versammlung gerechte Verhältnisse herbeiführen

 

11.3.3.1     Gericht und Urteilsvollzug in den Christenversammlungen liegt vorab in der Hand von Aufsehern!

Die Ältesten in Korinth hatten sich der Duldung schweren Unrechts schuldig gemacht! Ein Mann war in der Versammlung belassen worden, der die Frau seines Vaters genommen hatte. Gemäss Gesetz Mose stand darauf unweigerlich die Todesstrafe! Es war eine Form der Hurerei die Gott verachtet! Paulus zeigte deutlich was das Vorgehen hätte sein sollen und gab ein klares Urteil ab! (3.Mo 18:8; 20:11)

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:9-13 ***

9 In meinem Brief schrieb ich euch, keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben, 10 nicht [in dem Sinne] gänzlich mit den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und Erpressern oder Götzendienern. Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. 11 Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen. 12 Denn was habe ich damit zu tun, die, die draußen sind, zu richten? Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.

 

Die Christenversammlung musste von solchen Menschen frei sein! Christen sollten mit solchen uneinsichtigen und verstockten Personen jeden Kontakt abbrechen! Christen sollten rein sein von Vergehungen und wo dennoch etwas vorkommt, da mussten vorab Familienväter und dann Vorsteher handeln und durchgreifen. Wer sündigt muss mit gerechter Strafe rechnen, rechtliche Missstände mussten beurteilt werden! Die „Heiligen“, Männer die von Unrecht getrennt sind und sich unparteiisch an Gottes Wort halten, sie mussten solche Fälle behandeln! Paulus weist solche „treuen Sklaven“ darauf hin, dass sie auch im künftigen System die neue Welt richten werden!

 

(Vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel und Erde“)

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-6 ***

6 Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir Engel [[gr.: aggelos= Boten, Vorsteher]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

 

Da die Ältesten in Korinth gegenüber täglichem Unrecht duldsam waren, wurde die Versammlung wie eine Teigmasse durchsäuert. Es blieb Christen, die zu ihrem Recht kommen wollten, nur noch der Weg über öffentliche Gerichte übrig! Jene Richter aber sind aus der Sicht der Christen deswegen verachtet, weil sie sich weigern Gottes Gesetz in Anwendung zu bringen und Urteile fällen, die oft Gottes Gesetz widersprechen! Damals waren es heidnische Richter, die heutigen „christlichen“ Richter unterscheiden sich meist kaum von jenen! Viele von ihnen haben niemals die Bibel gelesen oder verachten und verspotten sie gar!

 

Die fehlbaren Vorsteher in der Versammlung sollten ihr stolzes Aufgeblasensein verlassen! Der Mann der Ehebruch beging musste aus der Versammlung entfernt werden, diejenigen die Unrecht taten sollten bestraft werden! (1.Kor 5:1-6)

 

(Vergleiche Grafik: 4.3  Durchsäuerung der Versammlung Gottes)

 

11.3.3.2     Eigentumsdelikte müssen wieder gut gemacht werden!

 

Wahrscheinlich ging es in diesem spezifischen Fall in der Versammlung Korinth um Eigentumsdelikte, Vertragsbruch, unbeglichene Rechnungen, also „geringfügige Dinge dieses Lebens“ die „nicht den Tod nach sich ziehen“.

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:16-19 ***

16 Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

18 Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren worden ist, nicht Sünde treibt, sondern der aus Gott Geborene wacht über ihn, und der Böse bemächtigt sich seiner nicht. 19 Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist.

 

Der aus Gott geborene ist Jesus, der über seine Schafe wacht und Satan kann sich solcher Menschen nicht bemächtigen, weil sie an Jesu Geboten, an Wahrheit und an Gerechtigkeit festhalten! Offensichtlich war keiner der Vorsteher in Korinth vor dem Brief des Paulus bereit oder in der Lage einen rechtlichen Entscheid zu fällen und die Gerechtigkeit wiederherzustellen! Paulus wurde durch Boten auf die Missstände aufmerksam gemacht! Der Schuldige musste gemäss Paulus zur Rechenschaft gezogen werden, die von Gottes Gesetz vorgesehene Richtigstellung musste hergestellt werden, was Begleichung der Schuld, Rückerstattung entwendeter oder unterschlagener Gegenstände beinhaltete und die von Gott vorgesehene Strafe einschloss!

 

*** Rbi8  2. Mose 22:1 ***

Falls ein Mann einen Stier oder ein Schaf stehlen sollte und er es wirklich schlachtet oder es verkauft, soll er mit fünf [Stück] Großvieh für den Stier und mit vier [Stück] Kleinvieh für das Schaf Ersatz leisten.

 

Der Richter ist verpflichtet die Durchsetzung seines Entscheides zu überwachen, sowohl die Wiedergutmachung des Schadens, wie den Strafvollzug! Diebstahl musste vier und fünffach zurückerstattet werden! Wie ein Vater in der Familie verpflichtet ist Zucht gegenüber seinen Kindern in die Tat umzusetzen!

 

Was nutzt es dem Geschädigten, wenn ein Dieb ins Gefängnis kommt? Welche Genugtuung hat er, wenn Richter den Dieb aufgrund von ein paar leeren Worten der Reue laufen lassen?

 

Jesus bestätigt diesen Umstand, dass Wiedergutmachung und Strafe nach mosaischem Gesetzt auch durch ihn als gerechter Massstab anerkannt wird! Die öffentliche Schuldanerkennung des vormals betrügerischen Steuereinnehmers Zachäus zeigt diesen Weg! Jesus war nicht als Richter gekommen sondern als Prophet! Gegenüber seinen Aposteln aber erwies er sich als fähiger Vorsteher, der die Abweichungen unmittelbar zur Rede stellte und sie korrigierte! Die Versammlung der Apostel erwies sich frei von Sauerteig! (Mat 16:22, 23)

 

*** Rbi8  Lukas 19:5-10 ***

5 Als Jesus nun an die Stelle kam, blickte er auf und sagte zu ihm: „Zachäus, beeil dich und steig herab, denn heute muß ich mich in deinem Haus aufhalten.“ 6 Darauf stieg er eilends herab und nahm ihn mit Freuden als Gast auf. 7 Alle aber, die [es] sahen, begannen zu murren und sprachen: „Bei einem Mann, der ein Sünder ist, ist er eingekehrt, um Unterkunft zu nehmen.“ 8 Zachäus aber stand auf und sagte zum Herrn: „Siehe! Die Hälfte meiner Habe, Herr, gebe ich den Armen, und was immer ich von jemand durch falsche Anklage erpreßt habe, erstatte ich vierfach.“ 9 Darauf sprach Jesus zu ihm: „An diesem Tag ist diesem Hause Rettung widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren war.“

  

Zuerst war es die positive Reaktion des Zachäus, der auf Jesus hoffte und ihn unverzüglich als Gast in seinem Hause willkommen hiess. Dies erzeugte eine Reaktion bei den Gegnern des Steuereintreibers Zachäus, die Jesus nicht in jenem Hause eines Sünders sehen wollten! Zachäus aber gab dies Anlass selbst zu handeln und seine Reue unter Beweis zu stellen! Einsicht der Übertretung und Bereitschaft den angerichteten Schaden wiedergutzumachen und Strafe auf sich zu nehmen, dies bedeutet wahre Rückkehr! Dass er vierfach zurückzahlte was er erpresst hatte zeugt davon, dass er das Gesetz Mose zur Anwendung brachte! Jesus zeigte, dass dies Rettung bedeutete, weil die Sünde in Gottes Register gelöscht wurde!

 

Mit fünf Vaterunser und zehn Gegrüsst-seist-du-Maria wird Unrecht nicht gesühnt! Das ist Augenwischerei und vollkommener Missbrauch dessen, was Gerechtigkeit ist! Auch die Entfernung eines Diebes aus einer Dienststellung wie dem Amt des Ältesten ist ohne Wiedergutmachung des Schadens nur eine Verschleierung der Angelegenheit! Geschädigte dann darauf zu verweisen, dass sie auf Gottes Gerechtigkeit hoffen sollten ist ein Hohn auf Gottes Gesetz! Wenn ein Dieb in einer Christenversammlung durch ein Rechtskomitee eine Zurechtweisung erhält, aber keiner kontrolliert, ob er den Schaden wiedergutmacht, so wird der Richter in Wirklichkeit Teilhaber am Betrug, indem er den Dieb ja straffrei lässt! Auch wer anderen borgt und nicht zurückzahlt wird zum Dieb! Nach mosaischen Gesetz musste der, der nicht zurückzahlen konnte dem anderen zum Knecht werden. Dadurch wurde dem betrügerischen Leihen zum vornherein ein Riegel geschoben! (2.Ko 6:5, 6)

 

*** Rbi8  Sprüche 22:7 ***

Der Reiche ist der, der über die Minderbemittelten herrscht, und wer borgt, ist ein Knecht des Leihenden.

 

Die Bibel sagt deutlich, dass wer anderen borgt sich in die Abhängigkeit des Leihenden begibt! Sich aus Verpflichtungen herauszuwinden ist nicht korrekt und wird vom obersten Richter nicht gutgeheissen! Wer aber verarmt und doch sich als treu erweist, der wird vom Gerechten Gunst und Gaben erhalten! Ein teilweiser oder völliger Schuldenerlass ist dem gütigen christlichen Herzen angelegen.

 

*** Rbi8  Psalm 37:21 ***

Der Böse borgt und zahlt nicht zurück,

Aber der Gerechte erweist Gunst und schenkt Gaben.

 

Weigert sich ein Christ die durch Älteste auferlegte Rückzahlung und Wiedergutmachung zu leisten, so begibt er sich ausserhalb Gottes Rechtsordnung und soll die dafür vorgesehene Strafe erleiden! Er zeigt sich rebellisch gegenüber Gott, hört nicht auf Jesus und darum auch nicht auf Älteste!

 

*** Rbi8  Lukas 10:16 ***

Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“

 

Der Dieb wird so oder so nicht darum herumkommen den Rechtszustand den Gott vorsieht wiederherzustellen, sei dies heute freiwillig oder in Harmagedon, wo Böcke die nicht auf Jesus gehört haben Abschneidung finden. Bei vorzeitigem Tod oder bei Dingen, die „nicht den Tod nach sich ziehen“, werden sie im kommenden System Ausgleich schaffen müssen! Jesus, die Apostel und 144.000 gerechte Richter werden dann für Recht sorgen! Unausgeglichene Schuld verjährt bei Gott nicht! Jehova wird durch Jesus als letztendlichen Richter das gerechte Urteil durchsetzen! Jesus gab diesbezüglich in der Bergpredigt deutlichen Rat:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:25-26 ***

25 Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.

 

Wenn wir aufmerksam auf Gottes Wort achten, wo Jehova zum entsprechenden Thema stets Auskunft erteilt, dann erhält alles eine deutliche und klare Antwort! Einiges mag uns erstaunen, anderes vorab als hart erscheinen. Viele der Lehren christlicher Kirchen, vor allem im Bereich von Rechtsfragen, sind mangelhaft und deshalb sind deren Vorsteher verantwortlich, dass Sauerteig die Organisation von unten bis zur höchsten Stelle durchsäuert haben. Gerechtigkeit fehlt und Betroffene klopfen vergeblich um Recht an! Keines der Versammlungsglieder zu verärgern und zu verlieren ist ihnen wichtiger, wie den Sünder auf den gerechten Pfad zurückzuführen und Gottes Ansicht zu Gerechtigkeit zum Durchbruch zu verhelfen! Parteilichkeit gegenüber fehlbaren Vorstehern ist von Seiten derer Vorgesetzten vielerorts eine reine Routine! Der Schutz der Hierarchie geht dem Schutz des Rechtszustandes weit vor! Die Geschädigten haben zu schweigen oder müssen mit zusätzlicher Unterdrückung rechnen.

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Versammlungen)

 

 

11.3.4      Vergehen, die bestehen bleiben und von Gott am Gerichtstag richtiggestellt werden

 

11.3.4.1     Nicht jede Sünde wird in diesem System gesühnt!

Wir haben bereits gesehen, dass viele Vergehen in diesem System keinen Ausgleich und keine Gerechtigkeit finden! Das war bereits so in Israel und deshalb hat Gott klar und deutlich vorhergesagt, was einerseits mit jenen geschehen wird, die sich gerechter Bestrafung entziehen konnten oder durch ungerechte und parteiische Richter von gerechter Strafe befreit wurden. Andererseits gibt die Schrift den Betrogenen Trost und verweist auf baldigen Ausgleich!

