Newsletter „DER WEG“ 5/06-1    Juni 2005

Neubearbeitung: 11.5.12 / 31.3.17

 

Artikel:  5.6.1  Das Pfingstfest: Darbringung der ersten reifen Feldfrucht des Weizens vor Jehova

 

   Das Pfingstfest sollte in seinem ursprünglichen Zusammenhang wiederum erfasst werden, wo Jehova exakt fünfzig Tage nach dem Auszug aus Ägypten das Volk Israel am Berg Sinai versammelt hatte und ihm das GESETZ gab. Dieses GESETZ ist für ganz Israel verbindlich, auch für geistige Israeliten die dem Fleische nach nicht von Jakob abstammen!

 

Heiliger Geist wird an Pfingsten 33 u.Z. auf 120 Jünger Jesu ausgegossen.   Im ersten Jahrhundert versammelte Jesus sein neu entstehendes Volk an Pfingsten und goss heiligen Geist auf 120 von ihnen aus. Auch die Christen des ersten Jahrhunderts  hielten diese Feier wie alle anderen Festzeiten Gottes weiterhin aufrecht und stets zum selben Termin wie die Juden. Die Jünger mussten sich dazu versammeln und in Jerusalem verbleiben, wie Jesus sie dazu aufgefordert hatte.

 

(Lukas 24:44-49)  Er sagte nun zu ihnen: „Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß sich alles, was im Gesetz Mose und in den PROPHETEN und Psalmen über mich geschrieben steht, erfüllen muß.“ 45 Dann öffnete er ihnen den Sinn völlig, damit sie die Schriften begriffen, 46 und er sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, daß der Christus leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen werde, 47 und aufgrund seines Namens würde in allen Nationen Reue zur Vergebung der Sünden gepredigt werden — angefangen von Jerusalem, 48 sollt ihr Zeugen von diesen Dingen sein. 49 Und seht, ich sende das auf euch herab, was von meinem Vater verheißen worden ist. Ihr aber, bleibt in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe bekleidet werdet.“

 

   Über Jesu Wiederkehr und die Aufrichtung des geistigen Tempels, das Einsammeln der erdenweit Auserwählten, den Versiegelten, die Früh- und Erstauferstehung aus den Toten, das Herabkommen des „Jerusalem droben“ und die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ wird sich ebenso exakt so erfüllen, wie es von den Propheten aufgezeichnet wurde. Jesus ist doch die Erfüllung aller Vorhersagen, darum gilt es den Glauben, die Hoffnung und die Erwartung zu stärken. Exakt dazu dient das Pfingstfest in Erinnerung daran, dass bereits zwei Mal zuvor ein neues Königreich Gottes an eben diesem Tag zu herrschen begann

 

   Wie wir bereits vom Passah und Abendmahl her wissen, sind diese Festzeiten auch oder gerade beim Abschluss des Systems von herausragender Bedeutung! Welche Bedeutung hat das Pfingstfest dabei? Wir versuchen es herauszufinden!

 

   Wichtiger Hinweis 19.10.08:  Gemäss unserer damaligen Einsicht und Erwartung aufgrund der Übereinstimmung verschiedener grosser Zeichen mit den Vorhersagen Jesu wagten wir es erstmals exakte Daten für gegenwärtige und künftige Ereignisse zu nennen, stets aber mit der Einschränkung verbunden, dass auch die übrigen Ereignisse noch eintreffen müssten.

 

   Heute zeigt es sich, dass die Hauptereignisse am Ende nicht eingetroffen sind, somit auch die früheren „Zeichen“ und deren Identifizierung mit gewissen Fehlern behaftet sind! Sie dienen uns heute als Muster kommender Dinge, die es weiterhin zu erwarten gilt!

 

   Wir empfehlen dem Leser auf die logischen Zusammenhänge gemäss der Schrift zu achten, denn die Erfüllung mag sich verzögern, die Vorhersagen werden sich bestimmt als Wahrheit erweisen!

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

6.1............. Das Pfingstfest: Darbringung der ersten Feldfrucht des Weizens vor Jehova. 2

6.1.1........... Das Pfingstfest und seine besondere Bedeutung in der Endzeit 2

6.1.1.1........ Ein Rückblick auf heidnische und christliche Festzeiten und Gottes Erfordernisse. 3

6.1.1.2........ Missachtung von Gottes GESETZEN führt mehr und mehr zu menschlichen Traditionen und hin zu Gesetzlosigkeit! 3

6.1.1.3........ Gottes GESETZ und die Festzeiten sind miteinander unlösbar verknüpft, sie waren und blieben für ganz Israel verbindlich! 3

6.1.1.4........ Konstantins herausragende Rolle am Abfall der Christenheit ist seit langem offengelegt! 4

6.1.1.5........ Jüdische Festzeiten und christliches Erfordernis vor Gott 6

6.1.1.6........ Die siebentägige Passah-Feier als erste von zwei Erntefesten im Frühjahr 6

6.1.2........... Der Geistige Tempel richtet sich nach dem “Eckstein” und der “Grundlage” aus. 7

6.1.2.1........ Jesus selbst legt die “Grundlage” des geistigen Tempels. 7

6.1.2.2........ Die “Grundlage” des geistigen Tempels wurde am 16.Nisan des Passah-Festes 33 u.Z. gelegt 8

6.1.2.3........ Der Aufbau des geistigen Tempels auf der zuvor gelegten “Grundlage” beginnt an Pfingsten. 8

6.1.2.4........ Nach Pfingsten kommen ausser Juden, nun Samaritaner und menschliche „Bausteine“ der Nationen hinzu. 9

6.1.2.5........ Das Königreich der “Finsternis” verlassen, hin zum Königreich des “Lichtes 10

6.1.2.6........ Behauene “Steine und Säulen” im geistigen Tempel erfahren eine Ausmessung! 11

6.1.2.7........ Die Kirchenväter legten eine andere “Grundlage” wie die von Jesus,  jene der Apostel und die der Propheten! Sie werden weggeschwemmt werden. 11

6.1.3........... Am Pfingstfest 33 u.Z. begann die Einsammlung des geistigen “Weizens. 12

6.1.3.1........ Göttlich verordnete Feste und deren tiefere Bedeutung für die Endzeit verstehen! 13

6.1.3.2........ Der Unterschied zwischen geistiger “Gerste” und geistigem “Weizen” wird ersichtlich. 13

6.1.3.3........ Scheinweizen bewirkt Abfall von Jesu und der Apostel Lehren. 14

6.1.3.4........ Der erste gute “Weizen” wurde zu Pfingsten 33 u.Z. reif und konnte geerntet werden. 14

6.1.3.5........ Die zwei Gerstenbrote; Sünd- und Gemeinschaftsschlachtopfer an Pfingsten. 15

6.1.3.6........ Verbindung des Pfingstfestes des Jahres 33 u.Z. mit der Endzeit 15

6.1.4........... Vom Auszug aus Ägypten bis hin zum Berg Sinai und dem Bundesschluss vergingen fünfzig Tage. 16

6.1.4.1........ Die Zeit und die Ereignisse  zwischen dem Passah und Pfingsten zu Beginn des Volkes Israel 16

6.1.4.2........ Heiligung der Erstgeburt Israels und Beschneidung. 16

6.1.4.3........ Zurück nach Ägypten oder hin zum Berg Sinai?. 17

6.1.4.4........ Das Rote Meer teilt sich, wird für die einen zum Rettungsweg, für die andern zum Grab. 17

6.1.4.5........ Gott verordnet Israel das Sabbatgebot noch vor der Gesetzgebung im Sinai 18

6.1.4.6........ Moses ernennt Richter und kommt auf der Flucht hin zum Berg Horeb, dem Berg Sinai 19

6.1.4.7........ Israel kommt im Monat Siwan zum Berg Horeb. 20

6.1.5........... Ein Bund für ganz Israel, für alle Beschnittenen. 20

6.1.5.1........ Bundesschluss am fünfzigsten Tag nach dem Auszug, am 6.Siwan und seine Beziehung zu Pfingsten des Jahres 33 u.Z. 20

6.1.5.2........ Moses und die Vorsteher mussten das Volk belehren. 21

6.1.5.3........ Wunder sollten den Glauben stärken und zur schnellen Verbreitung der guten Nachricht beitragen. Deutliche Grenzen werden dem Volk und Priestern gesetzt! 22

6.1.5.4........ Ein Mittler zwischen Gott, den Vorstehern und dem Volk. 22

6.1.5.5........ Prophezeiungen Joels erfüllten sich damals wie heute! 23

6.1.5.6........ Die Priester sollen sich heiligen, dürfen aber selbst den Berg nicht betreten! 24

6.1.6........... Zu welchem “Berg” wirst du hinziehen?. 25

6.1.6.1........ Zuerst wird “der Berg des Hauses Jehovas” fest gegründet, dann strömen die Nationen zu ihm! 25

6.1.6.2........ Der Berg des Hauses Jehovas” wird erst nach Harmagedons Endschlacht fest aufgerichtet 25

6.1.6.3........ Auf den exakten Ablauf der Einzelereignisse achten, aufgrund der kombinierten Prophezeiungen: Wann kommt die “Hochzeit des Lammes”?. 26

6.1.6.4........ Geht ein Tag der Flucht der “Hochzeit des Lammes” voraus?. 27

6.1.6.5........ Die “Hochzeit des Lammes” folgt eindeutig erst auf den Gerichtstag Jesu. 28

6.1.6.6........ Die Wiedererschaffung des „Königreiches für Israel“ umfasst eine Zeitperiode. 28

6.1.6.7........ Der “Sekretär mit dem Tintenfass” und seine sechs Gehilfen; Engel als “Schnitter 29

6.1.6.8........ Der am Pfingsttag ausgeschüttete Geist hilft uns auch heute zu exaktem Verständnis. 29

6.1.6.9........ Prüfe die inspirierten Äusserungen, ob sie im Einklang mit der ganzen Schrift sind! 30

6.1.7........... Das Pfingstfest der Endzeit, nach dem Gerichtstag, anhand des Auszugs aus Ägyptens verstehen lernen  30

6.1.7.1........ Der Ursprung des Pfingstfestes steht in direkter Beziehung zu Moses und zur Gesetzgebung Jehovas an sein Volk  30

6.1.7.2........ Moses versuchte zu früh gerechte Verhältnisse zu errichten. 31

6.1.7.3........ Vierzigjährige Verbannung in die Wüste als Vorbereitung für Moses als Führer 31

6.1.7.4........ Der Bund am Sinai war die Grundlage für die freudige Erinnerungsfeier an Pfingsten. Gott ist ein vortrefflicher Planer mit genauem Vorherwissen! 32

6.1.7.5........ War der 1. Nisan 1513 v.u.Z. ein Sabbat?. 32

6.1.7.6........ Der Tag der Hochzeit und der Rückkehr des Hausherrn von der Hochzeit 33

6.1.7.7........ Die Sklaven erwarten Jesus der von der Hochzeit zurückkehrt: An welchem Tag?. 33

6.1.7.8........ Ein weiterer möglicher Tag für die Hochzeit des Lammes. 34

6.1.7.9........ Moses und Jesus ernennen jeweils Richter 35

6.1.8........... Erschaffung und Wiedererschaffung des Königreiches für Israel 35

6.1.8.1........ Die Zeit vom Passah bis Pfingsten von herausragender Bedeutung am Tag des Gerichts. 35

6.1.8.2........ Jehova gibt Israel das GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen. 36

6.1.8.3........ Auf Jehovas Engel achten, seinen Worten Gehör schenken! 36

6.1.9........... Ganz Israel anerkennt Jehova als König, auch das geistige Israel der Christen! 37

6.1.9.1........ Israel unterwirft sich einstimmig Gottes Vorkehrungen und soll fortan die Kinder so belehren: Das GESETZ wird zum Unterweiser 37

6.1.9.2........ Ewiges Leben einerseits von GESETZ abhängig, andererseits vom Glauben an Christus. 38

6.1.9.3........ Christen wie der Überrest aus den Juden müssen das “GESETZ des Christus” respektieren. 39

6.1.10......... Das Pfingstfest im ersten Jahrhundert und in der Endzeit 40

6.1.10.1...... Jesus nutzte das Pfingstfest des Jahres 33 u.Z., um die versammelten Jünger zu stärken und jene die zuhörten zu veranlassen sich zu reinigen und ins Königreich des Sohnes einzutreten. 40

6.1.10.2...... In welcher Form sollten wir die Pfingstfeier begehen?. 40

6.1.10.3...... Weitere jüdische Festzeiten die wir in ihrer Bedeutung zur Endzeit analysieren möchten. 41

 

 

 

6.1      Das Pfingstfest: Darbringung der ersten Feldfrucht des Weizens vor Jehova

 

6.1.1           Das Pfingstfest und seine besondere Bedeutung in der Endzeit

 

6.1.1.1          Ein Rückblick auf heidnische und christliche Festzeiten und Gottes Erfordernisse

Wir haben in vorhergehenden Ausgaben des NESLETTER „DER WEG“ verschiedene Themen im Zusammenhang mit den Festzeiten Jehovas betrachtet. Bereits in der Dezemberausgabe 2004 wurde das Thema Weihnachten betrachtet, das die Christenheit am 25. Dezember feiert. Es war ursprünglich und blieb bis heute ein heidnisches Fest, das keinen biblischen Rückhalt hat. Nicht nur in der Christenheit erfreut sich dieser Tag grosser Beliebtheit. Gott aber sagt eindeutig, dass wir nicht heidnisches Brauchtum mit seiner Anbetung mischen dürfen!

 

Die Ursprünge sogenannter christlicher Fest sind oft heidnischen Ursprungs: Es gilt zu prüfen! Dabei wurde der Ursprung dieses Festes untersucht, die vielfältigen Verknüpfungen zum heidnischen Rom und seinem Kaiser Konstantin beleuchtet. Diese Analyse ergab viele interessante Verbindungen, in welcher Form sich die nachapostolische Christenheit immer weiter von göttlichen Erfordernissen entfernte, indem sie erst in kleinen, später in immer grösseren Angelegenheiten Gottes GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen ausser Acht liessen!

 

Wir dagegen wollen Jesu Worte ernst nehmen die er allen seinen Nachfolgern auferlegt:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Wie kann jemand aufgrund dieser Aussage Jesus behaupten, das ganze GESETZ Mose sei mit Jesu Tod abgeschafft worden, wie dies Jehovas Zeugen unter vielen anderen vorwiegend amerikanischen Sekten verkünden? Sind die Worte Jesu zu wenig deutlich oder wollen die Führer jener Endzeitverkündiger viel eher Jesu Worte bewusst missverstehen? Paulus spricht im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Verkünden von Jesu Rückkehr, also zu früh, zur Unzeit, dass ein „Mensch der Gesetzlosigkeit“ sich „in den Tempel des GOTTES“, also Jehovas Tempel setzt, und sich über alle anderen die „Götter“, wie die Kirchenführer genannt werden erheben würde, all jene, die ein „Gegenstand der Verehrung“ sind! Eine deutliche Warnung an jeden der sich selbst überhöht (2.Thess 2:1-12).

 

6.1.1.2          Missachtung von Gottes GESETZEN führt mehr und mehr zu menschlichen Traditionen und hin zu Gesetzlosigkeit!

In den bisherigen Ausgaben versuchten wir den Zusammenhang zwischen jüdischen Festtagen und ganz bestimmten, vorhergesagten Ereignissen aufzuzeigen. Am leichtesten war dies anhand der Vorhersagen betreffend des ersten Kommens des Messias und seines angekündigten Todes. Dies war möglich durch die Prophezeiung Daniels von den siebzig Jahrwochen. Diese Prophezeiung konnte sich nur exakt erfüllen, weil Jesus sich selbst an die Festzeiten klammerte und die schriftlichen Anweisungen der Propheten und das ganze GESETZ einhielt!

 

Prophezeiung & Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
 

Die jüdischen Priester dagegen hatten sich von Jehovas Wort abgewendet, hin zu Traditionen ihrer Vorväter, welche die Bräuche der Heidenationen kopiert hatten. Dies aber setzte in sich nicht Jehovas GESETZ ausser Kraft, sondern im Gegenteil, bewirkt dessen volle Anwendung am kurz darauf folgenden Gerichtstag am jüdischen System, unmittelbar nach Jesu Ermordung! Jesus wurde an der Stelle der verworfenen jüdischen Priesterschaft zum Hohepriester und zum König „gleich Melchisedek“ erhoben (Ps 110:1-4).

 

... reinige mich von meiner Sünde ... *** Rbi8  4. Mose 15:30-31 ***

Die Seele aber, die etwas willentlich tut, ob es ein Einheimischer oder ein ansässiger Fremdling ist, redet sie von Jehova schimpflich, so soll in diesem Fall diese Seele von den Reihen ihres Volkes abgeschnitten werden. 31 Weil es Jehovas Wort ist, das sie verachtet hat, und sein Gebot [[(Sein GESETZ)]], das sie gebrochen hat, sollte diese Seele unweigerlich [vom Leben] abgeschnitten werden. Ihr eigenes Vergehen ist auf ihr.‘ “

 

Jehovas Wort zu missachten bedeutet somit klar Jehova selbst zu missachten und führt hin zur Gesetzlosigkeit! Nicht auf Jesus zu hören ist bestimmt noch einschneidender, wie nicht auf Moses zu hören, denn Moses kündigte Jesus als den „grösseren Propheten“ an! (5.Mo 18:15) Paulus bestätigt dieses Gebot Gottes im Brief an die Bebräer:

 

Wer Sünde tut ist vom Teufel (Hebräer 10:26-31)  Denn wenn wir willentlich Sünde treiben [[(bewusst, willentlich Gottes GESETZ missachten)]], nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten. 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Wie kann die Mehrheit der Christenheit solch klare, deutliche Worte missachten? Weil sie niemand die wahren Zusammenhänge gelehrt hat! Das war und blieb exakt die Aufgabe der Vorsteher an den Sabbaten, den Neumonden und zu den Festzeiten! Darum war es Israels Männern unter Androhung der Todesstrafe auferlegt bei keiner der Versammlungen zu fehlen. Alles greift ineinander wie ein Uhrwerk: „Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.“ (5.Mo 5:6-9)

 

6.1.1.3          Gottes GESETZ und die Festzeiten sind miteinander unlösbar verknüpft, sie waren und blieben für ganz Israel verbindlich!

Anhand der Grafik „Das Passahfest Mose und ihre Verknüpfung zur Endzeit“ zeigten wir viele Übereinstimmungen des Auszugs der Israeliten aus Ägypten, die mit der Einsetzung der Passah-Feier verbunden ist. Der Höhepunkt der jüdisch-religiösen Durchsäuerung hing mit Jesu Tod zusammen, der exakt auf das Datum des Auszugs fiel, den 14./15.Nisan. Auf ein und derselben Grafik sind drei Zeitebenen dargestellt: Das Gericht an Pharao und der Erstgeburt Ägyptens 1513 v.u.Z., das Gericht an der aaronischen Priesterschaft und der jüdischen Nation im Jahre 33 u.Z. und das vorhergesagte Gericht an den christlichen „Erstlingen“, der heutigen Priesterschaft und deren Religionen in der Endzeit. Hinzu kommt das Trennen von „Schafen und Böcken“ ebenso an einem der zwei Passahfeiern während der „grossen Drangsal“. Dieses Vorabgericht an den Führern der Namenchristenheit bildet einführenden Teil zum Endgericht, das erneut an ein Passah sein wird! Dann muss sich doch das ganze Volk vor dem Hohepriester Jesus versammeln, als vermittelndem Hohepriester hin zu Jehova! Da Reinheit Voraussetzung ist hat er die rechtliche Grundlage die „Böcke“, die nicht hörten und handelten auf seine „linke Seite“ zur „ewigen Abschneidung“ zu stellen (Mat 25:31-46).

 

Es zeigte sich ein klares Raster der Ereignisse, wo Jehova sich stets an seine festgesetzten Daten hielt, die er zuvor schon zu Feiertagen erklärt hatte. Wir kamen dadurch zum Schluss, dass der Neumond und die davon abhängigen Festtage auch in der Endzeit eine entscheidende Rolle spielen! Heute, in diesem Artikel geht es um die Zusammenhänge rund um die Einsetzung des Pfingstfestes, der wiederum mittels eines Zeitbandes anschaulich gemacht wird! Wer die Texte und den Ablauf der Ereignisse versteht der wird sich auch der Wichtigkeit für unsere Zeit bewusst!

 

(Vergleiche: Zeitband Moses II – Auszug aus Ägypten bis zum Gesetzesbund am Sinai)

 

Zeitband Mose II: Auszug aus Ägypten bis Pfingsteng
 

In einer weiteren Grafik haben wir die Festzeiten zum Jahresende nach derselben Methode untersucht, um weitere Übereinstimmungen, diesmal von Jehovas Gerichtsvollstreckungen während der Endzeit zu erkennen und optisch festzuhalten!

 

Falsche Propheten“ verkünden auch in der Endzeit ihre eigenen Auslegungen der Schriften. Hesekiel, der Gottes Gerichtsbotschaften gegen das fleischliche und das geistige Israel bis zum Ende des Millenniums aufzeichnen musste schrieb folgende Worte Jehovas:

 

*** Rbi8  Hesekiel 14:9-11 ***

Und was den Propheten betrifft, falls er sich betören läßt und tatsächlich ein Wort redet, so habe ich selbst, Jehova, jenen Propheten betört; und ich will meine Hand gegen ihn ausstrecken und ihn aus der Mitte meines Volkes Israel vertilgen. 10 Und sie werden ihr Vergehen tragen müssen. Das Vergehen des Befragers wird sich als genau das gleiche erweisen wie das Vergehen des Propheten, 11 damit die vom Hause Israel nicht mehr davon abirren, mir zu folgen, und sich nicht mehr verunreinigen mit all ihren Übertretungen. Und sie sollen mein Volk werden [[(Zukunft! Die Rede ist vom „Israel Gottes“, den Priesterkönigen vergl. „Lo-Ammi“ in Hosea 1:)]], und ich selbst werde ihr Gott werden‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova.“

 

Durch Hosea erklärt Jehova nähere Details zum selben Thema „mein Volk werden“: „Und ich werde sie mir gewiß wie Samen in die Erde säen, und ich will derjenigen Barmherzigkeit erweisen, der nicht Barmherzigkeit erwiesen wurde [[(den „Ebioniten“, als Teil „Lo-Ruhamas“)]], und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind [[„Lo-Ammi“, „Ebioniten“ und „Paulikaner“]] sprechen: ‚Du bist mein Volk‘; und sie ihrerseits werden sagen: ‚[Du bist] mein Gott.‘ “ (Hos 2:23)

 

Hosea II: Die Personen im Ehedrama Hoseasg
 

Jesus verwendete die Worte durch Moses an Israel im Vergleich von „blinden Leitern“, welche „Blinde“ führen, die beide in dieselbe Grube fallen würden (Mat 15:14). Es gibt kein Recht auf geistige Blindheit! Die „Grube“ ist die „Gehenna“, der „zweite Tod“, Verursacher  sind die falschen Prophezeiungen der „falschen Lehrer“, das nicht exakte hinhören auf Jesu Worte, welches den Tod bedeutet! Erst am Gerichtstag Harmagedons und am Ende des Millenniums im „Schlussgericht“ erwählt sich Jehova wer zu „Seinem Volk“ gerechnet werden kann! Jesus richtet so, wie er es von Jehova hört! Wir tun gut daran auf all seine Worte zu hören und alles so zu tun, wie er es aufgetragen hat! Sowohl Apostel wie Jünger mussten sich zu Pfingsten versammeln, um den versprochenen heiligen Geist zu empfangen! (Apg 1:4) „Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; …“ (Joh 12:48)

 

Der Prophet, der im obigen Text Hesekiels durch Jehova betört wird, er ist es, der in Wirklichkeit nicht auf Jehova hören will, sondern den inspirierten Äusserungen Satans und seiner Dämonen Beachtung schenkt. Jeder ist verpflichtet seinen Glauben anhand der Schrift der Wahrheit zu prüfen! Deutlich kündigt Jehova in der Offenbarung an, wer Quelle anderslautender „inspirierter Äusserungen“ ist:

 

Drei unreine inspirierte Äusserungen *** Rbi8  Offenbarung 16:13-14 ***

Und ich sah drei unreine inspirierte Äußerungen, [die aussahen] wie Frösche, aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des wilden Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten ausgehen. 14 Sie sind tatsächlich von Dämonen inspirierte Äußerungen und vollbringen Zeichen, und sie ziehen aus zu den Königen der ganzen bewohnten Erde, um sie zu versammeln zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen.

