Newsletter „DER WEG“ 5/12-1    Dezember 2005

Neubearbeitung: 16.9.16

 

Artikel:  5.12.1  Was ist die tiefere Bedeutung der Opfergaben zu den Festzeiten? 

 

3.Teil:  Israels annehmbare Opfer in der Endzeit 

 

    Rückblick auf den 1.Teil dieses Artikels, im NEWSLETTER „DER WEG“ vom September 2005: 5.9.1 Gott Opfer darzubringen hat eine lange Tradition. Welches sind die Opfer die Gott früher wohlgefällig waren und heute mit Gefallen angenommen werden? Ein neuer Bund unter Jesus und eine neue  Priesterschaft setzen neue Vorzeichen. Gott selbst sagt, welche Art von Opfern ihm wohlgefällig sind und welche seinen Zorn hervorrufen. Was ist aus den Opfern der Vergangenheit für eine Lehre zu ziehen?

 

 Welches Räucherwerk ist für Gott annehmbar?  Gebete sind vor Gott wie Räucherwerk. Wie aber reagiert Jehova bei falscher Anwendung durch die Priester die ihn ohne wahre Berechtigung vertreten?

 

   Im 2. Teil dieses Artikels, im NEWSLETTER „DER WEG“ vom November 2005: 5.11.1 Die Bedeutung der Opfergaben des alten Bundes im neuen Bund  behandelten wir die einzelnen Opfer und ihre nähere Bedeutung für Christen.

 

   Zu welchen Opferhandlungen sind Christen angehalten? Jede Amtshandlung in der Stiftshütte schattete etwas vor, das in Beziehung zu Jesus Christus, dem ewigen Hohepriester und dem neuen, erdenweiten, geistigen Tempel steht, den Gott durch seinen Geist und durch das Lamm bewohnen wird (Eph 2:22; Off 21:22, 23).

 

   Was geschieht, wenn eine unwürdige Priesterschaft vor Gott den Weihrauch der Gebete der Heiligen darbringt, die für Gott unannehmbar sind? Eine Betrachtung der Friedensgebete in Assisi unter der Leitung des Papstes!

 

   Jesus warnte deutlich vor Selbsterhöhung. Was können wir aus den Hierarchien der christlichen Kirchen und den Titeln ihrer Amtsträger lernen?

 

   Im 3. und letzten Teil dieses Artikels, unter dem Thema: Israels annehmbare Opfer in der Endzeit gehen wir auf einige weitere Punkte ein: Welcher Art waren die einzelnen Opfer im alten Bund und was schatteten sie vor?

 

   Christen sind zu Opferhandlungen angehalten. Was sollten unsere Opfer sein und wie warnt uns die Bibel deutlich davor, wem solche Opfer dargebracht werden? Da Satan als Gott dieses Systems bezeichnet wird, welche Gefahr besteht, dass wir ihm oder Dämonen Opfer darbringen? 

 

   Durch den neuen Bund gab es einige wichtige Änderungen auch was die Art der Opfer und ihre Form der Darbringung betrifft. Kennst du sie?   

 

   Herausragende Gemeinschaftsschlachtopfer Israels zu besonderen Anlässen geben Hinweise auf Jehovas Vorkehrungen zu einem sozial ausgleichenden System. Warum aber musste der Prophet Maleachi Israel und seine Priester hinsichtlich seiner Opfer hart zurechtweisen?

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

12.1.......... Israels Opfer in der Endzeit 3

12.1.1.......... Auch Christen sind zu Opferhandlungen angehalten; Vorsicht gegeben, wem und wie Opfer dargebracht werden! 3

12.1.1.1...... Gott selbst erklärt die Art der Opfer die Er wünscht und jene Opfer die Er zurückweist 3

12.1.1.2...... Jesus dazu bestimmt das wahre Opfer zu erbringen. 5

12.1.1.3...... Genaue Erkenntnis erlangen und eine falsche Form der Anbetung von Vorstehern vermeiden. 6

12.1.1.4...... Der “neue Bund”, der den alten mit Levi ablöst, dennoch auf denselben GESETZEN beruht 7

12.1.1.5...... Warum kommt der Zorn Gottes erst am Gerichtstag der Endzeit?. 7

12.1.1.6...... Wem bringst du deine Opfer dar: Dem Cäsar, den Kirchenvorstehern oder Gott?. 8

12.1.1.7...... Unterweiser von Blinden die selbst Gesetzesübertreter sind! 9

12.1.1.8...... Christi Leib wird durch Bänder und Gelenke zusammengehalten. 10

12.1.1.9...... Schlachtopfer und Opfergaben in Form von Erfüllung von Gottes Willen! 11

12.1.2.......... Gottes gerechtes, ausgleichendes System... 13

12.1.2.1...... Opfergaben für das fleischliche, wie für das geistige Israel zur Erhaltung des Gleichgewichtes in den Versammlungen  13

12.1.2.2...... Christliche Vorsteher haben ein Recht daran von Opfern der Versammlung ihren Anteil zu erhalten. 14

12.1.2.3...... Entzug von Rechten als Strafmassnahme bei Übertretung göttlich festgesetzter Normen. 15

12.1.2.4...... Jeder einzelne Christ zu einer neuen Form des Priestertums berufen! Wer aber wird am Gerichtstag auserwählt werden?  16

12.1.2.5...... Opfer, die eindeutig Götzen geweiht sind. 18

12.1.2.6...... Eine gerechte Verteilung der Opfer sichern! 20

12.1.2.7...... Gerechte Verteilung des Ertrages in der Hand des Hohepriesters. 21

12.1.3.......... Besondere Gemeinschaftsschlachtopfer zu freudigen Ereignissen. 22

12.1.3.1...... Der Bundesschluss im Sinai erfolgte über Gemeinschaftsschlachtopfern. 22

12.1.3.2...... Die Einweihung des Tempels Salomos wurde für Priester und Volk zu einem grossen Freudenfest mit vielen Gemeinschaftsschlachtopfern. 22

12.1.3.3...... Das Laubhüttenfest nach dem Exil wurde für das ganze Volk zur Freudenfeier 23

12.1.3.4...... Maleachi musste Volk und Priester hart ermahnen die Reinheit ihrer Opfer wiederum ernst zu nehmen! 24

 


 

12.1             Israels Opfer in der Endzeit

 

 

12.1.1        Auch Christen sind zu Opferhandlungen angehalten; Vorsicht gegeben, wem und wie Opfer dargebracht werden!

 

12.1.1.1       Gott selbst erklärt die Art der Opfer die Er wünscht und jene Opfer die Er zurückweist

Viele der Opfer die im Tempel dargebracht wurden hatten mit Gesetzesübertretung und Wiedergutmachung zu tun gehabt! Gott aber wurden diese Art der Opfer widerwärtig, weil sie dem Volk dazu dienten weiterhin Schlechtes zu tun und die Opfer zur Ausrede nahmen, mit Gott in einem annehmbaren Verhältnis zu stehen, obwohl sie notorische Gesetzesübertreter waren.

 

(Vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

Der Psalm 50 gibt uns Gottes Ansicht zu jener Art von Opfern wieder, die mit Jesu Kommen und seinem Tod ein Ende fanden. Etwas später werden wir sehen, wie Paulus die Änderung beschreibt und welchen Einfluss sie im Leben von Christen haben sollten!

 

Der Schreiber des Psalms ist Asaph, ein führender Sänger aus dem Stamm Levi, der in der Zeit Davids im Tempel Dienst verrichtete. Ihm und seinen Nachkommen werden mehrere Psalmen zugeordnet. Er wird als Visionenseher beschrieben, der mit der Harfe „unter der Leitung des Königs prophezeite“.  (1.Chr 25:1-6; 2.Chr 29:30; 29:15)

 

Gott ruft der Erde zu vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang (PS 50:1)Im ersten Teil von Psalm 50 wird Gottes kommendes Gericht an Israel und an der ganzen Erde angekündigt: „... vom Sonnenaufgang bis zu ihrem Untergang“.

 

 *** Rbi8  Psalm 50:1-4 ***

Der Göttliche, Gott, Jehova, hat selbst geredet,

Und er ruft der Erde dann zu

Vom Sonnenaufgang bis zu ihrem Untergang.

 2 Aus Zion, der Schönheit Vollkommenheit, ist Gott selbst hervorgestrahlt.

 3 Unser Gott wird kommen und kann unmöglich schweigen.

Feuer verzehrt vor ihm her,

Und rings um ihn her ist es äußerst stürmisch geworden.

 4 Er ruft den Himmeln droben und der Erde zu,

Um Gericht zu halten über sein Volk:

 

Zion war jener Punkt, den Gott sich erwählt hatte, als er Abraham aufforderte seinen Sohn Isaak auf dem Berg Moria zu opfern. Moria ist die höchste Erhebung des Berges Zion, wo später der Tempel Salomos stand. Aus Zion ergingen die Anweisungen und Gerichte Gottes über sein Volk und für die ganze Menschheit! Gottes Kommen wird angekündigt und steht in Verbindung zu stürmischen Umwälzungen im Zusammenhang mit dem Gericht an seinem Volk.

 

Der "neue Bund" wurde über Jesu Opfertod rechtskräftig *** Rbi8  Psalm 50:5-7 ***

 5 Versammelt mir meine Loyalgesinnten,

Die meinen Bund über Opfer schließen.“

 6 Und die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit,

Denn Gott selbst ist Richter.

 7 „Höre zu, o mein Volk, und ich will reden,

O Israel, und ich will Zeugnis gegen dich ablegen.

Ich bin Gott, dein Gott.

 

Loyalgesinnte die zu Jehova stehen sollen sich versammeln! Gottes Volk als Ganzes soll hören, wenn Jehova als Richter spricht und Zeugnis über das Vergehen ablegt. Er beruft sich auf seine Göttlichkeit! Jehova spricht zum geistigen Israel, da er ja jene Generation des fleischlichen Israel verworfen hatte! Wer den Sohn und „GESETZ des Christus“ nicht anerkennt, der wird nun vom Vater verworfen werden! Jehova ist Richter und Er selbst ist Zeuge! (Hos 4:4-8; 2.Kor 1:13, 14)

 

Israel brachte bis zum Ende des Tempels im Jahre 70 u.Z. die im GESETZ vorgeschriebenen täglichen Ganzbrandopfer dar. Dies war es nicht, was Jehova beanstandete. (2.Mo 29:38-42; 1.Chr 16:40)

 

Jehova beanstandete, dass Israel das Gute verlassen hatte und das Böse tat, dass Jehovas Wille betreffend Gerechtigkeit ständig verletzt wurde. Dies machte die Schlachtopfer notwendig die Jehova verabscheute. (Ps 40:6; Jes 1:11-17)

 

Jehova wünscht nicht Stiere und Ziegenböcke als Schlachtopfer für Sünden, sondern, dass wir Seinen Willen tun! *** Rbi8  Psalm 50:7-13 ***

„Höre zu, o mein Volk, und ich will reden,

O Israel, und ich will Zeugnis gegen dich ablegen.

Ich bin Gott, dein Gott.

 8 Nicht hinsichtlich deiner Schlachtopfer weise ich dich zurecht

Noch [hinsichtlich] deiner Ganzbrandopfer, [die] beständig vor mir [sind].

 9 Ich will nicht aus deinem Haus einen Stier nehmen,

Aus deinen Hürden Ziegenböcke.

10 Denn mir gehört jedes wildlebende Tier des Waldes,

Die Tiere auf tausend Bergen.

11 Mir ist jedes geflügelte Geschöpf der Berge gut bekannt,

Und das Tiergewimmel des freien Feldes ist bei mir.

12 Wäre ich hungrig, ich würde es dir nicht sagen;

Denn mir gehört das ertragfähige Land und seine Fülle.

13 Soll ich das Fleisch von starken [Stieren] essen,

Und soll ich das Blut von Ziegenböcken trinken?

 

Jehova zeigt somit den Zusammenhang der Tieropfer als Sühne für Vergehen. Weder das Blut noch das Fleisch ist es, was ihn an den Opfern interessiert. Es ist der Sinn, der hinter diesen Opfern steht! Sühne zu leisten und umzukehren, um Gottes annehmbaren Willen zu erfüllen!

 

Statt der Sünd- und Sühneopfer wünscht Jehova Dank und dass wir Ihn in Bedrängnis anrufen! Er selbst wird uns befreien, wenn unser Leben Gerechtigkeit widerstrahlt!

 

Bring als dein Schlachtopfer Gott Dank dar und bezahl dem Höchsten deine Gelübde! (Ps 50:14) *** Rbi8  Psalm 50:14-15 ***

Bring als dein Schlachtopfer Gott Dank dar,

Und bezahl dem Höchsten deine Gelübde;

15 Und rufe mich an am Tag der Bedrängnis.

Ich werde dich befreien, und du wirst mich verherrlichen.“

 

Gott Dank darzubringen geschieht dadurch, dass wir keine Sünde treiben und dadurch sein GESETZ halten, das Christen auf ihr Herz geschrieben tragen! Wer das Taufgelübde willentlich und fortgesetzt bricht, wo er sich bewusst und mit freiem Willen als Erwachsener Jehova, Jesus und heiligem Geist unterordnete, „da bleibt kein Schlachtopfer mehr für Sünden übrig“! Weil wir Gottes Güte die durch Jesu eigenes Opfer unsere Sünden vergab als Gering erachten, erklärt Paulus den Hebräerchristen! Das ist ein hartes Urteil, das Paulus fällt, aber vollkommen in Übereinstimmung mit Jesu Worten, der deutlich gewarnt hatte, dass, wenn die Gerechtigkeit seiner Jünger nicht viel grösser wäre als die der Pharisäer und Schriftgelehrten, sie keinesfalls ins Königreich eingehen würden. Jene Schriftgelehrten und Pharisäer waren es, die lehrten, dass Sünde durch Opfer leichthin zugedeckt werden würde. (Mat 5:20; Rö 6:16; Heb 10:26-31)

 

 Gott wünscht sich Dankbarkeit, indem der Mensch seine Gelübde einhält. Jesus zeigte, dass ein „Ja“ ein „Ja“ sein muss und ein „Nein“ ein „Nein“ bleibt! Was darüber hinausgeht stammt vom „Vater der Lüge“, Satan, der in der Wahrheit nicht feststand! Gott hasst jede Art von Vertragsbruch! Wenn gute Menschen in Bedrängnis geraten wünscht er, dass wir ihn anrufen! Wie viel mehr muss dies heute gelten, wo wir am Beginn oder inzwischen gar bereits inmitten der „grossen Drangsal“ stehen? Er selbst verspricht der Befreier zu sein und er erwartet von jedem von uns, dass wir ihn dafür verherrlichen! (Mat 5:37; Joh 8:44)

 

Wer das Böse tut und seine Zusagen bricht, zu ihm redet Gott mit Strenge und kündet Unheil an! Dem Bösen fehlt es an Zucht und Selbstbeherrschung! Habsucht ist es, was ihn antreibt! Er mag sich mittels Worten aus der Bibel verteidigen die er aber falsch anwendet! Gott aber nimmt ihm das Recht sein Wort zu verwenden!

 

Gottes Willen: Finden, befolgen, erfüllen*** Rbi8  Psalm 50:16-20 ***

Aber zu dem Bösen wird Gott sagen müssen:

„Welches Recht hast du, meine Bestimmungen aufzuzählen

Und meinen Bund in deinem Mund zu führen?

17 Ja du — du hast Zucht gehaßt,

Und du wirfst meine Worte ständig hinter dich.

18 Wann immer du einen Dieb sahst, hattest du sogar Gefallen an ihm;

Und dein Teil war bei Ehebrechern.

19 Deinem Mund hast du freien Lauf zu Schlechtem gelassen.

Und deine Zunge hältst du an Trug geheftet.

20 Du sitzt [und] redest gegen deinen eigenen Bruder,

Gegen den Sohn deiner Mutter gibst du einen Fehler preis.

 

Statt auf Gott zu hören verbindet er sich mit Gleichgesinnten! Diebstahl erfüllt ihn mit Freude, er hat dafür ein Lächeln, entschuldigt es. Ehebruch ist für ihn ein Spiel. Die Frau des Nächsten ist nicht etwas, das des Schutzes bedarf. Scheidung ist für ihn etwas Geringes, weil er am Trug des Systems Gefallen findet, der Gottes Normen unwirksam macht! So verkündet er das was Gott verabscheut als „gut“ und was Gott lobt als „schlecht“! Statt die Übertretung des Bruders mit ihm zu besprechen (Mat 18:15), um ihn zur Umkehr zu bringen redet er darüber öffentlich und beschuldigt ihn. Er spielt sich selbst als Richter auf, statt den Versammlungsrichter durch Zeugen dies untersuchen zu lassen (Mal 2:16; Apg 5:3,4).

 

Gott wird nicht ein Kumpel von Gesetzesübertretern! Auch wenn Er im Moment noch schweigen mag wird Er sprechen!

 

Ps 50:21 *** Rbi8  Psalm 50:21-23 ***

Diese Dinge hast du getan, und ich schwieg still.

Du nahmst an, daß ich ganz bestimmt dir gleich werden würde.                                                                                                                          

Ich werde dich zurechtweisen, und ich will [die] Dinge vor deinen Augen in Ordnung bringen.

22 Versteht dies bitte, ihr, die ihr Gott vergeßt,

Damit ich [euch] nicht zerreiße, ohne daß irgendein Befreier da wäre.

23 Wer als sein Schlachtopfer Danksagung darbringt, ist der, der mich verherrlicht;

Und was den betrifft, der einen festgesetzten Weg einhält:

Ich will ihn die von Gott [bewirkte] Rettung sehen lassen.“

 

Gott, als Zeuge und Richter handelt nicht unmittelbar! Er lässt dem Menschen Zeit seine Fehler einzusehen und sie zu korrigieren! Andauernde Übertretung aber wird nicht straffrei bleiben! Wer wird den Übertreter aus Gottes Hand befreien, wenn Er sein Gericht vollstreckt? Gott und sein GESETZ zu vergessen hat bestimmt Folgen!

 

Wer nach dem Gerichtstag [B2>] vor Harmagedon [<B3] stirbt wird sein gleichbleibendes Gericht in der Auferstehung erhalten! Sünden, die nach der Taufe vollbracht wurden müssen gesühnt werden! Wer aber gegen Gottes Geist gefehlt hat, der wird im Schlussgericht am Ende des Millenniums von Jehova zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die letzten in der Rangfolge ihre Auferstehung zum Gericht und „zur Abscheu“ erhalten! (Da 12:2; Mat 12:31, 32; 1.Kor 15:23)

 

Liebe, Freude, Dankbarkeit, WertschätzungGott aber sucht echte Dankbarkeit! Er möchte, dass wir seiner liebenden Güte gegenüber uns Menschen bewusst werden, vor allem was das Opfer seines Sohnes betrifft und nicht alles als selbstverständlich erachten! Er möchte, dass wir uns auch gegenüber andern und öffentlich äussern und seine Schöpfungswerke verherrlichen, seine Gerechtigkeit lobpreisen, die herausragende Art erkennen, wie Er mit Israel handelte und was sein Plan mit uns für die Zukunft ist! All dies sind ihm wohlgefällige Schlachtopfer der Lippen! (Heb 13:15, 16)

 

Gott bestimmte uns den Weg, den wir gehen sollen und er bittet, dass wir weder nach links noch nach rechts davon abbiegen! Jeder der dies tut wird die von Gott bewirkte Rettung sehen dürfen! Bis dahin gilt es auszuharren!

 

12.1.1.2       Jesus dazu bestimmt das wahre Opfer zu erbringen

Das Mittel aber, durch das Gott allen Völkern Rettung verschafft, ist sein Messias, sein durch Ihn zum Hohepriesterkönig Gesalbte, der aus dem himmlischen Bereich zur Erde gesandte „Erstgeborene aller Schöpfung“, Jesus (Kol 1:15). Der greise Simon erklärte dies vor den erstaunten Eltern, die Jesus am vierzigsten Tag nach der Geburt in Bethlehem im Tempel in Jerusalem darstellten, um das gesetzlich verlangte Opfer für ihren Erstgeborenen männlichen Sohn darzubringen. (Kol 1:15; Joh 17:5, 18; Off 3:14)

 

Zeitband Jesu Geburt
 

(Vergleiche:  Zeitband Jesu Geburt)

 

*** Rbi8  Lukas 2:29-32 ***

Nun, Souveräner Herr, entläßt du deinen Sklaven in Frieden, deiner Erklärung gemäß; 30 denn meine Augen haben dein Mittel zur Rettung gesehen, 31 das du angesichts aller Völker bereitet hast, 32 ein Licht zur Beseitigung des Schleiers von den Nationen und eine Herrlichkeit deines Volkes Israel.“

 

Simon beschrieb auch die Aufgabe die Jesus zu erfüllen habe: Er musste Licht auf diese Rettung werfen und dadurch den Schleier wegziehen, der auf den Nationen liegt. Jesus zeigte, dass Gottes Wille und seine GESETZE universell gelten und kein Mensch ausserhalb dieser göttlich verordneten Grenzen leben sollte! Satan hatte diese Art Schleier in der Form von Veränderung von Gottes Wort und offener Lüge über die Nationen gebreitet. Jesus musste diesen Schleier entfernen, indem er die ganze von Gott erklärte Wahrheit offenlegte! Sünde führt zum Tod und nur ein perfektes Opfer, wie Jesus dies erbrachte kann diesen Tod abwenden! (Rö 5:12, 13; Joh 17:17)

 

*** Rbi8  Hebräer 10:5-10 ***

Daher sagt er bei seinem Eintritt in die Welt: „ ,Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. 6 Du hast kein Wohlgefallen an Ganzbrandopfern und Sünd[opfern] gehabt.‘ 7 Da sprach ich: ‚Siehe! Ich bin gekommen (in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben), um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘ 8 Nachdem er zuerst sagte: „Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sünd[opfer] hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt“ — [Schlachtopfer,] die gemäß dem GESETZ dargebracht werden —, 9 sagt er darauf wirklich: „Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.“ Er beseitigt das erste, auf daß er das zweite aufrichte. 10 Durch den besagten „Willen“ sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden.

