Newsletter „DER WEG“ 05/8-2   August 2005

Neubearbeitung: 29.1.16

 

Artikel:  5.8.2  Sind deine Geschäftspraktiken lauter?

 

   Unlautere Geschäftspraktiken durchziehen das gesamte heutige System. Hierzu gehört auch die Korruption, ein Krebsgeschwür, das die Wirtschaft, Politik, Religion und Einzelpersonen betrifft. Das aber ist nicht neu, das war schon viel früher so.

 

Welche Generation sichert die Zukunft des Volkes?Was geändert hat ist der Umfang, dass dies heute nahezu jeden Bereich des Lebens betrifft. So wird es immer schwieriger, sich selbst nicht in solche Praktiken verwickeln zu lassen! Ehrlichkeit in kleinen Dingen beginnt Zuhause, in der Familie! Christliches Verhalten will gelernt sein und hängt von der Vermittlung seitens der Eltern zu den Kindern ab, durch Lernprozesse und Vorbild! Eltern zeigen durch ihr Beispiel, dass sie sich an Verträge halten.

 

   Kleine und grosse Unternehmen stehen heute einer Herausforderung gegenüber, die grosses Geschick erfordert, um in Redlichkeit Geschäfte abzuwickeln und in Gottes Augen lauter zu bleiben! Vieles, das heute als normal gilt, ist aber mit Gottes gerechten Massstäben unvereinbar! Ob wir als Selbständige, als Angestellte in niedriger oder in leitender Position sind, wir müssen täglich Entscheide treffen, die unsere Art zu denken und unsere Art und Weise wie wir Recht von Unrecht unterscheiden unter Beweis stellen.

 

*** Rbi8  Psalm 11:6-7 ***

Denn Jehova ist gerecht; er liebt zweifellos gerechte Taten.

Die Rechtschaffenen sind es, die sein Angesicht erblicken werden.

 

   Ob wir in Jehovas Augen gerecht sind hängt somit davon ab, ob wir Gottes Willen verstehen und ihn tun! Lassen wir uns durch falsche, religiös gefärbte Argumente nicht irreführen! Jesus warnte, wenn unsere Gerechtigkeit jene der Pharisäer und Schriftgelehrten nicht bei weitem übertreffen würde, wir nicht in das Königreich der Himmel eingehen könnten! Was genau wollte er damit sagen? (Mat 5:20)

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

8.2............. Sind deine Geschäftspraktiken lauter?.. 2

8.2.1........... Das schlechte Beispiel das überhandgenommen hat, das gute, das wir nachahmen sollten. 2

8.2.1.1........ Eine Kluft die immer grösser wird. 2

8.2.1.2........ Jesus gab ein Beispiel, das wir nicht aus den Augen verlieren dürfen! 2

8.2.2........... Wer die Gefahr erkennt, der meidet sie! 3

8.2.2.1........ Sich vor kommender Gefahr schützen! 3

8.2.2.2........ Das Begehren der Augen zügeln. 4

8.2.2.3........ Du sollst nicht begehren! 4

8.2.2.4........ Habgier führt zu Handlungen die uns ins Verderben bringen können! 6

8.2.2.5........ Der Diebstahl hat viele Gesichter! 6

8.2.2.6........ Mit den Dingen des Unterhalts zufrieden sein. 7

8.2.2.7........ Ungerechter Gewinn raubt die Seele. 9

8.2.2.8........ Diebstahl darf sich nicht bezahlt machen! 11

8.2.2.9........ Bist du eine zuverlässige Person, die Verträge erfüllt?. 12

8.2.3........... Wo liegt das Problem und wo die Lösung?. 14

8.2.3.1........ Gerechte Richter die Recht verschaffen. 14

8.2.3.2........ Gewaltentrennung und Vereinigung der Gewalten. 15

8.2.3.3........ Jethros Rat an Moses. 15

8.2.3.4........ Gewaltentrennung oder Gewaltenvereinigung: Was zeigt mehr Vor- und was mehr Nachteile?. 16

8.2.3.5........ Wenn ein Übel durch ein anderes ersetzt wird. 16

8.2.4........... Nur Gottes Königreich ist in der Lage herrschendes Unrecht abzubrechen! 16

8.2.4.1........ Gewaltenvereinigung unter einer von Gott festgelegten Hierarchie: Leitung durch ein Haupt 17

8.2.4.2........ Was ändert sich und was bleibt sich gleich mit der kommenden Verwaltung der Erde?. 18

8.2.4.3........ Dein Handeln bis zum Ende zeigt deine Gerechtigkeit! 19

 

 

8.2                    Sind deine Geschäftspraktiken lauter?

 

 

8.2.1           Das schlechte Beispiel das überhandgenommen hat, das gute, das wir nachahmen sollten

 

8.2.1.1          Eine Kluft die immer grösser wird

Wir leben in einer Zeit, wo einzelne Menschen ungeahnten Reichtum aufgehäuft haben wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Je reicher ein Mensch ist, je mehr er diesen Reichtum zur Schau stellt, desto höher scheint sein Ansehen zu stehen!

 

Die kleine Klasse der Superreichen, die in unermesslichem Reichtum lebt, sie wächst jährlich immer schneller an, mit immer mehr Schwindel erregenden neuen Höchstmarken! Die umfangreiche Klasse der Ärmsten, die kaum ihre minimalsten Bedürfnisse befriedigen können wächst ins Uferlose! Die Kluft wird somit immer grösser und vor allem in Entwicklungsländern klafft sie stets weiter auseinander!

 

Die Kluft zwischen Arm und ReichSoziale Ungleichheit immer größer

Vermögen in Deutschland immer ungleicher verteilt  [1]

 

Montag, 25.01.2016, 12:55

 

   Die Schere zwischen Arm und Reich wächst weltweit rasant. Auch in Deutschland sind Vermögen zunehmend ungleich verteilt. Der Grund für diese Entwicklung sei eine unzureichende Besteuerung. Deshalb fordert die Linke die Einführung einer Millionärssteuer.

 

   Die Vermögen in Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge zunehmend ungleich verteilt. Zehn Prozent der Haushalte verfügten im Jahr 2013 über 51,9 Prozent des Nettovermögens, berichtete die "Passauer Neue Presse" am Montag unter Berufung auf Zahlen zur Vermögensverteilung des Bundessozialministeriums. Im Jahr 1998 seien es noch 45,1 Prozent des Nettovermögens gewesen. Grundlage sei die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die alle fünf Jahre erhoben wird.

 

Kleinunternehmen sehen sich immer mehr bürokratischen staatlichen Restriktionen und wachsender Steuerlast gegenüber die ihnen das Überleben schwer machen, während die Grossen all dies viel leichter ertragen und auf die Preise abwälzen. Sobald ein Kleinunternehmen mit einem besonderen Produkt etwas Erfolg hat, da kommt einer der Grossunternehmen und frisst es auf. Die Mittelklasse ist dadurch zunehmendem Druck von unten und oben ausgesetzt.

 

Es ist verständlich, dass dies alles die Konflikte anheizt! Während Millionen erdenweit in Armut ihr Dasein fristen ist allen durch die Medien bekannt und bewusst, wie eine Minderheit ihren Reichtum verprasst und zur Schau stellt! Staatsgelder werden verschleudert und Politiker bereichern sich schamlos. Heute können Menschen in den ärmsten Ländern am Fernsehen täglich verfolgen, wie unser reicher Norden mit Steuermitteln umgeht, die dem armen Süden unmissverständlich entzogen werden! Rohstoffpreise und Grunderzeugnisse werden künstlich auf niederem Wert gehalten. Während im reichen Norden jede Art Projekte bis hin den Menschen auf ferne Planeten zu senden spriessen, ist der ständig ärmere Süden kaum in der Lage auch nur Schulausbildung zu gewähren! Eine neue, eine totale Form der Versklavung hat die ganze Erde erfasst.

 

Ob wir im reichen Norden oder ob wir im armen Süden, zur Klasse der Wohlhabenden oder der Armen gehören, das Geschehen um uns beeinflusst unsere Art zu denken und zu handeln! Korrektes Verhalten und ehrliches Geschäftsgebaren werden immer seltener. Das wiederum trägt noch mehr zur Ungerechtigkeit bei.

 

8.2.1.2          Jesus gab ein Beispiel, das wir nicht aus den Augen verlieren dürfen!

Jesus gab eine hohe Stellung im Himmel auf, um das zu tun, was Jehova von ihm erwartete. Er wusste, dass dies notwendig war, um die ihm vom Vater gestellte Aufgabe erfüllen zu können! Er sollte uns ein vollkommenes Beispiel hinterlassen, dass die Einhaltung von Gottes GESETZ für jeden Menschen möglich ist! Er zeigte durch seine Armut, dass auch Menschen ohne grosse finanzielle Mittel und ohne Hochschultitel Gerechtigkeit üben und erfolgreich sein können. Jesus wurde der erfolgreichste Lehrer aller Zeiten!

 

Jesus lernte und arbeitete mit seinem Vater in dessen Zimmermannswerkstatt bis er 30 war*** Rbi8  2. Korinther 8:9 ***

Denn ihr kennt die unverdiente Güte unseres Herrn Jesus Christus, daß er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.

 

Als Sohn eines Zimmermanns, seines Pflegevaters Joseph half Jesus im väterlichen Betrieb mit, bis er dreissig Jahre alt wurde und seinen Auftrag als künftiger Hoherpriester und König sein eigenes Königreich anzupreisen. Er verliess nicht nur das väterliche Geschäft, das ihm als erstgeborenem fortzuführen zustand, nein, er begnügte sich künftig bis zum Tod mit dem, was andere ihm und den Aposteln als freie Gabe zukommen liessen. Da mit dem Ende des „Bundes mit Levi“ auch der Zehnte hinwegfiel war es nun ein Geben und Empfangen: Jesus und seine Apostel belehrten, andere übernahmen die Kosten.

 

(Matthäus 10:5-10)  Diese Zwölf sandte Jesus aus und gab ihnen folgende Weisungen: „Begebt euch nicht auf die Straße der Nationen, und tretet nicht in eine samarịtische Stadt ein, 6 sondern geht statt dessen immer wieder zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7 Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämọnen aus. Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt. 9 Verschafft euch nicht Gold oder Silber oder Kupfer für eure Gürtelbeutel 10 oder eine Speisetasche für unterwegs oder zwei untere Kleider oder Sandalen oder einen Stab; denn der Arbeiter hat seine Nahrung verdient.

 

Die Religionen, die selbst Reichtum zu Lasten ihrer Gläubigen aufhäufen folgen offensichtlich nicht dem Beispiel und der Anweisung Jesu! Er zeigte, dass diese Art Verpflichtung uns an der eigentlichen Aufgabe hindert: Wer den unermesslichen, protzigen Reichtum des Vatikans sieht und all dies mit Jesu Worten vergleicht, der schüttelt nur noch den Kopf. Andere Religionsgruppen stehen all dem in nichts nach! Wie anders zeigt Jakobus war die Situation unter den ersten Christenversammlungen Jerusalems, die alles gemeinsam hatten und so untereinander teilten. Der Begriff „die Armen“, auf aramäisch transliteriert „die Ebioniten“ gab ihnen das Recht, dass andere die das Studium erhielten auch ihren Anteil an der Kostendeckung leisteten. Ein Versprechen Gottes leitete sie an, wie Jakobus, Jesu Halbbruder dies beschrieb, der in Jerusalem die Führung innehatte:

 

*** Rbi8  Jakobus 2:5 ***

Hört zu, meine geliebten Brüder! Hat Gott etwa nicht diejenigen, die hinsichtlich der Welt arm sind, dazu auserwählt, reich zu sein im Glauben und Erben des Königreiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?

 

Wenn wir uns zu sehr um Aufhäufung von Reichtum bekümmern, dann vergessen wir gerne das Königreich Jesu, das wir ja mit aufbauen helfen: „So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE [[seine (Die Gerechtigkeit des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“, mittels des „GESETZES des Christus“)]] Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.“ (Mat 6:33) Heute, mitten in der Endzeit,  ist es mehr denn je möglich die Worte Jesu wirklich zu verstehen! Wer dem Reichtum nachstrebt, der muss zwangsläufig mit diesem System Kompromisse eingehen die ihn kompromittieren und sich für Gottes Gegner stark machen. Paulus fordert deswegen Timotheus und damit auch uns auf seinen Weisungen gemäss zu handeln, denn er sandte ihn zur Richtigstellung gewisser Dinge in Ephesus und uns zu verschiedenen Versammlungen, um Menschen mit aufgehäuftem Reichtum auf die Gefahren dieses Systems hinzuweisen!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 6:17-19 ***

Gib denen, die reich sind im gegenwärtigen System der Dinge, Weisung, nicht hochmütig zu sein und ihre Hoffnung nicht auf unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alle Dinge reichlich darbietet zum Genuß; 18 Gutes zu wirken, reich zu sein an vortrefflichen Werken, freigebig zu sein, bereit zu teilen, 19 indem sie für sich sichere Schätze sammeln als vortreffliche Grundlage für die Zukunft, damit sie das wirkliche Leben fest ergreifen.

 

Das wirkliche Leben steht erst noch vor uns! Nur eine einzige Generation hat die Möglichkeit vom Leben direkt ins ewige Leben hinüber zu gehen ohne vorab zu sterben! Es bedeutet das Gegenteil dessen, was mit Adam aufgrund von Sünde geschah. Was aber werden wir dem Richter der ganzen Erde sagen, wenn wir nicht „reich sind an guten Werken“ und unser Schuldkonto voll Übertretungen gegenüber göttlichem GESETZ ist? (Mat 24:20-22; 25:46)

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?

Jesus zeigt anhand der Offenbarung wie ein Vorsteher der Versammlung Laodicea denkt und wie Jesus seine Stellung wirklich sieht:

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:17-18 ***

Weil du sagst: „Ich bin reich und habe Reichtum erworben und benötige gar nichts“, du aber nicht weißt, daß du elend und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist, 18 rate ich dir, durch Feuer geläutertes Gold von mir zu kaufen, damit du reich wirst, und weiße äußere Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Nacktheit nicht offenbar gemacht wird, und Augensalbe, um deine Augen einzureiben, damit du siehst.

 

Die geistige Augensalbe, die uns die Augen öffnen kann, diese bedeutet die Schrifttexte, die das Thema Redlichkeit und Nächstenliebe beleuchten. Sie zu „kaufen“ erfordert Anstrengung. Die „weissen äusseren Kleider“, welche jenem Vorsteher der Versammlung Laodicea fehlten, diese stellen die guten Taten dar, die seine „Nacktheit“ an Gerechtigkeit zudecken!

 

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, wie ein Reicher ins Königreich der Himmel Ein junger, reicher Mann, der gerecht sein wollte und die GESETZE Mose hielt, fragte Jesus danach, was er zusätzlich tun müsste, um ewiges Leben zu erhalten. Jesus hatte ihm bereits bestätigt, dass er indem er die GESETZE hielt Leben erhalten würde. Jesu Antwort hat ihn offensichtlich in Erstaunen versetzt.

 

*** Rbi8  Matthäus 19:19-21 ***

Der junge Mann sprach zu ihm: „Ich habe das alles gehalten; was fehlt mir noch? 21 Jesus sagte zu ihm: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deine Habe und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach.“

 

Die Apostel folgten Jesu Aufforderung unverzüglich, ihm nachzufolgen und verliessen gar ihre Arbeitsstellen. Offensichtlich braucht es zur Vollkommenheit mehr, wie sich durch weltliche Verpflichtungen ablenken und ständig in Versuchung bringen zu lassen! Jesus wusste genau, dass dieses System es sehr schwierig macht beständig ehrlich zu bleiben. Darum erklärte er zur Gefahr in welcher der junge Mann sich befand: „Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr zu gehen, als für einen Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen.“ (Mat 19:24)

 

Bei einer Gelegenheit wollte Petrus etwas mehr darüber erfahren, wie Jesus dafür einen Ausgleich erbringen würde, dass sie ihre Tätigkeit als Fischer, Steuereinnehmer und was immer sie zuvor getan haben mögen aufgegeben hatten, um Jesus vollständig nachzufolgen.

 

*** Rbi8  Matthäus 19:27-29 ***

Da gab ihm Petrus zur Antwort: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns eigentlich zuteil werden? 28 Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

 

Wiederum bestätigt Jesus, dass eine ganzherzige Nachfolge reich belohnt wird! Jesus verurteilt nicht, dass jemand einen Besitz hat, er zeigt aber, dass Besitz mit Verantwortung verbunden ist, jemanden ankettet und auch Familienverpflichtungen von der Hauptaufgabe abzulenken vermögen. Ein Ehegelübde ist ein Bundesversprechen! Jesus erteilt aber damit nicht den Rat Frau und Kinder zu verlassen, dadurch würde er ja Gottes GESETZ verletzten. Er wollte erklären, was an erster Stelle zu stehen hat! Paulus sagte diesbezüglich, dass wer für die Seinen nicht sorgt schlimmer ist als ein Ungläubiger! (1.Ti 5:8)

 

Offensichtlich begleiteten auch Ehefrauen die Apostel und auch Jesu leibliche Brüder Jakobus und Judas, die später Jünger wurden, sie hatten Ehefrauen! Petrus (Kephas) war verheiratet und seine Frau scheint ihn öfters begleitet zu haben! Paulus bestätigt diesen Umstand.

 

*** Rbi8  1. Korinther 9:5 ***

Haben wir nicht [die] Befugnis, eine Schwester als Ehefrau umherzuführen, wie auch die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas? [[Petrus]]

 

Jesus forderte somit nicht ein Einsiedler- oder Klosterleben! Auch Paulus spricht sich nicht gegen die Ehe aus, sondern zeigt die Vorteile des Unabhängigen, um das Werk eines Verkündigers vollkommen auszuführen.

 

 

8.2.2           Wer die Gefahr erkennt, der meidet sie!

 

8.2.2.1          Sich vor kommender Gefahr schützen!

Der Masterplan der Elite für den 3.WeltkriegGefahr deutet auf etwas hin, das uns oder anderen Schaden zufügt! Die Bibel lehrt uns praktische Weisheit, dass wir uns vor drohendem Schaden am besten dadurch schützen, die Gefahr rechtzeitig zu erkennen und sie zu meiden. Die Zeichen der Zeit zeigen deutlich auf kommenden Sturm hin!

 

*** Rbi8  Sprüche 22:3 ***

Klug ist der, der das Unglück gesehen hat und sich dann verbirgt, die Unerfahrenen aber sind weitergegangen und müssen die Strafe erleiden.

 

Gottes Wort lehrt somit den Unerfahrenen praktische Weisheit, indem in der Heiligen Schrift die lauernde Gefahr beschrieben wird und auch wie wir sie zu erkennen vermögen und weiter der Weg, sie frühzeitig zu meiden! Das heutige System legt uns eine vielfältige Zahl an Fallen, um uns zu fangen und zu Sklaven zu machen. Je besser wir auf biblischen Ratschlag hören, desto eher vermeiden wir Gefangenschaft in irgendwelcher Form! Die Stufenleiter dieses System hochzugehen bedeutet mit dem Teufel Kompromisse einzugehen. Eine Ehe kann bereits eine Gefangenschaft bedeuten, aber auch die Abhängigkeit von Religionen, die eine Form geistiger Droge darstellen, ebenso wie Konsumgüter und selbst physischen Drogen, von denen wir uns einmal gefangen kaum mehr lösen können. Diese Art Abhängigkeit wird uns tiefer und tiefer ziehen bis es keinen Ausweg mehr gibt und uns die Strafe erreicht!

 

Wer seine Abhängigkeit nicht zu zügeln weiss, der wird den Preis schlussendlich bezahlen! Freiheit ist an Grenzen gebunden, die wir respektieren müssen! Wo wir die Grenze überschreiten folgt eigene Unfreiheit! Jakobus erklärt diesbezüglich:

 

(Jakobus 1:25)  Wer aber in das vollkommene Gesetz [[GESETZ]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

Das GESETZ Gottes begrenzt unsere Freiheit Dinge zu tun, die zu unserem eigenen Schaden sind! Das GESETZ ist somit eine schützende Mauer rund um die Freiheit, eine Schranke vor dem Tod!

 

Selbst wenn menschliche Gerichtsbarkeit versagt und viele die betrügen, lügen, Verträge brechen straffrei bleiben, so ist es doch Gottes Gerechtigkeit die schlussendlich triumphieren wird!