 

Jene, die Behaupten Gottes GESETZ und seine richterlichen Entscheidungen wären dahingefallen und für Christen nicht weiter verbindlich, sie vergessen die Worte in Psalm 119, wo Jehova sein eigenes, ewig währendes Recht erklärt:

 

*** Rbi8  Psalm 119:89 ***

Auf unabsehbare Zeit [[auf ewig; in Ewigkeit]], o Jehova,

Steht dein Wort in den Himmeln [[(Mehrzahl: 3.-1. Himmel)]] fest.

 

Nach Jesu Tod hielten sich die Apostel weiterhin an alles, was das GESETZ vorschrieb. Für Christen fielen aber alle jene Einschränkungen der fleischlichen Nation Israel dahin, welche eine „trennende Zwischenwand“ zwischen Menschen der Nationen und Juden darstellten, wie es die Beschneidung der Vorhaut darstellte und die Weisungen zum Dienst im Tempel. Heidenchristen mussten aufgrund des göttlichen GESETZES ihre Herzen wie schon zuvor die Juden beschneiden und eine neue Art des Tempeldienstes erfüllen.

 

(Vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

Die wichtigsten Hauptbegrisse und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

Paulus erklärt den Umstand den Hebräern wie folgt:

 

*** Rbi8  Hebräer 8:10 ***

‚Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde‘, spricht Jehova. ‚Ich will meine Gesetze [[GESETZE]] in ihren Sinn legen, und in ihre Herzen werde ich sie schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.

 

Jehova kann nur von jenen Menschen deren Gott werden, die seine GESETZE schon zuvor in ihre Herzen geschrieben haben. Statt auf Stein und Papier geschrieben, sollten sie uns Christen vom Herzen aus motivierend beeinflussen!

 

6.1.1.4          Konstantins herausragende Rolle am Abfall der Christenheit ist seit langem offengelegt!

Es war derselbe oben bereits erwähnte Kaiser Konstantin, der 321 v.u.Z. den Sonntag als obligatorischen Ruhetag einführte und damit die Grundlage zu verschiedenen Verfolgungswellen gegen glaubensstarke Christen und Juden lieferte, die nach wie vor am vierten der zehn Gebote, am Sabbatgesetz festhielten. Jesus forderte die Apostel und die Jünger auf untereinander eins zu sein, wie er es selbst mit dem Vater war! Jesus hielt jeden Sabbat mit absoluter Korrektheit ein und hatte seine Jünger nichts Gegenteiliges gelehrt!

 

Lehrgebäude menschlicher Weisheit: Pholosophie *** Rbi8  Johannes 17:14 ***

Ich habe ihnen dein Wort gegeben, doch die Welt hat sie gehaßt, weil sie kein Teil der Welt sind, so wie ich kein Teil der Welt bin.

 

Am Konzil von Nicäa, im Jahre 325 v.u.Z., das von Konstantin einberufenen wurde, da war es, wo sich die römisch orientierten Bischöfe endgültig dem Cäsar als Pontifex Maximus unterwarfen. Die Allianz Staat und Kirche war entstanden. Damals begann die „katholische“ Kirche, was übersetzt die „Allgemeine“ bedeutet, als Staatskirche zu funktionieren, vom Kaiser finanziell unterstützt und nun auch noch durch seinen Staatsapparat, inklusive die Justiz dominiert. Jesu Gebot „kein Teil der Welt“ zu werden, wurde deutlich missachtet.

 

Das von Jesus und später durch Paulus der Christenversammlungen direkt auferlegte interne Justizwesen, durch christliche „obrigkeitliche Gewalt“ kam mehr und mehr ins Vergessen. Anstelle der göttlichen, kamen nun weltliche Gesetze, weltliche „obrigkeitliche Gewalten“ die den göttlichen Geboten oft zuwiderlaufen. Jesu Worte aber blieben die ganze Zeit dieselben (1.Kor Kap 5, 6):

 

*** Rbi8  Matthäus 18:15-17 ***

Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung [[(als einziger irdischer, verbindlicher „obrigkeitlicher Gewalt“)]]. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Jesus sprach vom Königreich Jehovas, um das Christen weiterhin beten, dass es komme, das durch Jesu Königtum und das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ vorbereitet würde. Dessen Gerechtigkeit fusst auf dem, was in Jehovas GESETZ steht, ohne jene Gebote, richterlichen Entscheidungen Gottes und Seinen Bestimmungen wäre diese Gerechtigkeit nicht verständlich, weil sie sich von weltlichem Recht deutlich abhebt! Ihre Grundlage ist Liebe zu Gott und zum Nächsten, Barmherzigkeit, sich Fehler gegenseitig vergebend! Jesus befahl:

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

Die Grundlage der Gerechtigkeit des Königreiches ist und bleibt die überragende Liebe zu Gott und zum Nächsten, welche alle Gebote Gottes in sich vereint! An Pfingsten 1513 v.u.Z. wurde diese Grundlage gelegt, als Gott die Zehn Gebote und die richterlichen Entscheidungen vor dem versammelten Volk vom Horeb her verkündete.

 

In der Januarausgabe 2005 des NEWSLETTER war dem Abendmahl ein langer Beitrag gewidmet, der im März und April mit weiteren Aspekten zum Abschluss kam. Dabei wurde der Vergleich mit dem christlichen Osterfest anhand der Bibel vorgenommen. Die Verlegung des göttlich festgelegten 14.Nisan als vorausbestimmtes ewiges Datum für das Abendmahl auf einen Sonntag war eine weitere Abweichung von Gottes Norm, die Jesus während des Abendmahls unverändert bestätigt hat: „Denn sooft ihr dieses Brot eßt und diesen Becher trinkt, verkündigt ihr immer wieder den Tod des Herrn, bis er gekommen ist.  Auch hier war es der „Heilige“ Konstantin der den Entscheid in Nicäa beeinflusste, Gottes Norm zu Gunsten seiner heidnischen, den Götzen dienenden Anbetung zu wechseln.

 

Das Abendmahl war nur der Auftakt der jüdischen Passah-Feier, die sieben Tage jede Art von Gesäuertem aus dem Haus verbannte. Zwei Tage darauf, am 16.Nisan musste der Priester eine Erstlingsgarbe der Gerstenernte vor Gott darbringen. Dieser Tag gilt als Grundlage zur Berechnung des Pfingsttages, exakt 50 Tage danach. Der erste Tag am 15.Nisan und auch der siebte der Passah-Feier am 21. Nisan musste mit einer Gemeinschaftsfeier abgeschlossen werden!

 

Sieben x sieben volle Wochen Mit der Veränderung des 14.Nisan auf einen Sonntag wurde automatisch auch das Fest der Erstlingsgabe, das am zweiten Tag des Passah, am 16.Nisan gefeiert wurde, verschob die Katholischen Kirche, womit das Pfingstfest das nach göttlicher Anweisung somit am fünfzigsten Tag danach stattfinden musste und unabhängig des Wochentages blieb und somit nach gleicher göttlicher Anweisung jeden Wochentag treffen konnte, stets aber am 6.Siwan (laut jüdischem Kalender) stattfinden sollte. Nun war auch das Pfingstfest an den heidnischen Sonntag geknüpft!

 

Bei alldem zeigte sich, dass das biblisch erwähnte Neumondfest eine ganz spezifische Bedeutung hat, da ohne genaue Kenntnis des Neumondes die Festsetzung biblischer Festzeiten unmöglich ist! Aus der Sicht dieser Abhängigkeit wurde die Frage nach den übrigen durch Moses, als Mittler von Jehova selbst festgelegten Festzeiten gestellt.

 

Vorab, wie schon gesehen, war das Passahfest der Juden, die sieben Tage, in welchen jedes Haus von physischem und geistigem Sauerteig frei sein musste. Vor allem Paulus zeigte dabei, dass dieses Fest auch für Christen eine tiefe Bedeutung besitzt. Wir behandeln das Thema des Neumondfestes im kommenden Monat Juli 2005 im NEWSLETTER „DER WEG“.

 

Ein Vergleich unsererseits mit drei verschiedenen Passahfeiern im Verlauf der Zeit, jener ersten vor dem Auszug aus Ägypten, jener von Jesu Abendmahl mit den Apostel und jener vom Jahre 2004 (als Muster), verbunden mit der Errichtung von Gottes Königreich auf der Erde (*), zeigten ganz bestimmte Parallelen zu den prophetischen Vorhersagen zur Endzeit. Vor allem in Bezug was Reinheit, was Gehorsam gegenüber göttlich auferlegten Pflichten und was Gericht an Gottes Feinden betrifft blieben die Anweisungen der Apostel und ihr eigenes Verhalten in Einklang mit Mose Anweisungen. Nachträglich stellten wir eine erstaunenswerte zeitliche und sachliche Übereinstimmung fest, die wir kaum als „Zufall“ bezeichnen können!

 

(Vergleiche Grafik: Das jüdische Passahfest und seine Bedeutung in der Endzeit)

 

(* Hinweis 18.10.08:  Die Naherwartung hat sich in diesem Sinne zwar nicht erfüllt, das Prinzip des Ablaufs der Ereignisse aber wurde erstmals anhand konkreter Ereignisse aufgestellt, die im biblisch vorgegebenen Ablaufschema bestätigt sind. Offenbar ist auf weitere Ereignisse im selben Sinne zu achten!)

 

6.1.1.5          Jüdische Festzeiten und christliches Erfordernis vor Gott

In der letzten Ausgabe des NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Mai stellten wir die provokative Frage: „Sind jüdische Festzeiten für Christen verbindlich?“ Anhand der Analyse der Handlungsweise der Christen des ersten Jahrhunderts schlussfolgerten wir, dass sowohl der Sabbat zu wöchentlichen, verbindlichen Zusammenkünften genutzt wurden, das Abendmahl und die Pfingstfeier offensichtlich weiter Bestandteil der christlichen Aktivitäten bildeten und ohne monatliches Neumondfest nicht definierbar wären. So möchten wir uns wie angekündigt in dieser Ausgabe weiter mit dem Pfingstfest befassen, um dessen Sinn vor allem für heute, in der Endzeit zu verstehen. Dabei versuchen wir bewusst die Verbindung der beiden Feste, der Erinnerung des Auszugs aus Ägypten, dem Passah und dem Bundesschluss im Sinai an Pfingsten und jenem nach Jesu Tod in ein umfassendes Gesamtverständnis einzubinden.

 

Was bedeutet GesamtbildDie folgenden Themen wurden vorab in der Maiausgabe bereits behandelt:

 

   5.1.2.7.......    Die Apostel und die Jünger Jesu, später Paulus und die Christenversammlungen beachteten das Pfingstfest!

   5.1.3.2.......    Erste Darbringung an Jehova von reifem geistigen Gersten am Passah und geistigem Weizen an Pfingsten 33.

   5.1.3.3   Jesus selbst gebot sich an Pfingsten zu versammeln!

   5.1.3.4.......    Die erste Versiegelung von Christen mit heiligem Geist begann am Pfingsttag!

 

Aus all diesen Themen konnten wir uns bereits ein klareres, in sich je geschlossenes „Teilbild erstellen, die für sich zeigten, dass Pfingsten auch für Christen ein verbindliches Fest darstellen würde! Das „Teilbild“ passt vollkommen harmonisch ins biblische „Gesamtbild“! Ein Volk ohne einen jährlich strukturierten Ablauf gewisser Ereignisse, welche die Gegenwart zur Vergangenheit verknüpfen, verliert den Zusammenhalt! Jehova gebot deutlich gewisser Ereignisse zu gedenken, um sich an deren Sinn, den ER diesen Ereignissen durch Sein Handeln mit Israel zumass zu erinnern und so die Verbindung zu Ihm und den Zusammenhalt innerhalb des Volkes zu stärken!

 

Genau da ist es, wo Religionen von Gott ablenken und die Aufmerksamkeit auf sich und ihre innere Struktur, ihre Führungskräfte der Vergangenheit und Gegenwart zu lenken versuchen. Es ist allzu offensichtlich eine neue Form des Götzendienstes entstanden, eine verfälschte Kopie des jüdischen Priestertums.

 

Nun aber wollen wir zudem weitere tiefe Verknüpfungen des Pfingstfestes zur Zeit des Endes und dem Gerichtstag Jehovas suchen. Geistiger „Gersten“ und geistiger „Weizen“ spielen dabei symbolisch eine Schlüsselrolle!

 

6.1.1.6          Die siebentägige Passah-Feier als erste von zwei Erntefesten im Frühjahr

Wie wir es von der Darbringung der Erstlingsfrucht der Gerstengarbe her gesehen haben, waren diese Opfergaben auf Jehovas Altar im Tempel nur ein „Schatten der künftigen Dinge“, die sich mit dem Kommen des Messias zu entwickeln begannen. Bei Jesu Tod brachte er als im Geiste wieder auferweckter „Menschensohn“, nun erhöht als Hoherpriester Jehovas im himmlischen Allerheiligsten Gott ein angenehmes und reines, einmaliges Opfer dar. Es war sein eigenes, sündensühnendes Blut und seinen sündlosen Leib, einem fehlerlosen, hingeschlachteten „Lamm“ gleichend. Dieses Sünd- und Sühneopfer, das nun vorab auf seine priesterlichen Söhne, die Apostel, später auf deren geistigen Söhne, all jene angewendet werden konnte, welche auf sie hören würden (Off 5:6; Heb 8:1-6). Paulus erklärt im Hebräerbrief:

 

Jesus, Hohepriester-König vor der "Lade des Bundes im Himmel*** Rbi8  Hebräer 7:26-28 ***

Denn ein solcher Hoherpriester wie dieser war für uns der geeignete: loyal, arglos, unbefleckt, getrennt von den Sündern und höher als die Himmel [[(der 2. und der 1.)]] geworden. 27 Er hat es nicht täglich nötig, Schlachtopfer darzubringen wie jene Hohenpriester, zuerst für seine eigenen Sünden und dann für die des Volkes (denn er tat dies ein für allemal, als er sich selbst [als Opfer] darbrachte); 28 denn das GESETZ setzt Menschen zu Hohenpriestern ein, die mit Schwachheit behaftet sind, aber das Wort des Eidschwurs, der [erst] nach dem GESETZ kam, [setzt] einen Sohn [ein], der für immer vollkommen gemacht worden ist.

 

Höher als die Himmel geworden“ bedeutet über jede Art von Autorität gesetzt zu sein, ausser jener von Jehova! Paulus zeigt in der Satzeinschiebung in Klammern, dass Jesu Opfertod ein einmaliges Ereignis war, das nicht in Messen täglich wiederholt zu werden braucht! Jesus ist für immer vollkommen gemacht!

 

Die geistige Erstlingsfrucht des Ertrages brachte Jesus nach seiner Auferstehung „im Fleische“, am „ersten Tag der Woche“ (es traf in jenem Jahr 33 u.Z. zufällig den heutigen Sonntag, zumindest gemäss Überlieferung an der es Zweifel gibt) in Form einer symbolischen „Garbe“ von Gerstenähren vor Jehova dar. Dies geschah am 16.Nisan des Jahres 33 u.Z. Die an jenem Sonntagabend anwesenden zehn Apostel wurden durch diese Gerstengarbe symbolisiert. Judas war zuvor ausgeschieden, er wurde etwas später durch Paulus ersetzt, Thomas, der Zweifler fehlte in der Zusammenkunft. Sie waren die „Erstlinge“ für Jehova! Sinnbildlich wurde diese Gerstengarbe nun vor Jehova hin- und her gewoben, um sein Wohlwollen zu erreichen.

 

*** Rbi8  3. Mose 23:9-11 ***

Und Jehova redete weiter zu Moses, indem [er] sprach: 10 Rede zu den Söhnen Israels, und du sollst zu ihnen sagen: ‚Wenn ihr schließlich in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte eingebracht habt, sollt ihr auch eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester bringen. 11 Und er soll die Garbe vor Jehova hin und her weben, um für euch Wohlgefallen zu erlangen. Gleich am Tag nach dem Sabbat sollte der Priester sie hin und her weben.

 

Was wurde in den ersten Jahrhunderten damit symbolisiert? Das „Land“, in das die „Söhne Israels“, die Apostel, symbolisch eben gekommen waren? Es war „das Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Jesus hatte den „neuen Bund“ durch sein eigenes, sündenloses Blut gültig werden lassen. Da die Apostel zuvor durch ihre Wassertaufe ihre Sünden gewaschen hatten und nun, am Passahfest, sich von jedem Sauerteig der Schlechtigkeit entfernt hatten, da war der Zeitpunkt gekommen, um etwas Neues aufzurichten.

 

 

6.1.2           Der Geistige Tempel richtet sich nach dem „Eckstein“ und der „Grundlage“ aus

 

6.1.2.1          Jesus selbst legt die „Grundlage“ des geistigen Tempels

Dieses Darbringen der Gerstengarbe musste laut GESETZ somit am zweiten Tag, dem „Tag nach dem Sabbat“, dem 16.Nisan durch den Priester im „Heiligen des Tempels“, also im irdischen Bereich geschehen. Mit Jesu Aposteln wurde nun die „Grundlage“ des neuen, geistigen Tempels gelegt, während Jesus den „Grundeckstein“ bildet, „nach dem der ganze Bau ausgerichtet“ wird! 

 

Auszug aus Ägypten und erste EtappenBeim Auszug aus Ägypten entsprach dies zeitlich gesehen dem ersten Sammelplatz in Sukkoth, wo sich das Volk zu ihrem Führer Moses hin eingefunden hatte, um gemeinsam zum Roten Meer und  Sinai zu ziehen, so wie Jehova Moses dies geboten hatte, um dort Sein Volk zu werden. Ihr Wohngebiet in Gosen (A), wo viele der Familien lebten und dem Einsatz der Sklavenarbeiter in Pithom (Ramses), wo sie für Pharao Ziegelsteine aus Lehm und Stroh produzieren mussten war voneinander getrennt. Es galt sich damals zu Moses hin und heute zu Jesus als „Erbauer des Hauses“ zu vereinen, um gemeinsam von Gott als Volk angenommen zu werden. Paulus wies auf jenes Geschehen hin im Brief an die Hebräerchristen, an die Versammlungsvorsteher. Auch wir heute sollen zum Handeln bereit sein auf jede Anweisung Jehovas durch Jesus, den grösseren Moses zu achten.

 

(Hebräer 3:1-6)  Demzufolge, heilige Brüder, Mitgenossen der himmlischen Berufung [[(oder der „Berufung hin zum ersten neuen Himmel“, der künftigen Verwaltung)]], betrachtet den Apostel [[(Abgesandten)]] und Hohenpriester, den wir bekennen — Jesus. 2 Er war dem treu, der ihn dazu machte, wie auch Moses es in SEINEM ganzen Hause war. 3 Denn dieser ist einer größeren Herrlichkeit für würdig erachtet worden als Moses, insofern als der, der das Haus errichtet, mehr Ehre hat als dieses. 4 Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott. 5 Und Moses war in SEINEM ganzen Hause als Dienender treu, zu einem Zeugnis der Dinge, von denen danach geredet werden sollte, 6 Christus aber [war] als ein Sohn über SEIN Haus [treu]. Wir sind SEIN [[]] Haus, wenn wir an unserem Freimut der Rede und unserem Rühmen der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.

 

Paulus hebt durch seine Aussage die Parallelen zu Beginn des Volkes Gottes und dann dessen Einsetzung zur Zeit des Pfingstfestes hervor. Es soll uns belehren über Realitäten nachzusinnen. „Moses war in SEINEM ganzen Hause als Dienender treu, zu einem Zeugnis der Dinge, von denen danach geredet werden sollte.“ Darüber reden bedeutet Kenntnis zu nehmen und seine praktische Anwendung für uns zu erkennen.

 

Es war genau an jenem ersten Tag nach dem Sabbat, dem 15.Tischri der ein doppelter Sabbat gewesen sein musste, ausser dem Wochensabbat noch der 15.Nisan, dem „ersten Tag“ der jüdischen Woche, damals somit dem heidnischen Sonntag entsprechend, wo Jesus „im Fleische“ auferstand und von frühmorgens bis abends seinen Jüngern erschien. Am Abend jenes Tages versammelte sich Jesus mit den Aposteln und zeigte sich ihnen als Auferstandener. Er gab sich als der von Gott Auserwählte Führer zu erkennen, dem nun alle Gehorsam schuldeten, weil er jeden aus der Gefangenschaft von Sünde und Fluch befreit hatte. Dass er „im Fleische“ auferstanden war zeigt Lukas deutlich (Lu 24:36-42), weil Jesus um etwas zu Essen bat und ihm Fisch gereicht wurde, den er vor ihnen ass.

 

Jesus zeigt durch Essen von Fisch "im Fleische" und nicht als Geist anwesend zu sein.*** Rbi8  Johannes 20:19-23 ***

Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, spät war und die Türen, wo sich die Jünger befanden, aus Furcht vor den Juden verschlossen worden waren, kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch! 20 Und nachdem er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und auch seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. 21 Jesus sagte nun wieder zu ihnen: „Friede sei mit euch! So, wie mich der Vater ausgesandt hat, so sende auch ich euch.“ 22 Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: „Empfangt heiligen Geist. 23 Wenn ihr irgendwelchen Personen die Sünden vergebt, so sind sie ihnen vergeben; wenn ihr die von irgendwelchen Personen behaltet, so sind sie behalten.“

 

Die Apostel erkannten nun Jesus als den von Gott im Himmel neu eingesetzten Hohepriester und König an. Jesus gab ihnen, als sie zweifelten und meinten einen Geist zu sehen durch das Vorzeigen der Wunden seiner Füsse, Hände und der Seite die Gewissheit, dass Gott ihn als „Seinen Gerechten“ vom Tod zum Leben erweckt hatte! Als Söhne des Hohepriesters Jesus erhielten sie nun weitere Sonderfunktionen, so auch die Macht Sünden zu vergeben und den Auftrag das Königreich zu verkünden (Vergleiche Lu 24:36-43).

 

Wie es das GESETZ befahl, so war auch 8 Tage später, am 7.Tag der Passah-Feier, am 21.Nisan nochmals eine heilige Zusammenkunft im Tempel in Jerusalem. Wiederum erschien Jesus den Aposteln am Vorabend der ja bereits zum Feiertag gehört. Diesmal war aber auch Thomas dabei, jener, der sich zuerst als Zweifler erwies und der zuvor ungläubig gewesen war, weil er dem mündlichen Zeugnis der übrigen Apostel nicht genügend vertraut hatte. Auch er anerkannte nun Jesus in seiner neuen, königlich-hohepriesterlichen Funktion an.

 

Zeitlich verglichen, was beim Auszug aus Ägypten an jenem Passah oder „Vorbeigehen“ des Strafengels der Ägyptens Erstgeburt schlug geschah erinnert uns daran, dass Jehova alles nach Plan ausführt und Ihm kein Detail entgeht. Die Passahfeier die heute an des damalige Geschehen erinnert bildet Grundlage zum 16.Nisan, dem Sammeln und dem Hinführen zum Berg Horeb, wo Jehova durch „Seinen Engel“, durch Jesus Israel am 50. Tag danach, am 6.Siwan das GESETZ gab. Am selben Tag im ersten Jahrhundert trat das „GESETZ des Christus“ im neue eröffneten „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ in Kraft.

 

Im Jahre 1513 v.u.Z. geschahen laut der biblischen Aufzeichnungen viele Einzelereignisse das nun zusammengeführte Volk und eine Betrachtung des Zeitbandes kann uns darüber mehr Verständnis geben: „Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.“ (Rö 15:4)

 

Auszug aus Ägypten und Festlegung des Sabbat
 

Die ganze Passahwoche beim Auszug und danach bis zum Pfingstfest im Sinai war mit Einzelereignissen übersäht, sie zu sehen wie sie aufgezeichnet sind und auf der Zeitachse dargestellt werden können sollte unser Vertrauen stärken in die Vorhersagen der „letzten Dinge“ in diesem System, dass Gott einen festen Plan hat, um uns aus der Gefangenschaft Satans zu befreien! Aufgrund der Aussagen lässt sich selbst die Sabbatordnung ersehen und wie sie nun als Institutionen eingehalten wurde.

 

Zurück zum Geschehen am Ende der Passahwoche des 1.Jahrhunderts:

 

Thomas prüft mit seiner Hand Jesu Seitenwunde*** Rbi8  Johannes 20:26-29 ***

Nun, acht Tage später befanden sich seine Jünger wieder drinnen und Thomas mit ihnen. Jesus kam, obwohl die Türen verschlossen waren, und er trat in ihre Mitte und sprach: „Friede sei mit euch! 27 Darauf sagte er zu Thomas: Reich deinen Finger her, und sieh meine Hände, und nimm deine Hand, und leg sie in meine Seite, und sei nicht länger ungläubig, sondern werde gläubig. 28 Als Antwort sagte Thomas zu ihm: „Mein Herr und mein Gott! [[(„Gott“ im Sinne von Mächtiger, als Herrscher)]] 29 Jesus sprach zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt? Glücklich sind die, die nicht sehen und doch glauben.“

 

Im Ausspruch „Mein Herr und mein Gott“ bedeutet „Gott“ übersetzt „Mächtiger“ und wurde hier von Thomas nicht im Sinne verwendet, dass Jesus „Gott der Allmächtige“ sei, Teil eines dreieinigen Gottes [1] (3.Mo 23:8). 