 

Gottes Gerechtigkeit gilt für Mann und Frau Gottes Wille verlangte ein vollkommenes menschliches Opfer, das was der ursprünglich perfekte Adam verwirkt hatte. Gottes GESETZ verlangt Gleichheit bei Strafe! Er sagte zu Moses: „Auge um Auge, Zahn um Zahn und Leben für Leben“ als Strafmass. Um ein perfektes Leben abzugelten, wie es Adam verlor, als er sündigte und dadurch Tod auf seine Nachkommen brachte, dadurch musste wiederum ein ebenso perfektes Leben ohne jede Sünde hingegeben werden, ansonsten Gottes Sinn für Gerechtigkeit verletzt worden wäre! Darum nennt Paulus Jesus den „letzten Adam“, eine Schöpfung Gottes! (1.Kor 15:22, 45)

 

Da seit Adam alle Menschen in Unvollkommenheit geboren werden, daher musste Gott selbst eingreifen, um ein perfektes Leben, wie es Adam besass zu schaffen! Mit der Empfängnis Marias durch heiligen Geist erfüllte sich das was Paulus sagte, dass Jesus „ein Leib bereitet“ wurde! Er wusste bestimmt schon früh durch seine Mutter und seinen Ziehvater Joseph klar und deutlich, dass auch die Worte im Psalm 40 ihn betreffen und dass er Gott zuhören musste! Paulus zitiert dabei aus diesem Psalm, voraussichtlich aus der griechischen Septuaginta-Übersetzung, die damals in der Diaspora üblich war, wo einige Juden und nun die meisten Heidenchristen kein oder wenig Hebräisch verstanden.

 

*** Rbi8  Psalm 40:5-6 ***

An Schlachtopfer und Opfergabe hast du kein Gefallen gehabt;

Diese meine Ohren hast du geöffnet.

Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gefordert.

 

In der Fussnote wird zu den Worten „Diese meine Ohren hast du geöffnet“ folgender Hinweis auf die Septuaginta (Abgekürzt: LXX) gegeben:

 

*** Rbi8  Psalm 40:6 ***

Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet“, LXX!,A,B. Wtl.: „. . . Ohren hast du mir gegraben“, M. Vgl. Heb 10:5.

 

Mit Jesu Tod wurde das letzte blutige Opfer erbracht, das Jehova wohlgefällig annahm, das einzige, das wirklich Sünden wegzunehmen vermag, indem es Adams Schuld beglich! Aufgrund der Opfergabe des Leibes Jesu Christi werden seither in der Taufe alle unsere früheren Sünden zugedeckt! Dies geschah durch Gottes Willen, dem Jesus sich freiwillig unterordnet hat! Wir allerdings müssen dieses Opfer anerkennen, indem wir Reue und Werke der Reue vollbringen und nach unserer Taufe ebenfalls Gottes Willen tun, Sein GESETZ in Form des „GESETZES des Christus“ in unsere Herzen schreiben und danach handeln!

 

Gottes Vorkehrung zur Sündenvergebung wahrnehmen!
 

 (Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

12.1.1.3       Genaue Erkenntnis erlangen und eine falsche Form der Anbetung von Vorstehern vermeiden

Bei Jehova gibt es keinerlei Anweisung, welche nicht einen tieferen Sinn hätte und zum Guten der Menschen wäre! Wir müssen uns jedoch um genaues Verständnis bemühen! Die Opfergaben die dem Volk Israel, einerseits als tägliche Schlachtopfer, sowie bei Festen auferlegt waren, wie andererseits als zusätzliche Sündopfer bei Gesetzesübertretungen, haben alle einen tieferen geistigen Sinn, den wir ergründen sollen! Jede der Opfergaben im Tempel versinnbildlicht etwas, das mit der vollständigen Erfüllung durch Jesus eine Beziehung hat: Seinem Leben und Handeln, als auch mit seinem Tod und seither mit seinem Dienst als Hohepriester: Damals, heute in der Endzeit und ebenso im kommenden System. Was wir darüber lernen nützt uns heute und für immer! Gottes Wort vergeht nie, sein Rechtsmassstab verändert sich nicht!

 

Eifer für Gott zu haben ist vortrefflich, besser aber ist es Gottes Gerechtigkeit gemäss genauer Erkenntnis zu verstehen und sich dieser freiwillig zu unterordnen! Menschliche Überlieferungen und Gesetze mögen auf den ersten Blick überzeugend wirken, Gottes Gerechtigkeit steht weit über jenen. Paulus schrieb über gewisse jüdische Brüder:

 

*** Rbi8  Römer 10:2-4 ***

Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende [[das Ziel, die Erfüllung, das Erreichen der Anforderungen]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

[1] Siehe Fussnote betreffend der abweichenden Lehre von JEHOVAS ZEUGEN

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

Die Dinge rund um den Dienst im Tempel waren „ein Schatten künftiger Dinge“: „Die Wirklichkeit gehört dem Christus“. Paulus erklärt, was er damit meint und auf was wir achten sollen! Viele Dinge, welche im Tempel als Dienst im Zusammenhang mit Opfern verrichtet wurden, waren wie er es ausdrückt „bloss ein Schatten künftiger Dinge“, die mit dem Kommen Jesu die wahre Erfüllung fanden. Jesus hatte selbst alle gesetzlichen Erfordernisse erfüllt und die Gebote stets gehalten. Er begann nun diesen „Schatten der Dinge“, oder anders erklärt den Sinn der hinter den Handlungen stand, die von Priestern verrichtet wurden, in die Wirklichkeit umzusetzen und forderte jeden seiner Nachfolger auf, diese neue Art von Opfern nun selbst zu erbringen! Paulus schrieb darüber an die Kolosser:

 

Der jüdische Kalender, seine Monate und Feste sind  von Gott her bestimmt*** Rbi8  Kolosser 2:16-19 ***

Daher möge euch niemand wegen Speise und Trank oder in Hinsicht auf ein Fest oder die Beobachtung des Neumonds oder eines Sabbats richten [[(weil ihr tut, was das GESETZ von uns verlangt! Die Kritik kommt ja von den Feinden, die Jesus als ENDE DES GESETZES deklarieren, weil sie nicht bereit sind selbstlose Opfer zu erbringen)]]; 17 denn diese Dinge sind ein Schatten [[(die das Prinzip dahinter verkörpern)]] der künftigen Dinge, aber die Wirklichkeit gehört dem Christus [[er ist „Herr des Sabbats“, Hoherpriester für uns]]. 18 Laßt euch nicht um den Siegespreis bringen [[(ewiges Leben hängt davon ab, Gottes Rechtsmassstab zu erfüllen = Segen)]] von jemandem, der Gefallen hat an [Schein]demut und einer Form der Anbetung der Engel [[(gr. aggelos = (falsche) Boten; Vorsteher, Priesterschaft)]]indem er eintritt in“ Dinge, die er gesehen hat, und ohne rechten Grund aufgeblasen ist durch seine fleischliche Geistesverfassung [[(die dem „GESETZ des Geistes“ zuwider gerichtet ist)]], 19 während er nicht an dem Haupt festhält, an dem, von dem aus der ganze Leib, durch seine Gelenke und Bänder versorgt und harmonisch zusammengefügt, weiterhin wächst mit dem Wachstum, das Gott gibt.

 

Wenn wir am „Haupt“, an Jesus festhalten, so folgen wir auch Christi Schritten genau! „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; … Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.“ (Mat 5:17-19) Jesus, die Apostel und die treuen Jünger des ersten Jahrhunderts hielten an ihrem Vorbild fest. Wie Paulus aber in seinen Briefen zeigte, liessen sich einige durch Strömungen innerhalb der Versammlungen mitreissen, die von unreifen Heidenchristen oder Christen aus der Gruppe der Pharisäer eingeführt wurden; Männern oder Frauen, welche die Normen der Nationen oder Dinge ihrer „menschlichen Überlieferungen“ predigten, was hin zum Abfall von Gottes vorgegebenen Normen führt.

 

12.1.1.4       Der „neue Bund“ mit Jesus, der den alten mit Levi ablöst, dennoch auf denselben GESETZEN beruht

Durch das Licht von Jesu, das er auf alle Dinge warf und die Richtigstellung von abweichendem Verhalten wurde die neue Norm festgelegt! Er fasste das Einhalten der Zehn Gebote in zwei Haupt-Prinzipien zusammen: Die Liebe zu Jehova und die Liebe zum Mitmenschen. Bei seinem Tod  trat der „neue Bund“ und damit verbunden, das „GESETZ des Christus“ in Kraft. Mit dem Ende des Dienstes der aaronischen Priesterschaft fanden solche Dinge wie blutige Tieropfer für Sünden einen endgültigen Abschluss, obwohl die Priester noch einige Jahre weiter Dienst im Tempel verrichteten und ein irdischer Hoherpriester ohne göttliches Recht sein Amt ausübte: Der „Bund mit Levi“ hatte geendet, der neue Hohepriesterkönig war zu erhöhen. (Apg 15:24; Gal 2:4; Jud 4) „Und so, wie Moses die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“ (Joh 3:14, 15) Glaube in Jesu erhöhte Stellung war nun gefordert, als Hoherpriesterkönig und damit „Herr des Sabbats“ und direkt Verbunden auch als oberster Lehrer, als „Haupt“ jedes Christen.

 

*** Rbi8  Hebräer 8:13 ***

Indem er sagt „einen neuen [Bund]“, hat er den früheren [[(„Bund mit Levi“)]] für veraltet erklärt. Nun ist das, was veraltet ist und alt wird, dem Verschwinden nahe.

 

Paulus schrieb den rief an die Hebräer im Jahre 60/61 u.Z. Die Zerstörung des Tempels und der aaronischen Priesterschaft erfolgt nur wenige Jahre darauf, 70 u.Z.! Damit verschwand das „Veraltete“ endgültig. Andere Dinge aber blieben unangetastet oder mussten nun gemäss ihrer ursprünglichen Bedeutung ausgeführt werden. Auch Jesus zeigt in der Offenbarung in seiner Korrektur jeder einzelnen Versammlung, dass Vorsteher, die falsches Lehren oder solche dulden die abweichende Lehren von denen der Apostel verbreiten, bis zum Ende eine grosse Gefahr für das Wohl der ganzen Versammlung, ja des gesamten Leibes darstellen! (Gal 1:6-9)

 

Johannes empfängt die Offenbarung von Jesus*** Rbi8  Offenbarung 2:20-23 ***

Dessenungeachtet halte ich dir entgegen, daß du das Weib Isebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt meine Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind. 21 Und ich gab ihr Zeit zu bereuen, aber sie will ihre Hurerei nicht bereuen. 22 Siehe! Ich bin im Begriff, sie auf ein Krankenbett zu werfen und die, die mit ihr Ehebruch begehen, in große Drangsal, wenn sie ihre Taten nicht bereuen. 23 Und ihre Kinder will ich mit tödlichen Plagen töten, so daß alle Versammlungen erkennen werden, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht, und ich will euch, jedem einzelnen, gemäß euren Taten geben.

 

Die Kinder Isebels sind ihre Nachfolger die auf sie hörten Hurerei zu begehen oder Götzen geopfertes leichthin zu essen. Zum Beispiel mochte sie Scheidung aus irgendwelchen Gründen fördern oder Geschiedenen die Wiederverheiratung anheimstellen und so deutlich Jesus widersprechen. Etwas was heute gang und gäbe ist!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:32 ***

Doch ich sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

 

Versammlungsvorsteher müssen somit sehr wohl darauf achten, welcher Art Lehre sie folgen oder ob sie gar selbst ihre „Schafe“ in die Irreführen! Jesus erwähnt alle Dinge, die bereits im mosaischen GESETZ stehen! Paulus korrigierte solche fehlgeleiteten Machenschaften und wo notwendig, wie im Falle des Hymenäus und Alexander, entfernte er die Uneinsichtigen aus der Versammlung! Ihm wie den anderen Aposteln ging es um Reinheit und unverfälschte Wahrheit! Petrus brachte dieses Streben nach der „unverfälschter Milch des Wortes“ in seinem ersten Brief zum Ausdruck: (1.Ti 1:18-20)

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:1-3 ***

Legt daher alle Schlechtigkeit ab sowie alles Trügerische und Heuchelei und [Gefühle des] Neides und alle Arten von übler Nachrede; 2 [und] wie neugeborene Kindlein entwickelt ein Verlangen nach der unverfälschten Milch, die zum Wort gehört, damit ihr durch sie zur Rettung heranwachsen mögt, 3 vorausgesetzt, ihr habt geschmeckt, daß der Herr gütig ist.

 

Die in Gottes GESETZ vorgesehenen Dinge betreffend der Festzeiten, wie Wein und Brot zum Abendmahl, das Fasten des Sühnetages, das Abstehen von Erwürgtem und von Blut und das Beachten des Neumonds anstelle des julianischen Kalendermonatsersten, des Sabbats, anstelle des Sonntags, alle dies sind Dinge, die Jesus gehören. Er selbst hielt „das geringste der Gebote“. Dadurch bestätigt er das GESETZ oder legt neu fest, wie z.B. die Aufhebung von mehr als einem Scheidungsgrund, weil er Hoherpriesterkönig ist und höher steht als Moses, der Scheidung aus anderen Gründen als ein Nachgeben dem Volk gegenüber gestattet hatte! (Mat 28:18; Kol 2:19)

 

Jeder Christ, der andere Christen deswegen richtet, weil sie sich an solche vorschriftsmässigen Dinge halten wollen, den Sabbat, den Neumond und die Festzeiten Jehovas halten, an den Emblemen Brot und Wein teilhaben, Gottes GESETZE einhalten auch in geringen Dingen, wie den Speisevorschriften und sie dadurch über die Gesetze eines Landes oder einer Religion stellen: Der macht sich selbst zu einem Richter und zu einem Gott. Er stellt sich über den Christus und über die Apostel, welche diese Dinge immer wieder bestätigen! Darin liegt die deutliche Warnung des Paulus, keinerlei Form von Anbetung von „Engeln“ [[gr.: aggelos = Bote, Vorsteher]] zu treiben, sondern Jesus zu erhöhen und ihm die Ehre zu geben wie es sich gebührt: „Und so, wie Moses die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.“ (Joh 3:14, 15).

 

12.1.1.5       Warum kommt der Zorn Gottes erst am Gerichtstag der Endzeit?

Gott lässt Nachsicht vor Gerechtigkeit walten, weil er jedem die Chance gibt Sünden einzugestehen und Reue zu üben. Da die Toten in ihrer Auferstehung gerichtet werden ist dieselbe Gerechtigkeit für jeden gewährleistet: Wer Gutes tat wird Segen ernten, wer schlecht handelte erhält Strafe, Sklavendienst, um Schulden zu begleichen oder gar „Gehenna“, ewige Abschneidung vom Leben. Petrus erklärt:

 

(2. Petrus 3:8-10)  Indes möge diese eine Tatsache eurer Kenntnis nicht entgehen, Geliebte, daß ein Tag bei Jehova wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. 9 Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie [es] einige [für] Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen. 10 Doch Jehovas Tag [[(der Tag des Herrn (Jesu, als Richter))]] wird kommen wie ein Dieb, an welchem [Tag] die [[(alten)]] Himmel [[(der Herrschenden)]]  mit zischendem Geräusch vergehen werden, die Elemente aber werden vor Gluthitze aufgelöst, und die Erde [[(die antrünnige Menschheit)]] und die Werke auf ihr werden aufgedeckt werden.

 

Da Habsucht als Götzendienst bezeichnet wird fallen einige in die Falle, dass sie Dinge begehren die ihnen nicht zustehen, ihnen das System mit seinen verdrehten Gesetzen aber zu erreichen gewährt. Das göttliche Gebot „Du sollst nicht begehren ...“ ist somit für Christen weiterhin gültig! Habsucht bedeutet doch nichts anderes als etwas zu begehren, auf das wir keinen Anspruch haben! Solcher Dinge wegen kommt doch auch heute Gottes Zorn am Gerichtstag! Menschen werden dadurch leichthin zu „legalen“ Dieben, straffrei vor dem System aber nicht straffrei vor Gott, dessen GESETZ sie übertreten und der ja „niemals Straffreiheit gewährt“ (Mat 6:33; 2.Mo 34:7). Paulus schreibt diesbezüglich den Kolossern:

 

Unser Hirn mit der "neuen Persönlichkeit" ausstatten *** Rbi8  Kolosser 3:5-11 ***

Ertötet daher die Glieder eures Leibes, die auf der Erde sind, in bezug auf Hurerei, Unreinheit, sexuelle Gelüste, schädliche Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist. 6 Dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes. 7 Gerade in diesen Dingen wandeltet auch ihr einst, als ihr in ihnen ständig lebtet. 8 Nun aber legt sie wirklich alle von euch ab: Zorn, Wut, Schlechtigkeit, Lästerworte und unzüchtige Rede aus eurem Mund. 9 Belügt einander nicht. Streift die alte Persönlichkeit mit ihren Handlungen ab, 10 und kleidet euch mit der neuen [Persönlichkeit], die durch genaue Erkenntnis erneuert wird nach dem Bilde dessen, der sie geschaffen hat, 11 wo weder Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Ausländer, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen ist.

 

Für alle bleibt Gottes Massstab gültig, ohne Unterschied ob Mann oder Frau, ob fleischlicher Jude oder als Christ Getaufter, am Fleisch oder geistig Beschnittener! Christus muss unser Massstab werden und ihm müssen wir nachstreben, er, der niemals ein göttliches Gebot übertrat und dadurch sündlos war! (1.Ti 5:20, 21; Heb 5:14)

 

Wer eher auf Papst und Bischöfe, auf Gesalbte oder Stammapostel hört, wie immer die Titel jener erlauchten Gruppe von Kirchenführern heisst, anstatt auf Jesu Worte zu achten und auf die Worte seiner wahren Apostel, der verfällt einer Form der Anbetung und einem Götzendienst der Gott nicht wohlgefällig sein kann! Niemand kann Gottes Gebote ausser Kraft setzen, nicht das Geringste, auch nicht der Cäsar, die politisch höchste Macht! Niemand darf Gesetzesübertretung lehren und andere dadurch zum Straucheln veranlassen!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Religionen machen Kompromisse, um Anhänger zu gewinnen oder sie nicht zu verlieren, wo Jesus dies deutlich ablehnt! In pharisäerhafter Weise verschärfen sie göttliche Normen die ihren Anhängern dadurch weiteren Anlass zum Straucheln bieten! Die Schriftgelehrten, heutige Anwälte und Richter aber verdrehen Gottes GESETZ, setzen es ausser Kraft oder missachten es durch völliges Ignorieren! Wer sich somit auf sie abstützt, um Vorteile zu erlangen oder gerechter Strafe zu entgehen macht sich zu einem Teilhaber am System und erhält dessen Kennzeichen! Die Globalisation auch auf dem Gebiet der Rechtsprechung tendiert schnell in diese Richtung! Johannes schreibt in der Offenbarung:

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:16-17 ***

Und es übt auf alle Menschen einen Zwang aus, auf die Kleinen und die Großen und die Reichen und die Armen und die Freien und die Sklaven, daß man diesen auf ihrer rechten Hand oder auf ihrer Stirn ein Kennzeichen anbringe 17 und daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens.

 

„Globalisation“ gab es schon im römischen Imperium, dessen direkter Nachfolger Anglo-Amerika, als das zweihörnige „wilde Tier“ und als siebter, führender Kopf des „siebenköpfigen wilden Tieres“ in der Offenbarung dargestellt wird!

 

 

Biblische Symbole
 

(Vergleiche Grafik: Biblischen Symbole)

 

12.1.1.6       Wem bringst du deine Opfer dar: Dem Cäsar, den Kirchenvorstehern oder Gott?

Im Falle Konstantins wechselte jener im Jahre 321 u.Z. den göttlich verordneten Sabbat auf den Sonntag um, welcher der Anbetung der Sonne, der „sol invictus“ diente! Auch die Begriffsveränderung von Sonntag auf den „Tag des Herrn“ (span: Domingo) durch Päpste änderte daran nichts! Jede Art von Opfern in Verbindung mit heidnischem Kult kann für Gott nicht annehmbar sein! Es ist unrein! Die Worte des Paulus an die Korinther lassen keinen Raum für Zweifel darüber, was ein Christ zu tun hat, wenn seine Versammlung oder die Vorsteher Dinge tun, die Gott verabscheut!

 

(Vergleiche: NEWSLETTER „DER WEG“ vom Dezember 2004; Artikel: 12.2.1 Geschickte, gefährliche Vermischung von Heidentum mit Christentum)

 

Satans gefälschtes Christentum*** Rbi8  2. Korinther 6:15-18 ***

Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Die Katholische Mutterkirche und ihre protestantischen Töchter sind bis heute voller heidnischer Bräuche! Einige etwas mehr, andere etwas weniger! Diese Kirchen drängen Christen dazu ihren Bräuchen ebenfalls zu folgen, aber jene im GESETZ vorgeschriebenen Dinge nicht zu beachten. Dadurch zeigen sie sich in Wirklichkeit als „Baale“, als (Götter; Götzen) oder „Herren, welche die Unterwerfung unter etwas verlangen, was dem GESETZ widerspricht. Deutlich fordert Paulus Christen durch Jehovas Wort dazu auf: „Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab“.

 

Paulus verwies im  ersten Brief an Timotheus auf solche ungerechtfertigten Einschränkungen oder das Gegenteil, dass Verbotenes aufgehoben und getan werden dürfe. Der Abfall vom Glauben an Gottes Gebote war für Christen genauso vorhergesagt, wie Moses dies für die Israeliten vorhersagte! Paulus identifiziert solche irreführenden Lehren mit Dämonen, die Menschen inspirieren würden!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 4:1-5 ***

Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten [[(Zölibat)]] und gebieten, sich von Speisen zu enthalten [[z.B. Vegetarier, Antialkoholiker, z.B. Mormonen die selbst Cola, Kaffee und Schwarztee auf ihrer Liste haben]], die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen. 4 Der Grund hierfür ist, daß jede Schöpfung Gottes vortrefflich und nichts [[(was Gott als rein erklärt)]] verwerflich ist, wenn es mit Danksagung empfangen wird, 5 denn es wird durch Gottes Wort und Gebet dafür geheiligt.