 

8.2.2.2          Das Begehren der Augen zügeln

Begehrlichkeit verleitet uns dazu, Dinge zu wünschen, auf die wir nicht Anrecht haben oder die wir uns nicht leisten können! Vielerorts sind Kredite leicht erhältlich, an anderen sind sie fast unerschwinglich. Wer sich in Abhängigkeit begibt muss sich der Konsequenzen wohl bewusst sein! Kreditkarten sind heute auf der ganzen Welt ein beliebtes Mittel, um bargeldlos einkaufen zu können. Sie haben aber auch einen grossen Nachteil: Leicht wird man durch sie dazu verleitet etwas zu kaufen, wozu das vorhandene Geld in Wirklichkeit nicht ausreicht! Viele Menschen haben sich dadurch verschuldet und in grosse Probleme gestürzt! Andere sind vor ihren Schulden geflohen, erklärten sich zahlungsunfähig und haben dadurch Dritten Schaden zugefügt. Wer gar borgt, um es später nicht zurückzuzahlen, ist in Gottes Augen doppelt böse: Er missbraucht das Vertrauen eines anderen! Er spielt einen hohen Einsatz!

 

Staatsschulden im Jahre 2014 nach OECD*** Rbi8  Psalm 37:21 ***

Der Böse borgt und zahlt nicht zurück,

Aber der Gerechte erweist Gunst und schenkt Gaben.

 

Wer die beistehende Grafik etwas näher betrachtet erkennt, dass der „Böse“, die Staaten selbst durch ihre Kreditpolitik des „leichten Geldes“ die kommende Katastrophe im Voraus planten und systematisch durchführen: Zu Gunsten der Reichen werden die Massen ausgeplündert!

 

Wer sich verschuldet (wir, die Steuerzahler ohne gefragt zu werden) wird leicht zum Sklaven des Verleihers! (Der Notenbanken, die ohne Rücklagen Geld drucken, uns aber ihre Verluste über immer mehr und immer höhere Steuern vom Volk zurückfordern.) Das Bankensystem beherrscht heute ganze Länder, die ganze Erde, weil alle Völker bei ihnen Geld ausleihen müssen, das ihnen von der Notenbank fast zinslos geboten wird! „Tu big to fall“ bedeutet nur verschobenen Untergang!

 

Auch wenn heutige Gesetze oft den Leihenden schützen, so ist es doch das Borgen, das Unglück verursacht! Wie oft ist der, welcher aus Liebe etwas leiht selbst auf das Geld angewiesen, das er später durch böse handelnde Menschen nicht zurück erhält, weil  ungerechte weltliche Gesetze dem Dieb mehr Vor- als Nachteile bieten und habgierige Anwälte den Schaden nur noch vergrössern? Schlussendlich bezahlt die Volkswirtschaft als Gesamtes einen hohen Preis für Unehrlichkeit Einzelner durch überhöhte Zinsen und ungebührliche Sicherheiten die sie für Kredit geben müssen!

 

*** Rbi8  Sprüche 22:7 ***

Der Reiche ist der, der über die Minderbemittelten herrscht, und wer borgt, ist ein Knecht des Leihenden.

 

Christen wird geboten, genauso wie fleischlichen Juden, sich des Verarmten oder von einem Unglück verfolgten zu helfen ohne sich daran auch noch zu bereichern! Zinsloses Geben hat mit Hilfe zur Selbsthilfe zu tun und um aktuelle Not abzuwenden!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:42 ***

Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.

 

Wer aber leiht, um ein Geschäft zu betreiben oder Anschaffung zu machen, die nicht mit Bedeckung und Lebensunterhalt zu tun haben, der darf auch angemessene Zinsen entrichten! Die Bibel verbietet nicht das Zinsen nehmen an sich, sondern den Missbrauch! Wer von jemandem etwas borgt und nicht überzeugt ist, dass er es wirklich zurückerstatten kann, der begibt sich in Gefahr: Er wird zum Dieb! Diebstahl aber wird in der Bibel hart geahndet!

 

8.2.2.3          Du sollst nicht begehren!

Der wohl klügste Rat steht bereits in den Zehn Geboten! Kein menschlicher Gesetzgeber würde ein solches Gebot in die Gesetzessammlung oder gar das Grundgesetz aufnehmen, weil es für Menschen keine Kontrolle gibt die Gedanken anderer zu überwachen. Gesetzesübertretung muss aber Folgen haben, ansonsten ein Gesetz stumpf ist! Nicht aber bei Gott, der doch jeden unserer Gedanken kennt noch bevor wir ihn gar richtig ausgeformt haben (Ps 94:11, 12, 19; 139:1, 2, 23).

 

*** Rbi8  2. Mose 20:17 ***

Du sollst nicht das Haus deines Mitmenschen begehren. Du sollst nicht die Frau deines Mitmenschen begehren noch seinen Sklaven, noch seine Sklavin, noch seinen Stier, noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Mitmenschen gehört.“

 

Irgendetwas das einem Mitmenschen gehört sollen wir als dessen Eigentum respektieren! Sei dies Grundbesitz, Ehepartner, Mitarbeiter, Geld oder irgendwelche bewegliche Habe!

 

Unehrlichkeit und Diebstahl beginnt bei den Augen! Das Begehren wird dadurch erweckt, dass wir etwas gerne für uns haben möchten, weil  es uns schön, angenehm oder nützlich erscheint! Der Ratschlag „nicht zu begehren“ ist somit äusserst nützlich und es ist klug darauf bereits zu Beginn zu achten!

 

Marketing hin zu Profit, zu Habsucht?Wenn wir an die Abwerbung guter Mitarbeiter in Betrieben denken und den Schaden, den dadurch andern zugefügt wird, so ist dies eine der heute üblichen Methoden sich Vorteile zu Lasten eines anderen zu verschaffen! Unehrliche Werbung, die kleine Vorteile in den Vordergrund schieben oder gar Sex im Marketing und als Werbemittel verwenden, um die Begehrlichkeit nach Unsittlichkeit zu verstärken, sind alles Methoden, die Gott deutlich verabscheut! Die Werbung aber lebt gut davon!

 

Die Werbung ganz allgemein arbeitet in die Richtung unser Begehren nach materiellen Dingen und Vergnügungen zu verstärken, um uns das meist hart verdiente Geld zu entlocken. Je eher wir auf diese Begehren reagieren, die Wünsche in uns anzuheizen vermögen, dass dies oder jenes wirklich begehrenswert sei, desto leichter geraten wir in Abhängigkeit und dadurch in Gefahr!

 

Wenn wir als Kind jeden Wunsch erfüllt erhalten, so wird es später schwierig sein, uns des Gefühls zu enthalten, das Recht zu besitzen auf Erfüllung jeden Wunsches! Ein Ehemann der seiner Frau jeden Wunsch gewährt, der wird eines Tages erstaunt erwachen, wenn er nicht mehr alle Begehren zu erfüllen vermag! Alles kennt eine Grenze! Die Grenzen des Wünschens und die Grenzen des Gebens zu erkennen ist eine Gabe, die wir vorab erst üben müssen! Jesus warnte vor falschen Begehren und zeigt, dass sie gar in ewiger Vernichtung der Gehenna enden kann, dem „zweiten Tod“, aus dem es keine Auferstehung gibt!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:28-30 ***

Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehenna gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehenna kommt.

 

Begehrlichkeit ist somit wie jedes der übrigen Gebote: Die Übertretung ist mit Strafe verbunden! Jesus lehrte uns aber mehr als die abschreckende Strafe ins Zentrum unseres Denkens zu stellen, sondern die Vorteile der Nächstenliebe, des Prinzips hinter den Geboten, selbstlose Liebe die dem Nächsten keinerlei Schaden zufügt! Dadurch wurde aber weder das GESETZ aufgehoben „du sollst nicht begehren“ noch die Strafe für Gesetzesübertretung aufgelöst, von der Paulus sagt, dass kein Dieb und kein Habgieriger das kommende Königreich der Himmel sehen wird! Habgier und Diebstahl werden in Gottes Augen hart bestraft! (1.Kor 6:9, 10)

 

Wir tun gut daran diese beide Faktoren, Strafandrohung und Nächstenliebe zu beachten, die sich gegenseitig Kompensieren. Wie die Worte Jesu zeigen droht weiterhin die Gehenna, was vollkommene Vernichtung bedeutet, wenn wir unsere Gedanken nicht zu zügeln vermögen! Alles hängt vom Begehren ab und unserer Fähigkeit dieses Begehren durch Selbstdisziplin zu zügeln!

 

Gewisse uns heute liebgewordene Dinge mögen uns zum Straucheln in dieser Beziehung verleiten! So zeigt uns Jesus durch das symbolische „Ausreissen des Auges“ und das „Abhacken der rechten Hand“, dass es besser ist jene Wünsche aus unserem Denken und unserem Leben zu entfernen, bevor sie uns Schaden zufügen! Ist es der Fernseher, das Video, die Zeitschrift, das Internet oder das intensive Betrachten der Schaufensterauslagen, was immer es sei, das unser Begehren hochtreibt und uns dazu verleitet Dinge zu begehren die nicht gut für uns sind sie zu verlangen und zu besitzen, dann ist es besser für uns dies früh zu erkennen und zu handeln! Durch das Ausreissen und Abschneiden gibt Jesus deutlich den Rat achtsam zu handeln bevor es zu spät ist!

 

Müssen wir über sexuellen Reiz geführt werden?Im kommenden System werden solche Arten von extensiven Versuchungen, so durch äussere Einflüsse wie unlautere Werbung, bestimmt verpönt sein! Ewiges Leben hängt davon ab, das Leben nach jenen göttlichen Regeln zu leben, die andern die Freiheit bewahren! Es ist klug alles zu vermeiden, was andere zum Straucheln verleitet! Das können bereits kleine Dinge sein, wie ein zu offenherziger Ausschnitt an der Bluse oder eine Art der Reklame im Schaufenster, welche Begehren erweckt, die mit dem Produkt in keiner Beziehung stehen!

 

Zu Beginn der Eroberung Kanaans war ein gewisser Achan, der Gottes Gebot nichts von dem zu begehren missachtete, was Jehova unter den Bann stellte, das mit der Anbetung der Götter Kanaans oder des politischen Systems in Verbindung stand! Der Befehl lautete, dass Silber und Gold Banngut wären, das dem Tempel, Gottes Verwaltung zufallen sollte. Die ganze Stadt Jericho war von Jehova mit dem Bann belegt worden (5.Mo 7:26; Jos 6:17; 7:1). Achan brachte durch diese Missachtung Tod über viele seiner Mitmenschen, weil  Jehova in der folgenden Schlacht seine schützende Hand zurückzog! Das Vergehen des einen Menschen bringt somit Schaden auf die Übrigen! Ein Dieb innerhalb einer Versammlung bringt Schaden auf die Anderen! Erst nach intensivem Nachforschen, Familie für Familie, konnte Josua den Schuldigen ermitteln.

 

*** Rbi8  Josua 7:20-21 ***

Darauf antwortete Achan Josua und sagte: „In der Tat, ich — ich habe gegen Jehova, den Gott Israels, gesündigt, und so und so habe ich getan. 21 Als ich unter der Beute ein gutaussehendes Amtsgewand aus Schinar zu sehen bekam und zweihundert Schekel Silber und einen Goldbarren, fünfzig Schekel sein Gewicht, da begehrte ich sie, und ich nahm sie; und siehe, sie sind in der Erde in der Mitte meines Zeltes verborgen und das Geld darunter.“

 

Steinigung Achans und seiner Hausgemeinschaft zufolge von HabsuchtEs war für Achan zu spät für Reue! Wissentlich, willentlich schuldhaftes Verhalten hat bei Gott kein Erbarmen mehr! (Heb 10:26-31; Jak 4:17; 1.Joh 5:16, 17) Wer mit einem Dieb gemeinsame Sache macht, ihn durch Verschweigen deckt, der macht sich mitschuldig und erfährt dieselbe Strafe wie der Dieb! Das gesamte Haus Achans wurde durch Josua zum Tode verurteilt und gesteinigt. Alle hatten vom Raub des Banngutes gewusst und es verschwiegen! Gottes GESETZ mag einigen als hart erscheinen, aber es wirkt für das gesamte Volk lebenserhaltend! Wer „der Begierde der Welt“ nachgibt, Dinge zu beanspruchen auf die wir kein Anrecht haben, der vergeht! Da innerhalb fast aller Regierungen, der Wirtschaft und den Religionen Korruption weit verbreitet ist und „eine Hand die andere wäscht“, so bedeutet unser Stillschweigen Teilhaberschaft mit jenen.

 

(1. Johannes 2:15-17)  Liebt nicht die Welt noch die Dinge in der Welt. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 16 denn alles in der Welt — die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat — stammt nicht vom Vater, sondern stammt von der Welt. 17 Überdies, die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.

 

Wer sein Begehren nicht beherrscht, der gerät in Übertretung! In heutigen Grossstädten werden Raubmorde für einige wenige Dollars oder kleine Schmuckgegenstände und unwichtige Konsumgüter begangen. Durch unser Vergessen dessen, wie wichtig Ehrlichkeit in kleinen Dingen für Gott ist, dadurch werden Diebe förmlich ermuntert ganze Länder unsicher zu machen! Die nächst höhere Stufe ist Terrorismus, indem man Mord an Unbeteiligten aufgrund irgendwelcher Doktrinen rechtfertigt. Der letzte Schritt führt hin zum Krieg, angeblich um Recht und Ordnung wiederherzustellen, allzu oft nur darum, um genehme Vassallenregierungen zu installieren um sich weiter an fremdem Reichtum zu befriedigen.

 

Städte werden für Touristen, eigene Bürger und gutgläubige Kreditgeber zu wahren Diebesfallen! Einer der grössten Fälle in der Geschichte ist das an Rohstoffen, Erdöl und landwirtschaftlichen Produkten so reiche Land Argentinien, das sich dank einer Krise wie der Attentate in New York im Jahre 2001 als zahlungsunfähig erklärte und viele gutgläubige Geldgeber die deren Staatsanleihen zeichneten in harte Bedrängnis brachte! Mit einer siebzigprozentigen Geldentwertung betrog die herrschende Klasse die eigenen Bürger! Millionen von Menschen wurden in Armut, Hunger und viele gar in den Tod gedrängt!

 

*** Rbi8  Sprüche 28:16 ***

Ein Führer, dem es an wahrem Unterscheidungsvermögen fehlt, ist auch reich an betrügerischen Handlungen, wer aber ungerechten Gewinn haßt, wird [seine] Tage verlängern.

 

Wer die Gegenseite studiert, dass in ähnlicher Höhe wie in Argentinien Staatsschulden existierten nun deren reichste Bürger Vermögen in harte Währungen und viele ins Ausland transferierten, der kann den Betrug einer kleinen Oberschicht leicht durchschauen! Was werden diese Menschen Gott am Tag seines Gerichtes wohl antworten?

 

8.2.2.4          Habgier führt zu Handlungen die uns ins Verderben bringen können!

Wer viel hat, der möchte meist noch mehr haben! Habsucht aber ist nicht auf eine bestimmte Klasse von Menschen beschränkt, sondern ergreift alle Arten Menschen: Sie erfasst Männer wie Frauen, Reiche und Arme, Farbige und Weisse gleichermassen!

 

Habvsucht muss schon im Kindesalter korrigiert werdenDie Habgier beginnt schon bei kleinen Kindern, indem sie das Spielzeug eines anderen Kindes verlangen und vielleicht an sich nehmen. Eltern tun gut daran, solche „Kleinigkeiten“ früh schon die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Ein kleiner Diebstahl, zur richtigen Zeit mit den geeigneten Worten korrigiert, kann ein gesamtes Leben lang den gewünschten Effekt hinterlassen. Aus dem kleinen Kind kann ein ehrlicher Erwachsener werden der zwischen „mein und dein“ wohl zu unterscheiden vermag!

 

Jesus zeigte anhand eines Gleichnisses, dass Habsucht uns daran hindert gegenüber Gott reich zu werden! Wir können nicht zwei Herren gleichzeitig dienen, dem Aufhäufen von Reichtum und Dienst für Gott! Stets wird im Falle der Habsucht Gott und sein GESETZ der Verlierer sein! Unabhängig davon, ob unsere Methoden zum Erlangen von Vermögen recht und gerecht sind, so beinhaltet dies doch oft ein Auge, das zur Begierde hin neigt und immer mehr möchte!

 

*** Rbi8  Lukas 12:15-21 ***

Dann sagte er zu ihnen: „Haltet eure Augen offen, und hütet euch vor jeder Art von Habsucht, denn wenn jemand auch in Fülle hat, kommt doch sein Leben nicht aus den Dingen, die er besitzt.“ 16 Darauf redete er in einem Gleichnis zu ihnen, indem er sprach: „Das Land eines gewissen Reichen lieferte einen guten Ertrag. 17 Demzufolge begann er, bei sich zu überlegen, und sagte: ‚Was soll ich tun, nun, da ich keinen Raum habe, wohin ich meine Ernten einbringen könnte?‘ 18 Da sprach er: ‚So will ich’s machen: Ich will meine Vorratshäuser abbrechen und größere bauen, und ich will dorthin all mein Getreide und alle meine guten Dinge einsammeln; 19 und ich will zu meiner Seele sagen: „Seele, du hast viele gute Dinge für viele Jahre aufgehäuft; laß dir’s wohl sein, iß, trink und sei fröhlich.“ ‘ 20 Gott aber sprach zu ihm: ‚[Du] Unvernünftiger, in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Wer soll dann die Dinge haben, die du aufgespeichert hast?‘ 21 So ergeht es dem Menschen, der Schätze für sich aufhäuft, aber nicht reich ist Gott gegenüber.“

 

Wer genügend Reichtum erreicht hat, der neigt dazu den Reichtum für unnütze Art von Vergnügen zu gebrauchen, die ihn schnell von Gottes Richtlinien entfernen! Reichtum und Ausschweifung liegen oft sehr nahe beieinander!

 

Jesus zeigt, dass während der „Nacht“, vollkommen unerwartet der Tod jeden erreichen kann! Die einzige Hoffnung nach dem Tod aber ist Auferstehung und die hängt von Gott ab! Arm zu sein gegenüber Gott an guten Werken wird weltlichem Reichtum gegenübergestellt. Gott verspricht dagegen Lohn für Ehrlichkeit und aktive Nächstenliebe! Jesus zeigte dies in seiner Antwort an Petrus, der ihn danach fragte, was den Aposteln für ihre harte Arbeit denn zustehen werde. Sie hatten doch all ihre Habe verlassen. Jesus versprach ihnen künftig Richter an seiner Seite zu sein, um das „Israel Gottes“ zu richten. Er ergänzte zudem:

 

(Matthäus 19:27-29)   Da gab ihm Petrus zur Antwort: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns eigentlich zuteil werden?“ 28 Jesus sprach zu ihnen:. . .„Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

 

Je, heute das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ an erste Stelle zu setzen bringt längerfristig grossen Gewinn. Der Habsüchtige, der Dieb, jeder der erpresst, veruntreut und jeder Korrupte aber wird „Erblasser“ sein, anderen den aufgehäuften Reichtum hinterlassen!

 

Beim Tod aber verliert vorab jeder sämtliche aufgehäuften Güter! Wer wird nun beim Abschluss des Systems der Verlierer sein und wer der Gewinner im Königreich Gottes?

 

Erblasser und Erben in Israel
 

Paulus zeigte durch sein Leben, dass Treue gegenüber Gott auch unter widrigsten Umständen durchaus möglich ist! Während seiner zweiten Gefangenschaft in Rom, kurz vor seiner Hinrichtung schrieb er einen ermunternden Brief an Timotheus. Er zeigte, dass es von ausschlaggebender Wichtigkeit ist den Glauben unbefleckt zu bewahren! Erst durch Werke aber zeigen wir unseren Glauben ober verleugnen ihn! Paulus war überzeugt, dass Jesus bald schon kommen wird, um ihn aus dem Tod zu befreien und so lange er lebte erwartete er dieses Offenbarwerden des Christus sehnlich! Er kannte den genauen Zeitpunkt nicht, wusste aber, dass Gott der dies versprochen hatte nicht lügen kann!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:6-8 ***

Denn schon werde ich wie ein Trankopfer ausgegossen, und die bestimmte Zeit für meine Erlösung steht bevor. 7 Ich habe den vortrefflichen Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt. 8 Fortan ist mir die Krone der Gerechtigkeit aufbehalten, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag als Lohn geben wird, doch nicht nur mir, sondern auch all denen, die sein Offenbarwerden geliebt haben.

 

Der Tod bedeutete für Paulus Erlösung! Mit dem Tod wurde für ihn die Zeit gestoppt und die nächste Erinnerung wird das Erkennen Jesus sein in der Frühauferstehung, am Tag von Jesu erster Wiederkehr! [B1](Php 3:11) Die Finsternis der „Nacht“ des heutigen Systems ist weit fortgeschritten, der Richter der ganzen Erde steht an der Tür und wird von jedem von uns Rechenschaft fordern und jedem den ihm gebührenden Lohn geben!