 

Nachfolger der Apostel müssen seit Jesu Auffahrt in den Himmel lernen, aufgrund dessen, was uns jene zwölf Auserwählten übermittelt haben glauben zu entwickeln. Bis zu Jesu Offenbarwerden sind sie, die zwölf Apostel, die letzte Quelle vertrauenswürdiger Information (2.Thess 2:1, 2, 15).

 

Mit dem Schreiben der Briefe des Johannes am Ende des ersten Jahrhunderts war die „letzte Stunde“ der apostolischen Zeit gekommen. Es begann die Zeit der freien Entfaltung der Antichristen, der Kirchenväter der organisierten Religion! Viele waren inzwischen zu Antichristen geworden, welche den Lehren Abtrünniger wie jener des Hymenäus, Alexanders und Philetus folgten. (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:18-20; 1.Joh 1:17-19)

 

(Vergleiche Grafik: 9.2  Jehovas Kommunikationskanal)

 

Jehovas Formen der Kommunikation mit den Menschen
 

6.1.2.2          Die „Grundlage“ des geistigen Tempels wurde am 16.Nisan des Passah-Festes 33 u.Z. gelegt

Erst nach Jesu Auferstehung „im Fleische“ erhielten die Apostel somit mittels symbolischen Anhauchens heiligen Geist. Erst jetzt wurden sie „Gesalbte“, Jesu Stellvertreter, mit Aussicht auf richterliche und priesterkönigliche Ehre nach ihrer erwarteten Frühauferstehung. Nun erst, mit der Zuteilung der Gabe des „heiligen Geistes“ erlangten sie selbst den Zutritt zu jenem neu errichteten Königreich und begannen Zusammenhänge genau zu verstehen was im GESETZ, den Propheten im Zusammenhang mit „Spross“, dem „Emmanuel“ vorhergesagt worden war! (Kol 1:13, 14)

 

Sie waren die „ersten reifen Früchte“ der Ernte, des geistigen „Gersten“, den Jesus zuvor selbst ausgesät hatte! Ihre Herzen hatten sich als „fruchtbare Erde“ erwiesen, der Samen war aufgegangen und zeigte seine Früchte.

 

Reifender Gersten*** Rbi8  Markus 4:26-29 ***

Dann sagte er weiter: So ist das Königreich Gottes, wie wenn ein Mensch den Samen auf den Erdboden wirft, 27 und er schläft nachts und steht bei Tag auf, und der Same sproßt und wächst empor, genau wie, weiß er nicht. 28 Von selbst bringt die Erde allmählich Frucht hervor, zuerst den Grashalm, dann den Stengelkopf, schließlich das volle Korn in der Ähre. 29 Sobald aber die Frucht es erlaubt, legt er die Sichel an, weil die Erntezeit gekommen ist.“

 

Johannes der Täufer hatte bereits zuvor Samen für das Königreich gesät. Er war es, der Jesus dreieinhalb Jahre zuvor als den bezeichnet und kenntlich gemacht hatte, der „mit heiligem Geist taufen“ würde! All dies, was er gelehrt hatte baute systematisch auf dem auf, was zuvor die Propheten angekündigt hatten. Jesus brachte den „Geist der Wahrheit“. Er kam nicht um zu richten, sondern um die Dinge richtigzustellen und dadurch die Welt zu retten. Auf ihn musste nun gehört werden (Mar 1:8, 10; Lu 1:33; Joh 12:47). Zum Pharisäer Nikodemus, der Jesus bei Nacht aufsuchte aus Angst vor seinen Mitrichtern im Sanhedrin sagte der Christus:

 

*** Rbi8  Johannes 3:5-7 ***

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. 6 Was aus dem Fleisch geboren worden ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren worden ist, ist Geist. 7 Wundere dich nicht, daß ich zu dir sagte: Ihr müßt wiedergeboren werden.

 

Erst nach Jesu Tod und Auferstehung, nach seiner Erhöhung konnte er diesen Geist auf Menschen ausschenken, Geist den er inzwischen vom Vater erhalten hatte! Geist, der die Wahrheit betreffend der Verwaltung der Erde offenlegte, der „Geist der Wahrheit“, der das bisherige Geheimnis betreffend des „Samens der Frau“ und der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeit“ lüften würde. Dieses Pfingstfest 33 u.Z. war somit der Zeitpunkt der geistigen Wiedergeburt der Apostel im Königreich des Sohnes, wo aus den Zwölfen inzwischen 120 geworden waren, zehnfache Frucht gebracht hatte (Mat 28:18).

 

Mit der Frühauferstehung der Apostel [B1] würde die Grundlage zum „Königreich des Vaters“ um dessen Kommen wir bis zum Ende bitten „inmitten der Feinde“ auf der Erde gelegt! „Die Gerstengarbe“ konnte damit vor Jehova vom Hohepriester 50 Tage danach wiederum hin und her gewoben werden!

 

6.1.2.3          Der Aufbau des geistigen Tempels auf der zuvor gelegten „Grundlage“ beginnt an Pfingsten

Das Pfingstfest kann nur als logische Fortsetzung eines Konstruktionsbeginns angesehen werden! Die erste Grundlage wurde durch Moses und die Propheten vorbereitet „… ihr seid auf der Grundlage … der Propheten aufgebaut worden“ (Eph 2:20).  Nach dem Setzen des „Grundecksteins, der Jesus ist“, auf den bereits bei seiner Taufe heiliger Geist in symbolischer Form wie einer Taube herabkam, folgten die Apostel als unverrückbare Grundlage des neuen, des geistigen Tempels. Sie erhielten durch Anhauchen von Jesus symbolisch jenen heiligen Geist bereits bevor er an Pfingsten auf 120 Jünger fiel! Auf dieser Grundlage der Apostel sollten nun am Pfingstfest die ersten behauenen Steine des geistigen Gebäudes aufgebaut werden, Gottes eigenes Haus.

 

(Vergleiche E-Buch: Gesamtbild der Bibel; Kapitel:  3  Ein Bauprojekt von universellem Umfang)

 

 Paulus erklärte diesen Zusammenhang gegenüber den Ephesern, den auch wir genau Hesekiels Tempelvision: Hesekiel und Johannes ergänzen sich gegenseitig!verstehen möchten. Er spricht von „Mitbürgern der Heiligen“, der Apostel und von „Hausgenossen Gottes“. Einerseits spricht Paulus vom Königreich des Christus, das wie eine erdenweite selbständige Nation ist. Zu dieser „neuen Nation“ hatten ab dem Jahre 36 u.Z., ab der Taufe des Kornelius auch Menschen der übrigen Nationen Zugang und sind nicht weiter „Fremde“. Andererseits spricht Paulus vom geistigen Bau eines heiligen Tempels, den Gott mit seinem Geist bewohnt.

 

Beachten wir, dass es zwei verschiedene Gesichtspunkt desselben Themas sind: Bei der Nation geht es um das innere Verhältnis unter den Christen, beim Tempel um das Verhältnis der Nation, respektive des Einzelnen zu Jehova. Gott wird diesen Tempel erst dann bewohnen, wenn das „Jerusalem droben“ zur Erde herabgekommen ist [Bb](Off 21:1-6). Paulus spricht von „bewohnen ... wird“, also in der Zukunft.

 

*** Rbi8  Epheser 2:19-22 ***

Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst [[(bedeutetr, dass er noch nicht vollendet ist und Jehova ihn somit noch nicht bewohnt; Jesus bleibt Mittler)]] der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird [[(Zukunft!)]].

 

Ganz offensichtlich wird hier von einem Tempelbauwerk gesprochen, dessen Architekt diesen Bau vor langer Zeit geplant hat und ihn systematisch weiterführte, bis er vollendet sein wird! Dies ist ein wichtiger Gedanke, um den geistigen Tempel und sein lang dauerndes Bauvorhaben richtig verstehen zu können! Jeder geistige, lebende „Stein“ und jede „Säule“ muss durch das Leben „behauen“ werden, geprüfte Echtheit im Glauben und den Werken aufweisen, was ausserhalb des „neuen Jerusalems“ erfolgt. Der frühere physische Tempel zu Jerusalem war dazu nur ein Vorbild, sozusagen ein Modell! Nicht wie es die Katholische Kirche behauptet, dass auf Petrus aufgebaut wurde, sondern auf dem wahren „Felsen“, dem „Grundeckstein der Jesus ist“, dem Christus! (Mat 16:15-20)

 

6.1.2.4          Nach Pfingsten kommen ausser Juden, nun Samaritaner und menschliche „Bausteine“ der Nationen hinzu

Paulus begann wenige Jahre nach Pfingsten dieses geistige Bauvorhaben auf die Nationen auszudehnen, nachdem Petrus mit dem dritten Schlüssel diesem unermesslichen geistigen Potential an Menschen der Nation den Zugang zum „Königreich des Sohnes der Liebe“ aufgeschlossen hatte. Genau dreieinhalb Jahre nach Jesu Tod, im Oktober des Jahres 36u.Z. taufte Petrus die ersten aus den Heiden: Kornelius und seine Hausgemeinschaft. Die übrigen elf Apostel sollten weiter mit geistigen „Steinen“ aus den fleischlichen Juden und Samaritanern aufbauen, aus den „Ebioniten“ (bedeutet „die Armen“), während Paulus neue sinnbildliche lebendige geistige „Steine“ unter Menschen der Nationen zu behauen begann.

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:16-17 ***

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

Dabei bildet jeder einzelne Mensch wiederum in sich einen heiligen Tempel, dessen Grundlage jemand gelegt hat, indem er einen „geistigen Vater“ besitzt. Jeder Christ erbringt darin in eine gewisse Priesterfunktion, indem er Gott seine Gebete direkt im Namen Christi, des Hohepriesters darbringt. Jeder Vater hat zudem Priesterpflichten als „Haupt“ innerhalb seiner Familie zu erfüllen!

 

Dieser Bau war weit schwieriger bei Menschen der Nationen zu errichten, weil bei ihnen die Grundlage vollkommen neu erst gelegt werden musste, während die Juden und weitgehend auch die Samaritaner diese Grundlage aus dem GESETZ (Juden und Samaritaner) und den PROPHETEN (nur die Juden) bereits hatten!

 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus
 

*** Rbi8  Römer 15:20-21 ***

Auf diese Weise habe ich mir wirklich das Ziel gesetzt, die gute Botschaft nicht dort zu verkündigen, wo der Name Christi bereits genannt worden war, damit ich nicht auf der Grundlage eines anderen Menschen baue, 21 sondern so wie geschrieben steht: „Diejenigen, an die keine Ankündigung ihn betreffend ergangen ist, werden sehen, und die, die nicht gehört haben, werden verstehen.“

 

Menschen der Nationen begannen nun den wahren Gott Jehova und seinen erwählten König Jesus zu erkennen und strebten diesem neuen Königreich zu, dessen Grundlage Gottes GESETZ, sein Recht und seine Gerechtigkeit war. Dazu aber mussten sie vor ihrer Taufe ihre Sünden bereuen und wirklich zu Jehova umkehren. Die Sünde ihrerseits konnten sie erst durch das Verständnis des GESETZES Gottes erkennen, seine Gerechtigkeit, das ihr Lehrer wurde, das sie zum Christus führte indem sie von ungerechten Taten abliessen und daher durch „unverdiente Güte“ das Todesurteil, der „Fluch auf Sünde“ ausgelöscht wurde.

 

(Vergleiche: NEWSLETTER „DER WEG“ 05-01; Artikel: 1.1  Die Taufe: Warum nur für Erwachsene?)

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:19 ***

Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: Jehova [[der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.

 

Warum nun kennt Jehova respektive in Wirklichkeit Jesus jene, die ihm gehören? Ganz einfach deshalb, weil sie bei ihrer Taufe in die „Buchrolle des Lebens“ seines Sohnes Jesu eingeschrieben wurden! Dieses Einschreiben erfolgt erst dadurch, dass jemand seine Sünden zuvor mittels Werken der Reue abgelegt hat und daher durch Jesu vergossenes Blut von Sünden gereinigt wurde. Jesus wird damit Besitzer jener Person, weil er sie „durch sein Blut erkauft“ hat. Aus jenem „Buch des Lebens“ kann aber auch der Name des Eingeschriebenen ausgetilgt werden, weil jemand nach der Taufe erneut willentlich zu Ungerechtigkeit abschweift. Petrus  vergleicht es mit einer „gebadeten Sau“, welche „zum Wälzen im Schlamm“ zurückkehrt! (Phi 4:3; 2.Pe 2:22; Off 3:5; 13:8).

 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

Reue und Sündenvergebung
 

Christliche Vorsteher haben betreffend sich selbst und ihrer Herde eine gewichtige Aufgabe zu erfüllen um die Versammlung rein und frei von Anklage zu erhalten. Die Schafe sind nicht ihr Eigentum, sondern gehören Jesus!

 

Auf die Herde acht geben!*** Rbi8  Apostelgeschichte 20:28 ***

Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat.

 

Die Aufseher müssen die Versammlung Gottes hüten, sie für Christus bewahren, bis er sie aus ihrer Hand entgegennimmt. Jedes Versammlungsglied übernimmt dabei aber auch eigene Verantwortung und Pflichten. Sie werden Jesus gegenüber Rechenschaft ablegen müssen (Rö 14:12; Heb 4:13).

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:4-9 ***

Ich danke Gott allezeit für euch im Hinblick auf die unverdiente Güte Gottes, die euch in Christus Jesus verliehen ist, 5 daß ihr an allem bereichert worden seid in ihm, an der vollen Redefähigkeit und an völliger Erkenntnis, 6 wie ja das Zeugnis über den Christus unter euch befestigt worden ist, 7 so daß ihr an gar keiner Gabe Mangel habt, während ihr sehnlich die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. 8 Er wird euch auch befestigen bis ans Ende, damit ihr frei von Anklage seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Gott ist treu, durch den ihr zur Teilhaberschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, berufen worden seid.

 

Dazu erhalten Vorsteher Redefähigkeit und genaue Erkenntnis die aus der Schrift durch deren heiligen Geist vermittelt wird, bis sie eine „völlige Erkenntnis“ erlangen. Ihre Berufung lautet zur Teilhaberschaft mit Jesus an der kommenden „Verwaltung“ der Erde! Dies steht mit dem sehnlichen Erwarten von Jesus Wiederkehr und seinem Gericht in direkter Verbindung!

 

Aber auch jedes Glied der Versammlung der Heiligen ist gefordert dieselbe Erkenntnis zu erlangen, an der „Berufung nach oben“ Anteil zu nehmen! (Eph 3:18; 4:11-16)

 

*** Rbi8  Hebräer 13:17 ***

Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

 

An Pfingsten 33 u.Z. begannen nun weitere geistige Samenkörner, welche die Apostel mit Jesus zusammen durch ihr Predigen ausgestreut hatten, als reife Frucht die „Erstlinge“ der  Weizenernte zu ergeben. Diese reife Frucht würde ihrerseits die nächsten Samenkörner ergeben, neue geistige Söhne, neue Versammlungen und neue Vorsteher, welche dieselbe Aufgabe übernehmen würden. Gehorsam gegenüber dem Wort und gegenüber jenen, die diese Wahrheit lehren, dies war der Schlüssel zum Erfolg!

 

(Vergleiche Grafik: 3.2  Menschenernte der Erde ergibt „Neue Himmel und neue Erde“

 

Menschenernte für die "neuen Himmel" und die "neue Erde"
 

6.1.2.5          Das Königreich der „Finsternis“ verlassen, hin zum Königreich des „Lichtes

Aus diesem Blickwinkel heraus ergibt sich das tiefere Verständnis der Worte des Paulus an Christen in Kolossä, die inzwischen alle im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes getauft worden waren. Dadurch hatten jene ebenfalls Eingang in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ erhalten, weil sie bewusst das „Reich der Finsternis“, das System Satans verlassen hatten und nun auf das Königreich Jesu ihre Hoffnung setzten.

 

*** Rbi8  Epheser 1:13-14 ***

Doch auch ihr habt auf ihn gehofft, als ihr das Wort der Wahrheit, die gute Botschaft über eure Rettung, gehört habt. Durch ihn seid ihr auch, als ihr gläubig geworden seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, 14 der ein im voraus gegebenes Unterpfand unseres Erbes ist, zum Zwecke der Befreiung durch ein Lösegeld des besonderen Besitzes zum Lobpreis seiner Herrlichkeit.

 

Christen folgten von nun an ihre Berufung durch Versiegelung mittels heiligem Geist. Dies bedeutet eine „Salbung“ mittels Kenntnis der Worte Gottes (1.Joh 2:20, 21). Diese Berufenen werden aber erst am Gerichtstag der Endzeit durch Gott mittels Auserwählung bestimmt: Sowohl in der Auserwählung der Getreuen als Jesu „Schafe“, wie auch als Teil der 144.000 Mitkönige aus Vorstehern der Endzeit. Beide mussten Jesus und den Aposteln in allem nachfolgen. Die „Schafe“ zeigten dies durch Gehorsam und Unterordnung, die Vorsteher durch Ausdauer und ihrer Liebe zur Wahrheit und Gerechtigkeit und ihr Sorge um ihre Herde.

 

Anleitung zum Aufbau und zur Hilfestellung in der Christenversammlung
 

Diese beiden Gruppen, die „Schafe“ und deren „Hirten“ bilden gemeinsam das Königreich, welches Jesus nach der achttägigen Feier des „Abendessens der Hochzeit des Lammes“ [B1] fünf Tage nach dem Sühnetag dem Vater gereinigt von allem Schlechten übergibt. Dies ist am Ende der 1335 Tagefrist die Daniel der Prophet am Ende des 12.Kapitels erwähnt!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Zuvor aber kommt die Vernichtung des Systems und all jener die zurückgewichen sind, sei dies aus Bosheit, aus Feigheit oder aus Niedertracht. Wir aber möchten nicht von denen sein, die zurückweichen [B3](Rö 1:28-32; 2.Ti 1:7, Heb 10:38, 39; Off 22:15).

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses systems?
 

Beachten wir weiter, dass gemäss dem Brief des Paulus an die Epheser die „Versiegelung mit dem verheissenen heiligen Geist“ bereits zum Zeitpunkt geschieht, wo jemand gläubig geworden ist! Erst mit der Taufe sind vorhergehende Sünden gelöscht. Dieser „heilige Geist“ kann nun erst richtig in uns wirken. Er stellt die verpflichtende Bindung des Getauften an den heiligenden „Geist der Wahrheit“ und des Rechts aus Gottes Wort dar! Dieser noch junge Glaube zeigt sich somit erst durch die Hingabe in der Erwachsenentaufe, der von Gott als erstes grosses Werk des Glaubens gewertet wird! Nachfolge und Treue gegenüber dem von Gott eingesetzten Jesus, von Anfang bis zum Ende, dies würde somit für alle Getauften dieselbe Voraussetzung sein, um ewiges Leben zu erhalten! (Off 7:13-15)

 

Der Abfall vom Glauben des Judas, sein Verrat, jener des Hymenäus, Alexander, Philetus durch falsche Lehren, von Ananias und Sapphira wegen Habsucht, sie würden als negative Vorbilder dienen, was mit jenen geschieht, die keine Treue zeigen oder Verrat üben. Wir sollten unsere Befreiung durch Lösegeld wirklich hoch schätzen (Kol 1:1, 2). Paulus zeigt, dass es Jesu kostbares Blut ist, das uns aus der Gefangenschaft des System Satans frei gekauft hat! Dahin zurückzukehren ist wirklich etwas Schändliches!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

Die Nachfolger Jesu und der Apostel des ersten Jahrhunderts bildeten somit den ersten „Weizen“, dessen Samen Jesus vorab ausgesät hatte, die Apostel beregnet hatten, der zur Zeit der Frühernte am Pfingsttag 33.u.Z. als Erstlingsfrucht Jehova im geistigen Tempel dargereicht wurde. Die ersten geistigen „Steine“ auf der festen „Grundlage der Apostel“. 

 

6.1.2.6          Behauene „Steine und Säulen“ im geistigen Tempel erfahren eine Ausmessung!

Der heutige, geistige Tempelbau wird somit durch Menschen aus den fleischlichen Juden, Samaritanern („Ebioniten“) und solchen aus den Nationen („Paulikanern“) gebildet. Die Grundlage dazu bildet dieselbe Lehre Jesu durch die Apostel. Jesus aber ist es, der als der von Sacharja vorhergesagte „Grundeckstein“ und als „Spross“, zusammen mit seinem Statthalter „Serubbabel“, den Aposteln den geistigen Bau vor Ende des Systems durch Komplettierung der Vollzahl der Auserwählten vollenden wird.

 

Serubbabel legt die Grundlage des Tempels*** Rbi8  Sacharja 4:8-10 ***

Und das Wort Jehovas erging weiter an mich und lautete: 9 Die Hände Serubbabels, sie haben die Grundlage dieses Hauses gelegt, und seine eigenen Hände werden [es] beenden. Und du wirst erkennen müssen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich zu euch gesandt hat. 10 Denn wer hat den Tag kleiner Dinge verachtet? Und sie werden sich gewiß freuen und das Senkblei in der Hand Serubbabels sehen. Diese sieben sind die Augen Jehovas. Sie schweifen umher auf der ganzen Erde.“

 

Zu jenem Bau werden aber auch vorchristliche treue Zeugen seit den Tagen Abels beginnend gehören. Deren Glauben an den kommenden Samen, den sie zuvor nicht kannten wird ihnen als Gerechtigkeit angerechnet. Am Tag der „Hochzeit des Lammes“ [B2e] erhalten auch sie „weisse, lange Gewänder“. Von da an müssen sie noch einen kleinen Moment im Tode ruhen, bis zu ihrer Auferstehung [Bb] (Sach 6:12; Heb Kap.11, Off 6:10, 11).

 

Als der Prophet Sacharja die obigen Worte niederschrieb, da war der zweite Tempel Serubbabels im Bau begriffen. Jener aaronsche Priester, Serubbabel, hatte die Juden auf Jehovas Geheiss hin im Jahre 637 u.Z. aus dem babylonischen Exil nach Jerusalem zurückgeführt. Aus der Erwähnung durch Sacharja von „Spross“, von Jesus, ist jedoch ersichtlich, dass es zudem auch prophetische Worte sind, die auf die Endzeit gerichtet sein müssen. „Spross“ trat damals nicht offen in Aktion.

 

Viele weitere Hinweise Sacharjas zeigen auf Gottes Gerichtstag, wo die auferweckten Apostel den Überrest des geistigen Israels durch ausgesandte Bote zu den entferntesten Teilen der Erde nach Jerusalem führen werden, um das „neue Jerusalem“ zu bevölkern und Jehova zu dienen: Der von Gott her kommenden Institution des „neuen Jerusalem“, das zur Erde herabkommt [Bb]: „Die Stadt die wahre Grundlagen hat, deren Erbauer Gott ist“. Bedenken wir wiederum, dass der Begriff „Stadt“ symbolisch auch die Bedeutung von Organisation, Jerusalem von Gottesherrschaft oder Theokratie hat! (Heb 11:8-10; Off 21:1-5) 

 

Jeder Stein muss exakt behauen seinJehova zeigt somit im Detail, wer, wann, welche Aufgabe zu verrichten hat! Nicht Religionsführern „Babylons der Grossen“ ist die letzte Aufgabe zugeteilt, sondern „Spross“, Jesus und „Serubbabel“, den auferweckten Aposteln den geistigen Tempel durch Auswahl exakt behauener Steine zu beenden!

 

Moses begann gemäss Jehovas Plan und Auftrag kurze Zeit nach Pfingsten 1513 v.u.Z. das Zelt der Zusammenkunft zu errichtete. Davids Sohn, Salomo, durfte 1027 v.u.Z. den ersten Tempel aus Stein einweihen. Serubbabel, als Statthalter der „Könige vom Sonnenaufgang“ (Cyrus und Darius) war es, der den steinernen, zweiten Tempel um 515 u.Z. fertigstellen durfte.