 

Heuchelei und Lügen würden jene Männer und auch Frauen verbreiten! Das Heiraten ist von Gott geheiligt, auch für Vorsteher! Den Priestern wurde von Päpsten das Heiraten verboten, was zu unendlichen Folgeproblemen, wie dem Missbrauch von Kindern geführt hat, welche heute durch Tausende von Gerichtsfällen in der ganzen Welt die Katholische Kirche in ihrem Fundament erschüttern! Ihre Glaubwürdigkeit wird durch ihre eigenen Vertreter und deren Heuchelei und offenkundige Lügen untergraben!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

(Vergleiche Artikel: Religionen die offen Lügen verbreiten)

 

So zum Beispiel führten Päpste am Freitag ein wöchentliches Enthalten von Fleisch ein, das heute kaum jemand mehr hält. Fisch durfte gegessen werden: „Die ... gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden.“ Nirgends ist so etwas in der Bibel vorgeschrieben! Es sind Opfer, die Gott nicht wohlgefällig sind, weil sie nicht auf Gottes Geist der Wahrheit beruhen, selbstauferlegten Kasteiungen entsprechen!

 

Der Genuss von Blut und Blutwürsten wird in den meisten Christenversammlungen dagegen gestattet, obwohl solches durch die Lehren der Apostel eindeutig verneint wird!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:19-21 ***

Meine [[(die von Jesu Halbbruder Jakobus)]] Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. 21 Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[(örtlichen Versammlungen)]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Seit Konstantin hat die Katholische Kirche den Sonntag eingeführt und später ihre meisten Töchter, die sich von ihr abspalteten, denselben staatlich verordneten Sonntag anstelle des von Jehova geforderten Sabbat übernommen. Obwohl „seit den Tagen des Moses“ und auch in den Versammlungen der ersten Christen das Zusammenkommen ganz offensichtlich wie vorgeschrieben am Sabbat, am Neumond und den Festzeiten stattfand. Auch unter Christen wurde das GESETZ (die ersten fünf Bücher Mose) weiterhin zur Unterweisung dessen vorgelesen, was in Gottes Augen Recht und was Unrecht ist.

 

12.1.1.7       Unterweiser von Blinden die selbst Gesetzesübertreter sind!

Das GESETZ bleibt unser Unterweiser, der Rahmenbau, der zu Jesus hinführt, wo der Christus vormachte, dass es auch unter römischem Joch und heuchlerischen Pharisäern und Schriftgelehrten möglich sei, Gottes GESETZ ständig und auch in scheinbar geringen Details zu halten. Das „leichte Joch“ befreiten von Ungesetzlichen Zusätzen der Schriftgelehrten und deren pharisäerhaften Auslegungen. „Nehmt mein Joch [[(das „GESETZ des Christus“)]] auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Mat 11:29, 30)

 

Rettet die Kirche: Schafft die Kirchensteuer ab*** Rbi8  Römer 2:17-24 ***

Wenn du nun dem Namen nach ein [[(fleischlicher)]] Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]]  ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat — 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? [[(der Zehnte endete mit dem „Bund Levis“, wer ihn als Vorsteher einfordert beraubt „Tempel“; jeder Christ ist ein „geistiger Tempel“)]] 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

Indem wir Gottes GESETZ offensichtlich übertreten verursachen wir, dass Gottes Name unter den Nationen gelästert wird! Bis zu Jesu Tod mussten fleischliche Juden den „Zehnten“ bezahlen. Im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ aber gilt: „Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämọnen aus. Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt.

 

Entgegen dem vierten Gebot werden heute Messen und religiöse Zusammenkünfte meist Sonntags gehalten! Alles Veränderungen hin zu heidnischem Kulturgut, durch Vorsteher erst unscheinbar in einzelnen Versammlungen eingeführt, später aber für alle durch Päpste zum Gebot erklärt! Durch ihre Überlieferungen machen sie aber Gottes GESETZ ungültig und beflecken sich durch Lehren, die Götzen dienen, in derselben Form wie dies die Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrten schon zur Zeit Jesu taten. Sauerteig breitete sich zur ganzen christlichen Masse hin aus (Mat 16:6; 1.Kor 11:1, 2).

 

*** Rbi8  2. Mose 20:8-10 ***

Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, 9 sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. 10 Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, [weder] du noch dein Sohn, noch deine Tochter, [noch] dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist.

 

Die „Adventisten des siebenten Tages“ haben erkannt, dass dieses Gebot für Christen weiterhin verbindlich ist und halten sich wie die glaubensfesten Juden daran! An alles? Nein, weder Neumondfest noch Festzeiten werden eingehalten, obwohl sie genauso unter das vierte Gebot gehören. Sie ignorieren, was Jesaja zum Ende des alten Systems und dem Beginn des Millenniums erklärt:

 

Wer Neumond und Sabbat nicht einhält schaufelt sich sein eigenes Grab* (Jesaja 66:23, 24)  Und es wird bestimmt geschehen, daß von Neumond zu Neumond und von Sabbat zu Sabbat alles Fleisch herbeikommen wird, um sich vor mir niederzubeugen“, hat Jehova gesagt. 24 „Und man wird tatsächlich hinausgehen und die Leichname der Menschen anschauen, die sich gegen mich vergangen haben [[(die das Sabbatgebot und due Neumonde nicht gehalten haben)]]; denn selbst die Würmer an ihnen werden [[(während des Millenniums)]] nicht sterben, und ihr Feuer, es wird nicht ausgelöscht werden [[(weil an Übertretern während des Millenniums unmittelbar die Strafe vollzogen wird)]], und sie sollen für alles Fleisch zu etwas Abstoßendem werden.“

 

Der Neumond wird noch vor dem Sabbat genannt! Die Aussagen decken sich, dass beide unter denselben Strafbestimmungen stehen.

 

Auch wer Gottes Speisevorschriften verwirft, wie das Essen von Schweinefleisch, Blut, Erwürgtem oder den als „unrein“ erklärten Tierarten (5.Mo 14:1-21), der setzt sich Seinem Zorn aus, vor allem jene Religionen und deren Vorsteher, die das „Ende des GESETZES“ erklären, statt wie Paulus erklärt: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[„GESETZ des Christus“]] auf.“ (Rö 3:31)

 

(Jesaja 66:15-18)  „Denn siehe, Jehova selbst kommt wie ein Feuer, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, um mit lauter Grimm seinen Zorn zu erstatten und sein Schelten mit Feuerflammen. 16 Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. 17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten [[(die Jehova nicht gepflanzt hat, „Bäume“ (Vorsteher), die er verwirft)]] hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches [[(Speisen die Jehova als unrein erklärt)]], sogar die Springmaus, sie werden alle zusammen ein Ende nehmenist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre [[(gerechten wie ungerechten)]] Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen [[(am Tag Harmagedons: Tod oder Leben)]].“

 

Jehova spricht als oberster Richter der ganzen Erde, während Jesus die richtet, die der Vater im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ anerkannt hat.

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

(Vergleiche Grafik: 4.3  Durchsäuerung der Versammlung Gottes)

 

Auch andere Formen des Gesetzesbruches, wie Homosexualität oder Lesben usw. wurden in sonst biblisch recht sattelfesten christlichen Glaubensgruppen üblich. Heute unterbinden Jehovas Zeugen gar für ihre von ihnen erklärte auf sich bezogene „grosse Volksmenge“ die Teilnahme an Brot und Wein beim Abendmahl. Auch dort hört man eher auf die Vorgesetzten, wie auf Jesus und die Apostel! Der eigene Verstand muss ausgeschaltet werden und die Kirchenführung übernimmt durch Dogmen die Führung! Man vergisst den Rat des Paulus all zu leicht und markiert sich dadurch selbst als unbewährt:

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Einige andere Religionsführer verbieten aus religiösen Gründen jeden Alkoholgenuss (Adventisten, Pfingstgemeinde), Tabak (Jehovas Zeugen), Kaffee und selbst Schwarztee oder Cola-Getränke wie z.B. die Mormonen! Diesen Dingen zu sehr Gehör zu schenken kann uns „um den Siegespreis bringen“, wie Paulus sagt, weil wir nicht mehr Jesu nachfolgen, sondern Menschen und dadurch „Engeln“ (Boten; Vorstehern) Anbetung darbringen! Wer den Alkohol generell verbietet gestattet auch nicht, dass Christen am Abendmahl so teilhaben, wie Jesus dies tat! Jesus trank Wein und forderte die Jünger deutlich auf: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ (Lu 22:19, 20).

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Wir sprechen hier nicht vom gesundheitlichen Standpunkt durch Missbrauch, der zum Beispiel das Rauchen und damit die Verunreinigung des Körpers eindeutig verurteilt, wir reden von pharisäischen Regeln die Gesetzescharakter annehmen! Wir inhalieren auch Rauch, wenn wir an einem Feuer sitzen, das Essen am offenen Feuer zubereiten usw.!  Bei Jehovas Zeugen wird jemand aus der Versammlung entfernt, der mehrmals mit einer Zigarette im Mund erwischt wird – somit durch Anwendung der Todesstrafe für ein kleineres Vergehen Gottes Massstab eindeutig verletzen. Wie die Erfahrung aber zeigt, werden grosse Diebe, Ehebrecher und auch Kinderschänder durchaus in ihren Reihen belassen, ohne dass jene die gesetzlichen Werke der Reue erfüllt hätten!  

 

Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen

 (Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Nicht zu Rauchen ist bestimmt lobenswert! Eine Nichtraucherreligion aber hat deswegen noch lange nicht Gottes Anerkennung!

 

12.1.1.8       Christi Leib wird durch Bänder und Gelenke zusammengehalten

Der Leib des Christus ist seine Versammlung! Sie wird durch Liebe, durch Gottes GESETZ und seine richterlichen Verordnungen wie das regelmässige Versammeln am Sabbat und an den Festtagen wie durch Bänder zusammengehalten! Das ist einfach zu verstehen: Durch die liebevolle gegenseitige Unterstützung fühlen sich die Glieder zueinander hingezogen. Die GESETZE verhindern, dass Christen sich gegenseitig Schaden zufügen! Durch die wöchentliche Unterweisung wird dieser Zusammenhalt untereinander, zum Haupt Jesus und zu Gott ständig gefestigt. Die Sabbate sachliessen auch die Neumondfeste und die Feiertage mit ein. Sie bringen eine zusätzliche starke Verbindung mit Jehova, der durch Christus die Versammlung anführt, indem Gottes Grosstaten und sein Wille gegenüber Israel immer wieder in Erinnerung gerufen werden.

 

Moses musste die Söhne Israels belehren, Gottes Sabbate zu halten: "Jeder, der am Sabbattag Arbeit verrichtet, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden." (2. Mose 31:12-17)  Und Jehova sagte ferner zu Moses: 13 „Was dich betrifft, rede zu den Söhnen Israels, indem [du] sprichst: ‚Besonders meine Sabbate sollt ihr halten, denn es ist ein Zeichen zwischen mir und euch durch eure Generationen hindurch, damit ihr erkennt, daß ich, Jehova, euch heilige [[(mittels des „Lichtes“, das in jeder Versammlung vermittelt wird)]]. 14 Und ihr sollt den Sabbat halten, denn er ist euch etwas Heiliges. Wer ihn entweiht, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. Falls irgend jemand an ihm Arbeit verrichtet, so soll diese Seele von der Mitte ihres Volkes abgeschnitten werden. 15 Sechs Tage kann Arbeit getan werden, aber am siebten Tag ist ein Sabbat vollständiger Ruhe. Er ist etwas Heiliges für Jehova. Jeder, der am Sabbattag Arbeit verrichtet, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. 16 Und die Söhne Israels sollen den Sabbat halten, um den Sabbat durch ihre Generationen hindurch zu begehen. Es ist ein Bund auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]]. 17 Zwischen mir und den Söhnen Israels ist er ein Zeichen auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], denn in sechs Tagen hat Jehova die Himmel und die Erde gemacht, und am siebten Tag ruhte er und ging daran, sich zu erquicken.‘ “

 

Der siebte Tag dauert immer noch an! Das herausragendste Gebot, das Christen wie einen vereinten Leib zusammenhält, ist die Liebe, die ja alle übrigen göttlichen GESETZE in sich vereint! Zuerst ist da die Liebe zu Gott, dann in Liebe, die am „Haupt“ Christus festhält und die anziehende Nächstenliebe zu allen Gliedern der Versammlung. Das führt zu Konfliktsituationen, weil unsere Zuneigung mehr Gott und Jesus gehört, wie unseren nächsten Angehörigen! Jesus erklärte es auf folgende Weise:

 

*** Rbi8  Matthäus 10:36-37 ***

In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig.

 

Durch das leitende „Haupt“ werden diese Glieder mittels der Gelenke harmonisch in die eine oder andere Richtung gerichtet, um den geraden, eingeengten und vorgegebenen Weg nicht zu verlassen, hin zum Ziel. Somit sind die Gelenke am Körper vergleichbar mit den Vorstehern, um gewisse Werke durch die Glieder ausführen zu lassen. Alles aber wird durch ein einziges „Haupt“ gelenkt.

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!
 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

Jesus vergleicht diesen eingeengten Weg, den uns die Glieder tragen, der nur durch ein „enges Tor“, durch die Taufe erreicht werden kann. Es bedeutet sich die Gebote Gottes aufs Herz zu schreiben.

 

*** Rbi8  Matthäus 7:13-14 ***

Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

 

Die „grosse Volksmenge“ am „Ende des Weges“ während der Endzeit wird das kommende System erleben. „Der eingeengte Weg“ ist damit noch nicht zu Ende: Nach dem „Endgericht“ folgt nach der allgemeinen Auferstehung das „Schlussgericht“ am Ende des Millenniums. Nur die, welche dem „engen Weg“ folgen sind es, die das letzte „Tor“ hin zur Ewigkeit passieren! Die Vorsteher in Korinth hatten dies missachtet, indem sie Unrecht in der Versammlung duldeten und keiner sich in der Lage zeigte, Gottes GESETZ als Versammlungsrichter Nachachtung zu verschaffen. Ihr Weg wurde breit und das „enge Tor“ am Ende dadurch verfehlt!

 

Christus, das Haupt des MannesAn anderer Stelle warnte Paulus im 2.Brief: „Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod].“ (2.Korr 11:30) Als „Gelenke“ handelten jene Vorsteher nicht so wie sie sollten. Paulus lobt jene anderen dagegen dafür, dass sie an den „Überlieferungen der Apostel festhalten“ und er bestätigt gleichzeitig Jesus und Ehemänner als „Häupter“ die zu respektieren sind. 

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:2-3 ***

Nun lobe ich euch, weil ihr in allen Dingen meiner gedenkt und ihr an den Überlieferungen festhaltet, so wie ich [sie] euch übermittelt habe. 3 Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott.

 

Wahre Christen achten somit auf Gottes GESETZ und Seine Gerechtigkeit und halten sich sowohl an den Sabbat, wie auch an den Neumond und die biblischen Festzeiten, die Teil von Jehovas richterliche Anweisungen an Israel darstellen! Sie lassen nicht zu, dass zwischen dem fleischlichen und geistigen Israel eine Spaltung aufkommt! „Ein GESETZ für Einheimischen und den ansässigen Fremdling“, sagte Jehova deutlich! Wenn wir an die Zukunft denken, wo die beiden Teile durch Jesus vollkommen vereint werden, ist es ganz klar und offensichtlich, dass dies unter demselben ursprünglichen GESETZ sein muss, das Jehova Israel zu Beginn gegeben hatte! Es ist kaum anzunehmen, dass Jehova sich Konstantins Diktat des Sonntags unterordnet oder den Auszug aus Ägypten und den Tod seines Sohnes wegen der Päpste vom 14.Nisan auf den Gründonnerstag und Karfreitag und den ersten Tag der Passahfeier, den 15.Nisan stets auf den Sonntag verlegen wird und den letzten geheiligten Tag, den 21.Nisan streichen wird! Dasselbe gilt für Pfingsten und die Erntefeiern im Herbst. Trompetenfest und Sühnetag müssten dann aufs Eis gelegt werden. Maleachis Worte haben erneut ihren Wert in der Endzeit! „ ‚Denn ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert. Und ihr seid Söhne Jakobs; ihr seid nicht zu eurem Ende gekommen. Von den Tagen eurer Vorväter her seid ihr von meinen Bestimmungen abgewichen und habt [sie] nicht gehalten. Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.“ (Mal 3:6, 7)

 

12.1.1.9       Schlachtopfer und Opfergaben in Form von Erfüllung von Gottes Willen!

Die geistige Beschneidung von Christen liegt in der freiwilligen Unterordnung unter Gottes gerechten Massstab! Ihre Art der Opfergaben sind anders als jene des fleischlichen Israel, Gott aber wirklich wohlgefällig, indem sie seinen Willen auch in geringen Dingen tun! Erinnern wir uns des Eingangs erklärten Textes des Paulus an die Hebräer?

 

Gottes grösstes annehmbares Opfer war Jesus: Verspottet, geschlagen, mit einer Dornenkrone am Stamm gestorben aber ohne jede Sünde*** Rbi8  Hebräer 10:5-10 ***

Daher sagt er [[(Jesus)]] bei seinem Eintritt in die Welt „ ,Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. 6 Du hast kein Wohlgefallen an Ganzbrandopfern und Sünd[opfern] gehabt.‘ 7 Da sprach ich: ‚Siehe! Ich bin gekommen (in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben), um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘ 8 Nachdem er zuerst sagte: Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sünd[opfer] hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt“ — [Schlachtopfer,] die gemäß dem GESETZ [[(als Sündopfer)]] dargebracht werden —, 9 sagt er darauf wirklich: „Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.Er beseitigt das erste [[(den Bunds mit Levi und deren beständige Übertretungen zuliess und selbst beging)]], auf daß er das zweite aufrichte. 10 Durch den besagten „Willen“ sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden.

 

Schlachtopfer als Opfergaben in Form von Ganzbrandopfern und Sündopfern waren notwendig, weil die Priester und das Volk das GESETZ übertraten. Es war eine Erinnerungs- und Straf- und Sühnemassnahme seitens Jehova, um Priester und das Volk an die gesetzlichen Pflichten zu erinnern! Diese Art der Opfer brachte Gott kein Wohlgefallen, weil sie ja die Folge von Übertretung waren! (PS 40:6; 50:8; Am 5:22)

 

Der Wille Gottes bestand somit darin, dass Jesus das GESETZ vollständig erfüllte, bis hin zur Aufgabe die Gott ihm auferlegt hatte, ein letztes grosses Schlachtopfer darzubringen, sein eigenes Blut und seinen eigenen, sündlosen Leib! Damit fanden jene Opfergaben im Tempel ein Ende. Ein neuer Hohepriester der gleichzeitig König im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ist wurde eingesetzt, der frühere Bund war damit aufgehoben! Wer die ihm auferlegte Arbeit nicht tut, der wird aus seiner Position entfernt.

 

Statt des steinernen Tempels in Jerusalem sollten Christen einen lebendigen Tempel darstellen, in welchem sie an jedem Ort und zu jeder Zeit durch ihren Geist und in Wahrheit Gebete und heiligen Priesterdienst verrichten. Erinnern wir uns der Worte Jesu an die Samariterin? „Unsere Vorväter haben auf diesem Berg [[(Gerisim, in Samaria)]] angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem [[(der Berg Zion)]] der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung [[(Jesus, das Ebenbild des Vaters)]] ist aus den Juden. Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter.“ (Joh 4:20-23) Dazu musste jeder für sich Jesus als wichtigsten Grundeckstein des neuen geistigen Tempels glaubensvoll anerkennen! Petrus erklärt dazu:

 

Spenden aus aller Welt für den Bau des Dritten Tempels *** Rbi8  1. Petrus 2:7-10 ***

Für euch nun ist er kostbar, weil ihr Gläubige seid; für die Ungläubigen aberist derselbe Stein, den die Bauleute verworfen haben, [das] Haupt der Ecke geworden“ 8 und „ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“. Diese straucheln, weil sie dem Wort ungehorsam sind. Gerade dazu sind sie auch bestimmt worden. 9 Ihr aber seid „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz, damit ihr die Vorzüglichkeiten“ dessen „weit und breit verkündet“, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat. 10 Denn einst wart ihr kein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; ihr wart die, denen keine Barmherzigkeit erwiesen worden war, seid jetzt aber die, denen Barmherzigkeit erwiesen worden ist.

 

Die jüdischen Bauleute, die Vorsteher, sie verwarfen dagegen dieses „Haupt der Ecke“, Jesus. Das ist bis heute nicht anders. Warum? Weil sie an seinen Lehren und seinem Handeln Anstoss nahmen, welche ihren Überlieferungen, aber niemals Gottes Wort zuwiderliefen. Jesus widersprach ihnen mehrmals offen und vor Publikum! Jesus wies sie anhand der Schriften immer wieder zurecht! Nun wollen dieselben Führer gar einen dritten Tempel bauen, ohne das „Haupt der Ecke“ anzuerkennen. Ob Jehova daran wohl Freude zeigt? (Mat Kap.23)

 

Alle Nachfolger Jesu sind somit dazu berufen „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz“ zu werden, wenn Jesus den letzten der 144.000 künftigen Priesterkönige versiegelt. Petrus schreibt an die „... zeitweilig ansässigen, die zerstreut sind ... an die Auserwählten.“ Christen müssen sich ihrer Berufung aber als würdig erweisen, um ihre Auserwählung fest zu machen! Aus der „Finsternis“ zum „Licht“ zu gelangen ist ungenügend! (1.Pe 1:1; Rö 9:11; 11:5; 2.Pe 1:5-11)

 

Paulus dagegen nennt die Schriften „das Schwert“ jedes Christen, mit dem jeder geübte Glaubende „starke Verschanzungen“ umstösst! Jenen jüdischen Bauleuten war Jesus ein Ärgernis, weil er ihr heuchlerisches Handeln aufdeckte! Heutigen Religionsführern sind wir genauso ein Ärgernis, weil wir die Schrift als „zweischneidiges Schwert“ gegen sie nutzen aber auch innere Heuchelei und gesetzloses Handeln bestrafen! Wie Petrus es erwähnt, sind nicht die von Religionsorganisationen ernannte Priester, Pastoren und Ältesten eine „heilige Nation“, sondern alle Christen, die Gottes Willen ebenso wie den von Jesus und den der Apostel in die Tat umsetzen! Auch die Apostel hatten das Recht zusätzliche Einschränkungen und Aufgaben zu erlassen, wie Paulus dies im Falle der Ehetrennung gab, sich dabei deutlich auf Jesu abstützend. (2.Kor 10:4-6)

 

Christliche Richter, die dem Staat mehr Ehre geben und dessen verdrehten Gesetzen wie dem Wort ihres Herrn *** Rbi8  1. Korinther 7:10-16 ***

Den Verheirateten gebe ich Anweisung, doch nicht ich, sondern der Herr, daß eine Frau nicht von ihrem Mann weggehen sollte; 11 doch wenn sie wirklich wegginge, so bleibe sie unverheiratet, oder sonst söhne sie sich mit ihrem Mann wieder aus; und ein Mann sollte seine Frau nicht verlassen.