 

Der Prophet Hesekiel erhielt durch eine ausgestreckte Hand eine Buchrolle, welche mit Totenklageliedern voll geschrieben war, über Personen, die nach Gottes Urteil den Tod verdienten! Die Rolle war auf beiden Seiten beschrieben! Hesekiel musste die Rolle essen und sie erschien ihm einerseits süss wie Honig. Daraufhin musste er Israel als deren Wächter vor Kommendem warnen. Sein eigenes Leben hing davon ab, ob er andere warnen würde: (Hes 2:9-3:3)

 

*** Rbi8  Hesekiel 3:17-21 ***

17Menschensohn, zu einem Wächter habe ich dich für das Haus Israel gemacht, und du sollst [die] Rede aus meinem Mund hören, und du sollst sie von mir aus warnen. 18 Wenn ich zu einem Bösen spreche: ‚Du wirst ganz bestimmt sterben‘, und du warnst ihn tatsächlich nicht und redest nicht, um den Bösen vor seinem bösen Weg zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er, da er böse ist, in seiner Vergehung sterben, aber sein Blut werde ich von deiner eigenen Hand zurückfordern. 19 Was aber dich betrifft, falls du einen Bösen gewarnt hast und er tatsächlich nicht umkehrt von seiner Bosheit und von seinem bösen Weg, so wird er selbst wegen seiner Vergehung sterben; doch was dich betrifft, du wirst deine eigene Seele befreit haben. 20 Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit abwendet und tatsächlich unrecht tut und ich dann einen Anstoß zum Straucheln vor ihn hinlege, wird er selbst sterben, weil du ihn nicht warntest. Wegen seiner Sünde wird er sterben, und seiner gerechten Taten, die er tat, wird nicht gedacht werden, aber sein Blut werde ich von deiner eigenen Hand zurückfordern. 21 Und was dich betrifft, falls du einen Gerechten gewarnt hast, damit der Gerechte nicht sündige, und er seinerseits tatsächlich nicht sündigt, wird er ganz bestimmt weiterhin leben, weil er gewarnt worden war, und du selbst wirst deine eigene Seele befreit haben.“

 

Hesekiels Warnung sollte den Schlechten dazu bewegen umzukehren, den guten dazu verleiten den rechten Weg nicht zu verlassen! Wer nicht hören würde, den sollte das Urteil der Vernichtung ereilen! Hesekiel spricht deutlich von Gottes Gerichtstag! Jeder Gerichtstag Gottes beinhaltet ein Urteil und eine Strafvollstreckung!

 

(Vergleiche Zeitband: Göttliche Gerichtstage seit Adam bis Ende des Milleniums)

 

Der Apostel Johannes muss in der Offenbarung ebenfalls eine kleine Buchrolle essen. Die Donner eines Gerichtes sind zu hören. Er darf aber die Urteilssprüche nicht aufzeichnen, so dass sie geheim bleiben! Die Namen der Verurteilten sind somit noch nicht bekannt! Daraufhin misst Johannes den Tempel, den Altar, die Opfer und die Anbetenden aus und zwei Zeugen beginnen zu prophezeien. Wiederum ist es Strafankündigung und ein kommendes Gericht, diesmal uns betreffend! Wiederum muss gewarnt werden! (Off 10:4-11)

 

In der Buchrolle die Hesekiel erhielt waren bestimmt die Namen der Verurteilten und die Urteilsbegründung für den zweiten Tod in der Gehenna, dem Feuersee aufgezeichnet! Jene Menschen also, die aus der Buchrolle des Lebens, die mit der Auferstehung der Gerechten im Zusammenhang steht, ausgelöscht worden sind! Ihnen steht am Ende des Milleniums nur eine Auferstehung zur „Schmach und zur Abscheu auf unabsehbare Zeit“, zur Vernichtung im Feuersee bevor. (Da 12:1, 2; Off 20:14, 15)

 

*** Rbi8  Hesekiel 2:9-10 ***

9 Und ich sah dann, und siehe, da war eine Hand ausgestreckt nach mir, und siehe, darin war eine Buchrolle. 10 Und er breitete sie allmählich vor mir aus, und sie war auf der Vorderseite und auf der Rückseite beschrieben; und es waren Totenklagelieder und Jammer und Wehklage darin geschrieben.

 

Da über jene, die darin verzeichnet sind, Totenklagelieder, Jammer und Wehklage erhoben werden, ist es offensichtlich eine Aufzeichnung von Gottes Todesurteil! Auch der Prophet Jeremia schrieb zur selben Zeit wie Hesekiel eine Bestätigung, dass Jehova keinen straffrei ausgehen lassen würde! Er sagte deutlich: „Ihr werdet ganz bestimmt trinken!“

 

*** Rbi8  Jeremia 25:28-29 ***

28 ... ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Ihr werdet ganz bestimmt trinken. 29 Denn siehe, über die Stadt, über der mein Name genannt wird, fange ich an, Unglück zu bringen, und ihr selbst solltet irgendwie straffrei ausgehen?“ ‘

,Ihr werdet nicht straffrei ausgehen, denn da ist ein Schwert, das ich gegen alle Bewohner der Erde rufe‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen.  

 

Das Gericht sollte bei Jerusalem und beim Tempel beginnen! Für die Endzeit sagte Petrus dasselbe vorher, das bedeutet, dass vorab die Geistlichkeit der Christenheit, die doch das innerste des geistigen Tempels versinnbildlichen, ihr Urteil und ihre Plagen empfangen. Johannes erwähnt zu Beginn des „Tages des Herrn“ jene „zwei Zeugen“, die vor dem Herrn der ganzen Erde stehen und die nach ihrer Tötung durch das „wilde Tier“ aus dem Abgrund (Anglo-Amerika) nach dreieinhalb Tagen wiederum zum Leben kommen. In jenem Augenblick ereignet sich ein grosses (geistiges) Erdbeben, jener dritte Teil Babylons wird erschüttert, die Führer der Christenheit, wo siebentausend Personen oder ein Zehntel der Stadt „Sodom und Ägypten“ getötet werden! (Off 11:8, 13)

 

Auch der Prophet Sacharja spricht von einer Buchrolle, die er im Auftrag Jehovas essen musste und in seinem Mund süss aber in seinem Bauch bitter wurde! Wir erfahren weitere wichtige Details. Wiederum steht es im Zusammenhang mit „zwei Gesalbten“, die „neben dem Herrn der ganzen Erde stehen“:

 

*** Rbi8  Sacharja 4:14 - 5:4 ***

14 Daher sprach er: „Dies sind die zwei Gesalbten, die neben dem Herrn der ganzen Erde stehen.“

5 Dann erhob ich meine Augen wieder und sah; und siehe, eine fliegende Buchrolle. 2 Und er sagte zu mir: „Was siehst du?

Darauf sprach ich: „Ich sehe eine fliegende Buchrolle, deren Länge zwanzig Ellen ist und deren Breite zehn Ellen ist.“

3 Dann sagte er zu mir: „Dies ist der Fluch, der über die Oberfläche der ganzen Erde ausgeht, denn jeder, der stiehlt, ist gemäß dem, [was] auf dieser Seite [steht], straflos ausgegangen, und jeder, der einen Eidschwur leistet, ist gemäß dem, [was] auf jener Seite [steht], straflos ausgegangen. 4 ‚Ich habe ihn ausgehen lassen‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und er soll in das Haus des Diebes und in das Haus dessen hineingehen, der in meinem Namen falsch schwört; und er soll inmitten seines Hauses verweilen und es und sein Holzwerk und seine Steine vernichten.‘ “

 

Gottes Fluch gegen die ganze erde ist in einer weiteren Buchrolle verzeichnet! Ganz offensichtlich kommen jene, die bisher straffrei ausgegangen sind nicht endgültig straffrei weg! Der Rächer Jehovas muss auch dort seine Arbeit verrichten und nun den Besitz jener Vernichten, die zuvor vereidigte Bündnisse brachen und andere bestohlen haben! Zwei Vergehen werden hier somit getrennt erwähnt: Gegen die falsch Schwörenden, jene die einen Bund brechen, sowie gegen jeden Dieb, der bisher straflos ausgegangen ist!

 

11.3.4.2     Jehovas Kompensation von bisherigen Verlusten während der Tausendjahrherrschaft

Andererseits wurde durch Jesus vorhergesagt, dass jene die Verluste zu erleiden mussten nun Kompensation erhalten würden. In dieser Beziehung sind auch jene Verluste zu sehen, welche der gerechte Hiob  erlitten hatte und die Gott ihm nach der Befreiung aus Satans Hand grosszügig wiedergab: Sachwerte, Diener, Freunde, Familienangehörige und Kinder!

 

*** Rbi8  Hiob 42:10-15 ***

10 Und Jehova selbst wandte den Zustand des Gefangenseins Hiobs, als er zugunsten seiner Gefährten betete, und Jehova begann außerdem, Hiob all das in doppeltem Maße zu geben, was er gehabt hatte. 11 Und fortgesetzt kamen alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten, zu ihm, und sie begannen, mit ihm Brot zu essen in seinem Haus und ihm Mitgefühl zu bekunden und ihn zu trösten über all das Unglück, das Jehova über ihn hatte kommen lassen; und sie gaben ihm dann ein jeder ein Geldstück und ein jeder einen goldenen Ring.

12 Was Jehova betrifft, er segnete das Ende Hiobs danach mehr als seinen Anfang, so daß er schließlich vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Gespanne Rinder und tausend Eselinnen hatte. 13 Auch hatte er dann sieben Söhne und drei Töchter. 14 Und er gab der ersten den Namen Jemima und der zweiten den Namen Kezia und der dritten den Namen Keren-Happuch. 15 Und es fanden sich keine so schönen Frauen wie Hiobs Töchter im ganzen Land, und ihr Vater gab ihnen dann ein Erbe inmitten ihrer Brüder.

 

Die früheren Bekannten, welche sich in Hiobs Not von ihm getrennt hatten weil sie glaubten, dass Gott ihn bestraft hätte kamen nun zu ihm zurück, darunter die engsten Familienmitglieder wie Brüder und Schwestern. Ganz offensichtlich fühlten sie sich schuldig und gaben ihm von ihrem Besitz etwas Wertvolles ab! Auch vermehrte sich Hiobs Habe schnell wieder und selbst seine Frau, die ihn aufgefordert hatte Gott zu fluchen kam offensichtlich zu ihm zurück und gebar ihm zehn weitere Kinder!

 

Jesus versprach ebenfalls Kompensation für Dinge, welche Christen in diesem System zurücklassen um Jesus nachzufolgen. Dies kann wie bei den Apostel sein, dass sie ihre Arbeit, ihr Erbe und ihre Geschäfte verliessen, um Jesus zu dienen. Es wird aber ebenso jene betreffen, die aufgrund ihrer Treue zu Jesus geliebte Menschen und persönliche Habe verloren haben!

 

*** Rbi8  Matthäus 19:29 ***

Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

 

Jesus verspricht über das hinaus, was Hiob von Gott erhielt, jedem zudem ewiges Leben, etwas weit wertvolleres! Auch der treue Hiob wird auferstehen und die Erfüllung dessen sehen, was er in Unwissenheit durch den jungen Elihu hörte (Hi 33:28, 30)

 

*** Rbi8  Hiob 33:24 ***

24 Dann erweist er ihm Gunst und spricht:

,Erlaß es ihm, in die Grube hinabzufahren!

Ich habe ein Lösegeld gefunden!

 

Er wird vom Lösegeld Jesu erfahren, die den adamschen Tod auslöschen wird! Bereits zuvor hatte Hiob die Frage gestellt, ob ein Toter wiederum zum Leben zurückkehren könne?

 

*** Rbi8  Hiob 14:14-15 ***

14 Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben?

Alle Tage meiner Fronarbeit werde ich warten,

Bis meine Ablösung kommt.

15 Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten.

Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen.

 

Während des Tausendjahrherrschaft Jesu wird niemand mehr den Adamschen Tod sterben, weil Jesus selbst ja das Lösegeld bezahlt hat! Auch die Auferstandenen, die Gerechten werden frohlocken, weil Gott jede Träne von ihren Augen abwischen wird! Jehova wird sich nach dem Werk seiner Hände sehnen und durch Jesus die Toten aus den Grabstätten rufen! (Joh 5:25, 26)

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-4 ***

21 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.

 

Die Ungerechtigkeit dieses Systems mit ihrem Leiden wird ihr Ende finden! Gerechtigkeit wird auf der ganzen Erde zu herrschen beginnen

 

11.3.4.3     Die Wichtigkeit Sünden anderer uns gegenüber bereitwillig zu vergeben

Anhand einer Veranschaulichung zeigte Jesus die Wichtigkeit des Vergebens gegenüber unserem Nächsten der gegen uns gefehlt haben mag! Er zeigt dabei den Zusammenhang zum Königreich und zur Grosszügigkeit, mit welcher er selbst unsere Schulden Gott gegenüber begleicht!

 

*** Rbi8  Matthäus 18:23-35 ***

23 Darum ist das Königreich der Himmel einem Menschen, einem König, gleich geworden, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte. 24 Als er mit der Abrechnung anfing, wurde ein Mann hereingebracht, der ihm zehntausend Talente [= 60 000 000 Denare [= heute ca. 45 Millionen USD]] schuldete. 25 Weil er aber nicht die Mittel hatte, [es] zurückzuzahlen, befahl sein Herr, daß er und seine Frau und seine Kinder und alle seine Habe verkauft werden und Zahlung erfolgen sollte. 26 Deshalb fiel der Sklave nieder und begann ihm zu huldigen, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will dir alles zurückzahlen.27 Darüber von Mitleid bewegt, ließ der Herr dieses Sklaven ihn gehen und tilgte seine Schuld. 28 Dieser Sklave jedoch ging hinaus und fand einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denare schuldete; und er packte ihn und begann ihn zu würgen, indem er sagte: ‚Zahl zurück, was du [mir] schuldest.‘ 29 Deshalb fiel sein Mitsklave nieder und begann ihn inständig zu bitten, indem er sprach: ‚Hab Geduld mit mir, und ich will [es] dir zurückzahlen.‘ 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er das, was er [ihm] schuldete, zurückzahle. 31 Als nun seine Mitsklaven sahen, was geschehen war, wurden sie tief betrübt, und sie gingen hin und machten ihrem Herrn alles klar, was geschehen war. 32 Darauf rief ihn sein Herr zu sich und sagte zu ihm: ‚Böser Sklave, ich habe deine ganze Schuld getilgt, als du mich inständig batest. 33 Hättest nicht auch du gegen deinen Mitsklaven barmherzig sein sollen, wie auch ich gegen dich barmherzig war?34 Und erzürnt überlieferte ihn sein Herr den Gefängniswärtern, bis er alles, was er [ihm] schuldete, zurückzahle. 35 In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt.