 

In derselben Art sind es die Apostel, welche als „Statthalter“ der grösseren „Könige vom Sonnenaufgang“, Jehova und Jesus wirken. Sie wurden dazu berufen, sowohl die Grundlage zu legen, auf der die Gläubigen aufgebaut werden, wie auch die 144.000 auserwählten „Steine“ und „Säulen“ im geistigen Tempel zu richten! Die Apostel sind es doch, welchen Jesus versprach, dass sie „die zwölf Stämme Israels“ richten werden. Die „Säulen“ aber stellt Jesus selbst an ihre vorgesehenen Orte! (Ps 72 2, 3; Hes 26:11; Mat 19:28; Gal 2:9; Off 7:1-8; 16:12)

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:12-13 ***

Wer siegt — ihn will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird auf keinen Fall mehr [aus ihm] hinausgehen, und ich will den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommt, und diesen meinen neuen Namen auf ihn schreiben. 13 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Versammlungsvorsteher der Endzeit tragen grosse Verantwortung und Jesus ermuntert sie bis zum Ende nicht zurückzuweichen und siegreich zu sein!

 

6.1.2.7          Die Kirchenväter legten eine andere „Grundlage“ wie die von Jesus,  jene der Apostel und die der Propheten! Sie werden weggeschwemmt werden.

Niemand kann auf einer anderen, veränderten Grundlage aufbauen als jener, die bereits von Propheten und den Aposteln gelegt wurde! Jene späteren „falschen Apostel“, wozu auch Hymenäus, Alexander und Philetus gehörten, die von einer bereits erfolgten Auferstehung redeten, sie legten die eigentliche Grundlage sowohl der Katholischen Mutterkirche, der Orthodoxen und der Protestanten, wie aber auch von amerikanischen Sekten wie Jehovas Zeugen, die alle in der einen oder anderen Form als abtrünnige Töchter jener Mutter nachfolgten. Selbst die Muslime haben Lehren der Katholischen Kirche übernommen!

 

(Jesaja 2:22)  Um euer selbst willen laßt ab von dem Erdenmenschen, dessen Odem in seiner Nase ist, denn auf welcher Grundlage ist er selbst in Betracht zu ziehen?

 

Nahezu alle Religionen stellen dieselbe Behauptung auf: Die Auferstehung der Toten sei bereits erfolgt! Alle lehren die heidnische Lehre, dass ein Leben im (dritten) „Himmel“ bei den „Göttern“ für Menschen Realität sei! Auferstehung aber gibt es nach apostolischer Lehre nur auf der Erde und durch einen Menschen, durch Jesus und zudem erst ab seiner zweiten Wiederkehr! (Joh 5:28; Apg 24:14, 15; 1.Kor 15:12-19)

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Wiorkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen
 

Wahre Christen aber bauen auf der einzigen Grundlage die gegeben wurde: Auf Christus, die Apostel und die Propheten wie wir oben bereits gesehen haben! Wir gehören zur einen Versammlung, dem „Tempel“ der Versammlung Jesu Christi! Wahrheit und GESETZ werden im Psalm 119 miteinander verknüpft: „Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit, Und dein Gesetz ist Wahrheit.“ (Ps 119:142) Gesetz und damit verbunden Wahrheit bildet die feste Grundlage, um ein echter Christ zu sein. Paulus bestätigt: „Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist.“ (Eph 2:19)

 

Was die Katholische Kirche und deren Töchter darstellen ist nicht vergleichbar mit Jehovas keuscher, auserwählter „Frau“, die sich fest an ihn und sein Wort klammert, sondern sind Teil „Babylons der grossen Hure“. Es ist ein anderes Gebäude, das auf einer anderen Grundlage aufbaut als der Lehre, welche die Apostel lehrten. Sie errichteten ihr eigenes Gebäude auf dem Sand von Irrtum und Lüge, das im Sturmwind und Hagel des Gerichtstages mit grossem Krachen zusammenfallen muss.

 

(Vergleiche Grafik: 1.3  Haus der wahren Weisheit)

 

Weisheit: Hast du auf Sand gebaut der auf Fels?
 

Die Apostel hatten und haben keinen Nachfolger: Es bleiben ihrer zwölf! Paulus beschreibt dies im Brief an die Galater im symbolischen Drama von Hagar und Sara! Die Mutter wahrer Christen ist nicht eine von Menschen errichtete Kirche, sondern das „Jerusalem droben“! Sie sind nicht „Söhne einer Magd“, sondern „der Freien“, Saras! (Gal 4:21-31; Off 21:14)

 

*** Rbi8  Galater 4:26 ***

Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.

 

(Vergleiche Grafik: 9.6  Abrahams Same, Jehovas „Frau“: Das symbolische Drama von Hagar und Sara)

 

Der Prophet Jesaja äusserte den stets gleichbleibenden Grundsatz betreffend lügenhaften Lehren und derer, die solche stützen, sie verbreiten und zu ihnen Zuflucht nehmen.

 

"Ewiges Leben" durch tiefgefrieren nach dem Tod und erwarten, dass der Mensch Menschen wiederbeleben kann?*** Rbi8  Jesaja 28:14-19 ***

Darum hört das Wort Jehovas, ihr Prahler, ihr Herrscher dieses Volkes, das in Jerusalem ist: 15 Weil ihr gesagt habt: „Wir haben mit dem Tod einen Bund geschlossen; und mit dem Scheol haben wir eine Vision zustande gebracht; die überströmende Sturzflut wird, falls sie hindurchziehen sollte, nicht an uns kommen, denn wir haben eine Lüge zu unserer Zuflucht gemacht, und in der Falschheit haben wir uns verborgen“, 16 darum hat der Souveräne Herr Jehova dieses gesprochen: Siehe, ich lege als Grundlage in Zion einen Stein, einen erprobten Stein, die kostbare Ecke einer sicheren Grundlage. Keiner, der Glauben übt, wird in Panik geraten. 17 Und ich will das Recht [[(das GESETZ)]] zur Meßschnur und die Gerechtigkeit zur Setzwaage machen; und der Hagel soll die Zuflucht der Lüge wegfegen, und die Wasser, sie werden sogar das Versteck hinwegschwemmen. 18 Und euer Bund mit dem Tod [[(das Versprechen ewigen Lebens im Himmel Jehovas)]] wird gewiß aufgelöst werden, und eure Vision mit dem Scheol [[(Auferstehung der Toten mittels neuer Techniken)]], sie wird nicht bestehen. Die überströmende Sturzflut, wenn sie hindurchzieht ihr sollt für sie auch eine Stätte der Zertretung werden. 19 Sooft sie hindurchzieht, wird sie euch hinwegnehmen, denn Morgen um Morgen wird sie hindurchziehen, bei Tag und bei Nacht; und es soll nur ein Grund zum Erbeben werden, um [andere] verstehen zu machen, was gehört worden ist.“

 

Die Worte Jesajas haben somit mehrere Erfüllungen und stehen mit den Gerichtstagen Gottes an Seinem Volk, den wahren Israeliten, einzelnen Nationen und der ganzen Erde in Verbindung!

 

Die Apostel sind es, welche das Recht und die Gerechtigkeit durch das „GESETZ des Christus“ in den Versammlungen fest verankerten und unter den Nationen damit aufrichteten: Dem Gebot der Liebe, das alle übrigen Gebote in sich vereint! (Rö 13:10)

 

Aus diesen Worten Jesajas heraus ist verständlich, dass in der Offenbarung der Gerichtstag Jehovas mit einem schweren Hagel und Donnergrollen verbunden bleibt, der sich vorab zu Beginn bereits gegen das endzeitliche alte „Jerusalem“, die Führer der Christenheit richtet, die auf der Lüge der Auferstehung nach dem Tod von einem imaginären Himmel, einem Fegefeuer und einem Limbus[2] sprechen (Off 8:7; 11:19; 16:21).

 

(Vergleiche Grafik: 9.1  Anfang und Ende Satans System der Dinge)

 

Anfang und Ende von Satans System der Dinge
 

 

6.1.3           Am Pfingstfest 33 u.Z. begann die Einsammlung des geistigen „Weizens

 

6.1.3.1          Göttlich verordnete Feste und deren tiefere Bedeutung für die Endzeit verstehen!

Nach diesem Exkurs, hin zum „wahren Tempel“, seiner „Grundlage“, seinen „Steinen“ und „Säulen“, kehren wir zum Thema Pfingsten zurück, wo der Aufbau jenes Tempels im Jahre 33 u.Z. seinen Anfang nahm. Jetzt möchten wir mehr über die Symbolik des Pfingstfestes und seines Ursprungs vernehmen. Zwischen dem Passahfest, das an den Auszug erinnert und dem Pfingstfest, das mit Gottes Bundesschliessung am Sinai zusammenhängt bestehen tiefe Verbindungen! Wir wollen diesen nachspüren!

 

Jehova wiederholte gegenüber dem Volk Israel beim Auszug aus Ägypten, dass die Erde Kanaans ein Land wäre, das von „Milch und Honig“, von Weizen und Gerste voll wäre und sie jene Erde in Besitz nehmen würden. Er hatte dies bereits gegenüber Abraham für dessen Nachkommen versprochen. Genau so war es, das Land Kanaan war sehr fruchtbar. Es sollte zudem auch viel geistige Frucht hervorbringen (5.Mo 8:8).

 

Jüdischer KalenderBetrachten wir nun einige Fakten in Bezug auf jene beiden Feldfrüchte, die bei der Opfergabe an Jehova sowohl am Tag nach dem Passahfest, wie auch an Pfingsten eine wichtige Rolle spielten: Die Gerste wie auch der Weizen werden im Monat Chäschwan (oder Bul, Oktober / November) ausgesät, nach dem ersten Regen. Die Gerste wird schneller reif wie der Weizen, kann somit früher geerntet werden. Die Gerste ist zudem eine sehr ausdauernde Pflanze, welche Trockenheit und verschiedene Klimas gut erträgt. Bedenken wir dabei, dass Gottes Worte durch Jesus in Symbolsprache geredet wurden! Wenn wir die symbolischen Dinge analysieren und ihre Charakteristik kennen, dann wissen wir auch um deren Bedeutung in der realen Welt!

 

Es war im Oktober des Jahres 29 u.Z., wo Jesus sich im Jordan taufen liess und kurz darauf seine Apostel aus einer Gruppe der durch Johannes getauften Jünger einsammelte und ihnen geistige Speise und geistige Wasser zu trinken gab, sie ständig mit seinen Veranschaulichungen und Erklärungen beregnete und sie geistig wachsen liess! Zwei Samen wurden ausgestreut: Gerste und Weizen! Paulus erklärte diesen seit langem bestehenden Zusammenhang gegenüber den Brüdern in Korinth: Zwischen Ereignissen, die bereits mit dem Auszug aus Ägypten bestanden und mit Jesu Auftreten in Israel sollten diese Dinge einen ersten Höhepunkt erreichen:

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:1-4 ***

Ich will nun nicht, daß ihr unwissend seid, Brüder, daß unsere Vorväter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgingen 2 und alle in Moses getauft wurden durch die Wolke und das Meer; 3 und alle aßen dieselbe geistige Speise, 4 und alle tranken denselben geistigen Trank. Denn sie pflegten aus dem geistigen Felsen zu trinken, der ihnen folgte, und dieser Fels bedeutete den Christus.

 

Moses schlägt in Meriba den Felsen, wo daraufhin Wasser hervorströmtDer Engel, der beim Auszug aus Ägypten Gottes Volk leitete und beschützte war somit Jesus, Gottes Wort- und Heerführer. In seiner himmlischen Stellung als Engelfürst Michael. Das ganze Volk Israel erhielt dieselbe geistige Speise, das „Manna“ die ihm durch Moses dargebracht wurde. Alle Israeliten tranken denselben geistigen Trank, dessen „Fels“ den Christus und Leben bringendes Wasser darstellte (Da 10:13, 21; Jud 9).

 

Die Apostel und Jünger des ersten Jahrhunderts erhielten wiederum dieselbe Speise und denselben geistigen Trank! Jesus brachte keine neue Religion, sondern erfüllte das gesamte GESETZ und legte die Heuchelei der religiösen Führer offen, die durch ihre Überlieferungen jenes göttliche GESETZ ungültig gemacht hatten. Worin Jesus aber weiterging als Moses war, dass er den Sinn, die Prinzipien hinter den GESETZEN nur seinen Aposteln und Jüngern erläuterte und verständlich machte. Indem er das bestehende System abbrach, errichtete er das Neue. Eine neue Art von Priestern und geistiger Führung waren mit dem angekündigten neuen Bund verbunden. 

 

*** Rbi8  Hebräer 8:13 ***

Indem er sagt „einen neuen [Bund]“ [[(mit Jesus als Hohepriesterkönig)]], hat er den früheren [[(mit Levi)]] für veraltet erklärt. Nun ist das, was veraltet ist und alt wird, dem Verschwinden nahe.

 

Jesus war es, der den „neuen Bund“ in Kraft setzte und seine eigene geistige Ernte hervorbrachte. Die ersten Früchte vergleichbar der „Gerste“ waren seine Apostel. Bestimmt treffen solche oben erwähnten dauerhaften Charakteristiken gut auf diese „Gerstenähren“ der Apostel zu, welche unter üblen Umständen viel Frucht tragen sollten. Sie reiften schneller wie die übrigen Jünger, der Weizen, obwohl die Zeit der geistigen Aussaat dieselbe war!

 

6.1.3.2          Der Unterschied zwischen geistiger „Gerste“ und geistigem „Weizen“ wird ersichtlich

Die Apostel zeigten sich schon früh ebenso wie die Gerste gegen äussere Einflüsse resistenter als die übrigen der Jünger, dem Weizen. Bei einer Gelegenheit forderte Jesus die jüdischen Zuhörer und auch seine Jünger auf sein „Fleisch“ zu essen und sein „Blut“ zu trinken. Vielen erschien dies abstossend, weil sie die Symbolik nicht erfassten. Als selbst die Jünger im Gefolge eines Disputs Jesus verliessen, da war es Petrus der für die übrigen Apostel antwortete: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens“. Worte sind „Geist“! Die Schriftworte Gottes sind bleibender „heiliger Geist  und bedeuten Leben! Erst beim Abendmahl als Jesus Brot „mein Leib“ und Wein „mein Blut“ als Symbolik austeilte begannen sie zu verstehen.

 

*** Rbi8  Johannes 6:63-71 ***

Der Geist ist es, der Leben gibt; das Fleisch ist von gar keinem Nutzen. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. 64 Aber es gibt einige unter euch, die nicht glauben.“ Jesus wußte nämlich von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer der war, der ihn verraten würde. 65 So sagte er weiter: Darum habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, es werde ihm vom Vater gewährt.“

66 Deswegen wandten sich viele seiner Jünger ab, den hinter ihnen [liegenden] Dingen zu, und gingen nicht mehr mit ihm. 67 Daher sagte Jesus zu den Zwölfen: „Ihr wollt doch nicht etwa auch weggehen?“ 68 Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; 69 und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist.“

 

SPIEGEL: Judas Verräter im Namen Gottes?70 Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zwölf auserwählt? Einer von euch jedoch ist ein Verleumder.“ 71 Er redete aber von Judas, [dem Sohn] des Simon Iskariot; denn dieser stand im Begriff, ihn zu verraten, obwohl er einer von den Zwölfen war.

 

Der Vater kennt die tiefsten Gedanken des Herzens! Darum gewährt er nur denen sich Jesus zu nähern, deren Herz rein ist. Das muss sich aber im Verlauf der Zeit erst erweisen! Judas war nicht von Beginn an ein Verräter. Er wurde es, als sich ihm Gelegenheit dazu bot wie Satan, der vorab ein untadeliger Engel war, bis Falschheit an ihm gefunden wurde!

 

Aber auch selbst unter dem „Gersten“ der Apostel kam es zu Abtrünnigkeit! Judas wurde durch Jesus an dieser Stelle kenntlich gemacht. Ein Teil des „Weizens“, der übrigen Jünger aber war dem rauen „Klima“ nicht gewachsen. Jesu Wort war für jene wie ein Frost im Frühjahr gewesen und sie starben sozusagen gegenüber Jesu Lehre, kehrten zu den jüdischen Sekten zurück. Wurden erneut Teil des Systems.

 

Auch später zeigte sich, wie ein „hartes Klima“ den geistigen „Gersten“ am Wachstum zu hindern suchte. Dies erwies sich einerseits dadurch, dass die eigenen Brüder aus den Juden sich als die Feinde der Apostel erwiesen. Andererseits war es das „vierte Tier, furchteinflössend und schrecklich und ungewöhnlich stark“, das römische Imperium, das den Aposteln bei der Verbreitung der guten Botschaft über Jesu Königreich harten Widerstand leistete.

 

(Vergleiche Grafik: Biblische Symbole; „Daniels Vision von vier wilden Tieren aus dem Meer kommend“)

 

Daniels Vision von vier "wilden Tieren" aus dem (Menschen-)Meer
 

6.1.3.3          Scheinweizen bewirkt Abfall von Jesu und der Apostel Lehren

Aber auch der Abfall innerhalb der Christenversammlungen, hin zu „falschen Aposteln“, einer Art von geistigem „Unkraut“ oder „Scheinweizen“, war eine grosse Herausforderung für die Jünger. Der gute „Weizen“ wuchs gemeinsam mit diesem „Unkraut“ heran, welche „der Böse“ in ihre Mitte gestreut hatte (Da 7:7; Apg 5:17-21; 2.Kor 11:26). Jede Abweichung von Wahrheit und vom GESETZ wird zum „Unkraut“, wächst schneller und will den „Weizen“ ersticken.

 

Jesus veranschaulichte die Situation, denen die Apostel ausgesetzt sein würden, mit einem Weizenfeld das sowohl gute wie schlechte Frucht, das „Unkraut“ hervorbringen würde. Jesus hatte nur gute Frucht gestreut! Das Herauslesen des „Unkrauts“ bedeutete eine neue Art von Gefahr und Jesus warnte die Apostel davor! Erst wenn beides reif wäre könnte der „Weizen“ getrennt vom „Unkraut“ werden, den Ersteren ins „Vorratshaus“, das Zweite fürs „Feuer“ gesammelt werden. Die Rede ist in der Endzeit von den Lebenden und dem Endgericht, für die Auferstehenden im Millennium das Schlussgericht.

 

Bringt den Weizen in mein Vorratshaus *** Rbi8  Matthäus 13:24-30 ***

Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor, indem er sprach: „Das Königreich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte. 25 Während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut hinzu, mitten unter den Weizen, und ging weg. 26 Als die Saat sproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. 27 Da traten die Sklaven des Hausherrn herzu und sagten zu ihm: ‚Herr, hast du nicht vortrefflichen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es denn Unkraut?‘ 28 Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch, hat das getan.‘ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen? 29 Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. 30 Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen, dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘ “

 

Die Apostel stellen hier die Sklaven des Hausherrn dar. Die Erntezeit ist der Abschluss des Systems und die Schnitter sind die Engel! Die Vernichtung „Babylons der Grossen“ ist ein Erntetag, wo vorab das Unkraut, der falsche Weizen in Garben gebunden wird, um später verbrannt zu werden! Jede Garbe bedeutet eine der vielen Religionen, die keine essbaren Früchte hervorbringt!

 

Erst danach wird der gute „Weizen“, die „Söhne des Königreiches“ in Jesu Vorratshaus eingesammelt, die „grosse Volksmenge“: In das neu aufgerichtete „Königreich für Israel“ das er am ersten Tag des Erntefestes nach Harmagedon dem Vater übergibt! [Bb](Apg 1:6; 1.Kor 15:24)

 

6.1.3.4          Der erste gute „Weizen“ wurde zu Pfingsten 33 u.Z. reif und konnte geerntet werden

Der „Weizen“ erscheint später als die Gerste, wie wir hörten. Er kann somit auch erst später geerntet werden. Er braucht eine etwas längere Reifezeit. Nicht alle Jünger hatten Jesus verlassen! So waren es hundertzwanzig Jünger, die fünfzig Tage nach den Aposteln ebenfalls heiligen Geist empfingen. Dies war somit erst nach dem „Gersten“, separat an Pfingsten, der „Frühweizen“ am 6.Siwan, am fünfzigsten Tag nach dem zweiten Tag der Passah-Feier. Moses unterschied diese zwei Weizenernten: „Und du wirst dein Fest der Wochen mit den ersten reifen Früchten der Weizenernte begehen und das Fest der Einsammlung bei der Jahreswende.“ (2.Mo 34:22) Es waren Feuerflammen die sich auf die Versammelten herabsenkten, die dem Auge sichtbar in Erscheinung traten (Apg 1:15).

 

Zungen von Feuer auf den 120 Jüngern an Pfingsten *** Rbi8  Apostelgeschichte 2:1-4 ***
Während nun der Tag des Pfingst[festes] seinen Verlauf nahm, waren sie alle am gleichen Ort beisammen, 2 und plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, 4 und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.

 

Nachdem die Apostel bereits am 16.Nisan, am Tag von Jesu Auferstehung heiligen Geist empfangen hatten, als Jesus sie anhauchte, waren es nun die versammelten Jünger die den versprochenen „heiligen Geist“ in besonderer Form erhielten. „Geist“ steht erneut mit Worten in Verbindung, hier mit solchen in fremden Sprachen, um die Erfahrungen um Jesus als dem Messias und dessen Lehren anderen Nationen zu verkünden!

 

Diese ersten beiden Feldfrüchte, Gerste und Weizen sind somit zwei unterschiedliche Symbole, die auf die Apostel und die ersten Jünger wegen ihrer unterschiedlichen Charakteristiken gut zutreffen. Die Zwölf waren die erste „Erstlingsfrucht“ oder die Ernte Jesu die er ins Vorratshaus einbrachte. Nur mit ihnen  schloss Jesus einen „Bund für ein Königreich“. Er selbst bestätigte diesen Bund beim Abendmahl und besiegelte ihn am selben Tag, dem 14.Nisan mit seinem eigenen kostbaren Blut (Mat 19:28; Lu 22:20, 28-30).

 

(Vergleiche Grafik: Das Passahfest Mose und seine Bedeutung in der Endzeit)

 

Drei Passah-Feiern, wo Jehova Gericht hält
 

Weiter oben sprachen wir von der Fruchtbarkeit Kanaans auch im geistigen Sinne. Auch die fleischliche Nation Israel war zu Gunsten der Predigtarbeit der Apostel fruchtbar, weil darin alle von Geburt her Anbeter Jehovas waren, demselben Wurzelstock eines edlen Olivenbaumes als Zweigen entsprachen, von denen viele den Messias erwartet hatten! Bereits an Pfingsten 33 u.Z. waren es etwa dreitausend Personen die sich den Aposteln aufgrund einer Rede des Petrus bereitwillig anschlossen und sich taufen liessen. Symbolisch wurden diese in den „Spross Davids“, der aus dem umgehauenen Königreichs-Strunk hervorkam eingepfropft. Allerdings konnte die Vollzahl von 144.000 Jehova vollkommen Ergebenen, die Jesus als Erlöser annehmen würden nicht durch die fleischlichen Juden allein erfüllt werden! Jener verbleibende Rest sollte später aus den Nationen stammen. (Apg 2:41; Rö 11:11, 12; Joh 4:38)

 

(Vergleiche: Zeitband Jehovas Königtum)

 

Jehovas Künigreich über das "Israel Gottes"
 

Paulus erklärte, dass die Söhne der Vereinsamten, der Unfruchtbaren (Sara) schlussendlich zahlreicher sein würden, wie die Söhne der Fruchtbaren (Hagar) (Gal 4:27-31).

 

6.1.3.5          Die zwei Gerstenbrote; Sünd- und Gemeinschaftsschlachtopfer an Pfingsten

An Pfingsten war die Haupternte der Gerste bereits abgeschlossen und die Ernte des Frühweizens begann. Am 6.Siwan, dem Tag des Pfingstfestes musste Jehova ein neues Getreideopfer dargebracht werden. Es war der Tag, an dem der Priester „zwei (Weizen)brote“ aus „euren Wohnorten“ Israels, als erstes Produkt der menschlichen Bearbeitung des ersten reifen Getreides des Weizens, nun durch die Priester Jehova im irdischen Heiligen dargeboten wurden.

 

*** Rbi8  3. Mose 23:17 ***

Aus euren Wohnorten solltet ihr zwei Brote als Webeopfer bringen. Sie sollten aus zwei Zehntel Epha Feinmehl bestehen. Sie sollten gesäuert gebacken werden, als erste reife Früchte [[(des Weizens)]] für Jehova.

 

Die zwei Brote aus Feinmehl, mit Sauerteig vermischt, mussten somit aus den Wohnorten stammen, welche Gott  dem Volk Israel zugeteilt hatte und mussten Jehova wiederum als Webeopfer dargebracht werden. Da sie gesäuert gebacken wurden, also etwas Sauerteig enthielten, dienten sie nicht einem ausschliesslich heiligen Zwecke und durften nicht auf den Opferaltar kommen. Auch musste für die Priester und das Volk zudem ein Sündopfer erbracht werden! Sie waren nicht vollkommen rein! Jehovas Gebot lautet doch:

 

*** Rbi8  2. Mose 23:18 ***

Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesäuertem opfern.