12 Den anderen aber sage ich, ja ich, nicht der Herr: Wenn irgendein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie dennoch einverstanden ist, bei ihm zu wohnen, so verlasse er sie nicht; 13 und eine Frau, die einen ungläubigen Mann hat, der dennoch einverstanden ist, bei ihr zu wohnen, verlasse ihren Mann nicht. 14 Denn der ungläubige Mann ist in Verbindung mit [seiner] Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist in Verbindung mit dem Bruder geheiligt; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. 15 Wenn aber der Ungläubige dann weggeht, so mag er weggehen; ein Bruder oder eine Schwester ist unter solchen Umständen nicht sklavisch gebunden, sondern Gott hat euch zum Frieden berufen. 16 Denn wie weißt du, Frau, daß du [deinen] Mann nicht retten wirst? Oder wie weißt du, Mann, daß du [deine] Frau nicht retten wirst?

 

Die Anweisungen des Paulus mussten zum Wohl der Familien und damit der Versammlungen ausschlagen! Der Körper des Christus wurde durch weitere Bänder zusammengehalten! Auch das war mit Opfern verbunden die Gott durchaus wohlgefällig sind!

 

Es ist Aufgabe aller Jünger Jesu die Dinge betreffend ihres Gottes Jehova und ihres Hohepriester-König Jesus weit und breit zu verkünden. Petrus nennt das, was jene Bauleute Israels seiner Tage verkündigten Finsternis und das Licht, was Jesus brachte! Nur wer Gottes Willen kennt und tut, der darf sich zu Jesus zählen und wandelt im Licht, er wird von Gott am Gerichtstag als zu seinem Volk gehörend bestätigt und anerkannt! Er zeigt schafähnliche Eigenschaften, indem er auf seinen Hirten Jesus hört, der die zwei Herden in einer Hürde eint!

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde" sind?
 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt)

 

Christen kümmern sich nicht weiter darum, dass jemand sie der in diesem System der Rang hat dafür richtet, weil sie das tun, was „in Gottes Augen vortrefflich“ ist! Die Wirklichkeit gehört nicht dem Cäsar und nicht religiösen oder nationalen Gesetzen, sondern Christus, dem König der Könige! Dem Christen sind die göttlichen GESETZE ins Herz geschrieben und sie halten an ihrem einen „Haupt“ fest, das der Christus ist!

 

Der Jünger Jakobus gab Christen den Rat, niemals gegen das GESETZ zu reden und dadurch das GESETZ zu richten!

 

*** Rbi8  Jakobus 4:11-12 ***

Hört auf, Brüder, gegeneinander zu reden. Wer gegen einen Bruder redet oder seinen Bruder richtet, redet gegen [das] Gesetz [[GESETZ]] und richtet [das] Gesetz [[GESETZ]]. Wenn du nun [das] Gesetz [[GESETZ]] richtest, bist du nicht ein Täter des Gesetzes [[GESETZES]], sondern ein Richter. 12 EINER ist es, der Gesetzgeber und Richter ist, er, der retten und vernichten kann. Du aber, wer bist du, daß du [deinen] Nächsten richtest?

 

Jakobus spricht nicht dagegen, dass Versammlungsvorsteher gemäss göttlichem GESETZ und Jesu Gebot (Mat 18:15-17) richten und Urteile aussprechen und sie auch vollziehen. Er spricht dagegen sich über das GESETZ zu erheben und auf gesetzlose Weise zu verurteilen, wo jemand dazu gar nicht autorisiert ist! Die Welt aber ist voller solcher Urteile die bis hin zur Todesstrafe reichen! Paulus, der sowohl von jüdischen wie weltlichen Richtern verurteilt wurde, zufolge seines Predigens und Handelns, er erklärt diesbezüglich den Korinthern:

 

Beurteilung durch weltliche Richter betrachtete Paulus als etwas Geringfügiges: Gottes Urteil ist es, das sschlussendlich zählt!*** Rbi8  1. Korinther 4:3-5 ***

Für mich nun ist es etwas sehr Geringfügiges, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtshof beurteilt werde. Ja, ich beurteile mich auch selbst nicht. 4 Denn mir ist nichts bewußt, was gegen mich [spräche]. Doch dadurch werde ich nicht als gerecht befunden, der mich aber beurteilt, ist Jehova [[der Herr (Jesus)]]. 5 Richtet somit nichts vor der gegebenen Zeit, bis der Herr kommt [[(Jesus zum Endgericht an den Lebenden und dem Gericht des Millenniums an den Toten)]], der sowohl die verborgenen Dinge der Finsternis ans Licht bringen als auch die Ratschläge der Herzen offenbar machen wird, und dann wird jedem sein Lob von Gott zukommen.

 

Gott wird unser Herz am Gerichtstag offenlegen, welches unsere Beweggründe für die eine oder andere Handlung waren. Wer sich darum bemühte Gottes Willen zu erkennen und zu tun wird Lob von Gott erhalten.

 

*** Rbi8  Jakobus 4:14-17 ***

Denn ihr seid ein Dunst, der für eine kleine Weile erscheint und dann verschwindet. 15 Statt dessen solltet ihr sagen: „Wenn Jehova [[der Herr (Jesus)]] will, werden wir leben und auch dies oder jenes tun.“ 16 Nun aber setzt ihr euren Stolz in eure anmaßenden Prahlereien. All dieses Stolzsein ist böse. 17 Wenn daher jemand weiß, wie er das tun soll, was recht ist, und es doch nicht tut, so ist es ihm Sünde.

 

Der Siegespreis, ewiges Leben, wird nur dann gewährt, wenn wir wirklich Gottes Willen zu erkennen versuchen und ihn erfüllen! Wer weiss, was Recht ist und es nicht tut, ihm ist es Sünde! Dazu ist es notwendig die Grenzen die Er setzt zu kennen und anzuerkennen. Bei all dem spielen die veränderten Opfergaben eines Christen eine wichtige Rolle. „Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“ (12:48-50) Gott selbst ist Zeuge, nicht Richter, denn er hat das ganze Gericht Seinem Sohn übergeben:

 

(Johannes 5:22-24)  Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.

 

Kleine Übersetzungsfehler“, wie dort, wo „der Herr“ (gr. kyrios) im griechischen Text steht durch „Jehova“ zu ersetzen kann uns leicht das Verständnis rauben, das andere Textstellen klarlegen. Es ist bewusste Irreführung und Gott selbst wird durch Jesus Zeuge und Richter sein.

 

 

12.1.2      Gottes gerechtes, ausgleichendes System

 

12.1.2.1       Opfergaben für das fleischliche, wie für das geistige Israel zur Erhaltung des Gleichgewichtes in den Versammlungen

Die im GESETZ vorgesehenen Opfergaben hatten zudem auch einen bestimmten sozialen Zweck zu erfüllen. Nur ein geringer Teil der Opfer wurde im Feuer verbrannt, das meiste der Opfer war zu Gunsten der Priesterschaft und deren Familienmitglieder bestimmt. Im Falle der Gemeinschaftsschlachtopfer, wozu auch Opfer für Gelübde zählen, war der Genuss des Fleisches für die Darbringenden bestimmt.

 

"Alles Fett gehört Jehova" und Schweinefleisch zählt zu den unreinen Speisen!Nur das Fett wurde auf dem Altar als Feueropfer verbrannt: „Alles Fett gehört Jehova“. Eine äusserst kluge Regelung, wie Ernährungswissenschaftler bestimmt anerkennen werden! (3.Mo 3:9-11)

 

 *** Rbi8  3. Mose 3:17 ***

Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] für eure Generationen, an allen euren Wohnorten: Ihr sollt überhaupt kein Fett noch irgendwelches Blut essen.‘ “

 

Der Tempel wirkte dadurch in einer ausgleichenden Form und sorgte auch darin für gerechtere Verhältnisse. Rund um den Tempelvorplatz waren Speiseräume für die Priester und das Volk angeordnet. Jeder beschnittene Israelit, der rein war, durfte an dieser Vorkehrung teilhaben, was dazu führte, dass kein Armer in Jerusalem wirklich Hunger zu leiden hatte. Minderbemittelte aber erhielten im Tempel Unterweisung, in welcher Form sie ihr Dasein verbessern könnten oder auch dahingehend, welche Begünstigungen ihnen das GESETZ zuordnete, wie zum Beispiel die Nachernte, die ebenso Hunger verhinderte oder das Erlassjahr, das zur Freiheit von Sklaverei und zur Rückkehr zum Erbbesitz führte, den jemand verloren haben mag! GESETZE betreffend des Leihen von Geld an Minderbemittelte und das Pfand, das jene geben mussten wirkten ausgleichend (2.Mo 22:26, 27; 3.Mo 25:10-19; 5.Mo 15:8-11)

 

Auch in der Christenversammlung sorgten die Apostel nach demselben Muster für ausgleichende Gerechtigkeit. Vorsteher ihrerseits mussten unparteilich streng darüber wachen, dass dies nicht durch Faule und Gesetzesbrecher schamlos ausgenutzt wurde, die Gottes Vorkehrung zu ihren Gunsten und zu Lasten der Mehrheit auszunutzen versuchten.

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 3:10-12 ***

In der Tat, auch als wir bei euch waren, gaben wir euch gewöhnlich diese Weisung: „Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.“ 11 Denn wir hören, daß einige unter euch unordentlich wandeln, indem sie überhaupt nicht arbeiten, sondern sich in etwas einmischen, was sie nichts angeht. 12 Solchen Personen geben wir die Weisung und Ermahnung im Herrn Jesus Christus, daß sie, indem sie in Ruhe arbeiten, ihr selbstverdientes Brot essen sollten.

 

In was mischten sich jene Übertreter ein? In das soziale Recht des Christen, dass andere ihm in der Not beistehen. Im Falle des Beispiels des barmherzigen Samariters zeigte Jesus die Anwendung und auch die religiöse Kehrseite, wo ein Priester und ein Levit ihre eindeutige Pflicht zur Hilfeleistung vernachlässigt hatten! (Lu 10:29-37)

 

Wer sich somit in die soziale Vorkehrung der Christenversammlung einmischt, um etwas zu erheischen, was ihm nicht zusteht, der bestiehlt in Wirklichkeit die Versammlung! Wer der Versammlung etwas vorenthält, was ihr Zusteht, wie im Falle des Ananias und seiner Frau Sapphira, der betrügt gar den heiligen Geist! (Apg 5:1-10)

 

Paulus fordert Christen auf, welche mit solchen Eigenschaften, die aus Faulheit auf indirekten Diebstahl aus sind „mit den eigenen Händen“ gute Arbeit zu leisten! Gute Arbeit wird unter Christen auch gut entlohnt!

 

*** Rbi8  Epheser 4:28 ***

Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste, damit er etwas habe, um einem Bedürftigen davon abzugeben.

 

Selbstverdientes Brot zu essen und so viel zu erarbeiten, dass man auch andern etwas davon abgeben konnte, dies war das was Christen lernten und was für Gott eine annehmbare Opfergabe darstellte! Schon Adam erhielt das Urteil hin zu harter Arbeit, weil er gesündigt hatte, er sich seiner Frau angeschlossen hatte die den ersten Diebstahl verübt hatte: „Und zu Adam sprach er: „Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört hast und darangegangen bist, von dem Baum zu essen, von dem ich dir geboten habe: ‚Du sollst nicht davon essen‘, so ist der Erdboden deinetwegen verflucht. In Mühsal wirst du seinen Ertrag essen alle Tage deines Lebens. Und Dornen und Disteln wird er dir wachsen lassen, und du sollst die Pflanzen des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.““ (1.Mo 3:17-19) Dazu mussten Adam und nun Christen lernen mit dem zufrieden zu sein, was sie hatten und nicht Dinge zu begehren, die ausserhalb ihrer Reichweite lagen oder gar nach Unerreichbarem zu greifen! Paulus zeigt die Folge von ungezügelter Geldliebe, die heute weit verbreitet ist (1.Ti 6:6-8).

 

*** Rbi8  1. Timotheus 6:10 ***

Denn die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, sind sie vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst mit vielen Schmerzen überall durchbohrt.

 

Personen die jener Geldliebe frönen und Dinge möchten, die ihnen von Rechts wegen gar nicht zustehen spielen ein sehr hohes Spiel, das am Gerichtstag ein böses Erwachen mit sich bringt. Bis dahin aber durchbohren sie sich selbst mit vielen Schmerzen.

 

Älteste müssen mit gutem Beispiel durch Arbeitseifer und Bereitschaft mit der Versammlung das Gute zu teilen vorangehen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 16:16 ***

Mögt auch ihr euch fortwährend Personen von dieser Art unterwerfen sowie jedem, der mitwirkt und angestrengt arbeitet.

 

Vorsteher des ersten Jahrhunderts waren deutlich angehalten durch ihr Beispiel eigner angestrengter Arbeit die freiwillige Unterordnung ihrer Schafe zu erlangen. Paulus erklärt diesen Zusammenhang der Aufgabe zum Predigen der guten Botschaft andere zu Belehren und dadurch Samen zu sähen und Menschen zu taufen, die bereit waren sich Jesu Geboten zu unterordnen. Dadurch trugen solche Arbeiter für Christus zur „Ernte“ von Menschenherzen mit bei.

 

Der Pflügende und der Dreschende hat Anteil am ErtragDurch ein GESETZ das Jehova Moses gab und die Ernte betrifft wird ihr Anrecht am sinnbildlichen Ernteertrag der Vorsteher teilzuhaben deutlich gezeigt:

 

 *** Rbi8  1. Korinther 9:8-10 ***

Rede ich diese Dinge gemäß menschlichen Maßstäben? Oder sagt nicht auch das GESETZ diese Dinge? 9 Denn im Gesetz [[GESETZ]] Mose steht geschrieben: „Du sollst einem Stier, wenn er das Korn ausdrischt, das Maul nicht verbinden.“ Kümmert sich Gott etwa um Stiere? 10 Oder sagt er dies ganz und gar um unsertwillen? Ja, um unsertwillen ist es geschrieben worden, weil der Pflügende in Hoffnung pflügen sollte und der Dreschende es in der Hoffnung tun sollte, [daran] teilzuhaben.

 

Der Hinweis des Paulus, dass Dinge, welche Tiere wie hier den arbeitenden Stier betreffen, ebenso zu unserem Wohl und unserer Unterweisung geschrieben stehen, kann uns auch in anderen Beispielen durchaus nützlich sein! Der Faule soll „zur Ameise gehen“ und von ihr lernen, wie sie während des Sommers ihre Ernte einbringt, von „Klippdachsen“ ablesen, welche den zerklüfteten Felsen zum Bau ihres Hauses wählen, die „Heuschrecke“, die keinen König braucht, um auszuschwärmen. Auch die „Gecko-Eidechse“ braucht ihre Füsse um im, Palast des Königs nützlich zu sein!  Der „Esel“, der zum irreführenden Propheten Bileam der Unrechttun liebte mit weisen Worten spricht und ihn warnt. Petrus benutzt das Beispiel, um selbstsüchtige Vorsteher in Christenversammlungen vor ihrem verirrten Weg zu warnen. (Spr 30:24-28; 2.Pe 2:12-16 ).

 

12.1.2.2       Christliche Vorsteher haben ein Recht daran von Opfern der Versammlung ihren Anteil zu erhalten

Auch die christlichen Vorsteher genossen eine ähnliche Vorkehrung wie sie im Tempel für die Priesterschaft existierte, ohne dass ein Zehnter abgegeben werden musste. Das Opfer sollte von Herzen kommen und freiwillig sein, so wie das Herz jeden dazu bewegt, weil die Mitglieder der Versammlung sich durchaus bewusst ist des Nutzens, den die Gemeinschaft als Ganzes daraus zieht!

 

Einige in der Versammlung Korinth waren sich solcher göttlich angeordneter Vorkehrungen nicht bewusst und klagten selbst Paulus an, dass er Nutzen aus den Versammlungen ziehen würde. Paulus verteidigt sich entsprechend auf das GESETZ verweisend und die daraus resultierende Befugnis!

 

*** Rbi8  1. Korinther 9:3-4 ***

Meine Verteidigung vor denen, die mich ins Verhör nehmen, ist diese: 4 Haben wir nicht [die] Befugnis, zu essen und zu trinken?

 

Er erklärt jenen Christen und Vorstehern wie das GESETZ solche Dinge geregelt hat, indem jene die im Tempel für andere Dienst verrichteten an den Opfertieren und allem was auf Gottes Altar dargebracht wurde, wie den Schaubroten, dem Zehnten am Ernteertrag usw. ihren Anteil hatten. Er fährt fort:

 

*** Rbi8  1. Korinther 9:13-14 ***

Wißt ihr nicht, daß die Männer, die heilige Pflichten erfüllen, die Dinge aus dem Tempel essen und die, die beständig am Altar Dienst verrichten, mit dem Altar einen Anteil für sich haben? 14 Ebenso hat der Herr auch angeordnet, daß diejenigen, die die gute Botschaft verkündigen, mittels der guten Botschaft leben sollen.

 

Die Sünd- und Sühneopfer im Gegensatz zu den Ganzbrandopfern gehörten vollkommen dem Priester, der sie vor Gott darbrachte. So hatten die Priester Anteil am Altar, respektive der Opfer die darauf dargebracht wurden! Jesus nun hatte selbst gezeigt, dass jene, welche die gute Botschaft darbringen auch „mittels der guten Botschaft leben“ sollten! Dies hätte den Vorteil, dass sie, indem sie sich von weltlicher Arbeit weitgehend fern halten konnten, sich dem Wort, dem Gebet und der Verkündigung umso unabhängiger widmen könnten.

 

Von 100 Euro Kirchensteuer werden 2013 aufgewendet für ... Die katholischen Priester und viele protestantische Geistliche nutzen die Verbindung Staat-Kirche in gewissen Ländern aus, indem mittels der Steuern ihnen ein Gehalt entrichtet wird. Dies nahm ebenso mit der unheiligen Verbindung Konstantins mit den Bischöfen und dem Papst seinen Beginn! Dieses System baut nicht auf Liebe auf, sondern auf Abhängigkeit des Lohnempfängers vom Lohngeber! Das System liebt somit das Seine, hasst aber jene, die sich ausserhalb des Systems aufhalten, um keinesfalls Teil von ihm zu werden!

 

*** Rbi8  Johannes 15:17-19 ***

Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.

 

90% Kirchensteuer kassiert die Kirche selbst, 10% sind für soziale Zwecke Die Kirchen wurden „Teil der Welt“ und „Babylon die Grosse“ hatte ihren Beginn bereits in der „Nikolaus-Sekte“, die Jesus hasste und beging geistige Hurerei mit den Königen des Systems Satans, bis sie selbst vollkommen Teil von diesem System wurden!

 

In der Schweiz und in Deutschland gehören die Priester zu den am besten entlohnten Berufskategorien! Dadurch aber werden Diener die Gott und Jesus verpflichtet sein sollten indirekt zu Staatsbeamten und zu Lohnhirten, wie Jesus sie nennt!

 

(Vergleiche Grafik: 8.2  Schafe aus zwei Herden zu einer Hürde unter einem Hirten vereinigt; Lohnhirten)

 

Bei Jehovas Zeugen jedoch kommt eine andere Ungerechtigkeit zum Zug! Während die Bethelmitarbeiter (Verwaltung, Druckereien), welche in den Zweigstellen der WARCHTOWER Inc. arbeiten und die Kreisaufseher, die Missionare, einen regulären Lohn und von den Versammlungen zusätzlich freiwillige Anteile erhalten, sind es Älteste, Dienstamtgehilfen und Pioniere die vielleicht ebenso viel oder gar mehr leisten, die leer ausgehen. So oder so zahlen beide einen möglicherweise hohen Preis, wenn sie ins Alter oder in eine Notsituation kommen und die Sozialleistungen nicht ausreichen, um das Minimum zu bestreiten.

 

Wie der Vatikan in Rom, die Mormonen in Utah haben sich auch die Führungsspitze von Jehovas Zeugen Milliardenbeträge in Immobilien aufgehäuft und kümmern sich recht wenig um die Not ihrer „Schafe“! Allerdings ist dort der Einfluss der Literatur nur umso grösser, um das wirkliche Elend zuzudecken! So oder so sind es am Ende nicht Religionsführer, welche Rettung verschaffen, sondern Jehova durch sein „Mittel der Rettung“, durch Jesus!