 

8.2.2.5          Der Diebstahl hat viele Gesichter!

Wir haben bisher schon einiges zu unredlichem Geschäftsgebaren aber auch zu korrektem Verhalten gehört! Die Bibel unterscheidet ebenso wie heutige Gesetzgebungen zwischen verschiedenen Formen des Diebstahls: Dem Betrug, der Übervorteilung, der Erpressung, der Unterschlagung oder dem Raub! Jede Art des an sich nehmen von einem Gegenstand oder von Barmitteln, einer Forderung, welche einem anderen gehören, ohne dafür den entsprechenden Entgelt zu leisten ist ein Diebstahl! Der Diebstahl kann als strafwürdiges Vergehen durch die Form wie er durchgeführt wurde zusätzlich erschwert werden: Dadurch, wie der Dieb vorgeht, um sich fremdes Gut anzueignen. Zum materiellen Schaden den er zufügt kommen noch körperliche und seelische Tortur bis hin zum Mord hinzu! Die Strafe wird entsprechend verschärft sein! Allzu oft ist auch Irreführung, Lüge und falsches Zeugnisgeben damit eng verbunden, um den Verdacht von sich weg auf andere zu lenken und sie dadurch zu Unrecht anzuschuldigen! Ein Dieb ist somit meist ein Übertreter von Gottes GESETZ auf sehr vielen Ebenen!

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

(Vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

Die Hyperinflation frisst das Vermögen des Volkes: Staatlicher DiebstahlEine gerechte Person zeigt kein Verlangen nach etwas, was ihr nicht zusteht. Sie versucht stets das zurückzugeben, was ihr nicht gehört, was ihr anvertraut oder sie ausgeliehen hat. Das ist bei einer Einzelperson nicht anders als in einem Grossbetrieb oder dem Staat! Das fängt beim ausgeliehenen Buch an und geht hin zur Rückzahlung von Schulden bis Bankkrediten. Der ehrliche Staat zahlt seine Staatstitel zurück und bestielt seine Bürger nicht durch Inflation! Inflation ist verdeckter Diebstahl! Die Hyperinflation nach dem schwarzen Freitag 1928 endete in fast vollkommener Wertlosigkeit des Geldes!

 

Wer im Geschäftsleben Gelder entgegennimmt, die zu viel oder zu Unrecht eingezogen werden, der muss diese zurückerstatten, auch wenn es Aufwand bedeutet! Einige Länder gehen darin mit gutem Beispiel voran, indem sie z.B. Steuergelder ohne Verzögerung zurückerstatten, die zu viel oder fälschlich eingezahlt wurden! Andere Länder aber vertuschen solches oder betrügen offen und geben der gesamten Bevölkerung dadurch ein falsches Signal!

 

Einzelpersonen, Unternehmen und Regierungen können sich als Gerechte erweisen oder als Betrüger! Der Gerechte aber zeigt sich stets durch seine Werke als gerecht! Johannes zeigt einen wichtigen Zusammenhang:

 

*** Rbi8  1. Johannes 3:7-8 ***

Kindlein, laßt euch durch niemand irreführen; wer Gerechtigkeit übt, ist gerecht, so wie jener [[Jesus]] gerecht ist. 8 Wer fortgesetzt Sünde begeht, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich, um die Werke des Teufels abzubrechen.

 

Ungerechtigkeit wird mit Sünde gleichgesetzt und mit den Werken des Teufels verbunden. Satan war vom Anfang der Menschheit an ungerecht! Er wusste sein Begehren nicht zu zähmen und raubte Gott seine Stellung als Souverän, indem er unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Eva überredete ihm Gehör zu schenken und Gottes Anweisung und Warnung nicht zu gehorchen! Wir sollen uns von niemandem irreführen lassen, unabhängig davon, was die Stellung, der Rang oder der Name sei!

 

Satan selbst war ein Cherub, von Gott in seine Stellung im Garten Eden eingesetzt! Eva ihrerseits war in der Lage selbst zu entscheiden, wem sie Gehorsam leisten wollte. Ihre Antwort zeigt, dass sie sich der Übertretung wohl bewusst war und sie es dennoch tat! Ihr Verlangen war nach dieser verbotenen Frucht, weil diese für ihre Augen begehrenswert war! Es war ein Diebstahl einer einzigen Frucht aber mit sehr grossen Folgen! Eva liess sich gründlich betrügen (1.Ti 2:14).

 

Das Begehren der Augen*** Rbi8  1. Mose 3:1-7 ***

Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: „Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen? 2 Darauf sprach die Frau zur Schlange: „Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. 3 Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: ‚Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.‘ “ 4 Darauf sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. 5 Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

6 Demzufolge sah die Frau, daß der Baum gut war zur Speise und daß er etwas war, wonach die Augen Verlangen hatten, ja der Baum war begehrenswert zum Anschauen. So begann sie von seiner Frucht zu nehmen und zu essen. Danach gab sie davon auch ihrem Mann, als er bei ihr war, und er begann davon zu essen. 7 Dann wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie wurden gewahr, daß sie nackt waren. Daher nähten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Lendenschurze.

 

Die Lüge Satans, auch ohne Gott zu gehorchen trotzdem ewig zu Leben und dazu noch zu „sein wie Gott“, dass der Mensch selbst über Gut und Schlecht zu entscheiden hätte, diese Verdrehung wollte Eva nicht durchschauen. Sie missachtete die angedrohte Todesstrafe! Adam schloss sich ihr in der Rebellion an, was ihm als „Haupt der Frau“ noch grössere Schuld einbrachte. Diebstahl und Schutz des Diebes lohnen nicht, denn Paulus erklärt ohne Umschweife, dass „kein Dieb Gottes Königreich erreichen wird“ (1.Kor 6:9, 10).

 

Offensichtlich war dies die erste „Sünde wider den heiligen Geist“, mit Todesfolge: Das bewusste Übertreten eines Gebotes Gottes! Auch in Harmagedons Endgericht wird durch Johannes in der Offenbarung bestätigt, dass Diebe Gottes Königreich nicht ererben werden! Auch sie werden sich ihrer geistigen Nacktheit zu spät bewusst werden! (Off 3:17; 16:15)

 

In Harmagedon wird diese in Eden begonnene und bis zum Abschluss des Systems weitergeführte Rebellion ihr Ende finden! Jesus kommt zurück, um des Teufels Werke abzubrechen, Satan gefangen zu setzen und alle die eher auf jenen Menschenhasser hörten als auf Gott, sie werden ihr Ende finden! (1.Joh 3:8) wer Gottes Worte in den Wind schlägt betrügt sich selbst!

 

*** Rbi8  Sprüche 12:5 ***
Die Gedanken der Gerechten sind [das] Recht; die Steuerung durch die Bösen ist Trug.

 

Was das kleine Kind nicht in der Jugend lernt, das wird später schwierig werden, es ihm beizubringen. Es ist wohl möglich, dass sich ein Dieb von seiner Ungerechtigkeit abwendet und ein ehrliches Leben beginnt. Aus Erfahrung aber wissen wir alle, dass dies die Ausnahme und nicht die Regel ist!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:9-11 ***

Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, ... 10 noch Diebe, noch Habgierige, ... noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

 

Die Erwachsenentaufe kann somit auch schwerwiegendere Sünden zudecken, wenn Werke der Reue eine wirkliche Umkehr zeigen!

 

Gottes Vorkehrung der Sündenvergebung wahrnehmen!
 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

Wer als Jugendlicher bereits straffällig wird, der hat gute Chancen einen langen Teil seines Lebens in Institutionen für Korrekturmassnahmen und später im Gefängnis zu verbringen. Die wahre Schande aber fällt auf die Eltern. Was klein beginnt wird mit der Zeit durch zunehmende Habsucht immer grösser! Der ungesühnte kleine Diebstahl schreit förmlich nach grösserer Übertretung und wird so zur Gewohnheit! Oft führt es zur Teilhabe an Jugendbanden. Paulus warnt vor denen, die uns irreführen solche Zusammenhänge zu missachten!

 

Jean Ziegler: Der Hass auf den Westen*** Rbi8  1. Korinther 15:33-34 ***

Laßt euch nicht irreführen. Schlechte Gesellschaft verdirbt nützliche Gewohnheiten. 34 Wacht in gerechter Weise zur Nüchternheit auf, und treibt nicht Sünde, denn einige haben keine Erkenntnis Gottes. Ich sage es euch zur Beschämung.

 

Was klein beginnt hat schlussendlich bei den Mächtigen des Systems verheerende Auswirkung: Kaiser, Könige und Präsidenten berauben und verwüsten ganze Regionen, um sie in ungerechtfertigter Weise in Besitz zu nehmen, sie erbeuten ganze Länder von andern Potentaten. Im Kleinen beginnt dies, wo aus einzelnen Verbrechern ganze Verbrecherbanden werden und daraus organisierte wie auch staatliche Kriminalität. Aber auch Grossunternehmen bereichern sich heute in den ärmsten Kontinenten auf schamlose Weise! Religionen versklaven ihre Anhänger und bringen ihre Witwen und Waisen selbst um ihr Erbe! Lug, Betrug und Gewalt, alles um der Habsucht zu frönen: Seit Adam bis zum Abschluss des Systems wird dies so bleiben! Der Prophet Micha gibt Jehovas Worte wieder:

 

*** Rbi8  Micha 2:2 ***

Und sie haben Felder begehrt und haben sich [ihrer] bemächtigt, auch Häuser und haben [sie] genommen; und sie haben einen kräftigen Mann und seine Hausgemeinschaft übervorteilt, einen Mann und seinen Erbbesitz.

 

Das Prinzip bleibt sich stets dasselbe! Meist sind es ehrgeizige, habgierige Menschen die sich an wichtige Stellen hocharbeiten! Die Ausnahme bestätigt dabei nur die Regel! Die Habgier ist allzu oft mit Ichsucht und Ambitionen verbunden. Es darf uns nicht wundern, wenn an hohen Positionen in Wirtschaft, Politik und Religion Menschen stehen, die bei näherem Betrachten und beim Aufdecken dessen, was sie sorgsam zudecken als Diebe entlarvt werden müssten! Selbst Richter sind leider allzu oft für ungerechten Gewinn bereit das Recht zu beugen!

 

(Zephanja 3:3-4)  Ihre Fürsten in ihrer Mitte waren brüllende Löwen. Ihre Richter waren Abendwölfe, die nicht [Knochen] zernagten bis zum Morgen. 4 Ihre Propheten waren frech, waren Männer der Treulosigkeit. Selbst ihre Priester entweihten, was heilig war; sie taten dem Gesetz [[GESETZ]] Gewalt an.

 

Ihr Erscheinen mag gegen aussen hin makellos sein, Unrecht mag sorgsam verdeckt bleiben aber ihre Art zu handeln, Dinge die Unrecht sind zu erlauben und zu fördern und davon zu profitieren, dies verrät sie!

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

(Vergleiche Grafik: Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

8.2.2.6          Mit den Dingen des Unterhalts zufrieden sein  

Die Bibel gibt den guten Ratschlag, dass jeder für seinen eigenen Lebensunterhalt zu sorgen habe. Paulus erklärt deutlich, dass wer nicht arbeiten will auch nicht essen soll! Andererseits ist der Arbeiter aber auch seines Lohnes würdig und ihm den gebührenden Lohn zu enthalten ist eine weitere Form des Diebstahls (2.Thess 3:10-12).

 

Liebe, Raub und LeidenschaftDer ungebremste Raub von Ländereien zu Gunsten der Reichen und Reichsten hat über Jahrhunderte Menschenmassen in Armut und Abhängigkeit von Arbeit getrieben! Dieselben Reichen zeigen sich heute als nicht in der Lage genügend Arbeitsplätze zu schaffen und den Menschen Wohnraum und genügend Nahrung zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung zu stellen! Die arme Landbevölkerung flieht in die Slums der Städte, die mit ihren Problemen überborden und durch die krassen Unterschiede zwischen reich und arm förmlich zum Diebstahl und Raub herausgefordert wird! Wir machen uns somit mitschuldig, weil wir vom vorherrschenden, ungerechten System profitieren! Wer es nicht anprangert gleicht der Familie Achans!

 

Unabhängig aber von der Situation in der ein Mensch leben mag gibt Paulus den Rat:

 

*** Rbi8  1. Petrus 4:15-16 ***

Indes möge niemand von euch als Mörder oder Dieb oder Übeltäter oder als jemand leiden, der sich in die Sachen anderer Leute einmischt. 16 [Leidet er] aber als Christ, so schäme er sich nicht, sondern er verherrliche Gott weiterhin in diesem Namen [[(Jesu, des Christus)]].

 

Ein arbeitsamer, ehrlicher und fleissiger Christ aber wird durch Bemühen redliche Arbeit, und dadurch auch die Anerkennung anderer zu finden, auf korrekte Art seinen Lebensunterhalt verdienen und für seine Familie sorgen. Jeder der in einem unehrlichen System korrekt zu handeln wünscht wird jedoch mit Schwierigkeiten konfrontiert! Jehova in Jesu Namen trotz Problemen zu verherrlichen wird zum gegebenen Zeitpunkt den versprochenen Lohn eintragen!

 

Paulus gibt Christen wiederholt den guten Ratschlag frei von Geldliebe zu sein. Dies bedeutet nicht Geld zu verachten, sondern vielmehr damit klug umzugehen, lernen sparsam zu sein. Die Geldliebe aber kann zur Besessenheit werden, die unseren Blick trübt und uns zu nichtigen Handlungen verleitet.

 

*** Rbi8  Hebräer 13:5-6 ***

[Eure] Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid. Denn er hat gesagt: Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“, 6 so daß wir guten Mutes sein können zu sagen: „Jehova ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten. Was kann mir ein Mensch antun?

 

In dieser schwierigen Zeit, in der es uns trifft zu leben, ist es die Mehrheit aller Menschen die täglich gewisse Geldnöte zu bestehen hat. Wenn wir unser Vertrauen in Jehova setzen und seinem Sohn wirklich treu sind, dann lässt auch Er uns nicht im Stich! Wir aber müssen unser Bemühen durch Werke zeigen!

 

8.2.2.7          Religion als Quelle ungerechter Bereicherung

Aus Religion ein Geschäft und eine gute Einnahmequelle zu machen ist eine andere Form des Diebstahls. Christus hatte gesagt, dass wir kostenfrei empfangen hätten und deshalb kostenfrei geben sollten! Der Arbeiter hat seine Nahrung verdient, bestätigt Jesus, nicht aber ungerechtfertigte Bereicherung durch Zehnten und Kollekten. Durch Gottergebenheit materiellen Reichtum erlangen zu wollen ist eine gefährliche Schlinge. Solche Menschen suchen in der Bibel Rechtfertigung für ihr Handeln und verdrehen den Sinn der Aussagen. Durch ihren aufgehäuften Reichtum erzeugen sie zudem Neid. Um die guten religiösen Pfründen wird gestritten (Mat 10:8, 9). Paulus redet von „Sklaven“, als Arbeitnehmern, die christlichen Herren mit Freude dienen, da beide einander respektieren. Wo davon abgewichen wird folgt üble Nachrede, zum Nachteil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“!

 

Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld*** Rbi8  1. Timotheus 6:4-8 ***

Aus diesen Dingen entspringen Neid, Streit, Lästerreden, böse Verdächtigungen, 5 heftige Wortwechsel um Kleinigkeiten von seiten der Menschen, die ben nichts in die Welt hineingebracht, und wir können auch nichts mit hinaustragen. 8 Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein.

 

Sowohl Arbeitgeber, wie Arbeitnehmer stehen in derselben Gefahr „verderbten Sinnes und der Wahrheit beraubt (zu sein) … und denken, Gottergebenheit sei ein Mittel zum Gewinn“. Dem gegenüber stellt Paulus das Selbstgegügsam zu sein in den Vordergrund. Er selbst ging damit durch gutes Beispiel voran. Er begnügte sich mit Lebensunterhalt und Bedeckung! Er erlebte Zeiten des Überflusses und Zeiten des harten Mangels. Den Brüdern in Philippi schrieb er:

 

*** Rbi8  Philipper 4:12-13 ***

Ich weiß tatsächlich, wie man [an Mitteln] knapp sein kann, ich weiß tatsächlich, wie man Überfluß haben kann. In allem und unter allen Umständen habe ich das Geheimnis kennengelernt, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluß zu haben als auch Mangel zu leiden. 13 Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht.

 

Keine Geldliebe zu entwickeln ist nicht gleichbedeutend, dass alle Christen besitzlos sein müssen oder dies zu werden versuchen! Paulus übernachtete in Häusern von Brüdern! Die Versammlungen des ersten Jahrhunderts waren alle in Privathäusern untergebracht! Versammlungen machten Paulus und den anderen Heiligen, vor allem denen in Jerusalem die in Armut durch Gemeinschaftsbesitz lebten Geld- und Sachspenden, um deren Bedürfnisse zu befriedigen. Paulus stellt die Habsucht der Selbstgenügsamkeit gegenüber! Er fordert Christen auf, ihren Besitz mit anderen zum Wohl der Gemeinschaft zu teilen, grosszügig und gastfreundlich zu sein! (2.Kor 6:5; )

 

Ratzinger: Mitarbeiter der Wahrheit*** Rbi8  3. Johannes 7-8 ***

Denn zugunsten [seines [[Jehovas]]] Namens sind sie [[(die die gute Botschaft an neuen Orten predigen)]] ausgezogen, ohne den Leuten aus den Nationen etwas abzunehmen. 8 Darum sind wir verpflichtet, solche Personen gastfreundlich aufzunehmen, damit wir zu Mitarbeitern in der Wahrheit werden.

 

Mitarbeiter in der Wahrheit“ sind aber deutlich von „Mitarbeiter der Sünde, der Lüge“ zu unterscheiden! Jede Religion erklärt, dass sie die Wahrheit hätte und alle Übrigen irrten. Wenn wir ihre Aufhäufung von Reichtum betrachten können wir allein schon dadurch ihre Lüge entziffern! Wer tiefer greift erkennt bei jeder der Kirchen und deren „offiziellen Wahrheit“ gut verdeckte und offensichtliches Lügen. Der Schreiber der Sprüche richtete ein Gebet an Jehova, worin er ihn bat, ihn vor Unwahrheit zu bewahren und weder Reichtum noch Armut zuzulassen. Beides beinhaltet Gefahr!

 

*** Rbi8  Sprüche 30:7-9 ***

Zwei Dinge habe ich von dir erbeten. Enthalte sie mir nicht vor, ehe ich sterbe. 8 Unwahrheit und das lügnerische Wort entferne von mir. Gib mir weder Armut noch Reichtum. Laß mich die mir beschiedene Speise verzehren, 9 damit ich nicht satt werde und ich [dich] tatsächlich verleugne und sage: „Wer ist Jehova?“ und damit ich nicht verarme und ich tatsächlich stehle und mich am Namen meines Gottes vergreife.

 

Keine Unwahrheit soll im Herzen aufkommen, wünscht Salomo! Auf dem „Weg der Wahrheit“ muss jede Lüge fern sein! Unwahrheit und Lüge über Gott, Sein Wort, Sein GESETZ aber finden wir innerhalb jeder Religion!

 

Wer stiehlt, der vergreift sich am Namen Gottes! Mit dem Diebstahl verneinen wir Gottes Gebot ehrlich zu handeln und sagen uns: „Wer ist Jehova?“, indem wir unser habsüchtiges Verlangen über seinen Willen erheben. Das Gebet um die uns beschiedene Nahrung wiederholt auch Jesus im Vaterunser, wo er sagt: „Gib uns unser tägliches Brot“ und er zeigt damit, dass bis zum Abschluss des Systems und dem Kommen von Gottes Königreich ungerechte Verhältnisse herrschen werden, die Gottes Einsatz zu Gunsten seiner Anbeter notwendig macht, damit das tägliche Brot nicht fehle!

 

8.2.2.8          Selbstgenügsamkeit verhindert, dass wir zu Dieben werden können

Ungerecht handelnde Menschen fragten Johannes den Täufer, was notwendig sei, um getauft werden zu können. Die Antwort des Johannes ist bis heute gültig! Vor allem Menschen im Staatsdienst wird ihre Machtbefugnis oft zum Stolperstein! Macht und Machtmissbrauch liegen einander dort besonders nahe.