 

Sauerteig bläht das Brot auf, ohne mehr NährwertBeachten wir dabei, dass diese Brote somit wie dies Brauch blieb mit Sauerteig vermischt waren. Das erinnert uns auch den „guten Samen“ und das „Unkraut“. Sauerteigbrot ist durch die Gärung aufgetrieben. Jesu Leib war frei von jeder Durchsäuerung. Sauerteig bedeutet falsche Lehren! Gase, die durch Säuerungsprozess entstehen und aufblähen. Das Passah mit den ungesäuerten Broten lag bereits zurück. Die durchsäuerten Brote gehörten somit zu jenen Opfern, welche Jehova nicht auf dem Brandaltar dargebracht wurden und später den Priestern zufielen. Eines davon dem Hohepriester.

 

Sowohl die versammelten hundertzwanzig Jünger, zusammen mit den Aposteln, die im Obergemach am Pfingsttag heiligen Geist in sichtbarer Form einer Feuerflamme erhielten, sie glichen alle gesäuerten Broten. Sie waren nicht vollkommen reine Masse, ungesäuert, wie Jesu Leib dies am Passah darstellte. Dennoch waren sie für Jehova annehmbar durch die Hand seines Hohepriesters Jesus, der ja durch sein Opferblut eine einmalige Reinigung all jener erlangt hatte, welche Glauben in ihn setzen würden.

 

Die Brote, die durch hin und her bewegen vor Jehova dargebracht wurden, fielen wie erwähnt später dem Hohepriester und seinen Priestern zu. Wenn wir dies nun auf den Pfingsttag des Jahres 33 u.Z. übertragen, so waren die ersten Feldfrüchte in reifen Zustand durch den Hohepriester Jesu Gott Jehova im himmlischen Bereich dargestellt worden. Die beiden symbolischen Brote an Pfingsten, sie stellten einerseits die Apostel dar, das erste der beiden Brote, das dem Hohepriester Jesu gegeben war, andererseits stellte das zweite Brot die Jünger dar, welche nun den Aposteln, Jesu Priestern zugeteilt wurden.

 

Erst daraufhin begann mit den am selben Tag neu Getauften dreitausend Juden Teil der Frühernte eingebracht zu werden. Die Taufe reinigte sie, nun aber mussten sie sich als Jünger Christi erst bewähren. Sie mussten belehrt werden alles zu halten, was Jesus geboten hatte.

 

Parallel zu den beiden Gerstenbroten mussten auch sieben männliche Lämmer als Gemeinschaftsschlachtopfer dargebracht werden. Auch jene Stücke der Lämmer wurden vor Jehova hin und her gewoben und fielen anschliessend ebenso dem Hohepriester und damit seinen Söhnen zu, was nun den Aposteln als Jesu geistigen Söhnen bedeutet (3.Mo 23:20).

 

Die Zahl sieben deutet auf die Vollzahl der männlichen „Schafe“ hin, die an jenem Tag Jehova dargestellt werden. (7 Versammlungen, 7 „Sterne“ oder “Engel“ = 7 Vorsteher Off 1:20)

 

*** Rbi8  3. Mose 23:18-19 ***

Und ihr sollt zusammen mit den Broten sieben fehlerlose männliche Lämmer darbringen, jedes einjährig, und einen jungen Stier und zwei Widder. Sie sollten als Brandopfer für Jehova dienen zusammen mit ihrem Getreideopfer und ihren Trankopfern als Feueropfer von beruhigendem Wohlgeruch für Jehova. 19 Und ihr sollt ein Ziegenböckchen als Sündopfer und zwei männliche Lämmer, jedes einjährig, als Gemeinschaftsschlachtopfer darbieten.

 

Alle diese verschiedenen Opfergaben deuteten auf die neue Wirklichkeit unter Jesus hin, die ja durch die Opfer symbolisch dargestellt wurden. Sie besitzen somit jedes Einzelne eine symbolische Bedeutung: So z.B. wird von den „jungen Stieren der Lippen“ (Ps 69:30, 31; Hos 14:2; Heb 13:15) gesprochen, was dem Zeugnisgeben für Jesus entspricht! Es ist hier nicht der Platz dies alles im Detail zu erörtern, dazu ist ein weiterer Artikel notwendig, der speziell diesem Thema gewidmet ist! (Heb 9:1-5)

 

6.1.3.6          Verbindung des Pfingstfestes des Jahres 33 u.Z. mit der Endzeit

Eine weitere deutliche Verbindung zu den Christenversammlungen der Endzeit, deren Haupt Jesus und ihr Hoherpriester war und ist, kann daran gezeigt werden, dass Jesus in der Offenbarung schreibt, dass er inmitten der „sieben Leuchter“, der sieben Versammlungen steht. Dabei hält er die „sieben Sterne“, deren Vorsteher oder „Boten“ (gr. aggelos, Engel = Bote) in seiner rechten Hand. Im waren beide von Jehova gegeben worden, die Vorsteher wie die „Schafe“ der Versammlung, der „Leuchter“.

 

Versammlung PhiladelphiaInnerhalb der „sieben Leuchter“ wiederum fällt die Versammlung Philadelphia besonders auf. Sie ist die einzige, von der Jesus nur Positives berichtet und die er als die Geliebte bezeichnet, „Philadelphia“ (bedeutet: „brüderliche Zuneigung“).

 

Nur sie hat „den Schlüssel Davids“, um das Königreich zu öffnen. Philadelphia allein bleibt in der Stunde der Erprobung bewahrt. Sie stellt die frühauferstandenen Apostel, die „Frau“ dar, die in der „Wildnis“ während der 1260 Tage an dem für sie bereiteten Ort vor dem Angriff der Schlange bewahrt wird. (Off 1:19-2:1).

 

Die geöffnete Tür führt zu ihrer Erhöhung, am Tag der „Hochzeit des Lammes

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:8-11 ***

Ich kenne deine Taten — siehe, ich habe eine geöffnete Tür vor dich gestellt [[(sich am Tag der „Hochzeit des Lammes“ mit ihm als Brätigamm auf ihre 12 Richterthrone zu setzen)]], die niemand schließen kann — [und weiß,] daß du eine kleine Kraft hast, und du hast mein Wort bewahrt und dich meinem Namen gegenüber nicht als falsch erwiesen. 9 Siehe! Ich will die aus der Synagoge des Satans geben, die sagen, sie seien Juden, und doch sind sie es nicht, sondern lügen — siehe, ich will sie veranlassen, zu kommen und vor deinen Füßen zu huldigen, und sie wissen lassen, daß ich dich geliebt habe. 10 Weil du das Wort über mein Ausharren bewahrt hast, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Erprobung, die über die ganze bewohnte Erde kommen soll, um die auf die Probe zu stellen, die auf der Erde wohnen. 11 Ich komme eilends. Halte weiterhin fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme.

 

Diese Versammlung Philadelphia hat in der Endzeit „eine kleine Kraft“. Die Apostel verbleiben an ihrer „Stätte in der Wildnis“, wo sie sich auf die „Hochzeit“ mit dem „Lamm“ vorbereiten [B2-B2e].

 

All jene, die „Babylon die Grosse“, die „Synagoge Satans“ verlassen haben, müssen aber schlussendlich zu ihr gelangen, sie werden der „Versammlung Philadelphia“ gegeben, weil die Apostel doch auf Richterthronen sitzen und aus den von Jesus auserwählten „Schafen“ der „grossen Volksmenge“ nun den Überrest der 144.000 noch versiegeln werden! Wiederum hat dies etwas mit dem Gericht am Passah-Abend (Trennung von Schafen & Böcken) und dem Pfingstfest (sich nun als „Frau des Lammes“ auf ihre Richtethrone setzen) zu tun! Wir sollten vorab somit mehr über den Ursprung dieser Feste in Erinnerung rufen (Off 3:9).

 

Beleuchten wir nun etwas weiter diesen Ursprung und die spezifische Beziehung dieser Feste zum Volk Israel.

 

 

6.1.4           Vom Auszug aus Ägypten bis hin zum Berg Sinai und dem Bundesschluss vergingen fünfzig Tage

 

6.1.4.1          Die Zeit und die Ereignisse  zwischen dem Passah und Pfingsten zu Beginn des Volkes Israel

Jehova hatte mit starker Hand die Söhne Israels am Tag des Passahs im Jahre 1513 v.u.Z. aus Ägypten befreit. Seine Macht zeigte er durch die zehnte Plage an den Göttern Ägyptens, als er mit Unterscheidungsvermögen sein Strafgericht an der Erstgeburt der Unterdrücker vollzog. 

 

Abraham durchquert den Euphrat am 15. Nisan? *** Rbi8  2. Mose 12:40-41 ***

Und die Wohnzeit der Söhne Israels, die in Ägypten gewohnt hatten, betrug vierhundertdreißig Jahre [[(ab dem Bundesschluss Gottes mit Abraham (1.Mo 15:12-16))]]. 41 Und es geschah am Ende der vierhundertdreißig Jahre [[(seit Abraham den Euphrat durchschritt)]] , ja es geschah an ebendiesem Tag [[(dem 15.Nisan)]], daß alle Heere Jehovas aus dem Land Ägypten auszogen.

 

Jehova versprach Abraham einen „Sohn der aus denen Lenden hervorgeht“, der zu einer grossen Nation werden würde, „wie die Sterne des Himmel“ und wie „der Sand am Meer“. Beachten wir, dass Jehova seinen vorgegebenen Fahrplan der Ereignisse exakt einhielt: „an ebendiesem Tag“, als Abraham den Euphrat durchschritt um Kanaan zu durchwandern. Gott hat dieses Gelobte Land seinem „Samen“ versprochen.

 

An eben diesem Tag des Passahfestes zogen die Heere Israels in Schlachtordnung aus Ägypten aus. Paulus ermunterte, dass all dies zu unserer Unterweisung aufgezeichnet wurde, wir dadurch Vertrauen in Gottes Wort fassen sollen. Beim Erstellen der Grafik zum Passahfest stellten wir viele Übereinstimmungen zwischen dem Auszug, dem Passah Jesus und den Vorhersagen zu Jesu Rückkehr in der Endzeit fest. Zufall? Wir müssen es klar verneinen! Dieselbe göttliche Planung, derselbe Raster im Ablauf bestimmter Ereignisse ist auffallend! 

 

Sollte das Pfingstfest des ersten Jahrhunderts und der Endzeit auch mit einem bestimmten Datum in Verbindung mit dem Auszug in Einklang sein? Bestimmt ist dem so, denn auch das Pfingstfest ist ein obligatorisches Fest für ganz Israel, zur Erinnerung an Jehovas Grosstat an Seinem Volk, den „Söhnen Abrahams“, was auch das geistige Israel mit einschliesst! Schauen wir uns die Ereignisse der Vergangenheit an, benutzen wir dazu den „Zeitband Moses II: Auszug aus Ägypten bis zum Gesetzesbund am Sinai“. Diese Grafik in ausgedruckter Form beim Studium vor dir zu haben wird dir viel Nutzen bringen! 

 

Beim Auszug aus Ägypten waren es sechshunderttausend kräftige Männer, über 20 jährig mit ihren Frauen, Kindern, Jugendlichen und zudem „viel Mischvolk“ die auf Jehovas Befehl hin handelten. Es müssen über 2.5 Millionen geschätzt werden! Sie mussten nun physisch wie geistig ernährt werden! Die Informationen darüber, wie Jehova mittels Moses für sein künftiges Volk sorgte, sollten uns geistig stärken mit Mut und Ausharren dem Kommenden entgegenzublicken (2.Mo 13:18).

 

6.1.4.2          Heiligung der Erstgeburt Israels und Beschneidung

Jehova befahl Moses daraufhin alles männliche Erstgeborene Jehova ihm zu heiligen. Jehova sollte es fortan gehören. Dies stand im Zusammenhang mit der Beschneidung, es war eine Wiederbelebung des Bundes, den Jehova zuvor mit Abraham geschlossen hatte, der alles zu seinem Hause gehörende Männliche beschneiden musste. Die aus Ägypten Ausziehenden Nachkommen Abrahams waren alle Beschnittene! Alles männliche Erstgeborene sollte von nun an Jehova gehören. Josua musste später in Kanaan eine Beschneidung jener vornehmen, welche auf der vierzigjährigen Wanderung geboren wurden, daher noch unbeschnitten waren. (1.Mo 17:9-14, 23; 2.Mo 13:11, 12; Jos 5:2-7)

 

Zipporah beschneidet Mose Sohn GerschomAuch Gerschom, der Erstgeborene von Moses war zuvor unbeschnitten und wurde durch Mose Frau Zippora im Nachtlager auf dem Weg vom Dornbusch, wo Jehova Moses durch „den Engel“ (Jesus) zum ersten Treffen mit Aaron eiligst beschnitten. Dass Zippora die Vorhaut Moses zu Füssen legte, dies sollte ihm als deutliche Erinnerung des Gebotes Jehovas dienen. Dies geschah, um Jehovas Engel davon abzubringen das Kind zu töten. „Der Engel Jehovas“ musste von Beginn an mit „eisernem Stab“ Israel anführen. Ungehorsam musste Strafe zur Folge haben, damit Zügellosigkeit nicht gewinnen konnte. Moses sollte „in seinem ganzen Hause“ treues Vorbild sein! Aaron wich aber aus menschlicher Schwäche davon ab, was schwerwiegende Folgen zeigte:

 

 (2. Mose 32:25-29)  Und Moses sah dann, daß das Volk zügellos war, denn Aaron hatte sie zügellos werden lassen, zum Schimpf unter ihren Gegnern. 26 Dann stellte sich Moses in das Tor des Lagers und sagte: „Wer ist auf der Seite Jehovas? Zu mir!“ Und alle Söhne Lẹvis begannen sich zu ihm zu sammeln. 27 Er sprach nun zu ihnen: „Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Jeder von euch lege sein Schwert an seine Seite. Schreitet hindurch, und kehrt zurück von Tor zu Tor im Lager, und tötet ein jeder seinen Bruder und ein jeder seinen Mitmenschen und ein jeder seinen vertrauten Bekannten.‘ “ 28 Und die Söhne Lẹvis gingen daran, zu tun, wie es Moses gesagt hatte, so daß dort an jenem Tag vom Volk etwa dreitausend Mann fielen. 29 Und Moses sprach weiter: „Füllt eure Hand heute mit Macht für Jehova, denn jeder von euch ist gegen seinen eigenen Sohn und seinen eigenen Bruder, und damit er euch heute Segen verleiht.“

 

Mit der Mehrheit zu gehen und Gottes Gebot zu missachten haben schwerwiegende Folgen und soll uns an den Gerichtstag der Endzeit ermahnen! Jesu „eiserner Stab“ ist derselbe wie zu Beginn und wird in Harmagedon das Urteil vollstrecken, wer immer es sei.

 

Ganz offensichtlich war für Jehova und Seinen Engel, für Michael (Jesus), die Beschneidung von Wichtigkeit. Dies wurde auch durch die spätere Anweisung bestätigt, dass kein Unbeschnittener am Passah teilhaben durfte, was bis in die Christenversammlung heute hineinspielt, wo es die „Beschneidung des Herzens“ betrifft und mit der Erwachsenentaufe verbunden ist (2.Mo 4:24-26; 12:48; Rö 2:28, 29; Gal 3:17; Heb 3:1-3).

 

Dieser „Bund der Beschneidung“ endete mit Jesu Tod im Jahre 33 u.Z. nicht, er gilt weiterhin für fleischliche Judenchristen. Was endete war nur der „Bund mit Levi“ für das Priesteramt! Ein „neuer Bund“, der „Bund für ein Königreich“ trat an dessen Stelle für all jene, welche Jesus als Herrn und Erlöser anerkennen würden. Sie wurden Glieder des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe, wo Jesus König und Hohepriester gleich Melchisedek ist. Alle mussten nun ihr Herz beschneiden, Heidenchristen waren davon befreit ihr Fleisch zu beschneiden. Gewisse Teile des GESETZES fielen weg (in Verbindung zum Tempeldienst, den Priestern und Opfern), andere wurden durch Christus ihrem tieferen Sinn gemäss neu festgelegt und einige Strafbestimmungen verschärft (Apg 11:1-3; 15:24, 28).

 

(Vergleiche: Zeitband biblischer Schriften, Bündnisse, Prophetie)

 

Zeitband biblischer Schriften, Bündnisse und Prophetie
 

Während die zehnte Plage nur die Erstgeburt Ägyptens betraf und beim Auszug am Tag des Passah vollzogen wurde, so war es der Untergang Pharaos und seines Heeres, das die schlussendliche Befreiung brachte. So hatte Jehova gegenüber Israel am Roten Meer seine Macht wiederum gezeigt, indem er das Wasser teilte, die Israeliten hindurch ziehen liess und das verfolgende Heer Ägyptens samt dem Pharao vernichtete (2.Mo 12:26-29; 14:1-4).

 

Mit dem kommenden Gerichtstag Jehovas ist Vergleichbares verbunden. Vorab vollzieht Jehova sein Gericht an den „Göttern Ägyptens“, an der Erstgeburt „Babylons der Grossen“, den christlichen religiösen Führern, wenn er ihr „Haus“, ihren „Tempel“, ihre Organisationen durch das „wilde Tier“ zerstören lässt [B2]. Dann erst wird er in Harmagedons Endschlacht [B3] den „Pharao“ der heutigen Zeit, das „wilde Tier“ und seine Heere vernichten. Wiederum sind es zwei zeitlich getrennte Handlungen (Off 18:20, 21; 19:1, 2; 19-21).

 

6.1.4.3          Zurück nach Ägypten oder hin zum Berg Sinai?

Israel zeigte sich beim Auszug und der folgenden Wanderung gegenüber Moses und Jehova immer wieder als rebellisch. Dies war bereits erstmals so bevor sie den Bund im Sinai schlossen und blieb so auch die vierzig Jahre danach. Auch in der Endzeit wird es unter einigen ein angstvolles Murren geben, ähnlich dem Israels, das jene im Angesicht der Heere des Pharaos äusserten. Viele der Israeliten wollten lieber zurück, um wiederum den Ägyptern zu dienen als auf Moses zu vertrauen der sie in Jehovas Auftrag anführte!

 

BIBLE-DAYLI: Moses mit genialer Rückzugstaktik*** Rbi8  2. Mose 14:11-14 ***

Und sie sprachen dann zu Moses:Ist es, weil es überhaupt keine Grabstätten in Ägypten gibt, daß du uns hierher mitgenommen hast, damit wir in der Wildnis sterben? Was hast du uns da angetan, uns aus Ägypten herauszuführen? 12 Ist das nicht das Wort, das wir in Ägypten zu dir redeten, indem [wir] sagten: ‚Laß ab von uns, damit wir den Ägyptern dienen.‘? Denn es ist besser für uns, daß wir den Ägyptern dienen, als daß wir in der Wildnis sterben.“ 13 Da sprach Moses zum Volk: „Fürchtet euch nicht. Steht fest und seht die Rettung Jehovas, die er euch heute schaffen wird. Denn die Ägypter, die ihr heute tatsächlich seht, werdet ihr nicht wiedersehen, nein, nie wieder. 14 Jehova selbst wird für euch kämpfen, und ihr eurerseits werdet still sein.

 

Auch Christen müssen ihr neuzeitliches „Ägypten“ verlassen, indem sie sich vom System lösen und weder an ihrer „Stirn“ noch an den „Händen“ das „Kennzeichen des wilden Tieres“ erhalten!

 

Sie dürfen sich nicht durch geistige Hurerei verunreinigen! Nachdem sie „Babylon die Grosse Hure“ in Richtung der „Wildnis“ verlassen haben, werden sich viele weiterhin an die Vorteile erinnern, welche sie zuvor innerhalb Satans System genossen hatten. Die Flucht in die „Wildnis“ ist bestimmt wie damals für einige mit gewissen Härten verbunden! Moses aber ermunterte das Volk durch Ankündigung der Rettung angesichts der sie verfolgenden Heere der Ägypter.

 

So ist es auch heute, indem durch getreue Versammlungsvorsteher immer aufs Neue auf die Macht und Rettung Jehovas verwiesen wird, während wir täglich den Gefahren dieses Systems entgegenblicken das uns erneut zu versklaven sucht. Anstelle von Moses als Führer haben wir Jesus als einzigen Mittler hin zu Gott und als Verantwortliches „Haupt“ für unsere Rettung! (1.Mo 14:10-12; Off 14:9, 10; 18:4)

 

6.1.4.4          Das Rote Meer teilt sich, wird für die einen zum Rettungsweg, für die andern zum Grab

Moses streckte wie Jehova ihn angewiesen hatte am Abend den Stab über das Rote Meer aus, das sich während der Nacht nun teilte und mittels eines starken Windes den Weg austrocknete. Während dieser Zeit war die Wolkensäule hinter den Israeliten und verunmöglichte den Ägyptern die Annäherung an Israel. Paulus erklärt, dass jene Wolken- und Feuersäule den Christus bedeutet (1.Kor 10:1-5). „Der Engel Jehovas“ in der Wolkensäule ist damit identifiziert, dem Israel vollkommenen Gehorsam schuldete.

 

Die Wassermassen des geteilten Roten Meeres begraben Pharao und sein EliteheerDie Wassermassen standen beidseitig einer Furt wie Mauern. Die etwa zehn Kilometer Distanz der Durchquerung des Roten Meeres von Pihahiroth bis zum gegenüberliegenden Ufer (Baal-Zephon?) traten die Israeliten bestimmt kurz nach dem Tagesgrauen an und in grosser Eile! Auf der Gegenseiten lagerten sie sich bis die letzten das Ufer erreichten. Sie konnten sehen, wie Moses den Stab wiederum zum Meer hin ausstreckte und die Wassermassen schlossen sich über dem Heer Pharaos, das ihnen auf denselben Weg nachgeeilt war. Durch das Lied Mose dankten sie Jehova für seinen Sieg und ihre Befreiung (2.Mo 14:21-15:27).

 

Nicht ein einziger vom Heer Pharaos wurde übriggelassen! Dies war der Moment, wo Israel Jehova zu fürchten und an Moses, Jehovas Knecht zu glauben begann (2.Mo 14:28, 29).

 

Am kommenden Tag ging es in Etappen weiter durch die Wildnis Schur bis hin nach Mara und dann nach Elim. Bei Mara war das Wasser der dortigen Quelle „bitter“ und Moses musste im Auftrag Jehovas ein Wunder wirken.

 

*** Rbi8  2. Mose 15:22-25 ***

Später ließ Moses Israel vom Roten Meer aufbrechen, und sie zogen aus nach der Wildnis Schur und wanderten drei Tage in der Wildnis weiter, aber sie fanden kein Wasser. 23 Mit der Zeit kamen sie nach Mara, aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, weil es bitter war. Darum gab er ihm den Namen Mara. 24 Und das Volk begann gegen Moses zu murren, indem [es] sprach: „Was sollen wir trinken? 25 Dann schrie er zu Jehova. Da wies Jehova ihm ein Holz; und er warf [es] ins Wasser, und das Wasser wurde süß.

 

Dies waren rund 75 Kilometer Wegstrecke, für die sie drei Tage brauchten. Das Volk, mit alten Menschen, Kindern und mit den Herden legte somit zielstrebig rund 25 Km pro Tag auf ihrer Wanderung zurück! Bei den „zwölf Quellen von Elim“ gab es einen längeren Lageraufenthalt (2.Mo 15:22, 27).

 

(Vergleiche: Zeitband Moses II: Auszug aus Ägypten bis zum Gesetzesbund am Sinai)

 

Die Fleischkochtöpfe Ägyptens blieben ein Grund der Versuchung zur UmkehrGenau einen Monat nach dem Auszug, am 15. Tag des 2.Monats kam Israel von Elim her in die Wildnis Sin, wo sie gegen Moses und Aaron wiederum murrten und zu den Fleischtöpfen Ägyptens zurückkehren wollten. Da sandte Jehova erstmals am Abend die Wachteln und jeweils am Morgen das Manna. (2.Mo 16:1; 11-15).

 

Auch während der Endzeit wird es in der „Wildnis“ murren geben unter dem Volk das Jesus gehört, unter jenen im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Erst später werden jene wiederum zum Volk Gottes vereint, nach dem Gerichtstag und dessen Urteilsvollstreckung, wenn Jesus das neue aufgerichtete „Königreich der (neuen) Himmel“ dem Vater übergibt (Hos 2.23; 1.Kor 15:24). Während jener Übergangszeit, einer gewissen Desorganisation, wenn „Babylon die Grosse“ verlassen wurde und sich viele neue Kleinversammlungen wie „Inseln“ bilden, da kann dies viele noch zum Straucheln bringen in Erinnerung der Vorteile, die das alte System als Anreiz bot.