 

(Vergleiche Artikel: Religionen die offen lügen verbreiten; Absatz: 1.10.4  Religiöse Ausnutzung der Gläubigen)

(Vergleiche E-Buch: Der falsche Prophet; Kapitel 14:  14.7.4  Wer Jehovas Wort verwirft wird von ihm verworfen

 

12.1.2.3       Entzug von Rechten als Strafmassnahme bei Übertretung göttlich festgesetzter Normen

Die Lehren der Apostel und der Ältesten in den Versammlungen mussten eine Anwendung im täglichen Leben ihrer Mitglieder finden. Mit der Taufe hat sich der Christ verpflichtet sich diesen Normen zu unterordnen:

 

(Galater 6:1-5)  Brüder, wenn auch ein Mensch einen Fehltritt tut, ehe er es gewahr wird, so versucht ihr, die geistig Befähigten, einen solchen Menschen im Geist der Milde wieder zurechtzubringen, während du dich selbst im Auge behältst, damit nicht auch du versucht wirst. 2 Fahrt fort, einander die Bürden zu tragen, und so erfüllt das Gesetz des Christus. 3 Denn wenn jemand denkt, er sei etwas, wenn er nichts ist, so betrügt er seinen eigenen Sinn. 4 Doch jeder erprobe sein eigenes Werk, und dann wird er Grund zum Frohlocken im Hinblick auf sich allein und nicht im Vergleich mit einer anderen Person haben. 5 Denn jeder wird seine eigene Last tragen.

 

Wer unrecht handelte oder das göttliche GESETZ durch Christus willentlich übertrat, musste zurechtgewiesen werden und es wurde ihm Zeit zur Korrektur gegeben. Wo es innerhalb angemessener Frist keine Korrektur gab, da mussten härtere Massnahmen zu greifen beginnen, die in der Höchststrafe des Ausschlusses aus der Versammlung endeten! Wer nicht auf Korrektur hören will sollte auch sozial eine Ausgrenzung finden! Allerdings sind die Vergehen dafür von grosser Bedeutung, worauf im GESETZ Mose normalerweise die Todesstrafe verhängt wurde!

 

(Vergleiche: NEWSLETTER „DER WEG“ vom Januar 2006, Artikel: 6.1.2  Warum ist es von Vorteil Gottes Ansicht zur Todesstrafe zu kennen?)

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:11 ***

Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen.

 

Die Versammlungen mussten ein in sich geschlossenes soziales System bilden, mit eigenem funktionierenden Justizwesen, Versorgung Bedürftiger und steuerähnlichen freiwilligen Abgaben. Da diese Dinge von Ort zu Ort unterschiedlich sein würden konnten einige dieser Kriterien den Umständen entsprechend angepasst, andere dagegen waren für alle Christenversammlungen dieselben. Göttliche Normen und Gebote Jesu mussten eingehalten werden! Dabei trug der „neue Bund“ auch den veränderten Umständen Rechnung, dass gewisse Kontrollen, die im System des fleischlichen Israel einfach zu überwachen waren anders lauteten, die nun im System, wo die Christen unter Menschen der Nationen zerstreut sein würden. Der Sinn der dahinter stand blieb aber stets derselbe! So stand Kleinversammlung in Privathäusern anstelle von Synagogen, alle Versammlungen wurden zu Tempeln. Anstelle Levis Priesterschaft kamen Älteste als Vorsteher und Gesetzeslehrer.

 

Da die Nationen von ihrem Dienst an Götzen durchdrungen waren, die im Alltagsleben oft nicht von der täglichen Tätigkeit getrennt werden konnte, wurde solchem Rechnung getragen! Christen sollten in ihrem Herzen und ihrem Sinn gefestigt sein, um zwischen Recht und Unrecht, zwischen dem, was Gott verachtet und dem was Gott annehmbar ist, durchaus selbst zu unterscheiden wissen!

 

Päpste als Götzendiener vor Statuen anbetend *** Rbi8  1. Korinther 8:4-6 ***

Was nun das Essen von Speisen betrifft, die Götzen dargebracht worden sind, so wissen wir, daß ein Götze nichts ist in der Welt und daß es keinen GOTT gibt außer einem. 5 Denn wenn es auch solche gibt, die „Götter“ genannt werden, ob im Himmel oder auf der Erde, wie es ja viele „Götter“ und viele „Herren“ gibt, 6 so gibt es für uns tatsächlich einen GOTT, den Vater, aus dem alle Dinge sind und wir für ihn; und es gibt einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

 

Christen waren sich voll bewusst, dass ausser Jehova kein wahrer Gott existiert und ihr einziger wirklicher Herr Jesus ihr „Haupt“ ist! Weder zu Engeln, noch zu Heiligen noch zur Muttergottes darf gebetet werden, sondern nur zum Vater im Himmel!  Freiwillig unterordneten sie sich deren Willen, Anweisungen, GESETZEN und richterlichen Bestimmungen! Wiederum aber war es in der Versammlung Korinth, wo es zu Missbrauch dieser Freiheit kam, um im eigenen Gewissen Entscheide zu fällen und wo dadurch Brüder zum Straucheln gebracht wurden, welche die tieferen Dinge des göttlichen Rechts noch nicht voll verstanden hatten.

 

Paulus zeigt Dinge die hinter dem Essen von Fleisch stehen, das zuvor Götzen im Tempel geopfert wurde, die mit unserem unterscheidenden Verstand und einem nach Gottes Normen trainierten Gewissen zu tun haben! Entgegen der Regelung Jehovas zu Opfertieren im Tempel in Jerusalem war dies eine heidnische Sitte, dass das was im Heidentempel geopfert wurde kurze Zeit darauf auf dem Markt in Geld umgewandelt wurde. Dabei war kein äusserlicher Unterschied zu finden zwischen normal geschlachtetem Vieh und solchem, das zuvor im Tempel den Priestern als Opfer gegeben wurde!

 

Paulus zeigt Christen, dass ihr Gewissen auf solches Wissen nicht überempfindlich reagieren sollte! Paulus spricht dabei von einer Befugnis Dinge zu essen, die möglicherweise aus dem Heidentempel auf den Markt kam. Er gebietet Christen nicht unnötigerweise Nachforschungen zu betreiben.

 

Götzen geweihte Speisen *** Rbi8  1. Korinther 8:7-13 ***

Dessenungeachtet haben nicht alle diese Erkenntnis; sondern einige, die bis jetzt an den Götzen gewöhnt sind, essen Speise als etwas einem Götzen Geopfertes, und ihr Gewissen, das schwach ist, wird befleckt. 8 Aber Speise wird uns bei Gott nicht empfehlen; wenn wir nicht essen, haben wir keinen Nachteil, und wenn wir essen, ist dies für uns kein Verdienst. 9 Doch wacht beständig darüber, daß diese eure Befugnis nicht irgendwie eine Ursache zum Straucheln für die werde, die schwach sind. 10 Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, in einem Götzentempel bei einem Mahl liegen sieht, wird nicht das Gewissen des Schwachen so weit erbaut, daß er Speisen ißt, die Götzen dargebracht worden sind? 11 Tatsächlich geht durch deine Erkenntnis der Schwache zugrunde, [dein] Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist. 12 Doch wenn ihr so gegen eure Brüder sündigt und ihr Gewissen, das schwach ist, verletzt, sündigt ihr gegen Christus. 13 Wenn daher Speise meinen Bruder zum Straucheln bringt, will ich überhaupt nie wieder Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zum Straucheln bringe.

 

Paulus empfiehlt hier nicht zum Extremismus zu greifen als Vegetarier jedes Fleisch abzulehnen sondern zeigt Bereitschaft auf Verzicht von Fleischgenuss, um den Bruder der schwach im Gewissen ist, nicht unterscheidet, dass Gott Noah und seiner Familie den Fleischgenuss ausdrücklich erlaubt hat: „In eure Hand sind sie jetzt gegeben. Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen. Wie im Fall der grünen Pflanzen gebe ich euch gewiß das alles. Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen.“ (1.Mo 9:2-4)

 

Da ein wesentlicher Teil der Speisen, welche auf dem Markt in Korinth und im übrigen römischen Reich angeboten wurden somit vorab durch heidnische Priester im Tempel als ihnen dargebrachte Opfer gesegnet worden waren, fürchteten gewisse ängstliche Christen aus den Heiden, dass das Essen solcher Lebensmittel göttliches Gebot übertreten würde. Paulus verneinte dies kategorisch! Es konnte soweit führen, dass in gewissen Orten kaum mehr Speise gekauft werden könnte! Satan hätte dadurch sein Ziel erreicht, indem er Christen das tägliche Leben zur Unmöglichkeit machen würde!

 

Wer allerdings klar wusste, dass jenes Stück aus dem Tempel kam, sollte er das Gebot respektieren, nichts zu essen was Götzen geopfert worden war, um nicht andere zum Straucheln zu bringen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:25-30 ***

Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, eßt weiterhin, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen; 26 denn „Jehova gehört die Erde und das, was sie erfüllt“. 27 Wenn euch jemand von den Ungläubigen einlädt und ihr hingehen möchtet, dann eßt alles, was euch vorgesetzt wird, ohne um eures Gewissens willen nachzuforschen. 28 Wenn aber jemand zu euch sagen sollte: „Dies ist etwas, was als Opfer dargebracht worden ist“, so eßt nicht um dessentwillen, der es enthüllt hat, und um des Gewissens willen. 29 Gewissen“, sage ich [und meine] nicht dein eigenes, sondern das des anderen. Denn warum sollte meine Freiheit von dem Gewissen eines anderen gerichtet werden? 30 Wenn ich mit Danksagung teilhabe, warum soll bezüglich dessen, wofür ich Dank sage, über mich lästerlich geredet werden?

 

Dies kann auch im Hinblick auf den Genuss von Blut oder Blutbestandteilen übertragen werden! Wurstwaren enthalten oft Blutplasma. In gewissen Ländern muss dies auf der Verpackung deklariert werden, in anderen Ländern ist es schlichtweg nicht möglich dies zu wissen. Bei einem Essen mögen Speisen dargereicht werden, die dieses wichtige Gebot verletzen. Ein Christ würde trotzdem nicht unnötig nachforschen und dadurch eine möglicherweise für die Gastgeber peinliche Situation hervorrufen, welche dem christlichen Ansehen eher schädlich, als nützlich sein würde! Wenn der Christ allerdings sieht, dass zum Beispiel Speisen direkt aus Blut hergestellt wurden wie Blutwürste, so wird er um des eigenen und des anderen Gewissen der ihm zusieht darauf verzichten, ohne daraus eine Affäre zu machen. Gewisse diskrete Hinweise mögen dagegen der Aufklärung der Situation und der biblisch geschulten Glaubensansicht durchaus angemessen sein.

 

Medikamente mit Blut-BestandteilenGewisse Medikamente enthalten Bruchteile von Blut, welche bestimmte Krankheiten bekämpfen. Auch dort muss das eigene Gewissen Entscheide treffen und nicht das Gewissen eines anderen! Wie aus dem Beispiel des Götzen geopferten ersichtlich ist, nutzt ein zu ängstliches Gewissen vor Jehova nicht! Paulus zeigt dies den Korinthern:

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:12-14 ***

Alle Dinge sind mir erlaubt [[(die Gott im GESETZ nicht ausschliesslich verbietet)]]; aber nicht alle Dinge sind von Vorteil. Alle Dinge sind mir erlaubt; aber ich will mich nicht in die Gewalt von irgend etwas bringen lassen. 13 Die Speisen für den Bauch und der Bauch für die Speisen; Gott wird aber sowohl ihn als auch sie zunichte machen [[(vergl. Essen der verbotenen Frucht im Garten Eden)]]. Der Leib nun ist nicht für Hurerei da, sondern für den Herrn; und der Herr ist für den Leib da. 14 Gott hat aber den Herrn auferweckt und wird auch uns durch seine Macht aus [dem Tod] auferwecken.

 

Wo aber Vorsteher um diese Dinge wussten und gar sie dazu missbrauchten in heidnischen Tempeln an Festessen teilzuhaben, da überschritten sie eindeutig ihre Rechte, weil dies zum Fall für andere Christen führen musste! Sie wurden in die Gewalt ihres Bauches gebraucht, der nach Dingen verlangte, die sich nicht gehören! Sie machten sich dadurch verantwortlich, dass andere strauchelten! Paulus stufte dies deutlich als Sünde gegen den Christus ein und zeigt, welches das korrekte Verhalten eines Christen in einem Grenzfall darstellt! Jesus warnte: „Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, straucheln macht, für den ist es nützlicher, daß ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gehängt und er ins weite, offene Meer versenkt werde.“ (Mat 18:6)

 

12.1.2.4       Jeder einzelne Christ zu einer Form des Priestertums berufen! Wer aber wird am Gerichtstag auserwählt werden?

Paulus verweist Christen in Korinth weiter darauf, dass sie alle am Altar Jehovas teilhaftig sind! Durch den „neuen Bund“ und dem damit verbundenen Ende der aaronischen Priesterschaft wurde eine Berufung zum Priesterdienst an alle männlichen Getauften erlassen! Jeder Einzelne muss sich aber dieser Berufung als würdig erweisen. Paulus zeigt, dass es vorteilhaft wäre nach dem Amt eines Aufsehers in der Christenversammlung zu streben! „Dieses Wort ist zuverlässig. Wenn jemand nach dem Amt eines Aufsehers strebt, begehrt er vortreffliche Arbeit.“ (1.Ti 3:1)

 

Einweihung Aarons durch MosesPriester sind vor Jehova seine Vertreter. Paulus erklärt den Hebräerchristen:Jeder aus den Menschen genommene Hohepriester [[(aus Aarons Linie)]] wird zugunsten der Menschen über die Dinge gesetzt, die Gott betreffen, damit er Gaben und Schlachtopfer für Sünden darbringe.“ Das hebräische Wort für Priester ist kohén, im griechischen lautet es hiereus. (Heb 5:1) Christus Jesus aber stammte aus der Linie Judas, über die nichts von Priesteramt gesagt wurde, dessen Same aber „den Stab der Macht“ erhalten würde.

 

 Jehova hatte Israels Priesterschaft angedroht, wenn sie seinem Wort nicht gehorchen würden, dass er sie verwerfen würde. Als sie Jesus töteten wurden sie verworfen und Gottes Sohn als Hoherpriester und König gleich Melchisedek eingesetzt. Der Bund mit Israel und dessen Priesterschaft endete dreieinhalb Jahre nach Jesu Tod! Es war eine prophetisch festgelegte Zeitspanne, um einen Überrest Israels in die „Hürde“ Jesu einzusammeln. Nachdem die Apostel organisatorische Massnahmen ergriffen hatten, welche sie von Dingen des Alltags mehr befreiten gab es „eine grosse Menge Priester“ die dem Wort gehorsam wurden und sich taufen liessen. Offensichtlich waren sie davon überzeugt, dass Jesus der durch Moses versprochene grössere Prophet war und sich insbesondere die von Daniel verkündeten Zeitspannen innerhalb der „siebzig (Jahr)Wochen“ exakt erfüllt hatten.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 6:7 ***

Infolgedessen wuchs das Wort Gottes weiterhin, und die Zahl der Jünger mehrte sich in Jerusalem fortgesetzt sehr; und eine große Menge Priester begann dem Glauben gehorsam zu sein.

 

Da unter Jesus keine neue Priesterschaft im Sinne der Söhne Aarons waren, sondern Jesus selbst seine zwölf Apostel unter Gebet auserwählt hatte und später siebzig auswählte kommt die berechtigte Frage auf, wer denn das Priesteramt im Christentum übernehmen müsste?

 

Die Prophezeiung der siebzig Jahrwochen durch Daniel
 

Petrus gab hierzu einen wichtigen Hinweis, indem er jeden Christen auffordert zu einem „lebendigen Stein“ des kommenden Tempels auferbaut zu werden, einem geistigen Haus dessen Zwecke er definiert: „Eine heilige Priesterschaft“ zu sein! Ein Volk aus Priestern, wo jeder geistige, Gott annehmbare Schlachtopfer durch den Hohepriester Jesus darbringt!

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:4-5 ***

Zu ihm kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, 5 werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut zu einem geistigen Haus für den Zweck einer heiligen Priesterschaft, um geistige Schlachtopfer darzubringen, für Gott annehmbar durch Jesus Christus.

 

Jeder nun, der auf ihn hören würde und als „treuer Sklave“ seines Herrn die Vermehrung seines „Gutes“, der Teilhaber am „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ bewirken würde, der könnte später, bei Jesu Rückkehr über die gesamte Habe gesetzt werden. Er musste treu sein in kleinen Dingen und ausharren auch unter widrigen Umständen bis zum Ende!

 

Als Vorbild sollte jedem Christen Abraham und jeder Glaubensschwester Sara dienen! Abraham war wie später Mose „in seinem ganzen Hause treu“. Er belehrte alle Hausgenossen nach Jehovas Wort zu handeln. Sein Sohn Isaak und sein Enkel Jakob folgten seinem Vorbild! Sie alle dienten Gott als sein Priester! Der Vater nahm somit innerhalb der Familie und des Stammes die Rolle des Oberhauptes ein!

 

Abraham und Sara, als Muster treuen Glaubens und GehorsamkeitSara ihrerseits zeigte durch ihr herausragendes Beispiel an Unterordnung und Treue, dass sie Abraham als ihr Haupt respektierte. Petrus gibt den Rat an Frauen sich am Vorbild jener Frau zu orientieren, die künftigen Generationen als nachahmenswert dargestellt wird!

 

 *** Rbi8  1. Petrus 3:1-6 ***

Ebenso ihr Frauen, seid den eigenen Männern untertan, damit sie, wenn irgendwelche dem Wort ungehorsam sind, durch den Wandel [ihrer] Frauen ohne ein Wort gewonnen werden mögen, 2 weil sie Augenzeugen eures keuschen Wandels, verbunden mit tiefem Respekt, gewesen sind. 3 Und euer Schmuck bestehe nicht im äußerlichen Flechten der Haare und im Anlegen goldener Schmucksachen oder im Tragen äußerer Kleider, 4 sondern er sei die verborgene Person des Herzens im unvergänglichen [Gewand] des stillen und milden Geistes, der in den Augen Gottes von großem Wert ist. 5 Denn so pflegten sich einst auch die heiligen Frauen zu schmücken, die auf Gott hofften, indem sie sich ihren eigenen Männern unterwarfen, 6 wie Sara Abraham zu gehorchen pflegte, indem sie ihn „Herr“ nannte. Und ihr seid ihre Kinder geworden, vorausgesetzt, ihr tut weiterhin Gutes und fürchtet keinerlei Ursache des Schreckens.

 

Sehr viele Konflikte die in heutigen Familien das Leben erschweren würden dadurch vermieden, weil sich Mann und Frau zufolge der so genannten „Gleichberechtigung der Frauen“ gegenseitig das letzte Wort streitig machen. Ein Herd für ewigwährenden Händel würde dadurch eliminiert auf die Worte des Petrus zu achten. Der Preis den wir für Gleichberechtigung der Geschlechter bezahlen ist in Wirklichkeit unvergleichbar hoch! Gott war und ist damit eindeutig nicht einverstanden! Die Worte des Paulus bestätigen das göttliche Prinzip, das auch nach Christus nicht geändert wurde: „Ich will indes, daß ihr wißt, daß das Haupt jedes Mannes der Christus ist; das Haupt einer Frau aber ist der Mann; das Haupt des Christus aber ist Gott.“ (1.Kor 11:3)

 

Wer sich unberechtigt an die Stelle eines von Gott vorgesehenen Hauptes drängt, der macht sich selbst zu einem Gott und einem Herrn, was nicht ohne Folgen bleiben kann. (Ps 82:6-8; Joh 10:34-36) Wir erinnern uns der Worte des Paulus: „Denn wenn es auch solche gibt, die „Götter“ genannt werden, ob im Himmel oder auf der Erde, wie es ja viele „Götter“ und viele „Herren“ gibt, so gibt es für uns tatsächlich einen GOTT, den Vater, aus dem alle Dinge sind und wir für ihn; und es gibt einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“ (1.Kor 8:5, 6)

 

Wenn sich eine Frau über ihren Mann erhebt nimmt sie die Stellung Jesu ein, den Paulus sagte deutlich, dass das „Haupt des Mannes der Christus“ sei! Wenn sich ein von Menschen erwählter Priester zwischen Jesus und den Mann drängt, verdrängt er in Wirklichkeit Jesus aus seiner Stellung! Jeder der göttlichen GESETZEN und richterlichen Entscheidungen widerspricht macht sich in Wirklichkeit selbst zu einem „Gott“. Wer von sich behauptet Mittler zwischen Gott und Mensch zu sein verdrängt Jesus aus seiner Stellung als „einzigem Mittler“! Können wir die Wahrheit aber wirklich erkennen oder machen wir die uns gelehrte „offizielle Wahrheit“ zur Wahrheit?

 

Was ist Wahrheit?
 

(Vergleiche Artikel: Was ist Wahrheit?  Zwei Wege: Der Weg der Wahrheit und der Weg der offiziellen Wahrheit ¡Error! Marcador no definido.)

 

Paulus erklärt diesen Zusammenhang vom „einzigen Mittler“ Timotheus, der in Ephesus als Ältester diente, auch wenn bis heute darüber gespottet wird:

 

Nur Jesus starb für unsere Sünden als vollkommen Unschuldiger*** Rbi8  1. Timotheus 2:3-7 ***

Das ist vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters, 4 dessen Wille es ist, daß alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden. 7 Für dieses Zeugnis wurde ich zum Prediger und Apostel eingesetztich rede die Wahrheit, ich lüge nicht —, zum Lehrer der Nationen in bezug auf Glauben und Wahrheit.

 

Paulus wahr Lehrer der Wahrheit, wir dürfen ihm Vertrauen! Was er sagt stimmt vollkommen mit dem Gesamtbild aller übrigen Propheten überein, wenn auch gewisse Dinge aufgrund jener „falschen Christen“, die seine Lehren verdrehten, schwer zu verstehen sind! (2.Pe 3:15)

 

Da Jesus keine eigenen Kinder hatte, sondern nur geistige Kinder zeugte, werden aus seinen Nachfolgern die Erben für das Königreich stammen und Jesus wird sie schlussendlich alle sehen. Bedingung für das Erlangen der Verheissung ist Glauben, Gerechtigkeit und ist Treue Jesus gegenüber! (Jes 53:10-12) Im Brief an die Römer zeigt Paulus weitere Zusammenhänge:

 

*** Rbi8  Römer 4:13-14 ***

Denn nicht durch Gesetz [[GESETZ]] hatte Abraham oder sein Same [[(Jesus, der verheissene Messias)]] die Verheißung, daß er Erbe einer Welt sein sollte, sondern durch die Gerechtigkeit aus Glauben. 14 Denn wenn die, die sich an [das] Gesetz [[GESETZ]] halten [[(aber keinen Glauben in den Verheissenen Samen zeigen)]], Erben sind, so ist der Glaube nutzlos gemacht und die Verheißung aufgehoben worden.