 

*** Rbi8  Lukas 3:12-14 ***

Doch auch Steuereinnehmer kamen, um getauft zu werden, und sie sprachen zu ihm: „Lehrer, was sollen wir tun? 13 Er sagte zu ihnen: „Verlangt nicht mehr als die Steuergebühr.“ 14 Auch die, die im Heeresdienst standen, fragten ihn: „Und wir, was sollen denn wir tun?“ Und er sagte zu ihnen: „Drangsaliert niemand, noch klagt jemand falsch an, sondern begnügt euch mit den Dingen zu eurem Unterhalt.“

 

Johannes der Täufer nennt die Pharisäer "Otternbrut"Matthäus, ein ehemaliger Steuerbeamter verliess seinen Arbeitsplatz und folgte Jesus, als dieser ihn hierzu aufforderte. Es ist kaum möglich, dass der Offizier Kornelius nach seiner Taufe noch in Cäsars Dienst verblieb. Er sollte doch nun als geistiger Soldat Jesus dienen! Wir alle sind Berufene und können nicht zwei unterschiedlichen Herren gehorchen, die Gegensätzliches von uns fordern! Jeder muss für sich und seine Familie selbst den Entscheid treffen.

 

Johannes der Täufer verlangte bereits innerhalb des Staatsdienstes in Israel vorab gerechtes Handeln! Es ging um religiöse Führer der Juden: Ihr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, daß [ihr] dem kommenden Zorn entflieht? Bringt also Früchte hervor, die der Reue entsprechen. Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch, daß Gott die Macht hat, dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. In der Tat, schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, soll umgehauen und ins Feuer geworfen werden.“ (Lu 3:7-9)

 

Wir aber sind seit der Apostel Johannes die Offenbarung erhielt deutlich gewarnt, dass wir das Kennzeichen des „wilden Tieres“ weder an Hand noch an Stirn empfangen. Wer das System Cäsars mit dem Herzen und Verstand und durch sein Tun unterstützt, der wendet sich in Wirklichkeit gegen das „Königreich des Sohnes der Liebe“, dem er doch seine ungeteilte Liebe geben sollte! Wer dem Staat direkt als Mitarbeiter dient, der erhält das „Kennzeichen“, die symbolische „666“ dagegen auf seine Hand!

 

Wir sollen doch Jesu Sklaven sein und nicht Staatsdiener, die doch ihre Heere in Harmagedon versammeln, um gegen den Christus zu kämpfen! Wir werden dadurch geteilt und Christus wie Jehova fordern von uns ungeteilte Liebe und Einsatz für Jesu Königreich zu geben! Die Macht der ganzen Welt dagegen liegt in Satans Hand und denen zu dienen bedeutet doch Gottes Gegner in Wirklichkeit zu unterstützen!

 

Satans Wirken als "Gott dieses Systems"
 

Jesus erklärte, dass an erster Stelle für seine Jünger Gottes „Königreich und dessen Gerechtigkeit“ stehen soll. Bis jenes kommende „Königreich des Vaters“, das wir doch nach wie vor erwarten, wenn wir beten „Dein Reich Komme“, seine Herrschaft fünfundvierzig Tage nach Harmagedon [Bb] antritt, sind wir aber bis dahin im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Wenn wir Jesus als „König der Könige und Herr der Herren“ und als einzigen Mittler, den Hohepriester vor Jehova anerkennen, warum sollten wir anderen dienen und die Ehre geben, die sich als Gegner des Herrn Jesus und Jehovas als einzigem wahren Gott erweisen? Paulus bestätigte diesen Zusammenhang deutlich:

 

Einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen (1. Timotheus 2:5-7)  Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden. 7 Für dieses Zeugnis wurde ich zum Prediger und Apostel eingesetzt — ich rede die Wahrheit, ich lüge nicht —, zum Lehrer der Nationen in bezug auf Glauben und Wahrheit.

 

Folgen wir doch dem Paulus als Lehrer der Wahrheit für die Nationen. Es wäre doch eine Form des Diebstahls, das Gute unseres Besitzes und unserer Arbeitskraft denen zu enthalten, denen es aufgrund Gottes Berechtigung gebührt (den Dienern des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“) und es solchen zu geben (Staat, Kirche), die es wahrlich nicht verdienen? Petrus warnte Christen seiner Tage: „Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.“ (Mat 7:6)

 

Als man Jesus auf die Probe stellte, ob man dem Cäsar Steuern zahlen solle erklärte er mit praktischer Weisheit: „Sag uns daher: Was denkst du? Ist es erlaubt, Cäsar Kopfsteuer zu zahlen, oder nicht?‘ Jesus aber, der ihre Bosheit erkannte, sprach: ‚Warum stellt ihr mich auf die Probe, Heuchler? Zeigt mir die Kopfsteuermünze.‘ Sie brachten ihm einen Denạr. Und er sagte zu ihnen: ‚Wessen Bild und Aufschrift ist dies?‘ Sie sagten: ‚Cäsars.‘ Dann sprach er zu ihnen: ‚Zahlt daher Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.‘ Als sie [das] nun hörten, verwunderten sie sich, und sie ließen von ihm ab und gingen davon.“ Cäsars Leistungen zur Aufrechterhaltung des Systems werden durch Steuerabgaben ausgeglichen, nicht dadurch uns ihm zu versklaven!

 

Jesu klare Anweisung in der Bergpredigt, abseits von Religion und Politik lautete doch an die, welche ihm zu folgen sich bereit zeigten:

 

(Matthäus 6:33-34)  So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.

 

Gottes Gerechtigkeit verträgt sich nicht mit den Geboten der Nationen, Menschengebot, das Gottes Gebote ungültig werden lässt! (Jes 29:13, 14)

 

(Markus 7:7-8)  Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes auf und haltet an der Überlieferung der Menschen fest.“

 

Der Cäsar dagegen fordert von seinen Staatsdienern, Anwälten und Richtern, dass sie seine Gesetze und Verordnungen ins Zentrum ihres Denkens und Handelns stellen, was in sich schon ein Widerspruch darstellt. Das Steuersystem ist heute betrügerisch, verlangt oft ungebührlich viel und des Cäsars Recht begünstigt gar die Diebe und die Korrupten des gerade herrschenden Systems!

 

Zeitband Jehovas Königtum
 

Die Selbstgenügsamkeit lässt uns die vorhandenen Mittel geniessen, mögen diese viel oder wenig sein! Wir werden uns selbst daran hindern von anderen mehr zu verlangen wie uns wirklich gebührt! Wo es in unserer Macht steht, da sollen wir das Leid und Unglück anderer zu lindern helfen. Liebenswerte Güte setzt sich selbstlos für andere ein.

 

*** Rbi8  Sprüche 19:22 ***

Das Begehrenswerte am Erdenmenschen ist seine liebende Güte; und einer mit wenig Mitteln ist besser als ein lügenhafter Mann

 

Der Schreiber der Sprüche, der weise König Salomo zeigt, warum Menschen in Gottes Augen und jenen des Nächsten begehrenswert sind und auch, was sie für andere Menschen abstossend macht! Der Minderbemittelte wird mit höherem Ansehen belohnt, weil er als echter Christ wahrhaftiger ist wie der Reiche, der zu Lügen und Unehrlichkeit Zuflucht nimmt!

 

Cicero: Aus Habsucht entstehe alle VerbrechenPetrus zeigt in seinem ersten Brief, dass wir alle in der einen oder anderen Form als Christen in „Fremdlingschaft“ leben, uns dem System und seinen Verlockungen entfernt haben. Weil wir wirkliche Gottesfurcht entwickeln, darum halten wir uns vom System getrennt, das durch Habgier, Unredlichkeit und Lüge geprägt ist, weltlicher Philosophie nachlebt! Schon darum müssen sich wahre Christen gegenseitig unterstützen und eigene, abgetrennte Gemeinschaften bilden, Gruppen und Versammlungen dies umso mehr, wie wir uns dem „Tag des Herrn“ nahen!

 

(2. Korinther 6:17-18)  „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Die Flucht aus „Babylon der Grossen“, weg von Religionen und unser Abgetrennt sein, von jeder Art Beschmutzung durch dieses System fordert, dass wir gleichsam in der „Wildnis“ leben, jene zwei Bergen gleichenden hierarchischen Gebilden, der Politik und Religion den Rücken zudrehen! (Sach 14:3-5) Wie könnten wir jene unterstützen und stärken, die sich als Gottes und Christi Gegner erweisen und die am Tag Harmagedon vollkommene Vernichtung erfahren? (1.Kor 15:24; Off 18:4)

 

*** Rbi8  1. Petrus 1:17 ***

Wenn ihr ferner den Vater anruft, der unparteiisch nach dem Werk eines jeden richtet, so führt euren Wandel mit Furcht während der Zeit eurer Fremdlingschaft.

 

Mit Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit rufen wir Ihn an, wo uns Ungerechtigkeit widerfährt und uns vom System kein Recht gewährt wird! Wir wissen, dass wir im kommenden System den uns gebührenden Platz und auch die materielle Genugtuung gegeben wird! Gottes Versprechen wird sich bewahrheiten, Er kann nicht lügen! (Tit 1:1, 2)

 

8.2.2.9          Ungerechter Gewinn raubt die Seele

Ein weiterer Aspekt den wir betrachten wollen ist die Auswirkung von Diebstahl auf jene, die dies zu erdulden haben. Salomo spricht davon, dass ungerechter Gewinn „die Seele“, dessen raubt, der übervorteilt wird. Die Seele bedeutet nichts anderes als das Leben. Der moralische Schaden, der durch Diebstahl und Unredlichkeit verursacht wird kann sehr hoch sein, den materiellen Schaden bei weitem übertreffen! Vertrauen wird untergraben, Angstgefühle können überhand nehmen und Menschen später bis in den Tod treiben.

 

Hitler und sein Raubzug gegen jüdischen BesitzWir wissen längst, dass kleiner Diebstahl sich durch Habsucht vergrössert und hin zu Raubmord oder politischen Grossdelikten reicht. Als Beispiel führt dies bis hin zum staatlich aufgetragenen Raub, wie er an den Juden durch die Nazis erfolgte! Mord im grössten Rahmen, wie in den Konzentrationslagern und mit scheinheiliger Übertünchung! Natürlich wussten die christlichen Führer von Katholiken wie Protestanden nichts von dem. Das Beichtgeheimnis und Organisationsdenken statt auf Gottes Wort zu achten beeinflussten jedes Verhalten.

 

Unabhängig davon, wo wir auf der Skala Unrecht entdecken, wir dürfen als Christen nicht daran teilhaben! Ob es das Unrecht des kleinen Kindes sei, das in unserer Obhut ist oder wir einen Dienst für ein Unternehmen, den Staat oder eine religiöse Organisation ausüben, stets bleibt Gottes Ratschlag derselbe: Wir dürfen nicht an unrechten Taten Teilhaber werden, wir sollen sie viel mehr rügen! Das aber bringt meist Ungemach ein! (Spr 9:7-9)

 

*** Rbi8  Sprüche 1:10-19 ***

Mein Sohn, wenn Sünder dich zu verführen suchen, so willige nicht ein. 11 Wenn sie ständig sprechen: „Geh doch mit uns. „Laß uns doch auf Blut lauern. Laß uns doch ohne irgendeine Ursache im Versteck [auf der Lauer] liegen nach den Unschuldigen. 12 Wir wollen sie lebendig verschlingen gleichwie der Scheol, ja ganz, gleich denen, die in eine Grube hinabfahren. 13 Laß uns allerlei kostbare Dinge von Wert finden. Laß uns unsere Häuser mit Beute füllen. 14 Dein Los solltest du mitten unter uns werfen. Möge es bloß einen Beutel geben, der uns allen gehört“ — 15 mein Sohn, geh nicht des Weges mit ihnen. Halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad. 16 Denn ihre Füße, sie laufen zu lauter Schlechtigkeit hin, und sie eilen unablässig, Blut zu vergießen. 17 Denn vergeblich wird das Netz vor den Augen von irgend etwas, was Flügel besitzt, ausgebreitet. 18 Demzufolge lauern sie selbst direkt auf das Blut von diesen; im Versteck liegen sie [auf der Lauer] nach ihrer Seele. 19 So sind die Pfade eines jeden, der ungerechten Gewinn macht. Die Seele nimmt er seinen Besitzern weg.

 

Der Sünder verführt den Unschuldigen, damit er an seinen Werken teilhaben soll. Das kann im Geschäftsleben lukrativ sein! Die CNN meldete Mitte August 2005 einen Skandal in Mexiko, wo Wirtschaftsunternehmen alleine im vorhergegangenen Jahr fünf Milliarden Dollar aufwendeten, um Staatsbeamte und Politiker zu schmieren und Vorteile zu erlangen oder die gesetzlich zustehende Dienstleistung zu erhalten! Die Wirtschaft und die Politik zeigen sich beide gleich schmutzig, da sie diese Gelder über die Arbeits- und Preispolitik von den Ärmsten zurückholen! Es ist kaum anzunehmen, dass daran bis 2016 irgendetwas Grundlegendes geändert hat oder dass andere Staaten lupenrein dastehen würden.

 

In Argentinien wurde das Arbeitsrecht zu Gunsten der Arbeitgeber geändert, was nur durch hohe Bestechungsgelder möglich wurde, wodurch im Jahre 2000 eine Anzahl von Abgeordneten mit hohen Summen gekauft wurden. Der Schutz von Arbeitnehmern wurde dadurch noch weiter ausgehöhlt! Ein Land, das damals rund 50% an Arbeitslosigkeit aufwies. Seither boomt die Wirtschaft, an der Armut hat sich wenig geändert! Die Reichen werden reicher, die Armen noch ärmer! Eine allgemein akzeptierte Form des Betruges und Diebstahls.

 

*** Rbi8  Sprüche 15:27 ***

Wer ungerechten Gewinn macht, bringt sein eigenes Haus [[seine Firma oder Gruppe, sein Land]] in Verruf, aber wer [[(korruptive)]] Gaben haßt, der wird am Leben bleiben.

 

Die Politik, die Wirtschaft und die Religionen haben sich in grossem Mass in Verruf gebracht und ehrlichgesinnte Menschen fühlen sich angewidert! Der Argentinische Staat steht heute in der Welt als ein Paradebeispiel da, wie eine kleine Minderheit Bürger und Weltbürger um Milliardenbeträge straffrei betrügen kann! Wer in südamerikanischen Staaten von Gerichten Gerechtigkeit erwartet, der wird meist sehr enttäuscht und entmutigt weggehen. Die grössten Diebe laufen alle ihn Ehren und straffrei herum. Je mehr einer stiehlt, betrügt und lügt, umso höher steht offensichtlich sein Ruf! Es wird als Kavaliersdelikt angesehen und allzu oft mit einem Witz und einem Lächeln abgetan: Es ist halt so. Offensichtlich sind katholische Länder protestantischen an Toleranz gegenüber Unehrlichkeit und Korruption weit überlegen! Der Grund darf darin gesehen werden, dass bessere Bibelkenntnis bei Protestanten auch bessere Kenntnis der von Gott her angedrohten Folgen mit sich bringt! Wer in der Ohrenbeichte vor dem Priester durch ein paar Vaterunser und „Gegrüsst seist du Maria“ von jeder Art Sünde befreit, der sät förmlich Unrecht, das später geerntet wird!

 

8.2.2.10       Der Ehrliche bemühe sich weiter um Ehrlichkeit

Aber auch in Argentinien und ganz Südamerika gibt es Menschen die weiterhin ehrlich handeln. Sie halten sich an Gottes Wort, das zu solchen Menschen durch Jesaja spricht, die ehrlich handeln, unabhängig vom Druck, der auf ihnen lastet!

 

So geht er jedem, der ungerechten Gewinn sucht, es kostet dessen Besitzer: das Leben *** Rbi8  Jesaja 33:15-16 ***

Da ist einer, der in beständiger Gerechtigkeit wandelt und redet, was gerade ist, der den durch Betrügereien [erlangten] ungerechten Gewinn verwirft, der seine Hände davon losschüttelt, nach Bestechung zu greifen, der sein Ohr davor verstopft, auf Blutvergießen zu hören, und der seine Augen verschließt, um Schlechtes nicht zu sehen. 16 Er ist es, der auf den Höhen selbst weilen wird; seine sichere Höhe werden schwer zugängliche Orte zerklüfteter Felsen sein. Sein eigenes Brot wird [ihm] sicherlich gegeben werden; sein Wasservorrat wird nicht versiegen.“

 

Noch kurz vor Ende dieses Systems wird Gott diejenigen erwählen, welche die kommenden „Höhen“ der Macht erlangen werden, die „neuen Himmel“! Die Werke die ein jeder heute zeigt, sie  werden den Ausschlag darüber geben, ob wir als ein „Schaf“ auf Jesu rechte Seite gestellt werden oder als „Bock“ in die ewige Abschneidung hinweggehen!

 

Die Religionsführer, die seit Jahrhunderten schlummern und durch ihre ungerechten Gewinne sich an Generationen bereichert haben, sie kommen bald schon zu ihrem Gericht und ihrem Abschluss! Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht und fordert Christen auf nicht an ihrer Scheinheiligkeit teilzuhaben! Die Politik dagegen wird als raubgieriges „wildes Tier“ bezeichnet. Sie wird bald schon ihre Aufgabe erfüllen die Fleischteile „Babylons der Grossen“ aufzufressen, ihren ganzen aufgehäuften Reichtum zu verzehren, um ihre Staatsschulden damit zu begleichen. Jesaja spricht davon, was in unserer Zeit geschehen wird:

 

*** Rbi8  Jesaja 56:9-12 ***

All ihr wildlebenden Tiere des freien Feldes, kommt, um zu fressen, all ihr wildlebenden Tiere im Wald. 10 Seine Wächter sind blind. Keiner von ihnen hat Notiz genommen. Sie alle sind stumme Hunde, sie können nicht bellen, [sie] japsen, liegen da, lieben zu schlummern. 11 Ja, sie sind Hunde, stark an Seelen[begehren]; sie haben keine Sättigung gekannt. Sie sind auch Hirten, die nicht gewußt haben, wie [etwas] zu verstehen ist. Sie alle haben sich ihrem eigenen Weg zugewandt, jeder seinem ungerechten Gewinn von seinem eigenen Bereich her: 12 „Kommt! Laßt mich Wein holen; und trinken wir uns voll an berauschendem Getränk. Und morgen wird es bestimmt so wie heute werden, groß, in noch viel großartigerer Weise.“

 

Die Wächter „Babylons der Grossen“ aber schlafen wie japsende Hunde! Sie merken nicht, dass ihr eigener Herr bereit ist aufzustehen und wie ein Dieb das raubt, was sie mit aller Kraft zu halten suchen. Jesus selbst erklärt, dass sein Kommen „wie ein Dieb in der Nacht“ sein wird: Die „Schafe“, die wirklich auf ihren wahren Hirten hören! Sie glauben sich nach wie vor mit der Politik liiert, während sie auf dem „wilden Tier“ der UNO reiten. Der Tag ihres Abwurfs aber hat sich beängstigend genähert! Die Hirten der christlichen Religionen verstehen nicht, dass sie selbst im Zentrum des kommenden Angriffs stehen werden.

 

8.2.2.11       Keinerlei ungerechten Gewinn aufhäufen

Jeremia zeigt mit Deutlichkeit worauf wir als Christen achten sollen: Jede Art von Aufhäufung von ungerechten Gewinnen rückt er dabei ins Zentrum unseres Blickes! Die Religionsführer der Christenheit scharen ihre Anhänger wiederum um sich. Der Weltjugendtag 2005 in Köln versammelte Hunderttausende von jungen Katholiken die ihren Papst sehen wollten. Wer aber wird jene Jugendlichen belehren, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden, zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen wahrer und falscher Prophetie? Wer wird sie lehren Vertrauen nicht auf Erdenmenschen zu setzen, sondern nur in Gott den Schöpfer? Leichtgläubigkeit macht blind! Durch Jeremia erklärt Jehova, wie er damals zur Zeit Nebukadnezars die Nation Juda betrachtete. Was wird er bloss zu dieser Generation Juden, Christen und Muslimen heute sprechen, die sich alle drei auf Abraham beziehen?

 

The Paleastinian Answer to Israels peace offers *** Rbi8  Jeremia 6:13-15 ***

Denn von ihrem Geringsten selbst bis zu ihrem Größten macht jeder ungerechten Gewinn für sich; und vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch. 14 Und sie versuchen den Zusammenbruch meines Volkes leichthin zu heilen, indem [sie] sprechen: ‚Da ist Frieden! Da ist Frieden!‘, wenn kein Frieden da ist. 15 Schämten sie sich, weil sie sogar etwas Verabscheuungswürdiges getan hatten? Fürs erste schämen sie sich ganz bestimmt nicht; und zum andern haben sie nicht einmal kennengelernt, was es heißt, sich gedemütigt zu fühlen. Darum werden sie unter den Fallenden fallen; zu der Zeit, da ich Abrechnung mit ihnen halten muß, werden sie straucheln“, hat Jehova gesprochen.