 

In der „Zeit des Endes“, am Gerichtstag [B2], wenn das „Horn das Augen hat“ und grosstönende Dinge redet die „Heiligen“, die Christenheit mittels des Untergangs „Babylons der Grossen“ als Struktur besiegt hat, erst dann bestimmt ja Jehova Sein künftiges Volk mittels Jesu Trennung von „Schafen und Böcken“ [B2] und übergibt es etwas später den „Heiligen des Allerhöchsten“, den Aposteln bei der „Hochzeit des Lammes“, wie ein Hochzeitsgeschenk an die „Braut, die Frau des Lammes“, damit sie davon Besitz nehmen. Und erst im Gefolge davon werden die Vorsteher, die „treuen Sklaven“ bestimmt und versiegelt, die ihrer Aufgabe nachgekommen waren und nicht geschlafen hatten. Diese zusammen mit den auserwählten Erstauferstandenen sind es, die im Gefolge auf dem Berg „Zion“ bei Jesus weilen werden (Da 7:20, 21).

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:1 ***

Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen.

 

Wiederum gilt es somit in der Endzeit zu einem zuvor bestimmten „Berg“ hinzustreben, dem von Jehova erwählten Berg Zion, dem herrschenden „Königreich seines Sohnes der Liebe“. Wie die Israeliten in der Wildnis müssen wir das Ziel stets deutlich vor Augen behalten. Allerdings dürfen Christen den „Berg“ nicht aus eigenem Willen besteigen, so wie dies Israel am Sinai verboten blieb! Nur jene, die Jehova dazu bestimmt dürfen zum festgesetzten Zeitpunkt zum grösseren Moses hin, zu Jesus und mit ihm auf der Hierarchieleiter des „Berges Zion“ höhersteigen, um zu Priesterkönigen geweiht zu werden!

 

Der Berg Horeb erzitterte beim Herabkommen Jehovas und spie Feuer und RauchWer sich selbst erhöht hat, „den Berg berührt“ hat, wird die Strafe am Gerichtstag tragen müssen! Paulus erklärt es im Brief an die Hebräer:

 

*** Rbi8  Hebräer 12:18-24 ***

Denn ihr habt euch nicht dem genaht, was betastet werden kann und was durch Feuer entzündet worden ist, und einer dunklen Wolke und dichter Finsternis und einem Sturm 19 und dem Schmettern einer Trompete und der Stimme der Worte; beim Hören der [Stimme] flehte das Volk, daß kein Wort für sie hinzugefügt werde. 20 Denn der Befehl war für sie unerträglich: „Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden.“ 21 Auch war die Schaustellung derart furchterregend, daß Moses sagte: „Ich bin voll Furcht und Zittern.“ 22 Sondern ihr habt euch einem Berg, Zion, genaht und einer Stadt [des] lebendigen Gottes, [dem] himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln, 23 in [der] allgemeinen Versammlung [[(der „grossen Volksmenge“)]], und der Versammlung der Erstgeborenen [[(den Versiegelten)]], die in den Himmeln eingetragen worden sind, und Gott, dem Richter aller, und dem geistigen Leben von vollkommen gemachten Gerechten 24 und Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes, und dem Blut der Besprengung, das auf bessere Weise redet als Abels [Blut].

 

Auch das Geschehen in der Endzeit wird „Furcht und Zittern“ auslösen! Jene die sich dieser „Stadt“, dem „neuen Jerusalem“ nähern, es sind die Menschen der „grossen Volksmenge aus allen Nationen“. Die „Erstgeborenen“, die Paulus erwähnt, sind die 144.000, die aus Vorstehern aller Zeiten durch Gott den Richter ausgewählt wurden. Jesus ist an Stelle Mose „Mittler des neuen Bundes“ den Gott nun am Pfingsttag der Endzeit schliessen wird, so wie er am fünfzigsten Tag im Sinai seinen Bund mit Israel schloss und als König zu regieren begann! Davon aber erfahren wir etwas später mehr! (Off 7:4, 9, 14)

 

6.1.4.5          Gott verordnet Israel das Sabbatgebot noch vor der Gesetzgebung im Sinai

Dort, auf der nächsten Etappe nach Elim, in der Wildnis Sin, gab Jehova ganz Israel das Gebot des Sabbats, noch bevor  ihnen dies als viertes der zehn Gebote am Sinai geboten wurde und Er es wenig später auf Steintafeln festhielt. Der Sabbat sollte zwischen Israel und Jehova als Zeichen auf unabsehbare oder „auf ewige Zeit“ gelten! (2.Mo 31:12-17)

 

Immer und immer wieder bestätigte Jehova denselben Grundsatz, den Sabbat betreffend. Die Kirchenführer der Christenheit müssen ihre Ohren schon sehr stark verstopft haben, um die deutlichen Worte Jehovas nicht zu vernehmen!

 

*** Rbi8  2. Mose 31:12-17 ***

Und Jehova sagte ferner zu Moses: 13 „Was dich betrifft, rede zu den Söhnen Israels, indem [du] sprichst: ‚Besonders meine Sabbate sollt ihr halten, denn es ist ein Zeichen zwischen mir und euch durch eure Generationen hindurch, damit ihr erkennt, daß ich, Jehova, euch heilige. 14 Und ihr sollt den Sabbat halten, denn er ist euch etwas Heiliges. Wer ihn entweiht, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. Falls irgend jemand an ihm Arbeit verrichtet, so soll diese Seele von der Mitte ihres Volkes abgeschnitten werden. 15 Sechs Tage kann Arbeit getan werden, aber am siebten Tag ist ein Sabbat vollständiger Ruhe. Er ist etwas Heiliges für Jehova. Jeder, der am Sabbattag Arbeit verrichtet, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. 16 Und die Söhne Israels sollen den Sabbat halten, um den Sabbat durch ihre Generationen hindurch zu begehen. Es ist ein Bund auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]]. 17 Zwischen mir und den Söhnen Israels ist er ein Zeichen auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], denn in sechs Tagen hat Jehova die Himmel und die Erde gemacht, und am siebten Tag ruhte er und ging daran, sich zu erquicken.‘

 

Aufgrund der Zuteilung des Sabbats, zwei Wochen vor Pfingsten lässt sich rückwärts und vorwärts jedes Ereignis seit dem Auszug bis Pfingsten 1513 v.u.Z., das in Verbindung zu den Sabbaten Gottes steht rekonstruieren. Da diese Sabbatordnung nie geändert hat ist sie auch in unseren Tagen, zusammen mit Neumondfest und Festzeiten zu beachten. Das Gebot der Todesstrafe liegt zur Ausführung beim Jesus am Tag der Urteilsvollstreckung.

 

Wann war die Einsetzung des Sabbats während der Wanderung hin zum Horeb?
 

Es war der erste Sabbat, den Jehova dem Volk gebot, um zu ruhen, wo sich weder Manna bildete noch Wachteln geflogen kamen. So blieb es während der vierzigjährigen Wanderung. Entgegen den Anweisungen Mose gingen einige zu Beginn hinaus, um Manna zu suchen (2.Mo 16:23-27).

 

*** Rbi8  2. Mose 16:28-30 ***

Demzufolge sprach Jehova zu Moses: „Wie lange wollt ihr euch weigern, meine Gebote und meine Gesetze [[GESETZE]] zu halten? 29 Beachtet die Tatsache, daß Jehova euch den Sabbat gegeben hat. Darum gibt er euch am sechsten Tag das Brot für zwei Tage. Ein jeder bleibe an seiner eigenen Stelle. Niemand gehe am siebten Tag aus seinem Ort hinaus.“ 30 Und das Volk machte sich daran, den Sabbat am siebten Tag zu beobachten.

 

Wir tun gut daran Jehovas GESETZ für Israel auch was den Sabbat, die Neumonde und die Festzeiten betrifft in der Endzeit ausnahmslos zu achten! Paulus war diesbezüglich sehr deutlich im Brief an die Hebräer, wo er Christen auffordert „das Zusammenkommen nicht aufzugeben“, dies „um so mehr als wir den Tag (heute deutlich) herannahen sehen“! (Heb 10:24-26) Der Sabbat und die Festzeiten haben in der Endzeit wiederum eine ganz spezifische Bedeutung! (Mat 24:20)

 

Moses wurde angewiesen, etwas Manna in einem goldenen Krug aufzubewahren, damit es von Generation zu Generation als Zeugnis von Jehovas wundervoller Ernährung seines Volkes diene. Es sollte aber auf eine grössere Erfüllung durch Jesus hinweisen. Christus selbst erklärte es seinen Zeitgenossen und auch seine Bedeutung für uns heute: 

 

Jesus bricht das Brot als Symbol seines Leibebes*** Rbi8  Johannes 6:31-34 ***

Unsere Vorväter aßen das Manna in der Wildnis, so wie geschrieben steht: ‚Er gab ihnen Brot aus dem Himmel zu essen.‘ “ 32 Demzufolge sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Moses gab euch das Brot vom Himmel, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33 Denn das Brot Gottes ist der, der vom Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.“ 34 Deshalb sagten sie zu ihm: Herr, gib uns dieses Brot allezeit.“

 

Bestimmt hat auch dies für uns heute seine Bedeutung, da ja die „zwei Zeugen“ wie zuvor Johannes der Täufer Jesus vorangehen und sein Kommen ankündigen und wiederum geistige Speise austeilen. Jehova sorgte ganz offensichtlich für Sein kommendes Volk, das in der Hand Jesu verbleibt, wie Christus es vor der Himmelfahrt am „Berg von Galiläa“ versprach bei den Seinen im Geiste zu verbleiben, bis zum Abschluss des Systems (Mat 28:20b).

 

Der wahre Lebengeber aber, Jesus, wird nach Harmagedon sein Wort vollkommen erfüllen, wenn er ewiges Leben denen gibt, die ihr Vertrauen in ihn gesetzt haben, sich von seinem „Fleisch“ und seinem „Blut“ ernährten, wie er dies symbolisch verlangte, indem sie das Abendmahl als Erinnerung seines Todes einhalten. Wir haben den tieferen Sinn davon im Zusammenhang mit dem Passahmahl betrachtet. Jetzt steht es zudem noch in Verbindung mit Pfingsten, der Schliessung des „neuen Bundes“ mit all jenen, die sich daran gehalten haben!

 

Jesu Abendmahl als Muster für alle folgenden Generationen*** Rbi8  Johannes 6:53-58 ***

Deshalb sagte Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie [damals], als eure Vorväter aßen und dennoch starben. Wer sich von diesem Brot nährt, wird immerdar leben.“

 

Jesus verbindet die Ereignisse mit dem Manna in der Wildnis mit sich und seinem „Fleisch“. Wie die Israeliten sich vom Manna ernähren mussten, so sind Christen aufgefordert, täglich geistige Speise von Jesus anzunehmen, indem sie sich das Wort der Wahrheit verinnerlichen! Ewiges Leben und Auferstehung sind damit verbunden! Das jährliche Abendmahl ist ein verbindliches, ein ewiges Gebot, denn Jesus versprach den Aposteln auch im kommenden System dieses erneut mit ihnen gemeinsam einzunehmen! Es bleibt eine Zusammenkunft im Familienkreis wie zu Beginn in Ägypten. Diesmal mit seiner Braut, der Frau des Lammes“, ausschliesslich den Zwölfen.

 

Bereits am nächsten Lagerplatz, in Rephidim, in der Wildnis Sin murrte das Volk Israel wiederum gegen Moses und Aaron. Diesmal wegen fehlenden Wassers. Auch in der Endzeit mag es Situationen geben, wo geistiges Wasser nicht so reichlich vorhanden sein mag, wie wir es uns wünschen! (2.Mo 17:1-4).

 

6.1.4.6          Moses ernennt Richter und kommt auf der Flucht hin zum Berg Horeb, dem Berg Sinai

Moses nahm einige der älteren Männer und ging zum Horeb, etwa 10 km vom Lager entfernt, wo er nach Jehovas Auftrag an den Felsen schlagen sollte, um dem Volk Wasser zu geben. Dieses Wunder wirkte er vor den Augen der Vorsteher Israels. Das Volk hatte in bedrohlicher Form Moses gefragt: „Ist Jehova in unserer Mitte oder nicht?

 

Der Ort, wo Moses den Felsen erstmals schlug, wurde später Massa (bedeutet „Eroberung“, „Prüfung“, „Versuchung“) und Meriba (bedeutet „Hader“) genannt, weil Israel dort Jehova auf die Probe gestellt hatte und es mit Moses haderte. Es gilt dieses Meriba von einem anderen Ort auf der vierzigjährigen Wanderung zu unterscheiden, welches in Kadesch, in der Wildnis Sin liegt, wo Moses einen Fehler des Respekts gegen Jehova beging (4.Mo 20:1-13).

 

 *** Rbi8  2. Mose 17:5-7 ***

Da sagte Jehova zu Moses: Geh dem Volk voran, und nimm einige von den älteren Männern Israels und deinen Stab mit dir, mit dem du den Nil schlugst. Nimm ihn in deine Hand, und du sollst weitergehen. 6 Siehe, ich stehe dort vor dir auf dem Felsen im Horeb. Und du sollst an den Felsen schlagen, und Wasser soll daraus hervorkommen, und das Volk soll es trinken.“ Darauf tat Moses so vor den Augen der älteren Männer Israels. 7 Somit gab er dem Ort den Namen Massa und Meriba, weil die Söhne Israels gehadert und weil sie Jehova auf die Probe gestellt hatten, indem [sie] sprachen: „Ist Jehova in unserer Mitte oder nicht?

 

Beim Kampf gegen die Amalekiter mussten Hur und Aaron die hoch erhobenen Arme Mose stützen musstenEs war zudem in Rephidim, wo die Amalekiter gegen Josua und das Herr Israels kämpften. Josua war der ernannte Heerführer, während Mose, Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen und Mose mittels der ausgestreckten Arme den Schlachtverlauf  beeinflusste (2.Mo 17:8-13). Aaron und Hur mussten die ausgestreckten Arme stützen, da sie vor Müdigkeit niederfielen und Amalek zu gewinnen begann. Josua (Jeschúaʽ und der längeren Form Jehōschúaʽ) stellt Jesus als den himmlischen Heerführer dar!

 

Zudem war es im Lager in Rephidim, wo Jethro, der Schwiegervater Mose, mit der Frau von Mose, Zippora und dessen beiden Söhnen Gerschom und Elieser zum Lager stiessen. Bereits am Tag darauf sah Jethro wie Moses das ganze Volk richtete und Gottes Entscheide in Rechtssachen anwendete. Moses führte am Tag darauf Jethros Rat aus, rechtschaffene Männer als Richter unter dem Volk zu bestimmen. Bereits unter zehn Männern musste einer als Vorsteher und Richter amten, dann einer über fünfzig, einer über hundert, ein anderer über tausend, die das Volk bei jedem passenden Anlass von nun an richten sollten. Nur die grossen, schwierigen Fälle sollten vor Moses gelangen (2.Mo 18:5).

 

Auch dies deutet auf die vorzeitige Einsetzung der Apostel durch Christus in ihr Amt als Richter der 144.000 Auserwählten hin, noch bevor jene die „neue Erde“ zu richten beginnen! (Mat 19:28) Jedes Familienhaupt muss in innerfamiliären Angelegenheiten richten und jeder Vorsteher hat die Versammlungsstreitigkeiten und Abweichungen von Gottes Normen zu beurteilen und Recht zu sprechen!

 

Heute wird dies in der Christenheit wie bei den Juden an weltliche Richter und deren gottlosen Form von Rechtsprechung delegiert. Wo aber Gottes strikte Normen weggelassen werden beginnt jede Form von Unrecht, Gewalt und Korruption. Die Welt schwimmt förmlich in der Käuflichkeit der Richter, die fast stets dem dienen, der ihnen höheren Gewinn oder eine bessere Position bietet. Jehova zeigte Seinen Standpunkt durch Zephanja der heute genauso gilt:

 

Das oberste Gericht Israels in Form von Winkelmass und Zirkel, symbole der Freimaurer  (Zephanja 3:1-5)  Wehe der rebellierenden und sich verunreinigenden, der bedrückenden Stadt! 2 Sie hörte nicht auf eine Stimme; sie nahm keine Zucht an. Auf Jehova vertraute sie nicht. Ihrem Gott nahte sie nicht. 3 Ihre Fürsten in ihrer Mitte waren brüllende Löwen. Ihre Richter waren Abendwölfe, die nicht [Knochen] zernagten bis zum Morgen. 4 Ihre Propheten waren frech, waren Männer der Treulosigkeit. Selbst ihre Priester entweihten, was heilig war; sie taten dem Gesetz [[(GESETZ)]] Gewalt an. 5 Jehova war gerecht in ihrer Mitte; er übte keine Ungerechtigkeit. Morgen für Morgen gab er fortwährend seine eigene richterliche Entscheidung aus. Am lichten Tag fehlte sie sicherlich nicht. Doch der Ungerechte kannte keine Scham.

 

Freimaurer: Zirkelmass und WinkelDas Foto zeigt das oberste Gericht Israels in Form des Symbols der Freimaurer, das Winkelmass und den Zirkel. Sie bildet die führende Elite dieser Welt, ihr Gott ist der „Gott dieses Systems“.

 

Dieselbe Vorkehrung des Richteramtes seitens der Vorsteher wie zur Zeit Mose war auch bei den ersten Christenversammlungen nach Pfingsten wiederum vorhanden. Jesus selbst richtete seine zwölf Apostel! Während Älteste dies wahrnehmen, um zwischen Bruder und Bruder Recht herbeizuführen, sind es die Apostel, welche jene Ältesten richten werden, sie selbst aber sind Jesus, als dem obersten Richter und König seines Volkes unterstellt (2.Mo 18:13-27). Im Falle einer gravierenden Abweichung in der Versammlung Korinth, wo ein Mann mit seiner Mutter Geschlechtsverkehr hatte donnerte Paulus gegen jene unfähigen Vorsteher:

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-3 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor [[(weltliches)]] Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? [[(die Versammlungsvorsteher, Ältesten (vergl. Mat 18:15-17))]] 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen [[(die Versammlungsvorsteher künftig)]] die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir [[(die Apostel)]] Engel [[(gr. aggelos, Boten = Vorsteher, Älteste)]] richten werden?

 

Paulus warf den Schuldigen in seinem Schreiben aus der Versammlung, er hatte  ihn „bereits gerichtet“, was die Verantwortlichen dann auch ausführten. Dies entspricht symbolisch der Todesstrafe. Er draussen ist, der ist dem Tod verfallen. Wir sehen, dass dasselbe System das Mose eingeführt hatte auch in der Christenversammlung wirksam ist, die doch zur göttlich angeordneten „obrigkeitlichen Gewalt“ eines Christen zählt.

 

6.1.4.7          Israel kommt im Monat Siwan zum Berg Horeb

Schlussendlich kamen sie vor Ablauf von fünfzig Tagen zu dem Ort, an den sie Jehova hinbestellt hatte, zum Berg Sinai, an den Ort, wo Jehova Moses im Dornbusch Auftrag erteilt hatte Israel aus Ägypten herauszuführen. Dies war offensichtlich am Anfang des Monates Siwan, dem dritten Monat, am ersten Tag des Monats, am 44. Tag nach dem Auszug.

 

*** Rbi8  2. Mose 19:1-2 ***

Im dritten Monat nach dem Auszug der Söhne Israels aus dem Land Ägypten, am selben [[(ersten; Neumond-)]] Tag kamen sie in die Wildnis Sinai. 2 Und sie machten sich daran, von Rephidim wegzuziehen und in die Wildnis Sinai zu kommen und in der Wildnis zu lagern; und Israel lagerte dann dort vor dem Berg.

 

Israels Lager vor dem Horeb Im dritten Monat, am ersten Tag des Monat Siwan kam Israel somit zum Berg Sinai. Dort wurden sie als befreites und geeintes Volk, unter einem von Gott eingesetzten Führer und einer durch Moses ernannten Hierarchie von Richtern nun vor Jehova vereint. Ihn sollten sie von nun an als ihren einzigen und wahren Gott anerkennen. Er sollte künftig ihr König und oberster Richter und Satzungsgeber sein. Jehova hatte ihnen seine Macht und Führung mehrmals auf eindrückliche Art gezeigt. Unter Mose Führung und Vermittlung erhielten sie nun dort ihr GESETZ, das Gottes Geist zum Thema Recht widerspiegelt (2.Mo 10:25, 26). Die Vorbereitung dauerte bis zum fünften Tag, am 6.Siwan handelte Jehova mit ihnen.

 

*** Rbi8  2. Mose 19:3-6 ***

Und Moses stieg hinauf zu dem [wahren] Gott, und Jehova begann ihm vom Berg aus zuzurufen und zu sagen: „Dies sollst du zum Hause Jakob sagen und den Söhnen Israels mitteilen: 4 ‚Ihr habt selbst gesehen, was ich den Ägyptern getan habe, daß ich euch auf Adlersflügeln trage und euch zu mir bringe. 5 Und nun, wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen [anderen] Völkern werden, denn die ganze Erde gehört mir. 6 Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden. [[(das endzeitliche „Israel Gottes“)]]‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“

 

Wenige Tage später, nachdem sich das Volk Israel, wie durch Mose geboten, während drei Tagen gereinigt hatte, genau am 6. Siwan, der dem fünfzigsten seit Auszug, dem Pfingsttag entspricht, schloss Jehova mit Israel den Gesetzesbund, indem Er dem Volk die zehn Gebote vortrug und Moses die richterlichen Entscheidungen auf dem Berg Sinai gab.

 

 

6.1.5           Ein Bund für ganz Israel, für alle Beschnittenen

 

6.1.5.1          Bundesschluss am fünfzigsten Tag nach dem Auszug, am 6.Siwan und seine Beziehung zu Pfingsten des Jahres 33 u.Z.

Bevor wir die Ereignisse des Jahres 1513 v.u.Z. am Horeb näher betrachten wollen wir uns einige Details des Pfingstfestes des Jahres 33 u.Z. in Erinnerung rufen. Bald werden wir die wichtigsten Zusammenhänge jener beiden Ereignisse erkennen, was uns seinerseits beim Verständnis dessen hilft, was in naher Zukunft, fünfzig Tage nach dem Gerichtstag der Endzeit zu erwarten ist oder war!

 

An Pfingsten des Jahres 33 u.Z. versammelten sich hundertzwanzig Männer und Frauen, die Jesus als den von Moses vorhergesagten „grösseren Propheten“, den von Jehova ausgesandten himmlischen Sohn, ja, als jenen vorhergesagten Messias oder Christus anerkannten. Sie unterordneten sich dem „GESETZ des Christus“. Jehova hatte dies anerkannt und durch das Ausgiessen seines heiligen Geistes auf die Jünger den „neuen Bund“ bestätigt. Dadurch wurden diese hundertzwanzig Jünger neu „aus Geist geboren“. Die Wassertaufe hatten sie bereits erhalten. Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ begann seinen Siegeszug gegen das von Satan beherrschte System.

 

Johannes taufte mit Wasser, Jesus mit heiligem Geist*** Rbi8  1. Johannes 5:5-8 ***

Wer ist es, der die Welt besiegt, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? 6 Dieser ist es, der mittels Wasser [[(der Taufe des Johannes)]] und Blut gekommen ist, Jesus Christus; nicht mit dem Wasser allein, sondern mit dem Wasser und mit dem Blut [[(das er zur Erfüllung des ganzen Willens Jehovas vergossen hatte)]]. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt, weil der Geist die Wahrheit ist [[(der Geist der aus Gottes Wort bis heute zu uns redet)]]. 7 Denn da sind drei Zeugnisträger, 8 der Geist [[(der Vorankündigungen durch GESETZ und PROPHETEN)]] und das Wasser und das Blut, und die drei sind in Übereinstimmung.

 

Jesus erfüllte jeden Punkt der zuvor über ihn angekündigt worden war: „Denn der Sohn Gottes, Christus Jesus, der unter euch durch uns gepredigt wurde, nämlich durch mich und Silvạnus und Timọtheus, ist nicht Ja und doch Nein geworden, sondern ein Ja ist in seinem Fall ein Ja geworden. Denn so viele Verheißungen Gottes es auch gibt, sie sind durch ihn zum Ja geworden. Daher wird auch durch ihn das Amen [gesagt], Gott zur Herrlichkeit durch uns. Er aber, der dafür bürgt, daß ihr und wir [[(die Apostel)]] Christus angehören, und der uns gesalbt hat, ist Gott. Er hat uns auch sein Siegel aufgedrückt und hat uns das Unterpfand für das, was kommen soll, nämlich den Geist, in unser Herz gegeben.“ (2.Kor 1:19-22) Alle diese an Christus glaubenden Juden hatten sich zuvor durch die Wassertaufe des Johannes von früheren Sünden durch Reue und Werke der Reue befreit. Sie anerkannten Jesu Tod, sein vergossenes Blut zur Reinigung ihrer Sünden und gaben durch ihren eigenen Geist Zeugnis über jene Wahrheiten.