 

Eine "leitende Körperschaft" von Jehovas Zeugen als "Gesalbte": Von wem zu was gesalbt?Dieselbe Verheissung „Erben der Erdet“ zu werden haben wir Christen, wenn wir Glauben durch Werke ausüben und unsere geistigen Opfergaben darbringen! Wer schlussendlich Priester und König sein wird bestimmen nicht menschliche Kirchenhäupter, die dies gerne als Anreiz und persönliches Versprechen geben, weil sie sich dazu als befugt darstellen. Damit aber greifen sie göttlichem Gericht vor! Die Heiligerklärung der Päpste gegenüber jenen Personen, die der Kirche besondere Treue zeigten, hat aus diesem Blickwinkel bestimmt keine Gültigkeit! Heutige Kirchenführer würden genauso handeln wie der Sanhedrin, die den Stephanus verurteilte, weil er offen den religiösen Führern die Wahrheit sagte und sie als „Heuchler“ und „Lügner“ auswies und diese ihn deshalb steinigen liessen! Darum gehen in der Endzeit Plagen und ein vernichtendes Gericht über die Religionen, die sich selbst über Jesus und Gott erheben!

 

*** Rbi8  Offenbarung 16:5-7 ***

Und ich hörte den Engel der Wasser sagen: „Du, [der Eine,] der ist und der war, du Loyaler, bist gerecht, weil du diese Entscheidungen gefällt hast, 6 denn sie haben das Blut von Heiligen und von Propheten vergossen, und du hast ihnen Blut zu trinken gegeben. Sie verdienen es.“ 7 Und ich hörte den Altar sprechen: „Ja, Jehova Gott, du Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine richterlichen Entscheidungen.“

 

Die Religionsführer selbst werden Blut zu trinken bekommen, weil sie für das Vergiessen des Blutes von Heiligen und Propheten von Gott als verantwortlich erklärt werden! Sie waren es, die an ihrem Altar das Blut jener Gerechten ausgossen! Christen werden aufgefordert „Babylon die Grosse“, das Weltreich der Religionen das sich heute in Form des WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS, als das Bild des siebenköpfigen „wilden Tieres“ präsentiert!

 

(Vergleiche Grafik: Biblische Symbole)

 

12.1.2.5       Opfer, die eindeutig Götzen geweiht sind

 

Da Götzen in Wirklichkeit nicht existent sind, sondern nur in der Vorstellung ihrer Anbeter existieren, so gilt es anzuerkennen, dass „Jehova allein der wahre Gott ist“! Dazu genügen nicht blosse Lippenbekenntnisse! Durch Verehrung von menschlichen Göttern, toten wie lebenden aber wird klar und deutlich das erste Gebot missachtet, das deutlich sagt, keine anderen Götter wider Jehova zu haben. Das zweite Gebot wurde genauso übertreten, weil jene Götter ein Bild von etwas waren, unabhängig davon, durch was oder wen sie darstellt wurden!

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Millennium World Peace Summit United Nations, New York, United States, August 28-31, 2000 Darum verlangt das zweihörnige „wilde Tier“ (Anglo-Amerika) die Anbetung des Bildes, des siebenköpfigen „wilden Tieres“ (Abbild der UNO), des World Council of Religious Leaders! Dienst an solchen Objekten muss Jehovas Sinn verletzen, seine Eifersucht erzeugen! Allein Jehova zu lieben und ihm heiligen Dienst darzubringen lautete das Gebot! Paulus versucht den Korinthern die vom geraden Weg abgebogen waren gewisse Zusammenhänge zu erklären:

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:18-22 ***

Seht auf das, was Israel in fleischlicher Hinsicht ist: Sind nicht die, welche die Opfer essen, Teilhaber mit dem Altar? 19 Was soll ich also sagen? Daß das, was einem Götzen geopfert ist, etwas sei oder daß ein Götze etwas sei? 20 Nein; sondern ich sage, daß die Dinge, die die Nationen opfern, sie Dämonen opfern und nicht Gott; und ich will nicht, daß ihr Teilhaber mit den Dämonen werdet. 21 Ihr könnt nicht den Becher Jehovas [[(des Herrn (Jesu, sein Blut beim Abendmahl versinnbildlicht durch den Wein))]] und den Becher der Dämonen trinken; ihr könnt nicht am „Tisch Jehovas“ „Tisch des Herrn (Jesus)“ und am Tisch der Dämonen teilhaben. 22 Oder reizen wir Jehova [[(den Herrn)]] zur Eifersucht“? Wir sind doch nicht etwa stärker als er?

 

Jede Art von Götzendienst und zugehörige Opfer sind Christen als geistigen Israeliten ebenso untersagt, wie dem fleischlichen Israel! Das eine GESETZ gilt ganz offensichtlich für beide Teile! Die Friedensgebete in Assisi 1986 und der Bundesschluss der Religionsführer mit der UNO 2004 waren für Jehova etwas verabscheuungswürdiges, auch wenn es unter dem Deckmantel des Friedens geschah!

 

Kennst du die Hauptereignisse der Endzeit im logischen Ablauf?
 

(Vergleiche: Grobübersicht Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“)

 

Auch dadurch, dass rauschenden heidnischen Festen wie Weihnachten, Dreikönigfest, Nikolausstag oder Ostern, Kleinkindertaufen, Firmungen usw. mit ihren zugehörigen Gelagen ein christlicher Anstrich gegeben ist, wird über den wahren Aspekt des Heidenkultes nur oberflächlich hinweggetäuscht! Gott aber kann man nicht täuschen! Er kennt den Ursprung jener Feste genau!

 

(Vergleiche NEWSLETTER „DER WEG“ vom Dezember 2004; 12.3  Christliche Bräuche unter der Lupe)

 

DER SPIEGEL: Wo ist die Moral? Diese Dinge sind zudem oft mit Ausschweifung verbunden und dienen den Geschäftemachern und bestimmt nicht der Ehre Gottes, noch jener Jesu, der angeblich im Zentrum der Feier stehen würde, selbst dann nicht, wenn Führer der Christenheit darin leitend vorangehen! Als Aaron das goldene Kalb machte, während Moses auf dem Horeb die Gesetzestafeln erhielt und Israel jenem von ihnen gemachten Gebilde aus Gold den Namen „Jehova“ gab, da führte dies fast zur Ausrottung der Nation! (2.Mo 32:5, 6)

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:7-8 ***

Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen, so wie geschrieben steht: „Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu vergnügen.“ 8 Laßt uns auch nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben, so daß an einem Tag [ihrer] dreiundzwanzigtausend fielen.

 

Paulus bezieht sich beim zweiten Beispiel auf den Fall, wo Israel durch Midianiterinnen zum Straucheln gebracht wurde und sie unter den Augen ihrer Vorsteher Hurerei begingen. Nur Pinehas wehrte sich energisch dagegen und tötete in einem verwegenen Akt einen Vorsteher Israels und seine Geliebte mit dem Speer. Er allein hatte Jehovas Anerkennung, vom Volk und unter den Vorstehern aber tötete Jehova dreiundzwanzig Tausend durch eine schlagartige Plage! Sein Urteil, dass Hurerei mit dem Tod bestraft würde hatte somit unmittelbar Folgen nach seinem Urteilsspruch durch Exekution mittels der Plage! Paulus zeigt damit, dass Christen bei einem vergleichbaren Vergehen auch eine vergleichbare Strafe erleiden würden! Gottes Gerichtstag wird es offenlegen! (4.Mo 25:6-9)

 

In unseren Tagen ist es das Ausgiessen der „sieben goldenen Schalen, die voll des Grimmes Gottes waren“, wie die Johannes in der 10. Vision sah:

 

(Offenbarung 15:7, 8)  Und eines der vier lebenden Geschöpfe gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, die voll des Grimmes Gottes waren, der da lebt für immer und ewig. 8 Und das Heiligtum wurde wegen der Herrlichkeit Gottes und wegen seiner Macht mit Rauch erfüllt, und niemand war imstande, das Heiligtum zu betreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel zu Ende waren.

 

Sich gegen Gott aufzulehnen, Seine Gebote zu missachten wird stets schwerwiegende Folgen mit sich bringen!

 

Zeitlicher Ablauf und Inhalt der 16 Visionen der Offenbarung
 

Für viele heutige Namenchristen ist Hurerei, Homosexualität, Lesben und Transsexuelle wie ein Sport oder wie ein Hobby, den man straflos betreibt! Die heidnische Tempelprostitution, die schon weit vor dem römischen Kult in Kanaan existierte, dies sowohl unter Männern, Frauen und Paaren, das hat unter den Augen der heutigen christlichen Führer einen neuen Höchststand erreicht. Viele von jenen Geistlichen liefern die Argumente zur Entschuldigung oder schweigen, so dass Menschen sich nicht bewusst werden, was in Gottes Augen bereits unter Hurerei fällt und unter Todesstrafe steht! Männer werden mit Männern getraut, Frauen mit Frauen und Paare aus unrechtmässig Geschiedenen werden wiederverheiratet. Gottes Gesetz ist wirklich ungültig erklärt worden!

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Wenn Christen das heutige religiöse Zentrum der christlichen Anbetung, das gegenbildliche „Jerusalem“ verlassen, aus christliche Organisationen fliehen, so ist dies wie Paulus es den Hebräerchristen deutlich zu machen versucht: Sie verlassen die „Stätte“, an der Christus sinnbildlich immer und immer wieder aufs Neue zu Tode gebracht wird, weil sie annehmen, dass ihre Freizügigkeit im Sündigen stets neu zugedeckt würde. Sie irren sich aber gewaltig: Sie essen von einem Altar, der ihnen nicht gestattet ist sich ihm zu nähern! Sie nähren sich vom Fleisch und Blut von Opfern, welche der Hohepriester für Sünde ausserhalb des Lagers verbrennen musste und deren Genuss den Priestern verboten war! Der „Bock für Asasel“ wurde in die Wildnis entlassen und der Bock für die Sünden Israels war zur Verbrennung bestimmt! Es gilt die Bedeutung des Sühnetags wirklich zu verstehen!

 

Von welchem Altar dürfen Christen essen? *** Rbi8  Hebräer 13:10-16 ***

Wir haben einen Altar, von dem zu essen die, welche im Zelt heiligen Dienst verrichten [[(die aaronischen Briester und Leviten)]], keine Befugnis haben. 11 Denn die Leiber jener Tiere, deren Blut vom Hohenpriester für [die] Sünde in die heilige Stätte getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt. 12 Deshalb hat auch Jesus, damit er mit seinem eigenen Blut das Volk heilige, außerhalb des Tores gelitten. 13 Laßt uns also zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers [[(des gegenbildlichen Jerusalem, der hierarchisch organisierten Religionen)]], und die Schmach, die er trug, tragen, 14 denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen ernstlich die künftige [[(das „Jerusalem droben“, das nach Harmagedon zur Erde herabkommt (Off 20:1-5))]]. 15 Durch ihn [[(Jesus,unseren Hohepriester)]] laßt uns Gott allezeit ein Schlachtopfer der Lobpreisung darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die eine öffentliche Erklärung für seinen Namen abgeben. 16 Überdies, vergeßt nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig.

 

Christen verlassen somit das unheilige Jerusalem, um mit Jesus zusammen ausserhalb des christlichen Lagers zu leiden. Sie suchen ernstlich das „neue Jerusalem“, das als göttliche oberste „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten  vom Himmel herabkommt, „unsere Mutter“, das „Jerusalem droben“! In Reinheit bringen echte Christen Gott ihren Lobpreis dar, die wahre „Stiere ihrer Lippen“, Gott annehmbar, wenn sie ihn öffentlich und mit Geist und in Wahrheit als ihren Gott anerkennen! Sie anerkennen nur Jesus als ihren Hohepriester. Sie teilen zudem auch heute ihre Dinge mit denen, die denselben Geist vertreten. Es sind Gott wohlgefällige Schlachtopfer!

 

Die Ernte ist reif, schickt die Sichel hineinJesus gab ein wichtiges Gleichnis, was das Predigen anbetrifft:

 

 *** Rbi8  Matthäus 13:37-43 ***

Er gab darauf zur Antwort: Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Menschensohn; 38 das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches [[(des Sohnes seiner Liebe)]]; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, 39 und der Feind, der es säte, ist der Teufel. Die Ernte ist ein Abschluß eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel. 40 So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

 

In Harmagedons Endschlacht werden aber jene, die Gottes GESETZ verletzten, mit ewigwährendem „Feuer“ verbrannt! Am Gerichtstag Jehovas wird sich entscheiden, wer wirklich auf Jesus gehört hat, ein Schaf ist und wer nicht hörten wollte, fremden Herren und fremden Göttern diente und als Bock gekennzeichnet wird (Jud 7; Off 19:21).

 

12.1.2.6       Eine gerechte Verteilung der Opfer sichern!

In das Amt, das mit der Verteilung der Speise und der Opferanteile wie des Zehnten betraut waren, wurden unter Mose Führung die Männer aus Levi, insbesondere der priesterlichen  Nachkommen Aarons eingesetzt, die besonders vertrauenswürdig waren, um den diensttuenden Priestern und ihren Familien ihren Anteil gerecht zuzuteilen. Sie mussten in das priesterliche Register eingetragen sein! Der aaronische Priester Esra, Nachkomme Eleasars und Pinehas schrieb dazu in 2.Buch Chronika, aus der Zeit des guten Königs Hiskia in Juda. Zuvor waren die heidnischen Anbetungsstätten und Höhen zerstört worden:

 

*** Rbi8  2. Chronika 31:1-4, 15-16 ***

Dann setzte Hiskịa die Abteilungen der Priester und der Levịten nach ihren Abteilungen fest, einen jeden entsprechend seinem Dienst, für die Priester und für die Levịten, was das Brandopfer und die Gemeinschaftsschlachtopfer betrifft, um den Dienst zu verrichten und in den Toren der Lager Jehovas zu danken und zu preisen. 3 Und da war ein Anteil des Königs von seiner eigenen Habe für die Brandopfer, für die Brandopfer des Morgens und des Abends, und auch die Brandopfer für die Sabbate und für die Neumonde und für die Festzeiten, gemäß dem, was in dem Gesetz Jehovas geschrieben ist.

Ferner sprach er zu dem Volk, den Bewohnern Jerusalems, man solle den Anteil der Priester und der Levịten geben, damit sie an dem Gesetz Jehovas genau festhalten könnten.

15 Und unter seiner [[(Hiskias)]] Leitung waren Eden und Minjamin und Jeschua und Schemaja, Amarja und Schechanja in den Städten der Priester im Vertrauensamt, um ihren Brüdern in den Abteilungen, gleichmäßig den Großen und den Kleinen, zu geben, 16 außer ihren im Geschlechtsregister eingetragenen männlichen Personen, vom Dreijährigen an aufwärts, allen, die der tagtäglichen Sache entsprechend zum Haus Jehovas kamen, für ihren Dienst, gemäß ihren Obliegenheiten, nach ihren Abteilungen.

 

Eine ähnliche Vorkehrung wurde auch in den Christenversammlungen weitergeführt. Die Apostel mussten vorab eingreifen, weil es Ungerechtigkeit in der Verteilung von Speise gegenüber Witwen innerhalb der „Ebioniten“, „der Armen“ Jerusalems gab. Dies führte aber mit der Zeit zu einer Beunruhigung, weil Bevorzugung zu Gunsten einer bestimmten Gruppe, jener aus den Juden gegenüber den Getauften aus den Heiden geübt wurde. Die Apostel handelten, um eine gerechte Regelung zu finden.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 6:1-6 ***

Als nun in diesen Tagen die Jünger an Zahl zunahmen, entstand ein Murren der griechisch sprechenden Juden gegen die hebräisch sprechenden Juden, weil ihre Witwen bei der täglichen Austeilung übersehen wurden. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zu sich und sprachen: „Es gefällt uns nicht, daß wir das Wort Gottes zurückstellen, um [Speise] an Tische auszuteilen. 3 Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus, die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind, damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können; 4 wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.“ 5 Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und man wählte Stephanus aus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia; 6 und man stellte sie vor die Apostel, und nachdem diese gebetet hatten, legten sie ihnen die Hände auf.

 

DiakonosDie Austeilung von Speise an jene die weniger bemittelt waren gehörte zu jenen Opfern, welche nun für Christen ebenso wie im Tempel zu einem „notwendigen Geschäft“ erklärt wurden! Es war nicht eine Angelegenheit der Apostel, denen eine andere Aufgabe oblag! Die Auswahl aber erfolgte unter den Brüdern selbst, ihre Einsetzung durch Handauflegung und Segnung aber erfolgte zuerst durch die Apostel selbst! Neben Versammlungsältesten oder „älteren Männer“ (gr. presbýteroi), erwähnt Paulus auch noch Aufseher, respektive Dienstamtgehilfen (gr. episkopos). Diese sind in ihrer Funktion wie es jene sieben Männer darstellten, welche durch die Versammlung selbst ausgewählt wurden; eine Form der Leviten, welche die Priester Aarons zuvor in deren Dienst an der Stiftshütte und im Tempel.

 

(Philipper 1:1)  Paulus und Timọtheus, Sklaven Christi Jesu, an alle Heiligen in Gemeinschaft mit Christus Jesus, die in Philịppi sind, samt den Aufsehern und Dienstamtgehilfen:

 

Heute ist jeder Behauptung ein Vertreter oder Nachfolger der Apostel zu sein grösstes Misstrauen entgegenzubringen: Es sind „falsche Apostel“. Die Apostel haben ihre eigene Frühauferstehung und sie sind es, welche das Israel Gottes, die je 12.000 Vorsteher des „Israel Gottes“ richten müssen und an der Versiegelung der Auserwählten 144.000 Anteil haben! Sie werden keine Konkurrenz durch jene „falsche Apostel“ und „falsche Christussen (Gesalbte)“ dulden, die sich an ihre Stelle drängten! (Phi 3:11, 20, 21)

 

Reue und SündenvergebungVon den täglichen Sünd- und Schuldopfern wurde den Priestern und ihren Familien im Tempel ihr Anteil gegeben. Diese Gaben hatten mit Reue und Sühne für begangene Sünden zu tun. Die Aufgabe der Priester war es, diese gesetzlich vorgeschriebenen Opfer anzunehmen und auf ihre Reinheit hin zu prüfen und sie auf dem Altar darzubringen. Damit war bestimmt die Belehrung jener verbunden, welche das Opfer brachten, um ihnen zu erklären, was der tiefere Sinn von Schuld- und Sühnopfern vor Jehova war! Ohne Reue und Umkehr war ein Opfer nicht annehmbar! Der Priester musste mittels des Opfers Sühne leisten!

 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Vergebung)

 

*** Rbi8  3. Mose 7:5-7 ***

Es ist ein Schuldopfer. 6 Jede männliche Person unter den Priestern wird es essen. An heiliger Stätte wird es gegessen werden. Es ist etwas Hochheiliges. 7 Wie das Sündopfer, so ist das Schuldopfer. Da ist ein Gesetz [[GESETZ]] für sie. Dem Priester, der damit Sühne leisten wird, ihm wird es gehören.

 

Das GESETZ Mose regelte somit gewisse Vorkehrungen im Detail, welche die Versorgung der Priesterschaft mit Lebensnotwendigem sicherte, damit sie für ihre Hauptaufgabe, den Dienst für Jehova im Tempel frei von weltlicher Arbeit waren.

 

*** Rbi8  5. Mose 18:3-5 ***

Dies nun sollte unausgesetzt den Priestern vom Volk rechtmäßig zustehen, von denen, die ein Opfertier schlachten, sei es ein Stier oder ein Schaf: Man soll dem Priester das Schulterstück und die Kinnbacken und den Magen geben. 4 Das erste von deinem Korn, deinem neuen Wein und deinem Öl und die erste von der geschorenen Wolle deines Kleinviehs solltest du ihm geben. 5 Denn er ist es, den Jehova, dein Gott, aus allen deinen Stämmen erwählt hat, damit er dasteht, um im Namen Jehovas den Dienst zu verrichten, er und seine Söhne, allezeit.

 

Bevor ein unabsichtlicher Sünder sein Opfer zum Priester bringen durfte, mussten er seinen Fehler bereut haben und musste die Wiedergutmachung eingeleitet sein! Jesus lässt an diesem Vorgehen keinen Zweifel offen! Zuerst muss Frieden herrschen und Frieden kommt da, wo Gerechtigkeit herrscht!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:23-24 ***

Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

 

Jesus ist der Hohepriester, dem Christen ihre Opfer für Jehova darstellen müssen! Er ist es, der sie vor Jehova darreicht. Er ist es, der unser „Rauchopfer“ der Gebete auf dem symbolischen Räucheraltar vor dem Vorhang vor Jehova trägt!

 

Haben wir den Zusammenhang zwischen Opfern am Altar, Reue und Sündenvergebung und ihre Reihenfolge verstanden?

 

12.1.2.7       Gerechte Verteilung des Ertrages in der Hand des Hohepriesters

Der Tempel diente somit auch gleichzeitig der Aufbewahrung und Verteilung der des als „Zehnten des gesamten Ertrages des Landes“ abgelieferten Speisen, um sie gerecht an die Priester und die Leviten zu verteilen. Durch ihren jährlich zweimaligen Dienst im Tempel in ihren 24 Abteilungen erhielt die Priesterschaft ihre Anteile der Früh- und Späternte. Der Tempel war hierzu mit Seitenkammern zur Aufbewahrung der Gaben und mit Speiseräumen ausgestattet.