 

Die Strafe für jenen Schuldner wäre laut Gesetz Mose die Versklavung der gesamten Familie gewesen. Offenbar schaut Jehova die Familie als eine wirtschaftliche Einheit an! Eine Frau konnte sich somit nicht wie heute einfach durch Scheidung aus der Mitverantwortung ziehen! Die gesamte Habe musste zudem verkauft werden, um an die Schuldtilgung einen Beitrag zu leisten! Bestimmt muss im erwähnten Gefängnis Arbeit geleistet werden, die zur Abzahlung der Schuld verwendet wird!

 

Aufgrund der inständigen Bitte des Schuldners und der Beteuerung alles zurückzuzahlen, hatte jener Leiher erbarmen und erliess dem Gläubiger seine Schuld! Mit unserem Versprechen bei der Taufe, Jesu Sklave zu sein und uns Jesu Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zu unterordnen, mögen uns frühere hohe Schulden vergeben worden sein. Allerdings nahmen wir dadurch eine Pflicht auf uns, die es nun auch zu erfüllen gilt!

 

Da jener Schuldner trotz des Schuldenerlasses seinerseits nicht bereit war einem kleinen Schuldner Zeit einzuräumen oder gar ebenso die Schuld zu erlassen, nahm der Herr erbost seinen Schuldenerlass zurück und übergab ihn der gerechten Strafe gemäss dem Recht! Jesu Schlussfolgerung zeigt uns die Wichtigkeit jenen, die wirklich bereuen, grosszügig Vergebung zu gewähren! „In gleicher Weise wird mein himmlischer Vater auch mit euch verfahren, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder aus eurem Herzen heraus vergebt.“  Wer seinem Bruder nicht vergibt, der aufrichtig bereut hat und Anstrengungen unternimmt seinen Fehler auszugleichen, der darf selbst nicht mit Gottes Vergebung rechnen!

 

11.3.4.4     Die kollektive Schuld der Versammlung und die Schuld von Vorstehern

Die Schreiben, die Johannes an jeden der sieben Vorsteher der Versammlungen Kleinasiens in der Offenbarung senden musste zeigt ein bestimmtes Muster an, wie Jesus Versammlungsangelegenheiten betrachtet und behandelt. Jesus lobt eines jeden Verwaltertätigkeit wo er etwas Gutes findet und andererseits zeigt er aufbauende Kritik an Dingen, die richtiggestellt werden müssen! Es wird aber aus den sieben Schreiben deutlich, dass der Vorsteher für seine Verwaltertätigkeit zur Rechenschaft gezogen wird!

 

(Vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Offenbarung)

 

Was für Versammlungsvorsteher gilt, das ist auch beim Familienhaupt weitgehend anwendbar! Beide Gruppen müssen sich als rein erweisen! Um von Jesus am Gerichtstag als annehmbar eingestuft zu werden müssen Dinge die im Argen liegen korrigiert werden!

 

Johannes muss dem Vorsteher der Versammlung in Pergamon schreiben, der einiges an Sauerteig in seiner Gruppe duldet, das laut Gesetz Bestrafung nach sich zieht! Jesus macht ihn offensichtlich mitverantwortlich!

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:16 ***

Wenn du es nicht tust, komme ich eilends zu dir, und ich will mit dem langen Schwert meines Mundes Krieg mit ihnen führen.

 

Jesus räumt nur sehr beschränkte Zeit ein um Missstände zu korrigieren! Wer nicht auf Jesus hört wird mit dem Schwert des Urteilsspruches aus Jesu Mund konfrontiert werden!

 

Es mag in Verlauf der Zeit bei einigen Vorstehern zu einer gewissen Ermüdung gekommen sein und gute Taten die sie früher vollbrachten, solche mögen inzwischen vernachlässigt werden! Wie nachstehend im Falle der Versammlung Ephesus muss deren „Engel“ oder Bote zu seiner früheren Handlungsweise zurückkehren!

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:5 ***

5 Daher erinnere dich an das, wovon du abgefallen bist, und bereue und vollbringe die früheren Taten. Wenn du [das] nicht tust, so komme ich zu dir, und ich will deinen Leuchter von seiner Stelle rücken, es sei denn, du bereust.

 

Jener Vorsteher muss bereuen und dies durch Werke demonstrieren! Sollte er dies nicht tun, so würde die Versammlung von ihm entfernt werden. Die sieben Leuchter bedeuten ja die sieben Versammlung inmitten derer Jesus steht! Wenn er aber bereut und das tut, was Jesus fordert, wird er vom Baum des Lebens im Paradies Gottes essen!

 

In einer seiner Veranschaulichungen zeigte Jesus treue Sklaven die mit dem ihnen übergebenen Gut Geschäfte für ihren Herrn betrieben hatten und dessen Talente vermehrt hatten! Ein anderer aber hatte sein Talent versteckt und um nichts vermehrt! Achten wir auf die ausredenden Worte die jener gebrauchte, als er vom Herrn zur Offenlegung seiner Verwaltung gebeten wurde:

 

*** Rbi8  Matthäus 25:24-30 ***

24 Schließlich trat der herzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sagte: ‚Herr, ich wußte, daß du ein strenger Mann bist und erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht geworfelt hast. 25 Da fürchtete ich mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Hier hast du das Deine.‘ 26 In Erwiderung sprach sein Herr zu ihm: ‚[Du] böser und träger Sklave! Du wußtest also, daß ich erntete, wo ich nicht säte, und sammelte, wo ich nicht worfelte? 27 Nun, so hättest du mein Silbergeld bei den Bankleuten anlegen sollen, und bei meiner Ankunft hätte ich das Meine mit Zins erhalten.

28 Deshalb nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat. 29 Denn jedem, der hat, wird mehr gegeben werden, und er wird in Fülle haben; dem aber, der nicht hat, wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. 30 Und den unnützen Sklaven werft hinaus in die Finsternis draußen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.‘

 

Jesus erwartet zumindest den Zins für das Seine! Wie alle sind aufgefordert Jesu Gut zu vermehren, zum Gedeihen seines Königreiches beizutragen! Die Versammlungen sollten frei von Anklage sein und in ihrem Umfang zunehmen! Wo jemand seine anvertrauten Talente nicht mehrt ist er in Gefahr alles zu verlieren! Ein anderer, der die Verwaltung mit Erfolg ausübt wird nun das wenige das er hat empfangen. Er aber verliert alles!

 

 

11.3.5      Sünden die getilgt werden und solche, für die es keine Vergebung gibt

 

11.3.5.1     Priester, die Schlachtopfer für Sünden darbringen müssen

Wir Menschen neigen aus Schwäche unseres Fleisches dazu Gottes Gebote zu übertreten. Wenn wir uns genau beobachten erkennen wir an uns Tendenzen, die wir lieber nicht sehen möchten! Das Fleisch ist schwach und neigt zur Übertretung von Grenzen, die Gott zu unseren Gunsten festgelegt hat, weil entweder Rechte von Mitmenschen oder Rechte Gottes verletzt würden!

 

(Vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

Jehova hatte über Israel Priester gesetzt und ihnen den Hohepriester zur Wahrung dieser Trennlinien zwischen Gut und Böse gegeben, zwischen Leben und Tod! Der Hohepriester musste jährlich am Sühnetag für eine Wiedergutmachung sorgen, damit sich der geistige Kehricht in Israel nicht aufhäufen konnte!

 

*** Rbi8  Hebräer 5:1-3 ***

5 Denn jeder aus den Menschen genommene Hohepriester wird zugunsten der Menschen über die Dinge gesetzt, die Gott betreffen, damit er Gaben und Schlachtopfer für Sünden darbringe. 2 Er ist imstande, mit den Unwissenden und Irrenden maßvoll zu verfahren, da auch er von seiner eigenen Schwachheit umgeben ist, 3 und ihretwegen ist er verpflichtet, sowohl für sich selbst wie für das Volk Opfergaben für Sünden darzubringen.

 

Dennoch war es den Priestern Israels nicht gegeben Sünden vollkommen auszutilgen! Dafür war mehr notwendig und dies war nur Gottes Abgesandter aus dem Himmel imstande, sein Sohn Jesus! Eine vollkommene Löschung früherer Sünden musste eintreten, um ein neues Volk für Jehova herauszubilden, das für ihn annehmbar wäre weil es rein ist!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:11-13 ***

11 Auch nimmt jeder Priester Tag für Tag seinen Standort ein, um öffentlichen Dienst zu verrichten und die gleichen Schlachtopfer oftmals darzubringen, da diese niemals Sünden vollständig wegnehmen können. 12 Dieser aber hat für immer ein einziges Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich zur Rechten Gottes gesetzt, 13 fortan wartend, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt würden.

 

Jesu Tod erbrachte das wahre und annehmbare Schlachtopfer, das unsere Sünden zuzudecken in der Lage war! Dieses einzige Schlachtopfer aber musste von nun an durch Christen als das anerkannt werden, was es wirklich war: Eine unverdiente Güte gegenüber unseren Fehlern, für die wir selbst eigentlich den Tod verdient hätten!

 

Bis zum Tag, wo Jehova Jesus seine Feinde als Schemel unter seine Füsse legte [B1] musste Jesus geduldig an Gottes Seite warten und selbst sehen, was aus seinen Lehren und aus seinen Nachfolgern werden würde! Er selbst stellte die herausfordernde Frage:

 

*** Rbi8  Lukas 18:8 ***

Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?

 

Jesus sagte immer wieder, dass er zurückkommen werde, dass es lange dauern würde, und dass seine Getreuen auf ihn warten müssten. Würden sie aber wirklich auf sein Wort und das der Apostel achten oder wiederum wie Moses und Josua schon gewarnt hatten davon abweichen und sich erneut andere Götter aufhäufen? Wer die Christenheit von einem aussenstehenden Standpunkt her betrachtet wird schnell zum Schluss gelangen, dass die allergrösste Mehrheit wiederum blinden Leitern nachfolgt und sich Götzen aufgehäuft haben die kurz davor sind beide in dieselbe Grube zu fallen die für sie am Gerichtstag geöffnet wird!

 

Mit der Taufe werden Christen geheiligt und ein für allemal vollkommen gemacht! Ebenso wie Adam und Eva haben sie auch nachher den freien Willen sich einen anderen Herrn als ihren Gott zu erwählen und diesem mehr Gehör zu schenken, wie Jehova und seinem Gesandten Jesus! Wir können unsere Vollkommenheit somit aufs Spiel setzen und auch endgültig verlieren!

 

Den Hebräerchristen zeigt Paulus, dass Christen durch das Schlachtopfer Jesu vollkommen gemacht werden, indem ihrer Sünden seitens Gottes nicht gedacht wird! Jehova erteilt eine vollkommene Vergebung die keinerlei weiteres Opfer mehr notwendig macht!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:14-18 ***

14 Denn er hat durch ein einziges [Schlacht]opfer die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. 15 Überdies gibt uns auch der heilige Geist Zeugnis, denn nachdem er gesagt hat: 16 „ ,Dies ist der Bund, den ich in bezug auf sie schließen werde nach jenen Tagen‘, spricht Jehova: ‚Ich will meine Gesetze in ihr Herz legen, und ich werde sie in ihren Sinn schreiben‘ “, 17 [sagt er danach:] „Und ihrer Sünden und ihrer gesetzlosen Taten werde ich keinesfalls mehr gedenken.“ 18 Wo es nun eine Vergebung derselben gibt, da ist keine Opfergabe mehr für Sünde.

 

Jehova selbst schreibt sein Gebot in unsere Herzen durch den heiligen Geist, der aus der Schrift zu uns spricht! Durch die Taufe hat Gott somit unser eigenes Sündenregister in der Buchrolle gelöscht! Da unsere Sünden gelöscht wurden ist auch keine weitere Opfergabe wie Jesus sie vollbrachte notwendig!