 

Jehova machte dieses Ausgiessen Seines Geistes durch Jesus in Form von Feuerzungen sichtbar. Wunderhafte Gaben, besonderes von Erkenntnissen kamen auf jene Versammelten. Diese Menschen hatten sich aus jener verkehrten und verdrehten Generation retten lassen (Apg 2:40).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:1-4 ***

Während nun der Tag des Pfingst[festes] seinen Verlauf nahm, waren sie alle am gleichen Ort beisammen, 2 und plötzlich entstand vom Himmel her ein Geräusch wie das einer dahinstürmenden starken Brise, und es erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und Zungen wie von Feuer wurden ihnen sichtbar und wurden verteilt, und auf jeden von ihnen setzte sich eine, 4 und sie alle wurden mit heiligem Geist erfüllt und fingen an, in verschiedenen Zungen [[(Fremdsprachen)]] zu reden, so wie der Geist ihnen gewährte, sich zu äußern.

 

Zusammengelaufene Volksmassen an Pfingsten 33 u.Z. aus allen SprachgebietenDa diese Männer und Frauen die gute Botschaft von nun an „auf der ganzen bewohnten Erde“ verkünden sollten, war die Gabe die sie erhielten nicht nur ein genaues Verständnis dessen, was Jesus sie gelehrt hatte, es war auch die Fähigkeit in fremden Sprachen, in anderen „Zungen“ diese Mitteilung zu verbreiten. Es waren die damals gängigen Sprachen, wo es Judenversammlungen unter den Nationen gab!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:5-13 ***

Nun wohnten in Jerusalem Juden, ehrfurchtsvolle Männer aus jeder Nation von denen unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde fassungslos, weil ein jeder sie in seiner eigenen Sprache reden hörte. 7 In der Tat, sie waren erstaunt und begannen sich zu wundern und zu sagen: „Seht, sind nicht alle diese, die reden, Galiläer? 8 Und doch, wie kommt es, daß jeder von uns seine eigene Sprache hört, in der wir geboren wurden? 9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und Judäa und Kappadozien, Pontus und dem [Bezirk] Asien 10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden Libyens, das gegen Kyrene hin liegt, und aus Rom Zugezogene, sowohl Juden als auch Proselyten, 11 Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Zungen [[(Sprachen)]] über die großen Dinge Gottes reden.“ 12 Ja, sie staunten alle und waren in Verlegenheit und sagten zueinander: „Was hat das zu bedeuten? 13 Andere jedoch spotteten über sie und begannen zu sagen: „Sie sind voll süßen Weins.“

 

Bereits kurze Zeit später sollten die Hundertzwanzig ihre neue Fähigkeit anwenden, um sich mit der zusammengelaufenen Volksmenge, jeder deren Gruppierungen in deren Sprache zu reden und die gute Botschaft über den Christus und das neu aufgerichtete Königreich zu verkünden.

 

6.1.5.2          Moses und die Vorsteher mussten das Volk belehren

So wie Moses von Gott her beauftragt war das GESETZ Jehovas zu lehren und dessen Anwendung zu erklären, dieses mittels seiner Vorsteher und erst ein Jahr später durch die Priester und Leviten im Volk verankerten, so sollten nun die Apostel und die Jünger andere über Jesu Lehren und seine Gebote unterrichten, sie zu Jüngern machen, sie taufen und sie weiter belehren alles zu halten, was Jesus geboten hatte. Dazu zählten auch die zehn Gebote und die übrigen gesetzlichen Bestimmungen die den „Rahmenbau“ des christlichen Lebens bilden, die Grenzen des Weges exakt aufweisen, ein Wegweiser auf jenem Weg hin zu ewigem Leben bedeuten (Rö 2:17-24).

 

In jeder Familie wurde der Vater für diese Aufgabe als „Haupt“ verantwortlich. Er musste die Angelegenheiten in seiner Familiengruppe richtigstellen. Mose Anweisung aus Jehovas Mund war einfach und verständlich. Daran änderte sich auch für Christen wenig. Anstelle des Führers Moses sollte ihr Gehorsam nun Jesus, ihrem Priesterkönig gehören.

 

Jehova ist "ein Jehova", der veranlasst zu werden!*** Rbi8  5. Mose 6:4-9 ***

Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova [[((heb: „Er veranlasst zu werden“; „ein Veranlasser“))]]. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

An Pfingsten wiederholte sich somit etwas sehr ähnliches, was Jehova mit Moses am Sinai ausführte, das sein Vorgehen mit dem von Jehova erwählten Volk widerspiegelt. Anstelle der älteren Männer waren es die Apostel und die Jünger, welche nun von Jesus ausgesandt ihre Aufgabe wahrzunehmen begannen. Viele der versammelten jüdischen Volksmenge aus der Diaspora reagierten auf die Ansprache des Petrus und die darauf folgenden Gespräche mit den Hundertzwanzig in der eigenen Sprache jener Interessierten. Sie führten bei vielen von jenen zum Bundesschluss mittels der Wassertaufe. Petrus überzeugte mittels Argumenten aus dem GESETZ und den PROPHETEN.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:34-39 ***

Tatsächlich ist David nicht in die Himmel aufgefahren, sondern er sagt selbst: ‚Jehova sprach zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis ich deine Feinde als Schemel deiner Füße hinlege.“ 36 Daher erkenne das ganze Haus Israel mit Gewißheit, daß Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr an den Pfahl brachtet.“

37 Als sie das nun hörten, ging es ihnen wie ein Stich durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Männer, Brüder, was sollen wir tun?“ 38 Petrus [sagte] zu ihnen: Bereut, und jeder von euch lasse sich im Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, und ihr werdet als freie Gabe den heiligen Geist empfangen. 39 Denn die Verheißung gehört euch und euren Kindern und all denen, die in der Ferne sind, so viele Jehova, unser Gott, zu sich rufen mag.“

 

Einsicht und Reue gab den Ausschlag, dass viele sich Jesu zuwendeten, den sie kurz zuvor durch ihr einstimmiges Geschrei ihn gegen Barabbas der frei wurde einzutauschen und an dem Stamm gebracht hatten. Offensichtlich lehrte Petrus eine kollektive Mitverantwortung des Volkes. Verbinden wir nun diese beiden Aussagen: Jene des Moses Gott zu lieben und seine Gebote zu halten und dem Pfingsttag, wo sie ihre erneute Gültigkeit erlangen, mit dem Beginn von Jesu Königtum und den Worten des Petrus. Erst mit den folgenden Aussagen Jesu wird dann die volle Übereinstimmung ersichtlich:

 

(Johannes 14:15-21)  Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist. 18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt wird mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet mich sehen, weil ich lebe und ihr leben werdet. 20 An jenem Tag [[(in der Auferstehung während des Millenniums)]] werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Wenn der Geist der Warheit gekommen ist ...Diesen heiligen Geist, genaue Erkenntnis aller Worte die Jesus geredet hatte empfingen jene Christen erstmals an Pfingsten 33 u.Z. Nun mussten sie ihre Liebe zum Christus dadurch zeigen, dass sie seine Gebote hielten, was das Halten des gesamten GESETZTES Gottes einschliesst, so wie er es gehalten hat! Das kann unmöglich dahin gewertet werden, dass Jesus „das Ende des GESETZES“ sei, statt, das „Ziel des GESETZES“, seine vollkommene Erfüllung (Rö 10:4). Dies behaupten einige Religionen steif und starr! Dazu gehören Jehovas Zeugen! Sie lügen Jesus damit direkt ins Gesicht, weil sie doch ablehnen den „Geist der Wahrheit“ anzuerkennen!

 

Jesus verspricht zudem sein Zurückkommen, sich sichtbar erneut zu zeigen, nicht das zu sich nehmen seiner Jünger in den dritten Himmel Gottes! Er spricht von vorherbestimmten Ereignissen, „an jenem Tag“, dem Beginn des „Tages des Herrn“ [B1], dem „Tag von Gottes Rache“ [B3], der Zeit der „grossen Drangsal“ [B] und der darauf folgenden Aufrichtung der kommenden erdenweiten Verwaltung, den „neuen Himmeln“ an deren Spitze er als Menschensohn“ auf „Davids Thron“ im „Königreich für Israel“ sitzt! Wir müssen lernen genau hinzuhören, was Jesus sagt und was er klar verneint! Nur der bleibt in Gemeinschaft mit Jesus und damit mit Gott, der alle Gebote hält! Johannes erklärt, dass diese Gebote zu halten nicht schwer sei! „Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.“ (1.Joh 5:3)

V 2a

6.1.5.3          Wunder sollten den Glauben stärken und zur schnellen Verbreitung der guten Nachricht beitragen. Deutliche Grenzen werden dem Volk und Priestern gesetzt!

Das Vorbild für jenes Geschehen wurde aber bereits am Sinai gegeben. Moses war zuvor schon gemäss Gottes Auftrag zum Berg Horeb hinaufgestiegen und hatte Jehovas Worte zum Volk gebracht, dass sie sich reinigen und heiligen müssten. Auch dort, 50 Tage nach Christi Auferstehung wurde das Besondere durch herausragende Geschehnisse gekennzeichnet, die weit über das Normale hinausreichten. Pfingsten und seine Wunder sollten den Glauben im Herzen derjenigen fest verankern, die an Christus glaubten.

 

Die wichtigsten Punkte vom Auszug bis zum Horeb im Sinai *** Rbi8  2. Mose 19:7-9 ***

Da kam Moses und rief die älteren Männer des Volkes und legte ihnen alle diese Worte vor, die Jehova ihm geboten hatte. 8 Danach antwortete das ganze Volk einstimmig und sagte: Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun.“ Sogleich brachte Moses die Worte des Volkes zu Jehova zurück. 9 Darauf sprach Jehova zu Moses: „Siehe! Ich komme in einer dunklen Wolke zu dir, damit das Volk hört, wenn ich mit dir rede, und damit sie auch an dich glauben auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]].“ Dann berichtete Moses Jehova die Worte des Volkes.

 

Das Volk musste sich für Jehova heiligen und ihre äusseren Gewänder waschen. Christen mussten ihre geistigen äusseren Gewänder im Blute Jesu reinwaschen. Sie müssen sich zudem in ihren Gedanken reinigen und geläutert werden (Da 12:9, 10).

 

*** Rbi8  2. Mose 19:10-15 ***

Und Jehova sagte weiter zu Moses: Geh zum Volk, und du sollst sie heute und morgen heiligen, und sie sollen ihre Überwürfe waschen. 11 Und sie sollen für den dritten Tag wirklich bereit sein, denn am dritten Tag wird Jehova vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabkommen. 12 Und du sollst dem Volk ringsum Grenzen setzen, indem [du] sprichst: ‚Hütet euch davor, auf den Berg zu steigen, und rührt dessen Rand nicht an. Irgend jemand, der den Berg anrührt, wird unweigerlich zu Tode gebracht werden. 13 Keine Hand soll ihn anrühren, denn er wird ganz bestimmt gesteinigt oder ganz bestimmt erschossen werden. Ob Tier oder Mensch, er wird nicht leben.‘ Beim Blasen des Widderhorns mögen sie ihrerseits [[(die siebzig Vorsteher)]] zum Berg heraufkommen.“

14 Dann stieg Moses vom Berg zum Volk hinab, und er ging daran, das Volk zu heiligen; und sie beschäftigten sich mit dem Waschen ihrer Überwürfe. 15 Demgemäß sagte er zum Volk: „Macht euch während der drei Tage bereit. Ihr Männer, naht euch keiner Frau.“

 

So wie Jehova dem Volk Israel Aufgaben stellte und klare Grenzen gesetzt hatte, was den Berg Sinai betrifft, so gab Jesus Anweisung, dass sich die Apostel nicht einer über den anderen erhöhen sollten. Ihnen allein war es gestattet von Gott durch Jesus neue Verordnungen zu empfangen und dem Volk zu geben. Niemand anders als sie durfte mit der Autorität Jehovas direkt in Kontakt treten, der durch den Berg Sinai symbolisiert wurde. Jesus bleibt Mittler bis Jehova aus seiner Hand das „Israel Gottes annimmt“. 

 

Bedenken wir, dass der Begriff „wilde Tiere“ sich auf politische und religiöse Hierarchien, „Berge“ bezieht, die sich anmassen Gottes Worte ungültig zu erklären! Das „Bild des wilden Tieres“ betrifft die Hierarchie „Babylons der Grossen, an dessen Spitze „der falsche Prophet“ wirkt!

 

Auch die Vorschrift Mose sich keiner Frau zu nähern sollte in der Endzeit ein geistiges Gegenstück finden. „Babylon die grosse Hure“, die „grosse Hure“, die von sich behauptet „nicht Witwe“ zu sein, an Gottes Seite zu weilen! Sie sollte vollkommen gemieden werden! Christen sollten sich nicht mit Religion verunreinigen, auch nicht mit den christlichen Töchtern der Katholischen Kirche. Von ihren Vorstehern wird erwartet, dass sie einen „jungfräulichen Stand“ haben und „in ihrem Munde keine Unwahrheit“ gefunden wird. Das ist bei den lügendurchtränkten Lehren christlicher Kirchen etwas unmögliches (Off 14:3-5)!

 

Biblische Symbole
 

6.1.5.4          Ein Mittler zwischen Gott, den Vorstehern und dem Volk

Wie im Falle Mose, welcher der einzige war der zu Jehova heraufsteigen durfte oder Aaron, der später als Hoherpriester allein und nur am Sühnetag in das Innerste des Zeltes treten durfte, so war es Jesus, der sich direkt ins Allerheiligste des Himmels begab und als einziger Mittler zwischen Gott und den Menschen dienen darf. Er war es, der vom Himmel herabkam, um heiligen Geist auszugiessen. Paulus bestätigt dies gegenüber Timotheus:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:5-6 ***

Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden.

 

Den Aposteln kam dabei eine herausragende Stellung als Jesu Stellvertretern zu. Bei Moses waren es gewisse Vorsteher, die eine ähnliche Rolle wahrnehmen durften. Darunter war Aaron, Josua und Hur, die zumindest ein Teilstück den „Berg“ mit Moses hinaufsteigen durften. Es versinnbildlicht deren erhöhte Stellung vor Gott, wie später auch die König Davids!

 

Als die an Pfingsten 33 u.Z. versammelten Juden jene mahnenden, anklagenden und aufrüttelnden Worte von Petrus hörten, dass sie als Nation schuldig am vergossenen Blut Jesu wären, ging dies vielen „wie ein Stich durchs Herz“ und sie bereuten. Da sie sich bereits zuvor für den Anlass gereinigt hatten, konnten sie als sie Jesus anerkannten getauft durch vollständiges Untertauchen im Wasser werden und erhielten ihrerseits heiligen Geist.

 

Das vollkommene Untertauchen im Wasser bei der Glaubenstaufe  *** Rbi8  Apostelgeschichte 2:37-41 ***

Und mit vielen anderen Worten legte er ein gründliches Zeugnis ab und ermahnte sie fortwährend, indem er sprach: Laßt euch aus dieser verkehrten Generation retten.“ 41 Somit wurden diejenigen, die sein Wort von Herzen annahmen, getauft, und an jenem Tag wurden ungefähr dreitausend Seelen hinzugetan.

 

Ganz offensichtlich anerkannten jene Juden die Apostel in ihrer Funktion als Jesu Abgesandte an. Durch ihre Taufe wurden sie aus dem von Jehova verworfenen System der jüdischen Theokratie gerettet und der neuen Nation Seines Sohnes hinzugefügt!

 

All dies hatte zu Beginn der Nation Israel ein grösseres Vorbild bereits am Sinai gehabt. Schauen wir weiter, was sich damals ereignet hatte.

 

*** Rbi8  2. Mose 19:16-19 ***

Und es geschah am dritten Tag, als es Morgen wurde, daß ein Donnern und Blitzen begann, und eine schwere Wolke war auf dem Berg und ein sehr lauter Schall eines Horns, so daß das ganze Volk, das sich im Lager befand, zu zittern begann. 17 Moses führte nun das Volk aus dem Lager hinaus, dem [wahren] Gott entgegen, und sie gingen daran, sich am Fuß des Berges aufzustellen. 18 Und der Berg Sinai rauchte überall, weil Jehova im Feuer auf ihn herabkam; und sein Rauch stieg fortwährend auf gleich dem Rauch eines Brennofens, und der ganze Berg zitterte sehr. 19 Als der Schall des Horns unaufhörlich lauter und lauter wurde, begann Moses zu reden, und der [wahre] Gott begann ihm mit einer Stimme zu antworten.

 

Mit grosser Macht hatte sich Jehova dem Volk Israel am Sinai gezeigt. Jesu Ausgiessen des heiligen Geistes war ebenfalls mit Machttaten verbunden. Petrus erklärte als einer der elf von Jesu Stadthaltern, was dieses Geräusch „einer dahinstürmenden starken Brise“ zu bedeuten hätte und zitierte dabei den Propheten Joel. Dies betrachten wir im kommenden Abschnitt!

 

Die jüdische Nation hatte inzwischen Gottes GESETZ verlassen und sogar Seinen eigenen Sohn verworfen und jene Generation stand kurz davor von Gott als Bundesvolk verworfen zu werden am Ende der siebzigsten Jahrwoche und dann im Jahre 70 u.Z. als Nation vertilgt zu werden. Genau dreieinhalb Jahre nach Jesu Tod wurde der „Bund mit den vielen“ (Da 9:27) als beendet erklärt, während der neue Königreichsbund anstelle des „Bundes mit Levi“ mit Jesus ewig dauert und dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ bis heute täglich neue Seelen hinzugefügt werden (Apg 2:47).

 

6.1.5.5          Prophezeiungen Joels erfüllten sich damals wie heute!

Petrus erklärte den erstaunt versammelten Juden diese Zusammenhänge. Einige hatten gespottet, dass die Hundertzwanzig betrunken wären, als jene Ungelehrten plötzlich in Fremdsprachen redeten:

 

Harmagedon: Nukleare Katastrophe?*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:14-21 ***

Petrus aber stand mit den Elf auf und erhob seine Stimme und äußerte sich vor ihnen wie folgt: „Männer von Judäa und all ihr Bewohner von Jerusalem, dies sei euch kund, und schenkt meinen Reden Gehör. 15 Diese [Leute] sind wirklich nicht betrunken, wie ihr vermutet, denn es ist die dritte Stunde des Tages. 16 Im Gegenteil, dies ist das, was durch den Propheten Joel gesagt wurde: 17 ‚ „Und in den letzten Tagen“, spricht Gott, „werde ich etwas von meinem Geist auf Fleisch von jeder Art ausgießen, und eure Söhne und eure Töchter werden prophezeien, und eure jungen Männer werden Visionen sehen, und eure alten Männer werden Träume haben; 18 und sogar auf meine Sklaven und auf meine Sklavinnen will ich in jenen Tagen etwas von meinem Geist ausgießen, und sie werden prophezeien. 19 Und ich will Wunder geben im Himmel droben und Zeichen auf der Erde unten, Blut und Feuer und Rauchdunst; 20 die Sonne wird in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und glanzvolle Tag Jehovas [[(Seiner Rache; Harmagedon)]] gekommen sein wird. 21 Und jeder, der den Namen Jehovas [[(des Herrn (Jesus)]] anruft, wird gerettet werden.“ ‘

 

All diese Zeichen die Joel angekündigt hatte waren daran sich zu erfüllen. Hier spricht Petrus vorab vom Gericht an der jüdischen Nation, deren Priesterschaft Jehova verlassen hatte. Da sie nicht auf Jesus hörten, schenkten sie im Gegenteil dem Herrscher dieses Systems, Satan ihr Gehör. Sie waren der „Mond“ der „in Blut“ gehüllt werden sollte. Im Jahre 70 u.Z. erfüllte es sich wörtlich an jener verdrehten Generation, als die Nation des fleischlichen Israel durch die Römer ausgetilgt wurde.

 

Die „Wunder im Himmel“ droben, die Petrus erwähnte hatten aber auch mit Jesu Erhöhung zu tun, dass er sich zu Rechten Gottes gesetzt hatte, wie Petrus dies der versammelten Menge etwas später erklärte. Er zeigte dabei, dass alles was geschrieben war sich an Jesus erfüllen musste (Apg 2:22-36).

 

Jesus hatte dies vorausschauend auf seinen Tod ebenfalls vorhergesagt. Satan, der Herrscher dieser Welt sollte aus seiner Stellung verstossen werden. Er hatte Jehovas Königreich mittels der ihm hörigen Priesterschaft Israels usurpiert. Deren Hoherpriester Kaiphas hatte ihn zufolge der Wahrheit „Gott Sohn“ zu sein verurteilt.

 

*** Rbi8  Johannes 12:29-32 ***

Daher sagte die Volksmenge, die dabeistand und es hörte, es habe gedonnert. Andere begannen zu sagen: Ein Engel hat zu ihm geredet.“ 30 Als Antwort sagte Jesus: „Diese Stimme ist nicht um meinetwillen, sondern um euretwillen geschehen. 31 Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. 32 Und doch werde ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, Menschen von allen Arten zu mir ziehen.“

 

Auch Satan wird als Engel des Lichts benannt!Satan hatte somit bei Jesu Tod selbst im Himmel sein Gerichtsurteil erhalten und war aus seiner Stellung entfernt worden, wie dies Jesus kurz vor seinem Tode angekündigt hatte. Die himmlische, symbolische „Sonne“ der Erde, der Teufel, das hellste Licht dieses Systems, der „Engel des Lichts“ wurde in Finsternis verwandelt. Jesus dagegen, der die Wahrheit gebracht hatte, begann sein Licht über die ganze Erde erstrahlen zu lassen! Menschen aller Arten wurden nun zu ihm hin gezogen. Diese sollten nun ihrerseits Lichtträger sein die in Versammlungen wie Leuchter ihren Schein verbreiten mussten und Zeugnis für den Christus ablegten. Dazu musste „Glauben an seinen Namen“ ausgeübt werden, dem einzigen, unter dem es Rettung gibt! Darum reden wir das Amen am Ende jedes Gebetes „im Namen Jesu Christi“! Johannes erklärt zu Beginn seines Evangeliums:

 

*** Rbi8  Johannes 1:9-13 ***

Das wahre Licht, das jeder Art von Menschen Licht gibt, war im Begriff, in die Welt zu kommen. 10 Er war in der Welt, und die Welt kam durch ihn ins Dasein, aber die Welt erkannte ihn nicht. 11 Er kam in sein eigenes Heim, aber sein eigenes Volk nahm ihn nicht auf. 12 So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden [[(Zukunft)]], weil sie Glauben an seinen Namen ausübten; 13 und sie wurden nicht aus Blut noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren.

 

Die Befugnis Kinder Gottes zu werden, wie Gott dies auch der Nation Israel gestattet hatte, ist nun durch Jesu Tod auch Menschen der Nationen gewährt worden. Allerdings müssen sie sich dessen erst als würdig erweisen. Erst wenn Gott das gereinigte „Lo-Ammi“, die „grosse Volksmenge“ annimmt sind wir wirklich eigene „Kinder Gottes“, bis dahin anerkennt uns Gott durch Jesus als unseren Mittler!

 

6.1.5.6          Die Priester sollen sich heiligen, dürfen aber selbst den Berg nicht betreten!

Im Sinai rauchte der Berg, Donner war zu hören. Übernatürliche Phänomene begleiteten die Gesetzgebung Jehovas an Sein Volk. Nur Moses war es auf Jehovas Geheiss hin gestattet als Mittler zwischen Gott und dem Volk aufzutreten und auf den Gipfel des Berges zu steigen. Genauso ist es nur Jesus, der allein ins Allerheiligste des Himmels eintreten durfte! Weder Priester noch das Volk durften sich dem Berg nahen!