 

Von den Religionen, die selbst mit ungerechtem Gewinn durch trügerisch handelnde Priester, Hirten, Pastoren und Älteste gesättigt sind, wird verkündet: Da ist Frieden! Da ist Frieden!‘. Es kann aber keinen Frieden geben, wo es Ungerechtigkeit gibt! Das Unrecht schreit nach Ausgleich, nach Gerechtigkeit, nach Vergeltung! Gott verspricht selbst mit jenen mächtigen Führern Abrechnung zu halten. Der Tag ist wirklich beängstigend nahe! Wir sehen die Vorbereitungen der Politik rund um uns! In Israel räumte die eigene Regierung Synagogen von fanatischen Religionsdienern und schont auch Rabbis nicht, die das Volk aufhetzen einen Regierungsentscheid zu missachten. Wahrlich, der Frieden wurde von der ganzen Erde weggenommen! 

 

*** Rbi8  Jeremia 22:13-17 ***

Wehe dem, der sein Haus baut, doch nicht mit Gerechtigkeit, und seine Obergemächer, doch nicht mit Recht, durch Ausnutzung seines Mitmenschen, der ohne Entgelt dient und dessen Lohn er ihm nicht gibt; 14 der spricht: ‚Ich werde mir ein geräumiges Haus und bequeme Obergemächer bauen; und meine Fenster dafür sollen erweitert werden, und die Täfelung wird mit Zedernholz sein und mit Zinnober bestrichen.‘ 15 Wirst du weiterhin regieren, weil du durch den Gebrauch von Zedern[holz] wetteiferst? Was deinen Vater betrifft, aß und trank er nicht und übte Recht und Gerechtigkeit? Da ging es ihm gut. 16 Er vertrat den Rechtsanspruch des Niedergedrückten und des Armen. In jenem Fall ging es gut. ‚War nicht das ein Fall, mich zu kennen?‘ ist der Ausspruch Jehovas. 17 ‚Bestimmt sind deine Augen und dein Herz auf nichts gerichtet als auf deinen ungerechten Gewinn und auf das Blut des Unschuldigen, um [es] zu vergießen, und auf Übervorteilung und auf Erpressung, um [sie] auszuüben.‘

 

Jeremia zeigt, dass jede Art ungerechtfertigter Bereicherung, sei dies durch Einzelpersonen oder sei dies durch Firmen, Religionsgemeinschaften oder Regierungen aufgrund von Ausnutzung anderer Menschen zustande kommt! Gerechter Gewinn aber, der durch Arbeit und Selbstgenügsamkeit der Eltern aufgehäuft wurde, dieser brachte auch den Arbeitern Gerechtigkeit und angemessenen Lohn!

 

8.2.2.12       Das Scheren und Aufessen der Schafe Gottes kommt zum Ende

Durch den Propheten Hesekiel fragt Jehova die Führer Israels spöttisch, ob sie ihm am Tag seiner Rache zu widerstehen vermögen? Hesekiel kündet auch für heute Jehovas Vorgehen gegen die christlichen Religionsführer von „Lo-Ammi“ an! Jesus sagte deutlich, dass das symbolische „Jerusalem“ (die Führer der Christenheit in der Endzeit) hart bedrängt sein würde und zerstört wird. Er spricht dabei nicht von der Stadt im Nahen Osten, sondern von dem, was sie darstellt: Religiöse Dominanz über Gottes „Schafe“!

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%202006/WEG%20ARTIKEL%202006/WEG%20Artikel%206.12.5-Dateien/image011.jpgDer Engel Jehovas vermittelte Gottes Worte an den dreissigjährigen Priestersohn und Propheten Hesekiel. Dieser weilte bereits fünf Jahre im Exil in Babylon. Durch Gottes Mitteilung musste er seine seit im Jahre 617 v.u.Z. exilierten Brüder und den mit exilierten König Jojachin am Fluss (Kanal) Kebar warnen: „‘Im dreißigsten Jahr [[(Hesekiels)]], im vierten Monat, am fünften Tag des Monats‘, ‚im fünften Jahr des Exils König Jojachins‘ “ erhielt Hesekiel von Gott die erste Vision.

 

*** Rbi8  Hesekiel 22:13-16 ***

‚Und siehe, ich habe mit meiner Hand gegen deinen ungerechten Gewinn geschlagen, den du gemacht hast, und über deine Taten des Blutvergießens, die sich in deiner Mitte vorgefunden haben. 14 Wird dein Herz weiterhin standhalten, oder [werden] deine Hände Stärke liefern in den Tagen, wenn ich gegen dich vorgehe? Ich selbst, Jehova, habe geredet, und ich will vorgehen. 15 Und ich will dich unter die Nationen zerstreuen und dich unter die Länder versprengen, und ich will deine Unreinheit aus dir vernichten. 16 Und du wirst gewiß in dir selbst entweiht werden vor den Augen der Nationen, und du wirst erkennen müssen, daß ich Jehova bin.‘ “

 

Gottes frühere Gerichte zeigen stets, wie er auf vergleichbare Situationen bei Seinem Volk reagierte, was er weiterhin als Strafmass ausführt. Auch wenn eine weitere Erfüllung im Jahre 70 u.Z. durch die Römer kam, so folgt erst noch die grösste der Erfüllungen! Wo Jehova Barmherzigkeit zeigte folgte Gefangenschaft und Exil, statt der verdienten Vernichtung. Jehova lässt bestimmt nicht mit sich spotten! Er hat genügend Propheten gesandt und schlussendlich seinen eigenen Sohn Jesus, um vor falschem Handeln zu warnen! In all der Zeit seit Mose waren es immer wieder die religiösen Führer und die Könige, die das Volk zur Gesetzlosigkeit hin brachten, indem sie Unrecht gegenüber tolerant waren oder dieses gar förderten, sie Gottes deutliche Gebote willentlich missachteten. Die Priester und Leviten haben das Volk nicht das Recht gelehrt, sich auf die Seite abtrünniger Könige gestellt und durch eigenes Beispiel nicht gezeigt, dass Gottes Rechtssystem für alle gleichermassen gilt! (Hes 33:31)

 

*** Rbi8  Hesekiel 22:27 ***

Ihre Fürsten in ihrer Mitte sind wie Wölfe, die Raub zerreißen, indem sie Blut vergießen, indem sie Seelen vernichten, um ungerechten Gewinn zu machen.

 

Selbst die christlichen Richter sind von Gottes Wort seit dem Beginn des Abfalls am Ende des ersten Jahrhunderts weit entfernt! Nur in sehr seltenen Fällen wird ein Wirtschaftsführer, ein oberster Richter oder ein hoher Politiker für ungerechtes Handeln zur Rechenschaft gezogen! Geschickte Anwälte wissen stets das Recht zu verdrehen und Bestechung blendet die Augen von käuflichen Richtern! Darum sind die Volksmassen aufgewühlt und unruhig und fordern lautstark mehr Gerechtigkeit!

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

Schon im alten Israel wurde die Zeit der Richter durch einen Skandal beendet. Die Söhne des Propheten Samuel folgten nicht den Fussspuren ihres Vaters!

 

*** Rbi8  1. Samuel 8:3 ***

Und seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen, sondern sie waren geneigt, ungerechtem Gewinn nachzugehen, und pflegten Bestechung anzunehmen und das Recht zu beugen.

 

Damals hörte Jehova auf das Schreien des Volkes und gab ihnen menschliche Könige! Es war ein Scheideweg der Nation Israel, weil Jehova zuliess, dass der Wille des Volkes geschehe und menschliche Könige an Gottes statt die Staatsführung und Rechtsgeschäfte in die Hand nahmen. Dies anstelle von Richtern, die Jehova berief. Die Söhne Samuels hatte ihre Pflicht verlassen und Schande auf den Vater geworfen (1.Sam 8:4-22).

 

Als die Könige Israels und Judas durch ebenso grosse und noch grössere Schlechtigkeit auffielen, da erst gab Jehova sie in die Hand fremder Mächte, Assyriens und Babylons, um sie zu züchtigen. Nach ihrer Rückkehr aus dem Exil wurden es der Hohepriester, der das Volk anstelle eines Königs führte, sie blieben ja nun unter der fremden Autorität der Nationen. Mit Jesu Ermordung wurde auch jenen Priestern Levis die Macht entrissen und die Amtsgeschäfte dem von Gott nach seinem Opfertod und Auferweckung im Geiste neu ernannten Hohepriester-König Jesus übertragen. Zuvor schon hatte er dies jedem der erwählten zwölf Apostel zugesagt, vorausgesetzt ihrer Treue!

 

*** Rbi8  Lukas 12:32-34 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben. 33 Verkauft die Dinge, die euch gehören, und gebt Gaben der Barmherzigkeit. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

 

Heute befinden wir uns wiederum am Scheideweg, da die christliche Priesterschaft erneut das Recht verlassen hat und Ungerechtigkeit die ganze Welt beherrscht! Diesmal kommt jedoch ein erdenweiter Gerichtstag, der bei den christlichen Religionen und deren Führern beginnt [B1] und mit der Zerstörung jeder Art von Religion endet! Auch die Wirtschaft und die Politik wird schlussendlich ihr gerechtes Gericht empfangen!

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

(Vergleiche Grafik: 6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen)

 

8.2.2.13       Der ungerechte aufgehäufte Gewinn kommt zur gerechten Verteilung!

Micha sagt, was durch Jesus und seine himmlischen Reiterheere am Tag Harmagedons geschehen wird, und was mit dem aufgehäuften Gewinn der ganzen Erde nach dem Tag der Rache gemacht wird:

 

*** Rbi8  Micha 4:13 ***

Mache dich auf und drisch, o Tochter Zion [[(das „Israel Gottes“, die „neuen Himmel“ ab Jesu Übergabe an den Vater 45 Tage nach Harmagedon vergl. Verse 1-4)]]; denn dein Horn [[(das Königtum)]] werde ich in Eisen umwandeln, und deine Hufe werde ich in Kupfer umwandeln, und du wirst bestimmt viele Völker zu Staub zermahlen; und durch einen Bann wirst du ihren ungerechten Gewinn Jehova tatsächlich übergeben und ihr Vermögen dem [wahren] Herrn der ganzen Erde.“

 

Eine Welt die in Frieden lebt ist nur dann möglich, wenn der Gewinn und die Ressourcen gerecht verteilt werden. Nur Gottes Königreich ist in der Lage diese Mammut-Aufgabe zu lösen! Dies wiederum hängt vollkommen davon ab, ob an all jenen die mit Unrecht handeln ein gerechtes Gericht vollstreckt wird! Das „neue Jerusalem“, die kommende erdenweite Verwaltung wird den ungerechten Gewinn der kommenden Weltregierung zur Verfügung stellen, um ihn durch Jesus dem Herrn der ganzen Erde gerecht zu verteilen und zu deren Nutzen anzuwenden! Die Beschnittenen Ebioniten erben die Erde Israels, die übrigen der „grossen Volksmenge“ die ganze Erde.

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:24 ***

Und die Nationen werden durch ihr Licht wandeln, und die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit in sie hineinbringen.

 

Die Lösung dieser Aufgabe von der UNO her zu erwarten bedeutet sich an eine vollkommene Illusion zu hängen! Jene Institution wird von eigenen Korruptionsskandalen geschüttelt. Offensichtlich ist sie wie die meisten ihrer Mitgliederregierungen, vom Beamten bis zur Spitze hin korrupt.

 

Neues Jerusalem: Gottes kommende Regierungshauptstadt "Jahwe-Schammah"
 

8.2.2.14       Diebstahl darf sich nicht bezahlt machen!

Jehovas GESETZ ging mit Dieben hart um. Jehova wusste schon seit Beginn, dass Unredlichkeit den Frieden raubt. Ein kleiner Diebstahl erhielt eine kleinere Strafe, ein grosser eine härtere! Kein Dieb aber sollte ungestraft weggehen!

 

Schafdiebe gingen nicht straffrei aus! *** Rbi8  2. Mose 22:1-4 ***

Falls ein Mann einen Stier oder ein Schaf stehlen sollte und er es wirklich schlachtet oder es verkauft, soll er mit fünf [Stück] Großvieh für den Stier und mit vier [Stück] Kleinvieh für das Schaf Ersatz leisten.

2 (Wenn ein Dieb beim Einbruch ertappt werden sollte und er tatsächlich geschlagen wird und stirbt, so gibt es keine Blutschuld für ihn. 3 Wenn die Sonne über ihm aufgegangen ist, gibt es Blutschuld für ihn.)

Er soll unbedingt Ersatz leisten. Wenn er nichts hat, dann soll er für die Dinge, die er gestohlen hat, verkauft werden. 4 Wenn das Gestohlene unverkennbar in seiner Hand lebend gefunden werden sollte, vom Stier bis zum Esel und zum Schaf, muß er doppelten Ersatz leisten.

 

Der Dieb musste nicht bloss das Diebesgut zurückgeben, sofern es bei ihm gefunden wurde, er musste auch für den angerichteten Schaden Wiedergutmachung leisten! Ist er arm, so muss er als Sklave verkauft werden, was  einen bestimmten Preis eintrug, der dem Geschädigten Wiedergutmachung gab. Reichte dies nicht aus, so musste er als Sklave so lange arbeiten, bis der Schaden wiedergutgemacht sein würde.

 

Wurde ein Dieb auf frischer Tat nachts ertappt und dabei zu Tode geschlagen, so traf es den Dieb und nicht den Geschädigten. Heute geht in vielen Ländern jener in den Knast, der sein Eigentum zu Recht verteidigt hat! Wird heute ein Dieb ertappt und dabei verwundet, kann es geschehen, dass das Gericht denjenigen zur Zahlung verpflichtet, der den Dieb verletzte oder wenn er ihn unabsichtlich tötete, dass er wegen Totschlags hinter Gitter geht! Oft wird das Recht zu Gunsten des Diebes umgedeutet!

 

Diebe die Hunderttausende bis Millionen gestohlen haben können bereits nach wenigen Jahren Gefängnis wieder frei Grönings Sekretär unterschlug 1000.000 Marksein, ohne je den Schaden wieder gutzumachen! Gott aber spricht von Vergeltung am Gerichtstag oder in der Auferstehung der Toten! Es ist ein grosser Irrtum anzunehmen, dass der Ungerechte nahezu straffrei davonkommt und dem Geschädigten nicht gebührender Ausgleich verschaffen wird! Gott wird mit vollkommener Gerechtigkeit gemäss Seinem GESETZ herrschen!

 

Es ist nicht so, dass dieses GESETZ Mose für Christen nicht gelten würde, denn Jesus beruft sich genau hierauf in der Bergpredigt im Kapitel 5, den Versen 17 bis 48! Jesus spricht nicht davon, dass ein Schuldner seine Schuld durch Beten am Altar Gottes vergessen kann oder sich aus seiner Verpflichtung windet! Opfergaben am Altar sind wertlos, so lange wir unsere Pflicht gegenüber unseren Mitmenschen nicht tilgen!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:23-26 ***

Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

25 Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.

 

Nächstenliebe wird den Gläubiger dazu bringen einen Vergleich anzunehmen, wenn die Situation dies erfordert und das Vorgehen des Schuldners der wirkliche Reue für Unrecht zeigt: Dies nicht nur ein neuer Versuch von Betrug ist! Wer unverschuldeter Weise in Schwierigkeiten gerät hat bestimmt ein ganz anderes Urteil zu erwarten wie jemand, der auf zwielichtige Art sich zu bereichern versucht hat!

 

Der Steuereinnehmer Zachäus war an Jesus und seiner Lehre betreffend des Königreiches sehr interessiert und bereit, Unrecht, das er möglicherweise über viele Jahre begangen hatte wieder gut zu machen. Er zeigt, dass Jesus seine Form annimmt, die doch den gesetzlichen Verpflichtungen entspricht und er als Richter ihm Vergebung gewährt!

 

*** Rbi8  Lukas 19:8-10 ***

Zachäus aber stand auf und sagte zum Herrn: „Siehe! Die Hälfte meiner Habe, Herr, gebe ich den Armen, und was immer ich von jemand durch falsche Anklage erpreßt habe, erstatte ich vierfach.“ 9 Darauf sprach Jesus zu ihm: „An diesem Tag ist diesem Hause Rettung widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren war.“

 

Zachäus war gemäss den Worten Jesu verloren! Seine Ungerechtigkeit, sein aufgehäufter Reichtum den er durch falsche Anklagen erpresst hatte redeten gegen ihn und wären ihm am Gerichtstag zum Verhängnis geworden! Jesus zeigte ihm, dass seine Reue, die mit dem GESETZ entsprechenden Werken verbunden sind, ihm nun Rettung gewährten!

 

8.2.2.15       Bist du eine zuverlässige Person, die Verträge erfüllt?

Viele Menschen schliessen Verträge ab und sind sich der Konsequenzen nicht bewusst. Wenn ein Vertrag zu harte Bedingungen enthält ist es klug in nicht einzugehen und ihn nicht zu unterschreiben. Ihn später zu brechen hat vor Gott Konsequenzen!

 

Als Jesus vom Vater den Auftrag entgegen nahm zur Erde zu kommen und als Mensch den Beweis zu erbringen, dass es möglich ist Gottes Richtlinien einzuhalten und keines seiner Gebote des GESETZES zu übertreten, da schloss Jehova mit Jesus einen Bund! Jesus war sich die ganze Zeit bewusst, dass er diesen Bund erfüllen musste, koste es ihn was es wolle!

 

Vertragsbruch *** Rbi8  Psalm 15:3-4 ***

In seinen Augen ist der Verachtenswerte gewiß verworfen,

Die aber, die Jehova fürchten, ehrt er.

Er hat zu dem, was [für ihn selbst] schlecht ist, geschworen, und doch ändert er [es] nicht.

 

Jehova verachtet Personen, die leichtfertig Verträge eingehen, nur um sie später zu brechen! Gottesfürchtige aber ehrt er!

 

Jesus kannte bereits als junger Mensch die Vertragsbedingungen, die er als Mensch zu erfüllen hatte, weil sie durch die Propheten zuvor aufgezeichnet wurden! Er selbst als Gottes Wortführer liess jenen die Botschaft zukommen. Dieser Schwur war für ihn auch in der schwierigsten Phase verbindlich, wo er sich seinen Häschern hingab! Er wusste, dass er einen schmach- und schmerzvollen Tod zu erleiden hatte. Er zog weder Flucht noch Gewalt in Betracht! Er zeigte wahre Gottesfurcht, indem er den Bund mit seinem Vater bis zur letzten und härtesten Konsequenz erfüllte.

 

Jesus machte mit seinen Aposteln einen ähnlichen Bund, dass auch sie auf Thronen mit ihm sitzen würden im Königreich, vorausgesetzt sie würden selbst seine Gebote erfüllen und Gott bis zum Ende die Treue halten. Judas allein hat versagt! Der Apostel Jakobus wurde für seine Treue mit dem Schwert hingerichtet, Petrus und Paulus starben als Märtyrer. Sie erfüllten ihren Bund und blieben Gott und Jesus treu auch da, wo es die letzte Konsequenz bedeutet. Sie liessen sich weder durch Überredung, noch durch Druck oder Angst davon abbringen das zu tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist!

 

Jesu Abendmahl und sein "neuer Bund" mit den elf Aposteln*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Dieser Bund galt nur den zwölf Aposteln, Paulus bereits mit eingeschlossen, obwohl jener erst Jahre später von Christus berufen wurde. Jeder Christ schliesst bei seiner Erwachsenentaufe mit Gott dem Vater und mit Jesus, dem Sohn einen ähnlichen Vertrag, der sich auf den heiligen Geist abstützt, der in den Schriften dargelegt ist! Auch wir sind „Berufene“, um unser Versprechen die Interessen des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ zu fördern. Diesen Bund leichtfertig zu brechen muss Folgen zeigen!

 

Das ganze Volk Israel hatte im Sinai gegenüber Jehova einen Bund geschlossen, den es bereits nach kurzer Zeit wiederum brach! Jehova blieb trotzdem seinem Bund treu, sorgte für Sein Volk und gab ihm fähige Führer, Er erfüllte jede seiner Bundesverpflichtungen bis Seine Geduld aufgebraucht war und nur noch harte Zuchtmassnahmen möglich blieben!