 

Diese Gabe des heiligen Geistes ist nicht zwangsläufig mit übernatürlichen Geschehnissen verbunden, wie dies im ersten Jahrhundert bei den Urchristen der Fall war, und dies auch nur zu Beginn der Ausbreitung der guten Botschaft! Pfingsten 33 u.Z., wo Flammenzungen wie Feuer sich auf einhundertzwanzig Personen niederliessen und jene in Fremdsprachen reden konnten, ohne diese gelernt zu haben, dienten dem Zweck der schnelleren Verbreitung der guten Botschaft! Religionen die heute von spektakulären Ereignissen im Zusammenhang mit heiligem Geist berichten kennen die Schriften nicht, die das Ende dieser Gaben wie z.B. Zungenreden im ersten Jahrhundert verkündeten. Solche Seelenfänger treiben eine verabscheuungswürdige Show mit der Leichtgläubigkeit und Beeinflussbarkeit von Menschen!  (Apg 2:1-4, 8; 1.Kor 12:29, 30)

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:8-13 ***

8 Die Liebe versagt nie. Seien es aber [Gaben des] Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden. 11 Als ich ein Unmündiger war, pflegte ich wie ein Unmündiger zu reden, wie ein Unmündiger zu denken, wie ein Unmündiger zu überlegen; nun aber, da ich ein Mann geworden bin, habe ich die [Merkmale] eines Unmündigen abgelegt. 12 Denn jetzt sehen wir mit Hilfe eines metallenen Spiegels in verschwommenen Umrissen, dann aber wird es von Angesicht zu Angesicht sein. Jetzt erkenne ich teilweise, dann aber werde ich genau erkennen, so wie ich genau erkannt worden bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

 

Wir sollen nicht wie geistig unmündige nach spektakulären Ereignissen suchen, die angeblich durch den heiligen Geist hervorgerufen werden, sondern unsere Erkenntnis schulen und uns in der Liebe üben, sie ist die grösste aller geistigen Gaben! Bedenken wir, dass die von Jesus aufgezählten grossen Zeichen der Endzeit ausschliesslich durch seinen Gegner Satan hervorgerufen werden, welcher die Ursache der grössten Drangsal aller Zeiten ist! Falsche Christusse („Gesalbte“) spielen dabei eine wichtige Rolle, um von Jesus als Führer und als Hirte der Schafe auf deren menschliche Organisationen hin abzulenken! Jesus selbst wird seine Schafe rufen und sie werden auf seine Stimme hören!

 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereint)

 

11.3.5.2     Wo kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrigbleibt

Jesu Schlachtopfer hat bei unserer Erwachsenentaufe unsere früheren Sünden zugedeckt, weil wir ehrlichen Herzens bereut haben und von unserem früheren Lauf abkehrten, der in Einklang mit diesem System war. Unabsichtliche Sünden und Schwächen unseres Fleisches fegen wir wie Sauerteig aus unserem geistigen Haus und benutzen Jehovas Vorkehrungen wie das Passah und den Sühnetag, um mit Gott wiederum in Harmonie zu gelangen und unsere Verbundenheit mit Jesus öffentlich in der Versammlung jeden Sabbat zu zeigen! Paulus warnt davor, dies aufzugeben und das um so weniger, als wir den Tag herannahen sehen! Sehen wir aber vor unserem geistigen Auge den Tag herannahen? Sind wir uns der Dringlichkeit der Zeit wirklich bewusst oder lassen wir uns vom System immer wieder aufs Neue gefangennehmen? Jakobus sagte deutlich, dass wenn wir aufgrund genauer Erkenntnis wissen, was gerecht ist und es nicht tun, dies uns Sünde ist! (Jak 4:17)

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

26 Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Gottes Gericht wurde in Jesu Hände gelegt. Jesus aber richtet so, wie er von Gott hört und Gott selbst ist Zeuge gegen die willentlichen Übertreter! Sie mögen lautstark erklären, dass sie ein reines Gewissen hätten. Nicht ihre Worte sind entscheidend, es sind ihre Taten! Das Halten jedes einzelne Gebotes Gottes ist für unser Überleben entscheidend, sie alle sind im Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe zusammengefasst, das wir in unparteiischer Liebe gegenüber unseren Nächsten fortführen sollen (Jak 2:8, 9).

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Wo wir die Nächstenliebe verletzten, wie dann, wenn wir das wöchentliche Zusammenkommen in der Versammlung aufgeben, beweisen wir eine verminderte Gottesfurcht und andere Übertretungen werden nicht fern sein!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:23-25 ***

23 Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

In der Versammlung werden wir zu vortrefflichen Werken ermuntert! Unsere öffentliche Erklärung für den Bund mit Gott haben wir in der Erwachsenentaufe vor Zeugen abgegeben!

 

11.3.5.3     Jehova selbst wird im Gericht gegen willentliche Sünder Zeuge sein!

Wer also willentlich Gottes Gebote übertritt hat einen Zeugen, dem die wahren Ursachen nicht verborgen sind!

 

*** Rbi8  Maleachi 3:5 ***

Und ich will mich euch nahen zum Gericht, und ich will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen diejenigen, die mit dem Lohn eines Lohnarbeiters, mit [der] Witwe und mit [dem] vaterlosen Knaben betrügerisch handeln, und diejenigen, die den ansässigen Fremdling wegweisen, wobei sie mich nicht gefürchtet haben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

 

Wenn Jesus ein einziges Schlachtopfer dargebracht hatte und dieses auf jeden von uns nur einmal, bei der Taufe Anwendung findet, dann sind wir taub und blind, wenn wir annehmen, dass wir weiterhin Sünde treiben könnten und auf Jesu Schlachtopfer vertrauen dürften, das alle weiteren Sünden zudecken soll! Israel vertraute auf die Schlachtopfer am Tempel und irrte sich! Jehova wollte Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer! Die geistig Befähigten sollten in Liebe solche Irrenden auf den Weg der zum Leben hinführt zurückführen (Mat 9:13).

 

Wer als Getaufter willentlich Sünde treibt macht sich zum Feind Gottes und sollte damit auch unser Feind sein. Wir können nicht jene lieben, die sich Gottes Hass bewusst zuziehen! Dies betrifft vorab Christen, die eine genaue Erkenntnis erreicht haben, diese aber zu Gunsten anderer Lehren oder aus Trägheit verworfen haben! (Ps 36:2; 81:15)

 

*** Rbi8  Psalm 139:21 ***

Hasse ich nicht die, die dich, o Jehova, aufs tiefste hassen,

Und empfinde ich nicht Ekel vor denen, die sich gegen dich auflehnen?

 

Wir können nicht an Gottes Seite sein und rein bleiben und gleichzeitig Freund von willentlichen Sündern bleiben! Wir würden ja unsere Erkenntnis dessen was Sünde ist verleugnen! Paulus ist in seiner Schlussfolgerung klar und deutlich: Die Strafe für einen Christen, der willentlich Gottes Gebot übertritt, bleibt die Todesstrafe am Tag von Gottes Rache! Unsere Feindesliebe aber wird uns dazu bewegen jenen Personen weiterhin zu zeigen, was in Gottes Augen und gemäss Jesu Geboten korrekt ist!

 

Lassen wir uns nicht durch schöne Worte aus geistlichen Hälsen verwirren! Paulus spricht deutlich im Zusammenhang vom Zusammenkommen am Sabbat, das einige aufgegeben hatten und damit dem Verletzen des vierten der zehn Gebote! (Apg 15:17-21; Heb 10:24, 25)

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Jesus zeigte, dass wer die Wahrheit kennt oder sie erkennen könnte und bewusst ablehnt und lästernd dagegen redet, die unverzeihliche Sünde wider den heiligen Geist begeht! Ganz klar und deutlich erklärt Jesus, dass es dafür niemals Vergebung gibt! Die Grenzlinie zwischen Leben und Tod wurde freiwillig überschritten. Da gibt es kein zurück mehr!

 

*** Rbi8  Markus 3:28-30 ***

28 Wahrlich, ich sage euch, daß den Söhnen der Menschen alles vergeben werden wird, was auch immer ihre Sünden und Lästerungen sein mögen, die sie lästernd begehen. 29 Wer immer aber gegen den heiligen Geist lästert, erlangt niemals Vergebung, sondern ist ewiger Sünde schuldig.“ 30 Dies, weil sie sagten: „Er hat einen unreinen Geist.“

 

Ganz eindeutig hatten die Pharisäer, Schriftgelehrten und selbst gewisse Verwandte Jesu diese Grenzlinie erreicht, wie uns der Apostel Markus uns in Kontext bekanntgibt! Sie alle hatten die grossartigen Wunder gesehen, welche Jesus gewirkt hatte und behaupteten trotzdem, Jesu habe einen unreinen Geist! Sie setzten damit Jehovas Kundgebung durch gute Taten mit dem Werk von Dämonen gleich, kannten aber die Schriften, welche solche Werke wie die Wunderheilungen deutlich mit dem vorhergesagten Messias verbinden und sie wussten, dass der Zeitpunkt für sein Erscheinen gekommen war! Als die Astrologen Herodes nach dem Geburtsort des Messias befragten kam ganz Jerusalem in Aufregung! Auch die Samaritaner erwarteten Jesus, wie dies die Frau am Brunnen von Sychar bestätigte, der sie dann über alles belehren würde. (Mat 2:1-6; Joh 4:25)

 

11.3.5.4     Nicht ein voreiliges Urteil fällen: Gott selbst wird die Verurteilung vornehmen!

Wer also gegen die göttlich offenbarte Wahrheit spricht und Gottes Taten die offensichtlich sind leugnet, der handelt wider den heiligen Geist und macht sich ewiger Sünde schuldig! Nicht wir sind es, die das schlussendliche Urteil fällen, es ist Jesus selbst, am Gerichtstag! Leicht können wir uns irren und jemandem falsche Beweggründe unterstellen, die nicht wirklich vorhanden sind, sondern die Unachtsamkeit oder Schwäche des Bruders oder der Schwester waren!

 

*** Rbi8  Lukas 6:37 ***

Hört überdies auf zu richten, und ihr werdet bestimmt nicht gerichtet werden; und hört auf zu verurteilen, und ihr werdet bestimmt nicht verurteilt werden.

 

Wir aber sollen uns hüten! Es ist besser den Kontakt mit Menschen zu meiden, die sich wirklich von Gott zurückziehen oder ihn lästern! Religionsführer, falsche Christusse, die uns andeuten, dass sie die Rettung hätten, solche zeigen deutliche Gefahren auf! Andere mögen uns auffordern: „Kommt hierher“ oder „Geht dorthin“, weil der Christus angeblich dort sein würde! „Geht ihnen nicht nach“, warnte Jesus! Deutlich gebietet er seinen Jüngern: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht an ihren Sünden teilhaben wollt und einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt!“ (Mat 24:3, 23, 24; Off 18:4, 5)

 

Der Apostel Johannes warnt Christen selbst für diese Art von Sünden zu beten! Jede andere Art von Sünden kann Vergebung erlangen, nicht aber die Sünde wider den heiligen Geist!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:16-17 ***

16 Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

 

Wir haben inzwischen sehr vieles gelernt, dass die Bibel sehr wohl Grenzen beim Vergeben kennt! Wir tun gut daran diese Grenzen zu erkennen und sie selbst niemals zu überschreiten!

 

Wer aber als Christ, der bereits genaue Erkenntnis erlangte, sich gegen die Wahrheit aus Gottes Wort wendet, um falsche Lehren zu verbreiten wie im Falle des Hymenäus, von dem wenden sich Älteste und Christen vollkommen weg! Er wird zur wirklichen Gefahr für die Versammlung! Johannes sagte, dass solche Personen ‚vorausdrängen’, weil sie Dinge lehren, die weder Jesus noch die Apostel gelehrt haben!

 

*** Rbi8  2. Johannes 9-11 ***

9 Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

 

Christen haben nicht mit Sektierern Anteil, die eindeutig Dinge lehren die Gottes Wort widersprechen, welche die klare und eindeutige Lehre des Christus und der Apostel aber nicht bringen! Dies steht in Verbindung mit Gesetzlosigkeit, Personen welche das halten der Gesetze leugnen, inklusive des vierten Gebots, jenes des Sabbats und der richterlichen Entscheidungen wie der Einhaltung der Festzeiten. Dann wurden die ‚Antichristen’ erwähnt, welche das Kommen Jesu im Fleische leugnen und ‚falschen Propheten’, die den Beginn des Königreiches Gottes und des „Tages des Herrn“ durch Berechnung festzusetzen versuchen und nicht auf jene Zeitzeichen absetzten, die Jesus nannte!

 

11.3.5.5     Sünden die Christen begehen mögen die Vergebung erlangen

Die Vorsteher jeder Versammlung haben eine wichtige Funktion in der Führung ihrer Schafe zu erfüllen, wie dies die Aufgabe des Stammes Levi unter dem mosaischen Gesetz oblag! Sie müssen die Grenzlinien klar erkennen, was in Gottes Augen Fehler sind die Vergebung erlangen und was Sünde wider den heiligen Geist ist! Jeder, der eine Sünde begangen haben mag, für die Gott Vergebung vorsieht, wird Gottes Vergebung erlangen können, wenn er die Schritte erbringt, welche zur Reue gehören!

 

*** Rbi8  Jakobus 5:13-15 ***

13 Erleidet jemand unter euch Ungemach? Er verharre im Gebet. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen. 14 Ist jemand unter euch [[in geistigem Sinne]] krank? Er rufe die älteren Männer der Versammlung zu [sich], und sie mögen über ihm beten und [ihn] im Namen Jehovas mit Öl einreiben. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem sich nicht wohl Fühlenden zum Heil sein, und Jehova [[der Herr (Jesus)]] wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden.