 

Speiseräume im inneren des Tempels für Priester und LevitenEinerseits musste das ganze Volk gewisse festgesetzte Opfergaben darbringen, wie zum Beispiel den Zehnten, was einer direkten Steuer vergleichbar ist, andererseits waren da die Opfergaben, die gemäss Verordnung täglich zum Tempel gebracht wurden und das Schaubrot (3.Mo 6:25, 26, 29; 7:6-10; 4.Mo 18:8-14). Hinzu kamen Sünd-, Schuldopfer und freiwillige Opfer bei Gelübden. Vor allem an den Festtagen gab es zahlreiche Gemeinschaftsschlachtopfer, so dass sich das ganze Volk, arm und reich gleichermassen freuen durften.

 

Zudem stand den Priestern der Loskaufspreis für jeden männlichen Erstgeborenen und die männliche Erstgeburt eines Tieres zu (4.Mo 18:14-19). Auch das Banngut, Dinge die Jehova geweiht worden waren, der Loskaufspreis für Mensch und Tier (3.Mo Kap. 27). Von allen ersten Früchten erhielten sie den besten Anteil (2.Mo 23:19; 3.Mo 2:14-16; 22:10). Auch an der Beute bei Kriegszügen hatten die Priester einen Anteil (4.Mo 31:26-30)

 

Die Verwaltung der geleisteten Beiträge die Jehova gehörten lag in der Hand des Hohepriesters. Jehova bestimmte dadurch einerseits, dass der Lebensunterhalt der Priester und Leviten gewährt wurde und diese ihr Amt zum priesterlichen Dienst, als Unterweiser und in ihrer richterlicher Funktion unabhängig wahrnehmen konnten. Andererseits waren die Priester für die gerechte Verteilung der Mahlzeiten verantwortlich. Diese Mahlzeiten mussten im Tempel, in den dafür vorgesehenen Speiseräumen vorgenommen werden. Bestimmte Teile gewisser Opfer konnten von der Familie und sogar von Sklaven der Priester mitgegessen werden (3.Mo 10:14; 22:10-13; 1.Sam 7:5-17; 2.Kor 11:7-9)

 

*** Rbi8  4. Mose 18:8-11 ***

Und Jehova redete ferner zu Aaron: „Was mich betrifft, siehe, ich habe dir die mir geleisteten Beiträge in Verwahrung gegeben. Von allen heiligen Dingen der Söhne Israels habe ich sie dir und deinen Söhnen als Anteil gegeben, als eine bestimmte Zuwendung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]]. 9 Dies sollte das Eure werden von den hochheiligen Dingen, von dem Feueropfer: alle ihre Opfergaben samt all ihren Getreideopfern und all ihren Sündopfern und all ihren Schuldopfern, die sie mir erstatten werden. Es ist etwas Hochheiliges für dich und für deine Söhne. 10 An hochheiliger Stätte solltest du es essen. Jede männliche Person sollte es essen. Es sollte dir etwas Heiliges werden. 11 Und dies gehört dir: der Beitrag von ihrer Gabe samt allen Webeopfern der Söhne Israels. Ich habe sie dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir als eine bestimmte Zuwendung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] gegeben. Jeder, der rein ist in deinem Hause, darf es essen.

 

Der Beitrag und die Webeopfer dienten somit der ganzen Familie, den Söhnen und auch den Frauen und Töchtern der Priester. Da es heilige Dinge waren, die Jehova dargebracht wurden, durften sie jedoch nur in reinem Zustand genossen werden.

 

Eine zusätzliche Regelung betreffend des Zehnten der Haupternte gab es alle drei Jahre, um sie zwischen Leviten und den Armen des Volkes, dem ansässigen Fremdling und der Witwe und Waisen aufzuteilen

 

*** Rbi8  5. Mose 14:28-29 ***

Am Ende von drei Jahren wirst du den ganzen Zehnten deines Ertrages in jenem Jahr herausbringen, und du sollst ihn innerhalb deiner Tore niederlegen. 29 Und der Levit — weil er weder Anteil noch Erbbesitz mit dir hat — und der ansässige Fremdling und der vaterlose Knabe und die Witwe, die innerhalb deiner Tore sind, sollen kommen, und sie sollen essen und sich sättigen, damit Jehova, dein Gott, dich segnet in jeder Tat deiner Hand, die du tun wirst.

 

Jehovas GESETZ schaute für eine gerechte Verteilung des Ertrages des Landes. Der Arme war ihm nicht fern.

 

 

12.1.3      Besondere Gemeinschaftsschlachtopfer zu freudigen Ereignissen

 

12.1.3.1          Der Bundesschluss im Sinai erfolgte über Gemeinschaftsschlachtopfern

Bereits die Einweihung des Bundes mit Jehova war durch vielfältige Gemeinschaftsschlachtopfer geprägt. Zuvor schon, in der Nacht des 14.Nisan, unmittelbar vor dem Auszug musste nach Sonnenuntergang ein einjähriges Lamm im Familienkreis gegessen werden. Dessen Blut wurde an die Türpfosten gestrichen als Merkmal für den Strafengel Jehovas, dieses Haus zu verschonen. Fünfzig Tage danach, im Sinai, an Pfingsten aber waren es Gemeinschaftsschlachtopfer, an denen das ganze Volk gemeinsam teilhaftig wurde, als Jehova den Bund mit Israel schloss!

 

Zeitband Moses II: Auszug aus Ägypten bis zur Gesetzgebung im Sinai
 

(Vergleiche: Zeitband Moses II: Auszug aus Ägypten bis zum Gesetzesbund am Sinai)

 

Während die Opfergaben bereitet wurden las Moses aus dem Buch des Bundes vor, indem er Gottes GESETZ und richterlichen Entscheidungen widerholte. Das Volk bestätigte den Bund, der durch das Blut der Opfer eingeweiht wurde: „Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun und befolgen“, bestätigten sie mit einer Stimme. Das GESETZ war angenommen, Jehova als ihr König durch das Volk bestätigt!

 

Das Zelt der Zusammenkunft und Nachts die Feuersäule darüber *** Rbi8  2. Mose 24:5-8 ***

Danach sandte er junge Männer von den Söhnen Israels, und sie brachten Brandopfer dar und opferten Stiere als Schlachtopfer, als Gemeinschaftsschlachtopfer für Jehova. 6 Dann nahm Moses die Hälfte des Blutes und tat es in Schalen, und die Hälfte des Blutes sprengte er auf den Altar. 7 Schließlich nahm er das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Dann sagten sie: „Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun und befolgen.“ 8 Da nahm Moses das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: „Hier ist das Blut des Bundes, den Jehova mit euch hinsichtlich all dieser Worte geschlossen hat.“

 

Das Blut dieser Brandopfer und auch der Gemeinschaftsschlachtopfer, das Moses auf den Altar, auf das Buch des Bundes und das Volk sprengte war es, das diese Dinge heiligte! Ohne Blutvergiessen gibt es vor Jehova keine Vergebung! Paulus erklärt dies im Brief an die Hebräer:

 

*** Rbi8  Hebräer 9:17-22 ***

Demzufolge wurde auch der frühere [Bund] nicht ohne Blut eingeweiht. 19 Denn als jedes Gebot gemäß dem GESETZ von Moses zum ganzen Volk gesprochen worden war, nahm er das Blut der jungen Stiere und der Ziegenböcke mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch selbst und das ganze Volk, 20 indem er sprach: Dies ist das Blut des Bundes, den Gott euch als Gebot auferlegt hat.“ 21 Und er besprengte das Zelt und alle Gefäße des öffentlichen Dienstes gleicherweise mit dem Blut. 22 Ja, fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem GESETZ, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.

 

Diese von Moses im Auftrage Jehovas eingesetzte Regelung ist wichtig zu verstehen, um das spätere, grössere Opfer Jesu zu verstehen, das nicht nur die Sünden Israels, sondern der ganzen Welt, all jener wegnehmen würde, die Glauben in ihn setzen. In der Glaubenstaufe unterstellen wir uns dem „GESETZ des Christus“, einer etwas angepassten Version des mosaischen GESETZES, nun auch für Menschen der Nationen verbindlich.

 

12.1.3.2       Die Einweihung des Tempels Salomos wurde für Priester und Volk zu einem grossen Freudenfest mit vielen Gemeinschaftsschlachtopfern

Der ganze Tempel Salomos wurde auf dem Berg Moria aus in den Steinbrüchen vorgefertigten Quadern und Säulen aufgebaut. Salomo hatte bestimmt, dass auf der Baustelle kein Lärm von hunderten von Steinmetzen zu hören sei. Ein Hinweis auf die künftige, endgültige Zusammenfügung des geistigen Tempels! Alles wird in Stille geschehen, weil während Jahrtausenden jeder „lebendige Stein“ und jede „lebende Säule“ nach Gottes Plan zurechtgeschliffen wurde, um dort wo sie hingehört exakt hineinzupassen. 

Beim Tempelbau wurden die Steine bereits im Steinbruch fertig bearbeitet

 *** Rbi8  1. Könige 6:7 ***

Was das Haus [[(den Tempel)]] bei seiner Erbauung betrifft, es wurde aus bereits völlig behauenen Steinen des Steinbruchs gebaut; und was Hämmer und Äxte oder irgendwelche eisernen Werkzeuge betrifft, sie waren nicht im Haus zu hören, während es gebaut wurde.

 

Auch diese „geistigen Steine“ des neuen lebendigen Tempels werden alle ausserhalb des Heiligtums nach genau vorgegebenem Mass gefertigt! Der „Spross“ Davids wird den geistigen Bau vollenden und jedem Stein und jeder Säule darin den Platz zuweisen! (Sach 6:12, 13)

 

Die Einweihung des Tempels Salomos wurde im Jahr 1026 v.u.Z., im siebten Monat Ethanim (Tischri), zum Laubhüttenfest  nach einer Bauzeit von nur siebeneinhalb Jahren zu einem grossen Freudenfest für ganz Israel. Die ganze Priesterschaft tat Dienst. Ausser den Getreideopfern wurden 22.000 Rinder und 120.000 Schafe als Gemeinschaftsschlachtopfer dargebracht! Das ganze Volk Israel sollte sich gemeinsam erfreuen.

 

Bei der Einweihung des Temels Salomos konnten die Priester wegen des von Gott mit Rauch gefüllten Tempels nicht eintreten *** Rbi8  2. Chronika 5:11-14 ***

Und es geschah, als die Priester aus der heiligen Stätte kamen (denn alle Priester, die sich vorfanden, hatten sich ihrerseits geheiligt — es war nicht nötig, die Abteilungen zu beobachten); 12 und die Leviten, welche Sänger waren, die zu ihnen allen gehörten, nämlich zu Asaph, zu Heman, zu Jeduthun und zu ihren Söhnen und zu ihren Brüdern, in feines Gewebe gekleidet, mit Zimbeln und mit Saiteninstrumenten und Harfen, standen östlich vom Altar und bei ihnen Priester in [der Zahl von] hundertzwanzig, die die Trompeten erschallen ließen —;  13 und es geschah, sobald die Trompeter und die Sänger wie ein [Mann] einen Klang hören ließen, um Jehova zu preisen und [ihm] zu danken, und sobald sie den Schall mit den Trompeten und mit den Zimbeln und mit den Gesanginstrumenten und mit der Lobpreisung Jehovas erhoben, „denn er ist gut, denn auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] währt seine liebende Güte“, daß das Haus selbst, ja das Haus Jehovas, mit einer Wolke erfüllt wurde, 14 und die Priester konnten wegen der Wolke nicht dastehen, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit Jehovas erfüllte das Haus des [wahren] Gottes.

 

Die Einweihung des geistigen Zentrums der Anbetung Israels wurde zu einem grossen Freudenfest, in dessen Mittelpunkt der Gott Israels geehrt wurde. Jehova bezeugte seine Anwesenheit durch die Wolke, die das neu erbaute Haus Jehovas füllte wie dies früher, bei der Einweihung  des Zeltes der Zusammenkunft der Fall war (2.Mo 40:34, 25; 3.Mo 16:2).

 

*** Rbi8  1. Könige 8:66 ***

Am achten Tag sandte er das Volk weg; und sie begannen den König zu segnen und in ihre Heimstätten zu gehen, erfreut und frohen Herzens wegen all des Guten, das Jehova für David, seinen Knecht, und für Israel, sein Volk, vollbracht hatte.

 

Ganz Israel, Männer und Frauen und Kinder, arm und reich, Einheimischer und Fremder duften sich über Jehovas Segen erfreuen und segneten ihrerseits König David, bevor jeder zu seinem Hause zurückkehrte.

 

12.1.3.3       Das Laubhüttenfest nach dem Exil wurde für das ganze Volk zur Freudenfeier

Auch die Einweihung des Tempels Serubbabels nach dem babylonischen Exil wurde zu einer grossen Freude zu der viele Opfer dargebracht wurden. Immer noch war die Zahl Israels gering, im Vergleich zur Zeit vor dem Exil. Viele Juden blieben in ihren Städten in Babylon. Der Tempel wurde im Frühjahr 515 v.u.Z. fertiggestellt und anlässlich des Passahs eingeweiht.

 

Der Tempel von Serubbabel und dessen Einweihungsfeier *** Rbi8  Esra 6:15-18 ***

Und sie vollendeten dieses Haus bis zum dritten Tag des Mondmonats Adar, das ist im sechsten Jahr der Regierung des Königs Darius.

16 Und die Söhne Israels, die Priester und die Leviten und die übrigen der einst ins Exil Weggeführten feierten die Einweihung dieses Hauses Gottes mit Freuden. 17 Und sie brachten zur Einweihung dieses Hauses Gottes hundert Stiere, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer dar und als ein Sündopfer für ganz Israel zwölf Ziegenböcke, gemäß der Zahl der Stämme Israels. 18 Und sie bestellten die Priester in ihren Klassen und die Leviten in ihren Abteilungen zum Dienst Gottes, der in Jerusalem [zu leisten] ist, nach der Vorschrift des Buches Mose.

 

Zwar hatte Israel wiederum einen Tempel aber die Stadt Jerusalem hatte keine Mauern und bestand nur aus wenigen Häusern. Israel wohnte in den verschiedenen Städten Judäas und war damit beschäftigt Häuser zu errichten und die Landwirtschaft neu zu organisieren.

 

In den Tagen Nehemias und Esras wurde das Laubhüttenfest für alle aus dem Exil zurückgekehrten im Tempel Jerusalems gefeiert. Inzwischen war die Mauer im Jahre 455 v.u.Z. v.u.Z. nach nur 52 Tagen Bauzeit fertiggestellt. Die Leviten unterwiesen das ganze Volk.

 

Hosea bezeichnet das aus dem Exil zurückgekehrte Volk Jahrhunderte zuvor bereits als uneheliche Tochter „Lo-Ruhama“. Von der von Jehova Hosea als Muster befohlen eine hurerischen Frau zu heiraten, um das Resultat zu erkennen: „Gomer“ (Israels Erstlinge, der Stamm Levi). Sie war als Muster des Verhaltens der Leviten und Priester Aarons als Jehovas symbolträchtige „Ehefrau“ gegeben: „Geh, nimm dir eine Frau der Hurerei und Kinder der Hurerei, denn durch Hurerei wendet sich das Land ganz bestimmt davon ab, Jehova zu folgen.“. Der erste, eheliche Sohn „Jesreel“ stelle die abgespaltene Nation Israel, das Zehnstämmereich dar, das wegen seiner Gottlosigkeit 740 v.Z. ins Exil nach Assyrien gebracht worden war.

 

Die zweite, in Hurerei geborene Tochter, „Lo-Ruhama“ stellte das aus dem Exil zurückgekehrte Juda dar, wo die meisten in Babylon geboren waren, um den wahren Ort ihrer Geburt und Rückkehr aus dem heidnischen und götzendienerischen Babylon zu markieren. Die Kenntnisse des GESETZES und der PROPHETEN waren inzwischen mit heidnischen Lehren durchsetzt, die jüdische „Mischna“, die Gesetzesauslegungen hatten dort ihre Wurzeln. Darum warnte Jehova durch Hosea: „Und sie wurde dann abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und ER sprach weiter zu ihm: ‚Nenne ihren Namen Lo-Ruhạma, denn ich werde dem Hause Israel nicht wieder Barmherzigkeit erweisen, weil ich sie ganz bestimmt hinwegnehmen werde.‘ “ (Hos 1:6) Die Erfüllung kam bei Jesu Tod und später der Zerstörung Jerusalems und des Tempels durch die Römer im Jahre 70 u.Z. Die Prophezeiung Daniels der 70 Jahrwochen fand mit Verwerfung „der vielen“ am Ende der siebzigsten Jahrwoche im Jahre 36 u.Z. ihr Ende. Dreieinhalb Jahre nach Jesu Tod wurde der erste Heide Kornelius und seine Hausgemeinschaft getauft. Damit war die „trennende Zwischenwand“ die Juden von Menschen aus den Nationen abgetrennt hatte im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ nicht weiter hindernd. Die „neue Nation“ konnte sich durch das Predigen der guten Botschaft nun erdenweit ausbreiten.

 

Hosea III: Hosea soll eine Prostituierte heiraten
 

Nehemia und Esra lasen dem Volk im GESETZ vor und machten dieses laufend verständlich. Jehova hatte deutlich erwähnt, dass dies eine freudige Feier für das ganze Volk sein müsste, wo jeder seinen eigenen Beitrag dazu leisten würde. Dies sollte auch bei freudigem Essen und Trinken zum Ausdruck kommen!

 

*** Rbi8  Nehemia 8:9-12 ***

Und Nehemia, das ist der Tirschatha, und Esra, der Priester, der Abschreiber, und die Leviten, die das Volk unterwiesen, sprachen dann zum ganzen Volk: „Der heutige Tag ist Jehova, eurem Gott, heilig. Trauert nicht, und weint nicht.“ Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes [[GESETZES]] hörte. 10 Und er sagte weiter zu ihnen: „Geht, eßt die Fettspeisen, und trinkt die Süßigkeiten, und sendet dem Anteile, dem nichts bereitet worden ist; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig; und grämt euch nicht, denn die Freude Jehovas ist eure Feste. 11 Und die Leviten befahlen dem ganzen Volk zu schweigen, indem [sie] sprachen: „Seid still! Denn dieser Tag ist heilig; und grämt euch nicht. 12 So ging das ganze Volk weg, um zu essen und zu trinken und Anteile auszusenden und sich großer Freude hinzugeben, denn sie hatten die Worte verstanden, die ihnen bekanntgegeben worden waren.

 

Die Feste dienten somit auch nach dem Exil weiterhin einer gewissen Gleichstellung der Armen, welche ihre grosszügigen Anteile vom Überfluss der Reicheren erhielten und sich so gemeinsam mit dem ganzen Volk freuen durften.

 

Spendenaufrufe: Wo versickert all das Geld? Dies wird mit heutigen oft überbordenden Festen wie Weihnachten und Ostern in der Christenheit bestimmt nicht erreicht, wo man sich unter gleichgesinnten innerhalb der Familie Gaben und Geschenke gibt, die vor allem dem Handel Gewinne einbringen. Eine geistige Erbauung ist dabei bestimmt nicht zu beobachten. Diese Form stammt vom heidnischen Rom her. Unter Jehovas Volk aber war es eine gesetzliche Regelung, die zur Grosszügigkeit und Opferbereitschaft aufforderte und die jeden dazu führte die soziale Situation seines Nächsten zu beachten und ihm direkt zu helfen! Dies verhinderte weitestgehend soziale Unruhen, führte zur Einigung des Volkes und zeigte deutlich, dass Jehova die Schwächeren durchaus nicht vergass. Das beständige Geldsammeln der Kirchen für jegliche Zwecke ist kein Ersatz für Gottes Anordnung und die administrativen Kosten verschlingen zudem grosse Teile der Spenden.

 

Auch zu Beginn der Christenversammlung stand dieser Geist des Teilens und starker Verbundenheit deutlich im Vordergrund!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:44-47 ***

Alle aber, die gläubig wurden, waren beisammen und hatten alles gemeinsam, 45 und sie verkauften ihre Besitztümer und ihr Eigentum und verteilten den [Erlös] unter alle, so wie jemand Bedürfnis hatte. 46 Und Tag für Tag waren sie fortgesetzt einmütig im Tempel anwesend, und sie nahmen ihre Mahlzeiten in Privathäusern ein und nahmen mit großer Freude und Aufrichtigkeit des Herzens Speise zu sich, 47 priesen Gott und erlangten Gunst beim ganzen Volk. Gleichzeitig fuhr Jehova fort, täglich solche zu ihnen hinzuzufügen, die gerettet werden.

 

Bis die erste Christenverfolgung begann traf man sich zum Gebet täglich im Tempel. Erst danach wurden die wöchentlichen Versammlungen am Sabbat statt in Synagogen mit den übrigen Juden nun getrennt in Privathäusern in kleinen Gruppen und Versammlungen abgehalten. Wie Jesaja vorhergesagt hatte entstanden „Inseln“ der wahren Anbetung inmitten desaufgewühlten „Menschenmeeres“.

 

Auch in der Endzeit entsteht eine ähnliche Situation, wo Jehova dazu auffordert „Babylon die Grosse“ zu verlassen. Es ist eine Zeit, in der „die Liebe der meisten erkaltet“. Wer dem Befehl nachkommt wird aber nicht dazu aufgefordert, wiederum einer andern Religion beizutreten, sondern dazu, „das Zusammenkommen“ mit Gleichgesinnten „nicht aufzugeben, um so mehr, wie wir den Tag herannahen sehen“! Dieses abgesonderte Zusammenkommen soll der gegenseitigen Stärkung und Auferbauung und Hilfeleistung dienen! (Heb 10:24, 25)

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:17-18 ***

„ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Christen sollen das Unreine nicht weiter berühren, um rein zu bleiben für den Tag des Gerichts [B2]. Dort bestimmt Gott durch Jesus, wer ihm „Sohn und wer ihm Tochter“ werden wird, wenn Jesus dem Vater nach Harmagedon das gereinigte „Königreich der (neuen) Himmel“ übergibt! [Bb1; a1] Jesus sondert sich die Schafe zu seiner Rechten aus. Daniel der Prophet sprach davon, dass jene glücklich wären, welche die eintausenddreihundertfünfunddreissig Tage [C4] ausgeharrt haben wird. Die Zeit ist somit begrenzt und ihr Ende nähert sich rasch, wo Jesus und seine „Frau“, die Apostel und die neue erdenweite „Verwaltung“ allen offenbar gemacht wird, wo auch Daniel der Prophet zu seinem eigenen Los aufstehen wird [Bb](Mat 25:31-33; Da 12:12). 