 

*** Rbi8  Jesaja 24:1-6 ***

Siehe! Jehova macht das Land leer und verheert es, und er hat seine Oberfläche umgekehrt und seine Bewohner zerstreut. 2 Und es soll für das Volk ebenso werden wie für den Priester [[(„blinde Leiter“, „blinde Geführte“)]]; für den Knecht ebenso wie für seinen Herrn; für die Magd ebenso wie für ihre Herrin; für den Käufer ebenso wie für den Verkäufer; für den Verleiher ebenso wie für den Borger; für den Zinsnehmer ebenso wie für den Zinszahlenden. 3 Das Land wird ganz bestimmt leer gemacht werden, und unfehlbar wird es geplündert werden, denn Jehova selbst hat dieses Wort geredet. 4 Das Land hat zu trauern begonnen, ist dahingeschwunden. Das ertragfähige Land ist welk geworden, ist dahingeschwunden. Die Hohen des Volkes des Landes sind dahingewelkt. 5 Und das Land selbst ist entweiht worden unter seinen Bewohnern, denn sie haben die [[GESETZE]] umgangen, die Bestimmung geändert, den Bund von unabsehbarer Dauer gebrochen. 6 Darum hat der Fluch selbst das Land verzehrt, und die es bewohnen, werden für schuldig gehalten. Darum haben sich die Bewohner des Landes an Zahl vermindert, und sehr wenige sterbliche Menschen sind übriggeblieben.

 

Bedenken wir, dass in der Zerstörung „Babylons der Grossen“ auch die ganze Namenchristenheit mit eingeschlossen ist! Jesus aber hält seinen Bund weiterhin aufrecht: Jeder der ihm gehorcht wird das erhalten, was der Bund ihm verspricht: Ewiges Leben und ein Erbe, für einige Auserwählte gar Priesterkönigtum. Jenen aber wird es ebenfalls wie den Aposteln eine etwas niedrigere Stellung, eine Königskrone über eine oder mehrere Städte eintragen, weil sie die zusätzlichen Bedingungen an Vorsteher erfüllten.

 

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Wiederum wird Jehova im kommenden Gericht auf Priester keine besondere Rücksicht nehmen und das geistige Land „Babylons der Grossen“ verwüsten und es berauben lassen. Jene geistlichen Führer waren verantwortlich, dass die GESETZE eingehalten und Bundesverpflichtungen erfüllt würden. Wiederum steht dasselbe Vergehen zur Beurteilung: „... sie haben die Gesetze [[GESETZE]] umgangen, die Bestimmung geändert, den Bund von unabsehbarer [[(ewiger)]] Dauer gebrochen.“ Darum warnt der starke Engel Gottes, Jesus, sein eigenes Volk im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“:

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-5 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

Jede Art Ungerechtigkeit wie Vertragsbruch, Lüge, Diebstahl, Habsucht und Erpressung kann in heutigen Religionsgemeinschaften gefunden werden. Ehebrecher und Pädophile gehen frei ein und aus! Die Vergehen werden sorgsam zugedeckt, damit der Schein der Heiligkeit gegen aussen gewahrt bleibt! Viele der Religionsführer sind wie hungrige Wölfe die ihre eigenen Schafe verzehren oder zumindest scheren! Aber auch die meisten der Schafe nehmen es mit der Vertragserfüllung nicht besonders ernst! Der nachstehende Zeitband zeigt Beginn und Ende des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ bei Jesu Erhöhung bis zum Tag, wo der das aufgerichtete Königreich des „Israel Gottes“, die „neuen Himmel“ dem Vater übergibt „und der Vater allen alles ist“ (1.Kor 15:24-28)

 

Zeitband Aufrichtung Jesu Königreich
 

Jede Art von Vertragsbruch wird durch Jehova als ein Vergehen gegen Ihn betrachtet, weil es Gesetzesbruch bedeutet! Jesus erwähnte, dass bereits unser „Ja“ verbindlich ist: „Euer Wort Ja bedeute einfach ja, euer Nein nein; denn was darüber hinausgeht, ist von dem, der böse ist.“ (Mat 5:37) Ausser der Wiedergutmachung des Schadens der entstanden ist, muss der Vertragsbrüchige auch noch ein Schuldopfer Jehova gegenüber entrichten!

 

Petrus zeigt, dass wahre Liebe das GESETZ erfüllt und gar übersteigt! Er redete vom Ende des jüdischen Systems, das wenige Jahre nach seinem Schreiben, im Jahre 70 u.Z. durch Rom vollständig zerstört wurde. Wir aber stehen diesmal vor dem Ende des herrschenden Systems Satans. Das grosse Gericht an den Lebenden steht bevor und erweitert sich durch das ganze Millennium auch auf alle Toten.

 

(1. Petrus 4:7-10)  Das Ende aller Dinge aber hat sich genaht. Seid daher gesunden Sinnes, und seid wachsam im Hinblick auf Gebete. 8 Habt vor allem inbrünstige Liebe zueinander, denn Liebe deckt eine Menge von Sünden zu. 9 Seid gastfreundlich gegeneinander ohne Murren. 10 In dem Verhältnis, wie jeder eine Gabe empfangen hat, gebraucht sie, indem ihr einander als vortreffliche Verwalter der unverdienten Güte Gottes dient, die auf mannigfaltige Weise zum Ausdruck kommt.

 

Aktive Nächstenliebe wird bei Gott anstelle dem „Schuldopfer“ anerkannt, ebenso wie die „jungen Stiere der Lippen“, wenn wir für Christus und sein Königreich Zeugnis ablegen!

 

Das war es, was Jesus ausdrückte, als er Christen auffordert, dass sie, bevor sie noch mit ihrer Gabe zum Altar treten würden zuerst mit ihrem Nächsten den Frieden suchen müssten, um eine Einigung zu erzielen! Die Gabe des „Sündopfers“ am Altar kann erst Vergebung, Auslöschung bewirken, wenn zuvor echte Reue und Ausgleich erfolgt sind und im gegenseitigen Einverständnis dadurch das Unrecht beseitigt wurde! Jesu verbindliche Anweisung in der Bergpredigt lautet auch für uns:

 

Der schuldner wird eingekerkert bis zur vollständigen Zahlung (Matthäus 5:25, 26)  Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.

 

Die Initiative muss vom Schuldner ausgehen, er muss die Einigung suchen, bevor der Gläubiger zum Richter eilt! Bestimmt hatte Jesus dabei auf die Worte Jesajas Bezug genommen, weil Israel Gottes Bedingungen zur Vergebung von Sünden nicht erfüllte! Das Versammeln muss in reinem Zustand erfolgen!

 

*** Rbi8  Jesaja 1:14-17 ***

Eure Neumonde und eure Festzeiten hat meine Seele gehaßt. Mir sind sie zur Bürde geworden; ich bin müde geworden [, sie] zu tragen. 15 Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden. 16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun. 17 Lernt Gutes tun; forscht nach dem Recht; weist den Bedrücker zurecht; fällt [einen] Rechtsspruch für den vaterlosen Knaben; führt die Rechtssache der Witwe.“

 

Jehova hasst Schlachtopfer und Gebete die nicht mit den Handlungen im Einklang stehen, die er uns aufgetragen hat und wo Unrecht und Gesetzlosigkeit zugedeckt wird, statt gerechte Zustände herzustellen! Selbst die klangvollsten Kirchenlieder vermögen Jehova nicht umzustimmen!

 

*** Rbi8  Amos 5:22-24 ***

Denn wenn ihr mir Ganzbrandopfer darbringt, werde ich selbst an euren Opfergaben kein Wohlgefallen finden, und eure Gemeinschaftsschlachtopfer von Masttieren werde ich nicht anschauen. 23 Entferne von mir das Getöse deiner Lieder; und den melodischen Klang deiner Saiteninstrumente mag ich nicht hören. 24 Und möge sich das Recht einherwälzen wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein beständig fließender Wildbach.

 

Wer Verträge bricht, weil sie Klauseln enthalten die ihm nicht angenehm sind oder weil ein Nachteil dadurch entsteht, der zeigt, dass er den Sinn hinter Verträgen nicht versteht: Es ist eine verbindliche Abmachung vor Jehovas Augen die wir einhalten sollen auch wenn es schwer fällt!

 

Reue und Sündenvergebung
 

 

8.2.3           Wo liegt das Problem und wo die Lösung?

 

8.2.3.1          Gerechte Richter die Recht verschaffen

Aufgrund des Geschichtsberichtes in der Bibel über die Nation Israel und Juda können wir vieles über Gottes Standpunkt zu Regierung und Verwaltung und auch über die durch jene ausgeübten Gerichte lernen! Es gab Zeiten, wo Israel und Juda unter gerechten Herrschern prosperierte und das ganze Volk in Ruhe und Frieden lebte, wie auch Zeiten, wo Ungerechtigkeit überhandnahm und der Wohlstand und der Frieden weggenommen waren.

 

*** Rbi8  2. Samuel 8:15 ***

Und David regierte weiterhin über ganz Israel; und David traf fortgesetzt richterliche Entscheidungen und [übte] Gerechtigkeit für sein ganzes Volk.

 

Da die Übertretung von GESETZEN durch die Richter geahndet werden müssen sind sie in einer sehr hohen Form dafür verantwortlich, ob dem Recht Nachachtung verschafft wird. Wo sie nicht handeln wird das Recht stumpf und dadurch nimmt schon bald das Unrecht überhand. Wo Gottes Wort aus den Augen verloren wird kehrt schnell Ungerechtigkeit ein. Der Prophet Zephanja beschreibt die Situation in Juda um das Jahr 650 v.u.Z., wenige Jahrzehnte bevor Babylon in Jehovas Auftrag Jerusalem einnahm und später gar zerstörte. Es war Gottes eigenes Gericht gegen sein abtrünniges Volk. Den ersten Teil sahen wir bereits weiter oben:

 

*** Rbi8  Zephanja 3:1-5 ***

Wehe der rebellierenden und sich verunreinigenden, der bedrückenden Stadt! 2 Sie hörte nicht auf eine Stimme; sie nahm keine Zucht an. Auf Jehova vertraute sie nicht. Ihrem Gott nahte sie nicht. 3 Ihre Fürsten in ihrer Mitte waren brüllende Löwen. Ihre Richter waren Abendwölfe, die nicht [Knochen] zernagten bis zum Morgen. 4 Ihre Propheten waren frech, waren Männer der Treulosigkeit. Selbst ihre Priester entweihten, was heilig war; sie taten dem Gesetz [[GESETZ]] Gewalt an. 5 Jehova war gerecht in ihrer Mitte; er übte keine Ungerechtigkeit. Morgen für Morgen gab er fortwährend seine eigene richterliche Entscheidung aus. Am lichten Tag fehlte sie sicherlich nicht. Doch der Ungerechte kannte keine Scham.

 

Gott selbst richtet täglich gerechte Gerichte und jeden Morgen wurde sein Urteil bekannt. Da die menschlichen Richter einerseits überhaupt nicht urteilten oder andererseits Fehlurteile fällten und dem Recht nicht Nachachtung verschafft wurde, so nahm der Ungerechte zu und kannte bald keinerlei Scham mehr! Dieselbe Situation sehen wir heute deutlich in vielen Ländern und vor allem in grossen Agglomerationen, wo Drogensucht, Kriminalität und Banden das Sagen haben. Jehova wird erneut nun am Tag Harmagedons Vergeltung bringen!

 

Der Richter und dieWitwe die beständig klagtJesus kam mit einem Gleichnis von einer Witwe, die ihr Recht bei einem ungerechten Richter suchte. Er erklärte seinen Jüngern, wie der Vater auf ihr Begehren nach Recht antworten würde:

 

 *** Rbi8  Lukas 18:1-8 ***

Dann redete er weiter in einem Gleichnis zu ihnen über die Notwendigkeit, daß sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten, 2 indem er sprach: In einer gewissen Stadt war ein gewisser Richter, der weder Gottesfurcht noch Respekt vor einem Menschen hatte. 3 Da war aber eine Witwe in jener Stadt, und sie ging immer wieder zu ihm und sagte: ‚Sieh zu, daß mir von seiten meiner Gegenpartei Recht zuteil wird.‘ 4 Nun, eine Zeitlang wollte er nicht, doch danach sagte er bei sich: ‚Wenn ich auch Gott nicht fürchte noch vor einem Menschen Respekt habe, 5 will ich doch auf jeden Fall, weil diese Witwe mir beständig Mühe macht, zusehen, daß ihr Recht widerfährt, damit sie nicht weiterhin kommt und mich schließlich durch Schläge ins Gesicht bezwingt.‘ “ 6 Dann sagte der Herr: „Hört, was der Richter, obwohl er ungerecht war, sprach! 7 Wird Gott also bestimmt nicht auch seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, Recht verschaffen, auch wenn er ihnen gegenüber langmütig ist? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen eilends Recht verschaffen. Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“

 

Da Jesus die Antwort in Verbindung mit den Auserwählten und mit seiner Wiederkehr in Verbindung bringt ist offensichtlich, dass dies für die Endzeit eine ganz spezifische Bedeutung besitzt! Wir sollen daran glauben, dass Gott denen Recht verschaffen wird, die in diesem System bei ungerechten Richtern unrecht ertragen müssen! Auch Jesus musste Unrecht erdulden und der Vater griff nicht unverzüglich ein! Den Aposteln geschah Unrecht und deren jüdische Richter handelten gesetzlos und parteilich. Jehova griff nicht unmittelbar ein. Sie mussten alle beweisen, dass sie durch ihr eigenes gerechtes Handeln die Welt besiegen!

 

8.2.3.2          Gewaltentrennung und Vereinigung der Gewalten

Heute kennen wir verschiedene Arten von Gewaltentrennung, weil sich über Jahrhunderte herausstellte, dass zuviel Gewalt in einer Hand stets zum Missbrauch von Gewalt geführt hat. So wird im heutigen Staat die Politik vollkommen von der Kirche getrennt und die Justiz handelt mehr oder weniger unabhängig von der Politik. Je nach Art der Demokratie liegt die Wahl der Vertreter beim Volk, die Gesetzgebung liegt bei den Volksvertretern im Parlament.

 

Organisation des Islamischen StaatesEine umgekehrte Bewegung sehen wir in muslimischen Staaten, wo die oberste Macht bei Religionsführern liegt die behaupten im Auftrage Allahs zu handeln. Beispiel dafür ist der Islamische Staat oder IS als Kürzel, wo so jedes Unrecht und jede Unmenschlichkeit geheiligt sind.

 

Wer aber die Schriften gut studiert erkennt bald, dass zwischen dem Koran und der Bibel Welten liegen, obwohl sich der Koran ausdrücklich auf Aussagen der Bibel abstützt, die als inspirierte Schrift aus Gottes Hand Grundlage für das Volk Israel bildete und zu Jesus und dessen Lehren als „Prophet gleich mir (Moses)“ hinführte, dem wahren Messias. Bereits rund 2500 Jahre bevor Mohammed behauptete Botschaften aus dem Himmel zu erhalten handelte Jehova bereits mit Abraham. Vier Jahrhunderte später schloss er den Gesetzesbund mit den Nachkommen Abrahams aus der Linie Isaaks!

 

Jesus war der angekündigte „Prophet gleich mir“, wie Moses und erfüllte alle ihn betreffenden Vorhersagen! Nach seinem Tod wurde er als Hoherpriester und König über all jene gesetzt, die ihn freiwillig als Messias anerkannt hatten! Der „neue Bund“ löste nur den „Bund mit Levi“ ab! Als erhöhter Priesterkönig hatte Jesus das Recht Gebote zu verändern, sie in der Anwendung zu verschärfen oder wie im Falle der fleischlichen Beschneidung dieses Gebot auf die „Beschneidung des Herzens“ für Menschen der Nationen zu beschränken.

 

Jehova erwählte sich vorab Moses als Führer seines Volkes Israel, um durch ihn zu handeln. Dazu musste Moses genau nach Vorgaben Jehovas handeln und das Volk gemäss allem, was  Jehova ihm auftrug führen und es belehren. Denselben Auftrag haben auch wir im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“!

 

(5. Mose 6:1-9)  Dies nun ist das Gebot, die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen, die Jehova, euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie in dem Land tut, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, 2 damit du Jehova, deinen Gott, fürchtest, um alle seine Satzungen und seine Gebote zu halten, die ich dir gebiete, du und dein Sohn und dein Enkel, alle Tage deines Lebens, und damit sich deine Tage verlängern. 3 Und du sollst hören, o Israel, und darauf achten, [sie] zu tun, damit es dir gutgeht und damit ihr zu sehr vielen werdet, so wie Jehova, der Gott deiner Vorväter, dir hinsichtlich des Landes verheißen hat, das von Milch und Honig fließt.

4 Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden [[(Hand in Bedeutung von Handeln)]], und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen [[Augen in Bedeutung von sehen, verstehen, begreifen]]; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore [[(Haus im Sinn von Hausgemeinschaft, Tore im Sinne Versammlung, die „Stadt“)]] schreiben.

 

Das endgültige Inbesitznehmen der Erde Kanaans und der ganzen Erde steht erst noch bevor! Dazu kommt Jesus zurück. In Harmagedon werden die Erblasser die am Gerichtstag bestimmt wurden nun die Urteilsvollstreckung erdulden: All jene, die nicht hören wollen, Gottes Worte und Seine Gebote missachten und sie ihr Leben verlieren. Die Erben sind die „Schafe“, welche das Abraham Versprochene erhalten und ihnen die ganze Erde gehören wird!

 

Als Moses starb erwählte Jehova Josua, um die Eroberung Kanaans zu vollenden. Später gab er auserwählte Richter, die das Volk zu führen hatten.

 

Er gab Moses Aaron zur Seite, der ihm als Hoherpriester dienen sollte und dessen Söhne sollten das Priesteramt erben.

 

8.2.3.3          Jethros Rat an Moses

Noch bevor Moses nach dem Auszug aus Ägypten und der Durchquerung des Roten Meeres zum Berg Sinai gelangte, gab es ein Ereignis, das die Art wie Moses mit Israel handelte veränderte. Sein Schwiegervater Jethro stiess im Lager in Rhephidim zu Israel.

 

Moses hört auf Jethros Rat das Gericht auf unterschiedliche Stufen zu unterteilenAls Jethro, der Priester Jehovas von Midian sah, wie Moses sein Schwiegersohn den ganzen Tag die Gerichtsfälle Israels behandelte, da gab er Moses einen inspirierten wichtigen Rat, den Moses sofort ausführte.  

 

*** Rbi8  2. Mose 18:20-23 ***

Und du [[(Moses)]] sollst sie warnend von dem unterrichten, was die Bestimmungen und die Gesetze [[GESETZE]] sind, und du sollst ihnen den Weg bekanntmachen, den sie gehen sollten, und das Werk, das sie tun sollten. 21 Du aber solltest aus dem ganzen Volk tüchtige, gottesfürchtige Männer ausersehen, zuverlässige Männer, die ungerechten Gewinn hassen; und du sollst diese über sie setzen als Oberste über Tausendschaften, Oberste über Hundertschaften, Oberste über Fünfzigschaften und Oberste über Zehnerschaften. 22 Und sie sollen das Volk bei jedem passenden Anlaß richten; und es soll geschehen, daß sie jeden großen Fall vor dich bringen werden, jeden geringeren Fall aber werden sie als Richter selbst behandeln. Mache es dir also leichter, und sie sollen die Last mit dir tragen. 23 Wenn du diese Sache wirklich tust und Gott es dir geboten hat, dann wirst du gewiß dabei bestehen können, und auch all dieses Volk wird in Frieden an seinen eigenen Ort kommen.“

 

Bedenken wir, dass dieselbe Anweisung auch an Jesus gerichtet ist und weiterhin gültig bleibt. Vorab waren es die Apostel, dann die Versammlungsvorsteher, bis Christus am Gerichtstag seine Wahl der 144.000 Priesterkönige vornimmt, die ihrerseits fähige Männer als Richter der kommenden Versammlungen unter Gottes Führung bestimmen.

 

Die Wahl von Vorstehern untersteht weiterhin mehreren Hauptkriterien: Sie mussten

 

1.) aus dem Volk sein, nicht Ausländer

2.) tüchtige Männer, nicht Frauen

3.) gottesfürchtig

4.) zuverlässig

5.) die ungerechten Gewinn hassen.

 

Das Richten des Volkes lag nun in der Hand aufrichtiger und erfahrener Männer, die als Oberste handeln mussten, um das Volk zu führen und zu richten. Wo ein Fall zu schwierig wurde, da war die nächst höhere Instanz zu befragen. Nur noch die schwierigsten Fälle gelangten vor Moses und dieser konnte direkt im Zelt der Zusammenkunft Jehova befragen.

 

Salomos Urteil über das Baby zweier sich streitender Mütter um ihr RechtIn späteren Jahren, nach der Zeit der Richter wurden solche schweren Fälle vor den König getragen, wie der Fall Salomos zeigte, wo zwei Frauen Anspruch auf ein und dasselbe Kind als ihr eigenes stellten!