 

Christliche Älteste sind es, die mit solchen Personen das Gespräch suchen und durch Gebet des Glaubens Gottes Hilfe und Anleitung erhalten! Das Öl, vom dem Jakobus hier spricht, ist nicht ein geheiligtes Salböl mit Wunderwirkung, sondern ein geistiges Öl von heilenden Worten, die offene, seelische Wunden zu heilen vermögen, tröstende Worte aus Gottes Wort, die Jehovas Barmherzigkeit in den Vordergrund stellen und dem geistig Kranken Erleichterung verschaffen!

 

11.3.5.6     Wem droht die Gehenna? Wer aus dem Buch der Lebenden ausgetilgt wird!

Viele Religionsführer machen einen weiten Bogen um das Thema, was zu den unauslöschlichen Sünden gehört oder setzen eine Liste fest, welche die Bibel selbst nicht kennt! Allzuoft müssen Religionsführer und Priester beim Studium des Themas erkennen, dass sie selbst viele der von Jehova aufgeführten Dinge selbst begehen oder ihre Kirchen diese über Jahrhunderte hinweg gefördert hatte oder solches stets zu vertuschen wusste! Wen wundert es, dass sie das Thema tabuisieren oder uns die Augen mit Sand zu füllen versuchen?

 

Wir möchten aber Gottes Wort von religiösen Vorurteilen unabhängig befragen, um klare und deutliche Antworten zu erhalten, auch dann, wenn diese unangenehme Wahrheit und eigene frühere Fehler ans Licht bringen! Jehova selbst kennt Fälle von Starrsinn des Herzens, wo Er zu vergeben nicht bereit ist und den Fluch, den er auf Sünder hin äusserte, in der ganzen Härte zur Anwendung bringen wird!

 

*** Rbi8  5. Mose 29:19-20 ***

19 Und es soll geschehen, wenn jemand die Worte dieses Eides gehört hat, und er hat sich in seinem Herzen gesegnet, indem [er] spricht: ‚Ich werde Frieden erlangen, auch wenn ich im Starrsinn meines Herzens wandle‘, mit der Absicht, den Gutbewässerten samt den Durstigen wegzuraffen, 20 daß Jehova nicht gewillt sein wird, ihm zu vergeben, sondern dann wird Jehovas Zorn und sein glühender Eifer gegen jenen Mann rauchen, und der ganze Fluch, der in diesem Buch geschrieben ist, wird sich bestimmt auf ihn niederlassen, und Jehova wird seinen Namen tatsächlich unter den Himmeln austilgen.

 

Wie die Juden zu Beginn am Berg Horeb im Sinai und später am Berg Hor an der Grenze zu Kanaan gegenüber Jehova einen Eid als Volk schworen, so ist die Taufe des Christen ein individuelles Gelübde gegenüber Gottes Wort, seinem heiligen Geist der Wahrheit, der aus den Schriften spricht, sowie gegenüber Jehova als unserem Schöpfer und gegenüber Jesus, als unserem König! Wir können nicht auf das eine schwören und später im Starrsinn unseres Herzens am Gegenteil festhalten! Wir machen uns sonst zu Lügnern und Eidbrüchigen!

 

 

11.3.6      Ein göttlicher Fluch, der Plagen bringt und in ewiger Vernichtung endet!

 

11.3.6.1     Wem gilt der Fluch des mosaischen Bundes am Berg Hor und wer ist davon befreit?

Obwohl Christen nicht mehr unter dem Fluch jenes Eides am Berg Hor stehen, der ja durch Christus ein Ende fand, indem er selbst für jene die Glauben an ihn ausüben zu einem Fluch für sie wurde (Gal 3:1, 7-9).

 

*** Rbi8  Galater 3:12-14 ***

12 Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern „wer sie tut, wird durch sie leben“. 13 Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.“ 14 So sollte der Segen Abrahams durch Jesus Christus für die Nationen kommen, damit wir den verheißenen Geist durch unseren Glauben empfangen könnten.

 

Es sind aber doch dieselben Plagen jenes Fluches, die auch in der Offenbarung auf jene fallen, die Gottes Wort missachten und dem Fleisch und dessen Begierden nachgehen und Jesus dadurch mit Füssen treten! Verbleiben im Glauben befreit vom Fluch, davon abzuweichen bringt den Fluch zurück! Glaube ohne Werke ist tot! (Gal 3:13; 2.Pe 2:9-22)

 

Ein wichtiger Aspekt ist Gottes Forderung nach ausschliesslicher Ergebenheit! Dies steht von Anfang an auf Kriegsfuss mit menschlichem Organisationstalent, das Hierarchien schafft, die von Beginn an dazu neigen sich über Gott, Jesus und die Apostel zu erheben! Was Israel seit den Tagen Mose immer wieder zur Stolperfalle wurde, weil sich Menschen über andere erhoben, das sollte mit den christlichen Religionen zu einer wahren Plage werden! Die Religionsführer versuchen sich gegenseitig darin zu übertrumpfen an der Stelle Jesu und der Apostel die Macht über ihre Untertanen auszuüben! Sie sind die Wölfe im Schafspelz, vor denen Jesus deutlich gewarnt hatte!

 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

All zu leicht vergessen jene Kirchenführer die warnenden Worte, die Josua an die Israeliten richtete, nachdem sie das Land Kanaan erobert hatten und die Stämme ihre Gebiete eingenommen hatten und das Land verteilt worden war:

 

*** Rbi8  Josua 24:19-20 ***

19 Dann sagte Josua zum Volk: „Ihr vermögt Jehova nicht zu dienen, denn er ist ein heiliger Gott; er ist ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert. Er wird eure Auflehnung und eure Sünden nicht verzeihen. 20 Falls ihr Jehova verlassen solltet und ihr tatsächlich fremdländischen Göttern dient, wird er sich auch bestimmt abwenden und euch Übles tun und euch ausrotten, nachdem er euch Gutes getan hat.“

 

Die fremdländischen Götter, welchen Israel nachfolgen würde, diese waren stets durch Menschen in Priesterkleidern vertreten! Aus den eigenen Reihen waren es Männer und auch Frauen, welche andere Lehren einführten und so das Volk von Jehova abspenstig machten, um sich selbst an die Spitze zu stellen!

 

Gott aber erwartet von seinem Volk seit Anfang, dass es seinen Verstand schärft, um sein Wort zu verstehen! Israel weigerte sich immer wieder ein genaues Verständnis zu erlangen und häufte sich eigene Lehrer auf, die Übertretung guthiessen und Menschengebote an die Stelle von Gottes Gebot setzten. Jesaja warnte im achten Jahrhundert v.u.Z. Jehovas Worte wiedergebend die Feststellung:

 

*** Rbi8  Jesaja 27:11 ***

Denn es ist kein Volk von scharfem Verständnis. Darum wird ihm sein Erschaffer keine Barmherzigkeit erweisen, und sein eigener Bildner wird ihm keine Gunst erweisen.

 

Jehova konnte darüber nicht hinwegsehen und kündigte, sowohl durch Jesaja wie auch durch Hosea an, dass er jenes Volk, das er selbst gebildet hatte schlussendlich verwerfen werde! Im Jahre 70 u.Z. wurde Jerusalem zerstört und es sollte sich bis zum Ende der Zeiten der Nationen nicht wieder erholen können! Seither anerkennt er keine Gruppe als „sein Volk“, sondern bestimmt sich erst am Gerichtstag, wer „mein Volk“ sein wird! Jerusalem würde von den Nationen niedergetreten werden bis die wirkliche Befreiung durch „Spross“, Jesus, am Tag der letzten Schlacht in Harmagedon kommen wird! (Hos 1:6, 7; 2:23)

 

(Vergleiche Grafik: Hosea II: Grundschema zu Hoseas Prophezeiungen)

 

Prüft Gott wirklich den Verstand jedes Einzelnen seines Volkes? Eigentlich braucht uns dies nicht zu wundern, denn auch wir halten in unseren Schulen regelmässig Prüfungen ab, um die auszusondern, welche die Lektion nicht lernen wollen! Wer immer wieder durch Unkenntnis oder falsche Schlussfolgerungen aufgefallen ist, der wird die Schule verlassen müssen!

 

*** Rbi8  Jesaja 26:9-10 ***

9 Mit meiner Seele habe ich dich in der Nacht begehrt; ja mit meinem Geist in mir suche ich dich unablässig; denn wenn es für die Erde Gerichte von dir gibt, werden die Bewohner des ertragfähigen Landes bestimmt Gerechtigkeit lernen. 10 Auch wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.

 

Jehova zu verlassen bedeutet einem anderen Gott anzuhängen und dadurch geistigen Ehebruch zu begehen! Sie erkennen wahrlich Gottes Hoheit nicht und verachten sein Gericht! Selbst wenn ihnen gewährt würde ins neue System zu gelangen, so würden sie Jehovas Hoheit dennoch nicht anerkennen!

 

11.3.6.2     Die geistige Hurerei mit hat die „Gehenna“, ewige Vernichtung  zur Folge!

Die Frucht der Hurerei war schon seit je unerwünscht: uneheliche Kinder! Kanaan kannte gar die Tempelprostitution und die Kinder wurden in Mengen dem Molech im Feuer geopfert. Später waren es Könige wie Ahas und Manasse, welche diese Schändlichkeit in Israel einrichteten und das Tophet im Tal Hinnom ( hebr. translit.: Ge-Hinnom = Tal Hinnom = „Gehenna“)  bauten, um ihre Kinder für Molech durchs Feuer gehen zu lassen. So grausam uns dies erscheinen mag, wir haben eine noch grausamere Form gefunden, indem ungeborenes Leben auf vielfältige Art und Weise bereits im Mutterleib abgetrieben wird! Jehova hat seine Ansicht zum Thema Abgang von Kindern durch Gewalteinwirkung nicht geändert!

 

*** Rbi8  2. Mose 21:22-25 ***

22 Und falls Männer miteinander raufen sollten und sie eine Schwangere tatsächlich verletzen und ihre Kinder wirklich abgehen, aber es entsteht kein tödlicher Unfall, so soll ihm unbedingt gemäß dem, was der Besitzer der Frau ihm auferlegen mag, Schadenersatz auferlegt werden; und er soll ihn durch die Schiedsrichter geben. 23 Sollte aber ein tödlicher Unfall entstehen, dann sollst du Seele für Seele geben, 24 Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, 25 Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Hieb für Hieb.

 

Kein Zweifel, eine bewusst ausgeführte Abtreibung erfüllt mehr als den Status eines tödlichen Unfalls! Der Unfall geschieht aus Unachtsamkeit und führt bei Todesfolge trotzdem zur Todesstrafe! Wie viel mehr die bewusste Abtreibung?

 

Erdenweit wird jedes Jahr etwa dieselbe Zahl von ungeborenem Leben abgetrieben wie Italien Bevölkerung hat: weit über 50 Millionen Abreibungen jährlich, etwa ebenso viele sterben, wie insgesamt in den sieben Jahren des zweiten Weltkrieges! Heute wird in Europa jedes dritte Kind zudem unehelich geboren, hat keinen legalen Vater!

 

*** Rbi8  Jeremia 7:31 ***

Und sie haben die Höhen des Tophet gebaut, das im Tal des Sohnes Hinnoms ist, um ihre Söhne und ihre Töchter im Feuer zu verbrennen, etwas, was ich nicht geboten hatte und was in meinem Herzen nicht aufgekommen war.‘

 

„Auge um Auge, Seele um Seele“ lautet Jehovas Rechtsmassstab! Wer für den Tod anderer verantwortlich ist, der wird am Tag der Rache dafür Rechenschaft ablegen müssen! Dies schliesst nicht nur Abreibung und Mord ein, sondern auch Vergehen wie andere zum Straucheln zu bringen, sie zum Sündigen zu veranlassen, so dass jene Gestrauchelten für Jehova unannehmbar werden! Hurerei zu begehen und damit Jehovas Normen zum Geschlechtsleben zu verletzen zählt darunter.  Bei anderen ist es geistiger Ehebruch gegenüber Jehova, den sie  begehen, indem sie sich vor anderen Göttern niederbeugen, zum Beispiel ihren Kirchenführern!

 

Andere Eltern opfern ihre Kinder später, wenn sie grösser sind, dem Gott  des Krieges und glauben Gott dadurch zu ehren! Sie vergessen, dass Jesus jede Art solcher Gewalt für seine Nachfolger verboten hatte! Oft bringen sie auch selbst ihre Kinder zum Straucheln, indem sie es unterliessen, sie über Gott und seine Normen zu belehren (Mat 26:52).

 

*** Rbi8  Hesekiel 23:37-39 ***

Denn sie haben Ehebruch begangen, und es ist Blut an ihren Händen, und mit ihren mistigen Götzen haben sie Ehebruch begangen. Und außerdem ließen sie ihre Söhne, die sie mir geboren hatten, ihnen zum Fraß durch [das Feuer] gehen. 38 Und noch dies haben sie mir angetan: Sie haben mein Heiligtum an jenem Tag verunreinigt, und meine Sabbate haben sie entweiht. 39 Und wenn sie ihre Söhne ihren mistigen Götzen geschlachtet hatten, gingen sie sogar daran, an jenem Tag in mein Heiligtum zu kommen, es zu entweihen, und siehe, das ist, was sie inmitten meines Hauses getan haben.