 

Gottes Wahl der kommenden weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
 

12.1.3.4       Maleachi musste Volk und Priester hart ermahnen die Reinheit ihrer Opfer wiederum ernst zu nehmen!

Bereits kurze Zeit nach jenem Laubhüttenfest am Ende des Exils, wo sich das ganze Volk gefreut hatte, später, am Ende der 7. Jahrwoche etwa zwei Jahre nach der Fertigstellung der Mauer Jerusalems im Jahre 406 v.u.Z., als die Stadt erst spärlich bewohnt wurde und das aus dem Exil zurückgekehrte Juda in den Orten im Land verteilt wohnte, da gab Jehova durch Maleachi deutlich Anweisung, um die alte Regelung im GESETZ Mose wieder einzurichten und neu zu beleben:

 

*** Rbi8  Maleachi 3:10-12 ***

Bringt alle Zehnten in das Vorratshaus, damit schließlich Speise in meinem Haus ist; und stellt mich bitte darin auf die Probe“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, ob ich euch nicht die Schleusen der Himmel öffnen und tatsächlich Segen über euch ausschütten werde, bis kein Bedarf mehr ist.“

11 „Und ich will für euch den Fresser [[ein Insekt, das Nahrungsvorräte angreift]] schelten, und er wird euch nicht die Frucht des Erdbodens verderben, noch wird der Weinstock auf dem Feld ohne Frucht für euch bleiben, hat Jehova der Heerscharen gesagt.

12 Und alle Nationen werden euch glücklich preisen müssen, denn ihr selbst werdet ein Land des Wohlgefallens werden“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

 

Jehova würde für diese wieder eingeführte Umverteilung mittels des „Zehnten“ seinen reichen Segen geben und Israel dadurch zum Vorbild für andere Nationen werden. Dies würde zum Lobpreis des Namens Jehovas beitragen! Die Leviten und Priester sollten ihre Belehrung dadurch wieder aufnehmen können und das Volk zu Gesetzestreue und Gerechtigkeit hinführen.

 

Jehova schalt in jenen Tagen das Volk, das lahme, blinde und kranke Tiere als Opfer darbrachte und Priester, die ihren Pflichten nicht nachkamen und dadurch Jehovas Namen verachteten, indem sie auf dem Altar im Tempel verunreinigte Opfer darbrachten! Der Altar wurde dabei durch Jehova mit seinem Tisch verglichen, wo Ihm Speise dargereicht wird!

 

STOP: Verleugnen, wegschauen, vertuschen*** Rbi8  Maleachi 1:6-10 ***

„ ,Ein Sohn seinerseits ehrt einen Vater und ein Knecht seinen großen Herrn. Wenn ich also ein Vater bin, wo ist die Ehre für mich? Und wenn ich ein großer Herr bin, wo ist die Furcht vor mir?‘ hat Jehova der Heerscharen zu euch gesprochen, o Priester, die [ihr] meinen Namen verachtet.

,Und ihr habt gesagt: „Auf welche Weise haben wir deinen Namen verachtet?“ ‘

7 ‚[Indem] auf meinem Altar verunreinigtes Brot dargebracht wird.‘

,Und ihr habt gesprochen: „Auf welche Weise haben wir dich verunreinigt?“ ‘

,Dadurch, daß ihr sagt: „Der Tisch Jehovas ist etwas Verächtliches.“ 8 Und wenn ihr ein blindes [Tier] zum Opfern darbringt: Es ist nichts Schlechtes.“ Und wenn ihr ein lahmes [Tier] oder ein krankes darbringt: „Es ist nichts Schlechtes.“ ‘ “

Bring es bitte zu deinem Statthalter hin. Wird er Gefallen an dir finden, oder wird er dich freundlich aufnehmen?“ hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

9 Und nun, bitte, besänftigt das Angesicht Gottes, damit er uns Gunst erweist. Von eurer Hand ist dies geschehen. Wird er irgendeinen von euch freundlich aufnehmen?“ hat Jehova der Heerscharen gesagt.

10 Wer ist es auch unter euch, der die Türen schließen wird? Und ihr werdet meinen Altar nicht anstecken — umsonst. Kein Gefallen habe ich an euch“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „und an der Opfergabe aus eurer Hand habe ich kein Gefallen.“

 

Wenn die Priester Opfergaben beim Tempel annahmen, die Gebrechen aufwiesen und diese nicht wie es Jehova verlangte zurückwiesen und das Volk informierten, welche Art der Opfer für Jehova annehmbar seien, so wurden die Leviten dafür selbst zur Verantwortung gezogen, weil sie das Volk zur Nachlässigkeit hinführten!

 

Jehova aber kündigt an, dass dies nicht immer so bleiben würde, sondern eines Tages eine Priesterschaft kommen werde, die sein Volk wirklich unterweisen und so zur Heiligung des Namens Jehovas beitragen wird! Mit den Aposteln kam dies bereits im ersten Jahrhundert! Wo sich dies aber gänzlich erfüllen wird, dieser Tag steht schon bald bevor! Maleachi musste den grossen Gerichtstag Jehovas [B1] ankünden, wo er eine nachlässige Priesterschaft verwirft und eine neue beruft [B2e-B2g], die ihre Aufgabe wirklich wahrnimmt!

 

*** Rbi8  Maleachi 1:11 ***

„Denn vom Aufgang der Sonne selbst bis zu ihrem Untergang wird mein Name groß sein unter den Nationen, und an jedem Ort wird geräuchert werden, wird meinem Namen [eine Gabe] dargebracht werden, ja eine reine Gabe; denn mein Name wird groß sein unter den Nationen“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

 

Auch im kommenden System wird Jehovas Regelung wiederum Gültigkeit haben und die Gebete werden Jehova wie Räucherwerk von jedem Ort auf der Erde aus und unter allen Nationen angenehm sein! Beachten wir, dass nicht unsere heutige Zeiteinteilung der Tage, Monate und Jahre von Belang sind um Gottes Neunmonde und Festzeiten festzulegen, sondern weiterhin Jehovas Messlatte gilt, die er seit der Schöpfung eingehalten. Der Tag beginnt nach Sonnenuntergang in Israel am Abend, Jerusalem ist der Messpunkt und nicht Greenwich, während sich der Erde nur in einer Richtung dreht, endet der Tag. Die Engländer führten die Zeitzonen mit +/- Stunden ein, wo die Tagesgrenze dadurch in den Pazifik gefallen ist. Das war ursprünglich nicht so und spielt in der „Zeit des Endes“ eine ausschlaggebende Rolle, z.B. beim Gerichtstag am 14.Nisan [B1 + B2] oder dem Tag der Urteilsvollstreckung [B3]!  Ohne Kenntnis wann in Jerusalem das Neumondfest ist kann sich der Rest der Erde nicht darauf ausrichten!

 

Anhand der Passah-Festtage im Frühjahr 2015 zeigten wir dies anhand einer Grafik:

 

Bereite dich vor auf die kommenden Festtage der Passahfeier im März/April 2015 und das Pfingstfest im Mai

 

   Das Neujahrfest (1.Nisan - Neumondfest) beginnt um ca. 18.00 h am 20. März (Freitag Sonnenuntergang), es dauert bis zum Abend des 21. März (Samstag). Versammlung: Samstag 09.00-11.00 anschliessend Mittagessen (respektive 15.00-17.00) (4.Mo 28:11-15; Jes 66:23).

 

Die Tagesgrenze unserer Zeitrechnung verläuft durch den Pazifik   Das Abendmahl (14. Nisan) ist am Abend 2. April (Donnerstag nach Sonnenuntergang), Versammlung und Abendmahl ca. 20.00- 23.00 (3.Mo 23:5, 6)

  

   Das Fest der Passahwoche (15.-21. Nisan) beginnt am Abend ca. 18.00 h des 3. April (Samstag), dauert bis zum Abend des 9. April 18.00 (Samstag). Erster Tag Passah 3. (Samstag) und letzter Tag Passahfeier 9.4. (Freitag) sind heilige Sabbate mit Versammlung: 09.00-11.30; gemeinsames Mittagessen; alle übrigen Tage treffen wir uns um 17.00 zur Versammlung und zum Abendessen (3.Mo 23:6-14). Befreie Dich von jeder Art Sauerteig (Produkte mit Hefe) in deinem Haus, von physischer wie geistiger Durchsäuerung! (2.Mo 12:15; 1.Kor 5:6-8)

 

   Das Pfingstfest (6. Siwan) beginnt am Abend um 18.00 h des 23. Mai (Samstag), dauert bis zum Abend des 24. Mai 18.00 (Sonntag) Versammlung: 9.00-11.30, Mittagessen (3.Mo 23:15-21).

Keine Arbeit darf an den Sabbaten verrichtet werden; sie sind eine Ruhe für Jehova! (2.Mo 20:8-10; 3.Mo 16:29)

 

Wichtiger Hinweis betreffend Zeitzonen: Da Jerusalem in Gottes Augen „das Herz der Erde“ ist, so ist zu beachten, dass die Erdrehung den Zeitpunkt bestimmt, wo z.B. in den USA, in Japan, Thailand oder im Iran der Sabbat und die Festzeiten beginnen! Die Erde dreht nur in eine Richtung, um den 24 Stundentag, 12 Tages- und 12 Nachtstunden zu erfüllen! Nicht so wie auf dem Bild, wo + 1 Tag / - 1 Tag Verwirrung verursacht! Nicht der 0-Meridian, der durch Greenwich in London geht zählt, sondern die Zeit des Sonnenuntergang des Neumondfestes am 1.Nisan in Jerusalem, Jehovas Jahresbeginn und dann kongruent des 14.Nisan! Dieser 14.Nisan geht auch nach der modernen Datumsgrenze im Pazifik weiter, bis die 24 Stunden sich erneut in Jerusalem beim kommenden Sonnenuntergang schliessen! Da dies auch Gottes Gerichtstage der Endzeit betrifft ist diese Unterscheidung wichtig: Das Gericht beginnt zeitlich in Jerusalem und 24 Stunden lang all jene als „Schafe“ betrifft, die Gottes Willen erfüllen und Jesu Gebot des Abendmahls respektierten, auch was seine Sabbate und Feste angeht! „Denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens.“! (1.Kor 14:33)

   Bedenken wir, dass das grösste Gebiet Israels in seiner maximalen Ausdehnung bis zum Euphrat reichte und alle männlichen Personen verpflichtet waren in Jerusalem das Passahmal zu feiern! Der erste jeden Monats wurde bereits auf der 40-jährigen Wanderung nach dem Auszug aus Ägypten per Hornstoss angekündigt, ebenso die Festzeiten, so dass es keine Unsicherheit gab! So wird das Abendmahl, um in Wirklichkeit ebenso am 14.Nisan zu sein nach der Datumsgrenze des Fernen Ostens am kommenden Tag nach Sonnenuntergang beendet, was für uns, von Europa oder Amerika aus gesehen immer noch derselbe Tag des 14.Nisan ist, weil ja der Tag mit dem Sonnenuntergang beginnt!

   Nicht unser subjektiver Standpunkt und nicht die letzte Weltmacht Anglo-Amerika bestimmt die Datumslinie, sondern Jehovas Sicht der Dinge der „über den Wolken“ thront und sich die Erde unter ihm nur in einer Richtung dreht! Sowohl Ägypten wie Jerusalem haben 2 Stunden Zeitverschiebung (-2 Stunden) (rot) wie London-Greenwich. Da der Zeitbegriff „Sonnenuntergang““ überall gleich verstanden wird, klar berechnet werden kann, so ist die Zählung vom Ausgangspunkt aus zu sehen: Ägypten, das Nildelta beim Auszug und Jerusalem, wo Jesus mit seinen Aposteln das letzte Abendmahl einnahm!

 

Die Tagesgrenze Jehovas verläuft am Euphrat, der Tagesbiginn richtet sich nach Untergang der Sonne in Jerusalem

 

Die heutige „Priesterschaft“, die Vorsteher aller Christenversammlungen ausserhalb „Babylons der Grossen“ sollten Jehovas Standpunkt ehren, um den „Tisch Jehovas“ nicht zu verunreinigen! Jede Abweichung von Gottes Normen bedeutet eine „Verunreinigung“! Innerhalb „Babylons der Grossen“ werden die Normen des „siebenköpfigen wilden Tieres“ (UNO) und die „des falschen Propheten“ die von Gottes Aussagen abweichen eingehalten, ihnen genauso zum Verhängnis wie es Israel und Juda zur Vernichtung diente. Zum König Nebukadnezar erklärte Daniel, dass Gott und nicht der König Babylons die Zeiten festlegt!

 

(Daniel 2:21, 22)  Und er ändert Zeiten und Zeitabschnitte, indem er Könige absetzt und Könige einsetzt, den Weisen Weisheit gibt und Erkenntnis denen, die Unterscheidungsvermögen kennen. 22 Er offenbart die tiefen Dinge und die verborgenen Dinge, da er weiß, was im Finstern ist; und bei ihm wohnt ja das Licht.

 

Die Veränderungen der Zeitmessung schliessen auch Sommer- und Winterzeit Uhreinstellung mit ein. Gottes Opfergaben im Tempel mussten um die 3 und um die 9 Stunde im Tempel Jerusalems dargebracht werden! Das bedeutet zirka 09.00 und etwa 15.00 Uhr. Das bleibt sich rund um die Erde gleich, unabhängig der Zeitzone.

 

Vorab aber zeigt Jehova durch Maleachi der damaligen Priesterschaft, die in den siebzig Jahren in Babylon offensichtlich ihre Aufgabe verlernt hatte, worauf sie wiederum achten müssten. Der Priesterdienst war ihnen zur Mühsal geworden und sie verachteten Jehovas Vorkehrungen betreffend des Dienstes im Tempel und der Belehrung des Volkes! Dadurch wurde auch das ganze Volk nachlässig und begann das GESETZ zu missachten, was natürlich zu Missständen, Ungerechtigkeit und einem Zerfall der sozialen Ordnung führen musste!

 

Erkenntnis die aufbläht*** Rbi8  Maleachi 1:12-14 ***

„Doch ihr entweiht mich, indem ihr sprecht: ‚Der Tisch Jehovas ist etwas Verunreinigtes, und seine Frucht ist etwas zu Verachtendes, seine Speise.‘ 13 Und ihr habt gesagt: ‚Siehe! Welche Mühsal!‘, und ihr habt bewirkt, daß man darüber die Nase rümpft“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen. „Und ihr habt etwas Weggerissenes gebracht und das Lahme und das Kranke; ja, ihr habt [es] als Gabe gebracht. Kann ich an dem, [was] aus eurer Hand [kommt], Gefallen haben?“ hat Jehova gesprochen.

14 „Und verflucht ist, wer listig handelt, wenn in seiner Herde ein männliches Tier vorhanden ist und er ein Gelübde ablegt und Jehova ein verdorbenes opfert. Denn ich bin ein großer König“, hat Jehova der Heerscharen gesagt, „und mein Name wird furchteinflößend sein unter den Nationen.“

 

Der heutige Zustand der christlichen Priesterschaft ist bestimmt noch weit unter jenem zur Zeit Maleachis! Der Einfluss Babylons, der damals bis zum ersten Jahrhundert durch die aufkommende Sekte der Pharisäer mit heidnischen Lehren durchtränkt wurde, hat seit dem Tod des letzten Apostels wie der „Sauerteig“ zufolge der „Hefe“ die ganze Christenheit durchsäuert! Der christliche Dienst wird heute allgemein als unnütz und eine Mühsal betrachtet, man rümpft die Nase! Die Frucht der christlichen Unterweisung sei etwas zu Verachtendes. Wie viel mehr wird so der Fluch die dafür verantwortliche Priesterschaft zu Recht treffen?

 

(Vergleiche Grafik: 4.3  Durchsäuerung der Christenversammlung)

 

*** Rbi8  Maleachi 3:13-15 ***

„Stark sind eure Worte gegen mich gewesen“, hat Jehova gesprochen.

Und ihr habt gesagt: „Was haben wir miteinander gegen dich geredet?“

14 Ihr habt gesagt: ‚Es hat keinen Wert, Gott zu dienen. Und was für ein Gewinn [liegt] darin, daß wir der Verpflichtung ihm gegenüber nachgekommen sind und daß wir Jehovas der Heerscharen wegen betrübt einhergegangen sind? 15 Und gegenwärtig preisen wir die Vermessenen glücklich. Auch sind die Täter der Bosheit erbaut worden. Auch haben sie Gott auf die Probe gestellt und entkommen beständig.‘

 

Jesus Christus: Dein Retter oder Richter!Die Priester Levis, „Gomer“ waren es, die das Volk das GESETZ lehren mussten und Jehova macht sie dafür verantwortlich, dass Vermessenheit und Bosheit überhandgenommen haben und Missetäter nicht zur Rechenschaft gezogen wurden! Die Übertretung von göttlichen Normen in sogenannt „christlichen“ Ländern ist heute wirklich himmelschreiend!

 

Aber auf der anderen Seite bemerkt Maleachi durch Jehovas Vorankündigung, dass einige wirklich auf Jehovas Namen achten und Ihn in ihrem Herzen fürchten! Da ist nicht die Rede von einer grossen Organisation, sondern vielmehr von Einzelpersonen, die sich gegenseitig im Namen Jehovas stärken!

 

*** Rbi8  Maleachi 3:16-18 ***

Zu jener Zeit redeten diejenigen miteinander, die Jehova fürchten, jeder mit seinem Gefährten, und Jehova merkte unablässig auf und hörte zu. Und ein Gedenkbuch begann vor ihm geschrieben zu werden für diejenigen, die Jehova fürchten, und für diejenigen, die an seinen Namen denken.

17 Und sie werden gewiß mein werden“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „an dem Tag, an dem ich ein besonderes Eigentum hervorbringe. Und ich will ihnen Mitleid erweisen, so wie ein Mann seinem Sohn Mitleid erweist, der ihm dient. 18 Und ihr werdet bestimmt wieder [den Unterschied] zwischen einem Gerechten und einem Bösen sehen, zwischen einem, der Gott dient, und einem, der ihm nicht gedient hat.“

 

Maleachi spricht deutlich von Gottes Gerichtstag [B2] und von der Erwählung eines besonderen Eigentums für ihn! [BbC; e] Der Tag, an welchem Jehova die „Erstgeburt Israels“ aussondert [B2e-B2g], nicht dem Fleische nach, sondern nach dem Geist, den sie entwickelt haben, nach ihrem Herzen! Jene Männer und Frauen der Endzeit, die ihm ganzherzig dienen und wirkliche Opfer der Danksagung mit ihren Lippen darbringen und sein GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen wiederum ernst nehmen! Jehova wird einen deutlichen Unterschied zeigen zwischen denen, die ihm wie „Schafe“ dienten und den „Böcken“, die sich von seinem Wort abwandten!

 

(Vergleiche Grafik: Erntefeste zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernte)

 

Israel wich immer wieder von Jehovas Normen ab und musste zurechtgewiesen werden. Opfer für Gesetzesübertretung wurden dabei Jehova zu einer Last! Sowohl In diesen drei Artikel wurden viele Themen, die sich rund um die Opfergaben drehen behandelt. Wie stets versuchten wir einen Überblick über die Zusammenhänge zu gewinnen. Einige Punkte aber müssen auch noch aus anderem Blickwinkel noch weitere Betrachtung finden!

 

Priester wie Könige missbrauchten die ihnen von Gott verliehene Macht und sie schwangen sich immer wieder auf, um selbst wie „Götter“ zu handeln. Wo lagen die Grenzen, wo Gott solches nicht mehr durch Opfer zuzudecken bereit war?

 

Christen wurden ihre früheren Sünden bei der Taufe vergeben. Was aber ist mit Sünden, die uns nach der Taufe unterlaufen sind? Weitere Fragen benötigen Antworten die uns heute in der Endzeit brennend interessieren sollten.

 

Vorschau auf einen weiteren Artikel zu diesem umfassenden, wichtigen Thema:  NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Februar 2006; Artikel: 6.2.1  Welche Wichtigkeit hat Jesu am Gerichtstag Gottes?

 

   In diesem künftigen Artikel werden wir weitere Aspekte die mit den Opfern die Jehova im alten Bund verlangte und jenen, die wir als Christen zu erbringen haben behandeln. Jedes einzelne Opfer stellt etwas dar und wir sollten den Sinn dahinter verstehen, der für uns Christen von Wichtigkeit ist.

 

   Gott herrscht inmitten der Götter“! Wer sind heute jene falschen Götter, die für Gott unannehmbare Opfer darbringen? Ein Blick hinter die Kulissen heutiger Priester, ihre Titel und ihre Opfer die sie vor Gott darbringen. Sind solche Opfer Gott aber wirklich annehmbar?

 

    Ein ganz bestimmtes Opfer, dasjenige am Sühnetag und dem Sündenbock Asasel wollen wir zudem näher beleuchten, da in der Endzeit damit offensichtlich aufgrund von prophetischen Vorhersagen wiederum gewichtige Dinge verbunden sind.

 

 

 

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[1] Jehovas Zeugen sind der Ansicht, dass Paulus sagt, Jesus sei das „Ende“ des Gesetzes und damit, dass jeder Christ nicht weiter unter Mosaischem Gesetz stehe, selbst nicht unter den zehn Geboten. Dies aber würde deutlich Jesu eigenen Worten widersprechen, dass er nicht gekommen sei das Gesetz zu vernichten, sondern es zu erfüllen! (Mat 5:17, 18)

(Vergleiche E-Buch: Der falsche Prophet;  Anhang VI: Offener Brief an die Leitung von Jehovas Zeugen: b) Ein Blick auf einige der verwirrenden Lehren)