 

Eine Zehnerschaft bestand aus zehn Männern im wehrfähigen Alter und darüber. Diese Männer ihrerseits hatten eigene Familien denen sie vorstehen mussten, wo sie die internen Familienangelegenheiten zu richten hatten. Eine Familie mag im Schnitt aus fünf bis zehn Personen bestanden haben. Ein Oberster von Zehnerschaften war somit über etwa 50 bis 100 Personen verantwortlich. Einer über eine Fünfzigschaft beaufsichtigte fünfzig Oberste über Zehnerschaften und damit über 2500 bis 5000 Personen (Grösse einer Stadt). Bei Hundertschaften war es die Aufsicht über hundert Oberste über Fünfzigschaften, was 25.000 bis 50.000 Personen umfasste (Grösse einer Sippe). Dann folgte noch der Oberste einer Tausendschaft, der tausend Oberste über Hundertschaften zu kontrollieren und führen hatte 250.000 bis 500.000 Personen (Grösse eines Stammes).

 

Jedem der zwölf Apostel sind jeweils zwölf solcher Oberster über Tausendschaften des „Israel Gottes“ zugeteilt, was 12 x 12.000 die 144.000 künftigen Priesterkönige ausmacht. Ihnen sind die Städte und Ortschaften im Millennium unterordnet. Jesus hatte diesen Bund mit seiner „Braut, der Frau des Lammes“, den Aposteln geschlossen:

 

(Matthäus 19:28)  Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Die „Wiedererschaffung des Königreiches für Israel“ (Apg 1:6) beginnt mit dem Aufstehen Michaels (Da 12:1; Off 11:14, 15), dem Beginn des „Tages des Herrn! [B1] Aber erst nach der „Hochzeit des Lammes“ mit seiner „Braut“, den Aposteln dürfen sich jene auf ihre versprochenen Richterthrone setzen und Anteil an der Versiegelung des Überrests jener 144.000 haben!

 

Johannes erklärt in der Offenbarung weitere Details, die eine kurze Zeitspanne vor Harmagedon einzuordnen ist:

 

(Offenbarung 7:2-5)  Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte [[(Michael, der Erzengel = Jesus)]]; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir [[Jesus gemeinsam mit den Aposteln]] die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt;

aus dem Stamm Rụben zwölftausend;

 

Deutlich zeigt sich anhand der Verbindung zu den Aussagen durch Moses zu Jesus, dem „Propheten gleich mir“ einmal mehr, dass sich „das ganze GESETZ und die PROPHETEN“ erfüllen müssen! (Mat 5:17-20)

 

In Jehovas GESETZ wurde die Rolle des Vaters als Familienhaupt festgeschrieben, wie es bereits seit Adam gültig war. Er war der Verantwortliche, der alle Familienmitglieder und Hausgenossen zu belehren hatte! Ihm oblag die Pflicht an allen Versammlungen und zu den Festzeiten teilzuhaben und sich über kommende Ereignisse zu informieren, seine Pflichten und Rechte gemäss den GESETZEN zu kennen und sie anzuwenden und die Familie danach zu belehren.

 

Der Vater sollte somit die Führung in der Familie übernehmen, wo die Familie sich bei den Mahlzeiten oder passenden Gelegenheiten wie einem Studium an den Sabbaten in der Familie vereint, um sich zu informieren und auftauchende Probleme zu lösen! Wie stets gibt die Bibel auch uns Christen denselben weisen Rat:

 

Er hat die Schuld der Gesetzesübertretung für uns bezahlt (Apostelgeschichte 15:21)  Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[(gr. = Versammlungen)]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Jene Versammlungsrichter oder Vorsteher haben seit der Zeit Mose dieselbe Aufgabe die auch im Millennium gilt!

 

Dass dies so geschehen konnte und auch geschehen würde, dazu gab Jehova die beständige Anweisung sich zu versammeln! Jeden Sabbat mussten sich die Männer in ihrer Zehnerschaft vereinen und die Dinge behandeln und bereinigen, die während der Woche vorgefallen waren. Dort wurde bestimmt, was innerhalb der Gemeinschaft an Aufgaben zu bewältigen sei! Denselben Befehl erteilt auch Paulus an Christen sowohl jenen der Beschnittenen „Ebioniten“ wie den Unbeschnittenen, den „Paulikanern“!

 

(Hebräer 10:24-25)  Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen [[(jeden Sabbat)]] nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Das Zusammenkommen am Sabbat hat in der Endzeit ganz besondere Bedeutung, weil da die Anweisungen die „Flucht“ betreffend erfolgen müssen! Wo der Befehl ausgeführt wird, sich in den „inneren Gemächern“ zu versammeln: „Geh, mein Volk, tritt ein in deine inneren Gemächer, und schließ deine Türen hinter dir zu. Verbirg dich für nur einen Augenblick, bis die Strafankündigung vorübergeht. 21 Denn siehe, Jehova kommt hervor aus seiner Stätte, um das Vergehen des Bewohners der Erde gegen ihn zur Rechenschaft zu ziehen, und die Erde wird gewiß ihr Blutvergießen enthüllen und wird nicht mehr ihre Getöteten zudecken.“ (Jes 26:20, 21)

 

(Jesaja 56:6, 7)  Und die Ausländer [[die „Paulikaner“]], die sich Jehova angeschlossen haben, um ihm zu dienen und den Namen Jehovas zu lieben, um ihm zu Knechten zu werden, alle, die den Sabbat beobachten, um ihn nicht zu entweihen, und die an meinem Bund festhalten, 7 sie will ich dann zu meinem heiligen Berg bringen und sie erfreuen in meinem Haus des Gebets. Ihre Ganzbrandopfer und ihre Schlachtopfer werden zur Annahme auf meinem Altar sein. Denn mein eigenes Haus wird ja ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden.“

 

Jehovas neuer, lebendiger geistiger Tempel mit Jesus, dem Hohepriesterkönig und seinen 144.000 mit-Priesterkönigen werden ein erdenweites „Haus des Gebetes“ sein

 

Ablauf der Hauptereignisse bei der Aufrichtung des geistigten Tempels
 

8.2.3.4          Gewaltentrennung oder Gewaltenvereinigung: Was zeigt mehr Vor- und was mehr Nachteile?

Was in der Bibel besonders hervorsticht ist, dass im künftigen System der Tausendjahrherrschaft das heute bestehende System der Gewaltentrennung grundlegend verändert wird und eine Gewaltenvereinigung erfolgen wird! Das dürfte uns heute erstaunen, die wir so stolz sind nach langen harten Kämpfen Gewaltentrennung erreicht zu haben. Auch geben wir der Gleichberechtigung von Mann und Frau einen sehr hohen Stellenwert. Allerdings fehlt den meisten Christen heute der Gesamtüberblick über die Zusammenhänge und die mittel- und langfristigen Folgen! Offensichtlich birgt das, was auf den ersten Blick vorteilhaft und erstrebenswert erscheint gewichtige Nachteile! Schauen wir beide Seiten etwas näher an:

 

Die Thronerbfolge in der Monarchie hat sich als bei den meisten Königshäusern über Jahrhunderte als problematisch erwiesen. Vor allem aus dem Blickwinkel Jehovas: Auch Autokratien mit einer ähnlichen Erbfolge zeigen dieselbe Schwäche! Nach einem kompetenten, fähigen Vater folgte oft ein inkompetenter und zur Regierung unfähiger Sohn, der von Jehova abfiel! Aus der Geschichte von Israel und Juda zeigt sich dies in den Büchern 1. und 2.Könige sowie 1. und 2. Chronika. Der Fall des für Jehova wertvollen Königs Josia und dessen Thronfolger Jehoahas zeigte dies eindringlich:

 

Du sollst nicht wählen ...(2. Könige 23:31, 32)  Dreiundzwanzig Jahre alt war Jehoahạs, als er zu regieren begann, und er regierte drei Monate lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hạmutal, die Tochter Jeremias aus Lịbna. 32 Und er begann zu tun, was böse war in den Augen Jehovas, gemäß allem, was seine Vorväter getan hatten.

 

Die Demokratie versucht dies auszugleichen und möchte den Fähigsten an jene Machtposition setzen! Im Traum Nebukadnezars bringt es die Demokratie dahin, die „Füsse aus Eisen und weichem Ton“ am Ende der Skala zu sein: Macht und Volk die nicht aneinander haften!

 

Aber ist dies wirklich der Fall, dass in der Demokratie die Fähigsten, die moralisch am höchsten stehenden gewinnen? Dazu müsste doch das Volk die wahren Qualitäten und auch die verborgenen, dunklen Eigenschaften ihrer Vertreter kennen. Allzu oft lässt sie sich das „Stimmvieh“ durch farbenfrohe Wahlversprechen betrügen. Da fast stets alle Aspiranten auf eine hohe politische Stellung lügen, so fällt dies beim Einzelnen nicht so auf. Die Parteien laufen sich darin den Rang ab, sich in leeren Versprechungen zu verheddern! Jehova erklärt durch Jeremia, was in ihrem Herzen ist:

 

(Jeremia 18:12)  Und sie sprachen: „Es ist hoffnungslos! Denn unseren eigenen Gedanken werden wir nachgehen, und wir werden ein jeder nach dem Starrsinn seines schlechten Herzens handeln.“

 

Trump, der Präsident ab Ende  2016?Die Vetternwirtschaft bei der Verwaltung, wo sich Verwandte um gut bezahlte oder machtvolle Regierungsstellen bemühen, die Macht der organisierten Kriminalität, die sich in einigen Ländern höchste Stellung setzt, sie sind ebenso in der Geschichte als ein sich ständig wiederholendes Übel dokumentiert!

 

Auch Wirtschaftsmagnaten, z.B. der Milliardär Donald Trump, der für das Amt 2016 seine Werbetrommel schwingt fehlen auf der Bühne nicht. In einem öffentlichen Auftritt liess seine Wahlhelferin, die Ex-Gouverneurin Sarah Palin aus Alaska  über Trump verlauten: «… der größte Job-Präsident sein, den Gott je schuf». Hat Jehova denn überhaupt etwas mit dem „König des Südens“ zu schaffen, den Er durch seinen Sohn Michael zu zerstören durch seine Propheten aufzeichnen liess, der doch erster Vertreter des „Gottes dieses Systems“ ist und der die Heere der Erde nach Harmagedon hin versammeln wird?

 

Zuvor waren es auch religiöse Führer, wie der Mormonenmissionar und Geschäftsmann Mitt Romney, der 2012 gegen Obama antrat, der durch jene machtvolle Positionen als oberster Führer der „wilden Tiere“ angezogen wurde. Jesu deutlichen Worte werden in den Wind geschlagen: „Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.“ (Joh 15:19) Diese machthungrigen Aspiranten sind deutlich „Teil der Welt“! Einmal an ihrer Position sind solche Personen sehr schwer daraus zu entfernen! Das demokratische Wahlsystem brachte dort zwar gewisse Vorteile!

 

8.2.3.5          Wenn ein Übel durch ein anderes ersetzt wird

Die Demokratie bringt aber neues Übel, obwohl sie frühere Missstände bereinigen sollte! So geht die Konstanz in der Ausübung der Regierungsgewalt verloren und bei jedem Wechsel tritt der Faktor Unsicherheit neu zu Tage! Zudem sind Neuwahlen höchst kostspielige Angelegenheiten und nur wer über grosse Geldmittel verfügt hat Chancen die notwendige Publizität zu erreichen, um genügend Wahlstimmen hinter sich zu vereinen. Die Wahlgelder stammen meist von der Industrie und aus der Wirtschaft, die grosszügig die Kandidaten beider Hauptparteien unterstützt. Dadurch sind sie Sieger, unabhängig davon wer gewinnt! Später wäscht eine Hand die andere! Eine andere Form des Betruges am Bürger!

 

(Sprüche 28:16)  Ein Führer, dem es an wahrem Unterscheidungsvermögen fehlt, ist auch reich an betrügerischen Handlungen, wer aber ungerechten Gewinn haßt, wird [seine] Tage verlängern.

 

Scheidung und Wiederverheiratung: Auch eine Form des Betruges?Auswechseln von Personen ist nicht gleichbedeutend mit der Lösung von Problemen, obwohl wir dies erhoffen mögen! Wir können dies heute gut anhand moderner Familien beobachten! Es lässt sich anhand der Scheidung und Wiederverheiratung leicht dokumentieren! Väter oder Mütter lassen sich nicht einfach auswechseln! Die Folgen sind oft anhand der Kinder und deren verschlechterter Leistungen in der Schule oder an Verhaltensstörungen dokumentierbar! Viele solcher Kinder neigen eher zu asozialem Verhalten und ihre Ehen sind später weniger stabil! Dass eine Zweitehe besser funktioniert als die Erste, dafür gibt es somit keine Garantie, zweite und dritte Scheidungen beweisen dies! Auch dies bedeutet eine Form des Diebstahls an unseren Kindern und am ungeliebten früheren Partner, weil jenen etwas entrissen wird, worauf sie ein Anrecht hatten.

 

Auf Regierungsebene gesehen ist Italien ein Beispiel des ständigen Wechsels, wo innerhalb von 50 Jahren Dutzende verschiedener Präsidenten wechselten und damit viele wichtige Positionen in beständigem Umsturz sind. Ein anderes negatives Beispiel, wohin Demokratie treibt!

 

Die grösste Angst der Marionetten Jede Veränderung kostet Energie und Zeit und ist mit einem gewissen Verschleiss verbunden! Der Aufwand um Parlamente und Regierung alle vier bis sieben Jahre neu zu wählen, der Wechsel den die Rotation von Beamten bedeutet, die Inkompetenz die ständig übertüncht werden muss: Dies alles ist vielen Analysten der heutigen Verwaltungstätigkeit auf jeder Ebene des Staates bekannt und beängstigt sie. Wegen Machtmissbrauchs und grassierender Korruption und Inkompetenz scheint es die einzige Form zu sein, wie das andere Übel nicht überhand nehmen kann: Das Auswechseln von Marionetten die ihre Rolle ausgespielt haben. Folgen betrügerischen Handelns die der Bürger indirekt zu tragen hat und über die Steuern finanziert!

 

All dies macht begreiflich, dass gemäss einer Umfrage der Zeitung WASHINGTON POST im Jahre 2005 eine Vielzahl der Bürger in unterschiedlichen Ländern mit ihren Regierungen unzufrieden waren und das Wort „Regierung“ oft eher einem Schimpfwort vergleichbar ist. In südamerikanischen Ländern gingen Hunderttausende demonstrierend auf die Strasse und zogen durch die Strassen und vor den Regierungssitz schreiend: „Mögen sie alle gehen!“.

 

Gott aber scheint ein wesentlich besseres und effektiver System zu haben, um Sein Volk künftig erneut erfolgreich zu führen!

 

 

8.2.4           Nur Gottes Königreich ist in der Lage herrschendes Unrecht abzubrechen!

 

8.2.4.1          Gewaltenvereinigung unter einer von Gott festgelegten Hierarchie: Leitung durch ein Haupt

Da die kommende Regierung nicht durch Menschen gewählt wird und auch nicht ein erbliches Amt darstellt, sondern Gott alleine den Entscheid fällt wen er zu Seinen „Erstgeborenen“ zählt und Er dann bei Jesu Übergabe der „neuen Himmel“ erneut der oberste Souverän ist, daher nennt man diese Regierungsform eine wirkliche Theokratie. Bisherige Theokratien wie Jakob, dann Israel und Juda und das nachexilische Israel funktionierten gut, wenn deren Führer Jehovas Rat und dessen Disziplin annahmen. Sobald sie dies ablehnten zog auch Jehova seinen Segen zurück! Heutige, so genannte  „Theokratien“ haben grosse Mängel, weil nicht Jehova der Autor solcher Organisationen ist, sondern Menschen!

 

 Zu den Eigenschaften der künftigen Herrscher der ganzen Erde schreibt Johannes in der Offenbarung:

 

(Offenbarung 14:4, 5)  Diese sind es, die sich nicht mit Frauen befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

 

144.000 ?Keine Unwahrheit, keine Habsucht und Korruption werden bei den von Gott durch Christus künftig bestimmten Herrschern entdeckt!

 

Gott selbst greift im kommenden System erneut direkt in die Regierung ein: Er ist oberster Gesetzgeber und Richter! Aus den zwei Gruppen, den Verstorbenen und den am Gerichtstag als „Schafe“ Erwählten bezeichnet Gott durch Christus eine im Voraus bestimmte Anzahl von Personen, welche die kommende Weltregierung bilden werden, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“,  die „neuen Himmel“, um die „neue Erde“ der „grossen Volksmenge“ zu leiten. Die exakte Zahl der Priesterkönige wird in der Bibel mit 144.000 bezeichnet! (Off 7:4; 14:1)

 

(Vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“)

 

Nur Gott weiss die verborgenen Gedanken des Herzens und kennt von jedem seiner Geschöpfe seine Fähigkeiten und Grenzen, sowohl der Lebenden wie der lägst Verstorbenen. Niemals sind Menschen in der Lage eine gleichwertige Wahl zu treffen! Die Kriterien, um ausgewählt zu werden, sind zudem weit höher gesetzt, als wir Menschen diese ansetzen würden! Zudem kann nur Gott Verstorbene wieder lebendig machen und Lebenden ewiges Leben und Perfektion geben! (Ps 15:1-5)

 

(Vergleiche Grafik: 3.2  Menschenernte der Erde ergibt „neue Himmel und neue Erde

 

Da im kommenden System der adamische Tod keinen mehr davon trennt seine Aufgabe zu erfüllen, hat das jeweilige Amt keinen Nachfolger! Was aber wie bisher unter göttlichem Recht bestehen bleibt ist die Entfernung bei schlechter, fehlende oder korrupte Erfüllung der Amtspflichten! Der freie Wille und die Freiheit zur Wahl unserer Entscheidung bleiben bestehen!

 

Menschenernte für die "neuen Himmel" und die "neue Erde"

 

Bedenken wir hier, dass Satan ein mächtiges Geistgeschöpf als perfekter Cherub über den Garten Eden gesetzt wurde und seine Befugnisse übertrat und sich offen gegen Jehova richtete! Jehovas Worte durch Hesekiel sind deutlich! Der Teufel war ein erhöhtes Geistgeschöpf, bis Jesu Tod und seine Auferweckung im Geiste (1.Pe 3:18), seine darauf folgende Einsetzung als höchste Autorität nach Jehova im Himmel und auf der Erde (Mat 28:18; Off 5:11, 12).

 

Jesus selbst hatte diese dramatische Veränderung kurz vor seinem Tage angekündet: „Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und doch werde ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, Menschen von allen Arten zu mir ziehen.“ (Joh 12:31, 32) Als Satans Hinauswurf durch Jehova erfolgte, war er einer der vierundzwanzig himmlischen gekrönten Ältesten. Bis dahin war der Teufel auf dem himmlischen Berg Zion ein einflussreiches Geschöpf. In Eden hatte er gegen Gott rebellierte. Jehova nahm die Herausforderung Satans an, dass kein Mensch Ihm treu dienen würde an, wie sie in Buch Hiob in Kapitel 1 und 2 beschrieben ist! Der Beweis würde Zeit, viel Zeit erfordern aber mit Jesu Treue endgültig entschieden sein. Dieselbe Möglichkeit Jehova zu verlassen bleibt somit trotz kommender Vollkommenheit im Millennium für alle weiterhin bestehen!

 

Der Kampf Satans gegen den Christus wird bald enden *** Rbi8  Hesekiel 28:12-17 ***

„Du besiegelst ein Muster, voll Weisheit und vollkommen an Schönheit. 13 In Eden, dem Garten Gottes, befandest du dich. Jeder kostbare Stein war deine Decke: Rubin, Topas und Jaspis; Chrysolith, Onyx und Jade; Saphir, Türkis und Smaragd; und aus Gold war die Arbeit deiner Fassungen und deiner Vertiefungen an dir. An dem Tag, an dem du erschaffen wurdest, wurden sie bereitet. 14 Du bist der gesalbte Cherub, der schirmende, und ich habe dich [ein]gesetzt. Auf dem heiligen Berg Gottes [[(dem himmlischen Zion, Jehovas drittem Himmel]] befandest du dich. Inmitten feuriger Steine [[(der 24 Cherube)]] wandeltest du umher. 15 Du warst untadelig in deinen Wegen von dem Tag deiner Erschaffung an, bis Ungerechtigkeit an dir gefunden wurde.

16 Wegen der Menge deiner Handelsgüter füllten sie dein Inneres mit Gewalttat, und du begannst zu sündigen. Und ich werde dich entweihen, hinweg vom Berg Gottes, und ich werde dich vernichten, o Cherub, du schirmender, aus der Mitte der feurigen Steine [[(der vierundzwanzig himmlischen, gekrönten Cherube (Off 4:4))]].

17 Dein Herz wurde hochmütig wegen deiner Schönheit. Du verdarbst deine Weisheit ob deiner strahlenden Pracht. Zur Erde will ich dich werfen. Vor [[(die 144.000)]] Könige will ich dich setzen, [daß sie] auf dich niederschauen.