 

Wer die christlichen Gottesdienste sieht, die in Verbindung mit Kriegen gehalten werden, wo die Waffen und die Soldaten Gottes Schutz empfohlen werden, der kann nur ungläubig den Kopf schütteln ob solcher Ignoranz gegenüber deutlicher Worte Gottes! Statt des von Jehova verordneten Sabbats handelt die Christenheit mit ihren Messen am heidnischen Sonntag, den der heidnische Kaiser Konstantin den Christen verordnet hatte! Der abtreibende Arzt, die hilfreiche Krankenschwester, die Frau die angetrieben hat und ihr Mann, der sie dabei unterstützte sind nun alle feierlich auf der Kirchenbank zur Ostermesse um am Sakrament teilzuhaben und glauben, Gott würde über all dies hinwegsehen!

 

11.3.6.3     Gott selbst ist Zeuge am Tag des Gerichtes gegen alle die ihn verleugnen!

Bestimmt ist der geistige wie physische Ehebruch in der Christenheit so gross oder gar grösser wie in Israel, bevor Gott es verworfen hat! Was auch im Verborgenen geschehen mag ist Gott nicht unbekannt! Er bringt es am Gerichtstag ans Licht! Fehlende Gottesfurcht wird Vergeltung finden!

 

Wir erinnern uns bestimmt der warnenden Worte die Er durch den Propheten Maleachi geäussert hatte: „Und ich will mich euch nahen zum Gericht, und ich will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen diejenigen, die mit dem Lohn eines Lohnarbeiters, mit [der] Witwe und mit [dem] vaterlosen Knaben betrügerisch handeln, und diejenigen, die den ansässigen Fremdling wegweisen, wobei sie mich nicht gefürchtet haben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.“

 

Maleachi warnte das aus dem Exil zurückgekehrte Volk Israel! Er spricht aber nicht nur vom kommenden Gericht an Israel, er spricht auch vom Gericht an der ganzen Erde [B2], wenn der Bote des Bundes (Jesus) als Hoherpriester zu seinem Tempel kommen würde! Der Bote ist Jesus und Maleachi spricht dabei auch vom zweiten Wiederkommen Jesu zum Endgericht an seinem Volk und dem ganzen System! [B1]

 

An Jehovas Worten hat sich seit Kain und den Tagen Noahs nichts geändert, wo Jehova seinen Standpunkt zur Tötung menschlichen Lebens geäussert hatte! Er selbst fordert das Leben von denen, die menschliches Leben ungerechtfertigt töten! Durch Menschen aber sollte seit Noas Tagen das Blut des Mörders vergossen werden! (1.Joh 3:11, 12)

 

*** Rbi8  1. Mose 9:5-6 ***

5 Und außerdem werde ich euer Blut, das eurer Seelen, zurückfordern. Von der Hand jedes lebenden Geschöpfes werde ich es zurückfordern; und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, der sein Bruder ist, werde ich die Seele des Menschen zurückfordern. 6 Wer Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.

 

Seit den Tagen Noahs mussten Mörder somit die Todesstrafe erfahren! Unter dem mosaischen Gesetz wurde dies auf Ehebrecher, Gotteslästerer, Spiritisten und andere schwere Vergehen erweitert. Da diese Strafen seit Babylons Eroberung Jerusalems von weltlicher Justiz abhängig wurde, hat Jehova die endgültige Rache für diese Art von Vergehen zu sich genommen, um sie im Endgericht und in der Auferstehung abschliessend anzuwenden!

 

Dass neuzeitliche Demokratien die Todesstrafe als Inhuman ansehen hat seinen Grund darin, dass Regierungen über Jahrhunderte ihre Gewalt missbraucht haben, ja seit Nimrod zu allen Zeiten und das Volk den Mächtigen wegen deren Machtmissbrauch einen Riegel zu schieben versuchte! Die Stimme jener, die die Todestrafe wiederum fordern, nimmt aber auf der ganzen Welt wiederum schnell zu, nachdem Kriminelle und Terroristen – Extremisten aus dem Volk selbst – immer mehr und immer ungehemmter unschuldige Bürger töten! Gottes Massstab aber war, ist und bleibt der Richtige!

 

11.3.6.4     Jesus bezeichnet deutlich die geistlichen Führer seiner Tage als solche, die in der Gehenna enden!

Jesus bestätigt diesen Umstand deutlich, wenn er erklärt, dass Jehova sowohl Seele (Leben) wie den Leib in der „Gehenna“ vernichten kann! Darum sollten Christen wahre Gottesfurcht haben und dieselben Dinge verabscheuen, die Jehova hasst! (5.Mo 9:7-11; Ps 5:5; 11:5; 97:10)

 

*** Rbi8  Matthäus 10:28 ***

Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann.

 

Ganz offensichtlich fehlte es den Schriftgelehrten und Pharisäern an dieser Art der Gottesfurcht! Sie waren sich weit mehr gegenseitig untertan, wie sich durch Gottes Gebote führen zu lassen! Jesus macht sie dafür verantwortlich, dass ihre Proselyten, die sie zu ihren Jüngern gemacht hatten, zum Gegenstand der Vernichtung werden, doppelt so schlimm wie sie zuvor selbst waren! Dies deutet auf eine zunehmende Ungerechtigkeit hin, welche die Verhältnisse unerträglich werden lassen!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:15 ***

Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Meer und das trockene Land durchreist, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es wird, macht ihr ihn zu einem Gegenstand für die Gehenna, doppelt so schlimm wie ihr selbst.

 

Jesus nennt die jüdischen religiösen Führer Heuchler und „Schlangen und Otternbrut“, wie dies schon zuvor Johannes der Täufer tat! Er droht ihnen deutlich mit der ewigen Vernichtung der Gehenna, weil sie eindeutig sich wider den heiligen Geist der Schrift vergehen und jene, welche Gottes Wort treu zu bleiben versuchen bekämpfen, verfolgen und töten!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:33-36 ***

33 Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehenna entfliehen? 34 Darum siehe, ich sende Propheten und Weise und öffentliche Unterweiser zu euch. Einige von ihnen werdet ihr töten und an den Pfahl bringen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen [[Versammlungen; Kirchen]] geißeln und von Stadt zu Stadt verfolgen, 35 damit alles gerechte Blut über euch komme, das auf der Erde vergossen worden ist, vom Blut des gerechten Abel an bis zum Blut Sacharjas, Barachias’ Sohn, den ihr zwischen dem Heiligtum und dem Altar ermordet habt. 36 Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über diese Generation kommen.

 

Wer sich gegen Gottes deutlich geäusserten Geist wendet, der kann somit der Gehenna nicht entfliehen! Wir sollten es nicht jenen Juden zur Zeit Jesu gleich tun, die sich auf die Seite der damaligen religiösen Machthaber stellten und eher mit Ungerechtigkeit gemeinsame Sache machten, wie sich für die Gerechtigkeit zu verausgaben! Darum warnte Jesus so deutlich keine Angst vor jenen zu haben die zwar den Leib zu töten vermögen, aber keinen Einfluss auf Gottes Entscheid bei der Auferstehung nehmen können! Nur die Apostel konnten den „Himmel“ verschliessen und in der Endzeit wird etwas vergleichbares auch von den „zwei Zeugen“ vorhergesagt, die gegen jene reden, die ihnen zu schaden trachten! Das Feuer geht wie Jesu Schwert aus deren Mund hervor!

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:5-6 ***

5 Und wenn ihnen jemand schaden will, geht Feuer von ihrem Mund aus und verzehrt ihre Feinde; und sollte ihnen jemand schaden wollen, so muß er auf diese Weise getötet werden. 6 Diese haben die Gewalt, den Himmel zu verschließen, damit während der Tage, da sie prophezeien, kein Regen falle, und sie haben Gewalt über die Wasser, um sie in Blut zu verwandeln, und die Erde mit jeder Art von Plagen zu schlagen, sooft sie [es] wünschen.

 

Die „zwei Zeugen“ erfüllen dieselbe Funktion die schon Johannes der Täufer innehatte: Ein Volk vorzubereiten auf Gottes Besichtigung, den kommenden Messias anzukünden!

 

Schon Jesaja hatte deutlich auf die Konsequenz hingewiesen, die Moses im Gesetz erörtert hatte, dass wenn Gottes Volk gegen Jehova rebelliert Er selbst sich als ihr Feind erweisen würde! Daran hat sich nichts geändert! Jehova hat all seine Feinde Jesu Füssen unterworfen und jener wird als Strafvollzieher in Harmagedon amten! Wer sich gegen Jesus wendet hat sich Gott zum Feind gesetzt!

 

*** Rbi8  Jesaja 63:10 ***

Sie aber rebellierten und verletzten seinen heiligen Geist. Da verwandelte er sich ihnen in einen Feind; er selbst führte Krieg gegen sie.

 

Wir sehen, dass Vergehen gegen Gottes Gesetze zwischen Zudecken, Sünden erkennen und bereuen und dadurch Vergebung erlangen bis hin zur unverzeilichen Sünde reichen, die ewige Abschneidung nach sich zieht. Wir wissen, dass dies Einzelne, Familien und Versammlungen bis hin zum ganzen Volk treffen kann!

 

Wir möchten im folgenden Abschnitt Gottes Vorkehrungen sehen, wie das optimalste Resultat erzielt werden kann, das in der Familie, der Versammlung, der Stadt und des gesamte Staatswesens von Jesu Königreich die besten Resultate erzielt! Stets hängt es davon ab, ob wir Gottes Ratschlag wirklich beachten!

 

 

11.3.7      Durch laufende Korrekturmassnahmen von Beginn an den geraden Weg einhalten: Göttlich festgelegte Verantwortlichkeiten achten!

 

11.3.7.1     Wann und wodurch lädt sich die Familie und die Versammlung kollektive Schuld auf?

Zum Thema Vergebung von Fehlern und Sünden gehört auch der Teil der Verantwortlichkeit jenes, der die Kontrolle über Fehlverhalten auszuüben hat. Diese geht von Gott aus, zu Jesus, den Aposteln, Versammlungsvorstehern zu den Vätern und dem einzelnen Glied der Familie und Versammlung!

 

Ausser dem Einzelnen, der Sünde begehen oder treiben mag und sich dadurch individuell Schuld auflädt, besteht noch die Verantwortung der Familie und der Versammlung („Gemeinde“), als grundlegende Gemeinschaften jedes Staatswesens. Die Christenversammlung bildet als Ganzes ja Jesu Königreich!

 

Als Gruppe werden sie Schaden nehmen und laden damit kollektive Schuld auf sich, wenn Unrecht innerhalb einer Familie oder Versammlung zugedeckt oder gar geduldet wird! Unrecht muss erkannt, korrigiert und gesühnt werden und kann dadurch Vergebung erlangen!

 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

*** Rbi8  Sprüche 28:13 ***

Wer seine Übertretungen zudeckt, wird kein Gelingen haben, doch dem, der [sie] bekennt und läßt, wird Barmherzigkeit erwiesen werden.

 

Wer innerhalb der Familie ein Verhalten eines Gliedes verheimlicht, welches unsauber und gegen Gottes Gesetz und Jesu Gebot ist, der  stellt sich dadurch auf die Seite des Übeltäters und wird dadurch mitverantwortlich! In Wirklichkeit versucht er Gottes Anordnung zu ignorieren und macht sich selbst dadurch zum Gegner Gottes! Das beginnt in ganz geringen Dingen und endet, wenn keine rechtzeitige Korrektur erfolgt, irgendeinmal in vollkommener Rebellion! Lernen wir doch etwas darüber und betrachten dabei stets, wo es uns selbst betrifft, welches unser eigener Platz in Gottes Vorkehrung ist und wo wir selbst zur Verbesserung beitragen können!

 

Auch hier zeigt Jehovas Gesetz, dass Unheil an der Quelle bekämpft werden muss, später wird es zu spät sein! Eltern, die ihre Kinder nicht in Zucht zu nehmen wissen oder Kinder, die sich wiederholt in wahrer Rebellion verhalten sollten nicht zu gewaltbereiten Erwachsenen werden! Wo das Kollektiv nicht frühzeitig einschreitet wird es langfristige schwere Probleme zu ertragen haben!

 

*** Rbi8  5. Mose 21:18-21 ***

18 Falls ein Mann einen Sohn haben sollte, der störrisch und rebellisch ist, indem er nicht auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter hört, und sie haben ihn zurechtgewiesen, aber er wird nicht auf sie hören, 19 dann sollen ihn sein Vater und seine Mutter ergreifen und ihn zu den älteren Männern seiner Stadt und zum Tor seines Ortes hinausbringen, 20 und sie sollen zu den älteren Männern seiner Stadt sagen: ‚Dieser unser Sohn ist störrisch und rebellisch; er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold.21 Dann sollen ihn alle Männer seiner Stadt mit Steinen bewerfen, und er soll sterben. So sollst du das Böse aus deiner Mitte wegschaffen, und ganz Israel wird es hören und sich bestimmt fürchten.