 

Angsterzeugende Erscheinung Jehovas auf den Horeb herab: Furcht Israels*** Rbi8  Johannes 12:29-32 ***

So kam Jehova auf den Berg Sinai, zum Gipfel des Berges, herab. Dann rief Jehova Moses auf den Gipfel des Berges, und Moses stieg hinauf. 21 Jehova sprach nun zu Moses: „Geh hinab, warne das Volk, damit sie nicht zu Jehova durchzubrechen versuchen, um zu schauen, und viele von ihnen fallen müßten. 22 Und auch die Priester, die sich regelmäßig Jehova nahen, sollen sich heiligen, damit Jehova nicht gegen sie losbricht.“ 23 Darauf sagte Moses zu Jehova: Das Volk vermag nicht, zum Berg Sinai heraufzukommen, denn du selbst hast uns schon gewarnt, indem [du] sprachst: ‚Setze für den Berg Grenzen, und heilige ihn.‘ “ 24 Indes sagte Jehova zu ihm: Geh, steige hinab, und du sollst heraufkommen, du und Aaron mit dir; doch laß die Priester und das Volk nicht durchbrechen, um zu Jehova heraufzukommen, damit er nicht gegen sie losbricht.“ 25 Demgemäß stieg Moses zum Volk hinab und teilte [es] ihnen mit.

 

Die Aaronische Priesterschaft aus dem Stamme Levi war zu jenem Zeitpunkt noch nicht festgesetzt worden! Familienhäupter hatten die priesterlichen Pflichten der patriarchalischen Gesellschaft auf sich!

 

So wie Mose Bruder Aaron, der von Jehova erwählt irdische hohepriesterliche Dienste leisten sollte, so sind es Jesu engste geistigen Brüder, die Apostel, „die Erstgeborenen die in den Himmeln eingetragen sind“, die mit Jesus den „Berg“ der Hierarchie betreten dürfen. Ihnen hatte Jesus versprochen, dass sie den Himmel aufgetan und „Engel zum Menschensohn auf und absteigen“ sehen würden. Sie waren es, die zu drei Gelegenheiten die Stimme des Vaters vernahmen. Ihnen wurde wie Aaron eine bevorzugte Stellung versprochen. Das Volk der Christen genauso wie damals die Juden aber sollte sich dem „Berg“, der göttlichen theokratischen Autorität nur in gebührendem Abstand nähern! (Joh 1:51)

 

Auch in der Endzeit wird den „zwei Zeugen“, die mutig Jesu Wiederkehr und die Gerichtsbotschaft verkündigten „der (erste) Himmel“ geöffnet, ohne dass sie dabei die Erde zu verlassen hätten. Schlussendlich werden es insgesamt 144.000 Auserwählte sein, die mit Jesus und den Aposteln auf dem Berg Zion in Jerusalem weilen werden! (Off 11:12; 14:1).

 

Paulus erklärte dies im Zusammenhang des Briefes an die Hebräerchristen, die sich nicht wie ihre Vorväter dem Horeb genähert hatten, sondern sich „dem himmlischen Berg Zion“ nähern. Dies stimmt umso mehr in naher Zukunft, während die siebte und letzte Trompete erschallt. Kein Christ sollte sich selbst überhöhen und dabei den „Berg“ berühren, selbst zu besteigen versuchen, sich dadurch dem himmlischen Berg Zion in ungebührlicher Form nähern! Nur den „zwei Zeugen“ wird befohlen: „Kommt hierherauf“, gemeint ist die Annäherung zum ersten „Himmel: „Und sie hörten eine laute Stimme aus dem Himmel zu ihnen sagen: „Kommt hierherauf.“ Und sie gingen in der Wolke in den Himmel hinauf, und ihre Feinde sahen sie. Und in jener Stunde ereignete sich ein großes Erdbeben, und ein Zehntel der Stadt fiel; und siebentausend Personen wurden durch das Erdbeben getötet, und die übrigen gerieten in Furcht und verherrlichten den Gott des Himmels.“ Diese Worte sind nicht an Pfingsten, sondern am ersten Passah [B1], am Ende der sechsten, zu Beginn der siebten Trompete zu hören (Off 11:12-15)

 

Der Brief an die Hebräer *** Rbi8  Hebräer 12:18-24 ***

Denn ihr habt euch nicht dem genaht, was betastet werden kann und was durch Feuer entzündet worden ist, und einer dunklen Wolke und dichter Finsternis und einem Sturm 19 und dem Schmettern einer Trompete und der Stimme der Worte; beim Hören der [Stimme] flehte das Volk, daß kein Wort für sie hinzugefügt werde. 20 Denn der Befehl war für sie unerträglich: „Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden.“ 21 Auch war die Schaustellung derart furchterregend, daß Moses sagte: „Ich bin voll Furcht und Zittern. 22 Sondern ihr habt euch einem Berg, Zion, genaht und einer Stadt [des] lebendigen Gottes, [dem] himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln, 23 in [der] allgemeinen Versammlung, und der Versammlung der Erstgeborenen [[(Vorsteher)]], die in den Himmeln eingetragen worden sind [[(,wo das „Buch des Lebens“ geführt wird)]], und Gott, dem Richter aller, und dem geistigen Leben von vollkommen gemachten Gerechten 24 und Jesus, dem Mittler eines neuen Bundes, und dem Blut der Besprengung, das auf bessere Weise redet als Abels [Blut].

 

Paulus verteidigte diesen geistigen „Berg Zion“ und das himmlische, „neue Jerusalem“ gegen jede Form der Annäherung seitens „falscher Apostel“, „falscher Propheten“ und „falscher Brüder“. Er schrieb diesbezüglich an die Galater. Jede Lehre, die von Gottes „Berg“ her stammt muss rein bleiben, ansonsten gibt es erneut „Tod“ durch „Fluch“!

 

*** Rbi8  Galater 1:6-9 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Die einzige gute Botschaft ist jene, welche durch die Hand der Apostel übermittelt wurde. Wir können keine andere Grundlage legen und wir sollten uns hüten, zu einer andersartigen guten Botschaft hin verleitet zu werden oder selbst die Hierarchieleiter emporgehen, um gleich der Apostel oder gar Jesu Stellung als „falsche Christusse“ einzunehmen mit einer „andersartigen guten Botschaft“!

 

 

6.1.6           Zu welchem „Berg“ wirst du hinziehen?

 

6.1.6.1          Zuerst wird „der Berg des Hauses Jehovas“ fest gegründet, dann strömen die Nationen zu ihm!

Das Volk Israel musste durch die Wildnis zum Berg Horeb ziehen! Aber auch in der Endzeit soll zu einem „Berg“ hingestrebt werden, zum himmlischen „Berg Zion“. Wir sollten unserem neuzeitlichen Moses, dem einzigen „Führer“ seines „Hauses“ und nicht falschen „Führern“ nachfolgen. Die Propheten und Jesus gaben viele deutliche Wegweiser nicht hin zu einem falschen „Berg“ zu ziehen oder gar den „Berg Zion“ unberufen von Jehova zu besteigen! 

 

Die Eifrigsten innerhalb der Endzeitreligionen sind bestimmt Jehovas Zeugen! Sie verkünden Gottes Königreich von Haus zu Haus und glauben dadurch den Beweis angetreten zu haben, dass sie Matthäus 24:14 erfüllten. Wie weit dies stimmt und wie weit dies eine „andersartige gute Botschaft“ ist behandeln wir im Artikel „Lehrer der guten Botschaft“ ausgiebig.

 

Lehrer gesucht ...
 

Die „Gesalbten“, die Führungsschicht unter Jehovas Zeugen behauptet, dass sie gemeinsam in der Endzeit mit einer „grossen Volksmenge“ den Berg Jehovas besteigen würden. Dies u.a. während ihrer drei jährlichen Kongresse. Diese „grosse Volksmenge“ stellen nach ihrer Ansicht ausschliesslich alle getauften, aktiven Zeugen Jehovas dar. Dabei zitieren sie gerne den Propheten Jesaja, der die nachstehenden voraussehenden Worte aufzeichnen musste:

 

*** Rbi8  Jesaja 2:1-5 ***

Das, was Jesaja, der Sohn des Amoz, hinsichtlich Judas und Jerusalems schaute: 2 Und es soll geschehen im Schlußteil der Tage, [daß] der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge, und er wird gewiß erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen alle Nationen strömen. 3 Und viele Völker werden bestimmt hingehen und sagen: „Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen, zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.“ Denn von Zion wird [das] Gesetz [[GESETZ]] ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem. 4 Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.

5 O ihr vom Hause Jakob, kommt, und laßt uns im Licht Jehovas wandeln!

 

Jesajawand vor der UNODieselben Worte in Englisch sind auf einer Treppenmauer vor dem UNO-Gebäude zu lesen. Die Vereinten Nationen sollen den Frieden bringen? Nun, das wird Illusion bleiben.

 

Die Beweisführung seitens Jehovas Zeugen, dass sie damit gemeint wären scheint vordergründig sehr überzeugend und vermag viele aufrichtige Menschen in ihren Bann zu ziehen. Ihre Anhänger lernen tatsächlich den Krieg nicht! Sie behaupten, dass diese Schriftstelle seit 1919 auf sie Anwendung finden würde. Dreieinhalb Jahre nachdem Jesus „im Geist“ am 2.Oktober 1914 zurückgekehrt sei. Stimmt dies aber wirklich?

 

Der Berg des Hauses Jehovas wird von jeder Form des Götzendienstes gereinigt werdenOhne exakte Einreihung der Ereignisse der Endzeit auf der Zeitskala, vor allem auf dem Raster der Endzeit könnten auch wir leicht getäuscht werden. Beachten wir aber aufmerksam die Abfolge der Ereignisse! Das „neue Jerusalem“, die kommende Verwaltung der Erde wird ja erst nach Abschluss des Systems offenbar werden! Zuerst muss das alte „Jerusalem“ entfernt werden, die christlichen Religionen und alle, die im heutigen Israel Jesus nicht als König wünschen!

 

Auch wird die „grosse Volksmenge“ an „Schafen“ erst am Gerichtstag [B2] bestimmt! Somit wären auserwählte unter den „Schafe und Böcke“ es, welche den „Berg Jehovas“ besteigen: Die 144.000 des „Israel Gottes“. Laut der Offenbarung werden nur sie mit Jesus und seiner „Frau“, den Anführern von den „zwölf Stämmen“ oben auf Zion gesehen: „Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen.“ (Off 14:1)

 

Das dürfte heute recht schwierig sein, wo doch Juden nicht auf dem muslimischen Platz des Felsendomes in Erscheinung treten dürfen. Auch den Horeb aber durfte das Volk nicht berühren!

 

Logik im Ablauf der Detailereignisse während dem "Tag des Herrn"
 

Jesaja redet aber deutlich im „Schlussteil der Tage“, das war nicht 1914 noch 1919! Die „siebte Trompete“ muss zum letzten Mal erschallen, wenn sie ihren Schall zu Ende führt, so ist dies eindeutig fünfundvierzig Tage nach Harmagedons Endschlacht, am Ende der Frist von eintausenddreihundertfünfunddreissig Tagen Daniels (Da 12:12, 13) [Bb2; e1], am 15.Tischri. Am ersten Tag des Laubhüttenfestes im neuen System endet jener Schall! Zuvor war der Tag des Trompetenfestes, der 1.Tischri, wenn „Throne aufgestellt“ (Off 20:4) werden und kurz nach Jesu „Wiederkehr mit den Wolken“ hin zum Garten Gethsemane, von wo er doch aufgefahren war. Dann wird im Tal Kidron, am Fuss des Berges Zion unter Jesu Aufruf als „Menschensohn“ die erste Auferstehung stattfinden (Hes 37:1-6). Dann erfolgt während der kommenden acht Tage die Einweihung zu Priestern und schlussendlich erhält jeder der Priester Königswürde und seinen Anteil an den „Königreichen der Erde“! Erst jetzt ist der „Berg Jehovas“, die vollständige Hierarche der kommenden Verwaltung vollkommen aufgerichtet und der „Stein“ aus dem himmlischen „Berg Zion“ wird die „ganze Erde füllen“ (Da 2:44, 45; 12:11).

 

(Daniel 2:44, 45)  Und in den Tagen dieser [[(heute herrschenden)]] Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich [[(inmitten seiner Feinde)]] aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird [[(am Tag Harmagedons)]] alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten [[(auf ewig)]] bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

Jedes Wort der Propheten muss sich exakt erfüllen! Jesus ist der „Stein“ und sein neues „Königreich der Himmel“ löst alle bisherigen politischen, religiösen und wirtschaftlichen „Königreiche“ dieser Erde ab, die am Tag Harmagedons vergehen, wenn sie vom „Stein“ zermalmt werden!

 

(Vergleiche: Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“)

 

6.1.6.2          „Der Berg des Hauses Jehovas“ wird erst nach Harmagedons Endschlacht fest aufgerichtet

Der Berg des Hauses Jehovas“ stellt das „neue Jerusalem“ dar, das gemäss Offenbarung 21:1 und 2 erst nachdem die „alten Himmel und die alte Erde und das Meer“, die bisherige Herrschaft über die Erde verschwunden sind, das welches vom Himmel zur Erde herabkommt. Dies beinhaltet Jehova als Obersten „König aller Könige“ und Jesus als „König der (144.000) Könige“ der Erde und „Herrn aller Herren“ mit seinen Engeln und dem irdischen neuen „Jerusalem“, der aufgerichteten Verwaltung, den „neuen Himmeln“ zu vereinen!

 

Dies ist der höchste der, „dritte Himmel“ oder „Himmel der Himmel“, der nun auf der Erde weilen wird und die Angelegenheiten der Menschen durch die neue „Verwaltung“ lenken wird. Die irdischen, ersten „neuen Himmel“ der künftigen Machthaber, sie werden am Tag der „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ fest gebildet! [BbB; a] Dann erst, nach dem Sühnetag wird das Jerusalem droben am 15.Tischri „das Zelt Gottes ... bei den Menschen ... und sie werden seine Völker sein“.

 

Das Tempelgebiet zur Zeit Salomos(Offenbarung 21:1-5)  Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

5 Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“

 

Dieser Ablauf der Ereignisse geht auch aus der Prophezeiung Daniels an Nebukadnezar in Bezug auf das Standbild deutlich hervor! Zuerst stösst der Stein aus dem himmlischen Berg Zion gegen die Füsse des Standbildes und erst daraufhin wird er zu einem „grossen Berg“, der die ganze Erde füllt! Zu jenem neu aufgerichteten Königreich strömen die Schafe, nicht zu einem 1914 usurpierten falschen Königreich!

 

*** Rbi8  Daniel 2:31-35 ***

Du, o König, erblicktest dann, und siehe, ein gewisses riesenhaftes Bild. Dieses Bild, das groß und dessen Glanz außerordentlich war, stand vor dir, und sein Aussehen war schrecklich. 32 Was dieses Bild betrifft, sein Haupt war aus gutem Gold, seine Brust und seine Arme waren aus Silber, sein Bauch und seine Oberschenkel waren aus Kupfer, 33 seine Beine waren aus Eisen, seine Füße waren teils aus Eisen und teils aus geformtem Ton. 34 Du schautest weiter, bis ein Stein herausgehauen wurde, nicht mit Händen, und er schlug das Bild an seine Füße aus Eisen und geformtem Ton und zermalmte sie. 35 Zu dieser Zeit wurden das Eisen, der geformte Ton, das Kupfer, das Silber und das Gold alle zusammen zermalmt und wurden wie die Spreu von der Sommerdreschtenne, und der Wind trug sie weg, so daß gar keine Spur davon gefunden wurde. Und was den Stein betrifft, der das Bild traf, er wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

 

Der vorhergesagte Zeitpunkt, wo das Standbild an seine Füsse aus Eisen und Ton schlägt kann zweifellos nur mit Harmagedons Endschlacht [B3] identifiziert werden! Erst danach wird der „Stein“ aus dem himmlischen „Berg Zion“ zu einem „grossen Berg“. Bis dahin existiert keine theokratische Hierarchie ausser der, die Jesus und Paulus bereits bestätigt haben! Das geschah weder 1914 noch 1918! Das steht erst noch bevor!

 

(Vergleiche Grafik: Biblische Symbole)

 

*** Rbi8  Daniel 2:44-45 ***

Und in den Tagen dieser Könige [[der Füsse aus Eisen und Ton (Demokratie); Anglo-Amerika und der Zehen, die UNO]] wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich [[der (neuen) Himmel]] selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

Wer mit Jehovas Zeugen gemeinsam einen imaginären „Berg“ ersteigt, der ist bestimmt nicht auf der von Jehova vorgegebenen Stelle am „Fuss des Berges“ geblieben! Es lohnt bestimmt Jehova und seinen Propheten genau zuzuhören und alles ebenso so zu verstehen suchen, wie es der Ursprung der Worte erwartet! Wir sollten Jehovas und Christi Weg und nicht den von menschlichen Führern wählen!

 

Zum „Berg“ Jehovas zu strömen ist somit nicht dasselbe, wie den „Berg“ zu besteigen! Jehova vernichtete gar jene ganze Generation der Juden die aus Ägypten auszogen in der Wildnis des Sinai währen der folgenden vierzig Jahre, weil sie sich weigerten auf ihn zu hören und sein GESETZ ständig übertraten. Wiederum ist es Paulus, der warnend die Begebenheit vom Horeb auf christliche Nachfolger überträgt:

 

*** Rbi8  Hebräer 3:7-11 ***

Darum, wie der heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr auf seine eigene Stimme hört, 8 verhärtet euer Herz nicht wie zu der Zeit, da zur Erbitterung Anlaß gegeben wurde, wie an dem Tag, an dem in der Wildnis die Probe gemacht wurde, 9 wo eure Vorväter mich durch eine Prüfung auf die Probe stellten, und doch hatten sie meine Werke vierzig Jahre lang gesehen. 10 Darum wurde mir diese Generation zum Abscheu, und ich sprach: ‚Immer gehen sie in ihrem Herzen irre, und sie selbst haben meine Wege nicht erkannt.‘ 11 Da schwor ich in meinem Zorn: ‚Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.‘ “

 

Jene verhärtete Generation durfte das verheissene Land nicht betreten. Jehova streckte sie allesamt in der Wüste nieder! Sie hatten die Probe nicht bestanden. Uns allen sollte dies eine Warnung sein, auf wen wir wirklich hören und wessen Argumente uns wichtig sind! Im Jahre 2006, am Passah werden es genau 70 Jahre sein, wo der damalige Präsident der WATCHTOWER Inc. Richter J.F. Rutherford Jehovas Zeugen davon überzeugt hatte, dass sie nicht von den Symbolen Brot und Wein nehmen sollten, sondern nur die „Gesalbten“ unter ihnen [G]. (Sach 1:12-17; 4:9, 10; 6:12-14) Eine weitere verheerende falsche Lehre.

 

6.1.6.3          Auf den exakten Ablauf der Einzelereignisse achten, aufgrund der kombinierten Prophezeiungen: Wann kommt die „Hochzeit des Lammes“?

In seiner Weisheit hat Jehova Jesus den Auftrag gegeben nur durch Veranschaulichungen zu reden. Um die Veranschaulichungen zu verstehen müssen wir den Aposteln Gehör schenken, da Jesus nur ihnen jene Details hinter der Veranschaulichung erklärte. Immer wieder zeigte Jesus, dass der Schlüssel zum Verständnis in anderen Teilen der Schrift liegt: „Es steht geschrieben ...“ erklärte er noch und noch. Dadurch sollten seine Zuhörer aufgefordert werden selbst nachzuforschen und nicht einfach ihren Religionsführern blind zu folgen, wie dies durch Pharisäer, Sadduzäer und Herodianer gefordert wurde. Heue erwartet jede Religion, dass wir ihren Ausführungen blindlings folgen! An Pfingsten des Jahres 33 u.Z. war es, wo den Aposteln ein wesentlicher Teil des Sinns der Schriften eröffnet wurde. Paulus erhielt später ein noch erweitertes Verständnis mittels Visionen.

 

Bedenken wir stets, dass all diese Dinge für uns in der Endzeit eine ganz besondere Bedeutung haben! Jedes Fest das Jehova verordnete ist mit einer bestimmten Handlungsweise Gottes am Volk Israel fest verbunden! Der Führer, der in der Endzeit das „Israel Gottes“ eint ist Jesus, der „Spross“ und nicht irgendwelche Religionsführer. Nur er ist das „Haupt“ eines jeden Mannes! Auch die obersten Richter aller Versammlungsvorsteher, die Apostel, sie sind ja von Jesus bereits bestimmt, sie werden inzwischen auferweckt sein [B1] und diese selbst werden nach dem Gerichtstag [B2] über das auserwählte Volk Gottes, Jehovas „Schafe“ [B2e>] eingesetzt (Mat 19:28).

 

Hochzeit des Lammes, nur zwischen dem Brätigam und der Braut in der "Wildnis" *** Rbi8  Daniel 7:21-22 ***
Ich schaute weiter, wie gerade jenes Horn Krieg gegen die Heiligen führte, und es gewann die Oberhand über sie, 22 bis der Alte an Tagen kam und das Recht selbst zugunsten der Heiligen des Allerhöchsten [[(nur mit den Aposteln hatte Jesus den „Bund für ein Königreich“ geschlossen)]] gegeben wurde und die bestimmte Zeit [[(am Tag der „Hochzeit des Lammes“ [B2e])]] herankam, da die Heiligen das Königreich selbst in Besitz nahmen.

 

Das Gericht des „kleinen Horns“, Anglo-Amerika gegen das „innerste des Tempels“, dessen Priester, gegen das sinnbildliche „Jerusalem“, die Christenheit liegt somit bereits vor der Einsetzung der Apostel auf ihre Richterthrone [<B2e]. Die von Daniel erwähnte „bestimmte Zeit“ weisst auf die festgelegten Festzeiten hin. Welcher bestimmte Tag wäre für die „Hochzeit des Lammes“ im Rückblick aufgrund der Ereignisse beim und nach dem Auszug aus Ägypten der geeignetste?

 

Das Königreich kann erst in Besitz genommen werden nachdem es existiert! Somit muss der Tag der Hochzeit erst nach der Auswahl der „Schafe“ als die „grosse Volksmenge“ [B2>] erfolgen, welche ja durch die „Heiligen des Allerhöchsten“, die Apostel in Besitz zu nehmen sind! (Lu 12:32)

 

Offensichtlich ist die „Hochzeit des Lammes“ ein Akt, der nur von den Anwesenden wahrgenommen wird, da er ja am Aufenthaltsort der Apostel, in der „Wildnis“ erfolgt, der „von Gott bereiteten Stätte“. Vom Hohepriester-König gleich Melchisedek wird in Psalm 110 während der Aufrichtung des Königreiches gesagt:

 

Das Wildbachtal: Versteck der Apostel während 1260 Tagen*** Rbi8  Psalm 110:6-7 ***

Aus dem Wildbach wird er unterwegs trinken.

Darum wird er [sein] Haupt hoch erheben.

 

 Unterwegs, hin  zum Tag und zum Ort der Urteilsvollstreckung Harmagedons erhebt der Richter und Hohepriester Jesus sein Haupt! Wäre dies nicht der geeignetste Tag, da, wo er sich mit seiner „bereit gemachten Braut“, mit seinen Aposteln vereinigt? Wird er sich nicht nach diesem Tag sehnen jene erneut in die Arme zu schliessen, die ihm so treu ergeben waren und sich in ihrer Abgeschiedenheit auf das Zusammentreffen mit ihrem „Bräutigam“ vorbereitet haben? Erneut scheint es, dass die „zwei Zeugen“ dort anwesend sind, um das Geschehen später zu bestätigen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:6-8 ***

Und ich hörte etwas, was wie eine Stimme einer großen Volksmenge war und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Geräusch schwerer Donner. Sie sprachen: „Preiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu regieren begonnen. 7 Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. 8 Ja, es ist ihr gewährt worden, in hellglänzende, reine, feine Leinwand gehüllt zu werden, denn die feine Leinwand stellt die gerechten Taten der Heiligen dar.“

 

Wie Johannes es in der Offenbarung erwähnt muss dieser Moment somit eindeutig nach der Festlegung der zugehörigen „Schafe“ zur „grossen Volksmenge“ liegen, die am Gerichtstag [B2] bestimmt werden! Jehova hat als König über „Sein Volkzu regieren begonnen und er herrscht durch Jesus. Dem Christus wurde zu Beginn die neue Krone der Herrschaft über seine Feinde gegeben! [B1] Freude herrscht auch über die kurze Zeit nach dem Gericht bevorstehende „Hochzeit des Lammes“ [B2e] (Ps 110:1-4; Lu 19:27).

 

Im Falle des Moses und des Auszugs war dieses Gericht nach Mitternacht des 14.Nisan 1513 v.u.Z. vollzogen worden, wo der Strafengel durch Ägypten zog und die Erstgeburt der Ägypter tötete und an den Göttern Ägyptens Rache nahm. Die geistigen Israeliten, das von Jehova auserwählte Volk, die „Schafe“ in der Endzeit werden offensichtlich auch an einem Passah erwählt und Jehova beginnt aktiv mit ihnen zu handeln! Allerdings gibt es nur zwei