 

Jehova zeigt den Grund, warum jener hellglänzende Cherub so tief gesunken war. Er war zuvor untadelig „bis zu jenem Tag, wo Ungerechtigkeit an ihm gefunden wurde“! Satan war von jenem Tag der Verführung Adams und Evas in Eden an der „Gott dieses Systems“. Sein „Samen der Schlange“ beinhaltet jedes Individuum und jede ungerechte Macht, die Handelsgüter durch Habsucht und Gewalttat aufhäufte! Er hatte diese Gewalt an sich gerissen, er war ein Usurpator, ein Räuber gegenüber der wahren Herrschaft! Wenn Jehova zu Beginn zögerte Satan aus dem Himmel zu entfernen, bis die Streitfrage ob es treue Menschen wie Hiob zu jeder Zeit gäbe abschliessend gelöst wäre. Jesus hat den Teufel durch seine Treue endgültig besiegt.

 

Jesus wirft den Teufel, die Urschlange in den FeuerseeJehova würde durch den Erzengel Michael (Jesus) seinen Feind zu Beginn der „grossen Drangsal“ [B; B1] aus dem zweiten „alten Himmel“ zur Erde herabwerfen [B1] (Off 12:7-10) und ihn dreieinhalb Jahre danach am Tag Harmagedons [B3] im Abgrund gekettet festsetzen (Off 20:1, 2).

 

Erst am Ende des Millenniums, nach Satans Freilassung „für eine kurze Frist“ und dessen Versuch die Erde erneut unter seine Macht zu bringen wird er schlussendlich durch Jesu himmlische Streitmacht vernichtet werden: Dies beim letzten Versuch das „neue Jerusalem“ anzugreifen und unter seine Macht zu stellen (Off 20:3).

 

Zu unserer aller Warnung: Wenn ein Cherub durch Gott Vernichtung erleidet, wie viel weniger wird Gott zögern dies bei ungerecht handelnden Menschen ebenso zu tun? (1.Mo 3:1-5; Off 12:7-9; 20:10)

 

Wie anders ist die Geschichte von Jesus, der zu seinem eigenen Volk, den Israeliten gesandt wurde! Er sollte ja der Erbe in Israel und der ganzen Erde sein! Er erniedrigte sich selbst und diente Jehova bis in den Tod am Stamm. Als der Teufel ihn zu Beginn seines Predigens bestechen wollte und ihm „alle Königreich der Erde“ für einen Akt der Anbetung offerierte, da zeigte der Christus sich vollkommen unbestechlich und sagte deutlich, dass alleine Jehova Anbetung gebührt! (Lu 4:5-8)

 

Jesus zog nie in Betracht Gott gleich zu sein: Der Vater ist grösser! *** Rbi8  Philipper 2:5-11 ***

Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt [[(als Geistwesen, als Engel)]] existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog, nämlich um Gott gleich zu sein. 7 Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. 8 Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl [[(Pfahl)]]. 9 Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn auch zu einer übergeordneten Stellung erhöht [[(zum Erzendel und Hohepriesterkönig)]] und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem [anderen] Namen ist, 10 so daß sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, derer, die im Himmel, und derer, die auf der Erde, und derer, die unter dem Erdboden sind, 11 und jede Zunge offen anerkenne, daß Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

 

Statt sich wie Satan über andere zu erhöhen wurde Jesus denen gleich, die er zu Retten gekommen war! Er verstand dadurch auch die Versuchungen, denen wir durch das System des Teufels ausgesetzt sind, dass unter Umständen auch Fehler begangen werden! Dadurch wurde er zu einem verständnisvollen Hohepriester, der für unsere Sünden massvoll eintreten kann! (Heb 5:1-3)

 

Freier Wille wird auch im kommenden System bestimmen, ob sich ein jeder der Harmagedon Überlebenden und der während des Millenniums Auferstehenden dem obersten Haupt Jehova freiwillig unterordnet und Jesus in seiner erhöhten Stellung anerkennt. Es wird sich erweisen, wer sich wiederum selbst zum „Haupt“ aufschwingt, um andere zu beherrschen oder wer sich ein anderes, nicht von Jehova eingesetztes „Haupt“ erwählt! (Kol 2:18, 19; Off 20:7-9)

 

8.2.4.2          Was ändert sich und was bleibt sich gleich mit der kommenden Verwaltung der Erde?

Die Verwaltung Israels lag somit zu Beginn mindestens in den Händen von Männern, die als Beamte handeln mussten, weise und gottesfürchtig waren, die ungerechten Gewinn hassten. Alle Vorsteher, welche diese und weitere Bedingungen wirklich erfüllten und in früheren Zeiten in Treue starben, sie haben auch im kommenden System von Jehova eine gerechte Chance, um erwählt zu werden und nach ihrer Erstauferstehung nun die „neue Erde“ mit zu regieren.

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Moses war von Jehova beauftragt das Volk Israel als eine für Ihn auserwählte Nation aufzubauen. Eine einzelne Person an der Spitze kann dies nur aufgrund einer gut organisierten Struktur bewältigen! Moses organisierte dies! Derselbe Auftrag obliegt Jesus, nachdem er am Gerichtstag „die Schafe von den Böcken getrennt“ hat. Bis dahin wird die Struktur unvollendet sein, wo dann schlussendlich Gott das „Haupt Jesu ist. Jesus seinerseits ist das „Haupt“ der Apostel, der „Braut, der Frau des Lammes“. Die zwölf Apostel wirken als direktes „Haupt“ der 144.000 Priesterkönige und jene das „Haupt“ der Versammlungsvorsteher, welche ihren Teil der Führung der “grossen Volksmenge“ bilden.

 

Moses sieht in das Gelobte Land, das er nicht betreten durfteMoses erklärte in diesem Hinblick Israel im letzten Lager in der Tiefebene Moab, kurz vor seinem Tod und vor dem Einzug ins Gelobte Land Zusammenhänge der nationalen Struktur der künftigen Theokratie Israels. Dabei wiederholt er wörtlich Dinge, die er im Gesetzesbund bereits vierzig Jahre zuvor aus Gottes Mund übermittelt erhielt:

 

 *** Rbi8  5. Mose 1:9-15 ***

Und zu jener besonderen Zeit redete ich dann folgendes zu euch: ‚Ich allein kann euch nicht tragen. 10 Jehova, euer Gott, hat euch gemehrt, und seht, ihr seid heute wie die Sterne der Himmel an Menge. 11 Möge Jehova, der Gott eurer Vorväter, euch, so viele ihr seid, tausendfach mehren, und möge er euch segnen, so wie er es euch verheißen hat. 12 Wie kann ich allein eure Bürde und eure Last und euren Hader tragen? 13 Holt euch weise und verständige und erfahrene Männer eurer Stämme, damit ich sie als Häupter über euch setze.‘ 14 Hierauf antwortetet ihr mir und sagtet: ‚Die Sache, die du für uns zu tun geredet hast, ist gut.‘ 15 Da nahm ich die Häupter eurer Stämme, weise und erfahrene Männer, und setzte sie als Häupter über euch, Oberste von Tausendschaften und Oberste von Hundertschaften und Oberste von Fünfzigschaften und Oberste von Zehnerschaften und Beamte eurer Stämme.

 

Beamte eurer Stämme“, die dienen und nicht sich über die anderen erhöhen sollten!  Der Stimme des Engels“ der Moses alles übermittelte musste jeder in Israel gehorchen,  die des Engelfürsten Michael, respektive der des späteren „Menschensohnes“, der Jesus war: Ihm musste Israel sich unterordnen! „Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Weg zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe. Nimm dich in acht seinetwegen, und gehorche seiner Stimme. Benimm dich nicht rebellisch gegen ihn, denn er wird eure Übertretung nicht verzeihen; denn mein Name ist in ihm. Wenn du jedoch seiner Stimme genau gehorchst und wirklich alles tust, was ich reden werde, dann werde ich deine Feinde gewiß befeinden und die befehden, die dich befehden.“ (2.Mo 23:20)

 

Dasselbe himmlische Geschöpf, das als Mensch den Opfertod erlitt, der inzwischen erhöhte Hohepriesterkönig „gleich Melchisedek“ ist das „Haupt“ eines jeden Christen.

 

Die Aufrichtung der endgültige Struktur der „Beamten“ des Christus, des „geistigen Tempels“ aber folgt erst nach Harmagedon, Es ist derselbe Auftrag der an Moses erging, den Jesus nun selbst zu erfüllen obliegt, nachdem er am Gerichtstag „Schafe von Böcken“ getrennt hat.

 

Der geistige Tempel: Ablaufschema der Aufrichtung nach Harmagedon
 

Was sagt der Psalmist über die kommende Verwaltung vorher, die durch Jesus eingesetzt werden wird? Jehova gab durch Davids Psalm 15 die Richtlinien:

 

Hesekiels Tempelvision: Hesekiel und Johannes ergänzen sich gegenseitig!*** Rbi8  Psalm 15:1-5 ***
O Jehova, wer wird Gast sein in deinem Zelt?
Wer wird weilen auf deinem heiligen Berg?

 2 Wer untadelig wandelt und Gerechtigkeit übt
Und die Wahrheit redet in seinem Herzen.

 3 Er hat nicht verleumdet mit seiner Zunge.
Seinem Gefährten hat er nichts Böses getan,
Und keine Schmähung hat er gegen seinen vertrauten Bekannten erhoben.

 4 In seinen Augen ist der Verachtenswerte gewiß verworfen,
Die aber, die Jehova fürchten, ehrt er.
Er hat zu dem, was [für ihn selbst] schlecht ist, geschworen, und doch ändert er [es] nicht.

 5 Sein Geld hat er nicht auf Zins ausgegeben,
Und ein Bestechungsgeschenk gegen den Unschuldigen hat er nicht genommen.
Wer diese Dinge tut, wird niemals zum Wanken gebracht werden.

 

Was sagt die Bibel somit über die kommende Verwaltung, die durch Jesus eingesetzt wird?

 

1)     Die Wahl der führenden Männer wird durch Jesus, als von Jehova eingesetztes „Haupt“ vorgenommen, wobei Christus stets das tut, was er von Jehova hört (Joh 5:30)

2)     Das Verwalteramt wird als für die ganze Tausendjahrherrschaft fortdauernde Institution angesehen (Off 20:6)

3)     Eine Gewaltenvereinigung von König, Priester und Richter erfolgt auf jeder Ebene von Christus an abwärts (Ps 2:6, 10-12; 110:4)

4)     Die Führung durch ein erwähltes „Haupt“ wird sich auf jeder Ebene durchsetzen. Alleine Jehova ist ohne ein „Haupt“ über sich an der Spitze der Pyramide der Autorität! 

5)     Die Apostel, die „Braut des Lammes“ richten die 144.000 Priesterkönige, je 12.000 pro „Stamm“ oder „Abteilung

6)     Die 144.000 Priesterkönige richten die „Beamten“, die Versammlungsvorsteher

7)     Jehova als oberster Richter reagiert nun unmittelbar auf das Flehen Seiner Gerechten, des „Israel Gottes“ und verschafft das Recht (Lu 18:1-8)

 

In Israel

Art des Hauptes

Im Tausendjahrreich Christi

Art des Hauptes

Alleiniger Gott, König, Richter Israels und der ganzen Erde (1.Mo 18:25)

Jehova

Alleiniger Gott, König, Richter Israels und der ganzen Erde (Off 11:17, 18; 18:8)

Jehova

1) Führer, Richter, Lehrer

    (2.Mo  24:1, 2)

2) Hoherpriester und Priester

    (2.Mo 4:14-16; 2.Mo 7:1; 28:1)

3) Tempeldienst, Rechtslehrer

    (4.Mo 16:8, 9)

Moses

 

Aaron + Söhne

 

Leviten

König der Könige, Herr der Herren (Off 19:16), Hoherpriester (Heb 5:5, 6), Richter der ganzen Erde (Joh 5:22; Apg 10:42), ein Führer, ein Lehrer (Mat 23:8-10)

Jesus

Stammeshäupter; Oberpriester (Sach 12:5, 6; Mat 26:59)

70 Richter des Sanhedrin (2.Mo 24:1, 9, 10; 4.Mo 11:16; Mk 15:1)

Priesterkönige, Richter (Mat 19:28; Lu 22:28-30), jeweils über 12.000 Könige der Erde gesetzt (Off 7:1-8); sehen Gott (Mat 5:8; 2.Kor 12:2)

12 Apostel

Oberste über Tausendschaften (Chiliarchen)(2.Mo 18:21; 4.Mo 10:4)

Fürsten (Prinzen)

 

Könige, Priester und Richter über Nationen (1.Kor 1:2; 6:2; Off 21:24-26)

144.000 Priesterkönige

Oberste über Hundertschaften (Zenturionen)(2.Mo 18:21; 1.Chr.12:14)

 

Könige, Priester und Richter über Städte (Lu 19:17-19)

 

Oberste über Fünfzigschaften (2.Mo 18:21)

Vorsteher des Volkes

Abgesandte (Jes 66:21; 1.Kor 1:2; 6:2)

Vorsteher (Leviten)

Oberste über Zehnerschaften (2.Mo 18:21)

Älteste

Versammlungen

Älteste

Familien (1Mo 3:16; 5.Mo 6:4-9)

Vater

Familien (1.Kor 11:3; 1.Ti 2:11, 12)

Vater

 

Da Satan und seine Dämonen während 1000 Jahren gefesselt im Abgrund sind, können sie die kommende Verwaltung nicht weiter mittels des Spiritismus beeinflussen (Off 9:20).

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:1-3 ***

Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen mit dem Schlüssel des Abgrunds und einer großen Kette in seiner Hand. 2 Und er ergriff den Drachen, die Urschlange, welche der Teufel und der Satan ist, und band ihn für tausend Jahre. 3 Und er schleuderte ihn in den Abgrund und verschloß [diesen] und versiegelte [ihn] über ihm, damit er die Nationen nicht mehr irreführe, bis die tausend Jahre zu Ende wären.

 

Nebukadnezar sieht die drei Jünglinge im Feuerofen mit einem EngelIm Gegensatz zur Verführung Satans hin zu schlechten Handlungen werden die Engel Jesu als Helfer aktiv an der Bewältigung von vielen förderlichen Aufgaben mitarbeiten, die zum Segen der Menschheit beitragen: Als der Juden nicht bereit waren das Standbild Nebukadnezars anzubeten und dann durch einen Engel lebend aus dem „brennenden Feuerofen“ führten, da erklärte der König von Babylon: „Nebukadnẹzar ergriff das Wort und sprach: ‚Gesegnet sei der Gott Schạdrachs, Mẹschachs und Ạbednẹgos, der seinen Engel sandte und seine Diener befreite, die auf ihn vertrauten und die sogar das Wort des Königs änderten und ihren Leib preisgaben, weil sie keinem einzigen Gott dienen und [keinen] anbeten wollten außer ihrem eigenen Gott.‘   (Da 3:28; Mat 24:31; 25:31; Off 22:9) Jesus bestätigt diese künftigen Zusammenhänge im Evangelium von Johannes:

 

*** Rbi8  Johannes 1:51 ***

Er sprach ferner zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel aufgetan und die Engel Gottes zum Menschensohn auf- und niedersteigen sehen.“

 

Da Jesus sowohl im Himmel als auch auf der Erde die oberste Leitung in Händen hält, werden die Engel als Boten entweder auf- oder aber niedersteigen, dahin wo Jesus während der Endzeit und dann im Millennium jeweils sein wird. Unter Jesus wird der himmlische und irdische Bereich wiederum miteinander vereint, wie dies bis zur Trennung in Eden der Fall war (1.Mo 3:15; Mat 28:18).

 

*** Rbi8  Epheser 1:9-12 ***

Es ist nach seinem [[(Jehovas)]] Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir, die wir zuerst auf den Christus gehofft haben.

 

Die Worte des Paulus lassen über die kommende irdische Verwaltung und ihr Zusammenarbeiten mit der Verwaltung Jehovas im ersten (irdischen) und  zweiten (himmlischen) Himmel wenig Raum zu Zweifeln offen! Die Erde wird durch Menschen von der Erde aus verwaltet, Engel sind dabei Mithelfer! Gottes eigenes Königreich des dritten Himmels kommt mit den Engeln zur Erde herab: Künftig arbeiten alle drei Himmel in vollkommener Übereinstimmung miteinander.

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

8.2.4.3          Dein Handeln bis zum Ende zeigt deine Gerechtigkeit!

Gottes Gerechtigkeit verändert sich nie! Sein Rechtsmassstab ist im GESETZ Mose festgelegt, den Er dem Volk Israel gegeben hat. Wir sind „Israel“, wenn wir an Gottes Geboten, Seinem Rechtsmassstab festhalten. Bedenken wir, dass Jesus wiederkommt, um „das Königreich für Israel“ wiederaufzurichten! Es liegt somit an uns, ob wir für das kommende System gut vorbereitet sind oder nicht. Ohne exaktes Verständnis, was  Gott als Recht beurteilt ist es leicht, dass wir uns von heute gängigen und möglicherweise von menschlichen Richtern akzeptierten Verhalten beeinflussen lassen, das aber von Gottes Standpunkt aus korrupt, ungerecht, habgierig und damit verwerflich ist (Apg 1:6). Jesu Worte in der Bergpredigt haben nichts an Gewicht eingebüsst!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Jesus ging im Erfüllen des Gesetzes [[GESETZES]] führend voran. Er lehrte alles zu halten was Gott geboten hat und widersetzte sich offen pharisäischen Anweisungen,  die auf menschlicher Tradition aufbauten und mit Gottes Wort in Konflikt lagen! Ebenso haben wir in seinen Aposteln ein Vorbild treuer Nachfolge Jesu!

 

Petrus vor dem Sanhedrin: "Wir müssen Gott mehr gehorchen wie Menschen"*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:18-21 ***

Darauf riefen sie sie [[(der Sanhedrin, die Apostel)]] und geboten ihnen, sich nirgends aufgrund des Namens Jesu zu äußern oder zu lehren. 19 In Erwiderung aber sagten Petrus und Johannes zu ihnen: „Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst. 20 Wir aber, wir können nicht aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben.“ 21 Als man ihnen dann weiter gedroht hatte, ließ man sie frei, weil man keinen Grund fand, aus dem man sie hätte bestrafen können, und wegen des Volkes, denn sie alle verherrlichten Gott wegen des Geschehenen;

 

Himmel und Erde“ dieses Systems, Regierungen und Machtstrukturen und insensible Menschenmassen werden in Harmagedon vergehen, Gottes Wort wird aber nicht vergehen und wird im neuen System vollkommene Erfüllung finden. Alle Menschen die Gottes Gebote respektieren lernen, sie werden schlussendlich zu ewigem Leben gelangen!

 

Es ist weise auf Gott zu hören und seinem Willen entsprechend zu handeln! Nur Personen die Gottes Massstab anerkennen und im Leben anwenden haben Zugang zu jenem kommenden System, das zu den „Himmeln Jehovas“ gehört!

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:11 ***

Wer ungerecht handelt, handle weiterhin ungerecht, und der Unreine verunreinige sich weiterhin, der Gerechte aber handle weiterhin gerecht, und der Heilige heilige sich weiterhin.

 

Unsere Geschäftspraktiken müssen lauter sein. Lügner, Diebe, Habgierige und Erpresser haben keinen Zugang zum Königreich der Himmel! Jesus gibt dem Apostel Johannes die Worte Jehovas bekannt, einen weiteren deutlichen Hinweis darauf, was im Endgericht und bei der Urteilsvollstreckung kommen wird:

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:12-15 ***

‚Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist. 13 Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder [[(im Blut des Christus, in der Taufe)]] waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen] [[(den 144.000 Priesterkönigen)]], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt [[(das „neue Jerusalem“ „Jahweh-Schamah“)]] erlangen. 15 Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

 

Da Paulus sagt, dass Habsucht Götzendienst sei und im ersten Brief an die Korinther deutlich warnt: „Wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Königreich Gottes nicht ererben werden? ... weder Diebe, ... noch Habgierige, ... noch Erpresser werden Gottes Königreich erben“ schliesst sich der Kreis derjenigen, die „draussen“ bleiben, im Tode enden (1.Kor 6:9-11).

 

*** Rbi8  Kolosser 3:5 ***

Ertötet daher die Glieder eures Leibes, die auf der Erde sind, in bezug auf Hurerei, Unreinheit, sexuelle Gelüste, schädliche Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist.

 

Wir tun gut daran jetzt umzukehren, zu bereuen und durch Werke der Reue zu zeigen, dass uns Gottes GESETZ ernst ist. Diejenigen aber, die bereits gerecht handeln dürfen auch unter dem Druck der kommenden grossen Drangsal nicht von ihren gerechten Handlungen abweichen! Gottes reicher Segen und grosser Lohn wird ihnen sicher sein!

 

 

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