 

Die eigene Mutter und der eigene Vater waren gegenüber der Gemeinde, der Stadt verantwortlich, dass selbst ihr eigenes rebellisches Kind zu Tode kam! In heutigen Grosstädten sind schon viele Kinder mit 10 bis 15 Jahren hartgesottene Kriminelle mit einer langen Liste von Straftaten! Oft sind die wahren Schuldigen die Eltern! Wie viel Leid uns doch erspart bliebe, wenn Gottes Gesetz in seiner Tiefe verstanden und angewandt würde!

 

11.3.7.2     Unrecht zuzudecken macht uns zu Mitschuldigen!

Das Zudecken von Unrecht geschieht oft aus falsch verstandene Liebe heraus, weil eine solche Art Liebe nicht zum Guten jenes beiträgt, der vom geraden Weg abbiegt! Dies beginnt schon früh. Ein „Nein“ der Eltern muss ein „Nein“ bleiben! Wer dem Sprössling, weil er zu schreien beginnt und um sich schlägt alles durchlässt, der erzieht ihn dazu nur nach eigenem Willen zu leben und Grenzen zu missachten! Wenn später Mütter oder Väter ihre Kinder gegenüber der berechtigten Klage des Lehrers in Schutz nehmen, ohne dessen Anschuldigung wirklich neutral zu prüfen und der Anschuldigung auf den Grund zu gehen, dann weiss ihr Kind, dass es immer Recht behält! Der Schutz der Integrität der eigenen Familie steht hoch, aber er darf niemals das wichtigste Kriterium sein! Der Psalmist hatte erkannt warum Gottes Gesetz so nutzbringend ist:

 

*** Rbi8  Psalm 119:97-102 ***
97 Wie liebe ich doch dein Gesetz!
Den ganzen Tag befasse ich mich damit.

 98 Weiser als meine Feinde macht mich dein Gebot,
Denn auf unabsehbare Zeit ist es mein.

 99 Mehr Einsicht als all meine Lehrer habe ich erlangt,
Denn mit deinen Mahnungen befasse ich mich.

100 Ich benehme mich mit mehr Verstand als ältere Männer,
Denn ich habe deine eigenen Befehle beobachtet
.

101 Von jedem schlechten Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten,
Damit ich dein Wort bewahre
.

102 Von deinen richterlichen Entscheidungen bin ich nicht abgebogen,
Denn du selbst hast mich unterwiesen.

 

Die Angst die Zuneigung eines Familiengliedes zu verlieren, wenn unkorrektes Handeln aufgegriffen wird, Angst vor unangenehmen Situationen die entstehen, dies mögen nur zwei der vielen Gründe sein, die dabei eine Rolle spielen! Viel klüger aber ist es an die längerfristigen Folgen zu denken, welche das Zudecken von Unrecht für alle Beteiligten mit sich bringen kann!

 

Wie im Falle der homosexuellen Geistlichen innerhalb der Katholischen Kirche vermag mag man Schlechtigkeit für eine gewisse Periode zuzudecken, dann aber bricht das Unglück voll über die Verantwortlichen herein! Mafiose Politiker und Wirtschaftsbosse, die durch oberste Gerichte freigesprochen werden, weil gewiefte Anwälte den Richtern die Argumente zuspielen, dies alles ist nach Gottes Norm höchst verwerflich! Volksaufstände, Revolutionen, fortdauernder Terrorismus hat ihren Ursprung in langdauernd geduldetem Unrecht!

 

11.3.7.3     Die wahre Furcht Jehovas lässt uns auf Zucht positiv reagieren!

Schon bei der Beurteilung von Unrecht in der Familie oder der Versammlung muss die Liebe zu Gott im Zentrum stehen und unsere Liebe zeigt sich dadurch, dass wir seinen Willen erkennen möchten, um ihn zu erfüllen!

 

*** Rbi8  Sprüche 1:7 ***

Die Furcht Jehovas ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht sind das, was nur Toren verachtet haben.

 

Unkorrektes Verhalten zu erkennen und es zur Rede zu stellen, Zurechtweisung zu geben und wo notwendig Zuchtmassnahmen zu ergreifen, alle diese Schritte sind unabdingbar, um Gottes Massstab innerhalb der Familie und der Versammlung anzuwenden! Wo notwendig muss die nächst höhere Instanz eingeschaltet werden, Geschwister informieren die Mutter, den Vater, jene einen Vorsteher oder wo es notwendig wird die richterliche Staatsgewalt! Dabei ist kein einziges Mitglied ausgeschlossen, sondern alle sind zur aktiven Mitarbeit gefordert um mitzuhelfen die Familie und die Versammlung und das Gemeinwesen geistig rein zu erhalten! Gott selbst geht mit seinem guten Beispiel voran! Der weise Salomo schreibt aus der Sicht des liebenden Vaters heraus:

 

*** Rbi8  Sprüche 3:11-12 ***

11 Die Zucht Jehovas, o mein Sohn, verwirf nicht; und seine Zurechtweisung widere dich nicht an, 12 denn wen Jehova liebt, den weist er zurecht, ja wie ein Vater einen Sohn, an dem er Gefallen findet.

 

Da Jehova einen Sohn, den er anerkennt und liebt zurechtweist, muss auch ein Familienvater seine eigenen Kinder in Liebe zurechtweisen! Dazu muss er wissen was seine Kinder tun und ob sie wirklich zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden gelernt haben! Wo ein Vater die frühzeitige Unterweisung seiner Frau und seiner Kinder in Gottes Gesetz  ausser acht lässt, da wird es über kurz oder lang Probleme geben! Wenn andererseits eine Gattin mehr die Kinder in Schutz nimmt, als sie gerechtfertigter Disziplinierung und gar Strafe zuzuführen, verkennt sie deutlich ihre eigene Aufgabe und Stellung innerhalb der Familie!

 

Dass dies alles in Liebe und Ordnung geschieht, das müssen wir voraussetzen und es erlernen! Das Ziel ist nicht Zerstörung, sondern den der abweicht zurückzuführen zu dem, was der gerade Weg ist!

 

11.3.7.4     Eigene Verantwortlichkeiten wiederum klar erkennen und anerkennen

Heute wird allzuoft die Verantwortung über die Aufsicht der Kinder durch den Vater an die Mutter delegiert. Das moderne System der Gleichberechtigung von Mann und Frau innerhalb der Familie scheint dies zu fordern. Dies ist aber allzuoft nicht im Einklang mit dem was Gott fordert! Da die Mutter heute vielfach berufstätig ist, wandert die Aufgabe von dort zur Kindergärtnerin und zum Schullehrer! Die Resultate sind auf der ganzen Erde im allgemeinen deutlich zu erkennen: Führungslose Haushalte mit ewigen Streitereien, explodierende Scheidungszahlen, steigende Raten von Verwahrlosung der Kinder, Schulprobleme, Bandenbildung, zunehmender Kinder- und Jugendkriminalität, jede Form der sozialen Desintegration bis hin zu vollkommener moralischer Desorientierung! Je grösser die Stadt, desto grösser die Probleme!

 

Die Folgen für das ganze System sind ohne Ende, wenn wir nicht wiederum beginnen ganz am Beginn bereits den Riegel zu schieben! Was krumm ist, das kann nur zu Beginn wieder geradegebogen werden, das Bäumchen braucht den Stock wenn es klein ist um gerade zu wachsen. Später kann es zu spät sein, bleibender Schaden entsteht!

 

*** Rbi8  Prediger 1:15 ***

Was krumm gemacht ist, kann nicht geradegemacht werden, und was fehlt, kann unmöglich gezählt werden.

 

Jehova aber will, dass wir wiederum jene Verantwortung übernehmen die Er uns aufgibt, und dass wir diese tragen lernen! Sie beginnt im Kleinen bei jedem Einzelnen und endet beim höchsten Vorsteher! Es bleibt immer dasselbe auf allen unterschiedlichen Stufen! Wir alle sind dabei gegenseitig für jeden von uns verantwortlich! Jeder soll dem andern wiederum dabei helfen zu lernen, wie er seine eigene Verantwortung zu tragen hat. Jehova zeigte Hesekiel das grundlegende Prinzip dazu, das auf der Liebe zum Nächsten fusst und das für ihn Verantwortung trägt:

 

*** Rbi8  Hesekiel 3:17-18 ***

17 „Menschensohn, zu einem Wächter habe ich dich für das Haus Israel gemacht, und du sollst [die] Rede aus meinem Mund hören, und du sollst sie von mir aus warnen. 18 Wenn ich zu einem Bösen spreche: ‚Du wirst ganz bestimmt sterben‘, und du warnst ihn tatsächlich nicht und redest nicht, um den Bösen vor seinem bösen Weg zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er, da er böse ist, in seiner Vergehung sterben, aber sein Blut werde ich von deiner eigenen Hand zurückfordern.

 

Hesekiel war der Wächter für das Haus Israel, Versammlungsvorsteher sind Wächter ihrer Versammlung und Väter ihrer Familien, Frauen sind Wächter über ihre Kinder! Wir können alle gegenseitig dazu beitragen, dass das Zusammenleben ruhiger und verantwortungsvoller wird! Jeder Einzelne trägt an jener Stelle Verantwortung, wo Gott ihn hingesetzt hat! Die wichtigsten Aussagen Gottes gegenüber Hesekiel beinhalten:

 

1)     Die eigene Verantwortung erkennen

2)     Hören was Gott sagt zum bestimmten Thema

3)     Jenen, der vom Weg abgebogen ist warnen, ihm das verletzte Prinzip oder Gesetz vor Augen führen und ihn auf die Konsequenzen aufmerksam machen. Ihn zur Umkehr und Reue verlanlassen

4)     Erkennen, dass wenn wir unsere Aufgabe als Wächter nicht wahrnehmen, uns Mitschuld trifft!

 

Hier gebührt Jehovas Zeugen, die wegen ihrer falschen Lehren um das Königreich in diesen Schriften oft bemängelt werden, nun jedoch als Organisation ein Lob, weil sie der Ausbildung innerhalb der Familie ein grosses Augenmerk zuwenden und die Einheit darin fördern! Sie haben unter anderen religiösen christlichen Gruppen richtig erkannt, dass ein Gemeinwesen bei der Familie beginnt! Wo die Familie geschwächt ist, da ist das Gemeinwesen schwach und am auseinanderbrechen!

 

11.3.7.5     Wiederum die Stellung des Hauptes respektieren lernen

Ein stabiler Staat, vorab Jesu Königreich, beginnt somit bereits in der Familie, wo der Vater für seine Familienglieder die Verantwortung trägt! Jehova lässt daran in der ganzen Bibel keinen Zweifel offen! Dieses Prinzip der Verantwortung innerhalb der Familie in der Hand des Vaters, dieses wurde in den letzten Jahrzehnten stark verdünnt, was zu nicht mehr endenden Problemen führte!

 

Paulus bringt wichtige Argumente, warum ein Mann innerhalb der Familie die Stellung als Haupt innehaben soll und die Frau diese Stellung respektieren sollte:

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:7-9 ***

7 Denn ein Mann sollte sein Haupt nicht bedeckt haben, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit. 8 Denn der Mann ist nicht aus der Frau, sondern die Frau aus dem Mann; 9 und überdies ist der Mann nicht um der Frau willen erschaffen worden, sondern die Frau um des Mannes willen.

 

Wo diese Stellung als Haupt respektiert und durch Versammlungsvorsteher gestützt wird, da beginnt wiederum Ordnung zu greifen. Wo dagegen Kinder den Vater in seiner Stellung und Autorität nicht mehr anerkennen, oft weil sie überhaupt nie einen wirklichen Vater hatten, da haben sie später auch Probleme den Versammlungsvorsteher und den Schullehrer, den Polizisten und den Richter anzuerkennen. Jede Art Autorität kann später leicht in Zweifel und in Abrede gestellt werden!

 

Der Vater musst sich somit vorab seiner Verantwortung gegenüber der Familie wiederum bewusst werden und diese rücksichtsvoll wahrnehmen, indem er selbst mit gutem Beispiel vorangeht! Belehrung, Führung und Korrekturmassnahmen gehen dabei Hand in Hand. Die Frau, die sich freiwillig unterordnet und ihre eigene wichtige Rolle wahrnimmt und aufrichtig mitzspielt, gibt dadurch den Kindern das richtige Beispiel! Der Vater, der Versammlungsangelegenheiten ernst nimmt zeigt dadurch, dass Kinder dies selbst auch tun müssen!

 

11.3.7.6     Jesus hält die Versammlungsvorsteher in seiner rechten Hand!

Jesu Familie war seine Versammlung, jene Zwölf, die er sich auserwählt hatte, welche bereit waren Gottes Willen auszuführen und ihm nachzufolgen! Später wurden die Apostel selbst verantwortlich für eigene Versammlungen! Jesus aber behielt die Oberaufsicht über die Christenversammlung, deren Haupt er ist und auch im kommenden System bleibt! Gott selbst hat Jesus an diese Stelle gesetzt!

 

Er unterwies seine Apostel, leitete sie an ihre Aufgabe selbst wahrzunehmen und er korrigierte sie, wo es notwendig war! Nach Jesu Tod entstanden weitere Versammlungen und die Apostel als „Heilige“ Vorsteher erwählten sich ihre eigenen Vorsteher. Paulus schreibt in seinem Brief an die Epheser über die Rolle Jesu und der Vorsteher und jedes einzelnen Christen, dass sie die Hoffnung erkennen und das Erbe, das Jesus für jeden im kommenden System der Dinge bereithält! Dazu ist es notwendig Gott genau zu erkennen und Jesus in seiner durch Gott gegebenen Stellung zu achten! Wir müssen erkennen welches Gottes Macht und Stärke ist, die selbst Tote zum Leben zurückbringt und der Autorität dem Geringsten zuteilt, der seinen Willen tut!

 

*** Rbi8  Epheser 1:15-23 ***

15 Das ist der Grund, weshalb auch ich, da ich von dem Glauben gehört habe, den ihr an den Herrn Jesus und gegenüber allen Heiligen habt, 16 nicht aufhöre, für euch Dank zu sagen. Ich erwähne euch weiterhin in meinen Gebeten, 17 damit der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch einen Geist der Weisheit und der Offenbarung in der genauen Erkenntnis seiner selbst gebe, 18 so daß ihr, die Augen eures Herzens erleuchtet, erkennen mögt, welches die Hoffnung ist, zu der er euch berufen hat, welches der Reichtum der Herrlichkeit ist, den er als Erbe für die Heiligen bereithält, 19 und welches die alles übertreffende Größe seiner Macht uns, den Gläubigen, gegenüber ist. Es ist der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke gemäß, 20 mit der er in Christi Fall gewirkt hat, als er ihn von den Toten auferweckte und ihn in den himmlischen Örtern zu seiner Rechten setzte, 21 hoch über jede Regierung und Gewalt und Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht nur in diesem System der Dinge, sondern auch in dem künftigen. 22 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

 

Jesu Stellung ist über jeder Versammlung, die als Gesamtes den Leib des Christus bildet, indem Gott ihn zum Haupt machte! Die Augen unseres Herzens vermögen diese Dinge deutlich zu erkennen!

 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

Auch der „Engel“ oder Vorsteher jeder Christenversammlung steht dabei im zentralen Visier Jesu, weil Vorsteher die notwendigen Korrekturen innerhalb der Versammlung durchführen müssen! Dazu ist notwendig falsche Handlungen die von geraden Weg eines Christen abweichen aufzudecken und solches Verhalten zur Rede zu stellen und nicht einfach abzuwarten, bis der Schaden unheilbar wird! Sauerteig durchsäuert vorab Familien und dann Versammlungen!

 

11.3.7.7     Die mühevolle Arbeit von Versammlungsvorstehern wird belohnt werden!

Dies ist mit mühevoller Arbeit für Vorsteher verbunden, bedingt ausharren und das Erproben von Werken jedes Einzelnen der Versammlung! Ein Vorsteher muss das Aussehen seiner Kleinviehherde kennen! Wenn ein Vorsteher darin versagt, so mag dies aus Bequemlichkeit oder gar Unfähigkeit sein oder weil er solchen Dingen zuwenig Aufmerksamkeit schenkt, weil er von anderen Dingen zu stark abgelenkt ist! Darum ist es so wichtig, dass Vorsteher vorab lernen ihre eigene Familie in Zucht und Ordnung zu halten! Paulus bringt es auf den Nenner: “... ein Mann, der seinem eigenen Haushalt in vortrefflicher Weise vorsteht, der die Kinder mit allem Ernst in Unterwürfigkeit hält (in der Tat, wenn jemand seinem eigenen Haushalt nicht vorzustehen weiß, wie wird er für die Versammlung Gottes Sorge tragen?)“ (1.Ti 3:4, 5)

 

Jesus selbst beauftragte Johannes jeder der sieben Versammlungen einen persönlichen Brief innerhalb der Offenbarung zu schreiben, den auch jede andere Versammlung lesen sollte:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:1-2 ***

2 Dem Engel der Versammlung in Ephesus schreibe: Diese Dinge sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt: 2 Ich kenne deine Taten und deine mühevolle Arbeit und dein Ausharren und [weiß,] daß du schlechte Menschen nicht ertragen kannst und daß du diejenigen auf die Probe gestellt hast, die sagen, sie seien Apostel, es aber nicht sind, und du hast sie als Lügner erfunden.

 

Kein Zweifel, Jesus benutzte seine Statthalter, die Apostel, um die Dinge zu korrigieren! Hier is es der letzte noch lebende Apostel am Ende des ersten Jahrhunderts, Johannes, der seinerseits an jeden einzelnen Versammlungsvorsteher schrieb und jedem Jesu Analyse seiner Versammlung unterbreitet!

 

(Vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Offenbarung)

 

Jesu Zurechtweisungen und sein Lob an die sieben Versammlungen in der Offenbarung zeigen uns ein deutliches Bild der Verhältnisse am Tag der Ausmessung des geistigen Tempels der Christenheit [A1], des Altars, wo geistige Schlachtopfer dargebracht werden, der Opfer und ihrer Reinheit, der Anbetenden und ihrem geistigen Zustand!  Dies war noch vor der Besichtigung des Tempels [B1] durch Jesus, als Jehovas Boten und zeigt notwendige Schritte bis hin zum Tag des Gerichts [B2] und der Urteilsvollstreckung! [B3] Behalten wir Gottes Fahrplan für die Endzeit gut im Sinn und erkennen wo wir uns darauf befinden!

 

11.3.7.8     Die Familie und die Versammlung von Sauerteig freihalten

Paulus zeigte im ersten Brief an die Korinther, dass ein bisschen Sauerteig die gesamte Christenversammlung zu durchsäuern vermag. Sauerteig gibt es durch falsche Lehren und durch ungesetzliches Handeln, aber auch durch das Erkalten der Liebe unter Christen oder gar jener zu Jehova und zu Jesus als ihrem wahren Führer!

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:6-8 ***

6 [Die Ursache] eures Rühmens ist nicht schön. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert? 7 Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr eine neue Masse seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn Christus, unser Passah, ist tatsächlich geopfert worden. 8 Darum laßt uns das Fest nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit begehen, sondern mit ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

 

Der Sauerteig, den die Lehren des Hymenäus, Alexander und Philetus hinterlassen haben ist bis heute verführbar! Die Lehre, dass die Auferstehung der Toten bereits stattgefunden habe ist für viele darauf aufbauende falschen Lehren wie die der himmlischen Auferstehung, des Fegefeuers, der Hölle, der Heiligen, der Marienverehrung usw. verantwortlich!

 

*** Rbi8  Prediger 9:18 ***

Weisheit ist besser als Kampfgeräte, und nur ein einziger Sünder kann viel Gutes vernichten.

 

Von Ältesten wird Weisheit erwartet weil ein einziger Sünder eine ganze Versammlung oder gar viele Versammlungen zu zerstören vermag!

 

Offensichtlich sind die Ältesten jener Tage ihrer Pflicht falsche Lehren zu bekämpfen nicht genügend nachgekommen, so dass die Durchsäuerung fortwirken konnte und Paulus im zweiten Brief an Timotheus kurz vor seinem Märtyrertod beklagt, dass alle Versammlungen im Bezirk Asien ihn verlassen hätten! Bestimmt erfüllte ihn dies mit grosser Traurigkeit: „Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben.“ schrieb er (2.Ti 1:15).

 

Die heutigen christlichen Sekten, die sich alle gegenseitig in so vielen Einzelheiten widersprechen, sie sind ein Zeichen der Desintegration des Leibes des Christus vor dem Ende! Jesus selbst gab den Befehl all diese neu-babylonische Verwirrung zu verlassen! Erst nach dem Gerichtstag wird er im aufgerichteten Königreich des Vaters sein Volk hinter sich vereinen, all jene, die er als hörende und gehorchende Schafe deutlich itentifiziert hat! Das kann erst nach dem Gerichtstag sein! [B2] Nirgends ist ein Hinweis ersichtlich, dass dies eine bestimmte christliche Religionsorganisation wäre, die ihrem eigenen Führer oder einer Führerclique nachfolgt! Wir müssen zur Nüchternheit aufwachen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:33-34 ***

33 Laßt euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten. 34 Wacht in gerechter Weise zur Nüchternheit auf, und treibt nicht Sünde, denn einige haben keine Erkenntnis Gottes. Ich sage es euch zur Beschämung.

 

Wenn wir einen anderen Führer als Jesus als unser Haupt anerkennen haben wir Jesu Worte und die Erklärungen des Paulus nicht verstanden! Es gibt keinen anderen Retter als Jesus! Jehova selbst hat ihn in diese Position gehoben, wer Jesus übergeht oder wer sich an einen anderen Führer hält missachtet das Gebot! Die christlichen Führer sind zwar schwanger, aber für Gottes Königreich gebären sie blossen Wind!

 

*** Rbi8  Jesaja 26:18 ***

Wir sind schwanger geworden, wir haben Wehen gehabt; wir haben sozusagen Wind geboren. Keine wirkliche Rettung vollbringen wir, was das Land betrifft, und keine Bewohner für das ertragfähige Land werden [beim Geborenwerden] ausgeworfen.

 

Schon die Versammlung in Antiochia in Galatien war dieser Gefahr ausgesetzt gewesen falschen Lehrern nachzufolgen und ist jenen fast zum Opfer gefallen, bis Paulus dies in einem Brief korrigierte! Sie glaubten gewissen Vorstehern mehr Gehorsam zu schulden als Paulus, als jene superfeinen Lehrer und pseudo-Apostel eine andere Lehre brachten und die Beschneidung verlangten! (2.Kor 11:5, 6)

 

*** Rbi8  Galater 5:7-9 ***

7 Ihr liefet gut. Wer hat euch gehindert, der Wahrheit weiterhin zu gehorchen? 8 Diese Art von Überredung stammt nicht von dem, der euch beruft. 9 Ein wenig Sauerteig durchsäuert die ganze Masse.

 

Paulus spricht von Überredung! Christen sind jeder für sich verantwortlich zwischen Recht und Unrecht, zwischen wahrer Lehre der Apostel und veränderter Lehre falscher Apostel zu unterscheiden! Wie sonst könnten sie der Wahrheit gehorchen?

 

11.3.7.9     Der Reine bleibe weiterhin rein, wer sich verunreinigt der verunreinige sich weiterhin!

Wir dürfen uns heute keiner Illusion mehr hingeben: So kurz vor dem Endgericht wird es keine Massenhinwendungen zu Jesus mehr geben! Solches wäre auch nicht ernst zu nehmen, weil ja die wahren Bedingungen der Reue und Sündenvergebung nicht erfüllt wären: Einsicht, eine wirkliche Umkehr und Taten der Wiedergutmachung und der Reue, Strafe als Disziplinmassnahme ertragen!

 

Johannes gibt dies zum Ende der Offenbarung deutlich zur Kenntnis! Jehovas Worte wurden ihm durch Jesus mittels  eines Engels übermittelt: (Off 1:1)

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:10-12 ***

10 Weiter spricht er zu mir: „Versiegle die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle nicht, denn die bestimmte Zeit ist nahe. 11 Wer ungerecht handelt, handle weiterhin ungerecht, und der Unreine verunreinige sich weiterhin, der Gerechte aber handle weiterhin gerecht, und der Heilige heilige sich weiterhin.

12 ‚Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist.

 

Bis zum Gerichtstag gibt Gott aber Einzelpersonen, ganzen Familien und Versammlungen die Möglichkeit auf ihn zu hören und Fehler zu erkennen und zu korrigieren! Die Offenbarung ist nicht mehr versiegelt, ihre Logik ist fast vollkommen entschlüsselt, die Symbole sind alle geklärt und es liegt an uns, an jedem von uns sie zu verstehen und uns durch sie tragen und lenken zu lassen! Ninive bereute und trauerte innerhalb nur 40 Tagen!

 

Wer grosse Zeichen von Seiten Gottes und Jesus erwartet, um dann, im letzten Moment umzukehren, der hat vollkommen die Schriften verkannt und glaubt mit Gott spielen zu können! Keine weiteren grossen Propheten sind zu erwarten und keine grossartigen Zeichen ausser jenen, die Jesus und die Propheten bereits nannten! Die Zeichen der Endzeit, die Jesus in Matthäus Kapitel 24 nennt, sie sind allesamt mit Satans System, den „wilden Tieren“ und „falschen Propheten“ und „falschen Christussen“ verbunden die uns vom Königreich und Jesu Rückkehr ablenken sollen. Sie spielen sind heute deutlich vor unseren Augen ab, alles innerhalb einer einzigen Generation!

 

Hören wir auf die Worte Jesu durch Johannes: „...der Gerechte aber handle weiterhin gerecht, und der Heilige heilige sich weiterhin.“. Wir können versichert bleiben, dass kein Ungerechter diese Zusammenhänge wirklich erfassen kann. Wenn ein Böser wirklich Vertrauen in Gottes Wort entwickeln würde, dann würde er bereuen und umkehren! Dazu aber ist Einsicht notwendig!

 

*** Rbi8  Daniel 12:9-10 ***

9 Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Wir aber möchten die Vorhersagen verstehen und entsprechend handeln! Möge Jesus uns durch Jehovas Willen Kraft geben auszuharren und das zu tun was vortrefflich ist!

 

 

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[1] Jehovas Zeugen, Verkündiger des Königreiches Gottes; S. 722;  Wichtige Ereignisse in der neuzeitlichen Geschichte der Zeugen Jehovas; Herausgeber WATCHTOWER INC, New York